Nr. 22S 14. Jahrgang Sonntag, 30. September 1S34 XE NTRAIdORGAN DER DEUTSCHEM SOZIALDEMOKRATISCHEM ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK ElanlRNltTlMr (•InichlitSHdi«HiM»rN0i> ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRÜH. MDAKTION UND VERWALTUNG MAG MI,KKNOVA< WON 53077. ADMINISTRATION TWFON 53076. HERAUSGEBER■ SIEGFRIED TAUB. CHEFREDAKTEURi WILHELM NIESSNER. VERANTWORT! ICHHI REDAKTEURi DR. EMIL STRAUSS, PRAG. Bauernunruhen in Schleswig i®*e östarddüscfte Werunt und das fclhranftucft Von fmife Vandetvefde die aber mit einem Ärztlichen Zeugnis ausweisen müssen. Auf Grund dieses Dekretes können auch Frauen von IS bis 45 Jahre« zum Hilfsdienst berufen werden. Der Hilfsdienst wird bestehen auS dem Schuh von Bahnhöfen und Eisenbahnstreiken, au- Tani- tötS. und technischem Dienste, ans passiver Ber- teidigung gegen Flieger, und Gasangriffe«sw. Neber die Stellung der Hilfsformationen werden die Militärbehörden entscheiden. liMh Traiici In Polen dicnstpfflding Zar Verteidigung des Staates Warschau.(PAT.) Durch ein Dekret des Präsidenten der Republik wird der Hilfsdienstzwang für de« Fall einer Mobilisierung oder auch in FriedenSzeit eingeführt, wenn dies die Berteidigung des Staates erfordert. Hilfsdienstpflichtig sind alle Männer von 17 bis 60 Jahren, sofern sie nicht durch aktiven Militärdienst oder durch den Dienst in der Reserve gebunden sind. Ausgenommen find bloss Geistliche, Abgeordnete, Senatoren und kranke Leute, die sich tismuS, den Polen zu verwirklichen gedenkt, Vorbehalten ist. Auch der sozialistische„P o p u l a i r e" glaubt, daß der polnisch-deutsche Vertrag nunmehr'die GHindachsc der gegenwärtigen Warschauer Außenpolitik ist: Außerdem erwartet das Blatt, daß der Besuch GömböS in Warschau Polen offensichtlich in das Lager der Revisionisten überführen werde. Allgemein sprechen die Blätter die Ansicht aus, daß der Standpunkt Polens und Deutschlands gegenüber dem Ostpakte die interessierten Staaten von ihren Bemühungen um dessen Ber- I wirklichung nicht abhalten dürfe. Paris. Zahlreiche Blätter, die sich mit dem Inhalt der, polnischen Note über den Ostpakt befassen, behandeln das geänderte polnisch-französische Verhältnis.„L'O e u v r e" schreibt, eS * habe niemand daran gedacht, Polen zu kritisieren, welches das volle Recht besitze, eine Politik zu treiben, die ihm beliebe, wenn sie nicht eine v o l l- ständig neue Orientierung der Außenpolitik bedeutend würden. Frankreich wird Polen wahrscheinlich einige Fragen zu der Note unterbreiten, vor allem welche Stellung dem französisch-polnischen Bündnis in, dem neuen polnischen Schema- Wenn wir an der Wirkung gezweifelt hätten, das„Schwarzbuch der österreichischen Diktatur" in den Genfer Kreisen gehabt hat. so hätte das Verhalten der Regierung Schuschnigg und ihrer offiziösen Wortführer genügt, diesen Zweifel zu zerstreuen.•] Der neue Kanzler hatte offenbar felsenfest i vertraut, bei der Völkcrbnndversammlung die gleichen Ovationen zu erfahren, die seinerzeit Doll-: fuß in Paris und London grüßten, als er sich an-- fangs 1933 der liberalen französischen und englischen Bourgeoisie als unerschrockener Verteidiger der Freiheit und Unabhängigkeit Oesterreichs gegen die Barbarei der Nazi vorstellte. Herr Schuschnigg hat aber sofort sich eines besseren belehren lassen müssen. Das Schwarzbuch war in asten Händen. Es verzichtete bewußt auf seden Kommentar. Es beschränkte sich darauf, Tatsachen, nichts als Tatsachen, harte Tatsachen» darzustellcn.(Sä bewies objektiv und dokumentiert, daß im Oesterreich von 1934, wo seit langem in offener Verlegung der Gesetze und der Verfassung die Preß-, Vcrsamm- lungs- und GewerlschaftSfreiheit aufgehoben sind, die Staatsbürger oder richtiger die Untertanen der Diktatur ständig unter der Ueberwachung der Polizei leben, auf Grund einer Ausnahms- geietzgebuya. die die Unabhängigkeit der Richter aufhebt, dwSchwurgcrichte beiseite schiebt, zynisch dic»Rechte der Verteidigung mißachtet, die Todes-, strafe selbst für die ordentlichen Gerichte wieder einführt, Strafgesetzen Rückwirkung verleiht und in Oesterreich wie in Hitler-Deutschland das unerhörte System der Haft auf Anordnung der Ber- ’ Wallung und das System der Konzentrationslager errichtet hat. Diese Tatsachen hat niemand bestritten. Man hat sie nicht bestreiten können. Man hat auch nicht ' die Schrcckcnsstatistik der vollzogenen Hinrichtun- ' gen bestritten, noch die 1339 Jahre Kerker, die 1 allein vom 12. Feber bis 12. August über Schutz- ' bündler, sozialistische Febertämpfer verhängt wurden. Der Wiener Goebbels, O b e r st A d a m, hat in einer langen Radiorede, die der Pariser „Tcmps" am 29. September und andere große bürgerliche Zeitungen ausführlich wiederzugeben für richtig hielten, dagegen erklärt, daß niemand mehr als die österreichische Regierung die Maßnahmen bedauern könne, die sie habe ergreifen müssen, um die Freiheit zu beschränken,, das Standrecht einzuführcn und Masscnverhaftungen vorzunehmen. Er hat sich im großen und ganzen darauf beschränkt, auf mildernde Ilm« stände zu plädieren und seine Ausführungen, die von der ganzen offiziösen Presse wiedergcgebcn wurden— der einzigen Presse, die neben den illegalen Blättern in Oesterreich besteht— gipfeln in der Behauptung, daß im Zweifrontenkampf mit den Nazi und den Sozialisten und Kommunisten die Regierung im Feber in berechtigter Verteidigung handelte und daß die Revolutionäre, die Aufrührer, die Putschisten von Linz und Wien angefangen haben! Im Vorwort zum Schwarzbuch habe ich darauf bereits stn vorhinein geantlvoriet. Ich hatte gezeigt, daß für die Schutzbündler die Feberereignisse nichts andere- lvaren als eine b e r e ch- tigte Abwehr, weniger in der Hoffnung auf den Sieg, sondern um angesichts der ständigen Angriffe der Regierung Dollsutz-Fey-Star Hemberg auf das freiheitliche und demokratische System, das die Revolution 1918 in Oesterreich aufgerichtet hatte, die Ehre zu retten. Daraufhin erfolgte von der österreichischen Delegation in Genf eine offizielle Antwort„Das Echo", 19. September 1934), die wie folgt beginnt: „Die österreichische Regierung bedauert außerordentlich, daß«In Mann wie Banlervelde, \ dessen Name guten internationalen Klang hat, sich ! dazu hergab, dieses sogenannte„Schwarzbuch" mit einem Vorwort zu beehren und sich dadurch mit . seinem Inhalt zu identifizieren. Es sann kein Zweifel darüber-bestehen,, daß Herr Bandervelde das nicht getan hatte, wenn er nicht nur einseitig informiert worden wäre und wenn er sich der Mühe unterzogen hätte, die Vagen 6er zwangsweisen Getreideablieferung Amsterdam.(HavaS.) Nach Meldungen, die aus Deutschland eingetrofsen sind, find kn Schleswig ernste Unruhen ausgebrochen. Die Bauern im Bezirke Flensburg, denen da- Recht genommen wurde, 5 Prozent der heurige» Ernte für fich zu belasten und selbst ihr Brot zu backen, haben, wie verlautet, fich geweigert, 87.000 Tonnen Korn und 79.000 Tonnen Mehl, die im übrigen Deutschland aufgeteilt werden sollten, den Behörden abznsühren. Die Polizei unterdrückte die Unruhen durch SA-Abteilungen. Es heisst, daß viele Personen, insbesondere zahlreiche Führer der Rationalfoziakisten» verhaftet wurden. Wag Umorientierung Im Spiegel der französischen Presse Schuschnigg verhandelt mH den Nazi Bor einigen Tagen wurde Generaldirektor Dr. Hermann R c u b a ch e r, der bekanntlich auf der Ministerliste der Putschisten vom 25. Juli als Minister für soziale Verwaltung figurierte, neuerdings verhaftet. Der Polizeikoyimis- sär, der ihn einvernahm, erklärte Neubacher:„Sie werden beschuldigt, heut« vormittags mit einem reichsdentschcn Nationalsozialisten verhandelt zu haben." Darauf erwiderte Neubachc:: „Jawohl, ich habe mit einem Reichsdeutschen Nationalsozialisten verhandelt, und zwar mit demselben Herrn, mit dem gestern der Bundeskanzler Dr. Schuschnigg über eine Versöhnung mit den Nationalsozialisten verhandelte." Der Polizeikommissär war über diese Antwort sehr erstaunt. Einige Stunden später wurde Dr. Neubacher aus derHaft entlassen. „A.-Z." eine schwere Geburt Wien.(Tsch. P.-B.) Im Gebäude des uie- derösterreick"'en Landtages traten Samstag unter dem Vorsitz des ehemaligen Ministers Kohl- mann zahlreiche Abgeordnete und Mandatare' der christlichsozialen Partei zu einer Beratung über die akuten politischen Fragen, namentlich über die in der Donnerstagsitzung des Vollzugsausschußes bcschloffene Auflösung der christlichsozialen Partei zusammen. Uebcr das Ergebnis der Beratung, an der auch Bundeskanzler Dr. Schuschnigg teilnahm, wird vorläufig Stillschweigen gewahrt. Schuschnigg gegen arme Kinder*! Dieser Tage sollte ein Transport von dreißig Kindern notleidender Feterkämpfer in die Schweiz atgehen. Die Unterbringung der Kin- der in Schweizer Familie« war für drei Monate gesichert. Im letzten Augenblick vor der Abreise hat die Regierung den Kindertransport verboten. Feberereignifle und ihre gerichtlichen Nachspiele einem so genauen Studium zu unterziehen, daß er auch entsprechende Kenntnisse über die wirklichen Tatsachen erhalten hätte." Auf diesen doppelten Borwurf der Einseitigkeit und Oberflächlichkeit sei unverzüglich geantwortet. Um mir über die Febercreigniste und ihre Ursachen eine Meinung zu bilden, hätte eS mir gewiß genügt, an Ort und Stelle zu reisen, wie ich cs getan habe, in der Zeit vor dem Feber in tändiger Verbindung, Woche für Woche, mit meinen Frennden in Oesterreich zu stehen, über die Ereignisse und das was sich vorbereitete, die offen« Meinung von Männern zu hören, die wie Bauer und Deutsch, ebenso wie Renner und Seitz keinen Augenblick die Ansicht anf- gabcn, daß die österreichische Sozialdemokratie unbeugsam entschlossen sein müsse, die verfassungsmäßige Legalität nicht anfzugeben. solange ihre Gegner das nicht vor ihnen getan hätten. Aber das waren nicht meine einzigen Jn- wrmatiouSquellcn. ES ist bekannt, daß infolge der Finanzhilfe des Völkerbundes für Oesterreich eine ganze Anzahl von Belgiern, die konservative Anschauungen vertreten, seit langem mit Wien in Verbindung standen und den Lauf der Ereignisse aus der Nähe verfolgten. Man wird auch nicht erstaunt sein, wenn ich sage» daß ich vor der Bildung der Regierung Dou- mergue häufig mit Persönlichkeiten aus der französisch en Regierung zusammenkam und so erfuhr, wie sie die Politik des Kanzlers Dollfuß beurteilten. Ich glaube nicht auf Widerspruch zu stoßen, wenn ich erkläre, daß man in diesen dem Sozialismus fernstehenden Kreisen genau so wie wir der Meinung huldigte, daß das Mittel, das einzige Mittel, ein unabhängiges und freies Oesterreich gegen die Nazi zu verteidigen, ohne einem anderen FascismuS in die Arme zu fasten und durch Angriffe auf das von der Verfassung geschaffene demokratische System Aufstände hervorzurufen, darin bestand, so weit wie möglich die Einheitsfront aller derer hcrzustellen, die entschlossen lvaren, gegen die Naziminderheit die demokratischen Freiheiten zu verteidigen. Herr Oberst Adam erklärte in seiner Antwort auf meine Vorrede im Schwarzbuch zwar, daß das unmöglich Ivar, daß die sozialdemokratische Partei unter der Herrschaft ihrer extremistischen Elemente unfähig war, eine Koalition mit den gemäßigten und patriotischen Elementen abzuschließen, daß wenn die Regierung Dollfuß sich im Herbst 1933 entschlossen hätte, mit Männern wie Dr. Otto Bauer und Dr- Julius Deutsch einen offenen oder geheimen Pakt abzuschlicßen, sie keine Autorität besessen hätte, um zu verhindern, daß große Massen der nichtsozialistischen Bevölkerung zu den Nazi abgewandert wären. Ich verkenne keineswegs, daß ein Bündnis und vor allem eine Rcgierungökoalition zwischen Fey-Starhembcrg und Bauer-Deutsch-Scitz und Renner auf der anderen Seite, um nicht:nchr zu sagen, eine moralische Unmöglichkeit gewesen wäre. Aber ich erkläre— und ich habe ernst zu nehmende und objektive Grundlagen, dies zu erklären—, wenn, bevor cs zu spät Ivar, ein modus vivendi mit dem beschränkten Ziel, dem FasciSmnS den Weg zu versperren, zwischen den Sozialdemokraten und allen treuen aufrichtigen und anständigen Verteidigern der Republik, deS allgemeinen Wahlrechtes, der Autonomie von Wien, der demokratischen Freiheiten, sowie der .Unabhängigkeit Oesterreichs gegenüber dem Hit- lerismuS zustande gekommen wäre, so hätten die Dinge nicht jene blutige, katastrophale uitb für die Zukunft gcfahrcnschwangere Wendung genommen, wie eS seit Feber der Fast war. Aber das hat man auf der anderen Seite n i ch t g e tv o l l t. Man hat verächtlich die Ratschläge und Vorstellungen aus Paris und anderen Städten zurückgewiesen. Man Hai > sich.entschlossen, die Verfassung und die Freiheitsgarantien, ohne die ein Volk seine LcbenSberech- ' tignng verliert, beiseite zu räumen. Und ullcS das ■ aus Schwäche gegenüber den Heimwehren und dem Einigung Im Seine Adler» Ein Aufruf der neuen österreichischen Portei Die Wiener Sozialistische Organisation, die auf der Wiener Konferenz begründet wurde, hat ihre Tätigkeit begonnen. Ein Flugblatt, das die Beschlüsse der Konferenz wörtlich wiedergibt, wird in großer Auflage verbreitet. Den Beschlüssen hat die sozialistische Organisation einen Aufruf vorausgeschickt, dem wir folgende Stellen entnehmen: y— Als im Februar die Kanonen des FascismuS die österreichische Arbeiterbewegung in Trümmer schossen, da war der Rus, mit dem unsere Besten zum Galgen gingen:„Es lebe die Partei!"— da war der Schwur, mit dem die sozialistischen Kämpfer untertauchten in die Illegalität, in Kerker und Konzentrationslager:„Wir kommen wieder!" Heute ist eS so weit. Die Partei lebt. In re- dolutionärem Geist erneuert, ist die Partei wieder da! Nufere Partei ist die alleinige Erbin und Nachfolgerin der österreichischen Sozialdemokratie und zugleich eine, neue, verjüngte, revolutionäre Bewegung. Sie ist die alle Gruppen umfassende Sozialistische Organisation, die die völlige Einheit des österreichischen Proletariates auf ihre Fahne geschrieben hat. Wer dem FascismuS seine Opfer entreißen, wer die Toten rächen und de« Lebenden die Freiheit.erkämpfen will— der komme zu unS!. Wer ein Genosse war und ist, wer mitmarschieren will im Geiste Viktor Adlers unter»en Fahnen WallischS und Weissels— der komme zu uuS!- Schart euch nm die Bereinigte Sozialistische ^Partei! Wir haben der Welt gezeigt, daß keine Macht, kein Terror die österreichische Arbeiterschaft zu beugen vermag.. Wir werden ihr zeigen, 4hß die österreichische Arbeiterschaft ihre ganze Kraft z« vereine» und vereint zu fiegen versteht! «Mit 2 Seimtat, 30. September 1934 Nr. 229 Soilalp9lltlschei Referat auf dem BauarbelterkongreB Prag.(Eigenbericht.) Der zweite Tag de» BnnarbeiterkongrcsseS brachte SajnStag morgen» die Fortsetzung der Debatte über den Tätigkeitsbericht, zu der sich zahlreiche Redner gemeldet hatten. Nach Schluß der Debatte und dem Schlußwort der Referenten wurde der Tätigkeitsbericht einstimmig genehmigt. Sodann ergriff das Wort Genoffe Abg. Tayerle zu einem ausführliche« sozialpolitischen Referat über das Thema: „Wlrtschaftsfragen und sozialistische Gesetzgebung** das einen interessanten Ueberblick über die gegenwärtige soziale und wirtschaftliche Situation und die Bestrebungen und Kämpfe gewerkschaftlicher Sozialpolitik bot. Genosie Tayerle führte u. a. aus: Unter den Ursachen der gegenwärtigen Wirtschafts- und sozialen Krise wirkt sich vor allem die ungleichmäßige und ungerechte Verteilung des Einkommens verhängnisvoll aus. Um Ordnung zu schäften, bedarf es einer konsequenten Sozialgesetzgebung, die vor allem dem SchutzdeSg«rech tenAr beit»« einkommens zu dienen hat. Das Versagen der privatwirtschaftlichen Tätigkeit verlangt Eingriffe der Gesetzgebung gegen die Uebergriffe der Unternehmerwillkür. In dieser Richtung bewegt sich auch die Tätigkeit der Gemeinsamen Gewerk- schaftszentral«. DerSchutzderKollektivver- t r L g e hat seine vorläufig« Verwirklichung gefunden in der bekannten Verordnung vom 15. Juni l. I., durch welche die Unkündbarkeit von Kollektivverträgen bis zum 80. April 1085 stawiert wird und Schutzbestimmungen für Beschäftigungszweige getroffen sind, in denen derzeit«in vertragsloser Zustand herrscht. Der Schutz des Minimallohnes beschäftigt die Gewerkschaftszentrale auf» intensivst«. Der Weg zu der Garantierung eines entsprechenden Mindestlohne« führt einerseits über die gesetzliche Statuierung obligatorischer Kollektivverträge, anderseits über die Schaffung entsprechend organisierter Lohnämter. Bei öffentlichenArbeitenundLiefe- rungen muß scharfe Kontrolle auch über die Ar beitslöhne geübt werden(die Gewerkschaftszentrale hat den Entwurf einer„Vergabeordnuug" ausgearbeitet). Der Referent hob hervor, daß der Lrbeitenminister Genosse Dr. Czech in diesen Fragen dankenswerte» Entgegenkommen gezeigt hat. Die Verkürzung der Arbeitszeit ist Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Unternehmern und den Gewerkschaftsvertretern gewesen, die aber zu keinem konkreten Ergebnis gelangten. Der Standpunkt der Unternehmer(Arbeitszeitverkürzung nur bei enftprechender Lohnkürzung) ist unannehmbar. Wenn die Verhandlungen nicht zum Ziele führen sollten, wird«ine gesetzliche Regelung anzustreben sein. Die Reorganisierung der Gewerbeinspektorat« als Kontrollorgane über die Arbeitsverhältniffe ist eine nachdrücklich vertretene Forderung der GewerkschaftSzentrale. Die Regulierung des Arbeitsmarktes durch Neugestaltung derArbeitSver» m i t t l u n g ist ein weiterer sehr dringender Punkt des gewerftchaftlichen Arbeitsprogrammes. Der vorgelegte Regierungsentwurf befriedigt nicht. Die pflichtgemäße Anmeldung fteier Arbeitsplätze bei den öffentlichen über gewerkschaftlichen Arbeitsvermittlungen muß sichergestellt sein. Auch die Frage der Saisonarbeiter bedarf dringend einer endgültigen gesetzlichen Lösung. DieRovellierung der Sozialversicherung hat zu scharfen Kämpfen Anlaß gegeben, deren Resultat ein Kompromiß war, daun» zwar nicht restlos befriedigen kann, aber auch nicht zu verwerfen ist. Der Kampf um Verbesserung unserer Sozialversicherung wird weiter geführt. Genoffe Tayerle schloß mit der Feststellung, daß ein« gute Sozialpolitik Hand in Hand gehen müsse mit einer vernünftigen Wirtschaftspolitik. Deshalb rufen wir nach einem sozialen Wirtschaftsplan. Zur Verwirklichung unserer Ziele aber ist di« geschloffen« Einheft der ArbeiterAiffe unerläßlich.(Beifall.) Zur folgenden Debatte waren sechs Redner gemeldet. Der Nachmittag war ausgefüllt von den Beratungen der Kommissionen. Der Rest der Tagesordnung wird am Sonntag erledigt werden. Falsch manövriert Die Siegesmeldungen der kommunistischen Blätter von der Einheits-Front zeichnen sich im allgemeinen dadurch an», daß man vergeblich sucht, welche sozialdemokratischen Arbeiter oder gar Organisationen mit Kommunisten eine Einheitsfront bilden wollen. Nur manchmal werden di« Kommunist:» präziser. Da» fällt dann so au»: Da»»Rudö Prävo" schreibt, nachdem c» von der sozialdemokratischen Preffe gestellt worden war und nicht mehr ein und aus wußte: Wir haben am Sonntag eine Meldung gebracht, daß di« so. zialdemokratische Konferenz in Austerlitz beschlossen hat, da» Einheitsfront-Angebot anzunehmrn. Diese Meldung war unrichtig. Dir Redaktion wurde mystifiziert. Wir können uns vorstcllen, welche Freude im„Rudt Prävo" herrschte, als endlich einmal eine Siegesnachricht kam und die armen Redakteure nicht gezwungen lvaren, selbst Erfolge zu fabrizieren. Und jetzt dieses Endel FasciSmuS MuffoliniS und weil bei den Führern der Christlichsozialen der Haß gegen die Sozialisten stärker war als die Furcht und die Abneigung vor den Nazi. Man darf sich jedoch auch die Frage stellen, ob nicht auch noch andere Gründe dabei mitgesprochen haben. In der Zeit, unmittelbar nachdem Hitler die ganze Macht in Deutschland an sich riß, vor allem fest Juni 1983 hätte da» Jntereffe des Staates und das Jntereffe an einem Sieg über den Hit« lerismus die österreichische Regierung veranlasien müssen, irgendeine Verständigung mit der Sozialdemokratie zu suchen. Gerade in diesem Augenblick aber versuchte Dollfuß, ganz anderen Zielen zustrebend, wie mir vor kurzem einer meiner österreichischen Freunde schrieb, einen Extraprofit für den KlerikaliSmu» au» der Situation zu ziehen. Am 5. Juni 1988 schloß er in Rom da» Konkordat ab, dessen De« stimmungen durch elf Monate geheim gehalten wurden. Erst am 1. Mai 1934 wurde der Inhalt gleichzeitig mtt der neuen Verfassung des sogenannten»Ständestaates" veröffentlicht. ES wäre zweifellos unmöglich gewesen, ein solches Konkordat im österreichischen Parlament, wie eS 1938 zusammengesetzt war, durchzubringen. Daher die Zerstörung der Demokratie und die Ablehnung jeder Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratie zur gemeinsamen Abwehr Hitlers. Daher die tragische Entwicklung, zu der diese Politik im Dienste, des KlerikaliSmuS führen mußte.»Die spezifisch klerikale Politik", schreibt mein österreichischer Freund,»trieb Dollfuß von dem Geheimabkommen mit dem Vatikan am 5. Juni 1933 zu dem Geheimabkommen mtt Mussolini in Riecione am 20. August 1933. D a- malSverschrieb er sich dem ita- lienischen FasciSmuS, um die Sache de» römischen KlerikaliSmuS zumSiegzubringen." Eine» ist sicher: Wenn Hunderte im Feber gefallen sind, wenn Tausende gehetzt und verfolgt unter dem Standrecht leben, so keineswegs weil sie durch einen Putsch die Macht ergreifen wollten, wa» auch die Umstände offenkundig unmöglich gemacht hÄten, sondern weil sie die demokratischen Gesetze und die Republik gegen jene verteidigten, die sie feierlich beschworen hatten. Ganz blaß wird sie und eine große Angst packt sie, denn es fällt ihr gleich ein, wa« die Agnes kürzlich erzählt hat: daß sich ein Fremder oben im Wald herumtreibe, Hruza eng befreundet. Ganz blaß wird sie und «ine große Angst packt sie, denn e» fällt ihr gleich ein, was die Agnes kürzlich erzählt hat: daß sich ein Fremder oben im Wald herumtreibe, «in schrecklicher Kerl, der sie im Wald zwischen Ktein-WjeSnitz und Seelenz angesprochen habe; einer mit einem stechenden Blick und überhaupt mit einem unheimlichen Wesen. Seither hab« st« jedesmal Furcht, den Weg aus dem Dorf in die Stadt und zurück zu gehen. Run packen auch noch die anderen mit Gruselgeschichten au». Die Toni Bthal, erzählt eine, ist am Dienstag beim Dobri« kauer Bach von einem Fremden angehalten worden, und als sie davonlaufen wollte, sagte er, sie baruche sich nicht zu ängsttgen, er werde sie nicht umbringen. E» war gewiß derselbe; einen blauen Janker soll er getragen haben. Andere haben auch schon davon gehört, daß ein Fremder in der Umgebung den Mädchen auf einsamen Wegen' «»flauer«. Frau Hruza kommt zu Novak, der seit dem Tod ihre» Mannes Vormund ihrer Kinder ist. Novak will gerade mit seiner Frau zur Kirche. Nein, woher denn, bei ihm sei die Agnes nicht. Wieder fängt die Alte zu jammern an: „Mein Gott, sicher, ist st« erschlagen worden!" «Unsinn! Da» Mädel wird sich schon finden. Pielleicht ist sie irgendwo in di« Arbeit gegangen, Yerbandstag der Buchdrucker Prag.(Eigenbericht.) Samstag früh gelangte al» nächster Punkt der Verhandlungen de» Buch- druckervcrbandStageS da«.Referat de» VfrbanhS» obmanne» N t m e k e k über- die herrschende Wirtschaftskrise und die Einführung der vierzigstündigrn Arbeitswoche im Buchdruckerg«werbe zur Verhandlung. In den fast zweistündigen Ausführungen kennzeichnete der Redner in ausführlicher Weise alle dir der WirftchaftSkrise zugrundeliegenden Ursachen, speziell aber die Verhältnisse in der Tschechoslowakei. Zur Frage der Verkürzung der Arbeitszeit gab der Referent einen Ueberblick über die bisherigen von den Gewerkschaften zur Durchsetzung dieser Forderung in die Wege geleiteten Schritte und vertrat den Standpunkt, daß in dieser Angelegen- heit der Kampf nicht nur fortgeführt, sondern daß jetzt laufen sie ja alle in die Stadt, vor ein paar Tagen hat sie sich doch erst Stoff zu einem neuen Kleid gekauft, sie hat ihn mir noch gezeigt, und ein neue« Dienstbuch wollte sie sich auch vom Gemeindeamt holen. Hat sie nicht recht, wenn sie wegläuft? Ihr rauft euch doch immer nur mit ihr herum." Frau Hruza sieht schon«in wenig beruhigt au». Sie macht eine Besorgung beim Händler Krebs, und natürlich muß sie auch ihm die Neuigkeit erzählen. Er schüttelt den Kopf und rät ihr ganz entschieden, die Sache anzuzeigen. Der Gendarmeriepostenführer Klenovec ist ein tüchtiger Kerl, er wird bald herausbekommen» wa» mit der Agnes los ist. , Also spricht die Mutter beim k. k. Gendarmeriekommando vor. Klenovec nimmt die Meldung pflichtgemäß zur Kenntnis, fragt einige», macht allerlei Notizen. Er bläst sich zwar gern ein bißchen auf, aber da» muß jeder zugeben, daß er seine Sache versteht, ihm macht man nichtweiß, er kennt seine Pappenheimer, und der ist noch nicht geboren, der ihn hinter» Licht führt. Kaum ist er mit seinem Geschreibsel zu Ende, al» er die Frau plötzlich anfährt: woher denn der blaue Fleck unter ihrem Auge komme!— Die Kuh habe st« mtt dem Horn gestoßen, erhält er zur Antwort.— Ob sie jemanden kenne, der bei diesem Verschwinden möglicherweise die Hand im Spiele habe?—Nein, die Agne» sei ein brave» Mädel, und niemand fei ihr je nahegekommen. Früher al« sie ist der Postenführer in Klein-Wjesnitz— WjeSnitschka nennen sie da» Dörfchen zum Unterschied von dem nördlich von Polna gelegenen WjeSnitz—, der Heimat des vermißten Mädchens. Die HruzaS, Mutter, Tochter und Sohn— den Vater haben sie vor sieben Jahren tot au» dem Wald nach Hause gebracht—, leben in einem Häuschen am Eingang des Dorfe», ganz nab am vresinawald. Sie treiben ein wenig Landwirtschaft. Wenn daheim nichts zu tun ist, arbeitet, die Agne» bei der Prchal in der auch unbedingt darauf beharrt werden muß, dabei leineLohncherabsetzung zuzulassen. Die den sehr eingehenden Ausführungen folgende Debatte war äußerst lebhaft. Nach der. Mittagspause bchandelte der Ber» bandStag sodann nach turzen Begründungen und Wechselreden die. Festsetzung der verschiedenen Unterstützungen, die Höhe de» BerbandSbeitrage» und der Einschreibgebühr» eine Aenderung des Unterstützungsregulativs für ArbestSlose, de» Organisation»« und Unterstützungsregulativ» de» Verbandes sowie die eingebrachten Anträge. Di: vom Berbandsvorstand al» notwendig erklärten und zur Abänderung empfohlenen allgemeinen Organisationsbestimmungen, wie auch die teilweise den Wünschen der BerbandSmttglieder entsprechenden Verbesserungen bei der Jnvalidenunter- stützung gelangten zur Annahme. Damit endete der zweite BerhandlungStag. Alle weiteren Tagesordnungspunkte komme» Sonntag und Montag zur Erledigung. Stadt. So ist sie auch vor drei Woche« wieder ins Nähen gegangen. Die kleine Familie verträgt sich schlecht untereinander, jede» Kind im Ort weiß da». Der Bruder, der achtundzwanzigjährige Johann, Maurer von Beruf, ist ein grober, geiziger Bursche. Man sieht ihn niemals auf einer„Unterhaltung", niemals hat man ihn noch mit einem Frauenzimmer gesehen. Dauernd haben die Geschwister Krach miteinander. In der Hauptsache, sagt man, weil die Agne» «in Erbteil von hundertdreißig Gulden beansprucht, das der Johann nicht herausgeben will. Sie hat, da» bestätigt der Heger Mischinger, schon oft geäußert, daß sie e» nicht aushält« zu Hause, daß sie fort wolle, in die Stadt, nach Prag oder Brünn, vielleicht sogar nach Dien, al» Dienstmädchen am liebsten. Roch mehr erfährt der Polizist. Die kleine Beschenk«, die Tochter de« Heger», behauptet, sie habe die Agnes noch vorgestern, am Mittwoch, gegen Abend bestimmt durch» Fenster in ihrer Äohnung gesehen. Diese Beobachtung gibt der Sache natürlich«in gang andere» Gesicht, denn dann wäre die Vermißte ja doch von Polna au» nach Hause gekommen... e» ist allerdings ein elfjährige» Kind, das das behauptet, da muß man vorsichtig sein. Andere erzählen ihm, daß es bei den Hruza» in der vorigen Woche einen argen Streit gegeben habe. Der Bruder sollte zehn Gulden hergeben für den Stoff, den die Agnes sich für da» neue Kleid gekauft hatte. Immer schlagen sie sich wegen Geld herum. Von den älteren Leuten hört er noch bedenklichere Dinge. Sie machen kein Hehl au» ihrer Meinung, wonach es beim Tod de» alten Hruza nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Zwischen ihm und der Frau habe e« nicht» al» Zank und Schlägereien gegeben, und der Johann hab« schon al» Jung« daran teilgenommen. An den Unfall, der dem Alten damals da» Läden kostete, glaubt man auch nicht recht. Beweisen läßt sich freilich nicht», und da ist'» schon besser, man Tagung der Tabakarbeiter Am 22. und 23. September 1934 waren in Sternberg die Delegierten de» Verbände» der Tabakarbeiter und-Arbeiterinnen in der eine Gruppe angetrunkener SA-Führer in die t Zeltstadt begeben, wo die'SA-Truppen biwakier» Tagcsnculghdtcn Mordversuch an drei Kindern -Der Baler will sie vergiften. K l a d n o.< Tsch. P.-B.) Freitag früh kam der 50jährige beschäftigungslose Maurer Jakub Bartos, Witwer in Kladno, auf das Polizeikommissariat und bat, ihn zu verhaften, da er feine Kinder im Alter von 5, 8 und 9 Jahren ermordet habe. Die Polizei entsandte sofort in die Wohnung deS Bartos eine Polizeistreife, die alle drei Kinder zwar lebend, aber ganz verstört aüffand. Durch die Untersuchung wurde festge- stellt, das) Bartos seine Kinder durch Kohlengase vergiften wollte. Er schürte den Ofen mit KokS an und verstopfte den Rauchfang. Zum Glück hatte der Ofen einen größere» Zug, so daß nur «in Teil der Kohlengase in das Wohnzimmer eindrang. Barto« hatte alle drei Kinder gewürgt und es waren die Hälse der Kinder noch angeschwol- len. Zwei von ihnen befinden sich im Kladnoer Krankenhaus in Behandlung. Bartos wurde verhaftet. Die Kinder werden dem Sozialinstitut übergeben werden. Die Ursache der verzweifelten Lat sind unerfreuliche Familien» und Lebens- Verhältnisse. ten. Die übermüdeten SA-Leute wurden aus dem Schlaf geweckt und gezwungen, Ehrenbezeugungen zu machen. Als einer der SA-Leute noch schlaftrunken gegen diese Schikanierung protestierte, zog einer der betrunkenen Gruppenführer seinen Dienstdolch und verletzte ihn tödlich. SA-Leute versuchten den Gruppenführer zu entwaffnen, wobei ein weiterer SA-Mann getötet und mehrere verletzt wurde». Der Presse wurde strengstes Schweigegebot über den Fall auferlegt. Deutschland ein Greuelmärchen. Der Leiter einer sehr berühmten englischen Bibliothek hatte, so teilt„Daily Express" mit, kürzlich den Wunsch, getviffe Manuskripte Heinrich Heines z» prüfen- Er erinnerte sich daran, dah sich in Düsseldorf, Heines GebnrtSstadt, ein Heine-Mnseum befindet. So schrieb er an den Kurator und bat, man möchte ihm die Papiere leihweise zur Verfügung stellen. Die Antwort lautete:„Die Stadt DüsseldorfhatkeineKenntnisvou Heinrich Heine." Der Mord und Selbstmord im Schnellzug Brntimiglia—Paris, der zu der Feststellung führte, dast dec Mörder Alibert, der sich nach vollbrachter Tat selbst da« Leben nahm, kein anderer als der langgesuchte Verbrecher Ziffer sei, der vor zehn Jahre» seine Schwägerin ermordete, hat am Freitag zu einer zweiten aufsehenerregenden Entdeckung geführt. Auch das Opfer Aliberts, ein gewisser Betlamini, ist ei» seit Jahren gesuchter Mörder. Betlamini hat im Oktober 1923 seine Geliebte in einem Wald bei Brüssel ermordet und war seit dem spurlos verschwunden. Hochschüler als Raubmörder. Bor dem Krakauer Bezirksgerichte fand seit einigen Tagen der Prozeh gegen zwei Hochschüler, die Studenten der Akademie der bildenden Künste Bobrzeeki und S ch e n k i r z y k, sowie ihren Komplizen, den Droschkenkutscher D ost i e c statt, die vor einigen Monaten in die Wohnung eines Krakauer Arztes eingedrungen waren und nach Ermordung des Dienstmädchens einen Geldbetrag von über 200.000 Zloty geraubt hatten. Bobrzeeki wurde zu 14 Jahren, Doniec zu 12 Jahren und Schen- kirzyk zu 10 Jahre» schweren Kerkers verurteilt. Die Verhandlung erregte mit Rücksicht auf den akademischen Grad der beiden Hauptangeklagten in ganz Polen grostes Aufsehen, Streichers Sohn und Srotland Nord. Der „Daily Herald" meldet:„Herr L. Streicher, Sohn des notorischen JudenschlächterS von Nürnberg, Julius Streicher, hat einige Zeit in unserem Lande geweilt, um im Auftrage seines Vaters mit den deutschen Nazi-Gruppen in England und mit den englischen fascistischen Organisationen Kontakt zu suchen. Als aber die„Besondere Abteilung" von Scotland Dard sich für seine Tätigkeit lebhaft zu interessieren begann, hat sich Herr Streicher jun. entschlossen, das Land zu verlassen. Er kehrte nach Deutschland zurück. Die„Besondere Abteilung" hat auch festgestellt, tast Exemplare der widerlichen Ritualmordnummer des„Stürnier" hier von einer fascistischen Organisation zum Verkauf angeboten worden sind. Die Polizei hat eine llebersehung angefertigt n»d einen Bericht an das Home Office gerichtet." Verbrecher-Millionär verübt Selbstmord. Der amerikanische Millionär Pinkus Brecher wurde am Freitag wegen Schmuggels von Raufch- ' giften verurteilt. Wegen eines Unwohlseins wurde ' er in die Krankenabteimng des Gefängnisses ge- i bracht. Dort stürzte er sich aus einem Fenster des i zweiten Stockwerkes auf den Hof; er war so- ■ fort tot. i Der Fehdehandschuh. Ein Pariser Advokat 1 hat dein bekannten radikalen Deputierten G u y !La Cha mbre, der Mitglied der letzten Regie- ' rung Daladier war, einen Handschuh ins Gesicht geworfen und dabei auögerufen:„Ich war unter den Manifestanten des 6. Feber und Sie sind ein MörderI" Beide Parteien haben-einander ihre Zeugen gesandt. Deutschland kauft Pferde. Das österreichische Einfuhrkontingent für Pferde nach Deutschland, welches für das Jahr 1934 624 Stück beiträgt, ist bereits seit längerer Zeit erschöpft. > Trotzdem werden in der letzte» Zeit, wie die ,„Reichspost" meldet, grosse M e» g e» von . österreichischen Zuckt- und Zugpferden in Kärnten . und Salzburg für deutsche Rechnung aufgekauft, . was auch zu einer erheblichen Preissteigerung auf den Pferdemärkten geführt hat. Ein Motorradunfall, der sich Samstag nach- i mittag in der Nähe von Wien auf der Triester ! Strasse ereignete, hat zwei Menschenleben gefordert. ' Ein Motorrad, das von dem 29jährigen Maschinen- Zmmer mehr Geheimnisse um Hauptmann Rew Bork.(Tsch. P.-B.) Im Zusammenhang mit der Untersuchung gegen Hauptmann sind neue Verhaftungen erfolgt. Die Sensationsblätter beschäftigen sich ausführlich mit der Rolle, die eine dunkelhaarige Frau, unter dem Namen „Mary" in der Lindbergh-Angelegenheit gespielt haben soll. Sie soll Beziehungen zu Isidor Fish unterhalten haben. Zwei Tage vor der Verhaftung Hauptmanns liess sie sich ihr Haar rot färben und erregte durch verwirrte Erzählungen, wonach ihr Leben bedroht sei, die Aufmerksamkeit der Polizei. Am gleichen Tage, an dem Hauptmann festgenommen wurde, soll sie von der Polizei nach New Jork gebracht worden sein. Wichtiger als diese Festnahme erscheint die Verhaftung eines Mannes und einer Frau in Chicago. Die Polizei vertritt die Annahme, dass es sich bei dem Manne um den langgesnchten„John" handelt, der an der Empfangnahme des Lösegeldes beteiligt gewesen sein soll. Der Verhaftete gibt an, James Bowman zu heissen. Er gab zu, wegen Verschiebung gestohlener Kraftwägen eine Zuchthausstrafe von sechs Jahren abgeseffen zu haben. Vorn AiDcNcr-Turn- uM Sport-Verband Jubttäumsstafettcn des Atus: 920 km Der IubiläumS-Propaganda-Sternstafettenlauf deS AtnS am 23. September ist glänzend gelungen. In 24 Bezirken wurde auf 148 Strecken gelaufen, die in 27 Zentren(Sternen) zufammengefasst wurden. 9267 Läufer— Männer, Frauen und Kinder — und 860 Radfahrer und Motorfahrer haben zu» -kämmen eine Wegstrecke bewältigt, die mehr als 920 Kilometer ansmacht. In gerader Richtung geführt, würde der Weg vom BundeSfitz Aussig aus bis weit über Paris oder Amsterdam hinausführen oder von Afck quer durch die Tschechoslowakei bis an die rumänische Grenze. Die roten Stafettenfahnen-mit dem AtnS-Dreieck wurden durch rund 900 Dörfer und Städte getragen.- Hunderte Funktionäre, Samariter und Helfer haben sich in den Dienst der Aktion gestellt. Es war technisch und organisatorisch eine grosse Leistung. fast zur selben Stunde in allen deutschen Gebieten der Republik, auf„der Schnee- kopve im Isergebirge, von Rnnibnrg.über Bodenbach bis Asch, im Böhmertvald, in Mähren nnd Schlesien über 10.900 Läufer, Helfer und Funktionäre deS Ains bereitznstellen. Die Stafetten wurden aber auch im Auftrage des technischen Ausschusses der Sozialistischen Arbeiter-Sport-Jnternationale aus» geführt; der AtnS hat seine internationale Verbundenheit glänzend bewiesen. Sie waren eine grossartige Einleitung zn heu Jubiläumsfeiern des AtnS, die in allen Vereinen am 29. September stattfanden. Alle Bezirke haben BegrüssnngSadressen an die Ver- bandsleitung geschickt, in tvelchen der Kampfeswille für Demokratie, Recht und Freiheit zum Ausdruck gebracht wird. Allen Läufern, Helfern und'Funktionären wird für die vorzügliche Zusammenarbeit im Interesse deS AtnS und im Interesse der Ar- beiterbewegung überhaupt der Dank des Verbands- vorftandes und des technischen HauptanSschnsseS aus- gedrückt. Freiheit!—Gra— schlosser Otto Friedl aus Wien gelenkt wurde und auf dessen Soziussitz sich der 35jährige Eisendreher Franz Wolfauer befand, stiess bei Bösendorf in voller Fahrt mit einem Lastauto zusammen. DaS Motorrad wurde zertrümmert und beide Fahrer in einem weiten Bogest auf die Strasse geschleudert. Beide erlitten Schädelbrüche. Friedl war auf der Stelle tot, Wolfauer starb nach wenigen Minuten. Verbotene Druckschriften. Das Ministerium der Innern verbot im Einvernehmen mit dem Aussenministerium die Verbreitung folgender periodischer Druckschriften aus Deutschland: Der Alemane, Allianz-Zeitung. Bayerische Radio-Zeitung, Berliner Morgen-Zeitung. Bremer Nachrichten, Bremer Zeitung, Deutsche Funk-Illustrierte Deutsche Kurz- Post, Deutsche Ostfront, Echo-Continental, Europa- Funk, Europa-Stunde, Evangelitun im Dritten Reich, Funk-Illustrierte für Süddeutschland, Funktechnische Monatshefte, Gelbe Hefte, Grenztracht für die Grafschaft Glad, Hakenkreuzbanner, Höchster Kreisblatt. Main-TaunuS-Zeftung, Hör mit mir— Westdeutsche Funkwoche. Illustriert. Funkblatt— Neuer Funk, Illustriertes Unterhal- tungSblatt, Mitteldeutsche Rationalzeitung, Mittel« schlesische GebirgSzeitung, Die NS-Gemeinde, NS- Kurier, Nationalsozialistische Schlesische Tageszeitung, Neue National-Zeituug. Niederschlesische. Tageszeitung, Norag, Nordschlesische Tageszeitung, Der oberschlesische Wanderer, Ostdeutsche Illustrierte Funk-Woche, Ostfunk, Radio— Bildfunk— Fernsehen für alle, Reichs-Jugend-Pressedienst, Ter Rundfunkhörer, Die Sendung, Schlesische Funkstimme Breslau, Süddeutsche Radio-Zeitung Südfunk, Süddeutsche Woche,„SRZ" Südwestdeutsche Rundfunk-Zeitung, Werag. Wille nnd Macht. FUH- rerorgan der nationalsozialistischen Jugend. Gratiökur für.Kinder in Pistyan. Arme Kinder, die an rheumatischen Erkrankungen des Gelenksorganismus leiden, können in Bad P i st y a n eine unentgeltliche Kur nehmen. Die Aerzte oder Eltern solcher Kinder mögen an das Gesundheitsministerium unter Berufung ans Erlass Nr. 24.488 vom 18. Juli 1934 ein Gesuch nm Bewilligung der Gratiökur einreichen. Dem Gesuche müssen ein mutsärztliches und Armutszeugnis sowie der Heimatschei» des Vaters, bzw. der Mutter beiliegen. Vom Rundfunk ImpfaMmMwarlM au« d an Programmen! ' Montag Prag, Sender L.: 6.16: Weckruf. Gymnastik. 10.95: Deutsche Nachrichten. 13.35: Arbeitsmarkt. 18.20: Deutsche Sendung. 19.30: Populäre Lieder. 20.10: Das„Meer". Eine musikalische Rundfunkmontage. 22.15: Tanznenheiie» auf Schallplatten.— Sender St.: 14.45: Opernarien auf Schallplatte». 15.10: Deutsche Sendung: Plauderei mit originalmexikanischen Schallplatte». 19.30: Arbeit e r s e n d u n g: Kulhanek: Daö Interesse" des Arbeiters an der volkswirtschaftlichen Erziehung.— Brünn: 10.15: Schulfunk. 18.85: Arbeitsmarkt und soziale Information. 17.45: Deutsche Sendung, Dr. Bretholz: Die europäische Staatentvelt in ihrer Vergangenheit und Gegenwart. 21: Konzert.— Möhr.« Ostrau: 18.20: Deutsche Seudmig: 1. Arbeitersendung: R. Schreier: Der internationale Kongress in London im Jahre 1934. Dienstag Prag, Sender L.: 6.15: Weckruf und Gymnastik. 10.05: Deutsche Nachrichten. 11.05: Deutscher Schulfunk. 12.10: Opernszenen auf Schullplatten. 12.85: Konzert des Musik-Salon-Ouartetts. 17.85: Kurs der deutschen Sprache. 18.20: Deutsche Sendung: Wirtschaftliches Relief. Dr. H. Grab: Eine halbe Stunde Hausmusik. 19.10: Liederkonzert. 20.10: Klavierkonzert.— Sender St.: 14:40: Zigeunerlieder unbekannter Autoren. 15.05: Deutsche Sendung:„Die Rolle der Psychotechnik in der LetbeS- pflege". 15.20: Liebesglück und Leid im Volkslied«. — Brünn: 17.45: Deutsche Sendung: Soziale Informativ». 17.50: Arbei.tersendung: Red. S ch r a in e k: Aktuelle Zeltfragen. Sonntag, 30. Deptrmter 1984 Seite v i lil Igjg Jjutius iM.ein& Kaffee-Import Art. 1. I M 2. Forderungen, welche laut Kundmachung des flovakische Nationalbank oder durch Vermittlung •,****.■ aaa ma Mittel 1 nurtfnllt Atitf»H Art f AnllltünMtl mtfl nt VArrAM ®. d. G. u. V. und der Kundmachungen der Finanz«'« zg Absatz 1 der Regierungsverordnung vom 29. Ministers Nr., 169, 164^ry|71/1981 S. d. G. pxber 1924, Nr. 4S S. d. G. u. verpflichtet ist, u. D. konflribierten Wertpapieren- i«-» EK“J.\K2A wird der Finanzminister in der Sammlung der Gesetze und Verordnungen verlautbaren. choslovafischen Rationalbank anznbieten»ach dem Stand»»um 11. September 1934, und zwar lilng- Jnhater Sammlungen Finanzministers vom 17. August 1982, Nr. 144 S. d. G. u. V., soferne dieselben am Tage der Wirksamkeit dieser Verordnung im Eigentum oder Besitze der zur Konskription verpflichteten Personen sich befinden. Dasselbe gilt auch von ausländischen aus Grund der Regierungsverordnung Nr. 159/1981 in der Sammlung der Besetze vom 11. September 1934.) Minister(44) vom 11. September 1934, Nr. 203 S. d. G.». B. Schon um Ki t— erhoben Sie y t kg guten Meml-Kaffee. Der Kaffee erfrischt Ihren Körper und Ihren' Geist. Art. 8. Konskription»- und AngrtotSpflicht ausländi scher Personen(physischer al» auch juristischer). Besitzer von Forderungen gegenüber dem Auslände (Art. 1, Punkt 2), welche durch eine Kündigung»« frist gebunden sind, ist verpflichtet, sofort nach Verlautbarung dieser Verfügung ihre Kündigung zu veranlassen. (2) Die Konflription und da» Angebot find auf Drucksorten, welche die Eechoflovakische Nationalbank zu diesem Zwecke herauSgegeben hat, vorzunehmen, und zwar getrennt sür jede Art der Werte, nach den einzelnen Posten, mit genauer Ausfüllung “~"*—-•-. Die ,, M nalbank in Prag und sämtlichen ihren Filialen«r- 'M'-> sofort der Eechoslovakischen Nationalbank abzuführen.(Export-Valuta.) ö. Silbermünzen der kechoslovakischen Währung. | ' samtzahl der Münzen der Sammlung, dir fir im ""Hi. Finanzniinister»(88) vom 16. September 1988, Nr. 285 S. d. G. u. B., der Eechoflovakischen Rationalbank zu nielden sind, d. h. alle Forderungen kechoslovalijcher Gläubiger in Bulgarien, Estland, Jugoslawen, Ungarn, Deutschland, Oesterreich. Rumänien, Griechenland und in den Staaten Mittel« ... ,^.,n....- und Süd-Amerika-. Wertpapiere jedoch, deren Nr. 132 S. d. G. u. B. und der Kundmachung des! Schuldner die angeführten Länder sind, unterliegen a_««ai• rr iflr.. ti 4 ann in.« i 1 9)Zf.>4« 4 S««*««««S S»4 Art. 6. Für die im Art. 4, Abs. 1, angeführten Werte wird die folgend» Weis» der Ablieferung festgesetzt: 1. Papiergeld und Silbercourantmünzen fremder Staaten, sofern sie auf amerikanische Dollar», englische Pfunde, holländische Gulden, schweiz. und franz. Franken, Belga»(belg. Franken), norweg. und schwedische Kronen, italienische Lira und polnische Zloty lauten, können bei allen Amtsstellen der Eechoflovakischen Nationalbank, welche sie nach ihren für den Ankauf von Valuten gültigen Regeln übernimmt, verkauft werden. Banknoten anderer Währungen, sofern sie der KonskriptionS- und Anbotpflicht unterliegen, die jedoch von der Eechoslovakischen Nationalbank zum Abkauf nicht angenommen werden, hat der Eigentümer oder Besitzer pflichtgemäß durch Vermittlung berechtigter„Banken" an der Börse zum Verkauf anzubieten-,,— vt 2. Goldmünzen sind bei der Hauptanstalt oder Pflicht der Konskription und des Angebote». 8. Forderungen kechoslovakischer Gläubiger in der Türkei; die Wertpapiere unterliegen jedoch der Pflicht der Konsription und des Angebote». 4. Fremde Zahlungsmittel und Forderungen gegen das Ausland, welche der Erwerber schon laut 8 6- Uebertretungen der Bestimmungen dieser Verordnung werden, sofern die Tat nicht laut anderen Strafbestimmungen strenger strafbar ist, nach dem 8 8 d«S Gesetzes Rr. 7. S. d. G. u. B. v. I. 1984, im Wortlaut der durch die Kundmachung de» Finanzminister» Nr. 141/1934 S. d. B. u. V. verlautbarten Gesetze Nr. 121/1982 und 118/1984 S. d. B. u. v. gestraft. , 8 3. Numismatische Sammlungen kann die Eechofl»- vakisch» Nationalbank auf ein besondere» bis 15. Oktober 1934 eingereichte» Gesuch von der Konfkrip. sion». und Anbotpflicht befreie«, nach Sören eine» vom Finanzminister ernannten Sachverständigen im Einvernehmen mit dem Minister für Schulwesen und Volkbau fklärung. Konskription und Pflichtanbot UUMWhMWiWMeN.> Vorschriften über die Konskription und das Pfllchtansebot von fremden Zahlungsmitteln, Forderungen gegenüber dem Auslande, Edelmetallen und Wertpapieren L 3«l)oit der Regierungsverordnung(XIII) do« 10. September 1934, Br. 202 S. d. G.u. B. 8 1- (1) Sämtliche physische und juristische Person«, welch« im Jnlande ihren Wohnsitz(Sih) haben oder sich hier länger al» ein Jahr aufhalten oder im Jn- tande eine ausländische Unternehmung betreiben, sind verpflichtet, bi» längst«» 15. Oktober 1984 sämtliche ausländischen Zahlungsmittel, Forderungen gegenüber dem AuSlande, unberücksichtigt wann, auf welche Art und in welcher Währung dieselben«tstanden find, gemünztes Gold und Silber, unverarbeitetes Gold, Silber und Platin al- auch Wertpapiere, welche auf fremde Währung lauten oder ausländischen Urspruu- ge- find, deren Eigentümer oder au» welchem Rechtstitel Immer sie Besitzer sind, zu wnskribiereir und der Eechoslovakischen Nationalbank anzubieten. Von dieser Pflicht sind jene oben erwähnten Personen befreit, die Eigentümer oder Besitzer dieser, insgesamt die Höhe von 5999 AL nicht übersteigendem Werte sind. (2) Die Konflription und das Angebot siird nach dem Stande vom Tage de» Jnkrasttretens dieser Regierungsverordnung vorzunehmen. (8) Die Eechoflovakische Nationalbank wird innerhalb von 99 Tagen von dem Tage an. an dem sie da» Pflichtangebot erhielt, entscheiden, ob sie die angebotenen Wert« übernimmt; falls sie in dieser Frist mit Zustimmung des Finanzministers auf das Recht, dieselben zu übernehmen, verzichtet, kann mit den angebotenen Werten im Rahmen der durch die geltenden Devisenvorschriften zulässigen Grenzen frei verfügt werden auf Grund des Ausweises darüber, dass die Eechoflovakische Nationalbank die betreffenden Werte nicht übernommen hat. (4) Falls die Eechoflovakische Nationalbank fremde Zahlungsmittel und auf fremde Währungen lautende Forderungen übernimmt, wird sie dieselben nach dem Tageskurse der Prager Börse abrechnen. Falls sie Wertpaviere übernimmt, wird sie dieselben nach dem Tageskurse der zuständigen ausländischen Börse abrechnen oder wird dem Änmeldendcn auferlegen, dieselben in einer Frist, die nicht kürzer als 114 Tage und nicht länger als 69 Tage sein wird, (zu verkaufen und den Ertrag der Eechoslovakischen l Nationalbank nach den geltenden Vorschriften abzu- tsiesern. Gold wird die Eechoflovakische Nationalbank Snach ihren Bestimmungen für den Goldankauf. Silber NM Platin auf Grund der Notierung auf dem Weltmärkte übernehmen. I(5) Die Cechoflovakische Nationalbank wird im I Einvernehmen mit dem Finänzminister seststellen, | welch« der Konskription und dem Pflichtangebot un- I terliegenden Wert« längstens bi». 15. Oktober 1984, I ebne besondere Aufforderung abzuliefern sind/., ■(6) Mit den der Konflription und dem Pflicht« I anbot unterliegenden Werten kann vom Tage der | Wirksamkeit dieser Verordnung bi» zur Entscheidung I der Eechoslovakischen Nationalbank laut Abs. 2 bloß | mit ihrer Genehmigung verfügt werden.' 14. Vs» her Konskription», und Anbotpflicht laut 88 1«uv 2 find ausgenommen: 1. Forderungen, die der Eechoflovakischen Nationalbank laut Kundmachung de» Finanzministers(88) vom 16.. Dezember 1988, Nr. 235 S. d. G. u. B., gemeldet wurden und Forderungen kechoflovakischer Gläubiger in der Türkei. 2. Fremde Zahlungsmittel und Forderungen in fremder Währung, welche der Erwerber sofort der Eechoflovakischen Nationalbank schon auf Grund de» 8 15, Abs. 1. der Regierungsverordnung vom 29 Feber 1924, Nr. 46 S. d. G. u. B., womit einige Bestimmungen des Gesetzes Nt. 7. S. d. G. u. V. v. I. 1924 über den Schutz der kechoflovakischen Währung und des- Umlaufes der gesetzlichen Zahlungsmittel durchgcführt werden, abzufühcen verpflichtet ist....,.• 8. Silbermünzen der kechoflovakischen Währung. .... 8 s. Die Verfügung der(kechoflovakischen Nationalbank über die Art, wie die in den 88 1 bi» 8 genannten Werte-konskribiert, angeboten und abgeliefert und wie dieselben in Evidenz geführt werd« solle«. 8 7. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verlautbarung in Kraft; dieselbe wird vom Finanzminister durchgesührt- (Veröffentlicht und Verordnungen *** gleichlautend und deutlich auszufüllen, rechtSgülttg . Art.5. lauf all« Gleichschriften zu unterzeichnen und der »der verwalte» mnniSmatkfcher Devisenabteilung der(kechoflovakischen National- find verpflichtet» der(krchoflrvafl- bank einzusenden. Wenn die Partei einen fran- M« IhrWmIiMt Ml IM Cttatac MM Na Da- leert« Umschlag mit Rückanjchrift beilegt, wird ihr 8 1 bl» 3 der angeführte« Regierungsverordnung bezieht, sind dir folgend«: 1. Papiergeld und Gold- al» auch Silbercourant- münzen fremder Staaten< Valuten). 2. Wechsel, Scheck», Anweisungen, Akkreditive und alle übrigen Arten von Auszahlungen auf das Ausland, Kontokorrent-Guthaben und EinlagSbüchel und EinlagSblätter ausländischer Geldansialten und Firmen, sofort zahlbar, und durch Kündigungsfrist oder anderweitige Beschränkungen gebunden,(Lou- vons, BonS und ähnliche Anweisungen oder Ver pflichtungen zur Auszahlung feiten» ausländischer Geldanstalten und Firmen, KapitalSbcteiligungen als auch alle übrigen Forderungen dem Ausland gegen über, und zwar fällige al» auch noch nicht fällige oder durch anderweitige Beschränkungen gebundene. 8. Unverarbeitete» Gold, Silber, Platin(Bar rengold, Stangengold, Bruchteile und alle anderen Arten unverarbeiteten Mctasles. feia al» auch legiert), sotvie Gold<>/und Silbermünzen, i'andere al».Lou«^ rantmünzen.| 4- Sämtlich« Werwapier«, welche auf eine fremde bei. den Filialen der Ecchoslovakischeu Rational- bank nach, den gültigen Vorschriften zu realisieren. II. Inhalt der Verfügung der Eechoslovakischen Nationalbank über die Koaskriptio« und dal DDDWD Pflichtangebot fremder Zahlungsmittel, Ans- Besitz»per Verwaltung haben, mitzuteilrn; sie köm laudöforderungea, Edelmetalle und Wertpapiere nen jedoch. gleichzeitig die Eechoflovakische Na- wie verlautbart in der Kundmachung de» Finanz- tionalbank ersuchen, um die Befreiung von der Kon- '~■-| skriptions« und Angebotsvflicht. Die Ecchoflova« tische Nationalbank wird über die Gesuche nach An« bören eine» vom Finanzminister ernannten Sachverständigen und im Einvernehmen mit dem Minister de» Schulwesens und der BolkSaufklärung ent« Fremde Zahlungsmittel, AuSlandSforderungrn, scheiden und den Gesuchsteller verständigen, ob die EdrlmctaUe und Wertpapiere, auf di, sich die ver- i Sammlung von der Konskription»- und AnbotS- pflichtung der Konflription und de» Angebotes laut vM-M befreit wird oder nicht. Schahanweisungen. Pfandbriefe, Leilschuldverschrei« bmigcn. Aktien, Gcnußscheinc, Lose eie. ohne Unter schied de» Orte» und der Art ihrer Aufbewahrung. Art. 2. Pan der Verpflichtung der Konskription nnd de» Angebote» sind befreit: 1. Die im Art. 1 angeführten Werte, deren ge-,,.„,, smnter Kurs- oder Marktwert am Tage der In-?*lgien. unverarbeitetes Gold, sowie alle sofort zahlbaren Forderungen gegen da» Ausland, angeführt st» Ar tikel 1, P. 2 dieser Verfügung, sind ahne besonder» Aufforderung ti» spätesten» 15. Oktober 1934 der (kechoflovakischen Nationalbank auf di« Art wie fest gesetzt im Art. 6 abzuführen. 2. Die Ablieferung befreit de« Eigentümer! »der den Besitzer von der KonflriptionSPflicht der, aiselieferten Werte. Fall, die Ablieferung durch,„ Vermittlung einer berechtigten Bank'(8 1) Re- Etlicher Kolonnen der KonskripttonSliste. gierunt^verordnung 46/19§4, S. d. G. u. B., er« Drucksorten sind bei der Eechoslovakischen Ratio, 'der V^tel nicht an»ukv?r«? ln"p-^Ätr«fseiMen Naloani in-pro» u»ü ,'ü»iil>«,cn ihirn Filinlrn n 1 fcjänS HSltlich, als auch bei den für den D-visenhand-l be> rechtigten Geldinstituten und Firmen. Die Druck- Ä., m‘°er Stelle de« Namen» bloß„direkter ift in bt({ Bci Wertpapieren in vier Exemplaren 8 2. ES find auch zu konskribiorrn und anzubieten fremde Zahlungsmittel und Forderungen in fremder Währung, welche der(kechoflovakischen Nationalbank hereit» angeboten worden sind, auf Grund der Regierungsverordnung(V) vom 16. Oktober 1931, Nr. 169 S. d. G. u. V., womit einige Bcstim- mungen de» Gesetzes Nr. 7 S. d. G. u. B. v. I. 1924 Über den Schuh der kechoflovakischen Währung und de» Umlaufe» der gesetzlichen Zahlungsmittel durchgeführt werden und auf Grund der Kundmachungen des Finanzministers vom 16. Oktober 1981, Nr. 169 S. d. G. u. B. vom 29. Oktober 1981, Nr. 164 S. d. G. u. V. vom 7. November 1981, Nr. 171 S. d. G. u- V. al» auch nach der Regierungsverordnung(X) von, 28. Juli 1932, Unverarbeitetes Gold als auch weniger bekannte Vkünzen sind bci der Hauptanstalt der Ecchoslova- kischen Nationalbank zu realisieren oder den Filialen der Eechoslovakischen Nationalbank abzuführen, welche die Abliefening an die Hauptanstalt vermitteln, die dann die Abrechnung durchführt. 8. Sofort fällige Forderungen gegenüber Eng» »>»»»-„v.—",, Dänemark, Aegypten, Frankreich, lkrasiirctuug der Regierungsverordnung(Xlll) Rolland. Italien, Kanada, Litauen, Norwegen, Ver- Nr 292/1934 S. d. G. u. B., 5999 fti nicht über.' einigten Staaten Nordamerikas, Spanien, Schweden ! schreitet.| und bet Schweiz sind entweder direkt an die(kecho- einer berechtigten„Bank".abzuführen. Bei direkter Ablieferung wird die Partei der Eechoslovakischen Rationalbank Nachricht darüber geben, zu welchem Tag« und bei welchem von ihren Ausländskorrespondenten sie den abgeliefcrien Betrag überweist und wird gleichzeitig mitteilen, wie ihr der Gegenwert in Kt zu vergüten ist. Die Namen der ausländischen Korrespondenten, bei welchen die Werte abzuliefern sind, sind im Art. 19 dieser Verfügung angeführt. In den Fällen, wo die Ablieferung durch Vermittlung einer berechtigten„Bank" vorgenommen wird, wird die„Bank" das Formular„Devisenpflichtangebot" benützen. Die Ecchoslovakische Nationalbank wird die abgelieferten Devisen nach dem Kurse der Prager Börse abrechnen, wobei die Bedingungen für die Devisenablieferung laut Kundmachung der Eecho- flovakischen Nationalbank vom 6. Oktober 1934, verlautbart im Amtsblatte der Eechoslovakischen Republik vom 6. Oktober 1981, gelten werden. Art. 7. CI) Dir Im Art. 4 angeführten Werte, die aus welchem Grunde immer auf di« im Art. S v»rge- schrirbrne Art nicht atgrliefrrt werden konnte», als “> AnbotS- wtUbt im Jnlande jin Unternehmen»etreitrn, de-, au& alDe anderen der Konskription und AnbotS- zteht sich auf alle Werte, welch« ta inländischen; jf^f unterliegenden Werte ist der Eigentümer»der Unternehmen erwerben werden find»»« ein«, LeU Besitzer verpflichtet, zu kenskridderen«nd der Le- des Grund,»der BetrirtSkapitals Hilden.-—’—--- i"-- Art. 4. di« E«choflovakische Nationalbank die Durchschrift der Konskriptionsliste mit der Bestätigung über die Einreichung der Konskriptionsanmeldung rückstellen. (8) Bei der Konskription der Wertpapiere ist vor allem die Art der Aufbewahrung(eigene Aufbewahrung, Aufbewahrung bei der Bank, auf einer auf Namen lautenden Depositrechnung, Anonymdepot gegen Bons, Aufbewahrung in Safes) zu bezeichnen. (4) Die Geldinstitnte werden ihre eigenen' Wertpapiere(Nostro) auf gleiche Art konskribieren und anbieten. Außerdem werden sie zwei Verzeichnisse der der Konskription und dem Angebot unterliegenden Wertpapiere, welche sie für Parteien in Aufbewahrung haben, aufstcllen und der Eechoslovakischen Nationalbank einsenden. Das erste Verzeichnis wird sich auf die Aufbewahrung auf den auf Namen lautenden Dcpositrechnungen beziehen und wird den Namen und den Wohnort(Sitz) des Deponenten und die Menge und Art der Wertpapiere enthalten. Das zweite Verzeichnis wird sich' auf die anonyme Aufbewahrung(Bons u. dgl.)■ beziehen und wird die Bezeichnung des Depots (Nummer des BonS, Zeichen, Stichwort u. dgl.) und die Menge und Art der Wertpapiere enthalten. Art. 8. 1. Die Eechoflovakische Nationalbank wird km Laufe von 99 Tagen vom Tage an, wann sie das Pflichtangebot erhielt, entscheiden, welche sie von den ihr kant Art. 7 angebotenen Werten übernehmen■ wird. 2. Die Werte, die die Eechoflovakische Nationalbank übernehmen wird, wird sie laut Art. 6 dieser Verfügung abrechnen. Silber und Platin wird sie nach.dem Preise für daS Feinmetall auf dem Weltmärkte nach Abzug der Spesen abrechncn. 8. Wertpapiere wird die Eechoflovakische Nationalbank entweder übernehmen und nach dem Tageskurse für Verkäufe der zuständigen Auslandsbörse abrechnen oder dem Anmeldcnden auferlegen, diesell'en in einer Frist, die sie ihm festsetzt, zu verkaufen und den Ertrag sofort in fremder Währung der Eechoflovakische» Nationalbank nach den geltenden Vorschriften abzulicfern. Die Frist für den Verkauf der Wertpapiere darf nicht kürzer als 14 Tage und nicht länger als 69 Tage sein. Art. 9. 1. Neber die, der Konflription und dem Pflicht, angebot unterliegenden Werte kam» bis znr Entscheidung der Eechoflovakischen Nationalbank laut Art. 8 darüber, ob sie die angebotene« Werte übernimmt, blitz mit ihrer Genehniigung verfügt werden. 2. Neber Werte, von welchen die Ücchoflovaki« sche Nationalbank in der vorgeschrirbenrn Frist erklärt, dast sie dieselben nicht übernimmt, kann frei verfügt werden im Rahmen der geltenden Devisenvorschriften, wenn sich die Partei mit der betreffenden Entscheidung der Eechoslovakischen Nationalbank auvwrist. 3. Fall» dir Partei in der Frist von 99 Tagen keine Entscheidnng erhält, hat sie daS Recht, anzn-' nehmen, daß die Eechoflovakische Rattonalbank die angetotrnen Werte nicht übernimntt. Die Eechoflovakische Nationalbank wird der Partei hierüber auf BerlangtU cine'schristtM'Bestät'igustg ausfolgen. 4. Geldinstitut« und andere..Personen, welche Wertpapiere und andere der Konflription und dem Pflichtangebot unterliegenden Werte zur Aufbewahrung übernahmen, dürfen die Aufträge zur Verfügung mit diesen Werten ohne Genehmigung der Lfl. Nationalbank bezw. ohne Bestätigung darüber, dast die Efl. Nationalbank die Werte nicht übernahm, nicht durchführen. Art. 10. Die auSländsschen Korrespondenten, bei welchen die der Konskription und dem Pflichtangebot unterliegenden Werte abzuführen sind, sind folgende: in England Barclays Bank Limited, London, in Belgien Banque de BrurelleS S. A. Brüssel, in Dänemark Den DanSke Landmandrbank, Kopenhagen, in Aegypten Barclays Bank(Dominion, Colonial and Over« seaS), Alexandria, in Frankreich Crkdit Lyonais, Paris in Holland Amsterdamsche Bank, Amsterdam, in Italien Banca Commerciale Jtaliana, Mailand, in Kanada Dank of Montreal, Montreal, in Litauen LietuvoS Bankas, Kaunas, in Norwegen Norge» Bank Oslo in den Vereinigten Staaten von Nordamerika The National City Bank of New Nork, New Nork, in Spanien Banco Hispano Americano, Madrid, in Schweden Sverigcs RikSbank, Stockholm, in der Schweiz Crödit Suisic, Zürich. Art. 11. Die flebertrctungen dieser Verfügung werden, falls die Tat nicht nach anderen Strafbestimmungen. strenger strafbar ist, nach 8 8 beb Gesetzes von 14. Dezember 1924, Nr. 7 S. d. G. u. D. v. F. 1924, im Wortlaut des durch die Kundmachung des Finanzminister» Rr. 141/1984 S. d. G. u. V. berlaiitbar- ten Gesetze» Rr. 121/1982 und Nr. 118/1984 S. d. G. u. V. bestraft. *••* III. Aassalt der ss 3 des Gesetzes öder den Schutz der kechoflovakischen Währung«nd des ttmlav- fes der gesetzliche« Zahlungsmittel vom 14. Dezember 1923, Rr. 7 S. d. G. n. B. v. I. 1924 nnd der Ergänzungen, im vollständigen Wort» laut durch die Kundmachung des Finanzmini- sters vom 8. Juli 1934, Rr. 141 S. d. G. u. B. verlautbart. 8 8- '(1) Uebertretungen der auf Grund de» 88 erlassenen Verordnungen werden als einfach« Ge« fällsübertretungen mit einer Geldbuße von 199 AL bi» 106.899 Kd bestraft. (2) Ist jedoch eine derartige Ikeberttetung'absichtlich oder au» grober Fahrlässigkeit beim Betriebe einer Bank» oder sonstigen Gelduntcrnehmüng begangen worden oder war der Zweck der Handlung die sei es auch nur rechnungsmäßige Einfuhr oder Ausfuhr von Werten, deren Umlauf gemäß-8 2 beschränkt ist. au» dem Auslande oder in das Ausland, so wird die Hmidlung als schtver« Gefällsübertretung mit einer Geldbuße in der Höhe de» Sin- bi» Vierfachen des Wertes des Gegenstandes bestraft, mit dem ste begangen wurde«der der zu Seile t »St.üiDnufnt* Sonntag. 30. September 1834. Nr. r?S H5. G (Seldt Verelnsnadirlditcn PRAGER ZEITUNG 44k Hirne in Prager Lidihplelltäusern Abonnements- Bestellschein. Name V ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ Unterschrift nd>:r de: Staht! -■ihrr r im Gelami- adtgemeinde tc? J«: e cJtr «rieu>er: rtars 5 Genaue Adresse:,, wiegt das Düstere und Schicksalsvolle, auch die gerade Taktart des ungerade, was nicht immer zum Vorteil der Gesamtwirkung des musikalische» Bildes ist. Imposant- ist der Aufführungsapparat, den der Komponist in Bewegung seht und der neben einem großen symphonischen Orchester einen große» gemischten Chor, Orgel und zwei Solisten zur Mitwirkung heranzieht.— Die vorzügliche Aufführung des Werkes war vor allem daS Verdienst des energischen und umsichtigen Dirigenten Karl L e j n a und seines passioniert spielenden S y m» phonieorchesterS der tschechoslowakischen Aisenbahner, das namentlich in der vielver- wendeten Gruppe der Blechbläser Hervorragendes leistete. Aber auch der zur Mithilfe herangezogenr Chor des Nimburger„Hlahol" geigte beachtliches und wohldiszipliniertes Können. Solisten der Kantate waren: ihr Dichter, der bekannte tschechische Konzertsänger Leo U h l i i und eine leider unzureichende Sopranistin Ludmilla H y ü k o v ä. An der Orgel saß Professor Fr. W i e d e r m a n n vom Staatskonservatorium. Der Erfolg des uraufge- Salchwaran dar Fa.HEGNER* Ca.,PILSEN SIND DIB ALLERBESTEN I Verlanien Lia in Mar Varkaufsstallt das Konsumveraln^s SELCHWAREN dar Hraia HEGNER* Cie., PILSEN We«zel»-Hy«NA» heilige Wenzel" nennt sich ein oder National-Hymnus. •«■ , WWW- r volkstümliche Haltung. Das Heldische und Festliche in ihr über- WWWMWWWWWW infoTgcbeffcn -»« e r der am Wenzels-Feiertag in einem Festkonzert der Präger Wenzels-Liga zur Urauf- s u h r u n g gelangte. Als einen Hymnus in drei Bildern bezeichne: der Verfasser Leo U b l i f sein dichterisches Werk, zu dem ihm der tschechische.Komponist Karl M o o r die Mm'ik geliefert hat. Aber ein Hymnus ist es nur dem allgemeinen Charakter nach; der Form nach und in der Größe seiner abendfüllenden Anlage har man es eher mit einer Kantate zu tun. In der Handlung dieser Wenzels-Kantate wird die historische Vergangenheit des tschechischen Volkes mir seiner Gegenwart verknüpft; als Hüter und Lenker der Geschicke des Volkes tritt erir Wenzel, der tschechische Fürst, später Wenzel der Heilige in Erscheinung. Die drei Bilder oder Abschnitte des Werkes zeigen: zunächst den Friedensbringer Fürsten Wenzel, sodann die Not des tschechischen Volkes und Landes nach der Schlacht am Weißen Berge und schließlich feine Befreiung nach dem Weltkriege. Mittler der Gedanken und des gesungenen Wortes sind: der Fürst und Heilige Wenzel, das Volk, die allegorische Frauengestalt der Heimat, sowie Chöre der toten und gefallenen Brüder. Der Freiheitsgedanke, der den Hymnus als Dichtung beberrscht, kommt auch in der Musik stark zum Ausdruck. Ihr ist großer Schwung nachzurühmen. Festigkeit der thematß schen Gestaltung und entsprechende >zo>eoen. ichwantr von rbilfe Beiden: wesen ickHoe- 71924 „Fronz-J»sef"-Bitter- die Absetzung des Siubles ohne starkes Bei Arterienverkalkung des Gebirns und deS Herzens läßt sich durch täglichen Gebrauch einer kleinen Menge natürlichen woiiers Pressen erreichen. Aerztlich bestens empfohlen. IV. Vertraulichkeit der»ou de» Par:eie» Sei der Ko»skrivtio» und de« Angebot bekanntgege- bene» Angabe». Wegen Darbietungen wie geschaffenen Konzert- Las Publikum, wobt aurgerubi— war doch das rrltc bedeutendere Konzert dirier Sai- —. zeig» sich dankbar und zollte begeistert WM T. R. i i i Letzte Post?..,, Sozialistische Jugend, Kreis Prag. Dienstag, den 2. Lkitcher, beteiligen sich alle Gruppen am Gruppenabend der SF Weinberge im TTF-Heim in der Jralslä. Paula Wallisch erzählt. der Zeit. Mittwoch 8 Uhr. Maf»ryk-B olksh ochs ch»le Sprachkurse: Hervorragende Fachleute, bewährteste Methode. Erste Stünde in allen Sprachkursen»nentgelt- B e z ii g S b e d t n g u n g e n: Bei Zustellung inS HauS oder bei Bezug durch die Post monatlich AS IS.—, vierteljährig Kö 48.—, halbjährig Kt 08.—, ganzjährig Kö 192.—.— Inserate werden laut Tarif billigst berechnet^ Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retöurmarken.— Die Zeitungsfrankatur wurde von der Poft- und Telegraphendirektion mit Erlaß Rr. 13.800/VII/1980 bewilligt. Druckerei:„Orbis", Druck-, Perl«»« und Zeitungs-A.-G., Prag. &,.'' He HÄtn^el r hol I Mitteilunsen der„Urania" „Ter stille Ton". In der Reih« künstlerische Filme. Montag, halb 0 Uhr. „Geheimes Afrika". H. E. Schrenzel(Wienl. 100 farbige Lichtbilder. Tas mnstische Afrika, Ra- rurgeisterglaube, Wunder der Medizinmänner. Dienstag 8 Uhr. „Wiedergeburt zur Freude". Kirchenrar Dr. R. Zilchcrt. Rückkehr zum Optimismus aus den Nöten Ge>ch Bevor bis einschließlich Dannrrstag, den 4. Oktober. Adria:„Vergessene Männer". Tsch.— Alfa: »Dein ist mein Herz". Engl.— Beranrk:„Der heldenhafte Kapitän Korkoran". Tsch.— Fenix:„Musik der Herzen". Tsch.— Flora:„Des Kaisers Wort". Fr.— Hollywood:„Musik der Herzen". Tsch.— Hvezda:„Vergessene Männer". Tsch.— Kinema: Journale, Groteske, Reportage, ab halb 2 bis 7 Uhr. — Olympier„Heldender Eismeere— Sie Tscheljuskinleute". R.— Passage:„Maskerade". D.— Radio:„Der heldenhafte Kapitän Korkoran". Tsch.— Staut:„Toboggan". Fr. — Svetozor:„Maskerade". D.— Alma:„Der schweigende Mund". Am.— Besedar„Mein Herz ruft nach Dir". D.— Carlton:„Der heldenhafte Kapitän Korkoran". Tsch.— Favorit:„Der heldenhafte Kapitän Korkoran". Tsch.— Illusion:„Der heldenhafte Kapitän Korkoran". Tsch.— Louvre; „Liebe auf den zweiten Blick". Engl.•— Maeeika: „Helden der Eismeere— die Tschcl- juskinleute". R.— Rozy:„Der heldenhafte Kapitän Korkoran" Tsch.— Sport-Smichov:„Bella Donna". Engl.— Baldek:„Des Kaisers Wort." Fr. Kunst und Wissen Heute Arbeiter»oeftelluug Heute 2 Uhr:„Ter B o g e l h ä n d l er", Ovcreiic, als AchDiervorftellung. Restliche Karten an der Theaterkasse. 2. Arbeitervorftellung:„Ent- führnng aus dem Serail" am lt. Oktober nni halb!! Uhr nachmittags. Karten ab Ticnrtag täg- liib von 8 bis 2 und 4 bis 6 Uhr bei Optiker Deutsch, Koruna. Pcrisc ermäßigt. Abonniere ab...,,,,, 1984 das täglich erscheinende Zentralorgan der^deutsche» sozialdemokratischen Arbeiterpartei „GosiaieemeVrar Verwaltung Prag XU., Fochova tk. 62, zum Preise vop 16 Xi monatlich, und send« diese» Betrag nach Erhalt deS Erlagscheines ein. LUS der patte! Ausweis für den Monat September ic erste Zahl bedeutet Parteifonds, die ringe« klammerte Wahlfondi" Bodenbach 5350( 1200) KE, Karlsbad 4040(1010) Kc. Pilse». Budwei« 1480 <370) KE, Prag 974<240, Kc, Preßbur, 60(15), Sternberg 1200<300) Ki, Tep, l i b. S a a z 2400(600) Kö» Trautenan 1200> 300), Trovva» 1210<250, KE. ttottfch Quartett Tas Kolisch-Onarieit bedarf nicht mehr der Empfehlung: es hat seine ausverlauften Säle, was bcutzutagc sehr viel heißen will und versteht auch wohl, die zahlreichen Zuhörer durch seinen feinen, alles Musikalisch-Klangliche sorgfältig abwandelnden Geist in hohem Maße mit Begeisterung"zu erfüllen. Seine größten Vorzüge scheint mir seine hochgradige Kultiviertheit und Schönheit des Klanges zu sein, die Fähigkeit. Tonreihen zu spinnen, die das Wissen um letzte Tinge des Vortrages verraten. Der künstlerische Leiter des Quartetts ist Kalis ch. außer ihm ge- flötcn der Bereinigung noch Kühner, Lehner und der Cellist H e i f e b an. Das Quartett begann mit einem Streichquartett in B-dur, opus 76. Nr. 4 von H a y d ii. Entzückend die Wiedergabe, Ivenngleich für Haydns kerngesiindc Lebenslust, die aus diesem Werke^iniiz besonders spricht, vielleicht ein wenig zu ii b e rseinert. Das weitere Programm brachte Tret»eittre Kommunal anleiben betrage von 20 Millionen Kc wird die£ in der nächsten Zeit au-nebmen; hievon sind für Schulbauten insgesamt 5 Millionen vorgesehen, für den Ausbau der Kanalisierungsneves gleichfalls 5 Millionen Kc und der Rest für Ver- besserung. bzw. weiteren Ausbau der Kommunikationen. ZMsheratlrtz»»« in Gemeindehäusern. Fn An- ilung des Zinsnivcaus auch mit Rücksicht dar- emeindc gehörigen - zur Einrich- neben, bar sich nen ihr ge- Tieie Sen- zwischen 15 „T Volk Spart• Spiel»Kttrperptlege Kitpest B»dopest gewann gegen Viktoria Ziz- kov mir 2:0(1:0) verdient. In diesem Spiel, das auf dem DFC-Platz ftatifand. hatte Viktoria keine Hoffnung auf Erfolg. Da» gewannen Au- Slowakei. Preßburg KilometerWWWW au? der Strecke Preßburg—Tyrnau—Preßburg. Von 21 Startenden siegte Kuczka,„Naprcd" Preßburg, in 3:03:02 Trd.— Der Arbeiter-Radfahrerklub in Lednicke Rovnk führte ein Distanzsahren über 06 Kilometer durch, das von 18 Fahrern bestritten und von Beranek(Preßburg) in 2:86:08 Std. gewonnen wurde. DaS erste Autorennen vor 40 Jahren. Das erste Autorennen wurde am 30. September vor 40 Jahren auf der Strecke Paris—Rouen veranstaltet. Aus diesem Anlaß führt der französische Autoklub eine JtchilämWveranstaltung und em Rennen jener Fahrzeuge, die seinerzeft daran teilgenommen haben, durch. Die Prager Sparta hat mit ihrer diesjährigen Teilnahme am M i t r o p a c u p ein ganz gutes Geschäft gemacht. Sie soll rund 200.000 Kö daran verdient haben. Der größte Geschäftsschlager waren die Spiele mit der Hungaria. Kinderfreunde, Prag. Montag, den 1. Oktober, abends halb 7 Uhr, in der Redaktion„Sozialdemokrat" wichtige Ausschußsitzung. SPT-Emigranten! Nächste Versammlung Donnerstag. den 4. Oktober, abends 7 Uhr im Geweri- ichastshauS, Berechn 11, mit Vortrag des G-nossen Mar Klinger über die Außen- und weltpolitisch Eintritt nur gegen Vorzeigung des neuen rcie gliedsauswcises. Wer noch nicht im Besitze eines solchen ist. muß ihn sich sofort versorgen. TPT Prag. Auto gegen Motorrad Ein Toter und ein Schwerverletzter beim Barrandov. Freitag abends fuhr aus der Straße Cbuchlc narb Prag der Il'jäbrige Bäckerge Joici Bader ans einem Motorrad mit! wagen. Unter dem Barrandov stieß er mir das der 28jährige Fleischhauer r aus Pantratz lenkte, zusammen, so schwer verleyr. daß er auf dem Transport in das Allgemeine Krankenhaus narb, sein Begleiter, der im Beiwagen saß. wurde in bedenklichem Zustand ins Krankenbaus geschafft. Seine Fdentirär konnte bisber nicht feilgestellt werden. Stiler wurde verhaftet und das Auto bc- fchlagnabmr. Tie Uriachc des Zusammenstoßes ist bisber noch ungeklärt. licht Beginn ad 1. Oktober. Zwei Stunden wöchentlich, 25 Kc monatlich. Tschechisch. Für Ansänger Dienstag, Tonnerstag 7 bis 8 Ubr. Für Fortgeschrittene Dienstag, Donnerstag 8 bis 8 Uhr.— Englisch. Für Anfänger Montag, Donnerstag 7 bis 8 Uhr. Für Fortgeschrittene Montag, Tonnerstag 8 bis 0 Ubr. Konversation Mittwoch 8 bis 10 Uhr. Beginn: 17. Oktober.— Italienisch. Für Anfänger Montag halb 7 bis halb 0 Ubr. Für Fortgeschrittene Mittwoch halb 7 bis halb 0 Uhr. Konversation Dienstag 6 bis 8 Uhr. Handelskorrespondenz Freitag halb 7 bis halb 0 Uhr. Französisch. Für Anfänger, Fortgeschrittene, Konversation. Vorbespre- I ckung Freirag 7 Ubr.— Russisch. Für Anfänger ! Freitag 6 bis 8 Uhr. » „Beethoven und wir". Ministerialrat a. D. Prof. L. Kestenberg. Acht Vorrräge. 1. Abend: Der sind„Wir". Unser Verhältnis zu Beethoven. Bortrag Beethovens 33 Variationen über einen Walzer von Diabclli op. 120. Montag 8 Uhr. „Moderne Zeit— moderne Arbeitsmethoden". Dr. B. Fürst. Vier Kurse. Ter allgemeine Einführungsvortrag zu diesen Kursen(„Die Grundgesetz: des Erfolges im praktischen Leben") Dienstag, 8 Uhr.„Die Kunst der freien Rede"(mit Diskussion) Donnerstag 8 Uhr.„Technik der Beeinflussung" (Mit Diskussion) 0. Oktober. Karten zu den Einführungsvorträgen 3 Kö. .^kennst du das Land?". Prof. Dr. R. Messer. Venedig. Mailand, Florenz. Zehn Stunden. Zyklus- karten 20 bzw. 25 Kc. Mittwoch 6 Uhr. „Mit offenen Augen". Prof. Hugo Steiner- Prag. Vier Vorträge. 1. Abend:„Die Kunst des Illustrierens". Zykluskarten 20 bzw. 25 Kö. Donnerstag 8 Uhr. eit itä Arbeit begeben.< t letzten Augenbl ist schon I !en emqezen- Geleise ge- »ane en ihren Ka- e Steuermanns ibren Fundes falicken Prinzen armen gant woblerzogenen Sckütz- Srück fehlt es an Bühnenzelt des fröhlichen Tempos, mirreißr. So war die Atmo- mgend-Vorstellung etwas frostig, k Walrer S ü ß k i n d s. die die Bilde: ist originell und vertreibt die Langeweile, erwachsenen Zuschauer bisweilen erlassen st Bühnenbilder Hans Burgers sind farbig wirksam.— Valerie S ch n e ck ist als Gassen- sunae Bobbv und als priuzlicher„Admiral" im Mittelpunkte der Handlung: ibr Triel ist überzeugend und sicher» den Erfolg des Abends. In die adrigen Rollen reiten sich mir großem Einfühlungsvermögen und mir Lieb« zur Sache erfüllt u. a. die Herren Paul Temel. Willy Volker, Hans H c v. Karl Trabauer, Leovold Dudek, Fosef G« r l a n d. May Gründberg. Karl P a d l c- s a k. die Damen Paula Sommer. Emmy F r au k. Mia Walden. Eiirig waren mich die „Gassenjungen" bei der Sache; das Spiel bar ihnen nicht viel Mübe gemacht. Zum Schlüsse gab es viel Beifall für alle Mitwirkendcn, besonders aber für Valerie Schneck, Walrer Süßkind und den Verfasser.—n. Svielplan des Neuen Deutschen Theater-. Sonntag, 2 Ubr. Arbeitervorstellung: „P o g e l h ä n d l c r"; halb 8 Uhr:„Manon" (D 1).— Montag, 8 Ubr, Kulturverbandssreunde und freier Verkauf:„S t ra ß e n mus i t".— Dienstag, 7 Uhr:„L o h e n g r i n"(A 2)..— Mittwoch, halb 8 Uhr:„SchloßWeiterstein"