Erscheint mit Ausnahme ves Montag lüg ich froh 2»)»NI«>» veiwalwn» vroa n. 7r-i,i;-ni2«»» reievd-:>»?»,»»4V». 3ta ai u,r>> smm ♦ Donnoitfanui37544 13. Jahrgang. Donnerstag, 14. Dezember 1933 Nr. 292. Mvzelprels 78 Heller. 'Emschlichlich 5 Heller Prnw' Oenosss Dr. Czech im Budgetausschuß des Senats: Goebbels Außenpolitik Das Arbeitslosenproblem- die größte Sorge des Staates 400 Waggons Korn und 700 Waggons Kohle für arbeitslose Familien Prag, 13. Dezember. Fürsorgeminister Genosse Dr. Ezech stellte in seinem heutigen Expose im BudgetanSschutz deS Senates erneut daü Problem der Arbeitslosigkeit in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, wobei er den ungeheueren Ernst der Situation ohne Uebertreibung, aber auch ohne jede Beschönigung darlegte und überzeugend nachwieS, daß eben nur planmäßige WirtschastSumgestaltung im Verein mit ArbritS■> beschaff» ng und Arbeitszeitverkürzung wenigstens einigermaßen Abhilfe schaffe« können. Einen breiten Raum nahm diesmal auch die objektiv« Erörterung der Möglichkeiten einer ausgedehnteren Jnnenkolonifation«in, die für Arbeitslose Siedlungsraum schaffe« will. Geradezu erschütternd waren die Ziffern über die Rot der Jugend: fast ein Viertel aller Arbeitslosen steht im jugendlichen Alter, und viel« von ihnen haben überhaupt noch nie auf einem Arbeitsplatz gestanden. Um so begrüßenswerter ist angesichts dieses Massenelend» di« Ankündigung de» Mini« per», daß in der Regierung doch dl« Wiederaufnahme der Brotaktio» durchgesetzt werden könnt«, für dir vorläufig Süll Waggon» zur vrrsügung stehe«. Ferner sind siebenhundert Waggon» Kohl« für dir ArbritSlosen und auch di« Milch» und AuSsprisungSaktion für die Kinder Arbeitsloser konnten mit neuen Zuweisungen dotiert werden. Dem ErposS deS Ministers entnehmen w'.r folgend« Stellen: Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit Wie nicht anders zu erwarten war, stand die wachsende Verschärfung der wirtfchastlichen Verhüll, nisse und die onsteigende Massenarbeitslosigkeit auch im heurigen Jahre wieder im Mittelpunkt der Budgetdebatte. Daß die Massenarbeitslosigkeit da» Zentralproblem d«S Staat«» sei und daß all« ver- sügbaren Kraft« zu ihr«r Bekämpfung mobilisiert w«rd«u müssen, da» ergab sich klar auS der Debatte. Jeder Redner, der zu Morte kam, hatte di« Empfindung, daß die RtaffenarbeitSlofigkeit weder an sich, noch auch in ihren tragischen Ausmaßen weggeleugnet werden könne und daß sie zur größten Sorge de« Staate» empor, gewachsen sei. Wörtlich sagt der Vorsitzende deS Budgetaus- schusieS, Herr Abgeordneter Dr. C e t n in seiner ParlamentSrede: »Die Arbeitslosigkeit hat ausgehört, ein Problem der Parteien zu sein, und ist zum Problem des Staates, zu unser aller Problem ge- worden. Don den vielen Hundertlausenden Arbeitslosen werden noch Hunderltausende übrig bleiben, die wir nicht mehr zur Produktion werden zurück- führen können." Wie mut man den DoS haben wir schon vor Jahren kommen gesehen und von dieser Stelle aus Jahr für Jahr angelündigt. Doch kommt es nicht darauf an, wer recht behalten hat, sondern daß wenig st ens setzt etwas geschieht! Seit der Erstattung des EzPosöS im Abgeord- uctenhause ergab die Ende November durchgeführte neue ArbcitSlosenzählung 002.101 Arbeitslose, also einen Zuwachs von rund 10 Prozent. So betrüblich dieser Anstieg auch ist, so bedeutet er doch gegenüber dem Zuwachs des gleichen Monates der Jahre 1932 und 1931 von 14 Prozent resp. 30 Prozent eine geringe Besserung, die sich aus den restlichen Auswirkungen der Arbeitsanleihe erklären läßt. Au! Ivo Bewerber zehn Arbeitsplätze! Wie di« Berhältuiss« auf dem ArbeitSmarkt liegen, ergibt sich au» der Feststellung, daß im Rlonat August diese» Jahre», in dem daü Saisongeschäft und die Juvestitionüarbeiteu«och im Gange waren, 808.897 Arbeitübewerbern nur 79.722 Arbeitsplätze zur Verfügung standen, so daß auf hundert Bewerber nur rund zehn Arbeitsplätze entfielen. Seit der Zeit ist die Lag« am ArbeitSmarkte«ine«och tr» st loser« geworden! Arbeitslosen? Umbau der Wirtschaft Diese Situation erheischt unser resoluteste» Zugreisen. Unter Ausnützung aller bestehenden Möglichkeiten muß nun der Kampf gegen Krise und Arbeitslosigkeit sortgesührt werden und gauz besonder» bei der Wirtschaft«insetzen. die einer planvolle« Umgestaltung an Haupt und Gliedern bedarf. Dadurch würden sich gauz automatisch di« Wege erschließen, di« zur Weltwirtschaft führe» und dir Zusammenarbeit mit den anderen Staaten und BSlkern ermöglichen. Ohne«ine solche Zusammenarbeit, ohne«in» dem Ezportcharaktrr unseres Staate» augepaßt» Handels» und Wirtschaftspolitik gibt«S keiuev Wiederaufbau der Wirtkck-akt uns», re» Staates, kein« Linderung de« Krisennotstandes, kein« auch nur teilweise Eindämmung der Mass«uarbeit»loflgkrit! Hand in Hauh damit müßt« eine Reih« anderer Maßnahmen gehen. Arbeltsbesdiallung Schon Im heurigen Jahre wurde mit der z i e l- bewußte» Arbeitsbeschaffung begonnen. Nun muß mit Hilfe deS für das kommende Jahr reservierten Restes der Arbeitsanleihe und durch Mobilisierung neuer Kreditmöglichkeiten da» b e- gönnen« Werk fortgesetzt werden. Dabei darf die ganze Last der Arbeitsbeschaffung nicht ausschließlich dem Staat aufgebürdet, sondern muß auch von der privaten Initiative getragen werden, die schon im Hinblicke auf die zurückliegenden guten Jahre ebenso wie der Staat und die Arbeiterschaft gewisse Opfer auf sich nehmen muß. Arbeltszel'verkOrzung Auf diese» Gebiet fallen auch di« staatlichen ^Maßnahme» hinsichtlich der Verkürzung der Arbeitszeit, deren Verwirklichung mit jedem Tag dringlicher und unabweisbarer wird. TaS hat man in den anderen Staaten Europa» und in Amerika längst eingeschrn und ohne weitere» ver- wirklicht. Warum sollen nicht auch wir endlich zu dieser Maßnahme übergehen? E» müssen aber auch alle s o n st i g e n Möglichkeiten, die geeignet sind, wenigsten» einen Teil der Erwerbslosen der Arbeit»- losigtert zu en mißen, ausgenützt werden. Dazu gehört auch ein« Regelung de» Arbeitsmarktes, die die Zuteilung der freien Arbeitsplätze vor allem an Arbeitslose und besonders an die sozial bedürftigsten ArbeilSwcrber in einer Weise sicherstellen soll, die jedwede Möglichkeit einer Umgehung unbedingt unterbindet. Maa muß doch endlich einmal begreisr», daß in einer Zelt, in der Hundrrttansende von Arbeit»- Menschen den größten Entbehrungen«osgesetzt sind, die frei gewordene» Arbeitsstellen nicht daS Objekt willkürlicher Entscheidung de» Unternehmer» sei« können, sonder« der Kontrolle der zuständigen staatlichen Stellen unterliegen müssen! Arbeitsvermittlung Daran ist auch der Staat, interessiert, dem es absolut nicht gleichgültig jein kann, daß er— ohne daß die Arbeitgeber dazu das Mindeste beisteuern— an Hunderltausende von Arbeitslosen Staatsznschüsse zu leisten hat, während gleichzeitig etwaige frei gewordene Arbeitsplätze statt an Arbeit-lose an Personen vergeben werden, die schon ander« Einkommensquellen haben. Siedlung als Erwerbs» loscnhllle Auf der Suche nach neuen Lebens» und Er- werbSmöglichkeiten für die Menschen, di« durch die Rationalisierung aller Voraussicht nach dauernd auS dem Arbeitsprozeß auSgcschaltet sind, stoßen wir unter anderem auch aus ein Problem, das in den letzten Monaten eine größere Aktualität erhalten hat. Cs ist da» Problem der Eingliederung der sogenannten„Inneren Kolonisation" in die Er- werbSlosensürsorge. In unserem Falle handelt eS sich darum, den Gedanken der inneren Kolonisation in deit Dienst der ArbeitSlosensürsorge zu stellen und durch vollständige oder teilweise wirtschaftliche Verselbständigung von Erwerbslosen den ArbeitSmarkt zu entlasten. Tabei wollen wir et gleich vorneweg sagen, daß es ganz verfehlt wäre, sich hinsichtlich der Realisierbarkeit des KolonisationSgedankenS irgendwelchen überschwänglichen Erwartungen hinzugeben. Tenn es ist leider nicht genügend Grund und Boden vorhanden, der die Siedlung einer wenn auch nur nennenswerten Zahl der nach vielen Hunderltausen- den zählenden Erwerbslosen ermöglichen könnte. ES fehlt aber auch an den durchaus nicht geringfügigen Geldmitteln zur finanziellen Sicherung einer großzügigen SiedlungSaktion. All dies muß in dem Augenblick gesagt werden, in dem die Frage nach d«r Realisierbarkeit deS Siedlüngsgedankens zur Diskussion gestellt ist. Doch ist damit beileibe nicht beabsichtigt, die Verwirklichung des Gedankens irgendwie zu gefährden. Im Gegenteil steht daS Fürforgeministcrium dem SicdlungSgedanken, auch wenn er nur einen kleinen Kreis von Arbeitslosen vom Arbeitsmarkt obzuziehcn vermag, positiv gegenüber. Es beabsichtigt auch zur sachkundigen Bearbeitung oller mit dem Siedlungswesen zusammenhängend«» Fragen ein« Stelle zu schaffen, deren Ausgabe e» sein wird, nicht nur zu den konkrete» Fragen Stellung zu nehmen, sondern auch die RealisterungSnwglichkeiten im Bereiche unseres Staatsgebietes zu prüfen und der Regierung zur gegebenen Zeit konkret« Anträge zu unterbreiten lSchlich Seit« Lj toten- und Korru*ii«nsfeldzu< Heden die Welt Sei: bei« 14. Oktober wird die deutsch» sascistisck)« Außenpolitik durch die Parole be- stiinmt: Friedensmanöver und Rüstungsyffen- sive. Die fieberhaft fortgesetzte Ausrüstung soll durch eine„Iriedens"--^ sscusive gedeckt werden. Es war kein Zufall, daß eben am 14. Oktober, dem Tage der Sprengung der Ab» rüstungSkonsevenz und des Austritts aus dem Völkerbund, Hitler an Frankreich das Per- bandlungSangebot gerichtet hat. Durch die Verhandlungen mit Frankreich sollte ein eventueller Gegenschlag Irrnckreichs unmöglich gemacht werden. Diese direkten Verhandlungen sollten die Entstehung der Well front gegen Deutschland in Gens verhindern und eine Aktion Frankreichs gegen die Hi-.kcrsche Aufrüstung akarendeu: man führt keine Sanktionen gegen eine Biacht ans, mit der man anr Verhandlungstische sitzt. Die Enthüllungen, die dem französischen Außennnnistevirmn nahestehender„Petit Pori- sien" am 1(5. und 17. November veröffentlicht har, Haden diese Manöver ganz empfindlich gestövr und durchkreuzt. Es handelt sich um die authentischen Instruktionen, die von dein Goebbels'schen Propaganda Ministerium an seine ausländischen Vertretungen geschickt wur- den, die speziell di« Aufgaben und die Niethoden der oeutsch-fascisnschen Propaganda in Noch, und Südamerika bestimmen. Den praktischen Anweisungen sind sehr Nwrtvolle außenpolitische Betrachtungen vovausgeschirkr. Hier wird mit aller Offenheit festgestellt, daß Deutschland haute in einem Borkriegsstadium steht, ähnlich wie 1910-13, daß für Deutschland eine unnrittelbare.stnegsgefahr bestellt. Die außenpoli.ischeu Nichtlinien werden für die Nazipropagandavertrcter im Auslande folgenderntaßen formuliert: Frankreich ist und blecht der Hauptfeiud. England kann und will die französische Politik unbedingt nicht machen, da es einen europäischen Konflikt Venneiden will, aber England soll dock) als der stärkste und gefährlichste Perbuichete Frankreichs he- trachtet werden, das anglofmnzösisckw Bündnis soll mit allen Mitteln gestört werden. Das .Hauptziel der deutschen Außenpolitik ist die Liquidierung des Versailler Vertrags, wenn möglich aus dem Verhandlungswege, wenn nicht mit anderen Mitteln,:veun auch zur Zeit Deutschland noch nicht genügend vorbereitet ist, um diese anderen Mittel, das heißt Oietvaltmiktel, anzuwenden. Itin Vordergrund steht die Rückgliederung der Laar, die nnver- äußersichen Rechte Deutschlands auf Elsaß- Lothringen können nock) nicht ans den ersten Plan gesetzt werden. Polen gegenüber wird eine verständigungsbereite Haltung empfohlen, was keinesfalls dem Verzicht auf deutsche Ansprüche gleichkonnnt. Das Endziel der deutschen Politik ist die Angliederung sämtlicher Grenzgebiete mit deutschen Minderheiten an Deutschland und die Erh>rltung der Kolonien nicht aus dem Woge der Neuverteilung der Kolouialmandate durch den Völkerbund, ferner die Herstellmtg der Rüstuiigsfreiheit, jede Rüstungskontrolle, auch eine internationale, bleibt für Deutschland untragbar. An diese außenpolitischen BormlSsetzun- gen wird ein Propagaudaplan im Auslände angckiiüpft, dem eine Großzügigkeit nicht abgesprochen werden darf. Das Ziel ist kühn: die Erobevung der Weltmeinung. Es werden gewaltige Mittel zur Verfügung gestellt, die Heroen Propagandaleiter im Ausland« werden verständigt, daß man vor ke>inen Ausgaben zurückschrrcken wird. Alles muß in den Dienst der Beeinflussung der Aitslandspresse zwecks ihrer informatorischen Gleichsck>altung gestellt werden: Rundfunk, Pressedienst, Stoff- veliefevung, Einstellung der Sonderkorrespondenten. Diese Beeinflussung inuß unter allen Umständen getarnt bleiben. Die von der deutschen Sei e inspirierte Infonnation und Artikel dürfen nicht den Eindruck des Propa-- Seit« S. Donnerstag, 14. Dezember 1988 Mr. 292 BcncS In Paris Prag, 13. Dezember. 2lußenministcr Doktor Bane» reiste in Begleitung des LegationSrate- Dr. B. Kuöera stellte nach Paris ab. Auf dem Bahnhöfe hatte sich zur Verabschiedung der fron- zösische Gesandte Leon Noel eingesiindt'n. ■BHHMMBniBBHMnin gairdaiimtcnalS machen. Tic deutschen Pro;m gailda Agenten und deren Berlranensleute sotten völlig unverdächtigt sein im Sinne irgendwelcher Beztehunqon zur Negierung und Regrernngsstellen. Dir deulfchen Regienings- stellen müssen jede mißfallende Fühlung init ihnen vermeiden. Die der dentschcn Propa- ganlda gefügigen Presseorgane dürfen in keinem Falle m einer offenen Form dafür belohnt werden, etn>r durcl) die Vergebung der deutschen Inserate. Die deutschen Sonder- korrespondentetl, die auf den llR'Nvge» und unter nerttvaler MaSke der ausläudisck>cn Presse empfohlen weichen, müssen außerhalb jeder Bevdochtmoglichkeit stehen, Verbind»», gen mit der Regierung zu besitzen. Jeder An- schein einer Beeinflussung muß peinlich vcr- mirchcn werden. Nicht weniger raffiniert ist auch di« Technik der Stoffbelieferung. Ihre Unterlage bilde, ein streng getarnter deutscher Rimdsunk- und Telegrrrphcndienst, der mit den modernsten Mitteln und der rckordmäßi- gen Schnelligkeit arkviten soll. Jeder besondere Wunsch der Zeitungen in bezug auf die Information muß pronipt befriedigt werden. Der Informationsdienst muß unter neutraler Flagge arlleiien und trenn nottvendig in der äußeren Form der Zoirderbcrichterstat- tung, di« den amerikanischen Zeitungen am nveisten imponiert. Will ein Blatt die individuelle Belieferung, dann erhält er feinen Sonderkorrespondenten, die in möglichst großer Zahl eingesetzt werden müssen. Alles wird gratis geliefert: der Nachrichtendienst kn sämtlichen Formen und die Sonderkorrespondenten, sämtliche Telegraphen- und andere Unkosten werden ersetzt, Honorare werden nicht gefordert. Dr. Goebbels und seine Agenten leisten ehrenamtliche Arbeit für die Weltpresse. Noch mehr: den Zeitungen, di« diese ehrenamtlich« Sloffbeliefrung übernehmen, wird finanzicsse Unterstützung in Aussicht gestellt. Die Veröffentlichung dieses famosen Dokuments hat in der französischen Lcjsentlich- keit einen Entrüstungsstunu und ein Entsetzen ohne gleiches hcrvorgerufen. Politisch ent- schcidend ist der Sümmuiigsumschwung in dem Teil der regierenden radikalen Partei, der noch vor kurzen, dem Gedanken der direkten Verhandlungen mit Deutschland nicht unter allen Umständen abgeneigt war. Es sind ein-- mal die Kreis«, die D-aladier nahe stehen, u. a. der Vi^präsident der Partei Emtl« Roche, der Herausgeber der Republik, der ehemalige Sekretär der Partei Pfeisser, der Redakteur vom„Notrc Tenrps", und dann der Kreis um die„Bolcnrö". Di« einen haben aus taktischen Gründen die Fühlung mit dem Hitlcr-Deutsch- land befürwortet, die anderen— aus den ,-adibi.l pazifistischen.-Herr Dr. Goebbels hat ihnen«inen l^soudcrs sch>veren Schlag versetzt. lutzkilünot 2» Minister Dr. Franke: klaffende Wunde an unserem Volks- den 328L91 Arbeitslos«» de« die im Juli dieses Jahre« Laude« gezählt Pautscher Sender könnte das deutsche Gebiet nldit erlassen Prag, 13. Dezember. Anläßlich der Derhand. sung der Kapitol Post und Eisenbahn im Bud-, getansschuß des Senates hat Postminister Dr. Frank« heute neuerdings zur Frage der Errichtung eines deutschen SenoerS Stellung genommen. Während er früher doch noch leine ablehnend« Haltung durch allerlei Redensarten bemäntelt hatte, erklärte er heute rundweg heraus, daß die Errichtung eines selbständige» deutschen oder ungarischen Senders über, h a u b t nicht in Frage komme. Wenn einige Herren au» dem deutsche» I Vettere«nverorttenttime Nttlsaktlonen Auf dem Bebtet« der autzerordeutlicheu Hits», maßnahmen hat dt« Regierung in-en letzten lagen eine Reihe von Hilfsaktion«» be» fchlosscn. Vor allem wurde die Fortführung der im Vorjahr« begonnenen veotaktton, wenn auch im beschränkten Ilmsang« ermöglicht. Aus Grund der Zuteilung von 400 Waggon Morn werden de« erwerbslosen Jamilienerhalteru mit größerer Kindrrzahl Brotzubußen verabreicht werden. Auch dir Kohlrnaktion wird, wenn auch vorläusig nur 700 Waggon zur Verfügung stehen, in der nächsten Zett wieder ausgenommen werden, wobei da« Fürsorgeministerium um rin« weitere Erhöhung de« obigen Kohkcnquantum« bemüht ist. Der Ministerrat hat überdies dem Fürsorge- ministernun wie im Vorjahre«inen Betrag von fünf Millionen Ke zur Gewährung von Zuschüssen an Gemeinden bewilligt, di« durch Krisen» maßnahm«» in stärkerem Maße in Mtleidenschast gezogen wurden. seibsfändigenvcrslciieniiu In der Frage der Selbständigenvrrsicher^uz haben sich die Verhältnisse bisher leider noch immer nicht geklärt. Das Fürsorgeministerium hat bereits wiederholt erklärt, daß es den Anträgen auf Akti- Vierung der SÄbständigeiiversicherung grundsätzlich positiv gegenubersleht, daß aber vorher die Verständigung der vridrn Jnteressentengruppen— Landwirte und Gewerbetreibende— über di« Novellierung der Gesetzes und di:-Sicherstellung der finanziellen Grundlagen des neuen versicherungSzweigeS nottvendig erscheint. Abschließend erklärt« Genosse Dr. Ezech, im Bewußtsein redlichster Pflichterfüllung zehr Ml Fürsorgeministeeium dem Votum der ll. Kammer der Nationalversammlung beruhigt entgegen. W^WWWWEWlWWMWWWWWWWWWMWWAUl darbictungen in ihrer Muttersprache zugänglich zu machen, auch ohne eigenen Sendler der» wirklichen. Ausspelsungsaitlion und WcihnaciitsniHe Schon in den nächsten Wochen wird eine B e- speisu»gSaktlou für Kinder vou Arbeitslosen in di» Wege geleitet>v«rd«n, zu welchem Behuf« da« Fllrsorgeministrrium den Ve< zirkSjugendsiirsorgen«ine« Betrag von drei Millionen Kr flüssig machen wird. DaS Ministerium hasst überdies, wir in d«u varangegangenen Jahren «in« Weihnacht-aktive» für Kinder von Arbeitslosen veranstalteu zu können, und«S ist weiter« bemüht, auch im heurigen Jahr, eine KtndrrbtkleidungSaltion za veranstalten. Ein Viertel aller Arbeitslosen Jugendliebe! TaS Fürsorgeministerium übersieht aber auch die zunehmende Verelendung der arbeitslosen Jugend nicht. Eine statistische Erhebung, die leider noch nicht abgeschlossen ist, legt auch hier die weithin""“ körper bloß. Unter Böhmen, wurden, besinden sich 10.234 Jugendliche im Aller von 14--18 Jahren, 23.266 Jugendliche tut Alter vou 19 20 Jahre» und 47.475 Jugendliche im Alter von 21—24 Jahren, zusammen 80.075 Jugendlich«, also rund 25 Prozent. Ein annähernd ähnlich««, ebenso ungünstige- Ergebnis zeige« auch«Ine im Monat Feber 1088 durchgesührt« Zählung, die bei 407.805 Arbeitslosen 113.471 Jugendlich« verzeichnet. Ties« Ziffern zeigen uns mit erschütternder Deut- lichte»!, vor welchen Gefahren wir stehen, wenn mir uni nicht r«chtzcitig besinnen und zur entschlossenen Tat anfrassen. Aus diesem Wege können sich dann vielleicht auch> für daS Jugend pröble m unsere- Staate-, dazu unseren brenneiidstc» Aufgaben zählt, gewisse partielle Lösung-möglichkeilen ergeben. Krise und Arbeitslosigkeit sind naturgemäß an dem schwächlichen Organismus der Kinder nicht spurlos vor« übergegangen. Eine ganze Reihe von schulärztlichen Berichten ans den Krisengebieten meldet schier unsaßbarc Prozentsätze an untersuchten unterernährten, untergewichtigen, blutarmen und degenerierten Schulkindern. Bereit- sür daS Jahr 1931 wird rin Ansteigen der Säuglingssterblichkeit, sowie der Tuberkulosensterblichkeit sestgestcllt. ES ist daher nur selbstverständlich, daß da- Für- sorgcministeriiim in den leider nur eng gezogenen Grenzen seiner finanziellen LeistnngSsähigkeit eine Reibe von Maßnahmen getroffen hat. Beträgt doch die Zahl der Kinder der Arbeitslosen rnnd 300.000, von denen der iiberiviegendc Teil in« hohen Grade schutzbedürftig ist. Milch- and BrotaMlon Im Rahmen der staatliche» Milchaktion wird täglich 60.000 Kindern von Arbeitslosen ein halber Liter Milch unentgeltlich verabreich/. Zur Ergänzung dieser Aktion soll vom Jänner ab den Erhaltern von Familien mit einer größeren Zahl von Kindern, dir bei der Milchbrtei- lung auSfallen,«ine wöchentliche Brot- Zu b u ß t zuteil werden. nicht gesprochen! Mugierig sind wir überdies, wann sich ivenigstens di« Verheißungen deS Herrn Ministers über die Ausdehnung der deutschen, bzw. unga- i rischen Send?zeit erfüllen werden. Oder wird sich [das„öefte Slovo", das Organ des Herrn Ministers, wieder rechtzeitig Proteste ans seinen ...... I Leserkreisen gegen die Äerwirklichnng auch dieser Doch lasse sich die Absicht, der deutschen, I.Konzession" an die Deutschen diese- Staate- zu bzw. ungarische» Bevölkerung mehr Rundfunk»' beschaffen verstehen? Dazu kann man nur sagen, daß es gerade von dem„staat-politischen" Standpunkt, den Minister Dr. Frank« im Abgeordnetenhau- al- mitentscheidend in dieser Frage hiugcstellt hat, außerordentlich u»klug ist, di« deutsche Bevölkerung in den Randgebieten fast ausschließlich den veichSdou/schen Httlersendern»u überlasten. Zwischen Eger und Troppau würde sich— wenn Herr Dr. Franke an diese- Problem auch nur einigermaßen enrster herontreten wollte— doch irgendein Standort finden lassen, von dem au- ein deutscher Sender wenigsten- den größten Teil der rm kompakten doutschen Sprachgebiet wohnenden Deutschen»mfasteu könnte. 41-qiu einige-piici-u uuv Km nui|u|eiken im Kops! Meinethalben kannst orgeln. Aber nur noch«in Stück! Venn ich läut, sängt die Vorstellung an." Fran; zog seinen Rock aüS, krempelte die Hemdärmel hoch und fing an zu drehen. Di« Sache machte ihm Spaß und er l> Osten gegen Mitteleuropa beschleunigt. In Deutschland sind gestern stellenweise die Temperaturen unter —15 Grad Celsius gesunken, Königsberg meldet — 20 Grad Celsius. Bei uns war es gestern noch meist trüb, den äußersten Osten des Staates ausgenommen; stellenweise wttrden noch leichte Schneefälle verzeichnet. Für die allernächste Zeit muß bei uns namentlich in den Sudetenländern mit einer erneuten Abkühlung gerechnet werden. Die Weiterentwicklung des Wetters wird jedoch unsicher, da der Einfluß- des Trucktief über Frankreich sich allmählich gegen das Binnenland ausbreiten dürfte. Wahrscheinliches Wetter heute: Wechselnd bewölkt, F r o st, im W e st e n des Staates erneut kälter, Wind aus östlichen Richtungen. 52 Todesopfer der Mte kn USA. New?s o r k, 13. Dezember.(Reuter.) In den Nordwest-Staaten sind in diesen Tagen infolge der großen Kälten 52 Personen ums Leben gekommen. In den Staaten Michigan, Ohio und Prnnsylvanirn ist der Verkehr durch Glatteis stark behindert. Vas Dritte Reich will tschechofls« walilche Schriftsteller gleichschalten! Der Schotzderband deutscher Schriftsteller in der Tschechoslowakischen Republik teilt uns mit: Mehrer« reich-» deutsche Verleger sind in den letzten Tagen an ihre in der Tschechosiowakei lebend« Autoren mit dem dringenden Verlangen herangetreten, bl» 15. d. M. der ReichSschrift- tumSkammer in Berlin beizntrete». In de» Briesen der Verleger wurde behauptet, daß den Autoren, die nicht dieser Kammer beitreten, künstighin die VerSfsentlichung von Büchern, aber auch dir Mitarbeit an Zeitungen und Zeitschriften verwehrt sein wird. Der Schutzver- bond deutscher Schriftsteller in der Tschechosiowakei hat daraufhin an fein« Mitglieder ein Rundschreiben gerichtet, das nachdrücklich vor dem Beitritt warnte und darauf hinwieü, daß in den von dem Präsidenten dieser Kammer herauSgegebenen Anordnungen der§5 ausdrücklich besagt:„Der Beitritt von Ausländern wird nicht gefordert." Das Verlangen der Verleger ist nichts anderes, als ein Versuch, die in der Tschechosiowakei lebenden Autoren gleich« zuschalten. Sieben Arbeiter gelötet. Paris, 13. Dezember. Unweit von Le Saunier im Jura-Departement fuhr ein Schnellzug in dichtem Nebel in eine auf der Bahnstrecke beschäftigte Arbeitergruppe. Sieben Personen wurden auf der Stelle getötet, acht weitere sind schwer verletzt. Die erste Verhandlung vor dem Standgericht. Wien, 13. Dezember. Die erste Verhandlung vor dem Standgericht ist gegen den 29jäh- rigen Bauernsohn Johann Breitwieser für Donnerstag 2 Uhr nachmittags angesetzt worden. Die Verhandlung findet vor dem Kreisgerichte fn Wels statt, wohin sich der Standgerichtshos ans Wien begibt. Johann Breitwieser hat seine 10jährige Geliebte, die Bauernmagd Hilde Strasser in Mittersilz in Oberösterreich durch mehrere Messerstiche getötet, um sich ihrer zu entledigen. Der Angeklagte hat ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Er wollte im Jänner eine Banerntochter heiraten und deshalb von seiner Geliebten, die schwanger war, frei werden. „... welch Abenteuer, bringt mau geschleppt ein Ungeheuer!" Schottische Seeschlange zu Weihnachten. London, 13. Dezember.(AR) In der englischen Presse erregt die Meldung über ein Meerungetüm. das angeblich von zirka fünfzig Personen mehreremals in den letzten Monate» in dem See Loch Neß in Schottland gesehen wurde, große Aufmerksamkeit. Gestern wurde sogar über dieses Ungetüm im Unterhaus verhandelt, wo ein Mitglied die Anfrage stellte, ob es vom wisienschastlichen Standpunkt aus nicht angezeigt wäre, die Angelegenheit zu untersuchen und ob das Luft- fabrt mini st erium nicht aufgefordert werden sollte, dieses Ungetüm zu photographieren und zu beobachten. Der M i n i st e r für Schottland, Sir Geoffrey Collins, antwortete, daß keine genügenden Gründe zu der Annahme vorlägen, daß sich in Loch ein „Verderben bringendes" Ungetüm aufhalte und sprach die Ansicht auü, daß die Untersuchung den privaten Neugierigen und den begeisterten Zei- tungsph'otographen überlasten werden möge. Der Loch Neß-See ist 32 Kilometer lang. Verlorenes Festland gesunden? Kalkutta, 13. Dezember. Di«, hiesigen eng lisch geschriebenen Zeitungen bringen die Mel- düng, daß Mitglieder der. Murrayschen Ozeano graphischen Expedition das verlorene Festland, das unter dem Namen Lemuria bekannt ist, gefunden haben. Nach verschiedenen Meldungen über dieses verlorene Festland, befand sich dieses zwischen der indischen und afrikanischen Küste. Nach Berichten der genannten Blätter wurden zehn Gruppen von Hügeln unter dem Meeresspiegel gegenüber Aden gesunden. Drei blinde Passagiere znm Südpol. Welingto«, 13. Dezember.(Reuter.) Admiral Byrd, der wie bekannt eine wissenschaftliche Expedition in die Antarktis unternimmt, stellte nach achtstündiger Fahrt auf dem Meere fest, daß sich an Bord drei neuseeländische Offiziere als blinde Passagiere befinden. Diese Feststellung beunruhigte die SchisfSofsiziere, da die drei Personen auch verpflegt werden müssen. Trotzdem hat Admiral Byrd sich entschlossen, diese drei blinden Passagiere an Bord zu lasten, da es nicht mehr möglich sei. nach Wellington zurückzukehern. Slehuag der Klostenlotterie Zweiter ZiehuugStag. 10.000 K8: 79008. S.000 Kfi: 6.973, 28.1«, 47.498. 2.000 KB: 14.329, 25.455, 31.595, 37.873, 37.977. 40.678, 40.967, 52.598, 58.433, 61.000, 65.942, 85.939, 90.482, 95.792, 96.211, 97.962. 480 K«: 13.370, 15.308, 20.580, 30.408, 40.018, 51.985, 60.103, 74.776, 80.017, 80.945, 91.270, 96.230. Zum Tode KvehlaS. Zum Zeichen der Trauer über das Ableben des ehemaligen Mim- sterpräsidenten Dr. Anton 8vehla ordnete die Regierung der Republik an. daß an den Zentral- und Landesämtern in Prag, Brünn, Preßburg und Ungvar Trauerfahnen gehißt werden. DaS Innenministerium hat angeordnet, daß auch die Gebäude der Bezirksämter mit Trauerfahnen geschmückt seien. Fahrkarten- und Poftschalter. Die Unter- Buchungen und Studien, die über den Zusammenschluß des Eisenbahn-, Post- und der Autv- und Flugabteilung des Arbeitsministeriums »md über die Schaffung eines gemeinsamen Berkehrsministeriums durchgeführt werden, iehen neue Perspektiven für die rationelle Ausnützung der Arbeitskräfte der Eisenbahn eben in der Uebernahme der Postftlnktionen. So er- cheint als sehr vorteilhaft die Möglichkeit, daß die Fahrkartenschalter in vielen Fällen zugleich als Postschalter fungieren könnten, wozu sie durch ihre Ausstattung und Einrichtung schon heute ganz gut geeignet sind. Diese Initiative geht von den Eisenbahnern selbst ans, wobei darauf hingewiesen wird, daß sich wohl die Eisenbahner als Postler bewähren müssen, wenn te sich sogar bei den Steuerämtern, zu denen viele transferiert wurden, bewährt haben. Fünf Opfer eines Fabriksbrande». In einer Abteilung der Gummiwarenfabrik M. Steinberg in Köln-BraunSfeld ereignete sich gestern mittags eine Explosion. Das Gebäude fing Feuer, daS sich so schnell ausdehnte, daß Großalarm gegeben werden mußte. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden füns Personen schwer verletzt. Man hofft, zwei von ihnen am Leben erhalten zu können. ' Brand. Dienstag nachts entstand in dem Wirtschaftsgebäude des M. E r g a r t in SuchS Arbno unwett Böhm.-Budwei s ein Brand. Es brannten Scheunen, Schuppen. Vorräte und landwirckchaki- liche Maschinen ab. Ter Feuerwehr gelang es nur mit großer Mühe, das Uebcrg reifen deS Feuers auf di« Wohngebäude;u verhüten Es war auch Gefahr vorhanden, daß der Braud a»f das unweit vom Brandherde sichende Sokolgebäiide üb"rareifen werde. Zur Brandlöschung stellten sich zehn Feuerwehrverbände aus der näheren Umgebung ein, so daß das Feuer in vier Stunden lokalisiert werden konnte Der starke Frost beb'nderte die Lö'charbeiten, da dis Wasser in den Schläuchen einsror Ten SicherbeitS- dienst hielt die Gendarmerie, die Polizei und Militär aufrecht. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann und ein Soldat verletzt. Die Höhe des Schadens w'rd erst festgestellt Neue Petroleumgebiete. Die geologischen Versuchsarbeiten der Sowjets in Zentral- a sie» führten zur Entdeckung einiger neuer Petroleumgebiete. Nach den bisherigen Prüfungen wird eS möglich sein, F e r g a n a zum Zen- trnm der Petroleiimiiidnltrie für ganz Zentralasien zu machen. Auch in Nordtatdschikistan wur- den Petroleumvorkommen, die sich für die Er- ploitierung eignen, gefnitden. Flohr in Rußland. Die Gelehrtenkreise in Leningrad veranstalteten Dienstag abends einen großen Schachabend. Cs fand ein Blitzturnier des tschechoslowakischen Schachmeisters Flohr mit 13 so w se tr» ssi sch e n Schachmeistern statt. An erster Stelle stand Rjumin mit 11, an zweiter Stelle Flohr mit 10 Punkten. Lindberghü Studienreise. Die New Parker Blätter bringen eine Meldung über die Anktlnft des Obersten Lindbergh und seiner Gattin in Port af Spain in Britisch Wcstindien. in welcher eingehend über den letzten Abschnitt der Reise des berühmten Fliegers berichtet wird. Lindbergh absolvierte vmi Brasilianisch Manaos do Port of Spain die Strecke von 900 Meilen in neun Stunden und 39 Minuten. Wie der Flieger erklärt, war dieser Abschnitt der Reise, der über Dschungel und hohe Berge führte, der gefährlichste der ganzen Flugreise, im Verlause oeren Lindbergh in den letzten fünf Monaten mehr. als 20.000 Meilen zurückgelcgt hatte. Lindbergh hatte sich am 9. Juli auf dies« Flug- Das Volk der Richter und Henker Studienreise begeben, um die Möglichkeit eines regelmäßigen Flugverkehres zwischen Europa und Amerika zu sttldiercn. Reusundlomd unter englischer Kontrolle. Das Unterhaus hat mit 250 gegen 42 Stimmen in zweiter Lesung das Gesetz angenommen, durch daS die Verwaltung von Neufundland bis auf weiteres der Kontrolle der englischen Regierung unterstellt wird. Entlassung der veuizetiftischcn Offiziere. Das griechische Kriegsministerium hat ein Verzeichnis einer ganzen Reihe von hohen Offizie- ren zusammengestellt, die als Anhänger Vcni. zelos Ende ds. M. aus dem Armeeverband entlassen werden sollen. Unter ihnen befinden sich neim Brigadegeneräle. 40 Oberste, 2 Oberstleutnante und ein Masor. Ein indischer Massenprozeß. Der Prozeß in Lahore gegen 21 Personen, die angeklagt waren, den Zug des BizekönigS am 23. Dezember 1929 bei Delhi in die Lust gesprengt zu haben, ist zu Ende gegangen. Zwei Angeklagten wurden zum Tode, drei zu dauernder Verbannung und elf zu zwei bis sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Sturm. An der englischen K ü st e sowie im Kanal herrschten gestern starke Stürme. Biele Menschen kamen in Lebensgefahr, vielfach mußten Rettungsboote eingesetzt werden. Bei einem Erdrutsch in Colorado sind acht Personen ums Leben gekommen. „Dl« größte WeihnackstSfrende". In der „Doirtschen Wochenschau", Herausgeber: Gottfried Feder, vom 9. Dezember 1933 befindet sich folgende Annonce:„Die größte Weibnachtsfreiide für den deutschen Jungen ist ein Tankgeschwader, wunderschön, groß und massig. Acht Tanks, vier Kanonen und die icbn echic Bleisoldaten, zusammen für nur 2.90 Mark franko Nach nähme, direkt vom-Hersteller.. Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen. Freitag: Prag: 10.30 Schulfunk. 18.45 Schallplatte». 16.55 Prof. Radl: Frauenfrage». 17.05 Konzert des ÖEiSek-Ouqrtetts. 18.30 Deutsche Sendung: Pros. Schranil: Das Wesen der demokratisckten Verfassung. 19.10 Englische Konversation. 19.25 Slawen in ihren Gesängen. 2100 Konzen der Blasmusik. 22.15 Russische Berichte.— Brünn: 12.35 Mittagskonzert. 18.25 Deutsche Sendung: Sportbericht. 19.30„Jennfa". Oper von Janakek. — Kascha»: 12.30 Orchesterkonzert.— Pretzburg: 20.00 Dinfoniekonzert.— Men: 12.00 Mttags- konzert. 15.50 Opernensemble. 17.20 Liedcrstnnbe. 20.15„Die deutschen Kleinstädter', Lustspiel von Kotzebu«. Am der ArDclter-Turn and Sportbewegung. Skikurs für Auflager. Sonntag, den 17. d. verairstaltet die Bezirksleitung II Gau NWB. de» Touristenvcreines„Die Naturfreunde" um 9.30 Uhr beim Naturfreundehaus Nollenbors einen Skikurs sür Anfänger. Vorherige Anmeldung bei Genoss: r Herbert I u g e l, Aussig, Marktplatz 11(Geschäftsstelle der Naturfreunde), erforderlich. Der Kurs ist kostenlos, es wird lod'glich eine Einschreibgebühr vo» 1 Ke für Mitglieder und 3 Kr für Nichtmltglioder eingehoben. Der Kurs ist allgemein zugänglich. «Sette o. Donnerstag, 1J. Tc’tmTft 1S3* Die HUIerpropa^anda tfeäen die Tsdiedioslowakei Zur Rossenzndil des„Dritten Deldies“ von der Theorie zur Praxi«? Schon lange, bevor die heutigen Gewalt- leb»«4^Dritten Reiches" obenauf kEen, haben sie in Wort und Schrift die äußerste Dringlichkeit einer systematischen Zucht des echten„nordischen Menschen"»n Deutschland be- vnt.. Der»vahre Typ des mifgenordeten Nazi zeichnet sich, anS durch hohen, geraden Wuchs, lange» Schädel(wie bei den— Kaffent), blonde Haare und blaue Augen. Nun, da die Hitler- helben an der Macht sind(angeblich für ewige Zeiten) haben sie Kit und Muße genug, nut ihren Zuchtplönen Ernst zu machen. In der Theorie ist ja alles schon bis ins Detail klargestellt. Wir verweisen nur auf die fanwsen ^uchlvorschläge", die der jetzige LondwirtschaftS- niinister D a r r 6 in seinem bei I. F. Lehmanns Verlag, München, erschienenen Buch„N e u< adel aus Blut und Boden" gemacht hat, noch einmal zurückzukommen. Dort teilt er auf Seite 170 die Mädchen in vier Klassen<•>«: es heißt dort: „Klaffe 1: Ihr werten diejenigen Mädchen zugerechn«, deren Verehelichung in jeder Beziehung wünschenKven erscheint. Um in dieser Klasse auch tatsächlich nur immer das Beste zu sammeln, sei als Höchstgrenze für jeden Jahrgang bestimmt, daß nur ein begrenzter Hundertfatz, etwa 10 Prozent, aus der Schar der zur vollen Che Tauglichen in ihr Aufnahme finden. Klaffe 2: Ihr Word der Rest aller derjenigen Mädchen zugoteilt, deren Verehelichung im Hinblick aus die Nachkoinmenschaft keinerlei grundsätzliche Vedenken entgegenstehen. Klaffe 2: Ihr werden diejenigen Mädchen zu- geieüt, gegen deren Verehelichung aus sittlichen «der staatsrechtlichen Gründen keine Bedenken vorliegen, deren erbwertrger Zu st and aber in jedem Faste eine Unterbindung von Nachkommenschaft verlangt. Dieken Mädchen wird man die Ehe— gestatten, wenn die Kinder- lofigkert ihrer Ehe gewährleistet ist (Sterilisation!) Klaffe 1: Sie nimmt aste diejenigen Mädchen aus, gegen deren Verehelichung grundsätzlich schwere Bedenken vorliegen, so daß man von ihnen nicht nur keine Nachkommenschaft wünscht, sondern sich gegen ihre Verheiratung als solche weirdrn muß, weil dadurch der Begriff einer deutschen Che entwürdigt würde. Hierzu gehören einmal all« AeisteSkranken, dann öffentlich« Dirnen, denen ihr« Ahnentafel daS Gewerbe schon vor- zeichnet, weiterhin rückfällige Verbrecherinnen usw. — Dieses nur als besonders handgreifliche Beispiel« erwähnt.— Aus Gründen der Folgerichtigkeit gebären hierher zunächst auch alle rin ehelichen Kinder unbekannter Herkunft. Diese sind in jedem Fast« für daN DolkSkörper int höchsten Grab« gefährlich." Darrh schlägt Werder vor, neben den alten stdelSgeschlechlern einen Reu adel auf ,,?>« g«• Höfen" zu züchten. „Tierjüchterisch« Tatsachen" sind für ihn„ErkenntniSquell« und Anleitung" für di« Aufnordung des deutschen Volkes. Aber nur wenige deutsche Frauen würden Gnade vor den Augen der n-ch seinem Vorschlag einzusetzeuden und mit staatlichen Befugnissen auSzustattende.» »Zuchtwarte" finden. B«! der Klasseneinteilung der deutschen Mädchen geht Darrä von der Feststellung in W i n ck«l S Frauenkunde auS, daß von 100 deutschen Frauen r.ur noch 1t im Besitz ärztlich als einwandfrei begutachteter Fortpflanzung^- kärverterl« seien, 86 dagegen unnatürlich gebaut oder krank wären. Doch selbst dies« 14 läßt Darre noch nicht gelten. Auf Seite 165 trifft er mit sol- geuden Worte« ein« weiter« Einschränkung:„Dieie 14 von 100 gebärfähigen Frauen sind za ztvar g«. bärtüchr-g, nicht aber notwendigerweise anch sonst die Besten unseres Volkes. Mit Sicherheit kann an- genommer» werden, daß ein großer Teil dieser 14 Prozent nicht deutsches, insbesondere das für uns völlig wertlos« polnisch- slawisch« Blut in sich führt." Unter folg neu mißlichen Umständen für das deutsch« Blut wird die Nasiezucht rein nordischer Menschen«ine verdammt umständliche»nd schwierig« Sach« werden. Volkswirtschaft und Sozialpolitik Die Brüxer Braunkohle im November 1933. Di« Braunkohlensörderung in den Revier- bergamtsbezirken Brüx, Komotau und Teplitz betrug im November 1933 l,095.000 Tonne» gegen 1,065.000 Tonnen im Oktober 1933, aber gegen 1,292.000 To. im Noventber des Vorjahres und gegen 1,665.000 To. im November 1929. Die saisonmäßigc Zunahme der Förderung betrug vom Oktober zum November l. I. nur 80.000 To., während die Zunahme in den gleichen Monaten 1932 118.000 To., vom Oktober zum November 1929 jedoch 176.000 To. betrug. Di« Depotbestände verringerten sich vom Oktober zum November 1933 nur um 51.000 To. gegen 108.000 To. in der gleichen Zeit des Jahres 1929 und betragen mit Ende November 1938 718.000 To. Tie Beschäftigung der Arbeiter war weiterhin keine volle, da bei einem Arbeiterstand von 22.124 Personen nur 445.000 Schichten— bei 150,000 versäumten Schichten— im November M3 Verfahren werden konnten. „Nachrichtenblatt Nr. 32 Uns fiel ein Nachrichtenblatt in die.Hände, das gewesen« Funktionär« der ausgelösten DNSAP in BreSlau herstellten und an verschiedene Faseisten im schlesischen Gebiet, auch an tschechische, verschickten. Dies ist eine neue Form der hitkerischen Propaganda gegen die Tschechoslowakei; das Nachrichtenblalt erscheint fortlaufend und gelangt in großen Mengen über die Grens«. Da seine Versendung ziemlich kostspielig ist, liegt der Schluß nahe, daß sie von amtlichen deutschen Stellen zumindest unterstützt wird. In dem Rundschreiben Rr. 32 wird nun davor gewarnt, die Verhaftung der Jung und Genossen«nd die Auflösung der DNSAP zu einer Angelegenheit der Tschechen zu stempeln. Die Maßnahmen gegen die sudetendeutschen Nationalsozralisten seien vielmehr in erster Linie ein Kampfakt des mit dem Judentum verbundenen Marxismus und Liberalismus. Das Brünner Urteil fei ein„gemeiner Racheakt des Judentums und des Marxismus" für die vernichtende' Niederlage, die sie in Deutschland erlitten. Den deutschen Sozialdemokraten jirt> in diesem Rundschreiben nicht nur nachgesagt, daß sie sich als Denunzianten betätigen, sondern eS wird anch von ihnen behauptet, sie hätten aus die Prager Regierung einen außerordentlich starken Druck auSgeübt, nm das Brünner Urteil zu erzwingen. Wie das die deutschen Sozialdemokraten gemacht haben sollen, geht auS der folgenden Bemerkung des hitkerischen Nachrichtenblattes hervor: „Der tschechische Justizminister Dr. Meißner ist selbst führendes Mitglied der tschechostowakischen SP, er ist sehr befreundet mit de« in Prag«nd in der Tschechoslowakei Tiere sind die Leidenschaft des Großstädters; der Landbewohner benachiei fi« als etwas Selbstverständliches. Er liebt fi« vielleicht mit weniger Emphase, dafiir behandelt er sie richtiger. Also besser... Hm 777.bei dieser Gelegeichest«ine Frage: Wisse» Sie..daß«5 in Prag einen zoologischen Garten-gibt? Wirklich.— nun, Hann können Hk« u«s vielleicht verraten. wo er sich befindet? Uobvrflüssige Fragen? Nein. Erst nachdem wir sechs verschieden« Spaziergänger gefragt harten, konnte uns der siebende ein« ungenau« Auskunft geben, lind erst der neunte wußte uns Weg und Fahrgelegenheit dorchin zu nennen, nicht ohn« zu erklären:„Was»vollen Sie dem» dort? Da giblS ja nur einen wilden Hund, der so wenig wild ist wi« Sie und ich,«ine elngchperrt« Hauskatze und— ja, einen kleinen El«sauten soll«S allerdings auch noch dort geben, habe ich mal gehört." Na— nun erst recht! Ter Omnibus bringt uns hin. Die erste Ueberraschung: die modern«, großstädtische Anlage des Ganzen. Breite Auffahrt, viele parkende Wagen,«in großes Restaurationsgebäude. Und gleich noch eine Ueberraschung, ein« weniger angenehm«: 3 Ks Eintritt kostet der Besuch. Aber dann gibtS nur noch Ueberrajchungen, fast nur noch angenehme. Wobei wir eS den Leiern überlasten wollen, zu ivelcher Kategorie sie unser erstes Erlebnis inirerhalb des Tierparks rechnen wollen: Wir betracht«»» noch erstaunt die übersichtlich« Anlage, sehen di« vielen Gehege, die sich in der Art des berühmten Hagenbeck'chen Tierparks bei Hamburg am Derghang Hochziehen, jedem Tier möglichst d'e Lebensbedingungen gewährend, die«s in der Freiheit auch hat, mischen uns unter den Strom von Zuschauer«, d!« di« Serpentinenwege hochp'lgern.. da gibfs plötzlich ein kleines Gedränge. Irgend etwa» Graues, Rundliches löst sich au- dem Mewchenknäuel. ltzelächter. Ein paar Ausrufe Und ehe wir uns versehen, hat uni ein kleiner Elefant sanft, aber siiher unsere Tül« mit Erdnüssen aus der Hand genon»n»en, sie nut fachmännischer Grazie in seiner» Rachen entleert und uns di« wertlos« Verpackung zurückgegeben... Uni es gleich vonvegzunehmrn: unsere Gewährs- leut«, di« uns erzählt batten, da draußen ii» Troja gäbe«s nichts zu sehen, haben gesfuvindelt oder waren ielbst gar n'cht draußen. Der Tierbestand des ParkS ist verhältnismäßig reichhaltig und—»vas noch wichtiger ist— in ausgezeichnetem Zustande; irotz der vielfach noch provisorstchen Unterkünfte, deren Primitivität und Enq« sich vor allem bei den große»» Raubtieren noch störend bemerkbar»nacht Auch das große Flußpferd darf nicht mehr viel dicker »verden— lonst fpreugt es eines schönen Tages den Blechbehälter>n dein Wagen, wo«S sich zur Zeit befindet, auseinander, und dann isl's schade nm die schön«.Heizanlage, die augenblicklich sein Wasser anwärmt,.. Doch Spaß beiseite CS gibt ein Kriterium für jeden Tierpark: wi« sind die Wärter? Man braucht hier nur einmal daS freudig« Gebell Geheul, Geschnatter zu hören, man braucht nur einmal-os .Hälserecken. Augenverdrehen der unzähligen Zwei- und V'erfüßler zu beobachten wenn einer der Wärter an de», Käfigen vorbeigcht— dann weiß man eS: dies« Tiere hängen an Ihren Pflegern. Und da« bedentet für einen zoologischen Garten viel, wenn .nicht alles. lebend«« Emigranten, desgleichen mit den beiden Führern der fudetendentfchen SPD, feine« Rasscgenosten Dr. C z e ch und Nießner. ES scheint, daß Minister Meißner im Kampf gegen die DNSAP mehr von parteipolitischen und Rasteerwägungen denn von Fragen der SiaaiSraison, geschweige denn der Gerechiig- keii bestimmt worden ist." Dir haben wahrhaftig nicht notwendig, unS mit diesem dumm-nieverirächtigen Schmus auseinanderzusehen. Der Versuch, unserem Justizminister nachzusagen, daß er eine Kop u der Frank und Konsorten sei, ist ungefähr so albern wie di« Beha»rptung, die tschechoslowakisch« Justiz werde von den deutschen Sozialdemokraten terrorisiert. Di« Auflösung der DNSAP bestimmt di« Verfasser de»„Nachrichtenblattes", sich einerseits liebedienend an di« tschechischen Fasctsten anzubiedern. denen die Mission aufgetragen wird, unser Land vom Marxismus»»nd von de» Herrschaft de» Freimaurertum» zu„reinigen",»ind sich andererseits wegen der„Unterdrückung der Sudetendeutschen", die aus der Auflösung der fascistischen Partei abgeleitet wird, an das Weltgewissen zu wenden. Die» steht den Wächtern der Konzentrationslager und den Dieben de« deutschen Arbeitervermögens gut an! Sie mögen nur fortfahren, vom Dritten Reich aus auf die hier angeführte Weife die„Wahrheit" über di« Tschccho- Nowak«! zu verbreiten. Ernst wird man sie nur dort nehmen, wo da» Verkünden der Wahrheit dem Selbstmord gleichkommt: in Deutschland. Den tschechischen Faseisten aber ist zu dieser BundeSgenossenfchaft zu gratirlieren. Herr Kaha- nek und di« Seinen haben sich um deren Zustandekommen redlich verdient geinacht. Solle»» wir di« v'«l«n Arten von Hirschen, Büffeln, Rindern, Wildschweinen, Schafen und selten«»» Ziegen auizählen, sollen wir von den Kamelen plaudern, von den verschiedenen Arten von Bären? Nein. Das muß man sich ansehen. Sie find alle zutraulich, fressen au» der Hand.' Nur das Zekra sehnappt danach....- Hyänen, Füchse, Stachelschwein— teils mehr, teil» weniger wohlriecheird— in vielen, vielen Käfigen. Vögel in allen Farben und Formen. Nicht alle sind so untergebracht, wie e» der Tierfreund ihnen wünschen möchte. Aber das wird wohl nach geschehen Vorläufig fühlen sich erst di« Pfauen und Wasservögel„ganz wi« zu Haus«'; und iür di« Raubvögel— Adler, Geier, Kondor«, Falken— ist in einem riesigen, an di« Bergwand gebauten Flug- käsig alle» getan, was man tun kann. Gefangen■ sthaft bleibt eben Gefangenschaft. Neber bei» Berge» Asiens, Afr'kas. über den Höhenzügen der Alpei» und der Hohen Tatra ist's freilich schöner Auch Meister Petz, der Bär, hat mir noch wenig Uvsakhe, über den Entzug seiner Freibeit zu klagen: er beherrscht schon ein ireneS, terrassenförmig an di« Felswaird gebautes Gehege mit Kletlerbaum für sich all«'», von den Zuschauern mir durch einen breiten Graben getrennt. Ander» s«»»»e groben Raubtier-Kollegen ans den verschiedenen Wüsten: der Beugalisckze Tiger, di« Leopard«». Panther uird d«r König der Tiere, der Löw« Biele prächtig«, gut genährt« Exemplar« dieser Wildkatzen hast«»» in dein warn«»» Raubtierhaus hinter den Gitterstäben der engen, ach lo engen Käfige hin und her. hin und her.■. ihnen mehr Platz zu geben, muß«in« der ersten Aufgaben der Zoo-Direktion sein. Aehnllche Empfindungen bat man bei dem schönen Tier, das PompöS als„Siamesische Wildkatze" bezeichne» ist — man glaubt, daß sie sich bestimmt als Haustier 'm Zoo Restaurant wobler fühlen würde als hier in» eirgen Käfig, in der Kält«, neben dern lärni- vollen Affenhaus Auch der Dingo— ein austraki- 'rl»er, angeblich„wilder" Hund— macht so«inen friedliche« und friedl'ebeuden Eindruck ln den» Lärm und Geschnatter de» Assenhanses— aber da kann n»ai» sich lehr leicht irren. Und schließlich bat ein »oologiskher Gart«» die erzioherilrhe Ausgabe, auch bekanntere,!a sogar HanSt'er« zu zeigen, besonders wenn lei»» Tierbestand Anspruch auf einige Boll» ständigkeit erhebt. Mai» ioll da nicht übertrieben sentimental lein...«S gibt heut« Menschen genug, denen es längst nicht so gut geht, w'« diesen Tieren Man geh« in den Abendstunden mir einmal durch den Stadtpark.. Affenhaus— soll man das beschreiben'-' Nein, daS kann man nicht klede Minute, jede Sekunde bringt neue Eindrücke: komische, interessante erstaunlich«. Das muß man selbst sehen. Wobr> wir raten, die Zahlungen und den jungen Alligator nicht zn übersehen di« In diesem Hans«— wohl mir vorläufig und anS Mangel an geeignetere,, Plätzen— an ziemlich versteckter Stelle untergebracht' lind Allmählich har sich d'e Dunkelheit niederae'eukt ES ist eisig kalt. Bom Tal ienchlen die unzähligen Lichte» Prags heraus. Ein Glockenzeichen— fünf Uhr. Der Zoo ist zu verlassen. Plötzlich schrecke» wir zusammen: ein unheimliches Gebeul jagt uns einen Schauer über den Rück«»». In langen Stößen, wi« von winselnden Kinderstimmen, untermisch, mit rhythmischem, heiserem Gebell, klingt«S im Ehor 'n di« Luft hinaus, di« nach Schnee riech» funk Wölfe flehen in einer Reihe auf der im Dunkel Dem Kind des Arbeiters das sozialistische Kinderbach 1 Tiriiin reist um die Welt *m Frtti Roienleld. l>urct>«De Ortsgruppen der„Kinderfreunde“ um nur Ki 19.— (frflhet 4 Mark) tu besiehe«. versch'mmernden Felswand und heulen lang klagend den Mond an... man sieht fast nur noch ihre Hellen Haar« unter der Kehl«. Es ist unheimlich Noch lange klingt dieses schaurig« Geheul in unS nach, als wir schon längst wieder in dem Hellen, warmen Omnibus sitzen, bee uns nach Haus« bringt. Nr^ tnmnöoer deutscher Bomdenslinzenie iw er London. Deutschland hat in den letzten Togen den neuen Typ, ZU 52, ein hochwertiges Boinbvn- slugzeug, für den Nachrflugverkehr nach London eingesetzt. Mit dein Trick, durch Ultrafrechheit zu bluffen, stellt inan diese Umgehung des Versailler Vertrages den Engländern sogleich unter die Nase. Daß Deutschland diese Dia sch inen, die bestimmt sind. Städte unter GaS zu legen, zur praktischen Ausbildung und Einübung der Piloten gleich auf der richtigen Flugstrecke bei Nacht einsetzt, dürste der Gipfel der Kühnheit Deutsch- laudS und zugleich«in Höchstpunkt der Gemütsruhe seiner Gegenspieler sein. Diese Maschinen von» Typ ZU 52 besitzen drei Motoren. Sie können mit Kriegslast ihre Geschwindigkeit auf dreihundert bi» dreihundert« zwanzig Strmdeukilomeler steigern. Das Flug- zeug kanit ettva ztvei Tonnen Bomben anfneh- men»ind hat«inen Aktionsradius von 1000 bis 1200 Kilometer. Der Tvv ZU 52 besitzt eine »treten im Rumpf lieaende Bombenkaminer mit Abwurfvorrichtung. ES»verden mr.-fit sechs solche Maschinen sertiggestellt. Dieser jetzt für den Nachtflug Deutschland — England— Flughafen Croydon— von der Lufthansa eingesetzte»» Maschine, widinet anch der Daily Herald einen ausführliche»» Artikel. Er weist dara»»s bin. daß aeaenwärtig die deutschen zivilen LuslsahrtaeseNsckiasten aaur allgemein bestrebt sind, ihren alte»» Zivilflnavark durch HochseistungSmaschi»»«»» zu ersetzen. Dieser Flngpark klettert dadurch rasch ans ein»mit höhere» Niveau als der britische. Ueberdies können.diese speziell geballten Maschine»» ii» wenige»» 3tunbcn in 0 ii i tri mm ft c'♦'"•mic'p beit werden. Der neue ZU 52 ist nun emo.'>» lchlagend- ston Beispiele der deutschen Methode, sich»nil einer Hochleistungslnstflotte für dovpeften Zweck ailszurüsten. Originell ist die den liebe Erklärung der Bombenabwurskammer. ES soll die» der Ansbewahrunosort für solche Post sein, die ol»»»e La»düng der Maschine aus der abaeworfen werden soll. Diese Deutung reimt sich nun o'ler- dinaS niil den internationalen Luklfabrtb-stnn- rnunaen nicht zusanimen. Nach dies--»» Borschr-»- I«n ist es verboten, aus Flnamaschinen ira-nd- welches Material abznwersen. Eine einzige Ausnahme bilden bier d'- o-r-"-"'"»-»»ist ansschülten müssen Wie ivenig ernst Teutjthlanv je Iber diese „Speualkammern für Postabwurf" nimmt, zeiat der Vorfall a»»» Flughafen Eroydon. Als die Maschine ZU 52»um ersten Mal aus diesen» englische» Flugplatz landete, untersuchten d-e Zollbeamten auch den„Postabwnrsraum"»ind erzählte»» der Besatzung, daß sie ist»» bei jeder Landung d»»rchs»ichen müßten.„Sehr schön," sagten die Tentfchen,„aber wir»verden diesen Raum garnichl benützen". Die Zollbeain»-'»» durfte»» deshalb diesen Raum versiegeln. Er trägt das Siegel der englische»» Zollbehörden bis ttt dein Tag, au den» der Kommandant des Bombensluawuaes FU 52 die Tiegel abreißei» wird, nn» seine Last des Todes, die graue»» Tlahlbonrben, z»» verstauen. ilum Paradies der Autos. Aus Japan kommt eine tröstliche Nachricht. Tröstlieh jedensalls für Leute, die sowieio'ckw-n einigerniaßer» getröstet sind. Der japanischrn Industrie ist es gelungen, ein Klernanio herzustellen,, das nicht u»«hr als 1700 Ke kostet. Es soll eil» Mossenansturm auf dieses„last geschenkte" Automobil eingesetzt haben. Die anioinobilistische Krise ist demnach! n Japan gelöst. Tie soziale allerdings desto weniger, de>»z was»nacht man inr Lande der Geishas und der miserablen Löhne mit einem ,/ast ge- sck-enkten" Auto,»vein» inan nicht we'ß. ob man morgen etirwS zu essen hat? Den Automobilisten ihre Sorgen abzn-nest» nie»», ist vielleicht nicht ohne Verdienst: den M-I- lionen Hungernden sie nur ein wenig zn erleich lern,»vare unendlich verdienswoller. Aber für die Hungernde»» haben die japanische»» Jinperiolisten ja ein anderes Rezevt: den Krieg als Verzehrsstation für übersliissiges Kanonenfutter. Aber diel«» Rezept das Allge nieingut aller Zmperialisuien geworden ist. dürft.- nicht einmal in Japan geboren sein. Es ist das Rezept all derer, die, in Unter gehen begriffen, leinen brennendere»! Wunsch lwben als den: diejenigen»nit ins Ver^-—ben»>» reißen, die nach ihnen kommen werden! Pierre. 3m PiraMr 3oo. Von Sebtotg Er«. Gellt& skmmiertzüyt, 14.®ei«tnBer 1W9 PRAGER ZEIIDNfi Das Eisenbahnminifttrium b c io i 11 i ß t1 fiit alle Teilnehmer an der Beerdigung Dr.?lnton 8 v« hIaS eine LOpro- zeittige Ermäßigung von der'.'Ininttfy'totion nach Hostivah und zurück. Diese Ermäßigung gilt für die Reise nach Hostivar am 1-1. und 15. Dezember und für die Heimfahrt von Hvstivah am la. und 16. Dezember. Am Freitag, den 15. Dezember, werden in Hostivar alle Hostivai- zwischen und 11 Uhr vormittag- und zwischen 1Z und 18 Uhr nachmittag- passierenden Züge, au.ch die schnell- züge halten. Die Bevölkerung wird weiter auk- mcrksam gemacht, daß die slaaiü.chen Äniobusse siir die Prager Teilnehmer aus dem getvobnliöx'n Ltandplah der LtaatSautobusse in der Hoover» Etrahe ztvischeu dem Wiisvnkxthnizof und dem Deutschen Theater stclx'N werden. Bon der Endstation der elektrischen Ltrahenbadniinien Nr. l, 4. 20 und 11 werden gleichfalls in kurzen Intervallen Autobusse der elektrisäx'n Unternehmungen der Hauptstadt Prag abgesertigt werden. Weihnachtsabend siir deutsche Hochschüler. Der akademische Wirr'chastskürper Verein„Deut'che Stu- dentenfürsorge" veranstaltet sür die große Zahl der in Prag zum Verbleiben ge;ivu»gencn mittellosen deutschen Hochlchuler einen gemeinsamen Weihnachts- adeitd mit anschließendem Weihnächte«ssen und Be scheruug. De studentischen Teilnehmer wollen sich biß zum 20 d. M in der Kanzlei der Deutschen ötudeniensüttorg«, P.ag II, Kraiovikü 18, anmrldcn. An die Freunde und Göimer des studentischen Hilss- werkeS ergeht der herzliche Appell, durch Geld. und Nakuraltpenden sreundllchst beitragen zu wollen. Geriditssaal Die ArbeilbvertliMmfle in Den Kinheilsvretsgeschaften. Prag, 13. Dezember. Beim Arbeitsgericht genießen manche der fogeikannten„EinheitS- preirgeschäfte" einen besondern Ans. Dir Firma„A s o" war ieinerzeil von einer gaitzen Reihe Klagen ihrer Angestellten betroffen, die höchst unerfreuliche Tarsachrn über di« Tienswcr- hältnisse bei dieser Firma zu Tage förderten. Lei: di« Oeffcnrlichkc:: ain oieic Prozesse aufmerksam gemacht wurde, scheinen sich die Pcrhälrnisse in diesem Unternehmen gedejstrt zu haben. Neucruch ist beim hiesige» Arbeitsgericht eint Klag« anhängig gemacht worden, welche«in« Ber- tMi'erin der W r s ch o w i tz e r EinhcitLpreiSbasars „Saini* gegen ihren Tienstgober eingebrachr har. Ri« Klägerin b«;og ganze 57>O Ke monatlich, für ein« Tttnirleistung, di« sich die in di« späten Nachtstunden erstreck!«— in so lvätc Stunde», daß di« K,ägerin ost genug gegen Mi'.lernachr z u Fuß nach Hause>«h«n mußte. Si« wohnt in Lieben und der Lieg von Wrschoevitz bis zu ihrer Wohnung kann mindest mit eineinhalb Wegstunden eingeschäv: werden, gar nicht zu reoen davon, Saß dieser Heimweg durch die verrufensten Gegenden der Prager Peripherie führt. Abgesehen von diesen Umständen hat die Klägerin:» nicht ganz einem M o»o t zweiundsiebzig lieber stunden machen müssen, die nach dem Gesetz über die achtstündige Arbeitszeit unbedingt zu honorieren sind Allerdings hat man di« Klägerin einen I n d i v i d u a lv e r trag unterschreiben lassen, nach dessen Wortlaut in der angeführten süestl'chen Entlohnung auch all« lleberstunden. und sonstige Mehrarbeit p au- schal i t e r abgekohnt ist. Freilich kann aber auch ein solcher Bcrirag nicht die gesetzlichen ! A r b«i t»z e i t b c st i m m u n g e n, di« win- > g e n d e s Rech:" sind, d. h. auch durch keine pri- i vaien Abmachungen umgangen werdcn dürfen, i außer Kraft setzen. Das Arbeitsgericht wird zwei- ! felloS die richtlgr Entscheidung zu tressen wissen : Darüber hinaus aber scheint e- angezeigt, daß dl« pien-erbkinspeliorate die Angestelltenverhilltnisse bei derartigen Firmen aus>5 sorgsältigsle kontrolliere» und etwaige llevergrifse hinranhalicn. Tic Ange stellte» aber sollten es sich zum Prinzip machen, jedem sog.„I n d i v i d u a l v c r t r a g", der meist von den Herren Tirnstgebern aus- verlockendste angcpricscn wird, das größte Mißtrauen entgegen- zubringen und aus jeden F>:ll di« Beratung ihrer gewerkschastlichen Organis«. t i o n in Anspruch zu nehmen. rd. Kunst und Wissen SamStag Gesamtgaftspiel„Don Carlos" mit Ttlla D u r i« u; tEboli), Albert Bass«rmann t.tlönig Philip), Ernst Deutsch(Carios), Alexander Moissl(Marquis Posa). Jilszcnientng: Carlheinz Martin. Preise von 12 biS 66 le?. Sonntag Gcsamtgastspiel„Wildente* mit Albert und Elle B a s s« r m a n n, Alexander M o i s s i, Tllla D u r i c u x, Ernst Deutsch usw. Deutsche Mnsikakadcmle. Oessenklicher Abend Montag, den 18. Dezember, um 20 Uhr im Saal« des Lyzeums, Prag II., Charviiiovä 5 Am Programm Wirk« sür Flöte, Gesang, Violine und Klavier. Eintritt 5 und 2 K?. Wochenspieiplan de- dieuen Deutschen Theaters. Donnerstag, 7% Uhr:„T i e verkaufte Braut." N«»!wzeniert.>E 2.)— Freitag, 7)4 Uhr: „Gart«n Eden." NeuinsMlert,(D 1.)— Sams- :ag. 7)4 Uhr:„Don Carlos." Gastspiel Durieux, Basfermann, Deutsch. Moissi, Martin.dschafiS'p:elc aus. Einige Man», schalt«« sind schon gut in Schwung, so daß d'e Meisterschaft, die noch in dieser Woche beginnt, bereits interessante Kämpf« bringen wird. D i e Ergebnisse. Straßenbahn gcgcn Favor'ten 5:0 <0:0, 3:0, 2:0), Wieden gegen Stadlau 4:1<2:0, 1:1, 1:0), Haiivkweri'stäti« geaen Landstraße 1:0(1:0, 0 0, 00), Landstraße gep-en Aikmann-dorl 3:1(1:0, 0:0, 2:1), Meidling gegen Margareten 6:2(2:0, 2:1, 2:1), Brigittenau gegen Meidling 2:0(1:0, 1:0, 0:01 Wiener Arbeiters»ßball. Am Sonntag fiel di« Entsckieidung, wer Her bst meister wird: Phö» n i x S ch w c ch a t Hal«s geschafft, nachdem Rudolfs. Hügel wiederum verkor. Helfort gewann wohl ebenfalls, erre'cht« aber nicht dieselbe Anzahl von Siegen, trotzdem beide punkteglcich sind. Gaswrrt feierte «inen hohen Siea über Ostbahn, bleibt jedoch ans dem 5. Platz. Die Ergebnisse: Liga: Red Slar gegen Rndolsshügel 1:0 10:0), H.-Iiort gegen Floridsdorf 3:0(0:0), Gasiverk gegen Oslbahn Simmering 8:1(6:11, Phön'r Scktwechat gegen Nord.Wien 2:0 (1:0). E W'rk gegen Zentralverein 2:2(0:0), Neu» Keticnhof gegen Feuenvehr 4.-0(1:0), Samstag.— I'? r st< Klass«: Grupn« Nord: Columb'a gegen ' ,'eopcldau 4:0(1:0), damit wurde der Sieger Herbsl» N«. 292 Sozkattftische Jugend, Prag Heut« spricht um 20 Uhr im groß«« Odborovv düm-Taal Willi Wauka- Pilsen über »Die Ankunft der fvdetendevtscheu Äuszcnd" Unser Kamps gegen den FaseiSnmS darf sich nicht auf die Ablehnung beschränken: wir müssen der Jugend dir Einsatzpunktc unferer sozialistifchen Politik klarmachen. Dir nazibegristrrte drntschbürgerliche Jugend, bewegung hat in unverantwortlicher Weise ihren Mitgliedern«in« herrlich« Zukunft im großen Dritten Strich vorgrspirgrlt. Gemeinsam mit dem sudetendeutschrn Bürgertum verleugnete st« dann über Nacht dies« ihr« Ideen und landete in der' BnSweglostgkeit, im geistigen Zusammenbruch. Hier gilt es nun, der sndetrndeutschen Arbeiterjugend die wirklichen ZnkunstSauS- sichten zu zeigen, ihr den Arg zur sozialistischen Lösung zu weisen. Entreißen wir sie durch«in klarrS Aktionsprogramm dem Razisnmpsb Schassen wir nnS selbst in dieser Schicksalsfrage Klarheit! Diese Ausgabe ist dem heutigen Vortrag gestellt. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist Pflicht jedes Mitgliedes. Parteigenossen find willkommen. Lrgitimationrn vorwciscn! Nicht» mitglirder haben keinen Zutritt. nieister: Hochslädt gegen Auto 4:0(1:0), Donauseld gegen Landstraßer Sportfreunde 4:0(1:0), Renmveg gegen WAE. 6:3(2:0); Gruppe Süd: Straßenbahn g«gen Phönqia 3:1(1:1), WAF.-Bakunm gegen Ost- bahn-Hnnianitas 1:0(0 0), Favoritner AC. gegen Haupltveri'stätre 4:3(8:1), Birtus gegen Viktoria 10 0:0.— Cnp. Neutral gegen Vorwärts 2k 5:2(2:1). Der Film Mitteraachtspatrouille. Tas ist«in am«rikanifcher Film. Ein lchr amerikanischer sogar. Ein Film von Leuten, di« mit dem Hui auf dem Kopfe, mir dem Kaugummi zwischen den Zähnen und-der Hand in der Tasche eine tchrecklickze Moidgefchicht« abwickcln, die den Zu- schaurr mehr ausregt als irgendeinen der Beteiligten. J»i Mittelpunkt ein Teufelskerl von Reporter, der Joiirnalist, Detektiv und Hellleher in cin«r Per-o» ist und kaltlächclnd ein« ganz« Bande von Genilemew Mardern zur Strecke bringt, wofür er nach dem G«fetz film scher Gerechtigkeit die Liebe der von ihm Geretteten«rni«t. linier Cristy Cabannes Regie wird das mit allen Finessen deS technischen Zeitalters in Szene geletzt—-und Mister Toomey spielt den Rcpoiter mit der Mene Prsjeans und der Haltung Ehevälierj und dein über Tod, Schrecken uuü Unsinn trtumphiecenden„keep smiling". Mir Kunst, Geist oder Wirklichkeit hat das Ganz« n'chts zu tun— aber in Amerika ift man so ehrlich, weder Probleme noch Sc«lcnkämpf« vorzutänschen, wenn niau von vornherein gar keinen Wert auf si« l«gt. —el5— MMeUungen aas dem Mvlttam. Raglans, Winterröcke, Lederröcke, Weihnal'tS- vcrkauf 20% Nachlaß. 2lrtinsk2, Prag, Hyber st». 2201 «rllärte, * * fuhr der di« -70 „Trotz des furchtbaren sascistischen Terrors hat daS deutsche Proletariat noch keinen wirklichen Kamps mit der Bourgeoisie gcsühri Es Hai nicht kapituliert und kapituliert nicht vor dem Fascismus trotz des »oeaKi-ben Falls und P«rratS der W<-Is und Lcwart kort,:hre B o u r» In Form Regimes dem Zu- Er- die des die sich m i t inSbrsonderc Front." wir hiemit der preisgeben. Ein jedem einzelnen di« kapituliert und sich der Gnad« Hillers ausgeliefert hoben." kommen werde. Wie ein diebischer Marodeur ist er dort zu finden, wo Arbeiterblut vergofien wird, um irgendwie in politischer Hinsicht etwas sür sich heraus zu hole n" „So haben die Tatsachen den wirklichen konterrevolutionären Sinn der Plarrsorm der Sozial- HitlerianerS Trotzki, d«r zu bcwe'en ver'uch!«. d>rß die Lozialdcmolrarie und der Fascis- mus keine Zwilling«, sondern Anli- voden seien, grausam entlarvt" » „Trotzt, der HtlserSlielser Hitlers, oer-nw- der deutsch«» Arbeiterklasse unter dem Schein einer Plattsorm der Einheitsfront jene iozialiaieiik-.iche Taktik des kleineren Uebels. jene reaktionär« EinhellLsronl auszuzwingen die Hitler zur Macht bracht« Tie revolutionäre Einheilssronl. die die Kommunistisch« Partei an Hunderten von Lrien aus dem Boden des wirklichen Kamptes der Arb«üer- massen organisiert« empsiehlt der Sozialsasrift Trotzki durch di« reaktionäre EinheitSsront mit der Bonr- geo sie zu ersetzen." » „Tic Kommunistisch« Partei Deutschlands hat noch nie«in solches moralisches Gewicht unter den Arbrktermassen gehabt, wie jetzt, wo die sozialdemokratischen Führer Hitler di« Stiesel lecken, während di« Kommunisten das Bonner deS unvecköhnlichen Kampfes gegen den blutigen FasciSmuS entfalten" » „Tie Sozialdemokratie ist»>ck)t deswegen als Pari«! vernichtet morden, weil Hitler sich als stärker erwiesen hat. Die Sozialdemokratisch« Partei Deutschlands ist vernichtet worden, we:l sie moralisch und politisch Selbstmord beging, als s i« den Kamps gegen den Fascismus ausgah, als sie vor dem Fascismus kapitulierte, als sie sich damit einvcrstaud«n in seine Dienste überzugehen." * „Der Zusammenbruch des sascistischen In Deutschland hängt Vor allem ab von 'aninien'chluß des Proletariats als Klass«, durch oberung der Mehrheit der Arbeiterklasse für Kmnmunistisckx Partei und durch Vernichtung Einflusses der reaktionären Sozialdemokratie, bis jetzt die Mehrheit des Proletariats hinter hatte." * „Aber die Sozialdeniokrati« reaktionäre Front g« o i f i« zu vertcidigen, der berüchtigten Eisernen „Was beweisen alle „Je mehr der Einstuß der Kommunifti'chen Partei und ihre organisatorische Stärk« wuchst» desto heftiger wurden die Pcrsuck)« der Tozialdenio- krati«. die Kommunistische Partei Deutschlands zu isoli«ren und aus dies. Weis« die Arbeitermasten gegenüber dem ongrrisenden Fascismus wehrlos zu machen." „Aber di« Sozialdemokrat« wird zetzt verfolgt. Allerdings Aber erstens verfolgt man di« loz:al« demokratischen Arbeiter, und nicht die AN», die Loebe u. a. tzi'emand wird ihnen«'n Haar krümmen, denn da- sind die Leute vom zweiten Aufgebot der sascistischen„nationalen fiievolution". Wenn d:e Fafcistcn auch die Sozialdemokratie" als Partei verfolgen, so„prügelt' man sie cb«n wie einen treuen, aber invalid geworbenen Hund Man„prügelt' sie, weil man weiß, daß sie zuni Widerstand nicht fähig ist. daß sie noch »ine» Tracht Prügel schneller in dl« D inst» der bürgerlichen Diktatur treten wird«, sogar in ihrer offenen fascistlfchen Form... Tie jetzige Fa-ci- l'icrung der deutlchen Toz'aldemokratie ist keine zufällige Episode Das ij. d«r W«g, den all« sozial- demokratischen Parteien unter ähnlichen Verbältntst«-' wie in Deutschland zurücklegen werden." „T«r offen« Nebergang der deutschen Sozialdemokratie ins Lager des Fascisnius ist von«nt- 'cheidendrr Bedcukung für die Erschütterung des Einflusses der Sozialdemokratie ans di« Arbeiter» massen, und nicht nur in Deutschland allein." * „Sie(die Sozialdemokratie! unterstützte faktisch Papcn-Tchleitlp'r-Regierung, von der sie am Juli aus der preußischen Reg-erung hinausgejagt wurde Si« bereitete die Machtergreifung Hitlers vor. indem fir versuchte, die Massen zu überzeugen, daß«S besser sei, wen- e-i»i»r an!.."«rtallung-mo-torm" Wege, ohne Wib- itand der Arbeiter zur Macht kommt, blutigen Kampf." dieseunbeftreit- baren T a i j a ch e n, dst an den Augen der Arbeiter vorbeigezogen sind? Erstens dem eilen sie, daß die Sozialdemokratische Partei Deutschlands der reaktionären vinheitssront mit der Bourgeoisie bi« zuletzt die Iren« gehalten hat; zweitens, daß die Toziald.'mokraiie planmäßig. Schritt für Schrill dem Fasc>smuS den Weg gebahnt und ihn zur Macht gebracht hat; drittens, daß sic systemaiiich den Kamps der Arbeiterklasse gegen den Faseismus abgewürgt Hai, mit allen Mitteln die Bildung einer revolutionären Einheitsfront des Kampfes der Arbeiterklasse gegen den Falcismus verhindert hat: viertens, daß die sozialdemokratisch« Pol tik der reaktionär«» Einheitsfront den offenen Ueb«rgang der Wels und Leipart aus di« Sette des Fasci-mus vorausbestimmt hat." „Alles was sich in Deutschland abgespielt hat, bestätigt vollauf di« Richtigkeit der Prognose d«S Genossen Stal'». Hitler lehnt nicht die llnlerstüpuna ber Sozlald-mokrari« ab. Die Sozialdemokratie liefert bereits Beweise siir ihre Bereitschaft, an allen blutigen Verbreche» des FasscismuS gegen de Arbelterkkaffe trilzunehmen." « „Aber die deutsche Sozialdemokratie har«inen Bundesgenossen gesunden. Dieser Bundesgenosse ist kein anderer als Trotzki. Er, als pol tisch« Nnll Innerhalb der Arbeiterbewegung, hat nichts z» verliere», er Heftel sich wie Schmutz an die Stiesel des Fascismus, in der Erwartung, daß man von. ihm reden werd«, daß er— koste es was es .-lle— aus d«r politischen Vergessen« •• t. wenn auch nur für«'n« Stunde h«rau»- »««»»!,«»,r: eitgttiet lut— 4 k•(i v. Silktlm«iiiait.— Vrromrorrlhtar»rtohtur-®i. Cmü Stt««k Ar««.— Druck- r 5*’*** E ksr Ktüm^ o» Sochkru«, Bra»— YL, d«n rru«»traniworilich Olio üulil. — Du Ati' najniorf/.iiranfotuT murve von ber Poft» T Lelear«ipd»'nvlrkkr«on mit Nr litAN bewilligt- Oezuglbebmaungen vet sU'/klluna»n» yaus oder dm Ve-ug durch die Pon mouatltch vrerteliädrlt^» KA im M K,—. e»»ti«kNG U0w—,— Ja|«tou aciMa Utu kUÜÄt bu«kact, O« s|ttu* CiaiibaUÜMM Suikaa^u».— 31udfulluas a»£Uu(Iit>t«a nfalot«at k-it Kommentar scheint uns in Fall« völlig überflüssig. „Gleichzeitig zeigen di« Ere'gniss« in Deutsch- kand, was die kapitalistisch« Wstrn übrrgegangen ist, und worum di« Kmnmunisicn bereits feit drei Jahre» die 2 o>iolde»>okra- i« n als Sozialsaseiste» bezeichnen"