Mittwoch, 1. Jänner 1936 16. Jahrgang Grauenhafte Untat des italienischen Faschismus: Bomben auf eine Rote-KreünMImbulanz Einzelpreis 70 Heller (einichtleSHch 5 Heller Part») l Ä IENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRÜH. Redaktion und Verwaltung frag xiu fochova«r. Telefon 53077. HERAUSGEBER) SIEGFRIED TAUB. VERANTWORTLICHER REDAKTEUR) DR. EMIL STRAUSS, FRAG. 32 Menschen, darunter neun Schweden, getötet Addis Abeba. Nach einer offiziellen Meldnng der abessinischen Regiernng Hat am Montag ei« italienisches Bombengeschwader— etwa 20 Meilen von Dolo entfernt— anf die Ambalanz des schwedischen Roten Krenzes Bombe« abgeworfe«. In den ersten Meldungen hieß es lediglich, daß der Leiter der schwedische» Mission Dr. Hhlander verletzt worden sei. Eine später von der Agentur Havas bestätigte Meldnng besagt jedoch, daß bei dem Bombardement 32Menschen den Tod fanden, darunter «en« Schwede«. Die schwedische Rote-Krenz-Ambulanz befand sich auf dem Wege an die Südfront. Das Bombardement ereilte sie etwa 30 Kilometer von Dolo am Ganale-Doria-Flnß. Stockholm. Die Meldnng über die Bombardierung der schwedische» Roten-Krenz- Ambnlanz in Abessinien durch italienische Flieger wird bestätigt. Der Präsident des abessinische» Roten Kreuzes hat telegraphiert, daß der Führer der schwedischen Ambulanz Dr. Hylan- der so schwer verletzt wurde, daß er in einem Sanitätsflngzeng nach Addis Abeba gebracht werden mußte. Auch der Assistent Smith Holm ist verletzt. Der schwedische Kons«! in Addis Abeba hat sich in einem Flugzeug an die Stelle des Bombardements begebe». t e r u n g Hervorrufen. Gegen alles internatio-1 nale Recht wird ein Spital, welches durch das' Genfer Rote Kreuz weithin sichtbar gemacht ist, rücksichtslos bombardiert und die Menschen, die nicht Krieg führen, sondern nur die Leiden der Kriegsopfer mildern wollen, einfach hingeschlachtet. Das ist die Kultur, welche die auch politischeFolgen haben. Man kann sich schon denken, wie sich in Schweden alles leidenschaftlich gegen die unselige Tat des italienischen Heeres wenden wird und wie das Kulturempfinden der Schweden sich aufbäumen wird. Die ganze neutrale Welt wird noch mehr Abscheu empfinden gegen das italienische Vorgehen in Abessinien, als es ohnehin bisher der Fall gewesen ist. Schon einmal während des italienisch-abessinische« Krieges wurde die zivilisierte Welt in Empörung versetzt durch die Nachricht, daß die Italiener Bomben auf ein Spital in der Nähe von Dessie abgeworfen haben. Nun haben die Italiener eine noch größere Barbarei verübt, sie haben auf eine— obendrein schwedische— Ambulanz des Roten Kreuzes Bomben abgeworfen, wodurch 32 Menschen, darunter neun Schweden, den Tod gefunden haben. Diese Nachricht wird überall, wo Kulturmenschen wohnen, lei d e n- f,-ch a f.t lii ch e A b s ch,«n und Er b i t- Jtalrenernach Afrikatragen w o ll e nl Aber noch eines werden die Menschen daraus lernen, nämlich, was der Faschismus alles imstande ist. Ist das das neue Italien, das Mussolini geschaffen hat? Sind das die sittlichen Kräfte, welche vom Faschismus in den Völkern geweckt werden? Oder ist es nicht umgekehrt? Die ganze Welt sieht jetzt, was der Faschismus für eine Kulturerscheinung ist, daß er in Wahrheit mit Kultur nichts zu tun hat, daß er nur Barbarei ist, rücksichtslose Gewalt, Niederwerfung-der Freiheit des Menschen im Innern, brutale Gewalt und ärgste Barbarei auch nach außen. Die unerhörte Tat der Italiener wird.aber Es gibt nur eine einzige Antwort auf diese Tat der Italiener und das ist ein energisches Vorgehen der Völkerbundmächte gegen Italien, V rschärfung der Sanktionen, Verhäng» ngdesOel- embargos, damit Italien die wichtigsten Hilfsquellen des Krieges entzogen werden. DerFaschis nru s ist niederste Bar- 5arei, ist Vernichtung aller Kulturerrungenschaften, er mutz niedergerungen werden vom Geist der soziale«Demokratie, vom Geist der Mensch- il ich k e i t l Äße Jtufäabe 1939 Wiederaufbau der Jndustriefriedhöfe als nächstes Ziel Die Präsidentnwahl hat den Nebel der Ungewißheit zerstreut, der seit geraumer Zeit unser innenptzlitisches Leben verfinsterte. Der demokratisch-republikanische Gedanke hat eine große Bewährungsprobe abgelegt. Mit Recht sind alle ehrlichen Demokraten im tschechischen und slowa- kischen''Lager stolz darauf, daß ihr Volk mit beispielloser Einmütigkeit das politische Vermächtnis seines Befreiers T. G. Masaryk erfüllt hat. Denn alle Gegenströmungen, die in den entscheidungsvollen Dezembertagen dieses- Vermächtnis umstürzen wollten, sind in Wahrheit durch die Wucht einer fast einheitlichen Volksmeinung zur Kapitulation gezwungen worden. Selbst«apolitische Beobachter sagen aus, daß in den tschechischen Dörfern und Provinzstädten gut SO oder 95 Prozent der Bevölkerung die Respektierung der Willenskundgebung des abtretenden Präsidenten und die Wahl Dr. Benas'zu ' seinem Nachfolger als eine glatte Selbstverständlichkeit betrachteten. Der Schlußakt in der großartigen menschlich" politischen Laufbahn T. G. Masaryks hat vor Freund und Feind Zeugnis abgelegt, wie weit der Spielraum des Wirkens einer echten Führerper- könlichkeit in der Demokratie ist. Die Sudetendeutschen sollten sich per geistigen Ausstrahlung dieses historischen Beispiels nicht entziehen. Eine an sich selbst irregewordene Jugendgeneration, die nur mehr an die brutale Gewalt glaubt und der Anbetung hohler Cäsarengesten lebt, kann daraus einiges über die Bedeutung menschlicher und sittlicher Werte in der Geschichte lernen. Es wäre Selbstbetrug, die Augen davor zu verschließen, daß *>ai tschechische Volk durch seine Reife und Diszi- Plsn. mit der es die Fraas der Staatsführung mustergültig zu lösen verstand, vor der ganzen Kul-turwelt einen großen moralischen Erfolg erntete. Die Namen Masaryk und Benes gelten nicht nur auf dem Kontinent, sondern weit in die angelsächsische Welt hinaus als die Verkörperung beste«- kuropäertums. Daß sich die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung wiederum zu den Ideen und zu dem Werk dieser Männer bekannte, da» hat der Republik mehr Ansehen eingetragen, als wenn ihre Soldaten irgendwo in Abesiinien - ganz, Provinzen erobert hätten.• An der sudetenveutschen Politik m ihrer Ge- sanuheir liegt es nun, die Konsequenzen aus die ser Entscheidung zu ziehen. Alle kurzatmigen Spekulationen jener Gruppe, die sich mit dem trojanischen Pferd vorgespiegeller Loyalität in die Staatsführung einschleichen wollte, sind erledigt. So manche Konjunkturpolitiker, die sich schon am Zuge sahen und bereits von der Anwendung eines verlängerten Parteienauflösungs- gesetzes gegen die deutschen Aktivisten träumten, standen nach der Präsidentenwahl am Grabe ihrer Hoffnungen. Kein Stoupal ist aus den Wolken antimarxistischer Illusionen' herabgestiegen, um sie mit rettender Hand aus einer Peinlichen Isolierung herauszuführen. Die Erklärung H o d z a s, daß der Beitritt zur Regierungsmehrheit an die Anerkennung der außenpolitischen Linie des Staates gebunden ist, hat die Pläne derer umgestotzen, welche mit Hilfe einer deutsch-tschechischen Faschistenkoalition die Republik in das Fahrwasser Berlins lenken wollten. Was ist dem Herrn Henlein noch übrig geSozialkarte Böhmens„ist in den letzten zwei Jähren leider nicht veraltet.< blieben? Eine zahlreiche Wählerschaft, die bis zum Halse hinauf mit kurzftistigen Versprechungen gefüttert ist. Die Sieger des 19. Mai sind wahrlich nicht zu beneiden. Der Sudetendeutschen Partei bleibt nur die Hoffnung auf außenpolitische Verwicklungen. Aber das Zünglein der europäischen Entscheidungen neigt sich immer mehr zugunsten der großen Friedensfront. Die fascistischen Diktaturen sind in der Klemme. Die Demokratie holt auf. Damit schwinden die Chancen der Katastrophenpolitiker, denen am 19. Mai zwei Drittel der Sudetendeutschen nachgelaufen sind. Die zahlenmäßig starke, aber ideenlose und daher innerlich schwache Partei Henleins hat sich selbst auf ein totes Geleise rangiert. Sie will sich die Zeit ihrer Enttäuschungen mit Führerreisen und Deklamationen vertreiben. Doch die Arbeiter, die Bauern und Bürger, die sie gewählt haben, können nicht jahrelang im Schmollwinkel stehen. Sie werden weiter einen Ausweg aus ihrer.sozialen Not und ihrer wirtschaftlichen Bedrängnis sochen. Sie stehen vor neuer Wahl: sollen sie auf einen europäischen Krieg warten, der ihre Heimat zu verwüsten droht, oder tätig zugreifen beiiy Wiederaufbau ihrer Existenzgrundlagen? Nur mit dem Staate und mit den demokratischfortschrittlichen Kräften des tschechischen Volkes können die wirtschaftlich-sozialen Lebensfragen der Sudetendeuffchen gelöst werden. Es wäre endlich an der Zeft, einen scharfen Trennungsstrich zu ziehen zwischen abenteuernden Jünglingen, bezahlten Agenten und Spionen des Dritten Reiches und wahrer sudetendeuffcher Volkspolitik. Solange die Mehrheit der Sudetendeutschen diesen Trennungsstrich nicht gezogen hat, wird das tschechische Mißtrauen wachsen und der Nationalismus auf beiden Seiten Boden gewinnen. Dadurch wird die nationale Zusammenarbeit immer' mehr gefährdet. Diese Klärung durchzukämpfen, ist die harte und ehrenvolle Aufgabe der republikanisch-demokratischen Kräfte im r.«aer. Mit aller Offenheit muß aus- Jr( S—a werden, daß die Gesamthaltung des Mn Volkes in nationalen Fragen firr den Hf dieses Ringen eine große, wenn nicht MMMggebesihe Bedeutung hat. Man soll in brau nicht, ühersehen, wie tragisch und beinahe ! ßHurigslos das soziale Dasein der Mehrheit jiWoeütschen Mitbürger in den Jahren der Krise Seite 2 Mittwoch, 1. Jänner 1936 Nr. 1 geworden ist. Wenn es ein einheitliches Charakteristikum für die sudetendeutschen Menschen gibt, dann ist es ihr bewundernswerter Fleiß und ihre unverwüstliche Arbeitsfreude. Dieses überwiegend aus Arbeitern und Kleinbauern bestehende Grenzvolk ist seelisch krank geworden, seitdem hunderttausende seiner Söhne und Töchter seit Jahren feiern und darben müssen. Viele Zehntausende unter den Bewohnern Nordostböhmens, Westböh- mens, des Böhmerwaldes, Nordmährens und Schlesiens haben keine Aussicht, im näheren oder ferneren Umkreis ihrer Heimat wieder eine reguläre Arbeit zu finden. Die technisch-strulturellen Ursachen der Arbeitslosigkeit können durch soziale Maßnahmen, vor allem durch radikale Arbeitszeitverkürzung überwunden werden. Was aber wird aus den Jndustriefriedhöfen? Darauf vermag heute niemand ein« befriedigende Antwort zu geben. In heißen Auseinandersetzungen haben wir deutschen Sozialdemokraten unerschütterlich den Standpunkt durchgehalten, daß das sudetendeutsche Elend in erster Linie ein Produkt der Weltkrise und der europäischen Zerrüttung ist. Wir find mit dieser Anschauung beim letzten Wahlentscheid unterlegen. Der Gegner aber, dessen Wahltriumph durch die Zugkraft des Schlag- Wortes ettkaust wurde, daß der tschechische Staat die Hauptschuld an dem wirtschaftlich-sozialen Niederbruch in den Grenzgebieten trage, befindet sich jetzt in^er Sackgasse. Er kann mit dieser Formel in der praktischen Politik nichts anfangen. Der Streit um die Schuldfrage geht weiter. Von tschechischer und auch von deutscher Seite wurde mehrfach auf die krassen Fehler und Versäumnisse deutscher Unternehmer hingewiesen, welche wesentlich dazu beitrugen, unsere Exportindustrien herunterzuwirtschaften. Die Jnvesti- tionspolitik der Fabrikanten, die Kreditpolitik der Banken haben zweifellos ein gerüttelt Maß von Schuld daran. Umgekehrt tönt aus dem deutschen Lager die Anklage gegen die Wirtschaftspolitik des Staates zurück. Auch ihr ist manche Berech- tigung nicht» abzuftreiten. Was aber helfen die Rekriminittonen? Wird ein Arbeitsloser davon satt? Beginnt ein einziger Fabrikschlot darob zu rauchen? Nun ist es notwendig, Wer den tristen Tatbestand selbst zu reden und Wer die Möglichkeiten, die zur Whilfe gegeben stnd. Die tschechische Politik muß endlich zur Kenntnis nehmen, daß es ein spezielles Wirtschafts- und Existenzproblem der drei Millionen Sudetendeutschen gibt. Immer wieder muß betont werden, daß nur ein Fünftel der deutschen Bevöllerung von der Landwirtschaft lebt. Woraus sollen die Wrigen vier Fünftel ihre Daseinshoffnung schöpfen, wenn ihnen die staatliche Wirtschaftspolitik die Antwort gibt, daß ein großer Teil ihrer industriellen Existenzgrundla^ nwiderstvinglich verloren ist? Kein ernster Mensch kann in dieser europäischen Situation vom Staate Wunder verlangen. Nur Ignoranz oder Böswilligkeit kann ihn verantwortlich machen für die Folgen der Autarkiepolitik Deutschlands, für die schleppende Zahlungsweise Rumäniens oder Bulgariens. Eine bittere Anklage aber bleibt aufrecht: durch die Schuld von beiden Seiten geht der Rückschlag unseres Exportindustrialismus Wer das weltwirtschaftlich unabwendbare Maß hinaus. Das Jndustriesterben in den Grenzgebieten geht trotz aller Erholungsprognosen weiter. Berufene Stellen nehmen z« Betrrebsstillegungen— siehe Tell- nitz—- eine Haltuyg ein, die geradezu an ihrem guten Willen zweifeln läßt. Ist eS nicht ein beschämendes Armutszeugnis, daß z. B. im Bereich- der Schönbach-GraSlitzer Jnstrumentenindustrie Die Abessinier dringen vor Addis Abeba. lDRB.) Die abes. fimschen Truppe« schreiten an der Rordfront langsam Kilometer für Kilometer unter schwerstem Bombardement durch die italienischen Flieger vor. Fast das ganze Schire-Gebiet soll bereits von ihnen besetzt sein. Die Italiener sollen beim jetzigen Stand der Kämpfe die Hälfte der Provinz Tigre wieder den Abessiniern überlassen haben. Die abessinischen Truppen stehen jetzt, nach hier ringetroffenrn Meldungen, auf der Linie von Addi Danoh, südöstlich vom Medena- Fluß, südlich am Orte Cacciamo und bei Addi Abbi und Makalle. Der rechte Flügel befindet sich auf dem Wege von Dessa mit Marschrichtung auf Agula. Dieser Flügel drängt hart nach, während die Armee der Mitte stillsteht Auch im Dankali-Gebiet rücken die Abessinier überall vor. Bisher allerdings ohne Erfolg» da die Italiener jeden Kampf vermeiden. Bei den letzten Kämpfen sollen 23 italienische Offiziere getötet worden sein. Wie nichtamtlich gemeldet wird, sollen beide Kampfparteien große Betluste aufzuweisen haben. Protest gegen Kirchenzerstörungen Der abessinische Erzbischof Abuna Kyrilos sandte an die'Häupter sämtlicher christlicher Kirchen einen telegraphischen Protest gegen die Zerstörung der Kirchen im Gebiete von Tembien durch die italienischen Truppen. Die amtliche italie- nischc Agentur Stefani beeilt sich, die Nachrichten zu dementieren. votschstter Koester gestorben Paris. Der deutsche Botschafter in Paris Roland Köster ist DienStag nach kurzem schweren Leiden an den Folgen einer Lungenentzündung verschieden. * Dr. Roland Köster wurde am 1. Juni 1882 in Mannheim geboren. Er entstammte einer allen protestantischen rheinisch-westfälischen Familie und war mit der Tochter des Textilindustriellen Theodor Liebieg in Reichenberg verheiratet. Köster kam im Dezember 1912 als Legationssekretär bei der badischen Gesandtschaft nach Berlin. Im Juni 191s wurde er in das Auswärtige Amt berufen. Am Kriege nahm er als Flugzeugführer bis September 1918 teil, wurde dann als Legationssekretär der Gesandtschaft im Haag zugeteilt, war 1919 Ge- s"'istsführer der vreußische.r Gesandt"haft bei den Hansa-Stadten und ging 1920 nach Brüssel, wo er im März 1922 Gesandtschaftsrat wurde. Im November 1922 kam er in gleicher Eigenschaft nach Prag. Im Juni 1925 wurde er in das Auswärtige Amt berufen. Im Jänner 1929 ernannte ihn der Reichspräsident zum Gesandten m Oslo, am 23. September 1932 wurde er als Nachfolger des nach London berufenen Botschafters von Hoesch zum Botschafter in Paris ernannt. Vie Sowjetunion appelliert an den Völkerbund Moskau.(Taß.) Das Außenkommissa- riat der Sowjetkommission richtete an den Generalsekretär des Böllerbundes rin Schreiben, das eine Beschwerde auf Grund 8 2, Artikel 11, des Bölkerbundpaktes enthält und in dem erklärt wird, daß Uruguay den Artikel 21 des Paktes dadurch verletzte, daß es die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion abgebrochen habe, ohne die Streitfrage zur Regelung einem Schiedsgerichte oder dem Bölkerbundrate vorzulegen. Hn alle Abonnenten, Kolporteure und llersditeiher Anläßlich des ReujahrsfeiertaOes entfällt die Nummer vom Donnerstag, den 2. Jänner. Die nächste Nummer erscheint am Freitag, de» 3. Jänner, zur gewöhnlichen Stunde. vekraudation— Verkettungen— Unruhen Sorgen der österreichischen»Sozialpolitik** Linz. Im oberösterreichischen Arbeitslager wurden’anläßlich einer Revision verschiedene Unstimmigkeiten«nd Teftaudationen feftgcsteRl, deren Höhe einige tausend Schilling erreicht. Der Leiter des Lagers wurde verhaftet. Im Bettler-Lager bei Schlögen ereigneten sich Montag Unruhen. Rach„erfolgter Verhaftung einiger Personen wurde die Ruhe wieder hergrstellt.** Staatsgefährliche„Rote Fallen". Die Salzburger Gendarmerie hatte im Herbst erfahren, daß am Gaisberg die früheren„R o t e n F a l- k e n" Zusammenkünfte abhielten. Es wurden damals zahlreiche Haussuchungen vorgenommen, eine Geheimdruckerei eittdeckt und einige Personen verhaftet. Nun wurde der Führer dieser Organisation Franz Bell vom Salzburger Lan- desgericht wegen Geheimbündesei zu 18 Wochen strengem Arrest und zwei seiner Mitarbeiter zu acht bzw. zehn Wochen verurteilt. trotz vieljähriger Bemühungen nicht einmal eine Heimarbeiterschutzkommission installiert werden konnte, um die Schleuderkonkurrenz ins Ausland einzudämmen? Es fehlt hierzulande an vielen maßgebenden Stellen noch ein universelles Staatsbewußtsein, welches die Sorgen der deutschen Jndustriebe- völlerung genau so ernst nehmen wurde, wie die Wünsche jeder anderen Bevölkerungsschicht. In letzter Zeit ist noch ein gefährliches Schlagwort aufgetaucht, das der Idee der nationalen Zusammenarbeit einen sehr schlechten Dienst erweist. Aus angeblich wehrpolitischen Gründen wird die Wegverleaunf-^Ls halbwegS wichtigen Industrien aus den Grenzgebieten verlangt. In der 'Denkschrift einer wirtschaftlichen Interessentengruppe, die leider auch Eingang in politische Zeitschriften gefunden hat, wird darauf hingewiesen, daß sich große Lebensmittelbetriebe nahe an der reichsdeutschen Grenze befinden und daraus gefolgert: ».... es ist im Interesse drS Staates und seiner Bevöllerung, daß jede Industrie, als» auch die Margarine-Industrie, verhältnismäßig in alle Telle unseres Staates vettellt werde» soll." Darauf mutz auch der beste deutsche Repu- blikaner mit de». Gegenfrage antworten: Was soll aus der dichtgedrängt wohnenden deutschen Jndüstriebevölkerung werden, wenn sogar schon die Kunstfetterzeugung im Grenzgebiet als staatsgefährlich betrachtet wird? Können die Deutscher» ihrerseits verlangen, daß Baka einen Teil seiner Schuherzeugung nach Karlsbad verlegt? Sind jene tschechischen Kreise, welche die Industrie ins Landesinnere verlegen wollen, be- rett, den Deutschen einen angemessenen Anteil an den Weizen- und ZuckerrWenböden des Staates zu Werlaffen? Die Konsequenzen eines engstirnigen wirtschaftlichen Nattonalismus für den Staatsgedanken müßte sich nicht zuletzt der Stadtrat der Hauptstadt Prag Werlegen, bevor* bei Textillieferungen deutsche Offerenten ä priori ausgeschaltet werden. Vom Landesverteidigungsministerium könnte man eigentlich als Selbst;r-> ständlichkeit bormisfttzen, daß etwa' bei Tuch» kieferüstgen nur nach Preis und Qualität und nicht nach der Rattonalität der Arbeiter gefragt wird, die am Webstuhl stehen. ES werden noch manche Beispiele beizubringen sein, wie sehr in der täglichen administrativen Praxis der von Svehla proklamierte und von Benes bekräftigte Grundsatz»Gleiche unter Gleichen" mißachtet wird. Man muß sich auf tschechischer Seite über folgendes klar sein: so mancher»nationale Erfolg", namentlich auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiete, geht auf Kosten einer weiteren Schmälerung des verzweifelt schmal-gewordenen Lebensraumes der deutschen arbeitenden Landesbevölkerung. Diese Polittk hat unWersteigbare Grenzen in den höchsten Interessen des Staates. I Wahre Demokratie schließt auch die Anerkennung des Lebensanspruches aller den Staat bewohnenden Büller ein. Wird der nationale Kampf konsequent auf das wirtschaftliche und sozial» Gebiet Wertragen und nach dem Rechte des Stärkeren entschieden, dann muß die Periode nationaler Zusammenarbeit in das traurige Bild tieuer nationaler Kämpfe umschlagen. Tschechen und Deutsche haben dabei mehr zu verlieren» al» sie ahnen. Ein führender tschechischer Polittker hat unlängst in der Zeitschrift»Sobota" festgestellt, daß die Tschechoslowakei in zunehmendem Maße vom Weltarbeitsplatz verdrängt wird. Zwischen 1928 und 1934 ist unser Anteil an.der industriellen Welterzeugung um 29 Prozent gesunken. Das ist das wahre Schicksalsproblem dieses Staates. Wir stehen vor der riesengroßen Gefahr, daß sich die besten Kräfte seiner Völker im Nattonalismus verkrampfen und daß sie den Anschluß an die neue Phase der wettwirtschaftlichen Entwicklung versäumen. Darum ist der Einsatz- puntt für die Lösung aller politischen, wirtschaftlichen und nattonalen Probleme der Republik: Wiederbelebung der Industrie, gemeinsamer Kampf um unseren Arbeitsplatz in der Weltwirtschaft. Die zielbewutzte Inangriffnahme des Wiederaufbaues der nordböhmischen, der mährisch-schlesischen Jndustriefriedhöfe, das ist die staatspolitische, das ist die nationale Aufgabe der Sudetendeutschen und der Tschechen im- Jahre 1936. W. J. 38 Roman von Karl Stym Copyright by Eugen Prager-Verlag, Bratislava Das ist doch zu toll! Rohling, der tramplige Rohling, der uns soviel Sorgen machte— und ein zuckersüßes Liebes* gefasel, in dem zwei wunderschöne Menschen sonst nichts zu tun haben, als ihre eigene Blödsinnigkeit zu beweinen! Die Begeisterung der beiden ist so mächtig, daß sie unser Qualvolles Kichern gar nicht hören. Hell und ich haben Muße, sie zu betrachten, gehen aber ebenso leise, wie wir gekommen. Der Alte klärt uns auf. Röhling wollte eben in den Schacht, da riß jhn der Poeten herunter. Nach seiner Art mußte diese Unverschämtheit natürlich gerächt werden, und zwar auf die Art, daß er den Posten verprügelte. Als Gegengabe bekam er einen Schuß in die Wade. Mit knapper Not konnte er sich bis hierher schleppen. „— und jetzt hab’ ich ihn da und kann ihn nicht mal’raus- werfen. Sophie verdreht er den Kopf“— so, so!—„und mich ärgert er den ganzen Tag als seinen lieben Vater!“ Off! das war fast zu viel für den guten Alten. Er sinkt auch schon wieder in sich zusammen. Das sieht Röhling ähnlich. Er tappst in seiner Unbeholfen' heit schließlich immer wieder ins wärmste Nest. Sophies Bett ist ihm lieber, als alle Himmelreiche zusammengeflommen und nicht minder herrlich seine GeniW' den Alten ums Ohr gehauen zu haben... Paul gibt vor, ins Dorf zu müssen tuud Sport Verbandes für 1036 nach Srnkt Joachimsthal zu verlegen, das in der Kegel den wichttgsten Ausgangspunkt für alle ST nder- und Skitouren ins engere Keilberggebiet d^rstellt. Am Aufstiegswinkel des Keil- und Plessberggebieies, in landschaftlich reizvoller Gegend gelegen, bietet eS die Möglichkeit, in bequemen Tageswanderungen oder Skitouren das obere Erzgebirge nach allen Seiten zu durchstreifen und gleichzeitig die schönsten Ausflugsziele zu besuchen. Wenn auch die Personenbeförderung per Eisenbahn leider nicht mehr bis nach St. Joachimsthal, außer einigen Sport- sonderzügen, durchqeführt wird, so sorgt doch ein reger Staatsautobusverkehr für die notwendigen Verbindungen. Von Karlsbad aus fahren in.en So unmittelbar an der Grenze gelegen, leidet der Fremdenverkehr in den Orten des Keilberg- und Pleßberggebietes, also besonders Gottesgab, Böhm.« Wiesenthal und St. Joachimsthal, nicht nur durch die üblichen wirtschaftlichen Folgen der Krisenzeit, sondern besonders durch die fast völlige llnterbin« düng des kleinen Grenzverkehrs. Er sst aber bis« her ausschlaggebend für den Wintersport und die Wanderungen Reichsdeutscher ins obere Erzgewrge und das Egertal gewesen. Wer real die Voraussetzungen der gegenwärtigen Zeit überprüft, unter denen sich Besserungen in wirtschaftlicher Hinsicht erreichen lassen, der kommt zu dem Schluß, daß sie nur zu erwarten find, wenn im Land für den Besuch dieses-Gebietes entsprechend geworben und gewirkt wird. Möge auch diese kurze Schilderung des Gebietes und der Verhältnisse dazu beitragen, daß Freunde der Arbeitersportbewegung und Leser dieses jede fich ihnen bietende Gelegenheit benützen, dieses Gebrer durch Besuche zu unterstützen. Eine solche Gelegenheit stellt das Bundes-Wintersporssest des Atus dar. Vom Rundfunk ampfehlenswertes aus den Programarani Donnerstag: Prag, Sender L: 10.05: Deuttche Presse, 17.15: Klavierkonzert, 17.45: Deuttche Sendung: Jugendstunde, 18.45: Deutsche Presse, 19.10: Schallplatten, 19.15: Englisch für Anfänger, 20.25: Orchesterkonzert. Sender S: 7.30: Leichte Musik, 14.15: Deuttche Sendung: Dr. Ziegler: Freie oder gebundene Wirtschaft, 14.35: Arien aus Mozart-Opern, 15: Deuttche Presse.— Brün» 13.30: Deutscher Arbeits markt, 17.40: Deutsche Sendung: Arbeiterfunk: Aschmann: Phasen im Kampf für und gegen den Sozialismus, 18.30: Tanzmusik, 21.36: Haydn.— Mährisch- Oftra» 16.10: Orchesterkonzert, 18.10: Deutsche Sendung: Jng. Hulek: Wege zur wirtschaftlichen Gesundung..— Preßburg 17.50; Cellokonzert, 19.30: Liederkorigert. Freitag: Prag, Sender L: 10.05: Deuttche Presse, 11: Schallplatten, 12.10: Ouvertüren von Beethoven, 13.30: Arbeitsmarft, 16.10: Salonorchester, 17.20: Ondricek-Quartett, 18.10: Deuttche Sendung: Sportvorschau, 10.15: Dr. Liebus: Was wissen wir vom Urmenschen" 18.35: Arbeitersendung: Aktuelle zehn Minuten, 18.45: Deuttche Presse, 22.15: Klavierkonzert. Sender S: 14.15: Deutsche Sendung: Für die Frau, 18.30: Chansons. — Brünn 15: Orchesterkonzert, 17.05: Aus Verdi- Arien, 17.40: Deutsche Sendung: Bauernhumor, 20.10: mähr. Volkslieder.— Mähr.-Ostrau 12.35: Orchesterkonzert, 18.10: Deuttche Sendung: Dr. Schild: Winterspaziergang.— PreßbnH 17: Flötenkonzert, 19.15: Volkskonzert. Seite 8 Mittwoch, 1. Jänner 1836 Nr. 1 Jede Dreiviertelstunde ein Mord... Organisierte Kriminalität in Amerika. Die außerordentliche Sitzung der großen Jury, die dieser Tage stattfand, empfahl dem Gouverneur des Staates New Jork, Lehmann, zwecks vollkommener Unterdrückung der Kriminalität in den Vereinigten Staaten ununterbrochen durch zwei Jahre oder auch länger zwei große Beratungskörper tagen zu lassen, die unabhängig und rücksichtslos ihre Pflicht erfüllen würden. Nach einem Bericht des Obersten Gerichtes ist „das Gangstertum in den Händen von 12 bis 18 der größten, der Polizei völlig unbekannten Verbrechern organisiert". Diese meiden die Oeffent- lichkeit und kommen nur durch Vermittlung ihrer Stellvertreter und diese wieder mittels ihrer Vertreter mit ihren Leuten in Verbindung. Cs wurde fcstgestellt, daß in Amerika jede Dreiviertelstunde ein Mord verübt und 140.000 Verbrecher in Haft genommen werden. 5000 Arbeiter bauen ein Schiff Die„Q u e e n M a r y", das größte Schiff der Gesellschaft Cunard White Star, wird am 24. März vom Stapel gelasien werden. An seiner Fertigstellung arbeiten 8000 Personen. Es werden Schutzvorrichtungen gegen Erschütterungen des Schiffes eingebaut, die gleichzeitig den Lärm der 2 0 0.0 0 0 HP. starkenMo« t o r e n auf ein Minimum reduzieren. An der Inneneinrichtung des Schiffes arbeiten hunderte von Malern, Elektrotechnikern, Klempnern und anderen Handwerkern. Die Möbel und die übrige Einrichtung werden erst kurz vor der ersten Ausreise nach New Dock in Southampton an Bord gebracht werden. Den Schwiegersohn erschlagen Wien. Am Vormittag des Silvestertages ermordete der 83jährige Hilfsarbeiter Johann Grill in seiner Wohnung im XI. Wiener Gemeindebezirke seinen Schwiegersohn, den Maurer Josef Urban, durch einige Axthiebe, mit denert er ihm den Schädel zertrümmert e. Der Täter konnte bisher nicht aufgegriffen werden, Zu der Mordtat kam es infolge F a m i l i e n z w i st i g k e i t e n. Der Mörder tvurde einige Stunden später in einer Weinstube im 10. Wiener Gemeindebezirke verhaftet. Weihnachtsbaum in Flammen Bier Kinder und zwei Frauen verbrannt. Keflavik.(Island.) In einem öffentlichen Lokal fing in dem Augenblick, in welchem 180 Kinder anwesend waren, ein großer Weihnachtsbaum Feuer. Das Feuer grifi mit so rasender Schnelligkeit um sich, daß in kaum einer knappen halben Stunde das ganze leichte Gebäude in Asche gelegt wurde. BierKinder und zweiFrauen verbrannten, ernstliche Brandwunden erlitten zwanzig Personen. Die Kinder stürzten in panischem Schrecken durch di«Fen st er auf das davorliezende freie Gelände. Nach der Operation— auf dem Heimweg erfroren Der 88jährige Kriegsinvalide Kastl aus L u s ch n i tz kehrte dieser Tage aus dem Kran- finhause, wo er sich einer Gesichtsoperation unterzogen hatte, per Bahn über Kaplitz in seinen Wohnort heim. Zur Weiterfahrt benützte er die Post, zuletzt den Postwagen Meinetschlag—There- siendorf bis Rappetschlag, um von dort aus den Weg zu Fuß nach Luschnitz anzutreten. In der Mühle in Rappetschlag bat er um Wasser, erhielt Tee verabreicht und ging dann weiter. Heim kam er aber nicht mehr. Nach zwei Tagen fragte der Postkutscher das Kind des Kastl, wie es dem Vater gehe. Das Kind antwortete, daß es keine Auskunft geben könne, da der Vater schon länger nicht geschrieben habe. Da teilte der Postkutscher dem Kinde mit, daß der Vater zwei Tage vorher mit der Post mitgefahren sei. Daraufhin suchte man und fand die Leiche auf dem verichneiten und festgefrorenen Waldwege in der Nähe der Lusch- i.itzer Mühle. DaS neue Jahr. Nun stehen wir also wieder einmal an der Zäsur, an dem Einschnitt, den keiner völlig übersieht, mag sein Denken und Arbeiten, sein Hoffen und Empfinden auch noch so wenig an besondere Festtags- oder Datumsbedm- tung gebunden sein. Ein neues Fahr— das besagt vielleicht nicht viel im unendlichen Strom der Zett hinter uns und vor unS. Aber für das so kurze einzelne menschliche Leben, daS, wenn es viel ist, sechzig, siebzig solcher Zäsuren ver- zeichnen kann, wird der Ablauf des einen, der Beginn des anderen Jahres doch immer von einiger Bedeutung bleiben, Rückblick und Ausblick erfoHern nachdenklich stimmen. Nicht viele Alter unS, die mit der„Bilanz" von 1935 zu- Die Böhmische Sparkasse an Masaryk. Die Verwaltung der Böhmischen Sparkasse überreichte Montag durch ihre Vertreter auf dem Schloß in Läny dem Kerrn Präsidenten T. G. Masaryk zum Gedenken an die Enthüllung seiner Büste im Kas« senhofe der Böhmischen Sparkasse eine künstlerisch ausgestattete Adresse. Diese Adresse enthält als Einleitung die Widmung in tschechischer und deutscher Sprache und dann die Unterschriften der LereinSmitglieder sowie der gesamten Beamten und Angestellten, und zwar sowohl der Hauptanstalt in Prag als auch ihrer sämtlichen Prager und auswärtigen Filialen. Französische Flieger überfällig. In Paris herrscht große Beunruhigung wegen des Schicksals des französischen Fliegers und Schriftstellers Antoine de Saint E x i c u p e r t), der Dieser Tage wurden auf dem Moskauer Flugplatz die letzten Neuheiten des Flugwesens: Ein Gummisegelflugzeug, ein„Planerolet" und ein selbsttätiger Fallschirmöffner, vorgeführt. Das G um misegelflugzeug läßt sich in wenigen Minuten aus einem zu- s a m m e ngeklappten Gummisack herstellen, in den Luft gepumpt und an den die starre Konstruktton des Rumpfes befestigt wird. Es ist nur 42 kg schwer, 9 Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 9.8 Metern. Bei Versuchsflügen wurden gute Ergebnisse erzielt. Der Planerolet„G-81" ist ein Rieseneindecker mit breiten Flügeln und einem Motor von 100 PS. Sein Fluggewichi bettägt 3000 Kilogramm, die Nutzlast 1800 Kilogramm, die Flügelweite 28 Meter. Die Belastung auf 1 PS erreicht die Rekordziffer von 24.8 Kilogramm. Mtt dieser Belastung löst sich der Planerolet selbständig vom Boden. Die ganze Last wird im dickprofiligen Flügel untergebracht. Anstatt der Last können im Flugzeug auch 16 Fahrgäste Platz nehmen. Der selb st tätige Fallschirmöffner ist ein einfacher Keiner Apparat, der den Fallschirm automatisch 8 bis 26 Sekunde» nach dem Absprung öffnet. Besonders wertvoll ist diese Erfindung für Anfänger, die zum erstenmal einen Fallschirmabsprung unternehmen. Neue Maschinen Ein Mitarbeiter des Moskauer Instituts für Werkzeugmaschinen, Jng. Wichman, hat eine selbsttätige photoelektrische metallbearbeitende Werkzeugmaschine erfunden, die in der Technik sowohl der Sowjet- union als auch der übrigen Welt beispiellos dasteht. Der Anwendung von Photoelementen wird damit ein ganz neues Gebiet erschlossen. Die Uniongesellschaft der Erfinder äußert sich über diese Erfindung Wichmans mit höchster Anerkennung. Das Institut für Werkzeugmaschinen baut jetzt für Jndustriezwecke das Modell einer selbsttätigen Fräsmaschine, der die von Jng. Wichman vorgeschlagenen Konstruktionsprinzipien zugrunde liegen. Dem Tod entronnen. In Gobenham(Eng land) fing während des Fluges ein Flugzeug in der Luft Feuer, stürzte auf ein Dorfdach und verbrannte auf dessen Dache. Der* Flieger, der die Maschine pilotierte, benützte geistesgegenwärtig seinen Fallschirm und rettete sich durch Absprung. Die Begünstigungen für Touristen lei Eisenbahnfahrten und AutobuSfahrten. Es wurden wohl einige sehr vorteilhafte Begünstigungen aufgehoben, aber dennoch bleiben Vorteile bestehen, die richtig erkannt, ausgenützt werden sollen. An den Tagen der Gültigkeit der allgemeinen Rückfahrkarten kann der Tourist seine Fahtt derart einrichten, daß er nicht dieselbe Rückfahrtstatton und Strecke benutzen mutz, sondern auf einer anderen Strecke in dem Aus- gangsorr feiner Reise ankommt. Diese Rückfahrtstrecke kann aber auch nur 80 Prozent der Hinfahtt- strecke betragen. Bei Fahtten jedoch unter 50 Km. braucht die Rückfahttstrecke nur eventuell von der vorletzten Station beginnen. Diese Rundreisebilletts sollen rechtzeittg bestellt werden. An denselben Tagen kann der Einzeltourift Rückfahrbilletts auf Autobussen der CSD. verlangen und genießt eine Ermäßigung von 28 Prozent. Sonst, also in den Wochentagen, müssen bei Auwbusfahrten mindestens 3 Personen(davon kann einer bis zum Alter von 18 Jahren sein) desselben Vereines beisammen sein. Eine Ermäßigung von 33 Prozent an Wochentagen kann bei Fahtten bis zu 100 Km.(auch für Schnell- und Eilzüge) nur von einer Gruppe von mindestens 6 Personen verlangt werden, dagegen über 100 Km. schon von 8 Personen, über 850 Km. erst bei 6 Personen. Bei all diesen Gruppen kann auf 3 Personen immer ein Jugendlicher bis 18 Jahren einbezogen werden. Die Rückfahrten dieser Gruppen können wann immer angetteten werden. Es brauchen also keine Rückfahttkatten gelöst werden. Die Zusammengehörigkeit der Gruppen von 6 und ü Personen muß mittels eines Ausweises nachgewiesen werden. Für Wintersportler sind ebenfalls Ermäßigungen für den Einzelfahrer vorgesehen. Diese Karten werden nur als Rückfahrkarten ausgegeben, haben also 16 Tage Gültigkett. Allerdings sind diese ermäßigten Karten nur für bestimmte Zwecken ins Winterspottgelände erhältlich. Jeder Tourist, der diese Begünstigungen in Anspruch nehmen will, muß Mitglied eines Touristen- oder Win- tersportvrreineS fein. Als Mitglied deS Touristen- vereineS„Die Naturfreunde" erreicht er diese Ermäßigung bei einem niedttgen Mitgliedsbeitrag, mit seinem Gefähtten P r o v o st auf dem Flug-| wobei ihm noch eine Reihe von eigenen Unterkunstszeug„Simun" von Paris zu einem Flug nach Saigon aufgestiege.n war. Die beiden Flieger verließen Sonntag um 22 Uhr Benghasi und werden seither vermißt. Ein heute aus Kairo eingetroffenes Telegramm besagt, daß unweit Alexandrien ein Flugzeug mit zwei Fliegern a b- gestürzt ist, von denen einer getütet wurde und der zweite schwere Verletzungen erlitt. Die englischen Behörden haben Nachforschungen ein geleitet, um die Jdentttät der Flieger festzustellen, doch ist noch nichts Näheres bekannt. Rätselhafte Mordaffäre. Wie bereits gemel- det» wurde am Samstag der Lehrer Max SB al» cher, ein Funktionär der Heimwehr-Juzend, im 18. Wiener Gemeindebezirke mit einer Schuß wunde aufgefunden. Man war der Meinung, daß Walcher das Opfer eines politischen Anschlages sei. Sodann wurde aber das Gerücht verbreitet, daß die Tat Walchers Freund Otto Schmitt aus Eifersucht verübt habe. Dieser nahm sich dies so zu Herzen, daß er gemeinsam mit dem Mädchen, das mit Walcher und Schmitt bekannt war, be schloß, Selbstmord durch Einnehmen eines star ken Giftes zu verüben. Schmitt wurde tot auf gefunden, das Mädchen wurde bewußtlos ins Krankenhaus gebracht, wo es jedoch, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu f haben, verschied. Die Tochter deS gewesenen Ministerpräfiden- ten»ienetth, die Schriftstellerin, Gräfin Maria Bienerth-Schmerling, die seit 2«. November aus der Wiener Wohnung ihrer Mutter verschwunden war, wurde am Montag bei RegenS- brunn im Bezirke Bruck a. d. Leitha alS Leiche aus der Donau gezogen. Offenbar hat die Schriftstellerin im Zustande seelischer Depres sion Selbstmord begangen. Parade auf Rhodos Das erste Bild von Rhodos, nach den neuen italienischen Vorbereitungen. Eine Parade der auf der bekannten Insel stationierten, italienischen Truppen vor dem Gouverneur. Tausende sind bereits auf dem Dodekanes und ihr Vorhandensein ist nicht dazu geeignet, in die siH ständig verschärfende Situation im Rittclmeer Beruhigung zu bttngen. Der Vormarsch der Technik in USER auf dem Gebiet des Flugwesens frieden sein mögen, nicht viele, die mtt ganz gro-1 ßen Hoffnungen das neue Jahr beginnen. Jo unter den zehntausenden Krisenopfern wird es viele viele geben, die mtt geringem Mute die neue Jahreszahl 1936 zu schreiben anfangen. Und dennoch: leben heißt hoffen, leben heißt Ver- zweiflung Niederkämpfen, heißt kräftig sich regen, die Arme der Götter herbeizurufen, heißt des anderen Dichterwotts eingedenk zu sein, nach dem der Mensch noch am Grabe die Hoffnung auf- pflanzt. Wir meinen nicht die Hoffnung auf ein besseres Fensetts, so sehr damtt jeder es halten soll, wie er mag. Wir meinen die Hoffnung für die nach uns, für unsere Kinder, für die Gene- rattonen, die der unfern folgen. Wahrhaftig: nicht sehr licht ist es um uns, an diesem Neu- jahrSmorgen. Viel Not im Lande, viel schwere Gefahren über der Wett. Darf unS das mutlos machen? Im Gegentell! Je düsterer diese Zett, desto dringlicher für uns alle, beizusteuern, aus daß es Heller werde. Von denen, die am schwersten trägen, wollen und dürfen wir alle nicht fordern, daß sie insgesamt großen Elan finden, weil ein Jahr zu- Ende gegangen, ein neues an- gebrochen ist. Aber wo immer einer noch, steht, vom Schicksal mit Freiheit und Arbett, mit Gesundheit und Brot ausgezeichnet, mag er gerade an der Schwelle dieses Jahres, über dessen Verlauf keine Norn uns etwas prophezett, sich mtt allem möglichen Willen zu Arbeit und Kamps erfüllen. Wie klein auch der Wirkungskreis des Einzelnen, wie gering auch scheinbar die Bedeu- tung deS einzelnen Schaffens— kein noch so kleiner Wert, kein Wort, keine winzige Handlung geht verloren. Dessen bleiben wir eingedenk an und nach diesem Neujahrstag. Wetterarbetten, j weiterkämpfen I Kardinal Dr. Kaspar kehrte gestern aus Rom nach Prag zurück. Auf der ganzen Fahtt von Fürth bis in die Hauptstadt wurde der Kardinal von Geistlichen und Behörden-Vettretern und von Gläubigen begrüßt, die den päpstlichen Segen in Empfang ckahmen. Pribramer St. Jakobs-Kirche beraubt. Wie der Polizeifunk meldet, entwendeten bisher unbekannte Täter in der Nacht auf Dienstag aus der St. Jakobs-Kirche in Pribram eine Anzahl wettvoller Gegenstände aus Gold und Silber. Der Schaden bettägt ungefähr 20.000 XL. Einbrecher. In der vergangenen Nacht vernahm die Sicherheitswache in K a s ch a u ein verdächtiges Geräusch, das aus der Weinstube des Stadthauses in der Stefanikgasse drang. Als sie eindrang, überraschte sie zwei Einbrecher, welche sich am Abend in dem Haus einschließen ließen und dann, als sich die letzten Gäste entfernt hatten, die Kasse aufbrachen. Sie nahmen 10.000 XL in barem und zwei Einlagenbücheln auf 30.000 XL an sich. Die Täter sind Jaroslav Depri, der bereits in einer Besserungsanstalt war, und ein junger Kellner aus Kaschau. Alles schon dagewesen... Nach einem Erlasse des italienischen Finanzministtriums dürfen die italienischen Tabakerzeugnisse nur italienische Namen haben. So sind die Zigarren„LondreS" und „Britannica" verschwunden und durch die Zigarren„Firenze" und„Fiume" ersetzt worden. Ebenso haben die Zigaretten ihre„ägypttschen", „russischen" und„englischen" Namen verloren und italienische Namen erhallen. 246 Jahre Ketter. Der holländischen Polizei gelang eS, eine verzweigte Verbrecherbande unschädlich zu machen, die in den letzten Jahren in der Gegend von Limburg ihr Unwesen ge-' ttteben, viele Morde und R a u b- Überfälle verübt und zahlreiche Brände gelegt hatte. Das Gericht verutteilte jetzt 84 Mitglieder dieser Bande zu einer Gesamtstrafe i von 246 Jahren Kerker..; Häusern in allen Randgebirgen zur Verfügung stehen. Auch hat dieser Verein eine ordentliche Unfallsversicherung vorgesehen, die Prämien find im Mitgliedsbeittag inbegriffen, so daß also ein Win- tersportker,> d.- h.- jener,- welcher-die Relationen in i Anspruch nehmen will,- schon mtt 40 bis 50 KL Jahresbeittag, je nach der Ortsgruppe, alle Sommer- und Winterbegünstigungen, eine hohe Unfallsversicherung und Ermäßigung in den eigenen Bergheimen erreicht hat. In den Naturfreundehäusern kann man schon um 18 KL in voller Pension inkl. Nachtlager Aufenthalt nehmen. Std. Acht bis zehn Grad Wärme zu Silvester! Bei südwestlichem Winde ist am Dienstag ttn Binnenland vielfach eine weitere Erwärmung eingetreten. Namentlich in Böhmen und in den angrenzenden Gebieten Deutschlands, wo sich der Himmel teilweise auSgeheitert hat, wurden nachmittags in den tiefen Lagen durchwegs plus 8 bis 10 Grad Celsius verzeichnet; Böhm.- Budweis meldete plus 11 Grad. Die Kämme des Erz- und Riesengebirges ausgenommen, wo bei starkem Wind und beträchtlicher Bewölkung auch tagsüber leichter Frost herrscht, dauett im übrigen Teil des Staatsgebietes auch auf den Bergen das Tauwetter an. Im mittleren Teil der Republik fällt strichweise ein wenig Sprühregen. Der gesamte Witterungscharakter dürfte noch keine Aenderung erfahren.— Wahrscheinliches Wetter von h.e u t e: Andauer des im ganzen etwas unbeständigen, relativ warmen Wetters. Keine oder nur vereinzelt geringfügige Niederschläge.— Wetteraussichten für Donnerstag: In den Niederungen teils nebelig und größere lokale Wetterunterschiede. Sonst noch keine wesentliche Aenderung. Nr. 1 Mittwoch, 1. Jänner 1936 Seite 7 O, du mein Klösterreich! dafür aus offener Feme und Fehde zum Guerilla- Mustergemeinde also mehr als doppelt so viel wir für di» Polizei, wohl wissend, daß Schulen und Büchereien wichtiger sind als Gefängnisse und Ker. kcrzcllcn, Lehrer wichtiger als Polizisten. Bildung ist Vorbeugung gegen Verbrechen, Strafe nur Rache der Gesellschaft. Jeder kann das Budget seiner Wohnstadt mit diesen Zahlen der Stadt Syracus im Staate New Aork vergleichen. Er wird viel daraus lernen. Bergarbeiter in der Zeche Fernhell(Glamorgan, England), traten infolge Lohnstreitig- keiten in den Ausstand. Ein Teil der Arbeiter lam abends wieder aus dem Schacht, 13 Mann setzten jedoch den Ausstand fort und blieben während der Nacht in der Grube. Todesflug. Auf dem englischen Militärflugplatz in Nairobi(Kenya) kamen in den letzten zwei Tagen zwei Flieger durch den Absturz eines Bombenflugzeuges umS Leben. Ein dritter Flieger beging, nachdem er kurz vorher ein Truppenbeförderungsflugzeug gelandet hatte, Selbstmord durch Erschießen. Ein abessinischer Militärarzt namens Sol- vati Louva, welcher seinerzeit von den Italienern in Abessinien gefangengenommen wurde und der später aus Triest nach Jugoslawien geflüchtet war, ist Sonntag in Griechenland änzekom« men. Lindbergh in England. Das Schiff„American Importer", an dessen Bord sich die Familie Lindbergh befindet, ist Montag im Hafen von Liverpool eingelaufen. Man ist der Ansicht, daß sich die Familie Lindbergh sofort mit dem Zuge nachLondon begeben wird. Verlängerte NebergangSzeit bei Kassablock- Zetteln. Um den Geschäftsleuten zu ermöglichen, ihre alten Vorräte an Kaffablock-Zetteln aufzubrauchen, hat das Finanzministerium zu seinem Erlaß schäftS-Korrespondenzen unter Nr. 122.867/35 einen Zusatz erlassen, durch den für Kassablock-Zetteln, die der Rechnungsgebühr unterliegen und in denen der Name des Abnehmer- nicht angeführt ist, die UebergangSzeit bis zum 86. Juni 1936 verlängert wird. Bis zum Ablauf dieser Frist können daher die angeführten Kaffablock-Zetteln ohne Rechnungsstempel auSgegeben werden. JubilSumS-Feierlichkriten in Bodüany. Zu Neujahr beginnen in Vodüany Jubiläums-Feierlichkeiten von historischer Bedeufting. Auf den 1. Jänner 1936 fällt nämlich der 606. Jahrestag der Verleihung des denkwürdigen Privilegs, durch welches König Johann von Luxemburg das drohende Verderben von dem darniederliegenden Städtchen Vodüany abwandte und eS durch eine Reihe hervorragender Privilegien und Rechte den übrigen königlichen Städten nahezu gleichstellte. Sie bekommt ihren erste» Weihnachtspudding „Jubilee", die kleine Tochter des bekannten Schimpansen Boo-Boo aus dem Londoner Zoo, die am Tage des englischen Königsjubiläums geboren wurde und daher ihren vielsagenden Namen erhielt, bekommt von ihrer Mutter den ersten traditionellen Weihnachtspudding. fachen, die aus der österreichischen Stadt Stehr nach draußen gehen, trägt den Fremdenwerbevermerk: „Steyr, die alte Eisenstadt". Ja, das ist in der Tat diese historische Siedlung mit rund 22-066 Einwohnern, ein wenig abseits der Eisenbahnlinie Linz— Wien, an der Mündung der Steyr in die Enns gelegen. Hier hat die weltbekannte„Steyrer Werke A.-G." ihren Sitz: Autos, Fahrräder, Waffen, Kugellager! Tas ist jetzt wieder eine von Oesterreich- Waffenschmieden, sicherlich nicht die unbedentendfte, in jedem Falle aber die modernste und durchratio- nalisierteste. Im Weltkrieg, als Blut und Eisen besonder- hochgeschätzt waren auf dem großen Kontinent, gab es hier bis zu 16.666 Arbeiter. Bis noch in die Weltkrise hinein standen immer noch mehr als 5666 dort unten, in einer Produktion, die nunmehr ausschließlich dem Frieden und der technischen Zivilisation diente. Die große Wirtschaftslähmung des dreißiger Jahres verringerte die Zahl der. Werkszugehörigen bis auf weniger denn 1506. Triumphierend berichtet jetzt die Regierung Schuschnigg, daß „dank ihrer tatkräftigen, echt-vaterländischen Initiative" wieder die alten 5666 erreicht seien; so stand es wenigstens, zum nicht schlechten Staunen aller Steyrer, in der ganzen nationalen und christlichen PresseOesterreichS schwar^und weiß kürzlich zu lesen. Genau die Hälfte entspricht zwar nicht der blühenden Phantasie des Herrn BundeSkommiffärs für Propaganda, Adams, aber doch der schlichteren Wirklimit, auch wenn sie in einem Ministerium für Reklame lästig ist! Und diese Zahl wird auch nur— freibleibend bis auf weiteres— gehalten, weil das Bundesheer mit einem Male die schnellen Tanks und die starken Artillerieschlcpper der Steyrer Werke (gegen wen und für wen?) so dringlich gebraucht... Der unbekannte Soldat der Produftion und Arbeit in den„Werken"— das ist auch d>e r Bürger der Stadt Steyr! Kommune und Werk sind schicksalhaft aneinandergebunden l Nirgendwo sonst in Oesterreich gab eS im Verhältnis zur Umwelt fo viele Erwerbslose als in Steyr in jenen Tagen, in besten die.Kreditanstalt" verkrachte/ welche die Aktienpakete des ProduktionSriesenS in ihren Depots geftapeft hielt. Nirgendwo war die Not einer hochqualifizierten Arbeiterschaft größer als damals, in jenem Birmingham oder Solingen Oesterreichs; ohn- mächtig, wenn nicht sogar bar jeden wirklichen Verständnisses steht ihr das Herrschaftssystem der Gegenwart gegenüber. Ja, eS war seinem Wesen urfremd und bis aufs letzte feindlich gesinnt— dieses Terrain von Steyr, in daS in jenem unseligen Feber da- KriegSbünd- niS von Pfaff' und Landsknecht vorstieß. Fünfundneunzig Prozent der Wcrkarbeiterschaft waren organisierte Freigewerkschaftler; der„christliche" Verband musterte kaum ein Äirftiges Schock von Anhängern. Bon den 22.666 Einwohnern der Stadt, von 11.066 erwachsenen Bürgern, waren,6666 eingeschriebene Sozialdemokraten. Noch nach der letzten Gemeindewahl waren von 36 Stadtvertretern insgesamt 22 bei der Partei und 2 zählten außerdem noch die Kommunisten. Kein Paradies also für die Starhem- berge! Und so wurden es denn gerade in und um Steyr— wie kaum noch sonst in Oesterreich— wilde und blutige Febertage— damals, als Feys Banden „siegten". Eroberer und Eroberte Nach ihrem„Sieg" begann die glorreiche Heimwehr damals ein monströses„Reinigungs"werk in der roten Hochburg Stevr, unterstützt von Polizist, Bürokrat und Kleriker. Es ging nicht nur gegen die Führer— gegen die sozialistische Stadwerwaltung, gegen die Vertrauensleute der Arbeiter im Werk, gegen GewerfichaftSbeamte und Betriebsräte: daran glauben mutzten auch trotz aller öligen Versicherungen, wie human man doch sei, die„Verführten" I Wer auch nur entfernt der Beteiligung am Aufstand verdächtig war. wer auch nur sehr weitläufig verwandtschaftliche Beziehungen zu„Rädelsführern" hafte, fiog aus seiner Arbeitsstelle im Werk. Angeberei wurde beste StaatSraison. Heimwehrjünglingen; manch' einer von ihnen frisch aus dem heimatlichen Kuhstall abtransportiert, kamen an die Aelle der Geächteten vor Schraubstock und Schalthebel. Aber wenn schon Wie eine amerikanische Großstadt den Steuerdollar verwendet C. T. Das Buch»Eine Stadt am Hügel" (A City sei on A Hill) von Dr. A. W i n s l o w, Professor des öffentlichen Gesundheitswesens an der Aale School of Medicine(Verlag: Doubleday, DoraN u. Co. Jnc. Garden City, New Aork 1934) ist allen Stadtverwaltern als Lesestoff zu empfehlen. In der eingehenden kritischen Untersuchung erzählt Winslow, daß von den 15 Millionen Dollar jährlicher Verwaltungsausgaben zehn Millionen durch Steuern der 200.000 Bürger der Stadt Syracus(Staat New Aork) aufgebracht werden. Ein Drittel fließt aus anderen Quellen. Der Steuerdollar wird so verwendet: Es ist ein uraltes Rezept jeder Tyrannis in der Verlegenheit: Späher und Angeber her! Hier hieß Der Poststempel auf den Briefen und Druck-| es jetzt: Kriminalbeamte an die Front! Gleich grup- > penweise kamen sie von Wien und wurden als schlichte Schlosser und Dreher eingestellt. Mit einem Auge schauten sie auf ihre Arbeit an der Drehdant, mit dem anderen auf, den Mund ihres—: sicherlich— roten Kollegen. Wer jetzt Gespräche führt, die diesem System voller Weisheit und Güte nicht ganz genehm sind, und wäre es auch nur zwischen Zichorie und trockener Semmel in der Arbeitspause, soll daran glauben. Aber Kriminalbeamte gleichen sich in aller Welt einander wie die Hühnereier. Das ist denn ja auch die ewige Fatalität und Kalamität der mit ihrer Hilfe Regierenden. Die Steyrer Proleten müßten sehr dumme Proleten sein, wenn sie nicht sehr bald heraus gehabt hätten, wer ihnen da als Nebenmann unter Band und Dampfrohr vergönnt wurde. So beziehen denn in den„Werken" die beamteten Werkspitzel schon seit langem ihren doppelten Lohn als Arbeiter und als Aufpasser ganz und gar für die Katz'. Die sonstige Lage der Arbeiterschaft im Betrieb? Auf dem geduldigen Papier blieben die„Errungenschaften der Demokratie", etwa die Tarifverträge. Aber auch nur auf dem Papier. Die Direk- tionsinterpretattonen über die Arbeitszeitbegriffe, von niemand mehr kontrolliert oder gar beanstandet, lassen der Willkür jeden Spielraum. Jetzt hat Man sich für das Sekretariat der„Einheitsgewerkschaft" die allen Arbeitern mehr als gleichgültig ist— sei es denn, daß er sich an sie nicht in gutem Sinne erinnert, wenn sie ihm allwöchentlich den Bestrag für nichts und wieder nichts abknöpft— in Steyr einen Auch-Freigewerkschaftler namens Bichler aus Wiener Neustadt verschrieben. Er löste hier seinen„christlichen" Vorgänger— jenen mit dem Schock wirklicher Anhänger— ab, damit die Arbeiter, durch daS alte Berbandsbuch des Bichler getäuscht, doch ein wenig„einheitsgewerkschafts"-fteundlicher gestimmt würden. Aber van dem Bichler weiß jeder, wie er mit und trotz seines VerbandsbucheS seinerzeit zum Starhemberg hinüberruderte, als dieser losschlug. Glaubt er oder seine Auftraggeber, daß ihm ein Arbeiter, der etwas auf sich hält, auch nur über den Hausflur traut? Der neue Betriebsobmann in Steyr ist gar direkt ein strammer Heimwehrmann. Wer wird zu ihm hingehen, wenn er sich im Betrieb übervorteilt fühlt? Der Ueberläufer und der Scherge— das ist jetzt des Arbeiters ganzer Schutz gegen den Golem Firma. Bor dem Herrn Direftor und in seinem Vorzimmer steht er jetzt immer mit seinen Sorgen und Klagen mutterseelenallein. Da ist es schon besser: er sagt einstweilen gar nichts, nimmt schweigend die trotz Tarifvertrages immer dünner werdende Lohndüte in Empfang und denkt in jeder verbitterten Stunde daran:„Wir kommen wieder!" So hieß es ja auch jüngst auf dem überall verstreuten Flugzettel der„Illegalen". Dumpf und stumpf find wirklich diese Stunden vor dem Sturm... Es wetterleuchtet zwischendurch in Gerüchten! Die Skandalchronik der auf der ganzen Linie so siegreichen Heimwehr reißt auch in Steyr nimmer ab. Da war zunächst der Herr F., sehr gut bezahlter Angestellter der A.-G. und ein hohes Viech bei der Heimwehr. Mit dem fings an. Nach großen Unterschlagungen wurde er einige Zett nach dem siegreichen Feberputsch piff-paff entlassen. Ins Gefängnis kommt freilich solch ein vaterländischer Mandarin nimmer. Die find für rote Zettelverteiler da. Dann war da. auch in Steyr, der Fall des grofstopfigen Oberlandesgerichtsrates Dr. St. Es rumorte kürzlich erst recht sehr um ihn. Bon wegen Mündelgeldern und der gnädigen Nachsicki einer richterlichen Unterschrift. Herr Dr. St. war sogar Stützpunktleiter der Heimwehr in seiner Stadt. Nun ist er mit einem Schlage vorzeitig pensioniert worden, obschon er doch eigentlich als siegreicher Bandenführer erste Anwartschaft auf da- Avancement zum OberlandeSgerichtspräfidenten gehabt hätte. Der letzte Fall von Ablösung deS bisherigen „korrupten" Marxismus durch die Lichtgestalten der Vaterländischen Bewegung— der letzte nur bisher! Denn er wird bei Gott und allen seinen österreichischen Spezialheiligen nicht der letzte im Prinzip auch in Steyr bleiben— ist der des früheren Wehrturners Krenn. Ein mehr als ftagwürdiger Ueberläufer vom sozialistischen Arbeiterturnerbund, als«r anfing in der Demokratie zu regnen und zu hageln, strackwegS dann hineingelaufen in die Heimwehr, hatte er schon vor dem Feber seinen neugewonnenen Freunden vom dräuenden Hahnenschwanz Gewehre ve r k a u f t, die er seinen Kameraden, den Arbeitern, gestohlen hatte, alS diese ihm noch immer trauten. DaS war also so richtig der Mann nach dem Geschmack der naftonalen Erneuerer. Jetzt ist auch er m i t 16.000 Schillingen, die er der im übrigen gut dotierten Heimwehrkasse Steyrs entnommen hatte, auf und davon. Ein schnelles Avancement hatte ihn hier gleich zum.Qberleukt nant" gemacht. Aber ein Oberleutnant ist bekanntlich ein Mann, der Wohl Ansprüche anS Leben zu stellen hat. Folglich entlohnte der neue Herr Heim- ! Politik und Wirtschaft zweierlei sind so find es > Politik und Technik noch mehr! Erne Fabrik, die minufiöse Kompressoren, empfindliche Kugellager, I haargenau gebohrte Zylinder, präzis schießende l Maschinengewehre, Autos von Weltruf erzeugt, | braucht Arbeiter und keine Trampeltiere.' Mit i StrammsteheN ist da gar nichts gemacht! Auf jeden Fall: die laufenden Bänder wurden langsamer und langsamer, die Gesichter der Ingenieure lang und länger, die Abnehmer draußen kritischer und unzu- friedener. Also mußten recht bald wieder die alten Kumpels her: Schwamm zunächst darüber, ob sie in der letzten Herzensfalte rot waren, rot sind und rot bleiben werden. So lief denn nach einigen kuriosen Wochen eines besonders zielstreberischen Fascismus die Fabrik schließlich wieder. Zwar lief sie mit einer • leise murrenden ustd grollenden, noch sich duckenden» aber auf ihr« Stunde wartenden Arbeiterschaft— immerhin, sie lief! Die neuen Diachthaber gingen Klerikofaseistische Herrlichkeiten im österreichischen Birmingham— Die rote Hochburg Stehr anderthalb Jahre«ach ihrer glorreichen. Eroberung— Kriminalbeamte am laufende« Band— Die täglich anschwellende Skandalchronik der Heimwehr— Die Miete» hoch, die Löhne stark beschnitte«— Jung-Oefterreich im Bettlerlager (Von unserem Sonderberichterstatter.) An der tschechoflowakisch- österreichischen Grenze, Anfang November 1935. und Hinterhalskrieg Wer. Die Arbeiter auch! Die alte Ersenstadt Erziehung..... 88.3 Schuldendienft(die Sünden der Bor- fahren) 18.6 Schutz für Leben und Eigentum a 17.2 Oeffentliche Arbeiten... 7.9 Wohlfahrt V 6.5 Verschiedenes ■ ■ v 5.8 Gesundheitswesen.,», ■ ■ g 2.2 Bauten........ ■ g 1.9 ••••tfwvw •' 1.6 Für die Erziehung verwendet diese wehr-Oberleutnant Krenn Heimwehrmänner, dje es nie gegeben hat. Ist das nicht der kurze Atem der Konterrevolution, der in diesen Angelegenheiten der Moral stoßweise sichtbar wird? Eine rote Hochburg wird saniert Reben dem großen und lauten Werk liegt die stille Stadt Stehr. Ein„Christlicher" verwaltet sie jetzt als ihr Maire. Obschon er nicht mehr als«in knappes Viertel der Bürgerschaft hinter sich har! Ein Bürgermeister, dm niemand gewählt hat, sondern einer, der sich mit einem ministeriellen Ernennungsdekret auf einm noch warmen Stuhl setzen durfte. In Kolonien ist das vielleicht das Uebliche; nnmer» hin, Steyr liegt mit Oesterreich immer noch in Mitteleuropa... Der bisherige sozialistische Bürgermeister, dem man mehr um des Schaustückes als der Gerechtigkeit willen einen großen Prozeß gemacht und ihn dann recht gelinde bestraft hat, weil der Delinquent klar genug zu erkennen gegeben hatte, daß er zur Kenntnis und„innerlichen Läuterung" genommen hatte, wer nun Herr im Staate sei— und bei solcher Einsicht und Artigkeit des Opfers kann man ja mit Pathos ritterlich und-delmütig sein— ernährt sich von der seiner Ehefrau gnädigst und huldvollst erteilten Schankkonzession in einer Gastwirtschaft,vor den Stadttoren. Freilich, im Lokal seiner Frau darf der Entthronte seinen Gästen noch nicht einmal einen Stuhl zurechtrücken; der G'spritzte, den er verzapfen und servieren könnte, könnte ja etwa- vom bolschewistischen Ludergeruch an sich haben... So einsichtsvoll ist Oesterreichs FasciSmuS. Unterdessen wird die Stadt nur so saniert! Nach anderthalb Jahrzehnten„marxistischer Mißwirtschaft" ein heroisches Unterfangen. Das riesige ! Industrieunternehmen mit seinem ganzen enormm Menschenverbrauch hatte insbesondere zur Kriegszeit ein schauerliches Wohnungselend der Ausgebeuteten erzer^t. Unter sozialisttscher Berwaüung nach jenem Umsturz, der ftettich ach so vielen Generalen Alt-Oesterreichs die Orden auf der Heldenbrust ein wenig entwertete, ging auch die Stadt Stehr zu einer großzügigen Wohnbaupolittk für die Minderbemittelten über. War das etwa weniger„vaterländisch", als jetzt wieder den Soldatenvater Radetzky hochleben zu lassen? Auch die Direktion des Werkes, sich damals auf den berühmten gegebenen Boden der Tatsachen stellend,— mit allen anderen, die zu jener Zeit um ihr Portemonnaie so besorgt waren und sich daran heute nicht mehr gern erinnern— half ihrerseits dabei durch Erstellung anständiger Werkswohnungen. Auf jeden Fall: Grade da wird jetzt„saniert". DaS heißt praftisch: eines nach dem anderen der gefälligen städttschen Arbeiterwohnhäuser wird nunmehr an Private verkauft! Preise? Aber wer wird — christlich, wie ja jetzt wieder die unvermeidliche Grundlage des Staates ist-— groß um Preise feilschen? So was tun nur die Juden, die wieder den Bolschewismus erzeugt haben! Die Rentner und Spekulanten, die von der Stadt wacker kaufen, werden nicht übers Ohr gehauen, da sei Gott vor- Jedem ftommen Steyrer Bäckermeister wieder seine zlvar nicht selbst erbaute, aber gegen richtige- Geld erstandene Mietskaserne! Das ist, wenn wir nicht irren, die ganz alte und abgestandene Parole vom hochseligen Sturmgesellen Lueger von anno dunnemals. Herrliche Zeiten für die HauSpaschaS find überhaupt auch in Steyr wieder angebrochen! Wer renovieren will, damit der Mieter mehr zahlen muß, wendet sich jetzt per Postkarte einfach an die„öffentliche Arbeitsbeschaffung". Genügt vollkommen! Er kriegt's im Wesentlichen ganz umsonst gemacht. Bei dem Häuserverkauf insbesondere ist eS nicht geblieben; saniert muh ja schon werden. Also kommen auch die städtischen Schrebergärten zum Verkauf an Private. Früher ließ die„korrupte" Stadwerwaltung ein solcher eingezäunter Fleckchen vaterländischer Erde einem armen Erwerbslosen für zwei oder drei Schilling Pacht im Jahr. Und das war dann für diesen fast eine Frage von Leben und Tod— der paar Kartoffeln, des bißchen Gemüses willen, die vor'm Verhungern schützten. Jetzt werden auch die Gärten den Terrainspekulauten freundlichst bewilligt. Saniert wird, auch in Steyr, wie überhaupt in Oesterreich, nur eine Keine, jetzt allerdings herrschende Minderheit. Die anderen? Ein städtischer Beamter bezog bisher ein sicherlich nicht üppiges Monatssalär von 400 Schilling. Jetzt geht er am Monatsende mit 800 heim; 106 Schilling fraß die „Sanierung". Er ist auch Prolet; nur— manchmal weiß er'S nicht. Aber er ist mit den noch beschäftigten Arbeitern immerhin ja noch einer, der sich, wenn auch mit saurer Mühe, über Wasser hält. Was mit den Erwerbslosen? Was vor allem mtt denen, die jetzt die allerchristlichste Regierung grausam ausgesteuert hat? Auch in Stehr sind es Tausende! Ein Jahr zahlt da freilich noch die mildtättge Gemeinde: drei Schilling pro Woche für den Erwachsenen. Di« Frage ist: Was kauft sich der„Erwachsene" jeweilig dafür? Aber dennoch— er hat ja einstweilen noch— jawohl noch!— eben diese drei Schilling. WaS aber wird sein, wenn daS eine Jahr um ist, für daS allein ibm so die Mitmenschheit wenigsten» die Nägel zum Sarg erstellt? Die Landstraße, der Heustaden im Gebirge? Ein kurzes Ende im nahen Fluß? Rund 1060 Insassen, darunter kaum noch ein Dutzend wirkliche Vaganten und Landstreicher, beherbergt— wenn dieser Ausdruck hier keine falschen Vorstellungen Hervorrufen sollte— das Bettlerlager von Schlägen in Oberösterreich allein. Es beherbergt Jung-Oesterreich, ausgemergelte, in Unterernährung förmlich ttainierte junge Leute, fast alle unter zwanzig Jahren wartet nur, balde schlögelst auch du, wenn eS so bleiben sollte. H. E. Seite 8 Mittwoch, 1. Jänner 1838 Nr. 1 Kodak-Ausstellung im Kunstverein Die hiesige Niederlage der Firma Kodak G. m b. H. veranstaltet in den Räumlichkeiten des Kunst- 'Vereines in Prag IL, Pstroffova 12, eine Ausstellung jener Bilder, die seinerzeit in dem großen Kodak-Wettbewerb des Jahres 1931 in den einzelnen Staaten erste Preise davongetragen haben. Die Ausstellung ist vom 1. bis 19. Jänner zugänglich(Eintritt KC 3.—), der gesamt« Erlös fällt dem Roten Kreuz zugunsten des Ch. G. Masarhk- Kinderheimes in Bukovanh zu. Der Ausstellungs- kaialog wird, was sehr zu begrüßen ist, kostenlos abgegeben; er berechtigt zugleich seinen Besitzer zur Teilnahme an der Verlosung von Kodak-Apparaten, wobei eine Kodak-Retina und auf je 1000 Besucher ein Kodak-Junior zu gewinnen stnd. Die seinerzeitigen Wettbewerbsbedingungen hatten ausdrücklich die Bestimmung enthalten, daß nicht die technische Ausführung der Bilder für die Preiszirerkennung entscheidend sein sollte, sondern lediglich der Gesamteindruck auf den Beschauer, so daß auch weniger geschulte Amateure eine Chance hatten. Trotzdem sind die 304 Bilder, die die Auslese d-s ganzen Wettbewerbes darstellen, fast durchweg» auch technisch voll auf der Höhe. Offenbar hat auch das hiesige Atelier der Kodak-Gesellschaft, das .die Vergrößerungen besorgte, aus den Negativen das Bestmöglichste heraüsgeholt. Sie stellen zugleich eine gute; Reklame für das ausschließlich zur Vertuen» düng gelangte Kodak-Papiermaterial dar, dessen Eignung für die verschiedenen Sujets der Phoio- amateur hier eingehend studieren kann. Die Tschechoslowakei ist mit 41 Bildern vertreten. Den Hauptanteil nehmen jedoch neben den Ländern des britischen Imperiums allerhand exotische Staaten ein, was den besonderen Reiz der Ausstellung nur noch erhöht. In jedem einzelnen Staate wurden die prämiierten Bilder durch ein heimisches Preisgericht ausgewählt, so daß der Beschauer die Garantie besitzt, daß hier nicht die Jury am Sitze der Ausstellung— wenn auch unabsichtlich — schon in der Auswahl der auszustellenden Bilder eine gewisse Gleichschaltung an ihre Auffassung vollzogen hat, sondern daß ihm die Bilderreihe eines Landes auch wirklich einen unmittelbaren, unber- fälschten Eindruck von der für dieses Land typischen Geschmacksrichtung in der Photokunst vermittelt. Viele Bilder aus fernen Ländern sind auch von rein Volks» und naturkundlichen Gesichtspunkten aus sehr interessant, so daß auch Kreis«, tte nicht selbst die Lichtbildkunst ausüben, wertvolle Eindrücke von der Ausstellung mit nach Hause nehmen werden. Fabriksbraud in Troja Montag nachmittags brach in der Fabrik R. Steyspals in Troja, im Material-Lager für die Erzeugung von Fliegenfallen ein Brand aus, welcher bald das ganze Gebäude ergriff und auch die Nachbarobjekte bedrohte. Der Feuerwehr gelang es, das Feuer zu lokalisieren. Während die Fabrik gegen Brandschaden durch Versicherung gedeckt ist, erleidet der Verwalter Parrzek, dessen Wohnung vernichtet wurde, einen großen Verlust. Er hatte von dem Jahr 1935 noch nicht genng, nämlich der Buchdrucker, der unsere gestrige Nummer zwar mit der richtigen Wochentags-Angabe (Dienstag), aber irrtümlich mit dem Datum vom 30.(statt 31.) Dezember ausstattete. Es war aber doch der letzte Tag eines Jahres, der uns allen weit größere Unannehmlichkeiten brachte als diesen kleinen Irrtum, den also unsere Leser dem Setzer verzeihen mögen. Aüsflugsziige werden in den Tagen vom 4. bis 6., Jänner 1936 ins Riesengebirge mit Verpflegung und Führung für KL 140.— abgefertigt, i In den Tagen vom 4. bis 12. Jänner 1935 ins Erzgebirge für Kö 435.—. Anmeldungen werden im Basar neben dem Wilsonbahnhof, Tel. 383—35, angenommen. Iümst anci Wissen. Im Jahre 1936 wieder Festspiele in Eger. In einer ordentlichen Hauptversammlung faßte der Verein zur Veranstaltung historischer Festspiele in Eger den einstimmigen Beschluß, im Sommer des Jahres 1936 wieder Festspiele in Eger in großem Rahmen zu veranstalten, nachdem mit Befriedigung der abschließende Bericht über den kulturellen und wirtschaftlichen Erfolg der Egerer Wallensteinfest- spiele des Jahres 1934 zur Kenntnis genommen worden war. Arbeitervorstellung„Martha", rowantisch-komische Oper, am Sonntag, dem 12. Jänner, um halb 3 Uhr nachmittags. Karten ab Donnerstag, täglich von 8 bis 2, 4 bis 6 Uhr, bei Optiker Deutsch, Koruna. Hans Multerers„Spiel vom Leben und Sterben des Bauern." Samstag anläßlich' des Reichsparteitages des Bundes der Landwirte. II. Philharmonisches Konzert. Montag 8 Mr. Beethoven-Abend. Dirigent: Szsll, Solistin: Ko« netzni. Vorverkauf ab heute. Konzert-Abonn. Wochenspielplan des Reuen Deutschen Theaters. Heute. Mittwoch(Neujahrstag). 2/% Uhr nachmittag: Kasperle reist ins Märchenland, 7 l /t Uhr: Eine Nacht in V-e n e d i g, B 2. — Donnerstag, 7% Uhr: D i e erste Legi o n, C 1.— Freitag 7$4 Uhr: LaBohöme, volkStüml. Vorstellung.' Abonn. aufgehoben.— Samstag, 3% Uhr: Kasperle reift in# Märchenland, 7s4 Mr: Spiel vom Leben und Sterben des Bauern, Gastspiel Hans Multerer mit seiner Laienspielschar, Abonn. aufgehoben. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Heute, Mittwoch(Neujahr). 3 Uhr: K a m e r a d en, 8 Uhr: Der andere Napoleon.— Donnerstag. 8 Uhr: Wir werden beobachtet.— Freitag. 8 Uhr: Wir werden h>eobach- t e t, Theatergemeinde des Kulturverbandes und freier Verkauf.—- Samstag, 8 Uhr: Anna s a g t n e r n. Atus Prag ladet Sie. zu dem am Samstag, den 25. Jänner 1936. unter der Devise„Fahrende? /ZL j|[A V o l k" im Saale des„HasiiskH Prag XU., Rimskä 45(Malä präg opereta) stattfindenden Masken-- und Koftümball ein. Jeder kann anziehen, was er hat. Musik besorgt Kapelle Papert. Im kleinen Saal Schrammelmusik. Ueber- raschungenl Beginn 20 Uhr. Eintritt 10 Kc inkl. Steuer. Der traditionell« Angestellten-Ball der Otts- gruppe Prag des All-A-Ber findet am 29. Feber (Samstag) im Hein es aal statt. Reklamationen an die Ortsgruppenleitung, Prag II., Füg- nerovo näm. 4. 8port§piet-Itörpeepske-e Reicher Arbeitsplan des Aruk im Zahre 1936 -Die Wintermonate benützt der Aruk zur Schulungsarbeitin den Kreisen und Bezirken auf administtativem und sportlichem Gebiete. Vom März bis Juni wird in den Bezirken die Leistungsprüfung für aktive Sportler um das Bundes-Spottabzeichen durchgeführt werden. Am 7. Juni werden in den Bezitten, zum großen Teile gemeinsam mit den Bezirken des Atus. di» Bezirksfeste abgehalten,r. Haas Fritz, Advokat Dr. Haas Viktor, Direktor der Revierbruderlade Dr. Haas Wilhelm, Advokat Internationaler Metallarbeiter verband, Verwaltungsstelle Kupka Richard und Frau Löwy Ignaz und Frau Luksch Alfred, Dr. Dir. und Frau Maier Willi und Frau Mollik Luis und Mia Sobel Rudolf und Frau Schön Siegfried Schröpfer Josef und Frau, Ge schäftsführer Wolowiec Franz und Frau Zerzawy Wilhelm Aussig a.E. Dietl Theodor und Frau Goldbach Hans und Familie Jentsch Heinrich und Frau John Julius und Familie Münzberg Max und Frau Schenk Hans und Frau Spiegel Anton und Frau Neu-Oderberg—Pudlau Arbeiter-Sängerbund Frohsinn Aust Johann samt Frau Bäckergehilfen der Z. K. G. Beigel Josef Englisch Adolf Fleischereibediensteten der Z. K. G. Gemeindefraktion Neu-Oderberg Gemeindefraktion Pudlau Kollarczik Rudolf und Frau Krucky Ladislaus und Frau Lokalorganisation und Frauensektion Bodenbach a. d. E Arnberg Emil und Frau Dvotak Rudolf und Familie Hocke Willi und Familie Kober Karl und Familie Kügler Franz und Familie Puls Karl und Familie Riedel Franz und Familie Schmied R. I. und Frau Schweichhart Josef Schütze Mizzi Mähr.-Ostrau—Pkivoz Chobot Emanuel EinheitSverband der Privatangestell- ten Senatoren Grünzner Ernst, Prag Hackenberg Theodor, Prag Dr. Heller Carl, Teplitz-Schönau Müller Heinrich, Aussig a. E. Nießner Wilhelm, Brünn Reyzl Josef, Schluckenau Böhm. Bvdweis Herbig Gustav, Professor Wanek Franz samt Familie Hirschberg a/See Kühnel Olga, Verwalterin Jägerndorf| Berger Franz und Familie Dr. Feldmann Leo und Frau Fuchs Roman und Fra« Heeger Rudolf Kolbe Franz jun. und Frau, Angestellter der BKVA Kolbe Franz sen. und Frau, Sekretär Kutscha Emil und Frau Link Franz und Familie Ortsgruppe der Eisenbahner Richter Ernst und Famllie Rohner Franz und Frau Schober Franz und Frau, Kassier Siegmäntel Josef und Famllie Ullrich Josef und Frau, Bürgerschuldirektor Völkl Josef und Frau, Fachlehrer Böhm. Kamuitz Müller Eduard, Gec-Werke Handlova Nowak Ludwig, Sekretär Elbogen Angestellte der BKVA Danzer Robert Dörfl Josef Falb Karl samt Familie Dr. Feig Wilhelm Willander Franz, Beamt« Kosolup Hala Franz, Fachlehrer Bischofteinitz Dietz Andreas GraSlitz Dr. Gpldberger Josef Frank« Anton, Beamter und Familie Häring Josef Pickert Friedrich, Beamter und Frau Rosch Josef Schimanek Peter, Sekretär Wunderlich Emll, Parteisekretär Alt-Rohlau Hiebsch Gustav Hübner Rudolf, Oberbäcker Möser Josef und Frau Reif A. W. und Familie Bergstadt Ortsgruppe der Union der Textil« arbeiter Alt-Langendorf Hiebsch Alfred Sitter Karl Böhm.-Krnman Deistler Josef und Frau, Beamter Denk Andreas und Frau Pfeiffer Roland und Frau Pfohl Rudolf und Frau, Beamter Pierl Johann und Frau, Lagerhalter Pokorny Franz und Frau, Beamter Reidinger Adalbert, Beamter Walter Karl und Frau, Beamter Zapf Franz und Frau, Beamter Friedland i. B. Köhler Franz und Frau Kudernatsch Josef und Frau Preisinger Josef und Frau, Beamte Raim Ferdinand und Fra« Eula» Verein Arbellerheim Groß-Schönau Prost Josef, BezirckSstratzenmeister Hermannshütte Ortsgruppe der Glas- und Keram- arbeiter Arnau Ortsgruppe des Fabrikarbeiter- verbandes Strobel Josef Fulnek Werner Hermann, Fachlehrer Abgeordnete Dr. Czech Ludwig, Minister, Prag Heeger Rudolf, Jägerndorf Jaksch Wenzel, Prag Katz Franz, Falkenau a. E. Äirpul Irene, Auffig a. E.- Kügler Franz, Bodenbach Macoun Franz, Reichenberg Schäfer Anton, Reichenberg Taub Siegfried, Prag De Witte Eugen, Karlsbad Zischka Rudolf, Sternberg Freiwaldau Drescher Josef und Emilie Palm Edmund Weitz Johann Wöhl Rudolf und Marie Brünn Knopfelmacher Bruno Nießner Wilhelm Mähr. Schönberg Atus-Kreisverband Mähren und Schlesien Bärnert Ludwig und Frau Barth Fritz und Käthe Vierer Max, Sekretär Häusler Wilhelm und Frau, Sekretär Jilg Karl und Familie Kauer Franz und Familie Kittel Hans und Frau Köhler Alsted und Josefine Kreisgewerkschastskommiffion Malcher Max, Direktor und Frau Novak Anton und Frau Ohnmacht Rudolf Ortsgruppe Fabrikarbeiterverband in der CSR. Schreier Raimund und Familie Urban Johann und Famllie Gablonz a/N. Friedrich A. Hafler Bruno, Angestellter der BKBA Hladik Hermann und Frau Hübner Fritz und Rosa, Angestellter der BKVA. Schlegel Emll und Joa Wangler Josef, Bearnte der BKBA Böhmischdorf Lux Alois Marschendorf Fleischer Wenzel Ketzelsdorf Union der Textilarbeiter Falkenau a/Eger Katz Franz Dr. Mautner, Chefarzt Zinner Josef Bratislava Ferstl Leopold» Lagerhalter Großmann Vinzenz und Familie Posselt Hermann und Frau Sobek Alois Wagner Friedrich Welser Adolf und Frau Wildner Rudolf und Frau KeZmarok Sonntag Eduard Karwin Schmeiser Franz, Oberinspektor Drahowitz Dich Wilhelm, Gemeindevorsteherstellvertreter Dutz Ernst Heiller Josef, Gemeindevorsteher Hergeth Stephan, Gemeindebeamte Lorenz Stephan Löw Albert und Franziska Plodek Ernst, Gemeindebeamte Plodek Josef Püscher Karl, Gewerkschaftssekretär Reimer AloiS Schaffer Ado und Gusti Schöttner Adolf, Gemeind«sekretär Tauber Bruno, Beamte Janefsen Pötzl Otto Landskrou Baier Otto u. Frau, Geschäftsführer Bezirksorganisation der DSAP Hoffmann Anton Jllner Franz, Fachlehrer Jakubu Franz KovaL Franz, und Stanzl Vinzenz Kreissekretariat der DSAP Liebich Emil, Angestellter Lokalorganisation der DSAP Köschinger Franz und Familie Meixner Adolf und Frau Meixner Alois, Fachlehrer Nagl Alois Nitsch Josef und Frau, Sekretär Ortsverband der Arbeiter u. Angestelltenorganisationen Ortsgruppe des Fabrikarbeiterverbandes Ortsgruppe der Tabakarbeiterinnen und-Arbeiter Ortsgruppe der Union der Textil- arbeiter Roller Josef, Oberlehrer i. R. Schmid Adolf, Kreisvertrauensmann Schwab Ernst und Frau Stefan Eduard Treml Franz und Frau, Sekretär Verein„Ärbeiterheim" Werner Heinrich und Frau Wurst Karl, Lehrer Königsberg Bischof Karl Neuer« Budweiser Franz und Frau Konsum- und Sparverei« Lokalorganisation der DSAP Ortsgruppe der Metallarbeller Rosenbaum Arnold und Frau Seidl Richard und Frau Zetll Karl und Betty Braunseifen Matzke Julius Kaadea MUDr. IMS Alfred und Frau Schneider Alexander und Frau Altpocher Beck Johann Neudek Bösmüller Wenzel, Jng., Leiter der BKBA Dörfler Josef» Beamte der BKBA Hoffmann Josef, Beamte der BKVA Zettl Josef, Beamte der BKBA Marienbad Walter Anton und Fra«, Kreissekretär Nen-BydZov Stukhart A., Jng. Brüx Bezirksorganisation der DSAP . Lokalorganisation der DSAP Ortsgruppe des Angeste llten-Ver« bandes Ortsgruppe des Verbandes der Eisenbahner Ortsgruppe der Naturfreunde Zettl Johann und Frau Martinstal Mauder HanS Freudenthal Fischer Franz, Bezirkssekretär Ullmann Franz und Famllie Gewerkschaftssekretär Meierhöfen Mörth Wenzel und Frau Mies Stark Alois, Beamter der BKVA Asch Amstätter Andreas, Parteisekretär Halbstadt Knopp Richard, Gemeindevorsteher Rinke August Klattau Wick AloiS und Familie Komotau May Alois Grulich Bezirksorzanisation der DSAP Kloster Patzak Johann und Frau, Oberlehrer Leitmeritz Pollak Friedrich, JUDr. Müglitz Klein Karl, Ortsgruppe des Metalls arbeiter-Berbandes Neratovitz Schenk Dr. Kaplitz Lepschi Hans Praschl Franz Böhm. Leipa Lutz Wilhelm Böhm. Märzdorf Werner Franz, Kalkwerke Fischern Blob Josef samt Famllie Hanusch Rudolf und Frau Legat Wenzel Md Frau, Gewerkschaftssekretär Opl Albert und Famllie Palme Franz Platschek Franz und Frau Sacher Anton und Frau Zinke Oskar und Familie Franzendorf Hübner Hermann FranzenShad Männer Wenzel Freistadt Fraktion der Stadtverttetung Kowalik Rudolf, Fachlehrer Lokalorganisation der DSAP Eger Bäum! Willy, B«amt« Deistler Aston.... o Fleischmann Karl und Frau Grüllmayer Lrnst Heini Lore W Heinrich Adam Hoor Georg und Frau Novy Wilhelm Reiter Karl Transport- u. Lebensmittelarbeiter» Ortsgruppe Weigl Georg und Familie Eibenberg Götz Josef, Gewerkschaftsangestellter Wette. 10 Mittwoch, I. I«inner 1938 Vkr. T Trautenau—Tatran. Polianka Neu-Oderberg-Pudlau Palme Adolf, Redakteur Schnecken Troppa« Schuster Alfred, Oberlehrer Schönlinde Wagner Wilhelm Schwarzbach Jüttner Karl Tschechisch Teschen Senftenberg Nentitschein Dr. Grünbaum Erwin Lux Florian» Beamter 8 Turn-Teplitz Sirmitz Deutsch Ferdinand und Frau Winter Hans Wagftadt 8 Mörth Johann Brostmann Fritz Staab Putsch«« Odra« Braun Josef Unger Karl Reichenberg I Sternberg Preibisch Josef Weikersdorf Schindler Josef Weipert , Petersdorf Tannwald Bruder Drodkorb Häckel Anton und Familie Pilsen Teichstatt Wigstadtl Rokitnitz Platsch Weirauch Josef, Beamter Wildner Robert Teplih-Schönau Römerstadt Podersam Winterberg Prag Rumburg Zauchtel Teplitz-Turu Zdice Schneider Karl Zwittau Strich Johann l Dr. Max Adler und Frau Wanka Willi und Frau Kammler Hauptmann Alfred Dr. Löwy Em. Ritschmann H. Paterna Rosa Sobek Alfred Eckl Karl, Parteisekretär Herget Earl Krotsch Karl Schmidt Laurenz, Lagerhalter Schwandl Wenzel Schwarz Leo, Beamte Bendel Heinz und Familie Feix Rudolf samt Familie Schwantner Max Altmann Franz und Frau Appell Anna Aster Anna und Jaroslav Barth Franz Bartosch Josef Belina Josef und Lotte Bendel Emil und Frau Benedill Anton Bermann Ollo Beränek Josef Blaha Berta Dr. Bloch Arthur Bloch Leo Dr. Bloch Max und Frau Angela Dr. Bock Kurt Bock Siegmund und Frau Bonner Ottokar, Bankbeamte Boukek Reinhold Bkezina Alice Brodavka Rudolf Brom Karl Brousek August und Frau Ceeh Max und Familie Ortsgruppe des Verbandes der Eisen bahner Pella Johann Schilder Franz jun., Steinschneider Josef und Frau WieSner Josef und Frau Wildner Johann und Familie Zahlstelle deS Internationalen Metall- arbeiter-VerbandeS Zemann Robert und Frau Z K. G. Verkaufspersonal der Filiale 1 Datier Emil und Familie Böhm Heinrich sen. und Familie Böhmer Heinrich und Frau Haase Gertrud Marschner Franz und Familie Prohaska Josef und Frau Schnabel Rudolf und Familie Werner Karl und Frau Wollniann Johann und Familie Brudny Hermann, Fachlehrer, und Frau Exler Albert, Redakteur Hillebrand Fritz, Verwalter Hübel Raimund und Frau Kern Karl und Familie Dr. I. Klein und Frau Ondkejka Rudolf und Frau Zahel Leo und Frau Böjty Josef Leist Julius und Frau Metallarbeiterverband Verband der Eisenbahner, Landes- sekretariat Verband der öffentlichen Angestellten, Zweigstelle Andersch Arthur, Vertrauensmann Blaschke Johann» Beamter der BKBA Domes Hans, Beamter der BKBA j Falgenhauer Viktor, Beamter Goldmann Hilda, Beamtin der BKVA Jilg Julius, Beamter der BKBA j Lonsky Arthur» Beamter der BKVA> Mader Karl, Bezirksvertrauensmann! Mohr Konrad, Leiter der BKVA! Dr. Steiner Samuel, Chefarzt der BKVA Alliger Ladislaus und Familie Beckert Emil und Familie Bergmann Florian Biegel Wenzel, Vizebürgermeister . Gampe Franz Grünzner Ernst und Friedl Dr. Hahn Otto und Frau Hawel Robert und Familie» Kreis- sekretär Jandourek I. Kirchhof Franz und Familie Köller Johann Md Familie Konrad Hans Kupetsch Franz Kuplent Franz und Familie Löwit Karl und Familie Macoun Franz, Abg. u. Familie Neumann Marie Rehwald Franz und Frau Schäfer und Familie Schiller Johann und Familie Schreier Berthold und Familie Schwarzbach Robert Sonne! Franz und Frau Tichak Josef, Postbeamter Weigl Wilhelm und Famille Kukla Karl, leitender Beamter der BKVA Rauner Franz, Beamter der BKVA Regner Karl, Beamter der BKVA Ehrt Max E. Czeck Robert und Familie Deutsch Karl Wolfgang Deutsch Moritz und Maria Deutzer Anton- Dietl Anton und Frau, Lisolej Dietl Emmerich und Lilli Enenkl Viktor und Familie Dr. Engel Ernst Faulhammer Franz und Anni Fechter Franz Fink Moritz und Familie Fischer Emil Fischer Rudolf und Familie Dr. Franzel Emil und Familie Franzel Hilde Freimann Anni Fuhrmann Jng. Funke Karl und Famille Gehorsam Hugo und Hedwig Gerlich Emma Glas Alois und Berta Goldmann Egon und Frau Goldschmidt Leopold Greull Josef und Famille Grost Carl und Frau Gröschl Rudolf Grost Ernst Günther Hubert Guth Billor Güttler Josef und Famille Hackenberg Icheodor und Dori Hammerschmidt Anton und Frau Hartl^ Franz. Haßlbauer Josef und Frau Hauptmann Adolf und Famille Hayek Theodor, Baumeister Heinrich Wilhelm Hellmich Josef und Familie Hergeth Fritz und Familie Hermann Otto Hirsch Rudolf und Frau Hofbauer Josef und Familie Hoffmann Max, Lehrer Hollmann Franz Hübner Rudolf und Mizzi Jaksch Wenzel und Hanni Janetschek Edwin samt Frau Jellinek Karl und Familie Kahler Maria Karpe Richard, MUDr. Kaufmann Ernst und Familie Keller Leopold Kirnig Heinz und Frau Klein Alfons Klein Gabriele Klein Oskar, Bankbeamte Kohn Willy und Familie Kolis Gustav, Obmann Kollin Paul König Franz, Bankbeamte Koukal Franz und Frau Kozominsky Fritz und Familie Kräsa Franz Kreisky Rudolf und Familie Kreist! Emil und Frau Krejki Franz Krombholz Ferdinand, Korrektor Kropp Wenzel und Frau Krümmel Franz und Frau Landsmann Cläre Langer Karl und Frau Lederer Otto und Frau Liewald Rudolf und Frau Lorenz Wenzel und Frau, Baumeister Mader Rudolf und Familie Marek Simon und Familie Melliwa Max und Frau Mendl Paul Metzger Willi und Frau Michal Alexander und Familie Mittenhuber Fritz und Familie Müller Ernst und Familie Müller Franz und Frau Nehybä Franz und Lilly Neubauer Viktor Neuwirth Zdenko Paterno Johann, Beamte Patzak Hilbert Paul Ernst und Gis! Piccarone Maximilian, Beamte Pipal Leopold De. Pohl Franz und Frau Dr. Polach Hans und Liese Prof. Polach Johann und Frau Pösch Walter und Frau Prager Cügen, Verleger Preibisch Wilhelm und Familie Proksch Karl und Familie Puchner Hugo, Beamte Dr. Redisch Walter. Richter Anna Riedel Emmy Rönelt Heinrich, Schriftsetzer Rybina Peter und Hermi Rzehak Josef und Familie Sailer Georg und Familie Scharnowell Alois und Familie Scharnowell Viktor und Familie Schindler Hans Schlesinger Geza Schlögl Franz, Beamte Schnabel Ottilie Schönfelder Richard und Familie Schorsch Georg und Frau Marthe Schrader Kurt und Frau T«r. Schwelb Egon und Dr. Karla Siegl Anton und Frau Sommer Johann und Familie Dr. Strauß Emil Strnad Ernst und Familie Svojse Franz und Frau Synkule Karl und Familie Tallowitz Anton Taub Siegfried und Familie Tetenka Karl und Frau Theurer Lambert und Familie Tick Josef und Frau Vytopil Alfred Wagner Anni Waschak Josef Weber Hermann» Beamte Weber Paul und Frau, Bubeneö Weil Robert Wellisch Arthur und Familie Hodkovicky> Weis Franz und Frau Wien Heinrich Dr. Wiener Robert und Frau Wildmann Otto, Direktor Weber Gustav und Familie Zacharda Adalbert Bartel Johann, Beamte der BKVA Breitschädel Rudolf, Kontrollor der BKBA Dutz Hans, Beamte der BKBA König tzranz, Bemnte der BKVA Maier Arnold, Beamte der BKVA Neumann Emil, Beamte der BKVA Scholz Franz, Beamte der BKVA Unger Adolf, leitender Beamte der BKVA Wagner Anna, Beamttn der BKBA Bezirksorganisation der DSAP Kuplent Otto und Frau Lokalorganisation der DSAP Verband der öffentl. Angestellten Werner Alois und Frau Dr. Feldstein Rudolf und Frau, Chefarzt der BMA Hammer Max und Olga, Direktor der BKBA Herget Heinrich Herschel Ernst und Familie Kremser Heinrich und Frau Lokalorganisation der DSAP Lorenz Richard Mildner Alfred und Frau, Turn Neumann Gustav Plohs E. F. und Familie Reckziegel Richard Roll Ernst und Frau Schaffarsch Franz, Weiskirchlitz Schöpke Heinrich sen. und Frau, Beamter der BKVA Schweinfutter Josef Seliger Marie Thöner Emst Bezirksorganisation der DSAP Koblischke Paula Koschatzky Josef und Frau Kreisörganisation des Sozialisti schen Jügendverbandes Ondkejka Max und Frau Paul Anton und Else Schön Willi und Frau Schwarzer Franz und Foau Bartl Wilhelm und Familie Hoffmann Adolf und Familie Siegmund Rudolf Turnwald Franz und Frau Wirth Franz und Familie I Tachau Meißner Georg Ortsgruppe der Tabakarbeiterinnen und-Arbeiter Schindler Franz, Offizial der tschsl. St.-B. Oberlangendorf Egg Julius Oberpla« Demi Johann Prachatitz Podlaha Johann St. Joachimsthal Puckner Johann und Frau Neustadt a. T Zuckert Franz und Frau Parschnitz Spelda Ernst Oberhennersdorf Kunert Franz, Weberei Saaz Dittrich Valentin und Frau Oskau Preist Josef, Oberlehrer i. R. Schlackenwerth Fladerer Karl Richter Alfred Schluckenau Bendel Johann Trauten«« Dr. Haas Otto Hak und Familie Dr. Hieke Reinhold, Leiter des Zahnambulatoriums Dr. Jaroschka Bernhard, Amtsarzt der BKVA Kern Rudolf und Familie, leitender Beamte Ein herzliches Prosit Neujahr entbieten: Warnsdorf Augsten Anton und Famille Bezirksorganisation der DSAP Bezirksverein Arbeiterfürsorge Eger Josef und Frau Goth Josef und Emilie Löwe S. und Frau Lukes Erwin Pracht Emil Reilich Franz und Else Lokalorganisation der DSAP Weffely Wenzel und Frau Ziglarsch Hans Verband der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie r.t. r Mittwoch, I. Jtlnner 1938 Seite 11 Prager Eisen-Industrie- Gesellschaft PRAG II., LOTZOWOVA 55 Telefon: 25851-55, 20038, 26838, 31261-3 Telegramm-Adresse: MAYR AU PRAHA Werke: Kladno, Königshof, Libcice Kohlengruben, Kladno Erzgruben, Nucice Erzeugnisse: Roheisen, Rohstahl, Walzware, Halb- und Fertigfabrikate, Gußware, Schrauben u. Nieten- Kleinzeug- Thomasmehl-Kohle 3207 Die faxten gllickuumseke zum Aakresweciisei entbietet allen Funktionären, Mitarbeitern und Mitgliedern der Bekleidungsarbeiter-Verband L d. C. S. R., Sitz REICHENBERG„ Prosit Neujahr Die Angestellten der Graphischen 3183 Union, Relchenberg, T urnerstr.27/1 I Den organisierten Verbrauchern Nordmährens und Westschlesiens entbietet die besten neujahrsorüße K.G.S. Konsum-, Produktiv- und Spargenossenschaft registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung In Mähr.-Schönberg 3187 Ortsgruppe Nestersltz Allen Mitgliedern unserer Ortsgruppe die besten Wünsche zum Jahreswechsel 3174 Der Vorstand- Der Betrieb.BUB.chuS Der Allgemeine Angestellten-Verband Reichen berg, Turnerstrasse 27 mit seinen Geschäftsstellen in Karlsbad, Teplitz, Bodenbach, Reichenberg, Jägerndorf, Brünn sagt allen Mitarbeitern, Freunden und Förderern ein Prosit Heujahrl «176 Herzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel entbietet seinen Vertrauenspersonen und Mitgliedern MM KrSlw- M Kem- MM M Arbeiterinnen der E.S.R. Sitz: Teplitz-Schönau 1930 Gewerkschaft der Tabakarbeiterinnen und Arbeiter In der Cecheslovakisehen Republik, Sitz Sternberg Mähren erfaßt alle aktiven und pensionierten Arbeiterinnen u. Arbeiter der cecho^ slovakischen Tabakregie. Die Gewerkschaft gewährt ihren Mitgliedern Krankenunterstützung, Entbindungsunterstützung, Beerdigungs-Kostenbeiträge Nur die freie Gewerkschaft schützt die Interessen der Arbeiterschaft 3129 De testen eattietet allen Mtgüeäera. llrkeiter- Aonsunweretn »Fotulnntät licet«'" reg. K. rn. 5. K„ Brünn 3130 Landwirtschaftliche Bezirksvorschul) Kasse Arnau Zweigniederlassung Irautenau für die Bezirke Arnau und Irautenau EIGENE ANSTALTSGEBÄUDE Stemmanstalt: ARNAU, Postgaue Telephon Nr. 36 Zwatsanatalt: TRAUTENAU. Schmeykalgasse Telephon Nr. 236 Höchstmögliche Verzinsung von Geldeinlagen gegen Einl^gebuch oder in laufender Rechnung- Gewährung von- Darlehen und Krediten aller Art- Durchführung aller sonstigen Bankgeschäfte Einlagenstand Kt 85,000.000*«- Für die Sicherheit der Einlagen haften die Bezirke Arnau u. Trautenau mit Kt lO.OOO.OOO- Geldumsatz im Jahre 1934: Kt 900,000.000*— 3166 Ein Prosit Neujahr! Bürgerliche Brauerei Trautenau 3175 Ceife 12 „SwtaTbeittoTrat* Mittwoch, f. Jänner 1938. Ar. T Bezugsbedingungen: Bei llustellung ins KauS oder bei Bezug durch die Post monatlich Kö 16.—. vierteljährig Kö 48.—. halbjährig Kd VS.—, ganzjährig Kd 192.—.— Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung von Manustrivten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.— Die Keitungsfrankatur wurde von der Post- und Tele- aravbendireltion mit Erlaß Nr. 13.S00/VII/1SS0 bewilligt.— Druckerei:^Orbis'. Druck». Verlags» und steüungs»A.«G.. Prag. « fl Allen unseren Mitgliedern und Funktionären sowie Freunden der frelgewerkschaftllchen Organisationen ein herzliches ♦ 3188 3189 Allen Genossinnen und Genossen 8206 8222 - 8172 NMM8HMH8MM8NMHH8MMMWM8MWMNM89WMMHMMMM 3214 5 Allen unseren Funktionären, unseren Krankenversicherungsanstalten und deren Funktionären in den Verwaltungsorganen Ein glückliches neues Jahr entbietet allen Versicherten K ?! ?! ?! der Vorstand des Verbandes der Arbeiter in der Bau-, Stein- und Keramindustrie i.d.CSR, PRAHA-KARLlN, Havllökova 8 i 3221 Bezirkskrankenversicherungsanstalt Neudek. Der Verbandsvorstand des Internationalen Metallarbeiterverbandes Sitz Komotau Prosit Neujahr! Der Vorstand des Fabrikarbeiterverbandes in der tSH, Sitz Aussig das Beste im neuen Jahr ATUS ?! ?! ?! ?! ?! ?! ?r ?! ?! ri Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel entbietet allen Mitgliedern, Mitarbeitern und Genossen