Nr. 96. Abonnements-Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Beitungss Preisliste für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. hot no 16. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: Borialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Das Zuckerkartell. Dienstag, den 25. April 1899. Land Großbritannien mit Jrland. Vereinig. Staaten 1870 1875 1880 1885 bis bis bis bis 1896/97 1897/98 1874 1879 1884 1889 22,6 26,4 17,6 16,8 6,7 9,2 12,0 12,2 7,8 8,5 12,0 10,7 31,3 32,6 39,05 21,8 24,5 41,42 29,50 26,90 11,4 16,2 21,49 23,64 14,5 16,2 21,59 22,15 14,90 14,07 11,9 9,8 10,47 10,47 ? ? 8,6 9,5 6,1 7,6 8,5 9,4 6,7 6,4 7,8 7,8 11,91 13,71 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. die Mutter hat Lärm geschlagen und Unrecht" geflagt, Arzt und Polizei mobil gemacht; die Presse fiel mit um so größerem Vergnügen über den Fall her, als es um eine katholische, von Ordensschwestern geleitete Anstalt sich handelte, und schließlich erhob der Staatsanwalt Anflage gegen die Schwester, die die Exekution angeordnet, und den Wärter, der sie ausgeführt hat. Das Gericht, vor dem Professor v. Bergmann das erwähnte Gutachten abgab, sprach beide frei, aber für alle edel und human denkenden" Menschen, besonders für die Presse, war die Sache damit keineswegs erledigt. Mit hoher fittlicher Entrüstung fiel man über die„ barbarische" Schwester Karola her, die den Bengel, als er sich losgerissen hatte, festhielt und nach Verabfolgung einer Anzahl Hiebe den„ grausamen" Ausspruch gethan haben soll, er habe noch nicht genug. Alles, was wir so oft über die„ verrohende Wirkung" der Prügelstraße gehört haben, wurde uns nochmals eindringlich auseinandergesetzt, und damit ja die Schwester so schwarz wie möglich gemalt werde, wurde der Wärter, der die Prügel verabreichte, als ein im Vergleich zu ihr humaner Mensch hingestellt." 15 Millionen Centner betrug, so würde allein in diesem Jahre den Zuckerfabriken ein Nußen von 14,25 Millionen Mart zuSchon seit Jahren sind lebhafte Bestrebungen im Gange, fallen. Da der Verbrauch des Zuckers lediglich vom Preise den Zuckerverbrauch in Deutschland zu heben. Gerade die desselben abhängt, so ist es klar, daß eine Berteuerung nicht Zuckerindustriellen selbst waren es, die sogar besondere Geld- dazu beitragen wird, den Zuckerverbrauch irgendwie zu heben. mittel dafür auswarfen, um auf einen höheren Zuckerverbrauch Schon heute ist der Zuckerverbrauch in Deutschland im Verim Inlande hinzuarbeiten. Als bei der Beratung des Etats gleich mit anderen Ländern noch recht bescheiden. Es betrug nämlich der jährliche Zuckerverbruch pro Kopf für das Jahr 1898 der Staatssekretär des Reichsschaamtes im Reichstage die Ansicht aussprach, daß zu einer wesentlichen der Bevölkerung in Kilogramm: Hebung des Zuckerverbrauchs in Deutschland keine Aussicht vorhanden sei, da Deutschland im Gegensatz zu England, wo biel Thee getrunken und daher viel Zucker verbraucht werde, in erster Linie ein Bier konsumierendes Land sei, erhob sich gerade in den Streifen der Zuckerinteressenten starker Widerspruch. Man führte damals und seitdem aus, Zucker sei ein Nahrungsmittel, tein Lurusartikel. Die Verdaulichkeit desselben sei absolut, während Mehl z. B. nur eine Verdaulichkeit von 60 Pro3. befize. Der Zuckergenuß würde den Gesundheits- und Er Schweiz. Daß sich die Köln. Volkszeitung" auf das Gutachten nährungszustand der Arbeiter wesentlich fördern und diese Dänemark. des Professor v. Bergmann beruft, zeigt, wie sehr sie von widerstandsfähiger machen. Es sei höchst bedauerlich, daß der Frankreich allen guten Geistern verlassen ist. Sie hätte ehrlicherweise Zuckerverbrauch erst bei demjenigen Teil der Bevölkerung an- Niederlande auch gleich den zweiten Sachverständigen, dessen Anschauungen fange, der gegen 3000 m. und mehr zu verzehren habe, Schweden im Prozesse eine Rolle spielten, nennen sollen, den jüdischwährend die Arbeiterfamilie in der Stadt wegen des hohen Deutschland italienischen Heiden Lombroso, dessen Lehre vom geborenen Preises wenig oder gar keinen Zucker verbrauchen könne. Die Aus dieser Tabelle geht hervor, daß in der Schweiz, aber Verbrecher freilich nicht das Prügeln, sondern die Beseitigung große Masse der Arbeiterbevölkerung auf dem Lande ver- auch in andern Ländern der Zuckerverbrauch pro Stopf der der Strafe begründen soll. brauche erst recht keinen Zucker, sondern halte sich an Schnaps, Bevölkerung viel rascher und erheblicher gewachsen ist als in Dann will die Köln. Volkszeitung" der Welt einreden, im günstigsten Falle an Bier. Speisen und Kaffee genießen Deutschland. Erst in in den letzten Jahren, in denen daß man sich über die Rohheit nur aufgeregt hat, weil es sich ſie ſtets ohne Zucker, weil lekterer zu teuer fei. Mit allem der Zuckerpreis bedeutend fiel, fing die Bevölkerung auch um eine Anstalt katholischer Schwestern handelt. In städtiErnste wurde gefordert, daß die Regierung die Verbrauchs in Deutschland an, mehr sich dem Zuckerkonsum zuzuwenden. schen Schulen werde auch nicht selten das Züchtigungsrecht abgabe, die den Buder um mehr als 100 Proz. des Wertes Da kommt mun auf einmal das neu gebildete Zuckerfartell überschritten: belaste, aufhebe; denn es sei eine Härte gegen den un- und macht dieser Entwickelung dadurch ein Ende, daß es" Daß in den städtischen Waisenanstalten nicht geprügelt bemittelten Mann, ihm ein treffliches Nahrungsmittel vor einen Inland- Normalpreis aufstellt, der die Zuckerpreise in werde, glauben die entrüsteten Stadtväter doch wohl auch zuenthalten. Durch eine solche Aufhebung würde der Konsum- Deutschland auf eine solche Höhe stellt, wie sie nirgends selbst nicht, und daß es dabei immer so zart und human zucker nur 10-11 Pfennig das Pfund kosten und man werde dauernd bestehen. In England kostet heute schon im Klein- hergehe, wie es von der katholischen Anstalt verlangt wird, die Erfahrung machen, daß der Verbrauch auf das Doppelte verkauf das Pfund Zuder etwa 10 Pf., in Deutschland da wäre eine naive Voraussetzung." und Dreifache steige zum Wohlbefinden der Bevölkerung und gegen 27 Pf. Rechnet man dazu, daß der englische Arbeiter So wörtlich in der Köln. Volfsztg." zu lesen. Für ihre zum Segen der Landwirtschaft. Das waren damals die etwa 25 Proz. Lohn mehr bezieht als der deutsche, so ist das Beschuldigung der städtischen Waisenanstalt wird sie wohl das Ausführungen und Bestrebungen der deutschen Zucker Verhältnis wie 1 zu 4, d. h. der Zucker ist in Deutschland nötige Wiaterial beibringen, um der Stadtverwaltung GelegenIndustriellen. Man bot den Konsumenten gegen die Re- viermal so teuer als in England. Dies Verhältnis wird sich heit zu geben, mit eisernem Besen den Unrat auszukehren, gierung auf. noch ungünstiger gestalten, da das Zucersyndikat die Absicht der nach der Behauptung des Centrumsblattes dort zu Denn die Waisenkinder in den städtischen AnDiese nämlichen Kreise nun haben es so gut mit den hat, auf Stoften des inländischen Publikums den Zucker- finden ist. Interessen der deutschen Bevölkerung gemeint, daß fie soeben erport möglichst zu fördern. Gelingt die Absicht des stalten müßten ja wahren Bestien ausgeliefert sein, wenn es aus eigener Initiative ein Zuckerfyndikat gebildet haben, Buderfartells, seine Preise in Deutschland durchzuführen, dort noch nicht einmal so zart und human" hergeht wie durch das der Zuckerverbraucher, durch das die inländische so sind die Rohzuckerfabriken in den Stand gejekt, in den Reich der zarten und humanen Schwester Starola. Bevölkerung in noch viel höherem Grade vom Zuckerkonsum noch zu viel billigeren Preisen, als es bisher schon der Fall Wenn die„ Kölnische Volksztg." den Beweis nicht erbringt, abgehalten werden muß, als es bisher schon der Fall war. war, nach dem Auslande zu exportieren. Da die Rohzucker- so hat sie sich einer nichtswürdigen Verleumdung schuldig geDenn nicht nur, daß die Verbrauchsabgabe auf Buder nicht fabriken für den exportierten Zuder außerdem besondere macht, wie es ja auch eine Behauptung wider besseres Wissen ist, abgeschafft wird, kommt jezt auch noch hinzu, daß die Zucker- Exportprämien beziehen, im Inlande einen exorbitant hohen daß man sich über das Prügeln in städtischen Volksschulen industriellen durch eine Kontingentierung der Zuckerproduktion Breis garantiert erhalten, so sind sie in einer Weise für den nicht empört habe. Das Kölnische Centrumsblatt weiß sehr den natürlichen Zuckerpreis künstlich in die Höhe treiben. Dies Grport bevorzugt, wie in feinem anderen Lande. Diese Be- wohl, daß der Schöneberger Schülermißhandlungsprozeß eine wird sofort klar, wenn man sich die Absichten des Zucker- vorzugung wird allein dadurch aufrecht erhalten, daß die nicht minder herbe Verurteilung in der öffentlichen Meinung fartells bergegenwärtigt. Spiritusring fonſtituiert wurde, folgt fast unmittelbar danach industriellen selbst bisher eintraten, in ganz empfindlicher Weise Einrichtung, wie die„ Köln. Volksztg." schwindelt, sondern einzig Nachdem vor kurzem erst der deutsche Bevölkerung, für deren Zuckerverbrauch doch die Zucker- erfahren hat, als die zarte Humanität der Schwester Karola. Die allgemeine Entrüstung gilt nicht der katholischen die Bildung des Zuckerkartells. Es handelt sich um zwei von geschädigt wird. einander getrennte Syndikate. Das eine umfaßt die Roh- Bekanntlich besteht auch in Oestreich Ungarn ein ähn- der barbarischen Züchtigung, die principiell zu verurteilen ist, zuckerfabriken, das andere die Zuckerraffinerien. Diese beiden liches Syndikat, wie das jetzt von der deutschen Zuckerindustrie gleichgültig, wie und wo sie begangen wird. Syndikate sind als Gesellschaften mit beschränkter Haftung gebildete. Auch dort hat sich unmittelbar nach seiner umgefehrt liegt die Sache. Die Kölnische Voltszeitung" einzelnen Verfehlung vor einiger Zeit gebildet worden und haben jetzt einen Bildung herausgestellt, daß der inländische Zuckerkonsument ist gegenseitigen Vertrag abgeschlossen, auf Grund dessen die schutz- und wehrlos von dem Startell ausgebeutet werden katholische Angelegenheit macht, die durch ihre Verhöhnung der Kontingentirung der Zuckerproduktion für den Inlandsverbrauch sollte. Die Regierung fühlte sich daher bewogen, der kon- mit Recht Empörten den Anschein erweckt, festgestellt wird. Die Raffinerien zahlen für jeden Centner im fumierenden Bevölkerung sich anzunehmen und einen be- Handlungsweise der Schwester Starola untrennbar mit einem Inlande verkaufter Raffinade an die Rohzuckerfabriken für fonderen Gesezentwurf zur Kontrollierung der Kartelle aus- fatholischen Institut verbunden sei. den: benötigten Rohzuder einen Preis, der 12,75 M. bei zuarbeiten, der Leiber zu einem gesetzgeberischen Abschlusse fämpferische Tendenzen für verwerflich und lächerlich, das 88 Proz. Rendement pro Centner beträgt. Dieser Preis nicht gelangt ist. Immerhin ist durch das Vorgehen der katholische Blatt aber ist mit größtem Erfolg bemüht, die bildet den Inlands- Normalpreis für Rohzucker. Sinkt die öftreichischen Regierung Deutschland der Weg gezeigt, sich der Notwendigkeit und Nüglichkeit des Kulturkampfes nachzuweisen. Der Artikel der Köln. Volksztg." ist jedoch nicht nur roh Weltmarktnotiz unter 12,75 M., so vergüten die Raffinerien ausschweifenden Preispolitik der Kartelle zu erwehren. Nicht die aus es, " der Gerade eine als ob die Wir halten kulturdie Differenz. Erreicht der Preis 12,75 M., oder geht er gegen den Gedanken der Kartellierung der Produktion über- und unwahr, er ist auch sehr unflug, sehr undiplomatisch. höher, so fällt der Kartellnuken weg und die Rohzuckerfabriken haupt haben wir uns zu wenden, sondern gegen die Möglichkeit, Die Leitung jener Anstalt hat bekanntlich Besserung vererhalten den Marktpreis. Für den exportierten Buder wird daß Kartelle in ausschließlich privatkapitalistischer Weise zur Aussprochen. Das Hauptorgan der Centrumspartei aber beharrt keine Preissicherheit übernommen, d. H. die Rohzuckerfabriken beutung des konsumierenden Publikums dienen können, um einer im Sündentro, es findet fein Wort entschiedener Mißes erhalten für hn feinen unmittelbaren Zuschuß. Nun betrug handvoll Stapitalisten unverdienten und reichen Gewinn in den billigung für die Unthat, sondern lediglich für die im Jahre 1894 der Preis für 1 Centner Rohzucker 11,15 M., Schoß zu werfen. Es ist mehr als wahrscheinlich, daß gerade Blatt des Centrums den Schleier fatholischer Charitas über Kritiker der Schändlichkeiten. Wenn ein so einflußreiches im Jahre 1895 9,99 M., im Jahre 1896 11,05 M., im das Zuckerkartell in weiten Kreisen der Bevölkerung den Jahre 1897 9,70 M. und im Jahre 1898 10,39 M. Der Preis Widerstand gegen die Preispolitik der Kartelle wachrufen die Verfehlungen breitet, zugleich aber das Racheschwert über für Rohzucker ist also in den letzten Jahren durchweg niedriger wird. Denn es ist ein Mißstand, der, je länger, besto Teb- die" Humanitätsschwärmer" schwingt, darf man da noch an gewesen als der in Rechnung gestellte Normalpreis des hafter empfunden werden wird, daß wir in Deutschland, dem den Ernst jenes Besserungsgelöbnisses glauben? Die ehrliche Syndikats. Beträgt der Weltmarktpreis für Zucker 10 M., ersten Lande der Zuckerproduktion, teureren Zucker als Auskehr ist der Anfang echter Einkehr. Hier aber brät man so erhalten die Rohzuckerfabriken für jeden Gentner Rohzucker, irgendwo in der Welt verzehren müssen, während im Aus. zur höheren Ehre der Schwester Starola ergrimmt ein paar der zu Raffinade inländischen Konsums verarbeitet wird, eine lande, z. B. in England, der deutsche Zuder zu einem Spott. Steger, und mit einem heuchlerisch frohlockenden Bei Euch ist's viel schlimmer" sucht man den gerechten Zorn der Prämie von 2,75 M. Da der Konjum für 1898/99 annähernd preise verkauft wird. Oeffentlichkeit zu ersticken. Dieser Kampfesmut, wo demütiges Gestehen sich ziemte, bietet wahrlich keine Gewähr für eine Wandlung in den pädagogischen Grundsätzen katholischer Waisenanstalten. Katholische Prügel. Das Centrum ist zwar in allen politischen Fragen uneinig, wenn es aber ein katholisches Interesse, ein vermeintliches oder ein wirkliches, zu verteidigen gilt, dann ist es einig, einig bis zur Besinnungslosigkeit. Jedes Vergehen, das sich ein Katholik oder eine katholische Gemeinschaft hat zu Schulden kommen lassen, wird skrupellos verteidigt. Katholische Schriftsteller rechtfertigen den Meuchelmord, wenn er durch ein katholisches Interesse veranlaßt ist. Man wird sich also nicht wundern, daß sich die„ Köln. Volkszeitung" in einer Weise mit der Prügelschwester Karola solidarisch erklärt, daß man das Prügeln füglich für eine unantastbare katholische Kircheninstitution halten muß. Bisher fonnte man den Fall für eine vereinzelte Ausschreitung halten, durch die Haltung der katholischen Presse wird diese Auffassung unmöglich. Die„ Kölnische Voltszeitung" von behandelt die Angelegenheit im schönsten feuilletonistischen sie selbst würde sagen jüdischen- Wizelton: " In dem fatholischen Ordensschwestern geleiteten Für die Beratungen der Stadtverordneten- Kommission St." Josefs Waisenhause zu Potsdam ist bekanntlich ein kommt der Karola- Artikel der„ Köln. Volksztg." gerade recht. jugendlicher Taugenichts, der wiederholt aus der Anstalt aus Er muß denen die Mehrheit verschaffen, die trotz des gerissen war und Kameraden zum Ausreißen zu verleiten versucht hatte, Er muß denen die Mehrheit verschaffen, die - der Meinung sind, daß der Anstalt in der Weise gezüchtigt worden, wie man von alters her Freiherrn v. Mirbach nichtsnugige Bengel zu züchtigen pflegt. Ob er die städtischen Waisen so bald wie möglich zu entziehen seien. dabei vielleicht den einen oder den anderen Hieb mehr erhalten Für fromme Helden, die alle Peinigungen in Märtyrergröße hat, als unbedingt nötig gewesen wäre, fann man ja auf sich nehmen, haben wir Verständnis, aber es ist uns unbahingestellt sein lassen; jedenfalls hat der Junge irgend welchen möglich, in den Geschöpfen Heilige zu bewundern, die das förperlichen Schaden von der Züchtigung nicht gehabt, und jelige Werk üben, anderen ein Martyrium zu bereiten. Professor v. Bergmann, der als gerichtlicher Gutachter über den Die„ Köln. Volksztg." scheint in ihrem Kultus der Schwester " Fall" vernommen wurde, hat ganz entrüstet Verwahrung Starola, in ihrer Verehrung katholischer Brügel, in der Dagegen eingelegt, daß man eine solche wohlverdiente Büchtigung zu einer Mißhandlung und Körperverlegung zu stempeln versuche. Letzteren Bethätigung das Merkmal höchsten Menschentums Aber wie es in unserem humanen Zeitalter geht, der Junge anzubeten. hat seiner Mutter in Berlin das ihm widerfahrene grausame pung. Der Prügeleuthufiaft Profeffor v. Bergmann, dessen„ sachverständiges" Gutachten über die dem Knaben Steiner im St. Josefs- Waisenhaus zugefügte Mißhandlung in der letzten Stadtverordneten Versammlung gebührend be- b. h. verurteilt wurde, hat sich zu einer zurechtstellung" ber Ausführungen unseres Genossen Singer aufgerafft. Der Profeffor erweist der National geltung", bie ere, feine Verlegenheitsstanmelei veröffentlichen zu dürfen. Die Rebattion bes Blattes quittiert über diesen Beweis Geheimrätlichen Vertrauens, indem sie fich der Zuschrift gegenüber in tiefes Schweigen hüllt und damit deutlich zeigt, welcher Wert der Burechtstellung" im Bureau der National- Beitung" beigelegt wird. Herrn v. Bergmann, der in der litterarischen Rechtfertigung feines Gutachtens" alles funterbunt durcheinanderwirft, beliebt es, einen in seiner wissenschaftlichen Ueberzeugung gekränkten Gelehrten zu spielen. Legit scheint aber nicht die stärkste Seite des berühmten Mannes zu sein. Gr will eine Aehnlichkeit seiner Gesichtszüge mit den Abbildungen einiger Verbrechertypen in Lombroso's Werke nicht bestreiten und sagt, daß er,„ obgleich schon längst erwachsen, nicht zum Verbrecher geworden sei. Die vortreffliche Erziehung, deren er sich zu erfreuen hatte, mag das verhütet haben". Nun ja, das ist's eben. Vortreffliche Erziehung." " benn ohne Schule fein Staat; auch die verschiedenartigen Religions- 1 giebt eine Schabloshaltung des Armen auf geistigem Gebiete; die Un gesellschaften sollten sie nicht minder würdigen, denn ohne Schule gleichheit in der Verteilung der irdischen Güter, welche ja besteht und feine Religion, Bum Schacher objekt jedoch auf politischem bestehen wird bis ans Weltende, hört auf, einen Stachel der Unund auf kirchlichem Gebiete darf sie nicht erniedrigt, nicht diesem zufriedenheit zu bilden. Auf solcher Grundlage also müßte sich die ober fenem 8weck dienstbar gemacht werben. Socialdemokralte als eine revolutionäre, auf rein materielle Ziele gerichtete Bewegung notwendig sofort selber ihr Todesurteil Sefretieren." Die Voltsschule ist das Palladium unserer Kultur, unferes Staatswefens. Wit Wärme und Eifer für den Ausbau und für die Ent widelung berfelbeit auf einer freiheitlichen Grundlage einzu treten, von politischen und Kirchlichen Sonderinteressen un beeinflußt, sollten sich zu diesem Bwede Männer vereinen, um zu erstreben: Nachdem also bas künstlich verzerrte Weltbild zur Unseligkeit ber Reichen und Seligkeit der Armen umbarmonisiert worden, soll doch nun endlich die wissenschaftliche Komödie" der Socialdemokratie enthüllt werden. Und wirklich, der Postheilige befinnt sich auf seine Wissenschaft. Wir hören vom Darwinismus, bom problematischen Teile 1. Gin Gulministerium, jebes politifen der Naturwissenschaft, hier könne einer den größten Unfinn reden, ohne und firchlichen Charakters entfleidet, zur sachlichen daß ntan es ihm gerade im Handumdrehen beweisen tann" und so fort, Leitung des Schulweseits im preußischen Staate, und Beaufsichti und so fort, wir lesen und lesen und lesen, wir sind am Ende gung der Gemeinden behufs deren Erfüllung der ihnen gefeglich oder sind wir am Anfang? Wir sind genau da, wo wir begannen, obliegenden Pflichten. Die Anstellung ber Lehrer nach absolviertem aber tiefer, milder Schlaf drückt uns die Lider. Die Poft ist zu Staatsexamen ift lediglich Angelegenheit der Gemeinde und be- der raffinierten Methode geschritten, die Socialdemokratie in tiefen, darf nicht der Zustimmung einer staatlichen Behörde. unüberwindlichen Schlummer zu schreiben und fte hat sofort ein 2. Die bis Man benutten, ber heilige Baasche" 2. Die Entfernung bes tonfeffionellen Re- großes Resultat erzielt. Man möchte vermuten, der heilige Paasche" ligionsunterrichts, nur der Hauptinbegriff der Religion ist in den Dienst Stumms getreten; die Inhaltslosigkeit, Dedigkeit Gottheit und Sittlichkeit gehört in den gemeinsamen Unterricht und Frömmigkeit des Artikels deutet auf diesen Verfasser. Freiherr Jugend Konfeffionen. v. Stumm fängt an uns fürchterlich zu werden. Rach unfererer Souris amter Softeit gehört in ben ge 3. Ein Studium der Volksschulen des AusYanbes, welches vielleicht nach so mancher Richtung hin als Vorbild dienen könnten Feinden gegen Kulturbestrebungen hat es Feinde- und an nie gemangelt, getvaltig an Bahl und Einfluß, werden sich dagegen aufbäumen. Wir müssen unbeirrt unsere Ziele zu er reichen fuchen, wenn es fein fann in Frieden, wenn es sein muß durch Kampf. Nicht für uns hier giebt es teine Jittereffensphäre, wir kämpfen für das Wohl der Gesamtheit, für den geistig erhabenen Nang des deutschen Volkes unter den Völkern. Der Niedergang, das Emporblühen der Volksschule bedeutet den Niedergang, das Emporblühen eines Staates." " Der 1. Mat. Die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung läßt eine schmetternde Fanfare ertöne Matt Grundsätzlich keine! ertönen: Alfo teine Arbeitsruhe am 1. Auch gegen die Socialdemokratie bildet der Hieb die best e Abwehr. Mögen sich jene Arbeiter, welche sich von den focialrevolutionären Heßern immer wieder ins Feuer schicken lassen, die Folgen ihrer Thorheit selbst zuschreiben. Sie, werden schweren Schaden erleiden, und weder die Socialdemokratie, noch die Gewerk schaften werden sie schadlos halten. Die Socialdemokratie tuill offenbar den Kampf, fie foll ihit haben. Aber er muß mit Straft und Nachdruck geführt werden, benn mit humanitären Bhrafen heilt man die Krankheit unserer Beit nicht. Grund: 1919 ber Meinung find Prügel und Mißhandlung keine vortrefflichen Erziehungsmittel. Dem jungen Bergmann ist vermutlich nicht das Ehrgefühl herausgeprügelt worden, und sollte er gar schlechte Aulagen gehabt haben, so hat er es unzweifelhaft feiner vortrefflichen Erziehung" zu danken, daß er sich heut mit Stolz zu den hervorragendsten Männern rechnen darf. Wer weiß, was aus dem Knaben Bergmann geworden wäre, hätte er gleich dem Kutaben Steiner unter dem Regiment des Stocks gestanden. Unter Berufung darauf, daß seine Vorfahren seit mehr als 100 Jahren in die deutsche Adelsliste eingetragen seien und der Mann, auf den er sein Geschlecht zurückführt, im Dienste des Kurfürsten Georg Wilhelm gestanden habe, verwahrt sich der Profeffor gegen die Aeußerung Singers, der das Gutachten als aus russischen Anschauungen herrührend bezeichnete. Nach der in Die Charakteristik, die der Aufruf von unserer heutigen Volls- Die Arbeiter lassen sich nicht ins Feiter siden, sondern fie Potsdamt abgelegten Probe des„ urkundlich Deutschen" darf man aber schule eniwirft, ist zutreffend; das Programm, bas die Freunde der gehen selbst ins Feuer, um Unternehmerübermut zu bekämpfen. annehmen, daß russisches Knutentumt dem„ germanischen Binte" des Profeffors v. Bergmann in einem fo ftarten Prozentsatz zugesezt sein Boltsschule fordern, enthält manches Ersprießliche; aber auf dem er im Stampfe Wunden empfängt, der wird geheilt. Aber auf muß, daß sich bei ihm die deutsche Stultur in flavische Härte Wege der Vereinsgründung ist keine Besserung zu erzielen. Dazu einen Kampf, wie ihn die Rhein- Westf. 8tg." zu wünschen berivandelt hat. Aber nicht nur sein„ Deutschtun" führt der Vor- bedarf es des großen, politischen Kampfes. Die Wohlmeinenden scheint, bei dem die Arbeiter von vornherein in ungünstiger Position tämpfer für Prügelpädagogit ins Feld, auch die heilige Schrift, das übersehen eben, daß die Schule ein politisches Kampfobjekt ist. Die wären, gebenken sich die Arbeiter nicht einzulaffen, sondern sie wählen Buch der Bücher, muß Herrn v. Bergmann dienen, um die Not- herrschenden Klaffen wollen teine Stultur, weil die Kultur sie tötet. fich Terrain und Stampfbedingungen, welche ihnen vorteilhaft und wendigkeit des Stockes in der Erziehung nachzuweisen. Der fromme Sie leben von der Unbildung und Dummheit, und darum hassen den Sapitalisten gefährlich find. Wenn das Blatt der Hüttenbaronie frommee Mann citiert als Richtschine seines Lebens das Bibelwort: fie die Volksschule und suchen sie geistig und materiell zu verkrüppeln. hierüber zürnt und wütig den„ Hieb" als beste Parade empfiehlt, „ Wer sein Kind lieb hat, der hält es stets unter der Suite, daß Die Volksschule ist ein Mittel des Klassenkampfes der Herrschenden, so können wir ihm, auf die Gefahr hin, seinen Born zu vermehren, versichern, daß die Arbeiter folche Stellung nehmen werden, daß der er hernach Freude an ihm erlebe. Wenn einer sein Kind ziehet, der Klaffenfampf allein vermag fie auch zu erlösen. das verdrießet seinen Heind. Wer aber seinem Kind zu weich ist Ueber die taktlose Rede eines amerikanischen Offi- Unternehmerhieb ein Hieb in die Luft ist. der klagt über seine Striement. Bläue ihm den Rücken, dieweil es ziers wird in der deutschent Presse viel Lärm geschlagen. Am Gegen die Bertagung des Reichstages treten ble ministeriell noch flein ift, auf daß es nicht halsstarrig und ungehorsam werde." 21. d. m. fand nämlich zu Ehren des Kapitäns Coghlan und der beeinflugten„ Berliner Politischen Nachrichten" auf. ( Sirach, Kap. 30 Vers 1 ff.) Offiziere des von den Philippinen zurückgekehrten Kreuzers der Ver- Unüberwindliche Abneigung gegen die Verlängerung Wir bewundern die Bibelfestigkeit des Herrn Professors aber einigten Staaten Raleigh" ein Bankett statt. Stapitän Coghlan Immunität, die durch die Bertagung herbeigeführt würde. Den wir glauben, daß der heutige Kulturzustand dem Prügelfomment hielt eine Rede, worin er von einem Vorfalle sprach, der während socialdemokratischen Kandidaten von Plößensee müßte ja bann entwachsen sein könnte. Wir wissen nicht, ob Herr Geheimrat der Blockade Manilas zwischen dem Admiral Dewey und einem eine längere Galgenfrist gewährt werden. Dieser Gefahr v. Bergmann mit Kindern gefegnet ist sollte es der Fall sein, jo be- deutschen Offizier sich abspielte, den der deutsche Admiral abgeschickt foll dadurch vorgebeugt werden, daß die Abgeordneten nicht so viel neiden wir dieselben nicht vorausgesetzt, daß der bibelgläubige fromme hätte, um über irgend etwas Beschwerde zu führen. Coghlan hörte, reden, sondern sich beeilen, mit ihrem Arbeitspensum fertig zu werden. Herr das Rutengebot nicht nur auf arme städtische Waisenfinder anvenden wie Dewey den Offizier ersuchte, dem deutschen Admiral zu fagen, Die Abgeordneten bedürfen nicht des Rates Schweinburgs. Iſt will, fein eigen leisch und Blut aber nach modernen und humanen die deutschen Schiffe müßten stille stehen, wenn Dewey es er so erpicht, Nat und Hilfe zu erteilen, fo follte er der Regierung Erziehungsgrundsätzen behandelt. age. Nach einem Hinweis auf die deutsche Flagge soll Dewey gesagt gut zureden, den Reichstag frühzeitiger einzuberufen und keine unDaß Herr v. Bergmann Berbrecherschäbel burch Prügel um- fhaben: Diese Flaggen tönnen überall für einen halben Dollar nötigen Vorlagen einzubringen. formen zu fönnen glaubt, ist eine so verblüffende Anschauung, daß per Elle gekauft werden." Weiter: Sagen Sie Ihrem Admiral, Der nächste Aerztetag sich die Diskussion dieser neuesten Theorie das mindeste Buwiderhandeln gegen irgend eine Blodaberegel wird gewiß nicht entgehen lassen wird. Nur verstehen wir nicht, warum nur eins bedeuten, nämlich Krieg; es wird so aufgefaßt und un Der Herr Geheinirat, der vielmehr eine Anlage, und selbst eine verzüglich geahndet werden; wenn Ihre Leute bereit sind zu einem fo große wie beim Autaben Steiner für reparabel hält, sich wundert, Strieg mit den Vereinigten Staaten, fömmen sie ihn jederzeit haben." daß feine Berufung auf die Lehre von der Ererbung und den Stürmischer Beifall folgte Coghlans Worten. Auf allgemeines Ver förperlichen wie den geistigen Anlagen einen Entrüstungssturm ent- langen trug er ein Spottgedicht auf den deutschen Kaiser vor. fesseln konnte". Die amerikanischen Behörden haben den Großsprecher sofort desavonirt. Ihm ist befohlen worden, sofort auf sein Schiff zurückzukehren, und außerdem ist sein Verhalten schriftlich gemijbilligt worden. Ferner wird berichtet, daß der Staatssekretär Hay gegen über dem deutschen Botschafter seine lebhafte Mißbilligung über das Benehmen des Kapitäns Coghlan ausgesprochen habe. Irgend eine Weiterung dürfte der Vorfall demnach nicht mehr habent. Und wirklich haben auch die großsprecherischen Redensarten eines aus dem Kriege zurückkehrenden Offiziers nicht die geringste Bedeutung. Was mag wohl von deutschen Offi Die fentimentale Manier, mit der Herr v. Bergman flagt, daß zieren über„ befreundete Staaten" schon alles zusammen bramarbafiert er„ als Opfer des tobenden Gees dem Geifer seiner schmutzigen worden sein! 140 918 1919 hid o Sächsische Wahltaktik. Dem alten Kartell der OrdnungsWellen stand zu halten habe", mag als eine Art moralischen parteien wollen sich nun auch die Reformer", einst die wütigsten Kazenjammers angeschen werden, aber das Urteil über über Das wilde Land.solidf Bekämpfer des Kartells, anschließen. Der Balt scheint schon hinter das Potsdamer Gutachten" kann durch eine Sophisterei, den Coulissen fertig gemacht zu sein, die Antisemiten sollen einen vie fie die Burechtstellung enthält, nicht abgeschwächt werden. Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Als letzten Trumpf spielt Herr v. Bergmann noch Virchow und Genosse Robert Seidel in Zürich, der bekannte Partei- Bandtagswahlkreis in Dresden- Altstadt erhalten, dafür kommen fie Leffing gegen Singer aus, genosse, der bis zum Jahre 1890 im Kanton Glarus als den Konservativen und Nationalliberalen andererorts nicht ins Gehege. Das hat Virchow wirklich nicht verdient, in dieser Sefundarlehrer wirkte und sodann die Redaktion der Die sogenannte Reformpartei hat sich also auch mit dem neuen Mißhandlungsaffaire als Eideshelfer angerufen zu werden, und wir Arbeiterſtimme", im vorigen Jahre diejenige des Züricher Dreiflassen- Wahlsystem abgefunden, geht völlig im Ordnungsbrei glauben, daß Profeffor Birchow nicht anders über das Berg- Wolfsrecht" übernahm und von letterer Stelle im De- auf und verliert damit den letzten Reſt politischen Ansehens, wenn mannsche Gutachten denkt als wir. Was aber den Ber- zember 1898 zurücktrat, ist wieder in den Schul- fie derartiges je besessen, in den Kreisen des arbeitenden Bolkes. fu langt, alle diejenigen, welche die Bergmannsche Auffassung Dienst zurüdgekehrt. Der Züricher Erziehungsrat hat nie hat eine Partei eifriger ihr eigenes Grab geschaufelt als diese. such von der Handlungsweise der Schwester Karola verdammen, mit dem Wegen Bismarck Beleidigung hatte der Stadtrat von Batriarchen" im„ Nathan" zu identificieren- so ist dieses Wer ihm vorläufig eine Sekundarlehrer- Verweserstelle in AußerVerhalten so föstlich naiv daß wir dem Herrn Professor darüber sihl( Zürich) übertragen; die definitive Wiederanstellung wird Pirna i. S. einen Arbeiter auf Grund des Groben Unfugs- Paranicht zu zürnen vermögen. dann wohl bald folgen. Seidel ist als Lehrer allgemein an- graphen mit einem auf 20 m. lautenden Strafmandat bedacht. Herr Geheimrat Bergmann schließt seine Epistel mit zwei erfannt und begrüßten daher fogar bürgerliche Blätter seine Dem Schöffengericht war die Sache aber doch zu arg und es sprach Fragen. Wenn aber mun das Kind im Elend umgefommen wäre?" Rückkehr zur Schule. Immerhin verdient die Vorurteils- den Bismard- Sünder frei Und wenn nicht mehr gescheh'n, als der Vernunft genügt?"- losigkeit der bürgerlichen Behörde zu einer Zeit, da man Er läßt unseren Genossen Singer darauf antworten:" Thut nichts, in Berlin einen Privatdozenten seiner die Schwester wird verbrannt." Ach nein, ehrwürdiger Herr, das socialdemokratischen Gesinnung wegen maß. foll nicht geschehen es wird nur dafür gesorgt, daß die städtischen Nach dem Bergmannfchen Recept helfen ja doch Brügel gegen Verbrecherschädel, also was" Vererbung" was" Anlagen"? Den Stod her und losgedroschen, dann wird aus dem„ verbrecherisch veranlagten Knaben" ein sittsam- frommer Jüngling, dem mit der Rute Gottesfurcht und Tugend eingeblent ist. Nicht die Berufung auf Ererbung und Anlagen" hat den Ent rüstungssturm entfesselt sondern das Gutachten, welches die an einem wehrlofen, gefeffelten Knaben vollzogene Mißhandlung als verdiente pädagogische Züchtigung" erklärt. Waisenfinder fürderhin nicht nach Starolajchem Recept gemißhandelt regelt, unsere Anerkennung. werden können, und daß medizinische Gutachter, welche eine Mißhandlung, wie sie an dem Knaben Steiner vollzogen wurde, als verdiente pädagogische Züchtigung" charakterisieren, so bezeichnet werden, wie sie es verdienen. R Politische Neberlicht. Berlin, den 24. April. * Deutsches Reich. Radikalfur. vi magbij 210 Das Gesetz zum Schuhe ,, Arbeitswilliger" foll wieder ein mal, wie von gut unterrichteter" Seite mitgeteilt wird, in den nächsten Tagen dem Bundesrat zugehen, so daß es noch zur Beratung im Reichstag gelangen foll. Die Zuchthausvorlage scheint in den höheren Streifen frecht großes Ropfzerbrechen zu machen. Offiziös ist ihre Einbringung im Reichstage schon bestimmt für die ersten Tage nach Ostern an gefündigt gewefen. Die Nordb. Allg. 8tg." druckt am Montag stvar bie Nachricht ab, daß die Buchthausvorlage dem Bundesrat zugehen soll, unterdrückt aber die weitere Meldung der Korrespondenz von angeblich autoritativer Stelle, daß sie noch in dieser Session an den Reichstag gelangen wird. Wegen der Mitgliedschaft von Socialdemokraten ist dem Kriegerverein in Blau gleich mehreren anderen medlen burgischen Striegervereinen jüngst durch ministeriellen Erlaß die ahne entzogen. Der Verein beschloß darauf seine Auflofung. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Zum Fall Könnecke wird uns folgendes mitgeteilt: Der „ Vorwärts" schreibt in seiner Nummer vom Sonnabend, den 22. d. M., anschließend an den Bericht über den Majestätsbeleidigungs- Prozeß des ehemaligen herzoglich braunschweigischen Hofstaatssekretärs Könnede do ONLI Stönnede ist im Jahre 1896 auch wegen Beleidigung des Ne Eine neue, sicher vom Leben zum Tode befördernde Methode genten von Braunschweig mit einem Jahre Gefängniß bestraft ber Socialistenvernichtung hat die" Post" erfunden. Wir gestehen, worden. Das Strafmaß ist so hoch und die Wiederholung desselben so heil uns der" Post" scharfmachende Kampfesart stets gelassen, Delifts so auffällig, daß die Oeffentlichkeit ein Interesse hat, über nun wird uns ernstlich besorgt um unsere Haut. Es ist ein gar die Angelegenheit dieses Hofbeamten näheres zu erfahren." langer Artikel, den die" Post" den socialdemokratischen Klug Könnede diskutiert mit Vorliebe vor jedermann, der es hören widmet und der mit der vielversprechenden Eine will oder auch nicht hören will, bas private Leben fürstlicher Das Abgeordnetenhaus überivies heute ohne Debatte den Ent reben" wurf eines Ausführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch, den Entwurf leitung einsetzt, daß die Socialdemokratie sich und anderen Personen, mit specieller Beziehung auf die sexuelle Seite. Uebrigens eines Ausführungsgesetzes zur Grundbuchordnung und den Gesetz- Leuten, die thöricht genug sind, an den Zauber zu glauben, wird der Mann von manchen Leuten in Braunschweig für geistig entwurf betreffend die landesgesetzlichen Vorschriften über die Ge- eine wissenschaftliche Komödie vorspielt und die Blöße ihrer wirk Abgeordnetenhand. 29 311901 ба bühren der Rechtsanwälte und der Gerichtsvollzieher an die mit der lichen Endzicle mit dem Flitter und Tand cines erborgten Schein nicht ganz intatt gehalten; was aber an dieser Ansicht richtig oder Beratung der Ergänzungsgejebe zum Bürgerlichen Gesetzbuch betraute wiffens bedeckt. Wir sind gespannt, jetzt wird der Tand unseres falsch ist das Gericht hat an seiner zurechnungsfähigkeit offenbar Kommission. Der Gejegentwurf betreffend die Gerichtsorganisation Scheinwiffens von den" Post"-Wissenden enthüllt werden und die nicht gezweifelt, sonst würde es ihn nicht zu zwei Jahren Gefängnis von Berlin und Umgegend ging nach unwesentlicher Debatte, in wahre Wissenschaft wird sich offenbaren. Doch wir müssen ums ger verurteilt haben entzieht sich selbstverständlich vollkommen unserer der sich die Abgg. Dr. Krause( uatl.), Porsch( C.), Dr. Crüger duldigen. Es folgt eine Darlegung über den besonders schwer ge- Beurteilung. Bemerkenswert ist indessen die Hartnäckigkeit, mit der ( frf. Bp.) und Schmidt- Warburg( C.) gegen den Entwurf erflärten, nießbaren Jargon der socialdemokratischen Philosophie". Die" Post" der Mann bei seinen Behauptungen bleibt, obschon er sich darüber Gelehrten aber haben sich gewiß durch diesen Jargon durchgerungen, Hlar fein müßte, daß jede Wiederholung nur eine Verschärfung der an eine Stommission von 14 Mitgliedern. Die nächste Sigung findet am Mittwoch statt. Auf der und unangekränkelt durch seine Ungenießbarkeit wird die Kehde Strafe zur Folge haben kann. Doch Tagesordnung steht neben tleineren Vorlagen der Antrag ar gegen das socialdemokratische Klugreden neu beginnen. dorff, betr. Erhöhung der Bezügeber Beteranenad, mit unvermittelter Blöglichteit jetzt eine neue Melodie Ausland. ein. Die Wissenschaftsfrage verschwindet in der Versentung und es Für die Volksschule. Ein Aufruf zur Vereinigung ertönt ein religiös- moralischer Kantus: von dem Klaffenegoismus Oestreich- Ungarn. Und der sociale bon Freunden der Volksschule wird gegenwärtig verder Sozialdemokratie, der feine Pflichten kenne. Pflichtgeist reißt den Stumm- Jünger zu mächtig schwellendem Budapest, 28. April. Nach einer Wiener Meldung des Pester breitet, dem wir folgende Säge entnehmen: Lloyd" sollen die Besprechungen des Grafen Goluchowski mit dem Was schen wir, wenn wir Umschau halten im preußischen Dithyrambus hin: Mit dem, was man, kurz und rund gesagt, Pflichten heißt, Ministerpräsidenten Szell hauptsächlich der Frage der SchiffahrtsStaate auf dem Gebiete der Volksschule? Ein betrübendes Bild unfer früherer Stolz muß sich in Scham verwandeln. Kampf und deren Erfüllung nach altväterischen Anschauungen die seelische gebühren am Eisernen Thor und der des indischen Zucker Unterdrückung der Bestrebungen so mancher städtischen Verwaltung Effenz, die Würde und den Werth des Mannes und der zolles gelten. Nach derselben Quelle sei es nicht unmöglich, daß für Einführung von Neuem und Besserem, der Bestrebungen nach Frau bildet, weiß die jüngste fociale Bewegung natürlich Graf Goluchowski auch wegen der Frage der Besizergreifung Bervollkommnung. Selbst das Alte als gut Bewährte wird be- nichts anzufangen. Denn mit den Pflichten und ihrem notwendigen eines Hafens in China mit der ungarischen Regierung in Fühlung Korrelat, den Eugenden, kommt die Harmonie in das künstlich ver- trete. Ueber die letztere Frage ist im Abgeordnetenhause eine Jutertämpft, unterdrückt." zerrte Weltbild, welche die Socialdemokratie nicht brauchen kann; die pellation eingegangen, die der Ministerpräsident am Mittwoch bemateriellen Unterschiede fallen nicht mehr so bedeutend ins Gewicht, es antworten will.Bon politischen Parteien" sollte man nicht sprechen, wenn die Volksschule in Frage, alle müßten sie gleich schägen und anerkennen, alo defor 010 Dr. Krause- Königsberg( natl.) n Schweiz.( bistus] hilfsweise zu den Sitzungen herangezogen werden sollen. nach ArbeitFörderung der Socialdemokratte durch den Staat. Bern, bedauert, daß man den Berliner Gerichtseingefeffenen nicht längere Im übrigen werden die Beifizer getrennt 28. April.( Eig. Ber.) Die Berner Kantonsregierung Beit gelaffen hat, zu diesem Gefeßentwurf Stellung zu nehmen, der gebern und Arbeitnehmern in der Regel in alphabetischer hat dem fchweizerischen Grütliverein, der im Juli in als ein Eingriff in die Reichsgesetzgebung, wenn Reihenfolge zu den Sigungen zugezogen. Will der Vorsitzende unferer Stadt seine Generalversammlung und sein Centralfest ab auch nicht dem Wortlaute, so doch dem Sinne nach, bezeichnet werden aus besonderen Gründen von dieser Reihenfolge abweichen, so find hält, einen Beitrag zu den Kosten derselben von 2000 Franken be muß, denn der Gerichtsstand wird in einer Weise geändert, wie es die hierfür maßgebenden Gründe aktenkundig zu machen. Dasselbe willigt. Der Grütliverein steht bekanntlich laut Statut auf dem die Reichsgefeße mindestens nicht vorgesehen haben. Es kann nach gilt hinsichtlich der Hilfsbeifizer." Ang en o ni men wird ein Antrag Boden der Socialdemokratie. der Vorlage geschehen, daß ein Berliner brei, vielleicht gar sechs Röside- Hize, daß die Beifizer in der Regel in einer im voraus England. verschiedene Gerichtsstände hat. Eine Notwendigkeit für die aufzustellenden Reihenfolge" zugezogen werden. AbErrichtung eines britten Landgerichts Berlin könne er überhaupt gelehnt wird ein Tonservativer Verschlechterungsantrag," Englische Friedensbotschaft. Der Erste Lord der Admiralität nicht anerkennen. Man tönte doch nicht bestreiten, daß Berlin und daß das Schiedsgericht nicht mit 4, sondern schon mit 2 Beisigern Goschen hat am Sonnabend in Sheffield eine Rede gehalten, in feine Umgebung eine Verkehrseinheit bilde. Schon die Frage der beschlußfähig sei. Zu§ 75( eststellung der ente) wird ein welcher er die Gegenwart mit der Erregung verglich, die im ver- Buständigkeit der Gerichtsvollzieher stößt unter diesen Umständen socialdemokratischer Antrag angenommen, daß der Angangenen Oktober geherrscht hatte. Heute feien die wolken ver- auf große Schwierigkeiten. Für die Forderung, daß jeder Stadtbezirk spruch auf Bewilligung einer Rente auch dann gewahrt ist, weim er Ich wunden und Europa habe ein fried Itches Aussehen an- sein Gericht möglichst in seiner Nähe, in seinem Umkreise hat, liegt nicht bei der zuständigen Behörde, sondern einer anderen gestellt ist; genomment. Troydem befürwortete er die großen Ausgaben für ein Bedürfnis gar nicht vor, die Verkehrsverbindungen machen diese diese hat ihn dann ungefäumt an die zuständige Stelle zu beHeer und Flotte und wies die Ansicht zurück, daß gegen derartige Forderung unberechtigt. Besonders wichtig ist die neue Organisation fördern. Ausgaben eine Gegenbewegung playzugreifen brohe. login für die Zulassung der Anwälte. Wie werden sich diese Dinge künftig In betreff der Einrichtung der Rentenstellen giebt Frankreich. geftatten? vill man alle Rechtsanwälte bei allen brei Band- alba. v. 25 beft.( l.) eine Gellaring ab, daß er in ber boligen Die Enthüllungen aus den Dreyfus- atten fegte der gerichten zulaffent, oder nach welchen Grundfäßen soll bei der Zu- Sigung den angenommenen Antrag für entsprechend dem in erster Figaro" auch in feinen letzten zwei Nummern( Sonntag und lassung verfahren werden? Das Substitutionswesen, oder wie viele Lesung abschlossenen Kompromiß gehalten habe. Er fehe jetzt aber Montag) fort. Es find die Aussagen von Gabriel Men od und Richter sagen, das Substitutions- Unwesen wird einen immer zu seiner großen Ueberraschung, daß die Kommission durch Annahme anotaug, eine neue Aussage des Generals Mercier und größeren Raum einnehmen. Noch im Jahre 1876 nahm man des Antrages Schmidt beschlossen habe, daß auch die Vorsitzenden diejenige des Grafen Turenne Daynac.- Monod giebt den Standpunkt ein, daß die Berliner Gerichtsorganisation möglichst der Neuterstellen von der Selbstverwaltung ernannt werden § 104 wird nach an, wie er an der Schuld des Hauptmanns Dreyfus durch die einheitlich gestaltet werden müsse; heute vertritt man die entgegen sollen, und dagegen müsse er sich erklären. Weigerung Hanotaur', ihm eine bestätigende Versicherung zu gesetzte Meinung. Es handelt sich hier nicht um eine Totale Berliner folgendem Antrag Röside angenommen: geben Eine Quittungstarte verliert ihre Gültigkeit, zweifelhaft wurde, und berichtet über die von Angelegenheit, sondern um ein Princip von bedeutender Tragweite. ihm angestellten Nachforschungen und über die Bestätigung Was heute in Berlin geschieht, dürfte bald in anderen Städten auch wenn sie nicht innerhalb weier Jahre nach dem auf der Karte von der Unschuld des Verurteilten, welche er bon zahl gefchehen. Zweifelhaft sei ihm, ob alle Bedenken sich in der verzeichneten Ausstellungstage zum Umtausch eingereicht ist. Ist die Annahme begründet, daß reichen Persönlichkeiten erhielt. Hierauf läßt er sich über die Unter- Kommission werden beseitigen lassen. ersicherte, ahne sein Bersuchungen Scheurer- Kestners, Leblois und Picquarts in betreff fchulden den rechtzeitigen Umtausch versäumt hat, so Abg. Dr. Porsch( T.) Esterhazys aus. Hanotaug erstattet über die Umstände Bericht, hält den größten Teil der Bedenken des Vorrebners für begründet. auf den Antrag des Versicherten die fortdauernde Gültigkann der Vorstand der Versicherungsanstalt des Beschäftigungsortes unter denen der General Mercier den Ministern von der Entdeckung Es sei doch rationell, für Berlin ebenso vorzugehen, wie in allen teit der Quittungsfarte anerkennen." des Verrates Mitteilung machte. Hanotaur bestreitet, daß eine anderen Orten, und ein einheitliches Gericht in Berlin zu schaffen. Die Bu§ 124( Entscheidung der Streitigteiten zwischen Gefahr diplomatischer Berwidelungen bestehe, die Strafrechtspflege ist bereits in Moabit tonzentriert und eine ähnliche Arbeitgebern und Arbeitnehmern über die Berechnung und aus dem Prozefie entipringen tönnten. Er erklärt, bon weitere Konzentrierung würde nicht schaden. Die Herren von der Anrechnung der Beiträge und Ersazansprüche) liegt der socialangeblichen Briefen eines fremden Souveräns nichts Justizverwaltung sind nur zu gern geneigt, die Interessen des recht demokratische Antrag vor: Wo Gewerbegerichte bestehen und zu wissen, und versichert, daß er sich niemals über die Schulb des Dreyfus fuchenden Publikums zu übersehen. Die Schwierigkeiten bei der für die Streitenden zuständig sind, find die Streitigkeiten nur von ausgesprochen habe; er weiß nichts über eine Mitteilung des ge- Verfolgung von Schuldnern, es brauchen nicht einmal böswillige zu diesen zu entscheiden." Wurm weist darauf hin, daß ja in der beimen Aftenbündels und hat nur unbestimmte Erinnerungen von sein, werden immer größer. Schon heute bestehen verschiedene Gewerbegerichts- Stommission bereits für die Erweiterung der ZuSugeständnissen des Generals Mercier. Graf Turenne Daynae fommunale, postalische und polizeiliche Einteilungen in Berlin, von ständigkeit der Gewerbegerichte eine Mehrheit vorhanden sei. Es erllärt, er wisse durch den deutschen Botschafter Grafen Münster, daß denen keine mit der anderen sich bedt. Die Vorlage wird diese trete dadurch eine Vereinfachung des Streitverfahrens ein, weil ja angebliche Briefe des deutschen Kaisers nicht existieren. Schwierigkeiten noch weiter vermehren. doch zumeist Lobuftreitigkeiten mit denen fiber Anrechnung der Die Montags- Ausgabe enthält die Aussagen des Journalisten Abg. Dr. Crüger- Bromberg( frs. Vp.) Versicherungsbeiträge verbunden sind und auch die bei StreitigStrong und des Generals Billot. Strong berichtet über feine Beziehungen zu Esterhazy und sagt aus, daß dieser eines( auf der Tribüne schwer verständlich) scheint sich den Bedenken der feiten über die Beiträge der Krankenkassen bereits den GewerbeTages ihm erklärte, er sei der Urheber des Borde Vorredner anzuschließen. Er begreife nicht, wie man sich zur Be- gerichten überwiesen find. Staatssekretär v. Pojabowsky reaus und er habe es auf den ausdrücklichen Befehl des gründung der Vorlage auf die Bostorganisation in den Vororten habe wendet sich dagegen, weil er Bedenten hat, eine neue Instanz in Obersten Sandherr geschrieben, da der Generalstab nur berufen können; die Bostorganisation müsse doch geradezu abschreckend dieses Gesetz einzuführen. Der Antrag wird gegen die socialmoralische Beweise gegen Dreyfus habe, aber einen wirken. Er hofft, die Kommission werde ein file allemal den demokratischen und freisinuigen Stimmen abgelehnt. Die Bemateriellen Beweis wünsche. General Billot Grundfaz aufstellen, daß die Abtrennung von einzelnen Teilen ratung wird bis§ 130 geführt. Nächste Sigung: Dienstag.erklärte auf die Frage, ob an Esterhazy der Betrag von 80 000 Fr. größerer Gemeinden bei der Gerichtsorganisation nicht zulässig ist. gezahlt worden sei, ein solcher Betrag sei seinem Wissen nach niemals Parlamentarisches, pasa an einen Agenten gezahlt worden. Seines Wissens babe Esterhazy Gs ist ein Uebelstand, daß die Kollegen bei den großen Gerichten niemals irgend welche Dienste für das Kriegsministerium geleistet. einander persönlich oft gar nicht tenner. Dadurch werden so zahl von den Gast und Schantwirten Berlins und der UmReichsgesetzliche Regelung der Polizeistunde verlangt eine Auf die Frage, weshalb Picquart nach Tunesien geschickt wurde, reiche Uebelstände für den gerichtlichen Geschäftsverkehr hervor- gegend dem Reichstag eingereichte Petition. Die Petition entgegnete Billot, er habe bemerkt, daß der Nachrichtendienst ver- gerufen, daß eine Henderung, namentlich eine Verkleinerung gipfelt in dem Ersuchen an den Reichstag, auf den Erlaß allgemeiner nachlässigt wurde. Picquart habe sich nur mit der Dreyfus ber Gerichtsbezirke wünschenswert erscheint. Bedenken wegen reichsgesetzlicher Vorschriften hinzuwirken, durch welche die auf die Angelegenheit beschäftigt. Seine Borgesezten Gouse und Boisdeffre der Verfolgung böswilliger Schuldner, sowie wegen der Zulassung Bolizeistunde bezüglichen gegenwärtig feien ebenfalls unzufrieden mit ihm gewesen.mpjon im Gastwirtsgewerbe der Anwälte werden in der Kommission erledigt werden können. Herrschenden Zustände der Rechts ungleichheit und unsicherGegen die Zulassung der Anwälte bei allen drei Landgerichten zu heit ein für allemal beseitigt werden sollen gleich habe er mehr Bedenken, denn das würde eine Verschleppung der Prozesse zur Folge haben. M Paris, 24. April. Der Kaisations hof vernahm heute in geheimer Sitzung den Kapitän Freystätter, den früheren Polizeipräfeften Lépine, den Untersuchungsrichter Bertulus und die Generale Roget und Gonse. Es ist nicht bekannt, ob Gegenüberstellungen st stattgefunden haben. Spanien. ols Die Senatswahlen haben am Sonntag ohne Zwischenfall statt gefunden. Die Regierungsmajorität wird voraussichtlich im Senat verhältnismäßig größer sein als in der Kammer. Bulgarien. Der Gemeiderat von Sofia, dessen Mehrheit aus Anhängern der früheren Regierung bestand, ist aufgelöst und durch eine Kommission ersegt worden. Rumänien. Abg. Busch( t.): Justizminister Schönstedt: 4 gm Abgeordnetenhause sollen in nächster Zeit die Sigungstage und fizungsfreien Tage mit einander abwechseln, um den Kommissionen die Möglichkeit zu verschaffen, schneller für das Plenum vorzuarbeiten. Partei- Nachrichten. Die sachlichen Bedenken, die hier vorgebracht sind, werden sich billigt. Allerdings hat man die öffentliche Besprechung der Vorlage Graf St ra chwi( C.) beantragt, vor der Abstimmung über§ 1 wiberlegen lassen, und hoffentlich wird das Princip der Vorlage geIn der Kanalkommission des Abgeordnetenhauses hat Abg. vermieden, aber die Stadtbehörden und die Rechtsanwälte find zeitig von der Regierung die eingehende Beantwortung folgender Fragen Strachwiz gehört. Die Organisation von 1879 gab damals schon zu Angriffen unter Beibringung allen erforderlichen statistischen Materials zu erEin tarliftisches Komplott will die Polizei in Barcelona Anlaß. Der Magistrat aber erkannte die Organisation als gut an. bitten: 1. Sind Kanäle heute noch in der Aera der Eisenbahnen, und entdeckt und vereitelt haben. Es wurden fünf Personen, darunter Der bedeutende Zuwachs, den Berlin aber seit jener Zeit in Anbetracht der Wahrscheinlichkeit, die Fortschritte der Elektricität für ein angeblicher Brigadegeneral, festgenommen. 40 alte Gewehre erfahren hat, machte eine anderweite Einteilung wünschens dieselben in der Bewältigung des Massenverkehrs nuzbar machen zu wurden beschlagnahmit. In der Gegend von Barcelona herrscht vollwert, denn die Schwierigkeiten, die aus der centralisierten fönnen überhaupt praktisch angezeigt; find sie ein besseres und billigeres ständige Ruhe. Rechtspflege erwuchsen, wurden immer größer. Es kann darauf| Beförderungsmittel als Eisenbahnen? 2. Welche Abficht verfolgt die Rußland. hingewiesen werden, daß das neue Justizgebäude in der Neuen Staatsregierung mit der Vorlage des Rhein- Elbe- Kanals? 3. Welches Neue Rüstungen. Aus Petersburg wird gemeldet: Die Friedrichstraße das größte Gebäude Berlins nach dem fönigl. Schloß ist die wirtschaftliche Bedeutung des Kanals, namentlich des MittelFertigstellung der vom Kriegsministerium beschlossenen Umfein wird. Auch in Bezug auf die Kosten ist die neue Organisation land- Kanals für Handel und Gewerbe, für Industrie, für Landwirtwandlung der Artillerie wird ausschließlich von russischen die beste. Den Beweis, daß, die Rechtspflege durch die schaft? 4. Ist die Ausführung des Kanals technisch möglich? und Fabriken vollzogen werden, fein einziges Stüd wird aus dem Aus- neue Organisation gefährdet wird, hat man nicht erbracht. zwar a) woher ist das erforderliche Wasser zu entnehmen? b) wieweit lande bezogen. Man glaubt, daß die vollständige Um Es ist auf die Thätigkeit der Anwälte und auf die Möglich lassen die Befürchtungen sich widerlegen, daß die unter dem Kanal wandlung aller Kanonen und Gewehre in Schnell- feit der Zunahme der Simultan Pragis hingewiesen worden. liegenden Gruben durch Siderwasser des Kanals zum Ersaufen feuer System innerhalb von drei Jahren beendet sein wird. Aber es wird gerade dadurch eine Verbesserung des gegenwärtigen kommen? 5. Wie berechnet sich die Rentabilität des Kanals und wie website Rustandes geschaffen, daß man zahlreiche Anwälte bei allen drei gestalten sich die dafür gegebenen Garantien von Dritten? 6. Welche Gerichten zuläßt. Auch die Schwierigkeiten bei der Berfolgung von Stompensationen find erforderlich, um die Schädigungen einzelner Schuldnern sind nicht unüberwindlich. Es besteht bei der Regierung Landesteile auszugleichen, und wie stellt die Staatsregierung sich zu die Absicht, die Register Führung bei den Amtsgerichten schon vom denselben? 1. Januar ab möglichst zu fonzentrieren. Auch ist in der CivilprozeßOrdnung bereits die Möglichkeit vorgesehen, daß ein einheitlicher Stadtbezirk in mehrere Gerichtsbezirfe geteilt ist. Für solchen Fall ist die Zuständigkeitsfrage besonders geregelt. Der Minister legt Totenliste der Partei. Der Tod mehrerer alter Parteigenossen dar, daß die Teilung der Gerichtsbezirke weder für die Rechts- wird gemeldet. Jn Glauch au( Sachsen) starb der Gen. August Anwälte, noch für die Geschäftsleite, noch für die Gerichtsvollzieher Rellner, einer der ältesten Parteigenossen Glauchaus, der schon nachteiliger sei, als der heutige Zustand. Es kann im Gegenteil bei der Gründung der Laffalleaner mitgewirkt hat und bis in seine Englische Unzufriedenheit mit dem Stand der chinesischen erwartet werden, daß durch das neue Gesetz das Verständnis des legten Tage für die Partei thätig war. Dinge spricht aus folgender Reuter- Meldung aus Beling: Es wird Publikums von neuem geredt wird und fünftig viele Uebelſtände Chemnitz verstarb nach furzem Krantenlager der Genosse Anton täglich flarer, daß die chinesische Regierung mehr reaktionär vermieden werden, die bei der jezigen Organisation fich täglich Dertel im Alter von 66 Jahren. Er war von der ersten Reichswird; ihre Haltung gegenüber den Ausländern droht unerträg zeigen. tagswahl an in Einsiedel für die Partei thätig und jederzeit auf lich zu werden. Das Tsung- li- gamen besteht jetzt aus Männern ohne Einfluß, ohne politische Kenntnisse; deren Abg. Schmidt- Warburg( C.) steht der Vorlage sine ira, aber feinem Posten. In Mannheim starb gleichfalls ein altes Mit Anstellung bildet nur einen Teil des Planes der Kaiserin auch sine studio gegenüber und will zunächst das Resultat der glied der Partei, der Schuhmacher Sebastian Mildeberger. Witwe, den Verkehr mit den Ausländern zu erkommissionsberatung abwarten. Nötig werde allerdings sein, daß Die Ueberlebenden werden sie in gutem Andenken behalten. schweren. Die Versprechen des Thung- li- Yamen sind, wenn sie das Amtsgericht Berlin I einheitlich untergebracht wird. Ob der Der Gesamt Parteitag der Socialdemokratie Oestreichs nicht durch den von bitterer Fremdenfeindschaft erfüllten Großen Rat gegenwärtige Zeitpunkt gerade der richtige sei für eine Neu- wird am 21. Mai b. 3.( Pfingstionntag) und folgende Tage in gebilligt find, ohne jeden Wert. Auf diese Weise wird das Thung- organisation, scheine zweifelhaft. Man hätte wohl warten fönnen, Brünn abgehalten werden. Die Parteileitung schlägt folgende fi- gamen lediglich zum Sündenbock und die ausländischen Vertreter bis die Gestaltung der Vorortsverhältnisse eine festere geworden Tagesordnung vor: Hagen darüber, daß Verhandlungen mit dem Tsung- li- Yamen reine wäre. Gegen die bauliche Anlage des neuen Amtsgerichts Berlin 1. Berichte: a) der Gesamtpartei; b) der nationalen Gretutionen. Zeitverschwendung find. Man darf annehmen, daß bei Fort hat Redner Bedenken und außerdem bittet er die Regierung, sich 2. Politische Lage und Tattit. 3. Organisation der Gesamtpartei. bauer dieses Zustandes eine ernste Gegenvorstellung an die Kaiferin durch billige Grundstüdsangebote bei der Wahl der Baupläge nicht 4. Die internationale Socialdemokratie und der Nationalitätenstreit birelt gerichtet werden wird. zu sehr beeinflussen zu lassen. in Oesterreich. 5. Wahl einer Kommission zur Revision des Parteiprogramms. 6. Arbeiterschutz. 7. Konsumvereine. 8. Frauenbewegung. 9. Eventuelles. Die Verhandlungen werden voraussichtlich fünf Tage in AnDie Ministerkrisis ist beendet, nachdem mit Eintritt von Disesco und Jake Jonescu in das Kabinet alle Portefeuilles besetzt sind. Afien. Amerika. Minister Schönstedt Auf den Philippinen haben die Amerifaner eine neue Schlappe tritt ben baulichen Bedenken des Vorredners bezüglich des Amtserlitten. Nach einer Depesche aus Manila hatten die amerikanischen gerichts 1 Berlin entgegen und glaubt auch, daß die Bedenken, die Truppen ein unglüdliches Gefecht mit den Tagalen, welche man gegen die Zuteilung einzelner Berliner Gebietsteile an Vorortsbei dem Orte Guingua in einer starken Stellung lagen. Ein Amtsgerichte hegt, sich als unbegründet erweisen werden. Oberst, ein Leutnant und verschiedene Gemeine wurden getötet und Darauf wird die Debatte geschlossen und die Vorlage einer beetwa 50 verwundet. Eine spätere Meldung des Generals Otis fonderen Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen. spricht allerdings von schweren Verlusten, die den Philippinern Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr: Kleine Borlagen. Antrag beigebracht worden seien. Im Uebrigen sucht dieser amerikanische v. Kardorff betr. Besserstellung der Veteranen und Petitionen, General die bisherigen Mißerfolge des Philippinischen Feldzuges auf das eigenmächtige Verhalten der Generale Arthur und Lawton abzuwälzen. Beide Generale hätten ihm unrichtige Meldungen über ihre angeblichen Siege zugesandt und in ihrem Borrüden die ge gebenen Befehle weit überschritten. Schluß 14 Uhr. Invalidenversicherungs- Kommission. spruch nehmen. = Die Ungarnrefolution unseres Stuttgarter Parteitags hat einen parteigenössischen Redacteur in Ungarn vor die Richter ges führt. Die Franff. 3tg." meldet darüber aus Budapest: Der Nebacteur des Arbeiterorgans„ Die Boltsstimme", Saly, der eine die Verfolgung der ungarischen Socialisten verwerfende Resolution des Stuttgarter Socialistentongresses reproduzierte und kommentierte und deshalb wegen Aufreizung zum Selaffenhaß angeklagt war, wurde von den Geschworenen einstimmig freigesprochen. Der Bergarbeiterstreik in Belgien. Aus dem Streitgebiet erhalten wir von unserm Korrespondenten folgende Berichte: Im Bassin von Charleroi war der Streit am Freitagabend allgemein. Nach den Berichten der Dele 8. Sigung vom 24. April 1899. Bu§ 74( Schiedsgerichte) liegen folgende focialAuch für das immer stärker auftretende Verlangen der Frei- demokratische Anträge vor: 1. Der Rentenbewerber ist in willigen, in die Heimat zurückbefördert zu werden, hat Otis eine der Wahl der von ihm zu bestellenden Bevollmächtigten nicht beErklärung. Er belegte nämlich die aus Amerika kommenden Tele- fchränkt. 2. Die Urteile des Schiedsgerichts sind spätestens innerhalb gramme an Freiwillige mit der 3 ensur und teilte dem Präsidenten 3 Wochen nach ihrer Verkündigung den Parteien zuzustellen." ObMac Kinley mit, daß diese von Gegnern Mac Kinleys gewohl letterer Antrag bei Beratung der Unfallversicherungs- Rovelle fandten Telegramme schuld seien, wenn diese Freiwilligen sofortige( die freilich auf Stumms Protest hin von der Regierung dem Reichs- gierten der Arbeiter beträgt die Zahl der Streikenden 25 000. Rückkehr in die Heimat verlangten. tage nicht wieder vorgelegt wurde) angenommen wurde, wurde er Freitagmorgen versammelte sich die Föderation der Bergarbeiter jest gegen die Socialdemokraten und Freisinnigen abgelehnt,( Chevaliers du Travail) und die Delegierten brachten die erakten Zahlen ebenso der socialdemokratische Antrag: Bei Beginn der Streiker. Das Komitee der Kohlenmagnaten versammelte sich ebeneines jeden Geschäftsjahres bezeichnet der Borsigende diejenigen am falls heute und beschäftigte sich mit der nächsten Wahl der Näte der Orte des Schiedsgerichts oder in dessen näherer Umgebung wohnenden Arbeit. Die Herren thun das mögliche, um den Streit zu brechen. Beifizer aus der Klasse der Arbeitgeber und der Versicherten, Sie verlangen, daß die Bergarbeiter, welche noch nicht streifen, welche bei etwaigem Ausbleiben der geladenen Beisitzer aus- ueberarbeit gegen vermehrten Lohn liefern und versprechen selbst Abgeordnetenhaus. 61. Sizung vom 24. April 11 Uhr. Erfte Lesung des Gefeßentwurfs betr. die Gerichtsorganisation für Berlin und Umgebung. 14 and gabois dan bin? individuelle Lohnverbesserungen von 15 Proz. AberlWoche.— Die gesetzlich zulässigen Ueberstunden erhält der Werkmeister �? /> Olf A*4*n\« 4a« A YY i« � 1 o 4�.1 Ti*___ i- yi. r y_rf___- r. 4. I', /VI?_____■_. � r~ i.~~ �___- yy �»AA«X O A A«««« A» die Arbeiter wollen davon nichts wissen. Sie beschlossen, daß das nationale Komitee der belgischen Bergarbeiter mit 50 Pfennig und seine'jüngeren Kollegen mit 80 Pfennig pro Stunde bezahlt. Freie Nacht für die drei Hailptfeiertage wird die Leitung des Streiks und der Unterhandlungen führen soll.— In gewährt. Für Aushilfe-Arbeit erhält der Werkmeister 3,50 M., die Gilly hielten die Unternehmer bei der Lohnzahlung die Werte der> i'ibrioen �~"-" Werkzeuge und ein Fünftel des Lohnes zurück. Die Polizei attackierte die Arbeiter in Moni St. Marchienne und verwundete einen Arbeiter. Becken des Centrums. Die Unternehmer versuchen hier zur Uebcrproduktion anzutreiben, um ihren Genossen zu helfen. Die Gendarmen nehmen Notiz von den Reden der Versammlungsredner. Morgen, Sonnabend, findet die Bezahlung der Arbeiter statt: es ist der entscheidende Tag. Ueberall wurden socialdemokratische Aufrufe angeklebt, die zur Ruhe ermahnen. Becken von Lüttich. Auch hier wird morgen die End scheidung fallen. Die Bürger erklären die Streiker unterstützen zu wollen, moralisch und pekuniär I Becken des Borinage. Keine Aenderung l t*.r Abgeordneten. Der allgemeine Rat der Partei be- schkofi die Agitation der Meetings zu dirigieren und überall Redner zu schicken. Die liberalen Arbeiter. Der Rat der P. O. L.(Partei Ouvrier Liberal) erklärt offiziell den Streik unterstützen zu wollen. T?rt/"rt»S rt vSrMtrr/"*<»*+♦/»«•+ Vi— � j_____' i oa_ r_____ nr.. �■, ganze kr. eiuuti o,nzieu oen isrrell unter>tutzen zu wollen. Seine Tagesordnung citiert. daß die Arbeiter mit Recht ihren Anteil an den grosseren Profiten verlangen und dah die Patrone unrecht hatten, die Briefe der Arbeiter unbeantwortet zu lassen. Er erklärt weiter, dass er keine Kandidaten stellen wird für die Wahlen des Industrie- und Gewerberats. Er beschloß, den Streikern helfen zu wollen. iio Soweit unser Korrespondent. In den Versammlungen am Sonnabend ist fast überall der Anschluß an den Streik beschlossen worden, soweit sich die einzelnen Zechen noch nicht beteiligt hatten. Die Zahl der Streikenden dürfte jetzt ca. 80 000 betragen. Am Sonntag fanden Sitzungen des I n d u st r i e. und A u f s i ch t s r a t e s statt. Die dem Rate angehörigen Arbeitgeber legten dar, dass inner i"u i'c�cn � Söhre die Löhne der Grubenarbeiter um 20 Proz worden seien, und gaben sodann die Erklärung ab, daß sie sich einem von Vertretern der Bergwerksbesitzer und den dem Ar- beiterstande angehörenden Inspektoren zu fällenden Schiedsspruch unterwerfen werden. Die dem Rate angehörenden Arbeiter erwiderten, ihnen fehle das Vertrauen zu dieser Lösung. Die Arbeiterinspektoren find nämlich Leute, die vom Minister ernannt werden. Die Arbeiter verlangen, dass die Verhandlungen mit ihren Vertrauens mannern geführt werden. Y.S»n Becken von S erain g ist der Ausstand allgemein, tm Gebiew von Möns ist die Zahl am Montag auf 10 700 gestiegen. �>n Versammlungen, die am Sonntag abgehalten wurden, erklärten die Arbeitgeber allgemein, sie könnten die verlangten Lohnerhöhungen bewilligen, da sie seit 1836 eine mehr als 25prozentige Lohn- erhohung bewilligt haben. Wie verlautet, beschlossen die Glas- arbeiter im Becken von Charleroi gemeinsame Sache mit den Grubenarbeitern zu machen. Der Jndustrierat ist auf Freitag berufen. Allem Anschein nach wird der Ausstand noch die' Woche dauern. Die Industrie und die Eisenbahnen kommen bereits in grosse Schwierigkeiten bezüglich der Kohlen. Die Walzwerke der Gesell schaften Providence, Alliance und Bonehille in Marchienne haben rnfolge Kohlenmangels ihren Betrieb eingestellt und ihre sämtlichen 1250 Arbeiter verabschiedet. Alle Zechen der Gesellschaft Cockerill in Seraing feiern, da ihre Arbeiter ausständig sind. Auch »n den bedeutenden Hennegauschen Zechen Mariemont und Bascoup ist der Ausstand ein vollständiger. Wie dem»Patriote" geichrieben wird, hat die Zeche Bascoup ihre Kohlenreserven in Hohe von 50000 Tonnen den Industriellen zur Verfügung gestellt. Die englischen und deutschen Bergleute haben ihr SolidaritätS- gefühl mit ihren belgischen Kameraden dadurch bekundet, dass sie der Leitung des belgischen Verbandes mitteilten, sie würden sorgen, dass keine Kohle nach Belgien befördert werden könne. Fast scheint es, als wollten die Unternehmer des rheinisch-westfälischen Kohlen- gebietes die deutschen Bergarbeiter zum Streik provozieren. Wir erhalten nämlich folgendes Telegramm: Dortmund, 24. April. Die hiesigen Bergarbeiter sind sehr aufgeregt, weil auf den Zechen„Minister Stein",„Fürst Hardenberg" und anderen Zechen von den Bergarbeitern Ueberschichten verlangt werden. Die Frühschicht beginnt schon des Abends und die Mittags- schicht muß am Morgen anfahren, so daß die Ruhezeiten verkürzt werden. Die Bergleute glauben, dass die Zechen Kohlen nach Belgien liefern wollen. Ueber daS korrekte Verhalten der Streikenden wird der„Frkf. Ztg." noch telegraphirt: Charleroi. 23. April. Heute nach- mittag fand hier eine grosse Versammlung der streikenden Minenarbeiter statt. Die Sachlichkeit der Redner und die Ruhe der Arbeiter waren bewundernswert. Die Redner vermieden alle Phrasen, warnten vor Alkoholgenuß und jederlei Ausschreitung. Die heute überall in den Minenbezirken statt- gehabten Sitzungen des Arbeitsrats sind erfolglos geblieben.— Die Direktoren der Minen sind trotz ihrer ungünstigen Position zum äußer st en Wider st and entschlossen, weil sie behaupten, wenn die Arbeiter diesmal siegen, würden sie künstig allmächtig sein. Die Arbeiter sind bisher musterhaft ruhig. auch weil sie wissen, daß ihre Gegner nur auf Ruhestörungen warten. Der Kohlenmangel macht sich bereits hart fühlbar. Mehrere Hochöfen in der hiesigen Gegend wurden ausgelöscht. Die großen� metallurgischen Werke und die Werke La, Providence und die Alliance banne haben teils schon geschlossen, teils schließen sie morgen. Die Zahl der hierdurch Arbeitslosen zählt nach Tausenden GvnrerKJtfMftttriges. Berlin«nd Umgegend. Die Stnecateure Berlins und Umgegend haben in einer stark besuchten Versammlung, die gestern in den„Armin hallen" tagte, die Lohnkommission beauftragt, mit den Unternehmern zwecks Ein führung der Lohnarbeit statt der bisherigen Accordarbeit in Ver Handlungen zu treten, die derartig beschleunigt werden sollen, dass am 1. Mai das Resultat verkünder werden kann. An die Steinsetzer! Durch das Verhalten der Innung sind wir nunmehr in � eine allgemeine Lohnbewegung gedrängt worden. Jetzt heißt eS, dieselbe mit Ueberlegung und unter Ausmitzung aller günstigen Momente zum erfolgreichen Abschluß zu führen. Hierzu ist aber notwendig, daß wir uns über die einzuschlagende Takrik klar werden, damit Schlappen und unnütze Opfer nach Möglichkeit vermieden werden. Um hierüber Klarheit zu schaffen, findet heute Abend im Lokale Brunnenstraße 188 eine öffentliche Versammlung statt, zu welcher das Erscheinen aller absolut notwendig ist. Der GesellenauSsöhuß. Zur Lohnbewegung der Bäcker in Rixdorf. Die Bäckerei- Arbeiter in der jüngsten deutschen Stadt wollen nicht hinter ihren Berliner Kollegen zurückstehen. Gleich diesen sind sie in eine Lohn- bewcgung eingetreten, die ihnen ein menschenwürdiges Dasein sichern soll. Schon am 16. März wurde in einer öffentlichen Ver- sammlung, in der auch verschiedene Jnnungsmeister er- schienen waren, über die Ausstellung von Forderungen verhandelt. Man wählte damals eine Kommission von sechs Gesellen und beauftragte sie, jnit den Meistern Verhandlungen anzuknüpfen. Die Meister wählten dann gleichfalls eine Kommission, die sich mit der Gesellenkommission auf folgende Vor- schlüge einigte:„Kost und Logis außer dem Hause(des Meisters) soll die Regel sein: jedoch steht es dem Gesellen frei, darauf zu ver- gichten und beim Meister Kost und Logis zu nehmen.— Die Unterschiede zwischen den Gesellen fallen fort. Der Werkmeister erhält seinen Lohn von 24 M., alle übrigen einen solchen von 18 M. pro übrigen Gesellen 3 M. Der Meister kann den Lohn für eine Woche einbehalten, jedoch ist das Kostgeld auszubezahlen.— Versäumnisse werden mit 50 Pf. für jede angefangene Stunde bestraft; für die zweite Stunde hat der Geselle sämtliche Unkosten zu tragen." Ver schiedene dieser Vorschläge konnten der Gesellenkommission durchaus nicht behagen, sie gab' sich jedoch vorläufig damit zufrieden, um wenigstens etwas erreicht zu haben. Aber nicht einmal das wurde anerkannt. Die Meister lehnten die von � ihrer eigenen Kommission mit vertretenen Vorschläge in ihrer nächsten Versammlung ab, indem sie geltend machten, sie wollten sich der Stellungnahme der Berliner Innungen anschließen. Die Bäckereil arbeiter' Rixdorfs nahmen hierzu in einer kürzlich_ abgehaltenen Versammlung Stellung. Die Anwesenden erklärten in einer Resolution die Einiaungsvorfchläge der Meistervertreter für unannehmbar und beschlossen, sich in Berhandlungen mit den Jnnungsmeistern nicht einzulassen, sondern sich ohne Berück sichtigung Berlins an die werkthätige Bevölkerung Rixdorfs zu wenden, um so eigene Forderungen durchzudrücken.— Die Bäckerei- Arbeiter versprechen sich sehr viel von der Unterstützung der allge- meinen Arbeiterschaft Rixdorfs. Augenblicklich werden die ersten Schritte gethan, sich dieser Hilfe zu versichern. Deutsches Reich. Der Ausstand der Krefelder Weber hat weiter eine günstige Wendung zu verzeichnen. In zwei Fabriken ist nachträglich eine Einigung zu stände gekommen. Bei Möttau und Leendcrtz haben die Arbeiter die Arbeit am Freitag früh aufgenommen und die Arbeiter der Firma Jakobs haben Freitag gleichfalls mit überwältigender Majorität be- schloffen, zu den angebotenen Bedingungen in Arbeit zu treten. Am Montag ist auch diese Fabrik in Betrieb gesetzt. Ebenso ist es ge> hingen, in Rheydt die Differenzen beizulegen. Der Streik dauert fort bei den Firmen Schellekes und Ebeling Während nun bei Schellekes eine vollständige Einigkeit unter den Arbeitern herrscht und kein Streikbrecher zu verzeichnen ist, steht die Sache bei Ebeling trauriger. Aber doch nicht so, daß der Streik nicht noch gewonnen werden könnte. Es haben sich christliche Streik brecher eingefunden, deren Zahl im Laufe der letzten Tage auf 18 gestiegen ist. Mehr werden es nicht werden, weil die„Christlichen dort nicht mehr Mitglieder in Arbeit hatten. Die anderen Arbeiter haben am Donnerstag Nachmittag einstimmig beschlossen, iveiter zu streiken und unter den angebotenen Bedingungen die Arbeit nicht aufi zunehmen. Der Ausschutz wurde beauftragt, dem Chef der Firma davon Mitthcilung zu machen. In einem Auftuf, den das Kartell verschickt, heiß es: Damit nun das Errungene nicht wieder verloren geht, ist es nothwendig, daß die Arbeiter Deutschlands uns noch eine kurze Zeit ihre Unter- stützung zu teil werden lassen. Erst wenn der Sieg ein vollständiger ist, wird das Errungene den Arbeitern gesichert sein. Deshalb unter- stützt uns, wie bisher, so auch ferner und auch am Niederrhein wird eine andere Zeit hereinbrechen. Der Streik der Tapezierer in Kiel ist beendet. 30 Geschäfte, die 48 Gehilfen beschäftigen, haben die neunstündige Arbeitszeit ohne Reducierung des Wochenlohnes einigeführt. Die Maurer in Bremerhaven sind in den Ausstand ein- getreten. Sie verlangen eine Lohnerhöhung von 5 Pf. pro Stunde, 8 tägige Lohnzahlung und Auszahlung des Lohnes auf den Bauten. Bisher haben 3 Unternehmer bewilligt. Lohnbewegung in Barmen. Nachdem die Färber in Barmen ohne nennenswerten Kampf fast durchweg den Zehnstundentag er- rungen haben, sind die Riemendreher(Arbeiter der Spitzen- und Bcsatzindustrie) in eine Lohnbewegung zur Erringung des Zehn- stundentages eingetreten. Während 6 größere Firmen den Zehn- stundentag bewilligten, verhalten sich bisher die meisten Firmen noch ablehnend. Bei der Firma Molineus u. Münz, die einen Meister, der Mitglied der Kommission ist, maßregelte, kam es dieserhalb zum Ausstand, dem sich zwei Drittel der in dem Betrieb beschäftigten Arbeiter, ca. 50 Mann, anschlössen. Bei dieser Gelegenheit sei her vorgchoben, daß die Barmer Textil-Magnaten immer mit Stolz darauf hinweisen, daß sie die höchsten Löhne in der Textilindustrie zahlen, dabei aber vergessen anzugeben, in welcher Arbeits zeit diese„hohen" Löhne verdient werden. Die 11 stündige Arbeitst zeit war bisher in der hiesigen Textilindustrie vorherrschend; bei flottem Geschäftsgang, wie es gegenwärtig wieder der Fall ist, wird Tag und Nacht gearbeitet. Die endgültige Einführung des Zehn stundentages im Wupperthale ist endlich nur noch eine Frage von kurzer Zeit. Die Gründung eines ArbeitersekretariatS für Halle a.S ist in einer Gewerkschaftsversammlung beschloffen. Nach Beendigung der Vorarbeiten wird in nächster Zeit die Berechnung über die Bei- träge sowie die näheren Bestimmungen über das Inkrafttreten des Instituts zur Beschlußfassung einer Versammlung vorgelegt werden Zuzug von Schmiede» nach Erlangen ist fernzuhalten, da die dortigen Schmiede in eine Bewegung zu Gunsten der Arbeitszeit Verkürzung und Lohnerhöhung eingetreten sind. Wie sich„ehrsame" Handwerksmeister als Spitzel ver- suchen, darüber können die Dresdener Tischler eine lustige Geschichte erzählen. Seit einigen Wochen befinden sich die Tischler in Wils- druff bei Dresden im Streik, ohne daß es den Meistern gelingt, die nöthige Zahl von Streikbrechern heranzuziehen. Die treuen Freunde der bedrängten Handwerksmeister in der Umgegend hatten nun den fein ersonnenen Plan ausgeheckt, einmal nach Dresden, als arbeitsuchende Tischlergesellen verkleidet, eine Spritz fahrt zu unternehmen, um die Streikenden beim Postenstehen der Polizei zu denunzieren. Alles war aufs beste vorbereitet, die Tischlermeister erschienen in ziemlich schäbigem Anzüge und wenn man nicht an ihrem Körperumfang irre wurde, konnte man sie schon für reisende Gesellen halten. Die Streikenden blieben aber auch nicht ohne Kenntnis der Spitzelaktion und so mißlang der groß angelegte Plan. Niemand wollte die angeblicken Streikbrecher ansprechen, nicht einer erhielt eine Drohung: nur mit Mühe konnte die Polizei eine Ver Haftung vornehmen, die noch dazu eine verfehlte war. Die Lacher waren die Streikenden, die um so eifriger den Streik fortsetzen werden und für die Denunziantengesellschast nur ein Gefühl der Verachtung empfinden. Ausland. Die Ansfperrung der Schreiner in Bern scheint dem Ende entgegenzugehen. Die vom Stadtrat eingesetzte Vermittelungs- kommission hat in einer Konferenz mit Vertretern beider Parteien eine Verständigung angebahnt. Der Delegierten- Kongreß der Grubenarbeiter in den Departements Nord und PaS de Calais ist zusammen- getreten. Den Vorsitz führte Baslh. Der Kongreß beschloß, an den Vorsitzenden der Grubengescllschast einen Brief zu richten, in welchem erklärt wird, daß die Delegierten eine Lohnerhöhung von 5 Proz. als Minimum annehmen, welche Forderung jedoch modifiziert werden könne. Ferner wird angesichts der Verschiedenheit, welche zwischen den von der Gesellschaft gelieferten Ergebnisziffern und denjenigen, welche die ministerielle Statistik aufweist. herrscht, eine neue Be- sprechung verlangt, um eventuell ihre Forderungen zu modifizieren. Brentano iiber Bernstein. In der Münchener„Allg. Ztg." bespricht Professor Lujo Brentano msteinS Buch in sehr beifälliger Weise. Nachdem er ausgeführt. daß Bernstein seit Jahren der eifrigste Verfechter der Lehren von Marx und Engels gewesen, fährt er fort: „Allein Herr Bernstein gehört nicht zu den Schülern, deren selbständiges Denken durch die Lehren eines noch so verehrten Meisters erdrückt wird. Die Kritik, welche die so verketzerten Kathedersocialisten an den Marx-Engelsfchen Lehren geübt haben, hat ihn dazu geführt, die von beiden Seiten gemachten Ausführungen zu prüfen, und aufrichtig erkannte er die gegnerischen Ausführungen an, wo sich seine bisherige Lehrmeinung als unhaltbar erwies. .... Da finden wir denn(in Bernsteins Buch), wie die ökonomischen Lebensbedingungen auf das Maß eines das Völker- leben keineswegs bedingungslos bestimmenden Faktors zurückgedämmt werden; wir finden eine ganz vortreffliche Abrechnung mit der Hegel- Dialektik von Marx; die Marxsche Wertlehre, die als der Eckstein des ganzen theoretischen Lehrgebäudes und aller praftischen Forderungen der Socialdemokraten gepriesen wurde, wird als etwas völlig Gleichgültiges hingestellt, worauf der Socialismus und Kommunismus sich wissenschaftlich nicht begründen ließen. Es wird zugegeben, dass eine ständige Konzentration der Vermögen nicht stattgefunden habe, sondern das Gegenteil. Die Be- deutun'g der Kartelle für die Minderung der Krisengefahr wird ein- geräumt. Und so geht eS fort. Von Seite zu Seite finden diejenigen, welche, unter schärfster Anfeindung von kapitalistischer Seite, dem socialdemokratischen Lehrgebäude mit anderen als der überkommenen Vulgarökonomie entnommenen Argumenten entgegengetreten sind, ihre Lehren wieder— die glänzendste Rechtfertigung ihrer viel- verdächtigten Thätigkeit." In der Agrarfrage stelle Bernstein Forderungen auf, denen zwar monopolistisch gesinnte Agrarier nicht zustimmen würden, die sich aber von dem, was von liberaler Seite gefordert werden dürfte, nur wenig entfernten. Von ganz besonderer Wichtigkeit seien aber die rein politischen Ausführungen Bernsteins. Zum Beweise dessen citiert Brentano folgende Stelle aus Benisteins Buch: »Hat", so fragt er,„die Socialdemokratie als Partei der Arbeiter- klaffe und des Friedens ein Interesse an der Erhaltung der natio- nalen Wehrhaftigkeit? Unter verschiedenen Gesichtspunkten liegt die Versuchung nahe, die Frage zu verneinen, zumal wenn man von dem Satz' des Kommunistischen Manifestes ausgeht:„Der Prole- tarier hat kein Vaterland." Jndetz dieser Satz konnte allenfalls für den rechtlosen, aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossenen Arbeiter der 40er Jahre zutreffen, hat aber heute, trotz des enorm gestiegenen Verkehrs der Nationen miteinander, seine Wahrheit zum großen Teil schon eingebüßt und wird sie immer mehr einbüßen, je mehr durch den Einfluß der Socialdemokratie der Arbeiter aus einem Proletarier ein— Bürger wird. Der Arbeiter, der in Staat, Gemeinde ze. gleichberechtigter Wähler und dadurch Mit- inhaber am Gemeingut der Nation ist, dessen Kinder die Gemein- schaff ausbildet, dessen Gesundheit sie schützt, den sie gegen Unbilden versichert, wird ein Vaterland haben, ohne darum aufzuhören, Welt- bürger zu sein, wie die Nationen sich näher rücken, ohne darum aufzuhören, ein eigenes Leben zu führen. Es mag sehr bequem er- scheinen, wenn alle Menschen eines Tages nur eine Sprache sprechen. Aber welch ein Reiz, welche eine Quelle geistigen Genusses ginge damit den Menschen der Zukunft verloren. Die völlige Auflösung der Nationen ist kein schöner Traum und jedenfalls in menschlicher Zukunft nicht zu ettvarten. So wenig eS aber wünschenswert ist, daß irgend eine andere der großen Kultur- Nationen ihre Selbständigkeit verliert, so wenig kann es der Social« demokratie gleichgültig sein, ob die deuffche Nation, die ja ihren redlichen Anteil an der Kulturarbeit der Nationen geleistet hat und leistet, im Rat der Völker zurückgedrängt wird." Im weiteren Verlaufe des Artikels wendet sich Brentano dann gegen die Gewaltpolitiker vom Schlage der„Berliner Korrespondenz", um ihnen gegenüber, gestützt auf Bernstein, dem sozialen Frieden das Wort zu reden. Er tritt dabei für Besserung der Lage der Arbeiter und deren Mitbestimmungsrecht durch garantierte Koalitionen ein und hofft davon eine Versöhnung der breiten Massen des Volks mit unserer gesamten nationalen Kultur und unserer politischen Ge« taltung. Sociales. Eine neue Arbeiter-Krankheit ist von dem Frankfurter Arzt, K. Herxheimcr entdeckt worden. Es ist eine durch elektrolytisches Chlor hervorgerufene Hautkrankheit. Herxheimer beschreibt einen derartige» Fall, den er bei einem Arbeiter in einer elektrolytischen Chlorkalk-Fabrik beobachtet hat. und welcher sich als unheilbar erwies. Dir ganze Haut des Arbeiters war mit eitrigen Knötchen und Knoten bis zur Größe einer Wallnuß bedeckt. Die Krankheit dürfte durch Einatmen von Chlorgas entstanden sein, und letzteres auf dem Wege des Blutkreislaufes die Talgdrüsen der Haut zersetzt haben. Da man bei gewöhnlichen ChlorgaS solche Wirkungen bisher nicht beobachtet hat, nimmt Herxheimer an, daß der nicht unbedeutende Gehalt des elcktrolytisch gewonnenen ChlorgaseS an Chlor-Oxyden die Hauptursache der Krankheit sei. Es ist demnach geraten, durch zweckmäßige Lüftung der Arbeitsräume und Abdichtung der Eni- wickler solchen Vergiftungen vorzubeugen. Herxheimer nennt die neue Krankheit Chlor-Akne. Zfctzke Itadjviifjfctt und Depvsthen. DaS englifch-franzöfischc Abkommen im italienischen Parlament. Rom, 24. April. Senat. Die Interpellation Comporeale« Vitellechi betr. das englisch- französische Abkommen über das Hinter« laud von Tripolis, welche am 8. d. M. eingebracht. aber auf Ersuchen des Ministerpräsidenten Pelloux vertagt worden war, kam heute zur Beratung. Der Minister des Auswärtigen Canevaro gab zunächst eine ausführliche historische Darstellung der Angelegenheit und erklärt, daß Frankreich seine Einflußsphäre in dem betreffenden afrikanischen Gebiet immer weiter ausgedehnt habe. Dies habe schließlich zu dem englisch- französischen Ücbereinkommen vom März dieses Jahres geführt. Die italienische Regierung habe von Frankreich und England Aufschlüsse erbeten, die ihr in reichlichem Matze und in der Art gegeben worden seien, daß jeder Zweifel an den wohl« wollenden Absichten dieser Mächte ausgeschlossen sei. Die der Re« gierung gegebenen Versicherungen stellen fest: daß weder jetzt noch in Zukunft irgend eine Unternehmung Frankreichs und Englands gegen Tripolis zu befürchten fei; 2. daß nichts geschehen würde, waS die Handelsbeziehungen zwischen den Gebieten Tripolis und Ccntral-Afrika unter- bindeu könnte. Der Minister spricht die Hoffnung auS, daß diese freimütige Dar- legung die Frage der englisch-franzosischen Konvenfton vom 21. März soweit sie Italien betreffe, auf ihren wahren Wert zurückführen werde, und daß seine Erklärungen bewiesen, daß die Regierung ihre Pflicht gethan habe und daß sie die Interpellanten und den Senat befriedigen, sowie die öffentliche Meiniing beruhigen würden. In der Diskussion sprachen Vitelleschi und Di Campo- r ale, von denen die Regierung heftig angegriffen wurde. Die Ausführungen des letzteren riefen eine� scharfe Erwiderung des Ministers Canevaro hervor. Der Ministerpräsident Pelloux schließt sich den von Canevaro im Namen der Regierung abgegebenen Er- klärungen an und sagt, eS sei unnötig, sich in Erörterungen darüber zu ergehen, wen während dieser langen Reihe von Jahren die Ver- antwortlichkeit treffe; man würde wahrscheinlich in der Frage der Verantwortlichkeit zu dem Schluß kommen müssen, daß ein Jeder ein wenig Verantwortlichkeit habe. Darauf wird die Erörterung geschlossen._ Kiel, 24. April.(W. T. B.) Der Konsistorialpräsident D. Dr. Chalh« baenS überreichte KlauS Groth den diesem verliehenen Kronenorden 2. Klasse. Im Laufe des TageS gingen dem Jubilar zahlreiche weitere Beweise der Verehrung zu; die philosophische Fakultät der Universität Bonn übersandte ihrem Ehrendoktor einen Glückwunsch; die GeburtS» stadt Groths, Heide, erannte Groth zum Ehrenbürger. Wien, 24. April.(B. H.)lH Heute vormittag stürzte in der Schönbrunnerstratze auf einem Neubau das Gerüst ein, wobei sieben Personen schwer verletzt wurden. Wien, 24. April.(B. H.) Die„Polit. Korresp." meldet auS dem Haag: Die Eröffnung der Friedenskonferenz findet am 13. Mai statt. Wien, 24. April.(B. H.) Die„Neue Freie Presse' meldet aus Budapest, daß Graf Goluchowski dort keine Unterredung mit einem Journalisten gehabt hat. Verantwortlicher Redacteur: Au»ust Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb.«locke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu S Beilagen«. UnterhaltungSblatt. Ur. 96. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 25. April 1899. Entgegunng. Nach Wiedereröffnung der Sigung um 42 Uhr teilt der Vor- Juftizirrtum ins Gedächtnis zurückzurufen, um so mehr, als derselbe figende mit, daß der Zeuge aus Frankfurt noch nicht zur Stelle sei. vor munntehr vierzig Jahren bestätigt wurde. Im Jahre 1856 wurde In feinem Artikel in Nr. 93 des Vorwärts" gegen Rautsky Rette vor und fragt fie, ob sie diese Stette bei der Singer gesehen Wohnung aufgehangen vorgefunden und die Umstände ſchloſſen. Sodann legt der Vorsitzende mehreren Zeugen und Zeuginnen eine in Berlin ein Mädchen der Halbwelt des Morgens in seiner kommt Bernstein auch auf meinen Artikel in Nr. 78 des„ Vorwärts" zu sprechen, der betitelt ist:" Demokratie und Socialdemokratie im haben. Nach einem eingegangenen anonymen Briefe soll diese ette einen Selbstmord von vornherein aus. Durch die Recherchen nach Kanton Zürich". Bernstein findet es unbegreiflich, daß ich in der von einem Manne, der angeblich Guthmann gewesen sein soll, einem dem Mörder wurde ermittelt, daß ein gewisser v.(?) Butlig mit der ErBildung der socialdemokratischen Partei des Kantons Zürich eine Frauenzimmer kurz nach dem Morde geschenkt worden sein. mordeten verkehrt hatte, weshalb man ihn wegen des dringenden Sämtliche befragten Zeugen erklären, eine solche Kette bei der Verdachtes der Thäterschaft in Haft nahm. Widerlegung feiner Ansichten erbliden tönne. P. beteuerte. dem die Untersuchung führenden Polizeikommissar Roggenstein gegen Ich finde es unbegreiflich, daß Bernstein die Tendenz meines Singer nicht gesehen zu haben, Artikels nicht zu verstehen vermochte. Für mich handelte es sich wenn die Angaben des Angeklagten sich bestätigen sollten, so halte bekundete, daß B. die fragliche Nacht bei ihr zugebracht habe. Ein In Betreff des Frankfurter Beugen erklärt der Staatsanwalt: über seine Unschuld; es trat auch eine Zeugin Medlow auf, welche darum, bei ſeinem Bestreben, den Klaſſencharakter des Staats zu ich dies für so wichtig, daß ich es vor Gott und meinem Gewiffen stummer Beuge der That war der zum Aufhängen der Dirne ver die deutsche Socialdemokratie speciell auf Seite 188 feiner Schrift nicht verantworten könnte, das Schuldig zu beantragen. Ich tomme wendete neue Strick. Eine Seilerfrau trat nun gegen den Verganz im Sinne Eugen Richters die Anklage erhebt: durch ihr Ver- also um den Zengen nicht herum. Es wird vorgeschlagen, die hafteten auf und gab zu Protokoll, daß sie in dem P. mit voller halten und ihre Taktik das Bürgertum der Reaktion in die Arme Sigung auf eine Stunde auszusetzen und ein Beamter hat bereits Bestimmtheit den Käufer des Strides wiedererkenne. Da zum Entgetrieben zu haben, nachzuweisen, daß dieselben Erscheinungen wie den Saal verlassen, um telephonisch bei der Behörde in Frankfurt sezen des Verhafteten auch die vorerwähnte Zengin Medlow ihre in Deutschland sich in einem Lande zeigen, das in industrieller Ent- anzufragen, als der ersehnte Zeuge eintritt. Aussage dahin korrigierte, daß P. auch eine andere Nacht und nicht widelung hinter Deutschland steht, in politischer Entwickelung ihm Ein Intermezzo. die Mordnacht bei ihr zugebracht haben könnte, so war das weit voraus ist, und demnach Bernsteins jetzige historische AufSchicksal des P. besiegelt. Er wurde wegen Mordes trotz seines Vor seiner Vernehmung gelangt eine Ungebühr, die sich ein Leugnens zum Tode verurteilt und auf dem Hofe des Moabiter fassung falsch ist. Zeuge hat zu schulden kommen lassen, zur Erörterung. Der Zeuge Strafgefängnisses in der Lehrterstraße hingerichtet. Ueber die AnMasotta hatte den Gerichtssaal mit einer Cigarre in der Hand be gelegenheit wuchs schnell Gras und war bald vergessen. Da, im treten. Dies war dem Präsidenten angezeigt worden, der darauf Jahre 1859, gestand ein Schußmann auf seinem Sterbebette, daß den Zeugen vertreten läßt und ihn zur Stede stellt. Als der Gerichtshof dem Zeugen wegen Ungebühr nach dem Antrage des Staats- Putlig unschuldig hingerichtet worden sei, da er das Mädchen infolge anwalts eine Geldstrafe von 15 M. auferlegt, ergeht der Zeuge fich eines Streites getötet und aufgehangen habe. Kurz darauf verstarb fortgesezt in Erwiderungen, trogdem ihm widerholt Schweigen auf er. Die Gebeine des Opfers eines unseligen Justiziertums wurden erlegt wird. Der Staatsanwalt beantragt aufs neue eine Geldstrafe ausgegraben und auf Staatskosten auf einem Berliner Kirchhof von 15 M. Der Gerichtshof erkennt aber auf eine sofort zu ver- beerdigt. büßende Haftstrafe von 24 Stunden. Kein klassischer Zeuge. Es würde auch nicht schwer fallen, das, was ich von der Entwidelung im Kanton Zürich sagte, in der neueren Entwickelung aller Staaten Mittel- und Westeuropas nachzuweisen, und daß Bernstein nur durch die bürgerlich- optimiſtiſch gefärbte Brille, die er aufgesetzt hat, dieses nicht sieht. Ich habe in meinem Artikel auch nicht von der Gründung der focialdemokratischen Partei im Kanton Zürich gesprochen, denn diese besteht, wie Bernstein weiß, seit Jahrzehnten, sondern ich sprach von der sehr beachtenswerthen Thatsache, die ein Beweis für die Der Wassersturz im Viktoriapark am Kreuzberg hielt' am Verschärfung der Klassengegensäge in einent rein demokratischen Staatswesen sei: daß die Grütlivereine ganz gegen Sonntagmittag anläßlich der Abnahme der sechs Hermendenkmäler der Freiheitsfänger Rückert, Körner, v. Schenckendorf, Kleist, Arndt ihre bisherige Gepflogenheit beschlossen, zu verlangen, jedes Inzwischen ist der Zeuge Gustav Jewiß aus Frankfurt a. O. und Uhland durch die Abnahmekommission der städtischen Behörden ihrer Mitglieder müsse fünftig Mitglied der socialdemokratischen eingetroffen und sofort vernommen. Er weiß, daß er eines Abends sein diesjähriges Proberauschen. Zur Abnahme der Denkmäler und Partei sein. nach Pfingsten mit dem Angeklagten, einem anderen Maurer und Besichtigung des Wassersturzes waren Stadtbaurat Hoffmann, Stadts Daß bei aller Gleichartigkeit in der Grundauffassung in der einem Artillerie- Unteroffizier im Güntherschen Lokale beijammen räte Kochhaun und Wagner, sowie die Stadtverordneten Baurat Kampfweise der Socialdemokratie der verschiedenen Länder unter war. Er weiß nicht, wann es war, bleibt aber dabei, daß es an Syllmann, Rechtsanwalt Ladewig, Paul Singer und Reichnow und anderm auch die geschichtlichen Ueberlieferungen und die demokratische sei. Weitere charakteristische Merkmale dieses Tages kann der Zeuge stellung der Denkmäler fand die volle Zufriedenheit der Abnahmeanderm auch die geschichtlichen leberlieferungen und die demokratische einem Sonnabend acht oder vierzehn Tage nach Pfingsten gewesen die Schöpfer der Denkmäler erschienen. Die Ausführung und AufErziehung, wie Bernstein ausführt, und wie ich hinzufeze, auch noch nicht angeben, er wiederholt nur immer, daß er es wiffe".fommission bis auf die Aufstellung Uhlands, der etwas in das mit einiges andere wie die demokratischen Einrichtungen des Staats, die Haltung der Staatsgewalt und der herrschenden Klassen eine Staatsanwalt: Wie sind Sie vorbestraft?-3euge: 3wölf einer Bank umgebene Halbrondel zurückgefegt werden soll. Nach Rolle spielt, ist eine so alte Wahrheit, daß sie Bernstein in zahl- mal. Staatsanwalt: Und wie war Jhre längste Strafe? Maßgabe der vorhandenen Mittel sollen dem Viktoriapark noch reichen schriftlichen und mündlichen Aeußerungen von mir und Beuge: Vier Wochen. Staatsanwalt: Bedenken Sie einige Kunstzierden in Gestalt plastischer Werke zu teil werden. Beanderen, Marr und Engels voran, vertreten findet. Aber was wir fich wohl; Sie haben einen Eid geleistet! Also: wie war Ihre absichtigt ist u. a. die Aufstellung einer weiteren Bronzegruppe, uns schon an den Schuhfohlen abgelaufen haben, soll man uns längste Strafe? 8euge: 8wei Jahre und neun Monate. analog der vor dem Wassersammelbassin des Wassersturzes„ Ein nicht als neue tiefgründige Weisheit predigen. Staatsanwalt: So, jo. Weswegen denn?-8euge: Wegen feltener Fang". Unzucht. nicht etwa Zuchthaus gehabt haben? Beuge: Nein, ich war in Staatsanwalt: Besinnen Sie sich mal, ob Sie Rottbus und dort ist kein Buchthaus. Rottbus und dort ist kein Zuchthaus. Endlich sucht Bernstein für seine Ansicht die Aeußerung unseres Züricher Partei- Organs, des Bollsrechts", auszutrumpfen, das gegen Die Bemerkungen der liberalen„ Neuen Züricher Zeitung" den Beschluß der Grütlianer als eine reinliche Scheidung bezeichnete, die erst recht Der Präsident teilt mit, daß die Frau Zenker, die die ein Zusammengehen mit der bürgerlichen Demokratie ermögliche. Kettengeschichte mitgeteilt hat, zur Stelle geholt werden Diese Aeußerung des„ Volksrechts" war mir bei Niederschrift solle, bis zu ihrer Ankunft aber wohl noch einige Beit vergehen meines Artikels bekannt, fie spricht aber nicht für Bernstein, sondern werde, so daß es am zweckmäßigsten sein werde, die Verhandlung bedeutet nichts weiter, als daß an der Taktik bei Wahlen im Kanton Dienstag fortzusetzen. Zürich bis auf weiteres nichts geändert werde. Justizrat Dr. Sello teilt mit, daß er eine mit voller NamensUnd das entspricht durchaus der Sachlage. Denn Bernstein unterschrift versehene Rohrpostkarte erhalten habe, nach welcher ein weiß so gut wie ich, daß für die Regierungs- und Kantonalwahlen, Willy Mützelburg mit Bestimmtheit solle bekunden können, daß er und, irre ich nicht, auch für die Gemeindewahlen, das ist enam ersten Pfingstfeiertage vormittags den Angeklagten bei seinen wahlsystem besteht, b. h. ein Wahlsystem, das die Parteien, die Eltern in Frankfurt a.. gesehen habe. eine absolute Majorität der Wähler nicht hinter sich haben- und diese Der Gerichtshof beschließt, diesen Zengen und die Frau Benker hat heute keine Partet hinter sich zwingt, Rompromisse ein- 3u morgen vorzuladen, und vertagt die Sigung auf Dienstag 9 Uhr. zugehen, um einen Erfolg bei den Wahlen zu haben. Kommunales. An dem Tage aber, an dem das Listensystem fällt und das Proportionalwahlsystem eingeführt wird was nur eine Frage der Zeit ist hören diese Kompromisse auf, die von allen schweizer Parteigenossen ohne Ausnahme Die Große Berliner Straßenbahn hat der städtischen als eine schwere Schädigung der Partei Inter- Berkehrsdeputation den Entwurf zum Ausbau des zweiten Geleises effen empfunden werden. Alsdann steht die schweizer in der Straße zwischen der Birken- und Thurmstraße; ferner im Socialdemokratie in allen Wahlkämpfen auch der bürgerlichen Demo- Anschluß hieran zu einer Geleisanlage durch die Butligstraße mit fratie als Gegner geflossen gegenüber, obgleich die einer Abfahrtstelle in der Quißowstraße zur Genehmigung unterDemokratie in der Schweiz doch noch etwas anderes ist, als was breitet. sich in Deutschland unter diesem Namen zusammenfindet, aber be= tanntlich keine Bedeutung hat. Auf weitere Auseinandersetzungen mit Bernstein verzichte ich für jezt, das geschieht später an anderer Stelle. Berlin, den 24. April 1899. A. Bebel. Mordprozeß Guthmann. Neunter Verhandlungstag( Montag). Borsitzender Landgerichtsrat Boisly eröffnet die Sigung in Anwesenheit sämtlicher Zengen. 10 Mart genommen. Nachdem der neue Vertrag zivischen der Stadtgemeinde Berlin und den Berliner Elektricitätswerken munmehr von beiden Parteien, dem Magistrat und von der Gesellschaft, formell unterzeichnet worden ist, ist derselbe seit dem 1. April d. Js. in Kraft getreten. Hiermit sind nunmehr auch für die Konsumenten die Bestimmungen des neuen Normaltarifs usw. in Geltung getreten. Lokales. Berlin 56 Orts- Strankenkaffen, 36 Betriebs( Fabrit-) Strankenkassen Berliner Krankenkassen. Am 1. April d. J. bestanden in und 19 Jnnungs- Krankenkassen. Die Anstalt für Epileptische in Wuhlgarten verpflegte am 31. Dezember 1898 insgesamt 957 Personen und zwar 868 Gr wachsene( 541 Männer, 327 Frauen) und 89 Kinder. Am31. März d. J. hatte die Anstalt einen Bestand von 962 Epileptikern, 875 Grwachsene ( 545 Männer, 330 Frauen) und 87 Kinder. In Privatpflege befanden Beurlaubt waren 22 Erwachsene und sich außerdem 3 Knaben. 31 Kinder. Staatssekretär v. Podbielski hat wegen des schriftlichen Verkehrs zwischen Post und Publikum an die Ober- Postdirektionen folgende Berfügung erlassen: Eingaben des Publikums sind mit möglichster Beschleunigung zu behandeln. Soweit sie zur Erledigung durch die beteiligte Verkehrsanstalt geeignet erscheinen, sind sie an diese abzugeben; der Absender der Eingabe ist hiervon zu benachrichtigen. Falls die Erledigung bei der Ober- Postdirektion erfolgt und voraussichtlich nicht bimien acht Tagen geschehen kann, ist ein Vorbescheid zu erteilen." Zwangsinnung der Sattler. Heute findet um 4 Uhr nach mittags im Bürgerjaale des Berlinischen Nathauses eine Generalversammlung aller Sattler, Riemer-, Täschner- und WagenbauerBetriebe zum Zwecke der Neu- Konstitutierung der neuen Zwangsinnung statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Wahl des Jnnungsvorstandes. 2. Beschlußfassung wegen Uebernahme der Neu- Einrichtungen der bisherigen Sattler, Riemer- und Täschnerimmung auf die Zwangsinnung( Sterbekasse und Witwenkasse). " Lebensart einer Durchlaucht". Eine recht fonderbare Ges schichte, die sich dieser Tage auf dem Potsdamer Bahnhof zugetragen haben soll, weiß die Berl. 3tg." an berichten mit der, Versicherung, den Beweis für die Richtigkeit derselben jederzeit er bringen zu können. Danach betrat auf dem genannten Bahnhof ein eleganter Herr von aristokratischer Erscheinung in den vierziger Jahren mit einer Dame den Perron und wollte ein Coupé erster Klasse des nach Potsdam fahrenden Zuges Die Der Die Centralkommission der Krankenkaffen Berlins zicht besteigen. Eines der Coupés war von zwei oder drei Fahre Zunächst stellt Staatsanwalt BI ashle noch eine Reihe ergän- in einem energisch gehaltenen Flugblatt gegen die bekannte gästen besetzt, in dem zweiten saß eine einzelne Dame. gender Fragen an verschiedene Zeugen und an die Schreibfachver- Sorte freier Hilfskassen zu Felde. Es heißt darin:" Als Dem vornehmen Herrn behagte aber weder das eine noch das ständigen. Er ersucht u. a. den Justizrat Dr. Sello, das von diesem Gründungsschwindel gröbster Sorte haben sich einige der andere und so wandte er sich an den dienstthuenden Assistenten mit fürzlich erwähnte Schreiben, in welchem ein Mann erflärt, daß er in jüngster Beit der Arbeiterschaft mit allen Mitteln der Reklame ungefähr folgenden Worten: Ach, sagen Sie doch bitte, der Dame der Mörder sei und Guthmann unschuldig leide, den Schreibfachver unter den verlockendsten Titeln angepriesenen Zuschußfaffen erwiesen. bort, daß sie in dem anderen Coupé plaznehmen möge, ich möchte ständigen vorzulegen, damit dieſe prüfen, ob die Schrift verstellt sei und Der Zusammenbruch der Kranken Zuschußkassen" Zukunft" und für meine Frau und für mich ein Coupé allein haben. Der ob sie eine gewisse Familien- Aehnlichkeit mit dem„ Hugo- Briefe" habe. Bolts woht" hat Tausende von trauten Proletariern um die Beamte, ein noch jüngerer Mann, ging in der That zu Da das Schreiben augenblicklich nicht zur Stelle ist, verzichtet unter Entbehrungen vom Munde abgesparten Groschen gebracht, die der Dame und trug ihr das eigenartige Anliegen vor. der Staatsanwalt auf weitere Beweisaufnahme nach dieser Richtung hin. als Versicherungsbeiträge der in Zeiten der Erkrankung unausbleib- Dame, erstaunt und empört Aus seiner Kenntnis, die er am Sonnabend von diesem Schreiben ge- lichen Not vorbeugen sollten, nun aber lediglich die Taschen einiger junge Beamte tam bedauernd zu dem„ Kavalier" zurück nommen, giebt Sekretär Altrichter sein Gutachten dahin ab, daß das Gründer gefüllt hatten. Denn Krankengeld haben wohl die wenigsten und berichtete, was er gehört hatte. Der Herr aber runzelte Schreiben, welches einige entfernte Aehnlichkeiten mit dem Hugo- Versicherten von diesen famosen Kassen jemals erhalten." die Stirn und sagte:" So fagen Sie der Dame doch, daß ste Briefe zeige, mit verstellter Hand geschrieben sei. Es komme häufiger vor, daß Personen aus gleicher socialer Stellung bezw. gleicher Beschäftigung gewisse Aehnlichkeiten in der Handschrift zeigen, so daß es nicht ausgeschlossen sei, daß das Schreiben aus Buhalterkreisen herrühre. Bei der Vereidigung der noch nicht bereidigten Zeugen teilt der Vorsitzende mit, daß eine bereits bereidigte Beugin ausgeblieben sei und dies brieflich damit begründet habe, fie tönne nicht kommen, Zum Kampf für Ordnung, Religion und Sitte. Die fomit ein ganzes Coupé für sich allein, trotzdem er nur im Besitz ſie müsse umziehen“. Die Zeugin wird in eine Ordnungsstrafe von Wochenschrift Neues Leben", Herr Franz Kerzicher, ist, wie wir von Im letzten Augenblick, bevor der Zug abging, erschien der AufWelt am Montag" schreibt:" Der Redacteur der anarchistischen von zwei Fahrtarten war. Damit aber noch nicht genug. zuverlässiger Seite erfahren, auf freien Fuß gesezt worden. Seine ficht führende Beamte, ein älterer Assistent, auf dem Perron. Ein wichtiger Entlastungszeuge. plögliche Entlassung aus dem Untersuchungsgefängnis ist eben rätsel- Der Herr sah zum Fenster hinaus und der ältere Beamte grüßte Rechtsanwalt Dr. Schwindt richtet noch einige Fragen an haft, wie seine Berhaftung vergeblich nach gefeglichen Gründen suchen sehr devot; darauf sagte der hohe Herr zu ihm:„ Ach, machen Sie den Vater des Angeklagten, die dieser dahin beantwortet: Er habe läßt. Bekamitlich ist die Verhaftung auf Grund eines Artikels über doch Ihren jungen Assistenten darauf aufmerksam, daß er mich nicht fich in der Zwischenzeit vom Sonnabend bis heute Mühe gegeben, den historischen Christus erfolgt, in dem unbefangene Leser nichts mit Sie" anzureden hat; sagen Sie ihm doch, wer ich bin!" die Maurer zu ermitteln, mit denen der Angeklagte behauptete, in Strafbares finden konnten. Es wäre doch angebracht, daß die" Jawohl, Durchlaucht!" antwortete strammstehend, der Aufder Nacht vom 4. zum 5. Juni gegen 11 Uhr in einem Lotale zu öffentliche Meinung, besonders aber die Kreise der Journalisten, fichtführende. Nachdem am legten Donnerstag in der Stadtverordneten- VerFrankfurt a. O. zufammen gewesen zu sein. Es sei ihm gelungen, endlich einen moralischen Druck auf unsere Justizbehörden ausübten einen dieser Maurer zu ermitteln und dieser habe erklärt, fich mit dahingehend, daß fernerhin nicht mehr durch die Polizei- Organe die fammlung eine so aufgehäufte Fälle von Devotion ans Licht ges aller Bestimmtheit an diese Thatsache zu erinnern und auch verfassungsmäßig garantierte Breßfreiheit völlig illusorisch gebracht wurde, kann der hier mitgeteilte Fall eigentlich kaum Wunder genau zu wissen, daß es der 4. Juni gewesen sei. Der Maurer macht wird." nehmen. habe erklärt, daß er den Angeklagten felbft gar nicht kenne, dagegen Wie mag sich das Blatt in seiner Herzensunschuld einen moralisch- Auf der Reise nach Berlin im Eisenbahnzuge gestorben fich eines auch vom Angeklagten erwähnten Rentontres mit einem journalistischen Druck auf die Justizbehörden vorstellen? ift am Sonntagabend der Posthalter Hermann Bauer aus Altenburg. Unteroffizier erinnere, das sich an jenem Abend ereignet habe. Der Staatsantvalt hält es, weim auf diese Bekundung Wert ge- Dalles, ber die„ Berliner I. mission" heimgesucht hat. Dies ist einem Abteil zweiter Klaffe des D- Zuges, der um 9 Uhr von Leipzig Großes Wehklagen erhebt sich im Reichsboten" über den Der schon ziemlich betagte Mann faß mit drei anderen Reisenden in wenn legt werden sollte, für notwendig, den Maurer zu laden. Wenn beine Gesellschaft, die den armen Heidentindern in Afrika und sonst hier auf dem hiesigen Anhaltischen Bahnhofe eintrifft. Während er fundet werden sollte, daß der Angeklagte in der Nacht vom 4. zum wo das Christentum bringt, während die national gesinnten tönig- fich bis dahin mit den anderen Fahrgästen unterhalten hatte, wurde 5. Juni in Frankfurt gewesen sei, natürlich lichen Staufleute in unseren Handelsstädten dieselben Neger mit dem er zwischen Südende und Tempelhof plöglich still und lehnte sich auf seinem Eckplatz in die Kissen zurück. Die Mitreisenden glaubten, der mann giebt noch in aller Ausführlichkeit eine Darstellung seiner Kulturmittel des preußischen Schnapses beglücken. Nun hat der alte Herr wolle noch etwas schlafen und ließen ihn ruhig fizen. m. Bemühungen, die endlich dazu geführt haben, den Maurer Gustav Kaſſenabschluß der Mission ergeben, daß nicht allein 101 000 M. Kassen. Erst auf dem Anhalter Bahnhofe wollten sie ihn zum Aussteigen Jewig zu ermitteln. Staatsanwalt: Wenn die Verteidiger eine schulden da sind, sondern daß auch von den Kosten eines Baues, weden. Als ihnen das nicht gelang, machten fie einen Gepädträger Anträge stellen wollen, so stelle ich den Antrag, den Maurer Jewig ben die Gesellschaft fich für 800000 Mt. errichten läßt, noch 250000 M. auf ihn aufmerksam. Dieser rief den Fahrgast noch einmal an und schüttelte ihn nun zweimal. Man glaubte immer noch, daß er sofort telegraphisch als Beugen zu laden. Bräf.: Wenn das be- ausstehen. Wenn man diese Verhältnisse überdenkt, lundet werden sollte, was der Beuge hier befundet hat, so wäre dies Paſtorenblatt, so kann einem Missionsfreunde das Herz recht schlafe, dann endlich, daß er schwer erkrankt sei. Im Instruktionszimmer jedoch, in das man ihn trug, erkannte der herbeigerufene Bahnarzt, daß er tot war. Die Todesursache ist wahrscheinlich ein Herzschlag. Die Leiche wurde später nach dem Schauhause abgeholt. Den Arbeitern und Arbeiterinnen wird dann in dem Flugblatt Ihnen persönlich einen Gefallen erweise, wenn fie den Platz der wohlangebrachte Rat gegeben, sich in den Tagen der Gesund räumte!" Und wirklich soll der Beamte noch einmal mit dem Vera heit noch bei einer soliben freien Hilfskaffe besonders zu verlangen an die Dame herangetreten sein. Diese stieg mun, um der sichern und vor allen Dingen bahin zu fireben, daß in den Kranten peinlichen Scene ein Ende zu machen, aus und setzte sich wirklich in tassen die Leistungen erhöht und vervollständigt bas andere Coupé. Der Herr, dem es so glüdlich gelungen war, die werden. fremde Dame zu verjagen, stieg mit seiner Gemahlin ein und bekam 10 Der wäre das Guthein absoluter Alibibeweis, der unter allen Umständen zu erheben ist. schwer werden." 44 meint das Der Gerichtshof beschließt daher, den Maurer Jewig telegraphisch zu Unschuldig hingerichtet. Anläßlich des verzwickten Mordladen und die Verhandlung bis nachmittag 4 Uhr zu vertagen. prozesses Guthmann dürfte es angebracht sein, einen furchtbaren Gegen den früheren Direktor Max Arendt hat sich, wie wehte, sich auf den Obstbergen umbertummelten. Namentlich viele sich in den Badtrog, der zur Brotbereitung diente. Der Bäderms weiter berichtet wird, das Verdachtsmaterial so weit verdichtet, Radler und Radlerinnen waren vertreten und mit den Stern- meister Hirt ließ das Bett eines Gehilfen 3 Monate lang im Spec daß die Erhebung der Anklagebehörde bevorsteht. Sie wird aber, Dampfern wurden gleichfalls eine größere Anzahl Personen be- liegen, bevor dieses mit neuer Wäsche versehen wurde. entgegen der ursprünglichen Richtung der Ermittelungen, voraussichtsfördert. Die falte Witterung der lezten Tage hatte indessen die Das Wasserschiff in der Backstube des Bäckermeisters Supp lich nicht auf Betrug, sondern auf betrügerischen Bankrott lauten volle Entfaltung der Blütenpracht zurückgehalten, sodaß nur vereinzelte schwamm voll Russen und Schwaben. Trotzdem wurde das und daher vor dem Schwurgericht zu Leipzig zur Verhandlung Bäume ihre Knospen erschlossen hatten. Wasser zur Brotbereitung verwendet. Bei dem Bäckermeister tommen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß in das Strafverfahren auch noch eine zweite Person wegen Beihilfe hineingezogen wird. 10 Uhr auf der Oberspree in der Nähe der Oberbaumbrücke zuEin entschlicher Unfall hat sich am Sonntagvormittag gegen getragen, Ein Dampfer, der bereits mehrere Kähne im Schlepptau hatte, wollte noch einen dazu nehmen, um ihn auch noch mit zuschleppen. Der Kahn lag bereits im Strome. Während er abwärts trieb und der Dampfer anzog, geriet der 16jährige Schiffer Welstirch aus Biltendorf, der die Fangleine übernommen und die Trosse festgemacht hatte, zwischen diese und die Bordwand. Die Stahltrosse brach ihm mehrere Rippen, schnitt in Hüften und Bauch ein, so daß die beiden Körperhälften fast von einander getrennt wurden, und zerriß ihm Lunge und Leber. Auf das Geschrei seiner Bootsgenossen stoppte der Dampfer nnd die Rähne warfen ihre Anker. Der Dampfer brachte den Unglücklichen schleunigst nach der königlichen Klinik. Hier ist der Unglüdliche gestern gestorben. Der Koufumverein Berlin- Rigdorf hat beschlossen, am nächsten Montag, als am Tage der Maifeier, seine Geschäftsräume den ganzen Tag über geschlossen zu halten. Leopold Turner. Theater. Das Schiller Theater bringt heute die erste Auf führung von„ Der Hergottschnitzer von Ammergau", Volksschauspiel in 5 Aufzügen von Ludwig Ganghofer und Hans Neuert. Die Hauptrollen find folgendermaßen besetzt: Anton Höftmaier: Julius Eyben; Loni: Helene Rosner; Frizz Baumiller: Walter Zollin; Lohner Traudl: Agnes Berner; Pauli: Gustav Olmar; Muckt: August Weigert; Pechlerlehnt: Mar Bategg; Hochzeitlader: Mar Laurence; Nandi: Grete Meyer; Loist: An dem Schnitzer- Abend des Deutschen Theaters, der das Schauspiel:„ Die Gefährtin", die Grotesque:„ Der grüne Statadu" und das Spiel:" Paracelsus" bringt, wirken die Damen Dumont, Eberty, Elsinger, Heims, Reisenhofer, Sassow und die Herren Bienfeldt, Fischer, Geisendörfer, Kainz ,, Köhler, Kurth, Martin, Meinhard, Niffen, Reinhardt, Rittner, Schweizer, Ballentin, von Winterstein und Ziener mit. Die erste Aufführung findet am Sonnabend, die erste Wiederholung am Sonntagabend ftatt. Im Metropol Theater beginnt am 2. Mai die Sommerfaison mit einem Specialitäten Programm. Feuerbericht. Sonntagnachmittag furz nach 1 1hr erfolgte ein Ausrücken der Feuerwehr nach Gerichtstraße 19, wo Giroh in Brand geraten war. Gegen 5 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem Lehrter Güterbahnhofe gerufen( Stadtbahnbogen 342/45), Abfälle von Backstroh unter einer Borladerampe gerieten vermutlich durch herabfallende Funken aus einer Lokomotive in Brand, doch konnte die Gefahr für den Güterschuppen bald beseitigt werden. Sonnabendabend 10 Uhr brannte Staligerstraße 46a die Schaldecke. Ein größerer Ladenbrand brach Sonnabend 9 Uhr Liebigstraße 12 aus. Dort war nämlich in einer Seifen handlung ein Schadenfeuer ausgekommen, das schon längere Zeit geschwelt haben muß. Die Feuerwehr hatte längere Zeit mit einem Rohre Wasser zu geben, um des Feuers Herr zu werden. Endlich brannte noch Grüner Weg 125 eine Kiste mit Stroh auf dem Hofe. Aus den Nachbarorten. Beim Segeln auf dem Rummelsburger See ist gestern Ziegler in der Semmelstraße ist es nach übereinstimmender Aussage nachmittag ein junger Mann ertrunken, dessen Nante noch nicht be- von drei Zeugen am lustigsten zugegangen. Dort stand der Mehlvom Segeln nicht viel zu verstehen schienen, tros des ziemlich im Verein mit der an den Wänden ablaufenden in den gefüllten fannt geworden ist. Zwei junge Männer wagten sich, obwohl sie fasten in direkter Nähe der Abortröhre. Diese fror zu und plante in der höheren Etage. Durch die Decke rann die schmutzige Masse starken Windes in einem kleinen Mietsboot gegen 4 Uhr auf den See hinaus. Ein plötzlicher Windstoß warf das Boot um; in Mehlkasten, so daß ein ganzer Brei entstand. Nachdem eine primitive wenigen Augenblicken fant es in die Tiefe. Schiffer eilten zwar Reinigung vorgenommen, wurde Brot aus dem berefelten bald zu Hilfe, es gelang ihnen aber nur, einen der Segler zuretten. Beugen bereits in Zerſegung übergegangen war, ist wieder zur BrotBeug gebacken. Auch Sauerteig, der nach dem Gutachten eines Eine eigenartige Falschmünzerei ist in Spandau auf- bereitung verwendet worden. gedeckt worden. Der Arbeiter Pohl vom königl. Feuerwerks- Angesichts dieses erdrückenden Beweismaterials sprach der Ge Laboratorium hatte Ein- und Zweipfennigstüde vergoldet und sie richtshof die Angeklagten to stenlos frei. Die Kosten haben die als 10- und 20 Markstücke in Zahlung gegeben. Nachdem ihm dies Kläger zu tragen. Manöver wiederholt gelungen, wurde er Sonnabendabend in einem Schanklokal bei der Verausgabung eines Zweipfennigftüds als 3wanzigmarkstück ertappt und verhaftet. Aus der Frauenbewegung. Der prinzliche Bereiter als Gemeindevorsteher. Die preußisch- ostelbische Kultur spiegelte sich mit klassischer Klarheit in einem Prozeß wegen Vergehens im Amte wider, der am Sonnabend vor der Straffammer Potsdam verhandelt wurde. Die Anklage richtete sich gegen den Gemeindevorsteher Otto Objekt seines billigen Wipes sieht, wird in einem Artikel der Welt Geschäfte eines Gemeindevorstehers zu führen, war er Dem Philifterium, das an der Frauenbewegung nichts wie ein Kindermann des Ortes Klein- Glienede. Bevor er für würdig befunden wurde, die verantwortungsvollen Bereiter am Montag" derb der Text gelesen. Der Artikel sagt unter der beim Prinzen Friedrich Leopold. Ueberschrift:„ Platz den Frauen": Als solcher hatte er sich " Seit einigen Wochen giebt man unter diesem Titel im Berliner pensionieren lassen und dann das Amt eines Gemeindevorstehers in Theater ein unfäglich albernes Stüd, dessen einziger„ Neiz" in der denkbar dem meistens von Angestellten des Prinzen bewohnten Dorfes plattesten Verhöhnung der Frauenbewegung besteht. Abend für übertragen erhalten. Welche Vorstellungen der Mann sich in Abend freut sich das Publikum, die Frauen an der Spize, über diese feiner Eigenschaft als Bereiter von den Pflichten und Rechten Karikaturen einer Malerin, einer Rechtsanwältin und einer Aerztin. eines Gemeindevorstehers gebildet haben muß, ergiebt der in der Spotten ihrer selbst und wissen nicht wie." Daß über das Maß Prozeßverhandlung enthüllte Thatbestand. Der Angeklagte hielt mit der wünschenswerten Frauenemancipation zwischen ernsten Leuten dem prinzlichen Futtermeister Bußas gute Freundschaft. Die ernsthafte Meinungsverschiedenheiten bestehen können, ist natürlich Frau des letzteren war nun mit dem Dienstmädchen Adelheid und berechtigt. Aber daß man bei uns in Deutschland noch immer it, welche im gleichen Hause bei dem prinzlichen Obergärtner nicht in der großen Oeffentlichkeit zu dem in anderen Ländern Dust in Stellung war, in Streitigkeit geraten. Bußas stellte längst erreichten, eigentlich doch ziemlich bescheidenen Kulturniveau die Witt deshalb zur Rede und gab ihr einen Schlag gelangt ist, die Frauenfrage aus der überwiegend humoristischen ins Gesicht, worauf diese, da sie eine Waise, sich auf Anraten ihrer Herrschaft zu dem Gemeindevorsteher Behandlung auszuscheiden und sie unter die Lebensfragen des Volkes Kindermann begab, um von diesem die Ausstellung eines aufzunehmen, ist bedauerlich genug. Um so bedauerlicher, als man Borarmutsscheines zu verlangen, da sie Bußas verflagen nicht etwa nur gewisse reaktionäre Parteien dafür verantwortlich wollte. Kindermann war durch Frau Bußas schon ven machen kann." Der Artikel hält dann den einzelnen Bevölkerungs- und Berufsdem Vorfall unterrichtet und fragte die Witt, kreisen, die sich gegen die Bestrebungen der Frauen wehren, ihre wieviel Ohrfeigen sie von Buzas erhalten hat. Als sie fagte, Engherzigkeit vor und wendet sich schließlich an die radikal- daß fie eine Ohrfeige erhalten, berabfolgte ihr der Gemeindereformerischen Kreise, die der Frauenbewegung gleichfalls fühl borsteher mit den Worten: Sie tönnen noch eine dazu gegenüberstehen, mit Berufung auf Professor Herfner, der die triegen," eine Ohrfeige, stieß die Witt in eine Ede Ueberzeugung vertritt, daß jede gesunde Frau, die dem Medusen- und gab ihr noch eine zweite Ohrfeige, worauf er fagte: haupt des socialen Problems fest ins Auge geschaut, zu einer über- un machen Sie, daß sie rauskommen." Kindermann verzeugten Vertreterin jocialer Reform wird." die er bestimmt ist, nicht ohne Wirkung bleiben. Möge der Artikel des bürgerlichen Blattes auf die Kreise, für ,, Die Theorie von der freien Liebe und die Franen", so lautet das Thema eines Vortrages, den Frl. Elisabeth Mießner Treptow- Baumschulenweg. Zu der am Mittwoch bei Ader- Dienstag, den 25. April, hier in der Ziegelstr. 10/11 auf Veranlassung mann tagenden Versammlung des Vereins Vorwärts" wird zahl der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur halten wird. reicher Besuch erwartet. Gerichts- Beitung. Unser täglich Brot. doch ein bißchen Recht gegenüber dem Dienstmädchen zu haben. Der Staatsanwalt beantragte 100 m. Geldstrafe gegen den Angeklagten. Das Urteil lautete auf 75 M. Geldstrafe ev. 15 Tage Gefängnis. Ob der Mann früher mit den Pferden seines Herrn ebenso schlagfertig" hat umgehen dürfen, wie hier mit einem wehrlosen Weibe? Und das muß einem Mitgliede der mecklenburgischen Ritterschaft passieren! Unser Rostocker Parteiblatt meldet: Der Aus Rigdorf. Entsetzliche Brandwunden erlitt am SonnabendRittergutsbesizer Reimar von Plessen auf Kurzen Trechow abend der Schuhmachermeister Luther, Kirchhofstraße 31 wohnhat, wie unsere Leser erinnern, am Stichwahltage im vorigen Jahre haft, durch die Explosion einer Petroleumlampe. 2. war im Begriff, mit der Lampe nach dem Schlafzimmer zu gehen; als er aber die Das faule Gerede vom Herr im Hause sein" wird be- einen Rostocker, der der Wahlhandlung auf dem Gute des Herrn nach dem Schlafzimmer führende Thür öffnete, entstand ein Luftzug, fanntlich vom deutschen Unternehmertum und seinen Preß- v. Blessen beiwohnen wollte, gewaltsam aus dem Wahl. Von der Güstrower Straffammer wurde welcher die Explosion verursachte. Die Kleider des L. standen osaken ständig wiederholt, wenn die Arbeiterschaft eines Gewerbes Total entfernt. die im Augenblick in Flammen und bevor ihm Hilfe ward, hatte sich bestrebt, etwelchen groben Mißständen abzuhelfen. Wie in v. Plessen dieserhalb am Sonnabend wegen Nötigung( Bergehen vielen Berufen wir erinnern nur an das Bauwesen jo gegen§ 240 Str.-G.-B.) in eine Geldstrafe von 60 Mart ver der Unglückliche bereits am ganzen Körper derartige Brandwunden dabongetragen, daß er in fast hoffnungslosem Zustande nach dem hat sich namentlich auch im Bädereigewerbe an unzähligen urteilt. Muß das dem mecklenburgischen Adel nicht als Umsturz alles unerklär- Beispielen Briger Kreistrantenhause gebracht werden mußte.- Auf unerklär- Beispielen die Unfähigheit der Unternehmer ergeben, das liche Weise sind dem Gastwirt Aler in der Hermannstraße am beanspruchte Herrenrecht" auch nur den bescheidensten Anforderungen Bestehenden vorkommen? liche Weise sind dem Gastwirt Alex in der Hermannstraße am der Sittlichkeit und Solidität entsprechend auszuüben. Wie Sonntag 5 Hundertmarkscheine und ein größerer Betrag in Gold notwendig es nach jeder Richtung hin ist, daß der Arbeiter seinen und Silber abhanden gekommen. Ein des Diebstahls der verschwundenen Summe verdächtiger Mann wurde zwar verhaftet," Brotherrn" von den Lasten des Herrentums erlöst und selber ein mußte aber bald wieder auf freien Fuß gesezt werden, da keinerlei gewichtiges Wort im Betriebe mitredet, zeigte mit erschreckender Deutlichkeit ein Beleidigungsprozeß, den mehrere BäderBeweise seiner Schuld vorlagen. meister in Würzburg gegen die dortige Lohntommission der Bäckergesellen angestrengt hatten. 1 = Eisenbahnunfall in Stralau Rummelsburg. Sonntag nachmittag 3 Uhr entgleiste auf dem Bahnhofe Stralau- Rummelsburg die Maschine eines Südringzuges. Glücklicherweise geschah der Unfall bei der Ausfahrt aus dem Bahnhofe, als der Zug fich langfam fortbewegte, fodaß er sofort zum Stehen gebracht werden konnte. Es stellte sich heraus, daß nur eine Achse der Lokomotive aus dem Geleise gesprungen war. Die Passagiere mußten umsteigen. Es dauerte dann fast zwei Stunden, bevor die Maschine wieder auf das Geleis gewunden war. Der Verkehr konnte durch Ueberleitung auf ein anderes Geleis aufrecht erhalten werden. oberschlesischen Blattes zum Nachfolger des kürzlich verstorbenen Oberstaatsanwalt Drescher sollte nach der Meldung eines oberschlesischen Blattes zum Nachfolger des kürzlich verstorbenen Geheimen Ober- Justizrats Oberstaatsanwalts v. Dreßler in Breslau in Aussicht genommen, beziehungsweise bereits ernannt sein. Das trifft, wie von amtlicher Stelle mitgeteilt wird, nicht zu. Bei den Wahlen zum Niederbarnimer Kreistage, die am Die Kommission hatte seiner Zeit an die Bäckermeister folgende 18. Dezember 1897 stattfanden, siegten im Wahlverbande der GroßForderungen gerichtet:" Für Frühstück und Nachtessen Zahlung grundbefizer fast durchweg die Kandidaten der liberalen Vorortseines Betrages von 30 beztv. 36 Pf. Drei freie Nächte im Jahr an partei über die Kandidaten der Nittergutsbesizer. Der Kreistag er= Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Einhaltung der 12stündigen lärte die Wahl sämtlicher neun Gewählten für ungültig, indent er Arbeitszeit und Sonntagsruhe. Für jeden Gehilfen ein eigenes annahm, daß sich die Vorortspartei grober Wahlbeeinflussungen schuldig Bett, das monatlich mindestens einmal mit frischer Wäsche gemacht hätte. Der Bezirksausschuß, bei dem die Gewählten Klage zu versehen ist. Außerdem wurden für die Zimmer der Gehilfen erhoben, erkannte jedoch in der Hauptsache zu deren Gunsten. Er Tisch, Stuhl 2c., sowie sonstige ausreichende Handwäsche gefordert. erkannte die Gültigkeit von sechs Wahlen an, und erklärte die übrigen Endlich sollte für Aushilfsarbeit eines Gehilfen 3 M., eines zweiten drei nur deshalb für ungültig, weil die eine Stimme, die bei 2 M. 50 Bf. und eines dritten Gehilfen 2 M. pro Tag bezahlt ihnen die absolute Majorität ausmachte, von einem nicht zur Wahl werden." berechtigten Manne abgegeben worden war. Das Ober- Vererließ die Lohnfommission ein Flugblatt, in dem unter anderm gewiesen und das Urteil des Bezirksausschusses bestätigt. Die Meister beachteten die Forderungen nicht und infolgedessen waltungsgericht hat jetzt die Berufung des Kreistages abeiniges Licht über die in vielen Bäckereien herrschende Unsauberteit verbreitet wurde. Dadurch fühlten sich eine Anzahl Bäckermeister beleidigt und klagten. Sie werden mit sehr gemischten Gefühlen an diesen Prozeß zurückdenken. Versammlungen. Die zum April d. J. in Schöneberg vorgenommenen er heblichen Mietssteigerungen haben bewirkt, daß die Bauthätigkeit fich gegenwärtig außerordentlich entwickelt. Durch die vor einigen Jahren in fast sämmtlichen Berliner Vororten entstandene wüste Bauspekulation war auch in Schöneberg eine so große leberproduktion an Wohnungen geschaffen worden, daß ganze Häuser unbewohnt blieben und die leeren Wohnungen nach Hunderten zählten. Kein Unternehmer hatte Mut, einen Neubau aufzuführen. Durch die Erhebung zur Stadt und den starken Zuzug hat sich dieses Verhältnis Aus den Zeugenaussagen ging folgendes hervor: Bei einem Bäckermeister Ullrich wurde das auf dem Fußboden Tempelhof. Am 18. April hielt der Arbeiter- Bildungsverein mit einem Schlage geändert. Ein Mangel kleinerer Wohnungen ist liegende, mit S and vermischte Mehl zusammengekehrt und wieder für Mariendorf und Umgegend eine Generalversammlung ab, die vorhanden und die Folge ist eine vermehrte Bauthätigkeit. So ist den Geschäftsbericht des Borstandes entgegennahm. Der Verein zählt zwischen der Belziger- und Grunewaldstraße bis hinauf zur Wilmers- Bum Baden verwendet. Nicht weniger denn 16 Wochen lang wurde keine zur Zeit 120 Mitglieder. Der Kassierer hatte mit dem Bestand dorfer Grenze ein ganz neues Stadtviertel im Entstehen begriffen. frische Bettwäsche verabfolgt. In einem Zimmer wurden in 159,65 M. Einnahmen, denen eine Ausgabe von 83,70 M. gegen Auch in der Nähe der Station„ Ebers straße" werden die neu- fünf Betten sechs Personen zusammengepfercht. Das„ Zimmer" war über steht. Hierauf wurden in den Vorstand gewählt: Als Vorangelegten Straßen der Bebauung erschloffen, so daß zu hoffen steht, so klein, daß stets je zwei Betten aneinandergestellt werden mußten sigender Martin Müller, als Schriftführer Joh. Kersten, daß die im Januar vorgenommenen Mietssteigerungen für den und trotzdem blieb kaum ein Zwischenraum übrig, um einem als Staffierer Ernst Ottmann, als Revisoren Schüttet opp, Oftober feine Nachahmung finden. Menschen den Durchgang zu ermöglichen. In der ganzen Woche Biersad und Friz Müller. Im Zusammenhang mit der geplanten Bildung eines wurde à Person ein Handtuch verabreicht. Bei dem Bäder Wilmersdorf. Am 19. April tagte im„ Boltsgarten" die GeRegierungsbezirks Charlottenburg steht die Verlegung des Pfannenmüller wurde ebenfalls das Fußbodenmehl zu Brot Oberpräsidium 3 der Provinz Brandenburg von Potsdam nach berbacken. Es entstand durch das Einsieben des verunreinigten neralversammlung des socialdemokratischen Vereins. Der Vorsitzende Berlin. Diese Verlegung ist lange schon geplant, da der Ober- Fußbodenmehles ein schmutziger Fled auf dem Mehlhaufen, den gab den Bericht über das letzte Geschäftsjahr. Sodann verlas der Kassierer die Abrechnung vom 1. Quartal, welche eine Einnahme von präsident zugleich auch der Präsident des Provinzial- Schulkollegiums Pfannenmüller selbst dadurch beseitigte, daß er das verſiebte 151,50 M. und eine Ausgabe von 106,75 M. ergab. Müller beist und darum mehrmals in der Woche in Berlin amtlich zu thun schmutzige Mehl mit dem anderen vermengte. Bei dem Bäckermeister richtete hierauf über die dem Verein gehörige Bibliothek und folgte hat. Mit Rücksicht auf Wünsche des Oberpräsidenten Dr. v. Achen- Scharnberger, Vorsitzender der Bäderinnung, so deponiert bach hatte man aber, wie die„ Potsd. Korr." schreibt, bisher von der ein Beuge, feien in der Badstube Kinderwindeln getrodnet alsdann die Neuwahl des Vorstandes, die folgendes Resultat ergab: Verlegung des Oberpräsidiums nach Berlin Abstand genommen. worden. Bei dem Eintritt des Gehilfen wurde die Bettwäsche Piester, 1. Vorsitzender; öpping, 2. Vorsitzender; Witte; Herr v. Achenbach vollendet nun im November sein 70. Lebensjahr nicht gewefelt und während deſſen dreiwöchentlicher Beführer; Longwi, 2. Schriftführer; Miller, 1. Bibliothekar; Be- Kassierer; Hauswalt, 2. Kassierer; Preuß, 1. Schrift und dürfte dann voraussichtlich in den Ruhestand treten, so daß er schäftigung blieb die Wäsche die gleiche. Das Dienstmädchen des für die Verlegung des Oberpräsidiums nach Berlin, die mit der Bädermeisters Willmi benußte einen Eimer, in dem Milch und Straft, 2. Bibliothekar; Gieseler, Elias und Gudeus, Revisoren. Zu Bezirksführern wurden gewählt: 1. Bezirk: Reubildung des Regierungsbezirts Charlottenburg unbedingt not- Wasser zu Badzweden zusammengemacht und auch die Hände in Köpping; 2. Bezirk: Antonius; 3. Bezirt: Müller; wendig wird, kein Hindernis bildet. Für das Oberpräsidium sollen demselben gewaschen wurden, zum Aufwaschen von Böden ze 2c. 4. Bezirk: Köhler; 5. Bezirk: Wurzel; 6. Bezirk: Gieseler; die bisher von dem Staatsministerium benugten Räume in der Bei dem Bädermeister Rieß hat der Handwasserkübel derart geWilhelmstraße, die zum 1. Oktober d. J. frei werden, in Aussicht stunten, daß sich der Gehilfe ekelte, das Gesicht darinnen zu waschen. 7. Bezirk: Prüfer und Kraft. Der Monatsbeitrag wurde auf 20 Pfennig festgesetzt. Die nächste Versammlung findet am genommen sein. Dieser wusch sich sodann im Backfübel. Sieben Wochen lang wurde 10. Mai statt. Köpenick. Gegen die Gültigkeit der letzten Stadt- hier kein Bett mit frischer Wäsche versehen. Ein gehöriger Schweinstall existierte bei dem früheren Bäckermeister Kraus. Dort hatten Berichtigung. Wir erhalten folgende Zuschrift: In der Nr. 91 berordnetenwahlen der dritten Abteilung hatten unsere stall existierte bei dem früheren Bäckermeister Kraus. Parteigenossen Protest eingelegt. In der Sache stand am 20. b. M. bier Mann ein Zimmer" und zwei Mann, ein Lehrling und ein des Vorwärts" befindet sich ein von einem Berichterstatter verfaßter beim Bezirtsausschuß in Potsdam Termin an. Eine Ent- unger Gefelle, ein Bett. Ein mit Läusen behafteter Bursche schlief Bericht über die öffentliche Musikinstrumentenarbeiter- Versammlung, Entjunger scheidung wurde nicht gefällt; der Bezirksausschus beschloß vielmehr, mit einem anderen zusammen. Kraus, von dem Vorfall in Kenntnis in dem einige unrichtigkeiten unterlaufen sind, die vielfach zu einer wegen der eigenartigen Lage der Sache einen Termin in Köpenid gelebt, that nichts zur Abstellung der Schweinerei, sondern be- irrtümlichen Auffassung seitens der Kollegen Veranlassung gegeben schäftigte den Burschen ruhig weiter. Erst die Gehilfen haben. Zunächst ist die Versammlung nicht vom Fachverein der abzuhalten und zu dieſem alle in Betracht kommenden Zeugen zu thaten das Ihrige zur Befreiung des Mannes von dem Ungeziefer. Musikinstrumentenarbeiter, wie zu lesen steht, sondern vom Vertrauensladen. Als Rechtsbeistand haben unsere Genossen sich den Rechtsanwalt Dr. Heinemann- Berlin angenommen, während der Magistrat In Ermangelung einer gerade zur Hand stehenden Bürste ließ sich mann der lokalen Richtung derselben einberufen worden. Weiter hat die Frau des Bäckermeisters Stüber von einem Gehilfen, der sich in den Bericht ein sinnentstellender Druckfehler eingeschlichen. sowie der Wahlvorstand durch den Stadtverordneten und Rechtsanwalt gerade mit dem Buzen von Badgefäßen beschäftigt war, deffen hierzu Diejenigen Kollegen, die die Versammlung am 1. Mai besuchen, Dr. Schulze vertreten seien werden. benutte Bürste geben und soll damit den Nachttopf gefegt haben. In dem bekommen nicht i M., sondern die Maimarte gratis, während die Betriebe des Bädermeisters Samstag lief das Abortrohr direkt über übrigen die Verpflichtung haben, dieselbe mit 50 Bf. zu bezahlen. den Badtrog. Das Rohr tropfte und die saftige Flüssigkeit ergoß E. Haffner. Zur Baumblüte in Werder a./. hatten sich am Sonntag zahlreiche Berliner aufgemacht, die, obgleich der Wind recht frisch . Vermischtes. In Magdeburg ist am Montag das vor dem Stadttheater in Form eines Monumentalbrunnens errichtete Immermann Denkmal enthüllt worden. In Kiel schoß ein Marineleutnant, welcher vom Torpedo Versuchsschiff Friedrich Karl" aus dem Möwenschießen oblag, zwei in einem Segelboot vorbeipassierende größere Knaben an. Die Kugel durchdrang den Oberschenkel des einen und blieb im Bein des zweiten Knaben steden. Schwarze Pocken. Der„ Schles. Beitung" wird berichtet: Bei einer in das Kreiskrankenhaus zu Lauban eingelieferten polnischen Arbeiterin sind die schwarzen Boden festgestellt worden. Umfassende Vorsichtsmaßregeln find getroffen. worden waren. Derselbe gestand den Mord ein, Teugnete aber das andere ihm zur Last gelegte Verbrechen. Der Gouverneur schritt vergebens ein, um die Lynchjustiz zu verhindern. Da man die Rache ber Reger befürchtet, murde um die Enfendung von Truppen bei dem Gouverneur nachgesucht. Marktpreise von Berlin am 22. April 1899 Weizen Roggen * Futter- Gerste Safer gut " Richtstroh Heu nach Ermittelungen des Igl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 16,30 15,20 Schweinefleisch 6,70 4,30 Bander 1 kg 160 1.80 " 1,60 2,60 " " 14,70 13,80 Kalbfleisch " 13,20 12,50 Sammelfleisch 15,40 14,90 Butter " mittel " 14,80 14,30 Eier, 60 Stüd gering 19 14,20 13,70 Starpfen 1 kg 4,- 3,50 ale " " " " 40, 25, Hechte " " 50, Barsche 1,60 " 70 30, Schleie 3,50 " 6, 4,- Bleie 1,60 1,20 Krebje per Schod 1,20 1, 1,40 12, Aus Dirschau wird berichtet: Beim Brande eines Stallest) Grbsen auf dem bei Mewe gelegenen Gut Czierspig famen drei ArtSpeisebohnen beiter in den Flammen um. Der Brandschaden ist bedeutend;) Linsen u. a. find 60 Stück Vieh verbrannt. Zwei Menschen auf offener Straße erschossen. In dem Seebadeort Rauschen wurden, wie man dem„ Berliner Tageblatt" meldet, zwei Einbrecher, alte Zuchthäusler, von einem Gendarmen nach heftigem Kampf auf offener Straße erschossen. " Kartoffeln, neue Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch " 25, 1, M. S. Das Vermögensteuer: Gelet vom 14. Juli 1893 in feit dem 1. April 1895 in Kraft getreten. Nach demselben wird die Ergänzungs. Die Steuer beträgt bei 6 bis 8000 Wt. 3 Mr., bei 5-10 000 m. 4 M., bek stetter bei einem sieuerbaren Vermögen von mehr als 6000 M. erhoben. 10000-12.000 m. 5 M. Es ſteigert fich fo fort bei Steigerung von Kapital M. Ein kapital von Steuert 12 M., 28-32 000 m. steuert mit 14 M. und so fort bei Steigerung Ses Stapitala um je 4000 m. bis zu 60 000 m. ein höherer Steuersatz von je 2 W., 60 bis 70 000 9. steuern mit 30 M. Die Steuer steigt von da ab. bei höheren Vermögen bis einschließlich 200 000 m. für jede angefangenen. 1,20 10 000 m. um je 5 W. Bei Vermögen von mehr als 200 000 m. bis eins 1, schließlich 220 000 m. beträgt die Steuer 100 m. und steigt bei höheren Vermögen für jede angefangenen 20 000 m. um je 10 M. J. B. 976. 2,-Soweit ersichtlich, würde der Einwand der Verjährung Aussicht auf Erfolg! 3,60 2,40 baben. P. 2. 1. und 2. Jit im Vertrage nichts weiter vereinbart, so ist 2,20 1,20 nach richtiger, aber umstrittener, Ansicht zu zahlen, falls nicht Entlassung 3,- 1,80 megen Krantheit eintritt. 3. und 4. Seit dem 1. Januar 1898 ist der 2,60 1,- Handlungsgehilfe nicht verpflichtet, sich den Betrag anrechnen zu 1,80 1,20 laffen. der ihm für die Zeit der Arbeitsbehinderung aus einer 0,80 Kranken: oder Unfallversicherung zusteht. M. M. 999. Ja. 1,20 R. K. J bewahre. 2. G. 888. Die Wartezeit ist für eine ob 0,80 durch Urteil oder ob durch Tod ihres Mannes ist gleich geschiedene Frau 3-10 Monate. Von dieser Wartezeit kann Dispens erteilt werden. Die Frau. wendet sich, um solchen zu erlangen, unter Ueberreichung eines hebamm *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt: lichen oder ärztlichen Attestes an das Amtsgericht. K. S., Rummels: schaftskammer Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium burg. Für durch Kontrollversammlungen versäumte Zeit hat der Arbeitfür den Doppel- Centner. geber nichts abzuziehen. Das ist schon jetzt Rechtens. Das Bürgerliche Gesetzbuch spricht diese Folge noch ausdrücklich aus und dehnt sie auf Eisenbahn- Unfall. Die königliche Eisenbahn- Betriebsinspektion Produttenmarkt vom 24. April. Weizen gab um 1 m. Accordarbeit aus. A. B. 100. Nein. G. 5. 14. 1. Ja. 2. Nein. in Bielefeld macht bekannt: Am 22. April, abends 10 Uhr, find im Werte nach. Hafer und Mais behauptet, Rüböl still Die Tendenz 3. Ja. 4. Schriftlich unter Einwilligung der Kaffe. M. 2. 99. Ja. R. R. 35. 1. Uns sind solche Anstalten nicht bekannt. 2. Durch 1. er: beim Zusammenseßen eines Güterzuges auf dem Bahnhof Brackwede des Spiritusmarttes war heute fester, da für den Mai- Termin große 6 Wagen abgelaufen und auf den von Steinhagen kommenden Ber- Deckungen vorgenommen wurden. Angeboten waren 100 000 Liter 70er ledigt. 3. Gtwa 2 bis 3 M. täglich. 4. An den Gemeindevorsteher. jonenzug 609 gerannt. Reisende sind nicht verletzt. Vom Zugpersonal ocoware, die mit 40,50 M.(+0,50 M.) Käufer fanden. 50er Ware nicht Gustav. 1. Den Versuch fann er machen. 2. Das wird voraussichtlich ist eine Person unerheblich verlegt. zugeführt. Termine anfänglich fest, gegen Schluß abgeschwächt. länger dauern. 3. Es entstehen nur unbedeutende Kosten. toffelfabritate. Berlin, 24. April. Prima Kartoffelmehl per 100 kg. 1. Nein, er hat aber für den Fall etwaiger Krankheit die Vergütigung weiter 12,60 M. Brima trodene Kartoffelstärke per 100 kg. 12,60 M. Feuchte zu zahlen. 2. Durch 1. erledigt. 3. Eine gejezlich begrenzte Arbeitszeit für Kartoffelſtärke per 100 g. 10,20 m. Berlins Getreide und Mehlzufuhren Lehrlinge in kaufmännischen Geschäften giebt es nicht. Schleifstein. zu Waffer vom 22. April mittags bis 24. mittags betrugen 151 To. Roggen, Korrektoren sind gewerbliche Gehilsen und daher falls ihr Gehalt nicht 2000 M. übersteigt versicherungspflichtig. Klagen Sie bei der Gewerbe 402 To. Gerste, 213 To. Mais. Gierbericht vom 24. April. Normalo Gier 2,20-2.60 M., Meine Deputation auf Anerkennung Ihrer Mitgliederrechte gegen die Orts- Kranken2,05-2,10 M. per Schock. Tendenz flau. Berlins Gierzufuhren betrugen faſſe. Teilen Sie ferier gelegentlich in der juristischen Sprechstunde genauer in voriger Woche 711 584 Kg., davon 674 380 g. per Niederschlesische, mit, welcher Beamte( wo? in welchem Zimmer?) Ihnen die liebensBahn. Die Ausfuhr betrug 48 941 Sg., davon 6200 Kg. per Niederschlesische, 23 180 g. per Oft, 10 760 Sg. per Stettiner, 1965 Kg. per Hamburg Lehrter würdige Auskunft erteilt hat:„ wenn es Ihnen Spaß macht, verhungern Sie". 1470 per Oft, 10 720 per Stettiner, 1080 per Görliger, 11 562 per Hamburg: Lehrter, 17 549 Kg. per Potsdamer Bahn. " Mord im Hafen von Livorno. An Bord der preußischen Bart Spetulant", Kapitän Backgen, die mit einer Ladung Porzellanerde am 20. April in Livorno Anter geworfen hat, wurde Sonnabend Bootsmann Schüße aus Wolgast erdrosselt aufgefunden. Da angeblich Hände und Füße gefesselt waren, wurde die aus neun Köpfen bestehende Mannschaft verhaftet. In der Ortschaft Nagy- Kalló im Komitat Szabeles( Ungarn) brach Montag früh bei heftigem Sturmwinde ein großes Feuer aus; mehr als 50 Häuser sind niedergebrannt. = Aus New York meldet man: In dem Zuchthause auf der Blackwells- Insel, am Flusse East, brach am Nachmittag des 20. April Feuer aus. Die Flammen griffen rasch um sich, und trotz der soliden Bauart des aus Granitblöden errichteten Gefängnisses brannte es in kürzester Zeit gänzlich nieder. Zur Zeit befanden sich in der Anstalt etwa 1000 Sträflinge. Diese wurden unter Bewachung von Gefängniswärtern und Polizisten rasch aus ihren Bellen herausgeführt, ohne störende Zwischenfälle oder irgend welche Fluchtversuche. Grausame Lynchjustiz. Wie aus Newnan( Nordamerika) telegraphisch gemeldet wird, ist dort Sonntag ein Neger, welcher be= schuldigt wurde, einen Pächter ermordet und dessen Frau geschändet zu haben, von der Bevölkerung lebendig am Spieße verbrannt worden, nachdem ihm zuvor die Ohren und Finger abgeschnitten Orts- Krankenkasse †) Kleinhandelspreise. Briefkasten der Redaktion. Kar 1 G. B. 83. Witterungsübersicht vom 24. April 1899, morgens 8 1hr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Swinembe. 769 SSW 2heiter Hamburg 767 SSO Temp. n. 6. 5° 4° R. Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Stationen ideell 6 Haparanda 765 Still 6 Petersburg Wetter heiter Temp. n. G. 5° C.= 4° R. 1* 5 3 bedeckt 1wolfen! 4 Cort 754 S 1 bedeckt 6 Abeeen 753 S 5 Regen 4 Baris 2wolfen! 5 5 Regen 2wolfig 764 SSO 1 bedeckt 11 11 8 Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahn anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne folche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abende von 7%, bis 8%, 1hr abgehalten. Raabe. Die Länge des Berichtes richtet sich nach der Wichtigkeit des verhandelten Gegenstandes. 771 NW P. M. K. Misburg liegt 8 Kilometer östlich von Hannover. Linie: Berlin- Hannover- Köln. Wetter Prognose für Dienstag, den 25. April 1899. A. Wolter, Heimstr. 7. Wurde 1883 aufgelöst. Etwas wärmer; zunächst ziemlich heiter bei mäßigen südlichen Paul Guzy 83. Wenden Sie sich persönlich an die Expedition des Winden; nachher Trübung und leichter Regen. Borwärts" und Sie werden die fehlenden Nummern erhalten. Berline Wetterbureau. Socialdemokratischer Wahlverein der Schneider zu Berlin. für den 2. Berliner Reichstags= Wahlkreis. Allen Freunden und Bekannten hier: Dienstag, den 25. April, abends 8% Uhr: burd zur Radrice, baß bes Ednelber General- Verlammlung Johann Schellart ant Sonntagnachmittag an Lungenentzündung nach furzem Krantenlager fanft entschlafen ist. bei Habel, Bergmannstraße 5-7. Tages- Ordnung: Bericht des Vorstandes, Kaffenbericht. Neuwahl des Vorstandes, Vereins: angelegenheiten Mitgliedsbuch legitimiert. Die Beerdigung findet am Donners: tag, den 27. April, nachmittags um scheinen. 4 Uhr, von der Halle des städtischen Krankenhauses ani Friedrichshain aus ftatt. 29456 Am Sonnabendabend 71/2 Uhr entschlief fanft nach schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, der Restaurateur August Wych. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 42 Uhr vom Krankenhause am Urban nach dem Luisen- Kirchhof, Hermann straße statt. 29466 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teil: nahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Schriftsezers Theodor Sigmund sage ich meinen tiefgefühltesten Dant, insbe fondere den Kollegen des Verstorbenen ber H. S. Hermannschen Buchdruckerei für die schönen Kranzspenden.[ 29296 Frau Emma Sigmund. Danksagung. Berlin 770W Wiesbaden 7680 München 7680 Wien Handlungsgehilfen u.-Gehilfinnen! Typographia. Dienstag, den 25. April, abends 8½ Uhr: Gr. öffentliche Versammlung in Cohns Festfälen, Beuthstraße 20. Tages Ordnung: Das Ständchen findet Mittwoch nicht statt. sondern Sonnabend. Der Vorstand. Vereinszimmer, auch sehr passend für Zahlstelle Schulstr. 20. 2 Vereinszimmer zu vergeben, paffend für 30 Personen. Kleine 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Singer über: Der Acht: Andreasstr. 6. August König. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu er uhr Ladenschluß und die Regierungsvorlage. 2. Diskussion. 238/8 Der Vertrauensmann der Berliner Handlungsgehilfen und Gehilfinnen. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Dienstag, den 25. April, abends 8% thr: Partei- Versammlung im Rösliner Hof", Köslinerstraße 8. Tages Ordnung: 1. Bericht der Vertrauensleute. 2. Bericht der Agitationskommission. 3. Vortrag des Genossen W. Liebknecht: Die Taftit der Sozial: demokratie und die Vorschläge Bernsteins. 4. Diskussion. Bu recht zahlreichem Besuch laden ein 219/14 Die Vertrauensleute des 6. Kreises. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 26. April, abends 84 Uhr, bei Keller, Koppenstraße Nr. 29: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kaffenbericht vom 1. Quartal. 2. Bericht des Vorstandes, der Bezirksleiter, der Werkstatt- Kontroll- und Branchen- Kommissionen, des Arbeits vermittlers und Bibliothetars. 3. Antrag auf Gehaltszulage der Verbands: Angestellten. 4. Wahl des Arbeitsvermittlers. 5. Ausschluß mehrerer Mitglieder. 6. Verbandsangelegenheiten. Für die vielen Beweise aufrichtigster Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unsern herzlichsten Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu er 29426 fcheinen. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Dant. Karl Krämer nebst Kindern, Chorinerstr. 73. Kranzbinderei u. Blumenhandlung von 5769* Achtung! Töpfer. Achtung! Mittwoch, den 26. April, abends 6 Uhr: Robert Meyer, Oeffentl. Versammlung der Töpfer Berlins u. Umg. No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ballsträußchen, Bouquets 2c. werden sehr 3. geschmackvoll und preiswerth geliefert. Inmenhandlung BLU P. Abromeit, Berlin SW., Blücherstr. 7, Eing. Bossenerstr. bei Scholz, Gr. Frankfurterstraße 74. Tages Ordnung: Achtung! E tung Achtung! Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen beſchäftigten Arbeiter Deutschlands. ( Filiale Berlin I und II.) Mittwoch, den 26. April 1899, abends 8 Uhr: P Kombinierte Mitglieder Verfammlung im„ Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c. Tages: Ordnung: Pfd. 5½2 PD. Brot 50 Big. H. Albrecht's Bäckerei Wrangelstr.9. Krautstr.19. Falckensteinstr. 28. Laufikerstr. 2 bar und Teilzahlung, billigst Frank furter Allee 110 1, Ecke Königsbergerstr. Möbel, Here To Nur 3 Mk. 1. Wie gestalten wir in Zukunft unsere Organisation? 2. Diskussion. Reste, sehr groß, zu Knabenanzügen, 3. Gewerkschaftliches. 82/8 Reste zu Herrenanzügen, schöne Muster 22 Mitgliedsbuch legitimiert. 7-10 W. Für 12 M. ff. Cheviots, Wer länger mit seinen Beiträgen als 13 Wochen im Rückstand ist, hat auch Stammgarnreste, Paletot: und feinen Zutritt. Die Vorstände. Hosenreste, so lange der Vorrat reicht Bauhandwerker- Krankenkaffe im Riefenftofflager für Berlin und Umgegend( E. H. 118). Mittwoch, den 26. April, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27c: 14. Krausenstr. 14, 1 Tr., Kein Laden. [ 1520L* Mitglieder- Versammlung. Allerlei Anzeigen. bericht. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassierers vom 1. Quartal 1899, fowie Revisions: 3. Innere Kaffenangelegenheiten. 15 Jahre besteh., 2. Beschlußfaſſung über den abzuschließenden Aerzte- Bertrag. Schankgeschäft, Wiete 1100 wt., 38/6 zur Uebernahme 1200 Mt., verkauft Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. wegen Gasthofübernahme Giese, Der Vorstand. J. A.: H. Metzke. Gollnowstr. 36. Achtung! Steinscher. Achtung! Eckdestillation, Dienstag, den 25. April, abends 8 Uhr: 58/20 gangbare, billig zu ver taufen Annenstr. 2, Cigarrengeschäft. Seifengeschäft, gut geh., verzugshalb. billig verkäuflich Camphausenstr. 15. schöner r. zu Oeffentl. Dersammlung fof. f. 20 we, au vert. Ritterſtr. 118, bei Nümann, Brunnenstraße 188. Tages Ordnung: b. II, Przybilski. 29306 1. Der Stand unserer Lohnbewegung und unsere fernere Tattit. Segelboot( Schwerts), L., gut er Was ist zu thun, um unsere Lage zu verbessern? 1. Bericht des Vertrauensmannes. 2. Bericht vom Bauarbeiter- Rongreß. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. 193/4 174/3 Es ist Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertranensmann: H. David. Achtung! Der Gesellenausschuh( Lohnkommission). Tischler- Verein. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß infolge Krankheit des Kränze, Bouquets, Topf- Suche fleißige, redegewandte Herren Saffierers der zweite Kassierer H. Kretschmar, Fruchtstr. 41, 58/ 16* 198/10 Der Vorstand. halten, Umständehalb. f. 125 M. Tieke, Louisen- Ufer 35, Hof. Vermietungen. Wohnungen. groß. Keller und einem Gärtchen, worin gewächse, Guirlanden etc. für den Verkauf eines Fitable andren of gegen, gute Bro, die Staffengeschäfte übernommen hat. Strankenmeldungen usw. Ein Laden mit Wohnung Billigste( Markthallen Preise vision. Offerten unter J. R. 7113 an Rudolf Mosse, Berlin SW sind an denselben abends von 7/ 2-81 Uhr zu richten. bei geschmackvoller Ausführung. erbeten. Lichtenberg- Friedrichsberg. Zur Maifeier! copfiehlt für Sändler umb Refaurateure bisher Reſtaurationsbetrieb ſtate Montag, den 1. Mai, im Lokal des Herrn E. Höflich, Frankfurter Ghaussee 120 affale, ary u. a. à Digd. 80 Bf., ferner ebensolche Streichholzhülsenstraße 113, fof. zu vermieten.[ 58/19 ( Schwarzer Adler): Maifeier arrangiert von den Parteigenossen Friedrichsbergs. Garten- Konzert ausgef. von Civil- Berufsmusikern( Direktion G. Schonert) und unter Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gesangvereine. Auftreten der Leipziger Sänger( Bühlingen, Klee, Schneider, Weiland, Saffe, Manzeh). Is Jm Saale: Tanz. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Kaffenöffnung 2 Uhr. Um zahlreichen Besuch ersucht Anfang 4 Uhr. Programm an der Kaffe gratis. Entree 20 Pf. 222/12 Der Vertrauensmann. und stattge= Cigarrenspitzen mit von Neu- Weißensee, Lehder100 Stück 5 Mr. B. Günzel, Lothringerstraße 52. Zu Sommerfesten!| Vereine und Gewerkschaften! Näheres bei d. Verwalter Stiegert. Zimmer. Naturgarten mit prachtvollem Empfehle mein Weiß- u. Bairisch: Laubengang, 500 Pers. faffend, voll: bier Lokal nebst franz. Billard und ständig neu eingerichtet, Elektrische Vereinszimmer für 40-50 Per: Möbl. Parterrezimmer u. Schlafft. Beleuchtung, find 15302 fonen, auch geeignet für Zahlabende. zu verm. Schulstr. 20 b. Körting. Sonnabende n. Sonntage frei. Friz Schmidt Kottbuser Damm 33 Flora- Säle, B. Nieft, 17 Weberstraße 17. Zur Winter- Saison Sonn: abende und Sonntage noch frei. Schlafstellen. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich Naunynstr. 78 das Weiß und Bayrisch- Bier- Lokal Querg. 4 Tr. b. Kurth. Möbl. Schlafft. Wallstraße 21/22, übernommen habe. 29396 Um gütigen Zuspruch bittet Albert Grundmann. 28906 Schlafstelle, sep., verm. Mariannenftraße 46, Quergeb. I links. Frol. Schlafstelle für Herren, sep., [ 29326 Rauchet Yellow- Kid. arbeitsnachweis der Klavierarbeiter b. Schläger, Prinzenſtr. 89. Permanente Kaffee- Ausstellung aller Kaffee bauenden Länder. 30 Mark!! elegante Herren- Anzüge nach Mass. 30 MK. hochfeine Sommer- Paletots nach Mass. 15202* Für 10 Mark hochelegante Beinkleider nach Mass, guter Stoff, tadelloser Sitz, Riesenstofflager 14 Krausenstrasse 14, 1 Tr. Kein Laden, 1 Tr. ВБУГІЙ HECH HECHT BERLIN Stempel Fabrit bont Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142 liefert schnell und billig alle parten Infolge der bedeutenden Kaffee- Zufuhr empfehle, tadellos gutschmeckenden, ohne Glasur gerösteten zum Engros- Preis: Cazengo( Mocca) Campinas- Mocca- Mischung KAFFEEpro Pf. 59 Pf. 68 1456L* zum Engros- Preis: Campinas- Bourbon- Mischung Guatemala- Campinas- Mocca- Mischung gegen Einsendung von 20 Pf. Muster gegen • pro Pfd. 75 Pf. " 85 . . Deutsche Kaffee- Rösterei von A. Pennitz, Berlin C., Rosenthalerstr. 59. Versand- Haus von Kaffee und KaffeeSurrogaten. Möbel- Magazin Otto& Slotawa, Tischlermeister. Barg- Magazin Berlin NW., Bremerstrasse 7 Wo ist die schönste Baumblüte in Berlin? In 2. Geschäft: Thurmstrasse 81. 1540L* Warlichs Paradiesgarten 131. Schö nhauser Allee 131. [ 1002*] Schonet Eure Wäsche mit Karol Weil's Seifenextrakt. Möbel Remele's Naturheilanstalt. leiderspinden, einfach, v. 20 M. an, Sanatorium„ Drachenkopf" Eberswalde bei Berlin. SPOLKLEIF FI SCHWEFEL CHTENNADELDiätkuren. fournirt v. 36, Wäschespinden v. 36, Luftkurort. Gesundes Klima. Physikalisch- Schlafsophas v. 30, Wohnzimmerſopha diätetisch. Heilverfahren. Suggestions- Therapie, Magnetismus. Das ganze Jahr geöffnet. Gev. 25, Paneelsophas v. 60, Plüschwissenhafte indiv. Behandlung. Idyllisch u. ruhig garnituren i. all. Farb. v. 100, Bett am Walde gelegen. Komfortabel eingerichtet. fiellen m. Federboden v. 30, Ruhebetten Dampfheizung. Glühlicht. Luft- mit Decke v. 33, Marmortoiletten v. 25, hlitten. Luft- u. Sonnenbäder. Vorzügliche Er- Rommoden, Ausziehetische von 16, folge bei allen chronischen Erkrankungen, Sophatische, Küchenspinden von 15, besonders bei Lungen-, Magen-, Nerven-, Frauenleiden, Gicht- u. Rheumatismus. Pensionspreis Rohrstühle v. 22, sowie alle sonstigen inkl. Behandlung schon von 4 Mk. p. Tag an. ProMöbel in großer Auswahl allerbilligst spekte frei. Dirigier. Arzt: Dr. med. von Quillfeld. Bollständige Einrichtungen, besonders preiswert, transportfrei. 15012* Iffland- Bad Marsiliusstr. 9, zwischen Blumen: u. Gr. Frankfurterstr. Loh Tanninbäder, = BADER Dampf- und Heißluft- Bäder. Gegen für Damen Dienstag und Freitag Bormittag. Sämmtliche medizinischen Bäder. E Annahme sämmtlicher Krankenkassen. Jede Uhrééééééééd zu reparieren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgehens nur Stempel i Mk. 50 Pf.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes irst bester Lager von Uhrtetten für Herren und Damen in sämtlichen Wietallen, majo Asführung. goldene nach Gewicht. Lager echter Rathenower Brillen und Pinze- nez 2c. von 1 Mk. an. Operngläser von 6 Mk. an. Kautschuk Typen Berfekt" zum Zuſammenſegen einer rter T. Stolz, N. Chausseestrasse 78. E. Rothert, o. Andreasstrasse 62. fowie ganzer Säge von 1.50 M. an KrankenMöbel aller Art ch schlof patent Möbel auf Theilzahlung. unter Garantie, unter solidesten Be dingungen. Schier, Möbelfabrik, Neanderstrasse 13. etten Be und Beerdigungs- Comtoir. Wer sich im Hinblick auf die Kautskys Bernsteinsche Polemik über die Grundsätze und Forderungen des Klassischen Socialismus im Originaltext unters richten will, lese die Broschüre: ,, Ist zur Durchführung des Socialismus die Gründung einer neuen social* demokratischen Partei notwendig?" WeddingStrasse 7. Sehr empfehlenswerth! Besohlanstalt, Strasse 7: Cigarren Einzelverkauf zu Fabrikpreisen! Std 21/2, 3, 31/3, 4 Pf. usw. W. Schilling, SO., Admiralstraße 18b. Gänsefedern 60 Pf. pr. Pfd.( gröbere zum Reißen). Schlachtfedern, wie fie v. d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, füllfertiger Gänserupf m. 2.00, beffere daunige Waare m. 2.50, 3.00, befte fchneeweiße M. 3,50, ruffische Daunen m. 3.50, weiße böhm. Daunen m. 5.00, ge riffene Federn m. 1.50, 2.00, 3.50. Prima geriffene m. 3.00, 2.50. Derfand gegen Nachnahme. S., Bettfedern, Daunent Gustav Lustig, prinsenrage 463. Bettwäsche, Inletts, Schlaf u. Stepp: decken, eiserne Bettstellen, Kinder: Bettstellen und Matratzen einpfiehlt A.Werner, Sommandanten Straße Nr. 43. Berlin S., nahme. Man verlange Breisliste. a. d. Oranienſtr. Versand gegen Nach Schlafe patent" Jaekels Patent- Möbel sind die besten. Man verlange reich illustrirte Preisliste gratis und franko, Erste Bettfedernfabrik m. electr. Betriebe. Diele Anerkennungsschreib. Möbel, Wohnungs- Einrichtun gen, folid und billigst. Gebrauchte u. verliehen gewesene Möbel zu besonders niedrigen Preisen jetzt 72/ 1* Oranienburgerstr. 91 im Laden. Metall- Bettstellen mit Un Zimmer u. Strasse. Patent- Sofa Unicam". Patent- Sofa„, Unicum". BERLIN SW., Markgrafenstr. 20, Ecke Kochstr. Schlafe patent- Sprungfeder- Matratze Extra- Preislisten. Das beste der Welt. 3.3iehung d.4. Klaffe 200. Kgl. Preuß. Lotterie. 8iehung vom 24. April 1899, vormittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 183 88 265[ 500] 77 518 25 669 835 1079 205 69 380 88 687 95 614 797 914 2156 81 255 509[ 500] 3050 149 235 79 365 504 13 719 819 61 4106 272[ 300] 300 7 51 410 532 635 53 89 859 951 5164 88 95 517 27 613 778 943 6047 70 231 34[ 500] 330 421 25 581 956 58 7004 447 578 718 800 71 S109 74 682 768 9173[ 500] 229 365[ 3000] 417 26 510 58 605 728 47[ 1000] 806 3238 446( 30) 10077 82[ 500] 95[ 500] 261 74 336 489 696[ 1000] 705 79 82 809[ 500] 11162 229 362 90 1500] 465 92[ 1000] 544 755[ 500] 863 941 81 12122 32 389 98[ 500] 466 597 852 67 923[ 300] 3025 229 66 472 79 681 709 51 847 78 14135 70[ 500] 236 392 603 13 743 15060 397 586 757 852 919 16068 329 49 78[ 1000] 406[ 300] 771 869 929 17029 99 124 300 487[ 300] 766 851 18063[ 1000] 253 388 446[ 300] 639 813 19048 72 143 261 454 80 605 95 725 928 20020 56[ 300] 62 113 71 268 355 527 649 728[ 500] 880 84 21032 47 193 367 567 672 802[ 30001 7 936 22168 393 3049 207 39[ 3000] 66 94 257 79 301 423 31 579 812 77 24021 52 93 405 568( 300) 601 785 892 936 25055 294 379 601 25 42 731 892 937 26298 530 657 709[ 3000] 896 27063[ 500] 152 268 316 [ 3000] 656[ 300] 873 28141 85 219 69 349 85 577 605 778[ 1000] 96 830( 1000) 91 962 29198 242[ 3000] 383 552 653 8( 500) 890 84 30177 268 87 385 571 620 715 93 837 31018[ 500] 45 46 55 126 68 77 286 319 70 402 56[ 3000] 66 735 66 32000 111 265 483 541 977 79 38098 104 243 64 66 301 4 420 770 864 34012 25 154 284 331 432 45[ 300] 583 86 653 851 992 35157 353 799 843 79 919 28 36290 302 486 529 96 731[ 500] 814 904 46 87128 ( 500) 333 61 512[ 500] 729[ 1000] 48 49 75 854 990 97 38039 62 255 303 490 710 805 54 57 39006 46 149 217 329 411 40 40069 201 81 498 690 743 951 41015 167 524 612 83 762 886 42070 117 25 60 303 511[ 500] 733 37 43182 858 944 44304 479 13000] 530 47 636 746 49 66 888 45303 83 99 420 70 633 838 46140 342 56 87 504 620 934 47044 101 63 276 375 634 1000] 87 772 882 925 48230 83 610 42 49054 235 309 434 1300] 570 657 92 754 96 905 60 50017 339 503 603 51 801 96 51081 144 340 422 502 52 78 658 754 52080 96 112 42 49 258 872 95 911[ 500] 53128 333 46 413( 5000) 98 644 61 797 912 54059 110 243 829 536 685 55093 185 345 415 81[ 3000] 507 48 765 67 871 56036 75[ 300] 126 48 215 64[ 300] 362 433 77 648 708 79[ 1000] 909 57239 444 753 851 974 58205 33 635 724[ 3000] 39 47[ 500] 829 47 59010 54 880 538 608 44 708 883 60510 52 694 732 55[ 1000] 883 61179 297 315 75 78 401 63[ 1000] 509[ 1000] 659[ 300] 81 830 60 64 901 25 32 52 1300] 62088 113 62 82 231 63 399 608 31 797 801 16 63214 315 20 451 52 70 500 15 58 629 57[ 500] 767 81 847 92[ 500] 978 64181 ( 1000] 84 244 65 370 428 31 74 526 671 704 51 806[ 1000] 969 65018 126 31 304 64 438 556 804 71 66027 110 55 335 712 876 64 43 67091 166 70 290 392 638 82 979 68009 51 233 54 333 65 429 642 53 890 973 91 69162 204 8 60 308 49 86 561 675 800 9 77 03 40 86 561 675 8 01916 70098 123 29 250[ 1000] 95 350 94 441 780[ 1000] 855 997 71081 294 436 62 938 72004[ 300] 95 137 62 270 416 57 86 544 815 68 929 66 68 73184 280 398 694 74125 344 710 845 86 75090 99[ 3000] 644 723[ 500] 90 836 39 76112 64 475 640 90 726 43 801 990 77181 332 58 79 444 576 744 905 53 77 78002 382 456 652 789 876 70153[ 1000] 225 316 32 67 454 78 687 707 93 911 47 61 S0006 149 321 98 437 84 521[ 300] 667 800 963 67 81056 91 [ 300] 171 275 470 604[ 300] 15 22 92 830 76 82014 41 44 150 241 398 519 619 91 725 862[ 3000] 966 86 83155( 500) 82 344 458 65 89 517 82 91 726 880[ 1000] 86 911 84004 9 56 149 81 259 361 507 1500] 607 72 923[ 300] 59 85063 450 549 663 701 70 866 901 86171 293 333 552 83 87064 161 89 538 75 89[ 3000] 723 27 866 70 932 97 88055 261 442 84 604 738[ 3000) 828 89054[ 300] 491[ 1000] 531 96 649 89 724 70 860( 3000] 85 90011 41 27 217 351 90 435 62 600 29 42 758 804 927 60 91333 56 552 98 675 1500] 93 94[ 300] 891 92031 116 37 321 700 889 961 93038 189( 3000] 90 362 579 83 702 39 953 56 94025 58 151 58 374 525[ 500] 651 84 790 966 95081 205 64 557 728 81 802 962 98 96201 586 15000] 664 792[ 500] 842 948 97041 393 416 64 511 54[ 300] 60 96 604 44 98188 278 379 401 2[ 1000] 64 689 750 813[ 5000] 96 97[ 500] 937 47 09091 228 $ 61 615 63[ 300] 812 977 100153 66[ 3000] 316 88 475 502 53 673 829 914 101038 181 97 231 301 96 476 521 670 711 102021 155[ 3000] 95 208[ 3000] 64 66 497 585 768 87 816 908 44 50[ 300] 103050 118 229[ 1000] 561 620 28 830 33 902 8 104114 294 535[ 3000] 96 630 33 867 84 926[ 3000] 39 105024 82 269 639 750 913 66[ 500] 106121 991 107108 21[ 3000] 25 91 287 720 61 76 957 108079 211 615 67 760( 3000] 79 97 98 109034 171 82 215 97 98 300 8 451 58[ 300] 84 541 645 939 110063 181 423 562 629 729 87[ 3000] 886 111000 83 176 203 24 66 328[ 1000] 86 687 721 807 112036 66[ 1000] 457 70 74 510 76 652 932 113099 104 285 551 55 654 742 894 114057 [ 300] 82 112 401 61 616 976 115023 55 319 407[ 3000] 48 517 28 627 725 883 116059[ 500] 166 98 206 331 443 605 772 825 117030 226 330 49 458[ 1000] 519 71 86 98 733 812 49 982 118069 164 627 92[ 3000] 814 16 997 164 627 92 130 9912109020 278 423 703 78 120163 253 540 840 52[ 300] 969 121039 41[ 300] 237 339 557 996 98[ 500] 122265 353 60 581 637 930 123317 422 551 926 75 124007 82 142 376 610 27 813 23 939 125029 75 266 407 34 524 60 677 714 38 44 49 51[ 500] 126209[ 300] 80 612 744 846 47 975 127185 427 28[ 300] 66 519 621 50 733 913 128130 36 407 30 98 523 33 795 974 129132 452 514 606 [ 300] 700 130028 116 283 417 906 9 65 78 131071 112[ 5000] 26 332 927 132276[ 5000] 441 99 539 99 729 36 942 133290 [ 300] 349 73 718 954 134036 68 196 286 96 320 135075 252 [ 3000] 349 423 32 54 631 50 789 823 937[ 300] 39 136053 179 386 454 575 781 836 922 28 88 137267 91 343[ 500] 437 138001 235 95 433 522 705 836 139085 360 411 22 81[ 1000] 513 794 [ 500] 818 84 140043 105 226 88 442[ 300] 74 544 666 707 912 96 141065 00] 74 544 606 707 396 433 47 537 607 30 40.748 63 925 142243 340 529 984 94 145033 44 143145 59 211 90 497 831 144100 81 349 418 69 [ 300] 51 275 424 53 69 72 586 636[ 300] 89 831 930 146180 313 475 582 95 650 743 73 901 27 147233 308 468 538 51 94 614 701 35 48 98 804 148018 69 106 202 6[ 300] 11 89 700 810 [ 500] 42 82 941 59 149047 84 154 232 484 655 65 94 747 818 [ 1000] 912 19 150164 241 62 81 437 787 803 968[ 15 000] 151010 222 203 963[ 11 47 86 465 502 613 736 986 152122 92 353 86 549[ 3000] 79 704 834 953 153035 101 65 345 91 400 679 93 154005[ 1000] 213 372 73 88 458 63 590 884 155075 853 156227 51 429 50 553 744[ 300] 827 157085 126 235 324 408 645 737 916 35 91 158061 307 33 582 690 707 60 810 54 958 82 150046 61 95 232 57 81 351 69[ 3000] 80 96 98 543 75 644 730 952 160052 57[ 3000] 66 372 527[ 300] 682 161023 311 447 567 706 11 60[ 300] 71 875 79 984 162031 247 352 665 731 94[ 3000] 163190 248 53 424 553 814 78 104005 20[ 500] 55 85[ 1000] 415 61 708 43 56 85[ 300] 165339 423 557 612 81 943 166107 81[ 300] 446 544 675 729[ 1000] 55 837 167164 614[ 1000] 46 712 49 816 967 168041 192 248 570 71 91 743 810 169090 98 160 212 24 307 27 691 709-974 170055 487 588 751[ 500] 929[ 500] 74 171167 340 46 405 80 736 810 38[ 1000] 933 172017 274 334 757 809 178178 417 540 60 626 78 746 174025[ 300] 216 58 59 460 591 861 175113 236 442 501 9[ 3000] 21[ 3000] 27[ 1000] 68 763 839 45 176087 230 420 580 97 645 734 79 977 97 177011 58 108 307 693 726 34 814 982 178056 75 84 566 660 948 179102 13 20 87 240 74 84 592 633 83 784 870 82 955 84 180008[ 300] 411 510 688 726 820 70 181133 453[ 300] 80 89 501 655 70 711 30 93 917 182187 90 204 310 13 36 88 491 97 521[ 800] 641[ 3000] 77 839[ 500] 948 183010 77 195 201 41 61 65 350 873 184317 497 523 91 779 92 819 83[ 300] 970 185081 321 494 709 97 805 918 186095 102 73 397[ 500] 408 528 623 70 706 865 961 187116 847 445 632 945 52 188027 317 27 464 68 589 736 841 48 64 934 189082 141 272[ 300] 73 336 70 649 830 33[ 500] 64 82 940[ 300] 02 141 272 190185 244[ 300] 322 550 93 99 698 792 863 191011 123 193133 213 418 63 509 35 603 945 67 70 192055 442 586 664 626 46 55 856[ 300] 939 48 194119 286 512 682 726 195007 77 167 332 518 45 753 78 80 918 72 196082 217[ 300] 377 410 507[ 300] 786 851 65 197155 68 205 25 56 84 97 311 65 530 619 828 47[ 300] 93 909 198072 119 35 38 46[ 300] 270 367 72 87 503 40 631[ 300] 725 30 93 816 48 51 199442 562 703 915 93 200012 44 45 139 74 227 55 457 676[ 300] 775 821 22 928 201008 108 49 210 388 592 651 56 897 965 202055 129 202 28 453 654[ 300] 91 739 203018 170 251 76 311 43 551 59 878 920 204013 45 56 66 92 494 548 76 665 707 96 205140 44.91 206278 332 427 [ 15 000] 204 80 543 52 642 61 830 86 962 [ 300] 527 666 978 207008 180 454 573 89 794 928[ 3000] 208112 90 215 26 618 58 61 69 209007 51 501 13 724 88 820 32 78[ 300] 210001 4 47[ 300] 395 501 54 694 905 98 211025 83 488 533 635 92 850 919 212120 352 57 513 968 76 213173 91 277 330 435[ 1000] 40 610 99 716 964 214137[ 300] 52 224 444 520 844 940 215033 50[ 300] 62 174 356 469 73 653 736 869 950 216144 478 960 88 217045 116 381 543 630 88 90 703 95 867 904[ 500] 218184 440 502 15 948 83 219048 101 235[ 1000] 15 948 83 219048 101 366[ 500] 561 71 752[ 500] 220059 100 254 334 48 535 63 651 840 924[ 1000] 65[ 500] 99 221006 83 391 522 24 56 61 639 713 889 222092[ 500] 230 223032 257 323 61 424 68 525 37 634 325[ 300] 35 771 870 949 93 730 99 803[ 300] 74 900 53 54 56 224275 323 412 76 569 225478 665 Im Gewinnrabe berblieben: 1 Gewinn zu 500 000 m., 2 3 200 000 Mt., 2 zu 150 000 Mt., 2 zu 100 000 ML, 23 75 000 wt., 2 zu 50 000 Mt., 2 au 40 000 t, 10 au 30 000 Mt., 18 zu 15 000 t., 45 zu 10000 it., 88 3 5000 Rt., 1374 au 3000 R, 1874 au 1000 T., 1610 zu 500 m. 4 Wiederverkäufer werden überall ge: sucht. Gegen Einsendung von 35 Pf. in Brief direkt zu beziehen von 28346] A. Peenert, Leipzig- Connewig. Fahrräder Stets großes Lager erstklassiger Fabrikate auf[ 14129 Theilzahlung ohne Preiserhöhung zu den toulanteft. Zahlungsbedingungen. Kataloge gratis Wenig gebrauchte Näder für Herren u. Damen zu billigen Preisen unter Garantie. Adomeit& Landau Lothringerstr. 48 1. Dicht am Rosenthaler Thor. Zähne 1.50 M. Reparaturen 2 Mr. 1. Schmerzl. Bahnziehen 1 M. Plomben 1 M. 2c. E. Fuhrmann, Dentist, Schwedterstr. 245 a, 13992* Ede Kastanien- Allee. Fahrräder- Teilzahlung direkt aus der Fabrik mäßige Anzahlung, coul. Teilzahlung. 1 Jahr schriftl. Garantie. 33. Oranienstr. 33.[ 14152* 15 fach verstellbare Keilkissen für Asthmatiker, Wöchnerinnen, für jede Bettbreite. Preis 20 Mk. 3.3iehung d. 4. Klasse 200. Kgl. Preuß. Lotterie. 790 114044 75 308 9 451 786 887[ 75 000) 89 926 82 115102 Biebung vom 24. April 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. Ohne Gewähr.) 19 39 45 138 236 443 611[ 3000] 28 71 721 88 824 1075[ 3000] 427[ 3000] 77 592[ 300] 605 738 44 2110 57 216[ 1000] 89 [ 3000] 419[ 3000] 587 617 25 48 770 874 917[ 500] 39 75 93 3196 626 812 16 20 51 4210 83 403 53 74 504 28 63[ 1000] 662 902 78 5044 256 516 40 42 694 776 98[ 5000] 804 6541 965 7160 289 93[ 1000] 94 351 511 697 909 24 98 8304 78 737 80 852 999 9131 68 98 458 638 50 726 832 10002 247 428 54 70 83 97 504 57 69 627 81 764 83 990 93 11105 91[ 300] 517 98[ 3000] 714 28 838 938 39 75 12022 108 [ 300] 207 63 86 346 417 36 81 93 943[ 500] 13101 47 725 816 50 [ 500] 943 48 65 14123 64 200 67 429 70 79 96 537 644 746 825 911 15003 63 228 326 32[ 1000] 65 93 416[ 1000] 35 567 604 [ 500] 15 80 733 67 76 827 16119 91 536 614 94 954 95 17100 226 88 357 474 687 767 916 44 18107 72[ 3000] 321 67 77[ 500] 534[ 300] 655[ 500] 863 19021[ 3000] 74 158 380 94 552 759 881 902 20022 88 173 316 39 630[ 3000] 971 21173 207 87 317 89 412 96 22012 48 112 214 47[ 1000] 809 59 424 572 73 744[ 3000] 858 987 90 92 96 23127 369 576 638[ 500] 67[ 3000] 935 41 64 24011[ 30000] 268 407 55[ 500] 546 727 842 25000 2 279[ 500] 359 563 601 891 908 90 26076 132[ 800] 66 221 354 99 688 826 963 27053 205 59 496 965 28268 366[ 500] 459 521 616[ 500] 57 986 [ 300] 20111 318 431 581 699 717[ 500] 24 49 939 78[ 500] 30000 70 441 67 73 694 784 97 856 72 31063 228 60[ 3000] 430 91 508 48[ 3000] 605 10 748 943 32133 298 381 746 33105 85 251 73 84 413 33 555 678 753 34176 601 35141 59 474 561 723 982 30048 178 335 39 473 87 729[ 3000] 37007 32 51 161 215 76[ 300] 404 82 810 80 911[ 300] 38023 51 172 248 509 [ 1000] 88 39036 102 227[ 500] 412 789 826 86 996 40197 230 379 421 39 72 515 630 63 84 812 41211 317 473 623 753 807 67 936 57 42306 412 561 612 50 43087[ 300] 122 349 531 85 789 862 89 938 44071 112 69 497[ 3000] 542 610 29 764 901 45122[ 500] 317 24 669[ 300] 741[ 500] 949 46424 506 705 964[ 500] 47099 309 471 542[ 300] 87 95 770 919 48002 45[ 1000] 236[ 300] 312 466 81 647 740 850 942 54 49022 62 227 83 302[ 300] 8 38 96 508 99 706 67 814 50720 978 51218[ 300] 60 384 491 652 63 744 92 969 52067 126 29 422 556 92 830 998 53085 488 612[ 3000] 831 80 965 54019 173 203 21 312 78 83 97[ 300] 527 952 55014 32 39 78 81[ 300] 232 38 75 96 396 458 596 691 913 19[ 500] 50 56046 386 57108[ 500] 430 688[ 300] 915 58011 218 22 388[ 10 000] 527 844 939 59021 71 124 93 259 86 493[ 300] 670 756 976 60167 88 204 352 482[ 300] 912 61064 226 80 411[ 300] 535 57 640 807[ 500] 995 62275[ 5000] 365 440[ 300] 652 822 99 63143 75 241[ 300] 392 424[ 500] 37 613 69( 800) 946 64076 [ 1000] 153[ 1000] 212 19 87 573 659 74 703 36 71 814 58 65027 79 213 42 370 519 25 642 69 765 66154 260 707 82[ 300] 67427 503 23 807 48 91 925 92 68002[ 3000] 72 237 382[ 1000] 870 923 69072 85 179 259[ 3000] 339 620 754[ 1000] 61 65 70016 146 298 393 612[ 1000] 751 815 71031[ 1000] 55 239 47 74[ 1000] 349 70 543[ 300] 774 849 72150[ 500] 206 409 520 936 73009[ 500] 47 62 81 581 607[ 1000] 79 817 67[ 1000] 74191 261 90 500 745 92[ 5000] 987 75074 370[ 500] 551 615 909 76054 64 659 790 861 999 77039 50 230 94 343 413 738 958 73 78098 206 308 73 534 948 82 79021 78.87 110 17 49 73 358 91 654 80194 356 416 36 47 540 648 705 37 81179 354 400 55 605 83 716 817 911 82232 442 574 622 997 83093 120 57 85 278 [ 1000] 368 78 658 67 724 47 74 81 84008 202 15[ 3000] 555 72 649 807 913 33 67 85092 162 87 419 24 733 53 890 957 86013 100[ 3000] 209 50 466 537 726 896[ 500] 87103 42 259 316 441 89 93 621 712 909 46 49 88110 226 435 90[ 300] 92 528 614 87 717 71 905 19 89015 97 157 204 609 12 88 703[ 3000] 942 90004 101 35 219 92[ 3000] 305[ 300] 53 442[ 500] 71 76 752 54 852[ 500] 63 91243 476 754 956[ 300] 92047 111 314 461 76 546 90 671 93012 16 305 36 564 714 41 50 82 898 903 86[ 500] 94001 37 143 80 278[ 500] 94 311 29 400 701 15 57 827 32 95270 [ 3000] 345 401 15 542 43 47 787[ 3000] 907 30 53 96332 98 639 61 772 95 829[ 500] 901 97011 38 112 17 50 96[ 500] 251 330 70 84 869 80 958 98091 117 206 306 39 418 46 73 572 823 82 99011 45 60 68 99[ 500] 526 29 42 636 86 727 53[ 1000] 946 87 100124 308 447 771 91 998 101053 78 92 168 296 381 478 729 30 72 851 102188 216[ 3000] 86 44 323 36 583 668 904 60 105012 177 435 70 561 89 881 104006 129[ 1000] 43 71 538 94 655 975 81 85 105161 341 876 917 29 106021 237 74 404 13 564 107050 207[ 300] 48 98 426 28 83 552 92 614 24 57 774 96 916 86[ 1000] 108132 611 919 31 109057[ 500] 67 339 42 57 437 508 607 37 836 46[ 300] 110069 109[ 1000] 74 209 355[ 3000] 60 72 76 517 99 710 804 914 111166 463 521[ 300] 735 112213 74 357 631 95 ( 1000] 842 910 23 113005 94 135 58 93[ 3000] 273 349 473 695 967 237 83 414( 1000] 506 76 984 116054 103 59 71 381 440 747 836 117213 328 57 652 894 996 118183 286 354 589 810 69 93 119060 411 79 84 541 717 906[ 300] 120273 78 384 87 467 501 68 653 837 121088 143[ 500] 49 222 55 336 80 515 608 731 63 122038 239 379 416 747 72 90 867 123157 225 453 88 554 58 665 93 818 67[ 500] 124061 222 85 373 598[ 300] 718 99 844 933 125031 114 51[ 3000] 249 319 498 658 851 126043 117 256 589 881[ 1000] 127005 40 368 411 50 575 927 55[ 300] 128040 111 38 90 296 372 462 558 602 715 47 129170 86 456 624 71 701 4 838 45 56 130042 51 424 763 75 806 19 181119 68 290 810 15 407 53 570 93 649 707 93 132296 456 567 899 933 133068 130 60 68 226 36[ 1000] 322 67 492 611 705 46 838[ 500] 939 77 134040 180 215 67 89 406 527 608 90 135008 45 232 65 384 400 611 882 913 [ 500] 72 136110 16[ 500] 48 865 944 52 75 137513 638 793 139046 323 948[ 500] 92 138040 212 327[ 3000] 77 999 [ 300] 40 495 558 612 37 748 81 96 819 69 980 140267 526 66 785 141240 45 91 337 829 67 959 87 142014 45 76 171 245 90 386 458 581 60 612[ 500] 717 46 93[ 1000] 802 51 94 932 143101 309 498 536 885 903 50 144001 162 262 [ 3000] 396 591 654 728 911 145029 70 193 285 385 502 668 [ 800] 725 49 896 146094 174[ 1000] 331 713 860 938 66 147002 115 259 389 564 765 951 148493[ 500] 605 16 47 49 777 907 149052 135 336 427 509 18 97 600 6 45 798 834 946 88 150053[ 300] 128 235 303 675 88 704 83 820 921 59 92 151147 605 794 984 93 152073 101 28 350 417 89 536 678 715 820 87 915[ 300] 37 76 89 158233 92 416 18 603 74 717 55 79 [ 1000] 862 982 [ 3000] 64 851 972 154003 399 429 65 88 96 501 27 43 635 718 155049 104 8 60 87 204 46 343 466 521 57 755 74 820 923 87 91[ 500] 156059 140 81 240 82[ 300] 426 82 158090 559 609 749 81 861 157074 184 95 476 93 541 904 124 251 69 659 159252 312 422 737 160046 421 522 616 68 787 161147 249 868 162067 182 509 976 163015 62[ 300] 139 216 28 86 611 12 63 739 52 885 990 164035 390 402 579 872 165002 220[ 500] 60 4: 3 [ 10 000] 554 55 636 865 166170 211( 3000] 538[ 3000] 71 862 167609[ 3000] 37 63[ 300] 74 175[ 500] 338 49[ 3000] 74 514[ 1000] 637 64 719[ 1000] 168159 309 70 487 548 647 71 735 80[ 300] 836 996 169003 68 75 126[ 1000] 418 24 170308 40 661 701 3 23 986 171219 32 439 75 559 795 911 172027[ 500] 33 141 86 218[ 1000] 21[ 500] 24 94 496 719 800 37 42 173245 329 58 74 509 21 618[ 3000] 872 939 171019 49 351 907 175038 65 181 242 56 360 410 535 608[ 500] 776 825 176145 67 70 324 96 600 28 713 53 68 833 177064 118 380 472 521 652 966 178034 403 37 564 655 947 67 179209 89 414 501 34[ 500] 658 62 741 847 180038 199 315 415 62 519 85 912 181264 492 548 616 42 825 54 920 182351 474 759 88 814 37 60 976 183298 300 2 29 547 821 39 926 49 184025[ 800] 35 65 106 625 58 716 26 74 185045[ 300] 225 54 90 385 436 55 59 605[ 3000] 17 31 711 940 75 186221 345 582 630 767 838[ 3000] 39 187021[ 300] 51 108 9 56 69 80 208 86 616 740 50 94[ 500] 816 38 983 65 188002 245 59 593 806 14 986 87[ 500] 189061 68 283 520 70 817 955 90 190012[ 500] 71 105 279 403 75 716 191018 60 131 85 205 88 320 59 531 98 601 781 815 96 976 192064 461 542 730 908[ 500] 193125 255[ 3000] 333 425 31 46 83 508 54 76 659 64 891 901[ 3000] 194126 228 29 95 466[ 300] 511 629[ 300] 825 195063 92 583 601 704 60 819 967 196115[ 3000] 232 47 91 313 660 946 51 197261 333 419 795 853 929 31 52 198036 209 405 517 91 602 829 199013 52 84 126 72 614[ 300] 26 33 718 200211 399[ 800] 662 83 764 831 42 55 990 201160 231 42 360 559 786[ 1000] 835[ 500] 44 983 202006 82 96 107 204 465[ 300] 598 647 717 78 97 843 909 203001[ 1000] 136[ 300] 202 600 802[ 3000] 93 926 204057 216 301 16 427 600 36 838 [ 500] 91[ 1000] 933 205055 107 322 98 509 91 652 92 812 69 [ 1000] 206221[ 300] 60 430 591[ 500] 92 643 99 708 61 71 95 949 207026 136 56 281 312 474 95 553 58 607 742 863 953[ 500] 208167 89[ 1000] 220 66 82[ 1000] 310 407[ 500] 48[ 500] 81 573 98 811 98 209030 31 62 71 155 63 241 77 505 18 656[ 300] 71[ 500] 98 909 50 210124 206 354 575 85 603 69 729 67 837 43 79 922 211263 407 83[ 3000] 754 947 21.2019 33 44 582 729 70 859 60 920 96 213012 153 266 70 485 510 712 961 214189 259[ 1000] 584 635 721 29 921 68 215021 164 65 235 528 55 68[ 3000] 726 861 216126 80 386 547 932 217062[ 3000] 164 217 372 479[ 1000] 748 54 908 55 73 89 218004 56 107[ 300] 257 434 58 588 60 [ 1000] 40 774 858 83 219025[ 300] 134 55 427[ 1000] 220075 139[ 500] 74 463 75 78 639 823 221039 172.84 234 603 816 965 222041 78 177 323 581 631 75 702 805-56 85 223006[ 300] 28 37 195 268 417 680 702 814 994 224236 5121 54[ 500] 605 38 73[ 3000] 840 908[ 1000] 225126 78 82[ 3000] 270 302 561 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn gu 500 000 2 zu 200 000 wt., 2 au 150 000 wt., 2 zu 100 000 m, 1 75 000 m., 2 u 50000 r., 2 au 40 000 r., 10 zu 30 000 18 zu 15 000 t., 43 au 10 000 r., 85& 5000 P, 1226 au 3000 Mt., 1330 au 1000 W, 1549 zu 500 Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mar Bading in Berlin. Ir. 96. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 25. April 1899. " D Aerztetag: 1. Es ist an der Zeit und ein Erfordernis des öffent- stimmen. Die Einleitung der Erhebung und die Verarbeitung des schiedenemßstände im Baugewerbe zu = = " den Versammlungen. uma " " Der 27. deutsche Aerztetag, vorher zu hören. 3. Jede Art ärztlicher Thätigkeit im Intereffe der und diese ersucht, ihre Ansicht darüber fund zu geben, ob eine ProKranken- und Invaliditätsversicherung kann nur von in Deutschland vinzial- Agitations- Kommission mit dem Size in Berlin von den der am Freitag in Dresden zusammentrat, erörterte nach den approbierten Aerzten ausgeübt werden. 4. Die von den Renten- Berliner Kollegen allein gewählt werden solle, oder ob auch Mitüblichen Begrüßungsreden, als ersten Gegenstand der Tagesordnung: bewerbern einzureichenden ärztlichen Atteste, für welche ein Formular glieder aus der Provinz in die Kommission zu entfenden, und wie Die Stellung der Aerzte zu den Krankenkassen. zu vereinbaren ist, können von jedem Arzte ausgestellt werden. Sie die Mittel zur Agitation aufzubringen seien. Nach längerer Debatte Die Berichterstatter Dr. Landsberger- Posen und Dr. Weiß- find den Verwaltungsbehörden( nicht den Versicherten) ein wurde die Wahl einer Agitationsfommission für Brandenburg und München hatten der Versammlung folgenden Antrag unterbreitet: zuhändigen. 4. Die Kosten derselben trägt die Anstalt." Posen beschlossen, und dieselbe aus folgenden Personen gebildet: „ Nachdem der Aerztetag wiederholt betont hat, daß durch die Den folgenden Gegenstand bildete" Die Erhebung der oschenz, Karl Krüger, Gustab Wegner, Gutsch, Einführung der freien Arztwahl die Aufgaben der Kranken- Schäden der Kurpfuscher". Die Berichterstatter unterbreiteten Gustav Behrend.- Nunmehr erstatteten die Delegierten Die Berigterft tassen am besten erreicht und die berechtigten Forderungen der Aerzte der Versammlung folgende Leitfäße: bom Bauarbeiterschutz Kongreß einen eingehenden Bericht und der Kassenmitglieder erfüllt würden, nachdem ferner durch Der Aerztetag wolle beschließen: Eine Erhebung von Nach- über die Verhandlungen desselben. Den Delegierten wurde zahlreiche Beispiele die Durchführbarkeit der freien Arztwahl richten über die Gemeingefährlichkeit der Kurpfuscherei im Deutschen Decharge erteilt, und durch Annahme einer Resolution erklärte bei vollem Gedeihen der Krankenkassen erwiesen ist, und andrerseits Reich( ausschließlich Preußens und Sachsens, für welche diese Er- sich die Versammlung mit der Thätigkeit der Delegierten eindie willkürliche Ausschließung von zur Mitarbeit bereiten Aerzten viel- hebungen bereits eingeleitet sind) durch Fragebogen zu veranstalten und verstanden und versicherte, mit allen gesetzlichen Mitteln für Abfach zu schweren Zerwürfnissen geführt hat, erklärt der 27. deutsche als Einsendungstermin der Fragebogen den 15. Juni d. J. zu beschaffung der Mißstände im Baugewerbe zu wirken. Unter VerDie Genossenschaft lichen Wohles, wenigstens zunächst bei den Orts- und eingehenden Materials wird einer fünfgliedrigen, vom Aerztetage zu Gewerkschaftshaus" habe in ihrem Vertrage mit der den Bau ausGemeinde Krantentassen, geseglich die freie wählenden Kommission übertragen." Der Antrag wurde nach kurzer führenden Firma Lohn und Arbeitszeit der beim Bau beschäftigten Arztwahl einzuführen. 2. Er erwartet demgemäß von den Besprechung, unter Streichung der Worte: den 15. Juni ds. Js.", Maurer und Zimmerer festgelegt, aber der Bauarbeiter sei im Vertrage gesetzgebenden Körperschaften des Deutschen Reiches, daß diesem Er- angenommen. nicht gedacht. Diese erhielten beim Gewerkschaftshaus 35, resp. fordernisse entsprochen werde: 1. durch Entfernung der Worte ärzte Der letzte Gegenstand der Tagesordnung: Die von den 37 Pf. Stundenlohn, während die Forderung der organisierten liche Behandlung" beztv.„ Aerzte" aus§ 6ab und§ 26 a Abs. 2 Unfallstationen dem ärztlichen Stande drohenden Bauabeiter 40, resp. 60 Pf.( für Träger) betrage. Thatsächlich hätten Nr. 2b, sowie aus§ 46 des Gesetzes vom 10. April 1892; Gefahren", wurde, weil die Zeit zu sehr vorgerückt sei und in auch schon wegen der Lohnforderung Differenzen auf dem Bau statt. 2. Durch Einfügung folgender Bestimmungen in das Gesez: Anbetracht des wichtigen Gegenstandes, zurückgestellt. Darauf folgte gefunden, und ein Arbeiter, welcher Lohnerhöhung beim Bolier a) Die Mitglieder der Orts- und Gemeinde Krankenkassen Schluß der Versammlung. beantragte, fei gemaßregelt worden. Zur Besprechung dieser tönnen sich im Falle der Erkrankung einen Arzt aus denjenigen Differenzen fei der Geschäftsführer und der Aufsichts approbierten Aerzten des Kassenbezirkes wählen, die sich zu den entrath des Gewerkschaftshauses zu dieser Versammlung einsprechenden Leistungen verpflichtet habent. b) Die Hohotierung der geladen, aber niemand erschienen. Mehrere Redner, die auf dem tassenärztlichen Leistungen hat grundfäglich nach Deutscher Holzarbeiter Verband. Eine zahlreich besuchte Bau des Gewerkschaftshauses beschäftigt waren, bestätigten die Minimalsägen der Landestagen bezw. den orts Vertrauensmänner- Versammlung beschäftigte sich am 19. d. M. mit der Darstellung Noacks. Eine Resolution gelangte zur Annahme, welche üblichen Minimalfäßen zu erfolgen. Jedenfalls dürfen Stellungnahme zum 1. Mai. Nach einer regen Diskussion wurde das Verhalten des Poliers Klotz und des Geschäftsführers Hagen diese Kassen nicht ihren Mitgliedern erhöhte Leistungen gewähren folgender Beschluß gefaßt: verurteilt, und Noack beauftragt, bei der Genossenschaft Gewerks oder deren Beiträge herabsezen, ehe nicht diese Mindest säße ruhe die Feier des 1. Mai sich würdig gestaltet und ist es somit anerkannt werden. In die Lohnkommission wurde Leonhard Die Versammlung ist der Ansicht, daß nur durch strikte Arbeits- schaftshaus" dahin zu wirken, daß die Forderungen der Bauarbeiter für die Aerzte erreicht sind. c) Das Verhältnis der Aerzte Pflicht jedes einzelnen der Vertrauensleute, darauf hinzuwirken, daß als Vertreter der Rabitspanner gewählt. zu den Kassen wird durch schriftlichen Vertrag festgelegt. Der Vertrag der 1. Mai strikte gefeiert wird. foll insbesondere die Bestimmung enthalten, daß eine vorübergehende Reduzierung der ärztlichen Gebühren mur dann erfolgen entstehen könnten, wünschen die Versammelten In betreff der Unterstügung, bei etwaigen Differenzen, die hieraus Rommandantenstr. 57: Sigung fämtlicher Vorstände und VerwaltungsAchtung, Krankenkassen! Heute, abends 81/2 Uhr, Berliner Ressource, fann, wenn die anderweit notwendigen, gesezmäßigen Aufnicht definitiv beamten der Krankenkassen Berlins. Tagesordnung: 1. Bericht über den wendungen der Kasse es für deren Bestand erforder- zu beſchließen. Io de gab fobann bekannt, daß die Ber- im Mai d. 3. stattfindenden Kongres zur Bekämpfung der Tuberkuloſe off. lich erscheinen lassen. Der Vertrag waltung Berlin von den vom Hauptvorstand in Stuttgart Voltsfrankheit und die Beteiligung der Krankenfassen an demselben. nehmigung ber staatlimen Standesbertretung berausgegebenen 20 Pfennig- Maimarten Abstand genommen habe, 2. Stellungnahme der Strantentaſſen gegenüber der Nengründung von G. der Aerzte. d) Zur Kontrollirung der übernommenen Ver- Vertrauensleute sei es, dafür Sorge zu tragen, daß diese 10 Pf. weil für Berlin schon ein Extrabeitrag erhoben würde. Pflicht der Zuschußkaffen als Privatspekulation. Die Centralfommission. pflichtungen sowie zur Schlichtung von Streitfällen ist ein aus regelmäßig gezahlt würden, damit dem Hauptvorstand eine Summe Abgeordnete Singer in Johns Festsälen, Beuthstr. 19, über ben archithr Achtung, Kaufleute! Heute abend 9 Uhr spricht der ReichstagsKassenangehörigen und Aerzten zu gleichen Zeilen für die auswärtig streifenden Kollegen überwiesen werden kann. Ladenschluß und die Regierungsvorlage zusammengesettes Bei dem großen Interesse, das Schiedsgericht zu bilden; Beichwerden gegen feinen Spruch werden von der Aufsichts- Ferner wurde darauf hingewiesen, daß es Pflicht der Kollegen ist, die Frage eines einheitlichen Geschäftsschlusses erregt, ist ein zahlreicher behörde nach Anhörung der zuständigen staatlichen befuchen. Der Arbeitsvermittler Ma a B gab sodann Bericht über die die Versammlung in der Neuen Welt, Hasenhaide, am 1. Mai zu Standesvertretung entschieden." Dr. Landsberger führte u. a. aus: Die freie Arztwahl nach wurden von neun Differenzen fünf ohne Arbeitsniederlegung stattgefundenen Werkstatt- Differenzen der legten vier Wochen. Daliege in erster Reihe im Interesse der Arbeiter. Diese müssen das Recht haben, sich denjenigen Arzt zu wählen, erledigt. Der Streik bei der Firma Wöhler u. Schwab, Pallisadenzu dem sie Vertrauen haben; anderenfalls würden die Wohl- beendet. Zur Zeit streifen noch die Kollegen der Bildhauerei Wolf, straße 103, ist nach vierwöchentlicher Dauer zu Gunsten der Arbeiter thaten der Socialgefeßgebung dazu führen, daß der Arbeiter Fehrbellinerstr. 14, und in der Bautischlerei Richter, Boppstr. 4; genötigt sei, sich gewissermaßen einem von ihm nicht gewollten Ueber den Streit bei der Firma Gebr. Elsholz, Krautsstr. 52, wo Armenarzt anzuvertrauen. Aber auch im Interesse des ärzt- die Arbeiter schon seit 6 Wochen im Streit stehen, entspann sich eine lichen Standes liege die freie Arztwahl. des Staates, allen seinen Angehörigen freie Bahn zu einer scharfen Kritik unterzogen wurde. Es sei Aufgabe lebhafte Diskussion, in der das Verhalten der Inhaber dieser Firma faffen. Der gegenwärtige Stand der Staffenärzte sei in hohem einer scharfen Stritit unterzogen wurde. Maße geeignet, das Ansehen der Aerzte zu schädigen. Honorar stamme von dem Worte honos. Wenn das Ansehen der Aerzte in den Augen des Publikums nicht sinken solle, dann dürfe einmal durch die Krankenkassen ihre Unabhängigkeit nicht angetastet werden und andererseits das ärztliche Honorar nicht unter ein bestimmtes Niveau finten. Er ersuche, den von ihm und Dr. Weiß- München beantragten Leitfäßen zuzustimmen. Besuch der Versammlung sehr erwünscht. Oppenstraße. straße 27. Drogge. い H. " 43 Der Vertrauensmann der Berliner Handlungsgehilfen. richten an Friedr. Kortum, Lansizerstr. 33. Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu Dienstag, abends 9-11: uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Senefelder I". Schiller, Olympia", Zimmermann, Grüner Weg 29.- Hand in Hand I", Drathſchmidt, Rosenthalerstr. 57." Gerechtigkeit"( Westen), Werner, Bülowstr. 59. Staligerstr. 102.„ Kreuzberg", Eckhardt, Mariendorferstr. 5. Stehmann, Melchiorſtr. 15. Wieders Echo I", Mündner, Linienstr. 19. hall", Schnieber, Admiralstr. 21. Freiheit II", Herrguth, Adlershof, Moabiter Klubhaus, Beuſſelſtr. 9. Myrthenblätter", Spät, Georgenkirchstr. 65.- Unverzagt II", Freies Lied", Friedrichsberg, Schuhmann, Frankfurter Allee 181. Rothe Nelte I", Obst, Schöneberg, Grune Zu einer Verhandlung hat sich die Firma bisher nicht herbei- walbfir. 110. Rothe Nelte II", Rosin, Ruppinerstr. 42. ,, Vorwärts IV" gelassen, dagegen, sämmtlich edort Streikende beim Gewerbegericht Schulze, Rathenow, Jägerstr. 25. Alpenglocke", Gold, Große Frant auf Fertigstellung der angefangenen Accordarbeiten verklagt. furterstr. 133." Eichenkranz I", Jean Poillon, Prenzlau, Schnelleſtr. 67. ,, Vorwärts VIII", Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Webbinger Harmonie", Milbrodt, Müllerstr. 7. Berlins und Umgegend hielt am Sonntag im Englischen Garten burg, Goethe- und Kantstraßen Ede. Schurbaum, Marwitz in der Mart." Frohsinn", Brewes, Rummels: Atazie"( gemischter Chor), feine ordentliche Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Scholz, Naunynstr. 6." Sangeslust II" Kalähne, Triftstraße 41. Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken der ver- Weiße Rose", Malchin, Reinickendorf, Residenzstraße 101a. Dr. Alexander Berlin: Die Socialgesetzgebung sei nicht storbenen Mitglieder A. Bauer, E. Kaiser und P. Buda in der Arbeiter- Maibund", Hiemte, Nowawes, Wallstraße. Alliance"( Maler), blos gegeben worden zum Wohle der Arbeiter, sondern um alle üblichen Weise. Dem Geschäftsbericht des bisherigen Vorsitzenden Restaurant, Kaiser Franz- Grenadierplatz 7. Glasarbeiter", Beibler, Stände der Bevölkerung wirtschaftlich zu heben und damit eine Er- Schulz war zu entnehmen, daß im letzten halben Jahre 3 ordent- Köpenick, Wüggelheimerstr. 29.- Esmeralda", Baaz, Cotheniusstr. 3. treuzberger Harmonie", Möhring," Admiralstr. 18 c. Startung des Staates herbeizuführen. Alle staatlichen Maßnahmen liche, 1 außerordentliche General, 6 Mitglieder und 11 Wander- Landsberger Allee 156.- Alpenglühen", Krause, Wienerstr. 37. Nord- Ost", Göbel, Freie feien Selbstzwed. Der ärztliche Stand bilde aber einen integrierenden versammlungen stattgefunden haben. Außer einer umfangreichen Feldblume", Batterroth, Stalizerstr. 51/52. Grüne Giche", BabenTeil der Bevölkerung und könne verlangen, daß durch die Social- Korrespondenz wurden zur Regelung der Vereinsgeschäfte neum schneider, Rixdorf. Hermannstr. 197." Freiheitsklänge", Sommer, Grüngesetzgebung sein Ansehen und seine materielle Lage nicht geschädigt Vorstandssitzungen abgehalten. Eine neue Zahlstelle wurde kürzlich straße 20.„ Einig", Scheere, Blumenstr. 38. Morgenroth"( gen. werde. Durch die ärztlichen Honorarsäge von 60-80 Pf. werde in Tegel gegründet. In der Diskussion über den Geschäftsbericht, Chor), Rummelsburg, Thiele, Türrschmidt- und Mozartstraßens aber, abgesehen von der materiellen Seite, das Ansehen des ärztlichen in der die Thätigkeit des Vorstandes gut geheißen worden war, Geke." Cäcilia"( gem. Chor), Brandenburg a./H., Vettermann, WilhelmsStandes in hohem Maße geschädigt. Deshalb sei es Pflicht der wurde angeregt, Kranzspenden für verstorbene Mitglieder mur unter dorferstr. 111. Ruf", Kieburg, Dresdenerstr. 58. Schneeglöckchen II", " Tertilia", Restaurant Waldemars Aerzte, hier die Hilfe des Staates anzurufen und eine Abänderung bestimmten Voraussetzungen zu bewilligen, um unliebsame Vor- Potsdam, Hahn, Spandauerstr. 33. " Froh- Hoffnung", Faller, Pallasstr. 16." Lyra II", Chardes Krankenkassengefeßes zu fordern. Dr. Mugdan Berlin: tommnisse, wie sie gelegentlich eines Begräbnisses in jüngster Zeit zu lottenburg, Bartsch, Scefenheimerstr. 11. Einigkeit II", Rielede, MüllerEr könne Herrn Dr. Alexander nur zustimmen. Es gäbe in Deutsch verzeichnen waren, in Zukunft zu vermeiden. Der Vorstand wurde straße 66. Verband Deutscher Gastwirthsgehilfen", Mörschel, Jüdenstr. 35. land 8337000 versicherte Arbeiter, davon gehören weit beauftragt, der nächsten Versammlung entsprechende Vorschläge in Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen über drei Millionen den Betriebs-, Inmungs- und freien Hilfskaffen dieser Angelegenheit zu unterbreiten. Den Bericht des Ausschusses im Vereinskalender find zu richten an Eugen Raschke, Rixdorf, Mahloweran. Weshalb sollen die Mitglieder dieser Kassen der Wohlthätigkeit erstattete O. Panser. Nach diesem hat der Ausschuß sich im letzten straße 1, IV. Dienstag: Rauchfl. Eldorado", Grüner Weg 120, der freien Arztwahl nicht teilhaftig werden? Die freie Arztwahl halben Jahre in neun Sigungen mit mehreren Rechtsschutz- beling. Grüne Eiche", Urbanſtr. 87, Grieger." Ambalema", Forster werde nicht in erster Reihe des höheren ärztlichen Honorars wegen und Unterstützungssachen, außerdem mit einigen Streitfachen abe 19, ücel. Neuer Berliner Rauchklub", Reichenbergerstr. 146, Phönir", Schöneberg, Hauptstraße 97, Donath. gefordert, sondern ganz besonders um Zustände, wie sie in mehreren zwischen Mitgliedern zu befassen gehabt. Die Einnahmen des Aus- Domingo", Waldemarstr. 16, Tauchert." Rothe Rose", Boechstr. 21, Städten des Rheins vorgekommen seien, zu beseitigen. Die Wahl schusses betrugen in dieser Beit 225,71 M., die Ausgaben Krebs. Kollegia", Reichenbergerstr. 157, Berguer. Ginigfeit I", der Kassenärzte werde nicht nach der wissenschaftlichen 235,89 M. Nach dem Kassenbericht des Kassierers Aug. Dietrich Nixdorf, Münchenerstr. 49. Rauchan", Simeonstr. 13, Nitsche. Befähigung, sondern nach Gunst und Ansehen, die hatte der Verein, incl. des alten Bestandes von 3243,96 M., im Kamerun", Weidenweg 22, Fialkowsky.-" Palmerio", Lamprecht, Kastaniendie einzelnen Aerzte bei den Kassenvorständen genießen, vollzogen. leßten Quartal eine Gesamt- Einnahme von 6425,06 M. zu ver- Allee 95.- korea" Weidenweg 90, Innge. Waldmeiſter", MarienburgerDiesem unleidlichen Zustande müsse durch entsprechende Aenderung zeichnen. Die Ausgaben betrugen 2423,30 m., so daß ein Bestand straße 16, Göz. Neuer Sain", Langenbeckstr. 4, Techtmeier. Bruder Bestandstraße bund", Grünauerstr. 5, Gallowsky. der Gesezgebung ein Ende gemacht werden. von 4001,76 m. verbleibt. Neu aufgenommen wurden in diesem " Blüthenduft", Cotheniusstr. 1, Fedtke. Ruhiga", Brizerstraße 46, Herzog." Lange Pfeife", Friedrichsberg, Nachdem die Generaldiskussion geschlossen und in der Special- Quartal 310 Mitglieder. Die Abrechnung wurde von den Revisoren Rummelsburgerstr. 23, Neizel. Pfeifenfopf", Caprivistr. 4, Wolf. debatte sich von einer ganzen Anzahl Redner die meisten für als richtig bestätigt und auf deren Antrag dem Kassierer Entlastung Stambyl", Neu- Weißenfee, Streuftr. 3, Stegemann. Gemüthlichkeit I" die Thesen der Referenten ausgesprochen hatten, gelangten diefe erteilt. Gleichzeitig wurden dem Kassirer für seine Thätigkeit 50 M. Wienerstr. 7, Gläser." Diana", Schöz, Bremerstr. 71. Immergrün", ,, Kairo", Buttmannstr. 9, Engler. schließlich unter Streichung der Worte im Leitfag 1: wenigstens als Entschädigung bewilligt. Die Neuwahl des Vorstandes ergab Manegold, Liegnigerstr. 18. Blaue zunächst bei den Orts und Gemeinde Krantentassen" aur folgendes Resultat: Herforth, erster, 8eglin, zweiter Wolfe IV" zweiter Wolfe IV", Putbuserstr. 30, Reimann. ,, Blaue Wolfe II", Rigaerstr. 126, Morgenroth", Landsberger Allee 44, Rolland. Gemüthlich Annahme. Der Leitsatz 2b wurde in folgender Fassung an Vorsitzender; Garbe, erster, W. Schulze, zweiter Kas Bogt. Morgenroth 30, Reimann. feit II"," Wrangelstr. 86, Ludwig." Nordpol", Hennigsdorferstr. 25, Algier, zweiter Schriftführer. Fride. " Die Honorierung der kaffenärztlichen Leistungen fierer; Busch, erſter, ,, Veilchenblau", Winsstr. 56, Dimte. hat nach den Minimaltaren der Landestaren zu erfolgen." Die Revisoren wurden durch 8ichisch as check und Matull, der shishashed Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag: Gesangverein 2c gelangte in folgender Fassung zur Annahme.„ Das Ver- Ausschuß durch Rosable und Kurfürst ergänzt. Hierauf wurde Fester Wille", Alexandrinenstr. 32, Dietrich. Arbeiter Bitherv. ,, Ginigkeit", hältnis der Aerzte zu den Kassen wird durch schriftlichen Vertrag nach furzer Diskussion beschlossen, die Bibliothet von der Gipsstraße Reichenbergerstr. 19, Lehmann. Musikv. Osiris". Wrangelstr. 11, Blum. festgelegt. Der Vertrag bedarf der Genehmigung der staatlichen nach der Grenadierstr. 33 zu verlegen, nachdem durch die Revisoren Flugtaubenv.„ Vorwärts- Nord", Ackerstr. 17, Reuter. Vergnügungsv. Standesvertretung der Aerzte." Der Leitsatz 2d der Berichterstatter der gesamte Bestand festgestellt ist, und H. Mette als Bibliothekar Fortuna", Blumenstr. 36, Weiß. Musikv. Norddeutsche Klänge", Swines gelangte unverändert zur Annahme. Ferner gelangte noch auf An- gewählt. Die Bibliothek- Ausgabe erfolgt, außer Sonnabends, in münderstraße 51, Renter.- Musikv.„ Tufch", Nebelin, Langeftr. 108. Musikv. Bureaustunden trag der Stadt Leipzig und Dr. Thiersch- Leipzig folgender Antrag den der Lohnkommission. Ein Antrag Quartettv. ,, Wedding", Chauffee= des Einigkeit", Grünthalerstr. 3, Hemmerling. straße 72, Meißner. Theaterv.„ Concordia", Elisabethstr. 30, Scholz. zur Annahme:„ Die Herbeiziehung eines sachverständigen Beirats Vorstandes, den 1. Mai durch völlige Arbeitsruhe zu feiern, Wünsch'icher gem. Chor", Rosenthalerstr. 57, Schiller.- Gefelliger Klub„ Don bei Revision des" Krantenversicherungs- Gesetzes ist erforderlich." Auf gelangte einstimmig zur Annahme. Annahme. Gewünscht wurde, daß Juan", Lindenstr. 106, Bubeil.- Vergnügungsv., Feldblume", Manteuffelstr. 9, Antrag der fünf ärztlichen Bezirksvereine zu Hamburg wurde be- fich alle Mitglieder in ihren Zahlstellen eine Stunde bor Nowad. Gesangv., Schildhorn", Usedomstr. 33, Olböter.- Turnv. ,, Osten", schlossen: der Versammlung, die nach den Borussia Sälen", Acker- Lehrl.- Abth. abbs. 8 Uhr, Blumenstr. 63 a. Theaterv. Aschenbrödet II, " Der deutsche Aerztetag möge eine Betition an den Reichstag straße, einberufen ist, einfinden, um sich dann gemeinsam nach Aderstr. 144, Borst. Stafino.- Musity. Thalia", Staligerstr. 95, Jechow. versicherungsgesetzes vom 15. Juni 1883 insofern erweitert werde, stande ein Ausflug nach Rüdersdorf arrangiert und rege Beteiligung Elsasserstr. 16. Gesango. Maiglöckchen Nord", Kranz, Dunterstr. 8. als unter den Kaffenleistungen Krankenhaus- Behandlung auch den erwünscht. Außerdem wurde bekannt gegeben, daß das Stiftungsfest Arbeiter- Theaterverein„ Charlottenburger Bühnenklub", Bayer, Charlotten Geschlechtskranken zu gewähren ist." des Vereins am 10. Juni bei Ballschmieder, Badstraße, stattfindet. burg, Wallstr. 96. Ihn'scher Gesangverein, Humor", Mann, StrausbergerEndlich gelangte noch folgender Antrag des Profeffors Nachdem die Mitglieder ersucht worden waren, die Beiträge möglichst straße 3. Bitherflub Frohsinn", Zimmermann, Grüner Weg 29. Dr. Löbler( Bochum) zur Annahme: nur in derselben Zahlstelle ihres Bezirks zu regeln, wurde noch auf Arbeiter- Turnv. Weißensee", Uebungsstunde abends 8-10 Uhr AlbrechtsOrchesterverein" Sinfonie", Rautenberg, Oranienstr. 180. ein jährliches Gesamteinkommen von über 2000 m. haben, dürfen Bauhandwerker Krankenkasse hingewiesen und zum Besuch derselben Dienstag: Schwimmklub„ Borwärts". Uebungsstunde abends 7 Uhr, Der Deutsche Aerztetag wolle beschließen: 1. Personen, die die am Mittwoch im Englischen Garten" tagende Versammlung der Hof, Bartstraße. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratke, Schulstr. 24. nicht in den Krankenkassen versichert sein. 2. Der Begriff Arzt und eingeladen. Bad der Wafferfreunde, Kommandantenstr. 7/8. ärztliche Hilfe ist unzweideutig im Gesez festzulegen. Die Banhilf8arbeiter hielten am Sonntag eine öffentliche Arbeiter Turnerbund. Dienstag: Turnb." Fichte", Berlin, abds. Bur ärztlichen Behandlung(§6 des. v. G.) find ausschließlich Versammlung ab. Zunächst wurde einem im Beruf verunglückten 8-10 Uhr: 2. Männerabt.: Stalizerstr. 55/56; 4., Männerabt.: Stephanden deutschen Bundesstaaten approbierte und zum Krüppel gewordenen Kollegen aus dem öffentlichen Fonds straße 3; 5. Männerabt.: Ackerstr. 67; 6. Männerabt.: StallschreiberAerzte berechtigt." eine Unterſtügung von 150 M. bewilligt. Hierauf berichtete No adstraße 54; 1. Lehrlingsabt.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlingsabt.: Boeckh In nach Vereinen vorgenommener schriftlicher Abstimmung ausführlich über die Thätigkeit der Gewerkschaftskommission. Den straße 17/20; 6. Lehrlingsabt.: Reichenbergerstr. 67/70; 1. Damenabteilung: Mariannenufer la.. Turnv.„ Eiche", Köpenick, Männer- u. Jugendstimmten alsdann rund 12000 Mitglieder von ärztlichen Standes bisherigen Delegierten wurde Decharge erteilt, und dann als Vertreter abteilung: Klein's Hotel( Wilhelmsplatz), abbs. 7-9 Uhr: Uebungsst. bertretungen für, rund 1500 gegen die gesegliche Festlegung der in die Gewerkschaftskommission No ad und Koschenz delegiert," Freie Turnerschaft Rirdorf Briz", Wirsing, Knesebecstr. 113, 61/2 bis freien Arztwahl. während Ludwig als Stellvertreter bestimmt wurde. Der nächste 8 Uhr: 1. Schülerabteilung, 8-10% Uhr: 1. Männer- und LehrlingsIn der Sonnabend- Sigung beschäftigte sich der Deutsche Aerztetag Punkt der Tagesordnung war die Wahl einer Agitationskommission für abteilung. Turnerschaft d. V. Nereus", Männerabt., Reichenbergers mit der Novelle zum Invaliditäts- und Alters die Provinzen Brandenburg und Posen. No ad schlug vor, von der Straße 131/132, abbs. 8-10 Uhr., Damenabt. Mariannenstr. 47, abbs. 8 bis versicherungs Gefeß. Turno. Froh und Frei", Groß- Lichterfelde, Paget, ChauffeeBur Annahme gelangten nach- Wahl Abstand zu nehmen, weil die Kollegen über diesen Punkt nicht stehende Leitsäge: 1. Ein Arzt muß Mitglied der Ver- hinreichend unterrichtet seien, da ein hierauf bezüglicher, dem Vor- ftraße 104, abends 8 bis 10 Uhr. Leses und Diskutirklubs. Dienstag:" Süden", Ewald, Schönleins waltung jeder Versicherungsanstalt sein. 2. Ueber jede be- wärts" eingereichter Aufruf nicht nur sehr erheblich gefürzt, sondern straße 6. absichtigte Veränderung der Geseze, soweit sie ärztliche auch dem Sinne nach nicht richtig wiedergegeben worden sei. Der Arbeiter Stenographenvereine. Stolze"( Einigungssystem), Louisen Interessen betreffen, sind die ärztlichen Standesvertretungen bezeichnete Aufruf habe sich an die Bauarbeiter der Provinz gerichtet städtisches Klubhaus, Annenstr. 16, abends 8 Uhr. genommen: " Statklub„ Schlechte Karte", richten dahingehend, daß der§ 6a, Abs. 1 Nr. 2 des Kranken- dem Versammlungslokale zu begeben. Zum 30. April ist vom Vor- Musikv. Preziosa", Schädler, Putbuserstr. 32. Rattner, Oberbaumstr. 5. Gesangv.„ Endlich Vereint"( gem. Chor), Schwarz, in 10 uhr. " い Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Medaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dienstag, den 25. April. Opernhaus. Die Waltüre. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Das fünfte Rad. Anfang 72 Uhr. Urania Apollo- Theater, Taubenstrasse 48/49. Im Theater: sjid da Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Dr. Spies: Eine tausendstel Sekunde." Invalidenstr. 57/62: Deutsches. Saus. Borher: Mutter: Tägl. Sternwarte. herz. Anfang 71% 11hr. Schiller. Der Herrgottschniger von Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Ammergau. Anfang 8 Uhr. Leffing. Die Lumpen. Anfang 71% 11hr. Berliner. Kain. Anfang 7 Uhr. Residenz. Der Schlafivagen: Rontrolleur. Borher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunft. Anfang 72 Uhr. Weiten. Der Wildschütz. Anfang 71 Uhr. Metropol. Nach dem Balle. Vorher Die eiserne Jungfrau. Anfang 7% Uhr. Central. Die Puppe. Anf. 71/2 115r. Thalia. Der Raub der Sabine rinnen. Anfang 72 Uhr. Luisen. 8 116r. Die Ahnfrau. Anfang Belle Alliance. Drei Paar Schuhe. Anfang 8 Uhr. Offenb. Die Bulgaria. Anf. 8 11hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. Anf. 8 Uhr. Alexanderplatz. Die Lebemänner von Berlin oder: Der Klub der Harmlosen. Anfang 8 Uhr. Wiener Volts.Theater. Lumpaci bagabundus. Ihr Cousin. Anfang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Passage- Panopticum. Lehte Woche! 303 Riesenweib. Die schöne Tätowierte. Von 6½ Uhr: Theatre variété, Excelsior, dargestellt von 500 künstl. Menschen. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag 4 Uhr: Kindervorstellung. Castan's Panopticum. Ecke Friedrich- u. Behrenstrasse. Neu umgestaltet und verschönert!! Reichshallen. Stettiner Sänger. Neu!! Original- ZigeunerAnfang 7 Uhr. Teen Palaft. Specialitäten Vor ftelling. Paffage Panoplifum. Speciali0 täten- Vorstelling. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vors mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 1hr:„ Das Land der Fiorde". Operntelephon. Juvalibenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 11gr: Stern warte. Schiller Theater ( Wallner Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: Bum 1. Male: Der Herrgottschnitzer von Ammergan. Boltsschauspiel in 5 Aufzügen von Ludw. Ganghofer und Hans Neuert. Mittwoch, abends 8 Uhr, Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Oftend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Bum 24. Male: Die Bulgaria. Senfationelles Ausstattungsstüd mit Gesang in 10 Bildern von Hans Buchholz. Gesangsterte von J. Dill. Mufit von M. Fall. Vorzugsbillets haben Gültigkeit. Fur Tunnel von 7 Uhr an Frei- Konzert. Anfang 8 Uhr. Morgen Mittwoch: Neues Schluß Bild: Die Aufnuft der Bulgaria in Hamburg. Großes sensationelles Schlußbild. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Kapelle im Konzertsaal. Nur noch wenige Tage! Ein Abenteuer im Harem Anfang 7 Uhr. Montag, den 1. Mai 1899: Zum ersten Mal: Frau Luna. Burlesk- Phantastische Ausstattungs- Operette in 1 Akt und 4 Bildern von Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. In Scene gesetzt vom Direktor E. Waldmann. Unter perönlicher Leitung des Komponisten. Vorverkauf hat bereits begonnen und sind Billets täglich im Theater und beim ,, Künstlerdank", Unter den Linden 69, zu haben. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Nur noch bis 1. Mai: Allabendlich um 82 Uhr Fuhrmann Henschel. Dazu das erstklassige große Specialitäten: Programm. Sonntag, den 30. April: Letzte Sonntags- Vorstellung. Montag, den 1. Mai: Schluss der Saison Großes Maifeft, Abschieds: Vorstellung. Sommernachts- Freitanz. Anf. 7 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Billet- Vorv, vorm. v. 11-1 Uhr. Thalia- Theater. Mährs Theater Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas. Letzte Woche! E Der Kaub der Sabinerinnen. Schwank in 4 Aften von F. und P. v. Schönthan. Anfang 72 Uhr. Sonnabend, 29. April: Benefiz für Georg Kaiser. Der Raub der Sabinerinnen. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Schneider und Schrader.) Britton als Pauken Schulze der Stolz vom Regiment. Anfang heute 7 Uhr. Entree 50 Pf. Numerierter Balkon 75 Pf., BalkonLoge 1 Mk., Orchester- Loge 1,50 Mk. Fremdenloge 2 Mk. Tagesfaffe 11-1. Die Pläge zu den numerierten Sißen find stets 8 Tage lang vorher zu haben. Jeden Freitag: Neues Programm. Die Puppe( La Poupée) W. Noacks Theater Operette in 3 Atten und einem Vorspiel von Ordonneau u. Sturges. Musit von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen, zum letztenmale in Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Der Wildschütz dieser Saison: Der Bettelstudent. Schwank mit Gesang in 3 Aften von Operette in 3 Atten von G. Millöcker. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Letzte Woche! Die eiserne Jungfrau. Baudeville in 3 Aften. Musit v. Barney. Sierauf um 1/10 Uhr: Gastspiel von Mr. Séverin: Après le bal ( Nach dem Ball). Pantomime in 3 Bildern. Voranzeige! Dienstag, den 2. Mai 1899: Eröffnung der Sommer- SpecialitätenSaison. Specialitäten 1. Ranges. Operette- Ballett Nur erstklassige Kräfte. Neu: Kleine Garten- Anlagen. Vortreffliche Ventilation. Exquisite Küche. Vorzügliche Getränke. Bet mässigen Preisen. Dies alles wird dazu beitragen, bas„ Metropol- Theater zu dem beliebtesten Sommer Etablissement Der Berliner Familien und der Fremben zu machen. 3 Orchester Fauteuil 3 M., Parfett, ( referv.Tisch) 2 M., Entree 1 M., Baltonlogenfis 5- M., Ranglogenfig 2. M., Ballonterrasse( Tische 4 M.), Rang- Promenoir( Tische) 1 M. Das Rauchen ist in allen Räumen gestattet! A. Kotzebue. Borher: Gringoine. Schauspiel in 1 Aufzug v. D. Randolf. Nach der Borneüung: Lanzkränzchen. Oranien Straße 21. Täglich: Der Goldbaner. Original Schauspiel in 4 Aufzügen von Charlotte Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Wochentags Bons Gültigkeit. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Täglich mit stürmischem Jubel! Endlich allein! Gesangs: Poffe von Joh. Eißner. Mufit von Mar Schmidt. In Scene gesetzt v. Otto Wendt. Dazu das vorzügliche neue Special.- Programm, u. a. Mr. James Thomas, Juggler on the wire. Wochentags Entree frei! Sonntage 30 Pf. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Konzerts und SpecialitätenVorstellung. Auftreten von Künstlern 1, Ranges. Jeden Sonnabend und Sonntag nach der Vorstellung Tanzkränzchen. Victoria- Brauerei Lützowstraße 111/112. Jeden Sonntag, Montag u. Freitag Humoristische Soiree der Norddeutschen Sänger ( Führmann, Horst, Walde).?: Anfang: wochentags präc. 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pi. Wochentags bis 10 Uhr abends geöffnet. Fahrgeld wird vergütet. Jacques Raphaëli Inh.: Th. Büsing Berlin C., An der Spandauer Brücke No. 2. Schuhwaren. Garantie f. Haltbarkeit durch gedruckte Garantiescheine. Eleganteste Passform. zuthaten. . 3,10 3,90 5,75 Für Herren: Segeltuch- Schnürschuh Absatz, Lederbesatz.. Rindleder- Zug- oder Schnürschuh, reine LederEcht Ziegenleder braun Schnürschuh Zugstiefel ohne Naht, Rindleder.... Zugstiefel ohne Naht, Wildkalbleder, genäht.. 6,75 Schnürstiefel, la Ross!., spitz und eckig.. hochfeine Ausführung, 8,50 affi .. 3358 .5, 10, Derselbe in braun, echt Ziege.. Raphaëli Goodyear Welt, Kalb- Schnürstiefel, ohne 10,75 Für Damen: d Segeltuch- Schnürschuh, Absatz, Lederbesatz.. 2,60 Rossl. Schnür- oder Knopfschuh.... Echt Ziegenleder braun, Schnür- oder Knopfschuh 4,25 Echt Ziegenleder, Schnür- oder Knopfstiefel 6,75, 7,50 Brauner echt Chevreaux- Knopf- od. Schnürstiefel in elegantester amerikanischer Façon, nur. .•• 3,75 .9,50 Kinder-, Mädchen-, Knabenschuhe u. Stiefel jeden Genres, jeder Grösse in grösster Auswahl. Grösstes Lager in Herren- und Knaben- Garderobe, Cigarren, Cigaretten u. Spirituosen. Bei Einkauf von M. 3,- Reiseflasche mit Likör gratis. Man verlange gratis und franco mein Preisbuch. Möbel- Kaufhaus Sonntags von 8-10, 12-2 Uhr geöffnet. Maifest 1899. Genossen, welche den Vertrieb meiner in 11 Farben hergest. Künstl. ausgef. Maifest- Postkarte energisch in die Hand nehmen wollen, werden unter günstigsten Bedingungen gesucht. Näheres durch A. Henning, Voltsbuchhdlg., Nürnberg.[ 29376 Bei meinem Scheiden aus dem Konzerthause fann ich es nicht unterlassen, allen, die meinem Unter nehmen Wohlwollen ent: gegen gebracht haben, meinen herzlichen Dant auszusprechen. Ich schließe hieran die Bitte, dieses Wohlwollen auch auf mein neues Heim, das Konzert: haus Sanssouci, welches ich, nachdem es der Neuzeit ent: sprechend hergerichtet sein wird, in der zweiten Hälfte des August er: öffnen und in dem bisher geführten Rahmen von Hoffmanns Quartett und Humoristen führen werde. Mit vorzüglicher Hochachtung Adolf Hoffmann. ophastoffe auch Relfe in Nips, Dainast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! ( 6120* in allen Qualitäten Berlin S., Läuferstoffe zu Fabritpreiſen. Emil Lefèvre, Oranienftr. Nr. 158.1 Arbeitsmarkt. Achtung, Drechsler! In der Bildhauerei von R. Wolff, Fehrbellinerstraße 14, haben sämtliche Drechsler wegen Differenzen die 79/14 Arbeit niedergelegt. Buzug fernhalten. Achtung, Holzarbeiter! Bei Elsholz, Krautstr. 52, stehen die Kollegen im Streit. Zuzug ist fernzuhalten. In der Bautischlerei von W. Richter, Boppstrake 4, haben sämtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. bitoring Stellenangebote. Cigaretten- Arbeiter. Geschickte und erfahrene Arbeiter erhalten dauernde und lohnende Bes schäftigung. Auskünfte erteilt brieflich J. Kramrisch, Leiter der Cigaretten Abteilung bet Stephen Mitchell& Son, 36 St. Andrew Square, Glasgow ( Schottland). M.57/ 13* 166" Oranienstr. 166" am Oranienplatz.de bel.§. hiebe, Weißensee, Beste Bezugsquelle für Möbel, Spiegel undanghanstr. 22. Polsterwaren zu aussergewöhnlich billigen Preisen. In dem nasskalten Klima Deutschlands billiger und bekömmlicher als Bier! Oswald Nier's Ungegypste! Keink. Gemisch, kein Malz, keine sog. schwer. Weine etc., sondern seit 1876 laut Fürst v. Bismarok's Worten:„ Nationalgetränk" Angenehme, leicht trinkbare und dabei so sehr stärkende Naturweine aus Weintrauben v. 10 Pf. pro 10 L. an, sow. in m. plomb. Orig.- Flaschen v. 4. L f.Festlichkeit., Vereine, Krankenhäuser bew.hoh. Rabatt! 57 Centralgesch.( 41 in Berlin) und über 1000 Filialen in Deutschland! Ausf. Preis courant nebst Broschüre gratis und franco. Hauptgeschäft und BERLIN N., Linienstr. 130 Versandabtheilung No. 17 OSWALD NIER Möbel Zähne 2 M. Dicht trinkbar Großes Lager. und Polsterwaaren. Gebiegene Arbeit, äußerst billige A. Schulz, Preise, empfiehlt 28626 Meister refp. Vorarbeiter, der besonders tüchtig und erfahren in der Fabrikation von chirurg. Weich gummi- Artikeln, von einer der be deutendsten Gummifabriken Deutschlands gesucht. Dauernde Stellung u. hohes Verdienst. Diskretion zugesagt. Angebote unter F. D. R. 124 an Rudolf Moffe, Frankfurt a. M. Meister refp. Vorarbeiter. der besonders tüchtig in der Fabritation von Patent- Gummi- Artikeln aller Art, von einer der bedeutendsten Gummifabriken Deutschlands gesucht. Dauernde Stellung u. hohes Verdienst. 58/ 12* Diskretion zugesagt. Angebote unter F. E. R. 125 an Reichenbergerstr. 5. Auch Theilzahlung!( Nudolf Moffe, Frankfurt a. M. 10 Jahre Garantie, Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Tellzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7. erscheinen die jetzt so vielseitig angebotenen billigen Kaffees demjenigen, der eine gute Taffe Staffee gewöhnt ist. Man sollte lieber gute Staffeesorten kaufen, die zur Zeit ebenfalls schon zu mäßigem Preise zu haben sind. Die Mehrausgabe für guten Bohnenkaffee kann man leicht dadurch ausgleichen, daß man etwa zur Hälfte Kathreiner's Malzkaffee verwendet, der infolge seiner Bekömmlichkeit und seines ausgesprochenen Kaffeegeschmacks zu den wenigen Zusäßen zählt, die den Kaffee thatsächlich verbessern. Das ist aber sein einziger Vorzug nicht, der noch größere liegt auf hygienischem Gebiet, denn der Kathreinersche Walzkaffee schwächt die aufregende Wirkung des Kaffees ab oder hebt sie bei Verwendung entsprechender Mengen ganz auf. Co 313 Geübte Schriftmaler verlangt 1538L*] Heckert, Prinzenstr. 32. Kartonfabrik verlangt ( 29336 Zuschneider. Meldg. R. P. Hauptpoftamt Königstr. Karton- Zuschneider sucht Gust. Fränkel, Kaftanien- Allee 79. Schrifthauer, ber auf Sandstein u. Marmor arbeiten fann, verl. Perschke, Bergmannstr. 32. Gefellen auf Müken verl. Sonjon, Fransedistr. 35.[ 29436 Berfilberer auf Leisten verlangt 29386 Rirdorf, Selchowstr. 4. Eine Person, die Heimarbeit hat und nebenbet fleine Wirtschaft mit ver richten will, fann umsonst mit Soft einwohnen. Abr. L Bostamt 93.[ 29476 Mamsells auf Knabenjaden u. Blusen 70-1,200. berl. bauernd im u. außerm Hause[ 28695 G. Laaser, Brunnenſtr. 84 II. 28756 Vergolderin berlangt Schliemannstr. 39. Blusen Arbeiterinnen auf mittTeren und befferen Genre, sucht Louis Ascher, Alexandrinenstr. 43, 2 Et. 27276] Engros Export. Steppdecken- Näherinnen berl. Bänkert, Schmidstr. 10.[ 29318 Kartonarbeiterin, geübte, berl [ 29446 Bade, Kastanien- Allee 26. Wäschenäherinnen[ 29106 verlangt Weißenburgerstr. 29,§. LI. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Berlag von Max Babing in Berlin.