Nr. 87. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt, monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Bernsprecher: Amt I, nr. 1508 Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Der Konflikt um Samoa. Gerade vor 10 Jahren gab es um des Samoa- Archipels willen zwischen Deutschland, England und den Vereinigten Staaten eine Auseinandersetzung, ganz ähnlich und ebenso hitig wie die gegenwärtige. Streitigkeiten zwischen mehreren Brätendenten um die Königswürde führten zu einer Landung deutscher Truppen. Es kam zum Kampf mit den Eingeborenen, die von amerikanischer Seite gestützt wurden, zur Niederbrennung des deutschen Konsulats. Die Situation war sehr schwierig, aber die beteiligten Mächte suchten einen friedlichen Ausgleich und sie fanden ihn, nachdem zuvor noch ein furchtbares Naturereignis am 16. März 1889 ließ ein Orkan je drei deutsche und je drei amerikanische Kriegsschiffe stranden die erregten Gemüter erschreckt hatte. Bismarc berleugnete das Verhalten des Konsuls Knappe und die Samoafonferenz in Berlin legte den Streit bei; die Inselgruppe wurde den drei Mächten als Gleichberechtigten unterstellt. W Freitag, den 14. April 1899. Expedition: SW. 19, Bruth- Straße 3. Und derselbe laute Ruf nach Rache, den wir heute ausstoßen, er- Angelegenheit den„ alldeutschen" Welt Chauvinismus bertönte damals in Deutschland. Doch es tam zu nichts. Wir schmäht und eine erfreuliche Annäherung an England wurde weigerten uns damals, dem Verlangen Deutschlands nach Aus- angebahnt. Wahnwiz wäre es, durch Voreiligkeit und bralieferung des Henters Mataafa stattzugeben. Gleichwohl fam es Politische Uebersicht. Berlin, den 12. April. deshalb nicht zum Kriege. Es giebt Zeiten, in denen die nationalen marbassischen Hochmut wertvolle Beziehungen zu befreundeten Leidenschaften zu entfesseln sind, und wieder andere Zeiten, wo fie Nationen zu verscherzen. im Zaunie gehalten werden sollen. Wenn zwei Nationen zu grundtiefen Differenzen gelangt sind, welche unausweichlich zum Konflikt führen müsse, dani mag man den Gefühlen der Nation freien Lauf lassen und die Sache zu Ende bringen. Das war die Sachlage vor Jahresfrist zwischen Amerika und Spanien. Die unerträgliche Situation mußte ein Ende beschäftigte sich heute noch mehrere Stunden mit dem ersten nehmen und das fürzeste und schärfste Ende war das wohl der drei Post- Reformgeseße, ohne daß neue Gesichtspunkte zu thätigste. Aber es existiert gar feine solche Notwendigkeit, uns in Tage getreten wären. Es wurde einer Kommission von einen Konflikt mit Deutschland hineinzutreiben. Die Deutschen 28 Mann überwiesen. Bei Beginn der Verhandlung über sind unsere ältesten Freunde; sie haben uns in unserer Der Reichstag bebon verzweifeltsten Not, als unsere Eristenz auf dem Spiele stand, das zweite der Geseze( das auf die Neuregelung des ihre Freundschaft bewiesen, während einige von denen, welche Telephonwesens bezügliche) ergriff Herr v. Podbielski ums gegenwärtig auf die Schulter flopfen, damals auf unseren das Wort, und sprach sein Bedauern aus, daß er unseren ihit Untergang hofften und herbeizuführen suchten. voraus drucken Es wohlgemeinten Rath, seine Rede im voraus lassen, nicht habe befolgen fönnen. Wir sollte mehr als die Unbesonnenheit oder selbst eine verbreche- zu rische Handlung eines lokalen Beamten( gemeint ist der verhaftete dauern es auch in Interesse des Herrn Staatssekretärs Leiter der Plantage, wo der Ueberfall stattfand. D. R.), welcher und seiner Gesezesvorschläge. Seine naturgemäß" nicht vom Gefühl seiner Wichtigkeit als Hauptfigur inmitten der Ereignisse berauscht ist, dazu gehören, um uns mit einer Nation, wie die allzu pedantisch geordneten Ausführungen wurden der sich dagegen verwahrte, daß deutsche ist, in Feindschaft zu versetzen. Amerika und Deutschland Singer kritisiert, Land auf Kosten der Städte begünstigt haben absolut nichts miteinander zu streiten. Es giebt zur Bei- das legung der samoanischen Wirren ein Dugend Mittel und Wege, die werde, den fiskalischen Charakter dieser wie der anderen Vormit der Ehre beider Nationen vereinbar sind." lagen scharf tadelte übrigens dem Herrn Staatssekretär Das Journal" knüpft an diese Ausführungen mehrere Vor einige praktische Ratschläge erteilte, die dieser in guter Laune schläge zur Lösung der Samoafrage. Der erste betrifft die hinnahin. Der ehemalige Husarenoffizier hat offenbar geSchaffung einer gefeggebenden Körperschaft merkt, daß der Reichstag keine Kaserne ist und daß der für die Samoa- Inseln, bestehend aus einem Hause, das von den Eingeborenen, und einem anderen Hause, das von den" militärische Geift" vorläufig noch fehlt, wenn auch ein RittWeißen ohne Rücksicht auf die Nationalität gewählt wird. Ein meister Präsident ist. Vielleicht sieht er ein, daß man mit anderer Weg würde die Schaffung einer Regierung sein, die guten Gründen, höflich vorgetragen, weiter fommt, als mit bon schweizerischen Beamten unter dem gemeinsamen Schneidigkeit". Schutz der drei Mächte parteiisch zu verwalten wäre. Als letzte Morgen Interpellatian über die Vorgänge in Samoa, Zuflucht würde selbst eine Teilung der Inseln besser sein, und Fortsetzung der heutigen Debatte. als die Fortdauer der gegenwärtigen Haß erregenden und gefährlichen Zustände. Friede müsse auf Samoa hergestellt werden und derselbe dürfe weder in Europa noch in Amerika gebrochen werden! 11 Die Handelseifersucht der drei Mächte dauerte jedoch fort und als König Malietoa Laupepa im August vorigen Jahres plöglich starb, brachen neue Streitigkeiten aus, indem der deutsche Generalkonsul Rose und der Präsident des Gemeinderates Dr. Raffel für Mataafa eintraten, der anscheinend die überwiegende Mehrheit der Eingeborenenbevölkerung hinter sich hatte, während die Engländer und Amerikaner für Malietoa- Tanu eintraten. Oberrichter Chambers, der den Thronstreit zu entscheiden hatte, sprach sich für den siebzehnjährigen Tanu aus, den Günstling der englischen Mission, bon dessen Regierung besondere besondere Vorteile für die englische Kolonie zu erwarten waren. Der deutsche Konsul sah in dieser Entscheidung eine Verlegung des Samoa- Vertrages und die Mataafa Anhänger griffen Anfang Januar dieses Jahres zu den Waffen. Die Tanu Partei wurde besiegt. Die Konsuln.der drei Mächte erkannten, vorbehaltlich der zu erwartenden Weisungen, ihrer Regierungen, Mataafa und einige Mithäuptlinge als provisorische Regierung an. Am 5. Januar dieses Jahres Das Abgeordnetenhaus begant am Donnerstag die erste Lesung fam es zu einem weiteren Konflikt, indem Dr. Raffel unter der Kanalvorlage. Es handelt sich bei diesem Projekt bekanntlich den geänderten Verhältnissen die Fortführung des OberrichterDie Situation mit Kaltblütigkeit zu betrachten und be- um eine Verbindung des Rheins mit der Elbe, die bis zum Jahre amts durch Chambers nicht anerkennen wollte. Es folgten fonnen nach Beilegung des Streitfalles zu streben, ist aber nicht 1908 für einen Kostenaufwand von 260 Millionen Mark hergestellt heftige Proklamationen und Gegenproklamationen der Konsuln, nach dem Sinn einiger unserer deutschen Parteigruppen, die auch werden soll. Davon werden 90 Millionen von den Interessenten, erneuerte friegerische Versuche durch die Tanu- Partei, das diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne das Wohl der Rest vom Staate aufgebracht; die Summe, die der preußische Bombardement Apias durch englische Kriegsschiffe, schließlich des Vaterlandes aufs Spiel setzen zu wollen für engherzigste Staat für dies Kulturwerk opfert, beläuft sich also auf 17 Millionen der gestern gemeldete Ueberfall einer englisch ameri- Interessenbestrebungen. Das Agrariertum läßt seinem Haß pro Jahr. Welches Interesse der Vorlage entgegongebracht wird, das zeigt kanischen Abteilung durch Mataafa- Leute und Verhaftung gegen das Getreide entfendende Amerika die Zügel schießen die überaus starte Beschung des Hauses; auch die Tribünen erfreuten eines Deutschen, der die Mataafa- Krieger gegen die Engländer und sucht die deutsche Regierung zu einer leichtfertig heraus- sich eines so zahlreichen Besuches, wie es seit dem Tage des Beund Amerikaner angereizt und unterstützt haben soll. fordernden Haltung gegenüber England und den Vereinigten gräbnisses der lex Recke nicht der Fall war. Aber wer sich einen " 1 Die erste Lesung der Kanalvorlage. Die Lage ist nicht ohne Ernst. Die Köln. 3tg." erklärt Staaten aufzureizen. Die Deutsche Tageszeitung" über- jogenannten großen Tag" versprochen hatte, der wurde bitter ents heute mit erheblicher Schärfe: schlägt sich in tiefer Empörung" über die uns in Samoa täuscht. Selten verlief eine Sigung so langweilig; nur drei Redner " Es ist gar nicht zu leugnen, und soviel wir sehen, Teugnet angethane Schmach"; wenn die Reichsregierung nicht alsbald tamen zu Worte, der Minister Thielen, der durch seine eintönige auch niemand, daß sich die Dinge in Samoa in einer für eine andere Haltung einschlage, werde das Volk das Vertrauen Begründung der Vorlage das Haus in Schlaf sang, Graf Kanit( f.), Deutschland recht unerfreulichen Weise entzu seiner Leitung einbüßen"; eine deutsche Frau habe der dem wenigstens ein Teil des Hauses Aufmerksamkeit schenkte und wickelt habe 11. Das Vorgehen Amerikas und namentlich Redaktion der„ D.." einen ,, Aufruf an Deutschlands Frauen" bg. Schmieding( natl.), während dessen Rede selbst die Tribünenbesucher einschliefen. Englands ist ein so außergewöhnliches, der Wider eingesandt, in dem es heißt: spruch, der sich zwischen den Worten und Thaten dieser beiden Regierungen zeigt, so überraschend, daß wohl oder übel in Deutschland eine außerordentliche und tiefgehende Verstimmung Plaz greifen muß." Dennoch mahnt das offiziös bediente Blatt zur Vorsicht und ruhigen Auffassung der Dinge. Und in gleicher Art sprechen sich erfreulicherweise angesehene englische und amerikanische Blätter aus. So wird aus London berichtet: getreten. „ Deutschlands Ehre ist von Amerika und England in den Staub Wollt Ihr noch mehr Samioas, noch mehr Sansibars, noch mehr gebrochene Verträge? Uns fehlt die Macht, eine feste Sprache zu führen, weil uns die Flotte fehlt. Auf! Sammelt alle, alle für die deutsche Flotte! Gebt Euch das Versprechen, an tein Vergnügen zu denken, so lange dieje Schmach nicht aus getilgt ist." A dem Der Minister Thielen erläuterte die Vorlage in durchaus fachlicher Weise; er legte dar, daß die Eisenbahnen nicht mehr im stande seien, den von Jahr zu Jahr steigenden Verkehr zu bewältigen imd daß deshalb der Bau des Kanals eine Notwendigkeit sei. Aber auch abgesehen von rein wirtschaftlichen Ertvägungen, handle es sich, wenn man sich auf den rein finanziellen Standpunkt stelle, um ein rentables Unternehmen; es sei mit Sicherheit zu erwarten, daß der Kanal würden die Ueberschüsse abwerfe. Allerdings Eisenbahnen infolge des Kanalbanes eine Einbuße an Einnahmen Die Blätter betonen zwar den großen Ernst der jüngsten Ererleiden, aber dieser Ausfall sei nur vorübergehend. Der Minister eignisse auf Samoa, raten aber zur Ruhe und erklären, daß es schloß seine Rede mit einem Appell an das Haus, sich der Vorlage nötig sei, die Regelung der Verhältnisse auf Samoa den drei Die" Post" aber, das Blatt der Eisen- und Kanonen- günstig gegenüberzustellen; es handele sich um den bedeutendsten Mächten und ihren Kommissaren zu überlassen." Times" meinen, tönige, mißtraut dem patriotischen Sammeleifer der deutschen Entwurf, der der Wolfsvertretung seit der Verstaatlichung der Eisender jüngste Zwischenfall habe keine direkte Beziehung zu den bahnen zugegangen sei. Daß der Appel des Ministers, der ja hauptsächlich an die Fragen, die jezt von den drei Mächten beraten werden, und könne Frauen für die Flotte, fie verlangt vom Reichstag, er solle Kanalbau feindlich gesinnten Agrarier gerichtet war, in feiner Weise deren diplomatisches Vorgehen beeinflussen. In ohne besondere Anforderung der Regierung alsbald den betreff der unter Beschuldigung der Aufreizung der Eingeborenen bollen Betrag der nach dem Flottengeses in ein vergeblicher gewesen war, das bewies der erste Redner erfolgten Berhaftung des deutschen Pflanzers erklärt dasselbe Blatt, be stimmten Jahresraten zu verwenden den des Hauses, Graf Stanis, von jeher bekannt als wütendster Gegner bis zum Eingange beglaubigter Berichte weigere es sich zu glauben, Se osten für die Durchführung des Flotten aller Verkehrserleichterungen. Die Agrarier fürchten, daß der Kanal daß ein Bürger einer befreundeten Nation ein solches Verbrechen gesetzes zur Verfügung stellen." eine Verbilligung der Lebensmittel infolge niedrigerer Fruchtsäße hätte begehen fönnen. So soll Samoa diesen agrarischen und großindustriellen hervorrufen wird, und da sie einen sein ausgebildeten Instinkt für Und aus New York erhalten wir folgendes Telegramm Bentepatrioten ein Hebel neuer persönlichster Interessenförde ihre eigenen Interessen haben, die Interessen der Gesamtheit aber nicht achten, so haben sie schon seit Monaten in ihrer rung werden. Sie wollen das Verhältnis Deutschlands zu Partei eine heftige Agitation gegen die Vorlage entfaltet. Das englische New York Journal" und das deutsche Amerifa trüben, damit ihre zollpolitischen Brotverteuerungs- an das Material, das in diesen Artikeln zusammengetragen war, Morgenjournal" veröffentlichen heute früh über das für pläne der Erfüllung entgegengehen. Sie heten gegen Eng- wiederholte Graf Naniz in nicht ungeschickter Weise, wobei er es an die Engländer und Amerikaner so unglücklich ausgefallene Ge fecht bei Apia am 1. April folgenden ebenso verständigen wie land, um neue Marinevorlagen, neue gewaltige Profite für scharfen Seitenhieben auf die ihm noch nicht genügend agrarisch geverföhnlichen Ruhig BIut" betitelten Leitartikel: Ein Augen ihre industriellen Etablissements und Schiffswerften einzu- finute Regierung nicht fehlen ließ. Unter dem lebhaften Beifall der Rechten und dem Zischen der Nationalliberalen forderte er die strifte blid ist gekommen, in welchem die Selbstbeherrschung und das streichen. Ablehnung der Vorlage. bom 13. April: 0 Taktgefühl der Nation der Vereinigten Staaten auf die Probe ge- Wir wollen hoffen, daß die Regierung sich dieser ge. stellt werden. Der erste Impuls bei der Nachricht von dem fährlichen Elemente erwehren wird und daß Herr v. Bülow, inferen Seelenten gelegten Hinterhalt auf Samoa, von ihrer Ab- wenn er am Freitag im Reichstag die von Vertretern der schlachtung und Verstümmelung, ist der Impuls der Rache, konservativen, nationalliberalen und Centrumspartei eingeein Impuls furchtbarer Wiedervergeltung alt den Sa= brachte Interpellation beantwortet, sich unbeeinflußt von moanern, welche die Greuelthat begangen haben, und der England- Amerika- hegerischen Stimmungsmache erweisen. ant denjenigen Deutschen, welche, vie es heißt, zu So bedauerlich die Vorkommnisse auf Samoa sind, so derfelben aufgereizt haben. Doch solche ersten Impulse sind nicht Ebenso energisch wie Graf Kanig gegen das Projekt, legte sich der nationalliberale Nedner Schmieding für dasselbe ins Zeng. Nur daß seine Rede weniger geschickt war. Er ließ nur allzu deutlich durchblicken, daß es ihm in der Hauptsache um die Wahrnehmung der Interessen der rheinisch- westfälischen Grubenbarone zu thun ist. So offen ist die einseitige Interessenpolitik des Großkapitals selten gepredigt worden. Für morgen, wo die Debatte fortgesetzt wird, erwartet man immer die besten. Vor zehn Jahren befand sich scheint doch Recht und Unrecht auf allen Seiten zu liegen. Deutschland in derselben Lage wie wir heute. In feinem Falle ist Samoa einer der beteiligten Mächte wert eine größere Mede Miquels, um die Agrarier gefügig zu machen. lage einschreiben lassen. Mit Ausnahme der Freisimmigen Volksselben jamoanischen Partei in einen Hinterhalt gelockt, die hente Spannungszustandes zu wünschen. Dezember 1888 wurde eine deutsche Truppenabteilung von der genug, um nicht eine baldige Beseitigung des jetzigen Sm ganzen haben sich 37 Redner gegen und 30 Bedner für die VorEngland hat hat keine partei haben alle Parteien Redner für und gegen gestellt, auch uns bekämpft, geführt von demselben Mataafa, den Deutsch Veranlassung, die deutsche Sympathie zu unterſtüßen und die Freisinnige Vereinigung und die Nationalliberalen. land heute gegen uns unterstützt. Damals begünstigten wir diesen Deutschland ist durch die mannigfaltigsten WirtschaftsMataafa, mid er hatte einen amerikanischen Ratgeber bei seinem Junkerprotzigkeit. Angriff auf die Deutschen.( Wie erinnerlich war dies der Ameri- und Stulturinteressen auf gute Freundschaft mit Albion hingewiesen. Erst kürzlich haben beide Staaten ein freundschaft- Das deutsche Volk ist von den„ Edelsten der Nation" von jeher faner Slein. D. Ned.) In jenem Hinterhalt wurden fünliches Abkommen in afrikanischen Fragen von großer Tragweite gewiß nicht verwöhnt worden, Bescheidenheit galt bei den Junkern zehn deutsche Marine Soldaten getötet und 37 windet; einzelne Körper wurden auch damals enthauptet. getroffen, die deutsche Regierung hat in der Delagoa Bai- immer als eine Eigenschaft, ohne die man es weiter bringt in preisgegeben werde. fchreckend starke Zunahme der jugendlichen Gesezesübertreter und die Wir geben diese Konstruktion phantafiereicher Kommunalsternendeuter als parlamentarisches Stimmungsbild" wieder. dieser Welt. Das ist wieder recht deutlich geworden durch die im daß das in diesen Beratungen zu formulierende Programm Ein Raual zur Bestätigung. In parlamentarischen Kreisen Laufe des winters stattgehabten Verhandlungen der verschiedenen unter keinen Umständen zur Grundlage von Verhandlungen wird erzählt: Die größte Sorge der Regierung ist gegenwärtig, die Yangwirtschaftlichen Korporationen. Der Gipfel der Begehr- gemacht werden dürfe. Mit diesen Aussichten begannen also diese Kanalvorlage durchzubringen, auf der sie unter allen Umständen bestehen muß. Das preußische Abgeordnetenhaus ist schon lichkeit ist aber ohne Zweifel bei den kürzlich stattgefundenen Beratungen und mit ersichtlicher Untust schleppten sie sich weiter. fehr schwierig, da die Agrarier aller Parteien sich in der KanalBeratungen der Landwirtschaftskammer für Westpreußen ertommen. Dort wurde über die Leutenot" gesprochen. Als Für jedes Land wurde ein Komitee eingefeht, das die sprachlichen feindschaft vereinigen. Aber würde es auch gelingen, die zweite wichtigstes Mittel wurde in erster Linie in Vorschlag Verhältnisse studieren und einen Vorschlag zur Regelung der Stammer günstig zu stimmen ausgeschlossen ist es, daß das Herrengebracht, daß die Abwanderung ingendlicher Arbeiter Sprachenfrage erstatten sollte. Die Arbeit dauerte bereits haus in seiner jeg igen Zusammensetzung das Projekt billigen vor vollendetem 18. Lebensjahr nicht allein mit volle vier Monate, obwohl sie, da es sich doch um völlig be- wird. Ju diefem Falle aber ist unbedingt mit einem Bairsschub, mit der thatsächlich meist bedeutungslosen Zustimmung fannte und zum Ueberdruß durchgesprochene Dinge handelte, einer umfangreichen Neuberufung von kanalfreundlichen HerrenDer Eltern oder Vormünder, fondern nur mit der leichthin in einer Woche zu machen war. Wiederholt drohte häuslern zu rechnen. Alsdann würde die Gelegenheit sich darbieten, gleichzeitigen des Landrats stattfinden dürfe der Faden ganz abzureißen, und auch die äußerliche Einigkeit den Bürgermeister Kirschner endlich als„ Ober" zu bestätigen, weil Nicht nur Eltern und Gemeinde haben ein Anrecht darauf, daß ihnen der fünf beteiligten Parteien denn von einer inneren ist er damit Herrenhaus- Mitglied werden würde und so die Kanaldie bedeutenden Aufwendungen, welche sie für die Erziehung der Kinder gemacht, wenigstens zu einem kleinen Teil durch Arbeitsleistung und kann keine Rede sein schien jeden Augenblick in die freunde verſtärken könnte. erstattet werden, sondern auch der Staat habe ein dringendes Brüche gehen zu follen. Und mit Ach und Krach kam es zu Interesse daran, daß die Jugend nicht in allzu einer zweiten Konferenz, in der aus den einzelnen Referaten Zwei Erfindungen. Offiziös wird besiritten, daß der Kaiser unreifem Alter sich jeder heimatlichen Autorität das gemeinsame Programm gestaltet werden sollte. nach Monaco zum Gegenbesuch des dortigen Fürsten reisen wolle; cutziehe und den Verlockungen und der Ver Diese Konferenz hat mun am letzten Sonntag stattgefunden, ferrer daß er die ihm von einem Braunschweiger Blatt zu derbnis eines zügellosen Lebens in der Fremde und ihr ganzes Ergebnis ist, daß man ein Subkomitee eingesetzt geschriebene Aeußerung über die 1866er Annexionspolitik gethan hat, das die Einzel- Referate prüfen und die Programmarbeit habe. Was die zweite Richtigstellung anlangt, so wird das Blatt, Aber dieser Forderung eines brutalen Zwanges muß auch ihr moralisches Mäntelchen umgehängt werden und so henchelt man Be- fortführen soll. Mehr oder minder ist das nur ein Vorwand; das die Nachricht zuerst gebracht, nun wohl seinen Gewährsmann forgnis um die Gesittung des Boltes. Trogdem durch die die eigentliche Aufgabe des Subkomitees ist nichts anderes, als nennen müssen. Für uns ist es übrigens unbedeutend, ob der Kaiser Jene Ansicht, die der Ariminalstatistit nachgewiesen ist, daß nicht in den Groß- die weitere Verschleppung der Sache. Noch nie die Meinung geäußert hat oder nicht. städten, nicht in den Hochburgen der Socialdemoist die Verfassung eines Brogramms mit größerem Wider Kaiser ausgesprochen haben soll, bleibt die einzige, die sich mit tratie, fondern gerade in den entlegenen Winkeln, dort, wo willen betrieben worden, als es hier von den deutschen dem Princip des Gottesgnadenthums verträgt. der Konservativismus herrscht, die Bevölkerung prozentual am Oppositionsparteien geschieht; sie können die angefangene Gegen die Reutenstellen, wie sie im Entwurfe der Novelle meisten an Verbrechen beteiligt ist, hat man die Stirn, die Gefilde Sache nicht stehen lassen, weil das gar zu lächerlich wäre, zum Invalidenversicherungs Gesetz vorgesehen sind, der Junker als Hort der Sittlichkeit zu preifen. Die er- aber sie werden sie auch nicht fertig bringen, weil sie damit hat sich der geschäftsführende Ausschuß des Verbandes der der Werbrecher, welche besonders deutlich in den Personalien der ein ihre politische Existenz aufs Spiel fetzen. Entscheidend ist in Elberfeld tagte, ausgesprochen. Der Grund dieser Ablehnung liegt darin, daß die Rentenstellen späterhin auch für die Zwecke der zustellenden Rekruten zum Ausdrud kommt, bedentet eine nämlich nicht das Verhalten jener fünf Parteien, eminente Gefahr nicht nur für die Zucht in in der" Deutschen Gemeinbürgschaft" bertreten sind, Unfallversicherung Verwendung finden sollen, und da sei die Gefahr unserem Heere, sondern für die ganze Tittliche fondern ausschlaggebend ist das Verhalten der sechsten vorhanden, daß die Selbstverwaltung beeinträchtigt werde. Volksgesundheit." Partei, der deutsch irredentistischen, die in Böhmen immer unter Selbstverwaltung" verstehen die Unternehmer natürlich ihre Wir würden aber unvollständig in unserer Berichterstattung fein, mehr an Anhang gewinnt und thatsächlich heute die rührigeren parteiische, von selbsucht diftierte Verwaltung. Ivenn wir verjäumten mitzuteilen, daß auch Bedenken in der Elemente der bürgerlichen Wähler ganz besitzt. Die„ Radikal Nene Ausweisungen werden aus Nordschleswig geVersammlung laut wurden. Diese Bedenten richteten sich aber nationalen" brauchen aber kein Programmt, denn sie stehen meldet. Es find in Bröns zwei Knechte und eine Magd des dortigen nicht gegen die Forderungen, sondern gegen das Ungenügende auf dem Standpunkt der absoluten Verneinung: erst müssen Sofbefizers Jacobsen ausgewiesen, ferner erhielten fünf Dienstboten berselben. Nicht bloß bis zum 18. Lebensjahre, sondern bis zum die Sprachenverordnungen aufgehoben werden, vorher dürfe des Hofbefigers Strumfager in sjöbenhoved Ausweisungsobre. Eintritt des militärdienstpflichtigen Alters müſſe die Beschränkung ausgedehnt werden. an das, was an die Stelle der Verordnungen treten soll, Diese Ausweisung wird mit der Teilnahme des Herrn Strumfager un übrigen wurden die schon oft gehörten Wünsche aufgezählt: nicht einmal gedacht, geschweige denn darüber unterhandelt an einer Bersammlung auf der Hochschule zu Askov in Jütland in Kontrattbrugs, Berbindung gebracht, in der eine Reiolution gefaßt wurde, welche Bestrafung des Kontrakt bruchs, Halbtagsschule, werden; alle Thätigkeit sei vielmehr ausschließlich darauf zu 1. a. lautet: 150 dänische, norwegische, schwedische und südjütische Dispenfation von der Sommericule, Verminderung richten, daß die Regierung zur bedingungslosen Kapitulation Schüler der Volksschule zu Astov sprechen ihre volle Sympathie aus der Beschäftigung von Arbeitern in Staatsbetrieben usw. gezwungen werde. Das Programm" der Radikalen ist, wie für den Gedanken, die nordische Jugend zur Mitarbeit für die Aus den Verhandlungen erfahren wir ferner auch den Grund, man sieht, sehr einfach; und es leuchtet, wenigstens derzeit, der nordische kulturelle Einheit und mehr intensives Zusammenleben warum die Konservativen so grimmige Gegner der zweijährigen deutschen Bourgeoisie auch vollständig ein. Das wissen die alt zwischen den nordischen Völkern zu sammeln. Dienstzeit sind. Nicht etwa deshalb, weil sie der Ueberzeugung bürgerlichen Parteien auch sehr gut; und wenn sie die politische find, daß zwei Jahre zur Erziehung zur Waffenfähigkeit nicht ges nügen, sondern weil unter der Serrichaft der zwei Logit zu einem vernünftigen Schritte treibt, so treibt sie dann jährigen Dienstzeit" weitgehende Ansprüche in Bezug auf die Furcht vor der politischen Vernichtung zwei Schritte zurück. die erweiterte Beurlaubung von Soldaten zur Deswegen wird das nationale Programm noch lange nicht Erntezeit leider kaum befriedigt werden könnten." fertig werden, und sollte es das Licht der Welt jentals er Es ist in der That eine arge Mißachtung agrarischer Wünsche, blicken was an sich ganz zweifelhaft ist, weil nach einer die Soldaten nicht mehr drei Jahre dienen zu laſſen. Alles neuen Lesung es wohl verfaßt, aber nicht veröffent. fömite sich in vollster Harmonie abwickeln. Während der Ernte: licht werden soll! - so werden es die Radikalen zeit würden die Kasernen geschlossen, die Soldaten vertauschen die Kleinkalibrigen mit der Sense, die Schule wird kurzerhand zerreißen. den ganzen Sommer über geschlossen, damit den Junkern auch die Daß man auf diese Weise aus dem Sumpfe nicht heraus billige Kinderarbeit zu Verfügung stehe, es öffnen sich die fonmmt, sondern immer tiefer in ihn hinein, feuchtet Pforten der Gefängnisse und heraus strömen die Sträf jedem denkenden Menschen ein; nur der östreichischen Regielinge, um für wenige Pfennige zu frohnden. Wir wissen, daß da rung natürlich nicht, denn die hat sich das Denken längst abmit die Junker noch lange nicht befriedigt sein würden, aber es gewöhnt. Es wird immer deutlicher, daß auch dieses Jahr wäre vielleicht der Anfang einet Verständigung. Und da unsere Re- vorübergehen wird, ohne daß dem östreichischen Jammer auch gierung ihre Hauptaufgabe in der Befriedigung agrarischer Wünsche nur an einem Punkte abgeholfen werden würde; im Gegen erblidt, so unterbreiten wir die Vorschläge der Regierung zu geneigteil, die Dinge verstricken sich immer mehr zur vollsten Un tester Berücksichtigung. löslichkeit. Den Deutschen nütt teine Konferenz, denn ihnen fehlt die Kraft, um regieren zu können, und sie können fein " Arabische Kulis auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Ein Streitum die Abschlachtung des Nindvichs ist in der Stadt Mainz zwischen dem preußischen Militärfistus und der Stadt. verwaltung ausgebrochent. Diese ist der Ansicht, daß das Rindvich der töniglichen Konservenfabrik nichts vor dem der Privatfchlächtereien voraus haben dürfe und also in dem neuen städtischen Schlacht- und Viehhofe vom Leben zum Tode befördert werden müſſe. Diese Ansicht wird nunmehr, wie dem„ Berl. Tagbl." mitgeteilt wird, von der Fabrikverwaltung in einer an das großherzogliche Staatsministerium in Darmstadt gerichteten Beschwerde als irrig bezeichnet; es bestehe, wenigstens im Großherzogtum Geffen, keine gesetzliche Bestimmung, wonach die königl. Konserven fabrik verpflichtet werden könne, den öffentlichen Schlachthof zu be ugen, zudem sei fie gar nicht als Privatschlächterei, die der§ 28 der Gewerbe- Ordnung umfasse, anzusehen. So weit die Begründung der Beschwerde. Dent Rindvieh dürfte es wohl so ziemlich gleichgültig sein, wo es endet, für den Militärfistus handelt es sich um bar Geld. Denn, müssen die Tausende von Rindern, welcher die Konservenfabrik bedarf, im Schlachthofe der Stadt getötet werden, so muß sie an diese entsprechende Abgaben zahlen. Man schreibt uns: Die Profitgier des deutschen Unter- ein Programm erjinnen, das ihrer Willenlosigkeit abhelfen graphen- Ordnung, daß Telegramme, deren Empfänger ihren würde. 19 Deutsches Reich. Postalisches. Diel Bestimmung im§ 14 Absatz V der TeleAufenthaltsort verändert haben, unter gewissen Voraussetzungen an den neuen Aufenthaltsort nachzutelegraphieren sind, auch ohne daß dies ausdrücklich verlangt worden ist, ist laut Verfügung des Staatssekretärs des Reichspostamts aufgehoben. Nur wenn der Absender oder der Empfänger es beantragt, wird das Telegramm auch ferner nachgesandt. Preußen. Die Freisprechung Es giebt noch Richter in des Genossen Pistorius von der Anklage der Beleidigung magdeburgischer Gerichts- und Polizeibehörden begleitete der Vorsitzende v. Rottenburg, des Gerichts, Landgerichtsdirektor Dr. Meyer, mit folgenden Worten: Socialdemokratie und ,, Socialreformer". " Der Angeklagte aber möge aus diesem Urteil sowie aus der Reihe der früheren Freisprechungen erkennen lernen, daß preußische Richter, unbeeinflußt von ihren pers fönlichen Ansichten, Gerechtigkeit auszuüben pflegen." Wir verzeichnen mit Genugthumig diese Feststellung und hoffen alltäglich reichliches Material zur Befestigung der Ansicht des Magdeburger Richters zu erleben. Stuttgart, 13. April. Das Finanzministerium hat eine ein gehende Prüfung der Einschätzung der Warenhäuser und Bazargeschäfte zur Gewerbesteuer unter vorzugsweiser Berüdsichtigung des jeweiligen Umsages angeordnet. Wahlstimmen. In unserem geftrigen Leitartikel muß es am Schlusse heißen:„ Dazu aber bedarf es der unermüdlichen Ausgestaltung unserer Agitation." Ausland. Die Gefährdung des britisch- japanischen Einvernehmens durch Kanada. nehmertums scheint sich mit der billigen Arbeitskraft der gerade in diesem Frühjahr zu vielen Tausenden importierten italienischen Arbeiter nicht begnügen zu wollen. Denn bereits wird auch der Norden Afrifas mobil gemacht, um feine Kulis auf den deutschen Arbeitsmarkt zu werfen. In Trupps von 20-30 Personen treffen in letzter Zeit auf dem Ju der Sitzung unserer Reichstagsfrattion am Mittwoch brachte Wege durch die Schweiz arabische Arbeitskräfte der Genosse Moltenbuhr zur Sprache, daß er eine gedruckte Zuschrift auf den Bahnhöfen der oberelsässischen und der badischen erhalten habe, die unter anderem von den Herren v. Berlepsch, Grenzstationen ein, von wo sie nach dem Innern des Brentano, Bücher, Freund, Hitze, Röfice, Reiches weiter befördert werden, um dort, wie man erfährt, Schmoller, Sombart, Wagner unterzeichnet fei, in welcher vorzüglich in Webereien in Arbeit zu treten. In er eingeladen werde, au In er eingeladen werde, au einer in Berlin stattfindenden KonSchopfheim im badischen Oberland soll sich bereits eine ganze ferenz teilzunehmen, die sich mit der Gründung einer interStolonie solcher billiger Betriebsmittel" niedergelassen haben. nationalen Gesellschaft für den Fortschritt der Arbeiterschutzgesetzgebung, Es befinden sich darunter auch zahlreiche Frauen und Kinder, deren Gründung von Brüssel angeregt worden sei, beschäftigen solle. was darauf schließen läßt, daß die Engagements auf längere Er( Moffenbuhr) wolle aber die Angelegenheit der Fraktion unter: Zeit abgeschlossen sind. breiten, um zu hören, ob dieselbe feine Beteiligung billige. Auch Basler Zeitungen bestätigen das für unsere Grenzbezirke jei ihm mitgeteilt worden, daß noch einzelne Genossen in der besonders bedeutungsvolle Auftauchen arabischer Arbeiter unter Fraktion und außerhalb derselben Einladungen erhalten hätten. den durch deutsche Agenten angeworbenen Massentransporten, Man habe also eine Art Auswahl unter den Parteigenossen gedie allwöchentlich mehrere Male in geschlossenen Trupps aus troffen, statt sich an die Parteileitung oder die Fraktion zu wenden, dem Süden an der Grenze eintreffen, um von da aus nach das habe bei ihm den Eindruck erweckt, als glaube man, die Partei allen Himmelsrichtungen hin sich im Reiche zu zerstreuen. bez. die Fraktion sei in der Frage des Arbeiterschutzes gespalten. AbDie deutsche Arbeiterschaft wird sich also wohl oder übel gesehen hiervon, könne er sich aber auch von dem Projekt keinen beauf eine neue Konkurrenz im Bereich der unqualifizierten fonderen Erfolg versprechen. An diese Ausführungen knüpfte sich eine Debatte, in der über Arbeit gefaßt machen müssen, da die Söhne des afrikanischen Nordens in ihren Ansprüchen an das Leben die feitens des einstimmend hervorgehoben wurde, daß aus den von Molkenbuhr deutschen Unternehmertums so oft gerühmte„ Genügjamfeit" angeführten Gründen sich eine Beteiligung nicht empfehle. Wollte der Italiener noch weit übertreffen. Und der sattjam be- man eine Beteiligung der Parteigenossen mit der Autorität, famite„ Schutz der nationalen Arbeit" ist ja bekanntlich auch daß die Partei dahinterstehe, so hätte man sich an die Parteinicht so zu verstehen, als wollten unsere Regierungen der Einleitung oder die Fraktion wenden müssen. Es sei doch außer Zweifel, Aus Ottawa wird gemeldet: Im vorigen Herbst hat die führung billiger Arbeitskräfte aus dem schwarzen Erdteil" daß gerade die Socialdemokratie die Anregung zur Arbeiterschuß gefeßgebende Körperschaft des Staates Britisch- Kolumbia ein Gesch angenommen, welches die Einwanderung von Chinesen über die hindernd in den Weg treten. Die arabische Invasion wird Gefeßgebung seit mehr als 30 Jahren gegeben habe und mit Rück- gesetzgebende Körperschaft des Staates Britisch- Kolumbia ein Gesetz also seitens des deutschen Unternehmertums zweifellos mit sicht auf die Socialdemokratie diese vornehmlich hervorgerufen worden Westküste von Kanada gänzlich verbietet und die Einwanderung von jei. 1890/91 hätten vorzugsweise die Mitglieder der Fraktion in der Japanern sehr erheblich erschwert. Letztere sind zugleich von jedem Jubel begrüßt werden. Gewerbeordnungs- Kommission es durchgesetzt, daß in der ersten Rechte, Grundbesig in den folumbischen Bergwerfsbezirken zu er Lesung eine Arbeit zu stande kam, die wesentliche Fortschritte ent- werben, ausgeschlossen. Hiergegen hat der japanische Gesandte in Eine zwecklose Konferenz. hielt. Damals fei es aber gerade Herr v. Berlepsch gewesen, auf London, Herr Koto, zweimal in sehr energischer Weise Einspruch er-st- Wien, 13. April. dessen Anregung die sogenannte Verschlechterungs- Kommission zu- hoben, und Herr Chamberlain übermittelte die Beschwerde jedesmal Britisch- Kolumbia erlassene Gesetz ablehnte. Am 25. April ist mmSeit vier Monaten spricht man in Oestreich von nichts sammentrat, die dem Gefeßentwurf eine Gestalt gab, die unsere der fanadischen Regierung, die jedoch jedes Vorgehen gegen das von anderem, als davon, daß die Deutschen ihre nationalen Forschärfte Opposition herausforderte. Auch habe der damalige von mehr die Frist verstrichen, binnen deren die britische Regierung oder derungen in einem gemeinsamen Programm nieder Herrn v. Berlepsch als Minister vertretene Entwurf bereits die kanadische Centralregierung die Rechtsgültigkeit jenes Gefeges Tegen werden. Das gehört auch zu den Lächerlichkeiten diefes die schwere Verschärfung des Paragraphen 153 gehabt anfechten fam. Japan hat daher in London verschiedene Wieders merkwürdigen Staates: Zwei Jahre lang tobt der Kampf um 5 Jahre Gefängnis im Magimum und die kriminelle Bestrafung vergeltungsmaßregeln anfündigen lassen, falls der vorerwähnte Ves schluß des kolumbischen Parlaments Gesetz werden sollte.die Sprachenverordmungen, und diejenigen, die den Kampf des Kontrattbruchs. führen, die den leidenschaftlichen Sturm entfacht haben, die Bon dem ganzen Unternehmen sei in Anbetracht der meisten Frankreich. fagen nicht, was sie an Stelle dieser Sprachenverordnungen der beteiligten Personen taum etwas Erfprießliches zu erwarten, Weitere Enthüllungen. gesetzt haben wollen. Und diese Programmlosigkeit ist bei Leibe dafür spreche auch der provisorische Statutenentwurf, dessen Ber Der Figaro" veröffentlicht heute den Schluß der Aussagen des fein Zufall; im Gegenteil, sie ist das eigentliche Programm der fasser der Herzog von Urjel und die Herren Victor Brants und Ernst deutschen Opposition. Die Parole für die Deutschen lautet: Maheim in Brüssel seien. Es wurden eine Reihe von Bestimmungen Generals Gonse, ferner die Aussagen des Generals Keine Verhandlungen und keine Unterhandlungen, so lange dieses Entwurfs zum Vortrag gebracht und kritisiert. Sei auch Sebert, des Unterleutnants der Reserve Bruyère, des die Sprachenverordnungen nicht aufgehoben sind, und ein dieser Entwurf erst ein provisorischer, so zeige er doch den Hauptmanns Moch und des Majors Ducros, sowie die Verräter wird jeder gescholten, der auch nur andeutet, wodurch Geist, von dem ein großer Teil der Teilnehmer auf jener Note des Generals Delone. General Gonse spricht sich die Sprachenverordnungen ersetzt, wie die sprachlichen Fragen Konferenz beseelt sein werden. Unter solchen Umständen empfehle es über die verschiedenen Zusammenfünfte aus, welche er mit dem Untersuchungsrichter Bertulus hatte und stellt einige geregelt werden sollen. Als die vernünftigeren Leute Ende sich, von einer Befolgung der Einladung abzusehen. Auch sei den materielle Irrtümer in der Aussage des Bertulus feft. Jus vorigen Jahres die Unsinnigkeit dieser einsichtslosen Tattit zu Barteigenossen, die nicht Mitglieder der Fraktion seien, der Nicht besondere will er mit Bertulus während des Prozesses Zola teine erfennen begannen, da gab die Deutsche Volkspartei die Er besuch an empfehlen In diesem Sinne wurde ein Zusammenfünfte gehabt haben. Bezüglich der dramatischen Szene zwischen Oberst Henry und Bertulus sagt Gonse, daß Henry sehr flärung ab, sie werde sich wohl an diesen gemeinsamen Bestimmig beschlossen. ruhig und heiter war, als er von Bertulus zurüdlehrte und daß er ratungen beteiligen, aber es müsse vorher festgestellt werden, " Leutnant Bruyère hat Esterhazh bei den Uebungen mit dem Geschüß 120 nicht gesehen. Clemenceau schreibt in der„ Aurore", General Roget weigere sich nunmehr, Picquart und Bertulus gegenübergestellt zu Der Kaffationshof wird, wie„ Echo de Paris" mit Bestimmtheit wissen will, noch im Laufe dieses Monats eine er gänzende Untersuchung einleiten. werden. Paris, 13. April. Der Generalstabs- Chef ber Ma rine Admiral Cuberville bleibt, einer Aufforderung des Marineministers Lodroy und der übrigen Minister Folge leistend, in seinem Amte. England. Tution und Kontre Revolution und Nr. 3: " diefer Scene nicht Erwähmung that. Der Präsident präcisierte die fleinen Blättlein, welches durch eine Remingtonmaschine mittels des Genosse Schoenĭant beschwerte sich darüber, daß die sächsische Daten dieser Zusammenfünfte zwischen Henry und Bertulus; es mymiographischen Verfahrens hergestellt wurde, hat sie sich in eine Landesversammlung diesmal nicht so praktisch" gehandelt habe wie giebt deren drei. Gonse kennt mir zwei; Oberst Henry habe 6 Seiten große Zeitung verwandelt, welche beffer gedruckt ist als vor zwei Jahren, wo man die Leipziger ihre Wege habe gehen ihm niemals von der ersten gesprochen, während welcher viele Tageszeitungen; ihr Inhalt ist mannigfaltiger geworden und die lassen. Das haben die Leipziger Genossen hauschlich sich selber zu fich die Scene abgespielt haben sollte. Gonse erklärt Auflage eine größere: die erste und die zweite Nummer find in je zuschreiben. In Chemnitz wurde der Eindruck erivedt, als ob die weiter, er habe diese Scene weder abzulengnen, noch zu 500 Exemplaren, die dritte in 1000, die vierte und fünfte in je 3000 führenden Genossen Leipzigs ihre Schuldigkeit thun und alles, was bestätigen. Wenn Henry mir die Sache anvertraut hätte, wäre es Exemplaren hergestellt worden. Wird die Zeitung in einer so be in ihren Kräften stehe, thun würden, um die Beobachtung der meine Pflicht gewesen, die militärische Behörde zu benachrichtigen." deutenden Anzahl von Exemplaren verbreitet, so kann man überzeugt Parteibeschlüsse herbeizuführen. Dies haben sie nicht gethan und Auf die Frage eines Kaſſationsrates giebt Gonse Auskunft über den sein, daß ein jeder zum Klassenbewußtsein ringende Arbeiter sie sich jetzt sehen wir sogar diejenigen, die, an der Spize stehend, in noch Obersten Cordier, die nicht gerade günstig lautet. Cordier sei nicht verschaffen und lesen tanu.. Die Zeitung der Petersburger höherem Grade wie andere die Verpflichtung hätten, für Disciplin glaubwürdig, stets unordentlich und Trinker. Arbeiter- Der Arbeitergedante" ist eine Wiederspiegelung des einzutreten, direkt zum Gegenteil auffordern. General Sebert, Major Ducros und Hauptmann Moch sagen Lebens, der Gedanken, der Bestrebungen der Petersburger Arbeiter. Und der Grund dafür ist schließlich nichts weiter, als daß sie sich zu Gunsten von Dreyfus aus und erklären, daß die An- Unsere Regierung meint, daß es genügt, diejenigen abzufaffen, früher auch schon für Nichtbeteiligung entschieden hätten. Das Klang, führungen des Bordereaus wenig rigtig feien welche am Erscheinen des„ Arbeitergedankens" beteiligt sind und wie früher schon, ganz deutlich auch diesmal aus den Ausführungen des und nicht von einem Artillerie Offizier her- daß darauf mit einem Male alles verschwinden wird, wovon in ihr Genossen Grenz heraus. Leipzig sollte eben gestraft werden durch den rühren könnten. die Rede ist. Das ist ein Irrtum und zwar ein sehr großer Irrtum. Beschluß der Landesversammlung", erklärte Grenz; man habe die Nicht der Arbeitergebante" erzeugt eine bestimmte Stimmung unter Leipziger Genossen brüstiert, sagte Schoenlant. Nein, man hat nur den Arbeitern, nicht er hat die Arbeiterbewegung erzeugt um- geglaubt, daß eine bindende und unzweideutige Parteierklärung notgekehrt, der, Arbeitergebante" selbst ist durch die Stimmung der Arbeiter ivendig sei nach dem früheren Verhalten Leipzigs. ins Leben gerufen, er spiegelt die Arbeiterbewegung wieder. Gewiß kann man die an der Herausgabe des„ Arbeitergedankens" Beteiligten abfassen, Polizeilidhjes, Gerichtliches nsiv. aber keine Polizei in der Welt vermag die Gedanken zu vernichten, welche Die socialdemokratische Tendenz. Der verantwortliche Resich in der Zeitung wiederspiegeln." dacteur des Boltswille" in Hannover, Genosse Thielhorn, stand Außer der Zeitung werden von der Redaktion des Arbeiter- unter der Auflage der Beleidigung zweier Fabrikanten vor Gericht. gedanken" auch Broschüren herausgegeben und zwar sind bis jetzt In der Nummer vom 7. Dezember vor. Js. hatte der Volkswille" erschienen Nr. 1 Programm für Sammlung von Material einen Bericht über eine in Springe abgehaltene öffentliche Holzüber die Arbeiterverhältnisse. Nr. 2: Karl Mary. Revo- arbeiter Versammlung gebracht. In dieser Versammlung wurde Bebels Rede lebhaft Stlage geführt über die Zustände in der dortigen über die Akademiker und den Socialismus. Diese lezte Broschüre Fabrik der Firma Bauneisz u. Ko. In dem über diese ist mit einem vorzüglichen Bilde von Bebel versehen, welches auch Versammlung dem„ Volkswille" eingesandten Berichte war unter der Nummer 5 des„ Arbeitergedankens" als Beilage beigefügt anderem auch erwähnt, daß die Accordlöhne der Tischler außergetvöhnlich niedrige, daß einem verunglückten Arbeiter Schläge an geboten und daß in der Fabrik die Fenster nach Ansicht der Arbeiter aus dem Grunde angestrichen seien, damit sie teine Sehnsucht nach der goldenen Freiheit bekämen. Diese drei Punkte standen unter Anllage. Nun ergab die Verhandlung, daß der Hauptvorwurf, das Anerbieten von Ohrfeigen, thatsächlich auf Wahrheit beruht. Und zwar mußte der Vertreter der Fabrik Chefs, Buchhalter Biermann, „ Schnösel" Die Verwaltungszustände im nordamerikanischen Gold: zugeben, daß er den 21jährigen Arbeiter Viole lande. Aus Ottawa wird gemeldet: Im kanadischen Unterhause genannt und als derselbe sich dieses verbeten, gesagt habe:„ Wenn Das Panama von Livorno. Am Freitag wird in Qucca fand eine sehr erregte Verhandlung über die sehr fragwürdigen Ver- Sie noch ruppig werden, dann haue ich Ihnen welche ans Maul, und ( Toscana) wieder eins von jenen Dramen feinen Schluß finden, von geordnete Borden hatte die Anfrage gestellt, was die Regierung auf will durch die" Frechheit" des Arbeiters zu dieser Aeußerung gereizt waltungszustände im Yutongebiet statt. Der konservative Ab wenn es mir 200 Mart kostet!" Der Vertreter der Fabrikherren denen das junge Italien leider zu oft heimgesucht worden ist. Der die seit sechs Monaten durch die Presse gehenden Berichte über das sein, muß aber auf Befragen des Präsidenten zugeben, daß der Bürgermeister, Kommandeur Niccola Costella, bis voriges Jahr eine unerhörte Verhalten der Beamten in den neuentdeckten Goldfedern Arbeiter auf die Bezeichnung Schnösel", die mit einer Stritik ſeiner der angesehenſten Persönlichkeiten Italiens, intimer Freund des Ministerpräsidenten Pelloux, ehemaliger Abgeordneter, wird vor dem obgleich sie stets sehr eingehende Einzelbeschuldigungen enthielten, ge- und verbitte sich solche Bezeichnung 2c.!! Und das nennt man dan zu erwidern habe. Bisher habe die Regierung alle diese Angriffe, Arbeit verbunden war, nur erwidert habe, er gäbe sich doch Mühe Gerichtshof zu Lucca erscheinen, um sich wegen Unterschlagung schwiegen, wodurch das Ansehen Kanadas und der Wert der Gold Frechheit" des Arbeiters!! Was das Fensterverpinseln anbetrifft, so öffentlicher Gelder zu verantworten. Kommandeur Costella bezirke auf das schwerste herabgesezt worden seien. Der Minister des foll dies geschehen sein, um die Möbel vor der Sonne zu schützen, stammt aus sehr bescheidener Arbeiterfamilie und hatte nur durch Innern, Herr Sifton, antwortete hierauf in einer mehrständigen Rede, und in Bezug auf die Angabe der Löhne stellt sich nach der von der feine Intelligenz und ungeheuere Arbeitstraft jene hohe Stelle worin er die ungeordneten Berwaltungsverhältnisse jener Gebiete Firma vorgelegten Lohnliste heraus, daß in der Versammlung die erreicht. Ja, er war in ganz Toscana so beliebt und verehrt, daß mit der mangelhaften Verkehrsverbindung und er bei mehreren Wahlen nicht einen einzigen Konkurrenten hatte. sonstigen Schwierigkeiten der dortigen Berhältnisse entschuldigte, aber Sen zahllosen Löhne thatsächlich zu niedrig angegeben sind. Mit der Achtung der ganzen Welt wuchs aber auch sein Selſtbewußt- im wesentlichen doch zugab, daß sich die Beamten auf ungeie anwalt nur 100 M. beantragt hatte. Das Urteil lautete auf 150 M. Geldstrafe, während der Staatssein und die Eitelkeit immer mehr; und als mun feine eigenen Ii che Weise bereicherten, von den Goldgräbern überMittel für seine Zwecke nicht mehr genügten, legte er Hand an mäßig hohe Abgaben eintrieben und die wertvollsten Claims sammlungsbericht ganz im Sinne der Tendenz socials In der Begründung hieß es, daß der scharf zugespitzte Berihm anvertraute Gelder und eignete sich über 104 000 Fr. der für sich behielten, um dieselben später mit Buchergewinn zu demokratischer Blätter geschrieben und danach angethan Staatstaffe an, außer 3210 Fr., die als Beitrag zu einem Denkmal verlaufen. Das Ergebnis der Verhandlung war für die fanadische sei, das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu für den verstorbenen Marineminister Brin dienen sollten. Costella Verwaltung und besonders für den Gouverneur des Nordwest- trüben. war seiner Macht so sicher, daß, als die ersten Gerüchte über Un Territoriums, Herrn Ogilvie, ein sehr ungünstiges, welches dadurch regelmäßigkeiten in der Stadtverwaltung auftauchten, er sich selbst keine Milderung erfuhr, daß die Verwaltung in den benachbarten, strafe von 4 Monaten angetreten, die ihm wegen der Kritik des Genosse Pistorius in Magdeburg hat jetzt eine Gefängnisdem Ministerpräsidenten Belloux als die einzige Person empfahl, die den Bereinigten Staaten gehörenden Goldfeldern Alaskas noch zu Meckeschen Tiefschießerlaffes zuerkannt wurde. Bei dieser Gelegenheit im ftande sei, eine genaue Untersuchung zu leiten! Bellour hörte weit schwereren Anklagen Anlaß gab. ihn an und drei Tage später erließ er Costella zu Gefallen einen teilt unser Magdeburger Bruderorgan mit, daß der Redacteur GeSteckbrief. Mit Costella werden auf der Anklagebank auch der nosse Miller in der Strafanstalt die Trauerkunde vom Tode Generalsekretär der Stadt Livorno, Chiappe, und der erste Kaffierer feines Vaters erhielt. Er hat nicht nach Wiesbaden eilen können, Gori als Mitschuldige figen. Das allgemeine Interesse richtet sich um dem Vater den legten Gruß in die Gruft nachzurufen, da ein Die trischen Grafschaftswahlen. Von den in Irland nach dem neuen Selbstverwaltungs- Gesetz abgehaltenen Wahlen sind jetzt 649 Ergebnisse bekannt. Bon im ganzen 670 Sigen haben die worden ist. Nationalisten 536, die Unionisten nur 113 erhalten. Danach ist jetzt die große Mehrzahl der lokalen Körperschaften für Homerule. Sir Thomas Esmonde drückt in den irischen Blättern den Wunsch aus, jeder irische Grafschaftsrat möge in seiner ersten Sizung am 22. d. M. beschließen, je zwei Mitglieder nach Dublin zu delegieren, die dort alle nationalen Angelegenheiten beraten, somit eine Art Bollspartei bilden sollen. Italien. Griechenland. " Wir wünschen der Redaktion des„ Arbeitergedankens", welche unter einem nicht aufhörenden Feuer der Polizeiverfolgungen ihre Aufgabe mit so großem Geschick erfüllt, Glück zu weiterem dauernden Wirken im Interesse der russischen Arbeiterschaft! Amerika. Parlamentarisches. Lex Heinze. Die 11. Kommission setzte heute die Beratung ausmalen. " Gewerkschaftliches.. Deutsches Reich. der sogenannten lex Heinze beim 181 b in Berbindung mit dem Beliebtheit in Livorno noch jetzt eine so große ist, daß man bei den Centrumsantrage(§ 180) fort.§ 181 b der Regierungsvorlage lautet: eine Teilnahme an der Beerdigung nicht mehr zu denken gewesen legten Kommunalwahlen, als er schon im Gefängnis war, ihn faft Die Vorschriften der§§ 180. 181 a finden feine Anwendung auf gegeben worden wäre. Die Empfindungen, die unseren Freund wäre. Fraglich wäre es auch gewesen, ob dem Gesuch Folge einstimmig zum Abgeordneten wählte. Die Vermietung von Wohnungen an Frauenspersonen, im Gefängnis beherrschen, kann sich ein jeder unserer Leser leicht welche gewerbsmäßig Unzucht treiben, sofern damit nicht eine Zur Ministerkrisis wird aus Athen vom 13. April be- verbunden ist." Letocha( C.) beantragt für diesen legten Satz die Ausbeutung des unsittlichen Erwerbes der Mieterin richtet: Theototis hat nach einer langen Besprechung mit dem Faifung: sofern der Mietszins und die Vergütung für sonstige Könige den Auftrag zur Kabinettsbildung übernommen und hofft, Beistungen" das Maß des Gemeinüblichen nicht überschreiten." morgen dem Könige die Ministerliste vorlegen zu können. Wie die Intern. Korresp." wissen will, hat sich der König auf die ihm Henning( f.) schlägt vor, den§ 181 b ganz zu fireichen, eventuell in feitens der Finanz- Kontrollkommission gemachten Vorschläge hin eine gewohnheitsmäßige Borschubleistung." Nach längerer Debatte der letzten Zeile hinter Mieterin" die Worte einzuschalten:„ oder Der Verband der Buchdrucker hat durch Umfrage festgestellt, entschlossen, den früheren schweizerischen Bundespräsidenten Nu ma wurde der Antrag Zetoca mit 10 gegen 8 Stimmen, der Antrag trieben mit 27 119 Gehilfen eingeführt ist. Untarifmäßig ist die Nach längerer Debatte daß die tarifmäßige Arbeitszeit( bis zu neun Stunden) in 1930 BeDroz fragen zu lassen, ob er geneigt sein würde, den Boris Henning mit 9 gegen 9 Stimmen angenommen. des neuzubildenden Ober- Verwaltungshofes für Arbeitszeit in 1586 Betrieben mit 8751 Gehilfen. Die an der GesamtGriechenland anzunehmen. Jedenfalls werde der König bei der Vom deutschen Gastwirts- Verband sind dem Reichstage statistik fehlenden 310 Betriebe sind solche, die entweder nur Lehrbevorstehenden Umbildung des Kabinetts den Ministerpräsidenten ver- fünf Petitionen auf einmal zugegangen. Es wird gebeten um linge oder weder Gehilfen noch Lehrlinge beschäftigen. pflichten, diesen Vorschlag als Grundlage für die durchzuführende Aenderungen der Gewerbe- Ordnung, und zwar um Milderungen im Zur Lohnbewegung der Maurer. In Neu- Ruppin wurde Verwaltungsreform anzusehen. Konzessions Entziehungs- Verfahren, um Einschränkung der Massen von den Maurern an Stelle der bisher üblichen 11- Stundentages und fonzessionen im Gasts und Schankwirtsgewerbe, um Beschränkung 2712-30 Bf- Stundenlohns, 10 stündige Arbeitszeit und 35 Bf. Lohn resp. Aufhebung der Konzessionserteilungen zum Schantbetriebe gefordert. Nach wiederholten Verhandlungen der Lohnkommission Aufständische Bewegung in Arabien und Syrien. Der an Materialivaren Händler, Krämer 2C. und 11111 Herbei bewilligte der Arbeitgeberbund 10 stündige Arbeitszeit und 33 Bf. Int. Storrefp." wird aus Konstantinopel geschrieben: Die führung der amtlichen Bekanntgabe solcher Entscheidungen Lohn vom 8. Mai ab. Eine vorgestern stattgehabte Versammlung Pforte legt der Verschärfung der Lage in Yemen große Bedeutung oberster Gerichtshöfe, die für den Wirtestand von grundsäglicher Be- der Maurer erklärte sich mit diesem gemachten Vermittelungsbei und hat deshalb den sofortigen Abgang nener Verstärkungen deutung sind, an die ausführenden Polizei- und Steuerorgane. vorschlage einverstanden und beschloß, abzuwarten, ob die Meister angeordnet. Man sagt, es hätten sich dem Aufstande, der bisher Ferner bittet der Verband um Herabsegung der Fernsprech- Gebühren, ihr Wort halten werden. hauptsächlich durch den Stamm der Jaidis aufrecht gehalten wurde, um unentgeltlichen Anschluß der Gasthöfe mit der Feuerwache und Seit Beginn dieses Jahres befinden sich die Maurer von während der letzten Wochen zehn weitere Stämme ange- um Fortfall der Gebühr bei Nichterreichung von Fernanschlüssen, Bernau in Unterhandlung, um ihren Lohn von 32-35 Pf. auf schloffen, sodaß die türkische Herrschaft längs des Roten Meeres ernst fowie sofortige Berechnung der Kosten nach Beendigung eines Fern- 40 f. zu erhöhen. An der ablehnenden Haltung der Arbeitgeber lich gefährdet sei.- Desgleichen beunruhigen die Vorgänge in gespräches. scheiterte die Einigung. Am 10. April legten sämtliche Maurer die Syrien, wo die Drusen, offenbar ermutigt durch die neuerdings Arbeit nieder. geglüdte Einschmuggelung von 10 000 Martinhgewehren, eine sehr brohende Haltung einnehmen. Mehrere türkische Beamte wurden bereits ermordet, woraufhin von Damaskus aus ein militärischer Strafzug unternommen wurde. Türkei. Rußland. Partei- Machrichten. Das Verhalten der Leipziger Genoffen zu den Partei befchlüffen in der Wahlfrage haben wir gestern schon gekennzeichnet. Nachdem uns heut ein ausführlicher Bericht der Leipziger Volkszeitung" über die fragliche Versammlung vorliegt, kommen wir noch als darauf zurück. In Zehlendorf bei Berlin fordern die Gesellen 9stündige Arbeitszeit und 55 Pf. Stundenlohn. Die wiederholten Versuche, die Forderungen Forderungen durch Verhandlungen zur Anerkennung zu bringen, scheitertern. Am 11. April legten die Maurer die Arbeit nieder. Im vorigen Jahre streikten die Maurer in Sonnenburg( Neumark) um die Verkürzung der Arbeitszeit auf 10 Stunden Der Arbeitergedanke, Organ der Petersburger Arbeiter", und eine Lohnerhöhung von 22 auf 25 Pf. 3wei Unternehmer beNr. 5 liegt uns vor. Aeußerlich ist das eine schön gedrudte seche- Es geht aus dem Berichte hervor, daß führende Genossen willigten, während zwei andere durch einige Arbeitswillige unter feitige Zeitung. Was ihren Inhalt anlangt, so ist das eine echte in Leipzig wesentlich die Schuld tragen an dieser Haltung. Genosse fügt, ihre geringe Arbeit ausführen konnten. Im Winter Hat unter Arbeiterzeitung. Ihr größter Teil ist von Arbeitern felbst ge- Grenz als Referent und besonders Genosse Schoenlant haben in den bisher feindlichen Brüdern eine Aussöhnung stattgefunden. schrieben. Es sind dies meist Korrespondenzen aus verschiedenen Fabriken dieser Versammlung ihr möglichstes gethan, um einen Beschluß auf Bei einer Konventionalstrafe wurden sämtliche Unternehmer ver( die Nr. 5 enthält Korrespondenzen aus den Webereien von Maywell Durchbrechung der Parteidisciplin herbeizuführen. Die Leipziger pflichtet, nicht zu bewilligen und die, welche im vorigen Jahre zuund Melzel, aus der Flachsspinnerei von Lebedew, aus der fiskalen Volkszeitung" sprach erst vor einigen Tagen den Wunsch aus, daß fagten, wollten die Leute, wenn sie nicht wieder zu den alten Bebaltischen Eisengießerei, fowie aus der von Golberg, aus der der Partei aus dem Beschlusse der Landesversammlung fein Schade dingungen arbeite, aussperren. Dieser Coup ist am 10. April ansPetersburger und der Kronstadter Schiffsbauwerkstatt), in welchen erwachsen möge und nun tritt ihr leitender Redacteur mit allem ihm geführt, jedoch legten sämtliche Maurer mit Ausnahme einiger die die Arbeiter die verschiedenen Dunkelseiten ihres Lebens schildern, zu Gebote stehenden Einfluß für einen Beschluß ein, der allerdings Arbeit nieder. Der Zuzug ist außer den in Nr. 84 des Vorden fargen Lohn, die lange Arbeitszeit, die Betrügereien der Partei zum Schaden gereichen muß. Daraus, daß sie sich an wärts" angegebenen Orten von Rathenow und Cammer bei und die schlechte Behandlung seitens der Aufseher, mangel- den Landtagswahlen betheiligt, kann der Partei in Sachsen Lehnin fernzuhalten. Die Agitations Sommission. hafte hygienische Zustände in der Fabrik usw., ferner niemals ein Schade erwachsen; das haben auch die Gegner berichten sie von Vorstellungen an die Fabrikdirektion, Arbeits- der Wahlbeteiligung in Sachsen noch niemals zu behaupten gewagt. Kommunale Socialpolitik in Hamburg. In Hamburg läßt einstellungen usw., die eine oder die andere Besserung in ihren Ver- Wohl aber muß ihr ein schwerer Schade geschehen, wenn sich eine der Senat einen großen Teil der Pflasterungsarbeiten in Regie hältnissen erzielt haben und ihre Kollegen zum Kampfe um eine fo große Parteigruppe einem unzweifelhaften und bindenden Be ausführen. Es sind dabei 3-400 Arbeiter beschäftigt. Troydem weitergehende Besserung ihrer Lage anfpornen. Außer den schlußße der höchsten Partei- Instanz nicht fügt. Wenn nun die nicht nun diese Leute ebensoviel leisten müssen, als ihre von InterKorrespondenzen stammen auch einzelne Artikel allgemeineren unbeträchtliche Minderheit der Leipziger Genoffen, die für Wahl- nehmern beschäftigten Kollegen, so standen und stehen sie doch bisher Charakters und das Feuilleton aus der Feder von Arbeteiligung ist, auf eigene Hand in irgend einem Leipziger Land- im Lohne niedriger, als diese. Die Leute wandten sich deshalb mit beitern. Die anderen Artikel der Zeitung( sie enthält außerdem tags- Wahlkreise an der Wahl teilnähme? Die Leipziger Mehrheit einer Petition an den Senat, in welcher fie um entsprechende Lohneinen Leitartikel über den letzten Petersburger Streit, eine Rundschau fönnte sicher nichts Berechtigtes dagegen einwenden, da fie erhöhung und darum ersuchten, an den Vorabenden der hohen Festdes politischen Lebens in Rußland, Berichte über die Arbeitebewegung selber mit dem bösen Beispiele des Disciplinbruches voran das bei den Unternehmern auch üblich ist. tage um 4 Uhr Feierabend machen zu dürfen, ohne Lohnabzug, wie im Ausland) sind in einer den Arbeitern leicht verständlichen gegangen ist. Was wäre das für ein Zustand! Genosse Form gehalten. Unter anderen enthält die Zeitung einen inter- Schoenlant fucht es so darzustellen, als ob man von einem Disciplin die erbetene Lohnerhöhung von 2 Pfennigen pro Stunde abgelehnt, Jetzt ist den Petenten der Bescheid zugegangen, daß der Senat effanten Ueberblid über ihre eigene Geschichte. Wir wollen bruche hier gar nicht reden könne.„ Der Vorwurf der Disciplins diesem Artikel, welcher betitelt ist:„ Unser Jubiläum" Tofigleit bedeutet bei einer folchen rein taltischen Frage das Kind mit dagegen dem zweiten Antrage zugestimmt hat aber, die Arbeiter das Folgende entnehmen:" Heute ist gerade ein Jahr vergangen den Bade ausschütten", so sagte er nach dem Berichte der„ Leip- müssen von nun an dafür an jedem anderen Wochentage das seit dem Tage( oder richtiger seit der Nacht) des ersten lleber- ziger Boltszeitung". Eine ganz hinfällige Argumentierung. Disciplin ganze Jahr hindurch eine halbe Stunde länger falles auf die an der Herausgabe des„ Arbeitergedankens" Beteiligten. fann eine Partei überhaupt nur in Fragen der Taktik fordern und arbeiten als bisher. Das ist die Socialpolitik des Senats. In der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag, den 10. Januar des nur in Fragen der Tattit kann man die Disciplin brechen. In Die Lederarbeiter der Firma Falt u. Schütt in Wilfter( Holvorigen Jahres, war die Polizei mit einer Haussuchung Fragen des Princips kann von Disciplin keine Rede sein. Wer die stein) befinden sich im Ausstand. gleichzeitig in mehrere Wohnungen eingebrochen und hat Brincipien einer Partei nicht anerkennt, gehört ihr einfach nicht an. nach ihrer Gewohnheit Schuldige und Unschuldige ber- Wer aber in Beziehung auf das politische Handeln die Beschlüsse haftet. Im Laufe dieses Jahres ist die Zeitung unter den der höchsten Partei Instanz ignoriert, der bricht die Disciplin. Schlägen der Polizeiverfolgungen gewachsen und erstarft; aus einem Darüber hilft teine Sophistit hinweg. Zur Aussperrung der Weber in Reichenbach wird uns ge= schrieben: In sämtlichen gegnerischen Blättern wird die Bewegung als für die Arbeiter ungünstig verlaufen geschildert. Das gerade Gegenteil aber ist der Fall. Die Ausgesperrten, die ohne jeden Jahre 1898. V 0 Versammlungen. Die = des Koalitionsrechtes. Eine Versammlung der Stuccateure, die am 10. April macher anzugliedern, aber für Rirdorf einen selbständigen Bezirk zu bilden. Die Zahlstelle von Rigdorf befindet sich bei Pregler, Biethenstr. 69, und können dortselbst Beiträge entrichtet und neue Mitglieder aufgenommen werden. Ferner wählte die Versammlung zwei Delegierte zum Rigdorfer Gewerkschaftskartell. Berliner Kranken Unterstützungs- und Begräbnis- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. eben Freitag, abends 7 Uhr, Bahlabend bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Grund auf die Straße getvorfen wurden, halten nach wie vor tren] Ein Unterrichtskurfus in den Arbeiterbersicherungs- Ge- 1 Berichte des Vorstandes, der Rechtsschuß-, der Arbeitsnachweiszusammen. Am Mittwoch fand wieder eine große Versammlung statt, fetzen wird vom Jahre 1900 ab in den Knaben- Fortbildungsschulen Kommission und des Bibliothekars. Jm Arbeitsnachweis meldeten in welcher Krätig aus Landeshut über den Stand der Bewegung in Nürnberg eingerichtet. As Unterrichtsbuch wird der vom kaiser- sich im letzten Jahre 906 Arbeitslose, davon waren 733 organisiert referierte. Redner zerpflückte zunächst unter dem stürmischen Beifall lichen Statistischen Amte in Berlin herausgegebene Leitfaden der und 173 nicht organisiert. Stellen liefen ein 688, davon wurden der Versammelten die Berichte, welche die hiesigen Blätter über Versicherungsgeseze benut. 439 besetzt. Die Arbeitslosigkeit beträgt durchschnittlich neun Tage die am Sonntag abgehaltene Versammlung der Arbeitswilligen brachten. Die elektrischen Bahnen im Königreich Sachsen haben von einschließlich der Sonntage. Die Abrechnung vom ersten Quartal 1899 ergab eine Einnahme, einschließlich Bestand vom letzten 1897 zu 1898 wieder eine bedeutende Ausdehnung erfahren. Die So schäßte der Fabrikant Fleischer den Lohnausfall der Arbeiter Streckenlänge wuchs von 136 989 Kilometern auf 177 457 Kilometer. Quartal 1898, von 1244,95 M. und eine Ausgabe von 729,15 M. die Summie auf 25.000 M., die überhaupt als Lohn von den und die der Anhängewagen von 201 auf 238 Stück. Personen und fämtliche Kommissionen blieben im Amt. Eine längere DisFabrikanten ausgezahlt würde. Wenn wirklich nicht mehr Löhne ge- wurden 79 145 995 befördert im Jahre 1897 und 90 576 266 in fussien entwickelte wiederum die Organisationsfrage. Der Vorstand zahlt werden, dann beträgt der Durchschnittslohn 6,50 M. würde beauftragt, mit der Filiale II in Verbindung zu treten und Was die Bewegung sonst betrifft, so kann berichtet werden, daß eventuell eine fombinierte Versammlung über diese Frage entscheiden sich eine ganze Anzahl Geschäftsleute gefunden haben, die den Aus- Am 15. und 16. Mai findet in Stuttgart die VIII. Konferenz zu lassen. Es wird bekannt gegeben, daß die Firma Nadge 1. Ko., gesperrten für vom Komitee abgestempelte Marken Waren auf Credit der Centralstelle für Arbeiter Wohlfahrts- Ein Görliger- Ulfer, die neunstündige Arbeitszeit nunmehr eingeführt hat gaben. Freitag werden die Ausgesperrten eine Unterstügung ausrichtungen statt, in der 1. über die Fürsorge für das Säuglings- und für leberstunden 25 Proz. Aufschlag zahlt. Dagegen hat die gezahlt erhalten und dadurch die Hoffnungen der Fabrikanten, die alter" und 2. über die Erleichterung der Beschaffung der Geldmittel Schneiderei von Mede, Görliger- lfer, eine elfstündige Arbeitszeit. geglaubt hatten, die Leute würden keine Unterstützung erlangen für die gemeinnügige Bauthätigkeit" verhandelt werden soll. In einer Versammlung der Zimmerer, die in Milbrodts tönnen, zu Schanden werden. einleitenden Referate, die den Konferenzteilnehmern vorher gedruckt Festfalen, Müllerstr. 7a, am 10. April tagte, sprach Thieme über Auch ein Strafmandat wegen groben Unfugs hat sich ein- zugestellt werden, haben übernommen zum ersten Thema die Herren bas Koalitionsrecht der Arbeiter und den Bund der Arbeitgeber im gefunden. Im übrigen ist die Situation sehr günstig, und hoffen Ober- Medizinalrat Dr. Hauser- Karlsruhe und Dr. med. Taube die Ausständigen, daß die Arbeiterschaft Deutschlands bemüht sein Leipzig, zum zweiten die Herren Landesrat Brandts- Düsseldorf Baugewerbe. An der Diskussion beteiligten sich Dahms, Myler und Lehmann, welche besonders den letzten Schachzug des wird, den armen Webern im Eulengebirge zum Siege zu verhelfen. und Oberbürgermeister Bed Mannheim. Anmeldungen zur TeilIn Gelder sende man an: Richard Müller in Reichenbach- Nieder- nahme an der Konferenz sind an das Bureau der Centrafstelle für Bundes der Bau-, Maurer- und Zimmermeister kritisierten. stadt, Schlesien, Uferstr. 46. Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen, Berlin W., Stöthenerstr. 23, zu einer Reſolution protestierte die Versammlung gegen eine Beschränkung Der Brauerstreik in Frankfurt a. M. hat den Erfolg zu richten. Im Anschluß an die Konferenz wird eine Sitzung des Die Riftenmacher besprachen in einer am 10. d. M. ab berzeichnen, daß bereits zwei Brauereien sich mit ihren Arbeitern Ausschusses für Wohlfahrtspflege auf dem Lande gehaltenen Versammlung die Maifeier. Beschlossen wurde, den geeinigt haben und somit über diese der Boykott aufgehoben wird. stattfinden, über die nähere Mitteilungen noch ergehen werden. Hoffentlich werden damit auch die übrigen Brauereibesitzer zum 1. Mai durch strikte Arbeitsruhe zu feiern. Jim zweiten Punkte der Nachgeben gezwungen, denn wenn der gute Wille vorhanden ist, Tagesordnung wurde der Streit bei Fehse behandelt, dem sich eine findet sich auch ein Weg zum Ausgleich der Differenzen. Vorläufig Kritik der famosen Arbeitsordnung des Herrn Erdmann anschloß. wird der Boykott in Frankfurt und den umliegenden Ortschaften mit Diese Ordnung sagt unter anderem, daß etwaige Getränke und zäher Ausdauer fortgesetzt und die Brauereibesitzer spüren mehr als Die Former hatten am 10. April eine öffentliche Versammlung Speisen nur von einem vom Fabrikanten genannten Geschäftsmanne ihnen angenehm ist die Wirkung dieses Kampfmittels der Arbeiter- anberaumt, die sich im wesentlichen mit den Ergebnissen der Ver- zu beziehen seien. Zuwiderhandlungen werden mit Entlassung beflaffe. handlungen des Formertages zu Gotha und der Generalversamm- straft. Die Versammlung nahm mit Entrüstung Kenntnis von diefer die Arbeiter entwürdigenden Fabrikordnung und verpflichteten sich die Unter den Textilarbeitern in Krimmitschau ist eine Lohn- lung der Metallarbeiter in Halle beschäftigte. Müller als Delegierter vom Formertag erstattete den Bericht von der Firma Erdmann anwesenden Arbeiter, dafür zu sorgen, daß bewegung in Borbereitung. Die den Fabrikanten vorgelegten Forde- und führte aus, daß der Formertag von 53 Delegierten, die 21 900 die Fabrikordnung beseitigt wird. Den Krefelder Webern wurde rungen, bestehend in Verkürzung der Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden, organisierte Berufsgenossen repräsentierten, besucht war. Bei die Tellersammlung und 50 M. überwiesen. gleichbleibender Lohn für Arbeiter im Tagelohn und 10 Proz. Lohn- dem einseitigen Standpunkt und dem Uebergewicht der Deleerhöhung für die im Accordlohn Arbeitenden, Bezahlung aller gationen des Centralvereins der Former sei es speciell den Rebenarbeiten und Beschaffung guten Trinkwassers, find von diesen Berliner Delegierten nahezu aussichtslos erschienen, daß eine Einigung tagte, nahm den Bericht des Delegierten vom Bauarbeiterschutzabschlägig beantwortet worden. Die Färberei- Arbeiter haben bereits der beiden großen Organisationsgruppen angebahnt werden könne. Kongres entgegen. In einer regen und ausgedehnten Diskussion in vergangenen Jahre einen Teil dieser Forderungen durchgesetzt. Schon die von den Hamburger Delegierten eingebrachte Resolution, beschäftigte sich die Versammlung mit dem dort gefaßten Beschluß: Alle Nedner betonten das Schädliche Die Organisation der Textilarbeiter ist eine gute, die 1898 gegründete die fich zu Gunsten des Central vercins aussprach, habe auf die Abschaffung der Accordarbeit. Filiale des Textilarbeiter Verbandes besitzt gegen 2000 Mitglieder. Erfolglosigkeit des Einigungsversuches schließen lassen. dieses Systems und sprachen sich für Einführung der Lohnarbeit Die Maurer und Steinhauer Nürnbergs treten jezt auch eine heftige Debatte und im Anschluß hieran fanden Extra- aus. Ein vom Vertrauensmann gestellter Antrag, über diese Frage in eine Bewegung ein. Sie fordern Verkürzung der Arbeitszeit um fizungen der Zahlstellen statt. Das Ergebnis war ein über eine Urabstimmung herbeizuführen, wurde einstimmig angenommen. wöchentlich 1½ Stunden, 45 Pf. Minimallohn pro Stunde, für raschendes, indem die Samburger Resolution abgelehnt und Den 1. Mai beschloß die Versammlung, wie alljährlich, so auch in Arbeiter unter 19 Jahren 40 Pf., Abschaffung der Ueberstunden, für eine solche auf die Einigung bezügliche mit 38 gegen 12 Stimmen diesem Jahre durch strikte Arbeitsruhe zu feiern, und wurde der absolut notwendige lleberstunden à 10 Pf. mehr, Abschaffung der angenommen wurde. Dieselbe lautete dahin, eine Kommission be- Bertrauensmann beauftragt, zum Vormittag des 1. Mai eine öffentAccordarbeit, Herstellung entsprechender Baubuden und Aborte. stehend aus je 3 Mitgliedern des Centralvereins und des Metall- liche Versammlung einzuberufen. Maßregelungen wegen Teilnahme an der Bewegung dürfen nicht arbeiterverbandes zu ernennen, die die Einigungsvorschläge zu ver Nixdorf. In einer am 10. d. M. bei Preßler tagenden Schuhstattfinden. einbaren und den Vorständen der beiden Organisationsgruppen zu macher- Versammlung sprach Herrmann in einem beifällig aufStreifbewegung in Nürnberg und Fürth. Nachdem die unterbreiten hätten. Ein Zujazantrag Hegners auf Schaffung genommenen Vortrage über die gegenwärtige Lage. Die VersamniHafnermeister in Nürnberg die im vorigen Jahre mit den Gehilfen einer Branchen- Organisation der Former im Metallarbeiterverband lung beschloß, sich der Filiale Berlin des Vereins Deutscher Schuhgetroffenen Vereinbarungen nicht eingehalten haben und alle Ver- bei völliger Autonomie und eigenem Fachorgan sei mit 29 gegen fuche zur gütlichen Einigung fehlschlugen, legten am Dienstag früh 24 Stimmen abgelehnt worden. Im Laufe seiner Ausführungen die Hafnergehilfen die Arbeit nieder. Die Zimmerer von gab der Redner seiner Befriedigung über den wider alle Grivartung Nürnberg beschlossen in einer von ca. 600 Personen besuchten Ver- günstigen Verlauf des Formertages Ausdrud, und gab der zuver sammlung in den Werkstätten, wo der geforderte Stundenlohn von fichtlichen Hoffnung Raum, daß der Gedanke der Einigung, von dem 43 Bf. nicht bewilligt wird, die Arbeit niederzulegen. 25 Meister beide Teile beseelt jeien, sich zum Besten der Beteiligten in die That haben bis jetzt bewilligt. In der Sommerschen Spiegelrahmen- umsehen lassen werde. Dies sei umfomehr zu erwarten, als die beiden fabrik in Fürth sollten die Accordlöhne der Bildhauer um bisher feindlichen Richtungen ein und derselben Branche angehörten und 18-23 Broz. reduziert werden. Dieses Ansinnen wurde zurück- bei den gegenwärtigen Verhältnissen in den Formereien mehr denn je eine gewiesen. Sämtliche anderen Arbeiter erklärten sich mit den Bild- Bersplitterung der Kräfte verhindert werden müsse. Seörsten und An die Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Vergolder und Hauern solidarisch und traten mit denselben in den Streik ein. Bernice schließen sich den Ausführungen des Vorredners an und Berufsgenossen. Am Sonntag, den 16. April, vormittags 10 Uhr, findet Die Politurarbeiter in der Preißingerschen Leistenfabrik in bemerken, daß die Generalversammlung in Halle den Einigungs- im Lokale des Herrn Paster, Inselstraße 10, eine Versammlung statt, in Fürth legten wegen Lohndifferenzen ebenfalls die Arbeit nieder. Der bestrebungen durchaus sympathisch gegenüberstehe. Dreisinger welcher Herr Dr. Friedeberg über das hochwichtige Thema:„ Die Ur. Streil der Former in den Schuckertwerten in Nürnberg München polemisiert gegen den Formertag, bemängelt dessen ungünstige fachen und die Verhütung der Schwindsucht" referieren wird. Die Mitglieder, dauert jetzt schon neun Wochen und sein Ende ist noch immer nicht Einberufung, den Wahlmodus für die Delegierten und erläutert die namentlich die Frauen derselben, werden ersucht, in dieser Versammlung pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Daselbst gelangt auch eine Broschüre abzusehen. Die Leitung des Unternehmens beharrt hartnäckig auf Gründe, warum die Münchener die Beschickung ablehnten. Alle übrigen" Die Bekämpfung der Schwindsucht" zur Verteilung. Der Vorstand. ihrem zurückweisenden Standpunkte. Bis jetzt ist erst einer der Redner sprechen sich sehr befriedigt über die Verhandlungen aus. Streifenden, abtrünnig geworden. Es wird gebeten, den Zuzug auf Hierauf giebt Deivis die Abrechnung und wird nach Antrag der das strengste fernzuhalten. Revisoren demselben einstimmig Decharge erteilt. Unter Berschiedenem berichtet Schlegel fiber die Verhältnisse bei der Firma Berg- Lehte Nachrichten und Depeschen. manit u. Co., Hennigsdorferstraße. Es seien dort infolge bedeutender Zohnreduktionen Differenzen ausgebrochen; auf Vorstellung der Arbeiter bei der Direktion sei die Reduktion der Löhne zurückgenommen worden. Ein weiterer Beschwerdepunkt sei das Verbot der der Schazkanzler Hicks Beach heute das Budget einbrachte, des Biertrintens während der Arbeit gewesen. Auf eine Anfrage betonte er die beständige Zunahme der Staats. beim Direktor der Firma wegen der Aufhebung des Bierverbots gab ausgaben und sagte, wenn diese Zunahme fortdauere, muſſe ſich derselbe abschlägigen Bescheid und meinte, die Former möchten ihr das Parlament auf Erhöhung der Besteuering gerüstet halten oder Bier nach Feierabend trinken, wie er auch. Im Sommer, wemt es andere neue Einnahmequellen zu entdecken suchen, Die Vermehrung sehr heiß sei, könnten sie ja Eiswasser oder Wasser mit Haferschleim der Ausgaben sei indez hauptsächlich den Kriegsrüstungen zuzuDie Etnecateure von ganz England sind von ihren Meistern trinken. Auch bemerkte der Herr Direktor, der, wie es scheint, zu schreiben. Die Regierung hoffe, daß die bevorstehende Konferenz der Mächte ausgesperrt worden. Ein unbedeutender Streit zwischen den Lon- jenen Leuten gehört, die öffentlich Wasser predigen, wäh- von dem Wunsch nach Frieden beseelt, im Stande sein werde, einige doner Stuccateuren und ihren Arbeitgebern mußte den lang gesuchten rend fie heinlich Wein trinken, daß die Former Hemmnisse für den furchtbaren Wettbewerb in den Rüstungen ausnicht verständen, ein ordentliches Familienleben zu führen! findig zu machen, der für des Landes Leistungsfähigkeit, hatkraft Redner bemerkte, man habe dieses Verbot feiner und Geldmittel so verderblich sei und von dem selbst die reichste Kardinalfrage machen wollen, sondern den Weg der Oeffentlichkeit Nation erlöst zu werden bitten könnte.( Beifall.) Gleichzeitig aber gewählt, um eine Besserung zu erzielen. Miller bespricht das befürchte er, daß, went die Ausgaben für Heer und Flotte ver50 jährige Jubiläum der Firma Beermann, die dortigen schlechten ringert werden, England diese Ausgaben nach anderen Richtungen Löhne und die Sammlungen unter den Arbeitern zu einer Spende zu vermehren haben dürfte. für Herrn Beermann. Nachdem noch Zernicke die Verhältnisse bei der Firma Siemens u. Halsfe in Pankow einer eingehenden Kritik Breslau, 13. April.( W. T. B.) Die„ Schlesische Zeitung" meldet: Von den in dent mechanischen Webereien in Bom Terrorismus des Münchener Scharfmacher- Vercine. unterzogen, erfolgte Schluß der Verjanimlung. Der Verband der Arbeitgeber des Baugewerbes für München und Die Putzerträger nahmen am 10. April Stellung zu ihrem Reichenbach in Schlesien beschäftigten 1607 Webern, Spulern ze. Rmgebung hielt am 7. April seine ordentliche Hauptversammlung ab. Arbeitsverhältnis. Es gelangte folgende Resolution zur Annahme: haben bis heute früh 835 die Arbeit unter den alten Bedingungen wieder aufgenommen. Die übrigen 772 fordern Es wurde unter anderem berichtet, daß der Verband zwar langiam" Die organisierten Puzerträger halten ihre wirtschaftliche Lage für den Fall des Wiederantritts der Arbeit Straferlaß. Die Fabrikaber stetig wachse. leber seine sonstige Thätigkeit wird außerdem für verbesserungsbedürftig. Um dieses wirksamer bewerkstelligen zu befizer wollen sich auf feine Verhandlungen mehr einlassen. berichtet: fönnen, erkennen beide Korporationen( Buzerträger und Buzzer) an, Budapest, 13. April.( B. H.) Hier wurde eine Frau, namens Zur weiteren und rascheren Erhöhung der an sich stattlichen, daß auf folgender Grundlage eine Besserstellung herbeigeführt Rosa Bertholdt, verhaftet, welche halberwachsene Mädchen dem relativ aber noch zu niedrigen Mitgliederzahl wurde ein Mittel in werden muß: 1. Muß das kollegiale sowie solidarische Verhalten Lafter zugeführt hatte. Die Staatsanwaltschaft soll die UnterVorschlag gebracht und angenommen, das seine Wirkung auf die mehr wie bisher gegenseitig geübt werden. Der Kastengeist muß vor fuchung in dieser Angelegenheit auch auf einen jungen Magnaten, Meister, insbesondere der Baunebengewerbe, nicht verfehlen wird. allen Dingen verschwinden. II. Haben beide Teile den größt einen Reichstags- Abgeordneten und einen angesehenen Kaufmann Es wurde nämlich unter allseitiger, lebhafter Bustimmung eine möglichsten Wert auf die Organisation zu legen. III. Die Buyer ausgedehnt haben. Resolution beantragt und einstimmig angenommen, wonach träger halten es für ihre Pflicht, auf der Arbeitsstätte dahin zu Budapest, 13. April.( W. T. B.) In dem Dorfe Czit es alle Verbandsmitglieder als Ehrenfache betrachten, ihre wirken, daß der indifferente Putzer sich der Organisation an- aplocza find 200 Häuser mit 400 Nebengebäuden niederArbeiten nur wieder Verbandsmitgliedern zuzuweisen, und sie zuschließen hat." allen jenen zu verweigern, deren Namen sich Sodann wurde über die diesjährige Lohnfrage diskutiert und gebrannt. Bei dem Brande tamen eine Frau und zwei Kinder um. Paris, 13. April.( B. H.) Der" Temps" meldet, daß Picnicht in dem tets zu ergänzenden Mitglieder folgende Forderungen aufgestellt: 1. a) Für Faffadenträger an quart widerum einen Brief an den Präsidenten des verzeichniß finden." Vorderfassaden bei 3 Puzern pro Tag 5,50 M., bei 4-5 Puzern pro aisation shofes und an den Kriegsminister gerichtet, Dieselben Herren, die diesen Beschluß faßten, können sich sehr Tag 6 M., bei mehr wie 5 Buzern nach Vereinbarung. b) An Hinter- worin er die Erlaubnis nachsucht, mit den Generälen entrüsten, wenn die Arbeiter es ablehnen, mit Leuten zusammen- fassaden bei 3-4 Buzern pro Tag 6 M., bei 5 Buzern pro Tag noget und Zurlinden gegenübergestellt zu werden, zuarbeiten, die ihrer Bereinigung nicht angehören oder 6,50 M.. Bei 6-10 Puzern sind 2 Träger einzustellen. Der Lohn ihren Interessen feindlich gegenüberstehen. Die Scharfmacher wie unter b. 2 Träger sind so lange zu beschäftigen, wie die Arbeit um in ihrer Gegenwart die Unrichtigkeiten ihrer Aussagen vor der Kriminalfammer zu berichtigen, resp. widerlegen zu können. selbst nehmen das Recht für sich in Anspruch, wird es von den dauert. 2. Für Innen- Buzerträger bei 3 Puzern pro Tag 6,50 M., Picquart hatte diesen Antrag bereits früher gestellt und gefordert, Arbeitern begehrt, dann ist es Terrorismus und die Unternehmerpresse bei 4 Buzern soll nur ausnahmsweise, und nur eine Treppe und ruft den Schuß der Polizei und Gerichte an. Ein solches Verhalten parterre gearbeitet werden. Der Lohn beträgt pro Tag 7 M. 3. Die daß man ihm die Aussagen, welche auf ihn Bezug hätten, mitteile, damit er sich vertheidigen und widersprechende Beweise jammeln könne. beweist mir wieder, wie man bestrebt ist, die Arbeiter als minder Arbeitszeit beträgt neun Stunden. 4. a) Betreffs des Rüstenhelfens" Diese Forderungen waren ihm jedoch zur Zeit verweigert worden. gleichberechtigte Staatsbürger unter Ausnahmegeseze zu stellen, sie darf kein Zwang auf den Träger ausgeübt werden. b) Wird der Träger Allem Anschein nach, glaubt das Blatt, werde ihm diesmal seine rechtlos unter den Willen der Unternehmer zu beugen. vom Buzzer angehalten, vor Anfang der Arbeitszeit der Puzzer Nizza, 13. April.( B. H.) Hier verlautet, Lord Salisbury Ein Zusammenschluß in der Glasindustrie steht nach den anzufangen, so trifft die Verantwortung über die Brauchbarkeit der Forderung gewährt werden. Rüstung die Butzer. 5. Pünktliche Innehaltung der Baufen, abends Meldungen einiger Blätter bevor. Die Bestrebungen sind darauf pünktlich Feierabend. 6. Sämtliches Arbeitsgerät ist unentgeltlich beabsichtige, wegen der Vorgänge auf Samoa seinen Urlaub abzugerichtet, für die Flaschenfabrikation bestimmte Bereinbarungen zu und in brauchbarem Zustande zu liefern. 7. Das Material darf fürzen und nach London zurückzukehren. London, 13. April.( B. H.) Troß der alarmierenden nicht weiter als 50 Lastschritte vom Aufgang entfernt liegen. Meldungen aus Samoa halten hiesige politische Kreiſe an der An8. Humane Behandlung von Seiten der Puzzer. Unter Verschiedenem wurde noch die Lohukommission beauftragt, licht fest, daß dadurch eine Verstärkung der Krije nicht eintreten werde. Die bisherige Weigerung Salisburys, den deutschen Forderungen, Banarbeiterschutz. Die Bauhandwerker in Nürnberg erklärten sich mit der Kommiſſion der Buzer in Verbindung zu setzen zweds daß die Einstimmigkeit in der Kommission auch für Detailfragen erfich dafür, daß neben der in Hamburg bestehenden Bauarbeiterschutz- bhaltung einer öffentlichen Buzerversammlung zur Stellungnahme forderlich sei, zuzustimmen, sei auf dem besten Wege, gütlich beigelegt genannten Forderungen der Träger. zu werden. Angeblich habe sich Deutschland bereits auch von den Kommission auch eine solche für ganz Bayern mit dem Size in Nürnberg gebildet wird. Dieser liegt es ob, an allen Orten Material Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und an wohlgemeinten Bedenken Salisburys überzeugt. zu sammeln und der Centralkommiffion zu übermitteln, ebenso foll Solzpläken beschäftigten Arbeiter( Filiale Berlin I.) hielt am Petersburg, 13. April.( B. H.) In den letzten Tagen wurden das Material mit einer Denkschrift der bayrischen Abgeordneten- Montag eine Mitgliederversammlung ab. 3 impel und Gait hier neuerdings 20 Studenten verhaftet und 200 öre= fammer unterbreitet werden. berichteten über die Generalversammlung. Hierauf folgten die rinnen des Mädchen Liceums ausgeschlossen. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Ausland. leber den Ausstand der Bauarbeiter in Karlsbad wird berichtet: Der Streit hat sich zu einem vollständigen Ausstand entwickelt. Der Bezirkshauptmann verbot Ansammlungen und Umzüge, mehrere Anfanumlungen von Arbeitern wurden durch die Gendarmerie zer Streut. Am Dienstag wurden drei Personen verhaftet. Auf Ansuchen der Behörden ist aus Eger ein Bataillon Infanterie ein getroffent. Vorwand für diese Maßregel abgeben. Die wirkliche Absicht aber geht dahin, die Gewerkschafts- Organisation der Arbeiter zu sprengen. Angesichts dieses Thatbestandes fordern die Stuccateure Englands ihre deutschen Kollegen dringend auf, ihnen durch Fernhaltung des Zuzugs ihre Solidarität zu bezeigen. treffen. Unternehmer- Verbände. Sociales. zit Die Abrüftungs- Konferenz im englischen Unterhaus. London, 13. April.( W. T. B.) Im Laufe der Rede, mit r. 87. 16. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sisundid Suundin side Reichstag. 15: 3 QUPA 64. Sigung, Donnerstag, 13. April 1899, 1 Uhr. Am Bundesratstisch: v. Podbielski. dan mula Die erste Beratung der Novelle zum Postgesetz wird fort gesezt. Abg. Fischbeck( frs. Vp.): dafia Abg. Dertel( t.): # Abg. Dasbach( C.): Freitag, 14. April 1899. nur für die Soften der Erhaltung der Einrichtungen, sondern auch für die Neuanlagen, ist vollständig unzutreffend. Die Neuaulagen im Telephoniesen sind genau so zu behandeln wie die Neueinzuführen, dabei aber die Privatposten ruhig den Zweck ihres ist aber der Wert des Geldes ein ganz anderer und die Daseins erfüllen zu lassen. ad madalas sa Arbeitsentlohnung ist dort eine wesentlich geringere. Die Herren von der Linken würden es wohl durchaus nicht Die Vorlage zeigt, wie jede, ein wenig Fiskalismus, aber auch billigen, wenn ich hier einer Fernsprechgehilfin 35 Mark zahlen nicht mehr. Herr v. Podbielafi ist keineswegs ein bedeutender Vertreter würde. Die Einzelgespräche habe ich eingeführt, um diedes Fistalismus. Herr Fischbeck hat die großen Ausgaben für Seer fenigen zu entlasten, die das Telephon weniger benutzen. Wenn in und Marine erwähnt. Das war fein glücklicher Gedante angesichts diefer Hinsicht Bedenken bestehen, bin ich gern bereit, diese Bestimmung der gegenwärtigen äußeren politischen Lage. Herr Singer hat in fallen zu lassen. Betonen will ich noch, daß für die Vororte großer feiner Rede etwas ausgeführt, was man außerhalb dieses hohen Städte die Gebühren sich ermäßigen. Die Kosten für die Fern Wir bedauern es, daß die Regierung bei der neuen Vorlage Haufes einen Eiertang nennen könnte.( Heiterfeit.) Er that es allerleitungen sind so bedeutend, daß wir thatsächlich nicht in der Lage find, diefelbe Tendenz verfolgt, wie bei der vorjährigen: sie macht auch dings nicht mit derselben Beweglichkeit, wie neulich der Herr Kollege den Tarif von 50 Pf. bei Entfernungen über 150 stilometer einzuführen. hier wieder einen Schritt vorwärts mit den Tarifermäßigungen und Schoenlaut beim Bankgesetz. Herr Fischbed hat sich im Gegensaz Redner erwartet fchließlich, daß das vorliegende Gesetz wie das zugleich mehrere Schritte rückwärts mit den verlangten Kompensationen. zu seinem Nachbar gegen das Princip der Berstaatlichung ge- Wegegesetz wegen der unleugbaren Connerität beider Materien einer Auch für die Post ist einzig der Finanzstandpunkt maß- wendet. Aber weshalb foll denn das Monopol nicht erweitert gemeinsamen Stommission vorgelegt werde. gebend für die Durchführung von Reformen. Man fürchtet stets, werden, da doch der Reichs- Postbetrieb unzweifelhaft größere SicherAbg. Singer( Soc.): daß dieser feste Punkt durch irgend welches Entgegenkommen zu sehr heit bietet? Wir in Leipzig( Heiterkeit wegen der ursächsischen Aus Ich weiß nicht, weswegen diese beiden letzten Gefeße an eine berührt werden könnte. Wenn aber jährlich Millionen ausgegeben sprache) haben diese Erfahrung jedenfalls gemacht. Bedenken erregt besondere Kommission verwiesen werden sollen. Ich hatte die Absicht, werden im Juteresse der Armee, im Interesse der Flotte, so hat das bei uns die Bestimmung über die expressen Boten. Doch gehört den Vorschlag zu machen, daß wir sie an dieselbe Kommission über deutsche Volt auch ein Recht, Erleichterungen für feinen Verkehr zu diese ja glücklicherweise nicht zum eisernen Bestand des Gesetzes. geben, die mit dem ersten Postgesetz betraut ist. Was die Vorlage verlangen, selbst für den Fall, daß diese etwas tosten sollten. Eine Aenderung des Post Zeitungstarifs halte auch ich für er felbft anlangt, so kann ich der Begründung, die Herr von Podbielski Die Beseitigung der Privatposten wird hier stets als etwas durch wünscht. Doch nicht in der vorliegenden Form. Freilich kann man gegeben hat, nur in sehr beschränktem Maße zustimmen. Ich sehe aus Belangloses hingestellt; man fagt, das Publikum habe gar kein es nicht allen recht machen. Aber es muß doch mehr der Durchschnitts- feinen ausreichenden Grund dafür, daß die Verbilligung des Fernbesonderes Interesse an denselben. Das stimmt aber keineswegs. wunsch der Allgemeinheit berücksichtigt werden. Für viele der fleinen sprech- Verkehrs auf dem Lande durch eine Verteuerung in der Stadt Das Vertrauen des Publikums wendet sich diesen Privatposten in Provinzblätter würde der vorliegende Entwurf den vollständigen ausgeglichen werden soll. Das ist eben das sehr beliebte, aber bedeuten. Dagegen müßte etwas geschehen durch durchaus falsche Princip unserer Postverwaltung, das ich bereits bei Handelskammer verhält sich die Sache keineswegs so, wie der Herr Mitberücksichtigung des Abonnementspreises: die Grundgebühr dem vorigen Gesetz gerügt habe. Man muß immer mehr den Staatssekretär es dargestellt. Es hat sich dort nur eine Stimme müßte nach dem Abonnementspreis abgestuft werden. Voll Eindruck gewinnen, daß derartige Vorlagen mehr im Reichsgegen die Privatposten erhoben, und das ganze wurde dann als ständig unhaltbar ist die im Entwurf vorgesehene Gewichts- Schaamt als im Reichs Bostamt gemacht werden, wenn ftrittiger Bunkt zurückgestellt. Der Vorsitzende der Handels- beſtimmung. Da giebt es nur einen Ausweg: die Deklarations man das ängstliche Bestreben sicht, nur ja keine Ausfammier dagegen dagegen erklärte, daß er anfangs gegen die pflicht der Verleger. Am besten wäre, wenn der ganze Zeitungstarif fälle zu habent, Die Auffassung des Herrn Staatssekretärs, daß Privatpost Mißtrauen gehegt habe, später aber habe er einstweilen aus dem Gesetz herausgelassen und einer besonderen die Telephongebühren einen ausreichenden Ersatz geben müssen nicht fich davon überzeugt, daß dieses ungerechtfertigt sei, und Konferenz noch unterbreitet werden würde. jest benutze er sie regelmäßig( hört! hört!). Wenn in einzelnen Fällen Versehen vorkommen, ist das denn bei der Reichspost anders? Giebt es nicht auch bei der Reichspost unzuverlässige Beamte, die England hat einen Ueberschuß von 75 Millionen in seiner Post- anlagen für die Eisenbahn. Sie sind eben dauernde EinDinge thun, wie jener Privatpost- Beamte in Magdeburg, der als verwaltung, froßdem es schon sehr lange ein wesentlich höheres richtungen und die Kosten für dieselben sind durch AnGeguer der Feuerbestattung( Heiterkeit) Mahnbriefe in einem Earge Maximalgewicht für Briefe eingeführt hat. Da ist es doch leihen zu decken, die später amortisiert werden. Alle die verstecken wollte? Herr v. Waldow hat die neue Entdeckung ge- wunderbar, daß man, in Deutschland so lange mit der Er Klagen, die der Herr Staatssekretär uns heute über die macht, daß die Privatposten sich nur da festsetzen, wo es etwas zu höhung des Maximalgewichts gezügert hat und jetzt noch großen Kosten vorgetragen, würden mit einem Schlage verschwinden, verdienen giebt.( Heiterkeit.) Aber die Voraussetzung des Ver- diese Verbesserung mit unanuchmbaren Bedingungen ver wenn er sich zu dieser Auffassung befehren wollte. Wir haben nichts dienens ist eben, daß man den Bedürfniffen des Publikums tuppelt.( Sehr richtig!) Auf alle Bedenken, die gegen die Vorlage Sagegen, daß die Vorteile des Telephonverkehrs auch den Kleinsten entgegenkommt.( Sehr richtig! links.) Bei der Aufhebung der Privat- geäußert sind, will ich nicht eingehen, sondern nur den Punkt er- Städten und dem Lande zu gute kommen sollen. Aber deswegen posten steht doch die Sache so: die großen Städte sollen noch mehr wähnen, der die Vermehrung des abhängigen Beamtenpersonals be- brauchen die großen Städte doch nicht mehr zu zahlen. Wenn die bezahlen, damit die auf dem Lande es billiger haben. Denn alle trifft. Herr v. Podbielski hat zwar betont, daß die Postverwaltung großen Städte, denen eine Verbilligung der Telephon die Tariferleichterungen brauchen die großen Städte ja nicht, fie vollkommen imparteiisch sei, und hat sich dagegen verwahrt, daß die gebühren jehr gute fommt, sich jetzt darauf bes haben das alles ja schon in den Privatposten. 91/2 Millionen sollen Bermehrung der bei der Post Angestellten irgend einer Partei zum schränken bluten, damit 48 Millionen es beffer haben, so will ich das gestrige Nachteil gereichen solle. Die Centrumspartei hat aber in dieser Beweis, daß sie sehr wohl erkennen, wie notwendig die Auseine solche nicht zu fordern, so ist das ein Wort des Herrn Staatssekretärs variieren. Vor allem aber: Beziehung in der jüngsten Zeit traurige Erfahrungen gemacht. der Reichspost muß das Moment der Konkurrenz erhalten Ich selbst habe es 3. B. erlebt, daß bei der Landtagswahl in Trier dehnung auf das Land ist. Der Herr Staatssekretär dürfte in Verfolg jeiner eigenen Anschauumg garnicht dazu kommen, die großen bleiben. Durch dieses wird die Post zu Reformen gedrängt; auch ein hoher Postbeamter sich in die nächste Nähe des Wahlvorstandes Städte für das Land zahlen zu lassen. Der Ueberschuß wird ja doch die gegenwärtige Vorlage wäre nicht zu stande gekommen, wenn die feyzte, um zu kontrollieren, welcher seiner Beamten für den Centrums für die gesamten Steuerzahler verwandt, und es ist nicht richtig. Privatposten nicht jetzt beständen. Kandidaten stimmen werde.- Die Bestimmung über die Beförderung einen Teil besonders zu belasten. Die Post ist eben im allgemeinen Was die Entschädigungsfrage anlangt, fo treten wir da für durch Expreßboten, die im ganzen Hause so lebhaften Widerspruch bazu da, um Handel und Verkehr Dienste zu leisten. Am Handel Entschädigung aller Beteiligten ein, nicht bloß der gefunden hat, beabsichtigt nach dem Herrn Staatssekretär nur die und Verkehr hat jeder seinen Anteil. Dabei ist es ganz falsch, ausAngestellten, wie dies die Socialdemokratie thut. Die feinen Zeitungen gegen die Konkurrenz des Großfapitals zu schützen. Socialdemokratie überläßt es uns, für allseitige Dieses Wohlwollen für die kleinen Zeitungen berührt indeß um so zurechnen, diese Stadt hat ein paar Tausend Gespräche mehr als die Gerechtigkeit au sorgen. Das Ideal nach meiner Meinung ist da: die Gebühren festzu ( Lachen bei den Social- peinlicher, da der Herr Staatssekretär in seinem neuen Zeitungs- andere und muß infolge dessen mehr zahlen.de demokraten.) Sie ist für die Verstaatlichung ans Princip". tarif uns einen Vorschlag macht, welcher geradezu eine Erdrosselung stellen nach der Zahl der Leistungen, nach der Zahl der Gespräche. und die gestrigen Ausführungen des Herrn Singer, der fich so für der kleinen Zeitungen bedeutet.( Sehr richtig.) Dem gerade die wir haben zwar von dem Herrn Staatssekretär bereits gehört, daß die Angestellten ins Zeng legte, sollen nur einen Schleier darüber mittleren und fleineren Blätter werden von der Vorlage es einen zuverlässigen automatischen Apparat zur Zeit noch nicht breiten, daß die Socialdemokraten im Interesse der Verfolgung maẞlos belastet. Es ist durchaus nicht richtig, daß der neue giebt, der die Gespräche zählen könnte. Nach der Fachpresse, die irgend einer socialistischen Utopie den Arbeitern das bitterste Tarif sich nach den Leistungen der Post zusammensetzt. Es fehlt von ich sehr genau verfolge, sollen solche Automaten allerdings bereits Sen maßgebenden Faktoren gänzlich die verschiedene Entfernung, die cristieren. Ich bitte daher den Staatssekretär um Auskunft darüber, Vollständig unhaltbar scheint mir der Artikel 3. Derselbe will die Zeitungen zurückzulegen haben. Hoffentlich läßt der Herr Staats- wie es damit steht. So lange eine genaue Gesprächszählung aber den Privatposten, falls dieselben sich auch nach Erweiterung des Post- sekretär noch in der Kommission mit sich reden. Const ist die viele nicht möglich ist, fragt es sich immer noch, ob die in dem Gesetz regals als lebensfähig erweisen sollten, auf Schleichwegen das Lebens- Mühe unisonst, das Gesch kann nicht zu stande kommen. dvorgeschlagenen Aenderungen gerade die richtigen sind. Ich licht ausblasen. Das geht nicht. Dann muß man eben ein flares sulybid habe mich vergeblich bemüht, der Begründung und offenes Verbot aussprechen. auf der sie beruht. Vorlage die Basis zu finden, allem finde ich die vorliegenden Bestimmungen ziemlich kompliziert, und das ist an sich schon ein großer Fehler; je komplizierter fie find, desto mehr wird die Benutzung der Einrichtungen dem Publikum ers schwert. Ich hoffe, daß die Vorlage aus der Kommission in wesent Unrecht thun.( Lachen bei den Socialdemokraten.) " Den übrigen Punkten der Vorlage stehe ich weit sympathischer gegenüber. Dem Princip des neuen Post- Beitungstarifs stimme ich durchaus bei. Es ist selbstverständlich, daß die Leistung der GegenTeistung entsprechen folle. Kolportagegeschichten in Inseratenbeilagen verpackt, haben keinen Anspruch auf besondere Begünstigung. Es wiesen. schadet nichts, wenn die Verbreitung dieser geistigen Nahrung ein wenig erschwert wird. Die Einschränkung des Expreßverkehrs wird ja vermutlich fallen. Und so hoffe ich, daß aus der Kommissionsberatung noch ein ganz brauchbares Gesetz hervorgehen wird.( Beifall.) Staatssekretär v. Podbielski: Abg. Rintelen( C): Staatssekretär v. Podbielsti int fonstatiert, daß die Zahl der Privatpostbeamten eine sehr geringe sei, daß daher die Befürchtung, daß man mehr abhängige Beamte schaffen wolle, hinfällig sei. Die Vorlage wird einer Kommission von 28 Mitgliedern über Es folgt die erste Beratung des Entwurfs einer Fernsprechlich einfacherer Gestalt hervorgehen wird. gebühren- Ordunng. Staatssekretär v. Podbielski: der Vor Herr Ich will mun diese Gelegenheit benigen, um darauf hinzuweisen, daß ein Teil der Telephon- Einrichtungen einstweilen noch sehr int argen liegt ich meine den Fern gesprächs- Verkehr. Ich finde es Jufolge meiner gestrigen Rede ist mir in der Presse der Vor: ja mun auch sehr berechtigt, daß bei sehr großen Entfernungen, beim schlag gemacht worden, ich sollte meine Reden lieber gleich vor- Verkehr mit ausländischen Orten, eine etwas höhere Gebühr her drucken laffen.( Heiterfeit.) Wenn ich auch diesem Wunsch nicht genommen wird. Aber den Tarif dermaßen zu steigern, wie Daß der Herr Vorreduer für die Privatposten eintreten würde, Folge leisten kann, so muß ich doch auch heute wieder um Ent- dies jetzt der Fall ist, das finde ich doch unberechtigt. Ferner ist habe ich erwartet. Der Vorwurf, daß ich nur minderwertiges schuldigung bitten, wenn ich mich mehr an das Concept halte. Da meiner Ansicht nach die Gebühr von 25 Pf. für ein Einzelgespräch Material gegen die Privatposten vorgebracht hätte, ist nicht be- habe, ist es mir naturgemäß nicht gut möglich, dies in freier v. Podbielsti sollte einmal den Versuch machen, die Zahl der rechtigt. Die Presse hat fast durchweg tonstatiert, daß meine Rede gestern durchaus fachlich war. Ich habe mir Herrn Rede zu thun, ohne das umfangreiche Material durcheinander öffentlichen Fernsprechstellen bedeutend zu vermehren und die Einzelgebühr von 25 auf 10 Bf. Herabzuseßen. Er würde sich Dr. Bachnicke erwidert, daß die Privatposten dem Publikum doch zu werfen, wenn ich auch die Materie vollständig beherrsche. nicht nur Vorteile bieten. Uebrigens soll den Privatposten durchaus Die Ausdehmung unseres Fernsprechivesens in Deutschland zeigt, dadurch eine ganze Masse von Privatanschlüssen ersparen. Jch beantrage also, die Vorlage an dieselbe Kommission zu nicht jede Wirksamkeit unmöglich gemacht werden, nur die Be- daß wir an der Spitze der Entwickelung aller Länder der Welt förderung geschlossener Briefe soll ihnen entzogen werden, die Packet- stehen. Wir haben gegenwärtig 172 000 Fernsprechstellen und an verweisen, wie die vorige, und will nochmals erklären: wir werden nie beförderung bleibt ihnen auch weiterhin überlassen.- Vertebra, diejen erfolgen täglich 1 Millionen Gespräche. Es zeigt sich unsere Zustimmung dazu geben, daß die Verbilligung des Telephomvesens erleichterungen zu schaffen, ist nur möglich, wenn ein leberschuß weiter, daß die Fernsprecheinrichtungen zuerst in den größeren für das Land ausgesprochen werden soll durch eine Verteuerung für die vorhanden ist. Es ist also nicht bloß ein Fistalismus, wenn ich meine Städten vorgenommen sind und erst allmählich auch in mittleren großen Städte. Deur die Hauptbedeutung für unseren Verkehr haben und fleineren Orten. 1898 find 180 Städte mit neuen Fernsprech doch die großen Städte. Also für die muß gesorgt werden. Und Verwaltung sparsam führe. Wenn ich sparsam wirtschafte und Verkehrserleichterungen dafür einführe, so glaube ich, dem Reiche besser daß man zunächst einen Einheitssatz für die Fernsprechgebühren fest- eben vor dem in der Kleinstadt den großen Vorteil, daß er mit fehrserleichterungen dafür einführe, so glaube ich, dem Reiche befier einrichtungen versehen, 1899 wieder 250 Orte. Es war naturgemäß, wenn der Herr Staatssekretär sagt, der Teilnehmer in Berlin hat zu dienen, als wenn ich das Geld ausgebe und der Reichstag nach fetzte und zwar von 150 M. Dieser Einheitsfag hat aber die große 36.000 Teilnehmern sprechen kann, so meine ich: de facto wird ja her für die Dedung sorgen muß. Schwäche, daß er die einen belastet und die anderen entlastet. Solange die fanm irgend ein Teilnehmer mit 36 000 Teilnehmern sprechen. In obere und untere Grenzziffer sehr nahe aneinander liegt, macht das wirklichkeit dürfte der Kreis der Personen, mit denen er es hier zu Das richtet sich nicht viel aus, sobald aber auch viele kleinere Orte Fernsprech- An- thun, fein größerer sein, als in der kleinen Stadt. Der Preis, den der Herr Staatssekretär für seine Tarif- fchluß erhalten, machen sich die Wirkingen des Einheitssages zu eben ganz nach seinem Beruf und seiner sonstigen Thätigkeit. Also ermäßigungen verlangt, ist zu hoch. Man hat gesagt, die Erweiterung Gunsten der großen Städte und zu Ungunsten des platten Landes ich meine, daß dieser Grund für die Verteuerung vollständig hins des Monopols fei notwendig, weil man es früher übersehen habe, sehr bemerkbar. Kein fremdes Land mit entwickelterem Telephon- fällig ist.( Beifall links.) das Monopol so weit auszudehnen. Das ist nicht richtig. Vor 1867 system hat übrigens den Einheitssag beibehalten, überall finden Staatssekretär von Podbielsk hat das Monopol in der Ausdehnung bestanden, wie es die jetzige Sie Abstufungen der Tarife nach Maßgabe der Bemigung. erklärt, es handele sich darum, daß die kleineren Orte nicht zu den Vorlage verlangt. In anderen großen Städten zahlen die Abonnenten Kosten für die größeren beitragen. Die Fernsprechanlagen find mit Damals hat man dann ausdrücklich auf das Monopol für ge- deutend mehr: in London 400 Wart, in Paris 320 Mart, den Bostanlagen nicht vergleichbar, denn hier handelt es sich bloß schlossene Stadtbriefe verzichtet. Es fragt sich nun, ob seine Wieder in Brüssel 200, Budapest 240, Wien 160, Kopenhagen 168 Mum Sondervorteile der einzelnen Angefchloffenen. einführung notwendig ist. Für die Behauptung, die Post tönne ohne Die Bevorzugung der großen Städte durch den Einheitstarif hat Was die einzelnen Wünsche anlangt, so will ich mitteilen, daß Erweiterung des Poftregals ihre Pflichten der Allgemeinheit gegen den Nachteil, daß sie die Entwickelung des Fernsprechwesens in den es in der Abficht der Verwaltung liegt, mit der Vermehrung der fiber nicht erfüllen, ist nicht der geringste Beweis geliefert worden, fleineren Städten und auf dem flachen Lande tünstlich zurüdhält öffentlichen Fernsprechstellen vorzugehen, ebenso mit der Verbilligung der angesichts der Thatsache, daß die Poft mit großen Ueberschüssen Die Ermäßigung der Gebühren für diese. Kleineren Orte stellt sich der Gespräche. arbeitet, notwendig wäre. Diejenigen Privatposten, welche sich das die Vorlage als Ziel. Daß die großen Städte höhere In Berlin werden hundert Fernsprechstellen errichtet werden, Vertrauen des Publikums nicht erwerben, gehen von selbst zu Grunde. Gebühren zahlen sollen, ist auch deshalb berechtigt, weil die bei denen das Gespräch nur 10 Pf. tosten wird. Aber im allgemeinen Es liegt eine unberechtigte Bevormundung des Publikums feitens Einführung der Doppelleitung in diesen so große Kosten ver muß doch daran festgehalten werden, daß die Leitungen in den Großder Reichspost darin, wenn man sagt, wir können die Privatposten ursacht. Ich verweise auf eine Broschüre des Schweizer Dr. Reichert, städten auch die meisten Kosten verursachen, da hier die Doppelnicht bestehen lassen, weil sie für Wahrung des Briefgeheimnisses der auch nachgewiesent hat, daß es unmöglich ist, auf die Dauer einen leitungen. in Betracht kommen, die am meisten Draht erfordern. Den feine genügende Garantie bieten. Nach meiner Ansicht liegt also Einheitsjazz festzuhalten. In dieser Broschüre ist auch betont, daß Vorschlag Singers mit einer Anleihe halte ich für sehr bedenklich. für die Ausdehnung des Monopols kein Grund vor. das Telephon den Einnahmen aus dem Telegraphenivejen Abbruch Eine Berzinsung und Amortisation ist meiner Ansicht nach überhaupt In Bezug auf die Entschädigung kann ich dem focialdemokrati thut. 1897 betrugen die Einnahmen aus der Telegraphie nicht herauszuwirtschaften. schen Redner nur beistimmen. Die Unternehmer können ihre 231/2 Millionen, die Kosten dagegen 29 Millionen. Ein Vertagungsantrag wird hierauf angenommen. Kapitalien wo anders anlegen, die Angestellten aber können sich Deficit kann nur beseitigt werden, Präsident Graf v. Ballestrem macht die Mitteilung, daß eine nicht so ohne weiteres einen neuen Lebensberuf schaffen. Aber die einnahmen aus dem Telephonwesen gedeckt wird. Bor Interpellation über die Vorgänge vor und auf Samoa Hauptsache für mich ist: Wer entschädigt denn das Publikum? Die allem möchte ich davor warnen, dem Deficit im Telegraphen- eingegangen ist, die von den Abgeordneten Dr. Lehr( natl.), neue Vorlage stellt in der That eine Besteuerung der Korre- wefen noch ein solches im Telephonwesen hinzuzufügen. Dr. v. Levetow( fonf.), Graf v. Arnim( Rp.), Schädler( Centr.), spondenz dar. Das fann man gar nicht anders nennen, Gerade infolge der guten Verzinsung des Anlagekapitals haben wir Rickert( fri. Vg.) und Schmidt- Elberfeld( fri. Bp.) unterzeichnet sei. als ein fistalisches Interesse. Das Gesez von 1867 läßt die Finanzverwaltung immer bereit gefunden, uns die erforderlichen Er schlägt vor, diese Interpellation schon auf die Tagesordnung der beutlich die Tendenz der Einschränkung des Postzwanges er Mittel zur Verfügung zu stellen. Den Borwurf der Fiskalität, nächsten Sigung zu setzen. Das Haus ist damit einverstanden. fennen, 1871 ist man in diesem Bestreben fortgefahren. Und jetzt der mir auch hier wieder gemacht ist, muß ich durchaus zurückweisen. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr: Interpellation, betreffend will man ihn wieder erweitern. Es ist flar: die Bost will ganz ein- Es ist durchaus nicht richtig, daß mit der wachsenden Zahl der Samoa, Fortsetzung der Beratung der Telephon- Gebührenordnung, fach die schönen Einnahmen der Privatposten auch in ihre Lasche Anschlußstellen sich die Kosten billiger stellen. Die Verhältnisse Fleischbeschaugesetz. steden. Das widerspricht aber den Interessen des Verkehrs. Die liegen vielmehr gerade umgekehrt. Das einzige Land, welches Bost hat vielmehr die Verpflichtung, die lange notwendigen Reformen billigere Gebühren nimmt, ist Schweden und Norwegen. Dort brist oth #Dies wenn ee durch Mehr Mordprozeß Guthmann. gegangen. notwendige Reise des Dr. Jeserich zu einem in Köln stattfindenden von denen fie einen Ihnen gegeben haben will. Dieser Schlüssel ist Termin erklärt der Vorsitzende ferner, daß er den Schlußtermin merkwürdigerweise bei der Leiche gefunden worden. Wie erklären Vor dem Schwurgericht des Landgerichts Berlin I begannen eventuell bis zur Rückkehr des Dr. Jeferich, d. h. auf den Sonn. Sie fich dies?- Angel: Dazu kann ich gar nichts fagen, ich gestern die auf mehrere Tage berechneten Verhandlungen gegen den abend nächster Woche verschieben würde. Der Staatsanwalt be- weiß nicht, ob das der Schlüssel ist, der mir seiner Zeit von der der Ermordung der Wittwe Bertha Singer geb. Brach beschuldigten tont, daß er unter allen Umständen bis zum Schluß der Beweis: Bade gegeben worden, denn ich habe ihn seit vier Jahren doch nicht Schneider Hugo Guthmann. Der Angeklagte ist am 1. Oftober aufnahme auf den Dr. Jeferich nicht verzichten tönne. gesehen. 1867 zu Frankfurt a./0. geboren, hat im 8. Ostpreußischen InfanterieGuthmanns Alibibeweis. Das Vorleben des Angeklagten. Regiment Nr. 45 gedient, ist im Jahre 1895 wegen Kuppelei mit Präs. Nun haben Sie einen umfassenden Alibibeweis ange1 Jahr 3 Monaten Gefängnis vorbestraft und befindet sich seit dem Nach Verlesung des Auflagebeschlusses richtet der Vorsigende treten. Erzählen Sie deshalb einmal ganz genau, wo Sie gewesen 12. Juli 1898 in Untersuchungshaft. an den Angeklagten folgende Worte: Angeklagter, Sie stehen hier find. Der Mord ist in der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag nach Seit dem 20. Mai 1898 bewohnte die Prostituierte Bertha unter der Anklage des schwersten Verbrechens, des Mordes, für Pfingsten verübt. Erzählen Sie also von Pfingsten an. Angefl: Singer geb. Brach in der Oranienstraße 89 ein vorn 4 Treppen hoch welche es nur eine Strafe, die Todesstrafe, giebt. Wenn Sie die Am Heiligabend habe ich mit Brockmann in Frankfurt a. O., wo ich belegenes Zimmer, welches sie von den Schneider Nickelschen Eheleuten Bertha Singer ermordet haben, dann sind Sie dem Tode verfallen arbeitete, abgerechnet, dann ging ich zu meinem Verhältnis, einer abgemietet hatte. Man gelangte in das zweifensterige Zimmer von und nur die Gnade des Kaisers wäre im stande. Sie dieser Strafe gewissen Budig, wo ich des Nachts schlief. Präs. Haben Sie dem Korridor der Nickel'schen Wohnung aus, lints neben der Stube zu entreißen. Wenn Sie also schuldig sind, dann verscherzen dort immer genächtigt? Angefl: Ja. Präs. Sie sollen lag die Küche der Nickelschen Eheleute, rechts durch einen breiten Sie sich die Gnade Sr. Majestät nicht. Aber auch im anderen Falle, aber auch oft außerhalb zugebracht haben. Angekl: Ant dunklen Gang getrennt die Nickelsche Schlaf- und Arbeitsstube. Als wenn Sie Ihre Schuld bestreiten, muß ich Ihnen sagen, daß wir ersten Feiertag ging ich nach Hause, machte meinen Sommerpaletot Herr Nickel am Sonntag, 5. Juni, morgens zwischen 61/2 und 7 1hr eine ganze Reihe Zengen haben, welche schwerwiegende Belastungs- fertig. mittags zog ich ihn an und ging fneipen. Dann machte ich das Klosett aufsuchte, bemerkte er zu seiner Verwunderung aus einer umstände gegen Sie vorbringen werden. Ueberlegen Sie sich daher, mit der Budig eine Dampferpartie, von der wir um 9 Uhr zurüdSpalte der Singer'schen Stubenthür noch Licht dringen. Er rief zu- ob es nicht beffer für Sie ist, wenn Sie ein Geständnis ablegen. kehrten. Ich nächtigte wieder bei der Budig. Am 2. Feiertage nächst die Singer an, als er jedoch eine Antwort nicht erhielt, öffnete Ich frage Sie nun, Angeklagter, bekennen Sie sich des machte ich früh eine Promenade, von der ich um 10 Uhr zurücker die Thür. Die Lampe war fast herabgebrannt und verbreitete Mordes an der Singer schuldig? Angell.: Nein, ich bin fehrte, ich ging zu meinen Eltern zu Tisch, dann ging ich bummeln wenig Helle, auch durch die dicht verhängten Fenster drang wenig nicht schuldig.- Präs: Dann muß also Ihre eingehende Ver- und verbrachte dann bis 10 Uhr abends mit der Budig, meinen Licht. Troßdem bemerkte Nickel, daß die über das Sofa gelegte nehmung erfolgen. Wie viel Geschwister haben Sie? Angefl: Eltern und mehreren Bekannten die Zeit im Restaurant Weißvorwerk. Decke rot war und daß auf der Kommode die Sachen der Singer wüst Es leben noch vier, ich bin der zweitälteste.- Präs.: Sie haben Genächtigt habe ich wieder in der Wohnung der Budig.- Präs: durcheinander lagen. Er rief seine Ehefrau und seinen Gesellen in Frankfurt a. D. die Schule besucht? Angell: Jawohl, die Es ist doch merkwürdig, daß Zeugen auftreten, die bekunden werden, Przyborowski herbei, die die Singer nur mit Hemd, Strümpfen und Leopold- Schule. Präf.: Was begannen Sie nach Ihrer Ein- daß Sie in der Woche in Berlin gewesen sind! Nun weiter! Hausschuhen bekleidet, unter dem Tische liegend bemerkten. Man fegnung? Angell: Jch fam erst zu meinem Vater in die Lehre, Angefl.: Am 3. Feiertag machte ich vormittags in einem Weißstellte fest, daß sie tot war und rief die Polizei herbei. Die Leiche etiva ein Jahr, den Rest meiner Lehrzeit verbrachte ich bei einem warengeschäft einen Knopfantauf für meinen Paletoi, dann besuchte zeigte am Halse eine von links nach rechts gehende fiefe Schnitt: anderen Meister. Dann arbeitete ich etwa 2 Jahre hindurch als ich ein Lokal von Brehmer am Buschmühlenweg und verbrachte wunde, sie war mit einem von Blut und Wasser durchtränkten Bett- selbständiger Meister in der Werkstatt meines Vaters, bis ich Soldat den Tag an verschiedenen Orten. Um 11 Uhr abends kam ich nach lafen und einem Kopfkissen zugedeckt. Beim Abheben desselben wurde. Präs: Stehen Sie noch in Militärverhältnissen. Hause und nächtigte in der Budigschen Wohnung. Am nächsten Tage, zeigte sich, daß der obere Teil der Leiche, namentlich die Schnitt- Angel.: Ja, ich bin Wehrmann. Präs. Sind Sie als Soldat Mittwoch, ging ich vormittags zu einer Kellnerin Amanda, Schuhwunde, abgewaschen worden war. Das Bett war unberührt, ein bestraft worden?- Angefl: Nein; ich hatte zwar einmal eine Uebung macherstr. 16, und verabredete mit ihr einen Nachmittags- Spazier auf demselben liegender Unterrock war mit Blut besudelt, Blutflecke versäumt, weil ich die Ordre nicht erhalten hatte, eine Bestrafung ist gang. Mittags aß ich bei den Eltern. Nachmittags besuchte ich mit waren auch auf der Kommodendecke sichtbar. Auf der Kommode dieserhalb aber nicht erfolgt. Präs.: Was wurde aus der Amanda ein Restaurationslokal, um 8 Uhr gingen wir zu den lagen zwei geöffnete Klapp- Portemonnaies, ein Paar Glacéhandschuhe Ihnen, als Sie vom Militär entlassen wurden?- Angell: Ich Stettiner Sängern, von denen wir um 11 Uhr fortgingen; wir und verschiedene Briefschaften, sämtlich mit Blut befleckt. Jns- ging wieder nach Frankfurt, heiratete und arbeitete dort als kehrten noch in ein Café ein und blieben die Nacht zusammen. Am besondere war eine Seitentasche des Portemonnaies besudelt, ein Schneider.- Präs.: Wie heißt Ihre Frau?- AngelL: Anna, 2. Juni, Donnerstag, vormittags 9 Uhr, besuchte ich einen ReſtauBäckchen mit Fischschuppen war aus dem Portemonnaies entnommen, geb. Schulz. Präs. Ihre Frau hat Sie verlassen? Angefl: rateur Siebke, dann ging ich nach Hause und nahm meine Arbeit mit blutbefleckten Fingern geöffnet und die Fischschuppen waren Jawohl. Präs.: Weshalb?- Angett: Weil wir uns nicht nach der Feiertagsruhe wieder auf. Ich bekam ein grünes Jackett zerstreut worden. In einem der Klapp- Portemonnaie befand sich vertragen konnten. Präs. Sie sollen sie nicht nur oft schwer zu ändern, das that ich, abends ging ich spazieren, spielte Billard ein Kofferschlüssel. In der ganzen Stube zeigten sich zahlreiche mißhandelt, sondern auch zur Unzucht angehalten haben.- Ange tl.: und fam um 11 1hr zur Budig. Mein Geld in Höhe von 71 M. Blutspuren und es war fein Zweifel, daß sämtliche Fächer der Das letztere bestreite ich entschieden. Bräf.: Run, wir werden war während der Feiertage ziemlich zu Ende Kommode von dem Mörder durchwühlt worden waren. Das ge- dies von den Zeugen hören. Wo lebt Ihre Frau jezt?-Angetl.: Am 3. Juni, Freitag, brachte ich vormittags das Jackett zu Brod samte Waschzeng wies Blutspuren auf, das Waschbecken war mit Sie soll in Dresden in Stellung sein. Ich habe nach dem legten mann, auf dem Rückvege faufte ich noch verschiedene Zuthaten und blutigem Wasser gefüllt, ebenso zeigte das Handtuch Blutspuren. Versuche eines friedlichen Zusammenlebens meine Wirtschaft verkauft mein Geld wurde bis auf 10 Bf. alle. Abends gegen 8 Uhr zog ich Sofa und Sofadecke waren vollständig mit Blut getränkt und am und bin nach Berlin verzogen.-Präs.: Sie bestreiten auch die Miß meinen Ueberzieher an und wollte direkt zu Budig gehen, ging aber Kopfende des Sofas zeigten sich zivci große Blutlachen. Dort handlungen? Angefl.: Es mag manchmal vorgekommen sein, in ein Lokal, wo ich ein Glas Bier trant und dem Wirte bei der ist jedenfalls der Mord vollführt worden. Die Stuben meine Frau wollte mich zu einem Pantoffelhelden ausbilden. Bezahlung fagte:" Sie friegen mein legtes Feiertagsgeld, morgen thür hatte an der Außenseite in Höhe der Klinke einen Präs.: Was haben Sie gethan, als Ihre Frau Sie verlassen giebt's ja neues!"" Um 9 Uhr war ich wieder bei der Budig. Am Blutfleck, ebenso der Messinglnopf der Korridorthür. Samt hatte? Angekl: Ich arbeitete auf meine Profession. Dann 4. Juni, Sonnabend, bekam ich soviel Arbeit, daß ich meinen Bruder liche Schlüssel der der Singer Singer fehlten; diese hatte allem lernte ich eine gewisse Pade kennen, ohne zu wissen, daß sie unter Richard zur Hilfe nehmen mußte. Abends gegen 71/2 Uhr begab ich Anschein nach der Mörder mit sich genommen, um aus dem Hause polizeilicher Kontrolle stand. Präf. Sie sollen sie zur Unzucht mich zu Brodmann, um abzurechnen. Präs.: Brockman beheraus zu kommen. Der Mord muß nach den Berechnungen der angehalten und aufs gröblichste mishandelt haben, wenn sie nicht hauptet mun, dies sei durchaus unwahr, es sei erst 7 Uhr Anklagebehörde zwischen 2 und 3 Uhr nachts vollführt sein; um diese auf Unzucht ausging. Angefl: Ich habe sie nicht dazu an- gewefeit. Befindet er sich im Recht, so hatten Sie noch Zeit hat ein der Mordstätte gegenüber wohnender Zenge, der des gehalten. Präs. Sie sollen sich von der Pade vollständig haben Beit mit dem Schnellzuge um 7 Uhr 18 Minuten nach Berlin Nachts bei offenem Fenster schläft, einen markerschütternden Schrei ernähren lassen. Angel.: Das ist richtig. Präs: Sie zu fahren, denn Brockmanns Geschäft ist kaum 10 Minuten vom gehört. Die ermordete Bertha Singer gehörte zu den Straßendirnen sollen täglich 8-9 M. von ihr erpreßt haben! Angel.: Die Bahnhofe entfernt. Angefl.: Brockmann muß sich irren, es war niedrigster Gattung. Einem Mann, der mit ihr befreundet war, hat hat sie mir freiwillig gegeben. Präs.: Sie sind wegen eher nach 1/2 8 1hr als vor dieser Zeit. Außerdem hatte ich gar sie noch kurz vor ihrem Tode von ihrem„ Liebsten" erzählt und be- Kuppelei, Körperverlegung und versuchter Nötigung zu einem Jahr drei feine Veranlassung, nach Berlin zu fahren. Präs.: Fahren Sie merkt, daß sie sich vor ihm fürchte, da sie bereits mehrfach von Monaten Gefängnis und zwei Jahren Ehrverlust verurteilt worden. fort. Angel.: Brodmann war mit den Knopflöchern in einigen ihm bedroht worden sei. Zur Bekräftigung ihrer Worte holte Angell: Das war eben wegen der Pade.- Präs.: An- Jadetts nicht zufrieden, ich mußte einige Stüde mit zurück nach fie aus der Seitentasche ihres Klapp- Portemonnaies einen Droh- geklagter, haben Sie auch noch mit anderen Frauenspersonen in Hause nehmen, um sie zu ändern. Sein Geschäftsführer Baresel brief heraus, aus welchem dem Zeugen noch folgende gleicher Weise verkehrt? Angefl.: Nein. Präs: Num, ich muß sich dieses Umstandes noch entsinnen können. Präs Gut, Worte erinmerlich find: Wenn Dit mich anzeigst, anzeigst, werde will Ihnen sofort eine ganze Reihe Namen solcher Mädchen dann wollen wir diesen Zeugen noch schleunigst laden lassen. ich es Dir schon besorgen, dann schlage ich Dir den Kopf ein. nennen, deren Zuhälter Sie gewesen sein sollen. Angefl: Angel.: Ich wollte am Sonnabendabend auch noch Futter haben, Das ist nicht wahr; ich war nur mit ihnen bekannt. Bräf. Brodmann meinte aber, es sei besser, wenn ich dies am Montag Das mutmaßliche Motiv des Mordes. Dagegen sprechen doch sehr erheblich verschiedene Anzeichen, beispiels- hole, es mache ihm zu viele Umstände. Ich brachte also meine Die Singer war mu in den Berliner Zuhälter- und Dirnen weise ein Brief, in welchem Sie sich beklagen, daß Sie mit dem Jadetts nach Hause. es muß gegen 8 Uhr gewesen sein. Ich ging bald Heat Senunziantin bekannt und es liegt die Annahme einen Mädchen Pech gehabt haben: Sie hätten fie eingeklufter" wieder fort. Zunächſt begab ich mich nach dem Schillingschen Lokal, nahe, daß der Mord von einem Liebsten" verübt worden sei, der und schon am nächsten Tage sei fie arretiert worden. Ich lege wo ich mich bis gegen 10 Uhr aufhielt. Sodann besuchte ich die fich vor einer Strafanzeige von ihr fürchtete. Der Droh- Ihnen jetzt hier diese Photographie vor. Sehen Sie sich dieselbe Günthersche Schankwirtschaft. Ich unterhielt mich dort längere Zeit brief hat sich in dem Portemonnaie nicht mehr vorgefunden, die an und dann jagen Sie, ob Sie die Frauensperson kennen. mit der Kellnerin Lieschen. Es tamen dann noch zwei Gäste, anBlutspuren an der Seitentasche des Portemonnaies deuten darauf anget I.( nach Besichtigung des Bildes): Ich habe inzwischen erscheinend Maurer, von denen einer vom Wirt um eine alte Schuld hin, daß der Mörder ihr den Drohbrief entnommen hat, die That fahren, daß es die Singer sein soll, ob sie es aber ist, weiß ich gemahnt wurde. Ich ging gegen 3/411 Uhr fort, besuchte noch ein sache, daß sämtliche Kästen und Kisten durchwühlt waren, läßt die An- nicht. Präs.: Das wird den Hauptteil der Beweisaufnahme und anderes Lokal, und begab mich dann zu der Budig, bei der ich übernahme zu, daß es dem Mörder vielleicht darum zu thun war, etwaige den Schwerpunkt der Verhandlung bilden. Sie behaupten alio fort nachtete. Als ich sie am anderen Morgen um 8 Uhr verlassen wollte, berräterische Briefe, die die Singer von ihm in Händen haben konnte, gefegt, die Singer gar nicht gefannt zu haben. Angell.: Ich habe sie standen zwei Frauen vor der Thür, welche sich unterhielten. Ich zu beseitigen. Die Nachforschungen der Polizei, die sofort 1000 m. nie gefehen, bezw. gekannt. Präs. Es ist aber eine große Anzahl von wollte nicht, daß sie mich sehen sollten. kehrte deshalb wieder um Belohnung für die Entdeckung des Thäters ausfezte, richteten fich Perionen vorhanden, welche Ihren Umgang mit der Singer bezengen. und blieb noch einige Zeit bei der Budig. Es muß gegen 10 Uhr insbesondere auf die Ermittelung eines früheren Zuhälters der Er- Angel.: Das ist irrtümlich. Präs.: Sollte das, was diese gewesen sein, als ich mich wieder zu Hause befand. Präs: Nunt mordeten, von welchem nur der Vorname Hugo" bekannt war. Es Menge Zeugen befunden, alles erlogen sein? Angel.: Es ist kommt der Sonntag. Angekl: Am Sonntagnachmittag fuhren war bekannt geworden, daß die Singer zu ihren Bekannten in letzter alles erlogen, es ist mir ganz unverständlich. Präs. Es ist wir mit dem Dampfer um 4 1hr von Frankfurt nach Lebus. Wir Zeit häufig von ihrem Hugo" gesprochen hatte, sie hat vor dem richtig, daß bei der Ermordeten kein einziges Schriftstück vorgefunden gingen dort im Amtsgarten spazieren und fehrten gegen 8 Uhr felben noch kurze Zeit vor ihrem Tode Besuche erhalten, mit ihm ist, welches auf Ihren Verkehr mit der Singer hinweist. Dagegen abends zurück. Am Montagmorgen holte ich mir von Brockmann Briefe gewechselt usw. Der Angeklagte Ivar in vielen ist vielen Zeugen bekannt, daß lektere ein Verhältniß mit einem und von Herzberg soviel Arbeit, daß ich vollauf zu thun hatte. „ Kaschemmen" und Kaffeeklappen Berlins als„ Hugo" oder Hugo" hatte. Haben Sie irgend einen Verdacht bezüglich der Thäter Präs.: Wenn das alles wahr ist, was Sie uns hier erzählen und " Schneider- Hugo" bekannt, man hat ihn vielfach dort mit der Singer fchaft? Sie haben doch in den legten neun Monaten hinreichend Zeit fo detailliert uns ausmalen, dann ist es ja natürlich ganz ungesehen und auch kurz vor oder nach der Mordthat ist von dem gehabt, darüber nachzudenken. Angefl.: Einen bestimmten Ver- möglich, daß Sie den Mord begangen haben. Nun sollen aber die Hauſe der Ermordeten ein Mann gesehen worden, dessen Personal- dacht habe ich nicht. Es kann ja aber ein anderer gewesen sein, der Thatsachen zwar wahr sein, aber auf ganz andere Daten fallen. beschreibung im allgemeinen auf den Angeklagten paßt. Außerdem mit der Singer verkehrte.- Bräs.: Es ist richtig, daß die Singer Ver- Angefl.: Ich habe nur die Wahrheit gesagt.- Präs.: Wie ist wird der Verdacht gegen ihn wesentlich bestärkt durch einen am fehr mit verschiedenen Männern hatte. Ich habe dieje alle vorladen es möglich, daß, wenn sie nicht in Berlin waren und den Mord nicht Thatorte vorgefundenen beschriebenen Zettel und durch ein bei der laffen, um sie den Rekognoscirungszeugen gegenüber zu stellen. begangen haben, Sie bei ihrer ganz plöglichen Verhaftung so ganz Polizeibehörde eingegangenes anonymes Schreiben, in welchem Angell: Die Zeugen müssen sich bezüglich meiner Person gleichgiltige Dinge, wie Ihnen an den einzelnen Tagen passiert sein Dinge mitgeteilt werden, die nur der Mörder wissen konnte. Die irren. Präs.: Thatsache ist, daß die Singer in ihrem Portemonnaie follen, jo fest im Gedächtniß gehabt haben? Der Angeklagte beSchriftzüge sowohl auf dem Bettel als auch in dem anonymen einen Brief bei sich führte, den verschiedene Personen gesehen haben. hauptet, daß er die Daten auch nicht gleich gewußt, sondern sich Schreiben sollen auffallende Aehnlichkeit mit der Schrift des Ange- Die Singer hat wiederholt ihre Befürchtung ausgesprochen, daß ihr erst nach und nach auf sie besonnen habe. Präs: Sie tlagten haben. Guthmann, der als einer der gewaltthätigsten Zu- etwas geschehen werde. Sie wisse ein Verbrechen, welches ihr Hugo" haben Ihre darauf bezüglichen Angaben dreimal verschieden hälter Berlins gilt, bestreitet seine Schuld und hat bisher begangen habe, und dieser habe ihr gedroht, daß er ihr die Kehle gewechselt, nachdem die Budig, die zuerst ganz munter abgeleugnet, mit der Singer näher bekannt gewesen zu sein oder die abschneiden werde, um einer Anzeige vorzubeugen. Angeti. in Ihrem Sinne ausgesagt hatte, hatte, bei ihrer eidlichen verdächtigen Schriftstücke verfaßt zu haben. Ja, das mag sein, aber ich bin dieser Hugo nicht gewesen. Vernehmung doch erklärte, daß Sie nicht immer bei ihr genächtigt Bräf.: Sie wissen doch, daß die Prostituirte Thiele in ähnlicher haben. Ueberhaupt sollen Sie mit großer Gewandtheit Ihre AusWeise ermordet wurde wie die Bertha Singer? AngelL: Ja fagen gewechselt haben, sobald Ihnen die Unwahrheit Ihrer BePräs.: Auch sie soll von einem Zuhälter ermordet sein, der sie hauptungen nachgewiesen wurde. Anget: Das kommt daher, zu fürchten hatte. Haben Sie die Thiele gekanut? Angefl: baß ich selbstverständlich erst mühsam die einzelnen Vorkommnisse Nein. Präf.: Die Zeugen müßten sich irren, die dies be in meine Erinnerung zurückführen mußte.- Präs.: Nun noch haupten? Anget: Gewiß, ich bleibe dabei, ich habe die Thiele eins: Hier find die Inhaber der Firma Herberg in Frankfurt a. D., nicht gelaunt. für welche Sie arbeiten, zur Stelle. Dieselben haben nun bisher auf das allerbestimmteste bekundet, daß Sie am Dienstag, den Präs.: Nun sehen Sie mal das Schriftstück an, das an die 7. Juni, bei ihnen vorgesprochen haben. Als Ihnen Herzberg VorDie Auflage vertritt Staatsanwalt Blaschte, die Verteidigung Polizei gerichtet wurde und mit" Hugo" unterschrieben ist. Er würfe darüber machten, daß Sie so spät kommen, sollen Sie ihm gejagt führen Rechtsanwalt Dr. Schwindt und Justizrat Dr. Sell o. fchreibt, daß er sich zwar der Polizei nicht stellen könne, aber er wiffe haben, Sie wären ein paar Tage in Berlin gewesen und hätten sich prachtDa die Verhandlungen mehrere Tage dauern werden, läßt der Vor- biel in betreff des Singerschen Mordes mitzuteilen. Sehen Sie erst voll amüsiert.- Angetl.: Das ist nicht wahr! Präs.: Die Zeugen einmal das Couvert au, haben Sie die Adresse geschrieben? fizzende drei Ersatzgeschworene auslojen. An: bleiben aber ganz bestimmt dabei. Allerdings haben Sie später vers medizinische Sachverständige find Geh. Medizinalrat get I.: Nein. Präs.: Ihre Brüder sowohl wie die Bache haben sucht, zu behaupten, daß die betreffenden Zeugen sich verhört und Dr. Long und Gerichtsphysikus Dr. Störmer, ferner Gerichts- aber sofort erklärt, daß es Ihre Handschrift sei. AngetL: Es Sie selbst gesagt hätten, Sie wären auf dem Striegerfest in Ziebingen chemifer Dr. Jeserich, als Schreibsachverständige Frau Profeffor tann wohl nur eine Aehnlichkeit vorliegen. Bräs.: Meinen Sie gewesen. Das stimmt nun aber wieder nicht, denn das Kriegerfest Dillo und Sekretär Altrich ter zur Stelle. Der dritte vorgeladene denn nicht selbst, daß die Adresse so aussieht, als wenn sie von war später. Angell: Ich habe überhaupt nur von einem Schreibsachverständige Langenbruch hat ein amtliches Attest ein Ihrer Hand herrühre?- Angeti.: Auf dem ersten Blid sieht es Bummel" gesprochen. Auf weiteres Befragen des Staatsanwalts gesandt, nach welchem er am Erscheinen verhindert ist. so aus, eine gewisse Aehnlichkeit läßt sich nicht absprechen.- Präs.: und der Verteidiger behauptet der Angeklagte ganz bestimmt, daß er überVon den vorgeladenen etwa 100 Zeugen fehlen einige; als Sie bleiben also dabei, daß sie nicht der Schreiber sind? haupt nur einmal im März in Berlin gewesen sei, vom März bis Juli aber Erklärungsgrund ertönen hin und wieder aus den Reihen der Zeugen Anget!: Dabei bleibe ich, ich bin es entschieden nicht ge- überhaupt nicht; er bestreitet, einen langen Baletot und Lackstiefeln firze, drastische Bemerkungen wie: Jst in Barnim!", BIößenwesen. Bräs.: In diesem Schriftstück find zahlreiche Menge getragen oder geradelt zu haben, behauptet, daß er überhaupt nicht wie Zeugen see!", st nach London gegangen!" 2c. Unter den anwesenden rungen enthalten, die, nach Angabe der Anklage, nur einer radeln könne und fein Sportshemd mit Monogramm Zeugen befindet sich auch der Vater, ein Bruder und die Schwieger- thun kann, der entweder selbst der Mörder oder bei dem. Morde zu bei ihm bemerkt haben wollen befize, und zur fraglichen Zeit mutter des Angeflagten. gegen gewesen ist. Es werden darin Sachen erzählt, die niemand einen grünlichen weichen Hut, der sich im Untersuchungsgefängnis anders wissen kann und es wird auch eine genaue Beschreibung des befinde, getragen habe. Auf Antrag des Staatsanivalts wird bes Zimmers der Ermordeten gegeben.- Angell.: Jch habe das schlossen, sämtliche Kleidungsstüde des Angeklagten aus Frankfurt a./D. Schriftstüd nicht verfaßt, gebe aber zu, daß die Schrift ähnlich ist.- hierher schaffen zu lassen. Präs. Sie sollen, als Ihnen die Schrift auf der Polizei vorgelegt Damit ist die allgemeine Vernehmung des Angeklagten beendet. Als vierter Schriftsachverständiger meldet sich nachträglich Schulrat wurde, merkwürdigerweise sofort auf einige Verschiedenheiten und Präs.( zum Angeklagten): Ich möchte Ihnen noch eins vor Dr. Grabow, der wie die übrigen bereits ein schriftliches Gut- einige orthographische Fehler aufmerksam gemacht haben. Anhalten: Als Sie eines Tages vor den Untersuchungsrichter geführt achten abgegeben hat. Die Sachverständigen werden vorläufig ent- geflagter: Das habe ich erst gethan, als ich nach Diktat ge- wurden, wurden Ihnen dort einige Personen gegenübergestellt, welche lassen. Der Vorsitzende teilt seine Ansicht dahin mit, daß die Ver- schrieben hatte und die beiden Schriften verglichen wurden. Sie genau refognoscierten. Als Sie dann von dem Gerichtsdiener handlung schwerlich bis Sonnabend werde zu Ende geführt werden Bräs.: Bei der Ermordeten ist auch ein Schlüssel gefunden worden, Hauth wieder zum Untersuchungsarrest zurückgeführt wurden, sollen tönnen, sondern möglicherweise bis tief in die nächste Woche der nach der Bekundung der Zeugin Bade ein zu ihrem Reiseforb Sie dem Beamten gesagt haben: Nun wird die Geschichte für mich hinein sich ausdehnen werde. Mit Rücksicht auf die vorübergehend gehöriger Schlüssel ist Sie hatte zu diesem Korbe zwei Schlüffel, faul, ich kann schon teine Nacht mehr schlafen, um einen Alibibeweis Bei der " Eröffnung der Situng durch den Vorsitzenden Landgerichtsrat Boisly ist der Andrang des Publikums noch kein großer, doch füllt sich der Zuschauerraum nach und nach bis auf den letzten Plazz. Das weibliche Element ist wieder zahlreich vertreten. Der Angeklagte, eine schlanke Figur, ist fauber gekleidet, trägt das Haar sorgsam gescheitelt und den dünnen Schnurrbart schneidig nach oben gedreht. Als Die Vertheidiger erklären, daß sie auf einige der ausgebliebenen Zeugen nicht verzichten können. Der Staatsanwalt erklärt, daß er die Liste dieser Zeugen der Kriminalpolizei übergeben und diese mit der Vorladung betrauen werde. Der Brief des ,, ngo". -O " Nach Verlesung des Augenschein- Protofolls, welches ausdrücklich hervorhebt, daß die Leiche zweifellos abgewaschen worden ist, wird der Schneidermeister Nickel, Kommunales. M zu erbringen und zerbreche mir faft den Kopf. Wenn die Dirnen Auffindung der Leiche in dem Zimmer zu schaffen gemacht habe, so] Eine Folge wird die entsegenerregende Angelegenheit hoffentlich mich nun auch nach reinlegen, dann geht es mir schlecht!"- Der bleibe mir übrig, daß der Fingerabdruck von einem der haben. Es wird darauf hinzuwirken sein, daß die Stadt Berlin Angeklagte bestreitet, daß seine Aeußerung so gelautet habe. Er Polizeibeamten selbst herrühre oder aber von einem bisher nicht allein, was ja selbstverständlich ist, dem Josephs Waisenhaus habe dem Beamten nur gesagt, daß nach seiner Meinung die Dirnen noch nicht bekannten Mörder. Er behalte sich den eventuellen Antrag teine Waisenkinder mehr überweist, sondern auch verauf Kommando" zu seinen Ungunsten aussagen und es für ihn vor, den Gerichtschemiker Dr. Jeserich zu beauftragen, die Finger sucht, die etwa noch in der Anstalt Verpflegten schleunigst die Hauptaufgabe sei, ein lückenloses Alibi zu erbringen. der in Altion getretenen Polizeibeamten zu photographieren. wieder herauszubekommen. Der Staatsanwalt erklärt: Da die Sicherheit nicht vorhanden Der Vorsigende weist dagegen auf die Möglichkeit hin, daß der Ueber die Erziehungsanschauungen des Professors v. Bergsei, daß der Vater des Angeklagten, der die Kleidungs- und Wäsche Fingerabdrud auf dem Wäschezettel doch schon älteren Datums mann hier fein Wort weiter. Vielleicht findet sich bald Gelegenstücke des letteren herbeiholen sollte, alle diese Kleidungsstücke vor sein könnte und gar nicht aus der Mordnacht herrühre.-heit, ihrer an anderer Stelle zu gedenken. Tegen werde, beantrage er, die Kleidungs- und Wäschestüde mit Be- Kriminal Inspektor Braun macht darauf aufmerksam, daß schlag belegen zu lassen und wurdel sofort telegraphische Anweisung an dem Thatorte schließlich wohl an 30 Polizeibeamte versammelt geben. Die Vertheidiger Dr. Schwindt und Dr. Sello be gewesen seien und es wohl unmöglich sei, die Finger aller dieser antragen, diese Durchsuchung und Beschlagnahme auch bei der Budig Personen zu photographieren. Justizrat Dr. Sello stellt bezig vorzunehmen. Der Gerichtshof beschließt in diesem Sinne. lich der Bleistiftnotiz eine Reihe von Fragen, die folgende Möglich- In der Angelegenheit der drohenden Vernichtung des feit vor Augen führen sollen: Es könnte ja doch schon vor der Kleinen Tiergartens wird aus dem Rathause berichtet: Der Mordthat ein Mensch, der aus irgend welcher Veranlassung blutete, Magistrat hält die weiteren Verhandlungen in der Angelegenheit die Notiz auf das Briefcouvert gebracht haben, auf welchem auch wegen Erhaltung des zum Kleinen Tiergarten gehörigen Geländes schon ein Blutfleck vorhanden gewesen sein mag. Dr. Jese rich westlich der Heilandskirche zwischen der Thusnelda- Allee, Alt- Moabit giebt diese Möglichkeit zu, bestreitet aber eine andere vom Rechts- und Ottostraße als Park für völlig aussichtslos und will deshalb anwalt Dr. Schwindt angeregte Möglichkeit, daß jemand, der die lettere auf sich beruhen lassen. Beranlaßt hierzu wird er einerseits sie Angewohnheit hat, den Bleistift beim Schreiben an der Spitze naß dadurch, daß die Tiergarten Verwaltung erklärt hat, sei vom Finanzminister ermächtigt, die Verhandlungen mit zu machen, das Blut dabei fortgewischt haben könnte. Vor Schluß des ersten Verhandlungstages teilt der Staats- bent Magistrat in dieser Angelegenheit abzulehnen, andereranwalt mit, daß er zu Freitag früh noch einen Konditorgehilfen als feits aber auch, daß weder in dem Vertrage zwischen dem Zeugen vorgeladen habe, der sich erst jetzt gemeldet habe. Derselbe Domänen- Fistus und der Stadtgemeinde Berlin vom 3. März 1877, wolle bekunden, daß er den Angeklagten am Morgen des 5. Juni, 15. Oftober 1878 wegen Einrichtung und Unterhaltung von Veralso am Morgen nach dem Morde, vor dem Hause Oranienstr. 89 schönerungsanlagen im Kleinen Tiergarten bis 1. Juli 1896 noch in gesehen habe und zwar in einem grünlichen Ueberzieher, wie dem von der Stadtverordneten- Versammlung am 25. Juni 1896 geihn der Angeklagte nach seinem heutigen Zugeständnisse thatsächlich nehmigten Verlängerungsvertrag bis 1. Juli 1916 von dem hier in besessen habe. Frage kommenden, am meisten westlich belegenen Teile des Die Sigung wird hierauf gegen 5 Uhr auf Freitag 9 Uhr Kleinen Tiergartens irgendwie die Nede gewesen ist. Im Gegenteil, vertagt. Allah das mit Baufluchten versehene, in Frage stehende Stück, welches vor Altes auch bereits teilweise an der Ottostraße und an der Turm Straße mit Privatgebäuden bebaut worden ist. wurde, ohne daß hiergegen von einer Seite Widerspruch erhoben wurde, bewußt und geflisfentlich sowohl vom Fistus wie vom Magistrat und der Stadtverordneten- Versammlung von den Unterhandlungen ausgeschloffen. bei dem die Ermordete gewohnt hat, vernommen. Der Zenge macht über die lokalen Verhältnisse, sowie die Entdeckung der Blutthat Angaben, welche sich mit der oben gegebenen Schilderung decken. Er habe die Leiche in demselben Zustande gelassen, wie sie vor gefunden wurde, bis die Polizei kam. Die Ehefrau Nickel äußert sich in derselben Weise wie ihr Ehemann.- Schneidergeselle rezyborowski, welcher bei Nickel in Arbeit stand, hat sich am Sonntag früh 61/2 1hr bei seinem Meister eingestellt, der ihm auf sein Klopfen die Thür öffnete. Auch er bekundet, daß die Leiche unberührt geblieben sei, so daß das Abwaschen der Halswunde von dem Mörder bewirkt worden sein müsse. Kriminalinspektor Braun ,, Schwester Karola." Ein Stück christlichtatholischer Prügelpädagogit, das fast unglaublich erscheinen müßte, wenn man neuerdings nicht an so manches gewöhnt worden wäre, unterlag gestern der Prüfung des Gerichts. Tokales. Prozeß Guthmann. Wenn eines Menschen Kopf im Gerichtsjaale auf dem Spiele Einlaß schildert die Weise, wie der Mörder sein Opfer gepadt, zu Boden geworfen und dann den Hals durchschnitten haben muß. Die klaffende Wunde habe sich auf der linken Seite des Halses befunden. Allent Anscheine nach habe ein Mann die That begangen, der in der Behausung nicht fremd war und der die Singer begleitet hatte. Der Kriminalist führte den Geschworenen in anschaulicher Weise vor, wie er sich die Ausführung des Mordes auf Grund des Lokal befundes gedacht habe. Er nehme an, daß der Besucher schäfernd mit der Singer auf dem Sopha gesessen habe und zwar die letztere nach dem Fenster zu. Die Angelegenheit betrifft die Schwester Karola" in Blöglich habe der Mörder seiner Gesellschafterin einen Messerschnitt in den Hals versetzt. Potsdam, deren Thaten wir gestern bereits gedacht haben. Die Es müsse ein cinziger fräftiger Sieb mit einem Messer gewesen sein, das oben vor dem Schöffengericht zu Potsdam stattgehabte Gerichtsverhandlung bot ein Kultur- und Eittenbild ersten Ranges, ein ſpiz auslief. Hierfür ſpreche der Umstand, daß der Schnitt ebenfalls, Bild, das troß seiner abschreckenden Züge interessant und für die steht, dann drängt sich die robe Neugier in Haufen herbei. Mord von unten nach oben hin gerichtet, am Ausgange nur noch die Haut durchschnitten hatte. Als die Singer die furchtbare Wunde erhielt, Beurteilung des praktischen Christentums wertvoll genannt werden prozesse üben auf das mittlere und Kleinbürgertum eine besondere müsse sie aufgesprungen sein, eine halbe Wendung gemacht haben und muß. Es zeigte gewiffe, auf die Erhaltung des christlichen Staates Anziehungskraft aus; das weiß unsere niedere Presse vom Schlage dann zu Boden gejunten sein. Hierfür spreche der Umstand, und der göttlichen Weltordnung besonders bedachte Leute in einer des Lotal- Anzeiger" am besten, die ihre Spalten täglich mit Blutdann zu Boden gesunken sein. Hierfür spreche der Umstand, daß das linke Bein der Ermordeten etwas eingezogen unter oralanschauung, wie auch wir fie eigentlich nicht für mög- gemälden aus aller Herren Länder füllt. Hunderte belagerten hente dem rechten lag. Der Mörder müsse versucht haben, den Körper der lich gehalten hätten. Ermordeten ins Bett zu legen, es sei ihm zu schwer geworden und St. Josephs Waisenhaus," Schwester Karola", mit ihrem Die Anklagebank betrat die Erzieherin aus dem katholischen Morgen die Thür des Schwurgerichtssaales in Moabit; mühsam drängte ein starkes ein starkes Aufgebot von Schuyleuten die Iver im Besitz habe er ihn deshalb auf dem Fußboden liegen laffen. Um nun zu richtigen Ramen Therese Nießen geheißen, und mit ihr zugleich Heiſchenden zurück, und Zutritt fand mur. verhüten, daß man die Leiche sofort entdeckte, wenn man vom Flur der in dem Waisenhause als wärter thätige Korbmacher Niko la us der roten Eintrittstarte war. Seit Tagen waren diese aus durch einen vorhandenen Spalt in der defekten Thür ins Bast i an. Beide sind angeklagt, am 13. November v. J. den 10jährigen Karten schon in festen Händen, und an der Thür der GerichtsZimmer spähte, habe der Thäter den Körper mit dem Bettlaken und dem Kopftissen bedeckt. Derselbe habe vielleicht gedacht, daß die Waisenhauszögling Karl Steiner aus Berlin gemeinschaftlich schreiberei verkündete ein weißer Zettel, daß die Billets sämtlich ausWirtsleute der Singer ihre Mieterin für betrunken halten förperlich mißhandelt zu haben. Im vorigen Monat hatte dieserhalb gegeben seien. Die Bänke des Zuhörerraumes, der etwa hundert und sie ruhig liegen lassen würden, möglicherweise tömne schon einmal eine Verhandlung stattgefunden, die aber vertagt wurde, Personen faßt, waren dabei nicht einmal voll besetzt. Die StammBergmann als Saches dann Montag werden, bevor die That entdeckt würde. um noch Professor von Der Knabe Steiner hatte im gäste des Schwurgerichts- Saales sparen sich ihr Erscheinen offenbar Nachdem der Mord begangen war, habe der Thäter sich die verständigen zu hören. Hände vom Blut in der Waschschüssel gereinigt und sich in Jahre 1897 feine Eltern verloren und wurde von der Berliner für die letzten Afte des Dramas auf. Unter den Zuhörern, die den dem Handtuch abgetrodnet. Auch das Mordinstrument habe der aisen verwaltung am 28. Dezember 1897 zu einer Frau Berhandlungen in der Anklage wegen Mordes gegen den Schneider Thäter in dem Handtuch abgetrocknet und da sei etwas sehr Biethe, Schulzendorferstraße 17, in Erziehung gegeben. Dort hatte Guthmann folgten, stellten die Frauen die größere Hälfte. er es sehr gut, wurde aber, weil er tatholisch war, auf Der zweiunddreißigjährige Angeklagte Guthmann ist ein Bemerkenswertes aufgefallen. An dem Blutstreifen sei die Form des Beranlassung der Geistlichkeit von dort am 13. Sep- schlanker Mensch mit scharfen Gesichtszügen. Das dunkelblonde Haar Messers deutlich zu erkennen. Nun sei vor einiger Zeit die Projti Meffers deutlich zu erkennen. Nun ſei vor einiger Zeit die Prosti- tember 1898 wieder abgeholt und nach dem katholischen trägt er in der Mitte gescheitelt; ein kleiner dunkler Schnurrbart, tuirte Thiele in ähnlicher Weise ermordet worden wie die Singer. St. Josephs- Waisenhaus in Potsdam gebracht. Von hier aus dessen Enden nach oben gedreht sind, hebt sich scharf von dem grauAuch hier habe der Thäter das Meffer an einem Handtuch abgewischt ist er, da es ihm nicht gefiel, zweimal entflohen und zu bleichen Gesicht ab. Sein schwarzer Anzug sieht schlicht und ordent und die Blutabdrücke seien von derselben Form gewesen, wie im der aber nicht und feiner Pflegemutter zurückgekehrt. Dieselbe durfte ihn aber beaten und aut ich aus. Nichts in der Erscheinung, von der geit abgesehen die Durchsuchung der Sachen gegangen und zweifellos habe derselbe ver: valtung abliefern. Auch aus dem Berliner Waisenhaus ent- berrät den gewaltthätigen Zuhälter, den blutigen Mörder der er vielleicht auch der Thiele, der nach einem bestimmten Gegenstand gesucht. Wertsachen waren bei der Singer nicht zu finden, der Suchende müßte nach einem Schrift- floh der Knabe einmal, wurde aber dann nach Potsdam zurück- Singer und stücke geforscht haben. Das Portemonnaie der Singer wies in einem gebracht. Wie nun Schwester Karola betundet, soll er im St. Josefs. Versicherung der Kriminalpolizei und der Anklage sein soll. GuthFache, welches nicht zur Aufbewahrung von Geld, sondern Waisenhause die anderen Zöglinge aufzureizen versucht haben, da- mann hat das Schneiderhandwerk erlernt, er ist der Sohn eines Ein verkommener von Papieren, Visitenkarten oder dergl. dient, Blutspuren auf, mit mit sie mit ihm entfliehen sollten. Deshalb wurde beschlossen, Schneidermeisters, der in Frankfurt a. D. lebt. dem Steiner am Sonntag, den 13. blutigen Fingern hatte der Mörder es durchsucht. Oben auf der in Gegenwart der anderen Zöglinge eine November v. J. Mensch steht vor den Geschworenen, Guthmann giebt selber zu, daß exemplarische er Zuhälter gewesen ist; er hat täglich acht bis neun Mark von dem Kommode lagen mehrere Briefe, in einer der Schubladen andere, fast sämmtlich waren sie mit Blut befleckt. Auf einem der Converts, derselben wurde der Angeklagte Bastian betraut. Er band schwerer Störperverlegung, Kuppelei und Rötigung zu eineinviertel 3üchtigung zukommen zu lassen. Mit der Ausführung Mädchen erhalten, das er beschützt hat. 1895 ist er dann auch wegen die auf der Kommode lagen, standen die Worte geschrieben:„ Die den Knaben auf einer Bant mit einem Strid .... die Singer hat meinen Mann verführt". Der Verdacht der fest und hieb dann mit einem 7 Millimeter starten Rohrstod auf Jahr Gefängniß verurteilt worden. Er bestreitet zwar, nach VerThäterschaft habe sich zunächst auf verschiedene Personen gelenkt, einen Rüden, sein Gesäß und seine Schultern ein. büßung der Strafe das Gewerbe eines zuhälters wieder auf unter anderem auch auf den Droschkentutscher Büchel, weil dieser am Nachmittage zuvor in der Gesellschaft der Singer gesehen worden Schwester Karola" soll dabei dem Knaben die Hände festgenommen zu haben, aber offenbar hat er mir gelegentlich gearbeitet, Als Bastian etwa war er der Freund vieler Dirnen und verlumpte das Geld, das er B. habe aber bald seine Unschuld betveijen können. gehalten haben, bestreitet dies aber. Auf Befragen des Verteidigers, Justizrats Sello, betont der aber rief:„ Nur weiter, er hat noch nicht genug!" und so was er ist, darauf fällt wenig Licht. Von einer unglücklichen Ehe 20 Schläge ausgeteilt hatte, hörte er auf, Schwester Starola" verdiente, sofort in Mädchenkneipen. Wie er zu dem geworden ist, Zeuge, daß der Brief mit der verräterischen Inschrift nicht in, sondern auf der Kommode gelegen habe. Er wisse dies ganz genau. in faig verabfolgt hatte. führte denn Bastian die Echläge weiter aus, bis er einige ist die Rede, das ist alles. Steiner wurde dann, Kriminalfommissar Weiß bestätigt die Schilderung des Vorzeugen. zur Strafe, au Bette geschickt, wo sich Bastian nach ihm erkundigte. angeblich Bei alledem ist vom Zuhälter zum Mörder ein weiter Schritt. Ueber den Befund am Thatorte wird noch der Kriminalkommissar Der Knabe bekundet, daß ihm seine Kameraden erzählt hätten, er Ein recht zerbrechlicher Indizienbeweis ist gegen den Angeklagten Braun vernommen, der an Ort und Stelle eine Skizze der Lokal hätte 59 Hiebe erhalten. Er habe infolgedessen große Schmerzen Stück für Stück zusammengetragen worden, den Guthmann mit verhältnisse aufgenommen hat, ferner Polizeileutnant Römer und gehabt, auch geblutet und nach 8 Tagen habe er von einer Hilfe seiner Verteidiger geschickt bekämpft. Seine Vorstrafe, die mehrere Polizeibeamte, die bekunden, daß bis zum Eintreffen der anderen Schwester 50 Pf. erhalten, um nach Berlin zu fahren. Hier vielen Verhöre, denen er unterworfen worden ist, haben ihm eine Striminalpolizei im Zimmer alles unverändert geblieben ist. Stubenist das unglückliche Kind bei seiner Pflegemutter weinend gewisse Bragis im Verkehr mit der Justiz gegeben. Seine Antworten schlüssel und Hausthürschlüssel sind nicht aufgefunden worden, die Stube wurde mit einem im Besize des Zeugen Nice I befindlichen eingetroffen, worauf diese sich mit ihm zur Polizei begab. find klar und bestimmt, sie erfolgen ohne Stocken; fast gleichmütig. Als der Leuinant die mit Blut unterlaufenen Schwielen und einige Den heutigen Verhandlungen, die in der Hauptsache die Feststellung zweiten Schlüssel durch die Polizei abgeschlossen. noch mit Schörfen bedeckten Wunden auf dem Gefäß des Knaben des objektiven Thatbefundes brachten, folgte er ohne jede Erregung. Nach dem sah, schickte er denselben zu dem Arzt Dr. Bod, welcher fei. " nicht " nach der Gutachten des Geh. Medizinalrats Dr. Long darüber ein Atteft ausstellte, auf Grund deffen der jegt als Neben als der gerichtliche Sachverständige, Geheimer Medizinalrath mußte es sofort auffallen, daß in der haarscharfen mächtigen Hals- tläger zugelassene Vormund des Knaben, Tischlermeister 2ong, plastisch schilderte, mit welch' kannibalischer Wucht dem Opfer wunde, die 10 Centimeter lang war, bis 3 Centimeter flaffte, und Glazer, Strafantrag stellte. Er sowohl wie Frau Viethe der Hals bis auf die Wirbelsäule vom Mörder zerschnitten worden bis auf die Wirbelsäule reichte, keinerlei Blut vorhanden war. Die stellen dem Knaben ein gutes 8eugnis aus, während die katho- ist, hörte er kaum zu, und ebenso gleichgültig blieb er, als sein Leiche mußte abgewaschen sein. Die Wunde muß mit einem einzigen lischen Schwestern ihn als verlogen schildern und der Ansicht sind, er Hauptgegner, fonnte man sagen, der Kriminalinspektor Braun, den träftigen Schnitt von links nach rechts mit einem scharfen habe sich die Wunden gefragt.() Der ehemalige Wärter Voß- Augenblick der That selber mit Hilfe der Phantasie zu rekonstruieren Instrument beigebracht worden sein, sodaß die Ermordete gar winkel befundet, daß auch er der Züchtigung beigewohnt habe. suchte. nicht mehr hat schreien können. Die Verblutung bei Zuerst habe der Knabe, wie die andern Böglinge laut mitNur an zwei Stellen der Verhandlung wurde der Angeklagte derartiger Verwundung gehe rapid schnell. Auf Befragen zählten, 23 Hiebe erhalten, dann habe ihm Schwester des Verteidigers hält es der Sachverständige nicht für an- Karola die Hände festgehalten, worauf er noch mindestens Dr. Jeserich und demonstrierte ihnen seine Blutuntersuchungen und etwas lebhafter. Vor den Geschworenen stand der Gerichtschemiker gängig, aus dem Zustande der Leichenſtarre, in welcher einmal so viel Hiebe erhielt. Der Zeuge bekundet, daß er am fich die Einger bei ihrer Auffindung befunden, Rückschlüsse auf die 22. März d. J. von Bastian bedroht sei, falls er vor Gericht Photographien. Eine große Rolle spielte dabei ein Wäschezettel, auf Zeit des Mordes zu ziehen. eine Aussage mache; gerade deshalb habe er sich als Zeuge dem sich der Abdruck eines blutigen Daumens findet. Ist es der Gerichtsphyfitus Dr. Störmer schließt sich diesem Gutachten gemeldet. Daumen des Mörders? Wenn er es ist, dann kann Guthmann durchaus an. An ein Schreien des Opfers nach Empfang des töt- Profeffor bon Bergmann wundert sich. daß die That nicht verübt haben, denn eine Vergleichung der lichen Schnittes sei nicht zu denken. Wenn ein Schrei überhaupt überhaupt Anklage erhoben sei, denn eine Körperver charakteristischen Hantlinien, die sich abgedruckt haben, ergiebt eine ausgestoßen worden, so sei dies vielleicht in dem Moment geschehen, legung liege totale Verschiedenheit zwischen dem Daumenabdruck auf dem Papier wo die Ermordete das Messer in der Hand des Mörders sah. Jeserich und dem Daumenabdruck Guthmanns. Die Anklage hat solange ein Gerichschemiker Dr. Jefe rich weist an der Hand von Photo- vor, nur eine Büchtigung, wie sie öfters vorkomme, und daß das Ueberführungsmittel in dem Daumenabdruck gesehen, als das Gutgraphien, die er den Geschworenen vorlegt, nach, daß das Blut, durch an den getroffenen Stellen rusten sich bilden, sei er welches sich auf der verdächtigen Bleistiftnotiz befand, relativ frisches lärlich! Nach der Schädelbildung des Knaben Steiner zu achten noch nicht vorlag. Nun aber heißt es: der Daumenabdruck Menschenblut und so wohl erhalten war, daß sich die Blut- urteilen sei derselbe auf dem Wege zum Verbrecher. Bewegung fann vielleicht von einem der Schußleute herrühren, die das Zimmer scheibchen messen ließen. Ein Teil der Schrift ist in der im Zuschauerraum.) Der Amtsanwalt beantragte wegen einfacher der Ermordeten betreten haben und mit Blut leicht in Berührung Weise geschrieben, daß der Stift das Blut noch mit fort- Mißhandlung gegen Schwester Karola als Anstifterin 30 m. Geld- tommen konnten. Die Verteidigung stellte darauf den Angeführt hat, ein anderer Teil der Schrift ist auf schon vorhandenen strafe, gegen Bastian 20 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof erkannte trag, die Daumen aller dieser Schuyleute zu photographieren. Blutfleden zu stande gekommen. Nechtsanwalt Dr. Schwindt auf Freisprechung. weil die Angeklagten das ihnen zustehende Aber wer find sie? Es wirft ein merkwürdiges Licht auf die Or weist darauf hin, daß der Sachverständige auch einen verdächtigen Büchtigungsrecht nicht überschritten hätten. Abdrud eines blutigen Fingers auf einem Wäschezettel untersucht Wir nehmen als selbstverständlich an, daß der Vormund bes ganiſation unserer Kriminalpolizei, daß der Kriminalkommissar, der Dr. Feferi unglücklichen Kindes gegen dies Urteil Berufung einlegt. dies Urteil Berufung einlegt. die erste Untersuchung geführt, nicht angeben zu können erklärte, führt, wiederum an der Hand von Photographien, den Geschworenen Wie sehr aber den Interessenten daran gelegen war, feine welche Beamte das Zimmer der Ermordeten betreten haben. Ervor, daß sich mit Hilfe folcher Photographien die bei den einzelnen gerichtliche Aufklärung in der Sache herbeizuführen, beweist die fährt man dann, daß es an dreißig Mann waren, so begreift man Menschen grundverschiedenen Linien der Finger ganz genau darstellen eigentümliche Thatsache, daß versucht worden ist, den Vormund wenigstens etwas die Schwierigkeit einer solchen nachträglichen An laffen. Er fönne auf Grund seiner Untersuchungen positiv fagen, des Knaben zur Unterlassung der gerichtlichen Vergabe. Aber was hat dieses Massenaufgebot von Kriminalbeamten daß der Abdruck auf dem Wäschezettel entschieden nicht von dem folgung zu bewegen. am Ort der That zu thun, wo alles darauf ankommt, die Spuren Angeklagten herrühren kann. Auch von Büchel rührt er nicht her. Wie tam man ferner dazu, a cht Tage nach der Brügelei bes Mörders nicht zu verwischen? Ueberhaupt lasse der Fingerabdrud nicht auf den Finger einer aus dem Knaben 50 Pf. Fahrgeld zur Fahrt nach Berlin zu geben Es say, als dieser Antrag der Verteidigung in Aussicht gestellt gearbeiteten Männerhand schließen, sondern auf einen kleineren mit der Weisung, zu seinen früheren Pflegeeltern, einem Gasanstalts: wurde, einen Augenblick so aus, als müßten die Verhandlungen verFinger. arbeiter Biethe, zurüdzukehren? Nach dem ersten Davonlaufen holt man den Jungen in die Anstalt zurüd und hernach entläßt man ihn tagt werden, und der Angeklagte horchte gespannt auf. Schließlich Rechtsanwalt Du Schwindt regt nunmehr folgendes an: so ganz und gar formlos? Sonderbares und unklares Verhalten wußte der Vorsitzende um die Schwierigkeit herumzukommen. Er Wenn weder die Nidelschen Eheleute, noch sonst ein anderer sich nach der Waisenhausverwaltung! wies darauf hin, daß der Daumenabbrud ja auch schon vor der habe und bittet ihn, sich darüber auszulassen. Dr. Jeferich unglücklichen Kindes Einwände der Verteidigung. Mordnacht auf dem Wäschezettel gewesen sein könne, und daß die Unschuld des Angeklagten also auch dann noch nicht nachgewiesen sei, wemu photographisch festgestellt wäre, daß auch die Polizeibeamten nicht mit blutigem Finger den Bettel berührt hätten. Ganz zum Schluß brachte dann der Staatsanwalt noch die überraschende Mitteilung, daß sich am Morgen ein Beuge bei ihm gemeldet hätte, der den Angeklagten in der Mordnacht um 4 Uhr morgens vor dem Hause in der Oranienstraße gesehen habe und habe zwar Guthmann einen olivgrünen Sommerpaletot getragen. Von diesem olivgrünen Sommerpaletot aber wurden heute Vormittag an der Lutherbrüde ans der Spree gezogen. herab ja mit wahrem Fenereifer protegiert wird, hat hier also dann Dieselben müssen bereits längere Zeit im Wasser gelegen haben. der Einigkeit der Angestellten verjagt. Die Angestellten werden hieraus Obwohl die Vermutung nahe liegt, daß es sich um einen von Mutter hoffentlich eine Lehre ziehen und den glüdlich errungenen Sieg zur und Sohn gemeinschaftlich unternommenen Selbstmord handelt, so Gründung einer möglichst fräftigen Organisation benutzen. Das fällt andererseits der Umstand auf, daß die beiden Leichen Feiertags- ist nunmehr eine Pflicht der Selbsterhaltung, deren Unter: fleidung trugen; es erscheint daher immerhin möglich, daß die beiden laffung sich schwer rächen dürfte. Denn wer kennt nicht die UnterPersonen etwa bei einer Kahnfahrt verunglückten. Die Identität nehmerregel, Erfolge, die von nicht organisierten Arbeitern errungen der Leichen, welche nach dem Schauhaufe gebracht wurden, ist noch sind, bei der ersten besten Gelegenheit, sei es durch plögliche oder nicht festgestellt.androi allmähliche Maßregelung, sei es sonstwie wieder zu nichte au machen? Gegen solche, wohl mit einiger Sicherheit zu erwartende Menschliches Elend. Hilflos und sehr heruntergekommen Ueberfälle tönnen sich auch die Straßenbahn- Angestellten nur wurde gestern der 59 Jahre alte frühere Maurer Heinrich Petersen hatte der Angeklagte Guthmann bei seiner verantwort in ein Strantenhaus eingeliefert. Der Mann hat seit zehn Jahren Schügen, wenn sie organisiert sind. Möge diese Pflicht nicht verfäumt werden. lichen Vernehmung heute selber sehr ausführlich erzählt teine feste Wohnung mehr gehabt. Bald nahm ihn dieser, bald fäumt werden. Ueber die Angelegenheit wird weiter berichtet: Der Ausstand Guthmann lächelte, als per felber Guthmann lächelte, als der Staatsanwalt diese Erklärung abgab. Er verläßt sich auf seinen Alibibeweis. and med 3od δα er jener einmal auf, im Winter nächtigte er wohl in den Wärme- bei der Berlin- Charlottenburger Straßenbahn, welche 120 von deren hallen oder einem Asyl, im Sommer auf einem Kahne, einem besondere durch die übermäßig lange Arbeitszeit hervor Morgen wird mit der Bernehmung der Dirnen und Zuhälter Wagen oder sonstwo im Freien. Am Nordhafen war er unter Angestellten für gestern( Donnerstag) angekündigt hatten, ist insdie sociale Seite des Nachtbildes, das dieser Prozeß bietet, lebhafter den Schiffern und Fuhrherren allgemein bekannt, als heute noch hervortreten. pilo sich ihnen häufig zu Gelegenheitsarbeiten anbot. Man nannte ihn gerufen worden. War der Mann einmal des Morgens in den Dienst lint modund it just Fahnen Emil", weil er früher beim Militär einmal Fahnenträger eingestellt, fo gab es bis zur späten Nachtzeit keine AbGegen das Fußballspiel der Kinder in belebten Straßen unwohl. Auf dem Grundstück Fennſtr. 39, auf dem sich ein Fuhrhof Hierin sollen zum 1. Mai folgende Aenderungen eintreten: Die Gegen das Fußballspiel der Kinder in belebten Straßen gewesen sein soll. Am Sonntagabend wurde ihm plöglich sehr lösung mehr, so daß 16 bis 18 stündige Arbeitszeit die Regel, 20 bis wenden sich einige Blätter, indem sie einer Reportermeldung, nach und einige Schlafräume befinden, nahm man sich seiner an und ver- Maximalarbeitszeit für sämtliche Angestellte beträgt demnach zwölf wenden sich einige Blätter, indem sie einer Reportermeldung, nach 21 Stunden Dienst an einem Tage feine Seltenheit war. der fich dieses Spiel nachgerade zu einer Blage für die hierin sollen zum 1. Mai folgende Aenderungen eintreten: Die Passanten herausgebildet habe, Naum geben. Die Klage ist vor pflegte ihn, so gut es ging. Da sich aber der Zustand verschlimmerte, Stunden täglich, für die Motorwagenführer zehn Stunden. Jeder mehreren Jahren schon einmal durch die Blätter gegangen, aber im o rief man schließlich die Hilfe der Polizei an, und diese ließ den wegen Ueberbringung der Petition von der Direktion entlassen Adresse gerichtet, wenn man die Kinder dafür verantwortlich machen bringen. übrigen ist sie nicht unberechtigt. Sie wird freilich an die falsche Alten mit einem Koppschen Rettungswagen in ein Krankenhaus achte( bisher elfte) Tag ist dienstfrei. Von den drei Beamten, welche worden waren, hat der eine, der Kutscher, freiwillig auf den will. Das Fußballspiel wird besonders auf den öffentlichen Spiel- Die Artilleriestraße von der Elsasser- bis zur Linienstraße Wiedereintritt verzichtet, während der Wagenführer wieder beplätzen getrieben, wo die Schüler im Sommer in wöchentlich zwei- und von der August bis zur Oranienburger Straße wird wegen schäftigt wird, wenn auch nicht in seiner bisherigen Thätigkeit. Der mal zwei Stunden unter Aufsicht von Lehrern spielen dürfen. Wer Anlegung einer elektrischen Straßenbahn bis auf weiteres für Fuhr- dritte, der Kondukteur, konnte nicht wieder eingestellt werden, sich aber einbildet, daß die Jungen warten werden, bis ihnen werke und Reiter gesperrt. sgp lunold driu prisi da ihm die Polizei den Fahrschein entzogen hat, aus Gründen, die das Signal zum Spielen gegeben wird, der kennt die Jugend schlecht. Das rätselhafte Verschwinden des Privatiers Wilhelm Kase in der Vergangenheit liegen, Seitens jeiner Kollegen wird für ihn Selbstverständlich wollen sie auch außer der ihnen gütigst bewilligten aus der Christinenstr. 25 hierselbst, welches wir seiner Zeit meldeten, für drei oder vier Mouate das Gehalt aufgebracht. Besonders be= beliebt. Golange, nun be aerichten, lub gerade Fußball iſt ſehr hat nunmehr ſeine Aufklärung gefunden. Geſtern mittag wurde die achtenswertelt au bestellt, der bie begejahrer und Kutſcher, die städtische Verwaltung nicht für aus- Leiche desselben am Pichelswerder gegenüber Pichelsdorf bei zu Wagenführer reichende Spielpläge forgt, die zu jeder Tages- und Spandau aus der Havel gelandet. Bei der Leiche des anscheinend welche bei Zusammenstößen und Betriebsunfällen unter Anklage Jahreszeit von jedermann benutzt werden dürfen, Berunglückten wurden außer einer goldenen Uhr und einem wert- gestellt werden, auf Kosten der Geſellſchaft verteidigt. Die Forde= bleibt den Jungen nichts anderes übrig, als auf den Straßen zu vollen Siegelringe eiwa 130 M. bares Geld, Coupons über größere rung ist veranlaßt durch die Einführung des elektrischen Betriebes und spielen, jogar Fußball. Für die Passanten ist das unbequem, Beträge, ein Depotschein über 7000 Gulden und ein solcher über die dadurch bedingte Bermehrung der Unfälle, bei denen, falls kein gewiß; aber wem's nicht paßt, der möge mit darauf hinzuwirken 5000 Fres. vorgefunden. Die Leiche ist bereits von der Tochter des Mensch dabei Schaden nimmt, ein Verfehlen nur durch Gefängnis juchen, daß dem wird. Uebrigens giebt es in dem Berliner Straßen- Polizei- Regle- Jm Friedrichshain erschossen hat sich gestern Wittag abt Spielplatzmangel in Berlin abgeholfen Ertrunkenen refognosciert worden. stommade gefühnt werden kann. Diese Forderung hat die Direktion nicht iment einen Baragraphen, der das Spielen der Kinder auf den da Wie reint sich das zusammen? Der Magistrat von Ebers= Straßen beschränkt, indem er unter anderem das Werfen mit Bällen, 35 Jahre alter Dr. S., der in einem Pensionate der Friedrichstadtwalde beabsichtigt die Anlegung eines städtischen Parkes und hat Schnee ec. verbietet. Thatsächlich wird dieser Paragraph so gut wie wohnte. Man fand ihn mit einer Schußwunde in der Herzgegend der Stadtverordneten Versammlung sein Projekt unterbreitet. Der gar nicht angewendet, Eberswalder Zeitung": vermutlich deshalb, weil die Polizei selber auf einer Anhöhe beim Krankenhaus am Friedrichshain tot auf einer Referent darüber berichtet nach der einsicht, daß die Kinder doch irgendwo spielen müssen, und daß fie Bank fizen. . Außerdem würde aber, um das Projekt in geplantem Umauf die Straße angewiesen find, so lange es in der Nachbarschaft an fange auszuführen, noch der Erwerb eines Stückes Land notwendig Spielplätzen fehlt. sein, das in der Verlängerung der Donopstraße, zwischen Moltkestraße und Schützenstraße liegt und bisher dem Rentier Lüdecke, feit wenigen Wochen aber dem Stadtrat Der Senior der Journalistentribüne im Reichstag und im Landtage, Herr Eduard Linden, feiert in diesen Tagen ein mindre sid pom Ans dem Fenster gestürzt ist vor einigen Tagen der Kaufmann Friedrich Christensen in seiner Wohnung Feldzeugmeisterstr. 5. Christensen starb gestern an den erlittenen Verlegungen. bewilligt. 71136 Jubiläum, wie es bisher in Deutschland wohl noch nicht vorgekommen Mittwochabend vor nahezu ausverkauftem Hause und gestaltete fich Senft gehört... Die Gebrüder Müller haben hervorgehoben, daß Thätigkeit als parlamentarischer Berichterstatter zurück. Linden hat zu lebhaften Kundgebungen für den Direktor und sein populäres für das Land sehr niedrig bemessen hätten. Das ist ja dankbar anzuerkennen. Aber die andere, ehemals Lüdeckesche Parzelle während dieser Zeit allen wichtigen Verhandlungen des preußischen Institut. Um 2 Uhr nachts verließ die große Gesellschaft in einem Landtags, des Bollparlaments, des Norddeutschen und des deutschen wien für die Sommermonate niederzulassen. Bemerkt sei, daß das wird uns dafür wohl um fo teurer zu stehen kommen." Reichstags beigewohnt und als Zeuge der Entwickelung, die unser Ausstattungsstück„ Persien" 152 mal gegeben worden ist. Stadtbaurat Hagen:„ Das Projekt verdanken wir in erster Linie dem Stadtrat Senst." fonftitutionelles Leben seit 50 Jahren genommen, für eine Reihe 81937 Herr Stadtrat Senst, der das Projekt ausgearbeitet hat, faufte großer Blätter berichtet. Noch heute, als ein Dreimdsiebzigjähriger Gine lehrreiche Ausstellung von Schülerarbeiten hat die vierte liegt er mit Eifer seinem Berufe ob. Reichtümer hat Linden sich in städtische Fortbildungsschule, Heinersdorferstr. 18, zuvor wenigen Wochen ein Terrain, daß die Stadt ihm seiner fünfzigjährigen Thätigkeit nicht erworben. Es wird berichtet, Beginn des neuen Semesters eröffnet. Die fachliche Ausbildung finden die wieder ablaufen mußte. Die Stadtverordneten- Versamm Schüler in den Fachklassen für Schloffer, Maschinenbaner, Mechaniker, daß er nicht sorgenlos in die Zukunft blidt. Kollegen und Ab- Tischler, Lithographen und Maler, und besonders diese Abteilungen der ung hat dies Projekt mit 13 gegen 12 Stimmen genehmigt. Aus " 13 geordnete bereiten Ehrungen des Jubilars vor. Kasperle in der Deutschen Tageszeitung" gesteht, wenn auch verblümt, ein, daß er geschwindelt hat, als er die Geschichte eines in Not geratenen eifrigen socialdemokratischen Agitators" auftischte, der von unserer Redaktion an die Armendirektion ge wiesen sei. Stasperle hilft sich dadurch, daß er auf gut Glück den hübschen Nanten Bruno Witt nemut und behauptet, daß von einem Manne dieses Namens in einer bei Habel abgehaltenen Wählerversammlung am 7. April die Rede gewesen sei. Er empfiehlt nun dem„ Borwärts", nach dem besagten Brimo Witt zu fuch e n.tk Das ist eine Beweisführung ungefähr als wenn Hans vom Peter behauptet, daß er filberne Löffel gestohlen habe und um, wegen der Beweise für diese Anschuldigung zur Rede gestellt, zum Peter jagt, es jei Peters Sache, zu beweisen, daß er feine filbernen Löffel gestohlen habe. " Ausstellung zeigen den Besuchern den Fleiß der Schüler und das Bestreben dem Zeitungsbericht geht nicht hervor, zu welchem Preise der Als eine Neuerung Herr Stadtrat das Grundstück erworben hatte. Hatte denn teiner der Lehrer, das Praktische im Unterricht zu betonen. ist die Auslage von Schülerheften in der Stenographie sowie ein Lehrgang der liberalen Stadtväter den Mut zu dieser Frage? in der Kurzschrift in Verbindung mit Maschineschreiben bemerkt worden. Theater. Jm Schiller Theater werden die 6 Vorstellungen des Shakespeare- Cyclus- wir werden ersucht, nochmals besonders darauf an sechs Sonntagnachmittagen stattfinden. Die *) Weizen aufmeriam zu machen Romeo und Julia", Roggen Reihenfolge der Stücke wird die folgende fein: " Hamlet" Othello"" Der Mohr von Venedig", Der Widerspenstigen Bäumung"." Was thr" wofft" Biel Lärm um Nichts". Die erfte Borutter- Gerste Hafer gut feftung„ Romeo und Julia" ist übermorgen, Sonntagnachmittag. Die Ausgabe der Abonnements für diesen Cyflus schließt morgen, Sonnabend. Das Central Theater feiert am Montag, den 17. April, das Jubiläum der 100. Aufführung der Puppe". Herr Direktor Ferenczy widmet den Besuchern dieser Borstellung eine Erinnerungsgabe in Gestalt smingoing eines fünstlerisch ausgeführten Heftchens. 〃 " Marktpreise von Berlin am 12. April 1899 sid for nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 15,65 14,70 Schweinefleisch 1kg 1,60 1,20 14,20 13,30 Stalbfleisch 1,80 1, " 13,- 12,40 Sammelfleisch 1,60 1, " " mitter gering 2,60 2, 4, 1kg " Richtstroh Heu †) Erbsen Speisebohnen Linsen Kartoffeln, neue Rindfleisch, Keule 1kg do. Bauch 15,40 14,90 Butter 14,80 14,20 Gier, 60 Stüd 14,10 13,50 Karpfen 4,32 3,66 Aale 6,90 4,40 Bander 40, 50, " 70, 6" 25,- Hechte ardent Barsche 25, 30, Schleie 4,- Bleie 1,60 1,20 Krebse per Schock 1,20 1, 1 2,20 1, 3,-1,80 2,601, 2, 1,20 1,60 0,80 2,80 1,20 1,40 0,80 12,-3, nd Kartoffelfabritate, Berlin, 13. April. Feinste Kartoffelstärke per 100 g. 10,30 M. Prima trodene Startoffelstärke per 100 g. 20,00 M., bo. Supra 20,50 m., do. Secunda 16,00-18,50 M. Prima Kartoffelmeht per 100 g. 20,00 M., do. Supra 20,50 M., do. Secunda 16,90-18,50 2. Berlins Getreide und Mehlzufuhren zu Wasser vom 12. April mittags bis 13. mittags betragen 475 To. Roggen, 120 To. Hafer, 191 To. Mais, 2860 Doppelcentner Weizenmehl Eierbericht vom 13. April. Normale Eier 2,65-2,90 per Schock, fleine 2,40 W. Locoware knapp. Gerichts- Beitung. sid tun Fenerbericht. In der Nacht zum Donnerstag wurde die Wir brauchen unserer Leserschaft wohl kaum zu sagen, daß keinem Fenerwehr nach Grimmstraße 39 und nach der Charitee, von uns ein Fall, wie ihn Kasperle in der Deutschen Tageszeitung" Schumannstraße 22/23 gerufen. In beiden Fällen handelte zum besten giebt, bekannt ist, und daß wir, wo wir doch die eifrigen es sich unt einen Brand, der den Fußboden und die Balfenlage *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirts Agitatoren" unserer Partei einigermaßen fennen müßten, bisher auch zerstörte. Die Patienten der Charitee blieben vom Feuer unbelästigt, Notierungsstelle schaftskammer und umgerechnet vom Polizeipräsidium noch von keinem Parteigenossen mit dem von Kasperle angeführten da dasselbe in einem kleinen Anbau ausfam und sehr bald erstickt für den Doppel- Centner. Tine Namen etwas vernommen haben. Es müßte auch ein mert wurde. Es soll durch einen schadhaften Ofen entstanden sein. Vorher 26) Kleinhandelspreise. würdiger eifriger socialdemokratischer Agitator" sein, der nicht war Neue Jacobstraße 15 ein Schaufensterbrand abzulöschen. Produktenbörse am 13. April. Weigen notierte heute 12 M., wüßte, wohin er sich zu wenden hat, wenn er infolge feines Prostauerstraße 36 wurde bei einem Bodenbrande einiges Noggen 1 M. höher, Safer und Mais tonnten sich gut behaupten. Rüböl Wirkens für die Partei in Not geraten ist, und es müßte eine merk- Gerümpel eingeäſchert. Möbel, Regale und Kleider gingen in verfehrte still. Bei schwächerer Zufuhr und geringerer Kaufluft konnten sich würdige Redaktion sein, die einen bei alledem in dieser Beziehung Flammen auf, bei einem Brande, der Invalidenstraße 15 die Notierungen am Spiritusmartt behaupten. Angeboten waren unwiffenden Parteigenoffen in solchem Falle nicht an die rechte abzulöschen war. Ein Alarm nach Mendelssohnstraße 9 138 000 Liter 70er Spiritus, der mit 39,10 Käufer fand, 50er Ware nicht Für Locoware waren hiesige Fabrikanten Nehmer, Termine Schmiede, fondern an die Armendirektion verwieje. war durch leberkochen von Fett in der Küche veranlaßt. Das vorhanden. Auch ein Idyll aus dem Militärstaate. Um die dem Feuer hatte zwar schon die Küchenmöbel ergriffen, konnte aber durch unverändert und still. Mai notierte 44,50. Bublifum drohende Gefahr, durch abirrende Geschosse aus den die Wehr in furzer Zeit beseitigt werden. pint end Schießständen der Hafenhaide getroffen zu werden, nach Möglichkeit abzuwenden, ninimit das Polizeipräsidium Veranlassung, vor t Tentbelts Aus den Nachbarorten. borsichtiger Annäherung beziehungsweise dem Betreten des Tempel- Nixdorf. Die Stadtverordneten- Versammlung beschäftigte sich gestern hofer Grerzierplatzes und der Hasenhaide zu warnen. Zugleich mit Anträgen der Socialdemokraten und der Kommunal Reformler, werden die Eltern und alle diejenigen, welchen die Obhut von die bezweckten, Stadtverordnete und Magistratsmitglieder Kindern anvertraut ist, hierdurch aufgefordert, die letzteren auf die von der Beteiligung an allen Gemeindefubmiffionen auszu Gefahr aufmerksam zu machen, welcher sie sich bei dem Betreten schlichen. Nach 2/2 stündiger Debatte einigten sich die Antragsteller dieser Gebiete ausseßen. auf einen gemeinsamen Antrag, der mit 22 gegen 17 Stimmen i Ein schwerer Unfall im Straßenverkehr hat sich vorgestern nach angenommen wurde. Ein wohl einzig dastehender Fall in Preußen. mittag zugetragen. Der 40 Jahre alte Kohlenhändler Valentin Der eigentliche Bericht folgt morgen. Der vor der ersten Straffammer des Landgerichts I. ver Rademacher aus der Reichenbergerstraße 105 fuhr mit seinem beSchöneberg. Am Sonntag früh 7 Uhr findet eine Flug handelte Wucherprozeß gegen Gedede und Genossen endete ladenen Lastwagen den Kottbuser Damm entlang. Niemand merkte etwas Auffälliges an dem Fuhrwerk. Zum Schreden der Leute blatt- Verteilung statt. Pflicht jedes Genossen ist es, sich mit der Verurteilung zweier Angeklagten in zwei Fällen; in den stürzte Rademacher plöglich oben von der Ladung, auf der er faß, in einem der hier bezeichneten gofale pinktlich einzufinden: übrigen Fällen wurde eine" Notlage" der Darlehnssuchenden nicht auf den Straßendamm herab und kam gerade vor das rechte Border Steppuhu, Hohenstaufenstr. 83; Schilling, Kyffhäuserstr. 16; Obft, angenommen. Der Gerichtshof verurteilte den Agenten Gedecke zu rab zu liegen. Bevor man das Gespann anhalten konnte, war der Grunewaldstr. 110; Hoppe, Merseburgerstr. 7; Spünide, Bahn 10; 9 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung von 2 Monaten Unters schwere Wagen dem Unglücklichen schon über den Leib gegangen. Grimm, Siegfriedftr. 8; Hauser, Sedanstr. 31; Büschel, Guzkow fuchungshaft, 600 M. Geldstrafe und 2 Jahren Ehrverlust, den Angetlagten Stahl zu 6 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung von Junerlich schwer verlegt, wurde Rademacher nach dem nahegelegenen straße 9; Moll, Sponholzstr. 34. 2 Monaten, 500 M. Geldstrafe und 1 Jahr Ehrverlust, Frau Krantenhaus am Urban gebracht; als man jedoch hier mit ihm an- nd Mikglückte Scharfmacheret. Eine Korrespondenz berichtet: Gonrad zu 6 Wochen Gefängnis und 50 M. Geldstrafe. Der fam, war er bereits tot. Ein Ausstand der Motorwagenführer, Kutscher und Kondutteure Schreiber önniesien und der Friseur Ludwig, denen eine Zu dem Vergiftungsfall in der Renfilberfabrik von Brühl der Berlin Charlottenburger Straßenbahn ist glids Schuld nicht nachzuweisen war, wurden freigesprochen. in der Dresdenerstr. 35 wird uns berichtet, daß der Leiter des Ge- lich vermieden worden. Etwa 120 ber Angestellten der Gesellschaft In Bernburg begann am Mittwoch ein Prozeß gegen die schäfts insoweit nicht von einer Mitschuld an dem Tode des 18jährigen hatten eine einen Aufsichtsratsmitglieder der Ballenstedter Spare durchaus in Unkenntnis über die Behandlung der Salpetersäure ge- laffen. Die Ueberbringer der Petition wurden hierauf unter und Vorschußlasse. Es stehen im ganzen 21 Personen unter Lassen wurde. Desgleichen hat man im Geschäft nichts gethan, Auszahlung des Monatsgehalts vom Dienste suspendiert und fo fort der Anklage, sich der Unterschlagung und des Vergehens gegen das den Folgen der Vergiftung vorzubengen; der junge entlassen. Die Betenten erklärten sich hierauf für solidarisch Genossenschafts- Gesez schuldig gemacht zu haben. Mann kam hilflos mit allen Anzeichen schwerer Erkrankung mit den drei Gemaßregelten und erklärten, die Arbeit on p seinen in der Blumenstraße 50 wohnenden Eltern gestern, Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, niederm Witterungsübersicht vom 13. April 1899, morgens 8 1hr. und wurde von diesen auf Anordnung des leider zu aulegen, falls ihre Forderungen nicht erfüllt würden, Sie spät erschienenen Arztes in das Krankenhaus am Friedrichshain ge- verlangten Wiederanstellung der Entlassenen, Der Vertrauensmann. Arbeiters Robert Mitternacht freizusprechen ist, als der Verunglückte Kondukter an die Direktion durch drei Kollegen, einen zu 32 Gehaltserhöhung, Stationen Berlin Barometerftand mm Wind richtung Windstärke Better 3wolfig 1wollent க Temp. n. G. 5° 4° R. Stationen Barometer Winds richtung 4 Haparanda 747 Still Windsärte Wetter bedeckt 3 wolfig Temp.n. G. 5° 6.4° N. 2764 bracht, wo er in der folgenden Nacht starb. Die Beerdigung erfolgt Austellung eines Rechtsanwalts zur Vertretung bei Antlagen von am Sonnabendnachmittag 4 Uhr von der Kirchhofshalle der Markus- Angestellten wegen Gefährdung eines Eisenbahntransportes bei Betriebsunfällen auf Kosten der Gesellschaft, kürzere Arbeitszeit und gemeinde in Wilhelmsberg aus. mehr freie Tage im Monat als bisher. In einer längeren BeAls Hebammen zugelassen sind nach bestandener Prüfung die sprechung zwischen der Direktion und den Deputierten der Aus- Swinembe. 754S 754 SS 1wolfent 4 Betersburg bisherigen Hebammenschülerinnen: Frau Margarete Plath, Mitten7553 1 heiter 3 Cort 738 23 walderstr. 41, Fran Martha Kayser, Naunynstr. 9, Fran Gertrud ändischen ist gestern Rachmittag ein Kompromis su stande ge- Samburg 754SS fommen. Gehaltserhöhung, Verkürzung der Arbeitszeit und mehr wiesbaden 754 1wolfent 2 Aberdeen 742 SSD 6 wolkig Brodmann, Beusselstr. 44, Frau Elise Arendt, Auguſtſtr. 86, Frau freie Tage wurden zugestanden. In später Nachtstunde haben die München 4hlb. bed. 1 Paris 750 SSO 3lb. bed. Emilie Knocke, Petersburgerstr. 46, Fran Joa Edel. Elsasserstr. 84, Deputierten den Kollegen Bericht erstattet. Die Vorschläge der Wien 757Still bebect Fran Luise Schöning, Urbanstr. 32 und Fräulein Antonie Czach im Direktion wurden gutgeheißen, während über die noch schwebenden Wetter Prognose für Freitag, den 14. April 1899. Wöchnerinnenheim am Urban. m of bildingu manis dun Bunkte weitere Verhandlungen gepflogen werden sollen. Der drohende Etwas wärmer, teils heiter, teils wolfig, mit leichten Regenfällen und mäßigen südwestlichen Winden. Zwei Leichen, die einer Frau in mittleren Jahren und eines Ausstand ist somit beseitigt g Berliner Wetterbureat. etwa achtjährigen Knaben, welche sich innig umschlungen hielten, Die Scharfmacherei, die unter dem Zuchthauskurs von oben plet denun Berantwortlicher Redacteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlaa von Mag Bading in Berlin. 754 SO Jr. 87. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 14. April 1899. Invalidenversicherungs- Kommission. wollen, mit 10 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Organisationen mit dieser Frage und glaubt man, durch die Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung die Fluftuation der Mitglieder aufheben zu können. Thatsächlich gleichen die Gewerkschaften bei dem jezigen Zustande einem Taubenschlag; auch wir haben nach dem Vorstandsbericht mehr Mitglieder das Jahr über aufgenommen, als zum Schlusse überhaupt noch vorhanden waren. Nach den von ihm und dem Vorstande angestellten Berechnungen könnte te man mit einer minimalen Erhöhung der Beiträge auskommen. Redner nimmt noch Bezug auf jene Verbände, die bereits seit Jahren die ArbeitslosenUnterstügung eingeführt haben und dabei ganz gut fahren; er bittet, feinen Antrag anzunehmen. heute wären wir froh, wenn die anderen Gewerkschaften so weit wären und solche Einrichtungen getroffen hätten wie die Buchdrucker. Die zweite Lesung begann am Donnerstag, den 13. d. M. Redner ist der Meinung, daß sich auch Gegner der Arbeitslosen§ 1 einem wir Bu§ 1 beantragen Molkenbuhr und Genossen, die BeitragsUnterstügung überzeugen lassen müssen, wie dies auch in anderen pflicht auszudehnen auf die Hausgewerbetreibenden, während sie Gewerkschaften der Fall war, und daß die Arbeitslosen- Unterstützung nach dem Entwurf nur durch Beschluß des Bundesrats dazu heranauch noch im Bäckerverband eingeführt werden wird. gezogen werden können. Stadthagen begründet den Antrag unter Nachdem noch mehrere Delegierte gesprochen, wurde nach dem Hinweis auf die Unsicherheit der Rechtsprechung bezüglich der FestSchlußwort des Referenten die Einführung der Arbeitslosen- Unterstellung, welche Arbeiter versicherungspflichtig sind und welche nicht, stügung mit allen gegen neun Stimmen abgelehnt. besonders in der Textilindustrie. Der Antrag wird ohne weitere Es folgte hierauf die Beratung der Anträge auf Abänderung Debatte gegen die socialdemokratischen Stimmen abgelehnt. des Verbandsstatuts. Der Centralvorstand wurde beauftragt, ein Die§§ 2 und 3 werden nach den Beschlüssen der ersten Lesung Der Korreferent Bitschmann Dresden glaubt, daß mit der Streifreglement zu schaffen. Um die Agitation intensiver betreiben unverändert angenommen, zum§ 3a und 4a werden. Anträge Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung der Verband finanziell zu können, wurde beschlossen, pro Mitglied und Vierteljahr einen des Centrums und der konservativen, die zu Gunsten ruinirt würde. Die Organisation habe andere Aufgaben, als sich auf Extrabeitrag von 20 Pf. zu erheben. In Anbetracht der vielen die forchette der werd der Agrarier die Versicherungspflicht derjenigen Erntearbeiter, folche gewagte Experimente einzulassen. Zunächst müsse einmal bevorstehenden Lohnbewegungen im Berufe und zwecks schnellerer > ie nicht mehr als 12 Wochen im Jahre angestellt sind, aufheben er Berbanb jei finanziell gar nicht so fundiert, um auch nur eine intensiven Gestaltung der Agitation beschloß die General energisch an eine Berkürzung der Arbeitszeit herangegangen werden. Orientierung der der Mitglieder über dieselben, fowie zur Der In der ersten Lesung war der Regierungsvorschlag gestrichen, Probe aushalten zu können; mit anderen Gewerkschaften dürfe versammlung, das Verbandsorgan wöchentlich herauszugeben und daß der Bundesrat Bestimmungen treffen kann, unter welchen unsere Organisation gar nicht verglichen werden; wenn der Metall- den Abonnementspreis auf 2 M. zu erhöhen. Dieser Beschluß Voraussetzungen Ausländer, die vorübergehend im Deutschen Reiche arbeiterverband die Einführung einer Arbeitslosen- Unterstützung be- tritt sofort in Kraft. Um in der Agitation den Vorstand zu entarbeiten, nicht versichert zu werden brauchen. Die Kon schlossen habe, so seien dort ganz andere Stassenverhältnisse, und dann lasten, wurde die Einteilung des Verbandes in Gaue beschlossen. servativen und das Centrum beantragen, die Regierungs- möge man doch nicht vergessen, daß unser Verband eine Kampfes- Eine äußerst lebhafte und lange Debatte entspann sich über die Vervorlage wieder herzustellen, was Graf Posadowsky dringend organisation und als solche gegründet wurde. Mit jeder Einführung von hältnisse in den Konsum, Genossenschafts- und Vereinsbäckereien. befürwortet. Roeficke und Wolfcubuhr treten ihm ent- Unterstüßungseinrichtungen in der gewerkschaftliche Organisation nehme Fast alle Redner flagen über die noch in diesen Geschäften bestehengegen; letzterer weist darauf hin, daß dies eine Prämiirung man dem Staate die Pflichten und Aufgaben weg und dazu haben den Mißstände und die bei den Genossenschaftern sich immer mehr der Beschäftigung ausländischer Arbeiter sei, während schon wir Bäder gar keinen Anlaß. Bevor wir nicht überall den Arbeits- ausbreitende Dividendenjägerei. Insbesondere wurde geklagt über jcht, wie der Vorstand des landwirtschaftlichen Arbeitsnachweises nachweis in die Hände bekommen, habe die Einführung der Arbeits- den Konsumverein in Stettin. Der Vorstand wurde beauftragt, den fonstatiert habe, die Gutsbesitzer mit Vorliebe russische losen- Unterſtüßung gar keinen Wert und die hohen Beiträge bei den Leiter des Stettiner Konsumvereins zu veranlassen, daß die für den Arbeiter engagieren. Abg. v. Salisch beantragt, daß für solche Aus- noch vorhandenen Löhnen von 3, 4 und 5 M. wöchentlich können Verein liefernden Bäckermeister nur Verbandsmitglieder beschäftigen länder die Arbeitgeber den Arbeitgeber- Beitrag zur Kaffe der von den Mitgliedern gar nicht geleistet werden. Wenn der Buch- und auf möglichste Einhaltung des Maximal Arbeitstages in diesen Versicherungsanstalt entrichten sollen. Stadthagen beantragt, druckerverband immer in das Feld geführt werde, so behaupte er, Geschäften zu sehen. daß die Arbeitgeber den vollen Betrag, also den für den Arbeit daß dieser Verband nicht auf dem Standpunkt des Klassenkampfes geber und den Arbeiter, entrichten sollen. Dieser Antrag wird stehe und weiter nichts sei als eine Unterstügungskasse. Er bitte, gegen die Stimmen der Socialdemokraten und des freisinnigen Abg. den Antrag abzulehnen, weil durch die Einführung der Arbeits Schmidt( Elberfeld), sowie Röfides abgelehnt, dagegen Abs. 3 losen- Unterstützung die Eristenz der Organisation gefährdet werden der Regierungsvorlage angenommen, der dem„ Bundesrat die könnte. Befugnis giebt, darüber Bestimmungen zu treffen, utter welchen Voraussetzungen Ausländer der Versicherungspflicht nicht unter liegen". Ebenso wird der Antrag Salisch in entsprechender Form hinzugefügt und angenommen. Nächste Sizung: Freitag. Siebente ordentliche Generalversammlung des Verbandes der Bäder und Berufsgenossen Deutschlands. Ueber die Einführung einer Arbeitslosen- Unterstützung referierte Nordmann- Bremen. Seit langer Zeit beschäftigt man sich in den Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute Freitag, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20-21: Sihung der Ortsverwaltung und der WerkstattKontrollkommission. Bürsten- und Pinselmacher, fowie alle in dieser Brauche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 16. April, nachmittags 42 Uhr: Branchen- Derlammlung im Lokale des Herrn Wilke, Audreaßstraße 26. Tages Ordnung: 1. Die Berordnung des Bundesrates auf Grund des§ 120c der Reichs: Gewerbe- Ordnung zum Schutze der in der Bürsten- und Pinsel- Industrie beschäftigten Arbeiter. 2. Disfuffion. 79/15 In Anbetracht dieser wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen und für diese Versammlung zu agitieren. Aufnahme neuer Mitglieder. NB. Nach der Versammlung findet ein geselliges Beisammensein und Tanz statt und find die Damen der Kollegen ebenfalls eingeladen. Achtung! Drechsler. Achtung! Montag, den 17. April 1899, abends 8 Uhr: Der Verbandsvorstand wurde beauftragt, folgende Forderungen an die bestehenden Genossenschafts-, Konsum- und Vereinsbäckereien einzureichen: 1. Bei Einstellung von Bäckerei Arbeitern diese nur durch den Verbands- Arbeitsnachweis zu beziehen und 2. da, wo noch eine längere Arbeitszeit in diesen Betrieben gebräuchlich ist, nach Es folgte nun eine längere Debatte, in der das Für und Wider Möglichkeit auf die Einführung der Achtstundenschicht hinzuwirken. eingehend erörtert wurde. Als Sitz des Centralvorstandes wurde Hamburg, als Siz des AusDer Bertreter ber Generalfommiſſion, it is te wendet sich schuifes München bestimmt der Gehalt des befolgeten Beamten gegen den Vorwurf Pietschmann- Dresden, daß die Buchdrucker nicht wurde auf monatlich 140 M. erhöht. Zum 1. Vorsitzenden wurden auf dem Standpunkt des Klassenkampfes ständen, er müsse sich Allmann- Hamburg, zum 2. Vorsitzenden Kretsch ma r- Hamburg namens der Buchdrucker dagegen verwahren. Wer die Kämpfe der einstimmig wiedergewählt. Buchdrucker verfolgt hat, der strafe sich mit solchen Behauptungen Damit war die Tagesordnung der 7. Generalversammlung erZügen. selbst zugen. Die Buchdruder haben 1891 einen Stampf geführt und schöpft und wurde dieselbe mit einem Hoch auf den Verband deutscher dafür über 1 Million ausgegeben, einen Kampf, wie ihn nur selten eine Bäcker geschlossen. Gewerkschaft ausfechten kann. Die Buchdrucker haben ihre Mitglieder auch erst für hohe Beiträge erziehen müssen, weil man überzeugt war, daß mit einer geringen Beitragsleistung nichts anzufangen war. Und 1 Atung! Pankow und Umgegend. Adtung!| Kranken- Unterſtüßungs- und Begräbnis- Verein der BauAllen Freunden, Bekannten und Genoffen zur Kenntnis, daß ich das Lokal Galthof zum Nordltern, Bankow, Wollaufstraße 113, übernommen habe. Ich empfehle meinen tunstvoll gemalten Saal für 300 Personen, sowie mehrere Vereinszimmer den geehrten Vereinen und Gewerkschaften zu Zahlstellen, Versammlungen und Festlichkeiten. Jeden Sonntag nachmittags: Oeffentlicher Tauz. Sonnabend, den 22. April: Große Theater Borstellung und Ball. Indem ich meine Carl Blaurock. = und gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins. Sonntag, den 16. April, vormittags 10% Uhr, Langestraße 65: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 2. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 37/5 Jedes Mitglied ist verpflichtet zu erscheinen. Centralverband der Bau-, Der Vorstand. Räume zur geft. Besichtigung und Benuzung empfehle, zeichne sochachtungsvou Erd- und gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands 14602* Muffinstrumenten- Arbeiter. Am Montag, den 17. April, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Graumann, Nannynstr. 27: Zahlstelle Berlin V. Sonntag, den 16. April, vormittags 10% Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Welche Stellung gedenken die Kollegen ein zunehmen gegen den Unternehmer- Verband? 2. Verschiedenes. 26106 Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung. J. Jurke& Co., Kloster- Strasse 98 part. Tages Ordnung: 1. Bericht über den Kongreß in Braunschweig. 2. Bericht der Kommission über den Streiffonds. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Ersuche die Kollegen, frühzeitig zu erscheinen. Der Vertrauensmann: Arendt. 141/12 Gr. öffentliche Versammlung Verband der in Buchbindereien, der Drechsler und Berufsgenossen en gros Manufakturwaren, Wäsche, en gros Schirme, Jupons etc. Einzelverkauf zu niedrigsten Engrospreisen. Reste spottbillig. ( Stock und Schirmarbeiter, Kammmacher und Perlmuttarbeiter) beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. fasse der Tischler 2c. der Papier- und Leder- Galanteriewaren- Industrie Zeutral- Kranken- u. Sterbe- tung! im„ Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c. Eages- Ordnung: Zahlstelle Berlin. 13829* 26041 Achtung! Radfahrer! Die Produktiv- und Einkaufs- Ge1. Vortrag des Genoffen Robert Schmidt über:" Das neue Jnmings Morgen Sonnabend, 15. April, in Kellers Festsälen,( ingeschr. Hilfskaffe Nr. 3, Hamburg) nossenschaft für Radfahrer läßt ihren gefes." 2. Diskussion. 3. Vorschläge zur Aufstellung der Kandidaten zum Ausschuß. 79/16 Kollegen, es ist Pflicht eines jeden, in dieser Versammlung, wo wichtige Fragen für die Butunft zur Erörterung fommen, zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Tischler- Verein. Sonnabend, den 15. April, abends 8 Uhr, Melchiorstraße 15: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Abrechnung vom Oster- Bergnügen und Vereiusangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Koppenstraße 29: Feier des XII. Stiftungsfestes Yokal- und Instrumental- Konzert Neues Berliner Konzert Orchester, Dirigent: Herr Tietz, unter gütiger Mitwirkung des Buchbinder Männer- Chores Dirigent: Herr Bombelke. Abgeordneten 198/9 Festrede, gehalten vom Reichstags: Wilhelm Liebknecht. Nach dem Konzert: Großer Ball in beiden Sälen. Achtung! Tertilarbeiter. Achtung! Filiale I Berlin. Sonnabend, den 15. April 1899, abends 8 Uhr: Derlammlung bei Wilke, Andreasstraße Nr. 26. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Adolf Damaschke über: Was ich in Jerusalem und Bethlehem gesehen habe." 2. Dislussion. 3. Wahl des Delegierten zum Gewerkschaftstongreß in Frankfurt am Main. 4. Stellungnahme zunt 1. Mat. 5. Verschiedenes. Jm großen Festsaal: Ballmusik von 2 Orchestern. Anfang des Konzerts präcise 9 Uhr. Kaffeepause findet nicht statt. Billets find noch bei allen Wertstuben Vertrauenspersonen, sowie im Bureau, Anneustr. 50, bis Sonnabend, abends 6 Uhr, zu haben. Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. Filiale Berlin F. Dienstag, den 18. April, abends 812 Uhr, bei Herrn Neu in ann, Brunnenstr. 150: Mitgliedern gute u. billige Anzüge in eigener Werkstatt herstellen. Geschäfts: stelle Marsiliusstr. 17, v. 7-9 Abds. Mitglieder- Bersammlung. Uhren u. Goldwaaren Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 2. Wahl des ersten Stassierers und eines Beitragssammlers. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert! Bahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 183/3 Orts- Krankenkasse d. Nadler n. Siebmader zu Berlin. Sonntag, den 23. April 1899, vormittags 10 Uhr, im Lofal des Herrn Scholz, Gr. Frankfurterstr. 74: Am Feſtabend bleiben fämtliche Zahlstellen geftoffen Ordentl.Generalversammlung ebenso ist das Bureau nur bis 6 Uhr abends geöffnet. Große öffentliche Verfammlung 24/3 197/10 der Holz- u. Brefterträger Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sattler( Treibriemenarbeiter). Berlins und Umgegend am Sonntag, den 16. April 1899, mittags 12 Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Ewald. 2. Berschiedenes 84/5 Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. Sonnabend, den 15. April, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn und Ausgabe des Lohntarifs. Hartmann, Pflugstraße 6: Derlammlung der Mitglieder der Kaffe ( Arbeitnehmer und Arbeitgeber) Tagesordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Kaffen bericht des Rechnungsausschusses. 3.Anträge zur Generalversammlung. 4. Ver: schiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 2603b J. A.: W. Lehmann. Anfertigung eleg. Herren- Garderobe nach Maaß. Coulante Zahlungsbeding. Preisaufschlag. der Cattler u. Treibriemenarbeiter des Nordens. Verein der Zimmerer A. Marcus, Geberit, Statiſerſtr. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend erwünscht. 156/10 J. A.: Albert Kässner. Geschäfts- Eröffnung. Allen Freunden und Genossen teile ich mit, daß ich Wissmannstr. 10( Rixdorf) ein Restaurant errichtet habe. Reichhaltige Speisen und Getränke zur Auswahl. Freundlichen Besuch erwartend Gustav Hahn, früher Tischler. Bahlungsfähige Biertrinker werden jederzeit beschäftigt. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 16. April cr., vormittags 10 Uhr: 29. Allen Genossen, Freunden und Be fannten empfehle mein Weiß- und Bayrisch- Bier- Lotal, General- Derlammlungen und Gerdute iff beſt. geforat bei Cohn, Beuthstraße Nr. 21-22. Tages Ordnung: 1. Bereinsangelegenheiten. 2. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erwartet 257/7 Zähne 2 M. Der Vorstand. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Tellzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7. 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Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Erste Borstellung im Shakespeare: Cyflus: Romeo und Julia. Sonntag, abends 8 Uhr: Ehrliche Arbeit. Central- Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Ordonneau u. Sturges. Musit von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Dic Puppe( La Poupée). Sonntagnachmittag 3 Uhr, zu halb. Preisen: Gasparone. in 3 Arten von T. Millöder. Operette Montag, 17. April, z. 100. Male: Die Puppe( La Poupée).( Souvenier: Abend.) Ostend- Garl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Bum 13. Male: Die Bulgaria. Sensationelles Ausstattungsstüc mit Gesang( Wahrheit und Dichtung) in 3 Aften( 10 Bildern) von Hans Buchholz. Musik von M. Fall. Ge jangsterte von J. Dill. Anfang 8 Uhr: Ju Tunnel von 7 Uhr an Frei- Konzert, Operette in 2 Aften v. Franz v. Suppé. Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 16. April. z. 1. Male: Die eiserne Jungfrau. Baudeville in 3 Atten von Barney. Hierauf: Chand d'habits. 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