Nr. 29 15. Jahrgang 5 A Einzelpreis 70 HiHei (M»chli»Biich 5 Heller Perfol 1EHTRALORGAN PER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK ERSQSINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRÜH. Redaktion und Verwaltung mag xiueocmova& teufon m ammnkwation telefor sok. HERAUSGEBER: SIEGFRIED TAUB. CH EFREDAKTEUR i WILHELM NIESSNER. VERANTWORTLICHER REDAKTEUR■ DR. EMM. STRAUSS, PRAG. I*■ Sonntag, 3. Feber 1935 Eine Alarmvorrichtung in Zähori die nickt in Tätigkeit gesetzt werden durfte In Zahori hat die Gendarmerie am Freitag die beiden Stubenmädchen einvernommen, in deren Gesellschaft der Kellner Flieger am Mordabend war. Es wurde sichergrstellt, daß Flieger, der auf die Schüsse hin in den ersten Stock geeilt war, bei seiner Rück- tchr erzählte, daß sich dort eine Tragödie abgespielt habe» die Kersbach erschossen sei und ein Mann mit einem Revolver ihn verfolgt habe. Flieger wollte anfangs aus dem Fenster klettern, überlegte sich dir Sache aber und verbot den Mädchen ausdrücklich, die elektrische Alarmvorrichtung zu betätigen, die von seinem Zimmer aus zu bedienen war. Durch die Alarmglocken wäre wahrscheinlich der Hotelier aufmerksam geworden, der einige Jagdgewehre und auch einen Revolver besaß. Das eine Stubenmädchen hatte sich erbötig gemacht, nach oben zu sehen, aber Flieger ließ auch das nicht zu. Am Samstag wurde nochmals ein Lokal- RRgenschein vorgenommen. Demnach dürfte Jng. Formis doch im Zimmer Nr. 4 angrfallen worbe« sei«. Ein Hieb gegen de« Kopf scheint ihn nicht ganz betäubt zu haben, Formis konnte noch seinen Revolver ziehen und schießen;; ein Pro- iektil wurde auch in diesem Zimmer gefunden. Nach einem läugrren Kampf wurde Formis nach Ansicht der Gendarmerie in sein Znmmer Nr. 6 »rfchleppt und dann erst durch Schüsse gelötet. Modernisierung der Gendarmerie vom Innenminister angekündlgt Prag. Innenminister Dr. E e r n h gab im Vollzugsausschuß der tschechischen Agrarier im Zusammenhang mit dem Fememord von Zahori die Erklärung ab, daß die innere Sicherheit des Staates die Voraussetzung seiner ungestörten Politischen und wirtschaftlichen Entwicklung sei und deshalb überall und unter allen Umständen gewährleistet werden müsse. Ein wichtiges Problem sei vor allem die Sicherheit in der P r o v i n z, wo die Gendarmerie fast ausschließlich das Sicherheitsorgan sei. Soll, sie ihren Aufgaben vollauf genügen, so darf man nicht die modernen Errungenschaften unbeachtet lassen. Heute sind 2288 Gendarmeriestationen, d. s. 86 Prozent, an das Telephonnetz angeschlossen, darunter bis auf ganz wenige Ausnahmen, die noch heuer behoben werden sollen, sämtliche Genharmerieposten an der Grenzt Bezüglich der ununterbrochenen Verbindung auch in der Mittagspause und des Nachts schweben schon sett längerer Zeit mit dem Postministerium Verhandlungen. Das Ministerium wird ferner eine weitere Motori-! sierung des Gendarmeriedienstes in Angriff nehmen; auch der rasche Ausbau der Stratzenpolizei ist schon! sür die nächste Zeit geplant. Keine Terrorwahlen Minister Dr. Eernh gab ferner bekannt, daß in den nächsten Tagen in einer Reihe von Gemeinden, sowohl in den historischen Ländern, als auch in der Slowakei und in Karpathorutzland, Wahlen ausgeschrieben werden. Die Wahlen, sagte er, werden Wahlen der Demokratie und n i ch t des Terrors sein. Man wird keine Extreme dulden, keine Sturmtruppen. Jede Störung öffentlicher Kundgebungen wird kompromißlos bekämpft werden, es wird gegen die strafwürdige Beunruhigung der Bevölkerung gekämpft werden. viese Woche keine Ministerempfänge Pra g. Das Ministerpräfidium gibt bekannt, baß die Mitglieder der Regierung in der nächsten Woche, d. i. vom 4. bis S. Feber, keinerlei Besuche empfangen können. Frankreich verlangt: Gemeinsame Abwehr eines deutschen Luftangriffes Genaue Daten über die deutschen Rüstungen London. Während Reuter noch Freitag nachts eine Meldung veröffentlicht hatte, daß England volle Rücksicht auf die Lage in Deutschland zu nehmen wünsche und bereit sei, sich für das Zustandekommen solcher Maßnahmen einzusehen, denen Deutschland beitreten könne, ohne hiebei einen Prestigeverlnst zu erleiden» hat sich am Samstag vormittags die Lage anscheinend geändert. Am Vormittag traten die englischen Minister plötzlich zu einer inoffiziellen Plenarsitzung zusammen, ein für Samstag Vormittag ganz ungewöhnliches Ereignis. Gegenstand war, wie Reuter andeutet, die aufsehenerregende Schätzung der deutschen Militär st reitkräfte» wie sie von den französischen Ministern mitgeteilt wurde. Letztere sollen ihre britischen Kollegen über die Akten des fran- zösischrn Generalstabes betreffend die deutsche« Rüstungen ausführlich informiert haben. Rach Reuter haben bei den Beratungen ar» Vormittag die Darlegungen Lavals einen große» Teil eingenommen, der den Standpunkt des französischen Generalstabs zur derzeitigen militärischen Lage in Deutschland zum Ausdruck brachte. Demnach besitzt Deutschland militärische oder halbmilitärische Formationen, die zahlenmäßig den französischen Formationen gleichkomme« oder sie vielmehr noch übertreffen. Soweit es sich um das Kriegsmaterial handle, stehe Deutschland hinter Frankreich zurück. Rach einer Havasmrldimg solle« die ausführlichen Enthüllungen, welche Minister Laval in Angelegenheit der deutschen Rüstungen den britischen Ministern vorlcgtr, einen großen Eindruck auf diese gemacht haben; die brüi- schen Minister find hinsichtlich des Standpunktes in Verlegenheit, der eingenommen werden müßte, falls Deutschland die Rückkehr zum Völkerbünde und die Mtarbrtt an der Abrüstungskonvention a b l e h n t. Nach den Aeußerungen gewisser eingeweihter Kreise sei es zn der plötzlichen Beratung der bri- ttschen Kabinettsmitglieder infolge der nachdrücklichen Forderung der französischen Minister gekommen, die verlangk hätten, daß Großbritannien die Garantien in Angelegenheit der Abrüstung verstärke, denn die Franzosen hielten die bisherigen Garantien, die auf Grund der Locarnoverträge gegeben wurden» unter den heutigen Verhältnissen nicht für hinreichend, spezielll was das Flugwesen anbelangt. Die Franzose« kamen mit dem Argument, daß im Falle eines Angriffs von Setten einer europäischen Macht ein Abkommen, das Konsultation vorschreibt, absolut unzulänglich wäre, was das Eingreifen Großbritanniens anbelangt, da es sicher ist, daß es fast ganz bestimmt zu einem A n- griffausderLuftkäme, so daß der Zeitfaktor hier von vitaler Wichtigkeit ist. Die einzige wahre Sicher- hettsmatznahme wäre also nur diejenige, die im Falle eines Angriffs ein e sofortige Gegenaktion in der Luft vorschreibt. Arn Schluß der Beratunsen „noch nicht sanz fertig“ Die Besprechungen wurden um 20 Uhr Londoner Zeit beendet. Außenminister Sir John Simon erklärte zu den Journalisten:„Wir find noch nicht ganz zu Ende gekommen, die Stimmung ist aber die beste." Allgemeine Assentierungen in Deutschland? Amsterdam.(Havas.) Nach Berichten ans Kreisen, die über die deutschen Angelegenheiten gewöhnlich gut informiert sind, wurden alle deutschen Staatsangehörigen der Jahrgänge 1900 bis 1918, sowett sie körperlich geeignet sind, aufgefordert, sich auf zwei Monate^ dauernde militärische Uebungen vorzubereiten. Das Deutsche Reich wolle die für die Einführung der Milttärdienstpflicht erforderlichen Kredite ab 1. April d. I. in das nächstjährige Budget einsetzen. a Englands Weg zur Wahl Obgleich der Termin der nächsten englischen Parlamentswahlen noch nicht festgesetzt ist, rechnen alle englischen Parteien damit, daß sie i m Herb st dieses Jahres stattfinden wer-, den, und die»nationale" Regierung Macdonald- Baldwin, deren Schicksal diese Wahlen besiegeln sollen, hat mit der Wahlpropaganda schon den Anfang gemacht. Wie nötig die gegenwärtige englische Regierung, die vor vier Jahren von den Konservativen und der von der Labour-Party abgefallenen Macdonald- Gruppe gebildet wurde, eine besonders zugkräftige Wahlkampagne hat, war deutlich aus den Ergebnissen der englischen Gemeindewahlen und Parlaments-Nachwahlen im vergangenen Lahre zu ersehen. Die L a b o u r- P a r t y, die bei den Wahlen von 1931 eine schwere Niederlage erlitt«» hat, ist inzwischen ein höchst gefährlicher Gegner des jetzigen Regimes geworden. Das Ausscheiden Macdonalds und Snowdens ist ihr nicht zur Katastrophe, sondern zum Beginn eines Reinigungsprozesses geworden, und ihr Programm ver sozialen Gerechtigkeit, der Arbeitslosenhilfe, der Wehrreform, der Entmachtung des Oberhauses und der organisierten Abrüstung hat ihr immer neue Wähler zugeführt. Das Vordringen der Arbeiterpartei war auch durch^die wirtschaftspolitischen Teilerfolge der»nationalen" Regierung nicht aufzuhalten: das geglückte Experiment der Pfund-Entwertung ohne Preissteigerung, die Ausbalancierung des Budgets,durch Chamberlain und die achtprozentig« Steigerung des englischen Außenhandels im letzten Jahre haben nichts daran geändert, daß die Popularität der Regierung rapid gesunken ist.. Die Unzufriedenheit mit der Regierung reicht bis in die Reihen ihrer parteimäßigen Anhänger.' Von den Liberalen, die durch den Außenminister Sir John Simon in der Regierung vertreten sind. Hat sich schon vor längerer Zeit eine opposttioneNe Gruppe unter Herbert Samuels Führung abgespalten, der alte liberale Heros Ll o y d G e o r g e hat sich völlig von seiner einstigen Partei losgesagt, bei den Konser- vattven gibt es einen starken rechten Flügel, der die Mitarbeit Macdonalds und Simons an der Regierung als Belastung empfindet und der durch seinen Widerstand gegen Baldwins indischen Verfassungsentwurf einen offenenKonflikt in der Partei herbeigeführt hat. Und in der»Nationalen Labour-Party" Macdonalds ist die Unzufriedenheit soweit gediehen, daß es bei den letzten Reden des Premierministers vor seinen Anhängern zu lärmenden Zwischenrufen kam. Man kann also feststellen, daß der Sieg von 1931 den Siegern sehr schlecht bekommen ist, während die damals geschlagene Labour-Party heute alle Aussicht auf eine Rückkehr zur Macht hat, und zwar zu einer größeren Macht, als sie jemals zuvor besaß. Es liegt durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß sie bei den kommenden Wahlen die absolute Parlamentsmehrheit gewinnen wird, denn sie hat nicht nur die Arbeiterschaft Englands hinter sich, sondern auch weite Kreise des Mittelstandes und der Intelligenz, die unter den Wirkungen der Krise und der„nationalen" Regierungspolitik den Gedankengängen des labou- ristischen Programms zugänglich geworden sind. Dieses Programm, das voriges Jahr auf der Parteikonferenz von Southport beschlossen wurde und in den nächsten Wochen vom Generalrat der Gewerkschaften und dem Exekutivkomitee der Partei noch einmal für die Wahlkampagne revidiert werden wird, ist(auf Wunsch der Gewerkschaften), so wenig»abstrakt? wie nur möglich gebalten. Es will ein konkretesSofortpro- gramm sein, das von einem Parlament mit sozialistischer Mehrheit in aller.Kürze verwirklicht werden kann. Seine Hauptforderungen sind: die Verstaatlichung der Bank von England, der Bergwerke, der Rüstungsindustrie, der Wasser- und Elektrizttätsversorgung, eine planwirtschaftliche Staatskontrolle für die gesamte englische Industrie, die Herabsetzung der Arbeitszeit ohne Lohnsenkung, die Verbesserung der Arbeitslosenfürsorge, die Entmachtung des reaktionären Oberhauses, die Beseittgung des Wohnelends durch Häuserbau und der Angriff auf jene drei Krisenerscheinungen. die der Labour-Führer Lansbury vor wenigen Tagen in einer großen Rede auf die Formel gebracht hat: das brachliegende Geld, das brachliegende Land und die brachliegende Arbeit, «Seite 2 Sonntag, 3. Feier 193b Nr. 29 Hacker in der Verteidigung gegen die SHF Die Folgen der Henlein-Anbetung: SHF-Gruppen auf dem Lande Im Bund der Landwirte waren es vor allem die Führer der Landjugend, die die Partei zum engsten Zusammengehen mit Henlein drängten. So groß war ihre Begeisterung und Beharrlichkeit, daß die Landjugend schließlich mehr eine Gruppe der SHF als des B. d. L. zu sein schien. Wozu brauchte sie auch den Führer Spina, wenn sie doch gleich Henlein folgen konnte? Dieses innere Abgleiten der Mitglieder mußte sich früher oder später auch im Organisationsleben äußern. Hacker und Spina glaubten es nicht, die Ereignisse der letzten Zeit könnten sie endlich eines Besseren belehrt haben. Noch vor dem Scheitern der Verhandlungen über die Mandatsaufteilung wurde die dicke Freundschaft dadurch gestört, daß die SHF aus dem Land zu agitieren begann. Die erste Ortsgruppe, welche gegründet wurde, war in Maischen bei Leitmeritz, einer rein agrarischen Gemeinde. Henlein hat zwar bestritten, daß die Gründung mit seinem Einverständnis erfolgte, er hat aber, außer höflich seine Loyalität zu versichern, nichts getan, um das Abkommen mit Spina zu wahren. Im Bund der Landwirte beginnt man aufmerksam zu werden. Hacker mußte sich entschließen, selbst einzugreifen. Die„Deutsche Landpost" veröffentlicht einen langen Brief Hackers an die Landjugend in Malschen, in welchem er versucht, die verwirrten Reihen seiner Leute wieder in Ordnung zu bringen und die Davongelaufenen zurückzuführen: Als Konrad Henlein die SHF. ins Leben rief, wurde ich mit ihm persönlich und näher bekannt und, wenn ich sage, daß sich im Laufe der Zeit ein inniges Freundschaftsverhältnis zwischen uns entwickelte, so bin ich der Ansicht, daß ich damit nicht nur meiner, sondern auch der Meinung Konrad HenleinS gerecht werde. Dieses Verhältnis war auch dann oder gerade deshalb möglich, weil ich am ersten Tage des Bekanntwerdens mit Henlein ihm sofort mitgeteilt habe, daß es Ausgeschlossen ist, daß ich mit dem Bunde der deutschen Landjugend eine Schwenkung zur SHF., vornehmen werde. Die Richtigkeit dieser grundsätzlichen Einstellung hat sich nicht nur damals erwiesen, sondern auch in der ganzen Folgezeit, welche bewies, daß die wirklichen Bedingungen für«ine Volksgemeinschaft bei«ns keinesfalls durch eine totale Partei oder Bewegung gegeben sind, sondern in der Ordnung«nv gegensemgrn Misspre- chung der levensberechtigten sudetendeutschen politischen Kräfte allein liegend. Ich sage in vollster Ueberzeugung, daß es Pflicht des Bundes der Landwirte war, die eine Voraussetzung zu erfüllen, die SHF., deren Bestand infolge der allseitigen Angriffe gefährdet war, zu schützen. Diese Voraussetzung hat der B. d. L. erfüllt. Die andere Boraussuntz war die, welche die SHF. noch zu erfüllen hat: dem B. d L. die Hilfe Nicht zu versagen, wenn es sich darum handelt, die letzte Etappe der Bauernbefreiung, die Notwendigkeit der politischen Einigung des Landstands, herbeizuführen. Ich glaube, daß Ihr mich verstehen werdet, wenn ich weiter so wie fWher sage, daß die Einigung des Landstandes eine notwendige Voraussetzung für ein« erfolgversprechende sudetendeutsche Politik ist. Dabei stehe ich gar nicht an zu erklären, daß ich mich nie gescheut habe, auch am B. d. L. eine, meiner Meinung nach notwendige Kritik zu üben. Aber niemals habe ich daran geglaubt, daß diese Kritik aufbauend, also erfolgreich sein kann, wenn sie außerhalb der Partei geführt wird. Oder, und daS ist meine Frage an euch, glaubt Ihr an einen bäuerlichen oder sudetendeutschen politischen Erfolg, wenn zehn- oder zwanzig- oder meinetwegen dreißigtausend Bauern vom B. d. L. losgesprengt, bei der SHF. ein ständiges Streitobjekt, gerade zwischen diesen beiden sudetendeutschen Gruppen sein werden? Damit kann ich konkret sagen: Machen wir nicht neue Fehler! Ihr müßt, soferne es sich um Angehörige des Landstandes handelt, die Ortsgruppen sofort auflösen, keine Neugründungen zulassen und Ihr dient damit dem B. d. L., der SHF. und unserem, von uni allen heißgeliebten sudetendeutschen Volke. Bestehende Ortsgruppen auflösen, keine Neugründungen zulaffenl Wir wollen sehen, was die SHF zu diesen Bitten zu sagen hat. Wir wollen auch sehen, ob sie auf die Werbung unter den Gewerbetreibenden, die der B.' d. L. jetzt als Nebengliederung seiner Partei auffaßt, verzichten wird. Herr Hacker erntet die Früchte seiner Tätigkeit in den letzten Monaten. Es ist anzunehmen, daß er noch viel Briefe schreiben und Reden halten wird, die der SHF gelten werden, es ist aber nicht anzunehmen, daß sie zur Vertiefung der Freundschaft beftragen werden, auf die Hacker so swlz ist. Henlein hat den Totalitätsanspruch nicht auf- gegehen. Hacker und Spina werden-sich noch deutlicher erklären müssen: SHF o d e r B. o. L.! eine Säule des Schuschnigg- Regimes stark angefault Wien.(Eigenbericht.) Ein in Wien seit längerer Zeit bekannter Skandal ist am Freitag aufgeflogen. Es handelt sich um den Direktor Mari s ch k a vom Theater an der Wien, ein Liebkind der fascistischen Regierung und einen großen Heimjvehrfreund, der seinerzeit zu den Gründern der grün-weißen„Unabhängigen Gewerkschaft" gehörte, die den roten„Bühnenbund" stürzen seilte. Marischka hat aus seinem Karczag-Verlag 1,800.000 Schilling an eingelaufenen T a n' i e« menunterschlagen, wovon allein 300.000 Schilling Franz. L e h ä r gehörten. Weitere Autoren und Komponisten, u. a. Kälman, sind um 700.000 Schilling geschädigt. Die Wiener Zeitungen, die schon seit langem über genügendes Material in dieser Sache verfügen, dürfen darüber keine Zeile schreiben, dadieRegierung den Mann deckt. Marischka besindet sich nach wie vor auf freiem Fuß. Man sieht: die Probleme der englischen Politik sind den Problemen auf dem europäischen und amerikanischenKontinent sehr ähnlich. Und auch die Versuche, die man in England unternommen hat, um den SiegeSzug des Sozialismus aufzuhalten, ähneln denen in der übrigen Welt. Der rechte Flügel der Konservativen hat es zunächst mit der Hochzüchtung einer fascistischenBewe- g u n g versucht, die der politische Abenteurer Sir Oswald Mosley nach Mussolinis und Hitlers Muster gebildet hatte. Mer die englischen „Schwarzhemden" haben sich im Laufe der Zeit durch ihre Roheitsexzeffe und ihre Unfähigkeit zu einem Wirtschaftsprogramm so sehr um den Kredit gebracht, den sie anfänglich in kleinbürgerlichen Kreisen hatten, daß sie hon ihren konservativen Gönnern(mit Lord Rothermere an der Spitze) im Stich gelassen wurden. Nun ist, wie bekannt, der alte Lloyd George auf dem Plan erschienen, um noch schnell eine neue Partei ins Leben zu rufen, die einen„New Deal" nach Roosevelts Vorbild verwirklichen will: einen diktatorischen Wirtschaftsplan, dessen Einzelheiten in sehr vielen Punkten dem Programm der Labour-Party entlehnt sind. Der sozialistische„Daily Herald"(der feit einem Jahre mit einer Auflage von mehr als zwei Millionen die größte Tageszeitung Englands geworden ist) konnte mit Recht darauf Hinweisen, daß Lloyd Georges New Deal ein„Nothing New Deal" ist(eine„Nichts Neues-Aktion"). Wer die Aktion des alten liberalen Politikers(dessen Popularität noch aus der Kriegszeit stammt) ist insofern nicht ungefährlich, als sie sich mit ihrer Ablehnung aller bestehenden Parteien an die große Masse der englischen Nichtwähler wendet, die bei t>in letzten Wahlen durchschnittlich vierzig Prozent ausmachte. Daß die Labour-Party als Siegerin aus den nächsten Wahlen hervorgehen wird, bezweifelt in England niemand. Ob es ihr aber gelingen wird, die absolute Mehrheit zu erobern, das hängt (außer von den Zufälligkeiten, die im englischen Wahlsystem begründet sind) von dem Erfolg jener Konkurrenzmanöver ab, deren jüngstes das von Lloyd George ist. Versagen sie ebenso wie die linke Konkurrenz der Kommunisten und Unabhängigen bei den letzten Wahlen versagt hat, dann kann es .(da die Liberalen ohne jede Chance in den Wahlkampf gehen), wieder zu jenem Zwei-Parteien- System kommen, das von 1689 bis 1900 in England bestanden hat,— nur daß die zwei Parteien nicht mehr die Tories und Whigs, sondern die Konservativen und die Labour-Party sein werden. Der deutsche Rustungsstand Berlin.(AP.) Zur Zeit betragen, wie gemeldet wird, die Polizei Görings 100.000, die Schutzpolizei 200.000, die Spezialpolizei der Partei(Feldpolizei, auch weiße SA genannt) 80.000, die restliche, bewaffnete SS 20.000 Mann. Zu diesen 400.000 Mann, die motorisiert werden sollen, kommen 300.000 Mann Reichswehr, so daß sich eine militärische Organisation von 700.000 Mann— ohne die restliche SA und den nicht zu vergessenden Arbeitsdienst— ergibt. Im übrigen ist die Erhöhung der Reichswehr von 300.000 auf 300.000 Mann offenbar in Vorbereitung. Besonders.auffalle>0> ist die Stärke der Feldpolizei, die aus kleinen Anfängen zu einer ansehnlichen Mach! angewachsen ist(sie soll sogar auf 100.000 Mann gesteigert werden), bis man aus innerpolitischen Gründen(beileibe nicht etwa, wie man dann vielleicht wieder glauben machen möchte, zum Zwecke der„Abrüstung", denn dies Wort kennt man in Deutschland gar nicht) eines Tages vielleicht auch sich der Feldpolizei entledigen muß. Die kalte Dusche Warschau. Amtliche polnische Kreise dementieren kategorisch die Meldungen aus ausländischer Quelle, daß der preußische Ministerpräsident Göring anläßlich seines kürzlichen Jagdausfluges nach Polen eine Zusammenkunft zwischen Hitler und Pilsudfli vorbereitet habe. Frieden in Dschehol China entschuldigt sich noch Tokio.(Reuter.) Im Tschachar-Kreise der Dscheholprovinz, knapp an der Großen Mauer, wurde nach einem Uebereinkommen zwischen den chinesisch- und mandschurisch-japanischen Unterhändlern, die in der Stadt Tatan zusammengetreten waren, der Friede wieder offiziell erneuert. Die Vertragsbedingungen sind: Die Vertreter der chinesischen Regierung geben, offiziell eine Entschuldigung ab und verpflichten sich, daß es zu keinem militärischen Zwischenfall mchr kommen wird. Weiters verpflichten sie sich, daß die chinesische Armee weder in Tschanlin noch in Uniho an der Tschachar-Dscheholgrenze Garniso- nen unterhalten wird. » Schanghai. Der Präsident des chinesischen Staatsrates Marschall Tschangkaischek veröffentlicht eine Erklärung, die für die fernöstliche Politik von großer Bedeutung ist. Der Marschall tritt für die Einstellung der japanfeindlichen Bewegung in China«in und deutet an, daß die Zeit für eine Verbesserung der chinesischjapanischen Beziehungen gekommen sei.. China und Japan sollten gegenseitig ihre Haltung ändern: China hinsichtlich seiner früheren bitteren Gefühle gegenüber Japan, und Japan hinsichtlich seiner Angriffspolitfl gegen China, die zu weit gehe.* Mißklänge zwischen Moskau und Washington Washington. Staatssekretär Hüll erklärte, daß die Verhandlungen, welche mit den Sowjets über die Frage der russischen Schulden geführt wurden, gescheitert sind. Er fügte hinzu: „Ich sage das mfl größten Bedauern, da ich mit den Wünschen der amerikanischen industriellen und landwirtschaftlichen Produzenten sympathisiere, in USSMsi einen Markt für ihre Erzeugnisse zu finden. Auf der anderen Seite fühle ich mit jenen amerikanischen Bürgern, deren Eigentum in SSSR konfisziert wurde." keine Einheitsfront der Jugend in Belgien Brüssel. Der Nationalkongreß der Sozialistischen Jungen Garden hat mit 15.529 Stimmen gegen 5631 Stimmen bei 3263 Stimmenenthaltungen beschlossen, das Einheitsfrontabkommen, das mit der Kommunistischen Jugend abgeschlossen war, wieder aufzuheben» da der Kongreß der Ansicht ist,„daß trotz der günstigen Resultate» die erzielt worden sind, seine Anwendung sich doch als äußerst schwierig und trügerisch erweist, vor allen Dingen auch infolge der kommunistische« Verstöße". 130.000 Arbeitslose In Men Wien. In der zweiten Jännerhälfte ist die Zahl der unterstützten Arbeflslosen in Wien um 2900 auf 129.976 Personen gestiegen. Eine Verschärfung der Arbeitslosigkefl ergibt sich fast in allen Branchen. Amerika und Rußland in der BIZ Genf. Der Verwaltungsrat der Bank für de« Internationalen Zahlungsverkehr hat beschlossen, daß an der nächsten Tagung des Rates bereits auch die Vertreter der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion teilnehmen sollen. Me Rakete' ■In Kurzroman von Kurt Doberer Der Jubel der Straße aber wurde zum gemeinsamen Willen. Jonny führte das Projektil. Jonny, der unbekannte Pionier. Er trägt unseren Willen in seiner Tat.— Es ist unser Jonny! Und— er wurde nötig, dieser gemeinsame Gedanke und Wille. Kalt und fremd fielen in die freudige Flut die Bekanntmachungen der Völkerliga.— Unsere Flotte hat Zentron ohne Verluste besetzt.— Die Deserteure sind interniert.— Das Präsidium der Erowelt hat sich unserem Urteil unterstellt. Es wird sich vor der Vollversammlung der Liga zu verantworten haben. Jonny Hellar, bekannt unter dem Namen„Jonny der Funker", hat sich unseren Organen durch Flucht in die Rakete entzogen. Wir werden die in unseren Händen befindlichen Geißeln der Erowelt dazu verwenden, Jonny Hellar der Gerechtigkeit zuzuführen. Mit weithin schallender Stimme, die zeitweise vor Erregung überschlug, verlas irgendeiner, auf dem Steinsockel des Denkmals stehend, die Proklamationen. Der glückliche Jubel der Massen war einer lähmenden Sfille gewichen. Der oben am Sockel hatte geendet. Er stand vornübergebeugt, hatte die Arme schlaff herabhängen und starrte so auf die Menge, die noch immer Kopf an Kopf gedrängt stand. Da schrie es eine heisere Stimme:„Zum Bundeshaus!" Und wiewohl dieser Ruf keinen tönenden Widerhall fand, setzte sich doch die dunkle Masse in Bewegung, unheimlich lautlos, langsam und drohend. W Vor vollbesetztem Hause eröffnete der Präsident der Liga die Sitzung. Draußen stand die Menge zu dichten Massen geballt, vom Bundeshaus mit einem vierfachen Polizeikordon abgesperrt. Abwartend, schweigend standen sie da, aber mitten unter ihnen saß geduckt ein rotes Tigertier. Auch in den Sitzungssaal war dieses abwartende Schweigen gedrungen. Vor der Präsidententribüne der Liga saßen die Verantwortlichen der Erowelt. Noch saßen sie wie freie Männer. Aber an den Eingängen des Saales standen Soldaten mit Maschinenpistolen. Als ersten Punkt der Tagesordnung fordert das Präsidium das Vertrauen der Ligavertreter. Es erklärt, ohne Aussprache zur Msttmmung schretten zu müssen, da sofort Maßnahmen in dieser Situatton ergriffen werden müßten. Mit Kirchhofsruhe wird dieser Beschluß ausgenommen. Der Abstimmungsvorgang in der Liga ist einfach. Pneumatisch werden die weißen Ja-Zettel und die roten Nein-Zettel zum Präsidententisch befördert. Mit zischend geflüsterten, erregten Worten erwartete man das Resultat. Da erhob sich der Präsident. Seine Stimme klang hart und höhnisch. „Es sind hundertundsiebzig rote und hundertundsechzig weiße Zettel abgegeben worden. Da der Rat der Liga zu dieser Zeit nur dreihundert Mitglieder umfaßt, sind dreißig Zettel zu viel. Wir werden untersuchen, wer die roten Zettel in die Abstimmungsvorrichtungen geschmuggelt—." Die übrigen Worte des Präsidenten gingen in einem allgemeinen Getöse unter. Abgeordnete in den vorderen Reihen schrien: „Sie sind von dir, die weißen Zettel, herunter mit dir, du Schurke!" Der Präsident erhob den Arm. Ein Leutnant begann mit seinem Zug gegen die Abgeordneten vorzudringen, um sie von den Sitzen zu reißen. Es fielen Schüsse Diese Augenblicke nützte der Leiter der Erowelt. Er war mit einigen Sprüngen auf der Präsidententribüne, eilte über sie hinweg und stieß die Türe zum Ballon des Bundeshauses auf. Hochaufatmend stand er jetzt am Geländer, und die harrende Menge grüßte ihn mit brausendem Jubel! So schnell war dies alles geschehen, daß ihm niemand in den Weg getreten war. Der Präsident der Liga zitterte vor Zorn. Er wollte eben einen Offizier zu sich rufen, da stürzte eine Ordonnanz auf ihn zu. Keuchend meldete dieser:„Geheimkurier— Meldung der Admiralität." Der Präsident riß die Nachricht aus der Hülle und entfaltete sie. Langsam wird er bleich. Starr hängen seine Augen an den wenigen Worten.— Mannschaften üben passiven Widerstand.— Konnte desertierte Mannschaft nicht internieren, da entsandte Formationen nicht zurückkehrten.— Kreuzer„Diamant", das Führerschiff der Deserteure, ist gestern Nacht mit unbekanntem Ziel abgedampft.— Die Meldung trug den siebzehnten September, und heute schrieb man den neunzehnten. Langsam trieb nun die Spannung' ihrer Entladung zu. Durch einen Wink hatte sich der Leiter der Erowelt Ruhe verschafft. Seine Stimme schallte von der Höhe klar und hell über die Massen.„Sind eure Brüder, die Matrosen, Männer oder sind sie feige Deserteure? Ist „Jonny, der Funker", ein Held oder ist er ein Verbrecher?"„Es lebe Jonny!" schlug die Welle der Begeisterung hoch. Der Redner hob die Hand und beugte sich über das Geländer. Da rissen ihn Hände zurück— Stahlhelme glänzten in der Sonne, und in einem Knäuel verschwand der Führer der Erowelt. Die Maschinengewehrschützen hinter der vierfachen Postenkette legten die Patronenstreifen auf die Trommel. Wie eine Springflut schob sich die Menge heran, wurde zurückgeworfen— schob sich wieder vor-—. Da— plötzlich riß die kompakte Masse in zwei Teile. Ein Trichter aus Menschenleibern stand gegen das Portal des Bundeshauses. Und dieser Trichter spie weißgelleidete, braungebrannte Gestalten aus. Bajonette blitzten. Da und dort krachte ein Kolben, wenn etwa einer zwischen die Räder dieser Maschine greifen wollte. Die Matrose« des„Diamant" waren es. Aus der er-. wachten Menge brach es wie ein Schrei! Handeln war die Losung, und eine Lawine wälzte sich über das Bundesgebäude. Nachdem der provisorische Rat der Liga die Regierungsgeschäfte übernommen hatte, war eine allgemeine Entspannung der Lage eingetreten. Dem Präsidium der Erowelt war die Anerkennung des Rates für tapfere und zielbewußte Verteidigung von wissenschaftlichen und kulturellen Interessen ausgesprochen worden. Den Matrosen des„Diamant" war die Ehrenwache um das Bundesgebäude zugeteill. Die Zeitungen brachten keine fettgedruckte« Schlagzeilen mehr. Wissenschaftliche Zeitschriften hatten das Wort. Die„Investigation" brachte genaue Angaben über das Ziel und die Flugbahn des Projektils. Es wurden offiziell die Gerüchte bestättgt, die behauptet hatten, die Rakete würde sogleich auf der ersten Expedition bis zum Mars Vordringen. Es wurde dargelegt, daß es die Aufgabe dec Raketenbemannung sei, frühzeitig genug die etwaige Anwesenheit von hochentwickelten Geschöpfen festzustellen. Waren diese technisch soweit fortgeschritten, daß sie der Rakete eine Triebstoffauffüllung ermöglichen konnten, so war in diesem Falle eine Landung vorgesehen. Waren aber diese Voraussetzungen nicht zutreffend, so mußte das Pro- jektil den Mars in einer Parabel zu. umkreise« suchen.— lieber die Triebstoffzusammensetzung und über deren Quantttät konnte auch die„Jnvesti- gation" nichts angeben. Doch konnte sie versichern, daß die mitgeführte Menge genügen würde, um auf dem Mars ohne Anprall zu landen oder um nach dessen Umkreisung wieder auf die Erde zurückzukehren. (Fortsetzung folgt.), 9n. äi) Sonntag, 3. Feier 1935 Seite 3 fadciendcHfcdicr Xeifepicgcf Zahorf und die SHF Die„Rundschau" hat lange gebraucht, um zu erfahren, daß sich in Zähoti bei Prag ein von einigen reichsdeutschen Hakenkreuzlern begangener Mord ereignet hat. Sie kommt erst in ihrer Ausgabe dom Feber auf ihn zu sprechen— zu einer Zeit also, da sich das Material gegen die Mörder schon zu Bergen getürmt hat und die Scheußlichkeit der Tat klar zutage liegt. Die Kulturmenschen fragen: was hat Deutschland getan, um der Mörder habhaft zu werden und fie zu bestrafen? Wer steht hinter den Mördern? Und die gesittete Welt weiß Bescheid. Die„Rundschau" aber tut den ganzen Fall mit den folgenden Zeilen in kleinster Schrift ab: Ei« Schwarzsender und ei« Mord. Den breitesten Raum in der innerpolitischen Diskussion der vergangenen Woche nahm die Bluttat von Stechowch ein. Dort wurde in einem etwas abseits liegenden Hotel der reichsdeutsche Emigrant Jng. Rolf FormiS, früher in der Leitung des Mühlacker-Senders tätig, von drei Reichs- d e u t s ch e n, die nur zu diesem Zwecke in die Tschechoslowakei gekommen waren, erschaffen. Das Kriminalistische des Falles beschäftigt die tschechoslowakischen Sicherheitsbehörden, während die politischen Hintergründe offiziell noch nicht zur Sprache kamennd auch im Tonfilm festgehalten, werten. Die deutsche Jugendfürsorge in Böhmen(auch mähren, Schlesien und die Slowakei haben dieselbe Organisation, die zusammen den staatSumfaffenden Aeichsverband für deutsche Jugendfürsorge bilden) scht sich zusammen aus der Deutschen Landeskommission für Kinderschutz und Jugendfürsorge in Böhmen alS Zentralstelle und 101 Bezirksjugendfürsorgen als «veigvereine. Diesen bei- und untergeordnet sind in Sanz Böhmen 298 OrtSfrauenausschüffe, 64 Berufsberatungsstellen, 451 Mütterberatungsstellen mit 207 Beratungsärzten und 90 Fürsorgeschwestern. 70.000 Mitglieder gehören der Bereinigung an. Sie besitzt *8 Anstalten und Heime, darunter die 6 großen Er« Siehungsheime in Hohenelbe, Offek, Spiegelsberg, ?iboch, Schönlinde und Warnsdorf und 114 Kinderhorte und Heimstätten. Im vergangenen Jahre konnte sie mit 15 Millionen Kronen in% Million Äirsorgefällen dem Kinde Hilfe bringen. Drei Millionen Verführte. Aus Rom wird berichtet: In der fascistischen Jugendorganisation V a l i l l a waren am 31. Jänner 1935 2.963,719 Knaben und Mädchen eingeschrieben, b>as eine- Zunahme von 484.862 Mitgliedern gegenüber dem Borjahre darstellt. „Alles nnr Verbrecher.. Vom Berliner Sondergericht wurde, wie der„Angriff" mitteilt, ber jüdische Friseur Julius Rosenberg kvegen heimtückischer Angriffe gegen den Staat in Swei Fällen zu einem Jahr und drei M o n a t e n verurteilt. Der Friseur soll seiner kveiblichen Kundschaft aus dem„feinsten Berliner Allesten" während der Bedienung allerlei Histörchen erzählt haben. So hat er ein Gespräch seiner Kunden, di« sich über den großen Eindruck der Feiern des nationalsozialisttschcn Parteitages und über den Beifall des Publikums unterhiel« ken, mit der Bemerkung unterbrochen:„Was beißt Beifall, das ist alles nur bezahlte Älague". In einem anderen Falle hat Rosenberg einer Kundin, die sich darüber beklagte, wählend der Fahrt auf der Straßenbahn von anderen Passagieren grob behandelt worden zu sein, ge- fagt:„Was wundert Sie das, es sind heute alles nurBerbrecher und Plebs". In der Verhandlung erklärte Rosenberg die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen als Gewäsch und Hirngespinste. Der Dampfer„Tantschau", auf den chinefische Piraten einen Raubüberfall unternommen hatten,' ist in Hongkong eingelaufen. Die 70 Kinder befin» den sich unversehrt an Bord des Dampfers. Vorträge Geistesleben der Primitiven Der Professor der Sorbonne, Lucien Lsvy- B r u h l, ist einer der bedeutendsten französischen Experten fiir das Studium der primitiven Völker. Seine fundamentalen Erkenntnisse, die der psychologischen Erschließung des Geisteslebens der Primi- tiven gelten, sind bahnbrechend für dieses wichtige wissenschaftlich^ Svxzialgelnei gewesen. Ist es nicht beschämend für da- kulturelle deutsche Prag, daß der/ .-.Urania"-Vortrag des berühmten Gelehrten am Freitag abends vor fast leerem Saale stattfand?! Jedes fade Reise-Bilderbogendutzendreferat kann eines dreimal so starken Interesses sicher sein als dieser Abend, dessen geistiger Gehalt sicherlich turmhoch über fast allen„Urania"-Vortragsplaudereien stand. Um so mehr ist es zu schätzen, daß der Gelehrte sich nicht in den Schmollwinkel zurückzog, sondern, ohne eine Spur von Gekränkffein, in einem anderthalbstündigen Referat eine Fülle von Erkenntnissen, fesselnden Formulierungen und Nach- denflichkeiten vor seinen Hörern ausbreitete. Nicht abstrakt und akademisch, sondern in kultiviertem Plauderton behandelte Professor Levy-Bruhl, unter anderem die Relattvität aller Moral, den Einfluß des Primitiven auf unsere Zivilisatton und die Differenzierungen innerhalb des primitiven LebenS- kreiseS, die nicht minder beachtlich sind als der Gegensatz von Primittvität und Zivüisatton. Das Studium des Primitiven erscheint. dem Gelehrten auch für unseren KülturkreiS nicht nur aus wissenschaftlichem Interesse, nützlich. Die Uebergänge sind nicht so kraß, Rudimente primitiv-naiver LebmS- auffaffung zeigen sich im Zivilisationsmilieu noch häufig(Aberglaube, Setten u. ä.) Dem Gelehrten, der die Erschienenen zuerst in gebrochenem Deuffch begrüßt hatte und dann französisch sprach, dankte respektvoller Beifall der allzu Wenigen. P—. Vom Prager Rundfunk Di« abgelaufene BerichtSwob« hatte ihr Schwergewicht in den musikalischen Sendungen, an deren Beginn die dritte Folge der Borttagsreihe.Die bedeutendsten Komponisten der Cembalozeit" stand. Die ausgezeichnete Birtuosin Maria Heller spielte Werke von Eckmann, Benda. Händel und Telemann zum auserlesenen Genuß ihrer Hörer. Am Sonntag übernahm Prag die Osrrauer Sendung eines Orchesterkonzertes, das der junge Opernchef Leop. Lud» w i g dirigierte. Auf Haydns Londoner Symphonie in D-dur folgten Kompositionen von Johann Strauß, mit Dr- Fellner vom Troppauer Theater als Tenor-Solisten. Für die Hörer von Teplitz und Umgebung war die.Begegnung, mit beiden Künstlern eine besonders freudige Ueberraschuna im Gedenken ihres verdienstvollen Wirkens am Stadttheater in Teplitz- Schönau. Am Dienstag machte der Rundfunk seine Hörer mit sudetendeutschen Komponisten bekannt: mit durchaus volkstümlichen, künstlerisch weniger anspruchsvollen Werken kamen Anton Leo Schwan, Bernhard Schneider, Heinrich Koch und Karl O. Schmitzer zu Worte. Der letzte dirigierte auch das Prager Rundfunkorchester.— Die Führung durch das musikalische Programm der Woche sprach Oskar Baum, der sich besonders eingehend Mit der deutschen„Jenufa"-Uebrrtragung am Freitag beschäftigte. Das wirtschaftliche Relief entwarf Redafteur Wannenmacher, Er sieht die Besserung der Lage nur als eine in Zahlen sprechende statistische Angelegenheit; es ist ein Wirtschastsgesetz, daß die Erholung viel langsamer fortschreitet.als der Absturz erfolgte; wir würden demnach noch ungefähr zehn Jahre brauchen, um den status-nio zu erreichen, wenn die Wirtschaft den eigenen Gesundungskräften überlassen bliebe. Neue und«nergische Zugriffe sind nötig, um Ordnung in die Wirtschaft zu bringen; alle Existenzen hängen von ihrem Erfolg ab- Die Devalvation der Krone war eine erste Hilfeleistung. Die nächste und unerläßliche Neuorientierung der Wirtschaft muß in der Erkenntnis bestehen, daß sie nicht mehr auf Gewinne gerichtet sein darf, sondern wachten muß, den Bedarf aller zu decken. Diese Umstellung muß unter Aufficht des Staates erfolgen. In gleicher Richtung verlangte in der fteitägigen „Sozialinformatton" der Sprecher zum„Betriebsstillegungsgesetz in der Praxis" außerordentliche Maßnahmen in außerordentlichen Zeiten. Durch die Verordnung des Ministers für. soziale. Fürsorge, Zahl 78/34, welche vorschreibt, daß vor Stillegung eines Betriebes die Gründe zu prüfen sind und daß bei nicht genügender Stichhaltigkeit derselben der Betrieb weiter geführt werden muß., konnten mehr als 16.000 Arbeiter vor dem Schicksal der Arbeitslosigkeit bewahrt weredn. Aus dem Arbeitsleben der Bettiebe kam der Stoff zu dem Biergespräch zwischen drei Arbeitern und einem Beamten der Arbeiter-Unfallversicherung, das unter dem Titel..Wie ich meinen Unfall erlitt" (verfaßt von Jng. Peter Otäsek) eine Reihe wertvoller Erfahrungen und Ratschläge mitteilte, insbesondere aber dem Schutze der Augen gewidmet war. Den„Aktuellen Bericht" erstattete Genosse Karl Kern.— Zwei bedeutungsvolle Vorträge standen im Programm. Ludwig G. Huhn sprach über Abessinien und zur Frage, was es uns Europäern bedeute. Der Vortragende erzählte aus eigener Erfahrung von den eigenartigen Gegensätzen diese- Landes. von seinen Menschen, seinem Klima, seiner Wirtschaft. AlS Exportland ist Abessinien an Japan verloren gegangen, woran vor allem der hohe Zoll des Suezkanals schuld ist. Dadurch ist s^ie^inien das Einfallstor für eine große Gefahr geworden und leider auch die Möglichkeit verloren gegangen, ein Auswanderungsgebiet zu erfassen.— Im zweiten Vortrag beschäftigte sich Unw-Prof. Dr. Kar. Walka mit dem„Gesundheitlichen Wert der körverlichen Arbeit". Er gipfelte in dem Satze des Aristoteles„Alles Leben ist Bewegung" und betonte den wachstumfördernden Einfluß der Leibesübungen auf alle Organe. Im Wesentlichen kann den Ausführungen nur zugestimmt werden, weil heute wohl niemand den gesundheitlichen Wert des Turnens und des Sportes leugnen wird. Daß aber Leibesübungen„ohne Wettkämpfe nicht zu denken" seien, leugn« ich ebenso enffchieden, wie die Behauptung, daß der Turnunterricht in der Schule so überaus gesundheitsfördernd, ist! Solange die Schulen (und es ist leider in den meisten Fällen so!) keine hygienisch einwandfteien Turnsäle haben und nur ganz selten über Freiplätze verfügen, solange also die Kinder in staubigen und ganz unzureichenden Räumen bei erhöhter Atmung um so mehr Dreck einatmen müssen, spreche ich als Lehrer dem Turnunterricht in der Schule den gesundheitlichen Wert ebenso ab wie allen ähnlichen Unternehmungen der verschiedenen Turnvereine, die ja meist auch nur in den Turnsälen der Schule ihre Arbeitsstätte haben. Kleinere Borttäge füllten das Programm und umrahmten Arnold Hahns spiritistisches Hörspiel „Ein Besuch bei Generaldirektor t'elzebub". das mit kräftigen Akzenten der Donnerstag-Sendung ein dramatisches Gepräge einhämmerte. E r n st T h ö n e r« Seite 8 .Sozialdemokrat* Sonntag, g. Feder 1935. ZK. 2S J »er Film Peer Gynt Der Nazi-Regisseur Dr. Wendhausen, der schon die Verhunzung von Falladas.'Meiner Mann, was nun?" auf dem. Gewissen hat, ist über Ibsens symbolisches Drama hergefallen und hat daraus«in blöd-komisches Monstrum gemacht. Der Dichter, des„Peer Pynt" hat manches in sein Werk hineingeheimnist, die Nachwelt hat einiges dazugetan,— aber„nach Ibsens Motiven" einen Film zu drehen, der eine prima Bauern-Verlobung, einen erstklassigen Schiffsuntergang und eine Taucher- Attraktion unter Wasser zeigt, um schließlich(nachdem Ibsen immer an den unmöglichsten Stellen verstümmelt zitiert worden ist) die Heimkehr zur Scholle als einzige Pointe zu betonen, das blieb diesem Goebbels'schen Filmlakaien Vorbehalten, der weder mit dem Knopfgießer noch mit dem Dr. Be- griffenfeld etwas anzufangen wußte, dafür aber Peer Gynt zum neckischen Narren gemacht hat, der fortgesetzt sinnlos langweiliges Zeug redet. Hans Albers spielt diesen Peer Gynt: in der ersten Hälfte des Films wie ein Kammer- . sänger, der kurz vor seiner Pensionierung noch einmal als Jung-Siegfried erscheinen möchte— und später wie ein Bonvivant, der versehentlich als Faust auftritt. Aber nicht einmal einstige Größen des deutschen Theaters wie Lucie Höflich (als Mutter Aose) und Friedrich Kayßler kommen hier über Augenblickswirkungen hinaus— und auch Otto Wernicke und Olga T s ch e« chowa bemühen sich vergeblich. ■ Das einzig Schöne in diesem Film ist Anitras Tanz, vorgeführt von der Exotin Z e r u l i A h m e d, die mit ihrer kindlich-großen Kunst über den Rassenstolz der Nichtskönner triumphiert. —eis—» Sport• Spiel» Körperpflege Die Frau läuft Ski Die Tatsache ist gegeben, die Frage, ob sie es I soll, erübrigt sich damit. Es bleibt di« Frage nach dem War u m. Dabei scheiden jene Beweggründe aus, Ne unter die Rubrik„Flirt" fallen. Die heutige Frau und das heutige Mädchen leben unter andersgeartetea wirtschaftlichen Verhältnissen. Das Ideal der„Haustochter", der ve- hüteten Ehefrau, hat es in Proletarierkreisen schon lange vor dem Krieg nicht mehr gegeben und in der Nachkriegszeit verschwindet es auch immer mehr in den Kreisen des Kleinbürgertums. Die Frau mutz in di« Fabrik, ins Büro, und ihr Körper und Geist wird damit in die gleiche Folter alltäglicher mechanisierter Arbeit gepreßt wie beim Mann. Sie hat darum daS gleiche Recht und die gleiche Pflicht, wie der Mann Körper und Geist eine Erholung zu gönnen. Im Sommer kann sie wandern, im Winter war ihr bisher die Natur verschloffen geblieben. Jetzt nimmt sie, wie der Mann, die Bretter und zieht hinaus in die winterlich« Landschaft, in die Äar« Luft und genießt als Gefährtin des Mannes die Schönheiten der winterlichen Natur. Sie wird keine anstrengenden Langläufe machen, sie wird sich von der Sprungschanze fernhalten muffen, sie wird Steilabfahrten im Schneepflug oder mit.Stemmen überwinden statt im Schuß, aber sie wird damit dem Ideal des Schneeschuhlaufs näherkommen: Mittel zum Naturgenuß, nicht zum Wettrasen durch die Wälder gnd über die Hänge. Sie wird den Man» dazu veranlassen, mit ihr die Schönheiten der winterlichen Landschaft zu genießen, ihn zum wahren Sport erziehen, der vor allem in der Rücksichtnahme auf den Gefährten besteht. Die Frau und das Mädchen auf Skiern veredeln den Skisport, indem sie das Skiwandern in den Vordergrund rücken. Damit helfen sie an sich und an dem Manne die Mission vollbringen, die dem Schneeschuhlauf obliegt: Erholung, Ausgleich und Entlafwng für den Läufer zu bringen. DTJ-Waffrrsportler in Budapest. An dem heute in Budapest von den ungarischen Arbeitersportlern veranstalteten Schwimmeeting nehmen auch neun Schwimmer der Prager DTJ teil. Die Prager Genoffen werden voraussichtlich über lüg Meter Freistil und Rücken, Stafetten, Springen usw. sowie im Wasserball an den Start gehen. Wir j werden über das Ergebnis dieser Veranstaltung berichten. Aus der Farid' Deutsche sozialdemokratische BrzirkSorganisation Prag: RW-Versammlung: Montag, den 4. Feber findet im Parteiheim, Rärodni tr. 4. eine Versammlung der RW statt. Referent von der Reichsleitung der RW. Sozialistische Jugend, Kreis Prag. Mittwoch, den 6. Feber, 8 Uhr abends: Gruppenabende: SL. Zentrum: Soziale Maler S. I. Holle« schowitz: Heimabend. S. I. Weinberge: Abend mit den tschechischen Genossen um eine Woche verscho ben. Statt dessen im Pärteiheim: Zwei Jahre Hitlerdiktatur. Vcrdnsnadiriditen Allgemeiner Angeftellten-Beriaud Reichenberg, Ortsgruppe Prag. Amtsstunden: Mittwoch, 6 bis 8 Uhr, Narodni tt. 4, 8. Stock.— Mitgliederversammlung am Mittwoch, dem 6. Feber,' 8 Uhr abends, Gewerkschaftshaus(Restauration^. Perstyn. Der„Angestellten-Ball" deS Allg. Angestell- ten-Verbandes, Ortsgruppe Prag, findet am Samstag, dem 2. März, im Heinesaal statt. Masken und Kostümierte willkommen. Eintritt 10 KL inklusive Steuer. Vorverkauf bei der Ortsgruppe, ferner im Verein deutscher Arbeiter, SmeLky 27, und Konsumgenossenschaft, Fügnerovo näm. 4 und Vinaiska 21. 2869 Mitteilungen der»Urania« Heute halb 11 Uhr:„Die Erde singt." Kulturtonfilm. Prachwolle Bilder aus der Slowakei. Für Jugendliche geeignet. Klavierkonzert Emil Häjek. Programm: Beethoven, Ravel, Reißerovä, Tajkovic. Karten 3 bzw. 4 KL bis 16 bzw. 18 KL. Montag. 8 Uhr. Unvergeßliche Film«:„M a r o kk o" mit Marlene Dietrich gelangt Montag.)49 U h r, zur einmaligen Vorführung. Arnold Markt liest Dienstag, 8Uhr, veröffentlichte und unveröffentlichte Werke von Arnold Hahn. Dichtung. Phantasie, Safire. Ein Querschnitt aus dem Schaffen des bekannten Dichters Lustiger Kindernachmittag. Di« lustigen Spaßmacher: Pat und Patachon. Der Märchen- onkel verkündet das Ergebnis des Kinderwetöbewerbs. Mittwoch, 3 Uhr. „Die Ernährung deS Nervösen." Dr. Ma; Gerson. Der Vortragende ist der bekannte und erfolgreiche Reformator der Diät für Gesunde und Kranke. Mittwoch, 8 Uhr. Tanzabend Gertrude Kraus. Freitag, acht Uhr. Mnfarqk-BottshochfchnLe „Technik der Beeinflussung."(Suggestion.) Dr. B. Fürst. Beginn eines neuen Kurses. Mon tag. 8 Uhr. „Die Welt ohne Gott." Diskussionsabend. Leitung: Dr. B. Fürst. Jeder Abend ist in sich «chgeschloffen. Einzelkarten. Dienstag,8U^r. SozillldemottlttWe FrauenorMisütloil Vortrag Josef Hofbauer: „Darbarel— Zivilisation— Kultur" Montag, 4. Feber, 8 Uhr abends im„Monopol"« Filme in Prager Lichtspielhäusern Adria:„Der eiserne Herzog." E. Alfa:„Ter rote Pimpernel." E. Avion:„Auf Rosen gebettet"- Tsch. Beräuek:„Aergert nicht den Großpapa." Bu- rian. Tsch. Flora:.Aatra-Romanze". Tsch. Gaumont:„Grandhotel Nevada." Tsch. Hollywood! „Der eiserne Herzog." E. Hvkzda:„Polarjäger«. Julis:„Aus Rosen gebettet." Tsch. Kinema, B.-Th« Journale. Groteske. Report, von halb 2 bis 7. Koruna:„Der Schatten in der Tür." D. Olympier „Die wilde Last." Praha:„Heißes Blut." Ä« Radio:„Aergert nicht den Großpapa." BuritzN» Tsch. Skaut:„Der Mann, den man nicht verhaften konnte." E. Svktozor:„Auf Rosen gebettet." Almar „Aergert nicht den Großpapa." Burian. Bajkal:„Aergert nicht den Großpapa." Burian« Tsch. Belvedere:„Aergert nicht den Großpapa. Burian. Tsch. Ehrlton:„Tatra-Romanze." Tsch« Favorit:„Tatra-Romanze". Tsch. Illusion:„Det Herr ohne Wohnung." D. Lido:„Moskauer Nächie. Fr. Louvre:„Der Herr ohne Wohnung." D« Maeeska:„Der Herr ohne Wohnung." D. Rar»: „Der Herr ohne Wohnung." D. U Bejvodi:„Geschichten aus dem Wienerwald." D. Baldek:„Tatra* Romanze." Tsch. Mitteilungen aus dem Publikum. Ljähriger Maturakurs beginnt Anfang Feber 1938(auch Fernunterricht) in Reichenberg. Kirch* gaffe 9. 2870 VERLANGEN SIE in jeder V erkauf ssteUe des Konsum vereine» SELCHWAREN der Firma HEGNER& Cie.. PILSEN Selchwaren 4er Fa. HEGNER& Cie., Pilsen «45 sind die ellerbestenl Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post monatlich KL 16.—. vierteljährig KL 48.— halbjährig KL 96— aanziäbria KL 192—— imd Tarif billigst berechnet. Bei österen Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.— Die Zeihingssrankatur wurde von der«ost. und^Tele» graphendirektiou mit Erlatz Nr. 13.800/VH/19KÜ bewilligt.— Drucker«:„Orbis". Druck-. Verlags« und LeitungS-A-G Prag,*