Nr. 103. Abonnements- Bedingungen: N Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Big. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Bernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Zelegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 4. Mai 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. die Verpflichtungen der Wohnsißgemeinde durch stärkere lasse ist die- Entlassung des Ministers v. Berlepsch. Hurra, Auf dem Wege zur Leibeigenschaft. Heranziehung der Arbeitsgemeinde erleichtert werden. An Hurra! Die Regierung macht die revolutionären Sprünge 0 Politische Uebersicht. Der Reichstag Berlin, den 3. Mai. 3 " " 1 Unser Genosse Molkenbuhr unterzog dann die socialen Programme aller Parteien, eins nach dem anderen, gründlicher Kritik. Er verhöhnte die Thoren, die die Socialdemofratie als nicht zum Staat gehörig betrachten, mit beißendem Spott überschüttete er die Kannegießer, welche an eine Mauferung" der Socialdemokratie in dem landläufigen Er zeigte, daß gerade Sinne des Wortes glauben. umgefehrt die Socialdemokratie immer weiter sich entwickelt hat und heute weit„ radikaler" ist als zu den Zeiten Lassalles, wo viele mit einem Kredit von Hundert Millionen Thalern die Socialisierung der Gesellschaft zu bewerkstelligen hofften. So offen wie in der Mittwoch- Sitzung des preußischen den thatsächlichen Verhältnissen würde das wenig ändern, der Heyl und Hitze nicht mit, und überhaupt all' unsere Abgeordnetenhauses haben die Junker und Juntergenossen und deshalb ist dieser Antrag ziemlich belanglos. Charakteristisch Hoffnung, daß wir nicht rettungslos dem socialdemokratischen ihren arbeiterfeindlichen Gelüften selten Ausdrud gegeben, so war es nur, daß kein Mitglied der Opposition die Gelegenheit Abgrund entgegengleiten, beruht auf dem guten Stern der dreift haben sie selten die Wiederherstellung der mittelalter- ergriff, die Junker an die eigentümliche Art und Weise Hohenzollern. Hurra, Hurra, Hurra! lichen Hörigkeit gefordert und die völlige Knebelung der länd zu erinnern, wie sie sich in ihrer Eigenschaft als Natürlich forderte Kardorff ein neues, besseres Socialisten. lichen Arbeiter verlangt. Nun ist auch der lezte Zweifel Gutsherren den ihnen durch das Gesetz über den gesek; aber er will sich einstweilen mit einem einfachen, schmerzzu entziehen lofen und gar nicht grausamen Mittel begnügen: Jeder daran geschwunden, daß die Junker in der That auf die Be Unterstügungswohnsiz auferlegten Lasten seitigung der Freizügigkeit, nicht nur für jugend- suchen ein Gebahren, das vor Jahren einmal ein ehrlicher Mensch, der socialdemokratische Gesinnung bethätigt, soll auf liche, sondern auch für erwachsene Arbeiter ausgehen. Konservativer alter Schule, Herr v. Kleist- Rezow, auf das fünf Jahre mit Entziehung des aktiven und passiven Wahlrechts bestraft werden. Der Vorschlag rief schallendes Gelächter Unter den seitens der Kommission zur Beratung der An- schärfste verurteilt hat. träge über Maßregeln gegen die in der Landwirtschaft Schließlich bekundeten die Junker ihre Arbeiterfeindlichkeit hervor. Juteressant war dann eine kurze Erklärung des Nationalherrschende Arbeiternot empfohlenen Vorschlägen befinden sich auch durch die Annahme eines Antrages, wonach bezwei, deren Verwirklichung dem Rechte der Freizügigkeit mit fondere Tarifverbilligungen für Arbeiter in be liberalen Büsing, der seine Fraktionsgenossen Heyl und bisher gewährt werden Bassermann schnöde und scharf verleugnete. Also noch einem Schlage ein Ende machen würde. Einmal wird die schränkterem Maße als Herbeiführung von Bestimmungen verlangt, wonach junge sollen. Natürlich auch nur aus Liebe zu den Arbeitern; eine Spaltung" dieser viel gespaltenen" Rumpfpartei. Nach Leute unter 18 Jahren nicht ohne ausdrückliche Genehmigung denn diese Tarifverbilligungen haben nach ihrer Ansicht einer fortschrittlichen Rede des Fortschrittlers Wiemer, des des Arbeitsmarktes der Personen, unter deren väterlicher oder vormundschaftlicher eine fünstliche Verschiebung zur socialpolitisch gefesselten Luftballons", nach einem guten Worte Gewalt sie stehen, aus ihrem Heimatsorte fortziehen dürfen, Folge; an dem einen Orte herrscht ein Ueberangebot Kropatschecks, erhob sich dieser Kollege von der Kreuz- 3tg." selbst und zweitens sollen die Gemeinden das Recht erhalten, die von Arbeitskräften, an dem anderen Arbeitermangel, und daran und führte in dreiviertelstündiger Rede mit durchschlagendem Abweisung neu Anziehender dann zu bewirken, wenn sie nicht ist die böse Eisenbahn, diese teuflische Erfindung, schuld. Erfolg den Beweis, daß die seltsamen socialpolitischen Artikel den Nachweis einer den sittlichen und hygienischen Anforde- Werden die Ausnahmetarife beseitigt, so bleiben die Arbeiter seines Blattes, von denen wir bisher angenommen hatten, rungen entsprechenden Wohnung erbringen, wobei das Schlaf- hübsch zu Hause und machen nicht ihren Kollegen an anderen sie stammten von irgend einem zahlungsfähigen Gönner voit stellenunwesen zu beschränken ist. Orten Konkurrenz. Also wird den Arbeitern dadurch eine Wohl Stand, dessen Einsendungen man nicht gut zurückweisen Wer die Reden unserer Edelsten und Besten mit anhörte that erwiesen. Mit solchen Gründen wird man allerdings könne, thatsächlich von Herrn v. Kropatscheck verfaßt sind. und sich noch durch schöne Phrasen bethören läßt, der hätte nur im preußischen Landtage nicht ausgelacht. Und nur von ihm. Die einzigen Socialreformer sind nach wirklich zu dem Glauben verführt werden können, daß die Alle diese Anträge sind lediglich der schrankenlosen Selbst- Kropatscheck die Konservativen. Jede andere Socialreform Herren vor Arbeiterfreundlichkeit förmlich übertriefen. Ihr sucht des preußischen Junkertums entsprungen, das, wenn es führt zum Umsturz. Den Staat denkt sich dieser entartete eigener Vorteil gilt ihnen nichts, an der Erlangung billiger die Erlangung billiger Arbeitskräfte gilt, das bißchen sogenannte Schüler Stahls als einen Verein, aus dem jeder ausArbeitskräfte ist ihnen nichts gelegen, ihr Sinnen und Streben Kultur, was wir uns in harten Kämpfen errungen, freudig geschlossen werden muß, der seine Statuten nicht anerkennt, ist allein darauf gerichtet, das leibliche und geistige Wohl der drangiebt. Arbeiter zu fördern und die jungen Leute vor dem kleinen Uebel, der Prostitution, und vor dem großen Uebel, der Socialdemokratie, zu bewahren. Sie wollen die väterliche Gewalt stärken, das sich lockernde Familienleben wieder festigen und sie sind ängstlich darauf bedacht, daß die Arbeiter, die trotz aller Ermahnungen die seligen Gefilde Ostelbiens hielt vor dem Eintritt in die Tagesordnung eine kleine, ziem berlassen und in die Großstadt ziehen, wenigstens in gefunden lich schwunglose Totenfeier für seinen verstorbenen ersten Wohnungen untergebracht werden. Präsidenten Simson. Die Gedächtnisrede des Herrn von In der That bedeutet der erste der beiden Anträge einen Ballestrem wollte nicht recht fließen. Von den verbündeten schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der jugendlichen Regierungen wohnte niemand dem Akt bei, auch später bei Arbeiter. Wer die ländlichen Verhältnisse kennt, der meiß, den sozialpolitischen Debatten blieben die braunen Minister Nach Molkenbuhr Stöder, der mit Kardorff und wie sehr die Gutsherren, Pastoren und sonstige auf dem fessel leer und feine regierende Mannesbrust verdeckte den Lande allmächtigen Persönlichkeiten die Eltern und Vor- freien Anblick der in das Leder gepreßten Reichsadler. Kropatscheck ins Gericht ging und ihnen vor die Nase hielt, münder bearbeiten werden, damit sie ihren Kindern die Beinahe hätte es sich gefügt, daß nach der Ehrung des daß gerade unter ihrem Bismarck die Socialdemokratie am Genehmigung zum Verlassen ihres Heimatortes verjagen. Judenstämmlings" Simson, des geborenen Kaiserfronen- Ueber meisten gefördert worden sei. Sie alle sind ihm elende KurEiner der eifrigsten Gegner des Freizügigkeitsrechts, der bringers, der Reichstag eine antisemitische Debatte begonnen hätte. pfuscher. Er allein, der mit Undank gelohnte Hofprediger a. D., Abg. Freiherr von Richthofen( f.) ging sogar noch Auf dem Tische des Hauses lagen allerlei Mordinstrumente, Holz- hat das Lebenscliyir für die absterbende bürgerliche Gesellweiter und beantragte, daß junge Leute unter 18 Jahren auch hämmer verschiedenen Stalibers, durch die vermutlich nach schaft. Wird nicht bald zum Wunderdoftor geschickt werden? Endlich es war schon 5 Uhr richtete sich das gebeugte der Genehmigung der Gemeindebehörde ihres gewiesen werden sollte, wie angenehm es für das Rindvich Wohnorts bedürfen, um sich in einem anderen Orte Arbeits- jei, mittels dieser schmucken kunstgewerblichen Gegenstände Haupt des trauernden Stumm auf, und der ganze Stumm gelegenheit zu suchen. Allerdings zog Herr v. Richthofen des Lebens beraubt zu werden. Aber es fam nicht dazu. richtete sich auf und Stumm sprach. Aber ach! Das feinen Antrag später wieder zurück, aber schon allein der Die zweite Lesung des Liebermannschen Schächt- war der alte Stumm nicht mehr, der Blize in den erschrockenen Umstand, daß ein solcher Antrag am Ende des neunzehnten antrags wurde auf den Antrag Liebers abgesetzt, und Reichstag schleuderte. Es war Marius auf den Trümmern Jahrhunderts in einem Parlamente überhaupt nur gestellt die Antragsteller widersprachen nicht. Karthagos. Und noch schlimmer. Denn es war ja sein werden kann, beweist, wie sehr die Reaktion erstarkt ist. Das Publikum, das sich über die Aenderung der Tages- eigenes Karthago, auf dessen Trümmern er flagte. Elegisch, Will der erste der beiden Anträge nur die Freizügigkeit ordnung nicht flar geworden, mochte wohl einen symbolischen in faum hörbarem Flüsterton, hauchte er seine Schmerzen jugendlicher Personen beseitigen, so bezweckt der zweite einen Zusammenhang zwischen den Holzhämmern und den social- auch der Vorwärts" hat ihm Schmerzen verursacht, dem schweren Eingriff in die Freizügigkeit der er politischen Debatten, die nun begannen, in der Richtung ber- Guten in das Haus, das, so weit es nicht leer war, ihn wachsenen Arbeiter. Wie soll denn ein neu An- muten, daß die kleineren und größeren Instrumente die ver- auslachte, oder zum mindesten nicht beachtete. Alles geht aus dem Leim, wenn er nicht das ziehender nachweisen, daß die von ihm gemietete Wohnung schiedenen Stärkegrade andeuten sollten, in denen je nach „ Gründe" brachte er nicht den sittlichen und hygienischen Anforderungen" entspricht und dem fraktionellen Scharfmachermaß die Socialdemokratie und Heft in der Hand hat. vor. Von Despoten gilt das: stat pro ratione voluntas, welcher Maßstab soll an den Begriff der Sittlichkeit und die Arbeiterbewegung totgeschlagen werden müsse. Hygiene angelegt werden? Auch zu diesem Punkte verlangte Die Fortjehung der Beratung der socialpolitischen Anträge der. Wille ist einziger Grund". Wo der Despoten- Wille der Abg. Frhr. v. Richthofen eine strengere Bestimmung, der Herren Heyl, Nöside und Hike hatte nicht allzu viele indem er allen Ernstes den Antrag stellte, daß die Gemeinden Abgeordnete ins Haus gelockt. Die Leere der Bundesrathsneu Anziehende auch dann abweisen dürfen, wenn sie pläge ist begreiflich. Socialer Enthusiasmus gehört heute nicht nicht den Nachweis erbringen, daß sie sich und ihren mehr zum guten Ton. Man hat also auch keine Verpflichtung, arbeitsunfähigen Angehörigen den notdürftigen Lebens- sich bei den akademischen Debatten" zu langweilen, obwohl unterhalt verschaffen fönnen. Es ist ja erfreu- die Herren in Hunderten von Zeitungen als eifrige Social lich, daß die Junker endlich die große Wohlthat politiker, die an der Spike zwar nicht der Civilisation, aber gesunder Wohnungen erkannt haben, dann nun werden sie doch der Socialreform marschieren, nach Noten verherrlicht Der Kampf gegen Berlin. hoffentlich für menschenwürdige Wohnräume auf dem Lande werden. forgen. Nebenbei bauen die Junker felsenfest auf das Princip Alles erwartete, Freiherr v. Stumm würde wie ein Der Gefeßentwurf, der die Vororte Berlins unter das des zweierlei Rechts. Sonst hätten sie sich sagen müssen, daß rasender Roland auf seine verräterischen Freunde und Kollegen Berliner Polizeipräsidium stellen will, ist jetzt dem AbSein Inhalt entspricht völlig die Spize des zweiten Antrages sich in erster Linie wider losstürzen, fürchterliche Musterung halten, vernichtende Revanche geordnetenhause zugegangen. seine Urheber tehren würde. Wenn die Zulassung von Ar- sich holen. Ach! Nichts von alledem. Tief sinnend, das den Mitteilungen der B. P. N.", die wir gestern besprachen. Die freisinnigen Zeitungen wissen noch nicht, was sie aus beitern abhängig gemacht wird von dem Nachweis gesunder Haupt gesenkt, saß der Allgewaltige da, und an seiner Statt und den sittlichen Forderungen genügender Wohnungen, dann erhob sich der getreue Achates- K ar dorff. Allein, Stumms der Sache machen sollen, oder sie getrauen sich nicht, der würden das von ihnen selbst angeregte Gesetz gewissenhaft Antlit erheiterte sich nicht während der Rede des Silber- unangenehmen Wahrheit ins Gesicht zu schauen. Die Kritik, ausführende Gutsbesitzer in die Zwangslage versezt werden, manns, obgleich dieser im höchsten Genre der Komik: der welche die" Post" an dem Gesetzentwurf übt, dürfte sie aus Wenn Herr ihrer Unwissenheit und Unlust befreien. Die" Post" tabelt, ihre eigenen Saisonarbeiter auszuweisen, mangels hygienisch unfreiwilligen, das Menschenmögliche leistete. " " 1 " aufs Glatteis der Gründe geht, macht er sich lächerlich. Und der Allgewaltige wollte sich heute nicht lächerlich machen- er appellierte ans Mitleid. Unter allgemeiner Unruhe beendete er seine Rede, der außer dem treuen Kardorff niemand ge lauscht hatte. Auf dem Heimweg mag er gedacht haben: Außerhalb bin ich doch noch König. Morgen Fortsetzung. " und moralisch zulänglicher Wohnräume. Freilich ein ostelbischer v. Kardorff nicht so ein naiv belustigender Redner wäre, so daß nach der Vorlage nur die landespolizeilichen Befugnisse, Gutsbesizer, der dergestalt genötigt würde, in seiner Eigen würde er ängstigend wirken. Nach jedem Satz fürchtet man, insbesondere das Polizei- Verordnungsrecht vom Regierungsschaft als Gemeindebehörde" in eigener Sache Recht zu daß sein Gedankenbüchlein mun völlig versiegt. Mit ein paar präsidenten in Potsdam auf den Berliner Polizeipräsidenten sprechen, würde niemals finden, daß die Arbeiterwohnungen fräftigen Handbewegungen, die durch Aufsehen und Abnehmen übergehen sollen, während die Kommunalaufsicht jener Stelle seines Gutsbezirks nicht den höchsten Ansprüchen genügten. des Klemmers unterstützt werden, gelingt es ihm aber über überlassen bleibe; zur Erreichung eines einheitlichen und versprechenden Zustandes" fei es wünschensDas beide Anträge mit großer Mehrheit angenommen die Gedankenpausen hinwegzurudern. Als er heute einmal Dauer wurden, versteht sich von selbst. Ob aber die Regierung es gar nicht weiter zu kommen drohte, reichte ihm sein wert, die an Berlin grenzenden Stadt- und Landkreise siehe, das ganz von dem Regierungsbezirk Potsdam ab wagen wird, den Junkergelüften Folge zu geben, ist doch Hintermann einen zweiten Slemmer, und siehe, fraglich; denn das Gesetz über die Freizügigkeit ist ein Reichs- Mittel half. Herr v. Kardorff vermochte weiter zu utrennen und sie mit der Haupt- und Residenzstadt zu gesetz und kann nur mit Zustimmung des Reichstags geändert reden. So schnitt er mit stumpfer Scheere einen Sag, nach einem neuen Regierungsbezirte Berlin zu dem andern ab, wie Coupons, die allerdings zumeist nur vereinigen". Die Post" zieht mit diesen Bemerfungen thatDent deutschen Arbeiter sächlich nur die Folgerungen aus der Regierungsvorlage. Wer Auch auf ein anderes Reichsgesetz, auf das Gesetz über einen Kuriositätswert besaßen. den Unterstützungswohnsit, haben die Junfer bei geht es besser, als irgend einem Arbeiter in der ganzen Welt. sehen will, fann sehen, wohin die Reise geht. Und der dieser Gelegenheit einen Angriff gerichtet; sie verlangten, daß Hurra! Die authentische Interpretation der kaiserlichen Er- Versuch der Post", das Reiseziel zu verschleiern, bewerden. " 1 " " weist nur, Ivie groß die Veranlassung ist, den war. Sämtliche Vorgesetzten wie die Aerzte des Bataillons wurden| Kommentar übergeben habe, sagt der Figaro", daß bei dieser Erfelbstverwaltungsfeindlichen Zielen des Gesetzentwurfs aufzu- sofort benachrichtigt, und nach den angestellten Ermittelungen flärung Generalstaatsanwalt Manau sich mit heftiger Bewegung erpassen. Die" Post", welche den„ Regierungsbezirt Berlin", ist man der Ansicht, daß die Massenvergiftungen von dem hoben und erklärt habe, daß er sich sofort entfernen werde, sofern Diesen Rahmen fünftigen Regierungspräsidiums, als begehrens Genuß der aus der Hildesheimer Konservenfabrik bezogenen nicht über seine Forderung beraten werde, Anträge zu stellen, wertes Eudziel aufstellt, spricht dennoch von dem Märchen Stonjerven, die feit längerer Zeit at den Küchenräumen der dahingehend, daß der Kriegsminister von Mercier den in Frage Staferuements aufbewahrt wurden, berühren. Glücklicherweise stehenden Kommentar einfordern solle. Der Gerichtshof habe die der beabsichtigten Errichtung einer Spreepräfektur", das der hat sich der Zustand der Mehrzahl der Ertranften bis zum Abend Forderung des Generalstaatsanwalts bewilligt. Der Figaro" beVorwärts in die Welt gejetzt habe. Und um den Märchen berartig gebessert, daß dieselben außer aller Gefahr find. Leider ist merit weiter, er habe keinen stenographischen Bericht gegeben, und von diesem Märchen den Schein der Wirklichkeit zu gebent, fagt ein Pionier der dritten Compagnie, namens Fehlhaber( in fügt hinzu, daß die gestrigen Mitteilungen vielleicht etwas umfangdas Blatt, dem jede Selbstverwaltung verhaßt ist: Die kom Civilverhältnis Bostaffiftent), welcher als einer der letzten zu Mittag reicher gewesen seien, als die Aussagen du Path de Clams, daß sie munalen Verhältnisse könnten dabei völlig unberührt bleiben." gegefien hatte, im Laufe des Nachmittags an den Folgen der Ver- jedoch im Grimde streng richtig seien; fie näherten sich erheblich Doch die seelenverwandten Berl. Pol. Nachr." durchkreuzen giftung geftorben; außerdem befinden fich drei Schwerkranke im mehr den von du Paty de Clam gemachten Aussagen, als das die edle Vertuschungsabsicht der" Post" und zeigen, das Garnisonlazarett. Hoffentlich wird eine ftrenge Untersuchung an Brotokoll, das nach Fertigstellung von du Path de Clam set, so daß ein njer Märchen" nur allzusehr den wirklichen Absichten der gestellt und die Schuldigen falls solche vorhanden zur Stechen vielfach abgeändert worden fet, Berlin- feindlichen Reaktion entspricht. Sie schreiben, wenn Raffationsrat im Protokoll verschiedene Auslassungen und Abfchaft gezogen werden. auch forgjam verhüllend, doch dentlich genutg Der Mluister des Gelftes und die Polen. Herr Bosse weichungen, weil sie den Sinn veränderten, hervorheben Wird der Geschäftskreis des Bezirksausschusses über Berlin hat vor einiger Zeit eine Deputation der Pofener Polen unter mußte. Dem Journal" zufolge hat der wegen Spionage verhaftete hinaus erstreckt, sich auch seine Zuſammensetzung insofern lanin", empfangen. Dieser schildert jetzt eingehend den Empfang deerton vor dem Untersuchungsrichter Flory erklärt, daß ihm ändern, als feine nichtständigen Mitglieder nicht mehr, wie ber Deputation seitens des Ministers. Die Deputierten erfuchten Henry den Auftrag erteilt habe, ihm die Schriften der Familienbisher, allein von den städtischen Organen von 11117 Aufhebung des polizeilichen Verbots des polnischen angehörigen des Dreyfus zu verschaffen. Er habe infolge Berlin zu wählen sein werden. daß die Ne- dieses Auftrages bei dem Schwiegervater des Dreyfus einen EinWenn ferner der Polizeipräsident die Befugnis erhält, tandes Privatunterrichts. Der Minister versicherte, tum polizeiliche Verordnungen für den welteren Bolizeibezirk von gierung die Ausrothung der polnischen Sprache nicht be bruch verübt, und dann die dort entwendeten Papiere Henry Berlin zu erlassen, so dürfte er angesichts der Bestimmungen des Sprache in der Schule zu pflegen. Er habe nichts bagegen, Ueber das Befinden Dreyfus' erhält der Daily TeleBerlin abfichtige. Die Regierung hätte aber keine Eflicht, die über Landesverwaltungsgesetzes, welches, von einer Ausnahme ab- daß die volnische Sprache im Hause gepflegt werde; ebenso graph" einige Mitteilungen aus Cayenne über den Gesundheitsgeichen, polizeilichen orgel zwischent orts, treis unb landessei zulässig, daß Werwandte bezw. Familienmitglieder die Kinder in zustand des Gefangenen der Teufelsinfel, die von dem Arzte despolizeilichen Verordnungen nicht nach der rechtlichen Natur der polnischen Sprache unterweisen. Auch dagegen wäre nichts ein- felben Dr. Beugnon, stammen. Der Arzt hat sich wie folgt aus. der zu ordnenden Materien, sondern nach dem Geltungsbereiche der Verordmung unterscheidet, in den meisten Fällen, zuwenden, wenn einzelne Damen 1 bis 2 Kindern den polnischen gesprochen: Sprachunterricht erteilen, vorausgesezt, daß hinter dem Dreyfus ist Neuropathiker, und die Behandlung, die ihm zu in welchen er jcht an die Zustimmung des Magistrats von unterricht nicht etwa andere, politische Zwede teil wird, hat ihn noch tänker gemacht. jolierung, Thatlosigkeit, Berlin gebunden ist, in der Folge dieser Zustimmung dann stedten. Die Regierung werde dagegen unnachsichtlich gegen die Echivermut und Verzweiflung haben sein Nervensystem schwer ges nicht mehr bedürfen, wenn er Polizeiverordnungen über Bedrängung des Deutichtums seitens der Polen", Bedrängung des Deutschtums seitens der Bolen", schädigt. Die Krankheit entwickelte fich ungefähr ein Jahr nach den Gemeindebezirk Berlin hinans, fei es für den ganzen gegen die Agitation der polnischen Blätter, sowie gegen die Gründung feiner Einkerkerung und nahm die Form einer Gehirn- Depression an. Umfang feines Geschäftsbereiche oder für Berlin und von polnischen Privatschulen einschreiten. Er erachte das Er klagte ferner über Verdauungsstörungen, Erschöpfung und forts einen oder den anderen Vorort erlaffen will. Er würde Vorgehen der polnischen Prefie als polnisch nationale Agitation.-währende Schlaflosigkeit, die dadurch verursacht ist, daß ſein 3. B. banpolizeiliche Vorschriften für die Stadtkreise Demnach droht dem Deutschen Reich also Gefahr von den polnischen Geist sich beständig damit beschäftigt, seine Unschuld zu erweisen. Berlin, Schöneberg und Charlottenburg erlaffen können, ohne Dament. Dazu kam Stopfweh, Schmerzen im Raden und Ohnmachten, sich der Zustimmung der Magistrate der drei Städte versichert zu haben." Schutz der akademischen Lehrfreiheit. Profeffor Theobald die längere Zeit dauerten und die ich schließlich mit MorphiumDas offiziöse Organ zeigt jo selbst, wie die Berliner 3iegler, der derzeitige Rektor der Universität Straßburg, hat Einspritzungen bekämpfte. Unglüdlicherweise lonnte ich ihn nur indie am verflossenen Sonntag stattgehabte Feier des 27. Stiftungsmittel, ließ ihn in seinem kleinen Garten arbeiten und KörperSelbstverwaltung der Regierungsbureaukratie geopfert werden genügend behandeln: ich schrieb gute Nahrung vor, gab ihm lindernde foll. Die Spreepräfettur ist kein Märchen; der sehrfreiheit der Professoren auf den akademischen Lehrstühlen gegen Das beste Heilmittel für seine Strankheit wäre stetig frische Luft, festes unserer reichsländischen Hochschule zum Anlaß genommen, die übungen vornehmen, um ihn zu ermüden und seinen Geiſt abzulenten. Plan der Selbstverwaltungsfeinde ist offenbar. Der jezige alle diejenigen zu verteidigen, welche die Knebelungstaktik des Unterhaltung, thätiges Leben, und das kann er in seiner Lage nicht Gejezentwurf giebt Umriß und Grundsteine, die weitere Aus Buchthauskurses auch an den Vertretern der Wissenschaft gern erhaben. Seine Reizbarkeit hat sich erhöht, seit er weiß, daß die Reführung des Zwingbaues wird nicht ausbleiben. proben möchten. Der Gelehrte sprach sich dabei etwa folgender- vision im Gange ist. Er ist fieberhaft aufgeregt und tausend Gemaßen aus: danken beschäftigen seinen Sinn, da er die Einzelheiten der Affaire Die akademische Lehrfreiheft bildet den wichtigsten Teil der akademischen Freiheit über- nicht kennt. haupt. Was ist es aber, weshalb wir mit Sorge Paris, 2. Mai.( Eig. Ber.) Zur Maifeier in Frankreich Aus der Provinz wird die und Eifersucht über sie wachen und um sie kämpfen, wo sie be- ist noch das folgende mitzuteilen. droht erscheint? Es ist nicht unsere Bequemlichkeit, in unseren Arbeitsruhe am 1. Mai gemeldet aus Lyon, Reims, Büchern und auf dem Ratheder sagen zu dürfen, was wir wollen; Roanne, Carmaux und Wailly( Kohlenbecken von Pas- denicht Rechthaberei oder Professoreneitelleit, nicht Lugus oder Privat- Calais). In Lyon wurde eine Nachmittagsversammlung in der liebhaberei. Auch ist es nicht bloß die Sorge um die Wissen- Arbeitsbörse von 2000 Personen besucht. In Reims feierten durch schaft, die nur in dieser freien Luft gedeihen kann, Arbeitsruhe gegen 3000 Arbeiter, fast die Hälfte der Gesamtzahl der sondern vor allem der Gedanke an die Studenten, denen wir das dortigen Arbeiterschaft. In Carmaug feierten die Kohlengräber. In Beste, was wir wissen und zu sagen haben, geben und mitteilen Sailly fand ein Straßenumzug mit Gesang statt, der einen friedwollen. Und nur wenn die akademische Jugend überzeugt ist, daß lichen Berlauf nahm. wir ihr wahr und ehrlich sagen, wovon wir überzeugt find, nur dann kann sie uns und unseren Worten vertrauen. Und wenn die Das Wahlgefeh. Brüssel, 2. Mai.( Eig. Ber.) Die Rejungen Lente dann die Hochschule verlassen, dann sollen sie die gierung hat heute im Barlament eine bedeutende Niederlage erlitten. Ueberzeugung mitnehmen, daß es eine Stätte giebt, wo man Die„ Central- Kommission" hat heute ihren Referenten ernannt und die das ist Herr Woeste, der sich entschieden gegen das Projekt erklärt. ohne Rückhalt berufs- und pflichtgemäß b Wahrheit jagt. Das ist aber überhaupt wert. Die Majorität der Stommiffion ist dem Projekt feindlich; sie besteht voll für unser ganzes geistiges Leben und für aus den Herren Woeste, Helleputte und dem Genossen die Gesundheit desselben, daß hier bei uns Vandervelde. Die andern Mitglieder sind H. Zack und offen und rüchaltlos geredet wird. So ist die Bilaut. Damit scheint das Schicksal des Regierungsentivurfs ent akademische Lehrfreiheit ein Gut, an dessen Erhaltung die ganze schieden. Welt interessirt ist; daher gilt es fie festzuhalten um jeden Preis." Die Minifterkrisis in Italien ist, wie der Telegraph meldet, bereits akut geworden, und nicht bloß der Minister des Aeußern b. Ea nebaro, sondern das ganze kabinett hat demissioniert. Das Ministerium hatte sich wegen seiner auswärtigen Politik zu verantworten. Um fein Vorgehen in China zit rechtfertigen, brachte Canevaro ein Schreiben zur Verlesung, was zur Zeit des Ministeriums Rudini der Unterstaatssekretär Bonin an den Marineminister gerichtet hatte. In diesem Schreiben wird der letztere ersucht, Erwägungen anzustellen, ob es nicht angezeigt fei, eine Aktion in China einzuLeiten und Italien dort eine Station zu verschaffen. Damit wollte Canevaro zeigen, daß er nur die von seinen Vorgängern begonnene Politit fortgesetzt habe, und er hatte gewiß darin vollkommen recht. Der Verstoß aber, gegen allen Brauch ein geheimes Aftenstück vorzubringen, erregte den größten Untvillen in der Kammer und erschütterte das in der Debatte über das englisch- französische Abkommen arg mitgenommene Ministerium vollends. Ministerpräsident Belloug erklärte heute in der Kammer, der Minister des Auswärtigen, Canebaro, trage nicht allein die Verantwortung betr. die Ereignisse in China, und deshalb habe das ganze Stabinett fich mit Canevaro solidarisch erklärt und dem König die Demission des gesamten Ministeriums angeboten. Ueber die voraussichtliche Zusammensetzung des neuen Kabinetts ist noch nichts bekannt. Deutsches Reich. 1 Belgien. Schweden. Schiedsgerichte bei Arbeitskonflikten. Ein Antrag, der die der zweiten Kammer beraten wurde. Er wurde zur Ueberweisung Einsetzung von Schiedsgerichten bei Arbeitskonflikten fordert, ist in # von , nicht der NeAlso: an seine studentischen Zuhörer, keine Rücksicht zu nehmen auf zu Der Herr Professor richtete dann noch recht zeitgemäße Worte funft und Carriere, nicht als Streber sich um diese Sorge zu machen und sich nicht unter allerlei leere und hohle Formen und konventio- an die Regierung angenommen. nelle Aeußerlichkeiten zu beugen. Rüftungen gegen Norwegen? Bei der Beratung der neuen Aus Elsaß- Lothringen, 2. Mai.[( Eig. Ber.) Die feit einigen Herr Save, daß diese Rüstungen nicht zum Schutz gegen das AusMilitärforderungen verriet das enfant terrible der ersten Kammer, Monaten umlaufenden Gerüchte von nahe bevorstehenden Berland dienen sollen, sondern gegen Norwegen. Derselbe warf der änderungen im Ministerium für Elfaz- Lothringen, von denen wir bisher aus naheliegenden Gründen keine Notiz Schwedischen Regierung mangelnde Initiative" vor und sagte: „ Haben wir nicht gesehen, tvie in einer geit, δα nahmen, treten in den letzten Tagen mit größerer Bestimmtheit auf Schwedens Ehre und Recht auf dem Spiele und haben in einzelnen aus anscheinend zuverlässiger Quelle stammenden Zeitungsnachrichten greifbare Gestalt angenommen. tegen( gemeint ist der norwegische Fahnen Beschluß), bie Danach soll die Strifis mit den Schwierigkeiten im Zusammen großen Verteidigungs- Erhöhungen hang sichen, welche sich aus dem Widerstand des Landes- gierung, sondern vom Reichstag ausgegangen sind?" ausschusses gegen die von die von der Regierung eingebrachte Vor- die von den schwedischen Chauvinisten beantragte Mehrbewilligung von 534 Millionen Kronen ist dazu bestimmt, Norwegen gegenüber lage betr. die Aufbefferung der höheren Beamtengehälter er geben haben. Ms Nachfolger des amtsmüden Herrn v. Buttfamer Schwedens Ehre und Recht" zu wahren, obwohl Norwegen nur nennen die erwähnten Breßftimmen einen früher im Reichsland einen verfassungsmäßigen Beschluß gefaßt hat, den selbst der thätig gewefenen Unterstaatssekretär, der den elsaj- lothringischen Schwedische König, wenn auch mit persönlichem Protest, anerkennen mußte. Leider hat dies schwedische Chauvinistentum nicht Verhältnissen jedoch inzwischen ziemlich entfremdet worden ist nur die Macht im schwedischen Parlament, sondern auch die Diese Wendung weist in ziemlich unzweideutiger Weise auf Herrn europäischen Zeitungen werden größtenteils aus diesen Quellen über v. Köller, den derzeitigen Oberpräsidenten der Provinz Schleswig- den norwegisch- schwedischen Konflikt informiert. Ministerielle Unduldsamkeit. Nach einem dem Berl. Tagebl." Holstein, der bis zum Jahre 1895 die Bügel ber reichsländischen aus Posen zugehenden Telegramm teifte der Chefredacteur der Diktaturregierung geführt hatte. Die Rückkehr des Herrn v. Köller Bofener Beitung", Herr Goldbed, über persönliche in das Land der wiedergewonnenen Brüder" würde an den gegen Chriftiania, 3. Mai. Die Regierung verlangt im außerordent Unterredungen, die er mit den Ministern v. Miquel und wärtig bei uns herrschenden tranrigen innerpolitischen Zuständen lichen Berteidigungsetat die Bewilligung von 11 455 000 kronen. v. d. Rede hatte, mit, die Minister hätten ohne Umschweife erklärt, ebenso wenig ändern, als durch seinen Weggang von hier an den Hiervon sind 22 Millionen für das Heer und der Rest für die Flotte daß die Kündigungen, die dem Verleger der Pos. 3tg." in der selben geändert wurde. Dent arbeitenden Volte Elsaß- Lothringens bestimmt. legten Zeit von verschiedenen Behörden zugegangen, eine Folge der fann es also füglich ziemlich gleichgültig sein, ob es putttamerisch Asien. politischen Haltung des Blattes fcicu. gejmrort oder töllerisch gebraten wird. Ein Stummfches Musterland. Die Fränt. Tagespost" in Nürnberg berichtet: Wie alljährlich wurde der Jahresbericht des Arbeiterfekretariats auch diesmal an verschiedene Socialpolitiker, statistische Bureaus ze. versandt. In der Regel erhält man hierfür höfliche Empfangsbestätigungen, auch oft Bublifationen der betreffenden Amtsstellen. Das großherzoglich statistische Amt von Mecklenburg- Schwerin hat dem Arbeiterjekretariat die Jahresberichte zurückgesandt." Das sollte heißen: Jn Medlenburg ist man so gescheidt und so gebildet, daß man des Nürnberger Trichters nicht bedarf. Die Stumm und Kardorff werden wohl nächstens nach Mecklenburg ausStumm und Kardorff werden wohl nächstens nach Mecklenburg aus. wandern. " Wenu die Miniſter mit solchem Beispiel vorangehen, dan braucht es allerdings nicht wumber zu nehmen, daß ihre höheren und niederen Untergebenen solche Personen, die nicht als volltommen gefinnungstüchtig sich erweisen, boykottieren und damit wirtschaftlich schädigen. Die roten Maimarken, welche die Holzarbeiter bei ihrer Maifeier ausgaben, haben den Unwillen der ,, Kölnischen 3eitung" erregt; besonders weil die Anordnung getroffen war, daß diese Marken von den Arbeitern in die Mitgliedsbücher eingeklebt werden sollen. Das Blatt folgert mun, daß damit festgestellt werden soll, wer sich an der Maifeier beteiligt hat und wer nicht; dieses Verfahren erinnere sehr stark an die von den Socialdemo fraten so leidenschaftlich gefabelten Vermerke in den Arbeitsbüchern, die hier und da in gewisser Weise markiert worden sind, um einzelne Personen als socialistische Agitatoren zu bezeichnen. Der Vergleich hinkt sehr. Die Vermerke in den Arbeitsbüchern geschehen von Unternehmern gegen den wirtschaftlich schwächeren Arbeiter, um ihm das Auffinden von Arbeit unmöglich zu machen. Daß dieser Zweck von Arbeitern gegen Arbeiter nicht verfolgt werden soll, ist klar, das Einlleben der Marke geichicht mur, um eine Quittung für geleistete Beiträge, die übrigens freiwillige waren, in geeigneter Weise aufzuheben. Die Arbeiter sehen einen Stolz darin, den Nachweis zu führen, ihre Verpflichtung gegen die Organisation erfünt zu haben. Zwei Verträge in drei Tagen. Cecil Rhodes hat in der Londoner Generalversammlung der British- South- Africa- Gesellschaft über seine Erfolge in Berlin folgendes zum besten gegeben: Norwegen. Aus Peking wird den Times" gemeldet: Der britische Geschäftsträger hat dem Tiung- li- Namen amtlich mitgeteilt, daß England volle Genugihuung für das Verhalten des ViceKönig 3 von Kanton und der dortigen Behörden fordert, die den Angriff uniformierter chinesischer Soldaten Als ich im Interesie der Entwickelung Afrifas an den auf Engländer in Staulung zugelassen hätten. Das Tjung- lideutschen Kaiser appellierte, begegnete er mir troß einiger Damen stellt in Abrede, daß die Behörden mit dem Angriff einVorfälle in der Vergangenheit, die für mich übel abgelaufen sind verstanden waren, behauptet vielmehr, daß er von den geheimen und die er damals tadeln zu müssen glaubte, mit einer beberstanden Gesellschaften ausging. wunderungswürdigen eitherzigkeit und ge- Den Times" zufolge sieht das englisch russische Abwährte mir bei aller Rücksicht auf die Intereffen feines tommen die Aufrechterhaltung der ausländischen Kontrolle der Boltes jede Unterstügung zur Ausführung meiner Nordbahn durch einen englischen Chefingenieur und einen englischen Plane. In drei Tagen fonnte ich mit feinen Finanzbeamten nur bis chan hai- fwvan vor, und zwar zu dem Abkommen Ministerit zwei abschließen, vermöge Deren Zwede, das englische Kapital, namentlich mit Rücksicht auf die im der transafrikanische Telegraph Durch geführt wird. Die Linie geht nach vierzig Jahren in den Zusammenhang mit dem Bahnban erworbenen Minenrechte sicher zu Besitz der Deutschen über; dafür aber sind sie bereit, unsere ſtellen. Ueber Schan- hai- kwan hinaus soll die Bahn unter allen Durchgangslinien zum thatjächlichen Stoſtenpreis zu unter Umständen unter chinesischer Stontrolle stehen. halten, Gebiet deutsches ein Das ist deutscherseits wertvolles Bugestäudniß, wenn man bedenkt, wie sehr in Europa die inter nationale Telegraphie zu internationaler Erpressung benut wird, an der wir Engländer, soweit wir unser Geld in Telegraphen angelegt haben, uns eifrig beteiligen. Die Zeitdauer bis zur Fertigstellung der Telegraphenlinie veranschlagi Rhodes auf 3 Jahre. Herr Whodes war offenbar sehr gut über die Eigenart deutscher Eine Maffenvergiftung in der Kaserne. Zahlreiche Manns schaften des in Sönigsberg i. Pr. stehenden pionierbataillons Berhältnisse unterrichtet. Wenn er in England zum Ziele gelangen Fürst Radziwill find, wie die Hartungsche Zeitung" mitteilt, am wollte, würde er zweifellos andere Wege einschlagen. legten Montag infolge des Cemusies von Konserven erfranft. Das Blatt schreibt: Als die Mannschaften sämtlicher vier Compagnien abgegessen hatten, stellten sich Vergiftung ein, welche sich durch Erbrechen dokumentierten. bei ihnen Beichen bon Ausland. Frankreich. Die Symptome waren stärker bei denjenigen Mannschaften, Paris, 8. Mai. Der Figaro" hält seine gestrigen Mitteilungen die von dem Rest der in den Kesseln zubereiteten Mittags über die Aussagen du Path de Clams vor der Kriminalfammer portion gegessen hatten. Infolge dessen waren diejenigen Mann aufrecht und präcifiert dieselben noch in einzelnen Bimkten. Bezüglich fchaften, welche zuerst ihr Essen erhalten hatten, mur leicht erkrankt, der Erklärung du Path de Clams, daß er General Mercier ben von und ihr Zustand besserte sich bald, nachdem Erbrechen eingetreten ihm zu den einzelnen Teilen des Geheimattenstückes verfaßten V Amerika. Vom philippinischen Kriegsschauplah. Obwohl man am Dienstag in neue Friedensverhandlungen eingetreten war, wurde General Lawton in ein Gefecht verwidelt. General Otis meldet darüber nach Washington, die Kolonne des Generals Lawton habe Balinag und die benachbarten Dörfer eingenommen und 1600 Aufständische zerstreut und verfolgt. Die Amerikaner hätten nur zwei Werwundete gehabt. Die Verluste der Aufständischen betrugen mehrere Tote und eine große Anzahl Verwundeter und Gefangener. Ob durch dieses Vorkommis die Friedensverhandlungen dauernd gestört sind, ist noch unbekannt. Die vor einigen Tagen gepflegenen Berhandlungen sind jedenfalls gescheitert, da der amerikanische General Otis die Situation der Philippiner vollkommen schief beurteilte. Den Philippinern war es mit ihrem Friedensangebot ehrlicher Ernst getvesen, wie aus dem Bericht fiber eine Unterrebung eines Bericht erstatters mit Oberst Arguelles erhellt, worin es heißt: „ Man hat mich", sofrief er, hierher gesandt, um den Amerikanern die Bruderhand zu reichen und einen beiderseits unerquicklichen Bu stand zu beenden. Wir glaubten einen Att der Hochherzigkeit zu begehen 10 Uhr. Parlamentarisches. " Der Bergarbeiterstreik in Belgien. Die Lage des Ausstandes ist unverändert. Der Telegraph meldet, es tämen jezt zahlreiche Kohlenzüge für die belgischen Hüttenwerke über Rotterdam und Verviers an; es handele sich um englische und deutsche Kohle. Ein weiteres Aus der Frauenbewegung. Ueber den Streit, der dort später stattgefunden, läßt der Angeklagte sich des längeren aus. und dieser Yantee bildet sich ein, unsere Straft sei gebrochen und wir p Polizeiliches, Gerichtliches usiv. Jallen Einzelheiten abgelegte Geständnis als zuverlässig und ber; genötigt, um Frieden bitten. Er spricht sogar von bedingungs--Halle a. S., 12. Mai. Wegen Beleidigung der fünf Wahrheit entsprechend gelten kann. Der Verteidiger meint, daß dies loser Kapitulation. Wir denken nicht daran. Meine Bedingungen trafiammerrichter des Landgerichts Mageburg nicht der Fall sei, weil der Angeklagte sich in einem Zustande waren: Anerkennung der Republika Filipina und wurde der Redacteur des„ Volksblatts", Genosse wienty, zu völliger Apathie und geistiger Depression befunden völlige Unabhängigkeit unter amerikanischem Protektorat." Und einem Monat Gefängnis verurteilt. Im Monat Januar waren habe. Es sind deshalb außer etiva 20 Beugen auch mediziniſche dann erklärte der Stabsoffizier General Lunas die Stärke ihrer unter den Spizmarken:„ 4 Jahre 1 Monat Gefängnis" bezw.„ 4 Jahre Sachverständige geladen. Den Vorfiz führt Landgerichtsrat NeuStellungen, und wie alle Filipinos entschloffen feien, lieber zu 1 Monat hinter Kerkermauern" zwei Artikel erschienen, in denen das mann, die Anklagebehörde vertritt Staatsanwalt Schäffer. fterben, als zu Niggern der Yankees zu werden. Otis verstehe die oben erwähnte, gegen den Redacteur der Magdeburger„ Bolts- Nach Feststellung der Personalien des Angeklagten und Berlesung Lage so wenig, daß er, ihm vertraulich auf die Schulter klopfend, stimme", Genossen Müller, verhängte Strafmaß kritisiert wurde. Des Anklagebeschluffes beantragt der Staatsanwalt den Ausschluß gesagt:" Sie tönnen Aguinaldo und seine Freunde beruhigen: das während der Berlesung des damals in Frage kommenden Artikels der Oeffentlichkeit, welchem Antrage der Gerichtshof stattLeben und all ihr Besitztum sollen sie behalten". der Voltsstimme", in dem eine Beleidigung des Kaisers und des giebt. Einem Berichterstatter wird indessen auf sein Gesuch der Die Anregung zu den Verhandlungen war von amerikanischer Brinzen Eitel Frig enthalten sein sollte, wurde die Oeffentlichkeit Butritt gestattet. Seite ausgegangen, und zwar von den Mitgliedern der von Mac ausgeschlossen. Der Staatsanwalt hatte gegen Genossen Swienth Die Darstellung des Angeklagten. Kinley nach Manila entsandten Philippinenkommission, die nach 3 Monate beantragt. den legten Gefechten Aguinaldo vertraulich zur Einleitung von Der Angeklagte giebt zunächst Auskunft über seine Vergangen -Wegen groben Unfuge wurde Genoffe Gärtner in Nürn- heit. Er hat nach seiner Einsegnung ein Jahr in Ergleben und dann Berhandlungen aufgefordert hatten. Bevor Aguinaldo und General berg als verantwortlicher Redacteur der Fränt. Tagespost" von der zwei Jahre bei seinem Bruder in Charlottenburg gelernt, dann in Luna den Obersten Arguelles, den Leutnant Berel und einen Straffammer zu 100 M. Geldstrafe oder 20 Tagen Haft verurteilt. verschiedenen kleinen Städten tonditioniert. Nachdem er dann noch Trompeter ins amerikanische Lager fandten, mußte General Otis Der Unfug wurde in dem Abdruck eines Gedichts Rezept für einige Zeit in verschiedenen Berliner Barbiergeschäften thätig gedrei seiner Leute als Geiseln stellen. An dem schroffen Auftreten Redacteure" erblidt. Das Schöffengericht hatte einen gegen ihn wesen, bis sein Bruder ihm in der Wilmersdorferstraße ein des amerikanischen Oberbefehlshabers scheiterten die Verhand- erlassenen Strafbefehl in derselben Höhe aufgehoben und ihn frei- kleines Geschäft taufte, welches der der Angeklagte anfangs Tumgen. gesprochen. Dezember vorigen Jahres übernahm. Er hatte damals 140 Mart bares Geld, welches durch Neuanschaffungen so zusammenschmolz, daß er am 2. Weihnachtsfeiertage nur noch 30 m. besaß. Da er aber Gewerbeordnungs- Kommiffion.( Mittwochs- Sitzung.)§ 114a noch einige Außenstände einzufordern hatte, so habe er sich wegen im Artikel b verlangt, daß für die Kleider und Wäsche= der bevorstehenden Mietezahlung keine Sorgen gemacht. Am Nach fonfettion sowie für andere Gewerbe, in denen die Unklarheit mittag des 2. Feiertages sei er zu einem Berwandten, dem Bäderder Arbeitsbedingungen zu Mißständen geführt hat, der Bundesrat meister Gresko gegangen, wo er mit seinem Bruder August Busse Cr und einem dritten Gast Stat gespielt habe. habe bei Lohnbücher oder Arbeitszettel vorschreiben tann, in welche Am 2. Mai tam in der Deputiertentammer die Gresko zivar Bier und Schnaps Art und Umfang der übertragenen Arbeit, bei Accordarbeit die Stüd aber getrunken, nicht zahl, ferner die Lohnfäße und die Bedingungen für die Lieferung Interpellation Furnemonts zur Verhandlung. Der in überreichlichem Maße. Gegen 11 Uhr habe er sich entfernt, von Werkzeugen und Stoffen zu den übertragenen Arbeiten von dem Interpellant verlangt Auskunft von der Regierung, was sie angesichts sei aber auf dem Heimwege noch einmal umgekehrt und habe zwei Arbeitgeber oder dem dazu Bevollmächtigten einzutragen sind 2c. Der des Streits der Bergleute zu thun gedente. Der Minister für Glas Bier getrunken. Hierdurch sei er etwas erregt geworden und Baragraph gelangte schließlich in folgender Amendierung zur Annahme: öffentliche Arbeiten erklärte, daß er pflichtschuldigst den Arbeitsrat habe es vorgezogen, noch einige Male in der Straße auf und aba) Für bestimmte Gewerbe fann ber Bundesrat" zc; b) Die Aus- zusammenberufen habe. Eine Einigung sei nicht erzielt worden. zugehen. Dabei sei er dann von einem Mädchen angesprochen föhnung Minderjähriger hat auf Grund eines Lohnbuches zu er- Die Unternehmer hätten erklärt, daß sie jetzt in eine Lohn- worden. Anfangs habe er es abgewiesen, dann habe er sich überfolgen. Die Einrichtung der Lohnbücher wird durch den Reichs- erhöhung nicht willigen fönnten, sie hätten aber eine solche für reden laffen, die Begleitung anzunehmen. Sie seien zusammen nach fangler bestimmt"; c) die Lohnbücher sind mit den Bestimmungen später in Aussicht gestellt. Die Arbeiter glaubten diesen Versprechen feiner Wohnung gegangen. der§§ 114a- 119a zu versehen; d) hinter die dritte Beile: kann der nicht. Das sei falsch, die Arbeiter sollten Vertrauen haben und zur Bundesrat Lohnbücher oder Arbeitszettel vorschreiben, einzufügen: Arbeit zurückkehren; die öffentliche Meinung werde darüber wachen In diese sind von dem Arbeitgeber oder dem dazu Bevollmächtigten und das Verhalten der Unternehmer kontrollieren. Kurz vor der Verabschiedung habe die Besucherin ihr Portemonnaie einzutragen: 1. Art und Umfang der übertragenen Arbeit, bei Accord- tönne er nicht thun. Die Besprechung der Interpellation wird fort: hervorgeholt, um das ihr vom Angeklagten gezahlte Geld hineinarbeit die Stückzahl; 2. die Lohnsäze; 3. die Bedingungen für die gefekt. zuthun. Dabei habe sie dem Angeklagten den Inhalt des Lieferungen von Werkzeugen und Stoffen zu den übertragenen ArPortemonnaies gezeigt mit den Worten:" Sieh' mal, wie viel Geld beiten; 4. die Bedingungen für die Darreichung von Kost und für die ich habe". Darauf habe der Angeklagte zum Scherz zwei Geldstücke leberlassung von Wohnraum, sofern Kost und Wohnraum auf den herausgenommen und dieselben auf die Kochmaschine gelegt. Das Lohn angerechnet werden sollen. Wer für die gewerbsmäßige BeAn die Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Mädchen sei hierüber in große Erregung geraten, sie habe nicht nur und Verarbeitung von Gegenständen, welche durch die vom Bundes- Vor einigen Monaten haben wir einen Verein für Frauen und die beiden Thalerstücke, sondern noch mehr Geld verlangt und dies rat erlaffene Berordnung bezeichnet sind, Hausgewerbetreibende be- Mädchen der Arbeiterklasse gegründet. Die Mitgliederzahl ist noch in so lautem Tone, daß er fürchtete, es würde von den Er habe ihr gesagt: schäftigt, ist verpflichtet, Namen und Wohnung derselben der feine große, aber es ist ein Stamm von Frauen gebildet, die den übrigen Hausgenossen gehört werden. Dein Geld wirst Ortspolizeibehörde anzuzeigen. Nächste Sizung am Donnerstag lebhaftesten Anteil an den Versammlungen nehmen. Unser Streben Sei ruhig, aber wirst Du zurüdbekommen, geht dahin, in weite Schichten der arbeitenden Bevölkerung zu weiter zahle ich nichts!" Die Besucherin habe fortgesetzt getobt Die Gewerbegerichts- Kommission des Reichstages trat bringen, folche Frauen zu gewinnen, die vorläufig noch nicht wissen, und noch in verstärkter Weise, nachdem er ihr eine Ohrfeige gestern in die zweite Lesung der gestellten Abänderungs- Anträge. welch ein Machtmittel einerseits eine höhere Bildung für sie ist gegeben. Da fei auch er in But geraten, habe sie zu Boden geDann habe Abgelehnt wurde ein Antrag Tugauer, wonach die Zuständigkeit der und wie andererseits diese Bildung ihnen eine neue Welt edlerer riffen und ihr die Kehle zugedrückt, bis sie ruhig war. Gewerbegerichte weiter ausgedehnt werden soll auf Streitigkeiten Genüsse erschließt. er den Körper nach dem Vorgarten hinausgeschleppt, den Hut des über Aneignung der Arbeitszeugnisse, Verlegung der Betriebs- oder Wir wissen sehr wohl, wie schwer es gerade für die arbeitende Mädchens, der auf der Kochmaschine lag, herausgeholt und neben Geschäftsgeheimnisse, sowie wegen Ueberlassung, Benutzung oder Frau ist, sich zeitweise von ihren Alltagsjorgen loszulösen, wie den Körper gelegt und sich dann zu Bett begeben. Bors.: Und Räumung von Wohnungen, die vom Arbeitgeber dem Arbeiter ent- ichwer es ist, nach anstrengender körperlicher Arbeit noch geistig wo blieb das Geld, welches auf der Maschine lag?- Angefl: Ich that es in meine Hosentasche. Vorf.: Ja, aber nicht in die geltlich oder unentgeltlich überlassen werden, und wegen Zahlung zu arbeiten. bes Mietspreises oder Herstellung von Reparaturen für diese Unser Verein hat es fich zur Aufgabe gemacht, Euch den Weg Tasche der Hose, die Sie anhatten, sondern in eine andere, Wohnungen. Angenommen wurde dagegen die von Zugauer beau weisen, wie man Wissenschaft und Kunst verstehen lernt, und er welche im Schranke hing. Angefl: Jawohl.- Borj.: Angell: Ich muß meine Gedanken antragte Menderung, wonach die Zuständigkeit auszudehnen ist auf will Euch eine Stätte bieten, wo Ihr nach dem nüchternen Werktags- Warum thaten Sie dies? Streitigkeiten über Entschädigungsansprüche aus gefezwidrigen Ein- leben eine Erbauung findet. Wir wollen Euch nicht der Familie wohl nicht richtig zusammen gehabt haben. Bors.: Hielten Sie tragungen in Arbeitsbücher, Beugnisie, Strantentassenbücher und entziehen, wie so oft behauptet wird, nein, was 3hr bei uns treibt, das Mädchen für tot?- AngelL: Nein. Bräf.: Und dann Quittungskarten der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalten, kommt Euren Männern und Kindern tausendfach zu gute. schleppen Sie die Ohnmächtige nach dem Garten und lassen sie Angell: Ja, wo fowie wegen widerrechtlicher Vorenthaltung dieser Papiere. Wir ersuchen die Frauen und Mädchen, unsere Vereinsversamm- während der Winternacht im Freien liegen? Bu§18 war in erster Lesung befchloffen worden, daß die Gemeinde- lungen zu besuchen und sich selbst zu überzeugen, was wir Ihnen sollte ich mit ihr hin?- Sanitätsrat Dr. Klein richtet an den behörde auf Antrag des Gewerbegerichts eine Liste der Wahl- bieten. Die Versammlungen finden aller 14 Tage Montags in den Angeklagten die Frage, wie lange er die Zeit schäßt, während der - Angeti: Darüber kann berechtigten aufzustellen hat. Auf Antrag Tugauer wurden die Arminhallen, Kommandantenstraße 20, statt. Die nächste Versamm- er dem Mädchen die Kehle zuhielt. Borte: auf Antrag des Gewerbegerichts" gestrichen. Behufs Auf- lung ist Montag, den 8. Mai. Dr. Conrad Schmidt spricht über: ich keine Aussage geben, ich war zu erregt. Sanitätsrat Dr. Klein: stellung der Wählerlisten sind nach den Beschlüssen erster Lesung Einige Fragen der Nationalökonomie." Der Leiche war ein Tuch um den Hals geschlungen, haben Sie dies gethan? Polizeibehörden und Krankenkassen, welche im Bezirk des Gewerbe Angetl.: Nein. gerichts bestehen, verpflichtet, der Gemeindebehörde die erforderlichen Der Angeklagte giebt an, daß er bei seiner ersten Vernehmung Austinfte zu geben und Einsicht in die Mitgliederlisten zu gewähren. so verwirrt gewesen sei, daß er jetzt gar nicht mehr wisse, was er Ein Antrag Tupauer, diese Pflicht auch den im Bezirk des Das schwere Verbrechen, welches der Barbier Friedrich gesagt habe. In betreff der Persönlichkeit der Ermordeten wird feſtGewerbegerichts bestehenden örtlichen Verwaltungsstellen solcher Wilhelm Christoph Busse zu Charlottenburg dort in der Nacht gestellt, daß dieselbe früher mit einem Buzzer Troschke verheiratet Strantentassen aufzuerlegen, welche ihren Siz außerhalb zum 27. Dezember vorigen Jahres beging, fand gestern den gericht war. Die Ehe ist geschieden, der Ehemann aber als der schuldige des Bezirks des Gewerbegerichts haben( Eingeschriebene lichen Abschluß vor den Schwurgericht des Landgerichts 1. Da Teil erklärt worden. Seit dieser Zeit hat die Ermordete wieder ihren I Central- Strankenkassen) wurde abgelehnt. Auf Antrag 3 a co b 3 voraussichtlich die Verhandlung bei verschlossenen Thüren stattfindet, Mädchennamen Sidonie Hermann angenommen. tötter wurde beschlossen, die Wählerlisten während vier Wochen so wird die Berichterstattung auf die Schilderung des objektiven Die Beweisaufnahme vor dem zur Wahl bestimmten Tage öffentlich auszulegen und jeden Thatbestandes beschränkt bleiben müssen. Der Gastwirtssohn Wilhelm in die Listen einzutragen, der bis zum Tage vor der Wahl seine Thiele kehrte in der Nacht zum 27. Dezember von einer Festlichkeit beginnt mit der Bernehmung der Zeugin Me we 3. Ihr SchlafSein Vater ist Inhaber einer Restauration, immer befindet sich Wand an Wand mit dem des Angeklagten. Sie hat in der fraglichen Nacht gehört, daß ihr Nachbar Besuch daß der Wähler, um wahlberechtigt zu sein, seit mindestens welche sich in dem Hauſe Wilmersdorferstraße 72 und Ede hatte. Sie meint, daß es gegen 8 Uhr gewesen sei, als sie auf einem Jahre in dem Bezirke des Gewerbegerichts Wohnung Monimsenstraße befindet. In dem nach der letzteren Straße lautes Weinen, das aus dem benachbarten diaum tam, aufmerksam oder Beschäftigung hat. Tubauer beantragte Streichung der zu gelegenen Vorgarten fah Thiele eine weibliche Person Worte:" feit mindestens einem Jahre". Der Antrag fand regungslos liegen. Er hielt sie zunächst für betrunken, als wurde. Das Weinen sei in Röcheln übergegangen und dann sei es nicht die Zustimmung der Majorität. er sie aber in der Nähe betrachtete, entdeckte er, daß er eine Leiche ganz still geworden. Kurz darauf habe es ihr geschienen, als wenn nebenan die Thür ging. Poftnovelle. In der Reichstags Kommission für die Novelle vor sich hatte. Sofort wurde der Kriminalinspektor Krause beEs folgt die Vernehmung des Kriminalinspektors Ser a use. zum Postgeset wurden am Mittwoch die Beratungen wieder auf nachrichtigt, der auch noch im Laufe der Nacht erschien. Er stellte genommen. Die Subtommission hat sich über folgende Vor- fest, daß die Person erwürgt worden war, die tiefen Eindrüde von Die Leiche habe am Munde und am Halse Hautabschürfungen und chläge bezüglich des Zeitungstarifs geeinigt:" Die Zeitungsgebühr Grmordete wurde leicht erkannt; es war die Kellnerin Sidonie geschlungen, vorn einmal leicht zusammengenotet. Nach Beseitigung den Fingern des Thaters waren deutlich am Halfe zu sehen. Die blutige Stellen gezeigt, um den Hals war ein weißes Taschentuch beträgt a) 8 Pf. für jeden Monat der Bezugszeit; b) 15 Pf. jabrlich beträgt a) 3 Bf. für jeden Monat der Bezugszeit; b) 15 Pf: jährlich lig Is des Tuches zeigten sich die deutlichen Merkmale der Würgung. für das wöchentlich einmalige oder seltenere Erscheinen, sowie 15 Bf. ermann, die bei dem Schankwirt Stohli z in der Cauerstraße Als Frl. Mewes von dem Geschrei erzählte, das fie in der Nacht beschäftigt gewesen war. jährlich mehr für jede weitere Ausgabe in der Woche; c) 10 Bf. jähr beschäftigt gewesen war. lich für jedes Kilogramm des Jahresgewichts unter Gewährung eines der Verdacht nahe, daß sie das Opfer eines Mannes geworden war, auf das Klingeln habe derselbe sofort geöffnet. Sie gehörte feineswegs zu den Sittenreinen und lag beshalb gehört hatte, wurde der Berdacht auf den Angeklagten gelenft. Freigewichts von 1 Kilogramm für jedes wöchentlich einmalige oder den sie begleitet hatte. Schon die ersten Nachfragen in dem Hause, notdürftig bekleidet gewefen. Auf die Frage, ob er in der Nacht feltenere Erscheinen. Das Jahresgewicht wird nach dem thatsächlichen vor dem die Leiche lag, führten zur Entdeckung des Thäters. Das Besuch gehabt habe, habe der Angeklagte anfangs eine verneinende jahres für jedes Kalenderjahr festgestellt. Bruchteile eines Külo- Fräulein Mewes, welches Wand an Wand mit dem Barbier Busse Antwort gegeben, nach seiner Ueberführung nach dem Bureau aber gramms werden als ein volles Kilogramm gerechnet. Der Verleger wohut, erzählte, daß sie in der Nacht gegen 3 Uhr durch das Weinen das Geständnis abgelegt, daß er eine Person bei sich gehabt habe, hat zu diesem Zwecke dem Verlags- Postamte ein vollständiges haben mußte, geweckt worden sei. einer weiblichen Person, die sich bei ihrem Nachbarn befunden mit der er in Streit geraten sei. Er habe sie dann erdrosselt, indem wohl ein die paar Minuten Kehle zugedrückt Pflichtexemplar von jeder Zeitungsinimmer zu liefern. Das Weinen sei schließ habe. Erst als die Persönlichkeit der Ermordeten und außer neuen Beitumgen lich in ein leises Wimmern übergegangen und habe dann völlig auf bem festgestellt worden war, daß fie im Befize größerer Geldmittel erfolgt die Gewichtsberechnung erste Erscheinungsjahr vierteljährlich nach Maßgabe der that gehört. sächlich erschienenen Zeitungsnummern." Nach kurzer Debatte wurden Busse zeigte bei seiner Vernehmung alle Anzeichen eines gewesen sein mußte, kam der Verdacht hinzu, daß der Angeklagte die Vorschläge der Subkommission mit großer Mehrheit bösen Gewissens. Er leuguete zunächst, überhaupt Bejuch gehabt fich auch eines Diebstahls schuldig gemacht habe. Er habe angenommen. Dagegen stimmen nur Bachnicke( frf. Bg.) und zu haben, verwickelte fich dann in Widersprüche und gabschließ- auch dies anfangs energisch bestritten und auch nach dieser Richtung hin erst ein Geständnis abgelegt, als das Geld in seiner Wohnung Dasbach( C.). Er habe die lich zu, die That begangen zu haben. Damit ist die erste Lesung der Postnovelle beendet. Die zweite Lesung soll sobald als möglich, Hermann während der Nacht auf der Straße getroffen und sie mit gefunden worden war. Der Berteidiger, Rechtsanwalt Dr. Haase, weist darauf hin, voraussichtlich Freitag, erfolgen, damit das Gesetz alsbald im Plenum in Streit geraten, wobei die Besucherin so laut gesprochen habe, Ring, Brosche usw. gefunden wurde, gegen die Annahme spreche, daß nach seiner Wohnung genommen. Wegen der Bezahlung seien sie daß die Thatsache, daß bei der Leiche noch Wertgegenstände, wie verabschiedet werden kann. daß er befürchten mußte, sie würde die Nachbarn wecken. Er habe Die Hypothekenbank- Rommiffion des Reichstages hat die ihr zunächst eine Ohrfeige gegeben, worauf die Gezüchtigte rauie erwidert, daß der Angeklagte wohl bedacht habe, daß diefe der Thäter es auf eine Beraubung abgesehen habe. Kriminalinspektor erste Lesung der Vorlage beendet. Eine Redaktions- Kommission soll lauter geschrieen habe, als zuvor. Nun habe ihn die Wut fofort in Thätigkeit treten. Die zweite Lesung ist für Mittwoch gepackt, er habe sie zu Boden geworfen, auf ihr gekniet und ihr des Berteidigers, wie der Angeklagte sich bei seiner ersten VerGegenstände ihn leicht verraten könnten. Auf eine fernere Frage nächster Woche angesetzt. mit beiden Händen die Seehle zugedrückt. Nach einiger Zeit Erledigtes Mandat. Der Justizrat Franzins, national- iei fie ſtill gewesen. Er habe geglaubt, sie sei nur ohnmächtig. Er nehmung benommen habe, erklärt der Striminalinspektor, daß der liberales Mitglied des Reichstags für den 1. Hannoverschen habe den schweren Körper deshalb nach dem Vorgarten gefchleppt Angeklagte sehr ruhig und überlegt, wenn auch niedergeschlagen Wahlbezirk( Weener, Leer, Emden und Norden), ist in Blanken- und hier liegen lassen. Diese Darstellung schien nur zum Teil der gewesen sei. Vor dem Untersuchungsrichter hat der Angeklagte zu Protokoll burg i. H. gestorben. Bei 23 666 Wahlberechtigten wurden in der Wahrheit zu entsprechen. In dem Portemonnaie, welches man der Hauptwahl am 16. Juni 1898 15 173, in der Stichwahl 18 686 gültige Kleidertasche der Ermordeten entnahm, befanden sich nur 35 Pf. gegeben, daß er die 10 M., die er aus dem Portemonnaie der Stimmen abgegeben. Es erhielten in der Hauptwahl der Konfer- Es wurde aber erwiesen, daß die Hermann mindestens 10 M. be- roschte genommen habe, behalten wollte. Er habe darum den Entvative 6638, der Nationalliberale 7184 Stimmen. Außerdem wurden feffen hatte, als sie am Abend gegen 11 Uhr ihre Dienst- schluß gefaßt, die gefährliche Zeugin des Diebstahls mundtot zu 1819 socialdemokratische Zettel abgegeben. In der Stichwahl stegte stelle verlassen hatte. Man vermochte sogar die Münzsorten fest- machen. Er habe ste deshalb so am Halse gedrückt, daß die Kehle der Nationalliberale nuit 9867 über 9319 fonservative Stimmen, also zustellen. Diese Geldstücke wurden bei dem An- gleich durch" gewesen sein mußte. mit ganz tnapper Mehrheit. getlagten gefunden. Er ließ sich insofern zu einem Ge Unzurechnungsfähig? ständnisse herbei, als er jegt behauptete, er habe der Besucherin zum Der Bruder des Angeklagten, Barbier August Busse, macht von Scherz das Geld fortgenommen. Sie habe dies falsch verstanden seinem Recht der Zeugnißverweigerung feinen Gebrauch. Am 2. Feierund angefangen, lauten Lärm zu schlagen; dies habe ihn beunruhigt tage habe der Angeklagte ihm auf Befragen erklärt, daß er über Ein Erinnerungsblatt zum 50. Gedenktag des Dresdener und dann habe sich das Weitere in der vorgeschilderten Weise 24 M. baar verfüge. Der Zenge habe ihm gesagt, daß er sich an ihn Straßentampfes erscheint am nächsten Sonnabend, den 6. Mai, im abgespielt. wenden könne, wenn er zu Neujahr die Miete nicht zusammen habe. Verlage von Kaden u. Comp., Dresden( Sächsische Arbeiter- 8tg.") Von der Anklagebehörde wird dieser Darstellung fein Glauben Der Angeklagte sei ein leicht erregbarer Mensch, der in seiner Jugend unter dem Titel„ Sachsens Mai- Revolution". Das zehnseitige Blatt geschenkt, sondern angenommen, daß Busse sich sowohl des Mordes auch einmal Krämpfe gehabt habe. wird reich illustriert sein und außer einer lebensfrischen Schilderung wie des Diebstahls schuldig gemacht hat. Sein Verteidiger, Die betagte Whutter des Angeklagten macht einen bejammernsdes Dresdener Straßentampfes wertvolle Beiträge von Wilhelm Rechtsanwalt Dr. Haase, erhebt Bweifel darüber, ob das von werten Eindruck. Während ihrer Vernehmung beugt der Angellagte Liebknecht, Ernst Stlaar usw. enthalten. dem Angeklagten in der Voruntersuchung unumwunden und mit sich so tief nieder, daß seine Mutter ihn nicht sehen kann. Sie bes Partei- Machrichten. Bei " Mordprozeß Busse. er Er sei nur Im gleichen Sinne lautet die Aussage des folgenden Zeugen, des Oberauffehers Gutmann. Diesem gegenüber hat der Angeklagte einmal die Aeußerung gethan:" Ich kann mir taum denken, daß ich so fest zugedrückt habe, als ich sie an der Kehle packte." Der übrige Teil der Beweisaufnahme bietet wenig Erwähnens wertes. Einige Zeugen bekunden, daß der Angeklagte bisweilen ein höchft sonderbares Benehmen an den Tag gelegt habe, als ob er an Wahnvorstellungen leide. Wenn er wieder zu sich gekommen sei, habe er von seinem auffälligen Verhalten nichts gewußt. = wird alles Sociales. einzugehen. Aus dem = sei. fundet, daß der Angeklagte in seiner Kindheit einmal einen ziemlich Die Feilenhauer der Firma Urbante, Berlin, Chausseestr. 42, Heftigen Schlag mit einem Glodenflöppel gegen den Kopf erhalten wurden infolge der Maifeier ausgesperrt. Zuzug ist fernzuhalten. habe. Sie meine, daß davon etwas zurückgeblieben sei, er Ans Meiningen. Die fast unglaublichen Anklagen, welche Habe längere Zeit nach diesem Unfall ein sonderbares BeDie Kistenmacher stellten in einer gestern abgehaltenen, start Genosse K. Weigelt aus Steinach auf dem diesjährigen Kongreß nehmen gezeigt. Auch an Krämpfen habe ihr Sohn in seiner Kindheit besuchten Versammlung fest, daß aus Anlaß der Maifeier 38 Arbeiter deutscher Berg- und Hüttenarbeiter gegen die fiskalische Verwaltung gelitten. Die Zeugin bat unter Thränen um Milde für ihren Sohn. ihres Berufs ausgesperrt worden sind und zwar bei Fug 22, bei der meiningischen Schiefergriffelbrüche erhob, haben die Regierung Pflugrath 9, bei Franzte u. Thurow 7. Wie lange die Der folgende Zeuge, Aufseher Gerhardt, hat den Angeklagten Aussperrung dauern soll, wisse man nicht. Der Fabrikant Fug habe beranlaßt, in einer„ Denkschrift" auf jene von Weigelt erwähnten während der umfangreichen getlagte habe sich gut und ruhig geführt, und der Zeuge hat nichts geäußert, die Ausgesperrten würden nur dann wieder eingestellt Schriftstück, dasselbe füllt acht Seiten des Regierungsblattes, werden, wenn sie aus ihrer Organisation austreten. Auffälliges an ihm bemerkt. nur andere eher bewiesen, nicht, daß das Die Versammlung verurteilte das Vorgehen der Fabrikanten, sie auf dem beschloß, die Ausgesperrten zu unterſtügen, und soll jeder arbeitende Jedenfalls ist die Denkschrift ein unschäßbares Dokument, das die Bergarbeiter Kongreß Gesagte unzutreffend Sollege zu diesem Zweck pro Woche 50 Pf. beisteuern. Berwerflichkeit der kapitalistischen Ausbeutung und Plusmacherei in Sämtliche Steinmetzen in Hamburg wurden am 2. Mai aus- geradezu photographischer Treue wiedergiebt. Genosse Weigelt hatte gesperrt. Der Hofsteinmetzmeister Karl Schilling Berlin, welcher besonders die geradezu grausame Art der Kinderbeschäftigung in den in Bunzlau, Ratwig und Warthau Steinbrüche und Werkpläge besitzt, Griffelhütten gegeißelt, deren etwa 130 im Alter von 6-14 und 60 hielt es für praktisch, den Steinarbeitern, welche den 1. Mai feierten, unter 6 Jahren in den Hütten gezählt wurden. Versucht nun die auch den 2. Mai als Ruhetag frei zu geben. meiningische Regierung diese Angaben zu bestreiten? Onein, fie kann das nicht, sie sagt vielmehr in ihrer Denkschrift:" In gesundWegen der Maifeier ist in Hamburg eine Anzahl Steinheitlicher Hinsicht sind diese Kleinhütten von sehr übler Beschaffenheit. Sanitätsrat Dr. Klein begutachtet, er habe einen geistigen fezer ausgesperrt worden, so bei der Firma Kauffmann allein circa Der Fußboden und die Wände sind mit Griffelstaub überzogen, die Defett bei dem Angeklagten nicht bemerkt, aber nach dem Ergebnis 90 Mann. Es wird um Fernhaltung des Buzuges gebeten. Luft ist mit Staub gefüllt, eine regelmäßige Reinigung findet zu= der Beweisaufnahme fönne wohl kaum ein Zweifel darüber be= In Lübeck sind in den Betrieben der Metallbranche die Arbeiter meist nicht statt.... Ein großer Uebelstand ist der Aufenthalt von stehen, daß der Angeklagte geistig belastet sei und auch ausgesperrt.. Kindern in den Griffelhütten, sei es, daß sie nun hier bei der Arbeit mitwohl an den Nachwirkungen schwerer Krankheiten leide. helfen, jei es, daß sie noch nicht in einem erwerbsfähigen Alter stehen Mit Bestimmtheit müsse der Sachverständige dagegen die Lübeck, 3. Mai.( Privatdepesche.) Wegen der Maifeier in sechs und hier nur eine Unterkunft haben, denn daß das Verweilen in Frage verneinen, ob der Angeklagte sich bei Begehung der That Fabriken wurden am 2. Mai ca. 600 Arbeiter ausgesperrt. Vier diesen staubgefüllten Räumen für die zarte Gesundheit von Kindern in einem Zustande geistiger Störung befunden habe, wodurch seine Fabriken mit ca. 400 Arbeitern beschlossen, auch heute am 3. Mai sehr nachteilig ist, darüber kann kein Zweifel bestehen". Der Regiefreie Willensbestimmung ausgeschlossen war. Dagegen liege die noch zu feiern. Gegenwärtig schweben Verhandlungen der Arbeiterungsbericht giebt hier also die von Weigelt erwähnten himmelMöglichkeit vor, daß der Angeklagte durch den vorangegangenen Streit in eine so maßlose Wut versezt wurde, daß sein Ueberlegungs- mit dem Arbeitgeberverband. vermögen dadurch beeinträchtigt wurde. Nachdem noch, einige Sachverständige sich in ähnlichem Sinne des Diebstahls und des Totschlags schuldig zu sprechen. Die Berteidigung beantragt, auf fahrlässige Tötung und mildernde Umstände zu erkennen. Das Urteil. Nach etwa einstündiger Beratung wurde der Wahrspruch der Geschworenen dahin verkündet, daß der Angeklagte schuldig sei des räuberischen Diebstahls und des Totschlage unter Berneinung mildernder Umstände. Der Angeklagte habe die Tötung gewollt, aber nicht mit Ueberlegung gehandelt. Das Urteil lautete nach dem Antrage des Staatsanwalts auf Lebenslängliches Zuchthaus und lebensläng lichen Ehrverlust. 1600 Former ausgesperrt! Die Leipziger Eisengießereien, 21 an der Zahl, und 2 Metallgießereien haben am 2. Mai wegen 1600 Ausgesperrten sollen nach 8 Tagen wieder einmal nach Arbeit fragen, so lautete die progenhafte Antwort der Unternehmer. In Burg sind sämtliche Former und Hilfsarbeiter der Gießerei Astorp entlassen. er= schreienden Mißstände ohne die geringste Einschränkung zu und kann es nur mit Freuden begrüßt werden, daß die auf jenem Stongreß öffentlich erhobene Auflage gegen solche Kinderausbeutung in fistalischen Betrieben den Erfolg gehabt hat, daß die Regierung 11. April jedweden Aufenthalt Auch war Kindern in Griffelhütten verboten hat. es nicht möglich, in der Deutschrift die Angaben über die Löhne als unrichtig nachzuweisen, im Gegenteil giebt auch in diesem Punkte das Schriftstück geradezu verblüffende Auskünfte. Es heißt da u. a.: In Lauscha verdient der geschickteste Perlenmacher bei 15 stündiger Arbeit Die Dresdener Fabrikanten haben in ihrer Wut über die 1 M. bis 1 m. 20 f., wenn die Nebenarbeiten von äußerst imposante Maifeier in Dresden gleichfalls zu Maßregelungen& amilienangehörigen besorgt werden; Augenmacher und Schachtelmacher täglich 1-2 M. In Igelshieb verdient der Arbeiter gegriffen. In der Metall- und Bronzewarenfabrik von Karl Meißner wurden 50 Arbeiter ausgesperrt. Die Drücker und der Perlenarbeiter ohne Familie 50 Pf., mit Familie .. Mit Vorführung dieser ungeheuren Klempner der Firma Görld wurden gleichfalls von ihrem antisemi- täglich 1 Mart"... Nachweis erbringen, daß tischen Arbeitgeber entlassen. Der Chlossermeister Weber in Blase- öhne will die Regierung den wig versprach seinen Arbeitern die Freigabe des 1. Mai, nachträglich reichen, da zwar 68,08 Proz. unter 900 Mt., ganze 31,92 Proz die Griffelmacher eigentlich noch recht gute Verdienste aber maßregelte er drei seiner Gesellen. Die Bauunternehmer drohten ihren Arbeitern bekanntlich mit der Griffelarbeiter aber über 900 Mt. verdienen, während die SpielMaßregelung, wenn sie den ersten Mai feierten. Die Folge dieses warenindustrie 50,09 Proz. und die Porzellanindustrie 45,40 Proz. männliche Arbeiter mit unter 600 Mt. Verdienſt aufweisen. Der überzantigen Unternehmerstreichs war eine ganz besonders umfang Rechtfertigungsversuch der Regierung kann nicht nur als vollkommen reiche Arbeitsruhe im Baugewerbe. Aus Wut darüber, daß die EinSchüchterungsversuche nicht geglückt sind, haben mehrere Baumeister erbracht, daß es dem Arbeiter ganz gleich sein kann, ob derselbe mißlungen bezeichnet werden, derselbe hat vielmehr den Beweis ihre Arbeiter auf die Straße geworfen. „ fiskalisch" oder privatkapitalistisch ausgebeutet wird. Die als Betriebsüberschuß der Jahre 1891-1898 zu verzeichnenden 420 859 Mt. bauen sich auf auf Elend, Jammer und Siechtum! Beschränkung der Sonntagsruhe. Das herzogliche Ministerium des Innern in Sachsen- Meiningen hat die Bestimmung getroffen, daß Papierfabriken und Holzschleifereien, welche ausschließlich mit der Wasserkraft der Saale arbeiten, Arbeiter und Arbeiterinnen zu Arbeiten, welche an Wochentagen nicht vorgenommen werden können, auch Sonntags beschäftigen dürfen. Eine Ausnahme sollen nur Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Aussperrungen infolge der Maifeier. Die ausgesperrten Metallarbeiter in Berlin waren gestern ( Mittwoch) vormittag in den„ Arminhallen" vollzählig versammelt, um über die gegenwärtige Situation zu verhandeln. Näther erstattete Bericht. In der Fabrik von Hirschmann war bereits am vergangenen Sonnabend durch Cirkular an die Arbeiter mitgeteilt worden, daß jeder am 1. Mai feiernde Arbeiter entlassen würde. Thatsächlich wurden am 2. Mai nicht nur 42 Mann( darunter 9 Tischler) entlassen, sondern der Betrieb gänzlich eingestellt. Weitere Achtung, Puker! Da durch Versammlungsbeschluß vom Aussperrungen erfolgten in den Fabriken von Ad. Schneider, 1. Mai die Arbeitszeit in unserem Gewerbe vom 2. Mai ab um eine Schuchhardtu. Cie., Swintlinsky( hier sollten die Aus- halbe Stunde vertürzt werden soll, so ersuchen wir die Kollegen, gesperrten am Freitag wieder antreten), tube, Heinze, diesem Beschluß nachzukommen. Wo das nicht geschieht, bitten wir Schlüter, Neumann, Kunig, Lewy Söhne, Benide die Kommission davon in Kenntnis zu seßen. Ferner ersuchen wir u. Cie., Geride u. Cie.( Lichterfelde), Ehrich u. Gräz, die Kollegen, die gemaßregelt werden sollten, uns dies sofort mit- bilden die ersten Oster-, Pfingst- und Weihnachtsfeiertage. Frante in Schöneberg sowie in der Glashütte in zuteilen. Stralau, vier Schlosser, obwohl dieselben erst von nachmittag 4 Uhr ab gefeiert hatten, entlassen wurden. Bei Benide u. Cie. wurden die Accordarbeiter veranlaßt, die Arbeit erst fertig zu machen, um eventuell nach Verlauf von Laut Beschluß der Konferenz vom 7. April d. J., welche in 14 Tagen wieder zu arbeiten. Soweit bis jest festgestellt werden Braunschweig tagte, waren die Berliner Maurer beauftragt, den konnte, sino insgesamt ausgesperrt bezw. entlassen 355 Arbeiter ersten Vertrauensmann sowie die Revisoren zu wählen. Diesem aus verschiedenen Branchen. Im Verhältnis zur Zahl der etwa Beschluß sind nun die Berliner Maurer nachgekommen und haben 2500 Metallarbeiter, die den 1. Mai bei voller den Unterzeichneten zum ersten Vertrauensmann gewählt. סט Die Lohnkommission der Buzzer. Deutsches Reich. An die Maurer Deutschlands! Der Verband deutscher Gewerbegerichte hat beschlossen, sein Verbandsorgan, das bisher im Zusammenhang mit der„ Socialen Bragis" herausgegeben wurde, vom 1. Oftober an als selbständige Monatsschrift erscheinen zu lassen. Damit wird für alle Funktionen der Gewerbegerichte, sowohl für die Rechtsprechung, wie für Einigungsämter, Gutachten und Anträge, ein unabhängiges Centralorgan ge schaffen. Arbeitsruhe feierten, sei die Zahl der Ausgesperrten als Alle diejenigen Kollegen respektive Ortschaften, welche die Be Lehte Nachrichten und Depeschen. gering, das Ergebnis als günstig zu bezeichnen, da einige bereits schlüsse der Konferenz zu ihren eigenen gemacht haben oder anerkennen wieder eingestellt, andere Fabrikanten trotz Androhung an eine wirt- wollen, sind verpflichtet, sich mit Unterzeichnetem in Verbindung zu Die Ursachen der italienischen Ministerkrise liche Aussperrung nicht denken. Die Herren, obwohl zum größten fezen betreffs Erlangung von Sammelmaterial usw.; auch sind die erklärte in einer scheinbar recht konfusen Rede der Ministerpräsident Teil dem Unternehmerverband angehörend, scheinen bereits im Vertrauensleute der einzelnen Orte verpflichtet, den Unterzeichneten Bell our am Mittwoch in der Deputiertenkammer. Unter anderem Jahre 1896 etwas gelernt zu haben. Andererseits habe man sich über die Organisationsverhältnisse sowie über die Agitation genau führte er aus: schon einigermaßen an die Maifeier gewöhnt. Was nunmehr das zu unterrichten. Ferner werden die Kollegen aufgefordert, überall Das ganze Haus, Gegner und Freunde unserer Chinapolitik, Verhalten der Ausgesperrten anbelangt, sei es für die Gesamtheit, Bertrauensleute zu wählen und sofort dem Unterzeichneten deren genaue find darin einig, das von der Regierung in dieser Angelegenheit einsowie den Arbeitern einzelner Werkstätten dringend zu Adresse mitzuteilen. Die Beschlüsse der Konferenz sind in der Nummer geschlagene Berfahren zu mißbilligen. Das Stabinett mußte prüfen, was raten, alle augenblicklichen Verhältnisse in Ruhe und kluger der Einigkeit" vom 15. April abgedruckt. es in einer solchen Lage im Interesse des Landes zu thun hatte. Es Berechnung zu erwägen und nicht voreilige Be- Alsdann find alle Anfragen betreffend die Lohnbewegung, würde ihn nicht schwer gefallen sein, sich sowohl bezüglich der fchlüsse zu fassen. Vielmehr muß verlangt werden, daß die sowie Referentenfrage und Geldsendungen an Unterzeichneten zu Principienfrage zu verteidigen, ob nämlich Jtalien überhaupt auf einzelnen Arbeiter sowie ganze Werkstätten sich jedesmal vor Beginn adressieren. Also, Kollegen, thue jeder seine Pflicht und suchen wir jede Aktion im äußersten Orient hätte verzichten sollen oder nicht, einer etwaigen Arbeitseinstellung infolge von Maßregelungen 2c. an überall die auf der Konferenz gefaßten Beschlüsse zur Durchführung wie auch bezüglich der von ihm befolgten Methode und es wäre die Verwaltung des Metallarbeiterverbandes bezw. die betreffende zu bringen und überall für unsere Organisation Propaganda zu ihm ein Leichtes gewesen, nachzuweisen, daß diese Inangriffnahme Bahlstelle zu wenden haben. Auch sei dringend zu empfehlen, nicht machen, damit endlich die Worte Lassalles zur Wahrheit werden: einer bescheidenen kommerziellen Aktion die Besorgnisse, denen man jedem Vorschlag einzelner sofort Folge zu geben, um unnige Maß Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiter hinsichtlich einer militärischen Expansionspolitik Ausdrud gegeben, in feiner Weise rechtfertigen konnte. Es wäre dem Kabinett noch regelungen usw. zu vermeiden und der Organisation Ausgaben zu selbst sein! ersparen. Nur diejenigen Ausgesperrten und Gemaßregelten haben Der erste Vertrauensmann der Maurer Deutschlands. leichter gewesen, eine Vertagung auf unbestimmte Zeit herbeizuführen Anspruch auf Unterstügung seitens des Verbandes, welche sich den ( Vertrauensmänner- Centralisation.) über jeden Vorschlag, der dem Votum der Kammer unterbreitet obigen Bedingungen fügen. Dabei ist es selbstverständlich, daß die Karl Knöpchen, Berlin O., Thaerstr. 56, H. II. worden wäre.( Zurufe.) Aber die Regierung hielt es für patriotischer, leider noch Unorganisierten, wie auch alle Hilfsarbeiter unterſtützt werden; Tischler und anderen Berufen Angehörige Die Maurer in Guben befinden sich seit dem 1. Mai im mehr dem allgemeinen Jutereffe entsprechend, weder die eine noch Der eventuelle Rückzug die andere Abstimmung zu veranlassen. haben sich an ihre eigene Organisation zu wenden. Streit. Sic fordern eine Lohnerhöhung von 32 auf 35 Pf. affer- unserer Schiffe aus dem Gelben Meere erschien uns als eine In einigen Fabriken wird allerdings eine Wiedereinstellung ausfäffer, Spaten und Stemmzeuge follen in Zukunft von den Meistern That derartig der Ehre und Würde des Landes entgegenfichtslos sein, da sich leider„ Arbeitswillige" gefunden haben, um die geliefert werden. An der Arbeitsniederlegung beteiligen sich stehend, daß wir davon entschieden abgesehen haben.( Sehr gut im Ausgesperrten zu ersetzen. Mag aber kommen was da will, die 254 Maurer. Bei einem Unternehmer arbeiten 20 Gesellen zu den Centrum.) Hinsichtlich der Abstimmung über den Vorschlag, die ErUnternehmer werden es sich wohl zweimal überlegen, ob sie bei dem neuen Bedingungen, 8 Maurer sind„ arbeitswillig". Die Maurer örterung des einen Antrages zu vertagen, waren wir der Ansicht, daß günstigen Geschäftsgang und dem Andrang der Lieferungen weitere Gubens gelten sonst als sehr ruhige Arbeiter". Nut wird aber der Sieg, obgleich er uns sicher war, Nichts entschieden hätte. Aussperrungen vornehmen, die doch nur dazu beitragen lönnen und von den Meistern eine Heze veranstaltet, die auch dem indifferentesten( Zurufe.) Angesichts dieser Sachlage hielten wir es für unsere werden, den Kompfeemut der Arbeiter zu erhöhen und zu stärken. Arbeiter Aufflärung giebt über seine Stellung zu den Unternehmern. Pflicht, unsere Demission dem Könige zu überreichen. Ich bitte das Es erfolgt nunmehr eine längere Besprechung, an der sich etwa Täglich erscheinen verleumderische Zeitungsartikel in der Ordnungs- Haus, seine Arbeiten zu unterbrechen.( Wiederholte Zurufe von den 30 Redner beteiligen, um den Grund der Aussperrung bezw. Gut prefie und in diesen Tagen ist eine Lifte mit den Namen der verschiedenen Seiten.) Yaffung, sowie die Zustände in den verschiedenen Fabriken zu schildern. Streifenden an alle Baugewerks- Jumingen gegangen, damit die Für fünftige Maßregelungen wurde der Rat erteilt, Geld und Ausständigen anderwärts feine Arbeit bekommer. Die Meister haben Papiere nicht sofort in Empfang zu nehmen, weil darin ein Ein- es trefflich verstanden, den Arbeitern die Notwendigkeit der Organi verständnis mit der Entlassung erblickt wird. sation vor Augen zu führen. Im allgemeinen herrschte in der Versammlung nicht nur eine musterhafte Ruhe und Ordnung, sondern auch froher Stampfesmut und Siegesgewißheit und die innigste Freude über die gelungene Maifeier. Um eine genaue Kontrolle zu ermöglichen, haben alle Gemaßregelten sich mit Streitkarte, Mitgliedsbuch usw. täglich im Bureau des Metallarbeiter Verbandes zu melden; die Arbeitsuchenden in der für die einzelnen Branchen angegebenen Zeit, uni übergroßen Andrang zu vermeiden. Die Gemaßregelten erhalten zunächst Anweisung für angemeldete Stellen. " • Der Ausstand der Krefelder Weber ist nunmehr gänzlich beendet. Die Sammetweber der Firma Echelleckes 11. Comp., welche bisher noch ausständig waren, haben den Vermittelungsvorschlag der Firma angenommen und werden heute die Arbeit wieder auf nehmen. In der Gußstahlfabrik in Döhlen bei Dresden haben sämtliche Schmiede die Arbeit niedergelegt. Die Ausständigen verlangen eine Erhöhung der Accordsätze um 15 Proz. Die Schiffsbaner in Alt- Ruppin find in eine Lohnbewegung eingetreten. Dieselben erfireben eine Lohnaufbesserung um 3 Bf.. eine Erhöhung des Lohnes von 25 auf 28 Pf. pro Stunde. In remmen ist die gleiche Forderung bereits durchgesetzt worden. Der Streik der Münchener Metallschläger ist mit einem vollständigen Siege der Gehilfenfchaft beendet. Mnternehmer- Derbände. Bovio bedauert im Namen der äußersten Linken, daß seit einigen Jahren die Minister vor der Abstimmung ihre Demission geben und so die Kammer verhindern, ihre Meinung auszusprechen. Mazza schließt sich dem Vorredner an, indem er dies Verfahren für verfassungswidrig erklärt.( Lebhafte Zwischenrufe. Unruhe.) Vollaro de Lieto beantragt die Vertagung der Kammer gemäß dem Ersuchen der Regierung.( Unruhe. Zwischenrufe.) Der Präsident erklärt, die Kammer müsse ihre Arbeiten unterbrechen, worauf die Sigung unter großer Erregung geschlossen wird. Wien, 3. Mai.( B. S.) In der Freien Presse" dementiert jezt auch der hiesige persische Gesandte die Meldung, daß der af en Bender- Abbas am persischen Meerbusen an Rußland abgetreten sei. Brünn, 3. Mai.( B. H.) Da die streifenden Textilarbeiter rüdten Dragoner aus, um die Straßen zu räumen. feit heute früh vor den Fabriken Demonstrationen veranstalten, Agram, 3. Mai.( B. H.) Das Reichs- Kriegsministerium veranlaßte die Polizei, zahlreiche im Nachlasse des verstorbenen Grafen Nugent befindliche Korrespondenzen Dokumente zu beschlagnahmen, weil dieselben Staatsgeheimnisse enthalten. Zur Aussperrung der Solzarbeiter. Wegen Feierns des 1. Mai sind, soweit bisher festgestellt worden ist, 58 Holz bearbeitungsmaschinen Arbeiter, darunter 43 organiſierte, in 14 Werkstätten ausgesperrt. Es sind dies nur solche Betriebe, die zur freien Vereinigung der Holzindustriellen Berlins" gehören, oder von dieser Vereinigung beeinflußt sind. Die Mitglieder der Organisation der Fraijereibesizer haben ihren Arbeitern den 1. Mai freigegeben und sind in diesen Betrieben feinerlei Differenzen zu verzeichnen. In allen Werkstätten, wo Aussperrungen seitens der Unternehmer Platz gegriffen haben, wird, wie bei den übrigen Holzarbeitern, die Arbeit vor dem 8. Mai nicht aufgenommen werden. Bei Stehmann, Reichenbergerstr. 142, Scheffler, Memelerstr. 40, und Karlini ch, Barnimstr. 13, find die Arbeiter, welche den 1. Mai gefeiert haben, entLassen worden, und ist über diese Werkstätten die Sperre verhängt. Sämtliche Ausgesperrte bezw. wegen Feierns des 1. Mai Gemaßregelte, also auch die Unorganisierten, werden von dem Verbande der Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter unterstützt. Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. und Paris, 3. Mai.( V. H.) Der„ Liberté" zufolge wird der Der deutsche Schifferbund, welcher gegenwärtig 1500 Mitglieder Berichterstatter des Kaffationshofes seine schriftlichen Anträge noch aufzuweisen hat, beabsichtigt, in Berlin eine allgemeine Schifferbörse am Ende dieser Woche einbringen. Bukarest, 3. Mai.( W. T. T.) In den Kammern, die heute ins Leben zu rufen, sowie bei weiterer Entwickelung des Bundes den verlas der Ministerpräsident eine Bau einer großen Dampferflottille für den Schleppdienst in Angriff zusammengetreten sind, zu nehmen. Derselbe will sich dadurch von den großkapitalistischen tönigliche Botschaft, durch welche das Parlament aufgelöft Dampfergesellschaften unabhängig machen, wie er auch sonst bestrebt wird, fowie ein Defret, welches die Kammerwahlen auf den 8., 9. ist, auf genossenschaftlichem Wege die wirtschaftlichen Interessen der und 10. Juni, und die Senatswahlen auf den 13., 14. und 15. Juni anfeßt. selbständigen Schiffer nach Möglichkeit zu fördern. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Hr. m. n, i, Ki>,gt s».Fmiirls" Knlm MMM.'»«-»«-> m>«» Neichsksg» 75. Sitzung. Mittwoch. 3. Mai 1899, 1 Uhr. Am Bundesratstisch: Niemand. Präsident Graf Ballestrem: Meine Herren, ich habe eine Trauerbotschaft mitzuteilen sdie Abgeordneten erheben sich von den Plätzen). Nach einer Mitteilung des Herrn Justizrats v. Simson ist der Vater desselben, der langjährige Präsident des Reichstages, Reichsgerichts» Präsident a. D. v. Simson gestern Abend im 89. Lebensjahre sanft entschlafen. Meine Herren, in allen Entwickelungsphasen der deutschen Einheitsbewegung hat der Entschlafene eine hervorragende Stellung eingenommen. Als Präsident der Franlftirter Natronal- versammlling verkündigte er an der Spitze einer Deputation am 3. April 1849 S.Maj. demKönig Friedrich Wilhelm IV. von Preuhcnseine Wahl zun, deutschen Kaiser. Später war der Entschlafene auch Präsident des Erfurter Parlaments. Sowohl im konstituierenden als auch im ersten ordentlichen Reichstag des Norddeutschen Bundes sowie im Zollparlamente bekleidete Simson die Stelle deS ersten Präsidenten. Als solcher überreichte er an der Spitze einer Deputation des Norddeutscheu Reichstages am 18. Dezeniber 1870 Sr. Maj. dem König Wilhelm I. von Preuhen in Versailles die Adresse, durch welche allerhöchst demselben die deutsche Kaiserkrone angeboten wurde. Auch der erste deutsche Reichstag wählte Simson zum ersten Präsidenten. Er bekleidete diese Würde von 1871—1874, wo er aus GesundheitSrücksilbten seine weitere Wahl ablehnte, aber noch bi» 187S dem Reichstage al« Mitglied angehörte. Im Jahre 1879 wurde Simson zum ersten Präsidenten des neuerrichtetcn Reichsgerichts in Leipzig ernannt, 1888 wurde ihm von S. Maj. dem Kaiser Friedrich III.' der hohe Orden vom Schwarzen Adler und damit der erbliche Adel verliehen. Dieser in der Geschichte des Deutschen Reiches so hervorragende Mann ist nicht mehr. Trauernd und tief betvegt sieht der Reichstag an der Bahre seines ersten Prädcnten, dem er immer ein ehrendes Andenken be- wahren wird. Sie haben sich von Ihren Plätzen erhoben, um bat Andenken zu ehren. Meine Herren, ich erbitte mir Ihre Erniächtigung zu folgendem: Erstens ein Beileidsschreiben an den Sohn des Verltorbenen Justiz» rat'» von Simson zu richten; zweitens im Namen de» Reichstags ■ einen Kranz an der Bahre niederzulegen. Da kein Widerspruch erfolgt, stelle ich fest, daß die Ermächtigung erteilt ist. Wegen der weiteren Tranerfeierlichkeiten bitte ich die Herren Senioren, mit mir zu einer näheren Besprechung zusammentreten zu wollen. Auf der Tagesordnung sieht zunächst die zweite Beratung deS von den Abgg. Liebermann von Sonnenberg u. Geii. eingebrachten Gesetzentwurfs betreffend das Betäuben der Schlnchtticre. Abg. Lieber sT.): Ich beantrage, den zweiten Punkt der Tages- ordnung vor dem ersten zu beraten. Abg. Liebermann von Sonnrnberg sAnt.): Ich habe gegen diese» Antrag nichts einzuwenden, vorausgesetzt, daß unser Antrag am nächsten Schwerinstage als erster zur Beratung gelangt. Es folgt die Fortsetzung der Beratung deS Antrages der Abgg. Dr. Lieber und Dr. Hitze sC.) auf Vorlegung eines Gesetzentwurfs zuni Zweck der Errichtung von Rrbcitskamniern in Verbindung mit der Fortsetzung der Beratung des Antrags der Abg. Dr. Pach- nicke und R ö s i ck e(Dessau) wegen Errichtung eines Reichs- nrbritSamtS. Abg. v. Kardorff(Rp.): Wir haben uns hier mit einer ganzen Blüte von arbeiterfreund- licheu Anträgen zu befassen. Ich befürchte aber, von den Parteien, die das Wettrennen um die Gunst der Arbeiter eröffnet haben, wird keine den Preis gewinnen, sondern nur die Socialdemokrat'ie wird davon Vorteil haben. Der Abg. Hitze hat uns eine kleine Blumenlese von dem gegeben, was die Arbeitskammeru leisten sollen. Sie sollen da alles mögliche und unmögliche leisten. Wenn sie aber dies umfassende Gebiet erledigen sollen, so müssen sie au Stelle der Kommune», an Stelle des Staats, an Stelle des Reichs treten. Wie sollen sie das alles bewältigen können? Glaubt der Abg. Hitze, daß jede Kammer die nötigen tüchtigen Leute finden wird? Weshalb sollen denn plötzlich all die Aufgaben, die bisher den Staatsbehörden oblagen, diesen abgenommen werden Z DaS scheint mir alles total undurchführbar. Man soll überhaupt nicht zu viel heilen wollen. Die Zeiten sind vorüber, wo man den Arzt am meisten schätzte, der die meiste Medizin verschrieb. Man muß der Natur ihren Lauf lasten. Wenn all daS, was der Abg. Hitze wünscht, in die Praxis übersetzt werden würde. Herr Hitze würde bald der unpopulärste Mann in Deutschland werden. Herr Hehl zu Herrnsheim hat Herrn B u e ck angegriffen und ihm Unkenntnis der englischen Gesetzgebung vorgeworten. Es ist mir doch sehr zweifelhaft, ob Herr Bucck. den ich seit einer langen Reihe von Jahren als sehr zuverlässigen Mann kenne, ungenauer informiert ist, als Herr v. Hehl. Herr Heyl hat ihm vorgeworfen, er wisse nicht einmal, daß nach der neuesten englischen Gesetzgebung ein Vcrhandlungszwang bestehe. Daß ein solcher besteht, muß ich denn doch energisch bestreiten. Nach dem Buch von Sidneh Webb besteht der Vcrhandlungszwang nur in Neuseeland und Australien� und keineswegs in England. Herr Bucck hat ferner mit Recht vorausgesagt, daß die Entwicklung der Trades-Unions die englische Industrie bald in außerordentlich bedrängte Lage bringen werde— infolge der steten Lohnerhöhungen und' der Unsicherheit der Liefeningen werde die Konkurrenzfähigkeit Englands auf dem Weltniarkt geschädigt werden. Herr Bueck hat mit feiner Prophezeiung recht gehabt; erst jüngst wurde eine englische Firma durch den Streik verhindert, die Liefcnmg einer eisernen Brücke nach Aegypten— also thatsächlich nach einer englischen Provinz— zu übernehmen; die Arbeit wurde alsdann von einer amerikanischen Firma ausgeführt. Ueberhaupt halte ich die Exem- plifikation auf das Ausland für nicht imnier angebracht. So hat Herr Bebel schlechtweg behauptet, daß neulich in einem Kanton der Schweiz die Arbeitslosen- Versicherung mit großer Majorität ange- nommen sei, während nach meiner Information das Gegenteil der Fall gewesen. Ich halte eS schon deshalb für unangebracht, auf daS Ausland zu exemplifizieren, weil die deutsche Entwickelung eine durchaus eigenartige gewesen ist. Wir haben das allgemeine Wahlrecht in einer Ausdehnung, wie eS die englischen Arbeiter nicht besitzen, wir haben die allgemeine Wehrpflicht, wir haben sociale Gesetze, um die uns die ganze Welt beneidet.(Lachen links.) Wenn Sie ehrlich sein wollen, müssen Sie gestehen, daß der deutsche Arbeiter sich bester steht, als irgend ein Arbeiter sonst. Es war mir interessant, einmal während der Rede deS Herrn v. Hehl die Gesichter der Herren Socialtemokraten zu betrachten. Sie waren vergnügt, aber doch einigermaßen spöttisch, wohl darum, weil hier einmal ein alter Ladenhüter der Socialdemo- kratie von den Nationalliberalen hervorgezogen wird. Die Zeittingen nieinen ja, daß die Nationalliberalen den Socialdemokratcn einige Stimmen abnehmen werden, ich glanbe das nicht, denn dazu steht in diesem Augenblick noch die Socialdemokratie zu mächtig und ziel- bewußt da. Ich komme nun zu dem Abgeordneten Herrn R ö s i ck e. Dieser zeichnet sich durch die Heftigkeit seiner Polemik gegen nieinen Freund v. Stunim aus. Es mag ja sein, daß er sich dadurch sehr populär bei den Soctoldemokraten macht und daß er diese Popularität sehr nötig hat.(Abg. Rösicke: Sie haben recht! Heiterkeit.) Was hat Herr Rösicke für die Arbeiter und was hat mein Freund Stumm für die Arbeiter gethan. Ich glaube, daß eS kaum ein Werk im Reiche giebt, daS so große Wohlfahrtseinrichtungcn hat, wie daS des Herrn v. Stumm. Den ersten Anstoß zu der ganzen socialen Gesetzgebung hat mein Freund Stumm zusammen mit Herrn v. Hertling gegeben (Lachen). ES ist ja eine außerordentlich populäre Sache, den Herrn v. Stumm anzugreifen— daS hat sich ja auch die chriftlich-sociale Partei zu Nutzen gemacht— man hat aber daS Bertraum der Ar- beiter meines Freundes v. Stumm zu demselben nicht erschüttern können(Lachen). Ich glaube nicht, daß jemand, der sich so ernsthast mit socialen Problemen beschäftigt hat, wie Herr v. Stumm, daß ein solcher Mann eine solche Behandlung verdient. Er hat wohl in manchen Sachen geirrt, er hat manches Wort zu Unrecht gesprochen— wem paspert das nicht?— aber ob es richtig ist, einen Mann von einer solchen Vergangenheit in der Weise anzugreifen, wie es der Herr Abgeordnete Rösicke gethan hat, dar« über möchte ich das Urteil dem großen Publikum außerhalb des Hauses überlassen. Was die kaiserlichen Erlasse anlangt, da giebt uns die Entlassung de» Ministers von Berlepsch den deut- lichsten Fingerzeig, wie die Regierung sie jetzt aufgefaßt wissen will. Sic will die sociale Gesetzgebung nicht still stehen lassen: das zeigen die von ihr eingebrachten Gesetzentwürfe. Aber sie will auch keine revolutionären Sprünge machen, wie die vor- liegenden Anträge welche sind. Vor allem aber muß der neue Kur» sich in der Bekämpfung der Socialdemokratie zeigen. ES ist die höchste Zeit, daß endlich ein neues Ausnahmegesetz in Kraft tritt, und zwar mit Strafbestimmungen, die die Socialdemokratie am meisten treffen. So z. B. müßte die Strafe der Entziehung des aktiven und passiven Wahlrechts für de» Reichstag ans fünf Jahre für alle die festgesetzt werden» die sich an der socialdemo- kratischen Agitation beteiligen.(Große Heiterkeit.) Ich begreife nicht, warum Sie lachen.(Erneute Heiterkeit.) Es handelt sich ja doch um eine Machtfrage. Und ich glaube nicht, daß Sie die Macht behalten werden. Bis jetzt freilich steht es um die Bekämpfung der Socialdemokratie trübe. Bis jetzt ist uns noch nicht einmal das Gesetz zum Schutz der Arbeitswillige« zugegangen. Und mit diesem Gesetz allein würde uns allerdings wenig ge- Holsen sein. Da» bringt uns noch nicht so weit, wie wir wollen. (Heiterkeit.) Ueberhaupt: wir könnten sehr leicht einer gewissen Re- signation verfallen, wenn wir so sehen, wie wir allmählich dem soetaldemokratischett Abgrunde'umcr näher gleiten(Heiterkeit); und durch Anträge, wie die des Herrn von Hehl, wird das Tempo dieses Hinabgleit'enS noch beschleunigt. Aber ich bin Optimist, wie jeder verständige Politiker(Heiterkeit>, obgleich e» ja sehr betrüblich aussieht, obgleich die Regierung uns in ihrer Passivität in Stich läßt, obgleich mehr und mehr Angehörige der gebildeten Stände sich der Socialdemokratie zuwenden— ja. meine Herren, wir haben jetzt Professoren, Rechtsanwälte, Aerzte, die sich zur Socialdemokratie bekennen. Das erinnert ganz an die Zustände vor der ftanzösischen Revolution; die Leute ahnen leider nicht daS furchtbare Schicksal, das sie erwartet.(Große Heiter- keit.) Und trotzdem verliere ich den Mnt nicht. Ich halte es mit dem General v. Neumann, der im Jahre 1848, als alles seufzte:.Mein Gott, mein Gott, wir gehen ja jetzt zu Grunde!' sagte:„Nein, Preußen geht nicht zu Grunde, die Hohenzollern haben ihren eigenen Stern. (Große Heiterkeit.) Und so sage auch ich: Ich vertraue auf den großen Stern der Hohenzollern(Große Heiterkeit), wir werden nicht zu Grunde gehen.(Andauernde Heiterkeit.) Abg. Bllsing(natl.): Meine politischen Freunde, die den Antrag eingebracht haben, haben in ihrer Begründung zwar keinen Zweifel darüber gelassen, daß sie nicht im Namen der gesamten Fraktion handelten. Aber angesichts der Erörterungen, die diese Anträge in der Presse hervor- gerufen haben, halten wir es für notwendig, vor der Oeffentlicbkeit noch ausdrücklich zu konstatieren, daß ein großer Teil meiner politischen Freunde nnd ich in socialpolitischer Hinsicht einen anderen Standpunkt einnebmen, als die Antragsteller(Hört, hört!) daß wir den Inhalt der Anträge nicht als geeignete Grundlage zu gesetzgeberischen Maßnahmen ansehen können.(Hört, hört! Bravo! rechts.) Abg. Wicmer(fts. Bp.) Wir stehen im allgemeinen socialpolitischen Vorschlägen sympathisch gegenüber. Aber sie müssen natürlich erst eingehend geprüft werden, und deshalb schlagen wir vor, die vorliegenden Anträge einer Kommission zu überweisen, und zwar der, die sich mit der Gewerbe- »ovclle beschäftigt. Was den Antrag des Herrn von Hey! anlangt, so scheint uns der Grundgedanke derselben v e r- fehlt. Principiell stimmen wir dem Verlangen nach einer Arbeitervcrtretung bei. Aber dazu die Gewerbe- gerichte zu wählen, das scheint uns nicht angängig. Organe der Rcchtsprecbung dürfen nicht Verwaltungsorgane werden. Auch erscheint es uns unmöglich, die große Frage der Arbeitslosigkeit hier so nebenbei zu lösen. Dazu scheint uns die S e l b st h i l f e der beste Weg. wie die Hirsch-Dunckerschen Gcwerkvereine ihn bereits mit Erfolg betreten haben. Sehr»ach Wunsch ist uns, daß Herr Hitze von seinem früheren Standpunkt der reinen Arbeitervertretungen, der Arbeirrrkommern, zurückgekonimen ist, und jetzt gemischte Vertretung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Arbeltskammern, verlangt. DaS erleichtert uns sehr unsere Zustimmung zu seinem Antrage. Ich kann ihm aber darin nicht folgen, wenn er in seiner Begründung die Arbeitskammeru als einen weiteren Schritt auf dem Wege der B e r u f s Vertretung bezeichnet. Er stellte sie in Parallele mit den Landivirtschafts-. Handels-, Handwerkerkammern. Gerade diese BerufSvertrctiing ist uns nicht sympathisch. Sie hat sich auch zum Teil bereits als unzweckmäßig erwiesen. Die Anträge der Abgg. Rösicke-Pachnicke entsprechen unseren Wünschen: Wir sind sowohl für die Errichtung eines Reichs- Arbeitsamts, als auch für die Verleihung der Rechtsfähigkeit an Berussvereine. Tie ganze Debatte har ja aber leider einsiweilen nur einen akademischen Eharakter; es sind Monologe des Reichstags, sie werden erst zu Dialoge» werden, wenn die 1« Qeynhansrn, die jetzt am socialpolitischen Horizonte schwebt, wirklich ein- getroffen ist. Abg. Kropatschek(k.): Es ist mir nicht ganz klar geworden, ob HerrWiemer für oder gegen einen weiteren Ausbau der Socialreform ist. Jedenfalls hat der Leiter eines freisinnigen Blattes, der eine große Rolle in der freisinnigen Partei spielt, die Anwäge des Herrn v. Heyl als socialpolitischen Dilettantismus bezeichnet. Ich glaube, Herr Wiemer spielt da die Rolle eines gefesselten Luftballons(Heiterkeit), der nicht weiß, ob er einen frischen fröhlichen Flug in das Reich der socialen Gesetzgebung machen darf oder nicht.(Sehr gut! rechts.) Was die Anträge Liebcr-Hitze anlangt, so wüßte ich in der That nicht, worin ich ihnen nicht beistimmen könnte. Herr Hitze hat eben zum Glück etwas gelernt. Auch ich bin der Ansicht, daß das Ziel der kaiserlichen Eriasse noch nicht erreicht ist. Die Socialdemokratie aber hat bis jetzt noch so gut wie gar nichts für die Arbeiter ge- than.(Sehr richtig! rechts.) Sie(nach links) haben große Reden gehalten, aber nichts Praktisches geleistet. Da« ist ja auch ganz natürlich. Sie wollen eben nicht die Zufriedenheit in der Arbeiter- klaffe aufkommen lassem(Sehr richtig I rechts.) Nun sagt man zwar, die Socialdemokratie ist auf dem besten Wege, eine friedliche Reformpartei zu werden. Aber der Abg. Singer hat ausdrücklich erklärt, daß die Socialdemokratie an ihrem eigentlichen Ziele, den: Umsturz der Gesellschaft, festhalte; alles, was sie hier erlangen könnte, sei nur eine Wegzehrung auf dem Wege dahin. Nun ist ja Herr Singer nicht die Persönlickkeit, von der ich fürchten könnte, daß sie als wutschnaubender Barrikadenheld den Staat stürzen werde. Aber wir haben eS doch auch nicht nötig, ihm eine Weg- zehrung zu geben. Wir brauchen doch nicht den Schleisftein zu drehen, an dem das Messer geschliffen wird, das uns den HalS abschneiden soll. Dir Herren Socialdemokraten ent- rüsten sich darüber, daß man Ausnahmegesetze gegen sie wünscht. Aber wenn sie gerecht sind, werden sie doch selbst sagen müssen, daß sie nicht in die gegenwärtige Gesellschaft hineinpassen, die sie ja stürzen wollen. All' das könnte uns beranlassen. aus Furcht vor der Social- demokratie gegen die sociale Gesetzgebung zu sein. Aber wir be- trachten diese eben nicht in Hinblick auf die eventuelle Wirkung auf die Socialdemokratie. Deshalb sind uns auch die Anträge Lieber- Hitze ganz sympathisch, besonders die gemeinsame Orga»ift>tion von Arbeitern und Arbeitgebern. Eine Äommissionsbcratung ist natürlich unbedingt notwendig.(Beifall rechts.) Abg. Molkcnbn'hr(Soc.): Der Abg. Kropatschek hat den Staat mit einem Verein ver- glichen, ans dem mißliebige Elemente einfach ausgeschlossen werden können. Ich meine, der Staat ist etwas ganz anderes, als ein Ver- ein. Mitglied eines Vereins wird man durch«ine Willensäußerung, Mitglied des Staats durch die Geburt. Der Staatsbürger hat eine Menge schwerer Pflichten zu erfüllen und diesen Pflichten stehen unzweifelhaft Rechte gegenüber. Hält ein Staatsbürger die bestehende Staatsordnung für abändernngsbedürftig, so ist es sein gutes Recht, ans diese Abänderung hinzuwirken(sehr richtig!), ja es ist seine Pflicht, denn thäte er es nicht, so würde er den Staat nur zum Spiclball reaktionärer Gelüste machen.(Sehr richtig! links.) Da wir nicht so große Reichsseinde sind, um'den Staat der Reaktion auszuant Worten, so werden wir uns nicht davon abhalten lassen, am Aus- bau des Staates, soweit es socialen und kultu- rellen Fortschritt gilt, mitzuarbeiten.(Bravo bei den Socialdemokraten.) Die konservative Partei hat eine eigenartige Praxi» gegenüber Gesetzen, die das Wohl der Arbeiter betreffen. Wenn c» sich um die Jnterefsen industrieller Arbeiter handelt, äußern sich eine ganze Reihe der konservativen Herren entgegenkonunend, während dieselbe», sobald die Landarbeiter in Frage kommen, eine ganz andere Stellung einnehmen. Im Landtag haben wir es ja erst neulich erlebt, daß die Arbciterfteundschast der Konservativen ein ganz anderes Gesicht bekommt, sobald sie als Arbeitgeber auftreten. Sie behaupten, daß sie jedes Gesetz daraufhin prüfen, ob es von der Socialdemokratie zu Agitationszwccken ausgenutzt werden kann. Mit diesem Grundsatz kommen Sic aber immer nur dann, wenn es sich um arbeiterfreundliche Gesetze handelt. Wenn es sich z. B. um die Interessen der Branntweinfabrikanten handelt, kümmern Sie sich sehr wenig danim. ob wir diese Ihre Prämienpolitik agitatorisch ansbenten können.(Sehr richtig I links.) Daß Herr v. Kardorff wieder die Notwendigkeit eines neuen Socialistengesetzes betonen würde, war selbstverständlich und ebenso daß er ganz auf dem Standpunkt des Generalsekretärs des Verbandes deutscher Industrieller, des Herrn Bucck steht. Nur hätte ich doch geglaubt, daß er in der Auswahl seiner Beispiele vorsichtiger sein würde. Er will beweisen, daß Herr Bueck mit seiner Prophezeihung recht hatte, die englische Industrie werde bald konkurrenzunfähig sein wegen der Entwickelung der Gewerkschaften, und führt als Beispiel an. daß die Lieferung von eisernen Brücken für Aegypten amerikanischen Firmen übergeben werden mußte. Ja, welcher Unterschied besteht denn zwischen England und Amerika in Bezug auf die Arbeiter« Gesetzgebung. Die amerikanischen Arbeiter haben ganz dasselbe Recht zu streiken wie die englischen. Also die gesetzlichen Zustände England», die Furcht vor Streiks veraiilaßten die Fabrikanten nicht die Lieferung der Brücken abzulehnen, sie waren gewiß mit anderen Arbeiten überlastet. Daß Herr v. Berlepsch seiner Zeit entlassen wurde, ist doch nur ein Beweis dafür, daß zu jener Zeit andere socialpolitische An- sichten in den herrfchenden Kreisen vertreten waren, als im Jahre 1890, zur Zeit der Februarerlasse. 1890 hatte man eben Ver� anlafsung, die Hydra der socialen Revolution nicht so zu ftirchten. Der ganze Bergvau lag im Jahre 1888 sehr danieder, die Dividenden waren sehr niedrig. Da kani 1888 der große Kohlenarbeiter-Streik dazwischen und'ränmte mit einem Male mit den vorhandenen Kohlenlagern auf. Das gab den Anstoß, daß nunmehr die Kohlen« preise und die Dividenden ganz erheblich stiegen. Da läßt es sich wohl denken, daß in einem' solchen Augenblick die Scharfmacher nicht so sehr bei der Hand gewesen sind, die Hydra der socialen Revolution zu bekämpfen. Sie fahen, daß es unter Umständen auch für die Kapitalisten vorteilhaft fein kann, wenn ein großer Streik ausbricht. Jetzt einige Worte zu den neulichenAusführungcn desAbgeordneten Dr. Hitze. Seine Anträge sind mir die Konsequenz unserer Forderungen aus den Jahren 1878, 1885 und 1890. Herr Dr. Hitze bestreitet das allerdings und sagt, seine Anträge seien etwas ganz anderes als das, was wir damals wollten, und meint, wir hätten alle möglichen Bcrufszweige in den Arbeiterkammern zusammenfaffcn wollen, er wolle das nicht. Nun, wenn er das nicht will, so ist das nieiner Meinung nach gerade ein Fehler, der seinen Arbeits- kannner» anbaftet. Herr Hitze redet zwar sonst so sehr versöhnlich nnd er sprickit von der großen Harmonie, welche in der ganzen Ge- fellsckiast vorhanden ist.' Hier meint er nun gerade im Gegenteil, zwischen Landwirtschast, Industrie und Handwerk bestehe ein so großer Gegensatz, daß eine gemeinschaftliche Organiseition nicht denkbar sei. Diese Gegensätze sind indeß lediglich von Herrn Dr. Hitze' geschaffen. Ein Handwerksmeister haßt nicht einen kleinen Bauern, weil der eine ein Handwerksmeister. der andere ein kleiner Bauer ist. Derartige krasse Gegensätze giebt eS nicht. Dann sagt Herr Hitze, unsere Vorschläge wären undurchführbar, weil wir auch den Mininiallohn gefordert hätten. Er hat sich ans den 1885« Entwurf bezogen, im Entwurf von 1390 ist diese Forderung nicht enthalten Außerdem aber zählt Herr Dr. Hitze selbst unter den Aufgaben seiner Arbeitskammern die Aufstellung von Lohntarifen auf, räumt ihnen doch also auch ein Mitbeftim- mnngsrecht über die Höhe der Löhne ein. Weiter wird unsere Forde- rung der Wählbarkeit der Beamten beniängelt. Nun, man hat doch auch z. B. in den Kommunen die Wählbarkeit des Bürger- Meisters eingeführt, weil man glaubte, so am allerersten prakttsche Leine herauszufinden. Praktische Erfahrung ist aber vor allem bei den Beamten der Arbeitskammern nötig. Denn die« sind Organisationen, welche sich mit dem alltäglichen Leben befchäftigen sollen, und deshalb müssen Leute hinein, welche dies alltägliche Leben genau kennen. Weiter sagt Herr Dr. Hitze, >venn seine Anträge angenommen würden, so wäre der archimedische Punkt gefunden, auS dem man die Socialdemokratie ans den Angeln heben könnte. Er wollte also dem Reichstag glauben machen, daß die Socialdemokratte 1885 eigentlich nahe daran ivar, einen Selbstmord zu begehen, denn wenn Sie damals die socialdemokratischen Anträge angenomnlen hätten, hätten Sie ja den archimedischen Punkt gehabt. Damals haben Sie es versäumt, nun soll es heute nachgeholt werden. Run, ich glaube aber, Herr Dr. Hitze hat das alles nur gesagt, um eine Mehrheit für seine An« träge hier im Hause zu erlangen. Er weiß, daß wenn es sich um die Bekämpfung der Socialdemokratie handelt, dann Herr v. Stumm und die Herren Konservativen stets bei der Hand find. Aber diesg Herren haben doch sehr tvohl erkannt, daß diese Anträge zur Be- kämpsiing der Socialdemokratie sehr wenig geeignet sind. Herr Hitze verkennt eben die Verhältnisse sowohl wie die Social» demokratte. Er sagt, eS sei der Socialdemokratie gelungen, einen Gegensatz zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu kon- struieren. Wenn Herr Hitze seine Behauptung auf den Kopf gestellt hätte und gesagt hätte, die Socialdemokratie sei ein Produkt der Klassengegensätze, dann wäre er den thatsächlichen Verhältnissen etwas näher gekommen. Aber er stellt die Sache so dar, als sei die Socialdemokratie ihr eigener Groß- vater(Heiterkeit); daß diese Klassengegensätze bestehen, dürfte doch Herrn Hitze, der sich so viel mit Socialpolitik beschäftigt, nicht un- bekannt sein. Er lese nur die Verhandlungsberichte des Verbandes deutscher Industrieller, da wird er sehr bald herausfinden, wie schroff diese Gegensätze zum Ausdruck kommen. Er braucht sich auch nur das Leben selbst anzusehen, um diese Gegensätze zu erkennen. Wenn irgendwo Submissionen vergeben werden, finden wir meistens eine' vor sie int Tokales. fehr große Verschiedenheit in den Angeboten. Die Preise der Roh-| aus dem hervorgeht, daß er ein politischer Verein im stoffe für die Leute sind die gleichen, spekulieren eminentesten des Wortes ist. Wenn Sie den Unternehmern eben darauf, möglichst billige Arbeitsträffe zu betoniter. Sieje wat einräumen, Dann binden Sie den Arbeitern nicht die Freie Volksbühne. Für die zweite Abteilung wird am SonnDer Drang nach billigeren Arbeitslöhnen ist die Hände, lassen Sie ihnen Bewegungsfreiheit, damit sie den wirtschaft tag im Leffing- Theater„ Der Revisor" gegeben, für die dritte AbUrsache, weshalb die Unternehmer die Arbeiter möglich it rechtlichen Kampf mit den Unternehmern ausfämpfen können. teilung diefelbe Vorstellung am Himmelfahrtstag; am 14. Mai be Yos machen wollen. Jeder Erweiterung der Rechte der Arbeiter Die hohen Preise werden ja von Ihnen( nach rechts) stets als ginnt die zehnte Serie mit Hauptmann's" Einsame Menschen". Die treten sie aus diesem Grunde in den Weg, und dies Streben be- ein nationales Glüd betrachtet, soweit Produkte der Land- Borstellungen folgen am 21. und 28. Mai und am 4., 11. und herrscht auch alle Kundgebungen des Centralverbandes deutscher wirtschaft in Frage kommen, hohe Löhne aber werden von Ihnen 18. Juni. Industrieller und des Herrn v. Stumm. Das Staatsinteresse als nationales Unglüd angesehen. Ganz allmählich freilich hat sich doch Arbeiter Bildungsschule. Die Mitglieder wollen sich zeitig wird von den Herren vorgeschoben, in Wirklichkeit ist nur klein in gewissen Kreisen in dieser Auffassung eine Aenderung vollzogen. Der mit Billets zur Sondervorstellung in der„ Urania", Taubenstraße, licher Egoismus die Triebfeder, um die Arbeiter beffer aus: nationalliberale Antrag beweist es und er geht ja aus von Leuten, versehen. Die Vorstellung ist am nächsten Sonntag, abends 7 Uhr, plündern zu können.( Sehr wahr! bei den Socialdemokraten.) die früher mit Herrn v. Stumm völlig einer Meinung waren. Kein im Hörsaal des genannten Instituts. Herr Dr. Spies hält Vortrag Ich brauche nur an den Ton der Reden der Herren Bueck und Mensch hat zu dieser allmählichen Aenderung so viel beigetragen, über: Photographien in natürlichen Farben( mit Bäumer zu erinnern, brauche nur darauf hinzuweisen, wie überall als Herr v. Stumm selbst. Durch die Hervorkehrung des Erperimenten). Nach dem Vortrage Diskussion. Es werden nur die Fabrikanten sich zusammenschließen, um die Arbeiter- Organi- nacktesten Arbeitgeber: Absolutismus ist der Gedanke der Unter- 200 Billets ausgegeben. Diese Eintrittskarten sind heute abend sationen zu sprengen. drückung der Arbeiter so verhaßt geworden, und einige bequemen in der Schule Annenstraße 16( Redeübung) von 8 Uhr ab für Die Socialdemokratie hat es sich zur Aufgabe gestellt, sich dazu, den Arbeitern ein wenig Recht einzuräumen. 40 Pf., intl. Garderobe, zu haben, ebenso morgen abend( Ge= einmal die Anerkemung des Arbeiters als gleichberechtigten Es ist nun zuzugeben, daß ehe gesetzgeberische Maßnahmen er- fchichte). Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Staatsbürgers durchzuführen und zweitens für feine folgen, genaue Untersuchungen angestellt werden. Die jetzigen sociale Beſſerſtellung zu sorgen. Und da wir es in der heutigen Organe reichen dazu aber entfernt nicht aus. Wie beweglich waren Ein Mann ein Wort. Gesellschaft nicht dahin bringen können, den Arbeiter durchgreifend nicht jüngst die Klagen des Grafen Posadowsky, daß die sou jeber Not zu ſchüßen, kommen wir zu der Forderung, eine Bureaukratie bei der Ausführung des Invaliditätsgesetzes voll- Wie man dies gute deutsche Sprichwort in unserer Komsocialistische an die Stelle der kapitalistischen Gesellschaft zu sehen. ständig versage und das Laienelement notwendig heran- munal- Verwaltung befolgt, darüber giebt das folgende ErHerr Dr. Hize hat freilich entdeckt, daß wir Socialdemokraten zahm gezogen werden müsse. Um wie viel weniger fann eignis Aufklärung: geworden seien. Ich weiß nicht, woher er diese Entdeckung ge- die heutige Bureaukratie aber diese difficilen Dinge bewältigen, Im Etat des städtischen Vieh- und Schlachthofs findet nommen hat. Aus unserer Parteigeschichte sicherlich nicht. Was wenn sie schon beim Vollzug eines Gesezes gänzlich versagt. Was wenn sie schon beim Vollzug eines Gesetzes gänzlich versagt. Wer in diesem Jahre zum erstenmal anstatt der früher üblichen waren denn die ursprünglichen Forderungen der deutschen Social- tönnte dann z. B. eine Streitſtatiſtik aufnehmen? Doch nur die Bezeichnung" Gehalt" das Wort Entgelt" Anwendung. hatte Etats Ausschuß unser Parteigenosse demokratie zu Lassalles Zeiten? Das allgemeine gleiche Wahlrecht und Polizei. Aber wie würde es die Polizei machen? Sie würde ein- Bereits Produktivassoziationen mit Staatskredit. In seiner Frankfurter Rede fach die Unternehmer nach der Ursache des Streits fragen und die Stadtverordneter Bruns auf diesen Umstand aufmerksam gefagte noch Lassalle, daß hundert Millionen Thaler dazu reichen würden. Auffaffung des Unternehmers, die doch sehr einseitig sein kann, käme dann macht und hierauf vom Magistratstisch eine beruhigende ErIch glaube nicht, daß Sie heute auch nur einen Socialdemokraten mit apodittischer Gewißheit in die amtlichen Berichte als Streiturfache. flärung erhalten, welcher auch der anwesende Stadtrat Hübner, finden, der es so billig macht.( Heiterkeit bei den Socialdemokraten.) Wie verschieben und einseitig fann man aber Streitursachen darstellen. Borsitzender des Bichhofs- Kuratoriums, nicht widersprach. Um aber Aus unserem Erfurter Programm find die Produktiv Affociationen Wir halten deshalb die Arbeitskammern für notwendig, sie können jeden Zweifel auszuschließen, wiederholte Bruns seine Anmit Staatskredit ganz verschwunden, nicht weil wir unser Ziel zurüd- einmal dazu beitragen, daß ein Streit frühzeitig beigelegt wird, rage bei der dritten Lesung des Etats im Plenum der Vergesteckt haben, sondern weil wir weiter gegangen find. zum andern können sie dafür sorgen, daß über die Streitursache ein sammlung, indem er um Auskunft darüber ersuchte, ob der durch die Bezeichnung Entgelt" etwa den noch ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Die Ansichten des Herrn objektives Bild gegeben wird. Sie werden nüßlich wirken können Magiſtrat Dr. Hize und ähnliche Meinungen über unser Bahmerwerden sind überall da, wo sich das Bestreben nach gütlicher Erledigung von nicht fest Angestellten die Geltendmachung ihrer Bedarauf zurückzuführen, daß, als die Herren zum erstenmale von den Streitigkeiten geltend macht. amten Qualität erschweren wolle. Der Kämmerer Maaß Socialdemokraten hörten, wir ihnen zweibeinige Raub= Auf konservativer Seite wird nun behauptet, wir können im gab hierauf die Erklärung ab, daß der Magistrat eine solche Absicht tiere zu ſein ſchienen.( Sehr gut! bei ben Social Arbeiterschus nicht weiter gehen, denn nirgends nicht habe, daß vielmehr er, der Kämmerer, diese Aenderung im fie einzelne Socialdemokraten existiert so viel Arbeiterschuß, wie in Deutschland. Quantitativ mag Etat erst gesehen habe, als derselbe gedruckt vorlag, und daß ledigtvenn alle so vernünftig wären, das zutreffen, qualitativ stimmt es nicht. Der deutsche Arbeiter ist lich, um nochmalige Drudsachen zu sparen, die Bezeichnung dann könnten sie uns schon gefallen. Dann lernten fie nach nicht am besten gestellt von allen Arbeitern in der Welt. Gar viele ſtehen geblieben fei. Wir werden die Quittungen der und nach noch mehr Socialdemokraten kennen, tüchtige Arbeiter haben bei uns um des Lebens Notdurft schwer zu im Normal- Besoldungsplan Genannten mit und nun sagen Sie: Ja, jetzt ist die Socialdemokratie ganz vers tämpfen. Aber Raubbau halten Sie( nach rechts) nur in der Land- halt" ausstellen lassen," erklärte der Kämmerer ausnünftig geworden, früher aber war sie ganz anders. Die Social- wirtschaft für verderblich, nicht in der Arbeitskraft des Arbeiters. drücklich. demokratie, die früher anders war, ist nur ein Aber ich gebe Ihnen zu bedenken, daß der industrielle Aufschwung Infolge dieser amtlichen Erklärung sah Genosse Bruns daProdukt ihrer eigenen Phantafic!( Sehr richtig! bei den amerikas zum wesentlichen Teile ausgewanderten beut von ab, einen Antrag auf Ersatz des Wortes Entgelt" durch„ Gehalt" Socialdemokraten.) Wir sind immer dabei gewesen, jebe Ber- ichen Arbeitern zu verdanken ist. Gerade die besten deutschen einzubringen. Mußte doch das feierlich gegebene Bort des Kämmerers befferung in der Lage der arbeitenden Klaffe anzunehmen, ohne Arbeiter sind dorthin ausgewandert. Jezt droht Rußland dieselbe umſomehr, als teines der anwesenden Magistratsmitglieder deshalb unsere weitergehenden Ziele aufzugeben. Wir betrachten Rolle zu spielen, wie seiner Zeit Amerika. Mit Rußland und ihm widersprach, als bindend für die städtische Verwaltung diese Verbesserungen, wie Herr Dr. Kropatiched sehr richtig gefagt feinen großen Naturschägen werden wir noch einmal schwere angesehen werden. Eroz dieser Erklärung verlangte aber die Verhat, als eine Art Taschengeld auf dem Wege zum Endziel. Konkurrenz zu bestehen haben. Sollte sich in Rußland derselbe in- waltung von den Angestellten, daß sie die Gehaltsquittungen mit Gewiß haben die Müller, Bäder und Kellner vor der Kom- dustrielle Aufschwung entwideln, es werden umsomehr deutsche Entgelt" unterschreiben sollten. Diese reichten gegen die Zumutung mission für Arbeiterstatistit nicht den Achtstundentag gefordert; Arbeiter hinübergehen, je mehr ihnen hier Rechte vorenthalten werden. einen Protest an das Kuratorium der Viehhofs Verwaltung ein, fie, die eine achtzehn-, ja zwanzigstündige Arbeitszeit kennen, haben Gewöhnen Sie sich doch daran, den Arbeiter auch als Menschen zu auf den sie folgenden Bescheid erhielten: in der zwölfftündigen Arbeitszeit gewiß einen Fortschritt gesehen, betrachten und halten Sie eine Besserstellung des Arbeiters nicht aber sie sehen auch in diesem Zwölfftundentag lediglich den lleber mehr für ein nationales Unglück. Nur durch die Besserstellung des gang zu einer fürzeren Arbeitszeit. Eo wird es auch kommen. Die Arbeiters steigern Sie seine Leistungsfähigkeit, nur durch gute Arbeit Unternehmer werden auch einsehen, daß sie bei einer geregelten Ar- aber setzen Sie die Industrie in den Stand, an dem großen Konbeitszeit auch auf ihre Rechnung kommen. furrenzfampfe auf dem Weltmarkt erfolgreich teilzunehmen.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) demokraten.) Dann lernten fie kennen und meinten, ja, wenn müßte ins Abg. Stöcker( wildt.): " " " " Ge= " Troy Thres Protestes müssen wir dabei beharren, daß die Besoldung, welche Sie für Ihre Beschäftigung bei der städtischen Fleischbeschau erhalten, in den Quittungen nicht mehr als Gehalt, sondern als Entgelt bezeichnet wird, da wir Sie nach Ihrem Engagementsvertrage und nach den diesbezüglichen ReichsgerichtsEntscheidungen als angestellte Beamte nicht ansehen tönnen. Sollten Sie sich hierzu nicht entschließen wollent, fo fönnen wir Ihnen nur auheim geben, den Dienst zu fündigen. Gleich bemerken wollen wir noch ausdrücklich, daß wir selbst die Kündigung eintreten laffen müßten, wenn Sie sich, wie in Ihrem Proteste ausgesprochen, weitere Rechte anmaßen, welche wir Ihnen nicht zugestehen können. Kuratorium des Vieh- und Schlachthofes. Hübner. Mettke. Wir haben Ihre Besoldung vom 1. April d. J. ab um M., also auf jährlich... M. erhöht, müssen aber, um jeden Zweifel darüber von vornherein auszuschließen, daß Sie nicht Gemeindebeamter sind, die Bedingung stellen, daß diese Be soldung nicht mehr als Gehalt, sondern als Entgelt bezeichnet wird. Die Hauptkasse der städtischen Werke ist mit entsprechender Zahlungsanweisung versehen. ( gez.) Hübner." Wir sind keine Dogmengläubigen. Nicht äußere Umstände veranlassen uns zur Annahme eines Grundjages, sondern die Ueberzeugung von seiner Wahrheit. Treten neue Thatfachen auf und beweist uns jemand mit durchschlagenden Ich kann nicht umhin, die Haltung der Reichspartei in dieser Gründen die Unrichtigkeit einer bisherigen Annahme, so werfen wir Frage zu bedauern. Herr v. Kardorff muß sich doch selbst sagen, Säge, wie den vom ehernen ökonomischen Lohngesez, ruhig über daß für die von ihm gewünschte Art der Bekämpfung der SocialBord. Weil der Socialismus nicht als Glaube, sondern als Wissen- demokratie jest nicht Zeit und Raum gegeben ist. Im Gegenteil, schaft aufgefaßt werden muß, so unterliegt er auch den Umer fördert durch solche Vorschläge nur die Socialdemokratie; er jetzt änderungen, denen jede Wissenschaft unterliegt. Die Naturwissenschaft diese in die Lage, zu sagen: Seht, das sind die Pläne, die gegen hörte nicht auf, Wissenschaft zu sein, als sie von Darwin gezwungen geschmiedet werden! werden und schmiedet sie dadurch noch Abgesehen davon, daß der Schreiber jedenfalls daran erinnern fester zusammen. Was bei uns die Frage verwickelt, wollte, daß es fich um den Viehhof handle, be= wurde, ganze Reihen ihrer Lehrsätze über Bord zu werfen. Sodas ist eben der völlige Mangel des gegenwärtigen socialen deutet diese Antwort das Gegenteil von dem, hört auch der Socialismus nicht auf Socialismus zu sein, wenn er Ansichten, die er früher hatte, aufgiebt, weil er ihre Unrichtigkeit noch unter Bismarck die Ziffer von 1/2 Millionen erreicht, und das Bruns erklärte. Ja noch mehr. Das Kuratorium hat zweifellos Verständniß unter den einzelnen Klassen. Die Socialdemokratie hat was der Magistrat auf die Anfrage des Genossen erfannnt hat. Eine derartige Preisgabe von beweist aber durchaus nicht, daß die Socialdemokratie zahm geworden infolge der Kartellpolitik der verflossenen Legislaturperiode.( Schr nach einem im Voraus festgesezten Plan gehandelt, als ist.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) richtig!) Gerade die Herrn von Kardorff nahestehenden Kandidaten es die neue Bezeichnung im Etat einführte, wie aus nachstehender, Sehen wir uns die Anträge näher an. Eicherlich würden aber haben in Berlin einen immer größeren Stimmenrüdgang erlitten. von der Bolts- Zeitung" veröffentlichten Verfügung an diedie Arbeitskammern einen wesentlichen Fortschritt dar- Das ist doch ein Beweis ad oculos, das beweist doch Herrn von Kardorff, jenigen Angestellten hervorgeht, die eine Gehaltserhöhung erhalten stellen: sie wären eine Anerkennung des Grundsages von der Gleich daß Sie von all' diesen Dingen nichts verstehen.( Stürmische Heiterfeit.) haben: berechtigung des Arbeiters als Staatsbürgers. Für eine Organi bemokratie, die zuletzt in einen ganz wilden Margismus hineingeraten Wir müssen endlich einen anderen Weg beschreiten. Die Socialsation der Arbeiter ist ja selbst Herr v. Stumm, aber die Organi war, hat damit bereits begonnen, der Marxismus fängt an absationen müssen Jahrhunderte alt sein, wenn sie ihm gefallen follen. Das Knappschaftstassenprincip will er gelten laffen, aber zubrödeln, er hält nicht mehr. Da müssen Sie( nach links) nun gegen die Arbeitskammern wendet er ein, daß dort die Socialdemo- Ihre Redensarten unterwegs lassen. Ihr Drohen mit der Revolution traten das große Wort führen würden. Ja, wäre denn das ein so zieht nicht mehr. Und da ist es nötig, daß man sich endlich in die großes Unglüc? Sollen denn die Arbeiter, die Socialdemokraten Augen blickt und das gemeinsam thut, was man gemeinsam wünscht. find, nicht zu Wort kommen? Mit dem Einwurf, daß die Social- Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind nicht zwei feindliche Heerlager. demokraten zu Wort kommen können, kann jede Selbstverwaltung Arbeitskammern betrachten. Durch praktische Socialreform bewahrt waltung des Viehhofes trotz der feierlichen Versprechungen Von dem Gesichtspunkt des Ausgleichs muß man den Vorschlag der Aus diesen Verfügungen ergiebt sich zweifellos, daß die Veruntergraben werden. Aber, sagt Herr v. Stumm weiter, durch die Einführung derartiger Arbeitskammern wird die Dis man die Arbeiter und kleinen Leute vor der Socialdemokratie, durch vom Magistratstische beabsichtigt, den Angestellten die BeamtenRecepte, wie Entziehung des Wahlrechts auf fünf Jahre. treibt man qualität streitig zu machen. Das heißt natürlich die Hilfs= ciplin in der Fabrik gefährdet. Ja, wei fie ihr nur in die Hände.( Sehr richtig.) es nach den Herren Unternehmern ginge, was arbeiterfrage von neuem aufrollen. Wir sind begierig, ob der da nicht alles als Gefährdung der Disciplin gelten. Sie Abg. Frhr. von Stumm( Np.): Magistrat das widerspänstige Kuratorium zwingen wird, seine haben gesagt, ihre Autorität würde gebrochen, wenn den Arbeitern Ich bin der Ansicht, daß, je weiter man die Diskussionsfreiheit amtliche Erklärung zu respektieren. Oder sollten im Ernst die Principien, mit denen die preußische die Arbeitsordnungen zur Begutachtung vorgelegt werden müßten; mit den Socialdemokraten ausbaut, gerade die staats= der Angelegenheit der Vereinsrechtsfrage jede Aenderung in der Organisation der Berufsgenossenschaften betreuen Arbeiter immer mehr wankend gemacht Staatsregierung in zeichnet ihre Presse als Gefährdung der Disciplin. Eine Gefährdung werden können. Genau aus demselben Grunde jetzt die brillierte, auch schon das Entzücken des Berliner Magistrats erregt Der Disciplin sollen die Nentenstellen des Grafen Pojadowsky katholische Kirche gewisse Bücher auf den Inder, damit die gläubigen haben? fein, und die" Post", die schreiben muß, was Herr von Stumm Seelen keinen Schaden nehmen. Die Gleichberechtigung der befiehlt, hat nun auch entdeckt, daß durch die kommu- Arbeiter mit den Unternehmern habe ich ja nicht bestritten( Lachen), valen Arbeitsnachweise die Disciplin gefährdet werden könne. das Knappschaftswesen erkennt diese ja auch an.( Lachen links.) leben, wenn man den Versicherungen der Organe unserer städtischen Unter Disziplin verstehen diese Herren eben nichts anderes als die Aber die Socialdemokratie muß unter allen Umständen bekämpft Armenpflege glauben will, meist ganz behaglich. Die Armenverwal blinde Unterordnung des Arbeiters unter den Unternehmer. werden. Man hat die Forderung des Herrn von Kardorff, den tung gewährt ihnen das sogenannte„ Existenzminimum", wohlthätige Nur auf Kommando soll der Arbeiter seine Muskeln in Be- Socialdemokraten das Wahlrecht auf fünf Jahre zu entziehen, heute Vereine fügen Unterstützungen der verschiedensten Art hinzu. mit wegung segen, er wird zur bloßen Maschine degradiert als etwas unerhörtes bezeichnet. Ganz mit Unrecht. Ich selbst leidige Nachbarn thun, wenn fie's fönnen, ein übriges, und schließlich ( Sehr richtig! bei den Sociald.) Herr v. Stumm nennt das freilich bin viel weiter gegangen( Große Heiterkeit), ich selbst habe bei verdienen sich die Armen selber noch eine Kleinigkeit. Von Zeit zu patriarchalisches System und thut sehr entrüstet, wenn gesagt wird, die Gelegenheit der Umsturzvorlage verlangt, daß den Social Beit leuchtet freilich der Selbstmord eines hängenden AlmofenArbeitskraft jei eine Ware. Das ist in seinen Augen eine Herabdrüdung demokraten das Wahlrecht überhaupt entzogen werde. empfängers, wie jegt wieder der des Handelsmannes i stermann, des Arbeiterstandes. Ist es in der That eine Herabwürdigung des Arbeiters und man hat diesen Vorschlag ganz ernsthaft diskutiert, hinein in die Tiefe grauenvollen Elends, das sich unter der von der wenn gesagt wird, seine Arbeitskraft sei die Ware, die er auf den wenn man ihn auch nicht acceptiert hat.( Große Heiterkeit.) Die öffentlichen und privaten Armen- und Wohlthätigkeitspflege darüber geMarkt bringt? Damit tritt der Arbeiter in die Reihe der Waren- Erklärung. Herr Büsing Namen eines großen breiteten Decke verbirgt. Leider werden solche Fälle nur zu rasch wieder perkäufer, und das ist doch eine in der bürgerlichen Gesellschaft sehr Teils feiner Partei abgegeben hat, beweist doch, daß vergessen und haben herzlich wenig Einfluß auf die angesehene Klasse. Was würden die Fabrikanten zum Beispiel sagen, ich mit Herrit b. Kardorff nicht ganz allein dastehe. Maßnahmen der städtischen Armenverwaltung. wenn von sehr autoritativer Stelle folgende Aeußerung fäme: das Ein großer Teil der deutschen Presse hat sich in unserem Sinne aus- Da wird seit langem eifrig hin und her beraten, wie der Aus Gesez geht seiner Vollendung zu und wird den Bolts- gesprochen. Dagegen war nur die Presse der Gegner der Samm- beutung der Armenpflege durch Unwürdige vorzubeugen sei, und vertretern in diesem Jahre zugehen, worin jeder, er möge lungspolitik. Der Vorwärts" ist geradezu in einen Jubelparoxysmus darüber versäumt man, den würdigen Armen rechtfein, wer er will und heißen, wie er will, der ausgebrochen. Da stand: das Trifolium Baffermann Heyl- Röside zeitig und nachdrücklich zu helfen. Die Unterstügung, einen deutschen Fabrikanten oder Grubenbefizer, welcher willig habe mir den Dolch in die Bruft gestoßen, so daß ich zu die den städtischen Almosenempfängern gewährt wird, ist nach wie wäre, seine Waren zu einem billigeren als dem vom sammenbrach. Nun, ich bin oft wieder aufgestanden, ich vor so gering, daß man auf sie das bekannte Wort anwenden kann: auch Syndikat festgesezten Preise zu verkaufen, daran hoffe das überleben. Bu Was ich erstrebe, das zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Die laufend unterdarüber zu hindern versucht oder gar zur Burüdhaltung der Waren anreizte, ist ein persönliches Verhältnis zwischen Arbeitgeber stützten Almofenempfänger bekamen( nach den legten mit Zuchthaus bestraft werden soll."( Sehr gut! bei den Socials und Arbeitnehmer. Das wird die fegensreichsten Folgen haben. vorliegenden Veröffentlichungen( im Etatsjahre 1897/98 durchpro Monat 18,85 Mark. Es ist wahr, die Hemofraten.) Auftoben würden die Fabrikanten und ein solches Man muß die Sluft zwischen beiden ausfüllen.( Heiterfeit.) schnittlich Gesetz als einen Eingriff in ihre Freiheit bezeichnen, wie er schlimmer Eine persönliche Fühlung zwischen Unternehmer und Arbeiter Almosen gehen im einzelnen hinauf bis über 30 Mart, aber nicht gedacht werden kann. Aber wenn gegen Arbeiter das ist aber nur denkbar, wenn der Arbeiter dem Unternehmer dafür gehen sie auf der anderen Seite auch hinab bis unter 3 Mark selbe gesagt wird, die den Preis der Ware Arbeitskraft fest- gegenüber nötige Und Pflichtbewußtsein hat. das pro Monat. Im März 1898 bekamen von den 28 139 Almosengesezt haben, herrscht Jubel in gewiffen Unternehmerkreisen. Herr wird durch zu weitgehende socialpolitische Eingriffe zerstört. empfängern, die zu dieser Zeit in den Listen geführt wurden, bis von Kardorff hat nun von den großen Wohlfahrtseinrich Herr Röfice hat gemeint, mur Böswilligkeit könnte in den Anträgen 3 M. 9 Personen, 3-6 M. 1723 Personen, 6-9 m. 3098 Personen, tungen des Herrn von Stumm gesprochen. Diese Wohlfahrts- des Abg. von Heyl focialdemokratische Tendenzen wittern. Aber es 9-12 M. 7072 Berfonen, 12-15 m. 6940 Personen, 15-18 m. einrichtungen sind aber für die Arbeiter nur niederdrüdend, bleibt doch Thatsache, daß sie Aehnlichkeit haben mit einem früher 5441 Personen, 18-21 m. 3025 Personen, 21-24 M. 425 Personen, M. fie empfinden sie als Wohlthaten und Gnadengeschent, rechtmäßigen einmal eingereichten Antrage Auer. Und Herr von Heyl darf sich 24-27 M. 231 Personen, 27-30 m2. 147 Personen, über 30 m. Anspruch haben sie nicht darauf. Das ist aber so beim patriarchalischen nicht darüber beschweren, wenn ich ihn in socialpolitischen Fragen in 28 Personen. Bei weitem die meisten, 19 458 Personen 69 Proz., Und mit solchen Beträgen Eystem. Dieses aber wollen die Arbeiter selbst nicht. Deshalb gebe Zukunft einen Gesinnungsgenossen des Herrn Singer nenne. bekamen zwischen 9 und 18 W. werden selbst alte, arbeitsunfähige Ehepaare von über 60 man ihnen dieselbe Freiheit wie den Unternehmern mit ihren( Heiterkeit.) und 70 Jahren abgespeist! Die Arbeiter! laise will nichts piffen von der Almosenhilfe, auf die man fie so oft verweist, weder von der privaten noch von der öffentlichen. So lange aber nicht ausreichend dafür gesorgt ist, = die das Syndikaten für Steinkohlen und Schienen, deshalb erkenne man sie Darauf vertagt sich das Haus. im als gleichberechtigte Menschen an. Die Unternehmer machen von Nächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr.( Fortsetzung der heutigen ihren Rechten ja den weitgehendsten Gebrauch. Ich habe vor mir Beratung.- Gebühren- Ordnung für den Kaiser Wilhelm Kanal das Statut des Centralverbandes deutscher Industrieller, Kauffahrteiflaggen- Gesek.) Die städtischen Almosenempfänger daß der ausgediente, in Ehren grau gewordene Arbeiter seinen| Leben zu nehmen, erfahren wir noch: Frau Eutrich ist durch das voll Wasser geschlagenen und dem Sinken nahen Boot des Nuder Lebensabend sorgenfrei genießen darf, bleibt nichts anderes zuständige Polizeirevier verhaftet und in das Polizeigefängniß ein- vereins Spindlersfelde" auf den Wellen treibend. Die Insassen übrig, als auf diese beschämenden Notbehelfe geliefert worden, von wo sie in das Moabiter Untersuchungsgefängniß des Bootes wurden mit großer Mühe ans Land gebracht; nachdem zurückzugreifen. Dann muß aber verlangt werden, daß den übergeführt wurde. Die Kinder fanden im Waisenhause in der Alten sie sich im Bootshause erholt hatten und mit trockenen Kleidern verVerarmten zum mindesten so weit geholfen wird, Jakobstraße Aufnahme. Die bedauernswerte Frau, von deren sehen waren, konnten sie die Rückreise nach Berlin antreten. daß sie nicht Not zu leiden brauchen. Es wird von Leidensgeschichte die abgehärmten Züge eine beredte Sprache reden, bürgerlicher Seite immer darauf hingewiesen, wie viel die fagte bei ihrer Vernehmung aus, daß ihr Mann nichts verdient und mittag gegen 5 Uhr oberhalb Treptow gegenüber dem alten Gier. Ein Segelboot mit fünf Personen kenterte gestern NachGemeinde ohne dies schon für die Unbemittelten ihr öfter noch die kleine von der Armendirektion gewährte Unterthut, ein wie großer Teil der kommunalen Aufwendungen auf die ftügung weggenommen habe. Infolgedessen hatte sie beschlossen, mit häuschen. Die Insassen, welche sich an ihrem Schiff festhielten, tonnten aber durch die Hilfe, die ihnen vom Eierhäuschen zu teil Armen- und Krankenpflege, das Volksschulwesen fällt. Angeblich ist ihren Kindern gemeinsam zu sterben. Sie hätte die Kinder entkleidet konnten aber durch die Hilfe, die ihnen vom Eierhäuschen zu teil das alles ein reines Geschent der reichen Steuer- und ins Bett gelegt, dann die Klappe des geheizten Ofens geschlossen wurde, gerettet werden. die ärmere Bevölkerung. Onein, und sich zu den Kindern gelegt. Als sie zum Bewußtsein erwachte, Ein seltener Gaft flog gestern einem Herrn Burach in der das ist es nicht! Dem arbeitenden Volt wird auf sei die Polizei im Zimmer gewesen, was inzwischen vorgegangen, Pestalozzistraße 16 zu Charlottenburg ins Fenster, nämlich eine diese Weise indirekt nur das zugeführt, was es von Rechts- entziehe sich ihrer Kenntnis. Brieftaube. Das Tier trug das Zeichen A. H. 88 am linken Fuß. wegen direkt bekommen sollte. Der Arbeiter ist es ja, Ueber eine bedauerliche Ausschreitung wird aus der der den reichen Steuerzahlern erst die Geldsäce Schwere Jungen. Vor einiger Zeit wurde mitgeteilt, daß bei gefüllt hat. Er bekommt einen Teil des ihm vorenthaltenen Warschauerstraße berichtet. Dort gerieten am Montagnachmittag in Spandau im legten Winter in unbewohnten Landhäusern auf TegelLohnes in Form von Almosen usw. ausbezahlt. Das, was er dabei dem im Hause Nr. 48 gelegenen Lokal von Fritsche einige Maurer ort und Valentinswerder, wo die Besizer Möbel und Wirtschaftsbekommt, ist aber so gering im Vergleich zu dem, was er zu fordern mit den Steinfegern in Streit, die in der Straße mit Pflasterungs- geräte für den Sommer zurückgelaffen hatten, Einbruch 3hätte, daß die besitzende klasse wirklich keinen Anlaß hat, auf ihre als die Steinfeger ihre Arbeiten wieder aufnahmen, wurden sie Wasserwege nachts herangekommen und hatten die Beute ebenfalls arbeiten beschäftigt gewesen waren und nun ihre Vesper verzehrten. Diebstähle ausgeführt wurden. Die Spizbuben waren auf dem angebliche Großmut und Freigebigkeit stolz zu sein. weiter von den trunkenen Maurern bedrängt. Eine Schlägerei, die in Kähnen fortgeschafft. Auch dem Schloß Tegel hatten die Diebe jezt begann, lockte selbstverständlich eine große Menschenmenge und einen Besuch abgestattet, die ihr Treiben dann an den Ufern der Die Sorge darum, daß die Einnahmen des katholischen auch ein umfangreiches Schuhmannsaufgebot heran, das sich bald Oberspree fortsetten. Doch sind sie schließlich bei Niederschöne Josephstiftes in Potsdam gefährdet werden könnten, ver- an die Verfolgung der nunmehr fliehenden Maurer heranmachte. Es weide bei der That ertappt und verhaftet worden. Es sind zwei leitet die„ Germania" immer noch zu allerhand Thorheiten. Es soll wurden fieben Personen zum Teil aus den Häusern heraus ver- Maurer und nd ein Schlosser, die aus Stettin gekommen waren. im Interesse der Anstalt partout bewiesen werden, daß die dort ge- haftet. Einige der Steinsetzer hatten empfindliche, wenn auch nicht Teil der sehr umfangreichen Beute, die ihnen in die Hände gefallen übte Procedur der 59 Stockhiebe den Gipfel christlicher Erziehungs- gefährliche Verlegungen erlitten. Ob die Nachricht zutrifft, daß die war, wurde noch in ihrem Besiz vorgefunden. funft darstellen. So sucht denn das Organ derjenigen Katholiken, Nichtbeteiligung an der Maifeier die Ursache des Streites abgegeben deren Kinder kaum in die Lage kommen werden, sich von Schwester hat, wissen wir nicht. Wie dem auch sei, auf jeden Fall sind Roh- ausführen zu lassen, hat die Gemeindevertretung von KönigsDen Bau der projektierten Gasanstalt in eigener Regie Karola behandeln zu laſſen, Eideshelfer aufzugabeln, ist hier fundenes greffen bilden, durchaus zu verurteilen. Karola behandeln zu lassen, Eideshelfer aufzugabeln, wo sie heiten dieser Art, die für die Leute des Zuchthauskurses ein ge- Wusterhausen beschlossen. Die Arbeiten sind der dortigen irgendwie zu finden sind. Vor einigen Tagen Firma Leopold u. Hurtig übertragen worden. Der Bau soll bis ein Mann wegen roher Mißhandlung seines Mündels zu 100 M. Geldstrafe verurteilt worden. In ber eifrigen Verteidigung des Straßensperrung. Die Liebigstraße von der Migaerstraße bis Angeklagten beging der Rechtsanwalt eine jener Geschmadlosigkeiten, zur Frankfurter Allee ausschließlich der Kreuzdämme wird behufs die vor Gericht ja nicht selten unterlaufen, ihrer relativen Bedeutungs- Blasterung vom 4. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und " Reiter gesperrt. " zum Herbst fertig geſtellt werden. dude Gerichts- Beitung.220 Ein In Düffeldorf dieser Tage ein ein katholischer Geist= Arbeiter Bildungsschule. Annenstr. 16, I. Donnerstag: Rede: mächtigten. losigkeit wegen von verständigen Leuten aber kaum beachtet werden. Dem Verteidiger entrang sich bei seiner unangenehmen Aufgabe Der Selbstmord eines Greises verursachte gestern Nachmittag folgende Redeblüte: „ Wenn er( Wronker) sich auch keineswegs auf in der Schönhauser Allee Aufsehen. Der dort in dem Hause Nr. 23 licher die Antlagebant der Straffammer. Es war der Pfarrer den Standpunkt des in letzter Zeit viel genannten Professors wohnende 75jährige Rentier Aron, der schon seit einiger Zeit leidend Franz Göhen, der zuletzt in der Gemeinde Petite Jamine in Belgien stelle, so meine er doch, daß eine energische Büchtigung am ist, stürzte sich aus dem Flurfenster der dritten Etage auf den Hof der Seelsorge oblag. Seine dortige Stellung wurde erschüttert, da Blaze sei, wenn gütliche Vorstellungen bei dem zu er- hinab und fand auf dem Pflaster sofort seinen Tod. Ihm war das G. sich dem Trunke ergeben hatte, und eines Tages nahm ziehenden Kinde nichts fruchteten. Es müsse sogar anerkannt werden, Genid gebrochen. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. er französischen Abschied von seiner Gemeinde und verlegte daß es rücksichtsvoll von dem Angeklagten war, Dienstmädchen Dienstmädchen Gefunden wurde am 1. Mai bei Peters, Allt- Moabit, ein sich nunmehr in der Gegend von M.- Gladbach aufs Kollektieren. zu der Züchtigung heranzuziehen." Unter falichem Namen ſammelte der Arbeiter- Notizkalender von 1899, enthaltend zwei Billets zur Stern für die Kirche seiner armen Gemeinde, Diese Worte, falls sie richtig wiedergegeben sind, richten sich der Herr Pfarrer Gelder ober er gab sich als Bater selbst. Aber selbst wenn man die Ueberwindung hätte, fie fich warte Treptow und ein gebrauchtes Billet vom 10. Stiftungsfest des aus und versprach für das Seelenheil Verstorbener eine Messe zu anzueignen, so besagten sie für jene von der Germania" ver- 6. Wahlkreises. Abzuholen bei Pfarr, Putligstr. 10. lefen. Die auf diese Weise erhaltenen Gelder verbrauchte G. in herrlichte Prügelpädagogik gar nichts. Denn ein wesentliches Das Metropol Theater hat sich nunmehr auch dem Specialitäten- feinem Interesse. Er war daher heute wegen Betruges angeklagt. Merkmal an dem Potsdamer Fall ist ja gerade, daß bei dem Knaben fach ergeben. So sehr groß ist der Abstand der Ausstattungsscenerien Die Strafkammer hielt ihn auch des fortgesetzten Betruges für überSteiner nach der entschiedenen Bekundung des Vormundes und der von den Variététünsten ja nicht; aber dennoch geschieht der leber- führt und verurteilte ihn zu 10 Monaten Gefängnis. Pflege- Eltern eben die von ihnen geübte Erziehungsmethode der gang anscheinend mit einigem Spreizen und Zieren. In das Progütlichen Vorstellungen" das beste Resultat ergeben gramm ist ein Ballett eingeflochten; auch sollte ein wirkliches Stück hatte, wogegen die angeblichen Bösartigkeiten bei dem Kinde erst Der schöne Rigo" gegeben werden. Der launische Zufall ſpielte unter dem Regiment der Schwester Karola hervorgebrochen sind. Die unglüdlichen und von rücksichtsloser Prügelluft zeugenden ließ und so dafür sorgte, daß dem Publikum auch von dem hier aber höhnend mit, indem er eine Sängerin unpäßlich werden yolah Berlammlungen. Rettungsversuche der frommen Katholitenblätter können für die in dramatischen Gericht nur der undramatische Teil, nämlich das macher. In der am 27. April stattgefundenen Mitgliederversamm Verband deutscher Barbiere, Friseure und PerrückenBetracht kommenden Kommunalbehörden nur ein Ansporn sein, so Ballett, vorgeführt wurde. Die Tänze zeigten die Eleganz und lung referierte das Mitglied Deichsel über den Wert der schleunig wie möglich jede Berbindung mit dem so empfindlich Kostümpracht, wie man sie im Metropol- Theater gewohnt war. Organisation. Den trefflichen Ausführungen des Redners wurde tompromittierten Erziehungsinstitut abzubrechen. Aber auch in der Zusammensetzung des Variété- Programms hat die lebhafter Beifall gezollt und ließen sich 30 neue Mitglieder aufDer Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur Direttion viel Geschick bewiesen. Eine gewandte Stadfahrertruppe nehmen. Vorberatung der Magistratsvorlage über den Umbau der find die Noissets, und ein Jongleur wie Herr Hurgini dürfte trot Eisernen Brüde hat beschlossen, der Versammlung folgenden allem bisher noch nicht dagewesen sein. Dieser Artiſt, der die un- uebung( Referate und Diskussion über wissenschaftliche Themata und zwar Beschluß zu empfehlen: Die Versammlung lehnt den Antrag des glaublichsten Dinge mit stanenswerter Gewandtheit balanciert, würde volkswirtschaftlichen, gewerkschaftlichen und anderen Inhalts); Vortragender Magistrats ab, dem Entwurf für den Umbau der Eisernen Brücke selbst ein Institut wie das Metropol- Theater im Gleichgewicht halten Dr. Alfred Bernstein. Beginn 9 Uhr. zuzustimmen und zur Ausführung den im Specialetat 36 für das fönnen. In der Gesangskunst ragte eine Französin nicht über das Centralverein der Bureau Angesiellten Deutschlands.( Mitglied: Jahr 1897/88 ausgeworfenen Betrag in Höhe von 80 000 m. als gewöhnliche Maß hinans; als flotte Soubrette zeigte sich aber ein schaft Berlin). Heute abend 8 Uhr bei Schiller, Rosenthalerstraße 57: erste Rate zur Verfügung zu stellen. Sie hält vielmehr ihren Be- Berliner Kind mit dem mehr originellen als schönen Namen Frid- Frid. Bortrag über: Die neue Civilprozeß- Ordnung und die Stellung der Rechtsschluß vom 8. April 1897 aufrecht und ersucht demzufolge den Wenig geschmackvoll war eine Borerei, die ein Mister und eine Miß fonsulenten." Geschäfts- und Kassenbericht. Wahl des ersten BevollMagistrat wiederholt, mit dem Fistus ein Abkommen dahin zu auf der Bühne als Kunst übten. treffen, daß die Straßenbahn in der Straße Hinter dem Gießhause" Theater. Das Schiller Theater bringt heute die erste Auf- gewerblicher Arbeiter.( E. H. Nr. 3, Hamburg.) Die Mitglieder der auch nach Fertigstellung der neuen Brüde verbleibt. führung des fünfattigen Schauspiels Die Frau vom Meer" von Henrik Auf Grund der für die Personenschiffahrt auf den Ge- angel: Alwine Wiede; Bolette: Grete angel: Ubert Batry; Ellida Hilde: Gertrud Samosch; wässern im Regierungsbezirk Potsdam ergangene Anordnung des Oberlehrer Arnholm: Ferdinand Gregori; yngstrand: Ewald Bach; Regierungspräsidenten, wonach bei der Feststellung der Zahl der Ballested: May Laurence; ein fremder Mann: Willy Froböse. aufzunehmenden Fahrgäste die Kajüten fortan außer Betracht bleiben müssen, wurde bei der behördlichen Abnahme der Dampfer für den diesjährigen Sommerverkehr vielen Schiffen nur die Hälfte usbus der bisherigen Personenzahl zugestanden. Die Verkehrssicherheit und Der Arbeiterschaft von Stralau- Rummelsburg und Umgegend Bequemlichkeit der Fahrgäste ist durch diese Maßregel sehr gefördert Bring Albertstr. 72, für die Arbeiterschaft frei ist. Der Wirt hat zur Kenntnis, daß das Lokal von Kroschty, früher Blechschmidt, asthma Beusisschriftlich erklärt, die Forderungen der Lokalfommission zu erfüllen. Die diesjährige Berliner Maftviehschau, welche gestern auf Die Lokalfommission von Rummelsburg. dem mit Fahnen reich geschmückten Central Viehhof der Stadt Ans Hamburg wird vom Mittwoch berichtet: Durch Kurzeröffnet wurde, ist die 25. ihrer Art in Berlin. Es find diesmal schaften findet am Sonntag, den 14. Mai, eine Voltsversammlung Centrale in der Poststraße, bei welchem die Jjolierung des HauptTempelhof, Mariendorf, Marienfelde. Für diese Ort- chluß entstand heute früh ein kleiner Brand in der elektrischen 806 Anmeldungen mit 1038 Tieren im Vorjahr, immer aber noch der beteiligten Ortschaften werden deshalb ersucht, an diesem Tage Motoren und Beleuchtungsanlagen in der inneren Stadt Bis 1 Uhr nachmittags waren sämtliche Die Zahl der Aussteller ist dagegen gestiegen von 101 im Jahre mehr wie 1897, wo nur 703 Tiere zur Anmeldung gekommen waren. feine Bersammlungen abzuhalten. Die Bekanntgabe unterbrochen. Seit 1 Uhr ist die rechte Hälfte der Stadt 1897 auf 104 im Jahre 1898 und 112 bei der diesjährigen Schau. der Tagesordnung 2c. erfolgt später. Der Vertrauensmann. wieder mit Strom versorgt, während der links von der Centrale Die tote" Ausstellung weist 38 Firmen auf. Heute soll auch, zum In Rixdorf sollen die socialdemokratischen Stadtverordneten, Fernsprechant befinden, um 234 Uhr noch ohne Strom find. Man liegende Teil, in welchem sich auch das Rathaus, die Börse und das erstenmal seit langen Jahren, geschlachtetes Mastgeflügel ausgestellt wie wir am 28. April berichteten, ebenfalls auf Anordnung des ist eifrigst bemüht, den Fehler in dem unterirdischen Leitungsnetz zu staatsrettenden Ministers von der Mitgliedschaft an der Schul- finden. Der Straßenbahnbetrieb ist nicht gestört, da derselbe eine Zu Neu- Anpflanzungen mit Bäumen find von der Park- eputation ausgeschlossen bleiben. Die Angelegenheit, besondere Leitung hat. deputation für dieses Jahr folgende Straßen bestimmt worden: in der unsere Parteigenosien selbstverständlich konsequent ihren deputation für dieses Jahr folgende Straßen bestimmt worden: Frankfurter Allee, Belforterstraße und Prenzlauer Allee. Ferner Mann stehen werden, wird die zweitnächste Sigung der Stadtsollen die Burbaum- Einfassungen der Rajenpläge auf dem Wilhelms- verordneten- Versammlung beschäftigen. playze, da sie sich in dürftigem Zustande befinden, durch neue ersett Aus Friedrichsfelde schreibt man uns: Jahrelang war unser Ort durch die traurige Straßenbeleuchtung berüchtigt. Jetzt haben Ein böses Eude nahm eine Hochzeitsfeier, die am Montag in wir Helligkeit in Fülle. Seit dem Herbst vorigen Jahres brennt der Streligerstraße begangen ward. In früher Morgenstunde ent- hier elektrisches Licht, das von dem Wert zu Oberschöneweide geliefert stand ein Streit unter den Gästen, der allmählich einen höchst un- das mag der Grund gewesen sein, daß nunmehr auch eine Gas wird. Diese Beleuchtungsart tommt allerdings entseßlich teuer, und gemütlichen Charakter annahm. Es entfaltete sich eine regelrechte Holzerei, bei der nicht allein ein nagelneues Spinde in Trümmer gesellschaft ihre Rohre gelegt hat. Zahlreiche Anschlüsse find ging, sondern auch einer der Anwesenden so bedenklich zugerichtet schon erfolgt. Leider konnte sich die Gemeindeverwaltung bei all wurde, daß er am Dienstagmorgen 7 Uhr vom Hochzeitsfeste direkt dieser Lichtfülle immer noch nicht dazu entschließen, auch des Winterins Krankenhaus gebracht werden mußte. morgens den Arbeitern, die früh an die Arbeit müssen, ein wenig Beleuchtung zu ipenden. Die reichen Bauern und Rentiers, die hier das Heft in Händen haben, können es des Morgens in ihren Betten allerdings ohne Straßenbeleuchtung aushalten. worden. werden. werden. Die Berliner Unfallstationen sind im Monat April d. J. in 2907 Fällen gegen 2299 im gleichen Monat des Vorjahres für erste Hilfe in Anspruch genommen worden und zwar 2469mal bei Unfällen und 438 mal bei plöglichen Erkrankungen. In den Stationen wurden 2678, außerhalb derselben 229 Personen behandelt. Ein Knabe, der Dienstag zu Neu- Kölln am Wasser spielte, ist hierbei, wie die Vosi. Ztg." meldet, in die Spree gefallen und er trunken. Die Kameraden des Verunglückten holten, als sie das Unglück gewahr wurden, einen Schußmann von der Jannowigbrücke herbei. Erst als diejer ankam, wurden die Fischer, die in der Nähe Der Unfallstätte arbeiteten, auf den Vorfall aufmerksam gemacht, und einem von ihnen gelang es alsbald, den Knaben unter einem Nachen hervorzuziehen. Aber das Kind war bereits todt. Aus den Nachbarorten. Das tommunale Leben fließt in Friedrichsfelde sehr träge dahin. Bei den Gemeindewahlen in der dritten Klasse vereinigte fürzlich ein Kandidat ganze 16 Stimmen auf sich. Leider mußten die Arbeiter bisher von einer Wahlbeteiligung abjehen, da es ihnen an geeigneten Kandidaten mangelt. Hoffentlich steht es damit bei der nächsten Wahl besser. Aussichten auf Erfolge hätten wir vollauf in der dritten Klasse, sind doch bei der letzten Reichstagswahl rund 800 Stimmen am Orte abgegeben worden. = Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer Ortsverwaltungen Berlins versammeln sich am Freitag, den 5. Mai, abends 8½ Uhr, im Englischen Garten, Alexanderſtr. 27c. Centralverband der Konditoren( Mitgliedschaft Berlin). Die heutige Mitgliederversammlung fällt aus. Die Kollegen werden dringend ersucht, an der heute Abend 812 Uhr bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, tagenden Versammlung teilzunehmen. Vortrag des Genossen Hezschold:" Die Lohn bewegung im Bäckereigewerbe mit Bezugnahme auf die in Bäckereien und Konditoreien beschäftigten Konditoren." a'nstant muaitao Permischtes. Eine durchlauchtige Skandalaffaire. Wie die östreichische Volkszeitung" erfährt, hat Fürst Ferdinand von Bulgarien seinen sich seit dem Tode seiner Tochter, Fürstin Maria Luise, weigert, die Schwiegervater, Herzog Robert von Barma, verklagt, weil dieser feinen Schwiegerfohne im Heiratsvertrage zugesicherte Rente weiter auszuzahlen, da Fürst Ferdinand, indem er seinen Sohn Boris der orthodoxen Kirche zugeführt, den Vertrag gebrochen habe. Die Klage franzöfifchen, anhängig gemacht sein. foll gleichzeitig bei drei Gerichten, einem bulgarischen, bayrischen und Marktpreise von Berlin am 2. Mai 1899 1 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidinms. D.- Ctr. 16,05 15,-Schweinefleisch 1kg 15, 13,90 Kalbfleisch Weizen Roggen * Futter- Gerste Hafer gut " mittel gering Richtstroh Heu Grosen Speiſebohnen insen Kartoffeln, neute Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Für das laufende Rechnungsjahr werden an Steuern er hoben 150 pet. der staatlich veranlagten Realsteuern, sowie 100 pt. der Einkommensteuer; hierzu kommen noch 40 pCt. an Kreissteuern.schaftskammer Schlechten Geschäftsgang hat den 51 Jahre alten Schuh- ertruntenen Maurer Mittle und Streichban find gestern im Laufe Die Leichen der bei dem Bootsunfall gegenüber Grünau macher Hermann Liedtke, der seit Ottober v. J. in der Alten Roßstraße 23 wohnte, in den Tod getrieben. Tiedtke, der seit 26 Jahren des Tages gelandet worden; die Leiche des Schulz wurde noch nicht finderlos verheiratet war, arbeitete selbständig, während seine Frau gefunden. durch Nähen mitverdiente. Das Geschäft ging traurig. In seiner der Vorgang auf der Oberspree am Eierhäuschen, wo, wie Verzweiflung vergiftete Tiedtte sich mit Budersäure. Durch Leuchtgas hat sich in der vorlegten Nacht der 36 Jahre alte Banibuchhalter Siegmund Landau in der Schüßenstraße 75 vergiftet. Landau, der aus Brody in Galizien stammt, war seit fünf Fahren bei einem Bantinstitut angestellt. Was ihn zum Selbstmorde getrieben hat, steht nicht fest. Zu der Verzweiflungsthat der Frau Entrich, Zionskirch Straße 41, welche, wie wir meldeten, den Versuch unternommen hatte, sich und ihren vier Kindern durch Einatmen von Kohlengas das audalar " 13, 12,40 Hammelfleisch 15,40 14,90 Butter 14,80 14,30 Eier 2,20 1,20 1,60 1,10 1,80 1, 1,60 1, 2,60 2, 60 Stüd 3,60 2,40 14,20 13,80 Karpfen 4,- 3,50 Aale 6,80 4,40 Sander 1 kg 3, 1,40 40, 25,- Hechte 50, 25, Barsche 70, 30, Schleie 3,50 1,20 6,- 4,- Bleie 1,60 1,20 Strebje 1,20 1, 1,40 0,80 per Schod 12, 2,50 2,60 1, 1,80 1,20 1,60 0,80 *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß, LandwirtNotierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. †) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 3. Mai. Roggen wurde 1 M. beffer be zahlt, während Weizen sein letztes Niveau behauptete. Hafer lag preishaltend, Rüböl bei stillem Geschäft ziemlich fest. A Spiritusmartt wurde och 70er mit 40,30(-0,10) bezahlt. 50er wurde nicht gehandelt. Die Terminpreise konnten sich behaupten. wir berichteten, am Sonntagabend vom Wasser her gellende Hilfe- Städtischer Schlachtvieh markt. Berlin, 3. Mai 1899. Zum rufe gehört wurden, hat nunmehr seine Aufklärung gefunden. Es Berkauf ſtanden: 330 Rinder, 2581 Kälber, 1155 Schafe, 9613 Schweine. handelt sich in der That um einen Bootsunfall, bei dem leicht Bom Rinderauftrieb blieben ungefähr 55 Stück unverkauft. Der Kälberzwei Menschen hätten zu Grunde gehen können, wenn nicht noch handel gestaltete fich ruhig. Bei den Schafen fand ungefähr die Hälfte des geschrei eilten, wie uns von einem Augenzeugen berichtet wird, zwei rechtzeitig Hilfe gekommen wäre. Auf das durchdringende Hilfe- Auftriebes Absatz. Der Schweinemarkt verlief ruhig und wird voraussichtlich geräumt. Mitglieder des Rudervereins Sturmvogel", die eben von einer Ruderpartie in ihr Bootshaus zurückgekehrt waren, der Besizer des Bootshauses, Herr Hanne, und noch ein vierter Herr an die Unfallstelle und fanden hier einen Herrn und eine Dame in einem 11 Wetter Prognose für Donnerstag, den 4. Mai 1899. mäßigen nördlichen Winden; nachher aufklärend. Ziemlich fühl, zunächst noch trübe, mit leichten Regenfällen und Berliner Wetterbureau. 18 asdien Joc end du monellano Horjend und hat bonitaire de sitedbir 130 theft 1919 Warenhaus A. Wertheim Jonisidast udi list ng nomers ligar prudential and it isma isdit modised pal folios gols sido pelos med big red insole 110 10 248 Berlin, Leipzigerstr. 18233 Versand- Abteilung ni Proben u. Preislisten portofrel. 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Mai, morgens 4 Uhr, mein lieber Mann, unser guter Water, der Weber $ 116450* Wilhelm Forgbert im Alter von 39 Jahren. Die Beerdigung findet am Sonn tag, den 7. Mai, nachmittags um 2 Uhr, von der Fröbelstraße aus statt. Die trauernde Witwe nebst Kindern. Todes- Anzeige. Am 1. Mai starb nach langen schweren Leiden unser Mitglied Emil Bilz. Wir werden demselben ein ehrendes Andenken bewahren! [ 9/1 Die Beerdigung findet aut Donners tag, den 4. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Nazareth Friedhofes statt. Der Vorstand des Arbeitervereins für Pankow u. Umgegend. Allerlei Anzeigen. Eine gut eingerichtete Tischlerei m. 4 Hobelbänken billig zu verkaufen. Schöneberg, Hohenfriedbergstraße 20.. Eine Fabrik Kantine zu verkaufen. Großer Bier und Schnaps- Umsatz. Näheres bei F. W. 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Hier hatte der Arbeiterverein ihm etwa begegnende Vorgesezte bis heute nachts 12 Uhr zu Meldungen zu: zur Maifeier eine Abendunterhaltung mit Festrede und deklamatori grüßen." Nord- und Ostdeutschland. In Lübed beteiligten sich schen Vorträgen veranstaltet. Die hohe Obrigkeit hatte nicht gestattet, Zu Augsburg fanden zwei gut besuchte Versammlungen an der Vormittagsversammlung 2500-3000 Perfonen. Genosse die Feier über die Polizeistunde auszudehnen, sodaß die Teilnehmer sich statt. In Speyer am Vormittag des 1. Mai Versammlung von Stolten Hamburg referierte. Am Nachmittagsausflug nahmen bereits um 10 Uhr trennen mußten. Hildburghausen. Seit 250. Personen. In Würzburg war die Arbeitsruhe stärler 7000 Personen teil. Genoffe& ch to ar- Lilbert helt eine Ansprache. 39. Wochen liegen die Glasarbeiter im gusstand. Cas Maifest benn je. Abends überfüllte Versammlungen, die entsprechende NeAm 2. Mai traten in vielen Fabriken Aussperrungen ein. wurde trotz alledem festlich begangen. Abends tagte im Kupfer- folutionen annahmen. Bamberg gut besuchte Versammlung, in Oldenburg. Die Maifeier, die hier am Abend des 1. Mai in schen Lokale eine von 200 Personen besuchte Versammlung, der Genosse Dorn aus Nürnberg referierte. In Elberfeld einer Volksversammlung stattfand, in der Genosse Faure Bremen in welcher Genosse Wehder aus Sonneberg den zehn war der Befuch der Vormittagsversammlung noch nie so start wie referierte, war von etwa 300 Personen besucht und nahm einen würdigen jährigen Geburtstag des Maifestes feierte und großen Bei- diesmal. In Witten war die Versammlung unter freiem Himmel Verlauf. Die Maiversammlung in Glüdstadt war von 200 Personen, fall erzielte. Mit taller Giegeszuberſicht sehen die Glas- verboten, dennoch demonstrierten von Mittag an 800 Mann durch einen darunter viele Frauen, besucht. Für unsere Stadt ist das ein ganz arbeiter dem Ausgang des Streits entgegen, der wohl schon Bug durch die Stadt. Auch aus Remscheid wird starke Bebedeutendes Resultat. Das Referat hatte Genosse Rohrhirich große Opfer erheischte, die aber zu den Verlusten der arbeiterfeindlichen teiligung gemeldet, ebenso aus Ronsdorf und Belbert. Jhehoe. Flensburg. Die Maifeier ist hier imposant ver- Unternehmer in feinem Verhältnis stehen! In Broizen in Ueber die Feier in Frankfurt a. M. schreibt unser dortiges laufen. Vormittags 10 Uhr eine Volksversammlung im großen Braunschweig feierten die Genossen den 1. Mai in stimmungsvoller Parteiblatt: Die Maifeier gestaltet sich hier von Jahr zu Jahr Saale des„ Holst. Hans", welcher bis auf den letzten Platz gefüllt Weise. Die Festrede hielt Genosse Achilles.-In Gößnit imposanter. Während früher vormittags nur 2 oder 3 Versammlungen war. Genosse Hering sprach in vortrefflichster Weise über die( S.- A.) nahmen etwa 300 Personen an der Feier teil. Genosse abgehalten werden konnten, fanden diesmal fünf statt, die sämtlich Bedeutung des Tages. Nachmittags gemeinschaftlicher Aus- Stüdlen hielt die hielt die begeistert aufgenommene Festrede. überfüllt waren; sodaß die Polizei die Absperrung der Lokale an flug nach Nielseng Nielseng bei fühlem aber troceneni Wetter. Meuse I wig. Unsere Maifcier nahm einen sehr würdigen ordnete. In vielen Fabriken und auf verschiedenen Bauten ruhte Abends Unterhaltung in mehreren Lokalen. Die Zahl der Verlauf. Es waren über 300 Personen anwesend. Genosse die Arbeit vollständig; andere Unternehmer hatten die Werkstätten Feiernden war bedeutender als wie in den Vorjahren. Hüttig Gößniz sprach über die Bedeutung des 1. Mai. geschlossen, weil ein Teil ihrer Arbeiter feierte und es sich nicht Pinneberg. Die heutige Maifeier verlief in schönster Weise bei Calbe a. d. Saale. Die Versammlung am 1. Mai war von rentierte, mit dem Rest von Arbeitswilligen" zu arbeiten. Wir gutem Besuch. Unser Arbeiter- Gesangverein eröffnete dieselbe mit 300 Personen besucht. Die Resolution der Berliner Gewerkschaften schäßen die Zahl der Maifeiernden auf 2400 bis 2500 Mann. dem Vortrag eines Liedes. Damn hielt Genosse Staningt eine wurde einstimmig angenommen. In Staßfurt war die Be- Die Versammlungen verliefen ruhig und ohne Störung. In begeisternde Festrede. Weitere Vorträge des Gesangvereins und die teiligung sowohl am Feste der Gewerkschaften des Sonntags, wie Stuttgart wurden am Vormittag 5 Versammlungen abgehalten. Darstellung lebender Bilder bildeten den Schluß. Blantenese. auch an der Parteiversammlung am 1. Mai nur mäßig. Genosse Die Bauhandwerker wie die Schneider, Schuhmacher, Handschuhmacher, Die Versammlung war von ca. 200 Personen besucht. Stromberg G. Kepler sprach über das Thema: Worauf wir stolz sind. die Metall- und Holzarbeiter hatten in sehr vielen Betrieben die Hamburg hatte das Referat, mehrere Liedertafeln trugen am Tage Ueber die Feier in Leipzig entnehmen wir der„ Leipziger Boltsztg." Arbeit schon von morgens an ruhen lassen. In vielen anderen entsprechende Lieder vor. Der Verlauf war ein günstiger. folgendes: In der 10. Stunde des 1. Mai rückten die Arbeiter- Geschäften gelang es, wenigstens den Nachmittag frei zu bekommen, In Barmstedt fand am Morgen des 1. Mai ein Spaziergang gruppen aus ihren Sammelpunkten ab, um dann gemeinsam den wodurch die Zahl der Teilnehmer am Festzug wie auch an den Feſtstatt, an dem sich etwa 60 Personen beteiligten. Abends ward die Weg nach Stötterig, dem Maifestort, zurückzulegen. In dem losen versammlungen eine gewaltige wurde. Aus dem übrigen Feier durch Vorträge und Lieder eingeleitet, worauf Genosse Zuge der Demonstranten befanden sich etwa 2000 Former und Württemberg liegen Nachrichten über Maifeiern vor aus Cannstatt, Schaumburg Hamburg in zündenden Worten auf die Bedeutung 1800 Holzarbeiter. Die Zahl der Arbeiter, die den Maitag durch Zuffenhausen, Obertürkheim, Wangen, Reutlingen, des Tages hinwies. Stettin. Morgens 6 Uhr unternahmen Arbeitsruhe begingen, war in diesem Jahre stärker als in allen Sontheim. Sonst liegen uns noch Nachrichten vor über entannähernd 500 Personen einen Ausflug nach dem eine Stunde von früheren Jahren, in denen das Maifest auf einen Wochentag fiel. sprechende Veranstaltungen in Saargemünd, St. Ingbert Stettin liegenden Waldlokal„ Glambedsee". Die Stimmung der Selbst die bürgerliche Presse muß das heute zugeben, wenn sie und Oggersheim i. d. Pf. Ausflügler war eine vorzügliche, die noch gehoben wurde, als sich natürlich auch diesmal wieder wie früher die Zahl zu verkleinern sucht. Straßburg hat die diesjährige Feier alle Erwartungen unvermutet eine Musikkapelle zu uns gesellte, unter deren Vor- Nach unserer Schätzung sind mindestens 10 000 Teilnehmer in dem Zuge übertroffen. 63 waren 2500-3000 Personen bei der Festa antritt der Hin- und Rüdmarsch sich vollzog. Vormittag 10%/ 2 1hr nach Stötterit geweient. In der bekannten Ordnung und Disciplin be- Bersammlung in der Markthalle anwesend. Genosse Lutz aus Baden Versammlung. Referent Genosse Herbert. Es waren circa wegten sich die Arbeitermassen durch die Straßen. Jeder unliebsame hielt die Festrede. 1000 Personen anwesend, die eine der Bedeutung des Tages an- Zwischenfall blieb vermieden. Heute rächt sich das Unternehmergepaßte Resolution einstimmig annahmen. Es fann fonstatiert tum durch zahlreiche Maßregelungen von Arbeitern, über die unsere werden, daß die Zahl derjenigen Genossen, welche am 1. Mai die Leser an anderer Stelle dieses Blattes unterrichtet werden. Beim Maitag in London. 1. Mai 1899. Labour Day ist in London Arbeit ruhen ließen, gegen die Vorjahre erheblich zugenommen hat, Eintreffen in Stötterig fanden die Festteilnehmer, die gemeinsam den vorläufig noch nicht die Heerschau der organisierten Arbeit, sondern trotzdem diesmal die Arbeiter der Stöwerschen Fabriken fehlten, die, Weg zurückgelegt hatten, die geräumige Festhalle bereits dicht besetzt. erst ihrer Vorhut, der Socialdemokratie. Nur die Socialisten uno wie es scheint, sich von ihrem unglücklich verlaufenen Streit noch Die Kapelle der neuen Musikorganisation und die Massengesänge der einige vorgeschrittene Gewerkschaften feierten den 1. Mai. Dies in nicht erholt haben. Der Abend war der Geselligkeit gewidmet, es Leipziger Arbeiter- Gefangvereine trugen zur Erhöhung der Fest Betracht gezogen, könne der Festzug und das Meeting im Hydepark mögen wohl 2000 Personen gewesen sein, welche bei Konzert ftimmung ihr möglichstes bei. Stein Miston störte die Festversammlung. als recht erfolgreich betrachtet werden. Die Zahl der Teilnehmer am und Gefang fich für einige Stunden aufs beste unterhielten. Im Brauereigarten mögen in den Mittagsstunden wohl 15 000 Mai letteren belief sich auf gegen 10 000, im Festzug, der sich um die am Westminsterquai aufstellte und bon θα In Danzig referierte Genoffe Stepp hun vor einer start be- demonstranten anwesend gewesen sein." In den Nachmittagsstunden Mittagszeit ſuchten Versammlung, die eine entsprechende Resolution annahm. strömten noch Tausende herzu andere Taufende verließen den Fest- durch die belebtesten Straßen des Westends zum Hydepark Im allgemeinen bedeutende Arbeitsruhe; Verlauf der diesjährigen plak. Würdig, wie es der Bedeutung des Tages entspricht, hat 30g, marschierten 6000 Personen, die ihrem Enthusiasmus bei Maifeier unerwartet großartiger als früher. Drei Musikchöre, Schwerin. Am das Leipziger Proletariat das 10. Weltfest der Arbeit begangen. den verschiedensten Gelegenheiten Luft machten. Ausfluge am Morgen des 1. Mai beteiligten sich 60 Personen. Genosse Fr. Geyer hielt eine furze ferige Ansprache, worauf eine 40 große Banner und über 100 Fahnen, einige zwanzig geschmückte Die Gewerkschaftsversammlung am Abend war sehr start besucht. entsprechende Resolution angenommen wurde. Am Abend waren in Wagen, darunter mehrere mit jubelnden Kindern angefüllt, verliehen Rosto d. Beteiligung 19 Gewerkschaften, 1300 Personen beim über 20 Lokalen von Leipzig und Umgegend Festversammlungen.dem Zuge den echten Festcharakter. Am Parlament begrüßten ihr Ausmarsche. In der Warnow- Halle ein„ Socialer Abend" bei über- In Limbach beteiligten sich trotz Regen und Sturm 60 Personen die Arbeiter- Abgeordneten J. H. Wilson und Steadman. Im Park fülltem Lokale. Ottensen. An der Abendversammlung nahmen an dem Ausfluge am 1. Mai. Abends wurde von 700 Personen ein waren 6 Tribünen errichtet, davon eine für die Jugend. Von 800-900 Personen teil.- Neudamm bei Königsberg. Sehr gut Kommers mit Ball abgehalten; Feftredner waren Handel und bekannteren englischen Rednern sprachen G. Barnes, W. Barwid, besuchte Versammlung am Abend des 1. Mai. 450 Personen. Rappel. In Hertha waren verschiedene Fabriken voll- Virs Gray, S. Duelch, J. Macdonald, Ben Tillet und H. N. Taylor. Görte Charlottenburg referierte. Harburg. Vormittag Ver- ständig, andere von Mittag an geschlossen. Am Ausfluge Die deutsche Socialdemokratie vertrat auf der internationalen Platfammlung von 500 Personen. Abends drei Versammlungen. Etwa beteiligten sich einige Hundert Genossen mit ihren Familien. form Julius Motteler mit einer sehr padenden und bilderreichen 5000 Berfonen beteiligten sich. In Barth, einem fleinen Orte Die geplante Versammlung war wegen befürchteter Gefahr für die Ansprache. der Provinz Pommern, beteiligten sich 86 Personen an öffentliche Sicherheit verboten. Meerane. Maifeier glänzend Die angenommene Resolution lautete: der Maifeier, die durch einen Kommers begangen wurde. berlaufen. Beteiligung bedeutend stärker als im Vorjahre. Abends " Diese y Massenversammlung von Arbeitern sendet den am In Mühlenbed feierten sämtliche Töpfer durch Arbeits- in 2 Sälen großer Kommers. Festrede hielt in beiden Sälen Genoffe heutigen Tage versammelten Genossen brüderliche Grüße und bes ruhe. In Kirchhain N.-L. war schon am Sonntag eine Sindermann- Dresden. Kamen z. Maifeier gut verlaufen. fräftigt mit ihnen ihren Entschluß, den Kapitalismus und das Lohnstart besuchte Versammlung, in der Genosse E. Eichhorn aus Vormittag Versammlung mit 120 Teilnehmern. Gegen Abend system zu stürzen und durch ihre gemeinsamen Bemühungen eine Dresden referierte. Am Ausfluge des Montags früh beteiligten sich 300 Mann. internatianale, genossenschaftliche Republik zu errichten, in der alle 80 Personen, nachmittags ließen 150 Mann die Arbeit ruhen. Zur Werkzeuge der Industrie dem organisierten Gemeinwesen gehören Süd- und Westdeutschland. Ueber die Maifeier in München und von ihnen kontrolliert werden und allen gleiche Gelegenheit geAbendfeier erschienen 500 Personen. In Bunzlau erlangte der berichtet die Münchener Post": Die zehnte Maifeier wurde auch geben wird, ein glückliches, gesundes Leben zu führen." Wahlverein bei der Feier am Sonntag Abend einen Mitglieder von der Münchener Arbeiterschaft in ganz imposanter Weise begangen. In Westham bei London, dessen Gemeinderat eine Mehrheit von zuwachs von über 100 Personen. Am 1. Mai früh ein Ausflug Es hat sich gezeigt, daß der Gedante des Weltfeiertages der fort- Socialisten und Gewerkschaftlern hat, wurde der 1. Mai durch Einunter Beteiligung von ca. 400 Personen. Abends start besuchte geschrittenen Arbeiterschaft in Fleisch und Blut übergegangen ist. Trop- weihung einer neuen, 10 Acres umfassenden öffentlichen Anlage Versammlung. In Haynau feierte ein Teil der Arbeiter dem, gemäß den diesbezüglichen Beschlüssen, nur dort gefeiert wurde, wo für Spiel und Erholung gefeiert. Die Jugend führte alt- englische durch Arbeitsruhe. In zwei Handschuhfabriken ruhte die Arbeit voll es ohne Schaden für die Arbeiter geschehen konnte, war die Vormittags Spiele auf: Errichtung des Maibaums mit Tanz um denselben, ständig. Am Ausfluge am 1. Mai nahmen etwa 90 Personen teil. versammlung im Münchener Stindlfeller geradezu demonstrativ besucht. Strömung der Maikönigin usw. Die von der Stadt beschäftigten Tiefenfurt. Die hiesigen Arbeiter ließen zum großen Teil Hunderte konnten feinen Platz mehr finden, da der Saal schon vor Arbeiter hatten Feiertag und haben von jetzt an den Achtstundentag. von Mittag an die Arbeit ruhen und versammelten sich in einem Beginn der Versammlung dicht gedrängt voll war. Ein Gesangs- Heute abend feiert die Socialdemokratische Föderation den nahegelegenen Lotale zu zwanglosem Beisammensein, da ein Aus- vortrag der Sangesbrüder vom Arbeiter- Sängerbund eröffnete die Maitag noch durch einen großen Karneval in Gemeindefaal von flug mit Musit verboten war. Abends Kommers unter starker Be- erhebende Feier, worauf Genosse Vollmar in etwa einstündiger Shoreditch( Ost- London). Die Independent Labour Party hat morgen teiligung. zündender Rede über die Bedeutung des Tages sprach. Stürmischer in Gemeindesaal von Holborn( Mittel- London) ebenfalls einen Mittel Deutschland. Die diesjährige Maifeier in Gotha minutenlanger Beifall solgte dem Schlusse der Rede, worauf die Mai- Karneval. schloß sich den vorausgegangenen würdig an. Am Vormittag in allen Versammlungen unterbreitete Resolution einstimmige An- Von der Provinz liegen noch keine Berichte vor. fand trop faltem Wetter ein Ausflug nach dem Borberg statt. nahme fand. Am Abend fanden dann acht große Versammlungen Abends war im großen Antersaal Kommers, verbunden mit statt. Folgende interessante Notiz entnehmen wir dem Blatte noch: Festrede, gehalten vom Genossen Bod. Der Saal erwies sich als In der am Vormittag hier stattgehabten Kontrollversammlung viel zu flein, so daß die Späterkommenden feinen Einlaß be- der Reservisten hielt der Herr Offizier eine Ansprache ungefähr In diesem Jahre feierten zum erstenmal verschiedene folgenden Inhaltes: In Warschau veranstalteten, wie telegraphisch gemeldet wird, Fabriken teilweise ganz, teils halbe und Dreiviertel- Tage. Die Es ist jedem von Euch ganz besonders streng verboten, während Sonntagabend einige tausend Arbeiter und Studenten gelegentlich Arbeiterschaft Apoldas beging die Feier des 1. Mai durch einen des Kontrollfages an einer revolutionären oder socialdemokratischen der Maifeier Straßen Demonstrationen, wurden jedoch bon Nachmittags- Ausflug. Abends war der Festsaal im Vorwärts" Bersammlung teilzunehmen. Ebenso ist es verboten, socialdemo- Gendarmerie und Kosaken umzingelt. 500 Demonstranten wurden überfüllt; Genosse H. Fischer Weimar hielt die Festrede. fratische Abzeichen zu tragen oder socialdemokratische Lieder zu singen. I arretiert. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Vertrauensmänner- Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter am Sonnabend, 6. Mai, abends 8/ 21hr, bei Zubeil, Lindenstr. 106. Tages Ordnung: 1. Das Verhalten der Vertrauensmänner bei Aussperrungen und die feßigen Differenzen. 2. Branchenangelegenheit. 3. Verschiedenes. Es muß jede Werkstatt vertreten sein, namentlich diejenigen, in denen wegen der Maifeier Aussperungen und Differenzen entstanden sind. Große öffentliche Versammlung der Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandter Gewerbe zu Berlin am Sonntag, den 7. Mai, vorm. 91/2 Uhr, in Cohn's Festsaal, Beuthstr. 19-20.' Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Gutheit über: Die Arbeiterversicherungss 30666 Achtung! Kupferschmiede. Sonnabend, 6. Mai, abends 9 Uhr, im Grand Hotel Alexanderplat, Eingang: Neue Königstraße, Portal II. Oeffentl. Versammlung der Kupferschmiede Berlins. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen A. Körsten: Die Unfall: versicherungs- Gesetzgebung. 2. Jahresbericht des Vertrauensmanns und Neuwahl der gesamten öffentlichen Kommission: a) des Vertrauensmanns und Gewerkschaftsdelegierten, b) deffen Stellvertreters, c) des Hauptkassierers, d) der 4 Bezirisfassierer. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Samariter für Arbeiter und 30636 Der Einberufer. Kursus Arbeiterinnen. Anfang des Sommerkursus Kommandantenstr. 20. Geseze, unter besonderer Berücksichtigung des Invaliditäts- und des Unfall: am Montag, den 8. Mai, abends 9 Uhr, in den" Arminhallen", versicherungs- Gesezes. 2. Vortrag des Bahnarztes Herrn Ritter über: 155/9 Bahn- und Mundkrankheiten. 3. Verschiedenes. Vortrag des Herrn Dr. Bischofswerder über: 3wed und Ziele und Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Anatomie und Physiologie. Jedermann willkommen. Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Am 7. Mai: Ausflug nach Schmargendorf Sanssouci", Der Vorstand. Ruhlaerstraße. Die Elfer- Kommission. J. A.: Karl Geisler, Stöpniderstraße 123. Russisch Polen. % Freie Volksbühne. Achtung, II. Abteilung Sonntag, 7. Mal, nachm. im Lessing- Theater. 229/15 99 Der Revisor" von Gogol. Die Vorstellungen folgen am 7., 11.( Himmelfahrtstag, Donnerstag), 14., 21., 28. Mai. Achtung! I. Abteilung! Die 10. Serie der Vorstellungen beginnt am 14. Mai im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater: Aufgeführt wird: Einsame Menschen. Drama in 5 Akten von Gerhard Hauptmann. Die Vorstellungen folgen am 21., 28. Mai, 4., 11. ,, 18. Juni. Laut Statut sind die Beiträge bis Juni zu entrichten. Die VI. Abteilung ist geschlossen, einige neue Mitglieder zur IV. und V. Abteilung können sich meiden. Nachzügler erhalten nur einen Stehplatz, soweit Raum vorDer Vorstand. I. A.: G. Winkler. handen. Zähne 2 M. Der Brand- Ausverkauf ist 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilzahl, wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7. Warenhaus eröffnet. Herrmann Schlesinger, Pücklerstr. 39, Ecke Muskauerstrasse an der Markthalle. .0081 inf Die Erkenntnis der einfachsten Dinge 012801.1 bricht sich oft sehr sehr langsam Bahn. So unterschätzen noch sehr viele Hausfrauen den Wert von Kathreiners Malzkaffee, der unter allen Kaffee- Ersatzmitteln den ersten Platz einnimmt. Mit Geschmack und Aroma des Bohnenkaffees versehen, ist er nicht nur ein vorzüglicher Kaffee- Zusatz, sondern auch ein vollständiger KaffeeErsatz, der in Hunderttausenden von Familien dem aufregenden Bohnenkaffee vorgezogen wird. Großer Möbelverkauf Oranienstraße 73. an der Kom mandantenstraße( früh. 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393 549 86 91[ 1000] 623[ 500] 43 72[ 300] 89 789 97 881[ 300] 149008 352[ 1000] 536 82 602 701 97 929 74 150019 237 51 323 713 842 84 952 151152 308[ 3000] 423 505 71 988 152034[ 1000] 114 82 95[ 300] 303 408[ 1000] 562 666 802 50 91 910 153051 112 59 527 96[ 3000] 619 838 9029 154138 272 315[ 500] 539 54 832 906 51 57 78 155031 69 230 33 704 68 75 850 982 156027 69 170 723 818 916 157169 72 239 330 42 434 91 582[ 3000] 89[ 300] 729 826 33 158179 270 316 38 432 918 159282 319 506 713 950 65 160003 401 2 6 502 40 658 760[ 300] 08 810 38 161191 315 82.411 88 029 42[ 1000] 86 92 739 162051 61[ 500] 73 177[ 500) 99 255 74[ 3000] 411 77[ 500] 737 897 163160 262 406 844 87 90 164103 59 409 19 89 688 165244 46 425[ 3000] 38 524 71[ 500) 72 81 633 721 818 66 166024 77[ 1000] 362 650 66 743 826( 3 [ 3000] 99 167168[ 500] 211 30 617 94 725[ 3000] 66 831 81 950 168151 314 43 551 631 722 872 169019 101 312 66 406 517 611 [ 3000] 755 939 170020 214 34[ 3000] 513 021 749 61 860 902 72 80( 500) 91 171031 85 103 202 58 416 555 63 609 751 55 61 172073 231 61 468 91 624[ 3000] 614 65[ 300] 780[ 300] 913 173017( 3000) 153 82 355 404 735 809 922 26 174079 84 405 72 590 611 871 933 08[ 500] 82 175156 259 61 70[ 300] 371 77 97 583 95 170003 14 126 69 468 554 092 792 888 921 56 177100 269 359 86[ 300] 403 38 615 813 178129[ 3000] 611 794 979 179007 76 192 328 98 405 714( 5000] 971 20 886 181024 346 75 562 03 933 82 180000 121 88 729 886 181024 346 75 562 68 938 62[ 300] 182008[ 500] 117 24 221 363 501 38 604 23 31 709 23 55 882 962 183111 96 236 69 335 450 501 20 774 897 184040 221 70 1500] 579 602 799 919 63 73 185076 133[ 500] 88 238 81 373 96 97 413 522 51 603 76 761 73 973 79 186179 351 478 607 50 80 728[ 3000] 32 52 157273 359 535 57 83[ 1000] 788[ 1000] 898 937 188304 595 671 869 901 180125 84 211 17 85 86 309 545 634 807 [ 300] 960 190065 227 383 528 85 815 926 65 191008 132 49 282 363 63 417[ 300] 549 657 860 69 957[ 300] 192192 302 49 65 597 98 617 57 799 825 88 942 193001 48 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718[ 3000] 42 48 73 221111 93 202 313 45-406 509 659 765 91 888 912 222144 03 429 521[ 3000] 682 971 223019 115 223 392 590 727 43 844 960 224155 89 313 470 [ 1000] 785 899 985 225044 314 517 Im Gelvinurade verblieben: 1 Gewinn zu 500000 Mr. 1 su 150 000 22., 1 zu 75 000 m., 1 zu 50000 wt., 8 30 000 Mit, 10 zu 15 000 Mt., 25 zu 10000 W, 44 au 5000 W, 664 zu 3000 Mt., 702 zu 1000 M., 797 zu 500 Mr. Arbeiter- Berufsartikel u.Wäsche Möbelpolierer. ausschließlich eigenes Fabrikat. Specialität: Arbeiter Berufs: fleidung: Blau Köper- Jaden M. 1,65, steigend je nach Größe um 10 Bf., blau Röper- Hosen, in allen Längen, M. 1,65. Arbeiterhemden, Blusen, Maler tittel u. Monteurhemden. D. Wurzel& Co., Wrangelstr. 17. Die am Sonnabend, den 22. April, ausgesprochene Beleidigung und Ver: dächtigung gegen den Maurer Herrn Emil Müller nehme ich hierdurch zurüd.[ 30625] Frau Minna Grosse. General- Fund- Bureau Charlottenstr. 93. Nachweis und Ermittelung. Eigener achttägiger Säulen- Anschlag. ahr -Räder, Arbeitsmarkt. Achtung, Solzarbeiter! In folgenden Stiftenfabriken find wegen der Maifeter die Kollegen aus: gesperrt: Franzke& Thurow, Markusstr. 50. Bei Müller, Krautstr. 37, find 146/3 die Kollegen gemaßregelt. Zuzug fernzuhalten bittet Der Vorstand des Verbandes. Stellenangebote. Gesangs Licht. Dirigentenverein für Dienstag. 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Wolff, Fehrbellinerstraße 14, haben sämtliche Drechsler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. 79/14 Buzug fernhalten. Achtung! Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! In der Pianofabrik von Janowsky, Memelerstraße 31, haben infolge Maßregelung die Kollegen die Arbeit nieder gelegt. Zuzug fernzuhalten. Die Agitatiouskommission des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter. auf Eisengitter verlangt Sieger, Bergmannstr. 32, Grabbenkmalgeschäft. Tüchtiger Versilberer nach aus: wärts gesucht. Näheres Wriezener: straße 12, Bergolderei. 30695 99 10 tüchtige Schloßbauer auf gute Geldschrankschlösser sucht , Panzer", Actiengesellschaft für Geldschrank-, Tresorbau und EisenIndustrie, Badstr. 59. Geübter Ballierer auf Goldleisten gesucht, Liegnizers Straße 15. 30726] Tischlergesellen auf Salonschränke und ein Möbel. polierer v. Stettinerftr. 27, Hof 2 Tr. Klempnerlehrling vert.[ 1633L* Franz Stange, Oppelnerstr. 48. Buarbeiterin verlangt Fr. Haugk, Modiftin, Koppenstr. 63, Aufg. C, II. Stepperin verl. im Filzschuhgeschäft b. Carl Blescke, Ruppinerstr. 36.[ 30736 Patentgummi Arbeiterinnen, geübte, such. Gottschalk& Wienstruck, Alexanderstr. 9. Lehrmädchen für feine Damens wäsche, Wilsonnäherin, verlangt Steins bach, Gneisenaustr. 112. 30716 30656 11.8iehung b.4. Klaffe 200. Kgl. Preuß. Botterie. 675 707 95 808 53[ 500] 953 113213 426 732 882 942 114054 Biebung vom 3. Mai 1899, nachmittage. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 169 233 82 431 712 52 863 1176 254 348[ 3000] 685 766 [ 300] 940 58 2023 45 710 63 98[ 5000] 896[ 500] 962 76 3132 419 551 85[ 500] 658 66 722 83 801 4034 40[ 300] 254 96 344 78 452 654 969 5138 243 404 13 687 805 995 6003 213 417 552 88[ 8000] 608 708 14 818 906 70 97 7008 353 615 53 8108 54 247 62 300 32 443 572 88 805 9058 66 81 219 84 310 439[ 300] 50 569 824[ 300] 61 10034 137 88 232 398 527 81[ 500] 612 80[ 300] 864 89 991 3000] 11172 246 418 40 554 660 61[ 1000] 93 702 918 61[ 500] 07[ 500] 12018 112 216[ 300] 456 693 960 13003 325 53 403 538 696 701[ 300] 909 64 14098 101 283 302 512 42 79[ 3000] 669[ 300] 98 762 83 15006 59 263 331 660 62 702 14 979 16017 04 467 502[ 500] 29 47 832 64 76 89[ 300] 974 17038 361 94 546 657 742 18314 438 40[ 300] 47 576 721 819 943 59 19477 560 619 851 79 997 20032 81 205 6 36 322 92 522 721 915 21072 141 219 73 396 692 754 84 87 889 22019 139 93 501 5 924 23044 48 51 138 213[ 500] 93[ 500] 385 572 98 690[ 1000] 838 996[ 500] 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Für den Inseratentell verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.