3-II: 18s Ort fich ball huis 0# and Eine idje 110 are Cr Be Sosialdemokra ZENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TAGLICH FRUH. REDAKTION UND VERWALTUNG PRAG XII., FOCHOVA 62. TELEFON 53077. ADMINISTRATION TELEFON 53076. HERAUSGEBER: SIEGFRIED TAUB. CHEFREDAKTEUR: WILHELM NIESSNER. VERANTWORTLICHER REDAKTEUR: DR. EMIL STRAUSS, PRAG. 1 Einzelpreis 70 Heller ( einschließlich 5 Heller Porto) üt 11 f Das 14. Jahrgang ter cit om Cis ver 110 Elis nft als ette na lis in er mt Den Deis ier er npf ips mer gen den chr tup Dai er vie uch EIT, her rer. er Der Beit adci end f= 16. jen and cit be fur nit De nif ine ht ell זווה in za, ta Den hc. die he. Dic ig115 Die at, dje 111. Dis no Int en Samstag, 17. Feber 1934 Nr. 40 Kindermörder Drei neue Hinrichtungen Galgen- Christen Auf Betreiben der Heimwehr- Sadisten Wien, 16. Feber. In den schwergeprüften Auch die Schutzbündler Josef Fidra, AnStädten Desterreichs beginnt allmählich wieder ton Přibyl, Josef Dankl und Ludwig die Ruhe einzukehren. Der heldenhafte Wider- Thu ma, die bei den Kämpfen um das Ottakrin stand der Arbeiterschaft ist gebrochen und nur ger Arbeiterheim gefangen wurden, wurden zum an der Wiener Peripherie wurden heute die letzTode verurteilt, und es besteht wenig Hoffnung, daß sie dem Henter entrissen werden. ten Hänslein der Unentwegten anfgerieben. In den Nachmittagsstunden fanden Haus inchungen in den Gemeindehänsern statt, die wohl noch morgen andauern werden, da noch 50 Objekte zu durchsuchen sind. Bisher wurden 150 Maschinengewehre, 1400 Gewehre und 3000 Revolver aufgefunden. Auch eine Menge Handgranaten wurde beschlagnahmt. 2500 Schutzbündler wurden in die Gefängnisse abge führt, die um zwei große Privatgebäude ver mehrt werden mußten, da die öffentlichen Ge bände die Zahl der Verhafteten, die vor das Standgericht kommen sollen, nicht aufnehmen können. Im ganzen Lande arbeiten die Standgerichte mit Volldampf. In Wien tagen deren sieben, in der Provinz acht. Vom Justizministerium ist heute eine Weifung an die Standgerichte erlassen worden, derzufolge einige Führer der So= sialdemokratie noch leute abgeurteilt werden sollen. In Wien wurden bereits der Schutzbündler Emil Svoboda, in St. Pölten die beiden Sozialdemokraten Viktor Rauchen= berger und Johann Hois zum Tode verurteilt. Gestern herrschte noch die Annahme vor, daß man von der Hinrichtung der Aufständischen Abstand nehmen werde, da sich dagegen sogar der Erzbischof von Wien und zahlreiche einflußreiche Christlichsoziale, sowie die Gesandten Englands und Frankreichs eingeſcht hatten. Heute hingegen liefen die Heimwehren bei Dollfus wieder Sturm und verlangten blutige Rache an den Aufständischen. Die Heimwehr hat auch diesmal die Ober' hand behalten. Die zwei Todesurteile in St. Pölten sind nachts vollzogen worden. Johann Hvis und Vittor Rauchenberger wurden um 20 Uhr 20 und 20 Uhr 35 gchenkt. Zur belben Zeit wurde auch in Wien Emil Svoboda dem Henter überliefert. Inzwischen hatten schon in Wien die Stand gerichte gemäß der Weisung weitere TodesDie Heimwehr verlangt ihre Opfer; fic verlangt den blutigen Lohn für die von Militär und Polizei durchgeführte! ,, Niederwerfung des Austrobolschewismus“. Morgen kommt ein sozialdemokratischer Abgeordneter aus der Steiermark vor das Standgericht. Er hat an den Kämpfen um Eggenburg teilgenommen. Der Name wird geheim gehalten. jedoch kaum lange dauern, da sich bereits fich t Die Brüderschaft der blutigen Hand dürfte bare Sprünge in der Freundschaft zeigen. Wenn Europa nicht bald der Henfers arbeit in Desterreich ein Ende bereitet, werden die Nazi feine allzu schwere Arbeit mehr haben, um über die sich gegenseitig bekämpfenden Sieger die Oberhand zu behalten! Zwei tschechische Genossen ebenfalls verhaftet! Unter den von den christkatholischen Doll. fuß- Fascisten Getöteten sollen aud) 85 in. der im Alter unter 14 Jahren sein. Männer und Frauen, Mütter und Väter, welcher Parteirichtung sie auch immer angehören mögen, wenn nur ihr menschliches Fühlen durch die infaine Der tschechische sozialdemokratische Landtags- antimarristische Hetze der fapitalistischen Söld abgeordnete und Gemeinderat Alois Vavroulinge noch nicht vollständig ausgetilgt ist, mögen cf wurde gestern in seinem Büro in der Admi- sich das Grauen, das Entseyen, das Furchtbare, haftet. Heute früh wurde auch der zweite tschechische und sich vorzustellen fuchen, daß es ihre eigenen nistration der eingestellten„ Dělnické Lism" verdas sich in dieser Zahl ausdrückt, ausmalen sozialdemokratische Landtagsabgeordnete und Ge- Kinder sind, die in der langen Reihe der von meinderat Anton W a chát verhaftet. Beide wurden in die Polizeidirektion auf der Rossenerlände den Gewehrkugeln durchfiebten, von Granaten gebracht. zerfekten oder von den einstürzenden Mauern zerquetschten Menschenleiber tot und starr da liegen. Grausam ist schon das Hinschlachten der Männer, nur weil sie sich dagegen wehrten, in den Pferch der fascistischen Stnechtschaft von den eidbrüchigen Usurpatoren der Macht hineingestoßen zu werden, doch an gigantischer Bestialität alles übertreffend ist das reihenweise Hinschlachten der Kleinen, die faum ins Leben getreten, Freude und Stolz ihrer Eltern gewesen sind. Die menschliche Sprache hat keinen Ausdruck dafür, um das Verbrechen, das hier begangen wurde, zu brandmarken. Straflosigkeit bei Abfuhr von Waffen Die Sicherheitsbehörde verlauftbart spät nachts, daß derjenige, der bis zum 25. d. M. Ges wehre abliefert, zwei Schilling Prämie pro Stück erhält, für jedes Maschinengewehr 50 Schilling. Außerdem wird Straflosigkeit und Geheimhaltung des Namens verbürgt. Ein Orden für den Bluthund Fey vom christlichen Bundespräsidenten Miklas ( Amtlich.) Bundespräsident Miklas empfing gestern nachmittags den Bizetanzler Major a. D. Emil Fey, um deſſen abschließen den Bericht über die Beendigung der Unruhen der letzten Tage entgegenzunehmen. Als äußereszeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte Bundespräsident Miklas dem Vizefanzler Fey die Infignien des ihm verliehenen Großen Ehrenzeichens am Bande. Nach guten Informationen von Heimwehrseite soll in der nächsten Zeit eine kleine Re- heitswache die Zahl der gefundenen Waffen für Daraus tann man schließen, daß die Sicher gierungsum bildung vollzogen werden. unvollständig hält und meint, daß große Mengen Der derzeitige Regierungskommiffär für Wien, von Waffen noch verborgen sein müssen. Schmit, foll sein Amt als Sozialminister zu rücklegen und an seine Stelle soll der Heimwehrführer Neustädter- Stürmer treten. Landeshauptmann Dr. Schlegel in Ungnade Unter dem Einfluß der Heimwehren wurde heute der christlichsoziale Landeshauptmann von Oberösterreich Dr. Schlegel nach Wien zur Berichterstattung berufen. Starhemberg hatte Dr. Wie jetzt durch Meldungen der Heimwehrpresse bekannt wird, haben in die Wiener Kämpfe auch Flugzeuge attiv eingegriffen. Zwei Polizei und vier Heimwehrflugzeuge sollen in die Stämpfe um den Karl- Marr- Hof und um den Goethe- Hof aktiv mit Maschinengewehren und Bomben eingegriffen und einige Maschinengewehrnester unschädlich gemacht" haben. Ein Flugzeug wurde dabei durch Maschinengewehrfeuer der Eingeschlossenen tamp funfähig gemacht. 85 Kinder! Die Zahl mag vielleicht nicht genau stimmen. Es können mehr oder etwas weniger sein; fest steht, daß von den Kartätschen. welche die Feys und Dollfuß in die von der sozialistischen Gemeinde Wien errichteten Wohn gebäude hineinschießen ließen, zahlreiche Stinder getötet wurden. Die genaue Zahl wird man nic erfahren, wie überhaupt die Regierung der christkatholischen Mörder sich ängstlich davor hütet, bekanntzugeben, wie viele der Opfer der strieren sind. Die Welt würde sonst erschauern grauenvollen österreichischen Bluttage zu regi unter den Anblick des Bildes, auf welchem Sumpf von Blut und Tränen das neue Gebäude des„ christlichen“ und„ autoritären" Staates er richtet werden soll. Lasset die Kleinen zu mir fommen! So sprach jener, dem die nicht auf Grund irgend cines Rechtes, nicht auf Grund ihrer zahlenmäßigen Ueberzahl, sondern nur mit Hilfe des Besitzes der staatlichen Wachtmittel, des Besitzes von mehr Munition, von Artillerie, Giftgajen und Minenwerfern heute in Desterreich zur unUnmenschliche Brutalitäten ſchränkten Herrschaft Gelangten angeblich fol nrteile gesprochen. Bon zehn Gefangenen vom Schlegel in einer Rede beschuldigt, daß er am Unmenschliche Brutalitäten Reumannhof wurden zwei, und zwar Emanuel Seiler und Johann Kastinger zum Tode verurteilt, während der Angeklagte Mosto, der noch nicht 18 Jahre ist, zu sieben Jahre Kerker verurteilt wurde. Ausbruch der revolutionären Erhebung in Oberösterreich schuld sei, weil Schlegel ständig seine schüßende an d" über die sozialdemokra tische Partei gehalten und dieser so die Vorberei tung des Bürgerkrieges ermöglicht habe. Die Sieger richten sich ein Besuche bei Seitz untersagt! In Wien beginnen sich die Sieger einzurich-| lügenhaft zu verkleinern und so erzählen sie, der ten. Alles, was an die Revolution von 1918 cr- Berlust an Toten betrage beim Zivil 105 Tote, innert, wird radital entfernt. So war es eine bei der Staatsexekutive 102 Tote. Das sind nichts Sorge der neuen Machthaber, heute schon die als frei erdachte Zahlen. Straßentafeln am Ring des 12. November zu beseitigen. Auch die Armeebefehle des heutigen Tages erinnern an die Kaiserzeit. BundespräsiHeute fand im Bundeskanzleramt ein infordent Miklas hat einen Aufruf an die Trup mativer Empfang der Auslandjournalisten statt. pen erlassen, in dem er ihnen für den Kampf ge- Siebei wurden einige Fragen betreffend den ver= gen die Schutzbündler dankt. In dem Aufruf heißt es, daß die Soldaten ,, getreu der ruhm ein amerikanischer Journalist, ob es wahr sei, daß hafteten Bürgermeister Seit gestellt. So fragte reichen Tradition der alten Armee gekämpft und Seik im Gefängnis geprügelt worden sei. Der auch im Kampfgeist dieser Armee nicht nachge= Leiter der Preffeabteilung, Minister Ludwig, be= standen haben." Ein Tagesbefehl des Ministers Fe y an die Stritt dies entschieden, untersagte aber BeExekutive dankt dieser, daß sie den Aufstand der suche bei dem verhafteten Bürgermeister mit der Julius Deutsch erzählt Bratislava, 16. Feber. Dr. Otto Bauer und Julius Deutsch, legter mit einer schweren Verlegung am linten Auge, jind in Bratislava augekommen. Ueber ihre Erlebnisse während der Wiener Stampftage erklärte Deutsch einem bürgerlichen Journalisten gegenüber u. a.: Die Regierungsorgane haben sich Brutalitäten zuschulden kommen lassen, die in der Geschichte der Welt einzig dastehen. Mit Kanonen wurde nach Objekten geschossen, in denen nur Frauen und Kinder waren. Das Urteil über dieses Vorgehen wird nicht heute und nicht mor= gen gefällt werden. Auf welcher Seite das Recht und auf welcher das Unrecht war, wird die Weltgeschichte entscheiden. Als Führer des republikanischen Schutzbundes lege ich mit ruhigem Gewissen mein Schicksal in die Hände des Weltgewissens. Ohne Auto Auf die Frage, wie Deutsch in die Tschechosloin der Uebermacht befindlichen Austrobolfchewi- Begründung, daß man dem alten Manne Ruhe watei gekommen sei, erwiderte er: fien" niedergeschlagen haben. Gelogen wie gedruckt gönnen müffe." Auf die Frage, warum Seit und andere FühIch bin mit keinem Auto über die Grenze digen Marsche, bei dem mich meine Verlegung am Auge stark behindert hatte. Ich hatte kei nen franzöfifchen Reisepaß und infolgedessen auch nicht, wie manche Blätter behaupteten, ein tschechoslowakisches Visum. Ich war völlig ohne Papiere." rere der Partei verhaftet worden seien, die sich angekommen, sondern zu Fuß nach einem vierstünden Kämpfen nicht beteiligt hatten, und unter fann man über die Verlustziffern sagen, welche der chelcher Anklage sie stünden, wurde erwidert, daß öſterreichische Bundespressechef Ludwig gestern die sozialdemokratische Partei des Verbrechens einer Wiener Preffekonferenz mitteilte. Natürlich der Rebellion gegen die Staatsmacht" angeklagt suchen die regierenden Mörder die Zahl der Opfer und daß dies ein ausreichender Grund zur Bermit Rücksicht auf die Empörung des Auslandes haftung der Führer sci. gen und dessen Lehren angeblich die von ihnen befolgten sind. O, mit den Lippen beten sie zu den Goft. der von heißer Liebe zu den zarten Kinderseelen erfüllt war, sie nehmen an Prozessionen teil und Knieen auf Betstühlen, auf denen sie sich mit ihrer Andacht kokettierend, wie es der Herr Dollfuß mit Vorliebe tut, für die illustrierten Zeitungen photographieren lassen, aber all ihr zur Schau getragenes Christentum hat sie an dem neuen bethlehemischen Kindermord nicht zu hindern vermocht. Es ist nicht Dollfuß allein, der es verstanden hat, Christentum und Mord arbeit an Kindern und Frauen zu einer Syn these zu vereinen. Sicher gibt es noch Christen, die entsetzt sind von so viel Roheit und Unmenschlichkeit, wie sie in diesen Tagen von den Repräsentanten des katholischen Klerikalismus bewiesen wurde, aber seht, wie auch die Zeitungen dieser Sorte auch anderwärts, auch bei uns, dem arrangierten Blutbade jubelnd Beifall zollen und ihr werdet erkennen, was diesen ver meintlichen Streitern für die menschlichen Ideen des Begründers der Lehre von der Nächstenund der Kinderliebe diese Lehre noch) gilt!„ Höch stes Lob gebürt der Pflichttreue der Männer, die in diesen schweren Tagen treu zur Regierung und zum Kanzler standen" so und ähnlich beloben die von katholischen Priestern geleiteten christlichsozialen Zeitungen bei uns die Henkers Enechte des österreichischen Fascismus, so under Seite 2 hohlen stellen sie sich den Arbeiter, Frauen. und Kindermördern zur Seite! Die verbissene Zähigkeit der Revolutio. näre" habe die Beschießung der Arbeiter- Wohngebäude durch Granaten notwendig gemacht. Alles andere, was zu den von der ganzen Kul. turwelt bewunderten heldenmütigen Rämpfen der österreichischen Arbeiter geführt hat, wol. len unsere Verherrlicher der Dollfußbanditen nicht sehen. Tausendemale hat die Reaktion, haben die karrierelüsternen österreichischen Offizier und das nach der Macht gierende degene rierte Aristokratentum der sozialist. Arbeiterbewegung Tod und Untergang angekündigt. Und warum? Weil sie den politischen und sozialen Aufstieg, den die Arbeitermassen dem jahrzehntelangen Kampf ihrer Partei, der Sozial. demokratie zu danken haben, aus tiefster Seele gehaßt haben. Früher schufteten die Arbeiter in den Mordbuden des Kapitalismus dreizehn Samstag, 17. Jeber 1934 Das um der Niedertretung der Freiheit| lassen. Inauslöschlich für alle Sei-] . 40 willen vergoffene Blut, die heimtüdische Ermor ten wird ihre@mad fortieben Besiegt nicht überwunden! dung von Kindern und Frauen wird die christ- und Vergeltung heischen! lichen Schlächter ihres Sieges nicht froh werden ,, Leichenfledderer!"" Kommunisten stören im Parlament eine Trauerkundgebung für die toten Schutzbündler und werden dafür angespuckt Prag, 16. Feber. In der heutigen Sigung des Abgeordnetenhauses haben die Stommunisten bewiesen, daß sie jedes menschlichen und proletarifchen Gefühles bar sind. bertreter" erst, als der tschechische Sozialdemokrat Genosse Pit mit trauerumflorter Stimme den gefallenen proletarischen Helden des österreichischen Bürgerkrieges einen Nachruf hielt. Genojie Iats ch trai auf Dr. Stern zu und pudte ihm dreimal nacheinander ins Gesicht. „ Ich wundere mich, daß Du als chemali ger Sozialdemokrat Dich nicht schämst, eine Tranerkundgebung für gemordete Arbeiter zu ftören." In der Redaktion des„ Sozialdemo kerat langte gestern der nachfolgende Brief ein, der in seiner schlichten Eindringlichkeit ein beredtes Zeugnis für die Stimmung der Wiener Arbeiterschaft ist. Jedes Wort, das der tapfere Genosse unter voller Nennung seines Namens und seiner Adresse schrieb, wiegt schwerer als die ganze schmut zige Greuelpropaganda der Fey- Faschisten. Werte Genossen, Brüder! Ihre Mittwochzeitung bei einem Genossen, dessen Namen ich hier nicht anführen will, wenn dieser Brief etwa hier geöffnet wird, hier erhalten. Herzlichen Dank, ich trage die Zeitung von Genossen zu Genossen, es erfüllt uns mit Stolz, daß Ihr von uns so schreibt. Vergesset uns nicht, Genossen, wir sterben hier den Heldentod für unsere gemeinsame Sache. Ein heiliger Krieg für den Sozialismus. Nicht wehrlos haben wir uns abschlachten lassen von diesen Bluthunden. Zeigt es drauBen auf, Genossen, wie der christliche Staat nach der ,, Quadragesimo anno" geboren wird. Mit Kanonen werden Münner, Frauen und Kinder gemordet. Worauf sich der Herr Zapotocth offenbar doch Haltet uns in Ehren, Genossen, vergesset einen Moment an seine bessere Bergangenheit er uns nie. Unsere Führer sind nicht feige. Sic innerte und wie ein begossener Pudel den Sitkämpfen mit uns, keiner ist geflohen oder hat zungssaal verließ. sich in Sicherheit gebracht. Von Schred oder bösem Gewissen gelähmt, Schon ihr Häuptling Gottwald erdrei ließ Dr. Stern biese moralische Züchtigung ohne und vierzehn Stunden täglich und ihre Wohnun- stete sich, aus dem vorgeschobenditen Feldlager der jeden Widerspruch über sich ergehen. Als Abgeord gen waren oft geſundheitswidrige Höhlen. Ihre politischen Feigheit in Mitteleuropa, genannt neter 8apotocty weiter Strawall machte, trat Haßflüche gellten ohnmächtig zum Himmel, und in der sicheren Sut der parlamentarischen Im- der tschechische Nationalsozialiſt Miku I aš, vel Trost juchten sie in Trunk und Spiel. Die So munität der tschechoslowakischenDemokratie stehend, cher seinerzeit in Wien als Arbeiter beschäftigt zialdemokratie erfämpfte ihnen die gleichen Bür Eingriffe gegen die sozialdemokratischen Führer in war, auf ihn zu und sagte: gerrechte, in Wien, dieser Insel einer sozialdemo- Oesterreich zu richten und ihnen Mangel an Mut fratischen Gemeindeverwaltung, wurden für vorzuiverfen. Den Gipfelpunkt der politischen Ver 60.000 Familien vorbildliche Wohnungen ge. lotterung erreichten die fommunistischen Arbeiterbaut und die Kinder der Arbeiter, die solange in die engen Höfe der Grundstückspekulation gesperrt waren, durften im Sonnenschein auf grünen Rasenflächen spielen. In die Herzen der In diesem Augenblicke bildete sich im Hause niedergedrückten, ausgebeuteten Menschen wurde eine breite Front der Arbeiter von der Sozialdemokratie als der Trägerin und Solidarität von den deutschen Berkünderin einer Bewegung zur Befreiung des und tschechischen Sozialdemokras So start müssen dann die Kommunisten ihre Menschengeschlechtes aus den Fesseln der kapita- en bis zu den tschechischen Natio eigene Erbärmlichkeit und die Wucht der Verach listischen Barbarei die Hoffnung gepflanzt. Annalsozialisten. Während die fait vollzäh- tung aller anständigen Sigungsteilnehmer empstatt mit geductem Haupte ist der Arbeiter auf- lig im Saale vertretenen Abgeordneten dieser drei funden haben, daß sie die weiteren Ausführungen recht und zuversichtlich durch die Welt geschrit. Arbeiterparteien in tiefer Ergriffenheit den öfter des Genossen Pit nicht mehr zu unterbrechen wag ten. Das war den Großkapitalisten, den Groß. reichischen Freiheitskämpfern Ruhm und Dant ten. Ms sodann die Abgeordnete 3eminova in grundbesitzern, der verkommenen Aristokratie sollten, begannen die Kommunisten zu randalieren einer hochanständigen Rede die volle Solidarität und ließen wieder eines der bekannten Schimpf der tschechischen Nationalsozialisten mit den hels und den Nuznießern der alten kapitalistischen fonzerte gegen die ,, Sozialfascisten" vom Stapel. benmütigen Arbeitern Desterreichs bekundete, war Herrlichkeit Grund genug, den Marxismus zu Die Herren Dr. Stetn und Babel waren erſt an dem Beispiel dieser antimarriti haffen. So gingen sie überall daran, mit riesigen schamlos genug, die Verdächtigungen des Herrn fchen Partei ein Maßstab aufgerichtet, wie Geldmitteln und mit Hilfe ihrer ausgehaltenen a bicht zu variieren und zu behaupten, der tief hierzulande jene Gesellschaft gesunken ift, die Zügenpropheten daran, die Arbeiterschaft gegen französische Imperialismus habe die österreichi unter der Firma des Kommunismus Lateien ihre Führer zu verheßen und Gewaltbanden fchen Sozialdemokraten zum bewaffneten Kampfe dienste für die Herrn Dollfus, Feh und Stathemauszurüsten, damit, sei es auch nach dem unge. ausgerüstet. Diese schurtische Verleumdung brachte berg leistet. heuerlichsten Blutvergießen, die Arbeiterbewe- die Geduld der Sozialdemokraten zum Reißen. Wir fragen die kommunistischen Arbeiter, gung niedergeworfen werde und die Arbeiter in „ Leichenschänder!"„ Leichenfledderer"-tvie lange sie die Beleidigung dulden wollen, daß einer zu errichtenden„ Volksgemeinschaft" wie- tönte es den Kommunisten im Chore entgegen. sich solche Gesellen ihre Führer nennen dürfen! der lernen, ihren Rüden zu frümmen und rechtfofe Stlaben zu sein. Kein christliches Sittengeset hat die Macht. haber davon abgehalten, ihre Soldatesfa gegen die sich gegen Eidbruch und Verfassungsverlet zung auflehnenden Arbeiter loszukoppeln, gegen ihre Heimstätten ohne Rücksicht auf die dort weilenden Frauen und Kinder aus schweren Geschüßen Granaten speien zu lassen. In Freiheit atmen wollen und ihr Brot als freie Menschen zu verdienen, das ist das einzige Verbrechen, dessen sich die österreichischen Arbeiter schuldig gemacht haben, doc) den christlichen Schurken und Offiziersstrizzis um Dollfuß herunt erschien es groß genug, um dafür zur Sühne Kinder zu morden und Menschen an den Galgen zu hängen. A. M. de Jong: 26 Verschlungene Pfade Ein Roman in vier Episoden Autorisierte Uebersetzung aus dem Holländischen von E. P. Fuchs. So, greif zu, Peter, genier dich nicht und is mir die ganze Tafel leer, bitte... Ich werde ein wenig mithelfen." i 730 Der Boykott als stark verankert gilt, nicht über den Geſamt the Helpiendurchschnitt schland durchschnitt des Müdgange, hinausgeht! Das gilt gegen Hitlerdeutschland für die deutsche Ausfuhr nach England, Frankreich, Der vom Internationalen Gewerkschaftsbund Schiveden usw. Da nun neuerdings Deutschland und der Sozialistischen Arbeiter- Internationale heftige Anstrengungen macht, seine Handelsbegie beschlossene Boykott von Waren aus Hitler- hungen mit allen Staaten nachdrücklichst auszu Deutschland muß eine wirksame Steigerung er- bauen, um der Gefahr, die sich bei einer fortfahren. Obwohl der Außenhandel Deutschlands im dauernden Schrumpfung der Ausfuhr ergeben Jahre 1933 einen weiteren beträchtlichen Rüd muß, entgegenzuwirken, ist es nicht ausgeschlossen, schlag erlitten hat sein Umfang ist bedeutend daß diesen Bemühungen ein gewisser Erfolg zuteil geringer als im Jahre 1900! so fönnte vei werden könnie. Darum muß dieser Offensive mit größerer Aktivität aller Arbeiterorganisationen dem stärksten Boykottwillen der Arbeiterschaft und ser Seite her der fascistischen Dittatur noch größere in allen Ländern begegnet werden. Jeder Gewerf und aller wahrhaft demokratischen Kräfte von die- der gesamten demokratisch gesinnten Bevölterung Schwierigkeiten bereitet werden. Es ist bezeichnend, schaftler muß die größte Aktivität entfalten, damit daß der Rüdgang des deutschen Außenhandels mit ein jeder den Einlauf reich deutscher Waren ver einigen Ländern, in denen die Demofratie noch meidet. Die Frau unseres alten herrlichen Führers Severs ist tot. Genosse Sever verteidigt mit seinen Leuten Ottakring. Erzählet es den Genossen, den jungen und alten Arbeitern, wie das österreichische Proletariat den Heldentod stirbt. Nur auf Trümmern werden die Bluthunde siegen. Die Ueberlebenden werden den Kampf weiter führen. Genossen! Schickt uns den ,, Sozialdemo krat". Ihr könnt Euch kaum vorstellen, was das für uns bedeutet. Männer weinten, als ich Ihnen die Zeitung vorgelesen habe. Schickt uns die Zeitung in einem geschlossenen Briefumschlag, sonst bekommen wir sie nicht. Hier kann man keine Zeitung lesen, sie sind alle gemeine Schurken, diese Herren Demokraten, Schreier und Konsorten. Ich schicke Euch das Geld sodann; nicht aus Furcht für mich verlange ich die Zusen dung im Briefumschlag, sondern damit wir die Zeitung bekommen. Ich fürchte nicht das Standgericht dieser Bluthunde, wenn es sein muß, sterbe ich auf recht und stolz für unsere Sozialdemokratie, für unseren Sozialismus. Die Kommunisten verteilen Flugzettel, aber nur in Gemeindehäusern. Da haben sie Mut. Sagt cs den Genossen draußen, daß sie jetzt noch von sozialfaschistischen Verrätern" sprechen. Die ehrlichen Kommunisten kämpften in Floridsdorf mit. Ich kann nicht mehr schreiben, auch nicht zusammenhängend. Freundschaft, Genossen! Sichst du, mein Vater war Stallinecht bei ten", sagte der Bring etwas geniert und mißlau- wohl, daß offiziell alle Schuld mich allein trifft, nig." Gehaben wir uns jedenfalls wie gute Name- aber doch fühle ich mich als ein Mensch, dem schwe-| Hoi. Freilich war er es nach dieser Episode ge= raden, genau so wie an jenem Nachmittag...res Unrecht zugefügt wurde, und es hat genau an nicht mehr... Sted dir eine Zigarre an, trinf dem Tag jeinen Anfang genommen, als dein Badein Glas Wein und erzähle von deinem Leben..ter, der Stönig, seine Hand über unsere Familie Warum bist du Arbeiter in einer Metallfabrik und erhob, um uns mit Wohltaten zu überschütten." nicht auf dem Weg, Marschall des Reiches zu wer- Durstig und aufgeregt, irant er sein Glas den? Das war doch so halb und halb ausgemacht, Wein aus und begann zu erzählen. wenn ich mich recht erinnere?" III. worden, aber das konnte man bequem vergessen. Der König steht nicht gerade im Rufe eines feuschen Josef. Das Uebrige begreifst du wohl. Eine nette Sache! Ein Stallinecht mit einer hübschez Frau. Der Stönig sieht sic, wird lüstern, macht sie zu seiner Geliebten... Und ich war das benei denswerte Produkt dieses reizenden Verhältnisses. Ach, ich habe es erst viel später offen ausgespro „ Ein paar Jahre, nachdem mein Vater Stall- chen gehört. In der Mittelschule flatschten darfnecht geworden war und eine eine Herberge er über nämlich nur die Lehrer und einige Knaben öffnet hatte, kam ich in die Mittelschule. Eigent- und Mädchen, die etwas darüber wußten, und sie lich war ich nicht das, was man einen Zern- sprachen wohlweislich immer nur davon, wenn ich lopf" nennt. aber die Aussicht, daß ich Offizier nicht dabei war. Denn sie hatten Angst vor mir werden sollte und eine glänzende militärische a war aufbrausend und empfindlich. Und das Laufbahn beschreiten, verseite mein romantisches hatten verschiedene dieser eingebildeten Roßer schon Knabengemüt in Feuer und Flamme. Ich träumte zu spüren bekommen, als sie erproben wollten, wic davon, ein Napoleon zu werden, oder wenigstens weit sie es mit dem Armeleutekind treiben konn ein Ney, ein Murat, ein Cambronne... Und ten, das sie in ihrer Mitte dulden mußzien. Ich ich nahm freudig die Pflicht auf mich, zu studie- hatte damals schon harte Fäuste und die sicherten ren, um mich für diese Laufbahn vorzubereiten, mir Ruhe und Bewegungsfreiheit. Außerdem wiewohl ich lieber, wie in alten, glorreichen Tagen, hatte ich wenig Sehnsucht nach Freundschaften... als Tambour begonnen hätte, um Schlacht auf Schlacht dann von einer Stufe zur anderen empor- Zu Hause ging die Sache schief. Mein Vater auglimmen. Aber das ging nun einmal nicht und war ein Saufaus und Dummtopf. Unser Grieb jo tat ich, was von mir erwartet wurde, lernte nis und die tolle Audiens im Palais und was fleißig und bemühte mich äußerit, gute Beugniffe dann gekommen war, hat ihm vollständig den Kopf 3u erlangen. Ich war nicht dumm, aber ich mußte berdreht. Die feine Schente, deren bester Gast er mich doch sehr anstrengen, um mitzukommen, weil felbst war, tat das übrige. Meine Mutter war ich eine lebhafte Phantasie besaß und mich leicht eine Klatschbase ohne Verantwortungsgefühl und ablenten ließ. Anfangs merkte ich nicht, daß sie verwahrloste alles, was mein Vater noch übrig mich da in der Schule mit merkwürdigen Bliden gelassen. Zum Schluß begann auch sie zu trinken betrachteten. Es war rasch bekannt geworden, daß und dann ging es rasch bergab. Ad), ich sollte es meine Eltern arm waren und ich auf Kosten des den Leuten nicht übelnehmen... Wahrscheinlich Königs studierte und für die Kriegsakademie bes berstanden sie es nicht besser. Auch sie waren stimmt war. Ich selber sah nichts darin und als Opfer der Lebensverhältnisse... arme Schlucker! ich danach gefragt wurde, gab ich es arglos zu. Bevor alles endgültig zusammentrachte, war ich Peter Zanzi lachte hart und schneidend. Die Geschichte unseres wilden Nachmittags war schon auf der Kriegsschule. Als Mündel des KöGut", sagte er aggressiv.„ Wenn sie es also noch nicht vergessen und das hätte ein ausreichen= nigs; noch ein paar andere waren hier, aber die für gut befunden haben, die ganze miserable Ge- bes Motiv für die Gunst des Königs sein können, stammten aus verarmten, angesehenen Familien schichte dir zu verbergen, dann will ich sie genau aber das genügte der verdorbenen Phantasie der und man behandelte sie ohne Hav und Hohn. so, wie sie sich zugetragen hat, erzählen. Ich weiß Menschen nicht. ( Fortsetzung folgt.). Peter schaute an ihm vorbei in die Dämme rung des hohen Gemaches, in dem die Stristalle des Stronleuchters das bescheidene Licht der einzigen brennenden Lampe wie vielfarbige Sternchen grell Peter ließ sich nicht lange bitten. Nun erst fladernd widerspiegelten. Der ganze traurige und fühlte er, wie sein gesunder Körper nach Nahrung beschämende Berlauf seiner unter höchstem Schuts verlangte, und er fiel heißhungrig über die Speis begonnenen und so fläglich mißglückten militäris sen her und arbeitete schweigsam, bis er sich end- schen Karriere erstand plöblich in faltem Licht vor lich gesättigt fühlte. seinem Geist und auf einmal überfam ihn der unDer Prinz aß lustlos einen Bissen und be widerstehliche Drang, dieſem hochmütigen und trachtete amüsant die gewaltige Verwüstung, die über alles leicht spöttelnden Prinzen mit bitterjein Gast unter den Speisen anrichtete. Als sich scharfen, schneidenden Worten die Ereignisse zu Beter mit einem Seufzer der Zufriedenheit in seis erzählen. Bar nicht er Anlaß und Ursache all dienen Stuhl zurüdlehnte und mit der Serviette über ses nußlosen und grausam lächerlichen Elends, den Mund wischte, sah er die kleine Königsfrone, worin sich sein Menschentuin in unerträglichem die in eine Ede gestict war. Er lachte. Leid gekrümmt und endlich in Schande seine Freiheit erlangt hatte?.... er follte es nur einmal deutlich spüren, dieser aynische Menschenverächter, über wen er einstens regieren sollte, wie mühevoll das Leben jemandes sein kann, der teder auf Geburt noch Reichtum gestüßt, sich unter Höhergestellten bewegen muß... vielleicht geiftig und seelisch begabter, abhängig von blödjinniger, platter Auffassung materialistischen Den lens, das nun einmal übermächtig war in dieser schmutzigen Welt... Er mußte nur einmal deutlich einsehen, was selbst königlicher Schuß an Leid und Schande bringen kann über jene, die unter ihm leben mußten. Wieder das Märchen", sagte er spöttisch. Der Gast des Stronprinzen der Metallar beiter... ist von silbernen Tellern, wischt sich feinen Mund mit einer fronengeschmüdten Serviette, sagt du" zum Prinzen, gerade als ob sie die besten Freunde wären... faum zu glauben!" Sind wir denn nicht Freunde, Peter, du und ich?“ Peter sah ihn plößlich ernst an: " Freundschaft, Bring, ist ein schwerwiegendes Bort. Ich kenne nur einen einzigen Mann, den ich Freund nenne... Ich fürchte sehr, daß von einer Freundschaft zwischen mir und dir nicht die Rede sein kann... Bekannte, ganz oberfläch= liche Bekannte, die einander einmal alle zwölf Jahre sehen. Nun ja, ich wollte keine Sentimentalitä ! de 2ir ゴー TO 23 b, t. 72, 1, PET 32 n it n C 3. t t d t t Mr. 40 Samstag, 17. Feber 1934 Arbeiter und Angestellte Genosse Schäfer im Parlament: Freunde der Freiheit! Helfet den Opfern des österreichischen Freiheitskampfes!. Worte vermögen nicht zu sagen, wie stol; wir anf das heroisch kämpfende und ruhmvoll unterlegene österreichische Proletariat find. Die Sprache ift zu arm, um die Größe des Schmerzes zn schildern, der uns mit den Opfern der feigen Bestialität des Heimwehr- Christentums verbindet. Tausende von Sozialisten dieses Landes haben in den verſloſſenen Kampftagen Tag und Nacht mit ihrem Schicksal gehabert, daß es ihnen nicht gegönnt war, auf den Schauplatz des Ruhures und des Todes der Blüte der österreichischen Arbeiterschaft zu eilen. Verzweiflung hat sie erfüllt, daß unüber. steigbare Schranken einer unmittelbaren Hilfeleistung im Wege waren. Genossen und Genossinnen, Nun ist die Stunde gekommen, da wir unsere Solidaritätsschwäre, unsere Liebe, unseren Dank und unsere grenzenlose Bewunderung durch die sicht. bare Tat einföfen müssen. Den Tapferen, die von blutiger Walstatt we. nigstens das nackte Leben gerettet, aber Heimat und Existenz verloren haben, soll nicht Not und Hunger ihren Kampfgeist zermürben, den sie so herrlich bewährten. Wir wollen sie als helfende Freunde auf nehmen und nach bescheidenen Kräften über Wasser halten, bis sie die Stunde der Vergeltung zurückruft. Arbeiter und Arbeiterinnen! Es bedarf nicht langer Begründungen, um die Ehrenpflicht, die uns und der ganzen Internationale gestellt ist, in ihrer ganzen Eindringlichkeit zu fchil bern. Wir müssen den Opfern des österreichischen Bürgerkrieges helfen mit ganzer Kraft. Diesen Mahnruf richten wir in erster Linie an jene, die in der glücklichen Lage sind, eine noch so bescheidene Existenz zu besitzen und wir nehmen an, daß jeder voll bess.äftigte Arbeiter und Angestellte für die erste Hilfe wenigstens einen Stundenlohn heisteuert, wo bei Bessergestellte selbstverständlich mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Keine Spende soll aber zu gering sein, und wir werden die Gaben um so höher bewerten, je größer das persönliche Opfer der Gebenden ist. Genossen und Genossinnen!. Freunde der Freiheit! Es geht bei diefer Sammelaktion um ein Werk der reinsten Menschlichkeit. Die Hilfeleistung wird aber darüber hinaus den österreichischen Arbeitern und Arbeiterinnen Zeugnis von unseren brüderlichen Gefühlen ablegen, wird ſie in schwersten Stunden aufrichten und mit neuem Glauben an die Sache der Freiheit und des Sozialismus erfüllen. Die fudetendeutsche Arbeiterschaft, die bei allen internationalen Hilfsaktionen bisher einen chrenvollen Blatz eroberte, wird ihren Stolz darein sehen, auch bei diesem Solidaritätswerk zu beweisen, daß die ärmsten Brüder die treuesten find. Leitet die Sammlungen unverzüglich nach den ergangenen Weisungen ein. Wir haben den österreichischen Kampfgenossen eine schwere Schuld abzutragen! Der Parteivorstand der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartel in der Tschechoslowakel Protest gegen die HängeChristen Die Liga für Menschenrechte in der Tschechoslowakei ersuchte den österreichischen Gesandten in Prag, dem Hängekanzler Dollfuß folgende Stellungnahme der Liga zur Kenntnis zu bringen. ,, Wir erlauben uns Ihnen gegenüber unserer Gerivunderung Ausdruck zu geben, daß Sie, ein christlicher Staatsmann, Ihre Zustimmung au einer Hinrichtung von Verwundeten des BürgerIrieges nicht verweigern, wo doch das Prinzip, Berivundete nicht zu töten, auch bei nichtchristlichen Völkern Geltung hat. Der heroische Kampf der österreichischen Arbeiter, welche im Namen von 42 Prozent der österreichischen Bevölkerung die Verfassung und die Demokratie Ihres Landes verteidigen, ohne im mindesten gegen die Sicherheit des Eigentums und der Mitbürgerschaft zu verstoßen, lieferte während seiner viertägigen Dauer eine Unmenge von Be weisen, daß das österreichische Volt mit Recht für diejenige Demokratie eintritt, deren Sie es be rauben möchten. Wir wenden uns an Sie mit dem Ersuchen, das gegenwärtige Blutvergießen einzustellen, welches zu den überflüssigsten und Stämpfen der modernen politischen Geschichte ges hört, und gleichzeitig Ihre Versuche, die Verfas fung Ihres Landes zu verleßen, aufzugeben, da dieselben nur zur Bedrohung seiner Selbständigkeit und zur Herabsetzung seiner Autorität in den Augen der zivilisierten Völker führen können. der sinnigsten Liga für Menschenrechte in der Tschechoslowakischen Republik. + Tschechoslowakei muß ein Bollwerk der Demokratie bleiben! Linksfront natürlich ohne Kommunisten Wertung und Anerkennung für das österreichische und der tschechischen Nationalsozialisten, Worte der Proletariat zu hören waren.( Beifall der sozialisti ischen Parteien.) heute die Sprecher der sozialistischen Parteien der Brag, 16. Feber. Im Parlament gaben tschechische Genoffe Pit, die tschechische National bewegten Worten der Empörung der Arbeiterschaft fozialistin 8 cm inová und Genosse Schäfer in der Tschechoslowakei über die blutige Dentersarbeit der Herren Dollfus und Ich und der warmen nem Mut und mit rührender Leidenschaft für die Das österreichische Proletariat hat einen druck. Während der Reden der drei Arbeiterver- hat. Sympathie für die tapferen Freiheitskämpfer Aus- Sache der Demokratie und des Sozialismus geführt treter bildete sich im Saale eine wahre EinheitsSeite 3 Hände zeigen! Ehrenkampf verloren, den es tapfer, mit felte. Sind sie sauber? front des Proletariats. Wiederholt klatschten tfchier nie vergeffen, sie werden uns immer als Wir werden diesen Kampf und dieje Kämpchische und deutsche Sozialdemokraten gemeinsam mit den Nationalsozialisten dem betreffenden ein geschichtliches Beispiel vor Augen stehen, wenn sich natürlich, wie wir an anderer Stelle berichten, Sprecher Beifall. Nur die Kommunisten benahmen es sich darum handeln wird, die Demokratic zu verteidigen!( Starker Beifall.) selbst in dieser Stunde einfach skandalös. Starken Widerhall in den tschechischen sozia= Genossen Schäfer, namentlich an jenen Stellen, listischen Reihen fand vor allem auch die Rede des wo er die tschechischen Arbeiter versicherte, daß die fudetendeutschen Arbeiter gemeinsam mit ihnen mit allen Witteln dafür sorgen wollen, daß die nn überwindlicher Wall gegen jcGrenzen der Tschechoslowakei auch weiterhin ein den Fascismus bleiben. Genosse Schäfer führte u. a. aus: Unser Klub hat bereits gestern im Außenausnommen. Wir haben dort erklärt, daß unsere Ge schuß zu den Ereignissen in Oesterreich) Stellung gedanken in dieser schweren, fürchterlichen Stunde in Desterreich weilen, wo in den letzten Tagen um die Erhaltung der Demokratie, um die Sicherung des sozialen Friedens und um die Sicherung des Friedens in der Welt verzweifelt gerungen wurde. Es gibt keinen Zweifel darüber, daß in diesem Borgehen gegen die österr. Arbeiterklasse als dic Verteidigerin der Demokratie eine schwere Gefähr dung des Friedens der Welt gelegen ist. Die Führer ber Heimwehr, Starhemberg und Feh, wollten nichts anderes, als unter einem anderen Schild und Namen das Gleiche zu vollbringen, was drüben im Reich der Hitlerfascismus zustande gebracht hat. Da haben sich die Arbeiter Desterreichs gesagt: Ehe wir uns dieses furchtbare Joch auferlegen lassen, che wir uns in die Sklavenketten legen lassen, da wollen wir alles versuchen, um die Demokratie und unser Recht zu verteidigen. schon längst zerstört. Seit Jahr und Tag erklärten die Die Rechtsgrundlagen in Desterreich waren Heimwehrführer in Desterreich immer wieder, es müsse mit dem Parlamentarismus ein Ende gemacht werden, die Parteien müßten zerschlagen und ausge daß in Wien im Rathaus eine margistische Partei schaltet werden, es dürfe nicht mehr geduldet werden, die Mehrheit hat. Was hat die fozialdemokratische Mehrheit in Wien, was haben die sozialdemokratischen Mehrheiten in Graz, Linz und anderen Städten Dester. reichs getan, daß man sie so mit blutigem Haß verfolgte? Was die Wiener Mehrheit im Gemeinderat gezu schäben und zu bewundern gelernt, das ist von leistet hat, das haben nicht nur die Wiener Arbeiter vielen bewundert worden, die weither aus anderen Ländern gelommen sind! Diese Wunderwerke der Wohnungspolitik sind nun zerschossen worden. Gewiß, wir verstehen es, daß diese wunderbaren Wohnungsbauten in Wien, diese herrlichen Ergebnisse einer fruchtbaren Gemeindepolitik auf manchen Seiten nur Erbitterung auslösen mußte. Wien war bis zum Zusam menbruch von einer Partei regiert worden, die sich christlich sozial nannte, die die ärgste Gegnerin jedes de motra tischen Gedankens war und die nur eines immer im Auge gehabt hat: die Entwicklung nach vorwärts aufzuhalten, zurückzuschrauben, vor allem die kulturelle Entwicklung des österreichischen Volkes zu stören und zu unterbinden! Diese christlichsoziale Partei ist in der Demofratic auf dem Wiener Boden in die Minderheit gekommen. Das hat sie nie ertragen können und sie hat sich daher eine bewaff nete Gruppe herangezogen, mit der sie im gegebenen Augenblick der Demokratie auf dem Wiener Boden und damit in Desterreich ein Ende bereiten wollte. Es ist ihr geglüdt. Die österreichische Azbeiterklaffe ist besiegt und an den öffentlichen Gebäuden sind nunmehr die Symbole des christlichenSozialismu 8" ange= bracht, der aber, wie sich eben grauenvoll geseigt hat, weder mit dem Christentum, noch gar mit dem Sozialismus etwas zu tun hat. Was geschaffen wurde in Jahren aufopfernder Arbeit, mit Haubigen und Kanonen z u= sammenzuschienen, ohne Rücksicht darauf, ob Frauen und Kinder dabeizugrundegehen, das ist alles andere denn christlich. Wir empfinden Genugtuung darüber, daß in diesem Augenblice aus den Reihen unserer Stampfgenossen, der tschechischen Sozialdemokraten Wir, die wir zusammen mit den tschechi schen sozialistischen Politikern schon Jahrzehntc im chemaligen Desterreich zusammengeschloffen waren, dort uns schon gekannt und gemeinsam gerungen haben gegen die österreichische Reaktion, für Demokratie und Fortschritt, wir stehen nun hier zufammen auf diesem Boden und haben auf diesem Boden gemeinsam für den Sozialismus zu wirken. Das wollen wir hinfort mit noch größerer Einmütigkeit und Geschlofsenheit tun! Wir wollen unsere Demokratie mit ihnen gemeinsam verteidigen.( Starker Beifall.) Unter Einsatz aller Kräfte und wenn es fein muß, auch jener, die in diesen furchtbaren Tagen vom österreichischen Proletariat vergebens eingesetzt worden sind! Aber es muß nicht jeder Abwehrkampf so enden wie er in Desterreich geendet hat, es mus nicht immer und immer wieder nur die Reaktion triumphieren. Wenn wir in Einmütigkeit zusammenstehen, dann werden die Grenzen der Tschechoslowakei unübersteigbarer Wall werden gegen den Fascismus, der uns bedroht!( Starter, lang andauernder Beifall.) zeigen, daß sich dieses Oesterreich), für dessen UnabEs wird sich wohl schon in den nächsten Tagen hängigkeit und Selbständigkeit immer wieder die an der Erhaltung des Friedens intereffierten Mächte holt hat durch diese letzten Taten! eingetreten sind, in der Welt teinen Ruhm geWir werden die Stunde hoffentlich noch erleben, in der man das richtige Urteil über die Darauf legt der Lehrer besonderen Wert. Bei dem einfachsten, bei den Händen beginnt er, die Kinder allmählich zur Hygiene zu erziehen. Die Mutter unterstützt ihn darin, indem sie dafür sorgt, daß die Kinder recht oft Wäsche wechseln. Durch häufiges Waschen verhindert sie, daß Krankheitskeime zur Entwicklung kommen. Selbstverständlich nimmt sie hierzu eine Seife, die die Wäsche schont und auf deren stets gleichbleibende Güte sie sich verlassen kann. Sie wäscht also mit SCHICHT SEIFE MARKE HIRSCH 1H5.7.7-34 Mercy für Dollfuß Man wird sich noch entsinnen können, daß die jetzt so scharf gegen Deutschland eingestellte judenliberale Presse des Merch Ston 3 erns, also das Prager Tagblatt", die Prager Abendzeitung", die Neue Morgenpost" und st rauer ,, Morgenzeitung", zu Beginn des deut Dann wird es den Feinden der Demokraschen Zusammenbruches nicht üble Lust zeigte, dic tie nicht gelingen, diese Grenzen zu übersteigen Vorgänge im Dritten Reich wohlwollend zu deden. und auch uns das Sllavenjoch aufzuzwingen! Erst der Fußtritt, den sich diese Blätter durch das trotzdem erlassene Verbot der Reichsregierung Ablehnung des deutschen Fascismus, von der holten, erwirkte eine Schwenkung und deutliche jedem Eingeweihten sogleich flar war, daß nicht bessere Gesinnung, sondern armseliges Geschäftsinteresse und die Angst vor der tschechoslowakischen Zensur sie hervorgerufen hatten. Ein analoges Beispiel der ideologischen Verwerflichkeit bietet die Behandlung der österreichischen Ereignisse durch die journalistischen Angestellten des MerchKonzerns. Sowohl das Prager Tag blatt" als auch die Prager Abend zeitung" legen sich in der Beurteilung des entsetzlichen Blutuades, das die Regierung Doll fuß- Fey unter der österreichischen Arbeiterschaft anrichten ließ, die größte Reserve auf und beschränken sich in ihrer Berichterstattung im wesent lichen auf die offiziellen Striegsberichte der Blutregierung, die kommentarlos wiedergegeben werden. Troßdem wagt man es doch nicht, der spiel eines vollkommenen Ueberganges in das Prager Oeffentlichkeit das schmähliche SchauLager der alpenländischen Barbaren zu bieten. Der Provinz aber bleibt auch dieses nicht erspart, denn dort sucht sich der liberale Mercy Verlag offenbar ein Alibizu schaffen, das der Gefahr des Verbotes feiner Blätter in Desterreich entgegengesetzt werden soll. Die Ostrauer Morgenzeitung" versucht es auf folgende Weise: heutigen Verbrecher an der Demokratie sprechen, in der man mit Bewunderung die tapferen und mutigen Kämpfer des österreichischen Proleta= riats rühmen, aber mit Schimpf und Schande derer gedenken wird, die diese Blutschuld auf sich geladen haben! Das werden Sie mir wohl erlassen, daß ich mich jetzt in diesem Augenblid, in welchem wir alle tief erschüttert sind von den tragischen Vorgängen, mit iener geradezu erbärmlichen Haltung immer wieder wahres Klaffenbewusstsein und revolueiner anderen Bariei beschäftige, die uns immer und tionären Geist und wahre Arbeiterpolitik lehren will, die sich aber in dieser Stunde der schwersten Not der Arbeiterklasse nicht scheut, mit jenen infamen, niedrigen Ausfällen zu kommen, deren Beugen wir heute hier wieder waren, und deren Zeugen tvit immer sind, sobald wir ein Blatt der kommunistischen Partei in die Hand nehmen. Und doch muß gesagt werden: Hätte man nach dem Ende des Weltkrieges nicht die Arbeiterklassen Europas in ihren Organisationen zerschlagen, hätte man nicht den entsetzlichen Bruderkrieg in die Arbeiterklasse hineingetragen, es stünde anders um das Proletariat der Welt.( Starfer Beifall.) Was heute dic Fascisten in Deutschland und die Austrofascisten in Desterreich ernten, dafür haben die Bolschewisten Vorarbeit geleistet durch ihre un= finnige Politik! Wenn von den Bolschetviken hier selbst hente nichts anderes zu hören ist, als: die österreichische Sozialdemokratic habe Verrat geübt an der Arbeiterklasse, weil sie den Arbeitern nicht das richtige Ziel, die Aufrichtung des Sowjetstaates, gesteckt habe, dann gibt es nur eine Antwort: tiefste Verachtung jenen gegenüber, die über den toten Leibern der im schweren Kampfc gefallenen Arbeiter nichts anderes zu tun wissen, als neue Gegensätze aufzureißen! damit ab, daß ich die Worte, die wir aus tschechischem Ich schließe diesen Teil meiner Ausführungen Munde gehört haben und die uns tief ergriffen ha ben, damit erwidere: Es liegt nahe, auch in diesem Kriege die Schuldfrage schon jetzt zu erörtern.... Daß die bewaffnete Renitenz des sozialdemokra tischen Schutzbundes gegen eine berechtigte Amtshandlung von Regierungsorganen das furchtbare Unglück ausgelöst hat, ist heute bereits historische Wahrheit... Das is Schuld, schwere Iutsch ul d, die für immer auf ihre Urheber, die verantwort lichen Führer der Organisation1 fällt... Wir hätten aber von der Staatsfunst erwartet, daß sie viel früher Herr der Lage würde. Dr. Dollfuß hat sich den Ruf cines lugen Mannes erworben... Die Sozialdemokraten waren schachmatt, daß papierene Heft wäre ihnen spielend zu entwinden gewesen... Vizetanzler Fey hatte dem Wiener Bürgermeister einen Teil seiner Kompetenz genommen. In vollkommen Tegaler Weise usw. Was es in Desterreich) noch an Greuel geben wird, kann augenblicklich nicht gesagt werden. Daß aber dieser schäbigste aller Journalismen das Recht verwirkt hat, später einmal, bis ihm: selbst das Grauen angeht, sich dagegen zur Wehr Wenn es gelten wird, die Demokratie auf diesem Boden, wo uns das Schicksal zusammengeführt hat, zu verteidigen, dann können Sie auf uns rechnen! Die deutsche Arbeitertlasse in diesem Lande weiß die Demokratic zu fäßen und wir werden in der Verteidigung zu setzen, haben seine Streaturen jetzt schon, da in der Demokratie unsere Pflicht tun!( Starter Wien noch die Kanonen donnern, schlagend erBeifall!). wiesen. Geite& Kein Schlußpunkt Samstag, 17. Beber 1934 fätze im Regierungslager ein Moment der Unficherheit und Unstabilität in die österreichische terreife Bolitif. Dazu kommt nun noch ein dritter Fat. Genoffe, Genoffin! haft Du schon E. St. Wien, 16. Feber. Der stampftor: die Nazis. Während in den Straßen Haft Du ift abgebrochen das ist die objektive Biens Militär, Polizei und Heimwehren gegen politische Charakteristik der Situation in den Schutzbund blutig fämpfen, standen zehnDesterreich. Nach einem Widerstand, der die tausende aktive Hakenkreuzler Gewehr bei Lose der Arbeiterfürsorge gekauft? Bewunderung der ganzen Welt erregt und dem nicht einmal der verbissenste Gegner der So. zialdemokratie seine Achtung versagen kann, mußten die militärischen Operationen der Wie. ner Arbeiter eingestellt werden, angesichts der du", wie sich Habicht im Rundfunk ausdrüdte Fuß", und schauten zu. Sie warten zweifellos auf die Stunde, da auch sie eingreifen können. Wenn es zu einer Auseinandersetzung zwischen Heim. Ziehung schon am 10. April! Mr. 40 Die infame Lüge ,, Don den davongelaufenen Führern" Die deutschhürgerliche Preise hierzulande scheint nicht recht zu wissen, wie sie es anstellen soll, um in den Bürgerköpfen, sich der lebermacht, welche die Truppen der Gegen den voraussichtlichen Ausgang eines solchen Tages den Versuch unternehmen, wenn auch Wirksamkeit einer niederträchtigen Gesinnung revolution erlangt hatten. Respeits vor dem beispielloſen Heroismus) des Wiener Sozialdemokraten nicht erivehren konnten, nur recht rasch und gründlich wieder den natürlichen und durch nichts auszurottenden Haß gegen die Arbeiter und ihre Partei von neuem und erst recht zu entflammen. Und also greift diese Presse mehr und Hakenkreuz. d. i. zwischen den beiden len, ist den Magyaren, welche politische Roman zu dem bekannten Mittel, das, so alt es im Flügeln des Fascismus kommen wird, kann über tifer sind, schon zuzutrauen, daß sie eines schönen Stampfe gegen den Sozialismus ist, doch nichts an mit illegalen Banden, Unruhen im Burgen eingebüßt hat: diese Presse, an der ,, liberal" nurland zu stiften. Daß dies andere Mächte auf mehr das journalistische Freibeutertum iſt, verden Plan rufen würde, ist klar und da liegt greift sich mit infamer Verleumdung an den Führern, also in diesem Falle an den also ein Gefahrenmoment ersten Ranges. Das Führern der österreichischen Sozialdemokraten. Stüdchen Burgenland ist eine Ge- Als ein Beispiel für viele sei hier der Brünner fahr für den Frieden Europas. Tagesbote" zitiert, der unter dem Gez So sehr also der verlorene Kampf der sichtswinkel" seines, den Arbeitern geltenden und österreichischen Arbeiter uns ans Herz greift, gegenüber den Führern unverhohlenen Hasses so sehr wir zugeben müssen, daß die fascistische Welle in Europa noch immer im Steigen ist, so sehr wir die Auffassung von der Anpassung der Sozialdemokratie an das neue Kampffeld unterstreichen wollen die Welt steht nicht still und die Folgen dessen, was die Herren Dollfuß und Fen heraufbeschworen haben, werden anders sein, als es die Herren heute denken. Als wir 1914 in den Strieg ziehen mußten, jubelten Habsburg und seine Berchthold und Stürgth und Tisza. Das Ende war so, wie es 1914 nic mand geahnt hat. Auch die Welle der Kontre revolution, deren Höhepunkt der Marsch auf Rom 1923, Hitlers Machtergreifung 1933 und Dollfuß Sieg in den Wiener Vorstädten 1934 gewesen sind, wird auf einem Boden versanden, auf der die Fahnen der wiedererrungenen proletarischen Freiheit und menschlichen Stultur wehen werden! Dem Heroismus, den die Wiener Arbei. Rampfes( auf den fich die Nazi vorbereiten) noch ter, den die Helden des Republikanischen Schutz. nichts gesagt werden, Kenner der Verhältnisse bundes bewiesen haben, lassen sich nur wenige halten den Einfluß der Nazis in der Bevölke geschichtliche Beispiele an die Seite stellen. ung für weit stärker als es die Regierung Beim Sampf um das Ottakringer und die ihr dienende Presse- das find die geArbeiterheim hat das Sturmbaſamten österreichischen Zeitungen glauben taillon des Schuzbundes das machen wollen. Es besteht sogar die Gefahr( das Schicksal der Griechen bei den wird von mehreren Seiten geäußert), daß einThermopylen geteilt. In den Höfen selne Teile der österreichischen Arbeiterschaft der Wiener Gemeindebauten- man muß das dann aus Rachegefühlen gegen die Sieger von Gemäuer gesehen haben, wo ein Einschuß neben heute mitgerissen werden. Mit diesem Problem dem andern steckt und wird sich selbst da wird sich der österreichische Sozialismus noch befeine richtige Vorstellung machen können, wie fassen müssen. um jeden Schritt Bodens, um jedes Tor, um jede Stiege, um jedes Fleckchen proletarischer Erde gekämpft wurde. Man denke daran, daß die Frauen an den Kämpfen teilgenommen haben, um die Glut der Idee zu ermessen, von der die Menschen erfüllt waren und der sie ihr Leben zum Opfer gebracht haben. Es war die Artillerie auf Seiten der Bundestruppen und Mangel an Munition auf Seiten der Revolu tionäre, welche den Stampf militärisch entschie. den haben. Die vollendetste militärische Technik in den Reihen der Reaktion, der glühendite Opfermut und die leidenschaftliche Singabe an die Freiheit und den Sozialismus in den Rei. hen der Arbeiter nochmals hat die Materie über den Geist, die Technik über die Leidenschaft gesiegt. Deswegen ist auch in der Wiener Bevölte rung von einer Pogromſtimmung gegen die Sozialdemokratie, weldje Fen gerne hervorrufen würde, nichts zu merten. Auch unpolitische Menschen geben. ihrer uneingeschränkten Bewunderung über das Berhalten der Wiener Arbeiterschaft Ausdruck nicht nur zwischen den vier Wänden ihrer Wohnung und jemandem gegenüber, den sie als Genossen kennen, sondern auch im Gasthaus oder auf der Straßenbahn. Von einer Gleichschaltung der Wiener Sozialdemokratie kann feine Rede sein, die Sehnsucht nach Freiheit lebt weiter im Herzen von Desterreichs Arbeitern, der Sozialismus tann mit Handgranaten und Explosiv. geschossen, mit Minenwerfern und Haubitzen nicht aus der Welt geschafft werden. Geht also schon aus dieser Betrachtung her. vor, daß von einer dauernden Pazifikation Desterreichs durch das Dollfußregime feine Rede sein kann, so kommen noch, um sich ein abge. rundetes Bild der Lage zu machen, gewisse außenpolitische Kräfte in Betracht, welche die Dinge in Bewegung erhalten. Die Gefahr droht vom Süden und vom Osten, d. h. von Italien und Magyarien und dabei von Magyarien noch mehr als von Mussolini. Wäh. rend nämlich Mussolini wohl Desterreich in die italienische Einflußsphäre einbeziehen will, aber genug realpolitisch denkt, um nicht territorialeEr. oberungen nördlich des Brenner machen zu wol Währungsvorlage angenommen Scharfe Maßnahmen gegen Preiswucher gefordert Prag, 16. Feber. Nach ganztägiger Debatte mit der Vorlage einverstanden, bezeichnet sie aber nahm hente das Abgeordnetenhaus in beiden als einen Sprung ins Duntie. Im Verhält Lesungen die Währungsvorlage an und leitete fic nis zu der Entwertung anderer Währungen wäre die noch an den Senat weiter, der die Borlage mor- Serabſegung um 16% Prozent noch zu wenig. Dr. gen genehmigen soll. Wahrscheinlich wird sie dann Hodina( B. d. 2.) hielt eine Rede gegen die Groß sofort in der Gesetzesfammlung verlautbart wer- banken und Großkapitalisten, denen„ jedes Mittel den, damit die Devisennotierungen zu dem neuen recht sei, Verwirrung ins Volk zu tragen". Surs wieder aufgenommen und die Nebergangs- Mlčoch( tsch. Gew.-P.) reibt sich an den Links erscheinungen baldmöglichst überwunden werden parteien und bedauert, daß bei uns im Gegensatz zum tönnen. Genoffe Schäfer, dessen Ausführungen über Für unsere Frattion sprach in der Debatte Desterreich und dessen Appell zur Verteidigung der Demokratie in unserem Lande wir an anderer Stelle wiedergeben. übrigen Europa die Entwicklung nach links gehe Regierungsbildung nicht mit berücksichtigt wurde! weil nämlich seine staatserhaltende Partei bei der ,, den sozialdemokratischen Führern die schwersten Vorwürfe macht, denn sie haben die Arbeiter in ein Blutbad gehegt, das von vornherein für sie aussichtslos war. Wollte man aber um des mora Iischen Effette 3 halber einen solchen Aufstand vor der Auflösung der Partei, dann hätten gerade die prominentesten Persönlichkeiten der Partei in den Reihen der Kämpfer bleiben missen, Soviel man aber bisher erfuhr, ist von die. sen ganz großen Herren der Wiener Partei. zentrale feiner unter den hunderten Opfern." Es würde genügen, dieser Berleumdung lediglich jenen Brief eines Wiener Genossen entgegenzuhalten, den wir heute an anderer Stelle veröffentlichen. Es würde genügen, darauf hinzus weisen, daß der alte prachtvolle Führer Sever, dessen Frau von den Dollfußbestien hinge: mordet wurde, an der Spitze seiner Ottakrin ger lämpfte und den Freitod wählte, da keine feindliche Kugel ihn vor dem Erlahmen des Widerstandes der Arbeiter hingestreďt hatte. Ja, es würde jogar genügen, den ,, Tagesbote" selber zu zitieren, der doch ein paar Tage vorher die Namen jener anderen Führer aufgezählt hatte, die in Wien und in ganz Desterreich verhaf tet wurden, ehe noch der Stampf begann. Aber selbst jene Nummer des Tagesbote", in der er den Dollfüßen aller Länder im Kampfe gegen die Sozialdemokratie zu Hilfe eilt, indem er es bejammert, daß nicht schon die Namen von einem Duizend gefallener Führer bekannt geworden sind, richtet sich gegen das Blatt selbst am stäristen. Der Tagesbote", der mit ekelhafter Grimasse die Flucht" des Genossen Deutsch in die Tschechoslowakei seinen Lesern vorſetzt. muß berichten, daß Dr. Deutsch mit einem Durchschuß des Armes und mit einem Streifschuß am Kopf in Preßburg anlam. Hätte er sich noch) sollen den Stopf wegschießen lassen, damit Herr Dollfuß über eine sozialdemo tratische Leiche mehr. triumphieren und damit das internationale Bürgertum, das im ,, Tagesboten" einen so ausgezeichneten Anivalt des Hasses gegen die Sozialdemokratie besitzt, einen tapferen Kämpfer und Führer der Sozialdemokratie mehr aus den Listen streichen kann? Während die Wiener Arbeiter und ihre Hobač( Nat. Dem) sprach zum erstenmal als Oppositioneller. An die bei der Opposition übliche Die Beseitigung der legalen Organisations. Demagogie gewöhnte er sich erstaunlich rajch. Mit jormen der Sozialdemokratie, der Gewerkschaf. Zur Vorlage selbst erklärte er, daß sich unsere der Behauptung, daß im letzten Jahr für die Export ien, aller wirtschaftlichen, fulturellen, sportlichen auständigen Parteistellen in den letzten Wochen in förderung fast nichts gemacht worden sei, traf er Vereinigungen des Proletariats bedeutet nicht vielen Beratungen damit befaßt haben, was zu ge- allerdings nur seinen Slubkollegen Matoušel, der die Beseitigung der sozialdemokratischen Arbei schehen habe, um der Wirtschaftslage eine Wendung ia bis vorgestern Handelsminister war! Sehr gut terschaft, sondern den Zwang, den Stampf zum Besseren zu geben. Von der Ueberzeugung aus, stand dem Herrn Industriellenvertreter auch die für die alten Ziele inneue Formen gehend, daß der heutige Zustand nicht mehr lange große Sorge um die etwaige Entwertung der Arbei. Vertrauensmänner, soweit sie nicht gefangengesett zu fleiden. Dem Teilnehmer der Ereignisse ohne Erschütterungen zu ertragen ist, haben wir uns terlöhne. Der Herr Profeſſor ſcheute sich nicht einmal,( oder schon hingerichtet) waren, in dem gewaltig drängt sich immer wieder der Gedanke auf, daß mit jedem Vorschlag beschäftigt, wie ein Ausweg aus mit dem Begriff der Inflation zu spielen. sten revolutionären Heldenkampf der Geschichte der Krise zu finden, wie neue Arbeitsmöglichkeiten au wir in eine neue Phase des Kampfes um den Beran, der Generalsekretär der ischechischen ihr Leben hingaben, haben jene Herren von beschaffen und die industrielle Tätigkeit zu heben sei. Agrarier, richtete an die Adresse der Indus Wien, bei denen sich der Tagesbote" zu Hause Sozialismus getreten sind, der insbesondere Nachdem sich nun die Stoalition nach vielen Un- it ri e die Wahnung, sich doch endlich einmal selbst fühlt, ihre innere Stadt mit Stachel in den fascistischen Ländern neue Methoden sordert, aber auch neue Anforderungen an die tersuchungen und Neberprüfungen zu gewiffen wirt- um einen ordentlichen Plan zur Förderung der In drähten, mit einem vielfachen Kordon Menschen stellt. Die Lehren der Ereignisse wer- schaftlichen Maßnahmeit entschieden hat, stehen buſtrie umzusehen, und erklärte, seine Partei werde von Landste dh te n umgeben, damit nur die Regierung im Kampf gegen die Auswüchse der ja keinem von den großen Herre:: der Bourgeoisie den gezogen werden müssen und sie werden geStartellwirtschaft voll unterstützen. Beran schloß mit ein Haar gekrümmt werde. Wer von den politizogen werden mit der Unerbittlichkeit, mit der einem entschiedenen Bekenntnis zur Demo- tischen und journalistischen Wortführern der Wiedie Erschütterung des Kapitalismus und der tratie, die die einzig mögliche Form der Verwal- ner Bourgeoisie hat sich dem Kampf gegen die Untergang der liberalen Seultur des Bürgertung des Staates sei. Die Demokratie müsse aber gerecht und entschieden handeln, mindestens so schnell hums sich vollzieht. Für die Entwicklung Desterwie ihre Gegner! reichs in der nächsten Zeit ist da zu beachten, daß eine Bewegung, daß Menschen, die sich in den letzten Tagen mit einer solchen Heldenhaftigkeit geschlagen haben, auch innerhalb der neuen Formen, in die das sozialistische Leben des Landes fich wird fleiden müssen, d. h. in der legalität, die österreichische Arbeiterschaft eine Kraft bleiben und in das politische Schicksal Desterreichs früher oder später wieder eingreifen wird. " wir zu ihnen, verlangen aber, daß alles geschehe, was notwen dig ist, um diese Maßnahmen auch erfolgreich zu gestalten. Es dürfen jene nicht auf die Kosten kommen, die hente fchon darauf fpekulieren, die Devalation der Krone zn Breiserhöhungen aus zumützen. Daß diesen Bestrebungen energisch entgegengetreten werde, das verlangen wir von ber staatlichen Gewalt, der wir dabei unsere Mitarbeit Nach dem Schlußwort des Referenten Dr. versprechen. Wenn man den ernsten Willen hat, Patejdl wurde die Währungsvorlage in beiden nichts Nachteiliges für die breiten Schichten der Lesungen genehmigt und der Beschluß sofort dem arbeitenden Bevölkerung zuzulassen, dann wird es Senat zugeleitet, der bereits darauf wartete und auch gelingen, diese Maßnahmen so durchzuführen, die Vorlage dem Budgetausschuß überwies. Der daß sich die vielfach gehegten Befürchtungen nicht Ausschuß trat noch am Abend zusammen und crfüllen. Es muß aber alles geschehen, damit die Absicht der Gesetzgeber nicht in das Gegenteil vertehrt werde-( Beifall.) nahm nach einer Rede des Finanzministers die Vorlage unverändert an. Es wurde ferner eine Resolution gefaßt, daß die Regierung sich mit allen Mitteln gegen die Erhöhung der Preise der Lebensbedürfnisse stelle. Im Plenum des Senates roten Verbrecher" auch nur eine Sekunde aus gesetzt? Sie haben ihre uniformierten, bezahlten Söldner an die Front geschickt und der einzige Herr Fey, der durch einen Zufall in die Schußlinie fam, ist sofort aus gerissen, als ein anderer aus seiner Gesellschaft leicht verletzt wurde! Diese Bourgeois haben niemals einen Bluts tropfen für die Demokratie, für Freiheit, für liberale" Gesinnung hingegeben aber sie haben niemals auch nur auf der anderen Seite der Barrikade gekämpft; mit gedungenen Mördern haben sie immer ihr Auslangen gefunden. Und von solcher Stanaille sollen. die Sozialdemokraten und ihre Führer, just im Augenblid des Wiener Heldentampfes, sich Vorwürfe machen lassen? Wir wollen für heute nicht mehr darauf antworten. Aber es tommt die Zeit, wo man auch dieserhalb mit den großen Herren" von Brünn und Prag und mit ihren journaliſtiſchen nechten anders wird abrechnen lönnen . Wann das in wirksamer Weise wird erfol gen können, hängt von den Spannungen ab, die sich im außermarristischen Lager entladen Die Debaite tourde durch Gottwald( Skom.) werden. Schon die Reihen der unmit eröffnet, über dessen unrühmliches Auftreten wir an telbaren Sieger sind nicht ein anderer Stelle berichten. heitlich. Es sind da vor allem die ehemaligen Bit( tid). Soz.- Dem.) verlangt Maßnahmen Christlichsozialen aller Schattierungen von Sun- gegen die unbegründete Berteuerung der Lebensbe, wurde die Vorlage über die Altersgrenze der Rich schak bis Dollfuß und es sind die Heimwehren darfsartikel und der Importware ſowie die endliche ter verabschiedet, worüber wir bereits seinerzeit imter Fey und Starhemberg. Der Gegensaß der Inangriffnahme der Arbeitszeitverkürzung. Auch berichtet haben. Die Altersgrenze, bei der eine beiden in von beiden Richtungen tritt in den Straßen Wiens Frau zeminova( Nat.- Soz.) stellte die Beseitigung Bivangspensionierung erfolgt, beträgt 65 Jahre, anschaulich in dem Nebeneinander von rot- weiß ihre Partei habe deni Ministerpräsidenten bereits die Richtermangels wird vom Zeitpunkt des Infraftder Arbeitslosigkeit in den Vordergrund und erklärte, jedoch erst ab 1940. Wegen des noch herrschenden Entlassung der Bulgaren? roten und grün- weißen Fahnen zu Tage. Fey Forderung nach der Fünftage Arbeits- tretens des Gesezes bis Ende 1986 die Altersist der energischere und brutalere und es ist die woche angekündigt. Malypeir fei dafür, wenigstens Frage, wie lange sich die Heimwehren die Mit einen Versuch zu machen. Rotvendig wäre ein ener regierung des Dollfuß gefallen lassen werden. gischer Preisdiktator mit entsprechenden Boll. So tragen einerseits der heroische Geist der machten, der Ordnung macht. Wiener Arbeiterschaft, andererseits die GegenDr. Bacher( AMG.) erflärt jich im Brinsip grenze erst auf das erreichte 67., bis 1939 dann Berliner Berichterstatter des Neuterbüros erfährt, London, 16. Feber.( Reuter.) Wie ber auf bas erreichte 66. Lebensjahr festgescht. Die nächste Blenarsibung des Senais findet mors werden Dimitrow, Tanew und opow gen, Samstag, um 9 Uhr früh statt. Auf der bereits in den nächsten Tagen aus Deutschland Tagesordnung steht bereits das Bährungsgeses. axsgewiesen werden. Str. 40 Samstag, 17. Feber 1934 Die Opfer des Bürgerkrieges Die Zahl der Toten und Verwundeten ist weit größer als man ursprünglich angenommen hat und vor allem viel größer, als jie Dollfuß weitergeben läßt. An Toten werden 2500 an Verwundeten 5000 an Gefangenen 4000 gezählt 85 Kinder wurden bei dem Massenmorde n der christlichen Fascisten umgebracht und 50 Frauen ermordet. Die christliche Presse auch hierzulande aber inbelt, das Dollins mit. fobiel Schneid und schweren Haubigen die marxistischen Nester" gesäubert hat. Protest der tschechischen Genossen bei Dollfuß Der Parteivorstand der tschechoslos bemokratische Verfassung und slowakischen Sozialdemokratie hat an den das Geset; diese kämpfen gegen Aufrührer, denen österreichischen Blutkanzler folgenden ein feine seivaltfame ufurpierung einen Schimmer von drucksvollen Protest gerichtet: Legalität geben kann; diese kämpfen gegen die Vergewaltigung der Demokra „ Dr. Engelbert Dollfus, Bundeskanzler der tie, zu deren Idealen sich die Mehrheit der ziviliRepublik Desterreich! sierten Menschheit bekennt.. Wir können die Dual nicht länger ertragen, die ans die Nachrichten von dem Unglück verursachen, das in diesen Tagen Oesterreich heimgesucht hat. Unser ganzes Bolk bebt in Entsetzen über die Ereig nisse, zu denen es unter Ihrer politischen Berant Sagen Sie nicht, Herr Kanzler, daß wir uns in die inneren Angelegeheiten eines fremben Staates einmischen. Wir tun es schon zum zweiten Malc. Das erste Mal war es damals, als wir für eine unbertmillionenanleihe Ihres Staa es eintraten, votierten und garantierten, um dem österreichischen Volk Freiheit und Leben zu erhalten, zwei Menschenrechte, die Sie nun vernichten. Was fich icht bei Ihnen abspielt, ist geeignet, die Nuhe ihres Baterlandes und weiterer Teile Europas zu bedrohen. Ohne jede diplomatische Reserve warnen wir Sie, im Bürgerkrieg weiter fortzufchreiten. wortung gekommen ist. Die Hinrichtung schwer verwundeter Gefangener rufen in unserem Volt und in uns ein Grauen vor der Grausamke it hervor, die kein Beispiel im Leben der zivilisierten Menschheit hat. Das ist weder Justiz noch Politit,.das ist Nach e! Wir und sicherlich niemand glaubt, daß Sie die geschliche Ordnung gegen bolschewistische Aufstände verteidigen. Wir bezeugen vor der ganzen Welt, das es in Desterreich beinahe überhaupt keine Bolschewiken gibt und daß die Philosophic, die Politik und das Fühlen der österreichischen sozialdemokratischen Bartei immer scharf antibolschewistisch war. Gesetz und Ordnung, auf die Sic, Herr Kanzler, Ihren Eid Herr Kanzler, vielleicht ist es noch Zeit, daß geleistet haben, wurde von den österreichischen Arbei- nach der großen Schuld die große Neue, Befriedung tern nicht gestört. Diefe kämpfen für die und ein neues Leben komme. Für die Tschechoslowakische sozialdemokratische Arbeiterpartei Antonin Hampl, Vorsitzender Vojtech Dundr, Sekretär österreichischen Wir sind solidarisch mit dem Volt und fühlen uns verpflichtet, dies vor aller Welt zu bekennen! Marodeure und Lumpen Die Rolle der kommunazischen Apparatschiki Es ist bereits gezeigt und an dieser Stelle belegt worden, daß die kommunistische Presse ihrer Tradition auch in diesen Tagen treu geblieben ist. Bährend zehntausende Arbeiter fiebernd den Kampf der österreichischen Genossen verfolgen, zu jedem Opfer der Solidarität bereit, haben die Burschen, die im Solde Moskaus die Politik der Spaltung und Verhebung der Arbeiterschaft besorgen, auch jetzt keine anderen Sorgen, als die Sozialde motratie zu beschimpfen und mit fauſtdiden Lügen den Heldenkampf der Wiener Arbeiter als kommu nistische Parteisache zu reklamieren. ..Revolutionärer Generalstreit und bewaff neter Aufstand in Desterreich" heißt es im Titel der Kommunistischen Zeitungen am 13. Feber, aber im selben Atem werden die Partei und die Gewertschaften, werden die Führer und Vertrauensleute, die den Kampf begonnen und vorbereitet haben, des Verrats bezichtigt. Im Leitartikel der mosfowitischen Blätter finden sich folgende ungeheuerliche Stellen: .... der französische Block schließlich stützt sich auf die österreichische Sozialde mokratie, die er auch mit Waffen versorgt hat, nicht zu dem zwede, um den österreichischen Arbeitern den Kampf um ihre Freiheit zu ermöglichen, sondern um so weit als möglich die imperialistischen Interessen dieses Blods zu schützen." Man fragt: dumm oder gemein? und muß feststellen, daß die moskowitische Polemit beides in stärtstem Maße ist. Der Verüber des Bubenstücks, der angesichts eines in der Geschichte beispiellosen Heldenlampfes dredige De magogie treibt und nicht vergessen kann, daß es seine Aufgabe ist, die Interessen Italiens, der mit Rußland befreundeten Macht, wahrzunehmen, der Marodeur also fährt fort: ,, nicht umsonst hat gerade in den letzten Wochen die bürgerliche und insbesondere die sozialdemo kratische Presse die Frage des Einmar sches in Desterreich in aller Deffentlichfeit behandelt. Es genügt, in diesem Zusammenhang an den bekannten Artikel Dr. Franzels zu erinnern... ob sozialdemokratische Presse int jetzt so, als der revolutionäre Widerstand der österreichischen Arbeiter das Wert der SPDe wäre... Diese Manöver der sozialdemokratischen Parteien und ihrer Presse in der Tschechoslowa lei haben nur den Sinn, die tschechoslowakischen Arbeiter von einer wirklichen Unterſtügung des österreichischen Proletariais zurückzuhalten und sie für jene imperialistischen Pläne ausaunüßen, über deren Gefährlichkeit heute fein Biweifel mehr möglich ist... Vielleicht wird die tschechische Bourgeoisie samt ihren sozialfascistischen Lakaien... und in diesem Tone weiter bis zu dem revolutio närem Ende, daß Kundgebungen, Aufmärsche. Demonſtrationsstreits gefordert werden. in deren Durchführung sich die Apparatſchili ja ſeit Jahren als die lächerlichsten Phraſendrescher und Versager eriviesen haben. Wallisch fälschlich totgesagt Bei Bruck an der Mur verteidigt sich noch immer Koloman Wallisch heldenmütig gegen die Uebermacht der Regierungstruppen. Die Prämie, die von der Regierung auf seinen Kopf ausgesetzt wurde, ist von 1000 Schilling auf 5000 erhöht worden. munistische Partei Oesterreichs und teine Losung aus ihren Reihen. Alles erlogen! Alles Gerede und albernes Geschwäß, um von der entscheidenden Tatsache abzulenten: In diesem größten Kampfe des europäischen Proletariats seit der Pariser Kommune hat die österreichische Arbeiterschaft von der Komintern und von Sowjetruẞland nicht eine Patrone, nicht eine Pistole, nicht einen Papierböller erhalten! Wir wissen alle, was die österreichischen Arbeiter hätte retten können: moderne Waffen, Flugzeuge vor allem und Munitionsnach s ch u b. Was hat Nu I and, was hat die Komintern dazu getan, es den kämpfenden Wiener Arbeitern zu schaffen? Nichts. Die verblutenden Wiener Proleten hätten einen Bombenflie ger gebraucht. Die Komintern gab ihnen eine Parole und in Wahrheit nicht einmal die! Vor Seite 5 Verkühlungen bewahrt Sie Massage mit ALPA Menthol- Franzbranntwein. Wollen Sie stets gesund und widerstandsfähig sein? Verwenden Sie Alpa mit unverletzter Plombe. Das Pack aber, das die heroischeste Unterneh mung der Arbeiter seit 60 Jahren als das Feuer ansicht, an dem es seinen demagogischen Dred aufwärmen fann, fomunt uns mit der Einheitsfront. Eines verdienen die freiwilligen Zutreiber und Klopffechter der Mussolini, Fen und Sitler und das sollen sie haben: den Subtritt Das jedes ehrlichen Proleten. Wer den Marodeuren und Reichenfledderern die Hand reicht, schändet das Andenken der Toten von Wien! Beneš bei Doumergue und Barthou Paris, 16. Feber.( Havas.) Minister Doktor Benes hatte heute vormittags nach 11 Uhr eine Unterredung mit Ministerpräsidenten Doumerque, der auch Außenminister Barthou beiwohnte. Ministerpräsident Doumergue empfing vorher in Anwesenheit Barthous den Generalsekretär des VölTerbundes Avenol. Das neue Wohngesetz Prag, 16. Feber. Im Parlament wurde heute am späten Nachmittag noch die neue Mieterschutzvorlage vorgelegt, nachdem sie nochmals die politischen Minister passiert, aber nur zwei unbedeutende Aenderungen erfahren hatte. Herr Dubicly hat bereits angekündigt, daß er seinen Widerstand im Ausschuß fortzusetzen gedenkt. Nach dieser Vorlage soll der Mieterschutz bis Ende 1935 verlängert werden. Die Dreizimmerwohnungen sollen bereits mit 1. Jänner 1935, falls sie ganz oder zum Teil zur Ausübung eines Berufes verwendet werden, Zu dem Empfang. Dr. Beneš' beim franzö jedoch erst mit 1. April 1935„ nach den Bestim sischen Außenminister meldet die Agentur Havas, mungen des bürgerlichen Rechts" behandelt, d. H. day Minister Dr. Benes den französischen Außenminister über die in den letzten Tagen in London aus dem Mieterschutz ausgeschieden werden, even so zum 1. April 1935 die mittleren Betriebsstattgefundenen Verhandlungen des engeren Präs sidiums der Ab r istungskonferenz instätten. Die Kündigung kann bereits ein Duartal formierte und die Nebereinstimmung der Ansich früher erfolgen. ten der beiden Regierungen hinsichtlich der dort Ebenfalls mit 1. Jänner 1935 scheiden aus besprochenen Abrüstungsfragen sowie auch hin- dem Mieterschutz- ohne Rücksicht auf die Großze sichtlich des Inhaltes des nach Berlin übermittel- der Wohnung jene Mieter aus, deren steuerten französischen Memorandums konstatierte. Ge- pflichtiges Einkommen 36.000 Kč übersteigt. genstand der Besprechungen bildeten auch die Saben sie jedoch für einen Angehörigen ge österreichischen Ereignisse, bei denen feßlich zu sorgen, so wird diese Grenze auf Dr, Beneš einen mit den Prager amtlichen Stel- 24.000 Kč herabgesetzt. Falls der Mieter jedoch len fonformen Standpunkt einnahm. Der tsche Tatsachen nachweiſt, aus denen geschlossen werden choslowalische Außenminister besprach mit dem kann, daß sein Einkommen seit dem letzten Zahfranzösischen Außenminister und hierauf auch mit lungsauftrag unter die angeführte Grenze gedem Chef der politischen und Handelsabteilung funfen ist, so wird die Kündigung nicht wirksam. des Quai d' Orsay die Währungsmaß= nahmen der tschechoslowakischen Regierung. Die Arbeitslosigkeit In Nordböhmen im Jänner 1934 Zu den 47 Bezirksanstalten für allgemeine Die Sündigung bei der 36.000 StronenGrenze bezieht sich auch auf solche Fälle, in denen der Vermieter nachtweisen kann, daß das Gesamtcinkommen des Mieters und seiner bei ihm wohmenden Familienangehörigen diese Grenze überschreitet. Aenderungen erfahren haben auch die Bes unentgeltliche Arbeits- und Dienſtvermittlung in ſtimmungen über die Kündigung von Wohnungen Nordböhmen waren im Jänner 7152 Arbeits- und zugunsten des Hausbesitzers, ferner die Beſtim Am Donnerstag nun setzt die MoskowiterDienststellen und 186.636 Bewerber und Bewer- mungen über die Zulässigkeit der Mietzinserhö presse den Feldzug fort, und zwar mit der altbeberinnen angemeldet, wobei 5754 Vermittlungen hung, die bei Betriebsstätten an die Höhe der Erlannten Parole der Einheitsfront". Sie schreibt: erzielt wurden. Eine bessere Erfassung des Ar- werbsteuer gebunden werden. Bauunterſtüßungen beitsmarktes war leider nicht möglich, weil die nach dem letzten Bauförderungsgesetz werden bis ,, Die kommunistische Partei der Tschechoslodirekte Nachfrage der Bewerber und Bewerberin- Ende 1936 gewährt werden können. Der wakei wendet sich in diesem ernſten Moment nen bei den Arbeitgebern ständig steigt. Von den 1931 zur Wohnungsfürsorge bewilligte Beitrag neuerdings an alle sozialistischen Arbeiter Vermittlungen erzielte die Anstalt in Brüg 634, wird um weitere 300 Millionen erhöht. Das neue mit dem Angebot der EinheitsTepliß- Schönau 581, Gablonz a. N. 500, Somo- Gesez soll am 1. März in Kraft treten, weil das front und des gemeinsamen Kamp- tau 461, Auſfig a. E. 409, die städtische Anstalt Zweimonate- Provisorium des Wohngefeßzes Ende in Reichenberg 378 usw., den Berufsgruppen Feber außer Straft tritt. Es sollen also die Sozialfascisten", die nach handelte es sich um 1047 Tagarbeiter( meiWir kommen auf die Vorlage noch ausführ= Imperialisten", die Lalaien" und, wie man uns stenteils furzfristige Arbeit). 654 Metallarbeiter, licher zurüid. gestern noch beschimpft hat, in die Einheitsfront 647 Hausgehilfinnen u. dgl., 555 Personen im mit jenen eintreten, die endlich das richtige Mittel Dienste bei der Landwirtschaft, 531 Textil- und für Desterreich gefunden haben. Denn 519 Hilfsarbeiter usw. fc8." Lediglich die Kommunistische ParEnde Jänner waren 152.606 Arbeitslose antei Desterreichs stellt-gemeldet, was 18.3 Prozent aller Arbeitslosen im ganzen Staate( 835.651) bedeutet. Im Vergleich Waffen zur Verfügung? nein: mit Dezember zeigt sich eine Erhöhung um 5.54 -revolutionäre Stampflosungen auf, Prozent, wogegen im Vorjahre in derselben Zeit gibt dem österreichischen Broletariat cine Erhöhung um 12.33 Prozent zu verzeichnen Munition? nein: war. Beim Vergleichen mit Ende Jänner 1933 zeigt sich ein Rüdgang um 28.075, d. i. um 15.54 Brozent, gegen Jänner 1932 eine Erhöhung nur um 2052, b. i. um 1.36 Prozent. In 6 politischen Bezirken Nordböhmens werden mehr als 10.000 Arbeitslose ausgewiesen. revolutionäre Richtung und Ziel und steht in den bordersten Reihen der fämpfenden Arbeiter Desterreichs". Es ist wohl die frechste und schändlichste Lüge, die in diesen Tagen niedergeschrieben wurde, ftePolizeiaufgebot am Wenzelsplatz Die Kommunisten, die sich am Donnerstag oftentativ von der Fünf- Minuten- Arbeitsruhe als Sundgebung der Solidarität mit den österreichis schen Arbeitern fernhielten, hatten für gestern abends eine Versammlung im Lucerna- Saal einberufen. Diese Versammlung wurde jedoch von der Polizeidirektion verboten. Bereits am Don nerstag abends wußte man hier, daß es daraufhin zu kommunistischen Sundgebungen kommen sollte. Die Polizei hatte für gestern abends alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen.Von der SmečkaGasse bis zum Museum war die Seite des Wenzelsplages, auf der das Lucerna- Palais, in der die abge= sperrt. Berittene Polizei- Streifen und Stordons in mehrfachen Reihen verteilten sich vom Museum bis Mukden, 16. Feber. In hiesigen japani- zum Graben. Die Passanten mußten zwischen den fchen Streifen wird erklärt, daß die m and fchu Poſtenketten hindurchgehen. Man sah unter den rische Regierung die Zwecklosigkeit von Spaziergängern einen großen Teil der kommuniBerhandlungen mit Sowjetrus ans über den Erstischen Anhänger. An verschiedenen Stellen tourwerb der chinesischen Ostbahn eingesehen und be. den Sistierungen vorgenommen. Sie und da mußte Gerade die österreichischen Ereignisse versucht Die kommunistische Partei gibt den österrei- fchloffen habe, die Bahn auf Grund eines Ge- eine besonders heftige diskutierende Gruppe zum die Sozialdemokratie zu einem gigantischen chischen Arbeitern eine Lojung! Aber nicht ein- fches zum Schuße der Selbständigkeit des man- Weitergehen aufgefordert werden. Zu ernſteren Betrugsman över auszunügen... die mal das ist tv a hr. Es gibt te i'n e fomoschurischen Staates zu beschlagnahmen. Zusammenstößen tam es nicht. bast in Desterreich seit Monaten auch nicht die Das wird geschrieben an einem Tage, da das europäische Proletariat nichts so tief bedauern, muß, als die Tallache, daß wir in den demofrati cher und dümmer als die Regierungslügen der dc schen Staaten nicht start genug find, eine Entla- und Dollfuß! Die geschichtliche Wahrheit ist: ftungsoffensive durchzusetzen, weil ein großer Teil der Bauern und Arbeiter auch der demokratischen Staaten nicht begriffen hat, worum es in dem Heldenlampf der Wiener Sozialdemokraten für ganz Europa gegangen ist. Und die Büberei wird fortgefeßt: Leifefte Spur von der kommuniit ifchen Partei zu merken war, daß in der ganzen Bewegung tein Sembzipfel eines Kommunisten zu sehen, kein Wort aus kommunistischem Munde zu hören ivar! Japan beschlagnahmtube öſterreichische Gesandtſchaft iſt, Ostchinabahn? Celle 6 Schwarmlinien gegen die Arbeiter Bundestruppen stürmen in der Umgebung von Wien Tagesneuigkeiten Ottakring Und sie standen in den Höfen, dort vom Schutzbund hinbefohlen, Josef Müller und Franz Seidler, keiner brauchte sie zu holen. Jeder wußte, wo die Flinte hing. Freund, wir laffen Wien uns nicht verderben! Was wir schufen, soll kein Dollfus erben Also wars in Ottakring. -FOO Floridsdorf und Simmering, dorthin schoffen Feys Haubitzen, Häuser riffen auseinander, Kinder sanken in die Pfützen, Die im Februar noch eisbedeckt. Matter wurden schon die müden Hände, Doch kein Kämpfer dachte an das Ende, Der noch eine Kugel sich versteckt. Nein, die Donan ist nicht blau und kein Himmel voller Geigen, Keiner darf mit einem Liedel noch hinauf nach Grinzing steigen, Denn in breiten Bächen steht das Blut. Adler tauchen freischend ihre Flügel In den zitternd dunkelroten Spiegel, Wo das Herz der Freiheit ruht. Starben viele auf dem Rasen, drüben an der Straßenece, Faust geballt zum letzten Schwure, ohne Segen, ohne Decke, Nur allein dem Recht geweiht. Ihre Fahnen werden nie mehr sinken, Jeder rote Flecken ihnen winken, Wenn wir befreit. Andreas Howald. Untersuchung der StaviskyAffäre und der Mitschuld von Barlamentariern Samstag, 17. Feber 1934 Augenblid ihrer Silflosigkeit benußte der Räuber, um dem Mädchen die Handtasche mit den 15.000 Kč zu entreißen. Fräulein Stein schrie jest um Hilfe, eilte auf die Straße und machte Passanten auf den Täter aufmerksam. Dem Räuber gelang es jedoch, in der Menschenmenge zu entkommen. Die Polizei verfolgt die Spur eines Mannes, der schon vor kurzem ein ähnliches Verbrechen verübt hat. Auf die Ergreifung des Täters ist eine Belohnung von 1000 Kč ausgesetzt worden. Soldatenselbstmord in Brüg Antwort zu geben". In dem Aufsatz, in dem dieser sonderbare Ratschlag enthalten ist, werden die Lehrer hinsichtlich der Haltung zu politischen Diskussionen der Kinder zu weisester Vorsicht gemahnt; sie seien allerdings auch dann noch) nicht vor böswilliger Verleumdung geschützt. Es wäre weniger verwunderlich, wenn eine im Staatsverlage erscheinende Zeitschrift vom Erzieher Bekennermut verlangte und die Erfüllung der Pflicht, die Kinder zur Achtung vor der demokratisch- republikanischen Staatsform zu erziehen. Statt dessen aber wird jenen Erziehern die Mauer gemacht, denen die Demokratie verhaßt ist und die darum immer gerne bereit sind, ihre Gesinnung wenigstens zu verbergen. Es fann niemand mißverstanden oder gar denunziert werden, der die Pflichten erfüllt, die die Demokratie von ihm verlangt. So einer aber im Widerstreit mit seinem Gewissen ist, wenn es gilt, Kinder zu Republikanern zu erziehen, ist er zum Erzieher hierzulande nicht geeignet. Nicht das Aufsetzen der Tarnkappe ziemt ihm, sondern die flare Entscheidung zwischen dem republika. nischen Brot und der fascistischen Gesinnung. Dies gilt übrigens auch für die Schriftleiter der„ Monatsschrift für Bürgerkunde und Erziehung". Das Feberheft der Nr. 40 Tribüne" ist soeben erschienen und enthält folgende Beiträge: Josef Hofbauer: Desterreich. Dora Denis: Beispielgebend für die Internatio nale. Emil Stran: Krisenbekämpfung in der Tschecho, slowakei. Fritz Weise: Monopolkapitalismus und Wirtschaftsfrise. Timon: Prostitution, Geschlechtsfrankheiten und Gesetzgebung. Bemerkungen. Bierschau. Mitteilungen der Zentralstelle für das Bildungs wesen. Bestellungen sind zu richten an die Vertrauens. lente, Parteisekretäre, Schriftenabteilungen und Volksbuchha... lungen oder direkt an die Verwaltung der Tribüne", Prag XII., Slezská 13. Brand und Kollegen auf freiem Fuß. Ge- Bei Trhas Verhaftung stellte man fest, daß der stern nachmittags wurden aus der Haft des Mann auf diese Weise fortlaufend gute Einnah Strafgerichtes in Pankrac die Mitglieder der men gehabt und mehrere tausend Kč seinen Opfern Sudetendeutschen Heimatsfront" entlockt hatte. Dr. Walter Brand, Ernst Kundt, Wilhelm Sebekomsty, Ostar Kuhn und Friedrich Seöllner gegen Gelöbnis nach§ 191 des Strafgefeßes entlassen. Nach dem genannien Paragraphen müssen die auf freien Fuß Gesetz ten dem Untersuchungsrichter geloven, sich von ihrem Aufenthaltsort nicht zu entfernen, sich auf jede an jie gerichtete Vorladung bei Gericht ein stellen und die betreffende Untersuchung nicht zu vereiteln. Nenes Eingeborenenrecht in den portugiesischen Kolonien. Im Zusammenhang mit der Einführung des ständischen Aufbaues in Portugal ist auch die Verfassung der portugiesischen Kolonien neugeregelt worden. Zu diesem Zwed hat die Regierung ein ,, KoTonialgrundgesetz" erlassen, das in 47 Artikeln die wichtigsten Verfassungs- und Verwaltungsvorschriften für Kolonien enthält. Danach stehen die Eingeborenen unter dem Schutz der Behörden und der wei ßen Siedler. limfangreiche Wohlfahrtseinrichtungen sind zugunsten der Eingeborenen vorgesehen. Neu ist insbesondere die Durchführung regelmäßiger Eingeborenenzählungen. Das Verbot der Zwangsarbeit gilt allgemein. Der Staat ist jedoch berechtigt, die Eingeborenen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und an der nationalen Arbeit zu erziehen. Es wird cine eigene Arbeitsinspektion für Eingeborenenarbeit Die Zahl der russischen Arbeiter.( DG.) eingerichtet, die unmittelbar dem Kolonialministenach amtlichen russischen Mitteilungen hat sich rium unterſteht. In der Rechtſprechung gilt das andie Zahl der im Produktionsprozeß tätigen Ar- gestammie Recht der Eingeborenenſtämme, ſoweit es beiter und Angestellten von 11.6 Millionen im nicht neuzeitlichen Humanitätsgrundsäken widerJahre 1928 auf 22.8 Millionen im Jahre 1932 spricht. Ist dies der Fall, so tritt das portugieſiſche erhöht. Das ist, im Gegensatz zu den Schwindel- diecht an die Stelle des Eingeborenenrechts. nachrichten Hitlerdeutschlands eine echte WirtTodesurteil in Fünffirchen. In Fünftirchen hat der Gerichtshof den mehrfach vorbestraften enisprungenen Sträfling Bognar, der im Herbst vorigen Jahres in der Gemeinde Pellerd einen Landwirt ermordete und dessen Frau schwer verletzte und ihr Haus dann ausraubte, zum Tode durch den Strang verurteilt. Prag, 16. Feber.( Tsch. P.-B.) Am 10. ds. wurde auf dem Abhang Hněvin bei Brür der Soldat des Infanterieregimentes Nr. 9. Franz Böse erhängt aufgefunden. Die Leiche des Er hängten hing wahrscheinlich bereits einige Tage vor ihrer Auffindung an der betreffenden Stelle. Nach dem Urteil der Untersuchungskommiſſion handelt es sich um einen Selbstmord. Der In fanterist Vöje diente in Brür erst furze Zeit, vor her befand er sich in einem Strantenhause in Behandlung. Er wurde niemals disai- schaftsanturbelung. plinarisch bestraft und hat auch Beschwerden vorgebracht. Er war von schwermütigem und verschlossenen Charatter. Er hinterließ auch keine Nachricht und es besteht Grund zu der Annahme, daß die Ursache des Selbstmordes in der Krankheit zu suchen ist, an der Böse litt. Der Hilfsdienst für die " Tscheljustin"-Befagung Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen: Samstag. Der Ueberweisungsverkehr mit dem Auslande eingestellt. Ab 14. Feber 1934 nehmen die Postämter bis auf weiteres Postanweisungen aus der Tschechoslowakei ins Ausland nicht entgegen. Prag, Sender 2. 10.05: Deutsch) c NachEiner der Letten. In Triest ist dieser Tage richten, 18.10: Deutsche Sendung: JuPascale Falcon, der sich an der Seite Garigenditunde, Archivrat Dr. Moucha: Was wollen wir baldis an den italienischen Befreiungsfämpfen lesen? 19: Deutsche Pressenachrichten beteiligt hatte, im Alter von 97 Jahren gestorben 21.10: Revolutionsnacht auf Sturganovka, 21.25: Bunter Abend, 22.15: Schallplatten. Brünn 11: Wie werde ich rasch und sicher Filmstar? Die Vormittagskonzert, 17.25: Schallplatten, 18.25: Polizei verhaftete gestern in Prag einen gewissen Deutsche Sendung: Schallplatten, 19.35: Moskau, 16. Feber.( Taß.) In einer von Stefan Trhal, der umfangreiche Betrügereien Orchester arbeitsloser Musifer, 20.25: Lob des Tander Regierungskommission für die Organisierung begangen hat. Trhal pflegte in Prager Zeitungen zes. Raschan 16.50: Marionettentheater für Siimder Hilfeleistung für die Besagung des gesunkenen Inserate aufzugeben, in denen er sich erbot, jungen ber, 19.35: Unterhaltungsmujif, 22.30: NachtEisbrechers Tscheljustin" veröffentlichten Mittei- Reuten beiderlei Geschlechts, die zum Film woll- fonzert. Wien 12.30: Unterhaltungsmufit, 16.25: lung wird das mutige Verhalten der Beten, Engagements zu verschaffen. Als einziges Ent Mandolinenkonzert, 20.05: Peterls Brautfahrt, ſa ßung während der Natastrophe hervorgeho- gelt verlangte Trha für seine Bemühungen Ke volkstümliches Stück von Löwinger, 22.25: Abendben. Für die Gebiete des Nordkaps und des Kap 3.80 in Warken. Unzählige antworteten ihm auf Wallen wurde eine außerordentliche Dreier diese Inserate. Doch wenn sie den gewünschten Benoch fonzert. tommiſſion für die Hilfeleistung gebildet. trag eingesandt hatten, erhielten sie nur Am 15. ds. war der letzte Termin zur BeDie Regierungskommission hat den Leitern der folgende lakonische Nachricht: gleichung deiner Schuld Genosse beim ParteiPolarstationen auf dem Nordkap und auf Kap herrscht große Strije. Engagementsmöglichkeiten ,, Augenblicklich blatt. Du hast vergessen zu bezahlen! Wallen Weisung zieds schnellster Ueberführung sind erschwert. Wenn die Zeiten besser sind, wer- Wir ersuchen dich, deiner Pflicht nachzukommen, Paris, 16. Feber. Die Untersuchung der der Expeditionsteilnehmer auf das Festland er den Sie von mir hören. Bereiten Sie sich ingivi- warte also nicht auf die Postmahnung und Siavisti Affäre tritt heute in eine neue Phase. teilt. Es sind bereits Meldungen eingelaufen, daß schen selbst vor und studieren Sie zu Haus das 3ahle! Sonst schädigst du dein Blatt, die Partei In der Kammer wird eine 44gliedrige am Nordkap 60 Hunde gespanne mobilisiert Buch: Wie werde ich rasch und sicher Filmstar?" und damit auch dich selbst! Untersuchungskommission eingesetzt und daß ein Teil hievon schon nach Kap Onman werden, welche sich mit der Feststellung der Mit abgegangen ist, welches dem Statastrophenort am jchuld von Parlamentsmitgliedern an den stan nächsten gelegen ist. Dort wird eine Basis mit dalösen Betrügereien der letzten Zeit befassen Nahrungsmitteln und Wäschevorräten organisiert. soll. Auch in Bayonne nimmt das Gerichts- Am Nordkap, auf Kap Wallen und in der Prviverfahren seinen Fortgang. Zwischen dem Dedenzia- Bucht befinden sich Flugzeuge, die, putierten und ehemaligen Bürgermeister der sobald es die Wetterverhältnisse gestatten werden Stadt Bayonne, Garat, und dem Direktor der( in den letzten Tagen wütete ein SchneePfandleihanstalt, issier, tam es bei der gestrigen neuerliche Stonfrontierung zur Aufbekfung zahlreicher ür die weitere Untersuchung wichtiger Angelegenheiten. Der Untersuchungsrich ter beschloß, auch Frau Staviski und die ungarische Schauspielerin Rita Georg, welche von Staviski nach Paris engagiert worden war, zu einem Verhöre borzuladen. tur m), Flüge zur Ueberführung der Expedis tionsteilnehmer auf das Festland unternehmen werden. Die Aufklärung des Wetters und die immer länger werdende Tagesdauer sind für die Vorbereitung dieser Flüge günstig. Allen Polarstationen wurde ununterbrochener Dienst für den Empfang der Radiogramme des Expediti onsleiters Schmidt vorgeschrieben. Die Radiovers bindung mit Schmidt wird ununterbrochen aufrecht erhalten. Ferner werden von den Polarstationen täglich viermal Wetterberichte, Berichte über die Eisverhältnisse usw. übermittelt. Ein Raubüberfall in Prag Ein Raubüberfall von besonderer Verwegen heit wurde auf die Angestellte des Postkartenhändlers V. Bu d, Fräulein W. Stein, am lichien Weiseste Vorsicht? Die„ Monatsschrift für Tage verübt. Der Kaufmann, der sein Büro im Bürgerkunde und Erziehung" erscheint im Louvre- Haus in der Národní třida hat, sandte Staatsverlag. Man sollte meinen, daß sie von seine Angestellte gegen 11 Uhr vormittags zur dem Bestreben ihrer Verfertiger zeugt, die Postsparkasse, um dort für ihn von seinem Konto Grundsäße der Demokratie zu verbreiten. Dem 15.000 Kč abzuheben. Als das junge Mädchen ist aber nicht so. In der letzten Ausgabe wird ungefähr eine Stunde später zurückkehrte, ihr plöslich im Hausflur ein etwa 28jähriger auch das heifle Thema besprochen, wie sich der Mann entgegen, der drohend eine Waffe in der Erzieher zu verhalten habe, wenn ihn die KinHand hielt und schrie: Gib her das Geld!" Als der mit politischen Fragen ins Gedränge bringen sich Fräulein Stein weigerte, fühlte sie plötzlich sollten. Zur Sicherheit des Lehrers ist es wohl brennenden Schmerz in den Augen, so daß sie mi am fliigsten, durch eine entsprechende, Ueberlei. nutenlang der Schkraft beraubt war. Diesen tung' vom Thema abzulenken und keine klare Gefangene Helden Nach den Kämpfen um Floridsdorf, dem Arbeiter- Vorort im Nordosten Wiens auf dem linfen Donauufer: Schutzbündler werden nach ihrer Festnahme im Gerichtshof bewacht 0% 02 to 2 D 16 KIKE g ic It 11 It ft it $ # # 3. Str. 40 Balkanpakt Radh monatelangen Verhandlungen ist der Balkanpati in Belgrad auf einer Konferenz der Außenminister paraphiert worden. Jugoslawien, Rumänien, Griechenland und die Türkei sind ihm beigetreten. Bulgarien und Albanien werden sich dem Batte nicht anschließen. Wenn schon diesen beiden Ländern der Beitritt offen gelassen worden ist, so ist even doch durch ihr Fehlen der Balkanpalt nur ein Teilwerk geworden. Was bisher über den Inhalt des Paktes be= tannt geworden ist, charakterisiert ihn eindeutig als einen Vertrag, der sich besonders gegen die Revisionsbestrebungen richtet. Die durch die Fries bensverträge geschaffenen Staatsgrenzen werden ausdrüdlich garantiert und jede auf die Revision der Friedensverträge abzielenden Bestrebungen zurüdgewiesen. Eben diese Bestimmungen sind es. die der bulgarischen Regierung den Beitritt zu dem Balt unmöglich gemacht haben. Bulgarien ist unter den eigentlichen Baltanländern die Türkei ift feit Ende 1918 territorial faltiſch auf Kleinaften beschränkt bei den Friedensschlüssen im Rahre 1919 der Leidtragende gewesen. Auf seine Roften wurde die jugoslawische, rumänische und die griechische Grenze beträchtlich hineingeschoben. So sehr das Auffladern der Gegensätze uns ter den Baltanländern in die Pläne der rivali fierenden europäischen Großmächte paßt, so wenig tam ihnen ein Serieg gelegen und darum gelang cs dem Völkerbund wiederholt, die Streitigkeiten zwischen ihnen zu schlichten. Aber nichtsdestowent ger ist der Balkan heute noch das Gebiet in Europa, auf dem die Intereſſengegenfäße der Großmächte unmittelbar zusammenstoßen. Je weniger die Imperialisten der großen Staaten Stolonialländer erschließen tönnen, je heftiger der Kampf um die Rohstoff- Absatzmärkte in Asien und Südamerika wird, desto nachdrücklicher auch ihre Bestrebungen, größeren wirtschaftlichen und politischen Einfluß über die Länder des Baltans u gewinnen. Der, Samstag, 17. Feber 1934 stenographierende Sergeant Kauft Bücher! als Diktator Der Mann, der Kubas Revolutionen macht Havanna, im Jänner. Bei allen Berwicklungen und Putschen, die in den letzten Wochen und Monaten Stuba erschütterten, stand immer ein Mann im Mit telpunkt oder doch wenigstens im Hintergrund: Fulgencio Batista, der ehemalige Sergeant, der Mann mit der erstaunlichsten Karriere in gana Amerita. zu zählen, die in den letzten Monaten über Stuba, Es wäre eine schwere Aufgabe, die Schüsse vor allem über Savanna, frachten oder die Heil, Hoch- und Hurra- Schreie oder das Niedergebrüll, das in den Straßen widerhallte. Die Regierungen und Präsidenten lösen sich Machado stürzie, ein Cespedes, ein Hevia. Wer ab, wie die Varieténummern im Engagement. Ein der Letzte fiel? wird der Nächste sein, ist immer die Frage, wenn Nur einer blieb unerschütterlich, lachend, fröhlich, mit offenen Augen und hellem Verstand, mit einer maßlosen Zähigkeit und einem sieghaften Bewußtsein des Sieges auf den Trüminern zu rüd: Fulgencio Batista, dem man den Spiznamen der stenographierende Sergeant" gegeben hat. Er ist schon lange fein Sergeant mehr. Er hat die fubanische Armee in der Hand. Er dirigiert heute die Revolutionen oder doch ihr Ende, wenn es ihm passt und wenn es in die Rechnung pafft, die er( ohne daß jemand bis heute dahinter schaute), ganz für sich aufgestellt hat. Den Bräsidenten mache ich!" Es ist so: Batista macht heute nicht nur die Nevolutionen, sondern auch die Präsidenten. Wenn es auch nicht so in Erscheinung trat, so war er doch verantwortlich für den Sturz des gestrengen Machado. Aber man weiß, daß er den fügsamen und eleganten Cespedes in den Saitel hob und wieder aus dem Sattel holte, um den Chirurgen San Martin an die Stelle zu setzen. Aber er bedrängte dann San Martin so, daß dieser ohne eine Träne des Bedauerns wieder in seine selinit an den Operationstisch zurüdging. Nach ihm versuchte eine Clique die Macht des Sergeanten" ein wenig zu brechen, indem man den aus der Marine- Akademie der Vereinigten Staaten hervorgegangenen Carlos Hevia auf den Thron seizte. Unverkennbar sind die Anstrengungen Deutschlands, Englands und Italiens, wirtschaft lich vorzubringen. Italien hat ja Albanien seit einer Reihe von Jahren so gut wie offupiert und ift bis vor kurzem der tatsächliche Beherrscher des Landes gewesen. Es ist aber allem Anschein nach bei der Unteriverjung Albaniens unter die Intereffen des italienischen Kapitalismus so rigoros vorgegangen, daß im Lande die Kräfte des Wider jlandes erheblich erstarkt sind, wozu außerdem auch die vom Fascismus gefeierte nationale Erneuerung", vor allem aber die durch brutale Ausbeutung beschleunigte soziale Differenzierung der Bevölkerung beigetragen haben mag. Jedenfalls ist es offensichtlich, daß die Position Italiens in Albanien nicht mehr so unerschütterlich ist, wie all die Jahre hindurch. Die fchiveren wirtschaftlichen und finanziellen Schivierigteiten, die den italienischen Fascismus im eigenen Lande nicht aus der Wozu Stenographic gut ist... Strife tommen lassen, verbieten ihm, weiter fortlaufend so gewaltige Summen in Albanien zu ins Aber wir müssen ja noch erzählen, weshalb bestieren wie er sie seinerzeit hingab, um die Gunst er überhaupt diesen seltsamen Namen des„ stenodes..Sönigs" Achmed Togu zu erwerben. Jta- graphierenden Sergeanien" befam... liens Ballanpläne, die auf die Durchdringung Jus goslawiens, auf die völlige Beherrschung der östlichen Adriatüſte abzielen, sind durch diese Entwichlung nicht gefördert worden; so sehr sie auch die Zuneigung der englischen Regierung fanden. Italien, ebenso wie Deutschland, versuchen, mit der Forderung nach Revision der Friedensverträge, die von ihnen nicht erhoben wird, um dem Prinzip der nationalen Unabhängigkeit und Selbstbestimmung Geltung zu verschaffen, auf dem Baltan für ihre ökonomischen und machtvolitischen Interessen weiter den Boden zu bereiten. Hinter ihnen steht die konservative Regierung Englands, alles unterstüßend, was geeignet ist, den Einfluß Frankreichs vom Baltan zurüdzu drängen. War der Ballan einst das Streitobjekt zwiſchen ilen Deutschland Deſterreich und England. Aver nach zwei, drei Tagen lachte der Sergeant" wieder hörbar in Havanna. Carlos Hevia ging. Batista aber serviert statt feiner einen Oberst Carlos Mendieta, einen alten Revolutionär. Hatte der stenographierende Sergeant" nicht wieder seinen Willen durchgesetzt? Eines Tages, vor 15 oder 16 Jahren, während man in Europa gerade aufhörte, sich die Köpfe einzuschlagen, kam vom Land, aus einem einen Buderplantagen- Dorf ein junger Bursche nach Havanna. Braunhäutig, mit didem Indianer haar und ein wenig mongolischen Augen. Kuba suchte damals Soldaten, Söldner, Freiwillige. Für 100 Mart im Monat. Hier meldete sich unser Fulgencio Batista. Ein, zwei Jahre trug er stolz seine fleine Uniform. Aber inzwischen war der Ehrgeiz in ihm aufgeteimi. Er hatte gehört, daß ein Sergeant 120 oder später 130 Mart bekomme. Also wollte er Sergeant werden. Er ging in die Abendschule, paßte genau auf alles auf, was ein Sergeant tun und können mußte und war bald ein sehr jnuger Sergeant. Als er eines Nachmittags bei der Erstattung einer Meldung sah, daß ein Sergeant das Diktat| eines Oberst in Stenographie aufnahm, lernte er die Kurzschrift. Er stenographierte bald genau so gut, wie er schoß. Eines Tages war er als stenographierender fiziere und Generale lönnen mußten und täten. Sergeant im Hauptquartier. Er sah, was die Of Er lernte Tag und Nacht. Man diftierte ihm Staatsgeheimnisse und praktische Staatswissen schaft und Militärtünste in den stenographierenden Bleistift. und behielt alles, was er hörte und schrieb. Batista hatte ein phänomenales Gedächtnis „ Aber die Armee gehørayt mir!" Seite 7 Schenkt Bücher! TRAPP fleißigeren Stenographen. Aber dieser Stenograph Nie hatte Machado einen freundlicheren und wußte, wen die politische Polizei suchen sollte, welcher Oberst im Verdacht stand oder auf der schwarzen Liste. Batista faßte Fuß in den Kreisen der Revolutionäre. Bei den schießwütigen Stu- Organisiert die denten und bei den überlegenden Militärs. Kolportage! An einem schönen, sonnigen Nachmittag mußte Machado feststellen, daß er die Armee nicht mehr hinter sich hatte. Sie gehorchte ihm nicht nur nicht mehr, sondern forderte sogar seiner Rücktritt. Machado ahnte noch nicht, wer an seinem Sturz fchuld war. Cespedes tam. Batista stenographieric auch unter dem neuen Chef. Seinen Freunden sagte er, es sei bald soweit. Eines morgens nahm Batista feinen Revolver stait feines Bleistifts mit in das Ministerium und sagte Cespedes, daß das Volk jetzt befehle. Er hätte genauer gesagt die Sergeanien. Denn diese hatten den Bulich gemacht. Man gab dieser Revolution feine lange Dauer. Bie tonnie ein Sergeant eine Armee in die Zügel nehmen! Da aus den Landgarnisonen trafen die Telegramme cin alle Sergeanten feien größenwahnsinnig getvorden und hätten sich nach dem Veispiel des Vatija zu Offizieren gemacht. Und alle Manschafien seien auf einmal Sergeanten. Batista lachte laut und schallend und verord nete Freibier für die ganze Armee. Er ging auch in das Militärlager von Colombia und tranf mit, bis der Morgen graute. Heute versichern Kenner, daß die Disziplin der Truppen fich um 50 Prozent gehoben habe. gegenüber der Borrevolution. Bräsident? Lieber hinter den Kulissen! Was man nicht alles von Vaiista und seiner Karriere erzählt und was nicht alles über seine Zukunftspläne phantasiert wird! Bielleicht auch nicht. G. O. Troß des Ernstes der Situation muß ich über den dummen, verbohrten Polizeimenschen lächeln, ich fühle dabei aber auch, wie schwer die Kämpfe sind, die unsere Wiener Genossen mit diesen fanatifierten Gefellen zu führen haben. Nun wenden wir und fahren, oft aufgehalten und vijitieri, über Meidling zum Margaretengür tet. Es geht durch schweigende finstere Straßen. Dann tauchen die großen Zeugen des ſozialistischen Aufbauwillens, die wunderbaren und mir wohl befannten Wohnpaläste auf. Fuchsenfeldhof hier ist es ruhig Neumannhoj. Der Margare tengürten ist von Bundesheer besetzt. Etiva 10 Militärautos stehen auf der Straße, ein halbes Dußend Maschinengewehre sind auf die Vorder front des Reumannhofes gerichtet. Ein Oberleut nant visitierte mich. Ich erfahre, daß der Maiicottihof zusammengeschossen und gestürmt worden sei. Im Neumannhof aber haben sich die Arbeiter verbarrikadiert. Die Erefutive fühlte sich nicht im stande, vorzudringen. Bassen sie auf, wenn sie weiter fahren, hier wird geschoffen." Wir passieren die gefährlichste Stelle und kommen nach einer Weile wieder zu unserem Ausgangspunkt, der Mariahilferstraße. Da waren Schüsse aus der Richtung Ottakring zu hören. Das weďte in mir den Wunsch, die Lage auch in diesem Bezirk fennen au lernen. Wir fuhren also nochmals los und woll ten vom 14. und 15. Bezirk aus in den 16. g fommen trachten. Aber in Hernals wurden wir Es ist allerdings so, daß eines Tages Batista angehalten. Ich sage wieder, nu schon mit Hon vielleicht niemanden mehr findet, der seine Haut tine, mein Sprüchel auf. Die Wachleute sind aber als Präsident riskieren will. Dann muß er eben sehr tritisch. Es ist Standrecht, da dürfen Sie selbst regieren. Man glaubte schon vor Wochen, nicht auf der Straße sein." Ich versuche ihnen flar er werde die Dittatur ausrufen. Aver er dachte zu machen, daß der Aufenthalt vereinzelter Bai gar nicht daran. Weshalb auch? Er herrschte ja fanten nicht verboten ist, nur Zuſammenrottungen so auch. Und der Präsident ist für ihn immer noch und daß ich nicht die Absicht habe, mich zusam menzuroiten". Aber der mißtrauische Beamte ist ein erstaunlich guter Blizableiter. nicht zu beruhigen und fragt, für welches Blatt Wenn dann niemand mehr für ihn Präsident sein vill, verschieben sich die Chancen. Er ist ein ich berichte. Meine Auskünfte( die nicht ganz der Glücksritter. Die fubanischen Adeligen, die er zum Wahrheit entsprachen), scheinen ihn nur in seinem Teil verbannie, haßten ihn wie den Tod. Vielleicht Verdacht zu bestärken. Sie müssen auf das Som morgen, in missariat." Er steigt mit aufgepflanztem Geivch schicken sie ihm eine Sugel nach ins Auto, ein anderer Polizist ſeizi sich zum einem Monai, in einem Jahr. Chauffeur und num geht es zum Polizeikommisfariat Bernals. Hier werde ich zunächst als beson derer Fang betrachtet, um so mehr, als ich dann sogar Auskünfte zu geben. Natürlich wurde geschossen, auch wir Sozialdemokrat" berichten will. In der von haben 3 Tote. Jetzt haben wir den Kampf abge Polizisten und Häftlingen angefüllten Wachstube brochen, aber morgen geht es weiter, da werden werden meine Personalien aufgenommen und wir die Noten a usräuchern." Ich erkundigte dann werde ich, von meinen Häschern estortiert. mich, ob das Arbeiterheim, in dem ich noch um dem Journalbeamten vorgeführt. Da fam es nun 16 Uhr die Genossen besuchte, schon im Beſive der zu einer hochnotpeinlichen Einvernahme, der Lei Grefutive ſei. ,, Nein, das halten sie noch beſeist, ter des Kommissariats, ein alter Hofrat, bemühte jich persönlich um meinen Fall. Der erfannte aber das können wir erst morgen ausräuchern". Ich fahre die Favoritenstraße hinaus bis bald, daß mit mir nicht viel anzufangen ist und zum Wohnbau Najenhof. Es ist jest ruhig ge- gab die Weisung, mich nach Ueberprüfung meiner worden, nur vereinzelte Schüsse werden hörbar. Angaben freizulassen. Während mein Protokoll Wir biegen nach rechts in der Nichtung zur Spin- geschrieben wurde, war ich Zeuge der Einvernahme nerin am Kreuz. Beim Wasserwert am Laaerberg einer Arbeiter- Samariterin, die verhaftet worden: werden wir von einer großen Polizeiabteilung war und die in sehr intelligenter Weise auf alle aufgehalten. Ich legitimiere mich wieder und er Fragen antwortete. Dann mußte ich noch lange fläre den Rived meiner Fahrt. Der Kommandant Beit im Journaliſtenzimmer warten. Hier wurder: ist sehr barsch und abweifend. Auf einmal fragt er in rascher Folge etwa ein Dugend Häftlinge ein mich:„ San Sö a Jud? Sogens die Wohrheit!" geliefert, fast durchtvegs junge Arbeiter. G Ich versichere, daß dies nicht der Fall ist, ziehe Trampft sich mir das Herz zuſammen, daß ich mit den But und setzte mein Arisches den forschenden diesen Genossen nicht ein Wort sprechen, ihnen Erlebnisse der erſten Nacht bereit, auf meine Fragen einige Austin wahrheitsgemäß; erklären mußte, daß ich dent der Wiener Revolution so ringen heute Frankreich auf der einen und England, Deutschland, Italien jedes dabei seine Sonderinteressen beachtend auf der anderen Seite, um die Vorherrschaft über die mehr als 40 Nun hat sich die Nacht auf die Stadt geMillionen Menschen zählenden Völker im südöst- senkt, in deren Mauern die Arbeiter einen verlichen Europa. Wenn die Regierung Bulgariens zweifelten Kampf um ihre Freiheit führen. Das bei der Weigerung diesem Balkanpakt beizutreten, Standrecht ist in Wirksamkeit, nach 20 Uhr sind etiva auf die jetzt mächtiger gewordene Revisions- alle Haustore und Gaststätten geschlossen, nur verwelle spekuliert und darauf, daß die sie voriväris einzelte Fußgänger und Autos sind sichtbar. Imtreibenden Mächte sich selbstlos für bulgarische mer wieder schallt Gewehrfeuer auf. zur nationale Forderungen einsetzen werden, so wird Ich habe die Verbindung mit der Stampflei fie eine nicht mindere Enttäuschung erleben, wie die Geschichte sie Bulgarien und die anderen tung verloren. Die erwarteten Nachrichten sind Ballanvölter schon wiederholt bereitet hat. ausgeblieben, der in einem Lotal vereinbarte Freilich ein Friedenspatt ist dieser, unter Verbindungsposten blieb undeſetzt. Einen BerFrankreichs lebhafter Förderung zustandegekom- ſuch, zur Stampfleitung vorzubringen, mußte ich, mene. Ballanpalt nicht. Er will die Grenzziehung obwohl schon in unmittelbarster Nähe, aufgeben, der Friedensverträge von 1919, die eine wesents da ich sonst die Genoſſen aufs schwerste gefährdet liche Ursache der ewigen Unruhe ist, stabilisieren. hätte. Um 22 Uhr waren wir ohne Nachricht über Er ist ein weiteres Glied in der Kette von Batten den Stand des Stampfes. Da entſchoß ich mich, und Verträgen, mit denen die französische Politit auf eigene Faust loszugehen und Ermittlungen Blicken des antisemitischen Wächters aus. der nicht die Hand drüden, ihnen nicht einmal eine idurch den Augenschein anscheinend beruhigt ist, garette geben fann. Jd) fann nur verstohlen einige Europa befrieden" will. Aber diese Befriedung anzustellen. des so friedlosen Balfan fann nur erreicht werIch fahre mit einem Tari am schiver be mich passieren läßt und sogar einige Auskünfte freundliche Blide mit ihnen wechseln. Sinter ihnen den, durch einen Pati, der unter attiver Mitiver wachten Parteihaus in der Wienzeile vorbei nach gibt. Ob hier gekämpft wurde.„ Aber wiel Gerade schließt sich die Gefängnistür vielleicht für Jahre, fung der Balkanvölker, durch die Achtung und Favoriten, durch finstere leere Straßen. Es geht haben wir 90 Mann Gemeindewache gefangen ge- mandje tommen vielleicht sogar vor das Stand Garantierung des nationalen Selbstbestimmungs- zunächst ganz gut. Plöblich, bei einem Bahndurch- nommen." Die Nachricht ist erschütternd, nieder gericht, während ich Glücklicher nur deshalb, weil rechtes zustande fommt. Die Sozialisten der Bal gang der nach Favoriten führenden Straße, sprins drückend und ich will rasch weiterfahren. Da ruft ich einen tschechoslowakischen Baß mein eigen fanländer propagieren diesen Batt, dessen Strö- gen einige Bolizisten mit schußbereitem Gewehr mich der Kommandant der Patrouille noch einmal nenne, mit eineinhalb Stunden Anhaltung davonnung sie in einem freien Bündnis der in den Lichtkegel des Autos. Ich werde gefragt, an:. Also Sö san wirklich la Jud?" Ich be- lomme. freien Baltanländer sehen. Aber noch wohin ich will und erkläre, daß journalistisches teu re dies neuerdings und erkläre, daß ich ihm dies ist der Sozialismus in diesen Agrarländern nur Interesse mich ins Stampfgebiet treibt. Zwei Wack ruhig sagen würde, denn ich könnte ja nicht dafür, beim Verlassen der Wachstube beinahe das Maeine schivache Belvegung und doch ist er schon leute untersuchen mich nach Waffen und überprü- wie ich nicht dafür fann, daß ich Arier bin...Na schinengewehr um. Ind eine Zuversicht, die eben jetzt nach der Neugrün- fen meine Papiert. Da mein ische hoſlowakischer ja, Sö seh'n a net so aus. Wann' a Jud getvesen fommt ein Polizist hereingestürzt und meldet: dung der Sozialdemokratischen Pe- tei in Sugo- Paß mich einwandfrei als Ausländer und Redal wärn, hätt i mit Ihna gar nöt greb't". Dreht sich„ Ein Stanonenschuß!" Der Kampf geht weiter. Ernst Paul. lawien eine stärtere Berechtigung als je hat. teur legitimiert, läßt man mich pajjieren und ist um und gibt das Beichen, mich passieren zu lassen. Als ich endlich freigelassen werde, stoße ich Seite 8 ,, Sozialdemokrat" PRAGER ZEITUNG| Uhr: Kammermusir, halb 2 Uhr: Goldenes Prag, halb acht Uhr: Figaros Hoch seit, 1.Unglücksfall einer Arbeiterin. Durch die Poděbrad- Straße ging gestern nachmittags die Arbeiterin R. Němcová aus Liven und schob einen Handwagen vor sich her. Als sich ein Auto Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Samstag 8 von hinten näherte, rief ihr eine Frau warnendur: Gastspiel sera mer: Femina. Sonntag 8 hr: Towari f'ch, 8 ilhr: Gastspiel Stramer: zu, ſie ſolle ſich vorſehen. Frau Němcová wandte semina. Wiontag 8 Uhr: Towarisch, sich zur Seite, aber es war schon zu spät. Das Bolkstümliche Vorstellung.- Dienstag 8 Uhr: Auto erfaßte jie und schleuderte sie auf den Bür- Gaitiviel Leopold Siramer, Femina. Mittwoch gersteig. Schiver verletzt wurde die Arbeiterin in S thr: Gastspiel Leop. Seramer: Femina. das Bulovka- Krankenhaus gebracht. Troybem Donnerstag 8 Uhr: Gastspiel Leop. Stramer: Fc meinte die Verletzte, nachdem sie wieder zu Ve- mina. Freitag halb 8 Uhr: Satz im Sad, wußtsein gekommen war, daß der Chauffeur feine Kulturverbandsfreunde und freier Verkauf.- Sams Schuld trage, sondern sie selbst nicht vorsichtig getag halb 8 1hr: Bapa, Gastspiel Leov. Kramer. Sonntag 3 hr: Sturm im Wasserglas, nug getvesen sei. S Uhr: Gastspiel Zeop. Kramer: Papa. Einbrüche... In der Nacht vom Donners tag zum Freitag brachen Diebe, die bisher noch ni dot gefaßt werden konnten, bei der Firma Sport• Spiel• Körperpflege Schinner& Nejedlý Prag- Weinberge ein und stablen dort drei wertvolle Silverfüchse. Man vermutet nach der Art des Vorgehens, daß es die gleichen Täter waren, die einige Stunden später die Auslage bei der Firma 2. Liskov im Berte von 5000 Kč in der Hopfenſtockgasse_zer trümmerten und für 6600 Kč Kleider und Stoffe entwendeten. Deutsche Musikstaatsprüfungen für den Privat. unterricht. Die Staatsprüfungen finden vom 16. April an im Gebäude der Deutschen Musikakademie, Brag II, Vladislavova 23 statt. Anmeldeformulare gegen Einsendung der Einschreibgebühr von Kč 20 erhältlich. Ende der Einreichungsfrist: 24. März 1984. Kunst und Wissen Theater und Sozialismus Der Vortrag, den Genosse Goldschmidt im Rahmen des Bildungskurses der Prager Bezirfsor ganisation über Unsere Stellung zum Theater" hielt, war eine lebendige Auseinandersetzung mit den Gegenwartsproblemen des Theaterbetriebs, gegründet auf die Betrachtung des geschichtlichen Wers dens und Bestehens von Drama, Bühne und SchauSpielkunst. Das Theaterspiel als echies und unver gängliches Bedürfnis der Menschheit, das wertvolle Drama als Voraussetzung großer Bühnenkunst und die hohe jittliche und politische Bedeutung des TheaDer Tag der internationalen Verständigung in Amerita. Während in Eurova im Jahre 1934 von den verschiedenen Ländern ein internationaler Berjucht werden, die einzelnen fremdsprachigen bindungstag durchgeführt wird, soll in Amerifa ver Gruppen an einen noch zu beſtimmenden Tan in den verschiedenen Distritten zu gemeinschaft lichen Veranstaltungen zusammenzuführen. Die Feier des Deutschen Tags" hai in New Port den ja feitenfreundlichen Charat der bürgerlichen Vereine gezeigt, auch die sonst so liberal sein wollenden Turner des Deutschamerikanischen Turnvereines haben es nicht unter lassen, unter der Nazi- Flagge zu turnen, ob wohl der deutschamerikanische Turneröund gegen das Naziregime in Deutschland protestierte und dem deutschen ATV. seine Sympathie ausdrüdte. Ja, ja, Theorie und Pratis! Den Arbeitersportlern bleibt die Aufklärungsarbeit in dieser Beziehung nach wie vor. Filme in Prager Lichtspielhäusern Kotva: von Freitag bis einschließlich. Donnerstag Adria: Abenteuer im Schlafivagen"( E.). Alfa: Katharina die Große."( E.). Avion: Die Bettlerin von Notre Dame".( Fr.) Beránek: Die Welt will betrogen werden."( Fr.) Fénix:„ Das Lied der Schwarzen Berge". GanHollywood: mont: Der Hüttenbefizer."( Fr.) ,, Der Hüttenbesiver."( Fr.) Hvězda:., Sterne von Hollywood."( 2.) Kinema: Journale, Groteste, Reportage.( Hafb 2 bis halb 8 ihr.) Wolga in Flammen."( Fr.) Lucerna:„ Wolga in Flammen."( Fr.) Olympic: ,, Es war cin mal ein Chaplin."( A.) Praha: ,, Diagnose ."( Tsch.)- Radio:„ Die Welt will betrogen wer den."( Fr.) Staut: Diagnose."( sch.) Alma: Die siebente Großmacht."( Tich.)- Veseda: Ihr Arzt."( Tich.) Carlton: Jindra, Gräfin Ostromina."( Tich.) Libn: ,, Das Phantom von Crestwood."( A.) Sport: Herr Saval, der Millionär."( D.) Literatur Protokoll des Verbandstages der Glas- und Seramarbeiter. Soeben ist das Protokoll des ersten ordentlichen Verbandstages des Verbandes der Glasund Sieramarbeiter und Arbeiterinnen der Tschechoslowakischen Republik, Siz Teplitz- Schönau, crschicnen, der am 28. und 29. Oftober 1933 in den Stadtsälen in Turn- Teplih ſtattgefunden hat. Dem Protoroll voraus geht der Bericht des Verbandes, der außerordentlich sorgfältig ausgearbeitet ist und einen umfassenden Ueberblick über dessen Tätigkeit in den legten Jahren, sowie über die wirtschaftlichen Berhältnisse in der Glas- und Keramindustrie gibt. Dann folgt das Protokoll mit der wörtlichen Wieder gabe der Verhandlungen. In einer besonderen Ausgabe ist ferner unter dem Titel„ Die Aufgaben der Arbeiterschaft bei der Neugestaltung der Wirts schaft in der Glas- und Keramindustrie" das Neierat erschienen, welches der Genosse Gustav Neumannachalten hat und welches, sowie das ProtoDie lettischen Korballmeisterschaften beendet. Bei den Frauen holte sich Riga- Zentrum in über zeugender Weise und ohne Spielverlust die lettiſche Meisterschaft. Bei den Männern entjieden erst die lebten Meisterschaftsspiele bei fajt gleichwertigen Leis stungen aller beteiligten Mannschaften den Meister- foll sowohl für die Angehörigen des Glas- und Kewärier. Wote Duena mit nur einem Spielver- amarbeiterverufes als auch für volkswirtſchaftlich lust schaffte die leitische Meisterschaft nach Hause. Intereffierte vieles Wissenswerte enthält. Gerichtssaal Samstag, 17. Feber 1934 Nr. 40 ULTS slowakische „ Die Wahrheit" bringt in ihrer nach der Beschlagnahme erschienenen zweiten Auflage in den Schlußlaviteln der Selo B= Memoiren weitere ſehr interessante Details aus der Vergangenheit der Sitlerfchen Machthaber. Weitere Beiträge: Dr. Josef Eckstein, der erste deutsche Stadtrat von Prag, rech net in einem großangelegten Artikel„ Es geht, wo der gute Wille ist" mit den Fehlern der tschechischen und judetendeutschen Politit ab. Fred War enthüllt die Stellungnahme der Reichswehr zum heutigen Deutsch land. S. Urban schreibi über„ Dokumente des dents schen Ghettogcistes". Anton Stuh nimmt zu den in leister Nummer der„ Wahrheit" erhobenen Borivür fen Stellung. A. Hildebrand beendet die Straßer Diskussion usw. In der nächsten Nummer: Beginn des hochsensationellen„ Tagebuchs eines Reichswehrgenerals". Die Wahrheit" ist in allen Trafilen und Verschleißen oder dirett bei der Verivaliung, Prag I., Revolučni 3, Tel. 60-174, zu haben. ters crivies der Rebner an den Tatsachen der Ge Todesurteil über Todesurteil über den Pankrazer Raubmörder ft 7 it foeben erſchienen und enthält unter ande Fünf Wochen nach dem Mord schon das Urteil schon einmal wegen Raubüberfalles auf einen armen Drehorgelspieler zu dreizehn Jahren schweren Kerfers verurteilt worden war. Die neue Weltbühne( Prag I, Melantrichova 1), rem folgende Beiträge. Willi Schlamm: Hilfe für Wien! Gregor Bienstod: Französische Tragö dic.- Leo Troyki: Die Quellen des Bürokratis mus. Mar Bergner: Aufregende Montan bilanzen.- Robert Larus:„ Die Jugend ist die Bufunft." Abänderung und Ergänzung des allgemeinen BergBerggefehnovelle. Das Gesetz, betreffend die gesetzes vom 24. Jänner 1934, ist soeben mit Erlän terungen durch die parlamentarischen Materialien in Heft Nr. 2 des„ Prager Archivs für Ge schichte, die am deutlichsten die irrige Auffassung wiDerlegen, daß die Gegenwartstrise des Theaters als jein Untergang zu betrachten sei und daß es für den Sozialisten möglich sei, das Theater als eine politi Prag, 16. Feber. Die heutige Verhandlung saje und voltserzieherisch belanglose Angelegenheit des hiesigen Schwurgerichtes stand, dem Andrang beiseite zu schieben. Der Redner wies darauf hin, des Publikums nach zu schließen, im Zeichen eines dog die fähigsten Politiker aller Zeilen ihr Interesse Sensationsprozesses. Der Sachverhalt des heutigen dem Theater gewidmet haben und daß in einer Beit, Falles ist freilich nicht gerade sensationell, aber der büßung von zwei Dritteln der Strafzeit bedingt aus Damals war er 21 Jahre alt. Als er nach Verin der das bürgerliche Theater unter den Wirkungen Prozes lentie wegen der Schnelligkeit, mit der die der Strafhaft entlassen wurde( was jedem Sträfling des kapitalistischen Star- und Unternehmersystems Sache zur Verhandlung fam, die Aufmerksamkeit bei guter Führung gesetzmäßig auſteht), beging er aum wertlofen müfiertheater herabfinkt, der Sozia des Publikums auf sich. Vor den Geschworenen stand sogleich einen schweren Diebstahl und mußte neben Tismus eine besondere Verpflichtung habe, auf Be- der 44jährige Maurer Wenzel Starý, der am der neu verhängten Strafe auch noch den Rest der ſtand und Gestalt des Theaters einzuwirken. Der 11. Jänner d. J. seine Luartierfrau, die G8jährige alten abjizen. Im Jahre 1929 fem er frei und schgebung und Rechtſprechung" erſchienen. Das Bert des Theaters als durch Dichterwort und wie Marie& achsmann in Bankraz, durch suchte und fand Arbeit beim Bau des Justizpalais gleiche Seft enthält die Regierungsverordnung be Schauspielensemble erzeugte Erlebnis von Gesin- Arthiebe ermordet und sich der kleinen Barschaft in Bantras. Go fam er mit der Ermordeten in treffend die Beförderung und den Verkauf von Jagdmingen, Gedanken und Schidſalen, muß bewahrt und bemächtigt hat, die sein Opfer daheim hatte. Dieser Verbindung, bei der er ein billiges Quartier fand. wild, und die Regierungsverordnung betreffend den verteidigt werden gegenüber dem Star- und Ge- Mord machte seinerzeit viel Aufschen und die ganze ſchäftsdiktatorenbetrieb. Die Künstlerische Unabhän- Affäre ist noch in frischer Erinnerung. Die Justia legt hatte, legie Starý ein volles Geständ- umfaßt die Nummer einen umfassenden RechtſpreAls man seine Alibis mit leichter Mühe wider Steuerschätzwert bei Simultanhypotheken. Weiters rigkeit des Theaters muß gefordert werden gegen hat in dieſem Falle wirklich mit seltener medinis ab. Er bestreitet lediglich die rä uber if chen chungsteil, der außer einer Reihe von bidsiate eller über dem lapitalistischer Interessen. Mit der feit gearbeitet. Nach wenig mehr als einem Monat Motive und erklärt, die alte Frau in momen scheidungen mit Besprechungen die Rechtssätze aller Anwendung dieser Grundsäße auf das Prager Deut nach begangener Tat steht der Mörder vor seinen taner Bornaufwallung erschlagen zu ha- in den offiziellen Entscheidungssammlungen enthal sche, Theater schloß der Vortrag, dem eine angeregte Richtern. Diskussion folgte. Die in ihr aufgeworfenen Fragen gaben dem Referenten Gelegenheit, in seinem und brave Frau, lebie in der Hauptsache vom Schuld mahnie. Erst nachdem er sie mit der Art durch den Buchhandel oder direkt an das Prager Arben, weil sie ihm das Rauchen im Bett vers tenen Entscheidungen veröffentlicht. Preis des Heftes Die ermordete Witwe, eine höchst ordentliche das Verhältnis von gedanklichem Inhalt und fünsteripheriequartier, das fic ihren Unter- erschlagen hatte, sei ihm der Gedante aufgeſtiegen, chiv für Gesetzgebung und Rechtsprechung, Prag II., lerischer Form und die Beziehungen des Theaters vermietern zur Verfügung stellen konnte. Sie schlief sich etwas zum Andenken" mitzunehmen. zum Film und zur politischen Schaustellung zu er- im selben Raum mit ihren Schlafgängern, zu denen Damit will er die Ausplünderung der Schubladen örtern. So wurde auch dieser Abend wieder ein Beweis dafür, daß die Beschäftigung mit fünstlerischen Bau des neuen Justizpalastes in Panerklären, deren Inhalt allerdings ein sehr ärmauch der Angeklagte gehörte, der seinerzeit beim licher war. Fragen feine blenkung von den ernsten Problemen traz als Maurer beschäftigt war. Damals verder Gegenwart und Zukunft ist, sondern aufschlußschwand er mit Sinterlassung einer Schuld von 20 Kč, Anfang Jänner d. J. sprach er wieder bei Frau Lachsmann vor und bat sie, ihn neuerlich ins Quartier zu nehmen. Die alte Frau hatte wenig Lust dazu, aber schließlich fügte sie sich nach länQuartier. gerem Zureden und nahm Wenzel Starý zu sich ins Schlußwort den Wert des Gemeinschaftserlebnisses, 3 immervermieten. Es war ein richtiges und ihn bei dieser Gelegenheit an seine alte Kč 15.- Einzel, sowie Abonnementsbestellungen reich für die Erkenntnis der Wirklichkeit, berei chernd für die sozialistische Bildung und richtungwei send für die fulturpolitische Arbeit sein fann. -cisWochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Samstag halb 8 Uhr: Madame Butterfly. B.1.Sonntag 11 Uhr: Stammermusik, halb 3 Uhr: Die verkaufte Braut, volkstümliche Borstellung, halb 8 Uhr: Peppina, Premiere, 22.Montag halb 8 Uhr: Scampolo, Enſem blegastspiel Dolly Haas, A 1. Dienstag halb 8 Uhr: Madame Butterfly, A 1. Mitt woch halb 8 Uhr: Peppina, V 2. Donnerstag halb 8. Uhr: Boris Gudonow, C 2.- Freitag haib 8 1hr: 3u ebener Erde und er ſter Stod, Bantbeamte und freier Verkauf, D 1. Samstag halb 8 Uhr: Der junge Baron Neuhaus, Erstaufführung, E 2. Sonntag 11 ww Mitteilungen aus dem Publikum. Unglüdliche mit zerschmettertem Schädel Am Vormittag des 12. Jänner fand man die tot auf. Neben der Leiche fand man das Mordwerkzeug, eine a de, die noch mit Blut und Haarbüschein bellebt war. Der Verdacht lentte sich jogleich auf den neu eingezogenen Untermieter, der nach dem Word verschwunden war und schließlich in Unter Berkowitz ausgeforscht wurde, wo in die Ehe mitgebracht hat. Der Verdacht gegen den er ansässig ist und ein Haus bewohnt, das seine Frau Alibis anbot, die sämtlich mißglückten, fand Nahzunächst hartnädig Leugnenden, der alle möglichen rung in dem Umstand, daß Wenzel Starý Irredentist aus Not Panská 12. Unentgeltliche Beratungsstunden Das Zeugenverhör bot bei dieser Sachlage feine erwähnenswerten Momente und beschräntie sich auf die gerichtliche Beſtſtellung der bekannten Einzel- der Arbeiterfürsorge finden jeden Sams heiten. Offenfundig richtete sich die Taktik des Angeflagten darauf, als unzurechnungsfähig erklärt zu tag von 5-7 Uhr im Verein deutscher Arbeiwerden. Die Gerichtsärzte erklärten ihn jedoch in ter, Smečkagasse Nr. 27, statt. ihrem Gutachten als geistig normal und strafgesetzlich verantwortlich. Der Schwurgerichtshof( Voraußer der Hauptfrage auf Mord noch eine Evenſizender OGM. Mráze!) legte den Geschworenen tualfrage auf Totschlag vor und eine Bu fabfrage auf momentane Geiſtesverwirrung im Augenblick der Tat. Die Geschworenen bejahten die Hauptfrage und verneinten die Zusabfrage auf momentane Unzurechnungsfähigkeit. Im Sinne dieſes Wahrspruches verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten zum Tode durch den Strang. Der Verteidiger meldete die Nichtigkeitsbeschwerde an. rb. Die richtige Brille Optiker Deutsch Prag II., Příkopy, Palais Koruna. Anglo- Elementar Versicherungs- Aktiengesellschaft in Wien Direktion für die Č. S. R. in Prag General- Agentschaft Reichenberg empfiehlt sich zum Abschluß von FeuerUnfall, Haftplicht-, Einbruch-, Auto-, Transport-, Pferde- und Viehversicherungen zu kulanten Preisen. Bargarantiemittel in der ČSR. 56 Millionen. Büros: Prag, Národní tř. 17. 2255 bestellbar zurückgestellt. Da Svchlaf aus Vorsicht auf Erkältungskrankheiten beugen Sie vor, wenn das Kuvert seine Rüdadresse nicht angeführt hatte, Sie, über ärztlichen Rat, Ihren Körper mit Menthol- Ung. rabisch, 16. Februar. Vor dem Senat wurde der Brief auf der Postdirektion in Brünn ge= Frangbranntwein Alpa massieren. Dadurch härten des Kreisgerichtes in Ung.- Hradisch verantwortete öffnet und so wurde deſſen hochverräterischer Inhalt Sie Ihren Körper ab und heben seine Widerstands- sich Donnerstag Franz vehlál aus Haluzice bei bekannt. Svehlák wurde verhaftet. fähigkeit gegen Einwirkungen des Wetterwechsels. Balašité Klobuty, der, lange Zeit ohne Arbeit, auf Er erklärte, er hätte nicht beabsichtigt, SpioApa Ihre Gesundheit! den Gedanken gekommen war, mit der Irredenia- nage zugunsten Jehlicstas 100 zu treiben, auch zentrale in Wien in Verbindung zu treten und auf wollte er feine Irredenia propogieren, sondern itte dieje at welche allittel zur Rebensbeſtreitung er wäre bloß bestrebt geweſen, Injectionen zu jaun XIV. Maskenball der Union der Geschäftsreisenden und Bertreter in Prag findet bereits am ou erlangen. Er schrieb an die Adresse des„ Rakúsky mein und Berichterstatterdienste zu versehen. Seine 10. März bd. J. in 8 großen Lucernasaale statt. Alle er sei ein begabte Agitator, der die Notwendigkei zu haben und aus diesem Grunde hätte er den VerSlovát" in Wien einen Brief, in dem er mitteilte, Tat entschuldigte er damit, teine Arbeit gefunden Vorbereitungen sind getroffen, Einladungen bereits ten und Sehnsüchte des slowakischen Voltes tenne und such unternommen, sich derart irgendwelchen Verversandt. Reklamationen sowie Logenvormerkungen daß er eben deshalb dieser Bewegung hier in der Re- dienſt zu schaffen. erledigt unser Sekretariat, Praha II., Jung publik nüßlich sein könnte. Der Brief wurde durch Der Senat verurteilte ihn zu einer Kerkerstrafe mannova 29. Telefon 242-46. 2237 die österreichische Post in die Tschechoslowakei als un- bon drei Monaten unbedingt. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Poſt monatlich Ke 16.-, vierteljährig Ke 48.-, halbjährig Kč 96.- ganzjährig Kč 192.-.- Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. Rückstellung von Manuſtripten erfogt nur bei Einsendung der Retourmarken. direktion mit Erlas Nr. 13.800/ VII/ 1980 bewilligt. Druderei:„ Orbis", Drud, Verlags- und Zeitungs- A.- G., Prag. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Post- und Telegraphens Reichenberg, Schützeng. Nr. 21 Brünn, Theatergasse Nr. 6.