Nr. 98. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Borialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 27. April 1899. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Gräf und veröffentlicht eine Berichtigung, die in einem Tone ge- regungen und die vielfachen hygienischen Mißstände- all das Das erste Opfer des Zuchthaus- Gesetzes. fchrieben ist, als ob der ordnungsfeste, staatstreue Herr auf die erzeugt einen Seelenzustand, der zwischen stumpfsinniger Ergebung Es giebt doch eine Nemesis. Wer daran noch zweifeln Peitschung sogar stolz sei. und leidenschaftlichen Aufwallungen jäh wechselt.„ Die Fliege an der Es ist der Fabrikant Friedrich Wilhelm Diederich in Werden Wand ärgert mich" das kann man häufig von sonst sehr robuften fonnte, braucht nur die gestrige Sigung des Reichstags zu verfolgen und er wird von seinem Irrtum geheilt sein. Der und das Organ, das er erkoren hat, seine Gesinnungstüchtigkeit der Sträflingen hören. Man wird im Gefängnis leicht streitsüchtig, Reichstag war wieder einmal zum Tribunal geworden, und Welt mitzuteilen, ist das Hauptorgan der westfälischen rechthaberisch, man verlernt die Selbstbeherrschung und das Gleichauf der Bank der Angeklagten: dem Armesünderbänkchen, faß Centrumspartei, die Tremonia"! Der Veranlasser der maß der Stimmungen. Eine unangenehme aber bedeutungslose ein Mann, der allgewaltig war, als„ Rönig im socialen Beitschung des Genossen Gräf ist also ein waderer Centrums- Nachricht, die man erfährt, ruft tiefe melancholische Erregung hervor. Reich" der ein thatsächliches Recht gehabt hätte, den mann! Eine Zurechtweisung durch den Beamten erzeugt Wutausbrüche. Lateinischen Spruch auf sich anzuwenden: regis voluntas lex Wie die„ Germania" Krokodilsthränen vergießt über den Vor- Kommt dazu, daß der Gefangene sich für unschuldig hält, dann suprema mein Wille ist oberstes Gesez. wärts", der die arme„ Schwester Karola" in ihrer edlen Erziehungs- treten diese krankhaften Züge um so schärfer hervor. Vor jezt neun Jahren hatte der Kaiser des Deutschen methode nicht nach ihrem Werte würdigen kann, ist es ein anderes Reiches, der kurz vorher wirklich das Wort hingeschrieben Centrumsorgan und ein Parteigänger des Centrums, die die hatte: regis voluntas suprema lex, in den Februar- Beitschung beifällig beklatschen. Geben wir dem Zuchthaus- ArbeitErlassen des Jahres 1890 verkündet: Gleich berech- geber Diederich das Wort: tigung der Arbeiter- Schutz der Arbeiter gegen Ausbeutung. Das war eine Herausforderung an den Kapitalismus, und als selbsterwählter Champion- Ritter und Vorfämpfer des Kapitalismus nahm der Allgewaltige den Kampf auf. Und siehe da: die Gleichberechtigung der Arbeiter ist ein toter Buchstabe geblieben, und der Schutz des Arbeiters gegen die Ausbeutung heißt Zuchthaus- Gesek. Bernichtung des Koalitionsrechtes nebelgeset für die Arbeiter, verschärftes Socialistengesez- das ist der neueste Kurs: der 8uchthauskurs. Und der Zuchthauskurs ist der Kurs des Allgewaltigen. waren. " Es ist wahr, daß der im Essener Meineidsprozesse mitbestrafte Genosse" Gräf zwei Jahre in meinem Goldleistengeschäft gearbeitet und sich dabei so schwere Disciplinarstrafen zugezogen hat, wie sie in dieser Zeit weder einem meiner Arbeiter, noch einem Gefangenen der Anstalt überhaupt von der Strafanstalts Verwaltung auferlegt worden sind. Worin ist der Grund dieser außergewöhnlichen Bestrafung zu suchen? Doch nur in dem persönlichen Verhalten des Gräf. Während seine mitbestraften Genossen Schröder 2c. sich musterhaft geführt haben und deshalb fogar, wie ich glaubwürdig erfahren, zur Beurlaubung nach verbüßtem 3/4 der Strafzeit von der Konferenz der Oberbeamten dem Herrn Justizminister in Vorschlag gebracht worden sind, hat die felbe Konferenz über den Gräf die Brügelstrafe verhängt. Wer den humanen Charakter der hiesigen Oberbeamten kennt, wird nicht zweifeln, daß dabei die triftigsten Gründe ob gewaltet haben. Gräf ist schon 14 mal vorbestraft und suchte in der hiesigen Anstalt durch seine Frechheiten und Schimpfworte zu imponieren. Daß er die ihm als unfertig zurückgegebenen Stangen, um feinen Zorn zu zeigen, hart aufeinander warf und dadurch beschädigte, will ich nicht weiter betonen, aber daß er dabei fortwährend gegen Werkmeister, Aufseher und mich mehr oder minder laut Ausdrücke wie Schufte"," Lumpen" 2c. brauchte, mußte ich zur Anzeige bringen. Gräf erhielt anfangs gelinde, dann härtere Strafen, aber es schien, daß er bestraft sein wollte, um, wie es offenbar den Eindruck machte, sein vermeintes Märtyrertum hervortreten zu lassen. Aber mit solchen Märtyrerit dürfte auch die socialdemokratische Partei feinen Staat machen können und nach meiner Meinung hätte das Organ derselben besser und flüger daran gethan, den Fall" Gräf" nicht weiter zu erörtern, sondern einfach tot zu schweigen. Friedr. Wilh. Diederich. = Deshalb müssen die Gefangenen thatsächlich mit ähnlicher Milde in vernünftig- gütiger Einwirkung behandelt werden, wie Geistesfranke. Gewalt verschlimmert nur das Uebel, und harte Disciplinarstrafen vollenden den körperlichen und seelischen Zusammenbruch. Der heutige Strafvollzug bessert nicht die Menschen, sondern verschlechtert und verkrüppelt sie. Und wenn man dann die Folgen dieser Methode spürt, wenn die notwendigen Zügellosigkeiten eines gestörten Nervenzustandes lästig werden, dann darf man das Opfer einer falschen Behandlung nicht obendrein durch Peitschenhiebe zur Räson bringen wollen. Erst die Menschen dem Siechtum ausliefern, und dann sie wegen der Wirkungen dieses Siechtums strafen das ist die geistige Ohnmacht, die moralische Barbarei, in der unser Strafwesen immer noch schmachtet. Wann kommt der Pinel des Strafvollzugs, der den Gefangenen die Ketten eines widersinnigen Zuchtsystems abnimmt, wie jener große Arzt im Zeitalter der französischen Revolution es mit den von brutaler Unvernunft gepeinigten Jrren that? Politische Uebersicht. Doch mitten in den Jubel des Triumphs drängte sich ein Gespenst, das, wie Banquos Geist, sich an den Tisch des Allgewaltigen fette. In den eigenen Reihen brach eine Empörung aus. Der Zuchthauskurs ist der Weg zum Unheil, vielleicht Foto Berlin, den 26. April. zu verhängnisvollen Katastrophen, dem Arbeiter muß eine Vermischtes aus dem Abgeordnetenhaus. gewisse Freiheit gewährt, seine Bedürfnisse müssen bis zu Das Abgeordnetenhaus beschäftigte sich heute mit einer Aut einem gewissen Grade befriedigt werden, sonst droht der Dampffessel zu plaßen"-- Der Rebellen wurden mehr; gelegenheit, die eigentlich zur Kompetenz des Reiches gehört, nämlich Bundesrat dahin zu wirken, daß die Mittel, welche zur Gewährung mit dem freikonservativen Antrage, die Regierung zu ersuchen, im fie thaten sich zusammen und eröffneten im Reichstage eine Campagne. Die Nationalliberalen Basser. von Beihilfen von 120 M. an die nach dem Gesetz als berechtigt mann und Freiherr von HeyI, letterer auch anerkannten Veteranen fehlen, durch einen Nachtrags- Etat für das cin gewaltiger Herr von Mammonsgnaden, fast so Rechnungsjahr 1899 alsbald beschafft werden. Der Antrag ist gleichlautend mit einer vom Reichstage einstimmig angenommenen Resolution, gewaltig wie der Allgewaltige- verbunden mit dem ,, wilden" der aber bisher keine Folge gegeben ist, weil die preußische Regierung Rösicke, den Centrumsleuten Hize und Lieber und Widerstand leistete. Auch heute gab Herr v. Miquel eine sehr gewundene dem Fortschrittler Pachnicke brachten Anträge auf ErrichErklärung ab, indem er die Tendenz des Antrages für bedenklich erSo der wadere Zuchthaus Arbeitgeber Diederich. Wie die flärte, da derselbe eine vollständige Degeneration des Princips der tung von Arbeitskammern und eines Reichs- Arbeitsamts und eines Reichs- Arbeitsamts Beitschenhiebe, die der arme Gräf im Zuchthaus bekommen hat, allgemeinen Wehrpflicht" bedeute. Troydem aber sei die preußische ein- Anträge, die ein Stoß ins Herz des Allgewaltigen unserer Kultur auf der Stirne bluten, so mag auch dieser Unter- Regierung bereit, der Durchführung des Antrages keine Hindernisse Ein Stoß ins Herz- und eine wuchtige Anklage. Man nehmer Diederich als Typus des deutschen Unternehmertums im in den Weg zu legen, in der Erwartung, daß der Reichstag alle muß ihn gesehen haben, wie er sich auf die Rednerbühne hinauf Gedächtnis bleiben. Er verhöhnt den armen Gräf noch als den weitergehenden Wünsche rundweg abweisen wird. Nachdem Vertreter schleppte und mit tonloser Stimme seinen Zuchthauskurs zu ver-" Genossen" und wirft ihm vor, er habe durch Schimpfworte und aller Parteien ihr Einverständnis mit dem Antrag Arendt zu er= Im übrigen beriet das Haus eine Anzahl kleinerer Vorlagen, teidigen suchte. Er stöhnte zum Erbarmen, als er mühsam heraus Frechheiten imponiren wollen! Wer je von der Hausordnung eines fennen gegeben hatten, wurde derselbe einstimmig angenommen. stieß:„ Die Socialdemokraten haben den Triumph, daß in die Zuchthauses gehört hat, wird diese Behauptung zu würdigen wissen! von denen nur der Gesezentwurf, betr. Gewährung weiterer staatserhaltenden Parteien ein Riß gekommen ist!" Schmerzlicher Daß aber der gepeitschte Gräf bei seiner schweren Arbeit und noch 5 Millionen zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse fann Cäsars: Auch Du, mein Brutus! nicht gewesen sein: dazu, wenn ihm dieſe immer wieder als unzureichend zurückgegeben der staatlichen Arbeiter und gering befoldeten Be Bei dieser Gelegenheit gab der Auch Du Hey!! Auch Du, mein Zwillingsbruder in wurde, schließlich mürrisch wurde, begreift sich hinlänglich, und die amten der Erwähnung wert ist. Mammon! Wie konntest Du mich verlassen? Wir waren vielen Disciplinarstrafen haben ihn gewiß nicht versöhnlicher ge- Abg. Felisch( tons.) von neuem seiner Arbeiterfeindlichkeit drastischen so sicher, daß die Socialdemokraten sich spalten würden, und ſtimmt. War das von weiten Kreisen geteilte Gefühl, welches den Ausdruck, indem er empfahl, statt Ein- und Zwei- Familienhäuser Mann verurteilt zu sein, nicht ein Mietsfasernen zu bauen; er könne nicht einsehen, warum fie lachen, wir aber haben uns gespalten! Wie könnt man beherrschte, unschuldig die Arbeiter besser wohnen sollen als andere bätte das nicht Ihr so verblendet sein? Für den Arbeiter giebt es fein beständiger Anreiz zur Verbitterung und Menschen. Der Gesezentwurf wurde der Budgetkommission einer nachsichtigen überwiesen. Zuchthaus Arbeitgeber zu Aber unschuldig oder nicht zurück zu mir, Ihr Rebellen!" Ju dieser Woche findet keine Sitzung mehr statt, um der Kom Doch die Rebellen hatten kein Einsehen. Der Zwillings und er besteht auf seinem Schein! Ja, er wirft dem Gräf sogar 1. Mai beginnt die Beratung des Antrages Gamp betreffend die der Mann ist jetzt sein Arbeiter, hat ihm das" Pensum" zu liefern misfion Gelegenheit zur Erledigung ihrer Arbeiten zu lassen. Am bruder Heyl hatte auf die Klage des einst Allgewaltigen keine andere Antwort, als schwere Anklagen. Er warf ihm noch seine Vorstrafen vor, als ob er Richter über dessen Wohl- Lentenot. Möchten nur die Landarbeiter schon überall so weit vor, wie er ihn ― Heyl- durch seine Scharfmacherpresse beschimpft verhalten wäre! Die Vorstrafen sind, nach Gräfs Behauptung, ver- sein, daß die Herren Agrarier am 1. Mai über vollständige und verleumdet habe; er warf ihm vor, daß er sich hoch hängt wegen„ Bettelei"," Landstreicherei" u, dergl. Man weiß, wie Leutenot flagen müßten. mütig über das Gesez stelle und daß er engherzigen Klassen- leicht solche Strafen einen Arbeiter treffen, der arbeitslos auf die interessen und Klassenvorurteilen huldige, zum Schaden des Landstraße muß. " gerade V anderes Trattament als Zuckerbrot und die Peitsche! Kehrt Haltung veranlassen sollen? den als die Socialdemokraten. Der Streich war Arcades ambo! Den Herrn Diederich und die Centrumspresse, die seine EntGemeinwesens, und daß er und sein Anhang weit weniger bedungen triumphierend in die Welt posaunt, überlassen wir dem Verständnis für die socialen Erfordernisse der Gegenwart haben Urteil der Oeffentlichkeit. Was für einsichtslose Menschen sind doch tödlich; das Haupt des Allgewaltigen fant traftlos auf die Arbeiter, die dieser Partei noch ihre Stimmen geben! die Brust, und nur ein Mann im Reichstag hatte einen Blick Eine Frage haben wir schließlich noch an den preußischen des Mitleids für die vereinsamte gefallene Größe: Herr von Justizminister! Der Muſter Arbeitgeber Diederich redet von Kardorf, selbst eine vereinsamte und gefallene Größe. den Zuchthausinjassen, die für ihn Leisten machen, als von seinen" Arbeitern: weil er mich beschimpfte, mußte ich ihn zur anzeige bringen! Danach scheint sich der Zuchthaus Arbeitgeber Diederich für den Vorgesetzten der Sträflinge zu halten! Demnach ist die Frage an den Justizminister am Plage, ob wirklich solche Privatpersonen den Sträflingen etwas zu befehlen haben. Wohin sollte das führen? Man seze den Fall, daß solch ein Arbeitgeber den Sträfling von früher her kennt und ihm nicht wohl will! Wie hätte er Gelegenheit, ihn zu zwiebeln", wenn er wirklich sein Vorgesetzter" wäre! Ein Herz und eine Seele, zwei Herzen und ein Schlag! Fürwahr ein Schauspiel zum Erbarmen. Aber der Feind hatte kein Erbarmen. Röside, auch einer von Mammonsgnaden, bohrte das Eisen, welches Heyl in die Brust des einst Allgewaltigen getrieben, noch tiefer in das zuckende Fleisch. Wer folgt? Gift Wahn. Unsere leitenden Kreise" sind von einem sonderbaren Uebel befallen. Wie Geisteskranke an Gehörs- und Geruchs. halluzinationen leiden, so sehen sie überall- Gift. Den ganzen Volkskörper" halten sie für vergiftet, und das Gift frißt weiter und weiter. Zur Zeit nagt dieses alles zersetzende Gift an der Beamtenschaft. Der Reichsanzeiger- Erlaß wider die Beamtenvereinigungen wurde als eine Verwarnung der Postassistenten aufgefaßt. Das ist aber falsch, wie die Nationalliberale Korrespondenz" beteuert. Das Gift reicht weiter: " " Der Reichs- und Staatsregierung lagen vielmehr untrügliche Anzeichen dafür vor, daß in einer ganzen Reihe von Beamten vereinigungen ein Geist sich einzunisten suchte, welcher mit der notwendigen Disciplin nicht vereinbar, auf die Dauer die Wahrung der staatlichen Autorität in bedenklicher Weise erschweren müßte." Die Behörden sind," so geht die Mitteilung weiter, davon überzeugt, daß die übergroße Mehrheit der Beamten aller Ressorts nach wie vor auf dem Boden der Treue zu Kaiser und Reich stehen und eine unentwegte Pflichterfüllung als oberste Nichtschnur ihres Verhaltens betrachten, fie glauben aber, auch der Gefahr gegenüber nicht blind sein zu dürfen, welche die fortgefeste, planmäßig betriebene Wühlarbeit der Socialdemokratie in der Beamtenschaft mit sich bringt. Es sind bestimmte Gründe für die Annahme vorhanden, daß die Socialdemokratie sich anschickte, die Angriffe auf die politische Integrität unseres Beamtenkörpers zu verstärken und den Versuch zu machen, auf dem Umwege der Erregung von Unzufriedenheit ihre Sonderzwecke in der Beamtenschaft intensiver zu verfolgen. Gegen diese Massenvergiftung hat man nun also das Nie hat im Reichstag ein Angeklagter eine fläglichere Rolle gespielt, als gestern der König Stumm". Und nie Gleichzeitig mag sich der Justizminister von unterrichteten und hat die Nemesis besser ihres Amtes gewaltet, als indem sie wohlmeinenden Aerzten und Pädagogen Gutachten abstatten lassen, den Urheber des Zuchthauskurses zum ersten Opfer des ob jene barbarischen Disciplinarstrafen überhaupt ein taugliches Zuchthaus- Gefeßes machte. Mittel sind, Menschen zu bessern. Es ist eine bekannte Erscheinung, daß jeder längere Aufenthalt in Gefängnissen oder Zuchthäusern psychische Erkrankungserscheinungen hervorruft, häufig so schwerer Art, daß der Weg von der Gefängnis zur Frrenzelle nicht weit ist. Namentlich bemächtigt sich der Gefangenen eine nervöse Als wir und mit uns die gesamte socialdemokratische Presse, Reizbarkeit, die sich in heftigen Reaktionen auf äußere Eindie Peitschung des im Effener Meineidsprozeß verurteilten Genossen wirkungen auslöst. Das ewige Einerlei der Tagesordnung, Gräf im Zuchthaus zu Werden der Oeffentlichkeit mitgeteilt hatten, der geistige 8wang, der keinen teinen Augenblick eine freie glaubten wir, die Gegner würden alles thun, um den Vorfall recht Regung gestattet, die völlige, zu blindem Gehorsam verpflichtende papierne Gegengift jenes Erlaffes aufgeboten. Wir glauben: bald in Vergessenheit geraten zu lassen. Wir haben uns geirrt! Wehrlosigkeit gegenüber den Beamten, die enge Einsamkeit, der ein sehr untaugliches Mittel zur Austreibung, dagegen ein Heute kommt der Urheber der Peitschung des unglücklichen Mangel an Bewegung in frischer Luft, an Abwechslungen und An- sehr taugliches zur Verbreitung des Giftes. Gepeitscht von Rechts wegen! " Deutsches Reich. " hof vorgelegt wurden, ferner die Aussagen der früheren Ministers| Eisen- und Stahlindustrie werden in diesen Arbeiterlammern es wohl Barthou und Guérint. Letzterer war im Jahre 1894 lernen, daß Schutzölle für sie vorteilhaft sind, ebenso wie die ArDie gepanzerte Fauft. Die Köln. Volts- 3tg." veröffentlicht während des Prozesses Justizminister. Barthon legte das Ver- beiter in den großen Seestädten den Wert einer großen Flotte schätzen Briefe von Missionaren über die Lage in China. Da wird u. a. be- halten des Ministeriums Meline dar. Dieses hätte es für not- lernen werden, und so werden die Arbeiterkammern dazu beitragen, richtet, was ein Mandarin zum P. Weivel im Vertrauen gesagt habe: wendig erachtet, den die Angelegenheit beendigenden Spruch des die Arbeiter mehr auf ihre Berufsinteressen hinzuweisen; fie werden des fie Weißt Du auch, woher die schreckliche Erbitterung des Boltes Gerichts zu respektiren. Ferner gab Barthou an, er habe während lernen, konkrete Politit zu treiben und werden kleine Vorteile für sich gegen die christliche Religion kommit? Sie kommt vom Hasse des Bola- Prozesses General Billot an der Schuld des gerne annehmen. Vor allem werden sie in den Arbeiterkammern Der frühere Justizminister mit den Ergebnissen der Statistik selbst vertraut werden. Die gegen die Deutschen. Wenn Du sagen würdest, Du scieft Dreyfus zweifeln hören. Amerikaner, es würde Dir niemand was zuleide thun. Wenn Guérin erklärte, daß er die Mitteilung von der Verhaftung des Statistik ist die einzige Macht, die am besten die Lehren der Socialman aber weiß, Du bist ein Deutscher, so verfolgt man Dich Hauptmanns Dreyfus vom General Mercier erhalten habe, der seine demokratie widerlegt. Infolge ihrer Ergebnisse ist jetzt die Vers mit Haß." Ueberzeugung von der Schuld desselben auf das Bordereau, die in elendungstheorie von der Socialdemokratie selbst schon aufgegeben, „ Es wird wohl nötig sein, den Leuten von Zeit zu Zeit die dem Bordereau aufgeführten Schriftstücke und auf das Diftat ftüßte. hätten wir schon früher eine Berufsstatistik gehabt, wäre sie schon gepanzerte Fauft zu zeigen", bemerkt dazu der Hamburgische Alle Minister billigten die Verfolgung, mur Hanotaug machte einige längst über Bord geworfen worden. Wir müssen die Arbeiter überKorrespondent" im rüdesten Renommierstil. Glaubt das Blatt, daß Einwendingen. Von einer Mitteilung geheimer Schriftstücke aut die zeugen von der Notwendigkeit der organischen Fortentwickelung. Ich man auf diese Weise den Haß in Liebe verwandeln kann? Vermutlich Richter des Hauptmanns Dreyfus habe er erst in dent Zolaprozeß erkenne es freudig an, daß auch in der Socialdemokratie sich immer zählt das liberale Organ unter die gediegensten Erfolge glücklicher gehört. Bon den angeblichen Geständnissen des Dreyfus mehr eine Strömung nach dieser Richtung hin bemerkbar macht. Liebe die Notzucht. Nebrigens find der„ Lente", die der„.." habe er ebenso wenig als Barthou etwas erfahren. Der Gedanke, daß eines Tages die kapitalistische Gesellschaft abgelöst au züchtigen empfiehlt, 400 millionen. Der chinesische Haß fönnte Dem Rappel" zufolge habe Paléologue in seiner Aussage vor der wird durch die socialistische, die Expropriation der Expropriatenre leicht stärker werden als die deutsche Faustrechtsliebe. Kriminalfanumer erklärt, daß die im Kriegsministerium angefertigte eintreten und nun eine neue genossenschaftliche Organisation die werde, ist aufgegeben. Auf dem Tetzten Depesche Panizzardis feineswegs nur auf einent Irrtum be- Welt erblicken werde, Ein ,, Anschlag". Der wichtigste Mann in der deutschen ruhe, sondern geradezu eine Fälschung sei. Parteitage der Socialdemokratie in Stuttgart hat man das Wissenschaft ist gegenwärtig ein Kriminalkommissar. Schauplatz seiner tiefen Forschungen ist das schwarze Brett der fath fibh evanien. fniani mitten in ber evolutionären Bewegung. Wir müſſen dafür sorgen, Wort revolutionär wegstreichen wollen und gesagt: wir stehen Berliner Universität, auf dem er nach einem Anschlag der Vor- Madrid, 26. April. Der farlistische Correro daß diese Anschauungen, die sich bei den wissenschaftlichen Denkern lefungen des Genoffen Arons fahndet. Es war nichts von einem Espanol" want die Karliften vor den Manifesten, welche aus der Partei ausbreiten, durchdringen bis in die letzten Arbeiterkreise. solchen grundumstürzenden Bettel zu entdecken. Dagegen fand die dem Escurial datiert sind und die Bevölkerung zur Erhebung Also wir müssen den Arbeitern die Frende geben an den kleinen Las Blatt der also aber Striminalpolizei ani Physikalischen Stabinet, wie die" Bolts- Beitung" aufreizen. Das Blatt schreibt diese Manifeste der Polizei Fortschritten, es muß an die Stelle der Solidarität der Klasse die zu melden weiß, eine Ankündigung der inhibirten Vorlesung anzu und meint, nur Don Karlos könne augenblicklich zur Erhebung Solidarität der guten, soliden Elemente der Arbeitgeber und Arbeiter geklebt was ohne Wissen und Willen des Docenten geschehen auffordern. treten. Die vernünftigen Arbeiter müssen aus der Umarmung der Arons soll dem Blatte zufolge wegen dieser Ankündigung sofort in 316 Afrika.se Gocialdemokratie gelöst werden. Es en giebt noch viel gesunde, christdas Universitätsgebäude beschieden und dort verhört worden sein. Kitcheners Siegeszug. Aus Kairo wird gemeldet: General liche und nationale Elemente im deutschen Arbeiterstande. Wenn it chener ist in Berber angekommen; in allen Orten äußerte freilich heute ein Unternehmer in Versanimlungen zu den Arbeitern die Bevölkerung ihre Freude über den Sturz der Herrschaft der sprechen wollte, würde er mit Mißtrauen empfangen werden und Derwische. Die öffentliche Sicherheit ist überall wiederhergestellt. nichts erreichen, deshalb wollen wir in den Arbeitskammern den ges auf dem Die Gegenden, durch welche der General zog, sind sehr fruchtbar.seglichen Boden schaffen, sich Arbeitgeber und Arbeiter anssprechen können. Diese Arbeitskammern werden Amerika. nicht ein Stüßpunkt sein für die Socialdemokratie, in ihnen werden wir den archimedischen Punkt finden, um die Socialdemo fratie aus den Angeln zu heben.( Lebhaftes ironisches Bravo! bei den Socialdemokraten.) Ueber die einzelnen Punkte der Organis sation sich zu verständigen, wird Aufgabe der Kommission sein. Wir würden unterscheiden zwischen lokalen Arbeitskammern und Bezirksfammern. Die Aufgabe der lokalen Kammern wäre es vor allem, Vorschläge und Gutachten für die Gemeinden zu geben über Arbeitsverhältnisse, Wohlfahrtseinrichtungen, Mißstände in der Arbeitszeit, Lohnverhältnisse 2c. Die Bezirkskammern würden die Vorschläge prüfent und den Behörden übermitteln. Vorsitzende sollten vom Staat ernamite Beamte sein, doch müssen sie besondere Energie und Tattgefühl besitzen. Die Kosten für die Einrichtung würde auch der Staat tragen müssen. In Belgien und Holland bestehen bereits jolche Arbeitskammern und bei ihrer Einrichtung haben alle Parteien mitgewirkt. Unsere Anträge enthalten nur den berechtigten Kern der 1878 von den Socialdemokraten gestellten Anträge, die in der damaligen Form unannehmbar waren. Ich hoffe daher, daß dieser berechtigte Kern heute bei allen Parteien Anklang finden wird. ( Bravo! im Centrum.) Den Antrag Pachnicke- Röfice begründet Abg. Pachnicke( frs. Vg.): Man ficht: mit wie gewaltigen Problemen man sich zur Beit im Reiche der Geistesfreiheit beschäftigt. Es ist begreiflich, daß die Kraft Bosses, obwohl er zu den fromm Beguadeten und Gestärkten gehört, nicht ausreicht, um so große Dinge zu bewältigen, und daß er sich als Assistenten zur Beacferung des Feldes des Geistes einen - Kriminalfommissar heranziehen mußte. Zu der gegen Deutschland gerichteten Rede des amerita Bildungsfanatismus. Liberale Blätter hatten schmerzensreiche Artikel über die mangelhafte wissenschaftliche Vorbildung desischen Offiziers Coghlan wird aus Washington berichtet, Offizier- Ersatzes gebracht. Ift auch nicht nötig, echot die„ Streuz- daß im Stabinetsrat der Marinejekretär Long mitteilte, er habe von zeitung" aus militärischen Kreisen. Die Hauptsache in der Erziehung Kapitän Coghlan ein Schreiben erhalten, in welchem dieser jede Abe tes Offiziers ist die Charakterbildung. Hand in Hand gehend mit sicht einer Beleidigung des deutschen Kaisers oder des Admirals v. Diederichs in Abrede stellt. Seine Nede im Union League Klub fich steigernder Selbstbeherrschung." Das heißt: Schneidigkeit ist sei nur im Kreise von Freunden gehalten worden. Die Berichte der alles, das Abiturienteneramen ist nichts.„ Schulfutter" verdirbt den Charakter, Bildungsfanatismus" ist der Uebel größtes, und„ Bildungs- Beitungen feien übertrieben und entstellt. Der Kapitän Coghlan wird sich binnen kurzem aus dem Dienst zurückziehen. fere" sind keine gute Soldaten. Ein spaßhaftes Zusammentreffen ist es, daß die„ Kreuz- Zeitung" Vom philippinischen Kriegsschauplate wird aus Manila mit demselben Atemzug ihren Bildungsabschen bekimdet und gegen nach New- York gemeldet, die Division Me Arthur habe am Mittwoch die Socialdemokratie die läppische Verleumdung wiederholt, fie Calumpit genommen. Die Filipinos, die hartnädigen Widerstand fei bildungsfeindlich und proklamiere den Kultus der schwieligen geleistet hatten, sind ins Gebirge zurückgetrieben worden. Auf Faust". Daß die Herren ihre eigenen Laster immer den Gegnern seiten der Amerikaner find 8 Mann gefallen. anhängen müssen! Die Faust, deren Kultus die Krenz- Zeitungs"= Ritter treiben, ist allerdings nicht schwielig aber gewappnet. Eine glückliche Wendung nennt die" Post" den Ausgang des Portal- Prozesies vor dem Bezirksansschuß. Der Berliner Magistrat werde zu zeigen haben, daß er seine Stellung gegenüber den Märzgefallenen zu wahren wisse. Der Magistrat wird also bereits mit der Gunst der Stumm- Presse bedacht. Arme Zeit, in der man den Begriff stolzer Würde verloren hat. sich Gegen die Aufhebung der Privatposten wendet eine dringende Petition süddeutscher Interessenten an den Reichstag. Reichsländische Ausweisungs- Chronik.( Eig. Bericht.) In den letzten Tagen sind wiederum je ch& fremde Staatsangehörige durch Beschluß der Bezirkspräfidien zu Straßburg und Met aus dem Gebiete des Deutschen Reiches ausgewiefen worden. Drei davon sind französischer, zwei italienischer, einer ist schweizerischer Nationalität. Dent Berufe nach sind die Mehrzahl der Betroffenen Tagner und Erdarbeiter; doch finden wir auf der Liste anch einen Dienstknecht( Schweizer) und einen Schauspieler( Franzose).Ansland. Die Reaktion in Italien. Man erzählt, daß eine römische Frau beim Tode Neros bitterlich tveinte. Als sie nach dem Grunde ihrer Thränen gefragt wurde, antwortete fie: Weil ich fürchte, daß Neros Nachfolger noch viel schlimmer sein wird!" Reichstag. 72. Sigung, Mittwoch, 26. April 1899, 1 hr. Am Bundesratstisch: Niemand. Auf der Tagesordnung steht die Beratung des Antrags der Abgg. Lieber( C.) und Hise( C.) auf Vorlegung eines GesetzDas Reichs- Arbeitsamt soll ein Observatorium der Arbeit werden. entwurfs zum Zweck der Errichtung von Arbeitskammern. Der jelbe lautet: Der Reichstag wolle beschließen: Die verbündeten Es soll durch die Ausarbeitung der Statistik der socialen Diskussion Regierungen zu ersuchen, thunlichst bald dem Reichstag einen Gesez eine Unterlage geben. Man muß mit der Fackel der Statistik in alle entwurf zum Zweck der Errichtung von Arbeitstammern Winkel unseres socialen Lebens hineinleuchten. Die wissenschaft vorzulegen, um so den Arbeitern den freien und friedlichen Ausliche Nationalökonomie vergleicht heute nicht mehr unsere druck ihrer Wünsche und Beschwerden zu ermöglichen und Wirtschaftsverhältnisse mit einer Leifer, deren mittlere Stufen den Staatsbehörden Gelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse auszubrechen drohen. Es sind heute allenthalben Anzeichen für die der Arbeiter fortlaufend zu unterrichten und mit den letzteren Bildung eines neuen Mittelstandes vorhanden. Kathedersocialisten Fühlung zu behalten, entsprechend den kaiserlichen Februar- Erlassen und liberale Oekonomen stehen heute nicht mehr in schroffem Gegen jazz zu einander. Auch auf die Socialdemokratie ist die neue Er vom 4. Februar 1890. In Verbindung damit steht die Beratung des Antrags tenntnis nicht ohne Einfluß geblieben. Allenthalben beginnt man den marxistischen ant Gedankengängen rütteln. ชน Bachnide( fri. Vgg.) Röside( wildlib.): Den Herrn Reichs- dort, tangler zu eriudhen, dahin zu wirken, daß ein Reichs Arbeitsamt Die Mehrwerttheorie, die Ausbeutungs- und Berelendungslehre wird errichtet werde, welchem die Untersuchung und Feststellung der bestritten, die Krisentheorie ist zum alten Eisen geworfen. Herr Arbeiterverhältnisse in Deutschen Reiche unter Hinzuziehung von Eduard Bernstein kann jetzt die Vertreter derselben als von der Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer obliegt. Katastrophitis befallen bezeichnen. Viele der früher in der Social demokratie unbestrittenen Theorien haben vor den Thatsachen nicht stand halten können. Engels hat mit 24 Jahren die Lage der arbeitenden Klassen in England geschrieben. Er hat damals erklärt: die Revolution muß kommen! Als er ein Siebziger geworden, belächelte er seine Jugendphantasie und schrieb: Was damals von mir geschildert worden ist, gehört größtenteils der Vergangenheit an, die schreiendsten Wiißverhältnisse sind inzwischen beseitigt. Ich bin davon überzeugt: auch über die deutschen Vers hältnisse würde er heute ein ähnliches Urteil fällen. Dazu sind freilich vor allem genaue statistische Erhebungen notwendig. Dazu liegen verschiedene 3 us az Anträge vor: 1. ein Antrag der Abgg. Frhr. Heyl zu herrnsheim( nat.) und Gen. Derselbe will den Antrag Licber dahin erweitern, daß die Gewerbegerichte ausgebaut, daß aus ihnen Abteilungen zur Arbeitslosen- Unterstützung, zur Beratung von Wünschen und Anträgen der Arbeiter 2c. gebildet, und daß die Funktionen dieser Abteilungen als Einigungsamt ini Falle von Streitigkeiten erweitert werden. Dasselbe könnte man von der Kommission meinen, die von dem italienischen Parlament den Auftrag erhalten hatte, die Regierungsvorlage über die Presse und das Vereinsrecht zu modifizieren. Hatte fchon General Pellong durch seinen Entwurf den Beweis gebracht, 2. ein Antrag Rösicke( wildliberal), der die Verleihung der daß munmehr auch Italien der frechesten Reaktion huldigt, so haben die von der Kommission eingeführten Abänderungen jede noch so fchlimme Erwartung übertroffen. Es genügt, un fich davon zu überzeugen, die Hauptpunkte jener Gejezzentwürfe zu betrachten. Rechtsfähigteit an die zur Wahrnehmung von Berufsinteressen gegründeten Vereine verlangt. Es soll diesen Vereinen ferner auch politische Bethätigung, sowie ein Inverbindungtreten mit einander gestattet sein. Den Antrag Lieber begründet Abg. Hike( C.): Jeder Verein wird aufgelöst oder an der Begründung verhindert, im Anschauung sein. der von 1111S vorgezeichnete Weg der Weg der einzig richtige ist. " Ein anderes Beispiel: Da wird jetzt viel vom Schutze der Arbeitswilligen gesprochen. Nur derjenige kann da über das gegen wärtig geltende Recht noch hinausgehen wollen, der nicht weiß, wie hart schon jetzt die Strafen sind für Excesse, die bei Arbeitsnieders legungen begangen sind. Profeffor Brentano hat angeregt: man möge doch eine Aufnahme aller Prozesse, Urteile und ihrer Bes gründungen machen, die aus Arbeitsniederlegungen herrühren. Er meinte, diese Enquete würde eher eine Milderung der Strafbeſtimmungen, als eine Verschärfung derselben zur Folge haben, ( Schr richtig!) Auch hier erhellt also die Notwendig keit einer genauen Kenntnis der einschlägigen Verhältnisse. Ebenso steht es z. B. bei dem Schutz der Bauarbeiter. Auch auf die Landwirtschaft würde sich die Thätigfeit des Reichs- Arbeitsamts zu erstrecken haben. Gerade da fönnen die von ihm gefundenen Ergebnisse die überraschendsten Aufschlüsse geben. Die Schilderung der vorhandenen Zustände wird da, wo es nötig ist, den Anstoß zu Reformen geben; sie wird an anderen geben. Die Schilderung der vorhandenen Zustände wird da, wo es Stellen Uebertreibungen wirksam entgegentreten. Zuerst kommit das Versammlungs- und Vereinsrecht in Betracht, und hier wird die Polizei einfach befugt, je nach ihrem Belieben alle öffentlichen Versammlungen aufzulösen, alle ge= tragenen oder nur aufgestellten Fahnen zu konfizieren. Jeder auf die Wahrnehmung ihrer Interessen zu ermöglichen. Unser Antrag bezweckt gesetzliche Bestimmungen, um den Arbeitern Wie die Wege rührerische Ruf" wird mit dem Gefängnis bis zu brei Monaten und mit einer Geldbuße bis zu 1000 Frants bestraft. zu diesem Ziele zu ebnen find, darüber kann man verschiedener Wir wollen durchaus nicht sagen, daß Fall, daß ein Präfekt glaubt, daß der Verein bezvede die Mittel vorzubereiten, um die icßige Staatsordnung umzustürzen." Ferner wir glauben uns aber verpflichtet, wenigstens einen Weg näher zu wird eine Gefängnisstrafe bis zu drei Monaten und Geldstrafe bis bezeichnen. Die Einführung von Arbeitskammern soll eine gesetzliche zu 1000 Fr. bestimmt für alle Eisenbahn-, Telegraphen-, Telephon- Vertretung der Arbeiter bedeuten. Diese entspricht um so mehr der beamten und Arbeiter, ebenso auch für alle Angestellten der für den Gerechtigkeit, da jezt alle großen Gruppen in Deutschland öffentlichen Dienst bestimmten Werkstätten, die ihren Posten ver- eine solche gefegliche Bertretung bereits haben: der Handel in den laffen. Das Recht zu streifen, welches von allen Handelskammern, die Landwirtschaft in den Landwirtschaftskammern, In diesen Arbeitsfrüheren Gejegen anerkannt worden war, wird das Handwerk in den Handwerkerkammern. fammern sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinigt sein. Die Jdee eines Arbeitsamtes hat von jeher große Sympathien also auf einmal aufgehoben. Ihren höchsten Ausdruck aber findet die Reaktion in den Maß- Denn wir sind durchdrungen von dem Bewußtsein, daß die Interregeln gegen die Preßfreiheit. Bis jetzt hatte bekanntlich jede eisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer im legten Grunde solidarisch hervorgerufen, beim Abg. Bebel wie beim Abg. Baffermann. Ich Zeitung einen Gerente", d. h. einen verantwortlichen Beamten, der find. Es ist keine Socialreform möglich ohne eine blühende glaube auch richtig gehört zu haben, wenn ich den Grafen jedoch mit der Redaktion der Zeitung kaum etwas zu thun hat; Industrie, und andererseits ist ein tüchtiger Arbeiterstand für eine Pojadowsky als ihren Anhänger bezeichne. Er hat eine verNatürlich giebt es auch gleichende Statistit der Arbeiterverhältnisse aller Kulturländer gewünscht. Er hat eine eingehende Untersuchung aller eins dadurch konnte aber der eigentliche Redacteur der Zeitung mehr emporblühende Industrie unentbehrlich. Diskussionsfreiheit haben, während die in der Zeitung vertretenen gegensätzliche Interessen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, zelnen socialen Erscheinungen bei uns für notwendig erklärt. Wir haben jetzt Ideen einen unpersönlichen Charakter erhielten, der ihre Wichtigkeit und es werden stets Versuche gemacht werden, Arbeiterorganisationen Nun, das Arbeitsamt soll ihm all dies bieten. vermehrte. Bon jetzt an nung der„ Gerente"( Gerent= Berleger, zu schaffen auch zur Wahrung dieser besonderen Intereſſen. Sum bereits eine Mafie wertvoller Einzeluntersuchungen; zahlreiche Berantwortlicher) abgeschafft werden, und die Verantwortung muß Schutz diefer Intereſſen halten wir auch unsere Forderung auf publizistische Feuergarben schlagen aus den Berichten der Geiverbevon Berufsvereinen aufrecht. aufrecht. Daneben sind aber Inspektoren hervor; der Verein für Socialpolitik hat sehr verdienstauf den Chefredacteur der Zeitung fallen. Und was für eine Ver- Bildung Arbeitskammern als ergänzende ergänzende Organisationen notwendig. antwortung! Jeder kleinste. Irrtum eines Sorrespondenten, oder statistik hat Erhebungen angestellt, die den franzöfifchen an eines Reporters, oder eines Redacteurs, jede ungenaue Nachricht, jedes Wenn die Berufsvereine zum Kampfe führen, dann werden die volle Monographien herausgegeben; die Kommission für ArbeiterAber sie thut das nur auf Wort, in welchem die Polizei eine Aufreizung zum Ausstand betrachtet, Arbeiterkammern immer wieder der gemeinsame Boden sein, um den statistik hat Erhebungen angestellt, Specielles Geheiß des Reichskanzlers. Darin liegt das, alles wird mit Gefängnis oder mit hohen Geldbußen Frieben wiederherzustellen. Der prinzipielle Gegensatz der zwischen die Seite zu stellen find. was sie von dem bon uns verlangten Neichsarbeitsamt bestraft. Und so verleugnet das neue Italien selbst jene Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestchen soll, ist nur von der Socialdemokratie fonstruiert. Diese hat aber allein das Principien, auf denen es seine Einigkeit erbaut hat. Die Abschaffung Vertrauen der Arbeiter, dem sie allein kommt bisher ihrem fein, ähnlich dem Versicherungs- und dem Gesundheitsamt. Das principiell unterscheidet. Dieses soll beständig in Wirksamkeit des Gerente wurde schon einmal im Subalpinischen Parlament von Den klerikalen verlangt; damals aber widericyte fich mit seiner Streben nach einer selbständigen Vertretung ent Ausland bietet uns hierfür zahlreiche Muster. In England ist ein ganzen Kraft Camillo Cavour, der eben in der Institution gegen. Wir müssen mit der Thatsache rechnen, daß über zwei bereits früher bestehendes Bureau zu einem Arbeitsamt umgestaltet des Gerente die erste Kraft der Diskussion in den politischen Stämpfen Millionen Stimmen bei der letzten Wahl für die Socialdemokratie worden, in Frankreich haben wir seit einigen Jahren etwas Aehnliches, Das ist der Taute Ruf der Ar in Amerika existieren gegen 30 derartige Aemter, Spanien hat eine fah. Was aber das fleine Piemont nicht wollte, will das neue große abgegeben find. beiterwelt nach einer Vertretung und fie glauben Abteilung im Ministerium des Innern dafür eingerichtet, die Schweiz Italien durchdrücken. Armes Italien! vorläufig, die Socialdemokratie sei die beste Bertretung. hat ein Arbeiterfekretariat. Der legte Schritt wäre der internationale ( Schr richtig! bei den Socialdemokraten.) Das ist ein AberErfahrungen; Here Gegen die Wahlreform. Brüssel, 23. April.( Eig. Ber.) glaube, ein Irrtum, ein Wahn, aber wir müssen mit der Thats v. Berlepsch macht jetzt bereits einen Versuch, eine internationale KomDas Somitee der Oppositionsparteien hat nach einer Sigung fache rechnen. Jede solche große Strömung stellt nun zunächst extreme mission für Arbeiterfchutz zu bilden. Genug, ein Bedürfnis für die Statistik Reform zu Fall zu bringen. Herr Woeste, der Führer der femitische Partei, und daß auch die Socialdemokraten schon viel handeln, den der Nationalliberalen aber an die Gewerbegerichts Kommiffion zu verweisen. Ich hoffe, daß unser Antrag Sympathie fleritalen Partei, erklärt sich in der„ Etoile Belge" ebenfalls gegen wollen wir in den Arbeitskammern den Arbeitern eine eigene auf allen Geiten des hohen Hauses finden wird.( Bravo!) das Gesetz. Es sei ungerecht und nicht zu rechtfertigen. Bertretung geben. Sie werden, indem sie in diesen zusammen mit den Unternehmern beraten, es lernen, daß die Unters Ich bedaure, dem Herrn Vorrebner die Illusion nehmen zu nehmer durchaus nicht ihre geborenen Feinde sind, daß es nicht bloß böser Wille ist, wenn die Arbeitgeber nicht alle müffen, als ob sein Antrag bei allen Parteien auf Sympathie Wünsche und Forderungen der Arbeiter erfüllen. Die Arbeiter der stoßen wird. Ein solcher Antrag wäre noch vor zwanzig Jahren Belgien. Frankreich. Paris, 26. April. Der" Figaro" veröffentlicht weitere Aussagen des Hauptmanns Euignet, die in den Sigungen abgegeben sind, in welchen die geheimen Aftenstücke dem KaifationsAbg. Frhr. von Stumm( Rp.): meiner Da war undenkbar gewesen. Er verschafft ohne Zweifel der Socialdemo- gelüfte auf jener Seite verstößt.( Lebhaftes Bravo bei den Social- Innern in Hinsicht auf die Arbeiterfragen nicht ganz ausreicht. tratie einen großen Triumph. Dasselbe gilt für den Antrag demokraten und Nationalliberalen.) Wenn Herr v. Stunum glaubt, Herr v. Stumm hat sich heute gänzlich ablehnend gegen die Anträge Rieber. 1885 wurde ein ähnlicher Antrag der Socialdemokratie ein- daß dieser Antrag mit dem Verhandlungszwang sich dem social des Zentrums und der freisinnigen Vereinigung geäußert. Wir fach en bagatelle behandelt. Er wurde dann in der Kommission demokratischen Programm nähere, so müßten auch diejenigen, die bejahen im Gegensatze zu ihm die Frage, ob solche Organibegraben. Noch 1893 hat sich das Centrum umumwunden auf den für die Gewerbegerichte gestimmt haben, sich mit dem socialdemo- sationen nötig sind. Der österreichische Handelsminister Boden des Knappschaftswesens gestellt. Der Abg. Frhr. v. Heyl kratischen Programm identificieren, da ja die Socialdemokraten Dr. Bärnreither hat sich gleichfalls für Arbeiterkammern aushat noch ganz vor kurzem den Zusammenschluß der Unter auch die Gewerbegerichte in ihr Programm aufgenommen haben. gesprochen. Wird Herr v. Stumm auch diesen Minister der Förderung ehmer in Berufsvereinen als als notwendig für die Ver-( Sehr gut!) socialdemokratischer Endzwecke beschuldigen?( Heiterkeit.) Der Standständigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erklärt. Ich möchte noch darauf hinweisen, daß, was die Funktionen punkt der nationalliberalen Partei in dieser ganzen Materie der Ich bin meiner alten abweichenden Meinung treu geblieben und der Arbeitsämter anlangt, in dem Kommissionsbericht über Arbeiterorganisation ist unverändert geblieben. Schon 1886 hat halte auch heute die Uebertragung des Knappschaftswesens auf die die Gewerbegerichte darüber das Genügende gesagt ist. Es mein Freund Dr. Dechelhäuser es für flug und richtig erklärt, die ganze Industrie für nüglich. Für viel wichtiger als diese social heißt da, es müsse vom allgemein menschlichen Standpunkt Wünsche der Arbeiterklasse in dieser Hinsicht zu erfüllen.( Sehr politischen und socialdemokratischen Experimente halte ich nach wie durchaus erwünscht sein, die Möglichkeit zu haben, in gewerblichen richtig! bei den Nationalliberalen.) Wir sind der Ansicht, daß der vor die Witwen- und Waisenversicherung. Diese Experintente geben Fragen ein Gutachten zu erhalten, das nicht einseitig von den lokale Unterbau dieser Organisation sich am besten den Gewerbegerichten den Arbeitern nur Steine, die Witiven- und Waisenversicherung giebt Arbeitgebern ausgehe, das contradiktorisch zwischen Arbeitgebern und anschließt. Herr v. Stumm meint, daß durch unsere Haltung ein Riß in die ibnen Brot. Die Anträge find schon mehrmals eingebracht worden, Arbeitern unter unparteilicher Leitung eines unbeteiligten Dritten staatserhaltenden Parteien komme, und daß wir uns der Socialdemo aber jedesmal in den Papierkorb gewandert. Da wäre es doch festgestellt worden sei. Das sagt jener Kommissionsbericht. Und es fratie genähert hätten. Aehnliches steht seit Wochen in den Berliner besser, uns auf dent gemeinsamen Boden der Waisen- und Witwen- hat sich oft gezeigt, daß die Arbeiter vielfach treffendere Gutachten Neuesten Nachrichten", nur noch durch Ausdrücke wie„ Socialversicherung zu vereinigen.( Abg. v. Kardorff: Sehr richtig.) Sie abgeben, als selbst Fachleute; so z. B. habe ich oft die Beobachtung demagogie" verziert.( Seiterfeit.) Ich bemerke nichts von diesem weisen auch den Arbeitskammern Aufgaben 811, die sie gemacht, daß Fabritarbeiter fehr richtige Grundrisse für Arbeiter- Riß, wenn ich mir die Presse der deutschkonservativen Partei ansehe. nicht erfüllen können. Wenn sich bei jedem Streit der wohnungen lieferten, während die Entwürfe der Baumeister un- Da sind noch ganz andere Ausführungen über die Notwendigkeit der Arbeiter sofort an die Arbeitskammer wenden darf, dann ist brauchbar waren.( Hört! hört!) Sollten wir da nicht Arbeiterorganisation zu lesen, als wir sie machen. So hat die die Disciplin bald zum Teufel. Ein solcher Vorschlag mit Freuden die Mitarbeit der Arbeiter auch auf anderen Kreuz- Zeitung" im Dezember 1898 in einem Artikel über die kann nur von einem Mann ausgehen, der keine praktischen Er: Gebieten begrüßen? Herr von Stumm fürchtet, daß Social- Arbeiterkammern erklärt, daß die Forderung der Organisation der fahrungen hat. In den Arbeitskammern werden socialdemokratische demokraten in die Arbeitskammern kommen werden. Nun, ich Berufsstände in allen tonfervativen Kreisen volle Sympathie fände( Hört, Führer figen, die längst teine Arbeiter mehr sind. Dann ist es schon halte es für eine Beleidigung der deutschen Arbeitgeber, wenn man hört!) und geeignet sei, den Einfluß der Socialdemokratie zu brechen. besser, den damals von den Socialdemokraten eingebrachten Entwurf glaubt, sie werden nicht den moralischen Mut haben, gegen un- Wenn ich also alles zusammenfasse, so sehe ich von dem Niß inneranzunehmen. Obligatorische Arbeiterausschüsse sind für mich unberechtigte Forderungen der Socialdemokraten in den Arbeitstammern halb der staatserhaltenden Parteien nichts. Was die Kreuz- Zeitung" annehmbar, dagegen habe ich mich stets für fakultative Arbeiter- anzufämpfen. Herr v. Stunum hat ganz recht, wenn er glaubt, daß, hier ausführt, deckt sich so ziemlich mit dem von uns Berlangten. ausschüsse erklärt, wenn diese nach Art des Knappschaftswesens ein- wenn die Anträge heute abgelehnt werden, sie wiederkommen werden Auch Herr Jacobsfötter hat sich für die Arbeiterkammern ausgerichtet sind. Ich weiß auch gar nicht, woher Herr Hize das und ich glaube, daß ebenso viel Mut, wie dazu gehört, die gesprochen als ein Mittel zum Frieden. Herr v. Stumm sagt, in Material für die Arbeitskammern nehmen will. Es ist Socialdemokratie zu bekämpfen, ebenso viel Mut dazu gehört, trotz Ben Arbeitskammern werden mur Agitatoren fizen; das ist eine Beschon heute sehr schwer, die richtigen Leute für die Selbst der focialdemokratischen Agitation die Intereffen der staatstreuen hauptung, die des Beweises entbehrt. Herr v. Stumm ſagt, wo verwaltung zu finden, wie soll das hier werden, wo Arbeiter zu vertreten.( Lebhaftes Bravo links und im Centrum.) sind die Arbeiter, die diesen Arbeiten gewachsen sind? Es giebt viel schwierigere Dinge in Frage kommen. Dazu kommt, Aus unter den Arbeitern so viele Intelligenzen. Abg. Rösicke( wildliberal): daß die Institution mir den anarchistischen und socialdemokratischen Fübrern zu gute kommen würde. Der wirkliche Arbeiter wird schwer Wir haben den Antrag eingebracht, um den Arbeitern die Ver- Thätigkeit beim Gewerbegericht fenne ich das. in die Arbeiterkammern hineinzubekommen sein, ihm liegt die Er- tretung ihrer Intereffen zu ermöglichen. Heute hindert die Vereins- viel Objektivität, Einsicht und guter Wille unter den Arbeitern, baß ich mit Vergnügen und Hochachtung an diese Zeit zurüddenke. nabrung seiner Familie viel mehr am Herzen. Man spricht immer gesetzgebung noch diese Interessenvertretung, während die Arbeit- daß ich mit Vergnügen und Hochachtung an diese Zeit zurüddenke. ren der Friedensarbeit der Arbeitsämter. Der eben ausgebrochene geber ungehindert in ihrer Interessenvertretung find. Um die Ich komme mit Herrn Hiße zu dem Schluß, daß die Zeiten des belgische Kohlenarbeiter- Streit, bei dem 80 000 bis Arbeiter fümmert sich fortwährend die Polizei; während die Unter- Patriarchalischen Systems in der That vorüber 100.000 Bergleute streiken, ist eine eigenartige Illustration zu den innehmer die Gesetze ungestraft übertreten dürfen, müssen sich die ind. Was den Centralverband der Industriellen betrifft, so lege ich den Uebertreibungen der Angestellten der Organisation nicht Belgien bestehenden Arbeitsämtern. Die Arbeiter haben sich dort Arbeiter streng an das Gejezz halten. Wir sehen in unserm Antrage ich den Uebertreibungen der Angestellten der Organisation nicht allzu großes Gewicht bei, aber gegen die unrichtigen nicht einmal einem Schiedsgericht unterworfen, obwohl die Arbeit einen Schritt weiter zur Verwirklichung der kaiserlichen Februar Berichte des Generalsekretärs Bued müssen wir Verwahring geber zum Nachgeben bereit waren.( Hört, hört! rechts.) Herr Erlasse. Herrn v. Stumm ist es unangenehm, wenn er an diese Berichte des Generalsekretärs Bued müssen einlegen. Diese Maßlosigkeit der angestellten Organe hat Sige meinte, die Arbeitskammern seien der archimedische Punkt, von über die Erlasse gejagt hat. Wir wollen das Program Socialdemokraten zu stempeln. Die Socialdemokraten selbst bes ja schon dahin geführt, den Grafen Posadowsky zum Demt aus man die Socialdemokratie aus den Angeln heben wird. Ich bin nicht dieser Meinung. Die soliden Arbeiter find vor der Socialdemokratie so wie so sicher, aber die solchem Nachdruck aufgestellt, daß Fürst Bismarck bekanntlich Haupt-" Correspondenzblatt der Gewerkschaften" wird dem Gedanken Ausdruck urteilen unsere Anträge ganz anders wie Herr v. Stunum. Im soliden fallen den Verführungen der socialdemokratischen Agitation sächlich deshalb um seine Entlassung eingekommen ist. anheim. Den Antrag Heyl halte ich auch für unamnehmbar. Die Was nun die Anträge betreffs der Arbeiterkammern anlangt, so gegeben, die Anträge könnten der Socialdemokratie Abbruch thun. Wenn von Berufsvereinen der Arbeiter die Rede ist, werden immer Gewerbegerichte haben ganz andere Funktionen, als sie den Arbeiter- liegt der Unterschied zwischen diesen Anträgen und socialdemokratischen die socialdemokratischen in den Vordergrund gestellt. Es giebt doch Bestrebungen auf der Hand. Rur Böswilligkeit kann diese Anträge tammern zufallen sollen. Es giebt gar keinen schärferen Gegenja, als socialdemokratisch bezeichnen, Es giebt viel Dinge, die Arbeiter aber noch sehr viele organisierte Arbeiter, die sich bis dato dem als zwischen Gewerbegerichten und Arbeiterfammern, jene follen und Arbeitgeber gleichmäßig interessieren. Beide Teile lernen sich Einfluß der Socialdemokratie entzogen haben. In allen solchen entgegenstehende Interessen versöhnen, diese die einseitigen Interessen der Arbeiter verwalten. Ich muß sagen, da ist mir der Antrag Sige näher kennen und lernen sich achten. Je länger sie zusammenarbeiten, Organisationsfragen muß das Princip der Gerechtigkeit gelten. Was noch tausendmal lieber, als der Antrag Heyl. Der Antrag Heyl ist ie mehr finden sich beite Teile zusammen.( Sehr richtig! links.) wir den Handwerkern und der Landwirtschaft zubilligen, müssen wir auch den Arbeitern gewähren. Die Frage der Rechtsfähigkeit der mur geeignet, die focialdemokratischen Gewerkschaften zu stärken, Gesellschaftellajien statt, ja Herr v. Stumm bestreitet ja den Berufsvereine kommt für mich erst in zweiter Linie in Betracht, nach denn danach wird der Arbeiter gezwungen, diese Gewerkfchaften anzuerkennen, während jetzt der Arbeiter fie ignorieren Arbeitern das Mitbestimmungsrecht. Daher der große Erfolg der Inkrafttreten des Bürgerlichen Gejezbuches wird die Frage noch Die Berufsvereine entwickeln sich oder ihnen beitreten kann. Es ist auch gar keine Frage, daß sich die Socialdemokratie. Es ist gar nicht zu verwundern, daß sich die weniger wichtig werden. Immerhin wäre Socialdemokratie dieser Institutionen bemächtigen wird. Sind doch Arbeiter zunächst an die Socialdemokraten wenden, die ihre auch ohne sie in fortschreitendem Maße. eine reichsgefeßliche Regelung der Materie sehr wünschensSocialdemokraten sogar schon in einzelne Inmumgen eingedrungen Interessen ja oft mit schönem Erfolge vertreten haben. wert. Ich möchte mich resumieren. Herr Stumm hat uns Dann kommt die Frage der Gleichberechtigung in Betracht. Die ( Abg. Karborff: Sehr richtig), woran vorher niemand gedacht hat. Arbeiter haben heute nicht das Gefühl der Gleichberechtigung und socialpolitische Abwege vorgeworfen. Meine Freunde aber, alle In den Arbeiterkammern wird der gewöhnliche Arbeiter sofort von mit Recht, denn die anderen Gesellschaftsklassen halten sich für etwas die den Antrag unterschrieben haben, sind der Ueberzeugung, nommen werden. Er wird auch schließlich den Socialdemokraten als Besseres. Ich stehe da ganz auf dem Boden der kaiserlichen An- daß wir mit ihm auf keinen Abweg getreten, sondern daß er geeignet feinen Vertreter anerkennen müssen. Die ganzen Anträge sind ein schaumgen. Kaiser Wilhelm hat mir in einer Audienz, die ich ist, den socialen Frieden, wenn auch nicht herbeizuführen, so doch wesentlich zu fördern. Wir sind der Meinung, daß mit solchen Triumph für die Socialdemokratie, das persönliche Verhältnis mit dem ehemaligen Präsidenten des Reichs- Versicherungsamtes, Herrn Reformvorschlägen etwas Besseres geschicht, als wenn man von Bödiker kurz vor der Ausstellung für Unfallverhütung hatte, gesagt: fortgejezt nach neuen Strafgesezen ruft, awischen Arbeitern und Arbeitgebern wird einfach aufge itnt damit alles hoben. Gegen diese Anträge ist die Rechtsfähigkeit „ Es muß darauf ankommen, den Arbeitern die Ueberzeugung tebel der aus der Welt zu schaffen. Wir haben das Berufsvereine das reine Kinderspiel.( Abg. v. Kardorff: beizubringen, daß sie gleichberechtigt sind und allseitig als Bewußtsein, dabei auf den Wege fortzuschreiten, den die Sehr richtig!) Die Arbeiterkammern werden geradezu trägen gebe solche auerfaunt werden." Von den vorliegenden Andie Februarerlasse Kaiser Botschaft Kaiser Wilhelms I. und einen Stimulus für ich die Arbeiter für Lohn Erhöhungen dem des Herrn v. Heyl den Vorzug. bilden. Die Arbeiter werden fortwährend um Lohnerhöhungen ein- Die Gewerbegerichte geben eine gute Basis, sie haben Wilhelms II. vorgezeichnet haben.( Lebhafter Beifall bei den kommen. Das Einigungsamt wird vermitteln und die Hälfte der die einzige Wahlordmung, welche den Arbeitern die Lohnerhöhung zubilligen. Die Arbeitgeber können meist auf fleine leberzeugung giebt, daß fie ihre Interessen wirklich wahren können. Ich freue mich über die Gegnerschaft des Abg. von Heyl gegen Lohnerhöhungen ohne Schädigung ihrer Interessen nicht eingehen. Herrn von Stumm. Den Unmut über den sozialpolitischen Kurs des Abg. Frhr. von Stumm( Rp.) cine ganz ungerechtfertigte UnterEs kommt zum Streit. Eine andere Entwickelung scheint mir un undenkbar.( Abg. v. Kardrff: Sehr richtig!) Ich reſumiere Herrn von Stumm begreife ich. Diesen Unmut theilen ja alle Ver- ftellung, wenn ihm Abg. Frhr. von Heyl imputiere, er hätte mit den mich dahin: für statistische Zwede genügt die Kommission für Ar- treter des patriarchalischen Princips, die ich aber besser als die Angriffen auf den nationalliberalen Antrag auch die kaiserlichen beiterstatistik vollkommen. Ein Reichsamt für Arbeiterstatistik im Vertreter des Arbeitgeber Absolutismus be- Februarerlasse angegriffen. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr.( Zweite Beratung der BankSinne des Antrages Bachnicke werde nur den Kampforganisationen zeichnen möchte.( Sehr richtig, bei den Socialdemokraten.) Die der Arbeiter die Waffen liefern. Und dazu sind wir nicht ver- Presse des Herrn von Stumm begeifert jezt die Nationalliberalen. gesegnovelle.) Schluß 64 Uhr. pflichtet. Ich hoffe, die Regierung wird sich niemals auf diesen Diese Angriffe werden hoffentlich keinen Eindruck machen. Herr Abweg drängen lassen.( Lebhaftes Bravo! beim Abg. v. Kardorff.) ihre Forderungen einem Einigungsamte zu unterbreiten. Das beweist von Stimmm verweist auf die Weigerung der belgischen Arbeiter. die Konservativen die Arbeitsämter ins Leben gerufen. Erlasse erinnert wird. Ich unterschreibe alles, was Herr v. Heyl von Kaiser Wilhelm I. ausführen, das dieser ja mit Heute findet fein Verkehr zwischen der Arbeiterklasse und andern auch Nationalliberalen.) Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. In einer persönlichen Bemerkung nennt es Parlamentarisches. Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim( natl.) doch nichts gegen die Arbeitskammern. Weigerungen, ein SchiedsPostgesetze. In der Neichstags- Kommission für die Post( auf der Tribüne fchwer verständlich, da er der Journalistentribine gericht anzurufen, find auch in Deutschland vorgekommen, nur waren den Rücken zukehrt): Herr v. Berlepich hat mir persönlich ausdrüdes da meistens die Unternehmer.( Sehr richtig! bei den Social- ovelle wurde gestern die Beratung des Artikels 4B fortgesetzt, lich erklärt, daß die Einigungsämter thatsächlich in der Absicht der streif, wo gerade die Unternehmer einen Schiedsspruch ablehnten. Beschränkung des Betriebes der Anstalten aus der Beschäftigung demokraten.) Ich erinnere nur an den Hamburger Hafenarbeiter der die Entschädigungen für die Bediensteten der Brivatanstalten bestimmt, die infolge des Eingehens oder der kaiserlichen Erlasse gelegen haben. Wenn Herr v. Stumm sie mun als Steine statt Brot für die Arbeiter bezeichnet, so muß ich sagen, Sehr gut! links.) Immer wird von den großen gesetzgeberischen entlassen werden( 1/12 bis 12/12 bes zuletzt bezogenen Jahresgehalts). als Steine statt Brot für die Arbeiter bezeichnet, so muß ich sagen, Schwierigkeiten gesprochen, die unseren sozialreformerischen Absichten Dazu liegen Abänderungsvorschläge vor vom Abg. Singer( 2/12 bis daß ich auf eine derartige Stritit der taiserlichen Erlasse teine Erwiderung mehr finden kann.( Große Heiterfeit. Abg. v. Stumm entgegenstehen. Es bedarf aber wirklich keines großen geſchgeberischen 36/12), vom Abg. Dr. Haffe( natl.), bei früherer Beschäftigung der wehrt verlegen mit der Hand ab.) In unseren Anträgen ist ein Kunststückes, um den Arbeitern die volle Koalitionsfreiheit zu geben. Entlassenen fiber sechs Jahre hinaus für jedes folgende Jahr 2/13 ( Sehr richtig! links.) Auf unsern Antrag über die Rechtsfähigkeit gesunder konservativer Kern vorhanden. In Holland haben gerade der Berufsvereine und die Stoalitionsfreiheit will ich heute nicht mehr zu bewilligen, und vom Abg. Caheusly( C.), der bis sechs Meine Freunde und ich find wegen unserer letzten Ausführungen näher eingehen. Wir werden uns damit noch häufiger zu befassen Jahre aufsteigend wie die Vorlage 1/12 und alsdann pro Jahr 2/12 Meine Freunde und ich find wegen unserer letzten Ausführungen haben, vor allem, wenn das Gesetz zum Schutz der Arbeits mehr bewilligen will, bis zu einer Dienstzeit von zwölf Jahren. über die Heimarbeit sehr von der großzindustriellen Breffe angegriffen willigen kommt. Es wird tommen, Herr v. Stumm hat es ja Abg. Müller- Fulda( C.) begründet den Vorschlag ſeines Frattions worden; nach ihren Darſtellungen muß die Schweiz, auf die ich wieder angekündigt.( Seiterfeit.) Und da Serr v. Stumm in genossen Cahensly, die Beamten der Privatposten höher zu ents mich bezogen, bereits ein ſocialiſtiſcher Zwangsstaat sein. Gerade diesen Dingen leider maßgebend ist und die Ansichten und Ab- ichädigen als die Regierung vorschlage, und die Frist bis zu das Gegenteil ist der Fall. Gerade die Schweizer Arbeiter sind wegen fichten Dagegen ist er gegen der verbündeten Regierungen des ihnen bewiesenen Entgegenkommens vorsichtiger und gemäßigter fennt, als fie felbft( Seiterkeit), so habe ich die Sorge berücksichtigen, die nach Erlaß des Gejezzes in den Dienst vielfach beffer zwölf Jahren Dienstzeit auszudehnen. den Antrag Singer, auch diejenigen Privatpost Beamten zu geworden. Sie verzichten auf jede politische Agitation und wenden daß wir noch in dieser Session mit diesem Gesetzentwurf hich rein dem Gewerkschaftswesen zu. In Belgien haben gerade die werden bepackt werden. Sobald die Arbeiter von dem Koalitions Abg. Singer meint, daß sich gegen etwaigen Mißbrauch getreten sind. Das würde au argen Mißbräuchen führen. leitenden Kreise der Regierung sich mit der Einrichtung der Arbeitsrecht Gebrauch machen wollen, um bessere Arbeitsbedingungen zu eine Vorkehrung werde finden lassen. Es sei ein nobile officium ämter einverstanden erklärt und sogar noch ihren Ausbau verlangt. erzielen, wird nach den Behörden geschrien und die Behörden des Reiches, bei der Entschädigung der Privatpost- Beamten nicht zu Herr von Stumm beklagte sich über den großen Einfluß, den bie erzielen, wird nach den Behörden geschrien und die Behörden eine Vorkehrung werde finden lassen. Es sei ein nobile officium Arbeiterorganisationen auf die Abgeordneten ausüben. Ich glaube, laffen leider vielfach Unparteilichkeit vermiffen.( Sehr richtig! nausern. Der Antrag Cahensly sei in den unteren und oberen weit größer und weit schädlicher ist der Einfluß der Unternehmer- Kämpfen, die mit dem Staatsinteresse nichts zu thun haben, völlig darauf hin, daß die Mehrzahl der Privat- Postbeamten nur auf bei den Socialdemokraten.) Es ist Pflicht der Behörden, in folchen Stufen nicht ausreichend. Staatssekretär v. Podbielski weist verbände.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Der Central neutral zu bleiben. Wenn ein Staatsinteresse in Frage verband deutscher Industrieller verfügt über eine sehr große Presse; tommt, so kann es nur in der Unterſtügung der Arbeiter furzer Kündigungsfrist angestellt feien. Abg. Müller- Sagan( frf. Bp.) er ist thatsächlich nichts weiter als ein Berufsverein der Unternehmer beruhen, hält eine ausreichende Entschädigung um so mehr für geboten, als ſo etwa beim Konfektionsarbeiter Streit. Herr und er übt noch einen ganz andern Einfluß, man kann wohl fagen der Fiskus durch Aufhebung der Privatposten ein gutes Geschäft einen Terrorismus auf die Abgeordneten ans als die Arbeiter Branchen hingewiesen. Aber der Inlandskonsum ist gestiegen, und fage wenig, da feine Garantie vorliege, daß fie auch im Reichsdienst Stumm hat auf den Rückgang der Ausfuhr in manchen mache. Die Uebernahme der Privatbeamten in den Reichsdienst betoalitionen.( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) Herr von Stumm spricht über das umreife Urteil und den Dilettantisnus es liegt gar nicht im Staatsintereffe, wenn die Behörden sich gegen fage wenig, da keine Garantie vorliege, daß sie auch im Reichsdienst Streits im allgemeinen wenden, die doch dazu dienen, die Abg. v. Standy( kons.) hält dagegen die Ander Arbeiterverbände. Nun, der Centralverband deutscher Industrieller Lebenshaltung der arbeitenden Klasse zu steigern ſtellung im Reichsdienst für das wichtigſte, aber auch hat in den meisten Dingen, über die er ein Urteil abgegeben, einen und damit den Inlandskonsum zu erhöhen. Damit will ich natür schädigungen müſſen reichlicher bemessen werden als in der Reweit größeren und weit schädlicheren Dilettantismus befundet. lich nicht der Berechtigung eines jeden Streiks das Wort reden und würden etwa 2000 Privatpost- Beamte zu berücksichtigen sein, von gierungsvorlage. Staatssekretär v. Podbielski: Im ganzen ( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) Der General felretär Bued hat sich über unsere Anträge ſehr abfällig die Arbeiter. auch nicht einer direkten Parteinahme des Staats für denen etiva 1000 in Was ich nur erlange, ist vollste Neutralität. werden kömiten, was bei einer so großen Verwaltung gar den Reichs- Postdienst übernommen ausgelassen; aber der Mann zeigt, daß er keine Ahnung von den den die Rechte doch besonders feiert, englischen Zuständen hat.( Heiterkeit.) Der Centralverband hat einen Herr v. Miquel, den die Rechte doch besonders bedeutenden Einfluß auf die rechte Seite dieses Hauses. Ich muß bei der Beratung des Arbeiterschutzgesetzes ausgesprochen, daß das liege noch nicht vor. Im Namen der Finanz- und Boftverwaltung bedeutenden Einfluß auf die rechte Seite dieses Hauses. Ich muß hat, als er noch Mitglied des Reichstages war, am 17. Mai 1890 nicht ins Gewicht falle. Ein Bundesratsbeschluß hierüber aber fagen, wenn er sich als einen Beschützer der Landwirtschaft auf Busammenfaffen der Arbeiter in Berufsvereinen auch im staatlichen lönne er jedoch erklären, daß diese einer mäßigen Entschädigung der spielen will, so ist das doch zum mindesten eine starke Unbescheiden- Intereffe liegt. Er glaubt, daß die Vorurteile, die auf diesem Ge- Privatpoſt- Beamten zustimmen würden. Der Antrag Singer gehe aber heit.( Heiterkeit). Wer war es denn, der den krassesten biete noch vorhanden sind, mehr der Vergangenheit als der Zukunft zu weit. Bei der Abstimmung wird der Vorschlag des Abg. Handelsverträgen des Grafen Caprivi unterſtüßt die Angriffe geworden ist, die früher gegen mich allein gerichtet wurden. Brivatanstalten, sofern sie mindestens 3 Monate vor Verkündigung des Dilettantismus, der je in die Erscheinung getreten ist, in den angehören". Ich freue mich, daß Herr v. Heyl ein Blizableiter für Cahensly augenommen, so daß die Bediensteten, die austreten oder entlassen werden infolge Eingehens der hat?( Bewegung). Der Centralverband hat damals nicht danach ge( Seiterfeit und Beifall links.) fragt, welche Wirkung das auf die Landwirtschaft ausüben wird.( Sehr v. Abg. Baffermann( natt.): behalten werden. Gefeßes im Dienst waren, erhalten sollen: wenn die Beschäftigung gut!) Als ich damals einen Antrag einbrachte, der auf den Schutz gedauert hat 3 bis 6 Monate 1/12 des zuletzt bezogenen Jahresgehalts; Der landwirtschaftlichen Interessen hinauslief, da wurde ich von Ich bin mit dem Antrage des Abg. Bachnide ganz einverstanden, waren sie 6 Monate bis 1 Jahr beschäftigt 2/12, bis 11/2 Jahr 3/12, diesem selben Centralverband in derselben Weise angegriffen wie wie ich in meiner Etatsrede ja auch ähnliches verlangt habe. Graf bis 2 Jahre 4/12, bis 3 Jahre 6/12, bis 4 Jahre 8/12, bis 5 Jahre 10/12, jezt. Warum? Weil ich gegen die materiellen Interessen der Herren Bosadowsky hat in der Kommission für das Invalidenversicherungs- bis 6 Jahre 12/12, bis 7 Jahre 14/18, bis 8 Jahre 16/12, bis 9 Jahre 18/12, verstoßen habe, gerade so wie dieser Antrag gegen die Herrschafts: Gesetz selbst zugegeben, daß die Organisation des Reichsamts bes bis 10 Jahre 20/12, bis 11 Jahre 22/12, und( nach dem Vorschlage des Abg. affe) für jedes weitere Beschäftigungsjahr 2/12 mehr.- Der Antrag| weisenden Antwort der Prinzipale auf die Lohnforderungen der und Fleischbeschaut. In der Reichstags- Kommission für das Gesetz über die Fleisch beschau wurde heute§ 1 angenommen mit der Einfügung der Hunde unter die der Fleischbeschau unterliegenden Tiere. Partei- Machrichten. Boriales. tonsequent durchgeführt ist. Daher find auch di.. Singer war gegen 7 Stimmen gefallen. Ferner wurde fol Gehilfen in einen Streik einzutreten. Mit ihnen treten auch die Punkte, zu deren Aufklärung Bernstein das Buch schrieb, hl gender Satz angenommen: Besteht das Gehalt oder der Arbeits- Nürnberger Arbeiter der Branche in eine Bewegung ein. In nur noch dunkler und nebelhafter geworden, als sie zu jener Zeit verdienst ganz oder zum Teil aus Anteilen an der Geschäftseinnahme acht Tagen treten die Aluminiumschläger in den Streit ein, die waren, wo Bernstein sein bekanntes Schreiben an den Parteitag oder am Geschäftsgewinn, so werden diese Anteile mit dem Durch Arbeiter der Silberbranche feiern bereits 14 Tage, so daß bis in richtete. Genau kann man aus dem Buche nicht ersehen, welchen schnitt der vor der Verkündigung des Gesetzes liegenden zwei( nach 14 Tagen die gesamte Schlägerbranche die Arbeit ruhen läßt. Standpunkt Bernstein eigentlich unserer Partei gegenüber einnimmt. dem Antrag Singer, statt drei der Vorlage) Beschäftigungsjahre Die Lohnbewegung der Schuhmacher in Mez ist mit Er hat sich eben an eine Aufgabe gemacht, der er nicht gewachsen angeſetzt. Die Ermächtigung der Postverwaltung, die Entschädigung günstigem Erfolge für die Arbeiter beendigt. Der Erfolg der ist. Ich sagte seiner Beit etwas unparlamentarisch: Bernstein hatte statt in einer Summe in monatlichen Raten zu zahlen, wurde ge- Arbeiter besteht in einer Lohnerhöhung für die schlechtest- mit seiner Aeußerung über das Endziel eine Dummiheit gemacht. strichen. Angenommen wurde sodann der Satz, daß die in den gestellten Arbeiterkategorien und in der Zubilligung einer Das hätte er zugeben und uns mit dem Buche verschonen Reichspostdienst übernommenen Beamten keine Entschädigung, dagegen 1/2 stündigen Mittagspause, sodaß die Arbeitszeit mum- sollen. Es wäre besser für ihn gewesen, und denen, die bei erforderlichem Wohnortswechsel Umzugskosten erhalten. An- mehr 11 statt der früheren 11/2 Stunden beträgt. Ferner wurden das Buch zu lesen und darauf zu antworten verpflichtet sind, wäre genommen wurde sodann noch ein Antrag Paasche( natl.) wie verschiedene Mißstände, wie sie in der Lieferung von Stoffen durch eine arge Zeitverschwendung erspart worden. folgt: Anspruch auf Entschädigung haben auch diejenigen Angestellten, die Arbeitgeber und bei Verwendung der Strafgelder zu Tage traten, Bernstein wendet sich auch gegen die sogenannte Verelendungsdie nach Einstellung in den Reichspoſtdienst innerhalb dreier Monate, fowie Uebelstände in hygienischer Hinsicht beseitigt. Dieser Erfolg Theorie. Dieselbe ist niemals so verstanden worden, daß erst das ohne sich eines Vergehens oder Verbrechens schuldig gemacht zu der Arbeiter im schwärzesten Teile Lothringens ist immerhin ganze Proletariat ins Elend versinken müsse. So hat es auch Marr haben, als ungeeignet entlassen werden mußten."-Morgen steht beachtenswert. nicht gemeint. Gewiß ist es richtig, daß sich die Lebenslage der Arbeiter Aber der Zeitungstarif zur Beratung. deshalb bleibt gegen früher gehoben hat. der Arbeiter doch ein Proletarier. Unter dieser Bezeichnung ist nicht ein Mann zu verstehen, der im Elend lebt, sondern ein Arbeiterrifiko. In der Morgenschicht der Zeche„ Neu- Iserlohn" solcher, dem die Möglichkeit verschlossen ist, wirtschaftlich selbständig in Langenbreer arbeiteten zwei Reparaturhauer im Bremsschachtz, zu werden. Es heißt doch, die Augen gewaltsam verschließen, wenn die plötzlich in den Schacht stürzten und erst nach mehrstündiger man leugnen will, daß die bürgerliche Gesellschaft zusammenbrechen Arbeit wieder zu Tage gefördert werden konnten. Einer der Ver- muß, und daß sie sich, wie Marg sagt, in dem Proletariat ihren unglückten ist seinen schweren Verlegungen erlegen; das Aufkommen Totengräber groß zieht. Ob die englischen Verhältnisse sich auch In dem Tunnel bei Altenbeeken ferner friedlich entwickeln werden, ist zweifelhaft. Daß es in Deutschdes andern ist zweifelhaft. wurde ein fünfzigjähriger Rottenarbeiter von der Lokomotive eines land, wo die Junker zum Staatsstreich dringen und das Koalitionsrecht und das allgemeine Wahlrecht mit Gewalt vernichten von Hameln kommenden Schnellzuges erfaßt und sofort getötet. wollen, nicht geschieht, ist gewiß. Anderenfalls müßten über Nacht wirkliche Staatsmänner in Deutschland an die Spitze der Regierung treten und unsere Bürger müßten Männer werden. An Eine Parteiversammlung des sechsten Wahlkreises tagte dieses zweifache Wunder ist aber nicht zu denken.( Schr richtig!) Die Vertrauensleute Pfarr Bei den vorjährigen Wahlen hat es sich ja wieder gezeigt, daß uns " In Anbetracht, daß die Maifeier am besten durch Arbeits- am Dienstag im Kösliner Hof. ruhe begangen wird, empfiehlt die Versammlung allen Kollegen,( Moabit), Raschte( Rosenthaler Vorstadt), Ha unidel( Schön- gegenüber das Bürgertum eine reattionäre Masse ist, die an die Prinzipale mit der Frage um Freigabe des 1. Mai heran- hauser Vorstadt). Ernst( Oranienburger Vorstadt und Wedding) er- uns Hand in Hand mit den Junkern feindlich gegenübersteht. zutreten. Sollten bei Verweigerung troßdem die Kollegen den statteten den Rechenschaftsbericht. Derselbe weist folgendes Er- Darum fämpfen wir weiter unter der roten Fahne der Social1. Mai feiern, so verspricht die Versammlung, für die Folgen einzu- gebnis auf: Moabit: Einnahmen 2756,30 M., Ausgaben demokratie für politische und sociale Freiheit und Gleichheit gegen stehen." 1472,50 M., Bestand 1437,85 M. Rosenthaler Vorstadt: Junker und Bürgertum. Wir haben unsere Taktik so wenig zu Schenderlein, der Enthüller, ist gerichtlich für unglaubwürdig Einnahmen 4574,09 M., Ausgaben 4362,33 M., Bestand 211,76 M., ändern wie unser Programm. Die Socialdemokratie bleibt, was erklärt worden. Er hatte gegen den Genoffen Haafe in Greiz eine Schönhauser Vorstadt: Einnahmen 3663,35 M., Ausgaben sie ist, oder sie hört auf, eine politische Partei zu sein.( Lebhafter Das von der 3568,23 M., Bestand 95,12 m. Wedding und Oranien Beifall.) Denunziation wegen Unterschlagung eingereicht. Einnahmen 5488,08.. Ausgaben Staatsanwaltschaft daraufhin gegen Haaje eingeleitete Verfahren burger Vorstadt: In den Ausgaben jedes Bezirkes wurde eingestellt. Haase verklagte nunmehr den Schenderlein wegen 5384,75 M., Bestand 103,20 m. Beleidigung und das Gericht verurteilte diesen zu 50 M. Geldstrafe. find auch die Ueberweisungen an den Parteivorstand enthalten. DieMit den Enthüllungen" wird man aber im Lager der Stumm und selben betragen für den ganzen Wahlkreis 15 310,88 M. Für die Löbtauer Verurteilten wurden im ganzen Kreise 4971,80 m. aufGenossen ruhig weiter krebsen. gebracht. Während des letzten halben Jahres fanden 17 Versammlungen statt. Ernst dankte den Genossen des sechsten Kreises, namens der Vertrauensleute, für ihre rege Mithilfe bei den Wahlarbeiten im zweiten Kreise. Die Versammlung bestätigte den Genossen Pfarr, welcher im Laufe der Geschäftsperiode an stelle Gräschtes getreten ist, als Vertrauensmann für Moabit. Dann wurde den Vertrauensleuten einstimmig Decharge erteilt, ebenso dem. Genossen Grashold, nachdem er einen kurzen Bericht als Mitglied der Agitations Kommission für die Provinz Brandenburg erſtattet hatte. Maifeier. Arbeitsruhe am 1. Mai beschlossen die Bauhandwerker in Reichenbach( Sachsen), die Schneider in Elmshorn, die Feilenhauer in Leipzig, die Gießerei- Arbeiter der Werft Neptun in Rostoc. Arbeitsruhe soweit als möglich", beschlossen in Leipzig die Bildhauer und Tapezierer. Die Korbmacher in Dresden beschlossen, von jedem Kollegen zu verlangen, daß er für völlige Arbeitsruhe wirke. Die Former in Dresden nahmen folgende Resolution an: Warnung. Das Gewerkschaftskartell in Wolfenbüttel warnt vor einem sich Louis Schulz nennenden Glasarbeiter, der ein Schrift stück, versehen mit dem Stempel des Wolfenbüttler Kartells und der Unterschrift von dessen Vorsitzenden, vorzeigt und darauf Unterſtügung zu erlangen sucht. Dieses Schriftstück ist gefälscht. Polizeiliches, Gerichtliches usiv. = Königs Geburtstag, als neuester Hebel zur Bekämpfung der Umsturzgefahr in Sachsen, scheint Schule zu machen. Dem Stadtrat von Lengefeld gefellt sich die Amtshauptmannschaft Leipzig. Sie verbot eine Mitglieder Versammlung des Gemeinnüßigen Vereins" in Sommerfeld mit dem Hinweise darauf, daß der gewählte Tag Königs Geburtstag sei. Aber während der Stadtrat von Lengefeld sein Verbot auf§ 5 des Vereinsgescges( Unfittlichkeit und Gesezesverletzung) stützte, beruft sich die Amtshauptmannschaft auf § 12( Gefahr für die öffentliche Sicherheit). Man sieht, wie anpassungsfähig so ein Gesez ist. Versammlungen. " Ohne Diskussion nahm die stark besuchte Versammlung ein stimmig folgende Resolution an: Die heute, am 25. April, im Kösliner Hof tagende Parteiversammlung des 6. Wahlkreises erklärt sich mit den Ausführungen des Genossen Liebknecht einverstanden; sie sieht in den Ausführungen Bernsteins absolut feinen besseren Weg, unser Ziel, die Socialisierung unserer Gesellschaft und die Demokratisierung unserer Staatsordnung, zu erreichen. Die Versammlung beschließt daher, an der allein bewährten, revolutionären Taktit, die uns bis heut über alle Hindernisse geführt und allein unsere Erfolge zeitigte, weiterhin festzuhalten. Die Versammlung ersieht aus den Ausführungen Bernsteins durchaus nicht, daß wir durch unsere Taktik das Bürgertum δα von uns gestoßen haben, dasselbe niemals gewesen die Vertreterin der Demokratie und im entscheidenden Augenblick immer die Freiheit des Volkes verraten hat. Niemals hat das deutsche Bürgertum seine Kraft eingesetzt für die Demokratie oder für die Ausgleichung unserer ungerechten Gesellschaftszustände. Die Versammlung hält des wegen nach wie vor den Standpunkt allein für richtig, daß die Befreiung der Arbeiter das Werk der Arbeiterklasse selbst sein wird. alt Hierauf sprach Genosse Liebknecht über die Taktik der Socialdemokratie und die Vorschläge Bernsteins. Der Redner führte in fast zweistündigem Vortrage etwa folgendes aus: Ich habe das Thema in dieser Fassung gewählt, weil die Bernsteinsche Schrift, so weit sie Bedeutung hat, sich nur beziehen kann auf die Taktik der Partei. Es ist nicht richtig, daß die deutsche Socialdemotratie von Anfang an den Verfuch gemacht habe, das Bürgertum Der Vorsitzende, Genosse Riese I, ersuchte in furzer, lebhafter zu spalten. Lassalle gehörte zwar im Jahre 1848 dem Ansprache die Anwesenden, auf dem Boden unserer bisherigen bes Kommunistenbunde an, er hielt aber nicht fest am alten Programm, währten Taktik weiter zu wirken, und schloß die Versammlung mit Ein Hoch Der Bergarbeiterstreik in Belgien. sondern nahm Fühlung mit der Fortschrittspartei, und trennte sich einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie. Die aus dem Streifgebiet vom Mittwoch vorliegenden Nach- von dieser erst in der Konfliktszeit, nachdem er eingesehen hatte, daß auf Liebknecht wurde seitens der Versammlung ausgebracht. Eine Versammlung der Vorstände und Verwaltungsrichten lassen erkennen, daß der Streit seinen Höhepunkt noch nicht auf das Bürgertum fein Berlaß sei. Er gründete dann den erreicht hat. In Lüttich hat der Ausstand größeren Umfang Algemeinen Deutschen Arbeiter- Verein, weil er zu der Ansicht beamter der Krankenkassen Berlins, die von der Central war, daß die Demokratie sich nur auf das fommission einberufen worden war, tagte am Dienstag in der angenommen und sich auf zwei weitere Kohlenbergwerke, die von gekommen Lassalle hat also nicht den Versuch Berliner Ressource", Kommandantenstraße, um zu dem im Mai d. J. Glain und St. Nicolas, ausgedehnt. Mehrere Fabriken Proletariat ſtützen könne. mußten einen Teil ihrer Feuer löschen, mehrere andere gemacht, das Bürgertum zu spalten. Allerdings hat Bismard stattfindenden Kongreß zur Bekämpfung der Tuberkulose Stellung zu werden genötigt sein, in kurzem die Arbeiten völlig einzu- den Versuch gemacht, einen Keil in das Bürgertum zu treiben nehmen. Nach einem ausführlichen Referat des Herrn Dr. Friede stellen. Im Beden von Mons hat sich die Zahl der Aus- und die fortschrittliche Opposition durch die Furcht vor der berg über den Zwed und die Bedeutung dieses Kongresses, auf ständigen um 390 vermehrt und beträgt jetzt 13 175, im Bassin Socialdemokratie lahm zu legen. Die falsche Behauptung Eugen dem auch der Centralfommission ein für die Sache sehr wichtiges an der Reaktion in und wertvolles Referat bercits zuerkannt worden ift, du Centre ist die Zahl der Ausständigen um 474 zurückgegangen Richters: Die Socialdemokratie sei schuld Wer erklärte sich die Versammlung einmütig für die Beteili und beträgt jetzt 12610, im Becken von Charleroi hat die Zahl der Deutschland, ist eine Grundlage der Bernsteinschen Schrift. 11m eine diesem Kongreß. gung der Bedeutung Ausständigen um 300 zugenommen und stellt sich nunmehr auf 21 600. Augen hat zu sehen, der sieht, daß die Socialdemokratie stets den Die feiernden Arbeiter des Lütticher Bezirks beschlossen, demokratischen Gedanken vertreten, das Bürgertum denselben aber der Krankenkassen entsprechende und der außerordentlich zahlreichen Beteiligung der übrigen Körperschaften gleichbedeutende Bertretung jeden Gendarmen von ihren Meetings auszuschließen und sich fcige verraten hat. Das Bernsteinſche Buch enthält nichts Neues. Er bringt nur der Kassen zu veranlassen, sollen die einzelnen Kassenvorstände schon von der Behörde darin nicht vergewaltigen zu lassen. Die Glas arbeiter im Becken von Charleroi haben beschlossen, auch ihrer- olle Kamellen", die, soweit es nicht socialdemokratische Gemeinpläge in den nächsten Tagen Sigungen abhalten, um die notwendigen seits in die Lohnbewegung einzutreten. Sie stellen den Arbeitgebern find, jeder von uns schon kennt, und die alle schon in der" Frei Dispositionen zu treffen. Im Anschluß an diesem Kongreß zur Beein Ultimatum und falls dasselbe bis zum 1. Mai nicht ge- finnigen Zeitung", der" Frankfurter Zeitung", den Auslassungen des fämpfung der Zuberkulose ist eine Konferenz aller Krantentassens Herrn Oppenheimer in der Hilfe" des Pfarrers Naumann usw. ge- Vertreter Deutschlands geplant. Durch diese Konferenz soll ein ein nehmigt ist, werden sie den Streit eröffnen. Unfer belgischer Korrespondent schreibt uns: Bereits am Montag lesen haben. Die lettere Richtung proflamiert ja auch Bernstein schon heitliches und gemeinsames Vorgehen sämtlicher Krankenkassen haben auch einige Fabriten in Ost flandern wegen Kohlen- als zu ihr gehörig. Nun, wenn Bernstein alles wirklich vertritt, Deutschlands bei allen die Kassen insgesamt interessierenden Fragen mangel die Arbeit eingestellt. Ein Artikel des„ Peuple" giebt einige was er in seinem Buche sagt, dann gehört er allerdings angebahnt werden, ähnlich wie dies bereits bei den Berliner Kassen christ der Fall ist. Die Centralfommission wird einen entsprechenden neue und interessante Ziffern. Die Aftien der Mine„ Devant" zu denen um Naumann, und das bißchen von Flenu z. B., welche einen nominellen Wert von 1000 Frs. hatten, lich", das mit dieser Richtung verquidt ist, wird Aufruf in der Presse erlassen und sollen dann in einer demer mit der Zeit vielleicht noch lernen. nächstigen Versammlung der Berliner Krankenkassen Vorstände gelten heute 3155 Frs.; fie galten in 1897: 1500 Frs. Bernstein sagt, wir operieren zu viel mit Phrajen. Ich bin und Verwaltungsbeamten die weiteren Maßnahmen erörtert Die Reingewinne von Bois d'Avry waren die folgenden: auch ein Feind der Phrase, und habe schon auf dem St. Gallener werden. Eine längere Diskussion veranlaßten die jüngsten Vor in 1896: 276 257, in 1897: 421 500, in 1898: 421 525. Der Reingewinn von Sacré Madame( Doupremy) betrug: Kongreß die Emanzipation von der Phrase gefordert, ich verkenne tommnisse bei den sogenannten Zuschußlassen„ Volkswohl"," Bukunft", aber nicht, daß dieselben in vielen Fällen der poetische, leidenschaft-" Bolls- Aranfenfasse" u. a. Von mehreren Rednern wurde das in 1896: 879 373, in 1897: 877 799, in 1898: 957 619 Frs. Treiben dieser Kassen einer scharfen Kritik unterzogen. Um dem Der Wert der Förderung von Bois d'Avry stieg von 1896-98 liche Ausdruck von Wahrheiten sind. schädlichen Treiben dieser Sorte Kassen Einhalt zu bieten, wird ein um 56 Proz., von Bonne- Espèrence und Butterie um 58 Proz. Es war unmöglich, die Zahlen für alle Minen zu geben, weil diese von der Centralfommission herausgegebenes Flugblatt in einer Aufnoch nicht für das meist interessierte Jahr 1899 im„ Moniteur" lage von vorläufig 100 000 Exemplaren in den Krankenkassen und allen gewerkschaftlichen und politischen Versammlungen zur Ver publiziert wurden. Unter Verschiedenem" wurde bemängelt, breitung gelangen. daß die Brandenburger Jnvaliditätsanstalt im Gegensatz zu der Berliner das Heilverfahren vor der gesetzlich verpflichteten Zeit nur dann übernimmt und die Kranken der Heilstätte überweist, wenn ihr Bernstein verleugnet zwar den Klassentampf nicht, aber er meint, mindestens das halbe Krankengeld, das zur Unterstützung der betr. derselbe tönne durch demokratische Einrichtungen und dadurch, daß Familienangehörigen bestimmt ist, zugesichert wird. Außerdem wurde wir uns mit der Bourgeoisie auf guten Fuß zu setzen fuchen, soweit fritisiert, daß die„ Berliner Rettungsgesellschaft", die infolge gemildert werden, daß Bourgeoisie und Proletariat politisch Hand in der Unterstützung der Krankenkassen erst ihre jezige Position Hand geben könnten. Daß demokratische Einrichtungen den Klaffenkampf erlangt hat, den Kaffen nicht die ihnen gebührenden Rechte nicht so mildern, das hat Bebel neulich in seinen Ausführungen einräumt. Eine besondere Versammlung soll in dieser Anüber die Verhältnisse in der Schweiz treffend dargelegt. Das trifft gelegenheit demnächst Stellung nehmen. Hierauf wurde bekannt gegeben, daß das Dr. Schrebersche Buch über Zimmergymnastik. aber nicht nur für die Schweiz, sondern im allgemeinen zu. In Bezug auf die Theorie hat Bernstein nichts Neues gesagt. Das bekanntlich von den Krankenkassen den Mitgliedern als Er erkennt an, daß die Arbeitsmittel Gemeingut werden müssen, Meditament" gewährt werden kann und zur Anschaffung empfohlen will aber das„ Endziel" so weit hinausschieben, daß man nichts wird, auf Grund von Vereinbarungen in der Vorwärts- Buchmehr davon sieht. Auch Bennigsen hielt 1878 in seiner Rede handlung zu herabgeseztem Preise für die Krankenkassen erhältlich für das Socialistengefeß das Endziel" für berechtigt aber erst ist. Ferner wurde mitgeteilt, daß noch ein größerer Bosten der nach einigen Hundert Jahren. In meiner legten persönlichen Aus- Broschüre: 8ur Schwindsuchts- Bekämpfung" bei der Centraleinandersetzung mit Bernstein, die vor zwei Jahren stattfand, Kommission für die Stassen zur Verfügung steht. fagte er, der Socialismus sei die legte Konsequenz des Liberalismus. Jch hielt dem entgegen, daß das liberale Tehte Nachrichten und Depeljen. Bürgertum wohl zum kleinen Teil demokratisch werde, in der Budapest, 26. April.( B. H.) Die Interpellation, betreffend die Die zahlreichen Dampfziegelei: Arbeiter in der Umgebung Mehrheit aber, je mehr es sich zum Kapitalismus entwidele, not von Nürnberg( Birndorf) beabsichtigen, in eine Bewegung einzutreten, wendigerweise anti socialistisch werden müsse. Es giebt zwei Erwerbung eines Gebietes in China, beantwortete Einerseits der Ministerpräsident Szell im Abgeordnetenhause dahin, daß solche Abda ihre Lage wirklich sehr verbesserungsbedürftig ist. Das ist den Richtungen, welche an unsere Partei grenzen. Unternehmern sehr unangenehm, denn sie befürchten angesichts der Staatsfocialismus, andererseits die bürgerliche Demokratie. fichten nicht bestehen. Falls Kaufleute aus Oestreich- Ungarn dort jezigen regen Bauthätigkeit bei einem Streit großen Schaden für Nach beiden Seiten hin finden manchmal Berirrungen aus unseren überseeische Handelsniederlassungen errichten, werde die Regierung fich, andererseits aber wollen sie sich auch zu feinen Konzessionen Reihen statt. Mit dem Seitensprung in den Staatsfocialismus hatten sie unterstüßen und ihnen ihren Schutz angedeihen lassen. Rom, 26. April.( W. T. B.) General Marselli, welcher herbeilassen. Deshalb werden alle möglichen Mittel ver- wir neulich zu thun. Bernstein ist in die bürgerliche Demokratie fucht, um abschreckend auf die Arbeiter einzuwirken. Einer hineingeglitten. Ihm ist deshalb das Mißgeschick passiert, daß ihn seit längerer Zeit nervenleidend war, stürzte sich heute abend aus der Unternehmer berſtieg fich sogar dazu, in einem die bürgerliche Presse als Ueberläufer für sich in Anspruch dem Fenster und blieb tot. Briefe Petersburg, 26. April.( B.$.) Der direkte Verkehr der zu drohen, im Falle des das nimmt und Streits werde ihn zum Dant als größten Theoretiker und Bezirksamt die Streifenden ausweisen, außerdem ständen hundert Wissenschaftler innerhalb der Socialdemokratie feiert. Bernstein wird sibirischen Bahn bis Jrlutst wird im Mai eröffnet. Er ist infolge Washington, 26. April.( W. T. B.) Als Beweis, daß die Pfälzer Arbeiter zum sofortigen Eintritt bereit. Dieser Schreckschuß das selber für lächerlich und unzutreffend halten. verfehlt jedoch seine Wirkung, die Arbeiter lassen sich in ihren ge- eigenartiger Verhältnisse leider dazu gekommen, sich mehr mit Vereinigten Staaten gewillt sind, freundschaftliche Beziehungen zu beschäftigen, theoretischen Fragen zu rechten Bestrebungen nicht entmutigen. als seinem Naturell Deutschland aufrechtzuhalten, wird hier die Thatsache angesehen, daß seinem In ganzen Buche tein Präfident Mac Kinley den Plan für die Legung eines neuen findet fich Die Goldschläger in Schwabach haben in geheimer Ab- entspricht. der wissenschaftlich scharf ausgeprägt abels zwischen Deutschland und Amerita genehmigt hat. ftimmung mit allen gegen 3 Stimmen beschlossen, infolge der ab- einziger Gedanke, Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mar Bading in Berlin. Die wichtigste Thatsache des Tages ist die hartnäckige Haltung der Besizer einerseits und die Bermehrung der Streifer im Becken des Borinage andererseits. Statt 7000 Streiter am Sonnabend betrug ihre Anzahl heute( Montag) 16 000. In einigen Räten der Industrie und Arbeit erklärten die Besizer naiv, daß sie nicht nachgeben konnten( selbst keine 10 Broz.), weil dieses Zugeständnis ein Sieg der Arbeiter bedeuten würde. Der Generalrat der der socialdemokratischen Partei beschloß heute, alle Redner der Partei zu mobilisieren und die Gelegenheit zu benußen, überall Syndikate zu schaffen. Das radikale Brüsseler Organ La Reforme" schlägt vor, daß man in Belgien die gleitende Lohnstala einführen solle, um den vielen Ausständen ein Ende zu machen. Gewerkschaftliches. Die chriftlichen Gewerkschaften wollen zu Pfingsten nach Mainz ihren ersten allgemeinen Kongreß einberufen. Der Schneiderstreit in Hamburg ist nunmehr für beendet erflärt. Ueber einige Geschäfte, die den Tarif nicht bewilligten, ver hängte der Verband der Schneider die Sperre. Die Entwickelung und das Wachstum einer Partei bringt es ganz von selbst mit sich, daß sie praktisch wird. Sobald und wo sich uns die Möglichkeit bot, praktisch und reformatorisch zu wirken, da haben wir es gethan. Sowohl im Reichstage wie in den Landtagen und namentlich in den Gemeindevertretungen. Es trifft also nicht zu, wenn uns gesagt wird, wir wollen nicht an das Bestehende anknüpfen, sondern, ehe wir aus Bauen gehen, mit der bürgerlichen Gesellschaft reinen Tisch machen. " 21 " . 98. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 27. April 1899. Der fromme Glaube an das mystische Heiligtum der Selbstverwaltung im Polizeistaat Preußen hat eine Anzahl Stadtverordnete verleitet, in der Oberbürgermeister Frage einen wunderlichen Schritt zu unter nehmen. Der Stadtverordnete Dr. Preuß hat in Gemeinschaft mit der Renen Fraktion der Linken folgenden Antrag bei der StadverordnetenBersammlung eingebracht:" Wir beantragen: Die Stadtverordneten Beriammlung wolle die folgende Eingabe an den Herrn Minister des Innern beschließen und den Magistrat um Ausführung dieses Beschlusses ersuchen: Euer Excellenz! Seit nunmehr sieben Monaten entbehrt unsere Stadt eines endgültig eingefesten Oberhauptes; auf die von der unterzeichneten Stadtverordneten- Bersammlung vor mehr als zehn Monaten voll zogenen Wahl ist bis zur Stunde keinerlei Bescheid erfolgt, Welche Schwierigkeiten aus einer so lange währenden Vakanz in den leitenden Stellen einer so umfangreichen Verwaltung sich notwendig ergeben müssen, obwohl die staunenswerte Arbeitskraft und die von uns mit lebhaftem Danke empfundene Opferwilligkeit des Herrn Bürgermeisters das möglichste zur Berringerung dieser Schwierigkeiten leistet, das werden Euer Excellentz als Chef einer großen Berwaltung selbst ohne Zweifel nicht verkennen. nd out Frauenspersonen intimen Verkehr unterhalten haben. Dies veranlaßte die jeden politischen und fittlichen Fortschritt des deutschen Voltes seine Frau schließlich, auf Chefcheidung zu flagen. Die Che wurde zu verhindern trachten, auch bei dieser Gelegenheit wieder ihre auch im Jahre 1876 rechtsfräftig geschieden und Herrmann für den Orgien feiern. Schon heute salbadert das Bindlerblatt in dem schuldigen Teil erklärt. Von den vierzehn Kindern erster Ehe sind Pastorenton, den es mit einigem Geschick markiert. entzückt, mir noch zwei am Leben. Die Kinder starben zumeist daß für das Gesindel, das von der Schande lebt", also für Dirnen wenige Tage nach der Geburt. Herrmann, der wohl von und zuhälter, die wiederholt angewandte Prügelstrafe das einzig Profeffion Schuhmacher ist, aber sich vielfach mit dem Photo- entsprechende Strafmittel und das einzig wirksame Abschreckungsgraphieren beschäftigte und auch als Fleischbeschauer thätig war, soll mittel jei. Schade, daß das Blatt sich nicht darüber auslaßt, stets Chantali besessen haben. Als er einmal gefragt wurde, wie es ob es die Zuhälterprügel auch jenen verlumpten Edelsten benn komme, daß ihm fast alle seine Kinder sterben, soll er geäußert und Besten zuerteilt wissen will, die sich auf diesem nicht mehr un haben:„ Ich kann so viel Stinder nicht ernähren; es giebt ja genug gewöhnlichen Wege" an irgend eine Millionärstochter verkaufen und Kinder auf der Welt; drei Tropfen Chantali genügen für ein Kind." Damit eine Handlung begehen, von der nicht genau feststeht, ob fie Eine junge Fabritarbeiterin hatte durch einen Ungliidsfall ihren Arm fittlich über oder unter dem gewöhnlichen Buhältertunt rangiert.. verloren 30 verloren. Sie erhielt dafür 300 m. und eine Lebenslängliche monatliche Das einzig Erfreuliche an dem Prozeß ist sein Ausgang. Mente von 30 M. Herrmann wußte das Mädchen zu überreden, ihm das Verdient der Angeklagte auch die Berachtung aller Menschen te bas grab ebenslängliche monatliche Geld in Verwahrung zu geben, unter der Vorspiegelung, er wolle fich von Gefittung, so muß um der Sache willen, in der ber von seiner Frau scheiden lassen und es alsdann heiraten. Das Mädchen Staatsanwalt, auf schwache Judizien hin, ein Todesurteil wurde ichließlich infolge des Verkehrs mit Herrmann Mutter eines Kindes. erkämpfen wollte, der Wahrspruch der Geschworenen gerühmt Wenige Tage nach der Geburt starb das Kind und nach einiger werden. Es war angebracht, daß der Verteidiger Dr. Sello in Zeit auch ganz plöglich die Mutter. Als nun der Vater der feiner wirkungsvollen Rede auf die Fälle Ziethen und Dreyfus hin lehteren von Herrmann das ihm von seiner Tochter in Verwahrung dentete. Auch hätte es der Beweiskraft jeiner Argumente keinen Abbruch gegebente Geld verlangte, sagte Herrmann: Hier giebt's fein Geld, gethan, wenn er gleichfalls noch auf bekannte Kriminalprozesse mit es ist nichts mehr vorhanden". Im Jahre 1867 erwarb Herrmann politischem Charakter wir erinnern an den Eisener von der Witwe abuse in Soberwis ein Grundstück für 330 Thaler Meineidsprozeß und an den Koschemannprozeß mit der Bedingung, daß Frau stabuje das Recht habe, in dem hingewiesen hätte.ng D Saufe eine Etube unentgeltlich auf Lebenszeit zu bewohnen. Die Freilaffung des Schneiders Guthmann hat Dienstags Herrmann schuldete der Kabuse 100 Thaler. Die vollständig ge- abend noch recht stirmische Szenen herbeigeführt. Zu den woht funde Frau tabuse starb plöglich. Als ihre Angehörigen von tausend Personen, welche den Sizungsfaat, die Tribünen und Logen Herrmann die 100 Thaler verlangten, zeigte dieser eine angeblich füllten, hatten sich gegen Schluß der Verhandlung noch zahlreiche von der Verstorbenen unterkreuzte Quittung über 100 Thaler, manit ✓ Wir aber, die berufene Vertretung der Berliner Bürgerschaft. als deren Organe wir die bisher keines Bescheides gewürdigte Wahl vollzogen haben, fühlen uns verpflichtet, Ener Ercellenz. als den reffortmäßig zuständigen und staatsrechtlich verantwortlichen Minister. den offenen Ausdruck der Anschauungen zu übermitteln, die mit uns die Bürgerschaft über die Grenzen politischer Parteien hinaus gegens Nachdem Herrmann von seiner ersten Frau geschieden war, Neugierige gefellt, welche die korridore und die Umgebung des das fällige Urteil aus wenig entsprechenden Thatsache teilt. Nur die so erzeugte Stim- 50jährige Witwe Anna Grubn, geb, Willmann, kennent. Im Mai 1884 efter... Hand über einer, der Ueberlieferung preußischer Selbstverwaltung so siedelte er nach Breslau fiber. Sier fernte er im Jahre 1884 die Striminalgerichts bevölkerten, zu erfahren. Alle diese Massen, waren wie mung, erklärt es, daß in weiteren Kreisen Gerüchte Glauben vermählte er sich mit ihr. Diefe, feine zweite Frau, war nämlich elektrifiert, als der Freispruch bekannt wurde. Es entstand eine finden und bedauerliche Unruhe erregen fönnen, nach die Befizerin des Hauses Fürstenstraße 11. Gerrmann foll, nach als Gerichtsbiener und Schuylente das Publikum allmählich Bewegung, ein Chor von freudigen, freischenden, johleuden Stimmen. denen die gefeglichen Grundlagen städtischer dem er sich zum zweitenmale verheirathet hatte, nicht mehr ge aus dem Gerichtsgebäude hinausgedrängt hatten, ftanden die Selbstverwaltung für die größte Gemeinde des Reiches gearbeitet haben. Er verließ sich auf die Einnahmen, die feine Frau Menschen wie die Weauern, sodaß der Bezirkshauptmann mit Hilfe fährbet fein fotten. So wenig wir dem Gedanken Raum aus den Mieten bezog. Diese waren auch so reichlich, daß die zahlreicher Schuylente Mühe hatte, den nöthigen Raum für den geben mögen an eine solche Verkümmerung jenes großen Principes, Familie Frau Herrmann hatte noch zwei Töchter aus erster Che Wagenverkehr zu schaffen. Dem Anhange Guthmanns war es das, in der Zeit schwerster Not und edelsten Aufschwunges verkündet, sehr gut leben fomite. Allein Herrmann soll in geradezu mir darum zu thun, zu wissen, durch welches Portal er wieder durch seine Entstehung wie durch feine Bewährung in drei Menschen schamloser Weise mit Dirnen Dirnen verfehrt und außerdem noch in die Freiheit treten würde. Die Gerichtsbeamten hatten abfichtlich altern geheiligt, ein Stolz des preußischen Staates war und mit einer jungen Witive ein Liebesverhältnis unterhalten falsch ben Bescheid gegeben. Guthmann würde das Portal neben ist, so spricht doch aus jenen Gerüchten das Gefühl, daß der gegen haben. Dazu bedurfte er natfirlich viel Geld. Da ihm dem Gefängnislazarett in der Rathenowerstraße passieren, um die wärtige Zustand einen bedenklichen Widerspruch gegen die wichtigste seine Frau dies nicht geben wollte, so soll es oftmals zwischen den Menge auf eine falsche Fährte zu führen. Aber weit gefehlt, die Leute, Grundlage der Selbstverwaltung in sich schließt, gegen das organische Chelenten zu den skandalösesten Auftritten gekommen sein. Er soll die mit wenigen Ausnahmen im Untersuchungsgefängnis sehr gut Zusammenwirten staatlicher und kommunaler Behörden. seine Frau in unmenschlicher Weife mißhandelt, am Halse gewürgt Bescheid wissen, ließen sich nicht irre machen. Sie stellten Poften an Wenn unsere Städte- Ordnung die Bestätigung der Bürgermeister haben usw., wenn sie ihm fein Geld geben wollte. Frau Herrmann allen Portalen aus, während das Gros vor dem Hauptportale in den größeren Städten der höchsten Stelle im Staat unmittelbar wollte sich deshalb scheiden lassen und das Haus verkaufen. Herrmann zuschreibt, jo liegt darin die deutlichste Anerkennung der hohen fagte jedoch, indem er seine Frau am Halse würgte und heftig auf ben blieb, bis Pfiffe, Schreie und Hochrufe in der Straße Alt- Moabit Bedeutung, welche der Gesetzgeber diesen Aemtern beilegt; eine Be- Stopf iching:„ Ghe ich gehe, gehst Du." Gleich nachdem seine Frau ver- Erpedition in die Freiheit gelangt war. Nun strömte die gesammte Be- Stopf anzeigten, daß der Freigesprochene direkt aus der Gefängnißdentung, der ein so lange währender Zustand der Ungewißheit nicht schwunden war, soll er die Kommode erbrochen haben, wo Frau Herrmann Menschenmtenge ihm entgegen und wie in Triumph wurde Guthentspricht. In dieser Kompetenz der Strone selbst unter der ver- ihre Goldsachen und eine beträchtliche Menge Geldes aufbewahrt hatte. einem Lokal gegenüber dem Hauptportal des faffungsmäßigen Verantwortlichkeit des zu Herrmann verpraßte das Geld noch in der darauffolgenden Nacht in Ge- Kriminalgerichts geleitet, wo ihn Vater und Bruder erwarteten. ständigen Ministers, müssen die größeren Städte für die Be- sellschaft liederlicher Dirnen und versetzte alsdann die Goldsachen. Als ihn Das eine Lokal vermochte die Menge natürlich nicht zu fassen, im setzung ihrer wichtigsten Stellen den vollen Eriaz all jener Rechts- feine Stieftöchter fragten, wer die Kommode erbrochen und den Inhalt Das eine Lokal vermochte die Menge natürlich nicht zu faffen, im nu waren alle Rokale der Gegend überfüllt, troßdem drängten garantien finden, die für andere, minder bedeutende Stellen die herausgenommen habe, sagte er: Das geht Euch nichts an." Die Mitwirkung der Beschlußbehörden und der geordnete Instanzen Stieftöchter soll Herrmann ebenfalls sehr brutal behandelt, sie ge- ich die Massen noch auf den Straßen, als feierte die Weltstadt einen Triumph. Das wogende Treiben währte bis lange nach zug der Verwaltung gewährt. Es darf der Gedanke nicht schlagen und ihnen wenig zu essen gegeben haben. Als er schließlich 2 Uhr nachts. Guthmann ist mit seinen Angehörigen und den aufkommen, daß die größeren Städte durch die Verweisung auf die eine dieser Stieftöchter vergewaltigt hatte, wurde er verhaftet und Frankfurter Zeugen gleich in Moabit über Nacht geblieben, wo ihnen Entschließung der Krone in ihren Rechten und Interessen minder wegen Notzucht zu einem Jahr Gefängnis und zwei Jahren Ehrin zwei Lokalen improvisierte Schlafstellen bereitet wurden. Mittwoche Frankfurter Zeugen gleich in Moabit über Nacht geblieben, wo ihnen geschikt seien, als durch die Zuständigkeit untergeordneter verlust verurteilt. Die beiden Mädchen wurden daraufhin bei Staatsorgane. fremben Leuten untergebracht. Während Herrmanit im Gefängnis vormittag war die gesamte Gesellschaft beim Frühstüd noch in Moabit, beisammen. Indem das Gesetz den Mitgliedern der Magistrate eine bes fab, wurde das Haus Fürstenstraße 11, da die Hypothekenzinsen stimmte Amtsdauer sichert, die ihnen so wenig von der Aufsichts- nicht bezahlt wurden, subhaftiert. Als Herrmann aus dem Ge- In der Angelegenheit der Schwester Karola" erinnert behörde wie von dem Wahlkollegium verkürzt werden kann, erfennt fängnis fam, hatte er sich in dem Keller seines Hauses ein kleines die Wolfs- 3tg." an die am 3. März d. J. von uns erwähnte Thats es in der rechtlichen Unabhängigkeit dieser Organe nach allen Seiten Zimmer gemietet und dort ein volles Jahr lang Wand sache, daß sowohl einige katholische Nonnen als auch ein evangelischer hin eine unantastbare Gristenzbedingung der Selbstverwaltung. an neben dem Leichnam feiner Frau Pastor von der Kaiser Wilhelm Gedächtnißkirche bei dem Vor Auch dieser unzweifelhaften Absicht des Gesetzgebers widerspricht ein gewohnt. Im Jahre 1891 strengte Herrmann gegen mund des mißhandelten Knaben gewesen sind, unt ihn ins ungewisse verlängerter Sch we bezustand, für dessen Ursachen seine angeblich verschwundene Frau wegen böswilligen Ber- von der gerichtlichen Verfolgung abzubringen. Als dies und folglich auch für deffen Begrenzung es an jeder Erklärung laffens die Ehescheidungsklage an. Die Ehe wurde auch rechts- muglos war, versuchte der evangelische Gönner des katholischen fehlt. fräftig geschieden und Herrmann verheiratete sich zum dritten Male. Waisenhauses, wie die" Bolts Zeitung" schreibt, das letzte Mittel: Da die Handhabung des Königlichen Bestätigungsrechtes eine Er soll nun in der Tauenzienstraße hierselbst ein flottgehendes Er bot dem Vormunde, Herrn Tischlermeister Glazer zu Berlin, Regierungshandlung ist, für deren Unterlaffung ebenso wie für die Schuhwarengeschäft betrieben haben. Aber auch mit seiner dritten 300 Mart in bar, falls er den Strafantrag zurüd Ausübung der zuständige Minister die staatsrechtliche Verantwortlich- Frau foll Herrmann die denkbar schlechteste Ehe geführt, die Frau zöge. Für den armen Knaben natürlich, der ja doch nun einmal keit in jeder Beziehung allein trägt, so wenden wir uns an Eure oftmals brutal mißhandelt haben, wenn sie ihm nicht genügend feine Prügel weg habe, dem aber die 300 m. einst ganz nüßlich Excellenz mit der Bitte: Geld geben wollte. Das Gewissen muß Herrmann mehrfach bedrückt werden könnten. Der Vormund widerstand auch dieser Einwirkung. haben, denn er soll oftmals in fein früheres Haus gegangen und Wenn evangelische und katholische Geistliche sich auch sonst oft sich nach den dort vorgenommenen Bauten, insbesondere nach denen heillos zanken, in der Prügelaffaire scheinen sie ein Herz und eine im Keller aufs angelegentlichste erkundigt haben. Endlich im Januar Seele gewesen zu sein! dieses Jahres ereilte ihn das Geschick, er wurde verhaftet und obwohl er beharrlich leugnet, so hat er sich vor Eingangs bezeichnetem Geberauschenden Duft in folgender vom„ Sl. J." berichteten Großthat Die berühmte Blüte der Nation gab ihren berauschten und richtshofe wegen Worbes feiner zweiten Ehefrau zu verantworten. Die zum besten:„ Groben Unfug verübten in der Nacht vom Sonnabend Staatsanwaltschaft scheint der Meinung zu fein, Herrmann habe noch eine Reihe anderer Mordthaten begangen, die aber verjährt zum Sonntag gegen 4 Uhr morgens der stud. jur. F. und der und auch nicht mehr nachzuweisen seien. Herrmann heißt mit stud. jur. Martin 2. im Kastanienwäldchen, indem sie die dort hängenden elektrischen Lampen mittels Steinte demolierten. Vornamen Franz. Er ist 1884 au Rengersdorf, Kreis Glas ge Buchbrucer N., welcher Zeuge dieses Vorfalles war, machte ben Mordprozeß Herrmann in Breslau. boren, latholischer Konfeffion und bereits bestraft: 1852 wegen Dieb- patrouillierenden Schußmann hierauf aufmerksam. Eine Siftierung Ein Prozeß, der in den Annalen der Kriminaljustiz wohl einzig ftabls mit 6 Wochen Gefängnis, 1858 wegen schweren Diebstahl nach der Wache war nicht notwendig, weil beide Herren fich durch dastehen, ja die fühusten Phantasten aller Hintertreppen- Romanschreiber mit 134 Jahren Gefängnis, 1855 wegen Bettelus, Landstreichens ihre Studentenkarte legitimieren komiten. Der Vorfall schien einstweilen weit in ben Schatten, stellen dürfte, wird am heutigen Donnerstag und Gebrauchs falscher Legitimationen mit 14 Tagen Gefängnis, erledigt. Aber die beiden Studenten verfolgten heimlich den Buchdas Schwurgericht des Landgerichts Breslau beschäftigen. In 1887 wegen Notzucht mit 1 Jahr Gefängnis und 2 Jahren Ehrbrucker und überfielen ihn in der Hamburgerstraße. Erst verIm Januar d. 3. wurden in dem Steller des vor dem Scheitniger Thore verluft und vor etwa 12 Jahren wegen Nötigung mit 3 Monaten langten fte 8 M., weil so hoch die Bolizeistrafe lauter belegenen Hauses Fürstenstraße Nr. 11 bauliche Veränderungen vorGefängnis. bital iso genommen. Bei dieser Gelegenheit stieß man auf einen Hohlraum. Dies Vorkommnis erregte um so größeres Bedenken, als im Auguft 1885 die Besizerin dieses Hauses, die Schuhmachermeistersfrau Anna Herrmann, plöglich spurlos ver- Bur Lokalliste. Am 29. April veranstaltet der Turn- Verein schwunden war. Obwohl ihr Ehemann das Gerücht ber- Serz" sein Stiftungsfest in Kellers Festfälen, Köpnickerstraße. Wie breitete, seine Frau habe entiveber Selbstmord begangen, ihre bekannt, steht dies Lokal der Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht Leiche liege vielleicht in der Ober, oder sie sei vielleicht mit einem zur Verfügung. Die Genossen werden ersucht, hiervon Notiz zu Manne nach Amerika gegangen, fo raunten es sich die Hausnehmen. Die Lokalkommission. werden. and bewohner in die Ohren, daß Frau Herrmann von ihrem Manne er Euer Excellenz wolle die Entscheidung über die Bestätigung des gewählten Oberbürgermeisters von Berlin herbeiführen oder uns über die Gründe bescheiden, welche einer Erledigung der Frage im Wege stehen." Uns foll verlangen, wie viele Monate der Minister des Juntern sich im Falle der Absendung eines solchen Schreibens Beit laffen wird, das Bittgesuch einer Antwort zu würdigen. Wand Kod point ned si Lokales. D " 13731 for auf den Buchbrucker ein und brachten ihm einige Verlegungen im Gesicht bei. Auf das Hilfegeschrei des leberfallenen ergriffen beide die Flucht, wurden aber in der Joachimstraße gestellt und von dem diensthabenden Beamten abermals notiert. Jm gewöhnlichen Leben nennt man die Heldenthat der beiden Studenten Erpressung. Es bleibt daher abzuwarten, wie Polizei und Staatsanwalt sich dieser Sorte Terrorismus gegenüber benehmen $ 350 Flüchtig geworden ist seit Mittwoch voriger Woche der mordet und der Leichnam wohl irgendwo vergraben sei. Aus diesem Der Prozek Guthmann hat der betrübenden und befremdGrunde wurde die Kriminalpolizei von der am 6. Januar 1899 im lichen Erscheinungen mancherlei aus Licht gefördert. Sieht man von 21jährige Kaufmann C. Voltmann, Teilhaber der Kurzwaren- EngrosSteller des bezeichneten Hauses gemachten Wahrnehmung in Kenntnis der widerwärtigen Berfon des Angeklagten vorläufig ab, jo mußte firma Bolfmann u. Martschine, Stralauerstr. 39. Was den jungen gefegt. Diese beauftragte einige Mannschaften der Feuerwehr, zunächst die Methode, nach der unsere Rechts- und Ordnungs- Mann, der kurz vor der Verlobung mit einem jungen vermögenden Sen Keller aufs genaueste zu untersuchen. Die Mannschaften riffen fattoren bei dieser Gelegenheit arbeiteten, recht oft Erstaunen erregen. Mädchen aus respektabeler Familie stand, zur Flucht getrieben hat, den mit Ziegeln gepflasterten Fußboden auf und stießen auf ein Der merkwürdige Eifer, mit dem am Morgen nach der Mord- ist noch nicht aufgeklärt. Bermutet wird, daß er mit einer Dame in dem fleinen der Halbwelt diese Reise angetreten hat, und zwar nicht mit leeren menschliches Gerippe, das auf dem Rücken lag. Der that an die dreißig Kriminalpolizisten Kopf lag nur 50 Centimeter unter der Erdoberfläche, die Beine Zimmer der Ermordeten hantierten, das Verwischen nicht Händen, denn außer baaren Geldern sind auch Kundenwechsel verwaren in spikem Winkel angezogen. Auf der Mitte der Brust unwichtiger Beweismomente, das vor allem durch diese schwunden. Volkmann ist der einzige Sohn einer achtbaren Familie, wurde ein an einem Fingertnochen stedender Trauring gefunden. dem Laien seltsam erscheinende Arbeitsmethode leider verursacht der Vater ist Stanfmann. Bei der Etablierung der Firma gab VollDieser enthielt die Buchstaben. G. und die Jahreszahl 1864. wurde, das Eingreifen des Untersuchungsrichters in den Gang der mann sen. die Summe von 23 000 M. Her. Unter dem Kopfe lag ein geflochtener Frauenzopf, an den Beinen Hauptverhandlung, die zweifellos recht ungenügende Vorbereitung Im Viktoriapark werden jetzt Verschönerungen vorgenommen. fand man Kleiderrefte und Schuhfohlen. Der Schädel des des Prozesses alles das sind Erscheinungen, die das Vertrauen Bunächst erhält der Wassersturz dadurch eine erhöhte Wirkung, daß Gerippes war vollständig zertrümmert. Die gerichts- in unsere Strafrechtspflege kaum vermehren helfen und die auch der auf seiner Höhe eine Fontainenanlage hergestellt wird, aus deren ärztliche Untersuchung ließ leinen Zweifel, daß das Gerippe die Polizei, die nach Beendigung des Prozesses wieder einmal einen beiden Röhren sich ein 30-40 Meter hoher Sprühregen erheben Leichenteile der im August 1885 verschwundenen Frau Herrmann unentdedten Mörder mehr zu berzeichnen hat, wahrlich wird. Zur Beleuchtung dieses Sprithregens wird ferner ihm schräg waren. Laut ärztlichem Gutachten ist Frau Herrmann aller Wahr- nicht von besonderem Vorteil find. Hard ſcheinlichkeit nach in den Keller gelockt worden. Dort wurde ihr mit Und nun noch das wenig erhebende Schauspiel, das die gegenüber am Westrand des Wassersturzes ein elektrischer Be einem scharfen Inſtrument, etwa einem Hammer oder Beil, mittels Schreibsachverständigen mit ihren Gutachten, mit dem leuchtungskörper errichtet, der gleich dem bereits vorhandenen von einem Bretterhäuschen umgeben werden wird. Ferner wird zur eines wuchtigen Schlages der Schädel zertrümmert, sodaß der Tod Streit barboten, den sie unter sich zur Begründung ihrer resp. intensiveren Beleuchtung des unteren Teiles des Wassersturzes am fofort eingetreten fein muß. Der Mörder hat alsdann den Leichnam Meinungen begannen. Im Publikum scherzt man über die in den Keller eingemauert. Der Verdacht der Thäterschaft illustrirten Journale, die zum Zwecke des Abonnentenfanges in Westrand ebenfalls noch ein Beleuchtungstörper aufgestellt, so daß munmehr im ganzen neun elektrische Scheinwerfer auf lenkte sich bereits gleich nach dem Verschwinden der Frau Herrmann Graphologie machen, auch giebt man in gebildeten Kreisen nicht die herabstürzenden Wassermengen wirken werden. Außerdem sind auf ihren Gatten. Das Haus wurde auch damals aufs genaueste allzuviel auf Zeichendeuterei. Hier aber wird Richtern und Ge- burch Einstecken kleiner Pfähle jetzt die Pläge bezeichnet worden, an unterfucht, es wurde aber nichts gefunden. schwornen zugemutet, aus den Widersprüchen der Handschrift Herrmann, der früher in dem Dorfe Koberwis wohnte, hatte fundigen heraus sich in einem Falle, wo es auf Leben und Tod geht, benen fich die 32 elektrischen Kandelaber erheben werden, die den sich im Anfang der 1860er Jahre zum erstenmale verheiratet. Er ein Urteil zu bilben. Er ein Urteil zu bilben. Ueber bie triminalistische Wertlosigkeit gesamten Park abends beleuchten sollen. behandelte seine Frau äußerst brutal, schlug und mishandelte fie oft ber Graphologie follten endgültig die Atten geschlossen werden.. Ein folgenschwerer Unglücksfall, bei welchem zwei Kindes aufs grausamfte. Obwohl Herrmann mit dieser Frau 14 Kinder Ein betrübendes Bild würde die Fruttifizierung des Pros ihren Tod fanden, während ein drittes schwer verletzt wurde, ver hätte, foll er vielfach mit anderen, zum Teil sehr zweifelhaften geffes bieten. Man wird erleben müssen, daß die einflußreichen Streife, ursachte Dienstagabend im Norden der Stadt großes Auffehen. Auf Gerichts- Beitung. Der Erfolg des Kampfes liegt nicht in der geringen Erhöhung des Lohnes den konnten die Fabrikanten zahlen, das haben sie selbst großthuerisch verkündet- sondern in der Abwehr des Versuchs, die Löhne der Arbeiter willkürlich herabzusetzen und die Organisation der Arbeiter zu sprengen. Im heldenmütigen Kampf ist es den Webern am Niederrhein gelungen, diese Zumutung zurückzuweisen und wir sind überzeugt, den Fabrikanten wird es eine Lehre sein, den Bogen fünftig nicht zu überspannen. Mögen die Arbeiter im Ausbau ihrer Organisation sich auch für die Zukunft eine sichere Vertretung ihrer berechtigten Ansprüche schaffen. Vermischkes. dem Grundstück Kaftanien- Allee 94 wurden drei dort spielende Kinder Produktenmarkt vom 26. April. Weizen verlor ca. 1 M.| thaten für die Arbeiter enthielt, zeigte aber bet näherer von einem Bretterstapel verschüttet, von denen nur eins lebend Roggen 50 M., Safer und Mais nahmen abwartende Saltung Prüfung eine Lohnproduktion, denn die künftig bezahlte hervorgezogen werden konnte. Die Bretter gehören dem Eigentümer ein. Stüb öl ſtill. Auf geringeres Angebot von Locoware machte sich am Arbeit war sehr reichlich von dem bisherigen Lohn in Abrechnung des Herrn Tischlermeister U., und waren, da ein geeigneter Lager- iter er mare, die mit 40,10 2.(+0,10 M.) Käufer fanden. gebracht. Spiritusmarkt festere Haltung bemerkbar. Gehandelt wurden 83 000 platz nicht weiter vorhanden war, in einer Ecke des Hofes etwa 50 er Ware wurde nicht zugeführt. Termine auf Deckungen pro Mai Der Konflikt war so von den Unternehmern hervorgerufen, denn 1/2 Meter hoch aufgestapelt worden. Die Kinder der zahlreichen gebeffert, worauf dieser Termin sowie September Termin um fie wußten, daß die Arbeiter unter den gegenwärtigen Umständen die Hausbewohner beschäftigten sind nun vorwiegend an dem Holzstapel, 10 Pf. anzog. Kartoffelfabrikate. Berlin, 26. April. Feuchte Lohnreduktion nicht ruhig hinnehmen würden, aber ihnen schien der wiewohl ihnen dies von dem Befizer wie auch von anderen Leuten Kartoffelstärfe per 100 g. 10,30 M. Prima trockene Kartoffelstärke per Konflikt zur Unterdrückung der Arbeiterorganisation günstig, es galt berboten worden war. Auch vorgestern abend hatte Herr u. die 100 g. 20,50-20,60 M., do. Supra 21-21,25 W., Sekunda 16,00-18,50 m. eine Straftprobe. In der Einschätzung der Widerstandsfähigkeit der Kleinen wieder verscheucht. Kaum jedoch hatte er fich Brima startoffelmehr per 100 Stg. 20,50-20,60 M., bo. Supra 21-21,25 Mr., Arbeiter haben sich die Fabrikanten getäuscht, die Arbeiter haben durch rege entfernt, als mehrere Knaben das Holzlager bestiegen. Plötz: do. Sekunda 16-18,50 Mr. Städtischer Schlachtviehmarkt. Zum Verkauf standen: 213 Rinder, Unterſtügung der gesamten Arbeiterschaft den Kampf fiegreich zu Ende gelich gab eine der unteren Bretterschichten nach und etiva 2751 Stälber, 983 Schafe, 7739 Schweine. Verlauf und Tendenz: führt, die Organisation steht unerschüttert da. Nur eine Organisation 20 der zollstarken Hölzer stürzten hinunter. Drei der spielenden Der Rinderauftrieb wurde bis auf wenige Stück geräumt. Der Kälberhandel hat gelitten, das ist der christliche Textilarbeiter- Verband, der wiederKinder, der 8 jährige Sohn der Töpfer Schefflerschen Eheleute, gestaltete sich schleppend. Von den Schafen fanden ungefähr 800 Stüd holt den Streifenden in den Rücken fiel. Otto, der 6jährige Aler Marzuret, dessen Vater, ein Tischler, bei Absatz. Der Schweinemarkt verlief ruhig aber fest und wird ziemlich gedem Hauswirt angestellt ist, und die 4jährige Grete Göting wurden räumt. unter den schweren Bohlen verschüttet. Den Bemühungen der auf das Geschrei der übrigen Kinder hinzueilenden Hausbewohner gelang es nach furzer Zeit die Verschütteten zu befreien, von denen Alex Marzurek und die kleine Göting kein Lebenszeichen mehr von sich Ein Stück Prügelpädagogik, welche der Kaufmann Mar gaben. Die Verunglückten wurden sofort nach der nahe belegenen Thiele bei seinem Mündel, der vierzehnjährigen Katharina Unfallstation II gebracht, jedoch konnte dort nur dem Scheffler Hilfe Schwenson, zur Anwendung gebracht hatte, wurde gestern vor geleistet werden. Dieser hatte eine Brustquetschung sowie Verlegungen der sechsten Berufungs- Straftammer des Landgerichts I erörtert. am Arm erlitten. Er befindet sich außer Lebensgefahr und konnte Thiele hatte gegen das Urteil des Schöffengerichts, wonach er wegen nach der elterlichen Wohnung gebracht werden. Alex Marzurek und Mißhandlung in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von 150 M. ver Grete Göting waren jedoch beide tot. Ihnen war das Genick ge- urteilt worden war, Einspruch erhoben. In dem ersten Erkenntnis brochen, außerdem zeigten die Körper beider Schädelverlegungen. war folgender Thatbestand als erwiesen angesehen worden. Der Die Leichen wurden noch vorgestern Abend nach dem Schauhause Angeklagte war seit mehreren Jahren Vormund des genannten überführt.. In Stettin feuerte gestern früh 3 Uhr der Kaufmann Paul Mädchens. Dasselbe wurde von ihm bei einem Restaurateur Einem Mauereinsturz zum Opfer gefallen ist Mittwoch gegen eine monatliche Entschädigung von 20 Mart in Pflege Scholz, der gerade aus einem in der Wilhelmstraße gelegenen nachmittag gegen 5 Uhr das 2/ 4jährige Söhnchen des Garnisontüſters gegeben. Als dem Angeklagten zu Ohren fam, daß der Aufenthalt Restaurant gekommen war, auf seine Frau einen Revolverschuß ab, Rohrbach, der im zweiten Stock des Hauses Lehninerstr. 6 wohnt. Das feines Mündels zu allerlei Bedenken Veranlassung gab, nahm er worauf diese schreiend in das Restaurant zurücklief und bald daselbst angrenzende Grundstück Nr. 5 gehört dem Maurermeister Lindenberg es zu sich. Mit diesem Wechsel war das Kind keineswegs ein- verstarb. Der Mörder ſezte sich auf eine Bant auf dem nahen verstanden und besonders, wenn es mit seiner älteren, Victoriaplag und schoß sich ebenfalls eine Kugel in den Kopf, die ihn und soll, nachdem das alte Gebäude bereits vor längerer Zeit anderweitig in Bflege gegebenen Schwester gesprochen hatte, äußerte fofort tötete. Das Motiv ist vermutlich Eifersucht. niedergerissen ist, demnächst neu bebaut werden. An der Weltgrenze er das Berlangen, im Waisenhause untergebracht zu werden. In Cleve wurden bei einer Gasexplosion fünf Personen derart ist der Bauplatz in seiner ganzen Breite, etwa 8 Meter, abgezweigt Als dem Angeklagten eines Tages zu Ohren kam, daß sein Mündel verlegt, daß sie alsbald ins Hospital gebracht werden mußten. Ein und an den im Nebenhause Nr. 6 wohnenden Kohlenhändler Karl über seine Frau in der Nachbarschaft schlecht gesprochen hatte, nahm Ehepaar liegt im Sterben. Das Gebäude wurde start demoliert. Dräger als Kohlenplatz einstweilig abvermiethet. Beide Teile des er das Kind vor und versetzte ihm Ohrfeigen. Die Gezüchtigte blieb Das Unglück entstand, als der Besizer des Hauses mit einem Bauplatzes wurden nun von einander getrennt durch Aufführung dabei, daß die Ehefrau thatsächlich die rohe Aeußerung gethan habe, brennenden Streichholze eine undicht gewordene Gasrohrſtelle untereiner drei Meter hohen und 1/2 Stein starten Mauer aus einer drei Meter hohen und 1/2 Stein starken Mauer aus Brandsteinen, während Holzthüren den Zugang zu dem Kohlen- die sie weiter erzählt habe. Der Angeklagte verlangte von dem Kinde, daß suchen wollte. Aus Polen wird berichtet: Der Kürschnergehilfe Janda ist plaze und dem übrigen Theile des Bauplazes von dem Nachbar- es einräume, gelogen zu haben, und als er ein derartiges Geständnis nicht erzielen konnte, wandte er zunächst Strafarbeiten an. Das Kind unter dem Verdachte, die Näherin Anna Hrudza ermordet zu haben, grundstück aus vermittelten. Die Mauer ließ nun bezüglich ihrer entfernte sich nach einigen Tagen heimlich, wurde aber von ihren deren verstümmelte Leiche im Walde bei Bolna aufgefunden worden Festigkeit wohl viel zu wünschen übrig, denn ein Flügel der= Verwandten dem Vormund wieder zugebracht. Das Kind erhielt war, verhaftet worden. In der Wohnung des Janda wurden blutfelben wurde bereits vor längerer Zeit durch einen Windsturm niedergelegt. Dem stehen gebliebenen von jest an häufig Schläge mit einem Rohrstod. Die Züchtigung befleckte Kleider vorgefunden. Janda leugnet, den Mord begangen zu haben. Teile waren nun auf der einen Seite ein großer Haufen Briquetts wurde in der Weise vorgenommen, daß das Dienstmädchen des Anvorgelagert, während an der andern Seite Bauholz aufgeschichtet geklagten dem schon start entwickelten Kinde die Röcke hochheben Aus Oberschlesien, 25. April, wird der Tag. Dieses wurde jedoch vor einigen Tagen abgefahren, so daß als eine derartige Wiederholung auch am Abend des 16. Dezember einer der jüngsten Nächte die Landesgrenze in der Richtung von Tag. Dieses wurde jedoch vor einigen Tagen abgefahren, so daß mußte, worauf der Angeklagte dann auf die Beinkleider schlug.„ Voff. 8tg." geschrieben: Zwölf Schnuggler beabsichtigten in die Mauer nur noch den einseitigen Druck von den Kohlen auszuhalten hatte, wodurch die Gefahr eines Einsturzes gegeben hinaus, wobei es sich den Fuß verstauchte. Dieser Vorfall gelangte batten sich im städtischen Forst von Lublinis gelagert, um beim erfolgen sollte, sprang das Kind drei Meter hoch zum Fenster Preußen nach Rußland bei Woischnik zu überschreiten. Die Leute war. Nun waren heute, wie alltäglich, fleine auf dem großen Bauterrain und der Nähe zur Kenntnis des Waiſenrats, der das Kind von den Normund Morgengrauen aufzubrechen. Da wurden fie zwiſchen& tamen, von spielten in fortnahm und es ärztlich untersuchen ließ. Der Mauer. Kurz fünf Uhr hörten Nachbarn Der praktische Arzt früh von drei bewaffneten russischen Grenzsoldaten überfallen, bor ein Dr. med. Erdmann hatte dumpfes Poltern und den Aufschrei mehrerer Kinder. Sie eilten ein Attest ausgestellt, wonach er denen einer in einer Entfernung von drei Schritt anf die lagernden auf dem Gesäß und den Oberschenkeln des Kindes nach dem Bauplaze und fanden hier die Mauer teilweise eingestürzt. bis fünf handtellergroße blutunterlaufene, mit dunklen Striemen und zwei andere leicht verwundet wurden. Die Schmuggler Schmuggler einen Schuß abgab, durch den eine Person schwer Die kleine Rohrbach lag mit zerschmettertem Schädel unter dem durchzogene Stellen gefunden hatte, abgesehen von ber= Pfeilertopfe, der beim Fallen mehrere Meter weit geschleudert war schiedenen blauen Flecken an anderen Körperteilen. Im Berufungs- russischen Soldaten über die Grenze nach dem nächsten Kordon ge flohen unter Zurücklassung der mitgeführten Waren, die von den und das Kind unter sich begraben hatte. Es gab kein Lebenszeichen mehr von sich. Etwa ein halb Dugend kleiner Kinder, die ebenfalls termine gab der Angeklagte die Züchtigungen zu, behauptete aber, schleppt wurden. Dem schwer verwundeten Schmuggler ist der linke daß er das Kind mit Güte nicht habe regieren können. Arm und das rechte Kniegelent durchschossen worden; er fand Aufin der Nähe der Mauer, aber an dem stehengebliebenen Ende spielten, Eine Verwandte der Gezüchtigten tamen mit dem Schreck davon. stellte derselben ein un- nahme in das Krankenhaus zu Lubliniz. Bei Aufnahme des Thats günstiges Zeugnis aus. Das Kind fei in hohem Grade bestandes durch den Ober Grenzcontroleur und die Polizeibehörde verlogen und halsstarrig habe dem Angeklagten gewiß von Lubliniz wurde festgestellt, daß der Ueberfall 850 Schritte von viel zu schaffen gemacht. Der Verteidiger Rechtsanwalt Bronker der Landesgrenze entfernt auf preußischem Gebiet stattplädierte auf Freisprechung. Wenn er sich auch keineswegs auf den gefunden hat. Standpunkt des in letterer Zeit vielgenannten Professors stelle, so meine er doch, daß eine energische Büchtigung am Plage sei, wenn In der Ortschaft Guta im Komorner Komitat( Ungarn) sind Gemeinsam in den Tod gegangen sind gestern die in der gütliche Vorstellungen bei dem zu erziehenden Kinde nichts fruchten den Trümmern wurden bisher die verkohlten Leichen von vier Boſenerstr. 13 wohnhaften Ruſchichen Eheleute, die Eigentümer des dem Angeklagten war, das Dienstmädchen zur der Züchtigung Kindern und sieben Frauen hervorgezogen; doch dürften noch mehr genannten Hauses. Der Mann war 71, die Frau 64 Jahre alt. Die erfolgte Kündigung einer Hypothek sowie das Ausbleiben einiger heranzuziehen. Staatsanwalt Dr. Kur bezeichnete das Gebahren Opfer vorhanden sein. Auch ein Gendarm ist bei dem Brande umgekommen. Die Rettungsarbeiten waren durch den Sturm sehr Mietsbeträge am 1. April brachten die alten Leute in augenblickliche des Angeklagten als eine maßlose Brutalität, die mit einer Gelderschwert.Verlegenheit. Sie nahmen sich dies derartig zu Herzen, daß fie bestrafe von 150 M. sehr gelinde geahndet worden sei. schlossen, aus dem Leben zu scheiden. Sie scheinen die reiflich geplante That schon am frühen Morgen ausgeführt zu haben. Aber erst am späten Abend wurde das Geschehene durch den als Bahnarbeiter beschäftigten Sohn der Verstorbenen entdeckt. Als die verschlossene Thür zur Wohnung gewaltsam geöffnet worden war, fanden die Hausbewehner, die mit dem Sohn in das Quartier eingedrungen waren, die beiden Eheleute an den Thürpfosten einander egenüber hängen. Der Tod war längst eingetreten. Dementirt wird im„ Reichs- Anzeiger" die auch von uns aus einer Lokalforrespondenz übernommene Mitteilung von dem Justiz mord, der 1856 an einem gewissen Buttlig begangen sein soll.. Die Geschichte ist dem amtlichen Blatte zufolge schon vor einigen Jahren als unrichtig bezeichnet worden. Als Verschwender entmündigt worden ist der frühere Student der Rechte Ferdinand von Kusserow, über den wir vor einiger Zeit im Zusammenhange mit dem nunmehr verurteilten Grafen von und zu Egloffftein berichteten. von Kusserow und Graf Eglofftein waren befreundet und mit einander sehr viel auf Rennpläßen zu sehen. Als ihm seine Schulden über den Kopf wuchsen, ging v. K. nach Amerika. Er lebt jetzt in New- York. Die zahlreichen Gläubiger haben das Nachsehen. Verloren gegangen find die Sammellisten 216 und 217 für die Krefelder Weber. Es wird gebeten, sie anzuhalten und bei M. Hannidel, Pappel- Allee 39, abzuliefern. Aus den Nachbarorten. vier Es müsse sogar anerkannt werden, daß es rücksichtsvoll von Der Gerichtshof hielt eine fortgesezte vorsägliche und eine fahrläffige Mißhandlung für vorliegend und erkannte hierfür auf eine Geldstrafe von 100 m. Unfer Erbfreund. bei heftigem Sturm 300 Häuser niedergebrannt. M Aus Ueber eine Gasexplosion wird aus Odessa berichtet: Jm Instruktionssaal der Kaserne Nr. 5, wo eine halbe Kompagnie Soldaten zum Unterricht versammelt war, hat eine furchtbare Gasexplosion stattgefunden. Acht Personen, ein Offizier, drei Unteroffiziere und vier Gemeine wurden getötet, sechs Gemeine verwundet. Der Saal hat starte Risse erhalten. Eingegangene Druckschriften. Aus Halle a. S. wird uns vom 25. April berichtet: Der Redacteur des„ Volksblattes" Genosse Swienty wurde heute von der Straffammer wegen Beleidigung der Mitglieder des Schöffengerichts vom 31. Dezember in Eisleben zu 300 M. Geldstrafe eventuell 30 Tagen Gefängnis verurteilt. Er hatte unter der Spig Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen marke:" Zwei Urteile" am 4. Jaunar im„ Volksblatt" zwei Gerichts verhandlungen kritisiert, worin der Vorwurf der Parteilichkeit( Stuttgart, Dies Verlag) ist uns soeben die Nr. 9 des 9. Jahrgangs zuerblickt wurde. In dem einen Falle handelte es sich um gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Borwärts. Zur Maifeier. Aus der Bewegung. den Mühlenbesitzer Hauerstein aus Eigerstadt, der mehrere Von William Morris.( Gedicht.) Die Frauenfrage im Altertum. V. Von Lily Braun in Berlin. Stocke geschlagen hatte. Er wurde zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. Frauen mißhandelt und eine Frau in ganz brutaler Weise mit einem Feuilleton: Maienmärchen. Von Gertrud Stein, Frankfurt a. M. In dem andern Falle handelte es sich um den Geschirrführer Siebert, Notizenteil von Lily Braun und Klara Zetkin: Weibliche Fabrikinspektoren. der eine Frau mit einem Stock über Kopf und Arm geschlagen hatte. beiterinnen. Gewerkschaftliche Arbeiterinnenbewegung. Arbeitsbedingungen der ArFrauen- Stimmrecht. Er bekam 5 Monate Gefängnis zudiktiert. Durch die Gegenüberstellung der vom Schöffengericht an einem Tage gefällten Urteile soll zum Ausdruck gebracht worden sein, daß der arme Mann sehr hart und der reiche Mann zu gelind bestraft worden sei. Der Genosse Tischler Karl Schmidt wurde von der Anklage der Gotteslästerung freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte zwei Monate Gefängnis beantragt. Für den Grafen von und zu Egloffftein sowie für den Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich vorgestern nachmittag in der Hauptstraße zu Schöneberg ereignet. Dort gingen die Stallmeister Dietel ist von den Verteidigern, Rechtsanwälten beiden Kinder des Postassistenten se l'engenhage aus Schöneberg Dr. Marcuse und Dr. Davidsohn, das Rechtsmittel der Revision spazieren, der kleine dreijährige Knabe mit einer achtjährigen eingelegt. Außerdem ist von Dr. Marcuse die Haftentlaffung des Schwester. In dem Hause Hauptstr. 119 befindet sich ein Fourage Grafen Egloffstein im Beschwerdewege beim Kammergericht beantragt geschäft von Kieburg und als gerade ein hoch aufgeladener Wagen mit Heu auf das Grundstück einbiegen wollte, lief ihm der Kleine, anstatt auszuweichen, in die Pferde. Der schwere Heuwagen ging nun über das kleine Wesen hinweg, so daß der Kopf vollständig zertrümmert wurde und es im nächsten Augenblick eine Leiche ivar. Das tote Kind wurde sofort von Amts wegen mit dem Gemeindewagen nach der Leichenhalle gebracht. Austritt aus der Landeskirche. In Lichtenra de liegt die Gemeinde bekanntlich mit ihrem Prediger, einem Herrn Klein, in Streit. Die unerquicklichen Zustände, die sich aus dem Konflikt ergaben, haben nunmehr zur Folge gehabt, daß die ganze Gemeinde, mit Ausnahme von fünf Familien, am legten Sonnabend beim Amtsgericht ihren Austritt aus der Landestirche erklärt hat. *) Weizen Marktpreise von Berlin am 25. April 1899 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. worden. Frauenbewegung. Die" Gleichheit" erscheint aller 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1899 unter Nr. 3033) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 72 bis 8 1hr abgehalten. Zwei Wettende. Die Feuerwehr ist königlich. Die Stadt hat aber die Ehre, die Unterhaltungskosten zahlen zu dürfen. Bu sagen hat sie nichts. Reinthal. Das ist aus technischen Gründen nicht möglich. Reine Zeitung bringt unseres Wissens die Zahlen größer. B. 3. Eine Tare giebt es darüber nicht; etwa 1-2 Broz. werden für angemessen erachtet. G. R. 100. Noch wegen geringer förperlicher Der Lohnkampf der Krefelder Weber. Fehler zurzustellen.- 21. 6. 185. 1. und 2. Ja.- 3. 100. 1 und 2. Ja, falls nicht intimer Verkehr stattgefunden hat. E. S., Lucken walde. Sie müssen sich an Ihre Heimatsbehörde wenden. A. 2. 22. Nunmehr darf man den Kampf der Krefelder Weber als beendet Bom Polizeipräsidium.- 2. 2. 77. 1 Ist es derselbe Bater: ja, sonst betrachten, da bis auf eine Firma sämtliche eine Einigung mit ihren nein. 2. Wie zu 1.. C. 3., Lichterfelde. 1. Bei der Steuereinschätzung Arbeitern getroffen haben. Am Montag ist auch bei der Firma sind in Abzug zu bringen: a) die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung Ebeling u. Comp., wo der Ausstand 41/2 Monate anhielt, eine des Einkommens verwendeten Ausgaben; b) die Schuldenzinsen und Renten; annehmbare Vereinbarung zu stande gekommen, so daß jetzt c) die von dem Grundeigentum, dem Bergbau und dem Gewerbebetriebe nur noch 60 bis 70 Ausständige zu verzeichnen sind, die weiter zu entrichtenden direkten Staatssteuern, sowie solche indirekte Abgaben, welche zu den Geschäftsuntosten zu rechnen sind; d) die regelmäßigen jähr unterstützt werden. lichen Absetzungen für Abnugnng von Gebäuden, Maschinen, Betriebsgerät Damit ist der Kampf zu Gunsten der Arbeiter entschieden; daran schaften usw.; e) die Beiträge zu den Kranten, Unfall. Alters- und Inkann der Umstand nichts ändern, daß hier und da von den Forde- validenversicherungs, Witwen-, Waisen und Pensionskassen; f) Berrungen abgegangen wurde; die Arbeiter können stolz auf einen sicherungsprämien für Todes: oder Lebensfall. 2. Für jedes FamilienKampf zurückblieben, den sie während der 15 Wochen mit seltener mitglied unter 14 Jahren wird von den steuerpflichtigen Einkommen sofern dasselbe Ausdauer und Opferfreudigkeit geführt haben. Die ruhige Ent- des Haushaltungs Vorstandes, den Betrag schlossenheit, der unerschütterliche Zusammenschluß der Arbeiter 3000 m. nicht übersteigt, der Betrag von 50 M. in Abzug gebracht. in diesem Streit dürften einzig dastehen in der Geschichte gewerkschaftlicher Kämpfe am Niederrhein. Und welche mächtigen Gegner galt es zur Nachgiebigkeit zu zwingen! Hier ist eine alt eingesessene Industrie, die Reichtümer auf Reichtümer gehäuft hat, ohne den Arbeitern einen entsprechenden Anteil an ihrem Gewinn zu 2,20 1,20 gewähren; hier waltete der Fabrikpascha umumschränkt als Gebieter 180 über seine Lohnstlaven, gegen seinen Willen zu widersprechen, schien 2,60 1- ihm undenkbar. 1 kg 1,60 1,60 1,10 1,80 1, 2,60 2, 3,60 2,40 16,25 15,10 Schweinefleisch Roggent 14,70 13,20 Kalbfleisch " *) Futter- Gerste 13,20 12,50 Sammelfleisch " Safer gut 15,40 14,90 Butter " mittel 14,80 14,30 Eier, 60 Stüd " " gering " 1kg 3, Heu Richtstroh †) Erbsen + Speisebohnen †) Linsen Kartoffeln, neue do. Bauch 4 Rindfleisch, Keule 1kg 14,20 13,70 Starpfen 4,16 3,66 ale 4,50 Bander 25,- Hechte 7,10 40, 50, 70,- 30, 25, Barsche Schleie 6,- 4,- Bleie " 1,80 1,20 Aber die Organisation der Arbeiter hat die Gleichgütigen, die 1,60 0,80 Trägen aufgerüttelt, und mit der Organisation wuchs der Widerstand 3,50 1,20 gegen das alte Joch. 1,40 0,80 Wenig war es, was die Arbeiter forderten und was den Ausbruch 2,50 12, des Kampfes verursachte. Die Unternehmer planten zu Beginn des *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt: Jahres die Einführung einer gemeinsamen Lohnliste, die vor allem fchaftskammer- Notierungsstelle- und umgerechnet vom Polizeipräsidium auch die Bezahlung einer Arbeit enthielt, die bisher von für den Doppel- Centner. +) Kleinhandelspreise. " 1,60 1,20 Strebse per Schock 1,20 1, den Webern unentgeltlich geleistet werden mußte. mußte. Diese Liste, die, wie die Fabrikanten behaupteten, nur Wohl Witterungsübersicht vom 26. April 1899, morgens 8 Uhr. Stationen Swinembe. Hamburg Berlin Wiesbaden Wetter Stationen 752 Wetter bon 22079 10 9. 4 bedeckt 4 bedeckt 750 SSD 2wolfig 11 Saparanda 753 S 750 SS2bedeckt 9 Petersburg 766 SSO 1wolfen!-2 751 Still Regen 11 Cort 757 WNW 3 heiter 75223 3 Regen 9 Aberdeen 752 NNM 45lb.bed. München 755 S 4 Regen 8 Paris Bien 756 Still Regen Wetter Prognose für Donnerstag, den 27. April 1899. Beitweise heiter, vielfach wolkig mit geringen Regenfällen, mäßigen westlichen Winden, fühlerer Nacht und wenig veränderter Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau Illustrierte Maifest- Beitung soeben erschienen. 8 Seiten ftart. Preis 10 Pfg. Ein prächtiges Titelbild von E. M. Lilien versinnbildlicht den Sieg der Arbeit, während das Vollbild auf Seite 4 und 5 das bekannte Kunstblatt des berühmten Malers Böcklin: ,, Die Freiheit" wiedergiebt mit einer Umrahmung von Lilien: Die Verbrüderung von Kunst und Arbeit darstellend. Der Text enthält u. A. ein schwungvolles Maigedicht von R. Lavant, ein stimmungsvolles Feuilleton: Der 1. Mai und die Frauen" von Lily Braun, eine historische ,, Rückschau auf den steinigen Weg zum Achtstundentag"," Der Kampf um das Koalitionsrecht" ,,, Für die Landagitation" u. s. w. u. s. w. Der Kampf Wir empfehlen dieses wirklich schöne Festblatt bestens. Achtung! I 靈 Koali .... Buchhandlung Vorwärts, Bent. 190 Beuthstraße 2. Für die Volksversicherung Achtung: Rixdorf! einer der erfien Lebens- BerDroschkenkutscher. Donnerstag, den 27. April, abends 9 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Referent 1. Die fulturfeindlichen Bestrebungen der Arbeiterfeinde. Robert Schmidt. 2. Berichterstattung vom Kongreß der HandelsHilfsarbeiter in Leipzig. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Kollegen! In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersuchen wir Euch, recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Das Agitationskomitee. Apollo- Theater, Ph. Thomas, Hermannstr. 48/50. jidherungs- Gesellschaften Montag, den 1. Mai 1899: I MAI- FEIER, arrangiert von den Parteigenoffen Rigdorfs, bestehend Vokal- u. Instrumental- Konzert, in Achtung! Turnerisch. Aufführungen, Saal- u. Corsofahren, Lebende Bilder u. Tanz, Achtung! I Kistenmacher! unter gütiger Mitwirkung der Arbeiter- Gesangvereine Rixdorfs: Arion, Einheit, Grüne Eiche, Melodia, Gesangverein der Maurer und Schneeglöckchen( M. d. A.-S.-B.), den Mitgliedern der Freien Turnerschaft, den Mitgliedern des Arbeiter- Nadfahrer- Vereins Rirdorf wird ein in diesem Fach durchaus er: fahrener, gewandter Acquisiteur bei hohen Bezügen zu engagieren gesucht. Adressen werden unter J. 1 an die Exped. dieses Blattes erbeten. 2974b Nachtigallen, schlagend, 4,50, Blaufehlchen 4,-, Staare 2,-, HaideTerchen 2,-, Edelfinken 1,- M. Sager, Andreasstr. 39. 2986b Vermietungen. Wohnungen. Freitag, den 28. d. Mts., abends 8 Uhr, bei Stechert, und Herrn P. Gent. Die Mufit wird von Mitgliedern d. Freien Vereinig. der Civil- Berufsmusiker ausgeführt. Ein Laden mit Wohnung Andreasstraße Nr. 21: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 2. Neuwahl des gesamten Bor standes. 3. Der Streit bei Fehse. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Der wichtigen Tagesordnung wegen, erwartet der Vorstand das Era scheinen sämtlicher Mitglieder. 94/11 Der Vorstand.. Verein der Leitergerüstbaner Berlins und Umgegend. 29816 Sonntag, den 30. April, vormittags 9 Uhr, bei Herrn Zubeil, Lindenstr. 107: Versammlung. Oeffentl. Verlammlung Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Tanz 5 Uhr. Billet 20 Pf. Vormittags 10 Uhr im obigen Lokal: -groß. Keller und einem Gärtchen, worin bisher Restaurationsbetrieb stattgefunden, ist in Neu- Weißensee, Lehderstraße 113, fof. zu vermieten.[ 58/19 Näheres bei d. Verwalter Stiegert. Lagerraum, Volksversammlung für Männer u. Frauen. Sele Werftat» Veerm Tages Ordnung: ca. 60 qm, mit Gas, 901001-2203/ 1 Erbgeschoß, ca. 60 qm Der 1. Mai und seine Bedeutung. 203/1 Groeitung, eig. Sof, ſof. od. später rafting Referent: Schriftsteller Genosse Grempe. Arbeitslose, die organisiert sind, erhalten in der Versammlung ihr Freibillet zu obigen Vergnügungen. Achtung! Achtung! ber Sattler Rixdorf's Mitglieder d. Central- Krankenkasse d. Maurer sc. Sonntag, den 30. April, vormittags 112 Uhr, im Lokale des Herrn Thomas, Hermannstr. 49( fleiner Saal). Tages Ordnung: Wochentags bis 10 Uhr abends geöffnet. ( Grundstein zur Einigkeit.) Verwaltungsstelle Berlin. M 1. Bortrag des Genoffen P. Jahn über: Lebenshaltung und Bolts: Sonntag, den 30. April, vormittags 10 Uhr einkommen. 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die Sattler Rixdorfs zur Gründung einer Filiale des Verbandes der Sattler und Tapezierer. 4. Ver schiebenes.irborfa müffe Alle Sattler Nixdorfs müffen zur Stelle sein. 156/12 Der Einberufer. Paul Kunze, Hobrechtstraße 12. Fahrgeld vergütet. Jacques Raphaëli Inh.: Th. Büsing, Berlin C., An der Spandauer Brücke No. 2. Cigarren. Billigste Bezugsquelle für Raucher, Restaurateure u. Händler. Um dem Besteller oder Käufer jeden Zweifel eines etwaigen Risikos zu nehmen, versende und verkaufe ich nur zur Ansicht. Der Käufer erlegt den Betrag, und wird derselbe im nicht zusagenden Falle anstandslos zurückerstattet. Bei persönlichem Einkauf 10 Stück von jeder Original- Grösse Marke Fernando, vorzüglich. Geschmack, 100 Sorte zum Kistenpreise. Kiste. Neu! Versand- Muster- Neu! NO. 1. Inh. 10 Sorten Cigarren à 10 St.gepackt 100 St. in den Preislagen von Mk. 2,25 bis Mk. 6, nur vor. 3,75 M. 4,60 M. 5,70 No. 2. Inh. 10 Sorten Cigarren à 10 St. 100 St. in den Preislagen von Mk. 3 bis Mk. 7, No. 3. Inh. 10 Sorten Cigarren à 10 St.= 0.100 St. in den Preislagen von No. 4. No. 5. Mk. 4,- bis Mk. 9, Inh. 10 Sorten Cigarren à 10 St.= 100 St. in den Preislagen von 7,50 Mk. 5, bis 12,50 für nur Mk. 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Mai geschlossen ist, auch werden an diesem Abend von den Hilfstassierern keine Beiträge entgegen genommen. Die Verwaltung. J. A.: P. Hoffmann. Den Kuchenvertilger August Bartz, Arndtstraße 11, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß der Schweine: stall in die Luft fliegt! Danksagung. 29846 Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes spreche ich hierdurch allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Kollegen der Firma Gebrüder Lüdke, sowie den der Firma Lommakich u. Schröder für die schönen Kranzspenden meinen tiefgefühltesten Dank aus.[ 29726 Amalie Grossmann nebst Tochter und Sohn. Danksagung. 29776 Fahrräder, verschiedene Marken, auch wenig gebrauchte, zu den billigsten Preisen liefert Carl Karras, Langestr. 17, part., tein Baden. Eigene Lehrbahn. Teilzahl. Sämtl. Zubehör. -Räder, -Radbestandteile -Radreparaturen reell und billigst ahr in der Fahrrad- Fabrik Frankfurter Allee 131. 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Sämtliche Versammlungen finden mit Hilfsarbeitern und Frauen statt. h ditut Tagesordnung in sämtlichen Versammlungen: „ Die Bedeutung des 1. Mai". statt.s ? Nahrungs- und Genussmittel- Gewerbe.pistrano Lederbearbeitung. Gruppen Bersammlung: Marienbad, Babſtraffe 35/36 Gruppen- Versammlung: Niefts Salon, Weberstr. 17, vormittags 10 Uhr..unlo ruppen Be Referent; Dr. E. Freudenberg- 102100 021001-1882 Zusammenkunft der einzelnen Gewerbe: Tabalarbeiter und Arbeiterinnen Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter. Konditoren Schlächter. Bäder Gärtner bei Nicft, Weberstr. 17, bei bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, bei bei Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16, bei Preuß, Neue Friedrichstr. 20, Müller und Müllerei- Arbeiter Barbiere und Friseure Musiter bei bei Gastwirtsgehilfen bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, bei Mörschel, Jüdenstr. 35/36, Referent: Max Schütte. Die Weingerber, Lohgerber, Lederzurichter, Lederfärber, Lederarbeiter und Arbeiterinnen, Handschuhmacher fommen vor der Gruppen- Versammlung nicht zusammen, sondern begeben sich sofort vormittags 9 Uhr, nach dem Marienbad. Die Sattler und Berufsgenossen des Zentrums und Südens versammeln sich bei vormittags 9 Uhr. Hoffmann, Aleganderstr. 270, vormittags 8 1hr, und gehen von dort zur Gruppen- Versammlung. vormittags 9 Uhr. bonitted Bekleidungsindustrie. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 11hr. vormittags 9 Uhr. bormittags 9 Uhr. vormittage 9 Uhr. Gruppen Verfammlung: Handels- und Verkehrs- Gewerbe. Feuersteins Festsäle( ober. Saal), Alte Jakobftr. 75, vormittags 11 br. 190191 Q Referent: Emil Rosenow. Gruppen- Versammlung: Arminhallen, all Kommandantenstraße 20, vormittags 10 Uhr. Referent: August Täterow. 8usammenkunft der einzelnen Gewerbe: bei Feind, Weinstr. 11, Kürschner u. Müßenmacher Kürschner( Selbständige) Sutmacher Zegtilarbeiter Posamentierer . Färber, Dekateure, Appreteure und Berufsgenossen Wäschebranche bei Neumann, Linienstr. 19, bei Feind, Weinstr. 11, bei Weinberg, Andreasstr. 84, bei Lüneburg, Alte Jakobstr. 66, bei Lüneburg, Alte Jakobstraße 66, vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 11hr vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, vormittags 9 Uhr Die Kaufleute, Handlungsgehilfiunen, Saus- und Geschäftsdiener, Getreideträger, Speicherei- Mah- u. Konfektionsbranche, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Blusen- u. Tricottaillen Arbeiter. Roll und Lastfuhrwerks- Kutscher, Möbeltransport- Arbeiter, Händler, und Händlerinnen, Droichkenkutſcher tomment vor der Gruppen- Verfanmmlung nicht zusammen, sondern begeben fich Holzindustrie. Gruppen- Versammlung: Neue Welt, Safenhaide 106-114, mali Stellmacher Böttcher Korbmacher Stodarbeiter . vormittags 10 Uhr, Referent: H. Borgmann. Zusammenkunft der einzelnen Gewerbe: . bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, bei Wilke, Andreasstr. 26, Parkettbodenleger. Einsetzer Bananschläger Kistenmacher Bürsten- und Pinselmacher Holz- und Bretterträger Holzbearbeitungsmaschinen Arbeiter. Klavierarbeiter Kammmacher . . bei Stramm, Ritterste, 123, bet Stechert, Andreasite. 21, . bei Zubeil, Lindenstr. 106, bei bei Buske, Grenadierftr. 88, bei Th. Wehner, Oranienstr. 184, bei bei Ewald, Schönleinstr. 6, bei Wilke, Andreasstr. 26, bei Zubeil, Lindenstr. 106, bei Gold, Gr. Frankfurtersir. 183, Arbeiterinnen gehen direkt zur Versammlung nach den Arminhallen. ク Bockbrauerei( fleiner Saal) Graphische Gewerbe. Gruppentelhofer Berg, vormittags 10 Uhr. Referent: Otto Sillier. Die Buchdrucker, Schriftgießer, Formstecher. Tapetenbruder, Stereotypeure. Silfsarbeiter, Lithographen und Steindrucker kommen vor der Gruppen- Versammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach der Bockbraueret. vormittags 9 Uhr Metallindustrie. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. Uhr. 91 Gruppen- Versammlung: Feenpalast, Ecke Burg und Wolfgangstraße, vormittags 10 Uhr. Referent: Otto Näther. vormittags 9 1hr Sämtliche Metallarbeiter begeben sich direkt nach der Gruppen- Versammlung. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 11hr. vormittag 9 11. Uhr. Kupferschmiede vorher bei Feind, Weinstr. 11, früh 8 1hr. vormittags 9 1hr Schuhwarenindustrie. Gruppen Bersammlung: Cohns Festsäle( Gr. Saal), vormitt. 91/ Uhr. bormittags 9 11hr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 1hr. vormittags 9 Uhr. Tischler, Drechsler, Jalousie- Arbeiter, Kortarbeiter kommen in ihren Verkehrslokalen um 9 Uhr zusammen und gehen von dort aus zur Versammlung in die Neue Welt". de TH017501900SUP Beuthstr. 21/22. Referent: Lankow. Die Filzschuh- Arbeiter. Zwider, Schäftearbeiter fommen vor der Versammlung früh 9 Uhr in ihren Verkehrslokalen zusammen und gehen dann nach Cohns Festsälen. Die Schoßarbeiter und die Schuhmacher aus Maßgeschäften der Friedrichstadt gehen sofort nach Cohns Festfälen. Nach der Versammlung der Schuhmacher: Ausflug nach Treptow, Restaurant Hohlwein. 0 bind 19uabusqa 19b nA ____ Besondere Versammlungen vormittags: spi Zimmerer( lokal).hmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13, vormitt. 10 Uhr. Maurer( central). Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg( ar. Saal), vorm. 10 Uhr. " Zimmerer( central). Quarge estfäle, Grand Hotel Alexanderplat", Plexanderftr. 46-48, vormittags 10 Uhr. Steferent: Richard Fischer. Putzer. Rellers eftfäle, Koppenstraße 29, vormittage 10 Uhr. dag des Hazle Referent: Georg Wagner. Töpfer, Steinmetzen. Altes Schützenhaus, Linienstr. 5, vorm. 10 Uhr. Dachdecker, Steinsetzer.) Referent: A. Lother. Möbelpolierer. Rachmittags: Ausflug nach Johannisthal, Bartrestaurant von Rabe. Kellers Festfäle( oberer Saal), Koppenstr. 29, vormittags 10 Uhr. Referent: Dr. Silberstein. Usb Mugfelds Westfäle, Stein-, Gips-, Holzbildhauer, Modelleure. resenterstraße 96, vormittags 10 Uhr. Steferent: Fritz Zubeil. Maurer( lotal). Boruſſia- Säle, Ackerstraße 6-7, vormittags 10 Uhr. Tapezierer. Referent: Fritz Kater. Nümanne Festfäle( früher Gründe), Brunnenstr. 188, vorm. 10 Uhr. Referent: Dr. Zadek. We Nach der Versammlung: Ausflug nach Pichelswerder, Restaurant Jufelgarten( Freund). Glaser, Glasarbeiter, Glasschleifer, Bilderrahmenmacher, Porzellanmaler u. Arbeiter. Englischer Garten( gr. Saal), Alexanderstr. 270, Referent: Alwin Körsten. vormittage 10 Uhr. vormittags 10 Uhr. Musikinstrumenten- Arbeiter. Graumanns Salon, Naunynstraße Nr. 27. Referent: Ad. Hoffmann. Feuersteins Festfäle( unterer Saal). Alte Referent: Hugo Poetzsch.. 10 Dr. Maler, Lacki Maler, Lackierer und Berufsgen. te afobftr. 75, vorm. 10 Uhr. Vergolder u. Berufsg. Arminhallen, Kommandantenftr. 20, vormitt. 10 Uhr, Referent: H. Faber. Konzerthaus, Referent: G. Link. Referentin: Frl. Ida Altmann. Buchbinder u. Buchbinderei- Arbeiterinnen, ofensas Stuccateure u. Berufsg. Bus Salon, Grenadierftr. 33, vorm. 10 Uhr. Ledergalanterie- Arbeiter u. verw. Branchen. bormi 10 11 Bauarbeiter aller Branchen. Stems Soralings 10 thr. 13-15, Alte Jakobstr.37, Zusammenkunft vorher 9 Uhr: Buchbinder, Lebergalanteriearbeiter 2c. im Lokal von Behse, Annenstr. 16, H. p. Referent: Paul Dupont. Rabitzputzer. Referent: Max Kiesel. eſtſaal, Restaurant Zubeil, Lindenstraße 106, vormittage 10 ube. Täschner u. Koffermacher. Roll taal, Adalbertstr. 21, vorm. 10 Uhr. Referent: G. Assmann. Referentin: Frau Anna Mesch. 2 öffentliche Gewerkschaftsversammlungen: Vormittags 10 Uhr ,, Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39 und Charlottenburg: Die Gewerkschaften resp. die Einber Gambrinus- Brauerei", Wallstr. 94. Referenten: Robert Schmidt und Paul Hirsch. künften bedarf es keiner Anmeldung. der Gruppen- Versammlungen haben Gruppen- Versammlungen haben ihre Versammlungen selbst anzumelden. Bei den ZuſammenGleichzeitig werden die Bureaus der Versammlungen beauftragt, über die Anzahl der Versammlungsbesucher dem Gewerkschaftsbureau, Annenstr. 16, 1 Tr., sofort nach Schluß der Versammlung Meldung zu erstatten. 673 Jan10 Ieslie Jon 197 Mit solidarischem Gruh bu Berantwortlicher Redacteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading Berlin. Die Berliner Gewerkschafts- Kommillion. Nr. 98. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 27. April 1899. = Grünthalerstr. 3-4. Sangestreue", Brandenburg a. S., Wollenweberſtr. 3. " schlusses" als den Thatsachen nicht entsprechend kritisierte. Das Stippekohl, Schönerlinderstr. 5.- 8ukunft II", Belten i. d. M., Grunow, Wilhelm Derlammlungen. Verhalten der Gegner des Centralverbandes in Punkto Achtuhr- straße 19." Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7.- ,, Bineta", ,, Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60Ueber den Achtuhr- Ladenschluß und die Regierungs- Ladenschluß rügte Redner als ein Zeichen der Lauheit und Interesse- Schmidt, Swinemünderſtr. 65. Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 36." Sangeslust I", Reimann, Buttbusers losigkeit. Was seitens der Abgeordneten bürgerlicher Parteien zu ftraße 30.- Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Winkel's Salon, Hauptstraße. borlage sprach am Dienstagabend Reichstags Abgeordneter " Freiheit III", Neu- Weißensee, Königchaussee 38.- Loreley", Hemmerling, Singer in einer gutbesuchten Versammlung der Handlungsgehilfen Gunsten der Angestellten zu erwarten sei, charakterisierte Redner an und Gehilfinnen in Cohns großem Saal. Der Entwurf, so führte den arbeiterfeindlichen Ausführungen der Mittelstandspolitiker im Redner aus, bietet für die interessierten Angestellten so außerordentstehende Resolution an: Reichstage. Die Versammlung nimmt hierauf einstimmig nachKornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133.-, Sängerhort", Liebehenschel, Mariannenstr. 48." Liedes- Echo", Drathschmidt, Stalizerstr. 102. lich wenig, daß man förmlich bedauern könne, daß so viel Papier dafür vergeudet wurde. Die Novelle laffe deutlich erkennen, daß bei " Die Versammlung erflärt ihre Uebereinstimmung mit den Aus- Oberon", Gründer, Köpniderstr. 100.- Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18c. führungen des Referenten Reichstags- Abgeordneten Singer. Die Morgengrauen"( Bäcker), Neumann, Brunnenstr. 150( nachm. 4-6 Uhr). Fruchtstr. 61. dem berühmten Arbeiterschutz" auf die Gunst des Unternehmers Bersanumlung ist der Ansicht, daß die Regierungsvorlage auch die Süd- Ost II", Ludwig, Wrangelstr. 86.- Möbelpolirer"," tums stark Rücksicht genommen wurde. Ohne Zweifel verFortschritt", Fürstenhof, Zölz, Köpnickerstr. 137/ 38.- Vereinigte Sänger", Gerstenähre", Sommer, Grün rät die Vorlage ein für eine Regierung recht bedenkliches Kom- bescheidensten Wünsche der Handlungsgehilfenschaft unberücksichtigt wilmersdorf, Bollsgarten, Berlinerstr. 40. " Waldfapelle", Ladewig, Kommandantenstr. 65.- ,, Liederlust II", promiß mit den wirtschaftlich Stärkeren; statt die Angestellten ließ und in keiner Weise im stande ist, die krassen Uebelstände in straße 21. Oranienburger Vorstadt", Diefe, Acer: vor Ausbeutung zu schützen, schont die Novelle die wirtschaftliche unserem Beruf zu beseitigen. Die Versammelten erklären ihre Rempfer, Moabit, Beuſſelſir. 25. Arbeiter- Gesangv. Freiheit IV", Bernau, Elysium, Berliner Thor. Uebereinstimmung mit den in der Petition des Centralverbandes der Straße 123. Stellung der Arbeitgeber. Trotz alledem verlangen die Unternehmer Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands niedergelegten martin, Stugelweg 58. Soffnung III", Friedrichsberg, Böter, Friedrich Steinnelfe", Sachs, Lindowerstr. 26. Sängerlust", Werder a. H., weitgehendere Stonzessionen. Was die Gewerbe- Ordnung selbst anlange, so biete diese ein Durcheinander von Abänderungen und Nach- Forderungen und erwarten von denjenigen Reichstags- Abgeordneten, Martin, Kugelweg 58. Hoffnung III", Friedrichsberg, Böfer, Friedrich Karlstr. 34.„ Senefelder II", Brandenburg a. H., Lehmann, Kl. Gartenträgen, daß es faſt angezeigt erscheine, diese von Grund auf um- Unternehmertum zu wahren, daß sie in der Kommission wie im welche wirklich entschlossen sind, unsere Interessen gegenüber dem straße 1 a.„ Süd- West", Ladewig( Klosterglocke), Kommandantenstr. 66. zugestalten, solle sie für jeden faßlich und verständlich sein. " Felsenburg", Scheere, Blumenstr. 38. Rütli", Friedenau, Grube, Stubenrauchstraße und Kaiser- Allee Ede." Solidarität II"( Maurer), Unverständlich sei, weshalb die Regierung die Forderung des Plenum des Reichstages energisch in unserem Sinne arbeiten." Achtuhr Ladenschlusses nicht zu der ihrigen machte, obwohl die Kommiſſion äußert, nimmt die Versammlung nach eingehender Begründung Münzer, Bergstr. 7. Nachdem noch Alb. Kohn im Sinne des Referenten sich ge- Potsdam, Boigts Blumengarten, Spandauerstr. 33. Melodia I", Nixdorf, für Arbeiterstatistik derselben zustimmte. Als Ersatz dafür glaubt man feitens des Redners auch nachstehende Resolution einstimmig an: Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen mit Festlegung einer ununterbrochenen Ruhezeit von 10 Stunden pro Die in Bahl versammelten Handlungsgehilfen und im Vereinskalender sind zu richten an Eugen Raschke, Nixdorf, MahlowerTag ben Arbeitern genug geboten zu haben, was gleichbedeutend Gehilfinnen beauftragen bas Bureau der Berſammlung, die Berliner Straße 1, IV. Donnerstag:„ Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßerscheint mit der Octrozierung des 14 stündigen Normal- Arbeitstages, Stadtverordneten wiederholt aufzufordern, durch Ortsstatut zu be licht II", Burmann, Liebenwalderstr. 27. burgstr. 56. Columbus", Conrad, Kamphausenstraße 3. „ Glüh ganz abgesehen, daß der Entwurf überhaupt nur von Angestellten stimmen, daß die Sonntagsarbeit in Engros- und Bankgeschäften Elbingerstr. 17. Morgengrauen", Brinkmann, Kamerun", Müller, Weidenweg 97. Glühlicht I", in offenen Verkaufsstellen spricht. Daß man sich für eine Inspektion in den Lägern und Comptoiren der City Berlins feitens gänzlich untersagt, in Detailgeschäften auf bret Stunden beschränkt Neu Weißensee, Stegemann, Streuftr. 3. Unverzagt f", Lehmann, - Koppenftr. 17. ,, Grüner Hain", Heide, Elbingerstr. 14. der Gesetzgeber nicht erwärmen konnte, um so die nötigen Unterlagen für die Novelle zu finden, lasse so recht den Bureaukratismus unserer Hierauf erfolgte Schluß der imposanten Versammlung mit Weber, Görlitzerstr. 33b." Feste Brüder", Nixdorf, Schöntag, Hermannstraße 232. Regierung erkennen, die alles nur vom grünen Tisch aus zu reglementieren einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie. abiased- e Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Geselliger gedenkt; jedenfalls hätte sich die Vernehmung Angestellter nötig gemacht, Verband deutscher Barbier, Friseur und Perrückenmacher: Verein Unter Uns", Fischer, Beuffelstr. 66. Orchesterverein Allegro", und man wäre zu der Erkenntnis gelangt, daß für alle An Gehilfen. Heute, abends 102 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Vor: Richter, Dresdenerstr. 116. Rauchkl.„ Süd- West", Michaelis, Simeon: Rauchfl. Kernspize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Statklub gestellten im Handelsgewerbe gesetzlicher Schuß am trag des Kollegen Deichsel:„ Der Wert der gewerkschaftlichen Organisation straße 13. " Unter Uns", Bauer, Eisenbahnstr. 7. im allgemeinen". Orchesterchor Borwärts", Nixdorf, Plage ist. Trotz alledem ermahnt Herr v. Posadowsty in ReichsStatf.Süd", Krebs, Boechstr. 21. Gesangv. Victoria- Säle, Hermannstr. Berliner Naturheilverein II. Jm Saale des Vereins funger tage zur Mäßigung bei Aufstellung von gleichartigen Forderungen, Kaufleute, Beuthſtr. 20, I, spricht heute abend 8% Uhr Dr. med. Sirich:" Sängerkreis"( Musikinstrumenten- Arbeiter), Raabe, Fichteftr. 29.- Ruderv. die verbündeten Regierungen würden gewiß gern gerechten Wünschen feld über„ Magen- und Darmkrankheiten des Kindes". „ Vorwärts", Arminhallen, Kommandantenstr. 20.- Statfl., Gemüthl. Ramsch", Rechnung tragen. Seitens der Vertreter des bürgerlichen Liberalismus Jonas, Blumenstr. 21a. Statfl. ,, Grand- Schwarz", Stein, Christburgerstr.47. wird natürlich auch in diesem Falle auf den Weg freier Vereinbarung Gesangv.„ Eintracht", Mauß, Schönhauser Allee 139. Rauchklub„ Ohnes verwiesen werden, so daß sich die Angestellten feinen großen Hoff forge", Münsberg, Louisenufer 52. Gesangv. ,, Ritterhof", Zubeil, Linden: nungen hingeben können. Die socialdemokratische Fraktion wird straße 106. Pflanzerv. Veilchen". Nixdorf. Jeden Donnerstag nach dem erklärlicherweise für eine zehnstündige Minimal- Ruhezeit nicht zu 15. Elsenstr. 73. Tanzfl.„ Union", jed. Donnerstag nach dem 1. u. 15. Perles bergerstr. 23. Schachtl. Nordstern" Fennstr. 3." Berliner Schachhaben sein, sondern Strifte die Forderung des Achtuhrverein", Kommandantenstr. 20. Musikv.„ Kosack scher Bläserchor", Genz, Ladenschlusses vertreten. Redner verweist nun an der Hand Kolbergerstr. 2. Statfl.„ Karo Sieben", Kürsten, Koppenstr. 28. der Erhebungen auf die Arbeitsverhältnisse der HandelsGefangv. Hoffnung", Friedrichsberg, Frey, Friedrich- Karlstr. 34. Theater: angestellten, dabei Vergleiche mit den verein„ Edelweiß", Altmann, Neue Hochstr. 49. einzelnen Artikeln Vergnügungsv. Glode", Benharzig, Insterburgerstr. 6. werde." Boyenstr. 40. Lefe und Diskutirklubs. Donnerstag. Neue Zeit", Gießel, " „ Veronika", " " Klub der Freunde", Bachgänger, Swinemünderstr. 96. „ Süd- Ost", Tolksdorf, Sorauer: u. Görlizerstraßen- Ecke. Diskutirkt.", Reichenbergerstr. 157. „ Socialist. Lese- und August Geib", Streit, Naunynstr. 87. „ Ost", Schumann, Tilsiterstr. 85( jeden Donnerstag vor dem 1. und 15.). Morgenroth", Wilke, Liebenwalderstr. 43( jeden Donnerstag nach dem 1. und 15.). Brüderlichkeit", Haseloff, Landsbergerstr. 8( jeden Donnerstag nach dem 1. und 15.)." Friedrich Engels II", Thäder, Görlitzerstr. 40. Freies Wort",( ieden Gleiches Recht", Lange, Reichenbergerstr. 83. der Vorlage anstellend, wobei er den Nachweis bringt, daß vom Emancipation", Spät, Weinstr. 28. Donnerstag nach dem 1. u. 15. int Monat), Frante, Pallisadenstr. 9. Schuh für die Angestellten wenig die Rede ist. Redner ist endlich straße 33. " Johann Jacoby", Lietzke, SchwedterArbeiter Turnerbund. Donnerstag: Turnv." Fichte", Berlin, der Ansicht, daß die Handelsangestellten in erster Linie energisch zu abends von 8-10 Uhr: 7. Männer- Abt., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen: Turnverein protestieren haben, im weiteren aber mögen sie ihre Bethätigung in mann, Brunnenstr. 150. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Bors.: Ad. Neu- Abteilung, Aderstr. 67; 7. Lehrlings- Abt., Wasserthorstr. 31. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu Eiche", Köpenick, Damen Abt. von 8-10 Uhr, Hotel Klein, gewerkschaftlicher und politischer Beziehung forcieren, damit endlich richten an Friedrich Kortum, Lausitzerstraße 33. Donnerstag. Abends Wilhelmsplatz. eine Gesetzgebung geschaffen werde, aus der eine Gesellschaft hervor 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Männer: Arbeiter Nadfahrerverein Berlin. Monatsversammlungen: Be geht, in der es weder Herren noch Knechte giebt.( Langanhaltender, chor St. Urban", Prot, Annenstr. 9. Rienzi", Schecht, Lausitzer zirt I", jeden 1. Donnerstag, Wilke, Andreasstr. 26." Bezirk II", jeden stürmischer Beifall.) Obwohl unter den Versammelten eine Anzahl play 2. Borwärts II", Ad. Neumann, Brunnenſtr. 150." Süd- Ost I", 2. Donnerstag, Raabe, Kolbergerstr. 23. Bezirt III", jeden 3. Donnerstag, Gegner sich befanden, meldete sich troß Aufforderung und Bu- Borar", Scholz, Naunynſtr. 6. Beder, Köpniderstr. 191." Frühlingsluft", Werner, Bülowstr. 59. Ewald, Schönleinstr. 6. Hauptversammlung, jeden 4. Donnerstag, Wilfe, sicherung der größten Redefreiheit keiner derselben zum Wort. " Flöter'scher Gesangv.", Wiedemann, Andreasstr. 26. Im Sinne des Referenten verbreitete sich Genosse Liepmann, Ginigfeit I", Gr. Lichterfelde, Bagel, Chausseestr. 104. Friedenstr. 67. Gesangv. Berliner Kürschner", Feind, Weinstr. 11. Arbeiter Stenographenverein Stolze"( Einigungssystem), Be Liedeslust I", zirk Süden, Gräfestr. 82, bei Jahn, Abends 82 Uhr. Bezirt Nord- West, der die Begründung der Regierung für Ablehnung eines Geschäfts- Bürstenwalde a. d. Spree, Henkel, Schloßfellerei.- Morgenroth II", Köpenid, Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9, Abends 8%, ühr. Die " " Baumblüte in Werder Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 27. April. Opernhaus. Siegfried. Anfang 612 Uhr. Schauspielhaus. Julius Cäsar. Anfang 72 Uhr. Dentsches. Hans. Vorher: Mutter: herz. Anfang 72 Uhr. Schiller. Der Herrgottschniger von Ammergau. Anfang 8 Uhr. Schiller Theater Urania ( Wallner Theater). Donnerstag, abends 8 1hr: Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Boltsschauspiel in 5 Aufzügen von Ludw. Ganghofer und Hans Neuert. Freitag, abends 8 Uhr: Der Mann im Monde. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Der G'wiffenswurm. An Central- Theater fang 7 Uhr. Berliner. Othello. Anfang 71/2 Uhr Residenz. Der Schlafwagen Ron = Direktion: José Ferenczy. Tanbenstrasse 48/49. Um 8 Uhr: Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Oberleutnant Wensky: Klondyke, Meine Reise ins neue Goldland. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Die Puppe( La Poupée) Apollo- Theater. trolleur. Vorher: Zum Einsiedler. Operette in 3 Aften und einem Vorspiel Anfang 7 Uhr. Neues. Eine Liebesheirat. Anfang 71 Uhr. Westen. Stern'sches Conservatorium. Anfang 72 Uhr. Metropol. Nach dem Balle. Vorher Die eiserne Jungfrau. Anfang 712 11hr. Central. Die Puppe. Anf. 71%, Uhr. Thalia. Der Raub der Sabine rinnen. Anfang 71% Uhr. Puisen. Graf Essex. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Der Sterbende Ahasver. Anfang 8 Uhr. Ostend. Die Bulgaria. Anf. 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Troubadour. Anf. 8 Uhr. Alexanderplatz. Die Lebemänner von Berlin oder: Der Klub der Harmlosen. Anfang 8 Uhr. Wiener Volks.Theater. Lumpaci vagabundus. Ihr Cousin. Anfang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten-Borstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. = Feen Palast. Specialitäten Vor: fiellung. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Nur noch 4 Vorstellungen! Die eiserne Jungfrau. Baudeville in 3 Atten. Musit v. Barney. Hierauf um 1/210 Uhr: Gastspiel von Mr. Séverin: Après le bal ( Nach dem Ball). Pantomime in 3 Bildern. Mr. Séverin. Pierrot, Maler Dienstag, den 2. Mai 1899: Eröffnung der Sommer- Specialitäten Saison. Operette- Ballett von Orbonneau u. Sturges. Dufit Nur noch wenige Tage! Erste Specialität.- Nummern. von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Ein Abenteuer Puppe( La Poupée). halben Breisen, zum letztenmale in Sonntag nachmittags 3 Uhr, zu dieser Saison: Der Bettelstudent. Operette in 3 Atten von C. Millöcker. Ostend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Bum 26. Male: Die Bulgaria. Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 10 Bildern von Hans Buchholz. Gesangsterte von J. Dill. Musik von M. Fall. Borzugsbillets haben Gültigkeit. Im Tunnel von 7 Uhr an Frei- Konzert. Anfang 8 Uhr. Neues Schlußbild: Die Ankunft der Bulgaria in Hamburg. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag: Bei günstiger Witterung im Garten: Gr. Frei Passage Panoptikum. Speciali: Konzert. Anfang 4 Uhr. täten- Vorstellung. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturlumbliche Ausstellung. Täg- W. Noacks Theater lich geöffnet von 10 Uhr mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr:„ Das Land der Gjorde". Operntelephon. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern warte. Empfehle allen Freunden u. Bekannten Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater- Vorstellung. Der Wildschütz mein Weiss-, Bairischbier- Schwant mit Gesang in 3 Atten von und gr. Speisegeschäft. Reich: haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la mit klavier für 20-50 Personen. 11. Stramm, Rest., Ritterstr. 123. A. Kotzebue. Borher: Gringoine. carte von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer Schauspiel in 1 Aufzug v. D. Randolf. Nach der Borstellung: Lanzkränzchen. im Harem Anfang 72 Uhr. Montag, den 1. Mai 1899: Zum ersten Mal: Frau Luna. Burlesk- Phantastische Ausstattungs- Operette in 1 Akt und 4 Bildern von Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. In Scene gesetzt vom Direktor E. Waldmann. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas. Letzte Woche! Der Kaub der Sabinerinnen. Schwank in 4 Atten von F. und P. v. Schönthan. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, 29. April: Benefiz für Georg Kaiser. Der Raub der Sabinerinnen. Unter perönlicher Leitung Mährs Theater des Komponisten. Vorverkauf hat bereits begonnen und sind Billets täglich im Theater und beim ,, Künstlerdank", Unter den Linden 69, zu haben. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Nur noch bis 1. Mai: Allabendlich um 8½ Uhr Fuhrmann Henschel. Dazu das erstklassige große Specialitäten Programm. Sonntag, den 30. April: Letzte Sonntags- Vorstellung. Montag, den 1. Mai: Schluss der Saison Großes Maifest, Abschieds Vorstellung. Sommernachts- Freitanz. Anf. 7 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Billet Borv. vorm. v. 11-1 Uhr. Oranien Straße 24. Täglich: Der Goldbaner. Original Schauspiel in 4 Aufzügen von Charlotte Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr Wochentags Bons Gültigkeit. V ist jetzt in voller Pracht. Extrazüge. Extradampfer. Passage- Panopticum. Letzte Woche! Das Riesenweib. Die schöne Tätowierte. Bon 62 Uhr: Theatre variété. Excelsior, dargestellt bon 500 künstl. Menschen. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag 4 Uhr: Kindervorstellung. Castan's Panopticum. Ecke Friedrich- u. Behrenstrasse. Neu umgestaltet und verschönert!! Rumänische Neu!! Original- ZigeunerKapelle im Konzertsaal. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Variété- Vorstellung und Konzert. Mittwoch, den 3. Mai 1899; Grosse Gala- AbschiedsVorstellung. Nach der Vorstellung: Sommernachts- Ball mit vielen Ueberraschungen. Möbel Kleiberspinden, einfach, b. 20 M. an, Victoria- Brauerei fournirt v. 36, äſcheſpinden v. 36, Lükowstraße 111/112. Jeden Sonntag, Montag u. Freitag Humoristische Soiree der Schlafsophas v. 30, Wohnzimmersopha b. 25, Paneelfophas v. 60, Plüschgarnituren i. all. Farb. v. 100, Bettstellen m. 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Brauerei Friedrichshain, am Königsthor. Kellers Festsäle, Koppenstr. 29. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Joëls Viktoria- Garten, Köpnicker Landstr. 21-24. Treptow. Ludwigs Parkrestaurant, Köpnicker Landstr. 25-26, Treptow. woldige melding flame „ Bockbranerei", Tempelhoferberg. Anfang 4 Uhr. denga Festrede um 8% Uhr, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten R. Fischer. Von 4 Uhr ab: Tanz. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Entree 20 Pf. Kaffeeküche von 3-6 Uhr geöffnet. Jeder Teilnehmer erhält eine Maifest- Zeitung gratis. III. Wahlkreis. Neue Welt", Haseuhaide Nr. 108. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Festrede um 8 Uhr, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Wolfg. He ine Bei eintretender Dunkelheit: Grosses Feuerwerk. Im grossen und kleinen Saal: Tanz. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 25 Pf. Die Kaffee- Küche wird um 3 Uhr nachmittags geöffnet. Die onbitortzstatio vod and toda V. Wahlkreis. Schweizer- Garten, am Königsthor. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. sung tim oldun Herren, die am Tanze teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Programm an der Kasse. ap VI. Wahlkreis. Ahrens Brauerei, Thurmstr. 24-26. Moabiter Gesellschaftshaus( Peters), Alt- Moabit 80-81. Feldschlösschen, Müllerstr. 142. Nordd. Brauerei, Chausseestr. 58. Zimmermanns Klubhaus, Badstr. 58. Marienbad, Badstr. 35. Berliner Prater, Kastanien- Alle 7-9. Puhlmanns Vaudeville- Theater, Schönhauser Allee 148. Anfang 3 Uhr. Bei Eintritt der Dunkelheit: Fackelpolonaise. Herren, die am Tanze teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist nachmittags geöffnet. Parteigenossen! Um auch den wirtschaftlich schlecht gestellten Arbeitern und Arbeiterinnen Gelegenheit zu geben, an der Maifeier teilnehmen zu können, wird ein festes Entree' nicht erhoben. Wir ersuchen aber, um möglichst die Unkosten decken zu können, nach Belieben sich an der Tellersammlung zu beteiligen. Eure Pflicht ist es, die Arbeit ruhen zu lassen und durch Herren, die daran teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Entree 25 Pf. Maifest- Zeitung am Eingang gratis. zahlreiches Erscheinen die Maifeier zu einem wahren Volksfeste zu gestalten. Charlottenburg, Maifeier! Ensembles, Montag, den 1. Mai 1899: Vokal- und Instrumental- Konzert, sowie Vorträge unter Mitwirkung des Berliner American. nur in den Lokalen Bismarckshöhe und Gambrinus- Brauerei. Anfang des Konzerts 3 Uhr. 5. Blehung b.4. Klasse 200. Kgl. Preuß.Lotterie. Biebung vom 26. April 1699, vormittags. Nur die Gewinne Aber 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 246 396 432 785 1023 65 272[ 3000] 381 574 673[ 500] 752 2004 47 401 7 509 663[ 500] 2006 294 399 456 565 67 71 697 842 [ 1000] 72 86 92 4066 186 88 99 300 523[ 500] 607 86 931 Entree 10 Pf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche wird um 2 Uhr geöffnet. ie 5.8iehung d.4. Klaffe 200. Kgl. Preuß. Lotterie. 1499 861 90 961 113067 169 243 59 710 60 809 114848 519 110038 137 89 325 414 87 571 618[ 1000] 59[ 500] 79 96 795 948 111011 52 165 541 621 953 112077 78 226 30 33 76 432 37 67 744 72 941 113020 115 387[ 500] 536 651 899[ 3000] 905 17 114003 18 91 210 408 581 600 715[ 500] 115006 80 119 851 82 412 21 61 96 611[ 500] 793 850 51 930 93 110168 451 773 823 39 117003 6 23 262 323 82 461 581 88 118021 272 [ 1000] 323 414 738 938 119176[ 300] 203 502 726 888 915 75 120553 79 673 121015 62 154 207 358 560 67 661 718 73 900 8 80 12013 16 30[ 300] 153 448 80 656 81 731 851 128158 49 619 709 837 100 50482 008 18 37 07 705 819 923 4073 200 810 520 53 020 224 68 857 504( 1000) 11 10 78 633 418 30( 500) 69 733 93 809 32 898 231 7015 127 301 463 83 504 678 999 8259 330 517 600 23 33 45 63 T30 914 9019 259 81 303[ 300] 411 41 532 89 714 9019 259 81 826 36[ 3000] 944 70 93 10097 275 00[ 300] 605 900 89 11015 35 37 69 122[ 500] 99 203 33 529( 3000] 608 36 54 75[ 500] 76 957 12196[ 300] 227 28 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190005[ 1000] 804 42 416 25 68 524 38 40[ 300] 627 714 31 836 430 577 861 949197011 66[ 500] 233 456[ 300] 90 198002 214 300 54 95 484[ 300] 510 25 679 905 190031 49 272 87 504 806 200483 581 620 47 84 781 815 41 52 69 201089 62 156 385 524 55 64 714 15 822 202040 148 68 222 418 26 539 718[ 300] 20 67 837 42 63 902[ 1000] 14 27 203084 278 505 23 67 764 204017 68 217 749 52 875 84 923 63 203001 28 77 293 355 95 409 78 836 206248 445 532 074 720 68 207190 501 50[ 3000] 094 817 93 906[ 1000] 25 208185 287[ 1000] 412 200000 118 259 490 91 629 707 816 72[ 3000] 210030 145 330 604 831 211027 222 408 824 929 40 58 212074 431 563 71 627 700 893[ 1000] 966[ 500] 69 213084 181 298 381 582 608 84 748 800 214253 373 810 215260 435 532 626 756 84 935 56 210071 91 139 59 68 387 492 630 53 775 858 217427 648 711 21 830 37 85 218090 71 137 52 322 536 650 994 219658 718 24 861 908 88[ 500) 220036 180 264 98[ 3000] 408 842 81 89 914 72 221065 200 306 533 619 87 939 222005 8 23 182[ 3000] 93 638 858 223040 132 90 201 82 493 501 748 885 89 93( 1000) 224036 201 3 413 30 45 639[ 3000] 225137 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn in 500 000 M., 2 zu 200 000 m., 2 3 150 000 mf., 1 gr 100 000 t., 1 u 75 000., 1 zu 50 000 t, 2 zu 40 000 t, 9 zu 30 000 18 au 15 000 E., 38 zu 10 000 t., 83& 5000 R, 1132 au 8000 t, 1192 au 1000 Mt., 1378 au 500 Biebung vom 26. April 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese betgefügt. ( Ohne Gewähr.) 35 433 558[ 500] 601 758 1022 56[ 300] 157 200 337 66 412 522 850 615 37 874 987 2179 372 76 479 581 694 733 943 3004 46 48 64[ 1000] 152 80 818[ 3000] 80 577 614[ 500] 50 733 52 57 825 93 915 4176 330 629 845[ 500] 901 47 56 58 ( 3000] 348 80 564 93 677 809 29 46 6010 50 101 69 301 572 744[ 500] 959 91[ 1000] 7284 424 67 500 728 814[ 300] 935 57 S288 344 429 81 82 92 500 1 27 31 616 823 964 9269 521 24 41995 700[ 500] 25 59[ 500] 64 830 909 97[ 3000] 115050 208[ 1000] 583[ 300] 694 798 849 65 116034 87 115[ 300] 37 99 272 373 402 673 85 746 841 938 97 117060 170 313 534 878 931 118230 376 491 562 695 720 824 66[ 1000] 119061 110 51 63 89 334 66 458 586 698 700 21[ 1000] 91 802 75 79 86 910 120037 402 634 856 907 27 36[ 1000] 121019 583 740, 122029 63 166 72 213 76 312 27 535[ 3000] 85 624 57 90 826 123031 135[ 500] 230 72 458 695 765 805 6( 1000) 50 924[ 500] 30 5132 245 124368 524[ 500] 771 95 887 971 92 125116 40 52 65 83 210 362 637 43 55 721 857 957[ 1000] 126550 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Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.