Nr. 115. Abonnements- Bedingungen: long 910 duced it as schitind and hil16. Jahrg. Vorwärts Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Zeitungs- o Preisliste für 1899 unter r. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Berliner Volksblaff. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile ober deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Borialdemokrat Berlin". ht Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. " Die heilige Alliance. d Freitag, den 19. Mai 1899. 91119 Alliance einleitete, daß er den Kongreß geradezu als eine Fort fegung jenes durch fast ein Jahrhundert getrennten reaktionären Fürstenbundes feierte, der in dem Hohn und dem Fluch der Geschichte vermodert ist? Als das Zarenmanifest erschien, sprachen mißtrauische Leute fofort den Verdacht aus, daß es sich um eine Neuauflage der Heiligen Alliance handle. Wir haben noch gestern dem Verdacht wieder Ausdruck verliehen. Und nun beschwören gleich die ersten Worte, die auf dem Kongreß gefallen, das Gespenst aus der Gruft der Schande. 21092 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Von weiteren Mitteilungen, die aus dem Haag vorliegen, verzeichnen wir die folgenden: Die Friedenstonferenz wird drei Kommissionen niedersetzen. Rüstungen und der militärischen Ausgaben, die zweite über die Festsetzung von Kriegsgesehen beraten. Die dritte Kommission wird sich mit der Vermittelung und dem fakultativen Schiedsspruch zu beschäftigen haben. Die erste stommission wird über die Einschränkung der Die erste Kommission wird sich zu beschäftigen haben: 1. mit dem Memorandum des Fürsten Metternich vom Jahre 1816 über den vom Kaiser Alexander I. von Rußland unterſtüsten Vorschlag des Prinz- Regenten von England, daß in einer internationalen Konferenz der Normalfriedensstand der Armee einer jeden Macht festgestellt werden solle; 2. mit dem Sember 1863, in welchem eine in Paris Die Friedenskonferenz" wurde am Donnerstag bom Minister de Beaufort mit folgender Rede eröffnet: " Im Namen meiner erhabenen Herrscherin habe ich die Ehre, Sie willkommen zu heißen und dem Kaiser aller Reußen, welcher durch die Wahl des Haag zum Size der Konferenz unserem Lande eine große Ehre erwies, meine tiefste Ehrerbietung und lebhafte Dankbarkeit auszudrücken. Durch eine edle, in der Gr ganzen civilisierten Welt mit Beifall begrüßten Initiative hat der Kaiser von Rußland den von einem seiner erhabenen Ganz Europa fiechte Jahrzehnte lang in der Stickluft der Vorgänger, dem Kaiser Alexander I. ausgedrückten Wunsch er= füllen wollen, daß alle Herrscher und alle Völker Europas Heiligen Alliance. Geistige Knechtschaft, verzerrte Mystik, grauNapoleons III. an die Souveräne fich unter einander verständigen, um als Brüder zu leben samste Verfolgung des freien Wortes und jeder freien Entund fich gegenseitig in ihren Bedürfnissen zu unterstützen. widelung, die reaktionäre Solidarität der Dynastien und Geleitet von diesen edlen Traditionen seines erhabenen Ahnen hat Frieden, tiefster, schlaffster, jämmerlichster Frieden gesellten sich abzuhaltende Konferenz vorgeschlagen wurde, welche über die Se. Majestät allen Regierungen, deren Vertreter hier anwesend in der endlos langen Metternichzeit der Heiligen Alliance, um Grundlage einer allgemeinen Pacifikation beraten sollte; sind, den Zusammentritt einer Konferenz vorgeschlagen, welche die Völker Europas in Ketten zu schmieden. Es war die Zeit 3. mit dem von Rolin Jacquemyns im Jahre 1887 dem die Aufgabe haben soll, nach Mitteln zu suchen, um den un des russischen Kirchhof- Weltfriedens, der frommen Abrüstung Institut für internationales Recht in Heidelberg gemachten Boraufhörlichen Rüstungen ein Ziel zu sehen und des Geistes, des europäischen Dunkelmänner- Kartells. schlage, vom die schwere Not, welche die ganze Welt bedroht, ob sei, durch zu beendigen. Der Tag des Zusammentritts dieser Konferenz europäischen Staaten den Effektivbestand der Armeen und die miliwird einer der hervorragendsten Tage in der Ge- der Heiligen Alliance aus. dedepullore notärischen Ausgaben in Friedenszeiten einzuschränken; schichte des zur Neige gehenden Jahrhunderts sein. Er fällt zu= Alexander I. war für die Heilige Alliance durch die Frau 4. mit der Meinungsäußerung des Professors Lorimer von fammen mit dem Festtage, den alle Unterthanen des garen als v. Krüdener gewonnen worden, die in ihren reiferen Jahren der Universität Edinburg über die Frage der Abrüstung; a nationalen Feiertag begehen, und indem ich mich aus tiefstem sehr, sehr fromm schwärmen mußte, weil sie vorher stark 5. mit den Betrachtungen des Grafen Komarowski über die Herzen allen Wünschen für das Glück des großherzigen Souveräns dieser Welt sich gewidmet hatte. Sie heckte den Plan eines zunehmende Rüstung Europas; anschließe, will ich mir erlauben, als Wortführer der ganzen europäischen Fürstenbundes aus, der in christlicher Liebe den civilifierten Welt der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß der Kaiser, Weltfrieden pflegen sollte. Friedrich Wilhelm III. und Kaiser der in den Arbeiten dieser Konferenz die Verwirklichung seiner Franz ließen sich leicht für das fromme Werk gewinnen, und großherzigen Biele sieht, in Zukunft diesen Tag als den schönsten seines Lebens ansehen wird. So kam am 26. September 1815 die Heilige Alliance zu stande, Ihre Majestät, meine erhabene Souveränin, die von den die im Namen des Friedens und des Christentums die Ausselben Gefühlen durchdrungen ist, welche den Kaiser von Rußland treibung des Jakobinertums" besorgte, das in den Völkern gährte. zu seinem Vorgehen angeregt haben, hat der Konferenz das schönste Die Zeiten von damals sind nicht überwunden. Der historische Bauwerk zur Verfügung stellen wollen, welches sie be mystische Geist der Frau v. Krüdener wirft auch heute noch auf fizt. Der Saal, in welchem Sie sich befinden, ist von den hervor- manchem Thron. Eine dumpfe Angst vor der Revolution, vor dem Tragendsten Künstlern des 17. Jahrhunderts ausgestattet und von Erwachen der Völfer lastet auf den Gemütern der herrschenden der Witwe des Prinzen Friedrich Heinrich zum Andenken an ihren Klassen. Der politische und geistige Freiheitskampf. edlen Gemahl errichtet worden. Unter den Gruppen und alle 2. Genfer Konvention vom 22. August 1864; gorischen Gestalten, welche Sie hier bewundern werden, befindet den man damals durch den Weltfriedensbund zu hemmen 3. noch nicht ratifizierte 8 ufagartitel zur Genfer Konvens fich eine, welche sich auf den Westfälischen Frieden bezieht und suchte, findet seine noch mehr gehaßte, gehezte und gefürchtete tion vom 20. Oftober 1868; Ihre ganz besondere Beachtung verdient, nämlich die Gestalt, Fortsetzung und Vollendung in dem socialen Befreiungs- 4. Petersburger Konvention, betreffend Verbot des welche sich über der Eingangsthür dieses Saales befindet, wo Sie frieg unserer Tage. Selbst eine unwesentliche Aeußerlichkeit Gebrauchs gewisser Geschosse; die Friedens göttin in diesen Saal eintreten sehen, um den verbindet den Anfang mit dem Ende des Jahrhunderts: der 5. Brüsseler Sonferenz von 1874 über Krigsgesetze Janustempel zu schließen. Ich hoffe, daß diese schöne Bapst stand damals wie heute bei seite. Damals wollte und Kriegsgebräuche; Allegorie von guter Vorbedeutung für Ihre Arbeit sein wird und er nicht von der Partie sein, weil es unter der aller- chriftlichsten 6. von Rußland auf der Brüsseler Konferenz ein daß Sie nach Beendigung derselben sich werden jagen fönnen, Kirche keines anderen heiligen Bundes bedürfe. Heute lädt daß die Friedens göttin, welche die Kunst in diesen man ihn nicht ein, weil er fein Souverän iſt. Saal zuerst eintreten ließ, diesen wieder ver= Lassen hat, um ihre Wohlthatender ganzen Menschheit zu teil werden zu lassen. Erst die Stürme der März Revolution lüfteten den Dunst zu prüfen, tandpunkte des internationalen Rechts aus die Frage 6. mit der Schrift von Dudley Field über dauernde Beschrän 7. mit der Schrift Merighers über gleichzeitige, allgemeine, Lung der Streitkräfte; propofitionelle und progressive Abrüstung; 8. mit der Schrift des Staatsrats Johann v. Bloch; 9. mit der Schrift Bastiats über Entlassung im Heere; 10. mit der Schrift des Fürsten Obolenski über die Jdee des allgemeinen Friedens und der Abrüstung. Die zweite Kommiffion wird sich mit folgenden Schriftstücken beschäftigen: 1. Deklaration des Pariser Kongresses vom 6. April 1856; gebrachter Vertragsentwurf über Kriegsgesetze und Kriegsgebräuche; 7. das Oxford Handbuch, betr. Gefeße über den Landfrieg, angenommen vom Institut für internationales Recht in der zu Es war fein guter Genius, der den holländischen Minister Orford abgehaltenen Session von 1880; lockte, inmitten der Fleischfreudigkeit der arg irdischen Frauen 8. Regeln für die Beschießung offener Städte durch SeestreitIn den mit mäßigem Schivung ausgestatteten Rede Rubens, die an den Wänden des Kongreßhauses der lex Heinze fräfte, angenommen vom Institut für internationales Recht in der wendungen des Eröffnungssprechers findet sich nur eine beacht spotten, den verhängnisvollen Schwarmgeist der Frau Session von Venedig im September 1896; 9, die Erklärung Frankreichs und Englands betreffend die liche Stelle, die allerdings sehr beachtlich ist. Ist es bloß v. Strüdener und des von ihr erleuchteten Zaren zu zitieren. historische Naivetät, eine toastierende Entgleisung, oder ist es Diesem Weltfrieden im Stil der Heiligen Alliance würden 8 uf.a artifel zur Genfer Konvention; eine absichtliche Verspottung, wenn nicht gar eine tendenziöfe die mündigen Völker Europas den frischen fröhlichen Krieg Moynier; Ankündigung, daß Herr v. Beaufort die Friedenskonferenz erklären. mit einer Erwähnung und Verherrlichung der- Heiligen Ein Gedenktag. Zum 19. Mai 1849. M. Pf. Heute vor fünfzig Jahren erschien die letzte Nummer der von Karl Mary herausgegebenen Neuen Rheinischen Zeitung", des ersten Blattes in Deutschland, das die Interessenvertretung der Arbeiterklasse auf seine Fahne geschrieben hatte. Inmitten der Frühlingsstürme des Jahres 1848 war die Zeitung von Mary und Friedrich Engels in Köln gegründet worden. Neben diesen beiden arbeiteten 111 der Redaktion Wilhelm Wolff, Georg Weerth, Ferdinand Freiligrath und andere ausgezeichnete Kräfte. Kein Wunder, daß die Zeitung auf die Massen der rheinländischen Arbeiter elektrisierend wirkte; aber selbstverständlich auch, daß die„ Chimborassofrechheit" des Blattes, wie sich die KreuzBeitung" damals ausdrückte, die wiedererstartende Reaktion zu maßlofer Wut gegen die Neue Rheinische Zeitung" aufstachelte. Nun Ade, nun Ade, du kämpfende Welt, Nun Ade, ihr ringenden Heere! Nun Ade, du pulvergeschwärztes Feld, Nun Ade, ihr Schwerter und Speere! Nun Ade doch nicht für immer Ade! Denn sie töten den Geist nicht, ihr Brüder! Bald richt' ich mich rasselnd in die Höh', Bald kehr' ich reisiger wieder! in 10. Entwurf einer Revision der Genfer Konvention von 11. Borläufiges Programm, vorgeschlagen durch den Schweizer Bundesrat; taden der Stadt zu inspicieren und die Befestigungen zu vervollständigen. Sämtliche Posten auf den Barrikaden werden hiermit ersucht, denselben zu unterstützen, wo es not thut." Einen Tag später, am 12. Mai, erhielt Engels noch einen Auftrag: sid Vollmacht für Bürger F. Engels, die Kanonen nach seinem Gutdünten aufzustellen, wie auch die dazu nötigen Handwerker zu requirieren, wovon die Kosten der Sicherheitsausschuß trägt." Engels organisierte nun nach besten Kräften die Verteidigung und schlug zum Oberkommandanten Herrn Mirbach vor, was auch angenommen wurde. # Karl Marr geißelte die an ihm verübte Jämmerlichkeit: „ Das Gastrecht, welches die frechen Eindringlinge, die Vorderrussen( Borussen) uns Rheinländern auf unserem eigenen Grund und Boden oktrohirt haben, ist allerdings schmählich" durch die Aber bald kamen die Bedenken. Gleich am ersten Tage „ Neue Rheinische Zeitung verlegt worden. Wir glauben uns das seiner Anwesenheit fragte ihn Herr Niotte, Mitglied des durch den Dank der Rheinprovinz verdient zu haben. Wir haben Sicherheitsausschusses, über seine Absichten. Engels erklärte, Noch 1848 wurde versucht, die unbequeme Zeitung mit ihrer die revolutionäre Ehre unseres heimischen Bodens gerettet." er sei hergekommen, erstens, weil er von Köln aus dazu deputiert massenaufrüttelnden Wirkung zu unterdrücken. Aber alle AnDie Redacteure zerstreuten sich. Wilhelm Wolff trat als De- gewesen, zweitens, weil er geglaubt habe, daß er in militärischer feindungen verstärkten nur ihre Lebenskraft und ihren revolutionären putierter in die allerdings auch schon in den letzten Zügen liegende Beziehung vielleicht nützlich verwandt werden könne, und drittens, Einfluß. Man wandte sich von Berlin aus an die Kölnischen Paulskirchenversammlung ein. Mary ging nach Paris zurück, wo weil er, selbst aus dem Bergischen gebürtig, es für eine Ehrensache Gerichte, damit diese durch willkürliche Verhaftungen das Weiter der proletarische Entscheidungskampf bevorstand. Und Engels gehalten habe, bei der ersten bewaffneten Erhebung des Bergischen erscheinen verhindern sollten; aber man stieß auf unerwartete trat juristische Bedenken. So nahm man denn seine Zuflucht zu einer ber jüddeutschen Maire lub lieb, indem er thätigen Anteil an Bolte auf dem Platze zu ſein. Er wünſche ſich bloß mit miliMairevolution nahm, die auch den jungen Wilhelm tärischen Dingen zu befassen und dem politischen Charakter der polizeilichen Niederträchtigkeit, indem der leitende Redacteur, Karl Liebknecht in ihre Reihen gezogen hatte. Von diesem Feldzuge in Bewegung gänzlich fremd zu bleiben, da es auf der Hand liege, Mary, die folgende Ausweisung erhielt: der Pfalz und in Baden erzählen wir später. daß bis jetzt hier nur eine schwarz rot goldene Bewegung möglich In ihren neuesten Stücken tritt die„ Neue Rheinische Zeitung" Für heute sei nur noch einer Episode gedacht, die Friedrich sei und daher jedes Auftreten gegen die Reichsverfassung vermieden mit der Aufreizung zur Verachtung der bestehenden Regierung, Engels betrifft und die ebenso bezeichnend ist für den Geist, der werden müsse. Herr Riotte war mit dieser Erklärung einverstanden. zum gewaltsamen Umsturz und zur Einführung der socialen in der„ Neuen Rheinischen Zeitung" herrschte, als für das damalige beitsausschuß, au ihm und erklärte: Obwohl gegen sein Betragen Am 14. morgens tam aber Herr Höchster, ebenfalls vom SicherRepublit immer entschiedener hervor. Es ist daher ihrem Redacteur ,, revolutionäre" Bürgertum." en chef, dem Dr. Karl Mary, das Gastrecht, welches er so Angesichts der von der Reaktion beliebten höhnischen Ablehnung durchaus nichts zu sagen sei, so sei doch die Elberfelder Bourgeoisie schmählich verlegt, zu entziehen, und da derselbe eine Erlaubnis der in der Paulskirche beschlossenen deutschen Reichsverfassung war durch seine Anwesenheit im höchsten Grade alarmiert, sie fürchte jeden zum ferneren Aufenthalt in den hiesigen Staaten nicht erlangt es nächst Dresden auch im Rheinland und in Westfalen wieder Augenblick, er werde die rote Republik proklamieren, are unio Sollte er der an ihn ergangenen Aufforderung nicht freiwillig Genüge lebendig geworden. In Iserlohn, in Hagen, Düsseldorf und Elber- allgemein, er möge sich entfernen. Engels verlangte diesen Wunsch schwarz auf weiß vom Sicherheitsausschuß. unterzeichnet, und alsbald leisten, so ist derfelbe zwangsweise über die Grenze zu bringen. feld kam es zum Kampf. betam er das folgende Schriftstück: Auf den Barrikaden von Elberfeld war auch die Neue Auch den übrigen Redakteuren stand die Ausweisung oder die Den Bericht darüber finden Berhaftung bevor. So erschien denn am 19. Mai, in rother Schrift Rheinische Zeitung" vertreten. Am 10. Mai auf weißem Papier gedruckt, die legte Nunumner der„ Neuen Rheinischen wir in der vorletzten Nummer des Blattes. Zeitung". An der Spize stand das Abschiedswort v. Freiligrath: ging Friedrich Engels von Köln nach Elberfeld und nahm von Solingen aus zwei Kisten Patronen mit, die bei dem Sturm des Grafrather Zeughauses durch die Solinger Arbeiter erbeutet worden waren. In Elberfeld angekommen, stattete er dem SicherheitsAusschuß Bericht ab über die Lage in Köln, stellte sich zur Verfügung und wurde von der Militärkommission sogleich mit der Leitung der Befestigungsarbeiten durch diese Vollmacht betraut: Kein offner Hieb in offner Schlacht Es fällen die Rücken und Tücken, Es fällt mich die schleichende Niedertracht Der schmutzigen Westfalmücken! verlassen. 192 Aus dem Dunkel flog der tötende Schaft, Aus dem Hinterhalt fielen die Streiche Und so lieg' ich nun da in meiner Kraft, Eine stolze Rebellenleiche! to Die militärische Kommission des Sicherheitsausschusses beauftragt hiermit den Herrn Friedrich Engels, die sämtlichen BarriDer Bürger Friedrich Engels von Barmen, zuletzt in Köln wohnhaft, wird unter voller Anerkennung seiner in hiesiger Stadt bisher bewiesenen Thätigkeit ersucht, das Weichbild der hiesigen Gemeinde noch heute zu verlassen, indem seine Anivefenheit zu Mißverständnissen über den Charakter der Bewegung Anlaß geben könnte." Er Engels sagte natürlich gern diesen Revolutionären" ade. ging nach Köln zurück, um sich dann, als auch hier seines Bleibens nicht war, mit anderen Volkskämpfern aus den rheinischen Städten zum süddeutschen Aufstandsheere durchzuschlagen. at aflameleidrod undouba gung " 12. Cirkular des niederländischen Ministers des Aeußern an die dadurch kein diplomatischer Zwischenfall hervorgerufen werden Gertreter der Niederlande vom 13. Februar 1871, betreffend die kann; er wird aber jedenfalls rasch hinzufügen, daß er die HausBitte der Amsterdamer Handelsbank, das Princip der Unverleglichkeit nummer jedenfalls nicht in amtlicher Eigenschaft mitteile. Trop vom Privateigentum auf dem Meere zu billigen und den Begriff aller Bemühungen der hier anwesenden Korrespondenten ist Kriegsfonterbande definieren zu lassen. man in den maßgebenden Kreisen zur Stunde noch entschlossen, Die dritte Kommission wird sich mit folgenden Dokumenten nicht einmal zur Eröffnungssigung der Konferenz, in der die befajjen: Verhandlungen noch gar nicht beginnen werden, die Presse zuzulaffen. Angeblich ist der Raum im Saale zu beschränkt. So lassen Sie uns auf die Gallerie," bitten die Journalisten. Die Gallerie ist baufällig und fann einstürzen," erklärt das Protokoll". Wir machen uns nichts daraus," versichern die Journalisten. Wenn wir nur unsern Bericht machen können, find wir mit Vergnügen bereit, auch von der Gallerie zu fallen, wenn es sein muß." Aber das Protokoll" muß nicht nur an die Journalisten, sondern auch an die Diplomaten denken; und da es einem Diplomaten sicherlich nicht angenehm ist, wenn ihm ein Journalist auf den Kopf fällt, so bleibt das„ Protokoll" unerbittlich.... 1. Vorschlag des Lord Clarendon auf dem Pariser Kongreß am 14. April 1856 wegen Inanspruchnahme der Vermittlung eines befreundeten Staates vor Anwendung von Gewalt; 2. Antrag Macini, eingebracht am 24. November 1875 in der italienischen Deputiertenkammer, dahin gehend, daß das Institut des Schiedsgerichts ein allgemein angewandtes Mittel werde, um nach Gerechtigkeit internationale Streitfragen zu lösen; 3. Sejolution des Instituts für internationales Recht in Betreff einer schiedsrichterlichen Klausel, angenommen in der Züricher Session von 1877; 4. Artikel 12 der Generalakte der Berliner Konferenz von 1885 wegen Vermittelung oder schiedsrichterlicher Entscheidung für Streitfragen im Kongo- und Nigerbecken; 5. Entwurf eines Reglements für internationales Schiedsgerichtsverfahren, vorbereitet vom Inſtitut für internationales Recht auf der Session im Haag 1875; gerichts; 8. P Politische Ueberfcht. Reichstag " Berlin, den 18. Mai. zur Selbsthilfeer, Reicher fich gedrungen, das Wort zu ergreifen und die Verhaftung ala eine Mache des dortigen Polizei- Anarchismus auszugeben. Weshalb so higig? Die Nervosität, womit die socialdemokratische Presse jedes Attentatsgerücht aufnimmt, sieht doch sehr verdächtig aus. Augenscheinlich ist es das schlechte Gewissen, welches sich spontan in den Spalten socialdemokratischer Blätter zum Wort meldet." Noch in den Neujahrsartikeln der Kreisblätter wurde Gott brünstig für die Errettung des Kaisers gedankt und im Anschluß nach der Vernichtung der Socialdemokratie geschrieen. Heute freilich schweigt die ganze Sippe, eine anständige, ehrliche, wahrheitsliebende Sippe. Der Reichstag hat nach Ostern am 11. April seine Sigungen wieder aufgenommen und bis heute, wo die Pfingstferien beginnen, namentlich in den Kommissionen ein reiches Material verarbeitet. Die Vorlagen über das Postivesen, über die FernsprechgebührenOrdnung, über die Fleischbeschau, die Novelle zur Gewerbe- Ordnung, das Hypothekenbank- Gesetz, das Gesetz über die Schuldverschreibungen und die sogenannte lex Heinze sind in den Kommissionen in zivei Lesungen durch beraten. Die Berichte über diese Entwürfe werden jofort nach Pfingsten verteilt werden. Im Plenum sind nach Ostern hat heute zur Selbsthilfe gegriffen er ist aus dem Carcer erledigt worden das Bankgesez, das Gesetz über das Flaggenrecht der 6. Antrag Dudley Fields auf Einsegung eines Schieds- einfach entsprungen. Statt einer Strafabendfizung haben wir Stauffahrteischiffe und die Vorlage über die Gebühren für den Kaiser 7. Genudregeln für eine Bearbeitung eines internationalen eine gesprengte Morgensizung und der Humor der Sache ist, Invaliden- Versicherungsgesetz. Von Initiativanträgen sind in der 7. istanal. Außerdem ist in zweiter Lesung im Plenum erledigt das Schiedsgerichtsvertrages, aufgestellt vom Institut für daß die Konservativen es waren, die diesen Akt der Rebellion Kommission erledigt worden und liegen darüber bereits die geinternationales Recht in der Brüsseler Session vom Oktober 1895: verübten und dem Reichstage Erlösung brachten freilich druckten Berichte vor: der Antrag Trimborn, betr. die GewerbeErrichtung ständigen inter ohne es zu wollen. gerichte, und die lex Rintelen( Novelle zur Civil- und Strafprozeßnationalen Schaerich cines angenommen von der Die Sigung fing schon ganz gut an. Singer richtete Ordnung). welche zusammen mit der Regierungsvorlage über die interparlamentarischen Konferenz in Brüssel von 1895; vor Eintritt in die Tagesordnung an den Präsidenten eine Bestrafung falscher uneidlicher Aussagen ze. beraten wurde. Von 9. Verhandlungen der Brüsseler interparlamentari Anfrage bezüglich des famosen Briefes, durch den Vicepräsident neuen Vorlagen, welche nach Pfingsten zur ersten Lesung im Plenum schen Sonferenz von 1897; 10. Vertrag von Washington vom 8. mai 1871 von Frege, nach dem Sat: Doppelt genäht hält besser! kommen, nennen wir den Nachtragsetat, die Reichsschuldenordnung zwischen den Staaten Nord-, Mittel- und Südamerikas, unterzeichnet schaft auf den ersten Platz im Pantheon der parlamentarischen liegt also für den dritten Abschnitt der Session, nach Pfingsten, noch 11. Entwurf zur Errichtung eines Schiedsgerichts ſeine, durch das Schreckgespenst" bereits erworbene Anwart- und das Geſetz über die Verwendung von Mitteln des Neichsin Washington am 18. April 1890; Lächerlichkeit noch sicherer stellen wollte. moi mapiling ein sehr reichhaltiges Material zur Erledigung vor. Präsident von Ballestremt schüttelte seinen Der Rhein Elbe Kanal wird neben den ostelbischen präsidenten mit unübertrefflicher Rücksichtslosigkeit ab bei welcher Prozedur der Vater der grünen Jungen" Agrariern besonders von den schlesischen Kohlen und gegen Ende der Sizung. Als er in den Saal kam und am in diesem Kanal erblicken, der der rheinischen gleichartigen durch Abwesenheit glänzte. Er blieb auch verschwunden bis Gisenindustriellen scharf bekämpft, weil diese eine EinSchluß der Sitzung das Wort erhielt, las er eine Erklärung Induſtrie einen besonders günstigen und billigen Berkehrsweg mit so gestärkter Stimme und so rotem Gesicht ab, daß seine verschafft. Die mit dem Finanzministerium in enger VerFreunde besorgt an einen drohenden Schlaganfall dachten. bindung stehenden Berl. Pol. Nachrichten" geben mut, nach Und dann verschwand er nachdem er mit dem ihm eigenen dem in der Kommission des Abgeordnetenhaufes die Kanal Tattgefühl durch seine Erklärung alles bestätigt hatte, wo- vorlage abgelehnt worden ist, zu, daß diese Bedenken der Schlesier gegen er sich verwahren wollte. Juod nicht unberechtigt sind. Sie schreiben: 12. Briefe Lord Salisburys an den britischen Botfchafter in Washington vom 5. März und 18. Mai 1896 wegen Abschlusses eines Schiedsgerichtsvertrages; Vereinigten Staaten, der zwar abgeschlossen, aber nicht ratifiziert 13. Schiedsgerichtsvertrag zwischen England und den worden ist; 14. allgemeiner Schiedsgerichtsvertrag zwischen Italien und 15. Artifel 55 und 58 der am 2. Juli 1890 auf der Brüsseler Konferenz unterzeichneten Generalakte; 16. Artikel 23 der Weltpostkonvention vom 4. Juli 1891; 17. vom Juftigtongreß 1892 in Matrid angenommene Beschlüsse; Argentinien vom 25. Juli 1898;'" 18. Schrift Descamps über Schiedsgerichte. Die Herren lönnen also im Staub historischer Aften fictief waten. Die stupende Gründlichkeit erinnert sehr an das Zeitalter der Perrücken. Und dabei sind die Verhandlungen noch nicht einmal auf diese Dokumente beschränkt. * Reizvoll plaudert der Specialforrespondent der Frankf. 3ig.", fvie es im Haag bei Zusammentritt der Friedenskonferenz" aus schaut. Er schreibt am 16. Mai: " Vice= In der Beratung des Invalidengesezes blieb der Reichs- Es erscheint als eine Forderung ausgleichender Gerechtig feit, Schatten und Licht zwischen den beiden Mitbewerberi tag in§ 51 stecken, der von den Rentenstellen handelt durch die Herstellung wenigstens annähernd gleichwertiger Verkehrseiner neuen Verwaltungsbehörde, die das Invalidengeset verbindungen für Schlesien mit Berlin und Umgegend möglichst schafft. Um dieſe Rentenstellen nun ist der Hauptkampf wieder gleich zu machen. Eine solche gleichwertige Verkehrsbesserung würde in der entbrannt. Die Junker hoffen sie für bureaukratische Diktatur verwerten zu können; die Manchesterleute wollen von der Ausgestaltung des Wasserweges von Kosel bis Neuerung garnichts wissen wir Socialdemokraten wollen Berlin bis annähernd zur Leistungsfähigkeit des hein- Elbesie demokratisch gestalten. Da wogten denn die Meinungen Stanals zu erblicken sein. Boraussetzung für ein solches Unternehmen würde natürlich einerseits die technische Ausführbarkeit, andererseits hin und her. die Wirtschaftlichkeit der Wasserstraße sein. Beide Seiten der Mitten in das Tohuwabohu fiel ein Antrag des fonser Sache sind noch keineswegs ausreichend aufgeklärt; ihre ErWas aus dem Frieden werden wird, weiß ich noch nicht. Die vativen 2öbell, der die Rentenstellen nur auf die Industrie- ledigung hängt vielmehr noch von umfangreichen Vorarbeiten Konferenzdelegierten kommen erst nach und nach an; zur Stunde bezirke eingeschränkt haben will. Dieser unglückliche Antrag ab, welche sich nicht aus dem Aermel schütteln lassen. Mit diesem fehlen noch mehrere, insbesondere die Merikaner und die Chinesen. Und wie fann man irgend etwas Definitives über den führte zum Hammelsprung und zur Konstatierung der Beschluß Borbehalt erscheint es aber diskutabel, die Frage von Kompensationen für die schlesische Montan- und Eiſenindustrie gegenüber den RheinFrieden sagen, so lange die Merilaner und die Chinesen noch unfähigkeit. nicht da sind? Das einzige also, was ich bis zur Stunde mit Damit war der Reichstag erlöst, und um 3 Uhr ging Elbe- Kanal, die sich übrigens auch in der Richtung der Anlegung Gewißheit weiß, ist, daß wir hier sizeu und frieren. Das ist er in die Pfingstferien bis zum 6. Juni; dann soll von Schleppbahnen bewegen könnten, näher zu treten. Also Kompensationen für die schlesische Montanindustrie. Wenn wirklich und wahrhaftig kein Wetter für eine Friedenskonferenz. die zweite Lesung der Invaliditätsnovelle zu Ende geführt aus dieser Absicht der Regierung nur die ostelbischen Agrarier nicht Warum nur der liebe Herrgott von oben so ein böses Gesicht macht werden. auch die Notwendigkeit von Kompensationen für die notleidende Landzu diesem internationalen Kongreß? Vielleicht, weil man den Papit wirtschaft herleiten und beweisen werden, trotzdem die Agrarier durch ausgeschlossen hat? Kurzum, während draußen in Europa allenthalben den Kanal eher gewinnen, als verlieren. Wer Herrn Miquel und seine Lenzeslüfte wehen, ist hier noch Winter oder schon Herbst. Ein falter Das Abgeordnetenhaus nahm heute in zweiter und dritter Ergebenheit vor dem deutschen Agrariertum fennt, der muß auWind weht durch den Haag, der an den Fenstern und Thüren Lesung den Gesetzentwurf betreffend die Bewilligung weiterer Staats- gesichts der Mitteilungen seiner Storrespondenz ſehr mißtrauisch rüttelt, die Blüten von den Bäumen herabbläst und in den friedlichen Wyver große unruhige Kreiſe hineinzeichnet. mitte gerbein taattimen Betrieben be nicht ber umfall vor den agrarischen Beutepolitikern eingeleitet den Bäumen herabbläft und inmittel zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse werden. Sollte durch die Nachgiebigkeit gegenüber den Industriellen Und es regnet, regnet, regnet. Es ist eine wahre Verschwendung, schäftigt find, und von gering besoldeten Staats- werden? daß so viel Wasser vont oben in diese Grachten hier Junkerliche Socialpolitik. Jm preußischen Abgeordnetenhaus hineingeschüttet wird, die doch wahrlich schon genug enthalten. Es beamten unverändert an. Aus der Debatte ist nur die Rede des ficht aus, als wolle der Himmel an den landesüblichen Reinlichkeits- fonservativen Pastors Scha II zu erwähnen, der sich gegen die Erbestrebungen sich dadurch beteiligen, daß er das Wasser wäscht. Bei richtung villenartiger" Gebäude für Arbeiter aussprach, weil der haben die Abgg. von Pappenheim( fons.) und Genossen den dieser Kühle und Feuchtigkeit ist der einzige Ort, in dem man überreichliche Komfort in den Städten dann den Abzug der Arbeiter Antrag eingebracht, die Regierung zu ersuchen, baldigst einen Gesezsich wohl fühlt, der große Salon tes Hôtel des Indes; denn hier vom Lande noch mehr fördern würde. Selbst solche Weisheit ist im entwurf, betreffend Fürsorge für Arbeitslose, vorzulegen, welcher auf der Grundlage a) der Einführung von Arbeitsnachweisen preußischen Junkerparlamente nicht mehr neu. Schnupfen holen werden.... zut Abgeordnetenhans. SHED Nach allem, was der Kurs Posadowsky lehrt, ist es nun fast zweifelsohne, daß diese Reformen entweder diesen Namen überhaupt nicht verdienen oder, wenn sie wirklich einige Besserungen bringen, daß dann doppelt und dreifach Verschlechterungen nicht fehlen werden. brennt ein mächtiges Feuer im Kamin. Wenn die Konferenz Der Rest der Sizung war der Beratung von Petitionen ge- für Arbeitslose an den Orten, an denen ein Bedürfnis besteht, auf ihr eigenes Behagen Bedacht nehmen dürfte, so müßte widmet. Eine längere Debatte entspann sich nur über die Petition b) sowie der Bestrafung des Mißbrauchs solcher Einrichtungen c) endlich einer Beteiligung des sie vor diesem Kamin ihre Sigungen abhalten. Da fie aber Provinzen und Der Kreise an den Kosten zum Wohle der Völker im Haag zusammentritt, wird sie sich des Berliner Frauenvereins betreffend die Zulassung der feitens der Arbeitslojen, Frauen zum Universitätsbesuch und zu den Staats- Staats, der wohl oder übel nach dem Huis ten Bosch hinaus bequemen prüfungen. Während der Kommissionsantrag auf Uebergang zur dieser Einrichtung und den Bedenken Rechnung trägt, welche müssen, das bereits zu ihrem Empfange eingerichtet ist. In den Sälen dieses von Wald umgebenen Sommerpalastes herrscht Steller Tagesordnung lautete, beantragte Abg. Wetekamp( fri. Vp.) feiner Zeit der Verabschiedung des Gesetzentwurfs von 1895 Tuft. Der russische Hauptvertreter, der bald achtzigjährige Herr Heberweisung an die Regierung als Material. Auch diese Debatte entgegenstanden. Das Gesetz, um das es sich hier handelt, ist der b. Staal, liegt heut bereits zu Bett, weil er sich das Huis ten glaubte Herr Schall nicht vorübergehen zu lassen, ohne sich eine 1895 eingebrachte Entwurf über die Verpflegungsstationen, der Kosten für die Stationen tragen soll. So arbeiterfreundlich der Bosch gestern nur angesehen hat. Für die alten Herren, welche neue Blamage zuzuziehen. Er brachte es fertig, den bekannten der an dem Beschluß des Hauses scheiterte, daß der Staat ein Drittel Aufruf der schämigen Hallenfer Studenten gegen unter den Kongreßmitgliedern sich befinden, bilden die Sigungen das gemeinsame Medizinstudium von männlichen und weiblichen Antrag der Konservativen auf den ersten Blick erscheinen könnte, fo draußen im Waldhaus eine wahre Lebensgefahr. Einer von ihnen hat mir heute mitgeteilt, er werde sich zu den Debatten der Friedens- Studierenden als einen Ausfluß sittlicher Gesinnung verbirgt sich hinter dem harmlosen Wortlaut doch die grimmig ste zu preisen und konferenz anziehen, wie wenn er zur Jagd ginge. Wenn also auch Frauenkurse für weibliche dem Verlangen nach Errichtung besonderer Arbeiterfeindlichkeit, da der Antrag im Grunde darauf Studenten der Medizin Ausdruck hinausläuft, die Aermsten der Armen den Junkern tributpflichtig zu die Konferenz vielleicht im allgemeinen resultatlos verlaufen dürfte, der Redner machen und dem ostelbischen Junkerparadies billige Arbeitskräfte In offensichtlicher Verwechslung geben. so dürfte das nächste pofitive Ergebnis jedenfalls das sein, daß tribüne des Barlaments mit der Kanzel weiterte er sodann zwangsweise zuzuführen. zahlreiche Mitglieder der europäischen Diplomatie sich dabei einen gegen die„ Viclwisserei und Streberei" der Frauen und führte der Zur Reform der Versicherungs- Gesetzgebung des Reiches Heinen, bereits bei den ersten Worten des frommen Herrn in hat Staatssekretär Graf Posadowsky in der Gewerbekommission des Für den Berichterstatter ist sonst bisher hier nicht viel zu tiefen Schlaf versunkenen Gemeinde die Gefahren vor Augen, die Reichstages am Donnerstag angekündigt, daß für die nächste Session bolen. Man kann, wenn man darin eine Genugthung findet, mit dem Vaterlande aus den Bestrebungen der Frauen nach Erweiterung eine Reform des Unfallversicherungs- Gesezes und für jedem Konferenz- Delegierten reden; aber jeder beginnt das Gespräch ihres Wirkungsfreises erwachsen. Eine treffende Abfuhr erteilte dem die zweitfolgende Session eine Reform des Krantenversiche= inweigerlich mit der Versicherung, daß er einem nichts sagen fann. Kennt man die Delegierten nicht persönlich, so sagen sie einem konservativen Bielredner der Abg. Dr. Langerhans( fr. p.), rungs- Gesetzes in Aussicht genommen sei. natürlich nichts; die anderen erklären, daß sie einem gerade deshalb der ihm den guten Rat gab, nicht über Dinge zu reden, von denen nichts sagen, weil sie einen kennen. Auf diese Weise habe ich bereits er nichts verstehe. Das Resultat der Verhandlung war die Annahme des Kommissionsantrages. eine Reihe von Aeußerungen über das Wetter gesammelt, welche Die übrigen Petitionen boten kein allgemeines Interesse. Die von den Vertretern verschiedener europäischer Nationen stammen. Auch nächste Sigung des Hauses findet am 6. Juni statt.-tann ich ans maßgebender Quelle mitteilen, daß Haag eine schöne Stadt ist. Endlich darf ich wohl, mit aller gebotenen Vorsicht, die Enthüllung machen, daß der Vertreter einer europäischen Großmacht heute morgen zwischen nenn und zehn Uhr ausgegangen ist, um seinem Hunde einen Maulforb zu laufen.( Staunenswerth, aber wahr!) Dabei wimmelt es hier von Zeitungskorrespondenten und in dem nur noch ein Geheimnis bleibt, ob Herr Bazzani im Aufjeden Tag kommen neue an, Vertreter deutscher, österreichischer, eng- trage irgendwelcher Scharfmacher oder als Privatunternehmer gefischer, russischer, italienischer, franzöfifcher, amerikanischer Blätter. handelt hat, ist den ehemaligen Ausbeutern der plumpen Poffe recht Je mehr Journalisten eintreffen, um so fester verschließen sich die Thüren fatal. Aber nicht nur die engeren Stummfreise bemühen sich jetzt, - obwohl dieselben vom ersten Tage an so fest verschlossen waren, glauben zu machen, man habe damals schon der Angelegenheit daß man von einer Steigerung der Unzugänglichkeit eigentlich faum feine jonderliche Bedeutung beigelegt. Die National- Beitimg" stellt reden kann. Eigentlich ist es recht komisch, daß diese Konferenz, der Behauptung des Vorwärts" gegenüber unbefangen" fest, daß welche zusammentritt, um die Völker zu beglücken, sich so sehr davor zur Zeit des Bombenschredens überhaupt keine Hege gegeu Das glaubt doch fürchtet, daß einer am Ende gar herausbekommten könnte, was sie die Socialdemokratie" stattgefunden habe. eigentlich treibt. Man will den Frieden sichern, aber niemand soll die National- Beitung" felber nicht, daß irgend ein Attentatsohne daß auftauchen faim, ohne es erfahren. Oder deutet diese Furcht vor der Oeffentlichkeit etwa gerücht auftauchen daß unsere Umsturzjobber darauf hin, daß manche mit Absichten hergekommen sind, die sie die wahuwißigsten Spekulation zur Ausrottung der Socialdemokraten nicht laut auszusprechen wagen? Liebenswürdiges Entgegenkommen betreiben. Die" Post" konstruierte z. B. im Oktober des Vorjahrs finden die Vertreter der Presse im holländischen Ministerum des einen kansalen Zusammenhang zwischen der Gewerkschaftsrede bes Auswärtigen. Der Sekretär des Ministers thut für die Journalisten, Genossen Fischer auf dem Stuttgarter Parteitag und den Bazzani was er fann; es ist nur schade, daß es nicht in seiner Macht steht. Bomben, um dann die alte Ruzanwendung daran zu knüpfen, daß viel zu thun. Der Direktor des Protokolle, der im Kabinet der man den Anarchismus nur dann wirksam bekämpfen kann, wenn man Königin" seine Funktionen ausübt, ist weniger umgänglich. zugleich den Socialismus in der Wurzel trifft." Die Berliner Vor allem scheint dieser bedauernswürdige Funktionär von der Angst Neuesten Nachrichten" der Laura von Kardorff sahen bei gequält zu fein, fich zu kompromittieren. Er wägt seine Aeuße- berartigen beftialischen Unternehmungen" die Scheidegrenze zwischen rungen vorsichtig ab, um der europäischen Preffe jede Möglichkeit Socialdemokratie und Anarchismus der That verwischt. Die zu nehmen, Kommentare daran zu knüpfen; und wenn man ihn, Kreuz- 3eitung" schrieb: beispielsweise nach einer Hausnummer fragt, so wird er sie vielLeicht nennen, nachdem er die Ueberzeugung gewonnen hat, daß Deutsches Reich. Die Aufdeckung des Bombenschwindels, " Kaum ist die in Alexandrien erfolgte Verhaftung italienischer Anarchisten bekannt geworden, so fühlt auch schon der Vorwärts" Etwas von ,, chriftlicher Duldsamkeit. Der Kongreß der christlichen Gewerkvereine, der in den Pfingsttagen in Maing stattfinden soll, ist für die socialdemokratische Presse ge= perrt. Die Redaktion unseres Kölner Parteiorgans, der Rhein. Zeitung", hatte um die Ausstellung einer Berichterstatterkarte ersucht. Am Mittwoch ging ihr folgende Antwort des Vorsitzenden des norddeutschen Komitees der christlichen Gewerkvereine zu: Gewerfverein christlicher Bergarbeiter Deutschlands. Altenesien, 16. 5. 1899. Herrn Redacteur Dr. A. Erdmann zu Köln a. Rh. In Erledigung Ihrer Zufchrift an die Redaktion der„ Westdeutschen Arbeiterzeitung zu M.- Gladbach, betreffend den Mainzer Stongreß, teile andurch mit, daß vom selben die socialdemokratische Breffe ausgeschlossen ist. Achtungsvoll Aug. Brust. Aus dieser Antwort ist nicht zu ersehen, von welcher Stelle bestimmt worden ist, daß der socialdemokratischen Presse der Zutritt verwehrt sein worden ist, daß der focialdemokratischen Presse der Zutritt verwehrt sein soll. Man kann nicht gut annehmen, daß Herr August Bruft aus feiner Machtvollkommenheit diese Verfügung getroffen hat, obwohl. diesem am meisten unduldsamen der christlichen, Gewerkvereinsführer das schon zuzutrauen ist. Ein netter Arbeiterkongreß, auf dem die Unternehmerpresse Zutritt hat, während die Presse, die den weitaus größten Teil der deutschen Arbeiterschaft vertritt, ausgeschlossen ist.Der Poet der Berliner Oberbürgermeisterfrage, Major Lauff, hat gestern vom Raiser sein großes Bild mit eigenhändiger Unterschrift erhalten. Herr v. Frege, der edle Mäcenas der Preßjünglinge, ist durch bie Reichstagsverhandlungen am Donnerstag, wie man uns be haben. wird diesmal 1 Frankreich. Resolution geeinigt, das politische Stimmrecht allen denen Das kommunale haben, um so wenigstens Paris, 18. Mai. Der Figaro" veröffentlicht das von zu geben, die " 1 richtet, so start verstimmt worden, daß er sich mit dem Gedanken Picquart der Antlagetammer gestern überreichte einen Fortschritt zu erzielen. Es sei gefährlich, dem Verträgt, den Schauplatz seiner Thätigkeit zu verlegen. Er will sich in Memorandum. In der Widerlegung der Hauptanklagen: Mit langen politisch reifer Menschen nach Wahlbethätigung dauernd Destreich naturalisieren lassen, um das Präsidium des niederteilung von Schriftfiliden der Esterhazy- Dreyfus- Aften, Fälschung ein Hindernis in den Weg zu legen. Gerade das Wohl des öftreichischen Landtages zu übernehmen- ein Amt, zu dem ihn und Benutzung von Fälschungen legt Picquart dar, daß erst nach dem Staates erfordere die Erweiterung. Er sei Anhänger des allgemeinen allerdings seine eigenartige Sprachgewandtheit trefflich befähigt. Uebrigens hat Herr v. Frege auch dem„ Westfälischen Merkur" Zeitpunkt, an dem er zu seinen Vorgesezten von der Schuld Ester- Stimmrechts, wolle aber sich schon mit einer Erweiterung begnügen. Uebrigens hat Herr v. Frege auch dem„ Westfälischen Merkur" hazys und der Unschuld des Dreyfus sprach, die Machenschaften Stimmrecht erhalten. Andere Redner wiesen die Irrtümer des Auseinen Brief ins Haus geschickt, in dem er versichert, weder blaß hazys und der Unschuld des Dreyfus sprach, die Machenschaften Boethius fordert, daß auch die Kleinbesitzer und Ärbeiter gegen ihn begannen. Picquart bemüht sich darzuthun, daß diese geworden zu sein, noch ein überflüssiges Wort gesprochen zu machenschaften Boisdeffre und Gonse bekannt waren. Erst nach dem schusses über ausländische Wahlrechtsverhältnisse nach, Belgien habe Es ist interessant zu erfahren, daß Herr v. Frege in dem Drohbrief Henrys, der nach Tunis gerichtet war, habe er seinen Freund allgemeines, wenn auch nicht gleiches Stimmrecht 2c. Eine große AnLeblois zum Advokaten genommen und ihm die Schriftstücke zur zahl von Rednern sprachen sich für kleinere oder größere Reformen aus. fritischen Augenblick sofort einen Spiegel zur Hand gehabt hat, be- Berteidigung übergeben, welche ihm die Ueberzeugung von der Sahlin dagegen stimmt dem Ausschußvorschlag zu, da„ durch merkt dazu die„ Volkszeitung". Unschuld des Dreyfus beigebracht hätten. Alle mitgeteilten Briefe Erweiterung des Stimmrechts die internationalen Elemente Macht bekommen würden". In demselben Sinne sprach sich seien Privatbriefe gewesen, über die er frei verfügen konnte. Ueber macht bekommen würden". Für die Landtags- Wahlen in Sachsen das Petit Bleu" habe er nichts mitgeteilt, hierüber habe erst der ebelius aus, die Bauerngrundbesiger dürften nicht zu Gunsten der Fabrikarbeiter in den Fabrifdistrikten um ihren politischen Einfluß beginnen bereits die Vorbereitungen. Schon macht die Regierung Esterhazy- Prozeß Kenntnis verschafft. die Auslegung der Urwählerlisten für den 15. Juni bekannt. Die Der„ Voltaire" veröffentlicht den Wortlaut der beiden Depeschen kommen. Einen oder zwei Socialdemokraten könne man wohl in fächsischen Parteigenossen müssen deshalb bereits die Arbeit beginnen, des Hauptmanns Dreyfus vom 8. und 9. Januar, in welchen er die die Kammer lassen. Das sei besser, als wenn sie nur draußen, wühlen". die bei dem Dreiklassensystem vielerlei Schwierigkeiten bietet. Es von der Kriminalfammer an ihn gestellten Fragen be- Mehr aber sei vom llebel. Schließlich sei die Rede unferes Parteigenossen in Sachsen besteht Drittelerneuerung in antwortet. Dreyfus bestreitet, ein Schuldbekenntnis abgelegt Branting furz hervorgehoben. Der Standpunkt seiner Parteifei bekannt: 28 Wahlkreisen gewählt. Darunter befinden sich vier, deren Man- und die Erklärung abgegeben zu haben, er habe Dokumente aus allgemeines, gleiches Wahlrecht ist der Grundpfeiler für jede moderne Staatsverfassung. In unseren Augen nimmt sich das Gutachten des Ausdate bisher in unseren Händen waren. Es sind dies der fünfte geliefert, um andere zu erhalten. schusses antiquiert aus und ist nur Heuchelei, um das Machtgelüfte zu beTresdener Kreis, vertreten durch Genossen Gruner, der Stadtkreis Paris, 17. Mai.( Eig. Ber.) Im Kampfe gegen das Haft- mäntelu. Er sei auch für das Frauen Stimmrecht, aber da sie Meeran- Limbach, vertreten durch Genossen Grünberg, der ländliche Kreis pflichtgefch hat das Unternehmertum nun doch einen kleinen Erfolg selbst es noch nicht fordern, ist diese Frage nicht so dringend, wie die in der Umgebung Leipzigs, vertreten durch Genossen Goldstein, und der erzielt. Nachdem der Senat eine Resolution auf umbestimmte Ver- Erweiterung des männlichen Stimmrechts. Man fürchtet das allgemeine ländliche Kreis Hartenstein- Wildenfels, vertreten durch den Genossen tagung des Gesetzes mit großer Mehrheit gegen den Willen der Stimmrecht, weil es den Arbeitern die Macht geben würde. Paul Horn. Namentlich in den beiden letztgenannten Kreisen sind Regierung votiert hatte, beschloß die Kammer am 16. Mai die schnell geht das nicht! Haben sie sie im Auslande, wo es allunsere Genossen unter dem früheren Wahlsystem mit sehr starken Bertagung des Gefezes bis zum 1. Juli 1899. Das Unternehmer gemeines Stimmrecht giebt? Jit in Deutschland mit seinen zwei Majoritäten gewählt worden, Goldstein z. B. mit 2553 gegen tum gewinnt so zunächst einen weiteren Monat im Vergleich mit Millionen socialdemokratischen Wählern die Macht in die Hände 1217 Stimmen. Das feine Klassensystem wird diese Wolfsmehrheiten dem gefeßlich bereits festgelegten Datum des Inkrafttretens. der Arbeiter übergegangen? In Dänemark liegt es ebenso. von der Vertretung der Kreise ausschließen und sie der Minderheit Diesem chnischen Beschluß dienten als Vorwand die Interessen Man wartet darauf, daß außerhalb der Reichstagsmauern etwas in die Hände spielen. Auch unter den Kreisen, die bisher in den der kleinen Unternehmer. Für diese soll die Versicherung bei den geschehen soll. Und in der That, wenn dem Willen des ganzen Händen der Gegner waren, befinden sich einige, die diese mur noch privaten Versicherungsgesellschaften ruinös sein. Das Ministerium Voltes ein ständiges Nein entgegengesetzt wird, kann es dahin mit genauer Not behaupteten und die unter dem früheren, gewiß hat daher ein Ergänzungsgesetz eingebracht, wodurch der Wirkungs- tommen, daß die Arbeiter ihre gewerkschaftlichen Ornicht idealen Census- Wahlsystem diesmal sicher von uns genommen freis der bestehenden nationalen Unfallversicherungskasse auch auf worden wären; zum Beispiel zwei Leipziger Stadtkreise, die die die Betriebsunfälle im Sinne des Haftpflichtgesetzes ausgedehnt ganifationen zur Erringung politischer Macht gebrauchen. Konservativen mur mit 62, bezw. 300 Stimmen Mehrheit zu be- wird. Die Regierung versicherte jedoch, daß die nationale Kasse In der Abstimmung fielen sodann alle Anträge auf Erweiterung haupten vermochten und noch einige andere. Durch den Mißbrauch schon mit dem 1. Juni im stande sein würde, die neue Versicherung des Stimmrechts. Beide Kammern verweigern die vom Volke verihrer llebermacht im Landtage haben sich die Konservativen auch in Angriff zu nehmen. Eine Bertagung war also überflüssig. Langte Stimmrechtsreform. diese Kreise wieder gesichert. Die fächsischen Parteigenossen werden Thut nichts! Die Unternehmer bekamen dennoch einen weiteren ihnen den Raub aber sicher nicht leichten Kaufes überlassen. Sie Monat Schonzeit. Die socialistischen Redner warfen mit Recht der werden die Gelegenheit tüchtig ausnutzen, um die Bevölkerung über Regierung vor, die Kabinettsfrage nicht gestellt zu haben. Im die Klassenwirtschaft der kapitalistischen Parteien in den Fragen der Interesse der Arbeiter riskiert ein Dupuy das Ministerportefeuille am Landesgesetzgebung aufzuklären. Sie werden auf Grund des auf wenigsten. der Landeskonferenz gefaßten Beschlusses alles daran setzen, um die Es ist übrigens nur der energischen Einmischung der socialisti gesamte dritte Wählerklasse möglichst um unsere Fahne zu scharen ichen Fraktion bezw. den zahlreichen Protesten der organisierten und so die Abgeordneten, die von den Reichen und Wohlhabenden Arbeiter, auf welche sich unsere Redner berufen konnten, zu vergewählt find, als Nicht- Wolfsvertreter, als Klassenvertreter vor aller danken, daß die Bertagung nur für einen Monat votiert wurde, nachdem bereits in der gleichen Sitzung ein früherer Antrag, der eine Welt zu kennzeichnen.umbestimmte Bertagungszeit bedeutete, mit 274 gegen 251 Stimmen Ausland. Oestreich- Ungarn. angenommen war. Jetzt ist die Reihe an den Senat, die rücksichtslose, weil vom allgemeinen Wahlrecht unabhängige Vertretung des UnternehmerDie Friedenskonferenz im ungarischen Abgeordnetenhause. tumms. Die Proteste der organisierten Arbeiter dürften den Senat Im Abgeordnetenhause interpellierte am Donnerstag Ugron über die zwingen, nicht über die Vertagungsfrist von einem Monat hinausHaager Friedenskonferenz und wies in der Begründung seiner Inter- 3ugehen tros seiner früheren Resolution. pellation darauf hin, daß ganz Ungarn die Friedensaktion mit Frende beAm Schluß der Kammerfigung erinnerte noch Genosse Sembat grüße. Redner gab seinen Sympathien für Finnland Ausdruck und an die Möglichkeit eines allgemeinen Streits im Falle der führte aus, es sei unverständlich, wie der Kaiser von Rußland einerseits umbestimmten Bertagung oder der Vereitelung des Haftpflichtführte aus, es sei unverständlich, wie der Kaiser von Rußland einerseits Gefeßes. Insbesondere die Weltausstellungs- Arbeiten, die ohnehin Beweise seines edlen Herzens geben könne, andererseits aber zulaſſe, bei den Bariser Gewerkschaften Streifstimmungen erzeugen, zwingen daß den armen Finnländern die Verfassung geraubt werde. gron die Regierung, auf die Streifdrohungen zu achten. richtete schließlich an den Ministerpräsidenten folgende Anfrage: Mit Hinblick darauf, daß diejenigen Staaten, die zum Haagerwendung Zwei socialistische und linksradikale Anträge verlangten die AnFriedenstongreß geladen find, jedoch keine Vertreter dorthin entfandt wendung der Vertagungsklausel ausschließlich auf die kleinen Unterhaben, nicht als erschienen betrachtet werden und kein Stimmrecht nehmer( bis zu 50 beschäftigten Arbeitern), mit deren Interesse sie ausüben können, ferner mit Rücksicht darauf, daß das nicht erschienene des Vertagungsmonats verunglückten Arbeiter aus staatlichen Mitteln. ja angeblich gerechtfertigt wurde, und die Entschädigung der während Montenegro trotzdem sein Stimmrecht ausüben will, und schließ- Der Handelsminister aber verlangte und erhielt die Ausscheidung" lich mit Rücksicht darauf, daß, falls es jetzt anerkannt wird, daß der beiden Anträge aus dem Ergänzungsgesetz. Das soll ihm, wie Rußland Agent und Vertreter Montenegros ist, späterhin sich die benachbarten Staaten in allen auswärtigen Angelegenheit statt er versicherte, ermöglichen, eine rasche Erledigung des ErgänzungsMontenegro Rußland gegenüber sehen werden, frage ich, ob es gefeges im Senat zu erzielen. wahr ist, daß Rußland auch an Stelle Montenegros auf dem Kongresse abstimmen wird und was die Delegierten Oestreich- Ungarns gethan haben, um dies zu verhindern. " " = Der Beamte des Strafgerichtes, Dr. Fraiß, Graz, 18. Mai. der sich an der Los von Rom Bewegung" äußerst rege beteiligt hat, wurde wegen Hochverrates verhaftet. Aus dem steirischen Landtag. Bei Beginn der Debatte über das Budget verließen am Donnerstag die Slovenen den Saal, die Slovenen infolge der Einstellung von 20 000 Gulden in das nachdem der Stellvertreter des Landeshauptmanns erklärt hatte, daß Budget für das deutsche Gymnasium in Cilli und zu Subventionen für den deutschen Schulverein an der Debatte nicht teilnehmen würden. Schweiz. England. Rußland. So Stimmungsbild zur Friedenskonferenz.„ Daily Mail" meldet aus Petersburg, daß der russische Kriegsminister augenblicklich die Einführung eines neuen Geschützes für die Artillerie studiere, mit welchem 20 Schüsse in der Minute abgegeben werden tönnen. Afrika. Verhaftungsaffaire. Ob es sich bei den Verhaftungen von Engländern um eine wirkliche Verschwörung oder nur um eine Spizelgeschichte handelt, dazu arrangiert, die Wahlreform für die wird gemeldet, es erscheine zweifellos, daß die in Johannesburg ver= Uitlanders zu hintertreiben, ist noch nicht entschieden. Aus Kapstadt hafteten Leute weder irgend welchen Rang, noch irgend welche Stellung einnehmen. In gut unterrichteten Kreisen Kapstadts und Johannesburgs soll nach derselben englischen Quelle der Eindruck herrschen, daß das angebliche Komplott nicht nur dem Geheimdienst der Republik bekannt war, sondern von demselben auch be= günstigt wurde. eines Urteils über die Affaire enthalten müssen. Man wird sich, bis nähere und sichere Nachrichten vorliegen, eines Urteils über die Affaire enthalten müſſen. Prätoria, 18. Mai. Die Regierung hat dem Volksraad einen Gesetzentwurf vorgelegt, welcher den Ausländern nach einem Aufenthalte von 9 Jahren in Transvaal alle Bürgerrechte verleiht. Parlamentarisches. Gewerbe- Ordnung wurde am Mittwoch§ 139c erledigt. In der Reichstags: Kommission für die Novelle zur Es wurde eine obligatorische Nachtruhezeit von 10 Stunden, in Gemeinden mit mehr als 20 000 Einwohnern für Geschäfte, in denen zwei oder mehr Gehilfen vorhanden, eine elfstündige Pause beschlossen. England in China. Lord Salisbury, der gestern beim Jahres- Für Gehilfen, die im Hause des Prinzipals effen, eine angemessene", für solche, die außer dem Hause essen, eine 11/ aftündige MittagsFestessen der Railway Benevolent Institution" den Borjiz führte, pause. Von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens müssen alle Verwies in einer Ansprache auf den Wettstreit um Eisenbahn- faufsstellen geschlossen sein. Besonders gegen letzteren Beschluß erhob in China hin und spottete über den Staatssekretär Graf Pojadowsky lebhaften Widerspruch, doch die Konzession ent Gedanken, daß das britische Reichsinteresse ernstlich gefährdet Kommission hielt an diesem Beschluß erster Lesung fest. An 40 Tagen werden konnte, weil andere Nationen sich mit den Engländern in im Jahr und in besonderen Notfällen soll gestattet sein, bis 10 ihr das papierne Necht zu teilen suchten, China mit einem Ne abends offen zu halten. Ein Antrag Raab: für die Cigarrenvon Eisenbahnen zu bedecken. Angesichts dieser Rede des Times" aus Peking vom 17. Mai erhöhte Bedeutung. Danach und 7b, welche eine Abänderung des Krankenversicherungs- Gesetzes englischen Premierministers gewinnt eine Drahtmeldung der geschäfte das Offenhalten der Verkaufsläden bis 10 Uhr zu gestatten, wurde abgelehnt. Am Donnerstag wurden die Art. 7a lehnt der russische Gesandte es ab, die Weigerung der chinesischen betreffen, trop Regierung, den Weiterbau der russischen Eisenbahn vertreter beibehalten, welche darauf hinwiesen, daß deswegen nachdrücklichen Widerspruchs der Regierungsnach Peking zu gestatten, entgegenzunehmen. China werde, das ganze Krankenversicherungs- Gesez umgearbeitet werden wenn es bei keiner anderen Macht Unterstützung finde, bald dem müßte. Durch den einstimmigen Beschluß der Kommission Drucke Rußlands nachgeben. Ein Ergebnis der britischen Politik, Bern, 14. Mai.( Eig. Ber.) Im Herbst 1897 stellte Genosse die britischen Interessen im Norden fallen zu lassen, werde ein soll eine bestimmte Erklärung der Regierung im Plenum Wullschleger im Nationalrat den Antrag, den Bundesrat einprovoziert werden. Auf Antrag Hige- Raab- Baffermann- Jacobszuladen, zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten, ob nicht die baldiges Vorrücken der russischen Militärbahn nach Beking sein. Die fötter wurde noch folgender§ 41b beschlossen:„ Auf Antrag von Lohn- und Anstellungsverhältnisse der mindestens zwei Jahre in Chinesen seien in ungewöhnlichem Grade beunruhigt. mindestens ztvei Dritteln der beteiligten Geschäftsinhaber kann für Dienste der Bundesverwaltung stehenden und vollbeschäftigten Italien. eine Gemeinde oder mehrere örtlich zusammenhängende Gemeinden Staatsarbeiter 1700 bis 2000 an Zahl gesetzlich zu regeln Noch ein Attentatsschwindel. Als fürzlich König Humbert durch die höhere Verwaltungsbehörde bestimmt werden, daß in feien. Der Antrag wurde angenommen, worauf der Bundesrat eine Sardinien besuchte, wurde das Gerücht ausgesprengt, man habe Barbier- und Friseurgeschäften an Sonn- und Feſtumfangreiche Untersuchung der einschlägigen Verhältnisse durch einen Attentatsplan entdeckt und es fanden mehrere Berhaftungen tagen ein Geschäftsbetrieb nur soweit stattfinden darf, als eine BeMeinungsäußerungen aller betreffenden Amtsstellen und auch der statt. Wie aus Captiari berichtet wird, sind jetzt die Socialisten schäftigung von Gesellen und Lehrlingen gestattet ist." Damit ist Fabrikinspektoren vornahm und darüber in der letzten Nummer des Rusconi, Garbati und Puligheddu, die kurz vor der Ankunft des die zweite Lesung der Gewerbe- Ordnung 3- Novelle Bundesblattes einen 67 Seiten langen Bericht veröffentlicht. italienischen Königspaares vorsichtshalber" eingesperrt worden beendet. Sofort nach den Ferien soll der Bericht festgestellt werden. Die Tendenz des Wullschlegerschen Antrages geht darauf hinaus, waren, wegen Mangels an Beweisen" aus der Haft entlassen worden. Die Feisinnige Zeitung" will wissen, daß die Regierung die die Arbeiter nach zweijähriger Dienstzeit in eine Beamtenstellung Was eigentlich gegen die drei Männer bewiesen werden sollte, ist in Novelle in der von der Kommission beschlossenen Gestalt für unmit längeren Kündigungsfristen zu bringen, eine allgemeine Dienst ein geheimnißvolles Dunkel gehüllt. Wollte man vielleicht, nach dem unannehmbar erklärt. oder Arbeitsordnung festzusetzen mit der Feststellung der Rechte und Muster des famosen Bombenschwindels von Alexandrien, wieder Pflichten der Arbeiter, Arbeiterkommiſſionen, von den Arbeitern geeinmal ein schaueriges Attentatshiftörchen in die Welt fliegen laffen? Schweden. Der Bergarbeiter- Streit in Belgien. Ueber den Streit, der jetzt als beendet betrachtet werden kann, wird uns aus Brüssel geschrieben: wählt, einzuführen, und endlich den Arbeitern das Recht zu geben, für die Wahl von Vorarbeitern Vorschläge zu machen. Für die Gestaltung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse werden verlangt: 1. Frei- Stimmrechtsdebatte in den Kammern. Die Anträge auf gabe aller Sonn- und Feiertage, wie für die eidgenössischen Beamten Erweiterung des Stimmrechtes, die einem Ausschuß vorgelegen Die Erfolge für die Arbeiter sind nur geringer Art gewesen. In einigen und Angestellten, außerdem des 1. Mai und 14 Tage Urlaub. hatten, fanden in beiden Kammern eine ausführliche Beratung. Der Revieren ist den Unternehmern eine sofortige Lohnaufbesserung von 2. Achtstundentag. 3. Bei ununterbrochenem Betrieb 32 freie Tage, Ausschuß hatte durch Majoritätsbeschluß der Mitglieder der ersten 5 Proz. abgetrost worden, einige haben weitere Lohnerhöhungen in wovon 26 Sonntage jährlich, und drei tägliche Arbeitsschichten. 4. Gleiche Kammer und der Konservativen der zweiten Kammer die sämtlichen kürzester Zeit in Aussicht gestellt. Ob sie dies Versprechen halten Bezahlung der Frauen wie der Männer. 5. Tagelohn für Arbeiter eingegangenen Anträge abgelehnt, in seiner Motivierung fanden sich werden, bleibt abzuwarten. In anderen Revieren dagegen find die über 20 Jahre, die noch nicht 2 Jahre im Dienste des Bundes stehen. die Worte:„ Allgemeines Stimmrecht ist unvereinbar mit einer Arbeiter lediglich mit Versprechungen für die Zukunft abgespeist worden. 6. Jahreslohn für die Firangestellten. 7. Aller 3 Jahre Lohnerhöhung ruhigen und gesunden Geſellſchaftsentwickelung." Es wird auf die Die zugestandenen Lohnerhöhungen sind vollständig ungenügend, die bis zur Erreichung des Maximums. 8. Lohnzuschlag von 25 Proz. Abschaffung des allgemeinen Stimmrechtes in Sachsen hingewiesen, Lage der Arbeiter wesentlich zu verbessern; sie stehen in gar keinem für Ueberstunden, 50 Proz. für Nacht- und 100 Proz. für Sonntags- und auf das Wahlrecht in Preußen, Oestreich, Belgien. Auch in Verhältnis zu der jetzigen Höhe der Kohlenpreise. Die Sieger find arbeit. Bei auswärtiger Arbeit sind Zulagen zu gewähren, welche Bezug auf das kommunale Stimmrecht gingen die Reformer zu also die Unternehmer. die Extraausgaben vollständig deden. 9. Fortzahlung des vollen weit, da es nicht rätlich" sei, die Stimmenzahl zu ver Was hat die Niederlage der Arbeiter verschuldet? Vor allem ist Lohnes bei Krankheit und Militärdienst. 10. Pensionierung arbeits- doppeln. Eine Stimmrechts- Reform fei auch überflüssig, es die mangelhafte Organisation derfelben. Die Organisation ist unfähig gewordener Arbeiter nach 15jähriger Dienstzeit mit 45 des da das Sinken des Geldwertes und das Steigen der Löhne immer schwach und arm, sie hat keine Fonds zur Verfügung. Die meisten bozogenen Lohnes und 6 monatige Fortzahlung der Pension nach mehr Personen des Stimmrechts teilhaftig mache. Den meisten Aus- Mitglieder bezahlen nur 10 Centimes( 8 Pf.) Beitrag pro Monat(!). dem Tode des Mannes an die Witwe. 11. Die Löhne sollen beschußmitgliedern von der zweiten Kanmer war diese Erklärung der Sodann brach der Streit nicht gleichzeitig aus, sondern es ging eine tragen: 4 Fr. pro Tag im Minimum für ungelernte Arbeiter und Majorität des Ausschusses doch zu ablehnend, und sie haben deser- Belegschaft nach der anderen in den Ausstand. Die 5 Fr. für Berufsarbeiter, Jahreslohn für firangestellte ungelernte vationen" dagegen abgefaßt; einige empfehlen Erweiterung des kom letzten begannen den Kampf, als die ersten bereits Arbeiter 1500-2200 Fr., für Berufsarbeiter 1800-3500 Fr. usw. munalen Stimmrechts, andere wollen das Wahlrecht bei einem Ein- wieder zur Arbeit zurückgekehrt waren. In einer Anzahl Natürlich lauten alle mehr oder weniger wohlwollend gehaltenen fommen von 500 Kr. beginnen laffen, aber das Alter auf 25 Jahre von Gruben blieb die Zahl der Streifenden gering, sodaß Gutachten in Bezug auf alle wichtigen Punkte ablehnend, während erhöhen. Boëthius schlägt eine Art belgisches Plural- Wahlsystem vor. der Kohlenmangel im ganzen doch nicht so groß wurde, um die in Bezug auf andere erklärt wird, sie seien bereits im Sinne der In der ersten Kammer sprachen sich einige hocheble Unternehmer zum Nachgeben zu zwingen. gestellten Wünsche geregelt, so die verlangten Lohnzuschläge, gleiche Herren unter Wiederholung der chnischsten Gemeinpläge gegen eine Bezahlung der Frauenarbeit usw. Gegen die fire Anstellung, den Erweiterung des Wahlrechts aus. Die Kammer lehnte alle AnMinimallohn, Achtstundentag, Urlaub usw. werden alle die bereits träge ab. bekannten und abgenutzten Einwände vorgebracht, mit denen die In der zweiten Kammer fand eine lange Beratung privaten Unternehmer schon seit Jahrzehnten die Arbeiterwünsche statt, die bis tief in die Nacht dauerte. Friesen weist nach, daß abweisen. Die Bundesversammlung wird sich auf denselben ab- immer dringender eine Reform gefordert wird. Das beweist die lehnenden Standpunkt stellen wie der Bundesrat, und so den Arbeitern Betition mit 400 000 Unterschriften, ferner daß 9 Ausschußmitglieder wieder aufgenommen werden wird. Die socialistischen Abgeordneten demonstrieren, daß sie im Dienste des Staates ebenso für Ver- von den 10 der zweiten Kammer in ihren Reservationen Reformen fuchen dahin zu wirken. besserungen kämpfen müssen, wie im Dienste des Privatkapitals. Iverlangt haben. Die Stimmrechtsfreunde hätten sich auf eine Die Provinzialkomitees der Bergleute haben in geheimer Stimmenabgabe der bereits bekannt gegebenen Resolution des Nationalverbandes zugestimmt, sodaß der Streit im Centrum, im Lütticher Becken und in Charleroi beendet ist. Dagegen ist der Ausstand im Borinage noch allgemein; es streiken noch über 13 000 Mann, aber es ist anzunehmen, daß auch hier die Arbeit demnächst Partei- Nachrichten. 00 an Deutsches Reich. August 1896 erwiesen habe. Die Unzuverlässigkeit sah das Gericht, Lohnbewegung der Former. Der Streit in Rathenow darin, daß im Geschäft des Beklagten sehr oft Lose verbotener Lotterien Zu der internationalen Proteft- Manifestation, welche die dauert unverändert fort, desgleichen der Streit bei der Firma verkauft worden sind. Vor dem Inkrafttreten der erwähnten Novelle iſt Holländischen Socialdemokraten gegen zarische Friedens- Bezel u. Co. in Torgelow. Ferner find in Torgelow bei der Beklagte unzählige Male wegen derartiger Lotterievergehen bestraft Konferenz organisiert haben, wird Genosse Moltenbuhr als der Firma P. L. Sauer u. Co. wegen einer geringfügigen Lohn- worden, nach ihrem Inkrafttreten nur einmal mit 2000 M. für zwei Vertreter der deutschen Partei gehen. erhöhung Differenzen ausgebrochen. Zweimal wurden Unter- Fälle. Die Untersagung des Losehandels ist bekanntlich erst durch Genoffe Lehmann Dortmund ist nunmehr nach Mannheim handlungen versucht, die jedesmal eine schroffe Abweisung erfuhren. jene Novelle ermöglicht worden, und zwar infolge eines Antrages übergefiedelt, um in die Expedition des dortigen Partei- Organs ein- Daher haben von 107 in der Gießerei beschäftigten Arbeitern 93 ge- des Abgeordneten Hize. Der Beklagte legte Berufung ein. Sein zutreten. Hoffen wir, daß nun, nachdem die beiden angeblichen fündigt. Davon find 58 im Metallarbeiterverband, 14 im Gewert: Anwalt betonte vor dem Ober- Verwaltungsgericht, daß Friedensstörer fort sind, bessere Verhältnisse in Dortmund einziehen. verein( Hirsch- Duncker) und 15 im Centralverein der Former organi- fich H. bei seinem Geschäftsbetriebe im engeren Sinne als ein durchfiert. Nur 4 Mann sind nicht organisiert. Der Rest der Gießerei- aus zuverlässiger Mann gezeigt habe. Das Ober- Verwaltungsgericht Aus dem Saalkreise. In Löbejün wurde als Ersatz für arbeiter wird die Kündigung nachträglich vollziehen. In Ebers- bestätigte jedoch die Vorentscheidung und setzte den die polizeilich verhinderte diesjährige Maidemonstration eine start wal de streifen 9 Former und Gießereiarbeiter und in Reula Streitwert auf 100 000 m. fest. besuchte öffentliche Versammlung abgehalten. Der Abgeordnete bei Mustau' sind ebenfalls Differenzen entstanden. Es wird Ein 12 jähriger Knabe wegen einer Lappalie angeklagt! Kunert referierte über die Stellung unserer Partei zu den bürger- dringend gebeten, den Zuzug von Formern und Gießereiarbeitern Am 22. März d. 3. belustigten sich einige Knaben auf dem Hofe lichen und proletarischen Friedens bestrebungen, sowie über nach Rathenow, Torgelow, Eberswalde und Keula des Grundstücks Ackerstraße 86 mit Schneeballwerfen. Dabei bürgerliche und proletarische Betätigung der Internationabei Mustau streng fern zuhalten. passierte dem 12jährigen Bernhard V. das Mißgeschick, daß ein von lität. Besonders scharf wandte sich hierbei der Referent gegen Auf der Flensburger Schiffswerft haben sämtliche Stemmer ihm geworfener Schneeball die Scheibe eines Kellerfensters zerdie bekannten Schippelschen und Bernsteinschen Kundtrümmerte. Dieselbe hatte einen Wert von 50 Pf. Der wegen. gebungen. Nach sehr ausgedehnter und lebhafter Diskussion, woran wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. dieses Schadens ergrimmte Hauswirt Nitschke lief zur fleinen Bernhard V. wegen Die Errichtung eines Arbeitersekretariats in Bremen sich auch anhaltinische und Hallesche Parteigenossen beteiligten, wurde die nachstehende Resolution einstimmig angenommen: scheint gesichert. Die mit den Vorarbeiten beauftragte Stommiſſion Polizei und zeigte den " Die in Löbejn in öffentlicher Versammlung vereinten Arbeiter erstattete dieser Tage Bericht, worauf von der Versammlung des geblich mutwilliger Sachbeschädigung an, und die Folge daund Arbeiterinnen stimmen den Ausführungen des Referenten zu. Gewerkschaftskartells dem Projekt im Princip zugestimmt wurde. on war, daß der Knabe wegen dieser Lappalie am Mittwoch auf der Anklagebank des Schöffengerichts Plaz nehmen mußte. Der Sie bekunden damit den Entschluß, erstens gegen stehendes Heer Vorläufig follen noch Erhebungen angestellt werden über die Auf- Hauptzeuge gegen den kleinen Delinquenten war der Hausbesizer und. Militarismus, aber für Volkswehr und Miliz einzutreten. bringung der Mittel. Nitschke. Er folgert die Absicht der Sachbeschädigung aus einer Sie bekräftigen damit zweitens den socialdemokratischen Grundsatz, Streik der Bauhandwerker in Stralsund. Nachdem die ihm von anderen Knaben hinterbrachten Aeußerung, wonach V. zu an dem Endziel unserer Bewegung festzuhalten, d. h. das schmäh- Maurer und Zimmerer die Arbeit niedergelegt haben, traten auch seinen Spielgefährten gesagt haben soll: Paßt mal auf, wo ich hinliche Lohnsystem sowie den kulturwidrig gewordenen Kapitalismus zu die übrigen Bauarbeiter in die Lohnbewegung ein. Nunmehr sahen teppere." Fünf kleine Knirpse, die ebenfalls als Zeugen vernommen stürzen und an ihre Stelle diejenige nationale und internationale sich die Arbeitgeber genötigt, den Forderungen der Arbeiter mehr wurden, haben dagegen nicht den Eindruck gehabt, daß V. die Scheibe Gütererzeugung zu sezen, in der alle Arbeits- und Hervorbringungs- Beachtung zu schenken. Am 16. d. M. hielten sie eine Versammlung absichtlich eingeworfen hat. Vielmehr wurde festgestellt, daß er das mittel Eigentum der Gesellschaft sind und der Aufsicht organisierter ab und beschlossen, den Stein- und Kalfträgern auf Banten, wo eine fragliche Kellerfenster gar nicht sehen konnte, da sich zwischen diesem Genossenschaften unterstehen. Erst so wird die gleiche Möglichkeit Lohnerhöhung bis zu 30 Pf. pro Stunde verlangt wurde, einen und seinem Standort ein drei Meter hoher Zaun befand. Die für alle erreicht, ein gesundes, glückliches und menschenwürdiges Stundenlohn von 24 Pf. zu bewilligen. Ueber die Forderungen Kosten der eingeworfenen Scheibe sind übrigens dem Hauswirt durch Dasein zu haben. Weil die Versammlung davon durchdrungen der Maurer und Zimmerer wurde einstweilen noch nicht ver- die Eltern des Knaben ersetzt worden. Nach dem Ergebnis der Beist, protestiert sie energisch gegen alle Versuche, die nach der einen handelt. weisaufnahme beantragte der Staatsanwalt selber die Freioder anderen Seite von gewissen Schwärmern für die Die Bootsleute der Deutschen Elb- Dampfschiffahrts Gesell- fprechung, auf die das Gericht auch erkannte. Der Verteidiger Herrlichkeit des stehenden Heeres und den Befürschaft Sette" hatten in Dresden, Magdeburg und Hamburg Ansprüche hatte beantragt, auch die Kosten der Verteidigung der Staatskasse wortern der Verwässerung unserer bewährten all- auf Lohnerhöhung erhoben und war es infolge dessen zu Arbeits- aufzuerlegen, da es befremdlich sei, daß in diesem Falle übergemeinen Grundsäge gemacht werden. Sie erhebt energisch einstellungen gekommen. Die Direktion hat darauf den Monatslohn haupt eine Anklage erhoben worden sei. Diesen AnEinspruch gegen dieses Beginnen in unseren eigenen Reihen, und auf 90 M. erhöht und 40 Pf. für Ueberstunden bewilligt. Es steht trag lehnte das Gericht jedoch ab. zwar mit dem gleichen Nachdruck wie gegen den nichtswürdigen zu erwarten, daß die Differenzen mit diesen Zugeständnissen beseitigt Versuch des Ausbeutertums, die deutsche Arbeiterklasse unter ein sind und die Bootsleute ihre anfänglich weiter gehenden Forderungen Zuchthausgesetz zu beugen." zurückziehen. Dagegen wird aus Magdeburg berichtet, daß die Neue Socialdemokratische Gemeindewahlfiege in Böhmen. In Norddeutsche Fluß- Dampferschiffahrts- Gesellschaft sämtliche Streifendrei Gemeinden Westböhmens haben die Socialdemokraten bei den den entlassen hat. stattgehabten Wahlen erfreuliche Wahlfiege zu verzeichnen. In Liebenstein bei Eger, wo die Deutschnationalen mit den ChriftlichSocialen vereint vergingen, siegten im dritten Wahlkörper die Socialdemokraten. In Gonizgrün bei Falkenau drangen die socialdemokratischen Kandidaten in allen drei Wahlkörpern durch, so daß die genannte Ortschaft demnächst neben Zech bei Elbogen, wo bereits ein Socialdemokrat als Vorsteher fungiert, die zweite Gemeinde des politischen Bezirkes Falkenau sein wird, wo ein„ Roter" die Stelle des Gemeindevorstehers bekleidet. Wie weit in der Kultur ist doch dieses Oestreich zurück! Bei uns wären socialdemokratische Gemeindevorsteher unter keinen Umständen möglich. Polizeilidhjes, Gerichtliches usw. In Dulkan( Niederrhein) befinden sich 20 Dreher der Firma Tonnar im Ausstand. Da der Streik weitere Ausdehnung erlangen wird, so ist der Zuzug fernzuhalten. über die 1905707 Von der Friedenskonferenz. Saag, 18. Mai. Nachdem der russische Botschafter v. Staal zum Präsidenten der Friedenskonferenz gewählt worden war und den Borsig übernommen hatte, hielt er eine lediglich ceremonielle Anpra che, in der er seinen Dank aussprach für die Lobeserhebungen auf den Zaren. Er sprach von der bezaubernden Anmut Strafe für Verfammlungsbesuch. In der Schloßfabrik von der jungen holländischen Königin, machte einige Anmerkungen und Stengler in Groitsch( Sachsen) wurden am Sonnabendnachmittag für die Wissenschaft. alte Bedeutung Hollands für die Politik Was mich betrifft, so kann ich die 32 Mann ausgesperrt, weil sie an einer Versammlung teilnahmen, Bahl meiner Person für das Präsidium nur damit als begründet die über die Maßregelung eines Arbeiters in dieser Fabrik ver- ansehen, daß ich Bevollmächtigter des Kaisers Nikolaus meines erhandelte. Auch bei der am Abend fälligen Lohnzahlung erhielten habenen Herren bin, der den Gedanken zur Konferenz angeregt hat. die Ausgesperrten nicht den vollen Lohn ausgezahlt. Die Arbeiter In dieser Eigenschaft nehme ich mit tiefer Dankbarkeit die aushaben, erbittert über diese unerhört schroffe Behandlung, die Sperre gezeichnete Ehre an, welche mir der Minister des Auswärtigen erüber die genannte Fabrit verhängt. wiesen hat, indem er mich für das Präsidium vorschlug und die mir In Mannheim ist der Streit der Schuhmacher beendet. Die auch die Mitglieder der Konferenz erwiesen, indem sie diese Wahl Arbeiter erreichten eine Lohnerhöhung von 25 Proz. und die Fest- guthießen." fegung einer 11 stündigen Arbeitszeit. Ebenso ist der Ausstand der Nach Konstituirung des Bureaus wurde ein Antrag Staals, die Zimmerer beendet, die infolge der Maifeier ausgesperrt wurden. Verhandlungen der Kanferenz als geheime zu beSämtliche Gemaßregelte sind wieder eingestellt. handeln, angenommen. Weiter schlug er vor, die nächste Sigung am Sonnabend um 11 Uhr vormittags abzuhalten, um die Kommissionen und Abteilungen zu wählen und das Arbeitsprogramm aufzustellen. Ausland. Ein Schandurteil soll nach Meinung zweier Parteigenoffen in Düsseldorf das Urteil des Dresdener Schwurgerichts gegen die Löbtauer Bauarbeiter sein. Der Posamentier Borgers hatte bei dem Buchdrucker Nau Plakate bestellt und dann angeklebt, auf denen der erwähnten Meinung ohne Umschweife Ausdruck gegeben war. Da man so etwas aber nicht sagen darf, wurden sie auf Antrag des In Nachod( Böhmen) nimmt der Streik der Spinnerei- Arbeiter sächsischen Justizministeriums wegen Beleidigung des Dresdener eine günstige Wendung, in mehreren Spinnereien ist die Arbeit gegen Gerichts Borgers zu zehn Tagen, Nau zu einer Woche Gefängnis eine Lohnerhöhung von 10 Proz. aufgenommen. verurteilt. Damit ist die Schuld gefühnt. Der Streik der Brünner Textilarbeiter. Die Brümer Zur Handhabung des Versammlungsgesetzes in Unternehmer hüllen sich in Schweigen und man darf voraussetzen, Preußen. In Scharnhorst bei Biez( Kreis Landsberg a. W.) sollte daß sie vor Pfingsten wohl kaum mehr eine Entscheidung treffen am 5. März eine öffentliche Versammlung sein, die am 2. März an- werden; die laufende Woche geben fie verloren, und ihre Scharf gemeldet wurde. Der Amtsvorsteher, anstatt die vorgeschriebene macher vertrösten diejenigen unter ihnen, die vernünftigerweise zum Anmeldebescheinigung zu geben, erklärte, er erlaube die Ver- Nachgeben geneigt wären, auf den Dienstag nach Pfingsten. Sonst fammlung nicht. Auf Beschwerde beim Landrat wurde dem ist die Lage unverändert. Die Unternehmer haben eine VerſammEinberufer mitgeteilt, daß der Amtsvorsteher angewiesen worden lung abgehalten, deren Resultat nicht bekannt ist. Jedoch verlautet, sei, die Bescheinigung zu erteilen. Statt dessen teilte der daß die Fabrikanten eine Deputation zum Handelsminister entfenden Amtsvorsteher dem Einberufer mit, daß ihm vom Landrate wollen, und zwar seltsamerweise, um ihn zu ersuchen, statt des ein Verbot der Versammlung zugehen werde. Auf nochmalige Be- Central- Gewerbe- Inspektors Hofrat Klein einen anderen Vertreter schwerde beim Landrat wurde dem Einberufer aufgegeben, noch- nach Brünn zu schicken. mals zum Amtsvorsteher zu gehen, wo er denn auf Grund unserer In Paris haben 3800 Briefträger den Dienst eingestellt. Die Verfügung" die Bescheinigung bekommen werde. Der Amtsvorsteher Auf einem Diner zu Ehren des Geburtstages des Baren in wiesbaden sagte der Kaiser zum russischen Botschafter ge wandt: Mein verehrter Graf, mein Wunsch geht dahin, daß es Seiner Excellenz dem Barou v. Staal und dem Grafen zu Münster, zwei erprobten und erfahrenen Staatsmännern, gelingen möge, auf dem Boden der alten bewährten Tradition, die mein Haus mit dem Sr. Majestät und die das deutsche mit dem russischen Volke verbindet, gemäß den vom Kaiser und mir an beide Herren ergangenen übereinstimmenden Befehlen, die Konferenz so zu führen, daß ihr Erfolg Se. Majestät den Kaiser befriedigen werde. Se. Majestät der Kaiser Nikolaus Hurra!" Lehte Nachrichten und Depeschen. fammer. Der Pariser Briefträger- Ausstand in der DeputiertenParis, 18. Mai. Bei Eröffnung der heutigen Sigung ver war aber nicht anzutreffen und die Bescheinigung nicht zu er- Veranlassung zu dem Konflikt ist auf einen Beschluß des Senats langen. Die Versammlung wurde mun eröffnet in der An- zurückzuführen, der die im Etat angesetzte Summe von zwei Millionen nahme, daß die letzte Zuschrift des Landrats die durch Francs für Aufbesserung der Gehälter gestrichen hat. Die Pariser langen mehrere Deputierte die Regierung über den Ausstand der die Schuld des Amtsvorstehers fehlende Bescheinigung ersetzen Briefträger sind in fünf Abteilungen eingeteilt. Eine Abteilung Briefträger zu interpellieren. Es wird die sofortige Beratung werde. Der anwesende Gendarm erklärte jedoch, es müsse eine Bescheinigung der Ortsbehörde da sein, und da diese fehle, dürfe derselben in Stärke von ungefähr 800 Mann hielt am Donnerstag der Interpellationen beschlossen. Baudry d'Asson richtet an die die Versammlung nicht tagen. Die Versammelten mußten wieder früh eine Versammlung ab. In derselben ermahnte der Unter- hebt die Nachteile hervor, die der Ausstand für den Pariser Handel mit Unter- Regierung die Anfrage, welche Maßregeln sie zu ergreifen gedenkt. Cère auseinandergehen. Am Tage nach der Versammlung tam staatssekretär für Posten und Telegraphen Mougeot die Briefträger, fich bringt. Der Handels- und Postminister Del ombre erwidert, endlich die Anmeldebescheinigung, gleichzeitig aber das Verbot der Versammlung, das sich auf das Herrschen einer Influenza- Epidemie ihren Dienst zu thun. Mougeot kündigte an, er werde veranlassen, daß die Verteilung der Briefe abends wieder regelmäßig erfolgen am Orte und darauf stüßte, daß das Lokal den gesundheitspolizei- daß ihnen eine Antwort auf ihre Forderungen zu teil werde. Die wird. Der Minister ist der Ansicht, daß ein öffentlicher Dienstzweig nicht der Willkür einiger Angestellten preisgegeben werden dürfe, lichen Anforderungen nicht entspreche und von einer großen Ausständigen verhielten sich sehr ruhig. Eine zweite, fast eben so und daß diese unmöglich ihre Beschlüsse dem Parlament und der Menschenmenge nicht benutt werden könne. Thatsächlich ist Regierung aufzwingen fönnen.( Lebhafter Beifall.) Ministeraber nun die große Menschenmenge trok der Influenza- Epidemic starte Abteilung schloß sich den Kundgebungen an. whole Jufolge des Ausstandes stockt der ganze Briefverkehr, auch die präsident Dupuy erklärt, die Regierung werde es nicht zuund trop der mangelhaften Beschaffenheit des Lokals beisammen ge= wesen, ohne daß daraus ein Schaden entstanden wäre; die Gründe Geldsendungen für die großen Bantinstitute erleiden Verzögerung. laffen, daß Staatsangestellte in den Ausstand treten können. des dem Einberufer vorher gar nicht bekannt gewordenen Verbots Wahrscheinlich wird die Kammer auf ihrem Beschluß beharren und Beifall.) Die Verteilung der Briefe werde in Paris wie gewöhnlich weiter erfolgen. Wenn die Briefträger ihren Dienst nicht haben sich sonach als ganz hinfällig erwiesen. wieder aufnehmen, würden sie durch andere ersetzt werden. Der Einberufer verklagte nun den Amtsvorsteher auf Schaden- fo den Senat zwingen, ihrem Beschluß beizutreten. Die Regierung werde sich vor keiner Drohung beugen.( Beifall. Bravorufe. Heftige 8 wischenrufe auf der äußersten Linken.) Die Debatte wird hierauf geschlossen. Die Kammer Sociale Rechtspflege. erfaß. Er wurde mit seiner Klage abgewiesen, weil dem Amtsorsteher teine vorsägliche Amtsübertretung nachgewiesen werden tünnte. Zwar sei die Bersagung der Bescheinigung eine Verlegung des flaren Gefeßeswortlauts und der Amtsvorsteher dafür erfaz- Lehrlingezüchterci. Den Fabrikanten Arnhold hat schon wieder verwirft schließlich mit 400 gegen 177 Stimmen eine von dem pflichtig; da aber die Versammlung rechtzeitig verboten worden sei, einmal ein Dreher- Lehrling verklagt, um die Lösung des Lehrver- Socialisten Miller and beantragte Tagesordnung, in welchem jo jei kein Schaden entstanden und deshalb auch nichts zu enthältnisses zu erzielen. Wie in den früheren von uns berichteten dem Bedauern Ausdruck gegeben wird, daß die den Briefträgern Fädigen. Punktum. neben 14. His 17 geltend gemacht, daß der Best 383 gegen 112, ungen nicht gehalten worden find, und nimmt flagte neben 14 bis 17 Lehrlingen nur wenige gelernte mit 383 gegen 112 Stimmen eine Tagesordnung an, in welcher die ( W. T. B.) Aus der Frauenbewegung. Arbeiter beschäftige und daß seine sechs Dreher Lehrlinge Erklärung der Regierung gebilligt wird. Paris, 18. Mai.( B. H) In Marseille, Lyon und Toulon ein Vierteljahr lang ohne jede fachmännische Aufsicht hätten arbeiten Frauen in der Arbeitskammer. Zum erstenmale stand in müssen. Der Beklagte, der diesmal persönlich vor der Kammer V find die Briefträger gleichfalls in den Streit eingetreten. Holland eine Frau als erfolgreiche Kandidatin zur Arbeitskammer, des Gewerbegerichts erschienen war, verwies darauf, daß er der allgemeine Briefträgerausstand in ganz FrantAbteilung Konfektionsbetriebe, zur Wahl, die vom Näherinnenbunde jest wieder einen Vorarbeiter( Werkmeister") für die Dreherei reich ist für morgen zu erwarten. Paris, 18. Mai.( W. T. B.) Unterstaatssekretär Mouglot be vorgeschlagene Präsidentin desselben, Frau R. Vos. In der nötig engagiert habe. Im übrigen will er sich durch die Praxis auch gewerdenden Stichwahl konkurriert sie mit zehn Kandidaten als zweite, wisse Kenntnisse auf dem Gebiete der Metalldreherei erworben nachrichtigte die Briefträger, daß diejenigen, welche nicht unberindem sich auf sie 197, auf den Meistgewählten 198 Stimmen ver- haben. Der Gerichtshof erkannte jedoch nach dem Klage- Antrage züglich die Arbeit wieder aufnehmen würden, ihre Entlassung ers einigten. Ihre Wahl würde schon im ersten Wahlgange entschieden und verpflichtete den Beklagten, in die sofortige Lösung des Lehr- halten würden. Diese Maßregel hatte kein Ergebnis. Die Postworden sein, wenn nicht eine so große Zahl der organisierten verhältnisses zu willigen. Der Vorsitzende Schalhorn führte aus, verivaltung teilt mit, daß die Erpedition der Post für die Provinzen Näherinnen unter dem wahlberechtigten Alter von 25 Jahren wären, daß nach Annahme des Gerichts der Beklagte bei der großen Zahl der und für das Ausland gesichert sei. Die Verteilung der Post geht während die ebenfalls unter den Konfektionsbetrieb einrangierten Lehrlinge und bei dem fortgesetzten Fehlen eines geeigneten Vertreters langsam von statten. Hundert Municipal- Gardisten sind mit den Gewerbe des Waschens und Bügelns zwar genug volljährige Ar- in der Dreherei nicht in der Lage gewesen sei, für die Ausbildung des Bestellungen unterwegs. Mons, 18. Mai.( W. T. B.) Der Ausstand im Grukenbecken beiterinnen enthalten, die aber leider in sehr geringem Maße orga- Klägers genügend zu sorgen. Aber abgesehen von der Vernachlässigung nifiert und daher, wennschon wahlberechtigt, wenig zur Beteiligung seiner Lehrherrnpflichten, tönne Beklagter den Lehrling schon deshalb von Mons gilt als beendet. Nur 700 Arbeiter find bis jetzt noch an den Wahlen geneigt sind, so daß der Erfolg von Frau Vos von nicht in seinem Betriebe festhalten, weil der junge Mann den Lehr- nicht wieder angefahren. Die nach La Louvière und Charleroi geder Haltung der männlichen Arbeiter abhängt. vertrag nicht mit unterschrieben habe. Nach der Innungsnovelle der sandten Truppen kehren nun wieder in ihre Garnisonen zurück. Gewerbeordnung könne ein Lehrvertrag nicht als schriftlich und rechtsverbindlich angesehen werden, wenn ihn neben dem Vater des Lehrlings und neben dem Lehrherrn nicht auch der Lehrling unterzeichne. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Gerichts- Beifung. Frankfurt a. M., 18. Mai.( B. H.) Die Frantf. 8tg." erfährt aus Wiesbaden: Bei dem heutigen Fest mahle in Schlosse zu Ehren des Geburtstages des Zaren hielt Kaiser Wilhelm eine Ansprache, deren Wortlaut vor der Veröffentlichung noch amtlich festgestellt wird. Die Lohnbewegung der Lederfärber Berlins ist beendet indem die Arbeitgeber die Forderung, den Stundenlohn von 35 auf Galas, 18. Mai.( B. H.) Das große Holzlager auf den 40 Pf. zu erhöhen, bewilligten. Daß der Ausstand, außer bei der Firma Karplus u. Herzberger, Gegen den bekannten Lotteriekollekteur Heinte hatte das Docks des Barons Popper ist durch Brandstiftung vollständig nieder welche ihren Färbern, ohne daß es zu einer Arbeitsniederlegung fam, Berliner Polizeipräsidium auf Untersagung des Handels mit gebrannt. die Lohnaufbefferung gewährte, nur drei Tage dauerte, ist wohl dem Lotterielofen geklagt. Der Bezirksausschuß gab auch diesem Lemberg, 18. Mai.( B. H.) Die wegen Betruges angeklagten! taktvollen und durch langjährige Erfahrung geübten Auftreten der Antrage statt, indem er annahm, daß sich Herr Karl Heinze fünf Chefs der Bantfirma Goldstein u. Löwenherz wurden vom jeweiligen Leiter der Organisation zu verdanten. als unzuverlässig im Sinne der Gewerbe- Ordnungs- Novelle vom Schwurgericht freigesprochen. Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 15. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 85. Sizung vom Donnerstag, den 18. mai 1899, 111 hr. Uhr. Am Bundesratstische: Graf Pojadowsky. Präs. Graf Ballestrem: Vor Eintritt in die Tagesordnung hat zu einer Anfrage das Wort der Abg. Singer. moving inch Abg. Singer( Soc.): ständen Ich kann darauf nur antworten, daß dem Präsidium von all diesen Sachen, die in der Zeitungspolemit vorkommen, nichte bekannt ist.( Hört! hört! links.) Ich selbst habe erst soeben vor einer Viertelstunde Kenntnis von dieser Zeitungspolemik erhalten ( Hört! hört! links), und zwar dadurch, daß der Herr Abg. Singer so freundlich war, mich vorher zu verständigen, daß er diese Anfrage an mich richten würde. Was speciell einen Beschluß des Vorstandes über eine eventuelle Räumung der Preßtribüne betrifft, so ist, so Tange ich das Präsidium hier im Hause führe, nie darüber im Vorstande verhandelt worden.( Hört! hört! links.) Außerdem gehört die Räumung dieser Tribüne gar nicht zu den Attributen des Vorstandes, sondern, falls sie sich einmal notwendig erweisen sollte, zu der Disciplinargewalt, welche der Präsident in diesem Saale ausübt. Hiermit glaube ich dem Herrn Abg. Singer die Antwort, die er wünscht, gegeben zu haben.( Bewegung.) handelt. ordnen. das pardon! Freitag, 19. Mai 1899. Ge= erteilung auf dem platten Lande an die ausführenden Organe übergehen Jm Grunde sagen die Anträge Schmidt= Elberfeld und v. Löbell foll, wenn möglichst große Bezirke geschaffen werden sollen, dann, genau dasselbe, sie drücken es nur negativ aus. Sie laufen eben fage ich, thäte man besser, die Stentenstellen überhaupt zu streichen. beide darauf hinaus: da, wo der Chef es nicht mehr allein machen Die Rentenstellen haben einen erziehlichen, einen socialen Wert kann, da muß die Rentenstelle eingreifen. überschätzen soll man ihn freilich nicht wenn sie auf kleine Damit fällt auch der Einwand von den hohen Kosten fort. Bezirke beschränkt sind. Eiwa Seelen mag der Bezirk Uebrigens muß ich die Zahl von 10 Millionen auch an sich schon abeiner Rentenstelle umfassen. Von dem von uns vorgeschlagenen lehnen. Sie ist von den Mathematikern lediglich als SicherheitsWahlrecht abgesehen, besteht eine ähnliche Einrichtung in Württem Stoefficient eingestellt worden. berg; gegen 1911 Gemeinden haben Auskunftsstellen; die ganze Auf die Debatte, ob obligatorische Rentenstellen oder nicht, In den Zeitungen wird ein Briefe ift, baß unter gewiſſen Um- Bevölkerung iſt darüber ein. În D ſt abgedruckt, in welchem davon die Rede ist, daß unter gewissen Um- Bevölkerung ist darüber einig, daß es etwas Wohlthätiges und will ich nicht eingehen. Die Mehrheit wird sich ja auf den Standes handelt sich um eine Polemik mit der„ Breslauer Verständiges ist. Aber besteht z. B. in Ostpreußen eine Selbst- punkt der Kommission stellen und die Regierung wird diesen StandMorgenzeitung" eine Räumung der bezüglichen Preßtribüne nach verwaltung, von ber man sagen kann, daß ein großer Teil der punkt acceptieren.( Sört, hört!) Mit dieser Klarlegung wird auch einem auf liberaler Seite schon angeregten Vorstandsbeschluß erfolgen Bevölkerung an ihr teilnimnit? Im Gegenteil, man kann nur sagen, der Einwand fortfallen, daß man die Behörden auf einander häufen Man läßt ja die bestehenden Verhältnisse durchaus weiter solle. Ich habe keinen Zweifel, daß es sich hier um einen Privat- daß dort einige wenige Leute die Macht in den Händen haben, die will. brief des Herrn v. Frege handelt. Ich möchte aber doch an den da glauben, kleine Könige zu sein. Das find nicht die geeigneten bestehen und nur, wo sie nicht ausreichen, sorgt man für Ersatz. Herrn Präsidenten die Anfrage richten, ob ihm diefer Brief des Organe für Auskunfterteilung. Die Sache an die Gemeinden an Ist die pofitive Arbeit notwendig, müssen auch die Arbeitskräfte vorDen Vorschlag des Abg. Nichter, die Einrichtung der Herrn v. Frege bekannt ist, und ob er eventuell beabsichtigt, die zugliedern, geht also nicht, obwohl es in mancher Beziehung social- handen sein. politisch wünschenswert fein würde; es bleibt also, um etwas Ein- Rentenstellen von der Zustimmung der Landesgesetzgebung abhängig barin ausgesprochene Drohung zur Ausführung zu bringen. Heitliches zu schaffen und doch Württemberg nicht unter den zu machen, bedeutet nichts anderes, als die ganze Einrichtung Präf. Graf Ballestrem. zurückgebliebenen Verhältnissen des Ostens leiden zu laffen, durch soviel Filter durchlaufen zu lassen, daß schließ nichts mehr übrig bleibt.( Sehr richtig!) nur übrig, Rentenstellen, und zwar obligatorische, zu errichten Lich und etwa die württembergischen und ähnliche Einrichtungen daneben Daß die Jnvaliden- Gesetzgebung bisher so geringe focialpolitische als gleichwertig bestehen zu lassent. Erfolge gehabt hat, tommt meines Erachtens daher, daß Meine Stellungnahme zu den Rentenstellen ist davon abhängig, der Zusammenhang zwischen den Behörden und denjenigen, für die einmal, ob die Rentenstellen obligatorisch sind und zum anderen, ob das Gesez bestimmt ist, kein genügend enger war.( Zustimmung.) das Wahlverfahren in dem von uns vorgeschlagenen Sinne geändert Wenn Sie aber jetzt den Chef der Unterverwaltung nötigen, mit dem wird. Auf dem Lande, in Brandenburg, in Schlesien, ist Ost- und Arbeiterpublikum selbst zu verkehren, unter Anwesenheit der Arbeits Westpreußen, auch in Pommern, obwohl es dort etwas besser ist, geber und der Arbeiter Rede und Gegenrede zu stehen, so wird der laufen die Leute von Pontins nach Pilatus, von dem flugen Mann im Einfluß, den dadurch die Behörden auf die Arbeiter gewinnen, sehr Dorfe, der etwas schreiben kann, zum Gemeindevorsteher, schließlich in verstärkt und die letzteren werden sich dann überzeugen, mit welchem die Stadt; darüber vergehen alsdann Monate. Der Gemeindevorsteher, Ernst das Gesetz ausgeführt wird.( Sehr richtig!) Herr v. Kardorff hat der gewöhnlich ziemlich viel Subordinationsgefühl hat, manchmal auch ferner den Einspruch einiger Versicherungsanstalten selbst gegen die Gr wie die Herren aus dem Often am besten wissen mit Lesen richtung von Rentenanstalten angezogen. Doch richtet sich dieser Einund Schreiben nicht so recht Bescheid weiß, wendet sich an den Landrat. spruch nur gegen die obligatorischen Rentenanstalten und dann habe ich Num kommt die Vorladung. Auf dem Landratsamte werden die manchmal den Eindruck, als ob in dieser Frage ein gewisses RessortDie zweite Beratung des Invalidenversicherungs- Gesetzes Leute gefragt, wo sie leben, wo sie wohnen, wo sie geboren, ob fie gefühl maßgebend ist. Man will die Vollmacht der eigenen Behörde wird darauf fortgesetzt bei§ 51, welcher die Reutenstellen be- borbestraft sind und so weiter, bis ihnen ganz fonfus im Kopfe in feiner Weise sich beschränken lassen. Darauf kann die Gesetzgebung wird. Schließlich bekommt der Mann seinen Bescheid; gewöhnlich nicht Rücksicht nehmen; wollte sie das, so würde kein Gesetz zu Für die Wahrnehmung der den unteren Verwaltungsbehörden kann er dann wieder aus diesem nicht flug werden. Am besten stande kommen. Ich bitte Sie also um Annahme des Kommissions obliegenden Geschäfte können für den Bezirk der Versicherungs- stehen sich die Leute vom Lande noch, wenn sie in der Stadt den beschluffes, event. mit dem Antrag Löbell, der, wiederhole ich, in Wie schwer sich überhaupt demselben Sinne sich bewegt. anstalt oder Teile desselben vom Vorstande der Versicherungsanstalt ersten besten Arbeiter um Nat fragen. Abg. Hitze( C.): unter Zustimmung des Ausschusses tenten stellen errichtet Bureaukraten und Arbeiter verstehen, dafür ein selbsterlebtes Beispiel. werden. Sind die beamteten Mitglieder des Vorstandes von der Ich hatte einmal einen Mann zu verteidigen, der wegen Brand- Im Gegensatz zum Abg. Richter sehe ich den Fortschritt ber Landes- Centralbehörde zu ernennen, so ist auch die Zustimmung der stiftung angeklagt war. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob Verhandlungen darin, daß wir so wenig wie möglich sprechen. er schuldig oder unschuldig sei, antwortete er:" Bu Befehl!", Die Socialdemokraten können Icgteren erforderlich. es sich bequem machen; sie er denn endlich auf Die Landes- Centralbehörde kann nach Anhörung der Vorstände bis die Frage, ob er das Haus stimmen das ganze nachher ja doch gegen " I, wo werd' ich denn!" e.( Widerspruch bei den Socialdemokraten.) Šie lassen uns und Ausschüsse der beteiligten Versicherungsanstalten die Errichtung angezündet habe, antiwortete:. Sie stellen einige hundert Anträge, Sie von Rentenstellen anordnen. Sollen solche Stellen für Bezirke errichtet( Heiterkeit.) Das Kleine Beispiel zeigt, wie nötig es ist, daß Arbeiter die ganze Mühe tragen. werden, welche sich auf die Gebiete mehrerer Bundesstaaten erstrecken, und Arbeitgeber an der Verwaltung der Rentenstellen teilnehmen, wissen ja doch, daß sie nicht angenommen werden. Wenn wir alle so kann der Reichskanzler, falls ein Einverständnis unter den be- da Bureaukraten allein mit ländlichen Arbeitern sich gar nicht ver- so verfahren wollten, dann würden wir bis zum Herbst zusammenteiligten Landesregierungen nicht erzielt wird, ihre Errichtung an- ständigen können. Und nun will Herr von Löbell gerade in den fizen können. Für uns ist aber von Anfang an das Bestreben maßGegenden die Rentenstellen nicht, wo sie ant nötigsten sind. Es ist gebend gewesen, das Gesetz noch in diesem Sommer zu stande zu Die Rentenstelle ist Organ der Versicherungsanstalt und hat die eind aber Rentenstellen da, in denen aus freier Wahl hervor- Arbeitern leiden, und zwar solche, die es am nötigsten brauchen. heute dem Landarbeiter einfach unmöglich, sein Recht zu suchen. bringen. Wenn das nicht geschicht, dann müssen Millionen von Eigenschaft einer öffentlichen Behörde. Die Abgg. Albrecht u. Gen.( Soc.) beantragen, im ersten gegangene Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sizen, dann wir verzichten deshalb auf die Darlegung unserer guten Gründe. Sat statt tönnen" zu setzen müssen" und den zweiten Say wird es möglich sein, daß jeder sein Recht findet, daß eine Sie wollen nur Ihren Parteibedürfnissen genügen, wir wollen den dieses Absatzes zu streichen. Beschleunigung des Verfahrens herbeigeführt wird. Arbeitern dienen. Ich gebe sogar daß dadurch zu, daß Im Absatz 2 soll der erste Satz gestrichen werden. Zutrauen der Vicepräsident v. Frege( in der Meinung, daß der Abg. Hize Die Abgg. v. Löbell u. Gen.( f.) beantragen, den Absatz 1, ärmeren Landbevölkerung zum Staate wachsen wird. Um so mert bereits geendet): Das Wort hat der( Heiterkeit). Ah so, Sat 2 der Kommissionsvorlage wie folgt zu faffen: Außerdem würdiger der Antrag des Herrn von Löbell. Daß Sie fachlich nichts ist bei Versicherungsanstalten, für welche die beamteten Mitglieder gegen unser Verlangen vorbringen können, beweist Ihr Schweigen; Abg. Size( fortfahrend): Ich habe noch ein Wort hinzuzufügen: des Vorstandes von einem Stommunalverbande zu bestellen sind, auch während Sie bei untergeordneten Punkten sehr wohl verstanden Die Vorlage stellt in der Fassung der Kommission einen Stompromiß die Zustimmung des mit der ständigen Verwaltung dieses haben, den Mund aufzutun, schweigen Sie hier, wo es fich bar; jeder Kompromiß wird aber in Frage gestellt, wenn der eine Kommunalverbandes betrauten Organs, bei Versicherungsanstalten darum handelt, eine für die Arbeiterbevölkerung fördernde Gesetz- Teil nachher seine Wünsche zu sehr in den Vordergrund stellt. Das aber, für welche die beamteten Mitglieder des Vorstandes von der gebung zu schaffen. Hoffentlich kommt man zwischen der zweiten Centrum steht durchaus auf den Boden dieses Kompromisses, der Sonderregierung zu bestellen sind, die Zustimmung der Landes- und dritten Lesung unseren Wünschen mehr entgegen. Centralbehörde oder sofern mehrere Landes- Centralbehörden beDr. Hize hat in seinem Buche über„ Kapital und Arbeit" im ohnehin schwer genug zu stande gekommen ist. Und alle, denen teiligt sind und Einverständnis unter ihnen nicht erzielt wird, die Anschluß an Aeußerungen, die früher selbst von konservativer Seite gleichfalls an der Aufrechterhaltung desselben gelegen ist, mögen Zustimmung des Reichskanzlers erforderlich. gemacht wurden, ausgeführt, in Verhältnis zwischen Arbeitern und das Gleiche bedenken und nicht in der Art des Herrn Abg. StadtDer Abfag 8 foll wie folgt gefaßt werden: Die Sentenstellen Arbeitgebern, auch auf dem Lande, müsse eine gewisse Demokratie hagen hier auftreten. Abg. Schmidt( freis. Vp.) sollen in der Regel nur für Bezirke mit besonders dichter oder vorherrschen. Um so verwunderlicher, daß er und seine Partei, die doch erwidert dem Abg. Richter, daß auch er auf das Wort verzichtet wiegend industrieller Bevölkerung errichtet werden. das allgemeine Wahlrecht auf das Banner geschrieben hat, sich gegen Abg. Silbek und Genossen( natl.) beantragen die Streichung des unseren Antrag erklärt hat. Von Arbeitern und Arbeitgebern find babe, weil er die Kommissionsbeschlüsse für bereits ausreichend bezweiten Absages des§ 51. Petitionen eingelaufen, welche Rentenstellen in unserem Sinne, gründet crachte. Abg. v. Löbell( f.): Abg. Richter( freij. Vp.) beantragt, den ganzen Abschnitt, der das heißt solche ohne bureaukratisch- schleppenden Geschäftsgang, Wir sind der Ansicht, daß ein Bedürfnis für diese Rentenstellen die Rentenstellen betrifft, zu streichen. Eventuell statt Abs. 1 und 2 fordern. Ich bitte Sie, lehnen Sie die Anträge der Vertreter mur in den großen Städten vorhanden ist, und daher haben wir folgende Bestimmung zu sehen: Für die Wahrnehmung der den des zurückgebliebenen Oftens ab, nehmen Sie unsere Anträge an, unsern Antrag gestellt. Wenn Herr v. Kardorff es bedauerte, daß unteren Verwaltungsbehörden obliegenden Geschäfte kann die Landes- durch die wirklich etwas erreicht werden kann. Was die Kostenfrage unsern Antrag gestellt. Wenn Herr v. Kardorff es bedauerte, daß den unteren Verwaltungsbehörden die Geschäfte abgenommen werden gesetzgebung Vorständen einer Versicherungsanstalt die Errichtung betrifft, so ist richtig, daß, wenn wir die Rentenstellen obligatorisch sollen, so sorgt gerade unser Antrag dafür, daß für einen großen Teil von Stentenstellen für den Bezirk der Anstalt oder Teile desselben machten, es würden vielleicht 5000 nötig seint alsdannt, wie in der Monarchie den unteren Verwaltungsbehörden dieser Bethätigungsgestatten. Württemberg, die Gemeinden die Kosten zu tragen hätten. Werden Die Abgg. Gerstenberger( C) und Schmidt Elberfeld die Mentenstellen nur für Regierungsbezirke zc. cingerichtet, so sehen freis erhalten bleibt. Ich bitte Sie also, unfern Antrag anzu( frf. p.) beantragen, im§ 61 Abfas 2 Sag 1 wie folgt zu Gie fich bis zur dritten Lesung, nehmen Sie unseren Antrag an; helfen wir feinen Grund ein, weshalb wir dafür stimmen sollen. Besinnen faffen: Die Landes- Bentralbehörde kann im Falle des geschäftlichen Be- Sie uns, etwas Gedeihliches zu schaffen und nicht Stellen, die von die Länge ziehen, um ein Zustandekommen des Gefeßes zu ver dürfnisses nach Anhörung von Vorstand und Ausschuß der Versiche unkundigen Leuten im Nebenamite versehen werden! Gehen wir hindern. Einen solchen Vorwurf muß ich entschieden zurückrungsanstalt für Bezirke unterer Verwaltungsbehörden oder für ein- den Weg, der aus dem Polizeistaat Ostpreußen ein Stück Stulturstaat weisen. Uus ist es darum zu thun, möglichst viel Verbesse zelne Gemeinden, in welchen die Wahrnehmung der im Absatz 1 vor- machen soll. rungen in das Gesetz hineinzubringen( Sehr richtig! bei den Soc.), gesehenen Geschäfte den Gemeindebehörden nicht übertragen ist, die Abg. v. Karborff( Rp.): Errichtung von Rentenstellen anordnen. Die Einrichtung der Rentenstellen gehört zu den aller unbefümmert darum, ob wir deshalb acht Tage länger in den Sommer hinein sigen müssen oder nicht. Wir halten gerade die bedenklichsten Versuchen. Die Vorstände der Versicherungsanstalten von Oftpreußen, der Rheinproving, Oldenburg u. a. sprechen iesige Periode für geeignet, solche Verbesserungen in das Gesetz zu Wir stellen in dieser Frage unsern allgemeinen politischen Stand- fich sehr entschieden dagegen aus; fie feien überflüssig, verursachen bringen, weil die Regierung jezt eine Veränderung des Invalidenpunkt vollständig zurück und reden lediglich vom Standpunkt des aber große Kosten, fie werden auf 10 Millionen veranschlagt. Ich geſetzes haben muß. Sie braucht den Ausgleich und da mag fie Gesetzes ſelbſt. Ich stimme Herrn von Löbell vollständig bei, daß würde es gerade für ein Unglück für unsere Verwaltungsbeamten auch gleich den Versicherten einige Vorteile bieten. Der Abgeordnete Siße jagte, wir würden gegen das ganze Gesetz stimmen. Das ist es sehr gefährlich ist, die Rentenstellen einzurichten. Und auch ich halten, wenn ihnen die bisherige Thätigkeit, die mit der Prüfung nicht ohne weiteres gejagt. Sobald das Gesetz eine Reihe von Verwürde gern die Einrichtung derselben verhindern. Aber da die der Rentengesuche verbunden ist, abgenommen würde. Wenn man besserungen gewährt, ohne Verschlechterungen zu bringen, werden Regierung dieselben durchaus wünscht, so wollen wir sie wenigstens aber schon eine so einschneidende Aenderung vornehmen will, so darf wir für dasselbe stimmen.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) nur da gelten lassen, wo sie von den Versicherungsanstalten selbst es höchstens durch die Landesgesetzgebung geschehen, darin stimme Wir wollen es nur verhindern, daß so und soviel Verbesserungen, gewünscht werden. Wir wollen daher die Anordnungsbefugnis der ich dem Abg. Richter vollständig bei. Auch der Antrag Löbell ge- die heute errungen werden können, in weite Ferne gerückt werden. Landes- Centralbehörde aus dem Paragraphen streichen. nügt da keineswegs. Sollte der Antrag Richter abgelehnt werden, fo ist es mir sehr zweifelhaft, ob meine Freunde für das ganze Abg. Stadthagen( Soc.): Es fann gar keinem Zweifel unterliegen, daß es notwendig ist, Gesetz werden stimmen fönnen. Abg. Richter( frs. Vp.): Tebensfähige Rentenstellen zu schaffen. Es ist bezeichnend, daß diesem Bisher haben mur Gegner der Rentenstellen, wie sie die KomVerlangen gerade der Teil des Volts entgegentritt, der am weitesten in der Kultur zurlich ist( Oho! rechts), die bekannten Vertreter der mission will, das Wort ergriffen. Nun soll ich auch noch dagegen Das ist im Interesse der Lebhaftigkeit der Debatte sehr notleidenden Landwirtschaft. Die Rentenstellen, wie sie jetzt da sprechen. Es wäre doch gut, wenn einer derjenigen, die die stehen, sind ein Rahmen ohne irgendwelchen Wert; und wenn zu bedauern. nun noch der von Herrn von Löbell verteidigte Antrag an- Kommissionsbeschlüsse zu stande gebracht haben, vorher das Wort genommen wird, dort wo es besonders Not thut, nähme.( Buruf: Size!) Im Interesse der Sache verzichte ich das Rentenstellen zu errichten in den ländlichen Bezirken her einstweilen auf dasselbe.( Heiterkeit.) nämlich, sollen sie nicht errichtet werden, sondern nur in Staatssekretär Graf Posadowsky: den Industri ecentren dann, muß ich sagen, sehe ich in der Ein- Der Abg. von Kardorff hat den Veränderungen, die die richtung der Rentenstellen weiter feinen Nugen, als daß einigen Kommission an der Vorlage vorgenommen hat, nicht Rechnung ge- angesehen wird.( Sehr gut bei den Socialdemokraten.) Auch in Offizieren a. D., Regierungsassessoren usw. ein Unterkommen ge- tragen. die ein Die Vorlage machte die Errichtung von Rentenstellen der freifimigen Partei herrscht ein ganz erheblicher WiderDie stand gegen diese Rentenstellen, man fürchtet, die schaffen wird. Es ist besonders verwunderlich, daß gerade das principaliter obligatorisch und ließ mur Ausnahmen zu. Centrum, welches in den 60er und 70er Jahren Herr Abg. Hige Kommission dagegen hat den unteren Verwaltungsbehörden die Vorsitzenden der Rentenstellen könnten als Agitatoren gegen den noch in den 80er Jahren, wie feine lesenswerte Schrift Kapital und Prüfung der Rentengesetze überlassen. Beide machen der bis- Freifinn verwendet werden. All zu sehr müssen wohl die FreiArbeit" beweist. die Auffassung vertreten hat, daß auf diesem herigen Unbestimmtheit ein Ende; bisher war es ungewiß, wo der finnigen nicht an die Werbekraft ihrer Anschauungen glauben, wenn Gebiete jeder von seinesgleichen gerichtet werden müsse, daß die Schwerpunkt für die Erledigung der Rentengesete liege. Es soll sie einen neuen Agitator dagegen so sehr fürchten. Wir fürchten eine Arbeiter selbst mitwirken müssen, es ist besonders auffallend, also jezt festgelegt werden, daß der Chef der unteren Verwaltungs- folche Agitation nicht, denn wir gewinnen doch nur bei allen der fage ich, daß gerade das Centrum sich unserem Antrage behörde diese Geschäfte leitet. Ich halte es für durchaus notwendig, artigen Socialistentötereien. Für uns kommt es bei den Rentenentgegenstellt, welcher die einzige Möglichkeit schaffen soll, daß die ausführende Lokalinstanz Land und Leute genau kennt, und stellen darauf an, daß in den Nentenstellen sa chverständige Lebensfähige Rentenstellen zu errichten, nämlich solche auf Grund es wäre sehr bedauerlich, wenn dergleichen Funktionen jungen Leute sitzen, die die Wünsche der Versicherten wirklich zum Ausdruck des allgemeinen Wahlrechts. Ich habe vergebens nach Gründen Beamten überlassen werden würden, die von den einschlägigen Ver- bringen. Daß man sich darauf nicht einlassen will, daß die Arbeitdes Centrums geforscht, weder gestern, noch in der Kommission hältnissen sehr wenig verstehen und die vielleicht mur vorübergehend geber und Arbeitnehmer in den Rentenstellen durch allgemeines Wenn der gleiches Wahlrecht gewählt werden, das verleidet uns den ganzen wurden solche geäußert. Es hieß mur, die Centrumspartei stehe ja bei einem Kreise oder einem Magistrate beschäftigt sind. im großen und ganzen diesem Wahlrecht, das wir vorschlagen, Chef nun aber so überbürdet ist, daß er diese Aufgabe in Vorschlag. Allerdings, nach der Ansicht der Bureaukraten ist das das Volk ja entweder blöde oder bösartig. Wir sehen aber nicht ein, sympathisch gegenüber; da es nun aber einmal nicht anders gehe, so vollem Maße gar nicht erfüllen kann, dann wird sich nehme sie dieje Rumpfgeschichte, die Sentenstellen, wie sie nach Weg- ist die Meinung des Kommiffionsbeschlusses die Landes- weshalb man die Landbevölkerung und die Mitglieder freier Hilfs fall des Wahlrechts geworden, an. Sache der ditten Lesung wird es Centralbehörde und die Versicherungsanstalt sagen müssen: hier tassen ausschließen will von dem Nechte, die Beisitzer aus ihrer Mitte fein, ein anderes Wahlrecht hineinzusegen. Wenn die ganze Auskunfts liegen die Verhältnisse so, daß man eine Rentenstelle errichten muß. zu wählen. Abg. Hilbek( natl.): nehmen. Abg. Molkenbuhr( Soc.): Uns ist der Vorwurf gemacht worden, daß wir die Debatte in In Bezug auf die Rentenstellen hat mein Kollege Stadthagen schon erklärt, daß wir ihnen an sich sympathisch gegenüberstehen. Die Bureaukratie hat sich bei all' folchen Einrichtungen immer als unzulänglich erwiesen, weil sie nicht die wirklichen Bedürfnisse des Publikums kennt und daffelbe als Untergebene betrachtet und demgemäß behandelt. Daher sind auch die Konservativen Gegner der Rentenstellen, weil sie fürchten, das Ansehen der Behörden könne gefährdet werden, wenn das Publikum nicht mehr wie Untergebene in Ebenso ist der Centralden Auskunftsstellen behandelt wird. verband deutscher Industrieller Gegner der Renten stellen. Nach ihm sind sie eine socialistische Einrichtung. Für ihn ist nämlich jede Einrichtung socialistisch, wo der Arbeiter für etwas anderes als für eine willenlose Maschine Den Rentenstellen stehen wir, an sich sympathisch gegenüber. I fannt war, trotz mehrfacher Anregung eines hochangesehenen Des bevorstehenden Pfingstfeftes wegen werden am nächsten Bedingung ist aber für uns, daß die Beisiger Arbeitgeber und liberalen Mitgliedes dieses Hauses teine Anregung oder Besprechung Sonnabend die städtischen Kassen bereits um 1 Uhr mittags Arbeitnehmer in geheimer Wahl von allen Versicherten des Bezirks der Angelegenheit im Vorstande veranlaßt. Meine Erklärung in geschlossen, mit Ausnahme des Centralbureaus, das zur Entgegens gewählt werden. Sollte diese Forderung auch in dritter Lesung nicht dieser Angelegenheit halte ich mit jedem Worte aufrecht, wenn auch nahme von wichtigen Sachen bis 4 Uhr nachmittags geöffnet bleibt. angenommen werden, so werden wir gegen die Rentenstellen über- in noch so tendenziöser Weise Mißbrauch damit getrieben werden haupt stimmen.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) sollte.( Lachen links.) Nächste Sigung: Dienstag, den 6. Juni.( NachtragsEtats. Rechnungsfachen. Fortsetzung der Beratung des Invaliditätsgefeges.) Abg. Richter( frf. Bp.): schäftliche Bedürfnis" wird Kommunales. 10 Stadtverordneten Versammlung. 17. Sigung vom Donnerstag, den 18. Mai 1899, nachmittags 5 Uhr. In Sachen des März- Friedhofsportals wird der Magistrat demnächst dem Bezirksausschuß amtlich von dem Beschlusse Kenntnis geben, demzufolge die Gemeindebehörden es ablehnen, auf Vergleichsvorschläge sich einzulassen; denn daß der Magistrat( auf Grund des § 36 der Städte- Ordnung) wegen der Ablehnung der von ihm vorgeschlagenen Beratung in gemischter Deputation nun gegen die Stadtverordneten vorgehen werde, erscheint, wie die Volts- Zeitung" meint, als gänzlich ausgeschlossen. Danach wird dem Vorsigenden des Bezirksausschusses nichts weiter übrig bleiben, als zur weiteren mündlichen Verhandlung einen neuen Termin anzuberaumen. Ich halte die Einrichtung der Rentenstellen für zu teuer, für nicht notwendig und auch für unzwedmäßig. Ju meiner Partei befinden sich höchstens zwei oder drei Anhänger dieser Rentenstellen. Der Herr Staatssekretär hat es so dargestellt, als ob sich der Widerstand nur gegen die Regierungsvorlage richtet und nicht gegen die Kommissionsfassung. Das ist aber nicht richtig. Die Vorlage hatte die Rentenstellen obligatorisch gemacht, die Kommission nur fatultativ, ermächtigt aber die Landescentrale ohne jede Beschränkung fie einzuführen. Das ist nur eine Verschleierung dessen, Die Räumung und der Abbruch der Baulichkeiten auf den was die Regierungsvorlage will, aber keine Abänderung. Auch die Grundstücken des Köllnischen Rathauses, der Ratswagen müra mi Lokales. Bersicherungsanstalten selbst haben sich auf das entschiedenste gegen und Nr. 20 Scharrenstraße, die Unterbringung des Gewerbegerichtsloh quentedunda diese Rentenstellen ausgesprochen. Der Antrag Gerstenberger be- und des Märkischen Provinzialmuseums in dem städtischen Grund- Kinderschuh. In der am Mittwoch unter Vorsiz des Stadtdeutet eine rein redaktionelle Aenderung, denn das ge- ftüde Zimmerstr. 90/91, sowie die Regulierung und Pflasterung der Schulrats Dr. Bertram stattgehabten Sigung der städtischen Schul" gesstücke stets sehr leicht festzustellen in Betracht kommenden Strecken der Breitenstraße, Gertraudtenstraße deputation erstatteten deren Kommissare, Stadtschulrat Dr. Bertram, sein. Ich halte es für sehr leicht möglich, daß man und des Betriplages bilden den Gegenstand einer Magistratsvorlage. Stadtschul- Inspektor Dr. Jonas und Magistrats- Assessor Ledermann verabschiedete Offiziere Offiziere in diesen Rentenstellen unterbringt, Die Natswage soll gänzlich eingehen. Als Kostenbetrag sind zirka Bericht über die inzwischen stattgehabten kommissarischen Beratungen gewissermaßen als Bezirkskommandeure. Ob 60 000 m. veranschlagt. mit dem königlichen Polizeipräsidium über die Frage der ges werblichen Kinderarbeit. Danach sind die Vertreter der Polizeibehörden und der städtischen Schuldeputation vorläufig dahin übereingekommen, den Erlaß einer Polizeiverordnung vorzuschlagen, welche für Kinder unter 9 Jahren die Vornahme gewerblicher Arbeiten, insbesondere das Austragen von Frühstück und Zeitungen, das Regelaufsetzen und das Aufwarten in Wirtschaften überhaupt verbietet, für die über 9 Jahre alten schulpflichtigen Kinder aber die Vornahme gewerblicher Arbeiten in den Nachtstunden zwischen 8 Uhr abends und 6 Uhr früh unter Strafe stellt. Die Vornahme solcher gewerblicher Arbeiten, die in hausindustriellen Betrieben der Eltern und Erzieher geleitet werden, soll nicht verboten werden. Daneben soll eine bereits bestehende Polizeiverordnung vom Juhre 1879, welche Kindern unter 14 Jahren den Straßenhandel untersagt, in Kraft bleiben. Allgemein wurde anerkannt, daß ein besonderer Notstand vorliege, der, so lange ein die Materie regelndes Reichsgesetz nicht vorhanden sei, nur auf dem Wege der Polizeiverordnung abgestellt werden könne, daß aber andernfalls mit Rüdsicht auf die besonderen Verhältnisse Berlins ein allzuscharfes Vorgehen, insbesondere ein völliges Verbot der Kinderarbeit sich nicht würde rechtfertigen( 1) laffen. Daß die Materie durch eine Polizeiverordnung rechtsgültig geregelt werden könne, hat das Kammergericht in wiederholten Fällen, welche auswärts erlassene Polizeiverordnungen betrafen, anerkannt. Die Vorberatung der von den Kommissaren gemachten Vorschläge wurde zunächst in eine Kommission verwiesen.Dieselbe. das aber die geeigneten Organe wären, halte ich für sehr Stadtv. Hugo Sachs beantragt Ausschußberatung. ziveifelhaft. Auch wir fürchten uns nicht vor den Agitatoren, wie Stadtv. Rast empfiehlt ebenfalls Ausschußberatung, aber aus Herr Molkenbuhr gemeint hat, aber die Gefahr des Mißbrauchs zu ganz entgegengesetzten Motiven. Der Umzug des Museums sei ein politischen Zwecken ist auch ein Grund für uns, gegen diese Renten- sehr gewagtes Unternehmen, um so mehr, als der Abbruch auf zwei ſtellen zu sein. Uebrigens sind nur 3,16 Proz. aller Nenten Jahre hinaus und länger auf dem Grundstücke einen Zustand erkenntnisse von den Schiedsgerichten abgeändert worden. Der Beschaffen werde, der den Spott jedes Fremden herausfordern müsse. zirk einer solchen Rentenstelle ist auch viel zu groß, als daß sich die und das alles lediglich, um der Pferdebahn den Umweg durch die Beamten eine Kenntnis der persönlichen Verhältnisse der Versicherten Scharrenstraße zu ersparen! aneignen könnten; eine solche Kenntnis erwerben sich dagegen Stadtv. Singer: Wir werden für den Ausschuß stimmen, aber die Gemeindebehörden aus anderen Verwaltungszweigen. feine Beratung wird, wie ich hoffe, nicht zu dem vom Vorrédner geInnerhalb der Gemeinde mag man solche Versicherungsstellen wünschten Resultat führen. Ein Zustand, der jeder Beschreibung gründen, aber nur als Organ der Gemeinde, und nicht gegen spottet, besteht jetzt bort an der Ecke in dem wunderbaren Vogel bauer; eine Baustelle, von einem anständigen Zaun umgeben, fann Für verfehlt halte ich die Anschauung, daß bei der Errichtung den Spott nimmermehr in gleicher Weise herausfordern, die Vervon Rentenstellen die Landesverwaltung mitwirken soll. Das ist fehrsbedürfnisse der Einwohnerschaft sind dann aber befriedigt. Die Sache der Landesgesetzgebung, denn das hängt mit den ganzen Thätigkeit der Verkehrsdeputation wird ja illusorisch gemacht, rechtlichen Verhältnissen des Landes zusammen. Mit Herrn v. Löbell wenn aus Furcht bor dem Umzug des Märkischen stimme ich, was die Anschauungen über die Rentenstellen anlangt, Museums der vorgeschlagene Abbruch inhibiert wird. Der überein. Aber sein Antrag entspricht nicht im mindesten seinem ausgezeichnete Leiter des Museums, Herr Stadtrat Friedel, bietet Princip. Ich kann daher für ihn nicht stimmen. Ich bitte Sie um doch Bürgschaft genug für einen ungefährdeten Umzug. Im Intereſſe Annahme meines Antrags, damit die Bestimmung des Paragraphen des außerordentlichen Verkehrs an diesem Centralpunkte ist jeder möglichst unschädlich gemacht wird. Fußbreit Straße, der dort für unbehinderte Passage geschaffen werden kann, ein dringendes Bedürfnis für die Einwohnerschaft. Die Vorlage wird dem um 5 Mitglieder zu verstärkenden Ausschusse überwiesen, der die den gleichen Gegenstand betreffenden Styllmannschen Anträge vorberatent hat. Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Vorlage wegen Bewilligung der Kosten zu der Ausbaggerung des Reinickendorfer Sees wird nach dem Der Herr Abg. Richter hat, mit all seiner scharfen Kritik uns doch keinen Ausweg angegeben. Was soll nun geschehen, wenn die unteren Verwaltungsbehörden nicht ausreichen? Eine bloße Markenkontrolle, wie er sie sich denkt, würde in gar keiner Weise ausreichen. Zudem müßte dann der betreffende Beamte fortwährend herumreisen. Der Vorschlag ist durchaus undurchführbar. Was den Kostenpunkt Magistratsantrage genehmigt. anlangt, so habe ich vorher dazu bereits das nötige gesagt. Ich bitte Sie, in Hinsicht auf den wichtigen socialpolitischen Kern, der in den Rentenstellen liegt, sich von dergleichen Einwänden nicht beirren zu lassen. Abg. Rösicke( wildlib.): Zur Bewältigung des Pfingstverkehrs werden am Sonntag und Montag bereits von 42 Uhr morgens an Wagen der Großen Berliner Straßenbahn fahren. Von der Fraktion der Linken( Stadtv. Alt und Gen.) Die von der Vereinigung Berliner Sanitätswachen, dem liegt folgender Antrag vor:" In Verfolg der Beschlüsse von 1890 Kuratorium der Berliner Unfallstationen und dem Vorstande der und 1895 ersucht die Versammlung den Magistrat nunmehr um eine Berliner Rettungs- Gesellschaft gewählten Delegierten für den baldgefällige Vorlage, betr. die Fortführung der Kaiser Central- Ausschuß für das Berliner Rettungswesen" ver Wilhelmstraße. sammelten sich auf Einladung des Vorsitzenden der Invaliditäts- und Stadtv. Alt erinnert daran, daß schon 1891 der Magistrat dem Alters- Versicherungsanstalt Berlin, Dr. Freund, am Mittwoch, den Beschlusse der Fortführung durch die Koblankstraße bis zur Lothringer- 17. d. M., abends, zur Wahl von drei Mitgliedern des Central- AusStraße beigetreten sei. Seitdem warte man vergeblich auf eine Vor- schusses, von denen je ein Mitglied dem Berliner Magistratskollegium, lage, obwohl zahlreiche Millionenprojekte inzwischen realisiert seien. Der Berliner Stadtverordneten- Versammlung und dem PolizeiIn der Baudeputation sei ein bestimmtes Projekt, allerdings nicht präsidium angehören sollen. Es wurden einstimmig gewählt die das Cohnsche, zur Annahme gelangt, aber von einer Beschlußfassung Herren Stadtrat Sanitätsrat Dr. Straßmann, Stadtv. Direktor Dr. Gerstenberg und Regierungsrat Hoffmann. des Magistrats verlaute bis heute nichts. Stadtbaurath Krause: Der Beschluß der Baudeputation ist die„ Krenz- Zeitung" brachte gestern eine alarmierende Nach erst drei Monate alt. Die ihr vorliegenden Pläne waren veraltet, richt." Man" jei hier plötzlich dahinter gekommen, daß in die es mußten Neuvermessungen stattfinden, welche nunmehr abgeschlossen wählerlisten zu den Stadtverordnetenwahlen viele find, und der Magistrat wird in dieser wichtigen Sache demnächst Tausende Schlafburschen zu Unrecht eingetragen seien. Die Beschluß fassent. Mitteilung entbehrt jeder Begründung. Leider besteht die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts vom 3. Oktober 1886, die die Schlafburschen( nicht die Chambregarnisten) vom Wahlrecht ausschließt, zu Recht; aber auf Grund dieser Entscheidung hat die Bes hörde sich auch bei allen in Betracht kommenden Wahlen vorsichtig gehütet, Schlafburschen in die Liſten aufzunehmen. Die vieler Tausende unrechtmäßiger Wähler bestehen nur in der Phantasie der Kreuz- Zeitung" od dek Stadtv. Cassel hält es für nachgerade an der Zeit, daß jetzt schleunige Arbeit gemacht werde, nachdem acht Jahre seit der letzten zustimmenden Erklärung des Magistrats verflossen seien. Stadtbaurat Krause: Der Wunsch sowohl des Magistrats wie der Versammlung ist doch wohl dahingegangen, einen Unternehmer zu finden, der das Ganze in seine Hand nähme und sich mit einem Zuschuß der Stadt an die Durchführung machte. Der Antrag Alt wird angenommen. Ich habe mich vorher streichen lassen, um erst die gewichtigen Gründe des Abg. Richter anzuhören, die ihn und seine Fraktion veranlassen, dem Standpunkt ihres Vertreters in der Kommission, des Abg. Schmidt, so sehr entgegen zutreten. Der Abg. Richter ist mit den gegenwärtigen Verhält nissen durchaus zufrieden. Er hat aber übersehen, daß es für die Versicherten von höchster Wichtigkeit ist, wer ihre Gesuche prüft. Bis jetzt hat in erster Instanz die Behörde zu entscheiden, die auch nachher die Kosten aufbringen soll. Also die Partei selbst ist Richter in erster Instanz. Dazu kommt, daß die Arbeiter selbst da in feiner Weise vertreten find. Sonst verlangt doch der Liberalismus die Hinzuziehung des Laienelementes bei der Rechtsprechung. Warum weicht Herr Richter diesmal davon ab? Ich würde es mit Freuden begrüßen, wenn die Rentenstellen obligatorisch gemacht werden würden. Aber das werden wir nicht erreichen. So müssen wir den Versuch machen, wie weit wir mit der fakultativen kommen. Die Regierung hat einem Ausgleich ihre Zustimmung gegeben. Die Konservativen haben sich gegen die Rentenstellen ausgesprochen, um nicht die staatlichen Organe, Senen jetzt die betreffenden Funktionen obliegen, zu eliminieren; die Frage der Kosten hat dabei eine geringere Rolle gespielt. Also werden jetzt in Zukunft auch wieder andere Verwaltungsbehörden Der Verzicht auf Einlegung des Rechtsmittels der Revision in die Hauptsache machen, Rentenstellen werden nur helfend eingreifen. dem Prozesse der Hilfsarbeiters Wittive che urich und die BeDie Hineinbringung der Landescentralbehörden halte ich für sehr willigung einer Pension für dieselbe wird ausgesprochen, desgl. die gut. Sie werden vielleicht ihren Einfluß geltend machen zur weitern Zustimmung zur Beilegung des Prozesses mit dem Hilfsarbeiter Einführung der Rentenstellen, wenn die vorhandenen sich bewährt a sulty. haben. Es ist aber nicht zu bestreiten, daß mit diesem Der alte Wunsch der Versammlung, die Gründung eines Gesch ein gewisser Unterschied zwischen Industrie und Land- städtischen Gesundheitsamts in die Wege zu leiten und wirtschaft gemacht wird, den ich nicht für erwünscht halte. Den Vorschlag des Abg. von Löbell aber halte ich für ganz unrichtig, schon wegen seiner Unbestimmtheit. Ganz unbegreiflich ist mir, wie der Abg. Richter von der Einrichtung der Rentenstellen eine Beeinträchtigung der Selbstverwaltung befürchten kann. Dabei vergißt er wieder den Kardinalpunkt: die Einführung des Laienelements. Außerdem sollte er gerade der letzte sein, die Landräte ins Treffen zu führen. Und nun gar die Hineinmengung der Landesgesetzgebung! Soll der preußische Landtag mit seinem Dreiklassenwahlsystem und seinem Herrenhaus über die Durch führung eines vom Reichstag beschlossenen Gejeges entscheiden? Bergessen Sie nicht, daß die Hineinziehung der Arbeiter in die Verwaltung einem großen socialdemokratischen( Heiterkeit) ich wollte fagen, socialpolitischen Interesse entspricht. Ich bitte Sie, die Hand der Regierung da nicht zurückzuweisen.( Bravo!) Abg. Hiße( C.) bestreitet, daß er dem Abg. Richter irgend eine Lektion habe erteilen wollen, er habe nur auf die Anzapfungen des Abg. Stadthagen erwidert. Abg. Möller( natl.) ist gleichfalls der Ansicht des Abg. Richter, daß die Einrichtung der Rentenstelleit die Selbstverwaltung beeinträchtige. Er halte es für zweckmäßig, daß die entgegenstehenden Meinungen zwischen der zweiten und dritten Lesung einer Redaktionstommission unterbreitet werden, die eine Verständigung herbeizuführen habe. Dem Abg. Moltenbuhr erwidere er, der Generalsekretär Bued sei nicht so allmächtig, daß er allein den Gesezentwurf der Regierung habe zu Falle bringen fönnen. Abg. v. Löbell( t.) hat seinen Antrag inzwischen so geändert, daß auch die Zustimmung des Provinzialausschusses zur Errichtung = Die als Sommerkleidung neu eingeführte Litewka der PostUnterbeamten ist jetzt in Gebrauch genommen worden. Der Oberpoftrat und Professor an der hiesigen Universität, Otto Dambach ist hier gestern, 67 Jahre alt, gestorben. Er zählte zu den hervorragendsten Mitarbeitern Stephans und hat in den sechziger und siebziger Jahren wesentlich die Redaktion der Reichspost Gesetze besorgt. Der Vater des Verstorbenen war jener zu diesem Zwecke einen erfahrenen Bakteriologen und einen bewährten berüchtigte„ Demagogenheter" Dambach, der u. a. durch die VerChemiter anzustellen, auch die Errichtung eines entsprechenden Labo- fündigungen an Friz Reuter die preußische Justiz der dreißiger Jahre ratoriums in Aussicht zu nehmen, wird nicht sobald in Erfüllung mit ewiger Schande bedeckt hat. gehen. Die beteiligten Minister haben dem Magistrat eröffnen Die Postverwaltung beabsichtigt, wie schon gemeldet, in lassen, daß die Errichtung eines staatlichen Laboratoriums zur Untersuchung von Nahrungsmitteln in Berlin beabsichtigt ist; nächster Zeit mit der Einführung von Fernsprech Automaten außerdem ist eine Erklärung des Magistrats verlangt worden, ob in Berlin vorzugehen. Die Aufstellung der Automaten soll in erster die Stadt die in ihren Verwaltungszweigen vorkommenden Unter- Linie in den Schalterräumen der Postanstalten sowie auf Bahnhöfen, suchungen diesem geplanten staatlichen Untersuchungsamt zu über- in Gastwirtschaften, Cigarrenläden 2c. erfolgen. Die Gebühr beträgt weisen sich verpflichten will. Der Magistrat hat ablehnend ge- für ein Gespräch von 3 Minuten Dauer im Stadtverkehr 10 Pf., im Vor- und Nachbarorts- Verkehr 20 Pf. Eine kurze Gebrauchs- Anweisung, auf welcher auch die Vororte Berlins angegeben sind, ist unterhalb der Schallöffnung des Automaten angebracht. Danach Die Zahlung hat geschieht der Anruf durch Abheben des Hörers. erst dann zu erfolgen, wenn das Vermittelungsamt ausdrücklich dazu auffordert. Nach Schluß des Gesprächs ist der Hörer wieder anzuhängen. Die richtige Vereinnahmung eines Geldstückes kann von dem Vermittelungsamt jederzeit durch eine einfache Vorrichtung tontrolliert wird. antwortet. Stadtv. Rosenow: Wenn das Laboratorium für Berlin eine Notwendigkeit ist, fann es für uns gar nicht darauf ankommen, ob wir dafür die staatliche Anerkennung erhalten oder nicht. Die Regierung und die Herren Minister sind ja wie immer so auch an diesem Punkte die Selbstverwaltung nach Möglichkeit zu hemmen bemüht. In der Angelegenheit muß jedenfalls Ausschußberatung stattfinden. Stadtv. Cassel würde eine Erörterung in gemischter Deputation vorziehen. Er weist auf die bekannte Thatsache hin, daß bereits eine ähnliche Anstalt in Berlin besteht, die freilich von der Ein schweres Bauunglück hat sich Donnerstagnachmittag Brandenburger Landwirtschaftskammer gegründet ist, aber als 51/2 Uhr auf dem Bau Ritterstr. 71 ereignet. Der Steinträger die Strafgelder aus Kontraöffentliche anerkannt ist und ventionen gegen das Nahrungsmittel- Gesetz einziehen darf. Die der aus der Skalizerstr. 28 stürzte von der Leiter herab, und fiel, da der Bau nicht genügend abgedeckt war, über zwei Etagent juristische Berechtigung dieser Privilegierung fei noch keineswegs tief auf einen eisernen Träger. Der Verunglückte erlitt außer völlig flargestellt und erfordere eingehende Nachprüfung. Stadtv. Prof. Virchow weist daraufhin, daß die Unterordnung anderen gefährlichen Verlegungen einen Schädelbruch so schwerer der Stadt unter das staatliche Untersuchungsamt zu den größten Art, daß wenig Hoffnung an seinem Aufkommen ist. Der Bau wird Chikanen führen und die Stadt jeder Unabhängigkeit auf diesem von dem Maurermeister Matthäus geleitet. Bemerkt sei, daß die dort beschäftigten Maurer gestern Morgen dem Meifter mit EinGebiete berauben würde. Auch die Landwirtschaftskammer dürfe stellung der Arbeit drohten, falls er die schweren man nicht in das Berliner Weichbild hineinwachsen laffen. Wenn misst än de auf dem Bau nicht beseitigen werde. Erst als der Polier nicht schließlich die Stadt noch die gesamte Gesundheitspolizei los bas bindende Versprechen gegeben hatte, für Besserung zu sorgen, fingen werden wolle, müsse die Versammlung der Sache ihre volle Auf- Sie Maurer wieder an zu arbeiten. Trotzdem geschah merksamkeit zuwenden. Stadtrat Straßmann: Nicht der Strafgelder, sondern des im Laufe des Tages nichts zur Abstellung der Gefahren; am In der Abstimmung werden abgelehnt die Anträge von Löbell und Albrecht und Gen., Richter und Silbd. Prestiges wegen hat der Magistrat die Anerkennung der Anstalt als Abend hatte die Bauleitung die Genugthuung, ihrer Leichtfertigkeit Bei der Abstimmung über den Principalantrag von Löbell öffentliche für erforderlich gehalten. Wenn der Staat ein solches ein Menschenleben geopfert zu sehen. Ob nunmehr ein= ( Rentenstellen nur in dicht bevölkerten Bezirken) bleibt das Bureau Institut einrichtet, foll übrigens das schon bestehende Institut gegriffen wird oder ob auch dieser Fall als Beispiel von eingehen. Der Entschluß des Magistrats, vorläufig von dem Terrorismus der Arbeiter zur Begründung der Zuchthauszweifelhaft, es tommt zum Hammelsprung. Die Auszählung ergiebt die Beschlußunfähigkeit, da nur 174 Mit- Blane abzustehen, erscheint alles in allem doch als der zwed- vorlage Verwendung findet? ons als be Die Duelldurchprügeleien scheinen von jenen Leuten, auf die glieder, von denen 92 mit Ja, 82 mit Rein stimmen, anwesend sind. mäßigste. der preußische Staat zu seinem Unglück sich zum wesentlichsten zu Präsident Graf Ballestrem: Nummehr gebe ich noch das Wort flügen hat, neuerdings wieder in flotterem Tempo fultiviert zu zu einer Erklärung dem Abg. v. Frege- Welgin. werden, nachdem es infolge der Aufregungen des Kope- Standals eine Zeit lang etwas ruhiger zugegangen ist. Es wird berichtet: Ein Pistolenduell zwischen einem Trainoffizier und einem Civilisten hat am Mittwoch früh 6 Uhr im Walde hinter Jagdschloß Stern, auf der linken Seite der Gütergoger Chauffee, stattgefunden, wobei der Offizier beim ersten Gange einen Schuß in den Arm, beim zweiten Gange einen ihn tampfunfähig machenden Schuß in die Brust erhielt. Der Schwerverwundete wurde nach Berlin geschafft und weiter: Ein Zweikampf auf Pistolen hat Mittwochmorgen im Grunewald in der Nähe vom Schlachtensee statteiner Rentenstelle notwendig sein soll. Damit schließt die Diskussion. Abg. v. Freege- Welzin: Borsteher Langerhans: Thun wir nach dem Wunsche des Magistrats den ersten Schritt, so wird es uns desto schwerer werden, auf diesem Gebiete später etwas zu erreichen, denn auch in der Medicinalverwaltung geht das Bestreben dahin, uns möglichst abzusetzen, wie die Vorlage wegen der Gesundheitskommission neuerdings beweist. Ob anerkannt oder nicht, wird die städtische Anstalt für uns von hervorragendem Werte sein. Thun wir es nicht, haben wir es Die Angelegenheit wird einem Ausschusse von 15 Mitgliedern Schluß 7 Uhr. Der Abg. Singer hat heute vor der Tagesordnung, während ich als Präsident der XVI. Kommission außerhalb des Saales im Beratungszimmer beschäftigt war, eine Anfrage an den Herrn Präs sidenten gerichtet über eine Berichtigung, die ich auf mehrfache Ver- überhaupt aus der Hand gegeben.( Lebhafter Beifall.) anlassung an verschiedene Zeitungen verschickt habe. In vollkommener Uebereinstimmung mit der Erwiderung des Herrn Präsidenten bezüglich übergeben. Remedur von llebergriffen der Berichterstatter- Tribüne, wonach ihm allein die Disciplinargewalt hier zusteht, habe ich, da mir dies sehr wohl be- l mit einer Droschte in ein Krankenhaus. Vermischtes. gefunden und einen blutigen Ausgang genommen. Gegner man hier mit den Ablöschungs- und Aufräumungsarbeiten. waren zwei Civilpersonen. Die Veranlassung gab die Beleidigung beschäftigt, als von Brunnenstraße 84 Feuermeldung einer jungen Dame in Verbindung mit einem nicht gehaltenen Ehe- einlief. Sofort wurden mehrere Löschzüge nach dort ab Ein entsehliches Brandunglückt hat sich Mittwoch Abend in versprechen, Der Beleidiger wurde von dem Bruder der Be- beordert. Zuerst erschien auf dem Brandplage die mechanische Braunschweig ereignet. Dort entstand im Karstadtschen leidigen unter schweren Bedingungen gefordert und erhielt einen Leiter aus der Oberbergerstraße, die bei ihrer Heimkehr von der Warenhause ein Feuer, das mit furchtbarer Gewalt um sich Schuß in die Brust, der ihm wohl das Leben tosten wird. Die Prenzlauer Allee in ihrem Depot die Feuermeldung erhielt und so- griff. Fünf junge Mädchen sind in den Flammen umKugel drang etwas seitwärts ein und trat am Rückgrat aus dem fort Kehrt machte. Da infolge der durch Branddirektor Giersberg Körper wieder heraus. Der Schneider Nosse, der aus der vierten Etage neuerdings getroffenen Anordnung auch jede mechanische Leiter mit gekommen. Irgend welches Mitleid mit den Opfern dieser Roheiten wäre Schläuchen versehen ist, konnte hier sofort eingegriffen werden. Und herabsprang und einen Beinbruch und einen Schädelbruch davonnatürlich übel angebracht. Man erwähnt ihrer, um den Kulturzustand es war auch hohe Zeit, denn das in Brand geratene Holz- Cement- trug, ist nachts im Krankenhause gestorben. Die gleichfalls herabder führenden Kreise zu kennzeichnen. dach des Vorderhauses ließ die Flammen nicht durch, wodurch der gesprungene Schneiderin Enima Müller liegt hoffnungslos darnieder. Im Verfolgungswahn versuchte der 32 Jahre alte Kaufmann Rauch nach unten gedrückt wurde und eine totale Berqualmung der Mehrere Personen sind teils schwer, teils leicht verletzt. Eugen Bastian, der seit dem 1. Oktober v. J. bei einer Witwe N. in Treppen zu befürchten stand. Nach Aufrichtung der mechanischen Leiter galt es daher erst, durch Einschlagen des Daches den Flammen. Ein Nachspiel zum Prozeß Rosengart. Wie die Königsder Köpnickerstr. 124 wohnte, sich Mittwoch Nachmittag den Hals Luft zu verschaffen. Mittlerweile waren auf die Meldung" Mittel- berger Hartungsche Zeitung" erfährt, find in Zögershof die als durchzuschneiden. Ein Schuhmann brachte den Schwerverwundeten feuer" eine Reihe von Löschzügen herbeigeeilt und nun konnte das Benginnen im Prozeß Rosengart vernommenen Frauen Pusch und Feuer durch Dampfsprißen und Hydranten von mehreren Seiten an Bigrahn auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wegen Verdachts Erschoffen hat sich gestern Nachmittag der 28 Jahre alte gegriffen und zum Stehen gebracht werden, doch ist der gesamte des Meineides verhaftet worden. Techniker Franz Rumpel aus Traben bei Zell an der Mosel, der Dachstuhl des fünfstöckigen Hauses mit den zum Teil reichlich geseit dem 9. d. M. in der Jägerstr. 62 a ein möbliertes Zimmer be- füllten Bodentammern eingeäschert, so daß mehrere Mieter empfind- aus Böhmen gebürtige Nagelschmied Josef Ardelt versuchte, als Eine Liebestragödie. Aus 8 widau wird berichtet: Der liche Verluste erleiden. Zwei Feuerwehrleute wurden durch Sticher im Grenzdorfe Rübenau am Mittwoch früh seiner in Begleitung „ Ja, beim Souper erlebt man tolle Sachen!" Dies flammen leicht verletzt. Branddirektor Giersberg war selbst einige ihrer Mutter und ihrer Schwester befindlichen Geliebten begegnete, mußte auch ein Berliner Sportsman William S. erfahren, der seit Zeit auf der Brandstelle anwesend. die letzteren beiden zu töten, indem er auf sie je einen Schuß einiger Zeit mit einer Chansonnette, Käthe B., ein Verhältnis angeknüpft hatte. S. Iud seine Angebetete zum Souper in einem Feuerbericht. Während der letzten 24 Stunden war die Feuer bei, an denen er nach 2 Stunden verstar b. Auch die Schwester abfeuerte und dann entfloh. Im Walde brachte er sich zwei Schüsse Neuber, der die Kugel großen sie in sechs verschiedenen einzugreifen. In der Nacht zum Donnerstage war Gips str. 6 ein Stadtkrantenhaus Marienberg, wohin man sie gebracht hatte, verZimmerbrand abzulöschen, der das Leben eines fleinen Kindes gestorben. Bei der Geliebten des Mörders konnte die in die Schulter fährdete. Es hatte nicht nur stark vom Rauche gelitten, sondern auch gedrungene Kugel ärztlicherseits entfernt werden, so daß eine LebensBrandwunden davongetragen. Kurz darauf stand Brunnen ft t. 162 gefahr hier nicht vorliegt. Der Grund zu dieser That ist darin zu der Steinkohlenkeller der mit Dampfbetrieb arbeitenden Nösselschen Wollfilzhutfabrik in Flammen. Der vollständig verqualmte Brand- erblicken, daß die Geliebte Ardelts auf Veranlassung ihrer Schwester herd konnte nur mittels Rauchhelmen erreicht werden, worauf nach das Verhältnis lösen wollte. einstündigen Wassergeben die Gefahr beseitigt wurde. Küchenbrände waren Rathenowerstraße 27, Manteuffelstraße 68 und Kleine Martusstraße 24 abzulöschen. Ein Alarm nach Jerusalemerstraße 52 war auf versezten Nauch zurüd zuführen. imitate Restaurant in der Friedrichstraße ein. Während des Essens tam es wehr vielfach beschäftigt. Außer den an anderer Stelle erwähnten seiner Geliebten, die Holzarbeiters- Ehefrau genannten Tage im in dessen Verlauf die B. ihr Tischmesser ergriff und ihrem Verehrer in dessen Verlauf die B. ihr Tischmesser ergriff und ihrem Verehrer mehrere, nicht unerhebliche Verlegungen beibrachte. Die rabiate Dame wird sich wahrscheinlich vor dem Strafrichter zu verantworten haben. Der vor einiger Zeit aus dem Moabiter Zuchthause ausgebrochene Müllergeselle und Einbrecher Karl Klawer ist gestern von der Polizeibehörde zu Wismar i. M. dingfest gemacht worden. Der gefährliche Bursche wird demnächst wieder der Anstalt zugeführt werden. In einem Hotel der Friedrichstadt erschoffen hat sich gestern, Donnerstag Morgen, eine Frau in den zwanziger Jahren, die am Abend vorher eingefehrt war und sich unter dem Namen Querstel in das Fremdenbuch eingetragen hatte. Querstel ist der Mädchenname der Dame, die vermutlich die Frau eines hiesigen Kellermeisters ist. Zwei Briefe beschlagnahmte die Polizei. " Jam of Aus den Nachbarorten. Schöneberg. Eine Anfrage mehrerer Stadtverordneten, warum die Schöneberger Volksschullehrer ihre Alterszulagen nicht ausgezahlt erhalten haben, wurde von dem zuständigen Schuldecernenten, Bürgermeister Dr. Gerhardt, dahin beantwortet, daß den Magistrat keine Schuld treffe, da die Alterszulagentasse aus un bekannten Gründen die Beträge nicht überwiesen habe. Auf eine diesbezügliche Anfrage des Magistrats habe die Aufsichtsbehörde geantwortet, die Sache würde in allernächster Zeit erledigt werden. berichtet: Vor einigen Tagen wurde der Hofbefizer von Hove aus Beim Wildern erschossen. Aus Lüchow in Hannover wird Groß- Breese beim Wildern in der Gräflich v. Bernstorffschen Forst Gartow in der Nähe von Rondeel durch den gräflichen Förster Bevestorf erschossen. Der Tod ist durch Verblutung infolge eines Beinschusses eingetreten. Der Thatbestand wird heute durch eine Gerichtskommission an Ort und Stelle festgestellt. In einer Braueret der Avenue Parmentier zu Paris fand gestern eine Acetylen- Explosion statt, bei welcher drei Personen Verwundungen erlitten und eine leicht verlegt wurde. Die Vorderseite des Gebäudes ist stark beschädigt worden. " Vortragsabend des Herrn Max Laurence. Vor einigen Jahren brachten die Grenzboten" als ganz besondere Kuriosität für ihr Publikum einmal eine Probesammlung socialdemokratischer Gedichte. Gestern trug Herr Max Laurence, das bekannte Mitglied des Schiller- Theaters, im Bürgersaal des Rathauses einem durchaus Honetten Publikum moderne Arbeiterlieder vor. Das ist ein Fortschritt, der offenbar dadurch noch an Geltung gewinnt, daß die Arbeiterlieder mit einer merkwürdigen Samm- Mit der Prügelaffaire der Schwester Karola im Potsdamer lung Soldatenlieder und mit anderen Produkten moderner Dichtung St. Josefs- Waisenhause in Beziehung gebracht wird der Selbstmord auf dem Fuße der Gleichberechtigung einhermarschierten. Modern des Lehrers Hoffmann von der katholischen Knabenschule in vom alten Fontane abſehen wollen, die gauge. Gerie der von Herrn Baton ber Caree- Jäger erhängte. Coffmann war ein sehr lebens: Der op wird der went to auf der Botters Barmodern wenn etwa Potsdam, welcher sich im den warte in Lussinpiccolo, und dessen Frau wurden jüngst, wie die Italienische Zustände. Leo Brenner, Direktor der Sterns Grazer Tagespost" erfährt, in Neapels Straßen an einem Abend dreimal räuberisch überfallen. Brenner erlitt fünf Verlegungen, nur das Geschrei der Frau und Brenners energisches Dreinschlagen verscheuchte die Räuber; die endlich zur Hilfe kommenden Karabinierie zeigten sich sehr lässig. Aus London Frankf. 8tg." 17. Laurence mit Geschmack und Verständnis ausgewählten Autoren. froher Mensch und auch in nichtkatholischen Kreisen Potsdams, Station der Great Northern- Eisenbahn vom Cambridger ExpreßLiliencron, Arno Holz, Karl Henkell, Ludwig Jacobowski, Richard namentlich in Sängerkreisen, sehr beliebt. Erst in lezter Zeit wurden zuge überfahren. Der Kopf wurde ihm vom Rumpfe ge= Dehmel, Bruno Wille, Ada Negri, Hartleben, Otto Julius Bierbaum bei ihm Spuren von Schwermut entdeckt, und nunt, nach seinem trennt und der Körper furchtbar zermalmt. Der Earl scheint ohnund einige andere noch bildeten bunte Reihe und forderten das rätselhaften Selbstmord, den er angeblich aus nervöjer Bublifum nicht allein zu einem Urteil über die moderne Dichtung begangen haben soll, wird, einer Lokalforrespondenz zufolge zung mächtig geworden und vom Perron vor den heraneilenden Zug heraus, sondern gestatteten auch einen Einblick in die Stellung und Stimmung, die die Arbeiterlyrift zum Ganzen einnimmt. " bekannt, gefallen zu sein. daß er den mißhandelten Knaben Steiner gleich nach der Prügelaffaire in seiner Klasse unterrichtet haben und über das förperliche Befinden des Knaben von seiten des katholischen SchulaufsichtsBeamten, wie es heißt, von einem Kaplan, vernommen worden sein soll. Es existieren in Potsdam über diese Vernehmung verschiedene unkontrollierbare Gerüchte, denen zufolge Hoffmann eine gerichtliche Vernehmung fürchtete, die seine Aussage in anderem Lichte als vor feinen Vorgesetzten hätte erscheinen lassen tönnen. uading t Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. J. K. Ueber die Eröffnung der Bibliothek können wir noch nichts Näheres mitteilen. auf der Radrennbahn Halensee stattgefunden. A. K. 99. Das 24 Stunden- Rennen hat vom 7.- 8. September 1898 bauen. Jm Ausdruck eines fatten Behagens über einstigen und gegen wärtigen Glanz gaben sich meist die Soldatenlieder, die nur selten etwas so wie Hurrahpatriotismus durchschimmern ließen, sondern sich in der harmlosen Freude über die Janitscharenmusik und den freien Sonntagnachmittag auslebten, zur Abwechslung den Kasernenarrest( Karl Hendell) ungewöhnlich tragisch nahmen und den schred lichen, einsamen Tod des Verschmachtens( Liliencron) ergreifend schilderten. Diesen gleichsam rüdwärts gekehrten Dichtungen gegenüber Aus Friedrichshagen schreibt man uns: In der Versamm stand die eigentlich moderne Lyrit, in ihrer müden, spöttelnden lung, welche die hiesigen Gewerbetreibenden fürzlich abhielten, war Dekadenz( Hartlebens Romancier, Frühling von Arno Holz, Hochzeits- von dem angekündigten Kampfe gegen die voltsschädigende 1. Baugesellschaft Freie Scholle", Vorf. Baumeister Lilienthal, Groß- LichterO. 5. 10. Baugesellschaften der von Ihnen berührten Art sind: reisepaar von Bierbaum) sowohl wie in ihrer schimmernden, einem 23 irkung des Großkapitals wenig zu verspüren. De fernen Sonnenlande zustrebenden Romantit( Paul Remer, Johannis- Redacteur Mannes und der Hofbäckermeister Gäde forderten in ihren Bureau Stegligerstr. 19, II, Berlin, hat bis jest gegen 200 Häuser in felde, Marthastr. 5, baut in Marienfelde. 2. Berliner Baugenossenschaft, find). Und inmitten die Arbeiterlieder. Alle auf Moll gestimmt, Referaten über das Thema: Wie ist der Untergang des mittleren Adlershof, Groß- Lichterfelde und Hermsdorf errichtet. Ferner wären noch elegisch und verhalten drohend. Es wurde vorgetragen„ Der Gewerbestandes zu verhüten?" die Erschienenen auf, gegen alle dem zu nennen die Berliner gemeinnützige Baugeſellſchaft, Hollmannſtr. 23, und Arbeitsmann" von Dehmel, Bruno Willes Träumer"," Die Mittelstand bedrohlichen Auswüchse energisch Front zu machen und der Berliner Spar- und Bauverein, Sickingenſtr. 7, die beide in der Stadt Näherin" von Rilke, Brotlos" von Hendell, sowie ein hübsches Gedicht von Ada Negri feien Sie Konsumvereine zu bekämpfen, die Tausende empfehlen. Ueber die Kosten der Geschäftsanteile, die sich auf 50-300. " Gesang der modernen Barbaren" und im Wege der Gesetzgebung Abhilfe zu verlangen. Ganz besonders Berhältnissen in Berlin bleiben, mag fich der Beunt, bab, fewer stetigen Beitritt zu diesen Gesellschaften „ Erde." Das ist wenig von der heutigen Arbeiterlyrik, aber immerhin von strebsamen Eristenzen zu Grunde richten. Nur durch Eintritt belaufen, erfahren Sie auf unserer Redaktion Genaueres. tennzeichnend für sie. Auch was wir sonst noch zu den unsrigen in den Centralverband selbständiger Gewerbetreibenden könne zählen, ist auf die Kampfluft und den Ernst der proletarischen Be- eine befriedigende Lösung der Frage herbeigeführt werden. freiungsarmee gestimmt und läßt mit einem gewissen Schmerz nicht mit Gottes Hilfe aber werde der berechtigte Kampf nicht aussichtslos allein den sonnigen Humor und die jauchzende Freude am Leben, fein, denn wer auf Gott vertraut, hat nicht auf Sand gebaut. So sondern selbst den Sarkasmus und den Spott über die Feinde ver- die Zunftprediger. Eine Resolution, dem Centralverein beizutreten, missen und dennoch solcher Mangel in unserer durchaus auf harten um die dem gewerblichen Mittelstand bedrohlichen Gefahren wirksam*) Weizen Kampf gerichteten Bewegung vollauf erklärlich erscheinen. abzuwehren", wurde angenommen. Auch diese biederen Leutchen, Herr Laurence, dessen modulationsreiches Organ zu bewundern die da wähnen, sie könnten durch Warenumsatzsteuer, Junungszwang,* Futter- Gerste ist, trug die Arbeiterlieder vielleicht etwas zu pathetisch vor. Befähigungsnachweis den Siegeszug des Kapitalismus Renommisterei steht der proletarischen Bewegung nicht besonders zu aufhalten, werden den Mittelstand nicht vor dem Untergange Gesicht und ist ihren Dichtungen, wenn man sie mit der bürgerlichen erretten. Die großkapitalistische Entwicklung kennt keine Rücksicht; Revolutionsdichtung der vierziger Jahre vergleicht, auch nur in der Schwächere wird vom Stärkeren vernichtet, so lange der Besitz schwachem Maße eigen. Einen reinen Genuß bot der Vortrag der auch die Macht in Händen hat. humoristischen Werke. Hier lebte sich die Kunst unseres Recitators völlig aus. " motoung DinoX las his nach Ermittelungen des kgl. Polizeipräsidiums. Marktpreise von Berlin am 17. Mai 1899 15,90 14,80 Schweinefleisch 1 kg 14,95 13,85 Kalbfleisch * Roggen Safer gut mittel gering D.- Ctr. Richtstroh Heu †) Erbsen + Speisebohnen Startoffeln, neue insen Rindfleisch, Steule 1kg " " " 3 sid 1,60 1, 1,80 1, 13,30 12,50 Hammelfleisch 1,60 0,90 15,60 15,10 Butter 15,14,50 Gier 2,60 260 Stüd 3,60 2,20 1 kg 2,- 1,20 " 3,- 1,40 2,60 1, 2,20 1,20 1,60 0,80 " 3,- 1,20 1,20 0,80 14,40 14, Karpfen 4,32 3,50 Aale 7,10 4,30 Bander 40, 25, Hechte 150, 25, Barsche 70, 30, Schleie 6, 4,- Bleie 1,60 1,20 Krebse per Schock 12,-2,50 1,20 1, do. Bauch schaftskammer Notierungsstelle *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. †) Kleinhandelspreise. höherer Locozufuhren munter. Angeboten waren 120 000 Liter 70 er Ware, Eine verhängnisvolle Eisenbahnkatastrophe hätte sträflicher Herr Laurence will, wie er anzeigt, nach Ablauf seiner Ver- Uebermut, wie erst jetzt bekannt wird, am verflossenen Sonntage, pflichtungen gegen das Schiller- Theater ausschließlich der Vortrags- wo halb Berlin draußen" war, auf dem Bahnhofe Niederfunst leben. Er kann da als Interpret und Rhapsode der modernen Schöneweide herbeigeführt, wenn es nicht rechtzeitig gelungen Dichtung wirken. Man wird ihm von Herzen Glück wünschen fönnen, wäre, die Gefahr abzuwenden. Auf dem Bahnhofe drängte sich eine wenn er sich später die gleiche Sorgfalt wie in seinem Debut zu wogende Menschenmenge. Ein nach Berlin gehender Vorortszug cigen macht. war bereits eingelaufen und wurde nun von den harrenden Ber In große Aufregung, so berichtet eine Lokalforrespondenz, liner Ausflüglern gestürmt. Noch drängte und wogte alles durch- Produttenmarkt vom 18. Mai. Brotgetreide zog um bis gerieten Mittwoch Abend die Paffagiere des Straßenbahnwagens einander, da ließ plötzlich ein besonders übermütiger Ausflügler 1 M. an. Hafer gegen gestern wenig verändert, Mais zeigte sich schwächer. Nr. 3 der Linie Behrenstraße- Wiener Brücke. Als der Waggon die den Kommandoruf: Abfahren" erschallen. In der Meinung Rüböl dagegen fester. Die Stimmung am Spiritusmartt war zufolge Mianerstraße passierte, blieb derselbe in der Nähe der Leipzigerstraße der in der Nähe befindliche Stationsvorsteher habe den Befcht bie mit 40,30(-0,60 M.) Käufer fanden. Für Hamburger Rechnung plötzlich stehen. Gleichzeitig machte sich im Wageninnern ein intensiver erteilt, feßte der Lokomotivführer den Zug langsam in Bewegung. wurde heute nichts gehandelt. 50er Spiritus fam nicht an den Markt. Schivefelgeruch bemerkbar. Aus den Accumulatoren schlugen bald Ein Schrei des Entsetzens erscholl, und nur mit genauer Not gelang Termine gaben im Anschluß an Locoware sowie auf Realisation pro Mai darauf helle Flammen empor. Unter den Passagieren entstand eine es dem Stationsvorsteher, den Zug wieder zum Halten zu bringen. um 40-50 Pf. nach. Banit; fie drängten dem Ausgang zu, wobei zwei Damen, die gleich- Der unberufene Schreier wurde sofort festgenommen und, troßdem Kartoffelfabritate. Berlin, 18. Mai. Feuchte Kartoffelstärke zeitig die Thür pajfieren wollten, den Durchgang verstopften. Eine derselbe heftigsten Widerstand leistete, durch den Gendarm Dabertow per 100 kilogramm 10,30 M. Prima trockene Kartoffelstärfe per 100 Stilo. Dame verfiel in Weinkrämpfe. Glücklicherweise bewahrten Schaffner aus Briz, welcher auf dem Bahnhofe den Sicherheitsdienst verfah, gramm 20,60 W., do. Supra 21,25 Mr., do. Setunda 16-18 M. Prima und Wagenführer ihre Selbstbeherrschung und dem ist es zu ver- in das Stationsbureau gebracht. Hier wurde derfelbe als der Startoffelmehl per 100 kilogramm 20,60 m., do. Supra 21,25 M., do. Sekunda banken, daß die Passagiere mit dem Schreck davonkamen. Allem 22jährige Tischler Merc aus Berlin, Oranienstraße 4 wohnhaft, festAnschein nach waren infolge Kurzschlusses die Säuren im Motor ent- gestellt. zündet worden. Der Wagen selbst blieb unbeschädigt und wurde vom nachfolgenden Waggon von der Strecke geschoben. Die Rettungsgesellschaft der Wassersportvereine wird an den beiden Pfingstfeiertagen, falls das Wetter es erheischen sollte, auf der Müg ggel und zwar an der Nordmole des Rahnsdorfer Gemündes, eine einstweilige Rettungsstation einrichten. 16-18,50 m. Berlins Getreide und Mehlzufuhren zu Wasser vom 17. Mai mittags bis 18. Mat mittags betrugen 300 Tonnen Weizen, 285 Tonnen Roggen, 145 Tonnen Hafer, 31 Tonnen Gerste, 270 Tonnen Mais, 6310 D.- Ctr. Weizenmehl. Gierbericht vom 18. Mai. Normale Eier 2,45-2,70 M., fleine 2,15 bis 2,20 m. pro Schod. Tendenz behauptet. ericht vom Witterungsübersicht vom 18. Mai 1899, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. Einen schweren Zusammenstoß auf der elektrischen Straßenbahn gab es in der Nacht zu gestern im Tiergarten in der Nähe vom großen Stern. Als gegen 124 Uhr ein Wagen der Linie Charlottenburg- Kupfergraben hier über den Plaz fuhr, kam oder Sprenggeschosse wird in großem Maßstabe unweit des Eine neue militärische Verfuchsanstalt für Sprengstoffe ihm eine Tarameterdroschke in die Quere, deren Führer augenschein Artillerie- Schießplages in der Jungfernhaide errichtet. Das lich die Gewalt über sein Pferd verloren hatte. Der elektrische Institut liegt auf der Nordseite des Spandauer Schiffahrtskanals Wagen faßte das Fuhrwerk an der Hinterachse und zertrümmerte es. Das Pferd kam unversehrt davon, der Kutscher dagegen wurde an der Charlottenhurger Brücke, über die der Weg am Forsthaute Stationen Königsdamm vorbei nach Charlottenburg führt, und wird im ganzen 6-7 meter weit weggeschleudert und auf einen Rasen geworfen. sieben festungsähnliche Gebäude umfassen, von denen drei im RohEine Schußmannspatrouille, die gleich nach dem Unfalle dazu fam, fand den Verunglückten erst nach einigem Suchen und ließ ihn nach bau bereits vollendet sind. Berlin in ein Krankenhaus bringen. Der Kutscher hat schwere KopfHamburg Eine in Brik verübte Blutthat erregt berechtigtes Aufsehen. und innere Verlegungen erlitten. Einsam an der Briz- Buckower Chauffee gelegen ist die Dornbuschsche Wiesbaden 764 Zwei große Dachstuhlbrände nahmen Donnerstagnachmittag Windmühle. Aus bisher noch nicht ermittelter Veranlassung hat der München fast sämtliche im Norden und Nordosten Berlins belegenen Löschzüge dortselbst in Arbeit stehende Müllergeselle Danies sowohl den Wien 768 Still wolfen! 13 Stundenlang in Anspruch. Gegen 1/22 Uhr stand Prenzlauer Mühlenbefizer Dornbusch als auch dessen Frau mit einem Sinüppel Allee 210 der Dachstuhl des Quergebäudes in hellen Flammen niedergeschlagen und den Mann leichter, die Frau schwerer verlegt. und es bedürfte großer Anstrengungen, um die Nachbargebände zu Der Thäter ist verhaftet und in das Gerichtsgefängnis eingeliefert schüßen und das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Noch war worden. baod Swinembe. 767 766 767 3 heiter Berlin 769 Stationen Barometers stand mm Winds richtung Windstärke Wetter bebect Temp. n. C. 5° 6.= 4° R. 13286 3bedeckt 13 Haparanda 761 Still 14 Petersburg 764 23 1wolfen! 3geiter 15 Cort 749 SSW 6Regen 3woltent 13 Aberdeen 754 SS 3 bedeckt 3wolfen! 14 Paris 764 SSO 25lb. bed. 15 Wetter Prognose für Freitag, den 19. Mai 1899. Vorwiegend heiter und sehr warm bei mäßigen süblichen Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst troden. Berliner Wetterbureau 700 915 age the ends Todes Anzeige.IV. Wahlkreis( Südost). Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber stands Am ersten Pfingstfeiertag: Mann, unser guter Vater, Bruder und Schwiegersohn, der Schriftfezzer Paul Rosenthal Grosses Früh- Konzert frith in im 38. Lebensjahre, am 17. Mat, arrangiert von den Parteigenossen des vierten Wahlkreises( Südost) 8 Uhr, an der Lungenschwindfucht verstorben ist. 18590 Die Beerdigung findet am Sonne Joels Victoria- Garten, abend, vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Kirchhofes in Rirdorf( Rudowerstraße) aus statt. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gewerkschaft der Buchdrucker 2c. Abermals entriß der Tod uns einen lieben, braven Kollegen.[ 267/1 Paul Rosenthal verstarb nach 18 wöchentlichem Kranten Tager, am 17. b. früh 8 Uhr, an der Berufskrankheit. Einer uns. Thätigsten und Gifrigsten, zu jebent Opfer bereit, durchbrungen und überzeugt von unserer gerechten Sache, ist mit ihm dahingegangen. Sein Andenken wird stets in Ehren gehalten werden. Beerdigung siehe obent. Um rege Beteiligung ersucht Der Vertrauensmann. Ortsverein Berliner Buchdrucker und verw. Berufsgenossen. Gestern früh 71/2 Uhr entschlief nach längerem Leiden unser aufrichtiger Freund und Mitkämpfer für Wahrheit und Recht, Kollege Paul Rosenthal fut Alter von 38 Jahren. Seine sympathische Persönlichkeit, sein glühend freiheitlicher und gerader Sinn werden uns allen unvergeßlich bleiben. Leicht werde ihm die Erde! Der Vorstand. Todes- Anzeige. Den heute vormittag 11/2 Uhr er folgten Tod meines geliebten Mannes, des Schankwirts Wilhelm Dierberg zeige ich tiefbetrübt und um stilles Beileid bittend an. Lichtenberg, den 17. Mai 1899. Louise Dierberg. Die Beerdigung findet am Sonn abend, den 20. d. M., nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Lichtenberg, Prinzen Allee 22, aus statt. 129b Köpnider Landstraße 21/24. in Treptow Ludwigs Parkrestaurant, Köpnicker Landstraße 25/26. Anfang 5 Uhr. Eintrittspreis à Person 20 Pf. Die Genossen werden ersucht, rechtzeitig Eintrittstarten aus ben Getannten Verkehr@ lofalen zu entnehmen. 242/ 18* you dis Das Komitee. Verein der Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. Montag, den 22. Mai( 2. Pfingstfeiertag), im Ostend Karl Weiss- Theater, Grosse Frankfurter Strasse 182: Früh- Konzert Specialitäten- und Theater- Vorstellung. Eröffnung 5% Uhr. Anfang 6 Uhr. Eintritt 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Im Tunnel: TANZ. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 25 Pf. extra. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen zur Verfügung. 1 Liter Milch 70 Pf., 12 Liter 35 Pf. Programme sind auf der Verwaltung, Ritterstr. 88; bei dem Kassenboten Herrn Graumann, Rykestrasse 23; beim Kollegen Franz Meyer, Krautstrasse 48, Seitenfl. 3 Tr. und im Setzersaal des„ Vorwärts" zu haben. Die Vergnügungs- Kommission. No. Formspr.: Amt Sohonaberg SCHUTZ MARKE Für Fabriken, Werkstätten, Kantinen ic. Tiefere ich:[ 18280* 40/2 Fl. Export- Weißbier f. M. 3, ohne Wafferzufaz. 40% Glafchen Helles Bayrisch Bier für 3 M., von welcher Brauerei gewünscht wird. Abrechnung kann wöchentlich erfolgen. Eis umsonst. Verschließbarer Eisfasten zu 60 bis 120 l. leihweise. 20 verschiedene Sorten Biere. Lieferung jed. Tag frisch zur Frühstückszeit. A. Seidler, Berliner Export- Weißbier- Brauerei. Schöneberg- Berlin W., Sedanstrasse No. 82. 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Allen denen, welche meinem lieben schied zu Ungunsten der Margarine ist bisher gewesen, daß fie( auch dann, Mann, unserm guten Vater, dem Tischler wenn sie einen erheblich höheren Fettgehalt wie Naturbutter befizt) beim Hermann Viert, Braten in der Pfanne etwas spritzt, und ferner in der Pfanne nicht so Es ist die letzte Ehre erwiesen, insbesondere schäumt, nicht so bräunt und nicht so buftet wie seine Naturbutter. den Kollegen für die aufopfernden mir jetzt gelungen, diese Unterschiede in meiner neuen Sorte Margarine, großen Liebesgaben während seiner Marfe ,, MOHRA" vollständig zu beseitigen und ist sie dadurch in jeder Strankheit und die reichen Kranzspenden Hinsicht gleichwertig mit feinster Naturbutter geworden. bei der Beerdigung des uns Unver: Margarine, Marte geßlichen, unseren innigsten Dant. 1346 Marle Viert und Kinder. Tapezierer! Am 2. Pfingsttag: Ausfing nach Waldburg( über Tegel). Treff: puntt morgens 72 Uhr Stettiner Bahnhof; auch Pferdebahnverbindung bis Tegel. Nachzügler können von 117/13 Tegel per Dampfer fahren. Die Ortsverwaltungen. Bartschlößchen' in Zepernik. Am 1. und 2. Feiertag: Gr. Künstler- Konzert u. Tanz. Entree frei. Herrlicher Aufenthalt. Große Insel, Kegelbahnen, Billards, Tanzsaal. Gute Küche. l. Preise. Vorwärts" liegt aus. Um zahlreichen Besuch bittet[ 1256*] 0. Joers. ,, MOHRA" sprikt nicht, wie andere Margarine, fchäumt genau, wie feinste Naturbutter, bräunt genau, wie feinste Naturbutter, buftet genau wie feinste Naturbutter, ist genau so ausgiebig, wie feinste Naturbutter, Meine neue ist genau so feinschmeckend, wie feinste Naturbutter. Man versuche und vergleiche geft. die Margarine ,, MOHRA" mit Naturbutter und wird dann finden, daß die ,, MOHRA" geeignet ist, feinste Butter vollständig zu ersetzen, sowohl, um sie auf Brot zu essen, wie zu allen feinern Küchenzwecken, zum Braten von Beefsteat, allen Fleisch: forten und Fischen und zum Stoben aller feinen Gemüse. 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Daß Sie die ant gebrannten Kleiderstoffe verhauen, ist ja ganz richtig, aber die andern Sachen, die Steppdecken, Teppiche, Vorleger, Gardinen, und vor allen Dingen die Herren- und Knaben: Garderoben, die Schuhwaren, Bettfedern, Hosen, Joppen, diese Sachen, die das Feuer nicht gesehen haben, die sauber und frisch sind und dann die Sachen alle im Keller, da ist auch feine Spur von Fehler dran, und doch schleudern Sie so damit, das haben Sie doch wirklich nicht nötig. [ 18462 Das werd' ich Ihnen sagen: Wenn ich mir Zeit nehmen wollte, fönnte ich wohl auch bessere Preise erzielen, ich will aber räumen, je früher, desto besser. Ich kann die schwarzen Bretter u. Decen nicht mehr sehen, fein, sauber, elegant muß es wieder werden. Lachen muß es! Je eher, desto beffer. Des halb verkaufe ich so billig. Nu halten Sie sich mal ran. Adieu! Herrmann Schlesinger Pücklerstraße 39. Fahrräder! Hochfeine, elegante, stabile, deutsche Maschinen, Garantie 12 Monate, umständehalber 130 m. 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Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Kommandantenstraße, Ecke Lindenstraße. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Freitag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20-21: [ 82/15 Sitzung der Orts- Verwaltung. Dienstag, den 23. Mai 1899( 3. Pfingstfeiertag), vorm. 10 Uhr, im Lokal von Feind, Weinstr. 11: Mitglieder- Versammlung des Deutschen Labakarbeiter Verbandes, Zahlstelle Berlin. Tages Ordnung: 1 Rechnungslegung vom 1. Quartal 1899. 2. Bericht des Delegierten vom Gewerkschaftsfongreß. 3. Besprechung über die Zusendung des FachOrgans an die hiesigen Mitglieder. 4. Verschiedene Verbandsangelegen Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersuchen Die Bevollmächtigten. J. A.: Fr. 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Gerniz berichtete namens der Lohnfommission über die Geschäftskonjunktur in diesem Frühjahre für die Pußer eine der Buzzer nicht. Außerdem ist von den Puzern eine Verkürzung der „ die endgiltige Antwort auf die Forderungen". Die Dachdecker- außerordentlich günstige. Trotz dieses Umstandes hat es bisher doch| Arbeitszeit erzielt worden, die auch den Trägern sehr wesentlich zu Innung hatte für den 16. Mai eine Generalversammlung ein- ein Teil der Buzer versäumt, in nachdrücklicher Weise für die Inne gute kommt. Kritisiert wurde auch, daß die Träger vornehmlich immer berufen, um mit der Lohnkommission gemeinsam zu verhandeln. haltung des aufgestellten Tarifs einzutreten. Allerdings haben in die organisierten Buzzer in Anspruch nehmen, während sie bei den kolonnen Das Ergebnis der in äußerst sachlichen Formen gepflogenen Ver- der legten Zeit mehrere Arbeitseinstellungen stattgefunden, die fast alle der Indifferenten, ber denen sie auch allgemein mehr leisten müffen, handlungen war, daß die Forderungen der Arbeiter: neun nach furzer Dauer und infolge der Vermittelung der Lohnkommission teine höheren Löhne forderten. Ferner wurde bemängelt, daß der stündige Arbeitszeit, Beseitigung der Ueberstunden, 5 Pfennig zu Gunsten der beteiligten Arbeiter verlaufen sind. Die von den am 10. April von den Trägern beschlossene Tarif neben den LohnLohnerhöhung pro Stunde, als gerechtfertigt anerkannt wurden, Buzern auf die ablehnende Antwort der Unternehmer hin be- erhöhungen Forderungen enthält, die von den Puzern überhaupt mit der Bedingung, daß sämtliche Arbeiter vom 24. Mai ab schlossene Verkürzung der Arbeitszeit ist beinahe allgemein durch- unanehmbar sind. Unter andern soll für den Rüstungsbau bezw. unter den bewilligten Forderungen arbeiten. Es wird sich nunmehr geführt. Bei der Lohnkommission find zur Zeit insgesamt bei vorkommenden Unfällen nicht der wirkliche Bauunternehmer, darum handeln, daß die Dachdecker und Hilfsarbeiter diefe 132 Bauten gemeldet und haben 1610 Buzer Sammelfarten er- sondern der Puter die Verantwortung übernehmen und die Folgen Bedingungen auch bei den Nicht innungsmitgliedern durchsetzen. halten. Nach dem provisorischen Kassenbericht, den Kelpin zu tragen haben. Das Arbeitsgerät wird gleichfalls unentgeltlich Auf den mit lebhaftem Beifall entgegengenommenen Bericht folgte erstattete, betrugen die Einnahmen seit dem 10. De- und in brauchbarem Zustande von den Puzern verlangt. Außerdem nunmehr eine mehr als zweistündige Besprechung, die vielfach in gember 1898 influfive des alten Bestandes insgesamt wird gefordert, daß 2 Träger so lange beschäftigt werden, als die persönliche Streitigkeiten, sowie einzelne Angriffe gegen die vermeint- 10 602,97 M., die Ausgaben 1720,55 m., so daß ein Bestand Arbeit dauert. Der Puzerträger Beier vertritt hierauf liche Lässigkeit der Lohnkommission ausartete. Es wurde mehrfach von 8882,42 m. berbleibt. Nachdem als Revisoren Kohl, die in und erklärt, geltend gemacht, daß man nicht nur einen einheitlichen Lohnjay pro Fuhrmann und 2 and efeld gewählt waren, wurde beſchloſſen, daß sich seine stollegen mit ihren Forderungen immer an Stunde für sämtliche Arbeiter, sondern ähnlich wie die anderen daß von mun ab vierteljährig eine revidierte Abrechnung von dem die Puzer wenden werden, so lange eine Aenderung des gegen Bauarbeiter, Zimmerer, Maurer, Buzzer 2c., einen Mindestlohn von Kassierer zu geben ist, und soll es der Versammlung am Schluß des wärtig üblichen Arbeitsverhältnisses nicht Platz gegriffen hat. 60 Pfg. pro Stunde hätte fordern sollen. Ein Hilfsarbeiter Jahres überlassen bleiben zu bestimmen, ob der Jahresbericht im Sie betrachten die Buzzer als ihre Arbeitgeber und überlassen es der Dachdecker hätte gewünscht, daß man auch für Aufbesserung Druck erscheinen soll. Hierauf berichteten Kohl und Budah über diesen, mit den Bauunternehmern Preise solche festzusetzen, daß der Lage der Hilfsarbeiter mehr gewesen wäre. die Thätigkeit der Gewerkschaftskominission, wobei sie besonders auf sie den Forderungen der Träger gerecht werden können. Von Gerniz und anderen Rednern wurden die Vorwürfe gegen die Erhöhung der Beitragsleistung, die sich durch die Anstellung des Unter lebhaftem Protest der anwesenden Buzerträger wurde die Lohnkommission widerlegt, da sie das denkbar möglichste unter zweiten Gewerkschaftsbeamten notwendig machte, hinwiesen. Nach sodann, wie bereits einmal im vorigen Jahre, beschlossen, über den gegebenen Umständen erreicht habe. Daß die Lage der Hilfs- einer längeren Debatte, in der sich fast alle Redner gegen die den beantragten Tarif der Träger zur Tagesordnung überarbeiter ebenfalls aufgebessert werde, sei selbstverständlich; diese veranlagte Erhöhung von 40 mt. auf 85 mt. pro Jahr aussprachen, zugehen. Es wurde hierbei den Trägern anheim gegeben, müßten es aber gerechter Weise auch für ihre Pflicht erachten, mit gelangte ein Antrag zur Annahme, die Beschlußfaffung über die Be- ihre Forderungen direkt an die Unternehmer zu stellen, bezw. thätig zu sein als Mitglieder der Organisation, was trop jahre willigung auszufezen, bis der Delegierte über die Verwendung der durch Arbeitseinstellung dieselben zur Durchführung zu bringen, Tanger Bemühungen bis jetzt leider nicht geschehen sei, indem Gelder weitere Information eingezogen und hierüber Bericht erstattet wobei die Buzer fie moralisch möglichst unterstützen werden. Von die Hilfsarbeiter sich gänzlich der Organisation fernhielten. hat. Ein motivierter Antrag von Budah, das Verhältnis zur einem Schreiben der Stuccateure, in welchem ersucht wird, auf den Die Versammlung erflärte sich schließlich durch einstimmige An- Gewerkschaftskommission zum nächsten Jahre zu kündigen, wurde Bauten bei den Stuccateuren für die Einführung der Lohnarbeit zu nahme einer Resolution mit den durch die Lohnkommission erlangten vorläufig abgelehnt. Als Delegierter wurde sodann H. Lange und wirken und in dem auf die Schäden der Accordarbeit hingewiesen Forderungen einverstanden. Alle Dachdecker sind fernerhin ver- als Stellvertreter Budah gewählt. Eine sehr erregte Diskussion wird, wurde Kenntnis genommen. Nachdem noch beschlossen worden pflichtet, auf allen Arbeitsstätten eine strenge Stontrolle zu üben und entspann sich hierauf über die von den Buzerträgern an die Buyer war, dem Streitfonds der Maurer Deutschlands in Hamburg der auch ferner bestehenbleibenden Lohnkommission über alle Vor- gestellten Forderungen. In der gemeinschaftlichen Sitzung ist eine Einigung 1000 M. aus dem öffentlichen Fonds zu überweisen, erfolgte der tommnisse, etwaige Verweigerungen, Maßregelungen 2c. sofort nach dem Bericht, den Schulz gab, nicht erzielt worden, insbesondere Schluß der Versammlung. Mitteilung zu machen. deshalb, weil die Puzzer sich principiell nicht als Arbeitgeber der Wochentags bis 10 Uhr Abends geöffnet. Fahrgeld wird vergütet. Jacques Raphaëli Inh. Th. Büsing, KerrenJacketAnzüge, ein- und zweireihig, in hochmodernen, eleganten Façons, Vorzüglichster Verarbeitung, tadellosem Sitz, in besten Stoffen Mk. 10,-, 14,-, 19,-, 24,-, 29,-, 32,-, 36, etc. Knaben- und BurschenAnzüge von Mk. 2,80, 3,10, 4,50, 5,50, 7,50, 8,50 etc. Damen- Fussbekleidung. Für Kinder braune Knopfund Schnürstiefel, echt Ziege M. 1,70, 2,50, 3,00, 4,00 etc. HerrenRockAnzüge, ein- und zweireihig, aus dem besten Material verarbeitet, jedem Geschmack Rechnung tragend. 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Feiertag, nachm. von 4 Uhr ab: Konzert und Theater- Vorstellung u. a. Am 3. Feiertag: Auftreten der berühmten Theatergesellschaft Strzelewicz, Am 2. u. 3. Feiertag im Saal: Gr. Ball bei freiem Entree. Es ladet freundlichst ein Gustav Beyer. Grosses Früh- Konzert Pfingstfahrt Stettin- Kopenhagen arrangiert von den Gesangvereinen„ Loreley I" und" Maiglöckchen I"( M. d. Arb.:Sängerb.) verbunden mit Grossem Konzert und Specialitäten- Vorstellung. Kasseneröffnung und Anfang des Garten- Konzerts 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Billet- Vorverkauf täglich im Theater den Linden 69. und beim Künstlerdank", Unter Anfang 5 Uhr. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger ( Weysel, Pietro, Brition, Steidl, Krone, Schneider und Schrader.) Wiederauftreten bes ,, kleenen Pietro", Wiederauftreten von Fritz Steidl. Anfang wochentags präc.& Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Numerierter Balkon 75 Pf., BalkonLoge 1 Mk., Orchester- Loge 1,50 Mk. Fremdenloge 2 Mk. Tages lasje 11-1. 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Pfingstfeiertage: 5. Nach Nene Mühle, Woltersdorfer Schleuse u. Müggelheim. Abfahrt 2 Uhr nachmittags. Rückfahrt 72 Uhr abends. Fabrpreis für Sin und Rückfahrt 50 Pf. Abfahrt von der Stralauer Brücke 5, zwischen der städtischen und Bochhammerschen Bade- Anstalt. Hermann Hertzer, Schlesischestr. 6. L. Kahnt, Stralau. [ 18418*] Telephon Nr. 29. Telephon: Amt IV, 2419. Waldkater, Friedrichshagen, Am Bahnhof. Herrlich im Walde gelegen. [ 1306 Ant 2. und 3. Pfingst Feiertag: Frei- Tanz. Ausspannung, gute Regelbahnen. Allen Vereinen u. Genossen empfohlen. Um gütigen Besuch bittet Frick. Maurern des Ostens. Vereine und Gewerkschaften! Morgen und folgende Lage: Die Anf.4 Uhr. Entree 20 Bi. Kinder 10 Bf. centralisierten Maurern Puppe( La Poupée). Leyte Nachmittags- Borstellungen in dieser Saison: Sonntag Nachmittag Kaffeeküche, Kegelbahnen. Volksbeluftigungen aller Art. Hermann Imbs. Im Saale: Grosser Tanz. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. 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