116 Nr. 89. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Gonntags: Nummer mit illustrierter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft: Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerfschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt I, Br. 1508. Telegramm- Adresse: „ Borialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. F Sonntag, den 16. April 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die demokratischen Parteien arbeiten seit Jahrzehnten an der Beseitigung dieses Zustandes, der von Tag zu Tag unerträglicher wird. Wenn man nun für Berlin die Einrichtung Frankreichs nach ahmen will, so kann für diese gänzlich unmotivierte Beseitigung des bisherigen Zustandes nur die Annahme beſtimmend sein, es würde gelingen, durch die Aufhebung oder wesentliche Beschränkung der Selbstverwaltung der Reichshauptstadt eine Beste der Reaktion zu gründen. Es giebt keinen BürgerEin Lehrer für Posadowsky. bestrebens, in den mannigfachsten, einander sogar vielfach ist unter Vormundschaft geblieben. - sondern nur Bürgermeister treuzenden Organisationen und den dadurch bedingten Treue- meister( Maire) von Paris Dr. Emil Steinbach, der ehemalige Finanzminister im verhältnissen, welche der Bethätigung des individuellen Egois- der zwanzig Arrondissements, in die Paris zerfällt. An der Spize östreichischen Kabinett Taaffe, gegenwärtig Senatspräsident mus die mannigfachsten Schranken setzen, die rücksichtslose des Ganzen steht der Seine Präfett ein Verwaltungs- oder ebenso wie sie an dem unserem Reichsgerichte entsprechenden obersten Gerichts- Aeußerung desselben häufig als unerlaubt, ja jogar als straf Polizeibeamter, den die Regierung ernennt Die Bürger haben bloß das hofe in Wien, hat vor kurzem eine fleine aber inhaltreiche bar erklären und nach allen Richtungen bestrebt sind, ihre auch die 20 Maires ernennt. den Gemeinderat zu wählen, der allerdings Schrift: Die Moral als Schrante des Rechts Eristenz und die Wohlfahrt ihrer Mitglieder gegen den Recht, erwerbs und der Rechtsausübung") publiziert, Egoismus einzelner derselben zu schüßen und die letzteren starte Machtbefugnisse hat, jedoch durch den Präfekten in allen Bedie weder von den Scharfmachern, noch von den Scharf in der rücksichtslosen Anwendung der tauglichen Mittel zur wegungen gehemmt wird. zumachenden gelesen werden dürfte, die aber für sie, wenn Erreichung des individuell egoistischen Zieles zu behindern". fie Belehrung empfangen könnten, wert des Studiums wäre.( S. 72-76.) Die Stellen, die wir hier wiedergeben wollen, enthalten für Auch gegen die heute längst veraltete Theorie, welche den unsere Leser nichts wesentlich Neues. Bald nachdem wir das Schutz des einzelnen Arbeitswilligen höher geheime Rundschreiben des Grafen Posadowsky veröffent- stellt, als die Gemeinschaft seiner Berufskollegen, finden sich lichen konnten, haben wir, wenn auch mit anderen Worten, treffliche Argumente in der citierten Schrift, die desto be das gleiche gesagt wie die östreichische Excellenz. Bei unserer deutungsvoller sind, weil sie sich nicht an den einzelnen Fall Bureaukratie wirkt aber weit mehr die Person, ihre Stellung flammern, sondern das Problem in seiner Allgemeinheit in und ihr Ansehen als das rein Sachliche. Deshalb mag vor scharfen Zügen feststellen. allem die folgende Stelle durch unsere Vermittelung denen Es heißt da( S. 95):... So viel ist gewiß, daß wir Berlin mag an manchen Orten nicht nur als Centrale des bekannt werden, die davon Nußen zu ziehen Anlaß hätten: den Menschen in seiner Geschichte stets nur in Vereinigungen, Reiches, als Residenz des Königs von Preußen, sondern auch als Herd "... Es kann nicht daran gezweifelt werden und jeder in gesellschaftlichen Zuständen auftreten sehen und daß der der revolutionären Bewegung gelten. Man argwöhnt furchtbare GeBlick auf das, was um uns her vorgeht, ist geeignet, es zu früher hervorgehobene Gegensatz in der Beurteilung des fahren, die man in der Selbstverwaltung der größten und einflußbestätigen, daß wir in einer Zeit sehr lebhafter Bethätigung Handelns zur Erreichung individueller oder gesellschaftlicher reichsten Stadt lokalisiert glaubt. Durch eine polizeiliche Ringmauer des forporativen Princips uns befinden. Und dabei fann es Zwecke überall und seit jeher zu beobachten ist. Dabei macht wähnt man dann wohl die Freiheit einschränken zu können. Es sei dahingestellt, wie weit sich die Pläne bereits zu fester uns nicht befremden, daß alle diese neu entstehenden oder an es auch feinen Unterschied, ob die betreffende gesellschaftliche der Kräftigung ihres althergebrachten Bestandes wirkenden Organisation ihre Entstehung einem feststellbaren Creations. Gestalt verdichtet haben, wie weit demgemäß der beabsichtigte Eingriff Genossenschaften, Vereine, Associationen und Gemeinschaften,( Schöpfungs-) Afte, etwa einer Vereinbarung, einem Vertrage in die Selbstverwaltung gehen wird. Will man sich mit der Ergerade wie der staatliche Organismus selbst, zur Förderung der Mitglieder verdankt, oder ob eine solche Feststellung fegung des Oberbürgermeisters durch einen Spree- Präfekten begnügen? ihres Zweckes und des Wohls ihrer Glieder einen sehr nicht möglich ist. Der erwähnte Gegensatz wird kein Oder ist es im Plane, den Magistrat durch ein Kollegium von Refräftigen Egoismus bethätigen und daß sie gerade mie principiell anderer, ob es sich um einen alten Staat gierungsräten, vielleicht gar die Stadtverordneten Versammlung der Staat geneigt find, eine Handlungsweise ihrer Mit mit nicht feststellbarer Entstehungs- Thatsache oder um eine durch eine Art Provinziallandtag zu ersetzen? Berlin in eine glieder, welche gegen diesen Gesamtegoismus nach ihrer An- moderne außereuropäische, in der That auf einem Vertrage Provinz verwandeln, könnte in der That bedeuten, daß ſtatt sicht verstößt, als Berlegung der guten Sitten" aufzufassen. beruhende Republik, ob es sich um eine uralte Standes der Stommunalverwaltung die Provinz, Bezirks- und KreisDie Belege für diese Behauptung bieten sich in großer Zahl organisation oder um einen modernen Gewerk- organisation gegeben wird, in der aller Segen von oben kommit. von selbst und zwar auf den verschiedensten Gebieten, und verein, ob es sich um eine vor Jahrhunderten entstandene Die Stommune Berlin verwaltet sich, die Proving das moralische Urteil der Mitglieder eines Arbeiter Montangewerkschaft oder um eine Aktiengesellschaft nenesten Berlin würde regiert. Die offiziöse Presse schweigt sich bisher über diese Pläne aus. verbandes in betreff jener Genossen, welche ihre Arbeits- Datums handelt."..Unjere Jurisprudenz und National fraft um niedrigeres Entgelt anbieten oder während eines ökonomie, wie sie von den als klassisch geltenden Schulen Wie die reaktionären Blätter über das Projekt denken, das geht mit Ausstandes fich zur Arbeit bereit finden laffen, unter behandelt werden, scheinen den ihnen gemachten Vorwurf völliger Klarheit aus folgenden Bemerkungen des„ te i chsboten" fcheidet sich in seinem Juhalte kaum irgendwie von dem einer allzu atomistischen Anschauungsweise in der That zu verUrteile der Mitglieder eines Fabrikantensyndikats in dienen. Denn in beiden Disciplinen wird der Ausgangsbetreff eines Genossen, der durch erhöhte Lohn- punkt von dem einzelnen Menschen als Rechts- beanbietungen anderen Syndikatsmitgliedern geschickte ziehungsweise als Wirtschaftssubjekt genommen und hierauf Beamte oder Arbeiter entzieht oder einen Kartellvertrag aus den egoistischen Trieben desselben das ganze wissen verlegt. Ganz ebenso verwerfend urteilen Mitglieder einer schaftliche System konstruiert. Die Beschränkung, ja teilweise bäuerlichen Gemeinde oder Genossenschaft über den Verleger Ueberwindung der egoistischen durch die socialen Triebe ihrer wirklichen oder vermeintlichen Interessen, also beispiels- und die dadurch bedingten Rechts- und Wirtschaftsverhältnisse weise über denjenigen, der durch Grundverkauf an ein innerhalb der socialen Gebilde werden häufig gar Nichtmitglied dieſem die Ansiedelung oder den Geschäftsbetrieb nicht, fast regelmäßig aber in zu geringem Maße in den Kreis ant Orte ermöglicht. Die Standesvertretungen von der Betrachtung gezogen. Daraus ergiebt sich ganz natür Aerzten und Advokaten sind sehr geneigt, ein licherweise eine vielfach einseitige Darstellung. So haben die moralisch absprechendes Urteil über jene Ge- Verschiedenheiten in den rechtlichen Beziehungen der Menschen noffen zu fällen, welche unter den gefeßlich bestehenden untereinander, je nachdem dieselben als selbständige RechtsTarifen oder den ortsüblichen Beträgen ihre Dienste zu leisten subjekte oder als Mitglieder einer und derselben gesellschaftsich bereit erklärten. Auch die vollkommen organisierten Berufe lichen Organisation einander gegenüberstehen, in der Jurisfällen ein strenges moralisches Urteil über Mitglieder, welche prudenz eine verhältnismäßig noch sehr geringe Beachtung durch ihre Handlungsweise die Standesinteressen namentlich gefunden, obwohl in dieser Hinsicht aller Orten in der Rechtsin der Richtung verlegen, daß dadurch das Ausehen oder die entwicklung die interessantesten Erscheinungen sich zeigen." Ehre des Standes bedroht erscheint. Und diese Beispiele( S. 97). Der Spree- Präfekt. hervor: Neu ist der Gedanke nicht; denn es ist schon oft davon geredet worden, die über die Grenzen der bürgermeisterlichen Selbstverwaltung längst hinausgewachsene Reichshauptstadt, welche in Bezug auf die Zahl ihrer Einwohnerschaft dem Königreich Württemberg ziemlich gleichkommt, in eine Provinz zu ver wandeln und einen Oberpräsidenten an ihre Spige zu stellen. Wir sind überzeugt, daß der Gedanke im Landtage vielen Anklang finden wird. Nur gewisse freisinnige Kreise in Berlin, die den Ring ums rote Hans bilden und die Selbstverwaltung für sich in Beschlag genommen haben, werden dagegen sein. Aber gerade dieser Umstand wird von weiten Kreisen als ein Hauptgrund für die Umwandlung in eine Provinz angesehen werden. Die große Mehrheit der Berliner Bürger hat von der so: genannten Selbstverwaltung nichts und wird ihre Jutereffen besser und objektiver gewahrt sehen, wenn nicht ein von der Fortschrittsklique gewählter und dadurch unter ihrem Einfluß stehender Ober- Bürgermeister, sondern ein vom König ernannter Oberpräsident an der Spize steht. Die Großstadt stellt durch ihre Eigenarten an die Verwaltung noch viel größere Aufgaben, als eine gewöhnliche Provinz oder ein Kleinstaat, und diese Auf gaben werden immer größer und bedeutender und zwar nicht bloß für die Stadt, sondern auch für den ganzen Staat. Am besten wird dies illustriert durch die Behauptung Vorwärts"," Berlin ist nicht bloß die Hauptstadt des Soweit Deutschen Reiches, sondern auch der Socialdemokratie. des die Selbstverwaltung zweckmäßig und kompetent ist, wird sie auch in dem Rahmen der Provinz Berlin so gut wie in jeder anderen Provinz ihren Platz finden. Aber die Centralverwaltung ist, das war längst unsere auch schon wiederholt von uns ausgesprochene Meinung, über den Rahmen der Selbstverwaltung eines Bürgermeisters und einer Stadtverordneten Versammlung hinausgewachsen. Hier muß der Staat mit seinen größeren Aus der Auslassung des Reichsboten" geht nicht nur hervor, wie sehnlich man die polizeiliche Verstaatlichung" wünscht, sondern auch über die Motive erhält man hinlängliche Klarheit: Spree- Präfet und seine ihm untergeordneten Körperschaften sind als ein Mittel gegen die Socialdemokratie geplant. " Der ließen sich ins Ungemessene vermehren, Es wäre schade, wenn diese Ausführungen eines der man begegnet ihnen auf Schritt und Tritt. hervorragendsten Juristen deutscher Zunge bei den nun beIn der für unsere Zeit charakteristischen lebhaften vorstehenden Verhandlungen über die Beschränkung der Wirksamkeit des Associationsprincips in allen seinen ver- Koalitionsfreiheit unberücksichtigt bleiben würden. schiedenen Formen zeigen sich eben überall auch die Einflüsse des gesellschaftlichen Egoismus, für dessen Wesen es bezeichnend ist, daß die Bethätigung desselben seitens der Gemeinschaftsmitglieder als etwas moralisch Lobenswerthes, die Verlegung desselben als etwas moralisch Tadelnswerthes Der Plan, die Aufhebung der städtischen Selbstverwaltung empfunden und hingestellt wird. Das Anstreben von Vorherbeizuführen, ist nicht neu; er ist wiederholt aufgetaucht. Mitteln und Personen eintreten." In England hat die Städtefreiheit den festen Damm geteilen für eine Gemeinschaft, deren Mitglied man ist, wird bom moralischen Standpunkte weit günstiger beurteilt, als das bildet, an dem alle Reaktionsversuche sich gebrochen haben, wie die Anstreben lediglich individueller Vorteile und man kommt Meereswogen an einem Granitdamm. häufig in die Lage, zu beobachten, daß die Vertreter irgend Die Ursache, daß Frankreich nicht die ruhig fortschreitende einer Gemeinschaft, beispielsweise eines Produktions. Entwicklung genommen hat, wie England, liegt wesentlich mit zweiges, in Verhandlungen über Zoll oder Steuer- an dem Umstande, daß es dem französischen Bürgertum nicht gefragen gar fein Bedenken tragen, öffentlich für die Gemein- Iungen ist, eine so freie Städte- Organisation zu schaffen, wie England schaft Begünstigungen in einer Ausdehnung in Anspruch sie hat. Erst die Revolution von 1789 gab den Städten in Frank zu nehmen, welche der einzelne für sich zu fordern reich die volle Selbstverwaltung, die zur höchsten Blüte in der nie wagen würde. Die moralische Beurteilung solchen Stommune von 1792 gelangte. Die Barijer Kommune, die im Vorgehens wird um so günſtiger, je umfassender August 1792 errichtet ward, fand schnell Nachahmung im übrigen und wichtiger die Gemeinschaft ist, für welche die Vorteile an- Frankreich. Allein bald ging es wieder rüdwärts mit der Selbstverwalgestrebt werden und je mehr es ersichtlich ist, daß aus dein tung und Unabhängigkeit der Gemeinden. Das Kaiserreich machte die angestrebten Ziele für den Vertreter dieser Interessen selbst Selbstverwaltung zu einem Echatten in den Städten der Provinz, ein persönlicher Vorteil nicht resultieren könne... Die und hob sie ganz auf für Paris, das unter Polizei Vormund einzelnen in der Gesellschaft lebenden Menschen gehören den schaft gestellt ward. So blieb es, mit einer furzen Unterbrechung mannigfaltigsten Organisationen an, der Familie, den ver- im Jahre 1848, bis zum Jahre 1871, wo die Pariser Arbeiterschaft schiedensten Associationen und Verbänden, Parteien und nach dem Krieg sich gegen die reaktionären Anschläge des Herrn den Geist der Freiheit vermag auch ein Spree- Präfekt nicht aus. Intereffenvereinigungen, der Stirche und dem Staate. Thiers erhob und, anknüpfend an das ruhmvolle Jahr 1792, zutreiben. Alle diese Organisationen haben Zur Vorausjetung und erzeugen wiederum gewisse Gesamtheitsgefühle, die in den betreffenden Institutionen beherrschenden Normen flaren zum ge- Die übrigen Städte Frankreichs haben jetzt aber fast un langen. So stehen die einzelnen Menschen, namentlich in unserer Zeit lebhafter Entwickelung des Associations beschränkte Selbstverwaltung. Alle städtischen Aemter werden durch hatte heute nur eine furze Sigung. Er beendigte die erste Wahl nach allgemeinem Stimmrecht besetzt und die Regierung Lesung des dritten Postgefeges, das in dieselbe Kommission in Frankreich, nur verwiesen ward, wie die zwei anderen. Die Debatte, in der *) t. Wien 1898, Manzsche 1. u. 1. Hof, Verlags- und Universitäts hat, trop der scharfen Centralisation Buchhandlung. 107 G. ft. 8% noch wenig Handhaben der Einmischung. Paris dagegen Singer unseren Standpunkt vertrat, bot sonst nichts bedie Kommune wieder aufrichtete. Diese konnte sich jedoch gegen die Nebermacht nicht lange behaupten, und nach der„ blutigen Maiund den jie woche" verfiel Paris wieder der Polizei- Vormundschaft und wurde Ausdrucke unter einen Präfekten gestellt. " So hängt die Oberbürgermeisterfrage" mit der allgemeinen Scharfmacherpolitik zusammen. Zuchthausvorlage und Spree- Präfekt entspringen der gleichen Stimmung. Der Schutz der Arbeitswilligen wird durch den Truz der Verwaltungswilligen" ergänzt. Ueberall sieht man in Polizei und Gericht, in Zwang und Hörigkeit das Allheilmittel wider die Schmerzen der bedrängten Reaktion. Dieser subalterne Geist herrscht in dem offiziellen Deutschland. Aber die Scharf macherei ermattet schnell an den eigenen gewaltsamen Zudungen, Der Aftionslust folgt die Ebbe der Verzaguis. So wird vielleicht Aber behält man auch die Lust, und wird die Lust zur That auch dieser Plan in nichts verebben. India Politische Uebersicht. Berlin, den 15. April. Der Reichstag Damit dürfte Herr Nöside allerdings recht haben. Auch die sonders Erwähnenswertes. Obgleich es erst 4 Uhr war, richtungen auch der ärmeren Bevölkerung zu statten kommen, wollte man doch nicht mit der Beratung des Fleischschau ist nicht zu begiveifelt, sie sind sogar von höherer Bedeutung Dienstboten und die Arbeiter auf dem Lande werden mehr und mehr Gesezes beginnen, weil dieses von den Agrariern zu für den Dorfbewohner als für die Stadtbewohner. Nehmen wir das auf ihnen lastende Unrecht und die Bedrückung empfinden. Mittlerweile ist der Entwurf, wie wir dem„ Anhalter Volksblatt" einem Vorstoß benutzt werden wird, und folglich zu einer nur den Fall an, daß in einemt zwei Meilen von der Stadt entnehmen, bereits Gesetz geworden. Nur zwei Abgeordnete stimmten größeren Debatte Anlaß giebt. entlegenen Dorfe schnell ärztliche Hilfe gebraucht wird. It dagegen. Und die Regierung wie die Herren„ Volksvertreter" hatten Montag und Dienstag Fleischschau- Gesch; eine Telephonverbindung da, so ist ein Arzt schnell herbei die größte Eile, das Gesez unter Dach und Fach zu bringen. Schwerinstag. gerufen. In der Stadt begegne ich auf alle hundert Zwischen der Anregung, dem Entwurf und der Annahme des so Schritt einer ärztlichen Firma und brauche faum weittragenden Gesetzes liegt der verblüffend knappe Zeitraum von Telephon meine Zuflucht nehmen. Zuflucht zu Auch kaum einer Woche. " Abgeordnetenhaus. Arons- Wehme. Mittwoch werde, unter Für Deutsches Reich. des Konsuls gum Die erste Lesung der Kanalvorlage nahm auch heute noch die bei Ausbruch einer Feuersbrunft können die Löschzüge ganze Sitzung des Abgeordnetenhauses in Anspruch, und es ist bei aus der Umgegend sofort nach den bedrängten Ort dirigiert ber großen Reihe der Redner, die sich gemeldet haben, noch gar werden, und sie brauchen nicht nach dem bisher einzigen nicht abzusehen, wann die Ucherweisung der Vorlage an die Kom Signal, dem Feuerschein, ihren Kurs zu richten. Es ließe Der Kaiser und die Annegionen. Der angebliche Gewährsmission erfolgen wird. Die Minister geben sich redliche Mühe, die Einwände der Gegner zu widerlegen; heute griffen der Landwirt sich die Zahl solcher Fälle sehr vermehren, fie alle beweisen mann des Braunschweiger Blattes für die Aeußerung des Kaisers schaftsminister Freiherr v. Hammerstein, der Eisenbahnminister ein dringendes Bedürfnis derartiger Einrichtungen, aber auch über die Annegionspolitit, der Major a. D. und KammerThielen und der Wasserbau- Direktor Summer in die Debatte eine geringere geschäftsmäßige Benügung dieser Ein- herr Göz von Olenhusen, erklärt jest, daß Se. Majestät der ein. Die beiden letztgenannten beschränkten sich auf technische Einzelrichtung auf dem platten Lande. Werden die Kosten nicht Staiser sich ihm gegenüber nie über die Annegion Hannovers ausbeiten, während der Landwirtschaftsminister sich auf dem Gebiete der fehr niedrig bemessen, dann entstehen für die Ausdehnung des gesprochen hat und daher die ihm( Herrn Göz v. Olenhusen) unterhohen Politik bewegte und die Agrarier mit dem Hinweis auf die Telephonverfehrs große Schwierigkeiten und warum sollen nicht geschobene Aeußerung niemals von ihm gemacht ist". Im übrigen Er redete ſeinen Schüßlingen ein, falls der Stanar abgelehnt neuen Handelsverträge für die Vorlage günstig zu stimmten suchte zu Gunsten einer solchen gemeinnützigen und überaus zweck behalte er sich alle weiteren Schritte gegen die Verbreiter jener Nachfönnten sich die Großinduſtriellen des Weſtens getränit fühlen utmäßigen Einrichtung die großen Geschäftsleute in den Städtent or uns ist an dem ganzen Vorgang nur intereffant, zu ſehen, mun aus Rache dafür nicht im Sinne der Agrarier bei dem Abschluß einige Mark mehr anlegen können. Es mag sein, daß den mit welchem Eifer man überall bemüht ist, eine Aeußerung des der neuen Handelsverträge thätig feist. Allzu schmeichelhaft ist das Großgrundbesitzern diese Vergünstigung auch zu ſtatten kommt; Staifers in Abrede zu stellen, die folgerichtig aus seiner Gesamtfür die Großindustriellen ja gerade nicht, aber es ist nicht ganz une aber wenn das wesentlich auf Rosten der Großkrämer in der anschauung zu verstehen wäre. 81 waited zutreffend. Ob das Argument die Agrarier umstimmen wird, bleibt Stadt geschieht und offenbar im Allgemeininteresse Zum Samoa- Radau. Die„ Kreuz- Zeitung" bringt heute ein abzuwarten. liegt, dann vermag ich mich über die umabivendbare Begleit- Stück der ungehaltenen Rede des Er- Staatssekretärs Herbert VisAus dem Hause sprachen für die Vorlage die Abag. Schwarze erscheinung nicht zu entrüsten, daß auch der Großgrundbesitzer mark. Wir sehen daraus, daß er seinen Herrn Vater gegen den ( C.) und v. b. Borght( natl.); leyterer hielt unzweifelhaft die beste er giche ou entregan in fub die anderen Bori hal perteidigeſt, wollen, bei Abberujung des Rede, die bisher für den Kanal gehalten ist. Gegen die Borlage Privilegien nehmen, die zum Schaden der Gesamtheit für se nappe doppeltes Spiel getrieben zu haben. Der Beweis wäre sprach der Centrumsagrarier Graf Strachwig, der anregte, das schwerlich gelungen. Denn Herr Knappe hat seiner Zeit durch Geld, das der Kanal kosten würde, lieber für neue Heer- und sie gehäuft sind. Marinezwecke zurückzulegen. Das Zweckmäßigste wäre ja- darin pflichte ich dem Veröffentlichung feiner Instruktionen festgestellt, daß die schneidigen" Maßnahmen, um derentwillen er von Bismard Montag: Fortsetzung. Genossen Singer bei- die Gespräche einzeln abberufen wurde, von diesem selbst veranlaßt worden Zuhilfenahme eines Gesprächszählers zu berechnen. Gerade waren. Es ist übrigens allerdings bedauerlich, daß gestern keine dann aber wäre es Pflicht, ganz allgemein in jedes Haus, Gelegenheit war, den Sampahandel nach allen Richtungen zu beDie Kreuz- Zeitung" schreibt in ihrer heutigen möglichst in jede Wohnung, auf dem Lande wie in der Stadt, feuchten. Es wäre manches Erbauliche an den Tag gekommen. Bam eine Telephonverbindung zu leiten. Würde alsdann ein Beispiel hätte dem deutschen Bolt ins Gedächtnis gerufen werden Morgennummer: Einheitsjazz für das Gespräch- in überall gleicher Höhe tönnen, daß Fürst Bismard seinerseits durch Subventionierung „ Die schon bei dem Erlaß des Gesetzes vom 17. Juni 1898 in erhoben, jo müßte er doch so bemessen werden, daßber Südsee- Gesellschaft den verkrachten UnterAusjicht genommene Einleitung des Disziplinar verfahrens gegen den der focialdemokratischen Partei an der zweifellos unrentable ländliche Verkehr durch die nehmungen des Hamburger Hauses Godefroy zu Hilfe kommen wollte ein Standal, der 1880 von Ludwig Bamberger gehörenden und für die socialdemokratischen Parteizicle viel- Ueberschüsse der großen Verkehrszentren ausgeglichen und ge- aufgedeckt ward, worauf der Reichstag die Vorlage ablehnte. fach auch in öffentlichen Bersammlungen thätig gewordenen beckt wird. Auch dann könnte man argumentieren: Würde aufgedeckt ward, worauf der Reichstag die Vorlage ablehnte. Erwähnt sei noch, daß sowohl die englische als die amerikanische Privatdocenten Dr. Arons hatte sich durch die für die Städte allein unabhängig von dem Lande ein Breffe schon vor der gestrigen Rede des Herrn von Bülow den im§ 5 des Geseyes vorgeschriebene Anhörung der Fakultät, sowie Einheitssatz aufgestellt, der nach den Anlage- und Unterhaltungs- ganzen Summel sehr ruhig beurteilt hat und daß ein gemeinsames durch mehrfache dadurch herbeigeführte Rückfragen bisher ver- fosten der Post berechnet ist, so könnte er erheblich niedriger Borgehen der drei Mächte bereits vor dem gestrigen Tage gesichert zögert. Nachdem die Vorverhandlungen nunmehr zum Abschluß sein, als wenn das Land mit seinem belastenden Verkehr einder gestrige Lehr- Spektakel also ganz überflüssig war. allo gekommen zu sein scheinen, dürfte das Disciplinarverfahren gegen Dr. Arons unter einstweiliger Suspension der Er- bezogen wird. Man würde dann zu einem fehr hohen Bur Bekämpfung der Schwindsucht. Antlich wird gelaubnis zum Halten von Vorlesungen an der Universität, wie ländlichen und einem sehr niedrigen städtische nichrieben: Die Aufgabe des Kongresses zur Bekämpfung der Tuberwir hören, eröffnet sein oder doch unmittelbar bevorstehen. Einheitssag gelangen und für diese Art Gerechtig. fuloje als Boltskrankheit, welcher in der Pfingstwoche in Berlin ftattErkennende Disciplinarbehörde ist in erster Instanz die hiesige keit" würde sich wohl die Socialdemokratie am aller findet, ist vom Publikum durchaus richtig erkannt worden. Man philosophische Fakultät." wenigften begeistern. Schließlich könnten nach jener Logik glaubte anfänglich in manchen Streifen, daß es sich bei dieser VeranDie treuz Zeitung" hatte die ihr so erfreuliche Kunde auch die Großhändler, die jeden Augenblick das Telephontaltung um fachwissenschaftliche Beratungen Handele, bei denen die Gelehrten der Medizin fich in das Studium der Tuberkulose vertiefen früher erfahren als selbst der Betroffene. Die Freude des benutzen, billigere Säße verlangen als die Arbeiter, die nur wollten. Dies ist bei dem Pfingstkongres nicht beabsichtigt. Er soll gottesfürchtigen Blattes war so lebhaft, daß es den von ihm in Ausnahmefällen diese Verkehrserleichterung benußen, weil sich vielmehr von fachwissenschaftlichen Tagungen der Aerzte ganz sonst mit so viel Bathos vertretenen Grundsatz, Zeitungen sich ja der Post die besondere Leitung für den Arbeiter wegen wesentlich dadurch unterscheiden, daß lediglich bereits erforschte und sollen amtliche, mur durch Indiskretionen ihnen zugetragene der geringen Inanspruchnahme nicht bezahlt machen. Es liegt wissenschaftlich anerkannte Thatsachen, soweit sie für die Bekämpfung Dinge nicht ausplaudern, in den Wind schlug. Oder einmal im Wesen des Verkehrs, daß die unrentablen Betriebe der großen Wolfssenche prattischen Nugen haben, in gemeinmeinte die Kreuz- Zeitung", die lautere Quelle, die da un durch die rentablen ermöglicht werden müssen. In verständlicher Form von Autoritäten vorgetragen werden. mittelbar dem kultusministeriellen Gehege entfließt, wasche die diesem Sinne geschieht jede Berkehrserweiterung für das Der Stongreß ist deshalb eher als ein focialhygienischer, Unsauberkeit der Indiskretionen rein? sumunion und socialpolitischer anzusehen, zumal es sich in erster Linie darum platte Land in der That auf dem Rücken der Städte handeln wird, die Hilfsmittel der Arbeiterversicherungs- Gesetz zwar von Rechts wegen. gebung in ihrer Anwendung auf die Volksgesundheitspflege und Seuchenbekämpfung der weiteren Oeffentlichkeit vor Augen zu führen. Die Vorträge auf dem Kongreß werden entsprechend ihrem Zwede, weite Streise aufzuklären und mit feststehenden hygienischen Grundfäßen schnell bekannt zu machen, sehr kurz und gemeinverständlich gehalten sein. " Verkehrseinrichtungen müssen Allgemeingut werden diese notwendige Aufgabe des Staates läßt sich aber niemals erfüllen, wenn man stets die genaue Rechnung von persönlicher Leistung und Gegenleistung aufstellt. Das wäre schlimmster Individualismus. # Wir inn Wir fügen der amtlichen Notiz, die übrigens auch eine überflüssige Reflame für die Wohlthätigkeit industrieller Arbeitgeber enthält, hinzu, daß der Kongreß auch Gelegenheit bieten dürfte, in der weiten Oeffentlichkeit den Nachweis zu führen, daß die Schwindfucht eine in erster Linie social bedingte Krankheit ist, und daß das Hauptmittel, un der verheerenden Krankheit zu steuern, in der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Massen liegt. 191 Doch dies ist Nebensache. Der langvorbereitete Schlag gegen die Lehrthätigkeit unseres Parteigenossen Arons an der Berliner Universität soll nun geführt werden. Es soll den Wünschenjener Kulturfeinde Rechnung getragen werden, welche die Wissenschaft vollends zur Sklavin der politischen Macht erniedrigen wollen. Es soll ein Mann aus dem Lehrkörper der Univerfität hinausgestoßen werden, dessen Lehrthätigkeit naturwissenschaftliche Probleme umfaßte und fern blieb jeglicher politischen Das festeste Bollwerk gegen den Umsturz.on Meinungsäußerung. Er soll nicht fürder physikalischeGesetze erfassen Im Herrenhause ist seitens der Herren v. Below und lehren, weil er eine politische Gesinnung hegt, die denen Salesfe, Frhr. v. Manteuffel und Graf v. Wir bach nicht gefällt, welchen der Augenblick die Staatsmacht in die ein Antrag eingebracht worden, in welchem die StaatsHände gab. Arons ift benachrichtigt worden, daß das Disciplinar regierung ersucht wird, eine Gesetzesvorlage einzubringen zur Abhilfe des Arbeitermangels im Gebiete der Tado sdriaus bilend berfahren gegen ihn eingeleitet worden ist. Die von ihm an- andwirtschaft. Damit soll ein weiteres festes Chronik der Gewaltthätigkeiten. gefagten Vorlesungen find nicht ans schwarze Brett der Bollwert gegen die Umsturzparteten" geschaffen Zwei Gutsverwalter, Ernst Schütze und Albert Borg Universität angeschlagen worden. Diese Thatsache der vor- werden. Dem Arbeitermangel soll durch erleichterte Erlangung aus aus Veltheim in Braunschweig, hatten sich vor dem läufigen Suspension zeigt, nach wie hohem Ziele der„ Miniſter von bäuerlichem und anderweitem Kleinbefit, ähnlich der Schöffengericht Middagshausen wegen grober Mißhandlung der Geistesfreiheit" strebt. Die mehrfachen Rückfragen", welche früheren Erbzinsleihe( Erbpacht) abgeholfen werden. des Hofmeisters Vaupel zu verantworten. Alle drei waren zu nach der Kreuz- 8tg." die Verzögerung des unfulfurellen Stultus- Es ist das alte Recept, durch Seßhaftmachung und sammen auf dem Rittergute des Herren Grieffenhagen in Stellung. minifter Streiches verursacht haben sollen, haben die Person Fesselung von Arbeitern an die Scholle Eigentümer" Baupel, der sich sonst gut mit den Verwaltern gestanden hatte, des zu Disciplinierenden nicht berührt, es wird An- zu schaffen, deren Besit nicht ausreicht, sie zu ernähren, eignete fich gelegentlich seines Aufenthalts auf der Verwalteralt, die der Verwalter Borghaus flage erhoben, ohne daß man den Beschuldigten so daß sie gezwungen sind, auf den Gutshof frohnden zu ſtube einige Flicken überhaupt gehört hat. Auch ist nicht bekannt, wie gehen. In der Begründung heißt es, daß es anerkannt zur Ausbesserung eines defekten Anzuges verwenden lassen wollte. Borghaus stellte den Hofmeister V. wegen des angeblichen sich die philosophische Fakultät der Berliner Universität in fei, daß ein lebensträftiger Kleinbesizerstand glidendiebstahls zur Rede, doch stellte dieser denselben in Avrede. ihrem Gutachten, das der Einleitung des Disciplinarverfahrens das fest est e Bollwert gegen die Umfiurzparteien sei. Am Abend des 18. Jamar wurde Vaupel durch Borghaus auf deffen vorausgehen muß, ausgesprochen hat. Da die philosophische Verschwiegen wird natürlich, daß die Großgrundbesizer einen Zimmer gerufen, wo B. verlangte, daß er einmal sein Vorhemd Fakultät auch als erste Instanz zu entscheiden hat, fo„ Lebensträftigen" Besizerstand ja gar nicht wollen ausbinde und vorzeige. Als dies gefchehen war, stellte der Berwird sich bald zeigen, ob die Wissenschaftsmänner der ersten und nicht brauchen können. Denn der Iebensträftige walter feft, daß das auf dem Vorhemb befindliche Bund von dem deutschen Universität reif sind für den Dienst, den ein wiffen- Sleinbauer giebt ihnen ja nicht den abhängigen Arbeiter. ihm abhanden gekommenen Zeuge hergestellt war und sagte dies schaftsfeindlicher Regierungsabsolutismus von ihnen fordert. = Stadt für Land. " 1 " " Vorboten des Zuchthausgesetzes. dem Vaupel auf den Kopf zu. Er erzielte dadurch ein Geständnis von V., der ihn bat, ihn nicht anzuzeigen. Später ist dann der erste Berwalter Schüge hinzugekommen und nun hat sich ein Roheitsalt Wir haben kürzlich den Entwurf eines Gejeges mitgeteilt, der den abgespielt, den der Mißhandelte, Hofmeister Vaupel, wie folgt Man schreibt uns: Bei Besprechung der neuen Regelung ertragsbruch der landwirtschaftlichen Arbeiter schildert: Herr Borghaus forberte mich auf. in Gegenwart des Der bekanute Reichstags- Ab- Herrn Sch. zu bekennen, daß ich zum Diebe geworden sei, was ich der Telephongebühr ist im Reichstag von unserem Genoffen in Anhalt unter Strafe ſtellt. Singer das Princip: das platte Band auf Kosten der geordnete für Anhalt, Herr nöfice, hat sich über diesen Ent that. Hierauf lam Herr Ech. auf mich losgegangen, riß mich, nachwurf im Anhaltischen Tageblatt" in sehr abfälliger Weise geäußert. dem er die Thür verriegelt hatte, zu Boden und versezte mir mit großen Städte zu begünstigen, hart angegriffen Gr nennt ihn eine Provolation der Arbeiter, der noch weit über die einem fingerdiden eigenen and stocke, den er schon worden. Ich halte diefes Princip für nicht in jedem preußische Gefinde- Ordnung gehe: bei seinem Eintreten ins Zimmer in der Hand gehalten hatte, fo Fall unzulässig und möchte einiges zu seiner VerDer in Rede stehende Gejegentwurf geht nun aber noch über lange Schläge über Beine und Lenden, bis der Stock in lauter kleine teidigung anführen. Unser ganzes Verkehrswesen, diese preußischen Geseze hinaus. Er will nicht nur das Ber- Stüde zersprungen war. Dann nahm er einen weiten gleich vor allem die Post, ist finanziell eine Begünstigung lassen, sondern auch den Nichtantritt der Arbeit mit Strafe artigen Stod und setzte damit die Mißhandlung fort. Als auch des platten Landes auf Kosten der großen Städte; daß belegen; er will dem Arbeitgeber nicht nur das Recht geben, die dieser abgehauen war, sagte Sch.:„ nun soll der dritte auch der Brief bei einem Porto von 10 Pfennig in eine fern vom 3wangsweise Zurückführung von Dienstboten, sondern aller noch entzwei" und zu Herrn Borghaus gewendet, er möge an Landwirtschaftlichen Arbeiter zu verlangen; er will die Arbeit gehen, das übrige wolle er( Sch.) schon besorgen. Als Borg Verkehr liegende Ortschaft gesandt werden kann, ist nur deshalb ferner in feinen§ 3 jeden Arbeiter, der aus irgend welchem haus, der mich zuerst mit zur Erde gedrückt hatte, aus dem Zimmer hinausmöglich, weil für den mit geringerem Arbeitsaufwand in der Grunde vor Ablauf des Arbeitsvertrages die Arbeit verläßt, mit ging, wollte ich ihm folgen. Sch. riß mich aber zurück und verriegelte Stadt dasselbe oder ein im Verhältnis zur Arbeitsleistung Arbeitslosigkeit, also mit der Bedrohung seiner Eristenz abermals die Thür. Dann zog er sein Taschenmesser hervor. hohes Porto erhoben wird. Trotzdem werden wir nicht wünschen, bestrafen; er will endlich den landwirtschaftlichen Arbeitern nicht und als er dies geöffnet hatte, sagte er zu mir: B. jest müssen daß dieser Vorteil dem platten Lande entzogen wird. nur das Recht der Koalition wie in Preußen vorenthalten, sondern Sie sterben: Ich bekam dadurch eine große Angst und sagte: Ebenso geschieht der Betrieb und die Anlage von Sekundär auch jeden Versuch, bessere Arbeitsverhältnisse zu erlaugen, Bedenken Sie doch meine Familie, ich habe Frau und vier un und Tertiärbahnen zu Gunsten des platten Landes. Bei einer mit Gefängnis bestrafen. Ja, nicht nur die Arbeiter selbst, sondern versorgte Kinder!" Ech. erwiderte: das hilft Ihnen alles genauen Berechnung der Kosten würde sich herausstellen, daß auch die Anstifter", d. b. aljo, alle diejenigen jollen bestraft nichts, Sie müssen jest sterben!" Ich flüchtete von der werden, welche durch Wort oder Schrift die Veranlassung zur Ein einen Stubenecke in die andere, wurde aber wieder von Sch. antein erheblicher Teil von den Städten getragen wird. Aehnlich stellung der Arbeit oder zur Berabredung einer solchen gegeben haben. gefaßt und nun mit der Faust ins Gesicht und an den ist es mit der Einrichtung des Telephons. Soll es sich mit anderen Worten, wer in Zukunft die ländlichen Arbeitsverhält- Stopf geschlagen. Num erschien auch Borghaus wieder im mehr einbürgern, dann müssen die Kosten für das platte niffe in Anhalt zu tadeln wagt, eine Verbesserung der gimmer und auch er beteiligte sich noch einmal an der Mißhandlung. Land möglichst gering bemessen sein, und wenn die Gebühren Wohnungen und eine angemessenere Behandlung indem er mir von rüd wärts eine Ohrfeige gab. Dan unter den üblichen Saz, der in den Städten gefordert wird, für notwendig bezeichnet, wer für die Koalitionsfreiheit wurde ich aus dem Zimmer hinausgeworfen, auf dem heruntergesetzt werden, jo erblicke ich darin ein günstiges, an- aller, also auch der ländlichen Arbeiter eintritt, wird ins Ge Flur aber wieder zu Boden geschlagen und fängnis gestedt, sofern der Nachweis gelingt, daß diese Kritit ußtritten trattiert, schließlich auch noch die Treppe regendes Moment für die weitere Ausbreitung. Warum sollen wir in den Städten, die wir so vielfache au irgend einer Arbeitseinstellung geführt oder bei- hinuntergeworfen. Als ich unten anfam, war es mir nicht möglich, auf den Beinen zu stehen, ich mußte vielmehr auf allen Verkehrserleichterungen haben, mir weil zahlreiche Menschen getragen hat." Herr Rösicke schließt mit der Bemerkung, daß auch diese Maß- Vieren nach meiner nicht sehr weit entfernten auf einem kleinen Stomplex zusammenwohnen und die Kosten nahme nur eine Stärtung der focialdemokratischen Wohnung hinkriechen. Ob Borghaus sich auf dem Flur so auf viele Schultern verteilen, nicht von unserem Reichtum artei, eine Verbreiterung ihrer Lehren und ihres auch noch an mir vergriffen hat, vermag ich nicht anzugeben. Ich und unseren Bequemlichkeiten so mannigfacher Art den armen Einflusses auch auf dem platten Sonbe herbeiführen war 5 Tage hindurch gänzlich arbeitsunfähig und hatte große Schmerzen zu ertragen, die sich in geringem Maße auch jetzt noch Dorfbewohnern eine Zubuße gewähren? Denn daß folche Ein- I werde. " mit # 0 gramm ww manchmal geltend machen. Der Benge belumbet weiter, am Tage 1 Die Unruhen um Nachod. Aus Prag wird vom 15. April Gouverneur Pingree von Michigan, Dr. Lyman Abbott von Brooklyn nach dem Vorfalle sei Schütze zu ihm gekommen und habe verlangt, gemeldet: Der Statthalter betraute mit der Leitung der politisch- Dr. Andrews, Eugene Debs, John Brisbane Walter, Gouverneur daß er seine Arbeit verrichte. Nachdem er sich überzeugt, daß er( 2.) administrativen Aftion in den Streitangelegen Altgeld und Samuel Gompers erwartet. in. nicht arbeiten könne, habe er um gut Wetter gebeten und sich erboten, heiten in den Gerichtsbezirken Eipel, Polig und Nachod alles zu bezahlen, was er verlange, wenn er den Vorfall nicht aniowie event. in den Nachbarbezirken den Bezirkshauptmann v. Trantenau, zeigen wolle, und es ſei auch ein Vertrag zu stande gekommen, wo- Herget, welcher bis auf weiteres in Nachod ſeinen Amtssis nimmt. Der Invalidenversicherungs- Kommission. nach ihm von beiden Herren 140 M. gezahlt und die Ärztkosten über Bezirkshauptmann von Neustadt a. d. Mettau meldet, in Hronov 3. Sizung vom 15. April.§ 7a überweist der Seeberufsnommen worden seien. Er habe deshalb auch keinen Strafantrag und Nachod herrsche vollständige Ruhe, obwohl die mit den Arbeitern gestellt und anfänglich die Aussage verweigert. Die Angeklagten, auf Intervention des Gewerbe- Inspektors gepflogenen Unterhand genossenschaft die Invaliditäts- und Altersversicherung, verpflichtet von denen Sch. sogleich aus seiner Stellung entlassen worden ist, lungen erfolglos geblieben. Von dem requirierten Militär befinden fie aber dafür, die Witwen- und Waisenunterstüßung im allgemeinen erkennen die Darstellung Vs im allgemeinen als sich drei Kompagnien in Nachod, eine in Hronov. Die Zahl der zu übernehmen, während sie jest nur bei Unfällen enten an Witwen richtig an, nur will Sch. die Drohung, 2. zu töten, nicht erust bisher Verhafteten beträgt 103. In Hronov streiten 1700 rund Waisen gewährt. Moltenbuhr weist darauf hin, daß der gemeint habent. Das Urteil lautet auf 4 Monate Gefängnis beiter; in Rothkostele herrscht vollkommene Ruhe; die Arbeit von ihm beantragte Mindestsatz der Nenten in das Gefeß gegen Schüße und 1 Monat Gefängnis gegen Borghaus. Bemerkt wurde daselbst nicht eingestellt. In Budweis ruhen die Arbeiten auf bisher so gegen die Interessen der Seeleute gehandelt habe, lein aufgenommen werden müsse, da er der Berufsgenossenschaft, welche mag noch werden, daß Vaupel wegen des Flickendiebstahls freiden Bauten vollständig.gesprochen worden ist. Bertrauen entgegenbringen könne. Demgegenüber erklärt Saab Ausfuhrprämie und Kampfzoll. Wie die Wiener Neue( Antisemit), daß er aus Seefahrertreisen die entgegenEifrige Agitation für die Prügelftrafe haben die Breslauer Freie Breffe" meldet, liegt munmehr die Antwort der englischen gefeßte Meinung gehört habe; die Seeleute seien ganz zufrieden Konservativen beschlossen. Im dortigen deutschkonservativen Verein Regierung, betreffend den in Indien eingeführten Retorsions. Mißgriffe vorkommen, so fet niemand unwilliger darüber als die Konservativen beschlossen. Im dortigen deutschkonservativen Verein Regierung auf die Vorstellung der östreichisch- ungarischen mit ihr. Und wenn bei der Seeberufsgenossenschaft mitunter bielt der Staatsanwaltschaftsrat Keil einen Vortrag über jugendliche Verbrecher und kam dabei auch auf die zoll auf Prämienzuder vor, welche besagt, daß von der Er- leitenden Personen der Berufsgenossenschaft. Grade sie haben sich törperliche Büchtigung als Strafmittel hebung eines Retorsionszolles fofort Abstand genommen wird, wenn auch sehr indigniert geäußert, daß bei der letzten Festsetzung der zu sprechen. Der Staatsanwaltschaftsrat meint, gegen Erwachsene habe die Oestreich- Ungarn nachweist, daß der nach Judien exportierte Buder Grundtagen für die Rentenberechnung die Becufsgenossenschaft nicht Brügelstrafe eine Reihe von Nachteilen, aber in Bezug auf jugend- eine Ausfuhr prämien genießt. gehört worden sei. Dem Antrage Molkenbuhrs, die Rentenhöhe festliche Verbrecher stehe die Frage ganz anders. Man sage, die Prügel- Der Entwurf einer Gemeinde- Ordnung für Wien wurde zusetzen, werde er zustimmen( was er aber nachher nicht that, weil strafe verrohe, fie erstice das Chrgefühl. Aber werde der Junge nicht von dem Wahlreform- Ausschuß des niederöstreichischen ihm Nöfice gut zugeredet hatte). Stadthagen: Die zu fonft gezüchtigt, vont Bater, vom Meister, vom Lehrer? Solle der Landtags verworfen. Der Referent wurde ersucht, einen neuen niedrige Festsetzung der Heuer durch den Reichskanzler sei mit felbe Junge, wenn er sich gegen das Strafgesetz vergangen hat, plötzlich Entwurf zu einem Gemeindeſtatut auszuarbeiten, in welchem das einer jo groben Verlegung der gesetzlichen Vorschriften erfolgt, daß ein fo empfindliches Chrgefühl befizen, daß eine Büchtigung von Princip der Intereffenvertretung gewahrt bleibt und andererseits der er nicht zweifle, jeder Gerichtshof werde, wenn eine geschädigte Staats wegen ihm unwiderbringlichen Schaden schafft?„ Indessen, so Forderung nach einem allgemeinen Wahlrechte entgegen Wittwe den deichskanzler verllage, diesen haftbar machen. Graf vortrefflich das Mittel ist, wir werden mit ihm, fürs Erste gekommen wird; die Intelligenzvertretung soll aufrecht erhalten Posadowsky erklärte darauf, daß er bereits angeordnet habe, die wenigstens, auch nicht vorwärts fommen". Unter vier Augen bleiben, Wahlumtriebe sollen strenge bestraft werden. Festsetzung der bei Berechnung der Renten zu Grunde zu legenden feien sehr viele, auch einflußreiche Leute für die körperliche Heuer nochmals und eingehend nachzuprüfen.( Die BeZüchtigung der Jugendlichen, im übrigen aber wollen fie, aus Furcht n bie von Frankreich. schwerden, die von unserer Seite vorgebracht und anvor der öffentlichen Meinung, nichts davon wissen. In der Debatte Die Enthüllungen in der Sonnabend- Ausgabe des Figaro" fänglich von Ministerialdirekter Woebtte als gänzlich un traten sämtliche Redner, und zwar stets unter dem Beifall umfassen 24 Spalten; darunter befinden sich diejenigen Paléogues', begründet zurückgewiesen wurden, haben also doch geholfen! der gesamten Bersammlung", für die Wiedereinführung der körperlichen Trarieug und ein Brief des italienischen Botschafters Grafen Denn bei einer forgfältigen Prüfung muß die Regierung finden, Büchtigung für jugendliche Verbrecher ein. Eine in diesem Sinne Tornielli. Der Beuge Grenier, ein Sohn des Generals, daß die Seuern zu niedrig festgefeht worden sind.) Die socialangeregte Resolution wurde zurückgezogen, nachdem der Vorfißende bei welchem Esterhazy" Ordonnanz Offizier war, lobte dessen demokratischen Anträge( fiehe vorigen Bericht) werden gegen sechs erklärt hatte, auf die Kleinarbeit, auf die Agitation von Verhalten während jener Zeit. Ueber die Beziehungen Esterhazys zu Stimmen abgelehnt, der Antrag Nöfice, welcher den§ 7a redaktionell Mund zu Mund komme es zunächst au. Henry fagte Grenier, daß Esterhazy Henry als ihm feindlich gesinnt ändert, wird gegen 4 Stimmen angenommen. Also die konservativen Menschenfreunde werden sich vorläufig bezeichnete. Als Grenier Henry eites Tages begegnete, forderte er $ 8: Freiwillige Versicherung. Von Dr. Oertel( f.) im stillen für die Wonnen der Prügelstrafe begeistern und eine ihn auf, Esterhazy hilfreiche Hand zu bieten, und Henry erwiderte, wird wie zur ersten Lejung beantragt, daß auch sonstige( selbständige) emifige Agitation von Mund zu Mund für die Wiedereinführung so viel er tönne, helfe er ihm gern. Grenier sagte noch, Betriebsunternehmer und Gewerbetreibende versicherungspflichtig diefer mittelalterlichen Strafe betreiben. Wenn der Anwendung Esterhazy habe ihm oft geschrieben, er habe die Briefe aber nicht sind, sofern fie nachweisen fönnen, daß ihr Einkommen nicht über der Prügelstrafe aus dem Munde eines Staatsanwaltschaftsrates aufbewahrt. 2000 m. beträgt und sie das 40. Lebensjahr nicht vollendet haben. und fämtlicher übrigen jedenfalls hochachtbaren Mitglieder des Für den Generalstab geradezu vernichtend sind aber die Staatssekretär Posabowsky erklärt, diese Bestimmung fonservativen Vereins ein Loblied gesungen wird dann kann man Aussagen der Pförtnerin Madame Gérard. Die Pförtnerin sei undurchführbar, solange nicht eine Reichseinkommensteuer bestehe, sich nicht wundern, wenn minder gebildete Voltskreise solche Lehren hat in einem Notizbuch alle interessanten Mitteilungen aufgezeichnet, denn jetzt jei die Art der Veranlagung in den einzelnen Bundesstaaten gelegentlich in die That umsetzen und durch Exzesse und Gewalt welche ihr Madame Bays, mit der sie sehr befreundet war, ganz verschieden, auch in einigen noch gar teine Einkommensteuer afte die Welt mit Abscheu und Grauen erfüllen. gemacht hat. Am 12. August 1898 erklärte Madame Bays, es eingeführt. Von Thiele( Soc.) wird angefragt, ob Redacteure Esterhazy und und berufsmäßige Berichterstatter, die weniger als Der Koblenzer Zweikampf wird noch weiter in eingehender Bebe keine Gerechtigkeit, sonst würden Esterhazy fie nicht mehr in Freiheit fein. Sie fagte 2000 m. Gehalt oder Lohn haben, verficherings pfichtig sind, was Weise in der Presse besprochen. Berschiedentlich wird verlangt, daß dabei weiter:„ Esterhazy hat das Blanche Telegramm der Staatssekretär Pojadowsly bejaht. Auf eine Anfrage der Fall im Reichstag zur Sprache gebracht werde. Die den VorWurms erklärt er, anch daß geschrieben, und ich habe das Speranza Teleg fall begleitenden Umstände verlangen allerdings eine Klärung. diejenigen Techgeschrieben. Cavaignac hatte Befehl gegeben, niter versicherungspflichtig sind, welche studierten, jedoch weniger Zur Sammlung" für den Flottenverein erläßt dessen Vor- Esterhazy zu beschüßen, damit sein Verwandter Bath als 2000 W. Einkommen haben, nicht nur die nicht- studierten; wer fizender Fürst zu Wied einen Aufruf„ Samoa und die deutsche de Clam nicht tompromittirt würde. Es hat teine als Techniker zu betrachten sei, müsse von Fall zu Fall entschieden Flotte", der nachdrücklich für die Regierung eintritt, aber die Not- verschleierte Dame existiert. Alle geheimen werden. Nach Annahme des Antrags Hofmann( natl.) wird der§ 8 der wendigkeit betont, eine starke Kriegsflotte zu schaffen. Mögen die Schrift stii de sind von Baty be Clam Giterhazy Redaktionskommission überwiesen und kommt dann erst zur Abstimmung. Schriftstücke de Wasserschwärmer immerhin sammeln so viel sie wollen, nur mögen i berbracht worden." Ersterer meinte einmal § 9 behandelt die Voraussetzungen für 3nerkennung einer sie dabei die übrige Bevölkerung aus dem Spiel lassen. Madame Pays: Sie werden wissen, daß man sich eines Frauen Invalidenrente. Bisher wurde vom Gesetz die„ dauernde ErwerbsStuttgart, 14. April. Das Urteil im Prozeß gegen die zimmers leicht entledigen tann. Wenn jemand Enthüllungen über unfähigkeit" verlangt. Die neue Regierungsvorlage befagte genauer, Redacteure der Schwäbischen Tagwacht" und einige andere Beitungen dasjenige, was Sie wissen, zu machen gedenkt, dann erinnern Sie Invalidenrente solle erhalten, wer im Sinne des§ 4 Abfaz 2 wegen ihrer Stritit des bekannten Falles Vögele wurde heute sich dieses Ausspruches- dann wiffen Sie, was Ihnen bevorsteht!". dauernd erwerbsunfähig ist", also wer nicht mehr mindestens ein gefällt. Es wurden Geldstrafen von 40-150 m. verhängt. That- Madame Pays erklärte der Pförtnerin weiter, sie habe öfter 8 u Drittel dessen verdienen kann, was törperlich und geistig gefunde fächlich hatten fich die betreffenden Blätter ein Verdienst erworben, i am mentünfte mit Boisdeffre in den Elyséischen Lohnarbeiter derselben Art verdienen, Ju erster Lesung war indem sie die traurige Mißhandlungsgeschichte des Ulanen Vögele, Feldern gehabt, die um Mitternacht stattfanden; ferner: sie sei das noch genauer ausgeführt worden durch den Zusatz, der sich das Leben nahm, zur Sprache brachten; der mißhandelnde von dem General Mercier empfangen worden und als Verdienst eines törperlich und geistig gefunden LohnUnteroffizier wurde ja auch zu einigen Monaten Gefängnis verur- habe auch häufig mit den General Pellieug verfehrt. arbeiters derselben Art sei mindestens derjenige Lohnsatz in Beteilt. Trotzdem verfolgt man die Presse, verurteilt die Redacteure, Die geheimen Schriftstücke, welche Esterhazy im Bejiz hatte, wurden, rechnung zu ziehen, welcher bei Auswerfung einer Invalidenrente weil ihnen eine irrtümliche Behauptung unterlaufen ist. so erklärte Madame Bays schließlich, in einer Damenmüge auf- für den Betreffenden zu Grunde zu legen wäre. Und InvalidenGroben Unfug", begangen durch die Preffe. Unser Libre Parole" befand, Madame Pays hat alle diese Schriftstücke worden ist, bewahrt, welche sich in einem Blumentopf auf der Redaktion rente dürfe, wenn die Invalidität durch einen Unfall herbeigeführt 11 1 r insoweit gewährt werden, als keine reichsländisches Partei- Organ, die Straßburger Freie Presse", nach London in Sicherheit gebracht. Unfallrente zu leisten ist. Ein socialdemokratischer Anhatte im Dezember v. J. dem Sigl'schen Baterland" einen Proletarier im Heere" überschriebenen Artikel entnommenen, der neben Prozesse vom Jahre 1894, welcher an den Marineminister gewährt werden können. Hauptmann Freystätter, einer der Richter im Dreyfus trag verlangt. Invaliden- und Unfallrente sollte zugleich Dieser Antrag wird einer Schilderung der materiellen Notlage der Invaliden des deutsch- Lockroy ein Schreiben richtete, um seine Zweifel an der Geiez- Konservativen, von den Regierungsvertretern und vom frei französischen Krieges der Deffentlichkeit auch die Höhe des Profits lichkeit des Urteils auszusprechen, wurde von Lodroy mit Zufinnigen Abg. Röside lebhaft bekämpft, von Size( C.) und unterbreitete, den die führenden Geister" bei jener Episode der Stimmung des Kriegsntinisters Freycinet ermächtigt, fich direkt an ofmann( natt.) befürwortet, aber nach längerer Debatte gegen Weltgeschichte gemacht haben. Bismarck war dabei als Haupt- den Kasiationshof zu wenden, um ihm schriftlich oder mündlich die vier socialdemokratischen und zwei freisinnigen Stimmen abarrangeur, Moltke als„ Nebenarrangeur" des großen Krieges be- die Thatsachen zur Kenntniß zu bringen, welche er zur Klarlegung gelehnt. Auch Sie und Sofmann stimmten dagegen. Der in zeichnet; beide waren im Hinblid auf die in so reichlichem Maße des wahren Sachverhalts für müglich erachte. erster Lesung beschlossene Zusatz, den Mindestsatz der bei der Renteneingeheimsten Gratifikationen als Empfänger bont Trink gelbern charakterisiert. Die Straßburger Staatsanwaltschaft Eclair". Eine Rundgebung von Dreyfus veröffentlicht der berechnung zu Gründe zu legenden Lohnhöhe betreffend, wurde gegen quittierte über diese Wiedergabe der derb bajuvarischen Banten der Heilsinsel Daniel. Er bringt einen amtlichen Bericht des Komman- die vier socialdemokratischen und eine freifimmige Stimme gestrichen. Siglichen Kriegserimmerungen mit einer Anflage wegen Dieser schreibt, er habe am Nächste Sigung Dienstag, den 18. April, groben 30. Oftober 1898 einen Brief von Dreyfus erhalten, in welUnfugs" im Jntereffe der angeblich gefährdeten öffentlichen Ord chem diefer mit Selbstmord drohte, darauf sei eine strenge mung. Die Verhandlung vor dem Schöffengericht am 9. März d. I. leberwachung desselben angeordnet worden. Am 16. November sei endete mit der glatten Freisprechung des Verantwortlichen der Dreyfus mitgeteilt worden, daß der Kaffationshof eine Ne vision Der Berliner Aerzte- Vereinsbund" hat dem Reichstage eine Fr. Preffe", Genoffen ubnow, indem das Gericht sich auf den für zulässig erachte und ihn auffordere, feine Aussagen zu machen. Betition überreicht, den Schlußbestimmungen der InvaliditätsStandpunkt stellte, daß der inkriminierte Ausdrud Arrangeur" des Dreyfus habe erwidert, die Dentschrift über seine Aussagen werde Novelle einen Paragraphen anzufügen des Inhalts: Soweit in Krieges und Empfänger von Trinkgeldern" feine Beleidigung der sehr furz sein. Dreyfus habe ferner erklärt, er habe während des diesem Gesez und dessen Ausführung ärztliche Gutachten über den beiden Männer, Vismards und Moltkes, sondern nur eine Charat Prozesses im Jahre 1894 Cafimir Perier gebeten, die Deffent- törperlichen und geistigen Zustand eines Rentenfuchers in Frage terisierung ihrer Rollen im Kriege von 1870/71 enthielt. Es sei lichteit anzuordnen. Dieser habe es auch miter gewissen kommen, gelten nur die, welche von Aerzten, die in Deutschland Teine Frage, daß Bismard thatsächlich zur Inflammierung des Krieges Bedingungen bewilligt, das Kriegsgericht aber tros- approbiert sind, ausgestellt wurden." beigetragen habe, von dem er annehmen mußte, daß er unvermeid bem beschlossen, die Verhandlungen geheim zu lich sei. Der nur für Socialisten bestimmte Artikel tömne allerdings halten. bei Andersgesinnten eine gewisse Beunruhigung und ein angenehmes Gefühl hervorrufen, jedoch nicht in dem Maße, durch das die Voraussetzungen des groben Unfugs gegeben seien. Gegen Ueber das Befinden des Papstes dieses Urteil des Schöffengerichts legte die Staatsanwaltschaft Be werden die widerspruchsvollsten Nachrichten verbreitet. Der offiziöse rufung ein. In der am Donnerstag stattgehabten erneuten Ver- Telegraph meldet im Gegensatz zu der von uns in der Sonnabend Handlung vor der Straffammer als Berufungsinstanz hob der öffent Sumner gebrachten Depesche der Frif. 3tg." unterm 14. April: Prof. liche Antläger u. a. hervor, daß sich auch im Auslande(!?) lebhaftes Ma 3 3 oni stattete heute in Begleitung des Dr. Lapponi dem Befremden über die Ausführungen des inkriminierten Artikels, der die Papste einen Besuch ab. Der Papst, der sich einer vorzüglichen größten Männer der Nation in den Staub ziehe, habe äußeru müssen. Gesundheit erfreut, überreichte Mazzoni als Zeichen seiner AnEr halte seinen in der ersten Justanz gestellten Antrag aufrecht, der erkemmmg sein Porträt mit eigenhändiger Unterschrift und ernamite auf eine Geldstrafe von 150 M. laute. Der Gerichtshof verfündete ihn zum Kommandeur des Georgenordens. Gleichzeitig übergab er nach einer Berathung von nur zwei Minuten die Bestätigung des ihm ein von ihm selbst bittiertes Breve, in welchem er ihm für die Urteils der ersten Instanz, also die abermalige Freisprechung ihm geleisteten Dienste seinen Dank ausspricht. des Angeklagten, und legte die Kosten beider Berhandlungen der Staatskaffe zur Last. Der unter Anflage gestellte Artikel enthalte givar grobe Ungehörigkeiten", die Kriterien des groben Unfugs Ein farliftifches Organ ,, Correo Espagnol", welches Eigentum feien aber trotzdem nicht gegeben. Zu diesen gehören nach einer eines englischen Staatsangehörigen ist, wurde vom Madrider nenerlichen Entscheidung des Reichsgerichts, daß der äußere Bestand Präfetten verboten. der öffentlichen Ordnung verlegt sei. Diese Voraussetzung treffe nicht zu, und es habe deshalb, wie geschehen, erkannt werden müssen. " Oestreich- Ungarn. 4 " " Italien. Spanien. Amerika. zu merft " Parlamentarisches. Partei- Nachrichten. von den 514 Tas Verhalten der Leipziger Genoffen zu den Parteibeschlüssen. Zu unserer Notiz in Nr. 86 schreibt die Leipziger Bolkszeitung": Der Vorwärts" registriert den Beschluß der Leipziger Parteigenossen, sich nicht an den Landtags- Wahlen zu beteiligen und beausführlicheres in Aussicht stellend vorläufig dazu: Wir müssen aber schon heute unser lebhaftes Bedauern darüber aussprechen, daß die Leipziger Parteigenossenschaft sich durch ihren Beschluß in schwerer Weise gegen die elementaren Regeln der Parteiſolidarität und damit gegen das Wohl der Partei vergangen hat. Wir müssen dem Vorwärts" bemerken, daß er besser thäte, die Berliner, die sich doch bekanntlich auch nicht an den Landtagswahlen. beteiligten und ihre Stellung nach den Landtagswahlen auch noch ausdrücklich aufrecht erhalten haben, Mores zu lehren. Daß die Leipziger Genossen von ihrem bisherigen Standpunkte nicht abgehen würden, hätte der Vorwärts" vorhersehen können." Der Leipziger Boltszeitung" paffiert eine kleine Verwechslung. Es handelt sich in Sachsen gar nicht mehr um die Frage, ob Bes Die amerikanischen Konsuln in Spanien haben, wie aus teiligung an den Landtagswahlen oder nicht, sondern es handelt sich Washington berichtet wird, die Weisung erhalten, ihre Thätigkeit um die Frage: Befolgung von Parteibeschlüssen oder nicht. wieder aufzunehmen. Die Berliner Genossen Mores zu lehren", hat niemand Veranlassung, Karlsbad steht unter dem Zeichen des Belagerungszustandes. gleichviel, ob er ihre Stellung zu den Landtagswahlen billigt oder An dem Bauarbeiterstreit, von dem wir bereits Mitteilung Ueber politische Nenbildungen wird uns aus New- Yort nicht. In Stuttgart ist zur Frage der preußischen Landtagswahlen gemacht haben, sind ca. 2000 Mann beteiligt, die sich aber vollkommen geschrieben: Am 22. März fand hier eine informelle Zusammenkunft die Resolution 107 angenommen worden( Protokoll S. 69, 162), in gesetzmäßig verhalten. Trozdem hat die Regierung Veranlaffung von Socialdemokraten, Socialreformern und Silberdemokraten zu welcher der ausschlaggebende Satz lautet: genommen, eine Menge Gendarmerie und Militär nach Karlsbad dem Zwecke statt, eine neue Partei ins Leben zu rufen. Unter den Unter diesen Umständen überläßt es der Parteitag den Genossen zu werfen; alle öffentlichen Aufzüge und Versammlungen, selbst die Hauptpersonen befanden sich: Eugene V. Debs, Rev. Dr. Rainsford der einzelnen Wahlkreise, über die Frage der Beteiligung zu ent außerhalb der Stadt geplanten, werden verboten. Damit reizt man die von der St. Georges Episcopal- Kirche, Cornelius Baird von Phila- scheiden." Arbeiter natürlich nur noch mehr. Dieser Tage hat nun der Bezirkshaupt- delphia, Hermann Schulteis von Washington usw. Die nachstehenden Ju Krimmitschau aber ist beschlossen worden, daß sich die Partei mann Oestreich eine Kundgebung an den Mauern anschlagen lassen, in Organisationen hatten Delegaten entsandt: Social Democracy", wie bisher an den Landtagswahlen beteiligt. der gedroht wird, daß jede Ansammlung eventuell mit Gewalt ver- The Brotherhood of Man"," League for Political Progreẞ", Maifeier. Arbeitsruhe am 1. Mai beschlossen weiter die Bäcker hindert werde. Die Behörden treten den Arbeitern in provo- American Federation of Labor",„ Knights of Labor", in Lübeck. Die Gesamtverwaltung des Schedewißer Konjumverein' fatorischer Weife entgegen und es hat, wie die Wiener Arbeiter-" Socialist Labor Party" und Single Tagers". Nachdem Zeitung" meint, den Auschein, als wollte man den Streit gewaltsam die Redner der verschiedenen Richtungen verschiedenen Richtungen ihren Standpunkt beschloß in ihrer letzten Sigung, daß am 1. Mai sämtliche Verkaufs unterbrüden. Am 13. früh wurden der Obmann der Bauarbeiter- bargelegt, wurde die Versammlung gefchloffen. Zur Formation gefchäfte geschlossen bleiben. Organisation, der Ortsvertrauensmann der Gewerkschaftskommission, einer Bartei tam es nicht. Präsident Keeney meinte, daß wahrPolizeiliches, Gerichtliches usw. und ein Mitglied des Streikkomitees verhaftet. Von der Anklage der Militärbeleidigung wurde da Der Abg. für Karlsbad Genoffe Dr. Verkauf hat sich würde, wo um dieselbe Zeit der Konvent der National Social and Genoffe Fendrich in Offenburg durch das dortige Schwurgeric Bolitical Conference" abgehalten wird. Dort werden Männer wie freigesprochen. nach dem Streikgebiet begeben. " scheinlich Ende Juli eine zweite Versammlung in Buffalo stattfinden Gewerkschaftliches. Gleichzeitig ersuchen wir die Gewerkschaften Berlins, die von der Kommission herausgegebenen Listen für die Krefelder Weber nach Möglichkeit eifrig in Umlauf zu setzen, da die Ausständigen der Unterstügung sehr bedürfen. Es ist unbedingt notwendig, daß die Berliner Arbeiterschaft nach Kräften die streifenden Weber in ihrem 14wöchentlichen Stampfe unterstützt. Die Berliner Gewerkschafts Kommission. J. A. Rud. Millarg. D An die arbeitende Bevölkerung in Rigdorf! Am Montag, den 17. d. M., findet im Apollo Theater, Hermannstr. 48/50, eine Gewerkschaftsversammlung statt, die zur Zwangsinnung Stellung nehmen soll und den Ausstand der Krefelder Weber besprechen wird. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung wird um recht rege Beteiligung gebeten. Der Vertrauensmann der Gewerkschaften. Achtung, Stockarbeiter! Bei der hiesigen Firma H. Gembidi find Differenzen ausgebrochen, die zu einem Ausstand sämtlicher Arbeiter führten. Die Arbeiter wehrten sich gegen die Preisdrückerei, die von einem Heimarbeiter getrieben wurde, und verlangten dessen Entlassung, weil er früher als Arbeitswilliger thätig war. Der Vertrauensmann der Metallarbeiter. Deutsches Reich. 166 Ausland. Sociales. Sociale Rechtspflege. den Rest lieferte er aber nicht an deren Mutter ab, sondern Ein Streik der Erdarbeiter an der Elsässer Bahn bei Basel verbrauchte ihn für sich. Er verkaufte dann auch noch Berlin und Umgegend. dist ausgebrochen, an dem meistens Italiener, ca. 350 Mann, zwei von den Pfandscheinen. Der Angeklagte hat seine strafAchtung, Gewerkschaften Berlins! Wir ersuchen nochmals beteiligt sind. Sie fordern: Zehnstundentag und minimale Stunden- bare Absicht stets bestritten und sich mit dem Mantel des Geheimnisalle diejenigen Gewerkschaften, die ihre Anfündigung der Maifeier löhne von 55 Centimes für Maurer, 44 Centimes für Erdarbeiter, bollen zu umhüllen versucht. Im gestrigen Termine stellte er auch in ein gemeinsames Inserat mit aufgenommen haben wollen, 35 und 30 Centimes für Handlanger. Manfangs die Behauptung auf, daß er die Wahrheit nicht sagen dürfe, um nicht zwei Personen bloßzustellen. Auf Zureden seines Verspätestens bis zum 20. April auf dem Gewerkschaftsbureau, Annenteidigers, Rechtsanwalts Wronter, ließ der Angeklagte sich dann zu Straße 16, I, ihre Gewerkschaft, Lokal und Referenten angeben zu wollen. Die betreffenden Gewerkschaften oder Gruppen berufen die der Erklärung herbei, daß er geglaubt habe, das zurückbehaltene Versammlungen selbst ein, melden sie auch selbst polizeilich aut. Geld für eine Forderung, die er an Grünenthal und Genossen gehabt habe, aufrechnen zu dürfen. Er sei gewissermaßen der Zur Baukontrolle. Der erste Versuch einer geordneten Bau- juristische Beirat der Hinterbliebenen Grünenthals" gewesen, indem kontrolle wurde vom Stadtmagistrat Fürth gemacht. Er beschloß er ihnen einen Verteidiger besorgt und mancherlei Gänge für sie die Anstellung eines ständigen Bau- Controleurs, der eine fünfjährige besorgt habe. praktische Thätigkeit im Baugewerbe nachweisen und eine Bau- Eine zweite Strafthat des Angeklagten wurde als Urkundengewerksschule absolviert haben muß. fälschung aufgefaßt. Wienede, der sich hauptsächlich mit Sports Arbeiter Risiko. Der bei einem Brauereibesizer in Aschers- nachrichten befaßte, stand mit dem Rennbahnbefizer Gärtner in leben in der Lehre befindliche, in 15. Lebensjahre stehende Verbindung. Dieser beauftragte ihn, bei einer Anzahl von Zeitungen Friedrich Träntel war beim Göpel beschäftigt und soll durch Inserate zu besorgen. Der Angeklagte vermochte diesen Auftrag bei einen unglücklichen Zufall zwischen Göpel und Wand geraten sein, einer Zeitung nicht auszuführen, da diese von ihrem Grundsatze, das sodaß ihm der Brustkasten eingedrückt wurde und der Tod auf der Inserat nun auf grund eines ihrer eigenen, mit dem Stempel des Auftraggebers versehenen Formulare aufzunehmen, nicht abweichen Stelle eintrat. wollte. Wienecke begab sich dann mit dem Formulare nach dem Bureau des Rennplazes, und da er hier niemanden antraf, setzte er den frei daliegenden Stempel unter den Bestellschein. Er stellte dann den gesamten Inseratenbetrag seinem Auftraggeber in Rechnung und Abermals eine Tellersammlung als Kollekte. Durch Ver- erhielt jofortige Zahlung. Gärtner erhielt zu seiner Verwunderung anstaltung einer nicht genehmigten Kollette follten die Bergarbeiter ipäter eine Rechnung vom„ Lokal- Anzeiger", derjenigen Zeitung, die Heinrich und Rademacher eine am 14. Februar 1891 für die Bürger- den unterstempelten Bestellzettel in Händen hatte. Wienede hatte meisterei Styrum erlassene Polizeiverordnung verlegt haben, wonach hier den Betrag nicht abgeführt. Auch in diesem Falle berief der ohne vorherige Genehmigung der Orts polizeibehörde eine öffent- Angeklagte sich darauf, daß er der alleinige Contrahent mit dem liche Kollekte nicht veranstaltet werden darf. Heinrich hatte als Vor- Lokal- Anzeiger" sei, mit dem er sich später habe verrechnen wollen. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der in der Buch- sigender einer Bergarbeiter- Versammlung den Beschluß herbei- Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten in beiden Fällen für binderei und verwandter Geschäftszweige beschäftigten Ar geführt, am Schlusse der Versammlung zur Dedung der Unkosten überführt, er beantragte gegen ihn eine Gefängnisstrafe von neun beiter und Arbeiterinnen. Die" Buchbinder Zeitung" veröffent- eine Tellersammlung zu veranstalten und Rademacher hatte Monaten. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Wronker, führte aus, daß licht eine Statistik, die der Vorstand der Organisation aufgenommen den Beschluß ausgeführt. Das Schöffengericht in Mülheim a.§. 9. die Anklage aus rechtlichen Gründen nicht aufrecht zu halten sei, da hat und die sich auf 110 Orte, 1447 Betriebe, in denen insgesamt und das Landgericht in Duisburg sprachen die Angeklagten frei, wo- dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden könne, daß er von der schnittlich 8,7 Personen auf jede Werkstatt. Im Hauptbetriebszweig. Das Kammergericht hob denn auch die Vorentscheidungen Straftaten zu einer Gesamtstrafe von acht Monaten Gefängnis. 16 552 Personen beschäftigt find, erstreckt. Es macht das durch gegen die Staatsanwaltschaft das Rechtsmittel der Revision ergriff. Widerrechtlichkeit seiner Handlungsweise überzeugt war. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten wegen beider der Buchbinderei herrscht zwar noch die männliche Arbeitskraft vor, auf und verwies die Angelegenheit zu nochmaliger Ent wird aber auch immer mehr durch die billigere weibliche scheidung an das Landgericht zurück. In der Begründung Der Arbeisnachweis der Bäckerinnung in Stuttgart wurde Arbeitskraft verdrängt. Nach der Zusammenstellung stehen, machte der Präsident folgende bemerkenswerte Ausführungen in einer Gerichtsverhandlung als eine außerordentlich verrostete Eindie Nebenbranchen mit eingerechnet, den 46,8 Proz. män Die Polizeiverordnung vom 14. februar 1891 jei rechts ungiltig, richtung erwiesen. Der Vorstand der Bäderimmung, Kälberer, und der lichen Arbeitern( Gehilfen und Hilfsarbeiter) bereits 45,8 Proz. weil sie eine Orts polizeibehörde für berufen erkläre, öffentliche Sprechmeister Lang hatten gegen den verantwortlichen Nedacteur weibliche Arbeitskräfte gegenüber. In den hier in Betracht kommenden Solletten zu genehmigen. Nach der Justruktion für die Ober- der Schwäbischen Tagwacht", Genossen Steil, Privatklage erhoben, Betrieben waren beschäftigt: 6838 Gehilfen, 806 Hilfsarbeiter, 7711 präsidenten vom 31. Dezember 1825 jei die Genehmigung zur weil er in einem Versammlungsbericht geschrieben hatte, bei dem Arbeiterinnen und 1197 Lehrlinge. Ausschreibung öffentlicher Kollekten in den einzelnen RegierungsDie Lohnverhältnisse haben sich, wie angegeben wird, bezirken den Oberpräsidenten übertragen worden. Es wäre un 3- Sprechwefen der Bäckerimmung herrsche eine" himmelschreiende Ausunzu beutung". in den letzten Jahren anscheinend günstiger gestaltet. Trozdem lässig, diese Befugnisse untergeordneten Behörden zu Keil trat den Wahrheitsbeweis an. Die Schwäbische Tagwacht" wurde von 37,4 Broz. der Gehilfen noch nicht oder kaum ein Wochen übertragen. Wenn es in einer Verfügung der Regierung berichtet darüber: verdienst von 19 M. erreicht. Bei 16 Proz. beträgt der Wochen zu Düsseldorf aus dem Jahre 1876 heiße, daß auf Grund Der erste Zeuge, ein 51jähriger Bäckergeselle, fam in Stuttgart verdienst höchstens 16 M. und vielfach noch weniger. Bei den Ar- ministerieller Genehmigung die Orts polizeibehörden zugereift und war in pretärer Lage; da er auf anderem Wege eine beiterinnen wurden von 52,2 Proz. noch nicht oder doch kaum ein ermächtigt würden, solche öffentliche Kollekten zu genehmigen, die Stelle nicht bekommen fonnte, wandte er sich an den Sprechmeister Wochenverdienst von 9 M. erreicht. Bei 26 Proz. der Arbeiterinnen nur einen örtlichen Charakter hätten, dann verkenne diese Ver- der Innung und zahlte diesem für Vermittlung einer Stelle 20 M. betrug der Verdienst pro Woche gar mur 7 Mart und fügung die Rechtslage. Sie verstoße insofern gegen das bestehende( In den bestehenden Vorschriften ist dem Sprechmeister verboten, vielfach noch weniger. Da Angaben meist nur von Recht, als eine Uebertragung der Befugnisse der Oberpräsidenten mehr als die 50 Pf. betragende Sprechgebühr, die aber erst nach Den organisierten Arbeitern gemacht werden, die 311 hier nicht zulässig sei. Die ministerielle Genehmigung Vermittlung der Stelle zu zahlen ist, anzunehmen.) Der Zeuge hat meist auch die besser gestellten in dem Berufe find, so mache die Verfügung nicht zu einer rechtswirtsamen, ferner in Gesellschaft mit Laur zahlreiche Flaschen Wein bezahlt, fann wohl angenommen werden, daß die Durchschnittslöhne denn die Instruktion für die Oberpräsidenten habe Gejeges- wozu ihn lezterer veranlaßt hat. Laug sucht diese Thatsache wie auch in Wirklichkeit noch niedriger find. Der farge Lohn hat denn auch kraft und könne nur abgeändert werden durch die Annahme der 20 M. auf ein zwischen beiden bestandenes zur Folge, daß die Arbeiter, wie angegeben wird, sehr häufig durch ein Gefeß. Ließe sich nun auch die Ortspolizei Verordnung für Freundschaftsverhältnis zurückzuführen, doch stellt sich heraus, daß Ueberstunden oder Heimarbeit einen Rebenverdienst suchen, oder daß Styrum an sich durch den§ 6e des Polizei- Verwaltungsgesetzes die Freundschaft erst später entstand. Frau und Kinder zum Eriverb mit beitragen müssen. Von den rechtfertigen, so wäre sie dennoch unwirfiam, weil sie einem anderen Gehilfen stehen 70,2 Proz. im Beitlohn, 29,8 Proz. im Stücklohn, von Gesez, der bewußten Instruktion von 1825, widerspreche. den Arbeiterinnen 53,6 Proz. im Zeitlohn und 46,4 Proz. im Stück Lohn. In den Orten mit vorherrschendem Großbetrieb ist eine langfame, aber stete Zunahme des Accordsystems zu beobachten und speciell Berlin, Leipzig und Stuttgart lassen eine teilweise sogar bedeutende Zunahme erkennen. der Geschäftsinhaber bezahlt. 0 Gerichts- Beitung. = " Ein weiterer Beuge, Bädergeselle, befundet, er fei 5 Monate arbeitslos gewesen, habe aber, obgleich er sich zu Beginn der Ar beitslosigkeit beim Sprechmeister einschreiben ließ, teine Arbeit befommen. Dann lieh er von einem Kollegen 10 M., die er dem Sprechmeister einhändigte, worauf er innerhalb 14 Tagen eine Stelle bei Bäckermeister Kälberer erhielt. Kälberer: Warum haben Sie mir von dem Schmieren nichts gejagt? Beuge: Ich wußte, daß das in ganz Stuttgart bekannt war, und wollte den Mann nicht um fein Brot bringen. Vors.: Der Mann hat erst noch eine noble Gesinnung. 期 Die Dauer der täglichen Arbeitszeit schwankt Vom medizinischen Examen. Vor der 4. Straffammer des zwischen 9 und 13 Stunden und nur vereinzelt in den Buchdruckereien Landgerichts I wurde gestern ein den Aerztestand berührender von Parteigeschäften beträgt die Arbeitszeit 8 Stunden. Wenn auch Prozeß verhandelt. Der Sanitätsrat Dr. Hartmann war bein den letzten Jahren in vielen Orten eine Verkürzung der Arbeitsschuldigt, den Geheimrat Professor Dr. Rubner mittels der Der nächste Zeuge hat von den nicht geladenen Bäders zeit stattgefunden hat, so ist doch die Thatsache vorhanden, daß in Bresse beleidigt zu haben. Profeffor Rubner gehört der wissenschaft- gesellen gehört, daß der eine vom Sprechmeister wiederholt zu 40 von 71 Orten die Arbeitszeit mehr als 10 Stunden beträgt. lichen Deputation im Stultusministerium und der Prüfungskommission Meistern geschickt wurde, die gar keine vakanten Stellen angemeldet hiervon sogar in 27 Orten 11-13 Stunden. Für die Ueberstunden- an, in welcher er der Station Hygiene" vorsteht und als solcher hatten, ein Meister kannte den Sprechmeister nicht einmal; trozdem Arbeit, die wohl gelegentlich in allen Geschäften vorkommt, wird die Examinanden in diesem Fach zu prüfen hat. Der Angeklagte ließ sich der Sprechmeister fast in jedem dieser Fälle seine Gebühr nicht in allen Fällen Mehrbezahlung geleistet und ein beträchtlicher hat sich um die Reform des medizinischen Unterrichts verdient ge- bezahlen. Ein weiterer Bädergeselle hat ihm erklärt, er habe 5 W., Teil der Geschäftsinhaber, soweit Angaben gemacht sind, 23,2 Proz, macht und seinen Standpunkt durch Wort und Schrift vertreten. ein anderer, er habe 3 M. geschmiert, überhaupt gebe es in Stuttgart gewähren die geringen Forderungen für Ueberstunden- und Sonntags- Dies geschah auch in einer Reihe von Artikeln, welche in den Gesellen in großer Zahl, die geschmiert haben. arbeit nicht. Die gesetzlichen Feiertage werden nur von 32,8 Proz. Nummern 46, 47 und 48 der Berliner Aerzte- Darauf zogen beide Kläger ihre Klagen zurück und der Sprech Den gesundheitlichen Anforderungen entsprechen von den Korrespondenz, Organ des Geschäftsausschusses der ärzte meister übernahm sämtliche Stoften. lichen Standesvereine" erschienen. In einem dieser Artikel 1447 in Frage kommenden Werkstuben in Bezug auf Ventilation, berührte der Verfasser die Prüfungsmethode des Professors Ungesetzlicher Kinderschuh. Das Gesetz vom 6. Mai 1886, Licht und Beleuchtung bei Tage und des Abends nur 40 bis 45 Pro3. Rubner. Es wurde behauptet, daß Professor Rubner alle diejenigen durch das die Schulordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen und in sehr vielen Geschäften werden die gesetzlichen Vorschriften Standidaten durchfallen lasse, welche nicht die Tabellen und Zahlen abgeändert worden ist, jagt in seinem§ 3: Dieses Gesez tritt am nicht befolgt. aus dem von Rubner verfaßten Lehrbuch„ Die Hygiene" auswendig 1. Juli 1886 in Kraft, unbeschadet des Rechts der zuIn der Haus industrie, die als solche speciell in der Leder gelernt hatten. In dem Vorwurf, daß Professor Rubner sich bei ständigen Behörden, ichon vor diesem Termin Polizei- Verwarenbranche in sehr ausgedehntem Maße vorkommt, find die Preise der Prüfung nicht von sachlichen Gründen leiten lasse, wurde die ordnungen zur Bestrafung von Schulversäumnissen zu für die einzelnen Arbeiten vielfach noch geringer, als die bei den Beleidigung gesunden. Der Angeschuldigte berief sich auf den Re- erlassen. Auf Grund dieser Bestimmung sind in den genannten Werkstattarbeitern üblichen Accordlöhne. In beschränkten Wohnungs- bacteur des vorgenannten Organs, Dr. med. Joachim, darüber, Provinzen Berordnungen erlassen worden, die es den Arbeit. verhältnissen, bei ungeregelter Arbeitszeit oft mit Zuhilfenahme der daß Professor Nubner thatsächlich die geschilderte Prüfungsmethode gebern bei Strafe verbieten, schulpflichtige Kinder Frau und Kinder wird bis spät in die Nacht hinein die Arbeit gegen anvende. Der Zeuge Dr. Joachim belandete, taß ihm gegenüber während der Schulzeit au beschäftigen. Gegen eine geringe Bezahlung verrichtet. verschiedene Kandidaten darüber geflagt hätten, daß ihnen die solche, am 12. August 1895 von der Königsberger Regierung Von den an der Statistik beteiligten 6838 Arbeitern waren Station Hygiene" durch die Prüfungsmethode des Professors erlassene Verordmung sollte sich der Amtsrat Pasig ver70,3 Proz., von den 7711 Arbeiterinnen 18.3 Proz. organisiert. Für Rubner so bedeutende Schwierigkeiten bereite. Derselbe prüfe nur gangen haben. Der Herr besigt bei Allenstein große Hopfen= den Gesamtberuf ist natürlich der Prozentjaz weit geringer. Obwohl nach seinem Buche und berühre mit Vorliebe einen Druckfehler, plantagen. Er wurde in erster und zweiter Instanz zu einer die Organisation in den legten Jahren bedeutende Fortschritte zu den er in seinen Vorlesungen zu verbessern pflege, um dadurch fest Geldstrafe verurteilt. In feiner hiergegen eingelegten Revision verzeichnen hat, so gehören nach dem Mitgliederbestande vom 1. Jannar 1898 der Organisation doch mur 18,5 Proz. der Arbeiter zustellen, ob der Examinand ſeine Vorlesungen besucht habe. focht der Angeklagte die Gültigkeit der Regierungsverordnung an und Professor Nubner erklärte als Zeuge, daß gar keine Nede davon sein machte außerdem geltend, seine Beamten hätten die Kinder gegen ( 5133 von ca. 27 800) und 9,8 Proz. der Arbeiterinnen( 1452 von fönne, daß jemand alle Tabellen und Zahlen feines Buches aus seinen Willen und ohne sein Wissen beschäftigt. Das Kammerca. 14 800) an. Die besten Organisationsverhältnisse sind in der wendig zu lernen vermöge. Es sei auch durchaus unwahr, daß er gericht erklärte die Regierungsverordnung vom 12. August 1895 für Hauptbranche, in der Buchinderei, vorhanden. Im allgemeinen bedarf lediglich sein Buch bei der Fragestellung zu Grunde lege. Seit ungültig und sprach deshalb den Angeklagten frei. Der Präsident es aber noch bedeutender agitatorischer Thätigkeit, und es ist die 14 Jahren bekleide er das Amt eines Eraminators und in dieser machte folgende bemerkenswerte Ausführungen: Betrachte man Aufgabe eines jeden Berufsangehörigen, für möglichste Ausdehnung Beit seien nur vereinzelte Fälle vorgefonumen, daß er Kandidaten die Regierungsverordnung als eine Bolizei verordnung, dann sei der Organisation zu sorgen. In vielen Orten sind die Arbeitswegen sie deshalb ungültig, weil die Polizei überhaupt nicht verhältnisse noch sehr traurige, die dringend der Befferung bedürfen. wegen ungenügender Leistungen habe zurückweisen müſſen. Der Staatsanwalt hielt eine Beleidigung für vorliegend. Den befugtiei, Borschriften aur Regelung der SchulAndererseits hat die Statistik ergeben, daß wohl ein bedeutender Auslaffungen durchgefallener Kandidaten jei nicht das geringste Gepflicht und über die Bestrafung von Schulver. Fortschritt in Bezug auf die Arbeitszeit und Besserung der Lohn- wicht beizulegen und der Wahrheitsbeweis müsse als völlig verfehlt iäumnissen zu erlassen. Das Polizei- Verordnungsrecht erverhältnisse eingetreten ist, und zwar in denjenigen Orten, in angeschen werden. Bei der Schwere der Beleidigung beantragte strecke sich nicht auf dieses Gebiet und habe durch das Gesetz vom welchen der Verband infolge seiner Mitgliederzahl im stande war, der Staatsanwalt eine Geldstrafe von 300 M. Der Verteidiger, 6. Mai 1886 nicht darauf ausgedehnt werden sollen. Wenn der einen Recht zum energisch für die Verbesserung der Lebenslage seiner Mitglieder ein Rechtsanwalt Justizrat Sello, bestritt zunächst, daß in objektiver( oben citierte)§ 3 des Gejeges vont solcher Polizei verordnungen dennoch spreche, zutreten. Beziehung eine Beleidigung vorliege, führte jodann aber aus, daß Erlasse einer Der Bierboykott in Frankfurt a. M. Eine Versammlung dem Angeklagten der Schutz des§ 193 Str.-G.-B. zugebilligt dann habe hier der Gesetzgeber mit es tönne irrigen Annahme gerechnet, dies des der Wirte hat beschlossen, den Stadtverordneten Dr. Rözler und werden müßte. Sche man Stadtrath Dr. Flesch um eine Vermittelung der Differenzen zwischen Der Gerichtshof war mit dem Verteidiger der Ansicht, daß der halb als maßgebend nicht erachtet werden. Arbeiter und Unternehmer anzugehen. Der Ring der Brauereien Angeklagte nicht die Wahrnehmung berechtigter Interessen in un aber die Regierungsverordnung als eine Ausführungsverordnung dann wäre hat auch einige Branercien, die außerhalb des Ringes stehen, in statthafter Weise überschritten habe. Es wurde deshalb ein frei zum§ 48 II 12 Allgemeinen Landrechts an, jie gleichfalls ungültig, denn sie gehe über den Rahmen seineu Bann gezogen. So erhielt dieser Tage ein Wirt von dem sprechendes Urteil gefällt. Vertreter der Brauerei Storchenbräu( Speyer) eine Postkarte des§ 48 II 12 hinaus. Nach diesem Baragraphen könnten nur Eltern oder deren gefeßliche Stellvertreter( Worfolgenden Inhalts: Zu meinem größten Bedauern habe ich heute morgen Befehl münder 2c.) wegen der Schulversäumnisse ihrer Kinder bestraft erhalten, kein Bier mehr an neue Kunden während der Lohnwerden, nicht aber Arbeitgeber, die schulpflichtige Kinder während der Schulzeit beschäftigten. bewegung zu liefern. Indem ich Sie hiervon in Kenntnis fege, bitte ich um ferneres Wohlwollen und zeichne stets gerne zu Ihren Diensten Hochachtend Jos. Leleithner. Das sind die uns gut bekannten Mittel, die auch während des Berliner Bierboykotts in Wirksamkeit traten. In ihrem Widerstand werden sie die Arbeiter nicht erschüttern. -Die Schmuckfachen des bekannten Fräulein Ella Gol spielten eine Hauptrolle in einer Verhandlung, welche gestern bor der neunten Straffammer des Landgerichts I gegen den Journalisten May Wienece stattfand. Als Grünenthal und seine Geliebte Ella Golg verhaftet waren, wurden die Angehörigen der letzteren vielfach von Zeitungs- Berichterstattern aufgesucht, denen darum zu thun war, aus zuverlässiger Quelle Nachrichten zu erhalten. Der Angeklagte wurde vor seinen Konkurrenten bevorzugt, die meisten Nachrichten über Lehte Nachrichten und Depeschen. die Grünenthalsche Angelegenheit stammen aus seiner Feder. Er hatte sich nach und nach bei der Mutter der Ella Goltz eine Art Vertrauens stellung erworben. Als Fri. Golk verhaftet worden war, besaß ihre Mutter nicht die Mittel, für die Verhaftete das Selbstbeköstigungsgeld einzuzahlen. Sie flagte dem Wienede ihre Not, übergab ihm die Brillanten ihrer Tochter und bat ihn, dieselben zu berjeßen und von dem Erlös einen Betrag von 60 m. für ihre Tochter ein Wegen Maßregelung einiger Arbeiter sind in der Strickerei zuzahlen. Wienede führte den Auftrag aus, er verpfändete die bon F. J. Kling in Augsburg sämtliche Arbeiter in den Streit Schmucksachen, die einen Werth von über 1000 m. gehabt haben eingetreten. follen, für 245 M. Hiervon zahlte er 60 M. für Fräulein Golg ein, fängnis. Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. In der Maschinenfabrik von Kettling u. Braun in Krimmitschau befinden sich 21 Arbeiter von den 42 dort beschäftigten im Ausstand. Die Differenzen entstanden wegen Maßregelung eines Arbeiters. Krakau, 15. April.( W. T. B.) In der Trainkaserne. entstand auf einem Boden, welcher zur Aufbewahrung von Stroh diente, ein großer Brand, bei welchem zwei Militärpersonen, welche vom Feuer überrascht wurden nud den Ausweg verfehlten, umgekommen sind. Algier, 15. April.( W. T. B.) Das Buchtpolizeigericht verurteilte den früheren Maire von Algier, Mag Regis, wegen Beleidigung des Generalgouverneurs von Algerien zu bier Monaten Ge Hierzu& Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 89. 16. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 66. Sigung, Sonnabend, 15. April 1899, 1 hr. Am Bundesratstisch: v. Podbielski. is Die erste Beratung des Entwurfs eines Telegraphenwege: gefehes wird fortgesetzt. Abg. Singer( Soc.): 396 Sonntag, 16. April 1899. = der Postverwaltung ein besonderes Recht gegeben wird. Diese N. A. Dr. Schwindt findet es doch auffallend, daß die ganze Einrichtung liegt doch wesentlich im öffentlichen Interesse und Benginnen Schilling, Mutter und Tochter, den von ihnen jetzt nachnicht im Interesse der Postverwaltung. Also im öffentlichen Interesse träglich bekundeten Umstand bei ihren früheren Vernehmungen mit beanspruchen wir die Benutzung der Straßen und Wege. Gerade keiner Silbe erwähnt haben. Die Zeuginnen erklären, daß sie sich tommen. Wenn wir unter der Erde einen Tunnel haben, dann der Sitzung an den Kriminal Kommissar Braun gewandt und ihm die Errichtung der Untergrundbahnen in Berlin ist uns sehr will- erst nachträglich darauf besonnen haben. Sie haben sich gestern nach fönnen wir unsere Kabel oben an die Decke hängen. Die Regierung gesagt, daß sie bei ihrer Aussage etwas vergessen hätten, was sie Der Herr Staatssekretär hat sich gestern beklagt, daß die Ver- wird jedenfalls so weit entgegenkommen als möglich ist, und ich nachholen möchten. mehrung der Telegraphenlinien öfters durch im Wege stehende hoffe, daß wir in der Kommission zu einer Einigung auch über diesen Der Vorsigende macht den Angeklagten auf die entfernte Aepfel- oder Birnbäume verhindert werde. Ich fürchte mur, Gesezentivurf gelangen werden. Möglichkeit aufmerksam, daß man von Berlin aus vielleicht unter daß in dieser Vorlage auch mancher Apfelbaum in diesem Abg. v. Waldow und Reihenstein( t.): Benutzung eines in der Nacht fahrenden Güterzuges nach FrankSinne sich befindet, der beseitigt werden muß. Nach meiner Meine Freunde erkennen die Notwendigkeit der gesetzlichen furt a. D. kommen könne, oder auch, indem man nach Fürstenwalde Meinung dienen die öffentlichen Wege dem Verkehr, und da die Regelung dieser Materie an. Die Vorlage geht ganz richtig von fahre und von dort nach Frankfurt laufe. Rechtsanwalt Schwindt Telegraphenlinien zweifellos im Dienste des öffentlichen Verkehrs der Voraussetzung aus, daß die öffentlichen Wege für den Berkehr behält sich Anträge vor.ildings sobat. 200 notwendig find, so liegt fein Grund vor, daß nicht diese Telegraphen- da find, daß also im Princip auch die Anlage von Telegraphen furt a. O. thätig war, lann das Alibi des Angeklagten nicht bes Eine alsdann vernommene Kellnerin, die bei Günther in Frankleitungen die öffentlichen Wege ohne wesentliche Entschädigung für leitungen an derselben gestattet sein muß. Nur wird das Princip die Wege- Juhaber benugen. Ganz anders stellt sich natürlich die nicht streng genug durchgeführt. Die Worte„ Nach Möglichkeit zeugen, ebenso wenig der als Beuge herbeicitierte Geschäftsführer Sache, wenn durch die Telegraphenleitungen Beschädigungen oder fehren in der Vorlage zu oft wieder und ich werde in der Kom- Zwei Angestellte der Firma Herzberg u. Barefel, Julius des Wiener Cafés in Frankfurt a. D. Einschränkungen der Nutzung für die Wegeunterhaltungspflichtigen mission anregen, diese Worte nach Möglichkeit zu beseitigen. Garo und Weidlich, bestätigen die gestrigen Aussagen ihrer entstehen. Dann muß selbstverständlich die Postverwaltung die ent-( Heiterkeit). Wir nehmen allerdings an, daß die Telegraphenstandenen Schäden reparieren. Dagegen ist ja auch von Seiten verwaltung den bestehenden Baumpflanzungen überall das größte Chefs. Sie wissen ganz bestimmt, daß der Angeklagte am Montag Des Reichs Postanits fein Widerspruch nach Pfingsten nicht im Geschäft zur Empfangnahme von Arbeit erhoben worden, Wohlwollen entgegenbringen wird. aber es wäre besser gewesen, dies direkt in das Gesetz war, sondern erst am Dienstag erschien und erzählte, daß er in bineinzubringen. Berlin gewesen sei und sich gut amüsiert habe. Der Angeklagte E3 ist ja auch möglich, daß daß direfte finanzielle Beeinträchtigungen durch diese Benutzung der Telegraphen gesagt, er habe eine schöne Fahrt gemacht. bestreitet nochmals, von Berlin gesprochen zu haben. Er habe nur verwaltung entstehen fönnen. Bleiben wir einmal bei dem Beispiel des Apfelbaums, das der Herr Reichskanzler anführte( Heiterkeit) der Herr Staatssekretär, aber einem preußischen General ist alles möglich, warum soll er nicht auch einmal Reichskanzler werden. ( Heiterkeit.) Wenn z. B. eine öffentliche Straße, die mit Obstbäumen bepflanzt ist, in ihrem Ertrage durch die Telegraphendrähte geschädigt wird, dann hat die Reichs- Postverwaltung selbstverständlich die Verpflichtung, den Ausfall, der dadurch entsteht, dem Kreise oder der Gemeinde zu vergüten. = Staatssekretär v. Podbielski Sie stehen übrigens bereits im geltenden Telegraphengesetz drinne meint, daß man die Worte nach Möglichkeit" nicht entbehren tönne. ( Seiterkeit). Auf den Wunsch nach Schomung der Baumpflanzungen wird nach Möglichkeit Rücksicht genommen werden. Abg. Stephan( C.): nodod Die öffentlichen Wege sind zum öffentlichen Gebrauch da, man fann also der Telegraphenverwaltung das Recht nicht verwehren, sie ebenso zu benutzen wie andere. Aber die Gemeinden haben doch ein Eigentumsrecht an dem Wegekörper; man kann daher von ihnen, sowie auch von denen, die ihr Recht vom Eigentümer herleiten Kleinbahnen zc. nicht verlangen, daß sie noch besondere Koften tragen sollen, wenn sie ihr Eigentum bemißen wollen, und das wird gerade im§ 6 verlangt. Ich hoffe, daß es in der Kommissionsberatung möglich sein wird, unberechtigte Eingriffe in das Privat eigentum zu verhindern. Direktor im Reichs- Postamt Sydow erklärt, die Verwaltung werde den Eigentümern das größte Wohl wollen entgegenbringen. Abg. Haffe( natl.) beantragt, diese Vorlage einer besonderen Kommission von 21 Mitgliedern zu überweisen. Abg. Schrader( frs. Vg.): Der Kriminalpolizist als Psychiater. in Kriminal- Inspektor Braun greift eine gestrige Bemerkung des Borsigenden auf und will aus seiner Braris einen Fall befunden, der beweist, daß thatsächlich Leute durch eine Art Suggestion sich fest einbilden, daß irgend welche Dinge in einer bestimmten Form sich abgespielt haben, die sich in der That ganz anders abspielten.( Dies hat Bezug auf die Behauptung der Zengen Schilling, daß der Au geklagte bestimmt am Sonntag den 5. Juni bei ihnen gewesen sei.) Rechtsanwalt Dr. Schwindt widerspricht entschieden dieser Befunding, da es sich hier um Dinge handele, über die event. ein Psychiater, aber nicht ein Kriminalkommissar zu vernehmen sei. Nach längerer Replik und Duplit zwischen Staatsanwalt und Berteidiger beschließt der Gerichtshof, die hierauf bezüglichen Bes fundungen des Zeugen entgegen zu nehmen. Anträge werden hieran nicht geknüpft. Ausschluß der Oeffentlichkeit. Der Vorsitzende schreitet nun zur Vernehmung der Leumundszeugen, die das Vorleben des Angeklagten illustrieren sollen. Staatsanwalt: Bei diesem Teile der Verhandlungen wird das Verhältniß der Zuhälter zu den Dirnen, der Dirnen untereinander 2c. zur Sprache gebracht werden und dabei Dinge berührt werden müssen, die die öffentliche Sittlichkeit gefährden. Ich beantrage deßhalb für diesen Teil den Ausschluß der Oeffentlichkeit, zumal sich die Presse der Verhandlungen nicht nur in extenso bemächtigt hat, sondern die Berichte auch mit Bildern illustriert. Direktor Sydow bezeichnet den Ausdruck Konfiskationsgesetz als Der Gerichtshof beschließt hierauf, die Oeffentlichkeit bis auf eine starke Uebertreibung. weiteres auch für die Vertreter der Presse- auszuschließen. Das Hauptbed enten liegt aber für uns in dem§ 6. Dieser fann zu einer Quelle großer Inzuträglichkeiten und Schädigungen werden. Es wird sich bei der Anlage von Telegraphenlinien weniger darum handeln die öffentlichen Straßen auf dem Niveau derselben zu beungen, als darum, die Leitung in die Erde hineinzulegen und dieser Funkt veranlaßt uns, bei der Emanierung dieses Gesetzes sehr vorfichtig zu sein. Denn eine Kabelleitung, die innerhalb der Erde liegt, kann besonders viel Schaden anrichten. Sie hat mit der Konfurrenz von Gasröhren, Wasserleitungsröhren, Kanalisationsröhren, Kabeln seitens der Post, der Elektricitätswerfe u. s. w. zu kämpfen. Da müssen unabweisbare Bestimmungen getroffen werden, damit der Schutz des einen öffentlichen Interesses für die Postverwaltung nicht zum Schaden des auderen öffentlichen Interesses, soweit Das vorliegende Gesetz stellt kein Enteignungs-, sondern ein die Gemeinden in Frage kommen, wird. In dieser Beziehung Konfistationsgefez dar. Im preußischen Landtag würde es eine läßt der§ 6 außerordentlich viel zu wünschen übrig. Aber es kommt Verfassungsänderung bedingen. Man soll sich doch nicht zu ſehr auf noch hinzu, daß bei der gegenwärtigen Entwickelung der Elektricitäts- das Wohlwollen verlassen. Redner hätte auch lieber ein allgemeines industrie wir ja mit der absoluten Sicherheit zu rechnen haben, daß Elektricitätsgejezz.ams gerade auf diesem Gebiete immer mehr entsteht. Speciell für Berlin kommt noch hinzu, daß bei der Anlage von immer mehr elektrischen Bahnen, man nach und nach auf die Anlage von Niveaubahnen ver- Abg. Siemens( frs. Vg.)( auf der Tribüne unverständlich) hält zichten muß. Es bleibt nichts anderes übrig, als daß wir den die tiefen Eingriffe in das Privateigentumsrecht nicht für gerechtunterirdischen Verkehr für Zwecke der Beförderung benußen und zu fertigt. Gewiß sei ein Schutz der Schwachstromleitungen gegen die einem System von Unterpflasterbahnen übergehen. Dadurch Starkstromleitungen notwendig, aber auf Kosten der Postverwaltung. werden also wieder die Leitungen unter dem Pflaster vermehrt und Staatssekretär von Podbielski erklärt, daß die Straßenbahnen man muß zu kommen, der Ueberzeugung daß es zum Schuße der Gemeinden, die in dieser Frage doch auch viel unvollkommenere Anlagen als die Telegraphenverwaltung haben, wegen der fehlenden Rückleitung. öffentliches Interesse vertreten, durchaus notwendig ist, daß die Reichs- Poftverwaltung diese Aufgaben nicht schädigend beeinflussen fommission verwiesen. Das Haus vertagt sich. Damit schließt die Diskussion; die Vorlage wird an die Posttann. Der§ 6 giebt dazu allerdings jede Möglichkeit. Ich kann Nächste Sigung: Montag 1 Uhr.( Nechmingssachen, Fleischschau3. B. nicht zugeben, daß, wenn heute z. B. die Telegraphenverival- gesetz. Novelle zur Gewerbe- Ordnung.) tung irgendwo ein Kabel in die Erde legt und einige Zeit später die Schluß 81/4 Uhr. Gemeinde dieses Erdreich braucht, um für ihre Zwede Kabel- oder sonstige Anlagen zu machen, die Gemeinde nur dann diese Anlage machen darf, wenn die Telegraphenkabel an dieser Stelle nicht Der gestrige Reichstagsbericht enthält bet den Ausführun gen beeinträchtigt werden. Ich würde es in einem solchen Falle als dem Liebknechts einige Versehen. Präsident Graf Ballestrem hat nicht Rechte und der Billigkeit entsprechend betrachten, wenn derjenige den Liebknecht aufmerksam gemacht, daß er nur zur Geschäftsordnung welche er für die Dinge aufgewandt hat, ein höherer Rechtsanspruch getreten, die ihm die Leitung der Geschäfte überlassen sollen. Borzug in dieser Frage bekommt, dem allerdings durch die Lasten, das Wort habe, er ist vielmehr den Rufern der Rechten entgegenals dem anderen gebührt, und meine Herren, da die Gemeinden zur Straßenunterhaltung verpflichtet sind, so kann man ihnen unmöglich Mordprozeß Guthmann. Dritter Tag. lichkeit wurden die zahlreichen Zeugen vernommen, die in dem In der mehrstündigen Verhandlung unter Ausschluß der Oeffent lichkeit wurden die zahlreichen Zeugen vernommen, die in dem " dunklen Berlin" ihre Thätigkeit entwickeln und über das Vorleben geben. Unter den männlichen Zeugen dieser Kategorie befinden sich des Angeklagten, das Treiben der Bertha Singer usw. Auskunft mehrere, die zeitweise auch unter dem Verdachte der Thäterschaft gestanden haben. Photographisches Beweismaterial. nisur Alsdann wird die Oeffentlichkeit wieder her gestellt. Gerichtschemifer Dr. Jeferich legt den Geschworenen bie von ihm angefertigten Photogramme des vom Zeugen Silbernagel dem Gerichte unterbreiteten Abrechnungszettels vor. Auf Grund dieses Bettels hatte bekanntlich der Zeuge mit Bestimmtheit ausgesagt, daß sein Busammentreffen mit dem Angeklagten im Wiener Café nicht am daß auf dem Bettel allerdings eine Veränderung vorgenommen 4. Juni, sondern am 17. Mai stattgefunden habe. Der Sach verständige Dr. Jeserich hat durch seine Untersuchungen festgestellt, worden ist, die aber materiell eine Aenderung nicht bedeutet. Es habe nämlich ursprünglich gestanden:" Erhalten 1898 3,20 m.", das Wort„ Erhalten" ist dann weggewischt und darauf geschrieben 17. Mai 1898 erhalten 3,20 M." dadurch, daß eine Reichsverwaltung diefe Straßen für ihre Zwede benugen will, die Last auferlegen, daß ihnen später die Benutzung unmöglich gemacht wird. Das ist schließlich die Konsequenz des§ 6 Nach Eröffnung der Sitzung durch Landgerichtsrat Boisly Dr. Jejerich wird hierauf entlassen; da er vom Montag bis und deswegen ist er uns in der vorgeschlagenen Form unannehmbar. werden zunächst einige Zeugen außer der Reihe vernommen. Donnerstag bei Mordprozessen in Köln und Hannover als Sache Aehnlich liegt die Sache beim§ 12, welcher auch eine ganze Ein Zeuge 8 immermann hat seiner Beit in Blößensee eine verständiger beteiligt ist, so erklärt er, daß er frühestens am nächsten Anzahl von Härten enthält, die, wie ich glaube, beseitigt werden Strafe verbüßt und ist im Untersuchungsarrest mit dem Angeklagten Freitag wieder zur Verfügung des hiesigen Schwurgerichts stehen kann. können. Der einfachste Weg wäre der der Expropriation. Dann zusammen gewesen. Im Gespräch soll der Angeklagte, wie der Der Staatsanwalt betont, daß er Herrn Dr. Jeserich vor Beginn der könnte die Reichs- Postverwaltung die Grundstücke, die sie auf diesem Beuge bekundet, sich dahin geäußert: Wenn die Frauenspersonen, Blaidoyers unbedingt zur Stelle haben müsse. Der Vorsitzende ist Wege erwirbt, dann noch irgend wie verwenden; denn keine andere mit denen er verlehre, ihm nicht genug Geld geben, dann verhane der Ansicht, daß man wahrscheinlich erst Mittwochabend im günstigsten Verwaltung kann erworbenes Terrain so gut verwerten wie die er sie und wenn sie ihn anzeigen, dann würde er ihnen den Hals Falle mit der Beweisaufnahme fertig werden dürfte, da noch etwa Reichs- Postverwaltung. Statt dessen wird aber das Prinzip der umdrehen. Der Zeuge tann sich der Worte aber nicht mehr genau 50 der wichtigsten Zeugen und die Schreibsachverständigen zu vers Entschädigung verfolgt. Ich glaube jedoch, daß man ein Recht hat erinnern. nehmen seien. Donnerstag und Freitag müsse er die Verhandlung zu verlangen, daß die Grundsätze, nach denen seitens der Zengin Helene Jmlau hat seiner Zeit bei der Frau Gottschalt einer größeren, schon von Leipzig zurückgekommenen Anflagefache Berwaltung diefen Entschädigungsansprüchen Folge gegeben gewohnt, wo auch die Singer wohnte. Sie hat von einem anderen wegen betrügerischen Bankrotts einschieben und so würde dann wohl werden soll, in der Kommission bekannt gegeben werden. Mädchen gehört, daß die Singer von ihrem Hugo" gesprochen und der Sonnabend herankommen, ehe die Schlußverhandlung stattSchließlich finde ich ich hier hier dasselbe, was ich bei den hinzugefeßt, daß sie vor diesem Angst habe. Ende April oder An- finden kann. beiden Vorlagen bereits ausgeführt habe; nämlich, daß sehr bedeut fang Mai hat die geugin die Singer einmal mit einem Marne Wiederausschluß der Oeffentlichkeit. fame, wichtige Bestimmungen wieder dem Bundesrat bezw. dem gesehen, der im allgemeinen eine gewisse Aehnlichkeit mit dem Ehe in der Beweisaufnahme fortgefahren wird, beantragt Reichetangler überlassen sind. Wenn die Reichs- Postverwaltung auf Angeklagten hatte, aber einen Radfahranzug trug. Die Singer ſei Staatsanwalt Iaschte wiederum den Ausschluß der Oeffentlichkeit, diesem Gebiete so fortfährt, dann werden unsere Geseze fünftig nur im Besize der Photographie eines Mannes im Radfahranzuge ge- da nun erst eine größere Zahl von Zeugen vernommen werden muß, zwei Baragraphen enthalten. Der eine wird das enthalten, was wesen, die auf ihrem Bertikow stand. Der Zeugin wird eine Photo- bei denen die Gründe obwalten, die vorher zum Ausschluß der die Reichs- Postverwaltung will, und der zweite wird fagen: die graphie eines Radfahrers vorgezeigt, die einen Beugen Mill dar- Deffentlichkeit Veranlassung gegeben haben.- Rechtsanwalt Ausführungen und Bestimmungen über die Art der Handhabung ftellt; dieser wird der Zengin auch persönlich vorgestellt, sie erklärt Dr. Sch windt widerspricht dem Antrage des Staatsanwalts. Er diefes Baragraphen bleibt dem Reichskanzler überlassen. Da kommen aber, daß dies der Mann nicht sei. Der Zenge will hat, wie hier sehe keinen Grund zum Ausschluß der Deffentlichkeit, da im großen wir schließlich zu einer Abdankung des Reichstages, zu einem Ber- eingeschaltet sein mag, auch furze Zeit mit der Singer verkehrt. zicht auf die Mitwirkung der Gesetzgebung. und ganzen doch nichts weiter bewiesen werden soll, als daß der Daß ein Verdacht der Thäterschaft auf diesem nicht ruhen kann, geht Angeklagte mit verschiedenen Mädchen im Verkehr gestanden hat. aus dem Zeugnis des Zengen Biche I hervor. Dieser ist gleich am zweiten Tage nach dem Morde vernommen worden und hat jofort weiteres auszuschließen. Der Gerichtshof beschließt, die Oeffentlichkeit wiederum bis auf den Nachweis führen können, daß Mill in der Mordnacht sich in Bu erwähnen ist noch, daß eine wichtige Beugin, Minna Edardt, feiner( des Zeugen) Wohnung befunden habe. aufnahme zurück. Der Präsident kommt sodann nochmals auf die gestrige Beweis- nicht erschienen ist und ein ärztliches Attest eingereicht hat, wonach sie erkrankt sei. Der Gerichtshof beauftragt den Gerichts- Physikus Dr. Störmer, die Zengin in ihrer Wohnung zu untersuchen, ob fie am Dienstag verhandlungsfähig sein werde. Der Staatsanwalt Frau Schilling aus Frankfurt a. O. ergänzt ihre geftrigen fann auf diese Bengin nicht verzichten und giebt anheim, sie eventuell Befundungen dahin: Als die Zeitung mit der Nachricht von der in ihrer Wohnung eidlich vernehmen zu lassen. Mordthat in Frankfurt a. O. eintraf und ihre Tochter den Bericht vorlas, fei Guthmann gerade eingetreten und habe gefragt, was Sonnabend- Sigung fort. O. eintraf und ihre Tochter den Bericht Der Ausschluß der Deffentlichkeit dauert bis zum Schluß der denn los fei. Auf die Antwort, daß in Berlin schon wieder ein Word paffirt sei, habe er gefragt, wie denn die Frauensperson heißer lotul Lokales. Die verbündeten Regierungen haben bereits vor mehreren Jahren und als der Name Singer genannt worden, habe er gejagt: Die fn Erwägung gezogen, ob ein Elektricitätsgefez wünschenswert sei. tenue ich! Präs.: Nun, Angeklagter, ist das wahr? Die Mitglieder des Wahlvereins VI werden darauf auf= Man hat aber damals geltend gemacht, daß jedes derartige Geses Angefl.: Nein, das ist nicht wahr! Als mir gefagt wurde, daß merksam gemacht, daß die Generalversammlung am unter den jezigen Verhältnissen der noch jungen Industrie mir störend ein Mord passiert sei, habe ich geantwortet: Das ist ja num bald 18. April abends 81/2 Uhr in Raabes Salon, Kolbergerstr. 23 wirken kann, weil man noch nicht alle Verhältnisse zu übersehen nichts Neues mehr, das tommt in Berlin öfter vor, daß Prostituirte stattfindet. Mitgliedsbuch legitimiert. Rege Beteiligung erwartet bermag. Der Vorstand. Was die Ausführungen des Herrn Borredners an ermordet werden! 8eugin: Nein, er hat gesagt, er tenne fie! langt, so wird er es mir nicht verargen, wenn ich sage, Beugin Anna Schilling bestätigt diese Mitteilungen. Sie Arbeiter- Bildungsschule. In dieser Woche beginnen die er hat wohl nicht ganz die Materie durchgearbeitet. habe den Angeklagten noch gefragt, was denn die Singer für ein Kurse für das II. Quartal 1899 in der Annenstr. 16, 1 Treppe. Was die Ermächtigung des Reichskanzlers betrifft, so Mädchen sei; er habe darauf geantwortet:„ Ach, fie schneidert so!", Montag, den 17. April: Nationalökonomie( Arbeiterschutzvergißt der Abg. Singer, daß der Kreis dieser Ermächtigungen durch habe sein Bier rasch ausgetrunken und sich entfernt. Präs.: Nun, Gesetzgebung und Arbeiterversicherung in den europäischen Ländern). das Gesetz gegen den bestehenden Zustand wesentlich eingeschränkt Guthmann? Angell: Daß das ein Irrtum von der Zeugin Bortragender: Schriftsteller Paul Hirsch. wird. Der 6 ist ja zweifellos der umstrittenste. Im Interesse ist, geht doch schon aus dem angeblichen Zusatz fie schneidert so", der Kommune fagt doch aber der erste Absas ganz flar: Die Ver- hervor, denn die Singer hat doch gar nicht geschneidert. legung oder Veränderung einer Telegraphenlinie kann verlangt werden, Staatsant. I af chle( zur Zengin Anna Schilling): Haben Prozeß Guthmann. wenn die Herstellung einer späteren, im öffentlichen Interesse liegenden Sie vielleicht im Mai Jhren Geburtstag? 8eugin: Ja, amidi besonderen Anlage sonst unterbleiben und die Telegraphenlinie 11. Mai. Staatsanw.: Ist da vielleicht auch Kuchen ge- Der wichtigste und kulturgeschichtlich interessanteste Teil des anderweit ihrem gwede entsprechend untergebracht werden tann. Es baden worden? 8eugin: Ja, mein Geburtstag fiel aber auf Mordprozesses gegen Guthmann wird unter völligem Ausschluß der ift ja auch gar nicht davon die Rede, daß durch dieses Gesetz einen Mittwoch. Deffentlichkeit verhandelt. All die Momente, die ihn zu einem Wenn die von mir angeregten Bedenken, wie ich hoffe, eine Lösung finden, dann, glaube ich, muß man im allgemeinen dem Gesez zustimmen; denn ein solches Gesetz ist zweifellos notwendig gegenüber der Bedeutung und Entwickelung, die das Telegraphen und Fernsprechwesen genommen hat. Es ist nur fraglich, ob nicht statt dieses Telegraphen- Wegegefeges ein Elektricitätsgeseh dem Reichstage hätte vorgelegt werden sollen, um die Frage, die in nächster Beit in der Industrie eine große, vielleicht die bedeutendste Rolle spielen wird, in genereller Weise zu regeln. Ich beantrage, auch diesen Gesezentwurf derselben Kommission zu überweisen, die für die beiden anderen Postgeseze gewählt ist. Bravo! bei den Socialdemokraten.) 12010 Staatssekretär v. Podbielski: ,, Die kenne ich." " 4 Seitenstücke, zu einer Art Wiederholung des Heinzeschen Prozesses nicht fertig werden?!" Ja, gewiß kann sie dafür! Wenn sie sich eines Rechtsbureaus für unentgeltliche Auskunfts- und Natserteilung machen, werden hinter verschlossenen Thüren erörtert. Die Stellung nicht so viele Jahre hindurch immer nur zu den allernotwendigsten an Unbemittelte abgelehnt hat, wird die Magistratskommission zur des Zuhälters zu den Prostituierten, das Verhältnis der Mädchen Neubauten und immer nur im letzten Augenblick dazu bequemt Vorberatung der Angelegenheit, betreffend die Einrichtung einer allunter einander, die Rolle, die die Supplerinnen und Wirtinnen hätte, dann brauchte sie jetzt nicht auf die Schulhäuser zu warten, gemeinen Auskunftsstelle" am nächsten Montag ihre Arbeiten wieder spielen als schmähliche Parafiten wie der Hungrige beim Bäder auf die warmen Semmeln. Unsere aufnehmen. Infolge der ablehnenden Haltung der Berliner AnLeser wissen, wie oft wir in den letzten Jahren darauf hingewiesen waltschaft ist jetzt die Frage mehr in den Vordergrund gerückt, ob haben, daß die Zustände schließlich unhaltbar werden müßten, wenn die städtische Auskunftei" ihre Thätigkeit auch auf die unentgelt mit der Vermehrung der Schulgebäude in demselben langsamen liche Ratserteilung in Verwaltungs-, Steuer, Invaliditäts-, Tempo fortgefahren würde. Krankenkassen- und ähnlichen Angelegenheiten auszudehnen haben hüllt wird. und Ausbeuter der Staatswürde. Prostitution, all das verträgt nach Ansicht des antvalts, dem sich der Gerichtshof angeschlossen hat. angeschlossen hat, die öffentliche Besprechung nicht. Die öffentliche Sittlichkeit soll dadurch gefährdet werden. Der Gerichtshof, vor dem sich der Prozeß gegen das Ehepaar Heinze abspielte, hat anders über diesen Bunkt Die Arbeiter der Berliner städtischen Betriebe beschlossen gedacht. Da wurde in breitester Oeffentlichkeit verhandelt, und wir fürzlich in einer start besuchten Versammlung, beim Magistrat die glied der städtischen Schuldeputation wird den von der StadtDie Nichtbestätigung des Parteigenossen Singer als Mits haben nicht gehört, daß die socialen Gebrechen sich verschlimmerten, iedereinstellung der beiden Arbeiter zu beantragen, die im verordneten- Versammlung niedergesezten Ausschuß zur Vorberatung weil sie aufgedeckt wurden. Mit der Sorge um die öffentliche Sittlich Leiter des VI. städtischen Wasserwerts entlassen worden sind. der Vorlage, betreffend die anderweite Wahl eines Mitgliedes der keit ist es ein eigenes Ding: fie wird überall gefördert, überall gehoben, Der Magistrat hat nun dem Bureau der betreffenden Versammlung Schuldeputation an Stelle Singers, am nächsten Dienstagnachmittag überall geschützt, und es will doch nicht so recht mit ihr vorwärts die Mitteilung gemacht, daß er die Wiedereinstellung der 27. Januar von uns mitgeteilt worden ist, der Stadtverordnete beschäftigen. In dieser Sigung beabsichtigt, wie bereits am gehen. Der gräßliche Untergrund der glänzenden bürgerlichen Ge- beiden Arbeiter ablehnen müsse, da sie wegen ihres der Dr. Preuß, der dem Ausschusse als Mitglied angehört, den Nachweis ſellſchaft bleibt beſtehen, und die öffentliche Moral gewinnt nights, Arbeitsordnung zuwiderlaufenden Berhaltens wenn ihr der Anblick socialer Scheußlichkeiten auch einmal ver- entlassen wären. Außerdem heißt es in dem Schreiben:" Die einge minister, gar nicht berechtigt war, die Bestätigung zu erteilen oder zu zu führen, daß die Regierung, vorliegendenfalles also der Kultus. leitete Untersuchung habe ergeben, daß der Leiter des genannten Im übrigen steht die Verhandlung so ziemlich auf dem alten Wasserwerts, Herr Betriebsingenieur Antlam m, feineswegs dem verjagen, daß vielmehr der Magistrat von Berlin das BestätigungsFled. Das gestrige Alibizengnis der Familie des Frankfurter Stoalitions- und Petitionsrecht seiner ihm unterstellten Arbeiter zu recht kraft eigener Befugnis auszuüben hat. nahe getreten sei." Mit diesem Bescheide werden sich, wie Ein Postkuriosum Kuriosum, weil es von zarter, wenn Gastwirts hat der Anklage offenbar einen gewichtigen Block in den man uns von gewerkschaftlicher Seite schreibt, die interessierten Arbeiter auch allerdings nur scheinbarer, Rücksichtnahme unserer mit Recht fo Weg geworfen und sie bemüht sich mit allen Kräften ihn fortzurollen. nicht zufrieden geben. Einmal ist den Entlassenen sowie beliebten Postverwaltung zeigt, teilt uns ein Lefer mit. Der EinDabei wird ein Kriminalinspektor als Psychiater verwandt und der auch ihren Arbeitskollegen von Verstößen gegen die Arbeitsordnung, fender legte vor einigen Tagen einen Brief, der circa 200 Gramm berichtet aus seiner Pragis über Fälle von Autosuggestion. Herr welche sie vor ihrem Austritt aus städtischen Diensten begangen wog und nach Charlottenburg bestimmt war, am Echalter eines Braun mag ein gewandter Beamter sein, aber er wird nicht be- haben sollen, nichts bekannt. Dann aber hat der Betriebsingenieur Berliner Postaites einem Beamten mit der Frage vor, was er an anspruchen können, als Sachverständiger auf diesem dunklen und lassung Vorwürfe wegen ihrer agitatorischen Thätig wenn er dem Beamten zur Frankatur übergeben würde, 20 Bf., wenn Auklamm den Gemaßregelten ausdrücklich bei ihrer Ent- Porto foste, wobei ihm die gewiß kostbare Antwort, daß der Brief, teit gemacht, woraus geschlossen werden muß, daß Maß er aber direkt in den Briefkasten geworfen würde, nur 10 Pf. kosten würde. regelungen vorliegen. wirkliche Verstöße gegen die Auf die gewiß nicht unberechtigte Frage, woher denn dieser wunders Arbeitsordnung zu Ser Entlassung der beiden Arbeiter bare Zustand komme, wurde dem Fragesteller die Antwort, man ist ein Briefwechsel von Interesse, der kürzlich zwischen dem Haupt- geführt haben, dann hätten wenige Worte- die Nennung der nehme eben auf das Publikum Rücksicht. Steueramt für ausländische Gegenstände" und den" Aeltesten der Berstöße gegen die Arbeitsordnung genügt, um die ganzen Der Vorfall spricht Bände. Die Postverwaltung ist sich der Kaufmannschaft von Berlin" geführt worden ist. Einigen hiesigen Differenzen aus der Welt zu schaffen. Da aber schon Herr Anflanum Unmöglichkeit der postalischen Tremung Berlins und seiner Vororte Firmen ist es ſeit einer Reihe von Jahren gestattet, inländische fich geweigert hat, die direkten Entlassungsgründe anzugeben, bewußt, schreitet aber nicht dazu, diesem Uebel gründlich abzuhelfen, baumwollene und leinene Gewebe unter Zollkontrolle zum Bestiden und der Magistrat in seinem Bescheide genau dasselbe thut, so werden sondern nimmt den Unerfahrenen ruhig weiter 20 Pf. ab wo für nach Madeira auszuführen und demnächst die bestickten Gewebe die Arbeiter nur in ihrer Ueberzeugung bestärkt, daß man keine 10 Pf. dieselbe Arbeit verrichtet würde. Der Vorfall dürfte gerade zollfrei wieder einzuführen. Für die Bewilligung dieses sogenannten erstöße gegen die Arbeitsordnung den Entlassenen nachweisen jest, wo große Postdebatten im Reichstage zur Verhandlung stehen, Veredelungsverkehrs" in Madeira- Stidereien war feiner Zeit die kann und daß sie lediglich wegen ihrer organisatorischen auch für weitere Kreise nicht ohne Interesse sein. schwierigen Gebiet zu gelten. Für Stickerei- Arbeiterinnen Wenn Erwägung ausschlaggebend gewesen, daß die Zollvergünstigung dazu Thätigkeit aufhören mußten. Verwunderung muß ferner die Art zu verschaffen, was im Interesse der Hebung des inländischen Handels gestellt worden sind. = Die Vers beitragen werde, jenem Artikel eine große Bedeutung für das Inland und Weise erregen, wie der Magistrat die Unter- Aus dem Entwurf eines Gesetzes betreffend die Gerichts. geführt hat. Obgleich die Arbeiter in ihrer organisation für Berlin und Umgebung teilt das„ Berliner und der inländischen Gewerbethätigkeit zu wünschen sei. Das Eingabe ausdrücklich darum baten, nicht nur Herrn Anklamm, Tageblatt" u. a. mit, daß in Berlin- Charlottenburg ein neues Haupt- Steueramt hat nun die Aeltesten der Kaufmannschaft um eine sondern auch die in Frage kommenden Arbeiter zu vernehmen, hat andgericht mit der Bezeichnung Berlin III errichtet werden Aeußerung darüber ersucht, ob auch jezt noch ein Bedürfnis für die man nur Herrn Antlamm gehört! Kein Arbeiter foll. Amtsgerichte werden errichtet in Berlin- Reinickendorf mit der Fortgewährung des erwähnten Veredelungsverkehrs anzuerkennen sei ist vernommen worden! Eine solche Untersuchungsmethode Bezeichnung Berlin- Wedding, in Berlin- Schöneberg, in Großund ob die Zollvergünstigung noch im Interesse der inländischen bietet natürlich nicht die geringste Garantie dafür, daß Lichterfelde, in Lichtenberg und in Neu- Weißensee. Dieſe NeuWeberei und Weißwarenindustrie liege. Bei dem großen An- bie fraglichen Vorgänge wirklich den Thatsachen entsprechend fest- einteilung ist geeignet, einen heillosen Wirrwarr hervorzurufen, da gebot weiblicher Arbeitskräfte", heißt es in der nicht allein zu jedem der hier genannten Amtsgerichte größere Zeile Anfrage, erscheint es höheren Ortes befremdlich, daß es noch nicht von Berlin geschlagen werden, sondern auch einige der in den Vormöglich gewesen sein sollte, gleich gute Stickereien im Inlande geDie Aufnahme ,, Auswärtiger" in die städtischen Kranken: orten bestehenden Amtsgerichte Stücke von Berlin zugeteilt erhalten fertigt zu erhalten, vorausgesetzt, daß sich die Fabrikanten überhaupt anstalten ist in Berlin in neuerer Zeit bedeutend erschwert sollen. Auch für die Äenderung der Landgerichts- Organisation soll darum bemüht haben, inländische Arbeiterinnen hierin zu unter- worden, weil hier die Krankenhäuser seit langem nicht einmal für Berlin aufgeteilt" werden. Vielleicht ist auch dieser Gesetzentwurf weisen, und daß lezteren durch die voraussichtlich sehr die„ Einheimischen" ausreichen. Die Zahl der Auswärtigen in eine Etappe auf dem Wege zur Straf- Provinzialisierung der Reichsniedrigen Arbeitslöhne auf Madeira eine Kon- unseren städtischen Krankenhäusern ist denn auch infolge der Auf- hauptstadt. furrenz nicht überhaupt unmöglich gemacht wird". Die Weltesten nahme- Erschwerung in den letzten beiden Jahren 1897/98 und der Kaufmannschaft haben darauf in ihrer Antwort erklärt, daß die 1896/97 nicht bloß relativ, sondern auch absolut niedriger geDie Koschemann- Affaire will nicht zur Ruhe kommen. Der Fortgewährung des zollfreien Veredelungsverkehrs für die in Rede worden als im Jahre 1895/96. Bei der engen Wirtschafts- verurteilte Koschemann, der beharrlich seine Unschuld beteuert, hat, stehenden Waren auch jetzt noch im Interesse der inländischen Weiß- gemeinschaft. die zwischen Berlin und manchen seiner Vororte be- wie ein hiesiges Blatt meldet, vom Zuchthause in Sonnenburg aus waren- und Wäsche- Industrie liege, da jede Verteuerung der von ihr steht( während die kommunale Vereinigung noch ein Zukunftstraum ist), abermals gegen sechs in seinem Prozeß als Zeugen aufgetretene berarbeiteten Stoffe Einfluß auf den Absatz ihrer Erzeugnisse aus wird es sich natürlich niemals völlig vermeiden lassen, daß die Berliner Personen die Anzeige wegen Meineids eingereicht. üben müsse.„ Die Auffassung", fährt dann der Antwortschreiber fort, Strankenhäuser auch den Vorortbewohnern, eventuell unter beson- teidiger des Kojchemann, die Rechtsanwälte Dr. Werthauer und Dr. „ daß bei dem großen Angebote weiblicher Arbeitskräfte gleich gute deren Bedingungen, zur Verfügung gestellt werden. In einem Hans- Schöps, find gegenwärtig mit der Bearbeitung des Materials bes Stickereien wie die in Madeira hergestellten im Julande müßten befizerverein hat man sich fürzlich über diesen Mißbrauch" er- schäftigt. Auch die Verwandten des Koschemann sind eifrig bestrebt, gefertigt werden können, vorausgesetzt, daß die Fabrikanten sich eifert. Die Herren wissen wahrscheinlich nicht, daß auch das Material zusammenzutragen, um ein Wiederaufnahmeverfahren durchüberhaupt darum bemühten, inländische Arbeiter hierin zu unter- umgekehrte, die Aufnahme von Berlinern in ein zusetzen. Zu diesem Zweck befand sich kürzlich ein Verwandter des weisen, fönnen wir nicht teilen. Troz aller Mühe ist es bisher nicht Vorort Krantenhaus, ziemlich häufig vorkommt, daß sich Verurteilten in Berlin. gelungen, bei uns Arbeiterinnen auszubilden, welche die feineren also auch Berlin dieses Mißbrauchs" schuldig macht. Das ist eben Verunglückte Spazierfahrt eines Leutnants. Das„ Berl. Madeirastidereien herstellen können; gröbere werden in einigen Teilen, nach Lage der Sache oft gar nicht zu umgehen. Im Jahre 1897/98 gbl." meldet: Das vor einen Sportivagen gespannte Pferd des Deutschlands( in Pommern und den Steichslanden) gearbeitet. Die hatten die Berliner städtischen Krankenhäuser( drei Hauptanstalten Reutnants v. Behr vom Küraffierregiment Graf Wrangel ging in aus Madeira kommenden Stickereien find jedoch sowohl gleichmäßiger und eine hilfsanstalt) unter ihren von außerhalb kommenden der Bendlerstraße infolge Zerreißens der Leine durch und rannte mit und schöner, als auch wesentlich billiger als die deutschen Erzeugnisse. Kranken zusammen 290 Charlottenburger, während andrerseits das dem Wagen, in welchem der Leutnant v. Behr nebst Gattin und Mit den dortigen Löhnen, welche durch die billige Charlottenburger Krankenhaus in demselben Zeitraum 117 feinem Burschen, einem Gefreiten des Regiments, sich befanden, nach Lebenshaltung der Arbeiterinnen auf Madeira Berliner aufnahm. Danach waren freilich die Charlottenburger den der Tiergartenstraße und in dieser in der Richtung nach dem Kemper bedingt sind, werden deutsche Arbeiterinnen nie Berlinern in dem gegeneinander verübten„ Mißbrauch" noch platz zu. Vor dem Hause Bendlerstr. 3 stürzte Leutnant v. Behr tonturrieren können. Man wird, falls der Veredelungs- ein Stüd voraus. Im ganzen waren in Charlottenburg unter aus dem Wagen und zog sich durch den Fall eine Wunde über dem verkehr aufhört, sicher die Stickereien aus Madaira weiter einführen, 2704 Aufnahmen 400(= 14,8 Proz.) von außerhalb, während in linken Auge zu. In der Tiergartenstraße wurde der Gefreite aus nur werden dieselben durch den Zoll, welcher im Durchschnitt 10 Proz. Berlin unter zusammen 25 402 Aufnahmen 2748(= 10,8 Proz.) von dem Wagen geschleudert und erlitt eine Quetschung des linken Obervom Werthe ausmacht, verteuert dem Konsum zugeführt werden." außerhalb waren. Im ganzen hatte also Charlottenburg verhältnis schenkels. Frau v. Behr, die fich durch einen Sprung aus dem Die deutschen Stickerei Arbeiterinnen werden diesen Aus- mäßig noch mehr als Berlin unter der Benutzung seines Kranken- Wagen in Sicherheit gebracht hatte, tam ohne Verletzung davon.; führungen wohl nicht mit Unrecht entgegenhalten, daß auch hauses durch Auswärtige zu„ leiden". fie es allmählich dahin bringen würden, in der Herstellung feinerer Das amtlich festgestellte Wahlergebniß im II. Berliner Geldlotterieschwindel gelangte vorgestern vor der Straflammer zu Der durch die Berliner Kriminalpolizei aufgebedte Danziger Stidereien besseres zu leisten, falls sie sich nur die Beit au Reichstags Wahlkreise gestaltet fich wie folgt: Eingeschriebene Neidenburg in Ostpreußen zur Verhandlung. Die Hauptangeschuldigten der ruhigen und sorgfältigen Arbeit laffen tönnten, die dazu erforderlich ist. Sie dürfen sie sich nicht wähler 76 727, abgegebene Stimmen 47 276, davon waren gültig ipschüz und Cohn, die in Berlin Taufende von Losen drucken laffen, weil sie dam mit den niedrigen Löhnen, die die 47 193, ungültig 83; die absolute Majorität beträgt 23 597. Es ließen und in Russisch- Polen absetzten, find entkommen. Der Buch Fabrikanten dafür bewilligen wollen, nicht existieren tönnten. haben Stimmen erhalten: Fischer 24 320, Areitling 17 442, Witowsli druder Salomon aus Sodan wurde zu 14 Tagen Gefängnis, die Wer gut arbeiten will, muß langsam arbeiten, und wer langsam 5267, Graf Püdler 148 Stimmen; zersplittert sind 16 Stimmen. Kaufleute Alter aus Mlawa und Friedmann aus Berlin zu je arbeitet, kann bei Stücklohn nicht viel verdienen, das ist eine alte Somit ist Fischer mit einer Mehrheit von 723 Stimmen über die 50 M. Geldstrafe verurteilt. Der Buchdruckereibefizer Dallmer Geschichte! Es wird ja auch in dem Antwortschreiben der Aeltesten absolute Majorität gewählt worden. aus Berlin wurde freigesprochen. zugegeben wenn es auch mehr nur zwischen den Zeilen zu lesen ift daß die deutschen Arbeiterinnen im Grunde weniger an Geschicklichkeit als an Bedürfnislosigkeit hinter den Arbeiterinnen von Madeira zurückſtehen. " N # welche " Zu der Kasperle- Notiz in der Deutschen Tageszeitung" er Der Betriebsunfall mit tödlichem Ausgang, dessen Opfer der bei Siesel in der Steinmegstraße beschäftigt gewesene Böttcher fahren wir nachträglich, daß in einer freisinnigen Wählerversamm Knauer am Dienstag geworden ist, ruft ein Urteil ins Ge- lung, die am 7. d. M. bei Habel abgehalten worden ist, ein dächtnis zurück, das der Bericht der württembergischen Fabrit Freisinnskämpe neben anderen socialistentötenden Märchen auch die Noch etwas von der Berliner Schulnot. Inspektion über das Jahr 1898 abgegeben hat. Darin heißt Geschichte des an die Armendirektion verwiesenen Agitators aufEine Musterschule", wie sie selbst in Berlin noch nicht es: Manche an Transmissionen und bewegten Maschinen- getischt hat. Von diesem Herrn hat Kasperle die Geschichte aufteilen vorgekommenen Unfälle, Sem geschnappt. Die Strafe, mit dem Helden der Deutschen Tagesgewöhnlich dagewesen sein dürfte, ist zu Beginn des Sommersemesters auf dem Buwiderhandeln gegen die erlassenen Vorschriften oder der Un- zeitung" an einem Strange ziehen zu müssen, iſt ſtreng aber gerecht Grundstück Elbingerstraße 4 und 5, nahe der Landsberger achtsamkeit der Betroffenen zugeschrieben werden, lassen sich auf für den Freisinnskämpen. Allee, eröffnet worden. Auf dem Hinterland dieses Grundstücks Auf originelle und geniale Gedanken kommt die Große wird ein neues Schulgebäude aufgeführt. Da es trog der milden unrichtige Behandlung der Arbeiter durch die Vorgesezten Witterung des letzten Winters nicht bis zum April fertig werden zurückführen. Es giebt Arbeitgeber und Werkführer, denen nichts Berliner" jedesmal, wenn es gilt, eine vom Publikum geforderte tonnte, so blieb nichts weiter übrig, als auch hier wieder zu dem schnell genug gemacht werden kann, die sich gleich auf- Berbesserung zu hintertreiben. Kürzlich war berichtet worden, daß bekannten Notbehelf zu greifen und die Kinder in Miets- geregt zeigen, wenn durch irgend einen Umstand der Betrieb unter der Behnpfennig- Tarif seiner Verwirklichung insoweit näher geführt räumen unterzubringen. Zu diesem Zwede hat der Befizer brochen wird. Bricht ein Riemen oder fällt ein solcher ab, so fürchtet werden solle, als die Gesellschaft beabsichtige, die Zehnpfennigstreden räumen unterzubringen. Zu diesem Zwecke hat der Besizer fich der eingeschüchterte und dadurch urteilslos gewordene Arbeiter, jezt auf 5 Kilometer auszudehnen. Demgegenüber wird jegt beDes Grundstückes, Steinset Obermeister E. Kuhlbrodt, den die Maschine oder gar den ganzen Transmissionsstrang abstimmt erklärt, daß sich diese Neuerung zur Zeit noch ebenso un Seitenflügel des Wohngebäudes zur Verfügung gestellt. zustellen, um sich nicht einem wirklichen oder auch nur vermeint ausführbar erweise, wie die gleichfalls längst in Aussicht genommene Den Mietern ist bereits im Winter zum 1. April ge aufgeregten Borgesezten über Zeit- Verbilligung der Abonnementskarten, weil eine derartige allgemeine fündigt worden. Die auts Stube und Küche bestehenden lichen Vorwurfe eines aufgeregten Vorgesetzten versäumnis, Ungeschicklichkeit oder anderes mehr auszusezen; Fahrpreisherabsetzung selbstverständlich wiederum eine ganz bedeutende Wohnungen sind dann, sobald sie leer wurden, durch Beseitigung der der Riemen wird dann bei laufender Transmission zusammengenäht Berkehrssteigerung zur Folge haben würde! Da sage noch einer, Zwischenwände in dreifenstrige Klassen verwandelt worden. Die und ebenso aufgelegt. Bei Eintritt eines Unfalles liegt es dann daß die Große Berliner sich nicht ihrer Aufgabe gewachsen fühlt. Zimmer find natürlich erheblich kleiner als die dreifenstrigen Klassen sehr nahe, dem Arbeiter die Schuld beizumessen, weil er gegen der neuen Gemeindeschulen und haben weniger breite Thüren und die Unfallverhütungs- Vorschrift gehandelt, auch vom Vorgesetzten Der erste Efeltransport ist auf Veranlassung des Deutschen Fenster. Sie bieten ein tlägliches, aber getreues Abteinen besonderen Auftrag erhalten hatte, die Verrichtung, durch Tierschußvereins vorgestern Abend auf dem Schlesischen Bahnhofe in bild der vollständigen Rat- und hilflosigkeit, in welche sich der Unfall ereignet hat, auszuführen. Der Gewerbe Berlin eingetroffen. Der Transport besteht aus 50 Stuten und der sich die städtische Schulverwaltung bei diesem Semesteranfang befindet. Man ist nicht einmal überall Inspektor kam einmal dazu, wie ein altes Ehepaar aus Hengsten, die zum Ersatz für Ziehhunde bestimunt sind und sofort zum den vorangeführten Gründen in Gründen in der größten Kopflosigkeit Berkauf gelangen. bis zum Wiederbeginn des Unterrichts mit der Beseitigung der Kochgerade einen schweren Riemen unter unter den gefahrdrohendsten maschinen fertig geworden Die Nummern der Klassen sind zunächst Berhältnissen auflegen wollte, was nur durch energisches mit Kreide an die Thüren geschrieben worden. Die Treppen sind steil, schmal und schon ziemlich ausgetreten; das Haus ist eben eine Miets- Eingreifen des Beamten verhindert wurde. Häufig werden auch die schmal und schon ziemlich ausgetreten; das Haus ist eben eine Wiets- Rüdsichten auf die törperliche und geistige Veranlagung eines faserne gewöhnlichen Schlages. Wehe den Kindern, wenn Menschen bei Uebertragung einer Arbeit außer acht gelassen." hier eine Feuers brunst ausbräche! Das Grundstück beEs liegt uns fern, zu behaupten, daß die Worte des württemherbergt zugleich eine Molkerei, deren Ställe ihre Düfte zu den bergischen Fabrikinspektors auf die Zustände in der Kieselschen Fabrit Fenstern dieser Musterschule" emporsenden, Am Sonnabend früh zutreffen, aber immerhin ist es zweckmäßig hervorzuheben, daß um 8 Uhr wurde gerade Weist geladen, während in etwa 20 Meter bie Arbeiter bringende Ursache haben, sich die etwaige AnEntfernung nur durch einen niedrigen Schuppen von dem Anwendung der Hespeitsche mit allem Nachdruck zu dampfenden Misthaufen getrennt die Kinder„ lustwandelten", d. b. berbitten gleichviel wo sie in Beschäftigung stehen. auf dem engen Hofe paarweis im Kreise umbergingen. So bringt Pflichten gegen sich selbst und gegen die Familie erfordern solchen die Stadt Berlin die Kinder des Volkes unter! Es Widerstand, der allerdings nur dann geleistet werden kann, wenn heißt, daß diese unerhörten Zustände bis zu den Sommerferien man dem 3 uchthauskurs zum Trotz einer starten Organi danern sollen, und wenn man das neue Schulgebäude daraufhin fation angehört. ansicht, dann möchte man in der That annehmen, daß es nicht Die vor dem 1. Juli fertig wird. Mancher wird hier denken: Was Städtische ,, Auskunftei". Hiefige Blätter melden: Nachdem Frau in die Ehe Das Verschwinden von Mutter und Kind, über das wir vor vier Wochen berichteten, ist jetzt durch den Leichenfund an der uther- Brücke aufgeklärt worden. Die beiden Leichen, die hier an einander gebunden gelandet wurden, sind die 24 Jahre alte Droschfenfutscherfrau Margarete Hodarth geb. Weißtopf und ihres am 18. Dezember 1896 geborenen Sohnes Willy. Hockarth hatte diesen Knaben ihrem Manne mitgebracht; ein anderes Kind, das aus der Ehe hervorging, war gestorben. Die Ehe war höchst unglücklich und Ende August vorigen Jahres trennten sich deshalb die Eheleute. Frau Hodarth Pflege und ging wieder in Dienst. Sie erhielt eine Stellung bei gab ihren Knaben einer Frau Berger in der Memelerſtraße 49 in dem Schantwirt Frebe, der damals in der Gneisenaustraße 64 wohnte. Von hier ging fie am 14. v. M. in ihren Sonntagskleidern mit dem Bemerken weg, daß sie zu einer Gerichtsverhandlung um 10 Uhr in Moabit erscheinen müsse, ob als Beugin oder als Ans, kann die städtische Verwaltung dafür, wenn die neuen Schulhäuser der Berliner Anwaltsverein, wie bereits mitgeteilt, die Errichtung geflagte, fagte sie nicht. Statt nach Moabit, ging jedoch Frau Hodarth zu Fran Berger und nahm ihren Knaben mit, um ihn Rigdorf. Dem Beschlusse der Stadtverordneten- Bersammlung," Köpenick. Am Dienstag findet im Stippekohlschen Lokale eine ihrem Manne nach Weißensee zu bringen. Erst um 6 Uhr abends daß sich bei den von der Stadt ausgeschriebenen Arbeiten und Versammlung des Arbeitervereins statt, in welcher Herr Gedicke über tam Frau Hockarth mit dem Knaben nach Weißensee, fand aber Lieferungen Magistrats- und Stadtverordneten- Mitglieder nicht die Pflege der Zähne und des Mundes sprechen wird. Die Mitihren Mann nicht zu Hause. Sie sprach nun furz mit einem andern beteiligen dürfen, will, wie die„ Voff. 8tg." hört, der Magistrat glieder werden ersucht, sich recht zahlreich und pünktlich um 8 Uhr Droschkentutscher aus dem Hause und erklärte ihm, daß niemand sie nicht zustimmen und die Angelegenheit an die Stadtverordneten einzufinden. geworden. Der Vorstand. wiedersehen werde. Ehe sie auf vier Jahre ins Gefängnis gehe, Versammlung zurüdverweisen. Als Hauptgrund der Ablehnung nehme sie sich lieber das Leben. Was es damit auf sich hatte, jagte des Magistrats soll hervorgehoben werden, daß zur Zeit der Ab- Ein reizender fonfeffioneller Haber ist in Nauen ausges fie auch hier nicht näher. Wie von anderer Seite behauptet wird, ſtimmung acht Stadtverordnete der ersten und zweiten Klasse, da sie zu brochen. Vorige Woche verschwand dort plößlich eine evangelische Seitdem waren Magistratsmitgliedern gewählt worden sind, der Abstimmung sich ent- Konfirmandin am Einsegnungstage. Man fand sie im katholischen Mutter und Kind verschwunden. Frau Hodarth war vermutlich noch halten mußten. Der Antrag auf Ausschluß. der Magistrats- und St. Afraſtift wieder. Das Kind hatte eine katholische Mutter gehabt am selben Abend mit dem Knaben in die Spree gegangen. Stadtverordneten- Mitglieder sei aber nur mit 23 gegen 17 Stimmen und war urplöglich zur alleinseligmachenden Kirche„ bekehrt" worden. Der seit einiger Zeit verschwundene geiſteskranke Schuhmacher angenommen worden, so daß die acht augenblidlich noch nicht gelo poun öffentlichen Erklärung beklagt sich jetzt der evangelische Geistburador augenblidlich gewählten Darob erklärlicher Zorn bei den Evangelischen in Rauen. In einer Julius Adamcet ist bei Köpenick als Leiche aus dem Wasser gezogen Magistrat betont, daß die Nixdorfer Arbeiterschaft durch den liche zu Markau bei Nauen darüber, daß von katholischer worden. Sehr wahrscheinlich ist er das Opfer eines Unglücksfalles gefaßten Beschluß Nachteile haben würde. Beispielsweise befindet Seite Zwietracht gefät werde, besonders seitdem der Pfarrer Zum Beweise dafür erwähnt sich in Rigdorf nur eine Linoleumfabrik, bei der viele Arbeiter thätig Sayser in Nauen amtiere. sind. Braucht die Stadt nun Linoleum, so muß sie, wenn der er folgenden Fall:" Ich hatte 1897 in meiner evangelischen Stadtverordneten- Beschluß bestehen bleibt, außerhalb Rigdorfs ihren Schule einen Knaben, von dessen Eltern der Vater evangelisch, Bedarf decken, weil ein Mitbefizer der Linoleumfabrik, Dr. Poppe, die Mutter fatholisch ist; der Knabe hatte stets die evangelische Stadtverordneter ist. Aehnlich liege es auch bei anderen unter Volksschule, sowie 1 Jahr den evangelischen Komfirmandenunternehmungen. Auf den Ausgang des so wunderlich motivierten richt besucht; da famt der Herr Pfarrer Kayser in diese Familie, er Konflikts darf man gespannt sein. Die Sorge um das Wohl der versprach einen Einsegnungsanzug und freie kost Arbeiterschaft sollte der Magistrat hier nur dieser allein überlassen. in Nanen für den Knaben, wenn man ihn uns nehmen und ihm Es giebt sonst für die Behörde andere Gelegenheiten genug, ihre geben würde; und obgleich der Knabe ganz und gar widerstrebte, Arbeiterfreimdlichkeit zu beweisen. und auch die katholische Mutter entschieden dagegen war, stach das Versprechen zu schr in die Augen der armen Leute, und der Knabe wurde ein halbes Jahr vor der Einsegnung aus der evangelischen Schule und dem Konfirmandenunterricht herausgenommen und der katholischen Kirche überwiesen. Ich kann mit Zengen und noch mit anderen ähnlichen Fällen aufwarten." Falschmünzer. Einen guten Fang machte vorgestern die Berliner Kriminalpolizei, indem sie einen gewissen Samuel Kewicz aus Budapest verhaftete. So unansehnlich der Mensch mit seinem lahmen Bein aussieht, so hat er doch die Ehre", das Haupt einer internationalen Falschmünzerbande zu sein, die nicht nur östreichische Gulden arbeitet, sondern auch deutsche Zweimarkstücke aus Zinn fabriziert. Signalisiert war K. der hiesigen Polizei von Budapest aus schon seit mehreren Wochen, aber erst vorgestern gelang es einem Kriminalbeamten, ihn auf dem Postamt Dorotheenstraße, wo er ein chiffriertes Telegramm nach Budapest aufgeben wollte, in Haft zu nehmen. Blinder Eifer schadet nur. Aus Aerger darüber, daß er den Schlüssel nicht finden konnte, zerschlug der Arbeiter Otto W. die Glasscheibe der Eingangsthür und zerschnitt sich dabei die Pulsadern und mehrere Sehnen der linken Hand. Infolge des starten Blutverlustes brach er an der Ecke der Oudenarda- und Hennigsdorferstraße bewußtlos zusammen; ein Schuhmann brachte ihn in das Krankenhaus des Paul Gerhard- Stifts. Straßensperrungen. Die Oberwallstraße zwischen der Jäger und Französischenstraße wird wegen Umbaues der Geleisanlagen auf dem Kreuzdamm von heute ab und die Landsbergerstraße vom Büschingplag bis zur Lichtenberger- und Höchstenstraße wegen Um pflasterung heiterung vom 17. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Mit seinem Dienftrevolver erschossen hat sich am Sonnabend at sich am Son morgen der 39 Jahre alte Kriminalichumann August Werniz aus der Lindowerstr. 25, der feit 18 Jahren im Dienste und zuletzt bei Abteilung A. der Kriminalpolizei, die die Gelegenheitsvergehen und Verbrechen verfolgt, beschäftigt war. Wernig war feit einer Neihe von Jahren verheiratet und lebte in unglücklichen Familienverhältnissen. Diese machten ihn so mißmutig, daß er feinen Dienst vernachlässigte. Der ihm vorgesezte Kommissar machte ihm daher häufige Vorhaltungen, Werniß aber glaubte, daß man ihm den Dienst zu schwer mache und äußerte schon wiederholt Selbstmordgedanken. Gestern in der siebenten Morgenstunde, als seine Frau in der Küche zu thun hatte, schritt er zur Ausführung des Planes, da er gestern den Dienst wieder antreten sollte, nachdem er feit einiger Zeit eines Nasenleidens wegen dienstfrei gewesen war. Unbekleidet stellte er sich vor den Wandspiegel und tötete sich mit seinem Dienstrevolver durch einen Schuß in die rechte Schläfe. Treptow. Sternwarte. Nur noch in diesem Monat ist der Mond in den frühen Abendstunden gut zu sehen. Daher wird dies Gestirn mit dem Treptower Riefenfernrohr während der ganzen Woche von 7-12 1hr nachts beobachtet. Sonntagnachmittag 3 Uhr spricht Direktor F. S. Archenhold über: Die Bewohnbarkeit der Welten" und abends 7 Uhr über:" Der Mond im Treptower Riesenfernrohr", unter Vorführung zahlreicher Licht: und Drehbilder. Die Gemeindevertretung von Brih nahm in ihrer letzten Sigung die Rechnungslegung für das verflossene Geschäftsjahr entgegen und stellte sodann den Voranschlag für das neue Geschäftsjahr fest. Derselbe schließt in Einnahme und Ausgabe im Ordinarium mit 145 000 m. und im Extra- Ordinarium mit 189 000 m. ab. Es Solche Proselytenmacherei muß dem Christentum beider feind sollen erhoben werden: Zur Staats- und Gemeindeſtener 1331/3 Broz., lichen Richtungen außerordentlich fördersam sein. zur Gewerbesteuer 200 Proz., zur Grund- und Gebäudesteuer 292 Proz., in Form einer Grundwertsteuer von 3000 des gemeinen Wertes. Das Extra Ordinarium weist als Einnahme an aufzu nehmenden Kapitalien 189 000 M. auf, welche für Straßenpflaste= rungen und Ankauf von Aktien der Rigdorf- Mittenwalder Eisenbahn hittenwaloet wieder in Ausgabe gestellt sind. *) Weizen Roggen Hafer " Marktpreise von Berlin am 14. April 1899 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 15,90 14,90 Schweinefleisch 14,40 13,50 Kalbfleisch Butter 2,20 1, 1 kg 1,60 1,20 1,80 1, " " utter- Gerſte 13,20 12,00 Samuelfleisch 1,60 1, " 2,60 2, " " mittel " " gering " Richtstroh Sent 4, 14,80 14,20 Gier, 60 Stück 14,10 13,60 Starpfen 1kg 3,50 Aale 3,60 2,40 3, " " 6,80 " 4,40 Bander 2,60 1, 40, 25, " Sechte 28" 50, 25, Barsche 1,60 0,80 " " 70,- 30, Schleie 2,80 1,20 " 6,- 4, Bleie 1,40 0,80 " 1,60 1,20 Strebje per Schock 12,- 3, Erbjent †) Speifcbohnen † Linsen Kartoffeln, nene Rindfleisch, Scule 1 kg do. Bauch " +21 2-1,20 Weißenfee. Zu den vielerlei Projekten, welche darauf abzielen, zwischen den Vororten Berlins und deren weiterer Umgebung beffere Verbindungen herzustellen, gejellt sich in letterer Zeit noch ein neues hinzu. Die Gas- und Elektricitäts- Gesellschaft zu Bremen plant eine elektrische Bahn zwischen den Orten Pankow und Friedrichshagen herzustellen. Nach dem der hiesigen Gemeindevertretung vorgelegten Plane würde die Bahn die Kaiser Friedrichstraße in Pankow, die Charlottenburgerstraße in Weißensee in ihrer ganzen Ausdehnung berühren, um von hier aus weiter nach Hohenschönhausen, Wilhelmsberg und Lichtenberg usw. sich auszudehnen. Die Gemeindevertretung hat dem ges planten Unternehmen, soweit der Ort in Betracht kommt, seine Zuftimmung erteilt. Allem Anschein nach steckt hinter diesem neuent*) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirts unternehmen mehr als bloße Projektenmacherei. Umjomehr kann schaftskammer Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium man das annehmen, als hier im Norden Berlins Grunewald und für den Doppel- Centner. Jungfernhaide nicht in Betracht kommentet Kleinhandelspreise. Der hiesige katholische Pfarrer Dr. Stephan versteht es, wie Auf dem Produttenmartt am 15. April machten sich größere felten einer, fich populär zu machen. In einer an die hiesige Deckungsläufe bemerkbar, worauf Weizen 1/ 2-3/ 4 W. 11. is Gemeinde- Verwaltung gerichteten Beschwerdeschrift, in der über 30gen und somit wie geſtern schließen. Safer konnte fich behaupten. Mais zurücksetzung katholischer Schüler in Bezug auf Erhebung von Schul- Tendenz des Spiritusmartte& blieb fest und fand namentlich an der besser und etwa 1/2 M. anziehend. Rüböl blieb unverändert still. Die geldern geflagt wird, spricht der Herr St. davon, daß die Gemeinde geringen Zufuhr einen Stüßpunkt. Angeboten waren 73 000 Liter 73er Weißensee noch etwas Anstand besigen solle." Die Sache Ware, die mit 40,20 Mt.(+ 0,20 wt.) Stäufer faben. ut ft gelten. selbst, um die es sich handelt, kann man ja ohne weiteres als be- geführt. Für Mai Spiritus machte sich rege Kaufluft rechtigt anerkennen. Es fällt uns auch gar nicht ein, als Hüter des Kartoffelfabrikate. Berlin, 15. April. Feuchte Kartoffelstärke ver Anschens der hiesigen Gemeinde- Verwaltung aufzutreten. Wohl aber 100 Stg. 10,30 M. Brima trodene Startoffelstärke per 100 Stg. 20, berührt es eigentümlich, daß der Beschwerdeführer, der der Weißenjcer mehr per 100 kg. 20,- M., do. Supra 20,50 M., do. Sekunda 16,- bis Arbeiterschaft so wunderliche Proben seiner Wohlanständigkeit ge- 18,50 m. liefert hat, auf solche Weise seine Befähigung als Splitterrichter Schlachtviehmarkt am Sonnabend. Zum Verkauf standen: demonstriert. Der vorliegende Fall zeigt deutlich, daß das Wort 4663 Ninder, 1243 Kälber, 8525 Schafe, 8261 Schweine. Das Rindergeschäft vom Splitter und Vallen hier nicht mit Unrecht angewandt wickelte sich ruhig ab und hinterläßt etwas Ueberſtand. Der Kälberhandel gestaltete sich ziemlich glatt. Bei den Schafen war der Geschäftsgang ruhig, Feuerbericht. Ein Küchenbrand rief die Wehr nach Greifs Die vor einiger Zeit von der Gemeindevertretung festgesetzte es wird wohl ausverkauft. Der Schweinemarkt verlief ruhig und wird nicht walberstraße 38, während Köthenerstraße 33 ein Wochenmarktsordnung hat die Genehmigung des Bezirksausschusses ganz geräumit, fette Ware war vernachlässigt. Zimmerbrand beseitigt werden mußte. Ein Kellerbrand verursachte zu Potsdam erhalten einigen kleineren, durch den§ 62 der Kreisein Ausrücken der Wehr nach Linienstraße 219. Wuster- ordnung von 1872 bedingten Zusäzen und Abänderungen wurde zuhaufenerstraße 12 brannte ein Glaslager. In der Nacht zum gestimmt. Solche Mitglieder der hiesigen freiwilligen Feuerwehr, Freitag standen auf dem Grundstüd Brenzlauerstraße 53/55 welche ihr 15 Jahre angehört haben, sollen eine Auszeichnung" in einige Pferde in einem Stalle in der Gefahr, zu verbrennen. Der Form einer Schnalle erhalten. Welch ein Stolz für diejenigen Stallknecht bemerkte jedoch den Ausbruch des Feuers noch rechtzeitig Gemeindemitglieder, die 15 Jahre lang unentgeltlich im Dienste der und löschte ihn mit Hilfe von Hausgenossen. Zwei Pferde, die Allgemeinheit thätig sein durften! bereits schon angebrannt waren, mußten in fierärztliche Behandlung gegeben werden. In Dr. Neumann's Kinder- Poliklinik, Blumenstraße 78, werden am morgigen Montag, abends 8-9 Uhr, die Vorträge mit der Besprechung der Pflege des Kindes fortgesetzt. Zutritt nur für Frauen. Druckfehler Berichtigung. In dem Artikel, Die Ileber füllung der Aufnahmetlassen"( Nr. 88," 1. Beilage) ist zu lesen:" Gerade im ersten Schuljahre trägt das dazu bei, ein Stind zu berwirren( statt: ruinieren) usw." tobol Aus den Nachbarorten. 冰 Schöneberg. Die Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsbereins findet Montag, den 17. April, abends 8 Uhr, bei E. Obst, Grunewaldstr. 110, statt.( Siche Annonce.) Schmargendorf. Am Dienstag, abends 81/2 Uhr, findet die Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins im Wirtshaus Schmargendorf" statt. U. a.: Neuwahl des Vorstandes. Bur Lokalfrage. Der Wirt vom Kaiser Wilhelm- Garten" in Johannisthal empfiehlt auf Plakaten sein Lokal Vereinen und Fabriken, weigert sich aber, seinen Saal zu Versammlungen zur Verfügung zu stellen. Die Genossen wollen dies beachten. Die Lokalkommission. Der Arbeiterverein für Pankow und Umgegend hält am Dienstag, abends 81 Uhr, im Lokale des Herrn Blaurod, Wollant straße 118, eine Vereinsversammlung ab. Vortrag des Genoffen Saffenbach über: Die französische Revolution. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Sonntag, den 23. d. M., findet eine Partie statt. Abfahrt 7 Uhr 57 Min. vom Bahnhof Pankow Schönhausen bis Buch, von da zu Fuß. Der Vorstand. = Die Vers werden kann. Johannisthal. Nachdem die Gemeinde bereits zu Beginn des Jahres mit der Biersteuer in Höhe von 1 M. für jeden Hektoliter beglüdt worden ist, hat man nunmehr die Gemeinde- Abgaben von 140 auf 150 Proz. erhöht und die Steuerzahler um eine, ja teil weise um einige Stufen höher angejezt. Unser Gemeindevorsteher, der bisher 6 M. gezahlt hat, soll jest 21 M. blechen, obgleich sich feine Verhältnisse um nichts geändert haben. Angesichts solcher Geldkalamitäten fragen sich die Einwohner des Ortes, ob man die 100 M., die für die Oppen- Stiftung hergegeben wurden, nicht hätte nüglicher verwenden können. do. Supra 20,50 m, do. Sekunda 16,- bis 18,50 M. Prima Kartoffels nubists Dermischtes. In Gremersdorf bei Grimmen( Pommern) brannte der Viehstall eines Hofbesizers nieder. Bei dem Brande tamen vier Menschen ums Leben; auch vieles Vieh verbrannte. Man vermutet Brandstiftung. Eisenbahnunglück. Aus Bamberg wird berichtet: Freitag abend 6 1hr entgleiste der Schnellzug Nr. 36, von Bamberg nach Schweinfurt fahrend, vor der Station Schonungen. Maschine und Dienstwagen wurden zur Seite geschleudert. Lokomotivführer und Seizer find ziemlich schwer, einige Passagiere leicht verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend. M Klaus Groth, der am 22. April seinen 80. Geburtstag feiernde Aus alberstadt wird amtlich gemeldet: Sonnabend Nacht entgleisten auf bisher unaufgeklärte Weise die beiden letzten Wagen Reinickendorf. In dem Neubau der Schwarzkopff'ichen aus dem Schnellzuge Aachen Berlin beim Einfahren in Station Schraubenfabrit gegenüber dem Amtshause hierselbst entstand am Heudeber. Personen sind nicht verletzt, Beschädigungen an Wagen 8. November v. J. ein erhebliches Schadenfeuer. Die im Gebäude und Geleisanlagen nicht erheblich. Untersuchung ist eingeleitet. festgestellten Beschädigungen begründeten einen Feuerschaden- Anspruch in Höhe von 700 M. Der Brand war in einem Keller entstanden, Infolge vorzeitiger Explosion von Sprengmitteln auf der in welchem Aetherlampen gefüllt wurden. Als Urheber des Brandes Königin Luise Grube( Ostfeld) Zabrze wurden zwei Bergleute wegen fahrlässiger Brandstiftung verantwortlich gemacht. Digon ward der 24jährige Arbeiter Joseph Dizon aus Neu- Weißensee getötet, zwei schiver verlegt. hatte den Auftrag erhalten, die Aetherlampen zu füllen nnd an zuzünden. Er füllte auch eine brennende Lampe und goß dabei etwas von dem Leuchtstoffe über. Sofort schlugen die hellen Flammen im Keller empor und setzten ihn vollständig in Brand, so daß er mit seinem ganzen Inhalt ausbrannte. Vor der 2. Grafkammer des Berliner Landgerichts II bestritt der Angeklagte, daß er fahrlässig gehandelt habe; es jei stets üblich gewesen, in derselben Weise, wie er es aus führte, die Aetherlampen, auch wenn sie brannten, zu füllen; ein Berbot, nicht in der Weise das Vollfüllen der Lampen auszuführen, fei nicht ergangen. Dem Ergebnis derf Beweisaufnahme folgend, erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung. Repertoire. Sonntag 16. Königl. Waffenschmied. Bergißmeinnicht. Julius Cäsar. Sans. Mutterherz. Montag 17. Mignon. Herodes und Mariamne. Cyrano von Bergerac. Im weißen Rößl Faust. Journalisten. Hans. Mutterherz. Lumpen. Baza. niederdeutsche Dichter und Gelehrte, wurde von dem Magistrat und den Stadtverordneten zu Kiel zum Ehrenbürger der Stadt Kiel ernannt. In dem Prozeß gegen Aufsichtsratsmitglieder der Ballenstedter Spar- und Vorschußkasse ist vorgestern in Bernburg das Urteil gefällt worden. Angeklagter Groffe wurde zu 2/2 Jahren Gefängnis, unter Anrechnung von einem Jahr auf die Untersuchungshaft, und 90 M. Geldstrafe verurteilt, Wittekopf zu sechs Monaten Gefängnis und 30 M. Geldstrafe, Hirsch zu drei Monaten Gefängnis. Alle übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Mittwoch Donnerstag Freitag 20. Prophet. Herodes und Marianne. Hans. Mutterherz. Dienstag 18. Mudarra. Lumpen. Berliner Theater Plak den Frauen. Neues Theater ( I. Teil.) Liebesheirat. Troubadour. Fremd. Große Glode. Nach Herühmten Mustern. Hofgunst. Traviata. ( Fohström.) Drei Paar Schuhe. Mann im Monde. 19: Ein Mastenball. Bergißmeinnicht.| Julius Cäsar. Fuhrmann Henschel. Lumpen. Das Erbe. Hofgunst. Undine. Fremd. Mann im Monde. Rosa Dominos. Goldener Cylinder. Feuer. Köpenick. Am 24. Februar d. J. fand hier im Lokale des Herrn Klein eine Volksversammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete 2. Bebel über unsere politische Lage referieren wollte. Der überwachende Polizeiwachtmeister Wa I dow verlangte, Opernhaus Königl. wie das auch schon des öfteren andere Beamte vor ihm gethan, daß Schauspielh. die Frauen den Saal verlassen sollten, da sie an Deutsches politischen Versammlungen nicht teil nehmen dürften. Theater fammlung zählte nahe an 1000 Personen und die Versammelten Leffing fahen feinen Grund, dem Verlangen des dem Verlangen des Beamten nachTheater zukommen. Der Beamte wollte weder vom Vorsitzenden noch vom Reichstags- Abgeordneten Bebel eine Belehrung annehmen und löst e die Versammlung auf. Auf eine Beschwerde des hiesigen Bertrauensmannes, der die Versammlung einberufen hatte, tam end lich nach länger als vier Wochen der Bescheid, daß die Auflösung als nicht zu Recht erfolgt und daß der Beamte von der Vorauss des Weitens fegung ausgegangen sei, daß es sich um eine Versammlung des Belle alliance socialdemokratischen Arbeitervereins gehandelt hätte, deswegen hätte er den Frauen den Aufenthalt verboten. Nach den angestellten Ermittelungen habe sich jedoch herausgestellt, daß jene Voraussetzung nicht zutreffend war. Dem betreffenden Beamten seien die erforderlichen Anweisungen gegeben worden. Wir machen nun unseren Parteigenossen zur Pflicht, auf alle Boltsversammlungen die Frauen ganz besonders aufmerksam zu machen, damit sie das Bersäumte nachholen. Ob nunmehr zu hoffen ist, daß die Beamten von der irrigen Annahme endlich abkommen werden? In Weißensee tagt am Montagabend 8 Uhr in Albrechtshof, Partstraße 18, eine Vollsversammlung, in der die Gemeindevertreter Bericht erstatten, Theater Theater Schiller Theater Luisen Theater. Liebesheirat. Cavalleria. Waffenschmied. Drei Baar Schuhe. Ehrliche Arbeit. Im weißen Rößl. Platz den Frauen. Liebesheirat. Barbier von Sevilla. 21. Mudarra. Sonnabend 22. Undine. Wilhelm Tell. Das fünfte Rad. Hans. Mutterherz. Morituri. Liebesträume. Erziehung z. Ehe. Rain. Hofgunst. Wildschütz. Drei Baar Schuhe. Lumpen. Platz den Frauen. Hofgunst. Lucia von Lammermoor. Noja Dominos. Mann im Monde. Große Gloce. Mann im Monde. Fener. Fener. Fener. Sonntag 23. J 11 Feuer. unverändertes Repertoire. Residenz Theater: Einsiedler, Schlafwagen- Kontrolleur. Metropol Theater: Chand d'habits. Giserne RaJungfrau. Central Theater: Emil amüsiert sich. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater: Fuhrmann Henschel. Alexanderplay Theater: Lebemänner. Ostend Theater: Bulgaria. Neues Königl. Opern- Theater( Kroll). Sonntag, 16. April: Das fünfte Rad. Nachmittags- Vorstellungen. Sonntag, 16. April: Deutsches Theater: Johannes. Lessing Theater: Jüdin von Toledo. Berliner Theater: Iphigenie. Residenz Theater: Rose Riedel. Neues Theater: Tartuffe. Westens: Undine. Belle Alliance Theater: Goldbauer. Schiller Theater: Romeo und Julia. Theater: Gasparone. Luisen Theater: Hüttenbesizer. Alexanderplay Theater: Hänsel und Gretel. Theater: Preciosa, 0912 1 Theater des Central Oftenda ameintentive- matsudoutor and sind judgift Warenhaus A.Wertheim. Berlin, Leipzigerstr.132/ 33. adied this absti don@ fi Versand- Abteilung bilds Proben und Preislisten portofrei. tot marind( bon piltum zout dirba HOTR visum sa tire de Rosenthalerstr. 27/29, 54/55. 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Die jüngsten Preistreibereien mit Reichsbankvorlage- Vom Eisenmarkt Englischer Schiffs- europäischen Markt zurückhalten. Wann dann aber, wenn später die spanischen Exterieurs" an der Pariser und danach auch an der Berbau- Aussichten der Zucker- Industrie- Spanische Finanzen die Kauftraft dieser Abfazgebiete gegenüber der stimulierten Produktion liner Börse haben den Blick wieder auf die spanische Finanzlage ge Hamburg- Amerikanische Packetfahrt: Aktiengesellschaft. nachläßt? Dann ist ein Rüdschlag unvermeidlich. Bei dem niedrigen lenft. Zum Teil mag dieser Kurstreiberei der Rückgang des GoldPreisstand des amerikanischen Roherzes kann die deutsche, englische, agios und die Besserung in der spanischen Kohlenspekulation zu Im Vordergrunde des Jnteresses der größeren Geschäftswelt steht belgische Eiſenindustrie trotz ihrer relativ niedrigen Arbeitslöhne Grunde liegen, in der Hauptsache aber fußt sie auf durchaus unsicheren die Frage, ob die Reichsbank- Vorlage in der Form, in welcher sie aus faum in manchen Kreisen mit der amerikanischen konkurrieren, und Spekulation. Man rechnet darauf, daß das Ministerium Silvela fich der Bankkommission hervorgegangen ist, demnächst Gesetz werden wird. In den Börsenkreisen und der von diesen abhängigen Preise Facilitäten im Eisenminenbetrieb sich die Produktionskosten für fionen seiner Beamten und Offiziere gründlich zu beschneiden, daß zivar um so weniger, finden natürlich die Abänderungen, mit welchen die Vorlage die amerikanisches Roheisen dritte Lesung der Kommission passiert hat, herzlich wenig mindern. feit etwa zwei Jahren stetig verbie Cortes neue Zollerhöhungen bewilligen, und daß vor allem die Antlang. Mit der Bestimmung, daß bei einem offiziellen Reichsbaut während in England und Deshalb auch die merkwürdige Erscheinung, daß, spanische Regierung unter feinen Umständen die Bank von Spanien, noch mehr in Deutschland die welcher der Staat über 2000 Millionen Pesetas schuldet, zum diskontfayz von 4 Proz. und mehr weder die Reichsbank selbst, noch Roheisen- Preise in letzter Zeit sich mehr und mehr aufwärts Bankrott treiben wird. Was den guten Willen der trotz aller die anderen Notenbanken unter diesem Satz diskontieren dürfen, hat bewegen, die Preise in Amerita nur sehr wenig angezogen haben Frömmigkeit recht gut faufmännisch rechnenden Herrn Silvela, man sich zwar abgefunden, und ebenso mit der Festsetzung, daß bei Bolavieja u. Co. anbelangt, so mögen diese Erwägungen nicht ganz einem Reichsbanksatz von weniger als 4 Proz. die Privatbanken trotz der lebhaftesten Nachfrage. nicht unter den offiziellen Satz um mehr als 1/4 Proz.( resp. und Stahlfabrikation eng zusammenhängenden Jndustriezweigen seinen Berpflichtungen nachzukommen. Englischer Schiffsbau. In einzelnen mit der Eisen- unrichtig sein; die Frage ist nur, ob es Spanien auch möglich sein wird, 1/8 Proz. unter den sogenannten Privatsatz) heruntergehen dürfen; scheint indeß Englands Ueberlegenheit noch auf lange hin gesichert, doch die Beschränkung der Dividende in der Weise, daß künftig so speciell im Schiffsbaut. Nach Lloyds Register betrug die Total nach Abzug einer Vordividende von 3½ Proz. nur noch ein Biertel Bunahme des Tonnengehalts der eingetragenen Handelsschiffe( also des Reingewinns auf die Anteilsinhaber entfallen soll, begegnet Kriegsschiffe nicht mit gerechnet) während des Jahres 1898: ziemlich allgemeiner Entrüstung. Allerdings würde sich, die Erträg nisse der letzten Jahre zu Grunde gelegt, auch nach dieser Herab1111 768 Zons( Brutto Reg.- Tons) für Dampfschiffe setzung noch immerhin eine Dividende von 6 Proz. ergeben; aber 29 053 für Segelschiffe, nach dem Regierungsentwurf hätte sich doch die Verzinsung der Summe 1 140 821 Tons, Anteile höher gestellt und warum sollte man nicht nehmen, was und zwar waren ungefähr 90 Proz. aller neuen Schiffe die Regierung selbst bietet. Noch erboster ist man natürlich über England gebaut. den bon den Agrariern in der Kommission gestellten und Die Netto- Zunahme war allerdings hauptsächlich infolge der von unseren Genossen befürworteten Antrag auf Festsetzung starken Beschäftigung der englischen Werften für andere Länder eines Dividenden- Magimums von 6 Proz. Ein solches Maximum, wesentlich geringer, denn der obigen Zunahme steht eine Abnahme das deucht manchem der Herren schon eine halbe Verwirklichung des gegenüber von: socialistischen Zukunftsstaats. den " 696 660 Tons für Dampfschiffe, 234 868 " Segelschiffe. Sumune 931 528 Tons. 249 233 Tons. in Gegen die vornehmlich auf Verlangen der Agrarier beschlossene Erhöhung des Aktienkapitals auf 180 Millionen Mart- statt der zuerst geforderten 150 Millionen läßt sich nichts einwenden. Die Reichsbank drohte thatsächlich gegenüber der außerordentlich schnellen Die Gesamt- Tonenzahl der in 1898 nach dem Ausland verEntwicklung der großen Privatbanken, speziell der Deutschen Bant, fauften Schiffe beläuft sich auf 588 508 Tous. Berglichen mit evas ins Hintertreffen zu geraten. Nur hätte man die Frage, der schon ungewöhnlich hohen Zunahme von 1897 ein Mehr von wann die letzten 30 Millionen Zit emittieren find, offen 200 714 Tons, gegen eine Steigerung von 1896 ein Mehr von Lassen sollen, ſtatt die Bank durch Beschluß zu binden, die Emission vor Schluß des Jahres 1905 durchzuführen. Vorläufig sind ja zwar die Aussichten unserer industriellen Entwickelung recht günstige; es läßt sich aber feineswegs vorherfagen, ob die wirtschaftliche Lage auch noch in einigen Jahren so rosig sein wird, und ob dann die Reichsbank sich nicht gezwungen sicht, die Emission unter Umständen vorzunehmen, die einen relativ niedrigen Emissionskurs bedingen. zu verwerten bermöchte. Von diesem Ausstoß gingen: " nach Schweden und Norwegen 157 058 Tons den Vereinigten Staaten 118 957 Deutschland 74 812 = " = 8 835 Dampfichiffe mit 10 816 310 Tons, 11 567 Segelschiffe 20 402 Schiffe " 2 552 543 mit 13 368 853 Tons. " für die fubanischen und philippinischen Bonds, aber unter Ausschluß Epanien hat infolge des Krieges mit Einschluß der Schulden der noch an die Beamten und das Heer zu zahlenden Gehalts- und die N um für Sold- Rückstände ungefähr 3600 Millionen Pesetas neue Schulden gemacht. Die Verzinsung dafür beläuft sich mit Hinzurechnung der durch den Krieg entstandenen Entschädigungen 2c. auf ungefähr 220 bis 225 Millionen Pesetas; während die Verzinsung der alten Schuld im letzten Budget mit 399 Millionen beziffert ist. Insgesamt würden also an Zinsen rund 620 Millionen Pesetas erforderlich sein. Nun aber ergaben die in den letzten Jahren vor dem Krieg, b. b. 1893/96, in den Budgets aufgeführten Einnahmen nur durch für die verschiedenen Ministerien von 418 Millionen gegenübersicht. schnittlich 730 Millionen Pesetas, denen z. B. 1896/97 eine Ausgabe Der Saldo beträgt also rund 315 Millionen Pesetas; doch kommt von dieser Summe noch die durch den Krieg entstandene Vermehrung der Pensionen und die Verzinsung der Gehalts- und Soldrückstände in Abzug, so daß vielleicht 260-275 Millionen Pesetas zur Deckung der sich auf 620 Millionen belaufenden Zinsforderungen übrig bleiben auf 62 Nun hat ja allerdings Silvela schon mit der Be schneidung einiger Gehälter und Pensionen begonnen und auch die Soldaten, aus dem Krieg heimgekehrten sollen einen Teil ihrer „ Spaniens Ehre" kämpften, rechtmäßigen Forderungen geprellt werden; ferner hofft man noch aus den Staatsmonopolen, aus einer Abgabe von Wertpapieren und aus Zollerhöhungen, beträchtliche Summen herauszus fchlagen, alles recht nette Projekte, die nur größtenteils an dem Fehler leiden, daß sie sich recht schlecht durchführen lassen. Bei den Schweden und Norwegen erhielten meist kleinere Schiffe, darunter Bollerhöhungen 2c. haben auch die Cortes ein Wort mitzusprechen, Die Emission würde dann viele Segler, Deutschland und die Vereinigten Staaten von Nord- und die Pensionsreduktionen würden gerade der Monarchie und dem jezigen Ministerium diejenigen Elemente entfremden, auf die es sich lediglich im Interesse der Großfinanz liegen, der sich Gelegenheit amerita größere Dampfer. böte, die Anteile billig zu erwerben, während die Reichsbank mit Die Gesamtzahl der vom Stapel gelassenen Handelsschiffe belief vorwiegend stützt; die Kreise der Beamten und Offiziere. Zudent Stapitalien belastet würde, welche sie nur zu niedrigen Prozentfäßen sich auf 761 mit einem Gehalt von 1367 570 Tons, darunter aber ist in dieser Berechnung bisher noch nicht mit in Anschlag 17 Segelschiffe mit 4252 Tons. Gegen 1897 eine Zunahme von gebracht, daß Spanien für sein Heer und seine Marine in den Bom Gifenmarkt. Die schon im letzten Jahr sehr günstige ca. 415 000 Tons. Deren größten Anteil daran hatte Sunderland nächsten Jahren große Aufwendungen machen muß; schon der diesLage des Eiſenmarktes hat sich in lezter Zeit noch mehr gehoben: mit 258 754 Tons, darauf Glasgow mit 242 256 Tons, dann New- jährige Etat fordert 15 Millionen Besetas mehr für Militärzwecke. eine Thatsache, die deutlich darin zum Ausdruck kommt, daß an den castle mit 238 551 Tons( b. h. was Handelsschiffe anbelangt; rechnet An Anzeichen der Besserung in einzelnen Industriezweigen fehlt Börsen tros der„ Geldknappheit" bie Nachfrage nach Montantwerten man die Striegsschiffe hinzu, so hatte Glasgow den größten Ausstoß.) es übrigens nicht, so z. B. in der katalonischen Textilindustrie, nur noch immer anhält. Weder auf dem rheinisch- westfälischen, noch auf Dagegen betrug der Tonnengehalt der vom Stapel gelassenen wird es noch recht longe dauern, bis Spanien für die Abfazgebiete dem oberschlesischen Eisenmarkt sind nennenswerte Borräte vor- Handelsschiffe 1898 in der nordamerikanischen Union nur 240 900 in seinen Kolonien andere Märkte gewonnen haben wird. Vorerst befindet sich Spaniens Jndustrie und Handel noch im Zustande der. handen, und die außerordentlich gestiegene Nachfrage nach Roheisen Tons, in Deutschland nur 168 405 Tons. hat den Syndikaten und Verbänden ermöglicht, mit ihren Preisen Wie schon aus diesen Zahlen ersichtlich, hat demnach auch im Depression, wie folgende jüngst veröffentlichte Zusammenstellung der immer weiter hinaufzurücken. Von dem Rückschlag, der im vorigen vergangenen Jahr die englische Handelsmarine sich wieder bedeutend Ein- und Ausfuhr für den Monat Januar beweist. Es betrug der Jahre vielfach im Hinblick auf die folossal emporschießende nord- vergrößert. Sie zählte Ende Dezember 1898: Import im Januar( exklusive Gold und Silber) 60 315 405 Pejetas, amerikanische Eifen- und Stahlproduktion prophezeit wurde, ist ungefähr 5,6 Millionen mehr als im Januar des Vorjahres; dagegen nirgends auch nur das geringste zu spüren. der Export 58 458 377 Millionen, das sind 151/2 Millionen weniger Eine Thatsache bleibt darum allerdings die zunehmende Beals im Januar 1898. Das Resultat ist um so ungünstiger, als sodrohung des europäischen Absahmarktes durch die amerikanische Konwohl die Zunahme des Imports wie die Abnahme des Exports fast furrenz doch. Es sind nur ganz besondere günstige Verhältnisse, die Gegen Ende Dezember 1897 haben die Dampfschiffe zugenommen ganz auf fertige Fabrikate entfällt, während der Wert der Rohstoffborerst noch der deutschen und englischen Eisen- und Stahlindustrie um 245 mit 415 108 Tons, die Segelschiffe abgenommen um 344 Ein- und Ausfuhr sich nur wenig verändert hat. Die Hamburg Amerikanische Packetfahrts so vorteilhaften Abjaß sichern. Einerseits die enorme Steigerung mit 205 815 Tons, so daß Ende 1898 der Tonnengehalt der engli Aktiengesellschaft. Der Jahresbericht Jahresbericht der Hamburgder Eisenbahn- und Schiffsbauten in letzter Zeit, sowie die zu fchen Handelsmarine um 209 293 Tons höher stand, als zu Anfang Amerikanischen Badetfahrt- Aktiengesellschaft für die am 27. Februar nehmende Bedeutung der Elektricitäts- Branche, dam die starke In- des Jahres. anspruchnahme der amerikanischen Eisenindustrie durch den Bedarf Aussichten der Zuderindustrie. Trüber als die stattgefundene Generalversammlung hat auch für uns eine gewisses des eigenen Landes, hervorgerufen durch den geplanten Ausbau des Aussichten der Eisenindustrie stehen die Aussichten der Rübenzucker- Reedereibetriebes im letzten Jahre und zugleich treffend darthut, was Interesse, da er ein typischer Beleg ist für die Rentabilität des Hamburger nordamerikanischen Eisenbahnnezes und die neuen beträchtlichen Industrie. Vorläufig ermöglicht zwar die erhöhte Exportprämie der Martt, welche die amerikanische Konkurrenz durch die wachsende Abjazz nach außen. Die beiden ersten Monate dieses Jahres( für von den Schauerlenten gestellten Forderungen gefährde ihre Schiffsbauten. Hinzu kommt noch die Ablenkung vom europäischen deutschen Zuderfabrikation noch immer einen verhältnismäßig guten es auf fich hatte, als vor zwei Jahren zur Zeit des Hafenarbeiter Streits die Hamburger Großreeder versicherten, die Bewilligung der Nachfrage nach Eisenfabrikaten in Südamerika, Ostafien und zum März fehlt noch die statistische Aufstellung) zeigten sogar gegenüber dem Stonkurrenzfähigkeit. Die Packetfahrt- Aktiengesellschaft besaß zu Ans Teil auch in Australien erfährt. Speciell Ostasien hat sich in den entsprechenden Zeitraum des Vorjahres eine Steigerung der Ausfuhr Konkurrenzfähigkeit. Die Packetfahrt- Aktiengesellschaft besaß zu Anlezten Jahren immer mehr zu einem guten Martt für amerikanische von 1 466 608 D.- 3. auf 1 590 974 D.- 3, wobei noch in Betracht fang dieses Jahres 74 transatlantische Dampfer( davon 12 im Bau), Eisenwaren entwickelt. So hat z. B. die nordamerikanische Stahl- tommt, daß diese Zunahme fast ganz auf Zucker der A- Klasse ent- Bartassen, 33 2cichter, mit einem Tonnengehalt von insgesamt 10 Flußdampfer, 9 Dampfschaluppen, 10 Schuten, 3 Petroleumindustrie neben verschiedenen fleineren Lieferungen für japanische fällt. Im übrigen aber mehren fich die Vorzeichen einer drohenden 405 689 Zons( Brutto Register Tons); sie ist also nicht and chinesische Bahnen allein 81 Lokomotiven und 75 000 Tons Krisis. Wie die nordamerikanische Union, will nun auch Indien die weitaus größte Reederei Deutschlands, sonderit Stahlschienen für die russische transsibirische Bahn in Auftrag, Buschlagszölle auf Rübenzuder aus Prämienländern erheben, und der Welt. ganzen Der fich Betriebsgewinn stellt bei ebenso 35 000 Tons Schienen für Australien. Den größten Konjum zugleich drängen Jamaica, Trinidad, Mauritius uſw. immer stärker einem Aktienkapital von 50 Millionen Dart auf 11 639 522 Mart, stellt allerdings auch hierin Amerika selbst, denn für amerikanische darauf, daß auch England, das wichtigste der heutigen Buderimport- wozu noch ein Gewinn auf verkaufte Schiffe von 3 106 307 Mart Bahnen find 251 Lokomotiven in Ordre gegeben. Länder, zum Schutze der Konkurrenzfähigkeit dieser Kolonien, den kommt, so daß nach Abzug der Zinsen auf die Prioritäts- Anleihe Wenn also vorerst auch die deutsche und englische Eisenindustrie Prämienzuder einem ausgleichenden Zoll unterwirft. gute Geschäfte macht und in England( Süd- Wales) sogar erst in der Netto- Gewinn sich auf 14 205 830 Mart stellt. Trotzdem giebt Doch nicht von dieser Seite droht die eigentliche Gefahr, sondern die Gesellschaft nur 8 Proz. Dividende. Sie verwendet nämlich allerlegter Beit wieder mehrere Neugründungen von Stahlwerken von den Bereinigten Staaten, in welchen sich, begünstigt durch die nicht weniger als 8 363 767 Mart zu Abschreibungen auf dem Dampf tattgefunden haben, so bleibt deshalb doch die drohende Konturrenz Dingley- Bill und die Abnahme der Konkurrenz des tubanischen Rohr schiffs- Conto, 1 000 000 Mart zum Uebertrag auf das schon mit Ameritas bestehen. Daß selbst heute die Eisenindustrie der Ver- zuckers in den letzten paar Jahren eine bedeutende Rübenzuder 6 568 764 Wart dotierte Reserve- Assekuranz- Conto und 499 637 Mark einigten Staaten schon auf dem europäischen Markt ein nicht zu Industrie entwickelt hat, vornehmlich in Nebraska, Neu- Merito und zum Hebertrag auf das Kesselernenerungs- und Reparaturenserachtender Gegner ist, zeigt die einfache Thatsache, daß sie augen- vor allem Kalifornien. Hat doch schon in 1898 unsere Ausfuhr an zum Uebertrag auf das Kesselernenerungs- und Reparaturenblicklich auch für Frankreich 10 Lokomotiven im Auftrag hat, Rohzuder und Raffinade nach der Union um beinahe 50 Broz. gegen Conto. Außerdem find noch 218 714 Mart vom Trodenbod, bon den Werkstätten, dem Verwaltungs Gebäude, ferner 20 für Schweden und 20 für die englische Midland Bahn. das Jahr 1897 abgenommen, nämlich von rund 367 000 Tons auf den Getreidehebern 2c. abgeschrieben. Bei einem derartigen AbschreibeDer legere Auftrag ging deshalb nach den Vereinigten Staaten, 187 000 Tons, obgleich in den beiden vorhergehenden Jahren der modus erscheint allerdings der schönste Profit mir gering. Da ins weil aus Anlaß ihrer starken Beschäftigung für die Schiffswerften Buderimport von Stuba auf ungefähr ein Drittel feines früheren folge des stetigen Fortschritts der Schiffsbautuust heutzutage Schiffe die englischen Werte fast viermal so lange Lieferungsfristen forderten, Bestandes zurückgegangen war. Solchem enormen Ausfall wie die amerikanischen. Auch Aufträge auf Materialien für Brüden-, des amerikanischen Imports gegenüber kommnt faunt in Betracht, daß nach 10 Jahren schon halb veraltet find, so find in einem rationellen Schiffs- und Tunnelbauten hat die amerikanische Eiſenindustrie in in 1897 vor dem Inkrafttreten der Dingley- Bill die Einfuhr Abschreibung von 8 363 767 m. entspricht beinahe einem Abzug von den letzten Monaten von England übernommen. Selbst amerikanische eine außergewöhnliche Höhe erreicht hatte und sich von dieser zu 18-20 Proz. Denn in die rund 71 Millionen Mart, mit welchen landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeuge finden in England mehr Anfang 1898 teilweise noch Lagerbestände vorfanden. die Schiffe zu Buch stehen, sind auch die Aufwendungen für die im und mehr Eingang, nachdem sie schon seit 1895 erfolgreich mit den Erhält Kuba seine frühere Stellung als Zuckererport- Land für Bau befindlichen neuen Schiffe eingeschlossen, und überdies enthält der englischen Maschinen auf dem deutschen Markt konkurrieren. Es ent- die Union wieder, so wird es mit der europäischen Ausfuhr nach übrige Teil der Flotte eine ganze Anzahl Schiffe, die erst im vorigen oder spricht nur den Thatsachen, wenn der amerikanische Konsul in Edinburg den Vereinigten Staaten wohl bald vorbei sein; ja es ist keineswegs vorvorigen Jahre nach dem neuesten Doppelschrauben- System era im November vorigen Jahres nach Washington berichtete:" In Amerita ausgeschlossen, daß schon in kurzem der kalifornische Rübenzuder baut wurden. Rimmt die Gesellschaft in den nächsten Jahren in hergestellte landwirtschaftliche Maschinen werden vielfach auf den auf dem ostasiatischen und zugleich der kubanische Rohrzuder als Bereinigten Staaten fabrizierten Maschinen werden schon seit längerem preis für fubanischen Rohrzuder wird unter den jetzigen Produktions Buch. Schon jetzt ist der Buchwert ein weit niedrigerer, als der Farmen in Schottland gebraucht. Die meisten Arten der in den Konturrent auf dem Londoner Martt erscheint. Der Produktions- gleichem Maße weitere Abschreibungen vor, so stehen schließlich die Schiffe nur noch beinahe mit dem dritten Teil ihres effektiven Wertes zu wegen ihres Preises, ihrer Qualität und Form vorgezogen. Obgleich bedingungen auf 24-22 Dollar pro Centner berechnet, man wirkliche Wert. Even deshalb vermochte auch die Gesellschaft beim die augenscheinliche Zweckmäßigkeit dieser Maschinen ihre beste hofft aber durch Anwendung verbesserter technischer Hilfsmittel in Berkauf von acht Schiffen, worunter nur zwei Schnelldampfer, im Empfehlung ist, bleibt es doch wahr, daß die amerikanischen Fa- auf 2 Dollar reduzieren zu können. Was tö fönnen alle deutschen brikanten vornehmlich den Markt gewonnen haben durch die Schnellig- Buderproduzenten- Berbände, wie z. B. das in der Bildung begriffene Laufe des Jahres einen Extragewinn von über 3 Millionen Mark keit, mit der sie den besonderen Anforderungen der schottischen deutsche Zuckerkartell", solcher Weltmarttelage gegenüber nüßen. Farmer nachtamen. Sie paßten ihre Maschinen dem Markt an. Ich Ihre hohe Aufgabe" vermag nur darin zu bestehen unter dem Zoll- nicht viel anders. Dem Außenstehenden aber, der mir zu sehr geneigt Uebrigens machen es andere große Reedereien, wenn sie können, spreche hier von Schottland im besonderen, aber das gleiche läßt fchutz den deutschen Konsumenten die Preise hinaufzutreiben, um das ist, die Rentabilität des Schiffahrts- Betriebes nach den Dividenden fich allgemein von dem Vereinigten Königreich sagen." durch den Ausfall auf dem internationalen Markt zu decken. Aber jägen zu beurteilen, erscheinen dadurch die Verhältnisse in ganz Für die nächsten Jahre allerdings ist ein stärkerer Drud der der einheimische Markt läßt sich nicht nach Belieben erweitern. Er falschem Licht. Was ist nicht zur Zeit des Hafenarbeiterstreits von amerikanischen Konkurrenz auf den europäischen Eisenmarkt faum wird um so weniger aufnahmefähig, je höher die Zuderpreise steigen. Der Unternehmerpresse über die Lage des Reedereigeschäfts zusammen zu befürchten. Die Erweiterung des Schienennetzes und der in Daran vermag auch eine zu Nuß und Frommen unserer agrarischen geschrieben worden. Wer die üblichen feltsamen Profit- Berechnungen dustriellen Anlagen in Nordamerika, die rapide Entwicklung des Zuckerproduzenten vorgenommene Fütterung unserer Soldaten mit Eisenbahnwesens in Japan und China, der zunehmende Bedarf deutsch- nationalem Zuder recht wenig zu ändern. Vielleicht treiben nicht fennt, der mußte glauben, die armen Reeder arbeiteten fast sämtlich mit Verlusten, nur um ihre undankbaren Arbeiter zu be Australiens an amerikanischen Eisenwaren, der sich vollziehende Ueber- endlich die Verhältnisse uns selbst zur Einberufung Пецеп schäftigen. gang Merifos und Argentiniens zur industriellen Großproduktion internationalen gudertonferenz, die mit der unhaltbar gewordenen mit der durch ihn geweckten Nachfrage nach Maschinen, das alles heutigen Exportprämienwirtschaft aufräumt. g zu erzielen. C. Nür den Juhaft der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Berantwortung. Thraker. Sonntag, den 16. April. Fie Boltsbühne. Friedrich: 23 ilhelmstädt. Theater: 4. Abteilung( braune Karten). Der Erbförster. Anfang nach: mittags 23 Uhr. Opernbens. Der Waffenschmied. Urania Feen- PalastTanbenstrasse 48/10. Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Dr. Grolle: Konstantinopel." Hörsaal: Dr. Hellborn:„ Samoa." Montag: Im Theater: Dasselbe. Invalidenstr. 57/62: Bergismeinnicht. Unfang 7. Tägl. Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr Montag: Mignon. Sganspielhaus. Julins Cafar. Anfang 7% 16r. Montag: Herodes und Marianne. Neues fgl. Opern Theater( Stroll). Das fünfte Rad. Ani. 7 Uhr. Dentsches. Hans. Borher: Mutter herz. Anfang 7 Uhr. Macht. 2 Uhr: Johannes. Moutag: Cnrano von Bergerac. Leiling. Die Litmpen. 71% 11. Anfang Raam. 3 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Montag: ut weißen Röst Berliner. Plak den Frauen. Aufang 7 Uhr. Nachm. 2 Uhr: Iphigenie auf Tauris. 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Abteilung: heute nachmittag 24 Uhr, im Friedrich Wilhelmstädt. Theater: Der Erbförster. Achtung, I. Abteilung! I Die erste Vorstellung der 9. Serie beginnt nicht am 16., sondern am 30. April im Lessing- Theater. Zur Aufführung gelangt: Der Revisor" von Gogol. Die Vorstellungen folgen am 7., 11.( Himmelfahrtstag, Donnerstag), 14., 21., 28. Mai. Die VI. Abteilung ist geschlossen, einige neue Mitglieder zur IV. und V. Abteilung können sich melden. Opernvorstellung„ Der Freischütz" am Sonntag, den 23. April, nachmittags 3 Uhr, im Theater des Westens. Die Verlosung der Billets beginnt um 2 Uhr. Garderobe 15 Pf. Die Mitglieder werden dringend gebeten, zu dieser Vorstellung rechtzeitig bis 23/4 Uhr, zu erscheinen, da um 3 Uhr die Eingangsthüren geschlossen werden. 229/11 கம் Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Sonnabend, den 22. April, im Berliner Prater, Kastanien: Allee 6-9: 3. Stiftungsfest bes Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. 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Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin S. 59, Hasenhaide 12, Hofl. 4 Tr., Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 30, zu Der Vorstand. senden. Ernst Höflichs Konzert- Garten unb Specialitäten- Theater Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee 120. Jeden Sonntag: Groker Ball. Der Garten ist eröffnet. Familien können Kaffee kochen. 3 verdeckte Kegelbahnen. Volksbeluftigungen jeder Art. Um zahlreichen Besuch bittet 14989* Ernst Höflich. Märkischer Hof, Admiralstraße 18e. Jeden Sonntag: Gr. Ball. Anfang 4 Uhr. Bereinszimmer fowie bie Sälte stub troch Sonnabends an Vereine zu Sommernachts- Bällen, sowie zu Hochzeiten, Berfammlungen und jeder Festlichkeit gut vergeben. Niefts Flora- Säle, Weberstrasse No. 17. Sonnabend, den 22. April cr.: Grosser Ball zur Feter des zu haben. Johannisthal! ( 6348+ Park- Restaurant! Jeden Sonntag: Gr. Ball. Tanz- Abonnement 50 f. 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Der Vorstand...: Karl Porth, Georgenfirchstr. 14, S. 1 Tr. Karno. 158/2 „ Der Fleischfaft Karno ist als ein Präparat zu bezeichnen, deffen organische Bestandteile im wesentlichen Stidstoffverbindungen stud. Die: felben find nicht nur die tm wesentlichen anregend wirkenden Fleischbasen, Concerthaus Circus Renz- Riesen- Tunnel.fondern bestehen etwa zur Hälfte auß wirklichen Eiweißkörpern, die in einer Leipzigerstr. No. 48. Direktion: J. M. Hutt. und vollständig reforblerbaren Form vorliegen. Die Werthe für die einzelnen Mineralstoffe laffen erkennen, daß neben Beluftigungen. 6 gr. u. fl. Fußtouren m. Berlihr. bes Baradiesg. fendet a. Wunsch ſof. mitt paradiesischem Gruß A. Burgemeister. Zwei Zaufend alte und neute Formen Einlagen brauchbare Fassons entrippte unb unentripple 1901 rein amerikanische alles am Lager giebt preiswert ab A. Goldschmidt Oranienburgerstr. 2. Borlegter Sonntag Stonzert pecialitäten etwa 16 Bros. Kochfals vor allem Kalt und Phosphorsäure, welche bekanntlich Kinderwagen vor Abbruch des Hauses und Vorstellung. Hoffmanns Auftreten von Stünfileru 1. Ranges. Jeden Sonnabend und Sonntag nach der Borstellung Quartett Humoristen Letzte Fahrt, Biederspiel. Italiano Berolina, Poffe. stiuz Beftes Programm der Saison Letzte Vorstellung am Sonntag, den 28. April cr. Tanzkränzchent. monatlich 10. liefert elegante Herrengarderobe 11. Maß, Tomporowski, Schneidermitr., Neanderstr. 16, II, an der Amitenstr. ( Auch baar Caffe billigste Preise.) Tellzahlung am billigsteu für die Ernährung wesentlich find, borliegen, g Karno" ist demnach ein Präparat, welches, fowelt man auf Grund der 5,50, 8, 12,-, 15, gling bis 60,-chemischen Analyse ein Urteil abzugeben vermag, gleichzeitig auregend und Bettstellen nährend zu wirken vermag." 4,-, 8,- bis Obiges Urteil über Karno ist aus dem chemischen Laboratorium von Dr. R. Fresenius. Die Herstellung einer schmackhaften und nahrhaften Bonillon wirb burd Karmo erreicht besser als wie durch irgend ein anderes Präparat. Bu haben überall. う Karno- Gesellschaft Ruffel& Co., Dresden 20,-. Sportwagen, Leiterwagen. nur Seydelstr. 32 it. E. Stiassny, Landsbergerstr.45 1. Socialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 19. April 1899, abends 8% 11hr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobftr. 37: General- Versammlung Tagesordnung: 1. Kassenbericht über das 1. Quartal 1899. 2. Vortrag des Herrn Dr. Curt Freudenberg über„ Die Prostitution als Gefahr für die Bolksgesundheit". 3. Diskussion. 4. Bereinsangelegenheiten. Das Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. Achtung. Maurer! Achtung. Ortofrankenkasse der Weber Dienstag, den 18. April, abends 8 Uhr, in den Borussia- Sälen, Acker Straße Nr. 6-7: Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend ( Vertrauensmänner- Centralisation). Tagesordnung: Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei Wilhelm Börner, 1. Bericht der Delegierten vom Kongreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften Deutschlands. Ritterite. 15; Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a; Emil Götte, 2. Bericht über die Konferenz der Maurer Deutschlands. Brandenburgstr. 18; Ernst Lier, Alte Jafobfir. 129; Gustav Flick. Beides stattgehabt in Braunschweig. Simeonstr. 23. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein 240/8 3. Wahl eines ersten Vertrauensmannes als Geschäftsleiter der Maurer Deutschlands, sowie zweier Revisoren. 4. Bericht des Delegierten der Berliner Gewerkschafts- Kommission. 5. Gewerkschaftliche Augelegenheiten. Kollegen! Die Versammlung wird präcise 129 Uhr eröffnet und ist jeder Kollege verpflichtet, pünktlich zur Stelle zu fein, um mit raten und thaten zu fönuen. Die Lohnkommission. J. A.: Frizz Kater. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost) Achtung! Dienstag, den 18. April, abends 8½ Uhr, im Lokal des Herrn Graumann, Naunynstraße Nr. 27: = und verwandter Gewerbe. General- Versammlung sämtlicher Delegierten. Sonntag, 23. April, vorm. 10Uhr, in Thiels Saal, Fruchtstr. 36 a. Tagesordnung: 1. Vorlage der Jahresrechnung pro 1898. 2. Bericht der Revisoren und Antrag auf Erteilung der Decharge. 3. Wahl eines Kassenführers und deffen Stellvertreters. 4. Wahl eines Borstandsmitgliedes nach$ 38 des Statuts letzter Absatz. 5. Wahl eines Stellvertreters des Kassierers. 6. Abänderungen der§§ 12, 33, 40 und 48 des Statuts. 7. Verschiedenes. Achtung! Sollte die vorstehende Tagesordnung werden können, so findet in demselben Achtung! Orts Krankenkasse aus irgend einem Grunde nicht erledigt Töpfergewerbes Lokal und zur selben Stunde, ant 27: Verband der in Holzbearbeitungs- Fabrikendes und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. General- Dersammlung Tages Ordnung: 1. Bericht dez Borstandes. 2. Wahl des gesamten Borstandes. 3. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Genossen Aug. Baudert über: Politische Zeit und Streitfragen". 4. Diskussion. 5. Vereins: angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 242/15 Der Vorstand. Socialdemokratischer Verein Filiale Berlin II Norden.) zu Berlin. Dienstag, den 18. April, Dienstag, den 18. April, abends 8½ Uhr, Berg- Straße 12: 201/1 Verbands- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Delegierten zur Generalversammlung. 2. Abrechnung vom Quartal und Maskenball. 3. Bericht des Vorstandes und der Kommission. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. für den 5. Berliner Reichstags-Wahlkreis./4 Am Mittwoch, den 19. April, abends 8 Uhr, im Saale des Alten Schützenhauses, Linienstrasse 5: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Thätigkeitsbericht bes Borſtandes. 2. Kaffenbericht. 3. Neuwahl des Borstandes und der Revisoren. Bahlreiches Erscheinen erwartet 100245 Der Vorstand. 245/5 Achtung! Pankow und Umgegend. Achtung! Allen Freunden, Bekannten und Genossen zur Kenntnis, daß ich das Lokal Gasthof zum Nordstern, letter abends 7 Uhr: Ordentliche General- Versammlung der Mitglieder der Kaffe ( Arbeitnehmer und Arbeitgeber) i. Lokale d. Hrn. Lange, Dragonerstr.15. Tages- Ordnung: 1. Anträge zur Generalversammlung. Sonntag, den 30. April, die Fortsetzung der General- Versammlung behufs Erledigung der übrig gebliebenen Punkte statt. Eine weitere Bekanntmachung hierzu findet nicht statt. Berlin, den 16. April 1899. Der Vorstand. J. Riesmeier, Vorsitzender. 2698b G. Berndt, Schriftführer. Orts- Krankenkasse für das Verein deutscher Schuhmacher. 2. Berſchiedene Kaffenangelegenheiten. Goldschmiede- Gewerbe ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 17. April, abends 8 1hr: Dienstag, den 18. April 1899, abends 8 Uhr, Ordentliche Drei Mitglieder- Versammlungent. General- Versammlung Osten: bei Feind, Weinstr. 11: Vortrag des Kollegen 2antow über„ Die Zünfte und Lohnarbeiter im Mittelalter". Südosten: bei Roll, Adalbertstr. 21: Vortrag. Moabit: in den Spreehallen, Kirchstr. 27: Vortrag des Kollegen Herrmann über wodurch kanit die Lage der Schuhmacher gebeffert werden?" In allen Versammlungen als 1. Punkt der Tagesordnung: Stichwahl 169/11 zwischen den Kollegen Urner- Dresden und Haupt- Magdeburg. Die Bezirksversammlung im Norden fällt aus, an deren Stelle findet am Montag, den 24. d. Mts, cine Branchenversammlung der Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen ftatt. Wir ersuchen die Kollegen, sich rege an den Bersammlungen zu beteiligen. Die Ortsverwaltung. de Paukow, Wollaukstraße 118, fibernommen habe. Ich empfehle meinen funstvoll gemalten Saal für 300 Personen, sowie mehrere Vereinszimmer den geehrten Vereinen und Gewerkschaften zu Bahlstellen, Versammlungen und Festlichkeiten. Jeden Sonntag nachmittags: Oeffentlicher Zauz. Sonnabend, den F 22. April: Große Theater Vorstellung und Ball. Indem ich meine Räume zur geft. Besichtigung und Benngung empfehle, zeichne Hochachtungsvoll Carl Blaurock. 14609* 19 ETIXS die Schönebergesuneush Arbeiter Bildungs- Verein. Montag, den 17. april, abends 8 Uhr, bet Obft, Griewalbftr. 110: General- Versammlung Tages Ordnung: 4. Ergänzungswahl des Borstands. 1. Kaffen und Revisionsbericht. 2. Bericht der Bibliothekare. 3. Bericht fiber die Erweiterung der Bibliothek. 5. Kontmunale Angelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Tapezierer! Dienstag, den 18. April 1899, abends 8½ Ihr: Quartals- Verfammlung beider Filialen. Filiale Norden: Brunenftr. 188. Tagesordning: 1. Bericht des Vorstandes und des Kassierers. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Filiale Süden: Lindenstraße 106 bei Zubeil. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und des Staffierers. 2. Distuifion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung! Sonntag, den 23. April: Besuch der Treptower Sternwarte. 177/9 Billets in den Versammlungen und beim Kollegen Behrend. der Delegierten, ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) i. Lofale de Hrn. Lange, Dragonerstr.15. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht pro 1898 u. Bericht des Prüfungsausschusses. 2. Anträge von Mitgliedern. 3. Verschiedenes. Der Vorstand: O. Greiner, Rud. Schmidt, Borsitzendersi Schriftführer. zu Berlin. Ordentl.Generalversammlung berVertreter der Kassenmitglieder und Arbeitgeber am Sonntag, 23. April, vormittags 912 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 2. Be: 1. Kassenbericht pro 1898. richt des Rechnungsausschusses und Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresrechnung. 3. Antrag der Kaffenbeamten auf Erhöhung des Gehalts. 4. Antrag von 5 Ortsfrankenfassen zur Abstellung einiger Härten bes seraufenversicherungs- Gefeßes. 5. BerOrts Krankenkaffe fchiebenes. Die Herren Bertreter = der Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe. Dienstag, den 25. April 1899 abends präc. 8 Uhr Ordentliche werden ersucht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 70/1 Berlin, den 15. April 1899. Der Vorstand. E. Davidshäuser, E. Rabe, Vorsitzender. Schriftführer. Generalversammlung Ortskrankenkassed. Bildhauer, in den Armin Hallen Kommandanten Straße Nr. 20. Tagesordnung: Stuccateure u. verw. Gewerbe zu Berlin. Die ordentliche Generalvers sammlung findet nicht am Dienstag, 18. April, fondern am Mittwoch, [ 20/10 Ortskrankenkasse für das Tapezierer- Gewerbe zu Berlin. In getrennteralversammlung. 26. April 1899 statt. Donnerstag, den 20. April 1898, abends S2 Uhr, in den Aeminhallen, Kommandantenftr. 20: Achtung! General- Versammlung. Rechnungsbericht. Z. Belchishaffung über ble Monagnie ber Rechtung Lichtenberg- Friedrichsberg. 1. 2. die Abnahme des Jahres 1898 und Erteilung der Decharge. 3. Bekanntmachung der Sonnabend, den 22. April, abends 9 Uhr, In Millers Salon, Frankfurter Chaussee No. 86: Beschlüsse des Vorstandes. 4. Regelung der Gehälter der Kassenbeamten. 5. Beschlußfassung über das zu schließende Kartell der Orts- Krankenkassen. 68 Für die Wahl von 1 Mitglied zum Vorstand. In gemeinschaftl. Versammlung. 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1898. Bericht der Revisoren. Decharge- Grteilung. 2. Bericht des Vorstandes fiber ble Statutenänderung pont 15. November 1898. 3. Verschiedentes. Berlin, den 15. April 1899. Der Borstaub. 9. Stiftungsfelt 02-18s6. Berichiedentes. erforber d. socialdemokr. Wahlvereins f. Lichtenberg- Friedrichsberg Wegen der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen dringend erforderlich). 26976) bestehend in 14/5 27246 M. Oeft, 1. Borf., Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 53. Konzert, Gesang, humorist. Aufführungen u. Tanz. Achtung! Textilarbeiter. Achtung! Sterzu ladet ergebenst ein Das Komitee. ||| viewstoy, ben Isl Deutscher Holzarbeiter- Verband. Filiale Berlin III. Dienstag, den 18. April, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alleganderstraße 27et doabl General- Derlammlung. Der Vorstand. J. A.: J. Söfner, Vorsitzender. Berlin, den 15. April 1899. Volkstheater im Welt- Restaurant Dresdenerstr. 97. Theater: u. Specialitäten- Vorstellung. Anfang sonntags 6 Uhr.[ 27096 Buss' Salon Große Frankfurterstraße 85. Empfehle meine Säle nebst Garten noch für einige Sonnabende au Vereine 26906] Otto Theel. Orts Krankenkaffe Achtung! 1. Handschuhmacher Wegen Aufgabe meines Geschäfts, . verwandt. Gewerbe Berlins. mein Lager in Stoffen und Futtersachen zu räumen, fertige Anzüge nach Maß, reiner Woll- Cheviot, Safen fire Baletots für 20 wit. fils 27 at Stammgarn für 35 M., Auch wer Stoff hat, fertige Anzüge nach Maß, beste Suthaten, garantit 8529* guter Sig, für 18 Mt. Weberstrasse 63, Laden. Nudim Ordentliche General- Versammlung Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kassierers Sonntag, den 23. April, vorm. Montag, den 17. April 1899, im Lokale des Herrn Beutling, unb ber Revisoren. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest und Mastenbau. 10 Uhr, im Votale des Hm. Schiller, Kant- und Goethestraßen- Ecke: 4. Vereinsangelegenheiten. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlung für Rummelsburg. Tages Ordnung: 197/11 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Rosenthalerstr. 57. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskuſſion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Berschiebenes. Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker tedungsjahr 1899. 2. Bericht der Zahlreiches Erscheinen ist erforderlich. Mittwoch, den 19. April: 79/18 Vertrauensmänner- Versammlung für sämtliche Bezirke u. Brauchen. Achtung! Holzarbeiter. Achtung! Am Dienstag, den 18. April, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Stechert, Andreasstraße 21: Berlins und Umgegend. Am Dienstag, den 18. April, vormittage 11 Uhr, in Lokal ,, Englischer Garten", Alexanderstraße 27c: General- Versammlung B Tages Ordnung: 1. Bericht Rendanten das Revisoren( Decharge Erteilung). 3. Verschiedenes. 26926 Die Mitglieder it. Arbeitgeber werben erfucht, pünftl. it. zahlreich zu erscheinen. Berlin, den 16. April 1899. Der Vorstand. J. A.: H. Hinz. Bereinszimmer mit Pianino& Zudse, Mituchebergerstr. 9 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Kassenbericht und Bericht des verg. Arbeitsnachweis- Vorstehers. 3. Wahl des gesamten Vorstandes. 4. Wahl des Arbeitsnachweis Vorstehers und Bibliothekars. 5. Vercinsangelegen heiten und Verschiedenes. 50/7 Mitgliedsbuch und starte legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Großfe öffentliche Verſammlung. Achtung! Puter. Achtung! 79/17 1. Der Streit in der Möbelfabrik von Elshola, Krautstraße 52. 2. Stellungnahme zum 1. Mait. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann: Otto Klinger, Grüner Weg 39. Achtung! Drechsler. Achtung! Montag, den 17. April 1899, abends 8 Uhr: Mittwoch, 19. April, nachmittags 6% Uhr, bei Herrn Schiller, 133/7 Rosenthalerstr. 57: Bandeputierten- Situng. Pflicht eines jeben Deputierten ist es zu erscheinen. Jeder Bau muß bertreten sein. Auf den Bauten, wo noch kein Deputierter ernannt ist, er 132/7 Gr. öffentliche Versammlung fuchen wir um fofortige Ernennung eines solchen. der Drechsler und Berufsgenossen ( Stock: und Schirmarbeiter, Kammmacher und Perlmuttarbeiter) in Englischen Garten", Aleganderstraße 27 c Tages- Ordnung: " J. M.: Die Lohnkommiffion. Stockarbeiter! Dienstag, den 18. April abends 8, Uhr, bei Stechert, Andreasstr. 21: Neu eröffnet! Großes Lager int Kinderwagen Sportwagen und Kindermöbel. Billigste Preise. Emil Hummel, Oranienftr.64, Sof. Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Heute Sonntag, den 16. April, abends 7 Uhr, im Englischen Garten( eberer Saal), Alexanderstraße 270: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg fiber: Die Schwindfucht, mit besonderer Berücksichtigung der Voltsheilstätten." Disfuffion. Nachdem: Geselliges Belsammensein und Tanz. 120/13 Gintritt 10 Pf. Garderobe 10 Bf. Gäste inillkommen. Der Vorstand. Zur Beachtung für die Mitglieder! Montag, den 17. April, abends 81 Uhr, im Englischen Garten, Aleranderstr. 27 o: General Versammlung. Steinarbeiter! Dienstag, den 18. April 1899, abends 8 Uhr: Oeffentl. Verlammlung im Lokal Englischer Garten", Alexanderstraße 27 c. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung vom Bauarbeiterschutz stongreß. 2. Stellungnahme 1. Bortrag bes Gerroffen Robert Schmidt fiber:„ Das neue Innungsmitglieder- Derlammlung 2. Disnuſſion. 3. Vorschläge zur Aufstellung der Kandidaten des Verbandes der Stock- u. Schirmarbeiter. um. at. 3. Regelung der Strautemunterfügung. 4. Berſchiedenes. getek." Ausschuß. 79/16 Kollegen, es ist Pflicht eines jeden, in dieser Versammlung, wo wichtige Fragen für die Zukunft zur Erörterung fommen, zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Musikinstrumenten- Arbeiter. Am Montag, den 17. April, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Graumann, Naunynstr. 27: Oeffentliche Versammlung. Tages Orbnung: 1. Bericht über den Kongres in Braunschweig. 2. Bericht der Kommission über den Streitfonds. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Ersuche die Kollegen, frühzeitig zu erscheinen. 141/12 Der Vertrauensmann: Arendt, Tages Ordnung: 175/8 rechnung. 4. Stellungnahute sur Matfeter. 5. Wertstattangelegenheiten. 6. Verschledenes. Unt regen Befuch ersucht niewinnenden Der Vorstand. 172/9 Der Vertrauensmann. 1. Bortrag des Genossen h. Mesner. 2. Distaffion. 3. Staffen- Ab dugu Achtung! S de Handels, Transport- Verkehrsarbeiter Möbeltransporteure, Speicherei- und Kohlenarbeiter! ahis Kutscher, Hansdiener, Pader, uning d. Verband t. Graveure, Ciseleure und verwandter Berufsgenossen Deutschlands Filiale Berlin. Dienstag, den 18. April, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: General- Versammlung. 1115 paulanglis day Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Bericht der Zeitungstommiffion. 4 Werkstattangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen, da die Ver fammlung pünktlich eröffnet wird. Die Ortsverwaltung. ( 74/7] Sonntag, den 16. april- er., abends 6½ he Gr. öffentliche Versammlung Englischen Gentongreß ist Tagesordnung: 1. Der Kongreß zu Leipzig und die Stellung der Berliner Lokalisten zur Ginigungsfrage. 2. Discussion und event. Beschluß fassung über die weiter zu unternehmenden Schritte Die Vertrauensmänner: Rob. Oertel. Paul Wolf. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Zonz. edunde A.Jandorf& Co Spittelmarkt 16/17. Damen- Knopfschuhe, braun Damen- Knopfschuhe, Rossleder 90 Belle- Alliancestrasse 1/2. bunter na Schuhwaaren. 90 75 Damen- Spangenschuhe, Damen- Hausschuhe, 90 75 10 braun Ziegenleder 2, 4, M. braun Ziegenleder 2, Mk. 4, Mk. m. Absatz braun Ziegenleder 2, Mk. Mk. Damen- Schnürschuhe, Ziegenleder. 2, Mk. 4, Mk. Damen- Schnürschuhe, 90 Mk. Rossleder 2, Mk. 90 Damen- Spangenschuhe, Rossleder 2,3 90 Mk. m. 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In der am Freitag abgehaltenen Delegiertenversammlung wurde zunächst über den Geschäfts- und Kaffenbericht für 1898 diskutiert.( Derselbe ist in Nr. 62 von uns besprochen und in der vorigen Delegiertenversammlung bon Millarg mündlich erläutert worden.) In der Diskussion sprachen sich mehrere Redner anerkennend über den Bericht aus, andererseits wurden hinsichtlich der Form und des Inhalts desselben einige unerhebliche Ausstellungen gemacht und Wünsche bezüglich der Abfassung zukünftiger Berichte Sonntag, 16. April 1899. Oeffentliche Versammlung der Fliesenleger am Dienstag, den 18. April, abends 8 Uhr, im„ Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht der Vertrauensmann. Achtung, Sattler! Das Berſammingslokal der Filiale I befindet sich nicht mehr Alexanderstr. 27c, sondern Neue Roßstr. 3 im„ Englischen Hof" bei Herrn Busching. Arbeiter Bildungsverein für Mariendorf nud der Umgegend. Dienstag, den 18. April, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gerth, Tempel hof, Dorfstraße: Generalversammlung. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet der Vorstand. Hierauf wurde zur Wahl des zweiten Beamten geschritten. hervor. Schröer gab alsdann den Mitgliedern ein Bild der Busse berichtete, es hätten sich auf die Ausschreibung der Stelle Barteibewegung in Spandau und appellierte an die social13 Bewerber gemeldet, von denen der Ausschuß nach reiflicher demokratischen Arbeiter, nunmehr die Ruhepause, in die uns die Prüfung der Qualifikation der Betreffenden den Delegierten vier leyte Reichstagswahl versetzt, endlich zu beenden und frischen Mutes wieder an die Agitation für unsere Ideen zu gehen. Mit stürmischen Personen zur Wahl stelle. Die Wahl erfolgte durch Stimmzettel. Abgegeben wurden 71, Bravos wurde am Schlusse der Versammlung das den Sieg des darunter sechs unbeschriebene Bettel. 40 Stimmen fielen auf den socialdemokratischen Kandidaten im zweiten Berliner Wahlkreise verkündende Resultat der abgegebenen Stimmen aufFormer Albin Körsten, derselbe ist somit gewählt. Körsten dankte für das ihm bewiesene Vertrauen, er werde genommen. Der Verein der Plätterinnen nahm in seiner Versammlung dasselbe durch seine Thätigkeit zu rechtfertigen suchen. Nach Erledigung der Tagesordnung bemerkte Hörsten: In einer fürzlich abgehaltenen Sigung des Kuratoriums des Central- am 11. April den Bericht der Kassiererin vom letzten Vierteljahr ausgesprochen. Unter anderen bemerkte Winkler, bas reichhaltige vereins für Arbeitsnachweis habe Dr. Freund bestätigt, daß in jener entgegen. Danach ist ein Bestand von 267,44 M. vorhanden. Als und gute Material, welches die Maurer und Holzarbeiter zum Be- Sigung, welche den Anlaß zu den letzten Debatten in der Gewerk- Revisoren wurden Frl. Woldt, Frl. Siebert und Frau richt beigetragen haben, sei für diesen zu umfangreich, es sei in der ſchafts- Kommiſſion gab, eine schriftliche Resolution nicht vorgelegen Stubert gewählt. Unter Berschiedenem wurde die Firma Hammerstein Fachpresse am Platz, aber nicht in diesem Bericht. Um in den An habe, und der vielbesprochene Zeitungsbericht mir im Sinne der in u. Hirschberg, Jüdenstr. 59, einer scharfen Stritik unterzogen und gaben, betreffend die Verhältnisse der einzelnen Gewerkschaften, eine einige Vorkommnisse in der Krankenkasse für Wäschefabrikation be= größere Einheitlichkeit zu erzielen, möge der Sekretär in Busiener Sigung gemachten Ausführungen abgefaßt worden sei. sprochen. kunft den Gewerkschaften mitteilen, welcher Art das das von der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am Deutscher Senefelder: Bund. Mitgliedschaft Berlin. Dienstag, den diesen zu liefernde Material fein solle. Ju einem, 8. April feine außerordentliche Versammlung ab, in der der Kassierer 18. April, abends 8 Uhr, im Restaurant Miegel, Stralauerstr. 57: Mits in dem Bericht enthaltenen Referat über eine Delegiertenversammensel die Abrechnung vom ersten Quartal 1899 gab. Danach glieder- Versammlung und Vorstandssitzung. lung ist ein die Frau Gubela betreffender Passus enthalten. Klavier- beträgt die Einnahme 636,20 M., die Ausgabe 511,- M. Mit einem Berliner Arbeiter Verein. Montag, den 17. April, abends 812 Uhr, arbeiter Arend und Maurer Mete protestieren gegen denselben, Bestand vom 4. Quartal in Höhe von 1134,70 m. ist ein Vereins- Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Mar Steinweil sie darin eine Verunglimpfung der Lokalorganisationen er vermögen von 1259,90 m. vorhanden. Die Vorstandswahl ergab fchneider über:" Ed. Bernsteins neueste Stellung zur socialen Frage." mitglieder bemerte and, fowie die geit, figenber; Baffner, erfter, Dahlgr fin, zweiter Schriftführer; Samariter Kurjus für Arbeiter und Arbeiterinnen, montag bliden. Demgegenüber bemerkte Millarg, sowie die Ausschuß- folgendes Resultat: Darsow, erster, Böttcher, zweiter Bor- Gäfte haben Zutritt. und der Ausschuß in der Organisationsfrage eine vollkommen enfet, erster, G. Wagner, zweiter Kassierer; Scheune- Herrn Dr. Parow über„ Gesundheitsregeln in der Häuslichkeit". Gäſte unparteiische Stellung einmnehme. Auf Antrag des Revisors mann und Schliffte, Beisiger; Piepenhagen, Bibliothekar. willkommen. Die Mitglieder, welche noch Bücher aus der Bibliothek in Danziger wurde dem Sekretär einstimmig Decharge erteilt. Die drei Revisoren wurden einstimmig wiedergewählt. Nachdem noch Händen haben, werden gebeten, dieselben bis zur Generalversammlung abHierauf referierte Millarg über den zweiten Punft der Tages drei Kollegen aufgenommen und auf die öffentliche Versammlung zuliefern. Die Generalversammlung findet au 24. April, abends 9 Uhr, ordnung: Neueinschäßung der Gewerkschaften. Er am 17. d. M. hingewiesen worden war, erfolgte der Schluß der in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20, statt. Central- Kranken- und Sterbekasse der Schuhmacher und verw. sagte: Nachdem die Delegierten durch die im Dezember erfolgte Bu- Versammlung. Berufsgenossen Deutschlands.( E. H. Nr. 91.) Montag, den 17. April, stimmung zur Erweiterung des Bureaus und Anstellung eines zweiten Die Möbelpolierer( Filiale Norden) nahmen zur Lehrlings- abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Mitglieder Beamten ihre Gewerkschaften verpflichtet haben, auch für die hieraus frage in ihrer Versammlung am 10. April folgende Stellung ein: versammlung. Die Zahlstellen sind an diesem Abend geschlossen. Beiträge entstehenden Mehrkosten aufzukommen, habe der Ausschuß eine Auf- In Anbetracht, daß durch das wilde Anlernen von Möbelpolierern werden in der Versammlung entgegengenommen. Um recht zahlreiches Erftellung gemacht über die Höhe der Beiträge, welche die einzelnen Gewerk der Beruf sowie die Berufsgenossen geschädigt werden, weil eine scheinen der Mitglieder wird ersucht. Der Vorstand. fchaften zu leisten haben. Bisher hätten die laufenden Ausgaben durch die ganze Anzahl nicht genügend vorgebildete Kräfte auf den ArbeitsBeiträge der Gewerkschaften nicht völlig gedeckt werden können. Um nachweisen erscheinen und dieses gemeinnügige Institut in Mißdas Entstehen solcher Defizits zu verhindern und gleichzeitig die kredit bringen, beschließt die Versammlung: 1. Das einen durch die Erweiterung entſtehenden Mehrkosten zu decken, müßten die zehrling zu halten haben nur diejenigen Bolierer, welche einer Wert Einnahmen um 4500 m. jährlich erhöht werden. Die Gesamtkosten statt mit mehr denn 5 Gehilfen vorstehen. In der Regel soll nur des Bureaus, einschließlich des Gehalts für zwei Beamte würden auf je 5 Gehilfen 1 Lehrling gehalten werden. 2. Der Lernende pro Jahr 7300 m. betragen. Bei der Neueinschätzung sei man darf nicht über 21, der Lehrende nicht unter 25 Jahre sein. von dem Gesichtspunkt ausgegangen, daß es doch notwendig fei, Die Lehrzeit soll mindestens ein Jahr betragen, bei die größeren Gewerkschaften zu den Beiträgen stärker heranzuziehen, schlechter Leistung auch länger. Der Wochenlohn wird so zu vereinbaren als es nach dem bisher üblichen Einschäßungsmodus der Fall war. sein, daß er den Lernenden ermöglicht, seinen Lebensunterhalt zu Redner verliest die neue Einschätzungsliste und ersucht die Dele- bestreiten. 3. Alle Abmachungen sind kontraktlich abzuschließen. gierten, sich darüber zu äußern. Bezüglich der Erhöhung des In der General Bersammlung des Spandau. Beitrages für die größeren Gewerkschaften bemerkte Störst eu, er fönne vor Rücksprache mit seiner Gewerkschaft über diesen Bunkt socialdemokratischen Arbeitervereins in Spandau, keine bindende Erklärung abgeben, er meine aber, wenn die größeren welche am Dienstag im Wehe'schen Lokale tagte, erstattete ti e ger Gewerkschaften mehr zahlen sollen, dann müßten ihnen hinsichtlich den Geschäftsbericht. Aus demfelben ging hervor, daß dem Verein der Bertretung in der Kommission auch mehr Rechte eingeräumt im verflossenen Halbjahr 32 Mitglieder neu beigetreten und 7 auswerden. Tischendörfer hält ein solches Verlangen nicht für geschlossen worden sind. Zur Zeit gehören dem Verein 93 Mitglieder gerechtfertigt. Ferner schlug er vor, man fönne einen Teil der an, welche sich auf folgende 21 Berufe verteilen: Bureaukosten dadurch decken, daß man von den durch das Bureau gehenden Geldern einen gewissen Prozentsatz erhebe. Massini meinte, den größeren Gewerkschaften müsse für die höheren Beitragsleistungen ein Aequivalent geboten werden. Dasselbe solle darin bestehen, daß bei wichtigen Abstimmungen den Delegierten für je 500 Mitglieder ihrer Gewerkschaft eine Stimme eingermäunit werde. Die höheren Beiträge würden die Buchdruder gern zahlen, aber sie wünschen, daß bei wichtigen Angelegenheiten, wie z. B. Bewilligung Brauer und Hilfsarbeiter Maurer. von Streifs, die großen Gewerkschaften, welche doch die meisten Soften dafür tragen müssen, gegen eine Majorisierung durch die Bimmerer Bertreter der fleinen Gewerkschaften geschützt werden. Gegen Böttcher. diese Ansicht machte sich ein Widerspruch einzelner Delegierter Bau- und Erdarbeiter. Ferner wurde angefragt, ob denn bei dem Restaurateure. Kostenanschlage das bisherige Beamtengehalt von 1800 Mark Schneider au Grunde gelegt, oder mit einer Gehaltserhöhung gerechnet worden Schriftsetzer fei. Nachdem Millarg bemerkt hatte, daß die Berechnung auf Schuhmacher. einem Anfangsgehalt von 1800 m. fuße, bezeichneten mehrere Redner Korbmacher diefen Satz als ungenügend, da man für ein solches Gehalt eine tüchtige Straft nicht bekommen würde, und auch in anderen Städten die Gewerkschaftssekretäre mit einem Jahresgehalt von 2000 W. an geftellt werden. Busse erklärte, der Ausschuß sei sich auch Bäder. Darüber einig gewesen, daß man den Beamten ein Gehalt Tapezierer. von 2000 m. bewilligen müsse, wenn das in der Berechnung nicht Tabalarbeiter. berücksichtigt sei, so liege mir ein Versehen vor. Nach längerer Debatte wurde ein Antrag Wintlers angenommen: Die Neus Je ein Mitglied stellen die Maler, Tischler, Kürschner, Porzellan- Swinemde. 750S einfchägung nochmals an den Ausschuß zu verweisen und demselben arbeiter, Bureau Angestellten. Bon acht Mitgliedern fehlt die Hamburg In vorstehenden Zahlen figurieren auch Wiesbaden aufzugeben, bei seinen Berechnungen ein an beide Beamte zu Berufs Augabe. 16 Kleingewerbetreibende. Hierauf wurde von dem Kassierer zahlendes Gehalt von je 2000 M. zu Grinde zu legen. 28 intler hatte seinen Antrag damit begründet, daß vor der Schorier der Kassenbericht erstattet und von den Rednern, Wien endgültigen Regelung der Gehaltsfrage die Finanzlage erst allgemein die mangelhafte Beteiligung an der politischen Organisation flar dargestellt werden müsse und die Delegierten sich darüber in- des Ortes bedauert. formieren fönnten, ob ihre Gewerkschaften mit den auf sie entfallenden Beiträgen einverstanden sind. bemerkbar. Allen Freunden, Bekannten und Stollegen hiermit die traurige Nach richt, daß mein lieber guter Sohn, unser Bruder, Schwager und Ontel, der Silberpreffer Karl Pankow, am Donnerstag, den 13. d. M., morgens 5 Uhr, im Alter von 28 Jahren sanft entschlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Wittwe Ottilie Pankow geb. Suhren ut. Geschwister. Die Beerdigung wird später belannt gemacht. Deutscher Holzarbeiter Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ber Kollege, Tischler = Hermann Peschel Sonnabend verschied der Kaufmann Karl Gawehn Beruf · lempner u. sonst. Metall• arbeiter Töpfer Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8% Hhr abgehalten. 9,18 m.; für wen und was iſt der Betrag? H. Becker, London. Wir erhielten von Ihnen per Postanweisung Quärnlo. Sie scheinen die alten Quärulierparagraphe zu meinen. wir fönnen dieselben nicht innerhalb des Raumes eines Briffastens zum Abdruck bringen. 2. Nach Ansicht des Kammergerichts ja, sonst bestritten. 1. B. Slagen Sie auf Bahlung der 10 W. und des zu Unrecht abGewert boient techieten. etage, haft beg für mehr als ein halbes Jahr bedes soc.- dem. 1chaftlich Abonnenten von Partei Tilfit. organifirte blättern Angehörige des Berufes Mitglieder Arbeiter bereins Gahl. 1. Ist nicht zu A. S. 1. Nein. 2. Nach empfehlen, warten Sie bis zum Oftober, November. 2. und 3. Ja. Die Pfändung des Arbeitslohns ist in Ihrem Fall nicht zulässig, wohl aber die Pfändung des Ringes, der fein Trauring ist. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. G... 99. Ja. Krajemann. 1. Nach richtiger Ansicht ja. 2. Der Bauherr. 3. Ja, ebenfalls alle und der Bauherr.Alter Abonnent Rigdorf. 1. und 2. ohne nähere Darlegung des Vertragsverhältnisses nicht zu beantworten. 3. Am Abend. Schule. Die Antwort des Lehrers entspricht dem Gesetz. 2. Oehmchen. Darüber fönnen wir Ihnen feine Auskunft geben. 5. B. 35. Ja. S. Sch. 12. Nein. .. 40. 1. Ja. 17 48 22 10 19 3211 35 1 100 10 26 2 671 1 5 26 4 10 7077664343 42222 922-12- A- ST OBLE 2. Nein. Nuft. 1. Nein. 2. Nein. 3. Gleiches Erbrecht besteht. Suffitenstr. 40. Wenden Sie sich persönlich an den Vorsitzenden des Vereins der Maschiniften und Heizer: Herrn Arno Holz, Gipsstr. 9, Berlin C., oder an Herrn Ingenieur P. Grempe, Schönleinstr. 10, I., Berlin S. Jm Briefkasten lassen sich technische Fragen dieser Art nicht ausführlich beantworten. # 9219102013 Witterungsübersicht vom 15. April 1899, morgens 8 thr. 23 10 16 3 1 Stationen 24 5 Aus der Neuwahl des Vorstandes gingen Schröer als Vorfizzender, Dudsch als Raffierer und Rieger als Schriftführer Vergnügungs- Vereine. Vereinszimmer, event. mit Bühne, Altmann, im Alter von 32 Jahren. Die Be- Sonntags frei geworden. 2746b erdigung findet Dienstagnachmittag Neue Hochstr. 49. 4 Uhr von der Leichenhalle Wilhelms berg statt. 27446 Hurra! Hurra! Hurra! August Kross 191 ist wieder da! 27196] Danksagung.gi Allen benen, welche meinem Manne, dem Händler Albert Kiehn, die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere due feinen Kolleginnen und Kollegen der Weiß- u. Bayrischbier- Lokal Markthalle IX für die zahlreichen Kranz spenden, sowie dem Gesang: Verein Waldesgrün" sage ich meinen herzlichsten Dank. 23w. M. Kiehn. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei der Beerdigung Marienburgerstr. 2.[ 27276 Vereinszimmer. Kegelbahn. Saal, 27346 meines mir unvergeßlichen belieben Vereinszimmer u. Kegelbahn Mannes, unseres Herzensguten Baters, find noch einige Tage zu vergeben; Schwieger: und Großvaters Fritz Nöckel jagen wir allen Ver- auch Räume zum Arbeitsnachweis u. wandten, Freunden und Bekannten zur Abhaltung von Festlichkeiten. Fernspr.- A. 1a, unseren herzlichsten Dank.[ 27526 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ww. Luise Nöckel. am Donnerstag verstorben ist. Die Männergef.- Verein f. stimmbegabte Beerdigung findet am Montag, den 17. bs., nachmittags 4 Uhr, von der Mitgl. Bu meld. Dienstag 9-11 bei Leichenhalle des Louisenstädtischen Drahtschmidt, Stalizerstr. 102. Kirchhofes aus ftatt. Nr. 5148. Pinzer, Schützenstr. 18/19. Eine Million! ohne Gnade mitjamt der Wanzen Brut sofort und gründlich Ilmi rege Beteiligung erfucht Achtung! Neu- Weißensee. beseitigt mein Wangenſfluid in Fl. 50 Pf. 79/19 Die Ortsverwaltung. Meinen Genossen und Freunden und 1 Mr. Sprizapparat 50 f. und für immer beseitigt per Dose. Radikaler Erfolg garantiert mache ich bekannt, daß ich mein( 23476 Schwaben mitfamt der Brut ſchnell Kranken- u. Begräbnis- Kaffe Tabak- und Gigarren- Geschäft mein Schwabentob, 50 Vf. und 1 Wit. ben 1. der Sedanſtr. 33a mur direkt beim Erfinder Georg Pohl, d. Berl. Gürtler u. Brouceure nach der stönig- Chauffee 39 a verlegt Droguerie Berlin, Brunnenit.157 E. H. 60. Die Beerdigung des am 13. d. M. berstorbenen Mitgliedes Gürtler Otto Schulz findet am Sonntag, den 16. April, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Dieffenbachstr. 32 aus statt. Um rege Beteiligung bittet 27536 Der Vorstand. habe. Julius Schillert. M. Schmerberg Foenum graecum- Seife ( System Kneipp) Aufseh. erregend, Schönheitsmitt. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 127 Uhrmacher u. Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äuß. bill. Preisen. taufen fämtliche Zubehör: u. Rohtelle Fahrradhändler Fahrräder ges verpfändet gewesene, brauchte u. neue erstklassige Damen- u. Herrenräder verkauft spottbillig Konzess. Leihhaus 72/ 2* Berlin München Barometerstand mi richtung Wind Windstärte Wetter Temp. n. T. 5° 4° R Stationen Barometerstand mm Winds rigtung Windstärke wolfig 3beiter 7 Haparanda 757 NM Wetter 3 4voltent 748 4 bedeckt 750M 751 SW 755 SO 3beiter 754 Still wolfent 5 2 heiter 8 Petersburg 759 7 Cort 8 Aberdeen 5 Paris 1 bedeckt 749 NNO 750 MO 747S 3 wolfig 6 wolfig 4 Regen 1 Temp.n. 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Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 16. April 1899. Unferm neuesten Kurs. 1. Frankfurt a. M. Wegen Beleidigung Erfurter Richter Genosse Quard 300 M. Geldstrafe. 2. Dortmund. Genosse Tigges wegen Uebertretung des Vereinsgefeges 25 W. Geldstrafe. 3. Spandau. 2 beztv. 1 Woche Gefängnis die Maurer Borchert und Pollchne wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. 7. Dresden. Der Maurer Horter 1 Woche Gefängnis wegen Beleidigung eines Nichtorganisierten. Ludwigshafen. 50 M. Geldstrafe Genosse Wenzel wegen statBeleidigung des früheren Vorfißenden der Ortstrautentasje. " " 27. Frankfurt a. M. 4 Monate Gefängnis Genosse Quard wegen Majestätsbeleidigung. 30. 1190912202 Kinder der Kleinen Orte oben im Gebirge, in Johannisthal, Graslih, Schönbach 2c., wo die Kinder von jeder Gewerbe- Aufsicht unbehelligt 28. Rostock. Genoffe Starosion wegen Beleidigung des mit ihren kleinen Fingern von früh bis in die sintende Nacht bei der feinen Arbeit sitzen können und dafür vielleicht 30 Str. per Tag 29. Erfurt. Wegen Beleidigung der Posibehörde Geuojje Pappe erhalten. Zum Handschuhnähen hat man übrigens in letzter Zeit 1 Monat und Genosse Rudolph 14 Tage Gefängnis. auch die billige Arbeitskraft der oberschlesischen Frauen und Berlin, 300 M. Geldstrafe Genoſſe Jacobeh wegen Be- Kinder herangezogen, indem nach dem Berichte der Fabrikleidigung des Polizeipräsidiums, der Staatsanwaltschaft und inspektion im Bezirk Oppeln im Jahre 1893 570 und im der Nichter in Magdeburg. so we Jahre 1895 730 Personen daselbst mit Handschuhnähen beschäftigt Aachen. Zwei Weber wegen Veranstaltung einer öffentlichen, waren und zwar bei einem Tagesverdienst von 30 bis 80 Pf., 100nichterlaubten Sollefte je 3 M. Geldstrafe. bei ersterer Sag für Kinder gilt. Wohin aber die angestrengte Rostock. Genojie Starosion wegen Beleidigung eines Heimarbeit mit Glacéhandschuh Nähen bei jungen Mädchen führt, Pfarrers drei Monate Gefängnis. zeigt der lezte Bericht der Fabritinspektion in Hannover, in dem Insgesamt wurden erkannt auf 3 Jahre, 1 Monat und 4 Tage auf den elenden Gesundheitszustand vieler Handschuh- Näherinnen Gefängnis und 1571 hingewiesen wird, die oft 14 bis 17 Stunden pro Tag bei der 7. April 1899. Arbeit figen und wo die Ausdehnung der§§ 135 bis 139 b der Gewerbe- Ordnung auf die Werkstätten in Handschuh- Fabriken empfohlen wird. " Meiningen. Wegen Bedrohung 2c. zwei Glasbläser 3 Wochen, Berlin, M. Geldstrafe. fünf je 14 Tage und einer 10 Tage Gefängnis. Leipzig. Wegen des gleichen Vergehens der Tegtilarbeiter Glanzmann 2 Wochen Gefängnis. Duisburg. 6 Wochen Gefängnis der Maurer Müller wegen Richterbeleidigung. 8. Dresden. Genosse Beher wegen Beleidigung des Ge meinderats in Trachau 50 M. Geldstrafe. „ Halberstadt. 1 Monat Gefängnis Genosse Bertau wegen Beleidigung von Gefängnisbeamten. 13. München. Wegen Beleidigung eines Gemeinderats Genosse Schmid 60 M. Geldstrafe. " 1 Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Pistorius Magdeburg wegen Verletzung des§ 131 des St.-G.-B. 4 Monate Gefängnis. Chemnitz. 2 Monate Gefängnis Genossen Lessen wegen " Phrik. 3 Maurer wegen Beleidigung von Streitbrechern 2, 4 und 6 Wochen Gefängnis. " H 14. Erfurt. Genosse Rudolph wegen Beleidigung eines Hotelbesizers in Gotha 1 Monat Gefängnis. Nürnberg. Wegen Berübung groben Unfuge Genosse Gärtner 100 M. Geldstrafe. 15. Gotha. 60 M. Geldstrafe Genosse Joos wegen Beleidigung eines Superintendenten. Leipzig. 3 Maurer wegen thätlicher Beleidigung 2 je 14 Tage und einer 9 Tage Gefängnis. Frankfurt a. M. Wegen Beleidigung von Polizeibeamten Genosse Bernhard 100 M. Geldstrafe. 7 " " Dresden. 7 Tage Haft Genosse Schöne wegen unerlaubten Sammelns. 16. Berlin. Der Puzer Müllrose wegen Nötigung 2c. 3 Monate Gefängnis. Frankfurt a. M. 300 m. Geldstrafe Genosse Quard wegen Beleidigung einer Militärbehördening 20. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse MüllerSchreudig wegen Beleidigung des Generalsekretärs Bued 100 M. Geldstrafe. Altenburg. Wegen Beleidigung eines Kammerherrn Genosse Stüdlen 3 Monate Gefängnis 21. Marburg. 8 Tage SIöder ullstromgitionspie ad Der Parteivorstand. Der Veredlungsverkehr in der Handschuh- Fabrikation. woWas den Hinweis auf die feine Arbeit betrifft, die der belgische Veredlungsverkehr liefert, so verhält es sich damit gerade umgekehrt, wie oben angegeben. Diese in Flandern angefertigte Waare kann fich mit der in Chaumont, Paris und Grenoble, aber auch mit der Die Handelslammer in Brandenburg hat an das Handels im Erzgebirge angefertigten nicht vergleichen. Aber sie ist ministerium eine Eingabe gerichtet, in der fie bittet, den Veredlungswesentlich billiger; in den flandrischen Dörfern und Klöstern verkehr mit. Glacéhandschuhen auch über die östreichische Grenze zu- ist, wie auf dem dritten internationalen Handschuharbeiterder Arbeitslohnt zulassen. Die Kammer führt aus, daß in ihrem Bezirle mehrere Stongreß in Paris mitgeteilt wurde, Glacehandschuh- Fabriken bestehen, die vorzugsweise auf Export ihrer 50 Broz. niedriger als in Chaumont. Deshalb beziehen auch die Fabritate nach England und den Vereinigten Staaten angewiesen seien ameritanischen Handschuhhandlungen ihre feinen Handschuhe nicht und deshalb den Ansprüchen Weltmarkts Naht peinlichst Rechnung tragen müßten. Um Fabrikate zu erlangen, beziehen sie, troß des Wertzolles von 100 Proz., den der Dingleytragen minert auf gleichmäßige und schöne aus Belgien, noch lassen sie sie in Amerika ſelbſt anfertigen, sondern der die den stark konkurrierenden französischen und belgischen annähernd Tarif auf dieselben gelegt hat, nach wie vor aus Deutschland und gleich kommen, können mur Arbeitskräfte Verwendung finden, die Frankreich. Auch ist von deutscher Seite schon wiederholt die Aufburch jahrelange in den betreffenden Familien fortgeerbte Beschäfti- hebung dieses Veredlungsverkehrs mit Belgien nachgesucht worden, gung geschult seien und dabei die nötige Behändigkeit und auch die sächsische Regierung hat sich im Interesse der sächsischen Geschwindigkeit der Finger erreicht haben. Solche hervorragend Handschuhfabrikanten darum bemüht, bis jetzt freilich vergeblich, und geeignete hausindustrielle Arbeiterinnen feien in den belgi mun möchten die Brandenburger Herren zu der Konturrenz schen und böhmischen Grenzdistrikten herangewachsen und der billigen belgischen Handschuhmäherinnen noch die der böhmischen werden durch Vermittlung von Fattoreien, die teils im Aus zufügen. Eine besondere Hoffnung fnüpfen die Brandenburger lande, teils auf preußischem Boden entstanden seien, mit Arbeit ver- Fabrikanten noch an den Veredelungsverkehr mit Böhmen, indem sie fehen. Versuche, deutsche Arbeiterinnen anzulernen, seien ohne den dadurch gera die straffe Organisation der deutschen Handschuhmacher gewünschten Erfolg geblieben. Da über die belgische Grenze zollerschüttern möchten, von denen 82 Pro3. gewertschaftlich organisiert freier Beredlungsverkehr gestattet ist, geraten die Fattoreien an der find. Aber diese Hoffnung wird sich ebenso wenig erfüllen, wie böhmischen Grenze, die auf österreichische Arbeiterinnen angewiesen bie der französischen Fabrikanten, welche gern italienische Handschuhfeien, in eine bedrängte Lage. arbeiter an sich ziehen möchten, denn die östreichischen und italienischen Handschuhmacher sind ebenso gut organisiert, wie die deutschen, wenn ihre Löhne auch noch geringer sind. Hiernach sollte man meinen, daß die Hände der deutschen Mädchen und Frauen fich durch besondere Ungelentigkeit und ihre Finger fich durch Ungeschmeidigkeit auszeichnen, während die der Böhminnen und Belgierinnen eine wunderbare Geschmeidigkeit und Behändigkeit in ihren Familien geerbt haben. wegen Notigung. Gefängnis der Schreiner Klöcker ca. 5 Broz, enbefe, während die 120 Arbeiter eine solche von 20 Proz. Maschinen in der Hausinduſtrie ſtößt schon deshalb auf 21. Samburg. Genosse Pessier wegen Majestätsbeleidigung 4 Monate Gefängnis. Chemnik. 30 mer 30 Mart Geldstrafe Genosse Lessen wegens Aufforderns zu einer unerlaubten Kollekte. 24. Bauzen. In der Berufungsinstanz Genosse& ant aus Reidau 14 Tage Haft wegen Verübung groben Unfugs. lebrigens dürfte der Beredlungsverkehr mit Böhmen schon des halb teinen großen Umfang annehmen, weil in der Handschuhfabrikation überhaupt der neueren Zeit die Heimarbeit immer Sieht man fich aber die Umstände etwas näher an, unter denen mehr durch die gabrit- und Waſchinenarbeit verdrängt wird. Das obige Eingabe gemacht wurde, so muß zunächst daran erinnert Zuschneiden der Handschuhe, die Etavillonage, die Herstellung der werden, daß vor etwa 1/2 Jahren in den neun Handschuhfabriken Raht, der Säume, der Knopflöcher und das Annähen in Brandenburg nach verweigerter Lohnerhöhung ein Streit ausbrach, der Knöpfe geschieht jetzt immer mehr unter Verwendung der etwa 12 Wochen dauerte und mit einer geringen Lohnerhöhung von der verschiedenartigsten Maschinen. Die Benutzung dieser gefordert hatten. Diesen Lohn, der je nach der Menge gelieferter Arbeit auf Schwierigkeiten, weil die Arbeiterinnen selten im stande sind, etwa 12-16 M. pro Woche steigen fann, brauchte der Unternehmer den notwendige Kleine Reparaturen an den Maschinen selbst vorzunehmen, Böhmen und Böhminnen allerdings nicht zu bezahlen, indem dort daher sich auch die Teilarbeit in dieser Fabrikation immer mehr ausdie Löhne für erwachsene Arbeiter 1 fl. 2-3 Str. betragen und selten bildet. 1 fl. 14 Str. erreichen, welcher niedrige Lohnftand übrigens die Aus vorstehenden Darlegungen wird man entnehmen, daß eine ca. 160 Arbeiter von 6 Prager Handschuhfabriken neuerdings ver- Ausdehmung des Veredlungsverkehrs mit Böhmen weder für eine anlagt hat, auch ihrerseits eine Erhöhung des Lohntarifs zu ver Bervollkommnung der deutschen Fabrikation nötig, noch für die Lage Aber die Brandenburger spekulieren allerdings nicht der Arbeiter wünschenswert ist, und nur Veranlassung zu nenen auf die Prager Handschuhnäherinnen, sondern auf die Arbeit der Kämpfen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern geben würde. 25. Deffaut. Wegen Beleidigung eines Unteroffiziers Genosse langen. Günther 150 Mart Geldstrafe. $ 19 Apollo- Theater RIXDORF früher Victoria- Säle, Herrmannstrasse 48-50. Meinen prachtvollen Saal, der grösste und schönste in Rixdorf und Umgegend, ca. 2000 Personen fassend, nebst grossem schattigen Garten, halte ich den Vereinen, Gesellschaften und Gewerkschaften zur Abhaltung von Sommerfestlichkeiten, Vergnügungen und Versammlungen 1420L* Hochachtungsvoll m bestens empfohlen- той adorahish Philipp Thomas, Gastwirth, Rixdorf. Muxfeldt's Ballsälein. Säuerung vorsät darien Dresdenerstrasse 96. [ 11869* Jeden Sonntag: Grosser Ball. Empfehle meine Lokalitäten zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Vereinsbrauerei- Ausschank Rixdorf 4 Berndt Herrlicher Garten und große Säle. Mittwochs und Sonntags: Gr. Frei- Konzert. Oeconomie: Martin 52691 Borzügliche Küche, Burſtpavillon Schießstand, Kegelbahnen u sonstige diverse Belustigungen. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. 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