360 715070 Nr. 100. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando:, Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungss Preisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen, fowle Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Borialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Am 1. Mai 1899 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den to end and Dorwärts" mit der illustrierten Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt" josid man ndio und der täglichen Ha Unterhaltungsbeilage.gol Nach wie vor steht der Vorwärts im Vordertreffen des politischen Kampfes um die Befreiung der Arbeiterklasse. Und insbesondere jetzt, wo das Zuchthausgeset" vor der Thür steht, kann fein Parteigenosse Berlins oder der Vororte ein Abonnement auf den Vorwärts vermissen. " Für Berlin nehmen sämtliche Beitungsspediteure fowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennigen frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 2 Mark 20 Pfennigen für die Monate Mai und Inni entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Zeitungslifte für 1899 unter Nummer 7820.) Die Redaktion des Vorwärts". Die Herren im Hause. Ein neues Lied vom Unternehmer- Terrorismus. Unser Bruderblatt, die Fränkische Tagespost" in Nürn berg, ist in der Lage, einen wertvollen Beitrag zur Erkenntnis des von den Unternehmern gegen die Arbeiter organisationen geübten Terrorismus zu ber öffentlichen. Es handelt sich um einen Anschlag, den Möbelfabrikanten und Tischlermeister gegen den deutschen Holzarbeiterverband planen. Das eigentliche Programm wird begleitet von folgendem Anschreiben: Streng vertraulich. Kassel, im April 1899. Sehr geehrter Herr! In der Anlage gestatten wir uns Ihnen den Entwurf eines Aufrufes zur Begründung einer ,, Vereinigung deutscher Möbelfabrikanten und Tischlermeister zur Abwehr unberechtigter Forderungen der Arbeiterschaft" zur gefl. Durchsicht ergebenst zu unterbreiten. Es liegt auf der Hand, daß die Verwirklichung der gewiß praktischen und wünschenswerten Jdee wesentlich gefördert und er leichtert wird, wenn eine möglichst große Bahl geachteter und maẞ gebender Fabrikanten in verschiedenen Teilen Deutschlands sich zu einem Verbande zusammenschließt. insur Ueberzeugt, daß angesichts der immer schwieriger sich gestaltenden Arbeiterverhältnisse, welche eine energische Stellung nahme der Arbeitgeber dringend herausfordern, unsere Anregung bei Ihnen die rechte Würdigung findet, bitten wir Sie freundlichst, unsere Bestrebungen durch Unterzeichnung der dem Entwurf beigefügten Beitrittserklärung gütigst unterstüßen zu wollen. Eine Reihe größerer Firmen hat bereits ihre Unterschrift gegeben. Wir hoffen bestimmt, daß der Verband auf der geplanten Basis zu stande kommt und seinen Mitgliedern in der Stunde, wo ihre eigensten Interessen durch die immer mehr anschwellenden Ansprüche der Arbeiterschaft gefährdet werden, wertvolle Dienste Leisten wird. Wir bitten höflichst, dieses Schreiben nebst Aufruf den größeren Firmen Ihres Plages vertraulich zu unterbreiten und wollen Sie Beitrittserklärungen sowie sonstige Mitteilungen gütigst innerhalb 8 Tagen an den Unterzeichneten gelangen lassen, welcher auch zu weiteren vertraulichen Auskünften gern bereit iſt. Mit vorzüglicher Hochachtung 510 Georg Tripp .stod 1275 im Auftrage Vereinigter deutscher Möbelfabrikanten. Der Aufruf, auf den dieses Rundschreiben Bezug nimmt, hat folgenden Wortlaut: Aufruf an die Herren Möbelfabrikanten und die Tischler- Innungen Deutschlands. Ift eine Vereinigung der Möbelfabrikanten und Tischlermeister möglich und für dieselben von Vorteil??? Der fortwährende Druck, welchen die organisierte Arbeiterschaft auf den Arbeitgeber ausübt, um ihren immer größer werdenden und teilweise frivolen Forderungen Geltung zu ver schaffen, indem sie über einzelne Betriebe dirette Sperre verhängt, hat in den Kreisen der Arbeitgeber zu einer Erörterung der Mittel und Wege geführt, die eingeschlagen werden könnten, um den sich immer ungesunder gestaltenden Verhältnissen wirksam entgegenzutreten. Die Forderungen der Arbeiter haben nachgerade eine derartige Höhe erreicht, daß die Bewilligung derselben eine schwere Schädigung der deutschen Industrie bedeutet. lugesund sind die Verhältnisse hauptsächlich deshalb, weil hinter der Arbeiterschaft die Führer der Socialdemokratic stehen, welche in erster Linie Nußen aus der Kraftprobe der Ar beiter für ihre Sonderbestrebungen zu ziehen suchen, die sich gegen das Kapital und die Gesellschaftsordnung richten.! Sonnabend, den 29. April 1899. Seit Jahren machen die Arbeitgeber die Erfahrung, daß die Organisation sich immer fester zusammenschließt. Der einzelne Arbeitgeber steht, selbst wenn er die größten Opfer bringt und selbst Forderungen bewilligt, die eine schwere Schädigung seiner Interessen in sich schließen, immer von neuem machtlos weiteren Ansprüchen gegenüber. Ist es unter folchen Verhältnissen nicht Pflicht der Fabrikanten und Meister, ihrerseits ebenfalls eine Vereinigung zu bilden, die in der Lage ist, den Kraftproben der Arbeiterschaft wirksam entgegenzutreten? Es ist dies um so mehr Pflicht eines jeden, weil bei anderen Industriezweigen derartige Schutzverbände längst bestehen und wie die Erfahrung lehrt, zu vollstem Nutzen ihrer Mitglieder arbeiten. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Hierfür zu wirken und nach dieser Richtung mit praktischen Vorschlägen zur Hand zu gehen, soll ebenfalls Aufgabe des Verbandes sein. Um den Fabrikanten und Meistern den Beitritt zum Verbande möglichst zu erleichtern, sollen zur Bestreitung der Kosten für Centralleitung, Porti, Drucksachen, Reisen der Vertrauensmänner, Agitations und Versammlungskosten pp. Jahresbeiträge von 20-50 M. pro Mitglied je nach Zahl der beschäftigten Arbeiter erhoben werden, und bleibt nähere Festsetzung hierüber dem Beschluß der Versammlung vorbehalten. Deutlicher und krasser als in diesem von uns auch im Druck genau nach dem Original wiedergegebenen Cirkular ist der In Fabrikantenkreisen wird beabsichtigt, sobald eine genügende Stummische Geist der Arbeiterunterdrückung kaum jemals, selbst Anzahl Firmen ihren Beitritt auf Grund nachstehender Bedingungen nicht von den gewiß nicht schüchternen Kühnenännern offenbart in Aussicht gestellt hat, an einem im Mittelpunkte Deutschlands worden. In dieser Zeit des Zuchthauskurses, während alle Welt mit gelegenen Orte zu geeigneter Zeit einen Kongres deutscher gespanntester Aufmerksamkeit dem allmählich komisch werdenden Möbelfabrikanten einzuberufen, worüber einen jeden vom Schicksale der Regierungsvorlage zum Schuße der ArbeitsSekretariat rechtzeitig Mitteilung zugeht. Auf diesem Kongreß soll willigen gegen den Terrorismus streifender Arbeiter" entüber die Grundzüge beraten werden, unter welchen eine Vereinigung gegensieht, vereinigen sich die Unternehmer zu einem Attentate zum Schuße gegen die Organisation der Arbeiterschaft gebildet gegen die ärmlichen Rechte der Arbeiter. Ohne im mindesten werden kann. Angesichts der großen, die vitalsten Interessen jedes Arbeit gebers berührenden Wichtigkeit des Gegenstandes ist die Beitritte erklärung, sowie das Erscheinen jedes Fabrikanten und Meisters oder eines Deputierten der verschiedenen Tischlerimmungen dringend erwünscht. Eventuell wird um geft. Mitteilung gebeten, ob Sie der Sache im Princip zustimmen und sich den in der Versammlung gefaßten Beschlüssen anschließen werden. Die un olay mua vorläufige Tagesordnung ist wie folgt festgestellt: 1. Zwanglofe Besprechung. 2. Wahl eines provisorischen Vorsitzenden. 3. Erörterung der Grundzüge einer Vereinigung zum Schuße gegen das Vorgehen der Arbeiterschaft und Festsetzung der Mittel zum wirksamen Begegnen der über einzelne Betriebe verhängten Sperren. 4. Beitrittserklärungen und Verpflichtungen der einzelnen Fabritanten und Jumungen. 5. Wahl eines Komitees und zweier Vertrauensmänner resp. deren Stellvertreter für die einzelnen Provinzen. Möglich erscheint die Bildung einer Vereinigung unter folgenden Grundbedingungen: Die Fabrikanten und Meister verpflichten sich durch Hinterlegung eines Sichtwechsels, dessen Höhe sich je nach der Zahl der im Betriebe beschäftigten Arbeiter zwischen 300 bis 1500 m. bewegt, zur Innehaltung der folgenden Bestimmungen: " von des focialpolitischen Gedankens Blässe oder von der üblichen Bescheidenheit angetränkelt zu sein, wollen sie, unt den Profit zu sichern, die mühevolle und segensreiche Kulturarbeit der Arbeiter brutal vernichten. Es giebt keine berechtigten Arbeiterforderungen in den Augen dieser Kapitalisten, es giebt mur ein natürliches" Interesse, das des Unternehmers. Wenn die Arbeiter bei der Accord- Mordarbeit den gewöhn lichen, oft jämmerlich niedrigen Wochenlohn garantiert haben wollen, so ist das ein frivoles Verlangen", aber die Unternehmer dürfen, so meinen es die Herren, die gesetzlichen Rechte der Arbeiter mit Füßen treten und vernichten das ist„ berechtigte Vertretung natürlicher Interessen"! Der Unternehmer soll Herr im Hause" sein, so lautet die Phrase, mit der sie ihre Paschagelüfte bemäntelu, er allein oder seine Klassengenossen und Geschäftskollegen sollen Streitigkeiten untersuchen und regeln", er allein urteilt darüber, was frivole und übermäßige Lohnerhöhungs- Forderungen" sind. Die Zulassung von Arbeiterkommissionen zur Prüfung von Streitigkeiten ist eine unberechtigte Forderung. Einer nur ist der Herr im Lande, und das ist der Unternehmer. unberechtigte Forderungen sind solche, die Arbeiter stellen. Natürliche Interessen find jene, die der Unternehmer zu haben geruht! Zweierlei Recht, zweierlei Menschen, zweierlei Bernunft, zweierlei Sittlichkeit wer schürt den Klassentampf? Bricht im Betriebe eines Verbandsmitgliedes ein vom Zaune ( sic!) gebrochener Streit aus, resp. wird von seiten der Arbeiter Aber das terroristische Meisterstück ist doch der saubere eine Sperre über den Betrieb eines Mitgliedes verhängt, so haben Plan, bei einem Konflikt den Deutschen Holzarbeiter- Verband die Vertrauensmänner der betreffenden Provinz resp. deren Stell- in die Luft zu sprengen. Bei einem Konflikt? Man wird vertreter nach erhaltener Anzeige in eine Prüfung der Verhält- lesen dürfen: durch einen Konflikt, den man leicht schaffen nisse an Ort und Stelle einzutreten und nach Möglichkeit eine fann. Ganz lüstern wird das Attentat ausgeflügelt, den gütliche Beilegung herbeizuführen. biederen Meistern da draußen wird zahlenmäßig bewiesen, wie Ist dies nicht zu erreichen und gelangen die Vertrauensmänner zu der Ueberzeugung, daß ein Eintreten des Verbandes leicht die Vergewaltigung der Organisation ist. Was ist denn im Intereffe aller Mitglieder notwendig erscheint, so haben die dabei? Nur 10 000 Arbeiter dürfen auf ein paar Wochen Vertrauensmänner die Pflicht, fich sofort mit den Stuttgarter dem Hunger überliefert werden, dann verblutet der Verband Centralverband der Arbeiter in Verbindung zu setzen. Sie haben an den Unterſtüßungen. Nur 10 000 Familien dem dem Verband Mitteilung zu machen, daß, wenn die Sache nicht Elend überantwortet, der Verzweiflung! Niederträchtiger ist innerhalb einer gewissen Frist längstens aber nach acht Tagen wohl felten mit Menschenglück gewuchert und geschachert vom Ausbruch des Streits oder der Verhängung der Sperre an worden. Aber dieses„ Nur Zehntausend" wird den Untergerechnet geregelt ist, sämtliche Fabrikanten, welche dem Bernehmern noch gellend in die Ohren tönen, die da meinen, bande angehören, solidarisch ihren vollständigen Betrieb so lange durch die Qualen des Hungers die aufstrebende Arbeiterschaft einstellen, bis die Arbeit in dem betreffenden Betrieb wieder auf ins Sklavenjoch zurücktreiben zu können. Es wird dem genommen ist. Angenommen, es beteiligen sich vorläufig nur 200 Fabrikanten mit durchschnittlich je 50 Arbeitern an dem Stümmlingen noch Kopfschmerzen machen dieses Dokument Verband, so wird, falls bei einem Mitglied Streit ausgebrochen ist, Stummischen Geistes! welcher nicht beigelegt werden kann, durch das solidarische Vorgehen der Verbandsmitglieder eine Arbeiterzahl von 10 000 Mann außer Thätigkeit gesetzt. Die Centralverbandskasse hätte dann, wenn auch nur 1,50 M. von ihr pro Maun und Tag vergütet werden, täglich nicht weniger als 15 000 m. sogenannte Streitgelder zu zahlen. Es liegt für jeden Arbeitgeber klar auf der Hand, daß die Kaffe des Centralverbandes nicht lange diese Opfer bringen kann und schon bald gesprengt sein dürfte. Eine einmalige derartige solidarische und mit der nötigen Energie durchgeführte Stellungnahme der Arbeitgeber dürfte weiteren Kraftproben und frivolen Ansprüchen der Arbeiter wohl eine Grenze sehen. Es soll, wie ausdrücklich betont wird, die Vereinigung feines wegs zu dem Zwecke geschaffen werden, um einen Druck auf die Arbeiterschaft auszuüben oder den Sonderinteressen des einen oder anderen Fabrikanten zu dienen. Grundsaz soll sein, daß Einer für Alle und Alle für Einen einstehen, um unberechtigten und ohne schwere Schädigung der natürlichen Interessen nicht erfüllbaren Forderungen der Arbeiter den nötigen Widerstand zu leisten. -Graf Hohenwart. -st- Wien, 27. April 1899. Als ein einflußloser, abgethaner Mann ist gestern der Politiker gestorben, in dessen Händen ein Menschenalter hindurch die Fäden der östreichischen Politit zusammengelaufen sind. Graf Hohenwart war ein Vierteljahrhundert das sichtbare Haupt der östreichischen Autonomisten, jenter Parteien, die von einem modernen, einheitlichen Staate nichts wissen wollen. Wie ein roter Faden zieht sich durch die vielgestaltigen inneren Wirren Oestreichs der Kampf der Länder gegen den Staat; seitdem Oestreich konstitutionell regiert wirdoder richtiger: regiert werden soll hat der Stampf zwischen dem Staatsganzen und den ihm anhängenden Parteien und den Ländern und den für sie streitenden Nationalitäten teinen Augenblick geruht. Die Autonomisten" sind in Oestreich bei Leibe keine einheitliche Bártei; fie rekrutieren sich vielmehr aus den mannigfaltigsten Lagern. Zum Teil find es die nicht- deutschen Nationen, namentlich Czechen und Polen, die von dem„ Destreich", das von Wien aus regiert wird, nichts wissen wollen; dann die nationslosen Feudalen, deren Einfluß naturgemäß wächst, je traftloser der Staat ist; und schließlich die klerikalen Deutschen, bei denen einesteils der Haß gegen die Als solche unberechtigte Forderungen wären beispielsweise zu liberalisierenden Tendenzen der deutschen Bourgeoisie, anderenteils erwähnen: 1. Garantie des Wochenlohnes bei Accordarbeiten, 2. acht oder neunstündige Arbeitszeit, durch welche der Arbeiterbedarf um 10 bis 15 Broz. steigt und weitere Lohnerhöhungen erzwingen werden, 3. die Zulassung von Arbeiterkommissionen zur Prüfung von Streitigkeiten im Betriebe, wodurch der Arbeitgeber nicht mehr Herr im eigenen Hause sein würde, 4. frivole und übermäßige Lohnerhöhungs- Forderungen u. a. m. Um im Falle der Notwendigkeit einheitlich handeln zu können, erscheint es zweckmäßig, daß die Verbandsmitglieder möglichst gleichlautende Arbeitsordnungen in ihrem Betriebe einführen. aus der alte Kantönligeist den Beweggrund bildet. Die geschichtliche Bedeutung wenn das Wort nicht zu voll flingt des Grafen Hohenwart liegt mun darin, daß er diese verschiedenartigen, sowohl in ihrer jocialen Struktur als in ihren politischen Tendenzen jo grundverschiedenen, int ihren Zielen und Mitteln so durch einer unähnlichen Parteien zu Einheit zufammen fügte. Diefe Spur feinem Erdenwirken ist auch heute noch vorhanden, denn die jetzige Majorität des östreichischen Abgeordnetenhauses, aus den biirgerlich radikalen Jungezechen, dem ablig- reaktionären Polenklub und den agrarisch- tleritalen Deutschen bestehend, wäre nie möglich gewesen, wenn nicht die Thätigkeit des Grafen Hohenwart ihr vorgearbeitet, ihr nicht den Boden geebnet hätte. vont er er Neben der Post" erscheint der Gentralverband selbst, der mächtige, auf dem Schauplak. In dem thm hörigen Blatt, den Berl. N. Nachr.", pocht er vor den national liberalen Abtrünnigen auf seine Macht: Warum wurde Bedmann nicht zur Beurlaubung vorgeschlagen? Jeder, der die Verhältnisse der Anstalt Werden tennt, weiß, und auch die Aufseher der Anstalt haben mir das gesagt, daß aus der Goldleistenfabrik noch feiner zur Beurlaubung vorgeschlagen worden ist, weil es in diesem Betriebe nur sehr wenigen möglich war, ohne Bestrafung davonzukommen. Was meine Vorstrafen betrifft, so muß hervorgehoben werden, daß ich sie mir 1884-1888 im Alter von 16 bis 20 Jahren zuzog. Jene Jahre sind wegen des schlechten Arbeits- und brottos Geschäftsganges bekannt. irrte ich umber und wurde, was in solchem Falle fehr leicht möglich ist, öfters wegen Bettelns oder Landstreicherei eingestedt. So etwas konnte freilich dem Herrn Diederich nicht passieren, da er in der Wahl seiner Eltern vorsichtiger gewesen war und sein Vater damals schon die sehr ertragreiche Goldleisten Weiter jagt Herr fabrit mit der billigen Arbeitskraft betrieb. Diederich, ich hätte seine Leisten durcheinander geworfen und dadurch beschädigt. Das Gegenteil ist der Fall. Herr Diederich nahm sich in den meisten Fällen nicht die Mühe, die von mir zur Abnahme aufgestellten Leisten alle nachzusehen. Wenn ihm die obenan stehenden Leisten nicht zusagten, oder, wie mir von erfahrenen AufDie den Centralverband bildenden, über ganz Deutschland berbreiteten 93 industriellen und wirtschaftlichen Verbände, Vereine und Korporationen unfaffen den übergroßen und bedeutendsten Teil der Industrie unseres Waterlandes; die von der Leitung des Centralverbandes in der Socialpolitik und besonders in den Arbeiter fragen eingenommene Stellung hat bisher noch stets in den Beschlüssen seiner Bersammlungen, wie gegebenenfalls in denen der zu ihm gehörenden Verbände 2c., volle Billigung und be ftimmten Ausdruck gefunden. Wiederholt ist in diesen Versamm lungen dem Herrn v. Stumm Dant ausgesprochen worden für feine entschiedene und wirkungsvolle Stellungnahme in bee Arbeiterfrage, und jedesmal ist solcher Dank von den Beifall der anwesenden Vertreter jener Vereine und Berbände begleitet gefehern verfichert wurde, wenn die Bestellungen nicht eilig waren, so amveſenden Vertreter jener Vereine und Berbände begleitet ges Das alles mas vorläufig genügen, Wie es Diplomaten der alten Schule giebt, Staatsmänner",| Grufelmacheret vor der Förderung der Socialdemokratie auch bie uur die Vorzimmer und Hintertreppen kennen, so giebt es auch diesmal wieder jegliche socialpolitische Absichten zurückschrecken Barlamentarier, deren Requisiten ganz und gar aus einer überlebten möchte. Zeit geholt find. So ein parlamentarischer Politiker war der Graf Hohentvart. Er war zwanzig Jahre einer der einflußreichsten Menschen in Oestreich, aber im Bolte, und zwar bis hoch hinauf in die bürgerlichen und gebildeten Schichten, war sein Name völlig befamut. Graf Hohenwart war ein Virtuose in der Kunst, Parteien zu behandeln; er tamte all die kleinen Künste und Listen, mit denen man die bürgerlichen Parlamente beherrscht, aber mehr fannte er nicht. Für die Notwendigkeiten der Zeit hatte weber Verständnis noch Empfindung; Ivenit bie Parteien so addiert und fummiert hatte, daß eine Majorität heraustam, hatte er sein können erschöpft. Deshalb ist es eigentlich gar nicht merkwürdig, daß Graf Hohenwart der Totengräber der Taaffeichen Wahlreform wurde, jenes denkwürdigen Projektes, das den stärksten Griff darstellt, den je ein östreichischer Minister gewagt hat. Es mögen persönliche Gründe mit im Spiele gewesen sein denn Hohenwart war eitel wie ein Ged, und nichts erregte seine Wut so sehr, als daß Taaffe ihn nicht vorher ins Bertrauen gezogen batte er mag auch instinktiv gefühlt haben, daß das allgemeine Wahlrecht zur Stärkung der centraliſtiſchen Tendenzen führen müſſe: fämpfte und ihre Verwirklichung vereitelte, war fein Haß gegen das Volt, seine Unfähigkeit, den Drang der Zeit zu begreifen und die politischen Notwendigkeiten zu erfüllen. Die Wurzeln feiner Macht lagen in dem verschnörkelten Brivilegienparlament, auf der Bollsfremdheit der parlamentarischen Parteien beruhte fein Einfluß: was Wunder also, daß Graf Hohen wart an dem gekünftelten Bau des Scheinpartaments nicht rühren lassen wollte! Graf Hohenwart bekämpfte nicht bloß den Taaffeschen Entwurf, er setzte auch der Wahlreformarbeit unter der Koalition feinen wenn auch passiven, doch amverkennbaren Widerstand ents Uebrigens haben die um Stumm bereits einen Bundes gegen, der schließlich zum Sturze des Koalitionsministeriums führte; genossen gefunden, der auch nicht zu unterschätzen ist. Die und er demonstrierte noch gegen die Badenische Reform, bis erreisinnige Zeitung" nimmt wohlgefällig Kenntnis endlich ans bent politischen Leben ausgeschaltet und ins von der Beurteilung des Herrn v. Heyl durch die B. P. N." Herrenhaus versammelt wurde. Die Wahrheit ist, daß Graf als eines„ socialpolitischen Projeftenmachers" und" Dilettanten". Hohenwart die geit nicht verstand; schon lange nicht und das Blatt Eugen Richters fügt die kurzen, aber verstand, als er noch unmittelbare Politik machen durfte. viel bedeutenden und Stumms wundes Herz sanft tröstenden und Hirn. Worte hinzu: Ganz unfere Meinung! Es gehört ein großes Maß politischer Urteilslosigkeit dazu, in dem Grafen Hohenwart einen großen Staatsmann zu sehen. Das beste, was man ihm nachjagen fann, ist die Anerkennung, daß er tein Schwäger war, fein trivialer Phraseur. Freilich ist das poliFreilich ist das polis tische Feld hente in Oestreich so abgegraft, daß diefe farge Ane erfemung ein ungewöhnlich reiches Kompliment einschließt. Graf Hohenwart foute mur in einem Lande hervorragen, in dem alles tein und dürftig ist; in der Ebene mögen selbst die Maulwurfshügel wie Berge ausschauen. Politische Nebericht. ob hinter dem Centralverbande und hinter Herrn v. Stumm in Behandlung der Arbeiterfragen der übergroße Teil der bentschen Industrie steht." Ohne Zweifel, der Centralverband umfaßt die Kerntruppe des feudalen Industrialismus, und es wird sich zeigen müffen, die Heyl und Bassermann sich einer politisch- ansehnlichen Gefolgschaft versichert haben, ehe sie den Vorstoß gegen den allgewaltigen Freiherrn unternahmen. warf er die Leisten manchmal zurück, daß sie knallten. Ich oder der betreffende andere Gefangene, dem das passierte, wurde dann für ben Schaden verantwortlich gemacht. Staatsgefährlicher Käse. 血压 Der Neußischen Tribüne" wird aus Debfchwitz geschrieben: " Diejenigen Postbeamten, deren Frauen Mitglied des hiesigen Konfumvereins find, werden von der Geraer Boftdirektion sowoh als vom hiesigen Bürgermeister aufgefordert, ihre Frauen zu veranlassen, aus dem Verein auszutreten, da sich die Leitung des felben in es ist schrecklich, aber wahr focialdemokratischen – Händen befinde." Die Postverwaltung nimmt augenscheinlich an, daß das social demokratische Gift auf Käse, Kaffee, Heringe und Schmierseife übergeht, wenn diese Gegenstände in der Nähe von Socialdemokraten laget. Auf dem Wege durch den Magen gelangt dann das Gift in Herz Herr Podbielski umd seine Untergebenen werden nun die Kon sequenzen dieser Anschauung ziehen. Obdachlos werden sie umhers irren denn jedes Haus ist unter der Mitwirkung von Socia demofraten gebant. Kein Kleidungsstüd wird ihnen zur Verfügung Geheim- ftchen, um ihre Blößen zu decken denn socialdemokratische Schnei ber hansen in allen Werkstätten. Jede Nahrung müssen sie zurüc weifen denn wer bietet Garantie, daß nicht selbst eine einfache Semmiel auf dem Wege vom Samenforn zum Bäderjungen Eocia demokraten gestreift hat. Jeber Gebrauchsgegenstand ist verdächtiges: und deshalb verfehmites Gut. Und wenn sie dann einen Erlaß niederschreiben wollen, um die Ausrottung der fürchterlichen Socialdemokraten zu befehlen so fällt den schrechaft Erbleichenden ein, wie auch Tinte, Feder und Papier bis zu ihrer Herstellung und ihrem Vertrieb zweifellos irgendwo socialdemokratisch infiziert worden sind. Verzweifelt planen sie aus dem rettungslos durchseuchten Lande auszuwandern. Der Südpolar- Kontinent ist sicherlich noch feuchenSchiffe, Bahnen und Luftballons von Socialdemokraten im Betrieb frei aber wehe, wie dorthin gelangen, da alle Verkehrsanstalten, erhalten werden, und die Betriebsmittel von Socialdemokraten gesu Noch einmal der Prügelprofeffor. Die Ruffeu verbitten sich, mit den Ansichten des rat v. Bergmann identificiert zu werden. Unser Genosse Singer hat folgenden Brief von einem sehr angesehenen Manne aus Petersburg erhalten: St. Petersburg, 14./26. April 1899. Ew. Wohlgeboren! Da bei der Erörterung der Potsdamer St. Josefs Waisenhans Berlin, den 28. April. Angelegenheit auch mehrfach von Rußland die Rebe gewesen ist, so erlaube ich mir Ew. Wohlgeboren mitzuteilen, daß seit vielen Aus dem Reichstage. Jahren die Schüler in den Schulen hier törperlich nicht gezüchtigt Die dritte Lesung des Bankgesetzes vollzog sich heute in werden dürfen, und wo jetzt, wo der allgemein bekannte Fall sich rascher Folge, ohne erhebliche Debatte. Nur bei Art. 5,§ 1 abgespielt hat, der seit 20 Jahren seinen Bosten versehende Gelehrte und Direktor der großen St. Petri- Schule, Herr fepten die Vertreter der Privat Notenbanken noch einmal ein, Dr. Fridendorff, feiner Stellung enthoben wurde, weil er einem Schüler um die Privilegien dieser Institute zu erweitern. Ursprünglich eine Ohrfeige verjette.- Ew. Wohlgeboren entnehmen hieraus, war in der Regierungsvorlage verlangt worden, den Noten- daß wir Wilden doch bessere Menschen sind. Mit vieler Hochachtung banken die Befugnis zur Ausgabe von Banknoten zu entziehen, wenn diese Banken fich nicht bis zum Die Prügeltheorie des Herrn v. Bergmann ist also auch 1. Dezember 1899 verpflichten, vom 1. Januar 1901 ab nicht im Vaterland der Knute überwunden. unter dem Prozentsaze der Reichsbank zu In den russischen Schulen verzichtet man auf das von distontieren. Diese Bestimmung wurde in der Kom- Herrn v. Bergmann befürwortete bortreffliche Erziehungsmission dahin gemildert, daß die Privatbanken nicht unter mittel" des Rohrstocks. dem öffentlich bekannt gemachten Prozentsatz der Reichsbank Der urkundlich Deutsche" soll nach Bergmann der Prügel diskontieren dürfen, wenn dieser Eaz 4 Prozent erreicht nicht entbehren können. oder überschreitet. Ueberhaupt sollen die Privatbanken nur um 4 Prozent unter dem Reichsbank- Diskont und wenn die Reichsbank selbst noch zu einem niedrigeren Diskontsatze Geld giebt, nicht um mehr als um 1/8 Prozent hinter diesem Sage zurückgehen dürfen. Gegen diese Bestimmungen richtet sich nun der zur zweiten Lesung schon vorgelegene und heute wiederholte Antrag des Abgeordneten Dr. Heim, in dem Artikel 5§§ 1 und 2 die Worte erreicht oder zu streichen. Es sollte damit erreicht werden, daß die Bindung der Privatnotenbanken an den Diskontsatz der Reichsbank erst beginnt, wenn der lettere 4 Proz. überschreitet. and Ueber den Antrag fand eine namentliche Abstimmung statt, bei der derselbe mit 142 gegen 123 Stimmen abgelehnt wurde. Es stimmten dafür das Gros der süddeutschen Abgeordneten und die Mehrzahl der Konservativen. angenommen. ganz ergebenst ( Unterschrift.) Wir halten es in diesem Falle mit Rußland! Gewerbliche Schiedsgerichte in Schweden. Der dem Parla ment zugegangene Antrag auf Einsetzung von Schiedsgerichten für Konflikte zwischen Arbeitern und Arbeitgebern wurde von der ersten Kammer ohne Debatte angenommen. Noch vor vier Jahren, als derselbe Antrag vorlag, stellte sich die Kammer ihm völlig ab Ichnend gegenüber. Deutsches Reich. 1 schaffen worden sind! Ein Pfarrer, der socialdemokratisch stimmt. Lezzthin haben in Straßburg i. E. Wahlen zur Orts. Krantentasie stattgefunden. Dabei versuchten die Klerikalen mit dem Schlachtruf:„ Gegen die Socialdemokratie für die Ordnung!" die Liste der organisierten Arbeiterschaft zu übertvinden. Indessen die Ordnungsliste erhielt bei der Wahl der Arbeiterbelegierten nur ein Viertel der abgegebenen Stimmen. Auch das Resultat der Arbeitgeber- Wahlen war für die Ordnung keineswegs glänzend.. Den Ordnungshelden aber war vom Schicksal noch eine zweite moralische Niederlage beschieden. In seiner Heimat" veröffentlicht Pfarrer Hoffet einen Artikel, in dem er das graufige Verbrechen beichtet, für die socialistische Liſte geſtimmt zu haben. Warum er die Unthat begangen, fegt er wie folgt auseinander: Wir haben gestern eine große nationale Sünde begangen. Der Sachverhalt ist folgender: In Straßburg fanden die Er neuerungswahlen der Krankenkassen- Vorstände statt. Am Sonnabendabend erhielten wir eine französische Zuſchrift; folgenden Inhalts: " Sie werden gebeten, morgen( Sonntag) zwischen 9 und 11 Uhr im Lokale der Orts- Krankenkasse zur Wahl zu gehen und zwar mit beiliegendem Wahlzettel. Es handelt sich Ordnungspartei." Dem Echreiben war ein Wahlzettel beigefügt mit einer Reihe von Namen bekannter hiesiger Persönlichkeiten. Wir gingen zur Wahl, legten aber in die Urne die socialistische Liste, die uns an der Thür eingehändigt wurde. Dies haben wir zu verantworten und thun es gern öffentlich zur Belehrung anderer. Die Voffische Zeitung" die augenblicklich nicht von Stephany verantwortlich gezeichnet wird gestattet sich in ihrer legten Nummer allerlei Sprünge, die hoffentlich nicht Freudendarum, die Socialisten zu schlagen. sprünge über den Aubruch der Viceherrschaft find. Zunächst opfert das Blatt den vielgeliebten Konstitutionalismus auf dem Altar des noch heißer verchrten Kapitalismus. Sie beklagt, daß die Reichss Nach einem furzen Wortgefecht zwischen dem freisinnigen bank- Vorlage nicht gleich für zwanzig Jahre der Mit zwanzig Jahre der Mit Abg. Fischbeck und Liebermann v. Sonnenberg, bestimmung des Parlaments entzogen wird. So müsse bei uns der wobei der Präsident Graf Ballestrem den antisemitischen Reichstag über die einfache Verlängerung befragt werden, und wenn schauder Klopffechter recht deutlich an die Notwendigkeit anständigen Regierung und Reichstag sich nicht einigen, so fönne Betragens erinnerte, wurde die Vorlage mit großer Wiehrheit bar ein unlöslicher Konflikt entstehen. Ein Konflikt in Geld. sachen- tann man sich schlimmeres vorstellen? Der Parlamentarismus ist gut, aber er darf nicht das heilige Kapital Vor fast leerem Hause begründete dann der Abgeordnete gefährden; dann ist der Absolutismus schon besser. Die Dr. Arendt eine Resolution in der Gewährung von Prämien Regierung wird sich die Meimmg des freisinnigen Blattes zu nuge zur Förderung der Goldeinfuhr verlangt wird. Wider machen, wenn sie einmal wieder Flotten- und Militär- Borlagen Erwarten folgte auf diese Rede eine ungemein scharf ge- für möglichst viele Jahre ohne parlamentarische Mitwirkung gesichert haltene Antwort seitens des Bundesrats- Vertreters Geheimrat haben will. b. Glasenapp. Auch Herr v. Kardorff, der un vermeidliche Silberredner, mischte sich in die Diskussion, um darauf hin von dem Bankdirektor Koch mit einer Abfuhr bedacht zu werden, die den sonst so wortfrohen Junker ganz aus dem Concept brachte. Die Arendtsche Resolution wurde gegen die Stimmen der Rechten abgelehnt. Zum Schluß führte Herr Liebermain von Sonnenberg noch eine der von ihm beliebten Radanscenen herbei. Bur Geschäftsordnung bezichtigte er nämlich den Abgeordneten Fischbeck in indirekter Redeform der Lüge. Dafür zur Ord. nung gerufen, wiederholte er die Behauptung, um nun noch einmal und zwar in sehr scharfer Form von dem Präsidenten gerügt zu werden. Um den Kommiffionen Zeit für ihre Arbeiten zu laffen, findet die nächste Signung erst Mittwoch, 3. Mai, statt. " Verwirrung im Ordnungslager. " Wir sind nichts weniger als ein geheimer Anhänger der Social demokratie. Als bei den letzten Reichstags- Wahlen Herr Abgeordneter Riff( liberal) als Standidat auftrat, gaben wir ihm unsere Stimme.... Wenn wir aber damals Herrn Riff die Etimme gaben, so haben wir deshalb nicht mit Hohn und Spott auf die Arbeiterpartei herabgeblidt. Vielmehr haben wir damals ein aufrichtiges Bedauern mit denjenigen gehabt, die für ihre Eache so viele andere beschämende Opfer bringen und die Politit nicht als einen Sport, sondern als eine ernste Lebensaufgabe ansahen, deren Lösung ihnen und vielen anderen eine berechtigte Erleichterung des Kampfes ums Dasein verschaffen soll. Orts- Strantentasse Straßburg wurde bisher von Socialdemo Erscheint in dem Leitartikel der Boffin" der Reichstag als Friedensstörer, so auf der nächsten Seite die Socialdemokratie, Socialdemokratie. Das Blatt findet es nämlich ganz richtig, daß die politischen Führer zu dem Berlepich- Kongres nicht eingeladen sind. Denn die Vereinigung Bei der geftrigen Wahl lagen aber die Dinge anders. Die braucht fachkundige Männer, aber keine Friedens störer." Die Voisin" plappert schon ganz nett den Stummschen Jargon. Der soll nicht durch patriarchalische Frieden jenes Kongresses foll die-feine Sachkenntnis haben, Männer gestört werden, obwohl fie ihr ganzes Leben diesen Problemen gewidmet haben, deren Thätigkeit es überhaupt erst zu verdanken ist, daß die Berlepsche auf den Einfall eines solchen Kongreffes geraten find. Die„ Voifin" aber ist glücklich bei dem Kultus der Männer der Bragis" angelangt und sie wird von mun ab mit der" Post" gemein fam wider die Profefforen hegen, die als socialpolitische Friedens störer auftreten, ohne daß sie eine Ahnung von den„ thatsächlichen Verhältnissen" haben. Die Voffin" treibt die Aufspürung von Friedensstörern sports mäßig. Neulich wies sie den Staatsanwalt energisch zurück, den die lex Heinze ruft, um den Frieden zwischen den Unternehmern und solchen weiblichen Angestellten zu stören, die das Genie haben, sich unfittliche Gewaltstreiche ihrer Brotherren einzureden. Jegt verdammt sie den friedenstörenden Parlamentarismus und die frieden störenden Socialpolitiker radikaler Richtung. Die" Voffin" ist bedenklich friedenssehnsüchtig. Wittert fie, daß auch ihrem Frieden störende Gefahren drohen? Der Post" ist die Sprache, die ihr ob der Heyt- Basser mannschen Attacke wider ihren Gebieter erstorben schien, wieder zurückgekehrt. Doch noch vermag sie nur zu stammeln. Erst wenn die Debatte über die Anträge des Centrums und der Nationalliberalen am nächsten Schwerinstag zu Ende geführt wird, will fie frei von der Galle weg reden. Vorläufig Für die Peitschung des Genossen Gräf beehrt sie die Size, Heyl und Bassermann nur mit dem Stofe- begeistert sich wenigstens ein deutsches Blatt nicht nötig zu namen sozialpolitische Schwärmer", just als hätten die Herren sagen, daß es Stumms„ Post" ist. fich schon phantastisch in füße Zukunftsstaatsträumereien ausgeschwärmt, während sie doch nur einige höchst bescheidene Maßnahmen vorschlugen, deren Zweck die Herbeiführung versöhnlicher Stimmung der Arbeiterwelt sein soll. Nur zu recht habe Freiherr v. Stumm gehabt, wenn er von diesen Schwarmgeistereien eine Spaltung der auf Zusammenhalt angewiesenen industriellen Elemente" befürchtete. Die Socialdemokratie allein sei der Tertius gaudens, ber lachende Dritteflagt die" Post", indem sie wohl hofft, daß diese übliche. Gräf selbst richtet an die Rheinisch- Westfälische Arbeiterzeitung" einen Brief, in dem er u. schreibt: traten verwaltet. Wenn diese Kasse unter dieser Verwaltung notgelitten hätte, wem in derselben Unregelmäßigkeiten und Geldverschwendungen vorgekommen wären, so hätten wir als die erſten eine Aenderung der Leitung angestrebt. Nun aber ist thatsächlich die Leitung der Orts- Krankenkasse eine mufterhafte. Die Herren, die an deren Spize stehen und die wir teilweise persönlich kennen, verdienen in jeder Dank Weise den und die Achtung der Kaffeninteressenten für ihre felbstlose Arbeit. Unter solchen Umständen wäre ein Schlagen" oder sagen wir besser ein„ Hinaus werfen" der Socialdemokraten eine Ungerechtigkeit und Gefühlslofigkeit. Da machen wir nicht mit! Aber noch ein anderer Grund bewog uns, die Liste der Socialdemotraten und nicht diejenige der Ordnungspartei" einzulegen. Wir sind zwar sicher, daß die auf der zweiten Liste angeführten Persön lichkeiten ihres Amtes treu gewaltet hätten, aber wir halten dafür, daß in Anstalten, wie die Ortsfrankenkasse, die vor allem der Arbetierschaft zu dienen haben, die Arbeiterschaft beffer in der Lage ist, die Wahl zu treffen, die ihr frommt, als solche Bereinigungen, wie die sog. Ordnungspartei", wo alle möglichen, nicht immer sehr lauteren Interessen mitspielen. Zudem halten wir es für einen Vorteil, wenn sich die Socialdemokratie an bestehenden Einrichtungen unseres Staats- und Kommunalwesens attiv beteiligt... Die Mitarbeit an der Verwaltung, wie sie sich in Anstalten, wie die Kassen und auch in Körperschaften, wie die Gemeindevertretungen, durchführen läßt, ist eine so gesunde Schule für die Socialdemokratie, daß die staatserhaltenden Parteien geradezu eine solche anbahnen und befördern sollten." „ Wenn Herr Diederich sagt, meine Freunde Schröder usw. hätten sich musterhaft geführt und seien sogar von der Konferenz Nun wird Pfarrer Hoffet wohl mit allem Komfort des Mittelder Oberbeamten zur Beurlaubung vorgeschlagen worden, so ist das richtige bis auf unseren unglüdlichen alters gebraten werden. Freund Beckmann, welcher sich doch wohl, wie Herr D. dila wisien muß, ebenfalls gut geführt hat. Er arbeitete bei Der Caprivi- Sak der Agrarier ist unerfättlich. Nicht einmal Herrn Diederich als Schleifer und hat infolge der militärisch soll Caprivi etwas getmigt haben, und feine Verbienste eberanstrengung feine Gefundheit geopfertlim Kriege 1870/71 feien auf ein bescheidenes Maß aurückzuführen". " So verkündet glidftrahlend die Deutsche Tageszeitung" auf Grund von Forschungen des Generals v. Boigts- Rhez. Natürlich, der Vater der Handelsverträge kann auch nur ein militärischer Stümper gewesen sein. Freilich, bevor er dieses Teufelswert auf dem Ges der Kaiser habe seinen besten General zum Kanzler gemacht. bewaffnen.träger IT A Parlamentavisches. Postnovelle. D haben, dessen Wichtigkeit und Nüglichkeit bisher nicht genügend daß man ihn anzeigen werde, bis zum Dezember 1898. Die Aus bekannt waren. Wilhelm." sagen Esterhazy's find durch seine eigenen Beröffentlichungen Ein persönlicher Besuch des Museums wird wahrscheinlich folgen. bereits belanut. Ferner veröffentlicht der Figaro" den gleichPoftalischer Boykott. Aus Wanne i Westf. wird be- falls bekannten Brief Esterhazy's, in welchem er behauptet, im wiffen hatte, ging die ehrfürchtige Kunde durch die Junterprelle, richtet: Die Post- und Telegraphenverwaltung wollte Auftrage des Nachrichtenbureaus Spionage getrieben zu haben.. in hiesigem Ort neue Drähte spannen und unterhandelte deshalb mit Der Temps" schreibt: Die Meldung eines Morgenblattes, daß der Kriegsminister Freycinet Einwendungen gegen die Flottenvereine wachsen jest wie Pilze aus der Erde. In den hiesigen Gemeindebehörden wegen Ueberlaffung der Straßen und Bernehmung du Baty de Clams burch den Kaffationshof erhoben Danzig ist am Freitag ein Provinzialverband des deutschen Flotten Pläge zur Aufstellung von Masten zc. Die Gemeinde erklärte fich habe, ist durchaus unzutreffend. Die" Aurore" verzeichnet das vereins gegründet worden. Oberpräsident v. Goßler hat das Kind zur Hergabe der Straßen 2c. bereit, wenn die Postverwaltung fich Gerücht, daß du Paty de Clam feit zwei Tagen aus seiner aus der Taufe gehoben. Wenn die Herren die Mittel aufbringen, rechtsverbindlich verpflichte, einer etwaigen später erfolgenden Anlage Wohnung verschwunden fei. die die Verwirklichung ihrer Flottenpläne erfordert, so werden wir einer Startstromleitung keine Hindernisse in den Weg zu legen. Zu Wohnung verschwunden sei. Im Ministerrat fündigte der Justizminister Lebret an, daß gern bereit sein, die Vereinsgründerei ernsthaft zu nehmen. dieser Bedingung zwangen einerseits die Erfahrungen, welche Runft und Reichstag. Das von der Ausschmüdungsandere Gemeinden bei der Anlegung von elektrischen Starkstrom- er wegen der Beröffentlichungen der Aussagen Paléologues vor dem Tommission des Reichstages nun endgültig abgelehnte leitungen mit der Boftverwaltung gemacht haben, andererseits der Staffationshofe eine Untersuchung eröffnen werde. Spanien. abgel mite Studige Dedengemälde wird in nächster Zeit von Mit Umstand, daß man bei der rapiden Entwidelung des Verkehrs binnen gliedern der Berliner Akademie besichtigt werden. Es besteht auch, müfen. Diefer Tage traf die Antwort der Postverwaltung ein; fie die bisherigen Urteile der militärischen Ehrengerichte, furzem in Wanne zum Bau einer elektrischen Bahn wird schreiten Madrid, 28. April. Der Oberste Gerichtshof bestätigte wie der„ Frankf. Ztg." zufolge verlautet, innerhalb der Ausschmückungs- erklärte, die Bedingung sei unannehmbar, willige die Gemeinde nicht durch welche verschiedene Truppenführer wegen ihres Verhaltens im tommission die Absicht, das Gemälde auszustellen und es so der öffentlichen Beurteilung zugänglich zu machen. Prof. Hildebrand ofort und bedingungslos ein, dann werde am 1. Mai legten Striege gemaßregelt worden sind. Die Bildung weiterer hat abgelehnt, seinen Entwurf, für zwei Abstimmungsurnen zu ändern das im nördlichen Teile Bannes bei der Zeche" Unser Frib" gelegene Ehrengerichte steht bevorenie" ros dod eni ti Die Errichtung dieses das Blatt weiter berichtet, zwei Entwürfe des Bildhauers Frig v. Miller oftamtes erfolgte bor nicht langer Zeit, weil ein dringliches Be- Türkei. Mas no dürfnis vorlag; heute will man das Anit ohne Rücksicht auf Ver- Amnestie. Die Deputiertentammer hat unter Umzu einem großen i IIIommensbecher zur Ausführung genehmigt tehr und Bedürfnis sperren, um die Gemeinde zur Nachgiebigkeit zu stoßung ihres früheren Beschlusses, nach welchem die Mezeleien und sie beide so vorzüglich befunden, daß dem Künstler über in Candia nicht als politische Verbrechen zu betrachten feien, be lassen wird, auszuführen, welchen er will. Das eine ist ein Stand- 8wingen. fchloffen, diefelben doch als solche anzusehen. Demnach sollen auch becher, das andere ist ein Trinkhorn. Der Reichstag braucht natürlich Socialreform bet der Reichspoft. Ueber das Arbeits- bie Muselmanner, welche an den Mezeleien in Candia beteiligt weder einen Standbecher noch ein Trinkhorn. Er hat gar teine Ber- maß und die Sonntagsruhe der Beamten und Unterbeamten waren, der Amnestie teilhaftig werden, mit Ausnahme derjenigen, wendung dafür. Es ist das einer der vielen Aufträge, die ohne hat der Staatssekretär des Reichs- Poftamtes neue grundsägliche Be welche durch den internationalen Gerichtshof verurteilt worden sind. Rücksicht auf die praktischen Bedürfnisse des Reichstages selbst im ſtimmungen erlassen. Danach ist bei Beamten, wenn sie in Die Kammer nahm ferner endgültig die Verfassung mit einigen AbIntereffe der Kunst und des Kunstgewerbes erteilt worden sind, mit schwierigen Dienststellen andauernd voll beschäftigt find, bis auf ein änderungen an. der Nebenabficht, dadurch würdige Objekte für die Patiferus Arbeitsmaß von 48 Stunden herabzugehen; sind die Beamten durch Demnach wird Kreta bald den wilden ändern" zufte II ung zu gewinnen. Oder man muß vielmehr sagen, daß das die Dienstobliegenheiten zwar andauernd voll, aber doch nur in ge- gezählt werden müffen. die Haupt abficht ist! Es werden in nächster Zeit noch weitere ringerem Grade in Anspruch genommen, so tann ein DienſtſtundenAfrika. Aufträge erteilt werden. Dazu gehört auch ein großer kande maß von 54 Stunden angenommen werden; ist der Dienst ganz laber, der an der Ostfront des Reichstages aufgestellt leicht, wie z. B. bei den meisten Bostämtern III. Slaffe, so ist die Pretoria, 27. April. Die Debatte, welche im englischen werden soll. ford Inanspruchnahme eines Leistungsmaßes bis zu 60 Dienststunden Unterhause vor furzem über die Angelegenheiten in TransDer Reckesche Schiekerlak hat in Erfurt zu einem Konflift unbedentlich. Die wöchentliche Arbeitszeit der weiblichen vaal stattgefunden hat, rief in den hiesigen Regierungstreifen VerBeamten soll 42-48 Stunden betragen. Bei den Unterdruß hervor. Es wird der Empfindung Ausdruck gegeben, daß bie zwischen den städtischen Behörden und dem neuen Regierungs beamten ist, wenn die Leistungen besonders schwierig find, bis hiesige Lage den verlegenden Ton einiger Mitglieder des Unterhauses präsidenten geführt. Bald nach der gerichtlichen Verhandlung über auf 60 Dienfistunden herabzugehen; bei weniger anstrengendem nicht rechtfertige und daß diefer den im Zuge befindlichen frieblichen die Maifrawalle erließ Minister v. d. Recke zur Ergänzung seines Dienst kann je nach dem Grade der Schwierigkeit bis zu 69 Dienst- Unterhandlungen über die Einführung von Reformnen entgegenwirken Schießerlasses an den damaligen Erfurter Regierungspräsidenten stunden gegangen werden. Das Leistungsmaß der Land- Brief- dürfte. v. Brauchitsch die Aufforderung. die Stadtbehörden von Erfurt träger soll besonders geregelt werden. Als Nachtdienstzeit gelten zu veranlassen, die Polizeibeamten mit Revolvern zu bewaffnen. die Stunden von 10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Die in diese Die Verhandlungen darüber zogen sich in die Länge, bis der neue Regierungspräfident v. Dewitz auf Erfüllung des ministeriellen Be- Beit fallenden wirklichen Arbeitsstunden werden, wie seither, fehls drang. Die Stadtverordneten lehnten aber, wie seiner Beit anderthalbfach in Anfaz gebracht. berichtet, die Vorlage des Magistrats auf Anschaffung von 12 Revolvern damit etwa gemeint sein, daß die zwischen den Dienfistunden fallenden Freitag die Beratung des Beitungstarifs fortgesetzt. Folgende Was sollen wir unterwirklichen" Arbeitsstunden verstehen? Soll In der Reichstagstommission für die Bostnovelle wurde am ab und nun dringt der Regierungspräsident auf Ankauf von 25 Feuer waffen für die Polizei mit der Androhung, daß er gemäß§ 19 des Pausen nicht angerechnet werden? fünf Vorschläge liegen vor. 1. Regierungsvorlage: 10 f. Buständigkeitsgesetzes die Beschaffung der Revolver verfügen werde, Einfluß, den sie auf das törperliche und geistige Wohl des Bersonals icheinen sowie 15 Pf. für jede weitere Ausgabe, und 10 Pf. jährlich Die Sonntagsruhe soll im Hinblick auf den günstigen fefte Bezugsgebühr, 15 Pf. jährlich für wöchentlich einmaliges Er falls die Stadtverorbneten auf ihrem ablehnenden Beschlusse verharren sollten. Das Kollegium soll nach der„ Nordhäus. 3tg." ent- ausübt, fo weit ausgedehnt werden, als sich dies mit den allgemeinen für jedes Kilogramm Jahresgewicht; ohne Freigewicht; jährlich schlossen sein, gegen die angedrohte Verfügung des Regierungs- Interessen und mit der Sicherheit des Betriebes irgend verträgt. mindestens 40 Bf. pro Zeitung. 2. Freisinnige: wie RegieEinen Fortschritt in dieser Beziehung ergiebt die ander- rungsvorlage, aber Freigewicht und Vergütung für Selbstverpackung präsidenten den Beschwerdeweg zu beschreiten. weite Festsetzung der Schalterdienststunden an den Som 10 Bf. für je 100 verpackte Zeitungsnummern. 3. Konservative: und Feiertagen. Ferner foll fortan thunlichst folgender Grund- 10 Proz. vom Abonnement, 10 Pf. pro Erscheinen, 10 f. pro jazz durchgeführt werden:" Jeder Beamte und Unterbeamte kilogramm. 4. Centrum: 10 Proz. vom Abonnement, 10 Pf. für des Betriebsdienstes ist in einem Zeitraum von zwei Wochen jebes wöchentliche Erscheinen, 5 Pf. pro Kilogr. Jahresgewicht. 5. Socialmindestens für einen Sonntag, fei es für einen ganzen Tag bemo fraten: 5 Proz. vom Abonnement, mindestens aber 40 Pf. oder für zwei halbe Tage, völlig vom Dienste zu befreien; soweit jährlich. 10 Pf. pro Erscheinen, 10 Pf. pro Kilogramm. Sämtliche nach den Betriebsverhältnissen nicht öfter gang freie Sonntage Kommissionsvorschläge fordern Freigewicht von 1 Kilogramm für gewährt werden können, ist jeder Beamte und Unterbeamte ab jedes Erscheinen in der Woche. Abg. Dr. Haffe( natl.) bezeichnete und zu, etwa an jedem vierten Sonntage, gänzlich vom Dienste zu den jezigen Zustand für unhaltbar. Aber die Regierungsvorlage gehe zu weit, am annehmbarsten erscheinen die Vorschläge des Wir ersuchen Sie daher, Ihren Innungsmitgliedern un Da bie Festsetzung der Arbeitszeiten für die Unterbeamten bis Centrums. Staatssekretär v. Podbielski betont wiederum, daß es verzüglich hiervon Kenntnis geben zu wollen und dieselben ver- zu 69 Stunden die Woche eine Verbesserung gegenüber den fich für die Poft nicht um Mehreinnahmen handle, sondern darum, anlaffen, bie bon den brei Orten Bremerhaven, jezigen Verhältnissen bedeuten soll, so haben die Postbeamten in daß die Post entsprechend ihren Leistungen entschädigt werde, was Geeftemünde und Lehe tommenben Maurer der That nach wie vor Ursache genug zur Unzufriedenheit. zur Zeit nicht geschehe. Abg. Dr. Paasche( natt.) ist für die night einzustellen und eventuell bie bereits an Die Zeitungsbeförderung mache der Post geftellten zu entlassen. Sprachliches von einer Landwehr- Uebung schreibt man uns Regierungsvorlage. Arbeit und aus Baden: Unsere Mitbürger, welche ihre 14 tägige llebung bei viel bringe nicht die Mit kollegialischem Gruß entsprechende EinIm Princip sei er dem 111. Infanterie- Regiment in Rastatt mitzumachen hatten, nahme. Borstand des Innungsverbandes„ Bauhütten a. d. Unterweser." ein Gegner der Berechnung Der Obermeister: all- uach sprechen sich über das Verhalten der Landwehroffiziere im all- uach dem Abonnementspreis, er hoffe aber, daß jeder nach und so eine Verständigung erreicht werden würde. gemeinen befriedigt aus. Auf jüngere Offiziere der Linie trifft dies geben Namensliften folgen! W. Rogge. Die nachgefolgten Namenslisten enthalten 336 Namen. Diese Urteil weniger zu; hier wurde von Leutnants in durchaus verfehlter Abg. Horn- Goslar( natl.) schildert die Notlage der DruckpapierWeise der Verfuch gemacht, mit Kraftausdrüden des Stafernenhof Industrie. Diese befürchte durch den neuen Tarif einen Südgang 886 Arbeiter follen daran gehindert werden, an Orten, wo sie frei Jargons auf ältere Männer, die sich im gesellschaftlichen Leben eine des Papierkonjums um 10 Proz. und infolgedessen ein Sinken achtenswerte Stellung errungen, imponierend einzuwirken. Die der Preise zu erfahren. Er bittet, den Verhältnissen der PapierIns Zuchthaus mit diesen Unternehmern! industrie Nechmmg zu tragen und zunächst als Uebergang mur Aus Anlaß der an verschiedenen Orten ausgebrochenen Streits Südd. Dorfztg." wartet mit folgendem Fall auf: weigerten fich Anfang d. I. die Former Hamburgs, die Arbeit der Rind viecher", die vom Leutnant Möllnhof der 1. Landwehr weist Mit Ausbrüden wie Bande, Saubande, Keris, Bf. pro Kilogramm festzusetzen. Staatssekretär v. Podbielski darauf hin, daß das Freigewicht besonders der von den Streiks betroffenen Betriebe zu machen. Darauf beschloß die Gruppe Eisengießereien des Verbandes der Eisenindustrie fompagnie benutzt wurden, kann man vielleicht den Altersgenoffen Papierindustrie zu gute komme. Danach tomme über die Hälfte Hamburgs am 1. Februar, baß Lehm former, welche über bei Landwehrleuten erweden berartige Schimpfworte ein Gefühl der Bavierindustrie müsse sich durch verbesserte techniſche Einrichtungen über- folcher Offiziere, den Rekruten und Stamm- Mannschaften imponieren, der Zeitungen bei der Gewichtsberechnung nicht in Frage. Die nommene Arbeiten vor der Fertigstellung verlassen wollen, anVerachtung. Wenn man bedenkt, daß diefer Leutnant erst zwei zu halten suchen. Nach eingehender Brüfung sei er zu der llebergehalten werden sollen, den eingegangenen Verpflichtungen nach Tage vor dem Einrückungstag der Landwehr von der nordischen zeugung gelangt, daß es mit der Papierindustrie nicht so schlimm autommen. Im Weigerungsfalle foll solchen Formern in den ins um wieder einen Ausdruck des Leutnants stehe, wie es von Petenten dargestellt werde. Abg. Müller14 Tagen nach der Arbeit tein, Gerin bo ibrem austritt aus btt Möllnhof zu gebrauchen hineingeklogt hat, so ist es um Fulda( C.): Die weitere Ausdehnung der General- Anzeiger- Breffe, eine Folge des seitherigen verkehrten Tarifs, müsse verhindert werden. Die großen leberschüsse der Post seien mur eine Folge der unentgeltlichen Beförderung der Eisenbahnen. Aber angesichts der großen Masse der beförderten Zeitungen seien die Einnahmen doch sehr gering, die Bost habe jetzt sogar ein Deficit bei der Zeitungsbeförderung. Die Regierungsvorlage fei eigentlich das richtigste, aber um möglichst schonend vorzugehen, müsse man einzelnes beschränken und ändern. Ohne Mehreinnahmen für die Post sei das Gesez unmöglich, der Abonnementspreis müsse als Maßstab für ein Uebergangsstabium beibehalten werden. Redner empfiehlt schließlich die Einsegung einer Subfommission. Staatssekretär v. Podbielski: Es sei die höchste Beit, den Tarif zu ändern, je länger man es aufichiebe, um so schlimmer werden die Verhältnisse. Er sei zur Ver ständigung bereit. Event. fönnte man ein Uebergangsstadium schaffen und nach ein paar Jahren den Tarif abermals revidieren. MüllerSagan( frf. Bp.) hält ein Uebergangsstadium für bedenklich. Für alle Beteiligten fei es besser, auf definitiver, gesicherter Grundlage zu wirtschaften. Man möge sich aber gleich entscheiden, nicht erst eine Subkommission niederſegen. Die Befürchtungen, welche an die Aenderung des Tarifs geknüpft sind, werden übertrieben, auch die augenblickliche Konjunktur ber Papierindustrie fei nicht so ungünstig. Ins Zuchthaus. Folgendes Schriftstück empfehlen wir Herrn Posadowsky zur Kenntnisnahme: Bauhütten Bremerhaven, Geestemünde und Lehe, den 22. April 2899. 1101 an der Unterweser. An die verehrlichen Vorstände der Innungen des Verbandes Deutscher Baugewerksmeister! Sierdurch teilen wir Ihnen ergebenst mit, daß am heutigen Lage hier ein Maurerstreit ausgebrochen ist, und die Arbeit bei fämtlichen Innungsmeistern niedergelegt wurde. willig arbeiten wollen, zu arbeiten. ber entbinden." abfolgt werden. Die betreffenden Arbeitgeber haben dies. fo unverständlicher, wie man einem solchen jungen Offizier die Aus bezügliche Fälle dem Arbeitsnachweis per Telephon und darauf bildung von Landwehrleuten anvertraut, welchem scheints Knigges schriftlich mitzuteilen." Buch über den Umgang mit Menschen" unbekannt ist und bei dem der Mensch erst beim Leutnant anfängt. Herrn. Ins Buchthaus! Derselbe Verband versendet aus Anlaß der Maifeter biefes Rundschreiben: Hamburg, 22. April 1899. Bierfelbft. Der Verband der Eisenindustrie Hamburgs hat in feiner Verbands Versammlung am 17. d. M. beschlossen, am 1. Mai feiernde Arbeiter erst nach Ablauf von 10 Tagen wieder einzustellen. Die in Ihrem Betriebe am 1. Mai feiernden Arbeiter dürfen daher nicht vor dem 11. Mai wieder eingestellt werden. and drug Bon etwa eintretenden Störungen in Ihrem Betriebe wollen Sie dem Verband der Eisenindustrie, Kraientamp 44, unverzüglich Anzeige machen. Hochachtungsvoll Verband der Eisenindustrie Hamburgs. Der Vorstand. An der Richtigkeit der Angaben dieses konservativen Blattes, bem wir die Berantwortung überlaffen müffen, taun wohl aus dem Grunde nicht gezweifelt werden, indem der 82 jährige Redaktions- Chef in eigener Person das Bergnügen hatte, als Beteiligter bei der Landwehrübung fich ein Urteil zu bilden. son Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Wegen Beleidigung des Kaisers wurde in Augsburg ber Schuhmacher Bins Breitnauer von Taiting bei Friedberg Bu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat in an getrunkenem Zustande eine Bemerfung über die Palästinareise gemacht und in einer Wirtschaft die Person des Kaisers als Brotestanten zum Gegenstande seiner für strafbar gehaltenen Auseinandersetzungen gemacht. Wie die Pößneder geitung" mitteilt, wurde von der Straf fammer in Ruboltabt der Zimmermann Hermann M. in Pößned wegen Majestätsbeleidigung mit drei Monaten Ge fängniß bestraft. M. Tam im November vorigen Jahres auf dem Nachhauseweg von einem Tanzvergnügen im Felſentellerfaale in übewein mit einem Arbeiter aus Ranis in Wortwechsel, in deffen Berlauf er die beleidigende Aeußerung gethan hat. Bei der Abstimmung wurde die Regierungsvorlage einIns 8uthaus! ftimmig abgelehnt. Ebenso fielen alle Vorschläge aus der Von verschiedenen Eisenbahndirektionen waren vor einiger Zeit Kommission. Für den freifinnigen Vorschlag wurden sechs die ihnen unterstellten Inspektionen und Bauabteilungen an Stimmen abgegeben, für den Antrag des Zentrums neun, für den gewiesen worden, teine Arbeiter anzunehmen, der Sozialdemokraten vier. Der konservative Antrag wurde mit 12 welche aus ihrem legten Dienstverhältnis unter Verlegung der Die Straffammer in München eröffnete das Hauptverfahren gegen 11 Stimmen abgelehnt. Darauf wurde eine Subkommission etwa eingegangenen tontrattlichen Verpflichtungen gegen die Münchener Freie Presse" wegen Majestätsbeleidigung. von 5 Mitgliedern gewählt, die einen Antrag auszuarbeiten ausgeschieden sind. Diese Anweisung wird von den betreffenden Es handelt sich um einen Artikel vom vorigen Jahre, in beauftragt wurde. In die Kommission wurden entfendet die AbUnterstellen genau befolgt. Viele Streckenarbeiter, Planierkräfte 2c. welchent fiber die fortwährenden Friedensversicherungen der Diplo- geordneten Dr. Paasche, Dr. Müller- Sagan, Dr. Marcour, Dr. Oertel wurden beim Beginn der Frühjahrsarbeiten mit ihren Gematen wie über die fortwährenden Rüstungen gesprochen und dabei und Diet. Die nächste Sigung der Bollkommiffion ist auf Dienstag suchen um Arbeit abgewiesen, weil sie eben ihrem die Jerusalemer Friedensrebe des Kaisers berührt wurde. früheren Arbeitgeber gegenüber tontrattbrüchig geworden waren. Der Kaiser hat dem Fürften von Monaco gelegentlich der Eröffnung eines Museums der Tiefseeforschung, ein französisches Telegramm geschickt, das in deutscher Ueberfegung lautet: um auberaumt. Falls bis dahin noch kein Vorschlag der Subkommission tvorliegt, soll das Telephongesez zur Beratung fommen. Jus Zuchthaus, ins Zuchthaus, ins Buchthaus mit allen, die aand pAusland. andere au freiwilliger Arbeit hindern! Ueber den Gebrauch der Schuhwaffen durch Militärposten din fans and gif Belgien. verhandelte am Mittwoch die Petitionskommission des Reichstages Die Wahlreform.( Eig. Ber.) Die Sektionen der Stammer aus Anlaß einer Petition, betreffend Abänderung der Bestim vereinigten fich am Mittwoch im Parlament. Die Vertreter der mungen über den Waffengebrauch der Militärposten. Von der Ich bin glücklich, durch das Telegramm Ew. Hoheit zu erzinten wiesen die Borlage entschieden zuric als eine ungerechte, Militärverwaltung wurde eine Erklärung abgegeben, 1. die fahren, daß die Grundsteinlegung zu einem Gebäude vollzogen einseitige Maßnahme. Auch Herr Wo este, der Führer der Rechten, Fälle hätten abgenommen, 2. fei für die Posten eine neue worden ist, welches die Schätze des Meeres aufzubewahren be- und die Leiter des agrarischen Flügels sprachen sich gegen den Instruktion ausgearbeitet, 3. feien die Fälle, in denen von stimmt ist. Ich wünsche dem fünftigen oceanographischen Museum, Entwurf aus. Die nächste Sigung ist am Dienstag. Der Vertreter der Schußwaffe Gebrauch zu machen ist, eingeschränkt, 4. sei die das Sie freundlichst unter mein Protettorat gestellt haben, die der liberalen und socialdemokratischen Oppofition ist der Genosse Bahl der Boften, welche scharfe Patronen erhalten, verringert worden, beste Zukunft. Diefes Denkmal wird für alle geiten mit dent Namen Ew. Hoheit verbunden sein, die Sie durch Ihre müh Frankreich. famen Arbeiten soviel dazu beigetragen haben, daß das Licht der Paris, 28. April. Der Figaro" veröffentlicht heute in Wissenschaft nun auch die früher unbekannten Tiefen des Meeres fleben Spalten die Aussagen Efterhaah's vom 28. Januar 1899, bestrahlt, und die Sie zugleich durch ihre unermüdlichen in welchen der Major von seinen Erlebnissen erzählt von dem Tage Forschungen die Menschheit über einen Gegenstand aufgeklärt an, an welchem er durch einen anonymen Brief benachrichtigt wurde, Wandervelde. " und 5. sollten die Militärgefangenen möglichst in geschlossenen Wagen transportiert werden. Hierauf beschloß die Kommission, dem Reichstage den Uebergang zur Tagesordnung zu empfehlen. Es wäre sehr wünschenswert, daß die Kommission für Mitteilung der neuen Bestimmungen an die Oeffentlichkeit Sorge trüge, damit diese sich ein Urteil über dieselben bilden könnte. In der Wahlprüfungs- Kommiffion des Reichstags i Der Bergarbeiterstreik in ist| in welcher er Belgien. Im Kampf der schwedischen Arbeiter um das Vereinsrecht steht die Polizei durchaus auf seiten der Arbeitgeber, nicht nur, daß am Freitag die Wahl des Abg. Dr. Hasse, des nationalliberalen Vertreters der Stadt Leipzig, beanstandet worden. Es sollen Die Situation des Ausstandes ist annähernd die gleiche. In die von auswärts eingeführten Streitbrecher unter polizei Beweiserhebungen stattfinden über Behauptungen des überreichten allen Teilen des Streifgebietes werden zahlreiche Versammlungen licher Estorte zu den Fabriken hingebracht werden, man Protestes, der besonders Beschwerde führt über die Nichtaufnahme abgehalten. In Charleroi sprach dieser Tage der Genosse hindert auch die ausgesperrten Arbeiter, ihnen Flugblätter oder Mitfolcher Wähler in die Liste, die in Leipzig dauernd ihren Arbeits- Vandervelde vor einigen Tausenden Bergleuten. Seine Rede, teilungen über den Konflikt zukommen zu lassen. Die Upsalaer aufenthalt haben, deren Familien aber auswärts wohnen. ein umfangreiches Material gegen die Ver- Studenten haben weitere 300 Kr. eingesammelt, auf den Listen Die von den Arbeitern in In der vorher abgehaltenen Sizung der Wahlprüfungs- Kommission leumdungen und die falschen Zahlen der Unternehmer vorbrachte, stehen 20 Universitätslehrer. Jm Halland gemachten Vermittelungsvorschläge werden wurde unter anderem beantragt, die Wahl des Abg. Kropatscheck machte ungeheuren Eindruck auf die Oeffentlichkeit. in Zauch Belzig für gültig zu erklären, da die in dem Protest Becken von Lüttich sind zahlreiche Verhaftungen vorgenommen von den Arbeitgebern abgelehnt werden. Der Fachverein hat über angegebenen Thatsachen, soweit fie als erheblich erachtet werden, worden, ohne daß, wie uns unser Korrespondent schreibt, be- die Bekleidungswaren der Hutfabriken den Boykott verhängt. nicht ausreichen würden, die Mehrheit desselben in rechtigter Grund vorgelegen habe. Genosse Smeets wird wegen Frage zu stellen. Indes sollen Ordnungswidrigkeiten zur weiteren des Verhaltens der Gendarmen in der Kammer eine InterAus der Frauenbewegung. Veranlassung der preußischen Staatsregierung zur Kenntnis gebracht pellation einbringen. Die Reform" veröffentlicht ein Intere werden. Es handelt sich dabei um die Verteilung von Flugbiew eines ihrer Korrespondenten mit dem Senator Lucien Das Wahlrecht der Frauen zum Gewerbegericht. blättern und Stimmzetteln durch Polizeibeamte Guinotte, dem Generaldirektor der Gruben von Mariemont. dieses Thema sprach am Mittwoch, wie wir der Frauen- Korresp." und Gemeinde- Nachtwächter im Auftrage von Amts- und Gemeinde- Guinotte spricht sich sehr lobend über das Verhalten der Arbeiter entnehmen, in der Sigung des Berliner Frauenvereins Herr K. Goldaus. Es sei geradezu erstaunlich, zu sehen, welche Wandlung mit vorstehern in 25 Orten. In Dippmannsdorf bei Belzig hat der den Bergleuten in den letzten Jahren vor sich gegangen sei. Der schmidt. Der Redner führte aus, daß unsere ganze gewerbliche EntwideWahlvorsteher und in welcher zur Stichwahl alle männlichen Personen von 25 Jahren an gegenwärtige Streit unterscheide sich von den früheren durch die lung fich geändert hat und daß die Frauen in der Textilinduſtrie, in der Industrie der Nahrungs- und Genußmittel, im Bußfach und bis ins hohe Alter" dringend ersucht werden, sich alle ohne Ausnahme Nüchternheit, Ruhe und die Solidarität, welche die Arbeiter an den in der Konfektion in überwiegender Anzahl in den Fabriken veran der Wahl zu beteiligen und jeder seinen Stimmzettel für Prof. Tag legen. Er hofft, daß es bald zu einer Verständigung kommt. treten feien. Es ist auf Grund der Arbeit die Gleichberechtigung Dr. Kropatscheck in die Wahlurne zu werfen, denn nur diese Wahl Unser Korrespondent schreibt uns unterm 27. April abends: der Frau mit dem Manne anzuerkennen, denn unter Umständen forgt fann uns Ruhe, Frieden, Blühen unseres Vaterlandes und eine Im Centrum hat eine kleine Anzahl der Streifenden die Arbeit wieder die Frau für die Familie. In ihrem Arbeitsverhältnis aber koninit gesunde und nährende Landwirtschaft erhalten und dem Arbeiter aufgenommen; die kapitalistische Presse berichtet von 1000 Mann. Die Frau oft in Streitigkeiten. Es ist deshalb die Forderung aufgesetzlichen Schutz gewähren. Diese gedructen Stimm Die Plättfabriken von La Louvière und La Croyère haben zettel sind im Schulzenamt zu haben." Weiterhin wird die Arbeit wieder aufgenommen. Die Regierung hat natürlich zuſtellen, daß die Frau berechtigt sei, zu den Gewerbegerichten zu Da die Arbeiterinnen sich nur wählen und gewählt zu werden. in der amtlichen Bekanntmachung gewarnt, um feinen Breis für überallhin Truppen entfandt, um die Arbeitswilligen ganz schiver zusammenschließen können, sei es Pflicht der bürgerlichen den Gastwirt Ewald zu stimmen usw. In einem Poststriptum unnötig zu beschirmen: Jedermann läßt sie in Ruhe. der amtlichen Bekanntmachung, welches ortsüblich weiter zu Im Borinage dagegen, wo die Arbeiter so spät in den Streit Frauenbewegung, diese Frage in die Hand zu nehmen. Eine Frauendemonstration für die Abrüstung und den tragen ist, heißt es: Die Nachlässigen werden mit Strafe be- traten, ist der Ausstand fast allgemein. Die kapitalistische„ Etoile droht". Man sieht hieraus, was selbst im Bereich der sogenannten Belge" zählt 17 000 Arbeiter, die glaubenswürdigen Correspon- Völkerfrieden soll, wie die Frauen- Korrespondenz" mitteilt, am Vororte von Berlin an Wahlbeeinflussungen heutzutage noch alles denten des Peuple" zählen 25 000 Streifer. Die Agitation ist 15. Mai zur Eröffnung der Konferenz im Haag veranstaltet werden. möglich ist. Trotzdem aber empfiehlt die Wahlprüfungs- Kommission sehr lebendig in diesem Becken. Die Gendarmen haben in Hornee Die Aufforderung dazu geht aus von der Frauenliga für Abrüstung in Paris. Es sollen an diesem Tage in allen europäischen Großdie Gültigertlärung dieser auf so sonderbare Weise zu stande die Zuhörer eines Meetings auseinander getrieben. gekommene Wahl. städten Frauenversammlungen abgehalten und entsprechende Beschlüsse gefaßt werden, die der Konferenz dann übermittelt werden sollen. Tehte Nachrichten und Depeschen. " Im Beden von Charleroi ist der Zustand nicht geändert. Die Waldenburger Wahl. Zu den amtlichen Erhebungen über Ausländische Kohlen find in fleiner Quantitat angekommen und es scheint, daß die Regierung geneigt ist, die Unternehmer zu begünstigen. die Wahl im Kreise Waldenburg, wo unser Parteigenosse Sache ge- Den fremden Kohlen soll Tarifermäßigung auf den belgischen Bahnen wählt ist, berichten schlesische Blätter: Die von der Wahlprüfungsgewährt werden. tommiffion empfohlenen und vom Reichstage beschlossenen Erhebungen gewährt werden. über die im Wahlbezirke Conradsthal erfolgten Unregelmäßigkeiten Berlin und Umgegend. Auf den Philippinen bei der Besetzung des Wahlbureaus sind von amtlicher Seite voll- Gewerkschaftliches. scheinen die streitenden Parteien in Friedensverhandlungen einzogen worden und haben, wie uns von Beteiligten befundet wird, zutreten. Es liegen die folgenden Depeschen über diese Angelegenergeben, daß der Bahnmeister Schirmer dem Bureau angehörte, obwohl er unmittelbarer Staatsbeamter war. Dagegen wurde in Ab- Achtung, Brauerei- Arbeiter! Noch im letzten Augenblick heit vor: Washington, 28. April. General Otis sandte heute eine Depesche rede gestellt, daß zu irgend einer Zeit weniger als drei Mitglieder gehen uns Anfragen und Beschwerden der Arbeiter der ringfreien des Bureaus anwesend waren; ob unter diesen der Bahnmeister Brauereien betreffs der Maifeier zu. In den Abmachungen vom an das Kriegsdepartement, in der es heißt:„ Heute früh betrat der Schirmer war, ist nicht mehr festzustellen, doch wenig wahrscheinlich, Jahre 1894 mit den ringfreien Brauereien ist ausdrücklich anerkannt, Stabschef des kommandierenden Generals der Filipinos unsere Linien, da Schirmer zumeist dienstlich abgerufen wurde. Es ist demnach daß die Feier des 1. Mai kein Grund zur Entlassung oder irgend um seine Bewunderung auszusprechen über die erstaunliche Leistung noch zweifelhaft, welche Entscheidung über die Waldenburger Reichs- welcher Maßregelung sei. Nur die notwendigsten Arbeiten müssen der amerikanischen Armee, den für unmöglich gehaltenen Flußtagswahl fallen wird. gemacht werden. Daß das Brauen selbst an diesem Tage zu den notwendigsten Arbeiten nicht gehört, ist selbstverständlich und auch übergang bei Calumpit zu erzwingen. Der Stabsoffizier begiebt sich jetzt nach Manila zu Verhandlungen zwecks Beendigung des in den Verhandlungen betont worden. Die Agitationskommission. Krieges. In der Jutespinnerei zu Stralan ist gestern Morgen ein Washington, 28. April. General Otis hat in einer Depesche Ausstand der dort beschäftigten 300 Frauen und Mädchen aus dem Kriegsdepartement gemeldet, daß der kommandierende General gebrochen. Es war ihnen zugemutet worden, die einzelnen schweren der Filipinos von der Regierung der Filipinos die Weisung erhielt, Webestüce selber vorzufahren, eine Arbeit, die bisher von einem Mann während der Friedensverhandlungen, zu welchen ein Stabsoffizier besorgt wurde und die über die Kräfte der Arbeiterinnen weit der Filipinos nach Manila unterwegs sei, die Feindseligkeiten einhinausgeht. Ungefähr die Hälfte der Ausständigen ist organisiert. zustellen. Es herrscht ein guter Geist unter den Frauen und Mädchen, und man erwartet allgemein, daß der Streit in ganz kurzer Zeit zu Gunsten der Ausständigen erledigt sein wird. Zuzug ist selbstverständlich streng fernzuhalten. Lentenot. Zu den Anträgen in betreff der Leutenot, über welche am Montag die Verhandlungen im Abgeordnetenhause beginnen, haben Dr. Hirsch und Genossen nachstehenden selbständigen Antrag eingebracht: Es wird empfohlen die Förderung der Ansiedelung von Ileinen und mittleren Landwirten und von landwirtschaftlichen Arbeitern durch Private und Verbände namentlich in Bezirken mit überwiegendem Großgrundbesiz, insbesondere auch durch Parzellierung von Staatsdomänen, sowie durch Beseitigung des Familienfideikommißrechts. Partei- Nachrichten. Maifcier. Arbeitsruhe am 1. Mai beschlossen im Magdeburg die Handschuhmacher, die Tabalarbeiter und die Installateure und Hilfsarbeiter. Umzüge wurden verboten in München und Mainz, in legterem Orte mit der gemütlichen Begründung, daß sich die Teilnehmer ja direkt ins Festlokal begeben könnten. Deutsches Reich. Die Zahlstelle des Textilarbeiter- Verbandes in Krefeld plant eine Verschmelzung mit der lokalen Vereinigung, dem nieder rheinischen Weberverband. Die Verhandlungen sind eingeleitet und dürfte der nun beendete Kampf und der starke Rückhalt, den der Centralverband den Streifenden bot, die Stimmung für einen Zusammen. schluß günstig beeinflussen. In der letzten Sigung der Filiale des Verbandes beantragten die Sammetscheerer eine Versammlung ihrer Im Eisenacher Kreise des Großherzogtums S.- Weimar find, Berufsgenossen einzuberufen, um in eine Lohnbewegung einzutreten. wie im Vorjahre, so auch diesmal alle Versammlungen verboten Sie verlangen eine 10 stündige Arbeitszeit und 21 Mr. Wochenlohn für selbständige Scheerer. Die Löhne find jetzt 12, 14, 15 und Höchsts In Dresden und Umgegend find wieder die bekannten Verlohn 18. Arbeitszeit ist zwischen 1014 bis 11 Stunden. Die ordnungen erlassen worden, wonach Umzüge zc. am 1. Mai sowie Berechtigung, in eine Lohnbewegung einzutreten, wurde den Sonntag, den 30. April, verboten sind. Sammetscheerern zuerkannt und ihr Antrag dem Vorstand zur Erledigung überwiesen. worden. Am Sterbetage des Genossen Bracke, dem 27. April, legten die Genossen Braunschweigs einen Lorbeerkranz auf dessen Grab nieder. Polizeiliches, Gerichtliches usw. urteilt. Philadelphia, 28. April. Mc Kinley depeschierte an Ge neral Otis: Ihre Mitteilung über die Leistungen der Division Me Arthurs und der Vorschlag der Aufständischen, die Feindseligkeiten einzustellen, ist höchst erfreulich. Uebermitteln Sie Offizieren und Mannschaften meine herzlichsten Glückwünsche und meine Dankbarkeit für ihre ausgezeichnete Tapferkeit und den Triumph. Washington, 28. April. Von zuständiger Seite wird be richtet, daß die Amerikaner sehr milde mit den Filipinos verfahren, feit diese die Absicht kundgethan haben, vom Kampfe abzulassen. Jedoch scheinen einige officielle Persönlichkeiten hier zu befürchten, General Otis werde auf sofortiger bedingungsloser Uebergabe bestehen. werden. mit Wien, 28. April.( B. H.) In der heutigen Landtagssigung entstand infolge einer Rede des Antisemiten Schneider ein großer Standal wegen der Konfiscierung des Deutschen Volks. blattes", das ein Telegramm über den angeblichen Ritualmord in Polna veröffentlicht hatte. Schneider warf dem Justizminister vor, von den Juden bestochen zu sein, und bezeichnete die Juden als Mörder ,. Der Boykott der Frankfurter Ringbrauereien führte am welche Christenmädchen abschlachten. Die Sigung mußte sistiert Mittwoch zu Verhandlungen zwischen der Lohnkommission und den Graz, 28. April.( W. T. B.) Der steirische Landtag hat heute Unternehmern. Den Bemühungen des Offenbacher Gastwirtevereins mit 43 gegen 13 Stimmen den Antrag des VerfassungsWegen Uebertretung des Vereinsgesetzes erhielten fünf war es gelungen, die Sigung zu stande zu bringen. Von den des Staatsgrundgesetzes, nach welchem der Landtag diese Borstandsmitglieder des Arbeiter- Lefevereins in Höchst a. M.„ ante- Arbeitern nahmen der Vorsigende des Verbandes der Brauerei ausschusses betreffend die Handhabung des Paragraphen 14 mit dem Wortlaute und dem Geiste Handhabung als gerichtliche Strafzettel" von 20 und 15 M. Es handelt sich um ver- Arbeiter Bauer aus Hannover und Arbeiterfekretär Gräf teil. spätete Anmeldung von Mitgliedern. Da der gesamte Vorstand Die Brauereidirektoren erklärten, daß nur 35 Stellen unbesezt jeien, nicht für das Vorgehen verantwortlich gemacht werden kann, soll die übrigen 400 Streitenden müßten abwarten, bis Stellen frei diefer Gesetzesbestimmung im Widerspruch stehend erklärt, Einspruch erhoben werden. werden. Für die Hilfsarbeiter boten die Direktoren 50 Pf. Grangenommen. In betreff des in dem Antrage Bosch enthaltenen -Wegen Beleidigung der Polizei ward Genoffe Beder am höhung des Wochenlohns. Die Ringbrauereien werden am Freitag Wunsches nach endlicher Versöhnung der Deutschen mit der Staatsmüßten die oppofitionellen Parteien mithelfen und Dienstag vom Schöffengerichte in Hameln zu 15 M. Geldstrafe ver- die Angelegenheit nochmals beraten. Mit diesem Anerbieten werden gewalt betonte der Statthalter, au solcher Versöhnung sich die Arbeiter nicht zufrieden geben, wenn nicht weitere Ston- den anderen Parteien in Verhandlungen treten, damit der Weg zur Versöhnung gebahnt werde." Möge es gelingen", Welche Anmaßung! In Hartha in Sachsen hat die tal. Amts- zessionen von den Brauereien gemacht werden. hauptmannschaft von Döbeln den Verein Gewerkschaftskartell" auf- Die Tischler in Erfurt befinden sich jetzt 4 Wochen im Lohn schloß der Statthalter,„ auf diesem Wege jene Formel zu gelöst, da der Verein nach§ 3 feiner eingereichten Statuten zur fampfe. Die Unternehmer erflären es aus wirtschaftlichen Gründen finden, nach welcher jeder gute östreichische Patriot sich schon lange Schaffung seiner finanziellen Grundlage von dem Verein nicht an- für unmöglich, die bescheidenen Forderungen zu bewilligen. Trotzdem sehnt, die Formel, welche den wahren Bedürfnissen der einzelnen gehörigen und ihm privatrechtlich nicht verpflichteten Personen, den suchen die Unternehmer in den Zeitungen Tischler bei 35-45 Pf. Nationen und des Staates entspricht, das Vaterland vom selbstsogenannten organisierten Arbeitern", in den sein Statut an Stundenlohn. Bisher waren 35 Pf. pro Stunde der höchste Wer mörderischen Kampfe befreit und bérüfen ist, dem Vaterlande den erkennenden„ Berufen“, Steuern( 1) erheben will, hiermit dienst. Wäre es den Unternehmern Ernst, die angegebenen Löhne inneren Frieden und mit diesem alle Segnungen der Kraft und des aber fich öffentlich rechtliche, ihm nicht zustehende Befugnisse anzu zahlen, dann hätten sie teine Veranlassung, in auswärtigen Wohlstandes wiederzugeben."( Lebhafter Beifall.) Budapest, 28. April.( W. T. B.) Den vereinigten Bemühungen maßt, also die Begehung von Gesezesübertretungen bezwedt." Zeitungen Tischler zu suchen, dann gäbe es in Erfurt deren genug. Rönnte man's nicht ebenso gut als Bettelei bezeichnen? Die Annoncen Erfurter Firmen find deshalb mit der größten Vorsicht der Feuerwehr und des Militärs ist es gelungen, die Feuersbrunst in der Stadt Karansebes im Krasso- Szoerenher Komitat trog Vielleicht ein andermal, falls die Steuergeschichte nicht zieht. aufzunehmen. Besonders werden die Tischler in Berlin auf die Annoncen des Sturmwindes zu lokalisieren, so oaß nur 7 Wohnhäuser mit -Wegen öffentlicher Beleidigung eines Reserveleutnants Siwinna in Kattowiz wurde vom Landgericht in Beuthen der in hiesigen Blättern aufmerksam gemacht und bringend ersucht, den Nebengebäuden abgebrannt find. Paris, 28. April.( B. H.) Der heutige Ministerrat beschloß, Schriftfezer Breitenfeld zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. In der Zuzug nach Erfurt zu meiden. Siwinnaschen Druckerei, in der ein Hekatistenblatt,„ Die Aus Thüringen. Die Färberei- Arbeiter in Apolda und den Figaro" gerichtlich zu belangen, weil er die Aussagen Stattowiger Beitung", gebrudt wird, war im Januar d. J. ein den umliegenden Örten beabsichtigen, in eine Lohnbewegung einzu- Paléologues, infolge eines Vertrauensbruches, veröffentlicht hat. London, 28. April.( W. T. B.) Einer Depesche der„ Times" Streit der Seger ausgebrochen. Die beteiligten Sezer hatten ein treten. Es werden hier Arbeitslöhne pro Stunde von 15-18 Pf., Flugblatt herausgegeben, in dem die in der Siwinnaschen Druckerei in ausnahmsweise seltenen Fällen 18-20 Bf. bezahlt. In einer aus Alahabad zufolge ist der indischen Regierung durchaus nichts fich bekannt, was die Nachricht der" Times of India" bezüglich der Erherrschenden Zustände dargestellt waren. Im großen und ganzen er- am Mittwochabend abgehaltenen Versammlung erklärten 9 gegen den Eintritt in verbung von Rechten seitens Rußlands auf einen Hafen im wies sich der Inhalt dieses Flugblattes als wahr, nur bezüglich einer 40 Färberei Arbeiter für und Lohnbewegung. Man einigte sich, folgende folgende Fordes Persischen Meerbusen bestätigen könnte. Behauptung, die das Ehrenwort des Reserve- Offiziers Siwinna be- die London, 28. April.( 2. T. B.) Im englischen Untertraf, glückte der Wahrheitsbeweis nicht, und deshalb die verhältnis rungen aufzustellen: Der Stundenlohn beträgt 23 Pf.; für mäßig hohe Strafe. leberarbeit sind 25 und für Sonntagsarbeit 30 Bf. zu zahlen; baus richtet Ashmead Barlett an die Regierung die Frage, Wenn die ob die Thatsache, daß durch die jüngst von Kaiser von Ruß-Reichsgerichtsentscheidungen. Der Stadtverordnete Ge- außerdem verlangt man 12 Stunde Mittagspause. lands die Zahl der für das russische Heer auszuhebenden noffe Seige in Pößneck hatte Revision eingelegt gegen ein Urteil Färbereibefizer bis 5. Mai ihre Einwilligung zu dieser bescheidenen land verfügte Aufhebung der Verfassung FinnFinnländer von 1900 auf 7300 Mamt erhöht wird, des Landgerichts Rudolstadt, durch das er wegen Beleidigung des Forderung nicht geben, soll am 6. Mai die Kündigung erfolgen. Gemeinderatsvorstehers Berger in Pößneck zu 6 Monaten Gefängnis Die Münchener Bäckergesellen haben in einer von nahezu ferner die Thatsache, daß der Kaiser von Rußland vor verurteilt worden war. Die Revision wurde verworfen. 800 Gehilfen besuchten Versammlung beschlossen, in den Streit ein- furzem für die russische Flotte eine außerordentliche Durch Bezeichnung seines Verhaltens als schneidig" follten die zutreten. Bis jetzt haben bereits 154 Betriebe mit zusammen Dotation von 9 Millionen Pfund Sterling gewährt Genossen Dr. A. Winter in Beuthen, der Kolporteur Pluta in Lipine 457 Gehilfen die Gehilfenforderungen bewilligt, darunter mit einer babe, vor die Friedenstonferenz gebracht werden sollen. und der Nedacteur Hué in Essen den Amtssekretär Müller in Lipine Ausnahme sämtliche größeren Betriebe. Aus einer Anzahl weiterer Der Erste Lord des Schayes Balfour erwidert, es sei unmöglich, „ beschimpft" haben. Alle drei wurden vom Landgericht Bochum ver- Geschäfte ist die Unterschrift der Meister angekündigt. Im Ausstande über diesen Gegenstand Erklärungen abzugeben. urteilt und zwar Winter zu der hohen Strafe von 6 Monaten Ge- befinden sich zur Zeit 510 Gehilfen, darunter 170 Gehilfen, die bei fängnis. Hué, der zu 150 M. Geldstrafe verurteilt worden war, Beginn des Streits arbeitslos waren. Die Lohntommission richtet hatte Revision eingelegt. Das Reichsgericht verwarf diese jedoch. an das Münchener Publikum die Bitte, die Bäckergesellen in ihrem Zu zwei Wochen Gefängnis war der Parteigenosse Schulze gerechten Kampfe in der Weise zu unterstüßen, daß es nur Brot aus in Diesdorf bei Magdeburg verurteilt worden, weil er bei der solchen Bäckereien bezieht, in denen die Forderungen der Gehilfen Beerdigung einer Parteigenoffin im Hofe des Trauerhauses am Sarge bewilligt sind. Diese Bäckereien sind durch Plakate:„ Hier sind die einige Abschiedsworte gesprochen hatte. Das Schöffengericht und das Forderungen der Bäckergesellen bewilligt" für jedermann temutlich Landgericht fahen in dem Vorgang, dem etwa 20 Personen gemacht. Der Zuzug von Bädern nach München ist streng fern beiwohnten, eine unerlaubte öffentliche Versammlung unter freiem zuhalten. Himmel. Das Kammergericht hat jetzt das Urteil aufgehoben und an das Landgericht zurückverwiesen mit der Begründung, daß die Frage nicht geprüft worden sei, ob nicht lediglich ein gewöhnliches Begräbnis vorliege. Ausland. In Wien befinden sich in der Reiseeffektenfabrik von Zeller die Sattler im Streit. Es wird gebeten, von Berlin den Zuzug fernzuhalten. " und Rom, 28. April.( B. S.) Zivanzig Deputierte von der äußersten Linken, unter ihnen der Socialist Corta und der Republikaner Bontano, beschlossen, in die Ob struktion einzutreten. Konstantinopel, 28. April.( B. S.) Die türkischen Vertreter auf der Friedens- Konferenz erhielten den ftriften Befehl, gegen jede Beratung politischer Fragen oder Nationalfragen entschieben Stellung zu nehmen. New- York, 28. April. Nach den letzten Meldungen sind in Stirksville 50 Personen getödtet und 500 verwundet worden. Auch in Newton wurden durch den Cyclon große Verheerungen angerichtet. Es wurden dort 20 Personen getötet und 40 verwundet. Nach dem Cyclon entlud sich ein Gewitter, wodurch die Aufregung der Bevölkerung noch erhöht wurde. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 100. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 29. April 1899. Abg. Liebermann von Sonnenberg( Ant.) erklärt, ihm fehlen hier begrifflich deckt), welche von ihnen die gesetzliche oder An die Korrespondenten und Freunde unseres Blattes! sie Worte( Stürmische Heiterkeit), um das Verhalten des Abg. Fisch ftatutarische Krantenunterstügung erhalten haben, gegen den Prinzipal Um unseren Lesern sobald als möglich eine Uebersicht bed zu charakterisieren. Der Abg. Fischbeck sage das nur, um eine geltend machen können, so ist ihnen damit ein Mittel gegeben, in falsche Meinung im Lande hervorzurufen indirekter Weise einen 8wang auf den letzteren auszuüben, um ihn über den Verlauf des Festes der Arbeit im In- und Präs. Graf Ballestrem: Das darf der Herr Abgeordnete von zu der Erfüllung seiner Rechtsverpflichtung anzuhalten. Bei dem Auslande geben zu können, werden wir am 2. Mai einem Koegen nicht behaupten. Im übrigen gehört das nicht zu beabsichtigten gerichtlichen Vorgehen hat sich die Kaffe, gestigt auf ( Dienstag) nachmittags eine Nummer unserer Zeitung Artikel 7( Große Heiterkeit.) ärztliche Gutachten, lediglich auf den Beweis des ursächlichen Zus herausgeben. Unt über den Verlauf Abg. Liebermann v. Sonnenberg( fortfahrend): Wenn man fammenhanges zwischen der mangelnden Siggelegenheit bezw. dem der Maifeier im Lande die Worte des Abg. Fischbeck nachspricht, dann lügt man Berbot des Sigens und der betreffenden Erkrankung der Gehilfin außerhalb Berlins schnell unterrichtet zu sein, müssen wir im Lande.( Lachen.) sowie darauf zu beschränken, daß die Schaffung der Siggelegenheit dringend um die Mithilfe unserer Freunde, Bräf. Graf Ballestrem erklärt unter großer Heiterkeit des mit Rücksicht auf den Betrieb thunlich war. Bemerkt sei noch, daß namentlich der Vertrauen8lente und Referenten Hauses die Debatte über den Artikel 7 für gefchloffen. den Krankenkassen überhaupt empfohlen worden ist, das Beispiel der ersuchen. Wir bitten daher, und in gedrängter Kürze der Gesamt abstimmung. Art. 7 wird angenommen, ebenso die ganze Vorlage in Berufsgenossenschaften nachzuahmen, welche von der Möglichkeit der nur Dagegen stimmen die Geltendmachung eines Negreßanspruches, wo immer es nur angeht, durch Postkarte, bei weiterer Entfernung durch Konservativen und Antisemitent. Gebrauch machen. Telegram m Mitteilungen über den Verlauf der Versamm Abg. Arendt( Rp.) beantragt eine Refolution, die bereits in der Die 5 Pfennig- Teilstrecken der Omnibuslinien find viels Inngen bezw. Festlichkeiten zugehen zu lassen, so zwar, daß Kommission abgelehnt worden ist und die diverse Maßregeln zur fach nach ganz unverständlichen Grundfäßen festgesetzt. Der wunders dieselben am Morgen bes 2. Mat in unseren Händen find. Sicherung reichlichen Goldbestandes der Reichsbank befürwortet. Die lichste Fall ist folgender. Auf der der Allgemeinen Berliner Verstärkung des Goldbesitzes der Reichsbank sei die unumgängliche Omnibus- Gesellschaft" gehörigen Linie Greifswalder und MarienRedaktion des Vorwärts". Voraussetzung für die Erniedrigung der Diskontsäge. Reichstag. " 74. Signng, Freitag, 28. April 1899, 1 Uhr. Am Bundesratstisch: Graf von Pojadowsty. Roch, Nieberding. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Beratung der Novelle zum Bankgefch. Geheimrat von Glafenapp tritt ihm in einer längeren Rede und unter Anführung größeren Materials entgegen. Die Abgg. von Kardorff( Rp.) und Arendt( Rp.) versuchen, gegen die Ausführungen des Vorredners zu polemisteren, ohne etwas Neues vorzubringen. Reichsbankpräsident Koch bittet, die Resolution, die Herr Arendt in der Kommission zweimal zurückgezogen hat, die danu ver worfen wurde, und die Herr Arendt viermal mit denselben Gründen verteidigt hat( große Heiterkeit), möglichst einstimmig abzulehnen, ( Beifall). Die Resolution wird verworfen. Abg. Raab( Reform-.): Wir müssen leider die Absicht durch freuzen, die dritte Beratung des Bankgesezes recht furz zu gestalten. Menn auch das Schicksal der Vorlage zweifellos feststeht, so halten Präsident Graf Ballestrem ruft den Abg. Liebermann von wir es doch für unsere Pflicht, eine Generalabrechnung vorzunehmen Sonnenberg wegen des Wortes Lüge, das er in seiner legten mit dem, was hier Gesez werden soll. Der Kardinalpunit unserer Aeußerung gebraucht hat, zur Ordnung.( Beifall.) Abg. LieberForderungen ist die Verstaatlichung der Reichsbank. Wir wünschen mann: Es bleibt dabei. Präsident Graf Ballestrem: Wenn es dicielbe zunächst aus finanziellen Gründen. Dem Reiche würden im dabei bleibt, so rufe ich den Abg. Liebermann zum zweitenmale Falle der Verstaatlichung jährlich ca. 51/2 Millionen zufallen. Heute zur Ordnung.( Lebh. Bravo.) stellt man es als eine Hauptaufgabe der Reichsbank hin, die Gold- Das Haus vertagt sich. Nächste Sigung: Mittwoch 1 Uhr. währung zu schützen. Diese ist lediglich ein Kunstprodukt,( Zweite Lesung des Antrages Liebermann von Sonnenberg, betr. an dessen Erhaltung gewisse finanzielle Kreise interessiert sind. Schächtverbote. Zweite Lejung des Centrumsantrages auf Errichtung Wenn die Reichsbant fagt, fagt, fie sie müsse die Geldwährung von Arbeitskammern in Verbindung mit dem Antrage Roeside fichern, so erklärt sie damit allein schon die Goldwährung Pachnicke auf Errichtung eines Reichs- Arbeitsamtes.) für bankrott.( Lachen links.) Das einzige Mittel zur Erhaltung der Goldwährung, die Erhöhung des Disconts, schädigt das gesamte Wirtschaftsleben. Wir erheben gegen die Führung der Reichsbant den Vorwurf, daß sie nicht in ausreichendem Maße die Interessen des Mittelstandes wahrt, dagegen in weit höherem Maße im Dienste der Haute Finance arbeitet. Daß dieser die bisherigen Vorteile auch weiterhin gesichert bleiben, ist vor allen den Bemühungen der freis finuigen Partei zu verdanken. Wir werden auch in Zukunft die sogenannten bewährten Grundlagen der Reichsbank bekämpfen und wir find davon überzeugt, in zehn Jahren werden unsere Ideen gefiegt haben.( Bravo! bei den Antisemiten. Lachen links.) Abg. v. Staudy( t.) Ich habe bereits gestern erklärt, daß meine Freunde im Princip an der Forderung der Verstaatlichung festhalten. Wir werden dies dadurch zum Ausdruck bringen, daß wir gegen das ganze Geich stimmen, nachdem unsere Anträge bezüglich der Privatnotenbanken abgelehnt sind. Abg. Fischbeck( frf. Bp.) itu adalah Schluß 534 Uhr. Lokales. Maifeierverbot. Aus sicherheits: nud ordnungspolizeilichen Gründen ist die vom vierten Wahlkreis in Treptow arrangierte Maifeier verboten worden. Da außer den zwei in Betracht burgerstraßen- Ede- Anhalter Bahnhof, die vor kurzem ebenfalls 5 Pfennig Teilstreden bekommen hat, fährt man für 5 Pfennig von der Marienburgerstraße bis zum Alexanderplatz, von der Linienstraße bis zum Werderschen Markt, vom Alexanderplatz bis zum Dönhoffplay, und so weiter. Die Teilstrede Marienburgerstraße Alexanderplat endet aber nicht auf dem Platz, sondern schon an der Ecke der Neuen Königstraße und die Teilstrecke Alexanderplatz Dönhoffplay beginnt nicht auf dem Play, an der Ede der Neuen Königstraße, sondern erst am Bahnhof Alexanderplatz. Diese sinnlose Festsetzung der Teilstrecken besteht nicht bloß auf dem Papier, sondern wird dem Publikum gegenüber von den meisten Schaffnern eventuell unter Verweisung auf die den Billets aufgedruckten Teilstrecken- Bezeichnungen- streng aufrecht erhalten. Gelegentlich führt das zu recht ärgerlichen Auftritten, wobei dann die an der Sache völlig unschuldigen, nur nach ihrer Instruktion handelnden Schaffner die Grobheiten einstecken müssen, die besser an die Adresse der Direktion zu richten wären. Die anderen drei den Aleganderplay passierenden Linien derselben Ges sellschaft haben hier jeder nur einen Teilpuntt, der aber auch nicht für alle drei ein gemeinsamer ist, sondern für die Linien Schöns hauser Thor- Kottbuser Brücke mitten auf dem Play, dagegen für die Linien Hallesches Thor- Landsberger Thor und Potsdamer Brücke- Frankfurter Linden am Bahnhof liegt. Der Verein der Saalbefizer Berlins hat seine Menschens freundlichkeit dieser Tage in einem Gesuch an die Brauereien dokumentiert, in welchem diese aufgefordert werden, doch ja nicht weiter zu dulden, daß die Dekonomen ihrer Säle 4/10 Liter Bier für 15 Pig. verschenken. Wenn man bei Konzerten, Tanzmusiken oder Festlichkeiten 3/10 Liter für 15 Pfg. gebe, so jei dies billig genug. Hoffentlich lassen die Brauereien sich nicht auf solche Zumutungen ein. In städtischer Jrrenpflege befanden sich am 31. März 1899: fommenden Lokalen noch drei Lokale zur Maifeier zur Verfügung 2526 Männer, 2221 Frauen, 268 Knaben und Mädchen, zufammen 5015 Personen( ungerechnet die Beurlaubten), von denen 8426 in stehen, die Eintrittskarten aber für sämtliche Lokale gültig den städtischen Anstalten( Frren- und Idiotenanstalt Dalldorf, Jrrenfind, so ersuchen wir die Genossen, Vorstehendes zu beachten. Esanstalt Herzberge, Epileptikeranſtalt Wuhlgarten), 1215 in den auss wird ferner darum gebeten, zur Festteilnahme sich rechtzeitig mit hilfsweise als Filialen benutten Privatanstalten, 874 in geeigneten Billets zu versehen. Familien untergebracht waren. Gegenüber dem Vorjahr ist der Bes stand wieder um volle 200 Personen höher geworden. Die Vertrauenspersonen. Uufere Parteigenoffin Ida Altmann richtet die Bitte an Wie politische Gefangene in prenfifchen Strafanstalten uns, folgende Witteilung zu veröffentlichen: Seitdem ich im De behandelt werden. Die Art und Weise, wie heute Herr Raab hier aufgetreten ist. Robotnicza" schreibt: Unser verantwortlicher Redacteur Genosse träge zu halten, sind von Genossen und Genossinnen vielfach die Unfer polnisches Partei Organ Gazeta zember 1896 aufgehört habe, in der Freireligiösen Genteinde Bors war sehr bezeichnend. Auch draußen im Lande beruht die Agitation a camaret befindet sich feit einem Monat im Gefängnis zu feltjamiten Anfragen au mich gerichtet, mir die absonderlichsten der Antisemiten darauf, daß fie recht viel schimpfent und wettern über Tegel. Er hat dort wegen Preßvergeben eine Strafe von vier Vermutungen über die Gründe meiner Zurückhaltung geäußert Börse und Banten, in der Kommission aber, wo es sich um fachliche Monaten und 10 Tagen abzubüßen. Am vergangenen Sonntag worden. Erörterungen handelt, thun sie nicht den Mund Da ich min im Begriffe bin, jene Thätigkeit ( Schr richtig! links.) So war es bei der Beratung des Börsen besucht. Den Eintretenden bot sich ein entfeßlicher Anblick. Der die Thätigkeit mir nie verboten war, wie viele meinten, daß auf wurde Kaczmaret von seiner Frau, seinem Bruder und seinem Kinde wieder aufzunehmen, möchte ich, den Genossen mitteilen, daß gcjczes, des Bürgerlichen Gesetzbuches und auch bei diesem Gesetz. Gefangene befand sich hinter einem Gitterwert und ein derartiges Verbot auch ganz unmöglich ist, weil mir persön In der Presse nahmen die Herren den Mund sehr voll, und in der ward gezwungen, während der ganzen, allerdings nutr Kommission hat ihr Vertreter nicht gesprochen, nicht einmal einen I ich nichts verboten werden kann, was nicht die Geseze überhaupt Antrag gestellt.( Schr richtig! links.) Das ist der Antisemitismus, furzen Unterhaltung dort zu bleiben. Keine Berührung verbieten. Ich stehe bekanntlich in keinem derartigen Verhältnis, daß tein Händedruck mit seinen Lieben war dem unglückdas ist das Demagogentum draußen und das sind die thatsächlichen lichen Dianne möglich. Mit welchen Empfindungen Weib, Kind und irgend eine Behörde sich als meine Vorgesezte" betrachten und dem Leistungen hier im Reichstage.( Sehr gut! links.) Ich bitte Sie im Bruder des Gefangenen die Stätte der Qualen verließen, braucht einzig und allein innere Gründe, aus welchen ich bisher die Vorträge nach auf meine Entschlüsse irgendwie einwirten könnte.- G8 waren Interesse unserer Volkswirtschaft, das Gesez so anzunehmen, wie Sie wohl nicht erst gejagt zu werden. Solche Erscheinungen unseres es gestern angenommen haben. in der Gemeinde nicht wieder aufgenommen hatte. immer noch als christlich gepriesenen Staatswesens sprechen für sich selbst und erfüllen, ohne, daß fie irgend einer Erläuterung bedürfen, so gründlich ihren Zwed, daß wir, bei allem Gefühle des Bedauerns, für die Opfer dieser Staatsraison mit ihrer politischen Wirkung mehr Präsident Graf Ballestrem teilt mit, daß der Abg. Heim seinen gestrigen Antrag wieder eingebracht hat. Abg. Heim( C.): Der Abg. v. Standy hat sich auch heute wieder für die Private als zufrieden sein können. notenbanken ausgesprochen. Ich kann es nicht verstehen, daß eine Ueber einen Kampf, der in der Frage der Beschaffung der Bartei, die auf die verstaatlichung der Reichsbant lossteuert, ander- Sisgelegenheit für Verläuferinnen zwischen dem feits die Privatuotenbanken fördern will. Die Verstaatlichung würde gewissenlofen Teil der Ladeninhaber und den serantentajien doch auch das Ende der Privatnotenbanken bedeuten. " " Die Polizei bei der Generalprobe. Arthur Schnitzler ist in Berlin eingetroffen, uni der Generalprobe und der Erstaufführung feiner drei Einalter im Deutschen Theater beizuwohnen. Zur Generals probe hat sich auch noch ein anderer Gast angemeldet: die Polizei, welche den zuerst verbotenen Grünen Stakadu" nur unter der ausdrücklichen Bedingung freigab, daß ihr die Generalprobe des Stückes Groteske bezeichnet hat, spielt zu Paris am Tage der Erstürmung gänglich gemacht werde. Das Werk, das der Dichter als eine der Bastille. Im Wiener Hofburgtheater ist es gemeinsam mit den beiden andern Stücken:" Die Gefährtin" und" Paraceljus" uns beanstandet zur Darstellung gekommen. Eines verschafft die Polizei dem Stüde: eine unfreiwillige und hoffentlich verdiente, Reklame! vor dem Forum der Gerichte ausgefochten werden soll, weiß eine Abg, Müller- Fulda( C.) hält ebenfalls die Haltung der Konfers hiesige Korrespondenz zu berichten: Die Verwirklichung des Rechts vativen in der Frage der Privatnotenbanken für widerspruchsvoll. auf Sigen für die Laden- Verkäuferinnen wollen jetzt die Kranten Akg. v. Kardorff( Rp.): Ich möchte mur erklären, daß durch tassen in ihrem eigenen wie im Interesse der versicherten Verden getroffenen Kompromiß ein großer Teil derjenigen Bedenten fäuferinnen mit allem Nachdruck von Fall zu Fall auf gerichtlichem beseitigt wird, die ich gegen das neue Bankgesez gehabt habe. Ich Wege herbeiführen, nachdem ihnen dies von juristischer Seite werde beshalb für das Gesez stimmen. dringend empfohlen worden. Wiederholt haben die Krankenkassen Genosse Ad. Hoffmann teilt uns mit, es beruhe auf Irrtum, Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Reform.B.): Es ist uns an das Wohlwollen der Ladeninhaber appelliert, um sie zu be- wennt er als Referent der Versammlung der Musikinstrumenten richtig, daß, wie der Abg. Fischbed meinte, seitens unferer Bertreter wegen, endlich mit der in vielen Geschäften noch bestehenden Arbeiter am 1. Mai angegeben sei; er spreche an diesem Tage in in der Kommission gar nichts gethan ist. Unsere Aufgabe war, nicht Gepflogenheit zu brechen, ihren Gehilfinnen jede Sitgelegenheit Aschersleben und Quedlinburg. in welcher biel zu reden, sondern richtig zu stimmen. Bei der Beratung des zu versagen und dies sogar während der Zeit, Verkehrsstatistik. Am 31. März gab es in Berlin 6211 Droschken Bürgerlichen Gesetzbuches mußten wir es mit aller Entschiedenheit Kumben nicht zu bedienen sind; dabei wurde darauf hingewiesen, erster Klasse, darunter 5243 mit Preisanzeigern. Ferner wurden zum Ausdruck bringen, daß wir die Ueberhaftung der Beratung für daß erfahrungsmäßig die mangelnde Singelegenheit in zahlreichen 1845 Droschien zweiter Klasse gezählt, von denen mir 8 Preisberderblich hielten. Wir hofften, der Reichstag würde vertagt werden, Fällen den unmittelbaren und einzigen Anlaß zu den Berufs= und dann hätten wir später noch manche Aenderungen beantragt frantheiten der Laden- Verläuferinnen giebt. Diese anzeiger besaßen. Außerdem kommen 160 Gepäddroschten hinzu. Im ganzen waren also 8216 Droschken vorhanden. Der OmnibusTaß Herr Fischbeck fich heute wieder berufen fühlte, für Versuche, auf gütlichem Wege zum Ziele zu kommen, sind indessen verkehr wurde durch 590 Wagen besorgt, davon fallen 292 auf die das Judentum einzutreten, war wohl notwendig, nachdem dasselbe von dem wünschenswerten Erfolge nicht begleitet gewefen. Da nun allgemeine, 208 auf die Neue Berliner Omnibus- Gesellschaft, 31 auf durch das neuliche Geseire des Abg. Richter verschnupft war. aber für die Stranfenfaffen gar teine Veranlassung vorliegt, ihr die Omnibus- Compagnie Berlin Kniese, 7 auf die Berliner Omnibus Abg. v. Standy( l.) bestreitet, daß die Saltung der Kon- Ausgabenbudget wie es bei dem jezigen Zustande der Fall Gesellschaft Pfeil, 42 auf den Berliner Spediteur- Verein und 10 auf fervativen widerspruchsvoll sei. Man könne die Verstaatlichung an- ist durch die Aufwendungen für solche Strantheiten versicherter die Berliner Nachtomnibus- Gesellschaft. Von den 234 Thorwagen streben und die Privatnotenbanken doch zur Beit für eitte wirtschaft Berkäuferinnen, deren Entstehung bei gutem Willen des Arbeit waren 106 einspännig und 128 zweispännig. Von den 1912 Pferdes liche Notwendigkeit halten. gebers verhütet werden kann, sehr erheblich zu belasten, da ferner Abg. Raab( Antif.): Wir hielten es in der Kommission nicht es als ein Unrecht gegenüber den zur Leistung von Beisbahn und elektrisch betriebenen Wagen gehören 1454 der Großen Berliner Straßen- Eisenbahn- Gesellschaft, 202 der Nenen Berliner für nötig, uns an der Diskussion zu beteiligen, da die Sache von trägen Verpflichteten anzusehen ist, wenn nicht diejenigen Pferde Eisenbahn- Gesellschaft, 167 der Berlin Charlottenburger vornherein entschieden war. Der Abg. Fischbeck hat sich in der zum Ersatz der insoweit entstandenen Ausgaben herangezogen Straßenbahn Gesellschaft und 80 der Kommission im wesentlichen darauf beschränkt, Schlußanträge zu werden, welche dafür verantwortlich gemacht werden müssen, Siemens u. Halste an. stellen, um die Minorität mumdtot zu machen. Abg. Fischbeck( frs. Vp.): Ich will nur fonstatieren, daß in der dritten Lesung dieser Vorlage in der Kommission von mir nicht ein einziger Schlußantrag gestellt worden ist. Damit schließt die Generaldiskussion. = M Elektrischen Straßenbahn # so ist den Krankenkassen von juristischer Seite geraten worden, den schon nach heutigem Recht vorhandenen Weg zu betreten und konsequent Der Müllschmelzofen in der Gitschinerstr. 15 hatte Donnerstag zu verfolgen, der nach der Ansicht hervorragender Rechtskundiger zum nachmittag den gleichzeitigen Besuch vom Hygienischen Verein und Biele führen muß, und bezüglich deffen wir folgende nähere Angaben vom Hausbesitzerverein Süden". Vom Hygienischen Verein waren machen können: Als bei Beratung des§ 62 des Handelsgesetzbuchs anwesend der vortragende Rat im Stultusministerium, Geheimer In der Specialdiskussion befürwortet bei Art. 1( Er- vom 10. Mai 1897 angeregt wurde, eine Bestimmung in das Gesetz Ober- Medizinalrat Dr. Pistor, Professor Dr. Proskauer und andere. höhung des Grundkapitals) Abg. Graf Stolberg( L.), daß sämtliche aufzunehmen, wodurch die Rechtspflicht des Brinzipals zur Beschaffung Auch der Oberbürgermeister Schustchrus Charlottenburg befand Anteilscheine sofort bis 31. Dezember 1901 zu begeben sind. von Siggelegenheit für weibliche Angestellte insoweit festgestellt werden sich unter den Anwesenden. Direktor Ahnhudt übernahin Art. 1 wird in der Kommissionsfassung angenommen( 30 000 follte, als dies die Natur des Geschäftsbetriebes gestatte, entschloß die Führung und Erklärung. Der Müllschmelzofen ist erst Anteile sind bis 31. Dezember 1900, 30 000 bis 81. Dezember 1905 man sich, davon abzusehen, weil die Meinung vorherrschte, daß die neuerdings wieder verbessert worden und arbeitet jetzt vors zu begeben). Pflicht des Prinzipals schon aus der allgemeinen züglich und zivar gänzlich geruch und rauchlos. Es werden Debattelos angenommen werden nach den Beschlüssen der zweiten Fassung des§ 62 flar und bestimmt sich ergebe. täglich 1000 bis 1200 Centner Wüll bei einem Hikegrad Lesung Art. 2, 2a, 3, 4. Das ist nun ohne Zweifel auch der Fall. Zu den Fürsorgepflichten, von 1600 bis 1800 Grad Celsius geschmolzen; die Schlade beträgt Bei Art. 5 findet über den Antrag Heim namentliche Abwelche das Handelsgesetz dem Prinzipal seinen Gehilfen und Lehr- 10-12 Broz, und Herr Ahnhudt wünschte, daß sie einen höheren stimmung statt. Dieselbe ergiebt die Ablehnung des Antrages lingen gegenüber aufgelegt, gehört auch die Pflicht, für die Be Prozentsatz aufweisen möge, da für sie eine lebhafte Nachfrage auch Heim mit 123 gegen 142 Stimmen. Für denselben stimmen vor schaffung der ausreichenden Sikgelegenheit besorgt zu sein. Berlegt aus Hamburg besteht, wo fie zu Steinen für Wasserbauten vers wiegend füddeutsche und fächsische Abgeordnete. Art. 5 wird in der der Prinzipal dieselbe, so ist er den Gehilfen, falls dieser hierdurch wendet werden soll. Auch in hygienischer Hinsicht soll die Müll. Fassung der zweiten Lesung angenommen, ebenso Art. 6. einen Schaden erleidet, zum Erfaß des Schadens verbunden. Die schmelze Vorzügliches leisten. Die Stadt Dortmund hat 400 Ctr. Bei Artikel 7 kommt Erfaßpflicht bestimmt sich vom 1. Januar 1900 ant nach§§ 842-846 ihres Hausmülls zum probeweisen Schmelzen hergesandt, um je nach des Bürgerlichen Gesetzbuches, einstweilen noch nach den Bestimmungen dem Ausfall auch dort dies rationelle Berfahren einzuführen. Der der Landesgesege über die Schadensersatzleistung. Da mun die Orts Dortmunder Hausmüll zeichnet sich vorteilhaft vor dem Berliner Krankenkassen sowie die übrigen Organe der Krankenversicherung diefe Müll aus, indem er nicht so viele erdige Bestandteile hat, Ersazansprüche versicherter Gehilfen( oder Gehilfinnen, was sich die den in Berlin gebrannten Preßfohlen eigen find. Wie Abg. Fischbeck( frf. Wg.) auf feine frühere Kontroverfe mit den Antisemiten zurüd und stellt fest, daß bei der Beratung über den Terminhandel der Abg. Liebermann gar nicht Mitglied der Kom miffion gewesen ist. Das Polizeipräsidium teilt mit: Nach der Polizeiverordnung Nervosität, die ihn in ganz furchtbare Erregung verfette, wurde er Direktor Ahnhudt noch mitteilte, wird auch der Berliner näher vom 16. Oftober 1879 ist Kindern unter 14 Jahren das Feil. 3, obwohl er seine gänzlich unschuldige Frau an den Rand des Müllschmelz Verfahren jetzt amtlich Magistrat dem treten, indem vom nächsten Montag ab der ganze Müllschmelzofen bieten und der Verkauf von Waren irgend welcher Art, sowie Grabes gebracht hatte, nur zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. unter die Aufsicht und Kontrolle von städtischen Beamten gestellt wird, das gewerbsmäßige Musitmachen und Darbieten von Schaustellungen Gegen eine Kaution von 10 000 Mark wurde er aus der Haft ent um auf Grund genauer amtlichen statistischen Erhebungen über die auf öffentlichen Straßen und Plägen, auf Hausfluren, Treppen und lassen. Seine beim Reichsgericht gegen das Urteil eingelegte ReEinführung in Berlin Beschluß faffen zu können. Höfen, sowie in öffentlichen Schanklokalen, Restaurationen und Kondito vision ist kürzlich verworfen worden. Mittlerweile wurde Diesterbeck Urgermanisches. Das ehemalige Ahlwardt- Organ veröffentlicht reien, untersagt. Eltern, Vormündern und Pflegern ist untersagt, die von seiner Frau gerichtlich getrennt und der lezteren das heute folgende„ Erkärung": Infolge einer im Briefkasten des unter ihrer Aufsicht oder Pflege befindlichen Kinder unter 14 Jahren zu 1891 geborene Töchterchen Klara zugesprochen. Alls Diesterbed jetzt „ Deutschen General- Anzeigers" des Herrn Karl Seblazek ent- dem verbotenen Gewerbebetriebe anzuhalten. Gast- und Schankwirten, feine Strafe antreten sollte, flüchtete er und soll sich abwechselnd bei haltenen Drohung gegen den mitunterzeichneten Besitzer des Restaurateuren, Konditoren, sowie deren Stellvertretern ist untersagt, Freunden in Südende, Babelsberg, Lankwig und Potsdam auf" Deutschen Wirthshaus II" erklären wir hierdurch, daß unsere Lokale ein derartig verbotenes Gewerbe von Kindern in ihren Lokalen zu halten. Er nahm auch seine Tochter Klara mit sich. Es wurde dulden. Da gegen diese Bestimmungen neuerdings wieder zahlreiche dieser Tage seitens der Potsdamer Staatsanwaltschaft gegen Diesters zu hoch stehen, um auch ferner noch ein derartiges Revolver Verstöße vorkommen, so ist die Schuhmannschaft angewiesen worden, bed ein Steckbrief erlassen, der den Zerstörer feines eigenen Familienblatt darin zu dulden. Der„ Deutsche General- Anzeiger" besteht die Einhaltung scharf zu kontrollieren und Strafanzeigen zu erstatten. glücks auch der Kindesentführung zeiht. Die unglückliche Ehefrau, fünftig nicht mehr für uns. Berlin, den 27. April 1899. Briz Sofern es sich um Kinder unter zwölf Jahren handelt, Emilie Diesterbeck, die den Leidenstelch bis zur Neige zu leeren geSommer, Befizer des Deutschen Wirtshaus I, Friedrichstr. 210. wird außerdem in jedem Einzelfalle erwogen werden, ob die Ein- zwungen ist, hat sich jetzt nach Stettin begeben, wo sie der WiederHeinrich Rühenbeck, Besizer des Deutschen Wirthshaus II, Burg- leitung des Zwangserziehungs- Verfahrens gegen die Eltern 2c. am fehr ihres Töchterchens harrt. Auch den ihr zugesprochenen Pflichtstraße 29. Plage ist. Die Kirchennot. Wie wir der Köln. Voltsztg." entnehmen, erklärt Hermann Dalton, ein Balte, in einer soeben erschienenen Broschüre, daß, um für Berlin eine ausreichende normale Versorgung mit gottesdienstlichen Räumen herbeizuführen, noch 130 Kirchen zur Befriedigung des augenblicklichen Notstandes und überdies jährlich 5 Kirchen für die durch den beständigen Zuzug nach Berlin wachsen den Gemeinden zu bauen seien. Da diese 130 Kirchen, sowie die alljährlichen fünf nicht um Gotteslohn gebaut werden dürften, so empfiehlt es sich, für die gottesdienstlichen Handlungen in den bereits bestehenden Kirchen ein angemessenes Entree, ein fleineres an gewöhnlichen Sonntagen, ein höheres an Festtagen und ein höchstes bei Familienfeierlichkeiten zu erheben. Von dem Segen der sicher alsdann stets ausverkauften Häuser wird man reichlich die 130 neuen Kirchen errichten können. anteil an dem großen Vermögen ihres Mannes hat jener mitDie Sammelliften 37-50 zum Streit der Stodarbeiter genommen, und so war die Unglückliche schon zwei Jahre hindurch find verloren gegangen. Man wolle sie anhalten und bei Paul Da Diesterbeck über viele Tausende baren Geldes verfügt, befürchtet einzig auf die Unterstügungen gutmütiger Verwandten angewiesen. Lambock, Nostizstr. 25, abliefern. man, daß sein Entkommen ihm gelingt und er auch seine unGestern vormittag 114 Uhr wurde der leere Kahn des berechtigterweise entführte Tochter in Sicherheit bringen dürfte. Schiffers Wilke gegenüber dem Hamburger Speicher, InvalidenDer Bau der Lungenheilstätte im Kottbuser Stadtforst, straße 50/51, von einem vorüberfahrenden Dampfer auf die Spundwelche 100-120 Lungenkranken Frauen Aufnahme zu gewähren bewand geworfen. Der Kahn war in 10 Minuten mit Wasser gestimmt ist, schreitet rüstig vorwärts und ist bereits soweit gediehen, füllt; zwei Dampfsprißen pumpten das Fahrzeug aus. Leider erlitt daß das Sanatorium voraussichtlich nächsten Sommer eröffnet auch der Bootsmann Wilhelm Baumeier bei dem Zusammenstoß werden kann. Das Hauptgebäude besteht aus zwei Stockwerken und einen Unfall, der seinen Transport ins Krankenhaus notwendig macht mit seiner, aus roten Verblendern hergestellten Fassade, den machte. vielen großen Fenstern und den angebrachten Baltonen einen sehr freundlichen Eindruck. Der Wald tritt bis dicht an das Sanatorium heran und hält selbst bei kräftigem Winde fast jede Luftbewegung ab. Die Räume find groß, hoch und luftig, die Krankenzimmer sollen meist nur mit einem oder zwei Betten belegt werden. Aus den Nachbarorten. Eine bemerkenswerte Luftballonfahrt wird von Berlin aus Friedrichshagen. Parteigenossen! Am Montagabend im Juni stattfinden. Zu der Fahrt wird der frühere Fesselballon 81/2 Uhr findet im großen Saale des Herrn Karl Conrad eine der Berliner Gewerbe- Ausstellung benutzt, der bedeutend größer wie versammlung statt, in welcher Genosse Massini über die der Andreesche Ballon ist. Die Teilnehmer an dieser ausschließlich Bedeutung des Tages referieren wird. Der Vertrauensmann. wissenschaftlichen Zweden gewidmeten Fahrt werden alles erfahrene Luftschiffer von zäher Ausdauer sein. Es gilt namentlich einmal In Reinickendorf spricht Genosse Mar Kiesel am Montagendgültig festzustellen, wie lange sich ein Ballon unter normalen abend 7 Uhr in Böttchers„ Seepart" über die Bedeutung des Verhältnissen in der Luft halten kann, da hierüber die 1. Mai. Sachverständigen noch nicht einig sind. Die Reise wird des- Treptow- Baumschulenweg. Wir machen alle Parteigenoffen halb über bewohnte Länder hinweg stattfinden und wird der auf unsere Maifeier aufmerksam, welche im schönen, in voller Aufstieg erfolgen, sobald eine westliche oder südwestliche Luftströmung Blüte stehenden Obstgarten des Herrn Ackermann stattfindet, und vorhanden ist. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, daß die Fahrt laden hierzu die Gewerkschaften und Parteigenossen Berlins ein. bis weit hinein nach Asien geht und sind bereits von Herrn Zekeli, Alles Nähere siehe Annonce. Das Komitee. dem Besizer des Ballons, Vorkehrungen getroffen, während der Fahrt aus ben verschiedensten Ländern Nachrichten nach Berlin gelangen zu lassen. Es soll dies durch Brieftauben und durch Auswerfen von Depeschen, die auf einem sinnreich erfundenen Formular, das in allen möglichen Sprachen eine Anweisung zur Beförderung enthält, ge= schrieben werden, geschehen. In der Angelegenheit des Märzfriedhof Portals nahm der Magistrat in seiner gestrigen ordentlichen Sigung den Bericht des Stadtsyndikus Meubrint entgegen. Ueber die Verhandlung wurde strengstes Amtsgeheimniß proklamiert. Die Luft des Kriminalgerichtsgebäudes in Moabit scheint für den unfreiwilligen Helden des letzten Mordprozesses, den Schneider Hugo Guthmann, nichts sonderlich Abschreckendes zu haben. Gestern erschien er im Zuhörerraum der ersten Straffammer und wohnte ganz wohlgemut einigen Verhandlungen bei. Ju Stegliz spricht Genosse Jahn am Montag in den Kaiserhallen, Albrechtstraße 130, über die Bedeutung des 1. Mai. Nach dem Vortrag gemütliches Beisammensein. Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend hält am Montag, den 1. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gerth, Tempelhof, eine Versammlung ab. Vortrag des Ge nossen Grempe: Ueber die Bedeutung des 1. Mai. Friedrichsfelde. Die Parteigenossen werden auf die am 1. Mai stattfindende Volksversammlung und auf das am Sonntag, den 7. Mai, stattfindende Maifest aufmerksam gemacht. Näheres siehe Der Vertrauensmann. Inserat am Sonntag. Die Errichtung einer Gemeinde- Schuldeputation an Stelle des Schulvorstandes für Wilmersdorf ist nunmehr von der Regierung in Potsdam genehmigt worden. Die Deputation besteht aus dem Gemeindevorsteher, seinem Stellvertreter, zwei Deputirten der Gemeindevertretung, dem ersten Ortsgeistlichen sowie zwei fachfundigen Männern. An die Besetzung der einen der zuletzt genannten Stellen hat die Regierung die Bedingung geknüpft, daß ihr stets die drei ältesten Leiter der Gemeindeschule benannt werden. Weizen Marktpreise von Berlin am 27. April 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 16,10 15,10 Schweinefleisch 1 kg Roggen Futter- Gerste Hafer gut " 1,60 14,78 13,80 Kalbfleisch " 1,10 1,80 1, " 13,20 12,50 Gammelfleisch 1,60 115,40 15,- Butter " " 2,60 2, mittel " 14,90 14,40 Eier, 60 Stüd 3,60 2,40 gering " 14,30 13,80 Karpfen 1kg 2,20 1,20 Richtstroh Heu 4,32 3,50 Aale 3, 1,80 " " " 2,60 1, P 1,80 1,20 1,60 0,80 " 3,50 1,20 6,90 4,30 Bander 40, 25,- Hechte 50, " 25, Barsche 70, 30, Schleie " 6, 4,- Bleie Erbsen Speisebohnen Linsen Kartoffeln, neue Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch" 1,60 1,20 Krebse per Schock 1,20 1, -W 1,40 0,80 12, 2,50 *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirts Notierungsstelle schaftskammerund umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. †) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 28. April. Weizen gab 1 M., Roggen 0,50 m. nach, Juli- Termin 0,75 M. Hafer gefragt und etwas höher. Mais unverändert. Stüböl still. Die größeren Lokozufuhren drückten wieder auf den Spiritusmarkt und war die Stimmung denn auch ziemlich schwach. Angeboten waren 130 000 Liter 70er Ware, die mit 40 m.(-0,30 m.) gehandelt wurden. 50er Ware nicht zugeführt. Termine büßten im Anschluß an Sie rief Lofoware 20 Pf. ein. Kartoffelfabritate. Berlin, 28. April. Feuchte Prima trockene Kartoffelstärte per 100 g. 20,50-20,60 M., do. Supra 21-21,25 M., Sekunda 16,00-18,50 m. do. Sekunda 16-18,50 m. Berlins Getreide: und Mehlzufuhren zu Prima Startoffelmehr per 100 Stg. 20,50-20,60 Mr., bo. Supra 21-21,25 W., Wasser vom 27. April mittags bis 28. mittags betrugen 75 To. Hafer, 61 To. Gerste, 1355 To. Mais, 3970 D.- Ctr. Weizenmehl. Drei Kinder bei einem Brande erstickt. Ueber einen entjeglichen Unglücksfall wird aus Steglit berichtet: In der vierten Etage des Hauses Marksteinstr. 12 hat die Beitungsträgerin Frau Die Herstellung des dritten und vierten Geleises der Hürdler eine aus Stube und Küche bestehende Wohnung inne. Da Anhalter Bahn wird, wie der Eisenbahn- Direktions- Präsident die Frau von ihrem Manne verlassen ist, so liegt auf ihren Schultern Kranold einer Abordnung von Vorstandsmitgliedern mehrerer Lichter- die Sorge für ihre drei Kinder im Alter von 4, 2 und 12 Jahr. felder Kommunalvereine persönlich erklärt hat, so gefördert werden, Gestern am frühen Morgen ging Frau Hürdler nach Zehlendorf, um daß die Eröffnung des Betriebes auf der Strecke Groß- Lichterfelde- dort Zeitungen auszutragen, und ließ ihre drei kleinen allein in der Tempelhof am 1. April 1900 erfolgen kann; auch die neu zu er- Wohnung zurück. Gegen 9/4 Uhr bemerkte die Nachbarin der bauende Ringbahn- Haltestelle Tempelhof werde bis zu diesem Zeit- Frau Hurdler, deren Wohnung auf demselben Korridor liegt, punkt fertiggestellt sein. Die ganze Strecke Groß- Lichterfelde- Bots- aus der Hürdlerschen Wohnung Rauch hervordringen. damer Bahnhof werde indessen nicht vor dem 1. April 1901 in noch eine andere Nachbarin herbei und beide Frauen erbrachen Startoffelstärfe per 100 kg. 10,30 m. Betrieb genommen werden können. nun die zur Hürdlerschen Wohnung führende Thür. Ein dichte Rauchwolfe schlug ihnen entgegen, die Frauen öffneten sofort fämtliche Fenster, und als der Rauch einigermaßen abgezogen war, fanden fie die drei Kinder bewußtlos. Es wurden mun sofort die Hausbewohner alarmirt, die alsbald einen Arzt und die Feuerwehr herbeiriefen. Der Arzt fomnte nur noch den Tod der drei Kinder konstatieren. Ihre Kleider waren angesengt und an den Körpern wurden Brandwunden festgestellt; der Tod ist indeffen zweifellos durch Ersticken eingetreten. Nach Lage der Sache ist anzunehmen, daß die Kinder mit Streichhölzern gespielt und das Sopha in Brand gesetzt haben. Die Nachbarn konnten das Feuer selber löschen, sodaß die Feuerwehr nicht in Aktion zu treten brauchte. Die Leichen der Kinder wurden von der Polizei in Beschlag genommen. Durch einen Sturz mit dem Pferde ist vorgestern nachmittag der 41 Jahre alte Stallmann Eduard Wisbar aus der Liebenwalder Straße 60, der bei der Omnibusgesellschaft angestellt ist, schwer verunglückt. Als er mehrere Pferde zum Umspannen nach einem Halteplaze bringen wollte, rutschte das Thier, auf dem er saß, in der Invalidenstraße aus, tam zu Falle und begrub den Reiter unter sich. Dieser erlitt einen Bruch des rechten Unterschenkels und mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. Seit Sonnabend voriger Woche ist der in Arbeiterkreisen weitbekannte Kolporteur Emil Jagow aus seiner Wohnung in der Oranienstraße spurlos verschwunden. Die Vermutung, daß Jagow sich ein Leids angethan hat, wird durch die Nachricht bestätigt, daß Seine Kleider am Strande der Spree bei Stralau gefunden worden find. Jagow war Junggeselle; über die Ursachen des vermutlichen Selbstmordes war nichts Näheres zu erfahren. Mordprozeß Herrmann in Breslau. - Jm weiteren Verlaufe der Verhandlung vom Donnerstag bes Auf Brandstiftung zurückgeführt wird ein großer Dachstuhlrichtete Kriminalfommissar liehm über den Leumund des Ange brand, der Donnerstagabend gegen 10 Uhr in dem fünfstödigen flagten und über die Gerüchte, die über die ihm zur Last gelegten Hause Pank str. 49, Ecke Weddingstraße, zum Ausbruch kam. Als Mordthaten verbreitet waren. Herrmann blieb weiter beim Leugnen. der das Feuer bemerkt wurde und wenige Minuten später der benach Beachtung verdient die Aussage der Frau Schachtler, Aus Weißensee meldet man uns: Ein Vergehen, das gerochen ältesten Stieftochter des Angeklagten, mit der der Angeklagte unbarte Löschzug aus der Pantstraße erschien, stand bereits die gefamte nach der Weddingstraße gerichtete Dachfront in Flammen, so werden mußte, verübten einige am Bau der katholischen Kirche be- züchtigen Verkehr unterhalten haben soll. Die Zeugin bemerkt auf daß schleunigst Dampfsprigen und mechanische Leitern nachbeordert schäftigte Zimmerleute. Diese befestigten am äußersten Ende des Befragen des Präsidenten: Sie wolle Zeugnis ablegen, fie wolle wurden. Eine genaue Feststellung über die Entstehung des Brandes Kirchturmes ein rot und blaues Läppchen, aus welchem Grunde, ist nur nicht öffentlich über Unfittlichkeiten Aussagen machen, die alsdam Präsident: Bei war bei der großen Ausdehnung, die er bereits erlangt hatte, nicht nicht bekannt. Einige kulturkämpferisch veranlagte Personen fanden in die Zeitungen kommen könnten. mehr möglich, doch deutet der Umstand, daß das Feuer gleichzeitig heraus, daß dies jedenfalls eine Verherrlichung des alten Stirchen- diesem Punkte werden wir die Oeffentlichkeit ausschließen. danach Die Zeugin bekundet sowohl an beiden Enden wie auch in der Mitte der Dachfront staates bedeuten sollte, da ihrer Meinung nach rot und blau die auf Befragen des Präsi Sie sei dagegen gewesen, daß ihre Mutter noch das Dach durchschlug, darauf hin, daß es an mehreren Stellen Farbe desselben sei. Sie wandten sich beschwerdeführend an die denten: Herrmann habe nie Eine sofort eingeleitete Untersuchung hatte die einmal geheiratet habe. etwas gethan, angelegt sein muß. Da bald ein größeres Löschaufgebot Regierung. braun und blau geschlagen, zur Stelle war, so fonnte das Element mittels 5 Schlauchleitungen, Beseitigung dieses Lappens zur Folge, und die Herren, welche er habe die Mutter oftmals Klugheit in ihrer ganzen wenn sie ihm kein Geld geben wollte. Ganz besonders hatte sich die teils über Treppen, teils über eine mechanische Leiter geführt durch diese Beschwerde ihre wurden, von drei Seiten wirksam bekämpft werden. Branddirektor Glorie zeigten, fönnen ruhig schlafen. Abgesehen davon, daß die die Mutter geärgert, daß der Angeklagte so viel Alimentengelder zu alles natürlich waschechte Christenleute in ihrer Anzahlen hatte, die ihm alle die Mutter geben mußte. Präs.: Giersberg war selbst herbeigeeilt und leitete einige Zeit die Herren Löschversuche. Nach etwa einer Stunde war dem Weitergreifen des nahnie, daß rot und blau römisch- katholisch bedeute, sehr weit neben Herrmann behauptet, daß er, als er die Mutter heiratete, 400 Thlr. Beugin: Herrmann besaß nicht einen Pfennig, Feuers Einhalt geboten, doch wurde die einmal von demselben er das Ziel geschossen haben, ist dies beliebte Vorgehen ein Beweis besessen hat? griffene Dachfront total eingeäschert. Da sich in den Bodenkammern fleinlichster Stampfesweise und„ allerchristlichster"" Intoleranz gegen felbft seinen Anzug fonnte er nicht bezahlen. Präf.: Sie sollen Das ist denn auch etwas für den streitbaren die Mutter bisweilen geschlagen haben? Beugin: Das ist nieneben allerhand Hausrat viel Brennmaterial, namentlich Briketts be- Andersdenkende. " Der Sonntag" ver- mals geschehen. Meine Mutter hat mich wohl bisweilen geschlagen, fanden, die immer von neuem zu glimmen begannen, so wurde die Gottesmann Stephan. In seiner Zeitung Wehr mit den Aufräumungsarbeiten noch mehrere Stunden am höhnt dieser die Veranstalter dieser hochnotpeinlichen Untersuchung ich habe aber niemals gegen meine Mutter die Hand erhoben. und schreibt diesen gläubigen Protestanten ziemlich unverblüinit die Die Zeugin bekundet im weiteren auf Befragen des Präsidenten: Brandherde zurückgehalten. Eigenschaft dumm" zu. Ja, wäre es vielleicht das Symbol der Eine Woche, ehe ihre Mutter verschwunden sei, habe dieselbe gesagt: Arbeiterpartei, eine rote Fahne gewesen, dann hätte sicher auch für ich werde mich von meinem Manne scheiden lassen. Vom Bett sind wir Herrn Stephan diese Dummheit sich über Nacht in Staats- und bereits geschieden, wir müssen jezt auch vom Tisch geschieden werden. Religionsretterei prima Qualität verwandelt. Die Mutter habe gesagt: sie( Bengin) solle heiraten, damit sie zu ihr ziehen und in Ruhe leben könne. Wenige Tage vor dem 11. August habe die Mutter den Kellerschlüssel gesucht. Sie habe der Mutter auf ihre Frage gesagt: Frage einmal den Herrmann, bei diesem habe ich ihn gesehen. Der Schlüssel habe sich aber erst nach dent Verschwinden der Mutter wiedergefunden. Präs.: Wer Die militärgerichtliche Untersuchung gegen den Grenadier 8eugin: Außer der Mutter Schiefer, welcher vor längerer Zeit die Tochter des Schmiedemeisters Die Frage der Anlegung einer Rampe für die elektrische hatte in dem Keller zu thun? Borchert auf dem Tempelhofer Felde überfallen und durch Säbel- och bahn auf dem Nollendorfplay wird am nächsten Montag niemand.- Präs.: Wissen Sie, ob an dem Tage, als die Mutter 8eugin: hiebe schwer verletzt hat, ist noch immer nicht zum Abschluß gelangt, die Stadtverordneten- Versammlung in Schöneberg beschäftigen. verschivand, in der Kommode Geld enthalten war? da Schiefer in der Untersuchungshaft wiederholt erkrankt ist. Ueber- Der zur Vorberatung niedergejezte Ausschuß beantragt:" In Er- Gerade an diesem Tage muß viel Geld in der Kommode gewesen Haupt dürfte es fraglich erscheinen, ob es zu einer Strafverhandlung wägung, daß der Nollendorfplatz einer der schönsten Plätze des sein, denn noch am Morgen des 11. August sagte die Mutter: So Lommen wird, da die Zweifel an dem normalen Geisteszustand des Westens ist und für einen großen Stadtteil die einzigste Erholungs- pünktlich wie diesmal find die Mieten noch niemals eingekommen. Schiefer immer mehr an Wahrscheinlichkeit gewinnen sollen. Als stätte bildet, richtet die Stadtverordneten- Versammlung an den Präs.: Die Mutter schloß alles Geld in die Kommode ein? Entschädigung für den ihr entgangenen sechswöchigen Arbeitsverdienst Magistrat das Ersuchen, mit allen Mitteln gegen die den Nollendorf 8eugin: Jawohl. Präs.: Wer hatte die Schlüssel zur Kom-3eugin: Lediglich meine Mutter. Bräs. Ist Hat das Kommando des Königin Augusta- Regiments der Verletzten play vernichtende Anlegung einer Rampe der elektrischen Hochbahn die Summe von 60 M. übermitteln lassen. Ihnen bekannt, daß Ihre Mutter den Kommodenschlüssel häufig auf dem genannten Plage anzulämpfen." verlegt hatte und alsdann den Herrmann beauftragte, die Kommode aufzubrechen?- 3eugin: Davon ist mir nichts Präs.: Nun erzählen Sie einmal über Ihre Wahrnehmungen am 11. August 1885. 8eugin: Ich machte an Das erschütternde Ehedrama, das sich im Sommer 1897 zu diesem Tage eine Landpartie und kam erst gegen 10 Uhr abends Von seinem eigenen Fnhrwerk totgefahren wurde gestern Steinstücken bei Neubabelsberg ereignete und das durch die nach Hause. Meine damals neunjährige Schwester Hedwig stand Bormittag der Kutscher Robert Fröbel aus der Greifenhagenerstr. 72, im Dezember vorigen Jahres vor der ersten Straftammer am Pots draußen. Diese sagte: die Wohnung sei verschlossen, die Mutter sei der bei dem Fuhrherrn Michaelis in der Greifswalderstr. 26 in damer Landgericht erfolgte gerichtliche Verhandlung seinen end- schon zum Mittagessen nicht dagewesen und Herrmann sei schon vor Stellung war. Fröbel fuhr auf den Dahmsschen Wiesen bei Pankow gültigen Abschluß gefunden zu haben schien, hat jezt ein Aufsehen mehreren Stunden fortgegangen. Ich habe die Wohnung aufSchutt und Erde. Durch einen Unfall, der noch nicht aufgeklärt ist, erregendes Nachspiel gehabt. Die Staatsbürger- Zeitung" schreibt geschlossen, meine Schwester zu Bett gebracht und alsdann zum Man brachte darüber: Der sehr reiche Berliner Bäckermeister geriet er unter seinen Wagen und wurde überfahren. Franz Fenster hinausgesehen. Um 12 Uhr nachts ist Herrmann mit einer Ben Schwerverlegten mit einem Unfallwagen nach Berlin in ein Diesterbed brachte seiner Frau in dem Wahne, sie habe ihn mit im Hause wohnenden Dirne gekommen. Ich habe gleich, als ich die Krankenhaus. Als er jedoch hier antam, war er schon tot. Die dem Förster Ballot zu Steinstüden hintergangen, schwere Wunden Wohnung betreten hatte, gesehen, daß die Kommode erbrochen und mit einem Taschenmesser bei. Mit Rücksicht auf seine hochgradige ihres Inhalts beraubt war. Leiche wurde nach dem Schauhaufe gebracht. Auf die Frage an Herrmann, Ein Idyll. Holz zum Zerkleinern kann bis auf weiteres" im Gerichtsgefängnis zu Freienwalde, einer Bekanntmachung zufolge, nicht angenommen werden, da sich zur Zeit nur zwei Strafgefangene darin befinden. Auch die Arbeiter Konsumgenossenschaft ,, Befreiung" hat Der Führer der Schöneberger Schuhmannschaft und Vorbeschlossen, ihre Geschäftlokale: Berlin, Staligerstr. 6, Nigdorf, stand des 1. Polizeireviers, Polizeileutnant& ubon, ist zum Polizei. Kopfstr. 18 und Adlershof, Selchowstr. 33 am Tage der Maifeier hauptmann ernannt worden. völlig geschlossen zu halten. mode? bekannt. wer dies gethan, hat Herrmann geantwortet: das geht Dich Schmidt dazu gedrängt worden, · bie Anzeige zu Vermischtes. er- Gerichts das Urteil, das auf Schuldig für den Angeklagten nichts an. Herrmann hat sich alsdann schlafen gelegt, ich statten. Ihre Selbstbezichtigung wurde zu Protokoll genommen Beschel lautete und ihn zu 30 Mart Geldstrafe verurteilte. habe aber noch sehr lange Zeit zum Fenster hinausgesehen, und wird sie eine Anklage wegen wissentlich falscher Anschuldigung Als Begründung führte der Vorsigende an, das Gericht sei zu der da ich immer noch gehofft habe, die Mutter werde kommen. zu gewärtigen haben. Der Zeuge Schmidt wollte dagegen auf Ueberzeugung gekommen, daß die Aeußerung zweimal angewendet Präs.: Num kam aber die Mutter nicht wieder, was feinen Eid nehmen, daß der Zuhalt der Anzeige in vollem Umfange fei, einmal von dem Angeklagten Beschel, das zweite Mal von dem dachten Sie sich deswegen?- 8eugin: Ich vermutete, Mutter auf Wahrheit beruhe. Die Majestätsbeleidigungen seien in seiner Beugen Scharnowski; die bestimmte Aussage des Gendarmen habe sich mit Herrmann gezankt und sei deshalb auf einige Tage zu Gegenwart ausgestoßen worden, als er eine Zeitlang bei dem oppe über den Angeklagten Peschel sei als maßgebend erachtet Verwandten gefahren; sie hatte dies nämlich früher bei meinem Angeklagten Aufnahme und Beföstigung gefunden hatte, worden. rechten Vater auch bisweilen gemacht, wenn sie sich mit dem Vater weil er stellenlos war. Der Vater des Zeugen Schmidt be Hoffentlich kassiert die Berufungsinstanz dies Urteil. gezantt hatte. Präs.: Wie behandelte Sie der Angeklagte, fundete, daß er von seinem Sohne nichts mehr wissen wolle, nachdem Ihre Mutter verschwunden war? Wegen unbefugter Ausübung des Apothekengewerbes Staatsanwalt: denn derselbe habe ihn mehrfach grob belogen und schließlich das Bezüglich dieses Punktes beantrage ich den Ausschluß der Deffent- Elternhaus heimlich unter Mitnahme fremder Sachen verlassen. Der war der Drogist Hauscher zu Berlin angeklagt worden. Er hatte lichkeit. Der Gerichtshof beschließt demgemäß. Das Publifum Staatsanwalt ließ darauf die Anklage wegen Majestätsbeleidigung vorwies, ein Mittel angefertigt, welches nach der kaiserlichen Vernach einem Rezept, das ihm die Polizeiagentin Menge nach einem Rezept, das ihm die Polizeiagentin menge und die Vertreter der Presse verlassen den Saal. fallen, hielt aber auf Grund der Beweisaufnahme die Kuppelei Hergestellt und Frau Schröter, die Schwester der Er- und zwei Jahre Ehrverlust. Der Gerichtshof erkannte nach diesem 150 m. und führte begründend aus: Der Angeklagte behaupte zwar, Nach etwa einer Stunde wird die Deffentlichkeit wieder für erwiesen und beantragte dieserhalb neun Monate Gefängnis ordnung vom 27. Januar 1890 nur in Apotheken verkauft werden darf. Das Landgericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von mordeten, als Zeugin in den Saal gerufen. Diese erklärte Antrage. auf Befragen des Präsidenten, daß sie Zeugniß ablegen er habe gewußt, daß Frau Menge das Mittel nur habe herstellen wolle. Sie habe, als sie noch in Breslau wohnte, viel mit Eine Spekulation auf die jetzt so weit verbreitete ett- laffen, um ihn einer Strafthat zu überführen, und er habe ihrer ermordeten Schwester verkehrt. Sie habe zu ihrer Schwester und Sportlust haben der Kommis Paul Hahn und der das Mittel somit überhaupt nicht als heilmittel verkauft. einmal gesagt: fie( Beugin) wolle heiraten. Darauf habe ihre er- Handlungsgehilfe Heinrich Gustav Rentsch, die sich gestern in Das wäre indessen ganz gleichgültig, denn es komme nicht darauf mordete Schwester gesagt:„ Du bist verrückt, ich wäre glücklich, wenn Gemeinschaft mit dem Kaufmann Wilhelm Lede vor der vierten an, wozu jemand ein heilmittel wirklich benuze. Zweifellos ich nicht geheiratet hätte." zu ihrer bereits verstorbenen ältesten Straffammer des Landgerichts I zu verantworten hatten, mit habe Angeklagter bei dem Geschäft etwas verdient. Hierzu komme, Schwester, einer Witive Kaminski, habe ihre ermordete Schwester vielem Glück in Scene gescht. Die beiden ersten Angeklagten daß. schon einmal wegen eines gleichen Bergebens bestraft worden einmal gesagt:" Heute bin ich noch einmal dem Tode entgangen. find zivci äußerst gewandte junge Leute, die ver- sei. Auf die Revision des Angeklagten hob jedoch das KammerWenn ich nicht einmal mehr da bin, dann könnt Ihr der Ucher- schiedene Sprachen sprechen und fich auf Rennplägen, in gericht die Entscheidung auf und verwies die Sache mit folgender zeugung sein, ich habe mir nicht das Leben genommen, das hat große Aufmerksamkeit widmet, aufzuhalten pflegen. Unter Unter- nicht Stellung dazu genommen, ob der Angeklagte, wie er behauptete, " Bars" und an sonstigen Stätten, wo man dem Rennsport Begründung an die Vorinstanz zurück: Das Landgericht habe mir alsdann Herrmann genommen." Nachdem ihre Schwester verschwunden war, sei fie( Beugin) zu Herrmann ge- berger gelang es ihnen, folche Leute einzufangen, die gerne einige effe zu ihm gekommen sei. Dieser Behauptung hätte aber näher fügung leines inzwischen nicht mehr auffindbaren Arthur Stolzen- wirklich gewüßt habe, daß Frau Menge nur im polizeilichen Intergangen. Dieser habe vor sich hingestiert, der word habe Mart als Wetten auf Rennpferde wagen, ohne selbst in der Lage zu getreten werden müssen, denn, wäre sie wahr, dann hätte sich H. ihm aus den Augen gesehen. Auf ihre Frage au Herrmann: wo ihre Schwester wohl geblieben sei, habe sein, auf den Rennplägen zu erscheinen. Solche Leute sind be- nach§ 367 Nummer 3 des Strafgesetzbuches nicht strafbar gemacht. Herrmann: wo ihre Schwester wohl geblieben fei, habe onders empfänglich für„ gute Tipps" und mit solchen warteten die Ferner müsse das Landgericht noch nachprüfen, ob nicht etwa der Herrmann mit den Achseln gezudt und gefagt: ich weiß es nicht, beiden ersten Angeklagten mit großer Gewandtheit auf. Als typisch Angeklagte im Befige einer Apotheken- Stonzession gewesen oder ob er ich habe nichts mit ihr vorgehabt." Die Kinder ihrer ermordeten Schwester baten ihre Schwester Kaminski, nachdem die Mutter verfür ihre Geschäftstniffe fann folgender Fall gelten. Hahn nicht vielleicht als Apotheker approbiert sei. schwunden war, doch zu ihnen zu ziehen, da sie sich vor Herrmann wo sie sich in der Nähe des Buffets aufstellten und recht laut und Rentsch besuchten eins der Aschingerschen Bierlokale, fürchteten. Die Kaminski habe auch, obwohl sie traut war, dieser Bitte entsprochen. Diese habe zu ihr( Beugin) gesagt: wenn ich erst sich über Wettrennen und Sportverhältnisse unterhielten. Reutsch gesund bin, dann werde ich einmal den Keller untersuchen, denn ich wurde dann bei Gelegenheit als Jockey Rousseau" aus Paris vor- In Schlesien mehren sich die Fälle der Erkrankung an glaube, der Kerl hat Anna( d. i. die Ermordete) erschlagen und im gestellt und jedem, der es hören wollte, wurde verkündet, daß man schwarzen Boden. Nachdem bereits in Lauban mehrere Keller vergraben. Die Kaminski habe auch einmal im seller durch die Pariser Verbindungen des Jockeys Rousseau famose Tipps Fälle konstatirt worden waren, find nunmehr auch in das Krankennachgesucht, sie habe aber sofort davon wieder abgelaffen und für die Rennen von Auteuil erhalte, mit denen man sehr viel Geldhaus Bethanien zu Steinau a. Oder eine Frau und zwei Kinder zu ihr gesagt: ich fürchte mich, daß der Kerl mich im Keller über ein ebenso großes Intereffe für Rempferde als für Koch auch diese gefährliche Strankheit festgestellt worden ist. Sie ist, wie über- berdienen könne. Das hörte eine anwesende Kochmamsell, die aus dem Nachbardorfe Kunzendorf eingeliefert worden, bei denen fallen tönnte, ich bin alt und frank und kann mich nicht mehr wehren. Ihre Schwester Kaminsli habe sich schließlich vor Herrmann Weisheit des töpfe zu besigen scheint; die Aussicht, mit Hilfe der nunmehr bestimmt feststeht, durch polnische Arbeiter eingeschleppt derartig gefürchtet, daß sie zu den Elisabethinerinnen gegangen sei, fichtlich auf und" da fie noch einen ebenso sportliebenden Bruder „ Jockeys" Echäze Schäße zu gewinnen, regte sie worden. dort sei sie gestorben. Auch in Würzburg sind, wie amtlich bekannt gegeben wurde, In der besitzt, der in seinen Zivilverhältnissen biederer Hausdiener ist, so russische Landarbeiter an den schwarzen Pocken erkrankt. Sihung vom Freitagvormittag war die Verbindung mit den beiden Hellsehern des Rennplages bald hergestellt. In Zusammenkünften bei Bauer und im Victoria- Café In Stuttgart ist Dr. Otto Elben, Herausgeber und lang= erregte die Mitteilung des Präsidenten Aufsehen, daß sich in der wurde der Feldzugsplan, wie der Hausbiener und die Kochmamselt jähriger Leiter des„ Schwäbischen Merkur", ehemaliger Reichstagsberfloffenen Nacht ein Zeuge erhängt habe. Die jetzige zu Gelde kommen sollten, Ehefrau des Angeklagten verweigerte ihre Aussage. Sie habe allen Dingen, daß fünfzehn Mart als Beitrag für Depeschen zu festgestellt. und Landtags- Abgeordneter in der Nacht zum Freitag gestorben. Dazu gehörte vor ihrem Ehemann alles vergeben. Eine Beugin Frau il big zahlen waren. Den guten Leuten wurde nämlich vorerzählt, daß händler N., der wegen Beleidigung seiner Schwiegermutter vers Vor dem Amtsgerichte in Magdeburg schoß der Zigarrenbekundet, daß die eben erwähnte Ehefrau wegen der Mißfährlich etwa 800 M. Gebühren für Depeschen aus Frankreich zu urteilt worden war, mit einem Revolver mehrmals auf seine handlungen, die sie von dem Angeklagten zu erdulden hatte, zahlen seien, daß die einzelnen Teilhaber an dem Wettgeschäft aber Frau und verletzte sie tötlich. Als Mannschaften eines vorüberschon einen Selbstmordversuch gemacht habe. Frau Siegert reichlich auf ihre Unfosten kämen, denn die ihnen zur Verfügung marschierenden Bataillons den Mörder festnehmen wollten, tötete er bezeugt, daß fie im Auftrage des Angeklagten nach der Mordthat gestellten Tipps feien so vortrefflich, daß derjenige, der sie befolge, fich durch einen Schuß in den Mund. den Schmuck der Ermordeten versetzt habe unter dem Versprechen sehr bald Wein statt Bier trinken fönne. Auch der Hausdiener war ftrengster Verschwiegenheit. ein Freund des Weins und so wettete er den luftig nach den ihm gewordenen Tipps auf" Savoyard"," Patriarch"," Servant" 2c., indem Wettbureau einhändigte. Er hielt sich schließlich für den Hineinbeiden Wettkundigen seine Beiträge für das gefallenen und fam zu der Ueberzeugung, daß die Angeklagten Frau Kachler, ebenfalls eine Stieftochter des Angeklagten, Einzahlungen bei Wettbureaus machten, vielmehr die Beträge für gar keine Depeschen aus Frankreich erhielten und gar keine Tochter der ermordeten ersten Frau Herrmanns, belastete den An- sich verwandten und pro forma gefälschte Quittungen über die angetlagten. Die Stieftochter nennt ihn nicht anders als der Herr geblichen Einzahlungen vorwiesen. Zu den Leidtragenden gehörte mann". Herrmann widerspricht ihren Angaben. Es handelt sich bald eine ganze Anzahl von Personen, die den Angeklagten auf den um die Rekognoscierung einer seiner Zeit vorgezeigten Leiche, die Leim gegangen waren. Es hat sich herausgestellt, daß die von den die verschwundene Herrmann gewesen sein soll. Stummer Ein taub- Angeklagten namhaft gemachten Wettbureaus zum Teil überhaupt Zeuge, namens Bojin, bekundete mit Silfe nicht existierten. Hahn und entsch standen unter feines Dolmetschers, daß Herrmann ihm erzählt habe, seine Frau Anklage des Betruges und der Urkundenfälschung, Lede aber fei nach Amerila durchgegangen; später habe er gesehen, wie der Weihilfe in einem Falle. Ein östreichischer Fall Lück. Aus Wien wird berichtet: Die Opfer der Angeklagten Donnerstagabend schoß im Hofe des Palais der Erzherzogin Maria Herrmann selbst die Biegel getragen und den Keller verwaren Tafeldeder, Kellner, Handlungsbefliffene und dergleichen Leute. Theresia der dort aufgestellte Militärposten auf einen Gärtnergehilfen mauert habe; eine zweite Berson habe den Kalt getragen. Die Beugin Dierkovacs hat vor 10/2 Jahren eine Schwindel zugestanden, in der Nachbarschaft seines gewandten und der Gärtnergehilfe einander widersprechende Angaben gemacht. Der Angeklagte Rentsch hatte in der Voruntersuchung den ganzen und verwundete ihn schwer. Ueber den Sachverhalt haben der Posten Heirats Annonce veröffentlicht. Herrmann näherte sich ihr; Geschäftsteilhabers bekam er aber in der Hauptverhandlung plöglich Der Militärposten gab an, unanständiges Gebahren des Gärtner er erzählte, seine Frau sei ihm nach Amerika aus Mut zum Leugnen und er wetteiferte darin mit Hahn, der aalglatt durch gehilfen habe ihn zum Schießen veranlaßt. Die Untersuchung ist im gerüdt. Zeugin zog dann zu ihm als Wirtschafterint, zu warten, bis er geschieden werde. Sie blieb bei ihm vier Wochen, mit solcher Keckheit, daß mitunter nicht nur der Gerichtshof, sondern dekoriert worden oder ob er etwa wegen schlechten Schießens bestraft um die Maschen der Anklage hindurchzuschlüpfen versuchte. Beide leugneten Gange. Es wird nichts darüber berichtet, ob der Soldat bereits lebte mit ihm wie seine Frau, zog aber endlich aus Eifersucht weg, auch die Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Schöps und Dr. Werthauer, da Herrmann viele Liebschaften hatte.( Herrmann winkt ihr, als sie überrascht waren. Der Vorsigende gab es schließlich auf, sich mit worden ist. abtritt, lächelnd zu. den Angeklagten vergeblich abzuquälen; der Gerichtshof beschloß, Von einer furchtbaren Wetterkatastrophe ist die Stadt Zeugin Agnes May hat im August 1885 die Frau Herrmann den Kriminalfommiffarius v. Manteuffel, vor dem das Ge- Kirksville( Missouri) Donnerstagabend heimgesucht worden. an jenem Tage noch gesprochen, da sie verschwand. Nach einigen ständnis abgelegt worden war, als Zeugen vorzuladen, zu diesem Ein Cyclon nahm durch den östlichen Teil der Stadt in einer Breite Tagen traf fie Herrmann mit Staroste im eller mauern, 3wecke die Sache zu vertagen und die beiden ersten Angeklagten, von einer viertel Meile seinen Weg. Herrmann jagte sie davon. Als Herrmann seine Stieftochter ver- Sie schon seit dem November figen, auch fernerhin noch in Haft zu heerungen angerichtet und wie es heißt, 400 Häuser niedergerissen. Der Sturm hat große Ver gewaltigte und diese vernommen werden sollte, hat die Mai bei behalten. Bertha für Herrmann interveniert. Nach dem Sturm stellte sich ein heftiger Stegenguß bei völliger Der Kohlenhändler Hoffmann machte in der Vormittagssigung In Köln fällte das Schwurgericht nach sechstägiger Verhand- Dunkelheit ein. Dann brach an etwa 12 verschiedenen Stellen am Freitag noch die folgende Mittheilung: Er wohne seit 4 Jahren lung das Urteil gegen die Rentnerin Grütters und deren Feuer aus. Dadurch wurde es möglich, die Trümmermassen teilin dem Hause Fürstenstraße 11. Eines Tages habe ihn ein Tochter Frau Grosse, welche wegen Beihilfe zur Fälschung von weise nach Berschütteten zu durchsuchen, von denen eine größere AnMann gefragt: was in dem Hause gebaut werde. Es sei Banknoten der Hongkong and Shanghai- Banking Corporation zahl verbrannt sein dürfte. Im Laufe von 2 Stunden wurden nämlich ein Wasserleitungsrohr gelegt worden. Er( Beuge) habe angeklagt waren. Frau Grütters wurde zu drei Jahren Zuchthaus 25 Leichen unter den Trümmern aufgefunden. Man glaubt, geantwortet: Es werde alles von Grund aus umgebaut. Darauf und fünf Jahren Ehrverlust, wobei sieben Monate Untersuchungshaft antwortete der Mann: Ich interessiere mich nämlich für das angerechnet, Frau Grosse unter Zubilligung mildernder Umstände zu daß die Zahl der Todten und die der Verwundeten Haus, da ich an demselben 5000 Mark, oder sagte er 5000 Thaler, drei Monaten Gefängnis verurteilt, die durch die Untersuchungshaft nahezu 1000 beträgt, es war jedoch möglich, bis zum verloren habe.( Heiterkeit im Zuhörerraum.) Er habe diesen Vor- als verbüßt erachtet wurden. Tagesanbruch die Ziffer der Verluste genau festzustellen. Auch in gang anderen Hausbewohnern mitgeteilt. Lettere haben sofort geder 40 Meilen nordwestlich Die Pensionen von Witwen der Staatsbeamten sind nach nordwestlich von Kirksville gelegenen Stadt geklagte bei dem Untersuchungsrichter vorgestellt wurde, habe er den Unterschied der Höhe nicht zur Gemeinde- Einkommensteuer heran- worden sein. fast: Das war niemand weiter als Herrmann. Als ihm der An- einer Entscheidung des Oberverwaltungsgericht ohne Newton trat der Cyclon auf. Dort sollen 15 Personen getötet felben mit voller Bestimmtheit wiedererkannt. Er kenne den Angeklagten zuziehen. auch heute mit voller Bestimmtheit wieder. Im Hause Fürstenstr. 11 Aus Braunschweig wird berichtet, daß die verhaftete Jetta sei das Gerücht verbreitet gewesen, daß im Keller eine Frau ver- Das Reichsgericht zu Leipzig hat gestern das Urteil des Seiden aus Galizien gestanden hat, mit ihrem flüchtigen Bruder graben sei. Er habe auch einmal mit mehreren anderen Haus- Landgerichts Posen vom 1. Februar aufgehoben, durch welches Juda Seiden den Knabenmord bei Erzhausen begangen zu bewohnern den Versuch unternommen, nach dem Leichnam zu graben, der Chefredacteur der Posener Zeitung", Emil Goldbed, wegen haben. der Versuch sei aber erfolglos gewesen. Beleidigung des Oberpräsidenten von Bofen zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Die Aufhebung erfolgte wegen eines prozessualen Mangels. Nachdem die Sizung hierauf unterbrochen worden war, nahm die Verhandlung mit einer Erörterung über die Vernehmung der Frau Lange, der Stieftochter des Angeklagten, die frant zu Hause liegt, ihren Fortgang. Es wurde beschlossen, diese Beugin am Nachmittag 8 Uhr in ihrer Wohnung zu vernehmen. Gerichts- Beitung. er Ueber den Brand in Guta liegen gräßliche Einzelheiten vor. Nach einer dem N. Pest. Journ." zugekommenen Drahtung dauert der durch Unvorsichtigkeit verursachte Brand noch an. 1284 Baugefallen. Aus den Trümmern wurden bis jetzt elf verkohlte objekte, darunter 484 Häuser, find den Flammen bisher zum Opfer eichen hervorgezogen. Mehrere Personen wurden irrfinnig. Kinder gerettet hat, erblindete. Ein Mann, der in sein breinendes Haus eingedrungen ist und seine Haufen verkohlter Haustiere. Es sind deren an 2000 Stück zu Stellenweise sieht man ganze Grunde gegangen. Der Geruch dieser Leichen verpestet die Luft auf weite Streden. Mehr als 2000 Personen sind obdachslos geworden. und etwa 1000 Menschen haben seit 36 Stunden keine Nahrung zu fich genommen. Nur der geringste Teil der zu Grunde gegangenen der Baulichkeiten war versichert. Briefkasten der Redaktion. Witterungsübersicht vom 28. April 1899, morgens 8 1hr. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Wir berichteten gestern, daß der Kaufmann Herr Mar Thiele Freitags abends von 7 bis 8% 1hr abgehalten. In einem wahren Sumpf von niedriger Gesinnung urteilt worden ist. Hierzu teilt uns der Berurteilte berichtigend 24. Juni 1896 gegen ihn geführt wurde, selber verteidigt. Anfänglich hatte wegen Mißhandlung seines Mündels zu 100 m. Geldstrafe ver F. K. 41. Frizz Friedmann hat sich in der Verhandlung. die am Bewegte sich eine Verhandlung, welche gestern vor der siebentent Straftammer des Landgerichts I stattfand. Der bis dahin un mit, daß das Kind zur Zeit der Mißhandlung nicht 14 Jahre, er sich den Justizrat kleinholz und den Rechtsanwalt Wronker zu Verbescholtene Zimmermann Wilhelm Züngel war der wieder sondern 18 Jahre alt war und daß es nicht von dem Vormund teidigern bestellt, furz vor der Verhandlung legten he aber ihre Brandate holten Majestätsbeleidigung und der Kuppelei angeklagt. fortgenommen, sondern von ihm, Herrn Thiele, selber aus seinem nieder. Straube. Die Freisprechung wird wohl erfolgt sein, weil die Ges Die Anzeige war von seiner eigenen Ehefrau erstattet worden Hause verwiesen worden ist. schworenen annahmen, daß die Angeklagte die That begangen hatte, ohne inr und ging dahin, daß Tüngel im verflossenen Herbst wiederholt Ein sonderbares Urteil fällte dieser Tage das Schöffengericht am Besis ihrer Geistesträfte zu sein. schwer beleidigende Aeußerungen mit Bezug auf den Kaiser aus Amtsgericht Berlin II in einer Anklagesache gegen den Parteigenossen H. N. in M. Wir hoffen, daß wir Ihren Aufsatz gelegentlich im gestoßen. Ferner bat die Ehefrau, ihren Mann verhaften zu Otto, Peich el aus Groß- Lichterfelde. Beschel war beschuldigt, in Auszuge verwerten können. lassen. Er halte sie zu einem unfittlichen Lebenswandel an und einer Versammlung, die am 25. Januar d. I. in Lichterfelde arbeiter, Annenſtr. 39. A. 2. 67. Wenden Sie sich an den Arbeitsnachweis der Metallschlage fie frumm und lahm, wenn sie ihm nicht gehorche. stattfand, die Polizei dieses Ortes durch die Redewendung die Polizei Da der Polizei schon von anderer Seite die Anzeige zugegangen wiffe nicht was rechts und links sei", beleidigt zu haben. Als Belastungswar, daß die Tüngel einen unfittlichen Lebenswandel führe, so zeuge erschien der Gendarm Hoppe und sagte eidlich und troß der wurde ihr Mann verhaftet, sie selbst aber ebenfalls zur Wache ge- Vorhaltungen des Vertheidigers Dr. Herzfeld aufs bestimmteste aus, führt. Auf dem Wege dorthin flüsterte sie dem Polizeibeamten zu, daß Peschel die fragliche Aeußerung gethan habe. Eine Reihe von er möge nur nicht verraten, daß sie die Anzeige erstattet habe, fie Beugen befundeten demgegenüber, daß die Worte nicht von dem Ansei sonst ihres Lebens nicht sicher. Im Termin bestritt der An- geklagten gebraucht, sondern als Zwischenruf aus der Versammlung getlagte beide Etrafthaten. Die angebliche Majestätsbeleidigung sei erfolgt seien. Beuge Scharnowski befundete, daß er der Mann gerein aus den Fingern gesogen und ebenso unwahr sei die zweite wesen sei, der die inkriminierte Aeußerung gethan habe. Beuge Swinemde. Bezichtigung. Seine Ehefrau stehe unter dem Einfluß ihres Vetters, Wenzel sagte aus, daß er in unmittelbarer Nähe des Angeklagten Samburg bes 19jährigen Handlungsgehilfen Richardt Schmidt, eines fich befunden habe und die Aeußerung hätte hören müssen, wenn fie Wiesbaden 764 Sw 4 bedeckt Menschen, der ihm zu Dank verpflichtet sei und der ihm nun mit von Beschel gebraucht worden wäre. Gendarm Hoppe blieb aber München 765 SW 1Dunst dem schwärzesten Undant lohne. Die als Zeugin vernommene Ehe- bei seiner Aussage und bemerkte, daß er die in Betracht kommende Wien 764,23 3 Regen frau des Angeklagten räumte auch offen ein, daß sie die Anzeige Redewendung nur einmal gehört habe. iyider besseres wissen erstattet habe, teine der Bezichtigungen ent Der Staatsanwalt beantragte Freisprechung des Wetter Prognose für Sonnabend, den 29. April 1899. Etwas wärmer, zunächst ziemlich heiter, bei mäßigen füblichen Winden, spreche der Wahrheit. Sie habe damals mit ihrem Ehe Angellagten, da ein Jrrtum des Polizeibeamten vorliege. Nach nachher Trübung und etwas Neigung zu Gewittern. manne in Unfrieden gelebt und sei bon ihrem Vetter ziemlich langer Beratung berkündete der Vorsigende des Berliner Betterbureau. Stationen Berlin Barometer stand mm Wind Bun Windstärke Wetter Temp. n. G. 260D09 Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. = 9.9 762 2N3 1woffent 12 aparanda 761-wolfent-4 762 SSW 1 bedeckt 9 Petersburg 759 763 wolfen! 11 Cort 9 Aberdeen 7 Paris 755 SW 753S 763 S 1 Regen 5hlb. bed. 2 mollig 11 2hlb.bed. 10 1 11 Für den Inhalt ber Jnferate übernimmt die Medaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Sonnabend, den 29. April. Opernhaus. Götterdämmerung. An: fang 6 Uhr. Schauspielhaus. Anfang 71%, Uhr. Julius Cäfar. Dentsches. Die Gefährtin. grüne Rafabu. Anfang 7 Uhr. LLLL Achtung!] Deutscher Urania Apollo- Theater. Severarbeiter!( Portefeniller.) Holzarbeiter Verband. Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr: Im Theater: Das Land der Fjorde. Im Hörsaal: Dr. Spies:„ Eine tausendstel Sekunde." Invalidenstr. 57/62: Robert Steidl, Bianca- Desroches, Maria la Bella etc. etc. etc. etc. Anfang 7% Uhr. Montag, den 1. Mai 1899: Tägl. Sternwarte. Eröffnung der Sommersaison Der Paracelsus. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Schiller. Der Herrgottschniger von Ammergau. Anfang 8 Uhr. Lessing. Der G'wissenswurm. Anf. 7 Uhr. Berliner. Das Grbe. Anfang 7 Uhr. Resibenz. Der Schlafwagen: Con trolent. Borher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Eine Liebeshetrat. Anfang 72 Uhr. Weiten. Margarethe( Faust). Anf. 71 11hr. Metropol. Die eiserne Jungfrau. Hierauf: Nach dem Balle. Alte fang 7 1hr. Central. Die Puppe. Anf. 71% 11hr. Thalia. Der Raub der Sabine rinnen. Anfang 7% 11hr. Luisen. Das Käthchen von Heilbronn. Anfang 8 1hr. Belle Alliance. Der ſterbende Ahasver. Anfang 8 Uhr. Oftend. Die Bulgaria. Anf. 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. Auf. 8 Uhr. Alexanderplatz. Die Lebemänner von Berlin oder: Der Klub der Harmlofen. Anfang 8 Uhr. Wiener Volks Theater. Lumpaci vagabundus. Ihr Cousin. Anfang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten-Borstellung. Anfang 7 1hr. Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. und des Konzertgartens. Zum ersten Mal: Passage- Panopticum. Frau Luna. Letzte Woche! 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Montag, abends 8 Uhr: Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Emil Thomas. Benefiz für Georg Kaiser. Zum vorlegteumal: Der Raub der Sabinerinnen. Nachher: Solovorträge v. Georg Kaiser. Anfang 72 Uhr. Sonntag: 8um legtenmal: Der Raub der Sabinerinnen. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Zum vorletztenmal: Die eiserne Jungfrau. Baudeville in 3 Atten. Musik v. Barney. Hierauf um 10 thr: Gastspiel von Mr. Séverin: Après le bal ( Nach dem Ball). Bantomime in 3 Bildern. Pierrot, Maler .. Mr. Séverin. Dienstag, den 2. Mai 1899: Eröffnung der Sommer- Specialitäten Saison. Operette- Ballett Erste Specialität.- Nummern. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorspiel bon Orbonneau u. Sturges. Musit von Ed. Andran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen, zum leytenmale in dieser Saison: Der Bettelstudent. Operette in 3 Atten von C. Millöcker. Gr. Frankfurterstraße 132. Bum 28. Male: Die Bulgaria. Am 1. Mai, vormittags 9 Uhr, ber Kollege, Tischler zur August Balduan versammeln sich die im Norden und Norboften wohnenden Kollegen im Restaurant Schünemann, Stein- und Gormannstraßen- Ecke. am 25. April verstorben ist. Die im Südosten und in Nixdorf wohnenden im Bofal von Die Beerdigung findet am Sonns 24/5 tag Nachmittag 4 Uhr von der Leichen Metzner, Oranienste. 184. Um 9 1hr erfolgt von beiden Bokalen der Abmarsch halle des neuen Thomas- Kirchhofes, nach dem Sammelpunkt der Buchbinder etc., Restaurant Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Vehse, Annenstraße 16. Die Ortsverwaltung. Von dort aus gehen sämtliche Kollegen und Kolleginnen gemeinsam nach dem Versammlungslotal, Alte Jakobstr. 37( Luisenstädtisches Konzerthans). Am Donnerstag, den 27. b. Mts., 30145 Wir richten nochmals an alle Feiernden bas dringende verstarb plötzlich unser langjähriges Ersuchen, an der Versammlung als auch an den vorherigen Busammen: Mitglied fünften sich vollzählig und pünktlich zu beteiligen. Ferd. Hagen. Mit follegialem Gruß Eure Vertrauenspersonen. Burlesk- Phantastische Ausstattungs- Operette in 1 Akt und 4 Bildern von Bolten- Bäckers. Musik von Paul Lincke. In Scene gesetzt vom Direktor E. Waldmann. Unter persönlicher Leitung des Komponisten. Billet- Vorverkauf täglich im Theater der Maifeier wegen am Montag geschlossen sind. Bekanntmachung! Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß, wie alljährlich, unsere Geschäfte: Berlin: Skalikerstr. 6, Adlershof: Selchostr. 33, Nixdorf: Kopfitr. 18, 3018b Treue Pflichterfüllung und ehren werten Charakter sichern ihm ein ehrendes Andenken. Rauchklub ,, Schmokes Werke". Gentralverein der deutschen und beim„ Künstlerdank", Unter Arbeiter- Konsum- Genossenschaft Britan." Former und Berufsgenossen. den Linden 69. Der Vorstand. Victoria- Brauerei Stralau. Wwe. Schonert. Stralau Lühowstraße 111/112. Jeden Sonntag, Montag u. Freitag Sumoristische Soiree der Restaurant, Neu- Seeland". Jeden Sonntag: Grosses Gartenkonzert und Auftreten der Thurmfeilfünstler Miß Jlona u. Henry Liepelt. Kaffeefflche von 2 Uhr ab geöffnet. Norddeutschen Sänger Regelbahn, Bootsverleihung und Boltsbeluftigungen aller Art. ( Führmann, Horst, Walde). Anfang: wochentags präc. 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Entree 50 PI. W. Noacks Theater Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Theater Vorstellung. Der Wildschütz Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 10 Bildern von Hans Buchholz. Gefangsterte von J. Dill. Schwant mit Gefang in 3 Aften von Musit von M. Fall. Borzugsbillets haben Gültigkeit. Jut Tunnel von 7 Uhr an Frei- Konzert. Anfang 8 Uhr. Neues Schlußbild: Die Ankunft der Bulgaria in Hamburg. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag: Bei günstiger Witterung im Garten: Gr. Frei Konzert. Anfang 4 Uhr. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Nur noch bis 1. Mai: Allabendlich um 8% 11hr Fuhrmann Henschel. Dazu das erstklassige große Specialitäten Programm. Sonntag, den 30. April: Letzte Sonntags- Vorstellung. Montag, den 1. Mai: Schluss der Saison Großes Maifest, Abschieds: Vorstellung. Sommernachts Freitauz. Anf. 7 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Billet Borv. vorm. v. 11-1 Uhr. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. ( Mensel. Pietro, Britton, Steidl, Krone, Schneider und Schrader.) 35410 706 Britton als Paufen Schulze der Stols vom Regiment. Anfang heute 7 Uhr. Entree 50 Pf. Numerierter Balkon 75 Pf., BalkonLoge 1 Mk., Orchester- Loge 1,50 Mk. Fremdenloge 2 Mk. Tagesfaffe11-1. Die Plätze zu den numerierten Sigen find stets 8 Tage lang vor: her zu haben. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. Täglich mit stürmischem Jubel! Endlich allein! Gefangs- Poffe von Joh. 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Vier Maurer, die in der dritten Etage arbeiteten, tamen zuni den großartigen Verlauf des Kongresses hingewiesen wurde, Der Verein der Unternehmer- Beisitzer des Berliner Ge- flammern, die beiden andern stürzten hinunter und wurden schwer Versammlung mit der Thätigkeit dieses Kongresses einverstanden er Stürzen; zwei davon konnten sich noch rechtzeitig irgendwo an- gelangte eine Resolution einstimmig zur Annahme, in der sich die werbegerichts hat in seiner am 25. d. M. stattgehabten Bersamm verlegt. Auch in Elberfeld stürzte ein Gerüst ein, auf dem Kipp- lärt und verspricht, für die Durchführung der gefaßten Beschlüsse lung sich mit der Frage der Errichtung unparteiischer Arbeitsnach lowries fuhren. Drei Arbeiter wurden schwer, einer leicht verletzt. weise und der Regierungsvorlage betreffend den Schutz der Arbeitsenergisch einzutreten. Hierauf referierte der Vertrauensmann über willigen beschäftigt. Nach einem entsprechenden Vortrage des Fabrikanten 23eigert und einer eingehenden Erörterung des Themas in der nehmigte die vom Magistrat beschlossene Austellung eines ständigen, diesen Ausführungen ist die Geschäftskonjunktur zur Zeit eine außerZur Bankontrolle. Das Gemeindekollegium in Fürth ge- den gegenwärtigen Stand der Arbeitsverhältnisse im Berufe. Nach den Ausschuß des Gewerbegerichts zu beauftragen, ein Gutachten sprünglich ausgesetzte Jahresgehalt von 1620 lauf 1820 M. Een Töpfer in Betracht kommen. Trozdem sind die Löhne, welche in den darüber abzufaffen, in welcher Weise ein paritätischer Arbeitsnachweis von einem Bauunternehmer geſtellten Antrage, die Stelle einem letzten 5 Jahren fortgesetzt reduciert wurden, äußerst minimal und in Berlin zu ermöglichen und zu fördern sei, und ob die bestehenden„ Techniker" zu übertragen, der auch im Bureau des Stadtbauamtes wie die Umfrage ergeben hat, wird von den größten Teil der Ge Geſetze ausreichend ſeien, um jede Ausschreitung bei Arbeits- beschäftigt werden könnte, traten unsere im Kollegium sigenden Geschäfte noch nicht einmal der im Jahre 1896 von der Innung selbst einstellungen gebührend und nachdrücklich zu bestrafen. Aufgabe der nossen mit Erfolg entgegen. festgesezte und auch von den Unternehmern der Freien Vereinigung" paritätischen Arbeitsnachweise dürfe es nach Ansicht des Vereins anerkannte Tarif bezahlt. In der Diskussion wurden von mehreren jedoch nicht sein, die bereits bestehenden Arbeitsnachweise in irgend Kanton Thurgau vom Bolke beschlossene Gesez über die unentgeltliche Arbeiter im Töpfergewerbe zu leiden haben und die, wie von allen Ruentgeltliche Beerdigung in der Schweiz. Das jüngst im Rednern die unwürdigen Zustände geschildert, unter denen die Auf Grund der§§ 120 e, 139 a der Gewerbe- Ordnung die Feuerbestattung, jedoch nur auf Kosten der Angehörigen. lichen Organisations- Verhältnisse der letzten Jahre sind. Allgemein Beerdigung enthält nur 8 Paragraphen. Das Gesetz gestattet Rednern angeführt wurde, im wesentlichen nur eine Folge der mißhat der Bundesrat Vorschriften erlassen über die Einrichtung und den Die Kosten der Beerdigung tragen die Gemeinde und der Staat wurde anerkannt, daß unter diesen Umständen an eine erfolgreiche Betrieb gewerblicher Anlagen, in denen Thomasschladen gemahlen oder zu gleichen Teilen, wobei die Zeichenschan, die Bekanntmachung Lohnbewegung gegenwärtig nicht zu denken ist und aufgefordert, Thomasschladenmehl gelagert wird. im heutigen Reichs- Anzeiger" veröffentlicht. Dieselben drehen der Die Vorschriften werden der Bestattung, die Lieferung des Sarges und die Einfargung recht rege für die Stärkung der Organisation und für zahlreichere fich zumeist Leiche, deren Verbringung die Verhütung gefährlicher Friedhof, das Beteiligung an den Sammlungen zum Streiffonds Sorge zu tragen, Staubent widelung operieren dabei Glodengeläute, das Ceffnen und Zudecken des Grabes und die Be- um dann vielleicht die voraussichtlich gute Geschäftstonjunktur im Herbst aber sehr bicl mit lichft". Es wird die Einrichtung abgesonderter Ankleide und 1. Januar 1900 in Kraft. Die Kosten der unentgeltlichen Beerdigung tragen, mit der Jnnung in Verhandlung zu treten, um zu erfahren, thun zeichnung des Grabes inbegriffen sind. Das Gesetz tritt mit dem benügen zu können. Ein Antrag, den Vertrauensmann zu beaufSpeiseräume vorgeschrieben, die im Winter erwärmt werden müssen. per Jahr werden für den Stanton Thurgau auf 60 000-70 000 Fr. wie sich dieselbe stellt, wenn die Arbeiter den Innungs- Tarif, bezw. Auch Waſcheinrichtungen und warme Bäder werden vorgeschrieben. Die geschägt, der Staatsbeitrag also auf 30 000-35 000 Fr. Die An- mit 10 Proz. Erhöhung, anerkennen und welche Maßnahmen fie Beschäftigung von Frauen und jugendlichen Arbeitern in den Räumen, regung zu dem nenen socialpolitischen Gesetze ging von den thur- denjenigen Meistern gegenüber zu treffen gedenkt, die diesen Minimalin die Thomasschlacke oder Thomasmehl eingebracht wird, wird gauischen Grüitlivereinen aus. Neben Zürich und Glarus ist mum tarif nicht bezahlen, wurde fast einstimmig abgelehnt. Hingegen auf 10 Stunden festgesetzt. Es dürfen nur solche Arbeiter beschäftigt lichen Beerdigung. verboten. Die tägliche Arbeitszeit wird, ausschließlich der Bausen, der Thurgau der dritte Kanton mit der Einrichtung der unentgelt wurde eine Resolution angenommen, in der sich die Versammelten werden, die nicht als Gewohnheitstrinker bekannt sind und für welche verpflichten, in wirksamer Weise für die Stärkung der Organisation ärztlich bescheinigt wird, daß sie nicht an Krankheiten der Atmungs- Polizeilicher Arbeiterschuh in Rußland. Die beabsichtigten einzutreten, um mit Hilfe derselben eine Aufbesserung der schlechten organe leiden. Die Vorschriften treten am 1. Juli d. J. in Kraft. hygienischen und sanitären Reformen werden, wie man uns aus wirtschaftlichen Verhältnisse zu erringen. Außerdem wurde der Ber Ein Notschrei eines oberschlesischen Landarbeiters aus der zunächst um auffällig sorgfältig präcisierte Vorschriften für Wohn- fertigzustellen, das auf allen Bauten verbreitet werden soll. Zum Petersburg mitteilt, zum Teil bereits verwirklicht. Es handelt sich trauensmann beauftragt, ein geeignetes Flugblatt zur Agitation Beteiligung an der 1. Mai- Versammlung um Die auf den der Er verdient es, weiteren Streisen bekannt zu werden. Nach der famojen Interpellation des Landtags- Abgeordneten Szmula sollen die tennen. Letztere verrät sich namentlich vorwiegend politische Tendenz ist in ihnen nicht zu ver- plaidiert. oberschlesischen Gutsbefizer an furchtbarem Arbeitermangel leiben. Es in der Auferlegung Eine öffentliche Droschfenkutscher- Versammlung tagte am fann mit diesem Arbeitermangel so schlimm nicht sein; sonst wäre es fast ausschließlich auf der Sorge für die Gesundheitsverhältnisse der Arbeiter Donnerstag in den Arminhallen. Genofie Ro b. Schmidt hielt nicht möglich, daß die Gutsherren ihre Arbeiter immer noch so be- fast ausschließlich auf die Polizei und an diese er einen beifällig aufgenommenen Vortrag, in welchem er die kulturelle Handeln, wie unser Landproletarier schreibt. Er schreibt nämlich: gangenen Verordnung, von jedem neuen größeren Arbeiterzuzug aus Bedeutung der Arbeiterbewegung erörterte und die Bestrebungen der " Ich wende mich an Sie wegen der vorjährigen Wahl. der Provinz den Bolizeichef fofort telegraphisch zu benachrichtigen. Gegner, das Koalitionsrecht zu beschränken, als fulturfeindlich kenn Dienstboten mußten wählen nach Belieben der Herrschaften; wenn Der Zufluß nach den Großstädten gestaltet sich nämlich immer leb- zeichnete. Hierauf berichtete Hermann Schulz über den Verlauf so worden, daß in 500 Wintelräumen vieler Mietstasernen über sich eine Debatte, in der se amp für die Central- und Uthe ß für fie frei wählen, fo find sie die größten Feinde der Herrschaften. hafter und neulich ist in Petersburg von der Polizei festgestellt des Kongresses der Handelshilfsarbeiter in Leipzig. Daran schloß Dafür, daß ich gewählt habe, muß ich sehr viel leiden. Ferner 10 000 neuzugezogene Arbeiter Wohnung genommen hatten. Die die Lokalorganisation eintraten. Nachdem Hermann Schulz lichen Dienstboten und Arbeiter erhöht werde. 72 M. jährlich, das ist dürfen nicht mehr, wie bis jest in den meisten Fällen, mit Papier jeder Stollege, dem es ohne Schädigung seines Arbeitsverhältniſſes crsuche ich Sie, dahin zu wirken, daß doch der Lohn der herrschaft Vorschriften enthalten u. a. folgende Bestimmungen: 1. Die Wände über die Maifeier referiert hatte, beschloß die Versammlung, daß doch zu wenig; wenn wir doch wenigstens 120 M. bekämen! Das Deputat, beklebt, sondern müssen das ber Arbeiter bekommt, reicht nur auf ſechs Wochen, zumal wenn obligatorisch; die Dielen müssen gut erhalten sein. 2: Die Räume marken zu 25 Pf. durch die Hofvertrauensleute vertrieben werden getüncht werden; Luftfenster sind möglich ist, den 1. Mai durch Arbeitsruhe feiern soll, und daß Mais der Arbeiter fünf oder sechs Kinder hat. Es beträgt 2 Centner dürfen nur eine entsprechende Zahl von Bewohnern beherbergen, mit sollen. Für die streifenden Weber in Reichenbach wurden 50 M. 55 Bfund Korn, 1 Centner 39 Pfund Gerſte, 36 Pfind Weizen, der Bestimmung, daß auf den Mann mindestens 11/2 Stubikmeter( 1) bewilligt. Hierauf entstand eine Debatte über die Handhabung 71/2 Centner Kartoffeln oder eine Meze Kartoffelland auf 3 Monate, entfallen sollen. 3. Die Höfe müssen in sauberem Zustande erhalten der Polizeiverordnung vom 15. d. M., betreffend das Verbot, ges 2,50 M. Milch- und Buttergeld, 30 Pfund Staubkohlen und zwei werden; die Schutt- und Abfallgruben dürfen erst nach voraus- wisie Straßen mit leeren Droschken zu befahren. Die Redner führten Gebund Kieferruten als Breimmaterial pro Woche; da müßten die Dienstboten im Winter mit Frau und Kind erfrieren. gegangener Desinfektion geleert werden, ebenso die Aborte. 4. Den unter Hinweis auf zahlreiche Einzelfälle aus, daß die Polizeibeamten, Das ist der ganze Gehalt eines Knechtes.*) Dafür muß er Arbeitern soll stets frisches und abgekühltes Wasser zur Verfügung welche die Aufsicht auf den Straßen führen, anscheinend noch nicht arbeiten von früh 1/28 Uhr bis abends um 9 Uhr; wie ſtehen. 5. Die Fenster sollen zu bestimmten Zeiten geöffnet werden. vertraut find mit den einzelnen Bestimmungen der Verordnung, daß soll ein Knecht das aushalten. Auch für die Hofarbeiter") muß Berantwortlich sind übrigens nicht die Hauswirte, sondern die Haus- diefe infolgedeffen nicht gleichmäßig gehandhabt werde, wodurch für gesorgt werden. Diese müssen von früh 5 Uhr bis abends tnechte und die Polizei selbst. die beteiligten Rutscher unbegründete Anzeigen und sonstige Unzu6 Uhr fir 70 f. täglich arbeiten. Die Dorfmänner*) ver- Grauenhafte Hungersnot herrscht wieder einmal in Rußland träglichkeiten entständen. Als zweckwidrig und nicht im Jnteresse des dienen täglich 90 Pf. oder 1 Mart, diejenigen, die über eine und zwar im Gouvernement Ufa, im südöstlichen Teil des euro- Verkehrs liegend bezeichneten die Redner die Bestimmung, welche Meile laufen müssen, bekommen 1,20 Mart und müssen päischen Rußlands. Der Professor Schnurlo, der die betroffenen den Kutschern vorschreibt, daß sie, nachdem ein Fahrgast in einer ebenfalls von früh 5 bis abends 8 Uhr arbeiten. Wenn Bezirke bereist hat, berichtet über das schreckliche Elend und die verbotenen Straße abgesetzt ist, diese in der nächsten Querstraße Das Ausfahren nach links müſſe das nicht geändert wird, so haben wir in fünfzig Jahren teine gänzlich ungenügenden Hilfsmaßregeln in der St. Petersburger nach rechts zu verlassen haben: gesunde Rekruten mehr, weil die Frauen zu schwer und zu lange Beitung". So heißt es z. B. über das Dorf Denisso wfa: Die ebenfalls gestattet werden. Die Bersammlung beauftragte ihr arbeiten müssen. alten Männer und Frauen liegen auf dem Ofen, die einen aus Bureau, eine Petition an das Polizeipräsidium zu richten, worin Ferner muß im Reichstage über die galizischen Landarbeiter getränklichkeit, die andern, weil sie Wärme suchen; dort sind auch die dasselbe um Abstellung der bei der Handhabung der neuen Ver sprochen werden. Diese werden uns vorgezogen und haben mehr Kinder. Sie haben nichts, worin sie ausgehen könnten, und auf dem ordnung hervorgetretenen Unzuträglichkeiten ersucht wird. Recht im Lande wie wir. Sie nehmen uns die Arbeit weg. zur Ofen ist es immerhin wärmer, wie relativ diese Wärme" im jetzigen Mobilmachung aber werden sie nicht eingezogen und brauchen dem Winter in den Dörfern von Menjelinst auch sein mag. Trostlos deutschen Vaterlande nicht zu Hilfe zu kommen. Ein galizischer wiegt die Mutter ein Brustkind in den Schlaf und mit trüben Arbeiter verdient täglich bis 2,20 m., ein galizisches Mädchen bis Augen wendet sich dieses von der trocknen Brust. Es schreit bereits Die Versammlung protestiert ganz entschieden gegen die Miß1,50 2. Wenn doch unsere Hofleute wenigstens 1,50 m.( der nicht mehr, sondern stöhnt nur ohne Unterlag. Mann) und 1 M.( die Frau) täglich verdienten; da würde die Not nicht so groß sein. Im Reichstage müßte festgesetzt werden, daß jeder, der nicht die gesetzlichen Löhne zahlt, mit Geldbuße oder haft bestraft wird, daß die Lohnbücher kontrolliert werden und daß die Herren von Lande den Herren von der Regierung nicht die Augen zuschmieren dürfen. Der Gedanke aller konzentriert sich auf eines: wann werden wir essen und werden wir es überhaupt? Dem Haupt einer solchen unglücklichen Familie wenn es nicht in die Nachbardörfer gegangen ist, um„ Stückchen zu sammeln" bleibt nur eines übrig an seine Hilflosigkeit und Ohnmacht zu denken. Ueber eine ehedem wohlhabende Familie von sieben Köpfen wird berichtet: 40 Die Kutscher, Schaffner und Controleure des Speditions. Vereins nahmen in einer gut besuchten. Versammlung folgende Resolution an: stände, welche in diesem Betriebe vorherrschend sind, und verlangt unter allen Umständen: 1. Verkürzung der Arbeitszeit, Abschaffung der Strafgelder, Erhöhung der Gehälter usw. Um diefes friedlich erreichen zu können, wählt die Versammlung eine Kommission, und zwar das Bureau der heutigen Versammlung, welche bei der betreffenden Verwaltung vorstellig wird und mit dieser in betreff der angeführten Forderungen in Unterhandlung zu treten hat, um dann in der nächsten, am Donnerstag, den 4. Mai, stattfindenden Versammlung Bericht zu erstatten. Die oberschlesischen Herrschaften fagen oft, daß die Leute nicht Ein Kind von anderthalb Jahren schreit langsam, mit Unter arbeiten wollen. Sie wollen allerdings nicht, wenn der Accordlohn brechungen und mit schwacher Stimme, min seinem Hungergefühl AusEine Versammlung der in der Filzschuhindustrie be. so gestellt wird, daß nichts verdient werden tann; sie laufen fort und druck zu geben; es sangt an einer trocknen Brotrinde und trinkt von Zeit suchen sich anderweitige Arbeit. In Fürstl. Kuchelna zahlt man 70 Bf. zu Zeit einen Schlud faltes Wasser. Jene Brotrinde ist die einzige fchäftigten Personen tagte am 24. April im Schüßenhause. Die täglich den Weibern und in Poln. Krawarn zahlt man den Weibern im ganzen Hause! Schon zwei Tage hatte die Familie nichts ge- Versammlung hörte zunächst einen Vortrag des Genossen Jahn gar nur 55-60 Pf. und den Männern 75-80 Pf. täglich. In den geffen, zwei Tage lang hatte sie nur diese trockene Rinde, die über die Lebenshaltung der Menschen. Hierauf wurde in eine Er Wintermonaten bekommen die Frauen in Poln.- Strawarn 35-40 f. traurige Parodie auf ein Brot. Weder Thee, noch Cichorie oder örterung der gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse ein täglich, die Männer 50-60 f. Es wäre sehr gut, wenn das im Johannisbeerblätter, nichts, gar nichts.... Wir haben schon zwei getreten. Herrmann glaubt die Ursache der eingerissenen MißReichstage einmal vorgetragen würde. Bud im voraus gegessen mehr giebt man nicht, und jetzt sterben stände darin zu erblicken, daß in der Filzschuhbranche die Haus wir Hungers." industrie immer mehr Platz gegriffen habe. Die Zwider, welche Standesordnung für Aerzte im Königreich Sachsen. Das Mehr wie zwei Bud( zusammen 65 Pfund) giebt es nicht von früher neben den Einleistern den Stammt der Organisation gebildet fächſiſche Ministerium des Innern hat die für Aerzte in Sachfen der Regierung. Das ist bezeichnend für die ruiftichen Kultur- haben, sind zum großen Teil von weiblichen Arbeitskräften ver gültige Standesordnung veröffentlicht. Nach ihr ist jeder Arzt ver pflichtet, durch gewiffenhafte Ausübung des Berufs und durch sein zustände. Für militärische Rüstungen und neue Kriegsschiffe ist drängt worden, welche billiger arbeiten, jedoch schwer zur TeilSer Würde des Standes nicht entsprechend, ist Reklame in jeder mitteln mangelt. ganzes Verhalten Ehre und Ansehen des Standes zu wahren. Als auch in Rußland Geld vorhanden. Die Bevölkerung der Hunger- nahme an der Organisation zu bewegen sind. Redner glaubt, distrikte aber muß zu Grunde geben, weil es an Unterstützungs- daß die schlimmen Auswüchse nur dann zu beseitigen wären, wenn Form untersagt. Der Kauf und Verkauf der Pragis ist nicht statthaft, ebenso nicht die mißbräuchliche Bezeichnung als Specialist" und die briefliche Behandlung von Kranten. Die Uebernahme eines Kranten aus der Behandlung eines anderen Arztes ist nur Versammlungen. unter den Hausindustriellen sowohl wie unter den weiblichen Arbeitern eine andauernde planmäßige Agitation betrieben werde. Ferner sei es angebracht, daß innerhalb der Organisation den Kollegen der Filzschuhbranche mehr wie bisher Gelegenheit geboten werde, ihre besonderen Berufsinteressen berücksichtigen zu fönnen. Die nächsten Redner Lange, Krause und Schröder glauben Die Mißstände noch in anderen Ursachen suchen zu müssen. Es wird sodann beschlossen, die Diskussion abzubrechen und in einer demnächst einzuberufenden Versammlung fortzusetzen. dann zulässig, wenn der letztere rechtzeitig davon benachrichtigt In der Generalversammlung des Wahlvereins für den wurde. Die Buziehung eines zweiten Arztes darf von dem be- zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis, die am 25. d. M. handelnden Arzt nicht abgelehnt, die Wahl jedoch nur in Ueberein- stattfand, erstattete der erste Vorsitzende Kuschte einen furzen Gestimmung mit ihm erfolgen. In dringenden Fällen darf ein Arzt schäftsbericht über das abgelaufene Halbjahr und beklagte, daß die dem anderen die erbetene Assistenz nicht verweigern. Einen Standes Versammlungen leider meist wenig besucht waren. Hierauf erteilte Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 25. April seine genossen durch das Anbieten billigerer oder unentgeltlicher Hilfe der erste Kassierer Karl Schüler den Kassenbericht und teilte mit, oder durch unlautere Mittel zu verdrängen, ist unzulässig, ebenso daß die Zahl der Mitglieder sich in den letzten sechs Monaten um ordentliche Generalversammlung ab. Die Versammlung beschloß, in ober eines 200 nätete Beit, einen nach der die Behandlungsweise eines Arztes Laien gegenüber rüdfichtslos 209 vermehrt habe. Auf Antrag der Revisoren wurde einstimmig nächster Zeit einen Ausflug nach der Treptower Sternwarte zu oder leichtfertig zu beurteilen. Anderen irgendwelche Vorteile an- Decharge erteilt und auf Antrag u beschlossen, dem Genossen unternehmen; die näheren Bestimmungen wurden dem Vorstand zubieten, um sich Praxis zu verschaffen, ist unstatthaft. Es stehtischer 400 M. zwecks Agitation zu überweisen. Bei der nu er überlassen. Hierauf gab der erste Bevollmächtigte den Geschäfte bem Arzte frei, unbemittelten Kranken das Honorar ganz oder teil- folgenden Vorstandswahl wurden gewählt: 1. Vorsitzender: Kuschke, bericht vom 1. Quartal 1899. Aus diesem geht hervor, daß die weise zu erlassen; der Stellung des Arztes nicht würdig ist es jedoch, 2. Vorsitzender: Krößner, 1. Schriftführer: Ward wald, Mitgliederzahl nach der durchgeführten Reorganisation der Ber zahlungsfähigen Personen abgesehen von Standesgenossen, Ver- 2. Schriftführer: Völlmer, 1. Staffierer: Hinge, 2. Staffierer: waltung bis Schluß des Quartals um 115 gestiegen ist. Die wandten und nahen Freunden das Honorar zu erlassen oder Wilhelm Schüler, Beisiger: 2antow, Revisoren: Sa ß. Agitation beschränkte fich hauptsächlich auf die Arbeiter in den unter die Mindestfäße herabzugehen, um sich anderweit Vorteile zu Bitte und Karl Schfiler. Beim letzten Punkt der Tages Schuhwarenfabriken und wurden 28 Konferenzen, welche zusammen verschaffen. Verträge mit öffentlichen oder privaten Körperschaften ordnung, Vereinsangelegenheiten, forderte Schwahn den neuvon 446 Personen besucht waren, abgehalten. Durch den am find dem ärztlichen Bezirksverein vor ihrem Abschluß zur Be- gewählten Vorstand auf, den an ihn herantretenden Wünschen der 1. Februar gegründeten Arbeitsnachweis find von 59 an ftätigung vorzulegen, soweit die Honorierung dabei in Betracht Mitglieder behufs Verbesserung der Organisation nach Möglichkeit gemeldeten Stellen 22 besetzt worden. Die in der turzen der Hoffnung, daß tommt. Ueber die Wirkung sogenannter Geheimmittel Beugnisse Rechnung zu tragen. Redner wünschte möglichst bald eine Berjamm- Beit erzielten Erfolge berechtigen zu auszustellen oder mit Nichtärzten zusammen Krante zu behandeln, lung zur Besprechung der Organisationsfrage einzuberufen. Hierauf die Organisation der Schuhmacher baldigst die ihr gebührende Stelle ist gleichfalls verboten. wurde die Sigung geschlossen. einnehmen dürfte. Die Einnahmen für den Lokalfonds beliefen sich Die Töpfer hielten am Mittwoch eine gut besuchte öffentliche winter lange angehaltene Arbeitslosigkeit hat auf die Beitragsauf 1077,12 m., die Ausgaben auf 1049,01 M. Die in diesem ") Knechte sind die aufs Jahr gemieteten Männer, zu deren Bersammlung bei Scholz, Gr. Frankfurterstraße, ab, in der zunächst zahlung ungünstig eingewirkt. In der Diskussion waren sich alle Fesonderer Obliegenheit die Besorgung der Gespannarbeit mit den der Vertrauensmann Bericht erstattete. Danach betrugen die Ein- tedner darüber einig, daß die jetzige provisorische Einrichtung des Pferden gehört; sie wohnen meist auf dem Dominium selbst; die nahmen im letzten halben Jahre inkl. des alten Bestandes von Bureaus und Arbeitsnachweises zu einer dauernden gemacht werden Sofleute sind ebenfalls meist auf ein Jahr gemietet, sie ver- 2132,45 m. insgesamt 2481,30 M., die Ausgaben( darumter 1000 W. miffe, und wurde einstimmig beschlossen, den ersten Bevollmächtigten richten meist nur Handarbeit, die Männer auch Gespannarbeit mit für die Krefelder Weber) insgesamt 1269,79 W., so daß ein Be- bis auf weiteres fest zu besolden. Ochsen; die Dorfleute sind völlig freie Arbeiter, die mur in ar stand von 1211,51 m. verbleibt. Die Abrechnung wurde von den beitsreichen Zeiten im Wochenlohn gehalten werden. Freie Revisoren als richtig bestätigt und auf deren Antrag dem Ver- Die Generalversammlung des Holzarbeiter Verbandes Wohnung haben meist nur die Knechte, hier und da auch die trauensmann Entlastung erteilt. Hierauf berichtete David eingehend( Bahlstelle Berlin) fand am Mittwoch in Kellers Saal statt. Dem Bofleute. über die Verhandlungen und die Beschlüsse des verflossenen Bau- vom Rendanten miete erstatteten Kassenbericht für das 1. Quartal 11 worden. THIS B1 Lindede, Andreasstr. 33. " V F Fichte", Berlin. Rauchllub Dornröschen", " Ift folgendes zu entnehmen: Die Hauptfaffe hatte an Einnahmen Eine starkbesuchte Bandeputierten- Versammlung der Savana II", Nowawes- Neuendorf, Simon, Briefterstraße. Glud Auf", Ruba",?? Pönig, Brandenburgs 20 991,70 M., an Ausgaben 24 273,20 m.( darunter 6770,25 m. Streit Maurer( zentraler Richtung) tagte am 27. April. 8ur Maifeier Rüdersdorf- Rallberge, Grebe, Seinisstr. 19.54. Pappel, Dahmte, Buchholzerstr. 5.- Arbeiterfreunde", Dietrich, unterstützungen). Es bleibt eibt ein Guthaben der Lofallaffe von begründete Sulze nochmals bie Notwendigkeit der allgemeinen Rathenoweyfir. 43. Dabana 1", Rizbork, Philipp, Juliusstr. 59.-" Blauer 3281,50 M. Bet der Lolallasse betrugen die Einnahmen Arbeitsruhe. Die Bersammelten bekundeten auch hier wieder, daß Dampf", Dohe, Müllerstraße. 49 454,75 m., die Ausgaben 6961,19 M., der Bestand für das Bestreben des hiesigen Arbeitgeber- Bundes, sogenannte Arbeits- Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turnb. 3. Männer- Abt. das nächste Quartal 42 493,56 M. Die Unterstüßungstaffe willige durch Einzeichnen in ihre ausgelegten Listen heranzuziehen, abbs. 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. 8. Männer Abt. Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings Abt. batte an Einnahmen 891,20 m., an Ausgaben 476,60 M. Dem mugloses Beginnen ist. Die Situationsberichte der Baudeputierten Boechstr. 17/20 4. Lehrlings Abt. Stephanstr. 3. 5. Lehrl.- Abt. Rendanten wurde auf Antrag der Revisoren Decharge erteilt. Hier ergaben, daß die Arbeiter der meisten Bauten geschloffen für eine Staligerstr. 55-56. " Freie Turnerschaft Johannisthal" abds. 9-10 Uhr Senftauf erstattete der Borsigende Glode den Bericht des Vorstandes: allgemeine Arbeitsruhe im Gewerbe eintreten. Nach Erledigung Ackerſtr. 67. Im abgelaufenen Quartal fanden 2 Generalversammlungen, 3 Ber- einiger gewerkschaftlicher Angelegenheiten wurde die Versammlung leben. Turnerschaft b. V.„ Nereus", Lehrlings Abt. 8-10 Uhr abds. Reichenbergerstr. 131-132. Arb.- Turno." in Adlershof, Schmauser, Bistrauensmännerversammlungen und 18 Vorstandsfizungen statt. Während geschlossen. mardite. 16 82-102 Uhr abends. des Quartals find 10 aus dem Arbeitsverhältnis entstandene Prozesse von Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend: Theaterv. Rigdorf. Am 19. b. M. hielt die hiesige Zahlstelle des deutschen Theaterb. Normania" jeden letzten Mitgliedern beim Amtsgericht anhängig gemacht worden. Nachdem die Holzarbeiter- Verbandes eine Generalversammlung ab. Zunächst be- Bohemia", Schulz, Veteranenftr. 18. Sonnabend im Monat, Leichnis, Fruchtstr. 36a. Bezirksleiter Mitteilungen über die in ihren Bezirken abgehaltenen richtete der Kassierer über die Einnahmen und Ausgaben im ver- and II", jeben Sonnabend nach dem 1. im Monat, Lehmann, Lübbenerftr. 9. Bergnügungsv.„ Helgo: Versammlungen gemacht hatten, berichtete Maaß: Die Werkstatt floffenen Quartal, sowie über die Mitgliederzahl, die gegenwärtig Statflub Fortuna", Krakat, Huttenstr. 1. Kontrollkommission hat 88 geschäftliche Sigungen und 189 Werkstatt 297 beträgt. Des weiteren wurde Stellung genommen zur Zwangs- Krüger, Fennstr. 3.- Theaterv.„ Nordſtern", Schulz, Dunderſir. 90. Versammlungen abgehalten, welche sich mit der Vorbereitung von Turno. Often", Turnhalle zu stellenden Forderungen, Regelung des Arbeitsverhältnisses, sowie immung. Die Versammlung war im allgemeinen der Ansicht, die Theaterv. Alpenrose", Badstr. 35-36. Bereinigung der Turnfreunde", Wahlen zu den Gesellen- Ausschüssen und die weiteren Schritte hierfür 8-10 Uhr abds. Demminerft. 56-57. Bitherflub Erita", Agitation für den Verband befaßten. Seitens der Branchentommiſſion einer öffentlichen Versammlung zu überlassen. Es folgte dann der Blumenstr. 63, 8-10 Uhr abb8. märt Theaterv. Othello 1", find die Arbeiter von 131 Werkstätten zu Sigungen eingeladen Bericht der Werkstatt Kontrollkommission, der mit Zufriedenheit Müller, Heffische und Hannoverscheſtr.- Gde Stattlub Hurrah", Schneider, Lübbenerstr. 23. Nowad, Manteuffelstr. 9. Von den daselbst beschäftigten 1566 Kollegen sind Theaterv.„ Thalia", jeden Sonnabend nach dem 1. u. 15. im Monat, aber nur 554 erschienen. Die Bibliothek ist verhältnismäßig entgegengenommen wurde. Besonders unterzog der Obmann der Regelflub Kalte Neune", Holzmarliftr. 72. wenig benugt worden, 324 Witglieder haben 460 Bände ommiſſion die vielfach übliche Sonntagsarbeit einer herben Kritik. Schau: gelejen. Im Arbeitsnachweis haben sich 1551 Arbeitsuchende ein- Hierbei wurde der Kommission anheimgegeben, energisch vorzugehen. Theater Gesellschaft„ Einigkeit", Bingemann, Rheinsbergerstr. 53. Bitherklub„ Edelweiß", Rosenthalerzeichnen lassen. Bon 748 Unternehmern sind 826 Adressen ein- Am Schluß der Versammlung wurde beschlossen, die Feier des spielflub„ Goethe"," Koppenſtr. Kád- Renn- Klub„ Alemania", Borney, Bomborferstr. 20. gegangen, von denen 602 vermittelt wurden.- Ein Antrag der 1. Mai in üblicher Weise zu begehen und die Arbeit möglichst ruhen iraße 11/12. Bergnügungsv. Frisch- Auf", Köpniderstr. 39a. Ortsverwaltung, das Gehalt der Verbandsangestellten, welches bisher zu lassen. Bildungsverein Mehr Licht," Bibliothekstunde 9-10 Uhr abbs., 135 M. pro Monat betrug, zu erhöhen, wurde nach langer Debatte Im socialdemokratischen Wahlverein wurde Gärtner, Wolfenstr. 12. Friedrichsfelde. Böhmisch- slavischer Bildungsv." Hawlischek", Restaur. Zuz neuen burch Zeitelabstimmung mit geringer Mehrheit angenommen. Das am 20. April den Mitgliedern der Vorstands- und Staffenbericht Gehalt wurde auf 150 M. festgesetzt. Als Arbeitsvermittler wurde unterbreitet. Die Einnahmen betrugen im ersten Quartal mit einem Post, Beuthstr. 21. Bei der Denticher socialdemokratischer Leseklub in Paris. Café Le Ma as gleichfalls durch Stimmzettel mit großer Mehrheit wieder- vorhandenen Bestand 70,32 M., die Ausgaben 26,40 m. gewählt. Einige Anträge auf Ausschluß von Mitgliedern wurden hierauf vollzogenen Neuwahl des Vorstandes wurden gewählt: Brocope, Rue de l'Ancienne- Comédie 13. Jeden Sonnabend öffentliche VerWerner und Pinseler zu Vorsitzenden, Wedemeyer und fammlung; reiche Bibliother, Beitungen, französischer Unterricht. London. Der einzige hiesige socialdemofr. Berein Londons, der alte, Der Verband der Ban, Erd- mud gewerblichen Hilfe. Kaut zu Schriftführern, Dehnicke und Schulz zu Kassierern, von Karl Marx und Friebrich Engels 1846 mitbegründete Kommunistische arbeiter( Bahlstelle IV) hielt am 24. April seine Mitgliederversamma Bredereck und Gröben zu Beifizern, Jadusch und G. Schulz Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, lung ab. Nachdem der Kassierer Wengte den Kaffenbericht, welcher Revisorcu. Brud zum Spediteur, S. Schulz und Sad zu Tottenham Court Rd., W. London. Alle Anfragen in gewerkschaftlichen und Bibliothekaren. parteigenössischen Angelegenheiten sind an vorstehende Adresse unter Bezeichfür richtig befunden, erstattet, machte der Vorsitzende Wegner auf Bereiuslokal die Resolution und die gestellten Forderungen der Bauarbeiter auf- Schöneberg. Am 20. April fand hier eine Versammlung des nung: An den 1. Sefretär" zu Händen des Vereinsvorstandes", zu richten. Verein Vorwärts, Johannisburg( Transvaal). merksam. Mit Entrüftung nahm die Versammlung den Bericht von Bereins zur Genossenschaftsgründung statt, welcher Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. den Verhandlungen, welche die Kommission mit der Lohnkommission Herr Rechtsanwalt Steinineider einen mit Beifall auf- Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 30. April, vormittags 9 Uhr, der Puzer gehabt hat, entgegen. Die Versammlung protestierte ganz genommenen Vortrag hielt. Sodann gab der Kassierer Meiling im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: Bersammenergisch dagegen, daß die Kommission der Puter ihren Hilfs- den Kassenbericht, welcher einen Bestand von 152 M. aufivies. Die lung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst Borarbeitern das Recht absprechen will, Forderungen an die Puzzer zu vom Vorstand vorgeschlagene Einteilung des Vereins in örtliche Betrag des Herrn Wilhelm Bölsche: Eiszeit und Urmensch." Gäste willstellen. Es soll abgewartet werden, ob die Puzzer Berlins in einer zirke mit Bahlhelfern, welche die Beiträge zum Geschäftsanteil von tommen. Tischler Verein. Hente abend 81%, Uhr, Melchiorstraße 15: Ber: öffentlichen Versammlung zu der Resolution und den Forderungen den Mitgliedern einzufammeln haben, sowie die Ausgabe von AufStellung nehmen; eventuell soll die Sache der Gewerkschaftskommission nahmescheinen, um es den einzelnen Mitgliedern zu ermöglichen, fammlung. Vortrag. Damen haben Zutritt. An Stelle des erkrankten Kassierers versieht Herr Kretschmar, Fruchtstr. 41, die Kassengeschäfte. unterbreitet werden. Zum Schluß wurde auf die Maifeier Neuaufnahmen vorzunehmen, wurde einstimmig angenommen. sd of aufmerksam gemacht. Die Klempner hatten am Mittwoch eine Versammlung ein berufen, um über die Bedingungen für eine fünftige Lohnbewegung zu beraten. Scheffler referierte über Die gegenwärtige Lage in der Metallindustrie und wie ist es möglich, den Minimallohn auf 50 f. pro Stunde zu erhöhen?" Redner bedauert, daß der Besuch der Versammlung leider nicht der Zahl der in Berlin beschäftigten Klempner entspreche. Wenn irgend welche günstigen Zeitverhältnisse Köpenick. Die Handelss, Transport- und Verkehrs- Arbeiter für eine Lohnbewegung in der Metallindustrie vorhanden sind, dann hielten am 23. April im„ Kaiserhof" eine große Versammlung ab, jet. Denn, wie nicht nur aus allen Handelsberichten, Börsen in der Hoffmann über die Zwede und Ziele der gewerkschaft nachrichten, Abrechnungen der Aktiengesellschaften ze hervor lichen Organisation sprach. 2c. Dem beifällig aufgenommenen Bor gche ist seit Jahren in der gesamten Eisen- und Metall- trage folgte eine furze Disfuffion, in der die Verhältniffe im Köpeinduſtrie fein so reger Geschäftsgang zu verzeichnen gewesen. nider Transportgewerbe und speciell das Trinkgeldunwesen geSheffler, Benning, Schröder, winter, Kaiser, Sabeball gewählt. Im Berlauf der Besprechung, an der sich abwechselnd Nather, schildert wurde. Zum Vertrauensmann wurde alsdann start Diefener, Ostrowsky und Bausch beteiligten, wurden die angenommen. Reinickendorf. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein Zukunft" beschloß am 22. April nach längerer Debatte, den Verein in einen focialdemokratischen Wahlverein für Reinidendorf und Umgegend umzuwandeln. Der Kaffenbericht vom letzten Quartal weist mit einem vorhandenen Bestand eine Einnahme von 47,15 M. und eine Ausgabe von 22,65 M. auf. Am 1. Mai findet die Versammlung in Böttchers Lokal statt. Vermischtes, bist died Bom Rassenkrieg in den Vereinigten Staaten. Ans Newman ( Georgia) wird gemeldet, daß die Leiche eines sechzigjährigen Reger prebigers, Lige Stridland, der, wie der lebendig verbrannte Neger vor seiner Hinrichtung gestand, ihn mit zwölf Dollars beſtochen hatte, deu Farmer Cranford zu ermorden, am Aste eines Baumes, eine Meile von Palmetto entfernt, hängend vorgefunden wurde. Die Ohren und Finger waren ihm abgeschnitten worden und auf der Brust stedte ein Bettel mit den Worten:„ Wir müssen unsere südlichen Frauen schützen". Der Volkshaufen, der Strickland Thuchte, fing einen Neger namens Albert Sewel auf, der erklärt hatte, daß der Tod eines jeden Regers gerächt werden solle, und lynchten ihn ebenfalls. Das Bolt macht Jagd auf Neger und man fürchtet, daß weiter gelbucht werden dürfte. Spielern, zwar ganz Verhältnisse in eine Anzahl Werkstätten und Betriebe, insbesondere Charlottenburg. Die hiesige Gewerkschaftskommission beschloß mehrerer Lampenfabriken geschildert. Im allgemeinen wurde eine in ihrer am 25. d. M. abgehaltenen Sizung, daß die in den Vor. Die Heilung menschlicher Leidenschaften. Dr. Gallavardin, fünftige Lohubewegung für die Klempner als notwendig erachtet, mittags- Versammlungen am 1. Mai verausgabten Maifeier- Kontroll- ein homöopatischer Arzt zu Lyon, teilt durch die Blätter eine von woffir in nächster Beit eine lebhaftere Agitation in Wert marken an die Teilnehmer gratis verabfolgt werden. Die beiden ihm gemachte Entdeckung mit, die voraussichtlich eine große Ums stätten und Versammlungen entfaltet werden müsse. In diesem Versammlungen finden in Bismarckshöhe und der Gambrinus wälzung in der menschlichen Gesellschaft hervorrufen wird. Dant Sinne gelangte eine Resolution zu Annahme, des Jubalts, daß Brauerei" statt. Einen allgemeinen Unwillen rief die Bekanntgabe der Homöopathie hat Dr. Gallavardin mit glänzenden und an die Forderung für Erhöhung des sogenannten Minimallohns von 45 hervor, daß die hiesigen Lokalorganisierten am Nachmittage des dauernden Erfolgen die Heilung der menschlichen Leidenschaften auf 50 Pf. pro Stunde, bei neunstündiger Arbeitszeit, als notwendig 1. Mai im estender Stlubhaus eine eigene Bersammlung abhalten unternommen. So wären wir also glücklich bei der Therapeutit der wollen. Eodann wurde beschlossen, am 18. Juni im Westender verbrecherisch veranlagten Menschen angelangt! Im Jahre 1896 erachtet und es jedem Klempner zur Pflicht gemacht wird, für diese stubhaus" ein allgemeines Gewerkschaftsfest abzuhalten. Nicht an und in dem blühenden Alter von 71 Jahren fam Dr. Gallavardin Forderung überall zu agitieren. auf den Gedanken, eine Sprechstunde für die Heilung der menschlichen Schröder und Diefener erstatteten hierauf in furgen wesend waren die Vertreter der Tapezierer und Porzellanarbeiter. Worten Bericht über den Bauarbeiter Kongreß, indem fic Weißenfee. In einer gut besuchten Gewerkschaftsversammlung, Leidenschaften zu eröffnen. Jeden Dienstag erteilt er Liftlingen, zugleich alle Stempner aufforderten, für alle auf dem Kongreß gefaßten die am 25. April tagte, referierte Albert Massini über die Be Eifersüchtigen, Neidischen, Lignern, Kleptomanen, Beschlüsse einzutreten, namentlich in Bezug auf Beseitigung der Accord- bentung der Gewerkschaften im Stampf ums Dasein. In der Dis- Jähzornigen und anderen würdigen Exemplaren der Gattung arbeit und der Beschäftigung von Frauen auf Hochbauten ze., Be fuffion, die sich an den beifällig aufgenommenen Vortrag anschloß. homo sapiens" Stat und sichere Silfe, feitigung des Submissionswesens usw. Von Panjch und Schröder wurde von mehreren Rednern über die geringe Unterstügung der umsonst. Manchmal", so sagt er selbst, habe ich dreißig oder wird noch darauf hingewiesen, daß alle diejenigen, welche am 1. Mai Gewerkschaften geklagt und zum regen Anschluß an die Organisation vierzig Patienten, und in den meisten Fällen ist die Heilung eine nicht feiern, eine Diarte à 50 Pf., wie bisher, für den Mai aufgefordert. Eine Resolution, in diesem Sinne gehalten, gelangte vollständige." lub welcher Art ist die Kur? Er macht kein Gefonds zu entnehmen haben. Mit dem Wunsch des Borsigenden, einstimmig zur Annahme. Am 1. Mai findet vormittags im Schloß heimmis daraus: Ein 60 jähriger Ehemann, der während einer Es wurde dreißigjährigen Ehe eifersüchtig war, ist von mir mittels einer daß die fünftigen Versammlungen bei Beginn der Lohnbewegung Weißenfee" eine Getvertschaftsversammlung ftatt. stärker besucht sein mögen, wurde die Versammlung geschlossen. empfohlen, den 1. Mai als Feiertag zu begehen; nur da, wo es mit Lachesis- Lösung( das Gift der Nautenschlange) furiert worden, Der Berliner Spar- und Banverein( Genossenschaft mit beschweren wirtschaftlichen Nachteilen verknüpft ist, sollen die Arbeiter die in den ersten drei Wochen eine Verschlimmerung hervor brachte, dann aber ihn vollständig heilte, so daß er bis zu fchränkter Haftpflicht) vies nach dem Geschäftsbericht, der in der am Abend an der Demonstration teilnehmen. feinem Tode von der Eifersucht verschont blieb." Diese Heilung ist fepten Generalversammlung gegeben wurde, 1125 Mitglieder auf. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Borsigenber allerdings wunderbar; noch wunderbarer aber ist ein Ehemann, der Der Ab. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind nach dreißigjähiger the noch eifersüchtig ist. Ebenso intereſſant ift Die Hälfte der Mitgliedschaft gehört dem Arbeiterstande an. an Friedrich Kortum, Lousigerstraße 33. Tonnabend, Verein befigt zur Zeit drei Ansiedlungen: In Westend, in der zu richten an Friedrich Kortum folgender Fall: Ein anderer Ehemann, der feit 16 Jahren eifer Sidingenstraße und in der Proskauer- Mirbach- Schreinerstraße. Der abends 9-11 Uhr: Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. " Sanges: Scholz, war, Mietsertrag betrug im Geschäftsjahr 1808 über 68 000 W., der Rein- uranha be, denberger art, adeniner,& pandans it 13. – Child der erfien geit hatte er allerdings noch bann und wann einen ein58 Lyrania", Göbel, Affee 156. Naunynstr. 6. Jummergrün", Tegel, Spandauerstr. Glüd An gewinn 8061,60 M. Lorisch, II", Karlstr. 11 Es ist hierzu zu bemerken, daß es nicht in der Aufgabe der Friedrich R. 32d.- and in and II Friedrichsberg, Seinede, fall, aber seitdem ihm eine neue Brechnuß- Dofis verabreicht war, Frisch auf I", Friedrichsberg, Lange, Marten verschwand jede Spur des seelischen Leidens." Geheilt wurden ferner Genossenschaft liegt, hohe Dividenden herauszuarbeiten, sondern daß bergstr. 69. Weiße Nose II", Weißenfee, Sorrer, Straßburgstr. 56. cine 40jährige Frau, die auf den Liebhaber eifersüchtig war, und Sängerluft", Lucken fie in erster Linie bestrebt ist, ihren Mitgliedern gute und in jeder Eintracht I", Teltow, Derk, Zehlendorferstr. 6. ein 34jähriger Mann, der in seine Frau so bernarrt war, daß er Septime", Drathschmidt, Staligerstr. 102. Beziehung preiswerte Wohnungen zu bieten, wobei eine Miets- walde, Schulge, Beeligerstr. 84. Zündholz", Anders, Buttmannstr. 17." Frohsinn", Nummelsburg, jeden Augenblick zärtlich werden wollte. Die Frau brachte ihn zum steigerung ausgeschloffen ist. Die Häuser dürfen nicht veräußert Breives, Goethe- u. Kantstraßen- Ede. Echo II", Markgrafenspieste bei Doktor, der ihn in furzer Zeit wieder vernünftig machte, ob mit werden, sondern bleiben im Eigentum der Genossenschaft. Der Gem. Chor", Luckenwalde, Gerhart, Haag 5. Brechmuß oder mit einem anderen Abführmittel, wird nicht gesagt. Fürstenwalde, Grasnid. Berein hat in der Gegend der Schönhauser Allee ein Grundstück von Arbeiter- Raucherbund Berlind und der Umgegend. Aenderungen 8000 Quadratmeter erworben und besteht die Absicht, in einem im Bereinsfalender sind zu richten an Eugen Rajchle, Nixdorf, MahlowerStraße 1, 4 Tr. füdlichen Vorort eine Ansiedelung zu schaffen. Sonnabend: Angler I", Ruppert, Simmerstr. 59. " Ausschließlich in plombierten Paketen lug sino mit dem Bildnis des Herrn Prälaten Kneipp, niemals lose, kommt der echte Kathreiners Malzkaffee zum Verkauf. 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April, vormittags 10 Uhr, bei Fritz Zubell, Lindenstraße 106: Große Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vorlage der Tariffommission. 2. Verschiedenes. Alle Mann zur Stelle! Die Ortsverwaltung. [ 80/9] Verband der Möbelpolierer. Heute Abend in sämtlichen Zahlstellen Ausgabe und Entgegen nahme der Fragebogen. 146/2 Die Kollegen werden ersucht, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern und vormittags 9½ Uhr in der Orts- Krankenkaſſe berghei Messerschmiede, Schwertfeger und Verfertig. chir. Instrumente zu Berlin. 30136 General- Bersammlung Sonnabend, 6. Mai, abends 81/2 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. Tagesordnung: 1. Bericht der Statuten Revisions: tommission. 2. Beschlußfassung über die Revision des Statuts. Statuten bücher mitzubringen. Die Weltglleber fowie die Arbeitgeber, die zuzahlen, find hiermit eingeladen. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Versammlung bei Keller, Koppenstr. 29, Arbeiter- Radfahrer- Verein zu erscheinen. 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946 70 25020 132 250 98 358( 3000) 512 633 49 53 799 20002 19 165 94 482[ 800] 884 967 27115 32 48 80 240 371 96 586 98 904 43 28052 133[ 500] 229 391 446 531 34 782 93 886 934 37 29175 325 48( 800) 60[ 300] 88 408 11[ 1000] 30 45( 1000] 590 96[ 500) 668 713[ 1000] 8221 30168 238 381 812 31089 98 115 343 441 85 689 32310 14 78 425 52 557 642 832 50 85[ 500] 33066 117 1300] 33 206 447 65 77 552 643 73 761 915[ 500] 18 78 34114 96 281 76 386 491 685 94 788 830 37 73 35151 11000) 229 67 363 500 36 54 55 88[ 8000] 626 761 833 36044 323 451 82 508 640 89 92 773 827 37001 84 150 346 449 538[ 300] 61 69 621 846 38043 59 134 93 204 439 614 15 51[ 3000] 790 909 39169 461 764 852 40015 72[ 500) 118 24 50 204 17 74 99[ 3000] 352 57[ 1000) 446 61 81 527 671 758 77 917 41085( 3000] 337 420 703 988 92 42147 202[ 3000] 862 577 758 43004 89 227[ 500] 48 56 524 84 608 52 717 44221 43 884 412 47 570 883 908 45119 248 51 428 547 718 46002 70 313 712 92 928 40 65 68 852 82 908[ 300] 5 [ 300] 47022 135 219 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Klaffe 200.Kgl. Preuß. Lotterie.( 3000) 115153 224 310 59 705[ 500] 820 116175 200 412 517 Biebung vom 28. April 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 206 88[ 3000] 94 337 38 425[ 300] 714 1142[ 300] 77 268 76 390[ 1000] 463[ 300] 531 38 50 79 774 823: 56 99 939 2209 15 [ 300] 493 541 704 61 82 3146 68 218 39 73 302 437 706 29 69 4101 10 555 86 738 831 44 61 5060 126 57[ 500] 221 31 328 489 696[ 500] 722 937 82 6055 79 257 307 628 771[ 10 000] 88 [ 300] 910 7027 131 272 303 412 573 96[ 5000] 695 831 76 940 65 8208 541 653 72 799 924 49 9174 204 419 49 53 677 85 788 98 820 54 86 915 10321 33 462[ 3000] 573[ 1000] 671 11040 95 99 260 470 553[ 3000] 620 739 916 35 12026 128 217 459 786 911 13111 [ 300] 45 438[ 500] 73 91 539 52 73 628 43 61 739 42[ 1000] 826 14210 376 420 24 58 619 772 74 13240 519 631 94 735 96 92 825 940 70 10148 380 86 415 82 679[ 1000] 875 17160 306 690 730 31 857 18217 90 827 63 19193[ 500] 350 492 941 89 [ 300] 55 76 884 85 733 8 20001 77 84 85 738 813 61 21451 60 94 547[ 10 000] 631 75 726 29 66 808 22138 51 535 827 968 23252 77 439 81 980 24115 282 433 57 694 925 25004 43 50[ 1000] 140 385 [ 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Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin.