Nr. 121. Jag Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1899 unter r. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterretch- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts 910 Berliner Volksblaff. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgetle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bts 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Amt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: Sortaldemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Sonnabend, den 27. Mai 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Rentabilität des deutschen Bergbanes berechneten Durchschnitts dividende; nächſtdem überwiegt noch Rapitalfumme berechnet 43 773 450 M, oder in zehn Jahren 1889-1898. Man schreibt uns: Die meisten Gesellschaften verteilen zwischen 5 und der 6 Proz. Durchschnitts dividende macht pro Jahr auf unsere eine Dividende bis 15 Prozent. Nun ist mit der Dividenden- 437 734 500 m. Ausbezahlt wurden in den zehn Jahren summe noch keineswegs der volle Unternehmungsgewinn er aber 601 929 451 M. Es würden also bei einer sechsprozentigen schöpft. Es sind neben der Summe der Dividenden einmal Durchschnitts dividende für Arbeiterlöhne in den zehn Jahren In Brüssel tagt der internationale Bergiene Konten nicht außer acht zu lassen, die zusammen mit der 164 194 911 M. frei geworden sein oder im Durchschnitt jedes arbeiter Rongreß. Da der Kongreß sich auch mit der Dividende den sogenannten Reingewinn ausmachen. Dazu Jahr 16,5 Millionen Mart. Allein im Jahre 1898 hätten an gehören in erster Linie die Reserven, die Tantiemen, 37-38 Millionen Mark mehr Lohn an die Arbeiter ausLohnfrage beschäftigen wird, so geben wir im folgenden ein Teil der Gratifikationen, ja es fann sogar noch bezahlt werden können, die in den von uns in Rechnung geeinen Beitrag zu ihrer Beurteilung. das Konto der Abschreibungen unter Umständen zur zogenen Werken beschäftigt waren. Dabei ist zu bemerken, S Uebersicht: Berechnete Jahr Dividenden Riffer Dividenden Summe in M. Gegen das Vorjahr + oder +21 218 123 Gegen den Durchschnitt + oder 1 451 566 +19 766 557 9 703 115+ 10 063 442 1889 8,05 1890 10,96 1891 9,63 58 741 379 +79 959 502 70 256 387 1892 6,88 50 193 776 20 062 611 1893 5,14 38 499 265 1894 5,26 39 874 714 1895 6,40 46 691 780 1896 8,69 1897 10,00 11,22 11 694 511 + 875 449 +7 317 066 +16 708 767 +9 555 203 +8 900 601 9 999 169 21 693 680 20 818 231 +3 207 602 +12 762 805 +21 663 406 13 501 165 Die Ausgleichskrise. Für deutsche Verhältnisse fehlen leider noch die nötigen Ermittelung des Unternehmungsgewinnes in Betracht kommen. daß durch eine solche Verteilung des Erträgnisses weder das Bergbetriebe: wir kennen weder für die einzelnen Unter- Man begegnet nicht mit Unrecht häufig der Annahme, daß speciell Unternehmen selbst wirtschaftlich irgend einen Schaden hätte, nehmungen noch für ihre Gesamtheit einerseits die Rentabili. hinter den Reserven ein besonders großer Teil des Unter- ja nicht einmal das Kapital als solches, höchstens gewisse täts-, andererseits die Lohnverhältnisse, um auf solch einer nehmungsgewinnes zu suchen sei. Es wird dabei ausgeführt, einzelne Kapitalistenkreise, die aus den großen Schwankungen Die Arbeiter dagegen Vorarbeit fußend dann den Anteil sowohl der Arbeiter ein großer Teil Aktiengesellschaften stecke, um nicht durch der Kurse sich zu bereichern suchen. wie der Kapitalisten an den hohen Ergebnissen der gegen allzuhohe Dividende die Oeffentlichkeit und würden ungemein gewinnen und durch sie die gesamte Voltswärtigen günstigen Konjunktur zu ermitteln. vornehmlich ihre Arbeiter zu reizen, einen wirtschaft. Einigerhohen Prozentsatz des Reingewinns in den Reservefonds. Es unterliegt keinem Zweifel, daß nach dieser Richtung hin maßen werden wir jedoch auch schon von einer einseitigen Auch allzuhohe Abschreibungen könnten oft zur Verschleierung die Arbeiter darauf bedacht sein müssen, Lohnpolitik in großem Feststellung der Rentabilität im Kohlenbergbau einen Anhalts- des eigentlichen Gewinnes dienen. Für Bergbau und Hütten- Stile zu treiben. Sowie die Dinge heute liegen, hat von einer punkt für die Beurteilung der Lohnfrage gewinnen können. Beobachten wir nämlich eine start steigende Verzinsung des wesen sind aber in der genannten Beziehung Ueberschreitungen günstigeren Konjunktur nur ein kleiner Kreis der Finanzwelt im Bergbau angelegten Kapitals, so wird man zu dem Schluß des zulässigen Maßes sowie Verschleierungen schwer nach besondere Vorteile. Die Masse des Kapitals drückt sich die geneigt sein, daß unter Umständen hier Summen dem Kapital zuweisen; ohne große Specialfenntnis des einzelnen Betriebes hohen Erträgnisse durch die stets steigenden Kurse gegenseitig zugeflossen sind, die besser den Arbeitern zu gute gekommen ist hierüber überhaupt kaum ein Urteil zu fällen. Wir lassen herab, und nur der Spekulant heimst aus den Schwankungen wären. Mit Rücksicht auf die Beantwortung dieser Frage also diese Faktoren außer Betracht und begnügen uns mit der der Kurse übermäßige Gewinne ein. Diese willkürlichen und wollen wir hier eine Rentabilitätsrechnung aufmachen. Jedoch 98. Was diese Dividende besagen will, ergiebt sich erst aus eines wirtschaftlichen Unternehmens würden bei einer ge Feststellung der 11,22 prozentigen Dividende für das Jahr innerlich auf die Dauer garnicht berechtigten Wertsteigerungen wird sich diese nicht ausschließlich auf reine Kohlenbergwerke einem Vergleich mit den in früheren Jahren gezahlten Ge- ordneten Dividendenpolitik verschwinden, deren Aufgabe es beschränken. Da viele Kohlenbergwerke auch Hüttenbetrieb haben, umgekehrt viele Hütten nebenbei Kohle fördern, so rechnet. Um auch vergleichbare Dividendensummen zu er sichtigen, als es heute der Fall ist. Auch hier werden die winnen. Wir haben dieselben für die letzten zehn Jahre be- wäre, den Faktor Arbeit in weit höherem Grade zu berückhaben wir die Rentabilitätsrechnung auf Bergbau und Hüttenwesen ausgedehnt. halten, aus denen sich die Zu- resp. Abnahme der Gewinne Arbeiter Hilfe nur aus eigener Kraft zu erwarten haben. Es Unter Rentabilität verstehen wir hier den jährlichen, in entnehmen läßt, berechneten wir die wirklich für jedes Jahr wird eine Periode langen Kampfes darstellen, in dem das Prozenten ausgedrückten Gewinn, der dem Kapital zufließt. festgestellte Dividende auf das Aktienkapital vom Jahre 1898 hier angedeutete Ziel erreicht werden wird. Nur durch Man pflegt gewöhnlich den Gewinn, den industrielle Gesell- in Höhe von 729 557 500 Mr. Wir erhalten dann folgende allmäligen und fortgesetzten Druck auf die Werksverwaltungen einerseits und indirekt auf die Börse andererseits kann die schaften abwerfen, Unternehmergewinne zu benennen. Nun wirtschaftlich unberechtigte und unnützliche Höhe der Dividenden ist es aber leicht nachweisbar, daß bei Aktiengesellschaften, im Bergbau und Hüttenwesen herabgedrückt werden. deren Papiere an den Börsen gehandelt werden, von Unternehmern im strengen Sinne des Wortes nicht mehr gesprochen werden kann. Der Kreis der Personen, der am Datum des Geschäftsabschlusses im Besize der Aktien ist und die Dividenden-st- Wien, 25. Mai. fumme unter sich teilt, setzt sich nicht aus Unternehmern, In dem aufs äußerste zugespitzten Konflikt zwischen den beiden sondern aus großen und kleinen Kapitalisten zusammen, die Regierungen ist weder gestern noch heute eine Entihr Geld so hoch wie möglich zu verzinsen suchen. Bei Aktienche i dung gefallen. Die Situation ist für den Monarchen, gesellschaften, deren Aktien sich nicht in festen Händen befinden, der ebenso Kaiser von Oestreich wie König von Ungarn ist, höchst sondern fortgesezt hin- und hergekauft werden, fann man nur eigentümlich: er soll sich entweder für Oestreich und also gegen 63 400 547 die Gründer der Gesellschaft als Unternehmer bezeichnen; Ungarn, oder für Ungarn und damit gegen Oestreich entscheiden! 72 955 750 und dabei handelt es sich um keine politische, sondern um eine die späteren Aktieninhaber haben den Unternehmercharakter 1898 81 856 351 wirtschaftliche Angelegenheit, so daß sich die Entscheidung der vollständig abgestreift; sie stehen zu der Unternehmung in Durchschn. 8,25 160 192 945 Krone als ein Angriff auf die wirtschaftlichen Interessen jener Reichshälfte feinem wirtschaftlichen, sondern in einem ganz losen und rein finanziellen Verhältnis. Mit Rücksicht nun darauf, daß der Zunächst stellen wir fest, daß in 10 Jahren auf 729 darstellt, gegen die er optirt! Diese sonderbare Situation, in der größte Teil des in Aktiengesellschaften des Bergbaues und Millionen Mark Kapital 602 Millionen Mark Dividende der Monarch gleichsam als Gegner seines Landes und als Freund Hüttenwesens angelegten Rapitals an den Börsen in Einzel- ausgezahlt wurden, daß aller Wahrscheinlichkeit nach in 12 von anscheinend dessen Angreifern erscheint, tompliziert sich noch rufen können. Sowohl der Jschler Pakt, der die Grundlage der stücken gehandelt wird, sehen wir von dem Ausdruck Unter- Jahren dies am Bergbau und am Hüttenwesen angelegte dadurch, daß beide Regierungen sich auf das Wort des Kaisers beein Position der östreichischen Regierung bildet, als die Vereinbarung nehmergewinn ab und setzen dafür Unternehmungs. Kapital sich durch die Verzinsung verdoppelt hat geradezu erstaunliches Ergebnis in der Zeit des sinkenden Szells mit der ungarischen Opposition, auf die sich der ungarische Ministerpräsident beruft, sind vom Kaiser genehmigt worden, so daß Im nun den Unternehmungsgewinn für den deutschen Binsfuzes! Nun wird man einwenden, daß in Wirklichkeit fast kein das formale Recht eigentlich auf beiden Seiten gleich start Bergbau und das Hüttenwesen festzustellen, war es nötig, Unter folchen Umständen begreift man es, daß der einmal den Kreis der Unternehmungen genau zu bestimmen, einziger Kapitalist, der am Bergbau und Hüttenwesen sein iſt. es in Oestreich die als typisch für Bergbau und Hüttenwesen gelten können. Geld angelegt hat, eine solche Verzinsung erlebt hat. Und Kaiser weder Thun noch Szell recht geben will, um so oder in Ungarn unausweichlich würde. Es wird also, Wir haben als diesen Streis alle jene Unternehmungen des das ist in der That richtig und zeigt das Unvernünftige der mehr, als dann eine Miniſterkrise, sei Bergbaues und Hüttenwesens angesehen, deren Papiere an heutigen Dividendenpolitik. Sobald nämlich ein Papier ein das ist das Ergebnis der Audienzen, die heute beide Ministerder Berliner Börse gehandelt werden. Diese Unter- gutes Erträgnis abwirft, so steigen die Kurse desselben und präsidenten beim Kaiser hatten, noch einmal nach einem Ausdrücken für den Käufer der Käufer der Papiere das Erträgnis gleich der Differenzen gesucht werden. Ob der Ver nehmungen repräsentieren die größten und maßgebendsten brücken für den wesentlich, oft bis zum landesüblichen Zinsfuß, in such Aussichten auf Erfolg hat, muß allerdings sehr bezweifelt Betriebe und umfassen ohne Zweifel einen überaus hohen Reiten der Strise noch mehr herab. Ist der Kurs eines werden. Prozentsatz des in den betreffenden Industrien angelegten Bapiers heute gleich 100 und steht eine Dividende von Wir haben den Streitgegenstand zwischen den beiden Kabinetten Stapitals; sie spiegeln auch in ihren geschäftlichen Ergebnissen 8 bis 10 Prozent in Aussicht, so wird am Markte an dieser Stelle schon einmal fargelegt. In den im Auguſt borger das Gesamtresultat ziemlich getreu wieder. das Papier nicht mehr zu 100, sondern viel eher zu 200 und Jahres zwischen Thun und Banffy abgeschloffenen Vereinbarungen war Im ganzen erstreckt sich unsere Rentabilitätsberechnung parlamentarisch zu erledigen, er von der östreichischen Regierung zur Zeit 729 557 500 M. beträgt. Unter diesen Gesellschaften gewissen Stapitalistenkreisen ungemein viel verdient, nicht aber mittels des§ 14 in Wirksamkeit gesetzt werden wird, wogegen ihn auf 102 Berg- und Hüttenwerke, deren Gesamt- Aktienkapital darüber gehandelt werden. Bei diesem Handel wird ja von bestimmt, daß, im Falle es nicht gelingen sollte, den Ausgleich in Destreich aus dem Erträgnisse der Unternehmung selbst heraus, sondern die ungarische Regierung auf Grund ihres Selbstverfügungsrechtes" sind mit einem Aktienkapital von durch die fiftiven Kurssteigerungen des Kapitalwertes, ver- als Gesetz erlassen werde. Dabei erfuhr aber die wichtigste Betutanlaßt durch die Aussicht auf hohes Erträgnis. Diese Wert- stimmung des Ausgleiches eine gewichtige Umänderung: das Rollsteigerungen sind für das wirtschaftliche Leben in dem heute bündnis sollte nicht mehr, wie immer seit dem Bestande des üblichen Maße durchaus ungesund, der Unternehmung und Dualismus, auf zehn Jahre, sondern nur auf fünf Jahre, bis dem Arbeiter direkt schädlich. Man kann auch nicht behaupten, Ende 1903, abgeschlossen werden; dann aber sollte es so lange daß die Echwankungen der Dividende in den heutigen weiter dauern, als es von der ungarischen Legislative nicht abgeändert oder aufgehoben worden ist. Diese sogenannte Extremen notwendig seien. Wir haben oben schon darauf Banffyiche Klausel acceptierte nun Herr v. Szell nicht, sondern er Nicht für jedes Jahr ist die Dividende für die genannte hingewiesen, daß bon einem eigentlichen Unternehmer schloß den Friedenspaft mit der ungarischen Opposition auf der Kapitalsumme nun auch durchweg zu ermitteln; meist fallen risiko bei den Kapitalisten, die ihr Geld am Bergbau und Grundlage, daß die Bollgemeinsamkeit bis 1908 bestimmt werden verschiedene Gesellschaften aus einer Reihe von Gründen bei Hüttenwesen anlegen, keine Rede mehr sein kann. Es solle, dann wird noch ein Jahr gewartet, und wenn auch da kein der Berechnung aus, so ganz besonders für das Jahr 1898, muß also das die Bestreben dahin gehen, Höhe definitives Zollbündnis zu stande komme, so trete eben die wirtfür das die Erträgnisse bei vielen Gesellschaften, deren der entsprechend dem ficheren Charakter schaftliche Trennung von selbst ein. Der Unterschied zwischen dieser Rechnungsjahr nicht am Ende, sondern inmitten des Kalender der Papiere mit aller Straft herabzudrücken. Wenn man für Formel und der in Ischl vereinbarten liegt auf der Hand; den vorjährigen Vereinbarungen das hätte Auf= jahres endet, noch nicht bekannt sind. Das Ergebnis für das unsere Bergwerts- und Hüttenpapiere den offiziellen Zinssat heben, jetzt soll das Fortdauern des Bündnisses bewirkt Jahr 1898 bezieht sich vielmehr nur auf 56 Gesellschaften plus einem Aufschlag von 1-2, Proz. als Normalertrag festsegen werden. Die östreichische Regierung ist dabei von Herrn mit einem Kapital von 361 852 300 M. Diese 56 Gesell wollte, so würde man zu einer Durchschnittsdividende von v. Szell ganz bagatellmäßig behandelt worden; er hat sie weder geschaften verteilten insgesamt für das Jahr 1898 eine Divi etwa 6 Broz. gelangen. Eine solche wäre jedenfalls immer fragt noch in Kenntnis gefeßt; Graf Thun erfuhr die Thatsache, daß dende von 40 621 255 M., d. i. 11,22 Broz. des Stapitals. noch hoch genug, uni das anlagelustige Stapifal zu gewinnen der mit ihm vereinbarte Batt zerrissen worden ist, aus den Zeitungen 6 und festzuhalten. Der Bergbau, das Hüttenwesen, der Geld- wie alle andern Leute. Nun wehrt sich die östreichische Regierung Zahl der Gesellschaften Prozent Dividende markt. ganz besonders aber die Arbeiter würden nur ge- auf eine eigentümliche Weise. Sie versucht nicht, die Verlängerung winnen, wenn in dieser Richtung eine ziel des gollbündnisses zu erreichen, sondern sie erhebt vielmehr die bewußte und energische Arbeiterpolitik ein Forderung, daß dementsprechend auch der Termin für die gemeinsame Bank gesezt werde. Dieses Verlangen findet greifen würde. Man berechne nur einmal, welche bei Serru v. Szell feinen Widerstand, dagegen will er, Summe für die Löhne durch eine solche Durchschnitts- daß froß der kurzen Frist, wofür die Existenz der Bank normierung insgesamt in den zehn Jahren und in jedem überhaupt verbürgt wird, die Oestreichern zugestandene Magyarisierung der Notenbank durchgeführt werde. Die einzelnen Jahre frei werden würde. gewinn. Es verteilten unter 1 Million Mark. 1-2 Millionen Mark. 2-5 5-10 10-15 über 15 " " . Anzahl 5 16 38 19 14 10 0 1-5 2 5 28 maxus5-11,22 89831 11,22-15 15-20 20-30 über 30 Dividenden nach bon den Ungarn werden die Beute bei der Bank nicht fahren lassen und die * Wien, 26. Mai. Die ungarischen Minister lehren nach Budapest zurück. Koloman von Szell wird am Sonntag nach Wien zurüdfehren. Wie die„ Neue Freie Presse" meldet, wird die Reise des ungarischen Ministerpräsidenten Koloman v. Szell nach Budapest in politischen Kreisen auf den Wunsch des Kaisers zurückgeführt, der dahin geht, Szell möge mit den Vertrauensmännern der ungarischen Parteien noch einmal Rücksprache über die Möglichkeit einer Verständigung nehmen. " " 1 も " Ihilft so wenig, wie die vielen anderen bisher gegen die Social demokratie empfohlenen Mittel geholfen haben. Es tritt ſogar das Gegenteil ein. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Wegen einer angeblichen Majestätsbeleidi gung wurde am 24. d. M. der Arbeiter Blasius G. in einem Schanklokale in Benthen festgenommen und verhaftet. Von den ,, Vorwärts- Dieben öftreichische Regierung weigert sich, sie herauszugeben. Das ist haben wir nun endlich nach monatelangem Harren etwas Authentisches im Wesen der Streitpunkt, über den jetzt so erbittert verhandelt wird. gehört. Man erinnert sich, daß der„ Vorwärts" im Februar ein paar Wie man sicht, existirt die Streitfrage nur, weil die östreichische recht interessante Briefe des Freiherrn v. Stumm veröffentlichte, daß demokratische Turner, Sänger usw. Vereine giebt, auch socialDer Herr Professor scheint nicht zu wissen, daß, wie es focial Regierung den Ausgleich ohne Parlament machen will, denn all die Klauseln und Formeln gelten nur für den Fall, unmittelbar darauf die Staatsanwaltschaft mobilisiert, bei den demokratische Turner, Sänger- usw. Vereine giebt, auch socialdemokratische Fahrradvereine existieren. Und bei den letzten als der Ausgleich in Oestreich nicht auf parlamentarischem Wege, sondern Redacteuren unseres Blattes als verdächtigen Dieben und Hehlern Reichstagswahlen haben sich diese für die Verbreitung socialdemo mittels eines frechen Verfassungsbruches ins Werk geicht wird. Die Haussuchungen veranstaltet wurden, und schließlich Herr v. Stumm fratischer Flugblätter und Stimmzettel und für die Einholung der vielberufene Szellsche Formel löst sich in eitel Dunst auf, wenn der im Reichstag das Märchen von den vom Vorwärts" gestohlenen Wahlresultate am Wahltagabend so vorzüglich bewährt, daß wir mit Ausgleich dorthin zurückgeleitet wird, wohin er gehört: ins Bar Briefen erzählte. dem Herrn Prof. Delbrück den lebhaften Wunsch hegen, diese sociallament, und alle Schwierigkeiten hören auf, wenn das östreichische Die" Post" erfand ihrerseits damals eine Räubergeschichte von demokratischen Radfahrer möchten sich ins unendliche vermehren. Parlament wieder in seine Rechte eingesetzt wird. Nichts wäre also einem Einbruchsdiebstahl, bei dem die Vorwärts Diebe" sogar Bir fönnen sogar dem Herrn Professor verraten, daß die verderblicher, als wenn die Regierung Thun, trozdem sie fachlich Cigarren mitgehen ließen, und sie band einem allzu gläubigen Socialdemokratie auch in diesem Falle den anderen Parteien sa vollends im Rechte ist, Recht behalten würde, denn dann wäre die boraus ist, als sie Kandidaten und Abgeordnete besitzt, die Bahn für den Staatsstreich frei, der Ausgleich würde mit dem Berichterstatter in ihrer grenzenlosen Verlegenheit und Stummfurcht auf dem Fahrrad ihre sonst recht schwierig zu bearbeitenden Wahl§ 14 durchgeführt werden und der östreichischen Volks- die Fabel auf, es feien zwei des Diebstahls verdächtige Personen freise besuchen und vorzügliche Erfolge erzielen. vertretung wäre für immer der Rückgrat gebrochen. Ans verhaftet worden. Verhaftet sind allerdings zwei Angestellte der Herr Professor Delbrück muß also schon früher aufstehen, wenn dem Wirrsal giebt es also vernünftigerweise mir einen Post" worden, aber wegen einer Schwindelei, die mit dem angeber glaubt, den Vernichtungsbacillus für die Socialdemokratie entAusweg: Ins östreichische Parlament zurück! Wie die lichen Briefdiebstahl in gar keinem Zusammenhang stand. So täuscht decken zu können. Dinge stehen, ist das Ende der Regierung Thun unvermeidlich; ihr man die Oeffentlichkeit, wenn Stumm wütet. Auch in vorgerückter scherzhafter Laune follte man nicht plötzlich erwachter Mut gegenüber Ungarn scheint auch nur dem Be- Nicht minder erfunden waren die Angaben von einem Einbruchs- derart wider die Thatsachen plaudern. dürfniſſe entſprungen zu ſein,„ in Schönheit zu ſterben", denn diebstahl, und die„ Poſt" hat wider die ihr offenkundige Thatsache Chronik der Ma wirkungsvoller kann eine Regierung in Oestreich nicht fallen, als der Behörde die Geschichte erzählt, um eine Aftion gegen den Bor einem nicht als wenn sie als Verteidigerin der heimischen Interessen gegenüber Ungarn der Behörde die Geschichte erzählt, um eine Aktion gegen den Vorauftritt. In Wahrheit leiten sich aber alle Ausgleichsschwierigkeiten wärts" zu veranlassen. Jetzt liegt uns nämlich ein amtliches von der Furcht der Regierung Thun vor dem Parlamente her, und Schriftstück vor, aus dem unzweidentig hervorgeht, daß die" Post" was sich min vollzieht, ist nichts anderes als der völlige Krach des Leute keine Ahnung hatten, auf welchem Wege, wann und wie anmaßlichen ministeriellen Absolutismus. die Briefe in den Vorwärts" gelangten. Der Chefredacteur Ein geohrfeigter Denunziant. Dieser Tage spielte sich, wie der" Post", Kronsbein, hat nämlich mur die Vermutung aussprechen Münchener Blätter berichten, im Hofe des föniglichen Hofbräuhauses fönnen, daß ihm die Briefe ,, in der Zeit vom 6. Oktober 1898 folgende Scene ab, deren Schlußeffekt gewiß jeden anständigen bis 25. Februar 1899" gestohlen worden seien, d. H. in der Zeit Menschen mit lebhafter Genugthnung erfüllen wird: zwischen dem Empfang der Briefe und ihrer Veröffentlichung. Gypsbüste König Ludwigs II. Leider hatte der Mann nach der Rauft sich da ein Arbeiter von seinem fargen Wochenlohne eine Also sind vermutlich auch die berühmten Cigarren in dem Zeitraum dritten Maß ein schweres Pech, denn ein unversehener Stoß- und zwischen dem 6. Oftober 1898 bis 25. Februar 1899 gestohlen" worden. die Büste lag zerbrochen am Asphaltboden. Unter allgemeinem Herr Stronsbein wußte also gar nichts, als daß zur Zeit der Veröffent Bebanern der Tischgesellschaft holte der Mann die Trümmer zufammen, lichung die Briefe nicht auffindbar waren, und weil er über den Verbleib nicht jedoch ohne einige Kraftausbrüde fallen zu lassen. nichts wußte und Herr v. Stumm doch beruhigt werden mußte, er- Niemand fiel es aber ein, diefelben als sich auf den König beziehend, sann er die Geschichte von dem Einbruchsdiebstahl; auf Grund dieser oder gar als Majestätsbeleidigung zu betrachten. Nur einem Erfindung mußte dann ein großer Teil der Polizei in allen Gegenden norddeutschen Studenten war es vorbehalten, darin ein Berlins und der Vororte fich dazu hergeben, bei unbescholtenen crimen laese majestatis zu erbliden. Er entfernte fich heimlich imb holte einen Schuhmann, um den Verbrecher dingfest Staatsbürgern nach gestohlenen Gegenständen zu suchen! machen zu lassen. Das Publikum und besonders die Tischgenossen, Die Verrohung der Jugend. Das obenerwähnte Aftenstück ist die- Anklage, die den Ab- die den Hergang der Affaire ganz genau kannten, nahmen aber soIn einer Zeit, wo sich unsere Junker, die Herrenhänsler schluß der heiteren Angelegenheit bildet. Aber es ist keine Anklage fort Partei für den Arbeiter und der Schuhmann sah sich veranlaßt, an der Spike, um die wachsende Verrohung der Jugend wegen Diebstahls oder Hehlerei, sondern unser verantwortlicher Re- mangels jeglichen Grundes von einer Einschreitung abzusteheit. Der grämen, wird der folgende Bericht, der uns aus Jena zu- dacteur foll sich nunmehr wegen angeblichen Vergehens gegen junge Herr hatte aber seinen patriotischen Uebereifer zu büßen, denn gegangen ist, ein willkommenes Material sein. Man das Gesez betreffend das- Urheberrecht ver- kaum hatte der Schußmann sich entfernt, als ein bisher vollständig schreibt uns: antivorten. Der Vorwärts" soll sich nämlich des unerlaubten Nachumbeteiligter Zuschauer in der Perfon eines elegant gefleideten Herrn auf den Denunzianten zuging und ihm nach kurzent Wortwechsel Eine witſte Scene veranstalteten für sich und eine große Menschen- drucks schuldig gemacht haben, weil er die Briefe ohne Genehmigung eine weithin schallende hrfeige verfeste. Unter Bravorufen menge sechs auswärtige Studenten, welche sich am ersten Pfingst- ihres geistigen Eigentümers", des Frhrn. v. Stumm, abgedruckt und Beifallklatschen mußte sich der Geohrfeigte aus dem Stanbe feiertag in Jena aufhielten und in der folgenden Nacht im„ Deutschen und verbreitet hat. Haus", einem Hotel ersten Ranges logierten. Es war 1 Uhr nachts, Taß die Briefe des Herrn v. Stumm den Begriff des geistigen Die Leipziger Volkszeitung" bringt eine seltsam dunkele als die Herren", die jedenfalls mittels einer ergiebigen Kneiperei Eigentums", der gegen Nachdruck geschützt werden soll, nicht zum wahren Deutschtum sich durchgesoffen hatten, gemäß gemein- erfüllen, scheint uns zweifellos. Sie gehören zu jenen Mit- Notiz, welche die Arbeiter vor den Lockungen der Berlepich- Gruppe schaftlicher Verabredung die Fenster ihrer in der zweiten Etage ge- teilungen, die jeder nachdrucken kann, weil sie keinerlei warnen will. Die Berlepsch- Gruppe sei durch die Ablehnung der Beteiligung an der Arbeiterschutz- Konferenz seitens der socialdemoTegenen Zimmer öffneten und dann zu schreien, au fingen war uns gerade aus den veröffentlichten Briefen bekannt, welch' Trennungsversuche unter der Socialdemokratie fortzusetzen. zu besonderen geistigen Arbeitsleistung entstammen. Außerdem kratischen Reichstagsfraktion feineswegs entmutigt, sondern suchte ihre und auf alle mögliche Weise zu standalieren begannen. Durch diese Thätigkeit weckten sie nicht allein die übrigen Hotel- großen Wert Herr v. Stummm darauf legt, daß seine geistigen Aeuße- Offiziere seien da, wie aber die Macht gewinnen? Und nun erzählt gäste, sondern auch die gesamte Nachbarschaft( das Hotel liegt mitten rungen möglichst weite Verbreitung finden. Der Redacteur seines die 2. 2.": in der Stadt am Holzmarkt) ans dem Schlafe und Todten durch den Blattes sollte ja deshalb gemaßregelt werden, weil er verdächtig auch für Jena man ist hier durch die zahlreichen„ Studenten- war, die Neden Stumms nicht zu lesen. Wir glaubten also, Herrn ulte" fchon ziemlich abgeftumpft ungewöhnlichen Radau eine zahl- v. Stumm durch die Verbreitung seiner Meinungen zu dienen, und reiche Menschenmenge herbei. Auch Schußleute waren zur Stelle, die den fonnten uns nicht bewußt sein, daß wir fremdes geistiges Eigentum gebildeten Herren Ruhe geboten. Mit diesen guten Ratschlägen widerrechtlich uns angeeignet hätten. Dagegen erkennen wir aus befanden fie fich aber auf dem Holzwvege. Die fidelen" Musen- journalistischen Anstandsrücksichten und nach redaktionellen Geschäftsföhne ließen sich nicht aus der Fassung bringen, sondern setzten ihr ufancen Herrn v. Stumm durchaus einen Anspruch auf Honorierung Zoben fort und regalierten die Wächter der öffentlichen Ordnung seiner bei uns eingegangenen Mitteilungen zu, und wir sind bereit, mit den allergemeinsten Schimpfreden. Als diese in Gemeinschaft in gütlicher Vereinbarung ihm das bei uns übliche Zeilenhonorar mit dem Wirt in die Zimmer dringen wollten, fanden sie die Thüren 34 zahlen. verriegelt und verbarrikadiert. Politische Uebersicht. Berlin, den 26. Mai. er daß die ver= Das merkivürdige Verfahren, das in dieser Anklage wider uns Auf dem Rückzuge mußten die Schuyleute wahrnehmen, daß angewendet ist, wird übrigens, wie wir vermuten, für Herrn Er wird sich an die toll gewordenen Universitätsjünglinge nach den Beschwichtigungs- v. Frege eine befreiende That auregen. versuchen sich noch rafender geberdeten. Bon unten stehenden den„ eiternden Beulen" der Preßjünglinge dadurch rächen, die seine Briefe sämtlichen Blätter, Rommilitonen angefeuert, begannen die Akademiker, nachwegen unberechtigten Nachdrucks verklagt. dem sie das in den Zimmern vorhandene Mobiliar kurz und öffentlicht haben, Klein geschlagen hatten, aus ihrer Festung die einzelnen Stücke und wir glauben sogar, daß er mehr Glück damit haben wird, als auf die Straße nach den Schuhlenten und dem Publikum Herr v. Stumm, da man ehrlicherweise gestehen muß, daß seine zu werfen. Auf diese Weise mußten Tische. Stühle, Nachtgeschirr, Briefe cine gewisse Originalität haben und offenbar einem starken Gläser, Bilder usw. den Weg durchs Fenster nehmen; was in den Aufwand subjektiver geistiger Arbeitsleistung entsprumgen sind, darum Händen der Wüstlinge noch ganz geblieben war, zerschellte auf der also den Wert geistigen Eigentums darstellen. Deutsches Reich. Straße mit lautem Stracheit. Zwei von den Schuylenten wurden von diesen Wurfgeschossen getroffen; sie hatten schließlich gerade genug zu thun, um sich und das Publikum vor den tobsüchtigen Die Laudräte und die Kanalvorlage. Daß ein Teil der im Gesellen, die der ausgleichenden Gerechtigkeit wegen auch nach den Abgeordnetenhaus fizenden Landräte für die Stanalvorlage eintreten Fenstern der gegenüberliegenden Häuser warfen, in Sicherheit zu werden, ist höchst wahrscheinlich; fie bedenken ihr Fortkommen und bringen. werden fich trotz der agrarischen Oppositionshezer mit der Regierung Die unerhörte Krawallscene dauerte bis 3 Uhr nachts; erst dann nicht verfeinden; die sonderbaren liberalen Reden von den wurden die Nedaubrüder, nachdem sie sich inmitten der vier nackten Gehorsamspflichten der Beamten find nicht einmal nötig, um die Wände befanden, ruhiger. Es war verwunderlich, daß die Polizei Landräte an das zu erinnern, was ihnen frommt. feine energischeren Mittel anwandte, um den gemeingefährlichen Von einzelnen Landräten steht es bereits fest, daß sie für die Vorlage eintreten werden, zum Beispiel der Vertreter für MarMenschen auf den Leib zu rüden, um rücken, um sie entweder int burg, Landrat v. Negelein. Darob große Entrüstung im Bolizeigewahriam oder in die naheliegende Irrenheilanstalt zu Bund der Landwirte. Der Vorfiyende des Bundes in Marbringen. Die Schuyleute sahen dem Treiben machtlos zu und burg erklärte, der Hessischen Landesztg." zufolge in einer Bermußten sich damit begnügen, am anderen Morgen die Namen jammlung, man müsie als Landwirt gegen die Vorlage fein, und es der Tumultuanten festzustellen. Diese sind hierauf in ihre Heimat jei bereits in diesem Sinne ein Schreiben an deit Herrn Abzurückgekehrt. Von ihrer Verbindung sollen sie unterdessen übrigens geordneten gefandt worden, das dieser aber gar nicht beant ausgestoßen worden sein. wortet habe. Jufolgedessen müsse er noch mit einem zweiten Schreiben regaliert werden. Dieses wurde dann auch einstimmig beschlossen. Das fommit davon, wenn man Landräte wählt! Man wird wohl annehmen dürfen, daß wider die Herren ein Verfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet werden wird, fofern sie mit demselben Maß gemessen werden wie andere sterbliche Menschen. Auf den Ausgang der Sache kann man, besonders wenn man sich an die Strawallprozesse der jüngsten Zeit, z. B. den Löbtauer erinnert, gespannt sein. Aus anderen Berichten fügen wir noch hinzu, daß die Herren, die auf diese Weise ihre Jugendkraft austobten, Storpsstudenten sind. Ja, es wird sogar behauptet, daß sie ihre Heldenthaten in durchaus nüchternem Zustande verübt haben, was wir allerdings für sehr unwahrscheinlich halten. Die Leipziger Volkszeitung" erinnert an ein Wort Fichtes, das er vor 105 Jahren in Jena gesprochen: machen. Die Bor längerer Zeit war's, da wurden Unterhandlungen mit einzelnen Kreisvereinen des Deutschen Ortstranten kassen Verbandes angeknüpft, um durch sie Fühlung mit der Arbeiterschaft zu erhalten. Man munkelte damals von einer besonderen Organisation der Kassen, obgleich eine solche eigentlich schon bestand. Was ist nun aus diesen das maligen Verhandlungen geworden? Darüber hat man nichts erfahren können. Es lag alles im Dunkelen und Ungewissen bis zum großen Tuberkulosen Kongreß, der eben in Berlin stattfindet. Da taucht wieder mit Bestimmtheit das Gericht einter befonderen Organisation der Kaffen auf, für die die Verlepsch- Gruppe sich schon früher ins Zeug gelegt hatte. Infere Annahme, daß die beabsichtigte Organisation mit dem Plane der Berlepsch Gruppe zusammenfallen könnte, wird freilich erschüttert, nachdem der„ Vorwärts" gleichfalls die Hoffnung ausspricht, daß die Konferenz der Krankenkassen, die am 28. Mai in Berlin stattfinden wird, den Grundstein für einen Zusammenschluß fämtlicher Krankenkassen Deutschlands bilden möge, nachdem der Borwärts" mit großer Wärme für diese Organisation eingetreten ist. Es ist sicherlich nur Zufall, daß die Bestrebungen der Berlepsch- Gruppe sich mit denen des Vorwärts" in diesem Falle decken. Aber das Zusammentreffen zeigt, wie klug und geschickt die Berlepsch- Gruppe operiert, um durch irgend ein Loch mit socialdemokratischen Arbeitern in Fühlung zu fommen. Und es bedarf großer Vorsicht, wenn in diesem Falle dem unerwarteten Schachzug geschickt begegnet werden soll. Vielleicht daß durch einen frühzeitigen Warnungsruf ein Vorhaben noch in letzter Stunde unterlassen wird, das für den Tuberkulose Kongreß als Antwort auf die ablehnende Haltung der Fraktion beabsichtigt war." " D llus ist nichts bekannt von Verhandlungen derer um Berlepsch mit Orts- Krankenkassen, wie sie die".." andeutet. Wenn die 2. V." hierüber etwas weiß, so thäte sie schon beffer, der Oeffentlichkeit ihr Wissen nicht vorzuenthalten, statt ängstlichen Befürchtungen Ausdruck zu geben. Die Centralkommission der Berliner Krankenfassen, deren Bestrebungen nach Schaffung einer einheitlichen Orga nisation der Krankenkassen der„ Vorwärts" gewürdigt hat, steht, wie wir zuverlässig wissen, irgendwelchen Bemühungen der BerlepschGruppe durchaus fern. Wenn sich die„ Leipziger Boltszeitung" mur der Mühe unterzogen hätte, die Entstehung und die Absichten des bevorstehenden Krankentassen- Kongresses tennen zu lernen, so würde sie ihre besorgten Auslassungen geipart haben. Vermutlich hat ein guter Freund der„ Leipz. Volksztg." die auffällige Aengftlichkeit der Leipz. Voltsgtg." vor den Versuchungen der Socialdemokratie durch die Berlepschleute scherzhaft ausbeuten wollen. Ausland. Emilio Caftelar Nationalliberale Agrarier. Wie die nationalliberale Partei der Pfalz offiziell bekannt giebt, hat zu Pfingsten sie Landau be schlossen, mit dem Bund der Landwirte gemeinschaft ist, wie wir schon im Depeschenteil der letzten Nummer berichteten, liche Kandidaten für den bayrischen Landtag aufzustellen. ant Donnerstag gestorbent. Castelar war seit vielen Jahrzehnten In dem Prozent Stephany- Strehlfe in Eachen Dung und der Führer der republikanischen Partei in Spanien. Stephany ist, wie die Volts- 8tg." mitteilt, ein neuer Termin auf Er war Teilnehmer det republikanischen September Revolution des den 8. Juni anberaunit. Jahres 1868. Die Republik von 1873 machte ihn zum Minister. Evangelisch- socialer Kongrek. Nach der Eröffnungsrede des Später machte er seiftent stillschweigenden Frieden mit der Mon= Landes Detonomierats Dr. No bbe, die wir gestern mitteilten, archie. Seit sechs Jahren hatte er sich vom politischen Leben zurücksprach Prof. Saftan über das Verhältnis der lutherischen Kirche gezogen, doch wollte er gerade jetzt noch einmal den politischen zur socialen Frage." Es wurde eine völlig abgeblaßte Resolution Rampfplatz betreten, um gegen die drohend ihr Haupt erhebende angenommen, daß die Intherische Kirche die Pflicht habe, eine nach ultramontane Reaktion zu Felde zu ziehen. Castelar galt als einer dem christlichen Gedanken bemessene Socialreformt zu befürworten der besten Redner Spaniens, und er hatte lange Jahre Gelegenheit, und zu fördern. Einige Aeußerungen des Professors Kaftan und seine glänzenden Fähigkeiten in den Cortes zu üben. Bei der großen Beliebtheit, die er genoß, hat sein Tod in ganz der Diskussionsredner zeigten, daß etlichen Frommen die Socialreform nur dienen soll, um die Socialdemokratie, welche fälschlich Spanien eine tiefe Bewegung hervorgerufen. Die Königin- Regentin als Religionsfeindin hingestellt wird, zu schädigen; das vergebliche und die Mitglieder der Regierung richteten Beileidstundgebungen dieser Bestrebungen hat aber der Eröffnungsredner Dr. Nobbe selbst an die Familie des verstorbenen Republikaners. Der Leichnam wird Für Studenten von der Art der Jenenser Landfriedes zugegeben. Ferner sprach Herr Freese über das tonstitutionelle Sonnabendabend in Madrid eintreffen, woselbst eine Trauerfeierlich brecher trifft das Wort mit einer kleinen Variante zu: Wo Shitem im Fabrikbetriebe", er empfahl lebhaft ein Busammen- teit in den Räumen der Deputiertenkammer stattfinden wird. Die es gemein und unedel hergeht, da findet ihr ihn- als beraten der Unternehmer mit Arbeiterausschüssen aus freier Wahl Regierung beschloß das Begräbnis mit größtem Brunt auf Staatstosten. Der Sigungssaal des Abgeordnetenhauses wird in eine Urheber. Hoffentlich sind diese Jünglinge nicht zu rechtsbeslissen, der Arbeiter. Leichenkapelle verwandelt. Das Begräbnis findet am Sonn auf daß sie nicht in ein paar Jahren als Staatsanwälte oder tag unter Teilnahme der republikanischen Vertretungen aller Städte Spaniens statt. Deftreich- Ungarn. „ Um sein( des rechtschaffenen Studierenden) Leben mit einem Zuge zu beschreiben: es flieht die Berührung mit dem Gemeinen und Unedlen. Wo dieses an ihn trifft, treibt es ihn zurück: so wie jene bekannte Pflanze vor der Berührung des Fingers sich zurückzieht. Wo es gemein und une del hergeht, ba findet ihr ihn nicht: es hat ihit zurückgetrieben, ehe es ihm recht nahe fam." Fahrrad und Umsturz. Richter mit entrüftet gesträubtem Haar jugendliche Arbeiter Profeffor De Ibrid hat auf dem evangelisch- socialen Kongreß ins Buchthaus schicken, um bei der zunehmenden Verrohung in Kiel, wie schon mitgeteilt, das Fahrrad als Mittel gepriesen, der der Jugend ein Erempel zu statuieren. Socialdemokratie den Garaus zu machen. Diese Ausführungen des Die Slovenen und Kroaten wollen sich sammeln gegenHerrn Professors haben das eine für sich: sie sind neu; aber sie über dem Programm der deutschen Opposition. In Laibach findet haben gegen sich, daß das vorgeschlagene Mittel nichts hilft. Eslam 2. Juni eine Konferenz slovenischer Vertrauensmänner statt, um Ueber die Gerichtsverhandlung werden wir berichten. Frankreich. Borbereitungen zu treffen für eine Versammlung der slovenischen Arbeiter, sich an ihre Klassenbrüder in Deutschland mit der Korrespondenz nach dem Ausland betraut war, hat uns und kroatischen Reichsrats- und Landtags- Abgeordneten Krains, Bitte um Hilfe zu wenden. Unser Land zählt nur elend in Stich gelaffen. Von den Ausländern haben am meisten Kärnthens, Steiermarks und des Küstenlandes zum Zweck einer ge- 21/4 Millionen Einwohner, und die gesamte Baht der die internationale Solidarität praktisch bethätigt die Kollegen in meinsamen Kundgebung gegen das Programm der deutschen Oppo- organisierten Arbeiter beträgt 70 bis 80 000; hieraus geht hervor, Bukarest, die wiederholt für die Lohukämpfe in unserem Berufe sitionsparteien. daß die Zahl derer, welche durch den brutalen Gewaltstreich der größere Summen einsandten. Als aus Anlaß des letzten Bukarester Schweiz. Kapitalisten auf die Straße geworfen worden sind, ungefähr die Streits die Führer der Bewegung furzerhand über die Grenze transSchweizerisches Kranken- und Unfallversicherungs- Gefet. Hälfte der Mitglieder unserer Organisation ausmacht, und daß es portiert wurden, Frau und Kind in Bukarest zurücklassen mußten, Der Bundesrat hat in der Bundesversammlung den Antrag gestellt, uns deshalb unmöglich ist, ihnen aus unseren eigenen Kräften längere habe die Organisation der deutschen Töpfer eingegriffen und mit die Beratung des Gesetzes betreffend Kranken- und Unfallversicherung Beit eine genügende Unterstützung zu gewähren. Leider ist alle Aus- Barmitteln die Streitenden in Bufarest ebenfalls ausreichend untermit Beschleunigung zu beenden unter Aufnahme der Bestimmung, sicht vorhanden, daß der Kampf langwierig wird, weshalb Hilfe stüßt, so daß die Betroffenen Not nicht zu leiden brauchten.( Bravo!) Eine Resolution, die dem Beschluß des Bauarbeiterkongresses, daß das Gesetz erst nach Sicherung der finanziellen doppelt von nöten ist. Mittel in Kraft treten soll. Zur Finanzierung ist eine besondere In unserm fleinen Lande haben sich die Arbeiter im Laufe betreffend die Mißstände im Baugewerbe, ihre volle Zustimmung Finanzquelle in Aussicht zu nehmen; als solche fchlägt der Bundes der legten 20 Jahre mit großer Kraft und Ausdauer eine starke giebt, gelangt hierauf einstimmig ohne Debatte zur Annahme. Es folgt die Beratung der Statuten Aenderungen. rat ein Tabakmonopol vor auf folgender Grundlage: Das und den Verhältnissen nach zahlreiche Gewerkschafts- Organisation Angenommen wird ein Antrag des Centralvorstandes, der für Monopol darf die Qualität der für die Bevölkerung bestimmten Tabake geschaffen. Die Gewalthaber haben mit allen ihnen zu Gebote und Cigarren weder verschlechtern noch den Preis vertenern; den stehenden Mitteln versucht, unseren Fortschritt zu verhindern. Wir eine Unterſtüßung in Not geratener Kollegen eintritt. In der Nachmittags- Sigung wurde die Statutenberatung zu Verhältnissen der bei der Tabakindustrie beschäftigten Arbeiter sind verfolgt worden mit Hilfe der Polizei und der Gerichte, sowie Die einzelnen Anträge rufen zum Teil eine ist durch den Weiterbetrieb der gegenwärtig be- durch Massenmaßregelungen von seiten der einzelnen Unternehmer; Ende geführt. stehenden Fabriten in Staatsregie auf das weitgehendste man hat sogar versucht, Berräter innerhalb der arbeitenden Klasse längere Debatte hervor. Es wurde beschlossen, den wöchentlichen Rechnung zu tragen; der Fortbestand der vorhandenen Tabatkulturen großzuziehen durch Errichtung von Streitbrecher Organisationen; Beitrag in 3 Klaffen einzuteilen; und zwar sollen erhoben werden sell durch die Einführung des Monopols nicht in Frage gestellt aber alles dieses prallte ab an der Intelligenz und dem start ent- 20, 25 und 30 Pf. Für die Wanderunterstüßung wird festgesetzt, daß an einem Tage nicht mehr als 90 Kilometer a 2 Pf. gezahlt werden; aus dem Reinertrage des Monopols sollen den Kantonen wickelten Solidaritätsgefühl der dänischen Arbeiter. nach Maßgabe ihrer Bevölkerungsziffer 25 Proz. überwiesen werden Unsere Organisationen sind erstarft, und wir sind im stande ge- werden sollen. Die Höhe der Streikunterstützung wird bei 20 f. mit der Verpflichtung, die betreffenden Quoten zur Hebung des wesen, einen sehr guten Einfluß auf die Lohn- und Arbeitsverhält- Beitrag auf 9 M., bei 25 Pf. auf 11 M., bei 30 Pf. auf 13 M. festa Volksschulwesens zu verwenden. Anisse nisse der einzelnen Branchen auszuüben. gesezt. Für jedes Kind wird 1 M. extra gezahlt. Die erste StreitIn den letzten paar Jahren hat man einen erneuten Versuch woche wird nur zur Hälfte bezahlt. Für örtliche Verwaltungszwede gemacht, unseren Einfluß zu brechen und die Arbeiter wiederum zu werden den Filialen im allgemeinen 10 Proz. bewilligt. Nur für Die Revision des Dreyfus- Prozeffcs. Der„ Temps" meldet willenlosen Sklaven der Kapitalisten zu machen. Das Mittel hierzu Berlin bleibt es bei den 40 Proz., wegen des abgeschlossenen offenbar offiziös, die am Montag beginnende Revisionsverhandlung sind die Organisationen der Unternehmer, welche in einem das ganze Stompromisses zwischen der früheren lokalen und der centralen Richtung. werde die ganze Woche danern. Der Berichterstatter Ballot de Land umfassenden Centralverein vereinigt sind. Dieser Verein, der Eine lebhafte Diskussion rufen die Anträge hervor, die sich mit Beaupré und der Generalprofurateur Manau fowie unter dem Namen„ Dänischer Meister- und Arbeitgeberverein" geht, dem Anschluß der Ziegler beschäftigen. Es wird schließlich eine, der Anwalt Mornard werden jeder anderthalb Tage reden hat zum Zweck, die einzige Wehr der Arbeiter in dent modernen auch von Legien befürwortete Resolution angenommen, die bie Am Freitag dürfte der Kaffationshof beraten und am Selaffentampf, ihre Organisation, zu zersprengen, und er fühlt sich Schaffung einer selbständigen Zieglerorganisation empfiehlt. Der Der oft gut unterrichtete nun start genug, diesen Versuch zu machen. Kongreß beschließt ferner, dem Verband wieder den Namen„ Central" Courrier du Soir" bestätigt, daß im Kaffationshof eine Wie ich schon auf dem Gewerkschafts- Kongreß in Frankfurt a. M. verband der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands" beizulegen. Majorität für die Revision mit Verweisung vor ein mitteilte, begannen die Kapitalisten ihren Krieg am 2. Mai, indem Weiter wird beschlossen, die Namen sämtlicher Mitglieder und die neues Kriegsgericht vorhanden ist. Eine starke Minorität werde für sie an diesem Tage sämtliche Tischler über das ganze Land in einer von diesen geleisteten Beiträge in der Hauptkasse sowie den Abdie Revision ohne nochmalige Aufnahme des Prozesses stinument. Anzahl von 3500 Mann aussperrten. Der Anlaß hierzu war der. rechnungen speciell zu führen, um dem leidigen Restantenunwesen, Der Figaro" sucht in einem längeren Artikel die Schuld daß die Meister und die Gesellen in sieben fleinen Städten der sowie der starken Fluktuation im Mitgliederbestande ein Ende zu Esterhazys zu beweisen. Das Blatt entwirft ein Bild des Provinz Zütland sich nicht über den Lohn einig werden konnten, bereiten. Das Fachblatt, Der Töpfer", foll vom 1. Januar 1900 früheren Majors auf Grund feiner verschiedenen Aussagen und weshalb die Gesellen die Arbeit einstellten. Ein Vorschlag zu einer ab wöchentlich erscheinen. Der nächste Kongreß soll im Frühseiner Briefe alt Frau Boulaney. Ein Brief Esterhazys nebereinkunft wurde von den Arbeitern verworfen, und gleich be- jahr 1901 in Magdeburg abgehalten werden. beweise, daß er den Manövern im August 1894 beiwohnte; nugten die Kapitalisten diesen Anlaß, eine Aussperrung über die Als Sitz der Hauptverwaltung wird Berlin wieder die im Bordereau aufgeführten drei Mitteilungen bezüglich der ganze Branche zit verhängen. bestinmit. Artillerie behandelten ohne Zweifel die drei im Lager von Chalons Am 10. Mai beschlossen die Gesellen mittlerweile, die früher Als 1. Borfigender wird, da Jacobey erflärt, eine Wieberim August 1894 angestellten Versuche. Ferner sicht der" Figaro" verworfene Uebereinkunft annehmen zu wollen; mun aber erklärte wahl ablehnen zu müssen, mit Einstimmigkeit Drunsel und zum Beweise für die Schuld Esterhazys in den von ihm erzählten Fabeln, der Arbeitgeberverein, daß diese Uebereinkunft nicht mehr bestände, Sauptlaffierer other gewählt. Als Siz des Ausschusses die Aehnlichkeit der Schrift des und gleichzeitig stellte man an die Centralorganisation der Arbeiter, wird Dresden wieder bestimmt und der Vorsiz Bayer übertragen. Bordereaus mit der feinigen zu erklären suchte und in die centralisierten Gewerkschaftsverbände", eine ganze Reihe um Als Siz der Preßtommission mit Werner als Vorsitzenden den vom Untersuchungsrichter Bertulus in der Wohnung Esterhazys annehmbarer Forderungen, welche darauf ausgingen, den Einfluß wird ünchen bestimmt. Als Centrale für die Pflege beschlagnahmten Briefen, die auf Pauspapier geschrieben waren, der Gewerkschaften auf die Arbeitsverhältniffe in Zukunft illuforisch der internationalen Beziehungen wird den Dresdener welches die Sachverständigen mit demjenigen des Bordercans au machen. Hieraus ging lar hervor, daß der Kollegen der Auftrag erteilt, dort eine geeignete Person mit dieser für identisch erklärt haben. Schließlich wird auf eine Aussage rbeitgeberverein um jeden Preis den Krieg Aufgabe zu betrauen. As Generalrevisor wird Grunerdes englischen Generals Talbot hingewiesen, welcher erklärt haben haben wollte. Dresden wiedergewählt. soll, daß Esterhazy für einen Tausendfrankenschein täuflich set. Sonnabend das Urteil fällen. durch welche er " 1 " " Um noch einen letzten Versuch zu machen, den Krieg zu ber- Nach einer längeren Ansprache des Vorsitzenden Jacobey hüten, bot die Leitung der„ Centralisierten Gewerkschaftsverbände" wird der Kongreß um 7 Uhr mit einem Hoch auf die moderne Aus franzöfifchen Kolonien. Der" Matin" beröffentlicht eine Verhandlung über die verschiedenen Streitpunkte an. Dieses Arbeiterbewegung geschlossen. einen Brief eines französischen Ansiedlers auf Guadeloupe, in wurde vom Arbeitgeberverein jedoch brutal verworfen und bewelchem es heißt, daß in letzter Zeit bald auf diesem, bald auf fchloffen, von Mittwoch, den 24. b. Wis., sämtliche Arbeiter der Generalversammlung des Verbandes der Porzellan- und jenem Bunkte Guadeloupes Brände stattgefunden hätten. Die Maschinenfabriken und Eisengießereien, also alle Schmiede, Dépêsche Coloniale", welche einen ähnlichen Brief veröffentlicht, Maschinenbauer, Former, lempner, Maurer, führt diese Brände auf revolutionäre Umtriebe zurück und sagt, unter diesen Umständen hätten bereits elf französische Familien beschlossen, Guadeloupe zu verlassen. Norwegen. Chriftiania, 25. Mai. Das Storthing bewilligte einstimmig ohne Debatte die von der Regierung geforderten außerordentlichen Ausgaben für Heer und lotte in Höhe von 111 Millionen Kronen. Rußland. Gefängnis- Greuel. 3immerleute, Maler. Stuccateure usw., kurz alle im Bauhandwerk und in der Eiſenindustrie des ganzen Landes beschäftigten Arbeiter auszusperren. Die Zahl beträgt einschließlich der schon früher ausgesperrten Tischler mindestens 30 000 Arbeiter. Der Arbeitgeberverein will jedoch noch weiter gehen, indem er seinem Vorstand die Erlaubnis erteilt hat, wenn dieser den Zeitpunkt geeignet findet, eine Aussperrung in allen denjenigen Branchen vorzunehmen, welche unter die Centralorganisation der Kapitalisten gehören. Der Hintergedanke ist deutlich genug der, zwischen den Arbeitern eine ungerrebolte her Von einem schrecklichen Ereignis, welches sich Mitte April im vorzurufen, wodurch ein Anlaß gefunden werden Moskauer Transportierungsgefängnis abgespielt hat, erhalten wir könnte, mit der Polizei und der Militärmacht erst jetzt Kunde. Am 15.( 3) April begoß sich der im Februar vers einzuschreiten, um auf diese Weise den Zusammenhaftete Student Hermann Liewen mit Petroleum, band sich darauf halt der Arbeiter zu ruinieren und der kapitalisti: feft aus Bett und zündete seine petroleumdurchtränkte Kleidung an. fchen Reaktion ihre verlorengegangene Position Um 4 Uhr früh wurde er, in einen untenntlichen Klumpen Fleisch zurii d zuerobern. verwandelt, nach dem Krankenhaus gebracht. Die Leiche wurde nach Nischny Novgorod übergeführt, wo sie mit Gesang und Kränzen auf dem Bahnhofe empfangen und nach dem Kirchhofe geleitet wurde. Zwei Tage darauf fand in Moskau zu Ehren des in so schrecklicher Weise Verschiedenen eine Demonstration statt, an welcher sich gegen 400 Personen, meist aus den Kreisen der studierenden Jugend, beteiligten.Türkei. Kreta und die Schuhmächte". Nach einer Meldung des Standard" werden die Truppen der vier Schußmächte Ende Juni aus Kreta zurückgezogen werden. Amerifa. Admiral Kaut, der das Bombardement von Apia veranlaßt hatte, ist von Samoa abberufen. Er wird mit dem Kreuzer Philadelphia" von Samoa nach New York zurüdkehren. Die " Philadelphia" wird vor Apia durch den jezt in Valparaiso befinde lichen Kreuzer Newark" ersetzt. Partei- Nachrichten. Deutsche Kameraden und Kampfgenossen! verwandten Arbeiter. Nudolstadt, 25. Mai 1899. In der heutigen Sigung wurden eine Reihe von Anträgen zum Statut erledigt, unter anderen gelangte auch ein Antrag zur Annahme, der die Rechte des Schiedsgerichts, welches bisher nur Streitfragen zwischen Vorstand und Mitgliedern in bestimmten Fällen erledigte, derart erweitert, daß es etwa die Funktionen derjenigen Instanz hat, welche in anderen Gewerkschaften unter dem Namen Ausschuß" besteht. Das Schiedsgericht soll aus 15 Personen bestehen, von den Mitgliedern desjenigen Ortes gewählt werden, der zum Siz des Schiedsgerichts bestimmt wird, und die Aufgabe haben, alle Beschwerden über Beschlüsse des Vorstandes, vorbehaltlich der Berufung an die Generalversammlung zu erledigen. Neunte Generalversammlung des Gentralvereins der deutschen Böttcher. Köln, 24. Mai 1899. Ein Wir fühlen uns sicher darauf, daß Ihr mit uns darin einig seid, Zur Beratung steht der neunte Punkt der Tagesordnung: An daß dies nicht geschehen darf. Es darf den dänischen Kapitalisten träge zum Statut. Hierzu liegen 35 gedruckte Anträge vor. nicht gelingen, ihren Fuß auf den Nacken der Arbeiter zu setzen. Eine Erhöhung der Reise- Unterſtügung wird abgelehnt. Folgender Unser stolzer Organisationsbau, welcher mit ungezählten Opfern und Antrag wird angenommen: In Bahlstellen, wo Stollegen im Ausstand unter großen Entbehrungen von seiten der Arbeiter aufgeführt worden find und wo vor Zuzug gewarnt wird, foll Reife- Unterstügung nicht ist, darf nicht durch die robe und brutale Macht der Kapitalisten gezahlt werden." Ferner wird beschlossen, daß auch nach dem Tode eines wieder zertrümmert werden. Wir wollen mit zäher Ausdauer, welche Mitgliedes dessen Frau ein Sterbegeld gezahlt wird, und zwar nach einunserer Nation eigen ist, fämpfen; aber wir sind nicht allein im jähriger Mitgliedschaft 25 M. und nach fünfjähriger 50 m. stande, die notwendigen Mittel, um den Krieg zu führen, zu beschaffen. Antrag, der den Mitgliedern anderer Verbände bei dem llebertritt Deshalb bitten wir Euch, uns so schnell als möglich zu Hilfe in den Centralverein der Böttcher Befreiung von dem Eintrittsgeld und die vollen Nechte, die der Verein gewährt, zugestehen will, wird zu kommen. Geldsendungen erbitten wir an unsern Hauptkassierer E. Svendsen, abgelehnt. Bisher war darüber, wieviel Geld die Zahlstellen am Ort behalten dürfen, nichts festgefeßt. Die Generalversammlung beschließt Römersgade 22, 1. Sal, Kopenhagen R., zu richten. Alle Anfragen find unter der Adresse: J. Jensen, Bro- mun folgendes: Jm§ 8 Absatz 6 ist der letzte Paffus zu streichen. läggersträbe 11, 1. Sal, Kopenhagen S., dem Haupt- Dafür ist folgender Absatz hinzuzufiigen:" Bur Bestreitung der comptoir der„ Centralisierten Gewerkschaftsverbände" zu übersenden. Ausgaben der Lokalverwaltung, wie Porto, Verwaltungskosten, AgiIn der Hoffmmg, daß unsere Kameraden in Deutschland ein- tation am Orte, Arbeitsnachweis, Startell, sowie zur Deckung der für sehen werden, daß es hier gilt, die Gewerkschaftsorganisation der regelmäßige Verbreitung des Vereinsorgans entstehenden Ausgaben dänischen Arbeiter vormt Untergang zu bewahren, sowie daß diese ein können die Filialen 15 Broz. der Beiträge verwenden." bedeutungsvolles Glied bildet in der internationalen Arbeiterbewegung, und daß sie uns deshalb schleunigst helfen werden, zeichne mit brüderlichem Gruß Polizeilidhjes, Gerichtliches usw. Wegen Vergehen gegen§ 153 der Gewerbeordnung wurde in Braunschweig der Genosse Karl Wesche zu 1 Woche Ge- für die Geschäftsleitung der„ Centralisierten Gewerkschaftsverbände": fängnis verurteilt. Er soll einen jungen Barbiergehilfen durch drohende Worte zum Besuche einer Barbierversammlung veranlaßt haben, in der über die Lohnbewegung im Jahre 1895 ein Referat J. Jensen, Borsitzender. gehalten wurde. Weiche beftritt zwar die ihm zur Past gelegte XI. Kongreß der Töpfer, Ziegler und Berufsgenossen Aeußerung und beantragte die Ladung eines Entlastungszeugen, der Antrag wurde aber abgelehnt und die erwähnte Verurteilung ausgesprochen. Töpfer, Ziegler und Berufsgenossen Delegierter gefandt werden dürfen. Von den Aenderungen anr Deutschlands zu Velten. Welten, 25. Mai 1899. Die Beratungen beginnen mit dem Punkt: Arbeitslosen Unterstügung. I Eine Reihe weiterer Aenderungen bieten für die Oeffentlichkeit wenig Intereffe. In der Nachmittags Sigung werden zwei Hamburger Anträge angenommen, die die Thätigkeit des Vorstandes und das Verhältnis des Vorstandes und des Ausschusses zu einander regeln. Ferner wird beschlossen, daß in Zukunft nur alle drei Jahre eine Generalversammlung stattfinden soll. Auf 150-200 Mitglieder foll ein Streifreglement ist zu erwähnen, daß bei Angriffsstreits mindestens givei Wochen vor vor der Einreichung der Forderungen dem Borstand Bericht zu erstatten ist, und zwar über die bes über die Forde und Arbeitsverhältnisse, -Die Flugblattverteilung für den Frankfurter Brauer stehenden Lohn rung, über die Zahl der I am Ort beschäftigten Kollegen, streit hatte ein Nachspiel vor dem dortigen Schöffengericht. Drei Der Referent, Werner München, führt aus, daß die Arbeits- die Zahl der Organisierten und dergleichen. Zu§ 12 wird be Genossen, welche in Nied verteilten, waren mit Strafzetteln von je 3 M. von der Bürgermeisterei wegen Uebertretung des§ 10 des losen- Unterstützung für die Organisation in Zukunft genau so not schlossen, daß bei Angriffsstreits die Karenzzeit für Unterſtügungen Preußischen Preßgefeges bedacht worden. Da eine lebertretung des wendig sein wird, wie die jetzt bereits bestehenden drei Unterſtügungs- acht Tage beträgt. Es folgt der 10. Bunft: Die Borteile einheitlicher Gejeges überhaupt nicht vorlag, kam nur die unerlaubte öffentliche arten: die Wanderunterstützung, der Rechtsschutz und die Maß Verbreitung in Betracht. Dem Genoffen 2. fonnte eine öffentliche regelungen Unterstügung. Die Leute wollen nicht nur Pflichten, Tarifiaßungen; die Streits." intelmann führt Verbreitung nicht nachgewiesen werden und wurde er freigesprochen; sondern auch Rechte. Durch die Arbeitslosen- Unterstützung werden dazu aus: Einen einheitlichen Lohntarif für ganz Deutschland einhingegen soll gegen die Genossen B. und H. darüber Beweis erhoben die Mitglieder an die Organisation gefeffelt, sie ist zudem ein gutes zuführen, halte er für unmöglich, wohl aber tönne man ihn, für werden, ob, wie der als Zeuge vernommene Ortsdiener Traband Agitationsmittel und verhindert das Streifbrechen. Auch geht and die einzelnen Provinzen anstreben. In den größeren Städten feien belundete, eine Verteilung in einer Wirtschaft erfolgt ist. Zu diesem in Hand damit eine Verkürzung der Arbeitszeit. Doch ist die Arbeits- für Wohnungsmiete und für sonstige Lebensbedürfnisse die Kosten Die Löhne aber seien Zweck wurde die Straffache vertagt. losen Unterstützung nur durchzuführen, wenn die Organisation nicht im wesentlichen wenig verschieden. - Strafzettel auf Strafzettel folgen gegen die Frankfurter mehr die große Masse der Ziegler an ihren Rockschößen hängen hat. je nach den Gegenden sehr ungleich. Die Ursache der geringen Von einheitlichen LohnArbeitervereine wegen Nichtbefolgung der§§ 2 und 10 des Vereins- Einstweilen beantragt der Referent, in allen Orten eine einheitliche Löhne sei nicht die Schmußkonkurrenz. gefeges. Auch die Mitglieder der Ortsverwaltung des Metallarbeiter Arbeitslofen Statistit aufzunehmen, damit dem nächstfolgenden tarifen hätten die Unternehmer ebenso Vorteil wie die Gehilfen, Werbandes wurden mit Strafverfügungen bedacht. Ferner erhielt ongreß eine Berechnung zur Einführung der Arbeitslosen- Unter- weil dadurch die Echmutzkonkurrenz uöglich gemacht werde. Wären die Lohnverhältnisse einheitlich, so würde der Zuzug der auch der Vertrauensmann des Gewerkschaftskartells einen Strafzettel fügung vorgelegt werden kann. Nach längerer Distussion wurde die Aufnahmte einer Statistit Arbeitskräfte nach den Großstädten aufhören. Die sächsischen Bierfaßvon 10 M., weil er zwei unbekannte Lente angewiesen haben soll, beschlossen und damit die übrigen Anträge für erledigt betrachtet. fabrikanten werfen ihre Ware zu unglaublich niedrigen Preisen vor einer Fabrik Flugblätter über den Frankfurter Brauerstreit zu Sie können das nur auf Grund der hundeEs wird nun ein Punkt: der Frankfurter Gewert auf den Markt. verteilen. fchaftstongreß eingeschoben. mäßigen Löhne, die sie für die überaus schwere Arbeit der BierfaßDrunsel, der demselben als Delegierter beigewohnt hat, er- macher zahlen. Am schlimmsten ist es in Zwickau. Vorzugsweise in stattet ausführlichen Bericht. Evers fragt an, wie es eigentlich der Bierfaß- Industrie ist es möglich, einheitliche Lohnfäße aufKameraden! Die dänischen organisierten Kapitalisten haben den mit den internationalen Beziehungen stehe. Jacobey tonstatiert, zustellen, dagegen sind die Herstellungsarten in der Packfaß- Industrie Gewaltstreich begangen, eine Aussperrung von 30 000 Arbeitern bor- daß in dieser Hinsicht leider von den Personen, die nach der so vielerlei, daß die Möglichkeit, einen Lohntarif aufzustellen, auszunehmen, Bon heute, Mittwoch. den 24. Mai, sind auf diese Weise Richtung arbeiten wollten, sehr wenig geschehen sei. Aber die geschlossen ist. In Hamburg ist es gelungen, die zerrissenen Lohn100 000 Männer, Frauen und Kinder brotlos gemacht und dem Kollegen im Auslande find ebenso nachlässig, wie wir in Deutschland. verhältnisse durch Tariffazungen einheitlich zu machen. Hunger und der Not auf unbestimmte Zeit übergeben worden. Notwendig ist, daß im Fachblatt regelmäßige Berichte über die empfehlen, die Frage in den Versammlungen zu erörtern und nicht Aus diesem Aulaß erlauben sich die dänischen organisierten Verhältnisse im Ausland erscheinen. Der Kollege, der mit der mehr aus dem Auge zu lassen. Deutsche Arbeiter! W Ullrich Bremen giebt einen lleberblid über die Lohn-| dank der Haltung der Grubendirektionen, von neuem ausbrechen zu provisorische Tagesordnung aufgestellt worden: 1. 8wed, Biel bewegungen im letzten Jahre, und zieht daraus die Lehre, daß man wollen. Unsere fürzlich an dieser Stelle ausgesprochene Vermutung, und Organisationsform der Krankenkassen- Bewegung. Referent nicht zu hohe Lohnforderungen stellen dürfe, weil sonst der Wider- daß es sich bei dem seitens der Direktionen während des letzten Dr. Friedeberg. 2. Stellung der Krankenkassen zum neuen stand der Unternehmer zu hartnäckig und die Gefahr der Erfolg- Streits an die Ausständigen gestellten Anfinnen, vor allem erst wieder Invaliditätsgejeze und zu den notwendigen Aenderungen Tofigkeit zu groß fei. Eine mißlungene Lohnbewegung vermindere zur Arbeit zurückzukehren, ehe von Verhandlungen mit ihnen des Krankenversicherungs- Gesezes. Ref. Reichstags- Abg. Wurm. nicht nur die Mitgliederzahl, sondern nehme auch den Kollegen das die Rede sein könne, lediglich um eine Teere Ausflucht 3. Stellung der Krankenkassen zum Unfallversicherungs- Gesez. Vertrauen zum Verein, und diese Folgen würden erst nach Jahren handele, hat allem Anschein nach das richtige getroffen. Denn jetzt, 4. Die Beschlüsse des 27. deutschen Aerztetages. Ref. Dr. Curt berwunden. Die Hauptsache sei, hohe Kassenbestände zu haben. Um 8 Uhr abends wird die Verhandlung auf Donnerstag früh bertagt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. die der UnterSchulze- Magdeburg betont, man müsse vor allem nach Ab-| Arbeitgeber entgegengekommen und, ohne jedes bindende Zugeständnis 6. Ergebnisse des Tuberkulose- Kongresses. Es liegen dem Kongresse schaffung der Accordarbeit streben. der Direktoren, lediglich auf das Versprechen der Erfüllung ihrer bereits 16 Anträge vor. Sie sind hauptsächlich gerichtet auf Behauptsächlichsten Forderungen hin wieder angefahren sind, jezt zeigt seitigung der Lücke zwischen Kranken- und Invaliditätsunterſtügung, es sich, daß ihr Vertrauen auf das gegebene Unternehmerwort ein grundsätzliche Ueberbürdung der Behandlung Schwindsüchtiger unbegründetes war. Statt die Forderungen der Arbeiter zu auf Invaliditäts- Versicherung, Abwälzung erfüllen und diesen damit wenigstens dasjenige zu gewähren, stügung Unfallverletzter von den Krankenkassen, Ausdehnung der was auf den fiskalischen Saargruben jenseits der preußischen Krankenversicherungspflicht auf alle Personen, deren Einkommen Grenze längst durchgeführt ist, durchgeführt ist, behaupten die Direktionen, nicht 2000 m. übersteigt und Stellung gegen die Beschlüsse der den Wünschen der Knappen nicht entsprechen zu können, ohne preußischen Aerztekammern bezüglich der freien Arztwahl und der dadurch die Interessen der Grubengesellschaften allzusehr zu Arzthonorare. gefährden. Die Arbeiter kommen jegt zur Ueberzeugung, daß man Alters: und Jnvalidenversicherung. Eine sehr zahlreich befie geprellt hat und treten neuerdings in den Ausstand. In Klein- suchte Versammlung von Privatlehrern und-Lehrerinnen in Berlin Rosseln( de Wendelsche Werke) waren gestern bereits wieder 200 Mann nahm mit großer Mehrheit folgende Resolution an: ausständig, auf den Schächten von Spittel- Karlingen sogar 470 von„ Die versammelten Lehrer und Lehrerinnen von Privatschulen im ganzen 600. Die Zahl der Streifenden nimmt von Schicht zu erkennen die geplante zwangsweise Einbeziehung der Privatlehrer Schicht zu, da die zwischen den kürzlich gewählten Grubenarbeiter- und Lehrerinnen in die Reichs- Invalidenversicherung als dankensausschüssen und den Direktionen gepflogenen Unterhandlungen bisher werten Anfang für die Sicherstellung ihrer Zukunft an. zu keinem Ergebnis geführt haben. Wenn der Ausstand wieder einen größeren Umfang annehmen und der lothringischen Industrie in fürzester Frist einen zweiten erschütternden Stoß versetzen sollte, so ist die Schuld hieran einzig und allein den Grubengesellschaften beizumeffen, die bei ihren Berhandlungen mit den Arbeitern Treu und Glauben beiseite setzen zu dürfen meinen. demselben Betriebe war Der eljak- lothringische Textilarbeiterverband ist vom reichs. ländischen Ministerium endlich genehmigt worden. Die Statuten des Verbandes waren im Mai 1897 der Behörde zur Bestätigung eingereicht worden. Volle zwei Jahre hat man in Straßburg also dazu gebraucht, um die Entscheidung darüber zu treffen, ob eine fachgewerbliche Vereinigung der Textilarbeiter sich vertrage mit der Sicherheit der Reichslande. Ausland. Eine Kolonialdebatte in der italienischen Kammer. Nach einer In ErIn der Filzschuh- Fabrik von Rosenberg in Berlin entstanden am 24. d. M. zwischen dem Fabrikanten und den Zwickern bei Einführung eines neuen Artikels Differenzen. Herr Rosenberg wollte für die Arbeit pro Dugend 1,80 M. zahlen, während die Zwicker als äußerstes Minimum 2 M. verlangten. Nach längerem Sträuben wurde den Arbeitern die Forderung zugestanden. Lohnverhältniffe in der Zimmerei und Steinmeyerei. Das Statistische Amt der Stadt Berlin veröffentlicht für das Jahr 1897 eine Lohnstatistische Zusammenstellung auf Grund von Zählfarten, deren Ausfüllung die„ Nordöstliche Baugewerks- Berufs genossenschaft" aus den Lohnlisten ihrer Zimmerei und Steinmeßerei- Betriebe besorgt hat.( Die Zählkarten für die wenigen weiblichen Beschäftigten sind außer Betracht geblieben.) Aus den Bimmerei Betrieben der Berufsgenossenschaft gingen Zählfarten über insgesamt 9391 Beschäftigte ein, darunter namentlich 177 Poliere Rom, 26. Mai. ( einschl. 7 Poſtengesellen), 137 Tischler, 8103 Zimmergesellen, In der Deputiertentammer steht auf der Tagesordnung 50 Techniker, 182 Lehrlinge( einschl. 5 Arbeits- und Laufburschen), 652 Ardie Regierungserklärung. Barzilai und Colajanni beiter. An 2ohn bekamen die Poliere usw. pro Tag 4,75-8,50 M., sprechen sich gegen die Art und Weise aus, in welcher die letzte davon 43,5 Proz. bis 6 M., 56,5 Proz. über 6 M. Die Techniker von unter Ministerkrisis gelöst worden ist. Crispi, der von Colajanni an3,00 bis über 10,00 M., davon 68 Proz. bis 6 M., 32 Proz. darüber; gegriffen ist, ergreift das Wort und erklärt, er habe niemals die die Tischler von unter 3,50 bis über 6,00 m., davon 71,5 Proz. bis Absicht gehabt, nach Massauah zu gehen, vielmehr habe er im 5 M., 28,5 Proz. darüber. Bei den Zimmergesellen waren am stärksten vertreten die Tagelohn- Klassen 4,75-5,00 m., 5,00-5,25 M., Jahre 1882 alles, was er konnte, gethan, um Italien zu einem 5,25-5,50 m. mit 30,2, 22,9, 16,5 Proz., außerdem bekamen Zusammengehen mit England in Aegypten zu veranlassen, später 21,2 Proz. von unter 2,50-4,75 M., 9,2 Proz. von 5,50 bis über Die Generalversammlung des schweizerischen Typographen habe er die Besetzung von Massauah als vollendete Thatsache hinAls Baratieri im Jahre 1892 zum 7,00 M.; bei den Arbeitern waren am stärksten vertreten die Klassen bundes, die in Baden bei Zürich tagte, zählte 500 Teilnehmer. Es nehmen wüssen. 2,75-3,00 m., 3,00-3,25 M., 3,25-3,50 M. mit 21,9, 17,0, ferner soll der Anschluß an die ausländischen Buchdruckerverbände nicht Minister gewesen. wurde die Anstellung eines ständigen Buchdruckersekretärs beschlossen, Gouverneur von Erythräa ernannt wurde, sei er garBaratieri habe feine Berechnung 17,0 Proz., außerdem bekamen 17,6 Proz. von unter 2,00-2,75 M., die Zahl der Feinde anstellen und nach seinem 26,4 Proz. von 3,50 bis über b, 00 M. Die Lehrlinge usw. bekamen und die Erhöhung der Umzugskosten für verheiratete Mitglieder über eigenen Ermessen handeln wollen. Er erwartete nicht die nötigen von unter 1,00 bis über 2,50 M., 48,9 Proz. bis 1,50 m., 51,1 Proz. durchgeführt werden. darüber. Die Beschäftigungsdauer in ein und Der Internationale Bergarbeiter- Kongres beschäftigte sich Berichte und so trat die Katastrophe ein.( Heftige, anhaltende am höchsten bei den Polieren usw., im weiteren Verlaufe der Verhandlungen mit der Frage des Unterbrechungen seitens der äußersten Linken, Lärm und zurufe bon denen allein 42,9 Prozent über 300 Tage und Minimallohnes. Haslam und Carey( England) find für Fest- verschiedener Art von allen Seiten des Hauses.) Der Präsident 36,2 Proz. 201-300 Tage beschäftigt waren; ähnlich bei den Tech- legung eines Minimums; der letztere für gesetzliche Regelung, damit bittet vergeblich um Ruhe; der Lärm dauert fort. Der Präsident nifern, 34 Proz. über 300 Tage und 30 Proz. 201-300 age. Der Bergmann nicht mehr abhänge von dem Willen der Unternehmer und ſuſpendiert die Sizung und läßt die Tribünen räumen. leber 300 Tage bezw. 201-300 Tage in demselben Betriebe be- den Marktpreisen. Brown( Schottland) spricht sich für Nationali Biertelstunde wird die Sizung wieder aufgenommen. widerung auf die von Colajanni wegen Aduas gegen ihn gerichteten schäftigt waren dagegen von den Tischlern nur 5,1 und 12,4 Proz., fierung der Bergwerke aus. Brenez( Belgien) und Burt( Eng- Angriffe erklärte Crispi, er werde nun beweisen, daß sein damaliges von den Zimmergesellen 3,3 und 7,8 Proz., von den Arbeitern 4,1 land) betonen, daß der Minimallohn für jedes Land bezw. jeden und 3,8 Proz. Von den Tischlern waren allein 44,5 Proz., von den Distrikt je nach den Verhältnissen besonders festzusehen ist. Schröder Kabinet nicht verantwortlich gewesen sei für die Haltung Baratieris Zimmergesellen 66,3 Proz., von den Arbeitern fogar 77,0 Broz.( Effen) erinnert daran, daß die Arbeiterschaft nicht vergessen und Schriftstücke vorlegen, welche darthun, wie sein Verhalten danicht über 50 Tage in demselben Betriebe beschäftigt. Die Lehr- dürfe, nach der politischen Macht zu streben, um wirtschaftliche mals gewesen sei.( Lebhafte Zustimmung). Mirabelli und der linge, usw. hatten meist eine lange Beschäftigungsdauer auf- Verbesserungen sich zu verschaffen. Der Kongreß verließ hierauf Sozialist Ferri wenden sich gegen die von der Regierung herbeizuweisen, über 300 Tage 18,7 Pro3, 201-300 Tage 34,6 Proz, dies Thema, nachdem sich alle Nationen( mit Ausnahme der Ver- geführte Lösung der Krise. Ferri äußer ,, die Soldaten seien in Afrika dagegen nicht über 50 Tage nur 12,6 Proz. Aus der Stein- treter der Vergleute von Northumberland) für die gesetzlich e mutig vorgegangen, aber ein General habe die Flucht ergriffen. Diese megerei gingen Karten über insgesamt 2565 Beschäftigte ein, Festlegung eines Minimallohns ausgesprochen hatten. Der nächste Aeußerung ruft große Unruhe hervor. Der Präsident fordert Ferry auf, seine Worte zurückzunehmen.( Beifall auf der Rechten und im der ist: Internationale Reglementation Meister, Bunft 145 Schleifer, 1242 Steinmetze, 300 Bildhauer, 12 Techniker, Alle Redner sprechen sich gegen die Ueberproduktion und Centrum.) Ferry weigert sich, dies zu thun. Der Ministerpräsident 120 Lehrlinge( einschl. 5 Burschen), 590 Arbeiter. Der Lohn betrug die Ueberarbeit aus. Die Ueberproduktion an Kohlen gebe den Pelloux ersucht den Präsidenten der Kammer, dahin zu wirken, daß für die Poliere usw. pro Tag 4,75 bis über 10 M., davon 30 Pro3. Unternehmern das Mittel, den Forderungen der Arbeiter entgegen Ferri feine Neußerungen zurücknehme; der Präsident fordert Ferri bis 7 M., 70 Broz. darüber; für die Techniker 4-10 M., davon zutreten, die Löhne niedrig zu halten. Um eine Einschränkung der Pro- energiſch auf, dies zu thun. Letzterer verharrt auf seiner Weigerung 75 Broz. bis 7 M. 25 Proz. darüber; für die Bildhauer von unter duktion zu erreichen- auch darin waren sich alle Redner einig- müssen vor immitten großen Lärms. Der Präsident hebt hierauf unter dem 3 m. bis über 10 M., davon 26,8 Proz. bis 6 M., 56,7 Proz. allem starke Organisationen vorhanden sein. – Sodann nimmt der Beifall der rechten und des Centrums und unter lebhafter Bewegung 6-8 M., 17 Proz. über 8 M. Bei den Steinmeßen waren besonders Kongreß eine Resolution an, welche die Errichtung staatlicher Alters- Hauses die Sizung auf. stark vertreten die Tagelohn- Klassen 5,00-5,25 m., 5,25-5,50 M., pensionstassen für die Bergleute verlangt. Die Genossen Liebknecht, 5,50-5,75 M. mit 8,8, 10,1, 9,3 Pro3.; von unter 2,50-5,00 m. Ginger, Adler, Plechanoff und Rondani, die sich bekanntlich gegen Lehte Nachrichten und Depeschen. bekamen 40,3 Proz., von 5,75 bis über 7 M. 31,5 Proz. Von den wärtig zur Vorberatung betreffend den nächsten internationalen Schleifern bekamen 20,7 Proz. bis 3,50 M., 65,5 Proz. 3,50 Kongreß in Brüssel aufhalten, wurden als Gäste von den Delegierten bis 5 m., 13,8 Proz. 5 bis über 6 M.; von den Arbeitern mit lebhaftem Beifall empfangen. 39,5 Proz. bis 3 M., 53,2 Proz. 3-4 m., 7,3 Proz. über 4 M. Die Lehrlinge usw. bekamen von unter 1 bis über 2,50 M., davon 65 Proz. bis 1,50 M., 35 Broz. darüber. Die höchste Beschäftigungsdauer in ein und demselben Betriebe hatten die Poliere usw., allein Ueber das Schauspielerinnen- Elend machte die Schauspielerin 50 Proz. über 300 Tage und 45 Proz. 201-300 Tage; ferner die Nina Mardon in Dresden in einem diesbezüglichen Vortrag. Techniker, 58 Proz. über 300 Tage, 33 Proz. 201-300 Tage. Ueber den sie in einer öffentlichen Versammlung des dortigen Vereins 300 Tage bezw. 201-300 Tage in demselben Betriebe beschäftigt waren dagegen von den Schleifern nur 15,0 und 25,5 Proz., von den Steinmeßen nur 2,3 und 24,4 Proz., von den Bildhauern nur 0,3 und 22,7 Proz., von den Arbeitern 8,5 und 18,5 Proz. Andrerseits waren von den Schleifern 24,8 Proz., von den Steinmeßen 40,8 Proz., von den Bildhauern 41,7 Proz., von den Arbeitern sogar 50,5 Proz. nicht über 50 Tage in demselben Betriebe beschäftigt. Bei den Lehrlingen usw. war die Beschäftigungsdauer bei 18,3 Proz. über 300 Tage, bei 40 Proz. 201-300 Tage, andrerseits bei 13,3 Proz. nicht über 50 Tage. darunter namentlich 20 Poliere, Werkführer und Deutsches Reich. Produktion. Aus der Frauenbewegung. Ueberschwemmungen. Rochlit i. S., 26. Mai.( B. H.) In der Ortschaft Kaufungen ist gestern Nachmittag ein Wolkenbruch niedergegangen, wodurch die Mulde in einen reißenden Strom verwandelt wurde. Mehrere Brücken sind eingerissen, Bäume entwurzelt und auch sonst großer Schaden in Feld und Wald angerichtet. Für heute ist Hochwassergefahr aus dem Gebiet von schopau und der 3 widauer Mulde signalisiert. Hier in Rochlitz wies die Mulde, die noch im Steigen begriffen ist, schon heute Morgen einen Wasserstand von Steigen begriffen ist, schon heute Morgen einen Wasserstand von 2,85 Meter auf. Wien, 26. Mai.( B. H.) Jufolge des fortdauernden Regen wetters mit Wo Itenbrüchen sind Donau und March über ihre Ufer getreten und haben weite Strecken überschwemmt. Rechtsschutz für Frauen" hielt, sehr wichtige und sicher allgemein interessierende Angaben. Die Thatsache, daß der Bühnenberuf, bor allem der Frau, sich heute nicht genügender Achtung erfreue, wurzele hauptsächlich immateriellen Boden. Auch im Bühnenleben werde den Künstlern genau so wie jedem Lohnarbeiter gegenüber der Grundsatz gepflegt, daß weibliche Arbeitskraft billiger sein muß als männ liche. Die Anfangsgage beträgt bei einer Schauspielerin 50-150 m. Frankfurt a. M., 26. Mai.( B. B.) Wie der„ Frankf. 8tg." Diese Summe reicht bei weitem nicht zur Anschaffung der Kostüme. Selbst bei bedeutenden Künstlerinnen reicht die Gage im Durchschnitt telegraphisch aus Darmstadt gemeldet wird, ist heute ihr vernicht für den Toilettenbedarf aus. Manche Schauspielerin müsse antwortlicher Redacteur Alexander Gießen, der zur Verfür Toilette in einer Woche so viel ausgeben, nehmung in der wegen des Artikels über den Fall Küchler gegen die Ein socialdemokratischer Obermeister. Aus Flensburg als fie in einem halben Jahre verdient. Zur Be wird uns berichtet: Gestern konstituierte sich hier unter dem Vorsig schaffung der Kostüme auf eigene Kosten werden aber die Schau- Frankf. 3tg." erhobenen Anklage vor den Untersuchungsrichter in des ersten Bürgermeisters eine Zwangsinnung für das spielerinnen kontraktlich durch den sogenannten Kostümparagraph Darmstadt geladen war, wegen angeblicher Kollusionsgefahr Schneidergewerbe. In den Vorstand wurden durchweg der Vereinsbühnen, denen nur die besseren Theater angehören, verhaftet worden. Gegner der Zwangsinnung und als Obermeister unser in berpflichtet, während den männlichen Bühnenmitgliedern Frankfurt a. M., 26. Mai.( B. H.) Die" Frankf. 3tg." Schleswig- Holsteinischen Parteitreisen wohlbekannter Genoffe einr. historische Kostüme von der Theaterleitung geliefert werden. Mahlke, der schon zweimal im hiesigen Streise als Reichstags- Eine Schauspielerin aber, die heute nicht den Toilettenlugus mit meldet aus Konstantinopel: Nachdem das Angora- Bagdadkandidat aufgestellt worden war, gewählt. Wahlte war bis Anfang machen kann, käme troß aller Talente nicht vorwärts. So sei dieser Bahuprojekt in ein akutes Stadium getreten ist, beginnt Stußdieses Jahres Hauptkassierer des Centralverbandes der deutschen Kostümparagraph in seiner logischen Konsequenz eine dirette land hierzu Stellung zu nehmen. Vorläufig hat der russische BotSchneider und ist gegenwärtig noch Bevollmächtigter der hiesigen Protektion und Sanktionierung des Dirnentum s. schafter unter Anwendung der Form, welche man als hochoffiziös Zahlstelle des Verbandes. Man sieht, die Leitung der neuen Zwangs- Habe doch eine Schauspielerin auf ihren Einwand, daß ihre Gage bezeichnet, der Pforte erklärt, der Ausbau der Angora- Linie nach immung ist in den besten Händen! nicht zur Beschaffung der Kostüme reiche, die lakonische Bagdad käme der russischen Grenze und der russischen InteressenAus Stettin wird gemeldet: Die hiesigen Seeleute sind in Antwort erhalten:" Ja, liebes Kind, wozu haben wir sphäre so nahe, daß Rußland ernste Bedenken dagegen haben müßte. dennzwei Kavallerie- Regimenterin der Stadt?"( 1) Indessen scheint aus den russischen Einwendungen hervorzugehen, daß den Ausstand getreten und haben die Schiffe verlaffen. Dieſelben Ebenso entwürdigend und verwerflich sei der sogenannte Heirats- eine etwaige Verlängerung der Bahn über Konia nach Bagdad, verlangen wesentlich höhere Löhne. Ein Teil der Ausständigen ist bereits abgereist. Vom Polizeidirektor iſt eine Versammlung der Frau geworden ist, taugt sie nichts mehr für eine bessere Bühne. An- abgeschoben würde, keinerlei Einwendungen von russischer Seite paragraph, der in dem Grundsatz gipfele: sobald eine Schauspielerin wodurch die projektierte Bahn beträchtlich von der russischen Grenze Kapitäne und der ältesten Leute der im Ausstand Befindlichen zu- gesichts solcher Zustände müßten die Bühnenkünstlerinnen mehr auf die hervorrufen würde. fammengerufen behufs einer gegenseitigen Verständigung. Die Verfammengerufen behufs einer gegenseitigen Verständigung. Die Ver- Notwendigkeit der Organisation hingewiesen werden. In der Diskussion St. Johann, 26. Mai.( B.§.) Die Grubendirektion von handlung verlief ergebnislos und wurde den Ausständigen angedroht, über den Vortrag wies dann noch Frau Strist, die bekamnite, Tein Rossein hat, der Frankfurter Zeitung" zufolge, durch daß, soweit Kontrattbruch vorliegt, fie durch die Organe der Schiff ziemlich radikale Vorkämpferin der bürgerlichen Frauenbewegung, fahrtspolizei zwangsweise an die Arbeitsstätte zurückgeführt werden. Barauf hin, daß die elende Lage der Schauspielerinnen lediglich eine Schachtanschlag eine Reihe von Zugeſtändnissen öffentlich bekannt Die Stuccateure in Dresden haben am 20. Mai gekündigt Folge der bestehenden socialen wirtschaftlichen Verhältnisse sei. Auch gegeben, so eine 5 proz. 2ohnerhöhung, Koalitionsund werden am 5. Juni in den Ausstand eintreten. Der Zuzug im Bühnenberufe übersteige das Angebot an Arbeitskräften die freiheit, ständige Grubenausschüsse. Der neu drohende nach Dresden ist fernzuhalten. Nachfrage um 10 Proz. Die Ausführungen des Frl. Mardon find Die Schweriner Bauarbeiter sind behufs Erringung eines um so wertvoller, weil sie sicher auf eigner Anschauung und Er- Ausstand ist damit wohl beseitigt. Stundenlohnes von 32 Pf. in einen Streit eingetreten. Zuzug ist fahrung basieren. Die Bühnentünstlerinnen aber in absehbarer Zeit fernzuhalten. von dem Wort der Organisation zu überzeugen, dürfte der bürgerlichen Frauenbewegung doch so leicht nicht gelingen. Gilt es doch, da eine ganze Welt von Vorurteilen und Hindernissen zu beseitigen. Der erste Mai ist als Arbeiterfeiertag von der französischen Die Barbiergehilfen in Pforzheim beabsichtigen in eine Frauenzeitung" La Fronde"( bürgerliche Frauen) gefeiert worden. Lohnbewegung zur Verfürzung der Arbeitszeit und Schluß der Ge- In einem schwungvollen Artikel,„ Die Verbrüderung der Völker" schäfte an einigen Feiertagen einzutreten. Es wird gebeten, den überschrieben, wird er als die Vorfeier eines kommenden ewigen Buzug fernzuhalten. Frühlings gepriesen, der aller Not ein Ende machen, alle SklavenDer Verband bayrischer Eisenbahn Werkstätten- und fetten brechen wird. Was fagen unsere deutschen Frauenrechtlerinnen Betriebsarbeiter, der gegewärtig eine Mitgliederzahl von tausend zu der Courage ihrer franzöfifchen Schwestern"? Personen aufweist, giebt jezt in Schweinfurt eine Fachzeitung heraus, die monatlich zweimal erscheint. Der Streit der Zimmerer in Halle ist beendet. Die Ausständigen haben bis auf drei Firmen, über welche die Sperre verhängt ist, ihre Forderungen durchgesetzt. = " Einen Frauen Gewerkverein haben die Sezerinnen der Pariser Zeitung" La Fronde", die bekanntlich nur von Frauen geschrieben und gedruckt wird, ins Leben gerufen. Sociales. = Paffan, 26. Mai. Bei der gestrigen Reichstags Erfahwahl in dem 2. Niederbayerischen Wahlkreis( Straubing) an Stelle des Abgeordneten E Blinger, welcher sein Mandat niedergelegt hat, erhielt nach den bisher vorliegenden Resultaten, wie die Donau- Zeitung" meldet, Echinger( Centrum) 3709 Stimmen, Wieland( Bauernbund) 2126 Stimmen. " Paris, 26. Mai.( W. T. B.) Heute vormittag fand in der der Société française gehörigen Patronenfabrit zu Sèvres eine Explosion statt, durch welche acht Personen, unter ihnen zwei schwer, verletzt wurden. Paris, 26. Mai.( W. T. B.) Der Senat genehmigte heute das Budget, nachdem er an demselben einige Abänderungen vorgenommen hatte. Wegen der letzteren muß das Budget an die Rammer zurückgehen. Die Der Bäckerstreik in München ist nach vierwöchentlicher Dauer Madrid, 26. Mai.( W. T. B.) Der Kriegsminister Polavieja mit einem Sieg der Gesellen beendet. Ueber diejenigen Meister, hat eine Depesche erhalten, in der es heißt, die Spanier hätten die die Forderungen noch nicht bewilligten, ist die Sperre verhängt. Zamboanga geräumt. Die Filippinos hätten verlangt, daß Aus dem lothringischen Saarrevier schreibt man uns: Der ihnen der Plag mit Waffen und Munition übergeben werde. bor kaum 8 Tagen beigelegte Ausstand der Bergarbeiter Für den Kongreß der Krankenkassen Deutschlands, der Spanier hätten dies abgelehnt, worauf es zu einem Kampfe geauf den de Wendelschen Gruben in Rosseln und denjenigen der Sonnabend, den 27. Mai, abends 81/2 Uhr in den Arminhallen mit fommen sei, in dem die Spanier einige Verluste gehabt hätten. Die Saar- und Mosel- Bergwerksgesellschaft in Spittel- Starlingen scheint, einer konstituierenden Vorversammlung beginnt, ist folgende Amerikaner würden zur Zeit Mindanao nicht besetzen. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. it. m. it. z.,« järiingt des Jotinärts" Sttlinrt WMM«»«. Kongreß zur Bekämpfung der Tuberkulose. Berlin, den 26. Mai. Dritter Tag. Die heutige Sitzung eröffnete Geheimrat Lehden mit der Ver- lesung zahlreicher Glückwunschtelegramme, die von gekrönten Häuptern Europas an den Kongreß eingelaufen sind. Um die gestern nicht erledigten Vorträge entgegenzunehmen, soll am Sonnabend nach Schluß der Verhandlungen der fünften Ab- teilung eine besondere Sitzung stattfinden. Die Leitung der Verhandlungen der vierten Abteilung: Tic Therapie(Heilkunde) der Lungentuberkulose übernahm hierauf Gcheimrat von Ziemssen- München. Er gedachte seines Studiengcfährten B r e h m e r und rühmte die unbeugsame Energie dieses hervorragenden Mannes, des eigentlichen Gründers des Heil- stättenivesenS. Fast ohne Mttel und bei nicht ganz fester Gesundheit habe er fast aus nichts sein großes Werk geschaffen. Tie modifizierte Brchmersche Kur sei die Grundlage der Schwindsuchtstherapie ge- worden. Den ersten Vortrag hielt sodann Professor Curschmann aus Leipzig über die Heilbarkeit der Lungentuberkulose. Nach ihm ist die Heilung der Schwindsucht im strengsten Sinne des Wones außerordentlich selten. Wohl aber sei ein dauernder Stillstand des Prozesses mit mehr oder weniger ausgedehnter Narbcnbildung und Verödung des zunächst befallenen Abschnittes des Lnftröhrenbaumcs und damit Absperrung(Einkapseluiigs der besonderen Krankheitserreger häufig das Ergebnis richtiger Behandlung. Freilich behalten die eingekapselten Tubcrkelbacillcn bis zu zehn Jahren ihre Lebensfähigkeit und pathogenen Eigenschaften. Reste ihätiacn Materials sind immer noch vorhanden.' Dieser dauernde Stillstand kann praktisch als Heilung gelten, wenn die übrigen Lungenabschnitte sich unversehrt erhalten und die Kranken bei dauernd günstigem Allgemeinbefinden die ftühcre LcifiungS- und Widerstandsfähigkeit erhalten. Von 1073 Kranken, die m den Heil- statten der Hanseatischen Versicherungsanstalt aufgenommen wurden, erreichten 65 Proz. ihre volle Erwerbsfähigkeit wieder. Die allgemeine Nedensnrt: Die Schwindsucht ist in allen Stadien heilbar, ist für den Laien geradezu gefährlich. Da der Beginn der Er- kranknng. Spitzcnkatarrh der Lungen, am meisten Aussicht auf Heilung bietet, ist die frühzeitige Erkenntnis der Krankheit von äußerster Wichtigkeit. Die Untersuchungsinethoden müssen noch vervollkommnet werden. Unsere Kenntnisse über die Heilnngsvorgänge bei der Misch- infektion stehen noch in den allerersten Ansängen. Die erbliche Be- lastung hindert nicht die Aussichten auf dauernd« Heilung, schlimmer steht es bei dem sogenannten schwindsüchtigen Habitus. In den bOer Jahren stand die Medizin der Lungen- schwindsucht ratloS gegenüber: erst Brehmer schuf die Grund« tagen zur Bekämpfung des Nebels, und wir können sagen Wir sind weiter gekommen. sLebhafter Beifall.): Der nächste Bortrag deS Professor R. Kobert- Rostock— ftnher Dirigent in Görbersdorf— über die: Medikamentöse Therapie der Tuberkulose mit Ausschluß des Tuberkulins bot in der Hauptsache nur Fachinteresse für den Mediziner. Professor Kobert hat mehrere hundert Fragebogen über die medikamentöse Behandlung der Lungenschwindsucht an Professoren, Kliniker. Aerzte, Ehirurgen, Specialisten Versand und über 20V Antworten erhalten, die sich auf über 50 000 Fälle von wberkulöser Erkrankung bezichen, die im Jahre 1898 in Behandlung kamen. Alle Befragten waren sich darin einig: ein echtes Speeifilum gegen die Lungentuberkulose giebt es nicht. Der zweite traurige Satz lautet: Bei allgemeiner smiliarer) Tubcr- kulose und bei galoppierender Schwindsucht vermögen wir mit keiner Art der Behandlung das tödliche Ende abzuwenden oder auch nur um einige Wochen hinauszuschieben. Dagegen stehe fest, daß wir die beginnende Lungentuberkulose durch die modifizierte Brehmersche Kur— Ruhe, gute Luft, gute Ernährung, Wasserbchand lung, Lungengymnastik, Abhärtung— so sicher bekänipfcn, daß wir Arzneimittel überhaupt nicht nötig haben. Brehmer verwarf alle Arzneimittel; daS war vor mehreren Jahrzehnte» wohl verständlich und berechtigt. Heute mutz der Satz auf die Anfangs- fälle eingeschränkt werden. Bei vorgeschrittenerer Lungentuberkulose, bei Hals- und Darmtuberkulose müssen wir Arzneiniittel mit zu Hilfe nehmen. Auch dieser Vortrag fand lebhasten Beifall. Behandlung der Lungentuberkulose mit Tuberkulin und ähnlichen Mitteln. Darüber sprach hierauf Professor Brieger Berlin, ein warmer Verteidiger des Kochschen Mittels. Er erklärte, durchaus nicht in den jetzt oft gehörten Ruf„Weg mit dem Tuberkulin" einstimmen zu können. Wenn es auch nicht überall helfe, so empfehle sich seine Anwendung doch in bestimmten Grenzen, und in gar vielen Fällen habe es sich glänzend bewährt. Richtig sei, daß es bei vorgeschrittener Tuberkulose meist wirkungslos bleibe. Besonders bei den Rindern habe man mit Tuberknlinimpftingcn gute Resultate erzielt und kein Geringerer als Rudolf Virchow habe!es gestern von dieser Stelle ans für Kühe empfohlen. Wenn trotz der vielen guten Resultate bei den Tieren die Aerzte sich vielfach scheuen, es auch bei der Totenschau anzuwenden, so trage daran die weit verbreitete Be furcht, mg schuld, daß die Impfung mit Tuberkulin andere KrankeitS erscheinunge» im Gefolge habe. Aber auch nach dieser Richtung seien die Befürchtungen meist sehr übertriebe». Hohes Fieber stelle sich z. B. auch oft ohne Tuberkulinimpfung bei Lungenkranken ein. In seinen Thesen sagt Prof. Brieger: Die beginnende Tuberkulose. d. h. reine Tuberkulose wird häufig, wie die Erfahrung lehrt, durch Tuberkulin günstig beeinflußt. Selbst mit sekundärer Infektion komplizierte Tuberkulose, d. h. PbtisiS, wird nicht selten durch Tuberkulin gebessert resp. znm Stillstand gebracht. Auf Grund der hier skizzierten Thatsachen kommt in den Heilstätten für Lungenkranke mich die Anwendung der Kochschen Tuberknlinpräparate als Heib Potenz in Betracht. Sir Hermann Weber, ein in Deutschland geborener, jetzt in Lotion lebender benihmter Arzt in vorgerücktem Alter, hielt einen längeren Vortrag über klimatische Therapie, in welchem er den Anteil zu bezeichnen versuchte, den daS Klima in der Behandlung der Tuberkulose nehmen kann. Weber giebt zu, daß Heilungen überall vorkommen können, ist aber der Ansicht, daß das Verhältnis der Heilungen entschieden größer ist an klimatischen Kurorten, namentlich an Gcbirgs- und Höhenkurorten. Laubwald hält er schon wegen des feuchten BodenS, der sich in den Laub Wäldern vorfindet, für den Heilungsprozeß nicht für günstig: da scheu Anstalt ältesten Heilanstalt in Falke»stein im Taunus, sprach über die hygienisch-diatetische Behandlung der Lungentuberkulose und über Anstaltsbehandlung. Wie er ausführte, ist die Lungen schwindsucht nicht als eine einfache, lokale Erkrankung anzusehen, sondern sie ist meist ein Krankheitskomplex, der fast das ganze Ge biet der heutigen KrankhcitSlehre umfaßt. Denn der von der Schwindsucht befallene Mensch leidet nach kurzer Zeit an Störungen der wichtigsten Organe. die neben der Haupt erkrankung die vollste Berücksichtigung heischen. Die Be- Handlung der Krankheit ist eine Machtfrage; der Organismus mutz in seinem Kampfe gegen die Eindringlinge mit allen erdenk- lichen Mitteln unterstützt werden. Der Apparat hierfür ist ein äußerst koniplizierter. Deshalb verbürgt die heutige Anstaltsbehand lung unter Leitung allererster Autoritäten vor allen anderen Methoden die höchstmöglichen Prozentsätze von Heilerfolgen und er- heblichen Besserungen. Die Behandlungsmethode in den Anstalten besteht zunächst in der sofort und dauernd geübten Leitung, Be lehrung und Erziehung des Kranken. In der bis ins kleinste durchgeführten. dem jeweiligen Kräftezustand des Kranken und dem Stadium seiner Erkrankung genau angepaßten Dauer-, Luft- und Ruhekur auch während der Nacht, liegt einsehr wirksames Heilmittel. Diese Anstaltsbehandlung ermöglicht erst die wirksame Behandlung der Schwindsucht in allen vom Extremen freien Klimatcn und das Verbleiben der Patienten in der Heimat; in ihr liegt ein großer Teil der Lösung der Heilstättenftage für alle Kultur ländcr. Weitere Heilmomente liegen in der in den Anstalten geübten Abhärtung der Haut und deren Pflege vermittelst der richtigen An- Wendung der Luft, des Lichtes, des' Wassers, in Bädern, Douchen, feuchten und trockenen Abreibungen, in Massage, in der Gymnastik der Brust- und ganzen Körperrnuskulatur, in Bergsteigen und ähnlichem. Alle diese Dinge müssen aber in einer dem Kräfteverniögen des Kronken durchaus angepaßten Weise vorgenommen werden, ihre Anwendung muß fortgesetzt sachgemäß überwacht werden und das kann nur in einer Anstalt geschehen. Nur hier kann auch eine Ueber wachung in der Ernährung des Kranken durchgeführt werden. Die Hygiene der Wohnung, der Bekleidung, die Desinfektion aller Effekten läßt sich am besten in einer Anstalt bewerkstelligen, auch die Be Handlung des Auswurfs und des Husten läßt sich nur so gewissen hast leiten. Die Wahl eines gebildeten, begabten, specialistisch vor- geschulten Arztes ist natürlich unerläßlich. Mit ihn, steht und fällt Vmmmmnles. A«S der Magistratssitznng am Freitag. Unsere städtischen Krankenhäuser sind gegenwärtig mit Kranken so überlastet, daß es sehr schwierig wird, die Neuanmeldungen von kranken Personen um Gewährung der Aufnahme zu berücksichtigen. Um nun diesem Mangel abzuhelfen, hat das Magistratskollegiuni auf Antrag der Deputation für die öffentliche Gesundheitspflege beschloffen, auf dem Gelände des Krankenhauses am Friedrichshain zwei Kranken- barocken zur Aufnahme von 128—135 Kranke errichten zu lassen. Die Bankosten für diese Baracken stellen sich nach dem Voranschlage auf 140 000 M., während die Gesamtausstattung derselben niit 40 000 M. berechnet ist. Der Stadtverordneten- Versanimlung wird eine diesbezügliche Vorlage zur Genehmigung unterbreitet werden. Die Mietsverhältnisse in der Stadtgegend der Reichenberger- straße gestalte» sich für die städtische Schu'ldeputation, welche daselbst Lokalitäten zu Schulzwecken bedarf, immer schwieriger, so daß das Magistratskollegium auf Antrag der Schuldeputatiou beschlossen hat, bei der Stadtvcrordneten-Vcrsammlung die Genehmigung zur Er- richtung einer Schnlbaracke auf dem Hofe der Äemeindeschule in der Reichenbergerstraße, Ecke der Frosterstraße, behufs Einrichtung von 4 Klassenräumen nachzusuchen. Die Kosten für den Aufbau der Baracke sind auf 16 400 M. veranschlagt. Ist denn zur Errichtung von Schulhäusern wirklich kein Geld vorhanden? Lakstfes. Ueber de» elektrischen Vollbahnbetrieb, der unter der Leitung deS königl. Eisenbahn-DirektorS Bork auf der Strecke Berlin— Zehlendorf der Wannseebahn in der Ein- richtung begriffen ist, bringt das„Archiv für Post und Telegraphie" nach einem Vortrage des Genannten im Berliner Berein für Eisen- bahnkunde ausführliche Mitteilungen. Aus der im ganzen 11,93 Kilo- meter langen Vcrsuchsstrccke befinden sich die vier Zwischenstationen Großgörschcnstraße, Friedenau, Steglitz und Groß-Lrchterfelde. Der mittels Elektricität beförderte Zug soll auf die Dauer eines Jahres in den Fahrplan der Wannseebahn einbezogen werden und täglich fünfzchnmal in jeder Richtung verkehren. Er wird aus neun gewöhnlichen dreiachsigen Wagen der Berliner Vorort- bahnen zusammengestellt und voll besetzt 210 Tonnen schwer sein. die ganze Anstaltsbehnndlung. Unter dieser Voraussetzung ist aber Den, Zuge wird vorläufig zur fahrplanmäßigen Zurücklcgung der gegen glaubt er, daß weniger dichter Wald an südlichen Abhängen, wo also die Sonne überall ungehindert Zutritt hat und besonders Tannen- wald einen sehr günstigen Einfluß auszuüben vermag. Das Wüsten klima verdanke seinen Ruf zum Teil der Thatsache, daß die wandemden Wüstenbewohner frei von Schwindsucht seien. Die Luft sei dort rein, weist hoben Ozongehalt aus und se, trocken, aber für Tuberkulöse seien dort doch die mit Staub erfüllten Winde oft gefährlich. Das Gleiche gelte von den ägytischen Kurorten. DaS Beste für den Patienten sei und bleibe eine Seereise, wenn der Be- treffende sonst den See-Aufenthalt vertragen könne. Dem Vortragenden wurden bei seinem Erscheinen auf der Tribüne Ovationen gebracht, die fich am Schlüsse seiner Rede in verstärktem Maße wiederholten. Den Vorsitz hat inzwischen der Wiener Professor und Kchlkopf- operateur Herr S ch r ö t t e r übernommen. Dr. Dettw eiler, der Begründer der nach der Dr. Brehmer» die Gründung von Heilstätten für Lungenkranke eine nationale Pflicht. (Lebhafter Beifall.) Damit ist die Reihe der größeren Vorträge erschöpft. Es folgten kleinere Referate. Der Pariser Professor L a n d o u s y und der englische Arzt E o g h a l sprachen über ihre Erfahrungen in der Behandlung der Tuberkulose. Professor Maragliano aus Genua ließ durch seinen Assistenten FaScoli in deutscher Sprache seinen Bortrag über: Experimentelle Beiträge zur Erforschung der Wirkung der chemisch-diätetischen Be Handlung der Tuberkulose zur Verlesung bringen. Professor Landerer- Stuttgart berichtete über die Erfolge. die er mit Hauteinspritzungen von Zimmetsäure gegen die Tuberkulose erzielt hat. Sehr lebhaften Beifall fand Geheimrat von Schrötter« Wien, derselbe, der seiner Zeit den Kaiser Friedrich in San Rcmo behandelt hat; er hatte zwei Patienten mit zur Stelle gebracht, die er dem Kongreß als geheilt vorstellen konnte. Der eine Patient, ist ein russischer Rechtsanwalt, der zweite eine Dame aus Wien. Beide litten zweifellos an schwerster Hals- und Kehlkopftuberkulose. Die Erkrankung war soweit vorgeschritten, daß Atemnot bestand und zum Luftröhrenschnitt geschritten werden mutzte. Auch die Symptome weit vorgeschrittener Lungentuberkulose waren vor- Händen. Und doch ist die Heilung teils ans chirurgischem Wege(Netzen mit Milchsäure), in der Hauptsache aber durch Am Wendung der diätetisch- physikalischen Heilmelode gelungen. Beide Patienten erfreuen sich, wie der Augenschein lehrte, des besten Wohl seinS. Der Vortragende äußerte die frohe Hoffnung, daß es möglich sei, bei geeigneter, gründlicher Behandlung und unter günstige» äußeren Verhältnissen fast jeden Fall der Erkrankung an Tuberkulose zu heilen. Hervorragendes Interesse weckte der Vortrag des Begründers der wissenschaftlichen Wasserheilkunde, des Wiener Prof. W. Winternitz über die Hydrotherapie dar Lungenschwindsucht. Der Vortragende sprach es nach einer fast vierzigjährigen reichen Erfahrung mit festester Ueberzeugung aus, daß eS kein wirksameres, in allen Stadien der Tuberkulose anwendbares, in der Wirkung von modernsten Gesichtspunkten rationell verständliche« Heilmittel giebt, als die Wasserbehandlung, selbstverständlich auch in Verbindung mit allen hygieniscki-diätetiichcn Methoden der Freilustbehandlnng. Redner ist der Ansicht, daß die Wasserbehandlung sowohl die Dis- Positionen zur Erkrankung an Tuberkulose beseitigt, als auch direkt heilend wirkt; sie verhüte durch Abhärtung die Erkältungsgefahr. Sie stelle wahre Treibhausverhältnisse über den erkrankten Partien her und beeinflusse die lokalen Ernährungsverhältnisse in denselben günstig. Sie bekämpft das Zehrfieber und die Nachtfchweiße, ja be leitigt sie ganz und ist darin allen anderen Methoden weit über« legen. Die Wasserkur kräftigt alle bisher bekannten Schutz- und Wehrkräfte des Organismus zur Vernichtung, Ausscheidung und Un schädlichniachung von Mikroorganismen(Kleinlebewesen) und ihren giftigen Stoffwechselprodukten, ja ruft sie selbst wach. Aus alledem schloß der Vortragende, daß die methodische und systematische Wasscrheilkunde nicht nur in allen Lungen- Heilstätten eingeführt, sondern auch den breiten Schichten de« bedrohten oder erkrankten Volkes zugänglich gemacht werden müsse. Das bei den sekundenlangen Uebergießungen zu verwendende Wasser hat das frischeste und kälteste zur Ver- sügung stehende zu sein, da es nicht schonender, sondern angreifender ist, wenn man laue Temperaturen verwendet. Selbst bei verlorenen und unheilbaren Fälle» bringe die Wasserkur subjektive Erleichterung und erwecke neue GcnesungShoffnung. Professor v. Schweinitz ans Washington sprach über die strittige Frage der Behandlung der Tuberkulose mit Serum. Er hat mit dieser Methode ziemlich günstige Resultate erzielt. Mit großer Schärfe sprach sich der Redner dafür aus, daß die Erzeugung von Serum jeder Art zur Behandlung der Tuberlnlose auf eine Reihe von Jahren nur der Staat in die Hand nehmen sollte. Wenn wichtige Erfindungen Geheimnisse blieben und von Fabriken an- gekauft und ausgebeutet würden, dann könnte nicht viel geleistet werden, jedenfalls in Amerika nicht. Der Redner machte schließlich den Vorschlag, eine ständigeinternationaleKommrssion zu errichten, die alle wissenschaftlichen Methoden zur Behandlung der Tuberkulose auf ihren Wert zu prüfen und die wichtigsten Resultate zu veröffentlichen hätte. Dr. P e t r u s ch k y- Danzig berichtete über seine nicht un- günstigen Erfahrungen mit Tuberkulin. Es sprachen noch Dr. M a i l l a rt- Genf über die Einrichtung der Genfer Luftkur gegen Tuberkulose, Dr. de la Camp über die Resultate der Lungentuberkulose-Behandlung im neuen Allgemeinen Krankenhause Hamburg-Eppcndorf auf Grund rationeller statistischer Verwertung der GewichtSvcrhältnisse, Dr. D im i tri p o I- Bukarest und Dr. C a m p a n a- Rom. Die Vorträge hatten aber � nur specielles medizinisches Interesse, wurden auch vor kaum 30 Zuhörern gehalten, da die Zeit zur Abfahrt nach den Heilstätten-Anlagen herangekommen war. Morgen früh 9 Uhr beginnt die Beratung der Abteilung V des Kongresses über das H e i l st ä t t e n w e s e n. Strecke, einschließlich der Aufenthalte, die aus den vier Zwischen- ftationen je eine halbe bis zu einer Minute betragen, wie beim gegenwärtigen Betriebe, eine Fahrzeit von 27 Minuten vorgeschrieben sein. Für die Anfahrten sind 90 Sekunden Zeit und ein Weg von 500 Metern, für das Anhalten 30 Sekunden Bremszeit und 170 Meter Weg angenommen; unter dieser Voraussetzung be- trägt die Durchschnittsgeschwindigkeit während der gleich» müßigen Fahrt 40 Stunden- Kilometer und die niechanische Arbeits- leistung der Triebwagen bei dem Meistgewicht des Zuges von 210 Tonnen hinsichtlich der Fahrt von Berlin 62 und für die Fahrt nach Berlin 58 Pferdekraftstunde». Jeder der beiden Triebwagen erhält zwei Motoren von je 100 Pferdestärken. Eine außergewöhnliche Anordnung ist für die Strom« abnehmer vorgesehen: sie sind' an jedem Triebwagen zu beiden Seiten des Zuges in geschützter Lage unter dem Trittbrette des Wagens angebracht und zur Verhütung einer unbeabsichtigten Be- rührung an der Außenseite mit einer isolierenden Umhüllung über- zogen. Die Wciterleitung des von dem Gleitschuh des Strom- � abnchmers aufgenommenen Stromes erfolgt mittels federnder Klipferdänder, welche mit einem, längs des ganzen Zuges unter>den Wagen befindlichen Lcitungskabcl verbunden sind. Der Gleitschuh berührt vermöge seines Gewichtes die Arbeitsleitung, auf welcher er während der Fahrt entlang gleitet. Die Arbcitsleitung besteht aus ausgemusterten Eisenbahn« schienen, die an den Stößen durch kupferne Schienenverbindunaen leitend überbrückt werden, und ist an der linken Seite des Geleises, bezogen auf die Richtung der Zugfahrten, angebracht. Sie liegt von der Mitte des Geleises 1,55 Meter entfernt und mit der Oberkante 30 Centimeter höher, als die Oberkante der Fahrschiene. Gegen ihre Träger, die auf den Bahnschwellen oder auf besonderen Unterlagen festgeschraubt sind, ist die Leitnngsschiene durch einen Hartgummi- Ueberzug isolierr. Versuchsweise wird als Jsoliermittel auch eine Mischung von Asbest und Gummi(Asbestonit) benutzt werde«. Diese Mischung, die feuerbeständig und unempfindlich gegen Feuchtigkeit ist, geht mit dem Gußeisen eine äußerst festhastende Verbindung ein. Die Betriebskosten, welche bei der bisherigen Zug» förderung Nuttels Dampflokomotiven 498 Mark für 1000 Zug- tilometer betragen, werden sich für die elektrische Zugförderung auf 411 M., d. i. um 17,5 Proz,, ermäßigen.> Vom betriebstechnischen Standpunkte wird den Erfahrungen ein großer Wert beigen, effen, die hinsichtlich der fach- gemäßen Unterhaltung der Arbeit'slciwng und über die Rückwirkung dieser Anlage aus die regelrechte Unterhaltung des Eisenbahnoberbaues voraussichtlich gewonnen werden, sowie darüber, ob und in- wieweit der elektrische Betrieb geeignet ist, die Sicherheit des Ver- kchrs auf den Vollbahnen zu erhöhen. lieber die Polizrihilse, die in, Kampf für Ordnung, Religion und Sitte der„Großen Berliner" geleistet wurde, als diese Pfingsten von Strciksucht besessen war, bringt das„Verl. Tagebl." jetzt die folgende, unsere Ausfassniig vollständig bestätigende Mitteilung: Die Pfingst- Alarmdepesche, welche zu einer polizeilichen Be- sctzung der Straßenbahnhöfe Veranlassung gab, hat ihre Aufklärung gefunden. Die von einer hiesigen Korrespondenz ausgegangene Meldung, daß eine angeblich von einem Inspektor der Straßen- bahn-Gesellschaft herrührende Depesche an das Polizei- Präsidium, welche wegen vorgerückter Zeit auf ihre Richtigkeit nicht hätte geprüft werden können, die Polizei veranlaßt haben sollte, 400 ihrer Beamten in aller Morgenfrühe alannieren zu lassen, erweist sich als unzutreffend. Thatsäcblich verhält sich die Sache auch ganz anders. Das Telegramm, welches beim Polizeipräsidium eingegangen ist, bezeichnet weder jenen Privatbeaniten als Absender, noch rührte es von einem„Witzbold" her, der sich einen Pfingstulk leisten wollte; es ist vielmehr eine veritable P o l i z e i d e p e s ch e, wie sie an der Centralstelle täglich zu Dutzenden einlaufen, und welche auf ihre Richtigkeit hin zu prüfen gar keine Veranlassung vorlag. Dem Straßenbahn-Jnspektor G e h r k e, den die Direktion aus dem äußeren Diensie bereits zurückgezogen hat, war nämlich, wie vielen anderen Leuten, das Gerücht zu Ohren gekommen, daß ein Ausstand des Fahrpersonals am ersten Pfingst- feiertage geplant sei, und davon hat er— wie er behauptet,'„vertraulich"— dem zuständigen Revier- leutnant Mitteilung gemacht. Diese Mitteilung muß wohl eine ziemlich b e st i m m t e gewesen sein, sonst hätte sich der Polizeileutnant nicht veranlaßt gesehen, sie ohne weiteres an seine vorgesetzte Dienstbehörde auf telegraphischem Wege weiter zu geben. Ilebrigcns unterliegt es keinem Zweifel, daß der Inspektor G. in gutem Glanben gehandelt hat, allenfalls könnte ihm ein gewisser Uebereifer zum Vorwurf gemacht werden. In diesem Sinne hat die Direktion der Straßenbahn-Gesellschaft auch an das Kommissariat für das öffentliche Fuhrwesen Bericht erstattet, und damit dürfte die ganze„Untersuchung" wohl abgeschlossen sein." Für die polizeibehütetcn Straßenbahn- Angestellten wird die Sache allerdings kaum„abgeschlossen" sein. Ihnen ist ein Helles Licht darüber aufgegangen, wessen sie sich unter der Zuchthausära zu gewärtigen haben, und sie werden, ohne selbstverständlich der Direktion etwas auf die Nase zu binden, sich so kräftig als möglich organisieren und dann zu einem Termin, wo es ihnen paßt, eine Vc'rmeuschlichung ihrer Lage zu erstreben suchen. barin u. a.: ter bo Zu einem Betitionssturm gegen die gefchliche Festlegung| Unfall erlitten, indem er mit einem völlig morschen Brett der jetzt längs der ganzen Promenade eine ungefähr ein Meter hohe dér Ladenschlußftunde fordert ein an sämtliche Detaillisten Rüstung durchbrach und sich eine Hüftenquetschung zuzog, an der steinerne Uferböschung errichtet. pereine Deutschlands gerichteter Aufruf auf. Es heißt er 10 Tage frank liegen mußte. Wie wir erfahren, hat der Polier des Baues nunmehr nachträglich eine Schutzvorrichtung an den städtischer Ausgaben ist unserer Nachbarstadt Spandau von Eine Beihilfe von 100 000 Dollar zur Bestreitung „ Gegen den Beschluß der Reichstagskommission für die Fenstern anbringen lassen. Traurig, daß diese Pflicht nicht recht einem in Nordamerika lebenden ehemaligen Spandauer Bürger, Gewerbe- Ordnungs- Novelle, welche die gesetzliche Festlegung eines zeitig erfüllt wurde. einheitlichen Ladenschlusses verlangt und die Schließung aller Namens Wagner, angeboten worden. Der gegenwärtig im 75. LebensVerkaufsstellen in der Zeit von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens Leonhardt aus Dresden, die heute vor acht Tagen, wie wir er in deutschen Zeitungen gelesen habe, seine Baterstadt Spandau Ihren Verlegungen erlegen ist die Souffleuse Frau Louise jahre stehende alte Herr schreibt an den Spandauer Magistrat, daß für den Geschäftsverkehr befürwortet, muß energisch und scharf bereits berichteten, in einem Hotel der Friedrichstadt sich zwei Kugeln hätte hohe Steuern zu bezahlen und für die Herstellung neuent Stellung genommen werden. Der Staatssekretär Graf Pojadowsky ist in seinem Bestreben, die Kaufmannschaft vor unterhalb des Herzens in die linke Körperseite schoß, nachdem sie Pflasters und Regulierung der Straßen große Ausgaben zu leisten, so tief in die persönliche Freiheit eingreifenden, gesetzlichen Vor- wiederholt umsonst versucht hatte, einen in jenem Hotel wohnenden weshalb er gern helfend einzufpringen bereit fei. Der Magiftrat schriften zu bewahren, mit allen Sträften zu unterstüßen. Jede Ver- Herrn zu sprechen. Dem Selbstmord scheint unglückliche Liebe zu wird natürlich die genannte Summe, welche sich als ein Testamentseinigung ohne Ausnahme muß eine Petition gegen den Kommissions- Grunde zu liegen. vermächtnis darstellt, mit Vergnügen annehmen. beschluß dem Reichstage zugehen lassen, damit offenkundig wird, Theater. Im Passage Panoptikum berabschiedet sich das Ein Eisenbahnunglück ereignete sich Donnerstag auf der vie allgemein die Abneigung gegen den betreffenden Antrag in tegige Ensemble Ende Mai, da die Direktion für den Monat Juni wieder Strecke Lübbenau- kalau, in unmittelbarer Nähe der Station den interessierten Streifen ist und man noch in letzter Stunde ein neues Programm erfier" Specialitäten" zusammengestellt hat. Auch Kalau. Der 3 Uhr 4 Min. von Kalau abfahrende gemischte Zug verhindert, daß der einheitliche Ladenschluß durch Gesetz festgelegt Marietta bleiben nur noch kurze Zeit. der unverwundbare Fakir Achmed Aratas und das 6jährige Wunderkind wird." Berlin lacht" ist der Titel der entgleiste bei Bude 244, wo man mit Einziehen neuer Bahnschwellen nächsten Novität, welche das Metropol Theater in der befannten und Schienen beschäftigt ist. Bertrümmert wurden drei PersonenDie Petitionsstürme zeigen sich hier so recht mit der erbärm- glänzenden Ausstattung an Kostümen und Dekorationen am 1. Juni zur wagen, darunter zwei der 4. Klasse. Die Lokomotive hat sich tief in lichsten Krämerbeschränktheit behaftet. Statt ein Mittel zu begrüßen, Erst- Aufführung bringen wird. den Erdboden hineingewühlt. 5 Personen sollen schwere Bein- und durch das sie und ihre Angestellteit wenigstens der allernotwendigsten Ruhe teilhaft werden könnten, zittern und zetern sie wegen" Be- bergerstraße 146 in einem Kolonialwaren- Geschäft Feuer aus, abschürfungen erlitten haben. Feuerbericht. In der Nacht zum Freitag fam Reichen- Rippenbrüche und 10 Personen leichtere Quetschungen und HautTodesfälle sind nicht zu ver schränkung der persönlichen Freiheit". Eine echt liberale Freiheit, das aber noch im Entstehen beseitigt werden konnte. Vorher mußte zeichnen. Unter den Verlegten befindet sich auch die id och länger als sechzehn Stunden den Tag hinter dem Görligerstraße 62 ein fleiner Zimmerbrand abgelöscht werden. 58 Jahre alte Frau des Materialienverwalters Schulz aus Ladentisch abplagen zu müssen! Und da erheben diese Glieder des Ein Alarm nach Bredow straße 19 betraf einen Breßkohlenbrand Charlottenburg. Sie hatte zu Pfingsten ihren Sohn Mittelstandes" ein Wehtlagen darüber, daß die Arbeiter in die in einer Bäderci. Nach Engelufer 4a wurde die Wehr gerufen, besucht, der bei Senftenberg ein Gut besigt. Gestern fuhr sie heim, tob bazare gehen, deren Inhaber die Angestellten zum großen weil hier in einer Bugfederfabrik ein fleiner Brand ausgebrochen und ihr Sohn begleitete fie. Beide ſaßen allein in einem Abteil Teit wenigstens abends Uhr acht nach Hause. entlassen und ihnen so war. Außerdem erfolgte noch ein Alarm nach Fennstraße 21, zweiter Klasse. Plöglich hörte Schulz ein ohrenbetäubendes Pfeifen G doch eine ganz kurze Zeit der Erholung gönnen. und Knirschen auf den Schienen und fast in demselben Augenblick wurde er vom Fenster auf seinen Siz zurückgeschleudert, wobei er die Beine in die Höhe streckte. Seiner Mutter, der er noch zu gerufen hatte, die Beine Hochzunehmen, gelang das nicht mehr ganz. Mariendorf. Die zum Sonntag anberaumt gewesene Ver- Mit einem großen Gepolter und heftigen Stößen blieb der Zug sammlung des Arbeiter- Bildungsvereins bei Teutschbein in Marien- liegen, und die beiden Size des Abteils schoben sich aneinander. felde findet wegen des plöglich eingetretenen Todes eines alten Schulz blieb unversehrt, seiner Mutter dagegen wurde der rechte Parteigenossen nicht statt; dafür wird am Dienstag, abends unterschenkel zweimal gebrochen und der Fuß stark gequetscht. Ein 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Gerth in Tempelhof die Versamm- furchtbares Geschrei verriet, daß ein großes Unglück geschehen sein lung unter derselben Tagesordnung abgehalten. Der Vorstand. mußte. Die Decke des Waggons, auf den ein Steinwaggon fich wo übergekochter Teer Feuer gefangen hatte. Die Sommeruniform der Briefträger. Eine der wenigen Aus den Nachbarorten. Maßnahmen des Staatssekretärs der Reichspost, mit denen sich die Bostbeamten recht gern einverstanden erklären fonnten, war die Anordnung, daß sie im Sommer eine leichtere Bekleidung bekommen jollten. Den Beamten der Berliner Postämter ist schon vor Monaten angekündigt worden, daß sie die neue Uniform am 1. April erhalten würden; an diesem Datum haben sie auch ihren Teil zu den Kosten der Bekleidung entrichten müssen- der Rast wird aus der„ Befleidungstaffe" bezahlt. Bis jetzt aber haben die Beamten die neue Uniform noch nicht erhalten. Warum? Hat Herr v. Podbielsti voraus gewußt, daß die Temperatur auch zur Zeit noch eine so niedrige sein werde? Haben wir nicht schon einige recht heiße Tage gehabt, an welchen die Briefträger, trotzdem sie also ihre Sommeruniformen schon längst bezahlt hatten, auch ferner im Schweiße ihrer diden Wämse dem Publikum dienen mußten? Der Hoflieferant Sachs in der Taubenstraße soll die Uniformen liefern. Hann er fie nicht liefern, hat er nicht Arbeiter genug zur Verfügung ctiva, weil er zu schlechte Löhne zahlt? Vielleicht sucht sich Herr v. Podbielški dorüber zu unterrichten. Scherl- Pascha. Der Verleger des Berliner Sofalanzeigers" hat den großherrlich türkischen Osmanié- Orden zweiter Klasse ( mit Stern) erhalten. Doch nicht etwa wegen eifriger Beförderung der Viel weiberei im Juferatenteil seines weltstädtischen Organs? 3d ma s Gerichts- Beitung. Schöneberg. Einen überaus wichtigen Abschluß in kommunaler hinaufgeschoben hatte, drohte einzustürzen. Schulz fand schließlich Beziehung haben unsere städtischen Körperschaften in einer Extra- einen Ausiveg durch das Fenster. Nachdem man zunächst versucht Abschluß eines Vertrages mit der Geſellſchaft für elettrische Unter- Mutter durch das Fenſter ins Freie. Die ohnmächtig gewordene fizung der Stadtverordneten am Donnerstag vollzogen: Den hatte, die Steine wegzuschaffen, beförderte man schließlich auch ſeine nehnungen zu Berlin behufs Beschaffung von Elektricität Frau erhielt von einem Arzte aus der Nachbarschaft einen Verband eigenen Werkes hatten der Magistrat und die Stadtverordneten, tro für die Stadt Schöneberg. Von der Erbauung eines und würde mit der Bahn nach Berlin gebracht. des Widerspruches unserer Parteigenossen, Abstand genommen, weil einmal dadurch die Rentabilität des Werkes nicht gesichert erscheine und andererseits durch den Vertrag der Stadt Schöneberg sowohl als den Konsumenten ganz bedeutende Vorteile erwachsen würden. Eine ganze Reihe von Strafthaten Und dieser Optimismus trat in der Generaldebatte sowohl bei dem schlagung, Urfundenfälschung und Betrug Bestechung, Unters wurden dem jezt ent Referenten als bei fast allen Diskussionsrednern oftmals zu lassenen Schutzmann Georg Krauledat zur Last gelegt, Tage. Besonders wurde betont, daß durch die eingehende Beratung der sich gestern vor der 3. Straffammer des Landgerichts I zu verder Materie es dem Magistrat gelungen sei, günstigere Bedingungen antworten hatte. Der Angeklagte, der fünf Jahre lang Schuhmann zu bekommen, als sie selbst Berlin aufzuweisen vermag. Für die war, soll bei Einlieferungs- Recherchen wiederholt die von eingeMit der Regulierung des Prenzlaner Thorplates ist nun die Gesellschaft vom 1. Januar 1900 ab eine Abgabe von 10 Proz. durch Tagesbefehl ausdrücklich verboten war Befugnisse, ihre Leitungen in den Straßen der Stadt zu legen, hat lieferten Kontravenienten zu zahlenden Geldsummen obwohl dies endlich begonnen worden. Es werden Inselperrons darauf angelegt, der Brutto- Einnahme zu entrichten. Außer dieser Brutto- nommen und an die betreffende Kaſſe weiterbefördert haben. In in Empfang ge uni den starken Wagenverkehr in bestimmte Bahnen zu leiten, was um so nötiger sein wird, als der Play durch die projektierte Durch Abgabe ist alljährlich ein Anteil am Reinertrag des Unter einem Falle soll er dafür eine kleine Vergütigung erhalten haben. führung der Kaiser Wilhelmstraße ganz erheblich gewinnen dürfte. nehmens an die Stadt abzuführen. Dieser Anteil beträgt 40 Pro 3. Ihm wird ferner zur Last gelegt, daß er Strafgelder in Höhe von 2 M. und ( in Berlin 30 Proz) vom Reingewinn über 5 Pro 3. 3 M., die ihm von bestraften Droschkentutschern zur Beförderung an Zwangsweife Eintragung in das Handelsregister. Mit( B. 6 Proz.) des Anlagefapitals bis 6 Millionen Mart die Gerichtstasse übergeben worden waren, in eigenem Nußen ver Vorladungen nach dem Amtsgericht sind in den letzten Wochen eine( B. 10 mill. Mart) und 40 Proz.( B. 30 Pro 3.) über 4 Proz., wendet habe. Er bestritt diese Beschuldigung und behauptete, daß große Anzahl hiesiger Geschäftsleute bedacht worden. Borgeladenen werden aufgefordert, einen Auszug aus den Geschäfts- fapital darf die Ausführungskosten nicht überschreiten; in den Reviers einen Ausschant hatte, zur Beförderung übergeben und von Die soweit das Anlagekapital diesen Betrag übersteigt. Das Anlage- er die 2 M. einem Schankwirt Hildebrandt, der in dem Hause des büchern mitzubringen, aus dem die Brutto- Einnahme aus dem Jahre letzteren darf kein größerer Gewinn als 15 Prozent der diesem eine Quittung, in welcher das Datum gefälscht sein soll, er1898 ersichtlich ist. Bei diesen Vorladungen handelt es sich um die durch die eigentlichen elektrischen Anlagen entstehenden und nach: halten habe. Im zweiten Falle will er die 3 M. seiner Schwester zwangsweise Eintragung von Geschäften in das Handelsregister. zuweisenden Herstellungskosten enthalten sein. In den Aufsichtsrat zur Absendung übergeben haben, diese hat, angeblich weil fie frant Die Bestimmung des neuen Handelsgesetzes, daß jedes Geschäft mit dieser neu zu bildenden Gesellschaft entiendet der Magistrat und die wurde, die Beförderung vergessen und der Angeklagte hat das Geld einem Jahresumsatz von 20 000 m. au in das Firmenregister ein Stadtverordneten je einen Vertreter, welche jedoch keine Tantieme erst eingezahlt, als er schon zum erstenmal verantwortlich getragen werden müsse, ist bisher nur von wenigen Geschäftsleuten beziehen dürfen. Der Vertrag tritt sofort in Kraft; Schöneberg ver- vernommen worden war. Der Schankwirt Hildebrand, auf den berücksichtigt worden. Aus diesem Grunde werden nun vom Amts- zichtet bis zum 30. September 1912 darauf, die Uebertragung sich der Angeklagte beruft, ist mun leider nicht zu finden. Er ist ein gerichte die Zwangseintragungen herbeigeführt. des Eigentums des Elektricitätswerts zu verlangen. Von diesem ehemaliger Matrose und bei Nacht und Nebel verschwunden, ist wieder Verschiedene Unglücksfälle im Straßenverkehr sind in Beitpunkt an ſteht der Stadt das Recht, nicht aber die Pflicht zu, Matrofe geworden und soll sich jenseits des Oceans befinden; auch neuerer Zeit wieder durch freiliegende provisorische Geleise der das Werk unter Eintritt in alle mit demselben verbundenen Be- seine Ehefrau ist nicht mehr aufzufinden. Obgleich der Verdacht nahe Straßenbahn, wie solche bei Auswechselung oder Reparaturen der rechtigungen und vertraglichen Verpflichtungen zum Eigentum zu liegt, daß sich der Angeklagte nicht ohne Absicht gerade auf diesen Schienen zum Ausweichen frei auf den Straßendamm gelegt und be- übernehmen. Der Uebernahmepreis ist nach Wahl Buch- oder Tag spurlos verschwundenen Mann berufen hat, hielt es der Gerichtshof festigt werden, herbeigeführt worden. So verunglückte der Droschfen- wert. Falls die Uebernahme nicht sofort stattfindet, verlängert sich doch für geboten, noch einen Versuch zur Ermittelung des Zeugen futscher 3 a bel erst neuerdings in der Blücherstraße dadurch, daß der Vertrag jedesmal auf drei Jahre. Dementsprechend ermäßigt zu machen und beschloß, zu diesem Zwecke die Akten der Staatstutscher 3 a bel erst neuerdings in der Blücherstraße dadurch, daß sich der Preis des Werkes vom Jahre 1928 ab um je 10 Broz., 10 anwaltschaft zuzuſtellen. er mit seiner Droschke gegen derartiges provisorisches Geleise fuhr, durch den den Anprall vom Bod geschleudert daß das Werk im Jahre 1958 vollständig fostenlos in den Besitz der wurde und sich bedeutende Verlegungen zuzog, sodaß er nach Stadt übergehen würde. Auch in Betreff des Preises von Energie ciner Unfallstation verbracht werden mußte. In gleicher Weise ver- und Kraft hat man sich gesichert, indem die Preise stets die gleichen unglückte der Droschkentutscher Kaschade am Nollfing. Beim Ueber- wie in Berlin und Charlottenburg find. Somit haben die queren des provisorischen Geleises wurde auch er vom Bock geStadtväter, uneingedenk der Erfahrungen, die sie mit der englischen schleudert und erlitt er erhebliche Verlegungen. Zur Verhütung Gasgesellschaft gemacht haben, einigen Großkapitalisten auf eine lange Was ein Amtsvorsteher sich erlaubte! Im Amtsbezirk derartiger und anderer Unglüdsfälle sollte strenge darauf gehalten Reihe von Jahren ein Monopol eingeräumt. Schiorle( Schlesien) ließen sich am 7. April 1896 junge Leute werden, daß die Straßenbahn- Gesellschaften die provisorischen Geleise durch Bohlen mit abgeschrägten Kanten einfaßten, da auf diese Weise dorf hat der vorberatende Ausschuß jetzt drei Herren von den 59, eine Tanzerlaubnis nachgesucht hatte, noch nachsuchen wollte. Für den Posten eines zweiten Bürgermeisters von Rig verwehrt wurde, in einem Lokal zu tanzen, dessen Besitzer weder dadurch zu Ausschreitungen hinreißen, daß es ihnen polizeilicherseits ein Ueberfahren der Schienen durch andere Fuhrwerke wesentlich welche sich um den Posten bewarben, ausgewählt, und diese werden unter: den Leuten, die dann am anderen Tage erleichtert und obendrein gefahrlos gemacht wird. über die der Stadtverordneten Versammlung zur engeren Wahl empfohlen betreffenden Vorgänge von werden. Es sind die Herren Stadtrat uno aus Königsberg, der vernommen wurden, befand sich auch der Sohn des Befizers Vorgänge von dem Amtsvorsteher dem Amtsvorsteher v. Nappard Sohn des Verwalters der Berliner städtischen Gaswerke, der erste Bieniek. Diesen rief Rappard zweimal zu sich, und zwar ließ er Bürgermeister Dr. v. Tewson aus Apolda und Stadtrat Voigt ihn das zweite Mal vom Felde holen. Sein Vater war darüber aus Danzig. Für den ebenfalls zu besetzenden Posten eines besol sehr ärgerlich, erschien vor dem Amtslokal und schimpfte dort in deten Stadtrats werden sich noch heute dem Ausschuß die zur engeren polnischer Sprache. Unter anderem sagte er, es wäre verrückt, Wahl vorgeschlagenen Herren vorstellen. Dies sind Magistrats- jeinen Sohn vom Felde zu holen. Der Amtsvorsteher trat darauf Bürgermeister Ape It Wittenwalde und der Stadtrat Wedekind ohne damit Erfolg zu haben. Assessor Dr. Gerth- Berlin, Bürgermeister Granier- Luckenwalde, aus dem Hause und forderte B. zum Fortgehen auf, Dejjau. Nunmehr ordnete er die Festnahme des Mannes an und griff selbst mit zu. Nach dem Bieniek etwa 100 Schritte fortgeführt worden war, wurde er wieder freigelassen. Er erhob demnächst gegen v. Rappard die Privatklage wegen Körperverlegung und erzielte auch, daß der BeMit der Aufstellung des Schulze- Delisch- Denkmals, das am 4. August auf dem kleinen Platz zwischen Insel- und Köpnicker Straße enthüllt werden soll, wird Witte Jimi begonnen werden. Die Ausführung des Standbildes in Marmor ist vollendet, und die Fertigstellung der beiden seitlichen Gruppen in Bronze steht bevor. Das Postament ist Granit. Zu Ehren des Tuberkulosekongreffes fand Donnerstagabend eine außerordentliche Beleuchtung des Waffersturzes im Bittoria part am Kreuzberg statt. Zahlreiche Mitglieder des Kongresses hätten sich eingefunden. Die Straffammer Breslau verurteilte wegen Veruntreuung von 6000 M. Stirchentassen- und Mündelgelder den Pfarrer Reinhold Bettge aus Polgfen( Kreis Wohlau) zu einem Jahre Gefängnis. 910 Orte rung dem Aus Groß- Lichterfelde schreibt man uns: Die jüngste Sigung der Gemeindevertreter beschäftigte sich hauptsächlich mit der Aendes Für die elektrische Beleuchtung der Siegesallee sind außer rung der Tanzsteuer. Für die gänzliche Aufhebung dieser Steuer den 32 Bogenlampen, die zur Beleuchtung der Marmorgruppen ist die reaktionäre Gemeindevertretung natürlich nicht zu haben und schuldigte vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 15 M. ver dienen sollen, bis jetzt noch vier weitere Bogenlampen auf so entschloß man sich, durch eine„ Reform" dem fortwährenden An- urteilt wurde. Das Gericht hielt für erwiesen, daß v. N. den gestellt worden, je zwei am Königsplatz und an der Charlottenburger sturm der Gastwirte wenigstens teilweise Rechnung zu tragen. Der Kläger bei seiner Verhaftung zu start an die Brust gefaßt und zu Chaussee. bisherige Steuersaz betrug inklusive des Stempels 9 M. ohne Unter- unsanft von hinten gestoßen oder geschoben" habe, um seinen Widers Eine dreiviertelstündige Verkehrsstockung trat gestern mittag ichied der Tauer des Tanzvergnügens. Es wurde beschlossen, für Tanz- stand zu brechen. Das Landgericht hob jedoch die Entscheidung auf, in der Gegend des Prenzlauer Thores gegen 2 Uhr auf dem Betriebe luftbarkeiten, die bis 11 Uhr abends währen, vier Mart, für solche, weil es sich hier um ein solches Vergehen im Amte handele, für das der elektrischen Ningbahn ein, weil dort ein Defeft an den Schienen die länger dauern, acht Mart zu erheben. Begründet wurde dieser das Civilverfahren nicht gegeben sei. Die Staatsanwaltschaft erhob eingetreten war. originelle Beschluß weniger mit der Ungerechtigkeit jener Steuer an dann die öffentliche Antlage gegen den Amtsvorsteher, die dahin sich, als vielmehr damit, daß man gewissermaßen eine Art Prämie lautete, er sei verdächtig, bei Ausübung seines Anites eine Person vor Ein eigenartiger Hufall ereignete sich gestern in dem Betriebe für diejenigen Wirte festiegen wolle, die dafür sorgen, daß schon um fäßlich körperlich mißhandelt zu haben. Jetzt trat die Regie der elektrischen Straßenbahn. Der Schaffner M., der einen Wagen 11 Uhr abends vollständige Ruhe im Dorfe Pardon! mit Souflikt für Herrn von Rappard ein, der Linie Hafenhaide- Schönhauser Allee bediente, bemerkte, wie die herrsche, was erst mit dem Aufhören des Tanzes erreicht werden indein sie geltend machte, er habe seine Amtsbefugnisse Leitungsstange von dem Draht absprang. Hierbei verwidelte fich könne. die Führungsleine der Stange in die Fassung des Wagenstirnschildes. Lichterfelde Die Begründung läßt kaum vermuten, daß Groß- nicht überschritten. Das Ober- Verwaltungsgericht erklärte ein Vorort der Weltstadt Berlin ist; sie den konflikt für zulässig und für begründet, so daß das M, versuchte mm, die Leine freizumachen, und dies gelang ihm auch; gemahut an jene Zeiten, wo der brave Pfahlbürger mit Verfahren gegen den Amtsvorsteher einzustellen ist. Der Senat in demselben Augenblick aber schnellte die Leitungsstange mit großer Eintritt der Dunkelheit zu Hause bleiben mußte, sich die Zipfelmüze ging von folgenden Erwägungen aus: Da Bieniek vor dem AmtsHeberkraft zurück und dem Schaffner, der die Leine um den über die Ohren zog und mit dem jüßen Bewußtsein, daß die Sicher lokal lärmte und die Verhandlungen darin störte, so sei der AmtsMittelfinger der rechten Hand geschlungen hatte, wurde das oberste heit des Ortes in den Händen des waderen Nachtwächters gut auf vorsteher berechtigt gewesen, ihn zu entfernen. Ferner habe Glied des Fingers buchstäblich abgerissen. Der Schwer- gehoben sei, sanst einschlummerte. Als am höchsten prämiirt" er ihn, als er passiven Widerstand leistete, am Rockfragen packen und vérlegte wurde natürlich sofort vom Dienst abgelöst und mußte dürfte aus den Reihen der Beteiligten der Gastwirt Pagel hervor so ein Stückchen fortführen dürfen. Selbst wenn er ihn hierbei geschüttelt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. gehen, bei den die Socialdemokraten verkehren und dem die Er- haben sollte, wäre das noch keine Amtsüberschreitung, denn damit Arbeiter- Risiko. Auf dem Bau Ritterstraße 76 ist gestern ringung der Siegespalme durch konsequente Festsetzung der Polizei- hätte ja nur bezweckt werden sollen, ihn zum Gehen zu bewegen. bormittag 113/4 hr der 34jährige Steinträger Julius Hasche aus stunde auf 11 Uhr wesentlich erleichtert wird. Auch fönne es nicht als eine leberschreitung der Amtsbefugnisse an der Kirchbachstraße 4 dadurch verunglückt, daß ihm eine Brechstange, gesehen werden, daß v. R. den Mann von hinten schob. Auch würde die aus den oberen Etagen herabfiel, im Fallen auf den Kopf In Granfce fuhr der Berliner Zug 12 infolge falscher Weichen der Amtsvorsteher bei der Widerspenstigkeit des B. durch einen Stoß schlug. Im schwer verletzten Zustande wurde Hasche, der verheiratet hierbei nicht verlegt. Dagegen sind die Maschine und drei Wagen fomme in Betracht, daß der Angeklagte seinem vom Amtsdiener und stellung auf ein Geleis mit leeren Personenwagen. Personen wurden die äußerste Grenze des Zulässigen nicht überschritten haben. Auch ist und drei Kinder hat, ins Krankenhaus gebracht. Daß beschädigt worden. Der Postwagen entgleiste. Betriebsstörungen vom Ortsschulzen nur widerwillig ausgeführten Befehl, den B. fortdas Unglück geschehen konnte, ist den unvorschriftsmäßigen ist den unvorschriftsmäßigen Schußvorrichtungen auf dem Bau zuzuschreiben. Die Stange fiel find nicht vorgekommen. zuführen, mehr Nachdruck habe geben wollen. di zunächst aus einer vier Meter breiten Fensteröffnung, an der jede Der Sprecuferweg im Treptower Park wird reguliert und Schußborrichtung fehlte und schlug auf ein Schutzdach von so schlechter verbessert. Da bisher die mit Rasen bedeckten flachen Uferböschungen Ober: Schöneweide. Der Arbeiter- Bildungsverein hält heute, abenda Beschaffenheit, daß sich infolge des Aufschlagens sofort ein Brett durch das Eindringen der Wassermassen, besonders durch die von 8 Uhr, im Lofale von Saferland( Inh. Töpfer) feine Sigung ab. AufLöjte. Vor 14 Tagen hat Hasche auf dem Bau gleichfalls einen I den Dampfern hervorgerufenen Wellen erheblich gelitten haben, wird! nahme neuer Mitglieder." Gäste haben Zutritt. Tischler Verein. Heute abend 81 Uhr, Melchiorstraße 15: Ver fammlung. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Der Sekretär des inter nationalen ethischen Bundes, Dr. Fried. Wilhelm Förster( Zürich), der foeben eine Vortragsreise in den Vereinigten Staaten beendet hat, wird auf der Durchreise am Sonntag, den 28. Mai, vormittags 11 Uhr, im Langenbeckhause, Ziegelstr. 10/11, über das Thema:„ Amerikanische Kultur und der Militarismus" sprechen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 28. d. M., vormittags 9 Uhr, in großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, Ver sammlung. Freireligiöse Vorlesung". Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst Vortrag des Herrn E. Vogtherr:„ Die Erziehung durch Vorbild". Gäste willkommen. Elektro- technischer Gewerk- Verein. Sizung heute abends 812 Uhr bei Immendorf, Sophienstr. 5. 1508 Marktpreise von Berlin am 25. Mai 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidinms. D.- Ctr. 16,20 14,90 Schweinefleisch 1 kg 15,20 14, Salbfleisch 13,50 12,70 Sammelfleisch 15,14,50 Gier 11: 60 Stüd 1 kg 8½ | Stügpunkt fand dieselbe in matter Kaufluft und größeren Zufuhren. An- Die Nathorstsche Expedition zur Aufsuchung Andrées ift geboten waren 90 000 Liter 70er Ware, die mit 40,10 M.(-0,10 m.) an Bord des Antarctic" Donnerstagnachmittag von HelsingKäufer fanden. Am Terminmarkt ging es recht still zu und gaben die No: borg nach Ostgrönland ausgelaufen. tierungen schließlich 10 Pf. nach. Berlins Getreide: und Mehl= zufuhren zu Waffer vom 25. Mat mittags bis 26. Mai mittags be- St. Johns, die Hauptstadt von Neu- Braunschweig, ist trugen 246 To. Weizen, 303 To. Hafer, 227 To. Gerfte, 400 D.- Ctr. Weizen- durch eine schwere Feuers brunst heimgesucht worden. mehl, 215 To. Mais. hundert, meist aus Holz aufgeführte Gebäude wurden eingeäschert. Der Schaden wird auf 300 000 Dollar geschäßt... Vermischtes. Etwa uid Die Pefterkrankungen in Alexandrien. Amtlich wird beSturz einer fächsischen Ordnungsfäule. Erklärliche Sensation ftätigt, daß sich im Krankenhause in Alexandrien im ganzen vier an der Pest erkrantte Personen befinden. Von diesen erregt im Königreich Sachsen die dem Berl. Tagebl." von dort über- find drei Griechen, einer ein Eingeborener. Ein Todesfall an der mittelte Meldung, daß der Schatzmeister des unter Protektion der Best ist bisher nicht vorgekommen. Königin Carola stehenden Albertvereins", Kommerziens 200 000 M. Vereinsgelder unterschlagen habe. eit mehreren Wochen sind Gerüchte in Um lauf, nach denen bei der Kassenverwaltung des rat 1,60 1,10 namhafte Fehlbeträge feſtgeſtellt worden find. Auf Wunsch bereins rufener Seite teilen wir mit, daß sich diese insgesamt auf circa 1,60 0,90 200 000 m. belaufen und auf Veruntreuungen des bisherigen Schatz2,60 2- meisters zurückzuführen sind. Es fehlen die Erträgnisse der 3,60 otterie der Kassenverwaltung des Vereins in den letzten neun 2, 1,20 2,80 1,40 Jahren sowie die laufenden Einnahmen des Jahres 1898, dessen Ab2,60 1, schluß noch nicht fertiggestellt war und des Jahres 1899. Das hohe 2,20 1,20 Ansehen, welches der bisherige Schatzmeister allenthalben bis in 1,80 0,80 die höchsten Kreise genoß, in Verbindung mit der tadellosen Korrekt1,20 heit der Bücher der Kassenverwaltung, haben die Entdeckung der 0,80 Beruntreuung so lange Zeit verhindert. 2,50 *) Weizen * Roggen * Futter- Gerste Hafer gut 15,60 15,10 Butter " mittel gering 14,40 14, Sarpfen Richtstroh 4,16 3,50 Male " Heu 7,20 " +) Erbsen " 40, 25, " †) Speisebohnen 50, 25, " " †) Linsen 70, " 30, Schleie 2,80 " Kartoffeln, nene 6, 4,- Bleie 1,20 " Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 " 1,20 Krebse 1,20 1, per Schod 12, do. Bauch 4,60 Bander Hechte Barsche Vielleicht kann der Kommerzienrat im Lande der deutschen Heim*) Ermitfelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt: tücke sich damit entschuldigen, daß er die unterschlagenen Gelder im schaftsfammer Nolierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium Kampfe gegen die Socialdemokratie verbraucht hat. für den Doppel- Centner. 1) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 26. Mai. Weizen ging auf seinen geftrigen Wertstand zurück. Roggen notierte dagegen um ca. 1/2 M. niedriger. Hafer und Mais fonnten sich behaupten. Rüböl lag unverändert still. Am Spiritusmarkt machte sich schwächere Stimmung bemerkbar, einen Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 27. Ma i. Opernhaus. Fidelio. Anf. 71/2 Uhr. König Stumm verunglückt. Dem Frhrn. v. Stumm, der gegenwärtig auf seiner Befißung bei Eltville am Rhein weilt, ist bei einer Spazierfahrt ein Unfall zügestoßen. Als die Pferde scheuten, sprang er aus dem Wagen und erlitt eine Armverrenkung und leichtere Verlegungen. Urania Apollo- Theater. Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr: Im Theater: Das Land der Fjorde. Invalidenstr. 57/62: Schauspielhaus. Deborah. Anfang Tägl. Sternwarte. 72 Uhr. Neue Oper. Die Fledermaus. Anfang 7/2 Uhr. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 72 Uhr. Uhr. Lessing. Heimat. Anfang 7 Berliner. Das Erbe. Anf. 71/2 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Con troleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. V Schiller. Satisfattion. Anf. 8 Uhr. Nenes. Hofgunst. Anfang 71/2 Uhr. Weften. Der Postillon von Lon: jumeau. Anfang 72 Uhr. Central. Die Puppe. Auf. 71/2 Uhr. Luifen. Der Kammerkater. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Der Attienbudiker. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Des großen Königs Rekrut. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Anfang 8 Uhr. Um ein Weib. Oftend. Die rote Mühle. Anfang 8 Uhr. Metropol.Specialitäten- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung Anfang 8 Uhr. Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Been Palast. Specialitäten Vor: ftellung. 0 Paffage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. 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C. 5° 6.4° NJ volkenl 6 1bedeckt 0179 Swinemde. 7549 Hamburg 6 bedeckt Wiesbaden 756 ONO 753 NNO 758 S 758 2 H16.bed. 12 Petersburg 761 SO 10 2 heiter 11 4 bedeckt 6 bedeckt 8 Paris 2woltig 2hlb.bed. 752 23 4 Regen 100 Bien München 11 Aberdeen 768 W 764 NW Wetter Prognose für Sonnabend, den 27. Mai 1899. Biemlich fühl, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Winden. See- Fische! Riesige Fänge unserer Dampfer ermöglichen uns, Schellfische Cabliau in allen Grössen per Pfund zum Kochen wie zum Braten 10Pfg Seelachs do. 25 Knurrhahn( Seeforelle) Pfg., " 9 12-15 Im Ausschnitt im AusPfg., schnitt 12-15 do. 30 20 Pfg. Pfg. pro Pfd. n 20 A Rotzungen, bester Ersatz für Seezungen 30-35 Schollen( Goldbutten) sehr fein " 20-25 n Bratflundern Maischollen)... 15-20 während dieser und der kommenden Woche in unseren Verkaufsstellen abzugeben. 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Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr vom Krankenhaus Bethanien aus nach dem Emmaus Kirchhof statt. Unt rege Beteiligung ersucht 81/13 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Be kannten die traurige Nachricht, daß am 25. Mai cr. mein Gatte, unser lieber Vater, der Gastwirt Anton Müller, im vollendeten 74. Lebensjahr nach kurzem Leiden verschieden ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. d. M., nachmittags 32 Uhr, vom Trauer: hause, Tempelhof, Berlinerstr. Nr. 41 aus nach dem Kirchhof der Heil. Kreuz- Gemeinde zu Mariendorf statt. 230b Die trauernden Hinterbliebenen. Deutscher eine Zahlstelle errichtet. Bahltag: Sonntag von 10-12 11hr vormittags. Kollege Ernft Lippit. 195/5 Im Nordosten, Lychenerstr. 8, beim Restaurateur H. Krüger können die Kollegen jezt auch ihre Beiträge be zahlen am Sonnabendabend und Sonntagvormittag. Der Vorstand. J. A.: Paul Guth. Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Für die Dauer der Abwesenheit des Kollegen Moride gehen die Ge schäfte desselben auf den Kassierer Lüning, Aderstr. 48, Hof 1 Tr. über. Der Vorstand. 2296 Arbeiter Radfahrer- Verein Berlin Morgen 2 Uhr Brandenburger Thor nach Pichelswerder.[ 11/17 Donnerstag: Ver fammlung I. Andreasstr. 26. Metallarbeiter- Verband Gidler, falizerſtraße 29, nehme ich ( Verwaltungsstelle Berlin). Todes- Anzeige. Donnerstag, den 25. Mai, abends 5 Uhr, verstarb unser langjähriges Mitglied, der Dreher A. Döhring. Die Beerdigung findet Sonntag: nachmittag von der Leichenhalle der Markus Gemeinde in Wilhelmsberg aus statt. Die Beleidigung gegen Frau Minna hiermit zurück. Anna Lehmann.[ 86/ 5* Johannisthal. Allen meinen Freunden u. Genossen empfehle ich mein 226b Restaurant mit Kaffeeküche und Kegelbahn. Gemütlicher Aufenthalt.. Speisen und Getränke in vorzüglicher Güte. Hermann Mertins, 112/8 Die Ortsverwaltung. Noonstr. 2( früher Landwehrstr. 11). Für die unendlich vielen Beweise herzlichster Anteilnahme bei dem Sinscheiden und der Beerdigung meines heißgeliebten, unvergeßlichen Mannes Samuel Kokosky sage ich Berwandten, Freunden, Parteigenoffen und Genossinnen meinen tiefstempfundenen Dank. Die tieftrauernde Witwe Friederike Kokosky. Achtung! Verein des technischen Personals der deutschen Bühnen. Sonnabend, den 27. Mai, abends 11 Uhr, Annenstraße 16: Versammlung. Tages Ordnung: 1.' Protokoll. 2. Bekanntgabe der seitens der Kommission neu aus gearbeiteten Statuten zwecks Festlegung derselben. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 1896 Achtung! Banarbeiter. Achtung! Sonntag, den 28. Mai, nachmittags 2 Uhr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakob- Straße 75: Oeffentliche Versammlung der Bauarbeiter Berlins n. Umgegend. Tages Ordnung: 1. Die Lage der an Fahrstühlen und Hebevorrichtungen beschäftigten Bauarbeiter. 2. Die öffentlichen Bersammlungs- Beschlüsse und wie werden dieselben von Seiten der Kollegen respektiert. 3. Die Unterstützungsfrage. 4. Berschiedenes. Da die Tagesordnung. eine wichtige ist, ersuchen wir um rege Beteiligung. 30/9 Die Lohnkommission. J. A.: W. Noack. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 29. Mai, abends Punkt 8 Uhr, Admiralstr. 18 c: Außerordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Wollheim über:„ Das Arbeitsmaterial Telephon Amt IV 447. Begründung des Geschäfts 1878. M. Schulmeister en gros Schneidermeister en detail [ 14359 Dresdenterffrake 4, am Kottbuser Thor. Frühjahrs- und Sommer- Paletots von Mt. 13,50 an Jackett- Anzüge.. von mt. 15 an| Radfahrer- Anzüge von Mt. 11 an Rock- Anzüge 23. Jünglings- Anzüge 12 | " " 12 Cachemir- und Lüftre- Jacketts von Mt. 2,50 an Wasch- Anzüge und Blusen für Knaben von Mt. 1,- an Knaben- Anzüge zu außergewöhnlich billigen Preisen. 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