Mittwoch, 5. Juni 1935 15. Jahrgang Ehmlnrels 70 Hen«v (•IntchttaWIch 5 Heller Porto) 1ENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK ERSCHEINT NUT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRÜH, Redaktion und Verwaltung frag»ufochova«2. Telefon sww. HERAUSGEBER! SIEGFRIED TAUB. CHEFREDAKTEUR! WILHOM NIESSNER. VERANTWORTLICHER REDAKTEUR, DR. EMIL STRAUSS, FRAG. Auch Bouisson gestürzt Auflösung der Kammer nicht unwahrscheinlich Paris.(E. B.) Die Situativ« des« e u e n Kabinetts, die zunächst sehr günstig aussah, hat sich im Laufe der Kammerdebatte bedeutend verschlechtert. Die Linke trat geschloffen gegen die Regierung auf, da bekannt geworden war, daß sie die deflationistischen Absichten Flandins wieder ausgenommen habe und beispielsweise die Kürzung der Renten der Kriegs- invaliden plane. Der radikale Klub war wieder gespalten und folgte der Parole Herriots nur zur Hälfte. Leon Dlum forderte im Namen der Sozialisten eine genaue Erklärung, was die Regierung mtt den Vollmachten beginnen wolle. Auch die Neosozialiften wandten sich gegen die Regierung. Die von Bouiffon geforderte Unterbrechung der Sitzung und Zuweisung der Anträge an den Finanzausschuß wurde«st 390 gegen 192 Stimmen angenommen. Im Finanzausschuß siegte die Regierung mit 19 gegen 18- Stimmen. In der Kammersitzung am Abend erhiett das Kabinett aber nur 262 Stimmen, während 264 für die Verweigerung der Vollmachten eintraten. Die Ursachen der Niederlage Douiffons, die selbst der Kammer sehr überraschend kam, wird zum großen Teil dem Umstand zugeschrieben, daß der erste Vizepräsident der Kammer, einNeuling, es nicht verstand, das aufgeregte Haus zu beherrschen. Bouiffon selbst schadete sich sehr durch seine scharfen Worte, die er an die Adreffe des Parlaments richtete. So erreichte die Nervosität gerade im kritische« Moment ihren Höhepunkt. Jedenfalls war das Haus durch das Ergebnis seiner Abstimmung selbst sehr überrascht. Vor der entscheidenden Abstimmung betrat Bouisson neuerlich die Rednertribüne und erklärte, er habe nur auf wiederholtes Drängen aus allen politischen Kreisen die Kabinettsbildung in der Ueberzeugung übernommen, daß jetzt in diesem wirklich ernsten Augenblick die Kammer der Regierung die Vollmacht zur Rettung des Francs und zur Gesundung der Situation bewilligen werde» Er versicherte auch, daß der Ministerrat weder die Invalidenrenten noch die Pensionen der ehemaligen Ftonllämpfer herabsetzen wolle. Ebenso sollen weder neue Steuern eingeführt noch alte erhöht werden. Bouisson drohte dann mit dem A u f l ö- lungsdckret, fall- die Kammer die In» terpallationen fortfetzen wolle» und stellte dann dir Brr trauenSfrage. Anter starker Erregung schritt die Kammer sodann an die Abstimmung. Rach der Bekanntgabe des Ergebnisses traten die Anwesenden Kabinettsmitglieder zu einer kurzen Beratung zusammen und fuhren dann in daS Palais Elyste, um dem Präsidenten der Republik das Rücktritts» gesuch zu überreichen. Es ist bisher nicht bekannt, ob dieses Gesuch angenommen wurde. Jedenfalls wird viel bemerkt, das? entgegen der sonstigen Gepflogenheit keine entsprechende Mitteilung auSgegcven wor. den ist, und auch Gerüchte über die Möglichkeit der Auflösung der Kammer werden laut. Der Präsident der Republik hat noch am Abend die Beratungen vor allem mit dem Se- natSpräsidenten Jeanneneh und dann mit dem ersten Vizepräsidenten der Kammer De Chammarde ausgenommen. Man nimmt an, daß der Präsident der Republik noch in der Rächt seine Entscheidung treffen will. Der sozialistische Klub faßte den Beschluß, den anderen LinkSklubS vorzuschlagen» eine provisorische Regierung zu bilden, die den Frank verteidigen, die Spekulation bekämpfen und insbesondere die Auflösung der Kammer und neue Wahlen vorbrreitrn soll. Diese Lösung werden die Sozialisten auf einer gemeinsamen Sitzung, dir um 23 Uhr stattfinden soll, Vorschläge«. DaS erst« Echo der Pariser Oeffrntlichkrit über den Sturz der Regierung ist eine scharfe Kritik der parlamentarischen Sitten. ES fehlt nicht an Stimmen, die die Forderung aufstellen, daß der Präsident der Republik Bouiffon neuerlich mit der Bildung deS Kabinetts beauftragen möge, der nach einer Fühlungnahme mit dem Senate die Auflösung der Kammer und die Ausschreibung von Neuwahlen vernehmen würde. In der Oeffentlichkeit werden namentlich Befürchtungen ausgesprochen, wie sich am Mittwoch die Pariser und die ausländischen Börsen gegenüber den Franc und die Francrenten verhalten werden. Finanziell Panik in Danzig Nächste Woche Parlamentseröffnuns Am Mittwoch früh tritt das ParlamentS- präsidium zusammen, um die erste Sitzung des neuen Parlaments vorzubereiten, mit der man bereits für die Woche nach Pfingsten rechnet. Offiziell muß allerdings erst der Präsident der Republik die beiden Kammern rinierufen. Den Borfitz in dieser ersten Sitzung führt bekanntlich der Ministerpräsident, der dir Angelobung der Parlamentarier rntgegrnnimmt und dann die Wahl deS provisorischen Präsidium- leitet. Erst daun übernimmt der ne» gewählte Vorsitzende di« Leitung der Sitzung. Auch drei Ausschüsse(Budget-, Initiativ- und Jmmuni- tätsauSschuß) find noch in dieser ersten Sitzung zu wählen. In der Sitzordnung deS Abgeordnetenhauses sollen, wie die„Prager Presse" zu berichten weiß, einige Aenderungen eintreten. Auf der Rechten von der Präsidialtribüne sollen hinter den 22 Abgeordneten der tschechoslowakischen Volkspartei und den 22 Abgeordneten des slowakischen autonomiftischen Blockes die 17 Vertreter der Rationalen Vereinigung placiert werden, in der zweiten Bankreihe hinter den 45 Republikanern die 6 Fascisten, in der dritten Bankreihe hinter den 28 tschechoslowakischen Nationalsozialisten die 17 Abgeordneten der Gewerbepartei, in der vierten Bankreihe hinter den 38 tschechoslowaki- schen die 11 deutschen Sozialdemokraten und die 5 Vertreter deS Bundes der Landwirte, in der sechsten Reihe, der zweiten von links, die 44 Mandatare der SitdeteNdeuffchen Partei und die 6 deutschen Christlichfozialen und in der linken Außenseite die 30 Kommunisten und hinter ihnen die 9 Magyaren. Presse-Berichtigung deS Artikels„Henlein winselt um Gnade", der kn der Nummer 104 des.Sozialdemokrat" erschienen ist: ES ist unwahr, daß gegen mich beim KreiS- gericht in Eger eine Strafsache wegen Verbrechens nach dem Schutzgeseh läuft. Es ist unwahr, daß ich in dieser Strafsache um Abolition(Niederschlagung des Verfahrens) angesucht habe. Es ist unwahr, daß gegen mich beim Landesstrafgericht in Prag ein« Strafsache wegen Verbrechens nach dem Schutzgesetz läuft. Cs ist unwahr, daß ich auch in dieser Straffache um Abolition angesucht habe. Konrad Henlein. Nach dem Preßgesetz muß jede Berichtigung gebracht werden, die den f o rm e ll e n Bestimmungen enffpricht, ohne Rücksicht darauf, ob ihrJnhalt derWahrheit entspricht. lieber die Gnadengesuche der SHF-Führer ist das letzte Wort noch nicht gespro- chen worden und Berichtigungen können Tatsachen nicht aus der Welt schaffen. Ein Gegenstück zu Henleins Telegrammen So sieht die Loyalität seiner Leute aus. Je näher die Grenze, um so mehr lassen die „loyalen" Anhänger der Sudetendeutschen Partei ihren wahren Gefühlen freien Lauf. Was da manchmal zusammengeredet wird, ist einfach toll. Wie die„Zukunft" berichtet, kursieren in der Gemeinde Katharina, Bezirk Tachau, folgende Aussprüche: „Adolf steht schon bereit! Wenn eS nicht in Frieden geht, kommt der Krieg. Die Mar- ristenköpfe werden rollen. Die Tschechen werden rin Wettrennen nach Easlau veranstalten. Das wird eine Hetz werden, wenn sie rennen. Henlein ist schon nach Genf gefahren, um den Anschluß zu erwirken. Wenn er kommt, ist die Sache schon erledigt. Die Grenzsteine tragen wir, biS Pilsen." Angesichts solcher Aeußerungen kann man wohl verstehen, warum Herr Henlein keinen Wert darauf gelegt hat, sein an den Staatspräsidenten gerichtetes Huldigungstelegramm in der„Rundschau" abdrucken zu lassen.» Das Naziregime In Bedrängnis Die Abwertung des Danziger GuldenS ist nicht so glatt verlaufen, wie sich daS Regime die Maßnahme augenscheinlich vorgestellt hat. Es zeigt sich eben, daß die Vortäuschung einer planmäßigen und gewollten Devalvation dir Tatsache nicht aus der Welt schaffen konnte, daß es sich um eine aus ärgster F i n a n z n o t des Staates erwachsene Maßnahme handelte. In Danzig, wo dir Machtmittel des Staates und seine wirtschaftlichen Reserven beträchtlich kleiner find als in Deutschland, läßt sich die Finanzpolitik Schachts nicht, ungestraft kopieren. Zurzeit sind alle Banke» Danzigs gesperrt. Der Run aus die Schalter war so gewaltig» daß Polizei die drängenden Sparer im Zaume halten mußte. Dir Preis«sind um 50 biS 70 P r o z e n t g e st i r« e n, die Einkommen bleiben gleich, so daß selbst die„Frankfurter Zeitung" zugeben muß» i daß die Arbeiter in Danzig auf den Lebmsstan- I dard der Arbeitslosen gesunken sind. Der Senat hat Bankfeiertage eingesührt und verboten, mehr als 300 Gulden auszuzahlcn. ES sind nicht genug polnische Zloty vorhanden, um den Wünschen nach Umwechffung der Roten zu genügen. Die finanzielle Krise wirkt sich auch politisch aus. Dir allgemeine Stimmung wendet sich heftig gegen das Naziregime. Es erweist sich nun, auf wie schwacher Grundlage die Autorität diktatorischer Regierungen steht. Einer wirtschaftlichen Kraftprobe halten sie viel schwerer stand alS demokratische Regierungen. Während die Devalvafion in der Tschechoslowakei und in Belgien ohne Erschütterung der Wirtschaft und' des Staates verlief, zeitigt die gleiche Maßnahme in Danzig so schwere Folgen. Litauischer Regierungskommissär für Memel Memel. Durch Beschluß des Direktoriums ist der großlitauische Stadtverordnete und ehemalige Gouvernementsrat Viktor GailiuS an Stelle von Simonaitis zum kommissarischen Oberbürgermeister der Stadt Memel mit den Befugnissen des ersten Bürgermeisters bis zur Neuwahl und Bestätigung des ersten Bürgermeisters ernannt worden. Wohin des Weges?... Der gegenwärtige Vorsitzende der Deutschen christlichfozialen Partei, Theologieprofessor und Senator Dr. Hilgenreiner scheint entschlossen zu sein, aus dem Wahlereignis nichts zu lernen. Als ob nichts, rein gar nichts geschehen wäre, nützt er den ihm als Parteiobmann zustehcnden Einfluß dahin aus, seine Partei auf der Linie deS nationalistischen Ueberradikalismus zu erhalten. Bis zum 19. Mai schien Herrn Hilgenreiners Konzeption, die das Katholische, das Christliche kaum mehr betonte, im Nationalen dagegen mächtig die Pauke schlug, immerhin einen politischen Sinn zu haben, das heißt, diese Haltung war von der Erwartung bestimmt, daß die SHF Henleins dennoch der Auflösung verfallen werde, worauf— so lautete die Rechnung— den obdachlos gewordene» deutschen Nationalisten die Deutsche christlichsoziale Partei als hochwillkommener Ersatz erscheinen werde. Es hat sich herausgestellt, daß diese Rechnung ein fürchterliches Loch hatte. Hilgenreiner hat der dickst aufgetragene Nazismus nichts genützt, im Gegenteil, seine Partei hat das Kokettieren ihres Obmannes mit dem getarnten und nichtge- tarnten Hitlerismus nicht vor einer noch weit schwereren Niederlage bewahrt, als sie die Deutsche sozialdemokratische Arbeüerpartei, der als Regierungspartei von einer verlogenen Demagogie alle Uebel der Welt angekreidet wurden, erlitten hat. Ungeachtet dessen will HilgeUreiner seinen Kurs der innigen Anlehnung an den Geist, der Sudetendeutschen Partei fortsetzen. Er hat es, wie schon berichtet— sicherlich zum Verdruß des national gemäßigteren MiigelA seiner Partei— durchgesetzt, daß die Deutsche chrkstlichsoziale Partei e» abgelehnt hat, in die Regierungsmehrheit einzutreten: Der Platz an der Seite der Henleinfasci» sten scheint ihm der Zielsetzung seiner Partei gemäß entsprechender zu sein, als an der Seite der deutschen akttvistischen Parteien, Als erste poli- tische Tat nach diesen Wahlen hält er es für notwendiger, die Hitlersche tschechoslowakische Dependance zu stärken, als den deutschen AktiviSmus, obwohl ansonsten die Christlichsozialen sich gern« darauf berufen, unter den Ersten gewesen zu sein, die den Kurs des Aktwismus gesteuert haben. Die notwendige Herzstärkung zu diesem Entschluß hat sich Hilgenreiner in einer Audienz bei Herrn Henlein geholt. Welcher politische Gedanke den Herrn Theologieprofessor veranlaßt, die Sache deS deutschen Aktivismus im Stiche zu lassen und in die Arme Henleins zu flüchten, vermag man vom Standpunkte deS Interesses seiner Partei nicht so leicht einzüsehen. Es sei denn, daß er nach wie vor hofft, der Sudetendeutschen Partei werde kein langes Leben beschieden sein und schließlich werde sich der übcrliziticrte Nationalismus der Christlichsozialen durch Antritt der Erbschaft nach Henlein doch be- zahlt machen. Biel wahrscheinlicher als Beweggrund scheint allerdings der Umstand zu sein, daß Hilgenreiner vor dem 19. Mai sich mit dem Hen- leinismus so tief eingelassen, so viel Schwüre geschworen hat, ohne vorherige Zugeständnisse nationaler Konzessionen in keine Regierung einzutreten, daß er jetzt aus dem eigenen Gestrüpp der nationalen Demagogie nicht auf den Boden einer realen Politik zurückfinden kann. Rach außen wird dem Entschluß der Christlichsozialen natürlich eine andere Mottvierung als die eigene heillose Verwirrung gegeben. Die Vertretung der Deutschen in der Regierung sei, so sagt die Hilgenreiner-Partei. nicht Sache einezlner Parteien, sondern schlechthin Sache des gesamten Sudetendeutschtums. DaS getraut sich die christlichsoziale Partei mit ihrer Vergangenheit, mit einer s olchen Vergangenheit zu sagen! Wie war es denn im Jahre 1926, als Herr Mayr-Harting als Vertreter der Deuffchen christlichsozialen Partei in die Regierung eintrat? Hatte da Herr Hilgenreiner auch Gewissensbisse, ob etwa die anderen deuffchen Parteien an diesem Schritte Anstoß nehmen werden und begab er sich auch schleunigst zu den deutschen Oppositionsparteien, um die Genehmigung dazu einzuholen? Nicht im entferntesten. Es war kein schiefes Bild, als man die Art, wie die Christlichsozialen damals mit wahrhaft affenartiger Behendigkeit in die Regierungslaube schlüpften, mit der Eile und der Heimlichkeit verglich, die ein gewisses lichtscheues Ge- werbe bei seiner Betättgung anzuwenden bemüßigt ist. Die deutschen Christlichsozialen haben im Jahre 1926 keine andere Sorge gehabt, als so rasch wie möglich in die Regierung zu kommen, es Seite 2 Mittwoch, S. Juni 1938 Nr. 131 fiel ihnen nicht ein, die Frage ihrer Regierungsteilnahme zu einer Frage des gesamten Sudeten- deutschtums zu machen, ja sie erachteten es nicht einmal für notwendig, die deutschen Oppositionsparteien, die bis dahin doch ihre politischen Bundesgenossen gewesen waren, formell zu verständigen. Heute so, morgen so, wie man es eben braucht — ist eine solche politische Moral die Frucht der Beschäftigung mit der Theologie? Unter keinem Parteiobmanne hat die christlichsoziale Partei jemals so schwere Schläge bekommen, wie unter Herrn Hilgenreiner, der seit der Auflösung bezw. Sistierung der deutschen na- tionalisttschen Parteien alles auf die eine Karte, die Einfangung der nationalistischen Elemente setzte und in eine wenig edle Konkurrenz mit Henlein trat. Man vergleiche mit diesem christlichsozialen Zusammenbruch, wie verhältnismäßig wenig der Hitlerismus selbst in der Zeit der höchsten Begeisterung für ihn dem Zentrum, der klerikalen Partei Deutschlands, anzuhaben vermochte. Da bewährte sich in der stärksten Hochflut der Haken« kreuzlerbewegung die Religion als festes Bindemittel, doch Hilgenreiners Polittk, die alles eher als die Fortführung der alten christlichsozialen Tradition ist, gelang es, sogar dieses probate Bindemittel unwirksam und die bewährtesten christlichsozialen Partei- und KirchengLrger kopfscheu zu machen. Wäre nicht noch knapp vor Parlamentsschluß eine Aenderung der Bestimmung betreffend die Zahl der zur Erlangung eines Grundmandates notwendigen Stimmen beschlossen worden, so wäre heute schon die Deutsche christlichsoziale Partei aus dem parlamentarischen Leben restlos ausgeschaltet— so schwer war ihr zugunsten der von ihr favorisierten Henleinfasci» sten erlittener Verlust. Dennoch will die christlichsoziale Partei unter Hilgenreiners Führung das glorreiche Beispiel höchster christlichsozialer Nächstenliebe geben: nach der empfangenen Backpfeife von beispielloser Wucht hält sie auch noch die andere Backe hin. Oder rechnet Hklgenreiner etwa auf die Dankbarkeit Henleins? Es ist nicht gut zu erkennen, wozu er diesen Dank benötigen sollte. Jedenfalls könnte eine schlichte Anfrage beim Bund der Landwirte ihm die ausreichende Aufilärung darüber verschaffen, wie Treue und Dank vom Hause Henlein ausschauen. Im übrigen sei Herr Hilgen- reiner versichert, daß die Marxisten, deren Vernichtung ihm wohl als Hauptzweck seiner Vorliebe für Hitler und Henlein vorschwebt, gar nichts dagegen einzuwenden haben, wenn er so viele Mühe daran wendet, seiner Partei auch noch den letzten Stotz zu geben. Die Arbeitslosigkeit an der Saar Berlin.(AP) Die Z SchlußauSttagungeu um die Kreismefftertitel der' Leichtathleten. Außer den angegebene« Wettkämpfen finden Hauptvorführungen statt: Samstag, den 29. Juni: Im Warmbad Kleische„große Wendfeier". Nach der Abendfeier: „Fackelzug der 10.000." Sonntag, den 30. Juni: Festzug aller Ver-i bände. Massenvorführungen der Kinder, Knaben, Mädchen, der DTJ, der Fußballer, der Turner, der Turnerinnen. 8 Ahr Abschlußkundgebung. Ab 6 Uhr: Schlußspiel der Fußballer um die Festmeffterschast. Großer Freundschaftsabend in allen Räumen der K u r z w e i l m ü h l«... ♦ Die Meldungen für die Wetttämpfe sind bis spätestens 10. Juni an den kreiStechnffchen Leiter, Genossen Ernst Hiebsch, Bodenbach, Bachstraße 939, einzuschickcn. Für die technischen Meldungen wurden allen Vereinen die technischen Meldebogen zugeschickt. Kinderfestkarten zu 2 XL, wcklche beiiu Kreise bestellt wurden, werden im Laufe der nächsten Woche an die Vereine verschickt. Wir bitten, even« ttielle Nachbestellungen sofort zu tätigen, damit wir nicht doppelte Arbeit und PortoauSlagen haben. Wir machen noch einmal aufmerksam, daß nur Da u e r k a r t e n b es i tz e r das Recht der kostenlosen Uebernachtung genießen. Bestellt also sofort. Die Dauerfestkarte(7 XL) berechtigt zum Eintritt in alle Veranstaltungen; sie fft eine FestbeitragSermäßigung von 30 Prozent und berechtigt zur ermäßigten Fahrt auf allen Strecken dek elektrischen Straßenbahn(jede Sttecke 1 XL) und zur Mitfahrt auf Sportsonderzügen zum Kreisturnfest(50 Prozent). in den Westalpen fällt vielfach Regen und auch bei uns muß zunächst in den böhmischen Ländern eint erneute Wetterverschlechterung erwattet werden.— Wahrscheinliches Wetter von heut«: In den böhmischen Ländern vom Westen her wieder Bewölkungszunahme, strichweise Rege«, mäßig warm. In der Osthälste des Staates wechselnd bewölkt, vorwiegend ttocken, mäßig wann, nachts jedoch etwas kühler.— Wetterauss i ch- tenfür Donnerstag: Fortdauer des einigermaßen unbeständigen Wetters; im Westen kühler als im Osten des Staates. Vom Rundfunk Umpfehlenswertcs aus«ton Programm««! Donnerstag Prag: Sender L.: 10.05 Deuffche Presse. 11.05 Solonorchesterkonzert. 18.20 Deutsche Sendung- 18.40 Berta Heger: Vom täglichen Brot. 22.30 Schrammelmusik.— Sender St.: 7.30 Buntes Programm. 14.15 Deuffche Sendung: Körpererziehung auf dem Lande. 14.30 Leichte Musik auf Schallplatte».— Brünn: 13.35 Deutscher Arbeitsmarkt. 17.40 Deutsche Sendung: Arbeiterfunk: Dr. Hedwig Kreisler: Erkältungskrankheiten bei Kindevn. 18.00 Oppenheimer: Kunstbericht aus Mähren-Schlesien. — Kascha»: 15.00 Orchesterkonzert. Nr. 131. Indifferente Frauen! Begeistert von dem machtvollen Mai- Aufmarsch der arbeitenden Prager Bevölkerung, prach ich furze Zeit darauf die Angestellte eines hiesigen Betriebs, Direktions- Sekretärin, monatliches Einkommen ungefähr 1800 Kč. Es ent bann sich folgender Dialog: Haben Sie sich tuch die Mai- Demonstrationen mit angesehen?" Antwort, begleitet von verächtlichem Achselzucken: Rein, jo etwas interessiert mich nicht. Ich finde das nur dumm und komisch." * Mittwoch, 5. Juni 1935 lichen Ideen von Humanität, Freiheit und Demofratie! auch nur dann wird es uns gelingen, daß solche Frauen, wie sie zu Beginn geschildert, wurden, in Unsere brennendste Aufgabe für die Zu den breiten Volksmassen als dumm und komisch" funft ist es daher, das sozialistische Wissen und angesehen werden. Ist dieses Ziel einmal erreicht, Wollen in Rede und Schrift so lebendig, so ein wird es die offene und getarnte fascistische Reatdringlich wie nur irgend möglich zu gestalten. tiin vergeblich versuchen, mit Hilfe indifferenter Es darf nicht nur an den Verstand, sondern es Frauen ihre selbstsüchtigen, dem Fortschritt muß ebenso start an das Gefühl im vorwärts- feindlichen Bestrebungen zu verwirklichen. strebenden Sinn appelliert werden. Dann, aber| G. 2. Brager Sonderborstellung des Nürnberger Parteitag- Films! Wie lange noch Prager Film- Schande? " Seife 5 Ausweis für den Monat Mai ( Die erste Bahl bedeutet Parteifonds, die einges Klammerte Wahlfonds.) Bodenbach: 1800 Kč( 450), Karlsba d: 1600 Kč( 400), i Isen- Budweis: 560 Kč( 240), Prag: 14 Kč, reßburg: 80 Kč( 20), Sternberg: 2400 Kč( 600), Teplika a 3: 2000 Kč( 500), Trop= pau: 1610 Kč( 350). Verheerungen hervor. Die Schiffe waren alle im Dock getvesen und erschienen wie zu einer Parade. Vor wenigen Tagen mußte die tschechoslowa amerikanischen Filme, gegen die sie im Verlaufe der Schlacht spielten sich furchtbare fische Grenze bei Warnsdorf gesperrt werden, weil jahrelang zugunsten des reichsdeutschen Films Szenen ab. Von den tenternden stärksten Panzersich ein zu, großer Strom Schauluſtiger zu den be-" heroisch" gekämpft haben. Selbst die ältesten schiffen Borodino und Oflia bia ging die ge nachbarten reichsdeutschen Kinos in Bewegung ge- und schwächsten unter diesen Hollywood- Filmen samie Besaßung unter. In die dichtgedrängte Men seit hatte, um sich den Nürnberger Parteitagsfilm find sicher noch vorbildlicher gemacht als der hits schenmenge, die an Steuerbord stand unb " Triumph des Willens" anzusehen, in dem Adolf lerische Parteitags- Film, der in seiner ursprüng- wußte, wie dem Unheil noch zu entrinnen mar, Hitler persönlich die Hauptrolle spielt. Der Vor- lichen Form den Führer" selbst so wenig befrie schlugen die japanischen Geschosse ein, furchtbare vor allem aber digen konnte, daß er alle Szenen aus ihm entfer- Lücken hinterlassend. Hunderte schlugen sich noch am fall gab mancherlei zu denken, hätte er denen zu denken geben sollen, die durch nen ließ, die nicht einfach Photo- Reportage von Seitentiel auf und versanten mit gebrochenen Gliedmaßen ins Wasser. Dort bildete sich ein Knäuel Duldung und Förderung der Massen- Einfuhr von der Nürnberger Parade waren. Das Treiben der hiesigen Freunde des Hits von Menschenleibern, die einander in die Tiefe Goebbels- Filmen und der Herstellung gleichge= fchalteter Filme in Prag mitschuldig daran find, ler- ims und der Prager Filmproduzenten, die zogen, während auch jetzt noch die japanischen Gedaß die Sudetendeutschen in den Randgebieten sich bis zur Unterwerfung unter den Arierpara- schosse nicht verstummten. Seit dreißig Jahren vei Jahre lang pausenlos mit gleichgeschalteten graphen gleichgeschaltet haben, hat zu ernste Fol- liegen die russischen Kriegschiffe auf dem Grunde des Filmen gefüttert und so dem Ungeist und der gen gehabt, als daß man ihm länger stillschwei- japanischen Meeres, seit breißig Jahren ruben verlogenen Propaganda aus dem Dritten Reich gend oder auch nur topfschüttelnd zusehen sollte. Tausende von Matrosen auf dem Meeresgrund. Für mit Haut und Haaren ausgeliefert wurden, im Vor zwei Wochen tauchte die Hoffnung auf, daß den Barismus aber war diese Seeschlacht folgensich die Herren eines Besseren besinnen wollten, schwer. Sie entschied nicht nur den russisch- japaniFilm noch ausschließlicher als im Rundfunk, weil man ihren gleichgeschalteten Produkten in schen Krieg und führte zur Erhebung von 1905, sie Berlin Schwierigkeiten machte. Aber die Hoff- legte in der weiteren Folge den Grund zum Zu nung war trügerisch. sammenbruch des Regimes überhaupt. Aber wie sieht die Konsequenz aus, die unfere Prager Filmproduzenten aus dem Vorfall gezogen haben? Sie sieht so aus, daß in der nächsten Woche jener Hitler- Film ,, Triumph des Willens" in einer Prager Sondervorstellung gezeigt werden soll, Herr Dr. Biskač vom Handelsministerium hat sich für die in Bedrängnis geratenen Brager Bundesgenossen des Goebbels- Films be= müht. Er ist nach Berlin zum Propagandaministerium gefahren ift Volkswirtschaft und Sozialpolitik Textilindustrie und Textilausfuhr Dieser Tage fand die Generalversamm lung sowohl des tschechischen als auch des der Dieser dumme und komische" Ausspruch tiner arbeitenden Frau ist nicht die Aeußerung des einzelnen indifferenten Menschen. Wer mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht, lann die Erfahrung machen, daß die Zahl solcher Frauen leider beträchtlich hoch ist. Eine hnliche hochmütige Einstellung der Arbeiter bewegung gegenüber findet sich häufig. Als Wahltimmen fummiert, in Ländern, in denen es ein rauenwahlrecht gab und noch gibt, sind diese Indifferenten der Rückhalt des offenen und gearnten Fascismus und unterstützen die Parteien er Realtion. In Deutschland haben sie erheblich bur Gründung des Dritten Reiches beigetragen. Man weiß, daß jene bedauernswerten indifferenten Frauen nicht aus bewußter Bosheit der Arbeiterbewegung und den Ideen des Sozialismus ablehnend gegenüberstehen. Sie handeln in primitiver Unwissenheit, da sie selbst bas mißgestaltete Resultat jahrhundertelanger politischer Entrechtung sind. Deshalb darf man nicht achtlos darüber hinweggehen. Man muß sich mit diesem ernsten Problem auseinandersetzen. Gerade die organisierte Arbeiterschaft in allen Ländern war es, die unter heroischen Kämpfen, bei denen das ,, dumme und komische" Mittel der Demonstration eine hervorragende| Rolle spielte, für die Selbständigkeit und Gleichwie es heißt, auf Wunsch der Filmproduzenberechtigung der Frauen eintrat. In manchen ten und Regisseure, die diesen Film bei dem unter und hat dort die Zusage erhalten, daß man gegen Staaten ging dieſer Heroismus so weit, daß die Goebbels Protektorat abgehaltenen Berliner film die Prager Filme Nachsicht üben werde, besons linke auch dann noch das weibliche Wahlrecht fongreß gesehen haben und ihn„ technisch inter- ders sotveit es sich um die Beurteilung ihrer fünftbefürwortete, wenn sie genau wußte, die von der efsant" fanden. G3 genügt daran zu erinnern, Terischen Qualität handelt. Mögen sie schlecht kirche und Vorurteilen noch vielfach abhängigen daß die Prager Delegierten bei besagtem Berliner sein, wenn sie nur gleichgeschaltet sind, Frauen würden in ihrer großen Mehrheit gegen Filmkongreß ein bündnisähnliches Abkommen mit offenbar Goebbels' Devise, und sie hat den Pras deutschen Textilindustriellenverbandes ſe ſtimmen. Stimmen für jene, die auch nicht im der reichsdeutschen Filmproduktion geschlossen ger Filmproduzenten so das Herz erleichtert, daß Tschechoslowakischen Republik statt. In dem vorge entferntesten daran denken, dem weiblichen Ge- haben, um den wahren Charakter der geplanter sie sich dafür in der oben erwähnten Weise dant legten Bericht findet man eine Reihe interessanschlecht Gleichberechtigung und Wahlrecht einzu- Sondervorführung des Hitler- Films in Prag zu bar erweisen wollen. Dankbar wohlgemerkt gegen ter Angaben über die Entwicklung der Textilerkennen, die übrigens, was die Sache vollends das Berliner Propagandaministe- industrie und Textilausfuhr in den letzten Jahren. rium, nicht aber gegen die Republik, deren Danach ist vom Jahre 1913 bis 1930 die Anzahl Die letzten Wahlen bei uns haben gezeigt, ins rechte Licht rückt, Behörden ihr Treiben nicht nur geduldet, sondern der Baumwollspindeln in der ganzen Welt von daß der größte Teil der judetendeutschen wahl143.4 auf 164.1 Millionen, das ist um 1.5 Proaufopfernd unterstützt haben. berechtigten Frauen sich zu einer Partei bekannt gent, gestiegen, dabon in Europa von 99.5 auf Man darf von der neuen Regierung 103.9 Millionen( 4.5 Prozent), in Asien aber bat, die feinen einzigen weiblichen Kandidaten für irgendeine gefeßgebende Körperschaft nomihoffen, daß sie mit dieser Aufopferung ein Ende von 8.4 auf 19.8 Millionen( 136 Prozent), in und daß sie dafür sorgen wird. Amerika von 34.4 auf 38.8 Millionen( 13 Pronierte. Und diese Partei, einmal zur Macht ge machen wird, langt, würde genau nach dem Hitlerschen Vordaß die Deutschen dieses Staates endlich auch deut- zent). Dabei entfällt von dem Aufstieg in Europa bild handeln, der die Frauen politisch, staatsbürgerlich und wirtschaftlich völlig entrechtet und aus jeu, dann hätten sie reichlich Gelegenheit dazu filme au jeben bekommen, die nicht auf alles auf jene Länder, die erst nach dem Kriege Goebbels' Befehl und unter Goebbels' Benjur eine größere Fertilindustrie geschaffen haben, wie bem politischen Leben gänzlich ausgeschaltet hat. entstanden sind! der Balkan, die nordischen Länder und Sowjetbitler begründete dies zwar mit der lavaliersrußland. In Ungarn gab es in der Vorkriegszeit mäßigen Formulierung: Die Frau gehört nicht fast teine Textilindustrie, 1930 aber schon fast in die politische Dredlinie", behandelte dafür Bor 30 Jahren: 200.000 Spindeln. In der Tschechoslowakei hataber die arbeitende Frau in der Drecklinie der ten wir nach dem Weltkrieg ettva 3.6 Millionen Seeschlacht bei Tsushima usbeutung. Das heißt praktisch: die deutsche Spindeln, beute arbeiten nur 2.2 Millionen und Arbeiterin erhält Löhne, die um die Hälfte nie( AP.) In diesen Tagen fährt sich zum 30. das unvollständig. Interessant ist auch der von driger find als jene ihres männlichen ArbeitsMaiwald berechnete Textilinder, wobei das Vera foflegen! Im übrigen unterstellt der Diktator des Male der Tag, da Rußland in der Seeschlacht von man heute Dritten Reichs die Frau dem Prinzip der wil- Tjuschima jene entscheidende Niederlage erlitt. Von daß auch das viel modernere und an Geschwindig- gleichsjahr 1929 mit 100 angenommen wird. helminischen drei Se's:„ Kirche, Kinder, Küche". 36 Schiffen gelang es damals nur einer Jacht, un feit bedeutend überlegene japanische Geschwader, Danach betrug dieser Inder im Jahre 1921: Alle wenn es um Afrika Herum in die Ostsee geschict 69.5, 1922: 67.1, 1923: 56.6, 1924: 81.4, 1925: 88.9, 1926: 80.7, 1927: 106, Unter solchen Umständen muß man sich nicht ohne bemerkt nach Wladivostok durchzukommen. Bitterkeit die Frage vorlegen: wie wären z. B. übrigen wurden durch Artilleriefeuer und Torpedo- worden wäre und den russischen Seestreitkräften die jüngsten französischen Wahlen ausgefallen, angriffe der Japaner in Grund gebohrt oder kampf- ztischen Reval und Kronstadt eine Schlacht geliefert 1928: 101.1, 1929: 100, 1930: 90.8, benn die zurückgedrängte Reaktion dem Ansturm unfähig gemacht. Die maßgebenden Marinechefs hätte, höchstwahrscheinlich das gleiche Schicksal geder Linken nachgegeben hätte, endlich das Frauen hatten es verabsäumt, dem Zaren klarzumachen, daß habt haben würde. Die russischen Panzerschiffe muß- 1934: 76, erstes Vierteljahr 1935: 68. bahlrecht zu gewähren. Ohne Uebertreibung es ein Unding ſei, alles zusammenzustellen, was in ten sich nun nach der Geschwindigkeit der alten Ein- Außerdem führen wir noch an den Inder für lann behauptet werden: wahrscheinlich wäre auch der Ostsee noch an Kriegsschiffen aufgetrieben wer- beiten richten und kamen daher nur langsam vor das erste Vierteljahr 1935 für schon in Frankreich eine beträchtliche fascistische den konnte, und die modernen Fahrzeuge mit den wärts. Die Munition hatte sechs Monate gelagert Beige der Textilindustrie. Dieser betrug bei veralteten, die Flotte nur behindernden Schiffen eine und zum großen Teil unter der Hibe in den Baumwolle 60, Wolle 59.4, Flachs 78.4, SunstMinderheit vorhanden. Diese Entwicklung gibt Anlaß zu ernstesten sechsmonatige Reise um die halbe Welt zu machen, Tropen gelitten. Das wirkte sich nicht nur in der seide 97, Jute 122.5. Bemerkensivert isf auch die Bedenken. Sie zwingt zur genauen lleberprüfung wobei ein Anlaufen von Häfen für etwaige Repa- Treffsicherheit aus. Vielfach explodierten die ruffi- Textilzahlungsbilanz. Sie war 1920 mit 872 Unserer gesamten Agitations- und Propaganda- raturen oder Kohlenladungen ausgeschlossen war. schen Geschosse überhaupt nicht und verursachten den Millionen aktiv, 1921/22 betrug das Aktivum 204 Methoden. Es ist selbstverständlich, bedarf kaum Die öffentliche Meinung wurde vielmehr gerade in Japanern nur sehr geringen Schaden. Die meisten Millionen, 1923/24 das Passivum 304 Millionen, Erwähnung, daß wir die äumen. Der Safeten um die Stimmen und um die Seelen unter dem Protektorat des deutschatt Gesandten stehen soll. Die Begründung dieser Demonstra tion mit technischem" Interesse hätten sich die Veranstalter sparen können: wenn die Prager Filmproduzenten und Regisseure ernstlich gesonnen wären, sich über Filmtechnik belehren zu lasa beim Anblick der nun endlich wieder erschienenen sche Diejenigen Admirale aber, die die Erfolglosigkeit des Unternehmens einsahen, wollten dem Baren nicht widersprechen. Sie hofften auch, daß der Friede geschlossen würde, bebor die beiden feindlichen Gefchtvader aufeinander stießen. Im übrigen sagt wahrscheinlich nicht mit Unrecht 1931: 82.5, 1932: 67.9, 1933: 63.3 die einzelnen über ihn sagte. „ Tschechische Gefänge"( 1910), episch- lyrische GeVor Kriegsausbruch übersiedelte er nach dichte über Frauengestalten Göttinnen, Heilige " Bogie der offenen und getarnten Fascisten in oder modern, an die Front geschafft werden müßte, laden, und zwar 1½mal so viel als vorgeschrieben, bum 624 Millionen, 1930 Aftivum 1090 Millio matisch in den Dienst unserer Sache stellen tön einziges Mal, abzufeuern. Der Zar, durch die Miß sich die Panzergürtel zum Teil unter Wasser. Die 1077 Millionen, 1933 43 Millionen, 1934 Passi Inserem Staate nicht mitmachen oder gar auto- um es gegen die Japaner, und sei es auch nur ein aus Furcht vor Brennstoffmangel. Daher befanden nen, 1931 Aktivum 970 Millionen, 1932 Aftivum len. Wir sind auch materiell nicht in der Lage, erfolge der Landarmee entmutigt, glaubte nur zu Japaner dagegen bewegten sich gewissermaßen auf vum 108 Millionen. Diese Biffern bedürfen keiner Mit Winters, Sommer-, Herbst- und Frühlings- gern den leichtfertigen Berichten seiner Ratgeber. ihrem Kasernenhof. Jeder Treffer rief furchtbare Erläuterung. auf Stanislav R. Neumann fümmerte sich nicht darum, was kleinliches Gerede( 1908) hervor. Nach Naturlhrit folgten nationale bleiben, haben wir die Dinge genau so zu zeigen, der ewig junge und rastlos revolutionäre tschechische wird am 5. duni Jahre alt. Mähren, wurde Mitarbeiter der„ Lidové Novinh" und Frauen"( 1917), darunter ein schönes ſoziagefühlsmäßige Volksgemeinschafts- Phrase nicht Sein Name ist eng verknüpft mit dem Begriffe der und machte den Krieg in Südungarn und Alba- les Gedicht„ Die heilige Louise Michel". Soge= Miteinstimmen, solange uns der Verstand sagt, stürmischen Jugend und sein Eintritt in die Gene- nien mit. Nach dem Umsturz ivar er kurze Zeit nannte Zivilisationspoesie nach dem Muster Walt daß eine solche Boltsgemeinschaft innerhalb des ration der Alten wirkt deshalb fast paradox. Neu- höherer Beamter des Schulministeriums, wurde Whitmans enthalten seine„ Neuen Gesänge" bestehenden Systems eben nur eine Phrase ist. mann schwamm immer gegen Sen Strom, immer Mitglied der tschechischen nationalsozialistischen( 1918), darunter z. B. ein langes Gedicht„ Lob Welt- war er ein Gegner der herrschenden Geſellſchafts- Partei, trat aber aus ihr aus und wandte sich dem der Rotationsmaschine". Neue und ältere ſozialis anschauung find Vernunft und hohe wissenschaft- ordnung. Als Jüngling war er in die Omladina- Kommunismus zu, in deſſen Dienste er seine bei stische und kommunistische Tendenspoesie sammelte iche Erkenntnis. Dennoch vermag diese Welt- bewegung verwickelt und verbüßte dafür eine Ker- den literarischen Zeitschriften, men" und ,, čer er in den„ Roten Gesängen"( 1923). Es sind biel zu geben. Das Programm des demokratis Führer der sogenannten ethischen Anarchisten und deren tschechischen Schriftstellern( Olbracht, Hora, Sowjetrußland, Mar Hölz, Rosa Luxemburg, ein Sosialismus in der Frauenfrage lautet fcharte in seiner damaligen Billa in Prag- Olšan Majerová u. a. m.) aus der kommunistischen Bar Aufruf an sozialistische Frauen mit dem Refrein a.: völlige politische und hat sich ihr aber jetzt wieder lernt schießen".(„ Die Revolution iſt tein Neb berechtigung mit dem Mann, Freiheit für ful- fortschrittlich war, um sich. Von 1897 an gab er genähert. turelle und geistige Entwicklung, weitgehendste mehrere Jahre hindurch eine anarchistische Beit-| Die wahllos herausgegriffenen Bestrebungen anarchistischer Propaganda mit Literatur und jis bonorum custos"( 1895), entstanden zur Zeit( 1933), insbesondere aber sein vor einigen Tagen logiale Fürsorge, höchster Schuß der Mutterschaft! schrift Nový Kult" heraus, welche sich außer mit bände herausgegeben. Sein erstes Buch Neme- 8igen Sache"( 1927) und seine Sammlung ,, Liebe" Den ein Jdeal, geeignet, die gesamte Menschheit bei dem fortwährenden Wechsel der Anschauungen| ten" Ich bin der Apostel des neuen Lebens" findet, wie der politisch aktuelle„ Song der BouleBefühlswerten innerhalb des Sozialismus. Bei in sich auf und suchte sie zu berbreiten, wobei er 3wanzigjährigen gegen die Gesellschaft. Es folg welchem sich neben sozialer Lyrik auch Satire be au beglücken. Für jenes Ideal zu kämpfen, bedeu- oft in Extreme fiel. So folgten nach Satanismus( 1896)," Stolze und leidenschaftliche Apostro- bardratte". Neumann hat seine hervorragende tet nicht nur, eine verstandesgemäße Pflicht zu Neumalthufianismus, nach Kosmopolitismus Na- phen"( 1896), die Frucht seiner Verehrung des Bedeutung in der tschechischen modernen Literatur gemäß an dem Weltbild der kommenden städtischen Zivilisation, nach Patriotismus Kom-|( 1897). Die soziale Note tritt schon start in seis ter neuer Jdeen. Diese seine Bedeutung gili inserfüllen. Sondern auch: empfindung& tionalismus, nach Naturverehrung Anbetung der seguellen Satanismus„ Satans Ruhm unter uns" als wirklicher und guter Lyriker und als Verfech Generation mitzuarbeiten. Im Sinn der klassi- munismus. Aber immer blieb er originell und nem„ Traum von der Menge der Verzweifelnden" besondere für die soziale Dichtung. 11. hen nerausflug, lernt schießen!") Soziale Gedichte ent Stanislav K. Neumann hat mehrere Gedicht- hält auch sein Gedichtbuch ,, Lieder von einer eint. i. Geite 6 Prager Zeitung Explosion bei Ringhoffer Stichflamme aus einer Naphthazisterne ,, Sozialdemokrat" Jaroslab Urban, büßte sein Leben ein. Der Sets tionsbefund stellte als Todesursache eine schtvere Quetschung der Nacentvirbel nebst tödlicher Gehirnblutung fest. Bloß der vierte Mitfahrer Hajny tam ohne Verlegung davon. Nach seiner Ausheilung wurde der noch nicht 20 Jahre alte Autolenker JaroMittwoch, 5. Juni 1935 Nr. 131 aus der Partei Bezirksorganisation Prag flab Termat wegen des Vergehen der der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Donnerstag, den 6. Juni 1935, u 8 1hr abends findet im großen Saale des Gewertschaftshauses in Prag 1. Perštyn Nr. 11, eine Partei- Mitgliederversammlung Tagesordnung: tale und ungerechte Benehmen des fahrlässigen Körperverlegung angeHerrn Direktors so gereizt worden, daß sie sich zu klagt. diesen Erzeß hinreißen ließen. Er verteidigte sich damit, daß er die Oertlich Der Gerichtshof sprach einen der Angeklagten feit nicht gefannt und daß das Lichtsignal nicht frei, die beiden anderen wurden nur wegen ordentlich funktioniert habe. Außerdem bestritt er uebertretung der boshaften Sachbeschädigung die von der Anklage behauptete Geschwindigkeit von zu drei Wochen Arrest verurteilt, bedingt auf 50 Stundenkilometern und räumte bloß eine solche drei Jahre. rb. bon 35 Kilometer ein. Der Straffenat Homan statt. verurteilte den Angeklagten zu fünf Monaten strengen Arrest unter Zubilligung einer dreijährigen Bewährungsfrist. Der Chauffeur ist abge= urteilt und der Chef wird die zivilrechtlichen Folgen zu verantworten haben. Der Chef ist freiTich haftpflichtversichert und kann dem Ausgang der Sache im ganzen ohne Aufregung entgegensehen. Der In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesord jugendliche und offenbar unzulängliche Chauffeur it nung erwarten wir, daß alle unsere Parteimitglie ärger daran. Ob er zu seinem Privatvergnügen die der an dieser Versammlung teilnehmen. Zutritt Vorweisung der Parteilegitimation. haben nur Parteimitglieder gegen Dienstag vormittags hatten bei Ringhoffer die Arbeiter Hřebit und Střibrsky in den Smichober Ringhoffer- Werken einen beschädigten Waggon zu reparieren. Als Hřebit einen autogenen Schweißapparat in Tätigkeit setzte, entzündeten sich an der Flamme die aus einer in Todesopfer eines Karambols der Nähe stehenden Naphthazisterne ausströmenden Gase und führten eine Explosion herbei, die Prag. Am 25. Juri v. J. rannte in der achten für beide Arbeiter verhängnisvoll wurde. te= Morgenstunde ein Lastauto aus Neuhaus in einer Straßenkreuzung in Mich I e auf einen Stra bik wurde durch den Luftdruck zu Boden geschleu= Benbahnzug auf. Der Chauffeur fuhr, ohne auf dert, wo er mit einem gebrochenen Fuß liegen bas rote& i tiignal zu achten, mit unzublieb. Stříbrsky wurde von der Stichflamme lässiger Geschwindigkeit in die Kreuzung ein, wodurch erfaßt und erlitt Verbrennungen ersten und zwei- der Zusammenstoß verursacht wurde. Von den vier unzulässige Geschwindigkeit fuhr, mag dahingestellt ten Grades im Gesicht. Durch die Explosion wur- Mitfahrern wurde der Autobesizer Franz Pan- bleiben. Warum der mitfahrende Herr Chef dieser den auch die Fensterscheiben der Halle zertrüm- to fličet leicht, der Autolenter Jaroslav Ter- Unzufömmlichkeit nicht steuerte, ist eine andere Frage. mert, die einen dritten Arbeiter jedoch nur leicht mat schwer verletzt und ein weiterer Angestellter, berlebten. Zu den Schuleinschreibungen werden uns er gänzend noch die öffentliche ziveiflassige Mädchenhandelsschule und die öffentliche Fachschule für Frauenberufe genannt, beide erhalten vom Deutschen Prager Frauenerwerbverein, Prag I., Bartolomějstá 8. Miniatur- Gangster. Gestern um 12 Uhr mittags fprangen drei junge Burschen mitten auf der Liebener Brücke auf ein fahrendes Auto unbekannter Marke und liefen mit zwei Päckchen, die sie herabgerissen hatten, auf die Liebener Insel zurück. Der Vorfall wurde von einem Wachmann beobachtet, der die Verfolgung der drei aufnahm. Diese warfen, als fie den Polizisten bemerkten, die Päckchen weg und flüchteten weiter. Einer von ihnen wurde jedoch erwischt. In einem Päckchen befindet sich ein Herrenanzug und ein Paar Damenschuhe, im anderen zwei Stücke Vorhangstoff. Der Geschädigte kann die Sachen beim Polizeikommissär Anděl abholen. Geschäftsruhe in den Sparkassen Groß- Brags zn Pfingsten. Die Böhmische Sparkasse, die Prager städtische Sparkasse und die Weinberger städtische Sparkasse halten am Samstag, dem 8. Juni 1935 und am Pfingstmontag, den 10. Juni 1935, ihre Kassenschalter sowohl in der Hauptanstalt als auch in allen Erposituren ganztägig geschlossen. Mehr als 41.000 Besucher von 3020-1 Sylvia Sidney und Donald Cook in dem Film ,, Jennie Gerhardt" nach dem Roman von Theodor Dreiser. Bad Luhačovice Kunst und Wissen im vorigen Jahre sind zufrieden mit der Kur und begeistert vom Badeaufenthalt. Gerichtssaal Rache an dem verhaßten Chef Verdis Requiem Das Haupitverk des diesjährigen Früh jabr konzertes des Prager Deutschen Männergesang ber eines war Verdis melodiegesegnetes, harmonischen Volksklang atmendes, opernhaft dramatisch wirkendes Requiem. Als Mithelfer des Konzertver anstalters wirkten Mitglieder des Prager Deutschen rb. FTK Nach den Wahlen Referenten: Die Genossen Dr, Strauß und Schönfelder. Die Bezirksvertretung. Freie Bereinigung sozialistischer Akademiker. 3u Pfingsten findet in Prag die erste Reichskonfere aller fortschrittlichen Studenten in der Tschechoslos wakei statt, die von uns mit einberufen worden ist. Es ist daher die Pflicht eines jeden Mitgliedes, fi an den Arbeiter der Konferenz, insbesondere in den Kommissionen zu beteiligen. Alles Nähere tägli zwischen 11 und 13 Uhr im Akademicky dum. Prag III., Pod Letnou, bei den Genossen Bernard und Reinsberger. Sport- Spiel- Körperpflege Einheit im amerikanischen Arbeitersport Bertranensfundgebung an die SASI Die deutschen, finnischen und tsche slowakischen Sportorganisationen Amerifas haben am 11. und 12. Mai d. J. ihre endgültige Verschmelzung beschlossen. Der Name des neuen Verbandes lautet: Worters Sports League of America( Arbeitersportbund in Amerika). Die Delegierten waren sich der Bedeutung des Zusam menschlusses voll betwußt. Die neuen Statuten wur den angenommen. Die neue Erefutive besteht au jungen, energischen Sportgenossen, und zwar in glei cher Anzahl aus deutschen, finnischen und tschechischen Vertretern. Präsident ist die Genossin bilis Lassila aus Jersey City, N. J. Es ist dies die Freitag 8: Da 3 unbeerste Frau an der Spiße einer großen Sports tannte Mädchen, Kulturverbandsfreunde organisation. Vizepräsident ist der deutsche Genoffe und freier Verkauf. Samstag 72: Schnitt Friz Schade und Sekretär- Schahmeister ist der fin Gisela 23 er bezir t, Uraufführung. Ling auf allen Suppen. Gastspiel nische Genosse Hugo Erikson. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch 8: Schule für Steuerzahl er, bolts tümliche Vorstellung. Donnerstag 84: Regen und Wind. Der Film Eine wichtige Resolution macht sich die Sal tung des SASI- Präsidiums in det Einheitsfrage zu eigen und stellt sich vor allem gegen die von der RSJ vorgeschlagene Andtragung von Wettkämpfen mit Bürgerlichen, die den Interessen der Arbeitersportbewegung widerlaufen und diese umterminieren. Die In bezug auf die proletarische Einheit stellte Tagung feit, daß eine solche zur Abwehr des Fascis mus und für den Fortschritt des Sozialismus eine prinzipielle Notwendigkeit ist, daß aber Details aus dem„ heiteren Nachtleben" Prag. Hinter den glänzenden Kulissen des Sing berein 3, des gemischten Chors der Das Gewissen des Sebaftian Geher. Die dilme fidelen Nachtlebens" vollziehen sich allerhand Deutschen 2ebrerbildungsanstalt des Schauspieler- Regisseurs Beck- Gaden gehören seit Scheußlichkeiten. Insbesondere schlagen die Arbeits- und das Orchester des Deutschen Thea- ie zu den langweiligsten reichsdeutschen Produkten, berhältnisse in dieser Amüsierindustrie in vielen Fälters mit. Die Aufführung des Werkes war ein- und seit sie auch noch ihre katholische Tendenz verTen dem primitivsten sozialen Empfinden geradezu drucksvoll, wenn auch nicht restlos befriedigend. Rhyth- Toren haben, tritt ihre moralisierende Einfalt noch ins Gesicht. In frischer Erinnerung ist noch die mische Schwankungen des Chors und Kleine Intona- deutlicher in Erscheinung. Sie sind gewiß nicht ganz gegenwärtig nicht die organisatorischen Boraus empörende Affäre des Personals der Alham- tionsunreinheiten des Chores und der Solisten stör- so scheußlich wie die Mehrzahl der Geobbels- Filme, setzungen zur Verschmelzung bra", das von einem gewissenlosen Unternehmer ten mitunter das Klangbild. Dagegen war die dh aber sie sind dafür um so einschläfender. Diesmal hat nicht nur um seinen Arbeitslohn geprellt, sondern namische Disziplin des Chores und seine musikalische sich, Bed- Gaden eine Erzählung des Hof- und Hei- gegeben find. Im übrigen müsse es der SASI durch Kautionsschwindeleien aufs schwerste geschä- Sicherheit sehr zu loben. Unter den Solisten war die matdichters Ganghofer vorgenommen, die von zwei überlassen bleiben, vorerst die zur Vereinigung alle digt wurde. Dieser, vor dem Senat Pazdersty Altistin F. Kindermann die stimmlich beste, Wilderern und einer engelhaften Försterstochter be- Sträfte notwendige Basis zu finden. verhandelte Fall läßt wohl auch allerhand unerfreu- ftilentsprechendste und ausdruckssicherste. Frl. Ma n- richtet. Eine schwachsinnige Geschichte, über die nicht Eine andere Resolution, die an den Präsiden Tiches ahnen, wovon nichts in der Anklageschrift steht fingers Sopran reichte in der hohen Stimmlage einmal die schönen Naturaufnahmen aus den bayri- ten der American Federation of Labor, William -eis- Green, und alle Gewerkschaften gesandt wurde, lent Angeklagt waren drei gewesene Angestellte des der Partie nicht aus, der Tenor Brum wirfte zu fchen Bergen und Wäldern trösten können. Dancing Lucerna" des Verbrechens der theatralisch, der Bassist Scheidl zu wenig pastos die Aufmerksamkeit der organisierten Arbeiterschaft Greta Garbo Englands Lieblingsschauspie- Ameritas auf den neuen Bund und fordert den Auf Ganz überflüssigerweise hatte man öffentlichen Gewalttätigkeit, begangen durch bo 3 im Klang. hafte Sachbeschädigung. Ein Portier, ein dem Requiem Verdis eine Symphonie Franz Sch u- lerin. Greta Garbo hat sich wieder den ersten Platz bau starfer Sportgruppen als" Voraussetzung zur Elektrotechniker und ein Hausmeister. Die Anflage berts vorangestellt; die als Stizze nachgelassene in den Herzen der englischen Filmfreunde erobert. Schaffung einer wirklich starken Arbeiterbewegung legt ihnen zur Last, sich in die Garderobe des Direk E- dur- Symphonie, eine Jugendarbeit des Eine Rundfrage des größten englischen Filmmaga- und sozialen Ziele". und zur Erreichung ihrer politischen, wirtschaftlichen tors dieses Unternehmens eingeschlichen und verschie- früh verstorbenen Meisters, die Felir Wein= dene Kleidungsstücke böstvillig beschädigt zu haben. gartner bearbeitet und in der Instrumenta- zins ,, The Picturegoor", die von der außergewöhnZwei der Angeklagten sollen aktiv tätig gewesen sein, tion ausgeführt hat. Schuberts Art ist vor allem lich großen Zahl von 200.000 Lesern beantwortet der dritte den Aufpasser gemacht haben. in der Thematik des ersten Satzes und im Seitenthema des letzten Sakes, einigermaßen auch im wurde, ergab eine ungeheuere Stimmenmehrheit für Andante- Satz zu erkennen. Im übrigen merkt man Greta Garbo. An zweiter Stelle nennt das überall die Hand des Bearbeiters, der bei aller liebe- Ergebnis den anderen großen Metro- Goldwynbollen Rücksicht auf den Geist Schuberts doch instrumentarisch zu viel des Guten getan hat. So wirkt Mayer- Star Norma Shearer. Nova Pilvor allem das Scherzo der Symphonie nament be a m, eine kleine vierzehnjährige Londoner Schaulich im ersten Teil allzu langraffiniert und spielerin, steht an dritter Stelle. polyphon. Dirigent des Konzertes war Dr. Heinrich Swoboda, der seines Amtes mit großer Umsicht waltete, dem aber noch mehr Temperament und rhythmischere Genauigkeit zu wünschen ist. E. J. Das Attentat auf die Garderobe des Herrn Direktors bestand darin, daß die Beschuldigten einen Smoking in fleine Stüde zerrissen und ein Paar Lackschuhe mit Nägeln spickten, dann bestreuten sie die Reste der vernichteten Kleidungsstüde nebst einigen Frackhemden mit Paprika und begossen sie mit Schwefelsäure. Zweifellos eine recht häßliche Tat! Die Angeklagten, die zum Teil geständig waren, verteidigten sich damit, sie seien durch das bru= Abonnements- Bestellschein. = Abonniere ab 1935 das täglich erscheinende Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei ,, Gozialdemokrat" Verwaltung Prag XII., Fochoba tř. 62, zum Preise von 16 Kč monatlich, und sende diesen Betrag nach Erhalt des Erlagscheines ein. Name:. Gruaue Adresse: Letzte Post:.. Unterschrift:. Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Mittwoch, 28: Die Nachtigall, Gianni - Donnerstag 72: GeburtsSchicchi, B1. tag, 2. Freitag 72: Aida, Ital. Stagione 1, Abonnement aufgehoben. Samstag 72: La Boheme, Ital. Stagione 2, Abonnement auf= gehoben. Mutti begießt Du die Blumen auch mit Blumen- Zauberdung von der Frauenwelt", Brag XII., Fochova tř. 62 1 Paket Kč 5.60 mit Postufendung. Vereinsnachrichten Nene SASJ- Bestleistung im Kugelstoßen. Bet einem Meeting in Tampere erzielte der finnische Ar beitersportler Sulo Bärlund mit der leichten Kugel mit 18.21 Meter( früher 18.10) eine neue SAS Höchleistung. Bärlund stieß die Normalfugel 17.54 Meter. Dieser Wurf kann allerdings nicht als Beit leistung gewertet werden, da er ohne offizielle Kontrolle erfolgte. Das Endspiel um die belgische Arbeiterfußball meisterschaft gewann Turnhout, welches Avenir mit 2: 1 besiegte. Filme in Prager Lichtspielhäusern Brogramme in Prager Lichtspielhäusern. Adria: ,, Die Frau im U- Boot." A. Alfa: Von Abend bis Mitternacht." A. Avion: Die blonde Ve Fénix: Wenn i mus." Marlene Dietrich. A Heute: Pflichtveranstaltung um 28 Uhr abends im Hotel ,, Monopol" gegenüber Masarykeine Million hätte." A. bahnhof( Ankunfthalle). Red,, Der Straßenjunge." A. Genosse Storch, Aussig. Hollywood: Grotesken. Gäste willkommen. Freiheit". ATUS ner: PRAG Weltkurort Franzensbad heilt Frauen-, Herz-, Stoffwechselkrankheiten, Gicht, Rheuma, Psoriasis, Fettsucht. Billige Pauschalkuren. Billige Pauschalkuren. " Flora: Gaumont: Grotesken. Hvězda: Mide y Programm. Juliš: ,, Der Kosatentapitän." Sp. Kinema, B.- Th.: Journale, Grotesken, Re portation. Ab 22-210. Koruna:„ Trade? Horn." E. Kotva: ,, Die ungetreue Frau. Sylvia Sydney. A. Lucerna:„ Die ungetreue Frau." Regie King Vidor. A. Metro: Der Him mel auf Erden." D.- Olympic:„ Der Wagen St. Majestät." A. Praha:„ Das Gewissen des Sebas stian Geyer." D.- Radio: ,, Unter fremder Flagge. A. 2928 A. Sfant: Die Liebe der Königin Karoline." Světozor: Die blonde Venus." Marlene Dietrich. A. London." E. Belvedere:„ Das Phantom von Beseda: ,, Susanne Lenor." A. Inserate werden laut Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post monatlich Kč 16.-, vierteljährig Kč 48.-, halbjährig Kč 96.. ganzjährig Kč 192.-. Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Posts und Teles graphendirektion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt. Truderei: Orbis". Druds. Verlags- und Zeitungs- A.- G.. Prog.