Nr. 97. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post: Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 142 demais saludad rant& Gray # 301001 16. Jahrg. oil sim adieu Die Insertions- Gebühr Vorwärts Berliner Volksblatt. beträgt für die sechsgespaltene Rolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr #nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Bm I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 26. April 1899. Arbeiterschutz in der Hausindustrie. Hoffnungslosigkeit der Lage ihrer Arbeiter. I. = On und Kinderarbeit, die wucherischen Schuldverhältnisse, die ganze Die Frage des Arbeiterschutzes wird in einer im wesentlichen einspruchfreien Art von Sombart( Handwörterbuch der Staatswissenschaften 1. Auflage 4. Band S. 435) erörtert: Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Wohlgesinntheit manifestieren, den Offenbarungseid seines Freisinns leisten. Nach dem wohlarrangierten Ausstattungsstück, das vor dem Bezirksausschuß sich abspielte, wird man die frohe Hoffnung hegen dürfen, daß der Portalfrieden auf der Basis eines abgeschwächten" Portals zu stande kommen wird, dem man die verruchte Verherrlichung der Revolution auch bei zehntausendfacher Vergrößerung nicht mehr ansehen kann. Gleichwohl ist die Ausdehnung eines staatlichen Arbeiter schutzes auf die Hausindustrie anzustreben. Einmal deshalb, weil es mur billig ist, daß alle Kategorien von Arbeitern gleiche Wohlthaten genießen, fodann aber, um den Untenehmer zu verhindern, Man wird ein neues Projekt eines einfachen schmiededurch Entweichen in die Hausindustrie gleich dent Zwange der Arbeiterschuß- Gesetzgebung in den geschlossenen Etablissements eisernen Portals" einreichen und die Baupolizei wird keine zu entziehen. Das Ziel, welches durch ein derartiges Bedenken mehr erheben. Vielleicht wählt man der Einfachheit Vorgehen schließlich erreicht wird, kann dann aller Wahr- wegen statt des Schmiedeeisens ein Stacheldrahtgatter, und scheinlichkeit nach freilich nur darin bestehen, die sich schon jetzt das würdige Pantheon, das 1848 ein katholischer Geistlicher mir fümmerlich(?) erhaltende Hausindustrie gänzlich existenzunfähig im Friedrichshain ahnend schaute, ist geschaffen. zu machen. Vorschriften über die sanitäre Beschaffenheit der Die Helden der Freiheit wären umsonst gefallen, wenn Arbeitsräume, über die Grenze der Heranziehung der Familien- auf den magistratlichen Freisinnssöhnen von 1899 der Schutz mitglieder zur Arbeit, über das Maximalmaß der täglichen Arbeits- und die Erkämpfung der Freiheit beruhte. zeit 2c. vermag die Hausindustrie nicht zu ertragen. Wird dann gleichzeitig dafür gesorgt, daß die brotlos werdenden Heimarbeiter andere Beschäftigungen erhalten können, so ist dieses Ziel aber auch das einzig erstrebenswerte. Als Ganzes genommen, erscheint die Hausindustrie als die dem Fabrik bezi. Manufaktur system inferiore( minderwertige) Form der privatkapitalistischen Unternehmung, ihre Beseitigung und leberführung in die höhern Formen deshalb angebracht." Ein Geheimerlaß. Neben der Entwickelung der Unternehmer Verbände ist die Zunahme der in hausindustriellen Betrieben beschäftigten Personen eine der charakteristischen Erscheinungen unseres Wirtschaftslebens, wenn uns auch genaue Angaben hierüber fehlen. Die Angaben der lezten Berufs- und Gewerbezählungen lassen uns leider bei der Feststellung der Zahl der Hausindustriellen in Stich. Die Erfahrungen der freiwilligen Zähler und sonstige Beobachtungen haben gelehrt, daß viele Zwischenmeister sich sowie die von ihnen beschäftigten Bersonen teils aus Unwissenheit, teils aus zünstlerischem Stolz, teils vielleicht auch aus Berechnung, um der zur Zeit der Zählung schon diskutierten Ausdehnung des Arbeiterschutzes auf die Hausindustrie zu entgehen, als Handwerksmeister statt als zu Hause für fremde Rechnung Arbeitende" in die Listen der Berufszählungen eingetragen haben. Bei Beurteilung dieser Zahlen unserer GewerbeDurch die Redaktion der russischen socialdemokratischen zählungen darf nicht vergessen werden, daß die Fragestellung Beiting Die Arbeitersache" ist uns ein neues geheime s nicht genügende Garantien bot, um die Hausindustriellen von Cirkular der russischen Regierung zugestellt den wirklichen Kleinbetrieben auszuscheiden. Diese Entworden. Der Redacteur des großen und sehr verbreiteten wickelung der Hausindustrie, für die Karl Mary furz, treffend Petersburger Blattes Neue Zeit", Suwvorin, erklärte den und scharf das Wort„ decentralisierte Großindustrie" geprägt Es ist noch gar nicht lange her, daß man, abgesehen Studenten gegenüber seine Weißbilligung wegen der„ Unhatte, dürfte, wenn die Gesetzgebung nicht bald und energisch etwa in der Praxis meist wirkungslosen ruhen". Dies empörte die ganze intelligente und liberale Trucksystems jeden Arbeiterschuß in eingreift, noch rapider vor sich gehen zum schweren Schaden Verbot des Trucksystems der Gesellschaft, welche daraufhin über die Neue Zeit" den der Gesundheit und der körperlichen Entwickelung der Arbeiter Hausindustrie für eine bare Unmöglichkeit hielt. Charakteristisch Boykott verhängte. Die Studenten und Studentinnen verklasse und ihrer Nachkommenschaft. Bleibt der hausindustrielle für die Verhältnisse im Deutschen Reiche, dessen Regierung so schiedener höherer Lehranstalten, die kaiserlich russische Betrieb im wesentlichen unberührt von der staatlichen oft behauptet, an der Spitze der Socialreform zu marschieren, historische Gesellschaft, die kaiserlich mineralogische Gesellschaft, Arbeiterschuß Gesetzgebung und einer genügenden und ist es freilich, daß lange bevor der große Konfektionsarbeiter die Gesellschaft der Bergingenieure, die kaiserliche freie energischen Gewerbe- Inspektion, so wird das Unternehmertum Streit auch bei uns allseits die Notwendigkeit des Eingreifens ökonomische Gesellschaft und eine Menge anderer Gesellschaften überall dort, wo die technischen Möglichkeiten vorhanden sind, der Staatsgewalt in die Verhältnisse der Hausinduſtrie zur und Vereinigungen erklärten alle in den Zeitungen, daß sie bemüht sein, einen Teil der Produktion außerhalb der flaren Erkenntnis gebracht hatte, in allen anderen Staaten die fernerhin die„ Neue Zeit" nicht zu erhalten wünschten. Ein Wertstätte herstellen zu lassen. Diese Tendenz des Gesetzgebung in dieses Gebiet eingegriffen hatte. Unternehmertums erklärt sich nicht allein aus dem Umistande, daß auf diesem Wege die Bestimmungen über die Arbeitszeit der Frauen und Kinder, über die Sonntagsarbeit 2c. 2c. bequem umgangen werden können, sondern auch aus dem Momente, daß die in der Fabrikindustrie zumeist übliche höhere Bezahlung der Ueberstunden in der Hausindustrie wegfällt und bon einem Politische Uebersicht. Der Reichstag in u Berlin, den 25. April. " solcher Boykott begann dem Blatte jowohl in moralischer wie in materieller Hinsicht merklich zu schaden. Und so beschwerte sich Suwvorin. Die Regierung nahm ihn unter ihren Schutz und sandte an alle Zeitungen folgendes Cirkular: Ministerium des Innern Hauptressort der Druckangelegenheiten 17. März des Jahres 1899 Nr. 2026. Geheim. In letzter Zeit fanden sich in einigen periodisch erscheinenden Zeitschriften häufig Artikel über die studentischen Unruhen, des gleichen Briefe und Erklärungen, daß man aufhören sollte, auf die Blätter zu abonnieren, die die studentischen Bewegungen mißbilligten. Zum Schaden der beteiligten jungen Leute tragen solche Vers öffentlichungen nicht nur nicht zur Wiederherstellung der gewöhnten Ordnung unter den Böglingen der höheren Lehranstalten bei, sondern im Gegenteil erhalten die Aufregung unter der Jugend, spornen sie indirekt zur Fortsetzung der Unzuträglichkeiten an und lähmen so die Anstrengungen der Schrverwaltung, die gewohnte Ordnung an den Universitäten herzustellen und die Studenten zu beruhigen. die gewerkschaftliche Organisierung hausindustrieller widmete den heutigen Schwerinstag einer modernisierten Arbeiter und damit auch die erfolgreiche Ausnutzung der mittelalterlichen Komödie, die allerdings nur durch die Arbeitseinstellungen bedeutend schwieriger ist als die bei Moderniesirung Komödie geworden ist: dem Antisemiten Arbeitern in geschlossenen Betrieben. Gerade jetzt läßt sich antrag auf das Verbot des jüdischen Schächtens. Das Mitteldaß an einer hoch entwickelten, wenn auch kleinen, aber sehr alterliche ist die Judenhatz; das Modernisierte: interessanten Industrie dieser Vorgang gut studieren, an nicht die Juden totgeschlagen werden sollen, sondern nur der Pinjeldustrie. Nach langjährigen Verhandlungen, nach das jüdische Schächten. Es sei Tierquälerei, behaupteten dem Enqueten verschiedener Art stattgefunden, breite Erörte diese Tierfreunde, die als gefügige Helfershelfer der rungen in der Fachpresse und in Versammlungen voran- Agrarier den Menschen die schlimmsten Qualen: die des gegangen waren, die Unternehmer somit genügend vorbereitet ungers, durch Fleisch- und Brotwucher bereiten; und die waren, hat der Bundesrat eine, wenn auch ungenügende, so fich auch weidliche Mühe gegeben haben und noch geben, dech den Unternehmern recht unbequeme Verordnung zum richtige Judenhezen in Scene zu feteit. Schuße der Arbeiter und Arbeiterinnen gegen die MilzbrandDie Herren Antisemiten thaten heute, als hätten sie kein gefahr in diesen und verwandten Industrien ergehen lassen, wässerchen getrübt. Sie dächten nicht daran, den Juden zu die demnächst in Straft treten soll, aber bloß den Groß- nahe treten zu wollen; sie wollten nur ein Ausnahmegeset betrieb in ihren wesentlichen Bestimmungen trifft. In einigen zu Gunsten der Juden wegschaffen, und ihre Humanität den Hauptsitzen dieser Industrie sind die Arbeiter auch ziemlich lieben Tieren bezeugen. Nun man merkte die Absicht und ward nicht verbefriedigend organisiert, so daß gegen allzu lange Arbeitszeit, für Bezahlung der Ueberstunden und auch für die Kontrolle der stimmt, wies aber von allen Seiten den Antrag zurück. Etwas gesetzlichen Bestimmungen durch die Arbeiter selbst einigermaßen ungeschickt war die Rede des Herrn Lieber, der, nach WindtSorge getragen wurde; wir erinnern nur an die für diese ganze horsts Vorgang ein ähnlicher Antrag war schon im Jahre Industrie bedeutungsvolle Thätigkeit der Nürnberger Milz- 1887 vor dem Reichstag den Antrag mit Recht als einen brandfommission. Obgleich nun in dieser Industrie Produktions- Eingriff auf die religiösen Anschauungen und Gefühle eines ſtätten existieren, die als Riesenbetriebe zu bezeichnen sind, Teils der Bevölkerung fennzeichnete, und sich dann zu der obgleich die Konkurrenz des Kleinbetriebs hier fast bedeutungslos Behauptung fortreißen ließ, der Staat habe überhaupt nicht ist, nimmt gerade jezt hier der Uebergang zur hausindustriellen das Recht, sich gegen von der Religion vorgeschriebene HandBetriebsform bedenkliche Dimensionen an; die Unternehmer lungen und Gebräuche zu wenden. Liebknecht, der für hoffen so den Einfluß der Gewerkschaft( Holzarbeiter Verband) unsere Partei sprach, hielt ihm entgegen, daß es sehr viele auf die Arbeitsbedingungen ausscheiden zu können und der Religionen und Religionssekten giebt, und daß viele Religions. aus unbequemen Bundesrats- Verordnung ein Schnippchen schlagen gebräuche, z. B. die der Stoppen in Rußland, die Menschenopfer usw. das Einschreiten des Staates notzu können. Schon dieses eine Beispiel für viele lehrt, wie falsch die wendig machen. Die zweite Lesung war leider nicht auf die Tagesordnung neue Taftit des Reichsanits des Innern ist, an Stelle allgemeiner Arbeiterschutz- Gesetze mit Specialgefeßen Flickarbeit gestellt worden, sonst wäre der Antisemiten- Antrag gleich heute So kann dies erst bei der zu machen. Die Tendenz der Entwickelung zum Großbetrieb in den Papierforb geflogen. geht nicht bloß in der Richtung zum Riesenbetrieb, dessen zweiten Lesung erfolgen. erste Repräsentanten die Stumm, Strupp, Heyl, und die großen Morgen wieder Schwerinstag: die Anträge auf Errichtung Elektricitätswerke sind, sondern auch in der Richtung zum von Arbeitskammern usw. hansindustriellen Betrieb, dessen erste Repräsentanten aber teineswegs bloß am Berliner Hausvogteiplage oder überhaupt in Der Portal- Prozeß. der Konfektionsindustrie zu suchen sind. Wir haben in den meisten Am Dienstag wurde vor dem Bezirksausschuß der Gruppen der deutschen Gewerbezählung bedeutende haus- Prozeß über das Portal des Friedhofs der Märzgefallenen industrielle Betriebe, auch dort, wo viele sie gar nicht ver- verhandelt. Den Bericht finden die Leser an anderer Stelle. muten, z. B. in der Verarbeitung von Eisen und anderen Er spricht so deutlich für sich selber, daß es kaum nötig ist, felber, Metallen. Eine weitsichtige Socialpolitik darf diesen That- ihn zu gloffieren. Sein " Auf Befehl des Herrn Ministers schlägt das Hauptressort der( Sachen) Druckangelegenheiten auf Grund des§ 141 der Ver. ordnung über Censur und Drucksachen den Redaktionen der periodisch erscheinenden Zeitschriften vor, sich nicht weiter um die Unruhen zu befümmern, die unter den Schülern der Universitäten und der anderen höheren Lehranstalten entstehen, und das fernere Drucken von Erklärungen einzustellen, welche die Absicht einzelner Persönlichkeiten kundthun, das Abonnement auf die mit der Studentenbewegung nicht solidarischen Zeitungen nicht zu er Der zeitweilige Vertreter des Vorstehers des Hauptressorts in Druckangelegenheiten. M. Solowjef. Infolge seiner Beschwerde wurde Suworin fast einstimmig dem Schriftsteller- Verbande ausgestoßen. neuern. Deutsches Reich. Die Verteidigung der Schwester Karola hat munmehr das in Berlin erscheinende türkische Hofjournal über nommen. Das Blatt, das von dem Vater der Ballhausanna chefredigirt wird, hat von Hochstehender Seite" eine Zuschrift über die Sünde der Schwester Karola" erhalten, die den Prügelfultus zur offiziellen Religion der herrschenden lassen zu erheben bemüht ist. Das Prügeln wird als Tugend aller Tugenden, als Allheilmittel wider alle Schäden der Zeit gepriesen. Der Rohrstock ist das Scepter der Welt und die Peitsche der Zauberstab, der jeglichen„ Unhold" in einen Engel verwandelt. Gründliche Holzereien bilden die Hauptgierde eines wohlgeordneten Familienglücks. Die hochstehende Seite des„ Sl. Journals" geruht u. a. folgendes zu plaudern: Was hatte die Arme gethan? Nichts als das, was alle vernünftigen Eltern thun müssen, um zu verhüten, daß das verbrecherische Gesindel unserer Großstadt von Tag zu Tag sich vermehre. Wie klein wäre die Gefolgschaft des Herrn Singer, wenn in den Kreisen der Proletarier durch heilbringende Prügel die Kinder zur Gottesfurcht und Tugend angehalten würden? Wenn Goethe an die Spize seines Lebenswertes als Motto seiner Dichtung und Wahrheit" die Worte gesetzt hat: , ho me dareis anthropos ou paideuetai", fo bat er damit zumt Ausdruck bringen wollen: Ich Wolfgang v. Goethe stehe auf dem Standpunkte der alten Griechen und sage: Schläge erziehen den Menschen." fachen gegenüber nicht die Augen verschließen, sie muß fräftig Der Berliner Magistrat; der erschröckliche Prozeßgegner eingreifen, schon deshalb, weil es schon aus rein praktischen des Polizeipräsidenten, ist tief durchdrungen von der UeberErwägungen besser wäre, jetzt einzugreifen, als zu warten, zeugung, daß Ruhe die höchste Bürgerpflicht ſei. bis diese ungesunde Entwickelung nicht durch staatliches Ein- Gemüt ist erfüllt von der Sehnsucht, endlich den entsetzlichen greifen mehr zu hemmen, jedenfalls aber der Kampf gegen Konflikt zu beendigen. Welcher Heldenmut der Entsagung. die Hausindustrie schwieriger und schmerzhafter sein wird. Zwar fönnte man meinen, es handele sich um die bedeutsame Als Mängel der Hausindustrie führt Bücher( Hand- Frage der Selbstverwaltung, ob die Baupolizei ein Recht wörterbuch der Volkswirtschaft I S. 859) die folgenden an: habe, die Ausführung eines Gebäudes aus anderen als bauAber dem ebenso die stoßweise Ueberspannung der Produktion, die schweren polizeilichen Gründen zu verbieten. Krisen, das Trucksystem, die Abrechnungsmißbräuche, die tüchtigen wie trogigen Magistratus liegt ein ganz anderes niederen Arbeitslöhne, die ungeregelte Arbeitszeit, die Frauen- Interesse am höchst liberalen Herzen. Er will nur seine wie Frau Rat den Buben alltäglich tüchtig geprügelt, also daß er Nun wissen wir's also. Goethes Lebensbeschreibung erzählt davon, zu einem leidlichen Dichter, und was mehr bedeutet, zu einem sund darüber hinaus wenigstens dem Namen nach gutbekannte hätte, jest völlig unzureichend geworden. Dies sei der einzige Grund Dentschen Minister emporgeschlagen worden iſt. Bekanntlich Persönlichkeiten befinden. So ist der Landgerichts- Direktor für die Vermehrung, auf welcher die Regierung bestehen müsse, fo= bedauert auch Goethe in Wahrheit und Dichtung", daß er noch Frommhold, Vorsitzender der dritten Straffammer in lange sie für den Frieden in Südafrika verantwortlich sei.( Beifall nicht genug Hiebe bekommen hätte, sonst wäre er erheblich tugend- Dresden, unter dessen Vorsitz bekanntlich die harten Zucht- auf den Bänken der Ministeriellen.) Labouchère und andere Liberale hafter und gottesfürchtiger geworden, hätte sich in seinem Beben hausurteile des Schwurgerichts gegen die Löbtauter Bauarbeiter verurteilten den Ton Chamberlains scharf. Der Antrag auf Abstrich nicht die zahlreichen Liebschaften zu schulden kommen lassen und in gefällt wurden, mit dem Nitterfreuz 1. Slaffe ausgezeichnet worden. wurde mit 103 gegen 22 Stimmen verworfen. feinem Dichten nicht das Raster" verherrlicht und die Herrlichkeit der Ebenso der Straffenatspräsident Kurz vom Oberlandesgericht, ein Frankreich. Stirche nicht gelästert. Was Goethe gefehlt hat, war eben eine Richter, der besonders durch eine ganze Reihe die Arbeiterbewegung Schwester Karola; dann wäre er ein Wustergatte und Bater fowie treffende Revisionsurteile des Oberlandesgerichts in weiteren Streifen fang der Aussagen des Hauptmanns Cuignet, der von General Paris, 25. April. Der Figaro" veröffentlicht heute den Anein tugendfester und gottesfürchtiger Staatsbürger geworden. Die bekannt geworden ist. Ferner ist noch zu erwähnen der durch Beweisführung für den Nugen der Schläge bildet den Inbegriff der fein unglückliches Auftreten im Reichstage als Bevollmächtigter Gonse mit der Sichtung der Aktenstücke in den Angelegenheiten Goetheschen Autobiographie, sofern nämlich die hochstehende Seite Sachsens im Bundesrate bei der Besprechung des oben erwähnten Dreyfus und Esterhazy beauftragt war. Cuignet fagte aus, als über den Zuhalt des Werkes richtig informiert ist. Auch der" Faust" Dresdener Schwurgerichtsurteils in guter Erinnerung stehende Cavaignac Kriegsminister wurde, habe er ihn beauftragt, einzelne prüfen; dabei sei entdeckt dem der gleiche griechische Bers vorgesetzt sein tönnte, erzählt, wie General- Staatsanwalt Dr. Niger. Dieser ist mit dem Komtur- Stücke der Dreyfus- Akten zu wir in Ergänzung der litterarhistorischen Forschungen und Ent- treuz I. Klasse vom Albrechtsorden bedacht worden. worden, daß das Schriftstück, in dem der Name Dreyfus deckungen der hochstehenden Seite enthüllen können, die lehrreiche Geschichte, wie der Knabe Faust, obwohl er ein geborener Tauge- Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch eine Resolution der Fälschungen Henrys gewesen sei, ferner habe du Die bayrische Abgeordnetenkammer nahm bei Beratung des ausgeschrieben steht, eine Fälschung sei. Cuignet sprach die Ueberzeugung aus, daß du Paty de Clam der Hauptanstifter nichts war, auf dem Wege körperlicher Züchtigungen allmählich zu Segit an, die eine Revision des Berggeseges verlangt. Path de Clam zweifellos den mit Weyll" unterzeichneten einem biederen Agrarier geworden ist. Jusbesondere sollen die Vorschriften der Reichs- Gewerbe- Ordnung Brief, durch den Dreyfus belastet sein solle, sowie die Bisher übersetzte und deutete man allerdings das griechische ber die Arbeitszeugnisse und das Vertragsverhältnis der gewerb Blanche Motto ein wenig anders: Der Mensch, der nicht geschunden wird, lichen Arbeiter finngemäße Anwendung auf die Bergarbeiter finden, lebrigens habe du Path de Clam bereits lange vor der Speranza- Telegramme geschrieben. sich verschiedener und zur Unterſtügung und wird nicht erzogen. Man faßte das Gefchunden werden" nicht buch die Bestimmungen über Bergpolizei sollen echficht der schaften schuldig gemacht. Im weiteren Verlaufe seiner der heilen Haut, qui dir Aber das fromme Blatt geht noch weiter; es beschwört das Aber das fromme Blatt geht noch weiter; es beschwört das Schreckgespenst des Spree- Präfekten herauf: " ing 19:19 Der geständnis, daß der Knabe Steiner von der Schwester Karola zu Bergwerksinspektion erfahrene Bergarbeiter herangezogen werden. Ausiagen begründete Guignet seine Ansicht, daß nur Dreyfus die im feinem Eeclenheil gefchunden worden ist nicht als eine gewalt Der Justizminister erklärte, daß eine neue Organisation der Berg- Bordereau angeführten Schriftstücke geliefert haben könne. fame Ablösung der Haut mittels geeigneter Sau- und Siebwerkzeuge, behörden und eine Revision des Berggefeges in Augriff genommen Aurore" zufolge habe Hauptmann Freystätter geſtern fondern als den bildlichen Ausdruck der Weltanschauung, daß der sei. Hierbei würden die erwähnten Fragen in Betracht gezogen vor dem Kaſſationshofe erklärt, er wolle auch über die VorMensch nur in den rauhen Stürmen des Lebens zu edler Größe werden. and erſtarte. Sudesjen, jest wiffen fir's beer chichen Eine Schächtdebatte gab es dieser Tage auch im Badischen gerichts abgespielt haben; der Präsident des Kaſſationshofes reife, nur im Stampfe mit and erstarle. Indessen, jest wiffen wir's beffer. Für die hoch- Landtag. Bei dieser Gelegenheit hielt der Antisemit Pfisterer Mazeau habe ihn jedoch mit den Worten unterbrochen: Dieje feindlichem stehende Seite find offenbar auch Schicksals schläge nichts anderes feine Jungfernrede, die einen ungeheuren Seiterkeitserfolg hatte. Frage interessiert den Gerichtshof nicht." Wie ber Bei hielt sufferite with als hochgradige Brügel. Mit der gleichen Bewunderung nehmen wir die allerdings sehr am Schlusse nahm er das Wort zu folgender persönlichen Be- Figaro" berichtet, habe Freystätter, nachdem er dem Staffationshof Hochstehende Meinung auf, daß die Socialdemokratie verschwinden merkung: Er habe nicht das ganze Haus beleidigen wollen, son- dargelegt, daß er aus den Zeugenaussagen Henrys seine Ueberin unwürde, wenn die Proletarierkinder nur täglich ihre Portion Beulen, dern nur einen großen Teil. zeugung von der Schrammen und Striemen erhalten. Man ist fast versucht, anzuDer unglückliche Jungfernredner wurde im Gelächter geradezu zweidentiger Weise ohne Aufforderung und ohne in Einzelheiten einnehmen, daß die gegenwärtig graffirende Prügelsucht auf irgend einem ertränkt. zugehen, seine Befürchtung und Unruhe darüber ausgedrückt, daß er geheimen Erlaß beruht, der eben von dieser Grundauffassung aus- Aufrührerische Rufe" und kein Ende! In Metz tam Teilnehmer einer Ungesetzlichkeit gewesen sei. Das„ Echo de Paris" geht: die Sozialdemokratie kann nur ausgeprügelt werden. am 7. März d. Js. der 21jährige Bädergeselle Ludwig Fettig will aus sicherer Quelle erfahren haben, daß der Kassationshof das Indessen auch der Freiherr von Mirbach hat vermutlich diese Er- mit mehreren anderen Burschen von der Musterung zurück und rief Urteil noch vor dem 20. Mai fällen werde. fol midag ziehungsmethode nicht konsequent genug genoffen, sonst würde man auf offener Straße zu wiederholten Malen:„ Vive la France!" Avignon, 25. April. Als de Pressense, welcher gestern hier ihn sicherlich niemals unter der„ Gefolgschaft des Herrn Singer" Von einem Gendarmen hierüber zur Rede gestellt, erklärte er, einen Vortrag gehalten hatte, in welchem er die Revision des angetroffen haben, noch dazu in der Gefolgschaft der Bitt- darüber ärgerlich zu sein, daß er noch im letzten Aushebungstermin Dreyfus Prozesses befürwortete, heute früh im offenen steller obt orende minded zum Militär genommen worden sei. Vor Gericht entschuldigte er Wagen abreisen wollte, wurde er angegriffen und durch Faustschläge Nicht sonderlich klar ist eine weitere Mitteilung des Kleinen die Strafthat mit Trunkenheit. Troy alledem wurde er zu drei am Kopfe verlegt. Prejsenjé kehrte in die Stadt zurück, um Klage Journals": 31_nod jorda Monaten Gefängniß und 20 M. Geldstrafe verurteilt. einzureichen. Seine Ankunft auf der Mairie gab zu verschiedenen „ Es vergehen nicht zwei Wochen, ohne daß Freiherr nemlig ud t Kundgebungen Veranlassung. lindile von Mirbach persönlich die Anstalt revidiert, und er hat, wie Wahlrechts- Reform in Heffen. 10909) Belgien. t er wiederholt versicherte, das Haus stets mit dem Bewußtsein ver- Aus Darmstadt wird uns berichtet: Interessante Debatten laffen, daß die armen Waiſentinder in körperlicher und geistiger hatte die Zweite Stammer gelegentlich der Besprechung verschiedener Gegen die Wahlrechtsverschlechterung. Brüssel, 28. April. Hinsicht nicht besser aufgehoben sein können." Anträge, betreffend Reform des Wahlgefeges, zu ver-( Eig. Ber.) Hier hat sich ein Kartell gebildet, um eine Protei Sind die Waisen mm förperlich und geistig gut aufgehoben, zeichnen. Die Illtramontanen hatten den früher schon eingebrachten bewegung gegen die neue Wahlreform ins Leben zu rufen und fur weil sie geschlagen oder weil sie nicht geschlagen werden? Vermut- Antrag auf Einführung direkter Wahlen zum Landtag wiederum das allgemeine Wahrecht und die proportionale Vertretung zu wirken. lich das erstere. Denn nach der Hau- Philosophie wären die Kinder vorgelegt und denselben noch durch folgende Forderungen ergänzt: Die„ Liga" umschließt keine politischen Körperschaften, die Mitglieder ja nicht gut aufgehoben, sondern allem Bösen ausgeliefert, wenn die Wahlpflicht, Beseitigung der Beschränkungen des Wahlrechts wegen treten nur persönlich bei. Das Komitee beſteht aber aus den Führern Gesäßgegend nicht zu einer Schorfhaide" kultiviert würde. Hat die Schweiter Karola im Kleinen Journal" ihren Ber- freise und Geheimhaltung der Stimmabgabe durch amtliche Wahl- Die Regierung scheint große Eile zu haben, das Geſetz unter Nichtheranziehung zur Stener, gleichmäßige Verteilung der Wahl- aller politischen Parteien: Abbé Daens( chriftl.- foc.), Jourdain( 3. o. f.), G. Lorand( rad.), Strauß( lib.) und Bandervelde. teidiger gefunden, so erwächst dem Sachverständigen Prof. v. Berg- couverts. Seitens unserer Genossen im Landtag wurde beantragt: mann in der katholischen" Germania" ein christlicher Ritter. Sie findet die offene Erklärung Bergmanns föstlich" und nennt feine Bermehrung der Wahlbezirke entsprechend den Beränderungen der Dach und Fach zu bringen; zu der Beunruhigung durch die realtio= findet die offene Erklärung Bergmanns köstlich" und nennt seine Bevölkerungsverhältnisse und Vornahme der Wahlen an den Sonn- näre Reformi" ist die durch den Bergarbeiterstreit gekommten. Bereits Späßze„ Rutenhiebe für Herrn Singer". Auch ihr Wortschaz ist getagen. Während die verfloffene Regierung allen Anträgen auf Reform am 26. d. M. foll die Kammer den Ausschuß zur Vorberatung des bannt in die Vorstellungen vom Prügeln; sie kann nicht mehr heraus des Wahlgefeges mit dem stereotypen Bemerken begegnete, daß ein Entwurfes wählen. Die Regierung hofft auf eine Mehrheit von aus der herrlichen Welt der blutunterlaufenen Dafen in der Wüstenci bringendes Bedürfnis zu den wiederholt angeregten Renderingen zur 20 Stimmten, Beit" nicht vorliege, ist die neue Regierung nicht abgeneigt, in doll and Italien. eine Wahlreform einzutreten, obfchon sie nicht einsehe, daß der Mille Ans Rom schreibt man uns: Der König war jüngst in des Volkes bei der indirekten Wahl irgendwie becinträchtigt werde. Sardinien und alles war Glanz und Freude. Jezt erfahren " Die freifinnigen Stadtväter werden fich nicht wundern dürfen, Die einzelnen Anträge fönten dann bei der Umänderung der Wahl wir, daß der Deputierte von Nuova dem Monarchen mitteilte, in wenn in weiten Streifen der Bürgerschaft es mit sehr unliebsamen vorschriften Berücksichtigung finden, doch sei die Regierung entschieden vielen Gemeinden der Insel hätten seit zwei Monaten a lei Mißbehagen aufgenommen wird, wenn der Socialistenführer Singer sich als den Herrn der Situation aufspielt und die Freisimmigen als gegen den Sonntag als Wahltag. Gespannt war man allgemein Drittel aller Ginwohner fein Brot zu effen geauf die Stellung der Nationalliberalen zu den einzelnen habt. Der Monarch fühlte sich auf der„ Aust- Reise" so unbehagMitläufer in dasselbe Horn stoßen. Glauben denn die Herren vom Anträgen, denn daß die„ Liberalität" dieser Herren nicht waschecht, lich, daß er, um einem Attentat vorzubeugen, sämmtliche der Polizei Fortschritt durch solch ein Verhalten der Selbstverwaltung ist ja bekannt; dennoch überraschten deren Ausführungen. Eine befannten Socialisten von Cagliari( der Hauptstadt Sardiniens) verMinorität derselben ließ sofort erffären, daß sie für direkte Wahlen haften und bis zur Beendigung der Reise im Gefängnis festhalten Also: Entweder Heiligsprechung der Schwester Karola oder fort feien, was aber die Nedner der Majorität der Nationalliberalen zur ließ. Aehnliche Praxis wurde, wie man sich erinnern wird, während mit der Selstverwaltung! Es giebt Leute, die immer noch dem Rechtfertigung ihrer gegenteiligen Stellungnahme ausführten, läßt der Crientreise des deutschen Kaisers geübt. Centrum freiheitlichen Geist zutrauen. Solche Aeußerungen, wie fie( berechtigten Zweifel darüber aufkommen, ob diese Herren das direkte, Der erste Mai wird dieses Jahr von der italienischen Socialjetzt die Centrumsorgane laut werden lassen, werden die Leicht- berechtigten gläubigen und Vertrauensseligen eines Besseren belehren. Den Bor- gleiche und geheime Wahlrecht auch für den Reichstag bei- demokratie ohne Festlichkeiten als Tag der Trauer und der Vorbehalten würden, wenn fie mit den Konservativen 2c. bereitung zu neuen Prüfungen begangen werden. ftoß der Germania" wider die Selbstverwaltung, weil man in einer mächtig gemig wären, gemig wären, dasselbe zu beseitigen. Der Ab- möglich ist, werden die Arbeiter an diesem Tage feiern und ohne städtischen Körperschaft eine dem Centrum unangenehme Wahrheit geordnete Schröder( uatl.) ist gegen die direkte Landtagswahl, Abzeichen und lautlos die Straßen durchziehen- als stummer auszusprechen wagte, wird man sich merken. weil das Volk noch nicht reif dafür sei. Abg. Prof. Friedrich( natl.) Protest gegen das herrschende System, das so unsägliches Elend ist grundsätzlich für das direkte Wahlsystem, häft aber für Hessen über das Land gebracht und viele Taufende von Familien ver Eine Strafprofeffur? Der außerordentliche Professor N ich dafür die Zeit noch nicht gekommen. Abg. Justizrat Soebel( natl.) nichtet hat.--Schmitt ist als anßerordentlicher Professor von Bonn nach hat aus feinem Herzen feine Mördergrube gemacht und unumivundenrod gu Berlin verscht worden. Die Krenz- Zeitung" rühmit den Mann, zugestanden, daß er gegen das allgemeine, gleiche, direkte und der ungefähr das gleiche Forschungsgebiet verwaltet wie Professor geheime Wahlrecht sei. Er war jedoch so gütig, das bestehende Die Kanalkommission des Abgeordnetenhauses seßte am Delbrid. Wächst hier dem mißliebigen Historifer eine Strafprofeffur Wahlrecht zum hessischen Landtag nicht antasten zu wollen. Geist heran? Es ist bekanntlich längst Sitte im Reiche Boffes, Gelehrten, reich könnte man seine Ausführungen kaum nemen, dem er meinte Dienstagnachmittag( Bormittagssigung stehe 2. Beilage) die Be beren absoluter Gutgefimtheit man nicht traut, einen Patentanwalt z. B., daß ebenso wie die Abgeordneten bei beantragter namentlicher ratung der wirtschaftlichen Bedeutung des Rhein- Elbefanals fort. der heiligsten Güter zur Seite zu setzen. Abstimmung den Wut hätten, öffentlich ihr Votum abzugeben, man Neu eingegangen find inzwischen Anträge der Abgg. Schwarze und Nachtragsetat. Der Nachtrag zum Neiche Haushaltsetat, der auch von den Wählern verlangen könnte, daß sie laut an der Une Dr. am Zehnhoff, die wiederum die Regierung um Beantwortung die Frenud Erläuterungen über demnächst dem Bundesrate zugehen wird, soll nach den„ Berl. dem Manne ihres Vertrauens ihre Stimme gäben. Abg. Genosse verschiedener Fragen ersuchen. In der Debatte gab Oberproduktion, namentlich Bol. Nachr." einige Forderungen enthalten, die sich auf das Reichsamt Ulrich dankte dem Vorredner für seine Offenheit, wer nach dessen Aus Berghauptmann Frenud bom ber nördlich Ranal gelegenen des Innern beziehen. Es soll eine Position für einen neuen führungen noch darüber im Zweifel fei, weffen man sich alles von vortragenden Rat eingestellt werden, der hauptsächlich mit den Nationalliberalen zu versehen habe, dem wäre nicht zu helfen. Ebenso Bechen. Abg. Schmieding( natl.) polemefierte gegen Sie Ausden Fragen der Betriebsaufsicht betraut werden soll und speciell die gab Genosse Cramer den nationalliberalen Freiheitshelden, die führungen, welche Abg. v. Aritim vormittag gemacht. Im Westen Arbeiterschutz- Bestimmungen zu bearbeiten haben wird. Für diese Stelle fich kaum mehr in ihren reaktionären Anschauungen von einem wünsche man vermehrte Hebing ber Bobenfchäße, um fie für die foll ein praktisch erfahrener Gewerberat in Aussicht geommen fein. Alindowström unterscheiden, mauch bittere Bille zu toften. Ihm weitesten Streife rugbar zu machen. Dazu mitte eine Waffer dann lägen Offerten Ferner macht die geschäftliche Entwidelung des Dleichsamts des schloß sich der ultramontane Abg. Schmitt an, der es für die verbindung zwischen dem Westen und Often hergestellt werden. Innern eine Forderung für die Erweiterung des Dienst fommenden Landtags- Wahlen als vorzügliches Agitationsmaterial Bürbe Der Kanal abgelehnt, Baut das Privatkapital, dann ist nicht mehr in der Lage. den Tarif gebäudes nötig. Da für den Reichstag eine eigene An- erachtete, die Rede Sockels zu verbreiten. Die Abstimmung hatte von Privatunternehmern. Tage zur erstellung des elettrischen Stromes erfolgendes Ergebnis: Von 40 anwesenden Abgeordneten stimunten 32 die Eisenbahu sondern abhängig von dem Wasserrichtet werden foll, so muß dem Beschluffe des Reichstages entsprechend für Einführung Siretter Wahlen; 38 für Aufhebung aller felbständig feftzufegen wegen Nichtherauziehung gur tarif. Das würde gefährlich sein. Abg. Wallbrecht( nafl.) trat quch hierfür eine Forderung im Nachtragsetat vorgesehen werden. Beschränkungen des Wahlrechts Gemäß einem weiteren einstimmigen Beschlusse des Retchstages wird Steierzahlung: 87 fr gleichmäßige Verteilung der Wahl vom hamnoverschen Standpunkt für den Kanalbau ein. Minister auch eine erste Rate fitr die Bestreitung der Sosten der Ausrüstung tree; 36 für Einführung amlicher Wahlcouverts; 36 waren v. Miquel warnt davor, den Kanalban Privaten zu überlassen und Genossen der Nutrag unserer auf Ber- erinnert daran, welche großen Eummen alljährlich auf Eisenbahneiner Südpolarexpedition gefordert werden. Schließlich dafür, daß dürften in den Nachtragsetat auch noch Mittel eingestellt werden, mehrung der Wahlbegisle rejp. Maudate zur Zeit für er- banten verwendet werden. Graf Limburg- Stivum( fouj.) bezeichnet um den dem Reichsamt des Innern nuterstehenden technischen Jus ledigt erklärt werde, weil die Regierung eine diesbezügliche Vorlage die Bewilligung des Dortmund- Ems- Kanals als großen Fehler und in Aussicht stellte; 32 Stimmen waren gegen den Wahltag am warnt vor weiteren Frrtümern. Dr. Barth( freis. Bg.) tritt für den stituten die Beteiligung an Specialausstellungen zu ermöglichen. Kanalbau ein. Fortsegung Donnerstag. Sonntag und 26 traten für Einführung der Wahlpflicht ein. Die Stichwahl in Melle- Diepholz ist auf den 2. Mai an- Wann nunmehr eine Reform des Wahlgesches vorgenommen beraumt worden. Dem Ansfall dieſer Wahl ſieht der„ Sam. Eour" wird, vermag man nicht gut abzusehen, deitit die Regierung wird die eingefriedigte Revolution. Hann. zu nüßen?" " in seiner jüngsten Nummer mit weit geringerer Zuversicht als sich damit nicht zu schr beeilen, auch hat die erste Stammer noch früher entgegen. Die Socialdemokraten des Kreises werden ge- mitzureden, die sich faunt dafür erwärmen dürfte. schloffen für den Welfen eintreten. Um den Sieg der nationalen Sache" sicherzustellen, fordert der Hann. Cour." feine Parteifreunde auf, nochmals alle Sträfte anzuspannen. 1 200 Ti( bilind of dibing! Parlamentarisches. " Wo immer es Kohlenbor Die Klage des Berliner Magistrats gegen den Polizeipräsidenten od wegen Berjagung der Bauerfanbniß für den Entwurf zum Eingang Eine nene Uniform für die Sanitätssoldaten soll, wie ver- des Friedhofes der Märzgefallenen" gelangte am gestrigen Bormittag lautet, zur Einführung gelangen. Au Stelle der bisherigen dunkel vor dem Bezirksausschusse zur Berhandlung. Wie erinerlich, hatten Flotten Terroristen. Ein Parteigenosse schreibt uns: blauen Kragen und Aufschläge sollen solche von farmoisinroter Farbe die Berliner Gemeindebehörden im Dezember 1887 beschloffen, den faum Ihnen hiermit die hocherfreuliche Witteilung machen, daß ich treten. Auch erhalten diese Sanitätsmannschaften eine ebenjolche Friedhof der Märzgefallenen in einen bei den Berliner Stirchhöfen Mitglied des deutschen Flotten- Vereins zu Berlin ge- rote Schirmmige mit großem Schirm, um dieselben im Felbe schon üblichen Zustand zu versetzen" und zu diefem Bchufe ein worden bin für„ Eine Reichsmart". Und das tam so: Unfer ver- von weitem tenntlich zu machen. thundGitter ze., sowie ein Eingangsportal mit schmiedeeisernen ehrter Chef, wafferpatriotisch wie er fich hat, läßt das bekamite In Verfolg dieses Beschlusses of dibing Thoren" Herrichten zu lassen. der batte 24. Mai 1898 beim Magistrat ant Polizei Flugblatt Samoa und deutsche Flotte" furfieren nebst einer Liste, in welcher sämtliche Namen seiner Angestellten aufgezeichnet stehen. Bräfidium die Bauerlaubniß nachgefucht, dieser Antrag war aber Reben seinem Namen prangt eine Zeichnung von 30 M. Das ffect nach etwa 34 Jahren vom Polizeipräsidenten( unter dem 15. Fe an! Selbst die Boten und Hansdiener können bei solchem Beispiel Eine Verstärkung der Sceresmacht in Südafrika beab- benar d. 3.) mit der Motivierung abgelehnt worden, daß das Baus nicht widerstchen. Auch sie reißt die patriotische Begeisterung mit fort sichtigt die englische Regierung. Im Unterhause wurde nim ein wert eine Ehrung der Märzgefallenen, mithin eine politische und feiner wagt es neben feinen Ramen weniger zu Abstrich beim Posten Kafernenbauten in Südafrika beantragt; von Demonstration zur Berherrlichung der Revo fegen als eine Reichsmart. Je mehr gezeichnet ist, desto besser der Chamberlain wurde jedoch der Poften entschieden verteidigt. Er Intion" bezwede und daher aus allgemeinen ordnungspolizeie Geruch! Und einer, der nicht mitmachte, der statt einer Eins einen führte aus, weint die Nachbarn Englands, wie freundlich immer fie lichen Gründen" nicht gestattet werden fönne. Strich zeichnen würde, zeichnete damit fein- Abgangszeugnis! gefinnt sein mögen, thre militärischen Rüftungen vermehrten, Gegen diese Polizeiverfügung hat nun der Magiftrat So wirbt man Mitglieder für den Flottenverein! so fet England verpflichtet, die feinigen gleichfalls zu ver- Se Lage im Berwaltungsstreit- Berfahren erhoben. In der Haupt Ausland. England. Ordensverleihung in Sachsen. Ein außerordentlich reicher mehren. Transvaal habe in jüngster Zeit seine Streit- fache fügt sich die Klage auf die Thatsache, daß die angefochtene Ordensfegen hat sich anläglich des diesjährigen Geburtstages des träfte zur Offensive oder Defensive ganz gewaltig ver- Polizeiverfügung in feiner Weise baupolizeilich begritudet fei: Rönigs über die guten Patrioten ergoffen. Bemerkenswert ist dabei, mehet; unter folchen Umständen fei bie Streitmacht, welche ein Bauvert auf ordnungs- polizeiliche Verstöße hin zu prüfen, daß sich unter den Dekorierten einige der Arbeiterschaft in Sachsen die Regierung früher zur Vertheidigung für ausreichend gehalten sei nicht Aufgabe der Baupolizet. Das„ Amt der Polizei" fei viel. mehr schon landrechtlich genau fiziert und in dem Urteil des Ober- I wägenden Vorschlag; der Borsigende habe indeß selbst darauf auf- I Berwaltungsgerichts vom 14. Juni 1882, betreffend eine Bolizeimertiam gemacht, daß der Magistrat mit dem Friedhofsportal teinerlei Frau Zetkin über Bernstein. berordnung zum Schuge des auf dem Kreuzberge bei Berlin zur Demonstration beabsichtigt habe; freilich sei die wahre Absicht des In einer von den Frauen Berlins nach Kellers Festsälen in Erinnerung an die Siege der Freiheitsfriege errichteten, im Jahre Magistrats durch allerlei unglückliche Zufälle vollkommen ver- der Koppenstraße einberufenen Versammlung sprach am Montagabend 1878 erhöhten Nationaldenkmals", eingehendst beleuchtet. Wie dort, schleiert worden. Habe aber der Magistrat im guten Glauben ge- Frau Bettin über die Frage: Wie stellen sic so könne auch hier weder von einer schädlichen, die Sicherheit ge- handelt, fo erscheine es ihm( dem Redner) schwer, zu entscheiden, die Parteigenossen und Genosfinnen Berlins fährdenden, noch von einem die Umgebung verunstaltenden Bau- was denn an Stelle dessen treten solle, was der zur Bernsteinschen Schrift. Jnr Saale waren et: va werte die Rede sein; im Gegenteil solle das Portal den halb ver- Magistrat beschlossen habe. Würde nicht vielleicht ein ab- 800 Berfonen anwesend. Die Vortragende führte aus: fallenen Friedhof verschönern. Dem Magistrat habe eine geändertes Projekt auf denselben Widerstand stoßen, dieselben Miß- Als im vergangenen Sommer kurz vor den Reichstagswahlen Ehrung der Märzgefallenen und noch eine berständnisse hervorrufen können, wie das eingereichte Projett? Es Bernstein in einem Artikel den Saz aussprach:" Die Bewegung ist " Da der Vertagung von keiner Seite widersprochen wird, beschließt der Gerichtshof, den Prozeß zu dem angegebenen Behufe zu vertagen. In einem Schlußwort bittet der Vorfizende Herrn Meubrint noch, er möge die Sache im Magistrat so schnell wie möglich zum Vortrag bringen. " 01 Berber brieurs cher gesolution fern gelegen; würde noch mehr zur Anbahnung eines friedlichen Ausgleiches bei mir alles, das Endziel nichts," da waren viele Genoffen der Ueberaus dem beigefügten Entwurfe des Friedhofsportals, sowie aus den tragen, wenn der Borsigende dem Magistrat einen Fingerzeig zeugung, daß sich in der Auffassung Bernsteins eine entscheidende Abbildungen anderer Berliner Kirchhofspforten erhelle, daß der be- geben wollte, worin denn die Abänderung bestehen solle. Träte der Wenderung vollzogen habe. Diese Meinung wurde verstärkt durch anstandete Entwurf weder in seinen Abmessungen, noch in der be- Magiftrat fo ohne weiteres an die Frage der Abänderung heran, so die Buschrift Bernsteins an den Stuttgarter Parteitag. Der Aufabsichtigten Ausführung irgendwelche Besonderheiten aufweise, die müsse er sich ein Urteil darüber bilden, welches denn die aus dem forderung, seine Stellung in einer umfangreicheren Studie näher zu den Schluß des Polizeipräsidenten gerechtfertigt erscheinen ließen. Projekt zu entfernenden Differenzpunkte sind, und dabei könne er leicht präcisieren, ist mun Bernstein nachgekommen, und soweit mir Der Bezirksansschuß möge daher erkennen, daß die Polizei- fehl greifen. Dies habe der Magistrat denn auch schon heraus ein Urteil zusteht, muß ich sagen, daß er seine Auffassung grundVerfügung vom 15. Februar ds. s. als nicht rechtsgiltig aufzugefühlt; er habe in der Replit den Vorschlag gemacht, durch ein fäßlich geändert hat, daß er in der Mauserung begriffen und eine heben sei. au Ort und Stelle zu errichtendes Modell zu demonstrieren, daß Abschwenkung ins bürgerliche Lager- wenigstens nach dem bürgerDas Polizeipräsidium folgerte in der Klagebeantwortung der Entwurf nichts Anstößiges enthalte, vielmehr durchaus angemessen lichen Lager zu vollzogen hat. gerade aus dem angezogenen Urteil des Ober- Verwaltungsgerichtes, erscheine. Bernstein hat sowohl im socialdemokratischen wie im bürgerdaß die Verfügung vom 15. Febr. nicht über die gesetzlichen Grenzen Der Vertreter des Polizeipräsidenten, Geh. Reg.- Rat lichen Lager eine gewiffe Erregung hervorgerufen, die bürgerliche des polizeilichen Zwangs- und Verordnungsrechtes in Bezug auf Bau- Dr. 3 a cher, begrüßt ebenfalls den Vorschlag des Vorfizenden als Presse hat ein Triumphgeschrei zu gunsten Bernsteins angestimmt, beschränkungen hinausgehe: dort sei in keiner Weise in Zweifel gezogen eine willkommene Handhabe, den Streit gütlich beizulegen. Auch fie feiert ihn als den Zerschmetterer des Marxismus, die Frankworden, daß die Fürsorge der Polizei sich auch auf ideale Güter er tönne bestätigen, daß das Polizeipräsidium einen Entwurf, der furter Beitung" reklamiert ihn als einen der Ihrigen. erstrecken könne, und dahin gehörten die Sorge für alles, was das die angedeuteten Abänderungen enthalte, alsbald genehmigen werde, Das Gleiche gilt von den Socialreformern der verschiedensten Gemeinwohl angehe, die Aufrechterhaltung der Ruhe und der öffent- gegen ein einfaches fchmiedeeisernes Portal, welches Richtungen. Bernstein hat feine Stellung freilich verklausuliert, was lichen Ordnung. Weite Kreise der Bürgerschaft würden aber ge- fich an das Kirchhofsgitter anschließe, würden von keiner Seite er heute behauptet, sucht er morgen abzuschwächen. Fr wissermaßen beunruhigt(?) oder doch in ihren Gefühlen verletzt(??) Einwendungen erhoben werden. fagt, er habe den Marrismus nicht aufgegeben, sondern wemt den„ Märzgefallenen" ein bleibendes Denkmal(?) gesezt werde; Der Vorsitzende, Geh. Rat Kayser, bemerkt, daß er einen Lokal nur weiter entwickelt, aber feine Schrift bedeutet eine gegen diese Absicht habe auch ein Teil der Bresse Stellung genommen. termin nicht für erforderlich erachten könne: Die örtlichen Verhältnisse mehr oder weniger verklausulierte Preisgabe des Marrismus. Daß mit dem Portal eine Ehrung der Märzgefallenen beabsichtigt feien wohl jedem zur Genige bekannt; der jetzige Eingang ähnele Bernstein hat die wichtigsten Fragen in seiner Broschüre anwerde, ergäben die Verhandlungen der betreffenden Gemeinde- ia mehr einer Schafhürde als einem Friedhofsgeschnitten. Er hat sich gegen die materialistische Geschichtsauffassung, vertreter- Ausschüsse und der Stadtverordneten- Versammlung zur portal! gegen die dialektische Methode, gegen die Werttheorie von Marg aus Genüge. Die Absicht trete auch in dem Portals- Entwurfe hervor, Freilich habe der Magistrat unter Ueberreichung von Abbildungen gesprochen. Ich meine, mit der materialistischen Geschichtsauffassung der einen monumentalen Charakter nicht verkennen lasse und in auch geltend gemacht, alle anderen Berliner Kirchhofsportale feien fällt auch der grundsägliche Charakter der Socialdemokratie zuBezug auf das gewählte Baumaterial opulent" genannt werden größer und besser ausgeführt; demgegenüber müsse aber betont sammen, denn aus ihr resultiert die Schlußfolgerung für die müsse. Der Polizeipräsident beantragt daher die Abweisung der werden, daß jene Begräbnispläge auch bedeutend größer feien als Notwendigkeit eines proletarischen Klaffenkampfes. Die materialistische Stage. der Friedhof der Märzgefallenen. Vor allem aber müiffe er die Geschichtsauffassung lehrt uns, daß nur die wirtschaftlichen Verhält In einer Replit hat der Magistrat nun darauf hingewiefen, Aufmertiamteit auf die Inschrift: Ruhestätte niffe die eigentlich treibenden Kräfte für die geschichtliche Entwicklung daß Zeitungsberichte über Beschlüsse der Ausschüsse, ebenso wie die der am 18. März 1848 in Berlin Gefallenen" lenken. find, daß ethische und geistige Faktoren mir in zweiter, nebensächlicher Verhandlungen der Stadtverordneten- Bersammlung in feiner Weise Alle übrigen Kirchhöfe wurden mit dem Namen der Eigentümerin, Weise an dieser Entwicklung beteiligt find. Das sogenannte Rechtszur Beurteilung der vorliegenden Sache herangezogen werden der betreffenden Stirchengemeinden, bezeichnet, nicht, wie dies gefühl, das Rechtsbewußtsein ist schließlich eben auch nur ein NiederFönnten: Der Magistrat könne doch nicht für die Reden der hier geschehen solle, mit einer näheren Bezeichnung der daselbst Be- fchlag der wirtschaftlichen Entwicklung früherer Epochen. Stadtverordneten verantwortlich gemacht werden. Uebrigens grabenen. Das sei ein großer Unterschied und gerade diese Ab- Marg sagt: zwei Mächte führen zum Socialismus, erstens die haben auch die Stadtverordneten feinesivegs eine Verherrlichung ficht des Magiftrats habe arg verstimmt und den berechtigtst en Produktionsentwidelung, zweitens der proletarische Selaffenkampf. der Revolution" beabsichtigt, sondern lediglich einer Pflicht der Bietät Widerspruch hervorgerufen. Möge das abgeänderte Projekt so Das Großkapital saugt den Mittelstand mehr und mehr auf, das gegen Tote genügen wollen, die auf einem der Stadt Berlin ge- hübsch wie nur möglich, ausfallen es werde niemand Proletariat wird immer größer, die kapitalistische Produktionsweise hörigen Friedhofe damals 50 Jahre lang ruhten. Diese Ab- etwas dagegen haben, wenn es nur frei bleibe von allem, was zu führt zur Ueberproduktion und all diese Umstände zusammen müssen ficht der Stadtverordneten erhelle flar aus der Verhandlung des Mig deutungen führen könne. schließlich zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch führen. Bern Prozesses wegen Aufhebung der Oberpräfidial- Verfügung, durch stein bestreitet, daß das Proletariat mehr zunimmt, als die anderen welche die Niederlegung eines Kranzes auf den lassen und führt zum Beweis dafür aus den Zahlen der EinMärzgräbern berboten wurde; eine jene Prozeßfommensstatistit an, daß die Einkommen von 3000 Mark und mehr 2 verhandlung enthaltende Broschüre wird zugleich überreicht. Aber, in startem Maße startem Maße gestiegen find, die Proletarisierung also abgesehen davon, habe der Magistrat in der Frage des März nicht in der von Marg und Engels vorausgesagten Weise vor sich friedhofes durchaus einen noch gemäßigteren Standpunkt vertreten gehe. Nun ist es doch ganz klar, daß Leute mit 3000 m. und mehr als die Stadtverordneten. Es ergebe sich dies aus den beiEinkommen noch lange feine Kapitalisten zu sein brauchen. Denken gefügten Protokollen und Vorlagen: Die Stadtverordneten- Vers Sie mir an den großen Troß der Beamten, denken Sie an fammhung war dem Magistratsbeschlusse vom 23. Dezember 1897 das Steigen der Gehälter nach Maßgabe des Steigens der betr. die Instandsetzung des Friedhofes am 29. desselben Monats Eine Konferenz der socialdemokratischen Gemeinde- Wer: Lebensmittelpreise. Aus diesen Zahlen ist ist absolut nicht #zwar beigetreten, hatte aber des weiteren( mit 77 gegen 18 Stimmen) treter tagte am Sonntag in Jlbersgehofen bei Erfurt. Es waren zu beweisen, daß das Proletariat nicht zugenommen hat. beschlossen, innerhalb des Friedhofs einen Denkstein mit der In- 54 Delegierte und eine große Anzahl Gäste aus 37 Orten( aus Die Aktiengesellschaften sind ein Mittel, das Kapital zu centralisieren: fchrift: Den Gefallenen des 18. März 1848 die Breußen, Sachsen- Weimar, Sachfen- Gotha, Sachsen- Meiningen, und nicht zu pulverifieren.( Sehr richtig!) Sie bedeuten keine BerStabt Berlin", segen zu lassen. Gin zweiter Antrag, nach Rouens i. S. Echwarzburg- Rudolstadt und Schwarzburg: splitterung. Neuß ä. L., j. sondern eine Zusammenfassung vieler Kleiner welchem der Dentstein die Widmung enthalten sollte: Dem An- Sondershausen anwesend. Sapitalien zu einem großen Betriebskapital, eine Vergeselldenken der am 18. März 1848 Gefallenen die Stadt Berlin", wurde mit 81 gegen 12 Stimmen abgelehnt, ein Beweis, daß auch vertreter- Konferenz am 27. Dezember d. J. in Berlin festgesetzt war, Bernstein wendet sich Das Programm, welches auf der Brandenburger Gemeinde- fchaftung des Betriebskapitals, aber im tapitalistischen Sinne. die Stadtverordneten jedwede Demonstration vermeiben wollten. war hier zur Tagesordnung gestellt. Als Referenten für die einzelnen und erklärt sie für irrtümlich. Eine Verelendungstheorie, wie Jenem erſterwähnten Beschlusse der Stadtverodneten sei der Bunkte derselben waren die Genossen: Bau dert- Apolda, Böttcher- sie in den Köpfen von Socialreformern und auch einiger SocialMagistrat indes entgegengetreten, und zwar in seiner Vorlage vom Frankenhausen, Leutert- Apolda, Simon- Jlversgehofen, Rei demokraten herumspufen mag, diese einseitige Verelendungstheorie 25. Jannar 1898, in welcher es heißt:" Nach sorgfältiger Erivägung haus Erfurt, Betterlein- Gera und weiß Goldlauter ist von Marg und Engels niemals formuliert worden. Marg und aller einschlägigen Verhältnisse und nach eingehender Vorberatung bestimmt, jedoch gab die ausgedehnte Debatte, die infolge der ver- Engels haben feineswegs gejagt, daß die Verelendung zu einem der Angelegenheit in einer Kommission glauben wir den wünschens fchiedenartigsten Bestimmungen bei den Gemeindewahlen 2c. in den Herunterdrücken ins Lumpenproletariat führen müsse, sondern auswerten Frieden in allen beteiligten Streifen am besten zu wahren und hier vertretenen zahlreichen Baterländern unvermeidlich war, den brüdlich hervorgehoben, daß neben diesen niederdrückenden Tendenzen, zu fördern, wenn wir den Standpuntt nicht verlassen, welchen die Anlaß, daß die umfangreiche Tagesordnung nicht erledigt werden die das Kapital in fich trägt, andere Tendenzen nebenherlaufen, die aus Mitgliedern beider Gemeindebehörden gebildete gemischte fonnte.- Trozz der Schwierigkeiten, die bei der bunten der Arbeiterklasse wieder günstige Lebensbedingungen verschaffen. Deputation vorgezeichnet hat und nur dasjenige zur Ausführung Zusammenwürfelung der Thüringer Länder in Bezug auf ein Sie sind immer dafür eingetreten, daß die Lage der Arbeiterklasse bringen, worüber innerhalb der städtischen Behörden auf allen Seiten einheitliches Programm zu den Gemeindeivablen entstehen, wurde auch innerhalb der heutigen Gesellschaftsordnung verbessert werden Uebereinstimmung vorhanden ist." allgemein betont, daß allgemeine Gesichtspunkte, principielle Forde fann und muß, wenn das Profetariat reine geschichtliche Mission erDiese Vorlage, mehr aber noch deren Borberatung beweise, daß rungen als Richtschnur bei allen Gemeindewahlen zu dienen haben. füllen will. Die Vortragende weist ferner nach, wie Bernstein aus dem Magistrat nichts ferner gelegen habe, als eine Berherrlichung Deshalb wurde das Bureau beauftragt. im Herbst an einem ge- der Berufsstatistit zu falschen Schlüssen über die Auflösung des der Revolution. Als laffiser 3euge für diese Vorgänge eigneten Ort Thüringens nochmals eine Konferenz einzuberufen, Wittelstandes tommt. werde eventuell der frühere Oberbürgermeistergelle benannt, welche zu diesen Fragen Stellung zu nehmen und über die un der jene Verhandlungen geleitet habe. Und was das Aeußere des erledigten Bunfte der diesmaligen Tagesordnung zu verhandeln Portals anlange, so jei der Magistrat bereit, nach dem Entwurf ein habe. Mit einem begeisternden Hoch auf die Socialdemokratie wurde Modell in natrlicher Größe bauen und an Ort und Stelle aufrichten abends 7/2 Uhr die Konferenz geschlossen. zu lassen, um das Gericht davon zu überzeugen, daß das geplante Banwert der Umgebung des Friedhofes durchaus angepaßt jei. Es Beitungsseger vollständige Arbeitsruhe durchführen. Die Montags: Maifeier. In Wien werden diesmal am 1. Mai die rechtfertige sich hiernach der gestellte Antrag. Den Vorsiz im Gerichtshofe führt der Geh. Oberregierungsrat blätter fündigen bereits an, daß sie wegen der Maifeier am 1. Wai Den Vorfiz im Gerichtshofe führt der Geh. Oberregierungsrat Kayser, zum Referenten ist Verwaltungsgerichts- Direktor Frens- ausfallen müssen, und die Tageszeitungen werden wohl Dienstag berg ernannt. Die Klage vertritt an Stelle des durch eine Reise nachmittag erscheinen. Die Wiener Zeitungsseter geben damit ein behinderten Justizrats aleinholz der dienstälteste Syndilus des nachahmenswertes Beispiel. Die jocialdemokratischen Arbeiter in Magistrats, Stadtrat Meubrint; für den beklagten Polizeipräsidenten Budapest beschloffen gleichfalls vollständige Arbeitsrube am ist der Dirigent der dritten Abteilung des Polizeipräsidiums( Bau- 1. Mai. In Gee ft hat( Hamburger Landgebiet beschlossen die polizei), Geh. Regierungsrat Dr. Zacher, erschienen. Als Beifizer organisierten Storbmacher und Korbmacherinnen die Arbeitsriche am fungieren neben Herrn Frensberg: Regierungsaffeffor Scheibel, Der Produktenverteilungs- Verein I in Gelenau Technifer Stephan, Baumeister Koch, Maurermeister und Bürger-( Sachsen) wird am 1. Mai sein Lotal geschlossen halten. deputirter Koch und Rechtsanwalt Stempner. Als Zuhörer wohnt Totenliste der Partei. In Linz starb der Parteigenosse der Verhandlung Stadtrat Bohm bei. Für die Verhandlung Johann Neander, einer der aufopferndsten Agitatoren mb ist auf dem Terminszettel cine Viertelstunde in Aussicht ge Organisatoren der Partei in Oberöstreich. Neander war Mitglied nommen 98/4 bis 10 1hr und länger hat fie auch taum ge- der Landesvertretung der Socialdemokratie Oestreichs und des Lofalausschusses für Linz. Er wurde ein Opfer der Tuberkulose. Polizeiliches, Gerichtliches ufiv. dauert. hids Partei- Nachrichten. 1. Mai. V = weiter gegen gen die Berelendungstheorie Bernstein wendet sich gegen die Krisentheorie und meint, die Bildung von Trusts und namentlich die Ausdehnung des Weltmarktes werde eine große geschäftliche Strise noch für lange verhindern. Marg und Engels haben die Verwirklichung der socialistischen ber Ausdehnung des Proletariats, dem Verschwinden der MittelZiele niemals als die Folge eines geschäftlichen Krachs, fondern als die Folge eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs hingestellt und diesen von schichten und besonders von dem Klaffentampf erwartet. Bernstein meint, der Socialismus werde schließlich durch das Rechtsbewußtsein des Menschen verwirklicht werden. Ich kann dieser Gerechtigkeitsidee keine selbständige Kraft zuerkennen. Die ganze Geschichte zeigt, baß die Gerechtigkeitsidee nicht revolutionäre Seraft befigt. Wieviel bürgerliche Socialreformer find mit der Gerichtigkeitsidee anf stolzen Schiffen in das weite Meer hinausgesteuert, fie alle aber find mit gebrochenen Maften in den Hafen der Entjagung oder in den Hafen der Nichtverwirklichung ihrer Biele zurückgekehrt. Bernstein erwartet viel vom Rechtsbewußtsein in den Kreisen der bürgerlichen Socialreformer, der bürgerlichen Intelligenz. Diese Leute, die selbst kein wirtschaftliches Interesse haben, haben aber auch kein Verständnis für das Klaffemintereffe des Broletariats. Sie sind bereit, an seiner augenblicklichen Lage zu bessern, um seine Aussöhnung mit dem Der Vorsitzende, Geheimrat Kanjer, nimmt zu Beginn der Kapitalismus herbeizuführen. Das Proletariat wäre dreimal Sigung zunächst das Wort. Er möchte, so führte er ungefähr ous, thöricht, wenn es im Vertrauen auf die Einsicht bürgerlicher vor Eintritt in die Verhandlung an die Parteien, insbesondere- Politische Opposition ist in Sachsen unanständiges, unfitt Socialreformer feinen Stlassentampf aufgeben wollte. Wie den Magistratsvertreter zunächst die Frage richten, ob es denn nicht liches, rechtswidriges Unternehmen, wenu es an einem Tage aus- wenig die Herren ihre eigenen Selasseninteressen zu wahren Wittel und Wege gebe, den vorliegenden Streit, der zum Schaden geübt wird, an dem der König seinen Geburtstag hat. Der Stadt vermögen, das hat erst die letzte Zeit deutlich gezeigt. Die der Allgemeinheit schon so viel Siaub aufgewirbelt rath der guten Stadt Lengefeld in Sachsen erließ in feiner Eigen- Beit der Göttinger Sieben ist vorüber. In welch gemeiner und habe, in anderer Weise zu erledigen, und zwar, je ichaft als Polizeibehörde folgende Verfügung: feiger Weise haben die Professoren nicht ihren Kollegen Delbrüc schneller, desto besser; je länger ein Sonflift existiere, desto mehr. An den Vorstand dem Disciplinargericht überantwortet. Wohl regte fich ein Ent verschärfe er sich. Dis die Angelegenheit ihre definitive Erledigung des socialdemokratischen Vereins für den 22. Reichstags- Wahlkreis rüstungssturm in der deutschen Künstlertvelt, als der Abg. Lieber findet, könnten noch Monate vergehen. Welcher Erfolg aber wäre Mitgliedschaft Lengefeld. feine wiberfinnigen Kunstbetrachtungen im Reichstag zum besten gab andererseits zu erreichen? Daß das Projekt, wie es der Magistrat Herrn Karl Robert Gehrifch, hier. ( Seiterkeit), aber kein Wort der Entrüftung hatten biefelben Leute, habe aufstellen lassen, in der Residenz jemals werde zur Aufstellung Der Stadtrat hält die Abhaltung einer Mitgliederversammlung als der geniale Zeichner Heine wegen Majestätsbeleidigung zu gelangen, erwarte, wie er( Redner) glaube, wohl niemand, des socialdemokratischen Bereins am 23. April, aljo am Stönigs Gefechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde.( Beifall.) Bei jedem der die thatsächlichen Verhältnisse lenne. Nam burtstag, für ein oppofitionelles, den guten Sitten und den An- Wink von oben knicken diese Leute feige zusammen. Sie habe der Magistrat ja in seiner Replit ausführlich auseinander- fchauungen von Anstand und Recht widerstrebendes Unternehmen im wollen dem Arbeiter fleine Vorteile zuwenden, weil sie gesezt, daß eine monumentale Berherrlichung Sinne von§ 5 des Vereinsgejebes vom 22. November 1850 in der denten, sie können sie dann um so wiüfähriger machen für nicht in seiner Absicht liege; Faijung des Gesezes vom 11. Junt 1898. Es wird deshalb die für ihre Politit des Flottenrummels, des Gondelenthusiasmus und er beabsichtige nichts weiter, als dem Friedhof eine würdigere diesen Tag angemeldete Versammlung dieses Vereins im hiesigen Militarismus. Erinnern sie sich nur an den Züricher ArbeiterschußGestalt zu geben, und daß dies wünschenswerth wäre, ergeben Restaurant Bum Tunnel" auf Grund dieses angezogenen§ 5 des Kongreß, auf dem ja auch wir Socialdemokraten vertreten waren. thatsächlich die eingereichten Photographien. Allein jedem Unbefan: Bereinsgeiezes hiermit verboten. Die Sombart, Hertner und Wagner, die vorher den Mund nicht voll genen müsse dabei die Frage aufstoßeu, weshalb der Magistrat dann Dazu machen die Veranstalter der Versammlung in ihres genug nehmen fonnten, wagten es schließlich nicht, auf dem Kongreß nicht ein Projekt eingereicht habe, welches seiner Absicht boll und oppositionellen Herzens Einfalt das naiv- umpatriotische Eingeständnis, persönlich zu erscheinen, als aber ein Kongreß von Berlepsch' Gnaden unter ganz" entſpreche, welches jede andere Deutung ausschließe! daß fie an Königs Geburtstag gar nicht gedacht haben, nicht beben wohlwollenden Augen der Regierung in Brüffel einberufen Das das vorliegende Projekt dieser Anforderung nicht entspreche, set denkend, daß sie damit dem Polizei- Utas eine nachträgliche Recht war, ba gingen die Herren Professoren hin, da ließen sie es nicht flar eriviefen(?): es habe viel lnfrieden erregt und weite fertigung gewähren. Es muß doch als eine patriotische That ersten nur am Mundspiken bewenden, da tanzten sie auch. Gerabe jene Kreise der Bevölkerung in ihren Gefühlen verlegt. Danach sei Rauges erscheinen, solche gottlose Menschen wieder an ihre patriotischen Elemente find es, die sich mit Bernstein in dem Wunsche begegnen, es doch eine ganz einfache Maßnahme, wenn der Magistrat fich ent- Pflichten zu erinnern. der Socialdemokratie den revolutionären Charakter zu nehmen, fie mit der wuchtigen Straft des Proletariats vorwärts ziehen.( Heiterwollen ihren Reformtarren, der nicht recht vom Flede fonumen tann, teit und Beifall.) schlösse, ein anderes Projekt einzureichen; er( Redner) jei überzeugt, In Merseburg wurden am Sonnabend zwei Bersammlungen daß das Polizeipräsidium seine Zustimmung in wenigen Tagen geben verboten, weil in beiben Lokalen bie Thüren nicht nach außen auf werde. Er möchte deshalb an den Vertreter des flagenden Magistrats die Bitte richten, ob er diesen Vorschlag feinen Stollegen nicht zu gehen. Das scheint danach in Merseburg ein lokales Unglück zu sein, vörderſt unterbreiten möchte, um die Sache schnellstens aus der Welt a bit Türen nicht nach außen gehen. Für die Polizei aber un- sondern diese Leute müſſen, wenn fie es ehrlich meinen, zu schaffen; zu diesem Behuse schlage er eine Bertagung vor. geheuer bequem. Stadtrat Meubrint crividert, daß der Magistrat dem Vorsitzenden zu Dant verpflichtet sei für diesen wohl zu erquid nite o pol dan ting Aber wir wollen uns nicht in den Dienst der Herren stellen, uns herüberkommen. Bernstein rät zu Reformen auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes, des Manicipalsocialismus, des Gewert schafts- und Genossenschaftswesens und hofft von ihnen, daß fie uns en plural 108 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend.. Die Lohnkommission der Puzer. Eine Sammellifte für die Krefelder Weber Nr. 1841 ist verloren gegangen. Es wird gebeten, dieselbe an Lenz, Alte Jakobstraße 71, Zahlstelle der Dekateure, abzuliefern. Deutsches Reich. Der Streik der Stuccateure in Stettin ist nach achttägiger Dauer beendet. In einer Besprechung zwischen den Streifenden und den Unternehmern wurde eine Einigung erzielt, so daß die Arbeit wieder aufgenommen wird. Die Stuccateure werden darauf aufmerksam gemacht, daß in Dresden eine Lohnbewegung bevorsteht. Von Hamburg sucht die Firma Knauer, wo gegenwärtig die Gipser im Streit stehen, in Berlin Arbeiter anzuwerben. Es wird dringend gebeten, den Zuzug streng fernzuhalten. Die Gewerkschaften des Nuhrreviers planen für diesen Bezirt die Einberufung einer Delegiertenkonferenz, die über geeignete Mittel beraten soll, wie die Gewerkschaftsorganisation zu heben ist. Die Zimmerer in Halle befinden sich in einer Lohnbewegung zur Erreichung eines Stundenlohnes von 45 Pf. Zu den neuen Bedingungen arbeiten 125 Zinimerer, während 94 im Ausstand stehen. Die Maurer in Meißen befinden sich im Ansstand. In Betracht kommen 300 Maurer, 77 arbeiten bereits zu den neuen Bedingungen. mehr und mehr in den Socialismus hinüberleiten werden. Welche das Wort von deu Pariser Communarden, die sich lieber hätten Brüssel, 25. April. In der heutigen Rammersizung Art Socialismus sich Bernstein dabei vorstellt, sagt er in seiner schlafen legen sollen. Redner rühmt die Thaten der Kommune und machte der socialistische Abgeordnete Furnemont der Broschüre nicht genan. Die alte Art des Socialismus, die die sucht schließlich für seine anarchistischen individualistischen Ideen Regierung den Vorschlag, dieselbe möge zur Erzielung einer soSocialdemokratie bis jetzt erstrebt hat, scheint es mir nicht zu sein. Propaganda zu machen.( Vereinzelter Beifall, lebhaftes Bischen.) Niemand von uns bestreitet die Bedeutung solcher Reformen, Schriftsteller v. Gerlach: Ich hatte schon neulich eine Rede fortigen Verständigung zwischen den Streifenden und den aber es handelt sich darum, die Grenze zu ziehen, bis zu welcher der Frau Betfin, die sie in Stuttgart gehalten hat, über dasselbe Bergwerksbefizern die letteren auffordern, eine zehnprozentige die Reform für das Proletariat Bedeutung hat. Die Reform darf Thema gelesen und war deshalb heute nicht über ihre Ausführungen Lohnerhöhung sofort und weitere 10 pet. zum 1. Oftober zu ge nicht Selbstzweck sein, sondern nur Mittel zu dem großen revolu- erstaunt. Freilich, wer sie nur vom Hamburger Parteitag kennt, wird tionären Kampf. Neben der Reform muß der politische Kampf für sich heute über sie gewundert haben. Damals marschierte sie auf dem währen. die Eroberung der politischen Macht einhergehen. Den aber schiebt rechten Flügel und trat den radikalen Berliner Genossen in der Fragen Bernstein so gut wie völlig bei seite. Gewiß ist manches auf dem der Landtagswahl- Beteiligung entgegen. Schon in Stuttgart aber Gebiete des Munizipalsocialismus zu erreichen, aber es ist doch sah ich sie auf dem linken Flügel als Vertreterin des reinen Marrisflar, daß die herrschenden Klassen auch hier die socialistischen Bäume nicht mus, von dem ich mich wundere, daß er noch existiert.( So?) Ja in den Himmel wachsen lassen werden. Als z. B. in Roubair die socia- ebenso wie ich mich wundere, daß Eugen Richter jeit 30 Jahren noch Achtung, Pußer! Auf dem Bau Rankestraße 109 in Charlistische Gemeindevertretung die Errichtung einer Gemeinde- Apotheke, immer dieselben Ansichten hat.( Heiterkeit.) Das wichtigste im Vor- lottenburg haben die Außenpußer die Arbeit niedergelegt, weil bei aus der jedes Gemeindemitglied kostenlos Arzeneien empfangen trag der Frau Zetkin war das Wort von der reinlichen Scheidung. dem Preis der Buzerarbeiten der Minimallohn nicht verdient werden sollte, beschlossen hatte, wurde dieser Beschluß von der staatlichen Sie sagte, Bernstein sei schon in das bürgerliche Lager eingerückt, kann, auch die Abschlagszahlung von dem Meister nicht garantiert Aufsichtsbehörde anulliert. Mit der Bildung von Produktivgenossen- oder wenigstens auf dem Wege dahin. Socialdemokrat ist er also ist. Die Puzer, welchen Arbeit angeboten wird, werden ersucht, bei schaften und Konsumvereinen ist überhaupt kein Stück socialistischer wohl nicht mehr in ihren Augen. Die Resolution Maaß geht schon der Lohukommission Information einzuziehen. Gesellschaft in den heutigen Staat einzuschmuggeln. Die Austausch weiter, sie enthält ein Mißtrauensvotum gegen Bernstein und zwei weise in den Konsumvereinen muß kapitalistisch bleiben, auch die von Ihren Abgeordneten. Warum gerade die beiden? Hat man Sonfumbereine fönnen nur auf der Grundlage der kapitalistischen sie besonders ehren wollen? Beus, David, die noch weiter rechts stehen, Produktionsweise arbeiten. Die Arbeiter in diesen Vereinen werden werden unwillig sein, daß man sie nicht mit in den Kranz aufgenommen hat. deshalb ebenso ausgebeutet, wie die Arbeiter anderer kapitalistischer Neulich hat Heine über dasselbe Thema gesprochen und Punkt für Punkt Betriebe. Die Konsumvereine find den kleinen Geschäftsleuten auch das Gegenteil von dem gesagt, was heute Frau Zetkin ausgesprochen ebenso verhaßt, wie der Großkapitalist. Es ist merkwürdig, daß hat. Es tritt also hier die merkwürdige Erscheinung hervor, daß Bernstein, der den Mittelstand so wohlgefällig erhalten will, den zwei verschiedene socialdemokratische Redner, die gleichmäßig beArbeitern den Rat giebt, sich recht kräftig in Konsumbereinen gegen rechtigt sind, im Namen der Partei zu sprechen, diametral entgegenden Mittelstand zu organisieren. Auch die Gewerkschaften gesetzte Ansichten vertreten. Bernstein vertritt allerdings eine von können das Proletariat nicht vom Joch des Kapitalismus der heutigen Auffassung grundverschiedene Auffassung in seiner befreien. Gewiß sind sie nötig, gewiß muß ihre Attion Schrift. Er sagt: Auch starte Eigentumsveränderungen werden verstärkt werden, sie können ein Herabsinken der Arbeiterklasse teine starten Umwälzungen der Menschennatur zur Folge in das Lumpenproletariat verhindern, aber sie sind nicht im stande, haben. Es ist das Gegenteil von dem, was Bebel so aus die Ketten zu brechen, sondern höchstens zu erleichtern. Sie können führlich in seinem Buch" Die Frau" sagt. Denn Bebel ist der die Profitrate auf Kosten der Lohnrate sinken machen, aber den Meinung, daß bei veränderten Eigentumsverhältnissen die Menschen Arbeitern nüßt das Sinken der Profitrate nicht viel, fie müssen sie sozusagen Engel werden. Hat nun Bernstein oder Bebel recht? ganz beseitigen. Die heutige Wirtschaftsweise muß nicht reformiert, Frau Betkin verwechselt offenbar Betriebskonzentration und Kapitalssondern revolutioniert werden. fonzentration. In der Wirtschaft hat die Betriebskonzentration Bernstein rät den Arbeitern, durch ein Paktieren mit der bürger- sicher keine Fortschritte gemacht. Hier hat die Marrsche Theorie ein lichen Demokratie der kapitalistischen Gesellschaft allmählich Reformen Roch, das alle Ihre doktrinären nicht zustopfen können. Für die abzuschmeicheln. Ihm ist ja der Socialismus nichts anderes als die Wirtschaft paßt der Margismus nicht. Daher Ihr Bestreben Vollendung des Liberalismus, ihm ist das revolutionäre Princip nach einem Agrarprogramm. Die Agrarfrage ist aber bei Ihnen zur inhaltslosen Phraſe geworden. Er Er hält Deutschland für begraben. Was nun die Stellung des Bürgertums zur Socialein Land, in dem das Recht der besitzenden Minderheit demokratie anlangt, so gebe ich Frau Bettin in vielen Punkten Recht. feine Gefahr mehr für den socialen Fortschritt bedeutet, Gewiß ist die Bourgeoisie im großen und ganzen feige. Ich bin gewiß ihm erscheint die Reaktion in Deutschland nicht so arg, tein Schwärmer für diese feige Gesellschaft. Aber man darf doch nicht er sieht bei uns eine fortschreitende Demokratisierung. Er beruft sich alles in einen Topf werfen. Wenn jemand für Flottenvermehrung eintritt, auf seine deutschen Korrespondenten, diese müssen aber mit ihrem so sagt Frau Bettin, er thue es nur, um Gunst von oben zu erhaschen. Geiste auf dem Monde wohnen( Heiterkeit), für sie scheint das letzte Es können doch aber für eine solche Stellung bei ehrlichen Menschen Jahrzehnt deutscher politischer Geschichte nicht zu existieren: Deutsch- auch fachliche Motive maßgebend seint.( Lachen.) Wie käme es denn land das Land der Zuchthausvorlage und des Zuchthauskurses, der sonst, daß der Führer Ihrer Partei, Hyndman, Englands Flotte zur Wahlentrechtung, des mehr als halben Absolutismus. Die Geschichte größten der Welt machen will? Kriecht etiva Bernstein der deutschen Demokratie ist die Geschichte der erbärmlichsten Feigheit, vor Fürstenthronen? Will er Marineprofessor in Deutschland und das deutsche Proletariat wäre Prügel wert, wollte es mit werden, wenn er die Erwerbung von Kiautschou für eine richtige dieser bürgerlichen Demokratie paktieren. Ich weiß ganz gut, daß Maßnahme der deutschen Regierig erklärt?( Lachen.) Ja, wenn der Gebrauch des Wortes revolutionär nicht die Wirkung des Sie so weit in der Berurteilung Bernsteins gekommen Posaunenblasens von Jericho auszuüben vermag, aber ich muß bei sind, dann wird ja die reinliche Scheidung nicht mehr lange dem Grufeln vor dem Worte„ revolutionär" immer an das Gedicht auf sich warten lassen. Was Bernstein gesagt hat, entspricht dem industrie sei folgendes mitgeteilt: Ende 1898 arbeiteten weibliche Ueber die Frauenarbeit in der oberschlesischen Montans Heines von den Kastraten denken. gesunden Menschenverstand. Es ist viel leichter, einen Revolutionsin die Partei zu schmuggeln, wie fich schon fleinere Versuche bei der Erividerung Kautskys mit großem Jntereffe gelesen. Ein Beweis Cookshochöfen 707( 773); in Eisengießereien 13( 12); Walzeisen und Bernsteins Schrift ist der erste größere Versuch, den Possibilismus gigerl zu spielen, als neue Wahrheiten zu suchen. Ich habe die Arbeiter in den Steinkohlengruben 3751( Ende 1897: 8909), Cijen erzgruben 1072( 1030), Bint- und Bleierzgruben 2298( 2151); an Dampfersubvention, beim Kampf der Jungen, bei den Vorschlägen ist ihm glänzend gelungen: daß Bernstein feine Fortſegung Stahlfabriken 618( 526); Robzintfabriten 1590( 1680); 8infweißVollmars zum Staats- und Agrarsozialismus, bei der von des Marrisnnis gegeben hat. Aber was dieser zur Kritik des Mar- fabriken 9( 8); Binkblechfabriken 9( 9); Blei- und Silberhütten 7( 8); Auer, Heine und Schippel befürworteten Kompensationspolitit be- gismus gejagt hat, ist von Kautsky nicht widerlegt worden. Bern- Coats- und Zinderfabriken 495( 523); Schwefelsäurefabriken 65( 67); merkbar gemacht haben. stein hat den Weg von der angeblichen Wissenschaft zur Pragis geWenn die Gegenfäge fo fchroff zu Tage treten, funden. Behalten Sie Bernstein, Anter. Schippel, Heine. Es sind Fabrikation schweflicher Säure 15( 12). dann ist eine reinliche Scheidung im Interesse der Ihre besten Leute.( Vereinzelter Beifall.) Partei beffer als ein fauler Friede und ein Ver Stadthagen wendet sich gegen Maaß, der früher einmal tuschen. Wohin sich die Masse des Proletariats stellen wird, den Achtuhr- Ladenschluß für eine sehr revolutionäre Sache gehalten darüber bin ich nicht im Zweifel. Sein Klasseninstinkt und sein habe. Er bittet wegen der persönlichen Spigen um Ablehnung der Klaffenbewußtsein wird es den angepriesenen Weg der neuen Resolution Maaß und schlägt folgende Resolution aur Reform- und der seichten Opportunitätspolitik nicht gehen lassen, es Annahme vor: wird in seiner Ueberzahl an der marristischen Auffassung festhalten. Die Spaltung, auf die die Gegner hoffen, wird nicht eintreten. Die Masse des Proletariats wird nicht nur an seiner Besserstellung weiter arbeiten, sondern auch durch das Festhalten an dem Gedanken von der socialen Revolution seine endgültige Befreiung, die Zerschmette rung der kapitalistischen Gesellschaft, herbeiführen.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion empfiehlt zunächst Genosse Maaß folgende Resolution: „ Die versammelten Genossen erklären sich mit den Ausführungen der Genossin Zetkin grundsäglich einverstanden. Sie protestieren mit Nachdruck und Entschiedenheit gegen die opportunistischen Bestrebungen, wie solche von Bernstein, Heine und Schippel versucht werden, in die Reihen des kämpfenden Proletariats zu tragen. Die Versammelten erwarten, daß überall da, wo flassenbewußte Arbeiter zusammenkommen, sie sich dem vorstehenden Protest anschließen, damit selbst der Schein vermieden wird, als ob das klassenbewußte Proletariat sich durch reformatorische Flick arbeit von dem als richtig erkannten Ziele der socialen Revolution abdrängen ließe." " Die heute in Kellers Festsälen bersammelten Genossinnen und Genossen treten den Ausführungen der Genossin Zetkin bei und lehnen die Bernsteinschen Darlegungen als irrige und utopische Auffassungen des politischen und wirt schaftlichen Lebens in Deutschland ab. Aus der Frauenbewegung. Die Petitionskommission des preußischen Abgeordneten: hauses verhandelte über die Petition des deutschen Frauenbundes um Anstellung weiblicher Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Nach kurzer Debatte, in der von keiner Seite gegen den Inhalt der Petition Bedenken erhoben wurden, beschloß man, im Hinblick auf die anläßlich des Autrages Hirsch im Abgeordnetenhause geführten Debatten und auf die hierbei vom Minister für Handel und Gewerbe abgegebene Erklärung, die Petition der fgl. Staatsregierung als Material zu überweisen. Bei dieser dürfte das„ Material" noch für eine geraume Zeit gut aufgehoben sein. arbeiten dabei noch in notorisch Die Frauen Also sind noch 10 036 Frauen und Mädchen des oberschlesischen Induſtriebezirks thätig in Gruben und Hütten! Sie leisten zum größten Teil sehr schwere Arbeit, für die in den anderen Bezirken mit Montanindustrie kräftige Männer angestellt sind. zerrättenden Betrieben, z. B. der Zinkfabritation, der Säureaußerordentlich gesundheitsHerstellung. Daß diese Beschäftigung einen sehr ungünstigen Einfluß auf den weiblichen Organismus ausübt, ist ohne weiteres fest stehend. Es kann daher kein Wunder nehmen, daß der Nachwuchs der Arbeiterbevölkerung Oberschlesiens eine große Sterblichkeit und geistige wie förperliche Strüppel in Menge aufweist. Litterarisches. Im allgemeinen halte er die Erörterung der Bernsteinschen Schrift in einer Volksversammlung für überflüssig, aber da einmal die Frage gestellt sei, müsse sie auch beantwortet werden. Bernstein Protokoll über die Verhandlungen der sächsischen Landes. fämpfe einen inneren Kampf, den er noch nicht ganz durchgekämpft konferenz, abgehalten zu Krimmitschau am 4. und 5. April 1899. habe. Seine alten Genossen, die jahrelang mit ihm gekämpft haben, Preis 25 Pf. Dresden 1899. Druck und Verlag von Raden u. Co. müsse ein wehmütiges Gefühl über die Wandlung beschleichen. In Die Kongresse unserer Parteigenossen in den Einzelstaaten haben Bernsteins Schrift vermisse er eine Angabe über die Zahl eine große Bedeutung für die Entwicklung der Gesamtpartei. Es ist der Almojenempfänger, die stetig und start gestiegen sei. Das sei daher zu begrüßen, daß die Verhandlungen derselben in besonderen doch auch ein Beweis für das Wachstum der proletarischen Massen. Protokollen niedergelegt werden, was bisher nur vereinzelt geschah. Herrn v. Gerlach sage er, daß im Namen der Partei kein einzelner Auch Berichte über die oft sehr bedeutsamen Landesversammlungen Genosse, sondern nur der Parteitag sprechen dürfe. Die Diskussion der sächsischen Parteigenossen mußte man bisher mühsam in den wird hierauf geschlossen. Zeitungen nachschlagen und hier fand man oft nicht völlig zureichende Berichte. Die letzte sächsische Landeskonferenz in Krimmitschau be schloß deshalb die Drucklegung eines Protokolls, welches mumehs bereits vorliegt. Der ausführliche, treffliche Bericht über die Entwicklung der Partei- Organisationen, Parteipresse usw., den das Centralkomitee der Konferenz vorgelegt hatte, ist dankenswerterweise wiedergegeben worden. Ebenso ist zu bewillkommen, daß die Beschlüsse früherer Landesversammlungen zugefügt sind. Das Pros tokoll wird dauernden Wert behalten. Nur ein Mangel fällt uns auf. In der Wiedergabe der Reden über die Beteiligung an den Land tagswahlen ist die Rede des Referenten Fräßdorf ganz unverhältniss mäßig furz gegenüber der sicherlich nicht längeren Rede des Korreferenten Lipinsky aufgenommen worden; dies hätte wohl vermieden werden sollen. Nach einem temperamentvollen Schlußwort der Genossin gettin, die sich gegen die Ausführungen der Herren Landauer und v. Gerlach wandte, wurde die Resolution Stadthagen gegen eine Kleine Minder heit angenommen. Die Resolution Maaß war zurückgezogen worden. Erst gegen 1 1hr war die Versammlung zu Ende. Der Saal hatte sich gegen Ende schon stark gelichtet. Der Bergarbeiterstreik in Belgien. Brüssel, Sonntagabend. 0 Maaß: Zur Begründung der Resolution brauche er nur auf den zündenden Vortrag von Fran Zetkin zu verweisen. Er wolle hinzufügen, daß es wohl kein Zufall, daß dieselben opportunistischen Elemente, die jetzt für Bernstein seien, auch für die Beteiligung an den preußischen Landtagswahlen eingetreten seien.( Ruf: Frau Zetkin ist ja auch für Beteiligung. Gelächter.) Es sei auch kein Zufall, daß der jezige Opportunist Schippel der spiritus rector der Unabhängigen war, der freilich, als es zum Klappen fam, fahnenflüchtig Die Lage ist nicht geändert. Morgen( Montag) wird sich entwurde. Es ist auch kein Zufall, daß der jetzige Opportunist Schippet scheiden, ob die Beden von Lüttich und von Borinage der mit Bebel in der Agrarkommission saß und dann in Breslau eine Bewegung allgemein folgen. Drei Metallwaren Fabriken( La Haltung einnahm, daß ihm Bebel fagen mußte, mit einem Menschen( Providence, Callionee und Bonehill in Marchiemes) haben gewie ihm werde er in seinem Leben nicht mehr verhandeln.( Ruf: schlossen. Sie beschäftigen 1290 Arbeiter. Die Räte der In- Lekte Nachrichten und Depeschen. Bebel aber hat doch wieder mit ihm verhandelt! Große Heiterkeit.) dustrie und Arbeit von Lüttich und Charleroi tamen Schriftsteller Landauer: Was aus den Worten des Vor- zusammen. In Charleroi wurde die Sigung aufgehoben, Dortmund, 25. April.( B. 5.) Der Kaufmann Schtviering redners hervortlang, waren gerade mir sehr bekannte Töne. Ich ohne etwas zu beschließen. In Lüttich wurde die Besprechung der wurde hente bei Lippholthausen erschossen aufgefunden. Anscheinend will aber in diese Art, Personen zu bekämpfen, nicht Sache vertagt bis Donnerstag. In der Lütticher Gegend versuchen liegt Raubmord vor, da die leere Brieftasche und ein Revolver bei berfallen. Wir haben sie geübt als es notwendig war, vielleicht das die Gendarmen, die Arbeiter zu provocieren. Aber die Arbeiter der Leiche gefunden wurden. mals auch des Guten etwas zu viel gethan. So sehr mir nun bleiben ruhig. Die Federation der Bergarbeiter von Borinage hat Budweis, 25. April.( W. T. V.) Heute Nachmittag fam cs Bernsteins völlige Temperamentlosigkeit ein Greuel und Widerwillen ein Manifest ankleben lassen, das die Profite der Minen und den zu Zwiftigkeiten zwischen ausständigen Bauarbeitern und Abends ist, so muß ich doch sagen, daß er vielfach in seiner Kritik des Preis der Aktien angiebt. Das Manifest, das heute überall im der Polizei. Die letztere schritt mit dem Bajonett ein. Margismus recht hat, wenn er auch nichts Neues sagt. Ich meine Borinage angeheftet ist, macht großen Eindruck. fanden auf dem Ringplay Ansammlungen statt; die Polizei räumte auf die Theorie fommt es nicht in erster Linie an, sondern auf den In Charleroi, so wird der Frantf. 3tg." gemeldet, ver- im Verein mit der Gendarmerie den Platz, der sodann von einem Kampf. Ich will Bernstein nicht verteidigen, ich fäme mir sonst zu lautet, daß bedeutende Transporte englischer Kohlen für die Halbbataillon Infanterie besetzt und abgesperrt wurde. fehr als advocatus diaboli, des Geistes, der stets verneint, vor und Metallindustrie Belgiens unterwegs feien, doch sei es leicht möglich, der dies Verneinen mit chnischen Behagen thut. Bernstein hat Ihnen, daß die Eisenarbeiter aus Solidarität sich weigern, mit dieser Kohle wie ich glaube mit Bewußtsein, einen Stein in den Weg gerollt, zu arbeiten. über den Sie nicht so schnell hinwegkommen werden. Frau Von dieser letzteren Möglichkeit abgesehen, halten wir es an sich Bettin hat für die opportunistische Strömung die Namen für unwahrscheinlich, daß die englischen Bergwerksbefizer nach Belgien Auer, Schippel und Heine genannt; sie hätte auch David, Quarck, liefern; sie würden es mit ihren Arbeitern zu thun bekommen, die in gewissem Betracht auch Schoenlant nennen können. Ohne gewiß nicht dulden werden, dulden werden, daß das Produkt ihrer Ardazu benutzt werde, die Streifenden Bernsteins Chnismus, mit Betrübnis möchte ich sagen, daß wir an beit dem Moment angelangt sind, wo der Karren gründlich verfahren Es liegt im Interesse der Bergarbeiter Englands und auch Deutschist, wo wir ganz von neuem anfangen müssen. Erinnern Sie sich, lands das mag sich übrigens die dentfche Unternehmerpresse gewie langsam und spärlich sich dieser Saal gefüllt hat. Noch vor sagt fein lassen, daß die belgischen Bergarbeiter höhere Löhne, sechs, sieben Jahren wären Tausende zu einer solchen Versammlung bessere Daseinsbedingungen erhalten. Der Sorrespondent der Frif. geströmt, heute sind namentlich die Proletarier hier zu zählen. Die 8tg." meint, daß die Arbeitgeber mit der sofortigen Gewährung Arbeiter fümmern sich nicht mehr um solche Dinge. Ich sage das von 10 Proz. Lohnerhöhung, wozu fie zweifellos im stande nicht aus Bosheit, das Proletariat ist nicht mehr mit dem alten sind, den Frieden erkaufen können." Widerwillen erfüllt gegen die Befizenden.( Ruf: Unsinn!) Die Gesamtzahl der Streifenden wird am Dienstag auf 60 000 In Bezug auf die materialistische Geschichtsauffassung hat angegeben; das sind über 50 Proz. aller belgischen Bergleute. Bernstein recht. Seine Wahrheiten sind nicht so leicht abzuthun. Es ist kein Zufall, daß der Mann, den Frau Zetfin erwähnte, den Brüssel, 25. April. Der Gouverneur der Provinz die Resolution Maaß aber nicht nennt, Herr Auer, der Staatsanwaltennegau requirierte Truppen, um die Ordnung im Streifgebiet der Partei genannt wird und der heimliche Kaiser der Socialdemokratie aufrecht zu erhalten. Infolgedessen werden zwei Eskadrons Chasseurs * ist. Es ist kein Zufall, daß gerade v. Vollmar das schmählichste nach Charleroi und eine nach La Louvière abgehen. Wort, das je einem Socialdemokraten entschlüpft ist, gesprochen hat, * * 黃 Washington, 25. April.( W. T. B.) General Otis telegraphierte heute aus Manila: Auf dem Marsche nach Calumpit stieß die Brigade des Generals Hale auf heftigen Widerstand, schlug den Feind aber unter schweren Verlusten zurück und eroberte die feinds lichen Verschanzungen. General Hale hatte sechs Tote und zwölf Verwundete. Die Division Mc Arthur's, zu welcher die Brigade Hale gehört, hat jetzt Calumpit umzingelt. zu bekämpfen. Philadelphia, 25. April. In einer chemischen Fabrit fand heute eine Explosion statt. Die Explosion wurde durch die Entzündung von Benzin veranlaßt. 8wei Männer wurden getötet und zwei Männer wurden verwundet; ferner wurden eine Frau tötlich verwundet und zwanzig Personen mehr oder weniger schwer verlegt. San Francisco, 25. April. Die Mitglieder der Samoa. Kommission find hier eingetroffen und werden sich morgen an Bord des" Badger" einschiffen." Bartlett Trip erklärte, die Kommissare feien sich sowohl in den Hauptfragen wie auch in dem Wunsche, internationale Berwicklungen zu vermeiden, vollkommen einig. Bombay, 25. April.( W. T. B.) Die Times of India" ver öffentlicht Nachrichten aus Teheran, denen zufolge Rußland ein Recht auf einen Hafen im persischen Meerbusen erworben habe, von dem es, wenn es ihm beliebe, Besitz ergreifen werde. Der in Frage stehende Hafen wäre Benderabbas. Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. " Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 97. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstage 71. Sigung, Dienstag, 25. April 1899, 2 Uhr. Am Bundesratstisch: Niemand. Abg. Schrader( frs. Vgg.): Der Antragsteller ist uns jeden Beweis dafür schuldig geblieben, Der Antragsteller ist uns jeden Beweis dafür schuldig geblieben, daß das Schächten verwerflicher sei als die anderen Schlachtmethoden. Sch bitte daher, den Antrag abzulehnen. Abg. Böckel( wilder Antisemit): Es handelt sich hier um eine Ausnahmestellung für die israelitische Glaubensgenossenschaft.( Sehr richtig! rechts.) Würde ein Christ dieselben Grausamkeiten verüben, so würde er wegen Tierquälerei bestraft werden. Sehr viele Tierärzte haben sich in der schärfsten Weise gegen das Schächten ausgesprochen. Durch eine einfache Ablehnung unseres Antrages ist die Sache nicht erledigt, er wird stets wiederkommen. Die Regierung müßte wenigstens in einer Resolution aufgefordert werden, eine Enquete über die Nachteile resp. Vorteile des Schächtens zu veranstalten; bisher liegen nur private Gutachten vor. Abg. Liebknecht( Soc.): s Ich habe zunächst das fächsische Volk in Schutz zu nehmen gegen einen Angriff, der ihm von seiten des sächsischen Abg. Ortel entgegengeschleudert worden ist( Unruhe rechts). Er hat behauptet, die sächsische Regierung habe die Abschaffung des Schächtens unter der Zustimmung der großen Mehrheit des sächsischen Wolfes beschlossen. Das ist vollkommen unrichtig. Die stärkste Partei in Sachsen, welche bei der letzten Reichstagswahl 49 Prozent sämtlicher abgegebenen Stimmen für sich in Anspruch nehmen kann, die Socialdemokratie hat nicht mit der Regierung übereingestimmt, und unter den anderen Parteien werden, das glaube ich zur Ehre des sächsischen Volkes, ebenfalls sehr viele Taufende gewesen sein, die damit nicht übereingestimmt haben. Mittwoch, 26. April 1899. armen. Ich habe allerdings ein Gutachten gegen das Schächten ab gegeben, aber nicht gefagt, daß es unbedingt aus wissenschaftlichen Gründen verboten werden müsse, sondern nur, daß ich die andere Damals wurde mir von jüdischen Methode für besser halte. Freunden gejagt, das Schächtgebot stehe nur im Talmud, nicht in der Bibel, nicht im Pentateuch. Der Talmud sei aber nicht bindend. Seitdem haben die Rabbiner zu der Frage Stellung genommen und das Schächten für ein Religionsgebot erflärt. Hätte ich das gewußt, so hätte ich mein Gutachten nicht abgegeben. Die Diskussion wird geschlossen. In dem Schlußwort erklärt Abg Vielhaben( Antis.), daß er mit dem Verlauf der Debatte zufrieden sei.( Große Heiterfeit.) Ein Antrag auf Ueberweisung an eine Kommission liegt nicht vor. Die erste Lesung ist damit erledigt. Das Haus vertagt sich. Nächste Sigung: Mittwoch 1 Uhr( Antrag Bieber( E.) auf Er richtung von Arbeitskammern, in Verbindung mit Antrag Pachnide- Röficke auf Errichtung eines Reichs- Arbeitsamte s). Schluß 51/2 Uhr. Mordprozeß Guthmann. " mann, selbst Mitglied des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus, in Judenhäusern wird viel mehr Fleisch gegessen als bei uns hat das Schächten für eine Tierquälerei erklärt. Wir Sachsen Deutschen. Wir deutsche Männer müssen nim gegen unseren Willen ( Seiterkeit) lernen stets zu und verfallen nicht, wie andere Lente, der geschächtetes Fleisch effen. Es handelt sich hier darum, ein unerträge geistigen Versteinering.( eiterfeit.) Das Schächten hat auf mich liches Joch abzuschütteln, das uns das jüdische Bolt auferlegt hat. ftets den Eindruck gemacht, daß das Tier enorme Qualen erleiden( Heiterkeit.) Der. Abg. Liebknecht hat gesagt, daß die Judenhezen Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des von dem müsse. Die Methode des Schächtens kann ausnahmsweise faft von Antisemiten inscenirt worden feien. Die Judenhezen waren Abg. Liebermann von Sonnenberg( Reform P.) und schmerzlos fein, während die Betäubung das Schlachten immer aber nichts weiter als die berechtigte Wehr gegen die RuchDie Juden Die fächsische Regierung losigkeiten der Juden gegen die Deutschen. Genossen eingebrachten Gesezentwurfes, betr. das Betänben der schmerzlos macht.( Widerspruch.) Schlachttiere. hat mit ihrem Schächtverbot die besten Erfahrungen gemacht. haben sich überall festgesetzt und nehmen von dem Wenn der Abgeordnete Liebknecht Abg. Vielhaben( Reform-.) ich will hoffen, daß das neue Jahrhundert das Schächten nicht mehr Manne gins vom gins. meint: vir follten doch auch gegen die Todesstrafe auftreten, so begründet den Antrag. Mit fortschreitender Stultur ist auch den sehen wird.( Bravo! bei Konf. und Antisemiten.) erwidere ich ihm: fo lange es noch solche Scheufale giebt, die vom Tieren gegenüber eine humanere Gefinnung zum Ausdrud gelangt. Das beweist die Existenz der Tierschutz- Vereine. Trotzdem haben Sinterhalt aus auf ihre Mitmenschen losftfirzen, so lange ist die Todesstrafe notwendig.( Heiterkeit, die beständig zunimmt.) Wenn sich bis heute einige Gebräuche erhalten, die man als die Schmach erst alles vom christlichen Geiste durchtränkt sein wird, dann werden des Jahrhunderts bezeichnen könnte. Dazu gehört die Quälerei wir auch für die Abschaffung der Todesstrafe sein. Ich bitte Sie beim Schlachten der Tiere. Einzelne Länder haben bereits dies also, unsern Antrag anzunehmen. Einmal muß ein Anfang gemacht. bezügliche Vorschriften erlassen, die das Betäuben der Tiere vor dem Schlachten gebieten. Auch in einzelnen deutschen Bundesstaaten werden, um diesen scheußlichen Zuständen ein Ende zu machen.. haben wir derartige Bestimmungen. Doch bleiben sie viel Abg. Hoffmann- Backnang( südd. Bp.): fach unbeachtet, weil der Bauer nicht begreifen kann, daß dem einen verboten sein soll, twas dem andern erlaubt ist. Deshalb ist durchaus eine reichsgesetzliche Regelung dieser Frage notwendig. Man hat nun eingewandt, daß durch ein derartiges Cejez das religiöse Empfinden der Juden verlegt werden würde, bei denen ja die Schächtvorschrift besteht. Diese Schächtvorschrift wird auf eine Stelle des 1. Buch Mos, zurücgeführt. Aber einige jüdische Theologen haben schon behauptet, daß das Schächten teine Religions: borschrift, sondern lediglich eine bistorische Thatsache ist. Nach meiner Meinung muß sich die Religion mit der Kultur fortentwickeln. Wo ihre Vorschriften nicht mehr mit der Kultur in Einklang zu bringen sind, da müssen sie zeitgemäß abgeändert werden. Rabbiner haben bereits anerkannt, daß gewisse religiöse Geseze durch die Zeit überholt find. Wir haben ja eine Reihe von Juden im Reichstage, die sicherlich nachher die Gelegenheit wahrnehmen werden, um durch sachkundige Aufklärung mich, falls ich irre, zu korrigieren. Ueber die Manipulationen, die beim Schächten vorgenommen werden, find wiederholt Gutachten eingezogen worden, die sich dahin äußern, daß dasselbe mit Grausamkeiten verknüpft fei. Im Bolte ist auch das Gefühl dafür vorhanden. Ich habe jetzt anläßlich unseres Antrages eine solche Menge von Zuschriften erhalten, wie nie zubor.( Heiterkeit.) Und die Schreiber sind keineswegs Nun ein Wort in Bezug auf das religiöse Moment. Herr Antisemiten. Ich hoffe, Ich hoffe, daß die Erregung, in der der fich Dr. Lieber stellte den Grundsatz auf, daß religiöse Einrichtungen oder weite Kreise der Bevölkerung befinden, hier im Haufe Ceremonien ein Rühr mich nicht an" für die Staatsregierung seien. ( Fortsetzung aus der 3. Beilage.). ihren Widerhall finden wird. Die Juden freilich sind ebenso Gewiß sind auch wir für möglichste Schonung religiöser Anschauungen empfindlich, wie die Amerikaner, wo sie einen Angriff auf sich wittern. und auch Vorurteile. Aber es können doch auch religiöse HandNach Wiedereröffnung der Sigung So ist auch die jüdische Presse über das Centrum hergefallen, weil lungen vorgeschrieben sein, die geradezu verbrecherisch sind vom wird eine Frau Bouffé als Zeugin vernommen. Sie fagt auf Be fie die Neben der Abgg. Gerstenberger und Lingens als gegen das Standpunkt der allgemeinen menschlichen Moral aus. Ich fragen aus: Sie kannte den Angeklagten. Präs. Es wird Judentum gerichtet aufah. Ich hoffe aber, daß das hohe Haus sich erinnere an die Menschenopfer, die ja bekanntlich noch heute bei behauptet, daß Sie nach dem Morde auch noch einmal mit dem un die Animosität der jüdischen Blätter nicht fünimern wird. vielen Völkern vorgeschrieben sind. Die Antragsteller behaupten, Angeklagten gesprochen haben. Sie sollen dies der Zeugin SchwarzAbg. Lieber( C.): durchaus nicht von antisemitischen Beweggründen geleitet zu sein, müller gesagt und hinzugesetzt haben, daß Guthmann Sie gebeten Meine Fraktion läßt sich durch Schmähungen jüdischer Blätter fondern nur, um der Tierquälerei entgegenzutreten. Da wundere habe, ihn nicht zu verraten und nichts gegen ihn auszusagen. fo wenig beeinflussen, wie durch Schmähungen antisemitischer Blätter, ich mich doch sehr, daß diese Partei ihr warmes Herz nicht auch mehr 3eugin: Aber nein! Keine Ahnmg! Zeugin Schwarzmüller, die den heute an den Prädie mich schon längst als mit den Juden verwandt und dem Juden- für die Menschen bethätigt hat.( Sehr richtig! links.) Diese tum verkauft hingestellt haben. Für uns ist die Schächtfrage lediglich Bartei hat den Vorschlägen zur Einführung der Prügel fidenten eingesandten Brief geschrieben hat, kann nur folgendes eine religiöse Frage des Judentums. Es ist festgestellt worden, daß strafe zugejubelt, von ihr sind die Judenhezen ausgegangen, fagen: Frau Bouffé habe in der Singerschen Mordsache auch eine ein Gesez, wie das von Herrn Vielhaben gewünschte, einen Eingriff welche doch wahrhaftig Menschenquälerei in der schmachvollsten Weise Vorladung bekommen und habe dann erzählt, daß sie auf der in die religiösen Vorschriften des Judentums bedeuten würde. gewesen sind. Und wenn es in Deutschland nicht schlimmer ge- Bolizei mit Guthmann zufammengetroffen sei und dieser ihr dabei Recht schön ist die Liebe zu den Tieren, aber sie sind nun worden ist, dann sind die Socialdemokraten daran schuld, die Ihnen gesagt habe: Du wirst doch nichts schlechtes gegen einmal dazu bestimmt, Zengin Bouffé bestreitet dies. den Menschen zu ernähren. Für von Anfang an entgegengetreten find, als Sie von oben her noch ge mich aussagen!" unsere Stellung ist maßgebend, daß das Echächten ein rituelles Ge- schützt worden sind.( Schrgut! links.) In Hamburg wurde von dem Senat Sie selbst habe mur erzählt, daß sie gegen den Angeklagten Schlechtes Angeklagter: Ich bin auf der sez ist und daß seine Beseitigung den Bekennern des Judentums den vor einiger Zeit eine Verordnung erlassen, wonach Kleine Kinder zum nicht aussagen könne. Genuß des wichtigsten Nahrungsmittels unmöglich machen würde. Austragen von Backwaren nicht mehr benutzt werden durften. Das Polizei in ein Zimmer geführt worden, in welchem die verschiedenen Was das Schächten selbst anlangt, so liegen Gutachten von war in der That eine Menschenquälerei; wie man mir aber erzählt genginnen versammelt waren, die mich refognoscieren follten, dann wissenschaftlichen Autoritäten vor, welche anerkennen, hat, war es gerade Herr Vielhaben, der in der allerenergischsten bin ich sofort wieder hinausgeführt worden. Wenn ich so etwas ge= daß das Schächten die beste aller möglichen Weise gegen diese Verordning Partei ergriffen hat.( hört! hört! sagt hätte, würden es die Beamten doch gehört haben. Schlachtarten ist. Deshalb hat zum Beispiel Hierauf erhält links.) Auch für die Verteuerung der Lebensmittel treten sie ein, dings auch der holländische Kriegsminister eine allgemeine und das halte ich für die allerschlimmste Menschenquälerei. Nun, Schlacht Vorschrift erlassen, deren einzelne Manipulationen bleiben wir bei der Tierquälerei, sie wird von jedem gebildeten dieselben find, wie bei dem Schächten. Einzelne Unzuträg- Menschen verurteilt werden. Wird aber nicht um uns her Tier- das Wort zur Verteidigung: Meine Herren! Die Mahnung lichkeiten können natürlich auch da vorkommen, aber sie tommen quälerei ganz offenkundig betrieben, ohne daß antisemitische des Staatsanwalts, sich Ihr Urteil nicht durch irgend welche eben bei allen Schlachtarten vor. Ich glaube, man soll das ver- Stimmen sich dagegen erheben? Ich denke z. B. an die Sau Erregung trüben zu lassen, war gewiß am Blaze. Ich möchte Bitte richten, Sie sich durch daß meiden, was thatsächlich nur den Charakter des Antisemitismus an- iagden, Hofjagden und Tierheßen im Grune aber wo man das Tier Milieu" von Dirnen, Zuhältern und Kupplern, welches der Staats Tode hetzt, nachdem genommen hat, wenn auf der andern Seite Männer der Wissenschaft wald, rein vom Standpunkte des Tierschutzes zu entgegengesetter Ansicht man, um jede Gefahr für den tapferen Jäger zu be- anwalt in so scharfer und trasser Weise beleuchtet hat, in Ihrem gelangt find. Wenn die Sachen so stehen, so überlassen wir ruhig feitigen, ihm die Zähne abgesägt hat.( Sehr richtig! flaren Blick nicht trüben und in Ihrer Entscheidung nicht beeinflussen links.) Dagegen, wenden gegen Pferderénnen usw. das Schlachtfeld der antisemitischen Presse und erwarten von ihr ge sich, da baben Sie unsere Unterſtügung. Nun beruft man sich auf Verhandlung begleitet hat, ist vielleicht geeignet, von vorn herein Sie laffen. Der trübe Hintergrund, welcher diesen Prozeß in 10 tägiger Gutachten, um zu beweisen, daß das Schächten eine Tierquälerei ist. gegen den Angeklagten einzunehmen. Die Verteidigung wird ferner Man darf aber die Gutachten nicht zählen, sondern muß sie wägen, dadurch erschwert, daß es sich nicht um einen Menschen und die Gutachten, die dafür eintreten, wiegen schwerer als die handelt, der auf der auf eine tadellose Vergangenheit zurüdblickt. wie wir behaupten jenigen, die dagegen sprechen. Es wurde gesagt, ein weit sichererer Gs ist ein bestrafter Mensch, der Erfolg ergäbe sich durch den Kopfschlag oder die Maste. Das ist vorübergehend in den Sumpf geraten ist. Es muß Ihre Aufgabe nicht richtig. Ich bin Zeuge davon gewesen, daß Tiere, nachdem sie sein meine geehrten Herren, alles loszulösen, was uns nicht durch geschlagen waren, wieder zum Bewußtsein tamen, während, wenn die lange Verhandlung als Beweis vor Augen geführt wurde. Wir der Schnitt vollzogen ist. das Bewußtsein nicht wiederkehren kann. haben uns nur darum zu bekümmern, ob das, was wir gehört Ein Gutachten vom Professor Bols in Straßburg jagt, daß, wenn haben, dazu ausreicht, um ein Todesurteil zufällen. hat das schwerwiegendste Moment, die Bewußtlosigkeit durch den Schächtschnitt nicht vollkommen her: Der Herr Staatsanwalt gestellt wird, auch beim Köpfen des Menschen die Bewußt das belastende Gutachten der Schreibsachverständigen, zulegt genicht hergestellt werden fann. Auf die Frage, inwieweit der Staat in die religiösen Gebräuche ofigkeit Was ist also nomen. Ich werde ihm darin folgen. Der Staatsanwalt hat dem die Konsequenz? Die Herren Antisemiten müssen mit alten Grundsage gehuldigt, in erster Linie zu beweisen, daß der einbringen darf, will ich nicht eingehen. Es handelt sich einfach um die Frage: Ist das Echächten eine Tierquälerei, oder nicht?( Mufe der Socialdemokratie gegen die Todesstrafe auftreten. Angeklagte ein Mann set, von dem man sich wohl der That vera rechts: Allerdings!) Nun, meine Herren, davon verstehen Sie doch Man sagt, die Vorbereitungen zum Schächtschnitt seien für das Tier eben fann. Ein sehr gefährlicher Grundsay! Es kann der flare Man giebt, von dieser weniger als die Fachmänner, die sich darüber geäußert haben.( Lärm qualvoll. Aber lange Vorbereitungen sind ohnehin durch einen Re- Blick sehr leicht dadurch getrübt werden. rechts.) Im Jahre 1882 hat sich hier die Deputation für das gierungserlaß in Preußen verboten. Sorgen Sie dafür, daß diese Voraussetzung ausgehend, den Angeklagten gewissermaßen schon zur Veterinärwesen ausdrücklich für das Schächten erklärt.( Sört! Berordnung auch in den anderen deutschen Staaten eingeführt wird. Hälfte Preis. Das Vorleben des Angeklagten rechtfertigt noch keineswegs den hört!) Der Leiter Der Leiter des physiologischen Instituts in Leipzig Im übrigen: Sie mögen jagen, was Sie wollen, Sie haben ja gab fein Gutachten dahin dahin ab, daß das Schächten der doch bloß diefen Antrag nicht aus Liebe zu den Tieren, sondern um Schluß, daß derselbe eines Mordes fähig sei.( Hier unterbricht der sonst üblichen Schlachtart vorzuziehen sei.( Sört, hört!) Ich glaube, die Juden zu quälen, eingereicht. Ich wundere mich bloß darüber, Vorsitzende und weist einen Herrn, der Zeichnungen vom ganzen wir thun am besten, wenn wir mit dieser kurzen Beratung es genug daß Sie nicht noch auf den letzten Ritualmord zu sprechen gekommen Saale aufertigt, aus dem Zuschauerraum.) N.-A. Dr. Schwindt seiu lassen, und wenn die zweite Lesung gar nicht mehr auf die ſind.( Heiterfeit.) Die Abficht war uuzweifelhaft, wiederum eine fährt fort: Es ist doch auch nachgewiesen, daß der Angeklagte, Tagesordnung gesetzt wird. Haß gegen die Juden zu organisieren, aber ich hoffe, das Haus geht ebe er auf die abschliffige Bahn geriet, recht und schlecht, Dann ist er zu auf die Sache nicht weiter ein. Sie kommen ja mit all diesen je nachdem er Arbeit hatte, gearbeitet hat. Abg. Höffel( Np.) mit der Pade befamit geworden und der Dingen etwas zu spät. Es ist thatsächlich traurig genug, daß ein feinem Unglück Die Grausamkeit beim Schlachten der Tiere ift nun einmal ein folcher Antrag im deutschen Reichstag überhaupt noch hat ein fechemonatige Verkehr mit dieser hat ihm seine einzige or strafe notwendiges Uebel. Es ist die Frage, ob sie sich gänzlich beseitigen gebracht werden können,( Lebhaftes Bravo! bei den Socialdemo- eingetragen. Nach Verbügung der Strafe hat er vielleicht noch einläßt. Mit getvissen Teilen dieses Entwurfs tann man sich ein- fraten.) mal eine Zeit lang gebumnielt, dann aber hat er zweifellos vont verstanden erklären, so mit den§§ 3 und 4, die verfügen, dem Lasterleben sich losgerissen, hat sich gebessert und ist ein daß bas Schlachten nur von fundigen Personen und Auch für uns liegt die Frage so: giebt es eine Schlachtmethode, fleißiger Arbeiter geworden. Das überaus schlechte Licht, in geschlossenen Räumen ausgeführt werden die humaner, rationeller und zweckmäßiger ist als das Schächten? welches der Staatsanwalt auf den Angeklagten geworfen, fei wäre das der Fall, so würden wir gegen das Schächten auftreten, denn doch etwas zu greff, und es müsse mit aller Energie der selbst auf die Gefahr hin, in gewisse rituelle Gebräuche einzugreifen. Behauptung widersprochen werden, daß er auch im Frühjahr 1898 Aber es ist eben auch nicht der Schatten eines Beweises dafür er vielmehr habe der Angeklagte nach Ausweis seiner Arbeitsbücher Buhälter" gewesen sei. Davon fönne gar keine Rede fein, bracht worden. Daher müssen auch wir den vorliegenden Antrag fort und fort höchst anständige Arbeitsverdienste erworben. a limine ablehnen.( Bravo!) Staatsamvalt schildere ihu mur deshalb als Zubälter, um den Gea schworenen flar zu machen, daß man sich bei ihm der That verWas von den andeven Rednern vorgebracht ist, ist nicht im geringsten schen könne. Verfehlt sei auch der Versuch des Nachweises, daß geeignet, die Berechtigung unseres Antrages in Frage zu ziehen. Daß der Angellagte mit der Singer im Verkehr gestanden habe. es der an Geld so mächtigen Judenschaft ein Leichtes ist, sich Gutachten Nun sucht der Staatsanwalt nachzuweisen, daß der Angeklagte der Es ist in zu bestellen, die für das Schächten eintreten, ist für mich ganz flar. Thäfer sein kann. Er bejaht es, wir verneinen es. Seiterkeit.) Für mich ist der persönliche Augenschein maßgebend. feiner Weise nachgewiesen, daß der Angeklagte in der Morbuacht in Ich halte das Schächten für die grausamste und inhumanste Schlacht der Beit zwischen 14 Uhr und 6 Uhr mit der Singer zusammen methode, die ich mir überhaupt porstellen kann. Schon als Kind mar. Ganz zweifellos steht fest, daß der Angeklagte am 4. Juni hatte ich die felfenfeste Ueberzeugung, daß die Schächtmethode etwas bis 8 Uhr abends in Frankfurt war; wenn er mun bei dem Vergeradezu Barbarisches ist. Wenn der Abg. Liebknecht auf die Sauhat fuche, fein ferneres Alibi in jener Nacht nachzuweisen, sich nach zu sprechen tam, so bin ich mit ihm in diesem Puntte einer Meinung, Ansicht des Staatsanwalts mehrfach in Widersprüche verwickelt. wir sind eine Partoi des Bürgertums, des Mittelstandes, uns treffen hat, so beweist dies noch garnichts für die Behauptung, daß er in solche Vorwürfe nicht. Wenn man jagt: man jolle gegen die Juden jener Nacht in Berlin war. Im Gegenteil, wir haben flare Beweise Toleranz üben, so sage ich: mau soll gegen Taufende von deutschen dafür, daß er nicht hier war, Beweise, über die man nicht hinweg Männern Toleranz üben, die jetzt gezwungen sind, geschächtetes Fleisch fommen fan, wenn man nicht direkt den Thatsachen ins Gesicht Die Megger schlagen will. Das Alibi- Zeugnis der Schillings ist ein absolut zuau effen, weil es den Juden nicht anders gefällt. dürfen sich eben nicht mit ihrer besten Stundschaft überwerfen. Und verlässiges und unanfechtbares und ihr Beugnis ist für den An fchächtet zu werden.( Beifall.) neuter Abg. Kruse( natl.) ( auf der Tribüne schwer verständlich) schließt sich den Ausführungen des Abg. Lieber an. Man kann in der That beim Schächten von einer besonderen Tierquälerei nicht sprechen. Er erläutert das durch eine specialisierte Darstellung des Schächtvorganges. Wenn der Schnitt sachgemäß ausgeführt wird, so tritt eine so schnelle Blutentziehung ein, daß das Bewußtsein sofort aufhört. Wenn man den Ochsen fragen würde, welche Schlachtart er vorziehe, er würde sich für das Schächten entscheiden.( Heiterkeit.) Abg. Rickert( frf. Wg.): nup darf. Dagegen kann ich dem§ 2, der das Betäuben vorschreibt, nicht bei stimmen. Ueber Jahrtausende alte religiöse Gebräuche fann man nicht von heute auf morgen hinweggehen. Es kann auch nicht beswritten werden, daß eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Gut achten vorliegen, die für das Schächten eintreten. Die Schächt methoden im allgemeinen sind gewiß der Verbesserung bedürftig. Aber ganz sichere Methoden haben wir zur Zeit noch nicht. Deshalb follte man sich davor hüten, in alte Gebräuche einzugreifen. Ich muß mich daher im Namen meiner politischen Freunde gegen den Gesezentwurf erklären.( Bravo!) Das Abg. v. Tiedemann( Mp.) erzählt einige Fälle aus seiner persönlichen Erfahrung. Er habe als Polizeidirettor es erlebt, daß ein Ochse nach mehreren Schlägen, die man ihm beigebracht, fich losgeriffen habe, auf die Straße gestirnt Schächten dagegen sei, fachgemäß ausgeführt, zweifellos die am wenigsten grausame Methode und ich meine, wir follen uns hüten, ohne absolut zwingende Gründe in die Rechte unserer jüdischen Mit bürger einzugreifen,( Bravo) 2021 Abg. Oertel( f.): Für uns find lebiglich Gründe des Tierfchubes maßgebend. Hier stehen Gutachten gegen Gutachten. Herr Hofe zu Abg. Eickhoff( frf. Bp.): Abg. Bindewald( Antis.): " Rechtsanwalt Dr. Schwindt die ant Sie Der geflagten um so wertvoller, als er sich auf sie gar nicht be- dem Angeklagten entfernt ähnlich sein muß. Man muß sich nun noch rufen hat. Dazu kommen noch zur Unterstüßung andere Zeugen, an den Beugen Noffs erinnern, der zu der Zeit, als die Singer noch deren Bekundungen so ineinander greifen, wie die Räder einer in ihrem Blute lag, einen Mann aus dem Hauſe treten sah, der Maschine. Aus ihren Zeugnissen ergiebt sich als felsenfeste That- dem Angeklagten ähnlich, aber doch nicht der Angeklagte wirklich war. fache: der Angeklagte ist am 5. Juni morgens zu so früher Stunde in Frankfurt gewesen, als der Zug aus Berlin noch nicht dort eingetroffen war. Aber die Frage, wo Guthmann in der Nacht vom Der Mörder ist der ,, Kellner- Hugo". denken Sie mur, meine Herren Geschworenen, wie leicht Sie sich bek der Beurteilung der 8 Worte irren fönn' n. Die Motive des Angeklagten. Ich komme jetzt zu dem Punkt, betreffend die Motive, welche den Angeklagten angeblich geleitet haben sollen. Sie haben gehört, Die Verteidigung stellt die Behauptung auf, daß der daß Kriminalinspektor Braun erklärt hat, daß ein großer Teil der Zeugen irgend ein Interesse an dem Ausgang des Prozesses haben. 4. zum 5. Juni war, ist die einzige, die für die Geschworenen maß- Mörder der Singer nicht der Angeklagte, sondern der" Kellner- Hugo" ch brauche nicht darauf hinzuweisen, daß die Aussagen dieser Zeugen gebend sein kann, nicht aber die Frage, ob der Angeklagte gelogen aus der Dresdenerstraße und Hasselwerder gewesen ist, daß nicht nicht ins Gewicht fallen fönnen. Die legten Vermieterinnen der hat, wenn er behauptete, er sei seit März nicht in Berlin der Angeklagte, sondern dieser Kellner- Sugo" den Bertha Singer haben übereinstimmend bekundet, daß die Singer gewesen. Der Gegenbeweis; daß er am 1. Pfingstfeiertage hier war, Drohbrief an die Singer geschrieben hat, der dann nicht mehr vor- von einem Verhältnis gesprochen habe, aber den Angeklagten ist aber auch durchaus nicht geglückt. Dann führt der Staats- zufinden war. Sehen wir nun zu, ob die bisher aufgemachte Rech habe keine dieser Zeuginnen je bei der Singer gesehen. Möglich sei anwalt den Bettel und den Hugo- Brief als Belastungsmaterial vor, nung, deren Facit dahin geht, daß der Angeklagte jener Stellner- es ja immerhin, daß Guthmann in seiner tollen Zeit vorübergehend Beweise für die Thäterschaft des Angeklagten enthalte dasselbe aber Sugo" nicht ist, mit den Ereignissen in der Mordnacht stimmt. Da mit der Singer bekannt gewesen sei, aber er hatte nicht die geringste nicht. Richtig sei es zweifellos, was der Staatsanwalt gesagt: daß ergiebt sich denn, daß der Angeklagte nicht der Mann ist, Veranlassung, die Singer zu fürchten, denn ihrerseits lag eine Anes mit den Gutachten der Sachverständigen, die eine mit dem die Bertha Singer in traulichem Geplauder " eigentliche wissenschaftliche Grundlage nicht haben, ein eigenes Ding der Mordnacht gesehen worden ist, mit dem sie auf ihrem zeige gegen ihn überhaupt nicht vor. Was in aller Welt sollte nun den Angeklagten veranlassen, plötzlich nach Berlin zu reisen, ist. Nicht richtig ist es aber, daß dem Gutachten des Herrn Dr. Gra- legten Gange nach ihrer Wohnung beobachtet worden ist, wo um der Bertha Singer die Kehle durchzuschneiden? Er, der bow ein solches Uebermaß des Gewichts beizulegen ist! Gewiß ist es sie ihr Schricfal ereilte. Es liegt sehr nahe, daß dieser Mann seit Monaten in seiner Vaterstadt bei seinen Eltern lebte und als ganz interessant und geistreich, zu beweisen, daß die meisten Menschen der Mörder ist und es ist ganz zweifellos, daß ein anderer, und fleißiger und tüchtiger Arbeiter ein schönes Stück Geld verdiente? mit einem Winkel von 58 Grad schreiben und der Angeklagte namentlich der Angeklagte nicht mehr die Gelegenheit hatte, nach Ich habe mich gewundert, daß die Staatsanwaltschaft den mehrfach das kleine a bald so, bald so schreibt bewiesen wird dadurch jenem Manne noch mit der Singer zuſammen zu kommen. Um erwähnten Schlüssel als Beweisstück herangezogen hat. Derselbe nichts und mit dem Winkelmaß und dem Papierdreied, welches der 13/4 Uhr sei die Singer mit diesem Manne gesehen worden, um Mann, der das Portemonnaie nach Papieren durchsuchte, mußte ja Sachverständige hier vorgeführt, wird dem Angeklagten noch nicht 24 Uhr habe der Zeuge Zulauf einen gellenden Schrei gehört, der auch den Schlüssel finden, den er ruhig an sich nehmen konnte. der Kopf abgeschlagen werden! Dazu kommt, daß die Schreib- wahrscheinlich der Todesschrei der Singer war, und etwa eine Stunde auch den Schlüssel finden, den er ruhig an sich nehmen konnte. Ein Mann in den Jahren des Angeklagten kann zu einer Sachverständigen keineswegs übereinstimmender Ansicht sind und später hat der Zeuge Noffs einen Mann das Haus verlassen sehen, solchen schauberhaften That nicht schreiten, ohne vorher eine gewisse Herr Langenbruch dem Gutachten des Dr. Grabow direkt der nach seiner sicheren Bekundung der Angeklagte nicht war. Es liegt Gemütsbewegung zu verraten. Keine Spur davon bei dem Anentgegengetreten ist. Es fehlt aber auch ferner at all eine vollständig jalüliigesette von Beweisen jedem Motiv zur That, denn für die heute plötzlich auf- dafür vor, daß der Angeklagte der Mörder nicht war, sondern der geklagten! Der Angeklagte muß sich wie es ja auch in der ersten Proklamation des Polizeipräsidiums vom 5. Juni hieß tauchende Vermutung des Staatsanwalts, daß der Angeklagte in vielerwähnte andere Hugo, der eigentlich während der ganzen Pfingst stark mit Blut besudelt haben, er hat sich höchst wahrscheinlich an An- ſtark der Singer die Zeugin eines großen Verbrechens beseitigen wollte, woche mit der Singer zusammen war, während gegenüber dem Anden Händen verlegt aber die Polizei hat bei der Durchsuchung ist auch nicht der Schatten eines Beweises erbracht, denn geklagten nur die blasse und blutleere Vermutung vorliegt, daß er ant den gesamten Effetten Effekten des Angeklagten auch nicht es liegt keinerlei Anhalt dafür vor, daß der Angeklagte mit der Er- höchstens ein einziges Malam morgen des Pfingstsonntag- in ein Tröpfchen Menschenblutes vorgefunden. So türmen mordung der Thiele irgend etwas zu thun hatte. Mit derselben Berlin gewesen sein soll. sich unwahrscheinlichkeiten auf unwahrscheinlichkeiten zu wahren Ueberzeugung, wie der Staatsanwalt Sie um das Schuldig ersucht Schreibsachverständige. hat, erwarte ich von den Herren Geschworenen, daß sie ihren WahrGebirgen! Der Alibi- Beweis. spruch auf Nichtschuldig abgeben. Ich halte es für ganz aus geschlossen, daß acht Männer aus dem Kreise der Geschworenen zu dem Schlusse kommen könnten: Der Angeklagte ist der Mann, der in der Mordnacht der Bertha Singer den Hals durchgeschnitten hat. Das ist ganz unmöglich und deshalb erwarte ich den Freispruch des Angeklagten. Darauf nimmt das Wort der zweite Verteidiger, Justizrat Dr. Sello: In dieser ernsten Sache, bei welcher es sich darum handelt, ob ein Mensch zum Tode verurteilt werden soll, bleibt daher nur die Aber der Angeklagte hat nun auch bewiesen, ganz sicher bes Frage übrig Kann man eine solche Verurteilung nur auf wiesen, daß er am Sonntag, den 5. Juni, Vormittags in Frankfurt Grund von Schreibsachverständigen aussprechen? Ehe ich war; diese Thatsache ist ebenso sicher, wie der Tod der Bertha dazu übergehe, muß ich der Vermutung des Staatsanwalts mich zu Singer selbst. Das Zeugnis des Herrn Herzberg kann dagegen nicht wenden, die gänzlich ohne Rückhalt ist, aber doch darauf hindeutete, ins Feld geführt werden, auch die Widersprüche nicht, in die daß der Angeklagte auch die Thiele gemordet haben könne. fich der Angeklagte, dem es an den Hals gehen soll, zuerst vers Gewiß: wahrscheinlich ist die Singer von demselben Mann ge- rannt hat, als er, in einsamer Zelle auf der Marterbank des mordet worden, der auch die Thiele hingeschlachtet hat, aber Dentens liegend, sich den Kopf darüber zerbrach, wo er in den Meine Herren Geschworenen: Bevor ich den Faden der Beweis- dies führt doch bloß auf die Thatsache hin, daß in der Bummeltagen der Pfingstwoche überall gewesen sein mag. Mag er würdigung aufnehme, um darzuthun, daß der Angeklagte nicht der letzten Zeit wiederholt Dirnen- Morde vorgekommen sind, die in auch dabei hier und da gelogen haben was verschlägt das? Mörder der Singer war und es nicht sein kann, muß ich mir ein geheimnisvolles Dunkel gehüllt sind und möglicherweise auf die Der Kriminalinspektor Braun hat, als es sich um das Lügen des einige Bemerkungen allgemeiner Natur erlauben. Es war Bestialität eines Wahnsinnigen zurückzuführen sein können. Was unverdächtigen Büchel handelte, auf die Frage, ob denn auch Un eine merkwürdige Verhandlung, die nun ihrem Abschlusse naht. den vorgefundenen Zettel betrifft, so ist feineswegs nachgewiesen, schuldige lügen, aus Herzensgrunde geantwortet: Und wie! Was Merkwürdig nicht ihres Umfanges wegen, sondern wegen des daß er gerade in der Mordnacht geschrieben worden ist, es ist die aber dem Büchel recht ist, muß dem Guthmann billig sein! Die uns zu Gebote stehenden Beweismaterials. Ich würde glauben, Möglichkeit vorhanden, daß irgend ein anderer, als der Mörder den Bertheidigung hält es für unumstößlich nachgewiesen und zwar turz nehmen würde, daß Sie als deutsche Nichter nach befter Ueber- Mörder her, so haben doch zwei der vier Sachverständigen nicht geklagte am 5. Juni früh Sie, meine Herren Geschworenen, zu kränken, wenn ich nicht an- Bettel geschrieben hat. Aber gesezt auch, der Zettel rühre von dem durch vier einwandsfreie ehrsame Zeugen, daß der Annach 8 Uhr bon Wenn jemand uns, auf zeugung und ohne Ansehen der Personen urteilen werden, und daß zu befunden vermocht, daß dieser Zettel von dem An- in Frankfurt war. den ein fürchterlicher Verdacht etwa fiele, plöglich fie Gerechtigkeit üben werden, welche ja, wie man zu sagen pflegt, das geklagten beschrieben worden ist. Schon das muß den GeFundament des Staates bildet. Das Aufsehen dieses Prozesses ist in schworenen genügen, um das Leben des Angeklagten zu solchen felsenfesten Alibibeweis erhielt, da würde er gewiß auf der Art des Stoffes zu begründen, man hatte mit Zeugen zu rechnen, schonen. Dazu kommt, daß die Gutachten der Schreibfachver- die Kniee sinken und dem Schöpfer für seine Gnade danken. Und welche schwer zu verstehen waren. Ich muß gestehen, daß ich manche ständigen unmöglich als entscheidend gelten können, daß vielmehr hier, wo es sich um das Leben eines Menschen handelt, will man schwere Stunde in dieser Verhandlung gehabt habe. Haben Sie, die traditionelle Unzuverlässigkeit solcher Urteile von einfach mit der Bemerkung darüber hinwegkommen: Die Schillings meine Herren, die feste Ueberzeugung gewonnen, daß Guthmann Schreibsachverständigen immerhin besondere Vorsicht erheischt. Viel können sich geirrt haben?! schuldig ist, so müssen Sie ihn auch des Mordes schuldig sprechen, leicht ist es ein Glück für den Angeklagten, daß gerade jezt in einem Der Blutfleck. einen verdient hat er der Singer den Hals durchschnitten, so verfällt auch er dem Nachbarlande die Säulen der bürgerlichen und ſtaat- Und mun kommt noch ein stummer Zeuge hinzu: Der rote Fled Schlag des Henfers. Aber nimmermehr vermag ich zlichen Ordnung bedenklich wanken, weil man sich über den auf dem Wäschezettel! Der Dichter Shakespeare hat wiederum glauben, daß Sie zu dieser Ueberzeugung gelangt find. Schreiber eines Schriftstids nicht einigen kann. Die lichtempfind gejagt:„ Hat der Mord gleich feine Zunge, so spricht er doch mit Ich glaubte, bei den Zeugnissen manchmal vor einem unentwirrbaren liche Platte in Apparat des Photographen, das Mikroskop, die wundervoller Stimme!" Es ist doch eine wahre Fronie, daß die Senäuel zu stehen, aber wie Sommerfäden hat dieser Knäuel sich Wage des Chemikers das sind Dinge, die nicht täuschen Polizei die Journale mit den notorischen Blutspuren des Waders aufgelöst und diese Fäden sind zerrissen. Es ist nicht zu leugnen, fönnen, das ist Wissenschaft, da hat man festen Boden unter nicht für wertvoll genug gehalten hat, um sie aufzubewahren, das daß sich in der Voruntersuchung Trugschlüsse herausgebildet haben. den Füßen, während bei der Schriftvergleichung alles Schabung gegen den Wäschezettel mit dem blutigen Fingerabdruck mitgenommen und individuelles Urteil ist. Der Verteidiger fritisiert hat und mun beweisen will, daß dieser Abdruck überhaupt gar nicht Die Thätigkeit der Polizei. darauf die Theorie des Schreibsachverständigen Schulrat von dem Mörder herrührt!! Man sagt, die Spur könnte von einem Kriminalinspektor Braun hat uns ein wenig anheimelndes, aber Grabow. Die von ihm erfundene Theorie habe ja noch nicht die anderen im Zimmer anwesenden herrühren nichts ist aber drvon Lebenswahres Bild von dem Treiben der verstorbenen Singer ge- Fenerprobe der Bewährung durchgemacht, man wisse gar nicht, erwiesen. Der einzige ist der Kriminalinspektor Braun, der die Möglichgeben, sowie von der anzuerkennenden Thätigkeit, welche die ob diese Winkeltheorie einen wissenschaftlichen Wert feit zugiebt, daß der Fingerabdruck von ihm herrühren könnte. Aber Polizei aufbot, um den Thäter zu ermitteln. Es tauchte habe, oder ob sie nur eine geistvolle Spielerei der Mitrostop hat deutlich bewiesen, daß von ihm der Finger zuerst der Name Hugo auf. Mit einem Menschen dieses sei. Und dabei müsse man bedenken, daß die Gutachten abbrud nicht herrührt. Das ist die Stimme, die der stumme Namens follte die Singer in Tegter Zeit Verkehr geber Schreibsachverständigen sich direkt widersprächen. Die Theorie Wäschezettel spricht, der damit auch wieder zu einem Unschuldspflogen haben. Die Polizei stellte fest, daß der Angeklagte ugo vont der 58 er Winkelneigung ist nicht richtig, denn sie hat nicht beweise für den Angeklagten geworden ist! hieß und daß er wegen Kuppelei vorbestraft war. Wit großer Hin- einmal die beiden anderen Sachverständigen überzeugen können. Der Hort der Freiheit und Gesetzlichkeit. gebung verfolgte die Polizei die ihr zugefallene Aufgabe. Der Ich schließe jegt mit einer kurzen Betrachtung, wie ich auch Verdacht gegen den Angeklagten war gerechtfertigt, aber dieser wurde Diese Theorie verläuft sich in Irrwege, in die man ihr nicht folgen kann; das erinnert an die bekannte Physiognomik des dann das Opfer eines unheilvollen Trugschlusses. Dieser Es sind zwei Gefahren, die vorigen Jahrhunderts, die flägliches Fiasko gemacht hat meine Rede mit einer solchen begann. Trugschluß, daß der Angeklagte der Thäter sein müsse, hat dazu als pfendowissenschaftliche Spielerei. Die eine liegt darin, daß ein mit einem schweren Der größte Menschen uns drohen. geführt, von vorne herein die Boruntersuchung in ein fenner, Shakespeare, fagt im„ Macbeth":" Es giebt feine Verbrechen belasteter Mann unbestraft unter reinen Menschen wandelt. feitige Bahnen zu drängen und hat leider wohl ber- Kunst, die Form des Geistes im Autliz aufzufinden." Und dasselbe Das hingemordete Mädchen- mochte sie sein, wie sie wollte hindert, daß der wahre Mörder entdeckt wurde. fann man auch auf die Kunst der Frau Dilloo anwenden, die diesen gewiß unser tiefstes Mitleid und jeder wird gewiß von ganzem Zeuge Budicke. Angeklagten für nervös hält. Ich bin zum zwölftenmal seit meiner Herzen wünschen, daß der ruchlose Mörder entdeckt und zur BerantDen Zeugen Budice will der Staatsanwalt begreiflicherweise Bragis teils als Staatsanwalt, teils als Verteidiger bei einem Mord- wortung gezogen wird. Aber größer, weit größer ist die nicht besonders hoch gelten lassen. Das ist nicht überraschend, wenn prozeß beteiligt, und ich muß behaupten, daß mir noch niemals ein Gefahr, daß ein Unschuldiger für die schwere That auch die moralische Qualifikation dieses Zeugen nicht schlechter ist, Angeklagter vorgekommen, der weniger nervös war als dieser. bißen muß. Es giebt ein Wort, das uns mit Schaudern erfüllt, als diejenige einer Hauptsäule der Anklage, jener Zeugin nämlich, wie ein ernster Mann der Wissenschaft über diese Spielerei denkt, das ist das Wort„ Justizmord". Denken Sie, meine Herren Ge die zugestehen mußte, daß sie 62 mal vorbestraft ist, darunter auch hat Dr. Störmer gezeigt, der es für ausgeschlossen hält, aus der schworenen, an Dreyfus und denken Sie an Ziethen. Wer wegen Meineides mit Zuchthaus. Es läßt sich nun aber nicht aus Schriftvergleichung psychologische Urteile abzugeben. Da bleibt dann weiß denn von uns allen, ob der letztere zu Recht oder zu Unrecht Wir fämpfen aber auch für etwas Höheres, der Welt schaffen, daß die Bekundungen des Zeugen Budice durch nur die klägliche und färgliche Vergleichung einzelner angeblich verurteilt ist? bei welcher es heißt: mir, Dir! Wer weiß, zivei andere einwandsfreie Beugen unterstügt werden, daß die ähnlicher Buchstaben übrig. Ich bleibe dabei, daß die Schriftvergleichung Allgemeines, für die Rechtsordnung, ob nicht jeder Singer von einem Schlosser- Hugo" gesprochen hat. Dasselbe ist in der Hand des Richters als Beweismittel nicht dienen ente mit der Aussage des Beugen Höffe der Fall, die auch von kann, sondern nur als Verdachtsmoment verwertet werden darf. von uns einmal durch ein unglückseliges Verhängnis in einen furchtIch denke, in wenigen anderen Zeugen unterstügt wird. Es steht danach fest, daß die Man muß von den Sachverständigen den Nachweis fordern, daß die baren Verdacht gebracht werden kann. Singer in der letzten Zeit ihres Lebens mit einem Kellner Hugo, einzelnen hervorgehobenen Schriftzeichen nur bei dem Angeklagten Stunden werden die Geschworenen der Welt den Beweis geben, daß der in einer Kaschemme thätig war, Umgang gehabt hat, und es und nicht noch bei tausend anderen vorkommen. Der Zettel, von deutsche Männer die schwerste Probe ihrer Tüchtigkeit ablegten, zu steht ganz felsenfest, daß der Angeklagte dieser Kaschemmen- Hugo dem Leben und Tod eines Menschen abhängt, besteht aus 8 Worten urteilen ohne Ansehen der Person! Eine Rechtsordnung, die solche nicht ist. Man hat also nun schon zwei Hugos, den Schlosser- und 38 Buchstaben und über diesen Zettel sind die Sachverständigen Probe besteht, ist ein Hort der Freiheit und Gesezlichkeit! Hugo" und den„ Kellner- Hugo", zu welchen als dritter im Bunde nicht einmal darin einig, ob die Schriftzeichen in der Erregung oder Wir werden alsdann auseinandergehen nicht bloß mit dem Beauch noch der Radfahrer- Hugo" hinzutrat. Die Ermordete mit leberlegung geschrieben find! In diesen 38 Buchstaben kommen wußtsein treu erfüllter Pflicht, sondern mit dem Bewußtsein, daß in eine besondere Vorliebe für den Vor- drei vor, die der Angeklagte niemals angewendet hat. Was soll Bukunft nicht ein blutiger Schatten zwischen uns und unser Gewissen namen Hugo gehabt und ihn für ihre einzelnen man zu einer Theorie fagen, die sich über diesen Umstand mit treten soll. Auf dieses 3/4 stündige Plaidoyers folgen noch längere Repliken Liebhaber als Gattungsnamen angewendet, wie der einfachen Bemerkung hinweghilft: Berstellung". Zwei oder drei dies manchmal bei Dienstboten der Fall ist. Und aus diesem fümmerliche Uebereinstimmungen bei 38 Buchstaben sollen über Leben und Dupliken des Staatsanwalts und der Verteidiger und die Gleichklang der Namen hat man nun Trugschlüsse auf die Schuld oder Tod eines Menschen entscheiden! Es ist unglaublich und un- Rechtsbelehrung des Vorsißenden, worauf sich die Geschworenen des Angeklagten Hugo Guthmann gezogen. Alles, was hier über möglich! Die Verteidigung wird beantragen, die gesamten Schrift zur Beratung zurückziehen. den„ Radfahrer Hugo" vorgebracht worden, zeigt nur, wie vor- stüden Ihnen ins Beratungszimmer mitzugeben; prüfen Sie Buchstaben für Buchstaben, prüfen Sie ihre eigene Schrift und nur, wenn fichtig man gegenüber solchen Rekognitionen sein muß. Sie zu der felsenfesten Ueberzeugung fommen, daß niemand anders als der Angeklagte den Zettel geschrieben haben kann, dann verurteilen Sie den Angeklagten! Es würde der erste große Sieg der Schriftvergleichung sein, das erste Todesurteil, das sie sich auf ihr Stonto schreiben tönnte. " " 1 Der ,, Hugo- Brief". morgen Das Urteil. Nach 3/4 stündiger Beratung gaben die Geschworenen ihren Wahrspruch auf Nichtschuldig ab, was die Freisprechung des Angeklagten zur Folge hatte. Um 10 Uhr erklärte der Vorsitzende die zehntägige Verhandlung für geschlossen, indem er den Geschworenen für ihre aufopfernde Thätigkeit seinen Dank aussprach. Kommunales. Guthmann ist nicht der gesuchte ,, Hugo". Wenn bisher meine Beweisführung jene Sphären berührte, in die man nicht gern hinabsteigt, so tommt doch nun das Zeugniß der Nidel'schen Eheleute hinzu, nach welchem ut zweifelhaft feststeht, daß die Bertha Singer zu Pfingsten ihren Hugo" mit Auverwandten erwartete und daß der Angeklagte dieser Hugo nicht ist. Die Aussage wird unterstützt durch drei ganz ein- Der Verteidiger geht dann eingehend auf eine Kritik des Sachwandfreie Beuginnen, die am Pfingstfonntagnachmittag bei der verständigen- Gutachtens bezüglich des sogenannten„ Hugo- Briefes" Singer diesen Hugo gesehen haben. Dieser Hugo ist der ein und behauptet, daß die ganze Schriftvergleichung durch den Angeklagte nach den Bekundungen dieser Inhalt des Schreibens über den Haufen geworfen werde. Der Schreiber Zeuginnen nicht gewesen, er fann es auch nicht gewesen giebt an, daß er die Singer am Pfingstfeiertage besucht habe, fein, weil er zu dieser Zeit in Frankfurt a. Q. mit ihr am Mittwoch ausgehen wollte, daß er sie am Freitag beDer Stadtverordneten- Ausschuß zur Vorberatung der Vorwar. Darüber fann auch nicht der leiseste gweifel fein lauert, daß sie sich Cigaretten gekauft habe usw. alle diese Details dieser Thatsache δας muß stolze deuten mit mathematischer Gewißheit darauf hin, daß nicht der An- lage betreffend die anderweitige Wahl eines Mitgliedes der Schiff der Antlage scheitern, denn es läßt sich absolut geklagte, sondern der Hugo aus der Pfingstwoche den Brief ge- Schuldeputation an Stelle des für dieses Amt gewählten, aber Es ist doch ganz ausgeschloffen, daß nicht bestätigten Stadtverordneten Singer hielt gestern seine vierte nicht daran rühren, daß der Angeklagte nicht der Hugo sein kann, schrieben haben muß. von Details die Singer in der Mord Sigung ab. Folgende vier Anträge lagen zur Beschlußfassung vor: mit dem die Singer in der Pfingstwoche wiederholt verkehrte. Es diese lange Reihe 1. In Erwägung, a) daß das dem Magistrat durch Verist außerdem flipp und flar nachgewiesen, daß der Angeklagte am nacht ihrem Mörder mitgeteilt haben könnte; das hat der Mörder Pfingstfonntag nicht in Berlin, sondern in Frankfurt war und damit erlebt und dieser Mörder ist nicht der Angeklagte, ordnung vom 20. Juni 1829 beigelegte Bestätigungsrecht seine Der die etwas abenteuerliche Ansicht des Staatsanwalts widerlegt wird, sondern der andere Hugo aus der Pfingstwoche. Der ordnung vom 19. November 1808 fand, daß diese gesetzliche daß der Angeklagte am Pfingstsonntage eine Art Probefahrt nach Staatsanwalt hat den Sachverständigen Dr. Grabow gepriesen, ich gesetzliche Begründung lediglich im Paragraphen 175 der Städte Berlin gemacht hat. Der Angeklagte fann nicht jener Hugo ge- preise den Sachverständigen Langenbruch, der auf Grund seiner wesen sein, der nach der Behauptung der Verteidigung am langen Erfahrung zu dem Endurteil gekommen ist, daß der Brief Grundlage aber durch die Verordnung vom 30. Mai 1853 aufFrren sich die Sach- gehoben ist, b) daß an den Bestimmungen des Grundgesetzes vierten Pfingstfeiertage die Bertha Singer schon belauert hat. vom Angeklagten nicht geschrieben ist. Das ist ganz zweifellos ein anderer Hugo, der verständigen in dem Urheber des 28 Seiten langen Briefes, so unserer Gemeindeverfassung, Verordnungen und Ministerialund an reffripte nichts zu wern vermögen, c) daß daher der Erlaß Behörden unverbindlich sind, lehnt die Das häßliche Geschimpfe je zweimal, bei einer Hebamme breimal vor. Bei den Thphusfällen des Herrn Kultusmini rs Dr. Bosse vom 29. August 1898 ebenso über die Haltung, welche die Socialdemokratie dem Mißhandlungs- wurde der Beruf, soweit angegeben, ausgezählt. Am stärksten wie die auf dasselbe Ziel gerichteten Erlasse seiner Amtsvorgänger falle im Josefs Waisenhause gegenüber eingenommen hat, war die Gruppe Persönliche Dienstleistung" beteiligt, mit 56 Pervon Raumer vom 17. Februar und 8. September 1854 will in den katholischen Blättern kein Ende nehmen. Beigt es an sonen( 15 männlich, 41 weiblich), nächstdem- wenn von den Gruppen und bon Mühler bom 10. September 1866 dem Ge- sich schon von einem bedenklichen Mangel an Gesittung, wenn man" In Berufsvorbereitung"," Ohne Beruf" und" Ohne Berufsangabe" fege widersprechen und dentgemäß für die städtischen Borgänge, wie die aus dem katholischen Institut zufällig an die abgesehen wird die Arbeiter ohne nähere Angabe", mit 39 PerDeffentlichkeit gedrungenen, zu beschönigen sucht, so läuft die Art der sonen( 26 männlich, 13 weiblich). StadtverordnetenVerteidigung, die die Märkische Bolts- 8eitung" übt, Versammlung den Antrag des Magistrats auf Vornahme einer ander- geradezu auf eine Verhöhnung sowohl des Christentums im allDie deutsche Gesellschaft für Volksbäder, die sich der löbweitigen Wahl in die Schuldeputation ab, erklärt vielmehr, daß die gemeinen, als des Josephshauses im besonderen hinaus. Das Blatt lichen Aufgabe unterziehen will, die Hebung des Badewesens im am 17. Juni 1898 vollzogene Wahl des Stadtverordneten Singer steht angesichts der Thatsache, daß die Socialdemokratie alle Deutschen Reiche zu fördern, hielt vorgestern Abend im Sizungssaale des Reichs- Gesundheitsamts ihre konstituierende Versammlung ab. rechtsgültig ist, ohne einer Bestätigung zu bedürfen, und ersucht den Noheit, die Brügelpädagogit eingeschlossen, mit Nachdruck Magistrat, munmehr baldigst die Einführung des Ge- und ehrlicher Entrüftung verwirft, völlig hilflos da, und fängt Aufgabe der neuen Gesellschaft werde es sein, die Einrichtung billiger Professor Rubner, der Direktor des hygienischen Instituts bemerkte, nun in seiner thörichten Wut ein unwürdiges und ganz gemeines Badegelegenheiten in erster Reihe auf die dicht bewohnten Städte wählten in sein Amt zu veranlassen. 2. Die Versammlung beschließt, an Stelle des zum Mitgliede Schelten an: der Schuldeputation nicht bestätigten Stadtverordneten Singer eine anderweitige Wahl vorzunehmen. 3. Die Versammlung lehnt den Antrag des Magistrats auf Vornahme einer anderweitigen Wahl in die Schuldeputation ab. 4. Die Versammlung erkennt weder ein direktes noch indirektes Bestätigungsrecht der Regierung oder ein Bestätigungsrecht des Magistrats in Bezug auf die von der Versammlung gewählten Mitglieder der Schuldeputation an und lehnt den Antrag des Magistrats auf Vornahme einer Neuwahl in die Schuldeputation ab. " " Haben der Genosse" Singer und der„ Vorwärts", die eine zu beschränken, weil die städtische Bevölkerung infolge der vielen so starke„ fittliche Entrüstung" über die„ Mißhandlung des armen als die viel im Freien sich bewegende, abgehärtete Landbevölkerung. Arbeit in geschlossenen Räumen der Wohlthat weit bedürftiger sei, Waisenknaben" herauszuhängen verstehen, den 2öbtauer Fall schon vergessen? Haben sie schon vergessen, daß es echte, un Besondere Schwierigkeiten werden den Bestrebungen auf Körperberfälschte, rote Genossen" waren, die dort einen Menschen reinigung in den Massenquartieren der Großstädte entgegentreten, wo in geradezu bestialischer Weise mißhandelten, ihn zu töten o nicht nur Raummangel, sondern auch Wassermangel gründliche fuchten? Haben sie vergessen, daß selbst der Vorwärts" und Waschungen noch verbieten. das will gewiß viel heißen sich schämte, die Namen dieser Militär- Boykott. Wir mußten lächeln, als wir gestern folgende Entmenschten seiner Ehrentafel" einzuverleiben? An diese Blättermeldung lasen: Als Ergänzung zu der fürzlich von uns geRaufbolde mögen sie ihre Entrüstung" verschwenden, nicht brachten Meldung über fünf neue für die Garnison Berlin verbotene aber an eine wehrlose, barmherzige Schwester, an der nur ein Gastwirtschaften wurde von anderer Seite berichtet, daß es in Berlin Nach nochmaliger eingehender Erwägung aller in Betracht gänzlich verrohtes socialdemokratisches Gemit sich vergreifen kann." Gastwirtschaften gebe, deren Besuch den Unteroffizieren und Mannkommenden Verhältnisse hat der Ausschuß den Antrag auf Vor- Das kann man noch ein kerniges Geschimpfe nennen, an dem schaften verboten sei, trozdem die Besizer wiederholt gewechselt und nahme einer Neuwahl abgelehnt, sondann mit großer Mehrheit nur das eine schade ist, daß ihm die Konsequenz fehlt. Denn deren jetzige Besizer mit Socialdemokraten und Anarchisten nicht das zunächst beschlossen, der Versammlung zu empfehlen, auch den wenn man einmal den Löbtauer Fall mit der Mißhandlung des geringste zu thun hätten. Das ist nicht richtig. Sobald ein für die Magistratsantrag auf Vornahme einer Neuwahl abzulehnen. Sodann Knaben Steiner in Parallele stellen will, so soll man es auch Garnison verbotenes Lokal verkauft wird, giebt die Polizeibehörde dem fand eine Abstimmung darüber statt, ob für diese Ablehnung geradeswegs thun, und nicht einzig mit der hier leicht erkennbaren Gouvernement davon Kenntnis resp. der nene Befizer teilt dem Motive angegeben werden sollen. Dies wurde von der Mehrheit Nebenabficht, der deutschen Arbeiterschaft zum Zuchthaus Gouvernement von dem Wechsel mit. Dieses zieht dann Erkundigungen des Ausschusses verneint. Schließlich, wurde auch der Antrag, den gefeß zu verhelfen. ein und verfügt die Aufhebung des Verbots oder läßt bei BeiMagistrat zu ersuchen, nunmehr baldigst die Einführung sondern mehrere Menschenleben vernichtet worden sind. zeichnisse eintragen. Es mag ja vorkommen, daß mitunter, be Die Löbtauer Affaire hat zur Folge gehabt, daß nicht ein, behaltung des Verbots den Namen des neuen Besizers in die Verdes Stadtverordneten Singer in das Amt als Es handelt sich natürlich nicht um das Leben des„ Opfers" Klemm, sonders in der" Ziehzeit", wegen Arbeitsfülle die erwähnte MaßMitglied der Schuldeputation zu veranlassen, der nach ganz kurzer Zeit wieder fidel war und keine anderen nahme vergessen wird; das gehört aber zweifellos zu den Seltenabgelehnt, so daß nunmehr der Antrag an die Versammlung ver- Schmerzen hatte als die um die ihn bedrohende Subhastation. heiten. Im übrigen liegt es klar auf der Hand, daß solche bleibt, die Neuwahl nicht vorzunehmen. Zum Berichterstatter für Was wir ins Auge fassen, ist das Leben jener Arbeiter, die für Gastwirte bei dem Gouvernement um Aufhebung des Verbots eindas Plenum ist der Stadtverordnete Justizrat Meyer gewählt eine im Zorn begangene Handlung mit einer Strafe belegt worden kommen. Infolgedessen wird auch die Forderung hinfällig, find, die einer Auslöschung des Lebens wenigstens in einigen eine Revision der Verbotsverzeichnisse vorzunehmen. Seit Auguſt Fällen gleichkommt. Das entsetzliche Schicksal, das diese Unglücklichen 1898 haben nur zwei der verbotenen Lokale ihre Befizer geIm städtischen Krankenhause am Urban wurden vom betroffen hat, war so tragischer Natur, daß selbst die Scharf- wechselt. Die Verzeichnisse sind dahin berichtigt worden, und außerdem 1. April 1897 bis 31. März 1898 in der inneren Abteilung macherpresse davon Abstand nahm, ihre Person zu begeifern und sich konnten sieben bisher verboten gewesene Lokale gestrichen werden. 4974 Patienten behandelt. Davon wurden entlassen bezw. nach der damit begnügte, ungerechtfertigterweise der Socialdemokratie für Die fernere Behauptung, daß wegen der Menge der verbotenen äußeren Abteilung verlegt 3820 Personen. Gestorben sind von den diesen Fall die Verantwortung aufzuladen. Lokale die nach Berlin beurlaubten Leute„ Unannehmlichkeiten" ausin der inneren Abteilung behandelten Kranken 841, so daß am Das Verdienst, die wehrlosen Eingeterkerten in schamloser gefeßt seien, ist ebenfalls grundlos. Auf der Berliner Kommandantur 1. April 1898 ein Bestand von 313 Patienten verblieb. Groß war Roheit beschimpft zu haben, hat sich hier erst sind Verzeichnisse der verbotenen Lokale vorrätig, die jedem Urlauber auch in diesem Berichtsjahre wieder die Zahl der an Lungen- das Organ des christlich- katholischen Herrn Kaplan bei seiner vorschriftsmäßigen Anmeldung ausgehändigt werden. schwindsucht leidenden Kranken, sie betrug 614. In Dasbach erworben! Man sieht, welche Mühe Militärbehörden und Polizei sich geben, der überwiegenden Zahl waren es Männer; Opfer der kapitalistischen Ungleich den Löbtauer Arbeitern hat nur die in ihrer Art ge- um die Soldaten vor dem Umsturzgift zu bewahren, das etwa in Produktionsweise, welche dem Moloch Kapitalismus ihre Ge- bildete"" Schwester Karola" den Strafvollzug der 59 Stockhiebe socialdemokratisches Bier gethan werden könnte. Und trotz dieser sundheit und ihr Leben geopfert haben. Meist handelte an dem gefesselten, völlig wehrlosen Kinde nicht im ersten, leidenschaft- intensiven Bekämpfung schwillt die Umsturzarmee, wie erst die legten es sich um fortgeschrittene Erkrankungen. Der größte Teil lichen Born, sondern nach umständlicher, wohlüberlegter Vorbereitung Reichstagswahlen zeigten, zu immer unheimlicherer Größe an. dieser Schwindsüchtigen lag viele Monate im Krankenhause und mit ganz fühler Berechnung vorgenommen oder vielmehr nicht weniger als 44,8 Proz. dieser Kranken starben. Viele von den vornehmen lassen. leichteren Kranten suchten, wenn sie nach langem Krankenhausworden. Aufenthalt entlassen waren, nach kurzer Zeit das Spital von neuem auf. In der äußeren Abteilung dieses Krankenhauses wurden im Berichtsjahre 3781 Patienten behandelt, von denen 3173 wieder entlassen wurden und 324 starben, sodaß am 1. April 1898 ein Bestand von 284 Kranten verblieb. Operationen wurden 1036 vorgenommen. An Diphtherie wurden 381 Stranke behandelt, von denen 78 starben. " = Tokales. müßte fie für eine Bestrafung der Schwester Karola etntreten, die Wollte also die Märkische Volks- Zeitung" konsequent sein, so der an den Löbtauer Arbeitern vollzogenen gleichfäme. " " = das Gist bereits Gehirn oder Zur Schulnot wird uns geschrieben: Der Mangel an Schulen, bemerkbar. Nicht allein daß die sogenannten„ fliegenden“ Klaſſen in speciell in der Peripherie der Stadt, macht sich immer unangenehmer einem Maße überhandgenommen haben, wie es wohl noch nie dageMit Verkehrung aller Begriffe nimmt aber das Blatt des die 20 Minuten und weiter von ihren Wohnungen entfernt sind. 3. B. im wesen ist, werden sogar neu eingeschulte Kinder Schulen überwiesen, Kaplans Dasbach sich der prügelforschen„ wehrlosen barmherzigen 181. Stadtbezirk wurde einigen Eltern zugemutet, ihre ſechsjährigen Kleis Schwester" an und des avoniert so, wie eben das Christentum nunmehr das Josefs- Waisenhaus, das ausdrücklich bicie nen einen Weg zur Schule zurücklegen zu laſſen, wozu ein Erwachsener gut Person von sich abgeschüttelt und damit, wenn auch in einer Memelerstraße. Auf die Vorstellung einiger Mütter beim Rektor und 20 Minuten braucht, nämlich von der Proskauerstraße nach der für die empörte Einwohnerschaft Berlins nicht entfernt genügenden Schulvorsteher ihres Bezirks erhielten sie achselzuckend den Rat, sich Weise bekundet hat, daß es die Prügelpädagogik dieser Dame durch schriftlich an die Schuldeputation zu wenden, was auch einige der aus verwirft. Freie Volksbühne. Die Jahres- Generalversammlung findet am Donnerstag, den 27. April, abends 8 Uhr, in Stecherts Liebe, das die„ Märt. Bolts- 3tg." zum besten giebt, die Einwohner- bis heute noch nicht zugegangen, troydem sie die Kinder nicht zur Wir denken, daß dies Beispiel christlicher Logik und christlicher Betroffenen thaten. Ein Bescheid ist den Eltern auf ihre Beschwerde Andreas- Festfälen, Andreasstr. 21 statt. Die Tagesordnung lantet: schaft gegen alle Art frommer Waisenerziehung nur um so miß- Schule schicken. 1. Geschäfts- und Kassenbericht vom legten Quartal und vom Geschäfts- trauischer machen muß. jahr 1898/99. 2. Neuwahl des gesamten Ausschusses, Vorstandes, der Ueber die Thätigkeit der hiesigen Tolliont- Station machte der Vorsteher derselben, Professor Dr. Pfeiffer, in der legten Sizung Revisoren und Obleute der Ordner. 3. Festsetzung des Kassierergehaltes Am Halleschen Thor vor hundert Jahren. Das Hallesche der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Gesundheitsgflege" interund Verschiedenes. Ein zahlreicher Besuch der Generalversammlung Thorviertel hat von allen Stadtteilen Berlins mit die langsamste effante Mitteilungen, aus welchen die bemerkenswerte" Thatsache wird dringend erbeten. Sonntag, nachmittags 23/4 1hr, im Entwickelung gehabt. Zu Ausgang des vorigen Jahrhunderts schrieb erhellt, daß die Tollwut im Deutschen Reiche durchaus feine fo Friedrich Wilhelmstädtischen Theater, 6. Ab Nicolai von dieser Gegend:" Dicht vor dem Thore geht eine feltene Erkrankung ist, als wie viele annehmen. Aus dem teilung: Erbförfr". Achtung! 1. Abteilung: Brüde über den Floßgraben, man nennet fie ohne Grund die steinerne Kranken Material der Station ergiebt sich allerdings, Sonntag im Lessing Theater: Erste Borstellung des Re- Brücke, und noch eine zweite über den 1733 angelegten Abflußgraben. daß dank den Wirkungen des Waulforb Gesezes visor", Komödie in 5 Atten von Nikolaus Gogol unter Mitwirkung Gleich linter Hand liegt ein töniglicher Holzmarft, weiterhin eine im Jnneren Deutschlands gar feine Tollwut vorkommt. des Herrn Guthery( als Gouverneur). Einige neue Mitglieder holländische Grüß- und Mahlmühle mit Wirtschaftsgebäuden und Vorwiegend die östlichen Gebiete, welche an Destreich und zur 4. und 5. Abteilung können sich melden.( Siche Inserat in Gärten. Der Ort hieß vorher der Johannestisch. Weiterhin Nußland grenzen, und unter ihnen besonders Schlesien und Sachsen, heutiger Nummer.) Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. liegt der Kirchhof der Friedrichstadt, ferner die Barthsche weisen zahlreiche Bißverletzungen durch tolle Hunde auf. Fast stets Kattumbleiche( jezt Jandorf). Vom Thore ab führt eine sind es Hunde, welche den gefährlichen Biß versezen. Außer bei ihnen Aus der Praxis der Waisenpflege. einfache Allee nach den Tempelhofschen Bergen. Am Wege befindet findet sich die Tollwut noch bei Wölfen; sie wird aber durch den Ueber die in den letzten Wochen abgehaltenen diesjährigen sich der duftere Keller, ein Erdfall zwischen den Bergen. Er ist an- Biß auf die meisten Tiere und auch auf den Menschen übertragen Bersammlungen der Gemeinde Waisenräte liegen genehm mit Bäumen bepflanzt. Weiterhin liegt die Hasenhaide, ein und verläuft hier im wesentlichen im Nervensystem. Vom Eindringen jezt die amtlichen Protokolle sämtlich vor. Die Versammlungen dichtenholz." Etwas anders ist schon das Bild, das Fidicin des Giftes bis zum Ausbruch der ersten Wuterscheinungen vergehen waren von den Waisenräten leidlich besucht, Vertreter des Vormund- 1841 entwirft:" Da hat man, gleich vor dem Thore linker Hand 1-2 Wionate und mehr Beit genug, um die erforderlichen Schutzschaftsgerichtes dagegen waren nur in drei von fünf Versammlungen zwischen Stadtmauer und Kanal eine Straße mit acht bebauten impfungen vorzunehmen. Je früher geimpft wird, um so günstiger die Aussichten; hat Grundstücken, darauf sich auch Fabrikanlagen und die erste Berliner find zugegen. Die Erörterungen drehten sich in allen Versammlungen, Gasanstalt befinden. Jenseits der Brüde führt eine„ mit wohlgebauten Rückenmark erreicht, so ist der tödtliche Ausgang unvermeidlich. Auf abgesehen von einem Vortrage über" Die Bedeutung des Waisen Häusern besetzte Chaussee"( Blücherstraße) nach der Hasenhaide, an der Wutstation hat man bis jegt feinen einzigen Mißerfolg zu ber rates nach dem neuen Bürgerlichen Gesetzbuch" vorwiegend um deren Nande sich Kaffeehäuser und mehrere- Sommerwohnungen der zeichnen gehabt. Die Art und Weise, wie hier vorgegangen wird, zwei Punkte, die alljährlich wiederkehren: um die Schwierig Berliner befinden. Links von dieser Chaussee führt ein Weg zur ist ähnlich der im Pariser Musterinstitut, nur noch strenger. Von feit, geeignete und willige Vormünder zu finden, Echlächter- Hitung". Dies ist eine zum Rigdorfer( Rottbuser) Damm 187 Batienten, die in der Zeit vom 18. Juli, dem Eröffnungstermin, und um die Mangelhaftigkeit der über die Amt 3 führung der Vormünder auszuübenden Kontrolle. Die als der Hafenhaide begrenzt wird, sie dient zur Weide für das Vich der lichen Geschlechts; 92 wiesen Verlegungen an unbedeckten Körperführung der Vormünder auszuübenden Kontrolle. Die als sich hinziehende Wiese, die nördlich vom Landwehrgraben, jüdlich von bis Ende 1898 behandelt wurden, waren 94 männlichen, 43 weibVormünder vorgeschlagenen Personen suchen sich diesem Amt unter allen Berliner Schlächter und der Gemeinde Tempelhof." Gin zweiter stellen auf, wo der Biß stets gefährlicher wirkt als durch die Kleidung möglichen Gründen zu entziehen. Den Waisenräten erwachsen oft Weg führte vom Thore über den Kreuzberg nach Tempelhof, näm hindurch. In 107 von den 187 Fällen wurde der Kopf des getöteten jogar Unannehmlichkeiten aus ihren Vorschlägen, weshalb von ihnen lich die„ Poststraße nach Trebbin, Luckenwalde u. f. f., die eine Weile Tieres mit eingeliefert; in 95 Fällen konnte mit Sicherheit Tollwut immer wieder die Bitte vorgebracht wird, das Vormundschaftsgericht chaussiert ist". In den„ Tempelhofschen Bergen" befanden sich einige nachgewiesen werden. möge den vorgeschlagenen Personen die Namen der vorschlagenden Gastwirtschaften";„ neben dem Kreuzberg" Tivoli, ein von den GeWaijenratsmitglieder nicht bekanntgeben. Besonders in ärmeren Stadtgegenden soll es sehr schwer sein, Vormünder zu finden, die brüdern Gericke 1829 hergestellter Bergnügungsort, welcher dem wurde in Berlin das Fleisch von 7382 Pferden als zur menschlichen ihre Mündel regelmäßig besuchen. Als Grund wurde in einer Ver- gleichnamigen in Paris nachgebildet iſt". Daneben fah man auch Nahrung geeignet in den Verkehr gebracht. fammlung angegeben, daß es der handarbeitenden Bevölkerung, selbstlichen Gärten den sonst unerfreulichen Sandberg bededen". von Sommerhäuschen, welche neben den zier Fütterung der Raubtiere im Zoologischen Garten, ferner für die wenn der gute Wille vorhanden sei, meist an Zeit fehle. Von einer Rechts vom Thore tam man über die Hirschelbrücke zur Hirschel- Hunde in der Tierärztlichen Hochschule und in den Anstalten des Seite wurden die Geistlichen als besonders dazu geeignet, Borstraße, die an der Mauer entlang nach dem Potsdamer Thore Deutschen Tierschutzvereins das Fleisch von 532 Pferden verwendet, münder vorzuschlagen, bezeichnet. llebrigens wird sich die Zahlging, und ferner„ über das Feld" nach dem„ Liegowerweg". Die daß von 6850 Pferden das Fleisch in den Läden der Roßschlächter der so der Vormünder vom 1. Januar 1900 ab vermindern, weil feilgeboten oder zu Wurst usw. verarbeitet worden ist. Im Vergleich von da ab Witwen ihre ehelichen Kinder selber bevormunden eigentliche Bebauung des Halleschen Viertels datiert erst aus den fönnen. Die den Gemeinde- Waisenräten zustehende Kontrolle über sechziger Jahren. Zuerst entstanden die Straßen am Kanal, dann zu Antwerpen, wo im Jahre 1898 4000 Pierde zur menschlichen Erziehung der Mündel wird dadurch erschwert, daß die Wohnungs- die Arndtstraße noch verrufene Gegend", die ein anständiger 200 Pferdefleisch- Bänte". Die Wiener Bevölkerung verzehrt jährlich die Amtsführung der Vormünder und die Aufsicht über Pflege und die Teltower-, Baruther- und Nostizstraße. Nach 1870 wuchs der Nahrung geschlachtet wurden, hätte Berlin nach Maßgabe seiner Bes Teil östlich und westlich der Belle- Alliancestraße empor. 1885 war offerung 37 000 Pferde verzehren müssen. In Wien haben die Pferdeschlächter bereits ihre eigene Genossenschaft; es giebt dort an veränderungen und selbst die Todesfälle von Mündeln nicht immer Mensch" zu meiden suchte, heute sind die Wohnungen dort schon rund 20 000 Pferde. Mit Hilfe unserer Fleischvertenerer werden wir rechtzeitig und sicher bekannt werden. Stadtrat Münsterberg bes merkte, die großstädtischen Verhältnisse hätten es dahin gebracht, gerade so tener wie anderswo, trotzdem der Gestank der Spiel- aber schon im Pferdefleischkonsum der Stadt an der schönen blauen daß oft Lichtfabrik das fehle und daher die Vormundschaft nur auf dem Papier bestehe. Um eine wirksamere Beaufsichtigung der Mündel herbeizuführen, Unter zahlreicher Beteiligung, namentlich aus wissenschafts An ansteckenden Krankheiten, die der Polizei gemeldet lichen Kreisen, ist gestern, Dienstag, nachmittag um 3 1hr der werden die Weisenräte fünftig wahrscheinlich von jeder polizeilichen werden müssen, find im Jahre 1897 in Berlin im ganzen 8383 Per berühmte Kartogragh Heinrich Kiepert auf dem alten JakobiBerlichen Ans und Abmeldung eines bevormundeten Minderjährigen sonen erkrankt und 1231 davon gestorben( soweit die ErKenntnis erhalten; Verhandlungen darüber schweben mit frankungen thatsächlich gemeldet wurden oder durch Totenscheine Kirchhof am Rollkrug zu Nixdorf zur letzten Ruhe bestattet worden. dem Polizeipräsidium. Bemerkenswert ist eine dritte Klage, bekannt wurden), und zwar erkrankten bezw. starben: an Masern Arbeiter- Risiko. Auf dem Bauplag des Kaiser Friedrichdie diesmal in einer dieser Versammlungen vorgebracht 2546 beztv. 159( außerdem 146 Todesfälle durch Lungenentzündung Museums wurde der Zimmermann Wilhelm Marschall von einem worden ist. Ein Armenarzt nimmt die ihm zugeführten franken nach Mafern), an Scharlach 1494 bezw. 187, an Scharlach- Diphtherie aus einer Höhe von etwa 2 Metern herabfallenden Balken getroffen Kinder nicht in den Sprechstunden an. Es ist vorgekommen, daß er 98 bezw. 33, an Diphtherie 3661 bezw. 507, an Stindbettfieber 191 und am Stopfe erheblich verlegt. ohne das frante Kind gesehen zu haben, telephonisch Anweisung zu bezw. 98, an Unterleibstyphus einschl. gastrisches Fieber 374 beziv. Die Leiche eines der auf der Müggel ertrunkenen drei Sea I= dessen Behandlung gegeben hat, so daß die Pflegemutter, die sich 90, an epidemischer Genidsfarre 14 bezw. 8, an Poden 5 bezwv. 3. nicht dabei beruhigen wollte, einen anderen Arzt zu Rate ziehen( Die 1896 Erkrankten, aber 1897 Gestorbenen sind nur bei den Ge- hüler ist gestern mittag gelandet worden. mußte. Ueber einen anderen Armenarzt wurde geklagt, daß ihm die storbenen, die 1897 Erfrankten, aber 1898 Gestorbenen nur bei den Primaners Bünz, die hinter dem Seeschlößchen bei Friedrichshagen Kinder nur vormittags vorgestellt werden dürfen. Thatsächlich Erkrankten mitgezählt.) In einzelnen Haushaltungen trat, ans Sand gebracht worden ist. Die in Berlin wohnhaften Eltern brauchen die Armenärzte nach ihrer Instruktion für Arme täglich soviel bekannt geworden, in demselben Jahre Masern bis siebenmal find seitens der Ortsbehörde benachrichtigt worden. nur eine Sprechstunde abzuhalten. Die Waisenverwaltung will auf, Scharlach bis fünfmal, Scharlach- Diphtherie bis zweimal, Diph- Zwei größere Brände machten Montagabend der Feuerwehr eine Aenderung dieser den Armentranten zum Nachteil gereichenden therie bis neunmal( außerdem in einer Anstalt siebzehnmal), Unter- viel zu schaffen. Gegen 8 Uhr entstand Thurm str. 35, Ede Bestimmung herbeiführen. leibsthphus und gaftrisches Fieber bis viermal. Sindbettfieber fam, Bremerstraße in dem Kaufhause von Mag Michaelis ein Schadensoweit der Name der Hebamme angegeben war, bei 11 Hebammen feuer, das einen durch Versicherung gedeckten Verlust von mehr als eine Menge Qual macht. Pferdefleisch als menschliche Nahrung. Im Jahre 1898 Davon wurde zur Donau nachkonimen. Es ist die des 10 000 m. berursachte. Ein Lehrling hatte beim Anzünden der Gas- 1 Weißensee. Umfangreiche Umpflasterungen stehen für dieses strafte Buchthäusler bekannt waren. Eichle forderte sie nunmehr flammen unvorsichtigerweise die Gardinen in Brand gefeßt, der sich Jahr bevor. In der legten Sigung der Straßenbau Kommiffion zur Oeffning ihrer Bündel auf, welchen Verlangen Mohus entmit solcher Schnelligkeit über den aus Teppichen, Betten, Gardinen wurde der Gemeindevertretung empfohlen, die Lothringenstraße neu sprach, während Steinte vergeblich fein Bündel zu öffnen versuchte, und dergleichen bestehenden Ladeninhalt verbreitete, daß die an- herzustellen. Dies würde einen Kostenaufwand von rund 43 000 M bis ihm dies unter Zuhilfenahme eines Messers gelang. Steinte ent wesenden Personen schleunigst die Flucht ergreifen mußten. Eine verursachen. Die hierbei interessierte jüdische Gemeinde leistet hierzu nahm num seinem Bündel einen Revolver, zielte auf Eichler und enorme Rauchentwickelung belästigte die Bewohner der einen freiwilligen Beitrag von 15 000 m. Ebenso soll die Goethedrückte ab, wobei der Schuß jedoch nicht losging. Eichler erfaßte mun oberen Stockwerke ungemein, doch blicben dieselben aufstraße vollständig neu reguliert werden. Hierzu find inkl. Aus- den Revolver und warf dabei den Steinke zu Boden. Der bis dahin Anraten der in großer Stärke herbeigeeilten Feuerwehr gaben für Herstellung der Kanalisation ca. 17 000 M. erforderlich. unbeteiligte Mohus stürzte sich nunmehr auf Eichler und versezte in ihren verschloffen gehaltenen Wohnungen. Aus vier Nohren Die Langhansstraße zwischen Goethe- und Gustav Adolfstraße, ihm mit einem Knittel mehrere Hiebe auf den Kopf und Arm, wurde fast 2 Stunden ununterbrochen Wasser gegeben, bevor die sowie die Rölkestraße zwischen Langhans- und Charlotten- fodaß das Blut vom Gesicht des Eichler floß. Nun wurde es dem Gefahr als beseitigt galt. Während man hier noch mit den Auf- burgerstraße sollen umgepflastert werden. ZurRegelung der Friedrichstraße Eichler Klar, daß es auf Tod oder Leben gehe, zumal Steinke sich räumungsarbeiten beschäftigt war, erging Alarm nach Köpnider- und der Pistoriusstraße von der Röllestraße bis Hamburger wieder aufgerichtet hatte und mit dem gespannten Revolver auf ihn straße 6, wo der Dachstuhl des an die Pfuelstraße stoßenden Ge- Blatz soll mit den Adjazenten verhandelt und das Einverständnis zulam, Eichler zog nunmehr ebenfalls seinen Revolver, zielte auf bäudes in Flammen stand. Auch hier hatte die Wehr zwei Stunden derselben gesichert werden. Die Lieferung der Bordschwellen wurde, Steinke und drückte ab, wobei er ihn ins Gesicht traf. Steinfe harte Arbeit, um die Gefahr zu beseitigen. Ein größerer Teil der vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindevertretung, dem Stein- taumelte zurück. Mohus wollte nun dessen Revolver ergreifen, in Dachkonstruktion samt dem Juhalte der Dachkammern wurde ein- fegmeister Lauert, die der Pflastersteine der Firma Lehder demselben Augenblick wurde er von einer zweiten Kugel des Eichlergeäschert. übertragen. Die Ausgaben für diese Arbeiten werden zum größten schen Revolvers getroffen und stürzte zu Boden. Eichler stellte nun Bei der Arbeit schwer verunglückt ist gestern morgen der Teil aus dem noch vorhandenen 52 000 m. betragenden Restbestand fest, daß beide Männer tot am Boden lagen, wobei Steinke noch feinen mit 6 Patronen geladenen Revolver trampfhaft umfaßt hielt. 17 Jahre alte Buchbinderlehrling Wilhelm Gärtner in der Werkstatt der vorjährigen Anleihe von 100 000 m. bestritten. von Mahly in der Schumannstr. 14. Ein scharfes Messer, mit dem Eichler wird längerer Zeit bedürfen, um sich von seinen Berlegungen Papier geschnitten wird, rutschte ihm weg und schnitt ihm die Schlagader am rechten Oberschenkel durch. Der Verunglückte wurde nach der Charité gebracht. Das Polizeipräfidium teilt mit: Gewarnt wird vor einem englischen Schwindler, der in den durch eine Mittelsperson besorgten Anzeigen in Zeitungen sich erbietet, an alle ehrlichen Personen Kapitalien zu 5 Proz. auszuleihen." Der Schwindler nennt fich bald Alfred Thomson, London, Bantind- Street, bald Georg Barcher, London, Duke Street wohnhaft. Er arbeitet auf die alte Weise, daß er zunächst 3 M. Spesen und sodann die Zinsen des verlangten Darlehus auf ein Jahr im Voraus verlangt; ist er im Besitze dieser Summe, dann läßt er nichts mehr von sich hören. Die Angelegenheit der Schwefter Karola wird auch die Stadtverordneten- Bersammlung in Botsdam beschäftigen. An den zu erholen. Magistrat soll die Frage gestellt werden, ob sich auch Potsdamer katholische Waisen in dem St. Josephs- Waisenhause befinden und was der Magistrat in diesem Falle anläßlich des bedauerlichen Vortommnisses mit dem Knaben Steiner zu thun gedenke. " = Die Stadt San Vicente in San Salvador ist durch ein Erdbeben zerstört worden. Ein Verlust an Menschenleben war nicht damit verknüpft, da die Einwohner, durch mehrere fleinere Erdstöße gewarnt, ihre Häuser verlassen hatten und in das offene Land geflüchtet waren. Was für sonderbare Käuze doch unter den Junungsmeistern anzutreffen sind und wie sie sich in ihrem Hasse gegen Großes Aergernis wurde in Kansas City durch einen die Socialdemokratie zu den größten Dummheiten verleiten lassen, Bwischenfall im Zoologischen Garten verursacht. Ein Orangdavon legte die jüngste Versammlung der Baugewerks Innung für tang fam dort zur Welt und die Verwaltung beschloß, den Affen Stegliz und Umgegend ein beredtes Bengnis ab. In dieser Ver- taufen zu laffen. Da kein Geistlicher die Taufe vollziehen wollte, sammlung wurde nämlich von einigen Heißipornen der ernsthaft übernahm es der Elefantenabrichter. In geistlichem Ornat sprenkelte gemeinte Antrag gestellt, die von der Junung unterhaltene a cher Waffer auf das Tier und taufte es nach christlichem Ritus. Der Den Wirkungen des Giftes erlegen ist der Handelsmann Ichule eingehen zu lassen. Das Geld, welches die Innung für die Affe erhielt den Namen„ Ham". Die Geistlichkeit der Stadt hat Heinrich Lindemann, der in seiner Wohnung, Chauffeestraße 98a, vor- Fachschule verausgabe, fönne fie fich sparen, weil, wie die gegen diese Handlung einen entrüsteten Protest eingelegt. ihren Antragsteller die Autrag begründeten" socialgestern abend Morphium nahm. In Odeffa langten dieser Tage zu Fuß über Sibirien demokratische Berhegung gegen die Meister die Meister sich 5 zu neunjähriger 3wangsarbeit in den Bergwerken von schon bis auf die Lehrlinge erstrecke. Nur mit Widerwillen besuchten diese die Fachschule; und wo wirklich noch Sachalin unschuldig verurteilte Landleute an, die wegen angeblichen Mordes an ihrem Dorfmiteinwohner angeklagt und vor 3 Jahren guter Wille zum Lernen vorhanden sei, da gebe man den künftigen nach Sibirien verschickt wurden. Eine Entschädigung ist für unAgitatoren durch die erworbene Fachbildung nur ein besseres Relief. Gesetzlich gezwungen zur Haltung einer Fachschule sei die Immung schuldig Verurteilte im russischen Geses natürlich nicht vorgesehen; aber nicht einmal den Transport hielt sich die russische Regierung nicht, darum fort mit der Fachschule! Die Mehrzahl der Innungsmeister waren zu ihrer Ehre sei es gefagt!- denn doch zu übernehmen verpflichtet. Die Leute, welche drei Jahre in den schreibt, ganz närrisch und lehnten demzufolge den Antrag gegen die Stimmen der Antrag vor Freude über die erlangte Freiheit sein! steller ab. Man sieht aber, was für Unheil blinder Fanatismus in den Köpfen moderner Zunftmeister anzurichten vermag. Noch nicht rekognosciert sind die Leichen zweier Lebensmüden, welche zu Anfang dieses Monats im Grunewald unweit Schildhorn aus der Havel gelandet wurden. Zunächst handelt es sich um den Leichnamt eines etwa 20 Jahre alten Mädchens, das art Schildhorndenkmal ans Ufer gespült wurde. Die Tote war befleidet mit blauem Stattunkleide, gelb gemustert, Unterkleidern, schwarzen Strümpfen und schwarzen Ladschuhen. Die andere Leiche dem Arbeiterstande angehörte. Beide Toten find vermutlich durch die Strömung aus der Spree in die Havel getrieben worden. ist die eines 20-25 Jahre alten Mannes, der nach seiner Kleidung noch nicht verblendet genug, eine solche Thorheit ernst zu nehmen unterirdischen Stätten menschlicher Gro Jahre in den Von einem Schnellzug überfahren wurde gestern abend auf dem Stettiner Bahnhofe der Weichensteller August Woithe, der an der Bude NTM bei der leberführung der Liesenstraße Dienst hatte. Der um 83/4 Uhr von Stralsund hier ankommende D- Bug ging ihm über den rechten Fuß und verlegte ihn schwer. Der Bahn arzt Sanitätsrat Dr. Bär verband den Verunglückten und ließ ihn dann mit einer Droschke nach dem Lazarus- Krankenhause bringen. Der Zug hatte gleich nach dem Unfall gehalten und den Ueber fahrenen aufgenommen, Der Verein von Freunden der Treptower Sternwarte besucht heute abend 6 Uhr den Spreetunnel, der Treptow mit Stralau verbindet. Aus den Nachbarorten. Spandan. Die hiesige Arbeiterschaft wird den 1. Mai da wo es angeht, mit Arbeitsruhe feiern. Morgens um 7 1hr findet ein Ausflug nach den Bichelsbergen statt. Treffpunkt um 1/27 Uhr im Restaurant Duck sch. Spandau, Bismardstraße 6. Nach mittags finden von 4 1hr ab in dem Etablissement der Bichelsdorfer Brauerei Konzert, Tanz, Kinder- Beluftigungen 2c. statt. Billets hierzu find vorher bei den bekannten Parteigenossen zu haben. # Die Nahrungsmittel- Untersuchung ist jetzt für den Kreis Nieder- Barnim von der Kreisverwaltung einheitlich organisiert. An das Nahrungsmittel- Untersuchungsamt in Berlin werden dafür 3000 M. pro Jahr gezahlt. Weizen * Roggen * Futter- Gerste Hafer gut " 15,40 14,90 Butter und Elends ge= Marktpreise von Berlin am 24. April 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 16,20 15,- Schweinefleisch .I D 1 kg 14,65 13,70 Kalbfleisch 1,60 1,10 1,80 113, 12,40 Hammelfleisch 1,60 0,90 " 2,60 2, " inittel " 14,80 14,30 Gier, 60 Stück 3,60 2,40 gering 14,20 13,70 Karpfen 1kg 2,20 1,20 " 4, 3,50 Aale " 3,-1,80 6,70 2,60 1, " 40, 25, Hechte 1,80 1,20 " 50, 25, Barsche 1,60 0,80 " 70, 30, Schleie 3,50 1,20 " 6, 4,4 Bleie 1,40 0,80 12, 2,50 Richtstroh Heu 4,30 Bander 1,20 Strebse per Schock 1,60 1,20 1, i Imersdorf Aussehen. Hier wohnte seit längerer Zeit in der Eine Revolveraffaire erregte gestern, Dienstagmittag, in Uhlandstraße 72 der 70 Jahre alte Schiffer Loftmann bei dem Arbeiter Dramenz, der mit Lottmanns Nichte verheiratet ist. Frau Dramenz, die in der ganzen Nachbarschaft nicht beliebt ist, be= nugte ihren alten Ontel zu allen möglichen Dienstleistungen. Grber Obwohl der alte Mann, der sich des besten Rufes erfreut, Speisebohnen †) Linsen alles that, was in seinen Kräften stand, so hatte er doch startoffeln, neue niemals seinen Frieden. Seine Richte fuchte fortwährend Rindfleisch, Keule 1 kg Bank und Streit mit ihm und gestern mittag wollte do. Bauchm sie ihn sogar vor die Thür sehen. Der Mann gerieth mun in eine*) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. LandwirtNotierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium große Aufregung und griff in der Wut zum Revolver. Er schaftskammer feuerte einen Schuß auf seine Nichte ab und verletzte sie durch einen Streifschuß am Gesicht. Während Frau Dramenz zur Polizei lief, richtete Lottmann die Waffe gegen sich selbst und brachte sich einen Schuß in den Kopf und einen zweiten in den Unterleib bei. Die Polizei, die mittlerweile mit der Nichte zur Wohnung fam, ließ den Verwundeten, nachdem er einen Verband erhalten hatte, nach Berlin in ein Krankenhaus bringen. Seine Verlegungen sind nicht lebensgefährlich. Vermischtes. In Charlottenburg ist die Neuwahl von sieben unbesoldeten Stadträten für die Zeit vom 1. Januar 1900 bis zum 31. Dezember 1905 erforderlich, da am 31. Dezember d. J. die Wahlzeit der Stadträte Sanitätsrat Dr. Edel, Rentner Tocbelmann, Rentner Streichan, Gartenbau Direktor Brandt, Rentner Stendel und Rentner Goliasch abläuft, außerdem aber von den durch Ortsstatut vom 9. November 1897 neu geschaffenen beiden Stellen eine der bis Ende d. J. laufenden Wahlzeit angehört. Da die Wahlen für die Versuche, ohne Draht telegraphische Mitteilungen zu beiden neugeschaffenen Etellen bis zum Herbst verschoben sind, werden machen, sollen der Weier- Btg." zufolge auch in ug haven vor wahrscheinlich auch die Wahlen der sechs anderen Stadträte zu dieser genommen werden, und zwar zwischen dem dortigen Beuchtturm Zeit stattfinden. und der an der westlichen Landspize des Amtes Nigebüttel stehenden Kugelbaate, einer bekannten Seemarke. Die Vorbereitungen find Herr v. Oppen in Adlershof sorgt in seiner Weise unermüd- schon in vollem Gange. An der Gallerie des Leuchtturmes sowohl, lich weiter dafür, daß der Socialdemokratie neue Anhänger zu wie an der Spizze des Leuchtturmes find lange Meffingröhren an geführt werden. Der Arbeiter Haberdant hatte zur Geburtstags- gebracht, welche durch angetötete Kupferdrähte mit den betreffenden feier seiner Frau am Sonntag, das Lokal von Schmauser ge- Apparaten in Verbindung stehen. Der Aufbau derselben wird im mietet. Als man recht fidel beim Tanzen war, kam ein Amtsdiener Laufe der nächsten Woche beendet werden, worauf die Versuche ihren angeschritten. Da dieser Mann nicht geladen war, wurde ihm mit Anfang nehmen sollen. gebührender Höflichkeit bedeutet, die Thür von draußen zuzumachen. Ein zweiter Amtsdiener hatte dasselbe Schicksal zu erleiden. Alsbald erschien als ultimo ratio des Herrn v. Oppen das gewohnte Gendarmenaufgebot von acht Mann. Da die Tanzgesellschaft es nicht zu einem Einschreiten der Beamten kommen lassen wollte, fügte sie sich. Der Gaal wurde geleert; der Wirt hatte die Schlüssel herzugeben, und um flebte ein Beamter ein Siegel auf das Schlüsselloch. Große Heiterkeit bei den Festteilnehmern. Gegen elf Uhr erhielt der Wirt den Schlüssel wieder zugestellt. Die Folge ist nun vielleicht wieder ein Prozeß mit der gewohnten Frei sprechung der Angeklagten". Was mag Herr v. Oppen eigentlich nur davon haben, daß er auf diese Art die verhaßte Socialdemokratie bekämpft? Bildet er sich wirklich ein, daß er dadurch der Socialdemokratie schaden kann? Sollte Herr v. Oppen wirklich in solchem naiven Glauben befangen sein? " Rettung Schiffbrüchiger. Der am 19. April von Baltimore auf der Weser angekommene norddeutsche Floyddampfer Bonn", Kapitän Traue, rettete am 9. April auf 89 Grad nördlicher Breite und 57 Grad westlicher Länge die aus zehn Mann bestehende Be sagung der norwegischen Bark Triumph", welche auf der Reise von Wilmington mit einer Ladung Harz und Teer nach Bristol in einem Orkan led gesprungen und wrad geworden war. Da die Bart alle Boote verloren hatte, so schickte der Lloydkapitän ein Boot mit sechs Mann und dem ersten Offizier ab, welches die Schiffbrüchigen trop der hohen See abholte und glücklich nach der" Bonn" an Bord brachte. Der Kapitän und ein Matrose der Bart waren schwer verlegt, sie wurden auf der„ Bonn“ fofort in ärztliche Behandlung ge nommen. Das Wrack wurde, weil es eine große Gefahr für die Schiffahrt bildete, in Brand gesteckt, bevor der Lloyddampfer seine Reise fortsette. für den Doppel- Centner. †) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt bom 25. April. Unter der Nachwirkung der ungünstigen Saatenstandsziffern, welche spekulative Käufe, besonders in oggen veranlaßten und den Preis für diesen Artikel bei lebhafterem Handel etwa 1 M. hoben, eröffnete der Getreidemarft in fester Haltung. Die wärmere Witterung wurde nicht in Erwägung gezogen. Weizen Tag ruhiger, im Preise gut behauptet. Safer verfehrte zu unveränderten Preisen. Nubol blieb umbeachtet. Am Spiritusmartt wurde loco 70er mit 40 M.(-0,50) gehandelt. Die Terminpreise gaben auf Realisierungen 0,40 m. nach. Kartoffelfabrikate. Berlin, 25. April. Feuchte Startoffelitärte per 100 g. 10,20 m. Prima trockene Kartoffelstärte per 100 Rg. 20,50-20,60 m., do. Supra 21-21,25 M., Sekunda 16,00-18,50 m. Prima Kartoffelniehl per 100 kg. 20,50-20,60 M., do. Supra 21-21,25 M., do. Selunda 16-18,50 2. Für den Ziethenfonds habe ich 1,50 M. von Bier Statspielern" zu Forst und Bevern, und von E. S. R. 1 M. erhalten. Außerdem 2 M. für das, den Rastatter Standrechts opfern zu setzende Denkmal, für welche Gaben ich hiermit danfend quittiere. Den 25. April 1899. 2. Liebknecht. Eingegangene Druckschriften. Bon der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Dietz' Berlag) ist soeben das 31. Heft des 17. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Das zehnte Maifest. Beiträge zur Geschichte des Koalitionsrechts in Nochmals Konsum, Bau- und Deutschland. Von Mar Schippel. III. Eine Nachlese. Von Franz Sparverein" Probuftion". Bon A. v. Elm. Litterarische Rundschau. Feuilleton: Erinnerungen eines Mehring. I. Achtunbvierzigers. Die Socialistischen Monatshefte"( Berlin W., Gleditschfir. 23) haben focben das 4. Heft ihres V. Jahrgangs erfcheinen laffen. Aus dem Inhalt deffelben heben wir hervor: Baul Kampffmeyer: Bernstein ber„ KleinDr. Ladislaus Gumplowicz: Bernstein und der Socialismus. bürger". Dr. Alfred Noffig: Kautsfys Werk über die Agrarfrage. Gertrud David: Die Bedeutung der Konsumgenossenschaft für die wirtschaftliche Entwickelung. Heinrich Kauffmann: Bon unten auf! Julian Borchardt: Ueber Zwed und Methode der Geschichtswissenschaft vom socialistischen Standpunkt. Heinrich Mährer: Destreich im Jahre 2000. Rundschau. Bücher. Revuen. Der Preis des elegant ausgestatteten Heftes beträgt 50 Pf.; und Bostanstalten( Post- Zeitungskatalog Nr. 7075), ferner direkt durch die pro Quartal 1,50 W. Zu beziehen burch alle Buchhandlungen, Kolporteure Expedition: Gleditschfir. 23, Berlin W. Ueber den Stand der Beschaffung elektrischer Energie für Schöneberg gab Stadtverordneten- Vorsteher G. Müller im Haus- in Nürnberg als Kaplan thätigen Prinzen May von Sachsen sind Ein Kirchendiebstahl erregt in Nürnberg Aufsehen. Dem befizer Verein einige sehr interessante Aufklärungen, Verschiedene von dem Meßgewande, das ihm die Königin von England zur Firmen verlangten bereits zum Herbst elektrischen Strom. Diesem Priesterweihe geschenkt hatte. die kostbaren Edelsteine los Bedürfnis müsse entsprochen werden und man werde einer Berliner gelöst und entwendet worden. Das Meßgewand war in der Gesellschaft gestatten, provisorisch hier Stabel zu legen. Dadurch ge- St. Josefs- Kirche verwahrt. Das Gewand mit den kostbaren Edelwinne man Zeit, die Schaffung einer eigenen Anlage reiflich zu steinen ist eine beachtenswerte Juustration der Religion des Mannes, überlegen. Auch zwinge die Finanzlage, äußerst fparfam ber nach dem Zeugnis der Evangeliſten nicht wußte, wo er feinitoes abcubs von 7 bis 8½ lbr abgehalten. umzugehen mit Rücksicht auf die dringenden Forderungen Haupt hinlegen sollte. nach einem Strankenhause. Die Gesellschaft Union baue ein großes Werk bei Tempelhof, welches am 1. Juli in Betrieb ge= Ein furchtbares Brandunglück hat am Sonntag das zivischen sezt werde und das auch der Schöneberger elektrischen Bahn Strom Ludwigsort und Heiligenbeil belegene Kirchdorf Bladian heimliefere. Es liege ein nerbieten dieser Gesellschaft vor, der gesucht. Dort war am Vormittag Heuer ausgekommen, das sich bei Etadt das Werk nach 15 Jahren, oder wie sie jest wolle, nach zwölf dem herrschenden Stueme mit so rajender Schnelligkeit weiter verJahren zu einem bestimmten Preise zu überlassen unter Be- breitete, daß alle Verfuche, dem wütenden Elemente Einhalt zu thun, dingungen für Tarif und Abgaben an die Stadt, welche vergeblich blieben. Erst um die Mittagsstunde gelang es, der wohl näherer Prüfung wert seien und es empföhlen, weiteren Ausdehnung des Brandes ein Ziel zu sehen. Es sind circa diesen Vertrag mit der Union in Aussicht zu nehmen.(!!) 40 Gebäude, darunter 17 Wohnhäuser, ein Raub der Flammen ge Weiter sagte Herr Müller: Die Stadt ist vorläufig der Notwendig worden; 21 Familien sind ihres Obdachs beraubt und haben fast teit zur Beschaffung von etwa 11/2 Millionen für den Bau eines ohne Ausnahme all ihr Hab und Gut verloren. Werkes entrückt und hat vor der Hand nur Einnahmen für die GeBriefkasten der Redaktion. juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends 2. M. 10. 1890! K. 50. Es wäre leichtfertig, eine derartige Frage im Brieffaften zu beantworten. Sie müffen sich da an einen Arzt wenden. A. 2. 3. 1006. Wir werden die Frage behandeln; es wäre mir aber lieb, wenn ich Sie sprechen könnte. Ich bin jeden Morgen bis 11 Uhr in meiner Wohnung, die Ihnen bekannt, und jeden Abend gegen 7 Uhr in der Redaktion zu treffen. Zwei Wettende 59. Es handelte fich damals unseres Erachtens um eins der gewöhnlichen Philharmonie- Konzerte. Witterungsübersicht vom 25. April 1899, margens 8 Uhr. meinderaffe zu gewärtigen. Für eine Bogenlampe verlangt die Union der seit November v. J. verschwunden und wegen großer Unter Ju Stargard( Pommern) hat sich der Bankier Karl Meißner, 140 M. pro Jahr, während Lahmeyer- Charlottenburg 190 m. bean- fchlagungen steckbrieflich verfolgt war, von Chicago tommend, frei- Stationen sprucht. Die Gesellschaft bietet der Stadt eine Brutto- Nente von willig gestellt. 10 Prozent ohne jeden Abzug, einen Anspruch von 40 Prozent am -Barometer ftanb mm Bind richtung 753S0 Windstarte Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R Stationen 7580 5 bedeckt 4 bebedt 2 bedeckt 10 Cort 756GD 757 NM Barometer stand mm Bind richtung Windstärte Wetter 8 Haparanda 766 Stift wolfen! 8 Petersburg 767 NNW Aberdeen Temp. n. 6. 1wolfent -3 752 W 747 S 755 SM 5 wolkig 3 bedeckt 9 7 3 bedeckt 12 Reingewinn und noch 3 Proz. von den Einnahmen aus Vororten, Zu der gemeldeten Erschießung zweier Verbrecher durch deren Kabel durch Schöneberger Gebiet führen, Bekanntlich hatte einen Gendarmen werden aus ifhausen folgende Einzelheiten Swinemde. 758 D Hamburg der Schöneberger Magistrat sich in seiner Vorlage für die Anlage berichtet: Der Gendarm Eichler traf Nachts auf dem nach Schönwalde zu eines Wertes auf eigene Kosten ausgesprochen. Hier ge- führenden Wege zwei Männer und versuchte, ihnen den Weg abzuschneiden, wiesbaden 4 bedeckt 9 Paris winnt es nun allerdings den Anschein, als ob die Stadtväter Schöne- was ihm auch gelang. Bei ihrem Zusammentreffen fragte er beide münchen bergs in ihrer Mehrheit, troß ihrer Kenntnis des traurigen Ab- Personen, woher fie fämen und wohin sie wollten, worauf sie ihm Bien 759S SO 4wolfent 8 hängigkeitsverhältnisses der Stadt Berlin zu diesen Monopol- Gesell- ertlärten, fie tämen von St. Lorenz und wollten in Balmuiden Wetter. Prognose für Mittwoch, den 26. April 1899. schaften, den gefunden Ideen des Magistrats ihre Buftimmung ver- Arbeit fuchen, sich auch als die Maurer Ferdinand Steinke und Etwas fühler, ziemlich trüb und regnerisch bei mäßigen westlichen Berliner Wetterbureau. fagen wollen. Die Folgen werden nicht ausbleiben! Heinrich Mohus bezeichneten, welche dem Eichler als mehrmals bewinden. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading Berlin. Ur. 97. 16. Jahrgang. 2. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 26. April 1899. Principieller Gegensatz oder Voreingenommenheit? unserer Bartei. Noch ein Wort zur Diskussion mit Bernstein. Bon S. Kautsth. Ich behalte mir vor, wenn es nötig werden sollte, an anderer Stelle über diese Einwände zu sprechen. Hier nur ein paar Rückblicke auf die bisherige Debatte. Als Bernsteins Schrift erschien, erwartete ich, es werde zu einem Kampf großer Gegegenfäge, zu einer Diskussion in großem Stile tommen. Seine Schrift ist eine Streitschrift, sie entspringt einem Gegen fage zu gewissen Erscheinungen unserer Partei sicher nicht neben sächlichen Erscheinungen, gegen solche schreibt man fein Buch. Es handelt sich aber auch nicht um einen persönlichen oder zufälligen Gegensatz der würde nie so allgemeines Interesse erregt haben. Dieses Interesse wird nur erklärlich, wenn wir annehmen, daß die Bernsteinschen Gedankengänge das Echo der Gedanken eines weiteren Kreises sind. Und den zu finden ist nicht schwer. Mit der Auflösung des alten, auf Kleinhandwerk und Kleinhandel beruhenden Kleinbürgertums geht der Zerfall der alten, kleinbürgerlichen Demokratie Hand in hand. Ein neuer Mittelstand ersicht die Intelligenz" in ihren verschiedenen Verzweigungen und gebiert die Keime einer neuen, zwischen Kapital Proletariat stehenden Demokratie, und nicht zu fefter Partei- Organisation gebracht hat, vielleicht nie bringt, und in den verschiedensten Formen auftritt, als Fabiertum, Nationalsocialismus, Edelanarchismus, Bodenreformerei, Kathedersocialismus, ethische Kultur, Opportunismus in der Socialdemokratie 2c. Allen diesen Bewegungen ist gemeinsam die Sympathie mit dem aufstrebenden Proletariat, aber die Abneigung gegen seine politische Herrschaft und deren ökonomische Konsequenzen. Sie verlangen nicht nach Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat, sondern nach dessen friedlicher Einfügung in eine Demokratie verschiedener Klassen; nicht nach der Eroberu, er ökonomischen Machtmittel des Kapitals, sondern nach dem friedlichen Hineinwachsen in den Socialismus hinter dem Rücken des Kapitals. Als das beliebteste Mittel gilt heute in diesen Streifen: Die Konsumgenossenschaft mit eigener Produktion. demokraten in Wort und Schrift eifrig bemüht. Möge Franken nur mit Dent Schnaps genuß zu verbannen, sind gerade wir Socialdafür sorgen, daß sich die Arbeiter frei organisieren und so für ihre Ausbildung und bessere Löhne sorgen, dann wird der Schnapsgenn schwinden. Am größten sei er gerade in den patriarchalisch regierten Gegenden! Diese sechs Abfäße des Programms find also die wesent hier geplante Inspektion eingeführt werden. Size( C.) spricht sich lichen, die grundlegenden unserer Bewegung. Wer sie ver- für den Antrag aus. Staatssekretär Posadowsky: Daß in Bezug wirft, der steht in schroffstem Gegensage zu dem bisherigen Wesen auf die Gewerbe- Aufsicht mehr als bisher geschehen müsse, gebe er zu; die Zahl der angestellten Beamten jei viel Bernstein aber betont nach wie vor, er halte es nicht für not- zu gering. Er habe einen besonders hervorragenden Gewerbewendig, eine Aenderung des Parteiprogramms vorzuschlagen", das Aufsichtsbeamten in das Ministerium des Innern berufen, heißt, er hält es nicht für notwendig, die Konsequenz seines Stand- der sich nur ganz speciell mit den Fragen der GewerbeEine Diskussion kann nicht ins Unendliche ausgedehnt werden. punktes zu ziehen. aufsicht und des Arbeiterschußes besonders mit dem Einfluß des Berufs Wollten wir sie bis zur Erschöpfung sämtlicher Argumente fortführen, Diese Haltung gegenüber dem Programm ist typisch für die auf Gewerbekrankheiten beschäftigen werde. Aber dem socialdemo so würden uns viel früher die Leser als die Argumente ausgehen. ganze Haltung Bernsteins in der Diskussion. Sie ist auch anderen fratischen Antrag zuzustimmen, sei nicht richtig, denn die verschiedenen Bis zu diesem gefährlichen Stadium will ich die Diskussion nicht Beuten aufgefallen, die ihm nicht mit jener Voreingenommenheit" Aufsichtsbeamten können in Kompetenzkonflikte geraten und diese treiben. Ich halte mich um so weniger für befugt, fie im„ Vorwärts" gegenüberstehen, deren er mich beschuldigt. Fr. Oppenheimer, dem vielerlei Kontrolle wirke auf die Arbeitgeber verwirrend und beweiter fortzufeßen, als ich den Raum unseres Centralorgans bereits Bernstein so große Lobsprüche spendet, begrüßt in diesem einen Ge- lästigend. Stadthagen weist darauf hin, daß ja schon 1889 die in ausgedehntem Maße in Anspruch genommen habe und eine finnungsgenossen, der sich rückhaltlos" auf den Boden des Reichsregierung in ihrem Entwurf des Invaliditäts- Gesetzes diese Beantwortung der Bernsteinschen Einwände zwar nicht schwierig Socialliberalismus gestellt habe. Aber noch habe er seinen Vorschläge gemacht habe, die wir nun als Anträge einbringen und wäre, aber ziemlich viel Raum erheischte, ohne einen neuen Gedanken neuen Standpunkt nicht mit unzweideutiger Knappheit gegen den nur dadurch verbessert haben, daß wir die Krankenkassen noch hinzuzu Tage zu fördern. Kommunismus abgegrenzt.... Hier wird er vermutlich durch ziehen. Die Kompetenzkonflikte seien durch unsere Vorschläge Kautsky zu einem klareren Bekenntnis gezwungen vermieden, weil die Vorschriften dem Reichs- Versicherungsamt zur werden." Genehmigung vorgelegt werden müssen und die Ergebnisse Also Bernstein muß zu einem flareren Bekenntnis gezwungen der Kontrolle. dem Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Jakobsfötter erklärt, werden. Das ist der Eindruck, den die Haltung des Mannes er- daß er anfänglich bereit gewesen sei, für§ 9 einzutreten, aber nachweckt, der gegen den„ Cant" eifert und von der Socialdemokratie dem er die Ausführungen Schmidts gehört, sei er dagegen. Auch verlangt, fie folle den Mut haben, zu scheinen was sie ist. stimme er besonders gegen die Hinzuziehung der Krankenkassen. Kein Zweifel, diese Schen vor der Konsequenz entspringt nicht Franken( natl.): Sehr richtig sei, die Invalidität, die durch Schnapseinem Mangel an Mut, sondern einem tiefgewurzelten Solidaritäts- gemuß eintrete, zu verhindern. Man müsse Strafgeseze schaffen gefühl. Bernstein ist theoretisch auf einen Boden gelangt, der unver- gegen das Schnapstrinken in Fabriken und Werkstätten; für die einbar ist mit dem der Socialdemokratie. Aber praktisch will er mit focialdemokratischen Vorschläge kann er nicht stimmen. Ministerialihr auf dem gleichen Boden weiter kämpfen. Sein theoretisches Ge- direktor Wödtke wendet sich gegen die Anträge. Es sei aufs wissen zwingt ihn, alle Voraussetzungen unserer Bewegung für falsch beste schon durch die Gewerbe- Ordnung vorgeforgt. v. Löbell( k.) zu erklären, sein praktisches Solidaritätsgefühl treibt ihn, immer erklärt, daß seine Freunde ebenso Arbeiterfreunde seien wie alle wieder zu beteuern, er wünsche mur, daß alles beim alten bleibe, anderen Parteien, aber diese Vorschläge müsse er ablehnen. und dort Mißverständnisse und Mißdeutungen zu sehen, wo Freund Nachdem noch Wolkenbuhr an verschiedenen Beispielen nachund Feind die unabweisbaren logischen Konsequenzen seines Stand- gewiesen, wie unzureichend und widersprechend die jetzt vorhandenen punktes erblicken. Vorschriften der Berufsgenossenschaften und Gewerbe- Aufsichtsbeamten Dics Solidaritätsgefühl ist ein sehr achtungswertes und sympa- find, legt Wurm dar, wie gerade das Eingeständnis des thisches Motiv, das sicher die Entschließungen der Partei beeinflussen Staatssekretärs, daß zu wenig Aufsichtspersonal vorhanden sei, für die c3 vorläufig noch würde, wenn es sich darum handelt, ihre Stellung zur Person die Annahme unseres Antrages spreche. Denn die BundesBernsteins zu bestimmen. Aber so viel ich sche, denkt niemand an regierungen haben noch immer nicht die Gewerbe- Aufsicht in geeine Aenderung dieser Stellung. Was uns beschäftigt, ist nicht die nügender Weise ausgestaltet, ein Beweis, daß eben von Reichs Person Bernsteins, sondern seine Schrift; nicht die persönlichen wegen mehr geschehen muß. Die Landtage bewilligen zu Wünsche, die er an sie tnüpft, sondern die Konsequenzen, die sich für wenig Geld; hier sind die Arbeiter bereit, aus ihrer Tasche, aus uns und unsere Gegner aus ihr ergeben. den Geldern der Invalidenversicherung zu bezahlen. Und auch das Allseitig, von Freunden und Feinden, ja von Bernstein selbst, soll ihnen nicht gestattet sein? Wenn bei den Industriellen, wie wird es anerkannt, daß sein Buch nichts neues bringt, unseren hier gesagt wurde, Erbitterung über die viele Kontrolle vorHorizont nicht erweitert. Ebenso ist es sicher, daß die Kapitulation handen sei, so könne das nur bei denen zutreffen, die wie jeder des gewesenen Redacteurs des„ Socialdemokrat" vor der bürgerlichen Gesetzesübertreter einen Groll gegen die berufsmäßigen Kritik unsern Gegnern willkommene Waffen gegen uns in die Hand Gesetzesschüßer haben. Auf solche Elemente habe man nicht Rücksicht giebt. Aber alle diese Nachteile könnte man in den Kauf nehmen zu nehmen. Wem die vielerlei Kontrolle zu viel sei, möge für und die Bernsteinsche Schrift trotzdem als eine für unsere Sache unseren Antrag, Arbeitsämter zu schaffen, eintreten, dann sei wertvolle Erscheinung betrachten, wenn sie die Grundlage abgäbe die Einheitlichkeit da. zu einer Klärung unseres theoretischen und praktischen Verhältnisses Diese Richtung ist einerseits in den socialen und politischen Ver- zum Socialliberalismus. Aber dieser ihr möglicher Nutzen wird völlig hältnissen einer zunehmenden Bevölkerungsschicht und andererseits in aufgehoben, wenn Bernstein und seine Freunde uns glauben machen der momentanen Situation mit ihrer allgemeinen politischen Stagna- wollen, seine Häutung sei bloß ein Produkt meiner Dentung, und tion und dem Fehlen großer Stämpfe begründet, fie hat also eine wenn sie zufällige Voreingenommenheit der Personen dort sehen, historische Berechtigung und eine gewisse Zukunft. Ihr Anhang wo der unversöhnliche Gegensatz zweier Weltanschauungen vorliegt. wie ihre Kampffähigkeit ist gering und wird es bleiben, aber deswegen darf man sie nicht unterschäßen. Sie beherrscht immer mehr das Gedankenleben der geistigen Elite der Nation und findet in manchen Schichten der Arbeiterelite ein Echo. Sobald es zu großen inneren Kämpfen fommt, muß sie zerstieben, ebenso wie der belletristische Salonsocialismus Frankreichs und der wahre Socia lismus in Deutschland 1848. Aber in der momentanen Lähmung Bei den übrigen§§ bis 163 werden nur geringe Aenderungen aller großen Gegensäge kann sie nach rechts wie nach links einen vorgenommen. Anschließend an das Invalidenversicherungsgesetz begrößeren Einfluß üben als der Zahl ihrer Anhänger entspricht. Eine theoretische wie praktische Auseinandersetzung mit diesen antragen Mo Ilkenbuhr u. Gen., in einem Artifel II die ,, KrankenElementen, eine Klärung des Verhältnisses unserer Partei zu ihnen oder für bestimmte Berufszweige oder Betriebsarten ihrer Bezirke Arbeiter auszudehnen, ferner die Verpflichtung der Krankenkassen § a. Die Versicherungsanstalten sind befugt, für ihre Bezirke versicherung auf die land und forstwirtschaftlichen ist notwendig geworden. Eine Reihe von Erscheinungen, deren Vorschriften über die von den Arbeitgebern Ver- von der 13. auf die 26. Woche auszudehnen; 3. den ortsüblichen Gipfelpunkt die Bernsteinsche Streitschrift, haben in der letzten Zeit sicherter zum Schutz der letteren gegen gesundheits- Tagelohn für erwachsene Personen auf mindestens 1 Mt. 50 Pf. festgezeigt, daß die neuen, man tann wohl sagen socialliberalen schädliche Einflüsse zu treffenden Einrichtungen zusetzen. Im Falle der Ablehnung dieser dem KrankenversicherungsGedanken neben uns wie in unseren Reihen selbst an Einfluß ge- unter Bedrohung der Zuwiderhandelnden mit Geldstrafe bis zu Gesetz einzufügenden Anträge beantragen Wolfenbuhru. Gen. wonnen haben. Wir müssen uns darüber klar werden, was wir von 300 M. zu erlassen. Arbeit. der neuen Richtung erwarten dürfen ,, ob und inwieweit sie in dem einen nenen§ 164 dem Invalidengejez hinzuzufügen: Diese Vorschriften bedürfen der Genehmigung des geber solcher Arbeiter, die zwar der Juvaliditäts- Versicherung, Rahmen der Socialdemokratie Raum für ihre Bethätigung finden Reichs- Versicherungsamts. Die genehmigten Vorschriften nicht aber der reichsgesetzlichen oder einer gleichwertigen landesfann, ohne in Kollision mit den Aufgaben des kämpfenden Proletariats find durch den Reichs- Anzeiger" und durch diejenigen Blätter zu gesetzlichen Krankenversicherungs- Pflicht unterliegen, zu geraten, ob und inwieweit ein getrenntes Marschieren und ver- veröffentlichen, welche zu den amtlichen Bekanntmachungen des haben außer den ihnen durch die vorstehenden Bestimmungen dieses eintes Schlagen gedeihlich wirken mag. Reichs Versicherungsamts und Ich erwartete, die Streitschrift Bernsteins würde zu einer der stimmt sind. der Versicherungsanstalten be- Gesches auferlegten Beiträgen, das Doppelte des ihnen aufartigen Auseinandersetzung Veranlassung geben; weist sie doch alle auferlegten Beitrages an die Versicherungs- Anstalt ihres Wohnortes § b. Die Vorstände der in§§ 12b, 40f bezeichneten zu zahlen." oben gekennzeichneten Merkmale der in Nede stehenden Gedanken- Krantenkassen sind befugt, für den Umfang ihres Kassenrichtung auf. Staatssekretär v. Posadowsky wendet sich gegen bezirkes Borschriften über die von den Arbeitgebern Bersicherten zum diese Vorschläge; das Krankenversicherungs- Gesez lasse sich nicht jo Allerdings äußert Bernstein sich in seinem Buche nicht ganz flar Schutz der letzteren gegen gesundheitsschädliche ohne weiteres auf die Landwirtschaft ausdehnen. Ebenso erklärt sich und unzweideutig, sondern mannigfach verklausuliert, aber ich er- Einflüsse zu treffenden Einrichtungen unter Be- v. Richthofen dagegen, während Stadthagen und Molkens wartete, im Laufe der Diskussion werde der Gegensatz zwischen der drohung der Zuwiderhandelnden mit Geldstrafen bis zu 300 M. zu buhr nachweisen, wie dringend notwendig deren Annahme ist, wenn neuen und der bisher in der Partei Herrschenden Anschauung ent- erlassen. schieden zur Geltung kommen, der in der Schrift aus zahlreichen nicht die Landarbeiter immer noch weiter schwer geschädigt bleiben Diese Vorschriften bedürfen der Genehmigung des sollen und andrerseits die durch das Bürgerliche Gesetzbuch den LandVerschlingungen loszulösen war, und damit werde die Diskussion Reichs= Versicherungsamtes. Die genehmigten Vor- wirten auferlegte Pflicht, für die Kranken mehr wie bisher zu sorgen, in dieser so wichtigen Frage befruchtend und flärend wirken. schriften find durch den„ Reichs- Anzeiger" und diejenigen Blätter jenen zu drückend werden soll. Die Erhöhung der Fürsorge von 13 Meine Erwartung ist bisher nicht in Erfüllung gegangen. zu veröffentlichen, welche zu den amtlichen Bekanntmachungen des auf 26 Wochen werde die Ausgaben nicht ins Unermeßliche steigern, Bernstein sieht seine Aufgabe nicht darin, den neuen Standpunkt dem Reichs- Versicherungsamts und der Krankenkassen bestimmt sind. sondern nur um 81/3 Proz. Alle Anträge werden gegen 4 Stimmen alten entgegenzusetzen, die Gegensäge zwischen beiden auszufämpfen,§ c. Die Festsetzung der Strafen erfolgt im Fall des( der Socialdemokraten) abgelehnt. sondern darin, die Grenzlinien zwischen den beiden Standpunkten zu§ a durch den Vorstand der Versicherungsanstalt, im Fall des§ b Die vom Centrum vorgeschlagene Resolution: die ver verwischen und die Gegensätze zwischen ihnen auf ein Minimum zu durch den Vorstand der Krankenkasse, der der Versicherte zur Zeit bindeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag eine Novelle reduzieren. Anstatt eines Stampfes um Grundsäge bekamen wir der Zuwiderhandlung angehört und die die Vorschriften erlassen hat. zum Krankenversicherungs- Gesez vorzulegen, durch im Vorwärts" einen Disput über Auslegungen und Mißverständ- In beiden Fällen ist binnen zwei Wochen nach der Zustellung welche im§ 6 die Krankenpflege von 13 auf 26 Wochen ausgedehnt niffe, über die Deutung der Häutung. Eine Fortsetzung der Dis- der bezüglichen Verfügung die Beschwerde zulässig. Ueber die Be- wird, wird angenommen. Eine zweite Resolution einiger fuffion in dieser Richtung würde das theoretische Interesse ertöten, schwerde entscheidet das Reichs- Versicherungsamt. Mitglieder des Centrums lautet, daß im Anschluß an die Invalidenstatt es zu erwecken, den Kampf zweier Richtungen von historischer§ d. Die Versicherungsanstalten und die krantenversicherung die Witwen und Waisenversicherung für Bedeutung auf ein Mönchsgezänt reduzieren. tassen sind befugt, durch Beauftragte die Befolgung der die in Fabriken beschäftigten Berfonen unter entsprechen Wie Bernstein sich bestrebt, die vorhandenen Gegensätze möglichst von ihnen erlassenen Schußvorschriften zu überwachen. Die der Erhöhung der Beiträge( 3uja 3- Marte) eingeführt zu verkleinern, zeige ein Beispiel. Ich hatte in meinem ersten Arbeitgeber find verpflichtet, den Beauftragten der Versicherungs- wird. Die Konservativen und Nationalliberalen wenden sich Artikel gegen ihn bemerkt: anstalt den Zutritt in ihren Betriebsstätten während der Betriebs- gegen diese Resolution, weil nur einen Teil der Bevölkerung zu versichern zeit zu gestatten und sind auf Antrag der Bevollmächtigten hierzu zu Mißständen führe. Staatssekretär Posadowsky spricht ebenfalls von der unteren Verwaltungsbehörde durch Geldstrafen bis zum dagegen. Eine Verallgemeinerung der Versicherung könnte Betrage von je 300 Mart anzuhalten. er aber auch nicht befürworten, denn sie lege dem Lande große Lasten auf, von denen zu bezweifeln sei, daß sie auf die Dauer getragen werden können, zumal wir in den nächsten Jahrzehnten schweren wirtschaftlichen Kämpfen entgegengehen. ranten( natl.) beantragt, daß die Einschränkung auf Fabrikarbeiter falle. Dies wird angenommen, die ganze Resolution aber mit 11 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Damit sind die Bes ratungen der Kommission beendet; die Gesamtabstimmung findet bei Vorlegung des Berichts statt. " Wäre Bernsteins Kritik der Zusammenbruchs- Theorie begründet, dann erwiesen sich die grundlegenden Säge unseres Parteiprogramms als ein einziger großer Irrtum. Darauf erwiderte Bernstein in seiner„ Antwort" im allgemeinen, er plädiere nicht für die Vertuschung der Gegensätze, halte es jedoch nicht für sehr flug, fie sich zu übertreiben", und meint später im besonderen: Was das Programm anbetrifft... lege ich fein Gewicht darauf, ob im theoretischen Teil ein Saz steht, der mit meiner Auf fassung vom Gang der Entwickelung nicht mehr stimmt." Daraufhin fragte ich Bernstein in meiner Replit, wo in den ersten sechs Abfäßen unseres Programms ein Saß ist, der mit seinen jezigen Anschauungen noch stimmt." Und nun erst giebt Bern stein zu, daß dort fein einziger derartiger Satz zu finden ist, aber auch dies Geständnis wird noch eingeschränkt:" Ich antworte gerade heraus, in der jezigen Redaktion nur der sechste und felbst an ihm würde ich die Worte kann nur"" in ,,, muß in erster Linie"" abändern." ## Invalidenversicherungs- Kommission. 9.( lete) Sigung vom 25. April 1899. Ein socialdemokratischer Antrag verlangt die Einschiebungen einer Reihe von Bestimmungen, die den Schutz der Arbeiter gegen Invalidität bezwecken. Diese Schutzvorschriften lauten: § e. Die Mitglieder der Vorstände und sonstigen Organe der Versicherungsanstalten und Krankenkassen, insbesondere deren Beauftragte haben über die Thatsachen, welche durch die Ueberwachung und Stontrolle der Betriebe zu ihrer Kenntnis fommen, Verschwiegenheit zu beobachten. Eine Verletzung dieser Verschwiegenheitspflicht ist, falls teine härtere Strafbestimmung auf die Verlegung Anwendung findet, mit Geldstrafe bis 300 m. oder mit Haftstrafe bis zu drei Monaten zu bestrafen. § f. Namen und Wohnsitz der Beauftragten sind von den Vorständen der Versicherungsanstalten und der Ortskrankenkassen den höheren Verwaltungsbehörden, auf deren Bezirke sich ihre Thätigkeit erstreckt, anzuzeigen. Bei der Abstimmung werden diese socialdemokratischen Anträge mit Ausnahme der Bestimmungen, daß auch die Krantentassen Vorschriften erlassen und Beamte ernennen können, vom Centrum, Freifinn( mit Ausnahme des Abg. Schmidt) und den Socialdemokraten mit 16 gegen 12( fonservativ und nationalliberal) angenommen. Parlamentarisches. " Die Beauftragten sind verpflichtet, den nach Maß- Die Kanalkommission des Abgeordnetenhauses trat Dienstags gabe des§ 139b der Gewerbe- Ordnung bestellten staatlichen vormittag unter dem Vorsitz des Abg. v. Eynern zur ersten Warum dies Betonen der Redaktion"? Stimmt Bernstein dem Aufsichtsbeamten auf Erfordern über ihre Ueberwachungs: Sigung zusammen. Die Staatsregierung war durch die Minister Inhalt des Programms zu und findet er bloß, daß dieser Zuhalt thätigkeit und deren Ergebnisse Mitteilung zu machen und v. Miquel und Thielen vertreten, nebst einer großen Zahl von ungenügend ausgedrückt ist? Warum nicht gerade heraus" jagen, können dazu von dem Reichs- Versicherungsamt durch Geldstrafen bis Kommissaren. Es sollen zwei Lesungen abgehalten werden und daß seine Anschauungen unvereinbar geworden sind mit den sechs zu 100 m. angehalten werden. wöchentlich drei Sigungen stattfinden: Dienstag, Donnerstag und ersten Absätzen unseres Programms? Molkenbuhr: Alle Kongresse gegen Tuberkulose und alle Sonnabend. Zum Berichterstatter wurde Abgeordneter Dr. Was enthalten aber diese Absätze? In den ersten vier finden Vorschläge der Hygieniker nügen nichts, wenn die Berufskrankheiten am 2ehnhoff bestellt. Zunächst wurde der von uns mitgeteilte wir die Begründung unserer Bewegung, in dem fünften nicht durch genügende hygienische Maßnahmen verhindert werden. Antrag des Abg. Graf Strach wit, vor Beratung der Vorlage das Endziel, die Verwandlung des kapitalistischen Private Im Interesse der Invaliditätsverhinderung liege es, solche Schuß von der Regierung Auskunft über den Wert von Kanalbauten 2c. zu eigentums an den Produktionsmitteln in gesellschaftliches vorschriften einzuführen. Schmidt- Elberfeld wendet sich dagegen; verlangen, abgelehnt. Sodann wurde auf Antrag des VorEigentum und die Umivandlung der Warenproduktion in socialistische". schon jetzt fommen Bolizei, Vertreter der Berufsgenossenschaft und ſizenden beschlossen, daß die Beratung der Kommission nach folgenDer sechste endlich erklärt, diese gesellschaftliche Umwandlung fönne Gewerbe- Aufsichtsbeamter als Controleure, min joll noch ein Vierter den Gesichtspunkten erfolgen soll: 1. lleber die wirtschaftliche nur das Wert des Klassentampfes der Arbeiterklasse sein, was Bern- tommen! Das wirke störend auf den Betrieb. Man müsse alle Bedeutung der vorgeschlagenen Kanallinie für Landwirtschaft, stein ebenfalls bestreitet. diese Aemter in einer Person vereinigen, und dann könne auch die Handel und Industrie, über die Zweckmäßigkeit der Verkehrs alt. " Gerichts- Beitung. Wie mitgeteilt wird, haben sich 30 Lokalverbände dem Bunde bereits angeschlossen. Erinnert wird ferner an den gefaßten Befchluß, Das Vereinsgesetz gegen socialdemokratische Leidtragende. teine Gesellen oder Arbeiter aus solchen Orten zu beschäftigen, in Die Witwe Ludwig, die im Januar des vorigen Jahres in einent welchen eine Arbeitseinstellung eingetreten ist, und daß das Annoncieren Vororte Magdeburgs verstarb, hatte turz vor ihrem Tode den von Arbeitskräften gegen hohen Lohn seitens der Arbeitgeber in den Wunsch ausgesprochen, daß Socialdemokraten sie zu Streiforten zu unterlassen ist, um zu vermeiden, daß die Arbeits- Grabe tragen und ihr Grab mit roten Schleifen einstellungen auf die Nachbarorte der Streifherde übertragen werden. schmücken möchten. Ihrem Wunsche wurde denn auch Die Kundgebung zeigt mir wieder, eine wie engherzige Aufsprochen. Am Begräbnistage fanden sich etwa 20 Personen faffung über die Arbeiterbewegung in diesen Streisen anzutreffen ist. auf dem Hofe des Wohnhauses der Verstorbenen ein. Von einem friedlichen Ausgleich der Gegenfäße kann bei einer jo In ihrer Gegenwart wurde der Sarg geschlossen, worauf der Parteivorgefaßten Meinung nicht die Rede sein, mögen deshalb die Ar- genoffe Schulze eine furze Ansprache hielt. Er sagte ungefähr beiter gleichfalls darauf bedacht sein, ihre Organisationen zu stärken. folgendes: Wir stehen hier am Sarge unserer Mitschwester. Es ist ihr höchster Wunsch gewesen, von uns bestattet zu werden. Wir wfirden noch mehr Förmlichkeiten entfalten, wenn es uns nicht die Behörde verwehren würde. Wir sehen wieder, daß wir zusammenSpäter am halten müssen, um mehr Rechte zu erlangen." Sulze ebenfalls noch ein paar die eine Andes die§§ 9 und 17 Gewerkschaftliches. Grabe sprach ehrende Worte. Er erhielt demnächst entwidelung, ob durch Kanäle oder Eisenweg. Sierumter soll auch| Kreisen für die Errichtung von Arbeitgeber- Verbänden wirken, ba( darunter Tischlerei Beuter, Elifabeth- Ufer 11, 20,10; Tischleret Sauer, fallen die Frage über die finanzielle Bedeutung der Kanäle gegen bics der einzige Weg bleibt, der geschlossenen und mit großen Manteuffelstr. 81, 8,05). 2ifte 713 und 715 13,50. Männer- Gefangverein über den Eisenbahnen und deren Leiftungsfähigkeit. 2. lteber die Mitteln ausgerüsteten Organisation der Bauarbeiter Deutschlands Alpenblume" 4,50. Zur Er einen wirksamen Widerstand entgegenzusehen. Der deutsche Arbeit- millarg, Annenstr. 16, I, entgegen. Geöffnet wochentags 9-1 Uhr vorWeitere Beiträge nimmt im Berliner Geiverkschaftsbureau Rudolf technische Ausführbarkeit der Sanallinie. ledigung kommen hierbei die Petitionen des unter dem Kanal her- geberbund für das Baugewerbe wird nach genügender Erstarkung mittags und 6-8 Uhr abends. gehenden Bergbaus, der Wasserentnahme aus der Ruhr, die Forde geeignet sein, im Baugewerbe und für die arbeitswilligen Arbeiter rung neuer Schleusenanlagen und die Petitionen, welche fich auf die wieder erträgliche Verhältnisse herbeizuführen." Kanalisierung der Lippe beziehen. 8. ileber die Neutabilität der Linie, wobei zugleich die gesamten Finanzverhältnisse zur Befprechung tommen. Hierbei wiirde§ 2 der Vorlage( Beiträge der Interessenten) mit zu berücksichtigen sein. Zur Erledigung würden hierbei gelangen die Petitionen, welche sich mit der Abgaben- und Gebührenfrage beschäftigen. 4. Ueber die Schädigung und Stompensationsforderung. Hierbei sollen die Petitionen aus dem Saargebiet, aus den schlesischen Interessenkreisen und ans bem Obergebiet und die Petitionen, welche sich mit dem Berlin Stettiner Stanalprojekt( östliche Linienführung) und dem Masjurischen Ranal beschäftigen, zur Erledigung foumen. Zur wirtschaft lichen Bedeutung führte zunächst Minister Thielen aus, daß in erster Linie die Eisenbahnen des Ruhrreviers und die Rhein- ElbeBahnlinien entlastet werden sollen. Es müsse eine dauernde Abhilfe geschaffen werden. leber das dem Kanal 81fließende Güterquantum lassen sich bestimmte Angaben noch Bur Lohubewegung der Maurer. In Liepe a. d. O. haben nicht machen. Die Adjazenten und Interessenten schen den die Maurer auf dem Wege der Verhandlung eine Lohnerhöhung von Kanal als absolute Notwendigkeit Bezüglich der 82%, auf 35 f., bei 10stündiger Arbeitszeit durchgesetzt. Der Lohn Tote Stanalabgaben lägen die Verhältnisse klarer als beim Plains, beim wird von jest ab vor Feierabend auf der Baustelle ausgezahlt. flage wegen Vergehens gegen Oder- Spreekanal u. a., da es sich um eine abgeschloffene Straße handelt. Baubuden und Aborte sollen auf jedem Bau errichtet werden. Die Vereinsgesetzes und wurde dann auch in zweiter Jnfianz zu zwei Gegen den Kanal sprechen die Abga. Stengel, v. Arnim und Graf Abschaffung der Accord- und leberstunden- Arbeit soll erfolgen, womit Wochen Gefängnis verurteilt. Das Landgericht sah die ZuStrachwit, dafür Abg. Schwarze( C.). Mit Nachdruck betoute wieder fich die Unternehmer einverstanden erklärten. sammenkunft der Leidtragenden auf dem Hofe holt Minister v. Miquel die wirtschaftliche Notwendigkeit und den wirtNach 7tägigem Streit haben die Maurer in Bernau in einer als eine öffentliche Versammlung unter freiem schaftlichen Nutzen des Kanals und dem Abg. v. Arnim gegenüber. Berhandlung am 17. d. Mts. mit den Meistern folgenden Vertrag Simmel an, zu der eine behördliche Genehmigung erforderlich der lieber geldbringende Eisenbahnen, als geldkostende Kanäle wollte, gefchloffen: 37 Bfg. Stundenlohn( früher 38 Big.), bei 5 kilometer gewesen wäre, und begründete die Berurteilung Schulzes damit, daß erinnerte der Minister daran, daß im Osten die Eisenbahnen nicht außerhalb der Stadt 42 Bf.( früher 35-88 f.), Sonnabends eine er nach§ 17 Abja Il des Vereinsgesetzes in diefer gefezwidrigen, alle geldbringend seien und stellte dem Kanal in Bezug auf Stunde und an den Tagen vor den hohen Festen 2 Stunden früher weil nicht behördlich genehmigten Bersammlung nicht als Rentabilität ein sehr günstiges Prognostilon. Die Geheimen Räte Feierabend. Lohnzahlung auf dem Bau. Berbesserung von Bubenammer führte noch aus, daß die Versammlung" auf dem Redner hätte auftreten dürfen. Die StrafWöllhausen und Sympher unterstützten die Ausführungen der und Aborten. Anbringung eines Verbandslastens mit Material zur beiden Minister. Um 1 Uhr wurde eine Pause in den Berhand Hilfeleistung bei Unglüidsfällen auf jeder Arbeitsstelle und Ausschluß Hofe unzweifelhaft unter freiem Simmel stattgefunden Lungen gemacht. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt.antol jedweder Maßregelung wegen Thätigkeit für die Organisation oder habe, da ja über dem Hofe der Himmel frei gewesen jei. Auch fei es eine öffentliche Versammlung gewesen, denn Zugehörigkeit zu derselben. Die Beltener Maurer einigten sich nach fünftägigem Streit nach den gerichtlichen Feststellungen habe das Hausthor offenmit ihren Arbeitgebern auf folgendes: Einführung der zehnstündigen geftanden, fodaß das große Publikum den Vorgängen auf dem Hofe Arbeitszeit an Stelle der bisher elfstündigen. Eine Lohnerhöhung hätte ungehindert folgen können. Der Beklagte legte Revision ein, worauf das Kammergericht die Vorentscheidung aufalso 40 Bf. Stundenlohn in Straft. Bei leberstunden und Sonntags. 5ob und die Sache mit folgender Begründung an das Landgericht on 71/2 Broz, vom 1. Juli tritt eine solche von weiteren 7½ oz. arbeit wird ein Lohn von 45 Pf. gezahlt, desgleichen bei Feuerungs. zurückverwies: Der Begriff der öffentlichen Bersammlung oder Ofenarbeit, Abichaffung der Recordarbeit. Verbesserung der unter freiem Himmel fei allerdings Baubuden und Aborte und Landgeld nach Vereinbarung. Die Ban nicht verkannt worden, indeffen habe das Landgericht arbeiter erhalten eine Lohnzulage von 2½ Pf. Die Verträge der übersehen, daß gewöhnliche Leichenbegängnisse nach§ 10 beiden Orte gelten bis 81. März 1900. des Vereinsgesetzes einer Genehmigung überhaupt nicht be dürfen. Der Vorgang auf dem Hofe tönne nun aber lebiglich als ein Teil eines Begräbnisses angefehen und behandelt werden. Der Vorderrichter müsse jetzt zunächst nachprüfen, ob das Begräbnis der Frau Ludwig etwa durch jenen Borgang oder durch andere Ereignisse zu einem außergewöhnlichen geworden sei. Nur wenn das der Fall wäre, könnte Sch. wegen Vergehens gegen bas Vereinsgefeg bestraft werden. Sociales. Der Kampf gegen den Alkoholismus. Aus Wien wird berichtet, daß innerhalb der socialdemokratischen Bewegung der Vers fuch einer Organisation der Mäßigkeits- und Enthaltsamkeitsfreunde gemacht wird. In Nürnberg haben einige mit der Arbeiterbewegung sympathifierende Herren einen Abiturientenklub unter dem Namen„ Borwärts" gegründet. Daß sie sich dabei im wesentlichen von den unklaren und abgebrauchten Ideen der bekannten ethifirenden Enthaltsamkeitsfanatiker Erfolg versprechen. geht aus der ver öffentlichten Ankündigung deutlich hervor. Der Klub will seine Mitglieder zur strengen Enthaltung von allen alkoholischen Getränken verpflichten. tr die Streif eine Lohnerhöhung von 30 auf 88 Bf. pro Stunde durch. In Cammer bei Lehnin seyten die Maurer nach zweitägigem In Sonnenburg i. d. Neumark haben zwei Unternehmer die Forderung der Gefellen, 10 stündige Arbeitszeit und 25 Bf. Lohn anerkannt und im Beisein des Bürgermeisters erflärt, jämtliche Ge fellen in Arbeit zu stellen. Heber die Banten der 8 Unternehmer, welche die Forderungen nicht bewilligen, ist die Sperre verhängt. Nach fünftägigem Streit ist es den Zehlendorfer Maurern gelungen, die neunständige Arbeitszeit und den Stundenlohn von vont Borderrichter In rauchlosem Lokal sollen litterarische, wiſſenſchaftliche und ethische Vorträge und Diskussionen abgehalten werden, daher eingehende Teilnahme für alle geistigen und allgemein interessante Bestrebungen der Gegenwart. Praktisch hofft die Vereinigung durch Beranstaltung von Recitations- und Unterhaltungs- Abenden bei alkoholfreien Getränken Wegen Vergehend gegen den§ 66 des Einkommensteuerund in rauchfreien Lokalen ihren Zielen näher au fomumen. Ganz be Gesetzes war eine Frau Koch vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie in ihrer Steuererklärung eine Leibstattfinden." Mit anderen Worten heißt das, daß die Herren den In Rathenow haben sich sechs der größten Unternehmer ge- rente nicht angegeben hatte. Auf ihre Berufung sprach sie das vielen Fiaskos der Enthaltsamkeitsbewegung ein neues hinzuzufügen das Bedürfnis haben. Die Voraussetzungen, von denen sie bei einigt, an Stelle des bisherigen Lohnes von 38 Pf. tritt ein folcher Landgericht frei, nachdem es festgestellt hatte, daß von ihr die Leibihren Bestrebungen ausgehen, sind durchaus falsch. In der letzten von 35 Pf., und eine Reihe von Verbesserungen sind vertragsmäßig rente nicht böswillig, sondern lediglich infolge eines Irrtums verNummer der von unserem Genoffen Hubert Lagerbelle herausgegebenen festgelegt. Fünf Arbeitgeber haben sich dieser Vereinbarung nicht schwiegen worden war. Diese Entscheidung wurde jedoch von Sammergericht als der Revisionsinstanz wieder aufvortrefflichen franzöfifchen Revue Le Mouvement Socialiste"( Die angeschlossen und traten hier die Maurer am 24. April in Streit. In gehbenid hat ein Arbeitgeber die Forderung der zehn gehoben. Der Präsident führte begründend aus: Allerdings socialistische Bewegung) berichtet der Genosse Désiré Verhaeghe über den stündigen Arbeitszeit und eine Lohnerhöhung von 27% auf 35 Pf. ei anzunehmen, daß sich die Angeklagte bei Aufstellung zu Paris abgehaltenen 7. internationalen Kongreß zur Bekämpfung bewilligt. Die übrigen Arbeitgeber halten sich noch an dem unten ihr Steuererklärung in einem Rechtsirrtum befunden habe. des Mißbrauches alkoholischer Getränke. Vezeichnend für den Kongres stehenden Vertrage für gebunden. Fast sämtliche Streifende traten Nach seiner Entstehungsgeschichte fei aber der§ 66 Abjak 2 war, so behauptet Verhaeghe, daß auf ihm die socialistische sttassen bei dem Unternehmer Braun in Arbeit. In Groß- Lichterfelde des Einkommensteuer- Gefeßes gerade für solche Fälle geschaffen worbewegung in den Stampf gegen den Alkoholmißbrauch eingetreten den. Das Gesez wolle, daß man sich vor der Abgabe einer Steuerfei. Es ist bekannt, daß unter dem Einfluß der Agitation Vanderveldes find die Kollegen beim Meister Born ausgesperrt. In Guben haben die Maurer die Kündigung eingereicht, da erklärung genau über die Rechtslage belehren jolle. Einnahmen, sich in Belgien bereits 1898 eine socialistische Liga als Kampftruppe ihnen ihre bescheidene Forderung um Lohnerhöhung von 32 auf über deren Steuerfähigkeit man im Zweifel sei, folle man angeben. gegen den überhandnehmenden Alkoholismus gebildet hat. Artifel 3 des 35 Pf. von der Immung abgelehnt wurde. Unrichtige Angaben infolge von Rechtsirrtum feien ebenfalls zu be Programms dieser Liga heißt:" Die Liga bildet einen Teil der belgischen Arbeiterpartei." Bandervelde hielt auf dem Parifer Oderbruch, Friedrichsroda, Genthin, Im Streit befinden sich außerdem die Maurer in Sets chin im strafen. Ihrer Natur nach würden sie natürlich milder bestraft. Die Torgelow, Sache wurde zu anderweiter Entscheidung in die Vorinstanz zurüd Stongreß( 4.- 9. April 1899) ein glänzendes Referat über die obejuch, Helmstädt, Schöningen, Bergen a. M., verwiesen. Erscheinungen und die Bedeutung des Alkoholismus. Er fam Blankenburg a. Harz, Braunschweig, Bugtehude, Wegen Beleidigung des Fabrikbefiters Guiremand in Dabei zu folgenden sehr interessanten Thesen: 1. Es find weissen- Köln, Wurzen, Täterow und Marienwald e. Reinidendorf und wegen Hausfriedensbruchs war der Arbeiter Franz nicht Die im größten Glend lebenden Vollsschichten, es find nicht die niedrigit gelohnten Arbeiter, die am meisten trinken, Buzug nach obigen Orten fernanhalten. Das Vorstehende ersuchen wir die Kollegen zu beachten und den Hannemann vom Schöffengericht am Landgericht II zu 15 M. Geldfirafe verurteilt worden. Guiremand hatte den Arbeiter ungerechtda diese durch ihr Elend selbst vor dem Alkohol geschüizt sind, finte Buzug nach obigen Orten fernzuhalten. Im Auftrage der Agitationskommission: fertigt der Faulenzerei geziehen, worauf dieser mit Scheltworten mal fie ihn nicht bezahlen können; 2. andererseits findet man den H. Silberschmidt. auf den Unternehmer antwortete. Hierin sollte die Beleidigung Alkoholismus auch nicht bei den am besten gelohnten Gruppen. liegen, wogegen der Hausfriedensbruch in dem Umstande gefunden Deren intellektuelle und moralische Entwicklung genügt bereits, um sie Für die Weber in Krefeld gingen bei der Berliner Gewerkschafts: wurde, daß Hannemann nicht die Fabrikräume verlassen wollte, als davor zu bewahren; 3. der Alkoholismus wütet vielmehr in jenen Kommission folgende Beiträge ein: proletarischen Schichten, die eben erst in das industrielle Leben hinein- Wolf u. Bräder, Königsbergerstr. 28, 2. Rate, 13,65. Möbeltischlerei von Gangé 5,60. Buchdruderei Köpfe 9,45. Tischlerei der Unternehmer ihm die Auszahlung des Lohues am selben Tage Gießerei Blumen verweigerte. Die Straffammer am Landgericht II, an welche Haune gerissen werden. Ihre Löhne sind höher als die bisher von ihnen straße 76, 8. Rate, 8,80. Tapezierer Beuthstraße 3,65. Schuhfabrit Carl manu appellierte, verwarf seine Berufung. bezogenen; der physische Hunger wirkt nicht mehr auf sie, der Jacoby, 12. Rate, 6,25. Lotterieklub Gute Hoffnung" durch Ludwig 8,10, intellektuelle und moralische noch nicht; 4. der Alkoholismus ist übelfabrik v. G. Klug, Fruchtstr. 31/32, 39,40. Gürtler v. Schmidt u. Co., lernte man aus einer Verhandlung kennen, die am 2. November v. J. Polizisten, die sich gegenseitig mit Säbelu mishandeln, also die Folge und das charakteristische Zeichen einer bestimmten Stallschreiberstr. 18, 1,50. Genossen d. Firma Gebr. Wagenknecht, Gas: Etufe der kapitalistischen Entwickelung; und wenn man auch anstalt II Charlottenburg 9,60. Fahrradwerke" Stern", Friedrichsberg, 9,35, vor dem Landgericht Halberstadt stattfand. Dort wurde folgennicht fagen fann: das Elend verursacht den Alkoholismus, Tischleret Stein, Gr. Frankfurterfir, 86( außer 1 Tischler) 6,75.& nopffabrit des festgestellt. Am Abend des 30. Januar 1898 gantten sich in der so ist doch die Folgerung nicht minder wahr: Mannasse, Wallstr. 17/18, 6. Rate, 6,-. Organisierte Handschuhmacher Polizeistube in Aschersleben die Polizei- Sergeanten Gustav Berlins, 4. Rate, 50,-. Berional der Deutschen Warie" 14,75. anghoff und Friedrich Rode. Von Worten gingen fie gu befferen materiellen Umstände vermögen vermögen den Alkoholismus Arbeiter der elektrischen Werte Union 11,25. Verband der Elektromonteure Thätlichkeiten über. Nachdem die Hände sich als nicht wirkungss zu besiegen. Befiere materielle und intellektuelle Umstände dem Pro- Seffion Berlin, 13,65, Pianofabrik v. Knabe u. Thal, 5. Rate 6,80. voll genug erwiesen hatten, schlugen die beiden erregten Männer letariat zu verschaffen, ist das Ziel des Socialismus." Man erkennt leicht den Unterschied in der Behandlung der brüde 1, 13,60. Delegiertenverfammlung der Orts- Strankentafe der Wäsche mit ihren Dienstjäbeln auf einander los und brachten sich erhebliche Alkoholfrage z. B. bei den Nürnberger Herren und einem flarbliden- branche 6,80. Gesammelt bei Mierschenz 1,60. Organisierte Schuhmacher Wunden bei. Das Landgericht nahm bei keinem der beiden Notden Socialisten wie Vandervelde ist. der Firma Wenzel u. Sicker, 2. Rate 20,-. Möbelpolierer der Firma wehr an und verurteilte jeden von ihnen wegen gefährlicher KörperF. A. Treuc, Wienerstr. 44, 2. Mate 10,-. Wiehrere Goldleißten- Grundierer verlegung zu Gefängniß. Die von beiden Angeklagten eingelegte bei Plön d. V. 3,50. Möbelfabrik von Lennig u. Jakty, Rüdersdorfers Revision kam vor dem 3. Strassenate des Reichsgerichts zur straße 3, 22,05. Buchdruckerei Hempel u. Ko., 5. Nate 21,30. Personal der Verhandlung. Der Angeklagte Langhoff war persönlich erschienen Buchdruckerei H. S. Hermann 41,60. Personal der Buchdruckerei E. Littfoß und bemängelte einzelne ihm ungünstige Feststellungen. Das Der schon längst geplante Zusammenschluß der Elektrici einer Krangipende 6,20. Erben 11,-. Steinbruckerei Personal der S. Bayer, Ueberschus Buchbruckerei Otto Drewis, Nate 5,90. Deichsgericht erkannte gemäß dem Antrage des Reichsanwaltes auf tätsgesellschaften zur Beseitigung der gegenseitigen Preisunter Buchdruckerei Gebr. 23. 9,70. Möbelfabrik von Equiz, 11. Rate, 7,20, Verwerfung der Revision. bietungen scheint jetzt Thatsache zu werden. Wenigstens haben sich Bolterabend B. K. 2,-. Reinickendorferstraße burch G.. 34,40. Tischlerei die hauptsächlichen Werfe zu einem gemeinsamen Borgehen geeignet. Reglaff( mit Ausschluß zweier organisierter Kollegen) 7,25. Gesangverein und in einem Rundschreiben angekündigt, daß fie infolge der Er Morgengrauen"( Bäder) 10,-. Tapezierer von Flatow u. Briemer 5, Eine große Protestversammlung der hiesigen Junungshöhung der Rohmaterialienpreise eine fünfprozentige Breiserhöhung Marezinczit, 60. Metallwaarenfabrit, Brinzenstraße, d. Gr. 6,60, Tischlerei für Maschinen, Transformatoren und Schallapparate eintreten lassen Tramp, Gr. Hamburgerftr. 3, 2. Rate, 4,90. Klaviaturfabrik Buchholz, 7. Nate, meister tagte Montagabend in Kellers Festfälen, Köpniderstraße, Es werden. Unterzeichnet ist dieses Rundschreiben von den Gesellschaften 14,40. Verband der städtischen Arbeiter, f. einen Vortrag b. Dr. E. Freuben galt, Stellung zu nehmen zu der von der Regierung geübten Handberg, 5,-. Vom verunglückten Storch in Schöneberg, Karfreitag 8,70 u. 30. habung des Handwerkerorganisations Gesetzes. Obermeister Siemens u. Halste, der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft, der Organisierte Schneider und Schneiderinnen Berlins durch Stb. 129,45. Marschall von der Tischlerinmung präcifierte seine Ausführungen Union, Schuckert u. Co ,, der Gesellschaft Helios in Köln, den Stereotypeure und Galvanoplastiker der Galvanoplastik d. G. 10,80. Spar bahin, daß die von den Behörden beliebte Art der Durchführung Summerfchen Elektricitätswerken in Dresden und von Lahmeyer u. Co. verein„ Einigkeit" 5,- Sammlung der Bildhauer Stöpenickerstraße 62 bes bez. Gesezes die Bewegungsfreiheit der Innungen lahm lege, in Frankfurt a. M. Campaner d. Trautwetter 59,-. Berband der Möbelpolierer Berlins und Umgegend, 13. Rate 50,- Porzellanarbeiter, Sahlstelle Berlin- Moabit daher überall Berbitterung erzeuge und der Socialdemokratie Vors Der deutsche Arbeitgeberbund für das Baugewerbe hat 10,- Stattlub Ramsch, Forsterstraße 3,-. Buchbruceret und Kantoblichers schub geleistet werden. Daß selbst großen Inmumgen das Recht abeinen Aufruf zur Gründung von lokalen Arbeitgeberverbänden erlaffen, fabrit von Gyd u. Friedländer, 9. Nate 3,95, Solzbearbeitungsfabrit von gesprochen werde, fich in 8 wangsinnungen umwandeln zu dürfen, in welchem fich derfelbe u. a. folgendermaßen vernehmen läßt: Pristaff u. Bieger 5,15. Pianofortefabrik Schäfer und Menzel durch Golde fei nicht zu rechtfertigen und fordern den schärfsten Widerspruch heraus. Namentlich diejenigen Fachgenoffen, welche fich der Gründung von 8,80. Gesammelt d. Liepe, Friedrichsberg 5,25. Gesammelt d. 6. Lacos Eine Korporation wie der„ Central- Ausschuß der vereinigten Gesangverein auf", Rokalverbänden gegenüber aus dem Grunde noch teilnamlos Friedrichsberg 2,95. Ben ben Stupferbrudera Geberei Bajer mmmgsverbände Deutſchlands" habe ein Recht darauf, im Handelsverhalten, weil sie in ihren Wohnorten und deren Umgebung 5, 10. thorstraße Nr. 8, Rate 6,- Buchdruckerei J. A. 2. Winther ministerium in Audieng empfangen zu werden, um die berechtigten bisher noch nicht durch Arbeitseinstellungen 311 leiden u. Sohn, 3. Nate 12,55. Arbeiter der Pianinofabrik C. Siewert 5,60. infche der Handwerker Harlegen zu können. Man verweigere aber gehabt haben und deshalb der irrigen Ansicht sind, daß diese Ber umleimer und Bezieher der Pianinofabrit A. Herbst, Zoffenerstr. 10 3,30. dort nicht mir eine solche Audienz, sondern laffe auch die eingereichte hältniffe dauernde fein werben, mögen fich flar machen, daß die Pianinofabrit von Gerbst mit Buditer, 10. Rate, 8,70. Tischlerei Kleemann, Denkschrift über die Neuorganisation des Handwerks unbeantwortet. friedlichen Zeiten fich schnell ändern fönnen und daß fie dann der Staigerfir. 51/52, 2. Mate, 3,50. Rote Buchbinder aus der Grünftr. 10,3n gleich scharfer Weise sprachen sich auch die Diskussionsredner In veränderten Sachlage ganz unvorbereitet und in der Regel auch Buchbruckerei Feyl und Comp., 4. Mate, 3,75. Stockfabrik. Wendt, 9. Nate, aus, worauf folgender Antrag zur Annahme gelangte: machtlos gegenüberstehen. Die Erfahrung hat vielmehr gelehrt, daß der Buchbruckerei Julius Sittenfeld, 4. Mate, 44,30. Mitglieder der Wagen Sandhabung des Handwerker- Organisationsgefeyes von seiten der 10,- Charlottenburger Gewerkschaftskommission, 4. Rate, 100,-. Personal Die allgemeine Handwerkerversammlung erlent an, daß die die Centralleitung der Bauarbeiter mit Vorliebe solche Gegenden bauerfasse Berlin, Bezirk 4, 25,-. Bildhauer und Stuccateure von Ulrich u. für Arbeitseinstellungen ins Auge faßt, wo die socialistischen Ideen Trommer, Steglis 8,50. Holzbearbeitungsfabrit und Tischleret Hellutch, preußischen Verwaltungsbehörden berechtigten Grund zur Beschwerde bisher wenig Eingang gefunden haben, um die Unzufriedenheit der Bergstr. 37, 2. Mate, 11,75. Ueberschuß der Matinee des Gefangvereins bietet, trotzdem die deutschen Handwerker mit Recht eine wohlArbeiter in weitere Streise zu tragen und ihrer Partei neue Kräfte Sangesblüthen", Mitglied des Arbeiter Sängerbundes 20,- Raffierer wollende Durchführung des Gefeyes erhoffen. Die Handwerkerzuzuführen. Die Arbeitgeber vermögen in solchen Fällen auf den von Filiale IV der Holzbearbeitungsmaschinen Arbeiter( Sigungs- Ent versammlung protestiert gegen die bisher geübte Handhabung des Gang der Berhältnisse wenig oder gar keinen Einfluß auszuüben schäbigung) 4,80. Tüchleret bot inger, stönigsbergerſtr. 7. 7,55. Buch Gesetzes und beauftragt den Innungsausschuß der vereinigten bruderei Gebrüder U. 10,90. laviaturfabrit Schmohls u. Co., Köpeniders Innungen, diesen Protest dem Herrn Minister für Handel und Ges und sind dem Terrorismus widerstandslos Daher mögen diejenigen Inhaber von Baustraße 154 a, 3, Mate 11,40. Genoffen aus Schönebeck bei Friedrichshagen werbe zur Kenntnis zu fiberreichen. Sie erwartet auch von den die unterworfen, 1,- Personal ber Metallwarenfabrit von 3. Schmidt 6,60. Buchdruckerei 18917 Mnternehmer- Verbände. " Arbeiterverein in Nowawes d. Nr. 10,-. Tischleret Eberhardt, MichaelkirchVersammlungen. geschäften, welche ernstlich gefonnen find, ihre wirtschaftliche Sofffchläger 2,30. Lifte 703 8,- Lifte 705 6- ifte 821 unb 822 15,25, Bestrebungen der Handwerker unterstützenden Parteien des ReichsSelbständigkeit den maßlosen und oft ganz ungerechten Forderungen Lifte 750 10,60. Lifte 704 11,65. Liften IV. Wahlkreis Südoft 601, 602, tages und des preußischen Abgeordnetenhauses, daß fie auf eine ber focialdemokratischen Agitation gegenüber zu wahren, in ihren 603, 604, 605, 631, 633, 634, 635, 636, 640, 697, 0908, 699, 700 148,10 wohlwollende Durchführung des Handwerkergefeges bringen werden." " fand nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag nicht nur einige Redner trugen Bedenken gegen die Beseitigung der Accord- und Fest II", Schöneberg, Krahayn, Grunewaldstr. 116. Nieder- Schönhausen, Settekorn, Lindenstr. 1. Vorwärts I", Roll, Adalbert: " " " " abends. " " -A " 22 " 11 In einer Verfammlung der Braner, Böttcher und Hilfs.[ fast von allen Stebnerit, mit dem Siniveis auf die verschieben| luft II", Potsdam, Boigt's Blumengarten, Spandauerstr. 38.- Weltenruf", Enterbten", Schmidt, Swinemünder und arbeiter am vorigen Sonntag referirte Gen. Jahn über„ Der artigen vorhandenen Uebelstände, das Accordsystem entschieden Schiller, Rosenthalerstr. 37. moderne Rechtsstaat und die Buchthausvorlage". Eine Distuffton belämpft und für die Einführung der Lohnarbeit plädiert. Ramlerstraßen- Ede. Frohe Stunde", Echutz, Mantenffelftr. 72.- Eren Butunft III", Statt. Preuß erstattete mumehr Bericht über die Antwort der arbeit und vertraten die Meinung, daß mit der Einführung des straße 21. Binde", Schebera, Schönhauser Allee 65. Hoffnung II", Brauereien, die Maifcier betreffend". Auf die von der Agitations- feften Tagelohnes in mancher Beziehung noch eine weitere Ber- Weißensee, Flohr, Brenzlauer Allee 78.„ Eichentrang II", Knoblich, tommission der Brauerei- Arbeiter an etwa 70 Brauereien gerichtete ichlechterung der Arbeitsverhältnisse Play greifen würde. Insbesondere Soldinerstr. 36. Griebrichshagener Sängerchor", Friedrichshagen, Conrad, Anfrage wegen Freigabe des 1. Mai als Feiertag für die Arbeiter glaubten sie, daß die geringen Freiheiten in Bezug auf die Arbeits- Friedrichstr." Frisch auf II", Bornim b. Potsdam, Fähnrich, Mittel138. auf Morning. „ Einheit", Nixdorf, Deutsches Wirthshaus, Bergstr. 133. waren überhaupt mir 7 Antworten, zumeist von Weißbierbrauereien, zeit noch mehr beschränkt werden würden und die jungen straße 12. Diana", Moabit, in zustimmendem Sinne eingegangen. Von den Ringbrauereien fowie die alten beziehungsweise minderwertigen Arbeiter Treherscher Gesangv.", Schulz, Borndorferstr. 8. Rausch, Rostockerstr. 53." Freundschaft", Restaurant Ece Insterburgerstraße Nach batte nur das Böhmische Brauhans" geantwortet, daß man sich dann keine Arbeitsgelegenheit mehr erhalten würden. u. Weidenweg. Bimmerer", Friedrichsberg, Gorzas, Wartenbergfir. 68. dieserhalb an den Vorsitzenden derselben, Herrn Happoldt, wenden einer mehrstündigen fachlichen Debatte, in der die Mitglieder Melodia II", Sinze, Danzigerstr. 29. möge. Ein an die Arbeiter der inzwischen in den Besitz der Lohnkommission wiederholt auf die eventuellen Folgen eines Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch: Statflub von Schultheiß" übergegangenen Borussia- Brauerei" in Schöne Kampfes mit dem Unternehmertum aufmerksam machten und in der ,, Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Gesell. Verein Hoffnung", Dieseler, weide gerichteter Brief fam als angeblich unbestellbar" zurück, außerdem von zahlreichen Rednern zum festen Zusammenschluß in Rebuserstr. 14. Artistenv.„ Bereinte Kraft", Septe, Blan- Ufer 92a, Mitt obwohl die Arbeiter nach wie vor an Ort und Stelle beschäftigt sind! der Organisation aufgefordert worden war, wurden nachfolgende woch abends und Sonntag vormittags. Athletenv." Atlas", Dase ,. Brunnenstr. 152. In der über diese Beantwortung erfolgenden Diskussion wurde von Vorschläge mit allen gegen 5 Stimmen gutgeheißen: Gesell. Berein„ Türkische Pfeife", Hansen, Danzigersir. 93. Schüler und anderen Rednern das Verhalten des Herrn Röfice," In Accord wird nicht gearbeitet. Minimal Tambonrv." Froh- Frei", Bolz, Wiesenstr. 27, Mittwochs it. Sonnabends. Bfropfenv.„ Nord- Ost", Jonas, sowie der sogenannten„ ringfreien" Brauereien, namentlich des lohnt für Zieher und Anseher auf den Banten 7 M. pro Tag. Musifv.„ Kuaatsch", Genz, Kolbergerstr. 2. Elbingerstr. 9. Rauchfl. Schmoke's Werte", Hegener, Krautstr. 39. Münchener Brauhauses" und der„ Brauerei Pichelsdorf" scharf ge- Minimallohn für Modellzusammensteller und Richer in den WerkGefangy., Sangestrene", Spreeterrasse an der Jannowißbrücke. Gesangv. tadelt, weil genannte Brauereien bezw. deren Direktoren fich stätten 6,50 M., für Former und Gießer 5 M. Die Arbeits- Lerche", G. Gerber, Schönhauser- Anee. Bereinigung der Turnfreunde", weigerten, die im Jahre 1894 getroffenen Vereinbarungen zu halten. eit beträgt 9 Stunden, und zwar von 7 1hr morgens bis 6 Uhr Demminerstr. 56/57, 81/ 2-101 Uhr abbs. Turnv.„ Osten", Männerabth., Beschwerden über Betriebseinrichtungen und Behandlung des Per- abends mit den üblichen Paufen. Auf den Bauten wird im Winter von Licht Blumenftr. 63a, Si/ 2-10 Uhr abds. Musilv. ,, Vorwärts", Nebelin, Langeſtr. 108. Theaterv.„ Proletariat", sonals würden schroff abgewiesen. Bitherkt. Alpenglückchen- Edelweiß", Gipsstr. 11. Ein Autrag: Seitens der zu Licht gearbeitet. Ueberstunden finden nicht statt. Jn unvermeidlichen Agitationsfommission eine nochmalige Anfrage bezüglich der Maifeier Fällen ist bis 9 1hr abends ein Lohnzuschlag von 25 Proz. und nach Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45.- Statil. Pique Bube", Jost, Adalbertan die übrigen Brauereien zu richten, wurde, obwohl sich einige 9 Uhr, als Nachtarbeit, ein Lohnzuschlag von 100 Proz. zu bezahlen. Straße 99. Artistenil.„ Freiheit", Schulz, Dunderstr. 90, Mittwochs und SonnRedner dagegen äußerten, angenommen. Fahrgeld- Entschädigung findet statt, wenn sich die Arbeitsstelle außer abends, Stattt.„ Naturstod", Wittwer, Mariusstr. 31, Mittwochs und SonnStatfl. Namenlos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149.- Theaterv. Unter Verschiedenem" entspann sich eine längere und lebhafte halb der Stadt- und Ringbahn befindet. Für Arbeiten auswärts," Freier Wille", Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Anglerverein„ Freundſchaft", Diskussion über die Arbeitverhältnisse in einigen Brauereien. In der wo sich keine Fahrgelegenheit bietet, wird ein Zuschlag für Nacht jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat. Vereinslofal WilhelmStatklub„ Oller ehrlicher Seemann", Diete, Ackerstr. 123. Brauerei Pichelsdorf" werde nur 1 Stunde für geleistete 11/2 Stunden quartier 2c. von 2 M. bezahlt. Die Herbeischaffung des Materials, ftraße 27. Kraft Turnb. als lleberzeit bezahlt usw. In der Brauerei von Oswald Berliner ebenso des Werkzeuges von der alten nach der neuen Arbeitsstelle, Theaterverein Violetta 1886", Linder, Danzigerstr. 23. Gesangv. werden immer einige Arbeiter gezwungen, Somtags von früh wird auf Kosten des Prinzipals durch die dazu bestimmten Arbeiter Soffnung", Sander, stopnickerstr. 158, abbs. von 9-11 Uhr. Stern", Namlow, Schönhauser Auee 135. Bläserkorps Harmonie", morgens 51/2 Uhr bis nachts 12 Uhr zu arbeiten. Die kräftige besorgt. Rüstungen werden von den Stuccateuren nicht gebeling, Dresdenerstr. 105. Dresdenerstr. 105. Mundharmonikaverein„ Symphonie", Schipple, Stärkung und Ausgestaltung der Organisation sei am ehesten ge- baut. Zum An- und Auskleiden und zur Aufbewahrung Schulstr. 74. eignet, biefe Bustände zu beseitigen. Mit der Aufforderung des der Kleidungsstücke muß ein verschließbarer Naum vorhanden Arbeiter- Turnerbund. Mittwoch: Turnv.„ Fichte", Berlin, abds. Borfizenden Richter, die streifenden Brauer in Frankfurt a. M. sein. Der Lohn wird des Sonnabends um 5 Uhr aus- von 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friebenftr. 37. 3. Männer Abt. Böckhträftig zu unterstigen, wurde die Versammlung geschlossen. gezahlt. An den sonstigen Sonnabenden ist im 5 Uhr, an den straße 17/20. 8. Männer- Abt. Höchsteftr. 36/37. 2. Lehrlings- Abt. Stalizerstraße 55/56. 4. Lehrlings: Abt. Stephanstraße 3." Freie Turner 2. Schüler: Abt. Der Verein Berliner Droschfenkutscher hielt am 20. d. m. Sonnabenden vor den hohen Festtagen um 8 Uhr Feierabend." von 612-812 2. Männers Nachdem noch darauf hingewiesen worden war, daß gerade die schaft Nixdorf Briz", in den„ Arminhallen" seine regelmäßige Mitgliederversammlung für gegenwärtige Stonjunktur eine außerordentlich günstige ist, wurde die und Lehrlings Abt. von 8-10% Uhr abends, Bethge in Bris, und: das erste Vierteljahr ab. Nachdem der erste Borsitzende Knütter Lohnkommission beauftragt, in den nächsten Tagen mit den Unter- von 8-10% Uhr abds., Wiersing, Knesebecstr. 113. Chausseestraße 39. Schülerinnen: Abt. von 612-812 Frauen: Abt. " Freie Turnerschaft der im neuen Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder gedacht und die nehmern zieds Abschaffung der Accord- und Einführung der Lohn Johannisthat", abds. 8-10 Uhr, Senftleben. Arbeiter Turuv. Adlershof", Versammlung das Andenken derselben in üblicher Weise gechrt hatte, arbeit in Verhandlung zu treten. Die Verhandlungen sollen auf üebungsstunde von 8-10% Uhr abends, Schmauser, Bismarckstr. 16. erstattete er den Geschäftsbericht für das erste Vierteljahr 1899. der Basis der obigen Borschläge stattfinden und derartig beschleunigt„ Turnerschaft d. B. Nereus", Lehrlings- Abteilung von 8-10 Uhr ReichenDemselben ist zu entnehmen, daß im Vereinshause, Schüßenstr. 58, werden, daß zum 1. Mai das Resultat verkündet werden kann. bergerſtr. 181/132. in Berufsangelegenheiten 90 Protokolle aufgenommen und 388 Briefe Hierauf wurde zur recht regen Beteiligung an der Versammlung, die Arbeiter Mancherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im und Karten zur Versendung gebracht, ferner 165 schriftliche Anfragen am 1. Mai bei Buste, Grenadierstraße, abgehalten wird, und zu der Bereinskalender find zu richten an Eugen Raschke, Nixdorf, Mahlowerstr. 1, IV. eingegangen und beantwortet worden sind. An Fundsachen wurden die Streiftarten mitzubringen sind, aufgefordert und sodann die Ber- Wittwoch:" Artona" Armer Konrad, Reichenbergerſtr. 16. 519 Stüd eingeliefert, von diesen 258 von den Verlierern sammlung mit einem Hoch auf die Bewegung gefchloffen. reklamiert und für die Kutscher 454,85 m. Finderlohn hinterlegt. Dem Vereine neu beigetreten sind im Laufe des Vierteljahres 189 Kollegen, so daß der Verein am Schlusse des Vierteljahrs 1159 Mitglieder zählte, welche nicht länger als sechs Monate mit ihren Beiträgen im Rückstande waren. Das Vermögen des Vereins belief sich an demselben Zeitpunkte auf 5141,27 M., und zwar bestehend aus 8100 m. in Papieren, 1841,27 m. in barem Gelde und 200 M. in Außenständen. Nachdem der Vorstand entlastet worden war und die Versammlung mit Interesse einem Vortrage des Dr. Gräz über„ Die Lungentuberkulose und deren Bekämpfung" gefolgt war, wurde beschlossen, auch in diesem Sommer das Stiftungsfest zu feiern, das weitere aber dem Vergnügungskomitee zu über lassen. Ein von August Schulz gestellter Antrag, am 1. Mai das Vereinsbureau geschlossen zu halten, wurde nach längerer Debatte abgelehnt, den Webern in Reichenbach 30 M. aus der Vereinskaffe bewilligt. " " Sumatra Süd- Ost", Manegold, Biegnizerstr. 18. Waldesgrün", Kunze, Forsterstraße 36." Virginia", Schieber, Admiralstr. 21. Frei Weg", Schöne " Fidele Raucher", Nixdorf, Hedderoth, berg, Klein, Merseburgerstr. 7. Granate", Panierstr. 3. Intelligenz", Liebisch, Manteuffelstr. 66. " Fidele Brüder", Friedrichsfelde, Lohse, LuisenEngel, Forsterstr." 58. ſtraße 20. „ Deutscher " Frohsinns Heimath", Schebora, Emdenerstr. 12. Michel", Pankow, Griffel, Kaiser Friedrichstr. 15.- Ohlauer", Nixdorf, Elias, ,, Abguß I", Gorn, Markusstr. 23. Die Dampfenden", Berlinerstr. 14. Weiße Nelte", Felste, Lansizerstr. 26. Jeratsch, Reichenbergerstr. 160. Apfelblüthe", Bufriedenheit", Rirdorf, Karras, Kopf- und Lessingstr.- Ecke. " Fliederduft", Kutsch, Fruchtstr. 61.-„ Weichselduft", " Schmidt, Pantsir. 3b.-- ,, Alter Husfit", Zimmer, Jasmunderstr. 4. Rein Görlitz, Stargarderstr. 17. Rothe Fahne", Sievert, Görligerstr. 50.- tornLese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Gleichheit", abends 81%, Uhr, Heine", Rixdorf, abends 8%, Uhr, Prinz Hand: Stranmi, Ritterstr 123. Morgen: jernstr. 60.- Einigkeit", abends 8 Uhr, Beige, Triffstr. 1. roth", abends 9 Uhr, Diefe, Lothringerstr. 67. Sozialdemokr. Agitations flub Osten", abends 8%, Uhr, Jauer, Fruchtstr. 52. Freigeist Arfona", abends 8 Uhr, Wesener, Artonaplag 3." Friedrich Engels Norden", 9 Uhr abends, Acißen, Voltaftr. 34. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender Abolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Kenderungen in Bereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Laustserfstr. 33. Mittwoch. Uebungs" Liedesfreiheit I", Ton", Nedel, Ryleſtr. 13. Nebelin, Langefir. 108. stunde abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. " Einigkeit II", Peufert, KöpnickerNorddeutsche Schleife", Lübble, Welchiorstr. 15. blume I", Menzel, Gneisenaustr. 71. " Freya I"( Gemischter Chor), Schiller, Rosenthalerstr. 57. Lorbeer: ftraße 38. „ Guter Zug", Prell, Oderbergerstraße 34. Kräftiger Zug", franz", Späth, Weinstr. 28. Alter Stamm", Ruppel, Böchstr: 49." Riederlust I( 1865)", Roll, Adalbertstr. 21. Fürstenau, Reichenbergerstr. 39 b. „ Lebensblüthe", HoffSpandau", in Spandau, Rabtle, Neumeisterstr. 5. Deutsche Eiche I"," Bolldampf", Werder a. H., Martin, Kugelweg 58. maun, Kleine Markusstr. 8. Fidelibus", Zimmermann, PetersburgerBimmermann, Grüner Weg 29." Allegro", Engelfe, Wienerstr. 64. „ Ohne " Freiheit I", Büschel, Bülowstr. 51." Freier Männerchor Nord- West", sir. 56. Rothe Nette", Neu- Weißensee, Mazewski, Sedanstr.1. „ Frisch Lautsch, Stephanstr. 31." Kupferschmiede", Feind, Weinstr. 11. Furcht", Schmidt, Wienerstr. 44.„ Einfach", Brix, Cuvrystr. 27. " Gleichheit", Ewald, Bernauerstr. 95. Flotte Raucher", Nixdorf, Engelhardt, " Schneeglödchen I", Nixdorf, gewagt", Säusler, Memelerstr. 61. „ BeilchenKöpfe, Hermann- und Karlsgartenstraßen- Ecke. Kolumbus S.-D.", Löwert, Oppelnerstr. 19. " Hoffnung I", Branden: Jägerstr. 64. Berzaget nie", Schöneberg, Streyer, Sedan burg a. H., Wuthenow, Wredowstr. 17. Arbeiter Gefangverein" Brik" in duft", Gandt, Sussitenstr. 24. Pfeifendeckel", Tichter, Fruchtstr. 69.„ Vorwärts", GörlitzerBrig, Dorn, Bürgerstr. 4. Maiengruß", Charlottenburg, Bartsch, Seesen: straße 48. straße 65." Bulgarien", Weidenweg 12. ,, Eintracht", Franke, Zornheimerstr. 11. Heimathflänge", Köpenick, Mener, Rosenstr. 101. Vorwärts X", Nauen, dorferstraße 9." " Wacht auf", Dambed, Danzigerfir. 71. Treu und Fest I", Schmöcker, Grüner Weg 110. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen find zu richten an E. Bratte, Hobusch, Markiſtr. 16. Bruderbund", Fickinger, Usedomstr. 22.„ Ost- und Westpreußen", Schulstr. 24. Mittwoch: Schwimmverein ,, Nord". Nebungsstunde abends Seramit", Charlottenburg. Prestel, Osnabrücker 7 Uhr im Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102. Damen- Abth. abends Baget nicht", Stegliz, Kaiserhalten, Albrechtstr. 130.-„ Liedes: 7 Uhr Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7/8. " Die Stuccatenre hielten am Montag in den„ Arminhallen" eine sehr stark besuchte öffentliche Bersammlung ab, in der das Resultat der vorgenommenen Urabstimmung über die Stellung der beteiligten Arbeiter zur Lohn- bezi. Accordarbeit verkündet wurde. Wie Dashütt mitteilen konnte, haben sich bisher von etwa 900 in der Branche beschäftigten Arbeitern 645 von 76 Firmen an der Urabstimmung beteiligt. Davon haben sich 561 Arbeiter für die Einführung der Lohnarbeit entschieden und 84 für die Beibehaltung der Accord arbeit erklärt. In der hierauf folgenden Diskussion wurde straße 1. 2965b Verlobte. Toni Nathan, Dr. Raphael Silberstein, Arzt. Berlin. Nixdorf. Walsdorf, Barnimftr. 18. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 26. April 1899, abends 8%, Uhr: Delegierten- Versammlung Todesnachricht. Siermit allen Befannten, Freunden und Kollegen die traurige Nachricht, daß meine Frau Luise am 23. b. M., früh 4 Uhr, nach kurzem aber schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die senden. Beerdigung findet am Donnerstag, den 27. d. M., nachmittags 4 Uhr, Die bei Herrn Rautenberg, Oranienstraße Nr. 180. Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Delegierten zu 141/14 Der Vorstand. Achtung! auf dem Neuen Jakobitirchhof in der Donnerstag, den 27. April 1899, abends 8 Uhr, im Lokale des Hermannstraße statt. 29536 Um stilles Beileib bittet der Hinterbliebene Johannes Anders, Formermeister, Wißmannstr. 27. Am Sonnabendabend 72 Uhr entschlief sanft nach schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Bater, der Restaurateur August Wipf. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 42 Uhr pom Krankenhause am Urban nach dem Luisen- Kirchhof, Hermannstraße statt. 29466 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Serru Thomas( Apollo Theater), Hermannstr. 49/50: Oeffentliche Versammlung der Zimmerer Rigdorfs und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Gewerbegerichts- Beifizerwahlen. Referent: Genosse Stehr- Charlottenburg. 2. Der 1. Mai. 3. Berschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es nötig, daß alle Zimmerer erscheinen. 254/15 Der Vertrauensmann. Achtung, Fliesenleger! Montag, den 1. Mai cr., vormittags 10 Uhr, im Engl. Garten, Alexanderstraße Nr. 27 e: Oeffentliche Versammlung Für die herzliche Teilnahme und sämtlicher Fliesenleger Berlins u. Umgegend. die reichen Kranzspenden bei der Be erdigung meines lieben Mannes, unferes guten Baters Louis Ferger, fagen allen Freunden und Bekannten den besten Dank. 29506 Wwe. Bertha Ferger geb. Schulz nebst Kindern. Bekanntmachung. Ortskrankenkaffe des Gewerbes der Lackierer. Tages Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referent wird in der Versammlung befannt gemacht. Jeder Fliesenleger wird auf den Beschluß der letzten Bersammlung aufmerksam gemacht. 266/15 Neue freie Volksbühne. Frühlingsfeier " Klempner! Hente, Mittwoch, abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Oeffentliche Versammlung der Klempner. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage der Metallindustrie und ist es möglich, den Minimallohn auf 50 Pf. zu erhöhen? Referent: Kollege Scheffler. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung vom Bauarbeiterschutz Kongreß. Bahlreiches Erscheinen ist notwendig. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Heute, Mittwoch, den 26. April, abends 81/4 Uhr, bei Keller, Koppenstraße Nr. 29: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Staffenbericht vom 1. Quartal. 2. Bericht des Vorstandes, der Be zirksleiter, der Werkstatt- Kontroll- und Branchen- Kommissionen, des Arbeits: vermittlers und Bibliothekars. 3. Antrag auf Gehaltszulage der Verbands: Angestellten. 4. Wahl des Arbeitsvermittlers. 5. Ausschluß mehrerer Mits glieder. 6. Berbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu er: scheinen. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. 80/7 115/15 Der Vertrauensmann. Dem Silberpaare Herrn und Frau Wünsch. Schliemannstr. 45, die Herzlichsten Glückwünsche. 29625 " Die Rothen von Pankow. Restauration Volksgarten", Nowawes- Neuendorf, Priesterstr. 31. Empfehle Ausflüglern mein Parteis lokal nebst schönem Garten zur geneigten Beachtung. Die Maiseter wird hier am Montag, den 1. Mai, abgehalten, was ich ebenfalls zu bes rücksichtigen bitte. Hochachtend M. Simon. Wedding Bejohlanstalt, strasse? Metallarbeiter! Beoblekalt, Sehr empfehlenswerth! е * Wie in ben Borjahren gelangen Waimarken à 50 Pf. zur Ausgabe und Fahrräder wenige sind dieselben bei den bekannten Vertrauensleuten und Kassierern erhältlich. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Näther, S. Annenstr. 39. 115/14 Achtung, Maurer! Marken, Nähmaschinen aller Systeme. Billigste Bezugsquelle( auch Tellzhlg.) Abonnenten d. Blattes 5 Proz. Rabatt. Lau& Co., Gräfestraße 2. Fahrrad- Händler faufen ſämmtl. Zubehör und Nohteile, sowie Gestelle, gespannte Fahrradart. en gros. Sonnabend, den 6. Mai, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Donnerstag, den 27. April, abends 8 1hr, in Cohns eftfälen. Näder sehr vorteilh. Oranienstr. 47, Beuthstrasse No. 19/20, bestehend in Konzert und Recitationen to Mittwoch, den 3. Meat, ab. 81/2 Uhr, unter gütiger Mitwirkung der Pianistin Frl. Marie Gerdes bet Buske, Grenadierstr. 33: und des Violin- Quartetts Gebr. Borisch, sowie der General- Versammlung. Recitatoren Herrn Max Laurence vom Schiller- Theater und Tagesordnung: Herrn Curt Holm. Eintrittskarten im Vorverkauf 40 Pf., an der Abendkasse 50 Pf. 1. Bericht u. Abnahme der Jahres: Karten sind in allen Zahlstellen sowie beim Unterzeichneten zu haben. rechnung pro 1898. 2. Bericht des Ausschuffes. 3. Berschied, Kaffenangelegenheiten. Arbeitgeber, sowie Arbeitnehmer sind hiermit eingeladen. Der Vorstand: F. A.: Serm. Runge, Borsitzender. Das Raffenlokal befindet sich jetzt Adalbertstr. 68. II, geöffnet wochen tags von 12-2 Uhr. 104/1 @. C. 2 Vereinszimmer zu vergeben, passend für 30 Personen. Kleine Andreasstr. 6. August König. Nach dem Konzert: BALL. Beuthstraße Nr. 20-21: Baudeputierten- Versammlung der Maurer Allerlei Anzeigen. Boll- und Baumwoll. 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" Hierzu ladet freundlichst ein 202/19 Das Festkomitee. Arbeiter- Bildungs- Schule Annenstrasse 16, 1 Treppe. Lehrplan für das II. Quartal 1899. Behandelter Lehrstoff Arbeiterversicherung UnterFreie Volksbühne. Donnerstag, den 27. April, abends 8% Uhr: Generalversammlung in Stecherts Andreas- Festsälen, Andre asstr. 21. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht des Vorstandes vom Vereinsjahr 1898/99 und Diskussion. 2. Neuwahl des Ausschusses, Vorstandes, der Revisoren und Obleute der Ordnerkommission. 3. Festsetzung des Kassierergehalts. Verschiedenes. VI. Abteilung: Sonntagnachmittag 23/4 Uhr, im Friedrich Wilhelmstädt. Theater: Der Erbförster. Achtung, I. Abteilung! Sonntagnachmittag im Lessing- Theater. Der Revisor" von Gogol. Die Vorstellungen folgen am 7., 11.( Himmelfahrtstag. Donnerstag), 14., 21., 28. Mai. Die VI. Abteilung ist geschlossen, einige neue Mitglieder zur IV. und V. Abteilung können sich melden. Als verloren wurde ein Opernglas gemeldet. Gefunden wurde gleichfalls ein Opernglas. Finder wie Verlierer werden ersucht, an den Unterzeichneten Nachricht gelangen zu lassen. 229/14 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Wo ist die schönste Baumblüte Unterrichtsfach Lehrer richtsAbend National- Arbeiterschutz- Gesetzgebung und Oekonomie. in den europäischen Ländern. Schriftsteller Paul Hirsch Montag S in Berlin? In Referate und Diskussion über wissenschaftliche Thematas, und Dr. Alfred Donnerstag. RedeUebung. zwar volkswirtschaftlichen, ge- Bernstein werkschaftlichen und anderen Inhalts. Geschichte. Die deutsche Litteratur in den letzten 50 Jahren. Schriftsteller Dr.Rudolf Steiner. Freitag 99 Der Unterricht begann in National- Oekonomie Montag; den 17. April; Rede- Uebung Donnerstag, den 20. April; Geschichte Freitag, den 21. April. Jeder Kursus erstreckt sich auf 10 Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 1/211 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr und in der Pause geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. - am Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt, besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Annenstrasse 16 und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerstrasse 57; Gleinert, Müllerstr. 7 a. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin S. 59, Hasenhaide 72, Hofl. 4 Tr., Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 30, zu senden.. Der Vorstand.'" Zähne 2 M. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7. 1540L* Warlichs Paradiesgarten 131. Schönhauser Allee 131. Achtung! In 6 Monaten Elektromontenr! Elektra"( G. m. b. H.) Prinzenstraße 55 I. ( Gegenüber der Turnhalle.) Am Donnerstag, den 4. Mai cr., beginnt ein Neuer Abendkursus für Elektromonteure, Justallateure, Maschinisten, Zeichner und alle diejenigen Herren aus anderen Brauchen, welche ihre Stellung verbessern wollen. Keine Vorkenntnisse nötig unter Garantie vollkommener theoretischer und praktischer Ausbildung. Theoretischer Unterricht Prinzenstr. 55, 1, Lehrsaal I. 300 Demonstrations- Apparate. Praktische Ingenieure. Braktischer Unterricht im Lehrsaal II u. III, Dresdenerstrasse 103. Eigene elektrische Centrale. Unter Leitung eines Montagemeisters und Elektro- Ingenieurs. Jeder Schüler arbeitet selbst mit. Schlußzeugniß. Stellungsnachweis. 390 Neuaufnahmen. Anmeldungen jeder Zeit bis abends 10 1hr, Sonntags bis 1 Uhr. Honorar monatlich 6 Mt. Prospekte und Stundenplan gratis. Telephon Amt IV a 6006. 4. Ziehung d.4. Klasse 200. Kgl. Preuß.Lotterie. 67 97 303 413 80 578 711 843 940 119055 109 287 92 99 311 62 Biebung vom 25. April 1899, vormittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 106[ 3000] 58 248[ 300] 378 545 650 736 873 1045 90[ 1000] 161 371 460 761 2080 148 228[ 500] 43 346[ 300] 54 521 45 687 914[ 500] 3332 49 418 27 45 46 545 703 10 831 903[ 500] 17 4001 18 490[ 3000] 524 5016 117 22 218 378 534[ 500] 614 28 794 996 6076 97 126 412 542 814 35 999 7034 69 124 266 374 411 66 528 730 830 8075 97 209 436 37 571 692 822 32 60 965 9005 47 50 452 507 57 703 848, 966 10000 136 319 728 909 17 11026 50 65 210 73 969 12171 218 345 52 54[ 500] 666 73 765 13001 165 245[ 1000] 494 614 62 14124 354 74 507 77 631 814 902 27 15038 203 352 99 425 69 646[ 3000] 65 87 801 16024[ 1000] 143[ 500] 63 65 347 466 669 786[ 500] 840 77 17175 93 356 410 582 616 66 754 991 18139 226 383 429 540 50 86 87 627 708 19011 46 231 519 805 55 951 60 63 5 665 210 20083 158[ 500] 93[ 3000] 202 78 327 83 452 657 874 900 21089 287[ 500] 503 5 36[ 300] 52 602[ 300] 62[ 500] 22148[ 500] 293 349 455 97 98 564 78 722 814 23084 208 354 449 689 775 84 859[ 1000] 82 973 78 85 24114 392 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617 995 51390 95 411 517 672 740 50 72 955 52000 130 265 392 644[ 300] 808 903 7 53048 1000] 102 3 18[ 500] 24 71 287 340 89 508[ 300] 609 49 54 730 829 54332 91[ 3000] 96[ 3000] 415 73 55350 441 71 833 98 56030 309 445 519 663 57136 552 83 614 776 99 58036 251 384 461 522 98 673 795 824 57 68 90 926 59330 550 651 61 888 60082 241 343 436[ 500] 801 90 910 78[ 300] 61296[ 500] ( 317 50 418[ 300] 54 66 910 62021[ 500] 23 251 310 71 83 519 73 682 707 885 63035 104 219 409 505 84 749[ 3000] 92 817 995 64025[ 1000] 251 357 99 408 562[ 300] 89 93 729 45 931 65036 58 64 441 67 568 721 839 66019 222 301 13 39 52 420 567 675 532 40 67128 68 268 314 479 588[ 500] 882 962 68210 304 10 ( 1000) 445 513 66 69 613 897 905 31 62 69037 51 228 412 524 84 740 828[ 300] 62 917[ 500] 70248 71 927 99 71193 325 584[ 1000] 975 72039 40 67 113 96 547 617[ 500] 56 721 898 73090 137 256 313 63 95 562 642 798 820 924 38 74035 46 126 738 892 75000 216 89 473 546 601 74 872 76045 118 57 450 689 855 979 77278 468 558 668 84 742 974 78055 67 160 201 27 371 770 82 897 923 79000 36 200 54 76 742[ 3000] 89 98 820 21 27 371 80042 69 127[ 300] 70 89 207 12 45[ 1000] 84 496 756 95 927 81102 84 98 443 727 801 975 82128[ 1000] 69 259 63 414 28 550 64 642 50[ 3000] 726 61 83024[ 300] 34 96 134 40 236 57 319 673 84159 340 51 85 85045 136 336 84 560 600 797 905 [ 1000] 35 86231 317 437 621 802 68 99 910 87009 277 323 55 480 516 40 766 76 92 88227 80 351 61[ 500] 90 472 555 74 946 89020 46 203 340 605 22 68 714 93 814 929 90158 62 279 327 438 583 731 818 35 91220[ 500] 388 553 59 686 792 92101 385 417[ 500] 513 62 69 829[ 1000] 93242 333 476[ 10 000] 690 791 873 973 90 94049 109 239[ 500] 348 460 83 692 818 999 95171 317 502[ 300] 659 723 832 96121 [ 3000] 30 76 78 205 11 55 75 389 95 411[ 300] 37 90 662[ 300] 928 44[ 300] 97018 53 206 451 562 625 38 89 795 804 920 47 98102 7[ 500] 83 384 411 658[ 3000] 883[ 500] 99132 238 879 975 100142-558 603 60 809 56 101060 157 66[ 300] 313 758 910 72 79 102026 173 247 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Berichtigungen: In der Lifte vom 21. April vormittags lies 7043 ftatt 10043, in der Lifte vom 22. April nachmittags lies 46 240 ftatt 46 220, in der Liste vom 24. April nachmittags 63 241 [ 300] 51392 ftatt 63241[ 300] 392. 4. J. Brünn, ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt 4 900 Nach beendeter Inventur gelangen größere Lagerbestände meiner Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Portieren! Fertige Wäsche! zu sehr billigen Preisen zunt Ausverkauf!! 14110* Das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt D: Thompson's Seifenpulver Hohes Einkommen, auch Figum, wv. gut beleumundeten, intelligenten Herren zugesichert, welche befähigt, fleine Abschlüsse für eine durchaus solide Gesellschaft zu erreichen. Streb: same, fleißige Arbeiter fönnen durch Ausumbung ihrer Freistunden einen wesentlich. Nebenverdienst erlangen. Praktische Ausbildung erfolgt. Bureau Schadowstr. 8. Fahrräder ge: verpfändet gewesene, brauchte u. neue erstklassige Damen- u. 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( Ohne Gewähr.) 18 71 501 627 38 826 918 60 1217 514[ 1000] 639 727 84 849 83 2095 185 219 68 76[ 300] 323 63 458 576 83 604 53 708 15 [ 2000] 852 3100 394 471 584 95 623 72 946[ 500] 73 4016[ 1000] 41 75 91 422 25 665 5111 305[ 300] 497 553 63 727[ 500] 948 7417 606 848 57 91 6008 92 441 93 822 80 952[ 500] 90 92 9094 163 522 936 61[ 300] 8011[ 1000] 30 37 81 299 310 554 622[ 1000] 745 802 901 102 10709 828 47 50 53 11221 51 82 85 574 89 747 76 78 800 1221 51 82 85 924 87 12015 66 579 648 85 833 82 91 961[ 500] 13067 378 457 676 733 41 54[ 500] 922 14070 82 84 91 160 258 450 534 621 46[ 300] 769 93 856 81 912 49 51 15147 424 58 920 16293 895 17063 73 241 81 380 574 675 779 940 18011 89 119 480 5201 45 61 783 962 19008 275 331 541 825 42 58 20010 140[ 500] 56 290 337 54 76 612 716 84 21110 80 209 419 712 14 22204 75 305 20 48 77 470 500 625 755 828 96 23123[ 3000] 227 426 720 25 834 68 90024067 70 318 402 [ 1000] 578[ 1000] 745[ 300] 838[ 300] 60 954 59 2580 184 277 392 685 801 26131 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463 554 692 982 201067 91 290[ 500] 301 36 80 430 533 644 802[ 3000] 910 36 202024 182[ 1000] 353 55 59 430 564 603 707 60 847 97[ 1000] 203019[ 300] 71 120 260 87 574 611 23[ 3000] 204000 42 389 731 819 33 48 61 971[ 3000] 86 205339 66[ 300] 99[ 500] 447 89 564 99 805 11[ 300] 17 [ 300] 29[ 1000] 206010 29 211[ 300] 32 361 470 87 508 642 835 207061 661 720 27 890 910 208424 42 552 787 861 953 209041 153 54 396 98 519 727 82 91 890 971 74 1102[ 500] 47 210188 244 68 97 381 481 751 830 920 211102[ 500] 47 21 30 80 328 64[ 500] 619 97[ 500] 869 912 25 27 48 75 212188 201 400 632 732[ 300] 922 40 213019[ 300] 27 33 474 586 604 733 836 214177 214 579 93[ 300] 654 55 846 213051( 500) 52 178 85 201 301 613 34 96 858 912[ 10 000] 17 34 46 216218 51 70 97 625 865 217013 72 105 274 351 406 34 576[ 3000] 619 [ 1000] 65 933 35 57[ 1000] 91 96 218159 82 227 430 708 91 [ 300] 219322 53[ 1000] 99 521 869 929 220500 89 715[ 500] 55 56 871 221181 418 696 855 73 222190 588[ 300] 918 25[ 1000] 223295 300 452 608 752 77 941 224001 24 60 158 87 218[ 3000] 604 10[ 300] 27 47[ 300] 225077 132 57 248 534 777 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 m., 2 au 200 000 t., 2 au 150 000 r., 2 zu 100 000 wt., 13 75 000 m., 2 au 50 000 Mt., 2 zu 40 000 t., 9 zu 30 000 t 18 zu 15 000., 41 zu 10 000 Mt., 85 at 5000 9, 1266 au 3000 Mt., 1233 au 1000 Mt., 1444 au 500 Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. r. 97. 16. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. mittwoch, 26. Ipril 1899. Mordprozeß Guthmann. 8 20. März in Berlin offenbar die Leiche abgewaschen hat. Zu welchem Zwecke dies ges schehen ist, mag erörtert werden, wenn die Diskussion auf den an gewesen ist. Ich halte dies für falsch. Ich will zunächst darauf hin 8ehnter Verhandlungstag( Dienstag). die Polizei gerichteten Brief kommen wird. In dem Briefe steht weisen, daß Guthmann verschiedenen Personen in Berlin gesagt hat, Vorsitzender Landgerichtsrat Bois I eröffnet die Sigung bei gesehen und es habe ihm geschienen, als ob nämlich, der Briefschreiber habe durch das Loch in der Zimmerthür er fahre häufig nach Berlin. Es ist auch bewiesen, daß er am überfülltem Zuhörerraum um 9 Uhr. ob die Singer Morgen des ersten Pfingstfeiertages in Berlin gewesen sei. Die Zunächst wird die nachträglich vorgeladene Beugin 8enter rufen wollen, daß sie noch schlief, denn daß das Abwaschen aus jenem Morgen vor ihrem Lofal vorübergegangen ist. Sie hat ihn, noch schliefe. Wahrscheinlich hat der Mörder den Eindruck hervor Beugin Albrecht hat bekundet, daß der ihr bekannte Angeklagte an bornommen. Sie hat der Polizei eine Frauen- Uhrfette übergeben, dem Grunde stattgefunden haben sollte, um den Mörder von dem vor der Thür stehend, angeredet, worauf Guthmann erwidert hat, er die ihr am Morgen nach dem Morde ein Mann, der sie öfter be- Anblicke des Blutes zu befreien, ist gänzlich ausgeschlossen. Wer habe es eilig, er wolle nur noch schnell eine kleine Besorgung machen, fucht, geschenkt hat. Der Mann habe gesagt, er heiße Hugo und sah solche That begeht, fürchtet sich nicht vor dem Anblick des Blutes! um dann sofort nach Frankfurt zurückzukehren. Der Angeklagte aus, wie ein Kellner in einem feineren Restaurant. fieht sich den Angeklagten fehr genau an und meint, er habe große am nächsten Vormittage durch das Guckloch bliden würden, den Ein- 20. März gewesen sei. Auch dies ist dem Angeklagten widerlegt Die Zeugin Viel wahrscheinlicher ist, daß der Mörder auch bei den Nickels, wenn sie muß diese Unterhaltung zugeben, behauptet aber, daß dies am Aehnlichkeit mit ihm, sie möchte sogar fast sagen, daß er es sei, will es druck hervorrufen wollte, daß sie noch schlief, denn dann würde die worden. Die beiden Töchter der Wirtin Albrecht haben jedoch nicht mit Bestimmtheit sagen. Angefl.: Wenn der Herr Sie öfter Entdeckung der That möglichst weit hinausgeschoben und dem Thäter erzählt, daß sie am ersten Pfingstfeiertage einen Ausflug nach besucht hat, müssen Sie doch seine Konterfei genau im Gedächtnis Beit gegeben werden, einen Vorsprung zu gewinnen. Die Singer Rüdersdorf gemacht haben. Als sie am Abende zurückgekehrt seien, Präs.( zur Zeugin): Erkennen Sie ihn vielleicht an der ist um 1, Uhr zum letzen Male lebend gesehen worden, ihre Leiche habe die Mutter ihnen gesagt:„ Denkt mat, wen ich heute gesprochen 3eugin: Der Herr hat nie viel gesprochen. ist des Morgens in der sechsten Stunde aufgefunden worden Die Zeugin forrigiert ihre Aussage dahin, daß das Schenken der weitere Anhaltspuntte über die Stunde, in welcher die Mordthat Guthmann, erzählt. Am Abende vor Pfingsten hat der Andann die Begegnung mit dem ihnen allen bekannten Kette nicht am Sonntag, sondern am Montag, 6. Juni, als in paffiert sein muß, haben wir nicht, denn es ist durchaus nicht nach geklagte mit feinen Arbeitgebern abgerechnet und gegen 90 m. auss M. Juftigrat Dr. Sello läßt sich durch die Beugin Budig bestätigen, gehört haben will, mit dem Morde in Zusammenhang steht. Bei aus Frankfurt abgeht, von dort fortgefahren sein. Er ist am folgenden gewiesen, daß der Schrei, den der Zeuge Zulauf in der Mordnacht bezahlt erhalten. Er kann erst mit dem Zuge, der um 9 Uhr 49 Min. daß der Augeklagte in der Nacht vom 5. zum 6. Juni in ihrer den Ermittelungen der Polizei spielte zunächst auch ein Radler Wohnung sich befunden habe, so daß er am 6. Juni morgens nicht nolle. Wir haben gehört, daß bei den Zengen Meinungsverschieden- nun während der Nacht in Berlin? Ich behaupte, daß er sich nur eine aus mit dem erſten Zuge nach Frankfurt zurückgekehrt. Was wollte er um 6. Juni morgenheiten herrschten, als fie bas bei der Zeugin gewesen sein könne. haben. Sprache wieder? Beugin Budig, die nochmals auftritt, erklärt auf das bestimmteste, daß sie den Angeklagten am ersten Pfingstfeiertage vor mittags bei der Arbeit gesehen habe. Das Plaidoyer des Staatsanwalts. erhält die Arbeit. " habe darüber informieren wollte: Wie komme ich hin und wie komme ich Sein Berhalten ist sonst völlig unverständlich, denn ein vers gnügungssüchtiger Mensch, der im Besitze von Mitteln ist, wird auch die Feiertage in Berlin zubringen. Bald nach der Mordthat fand man den oft erwähnten darans zu Der letzte Entlastungszeuge. Radlerbild 89-9082269 zurüd?" Beige willy wizelburg glaubt mit Bestimmtheit fagen refognoscieren sollten. Einige Zeugen meinten, daß der Photozu können, daß er von dem Hause seiner Eltern in Frankfurt a. D. graphierte früher eine andere Stellung auf dem Bilde hatte und aus, die den Guthmanns gegenüber wohnen, den Angeklagten am andere Benginnen wollen wieder ein wild gesehen haben, welches Fenster habe ſizen schen. Er könne sich in der Person nicht irren, einen anderen Radler vorstellte. Sie sehen wiederum, meine Herren denn er habe ihn schon längere Zeit vorher kennen gelernt und sich Geschworenen, daß mit derartigen Zeugen nicht viel anzufangen ist. noch über ihn gewundert, weil er wie ein Gentleman" aussah, Es fehlt diesen Zeugen das, was uns Menschen geistig und törperlich mit Andeutungen über den mutmaßlichen Thäter. Die Polizei ge anonymen Zettel guten schwarzen Gehrock und Ladstiefel trug 2c. und körperlich zerrüttet sind, daß ihren Wahrnehmungen der und war ferner der Ansicht, daß dieser Bettel geheim geUnd daher kommt es, daß sie geistig wann die Ueberzeugung, daß sie irre geführt werden solle Begriff der Klarheit fehlt und daß auf ihre Beugenaussagen nicht halten werden müsse, denn wenn der Thäter sähe, daß sein Beginnen viel Wert zu legen ist. Ich denke, der Radler- Hugo" ist damit ab teinen Erfolg gehabt, so würde berselbe weitere Schritte thur, um gethan. Sodann spielt auch ein Schlosser- Hugo" oder" Mechaniker- die Polizei auf eine falsche Spur au leiten. Diese Annahme hat sich Die Beweisaufnahme wird hierauf als geschlossen erklärt. Nach ugo" in der Verhandlung eine Rolle. Auch hier haben wir mit bestätigt. Am 9. Juni ist ein zweites Schreiben bei der Polizei eine bem der Vorfigende die Schuldfrage verlesen, erhält das Wort einem höchst unzuverlässigen Zeugenmaterial zu thun. Ich glaube, gegangen, welches eine große Rolle in der Verhandlung spielt. Es Staatsanwalt Iaschte: Meine Herren Geschworenen! Es daß meine Aeußerung, der Zeuge Budicke wolle seine Einsamkeit in ist der viel erwähnte Hugo- Brief." Es werden Thatsachen tit ja selbstverständlich, daß Sie den Angeklagten mir verurteilen Plößensee durch einen interessanten Tag unterbrechen, zutreffend ge- davin mitgeteilt, welche unrichtig sind, es sind aber auch Thatsachen Tomien, wenn Sie die volle Ueberzeugung seiner Schuld erlangt wesen ist. Aber wenn auch die Singer einmal mit einem darin enthalten, welche nur der Mörder wissen konnte. Bei der haben, aber wenn Sie diese Ueberzeugung erlangt haben, müssen Schlosser- Hugo ein Verhältnis gehabt hat, so beweist dies übergroßen Wichtigkeit, die diesem Schreiben beizulegen ist, Sie Ihren Wahrspruch fällen unbekümmert um die Folgen Ihres garnichts und kann zur Entlastung des Angeklagten nicht unb die bei den folgenschweren Schlüssen, Spruches und ohne Rüdsicht auf die Strafe, die den Schuldigen dienen. Nun kommt aber ein dritter Hugo, nämlich der Kellner- Hugo. ziehen sind, muß dieser Brief sorgfältig geprüft werdent. trifft, benn die Strafe jegen nicht Sie fest, sondern der Gerichtshof. In dieser Beziehung ist das uns gebotene Bengenmaterial etwas Der Schreiber des Briefes muß mit den Einrichtungen der Nickelschen Inmittelbar nach der That und während der Hauptverhandlung hat ernster zu nehmen. Die Singer hat zweien Zeugen mitgeteilt, daß Bohmung genau Bescheid gewußt haben, er hat manches unrichtige sich eine leidenschaftliche Erregung der Bevölkerung bemächtigt. sie einen Kellner Hugo kenne, der in einer Kaschemme beschäftigt sei. behauptet und seine ganze Darstellung läßt es als unwahr erscheinen, Hiten Sie sich vor einer solchen Erregung, sie trübt den Blick und Derselbe wolle mit ihr verkehren, sie wolle aber nicht und deshalb daß er seine Wahrnehmungen wirklich durch das Loch in der Thür wir bedürfen in dieser Sache eines recht klaren Blickes, der ruhigen fürchte sie sich vor den Drohungen des Mannes. Die Nachforschungen gemacht hat. Der Schreiber dieses Briefes teilt auch mit, daß der Erwägung, um zu einem Urteil zu kommen, das nach menschlichen nach dem Kellner- Hugo in dem betreffenden Lokale sind völlig ver- Fuhrmann Büchel die Singer zweimal mit einem Schreibheft quf Ermessen das Richtige trifft. In dieser Sache sind Schwierig geblich gewesen. Ich halte es sehr wohl für möglich, daß der An- den Mund geschlagen habe. Das ist thatsächlich am Sonnabend, den feiten zu überwinden, die besonders scharf und un- geklagte ihr vorgelogen hat, er sei Kellner, um unter dieser bielgebrauchten 4. Juni geschehen. Woher weiß angenehm hervortreten. Da ist zunächst die Person der Er- Maske mit der Singer in Verkehr zu treten. Mir drängt sich die leber- mir durch Mitteilungen der Singer wissen, die diese ihm in der mordeten. Sie war eine Straßendirne der gemeinsten Sorte, zeugung auf, daß wir nach dem Kellner Hugo nicht weit zu suchen Mordnacht gemacht hat! Ueberhaupt enthält der Brief Mitteilungen die mit allerlei lichtscheuem Gesindel Umgang hatte. haben, nämlich, daß er hier auf der Anklagebank sikt. Ein merk- über angebliche direkte Wahrnehmungen des Schreibers, die dieser Wir sind nicht in der Lage zu sagen, mit den und den Personen würdiger Umstand unterstützt meine Annahme. Der hat die Singer verkehrt, mit den und den Personen nicht. Sie muß offenbar gar nicht selbst gemacht hat, die vielmehr auf Mitteilungen noch mit anderen Bersonen verkehrt haben, welche besser gestellt Zenge Brecht, der Singer zurückzuführen sind. Der Schreiber weist aber noch bes sonders darauf hin, daß bei der Einger noch Briefe von ihrem waren, als die Zuhälter, denn Gesindel bezahlt nicht und die Singer ein völlig unbescholtener einwandsfreier Benge, hat gleich nach Be- Bräutigam aus der Untersuchungshaft" vorhanden sein müssen. Ist war auf Verdienst angewiesen. Es versteht sich von selbst, daß eine ginn der Boruntersuchung bei der Polizei folgende Angaben gemacht: der Schreiber des Briefes aber jo vertraut mit der Singer gewesen, große Anzahl Personen im Hause aus- und eingingen. Das ist ferner Die Singer habe ihm erzählt, daß sie auswärts ein Verhältnis so hat sie ihm zweifellos auch den eine Schwierigkeit, die uns entgegentritt. Wir haben hauptsächlich habe, welches bald wieder nach Berlin komme. Der Mann mit Dirnen, Supplern und zuhältern zu thun. Eine Schwierigkeit heiße Hugo und sei seines Beichens ein Schneider. bei Klärung des Falles bietet nicht nur das feste Zusammenhalten der Zuhälter Thäter ein Mann Drohbrief kann es Diese Befundung halte ich von besonderer Wichtigkeit. Hat gezeigt, wie so vielen anderen, aber von diesem Briefe erwähnt der Angeklagte mit der Singer verkehrt? Er bestreitet es auf der Schreiber nichts. Es liegt sehr nahe, daß der Briefschreiber die das energischte, es ist ihm aber nachgewiesen, daß er in dieser Be Polizei direkt auf jenen einen Brief hinweisen wollte, auf welchem unter fich, fondern auch der scharfe Druck, den diefelben auf die ziehung lügt und daraus müssen Schlüsse zu seinen Ungunsten ge- die viel erwähnte Notiz geschrieben war. Der Schreiber wollte mit Dirnen ausüben und nicht allein auf diejenigen, welche sie er zogen werden. Wer da lügt, wenn es sich um Kopf und Kragen diefer Notiz die Polizei irreführen, er nahm an, daß die Polizei nähren müssen. Die Zuhälter identifizieren sich, jeder fühlt sich durch handelt, dann muß etwas dahinter steden! Bahlreiche Zeugen haben diese Notiz nicht gefunden hatte und deshalb war es ihm darum zu das Schicksal Guthmanns in Mitleidenschaft gezogen. Was den gwang den Angeklagten mit der Singer zusammen gesehen, die Aussagen thun, deutlich darauf hinzuweisen. Wer war num der Schreiber des anbelangt, den die Zuhälter auf die Dirnen ausüben, so haben wir der Zeugin Golge sind aber beweisend, denn diese weiß ganz genau, Briefes? Die Handschrift ist sofort von der 8eugin Pade als gehört, daß eine Zeugin vor der Polizei gesagt hat: Der daß die Singer einen Brief geschrieben hat an Hugo Guthmann, die des Angeklagten erkannt worden und die Sachverständigen Singer fei ganz recht geschehen, so müsse es allen Oranienstraße 44. Das Mädchen hat die Adresse nicht bloß flüchtig haben dies bestätigt. Frau Prof. Dilloo gelangt zu dem Resultat, gehen, welche eine Verräterrolle spielen." Man sollte glauben, angesehen, sondern sie hat die Adresse, welche die Singer wieder ab- daß sowohl der Zettel als der Hugo- Brief von dem Angeklagten daß die Mädchen mit Frenden die Gelegenheit ergreifen würden, fich riz und durch eine Adresse„ Hugo Schulz" ersetzte, aus Neu- geschrieben ist, Herr Altrichter hält den Bettel als von der Hand des des Zwanges, unter dem sie stehen, zu entledigen. Dem ist nicht so, gierde aus dem Kohlenkasten herausgeholt und gelesen. Das Guthmann geschrieben, Herr Langenbruch erachtet es für höchst wahrwie wir aus der vorerwähnten Aeußerung der Zeugin ersehen. Eine zeigt deutlich, daß der Angeflagte mit der Singer im icheinlich, daß der Zettel von Guthmann geschrieben sei, Herr andere Beugin hat sich nicht entblödet zu sagen, sie habe solch Verkehr gestanden hat, und Mitgefühl für den Angeklagten!- Eine fernere die es ist wahrscheinlich, daß er Schulrat Dr. Grabow erklärt bestimmt, daß sowohl der Bettel als Singer angewiesen hatte, unter Mit den Schreibeiner Decadresse der Brief vom Angeklagten herrühre. Schwierigkeit ist uns dadurch erstanden, weil in diesem konkreten an ihn zu schreiben, sei es, daß er schon damals die Verbindung sachverständigen ist es eine eigene Sache und fein Falle auch von anderer Seite in unverantwortlicher Weise auf mit der Singer bemänteln, fei es, daß er sie darüber in Unkenntnis praktischer Kriminalist wird auf solche Gutachten allein etwas geben. Beugen eingewirkt worden ist. Dies ist in erster Linie von Seiten erhalten wollte, wo er sich aufhielt. Der Angeklagte behauptet, daß Ich persönlich halte von den sogenannten Graphologen" herzlich der Angehörigen des Angeklagten geschehen. Die Beugin Budig hat er nach seiner legten Bestrafung ein ordentlicher Mensch geworden wenig. Aber ich muß fagen: So lange ich Staatsanwalt bin uns befundet, daß die und fleißig gearbeitet habe. Das ist nicht wahr! Die Beweis- und ich habe viel vor Schwurgerichten plädirt- habe ich noch nie ein Mutter des Angeklagten aufnahme hat keinen Zweifel darüber gelassen, daß er auch nachher derartig begründetes, erschöpfendes und schlagendes Gutachten gehört, in sie gedrungen sei, um zu sagen, Guthmann sei in der fraglichen noch zuhälterdienste geleistet hat. Ich komme nun auf die Frage, wie das des Dr. Grabow; dagegen müssen die anderen Gutachten Nacht bei ihr gewesen. Schließlich habe die Budig dem Drängen ob der völlig verschwinden. Der Zwiespalt zwischen Herrn Dr. Grabow nachgegeben und auch vor der Polizei im Sinne der Frau Guthund Herrn Langenbruch erklärt sich einfach daraus, daß beide von mann ausgesagt. Aber sie habe sich schon damals vorgenommen, war und ob Mord und nicht Totschlag vorlag. Beides ist nach zu verschiedenen Boraussetzungen ausgehen: der erstere behauptet, unter ihrem Eide der Wahrheit die Ehre zu geben. Vielleicht habe dem objektiven Befund ohne weiteres zu bejahen. Der Bettel sollte daß die Handschrift auf dem Bettel bewußt und abfichtlich von dem fie sich auch darüber geärgert, daß der Angeklagte so viel Geld aus- aber den Glauben erweden, daß die That von einer Frau berübt Schreiber verstellt sei, Herr Langenbruch erklärt, daß die Schrifta gegeben habe, aber nicht mit ihr, sondern mit einer anderen Frauens- sei; die Polizei sollte auf eine falsche Spur gelenkt werden. Der züge ohne lange Ueberlegung hingeworfen seien. Nach der ganzen perion. Sun erklärt die Zeugin Budig aber wieder, daß sie den Mord muß zwischen 1½ Uhr nachts und morgens 6 1hr verübt sein Sachlage hat die Annahme des Dr. Grabow die größere WahrDie Aussagen der Zeugin Budig zeigen deutlich, wie diese Art von Beweise, die der Angeklagte über sein Alibi fich zurecht gelegt, flücke vom Angeklagten geschrieben sind, ist in einer selten schlüssigen Zeugen mit der Wahrheit umgehen. Ihr kann man keinen Glauben sind nicht schlüssig und einwandfrei. Die Möglichkeit, daß der An- and wissenschaftlich begründeten Weiſe. als richtig dargelegt worden. benneſſen und man muß gerade diejenigen Zeugen, bei denen der geklagte, den mehrere Zeugen noch am 4. Juni abends in Frankfurt Nun zur Verteidigung des Angeklagten! Daß sich jemand anfängAn- Nun artige Bedenken nicht obwalten, ein ganz besonderes Gewicht bei- gesehen haben wollen, zur Zeit des Mordes in Berlin sein konnte, lich in Tegen. Nun zur Sache! Die Singer ist offenbar in der Weise ist durchaus gegeben, ebenso ist die Möglichkeit vorhanden, daß der ermordet worden, daß der Thäter hinter ihr stand und den tödlichen Angeklagte, wenn er der Thäter ist, um 77 früh vom Schlesischen würde an sich nicht auffällig sein. Der Angeklagte aber ist sofort Schnitt überraschend schnell ausführte, so daß er keinen Widerstand Bahnhofe abfuhr und um 911 vormittags fich schon wieder in Frant- mit ganz detaillirten Angaben über sein Alibi hervorgetreten, es fand und fich nicht mit Blut bejubelte. Bezüglich der späteren Fest- furt befand. Nun behaupten die Schillings, daß der Angeklagte am wurde nachgewiesen, daß er wahre Thatsachen willfürlich in der Zeit stellungen der Polizei sind von den Verteidigern Einwände erhoben Sonntag, 5. Juni, zwischen 8-81/ 2 Uhr bei ihnen einen Rollmops verlegt, er hat dann mehrfach gewechselt und es ist höchst auffällig, worden. Sie meinen, das Zimmer hätte sofort abgeschlossen werden gegessen und eine Selter getrunken habe. Der Angeklagte selbst hat daß die Angehörigen bes Angeklagten unrichtige Thatsachen miffen, damit jede Möglichkeit einer Verwischung des objektiven bei seinen wiederholten ausführlichen Vernehmungen davon nichts ihrerseits bestätigten, die dieser inzwischen schon berichtigt hatte! Thatbestandes vermieden wurde, sie meinen weiter, daß man die angegeben, feine eigenen Angaben lassen sich mit dem Schillings Daß es möglich ist, im Untersuchungsarrest mit anderen Gefangenen Fingerabdrücke schen Zeugnis nicht vereinigen, seine Berufung auf die zu sprechen, hat diese Verhandlung gezeigt und daß es möglich ist, auf den Journalen fehr jorgfältig hätte bewahren müssen. Ob Beugin Schmidt und den Zeugen Silbernagel schlug völlig fehl und unter Dedadressen Nachrichten in die Außenwelt dringen zu lassen, diese Vorwürfe richtig sind, ist hier nicht zu entscheiden. Thatsache es ist nachgewiesen, daß der Vorfall, den der Angeklagte in die Nacht steht auch fest. Was das Motiv der That betrifft, so ist dies ist, daß in dem kleinen, blutbesudelten Raum 20 bis 30 Personen vom 4. zum 5. Juni verlegen wollte, sich schon am 17. Mai ereignet in dürren Worten nicht klar nachzuweisen. Der Angeklagte hat auch fich zu schaffen machten. Dies ist wichtig für die Beantwortung der hat. Auch die Angaben des Angeklagten über den Streit im nach seiner Bestrafung noch viel mit Dirnen verkehrt, auch mit der Frage, wie der Fingerabdruck auf dem Wäschezettel entstanden ist. Güntherschen Lokal mit dem Artillerie Unteroffizier find von teiner Singer. Letztere ist im Befige eines mit Hugo" unterzeichneten Der Thäter hat, wie die Feststellungen ergeben haben, alle Behältnisse Seite bestätigt worden. Die Schillings, die übrigens auch eine Be- Drobbriefes gewesen, der Angeklagte hat Drohungen ausgestoßen, und die ganze Wohnung nach bestimmten Dingen durchsucht. Was tanntschaft des Angeklagten mit der Singer bekundeten, sind durchaus er war ein roher Patron und galt selbst in Buhälterkreisen als roh suchte der Täter? Geld faum, denn eine so gewöhnliche Straßen- einwandsfret, fie sagen gewiß nach bestem Wissen und Gewissen aus, und rücksichtslos; wenn er also befürchtete, daß ihm eine birne ist nicht im Besize größerer Geldmittel, die zu einem Morde nach der Aussage des Beugen Stähr tönnen sie sich auch über den Anzeige von der Singer drohte, daim dann erklärt es sich, aureizen tönnen. Was suchte alfo der Thäter? Da zeigte sich bas Tag nicht irren. Also muß der Angeklagte wirklich am Drohbrief nichts fand. Bielleicht war dieses Motiv allein nicht, daß er zur Blutthat geschritten ist und daß sich von dem Mertivürdige, daß, während verschiedene Benginnen wußten, daß die Ermordete mit einem Hugo forrespondiert hatte, fein einziger dieser Morgen des 5. Juni W maßgebend, vielleicht handelte es sich darum, die Singer als die Briefe in dem Nachlaß der Ermordeten vorgefunden worden ist bei ihnen gewesen sein. Es fragt sich bloß, um welche Stunde? Da Mitwifferin eines schweren Verbrechens. Der Fingerabdruck auf dem Wäschezettel muß aus der Erörterung ist durchaus nicht ausgeschlossen, daß sich die Schillings bezüglich der aus ber Welt zu schaffen. Nachgewiesen ist, daß die Singer mit der ausscheiden, da nach dem von den Kriminalbeamten bekundeten Zeit doch irren, daß es nicht gerade zwischen 8 und 8/2 Uhr gewesen ermordeten Thiele verkehrte, nachgewiesen ist auch, daß der Thatsachen es höchst wahrscheinlich ist, daß dieser Fingerabdruck nicht iei. Irren sich die Zeugen auch nur um eine Stunde, so ist ihr Angeklagte mit der Singer verkehrte und es liegt nahe, daß er auch von dem Mörder herrührt, sondern von irgend einer anderen der in Zeugnis zu Gunsten des Angeklagten nicht verwertbar, denn dann mit der Thiele verkehrt hat. War der Angeklagte in irgend einer bem Zimmer antvesend gewesenen Personen. Dagegen ist der Bettel, fonnte der letztere in Frankfurt sein. Ihre Erinnerungsmerkmale Weise an der Thieleschen Sache betheiligt, dann wußte gewiß die der den Berdacht der Thäterschaft auf irgend eine Frau lenfen bilden nur, daß sie noch Staffee getrunken und den Bierapparat ge- Singer darum und dann war es von ungeheuerer Wichtigkeit für follte, zweifellos von dem Mörder geschrieben, und es wird sich puzt haben. Nun war es aber Freitag und da pflegen die Leute ihn, den Mund auf ewig zu schließen, der ihn unter Umständen fragen: auch die Gastwirte- länger zu schlafen; es ist also nicht ummöglich, hätte verraten können. Doch das sind keine Thatsachen, sondern Wer ist der Schreiber des Bettels? daß auch die Schillings an diesem Tage später Kaffee getrunken haben. nur Vermutungen, die sich mir im Laufe der Verhandlungen Haben wir diesen, dann haben wir auch den Mörder. Ganz Ich komme nun zu der Frage, ob der Angeklagte nur einmal und aufgedrängt haben. Der Angeklagte hat wider die Wahrheit auffallend und ungewöhnlich ist der Umstand, daß der Mörder zwar am Sonntag, den behauptet, daß er die Singer nicht kenne, er hat wider die Widersprüche verwickelt, Wahrheit gesagt, er set seit März nicht in Berlin gewesen, während ihm sein Aufenthalt in Berlin am ersten Pfingstfeiertage nachEine nene Zeugin meldet fich. Interesse daran, fofort einige falsche Darstellungen über die Er Ehe der Vorsitzende dent Verteidiger Dr. Schwindt das gebnisse der Beiveisaufnahme, die der Staatsanwalt gegeben, zu gewiesen ist, er hat eine ganze Anzahl bewußter unwahrheiten zu Wort erteilt, giebt er Kenntnis davon, daß soeben ein Brief ein- widerlegen und sie fürchtet, daß nach einer Pause den Herren GeTage gefördert und damit die Momente, die für seine Schuld getroffen sei, wonach der Angeklagte zu einer Frau schworenen die einzelnen Punkte nicht mehr so im Gedächtnis haften. sprechen, nur noch vermehrt. Wenn ich auf Grund aller dieser That- nach dem Morde gesprochen und zu ihr gesagt habe, sie Jedenfalls muß, da es sich um ganz neue 8eugen handelt, sachen, insbesondere mit Rücksicht auf das Gutachten der Schreib- folle nichts gegen ihn aussagen. Der Staatsanwalt die Verteidigung das Recht für sich in Anspruch nehmen, welches fachverständigen ein Urteil abgeben soll, so fomme ich aus vollster beantragt, diese Frau sofort telegraphisch als Beugin zu laden. ihr der§ 245 ad 2 der Strafprozeß- Ordnung gewährt.- Staatseberzeugung und nach bestem Gewissen zu dem Schluß: Der Justizrat Dr. Sello bridt es als den dringendsten Wunsch anwalt: Das könnten sich die Herren Verteidiger ja bis nach Angeklagte ist schuldig. Nach meiner Ueberzeugung liegt der Verteidigung aus, sofort und ohne Pause im Anschluß an die Anhörung der Zeugen vorbehalten. Staatsanwalt: Halten die Geschworenen aber die Möglichkeit für Rede des Staatsanwalts zu plädieren. Der Gerichtshof beschließt, sowohl die Schreiberin des Briefes gegeben, daß der Angeklagte nicht mit der Absicht zu morden zur Ich kann nicht einsehen, daß dies absolut nötig ist. Es liegt ja als auch die darin genannte Frau schleunigst als Zeuginnen vor Singer gekommen und infolge eines Streites oder dergleichen zur darin eigentlich das Kompliment für mich, daß ich besonders einzuladen und die Verhandlung zu diesem Zweck bis 3 Uhr zu That geschritten ist, so würden die Geschworenen die Frage nach drucksvoll gesprochen habe, meine Bescheidenheit verbietet mir aber, vertagen. der Ueberlegung verneinen müssen. Ich halte diese Möglichkeit dies anzunehmen. nicht für vorliegend. Mord vor. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Mittwoch, den 26. April. Opernhaus. Der Evangelimann. Bergißmeinnicht. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Herodes und Marianne. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 72 Uhr. Schiller. Der Herrgottschniger von Ammergau. Anfang 8 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. fang 7 Uhr. AnBerliner. Ein Wintermärchen. Anfang 72 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen: NonThalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas. Letzte Woche! Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Aften von F. und P. v. Schönthan. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, 29. April: Benefiz für Georg Kaiser. Der Raub I der Sabinerinnen. Apollo- Theater. Nur noch wenige Tage! frolleur. Borber: Zum Einsiedler. Ein Abenteuer Anfang 72 Uhr. Menes. Eine Liebesheirat. Anfang 71/2 Uhr. Westen. Dinorah. Anfang 71/2 Uhr. Metropol. Nach dem Balle. Vorher Die eiserne Jungfrau. Anfang 712 11hr. Central. Die Puppe. Anf. 72 Uhr. Thalia. Der Raub der Sabine rinnen. Anfang 72 Uhr. Luisen. Der Hüttenbesizer. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Die Rosa Dominos. Anfang 8 1hr. Oflend. Die Bulgaria. Auf. 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. B Fuhrmann Henschel. Anf. 8 11hr. Alexanderplat. Die Lebemänner von Berlin oder: Der Klub der Harmlosen. Anfang 8 Uhr. Wiener Volks- Theater. Lumpaci vagabundus. Ihr Cousin. Anfang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten-Vorstellung. Anfang 7/2 11hr. Meichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Feen: Palast. Specialitäten- Borstellung. Passage Panoptikum. Speciali # täten- Vorstellung. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:„ Das Land der Fjorde". Operutelephon. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern warte. im Harem Anfang 72 Uhr. Montag, den 1. Mai 1899: Zum ersten Mal: Frau Luna. Burlesk- Phantastische Ausstattungs- Operette in 1 Akt und 4 Bildern von Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. In Scene gesetzt vom Direktor E. Waldmann. Unter perönlicher Leitung des Komponisten. Vorverkauf hat bereits begonnen und sind Billets täglich im Theater und beim„ Künstlerdank", Unter den Linden 69, zu haben. Victoria- Brauerei Lühowstraße 111/112. Justizrat Dr. Sello: Die Verteidigung hat ein dringendes Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Das Land der Fjorde. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Letzte Woche! Das Niesenweib. Die schöne Tätowierte. Von 62 Uhr: Theatre variété. Excelsior, dargestellt bon 500 fünftl. Menschen. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag 4 Uhr: Kindervorstellung. Castan's Panopticum. Ecke Friedrich- u. Behrenstrasse. Neu umgestaltet und verschönert!! New!! Rumänische Original- ZigeunerKapelle im Konzertsaal. Jeben Sonntag, Montag urettag Mährs Theater u. Humoristische Soiree der Norddeutschen Sänger ( Führmann, Horst, Walde). Anfang: wochentags präc. 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Schiller- Theater Schiller Theater Feen- Palast( Wallner Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr, Bum 1. Male: Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Boltsschauspiel in 5 Aufzügen von Ludw. Ganghofer und Hans Neuert. Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Freitag, abends 8 Uhr: Der Mann im Monde. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Vorspiel von Ordonneau u. Sturges. Musik von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag nachmittags 3 Uhr, zu Halben Preisen, zum letztenmale in dieser Saison: Der Bettelstudent. Operette in 3 Atten von C. Millöcker. Ostend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Bum 25. Male: Die Bulgaria. Sensationelles Ausstattungsstüd mit Gefang in 10 Bildern von Hans Buchholz. Gesangsterte von J. Dill. Musik von M. Fall. Vorzugsbillets haben Gültigkeit. Fun Tunnel von 7 Uhr an Frei- Konzert. Anfang 8 Uhr. Neues Schlußbild: Die Ankunft ber Bulgaria in Hamburg. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag: Bei günstiger Witterung im Garten: Gr. Frei Konzert. Anfang 4 Uhr. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Nur noch 5 Vorstellungen! Die eiserne Jungfrau. Baudeville in 3 Atten. Musik v. Varney. Hierauf um 210 Uhr: Gaftspiel von Mr. Séverin: Après le bal ( Nach dem Ball). Pantomime in 3 Bildern. Pierrot, Maler.. Mr. Séverin. . Dienstag, den 2. Mai 1899: Eröffnung der Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Nur noch bis 1. Mai: Allabendlich um 82 Uhr Fuhrmann Henschel. Dazu das erstklassige große Specialitäten: Programm. Sonntag, den 30. April: Letzte Sonntags- Vorstellung. Montag, den 1. Mai: Schluss der Saison Großes Maifest, Abschieds: Vorstellung. Sommernachts Freitanz. Anf. 72 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Billet- Borv. vorm. v. 11-1 Uhr. Oranien Straße 24. Täglich: Der Goldbaner. Original Schauspiel in 4 Aufzügen von Charlotte Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Somitags 6 Uhr. Wochentags Bons Gültigkeit. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Täglich mit stürmischem Jubel! Endlich allein! Gesangs- Poffe von Joh. Eißner. Musik von May Schmidt. In Scene gesetzt v. Otto Wendt. Dazu das vorzügliche neue Special.- Programm, u. a. Mr. James Thomas, Juggler on the wire. Wochentags Entree frei! Sonntags 30 Pf. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: W. Noacks Theater Konzert- und SpecialitätenBrunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Der Wildschütz Schwant mit Gesang in 3 Atten von A. Kotzebue. Borber: Gringoine. Schauspiel in 1 Aufzug v. D. Randolf. Lanztränzchen. Nach der Borstellung: Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Schneider und Schrader.) Britton als Pauken Schulze der Stolz vom Regiment. Anfang heute 7 Uhr. Entree 50 Pf. Numerierter Balkon 75 Pf., BalkonOrchester- Loge 1,50 Mk. Sommer- Specialitäten- Fremdenloge 2 Mk. Eages falſe 11-1. Saison. Die Plätze zu den numerierten Sigen sind stets 8 Tage lang vorOperette- Ballett her zu haben. Erste Specialität.- Nummern. Jeden Freitag: Neues Programm. Wochentags bis 10 Uhr abends geöffnet. Fahrgeld vergütet! ( Fortsetzung in der 1. Beilage.) Jacques Raphaëli Inh. Th. Büsing, Berlin C., An der Spandauer Brücke 2. D a Herren- u. KnabenGarderobe. Herren- Frühjahrs- u. Sommer- Paletots, nur beste Qualität, saub. 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Geschw Eiſenſtäbt, Botsdamerstr.26, III( 29615 Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.