Nr. 105. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Breis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntags, Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Boft, Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewertschaftliche Vereins: und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Emt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Gewerkschaftskongreß. Sonnabend, den 6. Mai 1899. " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Anstellung von zwei befoldeten Beamten, Einschätzung der bürgerlichen Feiglinge von vornherein beschlossen, cines besonderen Redacteurs für das„ Korrespondenzblatt", feinen Antrag auf sofortige Beratung der Interpellationen zu stellen, sowie der Antrag auf weitere Ausgestaltung dieses Blattes. da dies der Regierung einen leichten Sieg und damit die Möglichkeit Es wird sodann jährlich die Herausgabe eines Handbuchs verschafft hätte, auf den Staffationshof einen verstärkten Druck auszuüben. Unter eigenartigen politischen Verhältnissen tritt der verlangt, das zu einer Art Nachschlagebuch für das gesammelte deutsche Gewerkschaftsfongreß am Montag in Frankfurt a. M. socialpolitische Material ausgestaltet werden soll. Ferner wird zusammen. Umtost vom Geschrei der Arbeiterfeinde, die die Errichtung eines Korrespondenzbureaus" für drohend die Hand erhoben haben, um die Gewerkschafts- die Gewerkschaftspresse verlangt. Den Blättern will man bebewegung ihres wichtigsten Rechtes zu berauben, finden sonders auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung das Material sich die Vertreter der deutschen Arbeiter zusammen, in fertiger Bearbeitung zugänglich machen. gewillt, in ernster Arbeit über eine Reihe bedeut Ein sehr wichtiger Antrag der Generalfommission, der samer Fragen des Gewerkschaftswesens zu beraten. sicher auf Annahme rechnen darf, bezweckt die Aufnahme einer Den Anschlägen des Zuchthauskurses tritt die deutsche Arbeiter- Streit statistit, die zu einer Kontrolle der amtlichen schaft gerüstet entgegen. Sie wird einmütigen Protest erheben Statistik dienen könnte, wenn die Organisationen sich eifrig der gegen Vergewaltigung und Unterdrückung. Sie verlangt freie Durchführung dieser Aufgabe annehmen würden. Leider hat Bahn für die Entwicklung der Gewerkschaften, der Notwaffe bisher die Generalfommission, was ihre statistische Aufnahmen im Streite wider das ausbeuterische Kapital. anbetrifft, immer über ungenügende Unterstützung Klage führen müssen. Erheblich ist der Fortschritt der Gewerkschaftsbewegung im legten Jahrzehnt, wie der Bericht, den die Generalkommission dem Kongreß vorlegt, zeigt. Im Jahre 1891 betrug die Zahl der in den Gewerkschaften organisierten Arbeiter 287 659, bis 1898 wuchs sie auf 507 747. Den größten Zuwachs in der Mitgliederzahl weisen die Maurer und Metallarbeiter auf. Die Maurer erhöhten ihre Mitgliederzahl im Centralverband von 11 842 im Jahre 1892 auf 60 175 im Jahre 1898. In demselben Zeitraum stieg die Mitgliederzahl des Metallarbeiter Verbandes von 26 121 auf 75 431. Unzweifelhaft hat der wirtschaftliche Aufschwung dieses Resultat günstig beeinflußt und es wird nun mehr Aufgabe der Organisationen sein, das Errungene zu befeftigen, um Verlusten vorzubeugen, wenn ungünstige Zeiten tommen sollten. Immerhin sprechen deutliche Anzeichen dafür, daß die Ver öffentlichung der Revisions enquete auch auf die parlamentarischen Feiglinge Eindrud gemacht hat. Die Masse der Abgeordneten, die ja fiets mit dem Strome schwimmt, beginnt endlich einzusehen, daß die Revision unvermeidlich ist. Selbst ein offiziöses Organ Dupuys muß fonstatieren, daß es nunmehr in der Kammer eine Mehrheit die„ sich an den Gedanken der Revision gewöhnt" gebe, allerdings mit dem Hintergedanken der Verweisung des Dreyfus ein nenes Kriegsgericht, einen was bedeuten nochmaligen endgültigen Justizmord dürfte. Doch hierüber ein anderes Mal, bei der Zusammenfassung der Ergebnisse der Revisionsenquete. bor und Zunächst ist also das parlamentarische Terrain von DreyfusDebatten frei. Andererseits ist das Budget für 1899 von der Kammer bereits votiert und dasjenige für 1900 noch nicht eingebracht, da der Senat das diesjährige Budget noch nicht einmal in Angriff genommen hat. Schließlich hat Dupuy nach Melines Beispiel die Verlegung aller Jnterpellationen überhaupt, mit Ausnahme der jenigen über Algerien, auf den Freitag erlangt, ohne daß es zu einer Debatte über diese indirekte, aber wie die Erfahrung gezeigt sehr wirksame Schwächung des Interpellationsrechtes ge kommen wäre. = Die Frage der Tarifgemeinschaften, die ferner zur Besprechung steht, läßt einen lebhaften Meinungsaustausch vermuten, da die Stellung der Buchdruckerorganisation zu dieser Frage nicht allgemein geteilt wird. Die Gegnerschaft ist aber in letzter Zeit immer mehr zurückgetreten. Mit dem Wachsen der Gewerkschaften, ihrem größeren Einfluß auf den Die Kammer hat nun freie Zeit für gefeggeberische Arbeitsmarkt, machte sich für die Unternehmer das Bedürfnis nach stabilen Arbeitsverhältnissen stark geltend, und auch liegt Arbeit. Sie wird sich zunächst ganz wider Erwarten mit der Abschluß solcher Vereinbarungen im Interesse der Ar der ursprünglich von den Socialisten eingebrachten Arbeiterbetreffend die Arbeits- Bebeiter. Schon jetzt haben einige Gewerkschaften ihre Bereit. Borlage, dingungen in den öffentlichen Arbeiten befassen. willigkeit erklärt, feste Vereinbarungen mit den Unternehmern Dann hat die Regierung auf das Drängen des Unternehmerzu treffen, andere sind bereits dem Beispiele der Buchdrucker tums und dessen parlamentarischen Vertreter eine baldige Vergefolgt und haben Vereinbarungen obgeschlossen. Im Principichlechterung des Haftpflicht Gesezes versprochen. wird man sich gegen Tarifvereinbarungen nicht erklären können Dieses Versprechen wird Dupuy treu einlösen. Es handelt sich am einen organisierten Widerstand Der Kassenbericht der Generalfommission schließt in Ein- und die Art des Abschlusses, die Dauer der Vereinbarung wird deg Unternehmertums gegen das Haftpflichtnahme und Ausgabe mit 202 299,15 M. ab, der Kassenbestand man füglich der Organisation selbst überlassen müssen. belief sich am 31. März d. J. auf 34 792,90 m. Unter den Auch in der Beurteilung der kommunalen bezw. gejet, das nach vollen achtzehn Jahren der Verschleppung endlich ant 1. Juni dieses Jahres in Kraft treten sollte. Ausgaben befinden sich u. a. 29 563 M. für Agitation, paritätischen Arbeitsnachweise gehen die An Der Widerstand richtet sich vor allem gegen die Bestimmungen Korrespondenzblatt" 12 660,35 m., Flugblätter 10 858,60 m, fchauungen auseinander. Während die Einen an dem Be- des Gesetzes, wonach bei Unfällen mit tödlichem Ausgang der Ehefür das Gewerkschaftsorgan der italienischen Arbeiter 1853,20 m., schluß des letzten Gewerkschaftsfongresses festhalten, der diese hälfte und den Kindern des Opfers eine lebenslängliche bezw. bis für Gehälter 14 919,90 M., Delegationen zu Kongressen Organisationen ablehnt, fordern die Anderen die Unterstützung zum sechzehnten Altersjahr fortdauernde Jahresrente zuerkannt wird, 3153,85 M., Verwaltungskosten 3990,05 M., Kosten der pritätischer Arbeitsnachweise, weil die Gewerkschaften bisher welche insgesamt höchstens( bei 4 oder mehr Kindern) drei Fünftet Broschüre„ Das Roalitionsrecht in Theorie und Praxis" einen großen Einfluß auf die Arbeitsvermittelung nicht des Vohnes beträgt. Andererseits fällt im Intereffe der Unter5996 M., Darlehen an Verbände 52 830 m. Ueber die Bei- ausüben fonnten. So viel ist sicher, daß der Beschluß nehnter das Entschädigungsrecht von Angehörigen ausländischer tragszahlungen der Gewerkschaften berichtet die General des legten Kongresses von den organisierten Arbeitern Arbeiter weg. falls die letzteren zur Zeit des Unfalls im Auslande kommission, daß dieselben seit dem letzten Stongreß regel- bereits vielfach durchbrochen worden ist. Ob bei der wohnhaft waren, was nur auf eine beschränkte Zahl von an der mäßiger eingelaufen sind. Die Agitation wurde besonders schroff ablehnenden Haltung zahlreicher Unternehmer Organi Arbeiter, die nach dem llufall das französische Gebiet verlassen, lebhaft in den Ostprovinzen getrieben. In Beuthen unterhält fationen die paritätischen Arbeitsnachweise große Aussicht auf lediglich mit dem dreifachen Betrag der Jahresrente abgefunden die Generalfommission ein Bureau und hat an diesem Ort Erweiterung ihres Wirkungskreises haben, ob es ihnen gelingen werden. und in Bilschowitz Versammlungslokale gemietet. wird, einen bedeutenden Teil der Arbeitsvermittelung an sich zu Die ebenso patriotischen wie arbeiterfeindlichen Unternehmer Zu den Kundgebungen, die von der Generalfommiffion bringen, erscheint sehr fraglich. Vor allen Dingen werden die drohen mun, im Interesse des heiligen Profits die Entvölkerung lebhaft unterstügt wurden, gehören die Massenversammlungen Arbeiter gut thun, nicht ohne Not ihre Arbeitsvermittelung Frankreichs und die Verdrängung der vaterländischen Arbeiter zu fördern. Sie wollen fortan, soweit angängig, imverheirateten und nach der Deynhauser Rede des Kaisers und die Verbreitung aufzugeben, und es dürfte sich empfehlen, von Fall zu Fall underlosen, sowie – noch mehr als bisher- ausländischen Arbeitern eines Flugblattes zur Verteidigung des Koalitionsrechtes. die Entscheidung zu treffen. den Vorzug geben! " " Ueber die Mißstände im Baugewerbe wurde eine Enquete auf- Die Arbeiterfetretariate, über die auch beraten genommen und das Resultat derselben in einer Broschüre der werden soll, werden gewiß eine einmütige günstige BeDeffentlichkeit übergeben. Eine weitere Enquete betraf die urteilung finden, dasselbe läßt sich nicht von den Gewerk Lage der Arbeiterinnen im graphischen Gewerbe. In fünf fchaftskartellen fagen, für die von einigen Seiten eine Hauptsitzen dieser Industrie wurden Erhebungen veranstaltet, Beschränkung der Machtbefugnisse verlangt wird. und werden die Ergebnisse in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Wie maßlos und gewissenlos das Unternehmertum die Bedeutung der erwähnten Bestimmungen übertreibt, ersieht man schon daraus, daß die Versicherungsgesellschaften sich materiell außer stande erflären, für verheiratete und finderreiche Arbeiter höhere Prämien zu verlangen. Dazu fehlen nämlich die statistischen Unterlagen und die An umfangreicher und schwieriger Arbeit wird es also Möglichkeit der Kontrolle. Die Unternehmer brauchen sich also nur dem Kongreß in Frankfurt nicht fehlen. Mögen die Gewerf 3 versichern( die obligatorische Versicherung ist als socialistisch" schaften aus den bevorstehenden Beratungen neue Anregung aus dem Gesetze ausgemerzt), um jenen schredlichen Bestimmungen zu entgehen. schöpfen zu weiterer Fortbildung und größerer Machtentfaltung, In Wirklichkeit wollen die Unternehmer von dem HaftpflichtGlückauf den deutschen Gewerkschaften! An Broschüren sind in der verflossenen Geschäftsperiode im Verlag der Generalfommission erschienen: Protokoll des zweiten Stongresses der Gewerkschaften in 10 000 Exemplaren, damit sie innerlich geeint und gekräftigt den Kampf gegen Mißstände im Baugewerbe in 6000 Exemplaren, Ein Beitrag ihre Widersacher fortführen. zur Geschichte der baugewerblichen Arbeiterschutz- Gesetzgebung in 2000 Exemplaren, Der Streit der Hafenarbeiter und Seeleute in Hamburg in 16 000 Exemplaren, Die Arbeiterinnen im Klassenkampfe in 10 000 Exemplaren und Das Koalitions recht der deutschen Arbeiter in Theorie und Praxis in 30 000 Exemplaren. Die Beteiligung an den Konferenzen der Vertreter der Arbeitsnachweise am 13. September 1897 in Karlsruhe und am 27. September 1898 in München, lehnte die General fommission mit der Motivierung ab, daß sie sich nicht an Unternehmungen beteiligen könne, die entgegen des Beschlusses des Gewerkschaftskongresses von 1896 eine Stärkung der kommunalen Arbeitsnachweise bezwecken. Ferner lehnte die General kommission die Beteiligung an der Arbeiterschußkonferenz ab, die vom Freiherrn v. Berlepsch nach Berlin einberufen wurde. Diese Ablehnung wurde damit begründet, daß die Gewerkschaften sich in Deutschland an solchen Unternehmungen nicht be teiligen können, weil darin ein Verstoß gegen das Vereins gesetz erblickt werden könnte. Ans Frankreich. Zur Wiedereröffnung der Kammer. mehrheit und die Revision. -gefeß überhaupt nichts wissen. Unter den Kundgebungen der Unternehmer- Organisationen und der Handelskammern findet man übrigens auch ungeheuchelte Proteste gegen das ganze Haftpflichtgefez. Die gemeinsame Losung der Unternehmer heißt: Vertagung des Gesezes!" Dabei haben die Herren 14 Monate und mehr Zeit gehabt, um ihre Vorkehrungen zu treffen, da das Gesez, von der Kammer Ende Oktober 1897 votiert, am 9. April 1898 veröffentlicht wurde. Bedenkt man ferner, daß das Gesetz unter dem Kabinet Meline, dem kapitalistenfreundlichsten Ministerium der Paris, 4. Mai. Republik, zu stande kam, so kann man sich leicht vorstellen, wie wenig Das Ministeriumt, die Kammer: berechtigt selbst vom nackten Standpunkt des Bertagung der Dreyfus- Interpellationen. Profits das Unternehmer- Geschrei ist. Es sei noch erwähnt, daß das Kampf der Unternehmer gegen das Haftpflicht- Gesetz Gesetz in der Kammer einstimmig und im Senat mit großer Sonst pflegt das Ende der Parlamentsferien in Frankreich von Mehrheit votiert wurde. Selbst die hartgesottensten kapitalistischen Und nun trotz alledem miniſterſtürzenden Stimmungen und Betrachtungen begleitet zu sein. Parteigänger hatten so etwas wie Scham empfunden ob der achtDiesmal merkt man davon nichts. Die endlos fortdauernde Dreyfus zehnjährigen Verschleppung des Gesetzes. Affaire hat die Miniſterherrlichkeit in den Augen der„ regierungs- eine Auflehnung der ganzen Unternehmerklasse, die ihr Gegenstück fähigen" Persönlichkeiten aller Reize entkleidet. Die Minister nicht einmal in dem Entrüstungssturm der französischen Bourgeoisie Denn damals handelte es sich kandidaten gönnen den derzeitigen Ministern von ganzem Herzen gegen die Einkommensteuer findet. die schmußige Rettungsarbeit im Dienste der Hocharmee. Und sollte iminerhin um einen Reform entwurf, jezt aber um ein rechtAuch ein Beitrag zur das Ministerium unter der Peitsche des ehrlichen Teiles der Deffent- mäßig in Kraft treten sollendes Gesetz.. lichkeit zu etwelchen Maßregeln gegen die schlechterdings nicht mehr Kennzeichnung der socialpolitischen Einsicht der Kapitalisten am Jahrzu rettenden Militärs getrieben werden, dann verliert die Minister- hundertsende! herrlichkeit erst recht jede Anziehungskraft. Ueber die auf der Tagesordnung des Frankfurter Kon Aus der gemeinsamen Schmach der bürgerlichen Parteien gegresses stehenden Fragen ist bisher in der Gewerkschafts: preffe feine erhebliche Diskussion geführt worden, und es läßt boren, hat daher das Kabinett Dupuy, diese konzentrierte" opporpresse keine erhebliche Diskussion geführt worden, und es läßt tunistisch- radikale Gesinnungslosigkeit, begründete Aussicht, bis zum sich wohl annehmen, daß im Vergleich zu seinen Vorgängern Ende der Dreyfus- Affaire fortzuleben. dieser Kongreß weniger erregte Debatten darbieten wird. Vor Damit steht nicht in Widerspruch der neuliche Verfuch Dupuys, allem dürften die Meinungsverschiedenheiten über das weitere die Revisionsarbeit gewaltsam abzukürzen. Denn wäre der Versuch Bestehen der Generalfommission nicht mehr in der gelungen, der wieder zufammentretenden Kammer die Vereitelung Echärfe hervortreten, wie auf den beiden voraufgegangenen der Revision als vollendete Thatsache darzureichen, so wäre die hoch Kongressen in Halberstadt und Berlin. Nach den vorliegenden patriotische That von der Kammermehrheit bejubelt worden. Nun der Versuch mißlungen ist, bemußt Dupuy wieder die ehrsame Fiktion Anträgen zu urteilen, ist man gewillt, den bisherigen Wirkungs der„ Trennung der Gewalten", um die Berta gung der unbequemen freis der Generalfommission zu belassen. Dreyfus nterpellationen bis nach Abschluß der Revisions Einige Anträge- es sind verhältnismäßig nur wenige Verhandlungen zu erlangen. eingelaufen wünschen eine unbedeutende Aenderung der Die Kammer ging auf diesen Wunsch gleich in der Eröffnungsbisherigen Organisation. Dazu gehört die Forderung der sigung debattelos ein. Die socialistische Fraktion hatin richtiger! Doch ist zu hoffen, daß das Unternehmergeschrei seinen Zweckverfehlen wird. Der Handelswenigstens in der Hauptsache- verfehlen wird. minister hat den gleich in der Eröffnungssigung der Kammer eingebrachten Bertagings"-Antrag zurückgewiesen. Auf der anderen Seite erklärte er freilich das Gesetz für„ vervollkommnungsfähig" und versprach, wie gesagt, namens der Regierung rechtzeitige Ber böserungen im Sinne der Unternehmer. Sache der Arbeiterschaft wird es sein, die Beibehaltung des rechtskräftig gewordenen Gesetzes in seiner bisherigen Fassung zu erkämpfen. Die Unternehmer haben den Arbeitern eine eindringliche Lehre vom Klassentampfe erteilt. Die proletarischen Organisationen beginnen sich nun ihrerseits zu regen und die Verbesserung des Gesetzes zu fordern. vila Politische Uebersicht. Berlin, den 5. Mai. Der Reichstag erledigte am Freitag seine ganze Tagesordning. Zu ernsten Debatten fant es nicht. Nur zu einem kleinen Gepiänkel über die Wahl des Abgeordneten v. Löbell, das zur Folge hatte, daß die Sache vor die Wahlprüfungs- Kommission zurüc verwiesen ward. Wenn sie wieder vor den Reichstag komunt, giebt es vielleicht ein ernsthafteres Gefecht. Es ist das bekanntlich die Wahl im Kreise Brandenburg, wo unser Kandidat Peus mit geringer Majorität geschlagen worden ist mit Hilfe von Praktiken, welche die Wahlprüfungs- Kommission veranlaßt haben, Beweiserhebung zu verlangen. Die Oberbürgermeister- Debatte In der Berliner Stadtverordneten Versamm W Tung, die so grell die Charakterschwäche unseres Stommunalfreisinns bloßgestellt, wird vielfach erörtert. " Mit anderen namens Matmand, habe ihm vertraut, daß er im Auftrage Nur sind mit dieser Regelung auch einige fleine Nebenumstände Bazzani's Bomben angefertigt habe. Bazzani gab zu, daß er bei der verbunden. Die besagten Arbeiterwohnungen sollen nämlich auf dem Anfertigung der Metallhülsen der Bomben beteiligt gewesen sei, Lande bei unseren Agrariern liegen und zwar sollen es die in den dann habe er die Hülsen jedoch dem Araber Polli gegeben. Reden unserer Genossen im Reichstage, sowie in denen des freiEs wurde aber festgestellt, daß dem Parrini die Kiste sinnigen Abg. Dr. Hirsch im Abgeordnetenhause zur Genüge gevon einem Araber übergeben worden war, der den Auftrag schilderten ländlichen Arbeiterwohnungen sein, hatte, zu sagen, daß sie Cognac enthalte; das beweist, Worten, es soll den Landarbeitern das Fortziehen gründlich ver daß Bazzani, der unter den Italienern als Spigel bekannt war, grault werden. Sie sollen, wenn sie in die Stadt kommen, fich die Bomben nicht dem Polli gab, sondern sie selbst in den Laden darüber ausweisen können, daß fie auch Wohnungen haben, Barrinis schickte. Die eingeleitete Untersuchung ergab, daß nichts die allen hygienischen Anforderungen entsprechen. Um die eindarauf schließen ließ, daß ein Attentat gegen den Kaiser geplant heimischen städtischen Arbeiter hat sich zwar die Regierung bisher war. Infolge seiner gemeinen Machenschaften wurde Bazzani nicht mit solcher Liebe und Gründlichkeit gekümmert, aber hier unter Anklage gestellt. Parrini und Bolli treten als Nebentläger wird sie selbstverständlich den denkbar höchsten hygienischen Maßstab gegen Bazzani auf, den der Advokat Alfredo Felici verteidigt. anlegen. Man weiß ja, daß die Hygiene überhaupt mit beftem Erfolg in Nächste Sigung Dienstag: Autisemitischer Schächtantrag, den Dienst der Agrarier gestellt wird. Unsere Fleischeinführ Wer ist verantwortlich? gefeße, die den Agrariern die unbequeme Konturrenz des socialistischer Antrag auf Einführung eines neuen BergWenn die Arbeiter an der Bergwerksaufsicht teilnehmen Auslandes vom Halse schaffen, sind ja auch nur im Intereſſe gesetes. Mittwoch soll die Gewerbe- Ordnungs- wollen, dann verkündet der Unternehmer- Absolutismus, das der Volksgesundheit erlassen. Die Agrarier, die sich im AbgeordnetenNovelle zur zweiten Beratung gebracht werden. sei unmöglich, sintemalen sie die Verantwortlichkeit trügen und hause nicht den geringsten 3wang auferlegen, haben ja auch ganz fie mit niemandem teilen könnten. Wenn aber ein Unglücks- offen erklärt, daß sie dieses Wohnungsgesetz lediglich als Abhilfe fall geschicht, dann sind die Herren im Hause nicht zu Hause, gegen die Leutenot eingeführt wissen wollen. Da sie die Leute bei den miserablen Lebensbedingungen, die sie ihnen gewähren, absolut dann beginnt die Verantwortlichkeit der Unternehmer. amm Sue berichtet, der sich aus Anlaß einer Stritit der Verhältnisse eripere Wir haben vor einigen Tagen ausführlich über den Prozeß nicht halten können, so wollen sie ihnen einfach jeden Ausweg versperren. Das ist in der That sehr einfach. Da mant aber immerhin bei einer reichsgefeßlichen Regelung Die National- Zeitung" rät zum Frieden auf der Grund gröbsten Ungehörigkeiten im Betriebe durch eidliche Aussagen gefegliche ist hier nicht gut denkbar auch gewiffe Schwierigkeiten auf der Zeche" Boruſſia entonnen hatte Wohl die dieſer Wohnungsfrage"- und eine andere ae lage des Vermittelungsvorschlags des Vorsitzenden des Bezirksausschusses. Tas liberale Blatt predigt die Moral nachgewiesen worden sind, wurde Hue doch zu 500 Mart jedenfalls aber auf unangenehme Erörterungen zu stoßen glaubt, so der Duldfantkeit und zahmen Friedfertigkeit, wie sie ein Geldstrafe verurteilt. will man diese ganze Materie auf polizeilichem Wege, insbesondere Einem ausführlichen Bericht der Deutschen Berg- und durch Erlaß von Polizeiverordnungen einer die Agrarier befriedigenden Kanzlift sich gegenüber seinem Vorgesezten allmählich seufzend Hüttenarbeiter Zeitung" ist zu entnehmen, weiche Gründe die Lösung entgegenführen. Es wird Sache unserer Genossen im Reichs" Imponderabilien müssen in vielen Dingen berücksichtigterurteilung herbeigeführt haben. Der Staatsanwalt legte tage sein, die rechtliche Gültigkeit eines solchen Vorgehens zu prüfen. Imponderabilien müssen in vielen Dingen berücksichtigt seinem Plaidoyer den Gedanken zu Grunde, daß die Person werden, auch in den besonderen Beziehungen, welche sich aus der Thatsache ergeben, daß die Hauptstadt des Reiches des Betriebsführers Verhoven beleidigt sei, dem nicht die Schuld ber bentichen Regierung auf der Friedenskonferenz. Einer Errötend folgt er ihren Spuren, nämlich der Sultan zugleich die Residenz des Herrscherhauses ist. Die Regie- an den Zuständen nachgewiesen sei: Domutilodional Stonstantinopeler Drahtung des" Standard" zufolge beschloß der rung hat durch die Anregung seitens des Präsidenten des Bezirks- Nicht einmal eine Mitschuld an den groben Berstößen, türkische Ministerrat, seine Bertreter auf der Friedenskonferenz auausschusses und durch das Eingehen des Vertreters des Polizei- die thatsächlich konstatiert wurden durch die Beweisanfnahme, fällt zuweisen, die Anschauungen der deutschen Bevoll präsidenten auf dieselbe ein unlengbares Entgegen dem Herrn Verhoven zur Last. Dieser durchaus pflicht- mächtigten zu unterstützen und deren Führung zu folgen. tommen bewiesen; ginge die städtische Verwaltung nicht darauf getreue Beamte hat in die in schlechtem Zustand Ein Frade des Sultans billigte den Beschluß. ein, so würde sie sich nach dem Urteil weiter Kreise ins Unrecht übernommene Grube in vorzüglichster Weise Ordnung ge setzen, da die Regierung die Hauptsache, die würdige Herstellung des Friedhofs, zugestanden hat. Der Magistrat ist ohne weiteres befugt, auf die Fortführung eines Rechtsstreites zu verzichten, also auch, sofern die Stadtverordneten ablehnen sollten, mit ihm über diesen Verzicht in einer gemischten Deputation zu verhandeln. Klüger wäre es aber unseres Erachtens von der Versammlung, wenn sie zu der Erledigung des nahezu gegenstandslos gewordenen Streites mitwirfte." angewöhnt: Für Schwamm- Menschen dieser liberalen Rasse hat der Liberale Jhering vergebens den Kampf ums Recht ge fordert. Man muß Imponderabilien berücksichtigen, d. h. auf deutsch, man muß sich den Neigungen der Mächtigen unter werfen. Anders die„ Volts- Zeitung", die von der Rede unseres Genossen Singer sagt: " In der guten alten Zeit des demokratischen Liberalismus hätte so ein freisinniger Mann sprechen müssen. Jetzt überläßt man das dem Sprecher der socialdemokratischen Fraktion, und der Redner der bekannten Mehrheit redet wie ein Konser vativer, der seine politische Anschaming faum aus der Lektüre der Kreuz Zeitung" gewonnen haben fönnte. Denn selbst die Streuz- Zeitung" ist in den Dingen, die die Agrarier- und Junkerfrage angehen, nicht so vertrauensselig der Regierung gegenüber wie fich gestern die auchfreisiunige Mehrheit durch den Mund ihres Sprechers in Sachen der Selbstverwaltung gezeigt hat! Wenn politische und kommunale Gefahren abzuwehren sind, indem man ihnen gegenüber Blindekuh spielt, dann allerdings ist gestern von Herrn Cassel ein neuer Rekord in der Ver: teidigung der bedrohten Selbstverwaltung geschaffen worden." Die Volfs- 8tg." predigt der Wüste. Die Zipfelmütze gilt heut als schönste Bürgerkrone. Wozu Wozu auch für die Imponderabilien" der Manneswürde, der Wahrheit, des Rechts sich ereifern! Die Geschäfte blühen ja und das ist die Hauptsache. " Ein Komödiendichter, der diese liberale Gesellschaft auf die Bühne brächte! Freilich, die Polizei würde ihn nicht zu Wort kommen lassen, wenn uns auch selbst ein Künstler der Geisel erstünde. Der ernfte Hintergrund. schafft. Wie er uns selbst mitteilt, hat er alles gethan, was Deutsches Reich. in seinen Kräften stand. Gewiß sind frivole Ungehörigad leiten vorgefenmen, fortgesezt ist grober Unfug the bind 916 getrieben auf der Zeche, aber dem Betriebsführer ist nicht im Maifeier und Kieler Staatsmacht. Die kaiserliche Werft in mindesten nachgewiesen, daß er davon Kenntniß hatte und fic Stiel hatte ihren Arbeitern durch Anschlag die Mitteilung gemacht, duldete. Allzu tragisch darf man die Berieselung vor Ankunft der daß Ruhenlassen der Arbeit als Teilnahme an einer socialdemo Kontrolle nicht nehmen. Es besteht auch nach den Bekunden des kratischen Agitation betrachtet würde, und jetzt macht die kaiserliche Herrn Sachverständigen und des Betriebsführers Torpedowerkstatt in Friedrichsort bei Stiel durch ein merkwürdiges fein Zweifel, daß es Aufgabe der Arbeiter und unter- Vorgehen den Versuch, festzustellen, wer sich von den Arbeitern an beamten ist, für die Befolgung aller Sicherheitsvorschriften zu der Maifeier beteiligt hat. Von allen Arbeitern, denen am 1. Mai forgen. Das schreckliche Unglüd hat sechs braven Arbeitern das Leben Urlaub gegeben war, wird jegt ein Protokoll aufgenommen, in gefoftet. Die braven Berglente müssen selbstredend geschützt werden, welchem die betreffenden Arbeiter angeben müssen, welches die Gründe ind insofern hat der Angeklagte ein Interesse an der Aufdechung von ihres Urlaubs gewesen sind. Ergeben nun die Nachforschungen, daß Misständen. Aber wie hier festgestellt ist, entstehen diese aus der die von den Arbeitern angegebenen Gründe nicht den Thatsachen Nachlässigkeit der Arbeiter und Unterbeamten. Dann auch entsprechen, so haben dieselben ihre Entlassung zu gewärtigen. bringt der Bergbaubetrieb manche natürliche Gefahren mit sich. Dies Spionierverfahren einer Staatswerkstatt macht in der That Dem Angeklagten ist der Wahrheitsbeweis mißlungen einer Musteranſtalt alle Ehre. Er hat Sen Betriebsführer schwer beleidigt. Dafür muß derfelbe eine Sühne haben. In Betracht zu ziehen ist auch noch sondern auch dem Landtage wird, wie die„ Nat.- 3tg." erfährt, ein Mehr Polizei, mehr Regierung! Nicht nur dem Reichstag, die Tendenz der Bergarbeiter Beitung". Es handelt fich hier nicht um Wahrung berechtigter Interessen, sondern a chtrags- Etat zugehen. In erster Linie handelt es sich um um eine tendenziöse Gerabjegung gesellschaftlicher In- die Kosten für die Errichtung der neuen Bezirksregierung, stitutionen." welche nach Charlottenburg kommen soll; das Regierungs Vergebens führte der Verteidiger aus, daß der Wahrheitsgebäude soll auf einem Teil des Terrains erbaut werden, auf dem beweis vollständig gelungen sei, daß der inkriminirte Artifel leineren Forderungen ist vielleicht eine solche für die Errichtung sich seiner Zeit die Ausstellung Italien befand. das System habe kritisieren, nicht den Betriebsführer be- einer eigenen Polizeiwache im Tiergarten erwähnenswert. leidigen wollen. Der Gerichtshof schloß sich nicht nur Man weiß nun wenigstens, warum im Tiergarten so fräftig abdem Strafantrag, sondern auch den Gründen der Staats- geholzt worden ist. Man wollte Platz für Schuhleute schaffen. Die Bezirksregierung Charlottenburg liegt auf dem Wege der anwaltschaft an. Der Vorsitzende des Gerichts begründete das Urteil wie folgt: Provinz Berlin". " Der " Von weiteren Hne hat den Betriebsführer Verhoven beleidigt. Ju Ungnade? Was Eduard v. Simson im Leben nicht gelungen Wahrheitsbeweis ist völlig mißlungen! Sue hat ist, oben" einmal Anstoß zu erregen, scheint ihm im Tode beschieden nicht das Recht, im Namen der Bergleute zu sprechen, der Presse zu fein. sieht kein anderes Recht zu wie jedem beliebigen Menschen. Der 193( chutz berechtigter Interessen) ist ihm nicht zuerkannt. Die festgestellten Pflichtwidrigkeiten fallen zweifellos den Bergarbeitern zur Last! Sie mußten für Ord nung sorgen, wie auch der Herr Sachverständige, Bergrat Scharf, befindete. Der„ Neichsanzeiger", der jedem Geheimrat einen tiefempfundenen Nachruf zu widmen pflegt, hat für den Ueberbringer der Kaiserfrone, den ersten Präsidenten des Reichsgerichts, den Ritter des Schwarzen Adlerordens fein Wort übrig. Die Kaiserin Friedrich scheint die einzige Persönlichkeit in höfischen und amtlichen Kreisen zu sein, die eine Beileidskundgebung an die Familie gerichtet hat; allerdings war Simson ja der Günstling des Kaisers Friedrich. Das Urteil gehört zu denen, die dem Rechtdenken des Volkes zuwiderlaufen. Ein Redacteur rügt unerhörte Mißstände, Sollte selbst dieser glatte, geschmeidige Mann nicht das heute es wird nachgewiesen, daß diese Mißstände in der That be- maßgebende Gesinnungsgardemaß erreicht haben? War er den jetzt Am 12. Mai wird vor dem Schwurgericht in Ancona stehen, aber gleichwohl ist der Wahrheitsbeweis nicht gelungen, herrschenden Kreisen zu liberal? Diefe späte Ungnade wäre dann etwas der Prozeß wegen des geplanten Bombenattentats weil der für den Betrieb verantwortliche Mann glaublich wie eine Sühne für das, was Simson am echten Liberalismus gein Alexandrien auf den deutschen Kaiser statt. macht, daß er nichts von den Ungehörigkeiten gewußt habe. fündigt hat. Reichstagswahl: Statistik. Das Statistische Amt hat jetzt finden. Angeklagt sind aber nicht die erschrecklichen italieni- Verantwortlich sind die Bergarbeiter. schen Anarchisten, deren vorgebliche Absichten die Reise des Die Begründung setzt sich aber in direkten Widerspruch einen zweiten, sehr interessanten Teil der Reichstagswahl- Statistit Wahlkreisen im ganzen Saifers nach Aegypten verhindert haben soll, sondern der nicht nur mit dem Empfinden des Volfes, sondern vor allem herausgegeben. Während der erste Teil mur von den einzelnen die Parteiſtatſtit von 1898 antPolizeispitzel Mario Bazz ani. Dieser Geheimagent auch mit den Anschauungen des Unternehmertums. Den giebt, wird in dent neu erschienenen zweiten Teil bei der ägyptischen Polizei steht unter der Anklage der schweren Arbeitern wird das Recht versagt, sich an der Betriebskontrolle jedem Wahlkreise in der Statistik unterschieden zwischen Verleumdung. zu betciligen, weil sie nicht für den Betrieb verantwortlich a) Orten unter 2000 Einwohner, b) Orten von 2-10 000 EinMan erinnert sich, wie noch vor kurzem der Minister des feien. Das Gericht aber spricht den verantwortlichen Leiter wohnern, c) wird angegeben die Statistik von jedem einzelnen Ort Diese Statistit Junern von Preußen, Frhr. v. d. Recke, feierlich von dem von aller Schuld ledig und schiebt den Arbeitern die Ver- des Wahlfreises mit mehr als 10 000 Einwohnern. wird dann noch besonders zusammengestellt nach Ländern und ernsthaften Hintergrund der ägyptischen Bombenattentats- antwortlichkeit zu. Außerdem ist die Wahlstatistik aller Großfache zu erzählen wußte. Man weiß, wie alsdann der Ver- Will der Arbeiter ein Recht, so bestreitet man es ihm, Regierungsbezirfen. städte noch besonders aufgeführt. Dem Heft sind zwei treter der Reichsregierung im Reichstag die Berichte des weil er keine Verantwortlichkeit für den Betrieb hat, sucht graphische Darstellungen beigegeben, betreffend die Reichstagsman nach einem Schuldigen, so wird plöglich deutschen Konfuls in Alexandrien verlas, die ebenfalls höchft Stelle der verantwortlichen Leitung die Verantwortlichkeit des zielten Mehrheiten bei den 10 Hauptwahlen der bisherigen Legis ant wahlen von 1871 bis 1898. Die erste Tafel giebt die ers greuelvolle Dinge vortrugen. Arbeiters gefunden. Jetzt wird einiges aus der Anklageschrift gegen rerfällt homerischem Gelächter. Die Auflageschrift sagt: Um die Beseitigung der Schäden darf sich der Arbeiter Bazzani bekannt und die Ernsthaftigkeit der Attentatsgläubigen nicht fümmern, für ihr Vorhandensein aber wird er zur Rechen Viele italienische Anarchisten hatten sich nach Alexandrien schaft gezogen. Er darf sein Leben aufs Spiel sezen, es wird in Acgypten geflichtet, das sie für ein sicheres Asyl hielten. als seine eigene Schuld angesehen, wenn er verunglückt In einem Briefe, den das anarchistische Blatt L'Agitazione" aber er hat fein Recht, mitzuwirken, daß Unglücksfälle ververöffentlichte, ließen sie Nachrichten voit fich int die mieden werden. Heimat gelangen, so day die italienische Regierung Diese Abmessung zwischen Rechten und Pflichten, zwischen aufmerksam wurde und dem Konsul in Alexandrien Weisungen er Schuld und Sühne, die fast immer auf Stoften des Arbeiters teilen founte. Der Konsul stellte fest, daß die Anarchisten Parrini, erfolgt, ist schwerlich geeignet, das Vertrauen in die heutige Bicchielli, Tamberi, Tesi, Fiaschi und Bajai die Leiter der Anarchistengruppe zu Alexandrien waren und daß sie die Heraus- Ordnung zu stärken. 3 gabe eines Blattes planten. Gelegentlich der Reise des Kaisers meldete Herr Emilio Treves, Leiter des Bureaus für geDie Regierung und die Freizügigkeit heime Informationen bei der ägyptischen Polizei, dem italienischen Mit der Beschränkung der Freizügigkeit scheint es Konsulat, daß ein gewisser Mario Bazzani von S. Miniato ihm jetzt ernst werden zu wollen. Die Agrarier haben durch ihre be vertraut habe, daß die italienischen Anarchisten in dem Laden ständigen Klagen über die Leutenot endlich die Regierung von der Parrinis zwei Bomben verfertigt hätten, die ein Schiffskoch Namens Notwendigkeit dieser Maßregel überzeugt. Selbstverständlich giebt Luigi Sanson auf einem Dampfer der ägyptischen Schiffahrts man der Sache einen anderen und wie es jetzt Mode ist sehr Gesellschaft nach Palästina bringen sollte. Bazzani denmzierte arbeiterfreundlichen Namen, genau so wie man das geplante anzer Sanson und Parrini auch alle oben genannten Anarchisten, Buchthaus- Gesetz die Vorlage zum Schutz der Arbeitswilligen, mit Ausnahme von Vasai, Luciani und Corti Gazzoni. Man durch- oder wie man die lex Arons die Regelung der rechtliche i fuchte sofort den Laden Parrinis und fand eine Stifte. Barrini schwor, Verhältnisse der Privatdocenten genannt hat. daß fie Cognac enthalte, und um das auf der Stelle zu beweisen, Eine offiziöse Notiz der" Post" sagt, daß demmächst Bundesrat ergriff er einen Hammer und wollte sie öffnen. Glücklicherweise und Reichstag mit Vorschlägen zum Erlaß eines Reichswurde ihm das nicht gestattet, denn die Kiste enthielt thatsäch Wohnungsgesezes befaßt werden sollen. Die Wohnungslich zwei eiserne Bomben von fonischer Form mit hervor frage soll natürlich im Interesse der ärmeren Klassen einer um ragender Zündschnur. Sie waren 25 Centimeter hoch, wogen fast fassenden Untersuchung unterzogen werden, die vor allem auf Be1½ Kilogramm imd waren mit einem furchtbaren Explosivstoff seitigung des Schlafstellemuwesens hinzielt. gefüllt. Natürlich folgten sofort die üblichen Haussuchungen und Dieses Schlafstellemuuvejen soll natürlich in der einzig zived Verhaftungen. Bazzani verlangte bald eine Belohnung für mäßigen und radikalen Weise beseitigt werden, nämlich dadurch, daß die gelieferten Informationen; er drängte so sehr, daß man überall gesunde und billige Arbeiterwohnungen einrichtet. er Verdacht erregte. Dieser Verdacht wuchs, als ein englischer Man ficht, die Regierung tommt überall den Wünschen, Ingenieur, Herr Lynn, bekannt gab, ein arabischer Arbeiter, der Socialdemokratie in ausgiebigster Weise entgegen. # laturperioden nach Wahlkreisen an, die zweite Tafel den Anteil der Parteien. Dadurch, daß auf den Tafeln die Wahlkreise je nach der Bartei, welche die Mehrheit erhalten hat, mit verschiedenen Farben bezeichnet sind, erscheinen diese Tafeln außerordentlich übersichtlich.Konservative und Antisemiten. Die Konservativen rächen" fich nun für ihre Niederlage bei der Erfatwahl im zweiten Berliner Wahlkreise. Sie verlangen eine Trennimg von Tisch und Bett zwischen Stonservativen und Antisemiten, denen sie die Schuld der Wahlblamage zuſchreiben. vor dent Botsdamer Thore nahm auf Antrag des Vorstandes nach Die Generalversammlung des Centralvereins der Konservativen zweistündiger Debatte folgenden Beschluß an: " Die Mitglieder des Vereins sehen sich gezivungen, infolge der Erfahrungen, die sie und die konservative Politik bei den legten Berliner Reichstagswahlen gemacht haben, aus dem deutsch tonjervativen 28ahtverein in Berlin fo lange auszutreten, bis die Parteileitung fich wieder in Uebereinstimmung mit der Resolution B Absatz 2 vom 2. Februar 1898 befindet." Diese in Dresden auf dem konservativen Parteitage gefaßte Resolution lautet: " Der Delegiertentag hält es besonders für geboten, dem stetigen Vordringen der Socialdemokratie gegenüber vor Parteigersplitterungen zu warnen. Die Vielheit fleiner Parteibildungen führt zur Ohnmacht gegenüber straff organisierten Parteien. Es ist darum zu erwarten, daß kein konservativer Man eine neue Parteibildung fördern werde, auch wenn diese angeblich auf konservativem Boden sich befindet oder Berührungs punkte mit dem tonservativen Programm darbietet. Es muß viels mehr gefordert werden, daß Bersuchen, neue Parteien auf Stoſten der konservativen Partei zu gründen, entschieden und fräftig entgegengearbeitet werde. Es ist unzulässig, daß ein Mitglied der tonservativen Partei gleichzeitig einer anderen politischen Partei angehöre." Die andere politische Partet sind eben die Antisemiten. Ausgeschäft betrieb, indem er die ihm gemachten Mitteilungen an sieben gewählt, 1896 im ersten Wahlgang vier; unter den Gewählten der Debatte ging hervor, daß diesen patentierten Ordnungsmeistern eine Kameraden verkaufte. Der Standal ist nun endlich an die ist auch Genoffe Wullschleger. Bei den Stichwahlen haben weitere der Antisemitismus, den sie sich selbst als Handlanger großgezogen, Deffentlichkeit gekommen und dadurch noch erhöht worden, daß die fünf Genossen gute Aussicht. doch etwas zu sehr Socialismus der dummen Kerls geworden Regierung den betreffenden Lehrer nicht einmal zu maßregeln den ist. Gegen die Dummheit haben sie freilich schwerlich etwas ein- Mut gehabt hat, da dieser sich auf die Billigung des betreffenden zuwenden. Aber das demokratische" ist ihnen fatal. Vaters und Oberschulrats berief. Dieser Vorgang soll der verdienten Geißelung vor dem Lande nicht entgehen. Der Duellant Leutnant Döring in Roblenz, der im 8weikampf den Studenten Klövetorn erschoß, ist, wie die Köln. Zeitung" mitteilt, vom Kriegsgericht zu 21/2 Jahren Festungshaft verurteilt worden. Solange solche Straftaten nicht mit demselben Maß gemessen werden, wie andere Delikte gegen das Leben, so lange Duellanten von ihren Klassengenossen als Helden gefeiert werden, die ihre leichte Strafe gewissermaßen als eine Ehre betrachten, wird selbstverständlich der Duellunfug nicht verschwinden. Von den Postaffiftenten. Am nächsten Sonntag findet in Berlin der außerordentliche Verbandstag deutscher Post- und Telegraphen- Assistenten statt. Man wird daselbst die Frage erörtern, ob man sich den von Herrn v. Podbielski angeregten Friedensbedingungen löblich unterwerfen will. Warum die Liberalen gegen das allgemeine Stimmrecht find. Ueber das Wahlrecht zur„ Bürgerschaft" in Bremen schreibt die„ Voss. Ztg.": " Die Socialdemokratie brachte den Antrag ein, allgemeines Stimmrecht auch für die Bürgerschaftswahl einzuführen, erhielt aber nur wenige Stimmen. Das allgemeine Stimmrecht hätte schon ganz andere Erfolge errungen, wenn nicht die Socialdemokratie ihm viele Feinde erweckt hätte. Das ist doch noch ein Liberalismus, der das allgemeine Wahl recht ohne weiteres preisgiebt, wenn es einer gegnerischen Partei zu gute kommt. Zum Konflikt auf Samoa. Aus Washington wird drahtlich gemeldet, daß in der bortigen deutschen Botschaft amtlich erklärt wird, an den deutschen Generalkonsul Rose sei die beftimmte Weisung gegeben worden, sich mit dem amerikanischen und bem englischen Konsul über die Proflamation betreffend die Ein stellung der Feindseligkeiten bis zum Eintreffen der Kommission auf Samoa zu verständigen. aging bus tragiaine Ausland. Frankreich. 0 Die Enthüllungen aus den Dreyfus Aften hat der " Figaro" einſtiveilen eingestellt. Das Blatt macht aber bekannt, daß die Veröffentlichungen damit noch lange nicht beendet seien; gegenwärtig tönnten einige Attenstüde nicht zum Abbrud gebracht werden. Das Blatt ſtellt weitere lleberraschungen in Aussicht. Carnely, der Chefredacteur des Figaro", rechtfertigt in einem glänzenden Artikel die Beröffentlichungen der Enquete der Straftammer. Diese feien notwendig gewefen im Interesse der Gerechtigkeit, Wahrheit und des öffentlichen Wohls. Dann fährt er nach der Frankf. 8tg." fort: " " Man hat glauben können, daß das gegenwärtige Ministerium den geheimen Wunsch hegt, mit aller Macht auf den Kaffationshof zu drücken, um ihm einen schnellen Spruch gegen die Revision zu entreißen. Das war feine Berleumdung, kein vorschnelles Urteil. Das Rundschreiben des finnischen Generalgouverneurs. Ist nicht den Kammern das Revisionsgesetz aufgezwungen worden, In Petersburg ist man durch das besonnene, aber einmütig ab aus Furcht, die Straffammer fei für die Revision, und in der lehnende Verhalten der finnischen Bevölkerung und durch die rege Hoffnung, der Vereinigte Staffationshof werde gegen die Revision Teilnahme der ausländischen Preise nicht wenig in Verlegenheit ge- sein? Ferner: Hat denn diefe Regierung gleich den übrigen raten. Man sucht nun das Bölfchen wieder in seine frühere ver- Megierungen, mit Ausnahme des Kabinetts Brisson von selbst trauensvolle Sicherheit einzuschläfern und die öffentliche Meinung irgend einen Schritt gethan auf der Straße, die zu Licht des Auslandes zu beruhigen; aber die ziemlich ungeschickten und Wahrheit führt? Sie hat sich vielmehr zum Mitoffiziösen" Artikel durch Mr. Stead und den belgischen Le Nord" schuldigen aller Verheimlichungen und Fälschungen, zum Beschüßer verfingen weder hier noch dort, weshalb man sich gezwungen fah, zu aller Lügen und Verleumdungen gemacht. Nur unter den Peitschenoffiziellen Mitteln zu greifen. Ein solches soll das jüngste Rundschreiben hieben der öffentlichen Meinung, die gegen den Willen der Nedes Generalgouverneurs an die Distriktsgouverneure sein, aus welchem gierung aufgeklärt wurde, hat sie sich zuweilen zum Marschieren die kaiserlich russische Telegraphenagentur in einer Depesche an die entschlossen. Blätter des Auslandes eifrig Kapital zu schlagen suchte. A Berlin, à Berlin! Der„ Hann. Cour." erzählt: Se. Excellenz erklärt in diesem Cirkularschreiben das, wohl Für ein russisches Gastspiel der Pariser Gardefapelle, einer der gemerit, nicht an die irregeleitete Bevölkerung", sondern an die auf besten Vereinigungen des Kontinents, waren die Abmachungen Seite des Volkes stehenden Gouverneure gerichtet ist daß die bereits fig und fertig, die Kapelle hatte sich gänzlich neue allgemeine Anfassung des Manifestes vom 15. Februar eine falsche Uniformen machen lassen, als plöglich die Gastspielfahrt abbestellt sei. Finnlands Grundgeseze würden durch dasselbe nicht aufgehoben wurde. Der Eisenbahnzug, der die französische Stapelle nach Nuß-( natürlich nicht, nur bei Seite geschoben!). Geseze, welche Finnland land führen sollte, hatte nämlich in Berlin einen fünfstündigen allein betreffen, würden auch fernerhin von den bisherigen einAufenthalt. Als der deutsche Botschafter in Paris, Graf Münster, heimischen Faktoren beraten und in Kraft gesezt werden; schließ hiervon Kenntnis erhielt, machte er dem französischen Minister lich wird sogar behauptet, daß die Interessen Finnlands nach des Auswärtigen, Mr. Delcassé, gegenüber den Vorschlag, der neuen Methode sogar noch viel besser gewahrt würden als ob es ihm genehm sei, wenn die Gardekapelle der Republik während bisher! diefes Aufenthaltes vor Kaiser Wilhelm spiele. Es sollte ein feierlicher Empfang stattfinden, die Kapelle dann etwa eine Stunde am preußischen Hofe fonzertieren und schließlich sollte sie offiziell wieder zum Bahnhof geleitet werden. Mr. Delcassé geriet ob dieses Anerbietens, das Graf Münster nicht ohne Genehmigung des deutschen Kaisers gemacht haben konnte, in einige Verlegenheit; er erklärte, daß er mit den anderen Ministern hierüber Rücksprache nehmen werde. Und die Folge war, daß, um allen Eventualitäten aus dem Wege zu gehen, die ganze russische Reise aufgegeben wurde. Das Geschichtchen ist von dem Figaro"-Beichner Caran d'Ache Tezthin illustriert worden. Unter der Herrschaft der lex Heinze werden nicht nur die Seiltänzerinnen Schleppkleider bekommen, sondern auch unsere Klaffiler wegen ihrer die Schamhaftigkeit verlegenden Unfittlichkeit in den Verkäufern ihrer Werte schwer bestraft werden. Ein katholischer Kalender für die studierende Jugend sagt uns ein wenig fatholischer Kalender für die studierende Jugend sagt uns ein wenig die Wahrheit, was für Wichte diese großen Männer gewesen sind. Goethe z. B. soff unmäßig Kirschwaffer. Lessing war ein schamloser Litterarischer Dieb; er litt an Diebstahlswut und fälschte mit Wollust. Uebrigens hat Goethe auch den frühen Tod Schillers auf dem Gewiffent. Man sieht, es ist hohe Beit, daß mittelst der lex Heinze diesen Classischen Jugendverderbern das Handwerk gelegt werde. Dank unserer Veröffentlichung, deren wir uns rühmen, ist diese wahrheitswidrige, hinterliftige Politit unmöglich geworden. Wir haben dem Publikum gesagt: Da die Regierung nicht will, daß geurteilt wird, so urteile Du selbst! Dazu braucht es nur gefunden Menschenverstand und Ehrlichkeit. Und das Publikum hat geurteilt. Es hat sein Wert vollbracht, dessen Widerhall in die erhabene Stätte der Justiz dringen wird, wenn dies nicht schon gefchehen ist. Wie hat nun aber das Publikum geurteilt? Es hat geurteilt, daß, wenn die Unschuld des Dreyfus nicht erwiesen ist, seine Schuld es noch viel weniger ist. Die Unschuld läßt sich überhaupt nicht beweisen. Man denke sich, es wird die Leiche einer Frau in einem Dieses Prachtstück von russisch- orthodoxem Jesuitismus bedarf stoffer gefunden, der auf dem Wasser schwimmt. Dente Dir, daß es einer Beleuchtung; seine Behauptungen widerlegen sich eigentlich von einem, vielleicht dem Mörder selbst, einfällt, Dich des Mordes anzuselbst, wenn man die Dokumente, welche es entschuldigen soll, näm flagen, und daß die Justiz von Dir verlangt, Du sollest beweisen, lich das Manifest und die kaiserliche Verordnung vom 15. Februar, daß Du unschuldig bist. Wie wirst Du das anstellen? Man studiert. Gewiß, selbst nach dem Manifeste ist es feineswegs un wird Bengen finden, die Dich mit einem Koffer gesehen haben. möglich, daß man hie und da in irgend einer Kleinigkeit die Grund- Andere haben Dich mit einer Frau gesehen. Wieder andere wollen geseze des Landes wieder einmal guadenweise zur Anwendung Dich mit einem Koffer und einer Frau zugleich gesehen kommen läßt, aber diese Fälle hängen nunmehr vom Gutdünken haben. Dann kommen Leute, die Dich am Ufer des Wassers des russischen Staatstonseils ab. gesehen haben. Endlich spickt man Deinen Dossier mit Ferner betont das Cirkular ausdrücklich:„ daß das Manifest Fälschungen; man zeigt ein Telegramm, in dem das Wort Gruß" famt der Verordnung vom 15. Februar feineswegs die Auf- burch„ Koffer" und das Wort„ Glückwunsch" burch" Frau" ersetzt ist. hebung der Privilegien und der kirchlichen Ver- Jeßt, armer Kerl, ist Dein Schicksal besiegelt. Man rede also nichts fassung beabsichtigt. Das ist deutlich: Man will den Abel, die von Unschulds- Beweisen; die richtige Justiz besteht darin, die Schuld Geistlichkeit und überhaupt die privilegierten Klaffen gewinnen, indem zu beweisen. man ihnen den Fortbestand ihrer Privilegien verspricht, während man andererseits die Masse des Volkes durch Vorspiegelung der Aufhebung juft derselben Privilegien, Grundbesigaufteilung u. dergl., zum Verrat an sich selbst verleiten will. Cornely führt dann aus, daß auch die Schuld Dreyfus' nicht bewiesen sei; man habe die unglaublichsten Anstrengungen gemacht und die ungeheuerlichsten Mittel aufgewendet, aber es sei nicht ein einziger Beweis für seine Schuld herausgekommen. Bewiesen sei nur, daß man gegen den Verurteilten kannibalische Maßregeln anwandte, daß man die Revision zu ersticken suchte, daß man die Justiz vergewaltigte, die Fälscher verherrlichte und Frankreichs edle Vergangenheit beschimpft habe. Türkei. Se. Excellenz der Generalgouverneur bemüht sich ferner, den alten Nationalhader zwischen der finnischen und schwedischen Bevölkerung wieder aufflammen zu machen. Doch auch dies hat nicht ben geringsten Erfolg. Seit mehr als einer Woche erzählt ein hartnädiges Gerücht, daß eine neue Verordnung zu erwarten sei, welche nur finnisch und russisch als offizielle Amtssprachen im ganzen Lande Zwei Anträge auf Revision der Verfassung, die in der Aus Heffen, 2. Mai.( Eig. Ber.) Die Generalbebatte üb einführt, während schwedisch vom Gebrauch in den Deputiertentammer eingebracht wurden, werden auf Wunsch die Stenerreform hat die zweite Kammer fechs Tage lang in Atem Aemtern ganz ausgefchloffen werden soll. Abgesehen des Ministerpräsidenten Dupuy einer Stommission überwiesen. Bei gehalten. Die Tribünen waren dauernd gefüllt. Die Debatte zeigte, davon, daß eine derartige Verordnung infolge der Unmöglichkeit ihrer Erörterung eines Antrages Vailland und Genossen über daß die Kammer fast einmütig mit dem Vorschlag, die Grund, Durchführung ganz verrückt wäre, so hat man sich damit auch an der Arbeiterfoalitionen bemerkt Aynard, die Vorlage sei aus Gewerbe- und Kapitalrentensteuer nach preußischem Muster durch eine früheren sogenannten jung- finnischen Partei, die man damit ge- einem langen Stampfe der städtischen Verwaltung gegen die öffenteinheitlich veranlagte Vermögenssteuer zu erfegen, einverstanden ist. winnen wollte, verrechnet. Gerade ihr Organ, des" Bäivälehti", das liche Gewalt hervorgegangen und einzelne Bariser Korporationen Er glaube nicht an die Der Plan der Regierung, mit dieser Reform zugleich eine Ver jahrelang für die Gleichberechtigung finnischen mit der ständen derselben wohlwollend gegenüber. minderung der direkten Steuern um 2 Millionen Mark Herbei- schwedischen Sprache gestritten hat, enthält in seiner Nummer Möglichkeit einer gleichmäßigen Gestaltung der Löhne. Antide Boyer zuführen, stößt dagegen auf Widerstand. Von social vom 25. April einen Leitartikel, worin in energischer Weise bringt einen Antrag ein betreffend die Schaffung von Freihäfen nach demokratischer Seite ist beantragt worden, die Pro- ein solcher Liebesdienst von der Hand gewiesen wird und die schwedische dem Vorbilde von Bremen, Hamburg und Kopenhagen. gression der Einkommensteuer bis auf 6 Prozent Sprache als einheimisches Idiom in Schutz genommen wird. Wie zu erhöhen und die neue Vermögenssteuer ebenfalls pro- sich doch die Verhältnisse geändert haben! gressiv Statt zu gestalten. Waffenverteilungen in Epirus. Der Intern. Korrefp." wird des bon der Regierung Aber nicht nur rechts und links, auf fennomanischer und schwedovorgeschlagenen Einheitssatzes von 55 Pf. pro 1000 M. Vermögen, manischer Seite, wie die beiden Parteien hier bezeichnet werden, aus Konstantinopel gemeldet: Die in Janina anfäffigen haben wir aufsteigende Säße bis 1 M. beantragt. Wir wollen das reicht man sich die Hände gegen den gemeinsamen östlichen Feind, Konsuln haben den hiesigen Botschaftern gemeldet, daß seit mehreren durch Wegfall der drei genannten Realsteuern entstehende Deficit sondern auch von oben und unten. Die befizenden Klassen haben Wochen im nördlichen Epirus seitens der türkischen Behörden an die wieder auf dem Wege der direkten Besteuerung eingebracht eine großartige Aftion zur weiteren Hebung und Verbreitung der muhamedanische Bevölkerung Waffen und Patronen verteilt werden. haben, wodurch die vorgeschlagenen neuen indiretten Steuern, Ge- allgemeinen Voltsbildung selbst in den abgelegensten Teilen des Unter der christlichen Bevölkerung des Landes herrscht daher große bührenerhöhung, Hundesteuererhöhung und Lotterie- und Wein- Landes eingeleitet, sowie die Regelung wichtiger Fragen, wie z. B. betr. Besorgnis. Steuer entbehrlich würden. Ein Teil der Kammer stimmt die Lage der fleinen Grundpächter, beschleunigt: andererseits hat Rußland. insofern mit uns überein, als sie keine Weinsteuer haben z. B. das gesamte Arbeitspersonal der unterdrückten Zeitungen sowie Zur Friedenskonferenz. Die unter dem Bann einer unnach und den aus dieser erhofften Betrag von 500 000 M. durch der Verband der Typographen im ganzen Laude überhaupt die vom sichtigen Censur stehende russische Presse hat, trotzdem das Thema Erhöhung der Progression der Einkommensteuer( bis auf 5 Proz. Generalgouverneur angebotene Unterstützung aus Staatsmitteln der Friedenskonferenz fortwährend ihre Spalten füllt, zu der Wahl bei Einkommen von 150 000 m. ab), sowie des Sazes der Ver- rundweg von der Hand gewiesen. der deutschen Friedensapostel Stengel und Born- bis auf einen, mögenssteuer( auf 60 Pf.) aufbringen will. Außerdem beantragen Wie man sieht, wird Herrn Bobrikoff die Ausführung seiner uns nun vorliegenden Leitartikel der orthodoxen Moskauer Wiedofie eine Verschärfung der Erbschaftssteuer, der auch Mission nicht so leicht, wie er sich sie noch in Moskau vorgestellt moski" fein Wort verlauten lassen. Der Artikel, welcher sich wir natürlich zustimmen werden.- Bemerkenswert ist, daß unsere haben soll. Er fährt nichtsdestoweniger mit seinen Gewaltthätig" Deutschland und die Konferenz im Haag" betitelt, fucht die Wahl, Anträge von verschiedener Seite, so von den Abgg. Ofann( natl.), feiten fort. Bulegt verbot er dem„ Biborgsbladet" in Wiborg das bie er als„ wenig glücklich" bezeichnet, vor dem russischen Publikum Mez( frs.) und Weidner( chriftlich- social) als gerecht und acceptabel Erscheinen auf drei Monate. Er verfolgt die Methode, einstweilen in sehr drolliger Art zu rechtfertigen. Diese Wahl, meint das bezeichnet worden sind. Der Gedanke, daß in der Verschärfung der nur Blätter schwedischer Bunge zu unterdrücken, schade nur, daß Blatt, beweise teineswegs, daß die deutsche Regierung sich dem Brogression der Einkommensteuer und einer progressiven Ver- diesen Blättern die wärmste Teilnahme gerade von ihren Kollegen Vorschlage des Baren gegenüber nicht teilnamsvoйl bezeuge, mögenssteuer die einzig richtige Entwickelung des Steuerwesens sei, finnischer Bunge zu teil wird, die sich übrigens nicht ein Jota anders sondern einer lediglich, daß sie die Möglichkeit Verwirts bricht sich mehr und mehr Bahn. Die Regierung fträubt sich verhalten oder ausdrücken. lichung seiner Ideen wenig Glauben schenke. Deutschland fürchte dagegen, aus Furcht, die reichen Leute dadurch aus dem Lande zu Auf alle übrigen Blätter regnet es Konfiskationen in Maffe, vor allem eine Beschränkung seiner Sonderrechte und es sei dem treiben. Sie hat vom ersten bis zum letzten Tage der General- und von den ausländischen Zeitungen wurden laut Bericht der gegenüber zu betonen, daß die Konferenz nur den Zwed civar debatte immer wieder dasselbe Sprüchlein wiederholt und finnischen Postverwaltung bisher nicht weniger als 488 verschiedene Sumanisation der Kriegsführung" habe. Die Konferenz müsse auch erklärt, an der Weinstener festhalten zu müssen, so lange Nummern konfisciert; die Artikel des Mr. Stead und des" Le Nord" eine ernste Kritik vertragen können, und da werde die Wahl der ihr fein„ annehmbarer" Ersatz in Vorschlag gebracht würde. sind darin natürlich nicht enthalten. Von der Menge Briefe, welche in beiden Professoren ihr sogar zum Vorteil gereichen. Es liege doch Alle Vorschläge, die gemacht wurden, hat fie dann jedesmal als Petersburg aufgefangen wird, gar nicht zu sprechen, da sich dies auch gerade im Interesse Deutschlands, da ſeine Handelsflotte drei imannehmbar" abgelehnt. Da der neue Finanzminister Sich I er einer genauen Kontrolle entzieht. Ozeane durchkreuzt, auf eine Reform des Seeraubrechtes im Striegsschwer frant ist, so verteidigte der Staatsrat v. Serug die Position fall, dieses Ueberbleibsels einer finsteren Zeit, zu bringen, und es der Regierung; offensichtlich nur mit halbem Herzen, da er, und wie es wäre kein Grund zu zweifeln, daß selbst solch friegsluftige Herren, Die finnische Bourgeoisie gegen die Arbeiterklaffe. scheint, auch der Staatsminister Rothe der Weinstener nicht symwie die beiden Kirchenrechtler, sich dieser Anschauung nicht vers pathisch gegenüberstehen. Letzterer soll sogar die Kabinettsfrage ge- Obwohl die finnische Bourgeoisie jetzt den Kosakenstiefel zu schließen werden. stellt haben, für den Fall, daß es wegen der Weinsteuer zu fühlen bekommt, verfährt sie selbst nicht besser gegen die Arbeiter dem aus dem Hause angedrohten Sonflikt komme. Für flasse, wie ein Vorfall in Helsingfors beweist. Der schwedische die socialdemokratische Fraktion sprachen ersten ant Tage Socialdemokraat" teilt darüber mit: Das dortige socialdemokratische Abgeordneter Ulrich, der unseren principiellen Standpunkt Blatt hatte oft Berichte über die brutale Art gebracht, mit der man Dieser Tage ist in Warschau der Redacteur, der Verleger und Hlarlegte, und am legten Tage Abg. David, der das Facit der die junge Arbeiterbewegung bekämpft. Das hat dessen Redacteur in Petersburg der Korrespondent des„ Kurjer Warszawski Verhandlungen zog und die gegen unseren Standpunkt gerichteten urrika bei der bürgerlichen Klasse so berhaßt gemacht, verhaftet worden. Ueber die Gründe dieser Verhaftung wird der Angriffe abfertigte. Beide Redner sprachen sehr eindrucksvoll und ihre daß man ihn im Finska Theater" derartig chikanierte, daß er das Wiener Freien Preffe" aus Warschau berichtet: Die verschärfte Ausführungen dürften viel zu dem Endergebnis beigetragen haben. Haus verlassen mußte. Als er den Standal in seinem Blatte mitteilen polizeiliche Ueberwachung der socialdemokratischen Be Dieses lautete: Ablehnung der Weinsteuer mit 28 gegen wollte, strich ihm die finnische Censur fast alles. Am nächsten wegung unter den russischen Arbeiter ergab, daß die polnische 2 Stimmen( eine Anzahl Freunde des Projekts hatten geärgert und Sonntag protestierten die Arbeiter in einer Versammlung dagegen, socialdemokratische Partei mit den russischen und polnischen der Niederlage gewiß den Sigungssaal ostentativ verlassen) und ein Demonstrationszug zog zur Redaktion der„ Työmie" und brachte Emigranten in London und mit dem bort erscheinenden russiBertagung der Weiterberatung, bis die Regierung sich über einen dem Redacteur Sturrifa Huldigungen dar. Diese Demonstration schen socialdemokratischen Blatt„ Rabotnik" im Zusammenhang steht. Grjazvorschlag schlüssig gemacht habe. Es werden nun zunächst empörte die finnische Bourgeoisie und man entzog der Zeitungs- Der Verdacht der Vermittelung dieser Verbindung richtete fich die Ausführungsgesetze zum Bürgerlichen Gesetzbuch in Beratung ge- bruderei die elektrische Tricbkraft; doch 200 Arbeiter stellten sich auf den Kurjer Warszawski", dessen Redacteur Nowodworski freiwillig zur Verfügung, die Maschinen mit der Hand zu treiben. jüngst wegen Verweigerung Aus Hessen, 3. Mai.( Eig. Ber.) Eine Standalgeschichte, die aber schon am nächsten Tage kam ein neuer Schlag: Der Papier- penden für russische Notleidende zu einer Geldstrafe ein höchst bedenkliches Licht auf unser höheres Schulwesen wirft, hat fabrikant erklärte, er tönne nicht länger das Bapier liefern, von 1000 Rubel verurteilt wurde. ein höchft bedenkliches Licht auf unser höheres Schulwesen wirft, hat es sei denn, daß Redacteur Kurrifa zurücktrete." Redacteur Kurrita Bei der Durchsuchung der Wohnung Nowodworskis soll sich der socialdemokratischen Frattion Anlaß zu einer Juter- es sei denn, daß Redacteur Kurrifa zurücktrete." Redacteur Kurrita pellation gegeben. Der Sohn eines Gymnasialdirektors und jetzigen ist darauf zurückgetreten, weil er fürchtet, daß sein Verweilen bei herausgestellt haben, daß Nowodworsti eine Dentschrift des Oberschulrats in der Regierung hat Jahre hindurch Nachhilfe- dem Blatte deniselben ein Verbot der Censurbehörde zuziehen Generalgouverneurs Imeretinsky an den garen über die Unterricht von einem Lehrer erhalten, der zugleich sein Klassensocialistische Bewegung in Polen an den„ Nabotnik" zur Publifation übermittelte. führer war, resp. Ferner habe sich ergeben, daß auch der dem Obervon Jahr zu Jahr mit Schulrats Söhnchen bis zur Oberprima aufrüdte. Dieser an Herausgeber Lewenthal und der Petersburger Korrespondent sich schon gegen eine Ministerialverfügung verstoßende Privat- Basel, 4. Mai.( Eig. Ber.) Bei den Erneuerungswahlen des Olszewski mit den polnischen Socialisten in engem Verkehr amterricht an einen Schüler der eigenen Selasse war zudem so ein- Regierungs- und Großen Nats wurden die sieben Ne- standen. Das sind in der That schlimme Verbrechen gegen die Gewalt gerichtet, daß der Schüler die in der Schule zu schreibenden Exercitien gierungsräte wiedergewählt und von den 130 Großräten 103 gewählt, vorher so gut beigebracht bekam, daß er ein lukratives Geld während 27 in die Stichwahl kommen. Socialdemokraten wurden politit, die entsprechend gerochen werden muß. nommen. " tönnte. Schweiz. Cassius. Socialistenverfolgung.. von Der Bergarbeiter- Streik in Belgien. Artifelreihe, worin sie gleich zu Anfang ihre Stellung folgender- scheint als wichtiges Mittel zur Einschränkung der Landflucht. 4. Der Vormaßen kennzeichnet: wurf, daß die Volksschule das wirkliche Leben, sowie die Heimatliche Brüssel, 3. Mai. Wenn wir in den folgenden Artikeln den grundlegenden Umgebung des Kindes noch nicht genug in den Bereich des Während der Ausstand im Borinage und im Centrum Bernstein'schen Anschauungen entgegentreten, so bemerken wir doch Unterrichts zieht, ist berechtigt; der Lehrerstand hat aber Reformfich um 1-2 Tausend Mann vermindert und im Becken von im voraus, daß man aus dem Buche vieles lernen kann. Ein so bestrebungen nach dieser Seite hin kräftig gefördert. 5. Die Charleroi stationär bleibt, breitet er sich im Lütticher Becken bedeutender Schriftsteller wie Eduard Bernstein liest sich immer preußische Voltsschule ist in Stadt und Land mit dem Geiste des immer mehr aus. Die tapitalistischen Blätter schreiben von interessant, und wenn man ihm auch in der Hauptsache nicht folgen Christentums erfüllt. 6. Wenn im Volke christliche Gesinnung oft Attentaten gegen die Arbeitswilligen". Es scheint, daß in fann, so weiß er doch eine Fülle von Anregungen und in wichtigen und viel vermißt wird, so trifft den Lehrerstand feine Schuld. Marcinelles Revolverschüsse in die Fenster eines Streitbrechers Einzelfragen reiche Belehrung zu bieten. Deshalb empfehlen wir 7. Die völlig veränderten socialen Verhältnisse erfordern einen abgefeuert wurden. Und sie vergessen die Geschichte des Streits von zunächst allen nach Weiterbildung strebenden Genossen diese Schrift vermehrten gesetzlichen Schutz der sittlich gefährdeten Kinder und 1886, als die offizielle Dynamitkompagnie prächtig wirfte und daß die auf das wärmste. gesetzliche Einrichtungen zur Fürsorge für die schulentlassene Jugend. Urheber solcher Attentate immer unbekannt bleiben. Die Gendarmen fahren fort, die Verteiler von Streitschriften ungefeßlich zu behandeln und die Blätter zu konfiszieren. Freunde der Kohlenbarone gehen, begleitet von Wertmeistern, selbst nach den Kneipen und trattieren Sort die Bergleute mit Alkohol, um sie zur Arbeit zu bewegen.: In Charleroi sind 2700 Metallarbeiter wegen Mangel an Kohlen zum Streit gezwungen. In Verviers haben Arbeitgeber von verschiedenen Fabriken den Arbeitern angekündigt, daß. falls die von den Unternehmern bestellten deutschen Steinkohlen nicht ankommen, sie auch genötigt sind, die Arbeit einzustellen. be= und be Die Glasarbeiter von Lodelinsart verlangen 5 Prozent Lohnerhöhung und haben, falls ihnen diese nicht willigt wird, den Ausstand angekündigt. Dienstag Mittwoch fand die Interpellation von Fürnemont ſtatt über den allgemeinen Bergarbeiterstreit. Die Besprechung wird Donnerstag fortgesetzt. Alle Vertreter der Minenarbeiter haben das Wort genommen. Ueber das Resultat der Debatten werde ich noch berichten. Auch der Generalrat der Arbeit verhandelte wieder über den Ausstand, ohne daß es bisher zu einem greifbaren Resultat getommen wäre. " " Zu den Blättern, die gegen Bernstein Stellung nehmen. gesellen Daß die Referentin oder die Versammlung etwa socialdemo sich auch die Schleswig- Holsteinische Volkszeitung" fratisch gesinnt wären, wird gewiß niemand zu behaupten wagen. und die Rheinisch- Westfälische Arbeiterzeitung". Ihr Auftreten gegen die Junkerpläne mit diesen Einwänden zu berVersammlungen nahmen Stellung in Leipzig- Ost der Social- dächtigen, geht also nicht an. demokratische Verein, in Forst i. 2. der Soc. Wahlverein und in Stuttgart eine Parteiversammlung. In allen drei Versammlungen nahm man gegen Bernstein Stellung. In Stuttgart wurde folgende Resolution angenommen: " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die heute in Stuttgart tagende Parteiversammlung ist der An die Sattler, Täschner und Treibriemenarbeiter! Am Ansicht, daß Bernstein sich in seiner Schrift von dem grundsätzlichen Montag, den 8. Mai, findet abends 81/2 Uhr bei Brochnow, SebastianBoden, auf dem die Socialdemokratie steht, entfernt hat. Sie weist straße, die Versammlung statt zur Wahl des Gesellenausschusses der seine Kritit unserer Grundsäge und die von ihm empfohlene Tattit Zwangsinnung. Die Kollegen werden ersucht, sich mit einer aufs schärfste zurück. Die Socialdemokratie muß an ihrem Charakter Legitimation( Krankenkassenbuch, Invalidenkarte 2c.) zu versehen, als revolutionäre Kampfespartei festhalten und damit auch an ihrer womit die Zugehörigkeit zum Sattlergewerbe bewiesen wird. Wir erprobten Taktik. bitten die gedruckten Stimmzettel der organisierten Kollegen zu Im Interesse eines geschlossenen Auftretens des kämpfenden benutzen, die jedem beim Eintritt in die Versammlung überreicht Proletariats erwartet die Versammlung von dem Parteitag in Han- werden. Die Agitationskommission. nover, daß er die Stellung der Partei zu den von Bernstein anDeutsches Reich. geschnittenen Fragen klar präcisiert." Zum Streik der Former in Torgelow. Bei der Firma Im socialdemokratischen Wahlverein in Hannover diskutierte mane elu. Co.( Wilhelmshöhe) ist ein Streit ausgebrochen. Die Firma nach einem Vortrage des Genossen Meister, der sich gegen Bern hatte vor etwa 14 Tagen die Former mit Lohnabzügen beglückt, worauf stein aussprach, sehr lebhaft das Für und Wider, ohne bis zu Ende die Former, 17 Mann, die Kündigung einreichten. Die Streifenden zu kommen. Im Arbeiter- Wahlverein für Königsberg sprach sich verlangen nun, neben Zurücknahme der Lohnabzüge, die KündigungsGenosse ha a se sehr entschieden gegen Bernstein aus. frist beseitigt, Einſegung eines Arbeiterausschusses und Bezahlung des Ausschusses, wenn den Former keine Schuld trifft. Die Firma war geneigt zu bewilligen, wollte aber die Zurücknahme der Kündigung nicht von allen Arbeitern annehmen, sondern die Kommission, welche verhandelt hatte, ausschließen. Diese Maßregelung lehnten die Arbeiter ab und traten in den Ausstand. Ueber die eigentlichen Ursachen" des Streits wird der„ Soc. Praris" aus Belgien geschrieben: Diese sind weit weniger ökonomischer und weit mehr socialer Natur, als es nach den Mitteilungen der Tageszeitungen den Anschein hat. Die belgischen Kohlenbergwerke befinden sich mit ganz verschwindenden Ausnahmen Im socialdemokratischen Verein in Kiel nahm man nach einem in dem Besitz von Attiengesellschaften. Die Direktoren der Be- Vortrage des Genossen Ströbel und einer lebhaften, zwei Abende triebe unterhalten fast durchweg nicht die geringsten Beziehungen füllenden Diskussion eine Resolution an, deren Schlußjazz lautet: zu den Arbeitern, und sie stehen in ihrer großen Mehr- Die Versammlung erkennt schließlich in der Bernsteinschen zahl auf dem veralteten Standpunkte des Feudalindustriellen. Den Publikation den litterarischen Durchbruch einer nichtproletarischen einzelnen Arbeiter, der sich an sie wendete, würden sie gnädig Unterströmung in der Partei, gegen die gerade wegen der Be700 Former in Lauchhammer befinden sich in Lohndifferenzen. anhören; von einer Gesamtheit der Arbeiter wollen sie nichts wissen, deutung ihres Trägers um so energischer Front gemacht werden Auf den drei Werfen in Lauchhammer, Gördig und Riesa sind gegen und alle Organisationsbestrebungen haben sie stets mit Entschieden muß." wärtig mehr als 3000 Arbeiter beschäftigt, von welchen 1200 organiheit und Rücksichtslosigkeit bekämpft. Aus diesem Grunde ließen Internationale Solidarität. Auch in Johannesburg( Süd- fiert sind. Dieser Fortschritt der Organisation hat den starken In auch fast alle Direktoren die zu wiederholten Malen in den letzten zwei Jahren an sie gerichteten Schreiben der regionalen Arbeiter- afrikanische Republik) haben klaffenbewußte Proletarier der Opfer willen der Unternehmer erregt und so wurden dieser Tage die zwei Jahren an fie gerichteten Schreiben der regionalen Arbeiter delegation unbeantwortet, und ebenso weigerten sie sich vielfach, des Dresdener Zuchthausurteils gedacht und ihrer Sympathie mit leitenden Personen der Gewerkschaft auf dem Gördiger Werk plöglich die Abgesandten der Arbeiterschaft zu empfangen. Andererseits ist ihnen durch eine Geldſammlung Ausdruck gegeben. Bei der Buch- entlassen. Kaum war diese Maßregelung unter den Arbeitern bees nicht zu leugnen, daß die überwiegende Mehrzahl der unter- handlung des Vorwärts gingen heute 108,12 M. ein für die Familien fannt, so legten 700 Mann die Arbeit nieder und eine Stunde später Ein überraschend einmütiges Handeln irdischen Arbeiter im Laufe des letzten Jahres Lohnaufbesserungen der Verurteilten, die von Arbeitern Johannesburgs bei einer Zustand das Werk still. δας sammenkunft gesammelt worden sind. Ein Beweis dafür, wie dieses der Arbeiter, ihnen zu hoher Ehre gereicht. erhalten hat. Ob diese Zulagen einigermaßen der starken Preis- Urteil die Empörung der Proletarier der ganzen Welt wach- der Direktion wurde sofort die Polizei herbeigerufen und steigerung der Kohle entsprechen, läßt sich überaus schwer nachrechnen, der Amtshauptmann von Großenhain rückte mit da zu viele verschiedene und nicht immer in Zahlen auszudrückende gerufen hat. Faktoren hierbei mitspielen. Die offizielle Lohnstatistik für 1898 ait, allerdings ohne irgend etwas unternehmen zu können. Bei den liegt noch nicht vor, wir geben also die Ziffern für 1897. Jm hierauf eingeleiteten Verhandlungen erklärte sich die Direktion bereit, ganzen wurden in diesem Jahre 128 258 500 Franke für Löhne bedie Kündigungen zurückzunehmen und auf die übrigen Forderungen die seit längerem der Direktion unterbreitet waren zahlt, was bei 120 382 Arbeitern einem Durchschnittslohn von der Arbeiter in 14 Tagen präcise Antwort zu geben. Damit gaben sich die 1028 Frants jährlich entspräche. Da aber gewisse Abzüge einzurechnen sind, so verbleibt nur ein Netto- Einkommen von 1006 Frants. Arbeiter zufrieden, erklärten aber, daß bei Ablehnung ihrer FordeDie Unterschiede für die verschiedenen Becken sind ziemlich beträchtrungen die Kündigung aufrecht erhalten würde. Es ist somit nur ein Waffenstillstand eingetreten. Die Metallarbeiter werden deshalb liche, einem Netto- Einkommen von 1033 Fr. in Charleroi und 1072 Franks in Lüttich steht ein Netto- Einkommen von nur 874 Fr. im gebeten, den Zuzug fernzuhalten. Borinage, wo die Produktionsbedingungen weit ungünstiger sind, gegenüber. Im Centrum werden 993 Fr. bezahlt; hier wirkt nach der Aussage der Arbeiter, mit denen ich sprach, das Bergwert von Mariemont, wo es ein ständiges Einigungsamt giebt und dessen Direktor, der Senator Guinotte, Anhänger einer gleitenden Lohnstala ist, günstig auf die Löhne ein. Uebrigens sind augenblidlich troß des Vorhandenseins des Einigungsamtes auch hier die Arbeiter im Streit. * Totenlifte der Partei. Eines der ältesten Mitglieder unserer Partei und unserer Stadtverordneten- Frattion in Mannheim, der Goldarbeiter Christian Deutscher, ist am Mittwoch daselbst nach längerem Leiden gestorben. Fünfzehn Jahre gehörte er in strenger Pflichterfüllung den Reihen der Arbeitervertreter im Rathause an. Während des Socialistengesezes war er unermüdlich für die Partei thätig. Sein Andenken wird unter den Genossen immer geehrt werden. Von 6 Manu Auch in Burkhardtsdorf bei Chemnitz hat der Tod eine schmerz liche Lücke in unsere Reihen geriffen. Der Parteigenosse Görner wurde Zur Weber- Bewegung am Niederrhein schreibt das Fachblatt Seide":" Die Arbeit in den Krefelder Sammet- Fabriken schreitet, am 29. April auf dem Wege von der Arbeit vom Herzschlage betroffen. Görner war feit über 30 Jahren ununterbrochen für die nachdem der Streit sein Ende gefunden hat, rüstig fort, und es hat Arbeiterfache thätig. Im Jahre 1868 trat er dem Allgemeinen seither von erneuten Unruhen nichts verlautet. In der Umgegend deutschen Arbeiterverein bei. Als ein begeisterter Anhänger Ferdinand beginnen indes die Sammetweber jetzt gleichfalls mit erhöhten Lohne Lassalles wirkte er unermüdlich in Versammlungen und im Bekannten forderungen an ihre Fabritherren heranzutreten. Es zeigt sich hierkreise für dessen Ideen. In dem Streite zwischen den Lassalleanern bei sichtlich, von wie günstigem Einflusse das Bu und Eisenachern hat er stets eine vermittelnde Stellung eingenommen, st andet ommen der einheitlichen Lohnliste ist; denn und als auf dem Kongreß zu Gotha die Vereinigung stattfand, er diese bietet eine passende Handhabe dafür, die Löhne am ganzen füllte ihn das mit großer Befriedigung. Görner hat stets in ärm linken Niederrhein auf eine gesunde gleichmäßige Baſis zu stellen. lichen Verhältnissen gelebt und mit mancherlei Sorgen zu kämpfen Eine solche Entwickelung aber kann für die Sammet- Industrie nur gehabt, dies hinderte ihn aber nicht, zu allen Zeiten, auch während günstige Folgen haben, denn es ist bekannt, daß die Fabriken der der Dauer des Socialistengesetzes, in vollstem Maße seine Pflicht und Umgegend infolge der niedrigen Lohnsätze für die Krefelder JuSchuldigkeit zu thun. dustrie, welche selbst angemessene Löhne zahlt, eine maßlose, oft unwürdige Konkurrenz bilden. Dem gemeinsamen Vorgehen der Weber ist es schon in einigen Fällen gelungen, die Krefelder Lohnliste, ob nun mit oder ohne Zusaglohn, zur Geltung zu bringen, und es steht außer Zweifel, daß solches zur Gesundung der Industrie wesentlich beiträgt." Am Donnerstag kam der Streit in der Brüffeler Deputierten Tammer zur Besprechung. Heftor Denis, Furnemont und andere socialistische Redner verlangten, daß die Regierung von den Befugnissen, die ihr das Gesetz von 1887 über die Conseils du travail zuspricht, Gebrauche mache, die Sektionen für die Minen des Konseils zum Die Maifeier in Stockholm ist, wie uns berichtet wird, auch Sonntag berufe und überall Vertreter der Regierung mit dem in diesem Jahre großartig verlaufen. Trotz sehr ungünstiger WitteAntrag, auf Versöhnung hinzuwirken, den Versammlungen bei- rung marschierten 130 Vereine mit 50 Fahnen und 30 Musikchören wohnen lasse. Arbeitsminister Cooreman nimmt diesen be- in dem Festzuge. Auf dem Ererzierplaze waren sechs Rednerstimmten Forderungen gegenüber eine schwächliche Haltung ein. Er tribünen errichtet, von denen Ansprachen gehalten wurden. Die wolle die Sektion berufen, wenn die Arbeitervertreter den Zahlen der Demonstration galt hauptsächlich dem Achtstündentage und dem allUnternehmer ihrerseits Bahlen gegenüberstellen wollen, fein ge- gemeinen Stimmrecht. bundenes Mandat mitbringen und ihrerseits die Zusammenberufung Maifeier in Russisch Polen. In Dabrowa( Russich- Polen) beantragen. Die Vertreter der Regierung sollen den Verhandlungen hat am 1. Mai eine große Arbeiterdemonstration stattgefunden. beiwohnen, aber nur, um zur Verständigung über Statistiken mitzu- Ueber tausend Arbeiter veranstalteten einen festlichen Umzug und wirken. Durch die schroffe Haltung der Rechten gezwungen, bringt trugen Riefenfahnen mit den Aufschriften:„ Es lebe der Arbeiter schließlich Furnemont ein Tadelsvotum gegen den Minister ein. Die stand!"„ Es lebe ein unabhängiges Polen!"" Es lebe die unabKammer lehnte jedoch das Tadelsvotum für den Arbeitsminister mit hängige polnische Republik!" Die Gendarmerie, die unvorbereitet großer Mehrheit ab und beschloß, zur Tagesordnung überzugehen. und überrascht war, ist nicht eingeschritten. * * Vom Freitag liegen über den Bergarbeiter- Ausstand folgende Meldungen vor: Lüttich, 5. Mai. Der Ausstand im Lütticher Kohlenbecken dehnt sich weiter aus: gegenwärtig streiken 14 000 Mann. Die Gendarmerie ist gegen Versuche, Arbeitswillige von der Arbeit abzuhalten, eingeschritten. Mon 3, 5. Mai. Im Borinage ist die Zahl der Streifenden, tros teilweiser Aufnahme der Arbeit, noch 12 500. Es sollen dort Angriffe auf Nichtstreifende sowie auf deren Wohnungen vor gekommen sein. Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Die Aussperrungen wegen der Maifeier in Dresden sind bereits zum guten Teil beendet, nur in der Metallwarenfabrit von Meißner dauern die Differenzen fort. Bergarbeiterstreik in Lothringen. Der in Straßburg ers aus Klein Rosseln unterm scheinende„ Elsässer" meldet 3. Mai: Heute morgen find etwa 100 Bergleute auf dem GarganSchachte dahier nicht angefahren. Dieselben fordern neben achtstündiger Arbeitszeit 5,50 M. Schichtlohn, sowie daß die vier Rädelsführer, denen von der Direktion die Arbeit gekündigt worden, wieder in Arbeit genommen werden. Die Streifenden haben durch Zettel, die fie auf Straßen und Eisenbahn firenten, die übrigen Bergleute zu einem allgemeinen Streit aufgefordert. und Depeschen. Tehte Nachrichten Ein Nachspiel zur Maifeier? Wie der„ Münchener Post" berichtet wird, beabsichtigt die Münchener Polizeidirektion gegen die Arbeiter, welche am 1. Mai die Arbeit ruhen ließen, auf Grund des Art. 155 des Polizeiſtrafgesetzbuches Strafmandate zu erlassen. Das seltsame Vorgehen der Polizeibehörde soll auf Anregung des Die Friedenskonferenz vor der holländischen Kammer. Münchener Scharfmachervereins erfolgen und dürfte mit der jüngsten Haag, 5. Mai. Die zweite Kammer nahm mit 74 gegen Kammerdebatte über den blauen Montag in Zusammenhang stehen. 4 Stimmen die Forderung zum Empfange der Friedenskonferenz an, Da in München 9000 bis 10 000 Arbeiter am 1. Mai die Arbeit nachdem der Minister des Aeußern de Beaufort die von dem ruhen ließen, darf man gespannt darauf sein, ob es der Polizei socialistischen Abgeordneten van Kot zur Begründung gelingt, alle Sünder zu ermitteln. Das wird wenigstens einmal der ablehnenden Haltung der Socialisten aufgestellten Behauptungen eine Hauptstaatsaktion. bekämpft hatte. - Eine rätselhafte Statistik hat nach Liegniger Blättern die Ban Kols Erklärung lautete dahin, die Socialisten dortige Polizeiverwaltung aus Anlaß der diesjährigen Maifeier verstimmten gegen die Ausgabe für eine Kons anstaltet. Die Polizeiverwaltung hielt nämlich bei den Fabrik- ferenz, die vom Kaiser von Rußland ausgehe, in dessen Unternehmern eine Umfrage, ob und wieviel von den im Betriebe Namen Tausende von Kämpfern für das Volkswohl verfolgt, zu Die Bernstein- Debatte geht in der Parteipresse lebhaft weiter. beschäftigten Arbeitern die Arbeit am 1. Mai haben ruhen lassen. Märtyrern gemacht und hingeschlachtet würden. Rußland seze seine Vereinzelte Stimmen treten für Bernstein ein, die Mehrzahl erklärt Wir können wirklich nicht verstehen, was diese ganz private Anfich jedoch, wie schon aus den bisher gegebenen Uebersichten hervorgelegenheit die Polizei interessiert? ging, gegen ihn. " Ein Genosse H. N. veröffentlicht im Braunschweiger Voltsfreund" einige Artikel, worin er sich in der Hauptsache In der Rheinischen Zeitung" erörtert ein Arbeiter i. m., nachdem er erklärt, daß er in den theoretischen Fragen Kautsky gegen Bernstein recht gebe, die von Bernstein berührten praktischen Fragen im einzelnen und stellt sich dabei, besonders in der Frage der Genossenschaften, auf Bernsteins Standpunkt. " Auch im Voltsblatt" für Harburg billigt ein Genosse H. K., was Bernstein über die Krisen, die Verelendungs- und die Zusammenbruchstheorie sagt. " Aus der Frauenbewegung. Rüstung fort; auch habe es das verfassungsmäßige Recht Finnlands verlegt. Auf der Konferenz würden politische und wirtschaftliche Verhältnisse nicht erörtert; fie halte ihre Beratungen im Geheimen und es sei von ihr weder ein mittelbarer noch unmittelbarer Gewinn für den Weltfrieden zu erwarten. Antwerpen, 5. Mai.( B. H.) Die neue Hafenmaner, welche als Verlängerung des Antwerpener Hafenquais gilt, und die zwei Kilometer weit im Bau begriffen ist, ist heute Nachmittag auf eine Strecke von 150 Meter eingestürzt. Der Schaden ist ungeheuer, denn, falls sich das Material als untauglich erweisen sollte, müßte die ganze Strecke abgetragen werden. Brüffel, 5. Mai.( W. T. B.) Das Blatt, Vingtième Siècle" bringt folgende Nachricht vom Kongo: Die Avantgarde der unter dem Befehl des Hauptmanns van Weert und der Leutnants Bell und Girtjon stehenden Kolonne, welche von dem Posten Basoko aufgebrochen war, soll gementert haben; 42 Soldaten sollen zum Feinde übergegangen und Leutnant Bell und ein Negersergeant ge tötet worden sein. mit Bernstein einverstanden erklärt sowohl in theoretischer, wie Berliner Lehrerinnen gegen die junkerlichen Verdummung 8: taktischer Hinsicht. Er nennt es ein Vergnügen, das Buch zu pläne. In einer Versammlung von Volksschullehrerinnen Berlins lesen und hat nur einige Einwendungen gegen Bernsteins Kritik und Umgegend am 3. Mai hielt die Lehrerin Fräulein Lischnewsta der Mehrwertstheorie. einen Vortrag über das Thema: Die Angriffe auf die Volksschule im preußischen Landtage. Die Rednerin führte aus, daß die Verfürzung der Schulzeit, die man fordere, um der Leutenot auf dem Lande abzuhelfen, durchaus unzeitgemäß sei, da unsere wirtschaftliche Entwickelung intelligente Arbeitskräfte verlange. Es sei deshalb vielmehr eine Verlängerung der Schulzeit zu fordern durch Einführung der obligatorischen Fortbildungsschulen für beide Geschlechter. Fräulein Lischnewska schilderte dann die Art und Weise des Unterrichts in den Fortbildungsschulen, indem der Nachdruck auf Deutsch, GeIn der Elberfelder Freien Presse" tritt Genosse Dr. Wolt- schichte, Gesezeskunde und Gesundheitslehre zu legen sei. Die Fortmann für Bernstein ein. Er billigt namentlich, was Bernstein über die bildungsschule für Mädchen auf dem Lande habe sich noch im beMailand, 5. Mai.( B. H.) Die Perseveranza" meldet, die Zusammenbruchstheorie sagt, ist auch mit seiner Auffassung des fonderen zu beschäftigen mit der Gesundheitslehre für das Hauswesen, Genossenschaftswesens einverstanden, glaubt aber nicht, daß der ebenso kann die Lehrerin zeigen, welche Gefahren das Stadtleben Besetzung der Sanmunbai solle am 12. d. M. stattfinden. Washington, 5. Mai.( W. T. B.) Vom philippinischen Klaffenkampf im Laufe der Zeit humanere Formen annehmen werde enthält. gulegt verwahrte Fräulein Lischnewska die Volksschulen und hält es auch in Deutschland für bedentlich, mit der bürgerlichen energisch vor dem Vorwurf der Unchriftlichkeit. In einer sehr angeregten Krieg. Nach einem Telegramm des Generals Otis hat General Demokratie zusammenzugehen. Diskussion wurden dann die von Frl. Lischnewska aufgestellten Leits Lawtou gemeldet, er habe in Balinag 150 000 Bushels Reis und In demselben Blatte nimmt dagegen ein Arbeiter C. E. fäße in der folgenden Fassung angenommen: 1. Der Vorschlag auf 265 Tonnen Zuder erbeutet. Der Wert der in Malolos era das Wort, um sich entschieden gegen die von Bernstein empfohlene Abkürzung der Schulzeit zum Zwede wirtschaftlicher Hebung des beuteten Vorräte werde auf 1 500 000 Dollars veranschlagt. Auch Taktik zu wenden. Volkes widerspricht allen Traditionen des preußischen Staates. 2. Die an anderen Punkten seien den Filipinos große Mengen von Reis und Mit großer Entschiedenheit wendet sich gegen Bernstein ein Abkürzung der gesetzlichen Schulzeit würde einen schweren Schaden für Getreide angenommen worden. Die Aufständischen hätten gestern Genosse 9. in mehreren Artikeln im Voltsblatt für Halle". Erziehung und Unterricht bedeuten. Die lezten Schuljahre sind die wert die Stadt San Thomas niedergebrannt und am Abend auch San Die Halberstädter Arbeiterzeitung" beginnt eine voйsten. 3. Die obligatorische Fortbildungsschule für beide Geschlechter er- Fernando in Brand gesteckt. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin 11 Hierzu 2 Beilagen Nr. 105. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 6. Mai 1899. Reichstag. Am Tisch des Bundesrats: Graf Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Gebühren- Ordnung für die Benuzung des Kaiser- Wilhelm- Kanals. Staatssekretär Graf Posadowsky: 0 Die Verhältnisse im Kaiser Wilhelm- Kanal haben noch feineswegs irgend einen Beharrungszustand erreicht; sie find fortwährenden Veränderungen unterworfen. Es folgt daraus, daß die Tarif änderungen nicht ein- für allemal festgesetzt werden können, sondern dem Ermessen des Bundesrats überlassen werden müssen. Ich bitte Sie daher um Annahme der Vorlage, die dem Bundesrat die betreffende Vollmacht überweist. Abg. Brömel( frs. Vg.): Es unterliegt keinem Bedenken, dem Bundesrat auch ferner die Festsetzung der Tarife zu überlaffen.( Die weiteren Ausführungen Des Redners, der hauptsächlich die Einwirkung des Kanals auf die Küstenstädte, Stettin und Lübeck, beleuchtet, bleiben bei der allgemeinen Unruhe im Hause unverständlich.) Redner ist schließlich der Ansicht, daß doch noch eine eingehende Erwägung notwendig sei und daß man vor allem die Interessenten selbst noch hören müsse; er kann sich daher mit der Vorlage nur dann einverstanden erklären, wenn die zweite Lesung nicht zu schnell auf die erste folgt. bis Aber eine einheitliche kraftvolle Bewegung soll sich darin dokumentieren, um den Krankenkassen eine ihrer Bedeutung entsprechende Einflußnahme auf die Maßnahmen der Regierung sowohl wie der anderen socialpolitischen Institutionen zu sichern. sie bei der Gesamtabstimmung gegen den Paragraphen der Krankenkassen Berlins im unmittelbaren Anschluß für Sonnstimmten.§ 139d( Ausnahmen) wurde dahin erweitert, daß die im tag, den 28. Mai, eine Konferenz sämtlicher aus ganz vorigen Paragraphen festgelegten Schlußbestimmungen außer Kraft Deutschland zum Kongreß delegierten Krankenkassen- Vertreter 77. Sizung, Freitag, 5. Mai 1899, 2 r. bie gleiche Außerkraftſegung während 2 Wochen vor Weihnachten vom 19. April schon für die nächste Zeit in Aussicht gestellte Novelle bleiben auch bei Umzügen und Neueinrichtungen." Der Versuch, veranstaltet. Die von Graf Posadowsky in der Reichstagssigung Dafür erhoben sich zum Krankenkassen- Gesez, die sicher einschneidende Aenderungen entauf 4 Wochen" zu erhöhen, scheiterte. 8 Stimmen. halten wird, die Beschlüsse des 27. deutschen Aerztetages in Dresden Nächste Sigung: Dienstag. 2nd ok betreffs obligatorischer Einführung der freien Arztwahl, das Vers In der Postkommiffion des Reichstages stand am Freitag die hältnis der Krankenkassen zu den Invaliditätsanstalten und BerufsNovelle zum Postgesetz zur zweiten Lesung. In Artikel 1 beantragte materien machen eine einheitliche Stellungnahme der Krankengenossenschaften, alle diese für die Krankenkassen so wichtigen Abg. Singer, das Zuschlagporto für unfrantierte Briefe von faffen in ganz Deutschland notwendig und sollen am 28. Mai 10 auf 5 Pfennig herabzusetzen. Nachdem sich der Staatssekretär auf der Berliner Konferenz die principiellen Gesichtspunkte festgelegt v. Podbielski dagegen erklärt, wird der Antrag mit 8 gegen werden. 13 Stimmen abgelehnt. Staatssekretär v. Podbielski giebt darauf für Die aus der Konferenz sich ergebenden principiellen Verein das Reichspostgebiet die Erklärung ab, daß nach Annahme des barungen sollen lediglich als Richtschnur dienen und den später Gefeßes die offenen Ortssendungen wie folgt herabgesetzt erfolgenden Beschlüssen irgend einer Körperschaft, irgend eines werden: für Postkarten von 5 auf 2 Pf.; für Drucksachen Krankenkassen- Verbandes in teiner Weise vorgreifen. bis 50 Gramm von 3 auf 2 Pf., bis 100 Gramm auf 3 Bf., 250 Gramm auf 5, bis 500 auf 10, bis 1000 Gramm auf 15 Pf. für Warenproben bis 250 Gramm auf 5, bis 350 Gramm auf Der bahrische Gesandte, Graf Lerchenfeld, bedauert, 10 f. eine ähnliche Erklärung für Bayern, mit Rüdficht auf teilweise billigere Die Anmeldungen zum Tuberkulose- Kongreß sind an das Bureau Säge, die Bayern heute schon für den Ortsverkehr habe, noch nicht ab- deffelben, Berlin W., Wilhelmsplatz 2, unter Beifügung von 20 M. geben zu können. Die Frage werde jedenfalls wohlwollend erwogen für jede Teilnehmerkarte zu richten. Die Aufwendungen aus Kassenwerden. Darauf werden die übrigen Teile des Art. I nach den Beschlüssen mitteln für die Beschichung des Kongresses sind durchaus zulässig der ersten Lesung angenommen. Sodann werden folgende von Ber- und können von keiner Aufsichtsbehörde beanstandet werden, da der tretern sämtlicher Parteien gestellte Resolutionen zur Ver- Tuberkulose- Kongreß für die Interessen der Krankenkassen und ihrer handlung gestellt: 1. Die Postverwaltung zu ersuchen, das Bestell: Versicherten von derselben ungeheuren Bedeutung ist wie für die geld, das die Post von den Beziehern der Zeitung erhält, wie folgt Invaliditätsanstalten und die anderen socialpolitischen Störperschaften, festzusetzen und zwar für eine Zeitschrift, welche wöchentlich welche sämtlich vertreten sein werden. einmal erscheint, 3 Pf. monatlich; welche wöchentlich zweimal erVon jeder Anmeldung ist dem Bureau der Centralkommission der scheint, 5 Pf. monatlich; drei und viermal; 8 Pf.; fünf Krantentassen, Berlin SO, Brückenstr. 10a, Mitteilung zu machen. mal 10 f.; fechs- oder fiebenmal 12 Pf.; bei Zeitungen, welche Auch sind hierher alle Anfragen betreffs der Krankenkassen- Konferenz täglich mehrmals erscheinen, für jede tägliche Bestellung 8 Pf. II. Dem Verleger einer im Reichspost- Katalog eingetragenen Beitung zu richten, sowie ſtatistisches Material bezüglich der Lungenschwindist es geftattet, für die von ihm gewonnenen Abonnenten selbst die lucht zu übersenden, da solches auf dem Kongreß durch die Centraltommission ausgiebigste Verwertung findet. Bestellung bei der Poſt aufzugeben. III. Die Beschränkung der zuDie Centralfommission der Krankenkassen Berlins. lässigen Ueberweisungsexemplare auf 10 Broz. der Postauflage wird J. A.: aufgehoben. IV. Gegen die für Drucksachen festgesetzte Tage tönnen auch Geschäftspapiere befördert werden. Nach längerer Debatte werden die Resolutionen II, III und IV in dieser Form angenommen. Die Resolution I erhält nach dem Antrage des Dr. Oertel folgende Faffung: Die Postverwaltung zu ersuchen, möglichst bald das Bestellgeld der Zeitungen neu, und ar jo zu regeln, daß die Häufigkeit des Ericheinens mehr als bisher und auch das Zeitungsgewicht berücksichtigt wird." Die weitere Beratung des Postgesetzes( Entschädigung der Privatposten 2c.) wird auf Dienstag vertagt. Abg. Hahn( wildkons., Bd. d. Landw.): erklärt sich im wesentlichen mit der Vorlage einverstanden. Er wünscht aber, daß man der kleinen Segelschiffahrt mehr entgegen tomme. Ferner sei eine schnellere Beförderung der fleinen Schiffe durch die staatlichen Schleppdampfer notwendig. Redner verbreitet sich sodann über den projektierten Mittellandkanal, den er höchst abfällig Geheimrat v. Jonquières beurteilt. glaubt nicht, daß es zwvedmäßig sei, ein so großes Deficit auf fich zu nehmen, wie die Erweiterung des staatlichen Schleppdampfer dienstes es nach sich ziehen würde. Uebrigens sei es noch feineswegs festgestellt, daß die kleine Küstenschiffahrt dadurch wesentlich gehoben werden würde. Ganz in private Hände wird der Schleppbetrieb ohnehin nie übergehen; schon im Interesse der Marineberwaltung wird ein Teil desselben stets staatlich bleiben. Abg. Möller( natl.): Wir haben gegen die Vorlage nichts einzuwenden, wir sind überhaupt der Meinung, daß eine gesetzliche Festlegung des Tarifs gar nicht geboten ist. Abg. v. Malhan( f.): Meine Partei hat gleichfalls feine Bedenken, dem Bundesrat auf weitere fünf Jahre die gewünschte Vollmacht zu erteilen. Wir wünschen aber jedenfalls keine allgemeine zu gute fommen würde. Herabsetzung der Tarife, die nur den ausländischen großen Schiffe Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Dr. Hahn( wildt.), Brömel( frs. Vg.), Möller( natl.) schließt die Diskussion. Die zweite Beratung wird also im Plenum erfolgen. Es folgt die zweite Beratung des Gesetzes, betreffend das Flaggenrecht der Kauffahrteischiffe. Nachdem sich Unterstaatssekretär Rothe mit den von der Kommission vorgenommenen Wenderungen ausdrücklich einverstanden erklärt hatte, wird die Vorlage ohne Debatte genehmigt. Es folgen Berichte der Wahlprüfungs- Kommission. Die Wahlen der Abgg. Firzlaff( t.), Börner( natl.), Ernst( frs. Vg.) werden beanstandet. Die Wahlen der Abgg. Dr. Kropatscheck( l.) und Jacobskötter( f.) werden für gültig erklärt. Die Wahl des Abg. v. Loebell( f.) beantragt die Rommission zu beanstanden. Vom Abg. v. Brockhausen liegt ein Antrag bor, der noch eine erweiterte Beweiserhebung vorschlägt, als dies seitens der Kommission geschieht. Abg. v. Brockhausen( t.) befürwortet seinen Antrag. Abg. Lenzmann( fri. Vp.) bittet, den Antrag v. Brodhausen abzulehnen. Der Beweisantrag sei rein negativer Natur. Alle die Beweiserhebungen, die Herr v. Brockhausen verlange, könnten bei Gelegenheit der von der Kommission vorgeschlagenen Beweiserhebung auch erhoben werden. Abg. v. Brockhausen( t.) giebt zu, daß sein Beweisantrag negativer Natur jei, er sei aber zur Gewinnung eines vollständigen Bildes notwendig. Nach dem Schlußwort des Abg. Auer( Soc.), der die Annahme des Kommissionsbeschlusses empfiehlt, beantragt Abg. Baffermann( natl.) Rückverweisung der Sache an die Kommission. Sein Antrag wird gegen die Stimmen des Centrums und der gesamten Linken für angenommen erklärt. Das Haus begleitet diese Erklärung des Präsidenten mit einem vernehmlichen Murren, da es offenbar der Ansicht ist, daß die für den Antrag Stimmenden nicht die Mehrheit darstellen. Es folgen Kommissionsberichte über Petitionen lokaler oder persönlicher Natur. Sie werden debattelos nach den Kommissionsbeschlüssen erledigt. Damit ist die Tagesordmmg erschöpft. Nächste Sigung: Dienstag 1 Uhr.( 8weite Beratung des von den Antisemiten eingebrachten Gesezentwurfs, betreffend das Schächtverbot; Antrag Arendt auf internationale Vereinbarungen zur Verhütung von Schiffsunfällen; Antrag Agfter und Genoffen ( Soc.) auf Einbringung eines Reichs- Berggesetzes, in Verbindung mit einem ähnlichen Antrag Lenzmann( fr). Vp.). Schluß 54 Uhr. Parlamentarisches. Dr. Friedeberg, Eugen Simanowski, Brückenstr. 10a, Gartenstr. 78, II, Vertrauensarzt d. Centralfommission. Vorsiz. d. Centralfommission. der Bresse wird ersucht. 1m möglichste Verbreitung dieses Aufrufs in kunns Kommunales. 0 Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur drei von Mitgliedern der Versammlung In der Wahlprüfungs- Kommiffion des Reichstags find am geordneten Harriehausen( 11. Hannover, wild, Bund der Land- gestellten Anträge in Bezug auf die dem St. Josef. Donnerstag Abend und Freitag Vormittag die Wahlen der Ab- Vorberatung der z u Potsdam bon der Berliner wirte). Silb d( 6. Arnsberg Dortmund, natl.), b. Staud y( 5. Gum Waisenhause binnen, L.) und Prof. Pauly( Oberbarnim, Rp.) beanstandet waifenverwaltung untergebrachten Waisentinder worden. Es sollen Erhebungen stattfinden über Behauptungen der hat gestern unter Vorsiz des Stadtverordneten- Vorstehers- Stell verschiedenen überreichten Proteste. vertreters Michelet und in Anwesenheit des Stadtschulrats Die Kommiffion für das Fleischschan- Gefeß fam in der und des heutigen Sigung bis zur Beratung des§ 14, welcher die Einfuhr Bertram Stadtraths Kämpf nach eingehender von Fleisch behandelt. Ein Antrag des Abg. Klindowström forderte mehrstündiger Berathung mit allen gegen eine Stimme eine zu Gunsten der Agrarier weitergehende Beschränkung, und wurde folgenden gemeinsamen Antrag der Stadtvv. Perls, Sachs und nach längerer Debatte dieser Antrag gegen die Regierungsvorlage Singer angenommen: Die Versammlung ersucht den Magistrat, die angenommen. von der städtischen Waisenverwaltung in dem katholischen St. Josef Waisenhaus zu Potsdam untergebrachten Waisenkinder aus der An stalt baldmöglichst herauszunehmen. 51 Aus der Magistratssitzung am Freitag. Auf Anregung der Stadtverordneten- Versammlung hat das Magistratskollegium bes schlossen, den Betrag des städtischen Stipendienfonds von 3600 M. auf jährlich 10 000 m. zu erhöhen. Die Einzelstipendien sollen bemessen werden von 250-500 m. bat, unterstützt von einigen anderen Abgeordneten, im AbgeordnetenKörperliche Züchtigung der Kinder. Die polnische Fraktion haus, den Antrag eingebracht, die Regierung aufzufordern, die bestehenden Grundsäße, betreffend Anwendung förperlicher Strafmittel in Volksschulen, welche in den§§ 50-53 II. 12 Allgemeinen Landrechts und in der Allerhöchsten Kabinetsordre vom 14. Mai 1825, sowie in den damit in Zusammenhang stehenden Verfügungen verschiedener Bezirksregierungen enthalten sind, den Volksschullehrern der Monarchie erneut zur gewissenhaften Nachachtung einzuAuf eine von uns vor längerer Zeit mitgeteilte Anfrage des härfen, und deren Befolgung durch die Schulaufsichtsorgane Magistrats an die Staatsbehörde, unter welchen Bedingungen es der streng überwachen zu lassen, auch ferner in Erwägung zu ziehen, Stadtgemeinde Berlin gestattet sein würde, ein städtisches technisches ob die Anwendung förperlicher Strafmittel feitens der Lehrer durch untersuchungsamt für Nahrungs- und Genußeine anderweitige gejegliche Regelung überhaupt nicht zu untermittel sowie Verbrauchsgegenstände zu errichten, ist nunmehr eine ag en oder wenigstens bedeutend einzuschränken wäre. An die Krankenkassen Deutschlands. Bom 24. bis 27. Mai d. J. findet in Berlin der Kongreß ur Bekämpfung der Tuberkulose als volts trantheit statt. Der Kongres foll feine Zusammenkunft von Medizinern und Fachgelehrten sein, sondern ist seiner ganzen Veranstaltung nach als handlungen liegt in der am Sonnabend, den 27. zu Beratung ein social hygienischer gedacht, der Schwerpunkt der Verkommenden Abteilung V, betreffend das Heilstättenwesen. Die ungeheuren Verheerungen, welche die Schwindsucht unter der Bevölkerung Deutschlands anrichtet, die Opfer, die sie an Menschenleben, Wohlstand und Familienglück alljährlich der Nation entreißt, haben den weitesten Kreisen die Notwendigkeit einer Bekämpfung diefer Seuche von Grund aus aufgedrängt. Antwort dahin eingegangen, daß die Staatsregierung bes absichtige, ein derartiges Institut errichten zu lassen. Der Stadt soll es alsdann gestattet sein, gegen Zahlung einer noch festzusetzenden Gebühr dieses Institut zu benußen, in der Voraussetzung, daß die Stadt sich bereit erklärt, alle von ihr zu machenden Untersuchungen, mit Ausnahme derjenigen, welche die städtischen Behörden selbst bei den Wasserwerken, der Kanalisation und Gaswerte, welche Laboratorien zu diesem Zwede bereits besigen, veranlassen, in dem Staatsinstitut ausführen zu regierung abgelehnt. lassen. Das Magistratskollegium hat diese Vorschläge der Staats Gerichtsbezirke hatte der Magistrat vor längerer Zeit an den Gegen die Neu Einteilung der Stadt Berlin in verschiedene Justizminister eine Petition mit eingehender Begründung gerichtet. Da bislang eine Antwort nicht eingegangen ist, so hat das Magistratsfollegium beschlossen, eine Petition an den Landtag zu richten und um Ablehnung des Gesetzentwurfes zu ersuchen. Ferner hat das Magistratskollegium beschlossen, hinsichtlich der im Reichstage gegenwärtig zur Beratung stehenden Novelle zum Posts gefeße eine Petition einzureichen, welche sich im angeblichen nteresse der Bevölkerung gegen die Ablösung der Privatpost anstalten wendet. Seine Schicht der Bevölkerung hat aber ein gleiches Interesse an der Schwindfuchtsbekämpfung wie das in den Krankenkassen organisierte Industrieproletariat. Nirgends find die Opfer der Schwindsucht so grauenhaft wie gerade hier. Der Proletarier= Schließlich soll nach Beschluß des Magistratskollegii eine frankheit erliegt fast die Hälfte aller Industrie- Petition an den Landtag entsendet werden wegen Streichung arbeiter, wenigstens in den großen Städten. Die Krankenkassen- des letzten Absages des§ 9 des Gefeßentwurfes betreffend die Statistiken lassen darüber keinen Zweifel. In den besten Jahren, in Dienststellung der Kreisärzte und Bildung der Gesundheitsder Blüte der Mannestraft, raubt die Schwindsucht dem Arbeiter kommissionen. Der Vorschlag des Charlottenburger Magistrats, sich Gesundheit und Leben. Die Statistik des Reichs- Versicherungsamts, feiner Petition in dieser Angelegenheit an den Landtag anzuschließen, die sich über mehr als 150 000 Invaliditätsfälle erstreckt, zeigt, daß hat das Kollegium abgelehnt und wird eben eine Petition selbständig von den bis zum dreißigsten Jahre bewilligten Invaliditätsrenten absenden. mehr als die Hälfte durch die Lungentuberkulose bedingt ist. Die Rats wage am Petriplatz, welche sich an das Köllnische Rathaus anschließt, wird zugleich mit dem genannten Rathause im Oktober d. J. beseitigt werden. Die Aufrichtung derselben an einer anderen Stelle wird nicht beabsichtigt, da ein Bedürfniß hierfür nicht vorliegt. 519 Tokales. Gewerbekommission. In der Freitags- Sizung wurde die Beratung mit§ 154b Artikel 6 aufgenommen. Derselbe sichert die im § 137a vorgesehenen Schußbestimmungen den in Werkstätten beschäftigten Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern zu. Der Paragraph wurde angenommen. Desgleichen§ 136 Absatz 1 Artifel 6 der Novelle, der bestimmt, daß jugendlichen Arbeitern, die nicht länger 11nd welcher Vorstand, welcher Verwaltungsbeamte einer als acht Stunden täglich beschäftigt werden und deren Arbeitszeit Strautentaffe weiß nicht, wie die Aufwendungen für die Schwindan den Vor- und Nachmittagen vier Stunden nicht übersteigt, eine süchtigen der Kasse die größten Opfer auferlegen, wie der dritte Vor- und Nachmittagspause nicht gewährt zu werden braucht. Teil, oft die Hälfte der Gesamtaufwendungen für die Schwindsucht Von den zu§ 139 e gestellten Anträgen fand nur derjenige An- erfolgt. nahme, daß den in offenen Verkaufsstellen beschäftigten Gehilfen, Krankenkassen Deutschlands! Der Kongreß im Mai wird von Lehrlingen und Arbeitern die in Comptoiren und Lager- grundlegender, fundamentaler Bedeutung für die Schwindsuchtsräumen Beschäftigten gleichgestellt werden sollen. bekämpfung werden. Ihr, deren Fürsorge die materielle und ideelle Erster Wahlkreis. Nächsten Montag abends 81/2 Uhr findet Abjazz 1 des Paragraphen erhielt folgenden Busay:" In Ge- Wohlfahrt von mehr als acht Millionen Menschen- der Stern der in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20/21, die General ist, meinden mit mehr als 20 000 Einwohnern muß in offenen arbeitsfähigen Bevölkerung Deutschlands Verkaufsstellen die Ruhezeit mindestens elf Stunden Pflicht, mit der ganzen Schwerkraft Eurer Organisationen auf diesem bersammlung des Wahlvereins statt. Auf der Tagesordnung steht: betragen. Durch Ortsstatut tann bestimmt werden, daß die Nuhezeit von Kongreß dahin zu wirken, daß dem Arbeiter nicht als Almosen, Geschäfts- und Kassenbericht, Neuwahl des gesamten Vorstandes, Ermindestens 11 Stunden auch auf kleinere Ortschaften ausgedehnt werden sondern als gesetzliche Berechtigung die Möglichkeit gegeben werde, die Mitglieder des Wahlvereins darauf aufmerksam, daß Billets für weiterung der Organisation des Wahlvereins. Ferner machen wir kann." Die Mittagspause für diejenigen, die außerhalb der Verkaufs- durch Heilstättenbehandlung den Keim der mörderischen Seuche die Treptower Sternwarte zum Preise von 75 Pf. bei den VorstandsEine stärkere Heranziehung der Invaliditätsfestgesezt. Durch die Gemeindebehörde kann allgemein oder für einzelne Anstalten zur vorbeugenden Krankenfürsorge, eine Verwendung der mitgliedern zu haben sind.( Siehe Annonce am Sonntag.) Geschäftszweige diese Bause verlängert und einheitlich festgesetzt werden. reichen Mittel des größten Teiles dieser Anstalten zur Schwindsuchts- dising monist Der Vorstand. Gemäß der Regierungsvorlage wurde die Bestimmung angenommen, belämpfung soll herbeigeführt werden, zu Eurer Entlastung, um Euch Der Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen beginnt daß allen, die nicht außer den Verkaufsstellen ihr Mittagbrot ein- die Erfüllung Eurer wichtigen Aufgabe, den erkrankten Arbeiter vor am Montag, den 8. Mai, den Sommerkursus in der Centrale Arminhallen", Kommandantenstraße, abends 9 Uhr. Der Samariters nehmen, eine angemessene" Mittagspause gewährt werden soll. dem Versinken ins Elend zu bewahren, mehr als bisher zu erUnsere Partei wird in der zweiten Lesung den Antrag wiederholen, möglichen. furfus verfolgt den Zweck, seine Teilnehmer zu unterrichten in der auch für die Handelsangestellten eine gefeßlich festgestellte Eine Vertretung fämtlicher Krankenkassen Deutschlands ersten Hilfe bei Unglücksfällen, in der ersten Hilfeleistung bei plötz Mittagspause zu Die in dem so veränderten auf diesem Kongres ist eine Notwendigkeit, und ist eine Be- lichen und gefahrdrohenden Erkrankungsfällen und in den Grunds Baragraphen festgelegten geringen Berbefferungen gingen den teiligung an den Beratungen gerade an dem bedeutungsvollsten zügen der Krantenpflege. Es werden im Laufe des Kursus neun Herren Jacobstötter und v. Frege so weit, daß Tage, am 27. Mai um so wesentlicher, als die Centralkommission Bortragsabende abgehalten. An jeden Vortrag schließen sich praktische erzielen. " Der Vorstand. Ein Echutz Uebungen an. Das Eintrittsgeld beträgt 25 Pf., der monatliche Beitrag| welche Uebelstände in den Kellerräumten, in denen die Schülerfige zeitig versagten die Motore, weshalb die Feuerwehr herbeigerufen ebenfalls 25 Pf. Die Filiale bei Neumann, Brummenstr. 150" bleibt des besseren Ueberblides wegen amphitheatralisch angeordnet sind, nicht wurde. Es stellte sich nun heraus, daß das elektrische Kabel vollebenfalls bestehen, dort beginnt der Kursus am 15. Mai. Außerdem bemerkbar. Diese Uebelstände traten vielmehr erst später auf und zwar ständig durchgebrannt war, weshalb der Strom bis zur Ausbesserung finden im Sommer Spiel- Ausflüge statt, der erste Ausflug findet ist der Grund dieser Erscheimmg darin zu suchen, daß gerade der südliche Teil des Kabels ausgeschaltet wurde." am Sonntag, den 7. Mai, nach Schmargendorf statt. Treffpunkt: des Gebäudes, wo diese Kellerräume liegen, auf einem sehr schlechten Uns fehlt nur noch die russische Kunte". Als am Montag Restaurant Sanssouci" 3 Uhr. Sodann bringen wir die vom Baugrunde steht. Dicht dabei floß nämlich noch längere Zeit nach der Kaiser das dritte Garderegiment vom Tempelhofer Felde nach Samariter- Kursus errichtete Samariter- Kolonne in Erinnerung, der Vollendung des neuen Gymnasialgebäudes, im Zuge der welche sich auf Wunsch bei Arbeiterfesten zur Verfügung stellt. Auf heutigen Rungestraße der älteren Berlinern noch wohlbekannte der Kaserne in der Wrangelstraße führte, waren, wie immer bei träge sind zu richten an den ersten Vorsitzenden E. Stein, Charlotten-" Grüne Graben" entlang, der seiner pestilenzialischen Ausdünstungen Kreuzung der Stalizer- und Wrangelstraße. Nachdem die Trupper, militärischen Aufzügen, verschiedene Straßen gesperrt, so auch die burg, Kaiserfriedrichstr. 40. wegen in ganz Berlin berüchtigt war und erst gegen Ende der fiebziger Jahre, bei der Anlegung des Köllnischen Partes zugeschüttet bereits vorübergezogen waren, wollte der Müllfuhrmann 9. mil Die Alterszufammensetzung der Berliner Arbeiterbevölke- wurde. Den Einwirkungen dieses morafihaltigen Intergrundes find feinem Gefährt die genannte Stelle passieren. rung ist wesentlich verschieden von derjenigen der Gesammtbevölke- nun die übelen Gerüche zuzuschreiben, die sich seit längerer Zeit in mann bedeutete ihm, daß er nicht fahren dürfe. N., ver es eilig haben mochte, versuchte durch Vorstellungen bei dem den Kellerräumen bemerkbar gemacht haben. rung Berlins. Nach E. Hirschbergs Berechnungen aus den ErgebSchußmann die Freigabe der Passage zu erwirken. Nach einigeni Hin nissen der Berufszählung von 1895 überwiegen unter der Arbeiter- Großer Kehraus wurde gestern im alten Konzerthause und Herreden schien es, als ob R. seinen Wagen wieder umwenden bevölkerung( Gehilfen, Gefellen, Lehrlinge, Arbeiter, Dienstboten) die in der Leipzigerstraße gemacht. Aus dem Konzertsaal wurde das wollte. Darauf ordnete der die Aufsicht führende Polizeiwachtmeister jüngeren Altersklassen sehr start. Von einer männlichen Arbeiter- gesamte Inventar herausgeholt. Der große Konzertsaal, der eine so an, den N. vom Bock herunterzuholen. Sofort setzten sich sechs bis bevölkerung von 314 794 Personen standen allein 105 760, also bedeutsame Rolle in der Berliner Lokalgeschichte gespielt hat, war acht Schuhleute in Bewegung, um den Befehl ihres Borgesetzten 33,6 Proz., im Alter von 20-30 Jahren( von den übrigen männ- bald völlig geleert. Auch die Tage des Saales felbft sind gezählt, auszuführen. R. wurde von mehreren Beamten vom Bork lichen Erwerbsthätigen nur 27,3 Proz.). Jm Alter von 50 und denn bereits in der nächsten Beit wird er abgebrochen werden, nach- herunter geholt und, von zwei Schuhleuten festgehalten, zur mehr Jahren dagegen standen von der männlichen Arbeiter dem seine nach der Krausenstraße zu liegende Hinterfront durch den Wache in der Oppelnerstraße gebracht. Dieser Vorgang bevölkerung nur 30 168, also 9,6 Proz.( von den übrigen männ- Abbruch der Häuser 46-48 bereits freigelegt worden ist. Dagegen hatte begreiflicherweise unter dem Straßenpublitum großes lichen Erwerbsthätigen 20,1 Proz.). Ganz ähnlich lagen die Verhält- wird das Vorderhaus Leipzigerstr. 48, durch welches der Eingang Aufsehen erregt. Mehrere unbeteiligte Zeugen des Vorfalles niffe beim weiblichen Geschlecht. Hier kamen von einer Arbeiter zum Konzertsaal stattfand, noch bis zum 1. Juli d. J. stehen bleiben, wollten ebenfalls zur Polizeiwache mitgehen, um ihre Wahrbevölkerung von 182 384 Personen 77 149, also sogar 42,4 Proz., um dann gleichfalls vom Erdboden zu verschwinden. nehmungen zu bekunden, sie wurden jedoch von Schuyleuten am auf das Alter von 20-30 Jahren( von den übrigen weiblichen ErDer verkannte werbsthätigen nur 26,7 Broz.), andererseits auf das Alter von 50 71/2 hr passierte ein Tischler die Straße am Elisabeth- Ilfer. nicht zurückweiſen laſſen wollte, wurde gleichfalls fiftiert. N., der Streitbruder". Am Donnerstag abend Betreten des Wachlokals verhindert. Einer der Zeugen, welcher sich und mehr Jahren 13 555, mur 7,4 Proz.( von den übrigen weiblichen nichts ahnend sah er von der Böschung des Kanals dem Ausladen ohne Sträuben den Beamten gefolgt war, mußte, obwohl der aus Erwerbsthätigen 20,8 Proz.). Speciell von den 59 918 Dienstmädchen, der Kähne zu. Plötzlich erschien ein Schuhmann auf der Bildfläche. wesende Telegraphist ihn versönlich tannte und refog die ziemlich ein Drittel der gesamten weiblichen Arbeiterbevölkerung noscierte, bis zum Eintreffen des Leutnants auf der Wache bleiben. Dieser bedeutete ausmachten, standen 31 250, also 52,2 Broz., im Alter von 20 bis Das wäre an sich nicht bemerkenswert; aber der Beamte schritt er dem Sistierten, 30 Jahren. Unter 16 Jahre alt waren von der Arbeiter- schnurstracks auf unseren Tischler zu und ehe dieser sich dessen verR. machte den Einwand, wer ihn denn dafür bevölkerung 14 643 mämliche und 9064 weibliche Personen, 47 tommen. Sie verfluchter Streitbruder, sonst werde ich kleidung zerrissen worden sei. Darauf soll der Leutnant ersah, vernahm er folgende Anrede:„ Machen Sie daß Sie fort gehen. entschädige, daß ihm beim Herunterholen vom Wagen seine beziv. 5,0 Broz. der männlichen bezw. weiblichen Arbeiterbevölkerung Ihnen auf die Beine helfen." Der Schußmann hat's gesprochen, widert haben, daß die Polizeibeamten hier zu Lande noch viel zu ( von den übrigen Erwerbsthätigen nur 0,4 bezw. 0,6 Proz.). der Tischler hat's gerochen". Er erkundigte sich nachträglich, was dieser Dienstmädchen unter 16 Jahren ivurden 2901 ermittelt, 4,8 Proz. Vorgang wohl zu bedeuten habe, und da wurde ihm klar, daß in anständig feien. In Rußland werde mit der Knute aller Dienstmädchen. Gegen die Zuchthausschwärmer. Gegen die an den Staats- die Stiftenmacher, sich im Au 3 st and befinden. Wir fügen hinzu, liegenden, auch angebracht. der Nähe seines Standortes eine a brit existiert, deren Arbeiter, breingeschlagen, und das sei in solchen Fällen, wie dem vorsekretär des Innern seitens des Verbandes deutscher Metallindustriellen daß es sich hierbei um die Aussperrung solcher Arbeiter Auch die Leiche des dritten der im Müggelsee ertrunkenen gerichtete Eingabe betreffend die paritätischen Arbeitsnachweise hat handelt, die den 1. Ma i als ihren vornehmsten Feiertag festlich be- Realschülers, die des 19 jährigen Primaners Köppen, ist jetzt gefich der Vorsiyende des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise, gingen und die Arbeit an diesem Tage ruhen ließen. Der Tischler funden worden. Sie wurde in der Nähe der Försterei bei FriedrichsDr. Freund, in einer gleichfalls an den Staatssekretär des Innern fragt nun verwundert, ob er sich eine derartige zurechtweisung seitens hagen, fast an derselben Stelle aus dem Wasser gezogen, wo man gerichteten Eingabe gewendet und insbesondere gegen die in der des Schußmannes, zu der er nicht die geringste Veranlassung gegeben zuerst den Leidensgenossen des Ertrunkenen, seinen Mitschüler Eingabe der Metallindustriellen enthaltenen Verdächtigungen der Un- hatte, gefallen lassen müsse? Das wohl nicht; aber er mag sich damit Erder, fand. parteilichkeit der paritätischen Arbeitsnachweise Einspruch erhoben. frösten, daß er Gelegenheit gefunden hat, eine so wundervolle MaienDer Eingabe ist umfangreiches Material über die Thätigkeit des blüte" seinem Tagebuch einverleiben zu können. Centralvereins für Arbeitsnachweis zu Berlin und des paritätischen Fach- Arbeitsnachweises der Brauer beigefügt und der Staatssekretär eingeladen worden, die Berliner Arbeitsnachweis- Einrichtungen einer Besichtigung zu unterziehen. Was den Staatssekretär kaum zur Einsicht bringen wird. In Sachen der Allgemeinen Volks Krankenkaffe( E. H. Nr. 126) ist in den letzten Tagen an bereits ausgeschiedene Mitglieder die Aufforderung ergangen, sämtliche Beiträge bis Monat Mai nachzuzahlen, widrigenfalls lage erhoben wird. Die ausgeschiedenen oder ausgeschlossenen Mitglieder, welche nicht gewillt find dieser Aufforderung Folge zu leisten, werden ersucht, am Sonntagvormitteg 10 Uhr in Nümanns Restaurant, Brunnenstr. 188 sich einzufinden, um diese Angelegenheit gemeinsam zu regeln. Die Ansichtskarten haben eine ganz außerordentliche Steigerung des Postkartenverfands herbeigeführt. Im Jahre 1897 find im Reichspostgebiet 421 Millionen Stück Postwertzeichen zu 5 Bf. abgejezt worden gegen 352 Millionen Stück im Jahre 1896. Hieraus ergiebt sich eine Steigerung um 69 Millionen Stück, d. j. 19,2 Proz., während bei allen übrigen Postwertzeichen nur eine Steigerung um 5 Proz. stattgefunden hat. Der Mehrverbrauch an Freimarken zu 5 Pf. entfällt zum großen Teil auf die Frankirung von 111 gestempelten Postkarten, was auch daraus hervorgeht, daß an Postfarten mit eingedrucktem Wertzeichen im Jahre 1897 nur 10 Millionen Stück im Werte von 1/2 Million Mark mehr als im Jahre 1896 abgejezt sind, während die Porto- Einnahme aus der Postkartenbeförderung auf 22,8 Millionen Mart gegen 20,4 Millionen Mart im Vorjahr, also um 2,4 Millionen Mark gestiegen ist. Der gottlose Magiftrat. Die Magistratsloge in der NikolaiKirche, die dem städtischen Patron vorbehalten ist, wird( wie der Ev. K.- Anz. berichtet) so wenig besucht, daß der Gemeindefirchenrat die Bitte an den Magistrat gerichtet hat, die Benugung der Loge durch Mitglieder des Abgeordnetenhauses zu gestatten. Dies ist widerruflich genehmigt worden mit dem Bemerken, daß der Magistrat sich die Benutzung der Loge für besondere Gelegenheit aus fchließlich vorbehalten müsse. Könnte Freiherr von Mirbach den Magistrat nicht gelegentlich zu frommer Einkehr ermahnen? " Ueber einen Banunfall am 1. Mai wird uns nachträglich berichtet: An der Landsberger Allee unweit Wilhelmsberg wird ein Neubau aufgeführt, dessen Leiter nichts gegen die Arbeitsruhe am Montage einzuivenden hatte. Sämmtliche Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter feierten, bis auf vier polnische Zimmerer. Einer von Diesen hatte am Feiertage das Unglück, vom Bau abzustürzen. Er fand auf der Stelle seinen Tod. fönne Pfingstfonderzüge gehen am Sonnabend den 20. Mai von Berlin nach Hamburg mit Anschluß nach Altona, Kiel, Glücksburg und Helgoland ab. Abfahrt von Berlin( Lehrter Hauptbahnhof) nachmittags 3 Uhr 15 Min. und 10 Uhr 45 Min., Ankunft in Hamburg( Klosterthor) abends 8 1hr 41 Min. und vormittags 4 Uhr 48 Win., in Altona abends 9 Uhr 4 Min. und vormittags 5 Uhr 12 Min. Rückfahrkarten II. und III. Klasse mit 30 tägiger Geltungsdauer können schon vom 16. Mai ab zu folgenden ermäßigten Preisen gelöst werden: nach Hamburg 17,20 m. II. Selasse, 11,50 m. III. Klasse, Altona 17,70 m. bezw. 11,80 m., Kiel 24,10 M. beziv. 16 M., Glüdsburg 30 m. beziv. 20,60 M., Helgoland 31,60 m. bezw. 23,60 m. Gegen das Halten der leeren Leichenwagen vor den Wirt fchaften in den nach den Kirchhöfen führenden Straßen wird jest feitens der Aufsichtsbeamten überall streng eingeschritten. Diese Die Neue freie Voltsbühne veranstaltet hente, Sonnabend, abends Leichenwagen standen oft stundenlang ohne jede Aufsicht auf den 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 19, einen Konzert- und Recitationss Straßen und es tam kürzlich einige Mal vor, daß die unruhig ge- Abend unter Mitwirtung der Pianistin Frl. Marie Gerdes und des Violins wordenen Pferde mit dem Wagen führerlos davon liefen. Darauf quartetts Gebr. Borisch, sowie der Recitatoren Herrn Max Laurence vom trafen die Kutscher mit den betreffenden Wirten ein Abkommen, wo- Schiller- Theater und des Heren Curt Holm. Der Eintrittspreis ist auf nach diese einen Wärter für die Pferde stellen mußten, worauf die 40 Pf.( int Vorverkauf) festgesetzt; an der Abendkasse 50 Bf. Karten sind in Wirte gewöhnlich eingingen, um die guten Kunden nicht zu verlieren. allen Zahlstellen des Vereins, sowie beim Kassierer Ab. Löhr, AckerJetzt dulden die Polizeibeamten das Halten der Wagen an der Straße Straße 38, II, zu haben. überhaupt nicht, verlangen vielmehr, daß die Wagen auf den Hof des betreffenden Grundstücks gefahren werden. Einen schrecklichen Fund machte vorgestern ein Stredenbeamter der Görliger Bahn in der Nähe von Treptow. Auf einem Gütergeleife fand er den Körper eines Mitte der zwanziger Jahre stehen den Mannes, der von einem Zuge überfahren und furchtbar zu gerichtet war. Der Kopf war dem Unglücklichen vom Körper fast abgetrennt. Es liegt wohl zweifellos Selbstmord vor. Aus den Nachbarorten. Auf der Treptow- Sternwarte soll von nächster Woche an mit dem Riesen Refraktor der Swiftsche Komet gezeigt werden, welcher immer mehr aus den Strahlen der Sonne herausrückt. Er geht von Mitte Mai an für Berlin nicht mehr unter und erreicht am 23. Mai schon die Höhe des Polarsternes. Aus diesem Grunde wird der Jupiter mit seinen Monden nachmittag 5 Uhr spricht Direttor F. S. Archenhold über:„ Ein Ausflug in nur noch während dieser Woche mit dem Riefenfernrohr gezeigt. Sonntag das Weltall" und um 7 Uhr über:„ Die Weltuntergangs- Prophezeiungen". Feuerbericht. Freitag früh gegen 8 Uhr wurde die Wehr nach Kommandantenstraße 16 gerufen, wo in einer Fabrik die Einer, der Dumme gefunden hat. Unter den" Füchsen", die Papierbekleidung von Beleuchtungskörpern in Flammen aufzu Beginn des Semesters an der hiesigen Universität auftauchten, gegangen war, doch konnte die Gefahr bald beseitigt werden. machte sich besonders ein elegant gekleideter schneidiger" junger Donnerstagvormittag gegen 9 Uhr erfolgte Alarm nach der Mann bemerkbar, der den Namen einer alten Hannoverschen Adels- Schmidstraße 9, doch handelte es sich hier nur 11m familie trug. Der feine Hannoveraner war viel umworben und einen Schornsteinbrand. Eine Stunde später war Kirchbachzahlreiche Sorporationen suchten den seltenen Fuchs für sich austraße 7 eine Explosion einer Petroleumlampe zu löschen. feilen". Eine Burschenschaft hatte das Glück. ihn dauernd an sich Betten, Kleidungsstücke und Möbel hatten bereits Feuer gefangen, zu feffeln, zunächst wenigstens als Verkehrsgast. Der Herr Baron" doch konnte die Wehr bald wieder abrücken. Endlich mußte noch kurz der noch nicht immatrikuliert war, erſchien auf allen Kneipen und nach 11 Uhr nach Reichenbergerstr. 47 ausgerückt werden. erwies sich auch als ziemlich trinkfest. Selbstverständlich hatte er hier war nämlich in einem Arbeitsraum der Blechemballagenfabrik einen großen Wechsel. Er prahlte zwar nicht damit, aber wenn von Koppe ein kleines Feuer ausgebrochen, das infolge zeitiger Städtische Schulmifère. Die katholische Gemeindeschule einmal Nr. 115, welche mit der evangelischen Schule Nr. 170 auf dem es doch auch nicht auf solche Dinge tam, jo konnte wins wollte er Wahrnehmung auf den Herd beschränkt werden konnte. leugnen. Aber auch dem größten städtischen Grundstücke Staligerstr. 55/56 untergebracht ist, ist so kann man in die Klemme geraten, wenn er ausbleibt. Das passierte überfüllt, daß an derselben bereits mehrere fliegende Klassen haben auch dem Herrn Baron. Seine Stommilitonen machten sich ein Bererrichtet werden müssen. Der Magistrat hat daher beschlossen, diese gnügen daraus, ihm beizuspringen, wobei allerdings ein jeder glaubte, Schule von der 170. Gemeindeschule zu trennen und für dieselbe daß er der einzige sei, der dieses Vergnügen habe. Nun geschah Für die liebe Polizei erstirbt der brave Bürgersmann tro ein besonderes, größeres Schulgebäude auf einem neu 3 es einige Male, daß ein Kommilitone, wenn er nach einer schweren alles gelegentlichen Schimpfens immer noch in demutvoller Dankbarerwerbenden Grundstücke zu errichten. Alsdann sollen die in den Kneiperei am anderen Morgen mit einem Kazenjammer aufwachte, teit. Das zeigte sich in diesen Tagen wiederum in Charlotten umliegenden evangelischen Gemeindeschulen vorhandenen fliegenden seine Uhr oder sein Armband die jungen Herren tragen jet burg. Dort scheidet ein Polizeileutnant namens Mundt aus seinem Klassen zu einer neuen Schule vereinigt und an der jezigen Stelle wieder Armbänder- vermißte und nicht wiederfand. Da man sich Amte, weil er zum Polizei- Inspektor von Erfurt gewählt worden ist. Sein der 115. Gemeindeschule, Staligerstraße 55/56, untergebracht werden. über den Heimweg nicht ganz genau mehr Rechenschaft geben konnte, Abgang nach dieser Stadt hat nun einer Anzahl ehrfamer Bürger Als Neubauterrain für die katholische Schule hat der Magistrat das fo mahm man an, daß man irgendwo einem Zeichenfledderer Gelegenheit gegeben, in der Nachbarschaft ein Ehrengeschent" Grundstück Waldemarstr. 77 in Aussicht genommen. Es soll 354 540 M. in die Hände geraten sei, und schimpfte über die Unsicherheit in herzurichten. In einem sauber gedruckten Cirkular, das von Lobestosten. Berlin. Namentlich der Herr Baron war in seiner Kritik nicht sehr erhebungen auf den Polizeibeamten überfließt, wird allen Einwohnern, Katholische Waisenkinder. Die„ Germania" schreibt: Die nachsichtig. Am Sonntagnachmittag brachte es der Zufall mit sich. denen man irgendwie Polizeifrömmigkeit zutraut, hochachtungsvoll Berliner städtische Armendirektion, Abteilung für die Waisen- daß ein Student den Edlen in einem Tanzlokal am Grunewald fund und zu wissen gethan, daß sie in den nächsten Tagen mit einer berwaltung, hat, wie man uns mitteilt, in diesen Tagen den traf und an dessen Handgelenk ein gestohlenes Armband bemerkte. Sammelliste bedacht werden sollen. Mancher der auf diese Gemeinde Waisenräten nachstehendes Schreiben zugehen lassen: Kurz entschlossen ließ er den Baron durch einen Gensdarm fest- Weise beehrten Bürger ist allerdings nicht sehr erbaut von der AnEs fehlt der Waisenverwaltung an geeigneten Pflegestellen bei nehmen, und bei der Kriminalpolizei verwandelte sich der flotte kündigung und hat seine schweren Bedenken gegen das„ Ehrens fatholischen Pflege- Eltern, sowohl für Knaben wie für Mädchen. Fuchs aus der altadeligen Familie in einen Kellner Namens geschenk" für den scheidenden Leutnant. Auch wir nehmen an, daß der Beamte schon im Hinblick auf den wohl auch für Charlottenburg Wir bitten Sie daher, Ihr Augenmert auf derartige Stellen Bettenlöfer. zu richten und uns dieselben namhaft zu machen, sobald Sie gültigen Tagesbefehl des Berliner Polizeipräsidiums vom 8. Mai 1885, Die Klagen des Publikums, daß Damen in den Aschinger der den Polizeibeamten das Annehmen von Geschenken streng unterempfehlenswerte Stellen ermittelt haben. gez. Kaempf." Allem Anscheine nach will die Waisenverwaltung also doch dem Drucke ichen Lokalen unangemessener Behandlung ausgesetzt feien, mehren jagt, sich die Sammlung zu der ihm zugedachten Gabe höflich, aber Wie uns mitgeteilt wird, traf ein An- mit Nachdruck verbeten wird. des Herrn Singer und Genossen nachgeben und die im sich neuerdings wieder. katholischen Waisenhause zu Potsdam untergebrachten Kinder gestellter der Heilgehilfen- Schule im Polizeipräsidium Ende voriger Boche in dem Lokal am Alexanderplatz eine ihm bekannte Zahn Im Hinblick auf die Errichtung des Landgerichts III diesem entziehen. Hoffentlich kommen dieselben nun auch in solche technikerin. Es entspann sich eine Unterhaltung über Fachangelegen hatten die städtischen Körperschaften in Charlottenburg ſeiner Zeit Woche in dem Lokal am Alexanderplatz eine ihm bekannte Zahnkatholische Familien in Pflege, die ihnen eine wahrhaft heiten, während welcher der Herr zwei Glas Bier bestellte. Der beschlossen, ein neun Morgen großes Grundstück am Tegeler Wege, katholische Erziehung angedeihen lassen." Wenn die Anordmung der Waisenverwaltung einen heilsamen Kellner erklärte jedoch, daß er der Dame kein Bier bringen dürfe, gegenüber dem königlichen Schloßgarten, von den Eigentümern Bwed haben soll, so müssen die in Betracht kommenden Kinder da der Geschäftsführer ihm solches untersagt habe. Wie es heißt, Weise und Baufler zu erwerben und es dem Justizfiskus zur Vernicht bei solchen Familien in Erziehung gegeben werden, die die will die Dame gegen den Geschäftsführer eine Beleidigungstlage an- fügung zu stellen. Da die Eigentümer fich an ihr Verkaufsangebot mur bis zum 15. d. M. gebunden haben und die Frage, ob das Germania" als zur wahrhaft katholischen Erziehung geeignet ſtrengen. Grundstück zur Errichtung des Landgerichts III verwendet werden bezeichnet. Denn ein Blatt, welches die Pädagogik der 59 Stochiebe Kurzschlüsse bei den elektrischen Anlagen treten in legter wird, bis zu diesem Zeitpunkte nicht entschieden ist, hat der CharTag für Tag als höchste Blüte praktischen Christentums lobpreist. 3eit ungewöhnlich häufig auf. Abgesehen von den Fällen, in denen Tottenburger Magistrat beschlossen, das Grundstück unbedingt anzus tann auf die Leute, die sich nach ihm richten, nur unheilvoll die Defefte der Leitung als solche rechtzeitig erkannt und einer kaufen. Eine Vorlage darüber ist der Stadtverordneten- Berjamumwirken. Man würde da vielleicht bald erleben, daß derartige drohenden Feuersgefahr durch Abstellung des Stromes und Be- lung zugegangen. Familienbäter genau so die Anklagebant zierten, wie die Schwester feitigung der Mängel durch fachkundige Arbeiter vorgebeugt wird, 59 Personen haben sich um den Posten eines zweiten muß die Feuerwehr doch sehr oft einspringen. So war auch Bürgermeisters von Rigdorf beworben. Keiner der BeGegen den flüchtigen Bankier Thiele hat die Staats- ein heute früh 9½ Uhr nach Hollmannstraße 9/10 erfolgter werber ist am Orte selber ansässig. anwaltschaft nunmehr Haftbefehl wegen Unterschlagung" erlassen. Alarm auf einen Defekt an der elektrischen Leitung zurückzuführen. In zwei Kellern des Vorderhauses befinden sich ein Milch- und Aus Rigdorf. In der Nähe des hiesigen Bahnhofes ließ sich Die von der Kriminalpolizei beſchlagnahmten Depots belaufen sich Viktualiengeschäft und daneben eine Tapeziererwerkstatt. Die Hinter der 28 jährige unverheiratete Maler Friedrich Gneiser aus der auf 20 000 M. Die Ermittelungen laffen keinen Zweifel daran, daß auf 20 000 M. Die Ermittelungen lassen keinen Zweifel daran, daß gebäude find mit Fabrikbetrieben bejezt. Schon Donnerstagnachmittag Reichenbergerstr. 73 zu Berlin von einem Ringbahnzug überfahren. Thiele zum Nachteil seiner Kundschaft nach einem von langer Hand entwickelte sich in dem Viktualienkeller ein intensiver Schwefelgeruch Der Tod trat auf der Stelle ein. Die Leiche ward nach der hiesigen vorbereiteten Plan die Flucht ergriffen hat. und es stellte sich bald heraus, daß dort lagernde Gemüse und Kar- Leichenhalle gebracht. Das Motiv der traurigen That foll Schwer leber die gesundheitschädlichen Kellerräume des Köllnischen toffeln ungenießbar geworden waren. Gegen 6 1hr versagten die mut sein. Wegen eines unheilbaren Asthmaleidens machte der Gymnasiums in der Inselstraße, in denen der Unterricht in der elektrischen Motore und auf erstattete Meldung erschienen Arbeiter Schöneweiderstr. 11 wohnhafte 19 jährige Arbeiter Nönnich seinem Leben. Chemie und Mineralogie stattfindet, ist folgendes zu bemerken: In der Elektricitätswerke, um das in der Erde liegende Kabel zu revi- durch Erhängen ein Ende. Ein altes Wahrzeichen von Rirdorf, der ersten Zeit nach der im Jahre 1868 erfolgten Vollendung des dieren beziv. auszubessern. Trotzdem dieses geschehen, stellte sich der dem Rathause gegenüber belegene Stuhlmann'sche„ Holländer", neuen Gymnafialgebäudes. die Anstalt war bis zu dieser Zeit heute früh in beiden Kellern wieder starter Schwefelgeruch ein und fällt jegt einem Straßenprofeft zum Opfer. Die alte Mühle hat im alten Stöllnischen Rathause untergebracht, machten sich irgend an einer Stelle durchbrachen elektrische Funten den Erdboden. Gleich- ca. 100 Jahre gestanden und wird aufs neue in einem Dorfe bei Karola". か " Etendal aufgebaut werden. Es vergeht jetzt fast tein Tag, daß hatte sie vorteilhafter gewählt, und sie überraschte das Publikum| den§ 153 der Getverbe- Ordnung angeklagt und auch in den nicht an der Grenze zwischen Rigdorf und Treptow, besonders am fichtlich und zwar angenehm durch das geistvolle und doch echt ersten beiden Instanzen zu vier Wochen Gefängnis Stiefholzweg, auf große Strecken der Bronzedraht der Fernsprech lyrische, von ihr vortrefflich zu Gehör gebrachte und liebenswürdig verurteilt. Das Sammergericht hat jedoch jetzt die VorLeitung zerschnitten und entwendet würde. Der Postverwaltung ist wiederholte Wiegenlied" von Richard Wagner. bm, dadurch bereits ein erheblicher Schaden entstanden. Bisher ist es entscheidungen aufgehoben und die Sache zur anderweiten Ent nicht geglückt, die Thäter zu ermitteln.. scheidung an das Landgericht zurückgewiesen. In der Begründung wurde ausgeführt: Der§ 153 tönne in diesem Falle nicht an gewendet werden, denn der Angeklagte hätte nicht bezweckt, den Busch zu zwingen, an Verabredungen oder Vereinigungen zum Die Verwaltung des St. Josefs Waisenhauses in Potsdam hat den Magistrat von Charlottenburg eingeladen, das Waisenhaus zu besichtigen. Der Magistrat hat in seiner letzten Sigung beschlossen, der Einladung Folge zu leisten und eine Deputation zum Besuch des Hauses in Potsdam abgeordnet. Was ein derartiger Besuch nühen soll, ist nicht ersichtlich. Zum Vorsitzenden der in Berlin errichteten Schiedsgerichte der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung für die Stadtkreise Schöne berg und Nixdorf ist der Regierungsrat v. Gostkowski in Berlin gericht der Invaliditäts- und Altersversicherung umfaßt gleichfalls Das in Berlin bestehende gemeinsame Schiedsdie Stadtkreise Schöneberg und Nixdorf. worden. = = Gerichts- Beifung. Mit einer etwas verwickelten Frage, wer die Verantwortung Behufe der Erlangung günstiger Lohn- und für einen stattgehabten Unglüdsfall zu tragen habe, hatte sich gestern Arbeitsbedingungen teilzunehmen(§§ 152 und 153). Hier die erste Strafkammer des Landgerichts I unter dem Vorsize des unter seien nur solche Vereinigungen zu verstehen, die begivecten, Landgerichts Rats Haberstroh zu beschäftigen. Die Anklagebehörde insbesondere mittels Einstellung der Arbeit bestimmte Arbeitgeber tümer Santuel Levy ließ im Februar 1898 in seinem Hause veranlassen. Eine Vereinbarung, an die Streitkasse Beiträge zu hatte vier Personen zur Verantwortung gezogen. Der Hauseigen zu Zugeständnissen bezüglich der Lohn- und Arbeitsbedingungen zu Friedrichstr. 85 bauliche Veränderungen vornehmen. Ein Teil des zahlen, sei noch keine Vereinigung im Sinne des§ 153 der Gewerbe hinteren Kellers mußte dabei zugemauert werden. Levy über- Ordnung. Indessen müſſe ber Borderrichter noch nachprüfen, ob nahm wiederum den Maurermeister August Lehmann zur Ausfüh- liege! trug dem Architekten Bauer die Ausführung der Arbeiten, dieser nicht etwa der Thatbestand der Erpressung vors, rung der Maurerarbeiten in Anspruch und dieser wiederum betraute Friedrichshagen. In der letzten Gemeindevertreter- Sigung seinen Bolier Franz Eisemann mit der Ueberwachung der Arbeiten. bietet das Feilbieten von Wochenmarkts- Artikeln in be= Die Berliner Polizeiverordnung vom 18. März 1898 ber erfolgte die Einführung des zum Schöffen gewählten und vom Das Hinschaffen der Baumaterialien durch den Flur nach dem Hofe stimmten Straßen in der Nähe von Markthallen. Wie wir schon Landrat bestätigten Gerichts- Öbersekretärs Mente. An Stelle und von da nach dem Keller war etwas zeitraubend und umständ- berichtet haben, ist die Rechtsgültigkeit dieser Verordnung gelegentlich des verstorbenen Schöffen Neumann wird der Vertreter Antlam lich. Levy schlug deshalb dem Polier Eisemann vor, sie wollten eines Strafverfahrens vom Rechtsanwalt Wolfgang Heine angefochten in die Gemeindekassen- Revisionskommission gewählt. Die Er eine Flurplatte einige Schritt hinter der Haustür ausheben um worden. Vor dem Kammergericht als der Revisionsinstanz machte bauung einer neuen Kirche und Beschlußfassung über den durch die so entstandene Deffnung Steine, Mörtel und dergl. in den Heine geltend, daß die Verurteilung einer Händlerin Vogel rückgängig Patronatsbeitrag der königl. Regierung rief eine längere eller hinabzuwerfen. Eisemann fand diesen Vorschlag praktisch; gemacht werden müsse, weil die Polizeiverordming ungültig wäre. Debatte hervor. Nach den vom Gemeindevorsteher mit der er ließ ihn ausführen. Am Vormittag des 28. Februar betraten die Sie sei nicht aus polizeilichen Gesichtspunkten erlassen worden, Regierung gepflogenen Verhandlungen ist diese bereit, die Kaufleute Murdfeld und Pflüger das in Rede stehende Haus, um sondern um die Straßenkonkurrenz von den Inhabern der Stände eingereichte Bauzeichnung zu genehmigen, wenn die Vertretung den dort im ersten Stod wohnenden Justizrat von Gordon zu be in den Markthallen fernzuhalten. Der Straffenat beschloß damals, fich mit einem Patronatsbeitrag von 75 000 m. einverstanden erklärt. inchen. Murdfeld ging einige Schritte voran. Er hatte faum einige die Aften des Polizeipräsidiums, soweit sie die Entstehungsgeschichte Da die Baukosten auf ca. 300 000 m. veranschlagt sind, wird dieser Schritte in den Flur hineingethan, als er plößlich den Boden der betreffenden Polizeiverordnung ergeben, zur Durchsicht einzu Beitrag von dem Vorsteher sowie verschiedenen Vertretern als gering unter den Füßen verlor. Er war in den Schacht getreten und fordern. Gestern hat nunmehr das Kammergericht die Revision bezeichnet. Die Genossen Barth und Sonnenburg betonten schwebte mui mit dem Unterkörper im Keller, mit den Hüften zwischen mit folgender Begründung zurückgewiesen: Die Polizeiverordnung ihren schon wiederholt geäußerten ablehnenden Standpunkt zum den Flurplatten feſtgeklemmt. Der ihm folgende Freund befreite sei rechtsgültig. Allerdings sei der erste Anstoß zu ihrem Kirchenbau. Da das Unternehmen aber mun einmal von der Ver- ihn bald aus seiner peinlichen Lage. Der Verunglückte hatte erheb- Erlaß durch die Klagen der Standinhaber in den Markthallen getretung beschlossen ist, so hat diese auch die Pflicht. der Gemeinde liche Verlegungen erlitten, die ihn fünf Wochen hindurch ans Kranken- geben worden, die sich über die Konkurrenz auf der Straße beschwert möglichst Kosten zu ersparen. Der vorgeschlagene Patronatsbeitrag lager fesselten. Er beantragte im Termin durch seinen Vertreter, hätten. Indessen ließen die Aften doch auch erkennen, daß das ist gegenüber den erforderlichen Baukosten viel zu gering. Wenn die Rechtsanwalt Wronter, eine Geldbuße in Gesamthöhe von Polizeipräsidium die Verordnung mit dem Verkehrsinteresse begründet Regierung seiner Zeit die Erbauung der Kirche gefordert hat, trotzdem 2460 M., die er damit begründete, daß er während seines habe. Das genüge für die Annahme ihrer Rechtsgültigkeit. Wenn ein großer Teil der Einwohner von der Notwendigkeit nicht überzeugt Aufenthalts im Bremer Krankenhause einen Geschäftsschaden von sich das Verbot mur gegen den Handel mit Wochenmarkts- Artikeln ist, so ist sie auch verpflichtet, einen, den Kosten entsprechenden Bei- täglich 50 M. gehabt habe. Die Angeklagten Levy, Bauer, Lehmann richte, dann erkläre sich dies daraus, daß auf den Straßen vorzugs trag zu leisten und nicht der armen Gemeinde große Opfer auf- und Eisermann, welche von den Rechtsanwälten Wreschner II, weise mit diesen Gegenständen gehandelt werde. zuerlegen. Gegen die Stimmen unserer Genossen wurde der Liebling, Dr. Schwindt und Stadthagen verteidigt wurden, Batronatsbeitrag auf 75 000 M. festgesett.. Im Jahre 1898 versuchten jeder die Schuld von sich abzuwälzen. Levy bestritt, daß Einen recht interessanten Verlauf nimmt ein Privatwaren im hiesigen Standesamtsbezirt zu verzeichnen: Geburts- der Flur ungenügend beleuchtet gewesen sei und ebenfalls, daß er beleidigungs- Prozeß, welcher gestern die dritte Straffammer am fälle 312( 1897: 299), Eheschließungen 87( 92), Sterbe- die Anregung dazu gegeben habe, den Schacht herzustellen. Eise- Landgericht Il beschäftigte. In diesem Prozesse steht der Schriftfälle 212( 214). mann habe dies aus eigenem Antriebe gethan. Der Angeklagte fteller Joachim Gebisen dem früheren Hoflieferanten und Befizer Die Handelskammer in Potsdam hat in ihrer legten Sigung Bauer erklärte, daß er sich auf den ausführenden Maurermeister, den der Judlinschen Waschanstalt, Apotheker Gotthilf Bander, als die Verhältnisse erörtert, die dadurch hervorgerufen werden, daß das Angeklagten Lehmann, habe verlassen müssen und diefer führte Kläger gegenüber. Gehlsen hat in dem von ihm herausgegebenen magnetische Observatorium in Potsdam gegen die Erwieder zu seiner Entschuldigung an, daß er unmöglich selbst jede Charlottenburger Wochenblatt" die von Herrn Zander betriebene richtung gewerblicher Anlagen der verschiedensten Art Einspruch Arbeit überwachen könne, dazu sei sein Polier da. Eisemann be- Reklame scharf fritisiert und als eine solche bezeichnet, die hauptete, daß er alle möglichen Vorsichtsmaßregeln angewendet fehr nahe an Es wurde festgestellt, daß die gewerblichen Interessen habe, um ein Unglüd zu verhüten. Er habe angeordnet, daß eine richtete darauf einen Brief an Herrn Gehlsen, welcher u. a. folgenden Herr Zander bon Potsdam und Umgebung, und sobald Verkehrsfragen, wie 3. B. der Bau einer elektrischen Bahn nach Spandau, brennende Lampe neben die Oeffnung gestellt werden sollte und Baffus enthielt:„ Wenn Sie von einem Geschäft nichts verstehen, dann Betracht kommen, die Interessen im weiteren Unikreise/ daß derjenige Arbeiter, welcher das Baumaterial von der Hausthür sollten Sie er anständigen Presse und nicht zu den Revolvertein Urteil darüber fällen, wenn Sie Anspruch darauf Surch das genannte Institut erheblich geschädigt werden. Ca bis zur Schachtöffnung zu befördern hatte, jeden Eintretenden auf erheben, zu protestiere gegen jede gewerbliche Anlage von größerem Umfange, die Gefahr aufmerksam zu machen habe. Durch die Beweisaufnahme männern gerechnet zu werden!" Am Schlusse des Briefes heißt es: von der es annehme, daß seine äußerst empfindlichen Instrumente wurde festgestellt, daß auch der Verlegte beim Betreten des Flures Benn Ihre grauen Haare Sie nicht schütten, würde ich Sie ohrdadurch abgelenkt werden könnten. Der stellvertretende Vorsitzende gewarnt worden sei, er sowohl wie sein Begleiter mußten dies über- feigen!" Wegen dieses Briefes erhob Gehlsen Privatklage gegen der Handelskammer, Fabrikbefizer Eckert, führte aus, ein derartiges hört haben. Die Lampe dagegen hatte nicht gebrannt. Zander, der aber Widerklage erhob, weil er durch den Inhalt des Institut dürfe in der Nähe einer industriereichen und sich immer mehr Der als Sachverständiger vernommene Rats- Maurermeister Gehljenschen Artikels beleidigt sein wollte. In der Verhandlung vor entwickelnden Gegend nicht bleiben. Die Kammer beauftragte ihren Menzel begutachtete, daß er den Flur bald nach dem Unglücksfall dem Schöffengericht in Charlottenburg bot der Vertreter des Herrn Vorstand, gegen das Vorgehen des magnetischen Observatoriums zur besichtigt habe. Der Raum sei helt genug gewesen, es gäbe noch viel Zander, Rechtsanwalt Dr. Hahn, eine Reihe von Beweisen und Zeugen gegebenen Zeit Einspruch zu erheben. dunklere, Räume in Berlin. Im übrigen meine er nicht, daß man dafür an, daß Gehlsen in der That ein„ Revolvermann" in dem sprüch von einer Fahrlässigkeit seitens einer der Angeschuldigten sprechen wörtlichen Sinne sei. Das Schöffengericht lehnte diese Beweisfönne, es tönne doch einmal vorkommen, daß eine Flurlampe Anträge ab und nahm bei Zander an, daß dessen Beleidigung eine ausgehe. isehr grobe und die Art seiner Reklame eine solche war, wie sie Staatsanwalt b. Jatoczetusti beantragte die Freisprechung der n der guten Gesellschaft nicht üblich sei, weshalb auf Angeklagten Levy, Bauer und Lehmann, dagegen die Berurteilung 100 M. Geldstrafe erkannt wurde. Aber auch Gehlsen wurde auf des Angeklagten Eisemann, der es doch an der notwendigen Vorsicht Grund der Widerflage verurteilt und zwar zu 50 M. Gegen dieses habe fehlen lassen, zu einer Geldstrafe von 50 m. Rechtsanwalt Urteil wurde von beiden Seiten Berufung eingelegt. In der heutigen Wronter erklärte darauf, daß er vor diesem Forum und vor dieser Verhandlung brachte nun der Vertreter Gehisens, Rechtsanw. Bohle, Instanz seinen Antrag auf eine Entschädigungssumme an den Nebenläger nicht aufrecht halte. erhebt. in Berliner Einbrecher haben die Postagentur von Groß- Koeris bei Teupiz hinter Königs- Wusterhausen ausgeplündert. In der Kassette fanden sie 450 M. bares Geld und für 150 M. Brief- und Versicherungsmarken. Der sogenannte ,, Wunderdoktor" Hamel aus PolnischNettkow, eine in Grünberg stadtbekannte Persönlichkeit, ist in paft genommen und eine von seiner Frau angebotene Kaution in Höhe bon 10 000 M. iſt zurückgewiesen worden. Dieser Vorfall wird mit der Verhaftung einer Hebamme Frau K. in Zusammenhang gebracht, die in Züllichau erfolgt ist, woselbst in zahlreichen Fällen Bergehen gegen§ 218 des Strafgesetzbuches verübt worden sein sollen. Auch mehr als zwanzig Mädchen und Frauen sind in dieser Angelegenheit bereits in haft genommen worden. Ein großer V Der Verteidiger des Angeklagten Levy beantragte die diesem erwachsenen Kosten der Verteidigung der Staatstaffe aufzuerlegen und Rechtsanwalt Wreschner II als Verteidiger Eisemanns trat mit Wärme für die Freisprechung auch dieses Angeklagten ein. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß auch dem Angeklagten wurden deshalb sämtliche Angeflagte freigesprochen. unlauteren be Wettbewerb streife. Skandalprozeß steht bevor, welcher vor der Straftammer in Guben Eisemann der Vorwurf der Fahrlässigkeit nicht zu machen sei und möglich ist, um sich zu rechtfertigen, nämlich bei der königl. zur Verhandlung gelangen wird. Theater und Kunst. " " Vermischtes. folgendes zum Vortrag: Der Vertreter des Beklagten habe in einem dem Gericht überreichten Schriftsaße eine Menge von angeblichen Thatsachen angeführt, welche zum Beweise dienen sollen, daß der Kläger thatsächlich in der Mánier eines Revolvermannes arbeite. Das Gericht erster Justanz sei auf diese Beweisanträge nicht eingegangen, dem Kläger sei daher nichts übrig ge= blieben, als den einzigen Weg zu beschreiten, der in solchen Fällen Staatsanwaltschaft zu beantragen, gegen ihr, den Kläger selbst, ein Verfahren wegen Er Für die zahlreichen Liebhaber Theatervereine bon pressung 2c. einzuleiten. Soviel bekannt, sei die Staatsprincipieller Bedeutung ist eine von der 3. Straffammer des Land- anwaltschaft auf diesen Antrag eingegangen und Zeugen seien bereits -r. Das Schiller- Theater hat am Donnerstag einen ungewöhn- gerichts I gefällte Entscheidung. Der Deutsche Schauspiel- Verein" vernommen worden. Deshalb beantrage er, die Privattlage so lange lichen Wurf gewagt. Es führte Jbsens Frau vom Meere" hatte am ersten Weihnachtsfeiertage v. Js. eine Aufführung des auszusetzen, bis die Untersuchung der Staatsanwaltschaft abquf, jenes feltfame Drama, das als eine Verherrlichung und Ver Moser- Schönthanschen Lustspiels Krieg im Frieden" veranstaltet, zu gefchloffen sei. Da sich auch der Vertreter des Beklagten diesem spottung dämonischer Sehnsucht zugleich erscheint. Oder stimmt welcher mir seine ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder Antrage anschloß, mußte die Vertagung beschlossen werden. es nicht zum Lächeln, wenn am Schluß des Stüdes die Butritt fanden. Außerordentliches Mitglied kann jedoch jedermann alte platte Wahrheit ans Licht kommt, daß der Mensch werden, der 50 Pf. Beitritt zahlt, für welche er den Zutritt zu einer Entscheidung des Kammergerichts nicht als Schulversäumnis, Die Nichtbeteiligung an einem Schulfest gilt nach einer und vor allem das Weib den ihm vorenthaltenen Gegenstand Vorstellung erlangt. Irgend welche Aufnahme- Formalitäten finden da Schulfeste nicht zum Schulunterricht gehören. feines Verlangens als nichtigen Tand fahren läßt, sobald ihm die nicht statt und es ist auch zulässig, einen oder mehrere Monatsbeiträge Wahl gegeben ist, in voller Freiheit und der damit verketteten vollen von je 50 Pf. nicht zu zahlen und dann wieder durch Zahlung von In Gent verurteilte das Schwurgericht den wegen des vor Verantwortung zu handeln? Daß das Stück trotz dieser wenn man 50 Pf. Mitglied zu werden und das Recht zum Besuche einer Vor- etwa 6 Monaten in Aelst verübten Staub mordes an einer will, etwas philiströsen Moral, nicht tief auf das Publikum des stellung zu erlangen. Bei dieser Sachlage wurde eine Anklage Rentnerin angeklagten Declercq zum Tode, einen seiner MitEchiller Theaters wirkte, war wohl nicht die Schuld des wegen unbefugter Aufführung eines Theaterstücks erhoben. Der schuldigen zu lebenslänglicher und einen anderen zu 15 jähriger grüblerischen Dichters, und, was hier besonders viel be- Vereinsvorstand hielt dagegen seine Vorstellungen für nichtöffentliche, Buchthausstrafe. Die ebenfalls angeklagte Frau Declercq wurde fagen will, auch nicht die Schuld der ganz vortrefflichen Dar- weil durch einen Beaniten der Gewerbepolizei einem Vorstands freigesprochen. ftellung. Fräulein Alwine Wiede gab die Heldin Ellida in bester mitglied eröffnet worden war, die Polizei halte die Vorstellungen tünstlerischer Vertiefung und zeigte sich hier wieder als eine über nicht für öffentliche, so lange tein Billett- Verkauf im Theater selbst das Maß gewöhnlicher Routine weit hinausragende Schauspielerin. stattfinde. Die Straffammer nahm in Uebereinstimmung mit früheren Aber auch was sonst im Stücke mitwirfte, that durch- Entscheidungen des Ober- Verwaltungsgerichts an, daß die Vorstellung fveg feine Schuldigkeit. Eine hübsch charakterisirte Gestalt als öffentliche anzusehen sei. Die Einrichtung der„ außer In Dresden wurde Freitag früh in einem Hause der Königs schuf Herr Gregori in seinem Oberlehrer, ingleichen ordentlichen Mitglieder" sei nichts weiter als die Zulassung von Zu- Straße der Comptoirist Bernhard verhaftet unter dem Verdachte, war von Herrn Patry die Rolle des Dr. Wangel schauern wie in jedem anderen Theater und die ganze innere Ein- ein attentat auf den Geldbriefträger geplant zu haben. fein herausgearbeitet worden. Herr Bach als Lyngstrand, die richtung des Vereins stelle mur eine Umgebung des Gesetzes dar. Der Er hatte einen fingierten Geldbrief mit seiner Adresse vorgestern bei Semen Meyer und Samosch als die Töchter des Dr. Wangel Angeklagte wurde zwar freigesprochen, weil er durch die auf der Polizei Bost war aber bereits Donnerstag ein Verdacht gekommen, und fie der Post aufgegeben und erwartete gestern den Geldbriefträger. Der sigten sich ihrer Aufgabe gewachsen und das Ensemble war jo gegebene irrtümliche Auskunft gedeckt war, der Vorsitzende warnte postierte früh Striminalschuleute in der Nähe des betreffenden Hauses, sichtig gefügt, daß selbst Herr Froböse in der ihm wenig ihn jedoch, in der Folge in seinem Verein Stücke aufführen zu lassen, postierte früh Kriminalschußleute in der Nähe des betreffenden Hauses, zusagenden Rolle des unheimlichen Fremden den Wert der Auf- ohne das Aufführungsrecht zu erwerben, da der gute Glaube, der welche Bernhard festnahmen. In seiner Tasche fand man einen führung wenigstens nicht gröblich beeinträchtigte. ihn dieses Mal noch geschützt habe, für die Folge ihm nicht mehr schweren, eisernen Gewichtsteil, mit welchem er, wie man vermutet, Die ,, Berliner Liedertafel" gab, um sich nach der Nückzur Seite stehe. das Attentat hatte ausführen wollen. tehr von ihrer Triumphfahrt durch Italien der Heimat wieder vor- Wenn nicht§ 153, dann der Erpreffungsparagraph. Von müht, den vollen Betrieb so schnell wie möglich wieder herzustellen. Auf der Germaniawerft in Kiel ist man aufs eifrigste bes zustellen, am Mittwochabend in der" Philharmonie" ein Konzert, etwa 35 Maurern, die im Sommer des vorigen Jahres an einem Zu diesem Zwecke werden die niedergebrannten Werkstätten durch bei dem sie wie auf ihrer Sängerfahrt von der Sofopernfängerin Bau in der Durlacherstraße zu Deutsch- Wilmersdorf arbeiteten, war provisorische Bauten ersetzt, und schon jetzt sind Einrichtungen zur Frau Emilie Herzog unterſtügt wurde. Wie zu erwarten, der Maurer Pusch der einzige, der keine Beiträge für die Streik- Herstellung der nötigen Materialien getroffen, um die Arbeiten auf frar lange vor Beginn die Signatur des Hauses„ Ausverkauft"; fasse zahlte. Der Maurer Henke, der gewöhnlich auf dem Bau den Neubauten so wenig wie möglich zu unterbrechen. Sehr er aber die Stininfung entsprach im ganzen nicht dem, was man hätte die Beiträge von seinen Kollegen in Empfang nahm, ermahnte Busch freulich ist bisher das Ergebnis der Untersuchung der in den annehmen sollen. Die Begrüßung fiel beinahe lau aus und mur vergeblich, fich an der Sammlung zu beteiligen. Am 5. Juli 1898 er- Trümmern der abgebrannten Werkstätten befindlichen Maschinen. einzelne Nummern entfesselten einen etwas wärmeren Beifall; tlärte Henke namens der übrigen Arbeitsgenossen dem Busch, sie würden Dieselben sind natürlich sämtlich im Augenblick unbrauchbar, doch nicht gerade immer die bedeutenderen! Der von dem Chormeister alle, die Arbeit niederlegen, wenn er nicht die Beiträge nachzahle. werden sich die größeren fast sämtlich, die kleineren zum großen Teil der„ Liedertafel" A. 3 ander auf italienische Worte gefegte Gruß Allein würde man ihn dann wohl auch nicht weiter beschäftigen. reparieren lassen. gn Italien" wurde lediglich der Tendenz wegen lebhaft bellatscht. Busch verhielt sich zunächst ablehnend, was zur Folge hatte, daß die Die volkstümlich sein sollende, aber bänkelsängerhaft ausgefallene Kollegen thatsächlich an dem fraglichen Morgen nicht die Gerüste In Hamburg ist die Erregung wegen des Versagens der Mufit mit barbarischer Behandlung der italienischen Parodie hätte bestiegen. Der Polier Güldenpfennig erkundigte sich nach der Ur- elektrischen Zeitung noch allgemein. Die Direktion der Hamburgien fich kaum tieferen Eindruck hervorgebracht. Das füße wunderbar sache dieses Verhaltens und sagte dann zu Pusch, es würde ihm schen Elettricitätswerte macht bekannt, die Ursache der Stromstörung flangvolle Piano des großen Chores feierte verdiente Triumphe, wohl nichts übrig bleiben, als zu zahlen. Runmehr begab sich liege in einer Beschädigung des Kabelnezes im Kanal unter den am glänzendsten vielleicht in einem unvergleichlich schön wieder zu dem Kassierer und zahlte 4,50 M. an Beiträgen für das Schienen der Straßenbahn. Die Reparatur sei sehr schwierig, so gegebenen niederländischen Volksliede Komm, D tomm, Jahr 1898. Als er zurüdtam, verlangte Hente, wieder im Auftrage daß, trotzdem Tag und Nacht gearbeitet werde, vor Freitagabend holdes Kindchen", bearbeitet bon E. Kremser, deffen der übrigen Mitarbeiter, B. jolle auch für das Jahr 1897 die Bei- oder Sonnabendfrüh ein Strom nicht zu liefern sein werde. Die " Im Winter", Text von F. Hornfed, leider als Schlußnummer träge für den Streiffonds nachzahlen. Bevor er es nicht gethan Erregung über die empfindliche anhaltende Störung zahlreicher Geunter der Unruhe des Aufbruches nicht voll zur Geltung fam. Es habe, würde man die Arbeit nicht aufnehmen. Busch verweigerte schäftsbetriebe ist eine allgemeine. Die Angelegenheit soll zum umranit feinfühlig einen vortrefflichen dichterischen Gedanken, turz dies mit dem Bemerken, daß er gar nicht gestreift habe. Hierauf Gegenstand einer Interpellation in der Bürgerschaft gemacht werden. und treffend im Ton, wie es die Worte sind. Frau Herzog unterrichtete Hente den Bauherrn von dem Beschlusse der Maurer. Präriebrand in Nordamerika. Fast ein Drittel von der wußte Robert Franz in vier Liedern nicht gerecht zu werden. Der Unternehmer antwortete, mit einem Manne fönne er den Bau Grafschaft Dakota ist abgebrannt. Die Grafschaft besteht größtenDiefe epigrammatische Zuspigung erfordert eine Treffsicherheit und nicht fertig machen, und beauftragte den Polier, Busch zu teils aus Prärieland. Tausende Stück Vieh und Schafe haben den Bielgestaltigkeit, die wenigen gegeben ist. Für ihr zweites Auftreten entlassen. Hente wurde demnächst wegen Bergehens gegen Tod gefunden. Vergiftung durch Fleisch. In Schwaan( Mecklenburg) kaufte ein Schlächter auf einem benachbarten Gute zwei Kühe, die wegen eingetretenen Milchfiebers abgestochen werden mußten. Von den geschlachteten Tieren erhielten noch zwei andere Schlächter mehrere Teile zum Wiederverkauf. Nach dem Genusse des Fleisches ertrankten zahlreiche Personen in der Stadt und auch Schnitter in der Umgegend zum Teil sehr schwer. Die Zahl der Erkrankten soll nach Ausjage eines Arztes 100 übersteigen. Das Fleisch war von dem Tierarzt und Schlachthaus direktor als sogenamites minderwertiges" zum Verkauf zugelassen. Die Untersuchung ist eingeleitet. Briefkasten der Redaktion. 3 bor. spruch schleunigst beim Militär geltend machen. Winterwetter im Wonnemonat. Auch aus Chemnitz und fonnte sich die fefte Tendenz auch heute behaupten. Angeboten waren das Einwohnermelbe- Amt wenden, erhalten Sie schriftliche Antwort. Ohne Adresse. Wenden Sie sich beschwerdeführend an das Reichss verschiedenen anhaltischen Orten wurden vom Donnerstag Schnee- 90 000 Liter 70er Ware, die mit 40,70 W.(+0,20 M.) schlank Käufer Fälle gemeldet. Im Gegensatz hierzu wird aus Madrid be- fanden. 50er Spiritus wurde wieder nicht gehandelt. Termine konnten Versicherungsamt oder sprechen Sie in unserer Sprechstunde mit Papieren 28. G. 18. 1. Mit vollendetem 21. Lebensjahre werden Personen richtet: In ganz Spanien herrscht furchtbare Hize und Trockenheit. den gestern eingenommenen Wertstand behaupten. Kartoffelfabrikate. Berlin, 5. Mai. Feuchte Kartoffelstärke beiderlei Geschlechts mündig. 2. Mit demselben Alter. J. L. Wilhelms: Wenn es innerhalb acht Tagen nicht regnet, wird die gefante Ge- per 100 kilogramm 10,20 Mr. Brima trodene Kartoffelstärke per 100 kilogr. burg. Wenn nach Inhalt des Vergleichs durch denselben die Streitſache treide- Ernte, die herrliche Aussichten bot, verloren gehen. Die Obft 20,50-20,60 m., bo. Supra 21-21,25 M., do. Sekunda 16,00-18,50. erledigt ist: nein, sonst ia. 23. M. 999. 1. und 2. Nein. 3. Ja. ernte wurde durch die Märzfröste bereits zerstört. Dazu gefellte sich Brima Kartoffelmehl per 100 kg. 20,50-20,60 m., do. Supra 21,25-21,50 M., 2. U. 1. Nein. 2-4. Nein. Sprechen Sie eventuell zur genaueren im Süden die Heufchredenplage; alles Grüne ist abgefressen, die Schwärme do. Sekunda 16-18,50 Mr. Darlegung der Rechtsverhältnisse mit dem Statut in der Sprechstunde vor. P. S. 100. Das hängt von der nicht geschilderten gesamten Sachlage Find so groß, daß sie, wie schon mitgeteilt, vielfach Eisenbahnzüge auf ab. A. Fischer. Aber! Lebenslängliches Zuchthaus und Zuchthaus halten. In New York gab es am 1. Mai ebenfalls große Hize. Auf zeitlebens dauern natürlich beide gleich lang und unterscheiden sich nur dem Bürgersteige betrug die Wärme 26 Grad R. und die Aerzte burch Verschiedenartigkeit des Ausdrucks, nicht des Sinns. mußten mehrere Fälle von Sonnenstich behandeln. Im Kreise Helena Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und G. N. 48. 1. Im allgemeinen in 10 Jahren. 2. Ja. 9. 3. Nein. in Montana aber herrschte gleichzeitig ein heftiger Schneesturm. Freitags abends von 7%, bis 8 1hr abgehalten. Freiburg, Reynarth. Innerhalb der ersten sieben Jahre nach ers Dort herrschte eine Kälte von 17 Grad R. unter Mull. P. F. 100. Jedenfalls liegt es in Ihrem eigenen Intereffe wenn reichter Militärpflichtigkeit.-. 99. Jawohl, Ihr Sohn soll seinen AnF. B. 100. 1. Nein. Sie vor Ihrem Eintritt genaue Erkundigungen über die Leistungsfähigkeit 2. Sier: ja. 3. Nur, wenn ein besonderer Gerichtsbeschluß ergeht. der Kasse einholen. Vorsicht ist in allen Dingen gut. G. N. 100. Da W. B. Noftizftr. Derartige Angelegenheiten müssen der Lokalkommission E. 2. 20. Wenden Sie sich an das Regiment. vorgelegt werden. Ihr Sohn über 7 Jahre alt war, als er beim Spielen die Scheibe zerwarf, G. D. 24. 1. Arbeiter Turnverein Fichte", 6. Männerabteilung haben Sie diese nicht zu ersetzen. A. 3. 10, Rummelsburg. Nein. bei feitens der einzelnen Ueberreicher turnt jeden Dienstagabend von 8-10 Uhr Stallschreiberstr. 54. 2. Arbeiter H. 25. Der Antrag fann 5. M. 1. Der Briefkasten Gesangverein Waldkapelle" tagt Donnerstagabend von 9-11 Uhr bei dem Gericht gestellt, aber abgelehnt werden. Sie nur allein interessierende Gesetze und Badewig, Kommandantenstr. 65. Die ausgesprochen politische Tendenz fommt hat nicht den Raum, beim Singen und Turnen nicht in Betracht, dazu sind die Wahlvereine da. Vorlagen zum Abdruck zu bringen. Interessieren Sie sich für den Wortlaut 2.$. 1899. 1-3. War in einer Schantstube über die gebotene bestimmter Geseze oder die Vorlagen, so ist der einfachste Weg, diese in Nein: Bolizeisiunde hinaus verweilt, ungeachtet der Wirt, sein Bertreter oder ein Bibliotheken oder auf der Redaktion einzusehen. 44. 5. Polizeibeamter ihn zum Fortgehen aufgefordert hat, wird mit Geldstrafe der Antrag hätte innerhalb drei Monaten nach der Heirat geFellenberg. B. hat recht: bis zu 15 M. bestraft. Der Wirth, welcher das Verweilen seiner Gäste stellt werden müssen. dem AbNein. P. B. über die gebotene Polizeistunde hinaus duldet, wird mit Geldstrafe bis zu geordnetenhause gehört kein Socialdemokrat an. 60 M. oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen bestraft. 4. Nichts: fie 11. 3. 7. 1. Durch Anfrage bei den verschiedenen Standesämtern und 1,10 brauchen dieselbe nicht mitzubringen. N. 33. G. K. Sie müssen zahlen, Polizeibehörden. 2. Wird wegen Ghebruchs Strafantrag gestellt, so kann F. N. 49. 1, J. W. Nein. bis Sie rechtmäßig aus der Kaffe ausgetreten find. Treten Sie schleunigst sich der Antrag nur gegen beide richten. schriftlich aus der Kasse, vor der wir häufig gewarnt haben, aus und zahlen Man darf einbehaltene Sachen nicht ohne Zustimmung des Eigentümers Sie den allerdings leider mit Recht von Ihnen erforderten Rückstand. verkaufen. Man kann nur die Schuld einklagen und dann auf Grund des 2,20 O. E. Wenn der Standesbeamte solche verlangt ja, sonst nein. Urteils die Sachen durch einen Gerichtsvollzieher versteigern und verkaufen lassen. 1,20 Geißler. Wenden Sie sich an das Kriegsministerium. C. B. 101. Reine Zeitlang. H. P. 33. Wenn innerhalb 3 Monaten der Antrag Witterungsübersicht vom 5. Mai 1899, morgens 8 Uhr. gestellt wird, wird der halbe Betrag sämtlicher Marken zurückerstattet. W. 2. 1. Zuständig ist das Amtsgericht zu Kottbus. 2. Totenschein, 1,60 0,80 Geburtsschein der Geschwister, Heiratsurkunde der Eltern, ferner das Erbieten, 3,50 1,20 eiblich zu erhärten, daß weder ein Testament vorhanden ist noch andere 1,40 0,80 Erben als usw. der Antragstellerin bekannt sind, und der Antrag: den Erb2,50 legitimationsschein zu ertheilen. 2. 3. 18. 1. Nur der Lehrling, der feinen Lohn oder Gehalt erhält, ist nicht krankenversicherungspflichtig. 2. Arbeitsbuchpflicht liegt vor. 2. H. 3. Der Wirth geht vor, und zwar Berlin S. Ja. Vertrag insgesamt( auch für die Zukunft) vereinbarten Miete. Alter Abonnent in Hanan. 1. uns nicht bekannt. 2. Die Schuld Wiesbaden 768 N ist verfährt. R. P. 1. Giebt es nicht. 2. Falls minderjährige Kinder aus erster Ehe vorhanden sind: ja, sonst nein. C. K., Sorau. Sie Wien würden schwerlich durchdringen. Offenbarungseid. Den Eid müssen Sie leisten. Leisten Sie ihn nicht, so können Sie zur Eidesleistung durch Haft gezwungen werden. Zwei Wettende 17. Nein. C. B. 50. Wenn Sie sich unter Beifügung von 25 Pf. und Rückporto schriftlich an Marktpreise von Berlin am 4. Mai 1899 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 16,10 15, Schweinefleisch Weizen Roggen Futter- Gerste " Richtstroh Sent 4,3,50 Aale 1 kg 15,30 14, Kalbfleisch " " PP 13,20 12,40 Sammelfleisch Safer gut 15,40 14,90 Butter 1,60 1,80 1,60 1, 2,60 2, " mittel 14,80 14,30 Eter 60 Stüd 3,60 " " gering " 14,20 13,80 Karpfen 1 kg 2,20 " " n 6,70 4,40 Bander " +) Erbsen " 40, 25,- Hechte Speisebohnen 50, 25, " Linsen 70, 30, " Sartoffeln, neue 6, 4, Barsche Schleie Bleie 1,60 1,20 Rindfleisch, Kenle 1 kg " 111182 " " 3,-1,40 2,60 1, 1,80 1,20 1,20 Strebse per Schock 12, 1, do. Bauch *) Ermittelt pro Tomme von der Centralstelle der Preuß. Landwirt: Tchaftskammer Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. +) Kleinhandelspreise. Broduktenmarkt bom 5. Mai 1899. Beffere Bedarfsfrage und Die glatte Aufnahme der Ankündigungen pro Mai wirften namentlich für 23 eizen befestigend und konnten denn auch die Preise umt 1-1/ 4 M. anziehen. Auch Roggen bewahrte im Anschluß an Weizen die gestrigen Gertnotierungen, zum Teil trat eine fleine Preisaufbesserung ein. Safer lag fest, Ma is' wenig verändert, Rüböl still. Am Spiritusmartt Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Sonntag, den 7. Mai 1899, vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Cranz, Badstraße 12: Mitglieder- Versammlung der Zahlstelle Berlin III. Tages Ordnung: Vortrag. Diskussion. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zugleich ersuche ich die Kollegen Berlins und Umgegend, mir men möglich die Adresse des Kollegen E. Beck anzugeben. Derselbe gab bei der Entnahme von 25 Billets Wohnung Boyenstraße 11 an, und ist da nicht zu ermitteln. 30816 Der Vorstand. Tischler- Verein. Sonntag, 7. Mai: Herren- Fußpartie. 198/12] Treffpunkt Lehrter Bahnhof 72 Uhr früh. Der Vorstand. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Unsere nächste Mitglieder Versammlung findet am Dienstag, den 16. Mai, abends 812 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, statt. Tagesordnung fiehe nächste Sonnabend- Nummer dieses Blattes, Montag, den 22. Mai 1899( 2. Pfingstfeiertag): Ausflug nach Heffenwinkel am Dämerik- See. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof früh 6,38 und 7,11 Uhr. Fahrt bis Neu Nahnsdorf, von dort aus zu Fuß nach dem " Gesellschaftshaus"( Hessenwinkel). 24/6 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands( Filiale Berlin D). Am Donnerstag, den 11. Mai 1899( Himmelfahrtstag), findet eine Herrenpartie nach Wannsee und Umgegend von Potsdam statt. Abfahrt morgens 7,10 Uhr vom Bahnhof Aleranderplatz. Ankunft in Wannsee 8,22 Uhr. Von dort zu Fuß nach Nedlitz. Für Nachzügler ist Treffpunkt mittags in Nedlig, Römerschanze. Um recht rege Beteiligung ersucht Die Verwaltung. 96/9 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung, Mitglieder! = Die Vertrauensmänner Versammlung am 2. Mai hat beschlossen, zur Deckung der Unterstüßung, welche an die wegen der Maifeier ausgesperrten Kollegen gezahlt wird, einen Extra: Beitrag von 50 Pf. pro Woche zu erheben. Es kommen heute ca. 15 000 M. zur Auszahlung. Weitere Kämpfe stehen uns bevor. Jedes Mitglied wird sich deshalb verpflichtet fühlen, obigem Beschluß von heute ab nachzu kommen. [ 80/14] Die Ortsverwaltung. Rixdorf. Socialdemokrat. Verein„ Vorwärts. Dienstag, den 9. Mai, abends 8½½ Uhr: Mitglieder- Versammlung Stationen Swinemde. 768 NO 770 NNO nicht nur in Höhe des Betrages der fälligen Miete, sondern der nach dem Hamburg 766 Frische Fische, gute Fische! Riesige Fänge unserer Dampfer ermöglichen uns, in allen Grössen im Ausper Pfund zum Kochen wie zum Braten 12-15-18 Pfg-, schnitt 20Pfg Pfg. Schellfische Cabliau Seelachs do. 25 Austernfisch, sehr fein 25 Rotzungen, bester Ersatz für Seezungen 35-40 14 Pfg., Im Ausschnitt 15 Pfg. pro Pfd. " Schollen( Goldbutten) sehr fein Bratflundernascholten). do. 30 99 n 99 do. 35-40 99 99 99 9 " 25-30 20 . 9 " " während dieser und der kommenden Woche in unseren Verkaufsstellen abzugeben. Alle anderen Fischsorten, auch Steinbutt, Tarbutt, Seezungen, Heilbutt, Seehecht, Goldbarsch etc. ebenfalls billig. Geräucherte Schellfische 30 Pf., Roche- bester Ersatz für Stör- 60 Pf., Seelachs 50 Pf., Seeaal 60 Pf., Flundern 60 Pf. per Pfund. Marinaden: Delikatess- Fischkotelettes gebraten und mariniert in Blechdosen v. 17 Pfd. Mk. 3,75, kleinere 8- Pfd.- Dosen Mk. 2,20. Delikatess- Bratschellfisch( wie vor.) 17- Pfd.- D. Mk. 3,75, 8- Pfd.- Dose Mk. 2,20. Seeaal in Aspic 8- Pfd.- Dose Mk. 3,50, 8- Pfd.- Dose Mk. 3,25. Deutsche Fischsülze Dampffischerei- Gesellschaft ,, Nordsee". Haupt- Filiale: No. IV. Berlin C. 22, Bahnhof Börse, ImSchlesischen Bahnhof, Bogen 9-10. Madaistr. 22. No. II. Charlottenburg, No. V. Berlin N.( Wedding), Wilmersdorferstr. 10/11, Reinickendorferstr. 1, am Wilhelmsplatz. Eingang Schulzendorferstrasse. No. III. Berlin NW., No. VI. Prinzenstr. 30, Lüneburgerstrasse, Ecke Paulstr., zwischen Moritzplatz und Ritterstrasse. Stadtbahnbog. 38/9( Centrallagerei). Seefisch- Kochbücher erhalten Käufer umsonst. Seefisch ist das billigste und beste Volksnahrungsmittel, ersetzt das Fleisch vollständig und ist überaus wohlschmeckend, nahrhaft und bekömmlich. Verband der Möbelpolierer. 765 München 763 NM Wetter Stationen Wetter 5 wolfig 5 Regen 5 wolfig 5 Schnee 2 Baris 5 Haparanda 768 S 3wolfen! 7 Petersburg 6 Cort 771 SO 6 Aberdeen 7760 770 NNO 2wolfig 1 5 woltig 10 2616. bed. 8 3wollent 6 2 bedeckt 6 Wetter Prognose für Sonnnbend, den 6. Mai 1899. Teils heiter, teils wolfig, mit etwas Regen und frischen nördlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß am Mittwoch, den 3. Mai, abends 72 Uhr, unsere liebe Frau u. Mutter Martha Schönthal geb. Brodowsky infolge einer Geburtsoperation sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. Mai, vorm. 11 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde Friedhofs zu Friedrichsfelde aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen Gustav Schönthal nebst Kindern. Köpenick. Deutsch. Textilarbeiter- Verb. ( Filiale IV, Berlin.) Am Mittwoch, den 3. Mai verschied 197/13 unser Mitglied Johann Léfevré. Wir verlieren in ihm ein festes und treues Mitglied des Verbandes. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Sonn abend, den 6. d. M., nachm. 6 Uhr, bom Trauerhause, Schloßstr. 11, aus, statt. Der Vorstand. Danksagung. Mannes Für die Teilnahme bei der Be erdigung meines unvergeßlichen Adolf Kunstmann sage ich allen Freunden und Be fannten, namentlich den Arbeitern der Fabrik von Sentter, Müllerstraße, meinen verbindlichsten Dank. Die trauernde Witwe Marie Kunstmann nebst Kindern. Central- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler n. anderer gewerblicher Arbeiter. Ortsverwaltung Berlin H. Montag, den 8. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görligerstr. 58: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom I. Quartal 1899. 2. Statuten- Beratung. 3. Wahl eines Delegierten zur Generalversammlung. 4. Verschiedenes. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Bei Elsholz, Krautstr. 52, stehen die Kollegen im Streit. Zuzug ist fernzuhalten. Achtung, Holzarbeiter! In folgenden Ristenfabriken sind wegen der Maifeier die Kollegen aus gesperrt: Franzke& Thurow, Markusstr. 50. Elisabeth- Ufer No. 5/6. Pflugrath, Fuhg, Köpenickerstr. 154. Die Holzarbeiter werden ersucht, dieses zu beachten. 94/4 Die Lohnkommiffion. Möbelpolierer. Bei Müller, Krautstr. 37, find die Kollegen gemaßregelt. 146/3 Zuzug fernzuhalten bittet Der Vorstand des Verbandes." Achtung, Drechsler! In der Bildhauerei von R. Wolff, Fehrbellinerstraße 14, haben sämtliche Drechsler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. 79/14 Buzug fernhalten. Stellenangebote. Für Stockholm sofort ein tüchtiger Drücker bei hohem Lohn, für Tangers münde 1 Besteckarbeiter, für Wildess hausen 1 Kellenarbeiter. Reisegeld bergütet. Für Berlin 1 Silberpoliererin, 1 Schleifer, der auch sieden kann, 1 Silberarbeiter auf Stockknöpfe, 1 Goldarbeiter auf Trauringe, der 70/18 auch gravieren fann. Arbeitsnachweis deutscher Gold- und Silber- Arbeiter, Holzmarktstr. 8. Tüchtiger Buchbinder, Mitgliedsbuch legitimiert.- Um zahlreiches u. pünktliches Erscheinen ersucht der mit dreiteiligen Spiegeln Bescheid 30846 weiß, verlangt 184/9 Die Ortsverwaltung. Jsenheim, Adalbertstr. 7. Außerdem werden die Kassengeschäfte vom zweiten Kassierer Frizz Koboldt, Ges. a. Nachtsp. verl. Anklamerstr. 33. Reichenbergerstr. 72 a, bomt 5. Mai bis auf weiteres ausgeführt. Die Kollegen, welche ausgesperrt sind, brauchen heute nachmittag nicht 5-8 Uhr bei Scheere, Blumenstr. 38. Daselbst jeden Montagabend von 7-8 Uhr Auszahlung des Krankengeldzuschusses und Entgegennahme von Beiträgen. zur Kontrolle zu erscheinen. Die Auszahlung erfolgt heute nachmittag Allerlei Anzeigen. Die Mitglieder werden ersucht, in den folgenden beiden öffentlichen Versammlungen zu erscheinen. Heute abend 8 Uhr in Rixdorf, Hermannstraße 197. Tages Ordnung: 1. Die Entstehung und Aufgaben der Arbeiterbewegung. Referent: Genoffe Paul. 2. Bericht und Wahl des Delegierten zum Gewerkschaftskartell. Montag, den 8. Mai, Tages: abends 812 Uhr, bei Nümann, Brunnenstraße 188. Ordnung: 1. Bericht der Maifeier- Kommission. 2. Die Aussperrung der Kollegen. 3. Bericht des Delegierten vom Kongreß in Braunschweig. Der Vorstand. frei.SW. Simeon im Apollo- Theater( Ph. Thomas), Hermannstr. 48/50. Vereinszimmer. 23. A. Flick. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Franz Tutzaner über: = Gewerbegerichte. 2. Diskussion. 3. Abrechnung von der Urania- Borstellung und vom März- Bergnügen. 4. Vereinsangelegenheiten und Fragetasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Zahlreichen Besuch erwartet Fritz Zubeils Salon, Lindenstrasse 106. Jeden Sonntag von nachmittags 6 Uhr an 232/5 ArbeiterRadfahr- Verein ..Berlin". Vereinslokal mit Pianino, 20 Perf. fassend, zu vergeben. Achtung! Achtung! HolzbearbeitungsmaschinenArbeiter! Beiben Firmen: Stohmann, Reichen bergerstr. 142, Scheffler, Memeler Straße 46, Karllnich, Barnimftr. 13 sind die Kollegen wegen Feierns des 1. Mai gemaßregelt. Diese Werkstätten 82/10 find daher gesperrt. Zwei Bambusarbeiter finden sofort Beschäftigung bet 30916 Roesemann, Brückenstr. 2. Tüchtige, selbständig arbeitende Geldschrank- Schloffer finden dauernde Arbeit in der Gelds schrankfabrit v. Val. Hammeran in Frankfurt a. M. 16892 Gemeindeschülern erteilt SemiElsasser: naristin Arbeitsstunden. 30956 straße 49, H. r. p. Schankgeschäft umständehalber sof. preiswert 3. vert. Zu erfr. 3offener straße 7 im Räucherwarengeschäft. auf Goldleisten gesucht, Liegnigers Schanklokal mit voller Konzession straße 15. sehr bis zu verGeübter Ballierer 31026 Jungbier- Kutscher, faufen. Näheres zu erf. Manteuffel: straße 68 im Schanklokal. Halbrenner die nachweislich eigene große Kund schaft haben, stellt bei 36 Mart Wochenlohn und 2 Pf. pro Liter Provision sofort ein [ 16469 Tourenmaschine, fehr gut erhalten, Brauerei ,, Alt- Berlin", 75 M., 33 II. 16839* Halbrenner wenig gefahren, für 115 M. zu verf. amt Schles. Bahnhof 3 b. Koch.[ 30906 wenig gebraucht, so gut Charlottenburg, Wallstraße 6. Fernsprecher 1199. Gürtler auf Bronze Kronen verl. J. Hirschhorn, Söpniderstr. 149. Korbmacher, Fahrrad, wie verlaufen. tüchtig auf Rohrmöbel, erhalt. sofort Der Vertrauensmann. Herm. Jaeck, Oppelnerstr. 44. Die Unterstützung betr. siehe unter 1634L* „ Gewerkschaftliches". gut lohnende Arbeit. G. Wronker 30926 Nachf., Mittelstr. 29. 30896 H. Yersin, Schulstr. 25. Jede Uhr eparieren und reinigen foftet bei mir unter Garantie d. Gutgehens uur 1 Mart 50 Pf. Fr. Stange, Oppelnerstraße 7, 1 Tr. auber Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und Kleider u. Wäschespind, 2 Bett gebrauchter Taschenuhren, Regu stellen verkauft Büttmann, Soldiner: latoren und Wecker, alle Arten Arbeiterinnen 30996 Ketten, sowie Brillen u. Pincenez. Woll- und Baumwoll- Abfälle straße 106, 3 Tr. L. * Carl Lux, Uhrmacher, jeder Art fauft Broderick, Oppelner Aufpolsterung reell, Matragen 4, auf Jadetts verl. Atelier Otto Kohl, 30936 mann, Kurstr. 40. 35 Chaussee: Straße 35. straße 16 part. 14792*| Sofa 5 M. Graefner, Linienftr. 24. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin Tanzkränzchen. Der Garten sowie die Kaffeeküche nach Storfow( 56 Stilom.) find geöffnet. Morgen 6 Uhr: Schlesische Brücke 2 Uhr: Schlesische Brücke nach Neue Mühle" 11/12 Saal wie Zimmer für Vereine( 31 Kilom.) und Vorstände. Bitte genau auf Nr. 35 zu achten. Nr. 105. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sounbend, 6. Mai 1899. Begrenzung oder Neberbrückung der Gegensätze? Mein Schlußwort an dieser Stelle.") Kautskys Vorwurf, daß ich bestrebt sei, vorhandene Gegensätze möglichst zu verkleinern, nötigt mich zu einer Erividerung, mit der bon meiner Seite aus diese Polemit im Vorwärts" ihr Ende haben mag. " herigen Wesen der Partei. Es heißt diesem Wesen ein seltsames wirklich nicht, was der Hinweis auf die schweizer Socialdemokratie Zeugnis ausstellen, wenn man es mit Sägen identifiziert, die doch, überhaupt gegen mich beweisen sollte. Daß auch in der Demokratie beim größten Talent ihres Verfassers, nur eine bedingte Wahrheit Klassengegensätze und Klassenfämpfe statthaben, habe ich nie bes ausdrücken können. Ich verwerfe nicht die in ihnen ausgeprägten stritten. Ich habe mur behauptet, daß die Demokratie auf die Dauer Grundgedanken, sondern nur ihre Formulierung. Diese Streitfrage die Formen der Austragung dieser Kämpfe mildert. Das ist sicher ist eine solche wissenschaftlicher Präzision, und nicht der Absichten und feine neue tiefgründige Weisheit". Neu ist nur, daß der Hinweis Bestrebungen. auf eine jo alte Wahrheit" eine politische Ketzerei sein soll. London, den 27. April. Ich plädiere also nicht für mich, wenn ich für das Recht der von mir vertretenen Anschauung in der Partei eintrete. Stautsky giebt zu, daß ich nicht mit ihr allein stehe. Er stellt es aber so hin, als handele es sich um eine winzige Minderheit. Nichtig ist jedoch nur, daß es bloß eine Minderheit ist, die sich über ihr Thun Rechenschaft ablegt. Die Mehrheit, die große Masse der Partei, handelt opportunistisch, ohne sich viel über die Motivierung den Kopf zu zerbrechen. Auch die Richtung, die Kautsky vertritt, ist eine Minderheit der Partei. PL Ed. Bernstein. Arbeitslos oder arbeitsschen? Unter der Epigmarke„ Elendsstatistik" berichtete vor einiger Zeit der Vorwärts", daß das Berliner Asyl für Obdachlose im Monat Wiärz von 4369 Personen benutzt worden ist. Nach Abzug von 227 franken Bersonen bleiben noch 4042 Arbeitslose. Die„ Berliner Börsen- Zeitung" will mun entdeckt haben, daß diese 4042 Personen zu einer sehr großen Anzahl aus Arbeitsscheuen bestehen, die das Betteln gewerbsmäßig betreiben. Die Zeitung sucht dies damit zu erhärten, daß nach der Statistik, die 58 Verwaltungen deutscher Arbeitsnachweise in der Berliner Zeitschrift„ Der Arbeitsmarkt" vers öffentlicht haben, gerade im März der deutsche Arbeitsmarkt ein so günstiges Gepräge wie bisher noch niemals gehabt habe. Es feien nämlich auf 100 offene Stellen im März nur 89,3 Arbeitsuchende gelommen, d. h. es war direfter Arbeitermangel vorhanden. Wenn die„ Berliner Börsenzeitung" die betreffende Nummer des Arbeitsmarktes" sich näher angesehen hätte, so hätte sie gefunden, daß für Berlin dieser Mangel an Arbeitern ganz und gar nicht vorhanden war. In Berlin famen vielmehr, soweit dies aus den Zahlen des„ Centralvereins für Arbeitsnachweis" zu ersehen ist, auf 100 offene Stellen 119,2 Arbeitsuchende. Dazu kommt, daß gerade in Berlin im März dieses Jahres die Zahl der beschäftigten Arbeiter lange nicht so start zugenommen hat, wie im März des vorigen Jahres. Dies zeigen uns die Ausweise der Krankenkassen Berlins, wie sie gleichfalls im„ Arbeitsmarkt" veröffentlicht wurden. Wir bringen hier diese Ausweise und bewerken dabei, daß die Prozentzahl die Zunahme der Arbeiter im conat März bedeutet. Es waren beschäftigt: Schließlich meint Kautsky, es handle sich nicht um die Stellung der Partei zu meiner Person, sondern zu meiner Schrift. Hier Ich betrachte den Vorwurf, soweit er meine Stellung zur Theorie zieht nun er nicht die Konsequenz, die andere, neben ihm gegen mich anbetrifft, für einen sehr schwerwiegenden, bestreite aber seine Be- Kämpfende schon gezogen haben. Ich muß aber erklären, daß ich in rechtigung. Eher könnte man mir den umgekehrten Vorwurf machen. diesem Falle die Trennung von Person und Anschauung nicht Ich habe in meinem Buche die Punkte, worin ich von der geltenden anerkennen kann. Wenn für die Anschauungen, die ich vertrete, theoretischen Auffassung abweiche, ohne jeden zwingenden äußeren innerhalb der Partei kein Raum ist, dann kann auch für die Person Anlaß mit aller nur möglichen Offenheit dargelegt, einer Offenheit, in ihr kein Raum jein. Irgend welche persönlichen Rücksichten können die von einem Manne, der wenigstens in der vorliegenden Frage da nicht in Betracht kommen. Jedenfalls bin ich der legte, sie zu mir gegenüber an Kautskys Seite steht, dem Anarchist Landaner, beanspruchen. Eine Kampfpartei ist kein akademischer Klub. fogar als„ Cynismus“ bezeichnet wurde. Man fann mir alles mögliche vorwerfen, nur nicht Hinterhaltigkeit in meinem schriftstellerischen Auftreten. Allerdings ziehe ich aus meinen Sägen nicht die Konsequenzen, die Kautsky aus ihnen zieht. Aber wer sagt denn, daß das, was Kautsky als notwendige Konsequenzen erscheinen, auch wirklich not wendige Konsequenzen sind? Was zunächst die Köpfe anbetrifft, so find wir Menschen zum Glück nicht über einen Leisten geschlagen. Was der eine für notwendige Konsequenz hält, erscheint oft dem andern ganz und gar nicht als solche. Nach Kantsky steht und fällt Was Kautsky bloß als Möglichkeit andeutet, ist von„ temperament die Socialdemokratie theoretisch mit den Sätzen, über die wir vollen" Vertretern seiner Richtung offen proklamiert worden: der differieren. Aber ganz abgesehen davon, daß in Deutsch Wunich nach einer reinlichen Scheidung". Da es sich dabei nicht land selbst eine Anzahl bekannter thätiger Socialisten bloß um meine Person handeln würde, kann ich über diesen Gedanken meiner Anschauung näher näher stehen stehen wie der ſeinigen, gilt ein Wort äußern, ohne in den Verdacht zu geraten, meine eigene das Gleiche von einer sehr großen Anzahl hervorragender Sache zu plädieren. Socialisten des Auslandes. Ich nenne hier nur Van Kol, dessen Es ist in dieser Polemit schon wiederholt vom Chartismus die Artikel„ Nieder mit den Dogmen" im Oktoberheft 1898 der Revne Rede gewesen. Wenn aber der Chartismus, dessen Niederlage der Socialiste" Kautsky wohl nicht entgangen sein wird. Van Kol erklärt englischen Arbeiterbewegung noch in den Knochen liegt, an irgend dort, daß die Werttheorie einer strengeren Kritik bedürftig ist", daß etwas zu Grunde gegangen ist, so an seinen„ Reinigungen“. Man die Bemühungen, aus den ökonomischen Umwandlungen eine er glaube doch nicht, daß wenn man einmal mit dem„ teinigen" anschöpfende Geschichtstheorie" abzuleiten, nicht gelungen sind", daß gefangen hat, man damit so leicht zu Ende kommt. Parteien spalten der Kommunismus zum Kollektivismus" und das eherne Lohngeieß sich nie„ reinlich". Kaum daß der Bruch glücklich erfolgt ist, hat altes Eisen" geworden ist, daß die Arbeiterklasse nicht in inner jeder Flügel schon wieder seine Rechte und Linke. Und da ist dann ticferes Elend gesunken ist", und daß das Ziel„ nicht lediglich von bald Gelegenheit zu neuen Reinigungen. Auf diese Weise haben sich den socialen Einrichtungen und der besseren Produktionsweise" die revolutionären Chartisten so lange gereinigt", bis schließlich abhängt. Hat der verdiente Vorkämpfer der Socialdemo- nichts mehr zu reinigen da war. fratie in Holland darum aufgehört, Socialdemokrat zu sein? Ganz so schlimmi fann es ja in Deutschland nicht kommen, dazu Ich habe guten Grund auzunehmen, daß Vandervelde und ist die Bewegung zu groß. Aber der Schaden, den eine„ Reinigung" andere Führer der belgischen Socialdemokratie in den von mir er- der Partei zufügen könnte, wäre doch enorm. Was sie an moralischem örterten Fragen im wesentlichen mir zustimmen, find sie darum Gewicht verlieren würde, könnte der Vorteil größerer Einheitlichkeit Gewerbl. Arbeiter" teine Socialdemokraten? Daß ein großer Teil der französischen keineswegs einbringen. Eine nach Hunderttausenden zählende Partei Maschinenbau- Arb. Socialisten, daß der größere Teil der englischen Socialisten der kann nicht in dem Sinne einheitlich sein, wie es Kautsky vorschwebt. Zimmerer Marxistischen Lehre nur teilweise zustimmen, ist bekannt. Deshalb weil er mit dem einheitlichen Begriff" Proletariat" operirt, ist die aler gehören sie aber doch zur Armee der Socialdemokratie. Kautsky Arbeiterklasse darum noch nicht die einheitliche Masse der Theorie. müßte ein sehr langes Register aufstellen, wenn er alle Socialisten, Tischler. Ich fasse die Arbeiterklasse weniger abstrakt auf, und doch die theoretisch in dem Maße mit ihm differieren, wie ich, aus der oder vielleicht gerade darum habe ich größeres Vertrauen in die Drechsler Socialdemokratie ausstreichen wollte. Arbeiterbewegung. Ich fürchte wenig für sie von der Berührung Bildhauer Er will, sagt er, die Polemit nicht in ein„ Mönchsgezänt" aus- mit„ Ethitern" und Kathedersocialisten". Sie ist über die Phase Sattler. arten lassen. Aber was er über meine Stellung zum theoretischen hinaus, wo die Gefahr des Verfinkens in Sanftlebigkeit bestand. Bierbrauer. Teil des Erfurter Programms schreibt, kommt einem solchen sehr wäre sie da, so würden alle„ Reinigungen" nichts dagegen fruchten. Wäschefabrikation nahe. Ich habe ganz genau angezeigt, warum ich die fünf ersten Je mehr sich die Partei reinigte, um so mehr würde sie alsdann die Hutmacher. Abjäze des theoretischen Programmteils nicht in der jezigen Redakton intime Fühlung mit der Gewerkschaftsbewegung verlieren. Gerade Buchbinder interschreiben fann: wegen ihrer zu apodiktischen Formu- dadurch, daß sie ihren Rahmen so weit spannt, als der socialistische Bureau- Angestellte lierung. Es ist z. B. nach meiner Ueberzeugung unrichtig oder Gedanke nur irgend erlaubt, gerade dadurch ist sie wirkliche Partei Staufleute 2c. nur Teilwahrheit, daß das Privateigentum an den Produktions- der Arbeiterklasse. Diesen Charakter zu behalten, ist mehr wert als Gastwirte mitteln heute das Mittel ist, Bauern zu expropriieren". Ich sehe die Konservierung einer revolutionären Phraseologie, die entweder Photographen. vielfach das Gegenteil sich vollziehen. Wenn man mir nun inquisi- überlebt oder überflüssig ist. 1orisch die Frage vorlegt, entspricht Absaz 5 des Parteiprogramms noch Deiner Ansicht? so zwingt mich mein wissenschaftliches Gewissen, da dieser Absay u. a. das Vorstehende behauptet, mit Nein! zu antworten. Achnlich mit der Krisenfrage( Absatz 4), der Frage der Formen nicht der Thatsache des Slajsentampfes( Absatz 3), der Frage des Umfangs der Berelendung( Absatz 2), der Frage der Formen des Besizes der Produktionsmittel( Absatz 1). Macht aber die Auffassung von den Formen der thatsächlichen Entwickelung den Socialisten oder die Auffassung von dem, was in der Gesellschaft sein soll: die socialistische Gesinnung, das Wollen? Der Klassenkampf zwischen Arbeitern und Kapitalisten bleibt Klassenkampf, auch wenn er politisch statt auf der Straße in den Gesetzgebungskörpern und Selbstverwaltungsorganen, Ich kann diese Erwviderung nicht schließen, ohne auf einen Vorand gewerkschaftlich statt durch spasmodische Koalitionstämpfe durch wurf zu antworten, den Bevel in seiner, im Vorwärts" vom ständige Organisationen in gemischten Lohnkomitees ausgekämpft 25. April abgedruckten Entgegnung gegen mich erhebt. wird. Er bleibt auch Klassenkampf, wenn nicht die äußerste materielle Er schreibt, daß ich gegen die deutsche Socialdemokratie speciell Not, sondern die wachsenden Kulturansprüche der Arbeiter, ihr auf Seite 138 meiner Schrift ganz im Sinne Eugen Richters" die steigendes Kulturniveau und das zunehmende Bewußtsein ihrer Anklage erhebe, durch ihr Verhalten und ihre Tattit das Bürgertum Gleichberechtigung die Triebkraft der Arbeiterbewegung bilden. Ja, der Reaktion in die Arme getrieben zu haben". erst in dem Maße, als dies der Fall, fann und wird er zur Ver Ich muß das ganz entschieden bestreiten. Ich wende mich an gesellschaftung der Produktion führen. Was diese selbst anbetrifft, der citierten Stelle meines Buches gegen den Sag, das Bürgertum so halte ich es weder für nötig noch für möglich, sie auf allen werde immer reaktionärer, und bemerke, daß selbst wenn dies Gebieten des Wirtschaftslebens gleichzeitig und in gleicher Weise durchzuführen. Kautsky hat in seiner Agrarfrage dies für die Landwirtschaft selbst zugegeben. Genauere Beschäftigung mit der Frage der Industrie würde ihn wahrscheinlich zu der Ueberzeugung führen, daß es auch da nicht anders sein kann. * Selempner 1898 1899 1. März 53 306 54 809 1. April Proz. 102,8 1. März 1. April Proz. 55 006 55 949 101,4 16 984 16 963 99,9 18 178 18 053 99,9 1893 1 871 98,8 1.977 1 888 95,5 2.895 3 841 132,7 3 333 3813 114,4 6525 6 740 103,3 6 883 6 983 101,5 19 115 18 425 96,4 19 905 20 225 101,6 3 206 3 846 120,0 4 210 4 436 105,4 2512 2740 109,1 2 656 2 720 102,4 2261 2 484 109,9 2 330 2422 103,9 4 135 4 557 110,2 4 703 4 799 102,0 19 272 19 531 101,3 19 858 19 748 99,4 2180 2 230 102,3 2 357 2 185 92,7 11 630 11 746 101,0 10 889 10 947 100.5 2 262 2312 101,2 4 188 4 287 101.2 50 439 51 345 102,8 14 318 15 175 106,0 17 812 672 671 99,9 702 53 065 53 936 101,6 17 973 100,9 729 103,8 : Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Busammen 213 625 219 286 102,7 228 052|| 231 043| 101,3 Kautsky sucht zwischen seinem und dem von mir und meinen Freunden vertretenen Standpunkt den unversöhnlichen Gegensatz Die Zahl der Beschäftigten ist also im Vorjahre viel schneller zweier Weltanschauungen." Wäre das richtig, so wäre allerdings gewachsen als im Jahre 1899 bei den gewerblichen Arbeitern, der. die Spaltung unvermeidlich. Ich aber bestreite es. Es ist ein Maschinenbau- Arbeitern, den Zimmerern, Malern, Klempnern, Gegensatz in Bezug auf Einzelfragen, wie er sich überall findet. Er Bildhauern, Drechslern, Sattlern, Bierbrauern, Konfettionsarbeitern. ist nicht größer wie der Gegensatz, der einst die französischen Hutmachern, Buchbindern, Bureau- Angestellten und Gastwirten. Der Socialisten in Maryisten und Possibilisten spaltete. Gegenwärtig Buzug nach Berlin ist dagegen seit Beginn dieses Jahres so start, stehen diese beiden Fraktionen sich näher wie je. Für die Praxis als ob die Lage der Industrie in Berlin noch ebenso flott wäre, wie trennt sie so gut wie nichts. Soll heute, wo die Franzosen auf dem im Jahre zuvor. Das trifft für Berlin speciell nicht zu. Da nun aberbesten Wege sind, den Fehler von 1882 gut zu machen, die deutsche wie aus unserer Tabelle hervorgeht die Zunahme der Arbeiter Socialdemokratie jenen Fehler wiederholen? in geringerem Grade erfolgt, als im Vorjahre, so ist es ganz natürlich, daß in Berlin sich ein Ueberangebot von Arbeitsdenen ein Teil sich im Asyl für fräften befindet, von Obdachlose zusammenfinden muß. Richtig ist allerdings, was die Berliner Börsen Beitung" über die Notwendigkeit Wäre eine solche der Organisation des Arbeitsmarktes jagt. Organisation für ganz Deutschland vorhanden und genügend centralisiert, dann wäre ein rascher Ausgleich zwischen Nachfrage und Angebot in den verschiedenen Gegenden Deutschlands möglich. Allerdings gehörte dazu eine wesentliche Verbilligung der heutigen Eisen bahutarife; denn ein Arbeitsuchender, der mit seinem bißchen Geld von seiner Heimat nach Berlin reist und dort keine Stelle finden so fei, es bei der verschiedenartigen Natur der Schichten, aus fann, ist in den häufigsten Fällen nachher nicht mehr in der Lage, denen sich das Bürgertum zusammensetze, auf die Dauer nicht vor die hohen Eisenbahn- Fahrkosten zu zahlen, die ihn an einen Ort halten fönne. Solches Zusammenstehen finde nur statt, wenn oder bringen könnten, wo Nachfrage nach Arbeitern besteht. Nicht um so lange die betreffenden Schichten sich gleichmäßig bedroht fühlten. Arbeitsscheue handelt es sich also im wesentlichen bei den in Berlin Letzteres sei nun aber nicht nötig, denn faktisch bedrohe die Social- vorhandenen Obdachlosen, sondern um wirkliche Arbeitslose, die im Ich habe das vor zwei Jahren in meinem Artikel Die social- demokratie sie nicht in gleicher Weise. Je deutlicher das gesagt Vertrauen auf die gute Geschäftskonjunktur und in Unkenntnis über politische Bedeutung von Raum und Zahl" generell dargelegt, ohne werde, um so mehr werde jene einheitliche Furcht schwinden. Und die augenblickliche Lage des Arbeitsmarktes in Berlin sich befinden. daß Kautsky auch nur ein Wort des Widerspruchs äußerte. Eine ich wende mich gegen die Kultivierung dessen, was ich die FreßNote, mit der er meinen Artikel versah, ließ nicht die geringste legende nenne, nämlich die Vorstellung von einer allgemeinen, theoretische Meinungsverschiedenheit über diesen Punkt durchblicken. gleichzeitigen und gewaltthätigen Expropriation". Ein anderer hervorragender Barteischriftsteller schrieb mir sogar Wie man aus diesen Säßen eine Anllage à la Eugen Nichter einen begeisterten Zustimmungsbrief zu dem Artikel. Der Betreffende gegen die deutsche Socialdemokratie herauslesen tann, ist mir um so hat inzwischen seine Ansicht geändert, was natürlich sein gutes Recht unerfindlicher, als ich gerade in meiner Schrift( Siehe u. a. S. 166/167) Lohnbewegung der Steinsetzer. In Eilenburg haben ist, und hilft jetzt recht tapfer gegen mich die Baute schlagen. sehr energisch die Ansicht vertrete, daß die von der deutschen die Unternehmer die sämtlichen Forderungen bewilligt: zehn Dies beiläufig. Kautskys Vorwurf, daß ich meine Ansichten in Socialdemokratie thatsächlich beobachtete Taktik nicht die der Freß- stündige Arbeitszeit, 45 Pf. Stundenlohn, auswärts 48 Pf., Lohnmeinem Buch verklausuliere", ist ganz und gar ungerechtfertigt. Er legende sci. zahlung des Sonnabends auf der Baustelle und Stellung von Baufieht da Verklausulierung, wo ich nichts zu verbergen habe, weil Der Vorwurf berührt mich von seiten Bebels um so eigen- buden. Die Pflasterer in Köln( Rhein) hatten an die Unternehmer ich tein Dogmatiker bin. Ich habe mich im Laufe der Zeit immer tümlicher, als grade er wiederholt sehr bestimmt die Ansicht vertreten den Antrag auf Einführung einer geregelten Arbeitszeit von mehr davon überzeugt, daß mit dem Wachstum der socialistischen hat, daß mit dem Wachstum der Socialdemokratie das Bürgertum morgens 6 Uhr bis abends 7 Uhr einschließlich 21/2 Stunden Bausen Bewegung es immer weniger angeht, ihre Maßnahmen in wenige notwendigerweise immer reaktionärer werden müsse. gestellt. Montags soll die Arbeit jedoch erst um 7 Uhr Formeln zufammenzufassen. Sie ist, wie dies der französische Diese Ansicht entbehrt sicherlich nicht eines begründeten Kerns. morgens beginnen und Sonnabends eine Stunde früher marristische Sozialist, Charles Bonnier, vor einiger Zeit treffend im Nur ist sie nicht in dem Sinne und in dem Maße richtig, wie es beendet werden, an den Vorabenden der hohen Feste zwei " Devenir Social" darlegte, heute aus den beiden ersten Stadien die Anschauung unterstellt, gegen die ich in meinem Buch polemisiere. Stunden früher. Desgleichen verlangten die Pflasterer AusGlaube und Konzentrierung- in das dritte An- Wäre sie es, so würde die Thatsache unerklärlich sein, warum z. B. zahlung des Lohnes Sonnabends auf der Baustelle und endlich die passung eingetreten, und damit ist stets eine gewisse Loderung in Belgien, das eine starte und fortgesetzt wachsende socialdemo- Stellung von Wagen zur Aufbewahrung des Handwerkszenges. ihrer Glaubenssäße gegeben. Denn jede Verwirklichung fratische Partei hefigt, fich grade jetzt die bürgerlich- liberale Partei Lettere Forderung liegt nur im Interesse des Unternehmers. Alle einer Idee erscheint als ihre Korrumpierung, weil sie ihre mit dieser Partei gegen die tonservativ- lleritale Reaktion foaliert. größeren Firmen haben schriftlich erklärt, daß sie die angeführten Verbindung mit dem Ueberkommenen darstellt. Eine völlige Die bürgerlichen Klassen enthalten Elemente, die, ohne Forderungen bewilligen, aber statt des bisherigen Tagelohnes Neuschöpfung hat die Welt noch nie gesehen, sondern mur Neuordmming Socialisten gut sein, für die meisten von der Social Stundenlohn einführen wollen. Hiermit wollen sich die Arbeiter des Bestehenden. Die Dinge entwickeln sich nicht nach logischen demokratie erstrebten demokratischen Reformen zu haben sind. nicht einverstanden erklären. In Frankfurt a. M. und Umgegend Begriffen, wie wir sie im Kopf fonzipieren, weil die Wirklichkeit An sie hat sich letzthin erst der Vorwärts" bei der Nachwahl im ist es mehrfach zu Arbeitseinstellungen gekommen. Eo kürzlich bei immer komplizierter ist wie unser Begriffsvermögen. zweiten Berliner Wahlkreis gewandt und geschrieben( Leitartikel vom der Firma Hubert- Bockenheim. Nachdem die Arbeit einen Tag Stautsty geberdet sich sound glaubt es natürlich auch als 9. April), daß gerade in Berlin„ das Bürgertum die alten Jugend- geruht, wurden sämtliche Forderungen bewilligt. Eine friedvertrete er den proletarischen Kampf und ich irgend welchen ethischen, ideale noch nicht ganz verleugnet hat". Niemand war so thöricht, liche Vereinbarung mit der Kommission der Arbeiter var opportunistischen, fabischen und der Himmel weiß, was noch für darin Vertuschung der Klaffengegenfäße" zu erblicken. Aber wenn abgelehnt worden. Gleichfalls die Arbeit niedergelegt haben die „ bürgerlichen" Socialismus. Aber diese Gruppierung besteht nur in der Appell an die bürgerlich- demokratischen Elemente in der Praxis Arbeiter der Firma Bratengeier in Sprendlingen. Die Altonaer feiner Idee, sie entspricht keineswegs der Wirklichkeit. Er ist nicht zweckmäßig und zulässig war, dann kann auch die principielle Unter Steinjcgmeister, die zunt großen Teile dem Hamburger Bunde der mehr Proletarier wie ich, und ich vertrete nicht weniger den Kampf fuchung der Frage, ob die Socialdemokratie einer unvermeidlich sich Arbeitgeber angehören, haben erklärt, die Forderungen der Arbeiter der Arbeiterklasse wie er. Ich vertrete mir andere Auffassungen steigernden bürgerlichen Reattion gegenüberstehe nicht verwerflich sein. nicht bewilligen zu können, trotzdem ein großer Teil Arbeiter schon über die nächsten Möglichkeiten dieses Kampfes, und wer da mehr Ueber die Thatsache selbst, bezw. den Grad ihrer Richtigkeit sind zu den aufgestellten Bedingungen arbeitet. Auf eine nochmalige die Wirklichkeit trifft, kann nur die Zukunft zeigen. natürlich verschiedene Ansichten möglich. Aufrage haben sich die Herren zur mündlichen Unterhandlung bereit Ebenso wenig stehe ich mit meinem Urteil über die theoretischen Desgleichen über die Verhältnisse in der Schweiz. Ich halte erklärt, jedoch durchblicken lassen, daß sie sich davon keinen Erfolg Sätze des Parteiprogramms im schroffsten Gegensaz" zu dem bis- meine Ansicht aufrecht und bin fest überzeugt, daß die Thatsachen mir versprechen. Gleichfalls die Anträge der Arbeiter abgelehnt haben recht geben werden. Wenn Bebel aber zugiebt, daß die demokratischen die Steinſegmeister in Wittenberge. Dagegen haben die No sto der *) Der obige Artikel erscheint infolge Raummangels verspätet. Einrichtungen und Ueberlieferungen der Schweiz eine besondere Meister die sämtlichen aufgestellten Forderungen bewilligt: Behi Kampfesweise der Socialdemokratie zur Folge haben, so weiß ich I stündige Arbeitszeit, 50 Pf. Stundenlohn und Stellung von Baubuden. D. Ned. " Die Tischler in Clausthal 3ellerfeld legten fämtlich wurde folgende Resolution mit 157 gegen 80 Stimmen angedie Arbeit nieder. Sie verlangen wöchentlich eine Arbeitszeit von nommen: 58 Stunden und 15 Proz. Lohnzuschlag. Ausland. Der Tischlerstreik in Bern ist nach fiebentwöchentlichem Kampf durch eine Vereinbarung mit den Meistern beendet. Der Versuch der Unternehmer, den Minimallohn zu beseitigen, ist gescheitert; man einigte sich dahin, daß mit Ausnahme der jüngeren Kräfte ein Minimallohn von 4 Fr. bezahlt wird. In Pruntrut( Kanton Bern) ist es anläßlich einer Bewegung für Lohnerhöhung zum Streit der Uhrenarbeiter ge kommen, den die nichtbetroffenen Fabrikanten frivol mit der Aussperrung ihrer Arbeiter beantworteten. Es feiern 600 Uhrenarbeiter. Die Schuhmacher in Zürich traten am 1. Mai mit der Feier des Tages auch zugleich in den Streit bei allen Meistern, welche die Forderungen noch nicht bewilligt hatten. Der Ausstand dürfte je do ch bei der Neigung der meisten Meister zum Entgegenkommen nicht von langer Dauer sein. Die italienischen Erdarbeiter stellten am Bau der neuen Bahnlinie Bern- Neuenburg bei Murten die Arbeit wegen verweigerter Lohnerhöhung ein. Leider mußten sie ohne Erreichung des Zivedes die Arbeit wieder aufnehmen. und Die Angestellten in Versicherungs- Gesellschaften hatten sich am Mittwoch ziemlich zahlreich in den Arminhallen versammelt. Die Versammlung beschließt, auf Grund der gepflogenen Debatte, Dem Vortrag, den Georg Wagner hielt, folgte eine äußerst sowie auf Grund der Irabstimmung, mit dem System der Accord erregte Distuffion. Ein Herr Blobel versuchte unter allerlei unarbeit zu brechen. Sie hält den Zeitpunkt für geeignet, den Unter- motivierten Angriffen gegen den Vortragenden und gegen den nehmern die Forderung zu unterbreiten: Einführung der Lohnarbeit. Centralverein für Versicherungsbeamte Stimmung zu machen. So Die Anwesenden verpflichten sich, am Montag, den 8. Mai die Arbeit behauptete er, der Centralverein sei nur eine socialdemodort nicht wieder aufzunehmen, wo der Tarif nicht durch Unterschrift fratische Gründung, Streits seien rohe Gewaltmittel und die anerkannt ist. Vereinsangehörigen müßten alle Socialdemokraten hinausschmeißen, Die im Omnibusbetriebe des Berliner Eveditenr- Vereins wenn sie ein wenig Berufsstola hätten. Die folgenden Redner, unter Angestellten hatten vor kurzem eine Stommiffion aus den Reihen ihnen Bauer und Faber, zeigten deutlich die Haltlosigkeit der der lofalorganijietten Handels- und Verkehrsarbeiter gewählt, welche Behauptungen des antisemitischen Agitators. Unter allieitiger Zubei der Direktion wegen Verbesserung der Lage der Onmibus- ftimmung führten sie aus, daß jede Gewerkschaft jeden Berufsangestellten vorstellig werden sollte. In einer Versammlung dieser angehörigen aufuchnie ohne Ansehen seiner Religion und politischen Ueberzeugung, und daß der Streit das einzige Kampfmittel der Angestellten, die in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag in Zubeil Arbeiter sei. Für die im Versicherungsfach beschäftigten jugendlichen Lokal stattfand, berichtete Rein namens der Kommission über eine Arbeiter beständen teine Schußbestimmungen, die im AußenUnterredung, welche er in der vorliegenden Angelegenheit mit dem dienst Beschäftigten unterlägen nicht der Krankenversicherungspflicht. Direktor des Berliner Spediteur- Vereins gehabt hat. Er habe dem Besonders wurde das Ueberstundenwesen gerügt. Die alten Vereine Direktor vorgestellt, daß die Angestellten vor allem eine Aufbesserung hätten noch nichts gethan, diese Migstände zu beseitigen. Ein alter der Löhne wünschen. Den Schaffneru sei es unmöglich, mit deni 2ohn, der 53-55 M. monatlich betrage, auszukommen, und es sei Herr, der 22 Jahre im Versicherungsfach thätig gewesen ist, schilderte der Fahrgäste rechnen müßten. Die Strafen, welche die Angestellten für Nacht hinein unterwegs sein müssen und doch nichts verdient haben. ein unvürdiges Verhältnis, daß diese Angestellten auf die Trinkgelder aus seiner Erfahrung die jammervollen Erwerbsverhältnisse der Außenbeamten, die oft monatelang von früh morgens bis in die Versehen im Dienst zahlen müßten, feien zu hoch, auch müßte den An- Nacht Eine Resolution, die sich für die Bestrebungen des Centralvereins In Dänemark beginnt ein großer Konflitt im Tischler- gestellten gejagt werden, zu welchem Zweck die Strafgelder verwandt und für die in ihm zu erfolgende Vereinigung der Versicherungsgewerbe. Die Tischlergesellen in 7 jytischen Städten verlangen würden. Der Direktor habe jede Verhandlung mit„ fremden durch ihren Verband einen Minimallohn von 35-40 Dere( bisher Personen" abgelehnt und gemeint, seine Lente" seien mit den angestellten aussprach, wurde gegen nur zwei Stimmen angenommen. 30-83, an einem Ort sogar mir 28-30). Da bis zum 1. April Löhnen zufrieden. Auf weitere Vorstellungen Reins habe sich Gold- und Silberarbeiter. Am 25. April tagte im„ Dresdener. eine Ginigung nicht erlangt war, legten die Gesellen an den sieben der Direktor bereit erklärt, mit einer aus Angestellten des Garten" die regelmäßige Monatsversammlung der hiefigen Zahlstelle. Plätzen die Arbeit nicder. Mitte April fanden Verhandlungen der Betriebes gebildeten Kommission zu verhandeln, ver Nach Eintritt in die Tagesordnung gab der Vorsigende bekannt, daß Meister und Gesellenverbände statt. Es wurde eine Vereinbarung sichert, daß die Kommissionsmitglieder keine Maßregelung durch den Arbeitsnachweis verschiedene Stellen zu besetzen sind, und vorgeschlagen, die vorläufige Löhne festjezte bei sofortiger zu befürchten hätten. Der Redner machte mum den Vor- bittet die Kollegen dieses zu beachten. Hierauf hielt Herr Doktor Wiederaufnahme der Arbeit.( Kopenhagent z. B. 36 Dere.) Die flag, eine Kommission einzusehen und derselben zu empfehlen, wollheim einen sehr interessanten Vortrag über die Verflüssigurg definitive Festsetzung sollte ein Gemeinausschuß des dänischen daß sie für eine Verkürzung der Arbeitszeit von 17 auf 12 Stunden, der Luft. Zur Verlesung gelangte sodann der Kaffenbericht, dem sich Arbeitgeberverbandes und der vereinigten Fachvereine treffen. Diese sowie für Erhöhung der Monatslöhne auf 75-100. eintrete. eine lebhafte Debatte über die Feier des 1. Mai anschloß. Es wurde lebereinkunft haben die Gesellenverbände der jytischen Städte ab- Weiter teilte Rein mit, daß die Reichskommission für Arbeiterstatistik, beschlossen, an diesem Tage eine Fußpartie von Westend nach Pichelsgelehnt und ist darauf Aussperrung bei allen Mitgliedern des Arbeit sowie die städtischen Behörden bereits von der traurigen Lage der dorf zu machen. Nachdem der Borsigende noch bekannt gemacht gebervereins beschlossen. Omnibus- Angestellten Mitteilung erhalten hätten und sich mit der hatte, daß auf Listen für die Weber in Krefeld bis jetzt 400. einfelben wohl beschäftigen würden.- Zu der Diskussion nahm gegangen find, erfolgte Schluß der Versammlung. Reichstage Abgeordneter Zubeil das Wort. Da er von den frassen Mißständen Kenntnis erhalten habe, werde er dieselben im Reichstage, sowie in der Stadtverordneten- Bersammlung bei passender Gelegenheit zur Sprache bringen. Er riet den Angestellten, daß sie dem Polizeipräsidium Mitteilung von den besprochenen Mißständen Der Kampf um das Vereinsrecht in Schweden. Die Be- machen und die Behörde erfuchen möchten, daß sie bei der Gehörden in den Kampfdistrikten haben ein neues Mittel zur Ver- nehmigung der neuen Fahrpläne den Berliner Spediteur- Verein vergewaltigung der ihr Recht verteidigenden Arbeiter gefunden. In anlaffe, in seinem Omnibusbetriebe die 12stündige Arbeitszeit einzuführen, welche ja schon in anderen Verkehrsinstituten bestche. Sindswall hat man die Arbeiter wegen Umhertreiberei und Ar- Die Versammlung wählte eine Kommission von neun Angestellten beitslosigkeit" verhaftet, da sie aus ihren Arbeiterwohnungen ausgewiesen sind und feinen Arbeitsverdienst nachweisen können. Natürlich und beschloß einstimmig, daß auch Rein als Unparteiischer den Verist sofort energische Beschwerde eingereicht, denn den Arbeitern ift handlungen mit der Direktion beiwohnen solle. vorläufig von der Landesorganisation eine wöchentliche Unter- Die Maifcier der Berliner Gastwirtsgehilfen. Die organi- personals die Etatuten dieses Bereins derart umgestalten soll, daß stützung von 6 Kr.( bezw. 11 Sir. bei solchen mit Familie) zugesichert sierten Kellner, von demselben proletarischen Klassenbewußtsein derselbe als eine auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung und auch Logis ist für alle aus den Wohnungen. Gewiesenen be- durchdrungen, als die Angehörigen anderer Berufe, konnten ihre Mai- tehende Organisation angesehen werden und als solche wirken kann. schafft. Es werden wöchentlich verteilt 9966,50 Str..und 168 Str. feier erst am 3. Mai begehen, und zwar in„ Elysium", Landsberger Die Versammlungen des Vereins sollen von jetzt an im Vorwärts" angezeigt werden. Mietsgeld an 1205 ausgesperrte Arbeiter mit Allee. Es mochten etwa 700 Männer und Frauen erschienen sein, 3462 Familiengliedern. un bei Konzert und Tanz, humoristischen und von Gefangverein Der Verein der Kistenmacher hielt am 28. April feine Inzwischen hat in Schweden eine zweite große Aus- des Verbandes ausgeführten Gefangsvorträgen, Theateraufführungen ordentliche Generalversammlung ab. Zunächst beschloß der Verein, sperrung begonnen. Weil die Fundamentierungsarbeiter in und so weiter sich zu erfreuen. Eine angekündigte Festrede wurde in nächster Zeit einen Ausflug nach der Treptower Sternwarte zu Stocholm bei einer Firma infolge von Konfliktspunkten die Arbeit von der un alles besorgten Polizei verboten. Doch diefes kleine unternehmen. Sodann gab der Kassierer Hauke die Abrechnung niederlegten, hat der Verband der Unternehmer beschlossen, vom 1. Mai ab Jutermezzo" that der Feststimmung keine Einbuße. vom 1. Quartal. Danach betrug die Einnahme 310,20 m., die allen Arbeitern zu fiindigen, bis der Konflikt bei jener Firma im Sinne der Unternehmer beendigt ist. Die Aussperring. umfaßt 2000 Eine kombinierte Mitgliederversammlung der in Holz- Ausgabe 242,24 M. Bei der mun folgenden Vorstandswahl wurden Arbeiter. Der Grund des ursprünglichen Konfliktes ist ein neuer bearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Ar: gewählt: 1. Vorsitzender: Franz Schulz; 2. Vorsitzender: Preiscourant des Fundamentierungsarbeiter- Verbandes, da die Arbeit beiter( Filiale 1 und 2) die am 26. April tagte, nahm folgende Re- udel; 1. Schriftführer: Dehme; 2. Schriftführer: Boigt: Martin und Noack. mann, leber den geber eine Tarifreform" einführen wollten, die eine Lohnherabfolution an: Die Versammlung glaubt durch Anschluß an den 1. Kassierer: Haute; 2. Kassierer: Gave; Revisoren: itt: Streit bei setzung bedeutet hätte. Eine Verhandlung mit dem Unternehmer deutschen Holzarbeiter- Verband sich in ihrer Entwickelung gehemmt verband war nicht zu erreichen und so beschloß der Arbeiterverband, und fann ihre Interessen nicht in dem Maße vertreten, wie es not.& chie wurde berichtet, daß sich derselbe in einem Stadium befindet, wo der Unternehmer gezwungen ist, zu tapitudaß bei jedem unternommenen Neubau die Durchführung wendig erscheint. Sie beschließt daher für Berlin und Umgegend lieren, denn die paar Streitbrecher fommen gar nicht in Bedes Tarifs versucht werden solle. Tarauf hat der Unter eine Lokalorganisation zu gründen, und wählt eine Stommission tracht. Sodann wurden 30 neue Mitglieder aufgenommen und nehmerverband mit der allgemeinen Aussperrung geantwortet, zur Ausarbeitung der Statuten.- Die Diskussion gestaltete ji Albert Kloß aus dem Verein ausgeschloſſen. Auf Bornholm haben die Eisenbahnarbeiter, 77 von 100, die Arbeit niedergelegt, die übrigen folgen in diesen Tagen. Sie erhielten 25-30 Dere und verlangen 30-35. In Chriftiania legten die Hafenarbeiter die Arbeit nieder. Der Ausstand umfaßt 1000 Mann. Bersammlungen. Eine stark besuchte Versammlung von Theaterarbeitern, die der Verein des technischen Personals deutscher Bühnen einberufen hatte, fand in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag statt. Reichstags- Abgeordneter Reißhaus hielt einen Vortrag, in dem er unter Hinweis auf die Verhältnisse des technischen Bühnenpersonals darlegte, daß die Angehörigen dieses Berufs, wenn sie ihre traurige Lage verbessern wollen, fich eine Organisation, wie sie die industriellen Arbeiter haben, schaffen müssen.- Die Versammlung erklärte sich durch Annahme einer Resolution mit den vom Referenten vertretenen Ansichten einverstanden und setzte dann eine Kommission ein, welche in Verbindung mit dem Borstande des Vereins des technischen Bühnensehr lebhaft, da viele Redner gegen die Resolution sprachen. Es waren zwei Vertreter vom Holzarbeiter- Verband erschienen, welche Ju Groß- Lichterfelde fand am 26. b. M. eine öffentliche gut der Versammlung in sehr sachlicher Weise den Anschluß empfahlen, besuchte Maurer- Versammlung statt. Ba II referierte über die LohnEine öffentliche Versammlung der Konditoren fand ans fie fonnten aber mit ihren Ausführungen nicht durchbringen, weil bewegung am Ort, deren günstiger Abschluß durch die Erringung 9 stündiger Arbeitszeit und 60 Pf. Stundenlohn erfolgt sei; nur be Anlaß der Forderungen der Bäderei- Arbeiter statt. Sesso Ib die Mitglieder nur für Lokalorganisation zu haben sind. referierte über die Lohnbewegung im Bädergewerbe" und empfahl arbeiten, wurde lebhafte Klage geführt. Schmitt erkennt ebendie bereits in den Bäderversammlungen besprochenen Forderungen gelegenheit verhandelt, die den Berein schon in der vorigen Sigung falls die guten Erfolge der Lohnbewegung an und richtet die AufIm Verein der Blätterinnen wurde am Dienstag eine An- züglich der Kollegen auf dem Bahnhofsbau, die noch unter dem Tarif auch den Konditoren zur Annahme. Schneider erachtet es für beschäftigt hatte. Es handelt sich um folgenden Fall: Frau Kraft, forderung an die Kollegen, auch das Errungene hochzuhalten, Be unbedingt notwendig, daß die Bäckerei- Arbeiter und Konditoren eine Zwischenmeisterin, welche für die Wäschefabrik von Hammerzüglich der Maifeier sprechen sich eine ganze Reihe der Anwesenden Hand in Hand arbeiten für Ausrottung der Nebelſtände. stein it. Hirschberg arbeiten ließ, hatte am Ostersonnabend den bei bahin aus, daß die Kollegen den 1. Mai durch vollständige Während in früheren Zeiten der Konditor noch als gewifier Stinstler ihr beschäftigten Blätterinnen den fälligen Wochenlohn nicht aus Arbeitsruhe feiern und an den Partei- Veranstaltungen im ausgalt, sei er in den letzten Jahren immer mehr zum Lohnftlaven gezahlt. Statt dessen zahlte die Firma Hammerstein u. Hirschberg Restaurant Bagel fich unter allen Umständen beteiligen sollen. Ein herabgefimken, deshalb führen viele der Konditoren ein schlimmeres den Lohn, ließ aber voit den betreffenden Blätterinnen Dajein als ein Teil der Bäderei- Arbeiter. Möge die gegenwärtige ein Schriftstid unterschreiben, worin der empfangene Lohn dahin gehender Beschluß, der sich für möglichste Arbeitsruhe ausLohnbewegung der Bäcker auch die Konditoren veranlassen, nicht als ein Vorschuß bezeichnet wird, den die Firma an die Arbeite- spricht, findet Annahme. Danach mehr wie im Jahre 1889 thatenlos zuzusehen oder gar den Bäckern rimmen geleistet hat, und den abzuarbeiten sich die letteren ver- Tegel. Am 24. April fand hier die Fortsetzung der antiin den Rücken zu fallen. Den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen pflichteten. Da dieser sogenannte Vorschuß in Wirklichkeit nichts semitischen Volksversammlung statt, in welcher Herr v. Mosch Ausführungen der beiden Redner folgte eine längere und oft lebhafte anderes ift, als der von den Blätterinnen in der wieder in höchst belustigender Art über das Judentum herzog. In Besprechung, in welcher mehrere Redner die Zustände im Konditor- Woche vor Ostern thatsächlich verdiente Lohn, der ihnen der weiteren Diskussion dienten unsere Genossen Kiesel und gewerbe eingehend schilderten und ein Zusammengehen mit den aber, nachdem sie unbedachterweise das Schriftstück unterzeichnet so te dem Herrn in treffender Weise unter großem Beifall der Bäderei- Arbeitern für notwendig erachteten. Eine in diesem Sinne hatten, jederzeit durch die Firma von den später fälligen Löhnen Versammlung. Es wurde sodann ein Antrag angenommen, eine gestellte Resolution, laut welcher sich die Konditoren verpflichten, wieder abgezogen werden fam, so hatte dieses Vorgehen der Firma Tellersammlung stattfinden zu lassen, deren Ertrag den Krefelder die Forderungen der Bäckerei- Arbeiter in jeder Weise that den begreiflichen Unwillen der organisierten Blätterinnen hervor- Webern zu fiberweisen ist. Herr v. Mosch war natürlich nicht sehr fräftig zu interstigen, gelangte einstimmig zur Annahme, gerufen und war von diesen allgemein verurteilt worden. Der in erbant von dem Antrag und bezeichnete es als ein Unrecht, daß nachdem sich auch die Vertreter des Hirsch Dunderschen der letzten Versammlung des Vereins der Blätterinnen anwesende man ihn mur zum zweitenmal die Unkosten für die Versammlung Ortsvereins und der anderen Vereine dafür erklärt hatten. Herr Hammerstein gab für das Verhalten seiner Firma folgende aus seiner Tasche bezahlen lasse. Jedoch stimmte er schließlich dem Der hierauf verlesene Bericht des Vertrauensmanns der Konditoren Erklärung ab: Er habe zum 1. April das geschäftliche Verhältnis zu Antrage zu. Bingusch ergiebt eine Einnahme von 58,90 M. mit einer der Zwischenmeisterin Frau Kraft gelöst, und da diese ihm eine Ausgabe von 10,30 m., so daß ein Bestand von 48,60 m. erhebliche Summe schulde, so habe er ihr die am Ostersonnabend Weißenfee. Der hiesige Arbeiterverein nahm in der Sigung verbleibt. Die Richtigkeit der Abrechnung wird von den Revisoren gelieferte Arbeit nicht mehr bezahlt. Nun habe auch Frau Kraft am 24. April den Kassenbericht vom 1. Quartal entgegen. bestätigt und darauf die beantragte Entlastung erteilt. Zum Schluß an die von ihr beschäftigten Plätterinnen teine Lohnzahlung ge- verfügte der Verein über eine Einnahme von 512,65 M. und hatte der Versammlung wurde noch auf die am 18. Mai stattfindende Teistet. Die Firma wollte den bisher von der Zwischenmeisterin ge- eine Ausgabe von 386,38 M. Die Mitgliederzahl beträgt 342. Der Vereinsversammlung der Konditoren aufmerksam gemacht. leiteten Betrieb jelber übernehmen, und um sich die Arbeiterinnen Vorsitzende gab bekannt, daß auf die Beschwerde über die Auflösung Die Stuccateure beschäftigten sich in einer am Donnerstag zu erhalten, habe die Firma den Trick gemacht, den Lohn, zu dessen der Versammlung von Regierungspräsidenten die Antwort einabgehaltenen, zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung mit der Bahlung fie rechtlich nicht verpflichtet sei, in Form eines Borschusses getroffen ist, daß die Beschwerdeschrift zu spät eingesandt ist. Bewegung für Abschaffung der Accordarbeit. Der Vertrauensmann an die Blätterien zu leisten, und diese dadurch für die nächste Daschütt führte aus: Auf Beschluß der vorigen Versammlung Beit an die Fabrik von Hammerstein n. Hirschberg zu fesseln. set den Unternehmern die Forderung unterbreitet worden mit dem Ueber diese Angelegenheit wurde lange und eingehend diskutiert Ersuchen, bis zum Freitag der vergangenen Woche darauf und das Verhalten der Firma seitens der Vereinsmitglieder entautworien. Von allen Unternehmern Berlins und der schieden gemißbilligt. Auf mehrfache Anfragen erflärte Herr HammerUmgegend hätten nur drei geantwortet, und zwar zustimmend. ftein schließlich, er werde den Arbeiterinnen den„ Vorschuß" nicht abEs frage sich mm, ob die gegenwärtige Beit geeignet fei, und ob zichen, jedenfalls nicht eher, als bis sie ihren Lohn von der Frau die Stollegen sich für start genug halten, in eine Bewegung für Ab- Kraft, die allein zur Zahlung desselben verpflichtet jet, erhalten schaffung der Accordarbeit einzutreten. Nach dem Bantennachweis hätten. " Köpenick. Am 27. April tagte hier eine von über 1000 Peronen besuchte Versammlung von Männern und Frauen im Saale des Herrn Nelfe, in welcher Reichstags- Abgeordneter August Bebel unter gespanntester Aufmerksamkeit der Zuhörer einen mit rauschendem Beifall aufgenommenen Vortrag über Unsere politische Lage" hielt. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen; jedoch durch einstimmige Annahme einer Reſolution bekundeten die Versammelten, daß auch sie die Nutzanwendung des Vortrages im " Anschluß an die Socialdemokratie und an die politischen und ge= für Berlin seien zur Zeit 185 Banten, die für die Stuccateure in Die Sandelshilfearbeiter( lokaler Richtung) hielten am werkschaftlichen Organisationen der Arbeiter erblicken. Unter VerBetracht kommen, in Arbeit. Nechne man dazu noch die Bauten in 25. April ihre Generalversammlung ab. Dem Stassenbericht war zu schiedenes wurde dann noch das Verhalten der Ortspolizeibehörde den Bororten, so könne die Arbeitsgelegenheit der Stuccateure als entnehmen, daß im ersten Vierteljahr die gesamte Einnahme den öffentlichen Versammlungen gegenüber, an welchen Frauen teileine günstige bezeichnet werden. Andererseits sei zu bedenken, daß 3756,46 M. betrug, dem eine Ausgabe von 3359,83 m. gegenüber- nehmen, besprochen und die Antwort des Bürgermeisters auf die die Organisation noch nicht die Mehrheit der Kollegen umfafie, stand. Das gesamte Vermögen betrug am 1. April 1899 8419,14 M. vom Vertrauensmann wegen Auflösung der Volksversammlung bei und auch die Beiträge zum Streiffonds nicht gerade reichlich geflossen Der Arbeitsnachweis gestaltete sich folgendermaßen: Stellen wurden Klein eingelegte Beschwerde verlesen. feien. Gleichwohl fei die Zeit geeignet für den Eintritt in die Be- gemeldet 286 für fest, 190 zur Aushilfe, 84 von Unternehmern. Humanistische Gemeinde. wegung. Es folgte eine eingehende Dieluffion. Die Redner Die Stollegen meldeten 52 für fest und 10 zur Aushilfe. Befett Sonntag, den 7. Mai, vormittags waren darüber einer Meinung, daß die Lohnarbeit durchführbar sei, wurden 170; davon 136 für fest und 34 zur Aushilfe. 116 waren 10 Uhr, im oberen Saal des Langenbeckhauses, Ziegelstraße 10/11 hält Herr ob man aber augenblicklich schon in die Bewegung eintreten fönne, nicht zu besetzen wegen niedrigem Lohn, langer Arbeitszeit usw. Dr. Rud. Benzig den 2. Teil des Cyflus: Unser Thun und Lassen. darüber gingen die Ansichten auseinander. Krebs vertrat Der Lohn betrug als höchster 20 bis 22 Mart, als niedrigster Was wir sollen." Damen und Herren haben freien Zutritt. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 7. Mai, vormittags 9 Uhr, mit großer Entschiedenheit den Standpunkt, die Lohn- 8 bis 10 m. pro Woche. Stellenlos waren vom 1. Januar bis 31. März im großen Festsaal der Berliner Ressource, Stommandantenstr. 57; Bersamm bewegung müsse in die Organisation gelegt werden. Bu 132 Kollegen, die längste Arbeitslosigkeit betrug 16 Wochen, die lung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittag ebendaselbst: Vordiesem Zwecke müffe aber die Organisation erst durch eine fürzeste 1 Tag; durchschnittlich 4-6 Wochen. Angaben über Kin- trag des Herrr Professor Dr. Albert Gehrke:" Idealstaaten." Gäste will energische Agitation gestärkt werden. Ehe nicht von den 900 in digung, Arbeitszeit, sowie Sonntagsarbeit werden von Seiten der kommen. Berlin arbeitenden Stuccateuren wenigftens 700 organifiert feien, Unternehmer fo gut wie teine gemacht. Zum 3: veiten Bureauarbeiter Adlershof. Am Sonntag, den 7. Mai, nachmittags 31 Uhr, findet habe die Bewegung teine Aussicht auf Erfolg. Außer diesem Nedner wurde Steinide gewählt. Es erfolgte nun die Wahl des Vor- im Lokale von Schmauser, Bismarckstr. 16, eine öffentliche Ge werkschaftsversammlung statt. Tagesordnung:„ Die Aus: waren es namentlich einige Zugarbeiter, die von der Bewegung standes und wurde Straube zum ersten Vorsitzenden, ein zum perrungen anfäßlich der Maifeier." Die Ortsverwaltung des deutschen nichts wissen wollten. Dagegen waren die Anseher der Meinung, Kassierer und Stellenvermittler, Förster zum Schriftführer und Holzarbeiter- Verbandes. daß man jetzt in die Bewegung eintreten müsse, da die Zeit gar toch, Meyer, Freude, Sertscher, ofstädt, Keßlinte, nicht günstiger fein tönne. Nach Schluß der sehr langen Debatte Grothe, Bode, Müller und Stange gewählt Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 6. Mat. Opernhaus. Mudarra. Anf. 71 Uhr. Schauspielhaus. Die Krone. An fang 7% Uhr. 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300] 93 560 736 49 70 874 914 6 914 651 109067 163 266 424[ 300] 515 673 771 932 200003 137 93 221 73[ 1000] 84 476 507 823 913 201113 352 497 760 202026[ 500] 33 43 149[ 500] 96 484 714 25 801 934 83 203052 55 131 273 308[ 3000] 45 545 654 97 881 204050 74 373 76 447 622 62 845 54[ 3000] 958 87 205025 147 310 502 39 630 38 825 53[ 1000] 980 206036 94 234 47 444 [ 1000] 612 30 824 971 207100 38 53 68 455 99 551 662 945 208157 75 306 58 409 86 541 63 651 86 751 897 944 74 209033 219 39 429 47 506[ 1000] 672 774 210089 209 10 98 626 63 725 211099 219[ 500] 61 636 796 956 65[ 500] 90 212288 89 306 546 60 677 771 88 807 71 913 17 213296 480 629 714 76 214098 376 634 732 925 38 46[ 300] 215330 437 755 75 216044[ 500] 85 203 323 456 821 957 217008 98[ 500] 342 77[ 500] 650[ 500] 845 74 938 218079 239 40 474 622 39 780 881 940 56 64 219549[ 3000] 90 94 810 46 97 941 635 391 948 92 22 220023 146 525 48 635 891 948 92 221055 113 39 71 489 504 12 606 776 891 222107 91 346 82 439 548 69 76 606 804 986 223005 85 308 22[ 3000] 447[ 1000] 522 24 85 829 224103 459 61 670 754 64 863 225224 364 89 Jm Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 75 000 r., 1 au 50 000 m., 3 zu 30 000 Mt., 8 au 15 000 Mt., 20 zu 10 000 .. 31 au 5000 r., 510 au 3000 Mt., 551 zu 1000 MT., 617 zu 500 r. 13.3iehung d.4. Klasse 200. Kgl. Preuß. Lotterie. 782 807 43 99 108166[ 300] 76[ 1800] 277 408 10 75 742 844 Biebung vom 5. Mai 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 111 34 383 507 14 689 701 6 72 855 61[ 300] 983[ 500] 1030 52 59 314 461 582[ 300] 86 949 2315 446[ 1000] 510 797 810 23 937[ 500] 59 3120 314 660[ 500] 796 960 4003[ 500] 89 231 [ 3000] 348[ 3000] 413 82 507 69 604 809 97 910 5058 88 254 314 16 25 695 748 970 C183 87 89 273 415[ 3000] 85 886 955 7081 182 292 441 517 89 614[ 3000] 16 714 65[ 3000] 92 811 96 8099 245 48 483 602 783 818 9133[ 1000] 45 462 512 27 746 816 68 930 90 670 10099 145 238 71 589 670 87 720 51[ 500] 944 11369[ 3000] 73 588 91 619 783 12424 52 63[ 300] 929 36 13127 82 309 10 34[ 1000] 589 606[ 1000] 757 60 14102 15 72 203 320 27 435 511 718 23 870 914 15179 285 628 73 869 16346 418 730 821 49 920 17089 151 291 320 86 96 411 76 94 521[ 300] 36 605 716 18 80 888 18010 48 105 80 258 379 582 618 51 727 19196 389 499 201503701 4 10 486 533 44 697 751 887 976 80 21104 [ 1000] 87 245 562[ 1000] 627 49 848 86 962 22016 36 57 130 [ 500] 217 77 507 92 611[ 300] 96 760 991[ 500] 23024 35 211 448 67 550 601 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin.