Nr. 126. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit auftrierter Sonntags Betlage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BeitungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. % Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. „ Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für dte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcdition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Zelegramm Adresse: „ Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Gesezentwurf zur Vernichtung des Koalitionsrechts. Der Entwurf eines Gesezes zum Schutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisses" hat folgenden Wortlaut: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Breußen 2c. verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats und des Reichstags, was folgt: § 1. Die Strafvorschriften des§ 1 finden auch auf denjenigen Anwendung, welcher es unternimmt, durch körperlichen Zwang, Drohung, Ehrverlegung oder Berrufserklärung Freitag, den 2. Juni 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. „ Eine Verrufserklärung oder Drohung im Simme der§§ 1 bis 3 liegt nicht vor, wenn der Thäter eine Handlung vornimmt, zu der er berechtigt ist, insbesondere wenn er befugterweise ein Arbeits- oder Dienstverhältnis ablehnt, beendigt oder kündigt, die Arbeit einstellt, eine Arbeitseinstellung oder Aussperrung fortsetzt, oder wenn er die Vornahme einer solchen Handlung in Aussicht stellt. th Die feit langem vorbereitete Zuchthausvorlage wird jekt rechtigt" anerkannten Streiks unter das gleiche Strafdem Reichstag vorgelegt. Es ist ausgeschlossen, daß die Vor- und Ausnahmegesetz stellen. lage noch in dieser Session durch beraten werden kann, es ist In§ 2 Abs. 3 soll bestimmt werden, daß die Strafe sogar wahrscheinlich, daß sie nicht einmal zur ersten Beratung auch denjenigen treffen soll, der bei einer Arbeitergelangt. Die Vorlage, die eine völlige Vernichtung des aussperrung oder einem Arbeiterausstande die Arbeitgeber Koalitionsrechts der deutschen Arbeiterklasse bedeutet, ent- oder Arbeitnehmer durch Drohungen usw. zur Nachgiebigkeit auftauchen kann, die Regierung habe nur erfüllen wollen, was die auch vom Kammergericht stets festgehaltenen Anschauung hält so außerordentliche Strafbestimmungen, daß die Vermutung zu bestimmen sucht. Das ist etwas, das nach der richtigen, Unternehmerklasse so beharrlich begehrt, wünsche aber selbst, bisher überhaupt nicht strafbar war. Ohne ein Recht Wer es unternimmt, durch förperlichen Zwang, Drohung, Ehr- daß mit dem Schluß der Session das wundersame Gebilde zu Drohungen den Gegnern gegenüber wäre in der That berlegung oder Verrufserklärung Arbeitgeber oder Arbeitnehmer zur wiederum im großen Makulaturschrank der Umsturz- und Aus- das Koalitionsrecht völlig wertlos. Freilich würde diese Teilnahme an Vereinigungen oder Verabredungen, die eine Einnahmegesetze verschwinde. Aber es wäre sicherlich verfehlt, solche Neuerung auch das Koalitionsrecht der Unternehmer treffen wirkung auf Arbeits- oder Lohnverhältnisse bezwecken, zu bestimmen Vermutungen ernst zu nehmen. Es wird eine Vertagung und offenbar deren Interesse kommt§ 4 Absatz 3 entoder von der Teilnahme an solchen Vereinigungen oder Verab- des Reichstags geplant und der Gesezentwurf wird in die gegen: redungen abzuhalten, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahr fünftige Wintersession übernommen werden. Die Regierungen bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so ist auf Geldstrafe bis mögen nicht glauben, daß die lange Zeit die Arbeiterschaft zu eintausend Mark zu erkennen. ermüden und die öffentliche Meinung abstumpfen werde, und § 2. daß so, wenn nicht der ganze Rattenkönig der Arbeiter- und Kulturfeindlichkeit dieser Vorlage, immerhin ein ansehnlicher Teil derselben zur Durchführung gelangen könnte. Doch die Wachsamkeit und Kampfeslust der Arbeiterklasse, deren Lebens- Das schüßt die Unternehmer, die ihre Arbeiter mit Ent interessen aufs schwerste bedroht sind, wird alle solche Pläne lassung bedrohen, wenn sie nicht aus der Gewerkschaft auszu nichte machen. zu nichte machen. treten, es schützt freilich auch den Arbeiter, der dem UnterDas Koalitionsrecht der Arbeiter, die gesetzmäßige und nehmer fündigt und ihm die Einstellung der Arbeit in Aus2. zur Herbeiführung oder Förderung eines Arbeiterausstandes friedliche Einwirkung zu Gunsten der Vereinigung der sicht ſtellt. Aber diese Gleichstellung der beiden ist nur Arbeitnehmer zur Niederlegung der Arbeit zu bestimmen Arbeiter wird durch die Regierungsvorlage in einer Weise scheinbar. Der Unternehmer braucht dem Arbeiter gegenoder an der Annahme oder Aufsuchung von Arbeit zu hindern, eingeengt, die praktisch einer Bernichtung gleichkommen würde. über weiter fein Pressionsmittel, als die Drohung, er 8. bei einer Arbeiteraussperrung oder einem Arbeiterausstande Wenn in der Oynhausener Rede jedem, der zum Streif werde ihn brotlos machen, und gegen seine die Arbeitgeber oder Arbeitnehmer zur Nachgiebigkeit gegen anreizt, das Zuchthaus verheißen sein soll, so braucht man Kollegen in der Unternehmerfoalition genügt der Hindie dabei vertretenen Forderungen zu bestimmen. nur von dem Ausdruck Zuchthaus abzusehen und man hat weis auf die einzuklagende Konventionalstrafe, auf Wer es sich zum Geschäft macht, Handlungen der in den§§ 1, 2 dasselbe, was das Ergebnis der Annahme dieses Entwurfs Entziehung der Kundschaft und dergl. Das alles wird nun Wer es sich zum Geschäft macht, Handlungen der in den§§ 1, 2 raflos bezeichneten Art zu begehen, wird mit Gefängnis nicht unter drei macht es nicht schöner, sondern gefährlicher und den Auslegungs- man allerdings fast nie von Bestrafungen der Unternehmer bezeichneten Art zu begehen, wird mit Gefängnis nicht unter drei ſein würde. Daß es in ihm juristisch verklausuliert erscheint, str af los gemacht, was es bisher nicht war, obgleich fünften der Gerichte zugänglicher. gehört hat. Der Arbeiter, der sich nicht der fein gehobelten Der§ 153 der Gewerbe- Ordnung stellt bereits ein Aus- Ausdrucksweise der befizenden Schichten zu bedienen weiß, n ahmegesetz gegen Arbeiter dar, durch welches Hand- tommt dagegen sehr leicht in die Lage, seinen Kollegen lungen hart bestraft werden, die, wenn sie sich nicht auf Ar- oder auch einmal einmal dem Unternehmer gegenüber beziehen, bleiben straffrei oder etwas träftige Sprache anzuwenden, um ihnen ihre Vermilder bestraft werden könnten. pflichtungen vor Augen zu führen. Ihn trifft dann die die Paragraphen, der jetzige Ent- Strafbestimmung in ganzer Schärfe, während das Zwangswurf an die Stelle des§ 153 der Gewerbe- Ordnung mittel, das die Unternehmer immer ausgiebiger benutzen, aussehen will, tritt diese ausnahmegesegliche Tendenz drücklich legalisiert wird. in noch weit stärkerem Maße hervor und die Strafen sollen ins ungeheuerliche verschärft werden. 1. zur Herbeiführung oder Förderung einer Arbeiterausiperrung Arbeitgeber zur Entlassung von Arbeitnehmern zu bestimmen oder an der Annahme oder Heranziehung solcher zu hindern, Monaten bestraft. § 3. § 4. Dem törperlichen Zwange im Sinne der§§ 1 bis 3 wird die Beschädigung oder Borenthaltung von Arbeitsgerät, Arbeitsmaterial, Arbeitserzeugnissen oder Kleidungsstüden gleichgeachtet. Der Drohung im Sinne der§§ 1 bis 3 wird die planmäßige beiterfoalitionen Ueberwachung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Arbeitsstätten, wenigstens Wegen, Straßen, Blägen, Bahnhöfen, Wasserstraßen, Hafen- oder In den Sonstigen Verkehrsanlagen gleichgeachtet. Eine Verrufserklärung oder Drohung im Sinne der§§ 1 bis 3 liegt nicht vor, wenn der Thäter eine Handlung vornimmt, zu der er berechtigt ist, insbesondere, wenn er befugterweise ein Arbeitsoder Dienstverhältnis ablehnt, beendigt oder fündigt, die Arbeit einstellt, eine Arbeitseinstellung oder Aussperrung fortsett, oder wenn er die Vornahme einer solchen Handlung in Aussicht stellt. § 5. Wird gegen Perfonen, die an einem Arbeiterausstand oder einer Arbeiteraussperrung nicht oder nicht dauernd teilgenommen haben, aus Anlaß dieser Nichtbeteiligung eine Beleidigung mittels Thätlichkeit, eine vorfägliche Körperverlegung oder eine vorsägliche Sachbeschädigung begangen, so bedarf es zur Verfolgung teines Antrages. § 6. Wer Personen, die an einem Arbeiterausstand oder einer Arbeiteraussperrung nicht oder nicht dauernd teil nehmen oder teil genommen haben, aus Anlaß dieser Nichtbeteiligung bedroht oder in Berruf erklärt, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so ist auf Geldstrafe bis zu eintausend Mark zu erkennen. § 7. Wer an einer öffentlichen Zusammenrottung, bei der eine HandImmg der in den§§ 1 bis 6 bezeichneten Art mit vereinten Kräften begangen wird, teil nimmt, wird mit Gefängnis bestraft. Die Rädelsführer sind mit Gefängnis nicht unter drei Monaten zu bestrafen. § 8. In den zehn eine Und der Unterschied in der Stellung der Arbeiter und Unternehmer ist noch viel größer, als es hiernach scheint. Es Die Gefahren, die das Gesez den Arbeitern bringt, mögen bleibt ja immer noch der§ 253 des Strafgesetzbuchs bestehen, manchem beim ersten Blick geringer erscheinen als sie sind. Man und danach können, so wie die Auslegung der Gerichte die Fallstricke sofort zu bemerken, die der Ausübung des nehmer mit Streit oder Fortsetzung des Streits drohen, falls er muß schon das juristische Rotwälsch einigermaßen kennen, um alle nun einmal ist, immer noch Arbeiter, die dem UnterStoalitionsrechts gelegt werden sollen. Vorläufig sei nur auf ihre Forderungen nicht bewilligte, wegen Expreffung mit Gedie wichtigsten Punkte hingewiesen. Während im§ 153 der fängnis nicht unter 1 Monat bestraft werden, eine Bestimmung, die Gewerbe- Ordnung der Versuch der Nötigung zur Teilnahme bisher lediglich gegen Arbeiter angewendet worden an Verabredungen unter Strafe gestellt ist, sett§ 1 an Stelle ist. So steht die Rechtsgleichheit", die die Bedessen die Worte:" wer es unternimmt". Das macht gründung des Entwurfs herbeiführen zu wollen vorgiebt, einen erheblichen Unterschied aus. Nach der Ausdrucksweise der wiederum nur auf dem Papier und die ganze Wucht der Juristen setzt der Versuch" Handlungen voraus, die den Verschärfung des Gesetzes fällt lediglich auf die ArAnfang der Ausführung der That enthalten, ein unternehmen" beiter. " " der That umfaßt dagegen schon alle Handlungen, durch welche Das bisherige Gesetz betraf nur Handlungen, die benutr ,, die Absicht an den Tag gelegt wird," auf gangen wurden in der Absicht, jemanden zur Teilnahme andere einzuwirken. Wenn z. B. ein Flugblatt, das an Koalitionen zu bewegen. Wer also bloß seinem Alerger zur Teilnahme an einem Streit auffordert, gegen das Gesetz über die Nichtbeteiligung eines anderen Luft gemacht hatte, verstößt, so kann sein Verfasser nach heutigem Rechte nur be- ohne weiter auf ihn einwirken zu wollen, konnte deshalb nicht dem neuen Gesetz würde es ausreichen, daß es in die auch in solchen Fällen strafbar sein. Würde das Gesetz anstraft werden, wenn es wirklich verbreitet worden ist. Nach bestraft werden. Jezt soll die Bedrohung und Verrufserklärung Druckerei gebracht worden wäre. Ja es könnte die genommen, so würden die Gewerkschaften nicht Soll in den Fällen der§§ 1, 2, 4 ein Arbeiterausstand oder bloße Einberufung einer Versammlung von mehr in der Lage sein, ihren eigenen Filialen mit. eine Arbeiteraussperrung herbeigeführt oder gefördert werden und Streitenden zur Verurteilung genügen, zuteilen, wer sich an einem Streit nicht ist der Ausstand oder die Aussperrung mit Rüdsicht auf die Natur wenn der Richter feststellte, der Einberufer hätte die Absicht beteiligt hätte. Sie könnten nicht mehr die oder Bestimmung des Betriebes geeignet, die Sicherheit des Reiches gehabt, durch die imposante Wirkung dieser Versammlung die gezahlten Streifgelder bon den später Abgefallenen oder eines Bundesstaates zu gefährden oder eine gemeine Gefahr Streifbrecher oder die Unternehmer einzuschüchtern. zurückfordern, weil auch dies eine„ Drohung" fein würde, fie für Menschenleben oder für das Eigentum herbeizuführen, so tritt Die Handlungen, die nach§ 153 bestraft werden, müssen müßten die Streifbrecher, die ihnen in der Stunde des Gefängnißstraße nicht unter einem Monat, gegen die Rädelsführer sich immer beziehen auf eine Verabredung zur Er Kampfes in den Rücken gefallen wären, nach wie vor be Gefängnisstrafe nicht unter sechs Monaten ein. Ist infolge des Arbeiterausstandes oder der Arbeiteranssperrung langung besserer LohnArbeits- handeln wie die treuen opfermutigen Kollegen. Weiter. eine Gefährdung der Sicherheit des Reichs oder eines Bundesstaatsbedingungen. Nach dem Gesezentwurf soll es ausreichen, Es ist ein fortwährender Schmerz der Untereingetreten oder eine gemeine Gefahr für Menschenleben oder das daß die Verabredung eine Einwirkung" auf Lohn- oder nehmer und übereifriger Anklageorgane, daß eine große Eigentum herbeigeführt worden, so ist auf Zuchthaus bis zu drei Arbeitsbedingungen bezweckt. Anzahl von Arbeitern nicht zu bewegen ist, StrafJahren, gegen die Rädelsführer auf Zuchthaus bis zu fünf Jahren Noch weiter aber geht§ 2. Nach der Fassung der Ge- anträge gegen ihre Kollegen zu stellen. zu erkennen. werbe- Ordnung sollen Arbeitseinstellungen, die sich auf Ab- Dem soll abgeholfen werden; sobald es sich um Sind in den Fällen des Abs. 2 mildernde Umstände vorhanden, wehr von rechtswidrigen Angriffen der Unternehmer beziehen, einen Streit handelt, soll auch ohne Antrag Ans so tritt Gefängnißstrafe nicht unter einem Jahre ein. § 9. Soweit nach diesem Gesetz eine gegen einen Arbeitgeber richtete Handlung mit Strafe bedroht ist, findet die Strafvorschrift auch dann Anwendung, wenn die Handlung gegen einen Bertreter des Arbeitgebers gerichtet ist. § 10. und namentlich solche zur Erzwingung vertragsmäßig zugesicherter flage erhoben werden können. Das, was dem Arbeiter geeben Streit den verschärften Strafbestimmungen unter das will man ihm aufzwingen, und dieser GesetzForderungen, nicht unter§ 153 fallen. Die Vorlage will sein Ehrgefühl verbietet, eine Strafverfolgung seines Kollegen, werfen, ohne irgend einen Unterschied zu machen, entwurf behauptet, die wahre Freiheit der Arbeiter fördern zu ob ein Angriffs- oder Abwehrstreik vorlag, ob die Arbeiter wollen! nur gezwungen waren, sich auf diese Art zu Es kommt aber immer noch besser: Nach§ 7 des Enterkämpfen, was der Unternehmer ihnen schuldete. wurfs soll jeder mit Gefängnis bestraft werden, der an Die Verfasser des Entwurfs merken anscheinend nicht, wie einer öffentlichen Zusammenrottung teilnimmt, sehr sie die Heiterfeit herausfordern, wenn sie dabei in der wobei irgend eine der nach diesem Gesetz strafbaren BeBegründung" mit sittlicher Entrüstung über die social- drohungen usw. mit vereinten Kräften begangen worden Demokratische Presse herfallen und ihr besonders vor- ist. Kommt es also auf der Straße zu einer lebhaften werfen:„ Dabei wird fein Unterschied gemacht, ob es sich um Auseinandersetzung, bei der mehrere heftige Worte äußern, fo so einen Ausstand handelt, dem eine gewisse sachliche soll jeder, der sich unter dem Trupp befindet, auch wenn er Berechtigung zu Grunde liegt, oder um einen Streit, der nicht das geringste gethan hat, mit Gefängnis bestraft werden, der Arbeiterschaft durch Agitatoren aufgedrängt ist." die sogenannten Rädelsführer mit Gefängnis nicht unter drei Der Regierungsentwurf hat am lezten das Recht zu solchen Vor- Monaten. Eine glänzende Aussicht für Spigel- Niederhaltungen, denn gerade er will den Unterschied, den die Gewerbe- trächtigteiten. Es brauchen nur zwei Streifbrecher *) Die Begründung des Gesetzentivurfs geben wir in der Beilage Ordnung in der Behandlung verschiedener Streits machte, unter einer Anzahl von Streifenden Krakehl zu erregen und Die Vorschriften dieses Gesetzes finden Anwendung 1. auf Arbeits- oder Dienstverhältnisse, die unter den§ 152 der Gewerbe- Ordnung fallen, 2. auf alle Arbeits- oder Dienstverhältnisse in solchen Reichs, Staats- oder Kommunalbetrieben, die der Landesverteidigung, der öffentlichen Sicherheit, dem öffentlichen Verkehr oder der öffentlichen Gesundheitspflege dienen; 8. auf alle Arbeits- oder Dienstverhältnisse in Eisenbahn- Unternehmungen. § 11. Der§ 153 der Gewerbe- Ordnung wird aufgehohen.*) wieder. I aufheben und alle, auch die von ihm selbst als belzu schimpfen, so müßten alle Anwesenden, auch die, gegen die gerade die Schimpfworte gerichtet waren, mit Gefängnis bestraft| Paragraphenbrand ausgedörrten Empfinden Erquickung und Arbeiter in den Städten und Ortschaften des Kreises Oberwerden. Daß man suchen würde, das Streifpostenstehen zu treffen, Labsal spendet. barnim sich aufgehalten haben, wie in den drei Protesten behauptet war zu erwarten, aber die Art, wie man es than will, ist Der letzte Paragraph, der§ 11, ist die bedeutendste ist. Nach der einen Angabe sollen es 500 bis 600, nach der soll die„ planmäßige Ueberwachung von Arbeitgebern, Arzehnten gelungen ist. Der§ 153 der Gewerbe- Ord- andratsamts des Kreises Oberbarnim auf Grund der ortsziemlich das stärkste, was der Entwurf leistet. Ais Drohung staatsmännische Leistung, die unserer Regierung seit Jahr- zweiten 700, nach der dritten 1000 und darüber Personen gewesen sein. Es wurde beschlossent, amtliche Auskunft des beitnehmern, Arbeitsstätten, Wegen, Straßen, Plägen, nung wird aufgehoben." polizeilichen Meldelisten hierüber zu erfordern. Herr Pauli hatte bei der Stichwahl in Oberbarnim 7742, unser Genosse Bruns 7358 Stimmen erhalten. Bahnhöfen, Wasserstraßen, Hafen- oder sonstigen Ver- Wir nehmen an, daß die ersten zehn Paragraphen mur fehrsanlagen" erachtet werden. Man vergegenwärtige es ein Vorwand sind, um dem Reichstag die Anregung zu geben, fich: die bloße Beobachtung zur Information unter Ablehnung aller anderen Bestimmungen von dem Gesezüber die Lage eines Streifs fällt darunter, je de Wertentwurf nur den§ 11 anzunehmen, der dann die befreiende Ueberstatt Kontrolle über die Innehaltung von Schuß- und schrift führen könnte. Der Gesezentwurf zum Gesundheitsvorschriften, schließlich jede Kontrolle, ob die Streit Schuhe des Koalitionsrechts. geldempfänger auch Anrecht auf Unterstügung haben. Es ist Der Reichstag wird hoffentlich in diesem Sinne beangesichts dessen wirklich ein Zeichen besonderen Mutes, wenn schließen und ohne viel Federlesens den§ 11 zum Gesetz erdie Begründung des Gesetzentwurfs behauptet, es solle gesetz- heben. Dann kann man die Episode der Buchthaus lichen Ausübungen des Koalitionsrechts nicht entgegengetreten vorlage noch vor der Vertagung des Reichstages kurz und bündig erledigen und die Regierung kann aufatmen. Wer ist ist der Water? werden." Ueber die Beanstandung der Reichstagswahl in Dort. mund ist ebenfalls der Bericht der Wahlprüfungskommission erschienen. Die Kommission beantragt Beweiserhebungen über elf Punkte des Wahlprotestes. Es kommt hauptsächlich in bei der Abgabe von Stimmzetteln und zwar in den Gemeinden Frage die Kontrolle der Arbeiter durch Rechenbeamte Annen, Court, Dorstfeld, Holzwickede, Huckarde und die Verteilung der Stimmzettel durch Polizeibeamte in den Gemeinden Wambel und Schwerte. In diesem Wahlkreise hatte der Nationalliberale] Hilb di bei Besonders scharf richtet sich der Entwurf gegen die Führer der Stichwahl 29 103 erhalten, von der Socialdemokratie der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter. wurden für Dr. Lütgenau 26 962 Stimmen abgegeben. Sie werden in der Begründung einer Vorlage, welche angeblich Wie man auch von der socialpolitischen Einsicht und Da das Plenum des Reichstags die ungültigkeits- ErGehässigkeiten und Roheiten bekämpfen soll, mit gehäftigten ber klärung der Wahl in Pirna sicherlich noch vor der Vertagung Gehässigkeiten und Roheiten bekämpfen soll, mit gehässigsten der juristischen Begabung des Grafen Posadowsky denten erledigen wird, so hat man in Pirna noch in diesem Sommer Beleidigungen überschüttet. Ihnen, die vom Vertrauen ihrer mages giebt übrigens zwei Grafen Posadowsky, den eine Neuwahl zu gewärtigen. des Grajen Bojabomosty, ben Kameraden auserforen, auserforen, im Dienst der Allgemeinheit einen, der in den Kommissionen bisweilen recht Ansprechendes thätig sind, gilt der besondere Haß des Untersagt, den andern, der als offizieller Sikredacteur" für die Ein verfrühtes Hundstags- Projekt. In der Kreuz- 3tg." nehmertums wie dieser Regierungsvorlage. Wer es sich geistigen Leistungen der Scharfmacher funktiontert so möchte man macht ein Agrarier ſeinem gepreßten Bergen Luft, indem er über zum Geschäfte macht" Strafthaten der im Gesez gedachten doch ihn der Vaterschaft der Zuchthausvorlage nicht beschuldigen. die Freizügigkeit, welche die ganze Schuld an der Leutenot trägt, Art zu begehen, soll mit Gefängnis nicht unter drei Monaten Der Entwurf erinnert vielmehr stark an die selige Umsturzvorlage, in den beweglichsten Klagetönen jammiert. Um die Landmädchen, bestraft werden. Nicht ohne Vorbedacht ist hier ein die in dem Geiste des Regierungsrates Trott zu Solz, eines die lieber tanzen, Bier ausschänken, verkaufen oder in die Fabrit liebertatzen, dem gange in dienen", zu dieſem legteren zu schwammiger und alles umfassender Ausdruck rasch avancierten Intimen der Familie Stumm, ersprossen gehen, anstatt auf dem Lande zu dienen", zu diesem letzteren zu gewählt, wonach jeder Vorsteher oder Beiter einer war. Die juristischen in Schlangenwindungen sich bemerkbar vingen, wie überhaupt die Landbevölkerung in den Gefilden der Junker festzuhalten, macht er folgenden amüsanten Vorschlag: Gewerkschaft beim geringsten Verstoß gegen eine dieser machenden Spuren dieses Mannes findet man auch in dieser " Jede Stadt nehme 300 m. Thorgeld, die mittleren und Bestimmungen nach§ 3 mit Gefängnis nicht unter drei Vorlage wieder, die so elastisch ist, daß sie einen Gegen- fleineren weniger. Wer sich dauernd in der Stadt niederläßt, Monaten bestraft werden müßte. entwurf notwendig fordert, in dem klar gestellt wird, welche Dienst oder Arbeit nimmt, oder dort länger als 14 Tage Auch der eigentliche Zuchthaus- Paragraph ist nicht Handlungen denn eigentlich im Deutschen Reiche nicht mit weilt, hat dieses Geld zinsfrei zu hinterlegen. Die Zinsen fo harmlos, wie von gewisser Seite angekündigt wurde. Gefängnis oder Zuchthaus bedroht werden.- No werden als Steuer gerechnet. Wenn der Einzahler fortzieht, ohne Wer fann wiffen, ob nicht bei einem allgemeinen Streit, darbin der Stadt Kosten oder Lasten durch Krankheit, Gefängnis u. f. w. z. B. von Hafenarbeitern, Bergleuten, Bauarbeitern, bei dem bereitet zu haben, bekommt er die volle Einzahlung zurück, sonst wird Verursacht jemand der Stadt mehr Kosten als in der That erhebliche Werte verloren gehen können, ein Ge- Die beiden Sektionen der ersten Kommission hielten am Mitt- abgerechnet. richt eine gemeine Gefahr für das Eigentum" annehmen wochvormittag eine Eigung ab, fonnten aber über die Frage der 300 m., so wird er ausgewiesen. Hierdurch wäre die Stadt und Zuchthaus bis zu drei Jahren verhängen würde? Erfindungen und der Bewaffnung zu einer Vergeschüt gegen den Andrang besigloser Leute, die ohne Kenntständigung nicht gelangen. Alles in allem: der Entwurf des Zuchthausgesetzes rechtnisse, ohne Arbeitsfertigkeit zu Taufenden auf allen Bahnhöfen Der Redaktionsausschuß der dritten Kommission hat die Re- anfangen und oft in wenigen Tagen zur Kalamität werden. Ich fertigt die Voraussage, daß die Vernichtung des legten Restes daktion der sechs ersten Artikel des Vermittelungs- und bestreite nicht, daß diese Waßregel der Stadt Mühewaltung machen des Koalitionsrechts der Arbeiter geplant ist. Schon heut Schiedsgerichts- Entwurfes, die von dem Ausschusse in seiner wird, aber es werden von ihr noch viel schwierigere Arbeiten besteht es im Deutschen Reiche so, daß ein bürgerlicher Defonom vorigen Sitzung beraten worden waren, sowie zwei neue Artikel wältigt, die ihr petuniär gar feinen Vorteil bringen. Ich bemerte jagen konnte: angenommen. Die amerikanischen Delegierten haben endlich, daß der Einzahlende nicht verpflichtet ist anzugeben, daß die Die deutschen Arbeiter haben das Koalitionsrecht, einen Entwurf, betreffend einen Schiedsgerichtshof, Raution ſein Eigentum ist. Es bleibt daher Dienstherrschaften, aber wenn sie davon Gebrauch machen, werden sie eingebracht. Der amerikanische Entwurf fordert nicht, wie Fabrikherren usw. unbenommen, für aus der Provinz bezogene bestraft. der englische, daß jeder Staat zwei Personen ernennt, die als Leute das Thorgeld zu leisten, natürlich auf ihre Gefahr. Diesem ohnehin so schwachen Koalitionsrecht will das Schiedsrichter gewählt werden können, sondern nach den amerikani- tiefer geſtedt werden und zweifelsohne wäre in turzem Deutschland Die Landwirtschaft würde aufatmen, der Pflug fönnte wieder Gesetz noch weitere Fesseln anlegen in einer Zeit, da die Ueber- schen Entwurf soll jedes Land einen einzigen Schiedsrichter designieren, tiefer gesteckt werden und zweifelsohne wäre in furzem Deutschland zeugung sich immer weiter Bahn bricht, daß die Arbeiter wird. Der Schiedsgerichtshof foll einen permanenten Centralsiz Landwirt weiß, daß in den meisten Fällen der Boden ben doppelten der von dem obersten Gerichtshofe des betreffenden Landes ernannt im stande, sich selbst das nötige Brotkorn zu produzieren. Jeder koalitionen von Notwendigkeit für die Wohlfahrt und die haben und aus wenigstens drei Nichtern bestehen, welche weder aus und dreifachen Ertrag bringen kann, wenn nur Mittel und Menschen freiheitliche Entwickelung unseres Volkes find. Die deutsche den Ländern der im Streite liegenden Mächte gebürtig sein, noch Die„ Kreuz- Zeitung" ist vorsichtig genug, den Vorschlag des da sind, um ihn sorgfältig zu bearbeiten.". Arbeiterschaft nimmt den ihr angebotenen neuen Kampf um dieselben bewohnen dürfen. Wenn innerhalb dreier Monate verzagt auf, im Bewußtsein, daß Recht und Kultur auf nach der Entscheidung nene Thatsachen eintreten, so fann überreizten Junterhirns in recht hervortretender Weise als Eingesandtes ihrer Seite stehen. in derselben Angelegenheit zwischen denselben zu bezeichnen. Politische Uebersicht. das ators Von der Friedenskonferenz. Edelmetallverkehr 359 032. Mächten entscheiden. Es wird den unterzeichneten Mächten Deutschlands Außenhandel im Jahre 1898. Die endfreigestellt werden, ob sie sich an diesen Gerichtshof wenden gültigen Ergebnisse liegen jest int 2. Hefte des laufenden Jahrgangs wollen, und dieser wird in einer Streitfrage nur ein Urteil fällen, der Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs" vor, nachBerlin, den 1. Juni. wenn er die Versicherung erhalten hat, daß die streitenden Parteien dem die vorläufigen Zahlen bereits im Januar veröffentlicht worden fich seiner Entscheidung unterwerfen. Der Vertrag wird in Kraft waren. Nach diesen definitiven Zusammenstellungen beträgt der Die Zuchthausvorlage in der Preffe. treten und der Gerichtshof konstituiert werden, sobald neun Mächte, Wert( in 1000 M.) für das Jahr 1898: 1. Einfuhr im Specialhandel: 5 439 676, darunter Edel Die Fertigstellung der Vorlage ist so geheimnisvoll be- von denen nicht europäische oder amerikanische und von denen vier trieben worden, daß der„ Reichs- Anzeiger" und die Nord- die Pariser Erklärung von 1856 unterzeichnet haben, dem Vertrage metallverkehr 359 030; im Gesamteigenhandel: 5 744 987, darunter deutsche Allgemeine Zeitung" noch nichts davon erfahren ihre Zustimmung gegeben haben. Anger diesem Entwurf haben die amerikanischen Delegierten einen 2. Ausfuhr im Specialhandel: 4010 565, darunter Edelhaben. Andere Blätter wurden durch unsere geftrige Specialentwurf für die Vermittelung in Vorschlag gebracht. Hiernach metallverkehr 253 999; im Gesamteigenhandel: 4311 232, darunter Ankündigung alarmiert. Die Berliner Neuesten foll, falls zwifchen zwei Mächten Streitigkeiten ausbrechen, jede Edelmetallverkehr 254 003. Nachrichten" find entfekt ob unserer Wohlunterrichtetheit: diefer Mächte eine andere Macht erwählen, welche ihr gewissermaßen Ein- und Ausfuhrwerte zusammen: im Specialhandel eins Ms bezeichnender Nebenstand möge erwähnt werden, daß als Zeuge dienen und sich bemühen soll, die zwei Gegner zu ver- schließlich der Edelmetalle 9 450 241, ohne dieselben 8837 212; im wieder einmal der„ Vorwärts" die erste sichere Kunde von einer föhnen. Selbst im Falle es zum Kriege kommt, sollen die beiden Gesamteigenhandel einschließlich der Edelmetalle 10 056 219, ohne Hochwichtigen Regierungshandlung hatte, in seiner heutigen Mächte, die als Zeugen dienen, ihre Bemühungen fortsetzen, um so- dieselben 9 443 184. Morgen Ausgabe wvar er in der Lage, zuverlässig" bald wie möglich den Feindseligkeiten ein Ende zu machen. Im Jahre 1897 betrug im Specialhandel der gesamte Ginauzukündigen, daß die Einbringung der Zuchthausvorlage"- Die Sektion des Roten Kreuzes ernannte in ihrer gestrigen fuhrwert 4 864 644( 1000) M., also 1898 rund 575 Millionen mittelbar bevorstehe. Die Thatsache, daß die socialdemokratischen Sizung eine Unterfommission, welche beauftragt ist, einen Mart mehr, der Ausfuhrwert 3 786 241( 1000) M., also Fäden sich überall hin erstrecken, ist mir ein weiterer Beweis für Bericht abzufassen. Zum Präsidenten dieser Unterfommission wurde 1898 rund 224 Millionen Mart mehr. die ernste Gefahr und die dringende Notwendigkeit verstärkter Admiral Fisher, zu Mitgliedern Kapitän Siegl( Deutschland), Kapitän Abwehr. Scheine( Rußland) und Renault( Frankreich) ernannt. " Es ist allerdings eine ernste Gefahr, daß wir etwas eher erfahren, als die B. N. N.". Wir können aber die berehrliche Kollegin trösten, dem, wie wir ebenfalls zuverlässig erfahren, beabsichtigt die Regierung infolge unserer Indiskretion ein weiteres Preß- und speciell Vorwärts" Zuchthausgefeg einzubringen. Deutsches Reich. Aus der Wahlprüfungs- Kommission. Zeitungsreklame im Beichtftuhl. Wies gemacht wird, um die glaubenslosen" Zeitungen aus den Häusern zu verdrängen und für die frommen Centrumsblätter Propaganda zu machen, das erzählt in der Theolog. prakt. Monatsschr." ein„ Rufer aus der Wüste". Er giebt seinen Herren Coufratres folgende praktische Ratschläge: Drei wichtige Beschlüsse über Wahlproteste aus Wahlkreisen, Etwas mehr Offenheit als auf der Kanzel darf sich der Geistin denen die Socialdemokratie mit sehr starker Minorität unterlegen liche im Beichtstuhl erlauben. Er mag da zuerst ganz allgemein fragen: Lesen Sie keine schlechten Blätter? Der Bönitent wird ihm Eine andere Meinung über unsere Ankündigung hatte die ist, hat die Wahlprüfungs- Kommission gefaßt. Betreffs der Wahl des Herrn Loze für Pirna hat die dann häufig gleich mit Namen aufwarten. Geschieht dies nicht, so Staatsbürger Zeitung", die, während das Gesetz Kommiffion die ungültigkeitserklärung beantragt, und kann der Priester mehr Detailfragen stellen. Hat er nun den Namen schon in vielen Händen war, kündete: zwar mit Rücksicht darauf, daß am 12. Juni 1898 eine social- eines evident glaubens- oder sittengefährlichen Blattes vernommen, Die Einbringung der Streifvorlage soll, wie der Vorwärts" bemokratische Wählerversammlung in Hohnstein vom so wird er mit Güte dessen Beseitigung verlangen. Weigert zuverlässig erfahren haben will, unmittelbar bevorstehen. Wir Amtshauptmann in Birna verboten worden ist. Der gegnerische fich aber der Pönitent ohne wichtigen Entschuldigungsgrund, fo haben Grund, die Richtigkeit dieser Mitteilung zu bezweifeln." Kandidat hatte einige Tage vorher daselbst ohne Versammlungsverbot muß mit Absolutionsentziehung gedroht und diese Zur Sache selbst. Die Berliner Abendblätter bringen zu den Wählern sprechen dürfen. Der Sommiffion lag zugleich der Drohung schließlich auch durchgeführt werden. Hiervon meist nur den Wortlaut des Entwurfs. Beschluß der Kreishauptmannschaft Dresden vor, worin dieselbe nach find auch nicht auszunehmen die Honoratioren auf dem Kreuz- Zeitung"," Berliner Neueste Nachrichten"," Berliner her das Verbot auf erhobene Beschwerde als ungefeßlich bezeichnet. Lande und int fleineren Städten, die notorische Leser find. Aber sie schweigen hiervon im Bolitische Nachrichten" stimmen der Vorlage durchweg zu. Das Verbot war ergangen, weil der Zweck der Versammlung in der schlechter Blätter Geringe Bedenken erhebt die Deutsche Tageszeitung". Anzeige nicht angegeben sei. In der der Anzeige beigegebenen Bußgerichte..." Der Rufer" konstatiert dann noch, daß in den Tagesordnung aber war als Verhandlungs- Gegenstand Die Frauen( Familienmüttern) in der Regel ein Kern von Frömmigkeit Die Berl. Ztg.", die das Gesch verwirft, kommt zu dem deutsche Reformpartei, der Wahltag und die Socialdemokratie" stecke und ihrem Bitten und Drängen sich der Mann schwerlich lange absonderlichen Schlusse, daß die Vorlage thatsächlich gleiche angegeben. widersetze, weshalb dieser Vorteil gebiete, die Familienmitter Bedingungen für Arbeiter und Unternehmer biete. Das Blatt Loge hatte bei der Wahl am 16. Juni 11 118, unser an ihre Pflicht zu mahnen, feine schlechte Zeitungen weiß nicht, daß nichts hinfälliger ist, als gerade diese Gleich Kandidat Fräßdorf hatte 10 007 Stimmen erhalten. Außer- im Hause zu dulden. heit der Bedingungen, die in der Wirklichkeit des Lebens sich dem wurden noch für die freifinnige Volkspartei 652 Stimmen abals Schein und Trug auflöst. gegeben. Die Freisinnige Zeitung" sieht keinen Anlaß zu neuen Auch zur Beanstandung der Wahl des Konser Strafbestimmungen. Die Vorlage werde weiter nichts bativen Pauli in Oberbarnim ist der schriftliche Bericht erreichen, als der Socialdemokratie nenen reichlichen ist erfolgt auf Grund einer Verfügung des LandDie Beanstandung der Wahlprüfungs Kommission erschienen. Agitationsstoff zu geben. rats v. Oppen für Oberbarnim vom 12. Mai 1898. In Die Frankfurter 8tg." sagt, wie telegraphisch gemeldet derfelben wird erklärt, daß die Schnitter, welche sich jetzt in einzelnen wird, am Schlusse eines Artikels über die Vorlage: Ortschaften des Kreises zur Arbeit aufhalten und zum Herbst in ihre Wenn der Reichstag es ehrlich meint mit der Koalitions: Heimat zurückkehren, im Wahlkreise feinen Wohnsiz haben, daher freiheit, daun darf er nicht erwägen und verhandeln, sondern nicht in die Reichstags Wählerlisten aufzunehmen sind. muß den ganzen Entwurf sofort ablehnen. Denn nicht eine Sei dies schon geschehen, so seien fie unter Angabe des Grundes Verschlechterung, eine Verbesserung des Koalitionsrechtes wieder zu streichen. In dem Wahlproteft wird angegeben, daß brauchen wir." auf diese Weise nicht bloß die Schnitter, sondern auch die anderen Es ist charakteristisch, wie die frommen Herren die kirchlichen Einrichtungen zu politischen Zweden mißbrauchen, denn darauf kommt die Sache hinaus, daß an Stelle aller anderen Zeitungen Centrumsblätter abonniert werden. Zum Fall Küchler. Dent Offenbacher Abendblatt" geht aus Darmstadt die folgende Meldung zu: Die Landgerichtsräte, welche bisher unter dem Vorsize des Landgerichts- Direktors Küchler antierten, haben gestern morgent die Erklärung abgegeben, daß sie unter seinem Vorsit nicht mehr Recht( prechen wollten. Infolge dieser Haltung hat Küchler die Geschäfte des Direktors niederlegen müssen. machen werde. In der Hessischen Kammer hat der socialdemokratische Arbeiter, insbesondere die Ziegeleiarbeiter, welche während Abg. Ulrich bereits angekündigt, daß er den Fall Kichler, sobald Die Freif. 8tg." teilt noch mit, daß zur weiteren des Sommers sich Arbeits halber im Kreise Oberbarnim auf- er es für opportum halte, zum Gegenstande einer Interpellation Begründung der Vorlage in der nächsten Zeit eine ein- halten und entweder wöchentlich oder nach Beendigung der Arbeit in ihren Heimatsort in Deutschen Neich zurückzukehren Der Landtag von Sachfen- Koburg- Gotha nahm einstimmig gehende Denkschrift erscheinen soll. pflegen, ihres Wahlrechts beraubt worden seien. Die Zahl der einen Antrag auf Einführung zweijähriger Etatsperioden felben wird auf 500 bis 1000 und darüber angegeben. Der an Stelle der bisherigen vierjährigen an, lehnte dagegen mit Ein Amendement zur Zuchthausvorlage. Abg. Pauli aber hat nur 191 Stimmen über die absolute Mehrheit 15 gegen 13 Stimmen einen Antrag ab, den foburgischen BundesInmitten der Ungeheuerlichkeiten der Zuchthausvorlage erhalten. Bekanntlich hat der Reichstag wiederholt und noch furz rats- Bevollmächtigten dahin zu instruieren, daß er gegen jede weitere jeder Paragraph ein Polyp Ungeheuerlichkeiten, die in vor der Wahl in einer veröffentlichten Zusammenstellung der Be Erhöhung der Friedenspräsenz stärke und gegen eine jedem wirklich fonstitutionellen Staatswesen am Ende des schlüffe der Wahlprüfungskommission das Wahlrecht solcher Saison- Verstärkung der Marine stimme. arbeiter im Wahlkreise des Aufenthaltsortes ausdrücklich Des Herrn Professor Sombart Rechtfertigungsversuch in der Jahrhunderts nur eine Regierung wagen würde, die den anerkannt.- Die Kommission beschloß, der Frage näher zu treten, Franff. 3tg.", dem wir bereits entgegengetreten find, wird auch in seltsamen Geschmack hat, just auf unrühmliche Weise zu ob zur Zeit der Aufstellung der Wählerlisten und bis der Münch. Post" zurückgewiesen. Die Münch. Post" weist nach, gehen, inmitten der Wüstenei unfruchtbarer Rückständig zum 25. Mai 1898, dem letzten Tage der Auslegung daß auch zwischen ihren früheren Auslassungen über die Gründe feiten, in denen der Stummsche Geist ausschweifende Feste feiert, der Listen, so viel wahlberechtigte, nicht in die Wählerfiften unserer Nichtbeteiligung und dem Bebelschen Brief an Sombart findet sich doch eine erquickliche Oase, die dem modernen durch den aufaenommene Schnitter, Riegler Saifonteinerlei Widerspruch vorhanden sei. Die" Münch. Post" habe sofort, und $ Die Braunschweiger Brandkatastrophe fam im braunschweigischen Landtag zur Sprache. Die Regierung wurde über den Brand des Warenhauses Karstadt, dem sechs Menschenleben zum Opfer fielen, interpelliert und durch einen Antrag Rühland ersucht, die Bauordnung zu ändern resp. zu ergänzen und so die sich in Warenhäusern aufhaltenden Personen zu schützen. Der Vertreter des Ministeriums Geh. Nat Hartwieg stellte umfangreiche Aenderungen der Bauordnung sowie die Rontrolle solcher großen Etablissements in Aussicht und führte dabei unter anderem aus: sought stylos ad Spanien. 11 Kommunales. Stadtverordneten: Versammlung. inte 〃 18. Sigung vom Donnerstag, ben 1. Juni 1899, nachmittags 5 Uhr. Die spanischen Gefangenen auf den Philippinen. Aus Der Ausschuß für die Vorlage wegen Errichtung eines hygienischen Madrid wird der Jut korr." geschrieben: Da die Friedens- Laboratoriums von Stadt wegen ist gewählt. Mitglieder des Ausverhandlungen zwischen den Nordamerikanern und Aguinaldo wieder schuffes sind auch die Stadtvv. Brun 3 und Singer; Vorsitzender abgebrochen wurden, hat sich die spanische Regierung von neuem mit ist Dr. Langerhans. Der Ausschuß für den Antrag Kyllmann der französischen Regierung in Verbindung gefeßt, um die Ver- wegen Räumung und Abbruch des Köllnischen Rathauses usw. mittelung der letzteren behufs Befreiung der spanischen Gefangenen ist um fünf Mitglieder, darunter Stadty. Vogtherr, verstärkt zu erlangen. Man glaubt in Madrid, es werde Frankreich gelingen, worden. eine gemeinsame Bermittelung der Großmächte in der Angelegenheit zu stande zu bringen. schreibt: Rußland. Sem Oranje- Freistaat und der Schivesterrepublik zu erneuern und zu zu bewillkommnen und dadurch die gegenseitigen Beziehungen zwischen materielle Verhandlung eingetreten wird. bekräftigen. hoffen wir inbrünstig, daß die Stonferenz zu einem besseren Einvernehmen zwischen den verschiedenen Elementen der Südafrikanischen Bevölkerung führen wird. ebenso wie Bebel, auf das Bebenten gegen ein Zusammenwirken odd@ still patrono Polizeiliches, Gerichtliches univ. mit einer socialpolitisch so gemischten und so wenig Aussicht auf Der Ministerpräfident Silvela hielt gestern in einer Wegen Abdrucks eines ,, Proletarierliedes" aus dem Jahre irgend welche praktische Ergebnisse bildenden Gesellschaft" hin- Versammlung der Mitglieder der Majorität der Deputiertentammer 1848 in der Mainummer der Frankfurter Wolfsstimme" soll sich der gewiefen. Die Münch. Post" führt dann weiter, in völliger Ueber- und des Senate, in welcher er den Vorsitz führte, eine Rede, in verantwortliche Nedacteur des Blattes, Genosse Quard, einer Auf einstimmung mit uns, aus: welcher er darauf hinwies, daß das ganze politische Verhalten ge- reigung" aus§ 130 St.-G.-B. schuldig gemacht haben. Der Straf " Daß dieses Bedenken bei den Beratungen der Fraktion von ändert werden und daß man auf Sonderrechte verzichten müsse. antrag geht von der Regierung in Wiesbaden aus. Anfang an eine erhebliche Rolle spielte und spielen mußte, Die Niederlage Spaniens sei einzig und allein den barüber ist tein Zweifel möglich. Für die grundsäglichen Regierenden zuzuschreiben; er habe sich bemüht, ein Gegner einer Beteiligung an der Arbeiterschutz Konferenz war Programm großer radikaler Reformen durchzuführen. es ausschlaggebend. Anders aber stand die Sache bei den wenn dies mißlinge, werde das Land in die Dittatur Fraktionsmitgliedern, die sich zwar diesem Bedenken durchaus geraten. Campos erklärte, er stimme den Ausführungen Silvelas zu. nicht verschlossen, aber unter Umständen, d. h. wenn durch die Die Versammlung bestimmte Pidal zum Präsidenten der Art der Einladung sowie die Zahl und Auswahl unserer Teil Deputiertentammer.nehmer die Würde und die Interessen der Arbeiterbewegung gewahrt wurden, gleichwohl zur Teilnahme bereit waren. Wenn die Gesichtspunkte dieses Teiles der Fraktion nicht durchzubringen vermochten, ja, wenn deren Vertreter schließlich ausnahmslos die Sache als unheilbar verfahren und völlig aussichtslos erfennen mußten, so trägt daran nichts als die Art des Vorgehens der Herren von der Arbeiterschutz Konferenz die Schuld. Zuerst lädt man sechs Socialdemokraten einzeln ein, wobei alle bekannteren Parteiführer ausgeschlossen werden. Als dieser Versuch einer funstvollen Aus Es liegen zwei dringliche Anträge vor von den Stadtvv. pino lese nicht gelingt und felbst in bürgerlich socialpolitischen Streisen Goldschmidt u. Gen. und Singer u. Gen., beide die Sammunliebsames Aufsehen macht, erklärt man, den etwa begangenen lungen in Berliner Gemeindeschulen zur Bes " Formfehler" wieder gut machen und der Socialdemokratie in seitigung der Kirchennot in Ostafrita betreffend. jeder Weise entgegenkommen zu wollen. Und das Ergebnis? Ueber die Vorfälle in Riga geht uns noch von anderer Seite Gegen die Bringlichkeit erhebt Stadtv. Schwalbe Widerspruch; Als greifbarer Kern der schönen Worte stellt sich schließlich heraus, ein Bericht zu, der unsere zuerst veröffentlichte Darstellung über die die Anträge fönnen also heute nicht verhandelt werden. Die für die Bebauung des ehemals Borfigschen Terrains daß anstatt einer Bergrößerung der Zahl der uns zuzugestehenden Ursachen der Krawalle vollauf bestätigt. Unser Gewährsmann Teilnehmer sogar noch eine Verminderung auf fünf eintreten soll in Moabit zwischen Alt- Moabit, Kirchstraße und Helgoländer und daß auch diese nicht von uns selbst bestimmt werden sollen, Direktion unvermittelt ein Lohnabzug von 35 Ropelen( 75 Pfennigen) naderstraße) hat der niedergesetzte Ausschuß genehmigt. Auch Am 5. Mai wurde den Arbeitern der Jutefabrik von der Ufer vorgeschlagenen neuen Fluchtlinien( verlängerte Wils sondern daß sich Herr v. Berlepsch und die übrigen Herren des Teitenden Komitees die entscheidende Beschlußfaffung über deren An- pro Tag angekündigt, was für die Männer eine Verringerung die Versammlung stimmt zu. des Verdienstes um ein Drittel, für die Frauen um die Hälfte benahme oder Nichtannahme vorbehalten. Die Frage der Anstellung städtischer Schulärzte ist Die Herren, die derart deutete! Als die Arbeiterinnen, über die unerhörten Anforderungen seit längerer Zeit auf einen toten Strang, gerathen. Nachdem der mit uns verfahren zu fönnen glaubten, müssen fürwahr eine sonder erbittert, sich an den Fabrikinspektor mit einer Beschwerde wenden Magistrat am 22. November v. J. den Vorschlag, mit der kontraktbare Vorstellung von der Socialdemokratie haben." wollten, wurden fie unterwegs in einen Garten mit hoher Um lichen Annahme von Schulärzten für 20-25 Gemeindeschulen vom zäunung gelodt und hier durch die telephonisch beorderte Polizei 1. April 1899 ab einen Versuch zu machen, der Versammlung unterfestgehalten. Mittlerweile war in den meisten Fabriken Arbeitsschluß breitet hatte, war die bezügliche Vorlage in einem Auseingetreten und die Arbeiter, welche an dem Garten vorbei mußten, ichuß vorberaten worden. Dieser hatte mit acht gegen hörten die eingeschloffenen Frauent weinen und um Hilfe rufen. sechs Stimmen der versuchsweisen kontrattlichen Annahme von Diese wurde denn ihnen auch von Männern gewährt, die die Umzäunung 20 Schulärzten zugestimmt, gleichzeitig aber auch auch zu be= zerstörten und hierbei auf die mit Starabinern bewaffnete Polizei stießen. schließen empfohlen:" Die Versammlung sieht jedoch der baldigen Kaum daß die Arbeiter, aufgefordert zurückzutreten, dem Zuruf Vorlage einer Dienstinstruktion für die Schulärzte zur der Polzei folgen konnten, gab diese eine Salve ab und tötete auf Stenntnisnahme entgegen." Am 28. Februar cr., wo der Ausschußder Stelle 71 oder 8 und verwundete gegen 20. dieser beispiellosen Provokation wären auch die gröbsten Aus- Sachs und im Sinne der Ausschußminderheit, welche der ganzen Nach bericht zur Verhandlung stand, wurde indessen auf Antrag Louis schreitungen der bis zur finnlosen Erbitterunggereizten Einrichtung mißgünstig gegenübersteht und den Magistratsvorschlag Arbeiter erklärlich gewesen. Trotzdem machte sie sich zunächst mir als eine Stonivenz gegen eine unberechtigte Zeitströmung" anWas bei diefem Brande den Tod der Menschen herbeigeführt nur durch Drohrufe und Ruhestörungen verhältnismäßig harm- fieht, ohne ein Eingehen auf die Sache selbst beschlossen, den hat, ist das rapide Emporlaufen des Feuers nach oben; der ent- loser Natur Luft. Die Bevölkerung wurde aber auch weiter durch Magistrat zunächst um die Vorlage dieser Dienstinstruktion zu erstandene Qualm und Dampf verursachten den Erstickungstod. In Polizei und Kosaken systematisch gereizt und erst in den folgenden fuchen und bis zum Eingang derselben die Beratung zu vertagen. diesem Gebäude finden Sie eigentlich nur einen großen Saal, Tagen tam es zu Brandstiftungen, denen mehrere der hier wie in Der Magistrat läßt jest, nach fast drei Monaten, der Versamm Treppen und Aufgänge find bedeckt mit leicht feuerfangenden und jeder Seestadt in Ueberzahl vorhandenen öffentlichen Häufer zum lung eröffnen, daß er den letzteren Beschluß als zweckmäßigen Weg feitergefährlichen Gegenständen. Ich glaube, wir werden es nicht Opfer fielen. Unter den zahlreich Verhafteten sind übrigens nur zur Förderung der Erledigung der Angelegenheit nicht ansehen kann, wieber gestatten, daß durch drei oder vier Etagen wenige Fabrikarbeiter. da eine Dienstinstruktion für ein probeweise einzuführendes Amt fich hindurch solch offene Schlote angelegt werden, mehr Afrika. erst an die Erfahrung anschließen könne und nicht vorweg festgelegt als durch zwei Etagen darf es nicht geschehen, dann Von der Konferenz in Südafrika. Bloemfontein, werden dürfe. Er wiederholt daher seine Vorlage vom vorigen muß ein vollständiger Abschluß stattfinden. Dann 81. Mai. Generalgouverneur Milner traf um 5 Uhr nachmittags Jahre und ersucht nunmehr um Beschlußfaffung darüber. Der müssen die Treppen bollständig freigehalten werden, denn wenn fie mit Stoffen nnd Dekorationen hier ein. Er wurde ebenso feierlich empfangen wie Präsident Krüger. Entwurf einer Zusammenstellung der Aufgaben und der Stellung gefüllt sind, dann sind sie eine Feuerleiter, wie man sie sich nicht Präsident Steijn begrüßte die Erschienenen; die Nationalhymne wurde der Schulärzte an den Gemeindeschulen ist ebenfalls wieder beigefügt. schlimmer denken kann. Ferner ist mit Recht darauf hingewiesen gefungen und Salute wurden gegeben. Der Stadtrat von Blömfontain überreichte Krüger wie Milner Stadtv. Schwalbe: Der Berichterstatter des Ausschusses hält worden, daß in Räumen, wo eine größere Anzahl Menschen be- Adressen. In der an den Präsidenten Krüger gerichteten Adresse für angezeigt, die Burüdverweisung an den Ausschuß sofort zu bes schäftigt ist, nach außen hin Notthüren, Leitern 2c. angelegt werden müßten. Dann wird es nötig sein, daß alle größeren Geschäfte einen heißt es:" Während es stets ein Vergnügen ist. Sie und Ihre Räte schließen, ohne daß er sein Referat erstattet und ohne daß in die eigenen Feuermelder haben; wenn wie hier das Feuer erst Stadtv. Vogtherr: Ein Teil der jetzt hervorgetretenen nach fünf Minuten gemeldet wird, damit war die Sache verloren. Schwierigkeiten rührt gerade daher, daß am 23. Februar keine Ferner müßte eine AI armvorrichtung in diesen Häusern vorBerichterstattung und Diskussion stattgefunden hat. Wäre das gehanden sein. An die Mädchen bei Karstadt hat niemand gedacht, schehen, so hätte uns der Magistrat diesen Grund für die Unterfte feierten und fangen vielleicht ein Lied, und dabei haben sie den lassung der Vorlegung einer Dienstinstruktion nicht anführen können. Lärm und Spektakel nicht gehört, es hat sie niemand gerufen. Es Wenn wir heute wiederum ohne Referat und Debatte die Sache müßte eine Alarmvorrichtung vorhanden sein, die durch alle Etagen an den Ausschuß zurückverweisen, dann sind der Ausschuß fungierte und schnell fundgäbe: Nette sich, wer fann! Solche und der Magistrat so flug wie zuvor. Aus den Ausschußprotokollen Vorschriften müssen erzwungen werden, und die Als dringliche Vorlagen, die vor einer eventuellen Vertagung ist thatsächlich nicht zu entnehmen, in wie weit der Ausschuß die Geschäftsinhaber müssen ihr Personal mit allen solchen Einrichtungen des Abgeordnetenhauses jedenfalls noch erledigt werden müssen, be- dem Schularzt zu übertragenden Obliegenheiten gebilligt hat oder und Maßnahmen bekannt machen. In diesem Falle lagen die zeichnet die„ Berliner Börsen- Zeitung" die Kanalvorlage, das nicht; auch die Versammlung hat sich darüber noch nicht äußern Mädchen nur drei Meter von der Notthür, sie scheinen eine genaue Gemeindewahlgesez, das Gemeindebeamtengeset, fönnen. Kenntniß nicht davon gehabt zu haben, vielleicht hätte dies auch den Entwurf betreffend die Versetzung von richterlichen Die Versammlung beschließt gemäß dem Vorschlage des Stadtnicht viel geholfen, weil sie der starke Qualm zurückgeschreckt haben Beamten in den Ruhestand, und den Nachtragsetat. Auch die verordneten Schwalbe mil würde. Das sind wohl einige Hauptpunkte, die für statutarische dem Landtage noch zugehende Sekundärbahn- Vorlage Der von 28. September bis 4. Oktober 1899 hier stattfindende Regelung in Betracht kommen. wird wohl erledigt werden müssen. Dringlich ist ferner die Er- VII. internationale Geographen Kongreß soll von ledigung der Ausführungsgefeße zum Bürgerlichen Gesez den städtischen Behörden begrüßt und bewirtet werden; über die buch und zu den anderen Reichsgesetzen, die mit diesem gleichzeitig Modalitäten soll eine gemischte Deputation beraten. Für die Herin Kraft gesetzt werden sollen. stellung eines Führers durch Berlin" als Festschrift der Stadtgemeinde sollen der Geschäftsführung des Kongresses 5000 m. be= das ist nach wie vor die Signatur an der Donau. Täglich finden Verhandlungen statt zwischen Thun und willigt werden. Stadtv. Singer: Bei der hohen Bedeutung der Wissenschaft dem Kaiser, diesem und Szell, dann wieder zwischen den beiden Ueber die internationale Konferenz in Brüffel sind aller- der Erdkunde wird gewiß niemand in diesem Saale gegen den AnMinistern, ohne daß man weiter kommt. Der Kaiser möchte die hand irrige Nachrichten in die Presse gelangt, was nicht zu vertrag sein, dem Kongreß einen Willkomm zu bereiten. Auch wir Gegensäge überbrücken, man möchte die Demission vermeiden. Aber wundern, da die Besprechungen strift vertraulicher Natur waren und stimmen diesem Teil der Magistratsantrages gern zu, denn es ist es wird sehr schwer sein, um den Ministerwechsel herum zu kommen, nur von einzelnen Teilnehmern, die zugleich Journalisten sind, der Stadt Berlin würdig und ihre Ehrenpflicht, einem solchen Senn die stolzen Magyaren lassen sich auf keinen Kompromiß ein.- einiges über die Verhandlungen der Deffentlichkeit übergeben Stongre einen freundlichen Empfang zu bereiten und worden ist. auch ihn in unserem Festsaal zu bewirten. Anders steht es Die Chinapolitik kam noch einmal in der italienischen amarchisten eine Disfuffion verursacht habe. Diese Frage ist lich, daß die Stadt als solche, in deren Mauern die Kongreſſe tagen, Ganz falsch ist es, daß die Frage der Zulassung von mit dem Autrage wegen des Führers". Es ist ganz außergewöhn Deputiertentammer zur Sprache. Der Minister des Aeußern, Visconti Venosta, erklärte, es sei fir Italien mat die Socialisten aller Fraktionen, auch der französischen, sich in die Geschäfte des Komitees einmischt; aber abgesehen davon angemessen, eine Politik der Ausdehnung und territorialer Befig- erledigt. In diesen Bunkt herrschte von vornherein ab entspricht auch die Behauptung des Komitees, daß es an Mitteln folute ergreifungen zu treiben. Es sei im Gegenteil besser, die italienische Einmütigteit. Die Meinungsdifferenz betraf fehle, nicht ganz der Wirklichkeit. Ich habe als Referent der bloß, Politik im Sinne der Erreichung solcher Erleichterungen und Bewie in dem Bericht des Borwärts" dargelegt ist. Budgetkommission des Reichstages diesem den Antrag zu empfehlen die. bont der Regierung vorgeschlagene Unterdingungen zu leiten, welche dem italienischen Handel und der wirt die Frage, ob der Wortlaut der in London gefaßten Resolution der gehabt, schaftlichen Ausbreitung Italiens nügen können, wenn diese Aus- Einladung zu Grunde zu legen, oder ob die von dem Pariser Ver- tügung von 40.000 M. für den Kongreß zu bewilligen, und der breitung sich auf die großen Märkte Chinas erstrecken ständigungs- Ausschuß gewählte Formulierung an die Stelle zu setzen Reichstag hat einstimmig danach beschlossen. Das Reich zahlt also iverde, was die Regierung wünsche und zu fördern suche. Er sei. Und diese Differenz ist nur dadurch entstanden, daß die eine 40 000. zu den Kosten, und mit dieser Summe, mit den den werde die diplomatische Aktion Italiens dahin leiten, daß man in der beiden französischen Sektionen, in welche die Delegierten Frant- geographischen Gesellschaften usw. zur Verfügung stehenden Mitteln, ehrenhafter Weise zu einem Ergebnis gelange, für welches die Ne- reichs auf dem Londoner Kongreß gespalten waren, seinerzeit nicht für mit den Mitgliedsbeiträgen der Teilnehmer wird es einer Subvention gierung und das Land in der Zukunft weder militärische Berständigungs- Ausschusses es deshalb für zweckmäßig gehalten gründung keine übermäßige Sympathie einflößen. Der Magistrat knüpft die Londoner Resolution gestimmt hatte und daß die Mitglieder des der Stadt Berlin nicht bedürfen. Zudem kann die ganze Art der Benoch finanzielle Berantwortlichkeiten zu tragen haben. Die Kammer werde in dem Augenblide, wo sie zur Abgabe hatten, gerade im Interesse der Verständigung und Einigung, eine die Singabe der 5000 M. an die Bedingung, daß 300 Exemplare des ihres Urteils berufen werde, sich einer Lage der Dinge gegenüber andere Formel, die jedoch im wesentlichen genau dasselbe bezweckt, Führers für die städtischen Behörden geliefert werden; das ist mir persönlich außerordentlich unsympatisch. Wir sollten nicht dazu übergehen, befinden, welche die Freiheit ihrer Entschließungen unbeeinträchtigt zu wählen. Infie. Die Kammer begnügte sich schließlich auf Wunsch der ReDa die Anarchisten auch aus dem französischen Verdurch die Bewilligung öffentlicher Mittel eine sei es noch so fleine gierung damit, eine Tagesordnung mit 288 gegen 139 Stimmen ständigungs- Ausschuß prinzipiell ausgeschlossen Subvention au gestatten, wir würden nachher den Kon gierung damit, eine Tagesordning mit 288 gegen 139 Stimmen inb, jo entbehrte dieser Differenzpunkt jeder prinzipiellen Be- fequenzen nicht ausweichen können. anzunehmen, laut welcher die Erklärungen der Regierung zur deutung. Es handelte sich nur darum, ob es für die Entwickelung bingung nicht Wie mir diese Beso recht in den Kopf will, so scheint es mir Kenntnis genommen werden. der internationalen Socialdemokratie von größerem Nußen fei, die auch nicht richtig, daß der Magistrat sich die Zustimmung Frankreich. Internationalen Arbeiterfongresse allen auf dem Boden des Klassen zu dem Inhalte des Führers vorbehält. Die städtischen Behörden Die Fanfaren and Déroulèdes Trompete" scheinen in tampfes stehenden Gewerkschafts- und sonstigen Arbeiter- Organisationen fönnten da leicht aus der Rolle des Wirtes in die des Censors verParis immer noch ihr Publikum zu finden. Anläßlich der Frei- offen zu halten, oder nur solche, die ausgesprochen socialistische sind, fallen. Was für ein„ Führer" soll es denn sein? Ueber die Möglichsprechung Déroulèdes und Haberts fand am Mittwochabend eine zuzulassen. Indem die Mehrheit sich für ersteres entschied, folgte sie feit der Besichtigung der Denkmäler, Kirchen, Theater, Etablissements große nationalistische Versammlung statt, in welcher Déroulède nur der Tradition der alten Internationalen". geben die vorhandenen Führer durchaus genügende Auskunft. Soll fich in heftiger Weise gegen den Parlamentarismus und die Juden aussprach. Déroulède betonte, Internationale Solidarität. Für die ausständigen Brünner der Führer aber ein ernſtes wissenschaftliches Wert sein, besigt denn er wolle der Magistrat die kompetenten Kräfte für die Beurteilung seines nur eine Republik auf Grundlage des plebis. Textilarbeiter hat das Agitationsfomitee des 12. und 13. sächsischen wissenschaftlichen Werts? Dieser erste Versuch einer Neuerung scheint aits. Es wurden noch mehrere andere Reden in gleichem hat das Agitationskomitee im Princip beschlossen, auch den dänischen mir zu den glücklichen nicht zu zählen. Reichstags- Wahlkreises 500 m. zur Unterstügung abgesandt. Auch Sinne gehalten, namentlich von François Coppée, Habert und Arbeitsbrüdern Unterstützung zu gewähren, sobald eine solche not- im Gegenteil geradezu Sitte, internationalen Kongressen solche Stadtv. Na lisch: Es ist nichts Außergewöhnliches, fondern Quesnay de Beaurepaire. Regterer erklärte Déroulède, er mache sich zu seinem Soldaten und werde nach den Tönen wendig werden sollte. feiner Trompete marschieren. Allen Reden folgte das Hamburger Echo" eine Sammlung. Für die ausgesperrten dänischen Arbeiter eröffnet auch bereits Führer anzubieten. Stadtv. Hugo Sachs: Jch fann mich nicht für die schlanke stürmischer Beifall. Bewilligung der 5000 M. entschließen. Herr Kalisch hat wohl nicht Der General Hervé, der in der Verhandlung gegen Totenliste der Partei. In Midten bei Dresden starb ein ganz recht mit seiner ersten Behauptung; da werden die vielDéroulède zuerst das schöne Wort von der unermeßlich wertvollen braver Parteigenosse, der Former H. Ungrade. Er stand stets in feitigen Erfahrungen des Kollegen Singer mit seiner Beteiligung Déroulédeschen Trompete" geprägt hatte, und über den ein den vordersten Seihen, wenn es galt, die Sache des arbeitenden an internationalen Kongressen wohl maßgebender sein.( Heiterkeit). Disciplinarverfahren verhängt wurde, hat dem Kriegsminister Voltes zu verfechten. In den letzten Jahren vertrat Ungrade die Ich kann nur dem Antrage Singer beitreten. Krantz ein feine Aussagen erklärendes Schriftftüd zugestellt. Er umansässige Einwohnerschaft Midtens im Gemeinderat. Schon den Stadtv. Kalisch stellt den Erfahrungen, mit denen sich Herr stellt darin feine Auslassungen vor dem Schwurgericht richtig und Todeskeim in sich fühlend, kam er noch jederzeit seinen Pflichten in Singer rühme, seine eigenen Erfahrungen auf einer Reihe intererklärt, daß er keineswegs die Absicht gehabt habe, eine politische anerkennenswerter Weise nach. Er hinterläßt Frau und sechs uner- nationaler Kongresse gegenüber. Auch Stadtv. Friedr. Goldschmidt tritt für die Ges Anspielung zu machen. Kriegsminister Krang hält damit den zogene Kinder. Die Parteigenossen werden ihn in treuem Andenken Zwischenfall für erledigt. nehmigung ein. Fortwursteln Ausland. Deftreich- Ungarn. Italien. bebalten. Parlamentarisches. Partei- Machrichten. Stabto. Singer: Nicht ich habe mich mit meinen Erfahrungen Unterhandlungen versucht worden, doch erfolgte schroffe Ab- ein, der als Präsident des Corps législatif in den letzten Jahren auf internationalen Kongressen gerühmt; ich habe auch durchaus keine weisung der Arbeiter. Demzufolge find von 107 Be: des zweiten Kaiserreiches der einflußreiche Ratgeber Napoleons III. Absicht, mit Herrn Kalisch in Bezug auf den Kongreßbummel in schäftigten 106 Mann in den Ausstand getreten, welche war. Er galt nach und neben Rouher als der zweite Vice- Raiser". Konkurrenz zu treten.( Heiterkeit.) Die Debatten bekommen eine fast alle organisiert find. Torgelow war bisher stets als ein nach wenigen Tagen kehrten die Arbeiter in die alte Sklaverei zurüd, unangenehme Beimischung, wenn man immer den Versuch macht, Lohnbrüderei- Ort bekannt, besonders für Berlin, und wurauf im Laufe einiger Monate etwa 600„ Rädelsführer" gemaßregelt absolut neutrale Dinge auf ein Gebiet hinüberzuspielen, wo dürfte daher dieser erste Angriffsstreit die Berliner Metall- werden, darunter Dumay, später socialistischer Deputierter von Paris ich der legte bin, der nicht bereit wäre, darauf einzugehen, wenn ich arbeiter sehr interessieren. Der Streit ist anerkannt und Unter- und gegenwärtig Verwalter der Pariser Arbeitsbörſe. nicht die Zeit der Versammlung schonen wollte. Es liegt thatsächlich stützung zugesichert von drei Organisationen: dem Deutschen Der Aderlaß von 1870 hat dem Eisenkönig eine ruhige Herr kein Anlaß vor, hier eine ganz ausnahmsweise Behandlung Metallarbeiter Verbande, dem Gewerkverein der schaft von 30 Jahren gebracht. Jezt wird nun zum erstenmal feit anserer internationalen Gäste eintreten zu lassen. Für die Orientierung Schlosser und Maschinenbauer( Hirsch- Dunder) und dem 1870 die Ruhe des tapitalistischen Bagnos wieder gestört. Die feiner Gäste zu sorgen ist Sache des Komitees, in dessen Centralverein der Former. Die paar Mann, welche Arbeiter schütteln an den Sklavenketten; sie nehmen für sich die interne Angelegenheiten die Stadt sich nicht einzumischen hat. Ich teinen Anspruch auf Unterstützung haben, werden von den Kollegen Ausübung des Koalitionsrechts in Ausspruch. warne nochmals vor dem ersten Schritt. Das allerbedenklichste ist der Firmen unterstützt, welche vom Streit nicht betroffen sind. Bei Es handelt sich vor allem um die Forderung einer Lohnerhöhung die dem Führer gegebene Charakteristik. Auch über die geographischen der Firma Bezel u. Co. dauert der Streit unverändert fort, daher von 50 Cent.( 40 Bf.) pro Tag. Seit ein paar Wochen waren beBesonderheiten Berlins, über die städtischen Institute, über die ist 8 uzug streng fernzuhalten. zügliche Unterhandlungen im gange. Schon am 22. Mai wäre es wissenschaftlichen Veranstaltungen orientiert jeder gedruckte Führer, Nachschrift. Heute, Donnerstag früh, hat die Firma beinahe zum Streit gekommen, wenn der Unterpräfekt nicht friedliche und das Komitee wird sich gewiß diesem Teil seiner Aufgabe nicht P. L. Sauer u. Co. ihren Betrieb gänzlich eingestellt, Beilegung des Konflikts versprochen hätte. Aber aus dem Verentziehen. damit also noch 40 Mann( Dreher, Schlosser 2c.) ausgesperrt. Die sprechen ist nichts geworden. Der Augenblick für den Streit ist Bürgermeister Kirschner: Den Teilnehmern soll ein würdiger Leute gehören zum größten Theil dem Gewerkverein( Hirsch- Dunder) an sich sehr günstig gewählt. Die Metallwerte von Creusot Führer, wie er auf dem Londoner Kongreß dargeboten wurde, aus- an. Gestern abend fand eine Sigung der Fabrikanten sind mit Bestellungen für die Pariser Weltausstellung, die Pariser gehändigt werden, und das geschäftsführende Stomitee bittet uns, statt, deren Resultat heute vormittag den Arbeitern, unterirdische Eisenbahn usw. überhäuft. Daß es aber den Arbeitern weil seine Mittel nicht ausreichen, dazu 5000 M. zu bewilligen; den und zu mittag der Leitung der Organisation bekannt wurde: an jeder Organisation und eigenen Streitgeldern fehlt, versteht sich Inhalt will die Geschäftsleitung selbst liefern. Gerade aus diesem Die Fabrikanten von Torgelow haben sich mit ihren Herren von selbst. Dazu kommt die Abhängigkeit der Arbeiter vom König Grunde wollen wir wenigstens von dem Inhalt, für den wir doch Kollegen solidarisch" erklärt, d. h. alle Fabrikanten, mit Schneider als Konsumenten und Mieter. mitverantwortlich find, vorher Kenntnis erhalten. Die Begrüßung Ausnahme des Herrn Dr. Vollgold, haben heute denjenigen ihrer Die Nachricht vom Streit hat in den Pariser socialistischen und ist im Magistrat erst später in Vorschlag gekommen, nachdem Arbeiter gekündigt, welche einer der drei Organisationen angehören. gewerkschaftlichen Kreisen, trok des Revisionsprozesses, das größte darauf hingewiesen war, daß Hamburg einen solchen Kongreß drei Es wird also in 14 Tagen zur Aussperrung von mehr als 400 Ar- Aufsehen erregt. Bedeutsamerweise haben die Streitenden Tage lang gefeiert hatte. Eine präjudicielle Bedeutung wohnt der beitern kommen, die allesamt zu den alten Bedingungen weiter selber telegraphisch die Ankunft von socialisti Sache nicht bei. Es könnte ja der Deputation auch diese Führer- arbeiten wollen, denen es gar nicht eingefallen ist, ichen Abgeordneten verlangt. Unsere Abgeordneten frage mit überwiesen werden. Forderungen zu stellen! Es sind Werbe- Agenten nach Coutant, Dejeante und Lassalle sind, auf Beschluß der sociaOstpreußen und Schlesien unterwegs, welche Former nach Torgelow listischen Kammerfraktion, eiligst dem Rufe gefolgt. Die ges locken sollen; daher ist es notwendig, daß die betreffenden Partei- knechteten und des Kampfes ungewohnten Arbeiter haben den Beistand blätter eingehend Notiz von den hiesigen Vorgängen nehmen. und die Unterweisung der proletarischen Vertreter doppelt nötig. Der Magistratsantrag wird in beiden Teilen angenommen. Zur Riemendreher- Bewegung in Barmen. Die plötzliche Bisher zählt man gegen 8000 Streifende. Der Direktor der Die Erbauung von zwei Fachwerk- Pavillons auf dem Arbeitsniederlegung in einer Fabrik, die von der Organisation miß- Metallwerke hat eine Abordnung der Arbeiter nicht einmal empfangen Grundstücke des Krankenhauses im Friedrichshain billigt wurde, erscheint in einem anderen Lichte, nachdem bekannt wollen unter dem Vorwande, die Vorstellungen wären nicht auf ( Stoſtenbetrag 204 418 M.) wird vom Vorsteher Dr. Langerhans wird, daß die Arbeiter gezwungen werden sollten, Ueberstunden bis hierarchischem" Wege erfolgt!... zur sofortigen Annahme angesichts des großen Notstandes an nachts 12 Uhr zu machen und ihre gütlichen Vorstellungen dagegen Plägen in den städtischen Krankenanstalten lebhaft empfohlen. nichts fruchteten. Uebrigens meldet die Rheinisch- Westfälische Beitung", daß am 30. Mai die Riemendreher in vielen Fabrifen auf vierzehntägige Frist gekündigt haben. Stadtv. Schwalbe betont, daß die Stadt wiederholt solchen Kongressen Festschriften gewidmet habe, und ersucht um Bewilligung ber 5000 m. Auf Anfrage des Stadtv. Wallach erklärt Stadtrat Bail, daß, wenn der Beschluß heute gefaßt wird, die Hoffnung vorhanden ist, daß die beiden Baracken Ende Dezember zur Belegung mit Kranken bereitgestellt werden können. " = Der Streit der Steinsetzer und Berufsgenossen in Altona Der Anregung des Stadtv. Kyllmann, die Bauten einem ist nach einer Dauer von 36 Stunden mit einem vollen Erfolg der Unternehmer in General- Entreprise zu geben mit der Bedingung, aufgenommen. Auch in Köln( Rhein) find die Differenzen erledigt, Arbeiter beendet worden. Ant Montag früh wurde die Arbeit wieder bei hoher Konventionalstrafe die Gebäude bis zum 15. Dezember cr. fertig zu stellen, tritt Stadtv. Singer energisch mit der Warnung indem sämtliche Unternehmer sich bereit erklärt haben, auch bei der entgegen, eine so wichtige Frage hier nicht nebenbei aus dem fürzeren Arbeitszeit den bisherigen Tagelohn zu zahlen. Erzielt Handgelenk zu entscheiden. Es würde ein solches Verfahren eine wurde die Verkürzung der Arbeitszeit um täglich eine Stunde( die fomplette Bankrotterklärung der Berliner Bauverwaltung sein. Man Stunde von 7-8 Uhr abends fällt weg) und Montags früh eine tönne ja freilich verstehen, daß von gewisser Seite darauf hingedrängt werde, die Privatindustrte von Stadt wegen mehr und mehr zu begünstigen. Nachdem Stadtv. Syllmann sich gegen die in dem legten Sage liegende Andeutung verwahrt hat, wird die Vorlage ge= nehmigt. Die Zahl der Nebentlassen für schwachsinnige Kinder hat schon zum 1. April cr. von 32 auf 40 vermehrt werden müssen zum 1. Oktober cr. wird sie auf 50 angewachsen sein. Die Entschädigungssumme( pro Lehrerstelle 300 m.) muß um 5400 M. erhöht werden, womit die Versammlung sich einverstanden erklärt. Die Witwe des verstorbenen Stadtv. Hanke beabsichtigt der Stadt drei Millionen Mark zu einer Stiftung zu schenken, aus deren Zinsen sog. verschämte Arme jährliche Renten von einstweilen 360 M. erhalten sollen. Von der Verwaltung anerkannt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Stunde. Bei der Gewerbegerichtswahl in Radeberg( Sachsen) siegte trotz der fieberhaften gegnerischen Agitation die Liste der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter. In den Braunkohlenrevieren von Zeiz- Weißenfels und Meuselwig ist eine Lohnbewegung im Gange. Die vereinigten Grubenarbeiter haben den Verwaltungen eine Forderung um 10 Proz. ohnerhöhung unterbreitet und Antwort bis 15. Juni erbeten. Nach dieser Frist werden öffentliche Bergarbeiter- Versammlungen über weitere Schritte beraten. Die Regierung der Bourgeoisrepublik hat, wie bei jedem bedeutenden Streit, eine starke Militär- und Gendarmerie Macht aufgeboten. Am 30. Mai ist es zu einem Zusammenstoß zwischen Streifenden und einem militärischen Posten gekommen. Die Soldaten haben in einem Bajonett Angriff vier Arbeiter und ein 12jähriges Kind verwundet. Der Streikausschuß fordert in gedruckten Plakaten die Arbeiter zur Ruhe auf. Der Dreyfus- Prozeß. bereits beſtimmt sein. Es wird inoffiziellen Nachrichten zufolge in Das neue Kriegsgericht im Prozeß Dreyfus foll legenen Havre landen, sondern in St. Nazaire an der Westküste. Evreux stattfinden. Dreyfus soll nicht in dem Evreux zunächst ges Die Ankunft des Exhauptmanns ist für den 24. d. M. in Aussicht genommen und unmittelbar danach soll der Zusammentritt des Kriegsgerichts erfolgen. Die Verhandlungen des Rasfationshofes wurden am Donnerstag fortgefeßt. Der Verteidiger des Dreyfus, Mornard, erklärt, sein Plaidoyer werde etwa fünf Stunden bauern; er werde es heute beendigen. Die Sigung wird um 12 Uhr eröffnet. Mornard drückt zum Beginn seiner Ausführungen die Die organisierten Arbeiter in Frankfurt a. M. werden sich Hoffnung aus, endlich die Unschuld Dreyfus verkündigt und die Geister auf Grund des Beschlusses einer öffentlichen Versammlung von beruhigt zu sehen. Er stellt in seinem Plaidoyer fest, daß alles bei Gewerkschaftsvertretern, die am Dienstag tagte, am dortigen stad ti- Dreyfus, der ein hervorragender, unterrichteter und reicher Offizier war, schen Arbeitsnachweise nicht beteiligen. für seine Unschuld zeuge. Er erinnert an die Widersprüche der Ansland. Die Maffenaussperrung in Dänemark. zur Mornard er soll die Stadtverordneten- Versammlung ausgeschlossen sein, daß der Bergarbeiterstreit auf den de Wendelſchen Gruben in Altenstück, wie Cafimir Perier selbst versichert habe, dem Angeklagten und Aus dem lothringischen Saarrevier wird uns berichtet, daß Sachverständigen bezüglich des Bordereaus, betont, daß dies geheime Kuratorium soll aus 5 Magistratsmitgliedern bestehen. Die Vorlage wird angenommen und der Geschenkgeberin der Klein- Rosseln als definitiv beendigt angesehen werden könne. dessen Anwalt nicht mitgeteilt worden sei und daß die dem Dreyfus der Polizeipräfettur den Dank der Versammlung votiert. Stadtv. H. Sachs weist dabei Die Ausständigen von Spittel- karlingen hielten wieder eine günstigen Berichte auf den Ausschluß der Mitwirkung der Stadtverordneten hin und Versammlung ab, in welcher beschlossen wurde, daß der Gruben- Akten des Prozesses vom Jahre 1894 nicht einverleibt hebt hervor, daß eine ähnliche Klausel s. 3. die Mehrheit zur Ab- ausschuß mit der Direktion über die Forderungen der Arbeiter beim worden seien. Mornard bezeichnet als die neue Thatsache, Eine Einigung konnte welche die Revision notwendig mache, den Umstand, daß im Prozeß lehnung des Baronschen Vermächtnisses veranlaßt habe. Die reisdirektor in Forbach verhandeln jolle. Schlüssigkeit dieser Analogie wird aber von andern Rednern nicht dort jedoch nicht erzielt werden. Die Direktion hat den Arbeitern vom Jahre 1894 Dreyfus gewisse Aften nicht mitgeteilt worden seien, wohl einige Zugeständnisse bezüglich der Löhne gemacht, dagegen es auch giebt er der festen Ueberzeugung Ausdrud, daß das Bordereau Schluß 1/28 Uhr. endgültig abgelehnt, die Arbeitszeit zu verkürzen, die Arbeitszeit zu verkürzen, da, wie nicht von Dreyfus herrühre. fie sagt, eine solche Maßregel das Bestehen der Nach einer kurzen Unterbrechung der Sitzung setzte Mornard sein ganzen Grube gefährden könne. Als lezter Termin Wieder Plaidoyer fort. Er hält die Notizen des Bordereaus für völlig wertaufnahme der Arbeit wurde der 30. Mai bezeichnet; wer bis zu los und sucht nachzuweisen, daß die im Bordereau erwähnten Schrift diesem Tage nicht angefahren sei, könne sich als abgelegt betrachten. stücke nicht aus dem Kriegsministerium, sondern von einem TruppenAuf diese Ankündigung hin hat die Zahl der Ausständigen ab- förper oder dem Lager von Chalons herrühren. Zur Lohnbewegung der Steinseher. Während die Berliner genommen, doch befinden sich von den etwa 600 Mann starken Be- flärt weiter, daß Esterhazy der Urheber des BorSteinfegerinnung unentwegt an dem Standpunkte festhält, die legschaft immer noch drei Vierteile im Ausstand. dereaus sei und stellt fest, daß, wie die Untersuchung ergeben Forderungen der Arbeiter nicht zu bewilligen, muß sie es sich Nach einer Meldung der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" fuhren habe, A. mit Esterhazy zum Zwecke der Spionage gefallen lassen, daß ihre Beschlüsse durch Mitglieder desselben zur Nachtschicht 60 und zur Frühschicht 172 an, von beiden Schichten in Verbindung gestanden habe. Ich erbringe Ihnen hier, Inmungs verbandes, die nur nicht zur Berliner Innung ge- blieben 202 Mann weg. Es nahmen 135 Mann Abkehr, um nach iagte Monard dann wörtlich, den buchstäblichen Beweis für die hören, täglich desavouirt werden. Der größte Teil der Meister, die Westfalen auszuwandern. Unichuld Dreyfus, indem ich die Schuld Esterhazys nachbis jetzt bewilligt haben, find nämlich auch Immungsmeister. Und weise. Nun, dieser flüchtete sich, als man ihn denunziert hatte, auch heute sind wir in der Lage, über weitere Bewilligungen bezu A. und bat ihn, zu bezeugen, daß sie keine Beziehungen richten zu können, und zwar sind es die Steinfegmeister Saab mit einander zum Zwecke der Spionage gehabt hätten. A. beCharlottenburg, Blümel- Friedrichsberg und Gottschalt, die Der dänische Unternehmerverein veröffentlicht eine Erklärung, Zeugnis für Esterhazy abzugeben." Monard giebt dann bewilligt haben. Es arbeitet nunmehr thatsächlich ein Drittel worin er versucht, die Aussperrung zu rechtfertigen. Es geht daraus zeugte die Unschuld des Dreyfus, aber weigerte sich, dasselbe sämtlicher Gesellen zu den neuen Bedingungen. unzweideutig hervor, daß es sich um eine reine Machtfrage handelt, feiner Ueberzeugung Ausdruck, daß er die Unschuld bewiesen habe und daß sich infolge Bekanntlich haben die Streifenden gleich nach Proklamierung die Unternehmer wollen Herren im Hause" sein und das Dreifus des allgemeinen Streits das Gewerbegericht als Einigungsamt Recht der Arbeiter auf Mitbestimmung bei der Regelung der Arbeits- deffen die Revision als notwendig erweise. Die Urheber angerufen. Die Innung hat sich ebenfalls zur Anrufung desselben verhältnisse nicht anerkennen. Daher ist auch die folgende Meldung der Berurteilung des Dreyfus seien du Baty de Clam bereit erklärt wenn die Streitenden vorher die Ardes konservativen Blattes Kallundborg Avis" aus Kopenhagen und Henry. beit aufnehmen! Die heut nachmittag stattfindende Versamm- sehr glaubhaft: Der Advokat Mornard schloß seine Ausführungen, indem er lung wird darüber zu entscheiden haben. Bei der Stimmung, die" Es verlautet aus dem Lager der Arbeitgeber, daß die Absicht Staffation des Urteils und Verweisung der Sache an ein neues unter den Ausständigen herrscht, ist schwerlich anzunehmen, daß bestehen soll, jeden Freitag mehr Fächer in die Aussperrung hinein- Kriegsgericht verlangte. Er erklärte, daß er diese Forderung im dieselben den Arbeitgebern den Gefallen thun werden, durch die zubeziehen. Am nächsten Freitag( das ist heut. Nt. d.„ V.") kann Auftrag der Frau Dreyfus stelle, weil Dreyfus von seinesgleichen vorherige Aufnahme der Arbeit quafi zu erklären, daß sie sich erwartet werden, daß sie 40 000 Mann umfassen wird. Unter den nochmals gerichtet und freigesprochen sein will. moralisch im Unrecht befinden. Ist doch von einem der beteiligten Fächern, die genannt werden, find die Böttcher. Die Böttcher- Er fordert schließlich, man solle dem Martyrium des Un Unternehmer ausgesprochen worden, er sehe in der allgemeinen Ar- gesellen beabsichtigen, in diesem Falle Genossenschafts- Werkstätten zu schuldigen ein Ende machen. Die Armee, welche Licht und beitsniederlegung, die lediglich eine Folge der angedrohten errichten, um die für den Butter, Eier- und ähnlichen Export Gerechtigkeit wünsche, fönne sich durch die Anerkenntnis eines Justiziertums nicht für entehrt ansehen. Nachdem Mornard Aussperrung ist, eine Erpressung! Ja, man findet es nötigen Gefäße, Risten 2c. herzustellen." Urteils Ferner meldet das„ Venstres Folkeblad" von Ringstedt:" Die sodann Stassation des von 1894 mit Verweisung sogar unbegreiflich, daß die Berliner Steinfeger dem Leiter ihrer Orga nisation zu Gefallen täglich 1b Bf. weniger verdienen wollen, als bisher. Schneidermeister auf den Inseln haben, soweit fie Mitglieder des vor ein neues Kriegsgericht beantragt, verkündet Präsident Mazeau, Bei dem Vorherrschen derartiger Anschauungen sind die Aussichten Arbeitgebervereins find, die Mitteilung bekommen, daß wahrschein der Gerichtshof werde in der nächsten noch festzusetzenden auf eine baldige friedliche Beilegung der Differenzen leider nur recht lich auch über das Schneiderfach die Aussperrung verhängt werden Sitzung das Urteil fällen. Hierauf wird die Sigung um schwache. 51/4 Uhr ohne Zwischenfall geschlossen. Voraussichtlich wird das Die dänischen Arbeiter werden ihr möglichstes thun, um den urteil am Sonnabend gesprochen werden. Anschlag des Unternehmertums, der alle trifft, zu schanden zu machen. Jm Streit befinden sich noch ca. 400 Mann. Deutsches Reich. wird." Die Sektion, welche Ein kleiner Ausstand ist auf einem Erweiterungsbau In den letzten Tagen fanden Generalverſanimlungen der Verbände Lehte Nachrichten und Depelchen. der Elektricitätswerte, den die Aktiengesellschaft für Bau- der nicht ausgesperrten Fächer statt, in denen beschlossen wurde, Ausführungen auf den Grundstücken Schlegelstr. 26 und 27 errichtet, für die Unterstüßung der Ausgesperrten noch Beträge über Haag, 1. Juni.( W. T. B.) Die beiden Sektionen der zweiten gestern morgen ausgebrochen. Neun Arbeiter, die mit dem Aufstellen den Maximalzuschuß der Verbände zu bewilligen. Einzelne bewilligten Kommission hielten heute Sigungen ab. von Eisenkonstruktionen beschäftigt waren, legten die Arbeit nieder, 1 Kr. wöchentlich von jedem Arbeiter und dazu 10 Broz. vom Lohn sich mit der Atte der Brüsseler Konferenz von 1874 zu hat, beriet weil die Gesellschaft eine Lohnerhöhung von 35 auf 371/2 Pf. die( was eine Summe von 3-4 r. pro Mann in manchen Gewerken beschäftigen und nahm in erfter Lesung Stunde ablehnte. Nach Niederlegung der Arbeit verlangten die Aus- ausmacht), andere bewilligten 25 Broz. vom Lohn, wieder andere mit nur redaktionellen Aenderungen die Artiket 12 bis 14 ständigen jetzt 40 Pf. die Stunde. Die übrigen Bauarbeiter haben 3 Kronen. Das mindeste, was bewilligt wurde, find 10-15 Proz. an, betreffend die Mittel, dem Feinde zu schaden, sich mit ihnen insofern solidarisch erklärt, als sie ebenfalls streifen oder 2 Kronen. ferner die Artikel 19 bis 22, über Spione, und die Artikel 36 wollen, sobald die Gesellschaft statt der Ausständigen andere Arbeiter Die Arbeiter auf dem Festlande werden nicht zurückbleiben mit bis 89, über die militärische Gewalt gegenüber Privateinstellen sollte. Gestern war an dem Grundstück ein Schuhmanns- ihrer Hilfe. perionen. Die Settion vom Roten Kreuz prüfte die Personenpoften aufgestellt. frage sowie Igewiffe allgemeine Bestimmungen, tam aber noch zu Der Streit in Creusot. feinem Abschlusse. Formerstreik in Torgelow. Wie bereits mitgeteilt, haben Paris, 31. Mai. Rom, 1. Juni.( W. T. B.) Deputiertentummer. Es beginnt die Former und Gießerei- Arbeiter der Firma P. L. Sauer u. Co. in Der Streit in den Metallwerken von Creusot hat eine ganz die zweite Lesung der politischen Maßnahmen. Die Abgg. Barzilai, Bedeutung; eine Torgelow Forderungen auf Lohnerhöhung gestellt. Noch vor zwei eigenartige Arbeiterbevölkerung von etwa Musst und Costa beantragen namens der Gruppen der äußersten Jahren war in Torgelow als einzige Organisation der Gewerkverein 30 000 Personen lebt dort in vollständiger materieller, poli- Linten die Vorfrage. Ministerpräsident Belloug erklärt sich damit ( Hirsch- Dunder) vertreten, und vor Jahresfrist haben die Torgelower tischer und geistiger Sllaverei. In Creusot gehört alles und jedes einverstanden, daß die Diskussion über die Anträge der Kommission Metallarbeiter durch 22 wöchigen Streit sich das Recht erkämpfen den Eigentümern der Metallwerke, der Familie Schneider auch eröffnet werde; die Vorfrage nehme er nicht an, denn die Kammer müssen, einer Organisation anzugehören. Mit der Entwickelung und die Kommunalverwaltung und die Parlamentsvertretung. Nach dem habe bereits beschlossen, die zweite Lesung vorzunehmen. Laut Abdem Aufschwunge der Industrie sind die Lebensmittelpreise und die im vorigen Jahre erfolgten Tod des Waters erbte der Sohn Schneider ftimmung durch Namensaufruf wird darauf die Vorfrage mit 213 Steuern gewaltig gestiegen. Damit haben wohl die Unternehmer- auch den Kammerſiß. Der letzte Ausbruch der Empörung der ge- gegen 82 Stimmen zurückgewiesen. Die tnechteten Arbeiter datiert aus dem Jahre 1870. Es tam damals zu Athen, 1. Juni.( W. T. B.) Die Zeitungen bringen Einzels profite Schritt gehalten, nicht aber die„ Arbeitslöhne". Forderungen der Arbeiter richten sich auf Erhöhung der Accordsätze einem ungeordneten Solidaritätsstreit( wegen Maßregelung der heiten über ein Komplott, welches gegen den Prinzen Georg um 10-15 Broz., um Erhöhung des Tagelohns für Hilfsarbeiter Leiter einer Arbeiterversammlung), der von unter solchen Ber- geplant worden war. Dasselbe soll in Creta entdeckt worden sein. Die Mehrere Muselmanen, die als Urheber des Komplottes angesehen von 2,60 m. auf 2,75 M. Es ist 14tägige Kündigungsfrist vorhältnissen unvermeidlichen Gewaltthätigkeiten begleitet war. gesehen, welche am 31. Mai ablief. Während der Kündigung sind kaiserlichen Truppen griffen in blutiger Weise zu Gunsten Schneiders werden, wurden ausgewiesen. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redacteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Nr. 126. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 2. Juni 1899. Begründung der Zuchthaussvorlage." material zu beſchädigen oder beiſeite zu bringen oder ſonſtige Ein- fie an solchen gemeinſamen Maßregeln hindern. So wenig ferner drud entgegenzutreten. Allgemeines. Zunahme der Verurteilungen. Bei den Arbeitskämpfen der letzten Jahre ist mm, wie die in fämtlichen Bundesstaaten vorgenommenen Ermittelungen ergeben haben, in steigendem Umfange zur Anwendung physischen oder psychischen Zwanges gegriffen worden. din Die Zahl derjenigen Personen, welche auf Grund des§ 153 der Getverbe- Ordnung verurteilt worden sind, ohne daß ein mit schwererer Strafe bedrohtes Delift des Strafgesetzbuches konkurrierte, belief fich in den Jahren. guis admis fchüchterungen zu üben. bedrohen. § 153. schizition der Arbeitgeber seine Arbeiter in einem gesetzlichen Gebrauche Häufig ist es nötig gewefen, zur Vermehrung der Polizei bes Koalitionsrechts durch Gewaltmaßregeln beeinträchtigen darf, fo Der dem Reichstag im Jahre 1890 vorgelegte Gefeßentivurf, mannschaften und zum Aufgebote starker Polizeimacht an den wenig dürfen Arbeiter das Recht der Arbeitgeber zu Koalitionen oder betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung, hatte durch wesent gefährdeten Stellen zu schreiten, um Arbeitswillige gegen Ver- Aussperrungen bedrohen. Licht und Schatten muß auch hier gleich liche Erweiterungen und Verschärfungen des§ 153 der Gelverbe gewaltigungen zu schüßen, ohne daß dies immer gelungen wäre. verteilt werden. liche Erweiterungen und Verschärfungen des§ 153 der Gewerbejetzige Ordnung einen verstärkten Schutz gegen den Mißbrauch des gewerb Mehrfach kam es vor, daß die Arbeiter, welche in einem von Aus- Die schige Gesetzgebung unzureichend. Ordnung einen verstärkten Schutz gegen den Mißbrauch des gewerbständigen gesperrten Betriebe die Arbeit aufzunehmen oder fortzu- Allerdings wird heute schon ein großer Teil der in den lichen Koalitionsrechts vorgesehen. Als diese Abänderungsvorschläge feßen entschlossen waren, nur in geschlossenen größeren Arbeitskämpfen vorkommenden Ausschreitungen durch Beſtimnicht die Zustimmung des Reichstags fanden, ſtellten die ver- Trupps wagen durften, den Weg zu und von der Arbeitsstätte mungen des Strafgesetzbuches getroffen, und zwar sind es zum bündeten Regierungen zwar, um nicht die ganze Novelle, die für die Arbeiter sehr wertvolle Schußvorschriften enthielt, au zurückzulegen, oder daß sie unter starter polizeilicher Bedeckung zur Teil die schwereren Berfehlungen, die unter Umständen nach den für die Arbeiter sehr wertvolle Schutzvorschriften enthielt, zu Arbeitsstätte geführt werden mußten, daß fie fich aus Furcht vor Strafvorschriften über Beleidigung, Körperverlegung, Hausfriedensgefährden, ihre Wünsche hinsichtlich des§ 153 zunächst zurück; noch bei der dritten Beratung im Reichstag aber wurde am 6. Mai 1891 den Nachstellungen der Ausständigen und Aufpasser mit bruch, Nötigung, Erpressung, Sachbeschädigung eine ausreichende Revolvern bewaffneten, und daß dann aus einem Zusammenstoße Sühne finden können. Man könnte deshalb versucht von dem Bevollmächtigten zum Bundesrate, töniglich preußischen mit den Ausständigen sich förmliche Gefechte entwidelten, wobei fein, anzunehmen, daß es feiner neuen Bestim Handelsminister Freiherrn von Berlepsch die Erklärung abgegeben, schwere Körperverletzungen, Totschlag und Landfriedensbruch be- mungen, sondern nur einer energischen Handhabung der bestehens daß die verbündeten Regierungen nach wie vor an der Ueberzeugung den Gesetze bedürfe. Dies trifft aber nicht zu. Die Handvon der Notwendigkeit der vorgeschlagenen Strafvorschriften fest- gangen wurden. Verschiedentlich haben Arbeiter ihren Arbeitgebern oder den Be- lungen, welche sich nach den obigen Ausführungen als verwerflich halten und in späterer Zeit auf die Frage zurückgreifen würden. hörden gegenüber ihre Bereitwilligkeit zur Arbeit betont, aber er- und strafwürdig darstellen, erfüllen nicht in allen Fällen Inzwischen hat sich die Unzulänglichkeit der be stehenden Vorschriften immer fühlbarer heraus- flärt, daß sie aus Furcht vor der Feindseligkeit ihrer ausständigen den Thatbestand eines bereits jetzt mit Strafe bedrohten Bergehens Genossen, welche ihre und ihrer Familie Sicherheit bedrohe, die und insbesondere darf der schwerwiegende Umstand nicht außer Acht gestellt. Die fortgesetzten Ausschreitungen bei gewerblichen Lohn Arbeit zu unterlassen gezwungen seien. Namentlich sind ältere gelaffen werden, daß gerade die am häufigsten in Frage kommenden und Arbeitskämpfen, die dabei in bedenklichem Umfange vorkommende und verheiratete Arbeiter durch die Furcht vor Gewalt Delifte der Beleidigung, der Mißhandlung und Körperverlegung, Anwendung von Gewalt und Zwang machen es zu einer unabweis thätigkeiten jüngerer, wirtschaftlich alleinstehender Mitarbeiter des Hausfriedensbruches, sowie der Sachbeschädigung nur auf baren Pflicht der Gesetzgebung, die Freiheit des Arbeitsvertrags und das Selbstbestimmungsrecht der daran Beteiligten gegen Terroris- nicht selten bestimmt worden, ihre Absicht, dem Arbeitsverdienste nach- Antrag strafbar sind. Wie aber von den Polizeibehörden und mus wirksamer als bisher zu schüßen und im Interesse der Auf- zugehen und so ihre Familienmitglieder vor Not zu Staatsanwaltschaften ganz allgemein berichtet wird, sind die unter dem Drucke der Einschüchterung stehenden Verletzten aus Furcht vor künftigen rechterhaltung der Rechtsordnung und des öffentlichen Friedens das hien, unausgeführt zu lassen. Als wichtiges Einschüchterungsmittel dient häufig die mehr oder Nachteilen felten zur Stellung oder Aufrechterhaltung des Strafantrages lebel mit ausreichenden Mitteln einzudämmen. minder deutlich ausgesprochene Drohung mit Verfolgungen, geneigt. Hieran scheitert in zahlreichen Fällen die Verfolgung strafs Die durch den§ 152 der Gewerbe- Ordnung reichsgesetzlich ge- die nach Beendigung eines Streites diejenigen treffen würdiger Eingriffe in die Arbeits- und Koalitionsfreiheit anderer. währleistete. Koalitionsfreiheit soll den Gewerbetreibenden und den getverblichen Arbeitern ungeschmälert erhalten bleiben. würden, welche sich daran nicht beteiligen. In öffentlichen Ver- Bei dem gemeingefährlichen Charakter solcher Verfehlungen ist es Wie ihnen die freie Entschließung darüber zusteht, unter welchen Be- sammlungen ist denen, die sich einer Arbeiterorganisation nicht an- notwendig, daß von Amts wegen eine Sühne herbeigeführt schließen, einem Streite fern bleiben oder nicht bis zu Ende aus werden kann. dingungen fie Arbeit geben oder nehmen wollen, so sollen sie auch harren würden, mit Vertreibung aus ihrer Arbeitsstelle gedroht, und durch vorliegenden Gesezentwurf nicht daran gehindert werden, sich nach Beendigung des Ausstandes sind solche Drohungen durch rüd- Der außerdem in Betracht kommende§ 153 der Gewerbe- Ordnung zur Einwirkung auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen zu Ver- fichtsloseste Verfolgungen wahr gemacht worden. Wiederholt find hat namentlich für diejenigen Fälle praktische Bedeutung, in denen einigungen zusammenzuschließen und nach gemeinschaftlicher Ver- Arbeiter, die sich den terroristischen Anordnungen der Ver- sichtsloseste zwar der Thatbestand eines unter das Strafgesetzbuch fallenden abredung Arbeitskräfte zu beschäftigen oder nicht zu beschäftigen, Streitführer nicht gefügt haben, mit Belästigungen aller Art Delifts nicht erfüllt ist, aber doch eine in gewerblichen Arbeitsihre Arbeitskraft anderen zur Verfügung zu stellen oder vorzuent von Fabrit zu Fabrit verfolgt und auf diese Weise oder Lohntämpfen begangene rechtswidrige Beeinträchtigung der halten. Auch soll ihnen unverwehrt bleiben, zum Zweck gemein- brotlos gemacht worden. Solche Rachehandlungen werden selbst willensfreiheit anderer so schwerer Art vorliegt, daß ihre schaftlichen Vorgehens für Arbeiterausstände oder Aussperrungen in verständlich in weiteren Streisen bekannt und sind dann nur zu ſehr Bestrafung durch das öffentliche Interesse geboten ist. In zahlreichen engeren oder weiteren Kreisen, in privater oder öffentlicher Form, geeignet, in fünftigen Fällen die Besorgnis vor Wiederholungen zu und von Jahr zu Jahr sich mehrenden Fällen solcher Art hat diese engeren oder weiteren Streisen, in privater oder öffentlicher Form, durch Belehrung oder leberredung Anhänger zu begründen und dadurch einschüchternd zu wirken; ganz abgesehen Strafvorschrift Anwendung gefunden; in zahlreichen anderen werben. In dieses wirtschaftliche Ringen gewerblicher Arbeitgeber davon, daß sie diejenigen Personen, die an dem unruhigen und oft zweifellos strafwürdigen Fällen hat sie aber versagt, und Arbeitnehmer um Arbeitsbedingungen, wie sie ihnen erwünscht den Gesezen widersprechenden Treiben Ausständiger sich nicht be- weil ihre Fassung zu eng ist. Da sie nur die Nötigung zur Teil oder doch annehmbar erscheinen, wird die öffentliche Gewalt, solange teiligt haben, sondern ruhig ihrem Gewerbe nachgegangen find, nahme an Verabredungen der im§ 152 G.-O. bezeichneten Art trifft, hierbei der Rechtsboden nicht verlassen und das Gemeinwohl nicht gefährdet wird, nicht eingreifen dürfen. Unmöglich aber tann in wegen dieses ihres Verhaltens mit den empfindlichsten Nachteilen war sie unzureichend in allen denjenigen Fällen, in denen ein Auseinent geordneten Staatswesen gestattet werden, daß sich die Gerichtsverhandlungen haben wiederholt ein grelles Licht auf stand oder eine Aussperrung zwar mit den im§ 153 aufgeführten Kämpfenden, um den Gegner zur Nachgiebigkeit zu nötigen oder die Ausschreitungen geworfen, die unter den im Lohnkampf agitatorisch werden konnte, daß eine hierauf gerichtete Verabredung oder Zwangsmitteln gefördert wurde, aber der Beweis nicht erbracht den Berufsgenossen zur Heeresfolge zu zwingen, jedes be= liebigen, auch des an sich verwerflichsten Kampf- thätigen Arbeitern vorkommen, und haben die Schwere des Vereinigung in Frage kam. In solchen Fällen ist aber der zu Drudes erkennen lassen, unter dem die Arbeits- Gunsten eines Ausstandes oder einer Aussperrung ausgeübte mittels bedienen. Verwerflich find aber alle Mittel, welche darauf berechnet sind, die willensfreiheit anderer zu willigen stehen. be= foxtamad To Bwang offenbar nicht weniger verwerflich oder gemeingefährlich. Streitführer. Ferner setzt der§ 153 voraus, daß es sich um die Erlangung einträchtigen. Werden solche Mittel angewendet, so ist bringende Veranlassung gegeben, diesem Mißbrauche mit allem Nach Herrschaft über die Arbeiter angemaßt und Testere mit den folgedeffen scheidet nach der Rechtsprechung der Gerichte eine haben sich die Streifführer eine förmliche günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen gehandelt hat; inberwerflichsten Mitteln der Gewalt oder der Einschüchterung unter ganze Reihe von Fällen aus, in denen nicht eine Beeinflussung die Beschlüsse einer streiflustigen, oft nur geringen Minder der Löhne und konkreter Arbeitsbedingungen der Kämpfenden heit zu beugen gesucht. Hierin find sie durch die social bezweckt, sondern andere 3iele verfolgt werden, z. B. die Ent demokratische Preise bestärkt worden, die sich nicht scheut, lassung nichtorganisierter Arbeiter, mißliebiger Wertmeister und Arbeiter, die sich an einem Arbeitstampfe nicht beteiligen, als Ver- Betriebsbeamter, die Wiedereinstellung gemaßregelter Arbeiter, die räter, als Ehrloie zu brandmarken. Dabei wird kein Benutzung oder Nichtl eugung eines bestimmten Arbeitsnachweises 2c. Unterschied gemacht, ob es sich um einen Ausstand handelt, Kämpfe um derartige Biele sind aber gerade in neuerer dem eine gewisse Berechtigung zu Grunde liegt und der 8 eit mit unerlaubten Mitteln geführt worden. Aussichten des Gelingens bietet, der um einen von vorneherein Es ist eine augenscheinliche Lücke des Gesetzes, wenn in solchen aussichtslosen Streit, der der Arbeiterschaft von Agitatoren Fällen, in denen es fich bisweilen um die unbilligsten und willkür aufgedrängt wird. 95) lichsten Forderungen handelt, der Zwang zur Teilnahme am Kampfe stuft sid sid ,, Recht auf Zwangsmittel." 1 si dodstraflos bleibt. Auf diese Weise droht das Koalitionsrecht zu einem Koalitions. Folgen Hinweise auf die ausländische Gesetzgebung. 8 tang auszuarten und es mehren sich die Anzeichen, daß man Einzelbestimmungen. an den leitenden Stellen der Agitation im Begriff ist, unter Koalitionsrecht die Befugnis zu verstehen, alle thun zu dürfen, was im Einzelfalle geeignet ist, der Koalition die von ihren bemerken: Förderern gewünschte Wirksamkeit zu verschaffen. Es liegt auf der Hand, daß einer solchen mit einem geordneten Staatswesen unver Die§§ 1, 2 Tehnen sich an den munmehr aufzuhebenden§ 153 einbaren, auf Verwirrung der Rechtsbegriffe hinaus laufenden der Gewerbe- Ordnung an und sollen Ersatz für diesen bieten, zugleich Auffassung entgegengetreten werden muß. Dem Rechte des einen, aber seinen Rahmen erweitern. durch Koalition bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen, steht Im Anschluß an die§§ 105, 114, 122 des Str.-G.-B. wird mit gegenüber das Recht des andern auf freie Entschließung, der hier vorgesehenen Strafe jeder bedroht, welcher es unternimmt", 46 458 50 424 52 721 53 192 53 968 54 143 ob er jenen Bestrebungen folgen will oder nicht. Mag zu Handlungen oder Unterlassungen in der in den§§ 1, 2 näher be auch für die Anstifter und Führer eine möglichst große Bezeichneten Weise zu nötigen; dadurch wird zum Ausdrucke gebracht, 22 821 24 315 25 656 26 927 27 229 26 600 teiligung an ihren Bestrebungen erwünscht und vorteilhaft sein, so daß der Versuch der vollendeten Nötigung gleichgestellt werden und kann hieraus doch nicht das echt auf 8wangsmittel her- derselben Strafandrohung unterliegen soll. Der Rahmen des Strafmaßes für die Delikte der§§ 1, 2 hat 1184 geleitet werden, die den Zweck verfolgen, Unlustige und Widerwillige 1056 8 648 9 333 10 046 10 289 10 266 zum Anschluß an die Bewegung zu bestimmen, und zwar auch dann vielfach gemachten Vorschlägen entsprechend eine Ausdehnung nach 143 747 157 229 166 084 171 307 177 574 178 817 nicht, wenn die Thäter in der ehrlichen Ueberzeugung handeln, daß unten wie nach oben erfahren, indem das Höchstmaß der Gefängnisihr Vorgehen auch den noch Widerstrebenden nüßlich sei. Das Necht strafe von drei Monaten auf ein Jahr hinaufgefeßt, andererseits Hiernach hat die Summe der wegen vorbezeichneter Delitte der freien Selbstbestimmung giebt jedem die Befugnis, über das beim Vorhandensein mildernder Umstände eine Geldstrafe zugelassen Verurteilten in den 5 Jahren von 1892 bis 1897 um 35 070, d. h. jenige, was er imiter seinen besonderen Verhältnissen für sich nüßlich ist. Dies empfiehlt sich auch mit Rücksicht auf die durch die Erum 24,4 Proz. zugenommen, während die strafmündige Civilbevölkerung nach den beiden letzten Volkszählungen von 1890 und hält, auch selbst zu entscheiden und danach sein Verhalten ein weiterung der Strafvorschriften bedingte größere Mannigfaltigkeit in zurichten. Personen, die für einen Arbeitslohn, den sie für aus den Thatbeständen und in der Schwere der Verschuldung. 1895 in dem Zeitraume von 5 Jahren sich um 1940 951, also mur fömmlich halten, oder unter Bedingungen, die ihnen zusagen, Eine besondere, im Mindestmaße härtere Strafe unt 5,6 Proz. vermehrt hat. arbeiten wollen, haben nicht nötig, ihren Standpunkt um des- ist im§ 3 für solche Personen vorgesehen, welche es sich zum Sodann sind in diesem Zusammenhange namentlich noch be- willen aufzugeben, weil andere der Meinung sind, daß Lohn Geschäfte machen, Handlungen der in den§§ 1, 2 bezeichneten merkenswert die Bestrafungen nach§§ 128 bis 125, 127 des St.-G.-B. und Arbeitsbedingungen nicht annehmbar seien. Ganz besonders be- Art zu begehen. Es ist flar, daß geschäftsmäßigen Es sind verurteilt worden: Hezern einem Arbeitstampfe, denklich erscheint ein gwang gegen Arbeitswillige dann, wenn Agitatoren unmittelbares Interesse vermöge im Jahre 1892 1893 1894 1895 1896 1897 es sich nicht um Lohnfragen, sondern um Machtfragen handelt, an dem sie ein wegen wenn ein Teil der Arbeiter dem gemeinsamen Arbeitgeber Be Berufsstellung oft nicht haben, die Entschuldigungen, Hausfriedensbruchs,§ 123 St. mitunter zu Gunsten der beteiligten Arbeitgeber G.-B. 17 725 18 229 19 391 20 095 20 595 21 535 dingungen über die Einrichtung des Betriebs oder über ähnliche sich mitunter Dinge vorschreiben will, nur um demselben die Macht der Arbeitnehmer ergeben können, nicht zur Seite stehen, und daß Führer oder einer hinter diesen stehenden, oft mur einen fleinen für Gewaltfhätigkeifen und Einschüchterungen, deren solche Personen 665 Teil der Arbeiterschaft umfassenden Organisation zu zeigen. In sich schuldig machen, eine besonders strenge Strafe am Plage ist. solchen Fällen handelt es sich zumeist nicht um Veränderungen, die Auf die erhöhte Strafwürdigkeit des gemeinschädlichen Treibens 591 der gesamten Arbeiterschaft eines Betriebs zu gute kommen; viel solcher Streitreisenden, welche oft erst von außen her Zu den größeren Städten und in Gegenden mit zahlreicher mehr hat von ihnen in der Regel nur eine Minderheit Vorteil, die Unzufriedenheit in eine ruhige Arbeiter bevölkerung Industriebevölkerung wird die Einleitung und Durchführung von während von anderen Arbeitern desselben Betriebes jene Ver- hineintragen und, indem sie zu Ausschreitungen aufstacheln, über Arbeiterausständen durch einzelne gewaltthätige Personen vielfach änderimigen wohl gar als eine Verschlechterung empfunden werden. viele Arbeiterfamilien schweres Unglück bringen, ist mehrfach mit besonderem Nachdrucke hingewiesen worden. D in einer Weise beeinflußt, daß Ausschreitungen dabei zu einer regel Die Arbeitswilligen als besondere Staatsstüken. § 4: Streifposten. mäßig wiederkehrenden Erscheinung geworden sind. In zahlreichen In der geschilderten Weise hat sich mehr und mehr ein Fällen ist es unternommen worden, diejenigen, die zum WeiterBon erheblicher Wichtigkeit ist der Abs. 2 des§ 4, durch den die von Arbeitgebern, Arbeits arbeiten bereit waren, durch Belästigungen und Drangsalierungen der Terrorismus der Streikenden, namentlich der mit verschiedensten Art, durch Beschimpfungen, Bedrohungen, Miß der Leitung des Streits befaßten Personen gegenüber den planmäßige leberwachung handlungen und schwerste Körperverlegungen, durch Steinwürfe, durch Arbeitswilligen herausgebildet, der die letzteren thatsächlich vielfach nehmern, Arbeitsstätten, Straßen, Pläßen oder Verkehrsanlagen Ueberwachung durch Streitposten usw. führt, Ueberfälle von Banden, die mit Knütteln, Messern oder Revolvern der Freiheit des Willens, und damit der Möglichkeit be- einer Drohung im Sinne der§§ 1 bis 3 gleichgestellt wird. Solche die Erfahrung lehrt, Ichrt, oft oft u förmlicher Bea bewaffnet waren, und durch ähnliche Gewaltthaten zur Teilnahme an raubt, nach eigener Entschließung ihre Arbeitskraft zu verwerten. planmäßige Ein solcher Zuſtand muß in ihnen die Empfindung wachrufen, daß vie der gesperrten Arbeitsstätten, Bahnhöfe und einem Ausstande zu nötigen. sie in dem für sie wichtigsten Rechte der freien Bethätigung lagerung Indem sie den Verkehr zwischen Einschüchterungen und Beläftigungen. ihrer Arbeitskraft von der bestehenden Rechtsordnung nicht anderen Verkehrsanlagen, Arbeitgebern und Arbeitswilligen abzuschneiden Um den Zuzug von Erfagarbeitern für die Ausständigen zu wirksam geschüt seien. Dies ist um so bedentlicher, den hindern, wird eine planmäßige Ueberwachung der als es sich gerade bei den Arbeitswilligen um bezweckt, bildet sie einen mit der öffentlichen Ordnung unvereinArbeitspläge, der Zugänge zu denselben, der Straßen, öffent ruhige, in die Staats. Rechtsordnung baren Eingriff in die Bewegungsfreiheit der Arbeitgeber so lichen Plätze und Bahnhöfe durch regelmäßig abgelöfte Streit sich schickende, für den Staat besonders nükliche wohl wie der Arbeitnehmer. Auch dann, wenn die Postenstehenden posten eingerichtet und werden die eintreffenden Arbeitswilligen Elemente handelt, welche in ihren mit den Staatsintereffen sich der Drohungen, Ehrverlegungen oder Thätlichkeiten gegen durch Belästigungen aller Art, durch Verhöhnung, Beschimpfung, zusammenfallenden persönlichen Intereffen wirksam zu schüßen Arbeitswillige enthalten, ist das Streifpoftenstehen und überhaupt eine Neberwachung zu den in den§§ 1, 2 beBedrohung oder Mißhandlung von der Aufnahme der Arbeit ab- eine wichtige und dringliche Aufgabe der Staatsgewalt ist. zeichneten Zweden schon an sich ein unzulässiges gehalten. Bis in ihre Wohnungen find diejenigen, die sich an einem 412 mau Arbeitgeberschuh. Rampfmittel, weil regelmäßig damit offenbar nicht Ausstande nicht beteiligen wollten, verfolgt worden; unter Begehung von Hausfriedensbruch sind Aufpasser und sogenannte Streifcontroleure Die Freiheit der Entschließung ist aber nicht nur bei Arbeit etwa nur eine Aufklärung und leberredung der in das Innere der Arbeiterwohnungen eingedrungen, um Arbeits- nehmern, sondern auch bei Arbeitgebern zu schüßen. Wie Arbeitswilligen, sondern eine Einschüchterung beabs Arbeiter nicht ihre Mitarbeiter, so dürfen Arbeitgeber nicht ihre sichtigt wird; es soll in den Arbeitswilligen Furcht vor Nachteilen *) Wir geben die vollständige Begründung unter Fortlaffung Berufsgenossen durch ungesetzliche Mittel veranlassen, gemeinsame für den Fall der Nichtbeteiligung an einem Arbeitskampf erweckt und einiger minder wichtiger Absätze. Maßregeln auf dem Gebiete des Arbeitsvertrages zu treffen, oder durch Erregung solcher Furcht der Anschluß an die Bewegung er 1892 1893 1894 1895 1896 1897 auf: 74 38 47 98 252 254. Die aus Anlaß von Streikausschreitungen auf Grund des Straf gesetzbuchs erfolgten zahlreichen Bestrafungen wegen Verbrechen oder Bergehen gegen die Person, wie Beleidigungen, Körperverlegungen, Nötigungen und Bedrohungen, lassen sich aus der Gesamtzahl der wegen dieser Delifte überhaupt erfolgten Verurteilungen nicht ausscheiden. Es haben aber die Bestrafungen wegen der bezeichneten Delifte erheblich stärker zugenommen, als es der Zunahme der strafmündigen Civilbevölkerung entspricht. Es sind verurteilt worden: im Jahre 1892 Beleidigung,§§ 185 bis 187 THI wegen 189 St.-G.-B. einfacher Störperverlegung, § 223 St.-G.-B. gefährlich. Körperverlegung, § 223a St.-G.-B. Nötigung,§ 240 St.-G.-B. Bedrohung,§ 241 St.-G.-B. Summe Oeffentlicher Gewaltthätigkeit, Bildung bewaffneter Haufen, §§ 124, 125, 127 St.-G.-B. darunter wegen Landfriedens: bruchs,$ 125 St.-G.-B. 1893 1894 1895 1896 1897 65 666 72 919 77 401 80 096 85 032 86 624 970 923 973 1046 7832 • 171 224 162 175 188 und 8n den einzelnen Bestimmungen des Entwurfs ist folgendes zu §§ 1 bis 3. und in ihrer die und = = $ zwungen werden. In der That erweist sich auch dieses Mittel ei s oder eines Bundesstaats zu gefährden sich dabei weniger bon menschenfreundlicher Rücksicht auf nur zu häufig als geeignet, die willensfreiheit der Arbeiter zu oder eine gemeine Gefahr für Menschenleben die Notlage der meisten Steuerpflichtigen dieser Stufe beseitigen und sie wider ihren Willen zur Unthätigkeit zu zwingen. oder Eigentum herbeizuführen. Die Sicherheit des als bon der nüchternen Erwägung leiten, daß selbst Dazu kommt, daß in solcher Ueberwachung mit ihrer beabsichtigten Reichs oder eines Bundesstaats tann beispielsweise gefährdet werden die 2. Stufe, obwohl die Höhe ihres Steuersolls bes und thatsächlichen Wirkung der Belästigung und Einschüchterung regel- durch Einstellung oder Störung der zur Herstellung oder Erhaltung trächtlich ist, bei der großen Bahl von Niederschlagungen do ch mäßig eine Beeinträchtigung des jedermann zustehenden Rechts der Schlagfertigkeit des Heeres oder der Flotte nötigen Arbeiten in nur eine geringe st- Einnahme bringt und durch auf ungestörte Benugung von Straßen, lägen, militärfistalischen Betrieben, oder durch unter die oben erwähnten Schwierigkeiten der Einziehung so hohe Un Häfen, Bahnhofsanlagen und dergl. enthalten ist, und daß auch aus brechung des Eisenbahn- Betriebs im Mobilmachungs- to sten verursacht, daß schließlich als Gewinn fast diesem Gesichtspunkte eine Agitation zu Gunsten von Arbeitskämpfen falle. In Friedenszeiten kann durch Hemmung des Eisenbahn nichts übrig bleibt. Später, 1895, tehrte man zu dem alten auf den dem gemeinen Gebrauche dienenden Verkehrsanlagen nicht Betriebs eine gemeine Gefahr der bezeichneten Art verursacht werden, Verfahren zurück, die 2. Stufe wieder zu erheben. Die uns geduldet werden kann. wenn der Mangel an den zur betriebssicheren Unterhaltung der bemittelte Bevölkerung Berlins hat sich dafür bei der freisinnigen", Wenn es hiernach gerechtfertigt ist, das Streifpostenstehen als Bahnanlagen nötigen Arbeitskräften die Betriebssicherheit gefährdet Mehrheit der Stadtverordneten Versammlung Mittel für die in den§§ 1 bis 3 bezeichneten Handlungen bei und deshalb zu Eisenbahn- Unfällen Veranlassung giebt. Auch die zu bedanken, welche Ende 1894 bei Gelegenheit der GemeindeſteuerStrafe zu verbieten, so empfiehlt sich ein strenges Vorgehen Störung des Bergwerks- Betriebs oder der zum Schuße gegen Ueber- Reform die Wiedererhebung der 2. Stufe beschloß. Der bezügliche in dieser Richtung umsomehr, als erwartet werden darf, daß dadurch schwemmung bestimmten Arbeiten kann eine gemeine Gefahr für Antrag ging von lints- freifinniger" Seite aus( die Herren mannigfachen Ausschreitungen schwererer Art vorgebeugt wird. Denn Menschenleben zur Folge haben. Cassel und Kreitling traten mit großem Eifer dafür ein), häufig bildet das Ausstellen von Streifposten den äußeren Anlaß Mit Rücksicht auf die Schwere und Gemeingefährlichkeit der während er von socialdemokratischer Seite, leider erfolglos, be und den ersten Keim für gröbliche Gewaltthätigkeiten. Auch wenn Strafthat erscheint es geboten, 8uchthausstrafe für den Fall fämpft wurde. Der wirtschaftliche Aufschwung der nächsten Jahre fich die Ueberwachungsthätigkeit anfänglich ruhig vollzieht, pflegt doch anzudrohen, daß infolge des Ausstandes oder der Aussperrung, ließ dann die Schwierigkeit der Steuereinziehung zunächst bei fortgesetter Kontrolle der Arbeitswilligen die Erbitterung auf beiden welche durch eine Handlung im Sinne der§§ 1, 2, 4 herbeigeführt nicht so start wie früher hervortreten. Allmählich scheint sich das Seiten bald einen bedrohlichen Grad anzunehmen; besonders lassen sich oder gefördert worden sind, eine Gefährdung der Sicherheit des aber wieder geändert zu haben. Wie verlautet, finden Aufpasser leicht zu Gewaltthätigkeiten hinreißen, sobald sie wahr Reichs oder eines Bundesstaats eingetreten oder eine gemeine gegenwärtig im Magiftrat Beratungen über Ernehmen, daß der Kampf verloren zu gehen droht. Wird den Ein- Gefahr für Leben oder Eigentum herbeigeführt worden ist. leichterung des Steuereinziehungs- Geschäftes schüchterungsversuchen schon in der Form des Postenstehens wirksam Der ursächliche Zusammenhang zwischen einem solchen Ergebnis statt. Der Umfang der Geschäfte ist so groß geworden, daß die entgegengetreten, so wird damit vielen Arbeitswilligen ein wertvoller und dem Ausstande oder der Aussperrung wird auch dann 8ahl der Steuererheber vermehrt werden müßte( nachSchuß geboten, und viele Streifende werden vor Ausschreitungen zu bejahen sein, wenn sie nicht der einzige, sondern nur dem erst vor einigen Jahren eine Vermehrung stattgefunden hat), bewahrt, die sie samt ihren Familien später bitter zu büßen haben einer von mehreren zusammenwirkenden Faktoren gewesen sind, auf der Stadttämmerer verspricht sich aber mehr Vorteil von einem die jene Gefährdung zurückzuführen ist. erneuten Verzicht auf Erhebung der GemeindeGegen die Rädelsführer empfiehlt sich eine weiter verschärfte Einkommensteuer in der 2. Stufe. Ein freis Strafandrohung und zwar eine solche mit Zuchthaus bis zu fünf sinniges" Blatt wendet sich gegen diesen Vorschlag und Jahren. Andererseits können in den Fällen des Abs. 2 des§ 8 citiert das Wort, das 1894 bon Herrn Cassel in der mildernde Umstände zugelassen werden. Stadtverordneten- Versammlung mehrfach gebraucht wurde: Wer will mitraten, muß auch mitthaten." Es werde von wohlthätiger Wirkung auf den fleinen Steuerzahler sein, wenn er am eigenen Leibe erfahre, daß schrankenlose Ver mehrung der Kommunalausgaben eine empfindliche Anziehung der Steuerschraube zur Folge habe; sonst sei es zu bequem, auf anderer Man kann von diesen Ver= Leute Kosten Geld zu bewilligen. würden. ( Die Begründung behandelt weiter die bisherigen Versuche der Behörden, das Streitpostenstehen zu bestrafen, die aber nicht wirksam gewesen seien, weil die Strafen nicht ausreichten.) Nach allgemeinen strafrechtlichen Grundfäßen wird die Strafs androhung nicht nur auf diejenigen Personen Anwendung zu finden haben, welche selbst die Ueberwachungsthätigkeit ausüben, sondern auch auf Anstifter und Gehilfen. § 9. § 10. a • " " Das Recht auf ,, schwarze Liften". Wie dem Gesezentwurf die Absicht zu Grunde liegt, das Die Vorschriften des Gesetzes follen zunächst innerhalb des natürliche Recht auf Selbstbestimmung beim Nehmen oder Ver- Geltungsbereichs des§ 152 Gewerbe- Ordnung Anwendung finden, geben von Arbeit, die Freiheit des Arbeitsverhältnisses, zu und zwar gleichviel, ob Arbeits- oder Dienstverhältnisse unmittelbar tretern der Geldfacsinteressen allerdings nicht erdaß sie einsehen oder zugeben, warum es dem schüßen, so wird er auch die Beteiligten in der Vornahme aller der- oder vermittelst besonderer anderweiter gefeglicher Bestimmung( z. B. warten, Steuerzahler mitzujenigen Handlungen unbehindert lassen müssen, welche nur einen des§ 154a) dem§ 152 unterstellt sind. Darüber hinaus aber soll Arbeiter so schwer wird, als Der Arbeiter fann itur deshalb Ausfluß ihres natürlichen Rechtes bilden, bei der Begründung, Auf- fich das Gefez auch auf alle Arbeits- und Dienstverhältnisse in thaten". feinem Geldbeutel eintreten, rechterhaltung oder Beendigung eines Arbeits- oder Lohnverhält den im§ 10 Nr. 2 näher aufgeführten Reichs- Staats- und Kom- weniger mit niffes ihre Entschließung nach freiem Belieben zu treffen. Es ist munalbetrieben, sowie in Eisenbahn- Unternehmungen erstrecken, weil weil er in die Tasche des Unternehmers hin Das„ Mitthaten" der Arbeiter deshalb im Abs. 3 des§ 4 ausdrücklich ausgesprochen, daß es im Sinne diese Verhältnisse in den hier in Betracht kommenden Beziehungen einarbeiten muß. dieses Gesetzes nicht als eine Verrufserklärung oder Drohung gilt, den Verhältnissen in gewerblichen Betrieben durchaus ähnlich find Iafie besteht darin, daß sie der befizenden Klasse die wenn jemand lediglich eine Handlung vornimmt, zu der er berechtigt ist, und zum Teil eines Schutzes gegen zwangsweise Einwirtungen Geldfäde füllt... Es entspräche also durchaus der Gerechtigkeit, oder wenn er die Vornahme einer solchen Handlung in Aussicht stellt. Da in noch höherem Maße bedürfen. Ihre ausdrückliche und wenn die unteren Steuerstufen entlastet und die bei macht es keinen Unterschied, ob sich die Berechtigung zur Vornahme ausnahmslose Unterstellung unter die Vorschriften dieses Ge- oberen stärker belastet würden. Wir wollen sehen, was bei der Handlung aus Vertrag oder Gesetz, aus privatem oder öffent feges bietet auch den Vorteil, daß es hiernach im einzelnen Falle den Beratungen des Magistrats herauskommen und wie sich eventuell lichem Rechte herleitet. Auch die aus dem Dienstverhältniß öffent einer Erörterung der bisweilen schwierigen Frage, wie weit ein die Stadtverordneten- Versammlung dazu stellen wird. licher Beamten fich ergebenden Disziplinarbefugnisse einer Behörde Reichs, Staatss, Kommunal- oder Eisenbahnbetrieb unter die VorKlubhäuser. Arbeiterfeindliche Blätter, wie" Post",„ Leipziger gehören hierher; ihre Anwendung kann nicht den Charakter einer schriften der Gewerbe- Ordnung fällt, nicht bedürfen wird. im Sinne dieses Gesetzes strafbaren Handlung haben, wie denn Tageblatt" 2c., ärgern sich darüber, daß der Ruderklub Vor überhaupt die besonderen Pflichten eines öffentlichen Beamten, wärts, wie wir Sonntag berichteten, sich ein stattliches BootsAus der Frauenbewegung. welche sich aus seinem Dienstverhältniß ergeben, durch die haus erbaut hat. Die Organe des Großunternehmertums reden Bestimmungen des Gesezentwurfs in teiner Beziehung be= allerhand von Verelendungstheorie und fordern im Angesichte des Ueber die Verhältniffe der Telephonistinnen in der neuen rührt werden. Steht dem Arbeitgeber, vorbehaltlich der Telephoncentrale in Wien entnehmen wir dem soeben erschienenen Klubhauses gegenüber der Abtei die„ socialdemokratischen Agitatoren" aus Berträgen fich ergebenden besonderen Verpflichtungen, die freie 6. Hefte der„ Dokumente der Frauen" folgende Angaben: Die auf, das Hezen zu lassen und neben den Schattenfeiten der göttWahl seiner Arbeiter und dem Arbeitnehmer die freie Entscheidung Mädchen müssen einen umfangreichen Hör Apparat tragen, lichen Weltordnung auch den Lichtseiten zu ihrem Rechte zu verhelfen". darüber zu, bei welchem Arbeitgeber, wie lange und unter welchen der Brust und Kopf umschließt und auf Ohr und Schläfen Bedingungen er in ein Arbeits- oder Dienstverhältnis treten will, einen Dies Verlangen fann zu gegebener Zeit erfüllt werden. Wir derart empfindlichen Druck ausübt, daß am ersten so muß es beiden Teilen auch unverwehrt sein, bestehende starten Geschäftstage brei Ohnmachtsfälle vortamen und die Be- versprechen den arbeiterfeindlichen Blättern feierlich und bindend, Arbeit oder Dienſtverhältnisse ordnungsmäßig zu beendigen, troffenen nach Hause transportiert werden mußten. Jeder Zag hat daß wir aufhören wollen, das leidige Laster der Zufriedenheit am Proletariat zu ſchelten, sobald am Proletariat zu schelten, es erreicht ist, daß nach freien Belieben eine Beschäftigung abzulehnen oder Ar- bisher eine Anzahl neuer Opfer gefordert. Es treten nämlich häufig jeder Arbeiter sein Slubhaus mit dem üblichen Komfort beiter bestimmter Art abzuweisen und derartige ihnen freistehende heftige llebelteiten bei den Beamtinnen auf und selbst die Wider hat und es sich, um im Tone des„ Leipz. Tagebl." zu bleiben, darin Widere der Arbeiter sein Klubhaus mit dem üblichen Komfort Willensatte auch für die Zukunft anzufündigen oder mit standsfähigsten leiden an intensivem Kopfschmerz, der sie am Schlafen hat und es sich, um im Tone des„ Leipz. Tagebl." zu bleiben, darin laffung der Arbeiter, beides unter dem selbstverständlichen Vorbehalte Irritation der Kopf- und Hörnerben wird auch das Augenlicht der häuser in dem Sinne, wie sie nach dem nunmehr zur Freude der andern zu vereinbaren. Die Einstellung der Arbeit, sowie die Ent- hindert und fich an jedem Diensttag verstärkt. Außer der abnormen e ben fo wohl fein läßt, wie die Bourgeois". Freilich möchten wir nicht misverstanden werden. Klubder Einhaltung ausbedungener Kündigungsfristen, sind im§ 152 der gequälten Manipulantinnen in hohem Grade gefährdet. Der große Arbeiterfeinde eingebrachten Buchthausgesez- Entwurf mit Gewerbe- Ordnung ausdrücklich als erlaubte Mittel hingestellt, um Saal, in dem 150 Mädchen arbeiten, ist mit einem Glasdach gedeckt, Eisengittern, Lattenarrest- Bellen und ähnlichem Komfort in Massen günstigere Lohn- oder Arbeitsbedingungen auch im Wege der an dem keine verschiebbare Schußvorrichtung angebracht ist, so für ehrenhafte Arbeiter errichtet werden müssen, meinen wir Verabredung oder Vereinigung zu erzielen. Was aber von der daß die grellen Sonnenstrahlen unbarmherzig auf die Köpfe der Kündigung oder Aufhebung des Arbeitsverhältnisses gilt, muß auch Arbeitenden herniederbrennen. Da die Mädchen an langgestreďten von dem Jn aussichtstellen einer solchen Maßregel Tischen einander gegenüber fizen, so spielt das Sonnenlicht und des gelten. Auch im Wege einer öffentlichen Bekannts Abends das elektrische Licht auf den blanken Brustschilden ihrer machung wird eine Kündigung oder Nichtbeschäftigung oder eine Apparate, was mit den aufflammenden elektrischen Glühlämpchen, Ablehnung gewisser Dienste unbedenklich in Aussicht gestellt werden welche das Anrufen bezeichnen, einen so starten Reiz auf die Augen dürfen, wobei allerdings vorauszusehen ist, daß die Bekanntmachung ausübt, daß dieselben sich röten und so verglast aussehen wie bei nicht etwa aus anderen Gesichtspunkten, insbesondere wegen ihrer Fieberkranken. Form eine strafbare Handlung darstellt. Ebenso wird es den Nun stelle man sich zu alledem noch den entsetzlichen Wirrwarr ist bereits überführt, die bon Arbeitgebern nicht zu verwehren sein, daß sie sich vor, der durch die noch nicht regelmäßig funktionierenden Apparate, über die Nichtbeschäftigung gewiffer Arbeiter unter einander durch die fortwährend notwendig werdenden Eingriffe der Technikter, verständigen und sich gegenseitig Verzeichnisse derjenigen Per- durch die Nervosität der Beamten und durch die berechtigte In fonen mitteilen, die sie in ihre Betriebe nicht aufnehmen wollen. geduld der Abonnenten Play greift, und man hat ein annäherndes Will ein Arbeitgeber Mitglieder einer bestimmten Vereinigung nicht be- Bild von den wahrhaft teuflischen Martern, denen diese unglücklichen schäftigen, so kann er dies ungehindert thun oder an- Mädchen ausgesetzt sind. fündigen, wie umgekehrt Arbeitnehmer sich der Beschäftigung Das Unerhörteste aber besteht darin, daß dieselben jetzt auch bet beliebigen Personen, z. B. bei Mitgliedern gewisser Verbände während eines Gewitters an den elektrischen Apparat gefesselt oder bei Unternehmern, die unorganisierte Arbeiter beschäftigen, bleiben und weiter manipulieren müssen, und das, ehe man die volle enthalten, die Absicht, dies zu thun, gegen jedermann aussprechen Sicherheit gewonnen hat, ob die Schutzvorrichtungen auch wirklich oder hierauf gerichtete Vereinbarungen mit anderen eingehen dürfen. hinreichend sind und gut funktionieren. Der Umstand, daß unter besonderen Verhältnissen die Aufhebung eines Arbeitsnicht. " Waren Umfangreiche Diebstähle in verschiedenen großen Warenhäusern sollen augenblicklich die Polizei beschäftigen. Modistin" mitteilt, ist man in den letzten Tagen auch großen Warendiebstählen in einer der größten Blumenfabriken auf die Spur gekommen. Es handelt sich um die Blumenfabrik von Lichtenstein 11. Oppenheim, Krausenstraße 41. Ein Hausdiener der Firma ihm gestohlenen in dem Keller Seydelstraße 2 veräußert zu haben. Die von dem Blumendiebstahl verständigte Polizei ermittelte nicht nur den Hausdiener 2. als Thäter, sondern stellte auch fest, daß die gestohlenen Waren in dem bezeichneten eller verkauft wurden und zwar vorwiegend an Leute aus Weißensee. In diesem Orte haben denn auch bereits verschiedene Haussuchungen bei verdächtigen Personen stattgefunden. Mehrere dort beschlagnahmte Warenposten rühren von Diebstählen aus der bezüglichen Blumenfabrik her. Wie hoch sich die Summe der entwendeten Waren beziffert, konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Nachdem die Verlängerung der Straßenbahnlinie von Siemens u. Halste Pantow Gesundbrunnen nach der Mittelstraße bereits bis zur Elsasserstraße in Betrieb gesetzt worden ist, ist dem Magistrat der Entwurf eines Vertrages über die Stromlieferung für diese Bahnlinie aus den Elektricitätswerken zur Genehmigung eingereicht worden. Ueber die Zulaffung der Frauen zum Universitätsstudium oder Dienstverhältnisses für den einen oder ist ein neuer Erlaß des preußischen Kultusministers erschienen. Daden anderen Kontrahenten als ein lebel empfunden werden kann, nach soll die bisher übliche Einholung der Genehmigung im einzelnen bermag hieran nichts zu ändern. Den Rechte des einen, aus einer Thätigkeit auszuscheiden, steht das Recht des underen, seinerseits alle fünftig unterbleiben. Die Erlaubnis zum Vorlesungsbefuch an das Arbeitsverhältnis zu lösen und ein neues Verhältnis nur unter Frauen soll seitens der Universitätsrektoren vorbehaltlich der Prüfung aller sonstigen Erfordernisse und vorbehaltlich der Einwilligung der besonderen Voraussetzungen abzuschließen, gleichberechtigt gegenüber, und die Einstellung der Arbeit durch Arbeitnehmer fann ebensowohl beteiligten Universitätslehrer in gleicher Weise erteilt werden, wie im Universitätsgarten enthüllt werden. ein Nachteil für die Arbeitgeber sein, wie die Aussperrung durch dies bei männlichen Hospitanten geschieht. Arbeitgeber als Nachteil für die Arbeitnehmer sich herausstellen kann. Licht und Schatten sollen auch hier gleich verteilt sein. • 88 5, 6. 87. . Weibliche Theologen. Das Wittenberg- College in Springfield in Ohio, eine der ältesten lutherischen Bildungsanstalten Ameritas, hat beschlossen, Frauen zum theologischen Studium zuzulassen und ihnen ebenso wie Männern die Würde eines„ Bachelor of Divinity" zu erteilen, sodaß sie berechtigt wären, sich um Predigerämter zu bewerben. Lokales. Steuerschmerzen Am nächsten Dienstag wird das Helmholz- Denkmal Ein Denkmal für den verstorbenen Schauspieler Ernst For me s ist gestern auf dem St. Hedwigs Kirchhofe im Beisein zahlreicher Künstler und Theaterdirektoren enthüllt worden. 0 im Belleallianceviertel mehrere Personen verunglückt. Der FleischerBeim Einfahren eines jungen Pferdes sind dieser Tage meister Sch. in der Großbeerenstraße bereitete seiner Frau zu Pfingsten eine Ueberraschung mit einem neuen Wagen und einem jungen Pferde. Eine Strafvorschrift wider öffentliche Zusammenrottungen, bei Das Tier war aber noch nicht eingefahren. Ein Freund Sch.'s, denen Bergewaltigungen und Einschüchterungen der in den§§ 1 bis der frühere Fleischermeister, jezige Rentier G. aus der Teltower6 bezeichneten Art mit vereinten Kräften begangen werden, erscheint straße, erbot sich zu den ersten Versuchen und spannte an. Langsam besonders nötig. Die Arbeitswilligen werden durch nichts mehr einund etwas unsicher ging es durch die Möckernstraße. An der Ecke geichüchtert, als durch die bedrohlichen Einwirkungen von Haufen quälen nicht nur so manchen, der Steuern zu zahlen hat, der Vortstraße stieg noch ein gemeinsamer Freund Sch.'s und G.'s, Streitender, die sich auf der Straße, auf dem Wege zur Fabrit usw. auch, wer Steuern zu bekommen hat, macht die Erfahrung, daß ein Hausbesizer P., mit auf, um dem Rentner auf der ersten Tour zusammenfinden und zwischen denen die Arbeitswilligen gleichsam das manchmal ein sehr zweifelhaftes Vergnügen ist. Die Berliner Gesellschaft zu leisten. Man tam jedoch nur noch 150 Schritte Spießruten laufen müssen. Dadurch, daß die städtische Steuer- Deputation, deren Organen die Einziehung der weiter. Der junge Gaul scheute vor einem elektrischen StraßenbahnTeilnahme ant einer solchen Zusammenrottung strafbar Staats- wie der Gemeindesteuern obliegt, muß diese Erfahrung zug und warf den Wagen um. Mit blutigen Köpfen lehrten ist, kann der von Behörden wiederholt beklagten Schwierigkeit recht oft machen. Ihr haben die Stenern schon recht oft die beiden Einfahrer heim, das Pferd am Zügel führend, einigermaßen begegnet werden, daß die Thäter, welche aus einer Schmerzen bereitet, diejenigen Steuern natürlich, die sie zwar zu und ließen sich dann auf der Sanitätswache verbinden. Ein anderer Menschenmenge heraus Beschimpfungen, Drohungen usw. aussprechen bekommen hatte, aber nicht betam. Das Steuereinziehungs- Freund, Herr B., ließ sich durch diesen Mißerfolg nicht abschrecken, oder Thätlichkeiten begehen, nur selten zu ermitteln sind. Geschäft wird in einer Großstadt namentlich durch fühlte sich vielmehr so sicher, daß er gleich Frau und Sohn und Der Begriff der öffentlichen Zusammenrottung ist dem§ 125 zwei Umstände erschwert. Hier find die Unbemittelten, Sch. nebst Frau zu einer Spazierfahrt nach Marienhöhe einlud. ( vergl. auch§ 124) St.-G.-B. nachgebildet. Selbstverständlich tritt die bei ihrem dürftigen Einkommen nur mühsam ihre Steuern Leider kam wieder zur Unzeit ein elektrischer Wagen. Genau an auch hier wie nach§ 125 St.-G.-B. eine Bestrafung wegen Teil aufbringen können, besonders zahlreich; hier ist auch die derfelben Stelle wie vorher warf der junge Gaul das Gefährt abernahme an der Zusammenrottung mur dann ein, wenn der Thäter Seßhaftigkeit der Bevölkerung, speciell der ärmeren, besonders mals um. Die Insassen des Wagens tamen mit leichten Vervorfäßlich und mit Kenntnis von dem strafbaren Zwecke der Zusammengering, jodaß die Auffindung verzogener Steuerlegungen davon. rottung der zusammengerotteten Menge sich angeschloffen hat oder pflichtiger viel Arbeit und kosten verursacht. Wie Am Luftgarten ins Wasser gesprungen ist im Irrfinn doch nach erlangter Kenntnis in derselben vorfäglich verblieben ist. schwierig sich das Steuereinschätzungs- Geschäft in Berlin ge- gestern nachmittag die Witwe Tramp, die am 20. d. M. aus der Ferner ist ebenso wie dort auch hier für Mädelsführer eine erhöhte staltet, das zeigt die ansehnliche Summe der Steuer- Neuen Charité entlassen worden war. Die Unglüdliche wurde geStrafe vorgesehen. reste, die amt Ende jedes Rechnungsjahres verbleiben, rettet und nach der Charité gebracht. 8 8. weil viele Steuerpflichtige nicht zahlen konnten oder nicht Nach dem Vorbilde der Bestimmungen des Strafgefeß aufzufinden waren, zeigt die große Zahl von Nieder- Vom Hinschlag getroffen wurde gestern mittag die Frau des buchs über gemeingefährliche Verbrechen empfiehlt es sich, ichlagungen, zu denen man sich entschließen mußte, weil sich Kaufmanns H. in der Neuen Schönhauserstraße. Vor dem Hauſe Man brachte sie in einer Sie zur Herbeiführung oder Förderung eines Ausstandes nach fruchtloser Mahnung und Zwangsvollstreckung die völlige Nr. 16 brach fie plötzlich zusammen. oder einer Aussperrung begangenen Handlungen der in den Zahlungsunfähigkeit der Steuerpflichtigen herausgestellt hatte. Die Droschte nach ihrer Wohnung. $ 8 1, 2, 4 bezeichneten Art dann härter zu bestrafen, Gemeinde Einkommensteuer bleibt jezt nur in der Theater. Für die Bühne beginnt jetzt die traurige Zeit der wenn der Ausstand oder die Aussperrung im Hinblick auf die Natur 1. Stufe unerhoben. Eine Zeitlang wurde auch in der Ferien. Die Tage der sommerlichen Wonne werden nämlich von oder Bestimmung des Betriebes geeignet ist, die Sicherheit des 2. Stufe auf die Erhebung verzichtet. Man läßt dem Theatervölllein durchaus nicht sonderlich herbeigefehnt, so sehr Seitdem In dem Verfahren der Prüfung der Pflegeftellen für Dermischtes. auch die Künstler ihren strapazierten Nerven eine Erholung gönnen bestehende Weißenfeer Gendarmerie hat unmittelbar nach der ihr| wenn er ihn mal abfaffe.- Ein Benge fagt jedoch aus, daß der Angeklagte möchten. Sind doch nur wenige Sterne in der Lage, die Hundstage gewordenen Verständigung die umfassendsten Nachforschungen nach die von der Anklage behaupteten schärferen Ausdrüde gebraucht und in Gastein oder auf Helgoland zuzubringen; bei den meisten auch der Verschwundenen eingeleitet. Der Weißensee und die ihn um gedroht habe, Hilbig die Ohren abzuhauen. Hilbig wurde ebenfalls der besseren Kräfte reicht die Gage kaum für die alltäglichen Be- gebenden Anpflanzungen sind eingehend durchsucht worden. Auch eidlich vernommen. Er bestritt in seiner Aussage die Richtigkeit dürfnisse des Künstlers und seines leidigen Schattens, des den Orankensee in hohen- Schönhausen haben Ruderer, die sich frei- der Angaben des Angeklagten. Zwei weitere Zeugen wußten wenig Agenten, Einige Theater helfen sich mit Weh und Ach willig zur Verfügung gestellt, abgesucht alles vergebens. Es ist zu bekunden, indessen bestätigte eine Zeugin dem Angeklagten, daß ihre über die Sommermonate hin; ein paar Fremde kommen immer übrigens nicht die Möglichkeit ausgeschlossen, daß Fräulein Beiler Kinder schon von dem Verwalter geschlagen worden seien. Der Angeklagte noch und decken am Ende wenigstens die Unkosten. vielleicht unter fremdem Namen in irgend einem Krankenhause wurde nur wegen Beleidigung des Hilbig zu einer Geldstrafe von sich freilich die Specialitäten- Theater mit ihrem abwechslungsreichen der Umgebung Berlins Aufnahme gefunden hat, da sie den Strapazen 20 m. verurteilt. Die Drohungen, H. die Knochen zu zerschlagen Programm die Gunst des Publikums erobert haben, sieht es aller- eines viele Tage währenden Umherwanderns im Freien kaum ge- und ihm die Ohren abzuhauen, hielt der Gerichtshof für leere dings auch mit dieser Hoffnung immer trüber aus. Zu den mute wachsen sein dürfte, um so weniger, da sie aller Subsistenzmittel Redensarten, die im Urteil nicht zu berücksichtigen feien. vollen Direktionen gehört die des Central Theaters, die ledig gewesen ist. ummidest vid burdandinio gestern sogar mit einer Abwechslung gekommen ist. Nachdem die liebenswürdige Puppe" ihre Schuldigkeit gethan hat, bringt die städtische Pflegekinder hat die Versammlung der Waisenräte und C Leitung des alten Johann Strauß Waldmeister" auf ihr Waisenpflegerinnen in Charlottenburg eine bemerkenswerte Opfer der göttlichen Weltordnung. Aus Dresden wird Operettenrepertoire. Nur wenige Melodien in diesem vor drei Jahren Neuerung beschlossen, indem die Prüfung allein den Waisen- berichtet: In der vergangenen Nacht ermordete der Bauarbeiter herausgekommenen Stück erinnern an die alte Kraft des Walzer- pflegerinnen als geeignetes Feld für ihre Thätigkeit übertragen Ludwig in feiner Wohnung, Altenbergerstr. 25, im Vororte Striefer komponisten; meist schleicht die Musik müde dahin als Illuſtration wurde. Um aber einheitliche Anforderungen in der ganzen Stadt seine Ehefrau und sein jähriges Töchterchen, steckte sodann die der betrübenden Wahrheit, daß die Tage der prickelnden, luſtigen Operette, die sich einst mit Helena" und der Fledermaus" zur Geltung zu bringen, soll die Prüfung durch eine Kommission Wohnung in Brand und entfloh. Frau und Kind wurden heute in die Welt erobert hatte, für immer dahin find. Eine recht gute Frau Schaaf, Dölling, von Studnik, Bonath und Berger gewählt bewirkt werden. In diese Kommission sind die Waisenpflegerinnen frühester Morgenstunde entseglich verstümmelt und verbrannt aufAufführung machte im Central- Theater die Mängel der Musik und & esumnachtung gehandelt, die auf seine schwere Not der noch dürftigeren Handlung vergessen. Freilich war dem Fräulein worden. I age zurückzuführen ist. Er sollte heute aus der Wohnung Gertrud Schwedler aus Stettin, das die Rolle der Sängerin Einen allgemeinen Pensionsfonds für Angestellte und ermittiert werden und hatte noch kein anderes Unterkommen. Pauline übernommen hatte, nicht der fede Ueckermut der hier un- Arbeiter in städtischen Diensten will Potsdam einer Korrespondenz Er war seit 14 Tagen arbeitslos, vermutlich dürfte er auch Selbstvergessenen Frau Kopaczy eigen, doch leistete sie gesanglich billigen zufolge schaffen. Eine bezügliche Vorlage des Magistrats ist der mord begangen haben. Anforderungen durchaus Genüge. Eine drollige Figur schuf Herr Stadtverordneten- Versammlung zugegangen. Sondermann in seinem Professor der Botanit. Hoffentlich hilft " der Waldmeister" das Central- Theater mit einigem Anstand über die Tage sommerlicher Schwüle hinweg. follen. Gerichts- Beitung. Wegen Erpreffung bestraft und doch an Ehrenhaftigkeit das ist hoch über den Durchschnittsordnungsstüten stehend bei Arbeitern selbstverständlich nichts neues. In Hamburg ist Adolf Mehrkens, der Direktor der dortigen Bach- Gesellschaft, gestern gestorben. Viel des Segens. Am Freitag wurde hier ein Werkführer von seiner Gattin mit Vierlingen weiblichen Geschlechts beschenkt. Eins der Kinder kam tot zur Welt, die drei übrigen sind lebensfähig. In Lübeck gerieten Mittwoch auf der Zoll- Petroleumrampe des Im Schiller Theater wird Sonntagnachmittag Der Wider: spenstigen Zähmung" als 5. Vorstellung im Shakespeare- Cyclus gegeben, abends findet eine Aufführung der Frau vom Meere" statt. Für die nächste Woche ist als Novität„ Die schöne Toledanerin" von Lope de Vega in der Bearbeitung von Eugen Babel und„ Die Schulreiterin" angesetzt. Die legte Borstellung in diesem Jahre wird ein Einafter bilden, in dem Ein Streittomitee hatte verschiedenen Meistern einen des Bahnhofes heute Abend mehrere hundert Petroleumzwei in Berlin noch nicht gegebene Stückchen zur Aufführung fommen Lohntarif zur Genehmigung vorgelegt mit der Erklärung, fässer in Brand: trotz des großen Feuers und der mächtigen daß, wenn fie dem Gesuche nicht nachkommen sollten, Rauchentwickelung gelang es, den Brand auf seinen Herd zu be Tas Preisgericht der Ausstellung für Krankenpflege in der die Kommission gezwungen sei, anderweitige Maßregeln zu schränken. Bhilharmonie hat seine Thätigkeit begonnen und hofft seine Arbeit in den ergreifen. Sie wurden wegen Erpressung verurteilt und es ist Auf der kaiserlichen Werft in Riel ereignete fich heute ein ersten Tagen der nächsten Woche zu beenden, so daß voraussichtlich Mitte festgestellt worden, daß unter den anderweitigen Maßregeln Streit tödtlicher Unglücksfall, indem am Bord des Schulschiffes Main einem nächster Woche das Ergebnis wird verfündet werden können. und Sperre gemeint gewesen sei. Die dagegen eingelegte Revision Arbeiter der Kopf zerschmettert wurde. hat das Reichsgericht nach der Deutschen Juristenzeitung" verworfen. Insbesondere die Sperre sei für den Arbeitgeber eine sehr nachteilige Maßregel; damit sei gedroht worden und das Komitee habe damit zwar nicht für sich, aber für die bbie_Arbeiter, also für Dritte, einen Vorteil den höheren Lohn zu er langen gesucht, auf welchen sie nur durch einen neu abzuschließenden Vertrag einen Anspruch erlangen wollten, welcher aber durch Zwang herbeigeführt werden sollte. Eine partielle Sonnenfinsternis, die unter günstigen Bedingungen in Berlin fichtbar ist, findet am Donnerstag, den 8 Juni, morgens in der Zeit von 5 Uhr 48 minuten bis 6 Uhr 46 Minuten statt; der Mond wird etwa ½ des Sonnendurchmessers bedecken. Die Urania Sternwarte wird dem Publikum zur Beobachtung des interessanten Phänomens bereits um 5 Uhr geöffnet werden. Um 5% Uhr hält Herr G. Witt im Theater: faal einen furzen erläuternden Vortrag mit Lichtbildern über Bedeutung und Verlauf der Finsternis. Der gemeldete Raubanfall im Hause Allerheiligenstr. 45 zu Frankfurt a. M. ist von der Kriminalpolizei dahin aufgeklärt, daß die angeblich beraubte Frau die ganze Erzählung erfunden hat, um das Verschwinden des Sparkassenbuches glaubhaft zu machen. Die Frau gestand, sie habe sich die eine Hand selbst an den Fußboden genagelt und darauf die andere in die bereitgehaltenen Fesseln geſtedt. Ein scheußlicher Kindesmord erregt in Friedeberg in der Neumark in hohem Maße die Gemüter. Durch amtliche Ermittelungen ist folgendes festgestellt worden. Vor eiwa drei Wochen genas die unverehelichte, in der Fabrikengasse wohnhafte H. eines Kindes, dessen Geschlecht nicht festzustellen ist. Da ihr das Kind sehr im Wege war, hat die unnatürliche Mutter dasselbe wenige Tage nach der Gebirt im Ofen verbrannt. Als die Behörde von dem Kindesmorde Kennt Ein Abenteuer im Café National beschäftigte gestern das nis erhielt, wurde die Mutter verhaftet. Beim Verhöre gestand sie hiesige Schöffengericht in einer gegen den Zahlkellner Seidl, den nach hartnäckigem Leugnen den begangenen Mord auch zu, gab aber Geschäftsführer des Cafés, Wedel, und den Kellner Muth ge- an, die Stindesleiche auf dem Galgenberge vergraben zu haben. Da richteten Anklage wegen gemeinschaftlicher Körperverlegung. die angestellten Nachgrabungen aber resultatlos blieben, hat die 3wei Jünger der Rechtsgelahrtheit machten es wie so viele andere Rabenmutter endlich eingestanden, ihr Kind im Ofen verbrannt zu junge und alte Leute: fie begaben sich eines Abends, nachdem sie mehrere haben. Feuerbericht. Donnerstagnachmittag wurde die Feuerwehr Wenn solches den Arbeitern Unternehmer find bekanntlich in nach dem Bleichröderschen Bankhause in der Behrenstraße ge- ähnlichen Fällen noch nie bestraft worden schon heute passiert, rufen. Hier war durch Kurzschluß der elektrischen Leitung im so wird unter dem Fleisch und Blut gewordenen 3uchthaus Konferenzfaale ein Deckenbrand entstanden, der jedoch noch recht- gese derjenige Arbeiter, der unter seinesgleichen als ehrenzeitig unterdrückt werden konnte. In der vorhergehenden Nacht war haft gilt und noch nicht bestraft ist, als Rarität ins Panoptikum Fennstraße 33 ein Zimmerbrand abzulöschen, der fast die ge- fommen. famte Einrichtung zerstörte. Durch Unvorsichtigkeit beim Gasanzünden gerieten Neue Roßstraße 17 die Gar dienen eines Schaufensters Feuer; indes gelang dessen Dämpfung, bevor der Ladeninhalt in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Alarm nach Golzstraße 23 auf Schöneberger Revier war veranlaßt durch in Brand geratene Wäsche im Badezimmer. Granseer straße 4 hatte glühende Asche unter der Kochmaschine die Dielung in Brand gesezt, ohne jedoch erheblichen Schaden anzurichten. TISC Aus den Nachbarorten. Der Socialdemokratische Verein von Nieder: Schöneweide Johannisthal hält seine Mitgliederversammlung am 3. Juni, abends 8½ Uhr im Lokale des Herrn Strecker in Nieder- Schöneweide ab. Schoppen mit einander geleert hatten, zum Schluß noch in das Café Duellprügelet mit tödlichem Ausgang. Infolge eines in National, um dort noch ein halbes Stündchen zu verplaudern. Plöß- Klausenburg in einem Kaffeehause entstandenen Streites fand lich segte sich eine der in diesem Café heimischen Damen" dem zwischen dem Professor Oberschal und dem Gutsbefizer Kutnoky ein einen Referendar unmittelbar an die Seite und als dieser sie nicht pistolenduell statt, bei dem letzterer durch einen Schuß in den Kopf beachten wollte, wurde sie böse und behauptete plöglich, der Herr sofort getötet wurde. fäße auf ihrem Kleide. Sie rief auch ohne weiteres den Kellner Muth herbei, dieser fühlte sich gedrungen, dem Referendar, der absolut nichts Wegen eines Falles von gelbem Fieber in New- Orleans verbrochen hatte, dringend anzuraten, sich anständig zu benehmen." hat die Stadt Texas für Herkünfte aus New- Orleans eine QuaranAls er darauf eine abweisende Antwort erhielt, wurden der Ge- täne angeordnet. Rigdorf. Die Stadtverordneten- Versammlung beschäftigte sich schäftsführer und der Zahlfellner herbeigerufen und nun wurde- Aus Stuttgart wird berichtet: Bei Groß Gartach wurde die gestern mit der Verfügung des Magistrat, durch die ihrem Submissions- wie der Staatsanwalt gestern meinte, in der dort üblichen" Lehrerin Fräulein Gilbert aus Konstanz auf dem Wege zur Bahn beschlusse vom 13. April die Zustimmung versagt wird.( Siehe Weise ( Siehe Weise der junge Mann gewaltsam hinausbefördert und von einem Strolch angefallen und als sie sich zur Wehr setzte, " Vorwärts" vom Dienstag.) Nach langer Debatte wurde beschlossen, eine hinter dem den Eingang abschließenden Vorhange mit Faust niedergestochen. Der Thäter ist festgenommen. gemischte Kommission zum Zwecke einer Verständigung zu bilden. schlägen regaliert. Der Staatsanwalt erachtete diesen Thatbestand Triest. Provenienzen aus Alexandrien unterliegen wegen Die Versammlung wählte neun Herren dazu, darunter die Genossen durch die Beweisaufnahme für festgestellt und beantragte gegen Bestgefahr einer siebentägigen Quarantäne einschließlich der Fahrzeit. Regerau, Mitschte und Wa ch. jeden der Angeklagten zwei Monate Gefängnis, da es Die in Alexandrien festgestellte Strankheit ist einfache, nicht Aus Rigdorf. Vor kurzem wurde, wie wir berichteten, ein im öffentlichen Interesse liege, das Publikum, welches öffentliche ansteckende Beulenpest. Der epidemische Charakter ist in keinem Knabe von einem jungen Burschen auf dem Tempelhofer Felde an- Lokale besuche, vor derartigen Excessen der Angestellten zu schüzen. Falle vorhanden. In Kairo und den Provinzen ist, im Gegensatz zu Der Gerichtshof war derselben Ansicht, war jedoch andererseits anderslautenden Gerüchten, kein solcher vorgekommen. Die Stimmung gefallen und des Gelbes wig her, br beraubt helpolizei fost der Meinung, daß man an ein Lokal, wie das Café National, wo auker der verschiedenen Bevölkerungsklassen gefalle In Thäter, ein gewisser Paul Wittke, von Kriminalpolizei gewissen Damen des Abends zumeist Herren in angeheiterter Alexandrien famen im letzten Monat mur 9 Pestfälle vor. Sieben genommen und in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. gewissen Damen des Abends zumeist Herren in angeheiterter Alexandrien famen Wegen Sittlichkeitsvergehens gegen ein dreizehnjähriges Mädchen Stimmung zu verkehren pflegen, einen anderen Maßstab legen müsse, der Erkrankten wurden geheilt oder befinden sich auf dem Wege der als an andere, anständige Cafés. Der Gerichtshof verurteilte Seidl zu 300 m. Geldstrafe event. 30 Tagen Gefängnis, Muth zu 150 M. Geldstrafe event. 15 Tagen Gefängnis. wofür ich bantend quittiere. Wedel wurde mangels ausreichender Beweise freigesprochen. der Kopfstraße der Maurer Th. aus wurde verhaftet. über dessen Der ehemalige Droschkentutscher Matausch, Berhaftung wegen eines Ueberfalles auf ein junges Mädchen wir gestern berichteten, hat sich nachträglich auch als ein gefährlicher Zeichenfledderer entpuppt. Mehrere derartige Fälle sind bereits festgestellt, bezüglich anderer schwebt noch die Untersuchung. Die Genesung. Für den Ziethenfonds erhielt ich durch A. Gerisch aus Suhl 4,20 m., Berlin, 1. Juni 1899. W. Liebknecht. Marktpreise von Berlin am 31. Mai 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 16,30 15,-Schweinefleisch. 1 kg Weizen * Roggen * Futter- Gerste Hafer gut " 15,40 14, Kalbfleisch " " 1,60 1,10 1,80 1, " 13,50 12,80 Sammelfleisch " 1,60 0,90 15,60 15,10 Butter 2,60 2, " mittel " 15,- 14,50 Gier 60 Stüd 3,60 2, 14,40 14, Karpfen 1 kg 2, 1,20 4, 3,50 Aale 2,80 1,40 6,80 4,20 Bander " " 2,60 1, 40, n 25, Hechte " 2,20 1,20 50, 25, Barsche " " 1,60 0,80 70, 30, Schleie " " 2,80 1,20 6, 4,- Bleie 1,20 0,80 1,60 2,50 1,20 1, gering Richtstroh Heit Erbsen †) Linsen Speiſebohnen Rartoffeln, neue Rindfleisch, Keule 1kg do. Bauch " 1,20 Strebje per Schock 12, *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. LandwirtNotierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium schaftskammer für den Doppel- Centner. †) Kleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 1. Juni. Weizen und Roggen gaben bis nach. Hafer und Mais lagen ebenfalls schwach. Rüböl dagegen ziemlich fest. Am Spiritusmartt blieb Geschäftsstille vor: herrschend, doch konnte sich die Tendenz behaupten. Angeboten waren 73 000 Liter 70er Ware, die wie gestern mit 40 m. gehandelt wurden. Der Terminmarkt verkehrte zu gestrigen Wertnotierungen fest. Wie notwendig es ist, daß ein gewiffer Sittlichkeits paragraph im Strafgesetzbuch beseitigt werde, zeigt ein Vorfall, über den uns folgender Gerichtsbericht zugeht: Dem Sumpfe der Die Aufnahme einer Anleihe von einer Million Mark Großstadt entsprossen war eine aus acht Köpfen bestehende Bande hat die Gemeindevertretung von Groß- Lichterfelde in ihrer letzten Sitzung beschlossen. Diese Summe wird ausschließlich im jugendlicher Erpresser, deren Thaten gestern der Prüfung der Interesse der vorzunehmenden Kanalisation des Ortes Ver- 3. Straffammer unterlagen. In Berlin giebt es eine Unzahl von wendung finden. Der Kaufpreis des zu Riefelzweden zu erwerbenden höchst gefährlichen Burschen, die sich in freundlicher Weise Fremden, Rittergutes Werben beträgt allein schon 525 000 m. Infolge des die ohne Begleitung durch die Straßen Berlins ziehen, oder anderen einzelnen Herren nähern, mit ihnen Bekanntschaft Einspruches der Gegner der Kanalisation hatte am 27. April dann unter allerlei versteckten und offenen dieses Jahres eine Besichtigung des Gutes Werben durch eine anknüpfen und Drohungen Gelder von ihnen zu erpressen wissen. Ministerial- Kommission stattgefunden. Diese verlangt von der Gemeinde noch den Nachweis, daß der Untergrund des Gutes auch gestern auf der Anklagebank erschienenen Verbrecher dieser Art, die über die Tiefe der Bohrlöcher hinaus aufnahmefähig ist, sowie schließlich allesamt von dem Kriminalkommissar v. Tresckow feſtweitere Aufschlüsse über die Grundwasser und Vorflutverhältniffe. genommen worden find, haben die Erpresserschraube gegenüber einem Offizier und einem Professor einer auswärtigen Universität Gemeindevorsteher Schulz gab in der Sitzung die Erklärung ab, in unerhörtem Maße angezogen. Zu dem letzteren reisten die Mitdaß an die Kommission in einigen Tagen ein Bericht abgehe, der sie sicher glieder der Bande wiederholt hinüber, erpreßten von ihm wieder befriedigen werde. Das Botum der Ministerial- Kommission dürfte dahin lauten, daß Werben zur Berieselung geeignet erscheine. Ein Anholt Gelder und lockten ihm schließlich 1000 m. aus der Tasche, antrag des Gemeindevorstandes auf Herbeischaffung eines Betriebsfonds geblich um damit nach Amerifa auszuwandern. Die VerHandlung, welche bei geschlossenen Thüren geführt wurde, von 100 000 M. wurde vielseitig bekämpft und schließlich zurück- endete mit der Verurteilung des Kellners Georg Kubidi zu gezogen. Bemerkenswert ist noch die Abtretung von 8 Quadratruten Landes an den Hauptmann Cremat für dessen Geflügelzucht- Unter- einem Jahr Gefängnis, des Schreiberlehrlings Gebers nehmen zu dem auffallend niedrigen Preise von 25 M. pro Quadrat- 34 9 Monaten, des Buchbinders Oskar Gleisberg zu 1 Jahr 6 Monaten, des Goldarbeiters Staupe zu 2 Jahren, des rute. Diese Noblesse der Gemeinde Privatbesigern gegenüber er Stellers Hans Haud zu 2 Jahren, des Kutschers Otto scheint umsoweniger angebracht und unbegreiflich, als die Gemeinde chudardt zu 3 Monaten, des Kellners Herm. Strahl zu in umgekehrten Fällen, wo sie von Privaten Grund und Boden zu 2 Monaten und des Kellners Mar Paul zu 9 Monaten eriverben gezwungen ist, geradezu exorbitante Preise bezahlen muß. Bei der Erwerbung eines Grundstüdes für das zu errichtende Amts- Gefängnis. Ein neunter Angeklagter wurde freigesprochen. gerichtsgebäude wird die Probe auf das Erempel gemacht werden Mieterfreuden. Wegen Beleidigung und Bedrohung hatte sich tönnen. gestern der Kassenbote Glies che vor dem Schöffengericht I. Abteilung 131 zu verantworten. Es wurde ihm vorgeworfen, daß er Ein schwerer Schicksalsschlag hat die Familie des Gastwirts ben Hausverwalter il big aus dem Hause Swinemünderstr. 91 mit und Hausbesizers Goldader aus der Residenzstraße Nr. 27 zu einigen Schimpfnamen bedacht und erklärt habe, er werde ihm die Knochen Reinidendorf getroffen. Goldader geriet am Sonnabend mit einem Arbeiter, den er entlassen wollte, wegen der Versicherungs- entzweischlagen und die Ohren abreißen. Gliefche führte dagegen marken in Streit. Als er ihn aufforderte, sein Haus zu verlassen, aus: Seitdem er es durchgesezt habe, daß Hilbig als Hausverwalter in seiner Wohnung verschiedene Reparaturen habe veranlassen ergriff der Arbeiter in der Wut einen Spaten und spaltete Goldader müssen, prügele dieser Verwalter fortgefeßt seine, des Anmit einem wuchtigen Hiebe den Schädel. Frau Goldader, die feit längerer Zeit herzleidend war, sah als unfreiwillige Zeugin dem geklagten Kinder. Seine zehnjährige Tochter habe er so gegen den Kopf geschlagen, daß fie mehrere Nächte nicht schlafen. blutigen Vorfalle zu. In der Aufregung wurde sie vom er tonnte. Und mit seinem vierjährigen Knaben habe er zum Arzt fchlage gerührt, brach zusammen und starb auf der Stelle. Gold- gehen müssen, nachdem H. den Jungen gegen die Ohren geschlagen ader, der zunächst in Reinickendorf behandelt wurde, mußte jeßt nach habe. Der Arzt habe festgestellt, daß das Gehör des Kleinen gelitten Swinembe. 768 Berlin in ein Krankenhaus gebracht werden, da nur eine Operation Hamburg habe. Auch sei Hilbig gelegentlich einer schon ausges 769 WNW 3Heiter Berlin ihn vielleicht retten tann. Er liegt auf den Tod danieder, während führten Klosett Reparatur in feine Wohnung einge- Wiesbaden 7710 2 wolfen! 11 Aberdeen seine Frau gestern beerdigt wurde. End), bit brungen, obwohl seine Frau, die erst wenige Tage vorher München 771 SO 2h1b.beb. 15 Paris 769 Still Die vermißte Kunstschülerin, Fräulein Gertrud Beiler. welche, entbunden worden sei, fich dagegen gefträubt habe. Infolge der Auf- Wien -hlb. bed. 14 toie berichtet, nach ein au ihre Angehörigen gelangenden Mitteilung regung sei seine Frau schwer erkrankt. Darüber sei er natürlich sehr Wetter Prognose für Freitag, den 2. Juni 1899. Etwas wärmer, troden und vielfach heiter, zeitweise woltig bei am Montagnachmittag in Neu- Weißensee gesehen worden sein aufgeregt gewesen, und er habe sich dazu hinreißen lassen, Hilbig eine Berliner Wetterbureau. foll, ist auch dort vergeblich gesucht worden. Die aus zehn Mann Memme zu nennen und zu erklären, er werde ihm die Ohren reiben, I schwachen füblichen Winden. Briefkasten der Redaktion. Tie juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8%, Uhr abgehalten. 3. 14. Sie meinen wahrscheinlich die von Ludwig Hercher in Chars lottenburg geschriebene Broschüre„ Die Entwidelung Groß- Berlins im Weſten", verlegt in der Krabbenschen Buchdruckerei, Koblenz, Rheinſtr. 11. Jede Buchhandlung besorgt Ihnen dieſe Schrift. Witterungsübersicht vom 1. Juni 1899, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm 7719 Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° C.= 4º R. Stationen Barometer Winds richtung Windstärke Wetter 4h1b.beb. 13 Haparanda 755 NNM 4hlb. bed. 2wolfenl 11 Petersburg 757 WNW 2bebedt 13 Cort 765 SO 768 NO 770 Still Temp. n. G. 16° C.= 4° R. 77526 4 heiter 2hlb. bed. -wolkenl. 15 12 16 Große öffentliche Versammlung Achtung! am Freitag, den 2. Juni, nachmittags 3 Uhr, Former. Achtung! Neu- Weißenfee. Allen denen, die meinen lieben Mann Emil Scharf die Tette Ehre erwiesen, den Chefs der Firma Gurlt, Friedrichstraße, den Meistern und Kollegen, welche schon während der langen Krankheit meines Mannes ihre herzliche Teilnahme bewiesen, fo wie dem Verband der deutschen Metall arbeiter für die herrlichen Kranz nadod redova spenden, sage ich meinen innigsten Dank. Witwe Scharf nebst Kindern. der streifenden Steinsetzer Sonntag, den 4. Juni, mittags 12 Uhr, in Kellers Festsälen, Stoppenfir. 29: im Saale des Herrn Nümann, Brunnen. Straße Nr. 188. Grosse öffentliche Versammlung 1748 der Former und Berufsgenossen. Tages Ordnung: Die Bedingungen der Innung über die beantragte Einigung vor dem Gewerbegericht. gondo Die Lohnkommission. J. A.: F. Kopras, Puttbuserstr. 46. Istlimotius solle Kistenmacher. Tages Ordnung: 1. Kenntnisnahme der Urabstimmung. 2. Beschlußfaffung über die weiteren Schritte, i mollapal die wir zu unternehmen gedenken. 3. Verschiedenes. Om Kollegen! Der Feen- Palast und Stecherts Botal waren nicht zu haben, wir mußten deshalb Kellers Festsäle nehmen. Die Fahrverbindung ist von allen Stadtteilen Berlins sehr günstig, mit der Stadtbahn wie 61/11 Der wichtigen Sache Halber ist es nötig, daß Ihr, Mann für Mann, von jeder Werkstelle erscheint. J. A.: August Plath. Am Sonnabend, den 3. Juni, abends 82 Uhr, im Lokal auch mit der Pferdebahn. des Herrn Stechert, Andreasstraße 21: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die letzte Maßregelung bei Fehfe. 2. Unsere Agitation. 3. Ver fchiedenes. Um pünktliches Erscheinen aller Kollegen bittet Der Vorstand. 94/17 Am Sonntag, den 11. Juni findet die Besichtigung der SternAchtung! MAURER. Achtung! Sonntag, den 4. Juni, vormittags 10 Uhr, Alexanderstraße 27e; Versammlung Jeder Raucher! einer guten Cigarre wird bei eins maligen Versuch meiner konkurrenzs lofen hochfeinschmeckenden und tabellos brennenden Cigarren( Cuba- Pflanzer) zweifellos befriedigt sein u. ständiger Kunde bleiben. Ich versende nach allen Orten gegen Nachnahme frei ins Haus ohne weitere Unkosten: 300 Std. f. M. 5,50, 500 Std. f. M. 7,70, 1000 Std. f. M. 14,30. wenn nicht gut, Umtausch Garantie! gestattet ob Betrag zurück. J. Keppeler u. warte ſtatt. Billets zum halben Preiſe ſind an den bekannten Stellen zu des Vereins zur Wahrung der Jnteressen der Maurer Berlins und Umgegend. Cigarrenfabrik. Importenlager haben. Verein der Bauauschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 4. Juni, vormittags 10% Uhr, im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstrasse 33: General- Derlammlung Tages- Ordnung: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über:" Was hat der Tuberkulose- Kongreß dem Proletariat gebracht?" 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Augsburg. Bierverlag 129/11 fofort billig zu verkaufen bei plis, Bergmannstr. 62. 3136 Centralverband der Maurer Deutschlands Neue freie Volksbühne. ( Zahlstelle I. Berlin).io Am Sonntag, den 4. Inni, vormittage 11 Uhr, im Lokal Sonntag, den 11. Juni, nachmittags 2 Uhr: Vereins. Arminhallen", Kommandantenstr. 20: 1. Aufnahme nener Mitglieder. 2. Abrechnung des Vergnügungs- hir tomitees. 3. Antrag Schröder. 4. Arbeitslosen- Unterstüßung. 5. Ver schiedenes und Fragekasten. 33/6 ris Beiträge werden nur zwischen 10-11 Uhr entgegengenommen. Der Vorstand. Die Dampferpartie findet am 17. Juli statt. Gravenre, Ciseleure! 9 Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Ist der Streiffonds obligatorisch bei uns einzuführen? 2. Die gegenwärtige Situation in unserem Gewerbe. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 134/12 Die örtliche Verwaltung. im„ Dresdener Garten", Dresdener Straße Nr. 45: Achtung! Manrer. Achtung! Oeffentliche Versammlung Sonntag, den 4. Juni, nachmittags 6 Uhr: der Graveure, Ciseleure und verw. Berufsgen. Oeffentl. Versammlung mit Frauen Berlins und Umgegend. de comm Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Wolfgang Heine über:„ Reaktionäre und fortschreitende Bestrebungen auf dem Gebiete des Strafrechts und Strafprozesses." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen! Ju Anbetracht der Hochwichtigen Tagesordnung ist es un bedingte Pflicht eines jeden organisierten Stollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Kollegen! In allen Werkstätten agitiert für guten Besuch dieser öffentlichen Versammlung. Die Versammlung wird pünktlich 9 Uhr eröffnet. Stassierer der Filiale anwesend. 369b Der Vertrauensmann: P. Hoffmeister. id Achtung, Lertilarbeiter! Sonntag, den 4. Juni, nachmittags 22 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Große öffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frant Mesch über: Haben die Frauen ein Interesse an der Besserstellung unserer wirtschaftlichen Verhält: nisse? 2. Diskussion. Nachdem: Gemütliches Beisammensein. Guten Besuch erwartet Der Einbernfer. J. A.: Aug. Helterhoff. Vorstellung im Ostend- Carl Weiss- Theater: Der Störenfried. 156/8 Lustspiel in 4 Akten von R. Benedix. Nächsten Sonntag, den 4. Juni, abends 8 Uhr: Extra- Vorstellung im Schiller- Theater: Die Frau vom Meer, Schauspiel in 5 Akten von H. Ibsen. Karten sind nur bis Sonnabendabend in den Zahlstellen und bei Unterzeichnetem zu haben. Besonders sei noch darauf aufmerksam gemacht, dass diese Extra- Vorstellung am Abend stattfindet. I. A.: Ad. Löhr, Kassierer, Ackerstr. 38 II. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Am Sonnabend, den 3. Juni, abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Ein Ausblick in den Bau 132/18 des Weltenalls". 2. Diskussion. 3. Die Beschlüsse der Berliner Gewerk schaftskommission. 4. Vereinsangelegenheiten. Bitte die Kollegen, pünktlich zu erscheinen. 141/20 Am Montag, den 26. Juni, im Lokal des Herrn Kliem, Hasenhaide Nr. 14-15: Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin I. Sonntag, den 4. Juni 1899, vormittags 10% Uhr: Mitglieder- Versammlung in Feuersteins Festsälen( oberer Saal), Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Die letzten Konferenzbeschlüsse. 2. Unser Begräbniswesen. 3. Verbandsangelegenheiten. 32/14 Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. aller in den Färbereien und Appretur- Anstalten bestmis tulajdo schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Auf was wir stolz sind". 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Alle Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, recht zahlreich zu er 197/16 Scheinen. 18ur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Der Vertrauensmann. Die Ortsverwaltung. Achtung! SOMMERFEST. Billets à 20 Pf. find zu haben bei den Kollegen Scheunemann, Ramphausenstraße 3, und im Arbeitsnachweis Naunynstraße 78 bei Herrn Grundmann. Der Vorstand. Neue Mühle bei Königswusterhausen. Zu Dampfer- und Landpartien vorzüglich geeignet. Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Otto Beyers Restaurant„ Zur Schleuse:" sd Deutschlands. Zahlstelle Berlin III. Sonntag, den 4. Juni, vormittags 11 1hr, bei Kranz, Badstr. 12: бли Versammlung. Auf der Tages- Ordnung stehen Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Stellungnahme zum Sommerfest. Um regen Besuch bittet Verein der Zimmerer Achtung: Berlins und Umgegend. Festfälen, Beuthstraße 21: Die Ortsverwaltung. J. A.: O. Schmidt. 3826 Achtung! Vertrauensmänner- Centralisation Sonntag, den 4. Juni 1899, vormittags 10 Uhr, in Cohns der Bauarbeiter Berlins und Umgegend. Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. im Lokal Englischer Garten", Alexanderstr. 27e: Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Einführung eines Arbeitsnachweises für die Zimmerer Berlins und der Vororte. 2. Vereinsangelegenheiten. Wegen der Wichtigkeit obiger Tagesordnung ist es absolut erforderlich, daß sämtliche Mitglieder anwesend sind. Der Vorstand. NB. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Sonntag, den 4. Juni, mittags 12 Uhr, Oeffentliche Versammlung 1. Bortrag bes Genofen cater über:- Gewerkschafts- Organisationen". Tages 2. Distussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. 257/9 31/7 Der Vertrauensmann: Fritz Krüger. Steinarbeiter! 1000 Personen fassend. Kegelbahnen. Kaffeeküche. Voltsbeluftigungen. Für Vereine und Fabriken coulanteste Bedingungen. 317b Einzige Dampfer- Anlegestelle in Nene Mühle. Jeden Morgen von 7 Uhr an Verkauf von Knochenfleisch, Schinkenknochen, Liesen und Rüdenfett( 50 Bf. pro Bfund), Blut- und Leberwurst, sowie aller übrigen Wurstwaren su sans billigen Preisen. zu ganz Wurstfabrik mit Dampfbetrieb,[ 3846 Wilhelmstrasse 56, Hof. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahn1,50 M. 1 M. Zähne 2 M. ziehen 1 M. Plomben Leipzigerstr. 22. Sprechst, 9-7. Zahnarzt Wolf, | frei.SW. Simeon str.[* Verband der Sattler und Tapezierer Charlottenburg. Vereinszimmer far. 23. A. Flick.(*" Verband der Sattler und Tapezierer Filiale Berlin I. Sonntag, den 4. Juni, mittags 1 Uhr, im Lokal ,, Victoria: Säle", Sonnabend, den 3. Juni, abends 9 Uhr, im„ Englischen Hof", Moabit, Perlebergerstr. 13/14, vis- a- vis der Feldzeugmeisterstraße: Oeffentliche Versammlung Tages Ordnung: 01. Bierteljahrs- Abrechnung und Bericht der Revisoren. 2. Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg- Berlin und Disfuffion. 3. Beschlußfaffung über eventuelle Neuwahl eines Vertrauensmannes. 4. Berschiedenes. 172/11 Der Vertrauensmann. Schäftearbeiter und-Arbeiterinnen! Am Sonnabend, den 3. Juni, abends 8½ 1hr, im Lokal des Herrn Pafter, Inselstraße 10: Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: Bortrag des Ginoffen Hoffmann über:" Auf was wir ſtolz find? 4 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Einberufer. 171/4 Achtung! Stuccateure. Achtung! Am Montag, den 5. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Was lehrt uns die letzte Bewegung? 173/13 2. Welche weiteren Maßregeln ergreifen wir zur vollen Erringung unferer Forderungen? 3. Diskussion. Die Kollegen von Hauer sind zu dieser Versammlung eingeladen. Zahlreichen Besuch erwartet Neue Noßstraße 3: Mitglieder Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zur Agitationskommission für Berlin. 4. Verschiedenes. [ 156/16] Der Vorstand. Achtung! Bauarbeiter Friedrichsbergs und Imgegend. M. Wilmersdorferstrasse 127, Uhrmacher und Goldarbeiter. Großes Lager von Uhren und Goldwaren zu äuß. bill. Preisen. Optische Artikel. Ohrlöcher werd. schmerzlos gestochen. Mech. Musikwerke zum Drehen und selbstspielend. Specialität: Herophon, Manopan, Libelle Celesta. Verband der Van, Erd- n. gewerbl. Hilfsarbeiter Harmonikas u. Musikwaren Deutschlands( 3ahlstelle Friedrichsberg). Am Sonntag, den 4. Juni, vormittags 11 Uhr, im Lokal des Herrn Höflich, Frankfurter Chauffee Nr. 120: Mitglieder- Verlammlung Ordnung: 1. Wahl ber gefammten getsverwaltung und der Revisoren. 2. Ber: 32/13 bandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um regen Besuch bittet Die provisorische Ortsverwaltung. J. A.: Oskar Böttcher. Berichtigung! Der nene Abendkursus der ,, Elektra" beginnt Montag, den 5. Juni, abends 8 Uhr( nicht Sonnabend) zur Ausbildung von Elektromonteuren, Installateuren, Maschinisten, Zeichnern 2c. Dauer 6 Monate, Honorar 6 Mart monatlich. Leicht: faßliche Lehrmethode, Erfolg garantiert. Jeder Schüler kann während dieser Zeit zugleich am praktischen Unterricht teilnehmen. Stellungsnachweis. Abgangszeugnis Anmeldungen schleunigst im Bureau der Elektra", Prinzen- Strasse 55 I ( gegenüber der Turnhalle). Telephon: Amt IVa Nr. 6006. Man verlange Prospekte, Lehrplan. Der Vorstand. 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Er wie Görnig konnten unter Aufwomit sich der Ausschuß der Gewerkschaftskommission sowie diese zählung der beteiligten Arbeitgeber, die vorwiegend InnungsDie Schuhmacher hielten am Montag im„ Englischen Garten" selbst bereits mehrfach befaßt haben, weil die Bezahlung und Behand- mitglieder sind, die erfreuliche Mitteilung machen, daß die aufeine öffentliche Versammlung ab, die leider nur mäßig besucht war. lung der etwa 300 von ihr beschäftigten Arbeiter immer unerträg- gestellten Forderungen mit teilweisen Abänderungen, je nach den Die bisherigen Delegierten bei der Gewerkschafts- Kommission, licher werden. In nächster Zeit werde sich die Gewerkschaftskommission Berhältnissen, zum größten Teil bewilligt seien. Hierbei ist zu beHamacher und Herrmann, erstatteten Bericht über ihre wiederum mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen haben. Um die merken, daß viele Arbeitgeber erst vom Montag bewilligt haben. Thätigkeit sowie über den Verlauf der Lohnbewegung im verflossenen Berliner Arbeiterschaft auf's neue für die bei dieser Firma beschäf- Auch für die Hilfsarbeiter sind erhebliche Lohnaufbesserungen erzielt Jahre. Für die Schuhmacher seien leider die gehegten Voraus- tigten Arbeiter und die Schuhmacher im allgemeinen zu interessieren, worden, wodurch diesen der Wert der Organisation fühlbar fegungen um Aufbesserung der Lohnverhältnisse nicht in vollem Um sollen zu diesem Zweck in nächster Zeit in allen Stadtgegenden gemacht wurde. Nach längerer Besprechung beschloß die Verfang eingetroffen. Es müsse daher versucht werden, die gegen Berlins Volksversammlungen einberufen werden. sammlung, daß die Lohnkommission sofort eine abermalige wärtigen günstigen wirtschaftlichen Verhältnisse in anderen Berufen Im Verlaufe der hierauf folgenden Besprechung erklärten fich Aufforderung an alle diejenigen Arbeitgeber zu richten habe, auch für die Schuhmacher zu geeigneter Zeit auszunügen, um das einige Redner mit obigen Ausführungen einverstanden und erwarten, die entweder garnicht oder nur bedingungsweise Lohnaufbefferungen jenige nachzuholen, was man bisher versäumt habe. Was die be- daß man gegen die Firma Tack u. Cie. nachdrücklicher als bisher und den Neunstundentag bewilligten. Ane Arbeitsuchenden sind verreits erfolgte Anstellung eines zweiten befoldeten Beamten bei dem vorgehen möge. Eine Anfrage, ob es wahr sei, daß die Firma eine pflichtet, bei denjenigen Arbeitgebern, die bisher nicht bewilligt Gewerkschaftsbureau und den Bau des neuen Gewerkschaftshauses Filiale in Strausberg errichtet habe und zugleich Zuchthaus haben, teine Beschäftigung anzunehmen. Unter" Verschiedenes" anbelangt, sei es unter den gegebenen Umständen wohl angebracht, arbeit einführen wolle, wurde dahin beantwortet, daß es sich hierbei wurde aus Anlaß der von dem früheren Rendanten bei der von der bisherigen ablehnenden Haltung, welche die Schuhmacher um Uebernahme des dem Schwiegersohn gehörigen Geschäfts handle, Juuungskrankenkasse verübten Unterschlagungen, die eine Erhöhung im allgemeinen diesen Forderungen gegenüber eingenommen haben, wo die betreffenden Arbeiter schon seit langer Zeit einen der Krankenkassenbeiträge zur Folge hatten, barauf hingewiesen, daß abzulassen und die von der Gewerkschaft beanspruchte Unterstüßung Vorgeschmack vom Zuchthauskurs haben. Es gelangte sodann die bei Innungsmeistern arbeitenden Dachdecker in Zukunft sich mehr zu gewähren. Mit dem von den großen Gewerkschaften der Metall ein Antrag: die auf die Gewerkschaft der Schuhmacher entfallenden um die Einrichtung der Krankenkaffe fümmern, und die Versammarbeiter, Buchdrucker und Holzarbeiter 2c. angestrebten Abstimmungs- Kosten für das Gewerkschaftsbureau in Höhe von 90 M. zu belungen derselben öfter und zahlreicher besuchen möchten. Ferner verhältnis durch Delegierte entsprechend der Zahl der Organisierten willigen, gegen eine beträchtliche Minderheit nach zweimaliger Ab- wurde am Schluß der Versammlung auf die am kommenden könne man sich aber noch nicht einverstanden erklären, da die Stimmung zur Annahme. Als Delegierte zur Gewerkschaftstonimission Sonntag stattfindende Vereinsversammlung in der Weinstraße auffleineren Gewerkschaften darunter leiden müßten. Für die nächste werden Herrmann und Borghagen ernannt. mertjam gemacht. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 2. Junt. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Urania Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr: Im Theater: Vom Matterhorn zur Jungfrau Invalidenstr. 57/62: Central Theater Direftion: José Ferenczy. Waldmeister. Operette in dret Aften von G. Davis. Mufit von Johann Strauß. Morgen und folgende Tage: Waldmeister. Puhlmanns Schauspielhaus. Goldfische. An Tägl. Sternwarte. Vaudeville- Theater fang 72 Uhr. Deutsches. Die Gefährtin. Der grüne Kakadu. Paracelsus. Anfang 7 Uhr. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Con Passage- Panopticum. troleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Anfang 8 Uhr. Westen. Geschlossen. Gentral. Belle Alliance. Onkel Waldmeister. 712 Uhr. 3 Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Anfang Bräfig. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Nachtomnibus Controleur. 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Stuhlverstopfung Kolifschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie und deren unangenehme Folgen, wie Betlemmung, Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein behebt Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus deut Magen und den Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung eines tranthaften Zuſtandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit unter sind meist die Folge sthlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und nervöser Abspannung und Gemüthsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlafs losen Nächten, fiechen oft solche Krante langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der ge: schwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Berdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel träftig an, beschleunigt und verbessert die Blut: bildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten Lebenslust. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter- Wein ist zu haben in Flaschen à 1,25 und 1,75 m. in sämmtlichen Apotheken von Berlin und Berlins Vororten, sowie in Preußen, ganz Deutschland und im Auslande in den Apotheken. Auch versendet die Firma ,, Hubert Ullrich, Leipzig, Weststraße 82", 3 und mehr Flaschen Kräuter- Wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto: und fistefrei. Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich'schen Kräuter- Wein. Mein Kräuter- Wein ist kein Geheimmittel; seine Bestandtheile sind: Malagawein 440,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rothwein 240,0, Ebereschensaft 150,0, Kirschfaft 320,0, Manna 30,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerit. 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