Nr. 102. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrierter Sonntags Betlage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungs Preisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die lechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Dte Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Bernsprecher: Rmt 1, Br. 1508. Telegramm Adresse: Bortaldemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. wird: Von den Herren im Hause. Mittwoch, den 3. Mai 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. einzufügen, aber eine materielle Gleichberechtigung wäre manchen Fällen ist auch ein günstiger Erfolg nicht ausgeblieben. ein Angriff wider die göttliche Weltordnung. Der Arbeiter loses Werkzeug sein. muß in der Frohn für die Herren im Hause" ein willenSo erfreulich und wichtig dies ist und so sehr es die Arbeiter anspornen muß, ihre Organisation immer mehr auszubauen: darüber darf man sich nicht täuschen, daß es sehr lange dauern würde, bis auf diesem Wege das Notwendige erreicht ist. Deshalb muß die Gesetzgebung hier eingreifen und die Arbeitszeit regeln, wie es die Rücksicht auf die törperliche und geistige Gesundheit der Arbeiter gebietet. Politische Neberlicht. Berlin, den 2. Mat. Der Gesamtverband deutscher Metallindustrieller hat an den Grafen Posadowsky eine Eingabe gerichtet, in der er mit Aber die Beweisführung der Herren im Hause ist in sich einem Fanatismus gegen den Antrag auf Errichtung widerspruchsvoll. Wenn sie den Arbeitern die politische Gleich bon paritätischen Arbeitsnachweisen eifert, der schon wie Kapital- Cäsarenwahnsinn anmutet. Es heißt in der berechtigung zugestehen und wenn die Proletarier, von dieſem Rechte Gebrauch machend, die politische Macht erkämpfen, um Eingabe, die von der" Post" natürlich höchlichst bewundert auf gesetzlichem Wege den Absolutismus der Fabrikjunker zu „ Wir erheben Einspruch gegen den Antrag, weil durch ein in brechen, wenn sich das formale Recht materialisiert wie feinem Sinne erlaffenes Gefes, als Grundlage für den Arbeits- dürfen die Herren im Hause den notwendigen Wirkungen der nachweis überhaupt, ein Princip als allein richtig anerkannt, bon ihnen, wenn auch nur heuchlerisch anerkannten Vorausgewissermaßen legalisiert würde, das wir in Bezug fegungen widerstreben? auf Industrie und Gewerbe als durchaus unrichtig und nachteilig, Unsere Bourgeoisie ist heute in das Feudalzeitalter sowohl für die Arbeitgeber wie für die Arbeiter, erkannt haben zurückgekehrt. Die Rechte, die sie den Privilegierten der parlament wieder einmal die Gelegenheit ergriffen, um von neuent und daß wir daher in der vorerwähnten Beziehung mit aller Ent- Geburt entriß, verwertet sie, um für sich gleiche Privischiedenheit bekämpfen. Dieses Princip findet in dem Verlangen legien des Besizes zu fordern. Ja dieser bourgeoise Ausdruck, daß die Landes- Centralbehörde berechtigt und verpflichtet Feudalismus ist gefährlicher und barbarischer als jener des werden soll, die Gemeinden- bezw. weiteren Kommunalverbände Adels, weil er sich auf reale wirtschaftliche Machtmittel stigt, anzuhalten, Arbeitsnachweise zu errichten und zu unterhalten, an deren Verwaltung Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer während dem sinkenden Feudaladel die Privilegien nur das in gleicher Zahl unter dem Vorsiz eines Unparteiischen beteiligt papierne Mittel boten, um die fehlende wirtschaftliche Potenz find. In dem Antrage werden die auf diesem Princip auf dem Wege der Brandschahung notdürftig von Fall zu errichteten Arbeitsnachweise als„ gemeinnützig" dargestellt; sie Fall zu gewinnen. bestehen bereits unter der Bezeichnung paritätische" oder„ unparteiische" Arbeitsnachweise. Die Gemeinnüßigkeit dieser Arbeitsnachweise vermögen wir in Bezug auf Industrie und Ge= werbe nicht anzuerkennen, denn sie sind geeignet, deren Be= stand und weitere Entwidelung zu untergraben und zu hemmen." Amtliche Zeugnisse für Verkürzung der Arbeitszeit. Die Maienfeier des Junkerparlaments. Zu derselben Stunde, wo das klassenbewußte Proletariat aller Orten vereint war, um im Namen der Kultur die Forderung des Achtstundentages erschallen zu lassen, hat das preußische Junkerfeinen Kulturhaß zu bekunden. Welch' ein Gegensay! Hier auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehende Männer, die Tag aus Tag ein in harter Arbeit frohnden, und die wenige freie 3eit, die ihnen übrig bleibt, auf die Hebung ihrer Klassenlage verwenden, also ein wahrhaft fulturförderndes Werk verrichten! Dort die Kraut und Schlotjunker bestrebt, die Kultur zu zerstören, die geringen Rechte und die wenigen Freiheiten, deren sich der ländliche Arbeiter erfreut, ihm zu entreißen, ja selbst unmündige Kinder in das Joch schrankenloser Selbstsucht zu zwingen. Selteit trat das Sonderinteresse in so abscheulicher Form zutage, wie bei diesen agrarischen Bestrebungen, die ländlichen Arbeiter wieder völlig zu Leibeigenen herabzudrücken, daß sie sich mit Weib und Kind dem gnädigen Herrn" verkaufen. Aber die Sklaven des Altertums hatten wenigstens satt zu effen und gute Wohnungen, während die Sklaven des heutigen Oftelbien auf dem Lande oft in Löchern hansen und ein Essen erhalten, das zur Ernährung des Störpers nicht ausreicht. Die bis jetzt erschienenen Berichte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten Wenn man behauptet so wird weiter ausgeführt für das Jahr 1898 für das Jahr 1898- die bayrischen, der badische und die württemes trete ein Mangel an Gleichberechtigung in dem Umstande bergischen enthalten so manche Beobachtung, die gerade jetzt, da hervor, daß die Arbeiter von jeder Mitwirkung bei der Ver- die Arbeiter der ganzen Kulturwelt wiederum ihre Stimme für den Wie erimerlich, hatten sich die preußischen Junker vor einigen waltung der Nachweisstellen des Gesamtverbandes deutscher Achtstundentag erhoben haben, von ganz besonderem Interesse iſt. Wochen mit verschiedenen Anträgen zur Beseitigung der Lentenot auf Metallindustrieller ausgeschlossen sind, so sei das ganz unzuzeit in den Fabriken und in noch stärkerem Masse im Handwerk weit überwiesen. Vor allen Dingen ergiebt sich, daß auch jetzt noch die Arbeits- dem Lande beschäftigt und sie einer Kommission zur Vorberatung Diese Kommission schlägt in 12 Punkten Maßtreffend; denn: über jedes vernünftige Maß hinausgedehnt wird. In den nahmen vor, die neben der Hebung der Landwirtschaft 417 Fabriken und 114 handwerksmäßigen Betrieben zum Beispiel, überhaupt der Arbeiternot ſtenern sollen, die aber in Wahrheit zum welche in Niederbayern revidiert worden sind, betrug die Arbeitszeit größten Teile zu einer weiteren Knebelung der ländlichen a) in den Fabrifen; " unter 10 Stunden in 4,1 Prozent der Betriebe 10 " " 10-11 u. 11 11-12 12 über 12 b. 18 36,2 24,7 " " " " " " 17,5 17,9 " " b) im Handwerf: " " " unter 10 Stunden in 7 Prozent der Betriebe 10 18,2 " " " 10-11 u. 11 11-12, 12 über 12 b. 18 " " 22,3 " " " 23,3 29,2 " " " " Arbeiter führen. Diese Gleichberechtigung" in dem von jenen Sozialpolitikern gebrauchten Sinne weisen wir entschieden zurück. In der Politik und vor dem Gesetze hat der Arbeiter in unserem Vaterlande volle Gleichberechtigung, in wirthschaftlicher und socialer Zunächst ist es den Junkern darum zu thun, daß der Kon Beziehung ist er von ihr durch unsere bestehende Wirttrattbruch erschwert wird; sie verlangen deshalb Bestrafung der schafts- und Gesellschaftsordnung unbedingt ausgeschlossen; Arbeitgeber und Stellenvermittler wegen Verleitung zum Kontrattbruch, denn auf diesen Gebieten tritt unter anderem die Scheidung Bestrafung des Arbeitgebers, welcher wissentlich kontrattbrüchige Arbeiter zwischen den Rechten der Arbeitgeber und den Rechten der Arbeiter beschäftigt, und die Einführung einer Ersatzpflicht. Anscheinend richtet ein, die von der Entwickelung der Verhältnisse geboten und als sich dies Verlangen nur gegen die Arbeitgeber, in der That aber bewesentlichste Grundlage für den Bestand derselben zu betrachten dentet es einen schweren Schlag gegen die Arbeiter, die von nun an ist. Als eines dieser Rechte nehmen wir in Anspruch, daß der weniger Gelegenheit haben werden, bessere Arbeitsbedingungen zu erArbeitgeber Herr in seinem Betriebe sein und bleiben muß; Tangen, da der Arbeitgeber, der sie zur Aufgabe ihrer Arbeitsstätte denn nur er ist für das Gedeihen des Betriebes verantwortlich. veranlaßt, einer schweren Bestrafung entgegensieht. Welch trauriges Jm Interesse der Gesamtheit ist es unmöglich, ihn von dieser Zeugnis die Junker sich selbst durch diesen Antrag ausstellen, scheint Berantwortung zu befreien; widersinnig aber würde es sein, sie Die Arbeiter mit einer Arbeitszeit von weniger als 10 Stunden den Heren im Eifer des Gefechts völlig entgangen zu sein. In ihm zu belassen und anderen unverantwortlichen Personen das bilden also selbst in den Fabriken ein geradezu verschwindend kleines dem Antrage liegt das Zugeständnis, daß die Junker ihren Recht der Mitbestimmung gleichzeitig zu gewähren. Ein Aus- Häuflein. Die große Masse der Arbeiter wird viel länger bis zu eigenen Slaffengenossen nicht über den Weg trauen, und daß sie fluß des Rechtes, Herr in seinem Betriebe zu sein, ist aber 18 Stunden! in dem ewigen Einerlei der Erwerbsarbeit fest deshalb neuer Gesezesmaßregeln bedürfen, um sich vor ihresunbedingt das Recht des Arbeitgebers, seine Arbeiter lediglich nach gehalten. Sierbei sind aber die überaus häufigen Ueberstunden noch gleichen zu sichern. Natürlich wurde der Antrag mit großer eigenem Ermessen auszuwählen und einzustellen. Dabei gar nicht berüdsichtigt. Am schönsten jedoch zeigt sich die Sorge der Mehrheit angenommen. Auch ein Zufazantrag des Centrumsagrariers verkennen wir nicht, daß Arbeitsnachweise unserer Art Bedeutung Unternehmer für das Wohl der Arbeiter beim Schichtwechsel. So Szmula gelangte zur Annahme, wonach die Verleitung zum Kon wesentlich nur für die sogenannten„ gelernten" oder„ professionellen" wurde in Schwaben in einem städtischen Wasserwerke eine traftbruch auch seitens der Dienst- oder Arbeitsgenossen bestraft Arbeiter haben. Daher erklären wir ausdrücklich, daß wir... nicht 24 stündige und in einer Mühle sogar eine 36 stündige Arbeitszeit wird. Daß das Centrum fast einstimmig für diesen Antrag unbedingt Stellung gegen die kommunalen oder auch von Vereinen festgestellt. cintrat, der einer weiteren Einschränkung des Koalitions: und Gesellschaften begründeten und verwalteten paritätischen lleber die schädlichen Wirkungen solcher Arbeitszeiten kann selbst rechte der Arbeiter gleichkommt, ist ein neuer Beweis Arbeitsnachweise nehmen wollen. Diese Arbeitsnachweise müssen verständlich kein Mensch im unflaren sein. Wir führen deshalb nur für die socialpolitische Unzuverlässigkeit derer um Lieber. sich in der Hauptsache damit beschäftigen, möglichst viele Arbeits die wichtigsten diesbezüglichen Beobachtungen an. An einem für Einem solchen Antrage angesichts der drohenden Zuchthausvorlage loje unterzubringen, die sie jedoch bezüglich ihrer Brauchbarkeit diese Wißitände typischen Orte des zweiten württembergischen zuzustimmen, das bedeutet nichts anderes als die Abstreifung des weder prüfen dürfen noch prüfen können. Es werden dies in Kreises machen sich die schädlichen Folgen jahrelang den letzten Nestes von arbeiterfreundlicher Gesinnung. der Hauptsache die sogenannten ungelernten oder Handarbeiter nindern zugemuteter, übertriebener Arbeitszeit und all- Ein weiterer Antrag verlangt eine größere Berücksichtigung der geftrengter Thätigkeit eines großen Teils der Bevölkerung" all- örtlichen Verhältnisse bei Festsetzung der Schulzeiten auf dem Die Sprache dieser kapitalphilosophischen Beweisführung mählich fühlbar: die Bevölkerung ist nicht mehr so fräftig wie platten Lande, unter voller Wahrung der Zicle des Volksschulunterist föstlich jenem Jargon feudalistisch rückständiger Minister früher, und die Schwindsucht nimmt unter ihr in bemerkenswertem richts. Diese legten Worte sind wie zum Hohn hinzugefügt: abgelauscht, die den Parlamenten gegenüber ihre nicht Grade überhand. Eine ähnliche Beobachtung wird auch aus Baden Schon jest ist der Schulunterricht auf dem Lande trübfelig genug. einmal materiell auf dem Papier stehende Verantwortlich berichtet. Verantwortlich berichtet. Dort wird in mehreren Industriezweigen mit vor Die Ziele des Volksschulunterrichts werden schon jetzt nicht mehr feit ins Feld führen, um ihre absolutistischen Gelüfte zu recht herrschender Frauenarbeit das Aussehen der Arbeiterinnen etwva vom gewahrt; um wie weniger werden sie also gewahrt fertigen. In Wahrheit können aus der Verantwortlichkeit mit Recht geschlossen, daß für jene Arbeiterinnen die Arbeitszeit Aber was fragen die Junker danach, ob unser Volt etwas lernt 30. Lebensjahre an" ein augenfällig ungünstiges". Hieraus wird werden, wenn die Schulzeit noch mehr herabgesetzt wird, 30. Lebensjahre an" ein augenfällig ungünstiges". Hierans wird werden, feinerlei absolutistische Rechte abgeleitet werden; sonst müßten von 11 Stunden zu einem vorzeitigen Verbrauche des vor- oder nicht! Im Gegenteil, diejenigen Arbeiter- das haben fie ja die staatsrechtlichen Machtvollkommenheiten eines unber Bandenen Stapitals an Gesundheit führt". Auch der Bericht mehr als einmal erklärt antwortlichen Monarchen als völlig unbegründet er für den dritten württembergischen Streis kommt zu diesem tönnen, sind ihnen die liebsten. Solche Arbeiter raffen sich scheinen. Schluß und zwar bezüglich der Arbeitszeit der verheirateten Frauen, nicht so leicht zum Stampfe gegen die Unterdrildungs- und die nicht nur die 11 Stunden in der Fabrik, sondern auch noch Ausbeutungsgelüfte auf, sie unterwerfen sich blindlings ihrem mehrere Stunden im Haushalt schaffen müssen. " gnädigen Herrn". Damit die Junker billige Arbeitsfräfte haben, verüben sie jede Schmach. Was liegt ihnen daran, ob die Schultinder infolge der schweren Arbeit förperlich und infolge des mangelnden Schulunterrichts geistig verkrüppeln! Wenn fie mur billig und willig sind! fein“. Zu einem zifferimäßigen Ausdruck gelangen die Folgen der unvernünftigen Abraderei der Arbeiter in der nachstehenden Tabelle. 3m 111. württembergischen Kreis ereigneten fich: zwischen 6-9 Uhr morgens 18,2 Proz. aller Unfälle, 23,8 e 12-3 mittags 15,7 9-12 " " 3-6 " " 17 " " " " 32,2 " " " " viel die nicht lesen und schreiben denen die Aber das ganze Gerede von der Verantwortlichkeit des Unternehmers ist sinnlose Gaufelei. Er ist nicht mehr verantwortlich als jeder Arbeiter, abgesehen davon, daß die eigentliche Leitung in den großen Betrieben nicht einmal in den Händen des Unternehmers liegt, sondern in denen von besoldeten Angestellten. Man stelle sich das Bild einer Man mußte es sehen, wie sich die„ Edelsten und Besten" gestern berantwortlichen Aktiengesellschaft vor: Leute, die keine benahmen, als die Abgg. Kopsch( frs. Vp.) und Ernst( frj. Vg.), anderen Beziehungen zu dem Betrieb haben, als daß sie ein paar in ihrer Eigenschaft als Schulmänner ihnen die Gefahren einer Aftien haben, fühlen sich vor Gott und der Welt für den Benachts 6,1 weiteren Herabjegung der Schulzeit vor Augen führten! Sachlich trieb verantwortlich und können und wollen deshalb nicht das Die allgefahr ist also am geringsten in den drei ersten die durchschlagenden Gründe zu widerlegen, dessen sind die Junker geringste von ihren Herrenrechten aufgeben. Morgenstunden und steigt gegen Mittag. Für die Zeit von 12 bis unfähig, sie zogen es statt dessen vor, fort und fort die beiden Die Begründung, mit der unsere Industriebarone eine 3 Uhr mittags maß in Betracht gezogen werden, daß während der Redner durch Zwischenrufe zu unterbrechen, in ziemlich harmlose- und von unserer Seite nicht einhellig ersten Nachmittagsstunden der Betrieb ruht. Wird dem entsprechend Berachtung gegen alles, was Bildung heißt, und namentlich der Prozentjak erhöht, so ergiebt sich ungefähr dieselbe Zahl wie auch gegen die Lehrer, oder wic sie sich ausdrückten, gewünschte Forderung ablehnen, ist eines der lehrreichsten für die Zeit von 9-12 Uhr morgens. Hiervon aber sticht die er gegen die Schulmeister" deutlich zum Ausdruck kam. Daß auch Dokumente, um die sittliche und geistige Verwahrlosung unserer heblich größere Unfallgefahr in den letzten Stunden, 3-6 Uhr mit- diefer schulfeindliche Antrag an geommen wurde, bedarf keiner fapitalistischen Welt zu erkennen. Es ist die Anschauung der tags, scharf ab. Je größer also die Abspannung der Arbeiter, desto besonderen Erwähnung. Leibeigenschaft, die aus jenen Argumenten spricht, die Aufhäufiger die Unfälle. Die übrigen Anträge, die zur Annahme gelangten, bezogen sich auf fassung, daß die Menschen zum Dienen oder zum Herrschen Diese Beobachtungen werden bestätigt durch die Erfahrungen, die Einführamg der Konzessionspflicht für das Gewerbe der Gefinde geboren werden, als bloße Mittel für die souveränen Zwecke die man überall dort gemacht hat, wo die Arbeitszeit verkürzt maffer, auf größere Berücksichtigung der ländlichen Arbeiternot bei der Mächtigen, es ist nicht nur die brutale Unfittlichkeit, die worden ist. Derartige Mitteilungen liegen aus Bürttemberg und den vom Staate auszuführenden Bauten, und auf die Rücksichtnahme Baden vor. Durch die Verkürzung der Arbeitszeit werde nicht nur bei dem Strafvollzug während der dringenden landwirtschaftlichen Beugung der Humanität, sondern es ist auch angesichts des die Intensität der Arbeit erheblich gesteigert, sondern es hebe sich Arbeiten, sowie die vermehrte Beschäftigung von Korrigewaltigen Aufstiegs des erwachten Proletariats eine blöde auch die Intelligenz der Arbeiter. genden und Strafgefangenen bei Meliorations- und Dummheit. Die aufgeklärten Arbeiter haben denn auch alle Kräfte eingefegt, landwirtschaftlichen Arbeiten. Die Arbeiter haben die formale Gleichberechtigung die um eine Verkürzung der Arbeitszeit herbeizuführen. Die meisten Der agrarische Wunschzettel ist damit noch lange nicht ers Metallindustriellen sind nicht ehrlich genug, um ein leider" Unterhandlungen und Streits drehten sich um diese Forderung. In schöpft. Am Mittwoch, wo die Beratung fortgesetzt wird, werden. 1 die Junker mit ihren übrigen Anträgen hervortreten. Ginstiveilen| fönnen. Will Herr Stunum nun darüber diskutieren, wer recht hat, begnügen fie fich mit dem kleinen Mittel", die Leibeigenschaft die Arbeiter oder die Arbeitgeber, so sind wir ihm zu Diensten. Das wieder einzuführen. Wie lange wird sich die parlamentarische ist jedoch klar: Herr Stunim verurteilt die Arbeiter, ohne die Lage Herrschaft dieser Kulturfeinde behaupten? zu fennen aus purem Haß gegen jede freie Bethätigung der Arbeiterklasse. Vorboten der Spree Präfektur. Intereffensphären- Mufit. Ueber den demnächst zu erwartenden Gefeßentwurf, der Die China- Politik Englands war bisher Rußland enteine Neugestaltung der Polizeiverwaltung der Vororte Berlins bezweckt, machen die„ Berliner gegen gerichtet. Ersteres forderte das Princip der offenen Politischen Nachrichten" einige nähere Mitteilungen. Neuer- Thür" für seine händlerischen Interessen, Rußland sperrte dings hätten die Renderungen in der Organisation der Ber- seiner Tradition gemäß die Thür ebenso unhöflich wie entliner Vororte dazu geführt, daß eine„ einheitliche, intensive, schieden zu: Port Arthur wurde das Gegenteil eines Freischarf ineinander greifende Polizeiverwaltung in Berlin und hafens. Man gab dann angesichts des Vorgehens Rußlands in den Vororten" mangele. Die Stadt Schöneberg bilde feit dem 1. April 1899 einen eigenen Stadtfreis. Damit England die Losung aus, man müsse China im Widerstand Die Höfische Palastrevolution, habe nach Auffassung der Staatsregierung das Gesetz gegen seine Pächter stärken. von 1889 seine Anwendbarkeit verloren, da die Gemeinde die dem jungen Kaiser zu einer unheilbaren Krankheit verhalf, Schöneberg nicht mehr zum Kreise Teltow gehört. Für bedeutete den Sieg Rußlands über England. Rixdorf, das in nächster Zeit ebenso aus dem Kreise Jetzt hat England mit Rußland einen Vertrag abgeschlossen, Teltow ausscheidet, liege das gleiche Verhältnis vor. Die der auf der Umkehrung der bisherigen englischen ChinaAnforderungen des öffentlichen Interesses seien dabei aber Politik beruht. Man hat sich schiedlich auseinandergeeinigt, böllig unberücksichtigt. Nun wäre es ein verhängnisvoller sauber Interessensphären abgesteckt, und statt der offenen gewähren soll, haust jeder für sich Fehler, wenn die Polizei für Berlin und für die trennt hinter Schloß und Riegel. nannten Vororte bliebe. Nur dadurch, daß die polizeilichen Maßnahmen nach einheitlichen Gesichtspunkten ergriffen werden, fei die Gewähr dafür gegeben, daß die Polizei der ihr gestellten Aufgabe gerecht zu werden vermag und daß sie sowohl auf friminellen, wie auf den anderen ihrer Fürforge anvertrauten Gebieten mit derjenigen Umsicht, Sicherheit und Schnelligkeit vorzugehen vermag, welche das Zufammenwohnen von Millionen von Menschen auf einem verhältnismäßig eng begrenzten Raum unbedingt erfordere. Eine organische Angliederung der Polizei- Verwaltungen zu Schöneberg und Nixdorf an das Berliner Polizeipräsidium unter Loslösung derselben aus ihrem jeßigen Verhältnis zu dem Regierungspräsidenten in Potsdam sei deshalb nach Lage der Verhältnisse nicht zu entbehren. " Diese Vergangenheitspolitik hat natürlich Lord Salisbury vergessen, als er im internationalen Diplomatenstil in einer öffentlichen Rede sein Entzücken über den Vertrag äußerte: kollidieren." uns dann im Grunde doch den Sieg errungen, und zwar ohne daß sie sich die Mühe zu geben brauchte, ihre Führer in das Stadthaus hineinzubringen. Eugen Richter und Schweinburg. Die Freifinnige 8tg.* brachte in der vorigen Woche folgende Notiz: " Abg. Frhr. v. Heyl wird vom Centralverband deutscher Industrieller in dessen Organ, den„ Berl. Pol. Nachr.", der b abgefertigt. Anknüpfend an seine letzte Reichstagsrede und feine Vorschläge in der Gesetzgebung, fennzeichnet ihn dieses nationalliberal- fonservative Organ als einen socialpoli tischen Projettenmacher." Er ignoriere thatsächliche Bor gänge und informiere sich nicht einmal über die von ihm beHandelten Gegenstände. Eine solche Behandlung der wichtigsten politischen Fragen bezeichnet man eben treffend mit dem Ausdrud Dilettantismus."- Ganz unsere Meinung." " Wir würdigten dieses rührende Zeugnis der Verstummung Eugen Richters, wie sich's gebührt. Herr Eugen Nichter aber hat ein probates Rezept. Er schwört dies unangenehme Geständnis mit Hilfe einiger Verrenkungen ab und bezichtigt dann die Leute, die ihn gestellt, der Verdrehung, oder in schlimmeren Fällen der frechen Lüge. So brachte die" Freis. 8tg." am Tage nach jener Festnagelung folgende Notiz:" " Einer Berdrehung einer Bemerkung der Freis. 8tg." macht sich der Vorwärts" wiederum schuldig. Wir hatten, anknüpfend an einen Artikel der„ Berl. Pol. Nachr.", ausgeführt, daß dieses Organ den Abg. Frhrn. v. Heyl als einen socialpolitischen Projettenmacher bezeichne; er ignoriere thatsächliche Vorgänge und informiere sich nicht einmal über die von ihm behandelten Gegenstände; eine solche Behandlung der wichtigsten politischen Ausdruck Fragen bezeichne eben treffend mit dem Dilettantismus". Unsere Charakteristik des Frhen. b. Heyl bezog sich nach diesen Worten nicht bloß auf seine socialpolitischen Borschläge, sondern auf die ganze Persönlichkeit, auf sein Verhalten im Parlament und in allen Fragen der Gesetzgebung, namentlich also auch in Zollfragen; der Vorwärts" aber stellt es so dar, als ob wir uns damit für socialpolitische Ansichten des Frhrn. b. Stumm ausgesprochen hätten. mant Ist fie erst den Massen in Fleisch und Blut übergegangen, so wird das Geschäft des Freifinus zweifellos aufblühen. Würde man die vorhandenen 60 000 2. für diesen Zweck verivenden, jo väre das sicherlich eine rentable Kapitalsanlage. " Wir sind zu einem befriedigenden Abkommen mit der russischen Regierung gelangt, und ich hoffe, daß dieses Abkommen von gutem Einflusse sein wird. Ich will mich hier nicht darüber verbreiten, wie weitgehende Folgen dieses Abkommen haben mag. Aber mit Rüdsicht auf die Beziehungen, welche während der legten fünfzig Jahre zeitweife zwischen und jenem großen Reiche bestanden haben, glaube ich, ist es freudig zu Ein wundervolles Stüd einfältiger, aber solider Ausrederei. begrüßen, daß wir zu einem Abkommen bezüglich der Schweinburg nennt den Frhrn. v. Heyl einen sozial politischen chinesischen Frage gelangen, welches, wie ich glaube, mit Projektenmacher, Richter jubelt freudig berauscht: Das ist ganz meine einiger Sicherheit jeder Wahrscheinlichkeit vorbeugen wird, daß Meinung! Nachdem dann sein Bewußtsein infolge unserer Bes unsere Interessen und unsere Ziele in der Zukunft jemals mühungen wiedergekehrt, leugnet er dreift den schweren Fall. Er habe den 30II politiker gemeint, nicht den Socialpolitiker. Da Salisbury fam im weiteren Verlaufe seiner Rede auf die mum aber Schweinburg den 8o Il politiker v. Heyl sicherlich keinen Zu diesem Zweck dürfte, so erzählen die Berliner Alliancen zu sprechen und erklärte, von einer Alliance in Projektenmacher nennen würde, weil seine Schutzöllnerei ihm Politischen Nachrichten" weiter, der neue Gefeßentwurf dem Sinne, daß England mit irgend einer sympathisch ist, so ergiebt sich folgende Zwickmühle: Richter für die anderen Vororte eine im wesentlichen gleiche Nation zusammen zum Striege ausziehen und ist ganz der Meinung Schweinburgs, d. H. Richter meint das Organisation zu schaffen bestrebt sein, wie sie in die Kosten und die Gefahren eines solchen Krieges für jeden Gegenteil Charlottenburg feit Jahrzehnten besteht und dort gute Er Beteiligten mit tragen solle, von einer derartigen Alliance fommenen Eugen Richter- Stiftung möglichst verbreitet werden. Diese neue Logik sollte mit Hilfe der neuerdings zustande ge folge erzielt habe. Die ortspolizeiliche Thätigkeit des Polizeipräsidiums zu Berlin würde demnach in der Hauptsache nur für den Bezirk der Stadt Berlin bestehen bleiben, dagegen würden die Vororte mit Berlin unter Ausscheidung aus dem Landespolizeibezirk Potsdam zu einem gemeinsamen Landespolizeibezirk vereinigt werden. Die Vorlage dürfte sich dabei nicht auf Schöneberg und Nixdorf beschränken, weil für andere Vororte ähnliche Verhältnisse für die Zukunft zul crwarten sein werden. Neben dieser Bildung eines gemeinsamen Landespolizeibezirks der Vororte mit der Stadt Berlin dürften die Schaffung einer gemeinsamen Stelle für die Beschlußfassung und Entscheidung in polizeilichen Angelegenheiten in dem Bezirksausschuß zu Berlin, die Ülebertragung des ansDer Kanal, so schreibt die Köln. Boltsztg.", ist den Kon Eine sehr nichtssagende Rede, die darüber nicht hinweg. schließlichen Rechtes zum Erlaß von Polizeiverordnungen täuscht, daß Rußland wieder ein hübsches Stück weiter auf fervativen sehr unsympathisch, wie bekannt. Sie fühlen aber, daß sie die allerhöchste Gunst in hohem Maße verscherzen würden, wenn sie treis- und landespolizeilicher Art auf den Polizeipräsidenten den Wege zur Weltherrschaft gelangt ist. ihm zu Falle brächten. Also muß auf andere Weise wieder gut von Berlin für den Umfang des gemeinsamen Landespolizei- Uebrigens ist dieses Abkommen wohl auf den Wunsch Wetter gemacht werden. Man bietet sich also an, lieber eine neue bezirkes sowie die Befugnis und Verpflichtung der Polizei Rußlands, in England Geld zu leihen, und auf die Neigung Flottendivision zu bewilligen als den Kanal. Dieser Gedanke foll Erefutivorgane zur gegenseitigen Hilfe in Notfällen die Englands, Geld vorteilhaft in Rußland anzulegen, zurückzuzuerst in den Salons des Herrn v. Miquel zu Tage getreten fein. weiteren Grundlagen des neuen Geschentwurfs bilden. führen. Händlerinteressen bestimmen die hohe Politik, und Er kam dann in veränderter Form in die freilonservative" Post", Soweit das offiziöse Blatt. dort wurde eine beschleunigte Ausführung des im vorigen Seine Darlegungen lassen die Wölfer bleiben elend. deutlich genug erkennen, daß der Regierungsentivurf den Die englische Presse ist über die neueste Errungenschaft Jahre verabschiedeten Flottengeseses angeregt, da die FinanzBoden ebnen soll für die Errichtung der Regierungsgewalt der ostasiatischen Politik ihrer Regierung nicht erbaut. Sie lage so überaus glänzend sei. Bei der„ Bost" ist Herr v. Stumm eine im Spreedepartement, dessen Selbstverwaltung abzubrödeln muß erkennen, daß Rußland wiederum den Löwenanteil er- maßgebende Persönlichkeit. Herr v. Stumm ist auch gegen den Kanal, heißestes Streben des Reckeschen Regiments ist. Wohl rungen hat. Sie weiß auch, daß mit dem chinesischen Eisen- ans bekannten Gründen; aber auch er oder die Leute um ihn mögen Bedürfnis fühlen, wenn sie den taiserlichen Wunsch ist anzuerkennen, daß die Entwickelung der Vororte bahnabkommen der massenhafte Konfliktsstoff zwischen den des Kanals vereiteln, dann so eifriger eine Vereinheitlichung des Verwaltungswesens Berlins beiden Weltreichen kaum um ein Geringes vermindert anderen faiserlichen Wünschen zu schmeicheln. und seiner Vororte erfordert. Doch die Regierung worden ist. Was wird aus diesen Anregungen werden? Es ist eine Kombination sucht diese Neuorganisation nicht auf dem Wege der Zugleich mit der Meldung des chinesischen Abkommens denkbar, daß man rechnet: der Kanal ist doch nicht durchzusetzen;" Ausgestaltung der bürgerlichen Eigenverwaltung, sondern in fam die Kunde großer Fortschritte Rußlands in Persien. Der da ist es immerhin besser, daß man statt des Kanals eine weitere der Erweiterung der Polizeimacht. Dem Polizeipräsidenten Weg durch Persien nach dem Indischen Ocean, das beharrlich Flottendivifion einheimist, als daß der Kanal fällt ohne Gewinn auf von Berlin wird eine Stellung gegeben, die der Stellung erstrebte Ziel der russischen Diplomatie, erscheint gesichert; Das Centrum, dessen Hauptorgan diesen Plan enthüllt, hat ja eines Oberpräsidenten entspricht. Der Gefeßentwurf soll die Englands Einfluß am Hofe von Teheran ist durch Rußland dann wieder Gelegenheit, seine Tauschhandelspolitik zu treiben. der Ein großes Gebiet Grundlage schaffen für den Aufbau der Spree- Präfektur, den weit überflügelt. persischen Polizei und Vereinsrecht. Die Polizeipragis in Zwing Uri des widerspenstigen Berlins. Nordwestprovinz Aserbeidschan ist einer russischen Bergbaugesellschaft verpachtet worden, wie wir bereits mitteilten, und der Sandhabung des Vereins und Versammlungseine russische Expedition macht sich an der Südwestgrenze es wird wieder einmal aus dem freiheitlichen" Großherzogtum Sachsen- Weimar prächtig illustriert. Der nachstehend genannte Perfiens zu schaffen. England foll bereits eine Gegen- Genojie erhielt folgendes Schriftstid: expedition ausgerüstet haben, um einer Festschung der Der StadtgemeindeRussen am persischen Golf zuvorzukommen. Mag auch die Vorstand. Mutmaßung, England beabsichtige die Besizergreifung der Geschäfts- Nr. A. 1610. Mündung des Euphrat und Tigris, abenteuerlich sein, die Sphären- Harmonien des englisch- russischen China- Abkommens werden von mächtig schwellenden Dissonanzen übertönt. fönne nur in einem ganz außergewöhnlichen alle die Rede sein. Er glaube, England fönne sich mit Recht dazu beglück wünschen, daß es jest zu so vielen Nationen auf der Erde in freundlichen Beziehungen stehe. England fühle, daß die AufFideikommiffe. Officiös wird beteuert, die Regierung denke rechterhaltung dieser Beziehungen, so lange seine wesentlichen Interessen und feine Ehre gewahrt scien, das höchste Ziel nicht darau, der freifinnigen Anregung wegen der Beseitigung des Ob die Fideikommisses Folge zu leisten. Sie will die Ansiedelung kleinerer sei, das ein Minister vor Augen haben könne. Friedenskonferenz eine Besserung der Beziehungen und mittlerer Landwirte befördern, aber das Privileg des ewigen zwischen den einzelnen Nationen zur Folge haben werde, Bejizes soll nicht angetastet werden. Natürlich! Wer hat etivas Anderes erwartet? wisse er nicht, aber die Thatsache, daß eine solche Konferenz bon einer Nation veranlaßt jet, welche in Bezug auf Schiffe ftatt Kanäle. Die preußischen Kanalgegner planen, ihre Machtmittel eine der mächtigsten Nationen der Erde sei, sei wie verlautet, eine Aussöhnung mit den fanalfreundlichen Mächten, ficher ein gutes Omen für eine friedliche Zukunft." auf der Basis, daß man statt des Kanals Schiffe bewilligt. Stummische Irrtümer". Aus Belgien wird uns geschrieben: Hier hat man mit großer Verwunderung die Aeußerungen des Herrn Stumm über die Lage des Ausstandes und die belgische Gesetzgebung im Deutschen Reichs tage gelesen. Herr Stimmm hat alvei Behauptungen über Belgien aufgestellt, die beide durchaus falsch find. Herr Stimm sagt: a)„ Die Arbeiter haben sich dort nicht einmal einem Schiedsgericht unterworfen", und b) obwohl die Arbeitgeber zum Nachgeben bereit waren". Herr Stumm behauptet, daß wir Echiedsgerichte haben. Er irrt. Die Socialdemokratie verlangt Schiedsgerichte seit langem vergeblich. Wie liegen die Dinge? Wir haben in Belgien einen Rat der Industrie und Arbeit"( Conseile de l'Industrie et du Travail), der zufammengesett ist aus Unternehmern und Arbeitern. Aber diese Körperschaft ist ohnmächtig. Der Unternehmer- Beisiger im „ Obersten Industrierat", Herr Hanssen aus Lüttich, ein Anhänger der rechtsliberalen Partei, sagte in der Sitzung der genannten Körperschaft am 25. April d. J.:„ Die Räte der Industrie und Arbeit vermögen nichts, da ihren Beschlüssen die gesetzliche Kraft fehlt." Das weiß ja hier jedermann, aber ich wollte Herrn Hanssen citieren, weil dieser den Andes fchaungen Herrn Stumm sehr nahe steht. Die Unternehmer versuchten den Nachweis zu führen, daß sie einer Lohnerhöhung nicht zustimmen fönnten, die Arbeiter blieben unter Beibringung eines umfangreichen Materials auf ihren Forderungen bestehen. Eine Einigung wurde nicht erzielt, Schieds sprüche können die Körperschaften nicht fällen und so blieb alles beim alten. Herr Stumm hat also hier, nur, um der Arbeiterklasse eins auszuwischen, über Dinge gesprochen, die er nicht fennt. Nun giebt es für die Gruben von Mariemont allerdings ein sogenanntes Schiedsgericht, aber auch hier verhält es sich ähnlich. Auch dieses funktioniert mehr mir als Versöhnungsrat. Schiedsgerichte, wo Unparteiische, bei der Sache nicht Beteiligte, den Streitfall zwischen Unternehmern und Arbeitern durch cinen Urteilsspruch zu erledigen hätten, giebt es auch in Belgien nicht. Die Arbeiter fonnten das Schiedsgericht also gar nicht ablehnen, wie Herr Stumm behauptet. Herr Stimm fagt endlich, daß die Arbeitgeber zum Nachgeben bereit waren. Was bezeichnet das Wort„ Nachgeben"? Will Herr Stumm damit sagen, daß die Unternehmer 20 Broz. bewilligen wollten? Dann ist die Behauptung falsch. Will er sagen, daß von den Arbeitgebern die einen nichts, die anderen 5 Proz. und etliche 10 Broz. bewilligen wollten? Das ist wahr. Aber die Arbeiter verlangen eben 20 Broz. und glauben dies mit vollem Recht verlangen zu Deutsches Reich. Das Portal. Die Kreuz- Zeitung" spricht die Hoffnung aus, daß die Mehrheit der Stadtverordneten dem Magistrat bei seinem Wunsche, die Kirchhofs Angelegenheit durch Nachgiebigkeit zu einem friedlichen Abschlusse zu bringen, keine Hindernisse bereiten werde: Am einfachsten wird sich der fernere Verlauf gestalten, wenn der Magistrat die Stadtverordneten- Versammlung nicht noch ausdrücklich um Genehmigung des veränderten Planes für das Gitter und das Portal des Kirchhofes ersucht, sondern selbständig die Abänderung beschließt und von seinem Beschlusse den Stadtverordneten lediglich Kenntnis giebt. Ein derartiges Vorgehen würde, soweit wir augenblicklich die Einzelheiten der Sache überschen, dem Gesetze nicht widersprechen und außerdem den Vorzug haben, daß es den Freunden der Ordnung in der Stadtverordneten- Verfammlung nicht einen ausdrüdlichen Widerruf ihrer früheren Abstimmung zumutet." Diese einfachste Lösung heißt die Zumutung einer schmählichen Selbstentwürdigung, abgesehen davon, daß ihre gesetzliche Zulässige feit zum mindesten zweifelhaft ist. Weiter schreibt das Blatt: " anderer Seite." um Neustadt( Orla), den 22. April 1899. Dem Gerber Herrn Karl Rinde zu Börthen wird hiermit eröffnet, daß die für heute, Sonnabend, den 22. April, abends 9 Uhr, in Fröbels Restaurant hier angemeldete offentliche Vers fammlung hiermit verboten wird, weil der Referent, Herr Hermann Leber aus Jena, nach den eingeholten Erkundigungen ein gewerbsmäßiger Agitator ist, sowie deshalb, weil die Behandlung des gewählten Themas durch einen Agitator eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und den öffentlichen Frieden herbeizuführen geeignet ist, außerdem nach den angehefteten Plakaten eine große öffentliche Versammlung und nicht nur eine öffentliche Metallarbeiter- Versammlung abgehalten werden soll. Wimmiler, Bürgermeister. Der Bürgermeister von Neustadt, Arm in Arm mit dem im Landtag sigenden konservativen Bezirksdirektor des Neustädter Kreises, Stichling, und beide unter dem Schuß und Schirm des neu ernannten Staatsministers des Junern, des Agrariers v. Wurm das find angenehme Aussichten für die Zukunft! Die russische Präventivzensur gewinnt auch in Deutschland, wie man sieht, Anhänger und Boden. " Neues vom groben Unfug. Das Amtsgericht in Graudenz verurteilte, nach einem Telegramm der„ Voss. Ztg.", den Redacteur Majewski von der„ Gazeta Grudziondzka" wegen groben uns. fugs in zwei Artikeln zu zwölf Wochen Gefängnis. In den Artikeln war die Aufforderung enthalten, daß jedes Polenkind außerhalb der Schule nur polnisch sprechen solle. " Der Wunsch, daß Herr Kirschner baldigst als erster Die Bethätigung nationaler Gesinnung grober Unfug! Bürgermeister bestätigt werden möchte, scheint jetzt Was giebt es noch auf der Welt, das nicht als grober Unfug auf der einzige leitende Gesichtspunkt für die Mehrzahl der Mit- zufassen ist! glieder der städtischen Körperschaften zu sein. Man ist hier doch Die ,, Staatsbürgerin" ist höchst erbost, daß der Reichstag zu der lleberzeugung gekommen, daß das Spielen mit der Revo nicht auf den agrarisch- antisemitischen Zeim der Verstaatlichung der lution", der Versuch, einen einflußreichen Führer der Umsturzpartei Reichsbant gegangen ist. Und da bei der Zurückweisung der zur Teilnahme an der Aufsicht über christliche Schulen und ihre antisemitischen Absichten auch die stattliche Zahl der socialdemokratiLehrer zu benutzen, sowie überhaupt die Förderung der social- schen Stimmen mitgewirkt hat, so schimpft der Moniteur der reinen demokratischen Bestrebungen durch peinliche Rücksichtnahme auf alle Teutschen rohrspaßlich gegen unsere Partei. Die Social von dieser Seite fommenden Wünsche nicht geeignet ist, der staat demokratie stimmte für die Liebesgabe die Großfinanz, lichen Aufsichtsbehörde ein besonderes Entgegenkommen gegen die Organe der Stadt Berlin nahezulegen." an die für die nächsten zehn Jahre die Kleinigkeit von 70 Millionen Mark betragen wird." Und weiter: nicht mit einem Das Blatt der Junker und Muder fühlt sich berufen, die einzigen Antrag feien die Socialdemokraten herausgerückt zur Berliner Verwaltung wohlwollend zu beraten! Wir vermögen nicht Einschränkung des großkapitalistischen Profits". Dies alles ist echt zu glauben, daß die Mehrheit des Magistrats und der Stadt- antisemitische Wahrheit, d. h. es ist erlogen von Anfang bis zu verordneten Versammlung bestrebt sein könnte, sich das Lob der Ende. Thatsache ist, daß unsere Frattion sehr weitgehende Heraba Streug Zeitung" zu erwerben. Die Berliner Bewegung" hätte fegung des auch durch das nunmehr angenommene Gesetz bedeutend M berminderten Gewinnes der Reichsbant Anteileigner beantragt hat. 11000 Berfonen. Nachmittags 4 Uhr Konzert in Mengerts Bolts- fonnte. Der Umzug wurde verboten. Die ben Tag burch gänzliche Wurde unser Antrag abgelehnt, so war es nicht unser Verschulden. garten. Abends 8, Uhr Versammlung in Mengerts Volfsgarten, oder teilweise Arbeitsruhe Feiernden, die sich in überaus starter, Wenn wir aber nicht gegen das ganze Gesetz stimmten, so Referent Huth, 1200 Besucher; Concordia: Referent Thiele, 700 gegenüber dem Vorjahre bedeutend größerer Anzahl eingefunden trägt daran die Schuld gerade das antisemitische Agrarier- Personen; Winkels Salon: Referent Schnelle, 400 Personen. Stim- hatten, begingen einen gemeinsamen Spaziergang nach Edigheim. Mitwirkung der Vereine des Arbeiter- Sänger- und Abends fand eine gutbesuchte Volksversammlung statt, aus der sich schlimmern beabsichtigt. Denn das agrarische Bestreben nach Turnerbundes. Spremberg. Nachmittags Ausflug von auf polizeiliche Aufforderung hin erst die Frauen entfernen Verstaatlichung der Reichsbank zielte nicht auf eine Ver- 150 Personen, abends Versammlung, 400 Personen. Wittrisch mußten. tum, welches das Uebel, das wir bekämpfen, noch zu ver- mung ausgezeichnet premberg. minderung des Kapitalistischen Gewinns, sondern auf eine noch weit Forst referierte; gute Stimmung.- In Drossen fanden am 30. April Baden. Offenburg. Beim schönsten Maienwetter fand hier mehr ausbeuterische Ausmuzung des Reichsbankkapitals zu junker sowie in Reppen am 1. Mai überaus gutbesuchte Versammlungen nachmittags ein Ausflug der Feiernden in den Gemeindewald statt. lichen Pumpzweden, wozu sich nebenbei noch eine besonders auch statt, selbst die Nebenräume waren überfüllt, zahlreich waren auch Abends versammelten sich über 400 Festteilnehmer mit Frauen und für die Arbeiterklasse höchst gefährliche Erschütterung des jezigen die Frauen vertreten. Mit dem größten Interesse folgten die An- Kindern. Die Bedeutung des Tages schilderte der Abgeordnete A d. Währungssystems gefellt hätte. Die Geschäfte der gewaltthätigsten wesenden den Ausführungen der Referentin, Genoffin Anna Mesch. Ged.- Uus Konstanz wird berichtet: Zum erstenmale war Feinde der Arbeiterklasse zu fördern, hat aber die Socialdemokratie Ueberall begeisterte Stimmung. hier mittags um 1 Uhr eine Boltsversammlung einberufen. Diese feinen Beruf. Das überlassen wir gern denen um Liebermann und Guben. Nachmittags Ausflug in die Berge unter zahlreicher war über alles Erwarten zahlreich besucht; gegen 200 Arbeiter Bachler.Beteiligung. Abends Voltsversammlung. Starter Besuch. Große waren erschienen. Das Referat hatte Genosse strohn übernommen; Nachdem ge- ein italienischer Genosse hielt eine Ansprache an seine anwesenden Steuerreform in Heffen. Die zweite Rammer hat nach Begeisterung. Otto Wels aus Berlin referierte. Die Polizei forderte Landsleute. fechstägiger Generaldebatte mit 28 gegen 2 Stimmen die Weinstener mütliches Beisammensein, Vorträge usw. der Frauen, weil der Einberufer Mitglied des Heffen- Darmstadt. Die Versammlung in Heusenstamm abgelehnt und einen Antrag Ofann angenommen, die Berhand- Entfernung der Frauen, weil der Einberufer Mitglied des lungen über die Steuerreform zu vertagen und die politischen Vereins, es also Vereinsversammlung sei. Nach war sehr gut besucht und verlief in bester Weise. Nowawes. Regierung zu ersuchen, die Frage des Ersatzes der Weinsteuer in Belehrung werden die Frauen zugelassen. Die Versammlung am SonnDie polnischen Socialdemokraten weitere Erwägung zu ziehen und das Ergebnis noch diesem Land- Maifeier großartig verlaufen. tag war von ca. 200 Personen besucht. tage in Form einer Gesezvorlage vorzulegen. Am 1. Mai früh in Deutschland feierten in diesem Jahre den 1. Mai in größerem Spaziergang nach Bornim, abends die eigentliche Feier bei über- Umfange als in den vorhergehenden Jahren. In Dresden, Leipzig, fülltem Lokal.-Schwedt. Die Maifeier verlief hier in ge- Hamburg, Bremen, Wilhelmsburg, Berlin usw., wo polnisch- socialwohnter Weise. Durch vollständige Arbeitsruhe demonstrierten demokratische Vereine existieren, war die Beteiligung der polnischen 150 Mann. Ten burg Genossen eine durchweg starke. Ausland. Destreich Ungarn. b) 30.00 Schlesien. Im Waldenburger Wahlkreise ist kein Lokal In Berlin veranstalteten die polnischen Genossen am Sonntag Die Parteigenossen mußten sich im Englischen Garten eine gut besuchte öffentliche Versammlung, wo für Versammlungen zu haben. darauf beschränken, eine Feier im„ Eisernen Kreuz" in Altwasser die Genossen Morawski und Berfus sprachen. Eine Resolution im Es herrschte unter Sinne der Verbrüderung aller Arbeiter der Welt wurde einstimmig angenommen. Am Montag fand ein Ausflug nach Johannisthal statt; das Bastiansche Gesellschaftshaus war von Teilnehmern überfüllt, wo bei Spiel und Tanz eine recht freudige und herzliche Stimmung herrschte. Die Tumulte in Eger bildeten in der Sigung des böhmifchen Landtags den Gegenstand einer Interpellation. Der Statthalter Graf Loudenhowe erklärt: Die bedauerlichen Vorfälle auf der Straße hätten dadurch einen größeren Umfang au- zu begehen, die dafür umso besser besucht war. genommen, daß mirida der Menge einen geladenen den Teilnehmern eine sehr gehobene und der Bedeutung der Feier Ohlau. Die am 30. April vorbereitete Revolver entgegenhielt. Der Statthalter verurteilt nach- würdige Stimmung. drücklich die vorgekommenen Demonstrationen und Ausschreitungen Maifeier wurde uns hintertrieben, die am 1. Mai abgehaltene Voltsversammlung war jedoch außerordentlich gut besucht. Grünberg. und bedauert, daß die Polizei denselben nicht entschieden genug entgegen getreten fei. Sollte sich ergeben, daß den amtlichen Organen Sonntag, den 80. April: Spaziergang, 200 Personen. Montag, den irgend ein Verschulden oder ein lebergriff zur Last falle, so 1. Mai: abends Versammlung mit Kommers, 500 Personen. werde mit voller Strenge gegen dieselben vorgegangen werden. Festrede hielt Genosse Stolpe Grünberg. Es herrschte große Begeisterung. Frankreich. Die Aussagen Path de Clams. Paris, 2. Mai. Der Figaro" veröffentlicht die Aussagen du patys. Du Bath erklärt, er habe als Soldat gehorcht, ohne nach geschriebenen Befehlen seiner Vorgesetzten zu fragen. Er er innert an fein Schweigen vor seiner Entlassung und behauptet, daß er der disciplinierteste Soldat sei und das ihm widerfahrene Schicksal nicht verdiene. Er bittet, ihn seinen Anklägern gegenüber zu stellen. Du Path fezte auseinander, daß er dem Nachrichtenbureau niemals angehört habe und erklärt, daß General Boisdeffre ihn im Jahre 1894 zum Gerichtsoffizier in der Dreyfus Angelegenheit bestimmt habe. In der Untersuchung folgte du Bath den Ratschlägen Bertillons. Bertillon riet ihm, Dreyfus in verschiedenen Stellungen schreiben zu lassen. Sein Bericht vom Oftober 1894 schloß nicht auf die Schuld Dreyfus, er fegte einfach die Thatsachen auseinander. Er In Posen tann man wohl sagen, wurde zum erstenmale der Die Maifeiertag öffentlich gefeiert. Am Sonntag war im Lokal St. Domingo im Eichwäldchen eine Massenversammlung, mit Konzert, Bolts- und Kinderspielen, und Montag um 10 Uhr vormittags dafelbst eine öffentliche Versammlung abgehalten, in welcher sowohl polnisch als auch deutsch gesprochen wurde. Rheinprovinz. Mülheim a. d. Ruhr. Maifeier großartig verlaufen. Sowohl durch Arbeitsruhe als auch durch zahlreichen Versammlungsbesuch gefeiert. Nachmittags Ausflug von einigen Hundert Personen, begleitet von zahlreich erschienenen Beamten, die aber durchaus keinen Anlaß zum Einschreiten fanden, und abends Bersammlung von 400 Personen in Nolls Lotal, wo Frau RiezHamburg die Festrede hielt. 9 Hannover. In Hildesheim nahm die Feier einen glänzenden Verlauf. Der Ausflug am Morgen des 1. Mai erfreute fich einer guten Beteiligung, die Festversammlung am Abend war von 600 Personen besucht. Genosse Behle Hannover sprach in fernigen Worten über die Bedeutung des Tages. In Celle fand eine gutbesuchte Versammlung am Vormittag statt, nachmittags ein Ausflug und abends 8 Uhr nochmals eine Versammlung unter starker Teilnahme. Auch in Oberschlesien wurde in diesem Jahre der Maientag zum erstenmale öffentlich gefeiert. In Bielichowiz bei Babrze war eine große öffentliche Versammlung abgehalten. Sonntag fanden Vorträge und Montag Volksbelustigungen und Tanz den größten Beifall der stark beteiligten Genossen und Arbeiter. Im großen und ganzen macht das polnische Proletariat entschieben große Fortschritte betreffs der Vereinigung aller Arbeiter der Welt gegen die Ausbeutung und Unterdrückung. " Deftreich. Wien, 1. Mai. Maiwetter! Dem gestrigen regnerischen Sonntag folgte heute ein flarer Maientag, und so störte nichts das Fest der Arbeiter. Wie jedes Jahr, so war auch die heurige Maifeier eine prächtige Demonstration der Wiener Arbeiterschaft; trotzdem Hessen- Nassau. Die Versammlung in Marburg war von der Festtag auf den denkbar ungünstigsten Tag fiel, war die Du Path de Clam erklärte weiter, er habe mit der Fälschung 125 Personen besucht. Das Referat des Genossen Dejung aus Arbeitsruhe stärker noch als in früheren Jahren. In nichts Henrys nichts zu thun gehabt; er habe der„ Libre Parole" im Jahre Frankfurt a. M. wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. prägt sich die Straft der Organisation so deutlich aus, als daß am 1894 in der Dreyfus- Angelegenheit feine Nachrichten gegeben, ebenso wenig habe er dem Eclair" Mitteilungen gemacht. Im Oktober Provinz Sachsen. In Magdeburg beteiligten sich an der 1. Mai in Wien feine Zeitungen gedruckt werden; Da stehen 1897 habe General Gonse in einem Gespräche erklärt, Esterhazy habe Bersammlung früh 7/8 Uhr weit über 2000 Personen; einige Berufe und da gestern Sonntag war, erschien in der Anderthalb- Millionenfeinen Verrat begangen und müsse um jeden Preis gerettet mußten sich von der Versammlung fernhalten wegen Mangels an stadt binnen zwei Tagen tein einziges Zeitungsblatt. werden. Er, du Path de Clam, habe Esterhazy nicht gekannt. Raum. Nach der Versammlung zogen die Festteilnehmer durch die wirklich alle Räder still; was gerade diese Thatsache im Gefüge zu, Esterhazy, den Entwurf des in der„ Libre Parole" Stadt nach dem Luisenpart. Die Polizei hinderte den Durchzug einer Weltstadt bedeutet, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt Der Verlauf des Festtages ist in Wien durch eine erſchienenen ärtitets sowie bei ben in her durch die Straßen diesmal nicht. Um 11 Uhr begann das Konzert werden. Republik übergeben zu haben; für diese Dokumente habe ihn im Luisenpart, welches von über 5000 Personen besucht war. Abends zehnjährige Tradition vorgezeichnet. Am Vormittag wurden 46 VerGeneral Gonse gebedt, der wiederum durch den General tagten 4 sehr stark besuchte Versammlungen. Zu bemerken ist noch das fammlungen abgehalten, und am Nachmittag war eine große Revue Boisdeffre gedeckt worden sei. Mit den Speranza- große Aufgebot an Polizeimannschaften, welche sich aber sehr zurückhaltend der Wiener Proletarier, der Zug über die Ringstraße in den Prater. und Blanche- Depeschen will du Paty de Clam nichts zu thun haben; verhielten. In Erfurt machten morgens 1000 Personen einen Aus- In unübersehbaren Kolonnen ziehen da die Arbeiter durch jene bas befreiende Schriftstück" habe Esterhazy nicht flug nach Noda. Nachmittags war Konzert und abends eine überfüllte Straßen, die sonst am 1. Mai der Schauplaz müßigen Gepränges von ihm erhalten. Als sein Verwandter Cavaignac Striegsminister Berjamnilung. Redner war Schulz. Das benachbarte JIvers waren; jene altberühmte Praterfahrt" der Reichen und Adeligen, wurde, habe er ihn davon in Kenntnis gesetzt, daß das unter dem gehofen hatte nachmittags Konzert und abends eine große Ver- der unsere Väter einst Spalier gemacht, ist verschwunden; die Namen eine Fälschung Henrys" bekannte Schriftstid in Wahrheit sammlung. In diesem Ort war zum erstenmal Maifeier. Redner Söhne aber schreiten aufrecht ihres Weges dahin... Im Park fich auch heuer das fröhliche, bon innigem Cavaignac habe ihm darauf ge- Die Beteiligung eine Fälschung Henrys sei. Die Polizei entfernte die roten Fahnen. antwortet, an der Maifeier in Nordhansen war Behagen erfüllte Leben, das den Nachmittag des ersten Mai zu einem er folle fich um seine timmern. Der Figaro" bemerkt hierzu, diese lettere Er- am Tage eine bedeutend regere als in den vorhergehenden echten und rechten Volksfest gestaltet hat. Die Polizei hielt sich Klärung du Path de Clams, welche von demselben in feierlicher Jahren. Abends hatten sich gegen 500 Personen im Schützenhause ganz im Hintergrunde; der ganze Riesenzug wurde ausschließlich Weise abgegeben und wiederholt wurde, habe eine derartige eingefunden und verlief die Feier bei Konzert und Gesang recht von den Ordnern der Partei dirigiert. Es war ein schöner Tag, Bewegung verursacht, daß du Path erschroden darum bat, harmonisch. Die Festrede hielt Genosse Mezner aus Berlin.den kein Mißton störte, und die gewaltige Beteiligung der Arbeiter man schäzt die Zahl der Teilnehmer am Zuge weit mehr als auf diese Aussage in dem von ihm bereits unter: Salza. Hier fand die Feier am Sonntag von Nachmittag bis zum ist die beste Gewähr dafür, daß trotz aller andern Morgen bei Konzert, Gesang und Tanz statt. Die 50 000 Menschen schriebenen 8eugenprotokoll zu streichen. Der Festrede hielt auch hier Genosse Megner. Auch in Groß- politischen Widrigkeiten die Socialdemokratie in Wien stetig fort Rasfationshof gab diesem Verlangen Folge. wechingen hatten die Genossen eine Feier veranstaltet. fchreitet. das In Bleichero de hatten am Sonntag die Weber Der Wiederzusammentritt der Kammer Soweit die Nachrichten aus der Provinz vorliegen, ist das Fest am geftrigen Dienstag hat sich in Ruhe vollzogen. Präsident Deschanel erste Mal eine Feier veranstaltet, welche sehr gut besucht war. überall gefeiert worden und nirgendwo hat es eine Störung bringt zahlreiche Anträge und Interpellationen zur Verlesung. In Genthin( Kreis Jerichow) fand am Abend eine Wolfs- getrübt, wenn es auch durch schlechtes Wetter vielfach gelitten hat. Ministerpräsident Dupuy bittet, die Besprechung aller auf die versammlung statt. Es war dies die erste Maiversammlung, welche Welchen Umfang die Maifeier in Destreich besitzt, zeigt schon Dreyfus Angelegenheit bezüglichen Interpellationen bis hier abgehalten werden konnte, da den Arbeitern bisher kein Saat die Thatsache, daß die czechische Organisation in Böhmen allein nach der Fällung des Spruches des Kaffationshofes zu vertagen zur Verfügung stand. Der Besuch war ein glänzender, die Aus- in fünfzig Städten Versammlungen abhält. Auch in vielen des Referenten Genossen Th. Glode übten staatlichen Betrieben haben die Arbeiter am 1. Mai die Arbeitsruhe Nach einigen Bemerkungen Viviani's, welcher an den Minister- führungen eine fichtliche Wirkung auf die Erschienenen aus. In erzwungen; so ruhte heute auf den Werften in Triest die Arbeit präsidenten die Anfrage richtet, ob er eine Untersuchung über die eine sichtliche Suhl bestand die Maifeier in einen Ausflug. an fast vollständig. Auch die Bergarbeiter feiern; im mährisch" Paris, 2. Mai. Wie der Siècle" melbet, werden mehrere rabitale Deputierte den Antrag stellen, über die Machenschaften des Generalstabes eine parlamentarische Untersuchung einzuleiten. Italien. Ministerkrisis. In der italienischen Kammer wird die Regierung gegenwärtig über die auswärtige Politik interpelliert. Ins. besondere ist die Chinapolitik ein Gegenstand heftiger Angriffe. Der " National- Zeitung" zufolge wird das Ergebnis der Debatte der Rücktritt des kabinetts fein. Der Minister des Auswärtigen wurde von der Kammer ausgelacht. Kreta. war Simon. = entwickelte Unterschlagung gewisser Aftenstücke angeordnet habe und ob er bereit sei, sogleich nach der Entscheidung des Rasfationshofes Mafregeln welchem fich die Genossen aus mehreren Orten beteiligten; ichlesischen stohlenrevier war die Arbeitsruhe fast allgemein. gegen alle kompromittirten Persönlichkeiten zu ergreifen, welches abends fand eine gut besuchte Versammlung statt, wo Fräulein Als eine sehr erfreuliche Erweiterung des Festprogramms find die auch immer der Rang und die Stellung derselben sein möge, nimmt Ottilie Baader aus Berlin referierte. An einzelnen Orten fanden Vorstellungen in den Theatern anzusehen, die sich immer mehr Bahn die Kammer Dupuy's Vorschlag an. schon Sonntag örtliche Feiern statt.- In Burg bei Magde- brechen. Besonders glanzvoll war die Fesivorstellung im czechischen burg, das eine sehr starke Arbeiterbevölkerung hat, tönnen fich Nationaltheater in Prag, wo man vor einem ausschließlich aus bie Arbeiter infolge ihrer Abhängigkeit nicht so zahlreich, wie sie Socialdemokraten bestehenden Publikum die böhmische Nationaloper, möchten, au der Feier beteiligen. Zur Morgenversammlung waren Smetana's" Berkaufte Braut" aufführte. Ein von einem Genossen 200 Personen erschienen, dagegen war das Fest am Abend gut besucht. gedichteter Prolog ging der Vorstellung voran, an die sich ein In Barby war früh gufammenkunft, nachdem zwanglofe lebendes Bild, die Verbrüderung des Bolkes, anschloß. Man muß Spaziergänge. Es waren beteiligt umgefähr 40 bis 50 Personen. nur wissen, welche Bedeutung, politische und sociale, das Prager Am Abend Versammlung, in der die Berliner Resolution einstimmig Nationaltheater für das czechische Bolt hat, um zu verstehen, wie sehr angenommen wurde. Nach unseren Verhältnissen immerhin eine würdige diese Festvorstellung darthut, daß die Socialdemokratie auch unter den Heier. Alle Hoffnungen wurden übertroffen in Eilenburg. Czechen eine Potenz geworden ist, die niemand mehr übersieht. Jnmitten I are Die Vormittags Versammlung war überfüllt, ebenso war die des Herenfabbats, der Oestreich heute durchtost, drückt die Maiold a Beteiligung beim Ausflug am Nachmittag groß; abends das feier, die mit gleicher Begeisterung von den Arbeitern aller Die Türkei. Lotal überfüllt, Viele größere Geschäfte hatten ganz gefchloffen. Nationalitäten gefeiert wird, die Gewißheit aus, daß das Proletariat Königreich Sachsen. In Glauchau sollte in der„ Central- einig ist und es bleiben wird. Es ist wirklich kein Zufall, daß die Zollvereinigung zwischen Türkei und Serbien. Aus halle" am Abend des 1. Wai Kommers und Versammlung sein: Maifeier in Destreich so tief eingedrungen ist; die Arbeiter Konstantinopel wird berichtet, daß am 1. Mai eine provisorische Auer sollte referieren. Die Polizei verbot alles, weil angeblich die brauchen sie hier, wie der Wanderer der Fackel bedarf, die ihm den Weg erleuchtet. Bollkonvention zwischen Serbien und der Türkei durch den serbischen steinerne Treppe zum Versammlungslokal baufällig sei und daher Schweiz. Gesandten Nowakowitsch und dem türkischen Minister des Aeußeren bei dem zu erwartenden Andrange ein Unglück passieren Tewfit Pascha unterzeichnet worden ist. ist.out Ueber den Verlauf der Maifeier in der Schweiz wird uns noch fönnte. außen. Vormittags Ausflug einer Anzahl feiernber Genossen; Kronensäle, durch behördliche Einmischung in legter Stunde gemeldet: An vielen Orten, wie Zürich, Basel, Winterthur, Bern, Verfassung und Amnestie. Prinz Georg hat die Verentzogen, daher überfüllte 300-400 Personen zählende Versammlung Derlikon haben den ganzen Tag alle organisierten Arbeiter oder ein fassung und die Amnestie vorschläge für die in den Jahren in dem räumlich völlig unzulänglichen Restaurant zur Weißbierhalle". Teil davon gefeiert. Ueberall ist starte Beteiligung zu verzeichnen, 1896-98 Verurteilten sanktioniert und fünf Fachräte ernannt; Lokal polizeilich abgesperrt, glänzende Rede des Genossen Reichstags- ürich 6000, Bern 3500, Basel 5000, interthur 2500, darunter befindet sich ein Mohamedaner. abgeordneten Förster, begeisterte Stimmung der Genossen und An- essin 1500. Ueberall waren auch viele italienische Teilnehmer hänger unserer Partei, im Anschluß an die Versammlung ein Konmers und italienische neben deutschen Festrednern. Es sprachen Mettier in Zürich, Greulich in Basel, assilieff in St. Gallen, unter Mitwirkung des Arbeiter Gefangvereins Lied hoch." Sch teu diz bei Leipzig. Der Morgenausflug war schwach, die Seidel in Solothurn, Brandt in Genf. Abendversammlung gut besucht. Das Referat hielt Genosse Frankreich. Schiemann Leipzig. Wurzen. Vormittags Frühschoppen. Paris, 1. Mai. Wie in den letzten Jahren, gab es auch diess Nachmittags Spaziergang. Abends Festversammlung in Stadt mal in Paris so gut wie gar keine Arbeitsruhe. Ein paar GeWien", 200 Theilnehmer, darunter ein Drittel Frauen.( Saal faßt nicht werkschaften haben zwar ihre Mitglieder zur Arbeitsruhe aufmehr, viele mußten wieder umtehren. Festreduer Hugo Stief- Leipzig. gefordert, aber offenbar ohne Erfolg. Denn es fand nur eine Delsniti. Bogtl. Birta 1000 Personen bei der Abendverſamm- einzige Nachmittagsversammlung statt, die von der guesdistischen plung, Beteiligung viel großartiger wie seither. Kommers vollständig Organisation einberufen war. Diese Versammlung war auch dieses Ueber den Verlauf der Maifeier gehen uns noch überfüllt. Crimmitschau. Maifeier am 1. Mai abgehalten Jahr spärlich besucht ettva 120 Personen mögen zusammenfolgende Meldungen zu: in drei Sälen. Nachmittags teilweise Arbeitsruhe; in einem Lotal gekommen sein. Die eigentliche Feier findet in Abendversammlungen Provinz Brandenburg. Frankfurt a./O. Die diesjährige Konzert. Abends in drei Sälen Kommers mit Festrede, über statt. Die wichtigste derselben ist vom socialistischen Vers ständigungskomitee einberufen unter Teilnahme sämtlicher Maifeier gestaltete sich sehr glänzend. Vormittagversammlung gut 3000 Personen beteiligt. besucht. Ausflug großartig, stärker wie bisher. Abendversammlung Bayern. In Frankenthal( Rheinpfalz) wurde die Mai- socialistischer Richtungen. Daneben werden heute Abend ein Duzend sehr start besucht, im ganzen beteiligten sich zirka 1300 Per feier durch einen Familienausflug am Sonntag eingeleitet. Im Treff- Maiversammlungen von den einzelnen Organisationen abgehalten. fonen. Genosse Massath Berlin referierte in beiden Ber- punkt Lambsheim trafen sich außer den dortigen und den Frankenthaler In der Provinz wurde die Feier teilweise schon am Sonntag, fammlungen mit großem Beifall und wurde die Berliner Genossen noch die Arbeitsbrüder von Eppstein, Flomersheim und Mardorf 30. April, begangen, so in Limoges, Brest, Lille und Gewerkschafts- Resolution einstimmig angenommen. Branden Die Beteiligung war trop der ungünstigen Witterung eine derart Fourmies. Am zuletzt genannten Orte verlief die alljährliche Wallburg an der Havel. Früh 7 Uhr Ausflug nach Wilhelmsdorf, starke, daß das Festlokal die erschienenen Teilnehmer nicht alle fassen fahrt zu den Gräbern der niedergeschossenen Opfer( Mai 1891) in voller Amerifa. = Vom Philippinischen Kriegsschauplatz. Dem„ New York Herald" wird aus Manila gemeldet, die Kommissare der Filippinos feien mit neuen Vorschlägen für Einstellung der Feindseligkeiten aus dem filippinischen Hauptquartier nach den amerikanischen Linien zurüdgelehrt. ** Maifeier. = Belgien. " 0 Ruhe. Die socialistischen Munizipalitäten der Provinz besserung des§ 34 der Gewerbe- Ordnung wurde durch die Die Möbelpolierer beschlossen in ihrer Bersammlung, die am feiern den Maitag offiziell: Beurlaubung der kommunalen Arbeiter Annahme folgenden, von socialdemokratischer Seite beantragten Bu Dienstag im Lotal von Keller tagte, gemeinsam mit den Tischlern and Angestellten, öffentliche Beluftigungen, Einweihung von lokalen fazes nebst einem Amendement Baffermann herbeigeführt: Stellen die geeignet erscheinenden Maßnahmen zu ergreifen. Ausgesperrt Einrichtungen und dergleichen mehr. Nachrichten über Arbeitsruhe vermittelungen( Arbeitsnachweise), welche von Vereinigungen find 283, davon organisiert 261. Ferner beschloß die Versammlung, in der Provinz liegen bis zur Stunde vor nur aus Reims. unterhalten werden, die den Arbeitsnachweis nicht zum 3wede den Vorschlag des Vorstandes zu acceptieren, den Vollorganisierten des Erwerbs betreiben, fallen unter die Bestimmungen dieses 3. M. pro Tag, den nicht Vollberechtigten 1,50 M. Unterstützung zu Paragraphen nicht. gewähren. Die Unterstügung der Unorganisierten ist dem Vorstand Aus Charleroi erhalten wir über den Verlauf der Maifeier folgenden Bericht: Der in früheren Jahren schon in den Vormittags socialdemokratischer Seite gestellte Antrag hervor:" Gast- und Schant Eine längere, teils recht lebhafte Debatte rief folgender von zu überlassen. stunden beginnende Aufmarsch von Genossen aus den Vororten mußte wirtschaften darf die Veranstaltung öffentlicher Lustbarkeiten nicht nach den bis zum 2. Mai nachmittags eingelaufenen Nachrichten Achtung, Zimmerer! Den Berufsgenossen zur Nachricht, daß in diesem Jahre unterbleiben, weil die Behörden des Streifs der versagt werden, wenn sie einem an demselben Ort seinen Betrieb ca. 70 Mann aus Anlaß der Maifeier gemaßregelt sind, darunter Bergleute wegen die gemeinschaftlichen Umzüge verboten hatten. ausübenden Gast- oder Schankwirt gestattet ist. Wird für den Betrieb des bei der Firma Zaar u. Vahl allein 45 Mann, welche bei Neubauten Dessenungeachtet wurden in der Stadt sowohl als auch in den einzelnen Gast- und Schankgewerbes eine Polizeistunde gefeßt, so muß dieselbe für im Zoologischen Garten beschäftigt waren und auf Betreiben des Vororten feierliche Umzüge veranstaltet. Um 2 Uhr nachmittags begann jämtliche Gast- und Schankwirtschaften desselben Orts die gleiche sein." leitenden Baurats Herrn Beckmann die ersten acht Tage der Zug der Bergleute, welche mit roten Blumen und Federn ge- Auf die von socialdemokratischer Seite erhobenen Borhaltungen hielt nicht schmückt durch die Stadt zogen. wieder beschäftigt werden dürfen. Ferner habent Boran schritt die Musik, die sich ein Regierungsvertreter zu der Erklärung verpflichtet, Organe gemäß den Beschlüssen des Arbeitgeber Bundes auch einige Marseillaise spielend, in welche die freudig animierte Boltsmenge der Behörden chikanierten niemals", worauf die Erwiderung er andere Firmen ihre Arbeiter auf mehrere Tage ausgesperrt unter Benutzung des französischen Originaltegtes mit Begeisterung folgte, daß sich die Thatsache nicht aus der Welt schaffen lasse, daß resp. gänzlich entlassen. Dagegen hat die Firma Held u. Franke einstimmte. Die ganze Stadt ist mit Fahnen geschmidt, worunter etwa die von ausnahmsweis früher Polizeistunde Betroffenen die be ihren sämtlichen Arbeitern den 1. Mai frei gegeben. Da nach den 2/3 rote, die übrigen die belgischen Nationalfarben trugen. Auch war der hördlichen Maßnahmen vielfach als Chikanen empfinden und be- gemachten Erfahrungen im Laufe dieser Woche sich die Zahl der Festzug von vier roten Fahnen begleitet. Das„ Journal de Charleroi" erschien in roter Farbe. In Gilly, einem Vororte Charlerois, Gemaßregelten noch vermehrt, ersuchen wir um sofortige Mitteilung. Die Vertrauensmänner- Centralisation. J. A.: Th. Fischer. Bureau: wurden große Kundgebungen veranstaltet. Es wurde eine auch auf Berlin C., Dragonerstr. 15, of part. Telephon Amt III, Nr. 5028. rotem Papier gedruckte Festzeitung gratis verteilt, in welcher den Streifenden mitgeteilt wurde, daß der Ausstand fortdauere. Des Im Centralverband der Zimmerer haben sich bis jetzt Abends fand in mehreren Sälen Ballverguügen statt. 50 Gemaßregelte gemeldet. Achtung! Metallarbeiter! In nachstehenden Werkstätten sind infolge der Maifeier unsere Mitglieder ausgesperrt worden: Hirschmann; Adam Schneider; Schuchardt u. Co., Achtung, Brauerei- Arbeiter! In den letzten Tagen weilte Röpniderstr. 145; Schwidlinski u. Co., Gießerei, Manteuffels Herr Brauereibefizer Henrichs aus Frankfurt a. M. hier und verstraße 29; Kube; Schlüter; Neumann( Gießerei); Heber; suchte,„ Arbeitswillige" nach Frankfurt anzuwerben. Wir machen alle Heinrich, Gerde u. Co. in Groß- Lichterfelde; Glashütte Brauerei- Arbeiter hiermit nochmals darauf aufmerksam, daß der Stralau. Bis auf weiteres ist der Zuzug nach diesen Betrieben Streit in Frankfurt a. M. fortdauert und erwarten wir, daß die streng fernzuhalten. Die Ortsverwaltung. Kollegen etwaigen Werbungen feine Folge leisten, vielmehr durch Hamburg, 2. Mai.( Privatdepesche des Vorwärts".) Aus weitere materielle Unterstügung unseren Arbeitsbrüdern in Frankfurt a. M. zum Siege verhelfen werden. Die Agitations- Anlaß der Maifeier wurden in einer Anzahl Betrieben Arbeiter tommission der Brauerei- Arbeiter Berlins. ausgesperrt, doch dürften ernstere Weiterungen nicht zu ers warten sein. Norwegen. Bei prächtigem Wetter wurde die Maifeier in Christiania begangen. Die Arbeitsruhe war fast allgemein durchgeführt; am est zug e beteiligten sich 12 000 Personen; am Fest plate waren wohl an 20 000 anivefend. Advokat Meyer und Dr. Nissen hielten zündende Festreden. Abends war im Tivoli großes Volksfest. Rußland. * urteilen. Der Antrag wurde mit allen gegen die socialdemokratischen und freifinnigen Stimmen abgelehnt. Mittwoch 10 Uhr Fortsetzung der Beratung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. 02 Sociales. Wie im vorigen, so suchte auch in diesem Jahre die russische Regierung durch Massenverhaftungen die Feier des 1. Mai zu verhindern. Am 12. April wurden in Hommel( Goubernement Mobileff) 8 Personen der intelligenten Kreise und 7 Arbeiter verhaftet. Außerdem wurden 30 aussuchungen vorgenommen. Die Gendarmerie war zu diesem Zwecke extra aus Siew ab- Die Maurer in Spremberg streiten seit 1. Mai. Gefordert geordnet worden. Man suchte nach einer Geheimdruckerei, konnte wird 35 Pf. Stundenlohn; gegenwärtig werden 32 Pf. gezahlt. Die indes nichts finden. Am Tage nach den Verhaftungen wurde Meister boten 33 Pf. für tüchtige Gesellen. Die Vereine für freie Arztwahl haben eine zahnärzt cin Aufruf an die Arbeiter veröffentlicht, der in der geheimen Die Metallarbeiter und Former werden gebeten, den liche Kommission ernannt, welche die bei der zahnärztlichen russischen Druderei hergestellt war. Zuzug nach Torgelow, Lauchhammer, Grödig, Brösen und Nieja Krankenkassen- Behandlung bestehenden Mißstände prüfen und brauch fernzuhalten. bare Vorschläge zu ihrer Beseitigung den Vorständen der vorgedachten Die bürgerliche Presse befleißigt sich mit ganz vereinzelten Zur Zuchthausvorlage. In recht eigenartiger Weise wird Sorporationen unterbreiten soll. Ausnahmen gegenüber der Maifeier einer möglichst boshaften jetzt in Stiel Material zur Zuchthausvorlage beschafft, resp. zu be Verständnislosigkeit. Man sollte meinen, daß wenigstens die schaffen versucht. Im März hatten die Schneider eine Besserung erneutes Gesuch an den Bundesrat gerichtet, dahingehend, derselbe Der Verband deutscher Chokoladen: Fabrikanten hat ein liberale Presse den schönen Gedanken des Weltfestes der ihres Lohntariss durch gütliche Vereinbarung mit ihren Arbeitgebern Arbeit zu würdigen vermöchte und ihr Bedauern äußerte, erzielt. Nunmehr veranstaltet die Polizei eine Rundfrage an die wolle nach§ 139a Abs. 1, Nr. 4 der Gewerbe- Ordnung gestatten, daß sich die herrliche Idee einer erdumspannenden Verbrüderung betreffenden Arbeitgeber, ob die damals mit ihnen unterhandelnde daß bei Beobachtung von§ 139a Abs. 4 Arbeiterinnen über 16 Jahre der Arbeit heute noch nicht voll verwirklichen lasse. Der liberale Stommission der Arbeiter fich irgend welche unerlaubte Beeinflussung allen Betrieben der Chokolade, Kakao- und Zuckerwaren- Induſtrie, Schmod aber heuchelt nicht einmal heute mehr einen anständigen der Arbeitgeber habe zu schulden kommen lassen. Man sieht, die möglichst auch der Bisquit, Waffel- und Pfefferkuchen Fabritation, Liberalismus. So. lesen wir im„ Berl. Tagebl.": Bolizei nimmt ihre Aufgabe, Terrorismus, aufzubeden, recht, die vor Ostern und Weihnachten bis zu 18 Stumben täglich( ar Coon, " Infolge der Gegnerschaft der Arbeitgeber gegen die Maifeier nur schade, daß sie diese Aufgabe nicht ebenso intensiv auf Unter- abenden 10 Stunden) beschäftigt werden dürfen, und wolle diese nach Unter- Abs. 5 des§ 139a a. a. D. zeitlich zu begrenzende Bestimmung für ist der Weltfeiertag" immer bedeutungsloser geworden, und daß nehmerkreise ausdehnt. mindestens 10 Jahre treffen." Der Bund der Ins es sich bei der Maifeier lediglich um eine Demonstration gegen Weil der Referent ein gewerbsmäßiger Agitator ist, dustriellen hat Beranlassung genommen', dieses Gesuch beim die Arbeitgeber handelte, bewies der erste Mai des vorigen sowie deshalb, weil die Behandlung des gewählten Themas durch Bundesrat zu befürworten. Es wird wohl Gegenliebe finden. Jahres, der auf einen Sonntag fiel. Da hätte der einen Agitator geeignet ist, eine Gefahr für die öffentliche Ordnung Weltfciertag" völlig ungestört begangen werden können, und den öffentlichen Frieden herbeizuführen, verbot der Bürgermeister und es war Gelegenheit zu einem Fest in den größten in Neustadt a. D. eine Gewerkschaftsversammlung, die das Thema Dimensionen gegeben. Aber noch nie war der 1. Mai erörtern wollte: Können die Metallarbeiter durch Zusammenschluß so still verlaufen wie gerade an diesem Sonntag. An ihre Lage verbessern? einem an sich schon arbeitsfreien Tage zu feiern" machte den Biel- Auch ein Zeichen, wie es mit dem Versammlungsrecht in Deutschbewußten keinen Spaß; die Maifeier wäre in diesem Fall ein wirkland aussicht. licher Feiertag gewesen, aber kein Protest, und das machte keinen Spaß. Heute haben lediglich einzelne Geschäftslokale hier und in den In München- Gladbach ist, wie uns eine Privatdepesche meldet, Vororten, sowie Restaurants und Versammlungs- Etablissements bei der Firma Scheidt u. Bachmann ein Formerstreit ausFestschmud" angelegt. Die socialdemokratische Parteileitung hatte gebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. 35 Versammlungen anberaumit, die aber durchweg sehr schwach In Halle a. S. streiten die Stellmacher und Maschinenarbeiter besucht waren und fast nur von solchen Leuten, die ent- der Lindnerschen Wagenfabrik. Die Fabrik sucht Arbeitsfräfte von auswärts, namentlich aus Westdeutschland. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. " weder zur Zeit arbeitslos sind oder die auch sonst am Montag blau" zu machen pflegen. Der 1. Mai im vorigen Jahr und in diesem haben jedenfalls zur Genüge bewiesen, daß man über den Weltfeiertag" zur Tagesordnung übergehen fann." " Der Weltfeiertag wird noch auf der Tagesordnung stehen, wenn vom Freifinn" teine Spur mehr vorhanden ist. Parlamentarisches. Die Maurer in Weißenfels find in einen allgemeinen Ausstand eingetreten. Die Meister haben der Lohnkommission mit geteilt, daß, wenn die Arbeit nicht in drei Tagen aufgenommen wird, fie fremde Arbeitskräfte heranziehen werden und die Führer des Streits dauernd ausgesperrt bleiben. Ausland. Ednard von Simson+ Der Präsident der 1848/ 1849er Paulskirchen- National- Versammlung, ehemalige Präsident des deutschen Reichstags und ReichsgerichtsPräsident Simson ist am Dienstagabend bald nach 8 1hr in Berlin gestorben. Simson war 1810 in Königsberg i. Pr. geboren, widmete fich der Rechtswissenschaft und wurde 1848 als Rat am Tribunal für das Königreich Preußen und Professor der Rechte in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Nach dem Nüdtritt Gagerns wurde er Präsident des ersten deutschen Parlaments, und führte als solcher die Deputation nach Berlin, die im April 1849 Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone anbot und unverrichteter Sache nach Hause ge schickt wurde. Hatte er sich schon im Revolutionsjahr zu der preußischen, erbkaiserlichen Partei gehalten, so blieb er sich auch später treu: er wurde nationalliberal. Vom konstituirenden Reichstag im Jahre 1867 ab war Simfon lange Jahre hindurch Reichstags- Präsident und hat sich als solcher gegen die Social demokraten häufig ungerecht und parteiisch verhalten. 1879 wurde zum Präsidenten des neu errichteten Reichsgerichts berufen. In Hanenstein i. Böhmen traten am 1. Mai die beim Bauer der Eisenbahnstrecke Hauenstein- Warda beschäftigten italienischen Arbeiter aus der Arbeit und zogen nach Wickwiz. Vor diesem Orte fam es zu einem Handgemenge mit deutschen Arbeitern, wobei einige Italiener schwer und andere leicht verlegt wurden. Die Zahl der In der Neichstags- Kommission für die ,, lex Heinze" wurde am Dienstag die zweite Beratung der Vorlage fortgesetzt. § 184 a( jedhs Monate Gefängnis für Verkauf oder Ueberlaffen von Abbildungen 2c., die, ohne unzüchtig zu sein, das Schamgefühl gröblich verletzen, an Personen unter 18 Jahren) wurde mit 11 gegen Ausständigen beträgt 1500. 8 Stimmen angenommen, nachdem die Worte gegen Entgelt" eingefügt waren vor„ überläßt oder anbietet". Bu§ 184b wurde nach fante eine Deputation zu entfenben, welche den zehnstündigen Ju Brünn haben die Textilarbeiter beschlossen, zu den FabriDem konservativen Vorschlage mit 12 gegen 7 Stimmen folgender Went die Fabrikanten diese Forderung Zusatz beschlossen:" Ebenso wird bestraft, wer in öffentlichen Arbeitstag verlangen soll. theatralischen Vorstellungen, Singspielen, Gesangs- oder della- ablehnen, wollen die Arbeiter in den Ausstand treten. matorischen Vorträgen, Schaustellungen von Personen oder ähnlichen Der Ausstand der Ziegelbrenner in Brüffel ist beendet. Aufführungen, durch die Art seines Vortrages oder Auftretens das Die Unternehmer haben die Forderungen der Arbeiter bewilligt. Scham- und Sittlichkeitsgefühl gröblich verlegt."§ 184c( Verbot Diese nehmen die Arbeit wieder auf, sie erhalten 3 Fr. pro von Mitteilungen in der Presse über Aergernis erregende Vorgänge 1000 Ziegelsteine. in Verhandlungen unter Ausschluß der Oeffentlicheit) wurde nach dem In den Stockholmer Bäckereien droht ein allgemeiner Beschluß erster Lesung bestätigt. 3§ 193 ist von den Social- Streit auszubrechen. Die Gesellen verlangen Bezahlung für demokraten folgender Zusatz beantragt:" Auch die Wahrnehmung solcher Interessen, die den Wahrnehmenden nicht aus besonderen lleberstunden, was die Melster verweigern. Gründen nahe angehen, insbesondere insbesondere die Wahrnehmung des Interesses, das die Staatsbürger an öffentlichen Einrichtungen nehmen, gehört zur Wahrnehmung berechtigter Interessen." Nach längerer Debatte wurde 7 Stimmen gegen mit 12 Das Geschick hat diesem„ Achtundvierziger" gegönnt, während eines halben Jahrhunderts an erster Stelle die Entwickelung des deutschen Verfassungs- und Rechtswesens zu erleben. Leider ist diese Entwickelung unter dem Einfluß von Männern wie Simson nicht so erfreuen könnten. gewesen, daß sich Volks- und Freiheitsfreunde an den Resultaten Lehte Nachrichten und Depelthen. Die Chinapolitik vor der italienischen Deputiertenkammer. Rom, 2. Mai. In vorläufiger Beantwortung einer Interpellation verlas der Minister Canevaro ein von Bonin als Unterstaatssekretär im Ministerium Rudini unterzeichnetes Schreiben des damaligen Ministeriums des Auswärtigen an den Marineminister, in welchem letzterer erjucht wird, Erwägungen anzustellen, ob es nicht angezeigt wäre, eine Aktion in China einzuleiten und Italien dort eine Station zu verschaffen.( Große Bewegung.) Canevaro( fortfahrend): Er behalte sich vor, auf die anderen Anklagen zu antworten. Er habe aber schon jetzt feststellen wollen, daß die Politik der des früheren Ministeriums zu folgen.( Zwischenrufe und große llebergang zur Tagesordnung über den Antrag beschlossen. Zur Aussperrung der Holzarbeiter. Die Vertrauens Unruhe, die deshalb hervortritt, weil Bonin gestern eine Jnterpella. Die Freifinnigen und Socialdemokraten erklärten darauf männer Versammlung des deutschen Holz Artion begründet hatte, in der die Richtung gemißbilligt wird, die nach so geschäftsordnungswidriger Behandlung der Minorität sich an beiterverbandes, die gestern, Dienstagabend, im Louisen- Canevaro der italienischen Politik in Bezug auf China gegeben habe.) den weiteren Verhandlungen nicht zu beteiligen. Die Mehrheit städtischen Konzerthause tagie und in der fast sämtliche Crispi spricht im weiteren Verlaufe der Debatte seine Mißbilligung anullierte darauf diesen Beschluß und beschloß, den Antrag nach Er- int Betracht tommenden Werkstellen durch etiva fünf darüber aus, daß man hier geheime Schriftstücke öffentlich vorledigung der übrigen Paragraphen zur Verhandlung zu stellen. hundert Delegierten vertreten warent, wurde nach mehr bringe, und fordert das Ministerium auf, dieser Diskussion ein Ende In der Nachmittagssigung wurde§ 362( Ueberweisung an die stündiger, eingehender Beratung mit allen gegen 4 Stimmen bezit machen. Canevaro entgegnet, das Dokument, welches er verLandes- Polizeibehörde) wie in erster Lesung unverändert nach der schlossen, daß in allen Werkstellen, wo den Arbeitern der Tag der lesen habe, sei weder ein geheimes, noch ein diplomatisches AktenRegierungsvorlage angenommen, doch wurde folgender Zusatz ange- us iperrung nicht voll entschädigt wird, die Arbeit stück, sondern einfach ein dienstliches Anjuchen. Der Ministerpräsident fügt:„ Die Unterbringung( einer nach§ 361 verurteilten Berson) in eine Arbeitsanstalt ist unzulässig, wenn die verurteilte Person das bis Montag, den 8. Mai, zn ruhen hat. Wie bis jetzt fest- Bellour wiederholt sodann die Bitte, die weitere Debatte auf morgen find in 78 Werkstätten insgesamt 1860, zu vertagen, worauf die Sigung unter andauernder Unruhe des 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat." Ferner gelangte noch gestellt worden ist, find Hauses geschlossen wird. folgende Resolution mit 9 gegen 8 Stimunen zur Annahme: darunter 1362 organisierte Arbeiter ausgesperrt. Von fast allen Rednern, die insgesamt die Meinung vertraten, Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, bei Gelegenheit der in Aus- daß mit diesem Vorgehen der freien Vereinigung der Holzindustriellen, Diepholz, 2. Mai.( W. T. B.) Bei der Reichstagsstich sicht stehenden Revision des Strafgesetzbuches darüber in Erwägung welcher neben den Großunternehmern auch eine Anzahl Kleinere wahl in dem Wahlkreise Melle Diepholz erhielt nach den bis einzutreten, ob sich nicht eine Verschärfung der Strafen unungsmeister angehören, und ein Vorstoß versucht wird, um in um in 10 Uhr abends vorliegenden Resultaten Wannhof( natl.) 7946 für Sittlichkeitsverbrechen, insbesondere für die gegen den Zeiten des Niedergangs den Arbeitern einen größeren Kampf auf Stimmen, v. Bar( Welfe) 7179 Stimmen. Kinder gerichteten, empfiehlt." Wien, 2. Mai.( B. H.) Das Petroleum Kartell Die vom Abg. Singer begründete Resolution Beber zuzwingen, wurde als entsprechende Antwort die Arbeitsruhe bis und Genoffen:" Den Reichstanzler zu ersuchen, baldigst einen zum Montag, den 8. Mai, für die betreffenden Werkstätten befür wurde auf unbestimmte Beit verlängert. wortet. Wie im Verlauf der Versammlung festgestellt wurde, haben Brünn, 2. Mai.( B.$.) Etwa 15 000 der hiesigen Gefeßentwurf zur Bekämpfung der geschlechtlichen die Unternehmer bei dieser Gelegenheit einen ungeheuerlichen erro- Textilarbeiter haben die Arbeit eingestellt, da ihre Krankheiten vorzulegen", wurde einstimmig angenommen. rismus gegenüber ihren Kollegen ausgeübt. Verschiedene Unternehmer, Forderung des Zehnstundentages von den Fabriken Die Gewerbekommiffion hielt am Dienstag ihre erste Sigung die den Arbeitern die Freigabe des 1. Mai bewilligt hatten, wurden nicht angenommen wurde. ab. Man einigte sich dahin, von einer Generaldebatte abzusehen, gezwungen, ihr Versprechen zurückzuziehen und sogar Meister, die London, 2. Mai. Das„ Neutersche Bureau" meldet unter dem jedoch zwei Lesungen vorzunehmen. Den§§ 19a und 21a betr. die der freien Vereinigung der Holzindustriellen nicht angehören, mußten 22. April aus Apia: Die Rebellen" haben sich nach Demolierung Erleichterung des Verfahrens der Bauerlaubniß für gewerbliche An- infolge der unverblümten Drohung, daß ihnen die Arbeit entzogen des Forts von Bailima und der Forts längs der Küste zurückgezogen. lagen, sowie die Sicherung von Betriebsgeheimnissen, die den Sach- werden würde, die Arbeiter aussperren. Aus diesem Grunde haben Ernste Gefechte haben nicht mehr stattgefunden. verständigen zur Kenntnis gelangen, stimmte die Kommission zu. mehrere Unternehmer es für angebracht gehalten, auf irgend eine Ebenso dem Artikel 2, das Verbot der Privatschlächtereien betreffend. Weise mit ihren Arbeitern eine Einigung zu erzielen. Artikel 3 der Novelle, der von der Ausdehnung der Kon- Der Vertrauensmann der Bildhauer gab die Erklärung ab, zessionspflicht auf die die Gesinde Vermieter, daß die Verwaltung der Organisation beschlossen habe, die durch den Stellenbermittler handelt, wurde gegen die Stimmen Stampf in Mitleidenschaft gezogenen Mitglieder der Bildhauerder Socialdemokraten und Freisinnigen angenommen. Eine Ver- Organisation zu unterstützen. Anssperrungen infolge der Maifeier. Regierung bezüglich Chinas sich darauf beschränkt. habe, die Initiative Rom, 2. Mai.( W. T. V.) Der Ministerrat ist auf morgen Bormittag zusammenberufen worden. Lüttich, 2. Mai.( W. T. B.) Der Ausstand der Grubens. arbeiter in Herstal hat sich auf weitere Stohlengruben auss gedehnt. In Angrée ist in zwei Gruben, in denen die Arbeiter teilweise feierten, die Arbeit heute ganz eingestellt worden. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. interhaltungsblatt. sid Nr. 102. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. *** Der Bergarbeiterstreik in Belgien. Der offiziöse Telegraph meldet vom Dienstag: Die Zahl der Ausständigen in dem Bassin von Charleroi hat sich heute noch vermehrt und beträgt nunmehr 25 000. Mehrere Erzhütten mußten wegen Mangel an Kohlen ihren Betrieb einstellen oder die Produktion beschränken. Im Bassin von Mon 3 hat sich die Zahl der Ausständigen um 5000 verringert, während die Lage im Zahl der Ausständigen um 5000 verringert, während die Lage im Centrum unverändert ist. Im Borinage ist vor die Thüre eines Streifbrechers eine Bombe gelegt und zur Explosion gebracht worden. Personen sind glücklicherweise dabei nicht verlegt worden. Kapitalisten Preffe giebt das Vorkommnis den gewünschten Anlaß, gegen die Streifenden zu hezen. ständige sich zu dieser That hinreißen lassen, so wird das niemand mehr verurteilen, als die Masse der Streifenden selbst, die wohl wissen, wie sehr dadurch ihre gerechte Sache geschädigt wird. Aber es ist bisher noch gar nicht erwiesen, daß ein Streifender es gethan hat. Es ist gar nicht unmöglich, daß Spigel ihre wand hier im Spiele hatten. Es liegt sehr im Interesse der Unternehmer und in dem der Regierung, die Sache der Arbeiter in Mißtredit zu bringen. Sade Haben Aus onle she goidered Mittwoch, 3. Mai 1899. Das Agenten- Unwesen am Theater. Der Vorstand der Die Theaterarbeiter sind durch die traurigen Zustände in Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger schreibt uns: In der ihrem Beruf veranlaßt worden, gleichfalls an die Verbesserung gestrigen Erklärung der Agenturen heißt es u. a., daß der ver- ihrer Lage zu denken. In einer Versammlung, die heute, Provisionstarif auf der ordentlichen Mittwochabend 11 Uhr, im Lokal Annenstr. 16 stattfindet, soll das öffentlichte verminderte Delegiertenversammlung der Genossenschaft Deutscher Bühnen- Nötige über die zu unternehmenden Maßregeln beraten werden. angehöriger vom Dezember 1897 durch einstimmige Resolution Die Bühnenarbeiter leiden namentlich unter der langen Arbeitszeit Ihre Thätigkeit dauert von morgens 8 Uhr bis angenommen sei. Demgegenüber lassen wir hier den Wortlaut der in ihrem Berufe. war:„ Die Delegiertenversammlung begrüßt das in Nummer 22 der 6 Uhr, um sich bis zum Schluß der Vorstellung zu erstrecken. Das Resolution folgen, der übrigens den beteiligten Agenten bekannt nachmittags 2 Uhr, häufig auch länger, und beginnt dann wieder um Deutschen Bühnengenossenschaft" veröffentlichte Abkommen der von ihr färgliche Einkommen von etwa 90 m. monatlich erleidet durch die eingesetzten Kommission mit den Vertretern der Agenturen als einen Sommerferien, die zwei bis drei Monate dauern, eine erhebliche großen Fortschritt auf dem Wege zur Verbesserung der materiellen Einbuße. Die anstrengende Arbeit wird durch keinerlei Ruhetag Lage der Bühnenangehörigen und spricht die Hoffnung aus, daß unterbrochen; Sonntag und Wochentag wird der Arbeiter eindiese neuen Tarifvereinbarungen auch über die vorläufig festgespannt ohne Rücksicht auf seine Gesundheit und Verständnis dafür, Auf daß eine Ablösung sich verhältnismäßig leicht ermöglichen ließe. gesetzte Dauer von 2 Jahren hinaus in Kraft bleiben werden. der ordentlichen Delegierten- Versammlung der Genossenschaft vom Solche Arbeitszustände bedürfen in der That dringend einer Aenderung Dezember 1898 aber wurden 2 Anträge des Centralausschusses ein- zum Bessern. ſtimmig angenommen, welche lauteten: 1. Die Delegierten- VerSchwindel- Patriotismus. Die„ N. A. 8." berichtet: Ein Be fammlung wolle die Mitglieder der Kommission, nachdem deren trüger, welcher sich Wilhelm Fechner, Bevollmächtigter d. O. d. Verhandlungen mit der von uns und den Agenten gemeinsam be- trüger, welcher sich Wilhelm Fechner, Bevollmächtigter d. O. d. Deutschen Flottenvereins nennt und Visitenkarten mit dem ichidten Konferenz, betr. die Reform der Agentenreverse, nicht zu dem preußischen Adler führt, auf denen Berlin W., Zimmerſtr. 36 ver gewünschten einheitlichen Resultat geführt haben, ihres Amtes W., 3 bers merit ist, tassiert bei den Mitgliedern des Deutschen Flottenvereins entheben. 2. Die Delegierten- Versammlung erklärt, daß angesichts der Jahresbeiträge ein. Es ist niemand berechtigt, sich Bevollmächtigter en Thatsache des vollständigen Scheiterns der gemeinsamen Verhandlungen feinem Agenten das Recht zugestanden werden solle, auf seinen zu nennen und Gelder einzukaffieren. Einen nachahmenswerten Beschluß haben die Parteigenossen Reversen neueren oder älteren Datums einen Vermerk zu führen, in Gießen gefaßt. Sie wollen im Wahlverein in den nächsten Ver- welcher eine Berufung auf die Genossenschaft Deutscher Bühnen jammlungen die socialistischen Theorien unter besonderer Berück- Angehöriger oder deren Sanktion enthält." Die im März d. J. sichtigung des Bernsteinschen Buches eingehend erörtern. Den stattgehabte außerordentliche Delegierten Versammlung hat den ersten Vortrag wird Stadtv. Krumm halten und zwar über„ Die Centralausschuß durch einstimmigen Beschluß beauftragt: Der Marysche Theorie". In einem weiteren Vortrag wird Genosse im kommenden Dezember tagenden Delegiertenversammlung einen Scheidemann das Bernsteinsche Buch besprechen. Beide Vorträge ausführlichen Plan zur Begründung einer genossenschaftlichen Theatersollen zusammen diskutiert werden. In weiteren Bersammlungen Agentur vorzulegen. sending foll dann das ganze socialdemokratische Parteiprogramm besprochen und damit gleichzeitig den jüngeren Genossen Gelegenheit geboten werden, fich mit den socialistischen Lehren und Forderungen besser bertraut zu machen. Von der Parteipreffe. Der Wolfsfreund" in Karlsruhe( früher Offenburg) teilt mit, daß er seit seinem täglichen Erscheinen schon beinahe 800 Abonnenten gewonnen hat. Partei- Nachrichten. " Bei den Ausschachtungsarbeiten an der Nikolaikirche find unterhalb des Straßendammes der Eiergasse elf vollständige menschliche Stelette freigelegt worden. Die Bergarbeiter der österreichisch en staatlichen Quec des Schuljahres schied Herr Oberlehrer Dr. Karl D. aus dem Lehrer- scheint Manne zusammenbielt.( Es filber- Bergwerke hatten an das Aderbauministerium das Gesuch um Freigabe des 1. Mai gerichtet. Sie erhielten darauf folgende Antwort: Auf Ihr an das t. t. Ackerbauministerium eingesendetes Gesuch vom 15. April 1899 hat die Bergdirektion zu eröffnen, daß es nach den bestehenden Dienstesinstruktionen nicht möglich ist, den 1. Mai d. I. als Arbeiterfeiertag freizugeben. Die Bergdirektion hat Sie darauf aufmerksam zu machen, daß Sie für vorkommende eigenmächtige Arbeitseinstellung die Verantwortung selbst au tragen haben. K. 1. Bergdirektion Joria. Der I. I. Bergrat: Schmid. wirklich eine versuchte am Montag Nachmittag die 42 Jahre alte Arbeiterfrau Ihre vier Kinder und sich durch Kohlendunst zu vergiften Johanna Enterich, die in dem Haufe Bionstirchstr. 41 im 4. Stock des Quergebäudes eine Stube mit Kochgelegenheit bewohnt. Frau Johanna Enterich, die in dem Haufe Bionsfirchstr. 41 im 4. Stock Enterich lebt seit 1/2 Jahren von ihrem Manne, einem notorischen Der Fernsprech- Verkehr mit Hörde, Hoya, Montjoie, Stras- Trunkenbolde, getrennt und angeblich in Scheidung. Sie erhielt von burg( Weſtpr.) und Unna ist eröffnet worden. Die Gebühr für Monat zu Monat eine Armemunterstüßung, die die Miete deckte. ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Minuten beträgt Berschiedentlich machte sie dem Armenvorsteher Auftritte, um einfür allemal eine laufende Unterstüßung zu bekommen. Diese wurde ie eine Mark. Eine feltsame Aeußerung enthält der letzte Jahresbericht des ihr abgeschlagen, weil man in Erfahrung gebracht hatte, daß sie mit städtischen Köllnischen Gymnasiums zu Berlin: Mit dem Schlusse he im follegium.... In der ersten Zeit seiner Lehrerthätigkeit erkrankte fein. Mit ihrem Manne zusammenzuhalten. Pfui! Die Red.). er einigemal, wie er selbst meinte, infolge davon, daß er gezwungen Erst neuerdings war das wieder beobachtet worden und deshalb erwar, sich oft und lange in den ungesunden Kellerräumen der Anstalt hielt sie gestern auch die sonst regelmäßig bewilligte Gabe nicht, aufzuhalten, in denen sich das chemische Laboratorium befindet, ein weil man zur Bedingung gemacht hatte, daß sie die Aufenthalt, den auch andere Lehrer, die dort unterrichtet haben, als Beziehungen zu dem Manne aufgebe. Andernfalls Kellerraume, in welchem also unterrichtet wird, werden von einer wenigstens zum Teil erhielt, um es zu vertrinken. Frau Enterich ging gesundheitsschädlich bezeichnen." Die Zustände in dem erwähnten unterlag es taum einem Zweifel, daß der Mann das Armengeld hiesigen Korrespondenz als höchst bedenklich geschildert und die Be- mun gestern mittag wieder zum Armenvorsteher und ließ ihm, da sie muzung des gesundheitsschädlichen Kellerraumes soll danach schon seit abschlägig beschieden wurde, zwei Kinder mit dem Bemerken etwa 10 Jahren geschehen. Die städtische Schulverwaltung wird zurüd, er möge fie ernähren. Die Kinder gingen später allein wieder nach Hause. Nun machte die Frau in ihrem Kochofen, dessen Abzug hoffentlich eine Aufklärung hierüber geben.. sie sperrte, ein Kohlenfeuer und legte sich mit den vier Kindern im Alter von 2, 4, 5 und 7 Jahren zu Bett. Bald füllte sich die Stube mit Kohlendunst. Diesen nahm aber auch eine Nachbarin Frau Stahn wahr. Sie holte die Polizei, die durch die mit der Kommode verbarrikadierten Thür gewaltsam eindrang. Frau Enterich hatte bereits das Bewußtsein verloren, wurde aber durch einen Arzt ins Leben zurückgerufen. Die Kinder waren noch bei Besinnung. Alle befinden sich wieder außer Gefahr. Ob man der Frau nun die Armenunterstützung bewilligt? Das Entmündigungsverfahren gegen Ernst Renz, dessen Zur Bekämpfung der Maifeier hatten auch die vereinigten Betoucherung durch allerhand Menschenfreunde" in letzter Zeit wieder Metallindustriellen der Kreishauptmannschaft Leipzig ihre Mitglieder holt Gegenstand des öffentlichen Interesses gewesen, hat jest seinen an einen früher gefaßten Beschluß erinnert, wonach sie den Arbeitern Abschluß gefunden. Das Amtsgericht Berlin I, Abteilung 107, Teine Arbeitsruhe am 1. Mai gewähren und diejenigen, die dennoch macht öffentlich bekannt:„ Ueber den wegen Verschwendung entfeiern, aussperren sollen. Die Ausgesperrten sollen in feinem anderen mündigten Cirkusdirektor Ernst Renz, geboren zu Berlin am Betriebe vor dem 15. Juni angenommen werden und auch von den 1. Mai 1875, zur Zeit zu Berlin, Karlstr. 26, früher zu Antwerpen, bisherigen Unternehmern erst nach einigen Tagen. Nach den über ist die Vormundschaft eingeleitet worden." den Verlauf der Maifeier in Leipzig vorliegenden Berichten scheinen sich die Arbeiter durch diesen Üfas nicht haben schreden Tajjen. Polizeiliches, Gerichtliches univ. Direktor Mag Arendt enthaftet. Wie dem„ Berl. Tagebl." mitgeteilt wird, ist Herr Mag Arendt, dessen Verhaftung wir neulich berichteten, auf Antrag der Staatsanwaltschaft vom Gericht in Leipzig unter Rückgabe der von ihm gestellten Kaution aus der Haft entlassen worden. In der Reparatur- Maschinenwerkstatt am Ostbahnhof ereignete sich Dienstagabend ein Betriebsunfall mit traurigen Folgen. Der Zimmermann soll aus der Dunckerstr. 23, der dort Arbeiten verrichtete, stürzte ab und erlitt einen Beinbruch, sowie schwere intere Gegen die Beschlagnahme der Nr. 5 des„ Süddeutschen Verlegungen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Bostillon" hatte der Verlag Beschwerde erhoben. Das Landgericht Der Besitzer der ,, Wechselstube Luisenstadt", Frizz Thiele, Straßensperrung. Die Dieffenbachstraße von der Gräfestraße München hat die Beschwerde als unbegründet zurückgewiesen. Ueber ist seit Montag mit seiner Geliebten flüchtig. Er konnte annähernd bis zur Schönleinstraße wird von morgen ab behufs Asphaltierung die auch zum Gegenstande der Beschwerde gemachte Frage der ört- 100 000 M. Börsendifferenzen nicht bezahlen, die er kleinen Leuten bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Die Straße lichen Zuständigkeit konnte sich das Münchener Gericht nicht äußern, schuldig bleibt. An den zahlreichen ihm zur Aufbewahrung anver- Hinter der katholischen Kirche zwischen der Französischen- und der da die Prüfung der Zuständigkeitsfrage dem erkennenden Gerichte trauten Depots fehlt, soweit bis jetzt festgestellt werden konnte, nichts. Behrenstraße ist wegen Umbaues der Geleisanlagen der Straßenbahn obliegt. Auch sind zahlreiche Barbestände an Coupons und fremdländischer von gestern ab gesperrt worden. Berichtigung. In unserm Bericht in Nummer 100 über mitsgericht I, auf deffen Veranlassung auch das in der Oranien Valuta vorhanden. Die Aufnahme des Inventars erfolgte durch das die Reichsgerichtsentscheidung betreffend die Straffache gegen Sue, straße 155 belegene Geschäftslotal geschlossen wurde. Pluta und Winter ist insofern ein Irrtum enthalten, als nicht Winter, sondern Pluta mit 6 Monaten Gefängnis bestraft worden ist. Gegen Winter war das Verfahren in dieser Sache eingestellt worden, da er wegen derselben schon früher bestraft worden ist. co worden, kritisiert wurde. abend gel. Mießner im Bürgeriaale des Rathauses einen Bortrag. Der Ueber das Thema ,, Die freie Liebe und die Frauen hält heute Eintritt foftet 50 Pf. Billets sind im Bureau des Vereins Jugendschutz", Kaiser Wilhelmstr. 39, II, und in der Musitalienhandlung von Trautwein, Leipzigerstr. 119, zu haben. Auch ein Bismarck- Patriot. Unter der Anschuldigung des „ Vaterländischen Betruges verhaftet wurde der Direktor der Volfs Schauspiele" Hugo Ludwig, auch German ge= Im Apollo Theater ist gestern die für den Sommer übliche nannt, welcher zuletzt in der Linienstraße ein möbliertes Zimmer burg wurde der Redacteur des„ Boltsblatts", Genosse wie nth. Ehrenbürger, vaterländisches Volksschauspiel in 25 lebenden Bildern", Die Musik hat Herr Paul Linde geschrieben, der nunmehr nach Wegen Beleidigung des Oberstaatsanwalts in Naum- inne hatte. G. beabsichtigte, mit dem Drama:„ Bismard, unser Ausstattungs- Operette zum erstenmale aufgeführt worden. Sie heißt Frau Luna"; ihr Verfasser ist Herr Bolten Bäders und in Halle am Sonnabend zu 60 M. Geldstrafe event. 6 Tagen Ge- vorzugsweise in der Provinz Geschäfte zu machen. In seinem fängnis verurteilt. Erblidt wurde die Beleidigung in einem mit der Prospett versprach er, das Stüd in 200 Städten aufzuführen und Dirigenten Wirksamkeit zurückgekehrt ist. Daß Mufit in dem Stüd weitläufigen Wanderungen reuevoll an die Stätte seiner alten Spizmarke:„ Die Behandlung politischer Gefangener" überschriebenen den Geschäftsteilhabern einen Reingewinn von 100 000 Mark zuzu- liegt, ist ja bei dem Vater so vieler Tanzweisen selbstverständlich. Artikel, in dem eine Beschwerde des Redacteurs Genossen Weiß- führen. Er wird aber beschuldigt, daß es ihm im wesentlichen Berlin kann ziemlich sicher darauf rechnen, daß" Frau Luna" bald mann, der bekanntlich, nachdem ihm die Selbstbeschäftigung im Ge- darauf angekommen sei, stellensuchende Personen in großer Zahl von jedem Leierkasten tönt und damit den Gipfel volkstümlicher Befängnis entzogen, mit der Anfertigung von Vogelkäfigen beschäftigt anzulocken und ihnen Kautionen abzunehmen. Ein Vermittler war rühmtheit erreicht. Daß das dramatische Gewand der Dame so gut ihm hierin behilflich. Andere Leute soll er in der Weise getäuscht steht wie das musikalische, wollen wir gerade nicht behaupten, -Wegen Prekfünden hatte sich der sich der verantwortliche haben, daß er ihnen je tausend Programme gegen eine Raution von aber immerhin kann der Mensch, der sich an die merka Redacteur der„ Sächschen Arbeiterzeitung", Genosse Mar Beyer, 90 Mark und je 1000 Textbücher gegen eine Sicherstellung von 200 würdige Specialität der Berlinischen Märchenphantaste einmal gleich in zwei hintereinanderfolgenden Verhandlungen vor dem Mark zum Vertriebe übergab. Da das Drama aber niemals auf- würdige Specialität der Berlinischen Märchenphantasie einmal Schöffengericht in Dresden zu verantworten. In dem einen Falle geführt wurde und selbst die erste Probe, welche im„ Artushof" in gewöhnt hat, auch das gegenwärtige Sujet ohne fonderliche Verdauungsbeschwerden ertragen. Ganz selbstverständlich ist es ja hat sich die Polizeidirektion in Dresden wegen einer Kritik über das Moabit stattfinden sollte, nicht zu stande kam, weil die Schauspieler in Apollo- Thater, daß Dekorationsmaler, Ballettmeister, BeleuchtungsVerbot einer Märzrede beleidigt gefühlt, wofür es 150 Mart nicht mitwirten wollten, bevor er die Honorare zahlte, fühlten sich inspektor und Maschinenmeister dem Verfasser kräftig und mit Geſchick Geldstrafe ſetzte. Im anderen Falle hatte ein Mühlenbesitzer diese sämtlichen Personen getäuscht. Auf Grund mehrerer gegen ihn unter die Arme greifen und für eine Wirkung auf die Sinne forgen, und Agrarier geklagt, weil ihm in einer Notiz Mißhandlung und erstatteter Anzeigen wurde G. schließlich verhaftet. die in der That blendend genannt werden muß, da überflügelt die schlechte Behandlung des Gesindes vorgeworfen wurde. In diesem Ein urgermanisches Sittenbild. Gegen den Reichstags- Phantasie des technischen Helfers die des Dichters oft meilenweit. Falle gab es 250 Mart Geldstrafe, weil nicht alles Be- abgeordneten Dr. Böckel und Genoffen schwebt, wie die Welt am Ein tüchtiges Ensemble hilft überdies den Erfolg des Ausstattungshauptete bis auf das Tüpfelchen erwiesen werden konnte. Bewiesen Montag" erfährt, zur Zeit beim Amtsgericht I zu Berlin ein Bestückes sichern. Meistens find es alte Bekannte, die uns auf der wurde aber unter anderem, daß der Gutsherr eine Tage- leidigungsprozeß, dessen Verlauf ziemliches Aufsehen erregen wird. Bühne des Apollo Theaters begrüßen. Herr Steidl giebt den löhnerin blutig geschlagen hat. Dafür hat er inzwischen 25 Mart Der Mitverklagte, ein durch Vermittelung von Orden und Titeln Mechaniker und Erfinder des Luftballons, der eine freuzfidele GeGeldstrafe bekommen. bekannter Baron v. F., soll in dem entschlafenen Böckelschen Volks recht" einen Artikel Die Frau Baronin" veranlaßt haben, durch dessen Juhalt die zweite geschiedene Frau jenes Barons sich be leidigt fühlt. Der Artikel entrollt allerdings ein„ Sittenbild" bei nahe nach Art der schlimmsten Hintertreppenromane. Für einen solchen dürfte die Verhandlung wohl auch Stoff genug bieten, da die geschiedenen Baronsleute sich gegenseitig nicht mit den schwersten Verdächtigungen verschonen. Tokales. = " sellschaft zum Monde in Frau Lunas Reich trägt; die Herren Rinck, Kettner, Bender und Lieban find als humors bolle Künstler gewürdigt und die Damen Willi Walden, Wilani, Kröchert und Wolf spielen und fingen mit Temperament und Geschick. Eine höchst originelle Specialität ist das Luftballett Grigolatis, das mit ebenso viel Grazie als es selber entfaltet, in die Handlung eingefügt ist.. Die diesjährige Arbeiter Maifeier in einem möglichst un günstigen Lichte erscheinen zu lassen, dieselbe zu verkleinern und womöglich lächerlich zu machen, find die bürgerlichen Stribifage auch Dem Berliner Aquarium hat letzter Tage die zoologische Station diesmal mit heißem Bemühen bestrebt gewesen. Wie derartige Unter der ,, göttlichen Weltorduung". Vorgestern versuchte die Rovigno wieder einige Bewohner der südlichen Meere geliefert, die für das Maifeier- Berichte" fabriziert werden, das läßt der Bericht des unverehelichte Näherin Gertrud F. in ihrer Wohnung in der Straße biesige Institut von außerordentlichem Werte sind, weil sie nur selten hierher " Reichsboten" in offenkundiger Weise erkennen. In dem Berichte Grüner Weg sich mit ihrem Knaben durch kohlengas zu ver- gelangen und in der Regel auch nicht lange ausdauern. Die eine Sendung wird nämlich u. a. gesagt:„ Auch auf den Bauplägen fam, im Schauanstalten nur ausnahmsweise einmal anzutreffen ist, weil er in seinem Gegensaz zum Vorjahre, die Maifeier nur in geringem giften. Der Snabe ist ohne Schaden davongekommen, auch die brachte ein Exemplar eines echten Tintenfiſches, der in wissenschaftlichen Mutter befindet sich außer Gefahr in der Charité. Bei dem Umfange zur Geltung." Um diese Weisheit ganz und voll würdigen Versuch, ein Kind auszusehen, wurde gestern vormittag ein massenhaft ausscheidet und dann in solchem Wasser zu Grunde geht. Von Versandbehälter aus Erregung und Aerger die ihm eigene Tintenflüssigkeit zu fönnen, muß man sich erinnern, daß im vorigen Jahre der 1. Mai 25 jähriges Mädchen überrascht. Sie gab an, daß sie sich des Kindes den bei uns verhältnismäßig öfter ausgestellten Moschuspolypen und Kraken auf einen Sonntag fiel, an welchem schon aus diesem Grunde auf den Bauplägen vollste Arbeitsruhe herrschte. Das hätte der fromme entlebigen wollte, weil sie nicht im stande sei, das Pflegegeld zu unterscheidet fich der echte Tintenfisch baburch, daß er außer den um den erschwingen. Das Kind wurde dem städtischen Waisenhause über- Mund herumstehenden acht furzen Armen noch zwei viel längere, zurück„ Reichsbote" doch eigentlich wissen müssen! Der Wert derartiger wiesen, die Mutter nach Feststellung ihrer Personalien wieder entziehbare und ausdehnbare und zum Beutefang dienende Fangarme befizt. Berichte, die größtenteils Phantasiegebilde von Reportern sind, die lassen. Theater. Im Schiller Theater findet morgen die erste Auftaum einen Schritt aus ihrer Behausung gemacht haben, kann man Auf offener Straße hat sich in der vergangenen Nacht der führung des fünfartigen Schauspiels„ Die gratt bout meer un envir nach dieser Probe wohl ermessen! Jufen statt. Das Voltsschauspiel„ Der Herrgottschniger von Ammergau" 20 Jahre alte Schneider Friedrich Wilhelm Zöllner erschossen, wird heute wiederholt. Elendsstatistik. Am 1. März d. J. befanden sich im städtischen Obdach 27 Familien mit 92 Personen und 82 Einzelpersonen. Am Zur Erleichterung des Pfingstverkehrs wird die Geltungs- Feuerbericht. Dienstag Mittag gingen Henningsdorfer. 1. April war der Beſtand 42 Familien mit 142 Perſonen und bauer der von to be folgende ogen gelöften gewöhnstraße 8 Betten in Flammen auf. Montag Abend 9 ühr erfolgten 63 Einzelpersonen. Im Monat Februar wurde das Obdach von lichen Nüdfahrkarten von tarifmäßig fürzerer Dauer auf den preußi- gleichzeitig drei Alarmierungen, von denen die eine nach Odera 42 692 nächtlich Obdachlosen und zwar von 41 607 Männern und schen und Hessischen Staatsbahnen bis einschließlich den 29. Mai d. J. bergeritraße 11 auf blinden Lärm zurückzuführen war, während 1085 Frauen benutzt. Von diesen Bersonen wurden 106 hiesigen verlängert. Barnimstraße 10 und Große Hamburgerstraße 37 Krankenhäusern, 90 der Krankenstation des Obdachs, 2 der Anstalt Die Lifte Nr. 188 für die ftreifenden Weber in Krefeld ist Zimmerbrände abzulöschen waren, die Gardinen und Möbel für Epileptische, Wuhlgarten und 119 der Polizei überwiesen. Ge- verloren gegangen. Es find 1 M. 50 Pf. darauf gezeichnet. Man zerstörten. Nachmittags wurde die Wehr nach Grüner Weg 10 badet haben im Obdach im Februar 16 650 Personen. wolle sie abgeben bei H. Raschte, Hochstr. 32b. gerufen, wo sie bei ihrer Ankunft ein total verqualmtes Binimer Aus den Nachbarorten. " Ein Fall Lück? Die„ Voff. 8tg." meldet: Bei der Laboraforiumswache in der Jungfernhaide hat fürzlich wieder ein zu sanımenstoß zwischen einem Posten und Civilpersonen stattgefunden. Der Wachtposten, ein Mann vom Elisabethregiment, wurde in der Dunkelheit von einem Unbekannten belästigt, und er sah sich veranlaßt zu schießen. Er hörte darauf auch lautes Geschrei, wie wenn jemand getroffen wäre. Man suchte die ganze Gegend ab, hat aber feinen Menschen mehr wahrgenommen. in Lichtenberg. " Der in Sachen des Eisenbahnattentats in Köpenick durch den Untersuchungsrichter vom Landgericht II Berlin abgehaltene Lokaltermin hat zwar die Schuld des inhaftierten Arbeiters Siegmund ergeben, doch legt sich dieser trotz des erdrückenden Beweismaterials fortgesetzt aufs Leugnen. Nach dem Termin wurde der Beschuldigte wieder in Untersuchungshaft abgeführt. Als nun nod Es und in einem darin befindlichen Bette eine Frau vorfand. Es| Ernährung der Kinder foll eine durchaus ungenügende| Sätshold begründete hierauf die Notwendigkeit statistischer wird Selbstmordversuch vermutet. Bei dem am Sonntage über gewesen sein, mitleidige Schulgenossinnen teilten häufig Erhebungen über die Zustände in den Bäckereien und ersuchte die Berlin sich entladenden Gewitter traf ein talter Bligstrahl das Haus ihr Frühstück mit ihnen und wiederholt mußten die Lehre Kollegen um Verbreitung und Ausfüllung der zu diesem Zweck aus Tempelhofer Ufer 33, wobei ein Schornsteintopf zerstört rinnen die Angeklagte darauf hinweisen, daß sie ihren Kindern gegeben Fragebogen. Hierauf wurde mittels Stimmzettel eine Abwurde. Abends mußte Reichenbergerstraße 24 ein Zimmer- ausreichende Nahrung zu geben habe. Die Mißhandlungen, denen ftimmung darüber vorgenommen, wie sich die Bäckergesellen zu den brand beseitigt werden. Außerdem erfolgten noch fünf Alarmierungen, die Kinder seitens ihrer Stiefmutter ausgesetzt waren, spotteten jeder in der Lohnbewegung aufgestellten Hauptfordernngen verhalten. Von die aber sämtlich auf unbedeutende Brandbefürchtungen zurückzu- Beschreibung. Anna Bischof soll von der Angeklagten einmal einen 912 Abstimmenden erklärten sich 886 für vollständige Abschaffung von führen waren. so wuchtigen Fausthieb ins Gesicht erhalten haben, daß das Nasen- Koft und Logis im Hause des Meisters. Die übrigen hatten sich bein zerbrach. Blutunterlaufene Striemen, Wunden und daraus zum Teil für die eine oder andere der Forderungen entschieden, zum durch schlechte Behandlung entstandene Beulen und Geschwüre Teil waren die Zettel ungiltig, weil irrtümlich ausgefüllt. Nur vier der wurden vielfach an dem Körper der Kinder bemerkt. Abstimmenden erklärten sich für Beibehaltung von Kost und Logis. Die Angeklagte soll die ausgemergelten Körper der Kinder sogar mit Nach Bekanntgabe dieſes Reſultats führte Klamme& aus, daß man einer eisernen Feuerzange bearbeitet haben usw. Ihr Ehemann mit demselben zufrieden sein könne. Nachdem die Abschaffung von Kost soll von diesen Scheußlichkeiten nichts gewußt haben. und Logis in Hamburg und München bereits durchgesezt ist, müsse auch Die Angeklagte bestreitet entschieden ihre Schuld. Sie hat durch Berlin diesen Städten folgen und diese Forderung durchzusetzen sich bes ihren Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Davidsohn, einen Entlastungs- mühen. Es gelte jegt, die Organisation zu stärken und zum Streikbeweis antreten laffen dahingehend, daß Strenge bei den unartigen fonds beizutragen. Es werde ratsam sein, bei allen Entscheidungen, Kindern geboten war und daß sie das ihr zustehende Büchtigungs- die sich auf die Lohnbewegung beziehen, nur diejenigen zuzulaffen, recht nicht überschritten habe. Demgegenüber wird den Kindern welche zum Streitfonds steuern. Den streitenden Bäckern in München Die Errichtung von Zwangsinnungen ist angeordnet für seitens der Nachbarn und Lehrer ein gutes Zeugnis ausgestellt. wurden vorläufig 100 M. überwiesen und weitere Unterſtügungen, das Barbier, Friseur- und Berrückenmacherhandwerk in Steglitz, wenn erforderlich, in Aussicht gestellt. Gr. Lichterfelde, Friedenau, Wilmersdorf, Grunewald, Schmargen- Angestellten oder Arbeiter eines Geschäftsbetriebes zur unbefugten Wer zum Zwecke des Wettbewerbes es unternimmt, einen Die Freie Volksbühne hielt am 27. April in den Andreass dorf, Zehlendorf, Teltow, Wannsee, Stahnsdorf, Lankwiz, Marien- Mitteilung von Geschäfts- oder Betriebsgeheimnissen zu bestimmen, Festsälen, Andreasstr. 21, ihre Jahres- Generalversammlung ab. Auf dorf. Marienfelde und Tempelhof mit dem Sig in Steglig, und für wird nach§ 10 des Gesetzes gegen den umlauteren Wettbewerb mit der Tagesordnung stand: Geschäfts- und Kaſſenbericht vom letzten das Schornsteinfegerhandwerk in Nieder- und Ober- Geldstrafe bis zu 2000 m. oder mit Gefängnis bis zu 9 Monaten Quartal und vom Geschäftsjahr 1898/99. Neuwahl des gesamten barnim, Ruppin, Templin, Angermünde und Prenzlau mit dem Siz bestraft. Auf Grund dieser Bestimmung hatte der Inhaber einer Ausschusses, Vorstandes, der Revisoren und Obleute der Ordner. chemischen Fabrit in Bernau, Hauptmann Mar Jasper, den Festsetzung des Kassierergehaltes und Verschiedenes. In dem GeDie Schöneberger Schulaffaire, welche in weitesten Kreisen Ingenieur Waldemar Bruno gestern vor das Schöffengericht schäftsbericht erklärte der Vorsitzende Dr. Conrad Schmidt: so viel Aufsehen erregt hat, wurde in der letzten Sigung der Schöne- laden lassen. Herr Jasper hatte sich eine Erfindung für die Her- Das zweite Spieljahr unseres neuen Vereins Freie Voltsbühne“ berger Stadtverordneten- Bersammlung zum Gegenstand einer Inter- stellung dauerhafter Glühkörper patentieren lassen und die Aus- ist in ähnlich günstiger Weise wie das erste verlaufen. Wiederum können pellation gemacht. 14 Stadtverordnete richteten an den Magistrat nuzung des Patents für Deutschland der„ Auer- Gesellschaft" an- wir, als Anzeichen des überaus lebhaften Interesses, welches unser Verein die Anfrage, ob derselbe Vorsorge getroffen hat, daß Vorkommnisse, geboten. Herr Jasper mittels Zeitungsannonce in der Berliner Arbeiterschaft findet, eine ständige Zunahme der Mitgliederwie sie dem Magistrat aus dem bekannten Schulangelegenheits: für seine Fabrik geübte Abbrennerinnen verlangte, bewog zahl konstatieren. Das 1. Quartal März- Juni 97 nach Neugründung Prozeß bekannt geworden sind, in Zukunft nicht mehr vorkommen Herr Bruno, der früher in der Auer- Gesellschaft eine ziemlich des Vereins hatte mit einem Mitgliederbestand von 2440 Personen tönnen. Der Magistrat wird die Anfrage in der nächsten Sißung selbständige Stellung eingenommen hatte, die intelligente Arbeiterin und drei Abteilungen abgeschlossen; aber bereits der nächste Winter beantworten. Es handelt sich bekanntlich um den großen Verhau" Frl. M., die Stelle in Bernau auf turze Zeit anzunehmen und„ mal brachte ein allmähliches Anwachsen der Mitgliederzahl auf 5000 Perin den Schulen. zu sehen, was die Leute da draußen eigentlich machen". Frl. M. iſt ſonen und fünf Abteilungen. Die zahlreichen Verschiebungen im denn auch nach Bernau gegangen, sie hat eine Zeit lang ihr hiesiges Mitgliederstand, welche die zweimonatliche Unterbrechung der VorGehalt weiter bezogen, dies hörte aber auf, als fie länger stellungen im Sommer auch dieses Mal mit sich führte, bedeuteten nicht nach Berlin zurück. wegblieb. Es gefiel ihr nämlich bei Herrn Jasper und sie kehrte teine Schwächung des Vereins. Derselbe konnte nach der SommerSie versicherte gestern unter ihrem Eide, pause des letzten Jahres mit fünf wohlgefüllten Abteilungen seine daß sie weder dem Angeklagten Bruno noch irgend einem anderen Vorstellungen im Herbste wieder aufnehmen. Im Laufe des Winters Vertreter der Auer Gesellschaft die geringste Mitteilung über trat eine sechste, jetzt völlig gefüllte Abteilung binzu. Der Mitbereitung über Die Fabriks oder Betriebsgeheimnisse der Jasperschen Fabrik ge- gliederstand umfaßt gegenwärtig ca. 6100 Personen. Die That macht habe. Die ihm bekannt gewordene Thatsache hat Herrn sache, daß sich der Umfang des Vereins auch im Herbst und Jasper veranlaßt, Strafantrag auf Grund des§ 10 des Gesetzes Winter 1898/99 wiederum vergrößert hat, fällt um so mehr ins gegen den unlauteren Wettbewerb zu stellen. Rechtsanwalt Dr. Ne i che Gewicht, als der Verein, um in der Lage zu sein, für die Vorbestritt, daß von der Anwendung dieses Gesezes hier überhaupt die stellungen im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater einen eigenen Rede sein könne. Die Arbeiterin sei mit feiner Silbe aufgefordert Regisseur anzustellen, den monatlichen Mitgliedsbeitrag von 60 auf ein Fabrikgeheimnis zu machen, ein solches habe auch nicht vor- Leſſing- Theaters, hat seither die Leitung der Vereinsvorstellungen worden, während ihres Engagement Mitteilungen über 65 Pf. hat erhöhen müssen. Herr Steinert, der Regisseur des gelegen, da die Patentschrift nicht geheim und die Anwendung von in dem Theater übernommen. Silicium- Aether gleichfalls bekannt sei. Dazu komme, daß die Je länger, desto mehr hat es sich herausgestellt, daß der Arbeiterin ja überhaupt nichts mitgeteilt habe und etwaige Mit- Verein, der aus Kassenrücksichten neben den teueren Vors teilungen gar nicht zum Zwecke des Wettbewerbes dienen sollten und stellungen im Lessing Theater immer auch billige Vorstellungen in fonnten. Sie sollten vielleicht nur die Grundlage geben, ob man der einfacheren Voltstheatern veranstalten muß. für diesen Teil Patentverkaufs- Offerte des Herrn Jasper nähertreten solle oder nicht, der Aufführung der Beihilfe eines eigenen Regiffeurs nicht entraten Der Angeklagte verfolgte aber wohl auch noch einen Privatzwed, denn fann. Das künstlerische Niveau der Vorstellungen war selbstverständer reflektierte auf die Stelle als Leiter der. Jasperschen Fabrit. lich auch in diesem Jahre, da wir nicht mit einem festgefügten Rechtsanwalt Dr. Lubszynski erachtete dagegen den§ 10 des Schauspielerstamm rechnen können, ungleich, unter den gegebenen Gesetzes ganz zweifellos für verlegt. Der Gejeßgeber habe mit Verhältnissen aber im allgemeinen entschieden befriedigend, teilweise gutem Bedacht festgestellt, daß schon derjenige zu bestrafen sei, der ausgezeichnet. Den Kassenbericht gab der Kassierer Winkler. es unternimmt, andere zur Mitteilung bon Fabrit Die Eimiahmen betrugen für das 4. Quartal 1898/99 17 082,49 m. Die Ausgaben 4. 15 111,56 geheinmissen 2c. zu bestimmen. Auf den Erfolg fomme es gar nicht Bestand am 31. März 1899 1970,93 m. an. Es sei außerdem ganz klar, daß die Entsendung der Arbeiterin nach Bernau zu Zwc.en des Wettbewerbe& stattgefunden habe Die Gesamt- Einnahmen 1898/99 betrugen 45 883,97 M. 43 913,04 Gesamt- Ausgaben 1898/99 und daß diese den Fabrikbetrieb eines Konkurrenten belauschen sollte. Der Gerichtshof Auf Antrag des Revisors Sahm wurde dem Kassierer Decharge Er beantrage daher eine empfindliche Strafe. 2,60 1 stellte sich auf den Standpunkt des zweiten Rechtsanwalts. Er er- erteilt. Bei der Neuwahl des Ausschusses wurden gewählt: Kurt 1,80 1,20 wog, daß bei einer Sachlage, wie dieser, ohne weiteres anzunehmen Baate, Dr. Borchardt, Dupont, Maaß, Schweichel, 1,60 0,80 fei, daß die Mitteilungen zu Zwecken des Wettbewerbes dienen Wurm, Frau Dr. Za det; als Vorsitzender Dr. Conrad 3,50 1,20 follten; anderenfalls sei der Angeklagte für das Gegenteil beweis- Schmidt; stellvertretender Vorsitzender Joh. Gaulle; Kassierer 1,40 1,20 trebse per Schod 12,2,50 Pflichtig. Der Gerichtshof erkannte auf 500 Mark Geldstrafe Gust. Winkler; Schriftführer Cohn und Bushold; als eventuell 50 Tage Gefängnis. Revisoren Frant, Sahm und Teichmann; als Obleute der Ordner: Heymann, Sticher, Hube, Krug, Seering Schuh den Schuhleuten! Bei der Verurteilung eines gewiffen und Hauptmann. Das Gehalt des Kassierers wurde auf engel aus Laurahütte, der durch Revolverschießerei einen Amts- monatlich 180 M. festgesetzt. Unter Verschiedenem wurden noch sergeanten um ein Auge gebracht hatte, und der deshalb wegen einige Mängel besprochen, welche durch die Ueberläufer anderer Aburteilt wurde, äußerte der Vorsitzende des Benthener Schwur- die Mitglieder stets ihre Abteilungen besuchen mögen. schwerer Körperverlegung zu fünf Jahren Zuchthaus( 1) ber- teilungen stets statifinden und wird der Wunsch ausgesprochen, daß gerichts, vor dem die Angelegenheit verhandelt wurde: Der Gerichtshof bedauere, daß die Geschworenen Die Hauptfrage( ob R. einen Mordversuch begangen habe) nicht bejaht hätten. Für den Angeklagten, der sich wie Nach Unterschlagung von 17,000 M. ist der Gehilfe Fischer eine Bestie benommen habe, wären 15 Jahre des Notars Rüter in Elberfeld flüchtig geworden. Die Frau 3uchthaus teine zu schwere Sühne gewesen. des Gehilfen wurde verhaftet. Ein wahnsinnig gewordener Auswanderer, ein Ruthene, der auf dem Bahnhof Ruhleben und später im Ruhlebener Gefangenenhause im Zustande der Tobsucht arge Verwüstungen angerichtet hat, ist schließlich unter Begleitung von drei Wärtern nach der Grenze zurückgeschafft worden. Drei Personen in der Dahme ertrunken. Am Montagabend wollten fünf Maurer, die aus Alt- Heide von der Arbeit kamen, bei Karolinenhof über die Dahme seßen. Sie benußten dazu unvor fichtigerweise ein fleines Boot, das alsbald fenterte, so daß die fünf Insassen ins Wasser fielen. Zweien gelang es, sich durch Schwimmen zu retten; die drei anderen jedoch ertranken. varen dies die Maurer Otto Schulz, Wilhelm Streichert, Hermann Witte. Die Verunglückten waren sämtlich Familienbäfer. Marktpreise von Berlin am 1. Mai 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. *) Weizen Roggen Futter- Gerste Safer gut 3,60 2,40 2,20 1,20 3, 16,00 14,90 Schweinefleisch 1 kg 14,85 13,80 Kalbfleisch " 13,10 12,50 Hammelfleisch " 1,60 1,10 1,80 1, 1,60 1, " 15,40 14,90 Butter 2,60 2, mittel W " 14,80 14,30 Gier 60 Stüd gering " 14,20 13,80 Karpfen 1 kg 4,- 3,50 Aale " Heu 6,80 4,40 Bander " + Erbsen 40, 25, Hechte " Speisebohnen †) Linsen " 50, 70, 30, 25, Barsche Schleie " " Kartoffeln, neue 6, " 4, Bleie 1,60 Richtstroh Rindfleisch, Keule 1 kg " 1,20 1, 1,80 0,80 do. Bauch *) Grmittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt fchaftskammer Rotierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. +) Kleinhandelspreise. = Produktenmarkt vom 2. Mai. Weizen zog für vordere Sichten etwa 1 M., Roggen 0,50 M. an; spätere Termine für Brotfrüchte behauptet. Hafer lag ziemlich feft, ebenso Mais, Rüböl still. Die Zufuhr am Spiritus martt war heute wieder größer, es wurden circa 135 000 Liter 70er Ware angeboten, die mit 40,40 m.(+0,40 m.) Nehmer fanden; auch 50er Spiritus in Höhe von 6000 gitern wurde mit 60 M. gehandelt. Termine anfänglich fest, schwächten sich später ab. Kartoffelfabrikate. Berlin, 2. Mai. Feuchte Kartoffelstärke per 100 kilogramm 10,20 m. Prima trodene Kartoffelstärfe per 100 Kilogr. 20,50-20,60 m., do. Supra 21-21,25 m., do. Sefunda 16,00-18,50. Prima Kartoffelmehl per 100 g. 20,50-20,60 m., do. Supra 21,25-21,50 m., do. Sekunda 16-18,50 m. Berlins Getreide und Wehlzufuhren zu Waffer vom 1. Mai mittags bis 2. Mai mittags betrugen 150 To. Weizen, 285 To. Roggen, 120 To. Hafer, 113 To. Gerste, 3675 D.- Ctr. Weizenmehl. Gerichts- Beitung. In dem Mordprozeß gegen den Schuhmacher Franz Herrmann wurde gestern vom Schwurgericht Breslau nach fünftägiger Verhandlung das Urteil gefällt. Der Angeklagte wurde wegen Todschlags zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehr verlust verurteilt. Wiederholt ist es vorgekommen, daß Berufsrichter im Schwurgericht ihrer Unzufriedenheit mit der Thätigkeit der Geschworenen offen Ausdruck gaben. Hoffentlich kommt diese Praris der Schwurgerichtsvorsitzer im Reichstage zur Sprache. Die Strafkammer zu Gleiwik verurteilte gestern den Amtsrichter Kubetto in Ratibor wegen Beihilfe zur Urkundenfälschung zu sechs Monaten Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Versammlungen. Eine öffentliche Bäcker- Versammlung tagte am Dienstag Vor Eintritt in die Tagesordnung nachmittag in Keller's Saal. nahm die Versammlung ohne Debatte eine Resolution an, in der die Berliner Bäckerei- Arbeiter ihren Münchener Kollegen für deren energisches Vorgehen vollste Sympathie befunden, dieselben zu den bereits erreichten Erfolgen beglückwünschen und für die Dauer des Münchener Streits Unterstützung zusagen. M " " " " Vermischtes. " " Ein großes Schadenfener zerstörte in Breslau gestern morgen die großen Fabrikgebäude der Strohhutfabrik B. Perls Nachfolger. Das vierstöckige Haus ist total ausgebrannt, die Expedition und Geschäftsräume sind verschont geblieben. Etwa 300 Arbeiter und Arbeiterinnen wurden arbeitslos. Der Schaden ist sehr bedeutend; die Entstehungsursache ist unbekannt. Jn Stendal wurde Sonntagabend der Arbeiter Witte aus Osterholz auf dem Heimwege erdrosselt und seiner Barschaft von 60 M. beraubt. Als der That verdächtig sind der russische Arbeiter Grogorzewsky und dessen Frau verhaftet worden. Bligschlag in einen Eisenbahnzug. Als der Vormittagszug der Thorn- Insterburger Strecke am Montag in die Nähe der Station Bießellen gelangt war, fuhr, wie man dem„ Berl. Tgbl." aus Thorn meldet, ein Blisstrahl eines starken Gewitters zwischen Tender und Packwagen auf den Schienenstrang. Der Eisenbahnzug erhielt einen so starten Stoß, daß die Passagiere von ihren Sigen geschleudert wurden. Sofortiges Halten ergab, daß am Zuge nichts beschädigt war, dagegen war der Erdboden aufgerissen, auch die Leitungsdrähte waren zerstört. Dasselbe Gewitter hat an vier Stellen in der Provinz zündend eingeschlagen und größere Gehöfte eingeäschert. Eine Anklage graufigen Inhalte wird demnächst vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I zur Verhandlung gelangen. Die Ehefrau Anna Bischof, geb. Haack, deren Ehemann Pußer bei der Eisenbahn ist, soll ihre beiden Stiefkinder Jda und Hierauf referierte Schneider über die geplante Aenderung Anna Bischof fortgefegt in einer so furchtbaren Weise gemiß der Bädereiverordnung. Der Redner besprach die Entstehungs handelt haben, daß die gequälten Kinder es vorzogen, schließlich geschichte der Verordnung, er wies auf die fortgesezte Agitation hin, freiwillig in den Tod zu gehen. Am 12. März v. J. soll die welche die Bäderinnungen gegen den Maximalarbeitstag betreiben, Wieder tauchen Gerüchte auf, daß Nachrichten von Andree 11 jährige Jda Bischof sich vom Balkon der elterlichen Wohming und führte weiter aus, daß die Bäckereiperordnung, so ungenügend Gleimstr. 13, 4 Treppen hoch auf die Straße hinabgestürzt haben. Sie fie auch sei, für die Gesellen eine günstige Wirkung gehabt und den gefunden sein sollen. Diese Gerüchte kommen von Island. In perstarb auf der Stelle. Am 8. Oktober v. J. sprang die 13 jährige Anna Meistern nicht geschadet habe. So sei beispielsweise der Prozentsaz einem Briefe, den ein Kopenhagener Privatman in diesen Bischof von der Weidendammer Brücke aus in die Spree. Ein der an Lungenkrankheiten leidenden Mitglieder der freien Hilfskaffe Tagen aus Husavik auf Island erhalten und der Redaktion des Schiffer rettete das Kind, das nach der Charitee gebracht wurde. von 38 Prozent im Jahre 1895 auf jegt 32 Prozent gesunken. Die Blattes" Politiken" vorgelegt hat, werden diese Gerüchte wiederEs bat flehentlich, nicht zur Mutter zurüdgebracht zu werden, es weiteren Ausführungen des Referenten sind zusammengefaßt in gegeben. Sie gehen darauf aus, daß an einer Masse Polareis, das lange Zeit vor Husavik lag und hin und zurüdgetrieben ist, am Tönne die fortgesezten Mißhandlungen nicht länger ertragen und folgender Resolution: wollte sich deshalb das Leben nehmen. Die Vernehmung des Die von etwa 1200 Personen besuchte Versammlung der Bäder 12. April eine Flasche gefunden sein soll, in welcher ein Zettel von Kindes ergab Thatsachen, die, falls sie erwiesen werden, alles Berlins und der Umgegend protestiert aufs entschiedenste gegen eine Andree lag. Die Flasche war im Eise festgefroren und wurde zuwas bisher an Kindermißhandlungen vorgekommen ist, über Umänderung des 12stündigen Magimalarbeitstages in eine 84ftündige fällig von einem Mann aus Hufavit gefunden. Was auf dem Bettel schreiten. Beim Tode der Jda Bischof wurde angenommen, Magimalarbeitswoche. Die Versammelten finden es unbegreiflich, gestanden hat, weiß der Briefschreiber jedoch nicht. Nach seiner Andaß das Kind aus Fahrlässigkeit vom Balkon hinabgestürzt sei, daß die deutsche Reichsregierung die in mühevoller Arbeit zu gabe wurde der Bettel sofort nach Reykjawit gefand und sollte von Anna Bischof behauptete dagegen, daß sie und ihre Schwester schon fammengestellten Ergebnisse der jahrelangen Untersuchungen der dort weiter nach Norwegen befördert werden. Die Ausweise über Erkrankungen an der Peft verzeichnen Fängst beschlossen hätten, in den Tod zu gehen. Jda Bischof habe Kommission für Arbeiterstatistik dem unausgesetzten Drängen die aus Bombay, Staltutta und anderen Teilen des Landes eine anden Anfang gemacht, nachdem ihrem Sturz vom Balkon herab eine der deutschen Bädermeister zu opfern gewillt ist, denn schwere Büchtigung vorangegangen war. Es wurden Ermittelungen geplante Aenderung tommt thatsächlich einer vollständigen Aufhebung dauernde Befferung. Ausgenommen davon sind nur Kolar und die bei den Nachbaren und Lehrerinnen angestellt und das Ergebnis ist der Bädereiverordnung gleich. Ist eine strenge Kontrolle des zwölf Goldfelder. der zahlreichen Ausnahmeein derartiges, daß obige Anklage gegen Frau Bischof erhoben stündigen Marimal Arbeitstages werden konnte. Sie ist die zweite Ehefrau ihres Mannes, bestimmungen wegen schon schwer durchführbar, so ist eine Kontrolle Jahre den sie im 1893 geheiratet hat. Bischof besaß der 84 stündigen Maximal Arbeitswoche absolut unmöglich. drei Kinder, für welche seine Ehefrau Ehefrau nun Mutterpflichten Die Versammelten beanspruchen, als die wirtschaftlich Schwachen, zu übernehmen hatte. Das jüngste Kind, die zweijährige Gertrud, bon der Gesetzgebung für sich den Schuß ihrer Gefund berstarb, bald nachdem es die neute Mutter erhalten hatte. Von heit. Die Versammlung erklärt, daß die Bestimmungen der Anfang an soll die Angeklagte ihre Abneigung gegen ihre Stief bestehenden Bädereiverordnung das Mindestmaß eines annehmbaren tinder in der schroffsten Weise zum Ausdrud gebracht und dieselben Arbeiterschutzes darstellen und eine etwa geplante Aenderung der in der rohesten Weise gepeinigt haben. Die Kinder wurden, wenn felben nur zu Gunsten der Arbeiter ausfallen darf, sofern die Nefie nicht um 6 Uhr morgens aufgestanden waren, durch Schläge aus gierung ernstlich um das Wohl der Arbeiter besorgt ist. den Betten getrieben, warauf die Mutter ihnen einen Kübel Nach kurzer Diskussion und einem Schlußwort des Referenten eistalten Wassers über die nadten Körper goß. goß. Die wurde die Resolution einstimmig angenommen. Wetter Prognose für Mittwoch, den 3. Mai 1899. Beitweise aufflarend, vorwiegend trübe und regnerisch bei mäßigen westlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8% Uhr abgehalten. Otto H. Die Versammlung von Interessenten der Kranken- Zuschußtaffe Bolts wohl tagte am zweiten Osterfeiertage( 3. April d. J.) im Englischen Garten. Weih. Wenden Sie sich an das Bureau der Metallarbeiter, Annenftr. 38.| mehr hineinlassen. Es if bl. 100. 1. Giwa 6 Monate bis 12 Jahre. weibliche Personen( mit Ausnahme der Mutter und der Großmutter), ferner A. S. 11. Ihr Freund hat unrecht. Ueber den socialdemokratischen wärts" begründet. Ronkurrenzklausel- Antrag ist am 5. April 1897, und zwar nicht namentlich, 2. Ja. 3. Fehlt. 4. Keine. 5. Sie müßten flagen. 6. Ja. 7. An feine. Gemeinschuldner während der Dauer des Konkurses, mit Ehrverlust Be abgestimmt. Er wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Neu: 8. Haft. 2. Müller. 1. Klage und Antrag auf Einstellung der Zwangs: strafte, wer offenkundig einen unfittlichen Lebenswandel führt und wer von mann. Die Mutter kann über ihren Teil völlig frei schalten. 2. A. Ja. vollstreckung ist erforderlich. 2. Nein. 3. Nein. 4. Das ist zulässig. Sie den Eltern von Führung der Vormundschaft ausgeschlossen ist. Die UeberLandbriefträger. Ihr Vater ist anzustellen. Die Sachlage ist einem können Auskunft von der Staatsanwaltschaft begehren und eventuell sich nahme einer Vormundschaft ablehnen fönnen: weibliche Personen, wer das Abgeordneten mitgeteilt.- H. Spremberg. Eine Beschwerde wäre erfolg- beschweren. M. B. Die Sache ist nicht geeignet für den„ V." Das 60. Lebensjahr überschritten hat und wer mehr als eine Vormundschaft oder Ios, da die Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts so ist, wie die Ver- Rechthaben und Rechtbekommen, zweierlei, ist nicht selten. A. 10. Nein. Pflegschaft führt. fügung behauptet. Um sich vor vorzeitigem Schluß zu schüßen, müßten Sie J. A. 1000. 1. Wandergewerbeschein( Hausierschein) Voltastr. Der Erfolg der Klage wäre ein recht zweifelhafter. 2. ist erforderlich. 2. Ich helfe Dir auf" ist richtig. das Lokal zumachen, von 10 Uhr ab nichts ausschänken lassen und niemand K. In Preußen sind unfähig, die Vormundschaft zu übernehmen: Nicht: warten, bis er das 42. Lebensjahr vollendet hat. 2. in W. Er muß A. Schmidstr. Nein. ist dieser Rat ausführlich im Juni 1893 im Vor- I preußen, Bevormundete, Sandlungsunfähige, noch nicht 21 Jahr alte unb Seinem Sangesbruder Heinrich Zoschke( genannt Jike) zu seinem heutigen Wiegenfest gratuliert der Arbeiter- Gesangverein 65/12 Vorwärts I SO. Socialdemokr. Wahlverein für den 4. Berl. ReichstagsWahlkreis( Süd- Ost). Todes- Anzeige. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Heute, Mittwoch, den 3. Mai, vormittags 11 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Versammlung Allerlei Anzeigen. Damen- Uhr verloren, 17663, 1. Mai im Prater( Saal). Geg. Belohn. abzg. Tresdowstr. 38, 2 Tr. b. A. Harder. W. and. Unternehmen soll Milchgesch., berb. mt. Obst, Gemüse u. verf. werd. Jez. Inhaber 7 J. mit Miete. Näheres Milchgeschäft Marks grafenstraße 7. Jeder Arbeiter Materialm, Jeder Handwerker Den Mitgliedern hiermit zur Rennt aller infolge der Maifeier ausgesperrten Kollegen. Erf. barin thätig. Badw. u. Bier beden nis, daß unser Genosse, der Dreher Emil Meyer verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donners: tag, den 4. What, nachmittags 4 von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung Bittet Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Steinmetz Georg Wolf amt 1. Mai verstorben ist. Die Be erdigung findet am Donnerstag, den 4. Mai, vom Trauerhause Stephan: straße 20 aus nach dem Johannis: Kirchhof in Plößensee statt. Zahlreiches Erscheinen erwartet 246/17 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Nach langen, schweren Leiden ver: starb Montag, den 1. Mai, morgens 4 Uhr, mein lieber Mann, unser guter Bater, der Weber 16452* Wilhelm Forgbert im Alter von 39 Jahren. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 7. Mat, nachmittags um 2 Uhr, von der Fröbelstraße aus statt. Die trauernde Witwe nebst Kindern. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 28. v. Mets. verstarb nach längeren Leiden unser Kamerad, der Zimmerer Ernst Winter im Alter von 64 Jahren. Die Be erdigung findet Mittwoch, den 3. Mai, 111/17 Die Ortsverwaltung. Stuccateure! Donnerstag, den 4. Mai, abends 7 Uhr, im Lokal Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Die Antwort der Unternehmer und unsere Stellungnahme zu derselbent. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Stollegen, die ihre Streitkarte behufs Kontrolle noch nicht abgegeben haben, werden aufgefordert, dieselbe in die Versammlung mitzubringen. Ferner find die Kollegen, die verhindert waren, in der Waiversammlung zu erscheinen, gehalten, eine Maimarke zu entnehmen. Dieselben sind in allen Zahlstellen sowie beim Vertrauens: mann erhältlich. J. A.: Der Vertrauensmann. Achtung! MAURER. Achtung! Donnerstag, den 4. Mai, abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: Verkaufe 110 Ruth. Villen- Terrain für 1600 m. im Vorort, 20 Pf.- Tour, schöne Lage, hart an der Bahn. 30255& aufhold, Gremmenerſtr. 13. Kleine Kundentischlerei W. sofort billig zu verkaufen Luitpoldstr. 4. Eckdestillation, traße 2, Cigarrengeschäft. gangbare, billig zu verkaufen Annen[ 30236 follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Gesetzl. Schutz angem. Allein. Verkauf. Sehr starte Ware in praktischen grauen und braunen Streifen. Hinten u. vorn am Bund aus einem Stück gearbeitet. Mietknöpfe u. Kappnähte. 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[ 132/11 Die Kollegen werden ersucht, von allen Bauten mindestens einen Kollegen zu entsenden. Die Lohukommission. J. A.: Fr. Kater. Achtung! Achtung: General- Fund- Bureau Kistenmacher. Charlottenstr. 93. 5, bobl Echte u. Hohlroller Kommandantenstr. 52 i. Restaur. Woll- und Baumwoll: Abfälle jeder Art fauft Broderick, Oppelner straße 16 part. 14799* Betten, Gardinen, Steppdecken, Portieren, Waffeldecken, Teppiche, Bett: vorleger, Tischdecken, Paletots, Anzüge, Hosen, Remont.- Uhren, Regulatoren., Operngl. spottb. Pfandl. Neanderstr. 6. Fahrrad- Händler fauf. fämtl. Zubehör u. Roh teile sow. Geft., gesp.Näder sehr vort. Mittwoch, den 3. Mai, abends 8 Uhr 94/13 Nachweis und Ermittelung. Oranienstr. 47. Fahrradart. en gros. Große öffentliche Versammlung in den Arminhallen, Romandantenstraße 20. Tages Ordnung: Die Aussperrung vom 1. Mai. Die Lohnkommission. J. A.: Franz Schulz, Griebenowstr. 5. NB. Pflicht aller Kollegen ist es, pünktlich zu erscheinen. nachmittags 4 Uhr, von der Leichen Achtung! halle des neuen Kirchhofes in Lichtenberg( Krugsteg) statt. 3047b Der Vorstand. Kupferschmiede! Allen Kollegen die Mitteilung, daß am Sonnabend früh unser Mitglied und Kollege Carl Eduard Helbig an Nierenleiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mitt: woch, den 3. Mai, nachut. 5 Uhr, vom Kirchhof der Weißenseer Gemeinde aus statt. Treffpunkt: Weißensee, Rölkestraße, Restaurant Kühne. Um zahlreiche Beteiligung bittet 99/3 Der Vorstand. Für die uns anläßlich des Hinscheidens und bei der Be erdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, des In strumentenmachers 30246 Wilhelm Janowsky, von allen Seiten, insbesondere von meinem Personal entgegen gebrachten Beweise herzlicher Teilnahme, sage ich hierdurch meinen innigsten Dant. Namens der Hinterbliebenen. M. Janowsky. Dantjagung. Achtung! HolzbearbeitungsmaschinenArbeiter! Alle, die wegen der Feier des 1. Mai ausgesperrt find, werden ersucht, am Mittwoch, den 3. Mai, abends 8 Uhr, bei Neumann, Kleine Andreas straße 15, zu erscheinen. 82/9 Der Vorstand. J. A.: Wilh. Pichl, Frankfurter Allee 85. Neue freie Volksbühne. Frühlingsfeier Sonnabend, den 6. Mai, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen Beuthstrasse No. 19/20. Bestehend in Konzert und Recitationen unter gütiger Mitwirkung der Pianistin Frl. Marie Gerdes und des Violin- Quartetts Gebr. Borisch, sowie der Recitatoren Herrn Max Laurence vom Schiller- Theater und Herrn Curt Holm. Eintrittskarten im Vorverkauf 40 Pf., an der Abendkasse 50 Pf. Karten sind in allen Zahlstellen sowie beim Unterzeichneten zu haben. Nach dem Konzert: BALL. Avis: Sonntag, den 14. Mai, nachm. 22 Uhr: Vereins- Vorstellung i. Ostend- Karl Weiss- Theater: Gabriele, Schausp. i. 5 Akt. v. E. Augier. NB. Die Zahlstelle: Kons.- Genossensch. Befreiung" befindet sich jetzt Skalitzerstr. 6 im Laden; die Zahlstelle von M. Kothe, Koppenstr. 90, ist verlegt zu Aug. Böhlke, Restaur., Rüders I. A.: Ad. Löhr, Kassierer, Ackerstr. 38, II. 150/6 alle Farben, Herren- u. Konfirmandenhüte, 1 Mark, Für die vielen Beweise herzlicher dorferstrasse 18, Ecke der Koppenstrasse. Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Marie Hense fage ich allen Berivandten, Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank. Gustav Hense, 3046b Prinzenstr. 6. Danksagung. Für die vielen Beweise der Liebe nur neue moderne Sachen,[ 16412* Prima Qualität 1,50 und 2, noch Die beliebten Arbeitshüte 65 Pf. früher 5, jetzt Kaiserstrasse 25 A. unb Teilnahme bei der Beerdigung Hutfabrik- Comptoir fiber Barnimfir. 4 u. 5. meiner lieben Frau, insbesondere den Kollegen der Monopol- Fahrradwerke, Stern- Fahrradwerke sowie demLotterie verein Ohne Hoffnung" für ihre thatträftige Unterstützung meinen herz lichen Dank. 3019b Der trauernde Vater W. Hansen, Gastwirt, Friedrichsberg, Mainzerstraße 21. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme und für die Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Klaviaturarbeiters Paul Knispel, fage ich Verwandten, Freunden und Bekannten, vor allem dem Sparverein Phönix" und den Kollegen der Firma Hermann& Bartrow meinen herz3015b lichsten Dank. Die tranernde Witwe Marie Knispel. Danksagung. Die vielen Beweise herzlicher Teil: nahme, sowie die zahlreichen Kranzspenden am Grabe meines lieben Mannes bezw. Baters, des Formers Eduard Rosenkranz, beranlassen uns, allen Freunden und J. Brünn, ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt 4 Nach beendeter Inventur gelangen größere Lagerbestände meiner Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Portieren! Fertige Wäsche! zu sehr billigen Preisen zum Ausverkauf!! 14118* Bekannten, insbesondere den Kollegen Möbel, eingein wie in ganzen Fahrräder- Teilzahlung Wohnungs- Einrichtun gen, solid und billigst. 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( Ohne Gewähr.) 57[ 500] 249 79 429 63 657 789 881 96 921 1067 203 395 504 94 658 908 33 45 59 74 2102 253 313[ 1000] 67 439 69 627 832 958 3070[ 500] 227 406 55 568 647 54 76 906 20 4010 12 355 [ 300] 61 451 725 27 5024 235 36 368 82 87 655 726 6020 36 01 80 265 335 459 530 672 792 828 7146 269 347 77 406[ 1000] 13 59 641 59 737 50 54 64 913 S091 393 506 60 659[ 500] 879 915 30 48 80[ 1000] 98 9306 41 82 89 707 10041 61 105 17 27 307 39 77 88 429 553 603 740 70 870 1093 425[ 500] 551 71 670 743 90 855 12083 109[ 1000] 66 592 607[ 500] 59 71 717 60 870 74 13012 194 294 99 328 602 774 824 907 14112 13 68[ 300] 219 21[ 3000] 306 620 41 87 815 89 15137[ 300] 252 72[ 500] 347[ 500] 74 489 94 509 686 948 66 99 16139 79 275 407[ 3000] 11 27 59[ 3000] 76 646 758 58 17082 97 196 258 364 426 31 50 589 697 18040 228 573 602[ 300] 14 15 46 81 760 836 948 84 19130 375 601 99 714 35 862 934 70 50629-31 780 896 948 84 118020[ 3000] 70 306 85 501 86 630 91 93 807 114207[ 1000] 404 580 612 59 719 892 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205 59 616 791 963[ 300] 200164[ 300] 201 58 78 353 466 667 734 931 55 201214 22 [ 3000] 561 601[ 300] 66 830 938 202015 86 303 512 677 795 893 203525 952 204061 132 213 35[ 500] 392 428 58 595 726 67 841 [ 500] 44 920 70 205209 95 307( 500] 31 496 513 634 798 863 206100 5 81 82 328 472 550 560 74 709 858 70 905 74 207036 [ 500] 195 216 908[ 3000] 208027 118 238[ 10 000] 53 341 92 526 99 633 50 722 57 83 809 951 209024 96 262 71 362 420 651 382 3350 722 921 210067 119 316 44 668 803 211422 628 39 77 81 712 812 212142 235 397 500 42 605 13 701 14 61[ 1000] 805 48 [ 5000] 960 213020 72 258 411 79 650 853 58 952 214062 73 149 201 393 780 847 81 92 911 215196 97 676 825 63 929 47 216047 74 115 60 312 593 624 88[ 3000] 868 72 74 217193 242 311[ 500] 12 494 584 656 94 746 218104 49[ 3000] 71 222 368 72 97 619[ 500] 76 77[ 3000] 641 82 704 82 806[ 3000] 84 967 219016 57 125 49 374 519[ 3000] 643 800 993 99 220103 270 418 549 221221[ 300] 56 373 508[ 500] 35 746 893 941 222141 381 97 411 526[ 300] 661 927[ 300] 223009 46 76 214 320 421 63 78 560 729 97 958[ 300] 86[ 1000] 95 224226 53 328 591[ 500] 649 726 78 919 28 49 95 225054 85 276 93 338 39 73 403 Am Gelvinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 Mr., 1 zu 150 000 wt., 1 zu 75 000 Wit., 1 zu 50000 Wit., 7 zu 30000 Wit., 13 zu 15 000 2., 28 au 10 000 W., 55 au 5000 Mt., 820 zu 3000 Mt., 859 au 1000 Mt., 987 zu 500 Mr. 10.3iehung d. 4.Klaffe 200. Kgl. Preuß.Lotterie. 647 792 113035 117[ 300] 41 90 208 488 532[ 500] 54 608 22 Biehung vom 2. Mai 1899, vormittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 24 112 326 435 578 813 46 1006[ 500] 323 64 608 721 829 34 2305 6 26 41 503 23 31 84 762 988 3150 237 522 983 4072 191[ 5000] 443 590[ 500] 833 36 52 932 43 92 5042 149 258 90 323 73 639 6464 579 739 41 7062[ 1000] 130 308 436 81 558 752 86 820[ 1000] 8277 358 81 411 30 961 62 78 9060 [ 300] 128 482 718 99 844 52 10016 98 281 390 441 52 55 667[ 300] 951 63 73[ 1000] 11165 298 345 66 633 716 919 12020 178[ 300] 240 87 405 515 46 712 63 82 940 63 13014 209 41 398 433[ 3000] 50 502 56[ 3000] 975 14051[ 300] 54 393 421[ 300] 54 517 75 689 740 830 41 73 990 15029 98 100 51 691 16000 50 303 612 743 70 17070 76 369 550 708 18054 181 257 313 19[ 300] 770 872 905 61 89 102 11 98 207 451 554[ 500] 634 753 19058 20186[ 300] 209 427 563 67 681[ 1000] 89 889 931 21352 [ 300] 209 427 563 563 701 16 89 22011 84 226 63 308 21 441 81 92 672 95 23030 225 53 67 347 97 517 817 22 944 24054[ 300] 172 218 390 679 783 802 99 25139 219[ 5000] 532 669 92 741 823 26067 146 [ 300] 72 372 460 549 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300] 94 755 72 152219 [ 500] 444 577 602 14 865 927 153247 93 342 701 154049 215 42 616 716 804 21[ 10 000] 29 900 155274[ 1000] 425[ 500] 571 615 703 35 64 854 911 80 156056 75 325 59 421[ 1000] 97 558 76 639[ 300] 157068 230 49 350 55 687 839 50 949 158033 75 [ 500] 140 216 97[ 3000] 387 644 722 23 84 842 70 948 92[ 300] 159113[ 10 000] 51 417 94 502 34 53 670 709[ 1000] 955 160160 226 51 390 473 161167 225 46 734 845 914 162026 280 96[ 1000] 99 353 417 51 88 590 95 872 956 59 163012 257 97 576 632 793 883 985 164043[ 500] 109 908 165005 90 379 [ 300] 417 32 535 42 686 99 927 166049 84 103 85 318 455 716 74 75[ 500] 877 933 167141 446 84 932 168031 74 101 230[ 3000] 357 90 705 23 808 14 937 169117 52 248 78 87 557 653[ 500] 799 821 64 69 947 76 806 170054 146 463 583[ 300] 649 781 76 806 171061 155 89 205 661 63 830 172039 41 169[ 300] 231 301[ 300] 21 479 589 173028 33 63[ 300] 273 432 571[ 3000] 693 710 972 174185 226 815[ 500] 34 928 30[ 300] 62[ 500] 175102 15 304[ 1000] 91 462 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566 600 22 739[ 300] 822[ 500] 224104 244 408 72 564[ 300] 74 661 751 821 905 225025 112 265 83 457 573 Im Gewinncabe berblieben: 1 Gewinn an 500 000 m., 13n 150 000 wt., 1 zu 75 000 Mt., 1 zu 50000., 7 zu 30 000 ., 11 z 15 000 t, 25 au 10 000 m., 47 au 5000 Mt., 744 au 3000 Mt., 787 au 1000 r., 893 zu 500 Mt. Berichtigung. In ber Lifte vom 29. April vormittags lies 222 482 ftatt 122 462. .blX- Wolley 19 110046 193 201 387 428 513 41 968 111029 226[ 1000] 48 627 9. Biegung b.4. Klaffe 200.Rgl. Preuß. Lotterie. 427 31 021 703 311 112033 136 322( 3.00) 412 767 1133012 93 Biehung vom 1. Mai 1899, nachmittags. Rur bie Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Rummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 132 212 868 526 83 778 869 954 1012 19 40[ 3000] 97 119 ( 1000] 43 81 252 93 638 704 853 2005[ 1000] 119 99[ 300] 240 301 417 81 596 608 15 725 67 837 60 922 68 3107 215 367 431 41 698 751[ 500] 64 832 923 4062 90 264 520 47[ 300] 771 6019 206 398 501[ 500] 736 44[ 300] 898 908 6204 386 498 593 ( 3000] 610 70 866 911 17 7046 154 226[ 3000] 43 64 83[ 3000] 420 566 646[ 300] 849 926 75[ 300] 80 8074 638 871 927 9035 95 122 479 602 710 93 821[ 3000] 10020 71 264 84 99 387 458 528 95 611 44 58 719 41 813 96 44 58 719 41 813 96 1047[ 500] 114 21 34 95 98 363 484 500 626 809 907 13 12017 27 40 70 222 37 350 73 564 626 706 61[ 3000] 918 13061 88 113 246 440 41 520 82 604 37 94 764 66 904 14181 291 457 73 604 99[ 500] 722 70 940 15016[ 500] 34[ 3000] 94 284 353 56 454 84 721 937 16016 20 106 38 384 416 75 545 615 789 17270 370 583 902 17 45 18111 76 245 581 91 694 749 998 19113 82 386 20007 24 189 368 448 553 625 802[ 1000] 29 916 37 72 21331 518 986 22094 200 486 567[ 300] 98 649 77 85 913 58 23003 368 75[ 500] 484 570 674 98 981 24153 203[ 300] 84 369 467 653 706 810[ 3000] 945 61 25053 133 362 447 49 590 686 ( 500] 800 96 905 22 26003 145 50[ 300] 252 312 93 415 507 651 736 27164 85 96 208[ 3000] 78 462 526 609 26 41 769 334 36 553 75 882 918 29156 403 626 738 99 803 14[ 3000] 9241 30210 304 30 93 437 756[ 1000] 823 60[ 500] 959 31022 447 72 603 6 797 866 89[ 500] 32031 395 428 58 591 631 735 873 33373 406 63 550 62[ 3000] 824[ 300] 92 34156 95 421 620 45 83[ 3000] 877 912 33 35 35139 296 98 371 90 499 532 668 94 [ 300] 822 59 912 36 36159 91 215 71[ 300] 303 21 719 807 17 54 37113 83 242 360 699 912 38088 99 171 244 338 495 514 17 617 30 767 79 39137 271 462 620 28[ 300] 71 95 786 40834 97 913 98 41087 95 405 539[ 500] 749 802 42003 ( 1000] 55 76 104 52 230 65[ 500] 319 416 555 779 43044 108 39 255 87 388 500 652 69 99 969 78 44198 204 356 536 45042 126 222 560 651 735 844 46057 123 249 361 71 565 994 47039 196 283 326 521 795 97 48088[ 1000] 395 501[ 300] 69 750 801 99 [ 5000] 980[ 1000] 84 49017 46 135 97 337 412 67 558 69 620 ( 500] 704 809 61 943 50 96 28059 50137 216 443 520 736 841 51470 87 659 848 51 77 925 28 49 52221 470 506 23 33 714 23 53028 83 152 266 403 12 31[ 500] 74 770 899 986 54367 404 19 512 98 622 842 82 55027 51 65 268[ 1000] 342 583 676 735 68 85 841 80 88 56084 109 16 224 436 57044 74 147 53 72[ 300] 349 496 97 511 632 70% 77[ 300] 90 941 58025 64 347 55 640 45 763 59304 40 49 71 537[ 300] 757 870 249 90 339 91 92 764 881 961 67 88 96 114362 468 557 115025 42 346 419 617 729 66 877 88 999 116218 625 48 63 927 117143 44 334 93 427 33[ 3000] 40 668 98[ 1000] 838 51 118169: 385 426 93 528 677 703[ 300] 51 808 119026 215 924 27 79 120164 72 272 473 76 633 79 725 812 946 121055 70 7 276 393[ 3000] 446 652 808 918 92 122036 492 527 59 726 32 811 123083 122 280 82 383 436 530 62 621[ 3000] 22 737 96 946 124219[ 300] 623[ 500] 788 125050 70 178 307 30[ 500] 559 870 120195 445 525 810 30 94 977 127045 80 99 233 48 57 358 430 569 661[ 1000] 74 128038 41[ 300] 215 366 611 766 129030 162 80 324 528 93 130062 141 352 430 52 83 529 672 80 131011 14 141 96 [ 300] 265 409[ 300] 542 53 57 670 849 132014 253 71 307 35 479 616 43 98 717 55 838 183018 173 80 328 65 423 500 2 692[ 1000] 946 59 134151[ 300] 326 31 54 411 28 553[ 3000] 694 733 69 824 31 54 135106 238 323 28 577 670[ 3000] 94 769[ 1000] 834 989 136038 93 162 206 31 303 27 35[ 3000] 577 631[ 1000] 925 137011 200 50 301 2[ 500] 61[ 300] 426 558 73 79 744 75 96 823[ 1000] 79 932 45 64 138137 266 414[ 1000] 58 633 819 28 139312 25 80 95 461 639 69 700 2 900 140146 50 80 236 350 415 618 72 935 141037 116 63 414 64 688 707 91 848 911 142003 62 204 324 405 548 846 92 950 95 143381 849 144271 300 4 70 550 98 794 145113 39[ 500] 344 616 78 729 902 146109 73 308 597 906[ 300] 43 147085 262 67 326 70 406 545[ 5000] 63 685 87 908 66 148158 67 241 78[ 300] 470 507[ 500] 35 669[ 1000] 791 846[ 1000] 149034 85 149 76 268 488 94 525 664 738 832 150065 117 26 340 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1000] 469 567[ 3000] 92 670 715 33 801 105114[ 300] 67[ 300] 306 489 508[ 300] 92 676 96 799 883 91 100017 30 63 64[ 1000] 73[ 3000] 130 84 213 335 530 53 741 53 800 43 107169 72 522 26[ 300] 80 816 108012 224 41 88 463 67 593 777 99 815[ 300] 61 961 109065 107 232 405 14 57 656 99 ( 3000] 701 28 887 86 906 180081 360 73 561 782 874 181082[ 500] 96[ 3000] 107 4 45 200 417 19 85 794[ 1000] 820 46[ 300] 924[ 300] 51 97 182041 82 141 366[ 3000] 85[ 300] 528 694[ 300] 183060 167[ 300] 231 66 317 420 61 588 721 47 67 829 184143 98 260 442 613 22 724 812 70 902 60 66 77[ 1000] 97[ 1000] 185003[ 1000] 39 52 130 91 267 357 416 31 51 663 75 94 752 72 936 61 186153 273 618 918 187040 176 90 437 512 89 701 43 892 69 940 188082 337 501 61 73 756 845 900 74 189218 88 422 523 25 607 796 190074 127 40 204 335 676[ 500] 832 937 90 191003 356 90 452 641 71 882 907 192097 225 452 516[ 1000] 678 866 938 [ 300] 193176 294 342 761 888 194312 506 25 700 22 51 82 984 [ 3000] 195207 400 681 84 903 41 196237 569[ 300] 619 66[ 500] 93 757 74 197067 119 295 349 433 35 569[ 3000] 88 786[ 300] 99 940 76[ 3000] 198091 386 406 61 871 199293 512 30 644 801 513 30 644 34 74 84 978 618 98 763 805 200145 84 282 336 454 618 98 763 805[ 500] 929 62 201109 73 309 96[ 500] 469 598 893 202220 361 66 490 588 613 724 54 849 979 203355[ 500] 85 472 90[ 500] 690[ 300] 703 53 872 903 27[ 3000] 204072 247 350 61[ 1000] 570 790 802 8 905 60 98 205378 486 501 677 895 206155 323 486 607 37 717 930 207019 112[ 500] 391 427 523 752 856 208127[ 300] 316 23[ 500] 413 753 62 89 209020 39 84 187 243 70 371[ 3000] 415 67 543 645 701 210008 45 53 186 276 476 555 617 64 89 211146 64 482 [ 3000] 95 515 35 80[ 300] 777 212138 335 414 515 55 690 857 965[ 1000] 213017 155 327 406 89 515 634 731[ 500] 851 214022 78 218 359 449 540 776 811 215100 42 334 504 85 668 99 798 889 [ 300] 216021 88 184[ 15 000] 335 73 440 848 80 217469 65 905 16 218124 217 335 488 623 848 936 91 219044 870 550 67 774 933 61[ 300] 220008 113 25 220 356 498 868 221011 20 133 297 415 953 [ 3000] 81 222112 59 215 304 515 722 36 836 223080 231 89 545 805 916 224031 76 178 85 372 96[ 15 000] 725 96 853 225532 49 84 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500000 1 au 150 000 r., 1 au 75 000 Mt., 1 zu 50000 Mt., 7 3 30 000 Mt., 11 zu 15 000 Mt., 27 an 10 000 M., 51 8 5000 W, 779 3000 Mt., 822 zu 1000 Mt., 948 au 500 M. 15doimthlustuni 10.3iehung d. 4.Klasse 200.Kgl. Preuß. Lotterie.| 66 93 387 521 955 110074 88 227 329 95 449, 76 586 73 607 Biebung vom 2. Mai 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Rummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 60[ 300] 91 257 377 92 401 39 92[ 3000] 569 749 845 48 986 1130 206 9 306 485 51 618 89 707[ 500] 831 32 36 2124 283 429 31 91 520 654 95 734 44 804 981[ 500] 83 3025 205 42 44 63 307 411[ 3000] 52 94 501 39 627 85 736 883 919 4619 5068 422 502 25 734 839 6145[ 3000] 50 236 373 475 645 836[ 1000] 51 7055 68 150 233 567 605 66 783 96 944 81 92 8066[ 300] 146 [ 300] 490 518 52 825 41 9057[ 300] 87 235 542 601 57 731 894 10138 358 622 762 856 927 11005 76 163 321 765 815 911 12102 47 385[ 300] 573 884 94 13013 53 181 279 89 314[ 300] 407 607 21[ 500] 720 961 14109 95 336 88 455 84 500 757 15069 103 21 31 225 91 368 471 532 620 715 98 816 76 16028 46 80 104 18 66( 3000] 268 80 319 586 600 24 729 854 984 17152 91 223 469 98 587 677[ 300] 810[ 3000] 60 83 900 12 21 18022 [ 3000] 37 207[ 1000] 74 487 707 68 19436 831 20031 69 603 26 736[ 500] 21084 177 300 56 76 452 569 838 47 71 22140 74 86 268 355 636[ 3000] 84 807 23047 74 115 20 77 90 91 265 333 31 577[ 300] 625 54 726 970 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96 179 224 [ 300] 399 408 691 95 700 833 222075 331 32 427 552 788[ 300] 850 939 223017[ 500] 39 96 168[ 1000] 298 316 39 76 598 733 806 224067 128,376 504 615 84[ 500] 94 735 825 225143 615 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500000 1 zu 150000 Mt., 1 zu 75 000 mt., 1 au 50 000 W, 6 zu 30 000 Mt., 11 3 15 000 Mt., 25 zu 10 000., 47 au 5000 M., 711 au 3000 Mt., 742 zu 1000 Mt., 846 zu 500 M Berantwortlicher Redacteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Br. 102. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 3. Mai 1899. Abgeordnetenhaus. ( Schluß der Sitzung am Montag.) Abg. Kreitling( frs. Vp.): Wenn ein Gesetz für die ländlichen Schulen auf dieser GrundTage eingebracht würde, so würde im Lande ein ähnlicher Sturm entstehen, wie beim allgemeinen Volksgesez, das seiner Zeit zurückgezogen werden mußte. Die Herren wollen doch weiter nichts als billigere Arbeitskräfte und dazu wollen sie die Kinder ausgeliefert erhalten. Dazu können wir die Hand nicht bieten, Abg. Engelbrecht( ft.): Ich habe noch nicht gehört, daß eine Schädigung der Gesundheit der Kinder durch die ländliche Arbeit eingetreten ist. Auch werden die Kinder nicht schlecht dafür bezahlt. Abg. Frhr. v. Wangenheim( kons., Bund der Landwirte): Wir haben für diese Vorschläge gestimmt im Inter effe der Kleinbesizer, der Kinder und ihrer Eltern. Das Interesse der größeren Besitzer Besitzer spricht nicht in aller letter Linie. Die Kinder werden auch keineswegs überanstrengt. Wer einmal die Kinder abends vom Feld nach Hause tollen geschen hat, weiß das. Sie gehen meist gern mit, weil ihnen dann die Mutter Milchkaffee usw. mitgiebt, was sie sonst nicht kriegen. Die einheitliche Regelung des Schulwesens ist anscheinend schädlich gewejen, es sollte mehr von den örtlichen Verhältnissen heraus geschehen. Herr Kopsch sprach für die Lehrer. Für diese BeamtenKlasse ist in den letzten Jahren so viel geschehen, daß gerade die Lehrerfreunde allen Anlaß hätten, nicht weitere Besserungen für die Schulmeister zu fordern.( Sehr richtig! rechts.) Herr Ernst nimmt das Recht auf Bildung auch für die Dorffinder in Anspruch. Das haben Für den Juhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 3. Mai. Opernhaus. Hänsel und Gretet. Urania Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr: Im Theater: Das Land der Fjorde. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Vergißmeinnicht. Anf. 72 hr. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Schauspielhaus. Die Räuber. An fang 72 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 7/2 Uhr. Leffing. Im weißen Röß't. Anfang 71% Uhr. Berliner. Platz den Frauen. An: fang 72 Uhr. = Residenz. Der Schlafwagen Con trolcur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Schiller. Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Ansang 8 nhr. Neues. Eine Liebesheirat. Anfang 72 Uhr. Westen. La Traviata( Violetta). Anfang 72 Uhr. Metropol. Jur Reiche der Moden. Anfang 7 Uhr. Gentral. Die Puppe. Anf. 72 11hr. Thalia. Berlin bleibt Berlin. Anfang 7 Ubr. Luifen. Graf Essex. Anfang 8 Uhr. Welle- Alliance. Pech- Schulze. An fang 8 Uhr. Cstend. Die Bulgaria. Anf. 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fuhrmann Henschel. Anf. 8 1hr. Alexanderplatz. Die Lebemtänner von Berlin oder: Der Klub der Harmlosen. Anfang 8 Uhr. Wiener Volks.Theater. Lunipaci vagabundus. Ihr Cousin. An fang 7 Uhr. Apollo. Specialitäten-Vorstellung Anfang 7 11hr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Valait. Specialitäten Bor: stellung. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 1hr vormittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr:„ Das Land der Fiorde". Operntelephon. Passage- Panopticum. Geöffn. 9 1hr früh bis 10 Uhr abds. Der unverwundbare Fakir Aratas. Das 6jährige Wunderkind Marietta ( kann nur im Finstern sehen). Von 612 Uhr: Théatre variété. Castan's Panopticum. Ecke Friedrich- u. Behrenstrasse. Neu umgestaltet und verschönert!! Rumänische Neu!! Original- ZigeunerKapelle im Konzertsaal. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Sommer- Specialitäten Saison. Mademoiselle Lydia, Etolla de Paris u. 12 Deblits allererster Specialitäten. Im Reiche der Moden ( Ballett). Neue Garten- Anlagen. Invalidenstraße 57/62. Täglich Rauchen in allen Räumen gestattet. abends von 5-10 Uhr: Stern warte. Thalia- Theater. 72/73. Schiller Theater Berlin bleibt Berlin. ( Wallner Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Boltsschauspiel in 5 Aufz. von Ludw. Ganghofer und Hans Neuert. Donnerstag, abends 8 Uhr: Zum erstenmale: Die Frau vom Meere. Freitag, abends 8 Uhr: Die Frau vom Meere. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Unppe( La Poupée) Operette in 3 Atten und einem Vorspiel bon Ordonneau u. Sturges. Musik von Ed. Audran. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag nachmittags zu halben Breisen zum Ichtenmale in dieser Saison: Die Fledermaus. Operette in 3 Aften von Johann Strauß. Große Gesangspoffe in vier Bildern von F. Guthery und W. v. Hoyar. Musik von Fritz Krause. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Schneider und Schrader.) Britton als Vaufen Schulze der Stolz vom Regiment. Anfang heute 7 Uhr. Entree 50 Pf. Numerierter Balkon 75 Pf., BalkonDitend Carl Weiß- Theater. Loge 1 Mk., Orchester- Loge 1,50 Mk. Gr. Frankfurterstraße 132. Bum 32. Male: Die Bulgaria. Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 10 Bildern von Hans Buchholz. Gefangsterte von J. Dill. Musit von M. Fall. Neues Schlußbild: Die Aukunft ber Bulgaria in Hamburg. Anfang 8 Uhr. Fremdenloge 2 Mk. Tagesfafje 11-1. Die Pläge zu den numerierten Sigen sind stets 8 Tage lang vorher zu haben. Mährs Theater Oranien Straße 21. Täglich: Der Goldbaner. Original Schauspiel in 4 Aufzügen Donnerstag, 11. Mai( Himmelfahrt), von Charlotte Birch- Pfeiffer. Jm Tunnel von 7 1hr an Frei Konzert. Täglich: Die Bulgaria. Im renovierten Garten: Gr. Specia: Anfang 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. litäten u. Theater- Vorstellung. Wochentags Bons Gültigkeit. sie, aber ebenso das Recht, gegen Verbildung geschüht zu werden. ( Sehr gut! rechts.) Ich bitte Sie, diesen Antrag mit Ernst und Tiefe zu behandeln und nicht solche Reden zu halten, wie( Olufe links: wie Sie! Rufe rechts: ruhig!) nun, wie Herr Kopsch, der sich vollständig in Lokal und Auditorium geirrt zu haben scheint.( Lebhafter Beifall rechts. Bischen links.) Abg. Pohl( frs. Bgg.)[ sehr schwer verständlich]: Ich würde dringend davor warnen, das Niveau der Landschulen zurückzudrängen. Andererseits kann ich den Ausführungen über die Schädlichkeit der Kinderarbeit auf dem Lande nicht beistimmen, und werde für den Antrag stimmen, wenn er die Aufrechterhaltung der Ziele der Volksschule gewährt.( Ruf des Abg. Richter: Ein schöner Freifinn! Heiterkeit und Lachen rechts.) Abg. Kopsch( fri. Vp.): Die Beschäftigung der Kinder bei den Bauern ist ganz verschieden von derjenigen auf den Gütern. Herr v. Wangenheim hat von Schulmeistern gesprochen; er weiß wohl nicht, daß diese Bezeichnung als Beleidigung der Lehrer bestraft worden ist. Abg. Dasbach( C.): Eine Verminderung des Religionsunterrichts würde auch erfolgen müssen, wenn die Schulzeit verringert wird. Aber Lesen, Schreiben, Rechnen bleibt die Hauptfache. Und vor allem muß Religion gelehrt, dahinter müssen Gegenstände wie Raumlehre völlig zurücktreten. Abg. Frhr. v. Wangenheim( B. d. L.): Eine Ueberlastung der Lehrer kann ich nicht anerkennen und ich möchte die Herren von der Linken bitten, die Unzufriedenheit der Lehrer nicht immer wieder anzuregen. Hert Kopsch hat gemeint, die Dummheit sei das teuerste Ding auf dem Lande. Trotz aller Reden des Herrn Kopsch muß ich doch Apollo- Theater. Me. et Mr. Bianca- Desroches Maria la Bella Hella Collier etc. etc. etc. Frau Luna. Burlesk- phantastische Ausstattungs- Operette in 1 Akt mit 5 Bildern u. Apotheose von BoltenBäckers. Musik von Paul Lincke. In Scene gesetzt vom Direktor E. Waldmann. Das sensationelle Luft- Ballett ,, Grigolatis": Kasseneröffnung 6 Uhr. Anfang der Garten- Konzerte 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Empfehle allen Bekannten mein Schant: Zum Sängerheim", gefchäftum Schulstr. 116. Vereinszimmer mit Piano zu vergeben. 30376 Wochentags bis 10 Uhr abends geöffnet. Eduard Hausotter. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. Täglich mit stürmischem Jubel! Endlich allein! Gesangs- Posse von Joh. Eisner. Musik von May Schmidt. Ju Scene gesetzt v. Otto Wendt. Tazu das vorzügliche neue Special. Programm, u. a. Mr. James Thomas, Juggler on the wire. Wochentags Entree frei! Sonntags 30 f. Verlangen Sie gratis! Of meinen neuesten PRACHI CATALOC über AMMONIA- FAHRRÄDER Hammonia und MOTOR- RADER Zubehör- Theile derselbe bringt interessante Neuheiten und die allerbilligsten Preise Hammonia Fahrrad Fabrik A- H- UELTZEN, HAMBURG Fahrgeld vergütet! Jacques Raphaëli Inh. Th. Büsing, Berlin C., An der Spandauer Brücke 2. Herren- u. KnabenGarderobe. Herren- Früjahrs- und Sommer- Paletots, nur beste Qualität, saub. Verarbeitung. 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Sonntag geöffnet von 8-10, 12-2 Uhr. sagen: Für uns im Osten ist der Lehrer das theuerste Ding auf dem Lande.( Heiterkeit.) Der Antrag Sattler wird abgelehnt und Bunft 3 in der Kommissionsfassung mit großer Mehrheit angenommen. Es folgt Punkt 4, der die Verminderung der Beschäftigung von Arbeitern seitens der Staatsbetriebe während der Erntezeit verlangt. Wird angenommen. Abschnitt 5 verlangt Rücksichtnahme beim Strafvollzug während der dringendsten ländlichen Arbeitszeiten. " H Abg. Goldschmidt( freis. Vp.) erflärt seine Zustimmung zu diesem Punkt und wendet sich dann gegen den Antrag Gamp( ft.), der die Strafgefangenen nicht nur bei Meliorations= arbeiten", sondern überhaupt bei landwirtschaftlichen Arbeiten" verwenden will. Man dürfe nicht dem freien Arbeiter durch Zuchthäusler und Verbrecher Konkurrenz machen. Dadurch vertreibe man den Arbeiter vom Lande. Aber vielleicht licße sich mit der bedingten Verurteilung dabei eine Probe machen. Abg. Frhr. v. Richthofen( f.): Die Gefahr, daß die freien Arbeiter durch die Strafgefangenen vertrieben würden, sei nicht ganz ausgeschlossen, deshalb müsse man mit der Beschäftigung von Etrafgefangenen vorsichtig sein. bas Saus, bem Gch. Nat Holh bittet das Haus, dem Antrag feine Folge zu geben, die Regierung halte ihn für unausführbar, namentlich werde fich die Beaufsichtigung der Strafgefangenen bei allen ländlichen Arbeiten nicht durchführen lassen. Abſchnitt ō wird mit der von dem Antrag Gamp vorgeschlagenen Aenderung angenontmen." Nächste Sigung: Mittwoch. Fortsetzung der Beratung. Frische Fische, gute Fische! Riesige Fänge unserer Dampfer ermöglichen uns, Schellfische in allen Grössen 12-15 Pfg., im Ausschnitt 20 Pfg. 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Eierbecher Kaffeetassen, Rococoform. Satztöpfe, gebrauchte Form, 6 Stück 28 Steingut. Vorrathstonnen, braun decorirt.... 22 Speiseteller, fach und tief Pf. *.5P Pf. Speiseteller, fach und tief, blau Zwiebelmuster Pf. Kaffeebecher.. Kaffeetassen, Birnenform ... 5P 6P. ... 7 Pf. Pf. Kaffeetassen, blau Zwiebelmuster: 15 10 20 Mk. Waschgarnituren, 4 Theile 1,1,1, Waschgarnituren, 5 Theile 6, 6, RE. 2, M., 4, M. 25 Mk. Emaille. 65 aus einem Stück gestant 1, Aufwaschwannen, ca. 65 cm Kinderbecher, decorirt, ca. 7 cm Tassen, Paar D · 25 60 Mk. 13 Pf., conisch 18 Pf. .10 1,1 Waschständer, nitur complet mit 3 theiliger Emaille- Gar- 40 Mk. Pf. Frühstücksbrettchen, Ahorn. ca. 28 Blattform, :: 12 P. 50 ca. 11x20 Mk. Viereckig, 9 PL. 30 Pf. Kaffeebretter, mit Einlage 30 85 cm 15 PT. 18 Pf. 14 × 23 17 × 26 cm 10 Pf. 13 Pf. 95 P. 1, 05 ME Visitphotographieen..... Dutzend 1,80| Cabinetphotographieen... Dutzend 4,80. 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