Nr. 116. Abonnements Bedingungen: • bonnements Preis pränumerando: .Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Gonntags Nummer mit Illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- 8eitungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels zetle oder beren Raum 40 Pfg., für polttische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Br. 1508. Telegramm- Adresse: Bocialdemokrat Berling. Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Theorie und Praxis. Sonnabend, den 20. Mai 1899. Die Hetze gegen ein Gericht. . st. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Erwerbsleben" zusammenhänge. Ein nettes Familie nleben, man noch ein Auge zubrücken, wenn die Gemeinde den Bau das durch die völlige thatsächliche Rechtlosigkeit des Dienst fatholischer Kirchen subventionierte; nun aber, wo die Begehrlichkeit boten geschüßt werden muß! Und das Ende dieses erbau der Klerikalen immer maßloser wird, mußte man sich gegen diese Der Bericht der VII. Reichstags Kommission über die lichen Centrumsliedes war eine überaus vorsichtige Andeutung, ungefeßliche Verwendung von Gemeindemitteln zur Wehre ſezen. Ein Wiener Gemeinderat- daß es gerade der sonderbare Demokrat Anträge betreffend die Gewerbegerichte bietet wieder man könne vielleicht hier und da mit Erlaubnis der Lucian Brunner war, ist vielleicht nicht besonders nüßlich geeinmal ein recht lehrreiches Beispiel dafür, wie die jest fast hohen Obrigkeit den Dienstboten die Anrufung der wesen erhob gegen einen solchen Subventionsbeschluß der Geallgemein zur Schau getragene Arbeiterfreundlichkeit in der Gewerbegerichte gestatten. Diese arbeiterfreundliche An- meinde die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof, der das Praxis aussieht. Dieses Beispiel ist um so lehrreicher, weil wandlung wurde aber wiederum durch den Widerspruch eines Gericht ist zur Austragung von Streitigkeiten zwischen den Staatses sich hier um eine Einrichtung handelt, deren Berechtigung Regierungsvertreters vollständig verscheucht. So wurden die bürgern und den Behörden, und der Verwaltungsgerichtshof erkannte, durch die bisherige Erfahrung aufs Klarste bewiesen ist und Dienstboten ebenso wie die ländlichen Arbeiter mit allen gegen was er, wenn Gesetz und Recht nicht gebeugt werden sollen, er deshalb abgesehen von den unermüdlichen Scharfmachern die socialdemokratischen Stimmen abgewiesen. fennen mußte: daß der Beschluß der Gemeinde dem Geseze widervon allen Parteien anerkannt wird. Als auch in der KomDa ein solcher Geist die Kommission beherrschte, ist es spreche und daher als ungültig aufgehoben werde. Gegen das vom juristischen Standpunkt unanfechtbare Urteil des mission der Bergwerks- Direktor Hilbek, der Stumm der kein Wunder, daß die vielen socialdemokratischen Gerichtes begann mun eine wüste Hetze, die ihren Gipfelpunkt in Nationalliberalen, den Wert der Gewerbegerichte in Zweifel Anträge, welche eine gründliche Ver der Debatte des niederöstreichischen Landtages, dem Standallandtag, ziehen wollte, fand er wie im Plenum so auch in der besserung des Gesezes herbeigeführt vom letzten Sonnabend erreichte. Vor allem inscenierte man im Stommission lebhaften Widerspruch". hätten, fast sämtlich durchfielen und nur Gemeinderat eine passive Demonstration. Weil der VerwaltungsgerichsNun kommt bekanntlich diese bewährte Einrichtung nur ein sehr geringer Fortschritt erzielt worden hof erkannt hatte, das Verfügungsrecht der Gemeinde über ihr Vermögen einem Teile der Arbeiter zu gute. Deshalb kehrt bei jeder ist. Die wichtigste Verbesserung ist wohl die, daß gemäß einer werde nicht durch das Gemeindeſtatut zu einem unbeschränkten geGelegenheit der socialdemokratische Antrag wieder, das Gesetz Anregung unserer Genossen die Zuständigkeit der Gewerbe- staltet, sondern habe seine Schranke an dem geltenden Gesetze, wird so auszubauen, daß allen Arbeitern die Gewerbegerichte gerichte ausgedehnt wurde auf„ Entschädigungsansprüche aus un vom Gemeinderate jedes noch so bescheidene und berechtigte Subventionsgesuch in Hinsicht auf die Entscheidung des Verwaltungszugänglich gemacht werden. Aber auch diesmal ist der An- gesezwidrigen Eintragungen in Arbeitsbücher, Zeugnisse, gerichtshofes" abgelehnt; es soll so ausschauen, als sei durch jenes trag von der Kommission abgelehnt worden. Die im Krankenkassenbücher und Quittungskarten der Invaliditäts- Erkenntnis die Gemeinde des Verfügungsrechtes über ihre Einnahmen Handel und Verkehr beschäftigten Personen wurden und Altersversicherungs- Anstalten, sowie wegen widerrecht- beraubt worden. Da die Wiener Bevölkerung noch immer nicht auf die kaufmännischen Schiedsgerichte vertröstet. Für die licher Vorenthaltung dieser Papiere." Im weiteren sollen genug verpfafft ist, um darüber besonders viel Schmerz zu empfinden, ländlichen Arbeiter und die Dienst boten wurde in allen Stadtgemeinden mit mehr als 20 000 Ein- daß man ihr nicht ein paar Millionen Gulden zum Bau von Kirchen ,, ein Bedürfnis zur allgemeinen Einführung von Sonder wohnern Gewerbegerichte errichtet und für die Bei- abnehmen dürfe, wurde die gerichtliche Entscheidung zu einem AnUnter diesem Vorgerichten bestritten". sizer Wahlen Wählerlisten angelegt werden. Endlich griff auf die Autonomie der Stadt gestempelt. Man bedenke: diese Arbeiter, die sich in den aller werden die Gewerbegerichte aufgemuntert, öfters als bisher, Gache, obwohl sie ihn im Grunde gar nichts angeht, und der wande bemächtigte sich auch der niederöstreichische Landtag der traurigsten Verhältnissen befinden, denen die Koalitionsfreiheit und auch ohne besondere Aufforderung dazu von den Bar Abg. Weißkirchner, ein Luegerscher Beamter und sein williges Wertgänzlich vorenthalten ist, und die deshalb ihren Herrschaften" teien, als Einigungsämter in Thätigkeit zu treten. Zu diesem zeug, stellte den Antrag, die Regierung aufzufordern, fie möge die vollständig schutzlos überliefert sind, diese Arbeiter auch nur Zwecke wird dem Vorsitzenden die Befugnis gegeben, die an Entscheidung des Gerichtes prüfen und über dessen Bedeutung in ihren gefeßlich anerkannten Rechten zu schüßen, dazu fehle den Streitigkeiten beteiligten Personen vorzuladen und zu für die Autonomie der Stadt ernstlich beraten. Der Antrag ist an das Bedürfnis! In einem Sinne ist dies allerdings richtig. vernehmen. sich sinnlos, denn der Spruch des Gerichtes ist ein letztes Wort; Die bürgerlichen Parteien haben dazu kein Bedürfnis; jene Selbstverständlich werden wir uns mit diesem Erfolg nicht er ist auch nur gestellt worden, um den VerwaltungsArbeiter sind ja so niedergedrückt, so hilflos, daß sie ihnen begnügen, sondern nur um so eifriger agitieren um da- Gerichtshof gründlich beschimpfengu tönnen. Die borläufig nicht gefährlich werden können; weshalb also an durch die bürgerlichen Parteien zu zwingen, etwas mehr antisemiten wollen an diesem Gericht ein Exempel statuieren, damit sich künftig tein Gericht unter ihnen Arbeiterfreundlichkeit verschwenden? Arbeiterfreundlichkeit aus ihrer Theorie in die Praxis zu über- tehe, gegen die Wünsche der christlichsocialen So offen sprachen sich die Herren selbstverständlich in der tragen. Pfaffenpartei zu entscheiden. Nicht um den Bau von Kommission nicht aus. Deshalb warteten sie noch mit einigen Kirchen handelt es sich mehr, noch weniger um die„ bedrohte" anderen ,, Gründen" auf. Selbst der alte Ladenhüter, der Autonomie der Stadt: eine Einschüchterung im größten Stile ist noch bei jedem Verbesserungsvorschlag ins Feld geführt beabsichtigt, um mun auch die Gerichte der Furcht vor dem antiworden ist, wurde wieder herausgeframt: die„ Verschiedenheit semitischen Terrorismus zu unterwerfen. Nachdem es die Behörden Wien, 17. Mai 1893. der Verhältnisse". Fehle es doch, so wurde ausgeführt, für in Oestreich längst verlernt haben, den antisemitischen Frechheiten die ländlichen Arbeiter und das Gesinde an der speciellen Seit ein paar Wochen tobt in Oestreich gegen eines der höchsten hindernd in den Weg zu treten, und in Wien vom Magistrat bis zum reichsrechtlichen Regelung des Arbeits- bezw. Dienstverhält. Gerichte des Landes ein Kampf, der den berüchtigten Feldzug der Ministerium die Luegersche Herrschaft reicht, sollen nun auch die„ un Pariser Generalstäbler gegen den französischen Kaffationshof weit in abhängigen" Richter zu Werkzeugen der antisemitischen Beutepolitik nisses, wie eine solche für die Industrie in der Gewerbe- Schatten stellt. Während es in Frankreich nur eine Clique im Staate gestaltet werden. Die Richter sollen für jett Ordnung getroffen sei. Weshalb aber sollen die Gewerbe- ist, die die Kotbomben gegen das oberste Gericht legt, sind es in und fünftig eingeschüchtert werden: deshalb die Entgerichte nicht ebensogut auf Grund der landesgesetzlichen Be- Oestreich die patentierten Stüßen von Thron und Altar, die an der fesselung aller Leidenschaften gegen die Richter vom Verwaltungsstimmungen ihre Entscheidungen fällen, wie nach Reichsrecht? Zerstörung des Ansehens des Gerichts bewußt und planmäßig gerichtshof! Auf der anderen Seite muß gerade deshalb, weil die Land- arbeiten. Mehr als dies: Der Verleumdungsfeldzug gegen den Es wird also geschimpft nach allen Noten. Von dem Tone dieser arbeiter und das Gesinde noch ganz verschiedenen und zwar sehr Verwaltungsgerichtshof geschieht unter stillschweigender Polemit" giebt wohl der Schluß der Rede des Wiener Bürgerrockständigen Gesetzen unterworfen sind, wenigstens eine Billigung der Regierung! In diesem Destreich, wo man meiſters im Landtag den besten Begriff. Herr Lueger meinte, einheitlich geregelte Rechtsprechung durch jedes Zeitungsblatt tonfisciert, das gegen den letzten Bezirks- die Sanftmütigen werden sagen, ein Esel habe das Urteil gefällt; hauptmann„ aufreizt", tönnen seit zwei Monaten die Richter er aber sage, ein Spiz bube sei der, der es ausgesprochen! geführt werden, damit etwas mehr als bisher aus der Praris des Verwaltungsgerichtshofes unbehindert in die Goffe gezerrt Weil der Beschwerdeführer ein Jude war, wurde das Urteil ganz un jener landesgesetzlichen Bestimmungen an die Oeffentlichkeit werden; in diesem Oestreich, wo eine behördliche Anordnung oder verfroren als zu Gunsten der Juden" erlassen, als gegen das gelangt. Wenn dies erreicht wäre, würden zweifelsohne Entscheidung ein Heiligtum ist, an dem niemand rütteln darf, werden jest christliche Bolt" gerichtet bezeichnet, obwohl der Verwaltungsmancherlei recht seltsame Thatsachen ans Tageslicht kommen, Bersammlungen abgehalten, wo die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof seit zwanzig Jahren Urteile desselben Juhaltes fällt! so daß die Notwendigkeit der schon längst von uns geforderten gerichtshofes in den vermessensten Ausdrücken geschmäht wird. Der Und während dieser unerhörten Angriffe saß der Stadthalter, Ausdehnung der Reichsgesetzgebung auf diese Arbeiter vollends Ungewöhnlichkeit dieser Erscheinung entspricht die Ungewöhnlichkeit der Vertreter der Regierung, ruhig auf seinem Blaze und öffnete erwiesen werden könnte. Es würden also gerade hier die des Falles: Es hat sich nämlich der in Oestreich seltene Fall er nicht den Mund, um das Gericht gegen die Flut von BeGewerbegerichte einen doppelten Wert haben. eignet, daß ein Gericht sein Urteil sprach nur nach dem Geschimpfungen und Verleumdungen auch nur mit einem Worte seze, und sich durch keine politische Opportunität von seiner Rechts- zu verteidigen! Der Landmarschall, jener verkrachte Freiherr Bedeutungsvoller erscheint auf den ersten Blick der überzeugung abbringen ließ. Und wenn wir hinzufügen, daß die v. Gudenus, den wir jüngst charakterisiert haben, wagte fein Zweifel, ob die Beifikerwahlen auf dem Lande durchweg ein Entscheidung des Gerichtes ihre Spize kehrt gegen die immer dreister Wort des Einspruches und die stärksten Insolenzen entlodten ihm Richterfollegium ergeben würden, welches in seiner Qualifikation, werdende Begehrlichkeit der Pfaffen, daß sie eine Abwehr ist gegen nicht einmal einen Ordnungsruf! Die Hauptfront der Beschimpfungen insbesondere seiner Unabhängigkeit auch nur die Anmaßlichkeiten des Kleritalismus: so wird das Sonderbare be- richtete sich gegen den Dr. Richard, den ehemaligen Direktor einigermaßen dem ordentlichen Gerichte an die Seite greiflich. und das Unerhörte erscheint selbstverständlich. Wenn in des kaiserlichen Burgtheaters, der jetzt Hofrat beim Verwaltungsgestellt werden könne." Dieser Einwand verliert aber Oestreich die Interessen der römischen Kirche in Frage kommen, gerichtshof ist. Herr Rückhard hat ein Lustspiel geschrieben, worin jede Bedeutung, sobald man berücksichtigt, daß jezt so wiegen die Interessen des Staates nichts; wenn die viel er die Korruption der ländlichen Verhältnisse ganz köstlich schildert, die Landarbeiter und δας Gesinde die ordentlichen gerühmtestaatliche" Autorität" den Konstitutionen des Klerikalismus und er hat einen Roman veröffentlicht, worin der auch außerhich Destreichs bekannte Herr v. Holzinger, jener Wiener Straf Gerichte anzurufen gar nicht in der Lage sind, weil dies für im Wege steht, muß sie zu Grunde gehen. Der Fall, der so bezeichnend ist für die innere Natur dieses ver- richter, der in allen Hochverrats- und Socialistenprozessen als Vor sie zu teuer und umständlich wäre. Möge alfo das Gewerbe- pfafften Oestreichs, betrifft den Bau von Kirchen durch die fizzender fungierte, porträtgetreu und daher recht wenig schmeichelhaft gericht auf dem Lande anfangs auch mehr oder weniger hinter Gemeindeverwaltung der Stadt Wien. Seitdem die christlich- sociale geschildert ist. Herr Lueger, der berühmte Komödienspieler, las num den Anforderungen zurückbleiben, die im Interesse einer wirt- Partei von der Wiener Ratsstube Besiz ergriffen hat, ist das im Landtage aus dem Lustspiel und aus dem Romane einige Stellen lich guten Rechtspflege gestellt werden müssen, so bedeutet doch Bedürfnis" nach neuen Kirchen jehr lebendig geworden. Während die vor, und der antisemitische Brüllchor begleitete die Vorlesung mit auch hier die Einführung dieser Gerichte einen großen Fort- Gemeindeverwaltung an der brennenden Krankenhausfrage scheu Ausrufen wie Schuft, Schurke, Niederträchtig, Pfui und anderen Und diese Orgie von Geschimpf schritt, weil damit wenigstens ein Anfang mit einer wirklichen vorübergeht, während sie an dem Budget für die Schule tnappt und lieblichen Schimpfworten! gegen das höchste Gericht des Reiches Rechtspflege gemacht wird. Außerdem kann darüber kein part, während sie alle wirklich dringenden Fragen, wie die der und Verleumdung Aprovisionirung, der Armenunterstügung, lints liegen läßt, beeilt geschah ohne Widerspruch des Vorsitzenden und ohne Pro Zweifel bestehen, daß auch hier die Arbeiter sehr bald aus der sie sich natürlich, die Bedürfnisfrage" nach Kirchen umfassend zu test des Vertreters der Regierung! Der freiherrliche Bursche, Erfahrung lernen und in verhältnismäßig furzer Zeit lösen. Nicht weniger als zwei Millionen hat der Gemeinderat auf der im Landtag die Ehrenstelle des Vorsitzenden einer gesezihren Pflichten als Gewerberichter genügen werden, einmal für den Bau neuer Kirchen ausgeworfen, nachdem er schon gebenden Körperschaft schändet, erteilte Herrn Lueger erst am wie dies feitens der städtischen Arbeiter schon jetzt zuvor wiederholt Kirchenbau- Subventionen bewilligt hatte. Nun ist Dienstag den platonischen Ordnungsruf, nachdem ihn der Richter, der Fall ist. Aber eine solche fulturelle Hebung des land- bas eigentümliche an diesen Leistungen für Kirchenbauten, daß fie der in der Sache beim Verwaltungsgerichtshof Referent war, zum lichen Arbeiters wollen ja gewisse bürgerliche Arbeiterfreunde nicht bloß überflüssig sind, sondern auch ungeseßlich. Nach Duell gefordert hatte! Das sind Zustände und Vorgänge, die nur in einem faulenden durchaus nicht haben. Wurde es doch sogar in der Kommission den konfessionellen Gesetzen, die freilich aus der kurzen Blütestammen, dürfen die Staatswesen möglich sind. Thatsächlich zeigen fie deutlich an, wie als eine große Gefahr" bezeichnet, wenn durch Ein Mitglieder einer Religionsgenossenschaft nicht zu konfessionellen start der Berseßungsprozeß in diesem verlotterten Oestreich vorEin- zeit des östreichischen Liberalismus führung von Gewerbegerichts- Wahlen die socialdemo- Leistungen einer anderen herangezogen werden; das heißt, jede geschritten ist. Seine Partei erfreut sich seit zwanzig Jahren einer fratische Agitation ins platte and getragen Religionsgenossenschaft hat ihre tonfessionellen Bedürfnisse selbst zu o offenkundigen Patronenz durch die Regierung, als die chriftlichbefriedigen. Allerdings steht dieses Princip, wie alle schönen Dinge fociale Pfaffenpartei Wiens. Die Regierungen wechseln, aber bleibt die Gunst jeder Regierung treu. Ganz besonders kläglich hat wieder das Centrum in Oestreich, zur Hälfte nur auf dem Papier; ihre Religions- den Antisemiten Die Christlich- Socialen find abgeschnitten. Erst trug es sein„ arbeiterfreundliches" Herz genossenschaften innerhalb der Gemeinde haben wohl die Pro- Der Grund ist sehr einfach: Natürlich nicht eine patriotische zur Schau: der Gedanke sei nicht von der Hand zu weisen, testanten und die Juden, wogegen die Pfarrgemeinden für die eine" patriotische" Bartei. daß man bei den Dienstboten für eine schnellere und billigere Rechts- Katholiken noch nirgendswo konstituiert sind, obwohl das betreffende Partei, wie man sie sonst in Europa auffaßt: die ihr Vaterland Gesetz fast ein Vierteljahrhundert in Kraft steht. Die katholische liebt und darum wünscht, daß es vorwärts schreite; sondern eine hilfe Sorge tragen müsse, da es sich um eine besonders arme Klasse Stirche hat natürlich das größte Interesse daran, die Konstituierung dynastische Partei, schwarzgelb und byzantinisch bis in die der arbeitenden Bevölkerung handele. Hierauf aber folgen der Pfarrgemeinden zu hintertreiben, denn sie erspart sich- so, von Knochen. Und ob dieser Tugend verzeiht man in Oestreich alles, Bedenken", die zum Teil den Junkern nachgebetet sind, ihren Glaubensangehörigen Religionssteuern einzuholen, sondern verzeiht also den Christlich Socialen, daß fie die politische außerdem den„ neuen" Hinweis enthalten, daß das Dienst läßt sich ihre Bedürfnisse aus dem Gemeindesäckel bestreiten. So Atmosphäre mit ihrer Demagogie, mit ihrer ligenhaften Unaufrichtig boten- Verhältnis mehr mit dem Familien- als mit dem lange Forderungen für den Bau von Kirchen selten auftreten, konnte feit und Heuchelei, mit ihrer frankhaften Lust am Rohen und Gewerde." " " M meinen, gleichsam wie mit Miasmen erfüllen. Die Heze gegen den] Verwaltungsgerichtshof ist nur eine Episode in dem schändlichen Treiben der Wiener Antisemiten, aber sie ist die bezeichnendste. Denn sie zeigt, daß die schwarzgelben Pfaffenknechte alles in Oestreich demolieren wollen, was hier noch an modernem Geiste lebt, um der plumpften Reaktion Thür und Thor zu öffnen. Und was es für Oestreich, einen Staat ohne große Städte, bedeutet, daß seine größte Stadt von einer so bildungs- und kulturfeindlichen Partei beherrscht wird, fann gar nicht ermessen werden. Ein gutes Stück von der östreichischen Frage", der Frage des Verfalles dieses künstlichen Staates, steckt darin. Politische Ueberlicht. Berlin, den 19. Mai. Verfolgungswahn. 11 = National sociale Ehrlichkeit. Trotz der Aufklärungen über die Gründe unserer Nichtteilnahme am Berlepsch- Kongreß schreibt die „ Hilfe" des Pfarrers Naumiann: Wenn jetzt die Socialdemokratie ablehnt, so giebt es nur eine Erklärung: sie will lieber den Fortschritt des Arbeiterschußes verlangsamen, als mit bürgerlichen Elementen zusammenarbeiten." Mart begreift, daß Herr Göhre aus diesem Verein ausscheiden mußte. 11 Dabei zog der Kaiser nachstehendes in Erwägung: Der feit dem 17. Jahrhundert bestehende Modus der Deportation von Verbrechern nach Sibirien hat sich, je mehr das Land durch frei willige Ansiedler besiedelt wird, nicht nur als unnüz, sondern sogar als schädlich für Sibirien erwiesen. Mit der Verbeffernung der Verkehrsmittel und der fortschreitenden fulturellen Entwickelung Sibiriens hat die Deportation allmählich den Charakter einer Strafe verloren, während der Schaden, der dem Gebiete durch die Verbannung von Verbrechern dorthin zugefügt wird, mit jedem Jahre größer wird. Nachdem sich mit der Frage der Aufhebung der Deportation und der Zwangsarbeit bereits die Kaiser Alexander II. Aus dem rheinisch- westfälischen Kohlenrevier und Alexander III. beschäftigt haben, betrachtet Kaiser Nikolaus diese Angelegenheit als ein Bermächtnis feiner Vorfahren und er wird uns geschrieben: Die Berichte vom Kohlen- und Eisenmarkte blidt in der Deportation ein schweres Hindernis für die sowohl als auch die Geschäftsberichte an die Generalversammlungen Entwidelung Sibiriens. Er hat daher gestern befohlen, der einzelnen Werke und Bechen lassen die Riesenprofite erkennen, daß unter dem Präsidium des Justizministers eine Kommiffion die gegenwärtig das Unternehmertum auf der roten Erde macht, zufammentrete, die über den Ersatz der Deportation durch andere Die Klagen über den Arbeitermangel" find allgemein und trotz der Das amtliche Dresdner Journal" beginnt mit der Strafen und über die damit zusammenhängenden Angelegenheiten äußersten Anstrengung der Arbeiter durch Ueberstunden ist die Nachberaten soll. frage faum zu befriedigen. Wir haben bereits berichtet, daß größere Veröffentlichung von Artikeln, die sich Zeitbetrachtungen So der offizielle Bericht aus Petersburg. Es geht aus jedem Werte der Eiseninduſtrie, um dem Mangel an Kohlen zu begegnen, ihre cines Unbefangenen" nennen. Der erste handelt vom Verfall Wort hervor, daß Humanitätsfragen bei diesen Erwägungen Fusion mit Zechen vorgenommen haben. Auf diesem Wege, den das der Religion und Sitte und ist eine Sammlung auserlesener nicht mitgesprochen haben. Kein Wort davon und kein Gedanke an Eisen- und Stahlwerk Hösch durch die llebernahme der Zechen Ver. WestAlbernheiten gegen die Socialdemokratie. Die Social die Qualen der Hunderttausende, die seit Jahrhunderten in der falia zuerst betreten hatte, wären zweifellos bereits mehrere größere demokratie ist an allem schuld, an dem Mord des Justizrats 3wangsarbeit der fibirischen Bergwerke elend umgekommen sind, die Werke nachgefolgt und es hätte dieser Prozeß schließlich zur Sprengung Levy, wie an der Ermordung der Kaiserin von Oestreich. in den unwirtlichen Eissteppen erfroren, verhungert, die in den des Kohlensyudifats geführt. Als das Syndikat die Gefahr sah, Die beim Löbtauer Falle zu Tage gekommene Buchthäusern von Sachalin den Beinigungen der russischen Knute zum griffen die Stapitalisten zu demselben Mittel, welches sie, sofern die viehische Roheit verhetter Socialdemokraten wirft ein Opfer gefallen sind. Kein Wort davon. Ini Gegenteil! Die Ver- Arbeiter davon Gebrauch machen, nicht genug verdammen können: bannung nach Sibirien hat nach der Meinung Väterchens den Charakter fie drohten mit dem Boykott! Das Syndikat droht, alle solche trauriges Licht auf die heutigen Zustände... Mit Recht ist einer Strafe eingebüßt und da muß auf einen Ersatz gesonnen Werke, die sich durch Fusion mit Zechen zu Privatabnehmern dieſer gesagt worden, derartige Buben dürften sich im Gefängnis werden. Zechen machen, von dem Bezuge von Syndikatskohlen auszuschließen. nicht wohlfühlen; eine tägliche fräftige Prügelsuppe wäre Die Hauptsache aber ist, daß das Land Sibirien darunter Da nun Werke wie die Dortmunder„ Union", der Bochumer und der solchem Gesindel dienlicher, als gute Soft und liebevolle Be- leidet, wenn es auch ferner den Charakter einer Straffolonie Hörder Verein selbst bei Fusion mit Bechen noch immer mit auf handlung." trägt. Die russische Regierung hat große Pläne mit Sibirien, fie Lieferungen des in Aussicht genommenen Syndikats angewiesen Was ist ausgerichtet mit sittlichem Abschen und Entrüstung, legt Eisenbahnen hindurch. hofft auf reiche Besiedelung durch freie wären, so hat die Boykottdrohung bewirkt, daß in den Fufionierungen was helfen Gericht und Strafe, so lange eine Bande von Unterthanen" und darauf, daß dort für Bäterchens Regierung noch ein plöglicher Stillstand eingetreten ist. Lenten, deren ganzes Dichten und Trachten dahin geht, den große Einnahmequellen aufzustechen sind. Die bereits erivähnten Klagen über den Arbeitermangel" Glauben an Gott, die Liebe zum Vaterlande und die Achtung vor Gesetz und Obrigkeit aus dem Herzen des Volles zu reißen, offen und ungescheut ihr Wesen treiben darf? Lotterbuben wie Hödel, Nobiling, Ravachol, Caserio, Luccheni werden öffentlich als Helden und Märtyrer gepriesen; in der Tagespreise und in den Versammlungen einer an Mitgliedern starken Partei werden die Mordgesellen von Chicago und der Pariser Kommune verherrlicht; in der Reichshauptstadt will man ein Jubelfest für den Aufruhr von 1848 feiern und den gefallenen Empörern auf dem Kirchhofe ein Ehrendenkmal errichten; ohne Schen wird gelehrt. Mord zu politischen Zweden fet erlaubt, nach Befinden sogar verdienstlich; Meineid mud Lüge werden, soweit sie der Partei muizen, gebilligt und Meineid mud empfohlen; der Glaube an Gott, Ewigkeit and jüngstes Gericht wird als Aberglaube verspottet; durch die Lehre von der freien Liebe werden die wilden finnlichen Triebe entfesselt und die Grundlagen der Familie untergraben; fein Anschen und kein Gebot, am wenigsten das der Obrigkeit und der Geseze, soll in Geltung bleiben; die altbewährten Lehren der guten Sitte sollen unverträglich fein mit Freiheit“ und„ Manneswürde" und werden schamlos mit Füßen getreten. Opfer gekostet haben, wenn So legt die wirtschaftliche Entwickelung, der moderne Welt- würden nicht in dem Umfange bestehen, wenn in den Werken bei verkehr selbst Bresche in so geheiligte Institutionen wie die Ver- der Auswahl ihrer Arbeitskräfte nicht die Socialistenfurcht so stark bannung nach Sibirien. Hoffen wir nur, daß die Arbeiten der hervorträte. Sie suchen sich ihre Arbeiter aus! Auf verschiedenen Stommission zur Ausfindigmachung anderer Strafarten den Opfern größeren Werken finden, wie genugjam beobachtet worden ist, Arbeiter russischer Justiz nicht noch eine Verschlimmerung ihres Schicksals aus den aufgeklärten Gegenden Deutschlands keine Annahme. bringe. Brandenburg, Hamburg, Kiel, Sachsen wird bei der Musterung" meist zurüdgewiesen, dagegen finden die anspruchslosen Schlesier. Zur Eröffnung des Haager Kongresses wird der Frank- bor allen aber Polen und Hessen sofortige Anahme. Von ihnen furter Zeitung" telegraphirt: In den beteiligten Kreisen herrscht der fürchtet das Unternehmertum feine„ Heßereien", keine höheren LohnEindruck vor, daß die Stimmung in der Eröffnungsfizung unforderungen, fie lassen sich willig in die Arbeiterkasernen treiben, in denen sie zusammengepfercht hausen und auf den Wink des Untergemein fühl gewesen sei. Man findet es auffällig und ungewöhnlich, daß der holländische Minister de Beaufort, der gar nicht mäßiger Ausbeutung doch nur das zum Leben unbedingt Notwendige Mitglied der Konferenz ist, die Präsidenten vorschlug. Bielleicht ge- verdienen, erkennen aber bald, daß sie bei der Ueberanstrengung gewöhnlich, daß der holländische Minister de Beaufort, der gar nicht nehmertums bereit sein müssen. Diese Arbeitskräfte, die bei fiberschah dies auf Veranlaffung der Ruffen, die nicht dem Vertreter nicht auf ihre Rechnung fommen und nehmen an den nächsten cines großen Staates verpflichtet sein wollten dadurch, daß dieser nicht auf ihre Rechnung kommen und nehmen an den nächsten in Lohntagen ihre Abkehr, um dann den russischen Vertreter zum Präsidenten vorsching. Am Schluß Essen, Düsseldorf rheinaufwärts weiter wandernd anderwärts Arbeitsfeiner Rede in der Konferenz fagte Baron von Staal mit ganz gelegenheit zu suchen. In dieser fortwährenden Arbeiterwanderung, unverständlicher Stimme, die Verhandlungen der Konferenz würden diesem Zu- und Abströmen großer Maffen liegt die Erklärung für fortan bei verschlossenen Thüren stattfinden und fragte: Erhebt nie die Rückständigkeit der Arbeiterbewegung des Reviers gegenüber mand Einwand? Da fast niemand diese Frage gehört hatte, meldete anderen Bezirken. Die feßhafte Arbeiterschaft, überdies niedersich auch niemand zum Einspruch. So wurde die Geheim gehalten durch die Willkürmacht des Unternehmertums, steht machtlos baltung der Konferenz beschlossen, ohne daß man es biefer dahinströmenden Masse gegenüber, die für das Unternehmereigentlich recht gemerkt hatte. tum Profitfutter" ist, bis es gelingt, Aufklärung auch in die letzten Winkel Schlesiens, Posens und Pommerns zu tragen. Deutsches Reich. " über Daran trägt nach dem„ Dresd. Journal" die Irreligiosität und die Unentschlossenheit der Regierungen im Kampfe die Hauptschuld. Deshalb hat die Unbotmäßigkeit immer weiter um sich gegriffen; die Volksverführer sind dank der sanften Behandlung nur immer frecher, ihr Anhang ist immer größer und begehrlicher geworden". Endlich müsse der Stampf Begnadigt wurde vor einigen Tagen der Hüttendirettor aufgenommen werden. Je später er aufgenommen wird, Gegen das Juvalidenversicherungs- Gefeh in der Fassung aber von neutlingen( Lothringen), der vor einigen Monaten von desto schwerer die Opfer, desto unsicherer der Erfolg. Er der Kommissionsbeschlüsse wenden sich die oldenburgische sowie die der Mezer Strafkammer wegen eines Stamineinsturzes, bei dem Fönnte schon längst entschieden sein, und würde weniger Hanseatische Versicherungsanstalt mit ziemlich übereinstimmenden wei Arbeiter den Zob fanden, zu brei Monaten Ge er schon mit Entschlossen- Gründen. Namentlich werden sehr berechtigte Einwendungen gegen fängnis verurteilt worden war. Gelegentlich seiner fürzlichen Anheit aufgenommen und mit Nachdruck durchgeführt worden das vorgeschlagene nene Beitragsberechnungs- Verfahren erhoben. wesenheit in Lothringen hat nun der Kaiser diese Strafe im Gnadenwäre. Wir freilich, die Freunde der Ordnung und Obrig- Gegenwärtig besteht das sogenannte Kapitaldedungs- Verfahren, wege in eine Geldbuße umgewandelt. Teit, wir fämpfen nicht; wir sind bloß ängstlich darauf be- Hanseatische Versicherungsanstalt fagt nun in ihrer Eingabe, daß dieses umfaßt wieder nicht weniger als 15 neue Fälle. Der Löwenanteil während der neue Entwurf das Prämiensystem einführen will. Die Die reichsländische Ausweisungschronik der letzten Tage dacht, daß gegenüber der Partei des Umsturzes ja nichtsystem nur dazu führen würde, das von der gegenwärtigen Generation entfällt diesmal auf unseren Bundesgenossen Oestreich- Ungarn mit geschehe, was als eine Verfümmerung der foge- angesammelte Vermögen der Versicherungsanstalten in viel aus 10 Fällen; die übrigen Ausweisungen betreffen russische( 2), nannten Volksrechte angesehen werden gedehnterem Maßse wie bisher für zukünftige Lasten festzulegen, schweizerische, belgische und dänische( je 1) Staatsangehörige.-m könnte. Wir kämpfen nicht. Aber die Umstürzler kämpfen anstatt cs der Gegenwart nutzbar zu machen. Als notwendige schon lange. Und mit welchen Mitteln mit Lug und Voraussetzung für die Verteilung der Reutenlast oder doch eines Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Trug, mit Heuchelei und Meineid, mit Meffern und Teiles derselben auf alle Anstalten, die doch nur darauf hinauslaufe, Dolchen, mit Pulver und Blei, mit Dynamit und Brand- die landwirtschaftlichen Anstalten auf Kosten der industriellen zut Eine Nummer der Augsburger Stadtzeitung" ist tonfiscfert legung." Und die Ordmingsparteien sehen ruhig zu, wo wir unterstützen. verlangt sie, daß zu der gestatteten Gewährung be- worden wegen einer Kritik von Zeitungsberichten über die Jagdschon einen Kampf der schlimmsten Art haben, bei dem der fonderer Leistungen aus dem Sondervermögen der Anstalten auch erfolge des Kaifers. Wie aus München mitgeteilt wird, hat eine wehrlos(!) dasteht, der andere( natürlich die Um die Möglichkeit der Erhöhung der Invalidenrenten die Augsburger Anklagebehörde in dem betreffenden Artikel eine durch die einzelne Anstalt fomme. Nur so sei es möglich, Majestätsbeleidigung erblickt. Der. Artikel stammt aus stürzler!), aber unbarmherzig auf den Fried den Bedürfnissen der Invaliden in Bezirken mit teurerer der Münchener Fr. Pr." vom 30. April 1899 und macht Bemerkungen fertigen losschlägt". Lebenshaltung gerecht zu werden, was als die erste Aufgabe einer darüber, daß der Kaiser von manchen Zeitungen als erster FachAenderung des Gesetzes angesehen werde, da das bestehende Gesez mann Deutschlands auf jedem Gebiete menfch= diesen Bedürfnissen nicht gerecht werde. licher Thätigkeit gefeiert werde. Die Münchener Staatsanwaltschaft hatte den Artikel nicht beanstandet. " Jetzt ist es aber noch Zeit, mit gesetzlichen Mitteln diesem Kampfe zu begegnen. Zu diesen gejeglichen Mitteln gehört die Armee, und zwar ist sie das höchste und beste Versicherungsanstalt gehalten. Die hanjeatische Anstalt verlangt dann In ähnlichem Sinne find auch die Einwendungen der oldenburgischen aller gesetzlichen Mittel". Sie hat die Aufgabe, nicht bloß noch, daß die laufenden Renten so weit erhöht werden, als sie wären, gegen äußere, sondern auch gegen innere Feinde das Eigen- wenn bei ihrer Entstehung das neue Gesch schon bestanden hätte. tum usw. zu verteidigen. Zum Schlusse des Artikels heißt es: Soch ist die Staatsgewalt in der Uebermacht. Beigen ihre Bertreter, daß sie fest entschlossen sind, von ihrer Macht Gebrauch zu machen, so werden die Ordnungsfeinde sich wohl hüten, es auf eine Kraftprobe ankommen zu lassen. Sollten sie es dennoch wagen, so würde mit einem entscheidenden Schlage Ruhe geschafft für lange Zeit. In Sachsen haben Regierung und Stände mit dem neuen Wahlgesetze einen guten Anfang gemacht. Die Be Kämpften schrieen grimmig auf; aber beim Schreien ist es geblieben, die Kraftprobe wurde nicht gemacht. Dies kann zur Lehre dienen. Der Verfolgungswahnsinn, der in diesen Säßen tobt, Fönnte Mitleid erwecken, wenn ihm nicht gestattet würde, in nem amtlichen Blatt sich auszutoben. Wegen dieses Ortes der Veröffentlichung aber verdient es Beachtung, daß in dem Organ der sächsischen Regierung zur Revolution, zum Bürgerfrieg in frechfter Weise aufgereizt wird. Die fraglichen Paragraphen,§ 20 und§ 31a find jedoch vom Reichstage nach den Vorschlägen der Kommission in der 2. Lesung bereits angenommen worden. " " " Verpflegungsstationen. Der gestern von uns mitgeteilte, im Abgeordnetenhause ein. gebrachte Antrag v. Pappenheim und Genossen Tentt Die Aufmerksamkeit auf das Institut der Verpflegungsstationen, deren Zweck es ist, der Wanderbettelei dadurch entgegenzutreten, daß sie Serru v. Frege ist wenigstens ein Troft im Unglüd beschieben: mittellosen Wanderern gegen Arbeitsleistung vorübergehend BerDie Konservative Korrespondena" verteidigt ihn gegen pflegung und Nachtquartier gewähren. Derartige Einrichtungen über den Preßjünglingen, die sich erfrechten, bem Vicepräsidenten in haben sich fast in ganz Deutschland, namentlich aber in Preußen einem Anfall von Abwesenheit feines angeftammten Helbentums zu ausgebildet. In Preußen gab es im Jahre 1892/98 bereits 897 ertappen. Das Organ der konservativen Partei will dem Präfidium Verpflegungsstationen, deren Kostenaufwand sich insgesamt auf cine Censur- Obergewalt über die Journaliſtentribüne znerkennen; 1 308 000. belief. Eeit dieser Zeit sind eine ganze Anzahl der das Präsidium habe die Pflicht, gegen die Schnoddrigkeiten" der Stationen wieder aufgehoben worden, da in vielen Gegenden Stimmungsbilder" vorzugehen. Die Kons. Korresp." fann fich be- die Kreise sich nur schwer entschlossen, die Kosten dafür zu ruhigen, die Berichterstatter verstehen in der Regel weit beffer ihre übernehmen. Um den Zusammenbruch des ganzen Instituts zu und des Reichstags Würde zu wahren, als Herr v. Frege die feine. verhindern, wirften die Freude desselben dafür, daß die Regierung Und es bedarf feines Eingriffs des Präsidenten, sondern lediglich einen Gefeßentwurf einbringe, welcher die Kommunalverbände einer Weifung der konservativen Breßleitungen, wenn der konservativen zwingen follte, die Kosten eines über den ganzen Umfang der Partei die Entstellungen und Verleumdungen in den reaktionären Monarchie zu erweiternden Stationsnetzes zu tragen. Die Regierung. " Stimmungsbildern" zuwider sind. die anfangs schwere Bedenken hatte, gab endlich dem Drängen nach Der Freis. 8tg." wird als das hochangesehene liberale Mit- und legte dem Landtage 1895 einen solchen Entwurf vor, der jedoch Die Armee wird aufgefordert, gegen den inneren Feind glied", auf das sich Herr v. Frege bezogen, der Abgeordnete eŋI feine Gefegestraft erlangt hat, da die Konservativen verschiedene Yoszugehen, und dieser wildeste, abscheulichste Umsturz wird zu Herrnsheim bezeichnet. Einzelheiten desselben heftig bekämpften. Der Abg. Gerlich dazu als höchstes gesetzliches" Mittel angepriesen. Die Socialbrachte es sogar fertig, davon zu reden, daß der Entwurf uns dem Staatliche und berufsgenossenschaftliche Fabrikanfficht. Kommunismus zuführen würde, während einer seiner Fraktionsdemokratie fämpft mit den gesetzlichen Mitteln der Aufklärung. Außer den staatlich angestellten Gewerberäten und Gewerbe- follegen, Herr von Wohna, den Staat zu den Kosten heranziehen des Stimmrechts, der Organisation, um die Erhöhung der Inspektoren ist auch den Berufsgenossenschaften durch das Unfall wollte, mit der Begründung, wenn man jetzt dazu übergehe, die Dem Deliranten des Amtsblattes erscheinen diese versicherungs- Gesetz die Aufgabe zugewiesen, die Arbeiter- Schutz- Allgemeinheit rechtlich dazu zu verpflichten, dem einzelnen die Mittel als Lug und Trug, Henchelei und Meineid, Messer und vorrichtungen in den Fabriken zu überwachen. Demgemäß hat ein Möglichkeit zu gewähren, auch ohne eigene Mittel auf allgemeine Dolche, Pulverund Blei, Dynamit und Brandlegung. Kein Wunder, großer Teil der Berufsgenossenschaften besondere Beauftragte" als Kosten sich im Lande umherzutreiben", dann thue man einen Schritt, daß bei solcher Verzerrung aller Begriffe dent Rasenden nun Revisions Ingenieure angestellt, welche die Betriebe fort- der so bedenklich sei, daß er nur geschehen kann im Verein mit dem umgekehrt die Greuel eines militärischen Bürgergemekels wie danerud kontrollieren und auch die Ausführung der erlaffenen Staat. Noch weiter ging der Abg. Brütt, der der Befürchtung Dabei konnte es Ausdruck gab, daß die Verpflegungsstationen den Arbeitgeber benachdie Anwendung des höchsten und besten aller gesetzlichen Unfallverhütungs- Vorschriften überwachen. ausbleiben, nicht daz Mittel" vorkommen. zwischen den staatlichen Aufsichts- teiligen und daß, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht einig beamten und den von den Selbstverwaltungs- Genossenschaften ange- werden über den Preis der Arbeit, alsdann der Arbeitnehmer einfach stellten Beauftragten häufig Kompetenzftreitigkeiten vorkommen, bie auf die Verpflegungsstation sich verlassen kann und sicher ist, nicht ben Intereffen der Sache nicht entsprechen. Das Reichs- Ber- Hunger leiden zu müssen. Eine weitere Benachteiligung des Arbeit sicherungsamt beabsichtigt deshalb, wie die Wolfs Beitung" gebers gegenüber dem Arbeitnehmer liege darin, daß Streits hört, dahin zu wirken, daß in denjenigen Betrieben, in denen die viel leichter durchzuführen feien, wenn die streifenden Berufsgenossenschaften nachweislich eine fortlaufende Fabrikaufsicht Leute sich von den Verpflegungsstationen unterhalten laffen können. zur Verhütung von Unfällen üben, diese Wirksamkeit ihnen aus- So habe sich, wie ihm von orientierter Seite mitgeteilt sei, vor chließlich überlassen werde, in ähnlicher Weise, wie die Kontrolle einigen Jahren bei Gelegenheit eines Hamburger Streits eine große der Dampftessel dem zweiten Dampffesselrevisions- Verein überlassen Anzahl feiernder Arbeiter von den Verpflegungsstationen Es geschehen Zeichen und Wunder. In Holland tagt die kon worden ist. unterhalten lassen. Ferner gab der konservative Redner der ferenz, die drauf und dran ist, den ewigen Frieden" einzuführen, Wir würden eine solche Ausdehnung der Befugnisse der berufs- Befürchtung Ausdruck, es würden durch dies Institut junge Leute und in Petersburg wird geplant, die altgeheiligte Verbannung genossenschaftlichen Beamten im Interesse der Arbeiter nur bedauern. gerade zum Wandern verleitet werden und sich dadurch der Gefahr nach Sibirien abzuschaffen. Bei allen Mängeln der staatlichen Aufsicht trauen wir den staatlichen des fittlichen Verfalls aussehen; auch würden die Stationsgäste Unter dem Vorsiz des Kaisers wurde in Petersburg Beamten doch immer noch mehr Unparteilichkeit zu, als den Ver- fich durch die ihnen zu teil gewordene Verpflegung keineswegs vom eine Konferenz zur Beratung der Deportationsfrage abgehalten. trauensleuten der Berufsgenossenschaften. Betteln abhalten lassen. Kultur. Wie kann man es verantworten, diefen Mann frei umther laufen und umherschreiten zu lassen? Hat man kein Gefühl da für, daß er„ gemeingefährlich" für die herrschenden Klassen ist, indem er sie vor aller Welt derartig bloßstellt und sie in ruchlosen Verbrecherphantasien schwelgen läßt? Keine Verbannung nach Sibirien mehr? M M " Wenn nun dieselben Leute, die damals so schwerwiegende Be- treten kann. Wie schon so manchen Engländer dürfte, Ontel Paul"| Falle seien die Arbeitgeber ungerechterweise von unten bedrängt denken erhoben, jezt nach Verlauf von 4 Jahren selbst die Ein- auch den Sir Alfred Milner um die Gemütsruhe bringen. worden. Aber Hilfe zu bringen, wenn Hilfe nötig ist, verdient richtung solcher Verpflegungsstationen vom Staate verlangen, fo ge= Die Buren, das muß ihnen der Neid lassen, treiben eine ganz Anerkennung. Ich schätze dergleichen!" schieht das nicht etwa aus einer Wandlung in ihren Ansichten, sondern geschickte Diplomatie. Aber doch Bauerndiplomatie. Das ist doch wenigstens noch ein Schuß der Arbeitswilligen. aus der Erkenntnis heraus, daß es möglich sei, diese Einrichtungen kann das Hinhalten nicht angehen. Welches die Stimmung der Eng ihren Interessen dienstbar zu machen. Zahlen wollen die Junker länder ist, geht daraus hervor, daß sie schon vor einiger Zeit ihre Asien. dafür natürlich nichts, wohl aber wollen sie, unter dem Vorwand, Garnisonen in der Napkolonie um mehrere Regimenter gestärkt haben. Rußland in China. Rußland ist in der Frage der chinesischen der Wanderbettelei zu steuern und die Arbeiter vor dem Verfall Ich glaube nicht, daß Herr Chamberlain von Lord Salisbury Voll- Nordbahnen und seiner Ansprüche von einer Offenheit, die in in das Landstreichertum zu schützen, die Unglücklichen, die aus Not macht erhalten hat, einen Annegionskrieg gegen die Transvaal- London verblüfft und das Tjung- li- Yamen in Peking sprachlos gezwungen find, eine Verpflegungsstation aufzusuchen, aufzusuchen, nach Republick ins Wert zu setzen, noch daß überhaupt viele Politiker in macht die hohen Herren der chinesischen Regierung deshalb, Kräften ausbeuten. Was soll es heißen, wenn sie verlangen, daß England an eine gewaltsame Amektion des Transvaal denken. Sie weil sie geglaubt hatten, trotz aller bisherigen Erfahrungen auch der Mißbrauch der Verpflegungsstationen seitens der Arbeitslosen ist keine so einfache Sache und würde im Lande auf die größte Rußland gegenüber noch eine gewisse Selbständigkeit zu haben. bestraft werden soll? Ein Mißbrauch" der Stationen im Sinne der Opposition stoßen. Aber John Bull will sich doch nicht von Sie ließen sich daher gegenüber der russischen Forderung einer Junker ist es gewiß schon, wenn Arbeitslose, die eine Nacht auf der den Buren zum besten haben lassen. Können diese sich nicht direkten Bahnverbindung von der mandschurischen Strecke mit Beting Station zugebracht haben und Arbeit auf irgend einem ostelbischen dazu entschließen, schrittweise den Wünschen der englischen Bewohner zu einem Protest an den russischen Gesandten v. Giers verleiten. Gute zugewiesen erhalten, sich weigern, für einen Hungerlohn dem des Transvaal entgegenzukommen, und lassen sie nicht von den Das bekam ihnen nicht gut, denn dieser wurde ohne weiteres zurück" gnädigen Herrn" zu frohuden. Und wird dann die Vagabondage Versuchen ab, durch advokatorische Manöver die Bedingungen des gewiesen, die Annahme des Schriftstückes verweigert. dadurch beseitigt? Gewiß nicht! denn dauernde Arbeit werden die Bundesvertrages von 1884, der England eine Art Oberhoheit zuArbeitslosen durch derartige Arbeitsnachweise kaum erhalten; spricht, hinwegzudeuteln, so wird der Zusammenstoß unvermeidlich. fie werden ausgebeutet, so lange es nötig ist, und dann und diesmal würde John Bull den Kampf nicht mit unzureichender wieder aufs Pflaster geworfen, wo sie erst recht der Vagabondage Truppenmacht anfangen. berfallen. Der gauze Plan ist nichts weiter als eine Jedenfalls ist die Situation ziemlich ernst. Beschränkung der Freizügigkeit, eine zwangsweise leberführung selbst unbescholtener Leute in das junkerliche Sklaven* * * Deftreich- Ungarn. Inzwischen ist aus Pretoria gemeldet worden, daß die joch, eine Ausbeutung wehrloser Arbeiter. Mag auch der Antrag Wartefrist zur Erlangung der Bürgerrechte auf zwei Jahre herabzunächst nicht gefährlich erscheinen, thatsächlich ist er derselben Hab- gesetzt werden soll.( Red. des„ Vort.") sucht entsprungen, der auch der seiner Zeit gemachte Vorschlag des Abg. Gamp auf zwangsweise Ueberführung der un ehelichen Kinder in das ostelbische Junkerparadies Von der Censur. Aus Wien wird berichtet: Das Postentsprungen ist. Aufgeklärte und klassenbewußte Arbeiter entfliehen debit in Destreich wurde auch der in Berlin erscheinenden Zeitden seligen Gefilden Ostelbiens, und so suchen sich denn die„ Edelsten schrift Heimdal" entzogen. und Besten der Nation" schadlos zu halten an denjenigen Arbeitern, die das Unglück haben, solche Verpflegungsstationen in Anspruch nehmen zu müssen. " " Das Tsung- li- Yamen verständigte die britische Gesandtschaft am 10. Mai amtlich, daß Rußland eine Eisenbahn von der Mandschurei nach Peking verlange. Im Laufe einer Unterredung mit dem früheren Leiter der Eisenbahnen Hu- Yu- Fen erklärte Podschew, der Direktor der russisch- chinesischen Bank, die gegen wärtige russische Forderung sei die Folge des Vorgehens Chinas, weil es den Vertrag wegen der Niutschwangbahn den Wünschen Rußlands zuwider unterzeichnet habe. Rußland habe seine Opposition gegen den Bau dieser Eisenbahn trotz des Vertrags nicht aufgegeben und werde sie fortsetzen. Das ist eine schwere Drohung, die dem englisch- russischen Vertrage jede Bedeutung nimmt. Auch in jenen englischen Kreisen, die ihn als großen Erfolg priesen, wird er jegt als Blendwerk betrachtet. Zur Sprachenfrage. Die deutschen Vertrauensmänner haben ein national- politisches Programm" aufgestellt, wonach an erster Kein Wunder, daß nach allen den Erfahrungen, die die Chinesen Stelle gefordert wird, daß die deutsche Sprache als all mit Europäern gemacht haben, sich die europäerfeindliche Stimmung gemeine Vermittelungssprache, daher als Sprache der Armee, immer weiter ausbreitet. Aus Shanghai wird gemeldet: Internationales vom Afrikahelden Dr. Effer. Das Glück des Parlaments und der Centralbehörden gesetzlich fest- Die chinesischen Truppen haben sich nach Schetung begeben, um fcheint dem Afrikaforscher Dr. Max Effer wieder einmal zu lächeln. gestellt werde, ferner die Inartifulierung des deutsch- östreichischen die Italiener am Landen zu verhindern. Die chineſiſchen neuen Vor uns liegt eine Heiratsanzeige in französischer Bündnisses im Wege der Gesetzgebung und die Schaffung einer Kreuzer haben in der Bay von Weihaiweih Aufstellung genommen, Sprache des Herrn Conseiller intime de la Justice( Geheimer mitteleuropäischen Zollunion, in welche die ehemals dem deutschen um ebenfalls eine Aktion der Italiener gegen die Sanmunbay Justizrat) Robert Esser, gemäß welcher sein Sohn Dr. May Esser, Bunde angehörigen östreichischen Länder einzutreten hätten. Für zurückzuschlagen. Die italienischen Kreuzer sind in der Bay von Docteur en Droit, Lieutenant de la Cavalerie de l'Armée terri- Böhmen wird außer der Bildung nationaler Landtagsfurien die Wusang stationiert, und es ist vorauszusehen, daß die Chinesen toriale, fich mit Fräulein Lily Dutreux aus La Celle- Saint Cloud administrative Trennung des deutschen Gebiets und für dieses die den Italienern einen verzweifelten Wider( Seine et Dise) am 16. Mai d. I. verheiratet hat. Der Vater ausschließliche Geltung der deutschen Sprache in Schule und Amt st and leisten werden. England wird Italien dabei keine Hilfe der Braut, luxemburgischer Staatsangehöriger, heißt Tony Dutreur, gefordert, wobei für das czechische Gebiet die innere czechische Dienstleisten. ein Enkel des berühmten Bestatore, der unter Louis Philippe sprache zugestanden wird. durch die Ausbeutung des Tabakmonopols ein Vermögen von etwa 20 Millionen Mark angesammelt hatte. Pestatore starb finderlos und hinterließ seinen Verwandten die erarbeiteten Millionen. Das Schloß La Celle- Saint- Clond bei Paris entstammt diesem Millionennachlaß! den Dreizehn deutsche Landtags Abgeordnete im böhmischen Landtage haben dem Oberstlandmarschall angezeigt, daß sie ihre Mandate niederlegen. Frankreich. Wunderbare Fügung des Schicksals 1. Die erotischen Tabaksfelder haben die Millionenerbschaft der Familie Bestatore ermöglicht. Zur Affaire". Der Advokat Picquarts reichte bei dem Die erotischen Forschungsreisen( 1) des Dr. Effer haben diesem Generalprokurator den Antrag auf provisorische Freilassung seines preußischen Kronenorden verschafft und das alles Klienten ein. Man glaubt, daß dieser Antrag erst in einigen Tagen < hat eine vortreffliche Illustration zur Internationale des geprüft werden wird. Geldes geliefert: Afrikanische und amerikanische Paris, 19. Mai. Das Echwurgericht in Grenoble hat den Tabatskultur, Ausbeutung des französischen Labaksmonopols früheren Maire von Algier, Mar Régis, von der Anklage wegen durch einen ugem burger; Forschungsreisen eines Breußen Aufreizung zum Mord und zur Plünderung freigesprochen. in den afrikanischen Küstenländern und Streifzüge in die Am Abend begab sich ein Haufe von 300 Personen vor den Cercle Werte Wohltmanns und anderer durch den Preußen militaire, brachte Hochrufe auf Dreyfus und Picquart aus, sang Esser, preußischer Kronenorden zweiter Klasse, eigenhändig ver- die Carmagnole und warf mit Steinen. Drei Offiziere wurden lichen durch den deutschen Kaiser; Vermählung des Preußen verlegt. Dr. Effer mit einer 2uremburgerin vor den Thoren der französischen Hauptstadt: wahrlich, die Liebe und das Geld tennen tein Vaterland. Ausland. London, 17. Mai. Der Deputierte Millevohe teilte dem Kriegsminister mit, die nationalistische Gruppe werde die Vorkommnisse in Grenoble in der Kammer zur Sprache bringen. Dänemark. " Ferner wird vom Freitag aus Hongkong gemeldet, daß in Wutschau heftige gegen die Ausländer gerichtete plakate angeschlagen worden sind, die, wie sie selbst besagen, von den Mandarinen und allen Klassen der Bevölkerung ausgehen. Die Plakate enthalten die Aufforderung, die Ausländer ohne Gnade niederzumegeln und richten sich besonders gegen die Christen. Die Kulturbringer an der Arbeit. Aus Peting geht in Berlin die Meldung ein, daß daselbst durch die Deutsch- Asiatische Bank und die Hongkong and Shanghai Banking Corporation im Namen eines deutsch- englischen Syndikates der provisorische Vertrag, betreffend die Eisenbahnlinie Tientsin- Chintiang, unterzeichnet worden ist. Der definitive Vertrag, in welchem auch der Betrag der zur Beschaffung der Mittel für den Bau dieser Linie aufzunehmenden kaiserlich chinesischen Staatsanleihe bestimmt werden wird, kann erst nach Vollendung der technischen Vorarbeiten abgeschlossen werden. Die nördliche, von dem deutschen Teile des Syndikats zu bauende Linie von Tientsin bis Ihsien wird eine Länge von circa 650 Kilometer, die südliche, von dem englischen Teile des Syndikates zu bauende Linie von Ihsten nach Kuachou ( am angtse, gegenüber von Chintiang) eine solche von circa 330 Stilometer haben. " Amerika. Partei- Machrichten. Paris, 19. Mai. Die Witwe des in Afrika ermordeten Marquis de Morres hat an die Kriminalfammer des KaffationsRepublik Ruba. Havana, 18. Mai. Zwischen General Brooke Die Verschwörung in Transvaal. hofes von Paris ein Schreiben gerichtet, um die Anklagekammer in Algier zu verdächtigen. Diese soll nämlich durch ihre bisherige und Gomez ist ein Abkommen getroffen worden. Gomez verDie Nachricht von der entdeckten Verschwörung in Haltung bewiesen haben, daß sie den Prozeß gegen die Mörder des öffentlichte ein Manifest, in welchem er erklärt, er verbleibe auf Johannisburg wird hier mit einiger Stepsis aufgenommen, Marquis de Morres nur deshalb ablehnte, weil amtliche Ber- feiten des Volkes, er mahne zur Ruhe und verspreche, in Washington die Sache Kubas und die Unabhängigkeit der und man kann es den Engländern kaum verdenken, wenn sie ihnen sönlichkeiten dabei bloßgestellt waren. Republik zu vertreten. etwas verdächtig vorkommt. Zu offenbar ist das Zusammentreffen mit der verstärkten Agitation für die Erleichterung des Einbürgerns von„ Uitlanders". Daß sich gegen zweitausend zurechnungsfähige Ministerkrisis in Dänemark und eine litterarische Fehde. Menschen haben anwerben lassen sollen, um an einem gewaltsamen Ministerpräsident Hörring sieht, wie selbst Rechtsblätter" mitAufstand gegen die Burenregierung teilzunehmen, glaubt hier fein teilen, ein, daß mit den Ministern Rump( Justiz), Bardenfleth Mensch, und es ist auch nach dem Mißerfolg des Jamesonschen Hand-( Inneres und Eisenbahn) die geplanten Rechtsreformen und Er- Die Brandenburger Zeitung" ist mit dem Fraktionsbeschluß streichs mehr wie unwahrscheinlich. Entweder handelt es sich um weiterungen des Eisenbahnmezes nicht durchzuführen seien. Auch der über die Nichtteilnahme am Berlepsch Kongreß auch jetzt nicht eine sehr aufgebauschte Kinderei bramarbafierender Ex- Militärs Striegsminister Tuyen hat sich durch seine Budgetüberschreitung zufrieden. Das ist ihr gutes Recht. Ihr genügen auch nicht die man vergesse nicht, daß das englische Heer Werbeheer ist, also ziemlich unmöglich gemacht, ebenso Kultusminister Siyhr beim Schul- Erklärungen des Vorwärts". Auch das verargen wir ihr nicht. eine große Zahl von geborenen Übentenrern zählt- oder um eine von gesetz, indem er sich ganz auf die Seite des Landesthing stellte. Dagegen müssen wir ein sonderbares Mißverständnis unseres ParteiLockspizzeln fabrizierte Verschwörung. Aber Hörring findet keine liberalen Minister, die mit ihm zusammen blattes richtig stellen. Die„ Brandenburger Zeitung" hatte gemeint, Es ist bekannt, daß die Regierung des Transvaal verhältnis arbeiten wollen. Es heißt daher, daß auch er zurücktreten wird. es sei uns bei der Einladung unverkennbar guter Wille entgegenmäßig große Summen für die politische Geheimpolizei ausgiebt. Aber wer soll dann Premierminister werden? Graf Frigs hat ab- gebracht. Wir hatten das geleugnet. Die„ Brandenburger Zeitung" In Johannisburg- Judasburg genannt- foll von fünf weißen gelehnt oder fich wenigstens längere Bedenfzeit erbeten. Selbst verkehrt nun unsere Meinung dahin: Bewohnern mindestens einer immer ein bezahlter Regierungsagent einige Kopenhagener Rechtsblätter treten daher für ein Linkssein. Daß Spigel oder Vigilanten sehr darauf bedacht sind, die ministerium ein. Ueberzeugung von ihrer Notwendigkeit nicht einschlafen zu lassen, weiß man, und andererseits ist es begreiflich genug, wenn selbst die tollsten Berichte über dunkle Anschläge der Ausländer beim Präsidenten Krüger und seinen Leuten ein gläubiges Ohr fanden. " " " Polizeiliches, Gerichtliches usiv. „ Daß die Herren Schmoller, Wagner, Sombart, Röjice, Delbrück, Weigert, Naumann und selbst Berlepsch nur einen Inzwischen ist aber eine Stomplitation der Verhältnisse ent fittiven guten Willen in puncto Arbeiterschutz" hätten, das standen. Schon lange war eine Fehde gegen die freie dänische vermögen wir unbeschadet aller Ausstellungen, die wir sonst Ritteratur entfacht, namentlich infolge einer Reihe scharf satirischer auch an diesen Männern zu machen habent nicht zu glauben." Werke, die im legten Jahre alle bei Gyldendal erschienen: Edw. Ist uns gar nicht eingefallen, das socialreformatorische WohlSchließlich sollen nach der„ Pall Mall Gazette" die Spigel- Brandes:" Junges Blut", Peter Nansen:" Treueprobe", Sören wollen der genannten Herren zu bezweifeln. Das haben wir mit berichte aber auch ihnen zu arg geworden sein und Präsident Krüger Jyde:„ Die Studenten"( eine scharfe Satire gegen das Kopenhagener feiner Silbe gethan. Wir haben mur Grund anzunehmen, daß ihnen eine erhebliche Einschränkung des Fonds für geheime Nachrichten aus Studentenleben). Zunächst ging der Angriff von den Pietisten, an einer mehr als bloß dekorativen Mitwirkung der Socialdemokratie gekündigt haben. Und gerade in diesem Moment entbedt die Polizei dem Kristeligt Dagbladet", aus, und Hegel, der Chef des Gyldens bei ihrem Thun nichts gelegen ist. Ihr guter Wille der Socialdie Verschwörung! Oder vielmehr, enthüllt die Polizei die dalschen Verlages, mußte aus der Bibelgesellschaft" austreten und demokratie gegenüber scheint uns fiftiv, über ihren guten Willen Verschwörung. Denu entdeckt will sie sie schon vor vier verlor damit den pietistischen Verlag. Diesen Stouflikt benutten nun in puncto Arbeiterschutz" haben wir nichts gesagt. Monaten haben. Das macht die Sache noch verdächtiger. die„ Rechtsblätter", die kein Linksministerium haben wollen, namens der Nicht daß die in Transvaal lebenden Engländer nur gesetz- bedrohten Moral" einen Stampf zu eröffnen gegen die Gottesleugnung liebende, gegen die Burenrepublik loyal gesinnte Leute wären. An und die gesellschaftszerstörenden Tendenzen."" Das - Die Nachtwächter in Eschwege. Der Gen. Hugo in Eschwege Leuten, die dieser Republik lieber heute als morgen den Garaus Agrarbladet" erklärte, die Linke müsse mit der Socialmachen würden, fehlt es sicherlich nicht unter ihnen, und daß demokratie und dem Brandesianismus brechen, wenn sie sollte den Bürgermeister Bocke dajelbst beleidigt haben und wurde vom Judasburg" und der Rand von Abenteurern aller Art wimmeln, regierungsfähig" werden wolle. Und siehe da, einige Links- Schöffengericht zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Die Straffammer sprach steht doch fest. Also an potentiellen Hochverrätern hat dieser Midas politiker in der Provinz beeilten sich bereits, die Brandesianer ab- ihn auf seine Berufung frei. Es handelte sich um den Vorwurf unter den Republiken keinen Mangel. Man kann es ihr daher auch zuschüttelu. Sörensen in Kolding, Berg in Hilleröd und Lassen in amtlicher Wahlbeeinfluffing, geübt gegenüber den städtischen Nachtnicht berargen, daß sie sich nach Möglichkeit gegen lleberrumpelungen Aalborg stimmten in den Schlachtruf des„ Kristeligt Dagbladet" gegen wächtern. Der Bürgermeister Vode gab in der Verhandlung selbst und Vergewaltigungen zu sichern sucht. Etwas anderes ist die Frage, die Schmutzlitteratur" ein und verlangten ihre strafrechtliche Ver- zu, daß er am Tage der 93er Reichstags- Stichwahl geschriebene äußerlich femmbare Stimmzettel in seinem Bureau für den konserob sie die besten Wege dazu wählt diejenigen Wege, die ihr folgung. dauernden Erfolg versprechen. Und thatsächlich ist bereits gegen Edvard Brandes ein Straf- vativen Kandidaten v. Christen ausgegeben und bei der 95er NachIn diesen Tagen sollte eine Busanımenkunft zwischen Präsident berfahren eingeleitet worden, das vom Staatsrat befchloffen wahl an 16 Nachtwächter und städtische Arbeiter je 1 M. gegeben habe. Krüger und dem Oberkommissar der englischen Regierung in Südafrika, worden ist; die Anklage richtet sich hauptsächlich gegen Junges Mit der Wahl sollte dies Beschent aber nichts zu thun haben. Sir Alfred Milner, stattfinden, wo die von den im Transvaal Blut", fiber welche Schrift die Agrarier besonders wütend find, weil warum er das Gelb gegeben, afir gab der Herr Bürgermeister lebenden Engländern geforderten Reformen erörtert werden sollten. darin die ländlichen Zustände, das Verhältnis der Gutsherrent zu eine Aufklärung, die seine eigen verwaltung in merkwürdigem Lichte Ein Teil der Beschwerden, namentlich das Verlangen nach Ver- den Mädchen, scharf geschildert werden. Es ist offenbar der letzte fürzung der artefrist für die Erwerbung des Vollbürger- Versuch dieses Ministeriums, sich über Wasser zu erhalten, erscheinen läßt. Am Morgen nach der Stichwahl" sagte er, tam ich zur Wache, man hat viel schlimmiere Bücher passieren lassen, die heute auf über 15 Jahre ausgedehnt werden kann, denn Da fand Anklage git erheben. Durch einen um mich zu befragen, ob nichts vorgekommen sei. Kampf für werden selbst von einem großen Teil der Buren als berechtigt ohne schwarzem anerkannt, und Präsident Strüger hat sich auch wiederholt bereit er- Religion, Sitte und Moral" glauben sie noch einmal einen Stüß ich die Leute bei trockenem Brot und flärt, Zugeständnisse zu machen. Aber wenn's zur Entscheidung fam, punkt finden zu können, und die Rechtspreffe der Provinz ergeht sich staffee und als ich furze Zeit da war, fiel einer Dieses veranlaßte mich, zu fragen, wodurch so fand sich stets eine Entschuldigung, die Sache von neuem aufzufchieben, gleichzeitig in Darlegungen, daß ein Linksministerium unmöglich fei, in Ohnmacht. Dem geht es oder gar nach rückwärts zu reformieren. Jetzt haben viele gehofft, und Hörring schon noch andere Minister finden werde. Der„ Social: das wohl kommie. Da bekam ich zur Antwort: daß die Konferenz mit Sir Alfred Milner, der als ein durchaus demokraten" aber meint, gerade dieser Schritt wird dem Mini- nicht gut, es wird durch Not sein."" Und warum habt Weil wir uns keine loyaler und ruhiger Mann gilt, wenigstens partielle Abhilfe und sterium völlig den Halsbrechen. Der ganze echte Liberalismus Ihr nicht einmal Milch zum Kaffee? damit eine Besserung der Situation bringen werde. Statt dessen wird sich wie ein Mann erheben und dieses Ministerium, das die kaufen tönnen," war die weitere Antwort. Wollten wir besser leben, so würde uns nur wenig von unserem kommt num die Enthüllung und ändert die Sachlage von neuem freie Meinungsäußerung unterdrücken will, wegschwemmen. Gelde für die Nachtwache übrig bleiben." So der zum Schlechteren. Schweden. Herr Bürgermeister über seine eigenen Beamtent. Und von derartig entlohnten Leuten verlangt man dann noch Begeisterung für die tonservative göttliche Weltordnung! rechts, Denn wenn auch die Transvaalregierung erklären läßt, daß " fie unbeschadet der Verfassungen an dem Gedanken der Konferenz Der schwedische König für Streifbrecher. Als König Oskar festhält, so ist das nur eine Formalität, von der wenig zu erhoffen fürzlich in Sund war und die Studenten ihm eine Huldigung darist. Es ist geradezu undenkbar, daß die Regierung im selben Moment, brachten, sprach er sich den Wortführern gegenüber lobend aus für wo sie erklärt, daß an zweitausend„ Ausländer" sich zur Unter- das Eingreifen der Studenten gelegentlich eines kurz vorher stattstügung eines Hochverräterischen Unternehmens haben anwerben gehabten Streits. Es handelte sich um ganz minimale und berech faffen, zu politischen Zugeständnissen an die Landsleute dieser Aus- tigte Forderungen der Arbeiter, wobei eine Anzahl von Studenten Tänder bereit sein soll. Das Wahrscheinliche ist, daß fie an der sich direkt als Arbeitswillige" in den Fabriken anboten. Der König Konferenz festhält, weil sie dort statt defensiv jezt als Klägerin auf meinte, das Recht der Arbeit sei eine Sache für sich, aber in diesem " " Verboten wurde in Dresden eine öffentliche Versammlung, die die Entfernung der Tulpenzwiebeln von bent Grabe der Maigefallenen untersuchen wollte. Die Polizei befürchtete Unfittlichkeiten oder Gesezwidrigkeiten. Gewerkschaftliches. Ea wimmelte in den Berichten von Die Anbor der Wolfsbodegen geliefert wird, gewesen sein; die Beamten haben das geht daraus hervor, daß sie drei Jahre schon in Kraft war, aber Das Urteil lautet gegen die Haad auf 1 Jahr Buchthaus, aus unbekannten Gründen geändert wurde. Jest betrage der Dienst wovon 3 Monate durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt Berlin und Umgegend. oft 14-17 Stunden. Betreffs des Lohnes wird gefordert: 100 W. erachtet wurden, gegen Fengler auf drei Jahre und sechs Atung, Stuccateure! Die Lohnbewegung ist durch den Anfangslohn pro Monat, jährlich steigend um 60 M. oder 5 M. pro Monate Zuchthaus und die üblichen Nebenstrafen. Beschluß der Versammlung vom 15. d. M. für vorläufig als beendet Monat, bis nach zehn Jahren 150 M. pro Monat erreicht sind. Auf- Sonderbare Praktiken. eines Polizeibeamten kamen erklärt. Kollegen! Mit Befriedigung können wir auf das Errungene hebung aller Abzüge für Sparzwecke, Bezahlung der Ueberstunden gestern in einer Verhandlung vor der zweiten Strafkammer des zurückblicken. 35 Firmen, darunter hauptsächlich solche, die ständig außerhalb des regulären Dienstplanes mit 60 Pf. für jede an- Landgerichts I zur Sprache. Die Schautwirtin Wiecorrek war eine größere Zahl von Arbeitskräften in ihren Betrieben beschäftigen, gefangene Stunde. Weiter wünschen die Trambahner die Schaffung seiner Zeit vom Schöffengericht von der Anklage des Vergehens haben sich mit den Forderungen des neuen Tarifs durch Unterschrift einer Pensionskasse für invalid gewordene Leute und zwar soll dazu gegen die Gewerbe- Ordnung sowie der Uebertretung einer Polizeieinverstanden erklärt. Andere Firmen werden ihre Unterschrift nicht der von der Brüsseler Gesellschaft gestiftete Fonds in Gemeinschaft verfügung freigesprochen worden, der Staatsanwalt hatte jedoch verweigern fönnen, wenn zu geeigneter Zeit die dort beschäftigten mit den den Angestellten abzogenen Spargeldern, zusammen etwa gegen das freisprechende Urteil Berufung eingelegt. Kollegen energisch vorgehen. Wir sehen, daß es uns durch diesen 105 000 m., verwendet werden. Um für die Folge unliebſamen geklagte sollte, obwohl sie nur halbe Konzession hatte, Cognat Borstoß gelungen ist, das Accordsystem, das schädlichste aller Differenzen vorzubeugen, hat die Kommission weiter beantragt, daß verkauft und außerdem geduldet haben, daß die Kellnerin Grasso Systeme in der heutigen Produktionsweise, ins Schwanken ein Trambahner- Ausschuß gewählt wird, bestehend aus einem sich zu Gästen sezte und sie animierte. Beides bestritt die zu bringen. Der Grundstein zur Einführung einer Lohn- Controleur, fechs Kutschern und sechs Kondukteuren. Angeklagte. Die„ leberführung" ging folgendermaßen Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, die Forderungen sich der Kriminal- Schuhmann Fortins beauftragte arbeit ist gelegt. Kollegen, schwer war der Kampf, halten wir doch leider einen solchen gegen zwei Fronten zu führen. Es galt dem Trambahnamt und dem Magistrat zu unterbreiten. die Schußleute Vogeley und Lange, einmal bei neben dem Kampf gegen das Unternehmertum einen solchen gegen Ausland. Angeklagten zu recherchieren"; die beiden Beamten begaben sich die eigenen Kollegen zu führen. Es mag an die Handlungsweise der bei der Firma Hauer beschäftigten süddeutschen Kollegen erinnert Der Kampf der Brünner Textilarbeiter. Die Arbeiter be- in Civil nach dem Lokal, tranten einige Glas Bier und ver langten dann einige Cognats. Diese wollen sie auch ohne weiteres werden, die sich der Bewegung nicht nur nicht anschlossen, sondern harren im Ausstand. Am Mittwoch wurden an die Ausständigen erhalten haben, während die Angeklagte und die Kellnerin beversuchten, durch eine Beschwerdeschrift an den Hauptvorstand, die, 21 000 Kilogramm Mehl verteilt. Weiter gelangten am Donnerstag haupteten, es sei den Beamten gesagt worden:„ Cognak haben wir nebenbei bemerkt, von Entstellungen und Verdrehungen nicht frei Tabat und Cigaretten zur Ausgabe. Für die Pfingstfeiertage sind am nicht, nur Sherry." Thatsächlich soll es billiger Sherry, wie er in war, den guten Verlauf der Bewegung zu hemmen. Auch die Be- Freitag Brot und Hülsenfrüchte verteilt und wird am dritten Feierrichte in der sogenannten unparteiischen Presse hatten eine mert- tag abermals Geldunterſtügung verteilt werden. Die Arbeiterschaft Getränk für Cognat gehalten. An dem Genuß des Bieres und des würdige Aehnlichkeit mit dem Inhalt des Beschwerdebriefes der füid- Destreichs wendet den Ausständigen ihre volle Sympathie zu, die" Sherry" beteiligte sich auch die Kellnerin; der Schutzmann Bogeley einen starken Einlauf von Unterstützungsgeldern bemerkbar Entstellungen über den Verlauf der Bewegung und in macht. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" quittiert bereits über versuchte sie an sich zu ziehen, sie stieß ihn zurück, setzte sich dann aber demselben Atemzuge, in dem versucht wird, den im Kampf 8785,40 Gulden freiwilliger Beiträge. An ein schnelles Versiegen freiwillig zu Lange. Vogelen selbst aber mußte zugeben, daß er die bes Streifs, wie es die Unternehmer erwarteten, ist nicht zu denten. Angeklagte unfittlich berührte, bis sie ihm zurief: stehenden Kollegen eins auszuwischen, wird in ziemlich offener Weise für die Firma Hauer die Reklametrommel gerührt. Es wird Der Kampf der 12000 Textilarbeiter um den Zehnstundentag wird Was fällt Ihnen denn ein, ich bin ja die Wirtin." Der Staatsanwalt hielt die Angeklagte sowohl des Gewerbevergehens als auch behauptet, die dort beschäftigten Kollegen wären sehr zufrieden mit mit zäher Ausdauer geführt. der Nebertretung für überführt und beantragte 20 M. Geldstrafe. ihren Böhnen; ferner wird die Firma als eine der vornehmsten be- In Bellinzona( Kanton Tessin) haben 200 Maurer und Hand- Rechtsanwalt Leopold Meher als Verteidiger kritisierte scharf das zeichnet. Nun, vornehm ist die Firma namentlich insofern, als dort langer die Arbeit niedergelegt, weil ihnen die verlangte Lohnerhöhung geradezu strafbare Benehmen Vogeleys, der in amtlicher Eigenschaft bisher nicht der wirklich verdiente Lohn wöchentlich ausgezahlt verweigert wurde. bei der Angeklagten gewesen sei, und bat um Freisprechung. Höchstens wird, sondern vielfach nur eine Abschlagszahlung gegeben Der Uhrenarbeiterstreik in Pruntrut( Kanton Bern) hat mit die lebertretung fönne erwiesen sein, für die die geringste GeldNun Kollegen, wir sind aus dem Kampf als Sieger hervor- dem Erfolge der Arbeiter in Gestalt einer Lohnerhöhung von 8 bis strafe genügende Sühne sei, da die Beamten die Angegangen. Wir dürfen nicht ruhen und rasten, die Unternehmer 15 Proz. geendet. Der Amtsstatthalter( Landrat) Dancourt hatte geklagte zu der Hebertretung berleitet hätten. werden versuchen, in einer für sie günstigen Zeit das ihnen Ab- fich sehr um die schnelle Erledigung des Streiks bemüht, desgleichen Der Gerichtshof machte diese Ausführungen zu den ſeinigen und gerungene wieder zurück zu erobern und da gilt es gerüstet dazu- der Sekretär Calame vom Gewerkschaftsbund. erkannte wegen der Uebertretung auf 1 M. Geldstrafe. stehen. Jedoch um einen solchen Kampf auf der ganzen Linie Vor der zweiten Straffammer am Landgericht II gelangte gestern der mehrfach verlegte Strafprozeß wider den Barbier Joseph Engel aus Lichtenberg zur Verhandlung. Der Angeklagte Knaben unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen und widernatürliche wurde durch die Anklage beschuldigt, in mehr als hundert Fällen mit Unzucht getrieben zu haben. Mit Rücksicht auf die körperliche und geistige Verfassung des Angeklagten hatte der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Werthauer die Beobachtung des Geisteszustandes des Angeklagten durchgefeßt, wie aber Professor Dr. Köppen, bisheriger Oberarzt der Charitee bekundete, ist der Angeklagte nicht geistig frant, sondern nur körperlich derangiert. Zu der Verhandlung waren 80 Schultnaben als Zeugen geladen, es bedurfte aber der sehr peinlichen Vernehmung der Kinder nicht, denn der Angeklagte Der Gerichtshof nahm legte ein umfassendes Geständnis ab. 80 Fälle für erwiesen an und erkannte auf fünf Jahre Ge. fängnis. wird. zum Siege zu führen, bedarf es einer gut organisierten Für die städtischen Gasarbeiter in Kopenhagen ist im Etat Arbeiterschaft. Versäume keiner, sich der Organisation anzuschließen, eine Lohnerhöhung von 93 000 kronen angesetzt. agitiert Mann für Mann für Anschluß an den Verband. Kollegen! Am Montag, den 29. Mai, findet eine außerordentliche General- mun eine lebereinkunft erzielt und derselbe damit zum AbIn dem großen Konflikt der Stockholmer Banarbeiter ist versammlung statt. Dieselbe wird sich außer anderen wichtigen schluß gekommen. Im ganzen haben die Arbeiter entschiedenen GeFragen auch mit der Handlungsweise der Kollegen der Firma winn von dem Konflikt gehabt. Allerdings verzichteten die Maurer Hauer beschäftigen, versäume keiner zu erscheinen. auf die Forderung, daß alle Accordarbeit abgeschafft werden solle, Die Lohnkommission. aber es ist den Maurerverbänden das Recht eingeräumt, zu entscheiden, ob sie eine bestimmte Accordarbeit übernehmen wollen oder nicht. Die Fundamentenarbeiter haben 1 Dere per Stunde weniger als gefordert acceptiert, aber die Lohnerhöhung bleibt eine annehmbare. Achtung, Dachdecker! Laut Vereinbarung der hiesigen Meister mit den Gesellen soll vom 24. Mai ab die neunstündige Arbeitszeit mit entsprechender Lohnerhöhung in Kraft treten. Kollegen, an Euch liegt es nun, diesen Beschluß zur vollen Durchführung zu bringen, trete daher ein jeder für den Neunstundentag ein. Gleichzeitig ersuchen wir die Kollegen, uns unverzüglich Bericht zu erstatten, und zwar: Der Ausstand der Briefträger in Paris. Der Unterstaatssekretär Mougeot, der Polizeipräfelt Blau und der Postdirektor des Seine departements hielten am Donnerstagabend eine Sigung ab, in welcher sie beschlossen, an alle Briefträger ein Cirkular zu richten, in welchem sie denselben anzeigen, daß, wenn sie morgen, am Freitag, den Dienst nicht aufnehmen, die Entlassung, die sie sich infolge Weigerung, den Dienst zu übernehmen, zugezogen haben, eine endgültige sein werde. " " Reichstagswahl drei Kandidaten aufgestellt worden: ein Social Jm Landkreise Königsberg- Fischhausen waren bei der legten demokrat, ein Konservativer, der Graf Dönhoff, und der Graf Dohna vom Bunde der Landwirte. Nach einiger Zeit erschien in der Deutschen Tageszeitung" ein ziemlich heftiger, gegen den Landrat v. Hüllessem gerichteter Artikel, worin diesem vorgeworfen wurde, er habe feine amtliche Stellung zu Gunsten des konservativen Kandidaten Grafen Dönhoff in unzulässiger Weise ausgenugt. Darauf wurde wegen Beleidigung des Landrats gegen den verantwort lichen Redakteur der Deutschen Tageszeitung", Dr. Strehlen," die Anlage erhoben. Das Landgericht verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 100 M. Nachdem das Reichsgericht die Entscheidung wieder aufgehoben hatte, hat jetzt das Landgericht Dr. Strehlen abermals zu 100 m. verurteilt. " für den Nordwesten bei Otto Petri, Emdenerstr. 2; für den Norden bei Feind, Weinstr. 11; für Südost bei Wezel, Wrangelstr. 136. Die Lohntommission. Karl Görnig, Schinkestraße 25. Deutsches Reich. Zur Lohubewegung der Lederarbeiter. In Kanth i. Schl. Die für Freitag geplante Truppenschau ist infolge des Briefbefinden sich die Weißgerber seit 4 Wochen im Ausstande, weil die trägerausstandes abgesagt.-- Die gemäßigten Blätter fordern die Unternehmer den ohnehin äußerst geringen Lohn von 14 M. bis Briefträger auf das dringendste auf, den Ausstand aufzugeben, auf 12 M. fürzen wollen. Die Arbeiter find organisiert und fest der ja auch die unteren Klassen empfindlich treffe. In einigen entschlossen, sich ihren Lohn nicht um einen Pfennig fürzen zu laffen. Provinzstädten macht sich unter den Briefträgern gleichfalls eine Die Weißgerber in trimmitschau befinden sich gleichfalls im Ausstandsbewegung bemerklich. Ausstande. Dort wird die Verkürzung der Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden und pro Woche 1 M. Lohnzuschlag gefordert. Der interpellirt. Der Unterstaatssekretär für Posten und Telegraphen Mougeot Jm Senate wurde die Regierung über den Briefträgerausstand jezige Lohn ist 18 M. pro Woche. In Oranienburg soll den Weißgerbern eine Lohnreduktion und Verlängerung der Arbeitszeit gab hier ähnliche Erklärungen ab, wie der Minister Delombre und aufgezwungen werden. Es haben daher sämtliche Arbeiter die Ministerpräsident Dupuy in der Deputiertenkammer. Er berichtete Arbeit niedergelegt. Die Lohgerber in Edernförde haben die über die seitens der Regierung ergriffenen Maßnahmen und gab Verkürzung der Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden gefordert und der Hoffnung Ausdrud, daß die Krisis bald überwunden sein werde. auch bewilligt erhalten. Die Lohgerber in Basing haben Der Senat nahm darauf eine Tagesordnung an, durch welche das Lohnverkürzungen abgewehrt. In Weida sind Lohnverkürzungen Vertrauen in die Festigkeit der Regierung ausgesprochen wird. in allen Lohgerbereien von 12-20 Broz. vorgenommen worden. Die organisierten Arbeiter legten zunächst die Arbeit nieder; doch ist die Wie später einlaufende Berichte besagen, haben die Aus Organisation an diesem Ort leider noch zu schwach, um ernsthaft ständigen beschlossen, den Dienst wieder aufzunehmen. Die Poſt- einigte man sich ohne Schwierigkeit über die Niedersetzung der drei Stellung nehmen zu können. Die Lohgerber in Reutlingen be- verwaltung soll die Absicht haben, die Leiter der Bewegung aus absichtigten die Verkürzung der Arbeitszeit von 11 auf 10 Stunden dem Dienst zu entlassen. vorzunehmen. Die Zurichter einer Fabrik in München sind der Accordpreise halber mit dem Unternehmer in Streit geraten. Magdeburg verlangen die Lederfärber und Zurichter der JahnIn Gerichts- Beitung. Eine Meineidsaffaire, die in ihrer Ruchlosigkeit an den Fall Tehte Nachrichten und Depelthen. Von der Friedenskonferenz. Haag, 19. Mai. Der Chef der deutschen Delegation zur Friedenskonferenz Graf Münster, die Chefs der franzöſiſchen, englischen und amerikanischen Delegationen sowie die Chefs der übrigen Delegationen versammelten sich heute Vormittag zu einer Besprechung beim Präsidenten von Staal. In derselben Kommissionen, deren Wirkungskreis schon gestern telegraphisch frizziert worden ist. Es wird demnach die erste Kommission mit der Einschränkung der Rüstungen, die zweite mit der Festsetzung von Kriegsgesezen beschäftigen. Die dritte Kommission wird sich mit der Vermittelung und dem fakultativen Schiedsspruch zu beschäftigen haben. Um die Ernennung der Kommissare zu erleichtern, wurde festzehnstündige Arbeitszeit und entsprechende Lohnerhöhung. Die Weißgerber in Kirchhain N./. fordern einen Wochenlohn von vor dem Schwurgericht an Landgericht I ihren tragischen Abschluß. Delegierten diejenigen bestimmen solle, welche an der einen oder anderen 16,50 Mark, der auch bereits in verschiedenen Fabriken ber Auf der Auflagebaut hatten drei Personen Platz zu nehmen, die Kommission teilnehmen sollen. Nach Schluß der morgigen Sizung willigt worden ist. Die Lederfärber Berlins haben eine Lohn- Cigarrenarbeiterinnen Johanna Haack und Hedwig Kusche der Konferenz werden die betreffenden Einschreibungen in die Listen erhöhung von 21 auf 24 M. errungen, ohne daß es zu einem und der Cigarrenarbeiter Friedrich Fengler. Die Ange- erfolgen. Jede auf der Konferenz vertretene Nation wird auch in längeren Ausstande gekommen ist. im Die Weißgerber hatten sich flagten arbeiteten vorigen Jahre gemeinsam in der jeder Kommission vertreten sein. Die Presse bleibt von Morgen an solidarisch erklärt. Einer Unterhandlungs- Kommission, welche mit Schwarzschen Cigarrenfabrik in Neu- Weißenjee. Am 23. Mai von den Sigungen ausgeschlossen. den beteiligten Fabrikanten in Verbindung trat, gelang es, das volle fam Fengler angetrunken zur Arbeit. Es kam infolgedessen zwischen Entgegenkommen der Fabrikanten herbeizuführen. Die Unternehmer feinen Arbeitgeber und ihm zu einem Wortwechſel. Fengler Dortmund, 19. Mai.( B. H.) Infolge einer Explosion sprachen den Wunsch aus, bei ferneren Lohnforderungen sollten dies- wurde aufgefordert, die Arbeitsstätte zu verlassen. Es gelang erst schlagender Wetter auf der Zeche Kaiserstuhl II wurde ein Bergmann bezügliche Verhandlungen stattfinden, bevor es überhaupt zu einer mit Hilfe eines herbeigeholten Gendarmen, ihn zu entfernen. InArbeitseinstellung fäme. Diesem Wunsche werden die Arbeiter gern zwischen hatte Fengler verlangt, daß Schwarz auch die Haad ent- getötet und zwei verletzt. daß hierzu keine Wien, 19. Mai.( B. H.) Der Gemeinderat wählte den AntiRechnung tragen. In einigen Orten befinden sich Lohnbewegungen lassen solle, und als ihm erwidert wurde, noch in Vorbereitung. Es ist die Pflicht jedes Lederarbeiters, den Veranlassung vorliege, behauptete Fengler, daß Schwarz zu der semiten Dr. Neymayer zum Vicebürgermeister. vorivärtsstrebenden Kollegen in keiner Weise hindernd in den Weg Haack in einem unfittlichen Verhältnisse stehe. Dann wandte Fengler Paris, 19. Mai.( B. H.) Dreißig Briefträger, welche zuerst zu treten. sich mit den Worten: Wenn Du A.. die Arbeit nicht aufgiebst, in den Ausstand eintraten und daher als die Urheber der Bewegung Die Zimmerer in Oldenburg find in eine Lohnbewegung ein- ichlage ich Dich tot!" Dabei verjezte er ihr mehrere Fauftschläge betrachtet wurden, sind heute nachmittag aus dem Dienst entlassen getreten und bitten um Fernhalten des Zuzuges. gegen Kopf und Gesicht. Die Haad ließ sich auch hierdurch ein schüchtern und legte die Arbeit nieder. Wegen dieser in der Trunken- worden, 50 andere werden größere Disciplinarstrafen Zum Streit der Bootsleute. In Magdeburg hat der heit begangenen Ausschreitungen wurde Fengler zu einer Gefängnis- erhalten. Der Verkehr wurde heute wieder vollständig aufgenommen. Ausstand wieder größeren Umfang angenommen, da die Bootsleute strafe von einem Fahre verurteilt. Als diese Verhandlung gegen ihn Rom, 19. Mai.( B. H.) Der Kassationshof hat entschieden, daß der„ Kette", die auf mündliche Zusicherung die Arbeit aufgenommen stattfand, trat die Haad als Zeugin auf. Es mußte Verwunderung den Bourbonen die 1860 eingezogenen Güter wieder zurückhatten, ant Donnerstag früh die Thätigkeit wieder einstellten und erregen, daß die Haad entgegen den Auslassungen bei ihren gegeben werden. schriftliche Zusicherung der Genehmigung ihrer Forderungen ver- früheren Bernehmungen in der Hauptverhandlung zur Entlastungs- Rom, 19. Mai.( B. H.) Der Gesandte in Peking erhielt die Tangten. zeugin wurde. Ihre Bekundungen trugen den Stempel der Un- Instruktion, die Verhandlungen wegen der Saumun- Bai mit In Hamburg haben die Oestreichische Nord- West- Damfschiff- wahrheit an der Stirn und als sie bald darauf wegen Mein der chinesischen Regierung zu eröffnen. fahrts- Gesellschaft, die Berliner Krahn- Gesellschaft, Braun und Stegliz eides zur Verantwortung gezogen wurde, legte sie ein Geständniß Madrid, 19. Mai.( B. H.) Die Blätter veröffentlichten heute und Andrea die Forderungen bewilligt. Bei diesen Gesellschaften ist ab, welches sie vor dem Schwurgericht wiederholte. Fengler und nachmittag, mittels Specialausgabe, Berichte über die die Arbeit aufgenommen worden. Im Ausstande befinden sich die Boots- die Stusche hätten wiederholt auf sie eingewirkt. Sie hätten vor Entdeckung einer farlistischen Verschwörung in Barcelona. leute folgender Gesellschaften: Neue Norddeutsche Fluß- Dampfschifffahrts der damaligen Verhandlung in einer Kneipe unweit des Justizpalastes Die Starlisten hatten in mehreren Orten der Provinz Barcelona Gesellschaft Kette", Deutsche Elb- Dampfschiffahrts Gesellschaft, zusammen Bier getrunken. Dabei hätten die beiden Mitgeklagten 1500 gut bewaffnete Männer versammelt, welche in den Dampfschiffahrts- Gesellschaft der Elb- und Saaleschiffer, Rothen- ihr unablässig zugeredet, sie solle sagen, daß sie von nichts wisse und nächsten Tagen einen Aufstand herbeiführen sollten. Beschlagnahmte bücher, Maas u. Lüdecke, Neue Berliner Schnelldampfschifffahrts- daß sie bei dem Auftritt in der Fabrik gar nicht zugegen gewesen Briefe beweisen, daß die Karlisten es hauptsächlich auf die Zerstörung Gesellschaft, Deutsch- Oestreichische Dampfschiffahrts- Gesellschaft, sowie fei. Was sie früher gesagt habe, komme nicht in Betracht, da der Verkehrsmittel, der Eisenbahnen, Telegraphenleitunger: usw. abeinige Privatschiffer. Alle Hafenarbeiter werden ersucht, den sie bisher nicht vereidet worden sei. Der Angeklagte Fengler gesehen hatten. Die Nachricht hat hier große Sensation hervor Streitenden nicht in den Rücken zu fallen. habe dabei die Drohung ausgestoßen: Wehe Dir, wenn Du gerufen, und hat die Regierung die weitgehenden Maßregeln geIm Ausstand befinden sich 2000 Bootsleute in Hamburg. Eine anders aussagst!" Da sie Fengler als einen gewaltthätigen Menschen troffen. große Anzahl Kähne bleiben im Hafen liegen, da für die aus- fenne und sich sehr vor ihm gefürchtet habe, so habe sie den ständigen Mannschaften Ersatz fehlt. Meineid geleistet. Die Angeklagten Fengler und Stusche bezichtigten in der Angelegenheit der Sperre im Tischlereigewerbe zu vorKopenhagen, 19. Mai.( W. Z. B.) Da die Verhandlungen Die Angestellten der Trambahn in Frankfurt a. M. Hielten die Haack der Unwahrheit und leugneten, in der ge= in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag eine überaus gut be- schilderten Weise auf sie eingewirkt zu haben. Der Staats- läufig nicht ausgleichbaren Differenzen zwischen Arbeitgebern suchte Versammlung ab. Es handelte sich um die Absendung einer anwalt hält alle drei Angeklagten für überführt, während und Arbeitern geführt haben, beschloß der Arbeitgeber- Verein: Petition, die verlangt, daß den Angestellten der vierte Tag frei- die Verteidiger, Rechtsanwälte Arter, Berent und Becker die Glaub- 1. Vom nächsten Mittwoch die Sperre auszudehnen, so daß gegeben wird. Jetzt ist die Arbeitszeit eine sechs- und sieben- würdigkeit der Angeklagten anfechten. tägige und ziemlich ungeregelt. Die Zahl der regelmäßigen Die Geschworenen sprachen die Angeklagte schuldig des Mein- dieselbe auch alle Arbeiten im Zimmerer-, Maurer, Arbeitsstunden über 60 in der Woche betragen, eides, Fengler schuldig der Anstiftung zum Meineide, die Kusche das Maler und Klempnergewerbe, sowie alle Eisen die sich auf sieben Tage verteilen. Diese Arbeitseinteilung gegen nichtschuldig. industrie umfaßt. 2. In den Ziegeleien und Kalkhalten die Trambahner deshalb für die zweckmäßigste, da die Durch Der Staatsanwalt beantragte gegen die Haad anderthalb, führung einer Sonntagsruhe nicht möglich ist. Dadurch macht sich gegen Fengler unter Einrechnung der noch zu verbüßenden Ge- brennereien zu verbieten, während der Sperre Waren ausdann eine besondere Regelung des Sonntagsdienstes überflüssig. fängnisstrafe drei Jahre sechs Monate Zuchthaus, gegen zuliefern. 3. Die Direktion des Vereins zu ermächtigen, wenn sie Daß diese veränderte Dienstzeit ganz gut durchgeführt werden könne, die Kusche auf Freisprechung. es für notwendig erachte, die Sperre noch weiter auszudehnen. fchen Fabrik, die zur Zeit noch bis 13 Stunden täglich arbeiten, eme des früheren Reichstags- Abgeordneten Wisser erimert, fand gestern gesetzt, daß jeder Chef der Delegation ſelbſtändig unter seinen V Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Mr. 116. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. Das Magistratskollegium lehnte einen Antrag, betreffend den Bau eines Hospitals auf dem Riefelgute Buch ab, dagegen beschloß es, Anbauten auf dem Gelände des Hospitals in der Fröbelstraße für 60 Chelente damit es in Zukunft möglichst ver mieden werde, dieselben getrennt unterzubringen- und auf dem Gelände des Hospitals in der Pallisadenstraße für 200-300 Betten bewirken zu lassen. Die Stadtverordneten- Versammlung hat in ihrer letzten geheimen Sigung am Donnerstag den Bürgerdeputierten bei der Gewerbedeputation, Steuer, und den Rats- Maurermeister Nohr schneider auf fernere sechs Jahre wiedergewählt. Der Oberpräsident hat angeordnet, daß zum 15. Juli d. J. für die Gewerbe der Kupferschmiede und der Steinfeger Zwangsinnungen gebildet werden. Um den Mitgliedern des Kongresses zur Bekämpfung der Tuberkulose Gelegenheit zu geben, die Beleuchtung des Wassersturzes im Victoriapart in Augenschein zu nehmen, soll der Wassersturz ausnahmsweise auch am Donnerstag, den 25. d. m., elektrisch beleuchtet werden. " Sonnabend, 20. Mai 1899. her sechstlaffigen Schule nicht in eine fieben, sondern in eine a cht 1711/ Periz. 448, Abf. 67 V., bis Frankfurt a. O., am 21. Mai, Vorz. flaffige umgewandelt sehen. Es sei dabei aber an das ge- 445, Abf. 95 23., bis Wriezen a. D., am 21. Mai. Vorz. 447, Abf. nichichtlich Gewordene anzuknüpfen. Bedingung des 1255 N., bis Wriezen a. D., am 20. u. 21. Mai. Vorz. 449, Abf. Aus der Magistratssitzung am Freitag. Nachdem die Gelingens für die Leitung eines Systems von Hunderten von 510 N., bis Wriezen a. O., am 20. Mai. Vorz. 431/451, Abf. 725 N., Stadtverordneten Versammlung es abgelehnt hat, in der Angelegen Schulen sei eine vorsichtige Reform". Zur Bedeutung bis Frankfurt a. D. am 22.. 23. u. 24. Mai. Nachz. 451/ Beriz, 451, heit des Friedhofs der Märzgefallenen mit dem Magistrat des Klassensystems führt B. aus, in Berlin sei die Abf. 745 9., bis Frankfurt a. O., am 20. Mai. Die Freien in gemischter Deputation zu verhandeln, hat nunmehr das Festsetzung der Klaffenzahl für die Boltsschule malder Sonderzüge Pers. Sondz. 455, Abf. 710 2., PeriMagistratskollegium beschloffen, dem Verwaltungsstreit besonders schwierig, weil hier die Gemeinde Sondz. Nachz. 455, Abf. 717 B., Pers. Sondz. 457, Abf. 844 V., Perf. berfahren in dieser Angelegenheit Fortgang zu geben und schule fich mehr als anderswo der allgemeinen Sondz. Nachz. 457, Abf. 913 23. verfehren am 21. u. 22. Mai( 1. u. Justizrat Kleinholz hiervon zu benachrichtigen; es wird daher ein Volksschule nähere, indem sie den ungleichartigsten Elementen, 2. Pfingstfeiertag). c) in der Richtung Basewalt- Stralsund. neuer Termin beim Bezirksausschuß stattfinden. Kindern aus den verschiedensten Gesellschaftskreisen, von größter Vorz. 325, Abf. 220 N., bis Stralsund am 20. Mai. Vorz. 323, d) in Richtung Mannigfaltigkeit der Begabung und der Erziehung, die Vorbereitung Abfahrt 550 N., bis Basewalt ant für Berufe aller Art gebe bezw. als Vorstufe für andere, höhere Gransee- Neustrelig. Vorz. 205, Abf. 550 V., bis Gransee Schulen diene. Wolle man an diesem Zustand festhalten, so müsse am 21. Mai. Vorz. 203, Abf. 1040 23., bis Neustrelit am 21. Mai. man darauf verzichten, die ungleichen Individuen in gleichen Zeit Borz. 213, Abf. 314 N., bis Neustrelit am 20. Mai. Vorz. 207/ abschnitten zu fördern. Gegenüber dem Verlangen, den Lehrstoff der Abf. 555 N., bis Grausee am 20. Mai. Voltsschule, entsprechend den 8 Schuljahren, in 8 Jahresabschnitte zu zerlegen und auf 8 aufsteigende Klassen zu verteilen, stellt B. ,, Fabrikantenglück. Ein Weg, der dazu führen fann". Unter In hiesigen Zeitungen befindet sich eine Notiz über die Verfolgende Forderungen auf: 1. Die unerläßliche Lehr- diesem Titel hat der bekannte Jalousie- Fabrikant Herr Heinrich staatlichung der städtischen Webeschule, welche wesent- aufgabe der allgemeinen Volksschule kann und soll Freese im Verlage von M. Wilkens in Eisenach ein Büchlein herausliche Unrichtigkeiten enthält. Es wird demgegenüber erklärt, daß von normalen Kindern unter normalen Verhältnissen in sechs gegeben, das, wohl etwas erweitert, den Inhalt eines Vortrages Schuljahren bewältigt werden. 2. Nach dem 6. Schuljahr wiedergiebt, der vom Verfasser am 9. Januar d. J. in der Staatswissen Verhandlungen zwischen der Staatsregierung und dem Magistrat über die Berstaatlichung der städtischen Webeschule nicht statt- scheiden sich die normalen Kinder in zwei Gruppen: Die einen schaftlichen Gesellschaft zu Berlin gehalten worden ist. Als der Weg zum gefunden haben und unseres Wissens auch nicht beabsichtigt find. gehen zu höheren Schulen, die anderen werden in 2 Oberklassen Fabrikantenglück erscheint Herrn Freese das System der Gewinns Im ersten Kapitel Die Verhandlungen in der letzten Sizung der Gewerbebeputation der Gemeindeschulen für ihren Beruf weiter vorbereitet. 3. Danach beteiligung der Arbeiter am Unternehmen. betrafen einen Erlaß des Ministers über die Bezeichnung der Webe- ist die Gemeindeschule in den 6 aufsteigenden Klaffen die allgeschildert der Verfasser kurz das Leben des Baumalers Leclair zu schule als„ Preußische Webeschule" und einen solchen über das meine Volksschule, in den Oberklassen die Volksschule Paris, der 1842 die Gewinnbeteiligung in seinem großen Schulgeld für nichtpreußische Deutsche. Im Laufe der Diskussion sich die Dentschrift über die Lehr aufgabe der Boltsschule ein von seinen Arbeitern errichtetes Standbild geehrt worden im engeren Sinne. Zur Begründung dieser 3 Säße verbreitet Geschäfte eingeführt hat und dessen Andenken 1896 durch wurde auch die Notwendigkeit des Erweiterungsbaues der Webeschule betont. Uebrigens war die Gewerbedeputation am Echlusse Berlins. Das Unerläßliche" wird auf 2 Stufen verteilt. Die ift. Weiter enthält das Büchlein eine lesenswerte Darstellung der einig über den Vorschlag, welchen sie dem Magistrat in Bezug auf erste Stufe, 3 Schuljahre und die 3 untersten Klassen umfassend, Verfuse, die mit diesem System in anderen Ländern, so auch in den Namen der Schule empfehlen will. giebt dem Kinde des Lernens Werkzeuge". Außer Re- Deutschland angestellt worden sind. Verdient das kleine Werk somit ligion bilden Lesen, Schreiben( zusammengefaßt im deutschen Unter- in seiner übersichtlichen Zusammenstellung bei allen, die sich mit richt) und Rechnen die Hauptaufgaben, eingeleitet und unterstügt volkswirtschaftlichen Problemen befassen, in diesem Sinne Anerdurch Anschauungsunterricht. Die zweite Stufe, gleichfalls fennung und Beachtung, so muß seine Tendenz vor allem auf feiten Schuljahre und die nächsten 3 Klassen umfassend, ist die Schule der Arbeiter denselben Widerspruch erregen, der allen jenen wirtder elementaren Erkenntnis", teilt sich nach Wissenschaftlichen Wundermitteln gebührt, die das Weh und Ach der schaften( Geschichte, Geographie, Naturgeschichte, Naturkunde, Arithmetit, fapitalistischen Produktionsweise aus einem Punkte furieren und sie Geometrie), wird also durch den beutschen Unterricht zusammen- selber über die ihr historisch zukommende Lebensdauer hinaus erhalten gefaßt. B. behauptet, daß die gestellte Lehraufgabe der natür- sollen. Dieser Widerspruch braucht wahrlich nicht aus dem Gefühl lichen Entwickelung des Kindes entspricht und von der Eifersucht darüber zu entspringen, daß das Gewinnbeteiligungs normalen Kindern in sechs Jahren bewältigt System das Fabrikantenglück in holdseligster Fülle wuchern laffe und wird. In diesen sechs Jahren durchlebt der Zögling der all- daß der Unternehmer, nicht wissend, wohin mit all dem Segen, dem gemeinen Volksschule die freie Entfaltung seiner Sträfte ohne Rück- Arbeiter so übermäßig davon zuteilt, daß dieser seine sämtlichen ficht auf den fünftigen Beruf. Nachher trennt sich die bisherige socialistischen Ideale in die Rumpelkammer wirft. Darauf tönnten Gemeinschaft. Während die einen zu höheren Schulen gehen( soweit wir es getrosten Mutes ankommen lassen. Was den Arbeiter zu sie nicht schon früher dorthin abgeschwenkt find), gehen die anderen, seinem Gegner machen muß, ist die Gewißheit, daß mir ver die nach dem achten Schuljahr ins Erwerbsleben treten müssen, schwindend wenige weiße Raben unter den Fabrikanten gleich zur Festigung, Klärung und Erweiterung der Leclair, der schließlich sein Unternehmen völlig seinen Arbeitern Elementartenntnisse noch für zwei Jahre in eine dritte überlassen hat, konsequent sind und es gleich dem Verfasser ehrlich Stufe, die Oberklassen, bon denen je nach Be- mit dem System meinen. Bringt doch Herr Freese selber eine statt Vierter Wahlkreis( Südoft). Unter Leitung des Kapell- darf für jede Schule zwei aufsteigende oder nur eine liche Reihe von Beispielen, wo die Neuerung benutzt wurde, um die meisters Gras findet am ersten Pfingstfeiertage ein vom Wahl mit zwei übergeordneten Abteilungen gebildet werden. Arbeiter ihrer gewerkschaftlichen Organisation zu entfremden und sie freise veranstaltetes Frühtonzert in Ludwigs Park- Restaurant, Das Ziel ist also für die gesamte Gemeinde von dem Unternehmer abhängig zu machen. Herr Freese führt in Treptow, statt ein gleiches Konzert wird in Joels Viktoriagarten ich u l e das a chtklassige System, das nur an manchen Schulen lobenswerter Aufrichtigkeit den Amerikaner Gilman an, der von 173 abgehalten. Die Parteigenossen wollen sich in den bekannten Ver- unvollständig ausgebildet wäre. Für die eigentliche Volts Fällen aus seinem Lande berichtet, wo sich die Gewinnbeteiligung tehrslokalen rechtzeitig mit Billets versehen. fchule soll jedoch, das ist das Bemerkenswerteste an den B.'schen überwiegend vortrefflich, in vielen Fällen sogar glänzend bewährt" Vorschlägen, das sechsklassige System beibehalten werden. Ein habe, und dann gleich hinzufügt, daß in 36 aufgeführten Vorzug dieser Lösung soll der sein, daß dabei auch zurück- Fällen die Gewinnbeteiligung wegen Reibung mit den Gewerks bleibende Kinder in ihren acht Schuljahren die vereinen oder ablehnender Haltung des Personals, Geringfügigkeit ehraufgabe der eigentlichen Volksschule meist der Anteile, Streit. Besizwechsel oder Tod der Inhaber habe auf noch absolvieren können.( Schwache Kinder sollen durch gegeben werden müssen. Und von der Firma Fox, Head u. Comp. spätere Einschulung oder Aufnahme in Nebenklassen berücksichtigt werden, in New Port wird ausdrücklich gesagt, daß sie das Gewinns für Verwahrlofte usw. wird Ausschluß aus der Gemeindeschule und leber- beteiligungs- System nach einem Jahre wieder aufgehoben habe, weisung an besondere Anstalten gefordert). Kommt die achtklassige weil die Arbeiter immer noch zu den Gewerkvereinen hielten. Hat nach diesem Beispiele der Arbeiter alle Ursache, solchen, Gemeindeschule zur Einführung, so sollen für die nächsten Jahre die Versegungsprüfungen wegfallen, in der llebergangszeit die sechs bis. Beglüdungen im allgemeinen zu mißtrauen, so soll nicht verkannt daß Herr Freese als Ausnahme der Regel Die Nachfrage nach Handlungsgehilfinnen herigen lassen in gewissen Anforderungen erleichtert werden, die werden, ist in Berlin ziemlich groß, verhältnismäßig größer als die nach Oberklassen, die an manchen Schulen schon bestehen, vermehrt und seinem Betriebe das Gewinnbeteiligungs System ebenso ehrlich mit peinlicher Gewissenhaftigkeit durchgeführt hat, wie männlichem Bersonal. Das wird aufs neue bestätigt durch den dem Plan angepaßt werden. Besondere Geldbewilligungen sollen und legten Bericht über den Stellennachweis für Handlungs- nicht erforderlich sein. Aus den spärlichen und nicht sehr klaren andere wohlthnende Einrichtungen, zu denen wir den Achtstundentag gehilfinnen, der bei dem Berliner aufmännischen Nachrichten, die über den inzwischen von der Schuldeputation zählen und wie etliche wunderliche Schrullen nebensächlicher Art, von und gewerblichen Hilfsverein für weibliche An- gefaßten Beschluß bisher an die Oeffentlichkeit gelangt sind, ist denen uns die Altersmedaille gerade in den Sinn kommt. Das gestellte" besteht und der wegen des bedeutenden Umfanges einstweilen nicht mit Sicherheit zu ersehen, ob sich die Deputation in Mühen des Herrn Freese hat zwischen ihm und den in seinem Bes feiner Vermittelungsthätigkeit einen Schluß auf die Verhältnisse allem auf den Standpunkt der Dentschrift gestellt hat. Bei den weiteren triebe beschäftigten Arbeitern ein sympathisches Verhältnis geschaffen, dieses Gebietes des Berliner Arbeitsmarktes zuläßt. Im Jahre 1898 Verhandlungen kommt hoffentlich eine wirkliche Ent- von denen beide Teile, und nicht zum wenigsten der Unternehmer, ( bezw. im Vorjahr 1897) wurden hier 3809( 2797) offene lastung für die Gemeindeschulen heraus, die die ihre Vorteile ziehen. Bei alledem wird Herr Freese taum einen Stellen gemeldet und 4027( 2977) Bewerberinnen ein- Zahl der noch hinter dem Ziel der allgemeinen Volksschule" Zurück- Arbeiter präsentieren können, der als Socialdemokrat bei ihm eins getragen. Auf 100 offene Stellen tamen 121,7( 106,4) Be- bleibenden erheblich vermindert. Dieser Wunsch ist ebenso be getreten wäre und der nunmehr seine Ueberzeugung reumütig an den werberinnen. Danach ist allerdings auch das Angebot von rechtigt, wie der andere, daß die besseren, schneller vorwärts schrei- Nagel gehängt hätte. Es ist überdies von 1897 tenden Schüler noch besonders gefördert werden. Um beides zu Handlungsgehilfinnen sehr groß. au 1898 noch beträchtlich gestiegen, erheblich stärker als die Nach erreichen, wären freilich ganz andere, viel einschneidendere Reformen frage, wenigstens beim Hilfsverein". Untergebracht wurden nötig. 2203( 1752) Bewerberinnen, das sind 54,7( 58,9) von je 100 Bewerberinnen, während die 2203( 1752) durch sie besetzten Stellen 66,6( 62,6) von je 100 offenen Stelle752) Tokales. Der Diskutierklub Südoft besucht am ersten Feiertag 6/2 Uhr nachmittags die Treptower Sternwarte, wo ein Bortrag: Ausflug in die Sternenwelt" gehalten wird. Karten sind bei Tolksdorf, Görligerstraße 58, sowie bei 3iegler, Restaurant Karpfenteich, Treptow, zu haben. Zahlreichen Besuch erbittet Der Vorstand. Die juristische Sprechstunde am Dienstag, den 23. Mat fällt aus. " in Auf der elektrischen Bahn Siemens u. Halste werden am 1. und 2. Pfingstfeiertage die Wagen nach Treptow ab Holl mannstraße von 4,30 Uhr früh an und ab Behrenstraße von 5 Uhe früh an in Zwischenräumen von 5 Minuten verkehren. " Der Gesundbrunnen, heut eins der dicht bevölkertsten Berliner Die Stern"-Dampfergesellschaft wird während der drei Stellen waren. Jufolge der stärkeren Stadtviertel, gehörte noch zu Anfang dieses Jahrhunderts zu den Pfingsttage verstärkten Betrieb eintreten laſſen. Außer den fahrZunahme des Angebots ist 1898 der Prozentsatz der Untergebrachten jogenannten„ Ausflugsorten". Wo sich heute lange Reihen moderner planmäßigen Dampfern werden auf der Oberspree direkte Dampfer unter den Bewerberinnen gegen das Vorjahr 1897 gesunken, während die Wünsche der Personal suchenden Geschäftsinhaber verhältnis- Wietskasernen erheben, herrschte noch bis in die neueste Beit länd- nach Grünau und Schmöchwiz um 9 und 10 Uhr vormittags ab mäßig häufiger als im Vorjahre befriedigt werden konnten; aber liche Stille und Einsamkeit. Der Brunnen gehört mit zu den gelassen. Es werden, wie neuerdings stets an Sonn- und Feier das Ergebnis ist doch immer noch günstiger als bei interessantesten Stätten unserer Stadt. Im 17. Jahrhundert stand lagen, vormittags bis 12 Uhr, die billigeren Wochentags- Fahrscheine hier auf einer Jufel in der Banke eine Wassermühle. Ein Quell, verausgabt. Von der Weidendammer Brücke werden an allen drei den Stellenvermittelungen der Vereine für männliche Handelsangestellte. 1898 hat der Verein der im Mühlengarten entsprang, ersetzte dem Müller den Brunnen. Festtagen 8 Uhr 30 Min. früh große Dampfer nach Potsdam abe 1701 fam man dahinter, daß das Quellwasser eisenhaltig sei. Der Quell fahren, wie fortan regelmäßig an Sonntagen. junger Kaufleute von Berlin" nur 50,4, der„ Kauf- wurde gefaßt und von verschiedenen Kranten mit Erfolg benutzt. 1757 männische Hilfsverein zu Berlin" gar nur 26,4 von Für die Aufstellung der ersten Fernsprech- Automaten der übernahm ein Dr. Behm die ganze Besitzung und die Glanzzeit des 100 Bewerbern unterbringen können. In dem neuesten Jahresbericht Bades Berlin" begann. Ueber der Quelle erstand das Brunnen- Reichspoft in Berlin oder die„ öffentlichen Fernsprechstellen mit ſelbſta des" Hilfsvereins für weibliche Angestellte" wird wieder über den häuschen daneben ein Badehaus für 40 Personen. Die Mühle wurde thätiger Einschaltung", wie sie amtlich heißen, ist eine besondere Bera enormen Andrang mangelhaft vor und durch gebildeter Personen weiblichen Geschlechts zum zum Wohnhaus umgebaut, zwei Stoloniſtenhäuser und eine Meierei teilung vorgesehen. Von den 100 zunächst dem Verkehr zu übera angelegt und der ganze Garten mit Frucht- und anderen Bäumen gebenden Apparaten werden 50 in den Schaltervorräumen von Bost faufmännischen Beruf geklagt. Hauptsächlich bei den Ver- bepflanzt. Die ganze Anlage führte den Namen" Friedrichsbad an und Telegraphenämtern Berlins aufgestellt. 43 gelangen in Geschäfts käuferinnen sei das Zuströmen solcher vielfach völlig under Panke" und blühte rasch empor. Behm nahm auch den Wedding lokalen zur Aufstellung( an 31 Gastwirte, 11 Cigarrenläden und eine geeigneten Elemente übergroß und übersteige wesentlich die Nach- in Erbpacht und machte den Boden hier überhaupt erst ertragsfähig. Konditorei), und für die letzten 7 der 100 Stellen sind die Vorhallen frage, fodaß die Unterbringung von Verkäuferinnen besonders frage, sodaß die Unterbringung von Verkäuferinnen besonders schwierig fei.( 1898 wurden speciell von den stellungsuchenden Buch- Früher ein Gebiet, das durch ewigen Flugiand zu leiden hatte, von Bahnhöfen in Aussicht genommen. wurde das Land jetzt durch eine Massenaussaat von Sandhafer feſt- Zu dem Gesehentwurf betreffend die Gerichtsorganisation halterinnen 70 Proz, dagegen von den stellungsuchenden Bergemacht. Die Quelle gab damals pro Stunde noch 10 Tonnen von Berlin und Umgegend wird nach einer Mitteilung des 46 Proz mur untergebracht.) Aber die Er gebnisse der kaufmännischen Stellenvermittelungen, die bei dem Wasser und Behm konnte im Jahre 1000 Bäder verabfolgen. Nach( konj.) Abgeordneten Felisch im Bürgerverein zu Charlottenburg weiblichen Personal, wie gesagt, immer noch günstiger sind als bei Behms Tode( 1780) ging das Bad durch verschiedene Hände. 1809 beabsichtigt, einen Antrag einzubringen des Inhalts: dem männlichen, zeigen mit sehr unerfreulicher Deutlichkeit, daß die erſtand es Assessor Dr. Flittner, der es in ein„ Luisenbad" ver- gerichts III fällt weg. Es werden die notwendigen neuen Amtswandelte. Von neuem kam der Anlage eine Glanzzeit, aber sie hielt gerichts- Bezirke für die Vororte eingeführt, erhalten jedoch eine größere Billigkeit, die das weibliche Personal im allgemeinen nicht lange an. Heute sind Friedrichs- und Luisenbad vergessen. streng kommunale Abgrenzung. Nach der Ansicht des Abgeordneten in die Wagschale zu werfen hat, bei vielen Geschäftsinhabern eine Die Quelle ist nur noch ein dünnes Rinnsal. Als 1869 durch die ist Aussicht vorhanden, daß die Regierung auf diesen Antrag eins bessere Empfehlung ist und sicherer zum Ziele führt Badstraße der unterirdische Kanal nach der Banke gestochen wurde, geht. Die Vorlage würde jedenfalls fallen, wenn die kommunale als eine gründliche Vor- und Durchbildung. Beweis dafür ist auch sprudelten überall eisenhaltige Quellen hervor, seitdem sie verschüttet Abgrenzung von der Regierung nicht angenommen werden sollte. das Ergebnis des Stellennachweises für Lehrmädchen', den der Hilfsverein" neben seinem Nachweis für Gehilfumen find, ist auch die Luisenquelle dem Versiegen nah. Gegen den Redacteur des anarchistischen Blattes ,, Neues Leben", Franz Kertscher, ist Anklage wegen Gotteslästerung erhoben. Die Hauptverhandlung findet am 25. b. M. statt fäuferinnen Das Landel unterhält. Hier blieb 1898 die Nachfrage nach Bersonal Während der Pfingstzeit werden außer den regelmäßigen nur wenig hinter dem Angebot von Stellungsuchenden zurück, Personenzügen noch folgende Sonderzüge verkehren: Vom und 1897 ging fie sogar darüber hinaus. 1898( beziv. 1897) wurden Berlin- Stettiner Bahnhof a) in der Stettin- Stargard in Was dem Magen der Berliner alles zugetraut wird, 512( 430) offene Lehrstellen gemeldet, aber nur 554( 391) Be- Pommern II. Borz. 711, Abf. 556 23., bis Stettin, am 21. Mai. werberinnen eingetragen, von denen dann 304( 233) unter Schnellz. 27, Abf. 86 V., bis Belgard am 20. Mai; bis Stargard darüber weiß die„ Central- Fleischer- Zeitung" ein Stücklein zu ergebracht wurden. Dieser Eifer, Lehrmädchen auszubilden, erklärt i. Bonum. am 23. und 24. Mai. Vorz. 429, Abf. 1048 V., bis Star- zählen. Seit einiger Zeit tauchen in der Gegend des Stadtbahn jich vermutlich weniger aus dem uneigennützigen Wunsch, zur Er- gard i. Pomm., am 20. und 21. Mai; bis Eberwalde am 22. Mai. Hofes Börse sogenannte fliegende Händler" mit Wurstwaren auf, höhung der kaufmännischen Bildung und Leistungsfähigkeit der weib- Bed. Periz. 401, Abf. 150 N., bis Gollnow, am 20. Mai. Persz. 701, welche das Pfund Schlackwurst oder Salami mit 50 Pf. ausbieten. lichen Handelsangestellten beizutragen, als aus dem vorteilhaften Abf. 200 N. bis Stargard i./B., am 20. und 23. Mai. Vorz. Schnell- Die Polizei hat natürlich ein besonderes Augenmerk auf die BeUmstande, daß Lehrmädchen noch billiger zu haben sind.. zug 19, Abf. 300 N., bis Stettin, am 20. Mai. Worz. 425, Abfahrt schaffenheit dieser Wurstwaren gerichtet. Am Sonnabendnachmittag 354 N., bis Belgard, am 20. und 23. Mai. Borz. 431, Abf. 725 N., erschien der Polizei- Tierarzt Dormeher in Begleitung eines nahm eine eingehende Untersuchung der Stadtschulrat Bertram über die Gemeindeschulreform. bis Stettin, am 20. und 21. Mai. Pers. Sondz. 405, Abf. 1035 N., Schußmannes und Die Bertramsche Denkschrift, die der städtischen bis Stettin, am 20. und 21. Mai. Pers. Sondz. Nachz. 405, Abf. feilgehaltenen Wurstwaren vor, wobei der letzte Rest einer Schuldeputation bei ihren Beratungen über die 1100 N., bis Stettin, am 20. Mai. Nachz. 428, Abf. 1150 N., bis Schlackwurstsendung bei dem Handelsmann B. mit Beschlag Reform der Berliner Gemeindeschule als Vorlage ge- Stettin, am 20. Mai. b) In der Richtung Frei enwalde a./O.- belegt wurde. Der Handelsmann gab an, diese Ware aus einem dient hat, ist jetzt veröffentlicht. Bertram möchte, das wollen wir riegen Bora. 711/ Perfz. 443, Abfahrt 545 V., bis Frank- Keller der Weinmeisterstraße zu beziehen. Bei einer sofort vorges I gleich vorweg bemerken, die Berliner Gemeindeschule aus einer bis furt a. d. O., am 20., 21., 22., 23. und 24. Mai. Nachz. nommenen Revision in dem bezeichneten Keller, der sich noch ein Die Kriminalbeamter angeschlossen hatte, wurde zivar feine Schlackwurst! Danach ist es also ein gemildertes Verfahren, wenn der in der angenommen werde. Dieser Vorschlag entspräche auch den vorgefunden, wohl aber ein Posten von 100 geräucherten Schinken Schießlunst dem Hammerstein am meisten naheftende Prügelheld Wünschen der großen Majorität der Nigdorfer Lehrerschaft amerikanischen Ursprungs, die teilweise hochgradig verdorben waren. seinen Gegner nicht sofort zu ermorden fucht, sondern gleichsam wie Werde ihm nicht zugestimmt, dann bleibe bleibe die Frattion Sämtliche Schinken wurden mit Beschlag belegt und der Abdeckerei die Kaze mit der Maus vorher mit seinem Leben ein bischen Fang- bei ihrem Kandidaten, und behalte sich im übrigen freie überwiesen. Gegen den Verkäufer der Schinken ist Strafantrag ge- ball spielt. Stellungnahme bor.- Troß dieser Ausführungen blieb Abraham stellt worden. Eine aufregende Scene gab es gestern Morgen in einem dabei, daß man an Stelle der Herren Mier und Engelhardt die Eine gefährliche Paffage, namentlich für Decfiz- Fahrgäste Hotel der Friedrichstadt. Nach einem Herrn, der hier seit einigen Herren Schmidt( konservativ) und Gröpler wählen solle, und andere der Omnibusse, ist die Unterführung der Stettiner Bahn zwischen Tagen wohnt, erfundigte sich schon vorgestern und gestern eine Genossen Conrad, Regerau und Wach traten dem mehrfach Bertreter des honetten Bürgertums schlossen sich ihm an. Riesen, Gerichtsstraße einerseits und Garten-, Ackerstraße anderer- Dame von etwa 40 Jahren, um ihn zu sprechen. Sie wurde jedoch Genossen Conrad, Rezerau und Wach traten dem mehrfach Seite. Die eiserne Hängebrücke der Stettiner Bahn trägt die Leitungs- nicht zugelassen, da der Pförtner die Weisung hatte, sie fern zu entgegen und legten dar, daß sich die Mehrheit damit selber richten drähte der elektrischen Straßenbahn, und die Spanndrähte mit den halten. Gestern Morgen kam jedoch die Dame wieder und zeigte ein die mäßigen Wünsche der Vertreter des hier besonders inwürde, wenn sie unter den obwaltenden Umständen nicht einmal folationsföpfen ragen so tief herab, daß beim Passieren der Omni- dringendes Telegramm, nach dem sie den Herrn unter allen Umbuffe die Decfiz- Passagiere bequem mit der Hand an die Leitungs- ständen sprechen müsse. Nun ließ der Pförtner sie durch und wies feressierten wenig bemittelten Volkes berücksichtigte. Für den Drähte greifen fönnen; ein gewagtes Beginnen übrigens, das den sie nach dem zweiten Stod, in dem der Herr wohnt. Wiederholt om missionsvorschlag stimmten dennoch nur die Borwißigen unter Umständen den elektrischen Strom recht fühlbar machen flopfte die Dame vergeblich an. Als sie keinen Einlaß erhielt, zog fie Socialdemokraten, felbst die bürgerligen Rom tam. Das weit gefährlichere aber sind die Köpfe der einen kleinen Revolver aus der Tasche und feuerte zwei Schüsse auf missionsmitglieder enthielten sich der Abstim." Spanndrähte, die die Leitungsdrähte an der hölzernen sich ab. Die kleinen Geschosse drangen unterhalb des Herzens, in mung. Jezt hielten sich die Socialdemokraten nicht mehr für ges Brückenunterlage festzuhalten haben. Erhebt sich ein Dedpassagier der Gürtelgegend, in die linke Körperseite ein. Das durch die Schüsse bunden und gaben bei der folgenden Wahl vor allem ihre 16 Stimmen an jener gefährlichen Stelle, so kann es leicht geschehen, daß er am alarmierte Hotelpersonal fand die Dame in ihrem Blute auf dem mit 42 und Schmidt mit 26 Stimmen. Auf Mier fielen drei und dem Genossen Ostermann. Gewählt wurden Sander mit 43, Gröpler Stopf verlegt oder gar von Wagen herabgeschleudert wird. Korridor liegen. Die Polizei ließ sie mit einem Rettungswagen in auf Engelhardt 2 Stimmen. In der neugewählten gemischten Warnungstafeln mit der Aufschrift: Nicht aufstehen!", wie sie am ein Krankenhaus bringen. Die Verlegungen sind nicht lebensBahnhof Börse angebracht sind, wären auch hier am Plage. gefährlich. Die Dame, eine Witive Louise Leonhardt aus Dresden, Kommission zur Schaffung einer neuen Geschäftsordnung sind die Socialdemokraten durch Conrad und in einer Kommission zur Zum Kapitel der Kinderausbeutung. Uns wird geschrieben: hatte 233 Mark bei sich. Der Selbstmordversuch hängt mit Familien- Vorbereitung einer neuen Anleihe durch Rezer au vertreten. Zur Beachtung für Eltern, deren Töchter die Schule verlassen, diene angelegenheiten zusammen. Als nächster Punkt steht auf der Tagesordnung der Antrag Tolgender Fall. Die Tochter der Eheleute S. aus der Weberstraße Zwei schwere Unfälle im Straßenverkehr, von denen einer der socialdemokratischen Fraktion: Magistrat und besuchte bis 24. März d. 3. die Gemeindeschule. Die Eltern, die einen tödtlichen Ausgang nahm, haben sich Donnerstagnachmittag Bolizeiverwaltung um den Erlaß einer Polizeiverordnung zu ersuchen, eine große Schaar noch fleiner Kinder zu ernähren haben, dachten zugetragen. Der 15 Jahre alte Laufbursche Bruno Mahnke, der in die jede gewerbliche Arbeitschulpflichtiger Kinder bereits daran, ihre Tochter als Kindermädchen unterzubringen, als einem Möbelgeschäft in der Krausenstraße in Stellung war, be- in der Zeit zwischen 6 Uhr abends und 7 Uhr früh verbietet. Der ganz unverhofft bereits am 17. März eine Frau R. das junge gleitete eine Möbelfuhre nach dem Lehrter Bahnhofe und saß mit Referent, Genosse Dr. Silberstein, schilderte in einem knappen, Mädchen für die Schneiderin Frau J. in der Krautstraße gegen dem Kutscher auf dem Wagen. In der Luisenstraße fiel ein Möbel- aber ausgezeichneten Vortrage die leiblichen, geistigen und fittlichen einen Monatslohn von 8 Mark für die Nachmittage stück, als der Wagen auf den Pferdebahnschienen schleuderte, auf das Gefahren, denen insbesondere schulpflichtige Kinder durch die Ausengagierte, damit es deren Kinder beaufsichtige und Arbeit Gespann herab. Die Pferde gingen durch und Wahnte fiel infolge mugung ihrer unentwickelten Arbeitskraft ausgesetzt werden. Redner abliefere. Die Eltern willigten hocherfreut ein. Das ganz kräftige des Schwankens der Ladung vor dem Hause Luisenstraße 65 von benutzte hierbei auch das vorzügliche Material, das der Rixdorfer Mädchen that sein möglichstes, um Frau J. zufrieden zu stellen. Des dem Wagen und wurde überfahren. Der Verunglückte zog sich Lehrer Aga hd in seinem bekannten, seiner Zeit vom Vorwärts" Abends wurde es meist gegen zehn Uhr, einmal sogar halb elf, ehe einen Schädelbruch zu und war schon tot, als man mit ihm in der eingehend gewürdigten Buche niedergelegt hat. Auf diesen Mitdas Kind nach Hause fam. In seinem Arbeitseifer holte es noch nahe gelegenen Charitee ankam. Der Fahrstuhlführer Franz bürger könnte Rigdorf stolz sein. Gerade in Rigdorf wäre ein weitohne Verabredung des Morgens, ehe es in die Schule ging, Milch Papke, der bei Held u. Franke in der Oranienstraße angestellt ist, gehender Kinderschutz angebracht, denn hier seien von 3267 befragten für Frau J. Als nun am 27. März das junge Mädchen sich sein ging nach Feierabend durch die Rosenthalerstraße seiner Wohnung naben allein 600 regelmäßig beschäftigt gewesen, also 18 Proz. Schulabgangszeugniß in Empfang nahm und deshalb morgens früh zu. Vor dem Hause Nr. 14 wich er einem Wagen aus, der ihm Rechtsanwalt Abraham wünscht die Angelegenheit bis zu der Zeit Teine Milch holte, aber zu Mittag etwas früher fam, entließ Frau J. begegnete, und gerieth dabei unter einen Rollwagen, der aus der vertagt, wo Rigdorf tönigliche Polizei erhält. Bürgermeister sie mit den Worten, es nüße nichts, sie solle ihre Schürze nehmen auderen Richtung fant. Ein Rad ging ihm über die Arme und den Boddin gab zu, daß Uebelstände ärgster Art vorhanden seien und ind gehen. Geld bekam das Kind für die 10 Tage, die es der Frau Brustkasten und brachte ihm schwere innere Verlegungen bei. daß an den Schutz der Kinder gedacht werden müsse. Schon als Amts= Arbeit geleistet hatte, nicht, es sollte aber dafür, daß jemand anders Milch geholt hatte, 1 M. zahlen. Als Ein Studenten- Ulf, der recht unangenehme Folgen nach sich vorsteher habe er die Sache ins Auge gefaßt, er habe jedoch auf das Vorgehen Berlins warten wollen. Da sich indessen in Die Mutter darauf die Ansprüche für ihr Kind geltend 30g, verursachte gestern( Freitag) vormittag auf der Friedrichstraße machen wollte, wurde sie von Frau J. schnöde abgewiesen. an der Ede der Mohrenstraße einen großen Menschenauflauf. Ein Berlin die Verhandlungen zu lange hinzögen und ein Grund, auf Geklagt kann nicht werden, weil die Frau nichts befigt; das Gewerbe- Bruder Studio machte sich ein Vergnügen daraus, die auf der die königliche Polizei zu warten, nicht vorliege, so wäre es nicht Es würde ichellebelſtände aus der Welt 11jekt gericht ist nicht zuständig, weil es feine gewerbliche Arbeit war, die Straße zahlreich zur Verteilung gelangenden Reklamezettel auf- unangebracht, Niedersetzung einer gedas Mädchen zu verrichten hatte. zubewahren, um sie dann selbst unter allerlei verbindlichen Redens- zu schaffent. Es soll bei der Frau J. bereits mehreren Kindern in dieser arten weiter zu verteilen. Bei diesem Scherz sollte er jedoch sehr übel mischten Deputation empfehlen.- Die Versammlung ftimmte diesem Beise ergangen fein. Die Eltern sollten sich daher genau erkundigen, anlaufen, als er einer Dame unter etwas zweideutigen Redensarten Vorschlage einstimmig zu, nachdem noch Herr Noster die Richtigeinen folchen Bettel anbot, deren Begleiter er tros seines Augen- feit der Silbersteinschen Elendsschilderungen anerkannt hatte. Die Stadtverordneten delegierten dann in die Deputation die glases überschen zu haben schien. Dieser stellte den Herrn Studiosus fofort in sehr energischer Weise zur Rede. Es kam zu einer ziemlich die Herren Noster, Schmidt, Rahmig, Belß, Gröpler Genossen Dr. Silberstein, Wach und Ostermann, sowie heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden, in deren Verlauf und Mier. der Begleiter der Dame dem Studenten ein paar schallende Ohrfeigen r Straße Nach Verabschiedung einiger Straßen- und Wegesorgen wurden versezte. Zu seiner Bestürzung mußte letterer auch noch wahrnehmen, daß das Publikum tros dieser Verlegung seiner akademischen wegen der vorgerückten Zeit die übrigen Punkte des Tagesordnung Würde auf der Seite des anderen stand, und seine schneidige Heraus- bis zur nächsten Sigung vertagt. forderung Ihre Karte!" nur wenig Beifall fand. Der Herr, der der Ehre seiner Begleiterin auf diese Weise Genüge gethan zu haben glaubte, bestieg dann eine Droschte, um sich möglichst schnell aus Bieser für ihn unangenehmen Situation zu ziehen. che sie ihre Kinder fremden Leuten übergeben. Mit dem Abbruch des Konzertsaales des alten Konzerthauses ist jetzt begonnen worden, nachdem die Häuser Krausenstr. 46 bis 49, an welche der Saal grenzt, schon bis fast auf die Grundmanern niedergelegt worden sind. Für den Neubau des Märkischen Museums am Köllnischen Part in der Wallstraße wird gleich nach Pfingsten mit den Fundierungsarbeiten begonnen werden. Sternwarte mit dem Riesen- Refraktor gezeigt. Er ist so groß ge: Der Swiftsche Komet wird jezt allabendlich auf der Treptow worden, daß er fast das ganze Gesichtsfeld ausfüllt. Niedersetzung " Der Kriminalkommissar Bösel ist nunmehr, wie der„ Arme Conrad" mitteilt, zum Polizeirat in Rigdorf ernannt worden und siedelt demnächst dorthin über. -Im Moabiter Kriminalgericht machte sich gestern an verschiedenen Stellen eine Störung im Betriebe der Stadtbahn bemerkbar. Ju mehreren Sizungssälen fehlten Parteien oder Zeugen. Charlottenburg. Im städtischen Arbeitsnachweis Später kamen die Ausgebliebenen in fliegender Gile, um sich damit Dieser Beit 3298 Arbeitsgesuche- 2533 männliche und 765 weibliche find nach dem Bericht über das erste Halbjahr seines Bestehens in zu entschuldigen, daß sie auf der Stadtbahn liegen geblieben" seien. Es betraf das namentlich solche Personen, welche aus dem Osten eingeschrieben worden, denen 2053 offene Stellen- 1364 männ Berlins oder aus den Vororten kamen. Auf dem Bahnhofe Theater. Das Ostend Carl Weiß Theater bleibt heute liche und 689 weibliche gegenüberstanden. Besetzt wurden 1384 Friedrichstraße war an der Maschine eines in westlicher Richtung Sonntag geht dieses Ausstattungsstück zum erstenmale in Scene. wegen Vorbereitung zur Novität" Die rothe Mühle" geschlossen. Am Stellen, nämlich 1071 männliche und 313 weibliche, oder 68 Proz. fahrenden Zuges eine Feder gebrochen. Der Zug blieb daher liegen, Metropol Theater wird die Ziehrersche Operette„ Der schöne Rigo" 46 Proz. bei den weiblichen. maller angemeldeten Stellen 79. Proz. bei den männlichen und bis die auf dem Lehrter Bahnhofe stets unter Dampf stehende Reserve Sonntag zuerst gegeben. Nach Berufsarten verteilen sich die Maschine herbeigerufen war. Darüber vergingen immerhin volle besetzten Stellen wie folgt: männliche: 33 Hausdiener, 42 Kutscher, 3/4 Stunden. Während der Zeit saßen die Passagiere bei 28 Grad in der Philharmonie eröffnet. Es beteiligen fich an dem 755 sonstige ungelernte Arbeiter; weibliche: 212 Aufwärterinnen, Die Ausstellung für Krankenpflege wird heute Mittag 12 Uhr 2 Portiers und Wächter, 1 Schreiber, 238 Lauf- und Arbeitsburschen, Reaumur im Junern der Wagen dicht zusammengedrängt, 14 bis 9 Näherinnen und 15 Menschen in jedem Abteil und darunter saßen diejenigen, die Unternehmen etwa 450 Aussteller, und viele Anstalten, Institute, 4 Reinmacheſtellen, 17 Wäscherinnen, Fabritarbeiterinnen. Unter den männlichen Arbeitsnach Moabit" wollten, extra noch wie auf Kohlen, in steter Furcht, Behörden. England, Frankreich, die Schweiz und namentlich Dest- 71 Arbeiter wie Bäder, reich sind vertreten. Der Hauptteil der Ausstellung ist in dem suchenden befanden sich 65 gelernte Schlosser, Schuhmacher 2C., welche großen erneuerten Konzertsaale untergebracht. Der Besuch der Aus- Bildhauer, Drechsler, stellung wird am Eröffnungstage 1 M., sonst aber 50 Bf. fojten. " zu spät zum Termine zu fommen und Strafe bezahlen zu müssen. Jedenfalls keine beneidenswerte Situation. Die letztere Befürchtung hat sich nun allerdings nicht erfüllt, denn in den betreffenden Fällen wurde die vorgebrachte Entschuldigung für ausreichend erachtet. Gegen den geplanten geschlichen Ladenschluß haben die Tabat- und Cigarrenhändler, die in ihrer Mehrheit befanntlich die eifrigsten Gegner derartiger gesetzlicher Maßnahmen sind, die Absendung einer Protestresolution beschlossen. In der Kundgebung heißt es:" Wenn demnach der Entwurf des Bundesrathes, den gesetzlichen Ladenschluß betreffend, wider Erwarten Gesez werden follte, so bitten die Versammelten 2c., die Cigarrenhändler wenigstens von der Konkurrenz der Gastwirte, Automatenbefizer 2c. befreien zu wollen. Zu diesem Zwecke bitten wir dringend ein Gesetz zu erlassen, wonach es den genannten Konkurrenten bei empfindlichen Strafen verboten wird, in den Stunden an den Wochen- und Sonntagen, wo die Cigarrenhandlungen geschlossen sein müssen, Tabak- und Cigarren fabrikate überhaupt zu verkaufen." Das bekannte Lokal ,, Schloß Weißensee", über das in den letzten Jahren allerhand Stürme hinweggebraust sind, ist nunmehr renoviert und mit allem Komfort der Neuzeit", das heißt mit elektrischen Scheinwerfern, Specialitäten und Wujiftapellen versehen, Hoffentlich geht das wieder dem Verkehr übergeben worden. Etablissement, das der Bevölkerung des Nordens häufig als Ausflugsziel dient, nunmehr ruhigeren Zeiten entgegen. Aus den Nachbarorten. in ihrem Fach keine Arbeit finden konnten, und deshalb andere Beschäftigung für ungelernte Arbeiter durch den städtischen Arbeitsnachweis suchten. Wie wir bereits früher mitgeteilt haben, ist der Arbeitsnachweis auch mit der Landwirtschaftskammer der Provinz Brandenburg in Verbindung getreten, um die im städtischen Arbeitsnachweis fich meldenden landwirtschaftlichen Arbeiter direkt der Landwirtschaftskammer zu überweisen, bei der stets eine große Anzahl offener Stellen vorhanden ist. Nennenswerte Resultate sind in Dieser Beziehung bisher noch nicht erzielt. Weiter flagt der Bericht darüber, daß die größeren Arbeitgeber dem Institut kein genügendes Interesse entgegengebracht und von der Einrichtung fast gar keinen Gebrauch gemacht haben. 4 Feuerbericht. In der Nacht zum Freitag wurde die Feuerwehr kurz hintereinander nach drei verschiedenen Brandstellen gerufen. An der Ecke Müller und Ofenerstraße war in einem Pferdebahnwagen eine Lampe explodiert, doch konnte das dadurch entstandene Feuer ausgegossen werden, bevor die Feuerwehr anfam. Im Kampfe mit Polizei und Verwaltungsbehörden. Den Eine Alarmierung nach Gipsstr. 2 betraf einen Dachstuhlbrand Gastwirt Frenzschen Eheleuten in Neu- Weißenfee war auf im rechten Seitenflügel. Die Feuerwehr hatte längere Zeit Waffer Antrag des dortigen Amitsvorstehers durch einen Entscheid des Kreiszu geben, um das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Kurz ausschusses die Ausübung der Schankkonzession entzogen In der Sektionsversammlung der Sektion I der nordöstlichen darauf entstand Kraut str. 39 in einer Schlosserei ein Brand, worden. Ueber die den Beklagten von seiten des Antragstellers zur Baugewerts Berufsgenossenschaft für Berlin, Char- der aber noch im Entstehen beseitigt werden konnte. Donnerstag Last gelegten Verfehlungen, die die Entziehung der Konzeſſion rechtlottenburg, Schöneberg, Nirdorf, Tempelhof, Stegliz, Groß- Lichter- abend mußte Gneisenau str. 89 ein Zimmerbrand abgelöscht fertigen sollten, wurde vorgestern vom Bezirksausschuß zu Potsdam, felde, Deutsch- Wilmersdorf und Friedenau sind folgende Unternehmer werden, der Möbel, Kleidungsstücke und Betten zerstörte. 3wei an den fich die Beklagten gewandt hatten, Betveis erhoben. Der neu resp. wiedergewählt für die Zeit vom 1. Oftober 1899 bis Alarmierungen nach in den str. 25 und Münchebergerstr. 22 früher in Weißensee stationierte Oberwachtmeister naak, der 30. September 1901: A. Rats- Maurermeister W. Vollmer, Klopstock waren auf unterdrückten Rauch zurückzuführen. Außerdem hatte die Hauptzeuge in dieser Sache, bekundete folgendes: Bei seiner im Juni straße 5, erster Stellvertreter des Vorsitzenden; Maurermeister B. Sartig. Feuerwehr Königin August a str. 41 noch ein Schadenfeuer in 1895 erfolgten Versetzung nach Weißensee sei ihm vom Amtsvorsteher Weißenburgerstr. 28, als dritter Stellvertreter; Hof- und Amts- einer chemischen Fabrit für Beleuchtungswesen abzulöschen, wobei Feldtmann der Auftrag geworden, das Frenzsche Lokal( Restaurant Bimmermstr. Hertling, Charlottenburg, Berlinerstr. 141, Hof- Steinmetz- zwei Rohre in Thätigkeit treten mußten. Sängerheim) unter sorgfältiger Observation zu halten, da die Ins meister Schilling, Mödernstr. 52, als Beisiger; Amts- Maurer mstr. Gerhaber desselben schon oft wegen Ueberschreitung der Polizeistunde in hardt, Charlottenburg, Leibnizstr. 13, Zimmermftr. Többice, Huttenstr., Strafe genommen seien. Anfänglich habe er nichts Ungefeßliches Steinmegmeister O. Plöger, Südufer 34, Malermeister Prieg, wahrgenommen. Um den in diesem Lokal hauptsächlich Sebastianstr. 22, als Beisiger- Ersaßmänner. B. Architekt Gansow, verkehrenden Socialdemokraten teine Gelegen Schöneberg, Neue Winterfeldtstr. 45, als Schiedsgerichts- Beisiger; Rigdorf. Die Stadtverordneten Versammlung heit zu Klagen über Parteilichkeit zu geben, sei Architekt Döbler, Charlottenburg, Kurfürstendamm 28, Architekt hatte vorgestern drei Mitglieder in die Schuldeputation zu delegieren. jetzt auf seinen Antrag die Polizeistunde für das Lokal auf 12 Uhr Witting, Schmidstr. 7a, als erster bezw. zweiter Schiedsgerichts- Rechtsanwalt Abraham erflärte sich gegen die von der Vorbereitungs- das sei die Polizeistunde für jedes anständige Lokal feit Heisiger Stellvertreter; Maurermeister C. Bredereck, Ottostr. 3, fommission neben Sander vorgeschlagenen Herren Mier und Engel- gesetzt worden. Vors.: Was, Socialdemokraten verkehren Maurermeister Müller, Wiclefstr. 21, als erster bezw. zweiter hardt. Angeblich erscheint ihm deren Wahl bedenklich, weil sie da? 8euge: Ja, auch andere Leute, aber meistens SocialStellvertreter. schon drei ständigen Deputationen angehören. Regerau giebt demokraten. Am 4. Mai 1896 ist der Gastwirt Frenz um Vers darauf namens der socialdemokratischen Fraktion eine Erklärung längerung der Polizeistunde bis 2 Uhr nachts eingekommen, da anWarnung vor galizischen Anpreisungen. In den Zeitungen etwa folgenden Juhalts ab: Auf der Vorschlagsliste fehle jetzt der geblich in seinem Lofale eine Geburtstagsfeier stattfinden sollte. finden sich häufig Anzeigen galizischer Händler, worin Butter Socialdemokrat Ostermann, nachdem er in der vorigen Im Laufe des Tages ist jedoch auf dem Amtsbureau eine Karte einund Honig zu ungewöhnlich billigen Preiſen angeboten werden. Sigung der Versammlung präsentiert worden sei. Inzwischen sei gelaufen, durch welche mitgeteilt wurde, daß am Abend im Lokale Besteller derartiger Waren machten nun wiederholt die Erfahrung, nämlich der Kommission der Ministerialerlaß vorgelegt worden, wo eine Versammlung von Metallarbeitern der Schönheimer'schen Fabrik daß sowohl die Butter als auch der Honig gänzlich verdorben nach Schuldeputations- Mitglieder der Bestätigung bedürften und die stattfinden werde, um über die in genannter Fabrit vorgekommenen und für Nahrungszwede untauglich waren. Da die gerichtliche VerBestätigung den Socialdemokraten zu verweigern sei. Ueber Maßregelungen wegen der Feier des 1. Mai zu beraten, also es folgung der im Auslande wohnenden Händler mit Weiterungen legteres könne mant Hur den Kopf schütteln, denn ein follte eine politische Versammlung stattfinden. Die Karte selbst verknüpft ist und die Abnehmer daher unter Umständen empfind- einzelner Socialdemokrat könne doch nicht gegenüber einer stammte jedenfalls aus der Fabrik selbst, von wem weiß ich nicht. lichen Schaden erleiden können, muß vor dem Bezug der genannten Majorität von acht Personen seine Anschauungen zum Durchbruche Bei der am Abend behufs Auflösung der Versammlung vorWaren von unbekannten, im Auslande wohnenden Händlern gewarnt bringen. Die Vertretung der 3. Wählerabteilung, d. H. die Vertretung genommenen Kontrolle ist aber von einer Versammlung nichts zu des weitaus größten Teils der Bürger Nixdorfs protestiere püren gewesen. Um der Sache auf den Grund zu gehen, ist anderen Die letzte Duellprügelei. Drollig liest sich eine Mitteilung energisch gegen einen Erlaß, der die Gewählten in solche Tags ein Gendarm beauftragt worden, in der Fabrik zu recherchieren der Deutschen Tageszeitung":" Zu dem Zweikampfe, der vor erster und zweiter selasse einteile und der der Ungerechtig- und dort ist demselben durch 4 Zeugen bestätigt worden, daß thatsächlich gestern Morgen in der Nähe von Schlachtensee ausgefochten wurde, keit des Dreiklassen- Wahlsystems ein neue Ungerechtigkeit hinzufüge. abends vorher eine Versammlung stattgefunden hat. Die Behandlung erfahren wir weiter, daß die beiden Gegner ein hiesiger Arzt Dr. K. Die Ministerialverfügung verstoße übrigens nicht nur gegen die Städte- welche Zeuge bei dieser am 4. Mai stattgehabten Revision von und ein Industrieller 2. aus der Provinz waren. Die Bedingungen ordnung, sondern auch gegen die Verfassung. Sie erinnere an feiten des Wirtes erfahren haben will, sei feine schroffe oder uns des Kampfes waren dadurch gemildert(!), daß man mit aus- russische Zustände, und ihr gegenüber nehme fich das Loblied anständige gewesen. Als jedoch hierauf die Polizeistunde von 12 Der erste Gang blieb ohne Erfolg; im auf sonderbar geschraubtem Visier schoß. die Selbstverwaltung gar aus, das erst auf 10 Uhr herabgesetzt worden sei, wäre den revidierenden Polizeis zweiten Gange traf Dr. K. seinen Gegner in die Brust. Der vor wenigen Wochen der Regierungspräsident vor den Rirdorfer Organen eine Kontrolle fast zur Unmöglichkeit geworden, da den Verwundete wird in einer hiesigen Privatklinik behandelt. Dr. K. Stadtverordneten angestimmt habe. Da nun die Wahl Ostermanns Beamten in der schroffsten Weise entgegengetreten worden sei. Zus und 2. gehören im Reserveverhältnis beide der Armee an, K. als unwahrscheinlich geworden sei, so hätten die Socialdemokraten auf dem hätten sich zu jener Zeit in diesem Lotal Vereine konstituiert, Sanitätsoffizier, der Industrielle als Offizier, und find alte Herren die Aufstellung eines eigenen Kandidaten unter der Bedingung ver- nach feiner Ansicht nur zu dem Zweck, den Beklagten die Umgebung eines Korps von einer Provinzial- Universität." zichtet, daß der ihnen genehme Kommissionsvorschlag der Polizeistunde zu erleichtern. Die Bildung dieser Vereine fet werden. Panoram en. Urania. namentlich auf Anregung des F. erfolgt. Eine Revision wurde jest jest gelungen, die Erlaubnis zu erlangen, daß eine Dame an einem I handlung. Unter den Linden 1, Ede Pariser Blas. Täglich 10-7, Sonne bon seiten der Beklagten nicht mehr gestattet unter Berufung darauf, Vortragsabend im Verein spricht. Bekanntlich ist verschiedene Jahre tags 10-3. daß geschlossene Gesellschaften ihre Sizungen abhielten. Bibliothet, Königl. Amt Opernplay. Besichtigung hintereinander die Erlaubnis, daß eine Dame im socialwissenschaft- Montag und Freitag 1-2. Botanischer Garten. Potsdamers Der nun vernommene Stellvertreter des Amtsvorstehers be- lichen Verein redet, nicht erteilt worden. Der Rektor der Berliner Straße 75. Täglich vb. 8-7 und jeden zweiten Sonntag im Monat v. 2-7. fundete, daß sich die Beklagten in letzter Zeit anscheinend gebessert( 1) Universität, Professor Waldeher, hat nun doch seine Einwilligung und Donnerstag 3-6. Unentgeltlich. Botanisches Museum. Grunewaldstr. 6-7. Montag hätten. gegeben, daß Fräulein Marie Mellien am 30. Juni über woch Vormittag Hauptverkehr.) Besichtigung des Viehhofs frei, der Schlacht3entral Viehhof. Eldenaerstraße.( Mitt Der Rechtsbeistand der Beklagten, Rechtsanwalt Leopold Meyer, Gefangenenfürsorge" spricht. bemerkte furz, daß die Beklagten hinsichtlich der Vereine ohne höfe gegen Karten, die man im Verwaltungsbureau erhält. Hygiene Zweifel im guten Glauben gehandelt hätten. Er bitte, die Klage London. Die Liberale Föderation der Frauen, eine rein politische Wochenäglich 9-11 it. 1-4. Ein Frauen- Parlament tagte vom 10. bis zum 13. d. M. innstitut f. Glasmalerei, Königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 9. Museum. Klosterstr. 32/35. Sonntag 12-6, Dienstag u. Freitag 10-2. abzuweisen. Kunstgewerbe Museum. Prinz Nach kurzer Beratung wurde vom Bezirksausschuß dem Ent- Organisation, die 82000 Mitglieder zählt, hielt ihre General- Albrechtstraße. Täglich, außer Montag und die ersten Feiertage sowie Char scheide des Kreisausschusses beigetreten, da durch die verschiedenen Bersammlung ab, an der sich über 800 Delegierte beteiligten. Da freitag, Himmelfahrt und Bußtag, 9-3, Sonntag. 12-6. Märkisches feſtgeſtellten Uebertretungen anzunehmen fei, daß von den Beauch auf das ganze politische Leben bedeutenden Einfluß ausübt, so tag und Donnerſtag 11-2 diese große Vereinigung nicht nur auf die jeweiligen Wahlen, sondern Provinzial Museum. Breitestr. 20a. Sonntag von 11-12, Montlagten der Völlerci(!) Vorschub geleistet werde. Museum( alt und neu). Am Lustgarten. Museum der Land: Für die Arbeiterschaft gilt es zu zeigen, daß stärker als iſt es nicht uninteressant, die von der Generalversammlung an- Besuchsordnung siehe Kunstgewerbe- Muſeum. wirthschaftlichen Hochschule. Invalidenstr. 44. Werttäglich, außer zu lernen. alle diese Maßnahmen das Band der Zusammengehörigkeit sich genommenen Resolutionen kennen Einige erweist; nur dies allein ist im stande, auch ein solches polizeiliches welche die Föderation verpflichten sollte, der hatten die Annahme einer Resolution beantragt, Invalidenstr. 43. Sonnabend, 12-2, Sonntag 12-6. Delegierten Museum für Naturkunde. Montag und Sonnabend 11-3, Sonntag 12-6. Vorgehen zu paralisieren. nur für solche Museum für Völkerkunde. Königgrägerstr. 120. Besuchsordnung liberalen Kandidaten zu die das Versprechen. Kunstgewerbe- Museum. Museum Deutscher Voltstrachten. Daß mit der Prügelaffaire der Schwester Karola im abgeben würden, für das Frauenwahlrecht einzutreten. Trotzdem Klosterstr. 36. Tägl. außer Mittwoch 11-2. Eintritt 50 Pf. National: katholischen St. Joſefswaisenhause zu Potsdam der Selbstmord des nun sämtliche Mitglieder Anhänger dieser Forderung der Frauen- Gallerie. Museumstraße. Sonntag 12-6, Dienstag b. Sonnabend 10-3. Rehrers der dortigen katholischen Knabenschule Carl Hoffmann bewegung sind, wurde die Resolution doch abgelehnt und zwar mit Banoptikum( Castan, Friedrich- und Behrenstr.- Ede). Tägl. 9-10. in Beziehung stehen soll, haben wir bereits gemeldet. Der König- dem Hinweis darauf, daß sie Spaltungen erzeugen und die liberale 1. Herwarthstr. 4, 2. Bahnhof Alexanderplatz, 3. An der Moltkebrücke, Passage Panoptikum. Unter den Linden 22. lichen Staatsanwaltschaft ist nun der„ Potsd. Korr." zufolge ein Partei schwächen könnte, auch sei die große liberale Sache mit ihren 4. Bachstr. Tägl. 9-8,- Porzellan Manufattur, Königl. voir Hoffmann vor Ausführung seiner Verzweiflungsthat geschriebener vielen bedeutungsvollen politischen Tagestämpfen wichtiger, als diese Wegelyfir.( Thiergarten). Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr. Rath: Zettel, der bei ihm vorgefunden wurde, eingereicht worden. Derselbe momentan nicht im Vordergrund des Interesses stehende Frauenfrage. Ha u 3. Tägl. außer Donnerstag und Freitag 11-3.( Thurm tägl. 20 Bf.) beginnt mit den Worten:" Ich habe mich einer Lüge schuldig gemacht" Bezeichnend für die Haltung der liberalen Frauen war die Annahme Rauch Museum. Klosterstr. 76. Außer Sonntags 10-4. Reichs: und läßt sich dann weiter über Striemen 2c. aus, die der Verstorbene einer Resolution, wonach der Einführung aller Gesetze, Postmuseum. Leipzigerstr. 15. Tägl. 11-2, außer Mittwoch und Sonnwahrgenommen hat. Von großem Ehrgefühl getrieben, hat Hoff- welche die Frauenarbeit allein einschränken, Widerstand zu abend, Sonntag 12-2.- Reichstag. Besichtigung Wochentags 8 bis mann leider- Hand an sich gelegt, so daß dadurch für den in zweiter leisten sei. Nur einer für Männer und Frauen gleichen außer Sonnab. 10-2, Sonnt. 12-3.- Schulmuseunt. Stallschreiber Ruhmeshalle( Zeughaus). Tägl. 91/2, Sonntags 2-4. 50 Pf. Instanz schwebenden Prozeß gegen Schwester Karola und den Wärter Arbeiterschutzgesetzgebung sei zuzustimmen. Nur wenige Dele- ftraße 54. Sonntags 11-1, Mittwochs 3-4, Sonnabends 3-6. Tech: Bastian ein jedenfalls sehr gewichtiger Zenge nicht mehr vorhanden gierte stimmten gegen diese Resolution, die der bisherigen nische Hochschule, königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 151. Gips ist. Die sonst bei Selbstmorden so sehr skrupulöse katholische Geist- Stellungnahme der liberalen Frauen in dieser Frage durchaus ent- museum Sonnabend 10-12. Beuth- Schinkelmuseum Dienstag u. Donners lichkeit hat angesichts dieses traurigen Falles aus sehr naheliegenden spricht. Sie haben mündlich und schriftlich mit großem Eifer gegen tag 10-12, Mittwoch 12-3. Architektenmuseum Montag und Freitag Gründen ihre Beteiligung bei der am Mittwoch erfolgten Beerdigung die Verkürzung der Arbeitszeit der Frauen, gegen ihre Ausschließung 10-3, Dienstag und Donnerstag 12-3, Mittwoch 10-12. Hoffmanns nicht abgelehnt. Der sehr beliebte junge Lehrer wurde aus gesundheitsgefährlichen Betrieben und gegen die Festlegung einer Taubenstraße und Invalidenstraße. 3oologischer Garten. mit allen firchlichen Ehren und unter Beteiligung der gesamten Schutzzeit für Schwangere und Wöchnerinnen plaidirt und sind dabei Lehrerschaft Potsdams, des Potsdamer Männergesangvereins 2c. des Glaubens, das Interesse der Arbeiterinnen zu vertreten. Sie ersten im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, Abends 8 Uhr. UnentBerliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem bestattet. wollen den Frauen die Freiheit zu arbeiten" nicht nehmen lassen, geltlicher Nath wird ertheilt: In Spandau beschloß die Stadtverordneten- Versammlung nach ohne zu bedenken, daß sie gleichbedeutend ist mit der Freiheit, ausheftiger Debatte den Ankauf des Geländes der ehemaligen Schloßfächlich im Auge haben, beweist die Annahme einer anderen Regebeutet zu werden. Daß sie die Interessen der Arbeiterinnen thattaserne für 375 000 M. zum Bau eines neuen Rathauses. solution, die sich mit der Ausdehnung der Gewerbeaufsicht auf die Mit der offiziellen Seelsorge ist es doch eine eigentümliche Heimarbeit beschäftigt. Dieselbe fordert, daß jeder Naum, Sache. Wenn schon der Staat sich berufen glaubt, für das Seelen- in welchem eine oder mehrere Personen einer gewinnbringenden heil seiner Angehörigen zu sorgen, so wäre doch nichts natürlicher, Beschäftigung, die als Heimarbeit bezeichnet werden kann, nachgehen, als daß man einer Gemeinde nur solchen Seelenhirten giebt, der der Inspektion unterstellt werde. In der Debatte wurde von das Vertrauen der ihm überwiesenen Gemeinde befigt, denn nur Gegnerinnen der Resolution geltend gemacht, daß durch solche Maßunter dieser Vorausjegung wäre eine seelsorgerische Thätigkeit mög- nahmen die Heimarbeiter und Arbeiterinnen noch mehr als bisher lich. Nun haben zwar die Kirchengemeinden ein wenn auch in die Fabriken gedrängt und die Familie aufgelöst werde. Eine sehr beschränktes Wahlrecht hinsichtlich der Anstellung ihres andere Resolution, die nur gegen zwölf Stimmen angenommen Geistlichen. Dagegen scheint es fast unmöglich, daß eine Ge- wurde, verlangte die Schließung der Schanklolale an Sonn- und meinde ihren Pastor, wenn dieser das Vertrauen der Gemeinde- Feiertagen. Auf diese Weise soll wahrscheinlich der durch die vorige glieder nicht mehr besigt, wieder los werden fant. Ein sprechendes Resolution herbeigeführten Auflösung der Familie Einhalt geboten Beispiel dafür bietet unser Nachbarort Lichtenrade. leber werden, indem der arme Mann gezwungen wird, die Ruhetage in die Ursachen des Gegensatzes zwischen dem Prediger klein seinem gemütlichen Heim" dem Keller oder dem Dachſtübchenund der Gemeinde haben wir berichtet. Seit langer Zeit zuzubringen! gehen die Lichtenrader nicht mehr in die Kirche ihres Ortes, fondern wandern, um ihre religiösen Bedürfnisse zu befriedigen, in die Nachbargemeinden. Die einzigen Besucher der Kirche zu Lichtenwalde find die Dienstboten des Pfarrers, und die Knechte und Mägde eines noch zu dem Pastor haltenden Bauerngutsbesizers. Braunschw. Landesztg." noch folgendes: Der Schneider Boffe, der Ueber die Brandkatastrophe in Braunschweig berichtet die Man ist im Dorfe übrigens der Meinung, daß diese Kirchgänger aus der 4. Etage in den Hof herabsprang, ist in der Nacht im nicht aus eigenem Antriebe die Predigt besuchen. Für die Sorge Krankenhause gestorben. Die gleichfalls herabgesprungene Schneiderin um das Seelenheil dieser wenigen Personen bezieht Pastor Klein Emma Müller liegt mit schweren Verlegungen in ihrer Wohnung ein so hohes Einkommen, wie es viele der größten Gemeinden Außerdem werden, wie bereits telegraphisch gemeldet, folgende fünf ihren Geistlichen nicht zahlen können. Außer dem ansehnlichen Schneiderinnen vermißt und sind, wie leider wohl mit Sicherheit Gehalt steht dem Pfarrer die Nuznießung des sogenannten anzunehmen ist, in den Flammen umgekommen; Paula Trippler, Priesterlandes zu. Dasselbe wird neuerdings mehr und mehr als Backhofstraße 35, Meta Schulz, Schöppenstedter Straße 32, Marie Bauterrain verwertet und wirft demgemäß einen weit höheren Becker, Alte Waage 21, Gisbeth Ruthemann, Hauptbahnhof, Weizen Nuzen ab, als früher, wo man es als Ackerland verpachtete. Die Frieda Jordan, Gliesmaroderstraße 46. - Vermischtes. Im Norden Berlins: Für Unfall, Juvaliditäts- und AltersR. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr Abends. 8. Pieicher, versicherung Abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerſtr. 36, v. 3 Tr. Gartenstr. 55, v. 2 Tr. G. Simanowski, Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr Abends. Abends. P. Reimann, Bellermannftr. 83. J. Krause, Gartenstraße 13, A. Voigt, Wiesenstraße 41/42. G. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr 2. sing. part. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerstraße 58. F. Trapp, Schwedenstr. 14, von 7 bis 8 Uhr Abends. W. Moys, Swinemünderstr. 64, vorn linfer Aufgang. Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr.- Für Unfall, Invaliditätsund Altersversicherung: A. Schütz, Holzmarktstr. 60 I. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: versicherung: W. Kühne, Pfuelstr. 1. Schalthoff, Michaeltirchstr. 18. Nur für Invaliditäts- und Alters: I'm üben: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelmaier, Grimmstr. 39. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsstr. 44. Im Nord- Westen: Für Unfall, Juvaliditäts- und Altersversicherung: M. Stephan, Curhafenerstr. 2. Nur für Invaliditätsund Altersversicherung: R. Rehbein, Rostockerstr. 43. C. Guse, Rostockerstr. 43. Im Nord- Osten: Nur für Unfallversicherung: G. Löffler, straße 8, II lints. Wadzechstr. 15, vorn part.( Abends 8 Uhr). G. Günther, GreifswalderIm Zentrum: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Bei fämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit A. Sattler, sel. Hamburgerſtr. 2, Marktpreise von Berlin am 18. Mai 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 16,00 14,90 Schweinefleisch Roggen *) Futter- Gerste Hafer gut 1 kg " 15,00 13,90 Kalbfleisch 1,60 1,10 1,80 1〃 " 13,30 12,60 Hammelfleisch 1,60 0,90 " 15,60 15,10 Butter " mittel gering 15, 14,50 Gier 60 Stück 14,40 14, Karpfen 1 kg Nichtstroh 3, " Sent Erbsen Speisebohnen 4,32 3,50 Aale 2,602, 3,60 2,20 2,- 1,20 1,40 2,60 1, " 25, 7,10 4,30 Bander 40, Hechte " 2,20 1,20 " 50, 25, 70, 30, " 6, " 4- Schleie Barsche " 1,60 0,80 3,50 1,20 Bleie 1,20 0,80 1,60 1,20 Strebse per Schock 12, 2,50 1,20 1, Notierungsstelle- und ungerechnet vom Polizeipräsidium Die verlegte Schneiderin Lichtenrader Pfarre ist also sehr einträglich und die Gemeinde- Emma Müller hat einen doppelten Beinbruch, eine Verstauchung Angehörigen find überzeugt, daß sie bei eintretender Vakanz nicht des anderen Beines, eine schwere Verlegung des Rückgrats und einen Augenblick ohne Seelsorger bleiben würden. Aber sie können, des Kopfes erlitten. Außerdem sind noch verschiedene Personen mit wie gesagt, den Pastor, den sie so wenig leiden mögen, mehr oder weniger schweren Verlegungen durch Samariter vom Plage nicht los werden. Alle Versuche, die nach dieser Richtung getragen worden. Feuerwehrleute haben trotz ihres unerschrockenen an zuständiger Stelle gemacht worden worden sind, haben keinen Vorgehens an die gefährdetsten Stellen erhebliche Verlegungen nicht Erfolg gehabt. So hat denn der größte Teil der biederen erlitten. Bemerkt sei, daß auch die Sprungtücher zur Stelle waren Lichtenrader, obgleich sie nichts weniger als Umstürzler, sondern und daß verschiedene Personen mit deren Hilfe gerettet worden sind. †) Linjen gläubige Christen und gute Patrioten sind, ihren Austritt aus der Nach den Schilderungen von Geschäftsangestellten muß die Lage der in den Rindfleisch, Keule 1 kg Kartoffeln, neue Landeskirche angemeldet, weil diese ihnen gegen den Willen der oberen Stockwerken Befindlichen sofort nach dem Ausbruche des do. Bauch Gemeinde einen Geistlichen beläßt, den sie die Sorge um ihr Seelen- Brandes schon eine fast verzweifelte gewesen sein. Die Schneider, *) Ermittelt pro Tonne von der Centralfielle der Preuß. Landwirtheil nicht mehr anvertrauen wollen. So wird also die Gemeinde die int obersten Stockwerke arbeiteten, versuchten, sobald sie den schaftskammer Lichtenrade bald eine Herde ohne Hirte, und Pastor Klein ein Hirte Feuerlärm hörten, die Thür zu gewinnen, fanden aber sowohl für den Doppel- Centner. ohne Herde, aber mit reichem Einkommen sein. diese, wie die Wandbekleidungen des Treppenhauses bereits in †) Kleinhandelspreise. Aus Alt- Glienicke wird uns berichtet: Auf eine nicht gerade hellen Flammen stehend und mußten daher den Weg über das Produktenmarkt vom 19. W a i. Weizen notirte 1 M., Roggen sehr vornehme Weise führt der hiesige Prediger Jieler der evan- Dach nehmen. Einzelne Angestellte behaupten, daß eine Not- 0,50 7. höher. Hafer und Mais behauptet. Rüböl anzichend. Am gelischen Kirche neue Schäflein zu. Es schmerzte ihn, daß von den thür verschlossen, und als es endlich gelungen wäre, sie 70 er Ware, die mit 40,10 m.(-0,20 m.) Stäufer fanden, 50er Spiritus Spiritusmarkt herrschte weniger Kauflust. Angeboten waren 80 000 Liter vier Kindern unseres Parteigenossen R. drei nicht getauft waren, aufzubrechen, die dahinter liegende Nottreppe durch aufwurde nicht gehandelt. Am Terminmarkt sind die Preise für Mai und und daher machte er sich auf, um zunächst den Vater zu bewegen, gestapelte Warenvorräte unpassirbar gewesen September gut behauptet. an seinen Kindern die firchliche Ceremonie vollziehen zu lassen. Der lei. Die unter den Vermißten aufgeführte Meta Schulz Kartoffelfabrikate. Berlin, 19. Mat. Feuchte Kartoffelstärke Vater sah den Zweck einer solchen Formalität nicht ein und wies ist von Augenzeugen neben dem Schneider Bosse in einem per 100 Kilogramm 10,30 M. Prima trockene Kartoffelstärte per 100 Stilo den Prediger kurz ab. Dieser ließ nicht locker und wandte sich nun- Fenster des vierten Stodes gesehen worden, als dieser den gramm 20,60 M., do. Supra 21,25 M., do. Sekunda 16-18 M. Prima mehr an die Gattin unseres Genossen R. Hier hatte der Mann Gottes Sprung in die Tiefe wagte, der ihm den Tod brachte. Das un- Startoffelmehl per 100 kilogramm 20,60 Mr., do. Supra 21,25 W., do. Sekunda mehr Glück; nach einigem Sträuben willigte die Frau ein und ließ glückliche junge Mädchen konnte sich nicht zu dem Sprunge enthinter dem Rücken ihres Mannes die Taufhandlung an den Kindern schließen und fiel rücklings in das brennende Gebäude zurück. vollziehen. Natürlich mußte unser Parteigenosse nach einiger Zeit Am anderen Morgen erschienen die Angehörigen der Verdoch davon erfahren und somit ist itun erreicht worden, mißten auf der Brandstätte und suchten verzweiflungsvoll Sicherdaß das Einvernehmen zwischen Mann und Frau recht von Grundheit über das Schicksal ihrer Lieben zu erhalten, die ihnen aber aus zerstört worden ist. Es geht doch nichts über die von frommer einstweilen niemand zu geben vermochte. Seite geübte Festigung des Familienlebens! 16-18,50 m. Witterungsübersicht vom 19. Mai 1899, morgens 8 1hr. Um 10 Uhr stiegen Stationen Feuerwehrmannschaften in die Brandruine hinauf, um im obersten Stock nach den Leichen der Vermißten zu suchen, die schließlich in einer Ecke des Dachgeschosses zusammengekauert und schrecklich verkohlt aufgefunden wurden. Unter den Rädern eines fahrenden Eisenbahnzuges wurde in Eberswalde ein Mitglied des Vereins deutscher Jäger hervorgezogen, der nach dorthin einen Ausflug gemacht hatte. Der Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd ,, Barbarossa", Nimrod tam verspätet auf den Bahnsteig und wollte in der Eile auf das Trittbrett eines gerade in der Abfahrt nach Berlin be- der Donnerstag nach dem Hafen von New York zurückkehren mußte, griffenen Zuges springen, glitt aber aus und stürzte so unglücklich, weil Fener im Vorderraum ausgebrochen war, hat die Quarantänedaß er mit beiden Beinen auf das Geleise und zwischen die Räder station verlassen und ist die obere Bucht hinaufgegangen. Das Feuer des Personenwagens zu liegen fam. Der Bahnhofsportier Mayer wurde von der Mannschaft selbst bewältigt. Die Labung im Border sprang indessen im legten Augenblicke der Gefahr hinzu und befreite raum muß gelöscht werden. Ju Züllichau ist der Winkelfonfulent Hemmerling wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet worden. Der Mann steht bereits in den sechziger Jahren. Barometer stand mm Wind: Swinembe. 763 Hamburg 763 S Berlin 764 SO Wiesbaden 766 NO München 76823 Bien 767Still Bunz Windstärke Wetter ம் Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer Wind richtung aparanda 759 Still Windstärke Wetter Temp.n.G. 4htb.bed. 19 361b.bed. 17 Petersburg 762 WNW 2bedeckt 3beiter 19 Cort 753S 1wolfen! 16 Aberdeen 755 S 3wolfen! 17 Paris wolfent 14 wolfig 9 767 SM 8 Regen 12 3hlb.bed. 12 25th.bed. 14 Wetter Prognose für Sonnabend, den 20. Mai 1899. Ziemlich heiter, etwas kühler bei mäßigen südwestlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Schwabe und Oestreicher Stockholm 1. Nur ähnlich: Die nähere seit 1850 zulässig und wird selten in Arbeiter- Versammlungen unterlassen. Darlegung, muß aus Raumrücksichten unterbleiben. 2. Ueberwachung ist 999. Fischer. Nein. mit einem wuchtigen Ruck den Gestürzten aus seiner Lage- knapp Der Gefangenen- Aufseher Nehrenheim vom Untersuchungseine Sekunde später und dem Verunglückten wären beide Beine abgefängnis in Hamburg, der wegen Verdachts von Durch gefahren gewesen. Als Dank für diese Rettung überwies der Nimrod stechereien zum zweitenmal verhaftet worden war, hat in der Nacht seinem Verein und seinem Lebensretter ein Geldgeschenk von je zum Mittwoch in seiner Zelle seinem Leben durch Erhängen ein Ende hundert Mart. gemacht. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau und sieben Kinder. In Lüdenscheid stürzte bei dem Abbruch eines Hauses dieses ein, wobei drei Arbeiter tödlich verlegt wurden. Aus Swinemünde wird berichtet: Bei einem Zusammenstoß in der juristischen Sprechstunde mit etwaigen, das Mädchen betreffenden A. Dr. Soweit ersichtlich, ist der Vormund im Recht. Sprechen Sie mit dem Dampfer" Gustav Falt" in der Hafeneinfahrt sank das Papieren vor. Aus der Frauenbewegung. 2. S. 103. Verjährung liegt nicht vor. Der Vormund Fischerboot der Fischer Beise und Burow; beide stürzten ins Wasser soll sich vom Vormundschaftsgericht bescheinigen lassen, daß das Kind nicht Welchen Wert hat die Bildung für die Arbeiterin? Ueber und ertranten trog aller Rettungsversuche, die vom Dampfer im stande ist, die Kosten des Prozeſſes zu tragen. Sodann soll der Vormund unter Ueberreichung dieses Attestes die stlage beim Amtsgericht an dieses Thema hielt vor einiger Zeit Wally Bepler einen an- aus angestellt wurden. A. 3. Nein. regenden Vortrag in dem neugegründeten hiesigen Arbeiterinnen- Aus Furcht vor einer ihn wegen schwerer Mißhandlung seines strengen und Bewilligung des Armenrechts beantragen. Nr. 99. Es giebt keine gefeßlich verbotenen oder geseßlich erlaubten Bildungsverein. Der wohldurchdachte, formvollendete Vortrag fand Knechtes drohenden Strafe erhängte sich der Bauerhofsbefizer Wilte Spiele. Die gefeßliche Bestimmung geht dahin:„ Der Inhaber eines großen Beifall, und um ihn auch weiteren Frauenfreisen zugänglich in Pribslaff. offentlichen Versammlungsorts, welcher Glücksspiele baſelbſt geſtattet über zu machen, hat sich die Dame entschlossen, ihn drucken zu lassen und In Bozen ist der N. Fr. Pr." zufolge der Referendar am zur Verheimlichung solcher Spiele mitwirkt, wird mit Geldstrafe bis zu in Broschürenform herauszugeben. Diese Broschüre ist jetzt im Kriminalgericht und Sefonde- Leutnant in der Reserve, Boguslav 1500 m. bestraft." Was Glücksspiel" ist, besagt das Gefeß nicht, ist viel Verlage der Buchhandlung, Vorwärts" erschienen und Ritter v. Oheimb aus Berlin, wegen verschiedener, in Südtiroler Spiel um einen Vermögenswert erachtet, dessen Ausgang allein oder haupts mehr in jedem einzelnen Fall zu entscheiden. Als Glücksspiel wird jedes zum Preise von 10 Pf. zu beziehen. Wir können allen unsern Kurorten ausgeführten Hochstapeleien und Betrügereien verhaftet fächlich vom Bufall abhängt. Zu solchen Startenspielen rechnet man beispiels Leserinnen nur raten, sich das billige Heftchen anzuschaffen; fie worden. weise nicht: Schach, Stat, Whist, Schafskopf. Das von Ihnen erwähnte werden daraus manche Anregung für das Streben nach Teilnahme Spiel fennen wir nicht; ist Berechnung des Spieles dabei unmöglich, so ist an den geistigen Gütern des Lebens und an den die Gegenwart be-= Berliner Sehenswürdigkeiten. Aquarium. Unt. d. Linden 68a. es ein Glücksspiel. H. Hoffmann. Geringe förperliche Fehler. wegenden Fragen schöpfen. Täglich 9-7. Eintritt 1 M., Sonntage 50 Pf. Ausstellung des A. F. 90. Da Sie die Bestimmung des§ 4 Jhres Vertrages unterVereins Berliner Künstler. Wilhelmstr. 92/93( im Architekten- fchrieben haben, müssen Sie sich die von Ihnen geschilderten baulichen hause"). Täglich) 10-4, Sonntags 11-2. Gintrittspreis 50 Bf." AusAenderungen gefallen lassen und den Eintritt zu jeder Tageszeit sich ge= stellung moderner Kunstwerte von Eduard Schulte, Kunst- I fallen laffen. M. M. 40. Hamburg, Lübeck, Bremen. Cr. 88. Ja. " Die Frauen im socialwissenschaftlichen Studentenverein. Dem Vorstande des socialwissenschaftlichen Studentenvereins ist es • C. 24. Verden. Für Preußen ist das Pfandleih Ibes Darlehns und der Zinsen, Bezeichnung des Pfandes, Beit der Fälligkeit| Ueberschuß des Erlöses an den Verpfänder zu zahlen oder für denselben gewerbe durch das Gesez vom 17. März 1881 geregelt. des Darlehns. Eine Abschrift dieser Eintragungen muß der dem Darlehnsinnerhalb längstens 14 Tagen bei der Ortsarmentasse zu hinterlegen. Bis Die wesentlichsten Bestimmungen dieses Gesetzes sind folgende: Der Pfand nehmer zu übergebende Pfandschein enthalten; falls Pfandbuch und zum Ablauf von 3 Wochen nach der Fälligkeit des Darlehns erfolgt die leiher darf sich an 3insen nicht mehr ausbedingen oder zahlen lassen, als Pfandschein nicht übereinstimmen, gilt der den Verpfänder günstigere, dem Einlösung des Pfandes nur gegen Rückgabe des Pfandscheins. Sind seit 2 Pf. für jeden Monat und jede Mart von Darlehnsbeträgen bis zu 30 M., Pfandleiher nachteiligere Inhalt. Der Verpfänder ist berechtigt, das Pfand der Fälligkeit des Darlehns 3 Wochen verflossen, so fann der Verpfänder und 1 Pf. für jeden Monat und jede den Betrag von 30 M. übersteigende jederzeit bis zum Abschlusse des Verkaufs einzulösen. Der Pfandleiher das bis dahin nicht eingelöste Pfand auch ohne Vorlegung des Pfandscheins Das Gesetz findet auf den Pfandleih- Gewerbebetrieb durch den Mark. Es darf jedoch der Pfandleiher ausbedingen, daß Binden mindeſtens it beech nach välligteit, il tant für 2 Monate gezahlt werden müssen. Die Fälligkeit des von einem rung an Kapital und Zinsen nach eingetretener Fälligkeit in öffentlicher Staat teine Anwendung; indessen sind die für die staatlichen Pfandleihhäuser Pfandleiher gegebenen Darlehns tritt nicht vor Ablauf von 6 Monaten seit Auftion ohne vorausgegangene Klage verkaufen zu lassen. Nach er: erlassenen Reglements ini allgemeinen mit vorstehenden Bestimmungen überein dessen Hingabe ein. Der Pfandleiher muß in sein Pfandbuch eintragen: folgtem Verkauf des Pfandes hat der Pfandleiher den für den Verpfänder stimmend. Datum des Darlehnsgeschäfts, Vor- und Zuname des Verpfänders, Betrag nach Abzug der Pfandschuld und der Versteigerungskosten etwa verbliebenen Socialdemokratischer Wahlverein f. den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß unjer altes Mitglied, der Schriftsezer Paul Rosenthal am Dienstag seinen schweren, mehr monatlichen Leiden erlegen ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Kirchhofes in Riydorf( Nudowerstraße) aus statt. Nege Beteiligung erwünscht 238/10 Der Vorstand. Am 18. Mai, früh 6 Uhr, verstarb mein lieber Mann, der Möbelpolierer Gustav Bansee im 75. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am 21. Mai, Brauerei Friedrichshain, Am Königsthor. Montag, den 22. Mai( 2. Pfingstfeiertag): 214 Grosses Frühkonzert unter Leitung des Musiklehrers Herrn G. Grass, arrangiert von den Parteigenossen des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises( Ost). Grosse Gesangs- Aufführungen von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes unter Leitung des Herrn Stitz. Den geehrten Damen steht die Kaffeeküche von 4 Uhr ab zur Verfügung. 1 Ltr. 80, 1/2 Ltr. 40 Pf. Pfingsten. nachmittags um 4 Uhr, von der Extra- Dampfer- Fahrten. Leichenhalle des Neuen Rixdorfer Kirchhofes aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Todes Anzeige. Allen Verwandten, Bekannten und Genossen zur Nachricht, daß unser guter Sohn Am 1., 2. und 3. Feiertag nach Schildhorn. Abfahrten Weidendammer Brücke am 9 Reichstagsufer 830, Spreehallen( Moabit) 9, Spandau 1015, Pichelsdorf 1030 " " 930 " " 930 " " " 133 10 2 1045 1130 11 " 1145 " 315 330 " 146b Nachm. Arthur Noack 155] Rückfahrt abends von Schildhorn 8, 830 und 9 Uhr. im Alter von 18 Jahren am 18. Mai nach kurzer schwerer Krankheit ent schlafen ist. Die Beerdigung findet am ersten Pfingstfeiertag, vorm. 11 Uhr, von der Leichenhalle des Freireligiösen Friedhofes, Pappel- Allee15/ 17, aus statt. Die trauernden Eltern Ernst u. Marie Noack u. Geschwister. Todes Anzeige. Verein socialdemokrat. Preis: einfache Fahrt Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pi. um zahlreiche Beteiligung bitten W. Häbelmann& Kluge, Fischerbrücke 1. Vermieten von Dampfern an Gesellschaften und Vereine, 150-300 Personen. Typographia. Sonntag, den 21. Mal( 1. Pfingstfeiertag), von nachmittags 3 Uhr ab: Geselliges Beisammensein mit Familie im grossen Garten der Gambrinus- Brauerei in Charlottenburg, Eingang Wallstrasse und Bismarckstrasse. Kaffeekochen selbstverständlich. Um zahlreiche BeDer Vorstand. Gast- und Schankwirte teiligung ersucht Berlins u. Umgegend. Am Mittwoch, den 17. Mai, starb unser langjähriges Mitglied Wilhelm Dierberg. Die Beerdigung findet heute, Sonn abend, den 20. Wtai, nachm. 31/2 Uhr, vom Trauerhause, Prinzen- Allee 22 in Lichtenberg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 69/9 Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Montag, den 22. Mai( 2. Feiertag): Der Borstand. Pfingst. Ausflu Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, dem Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend, sowie dem Arbeiter- Gefang verein Freiheit" für die zahlreiche Beteiligung und Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Marie sage ich im Namen der Hinterbliebenen meinen herzlichsten Dant. 1416 W. Meinicke, Weißensee, Schönstr. 6. Die Beleidigung gegen FrauWiemann, Berlebergerstr. 16, nehme ich zurück; dieselbe ist eine achtbare Frau. 1526 F. Hagen, Huttenstraße. D Arbeiter Radfahrer- Verein ,, Berlin", Pfingst- Touren: 1. Feiertag, 5 Uhr: Schlesische Brüde nach dem Spreewald. 2. Feiertag, 1/21 thr: Gedächtnis: tirche nach Nedlitz. Angehörige Zug 1,15 Uhr ab Friedrichstraße. 11/16 3. Feiertag 8 thr: Branden burger Thor nach Finkenkrug. Alle Durstigen fönnen sich laben in bet Steh- Bierhalle von[ 1276 W. Grube, Mariannenstraße Nr. 32. Carl Strauss' Restaurant und Garten. Zahlstelle v. Wahlverein u. 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Die Beerdigung findet morgen in Rixdorf statt. Näheres in den Zahlstellen. 146/7 Der Vorstand. Pferdebahn- Haltestelle. Jägerhaus Schönhauser Allee 103. Ring- und elektrische Bahn- Verbindung. Am ersten und zweiten Pfingstfeiertage grosses Frei- Konzert. Fahrräder- Teilzahlung direkt aus der Fabrik mäßige Anzahlung, coul. Teilzahlung. 1 Jahr schriftl. Garantie. 33. Oranienstr. 33.[ 1635 Verlangen Sie gratis! meinen neuesten PRACHT CATALOC über HAMMONIA- FAHRRÄDER Hammonia MOTOR- RÄDER und Zubehör- Theile und die allerbilligsten Preise Vertreter tes derselbe brimé) interessante Neuheiten Hammonia Fahrrad- Fabrik A- H- UELTZEN, HAMBURG Meyer, Brehm, Brockhaus und alle anderen Bücher beleiht und fauft Antiquariat Kochstr. 56, Amt IV 895. 85/510 Frische Fische, gute Fischel Riesige Fänge unserer Dampfer ermöglichen uns, in allen Grössen per Pfund Schellfische Cabliau zum Braten zum Kochen wie Seelachs do. 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Schlafstelle( 8 M.) bei Hafner, dauernd Beschäftigung. 3179b Bülowstr. 53, 4. Aufg. 3 Tr. 10616 Teske, Andreasstr. 48. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Br. 116. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 20. Mai 1899. Ministerialrat Soldan: Als er an die Untersuchung heranging, habe er von dem Umfang der Erregung keine Ahnung gehabt. In zwischen sei ihm aber der Ernst der Sache völlig klar geworden. Ein Schul- Skandal. Staatsminister Rothe: Er habe mit der Untersuchung einen Während Tausende von fähigen Menschen keiner juristischen Hilfsarbeiter im Ministerium betraut und erachte als Höheren Bildung teilhaftig werden können, weil das Ge- seine Ehrenpflicht, als Antwort auf die Juterpellation der Kammer schick sie in Armut geboren sein ließ, werden Dummköpfe sofort nach Abschluß des Verfahrens das Ergebnis mitzuteilen. und Faullenzer mühsam durch das Gymnasium geschleift, um am Gießener Gymnasium seien seit zwanzig Jahren ähnliche VorDr. David: Die Behauptung des Ministerialrats Soldan, dann als Mitglieder der gebildeten Gesellschaft Religion, bereitungen wie bei dem jungen Dettweiler üblich, werde wohl nicht Ordnung und Sitte zu schüßen. Welche Mittel auf ganz zutreffen, sonst wäre es Pflicht des Herrn Soldan, eine diesem Weg akademischen Ehren bisweilen an- Disciplinaruntersuchung sofort auch gegen die Lehrer des Gießener gewandt werden, das zeigt der Darmstädter Schul- Gymnasiums zu eröffnen. Nicht der Privatunterricht an sich, sonstandal, über den wir bereits furz berichtet haben. Es dein der Privatunterricht, der darauf hinausläuft, dem Schüler die handelt sich darum, daß ein Lehrer den Sohn eines Ober- Arbeit abzunehmen, statt ihn zur Arbeit zu erziehen, sei zu vers schulrats mit dessen Wissen durch geradezu betrügerischen werfen. Die Schliche, die Dr. Ahlheim im Einverständnis mit dem Nachhilfe- Unterricht das Gymnasium empor brachte. Oberschulrat Dettweiler angewendet habe, um dessen unfähigen Sohn glatt durch das Gymnasium zu bringen, ließen sich mit den rat Soldan verdiene den Vorwurf, Bertuschung versucht zu haben. Grundsäßen der modernen Pädagogit nicht rechtfertigen. Ministerialzu Die Angelegenheit hat infolge einer Interpellation unseres Genossen David an zwei Tagen die hessische Kammer beschäftigt, und die Verhandlungen sind interessant genug, daß wir hier nach der Frants. 8tg." sfizzieren. Dr. Schmitt( C.): Materiell habe der Ministerialrat Soldan gar nichts gegen die Anschuldigungen vorgebracht. Man sei an Am ersten Tage gab Staatsniinister Rothe die Erklärung ab, scheinend erst heute zu einer etwas richtigeren Anschauung am daß am 21. April d. J. gegen den Gymnasiallehrer Dr. Ahlheim Regierungstisch gekommen. Die Position der Regierung sei allerwegen ungerechter Bevorzugung des Gymnasiasten Gustav Dettweiler, dings in der ganzen Debatte höchst unglücklich gewesen. Sohn des Oberschulrats Dettweiler, Anzeige eingereicht wurde. Die Man wird nun sehen, wie weit man den Mut haben alsbald eingeleitete Disciplinaruntersuchung führte zu einem Verwird, die Korruption auszubrennen. Die Kammer behielt sich weis für Ahlheim und einer Verwarnung für den Ober- vor, wenn nicht volle Sühne erfolgt, auf die Sache demnächst schulrat Dettweiler. Da seitdem in der Presse weitere Anklagen zurückzukommen. gegen den Oberschulrat Dettweiler erhoben seien, sei ein erneutes Disciplinarverfahren beim Staatsministerium beantragt und ges nehmigt worden, die Untersuchung sei im Gange. Preßstimmen über den Gewerkschaftskongreß. Ministerialrat Soldan sucht das Vorgehen Ahlheims und Dettweilers aus den Principien der neuen Unterrichtsmethode zu entschuldigen. Die ganze Angelegenheit sei erst durch das tattlose Auftreten des Sohnes Dettiveilers, der nachweislich in drei In der bürgerlichen Bresse werden vielfach die Verhandlungen Fällen seine Präparationszettel vertauft habe, ans des Gewerkschaftskongresses besprochen, und wie nicht anders zu stößig geworden. Die Vorbereitungen zu den griechischen schriftlichen erwarten, sind unsere Gegner wenig befriedigt, nur hier und da Klassenarbeiten seien mit dem jungen Dettweiler vom Ende Juni begegnet man in der demokratischen Presse einer sachlichen Würdigung. vorigen Jahres ab durch Dr. Ahlheim vorgenommen worden, weil Die einen geben sich krampfhafte Mühe, den Beweis zu führen, daß der Junge bedenkliche Gedächtnisschwäche gezeigt die Gewerkschaften doch nichts anderes seien, als die Gefolgschaft der habe. Es stehe fest, daß Dettweiler in feinem einzigen Falle das Socialdemokratie und glauben damit schon allein dem Kongreß das zu übersezende Stüd, sondern immer nur Mitteilungen allgemeiner vernichtende Urteil gesprochen zu haben, während die anderen wieder Art erhalten habe. Das habe Anlaß zu Mißdeutungen gegeben eine selbständige Stellung der Gewerkschaften erkannt haben und und sei eine Verfehlung gewesen, die durch eine Disciplinarstrafe damit die Abkehr von der socialdemokratischen Partei folgern. Am gefühut werden mußte, und das sei geschehen. Gine strengere wenigsten ist die Unternehmerpresse, sind die Sachverwalter des Sühne sei nicht am Plaze. Oberschulrat Dettweiler habe von den Zuchthauskurses von dem Kongreß befriedigt. Ihren Zwecken bedenklichsten Nachhilfen nichts gewußt. Dr. Ahlheim habe schließ- bot der Kongreß wenig Ausbeute. So schreibt die lich auf ernstes Vorhalten eingesehen, daß seine Verseßung an einen 8eitung":" anderen Platz notwendig sei und daß er sie am besten selbst fordere. Eine Strafverseßung im eigentlichen Sinne fei das nicht, sondern eine Versetzung im Interesse des Dienstes. Dr. David, der Interpellant führt aus: Ministerialrat Soldan aber habe die erhobenen Anklagen nicht erschüttert, sondern bestätigt. Die Art der Vorbereitung, die der junge Dettweiler von Dr. Ahlheim empfangen habe, sei ein Hohn auf die modernen pädagogischen Grundfäße. Nicht um allgemeine Mitteilungen habe es sich auf den dem Oberschulrat Dettweiler von Dr. Ahlheim übersandten Betteln über die griechischen Klassenarbeiten gehandelt, sondern um specifizierte Mitteilungen, die den übrigen Schülern nicht zugängig waren. Schon in Bensheim sei das Verhalten des Oberschulrats Dettweiler sehr bedenklich gewesen. Daß Dr. Ahlheim gleichzeitig mit Dettweiler von Bensheim nach Darmstadt versetzt worden sei, daß er gerade das Ordinariat der Klasse, in die der junge Dettweiler eintrat, erhalten habe, und weiter mit ihm gerückt sei, sei doch ein eigentümliches Zusammentreffen. Am Dienstag erklärte Staatsminister Rothe: Er müsse sich gegen den Vorwurf verwahren, als ob er irgend etwas verschwiegen habe. Die Regierung fönne sich nicht äußern, bevor das schwebende Disciplinarverfahren abgeschlossen sei. " Teile Socialdemokraten sind, was sich ja aus der geschichtlichen Entwicklung der Gewerkschaften ohne weiteres erklärt, stehen sie ausgesprochenermaßen auf dem Standpunkte, Arbeiter ohne Unterschied der Politik und des Glaubens aufzunehmen. Dies hat wiederum auf dem dritten deutschen Gewerkschaftsfongreß Legien erklärt, und wenn er auch später einige ganz überflüssige Bemerkungen daran knüpfte, dahingehend, daß man aus diesem Umstande nicht hoffen dürfe, einen Steil zwischen die gewerkschaftliche und politische Arbeiterbewegung zu treiben wir sind die letzten, die an eine solche Keilerei denken erscheint uns doch diese Stellungnahme, die ohne Widerspruch der Versammlung erfolgte, sehr bemerkenswert, so daß wir heute nochmals mit Nachdruck darauf hinweisen. Im politischen Leben mögen die Arbeiter sein, was sie wollen; im wirtschaftlichen Kampfe des gewerkschaftlichen Lebens werden sie aber nur dann Erfolge erzielen, wenn sie alles beiseite lassen, was nicht zur Sache gehört. Darum unpolitische Gewerkschaften!" Im Gegensatz hierzu bemerkt die ,, Germania": " Der Frankfurter socialistische Gewerkschaftskongreß ist nun zu Ende. Die Heerschau, welche der Socialismus in Frankfurt veranstaltete, ist parademäßig, ohne Zwischenfall verlaufen." Die, Sociale Pragis" giebt referierend den Verlauf der Verhandlungen wieder und schließt dann: Alle Beschlüsse bezogen sich auf die Mittel zur wirtschaftlichen und geistigen Hebung des Arbeiterstandes. Die Verhandlungen find stenographisch aufgenommen worden; ihr gründliches Studium fann gar nicht dringend genug all' denen empfohlen werden, die sich über die Strömungen in der Elite der deutschen Arbeiterschaft unterrichten wollen. Der Frankfurter Kongreß und die letzten socialpolitischen Debatten des Reichstages ergänzen sich: In beiden stand im Mittelpunkt der Erörterungen die Gleichberechtigung der Arbeiter!" Sociales. epidemie im Jahre 1897 ist der Typhus im oberschlesischen Industries Typhus in Oberschlesien. Seit der Beuthener Typhus. bezirk noch immer nicht völlig erloschen. Gegenwärtig tritt er in Leobschütz bei Kattowitz auf. Arbeiterrifiko im Baugewerbe. Beim Abpuzen eines Gasthofes in Nieder- Salzbrunn brach das Gerüft und zwei Maurer stürzten herab. Der eine Verunglückte ist bereits gestorben, der andere liegt krank darnieder. Das arbeitsstatistische Amt im östreichischen Handelsministerium hat Die Arbeits- Zeitung des östreichischen Arbeitsamtes. die industriellen Verbände verständigt, daß es beabsichtigt, eine Kreuz Monatsschrift, betitelt Sociale Rundschau", in ähnlicher Weise, wie bestehenden Arbeitsämter geschieht, herauszugeben und hieran die dies seitens der in anderen Staaten( England, Frankreich, Belgien) Einladung zur Mitarbeiterschaft besonders durch regelmäßige Berichterstattung über die Lage des Arbeitsmarktes geknüpft. Dem von diesem Amte festgestellten Programme gemäß soll die„ Sociale Rundschau" folgendes enthalten: Die Zuchthausvorlage" bildete natürlich einen beliebten Unterhaltungsstoff im Gewerkschaftstongreß. Der von der Frtf. 3tg." gerühmte Genosse" Legien stellt die Sache so dar, als seien alle Gewerkschaftsmitglieder mit Zuchthausstrafe bedroht. Wenn die Regierung so rief er aus sich die zukünftigen Buchthäusler hätte ansehen wollen, so hätte sie sie hier sehr gut beobachten tönnen." Mit derselben" unpolitischen" Phraje glänzten auch mehrere Redner auf dem letzten socialdemokratischen Parteitage; allgemach beginnt dieser Humbug aber lächerlich zu werden; ebenso lächerlich flingt die Legiensche Drohung: Kommt die Zuchthausborlage, so werden wir uns anders einrichten müssen, aber ungefährlicher werden wir nicht werden!" Wozu also da die große Aufregung? Möge man sich doch lieber bald anders einrichten", das wäre besser, als so viele unnötige Worte." Wer die lächerliche Rolle spielen wird, das wollen wir getrost der Zukunft überlassen. Die National 8eitung" sieht natürlich auch nur das alten eines socialdemokratischen Einflusses und sie faselt dann weiter: „ Obgleich es der Socialdemokratie also im ganzen gelungen ist, das Entstehen einer etwas bedeutenden Gewerkschaftsbewegung, die ihr Konkurrenz machen könnte, dadurch zu hindern, daß sie sich der Sache selbst bemächtigte und nichts Prattisches dabei herauskommen ließ, machte sich doch auch in Frankfurt der unter der Oberfläche fortdauernde Gegensatz wiederHolt bemerkbar. Als beispielsweise angeregt ward, daß die Gewerkschaften die Wahlen zu den Versicherungs- Körperschaften, Gewerbegerichten 2c. beeinflussen sollten, erhob sofort ein anwefender Redacteur des Vorwärts" Widerspruch: das gebühre der socialdemokratischen Partei." 1. Berichte über den Arbeitsmarkt. Dieselben werden für den jeweiligen Vormonat eine Darstellung der Schwankungen und Veränderungen in der Beschäftigung der Arbeitskräfte bieten, und zwar: a) nach Juduſtriebezirken; b) nach Gewerbebranchen; c) eventuell nach einem gemischten System. 2. Ergebnisse der Arbeitsvermittelung; 3. Monatsberichte über Veränderungen in der Lohnhöhe und Arbeitszeit; 4. Monatsberichte über Streits und Aussperrungen; 5. Rechtspflege in Arbeitsstreitigkeiten und verwandten Fragen; 6. Socialpolitik. In diesem Abschnitte werden Mitteilungen erfolgen über das Associationswesen der Unternehmer und Arbeiter, insbesondere auch über die Entwickelung der Erwerbsund Wirtschaftsgenossenschaften, socialpolitische Beschlüsse von Unternehmern und Arbeitervereinigungen und Kongressen, Wohlfahrtseinrichtungen, die Ergebnisse und Fortschritte der Arbeiterversicherung und dergleichen mehr; 7. sociale Gesetzgebung und Verwaltung; 8. Arbeitsstatistisches Amt. Abg. Friedrich( natl.): Die Antwort des Ministerialrats Soldan ist durchaus nicht danach angethan gewesen, irgend welche Beruhigung zu schaffen. Gegenüber dem jungen Dettweiler sei schon längst eine strafbare Nachsicht geübt worden, die Lehrerkonferenz der von ihm besuchten Anstalt habe auf höhere Einwirtung hin keine Untersuchung über seine Bergehen führen dürfen. Die erste Disciplinar Untersuchung tönne feinesfalls ge= In einem speciellen Abschnitt sollen die oben bezeichntten Vers hältnisse der übrigen Staaten in knappster Kürze besprochen werden. nügen; fie fei absolut unzulänglich geführt worden, und Der letzte Abschnitt wird der socialwissenschaftlichen Bibliographie wenn Ministerialrat Soldan dem Direktor der Anstalt angewidmet sein. Der Verkaufspreis einer Nummer soll 10 Kreuzer, geraten habe, den sich beklagenden Eltern der übrigen Die Rede spukt nur in der Phantasie der Nationalber Jahres- Abonnementspreis 1 Gulden nicht übersteigen. Schüler gegenüber die Amtsmiene aufzusetzen und zu Zeitung". Würde der Schreiber von der Gewerkschaftsfagen:" Die Sache ist endgültig erledigt", so sei das doch kein bewegung etwas verstehen, so müßte er wissen, daß heute Frauen- und Kinderarbeit in Italien. Man schreibt uns Mittel, Beruhigung zu schaffen. Die Auseinandersetzung des schon diese Wahlen von den Gewerkschaften geleitet werden. aus Rom: Vor einigen Tagen wurde der Gesezentwurf zur RegeMinisterialrats Soldan über die sogenannte moderne Bädagogik Ganz auf demselben Niveau vollkommener Untenntnis der lung der Frauen- und Kinderarbeit verteilt. Wenn das neue Mihätte einen tiefbedauerlichen Eindruck hervorgerufen, weil daraus thatsächlichen Vorgänge auf dem Kongreß schreibt die„ Rheinisch- nisterium ihn nicht ändert, lauten die Hauptbestimmungen des hervorgehe, daß man an verantwortlicher Stelle die neue Pädagogit Westfälische Zeitung": Entwurfs folgendermaßen: Die Beschäftigung von Knaben unter in Verbindung bringe mit unmoralischen, pädagogisch verwerflichen Hilfsmitteln. Diese ganze Ausflucht sei wohl vorher reiflich mit anderen Herren, auch mit Herrn Dettweiler, überlegt worden. Es sei erwiesen, daß Dr. Ahlheim dem jungen Dettweiler Notizen zu den Klassenarbeiten gegeben habe, die er unter feinen Umständen geben durfte und daß der junge Dettweiler Handel damit getrieben habe. Nachgewiesen sei auch, daß Dr. Ahlheim bei seiner Hundlungsweise im Einverständnis mit dem Oberschulrat Dettweiler gehandelt habe. Der wegen einmaligen Ausbleibens der Notizen geschriebene Ent schuldigungsbrief Ahlheims an Dettweiler sei von dem jungen Dettweiler in der Klasse borgelesen worden und habe tiefe Erregung bei Eltern und Lehrern geschaffen. Dadurch sei die ganze Sache an die Oeffentlichkeit gekommen. Die Versetzung Ahlheims nach Gießen sei eher eine Belohnung gewesen und habe allgemein stark befremdet. Hätten nicht ehrenhafte Männer aus dem Gymnasium und die Presse eingegriffen, wer wisse, ob jezt überhaupt noch von einer Untersuchung die Rede sei.( Lebhaftes Bravo.) " g Als Organisation bleibt sie( die Gewerkschaft) trog aller äußerlichen Wandlungen ihrer Theorien, was sie war: eine zum Klaffentampf aufreizende Masse, die unter Bemuzung der politischen Berblendung der Urteilslosen und der Instinkte des Neides und der Herrschsucht auf das eine Ziel hinarbeiten will, die sociale Revolution, das sie doch nie erreichen wird." Warum dann das Sehnen nach dem Zuchthausgesetz? Schnell ist die Bost" mit ihrem Urteil fertig, fie erblickt in Durch feierlichen Beschluß hat der jetzt in Frankfurt a. M. 15 Jahren und von Frauen in industriellen Betrieben( darunter sind versammelte Gewerkschaftstongreß solche Delegierte ausgeschlossen, Fabriken zu verstehen, die mehr als 10 Arbeiter beschäftigen und in welche von Organisationen entsandt waren, die nicht unbedingt welchen sich ein Motor befindet), in Gruben und in Bergwerken ist auf socialdemokratischem Boden stehen. Ein Redner motivierte an die Erlaubnis des Präfekten( entspricht etwa unserem Landrat) diesen Beschluß mit der Bemerkung. schließlich tönnten gebunden, der die Erlaubnis erteilt, wenn die zu Beschäftigenden sogar Vertreter Hirsch Dunderscher Gewerkvereine und nach einer ärztlichen Untersuchung für durchaus gesund und tauglich christlich socialer Arbeitervereine Zulassung verlangen, weil erklärt werden. Durch königliches Dekret, das nach Anhörung des ihre Auftraggeber Arbeiterorganisationen wären. Der Kon- obersten Sanitätsrats und des Industrierats erlassen werden soll, greß hat mit diesem Beschlusse ausgesprochen, daß die Ge- werden die gefährlichen und ungefunden Arbeiten bezeichnet werden, werkschaften nichts anderes find, aber auch nichts anderes sein die für Knaben und Mädchen unter 15 Jahren und für wollen, als eine socialdemokratische Organisation." minderjährige Frauen verboten sind, und diejenigen, bei welchen sie Weiter heißt es dann: in solchem Alter unter Innehaltung einer gefeßlich festgelegten Arbeitszeit und unter Beobachtung besonderer technisch hygienischer Vorschriften beschäftigt werden dürfen. Verboten ist die Beschäftigung von Kindern unter 10 Jahren in industriellen Betrieben; von Kindern unter 14 Jahren bei unterirdischen Arbeiten in Gruben und Bergwerken; von Kindern unter 12 Jahren bei Erdarbeiten. MinderMinisterialrat Soldan geht noch einmal auf seine modernen jährigen Frauen ist jede Arbeit in Gruben und Bergwerken unterpädagogischen Anschauungen ein. Der Fall des jungen Dettweiler fagt. Nachtarbeit in industriellen Betrieben, in Gruben und Bergsei allerdings derart gewesen, daß diskrete Behandlung am Blaze werken ist Knaben und Mädchen, die das 15. Lebensjahr noch nicht war. Er( Soldan) habe Ahlheims Benehmen nicht gebilligt, jeder Arbeiterorganisation die Cadres der socialdemokratischen Armee. vollendet haben, und minderjährigen Frauen, die bei dem sondern ihm mur gesagt: Sie haben Maßnahmen be. schon Sachlicher als die vorerwähnten Blätter giebt die Kölnische Intrafttreten des Gesezes nicht ge= verboten. schäftigt sind( 1), braucht, die durch die moderne Pädagogik gerechtfertigt find, Volkszeitung" ihr Urteil, die bemerft: Drei Jahre nach dem des Es bleibe wird Gesetzes aber bei dem Sohn des Oberschulrats unzulässig waren. „ Es wäre unseres Erachtens sehr nüglich gewesen, wenn die Inkrafttreten die Nachtarbeit allen verboten; Regierung sich in Frankfurt hätte vertreten lassen. Wir hoffen minderjährigen Frauen dabei, daß Ahlheim wohl eine unvorsichtigkeit begangen habe, aber unter Nachtarbeit ist zu nicht Durchstechereien zu Gunsten Dettweilers betrieben habe. auch, daß der Kongreß in den Kreisen der katholischen Social- verstehen die Arbeit zwischen 8 Uhr abends und 6 Uhr morgens politiker die Beachtung findet, welche er verdient. Die Gewerkschafts- vom 21. September bis zum 20. März und von 9 Uhr abends bis bewegung ist eine der bedeutungsvollsten Erscheinungen der Gegen- 5 Uhr morgens in den anderen Monaten. Knaben und Mädchen wart, und sie wird es in immer wachsendem Maße werden. zwischen 10 und 12 Jahren dürfen nicht länger beschäftigt werden Wenn gegenwärtig noch die Socialdemokratie auf die Bewegung als 6 Stunden täglich, und Kinder von 12 bis zu 15 Jahren und den weitaus größten Einfluß ausübt, so ist das in feiner Weise minderjährige Frauen nicht länger als 12 Stunden. Die Arbeit verwunderlich; man muß eben anerkennen, daß sie muß von einer einstündigen Ruhepause unterbrochen werden, wenn sich der gewertschaftlichen Organisation der sie weniger als 8 Stunden dauert, von einer zweistündigen, wenn Arbeiter mit einem Gifer und einer Opfer- fie länger dauert. Kindern bis zu 15 Jahren und minderjährigen willigkeit annimmt, an der alle anderen Frauen muß wöchentlich eine Ruhepause von 24 aufeinander Parteien sich ein Muster nehmen könnten. Die folgenden Stunden gewährt werden; Wöchnerinnen dürfen frühestens gewerkschaftlich organisierten Arbeiter sind denn auch ihre beste 14 Tage nach der Entbindung wieder beschäftigt werden. Truppe im politischen Kampfe." Abg. Metz( freif.): Man dürfe über der Gerechtigkeit doch auch nicht die pädagogischen Aufgaben der Schule vergessen. Entschuldbar feien die Verfehlungen des Dr. Ahlheim nicht, wohl aber menschlich erflärlich, er habe eben in seinem Bemühen, einen zurückgebliebenen Schüler vorwärts zu bringen, des Guten etwas zu viel gethan. Bedenklich sei das nur geworden, weil es sich um den Sohn des Oberschulrats handelt. Wenn in dem Oberschulrat einmal der Bater die Oberhand gewonnen habe, so sei das menschlich, wenn schon nicht zu billigen. Abg. Ulrich( Soc.): Wenn er nicht bedächte, daß der Abgeordnete Metz der Vater mehrerer das Gymnasium besuchender Jungen sei, würde er dessen Stellung zu vorliegender Frage nicht begreifen. Die gerügten Mißstände in Ludwig Georg- Gymnasium feien erwiesen. Das müsse er verneinen. Mit dem Nepotismus im Hessischen Schulwesen müsse gründlich aufgeräumt werden. Es be ftebe eine große Gefahr für die Jugend, die an so schlechten Beispielen nichts Gutes lernen könne. Durch die Art, wie sich die Ober- Schulbehörde dem Lehrerkollegium gegenüber benommen habe, sei mit Recht der Verdacht entstanden, daß die Angelegenheit unter der Hand abgethan werden solle. " " Den gleichen Standpunkt, daß die Regierung eine Vertretung zu dem Kongreß entsenden sollte, vertritt die" Frankfurter 8eitung", die sich weiter anerkennend über die Beschlüsse zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung ausspricht und über die Stellung der Gewerkschaften folgendes fagt: " Die deutschen Gewerkschaften, die man gerne noch die" socialdemokratischen" Gewerkschaften nennt, sind in dieser Beziehung er freulicherweise nicht so einseitig. Obzwar ihre Mitglieder zum größten Unternehmer- Derbände. Eine gewaltige Truftbildung der amerikanischen Eisenindustrie ist dem Abschluß nahe. Der Zweck des Unternehmens ist, die Eisenindustrie in der Preisbildung zu beherrschen. Um dies zu erreichen, war es nötig, eines der größten Werke, das in der Konkurrenz unübertrefflich dasteht, in Besitz zu bringen. Dieses Werk, die " In Carnegie Steel Company, ist jetzt von dem Konsortium zum| referierte über das Thema: Warum sind wir organisiert? Redner| Der Verband der Bäcker tagte am 16. Mai im„ Englischen Preise von 300 Millionen Dollar angetauft. Der Befizer dieses Werkes, schilderte in treffender Weise die Bedeutung der Organisation und Garten". Die Versammlung ehrte zunächst das Andenken des ber Mr. Carnegie, einer der gelvandteffen Spetulanten, dessen Rücksichts- fritisierte die Accord- und Pfuscharbeit, sowie sonstige Mängel und stórbenen Mitgliedes Reinhardt aus Dresden in der üblichen losigkeit gegen die Arbeiterschaft von dem letzten großen Streit her Mißstände auf den Bauten. An der darauf folgenden Diskussion Weise. Alsdann wurde von dem Delegierten der Bericht über den noch in Erinnerung sein dürfte, hat es verstanden, in einem Zeit beteiligten sich mehrere Mitglieder und gelangte folgende Resolution Verbandstag gegeben, der mit großem Interesse verfolgt wurde. raum von 40 Jahren seinen Betrieb zu dem größten und in zur Annahme: Die Anwesenden verpflichten sich, gegen alle Miß- öpfner tritifierte die Zustände der Genossenschafts- und Konsumtechnischer Vollkommenheit unübertroffenen der ganzen Welt stände auf den Bauten einzutreten und diese der Lohnkommission zu bäckereien. Redner wendet sich besonders gegen die 12stündige Arbeitszeit zu gestalten. Ihm gehören die Gruben, die die besten melden." in der Genossenschaftsbäckerei Vorwärts, er tadelt es, daß die Mitglieder Erze bergen, die reichsten Kohlenfelder bei Pittsburgh find in Die zweite Versammlung tagte in der Urania", Wrangelstr, 9/10. der Genossenschaft 30 M. Wochenlohn erhalten, dagegen die übrigen feinem Besiz. Auf den Erie- See dem Lake Superior gebictet er Hier referierte Maurer Kater über:" Die wirtschaftlichen Kämpfe Arbeiter mit 24 Mark entlohnt werden. Zum Schluß bewilligte die über eine Flotte von Schiffen, die die Eisenerze aus den Minen am in der Gegenwart und die Stellung der verschiedenen gewerkschaft- Versammlung den Münchener Ausständigen 50 Mark. Lake Superior nach Cleveland schaffen, um von dort auf der 700 lichen Organisationen." Redner erläuterte die jüngsten Lohnkämpfe Ein interessanter Zwischenfall ereignete sich in der Versammlung englische Meilen langen eigenen Eisenbahn nach Pittsburgh weiter be- der Maurerbewegung im allgemeinen, und die der Weber und Berg- am 9. Mai, über den uns jegt erst berichtet wird. fördert zu werden. Von der Leistung des Werkes kann man sich einen Bearbeiter am Niederrhein und in Schlesien. Redner ist der Meinung, der Versammlung war von mehreren Rednern eine herbe Stritit griff machen, wenn man die Jahresproduktion, 8000000 Tonnen Eisen, in daß durch Vereinbarungen und Tarifgemeinschaft, wie fie die Organisan den Zuständen in den Bäckereien geübt worden, als zum Schluß Vergleich stellt zu der Produktion, die Deutschland im Jahre 1897 aufzus fation der Verbändler heute anzustreben sucht, von dem Unternehmer einer der Anwesenden ein Faß zur Ansicht ausstellte, das vont veisen hatte. Danach betrug in Deutschland im genannten Jahre die ganze tum nichts zu erlangen ist und kam dann zu dem Schluß, daß die Schmus erstarrte. Dieser Behälter, ein abgeschnittenes Butterfaß, Roheisenproduktion 6 879 541 Tomici. Gewerkschaftsorganisation der Vertrauensmänner- Centralisation am diente den Gesellen in der Bäckerei als Waschfaß. Kaum hatte der Amerita felbst weist eine Roheisenproduktion von 9 652 680 geeignetsten ist, ihre Mitglieder über die wirtschaftliche sowie poli- nichts ahnende Redner seine Beschreibung beendet, als der überTommen auf und erreicht so gegen England mit einer Produktion tische Lage aufzuklären. An der Diskussion beteiligten sich mehrere wachende Beamte die Weisung erteilte, den Mann, den er des von 8 798 455 Tonnen die Höchstziffer aller Roheisen produzierenden Redner im Sinne des Referenten. Diebstahls verdächtig hielt, zu verhaften. In der Versammlung war ntan bereit, fofort den wertlosen Schntukbehälter Die Vergolder hielten am 15. b. M. eine gut besuchte Berfammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten die Mit- an Ort und Stelle zurüdzubefördern, was ber Beamte verhinderte, burch Erheben von den Plätzen. Hierauf referierte Adolf off hertragen zu lassen. Ob die Sache noch ein gerichtliches Nachspiel glieder das Andenken ihres verstorbenen Kollegen Ernst Stahn um dann nach Schluß der Versammlung das Waschfaß hinter sich mann über das Thema:" Glaube und Vermunft". Eine Distuffion haben wird, muß abgewartet werden. wurde von der Verfanminng nicht gewünscht. Unter Verschiedenem Die Freie Vereinigung der Civil- Berufsmufiter hielt am famen die Differenzen der Grimdierer bei der Firma G. Probst, 16. Mai bei Buske, Grenadierstraße 38, ihre Mitglieder- BerKöpnickerstraße, zur Verhandlung. Die Firma hat eine Kontrolluht sammlung ab. Aufgenommen wurden 6 Kollegen. Sodann wurde eingefführt, welche den An- und Anstritt der Arbeiter täglich anzeigen Scholz zum Revisor und hoch zum Bibliothekar gewählt. In soll. Die Arbeiter erblicken in dieser Maßregel eine starke Bevor der nächsten Sigung soll über das Unwesen der Dilettantenvereine mundung und hatte auch die Arbeitsordnung eine Kenderung angesprochen werden. genommen, die unerträglich war. Der Verband beschloß die Grun Sierer materiell zu unterstützen. Tänder. In den Händen eines Syndifats wird dieses gewaltige Unternehmen auf den gesamten Eisenmarkte als gefährlicher Konkurrent zu betrachten feicit, eine Stellung, die es gegenwärtig schon einzunehmen sich anschickte. Sociale Rechtspflege. Einer, der Herr im Sanfe ist. Der Fattor U. hatte den Driteereibefizer Blankenburg beim Gelverbegericht wegen einer Lohn entschädigung verklagt, indem er geltend machte, daß er ohne geschgefc- foll. lichen Grund plöslich entlassen worden sei. Der Beklagte erklärte dagegen die Entlassung für durchaus gerechtfertigt. die Ste fel erfolgt, well. frog des Verbotes in der u. Druckerci geraucht habe, anstatt anstatt den Gehilfen mit gutem Beispiel voranzugehen. 11. betonte demgegenüber, daß er als Faktor sich einem solchen Verbot nicht hätte fügen brauchen. Die Kammer VIII des Gerichts war jedoch der Meinung, daß der Arbeitgeber in feinen Räumen Herr sei und seinen Angestellten aller Grade verbieten könne, in diesen Räumen zu rauchen. Wenn der Faltor dem Verbot entgegen handelte, dann sei das eine Widerseglichkeit, die durch die fofortige Entlaffung geahndet werden konnte. frist durch die Fabrikordmung ausgeschlossen worden fei. von 99 222,25 Mart. 15. Junt tm Swinemtinder Gesellschaftshaus statt. In der genteinschafts lichen Sigung des Borstandes und des Aufsichtsrates wurde der Beschluß gefaßt, am 1. Oftober d. J. die erste Verlaufsstelle zu eröffnen. Der Borstand. Die Parteigenoffen von Tempelhof und Mariendorf hatten am 14. Mai im Lokal von Zubeil eine Versammlung anberaumt, Der deutsche Metallarbeiter Verband( Verwaltungsstelle in der Rechtsanwalt V. Fräntel über die Friedenskonferenz Berlin) hielt am 16. Mai eine ordentliche Generalversammlung ab. Bu sprach. Alsdann beschäftigte man sich mit der Lokalfrage. Nach nächst erstattete der Rendant den Kaffenbericht für das I. Quartal vom längerer Beratung wurde einem Antrag zugestimmt, der besagt, daß 1. Januar bis 31. März 1899. Einnahmen 30 879,95 M., die Aus die Lokale in den beiden Ortschaften nicht nur für den persönlichen gaben verteilen sich wie folgt: Reisegeld 173,56 M., Rechtsschutz Verkehr frei sind, sondern auch für Festveranstaltungen. Ausnahme 131,34 M., Streitinterstilgung 1505,50 wt., Unterstügungen 290 M., hiervon macht nur das als gesperrt benannte Lokal. In die für anßerordentliche Agitation in den Provinzen Brandenburg und Lokalkommission wurden Wenda und Kersten gewählt. Pommern 1000 W., an die Hauptkasse eingesandt 2020 M., Lotal6014,66 20., int Summa Rigdorf. In der gut besuchten Bersammlung der Hausbiener, Wegen plöglicher Entlassung vor Beendigung feines ausgaben der Verwaltungsstelle Accordes forderte der Metallarbeiter R. von dem Fabrikanten 11 135,06 m., verblieb ein Bestand von 19 744,89 m. Hierzu fowie der Kutscher und Mitfahrer im Müllabfuhrgewerbe, welche am Held eine Entschädigung von 60 m. Der Beklagte berief sich vor der Bestand vom IV. Quartal 1898, ergab einen Gesamtbestand Sonntag, den 14. d. M. stattfand, sprach Rein in einem mit lebdem Gewerbegericht darauf, daß der Kläger den Wertmeister 11 438,78 Mart. Nach den Berechnungen des Hauptvorstandes, Arbeitsverhältnis zu beachten? Der Redner kam ausführlich auf Der Hauptkasse sind zu überweisen haftem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Was haben wir im gröblich beleidigt habe und daß die gefeßliche Kündigungs- 10 Wochenbeiträge pro Quartal, beträgt die Mitgliederzahl der Ver- die Bestimmungen der Gewerbeordnung zu sprechen. Im weiteren Die Verhandlung ergab, daß der Kläger im Berlaufe waltungsstelle Berlin 14 162 Personen. Die Revisoren erklärten, fritisiert er die$$ 315 und 16 des Strafgesetzbuches betreffend die eines Streites mit dem Werkmeister geäußert hatte, wenn leyterer Rasse, Bücher und sämtliche Beläge geprüft und in Ordnung be- Gefährdung von Eisenbahn- Transporten. Redner meint, daß diese eine bestimmte Behauptung aufrecht erhielte, dann wäre er ein fanden zu haben, auf Antrag wurde der Rendant entlastet. Alsdann Beftimmung, die schon so manchen Kutscher ins Gefängnis gebracht Schwindler. Die Kammer V unter dem Vorfte des Gewerberichters erstattete Räther Bericht von der Generalversammlung in habe, unbedingt abgeändert werden müffe. Sodann wurden Mohr und Fischer als Delegierte zum GeSchalhorn verurteilte den Beklagten mit folgender Begrlindung: alle a. S. Derfelbe führte aus, daß auf derselben Beschlüsse von wertfchaftskartell gewählt. Mohr, 23 eifer und Jensch wurden außerordentlicher Tragweite gefaßt seien, welche den weiteren Aus- werkschaftskartell Der Gerichtshof habe zunächst angenommen, daß der Kläger trok der Ausschlußbestimmung in der Fabrikordnung nicht ohne bau der Organisation fördern sollen. Die Einführung der Arbeits- bestimmt, die Rigdorfer Kollegen im Vorstande bes Verbandes after weiteres während des Accordes entlassen werden durfte. Der losen- Unterstütung sei mit 108 gegen 29 Stimmen beschlossen im Handels- und Transportgewerbe Beschäftigten zu vertreten. worden. Dieser bebeute einen Beschluß Accorbvertrag enthalte ein stillschweigendes Einverständnis darüber, int Wendepunkt Stralan. Hier tagte am 14. Mai eine Versammlung der Glasder Metallarbeiter- Bewegung. daß während der Dauer des Accords eine Entlassung nicht stattDie Interstigung der Arbeitsarbeiter. Auf der Tagesordnung stand die Wahl der Delegierten finden soll. Ein solcher Vertrag hätte sonst keinen Sinnt. Solle aber losen erfordere selbstverständlich größere Mittel, die General zum Glasarbeiteriongres. Da der Kongreß im Anschluß an die beimoch das Arbeitsverhältnis auch der Accordarbeiter bersammlung beschloß deshalb einstimmig, den wöchentlichen Beitrag General- Versammlung zu Nienburg tagt, so wurden die Mandate jederzeit lösbar sein, dann müsse dies ausdrücklich vereinbart vom 1. Juli d. J. ab von 20 auf 30 f. für männliche und von den schon gewählten Delegierten der General- Versammlung überoder in der Fabrikordnung bestimmt werden. Ein Grund zur 5 auf 10 Pf. für weibliche Mitglieder zu erhöhen. Die Aus- tragen. Der Vertrauensmann& a II was verliest sodann die Abeinseitigen Lösung des Accordvertrages liege hier ebenfalls nicht vor. zahlung der Unterstützung erfolgt vom 1. Juli 1000 ab, rechnung, welche einen Ueberschuß von 870 M. ergab. Die Ver Der Kläger und der Werkmeister hätten sich gekabbelt", der Wert jedes Mitglied hat eine Karengzeit von 52 Wochen durchzumachen. fammlung trat hierauf in eine Besprechung der geschäftlichen Lage der Arbeitslosen Unterstügung kommt der Fabrit- Kantine ein. meister habe St. Vorwürfe gemacht und darauf die bewußte Antwort Bei der Auszahlung der Arbeitslosen Unterstügung Diese, von den Glasmachern seit Jahren erhalten; hierin könne darum eine einseitige grobe Beleidigung, die alsdann die ganze bisherige Mitgliedschaftsdauer in Anrechnung, so in Selbstverwaltung genommeit, weist bereits einen erfreulichen zur sofortigen Entlassung berechtigte, nicht gesehen werden. daß alsdann derjenige, welcher am 1. Juli 1900 dem Verbande Ueberschuß auf. Wegen Abstellung einiger Mißstände will man bei Die Unzulänglichkeit der Versicherungs- Gesetzgebung. Auf Woche erhalten würde. fünf Jahre angehört, den vorläufigen Höchstbetrag von 10 M. pro der Direktion vorstellig werden. Die Bertretung im GewerkschaftsDes weiteren fei beschlossen worden, die tartell übertrug die Versammlung& artmann. einem in der Nähe einer Brauerei belegenen Grundstücke des Be Streifunterstügung um 2 M. pro Woche zu erhöhen, der sizers der Brauerei machte sich ein Wahnsinniger dadurch lästig, daß bisherige Tag der Streitunterftigung genügte nicht, In Friedrichsberg wurde in einer Versammlung der Bauer alle Leute totzuftechen drohte. Der Braumeister beauftragte besondere machte sich dieses in den größeren Städten bemerkbar. Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter, die am 14. Mai tagte, die mehrere Brauerei- Arbeiter, fich des Tobsüchtigen zu bemächtigen. Des weiteren berichtete Nät her über die Stellung zum Central- Gründung enter Zahlstelle des Verbandes beschloffen. Aufgenommen Bei der Ausführung dieses Auftrages erhielt der Arbeiter Janja einen verein der Former; es feien Schritte eingeleitet, um eine Ver- wurden 20 Mitglieder. Mefferstich ins tinte Auge, so daß er darauf erblindefe. Janfa verlangte ständigung herbeizuführen. Betreffs Erhöhung der Beamtengehälter, Allgemeine Kranten und Sterbekaffe der Metallarbeiter von der Brauerei und Mälzerei- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente; so führte Näther aus, beziehe sich diese mur auf die drei Beamten Filiale Berlin 3.) Heute, abends 8 Uhr, bet Bergner, ReichenbergerBerufsgenoffenschaft und Schiedsgericht wiesen seinen Anspruch jedoch des Hauptvorstandes. Bezüglich Pensionierung der Beamten fei der firaße 157a, Mitgliederversammlung.iltale Berlin 4.) Heute, abends zurftek, weil er nicht beim Brauereibetriebe verunglückt sei. Der Kläger Vorstand beauftragt, der nächsten Generalversammlung eine Vorlage 8 Uhr, bet Frig Witte, Andreasstr. 26, Weitgliederversammlung. legte mumehr den Rekurs ein und machte geltend, daß das fragliche zu unterbreiten, welche bezwede, eine Bersicherung der für den Ver Sumanistische Gemeinde. Sonntag, deit 21. Mai, erster Pfingst Haus ja dem Brauereibefizer gehöre und daß er ohne den Auf- band thätigen Personen gegen Unfälle infolge dieser Thätigkeit ferner feiertag, vormittags 10 Uhr, im oberen Saal des Langenbeckhauses, Biegels trag feines Borgesetzten sich nicht mit dem Irrfinnigen eingelaffen für eventuelle Pensionierung der Verbandsbeamten bei eintretender Straße 10/11, hält Herr Dr. Rub. Penzig ben 2. Teil feines Vortrages: hätte. Andrerseits hätte der Mann sehr leicht nach dem Brauerei bauernder förperlicher Unfähigkeit derfelben, ihren Bosten weiter zu und Gerren haben freien Zutritt. Was wir follen."( Die Entstehung des Gewissens in Kinde.) Damen grindstück gelangen und dort unheil anrichten können. Das Reichs- belleiden, zu schaffen. Nät her bemerkt hierzu, daß es nötig sei, Konsumverein Berlin Nord. Die nächste Versammlung findet am Versicherungsamt erachtete indeffen den Rekurs für nicht begründet. in dieser Sache etwas zu thun, es wird vielleicht möglich fein, die Es fehle der ursächliche Zusammenhang zwischen dem Brauerei Beamten bei einer Privat- Versicherungsgesellschaft einkaufen zu können; betriebe und dem Unfalle. auch auf dem Gewerkschaftstongreß sei diese Frage eingehend be handelt. Bedauerlich sei, daß es eine Reihe von Kollegen in Berlin giebt, welche nicht einschen wollen, daß die von ihnen angestellten Beamten versichert werden müßten. Wenn ein Arbeitgeber seine Jun Wahlverein für den britten Reichstage Wahlkreis Arbeiter, welche Jahrzehnte bei ihm thätig gewesen, entläßt, weil hielt Georg Wagner am Mittwoch einen beifällig auf ihm diese nichts mehr leisten können, dann nennt man diese In derselben Weise Die juristische Sprechstunde am Dienstag, den 23. Mat, genommenen Vortrag, in welchem er den befannten Fall von Handlungsweise unmenschlich und brutal. Brügelpädagogit im Botsdamer Josefs- Waisenhause, sowie das Auflauben einige Stollegen verfahren zu müssen, sie stellen fällt aus. fich genau auf denselben Standpunkt der Unternehmer. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und treten des Professors v. Bergmann als Eachverständiger vor Gericht weiter berichtete Mäther, daß zur Deckung außerordentlicher Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. einer scharfen Kritik unterzog. Uuter Hiniveis auf die aus Anlaß O. 2. 1623. Sönnen Sie die Vereinbarung, daß das Gelb angelegt dieses Falles in der Stadtverordneten Versammlung gepflogenen örtlicher Berhältnisse Extra Beiträge erhoben werden können. Verhandlungen erinnerte Martwald an die im Herbst statt. Bezüglich der Abrechnung mit dem Hauptvorstand habe die Ber- werde, nachweisen, so hat der Betreffende Ihnen Ihren Anteil auszuzahlen. 2. 3. 99. Gr tann unbehindert fort, muß aber auf Verlangen des findenden Stadtverordnetenwahlen und forderte zur lebhaften weltungsstelle Berlin vom 1. Juli ab in derselben Weiſe abzu- testerett St. S. 72. Der Mehrheitsbeschluß ist gültig. Agitation für dieselben auf. Unter Vereinsangelegenheiten" rechnen, wie alle anderen Verwaltungen. Es würden also in Zu Osnabrücker Abonnent. Volljährigkeit( zurilcgelegtes 21. Lebensjahr) teilte der Vorfiyende Kräder mit, daß bie Mitglieder die Bernunft mur 20 Proz. der Einnahmen am Orte verbleiben. Sämtliche ist erforderlich: 95a der Gewerbe Ordnung, beziehentlich des sogenannten stein'sche Broschüre in allen Zahlstellen unentgeltlich in Empfang bisherige von der Berwaltung Berlin bestrittenen Ausgaben, Streit- Handwerfergejetes. nehmen können. Im Monat Juni soll über diese Schrift ein Vortrag unterstützung, Nechtsschutz. Unterstützung nach§ 2c, Zeitungen würden alsdann von der Hauptkasse zu tragen sein. M. V. 3, D. 4. Der Anspruch auf unterstütung der gehalten und debattiert werden. Zum Schluß feines Berichts giebt Räther der Hoffnung Aus- Fantilienangehörigen zu Friedensübungen eingezogener Wannschaften Im Wahlverein für den fünften Reichstagswahlkreis druck, daß den Beschlüssen der Generalversammlung von allen Kollegen ist bei der Gemeindebehörde des Orts zu erheben, an dem der Einberufene sprach Genosse Pfannkuch am Donnerstag über die neue Ge- zur Durchführbarkeit verholfen werde und daß sie zum Wohl des zur Zeit vor der Uebung seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hatte. G werbe- Ordnungsnovelle. Der Redner zeigte, welche Aenderungen Verbandes beitragen mögen und der Mitgliederstand ein stabilerer von Ich bin( war) vom... bis... zu einer Reserve( Landwehr-) genilgt etwa folgendes Schreiben: An den Magistrat( Gemeindevorstand) die Novelle an dem gegenwärtig geltenden Recht herbeiführt und werde. Uebung eingezogen. Ich beanspruche für meine Familie die ihr zustehende legte dar, daß dieselbe, was den Arbeiterschutz aubetrifft, noch weit An den Bericht schloß fich eine längere, sehr fachlich geführte unterstügung. Meine Familie besteht aus meiner Frau und Kindern. zurückstehe hinter den Forderungen, welche die Socialdemokratie als Diskussion, an der fich Pawlowitsch, Korsten, Cohen, Die Kinder sind geboren: Hedwig am... August am... usw.( Datum, politische Vertretung der Arbeiterklasse in dieser Hinsicht stellt. Die Wiesenthal und Büchuer beteiligten. Name, Wohnung.) Der Auspritch erlischt, wenn er nicht spätestens binnen von unserer Seite eingebrachten, in der Kommiffion aber abgelehnten Bezliglich der Arbeitslosenunterstützung waren sämtliche Redner Wochen nach Beendigung der Uebung erhoben wird. Die tägliche Unters weitergehenden Anträge auf Arbeiterschutz, namentlich auch die, mit den Beschläffen der Generalversammlung einverstanden. fügung beträgt für die Ehefrau 30 Proz., für jedes Kind unter 15 Jahren welche sich auf Werkürzung der Arbeitszeit der Handelsangestellten a wlowitsch bemängelt, daß die Minorität auf der General ortsüblichen Tagelohns. Solche Unterstützungen sind keine Armen- Unter10 Broz, insgesamt aber für die ganze Familie höchstens 60 Proz. des bezichen, würden im Plenum des Reichstages wiederholt werden. versammlung unvertreten gewesen ist. Er wünscht, daß das Pro- fügungen. Wo der ortsübliche Tagelohn 8 M. beträgt, beträgt also Da werde dann vor dem ganzen Lande konstatiert werden, auf portionalwahlsystem bei Delegiertenvahlen zur Geltung gelange und der höchfte Satz 1,80 W.; wo er 2,70 m. beträgt: 1,62 m. täglich. welcher Seite die Feinde und wo die Freunde des Arbeiterschutzes eine dahingehende Aenderung bei nächster Generalversammlung be- M. 2. Die Frage, ob Krantentassen für fünstliche Zähne zu finden find. In der Diskussion nahm Liepmann das Wort. antragt werde. Weiter wünsche er, um Kosten zu sparen, daß man Er beleuchtete die Lage der Handlungsgehilfen, wies besonders auf den Telegierten mehrere Mandate übertragen fönne. Bezüglich Erdie unendlich lange Arbeitszeit der Hilfsarbeiter im Handelsgewerbe Höhmig der Diäten rügen Büchner und Pawlowitsch, daß Hin und ersuchte den Referenten, wenn es noch angehe, als Mitglied fich die Delegierten diefelben selbst belvilligt haben und zwar mit der Gewerbe- Ordnungs- Kommission für einen weitergehenden Schutz rückwirkender Kraft, auch halten sie die Diäten für zu hoch bemessen. diefer Arbeiterkategorie zu wirken. Der Neumuhr- Ladenschluß, den Won störsten und Cohen wurde dem entgegengehalten, daß die die Kommission für die in offenen Verkaufsgeschäften Angestellten Diäten feineswegs zu hoch seien, tvennt man den ent- Erfolges der Kur nothwendig sind. Danach würden nach Wortlaut und Abs bewilligt hat, müsse auch ausgedehnt werden auf diejenigen, welche gangenen Arbeitsverdienft von 5 bis 6 Mart und die Logistoften in Engrosgeschäften, Fabriken 2C. als Mäther bemerkt, daß die Comptoiristen usw. beschäftigt sind, und der grenzenlosen Ans- Kosten der Generalversammlung nur 1 Broz., also pro Kopf und beutung der Hausdiener müsse durch gefegliche Bestimmungen ein Jahr 10 Bf. betragen. Von horrenden Kosten könne also doch wohl Riegel vorgeschoben werden. Nach Erledigung dieses Punktes wurden feine Rede sein. Nach Schluß der Disfuffion wurde beschlossen, daß Vereinsangelegenheiten erörtert. Die Versammlung beschloß, daß die unerledigten Punkte der Generalversammlung auf einer in fürzester vier Wochen nach Pfingsten ein Familienausflug nach Stolpe an Beit einzuberufenden Versammlung verhandelt werden sollen. Folgende der Nordbahn unternommen werden soll. Dent Genossen Robert Resolution wurde gegen 1 Stimme angenomment: Schmidt wurdest 200 M. zur Verwendung für Agitationszwede Die Generalversammlung nimmt Semtnis von den in Halle gefaßten Beschlüssen und erwartet, baß jedes Mitglied für deren Durch Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer führung eintritt". Berlins und Umgegend hielt am 14. Mat givei Versammlungen Protokolle der Halleschen Generalversammlung gelangen in ab. Die erste tagte im Weddingpart", Müllerstr. 178. Megte nächster gett a 10 Bf. zur Ausgabe. überwiesen. Versammlungen. 1 Briefkasten der Redaktion. G. 2. Arzt fragen! aufzukommen haben, ist, wie wir wiederholt, eingehend an dieser Stelle dargelegt haben, ftreitig. Nach§6 des Krankenversicherungs- Gesetzes find zu und ähnliche Heilmittel." Zu den zum Zweck der freien Stur zu gewäh gewähren freie ärztliche Behandlung, Arznei, sowie Brillen, Brachbänder renden Beistungen sollten also auch folche Heilmittel gerechnet werden, die wie die beispielsweise benannten Brillen und Bruchbänder mit der Krankens behandlung in unmittelbarem Zusammenhang stehen und zur Sicherung des ficht des§ 6 fünftliche, zwecks Vermeidung schlechter Verdauung und zweds Heilung respektive Vorbeuge von Magenfrankheiten n. f. w. verschriebene Bahngebisse zu den von der Kaſſe zu entrichtenden Leiſtungen gehören. Die Berwaltungsgericht hat in einer Entscheidung vom 19. Dezember 1887 ats Braris steht indeß auf einem anderen Standpunkt. Das preußische Obers. genommen, nicht alle mit der Krantenbehandlung in unmittelbarem Bus fammenhang stehenden und zur Sicherung des Erfolges der Kur noth wendigen Heilmittel feien als ähnliche" im Sinne des§ 6 anzusehen. Bielmehr feien ähnliche" Heilmittel nur solche, die bezüglich des Kostenpunktes den Brillen und Bruchbändern ähnlich find. Es sei daher zu treffent. Dieſent oberverwaltungsgerichtlichen Frrthunt sind einige Gerichte von Fall zu Fall unter Berfichsichtigung des Kostenpunttes eine Entscheidung, gefolgt. Eine einheitliche Praxis besteht nicht. Das Reichsgericht hat eine folge lage noch nicht entschieden und wird auch schwerlich zu einer Ents scheidung Gelegenheit haben. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, ben 20. Mat. Opernhaus. 71% Uhr. Ingwelbe. Anfang Urania Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr: Im Theater: Das Land der Fjorde. Invalidenstr. 57/62: Tagl. Sternwarte. Schauspielhaus. Das fünfte Rad. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Anfang 7½ Uhr bort Neues Opern. Die Fledermaus. Fritz Zubells Lokal) Lindenstr. 106. Der Proletarter- Garten sowie C. 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