Sosialdemokrat ZENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRUH. REDAKTION UND VERWALTUNG PRAG XII., FOCHOVA 62. TELEFON 53077. HERAUSGEBER: SIEGFRIED TAUB, VERANTWORTLICHER REDAKTEUR: DR. EMIL STRAUSS, PRAG. 16. Jahrgang Sonntag, 29. März 1936 Als Hans Krebs noch Falschgeld Eine zeitgemäße Reminiszenz zur Reichstags ,, wahl" in Umlauf setzte... Auf der Liste der Reichstagskandidaten der NSDAP, die heute zweifellos gewählt werden, befinden sich bekanntlich auch drei ehemalige tschechoslowakische Hakenkreuz- Parlamentarier, die Herren Krebs, Jung und Schubert. Offenbar soll diese Auszeichnung ein Pflaster für die unbeschreiblichen Märtyrerqualen sein, die diese Herren so lange Jahre hindurch in der Tsche= choslowakei erdulden mußten. Man stelle sich nur vor, wie namentlich Herr Krebs gelitten haben muß, als er durch fast anderthalb Jahrzehnte den loyalen tschechoslowa tischen Staatsbürger spielen und diese für einen echten Nazi so qualvolle Rolle noch durch so und so viel Presseklagen und Berichtigungen gegen die ,, marristische Lügenpresse" aufrechterhalten mußte gewiß eine bewundernswerte Selbstverleugnung, in der heute übrigens auch gewisse Epigonen des Herrn Krebs eine große Virtuosität an den Tag legen.. noch nicht verbüßten Strafrest in der Zeit vom Ins19th Einzelpreis 70 Heller ( einschließlich 5 Heller Porto) Nr. 76 23. Mai bis 17. September 1921 abigen mußte. Zu dieser ,, Zu dieser ,, Wahl"! Die Aberkennung des Wahlrechts für drei Jahre, die gleichzeitig ausgesprochen wurde, hatte außer= dem zur Folge, daß das tschechoslowakische Barlament für seine erste Wahlperiode auf die Mitgliedschaft eines solchen Ehrenmannes wie des Herrn Krebs verzichten mußte. Schwurgericht, und nur das Ableugnen aller vor der Polizei abgelegten Geständnisse rettete den Herrn Krebs und Konsorten vor der Anwendung Müßte man im Dritten Reich nicht schnell des§ 1 des Gesetzes 269/19, der Strafen von 10 noch einen hohen Hakenkreuzorden schaffen, um bis 15 Jahren vorsah. So kam Krebs nach§ 4 solche Ruhmestaten des jezigen Herrn Regiedes zitierten Gesetzes viel glimpflicherdavon, weil rungsrates und Reichstagsabgeordneten wenig= das Geschworenengericht nur die wissentliche Verstens nachträglich noch nach Gebühr zu belohnen? breitung von Falschgeld, nicht aber ein direktes Einvernehmen mit dem Fälscher oder die Einfuhr aus dem Ausland als erwiesen annahm. Daß Herr Krebs selbst der Auffassung war, noch glimpflich davongekommen zu sein, geht schon daraus hervor, daß weder er noch seine Mitangeklagten ein Rechtsmittel ergriffen, sondern unter Hinweis auf ihre Familie etc. nur ein Gnadengefu ch an den Präsidenten der Republik einreichten, das allerdings abgewiesen wurde, so daß er den durch die Untersuchungshaft Und dann der Volkssportprozeß bei dem viele der von Krebs Verführten die ganze Strenge der tschechoslowakischen Gesegge- Sie haben die bung zu spüren bekamen, während der Herr und Wahl, Meister, der ursprünglich in flammenden Worten deutsche Männer selbst seine Auslieferung verlangt hatte, sich die Sache nachher überlegte und sich gebrochenen Her- und Frauen zens mit allen Mitteln dagegen stemmte, nun auch selbst vor Gericht Rede und Antwort zu stehen! Was sind wohl die Annehmlichkeiten der deutschen Konzentrationslager gegen die Untersu chungshaft, in der Herr Krebs dann einige Monate saß, und wer beschreibt seine Seelenqualen, als er auf dem berühmten Elbekahn schließlich über die Grenze ging? Eine Flucht aus dem Konzentrationslager Dachau etwa muß ein Kinderspiel dagegen sein. Für ein solches Märthrerleben sind das Amt eines Regierungsrates im Goebbelsschen Propagandaministerium und jetzt noch als Draufgabe die lumpigen paar hundert Mark, die Herr Krebs als Reichstagsabgeordneter erhalten wird, ohne mehr dafür leisten zu müssen, als einmal im halben Jahr eine Stunde Führer- Rede anzuhören, eigentlich nur eine elende Gegenleistung Und dabei ist der Herr Krebs noch so be scheiden und zurückhaltend, daß er seinen neuen Herrn und Gebieter sicher nicht einmal von dem Höhepunkt seines Märtyrerlebens in der Tschechoslowakei in Stenntnis gesetzt hat, der in die Jahre 1920 und 1921 fällt: Damals ist Herr Krebs schon einmal hinter tschechoslowakischen Kerkermauern geseffen, acht Monate lang und noch dazu wegen eines ganz gewöhnlichen Verbrechens mit der Qualifizierung aus niedrigen und unehrenhaften Beweggründen, weil er nämlich falsches Geld wissentlich in Umlauf gefekt hatte. Auch damals schon hat er auch noch andere Leute mit hineingeriffen, zwei seiner Freunde namens G. und Sch., die ihre Hilfsbereitschaft für den damals schon führenden Mann und Generalsekretär der Nazi- Partei ebenfalls mit je acht Monaten Kerkers büßen mußten! Diese Seite aus Krebsens Vergangenheit berdient denn doch der Vergessenheit entrissen zu werden. wir gratulieren dem neuen Parlament zu diesem hochwertigen Mitglied und geben nur noch der Erwartung Ausdruck, daß diese nationale Heldentat des Krebs auch in seinem curriculum vitae im neuen Reichstagshandbuch gebührend vermerkt und er als Urbild eines wackeren Auslandsdeutschen auch in die nazift ifchen Lefebücher eingereiht werde, deren unbehinderte Einfuhr in die Tschechoslowafei Herr en lein fürzlich so stürmisch gefordert hat Wowral Deutschlands östliche Nachbarn Intervention gegen Festungsbauten im Rheinland fordern Schutz „ Es solle nicht gedroht werden, wer aber aus Faulheit, Gleichgültigkeit oder Hochmütigkeit von der Abstimmung fern bleibe, habe kein Recht, sich einen Deutschen zu nennen." " ( Gaupropagandaleiter von Hessen- Nassau, Müller ScheId, in einer Wahlversammlung in Frankfurt nach der„ Frankfurter Zeitung", Nummer 151/52, vom 22. März, Seite 6.) Abstimmungen steht das Ergebnis des 29. März Nach den Erfahrungen der vergangenen fest und nur noch ein paar unverbesserliche Illu fionäre glauben an die Ernsthaftigkeit einer Komödie, die die größten Gaukler der Welt und dem eigenen Volke vorspielen werden. Fragt man den stimmberechtigten deutschen Bürger nach dem wahrscheinlichen Resultat, so werden neunundneunzig von hundert ernsthaft antworten: Mindestens 90 Prozent! Um, wenn er sich vor Verrat sicher wähnt, delphisch hinzuzusetzen: Das steht heute schon bombenfest. Es ist ein riesiger Propagandaapparat aufgezogen. Goebbels läßt alle Register spielen und alle staatlichen Einrichtungen dienen bis zum 29. diesem einen Zwed. Die große Welt registriert nur die Reden des ,, Führers". Allenfalls noch die Versammlungen der Minister Göring, Goeb bels, Heß, hier und da nennt man auch noch Frid. Gleichzeitig sind aber zehntausende Propagandaredner auf die willenlose Masse losgelassen. Es finden Versammlungen größten und fleineren Stils statt. Alle nationalsozialistischen Silfs- und Nebenorganisationen sind eingespannt. Die SA und SS ist in ständiger Bereitschaft, Lautsprecherwagen sausen von morgens bis abends durchs Land. Eisenbahnbetriebswagen. Postautobusse und so weiter, usw., dienen der heiligen Sache des Vaterlands". Ich komme aus einer norddeutschen Stadt. Dort hat die Wirts schaftsgruppe Einzelhandel die Kaufleute, die über zwei Schaufenster verfügen, verpflichtet, bom 22. März ab bis zum Wahltage ein ganzes Schaufenster zur Propaganda für die Wahl zu dekorieren. Von diesem Sonntag ab ist Flaggen im ganzen Reiche angeordnet, Transparente und Symbole in tausendfacher Gestalt überall. Man muß es den Drahtziehern lassen: Sie verstehen ausgezeichnet Ohr und Auge zu fesseln. Von den wichtigen politischen Verhandlungen der Tezten Woche brachte die Provingpresse, das Lesefutter der großen Masse in Deutschland, nur turze, tendenziös zugestutzte Berichte. Hitlers Privatdiplomat, Ribbentrop, erschien, von Hellstem Glorienschein umstrahlt, und die ganze Angelegenheit war so behandelt, als erledige der Führer solche Bagatellen mit der linken Hand nebenbei. Dagegen wurde jede Rede Hitlers groß aufgemacht auf der ersten Seite serviert. Mit dem Erfolg, daß der deutsche Spießer bor Franzosenhaß überschäumt und der Meckerer bon gestern sich über Nacht zum glühenden und hißigen Patrioten entwickelt. Es ist wahr: der Nationalsozialismus hat bis heute das Volk nicht erobert. Und in weiten Kreisen der überzeugten Anhänger hat der Zweifel die Treue besiegt. Das Regime ist gegründet auf der Bereitschaft, die Staatsgewalt in jedem Falle der Widerspenstigkeit auch in der brutalsten Form anzuwenden und auf der Feigheit des größ ten Teiles der deutschen Männer, denen Freiheit Paris. Den freitägigen Besprechungen liege das ganze Problem. In Berlin wird erklärt, und Menschenrechte noch nie selbstverständliche landins mit Litwinow, Rusch di daß Deutschland nicht die Absicht habe, Frankreich Forderung gewesen sind. Unter solchen Vorbes Aras, Dr. Ofuský und Dr. Burič und Belgien anzugreifen, welche, wie man auch dingungen, aus der Furcht geborene Begeisterung Es war im März 1920, als beim damaligen meffen die Blätter große Bedeutung bei, da sie in Berlin weiß, die Garantie Großbritanniens zu schaffen und den furor teutonicus, zu entfachen, Bankamt des Finanzministeriums in Prag ein ihnen eine Garantie für die Organisierung des besitzen. In Paris verstehe man die Ansicht, daß ist nicht schwer. Genau so wenig, wie die Legitizur Umwechslung eingereichter Betrag von Friedens zeigen. Nach Informationen des Pe- die Befestigungen im Rheinland Frankreich mation durch eine sogenannte Wahl zu erhalten, 24.000 Kč in Zehnkronen- Noten, die durchwegs tit Parisi e n" wurde Flandin in den Be- von seinen Bundegenossen iso- wenn man gewillt ist, außer dem Mißbrauch falsche Stempel trugen, beanständet wurde. Die sprechungen mit den Diplomaten aufmerksam ge- lieren und dem deutschen Einfluß Versuche staatlicher Mittel zur Propaganda, Zwang und eingeleitete Untersuchung ergab, daß Herr Krebs macht, daß die öffentliche Meinung ihrer Länder zur Lösung gewiffer politischer Blocs erleichtern Terror einwandfreien Betrug bei der Feststellung. dieſe Noten durch Vermittlung einer Reihe von nicht ohne gewiffe Beunruhigung die Möglichkeit würden. Gleichzeitig würde die Errichtung der des Wahlresultates anzuwenden. Personen, unter denen sich die später mit ver- erwäge, daß Deutschland am Rhein Fe st u n- Befestigungen ein rasches Eingrei- Hitler braucht zur Festigung seines Ansehens urteilten G. und Sch. befanden, unter Zufiche- gen erbauen werde, wodurch ein Einschreiten fen der Franzosen verhindern. eine hohe Stimmenzahl. Sie soll die Einigkeit rung einer 5prozentigen Provision gegen gutes Frankreichs in dem Falle erschwert würde, daß und Geschlossenheit des deutschen Volkes demon Geld umtauschen wollte. Im weiteren Laufe der es notwendig werden sollte, den Vertrag über ftcieren. So legitimiert, schafft er die Grundlage Untersuchung stellte sich heraus, daß Krebs diese gegenseitige Hilfeleistung durchzuführen. Das Syfür seine provokatorische Politik, die eine, ständige Bedrohung des Weltfriedens und damit eine unGelder in damals schon start entwerteten öfter- stem der kollektieven Sicherheit ist insbesondere reichischen Noten, die mit falschen wertvoll für die Donaustaaten, denen viel daran aufhörliche Beunruhigung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen der Völker untereinander Stempeln versehen wurden, aus Wien liegt. Der Matin" bringt Informationen aus darstellt. von dem Hilfsverein für Subetenländer" angeblich zu Wahlzwecken er- halbamtlicher Quelle, wonach Hitler am 31. März halten hatte. Nach längerer Untersuchungshaft einige unbedeutendere Konzeffionen machen, fich des Herrn Krebs und feiner Freunde kam es am aber nicht verpflichten werde, im Rheinland 19. Juli 1920 zur Verhandlung vor dem Prager Befestigungen zu unterlassen. Und gerade darin werden, Prinzip der., halboffenen Tür" Paris. In Paris kursierenden Meldungen zufolge beabsichtigt Hitler, seine Gegenanträge am Dienstag in der Weise zu stellen, daß sie zumindest in den Augen Englands als halb offene Tür zu Verhandlungen der Locarnomächte mit Deutschland behufs einer neuen Regelung der Sicherheit im Westen Europas engeſehen Desalb ist es notwendig, dem Ausland gegenüber festzustellen: Es gibt keine freie Meinungsäußerung, weder in Wort noch in Schrift. Der ganze Staatsapparat wird mißbraucht, das Seite 2 Sonntag, 29. März 1936 ganze öffentliche Leben unter Sturatel gestellt. Der Dr. Kalfus Finanzminister Arbeiter steht unter der ständigen Terrordrohung der Arbeitslosigkeit, der Geschäftsmann unter der des Boykotts. Darüber ist kein Zweifel: Freie und geheime Wahl und von Hitler ist keine Spur mehr zu sehen. Am 29. wird er mit Hilfe von List, Lüge und Betrug ,, Sieger" sein. Vorläufig keine Konferenz Reuter: Erst muß Deutschland entgegenkommen London. Die in Paris verbreitete Meldung, daß Minister Eden den Zusammentritt einer neuen Konferenz der Locarno- Mächte für die nächste Zeit in Brüssel vorgeschlagen habe, wird nach dem Reuter- Büro in Londoner diplo= matischen Kreisen nicht bestätigt. Es könne von der Veranstaltung einer weiteren Konferenz nicht die Rede sein, insolange nicht die Vorschläge Deutschlands einem eingehenden Studium unt= Prag. Der Präsident der Republik hat terzogen sein werden. Vor Einleitung neuer Ver- am Samstag den Sektionschef Dr. Josef Kalhandlungen muß das Problem der Schaffung fu 3 zum Minister ernannt und ihn mit der Leieines neuen Vertrauens reell gelöst werden, wel- tung des Finanzministeriums betraut. ches nicht früher hergestellt sein kann, insolange Deutschland nicht bereit wäre, eine verföh= ,, Ordnung in Währungs- und nende Demarche vorzunehmen, welche Budgetfragen" den Forderungen der durch die Verletzung des Locarno- Paktes direkt verletzten Mächte entgegenkommen würde. Mit andern Worten: die Tür zu Verhandlungen könne nicht geöffnet werden, infolange Deutschland nicht den Schlüffel zu derselben hergibt. Das britische Kabinett wird Montag zusammentreten, um die Frage einer engen Fühlungnahme der Generalstäbe zu studieren. Hitler appelliert an den lieben Gott Berlin. Samstag hielt Reichskanzler Hit Yer feine zwölfte und letzte große Wahlrede in Köln. Nach den üblichen Friedensbeteuerungen an das Ausland schloß Hitler diesmal nicht, wie sonst mit einem Appell an das deutsche Volt, am Wahltag hinter ihn zu treten, sondern mit einem Anruf des Allerhöchst e n, er möge das deutsche Volf segnen und ihm die Kraft ber leihen, den Kampf zu bestehen für die Freiheit, für die Zukunft, für die Ehre und den Frieden des Volkes.- Die Menge stimmte sodann das Niederländische Dankgebet an. Mussolini verlangt Rehabilitierung? Baris. Die römischen Korrespondenten der Barijer Blätter teilen mit, daß die italienische Rezierung vor jedweder Versicherung ihrer Hilfe Leiftung für Frankreich und Belgien gegen Deutschland ihre Rehabilitierung fordern werde, u. zw. auf folgende Weise: 1. Aufhebung der Sanktionen, 2. Aufhebung des Genfer Votums des Völs ferbundrates, in welchem Italien als Angreifer berurteilt wurde. 3. Eine neue Diskussion im Völkerbundrat, " in der erklärt würde, daß die italienische Militärexpedition nach Abejjinien Gerechtigkeit und Zivilisation" bringe und es ein Verbrechen wäre, die Bewaffnung barbarischer Stämme gegen ein zivilisatorisches Expeditionsforps zu unterstützen. 46 Das Programm des neuen Finanzministers Der Präsident der Republik nahm Samstag in Anwesenheit des Kanzlers Dr. Sámal und des Sektionschefs Dr. Schieß I vom neuernann ten Finanzminister Dr. Josef Kalfus das Gelöbnis entgegen. Der Finanzminister erklärte bei dieser Gelegenheit, daß er sich der Verantwortlichkeit seines Amtes sowohl in moralischer Beziehung Nr. 76 Die Tätigkeit Dr. Kalfus' betraf bis 1930, und die wichtigsten Forderungen der Studenten größtenteils Kreditangelegenheiten und die Staats- schaft aufgestellt sind. Die ,, Phönix"-Sanierung Amtliche Schritte zur Sicherung der tschechoslowakischen Polizzen schuld. Seither arbeitete Dr. Kalfus in der Studienabteilung an dem oft recht schwierigen Inter Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlichen effenausgleich zwischen den wirtschaftlichen und auch Angestelltenorganisationen, vertreten durch den politischen Interessentengruppen, aber auch bei dem noch schwierigeren Ausgleich der Interessen der Vorsitzenden Abg. Němec, Vorsitzenden- Stell Finanzverwaltung und der Privatwirtschaft. Er vertreter Abg. Bergmann und Frau, Mahat an der neuen Richtung in der Finanspolitik, die chová, ferner durch die Vorstandsmitglieder den Staat dazu führte, die Wirtschaft in den gro- Senator Grünzner und die Abgeordneten Ben Zügen selbst zu dirigieren und dabei tief in Dr. Tu mlíčová und die Herren No alle Zweige des Wirtschaftslebens einzugreifen, her botný, Kunz und Mláde t, erschienen borragenden Anteil. Auch die kürzlich erfolgte Bins Samstag beim Präsidenten der Republik, um ihm fußregelung ist zu einem erheblichen Teil sein Wert. namens der Arbeitsgemeinschaft als Repräsen tanten der Spiẞengewerkschaftsorganisationen der Staatsangestellten ihre tiefe Ergebenheit und ihr Vertrauen auszusprechen. Die Vorstandsmitglie der informierten auch den Präsidenten über die aktuellen Forderungen der öffentlichen Angestellten und ersuchten ihn um Unterstübung ihrer Bestrebungen. Der Präsident dankte für die Ergebenheitskundgebung und gab seiner Befriedi gung über die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Ausdruck. Im weiteren Verlaufe der Unterredung legte der Präsident seine Ansichten über die Funktion der öffentlichen Angestellten im demofratischen Staate dar, deren Aufgaben in jeder Hinsicht, namentlich auch in wirtschaftlicher, fultureller und sozialer Beziehung von Tag zu Tag wachsen, und verwies auch auf die Schwie rigkeit der hieraus erfließenden Probleme. Der Präsident sprach die Hoffnung aus, daß schon in diesem Jahre wie übrigens der Vorsitzende der Regierung der Deputation gegenüber bereits erklärt habe ein Weg gefunden werde, daß wenigstens einigen Forderungen der Angestelltenschaft entsprochen werde. Das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft wurde am Freitag auch vom Vorsißenden der parlamentarischen Sparund Kontrollkommission, Abg. Beran, empfan gen. Die Aussprache bestätigte, daß tatsächlich eine Erleichterung der Staatskaffe durch gewisse Finanzmaßnahmen zu erwarten steht, welche in der letzten Zeif über Veranlassung der Spar- und Kontrollkommission von der Regierung verwirk licht wurden. Es besteht deshalb die Hoffnung, daß es möglich sein wird, die zugesagte GleichBrag. Amtlich wird verlautbart: Die Maßnahmen der österreichischen Regierung zur Regelung der Verhältnisse bei der privaten Versiche rung in Desterreich im Zusammenhang mit der Regelung der Verhältnisse der Lebensversiche rungsgesellschaft Phönig" in Wien haben auch in der Tschechoslowakischen Republik lebhafte Aufmerksamkeit hervorgerufen, wo diese Versiche rungsgesellschaft ihre Tätigkeit in einem bedeuten dem Umfange entfaltet hat. Um jeder Beunruhigung der tschechoslowakischen Versicherungsnehmer der hiesigen Vertretung der genannten Versiches rungsanstalt zu begegnen, wird betont, daß die Aufsichtsbehörde und die Regierung es nicht ver absäumen, Schritte zu unternehmen, damit die Ansprüche der tschechoslowakischen Versicherungsnehmer aus den mit der Vertretung der hiesigen Versicherungsanstalt ,, Phönig" abgeschlossenen Versicherungsverträge nicht tangiert werden. Selbstmord eines Mitverantwortlichen? da doch fast jede Maßnahme der Wirtschafts- Wien. Der Sektionschef des Kanzleramtes und Finanzpolitik, die dem einen Vorteile bringt, Heinrich Ochsner verübte im 21. Bezirk auf dem andern Abbruch tun fann als auch in der Straße Selbstmord durch Erschießen. Ochsner fachlicher Hinsicht bewußt sei, denn der war der Leiter der 12. Sektion des genannten Finanzminister sei gleichzeitig der Hüter der Amtes, dem die Angelegenheiten der finanziellen und Währungs- Ordnung, Privatversicherung zugewiesen waren. welche beiden das Ariom jeder öffentlichen Finanzpolitik sein müssen. Der Minister habe diese heute besonders schwere Aufgabe auf sich genommen, wobei er sich der Unterstützung dieser Politik seitens des Vorsitzenden der Regierung sicher ist und den Präsidenten der Republik um die gleiche Unterstüßung bitte. Der Präsident der Republik erklärte, auch er stelle mit Nachdruck die Forderung, daß in Währungsfragen und in der Frage des Budgetgleichgewichtes die Ordnung aufrechterhalten werde, und versicherte dem Minister, daß er in dieser Hinsicht seiner Hilfe sicher sein könne. * Die Studenten beim Ministerpräsidenten stellung der vierten Etappe der Altpensionisten und die Rüdtehr zu den alten Auszahlungsterminen zu verwirklichen. Die Bank von Frankreich wehrt sich gegen den Goldabfluß Paris. Die Bank von Frankreich hat den Eskomptesak von 3.5 auf 5 Prozent erhöht. Der Lombardsatz wurde von 5 auf 6 Prozent, für 30tägige Vorschüsse von 3.5 auf 5 Prozent erhöht. Samstag empfing Ministerpräsident Doktor Milan Hodža die Vertreter der Studentenvereinigungen der Koalitionsparteien. Die Abordnung informierte den Ministerpräsidenten eingehend über ihre Stellungnahme zur Aspirantenverordnung. Die Sprecher wiesen in ihren Referaten auf die Hauptmängel der Reg.- Ver. Nr. 170-1934 hin, und auf die schweren wirtschaftlichen und so zialen Schäden, die daraus für die junge IntelliDer neue Finanzminister, der im 56. Lebens gens erwachsen. Der Ministerpräsident begrüßte Unterhändler wieder umgekehrt? jahr steht, hat eine außerordentliche Karriere hinter in seiner ausführlichen Antwort die sachliche Addis Abeba. Der ehemalige abessinische Gez sich. Er trat bereits mit 17 Jahren in den Finanz- Argumentation der Redner und betonte, daß es fandte in Rom Jesus Afework ist unerwartet von dienst ein und brachte es im Status der Beamten Pflicht der älteren Generation sei, für die junge mit Mittelschulbildung im Jahre 1920 zum Steuer- Intelligenz eine ausreichende Eristenzmöglichkeit Dschibuti in Addis Abeba eingetroffen. Afework oberverwalter. Kurz darauf wurde er in das zu schaffen. Er gab zu, daß die Regierung sich mit sollte, wie in der Deffentlichkeit angenommen Kreditdepartement des Finanzministeriums berufen, dieser Frage beschäftigen müsse und erklärte, daß wurde, nach Italien mit einer Sondermission zu wo er erst die fehlende Hochschulbildung nachholte aus sozialen Gründen in einigen Punkten eine Mussolini reisen, ist jedoch in Dschibuti wieder und das Doktorat erwarb. Im Jahre 1928 wurde Aenderung herbeigeführt werden müsse. Er lud die umgekehrt. er Sektionsrat. Nach dem Dozenten Dr. Bas über- Delegation ein, sich im Laufe des nächsten Mona- Belgische Militärmission nahm Dr. Kalfus im Jahre 1930 die Leitung der tes wieder bei ihm einzufinden, um bei dieser GeStudienabteilung des Finanzministeriums, 1931 wurde er Oberfettionsrat, 1933 Präsidialchef des Ministeriums, 1934 Ministerialrat und kam 1935 als Sektionschef an die Spitze der Präsidialsektion, die er bereits seit der Pensionierung des Sektionschefs Dr. Vlasat geleitet hatte. MÄNNER, FRAUEN ipäter nicht an anderen wiederholt. UND WAFFEN Roman von Manfred Georg Copyright by Dr. Manfred Georg. Prag Schandtat, die man ihm zugefügt hatte, hatte er Anita Satorescu war sehr schwach. Sie sah aus wie eine leidenschaftliche agressive Jägerin, und dunkles Feuer glühte ihr ums Gesicht. In Wirklichkeit war ihre einzige Stärke die Art, mit der sie ihr elendes Dasein verheimlichte und den Glanz ihres Namens und Einflusses nach außen aufrecht erhielt. Sie hatte sich mit ihrer SituaZuerst war es eine Art Eifersucht gewesen, tion abgefunden. Nur bisweilen schreckte sie in die Anita Satorescu gegen Haydée empfunden der Nacht hoch, sprang aus dem Bett und ging, hatte. Schon vor dem gemeinsamen Besuch in der ohne Licht zu machen im Zimmer hin und her. Femina hatte Mardrier von ihr erzählt. Dann Zuerst noch vom Schlummer benommen, lediglich aber war während des Tanzes ein merkwürdig von einem wirren Gefühl bedrängt, dann war es, zärtliches Gefühl für die Frau auf der Bühne als ob sich bei der stillen Wanderung ihre Geentstanden. Auch Anita hatte gespürt, was Mar- danken zu ordnen begannen und aus verschüttedrier gereizt hatte. Eine Zagheit, die sich ab- tem Grunde ein Erinnern aufstieg, das einen grenzte, bei aller Bereitschaft zur Hingabe und Willen zur Aenderung ihres Lebens mit sich Aber einmal in den Schein des Beeine Leidenschaft, die vorläufig nur dem künst- brachte. Terischen Ausdruck des Tanzes, aber noch keinen wußtseins getreten, erwies es sich schon als ein berkümmerter, von Entwicklungs menschlichen gefunden hatte. hemmungen belasteter Wille, der sich ohnmächtig auf die Schwelle ihres Herzhauses hockte und nur sehr unklar zu einer Tat entschlossen war. Was das für eine war, wußte sie nicht. Irgendwie war sie mit dem Dolch einer Rache- Empfindung bewehrt. Aber dann war wieder alles vorbei. Das eintönige Tiden der Uhr klopfte sie ins Erwachen zurück. Der Spaziergang im Käfig der vier Wände hatte sie erschöpft, sie lehnte die Stirn an das talte Fensterglas und warf sich dann wieder auf ihr Lager zurück, um mit einem Er hatte wirklich das Gefühl des Zer- furchtbar milden Lächeln um den Mund einzutretens. Er gehörte zu jenen Leuten, die im schlafen. Wenn man sie so neben Mardrier sizen Zorn ihr Menschengesicht verlieren. Eine Ader sah, in der sicheren Majestät ihres Körpers, so erschien auf der linken Schläfe und zog sich in mußte man das Gefühl haben, daß da eine er einem unangenehmen Zickzack zur Braue hin- folgsichere, herrschgewohnte Frau mit einem Als er einmal in dem Schüler- Bagno Eintänzer fonferierte.. wegen eines fleinen Diebstahls an vier Pflöcken Marbrier kostete seine Ueberlegenheit aus. auf der Erde gefreuzigt worden war, waren ihm Er war immer noch freudig bewegt, wenn er sie Mitschüler, die ihn haßten, dauernd mit eisen- zeigen konnte. Seit seiner bösen Jugend hatte beschlagenen Stiefeln auf die Hände getreten, bis er dies fast als das Höchste der Güter schäßen ge= biefe von Blut geronnen waren. Nicht eine lernt. Die Schmach der langen Jahre, bis er ,, Aber ich rühr sie nicht an. Sie ist mein Yangiveiliges Abenteuer.( Und mein kostspielig stes, dachte er ärgerlich. Sie bringt mir gewiß noch Unglück, aber er sagte es nicht.) Und troßdem werde ich ihr schon das Geheimnis heraus reizen, warum sie Dich, mich, Schumann, die ganzen Säle voller Menschen so anzieht, als verspräche sie jedem einzelnen ihre Gunst. Du tennit mich, ich werde sie dahin kriegen, daß sie häßlich und unscheinbar und zerbrochen wird wie ein Insekt, das man zertritt." verläßt Abessinien Addis Abeba. Die belgische Militärmission fehrt nach Belgien zurüd, weil die abessinische Regierung aus Ersparungsgründen auf ihre legenheit noch einmal die brennendsten Fragen der jungen Generation zu behandeln. Am Ende wurde dem Ministerpräsidenten eine Resolution überreicht, in der in furzer Form auf die Hauptmängel der Aspiranten- Verordnung hingewiesen wird Dienste verzichtet hat. dazu gekommen war, Menschen als Objekte be-, südtpärts brauste, überfiel ihn die reine, frische handeln zu können, brannte noch immer in ihm. Luft des Waldreviers mit einer ganz besonderen Die Neigung Anitas zu Haydée war ihm nicht macht. Es war, als ströme sie in Stößen in ihn entgangen. Er war sich über ihre Art und In- ein und blase ihm aus dem ganzen Körper den tensität nicht flar, aber daß hier eine Stelle war, Mißmut in giftigen Schwaden heraus. Er hatte in die man die Spize der Worte hineintreiben sich absichtlich nicht angemeldet. weil er sich so konnte, war sicher. Die Fürstin selbst hatte in der vollkommen unklar darüber war, was er mit die Tänzerin eine Leichtigkeit und Unbedenklichkeit, sem Mädchen machen sollte. Er gestand sich, daß ein freies Atimmen und jenen Willen zur eigenen sie für ihn eine große Wichtigkeit gewonnen hatte. Person empfunden, die ihr fehlten. Es lag ihr Er sehnte sich nach ihr, so wie ein Eingesperrter viel an Haydée, ohne daß sie das Was hätte genau sich nach einem Gang durch die Natur sehnt, und und wenn er daran dachte, wie ahnungslos er bisher definieren können. Zwischen Makropulos Mardrier gefangen und viel zu schwach, um aus über sich gewesen war, und wie ihm Haydée Wege zubrechen, reizte sie auch die männliche Selb- gewiesen hatte, die seiner verschlossenen, miß ratenen Natur bisher nie geöffnet worden waren, ständigkeit, die Handée offenbar besaß. Damals in der Garderobe nach der Vor- so stieg eine Welle des Heißhungers nach ihr in stellung hatte sie ihr ein paar Worte der Be- ihm hoch, die ihn überschwemmte. Er mußte mits wunderung gesagt, und der Geruch von Puder unter die Augen schließen, um davon nicht über und Parfum, das grelle Licht der Lampen vor rannt zu werden. Immer wieder, wenn er mit dem Schmintspiegel und die Bewegung, mit der Makropulos in einer besonders wichtigen Bera Handée sich eine aufgegangene Schleife des Schuhs tung saß, und sie etwas über die Unterbringung gebunden hatte, waren ihr lebendige Erinnerung. zerlegbarer Tanks im Baltikum diskutierten, oder wenn der bleichgesichtige Doktor Alexander, Verbindungsmann zwischen dieser Dunaimis- Gruppe und einem englischen Flugzeugwerk, Erfindungen referierte, die zum ersten Male in dem geplanten russischen Aufstand als Generalprobe angewandt werden sollten, ertappte er sich dabei, wie er plöt lich die Vorstellung hatte, in einer aus dem Zims Ja, meine Liebe," murrte Mardrier und mer eilenden Sekretärin den Gang Haydées wie rührte in der Kaffeetasse ,,, es ist noch nicht her- derzufinden oder durch eine geöffnete Tür ihr aus, ob dieser neue Herr uns schindet, oder ob Lachen zu hören. Auch verschmolzen oft die Züge wir ihn schinden werden. Vorläufig hat er die Gabrieles und der Tänzerin zu einem, so daß der absolute Macht. Das Kleine Luder wird übrigens Tod der Tochter sich in eine Art Auferstehung auch mitkommen. Man sollte es bei Gelegenheit verwandelte. Er fühlte sich durch Handée auch vor irgendwo versaufen lassen. Möchte wissen, was feinen Traumbildern geschüßt. Ihr Atem neben es an dem alten Stelett für einen Narren ge- den seinen in der Nacht hatte ihm die Einsamkeit fressen hat? Er muß ja ein besonders reizvoller genommen, in der er sonst wehrlos überfallen Liebhaber sein!" worden war, und je mehr sich die Angst vor dem Mann mit dem Korb vermindert hatte, desto stär fer war in ihm die Sicherheit geworden, daß mit Haydée ein Bote in sein Leben getreten war. dessen Spur die Kinder nach sich ziehen würde. Vor Schumann hatte die Fürstin Scheu. Die wenigen Male, die sie mit ihm gesprochen, hatten seine Undurchdringlichkeit, die Dürre feiner Worte, die ohne Charme und sparsam waren, fie abgestoßen und die Besessenheit, mit der er arbeitete, ohne daß er sich aus der Erreichung des Bieles allzu viel zu machen schien, schredte sie. Und Marbrier erging jich in Vermutungen, über die Anita voll Zorn hinweghörte. Als Schumann diesmal auf der Station Semmering ausstieg und dem Zug nachsah, der Nr. 76 Sonntag, 29. März 1936 Sudetendeutscher Zeitspiegel Unsere Genossenschaften tagen X. Verbandstag des Verbandes deutscher Wirtschaftsgenossenschaften Am Samstag wurde im Saale der ,, Urania" in Prag der X. Verbandstag des Verbandes deutscher Wirtschaftsgenossenschaften abgehalten. Die Tagung wurde von etwa 140 Delegierten be= schickt. Die Sozialdemokratie wurde durch den Genossen Abg. Jakich, die Zentralgewerkschaftskommission durch den Genossen A. Schäfer vertreten. Es nahmen ferner ausländische Gäste teil. Die Begrüßung Vom Verbandsvorsißenden Lorenz wurde der Verbandstag mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Er weist darauf hin, daß im vergangenen Geschäftsjahre die Feinde von rechts und von links ihren Stampf gegen die Genossenschaften fortgesetzt haben. Dennoch konnten sie unsere Konsumvereine nicht schädigen. Ist doch in den letzten Monaten wieder eine Umiabsteigerung zu verzeichnen. Tas ist ein Beweis dafür, daß sich der Genossenschaftsgedanke trop der Krise und tros den Angriffen immer stärker durchsetzt. Als Genossenschafter be= grüßen wir die Wahl Dr. Benešs zum Staatspräfidenten; sie war ein bedeutungsvoller Sieg der Demokratie. ganze Staatsgebiet nicht ausreichen, die Getreide borräte unterzubringen. Auf feinem Gebiete der Wirtschaftspolitik darf der Konsument länger das Ausbeutungsobjeft fapitalistischer Produzenten sein. Dafür wirken wir unaufhörlich. Je stärker wir die Konsumbereine machen, desto mehr fönnen wir zum haltlich wertvolle Konsumgenossenschaft" muß noch Wohle und zum Nußen der Gesamtheit erreichen. mehr studiert werden.. Das genossenschaftliche Familienblatt" hat eine Auflage von 155.000; teine andere deutsche Zeitung hat eine ähnliche Auflage. Anschläge unserer Gegner auf die Selbstän digkeit unserer Bewegung konnten abgewehrt werden, dant der Zusammenarbeit mit den tschechischen Genossenschaften. Wenn wir uns nicht gleichzeitig gegen Angriffe von links wenden müßten, wenn die 30 Kommunisten im Parlament eben Freunde und uneigennützige Wahrer genossenschaftlicher Interessen wären wie die Sozialdemokraten, so wür den wir manchmal noch bessere Erfolge erzielen fönnen. We der Faschismus herrscht, dort triumphieren Wir wenden uns gegen weitere Belastungen die Feinde der Arbeiter, die Feinde der Genoffen- der Konsumbereine und fordern, daß den Verbrauschaften. Darum wirken wir für den Ausbau der chern in der Wirtschaft dieselbe Vertretung gewährt Demokratie und für die Erhaltung des Friedens wird wie den privaten Unternehmern. und stehen treu zur Genossenschaftsinternationale, In einem Zehnjahr- Plan wird der Verband die zur Genossenschaftszentrale unseres Landes und Aufgaben zusammenfassen, deren Verwirklichung er deshalb arbeiten wir eng zusammen mit der Bar- fich als Ziel gesetzt hat. tei, mit den Gewerkschaften und den freiheitlichen Kulturorganisationen. Unsere Genossenschaftsbewegung ist der Ausdruck der Stärke und der Macht der Arbeiterklasse. Wir bauen fie aus, um den Sieg zu erringen. Für die dem Verband angeschlossenen polnischen Konsumvereine versichert Chobak die Fortseßung der engsten Zusammenarbeit mit dem Verband deutscher Wirtschaftsgenossenschaften. Schutz den Verbrauchern! Das Referat über den Punkt 4 der TagesVerbreitung der Genossenschaftsidee! Als nächster Tagesordnungspunkt wird: " Die systematische Propaganda- und Erziehungsarbeit" vom Gen. Kreuz, M.- Ostrau, behandelt. Er betont, daß trotz allem, was bisher getan worden sei, immer noch mehr Propaganda- und Erziehungsarbeit geleistet werden müsse. Denn die heute unsere Konsum250.000 Familien, die genossenschaften umfassen, dürfen uns nicht genügen. Weit dem Stand, den die Genossenschaften in den sechs Kriesenjahren gehalten haben, haben sie bewiesen, daß sie ihren Platz zu behaupten vermochten; während tausende von Privatunternehmungen unter gegangen sind. Das ist eine wahrhaft gigantische Leistung. Wir müssen aber noch mehr herausholen; müssen auch mehr Agitatoren heranbilden. Glauben wir nicht, daß alle unsere Mitglieder und die anderen Millionen schon bereit wären, sich wirklich für eine gesellschaftliche Neuordnung einzufeßen. Nicht immer ist die große Masse troß ihrem Elend in Bewußtseinsformen festgebannt, die feineswegs antikapitalistisch sind. Durch eine stärkere Verbrei tung, durch ein intensiveres Studium unserer genossenschaftlichen Zeitungen können wir da entgegenwirken. Immer mehr, hunderts, tausendmal mehr genossenschaftliches Wissen müssen wir in unseren Mitgliedern, in unseren Jungen, aufstapeln! Einstellung heraus, weil Es wird ein Begrüßungetele gramm an den Präsidenten der Republik verlesen, dessen Absendung unter Beifall einstimmig ordnung:„ Verbraucherschutz in der Tschechoslo- Denn seien wir uns klar: unsere Feinde find unsere beschlossen wird. Ecite 3 Alle und alles für den Reichsjugendtag Pfingsten 1936 in Bodenbach! Der Reichsjugendtag die größte Jugendkundgebung Mit einer grenzenlosen Begeiste rung und Liebe gehen die Jungen und Mädeln der SJ an die Vorbereitung des RJT. Einige Zahlen sollen dies veranschaulichen: 4000 Jugendliche sparen, 90.000 Sparmarken wurden bereits ausgegeben, ebenso 40.000 Solidaritätsmarken. bandes, dessen günstige Entwicklung seiner Mitarbeit mit zu danken, iit. Da einige verspätet eingereichte Anträge nicht zur Verhandlung kommen und der Punkt: Feſt sekung der Beiträge, debattelos erledigt wird, ist die Tagesordnung erschöpft. Es nimmt Gen. Dietl das Wort, um sich von den Genossenschaftern und von der aktiven Arbeit zu verabschieden. Gen. Dietl het, wie die Genossen Lorenz und Hackl, jahrzehntelang im Vordergrunde. der genossenschaftlichen Arbeit gestanden. Sie war ihnen Lebenswerk geworden, von dem sie sich schwer trennen können, das sie nie vergessen werden. In besseren und in schwersten Zeiten haben sie für die Genossenschaften alle Kräfte eingesetzt, wofür ihnen der Verbandstag durch den Mund des neuen Obmannes und durch oftentativen Beifall den wärmsten Dank spendete. Gen. Schreier schloß mit dem Versprechen, alles leisten zu wollen, um die Genossenschaftsbewegung so start zu machen, daß der Kapitalismus, der alt geworden sei, über Bord geworfen und die Welt, selbst wenn sie voll Teufel wäre, bezwungen werden könnte. 4 lesen, dessen Absendung unter Beifall einstimmig wafei" hält Gen. Schreier- Mährisch- Schönberg. wir immer im Gegensatz zur fapitalistischen Wirt. Gruß an den Präsidenten! Telegramm des Verbraucherparlaments Der X. Verbandstag der Verbandes der deutschen Wirtschaftsgenossenschaften hat an den Präsidenten der Republik dieses Telegramm gerichtet: Er verbindet damit die Begründung der Ent- schaft und ihrer Ordnung stehen werden. Als erster von den Gästen spricht für die Genossenschaften Englands Brooks, der auf die schließung, die dem Verbandstag zu den wichtigsten Wirtschaftsproblemen vorliegt. Eine Wirtschafts- Debatte und Schlußwort günstige Entwicklung der englischen Konsumbereine hinweist. Er wünscht, daß gerade in der Zeit, in der politik, sagt er, die den Konsumenteninteressen gerecht In der Debatte, die über alle drei Berichte der Kapitalismus bewiesen habe, daß er die Bedürf- wird, dient zugleich der Masse des Volkes. Hundertnisse der Menschen nicht erfüllen könne, auch die Ge- tausende sind ohne Arbeit, da darf nicht durch staat- gemeinsam abgeführt wird, versuchen zwei komnossenschaftsbewegung in der Tschechoslowakischen Liche Maßnahmen die Konsumkraft noch mehr ge- munistische Delezierte einen Vorstcß zugunsten Herr Präsident! Die deutschen KonsumRepublik weiter erstarken und die Ideale der Bio- schwächt werden. Die bei den Behörden bestehenden der kommunistischen Politik. Es bleibt bei dem niere von Rochdale verwirklichen helfen möge. Der Sektionen, wie Konsumentenbeiräte u. a. arbeiten Versuch. Die nachfolgenden Debatteredner, unter Vertreter Schweden3 bemerkt, daß die schwedi- nicht so für die Konsumenten, wie das notwendig denen sich je eine Vertreterin aus Karlsbad und Genossenschaften, die bei ihrem Verbandstag in schen Genossenschaften ihren Umsatz steigern fonnten ist. Bodenbach befand, wenden sich gegen die kommu- Prag versammelt sind, entbieten Ihnen ergebenste Es ist zu bedauern, daß auf unserem Ver: nistischen Redner und zeigen den Widerspruch im Grüße. Sie wiffen es wohl zu schätzen, daß Sie und daß mehr als 50 Prozent des Umfaßes auf Waren eigener Produktion entfallen. Sie haben eine bandstag das zuständige Reffortministerium nicht femmunistischen Vorgehen und den Schaden auf immer für die Intereffen des arbeitenden Volkes eigene Fabrit für die Erzeugung von Kunstwolle ers den es der Genossenschaftsbewegung und der Arrichtet und das größte Warenhausunternehmen ihres Die für die Konsumenten beſtehenden Schuh- beiterklasse insgesamt gebracht hat. Im Schluß- eingetreten sind und daß auch die genossenschaftLandes aufgekauft. gejeze werden oft nicht im Sinne des Gesezge wort betonte Gen. Fischer, daß die Genossenschaf- lichen Bestrebungen stets Ihre wärmste Förderung Für die österreichischen Genossenschaften bers durchgeführt. Bei den Bezirksbehörden ist oft ten den kommunistischen Vorschlägen nicht folgen gefunden haben. Wir bitten Sie herzlichst, den spricht Korb, der unter Beifall mitteilt, daß die Kon- ein unverständnis und eine Unwissenheit anzutreffönnen. Sie werden den Kampf gegen alle Gez Genossenschaften, welche die Interessen der Verfumbereine Desterreichs ihre volle Selbstverwaltung fen, die man faum für möglich hält. Es geht nicht, zurückerhalten haben. Dann ergreift Senator Modra- Preissteigerungen für Urprodukte, wie Getreide u. ner führen und durch genossenschaftliche Aktionen ček für die tschechischen Genossenschaften das Wort a. zuzulassen, sie aber für Brot und andere Waren, den Einfluß der Verbraucher stärken und ihn stets braucher vertreten, auch weiterhin Ihr Wohlwolund verweist darauf, daß die Feinde und Denun- zu deren Erzeugung die Urprodukte notwendig sind, in der Richtung auf das genossenschaftliche Ziel len zu bewahren. Wir versichern Sie, Herr Präsident, unserer steten Ergebenheit. zianten der Genossenschaften auch in Regierungs- berhindern zu wollen. Die besten Preisregulatoren geltend machen. ämtern anzutreffen feien. Genosse Schäfer, Reichenberg, überbringt die Grüße der Zentralgewerkschaftskommission und der jozialdemokratischen Arbeiterpartei. Er versichert, daß die Gewerkschaften, wie die Partei, stets bemüht find, insbesondere bei der jetzt forcierten Industries bolitik, die Interessen der Verbraucher zu schützen. Sie werden das freundschaftliche Verhältnis zu den Genossenschaften weiter fördern. Der Geschäftsbericht bertreten ist. Darauf wird die Entschließung einstimmig angenommen. 11 davon Das Rätsel der„ Europastunde" Gen. Schreier Verbandsobmann Zu der unter diesem Titel in unserer gestriFür die Wahl des Verbandsobmannes mur- gen Ausgabe erschienenen Notiz teilt uns die ,, Urania" mit, daß nur die Auffäße und Bilder dieser Zeitschrift von der„ Urania"( Prof. Ostar Frantl) redigiert werden, daß sie aber für den anderen Inhalt der Zeitschrift, also auch für Rätsel und Aehnliches, jede Verantwortung a b Lehnt. Gleichzeitig bittet uns der Verlag Stiepel, zur Kenntnis zu nehmen, daß das bewußte Rätsel nur durch ein Versehen in die „ Europastunde" aufgenommen worden sei. Wir dürfen wohl annehmen, daß unsere Leser und auch der Großteil der Leser der„ Europastunde" diese Erklärungen mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen werden. Beide Erklärungen lassen hoffen, daß der„ Europastunde" künftighin ähnliche Versehen nicht mehr passieren werden. Alte Kämpfer scheiden in der Wirtschaft sind die Genossenschaften. Wir stellen das Verlangen, den Konsumenten einen besseren Schutz angedeihen zu lassen als bisher. Einkommen von 30, 40 und 50 Kč für eine vier- bis fünfköpfige Familie sind keine Seltenheit. Damit stehen die Preise für Nahrungsmittel und Bedarfsartikel nicht in Einklang. Wenn den 132 Stimmzettel abgegeben. wir jest wieder in einem Memorandum der Re- waren unbeschrieben. Mit 121 Stimmen ist Gen. gierung unsere Forderungen unterbreiten, so find Schreier, Mähr.- Schönberg, zum Verbandsobwir als die Vertreter von 14 Millionen deutscher mann gewählt. Der bisherige Obmann, Gen. LoKonsumenten dazu berechtigt. renz, hatte zebeten, von seiner Wiederwahl AbDen Bericht des Sekretärs erstattet R. Fischer. Genosse Schreier wendet sich im einzelnen stand zu nehmen. Als Sekretär wurde Gen. Seit 1930 stehen die Konsumgenossenschaften unter der Begründung der Entschließung zu, die wir in Fischer wiedergewählt. Die Wahl der übrigen den Auswirkungen einer Krise wie noch nie. Wir der nächsten Nummer veröffentlichen werden. Mit Vorstandsmitglieder erfolgte ebenfalls nach den haben Konsumvereine, deren Mitgliedschaft Sachkunde und Heftigkeit fritisiert er die Agrar- Vorschlägen. bis zu 54 Prozent arbeitslosit. politif, die nur im Interesse der GroßgrundBei den Beschäftigten sinkt der Lohn noch immer, so besizer, nicht der Kleinlandwirte und vor allem daß die Kaufkraft weiter schwindet und der Verbrauch nicht der Konsumenten liegt. Wenn die Getreide- Genosse Lorenz richtete nach erfolgter Wahl geringer wird. Die Not wächst weiter. Betrug der politik der letzten Jahre fortgesetzt wird und das einige Abschiedsworte an den Verbandstag, in denen Lebensmittelverbrauch je Vollperson in einer Be- setreidemonopol, wie von den Agrariern gewünscht, er der langjährigen und erfolgreichen Arbeit geSchäftigtenfamilie 251 Kč pro Monat, so in einer um 20 Jahre verlängert wird, so würde dann das dachte. Er gehört zu den Mitbegründern des VerArbeitslosenfamilie nur 138.57 Kč. Der Verbrauch für Kleidung, Fleisch, Kartoffeln ist bei den Arbeitslosen- Familien ebenfalls bedeutend niedriger. Unter diesem fortdauernden Verbraucherrückgang leiden die Konsumgenossenschaften schiver. Trotzdem haben wir einen Umfabrückgang von nur 2 Prozent zu verzeichnen. Wir können also sagen, wir haben uns gut behauptet! Das danken wir der hingebungsvollen Arbeit unserer Funktionäre, der Treue und Standhaftigkeit unserer Mitglieder. Der Umias je Mitalied betrug im Jahresdurchschnitt 1852 Kč, bei den Eisenbahnergenossenschaften, die nicht so hart von der Krise betroffen wurden, 2402 Kč, in unserem ärmsten Gebiet, im Böhmerwald, konnte nur ein Jahresumsatz von 1477 Kč erzielt werden. Der Redner fagt weiter, daß die Konsumgenossenschaften heute große Gläubiger des Staates sind. Er schuldet ihnen etiva 10 Millionen Kč für belieferte Lebensmittelfarten. Wir fordern, daß die Bürokratie die Bezah lung nicht unnötig hinauszögert. Der Rückgang der Spareinlagen von 151 Mitlionen Kč auf 139 Millionen Kč ist nicht auf eine Vertrauenstrise zurückzuführen. Die gibt es nicht! Er ist durch die wachsende Not bedingt. A II e kons fumbereine fonnten den Anforde= rungen entsprechen, während zahlreiche private Geldinstitute Mo= ratorien notwendig hatten. Durch eine entsprechende Reservenbildung muß die genossenschaftliche Entwicklung weiter sichergestellt werden. Die Revisionstätigkeit und die Fachberatung des Verbandes war sehr rege. Fischer hebt hervor, daß die Frauen heute einen großen Anteil an der Werbearbeit haben.. Unsere inDie Beisetzung der erschossenen Arbeiter in Krakau Betriebsausschuswahlen. Bei der Firma Mattausch( Mautner) A.-G. Tertiliverfe in Bensen- Franzenthal fanden am Freitag, den 27. März, Betriebsausschußwahlen statt, die trop aller großen Anstrengungen der Gegner, der Union der Textilarbeiter ein günstiges Ergeb= nis brachten. Von 1107 abgegebenen Stimmen erhielten die Union der Textilarbeiter 618 Stimmen( 6 Mandate), die Christlichsozialen 38 St. ( 0), Kommunisten 192( 2 M.), deutsche Arbeitnehmergewerkschaft( Henlein) 259 St.( 2 M.). Das Ergebnis zeigt also absolute Mehr= heit der Union der Tertilarbeiter. Wieder Betriebsabwanderung ins Ausland. Die Firma Ernst Köhler u. Co., Kabelfabrik in Weipert- Neugeschrei, hat um die Bewilligung einer Betriebseinstellung in der Dauer von mehr als drei Monaten angesucht. Wie uns mitgeteilt wird, gehen aber die Absichten über die vorübergehende Betriebsstillegung weit hinaus. Die Firma beabsichtigt, den Betrieb völlig aufzugeben und mit der Abmontierung der Maschinen wurde bereits begonnen nach Rumänien aus zuwandern. Dadurch würden wiederum 50 Arbeiter in der wirtschaftlich ohnehin darniederliegen den Gegend von Weipert brotlos. Noch bis vor furzem war die Erzeugung von Kabeln im Preßniz- Weiperter Gebiet ein gutgehendes Geschäft. Seite 4 Sonntag, 29. März 1936 Eröffnung des Radium- Heilinstituts in Prag Rede des Gesundheitsministers Genossen Dr. Czech Brag. Samstag vormittags fand unter Teilnahme des Ministers für öffentliches Gesund heitswesen und Körpererziehung Dr. Czech, von Vertretern der Zentralbehörden, der Hochschulen, der Hauptstadt Prag und der medizini schen und sozialen Institutionen die feierliche Eröffnung des Radium- Heilinstitutes in Prag VIII, Na Bulovce, statt. allseitig zu applizieren. Die übrige Einrichtung ( Röntgen- Apparate, Operationssaal, Höhenfonne, Endoskopie, Elektrotherapie) ermöglicht die attive Bekämpfung bösartiger Geschwülste in jeder Hinsicht. Mit Rücksicht darauf, daß das In stitut in radium- therapeutischer Hinsicht auf das Vollkommenste ausgestattet ist, müssen dessen Möglichkeiten auch bei den nichtkrebsartigen, aber Bestrahlungsbehandlung erfordernden Krankheiten ausgenügt werden. Nr. 76 Die neue Radium- Heilabteilung beginnt mit der, Bericht vorgelegt und setzt sich für energische Aufnahme am 1. April, zunächst von Stranten, bei hygienische Maßnahmen ein, um das Aussterben denen ein Heilverfahren mit radioaktiven Stoffen der Estimos noch zu verhüten. notivendig und zivedmäßig ist( also außer tranthaf Immer wieder Hauptmann. Hauptmanns ten Neubildungen sind dies einige Nervenkrankheiten, Hauptanwalt Lloyd Fischer erklärte, er bejize jest Rheumatismus, Gicht, Krankheiten der Schilddrüse genügend neues Beweismaterial, um neue usw.). Die Heilkosten pro Person und Tag betragen Verhandlungen im Hauptmannprozeß in dieser Abteilung in der dritten Klaffe Kč 24.50, zu beantragen, falls das Begnadigungsgericht in der zweiten Selaffe Kč 80.-, in der ersten Klasse das Gnadengesuch ablehne. Kč 100.-, einschließlich der radio- therapeutischen Uhr- Kurier für Irland. Es sind jetzt genau 99 Behandlung. Die Kranten müssen sich im Verwal- Jahre her, seitdem ein besonderer Dienst dafür getungsgebäude des Krankenhauses ,, Na Bulovce" beim schaffen wurde, damit Irland die genaue Zeit erdiensthabenden Arzte täglich zwischen 9 und 16 Uhr fährt. Ein besonderer Kurier der Admiralität ver-Der Obmann des tschechoslowakischen Veranmelden. Wenn sich jemand um die Aufnahme be- ließ zu Pferde jeden Morgen Greenwich und brachte eines für Heilung und Erforschung bösartiger wirbt, hat er den Nachweis des Wohnjizes und der eine genaue Uhr nach London. Nach dieser Uhr wurGeschwülste, Prof. MUDr. A. Ostrčil, eröff= Zu der Errichtung des Institutes trugen Bugehörigkeit, seiner Wirtschafts-( Erwerbs-) Ver- den die Londoner Bahnhofsuhren gestellt. Der Chronete die Feier mit einer kurzen Rede, wobei er durch reiche Zuwendungen namentlich auch Prä- hältnisse, gegebenenfalls den Ausweis der Kranken- nometer wurde per Eisenbahn und per Schiff nach die Gäste begrüßte. Es hatten sich it. a. eingefun- fident Masaryt, das Gesundheitsversicherungsanstalt mitzubringen. Wenn jemand die Dublin gebracht. Umgekehrt wanderte täglich ein den; die Gattin des Präsidenten der Republik ministerium, die Zentraliozi a I notwendigen Belege nicht hat und nicht selbst im vor- Chronometer von Dublin nach Greenwich. Dieses Frau Hana Benešová, die Vorsitzende des versicherungsanstalt, die Prager hinein durch eine Angabe die Heilkosten deckt, jetzt er tomplizierte Verfahren hat sich auch heute noch ertichechoslowakischen Roten Kreuzes Dr. Alice Städtische Versicherung, die Lebensversicherungs- sich der Gefahr aus, daß er in dieser Spezialabtei halten. Der Sturier' reitet zwar nicht mehr, sondern Kardinal Dr. Kašpar, gesellschaft Phönig, die Allgemeine Pension s- lung nicht aufgenommen werden wird, da die Anzahl fährt Auto, aber Dublin erhält nach wie vor täglich Vertreter der Karlsuniversität und der Technik. an st alt sowie die Böhmisch- Budweiser Vor- der Betten sehr beschränkt und das Radium- Heilver- einen Chronometer, der tagszuvor in Greenwich geLandespräsident Dr. Sobotka, Vertreter der schußtassa bei. fahren verhältnismäßig sehr kostspielig ist. stellt wurde. Obwohl das Radio sehr viel früher die Kanzlei des Präsidenten der Republit, Vertreter genaue Uhrzeit nach Irland durchgibt, wird es in der Ministerien für öffentliches GesundheitsEngland niemandem einfallen, diese traditionelle wesen und Unterricht. und kostspielige Zeitmeldung abzuschaffen. Masaryková, Nach der Rede des Vorsitzenden ergriff Minister Dr. Czech das Wort, der u. a. erflärte: Mit größter Bangigkeit verfolgt die staatliche Gesundheitsverwaltung den von Jahr zu Jahr zunehmenden Aufstieg der Sterblichkeit an Krebserkranfungen. Man bedenke, daß die Sterblichkeit an Krebsleiden jene an der größten Volksgeißel, der Tuberkulose, zahlenmäßig bereits eingeholt hat. Noch im Jahre 1926 verzeichnete die Statistif 24.880 Sterbefälle an Lungentuberkulose und 15.217 an Krebsleiden. Seitdem ist die Sterblichkeit an Tuberkulose im ständigen Sinken begriffen. Im Jahre 1935 fant sie bereits auf 17.961, während die Sterblichkeit an Krebskrankheiten im gleichen Jahr einen weiteren Aufstieg auf 18.547 und sohin innerhalb eines zehnjährigen Zeitraumes eine Zunahme von 20 Prozent verzeichnet. Jagesneuigkeiten Experiment mit einem Witz Die deutschen Wahlen erzählt man in Berlin müssen verschoben werden. Bei Goebbels wurde eingebrochen und die Wahlergebnisse wurden gestohlen. mal einen großen Sieg erfochten hat." Am pitans testen aber ist die Antwort, die mehrere Schüler der oberen Klassen gegeben haben, als der Reporter sie beim Verlassen des Lyzeumis fragte: ,, 20- das ist ein Vertrag, den Hitler freiwillig unterzeichnet hat." carno Farbige Unterfeeboote. Die englische Admiralität hat in der letzten Zeit die Frage eingehend untersucht, wie man Unterseeboote am zweckmäßigsten unsichtbar machen kann. Es hat sich er( Wiz des Tages in einer 3tg.) geben, daß die Wasserfärbung auf den WeltSo ernst ist die Moral der Zeit zerrüttet, meeren sehr verschieden ist, und daß eine Eindaß ein Scherz mit ernstem Gesicht als Zei- heitsfarbe nicht zu empfehlen sei. Die Untersee tungsmeldung weitergegeben seinen spaßhaften boote müßten eigentlich je nach ihrem AktionsCharakter zum Teil verlor. In einer Gesellschaft gebiet zwischen hellblau, hellgrün, hellgrau und von mehr als 30 Leuten, welche die zitierte hellbraun gefärbt werden. Im Atlantischen Ozean haben, quittierte der größte Teil der Hörer den Blau und im Roten Meer grauschwarz. Anekdote nicht in der Tageszeitung gelesen ist das Grün am geeignetsten, im Mittelmeer das Wizz mit Aussprüchen dieser Art:„ Köstlich, daß ihnen diese Blamage passiert ist wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen usw., Die neue Anstalt will auf Grund der Erkennt- bis einer der letzten erst den Verdacht hegte, daß nis, wonach die frühzeitige Diagnose und Schand- es sich bei erwähnter Zeitungsmeldung um einen lung des Krebses gute Heilaussichten bietet, vor Wit handeln könnte. Ganz sicher war auch er allem Heilzwecken dienen. Sie wird aber auch der sich nicht. wissenschaftlichen Arbeit und Erforschung dieser Damit sind wir alle nicht nur vor eine schwere Verantwortlichkeit, sondern vor gewaltige Aufgaben gestellt. Auf dem Wege zu diesen schicksalsschweren Aufgaben liegt die Anstalt, die der Verein mit dem heutigen Tag in den Dienst der Bevölkerung stellt. Behandlung". tückischen Krankheit eine Heimstätte schaffen und da= So weit hat es nun der Hitlerismus gemit in allen ihren Betätigungszweigen der Heilung, bracht, daß alle Nachrichten, gleichgültig welche aber aus der Krankheitsvorbeugung Unforrektheit sie von ihm melden, geglaubt werauf dem Gebiete der Krebsbekämpfung dienen getreu den, denn nichts ist nun einmal so unglaubwür dem alten Worte, daß selbst die kleinste Gewichts dig, daß man es dem deutschen nationalsozialisti, einheit an ,, Vorbeugung mehr wiegt als ein Pfund schen Regime nicht zuschreiben könnte. Bisher hat es sich noch immer gezeigt, daß die Vorstellung Und so begrüße ich denn die nene Schöpfung als anständiger Menschen von einer ordentlichen ein Stück vorbildlicher gesundheitlicher Aufbauarbeit, Wirklichkeit übertroffen werden konnte von der die bei der Schaffung des Werkes mit Hand angelegt ans Phantastische grenzenden unmoralischen haben, den herzlichsten Dank der Regierung aus. Wirklichkeit der faschistischen Systeme. Insbeson Der Primarius des Institutes. Doz. Dottor dere des nazistischen Regimes. Diesem Sachver Nová t, erläuterte dann den Gästen die Ein- halt ist es zu danken, daß der Berliner Volksrichtung des Radium- Heilinstitutes, das mit wit gleichzeitig das Urteil des Volkes über jene einem Aufwand von 4 Millionen Kč auf einem bildet, die es um seine Meinung gefragt" günstig gewählten Plaz innerhalb des Komplexes haben. des Krankenhauses na Bulovce errichtet wurde. auf die wir alle stolz sein können, und spreche jenen, Kameljagd in England. Fuchsjagden sind ein englischer Nationalsport. Eine Gesellschaft in Surrey mußte jedoch neulich erleben, daß die Meute keineswegs in den Wald und den Füchsen nachjagte, sondern geschlossen auf ein freies Feld losstürmte. Die Reiter folgten ihnen und sahen alsbald den Grund: die Hunde waren von einem Kamel angelodt worden, das sie wütend umfläfften. Dieses Kamel war aus einem zoologischen Garten entlaufen. Glüdlicherweise tamen bald die Wärter dazu und brachten es in Sicherheit. 9 Fabriksbrand. In der Kunstseidefabrik Showa" bei Fukushima nördlich von Tokio brach ein Großfeuer aus. Das Feuer zerstörte die Fabritsanlagen. Bier W en ich en kamen dabei ume Showa" wurde erst vor zwei Jahren mit einem Leben, 20 wurden schwer verlegt. Die Stapital von zehn Millionen Yen gegründet. Sie beschäftigte 2000 Arbeiter. " Die politische Hochschule. Die Einschreibung für das neue Frühjahrstrimester der freien Schule für politische Wissenschaften findet täglich bis zum 6. April im Sekretariat Prag III.,( Karolinum). tatt. Näheres im Studienprogramm für Kč 3.-. Mord durch Ameisen. Die ,, Deutsche Rund schau" in Bromberg meldet: Die Bewohnerschaft des Kreiſes Schrimm in Pommerellen wurde durch ein grausames Verbrechen, welches eine unmenschliche Mutter an ihrem Stinde verübte, in Aufregung verjeßt. Um die ihr zur Last fallende Brandstiftung. Samstag früh ist in der Ge-. 12jährige Tochter aus der Welt zu schaffen, hatte meinde Samudovce bei Michalovce in der Offslo3ofia Stefaniat aus Sturnik einen teuflichen Plan takei ein großer Brand ausgebrochen, der 27 Scheugefaßt: Im Walde hatte die Frau einige Ameinen mit Heu und Stroh und 16 verschiedene fleisenhaufen entdeckt, wohin sie sich eines Tages mit nere Wirtschaftszubauten vernichtete. Der Brand ihrem nichts Böses ahnenden Kinde begab. Nach ist das Werk eines unbekannten Brandstifters. An dem fie ihm ein Schlafinittel eingegeben hafte, der Bekämpfung des Brandes beiteiligten sich alle entblößten Stindestörper in eine Erdbertiefung& eaterwehrleute trugen Berle sunzog fie ihm die Kleider ab und legte dann den Feuerwehrmannschaften der Umgebung, Drei auf einen großen Ameisenhaufen, worauf sie sich gen davon. in aller Ruhe heimbegab. Die Ameisen fielen über das arme Kind her und bissen es tot. Einige Tage später fand ein Landwirt die von jenen Insetten entseßlich zugerichtete Kindesleiche, und die Polizei stellte seit, daß es sich um das genannte Kind handelte. Durch Steckbriefe verfolgt, wurde bekannte, um das Kind nicht selbst zu töten, es die Rabenmutter in Posen festgenommen. Sie auf jene grausame Weise aus der Welt geschafft zu haben. schnitt Leitmeriz- Dresden wird heuer von der Der Personenverkehr auf der Elbe im AbBöhmisch- sächsischen Dampfschiffahrtsgesellschaft am 31. März aufgenommen werden. Temperatur unter dem Normale. Infolge des Zuflusses fühlerer Luft aus dem Baltischen Hochetwas unter den Normalwert gesunken. Gleichdrudgebiet ist die Temperatur in der Republik zeitig heitert es sich von Nordwesten langsam auf. Die allgemeine Wetterlage hat sich gebessert, ist aber noch immer nicht stabil. Die Luftdruckverteilung Dadurch ist auch die Möglichkeit einer volltoms über die Bedeutungslosigkeit der Wahlziffern Jahre durchgeführten staatlichen Untersuchungen wird gleichförmiger, was die Ausbildung leis Für jeden Einsichtigen aber steht das Urteil Die Eskimos sterben aus. Die im letzten administrativen Zusammenarbeit gegeben. Die heute schon fest und es ist ein Verdienst des Ber- haben ergeben, daß die Estimos außerordentlich ner Totaler Störungen namentlich therapeutische Abteilung disponiert über a chtliner Volkswizzes, dem Ernst der deutschen Nazi- bedroht sind, und daß sie fast zum Aussterben im Westteile des Binnenlandes, wo es sich wieder zig Betten und die Räume der Ambulanz tragödie mit dem Spott einer knappen satirischen berurteilt sind. Professor Victor Levine hat in stärker erwärmt begünstigt. Wahrscheinliches find groß genug, um eine bedeutende Zahl von Aeußerung begegnet zu haben, denn ein Wiz- Alaska Tausende von Estimos ärztlich untersucht. Wetter von heute: Wechselnd bewölkt bis vorStranken ambulatorisch zu behandeln. Die Aus- wort macht schneller die Runde als ein Zeitungs- Er mußte feststellen, daß das Durchschnittsalter wiegend heiter, schwacher bis mäßiger Wind aus stattung des Institutes mit vier Gramm artikel, und der Versuch, den Witz als Ernst aus der Estimos heute nur noch 24 Jahre beträgt. östlichen Richtungen. Verſtärkte TemperaturschwanRadium( Wert 7 Millionen Kč) gestattet es, Die Säuglings- und Kindersterblichkeit ist unge- fungen zwischen Tag und Nacht. Auch in den Nieauf Grund praktischer Einrichtungen das Radium zugeben hat auch seinen Sinn. heuer groß. Nur die wenigsten Eskimos haben die derungen strichweise leichter Nachtfrost, namentlich Aussicht, alt zu werden. Die größte Gefahr stellt im Nordosten des Staates. Wetteraussichten für die Tuberkulose dar, die epidemisch wütet. Pro- Mont a g: Allmähliche Erwärming, im Westen fessor Levine hat dem Staatsdepartement einen der Republik Wetter zeitweise unsicher. Die Freie Schule für politische WissenschafVom Rundfunk ten in Prag I., Ovocný trh 3, Karolinum, eröffnet ihr Frühjahrssemester am 20. April. Die EinEmpfehlenswertes aus den Programment schreibungen finden vom 26. März bis zum 6. Montag: April statt. Von deutschen Vorlesungen heben wir Prag, Sender 2: 10.05: Deutsche Bresse, 11: hervor: D. Emil Strauß: Die auswärtige PoliSchallplatten, 12.35: Buntes Konzert, 15: Mild- tik der Tschechoslowakei, W. Wohryzet: Die Theoner- Quartett aus Wien, 15.30: Debussy- Komposi- rie der Politik tionen auf Schallplatten, 16.10: Salonorcheſterfon: Bacher: Der Wirtschaftsteil der Zeitung, Dr. H. Die Presse der Welt, Dr. Franz zert, 17.40: Riederkonzert, 18.10: Deutsche SenMüller: Volkswirtschaftliches Seminar. Von dung: Ing. Korwat- Wien: Donaureisen einst und jetzt, 18.25: Pfeiffer: Romantische Phantasie, tschechischen Vorlesungen tschechischen Vorlesungen seien hervorgehoben: 18.35: Dr. Hahn: Gullivers Reise ins Land der Dr. Jaroslav Čecháček: Planwirtschaft, Dr. KaBazillenfürchter, 19.15: englisch für Anfänger, rel Maiwald: Aktuelle Fragen der Kredit- und 19.30: Saxophonsolos, 20.55: Rundfunkorchester- Währungspolitik, Dr. Jaroslav Kladiva: Theorie fonzert, 22.20: Russisch für Fortgeschrittene, 22.40: und Praxis der Gewerkschaften, R. Procházka: Deutsche Nachrichten. Sender S: 7.30: Salonor Der Völkerbund, Dr. Hubert Ripka: Die interchefterkonzert, 14.20: Deutsche Sendung: Dozent nationale Attivität der Sowjetunion. Nettl: Freiluftmusiken in alter Zeit, 18.10: Blasfonzert. Brünn 17.40: Deutsche Sendung: Dr. Jarolim: Technik und Recht. Breßburg 17.15: Geigenkonzert. Stafchau 17.15: Gitarrensolis, 20: Johann Strauß- Konzert. Mährisch Oftrau 17.30: Flötenkonzert. Dienstag: Was wiffen Sie über Locarno? Alle Welt spricht über Locarno, aber keineswegs alle wissen, was eigentlich Locarno ist. Die Wochenzeitschrift ,, Marianne" hat ihre Reporter verschiedene Leute ausfragen lassen. Die Antworten sind geradezu verblüffend. Ein Bäder, der zu seinen Kunden Prag, Sender 2: 10.05: Deutsche Presse, 11.05: Minister zählt und dessen Söhne sich politisch bei Deutscher Schulfunt, 12.10: Szenen aus Smetana- den Feuerkreuzlern betätigen, erflärte: ,, Locarno Opern, 12.35: Salonorchesterkonzert, 16.40: Schall ist ein Vertrag, den wir mit Italien gegen platten, 17.20: Sonzert des Smetana- Trios, 18.10: Deutschland geschlossen haben." Ein AutobusDeutsche Sendung: Bum Andenken an Busoni, an schaffner wußte, daß Locarno von Briand„ ge= Täglich seines 70. Geburtstages, 18.45: Deutsche macht" worden ist. Eine elegante Dame beim Presse, 20: Hebertragung aus dem Nationaltheater: Fünfuhrtee erklärte, daß Locarno der Name Bloud, Oper von Förster, 22.15: Tanzmusit. Sen der: 14.15: Deutsche Sendung: Dr. Pollaschet: Kunststadt Prag, Schallplatten, 18: Edrammelfonzert. Brünn 15: Nachmittagstongert, 17.40: Deutsche Arbeitersendung: Jurda: Freiwilliger Bei trag zur Invaliden- und Altersversicherung. Presburg 17.25: Jazzorchester, eines italienischen Juristen sei, der einen wichtigen Vertrag aufgefest habe, aber vor kurzem gestorben ist. Eine Zeitungsverkäuferin, die in ihrem Kiosk täglich Tausende von Schlagzeilen sieht, sagte: ,, Locarno das ist ein Vertrag, der an einem Orte abgeschlossen ist, wo Napoleon einStaatspräsident Beneš in der Stefanik- Kaserne Präsident Dr. Beneš stattete der Stefanik- Kaserne in Prag einen Besuch ab. Hier läßt er sich ein Majchinengewehr vorführen. Im Dienste der Aermsten Schulungstase der Arbeiterfürsorge In der Zeit vom 15. bis 25. März hatten sich im Erholungsheim der„Arbeiterfürsorge" in Hirschberg am See 29 Genossen und Genossinnen zu einem Kurs versammelt. Sie waren teils arbeitslos, teils in privaten Berufen oder hauptberuflich in der Arbeiterbewegung tätig; erfreulich war, daß eine große Zahl der Schüler den jüngeren Jahrgängen angehörte; 19 Teilnehmer waren unter 35 Jahren. Als Vortragende wirk-^ ten durchwegs erstklassige Fachleute, die nicht nur an Hand der vorhandenen Gesetze anschaulich zu unterrichten verstanden, sondern auch selbst aus seinem reichen Schatz persönlicher Erfahrungen zu schöpfen wußten. den Teilnehmern der Schule neue Anregungen, die für di« weitere Arbeit in der„Arbeiterfürsorge" sehr wichtig find.« Die Vorträge waren durchwegs sehr anschaulich gehalten und v« überzeugender Sachkenntnis. Die Teilnehmer der Sckmle zollten nicht nur ehrlichen Beifall, sondern sie waren auch überaus aufmerksame Zuhörer, die auch durch eine anregende Diskuffion bewiesen, daß sie mit allem Ernst die Probleme zu meistern versuchen. Der Kurs hat sicher seinen Zwack voll erfüllt; er hat den aktiven Funktionären itue Wege gezeigt und die anderen Schüler in die Lage versetzt, ihren Hauptfunktionären zu Hause nützliche Helfer sein zu können. Daß die Genossen und Genofiinncn nicht zum Vergnügen zusammengekoimncn waren, geht Wohl am bestem auch aus. der Tatsache hervor, daß an den beiden in der Kurszeit gelegenen Sonntagen ganztägig unterrichtete wurde. Dafür hatte aber die Verwaltung des Heimes alles getan, um den Aufenthalt so angenehm als möglich zu gestalten. Die Schule stand unter der Leitung der Genossin Appelt, der Geschäftsführerin des Verbandes„Arbeiterfürsorge"; ihr gebührt der Dank für das umsichtige Arrangement des Kurses. Bester Dank aber insbesondere dem Verbände selbst und den delegierenden Organisationen, die durch namhafte finanzielle Opfer den Kurs ermöglichten. Möge der Kurs die gewünschten Früchte tragen, den Aermsten unserer Zeitgenossen und damit der großen Menschheitsfamilie zum Segen. E. W. AIS«rster Lehrer eröffnete Genosse Kogler mit einem Vortrag„Grundlagen der Wohlfahrtspflege— Ausbau der Fürsorge in der ESR." Er besprach einleitend die Ursachen der sozialen Rot und all die Maßnahmen, di« zu ihr«r Bekämpfung notwendig find: Wir müssen die Fürsorgearbeit leisten, um den Auswüchsen der sozialen Dtassennot unseres Volkes zu begegnen, Arbeiterfürsorge und die politische Arbeit aber müssen ihr Ziel darin sehen, di« Wurzeln allen,Elends, die heutige Gesellschaftsordnung auf neue, gesunde Grundlagen zu stellen. Genosse Schäfer sprach über„Das Wesen der Sozialpolitik". Er ging aus von der Erkämpfung des KoalitwnSrechtes. das erst die Bildung von Arbeiterorganisationen und die Führung des Kampfes um besser« Arbeitsbedingungen und um einen größeren Anteil am Arbeitsprodukt ermöglichte. Dieser Vortrag fand seine Ergänzung durch Genossen Dr. W i e n e r, der„Arbeitsrecht und Fürsorgegesetze" behandelte und Vorteile und Lücken der einzelnen Gesetze näher erläuterte. Als eine gewisse Genugtuung können es unsere Arbeiter empfinden, daß die Tschechoflowakei zu den wenigen Ländern gehört, wo auch in der Krisenzeit der Ausbau der sozialpolitischen Gesetzgebung nicht zum Stillstände kam. Herr JUDr. Jng. Riedel und der Direkwr der BKB. Teplitz-Schönau, Genosse Hammer, sprachen über„Alters- und Jnvaliditätsversicherung — Leistungsagenda"— und„Kranken- und Unfallversicherung". Sie machten die Schüler mit den einschlägigen Bestimmungen vertraut, soweit fie besonders den Versicherten im Falle seiner Krankheit, seiner Invalidität und seines Alters und die Angehörigen im Falle des Ablebens eines Versicherten interessieren. Bei Besprechung der Leiftungsagenda und der bisher gewährten Leistungen zeigte«S sich, daß die frühere Antipathie weiter Bevölkerungsschichten ganz zwangsläufig verschwinden muß, weil diese BerficherungSarten für den modernen Arbeiter zu einem unentbehrlichen Bestandteil seines Lebens geworden find. Ein ganzer Tag war einer Exkursion nach Aussig zur Besichtigung der dortigen Fürsorgeeinrichtungen gewidmet: Mütterberatungsstelle, Beratungsstelle für Lungenkranke, Schulzahnklinik der Stadtgemeinde, Volksküche der Stadt, Berufsberatungsstelle des Bezirkes, Zahnambulatorium der BKB. Aussig, Warmbad Kleyche, deutsche Blindenschule, Petschekstiftung für Lungenkrank« und Bersorgungshaus der Stadt. Die Einrichtungen sind wahrhast nationale Arbeit, das könnte auch von dem Marschschritt der Hen- leinkolonnen, hätten fie am 24. Mai durch die Straßen Aussigs marschieren können, nicht auf die Dauer übertönt werden. Denn schließlich wird das Volk vom Marschieren nicht satt und will praktische Taten statt tönender Worte. Einer der ersten Mitarbeiter dieser sozialen Fürsorge, Dozent Genosse Dr. G r u s ch k a, unterstrich in einem Vortrag über„Gesundheitsfürsorge — einschlägige Gesetzgebung in der ESR." das in Aussig Gesehene. Eine interessante Ergänzung erhielt die Schule durch den Vortrag des Herrn Doz. Dr. Ernst S l a w i k über„Erholungsfürsorge und rationelle Ernährung". Hier gewannen die Teilnehmer des Kurses einen guten Einblick in das vorzügliche Kindererholungswerk, das der Bezirk Tttschen durch die Schaffung seines Kinderheimes in Dittersbach ins Leben gerufen hat..(Genosse Kügler hatte durch Vorführung eines Filmes das Werk von Dittersbach schon bildlich näher gebracht.) .Gleichfalls wichtig waren die Darlegungen des Referenten über rationelle Ernährungsweise. Schließlich trug noch Genosse Fachlehrer H e r- get über„Praxis der Arbeiterfürsorge" vor; aus 'einer reichen Fülle praktischer Erfahrungen gab er Volhswlrtsdiatt und Sozialpolitik des Französische Zusatzkontingente aus dem bzw. der Müller das Getreide abholen darf. DieS soll unter der Kontrolle eines Aufsichtsorgans der Monopolgesellschaft geschehen. Handelsmühlen sollen künftighin keine Kommissionäre mehr sein und zur besseren Ausgestaltung der Administrative sei die Verlängerung d«S Monopols auf mindestens 20 Jahre notwendig. Dadurch könnten selbständige Magazine errichtet und Einlagerung und Verwaltung verbilligt werden. In der Diskussion wurden viele kritische Stimmen laut. So verwiesen der Landeskulturratsdelegierte Robert S t ö h r und auch der Vertreter des ZentralverbanheS der deutschen Kleinbauern und Häusler, Genosse Schmidt, darauf, daß man die Planwirtschaft im Getreidebau verkehrt begonnen hat, indem man zuerst gesetzliche Preise festlegte, anstatt das Ausmaß der Produkttonsflächen zu regeln. Genosse Schmidt verwies weiter auf die Schädigung der armen Landbevölkerung, die" nach den neuen Bestimmungen ihr Getreide'selber in die Mühle schaffen muß, ganz gleich, ob sie ein Gespann besitzt. Die schwersten Schäden seien den kleinen Viehzüchtern in den Mißernte- und. Gebirgsgebieten durch die überhöhen Futtermittelpreise zugefügt worden. In vielen Orten mußte dadurch der Biehstand, die einzige Existenzquelle der kleinen Viehzüchter, oft bis 50 Prozent eingeschränkt werden; zahlreiche Kleinlandwirte waren gezwungen, ihr letztes Stuck Vieh zu verkaufen. Genosse Schmidt appellierte an Dr. Feierabend,«r möge-in der-Mouopolverwaliung dahin wirken, daß man derartig« Mißstände verhütet. Die Kleinlandwirte sollen nicht durch die Auswirkungen des Getreidemonopols von ihrer Scholle Vertrieben werden, was nur zu einer neuerlichen Vermehrung arbeitslosen Proletariats führen müßte. Ti- tel der Sanktionen. Am 25. März wurde nunmehr in Paris das zwischen der Tschechoslowakei und Frankreich abgeschlossene Abkommen para- 50.000 Waggons Schwarzvermahlung Interessantes vom Getreidemonopol Vor den Delegierten des Landeskulturrates sprach am Mittwoch, den 25. März, im Deutschen HauS in Prag der Präsident der tschechoslowakischen Getreidegesellschaft über„das Getreidemonopol und seine Bedeutung für die Landwirte". Es muß ge sagt werden, daß der erste Verantwortliche Funk tionär des Getreidemonopols in seinen Ausführun gen recht freimütig war und aus den verschiedenen Mängeln kein Hehl machte, wenn man auch mit manchen Begründungen und Schlußfolgerungen nicht einverstanden sein konnte. So stellte er fest, daß im Fahre 1934 rund 50.000 Waggons Getreide „schwarz", also außerhalb des Monopols verkauft wurden, wovon augenscheinlich der größte Teil auf Schwarzvermählungen in den Mühlen zu buchen ist. Am Abschluß des Wirtschaftsjahres 1935/36 dürfte seinen Aeußerungen zufolge die Menge an Schwarzvermahlungen 50.000 Waggons noch weit übersteigen. Bis heute habe man gegen diese Erscheinung vergeblich angekämpft. Ein größerer Teil der Mül ler stünde in den Reihen der Feinde d«S Monopols. Die hohen Futtermittelpreise seien notwendig ge wesen, um«in richtiges Verhältnis zu den Ge treidepreisen herbeizuführen. Angeblich sei dadurch di« Viehzucht günstig beeinfluße worden infolge bes serer Preisgestaltung für Vieh. Die schwerste Be drohung des Monopols bilde aber die andauernde Vergrößerung der Anbauflächen für Weizen, was. auf den hohen Weizenpreis zurückzu führen ist. Andererseits find 200.000 Hektar im Rauhfutterbau unh im Maisbau eingeschränft wor den. Hier war jede Belehrung vergebens. Doktor Feierabend kündigte«ine Regulierung der Preis« durch Abzüge an, wenn nicht ehestens eine freiwil lige Einschränkung der Weizenanbauflächen erfolgt. Rach seinen Darlegungen, sei es auch nicht richtig, daß durch das Monopol«ine Belastung der StaatS- kassa hexheigeführt werde. Wohl sei diese im Jahre 1934 mit 21 Millionen XL aus dem Monopol geschäft belastet worden, doch erhielt auf der an deren Seite der Staat bei der Einfuhr von 10.000 Waggons jugoslawischen Weizen(der nach seiner Ansicht bei fteiem Handel nicht eingeführt worden wäre) 24 Millionen XL an Zoll. Außerdem wur den zwei Millionen an Emissionsgebühren und 2.3 fiert, nach welchem dem tschechoslowakischen Ex- Millionen Erwerbssteuer gezahlt. Hinzu kommt, Port bei 18 Positionen Zusatzkontingente gewährt ^^rfür 59 MMonen Einfuhrschein«!, Diese Zusatzkontingent« werden nur für gegen 180 Millionen(1932/33) bewlllrgt wurden.. 1® 1’.•“-■■' _....„ v« k I n««» Tiau«* Aflr«n*n IHitHtArdtr nlotndn Dre größere Beichaftrgung der Staatsbahnen durch die Monopolgesellschaft habe der Staatskaffa 21 Millwnen XL gebracht. Der Konsumpreis des Meh« les sei nicht gestiegen, was er durch Zahlenmaterial begründet«. Diese Ziffern scheinen allerdings nicht ganz stichhältig zu sein und müßten auf ihre Rich tigkeit untersucht werden. Zur Sicherung des Monopols hält er die bereits erwähnten Abzüge bei den Weizenpreisen für notwendig, die abgestust und bei jenen am größten sein sollen, die die geringste Anbauflächenbeschränkung vornehmen. Zur besseren Kontrolle der Mühlen soll gesetzlich festge legt werden, daß jeder Landwirt nur an einem be- stimtnten Tage in der Woche zur Mühle fahren darf ! die Dauer der Sanktionen in Gültigkeit bleiben. Für das erste Quartal wurden die zusätzlichen Mengen pauschal festgesetzt, mit dem Recht des Uebertrages der Reste auf den Monat April. Aus jeden weiteren Monat werden darnach stets ein Drittel dieser Zusatzkontingente entfallen. Die allgemeinen Verhandlungen in Paris werden fortgesetzt und dürsten noch über eine Woche dauern. Zur Aussprache werden auch die tunesischen Kontingente kommen, die unangekündigt am 18. Jänner auf Baumwollwaren und Konfektion eingeführt wurden. Ganz nach Ihrem Geschmack können Sie den gesunden und kräftigen PEROLA-Kornkaffea zu bereiten. Zum Bohnenkaffee zum Beispiel kann man bis zu iwet Drittel PEROLA beimischen, ohne daß man es recht merkt. PEROLA allein gibt ein gutes und kräftiges Kaffeegetränk von überraschender Billigkeit. Auch zu Perola: Aecht franck. Ausland. Wieviel Krieger hat der Negus? Rom.„Giornale d' Italia" gibt eine Aufstellung über die vermutlichen abessinischen Streitkräfte. Im Norden links des Setit stehen 35.000 Bewaffnete des Degiac-Aialeu Burru, 40.000 Mann sind in Desme um den Negus, zusammen mit der kaiserlichen Garde und den Bewaffneten des Vollo Jeggiu Calin geschart. Im Süden sind das Heer des Degiac Nasibu Zema- nuel, flankiert van dem türkischen General Wahib Pascha, der mit 35.000 Mann den Sektor von Harrar besetzt hält, sowie die Streitkräfte der Arussi mit etwa 15.000 Mann, südlich- von Harrar; die Kräfte des Bale, Cambetta und Bo- lamo mit etwa 20.000 Mann und etwa 10.000 Mann, die angeblich östlich Sidamo von dem Heerhaufen des Ras Desta übriggeblieben sind und neu organisiert werden. Es handle sich also um eine Gesamtzahl von 235.000 Mann, die aber keineswegs auf Offensive erpicht seien und gegen die jetzt die italienischen Truppen vorrückten. Hinter der ersten abessinischen Linie gebe es keine großen Reserven mehr. Es scheine sich auch nicht eine zweite Verteidigungslinie bilden zu lassen. Abessinien will nicht kapitulieren. Der abessinische Gesandte in Paris, Valdo Miriam, erläßt folgende Kundgebung: Es ist n i ch t w a h r, daß zwischen der abessinischen und der italienischen Regierung direkteVerhandlun- gen über den Friedensschluß begonnen haben oder unmittelbar bevorftehen. Die abessinische Regierung lehnt es nach wie vor ab, direkte Ber- 'händliingen mst Rom zu führen! Die Verhandlungen sind lediglich durch die Vermittlung des Völkerbundes möglich. Es ist nicht wahr, daß im Laufe der letzten Schlachten es den Italienern gelungen ist, den Widerstand der abessinischen Truppen zu brechen. Offizielle Berichte über einen Sieg können keinen wirklichen Siegersetzen. Vor jeder Sitzung des Völkerbundes werden von feiten Italiens solche Berichte herausgegeben, um den Eindruck zu erwecken, jede Hilfe für-Abessinien sei sinnlos. Die abessinische Regierung hält es unter ihrer Würde, jedesmal mtt einem Dementi zu kommen. Gleich zu Beginn des Krieges hat Ahesfinien erklärt, daß es aufs äußerste gefaßt ist und sich nie ergeben wird. Der Friede ist nur dann möglich, wenn der letzte Feind unser Gebiet verlassen haben wird.. Zur Bekämpfung der Arbeitslofigkest in Polen sollen noch vor Ostern Mittel bereitgestellt werden. Im Ganzen handelt es sich um 31.3 Mil- lidnen Zloty. Es sollen zu den hereits für öffentliche Arbeiten bewilligten 20 Millwnen Zloty weitere 15 Millwnen bestimmt werden, 1.1 Millionen werden zur Unterstützung' der Landwirtschaft, insbesondere zur Saathilfe bestimmt, 4.5 Millionen zur Beschäftigung von Landarbeitern in den östlichen Äojwodschasten bereitgestellt und endlich 700.000 Zloty für Unterstützungszwecke in Gebieten» die von Naturkatastrophen betroffen wurden. Der Henker von Barcelona Nach dem Oktoberaufstand von 1934 führte Spanien die Todesstrafe wieder ein. Sie wird wie früher durch die Garrotta vollzogen, ein Instrument, das der Henker dem Verurteilten von hinten Um den Hals legt. Er dreht es vom Genick her zusammen, und dem armen Sünder wird der Kehlkopf eingedrückt. Mn Jänner wurde das Todesurteil gegen «üten Mörder gefällt. Als der Tag der Hinrichtung festgesetzt war, brachte die Presse die kurz« Nottz:„Der Henker ist gestern durch die Justizbehörden ins Justizgebäude geschafft und interniert worden." Das klang kurios. . Am nächsten Morgen erfuhr man, gleichfalls durch die Presse, daß der Henker eine Beschwerde eingereicht habe» weil man ihm zum Essen zu wenig Fleisch und keinen Wein geliefert hatte. Das war alles sonderbar; es kam mir mit Recht spanisch vor. Ich ging abends in die Leridana, um der alten Lanz zu fragen. Er lebte seit vierzig Iah-1 ten in Spanien; die Leridana war sein Stammlokal. Er erklärte mir die Geschichte:„Wenn ein Hinrichtungsdatum festgesetzt ist, wird der Henker sozusagen verhaftet und eingespcrrt. Frei wird er erst, wenn die Exekutton vollzogen ist. Früher führte man nach der Hinrichtung sogar einen Scheinprozeß gegen ihn— wegen Mordes— und sprach ihn in aller Form frei." Damit war die Sache für den allen Lanz erledigt; er war sie gewohnt, sein Interesse wandte sich wieder dem Essen zu. Aber wahrslheinlich erinnerte ihn gerade das Essen wieder an den Fall; denn während er sich einschenkte, sagte er: „Der Henker hat natürlich ganz recht, sich zu beschweren. Ordentliches Essen gehört zu seiner Entlohnung; er hat Anspruch auf Wein und Fleisch. Was Recht ist, muß Recht bleiben I" Wir machten uns wieder an unsere gebak- kenen Tintenfische. Da warf Lanz noch hin, nachträglich und nebenbei:»Uebrigens wird er nachher umgebracht." „Wer wird umgcbracht?" „Der Henker. Der hat kein langes Leben mehr. Es ist noch keiner davongekommen." Na, das mochte ja sein, daß gelegentlich mal Freunde oder Komplicen eines Hingerichteten den Henker ermordeten. Drollig war nur, daß. der alte Lanz das als selbswerständlich und als Regel hinstellte und übrigens ganz natürlich fand. Im April, um Mitternacht, schossen in einem kleinen Cafe des Stadtteils San Andrea drei Gäste einen vierten nieder. Der Ermordete war der Henker. Er hatte früher im Südwesten der Stadt, im Barrio Chino, gewohnt, war nach Durchführung der Exekution ans andere End«, in den Nordwesten, verzogen. Es hatte ihm nichts genützt:«in Vierteljahr nach seinem Opfer starb er. Man weiß nicht, worüber man sich mehr Wundern soll: über die Zähigkeit, mtt der sich im modernen, industriellen Barcelona orientalische Rachegesetze am Leben halten, oder darüber, daß es immer wieder einen gibt, der sich zum Henkerdienst bereitfindet und stoisch einem dunklen Schicksal entgegengeht, dessen Unabwendbarkeit ihm von vornherein bewußt ist. Der Henker von Barcelona ist eigentlich immer ein Selbstmordkandidat. M a x B a r t h. Gefällt Dir das Brautkleid, Schatz? Du mußt aber weiter zurück treten, damit Du es besser siehst! Ich kann nicht, der Tresor steht da, und wenn der nicht wär, möcht ich überhaupt zu- > rücktreten.' Seite 6 Sonntag, 29. März 1936 Nr. 76 ffrtwfcttuwg Die Bankaffäre Kräsa Die Konkursaffäre des Bankhauses Kräsa ist das Ende eines von jenen Bankgeschäften, deren Jn- Haber ohne eigenes Kapital manipulieren und deren Erfolg von günstigen Börsenumständrn. noch mehr aber von der Unerfahrenheit, dek Gutgläubigkeit und von der Beseffenheit eine- gewissen Publikums abbängt, mühelos sein Vermögen zu mehren. Es ist tvpisch, daß sich unter den Verlustträgern ein Ostrauer Arzt mit eineinhalb Millionen IW, ein mittlerer Fabrikant, ein pensionierter Major u. a. mit geringeren Beträgen befinden. Die gewiegten Börsenspekulanten werden kaum jemals die Opfer solcher vom ersten Tage ihrer Gründung an auf das Hereinligen ihrer Kunden ausgehenden Bankunter» nehmungen sein. Der Fall Kräsa scheint zu beweisen, daß di« L ö r.se n k amm e r noch diel strenger vorgehen müßte und daß für die Ge- schäfteafiderBörseergänzende gesetzlicheVorschriftennotwen- d i g sind. Die Firma Kräsa hat ohne eigenes Kapital Börsengeschäfte getätigt, in größerem Umfange scheint sie allerdings Aufträge, für die sie das Barges oder die Deckung in Wertpapieren erhielt, nicht durchgeführt zu haben. Als die Hausse an der Prager Börse den Auftraggebern steigend« Gewinne brachte, mußte das Schwindelunternehmen zusammenbrechen. Für di« Geduld der Geschädigten mch für die Langsamkeit des Vorgehens der Behörden ist bezeichnend. daß die Schwierigkeiten des BankgeschäftesschonseitWeih- nachten offenkundig waren. Bor kurzem soll die Firma auch«ine Verwarnung der Börsenkammer erhalten haben. Trovdem konnte« ihr« Agenten I« der Provinz weiter Opfer fangen und der Anhader in aller Ruh« sorgfältig die Flucht vorbereiten. Er hat dar so gründlich grtan. daß die Polizei seine Wohnung so gut wie ausg«räumt vorfand, obwohl sie luxuriös eingerichtet gewesen war. Wie er selbst, so haben auch sein« führenden„Mitarbeiter" nicht darunter gelitten, daß die Firma ohne eigener Kapital war. So ließ sich irr Akquisiteur Kaufmann jede« Samstag 4000 bis 3000 AL, gelegentlich noch mehr auszahlrn, während der Disponent Pick «ine« Monatsgehalt von 8000 AL bezog. Daß sind JahrrSgehälter von 100.000 biß 260.000 AL! Außer Pick und Horn ist auch Kaufmann in Untersuchungshaft genommen worden. Einer der Verhafteten besitzt bei einer Prager Großbank ein Safe. Auch wenn sein Anhalt beschlagnahmt wird, ist dafür die Gläubiger, die rund 18 Millionen Ai verlieren, nux ein schwacher Trost. Die neuen Wohltätigkeitsmarkrn kommen ausnahmsweise schon ab Sonntag, den 29. März, i» Verkauf, und zwar an den Schaltern ein«s Postamtes, welches im Gemeindehaus am Republikplatz provisorisch in den Lokalitäten des ganzstaatlichen Kongreffes der Philatelisten errichtet wird. ES werden dreierlei Wohltätigkeitsmarken ausgegeben, und zwar zu 30 Heller, zu 1 und zu 2 AL. Jede Wohltätigkeitsmarte wird mit einem Zuschlag von 60 Hellern zugunsten der Fürsorge für hungernde Kinder verkauft. Die WohltätigkeitSmarken kann man auch zur Bezahlung von Paketen ins In- und Ausland verwenden. In den übrigen Postämtern beginnt der Verkauf der WohltätigkeitSmarken erst am 1. April 1936. Eine Megäre. Gestern wurde die 28jährige Kaufmannsgattin Anna N o v ä aus Zijjkov auf Grund der Anzeigen ihrer Nachbarn verhaftet, daß sie ihr neunjähriges Stieftöchterchen Georgine fast täglich mißhandle. Die Untersuchung des Kindes durch den Polizeiarzt bestätigte diese Beschuldigungen; sein Körper wieS eine Menge blutunterlaufener Striemen und Wunden verschiedenen Alters auf. Den Nachbarinnen, die sich des Kindes annahmen, drohte die Nova Vitriol ins Gesicht zu gießen. Auch ihrem Mann, dem Kohlenhändler Jaroslav Novh, gegenüber stieß sie Drohungen aus und äußerte, daß sie ihn erschlagen und die Wohnung anzünden werde. Tobsüchtiger Raufbold. Gestern um S Uhr "morgens verursachte der 31jährige Ringkämpfer Franz Hrudka im Gasthaus„ U Zilinü" in Zizkov einen Exzeß, begann Biergläser, Taffen und Mobiliar zu zerschlag«! und bedrohte die Gäste. Er wurde von der herbeigeholten Wache auf die Polizei gebracht, wo er jedoch noch ärger zu wben begann, so daß er gefeffelt werden mußte. Die Untersuchung durch den Poljzeiarzt ergab aber, daß er geistesgestört sei, weshalb er in die Landesirrenanstalt in Prag n. überwiesen wurde. Ein netter Zechkumpan. Gestern morgens erschien stark blutend der 23jährige Raseur Joses Rehäcek aus VaSkov auf der Zijkover Polizeiwachstube und gab an, daß er dis jetzt mit seinem Kameraden dem 81jährigen Bürstenbinder Anton Svanda auS Zizkov in einem Gasthaus„U Kromeriz" in Zijjkov gesessen sei. Als gegen 2 Uhr morgens Svanda etwas Kleingeld aus der Tasche gezogen und auf den Tisch gelegt habe, habe er es, in der Meinung, daß es ihm geschenkt worden sei, einstecken wollen; in diesem Augenblick habe er jedoch von Svanda mit dem Bierglas einen solchen Schlag in den Kopf erhalten, daß er ohnmächtig zusammengebrochen sei. Er hatte«ine tiefe Rißwunde am Scheitel, erlitten; ein anderer seiner Kollegen begleitete ihn auf die Klinik Schlaffer. Das Strafverfahren gegen Svanda wurde eingeleitet. mit längerer Praxis, der tschechischen und deutschen Sprache vollkommen mächtig, gesucht. Längere Betätigung-auf sozialem oder gewerkschaftlichem Gebiet, bevorzugt. Zuschriften an die Verwaltung„Sozialdemokrat", Prag XII., Fochova tr. 62. Drei Amazon«« unv ein Mann. Eine Bande von Ladendiebinnen, bestehend aus der' 86jährigen Bojena Weigant, der 46jährigen Marie PetkiLek, der 37jährigen Rosa Svoboda und ihrem Mann, dem 89jährigen Händler Franz Svoboda, alle aus Zizkov, gelang eS gestern nach längeren Anstrengungen festzunehmen. Den Verhafteten wurde eine Menge Diebstähle in Prag, Brünn, Proßnitz und Pilsen, wohin sie mit dem Auto zu fahren pflegten, nachgewiesen; eine Menge gestohlener Waren, hauptsächlich Kleiderstoffe, wurde beschlagnahmt, die Eigentümer werden noch gesucht. Tödlicher Stnrz aus der Straßenbahn. Gestern um halb 11 Uhr vormittags fiel die 20jährige Beamtin Vlasta Skäla aus Zizkov in der Velvarska m Dejwitz plötzlich aus einem Motorwagen der 23er- Linie, auf deffen Plattform sie stand und verletzte sich tödlich. Sie erlitt einen Bruch des Schläfenknochens und eine schwere Gehirnerschütterung. Die Rettungsgesellschaft brachte sie in» Krankenhaus auf der Bulovka. Ihrem Kind davongelaufen. Gestern um halb 1 Uhr mittags erschien eine unbekannt« Frau im Landesinstitut für Kinderfürsorge in Prag II und ersuchte, daß ihr fünf Monate alter Knabe im Institut belaffen werden möge, da sie keine Wohnung habe. Während das Kind vom Anstaltsarzt untersucht wurde, lief die Mutter, die auf dem Gange warten sollte, davon. Es wukde feftgestellt, daß es sich um die 24jährige Marie Häk, zuletzt in Nusle, Boleslavgasse 793, handelt; nach ihrem Aufenthalt wird geforscht. Das Kind wurde ins Institut für Mutterschutz und Säuglingsfürsorge auf der Hetzinsel gebracht. Zur Behandlung her Darmträgheit der Frauen ist das rein natürliches„Franz-Josef"-Bitterwasser, infolge seiner durchaus zuverlässigen und außerordentlich milden Wirkungsweise, selbst für die zartesten Konstitutionen hervorragend geeignet.,■ JCunsl und Wissen Lauri Voipl Im Deutschen Theater als Herzog in„Rigoletw". Lauri Bolpi gab dem gestrigen Opernabend im Deutschen Theater ein interessantes, einmaliges Gepräge; natürlich vor allem im guten Sinne. vDenn der Weltruhm, den dieser italienische Sänger an seinen Namen heftete, hat künstlerisches Fundament. Eine Stimme ist da, wie ein Haus, von einem Volumen denkbar größter Art; am Schluß deS Duetts mit Gilga singt Bolpi ein hohes Des phänomenalen Charakters; einfach großartig, wie er diesen Ton frei, mü beispiellosem Brio, ansetzt, durchhält, ausklingen läßt; in dieser höchsten Höhe noch männlich, gesättigt, strahlend und packend zugleich klingend. Aehnliches ereignet sich dann in einer ganzen Gesangsphrase beim Abschluß der Canzone; riesenhaft klingt da die stark kehlige Stimme und dabei voll, schön, alle Zuhörernerven elektrisierend. Das Publikum rast Beifall. Schreit. Trampelt. Auch Giuseppe Verdi würde das den Atem verschlagen haben. Aber zweifelhaft, ob er mitapplaudiert hätte. Denn gerade hier zeigt sich, daß Lauri Bolpi nicht immer nach dem Sinn der Verdischen Musik singt. Er ist rin H e l d e n t e n o r, nicht inkarniert für den Herzog(der. jedoch auf seinen in Aussicht stehenden R a d a m e s neugierig macht). Der Lyrik des„Rigoletto" wird Bolpi nur in der ersten Arie voll gerecht. Im übrigen wird er mit seinem koloffalen Kaliber der Zartheit dieser Musik gefährlich und ist, bei aller Vorzüglichkeit der Erscheinung und bei Aller Arische, mit der er den Herzog angeht, beispielsweise im„Donna e mobile" doch zu sehr Kanone, die eben kracht, dafür aber das Einschmeichelnde und den„frischen Studententon" schuldig bleibt. Zudem scheint Bolpi seine grandiose Gesangskunst nicht so sehr in Respekt vor dem Genie des Komponisten zu bändigen, sondern nach seiner eignen Art und Lust, zu singen, ohne besdndere Rücksicht auf da» Gesamtbild der einzelnem Pjtzre; so und durch den Umstand/daß Bolpi bald wirklich darstellt, bald aber nur schauspielert, erklärt es sich, daß das Publikum ihm stellenweise die Gefolgschaft fühlbar versagt. Trotz alledem darf man der Direktion dankbar sein, die Bekanntschaft mit diesem bedeutenden Säuger vermittelt zu haben. Und man mutz dabei auch die zwieschlächtige Wirkung in Kauf nehmen, die solche Stargastspiele mit sich zu bringen pflegen. Einerseits spannt«in solcher Gast, von dem di« Zei- wngen tagelang vorher reden, das Ensemble zu größter Kraftaufbietung an. Aber das so gehoben« Niveau, zumal einer eingeworfenen, wenig aufgefrischten Vorstellung, ist dadurch anderseits wiederum gefährdet. Die heimischen Sänger(unter denen Hagen hervorragt), versuchen es auch mit dem Virtuosentum; ihnen glaubt das Publikum noch so große Kunst nicht— denn natürlich will der Bezlrksvereln Arbeiterfürsorge, Präs Einladung zur Generalversammlung am Montag, den 30. Mürz 1936«m 8 Uhr atendS im Kleinen Handwerkervereinssaal, SmeLkagaffe: 1. Verlesung des PratokollrS. 2. Berichte. 3. Neuwahlen. 4. Ferientage im Hirschbergrr- Kinderheim; Lichtbildervorführnn». Hörer in jeder Minute Abstand zum berühmten Gast fühlen; die Sänger des eigenen Ensembles scheinen Aufmerksamkeit manchmal sich erst erzwingen zu müssen; singen sich sozusagen das Beuschel heraus, bis wenigstens ein Teil des Publikums merkt, daß sie,-wenigstens einzelne Unter ihnen, zur Staffage für einen noch so großen Gast doch viel zu gut sinb. Dirigent, Chor, die Sänger der kleinen Partien scheinen zu fühlen, daß es auf sie gar nicht ankommt. Und wenn sie trotzdem ihr Bestes geben, so bleibt dennoch eine Diskrepanz, die- dem Werke keinesfalls gut tut. Also scheint uns Sparsamkeit'mit solchen Gastspielen geboten. Sie machest kein volles Haus, erschöpfen die Kaufkraft des Publikums für überlange Zeit und machen eine Reprise solcher Opern nur mit eigenen Kräften sehr schwer. Die Erhaltung des Repertoires und der Ensembleleistung ist aber für das Prager Deutsche Theater hoch das Wesentliche. - Nichtsdestoweniger sei nochmals vermettt, daß gerade Lauri Bolpi ein Abweichen von solcher Regel auf jede« Fall rechtfertigt. Und daß sich uns solche kritische Gedanken allgemeiner Art gerade bei dieser Gelegenheit aufdrängten, mag niemanden bestimmen, eine zweite Gelegenheit, diesen Sänger zu hören, zu verabsäumen. L. G. Dr. med. Hiob Praetorlus Der Berliner Schauspieler und Dramatiker CurtGötz hat— wie schon in der»TotenTante" und anderen.Stückenauch in dieser Geschichte in sechs Bildern, die gestern in der Kleinen Bühne erschien, wieder jenen Berliner Witz bühnengerecht gemacht, den der verstorbene Kurt Tucholsky in die politische Literatur und den Ernst Lubitsch sogar nach Hollywood verpflanzt hat: einen Witz, der nie sentimental, aber um so lieber geistreich ist, der zu jedem Spott und auch zur Selhstverspottung bereit ist— und den auch Hitler nicht hat ausrotten können. Curt Götz ist dabei ein harmloser Unterhaltungsfabrikant, denn er hat Erfahrung mit dem Theater und dem Publikum. Er bringt auch das Satirische in die gefälligste Form, er verbindet auch das Ueberraschende gern mit gewohnten Motiven und Typen, und er hütet sich, auch wenn er menschliche Dummheit und Bosheit verspottet, mehr zu sagen, als ein amüsanter Plauderer sagen darf. Bon der Handlung seines Stückes ist nicht mehr zu berichten, als daß es sich da um d«n Auto-Unfall eines glücklichen Professoren-EhepaareS handelt. Aber dem Witz des Stücke- genügt dieser»tragische" Fall, um daraus erst eine Sherlock HolmeS-Parodie und dann eine untragische Lehensphilosophie zu entwickeln— und eine abwechslungsreiche Folge von Dialogen, Exempeln und Pointen, in denen Spott, Ulk, Ironie und Selbstpersiflage auf spielerisch routiniert« Art durcheinandergemischt sind und in denen sich alte Schwankfiguren wie der komische Diener und der beschränkte Kollege und alte Kitschfiguren wie der charmante Herzensbrecher und di« schöne Unbekannte unversehens in originelle Neuigkeiten verwandeln. So ehrlich ist in der Kleinen Bühne schon lange nicht mehr gelacht worden, zumal auch die Darstellung unter Walter TaubS gut pointierender Regie das Bühnenwirksame des Stückes auf heitere Art zur Geltung bringt. Hans Götz gibt der vom Auwr für sich selbst geschriebenen Doppelrolle Neue Bacher DeS Sängers Fluch, ein Führer durch das Labyrinth der Gesangsmethoden, von Lilly Hetman«(Berlag von Josef Kende, Wien) ist ein Büchlein, daS Vermerkt zu werden verdient, weil es nicht etwa nur Sänger, Gesang-Pädagogen und Kritiker angeht, sondern auch(und eigentlich vor allem) das breite Theater-, Konzert« und Rundfunkpublikum, dem da Augen und Ohren geöffnet werden sollen. Denn tatsächlich gibt«S kaum einen zweiten Beruf, in dem Unzulänglichkeit der mehrer selber und Ahnungslosigkeit der Lernenden allgemein so verbreitet wären, wie in der Sänger-„Branche", Und das führt nicht nur zur Enttäuschung und Schädigung ungezählter Einzelpersonen, die«S oft zett- lebens schwer hüßen müssen, in falsche„Meister"- Hände geraten zu sein, sondern auch zu beklagenswerten Abwegen, Entartungen und Wertminderungen der Kunst an sich, was wiederum allgemeine Kulturschädigung bedeutet. Die Verfasserin dieses Büchleins» eines sehr zeitgemäßen Pamphlets, hat sich also zweifellos ein Verdienst erworben, indem sie ohne Schonnung und Hemmung der Scharlantane- rie, dem Cliquenwesen und dem Ungetüm von Verantwortungslosigkeit und Skrupellosigkeit an den Leib zu rücken suchte, die auf dem Gebiete des Gesangsunterrichtes herrschen. Es würde uns zu weit führen. wollten wir hier auch nur andeutungsweise die Wege skizzieren, die die Autorin weist, damit durch eine endlich selbst hochqualifizierte GesangSlehrer- schaft die Gesangskunst, nunmehr wiffenschaftlich fundiert, der menschlichen Stimme wieder jene Reinheit und Schönheit gebe, wie sie seinerzeit im Mutterland des Kunstsingens, in Italien, instinktiv gefunden, gepflegt und auf einem Gipfel geführt wurde. Als ein neuerlicher erster Vorstoß zu solchem Idealstreben ist dieses Buch zu werten und es kommt dabei auch gar nicht darauf an, ob man als Musiker. Sänger, Kritiker, Mufikliebhaber und Publikumsteil in allen Punkten einer Meinung mit Lilly Hermann ist, sondern darauf, daß man mithilft, die nicht zuletzt durch die Trostlosigkeit der gesangspädagogischen Zustände zur Geltung gekommene Scheinkunst zu enrlarven und zu beseitigen. Und das wäre gerade in den deutsch sprechenden und singenden. Ländern» in Haupt- und in Provinzstädten, im Jntereffe vor allem der zu regenerierenden Oper.aber auch d«S erst noch sich entwickelnden Rundfunks sehr nötig. l. g. Reisende Komödianten(Ein Schauspieler erzählt seinen Weg) von Herbert Redlich, Albis Berlag AG, Zürich. Ein Buch, deffen Lektüre Zerstreuung und Ablenkung zu bringen vermag, ohne jedoch sonst nennenswerte Vorzüge zu besitzen. Was der Autor über das Leben von Wanderkomödianten zu erzählen weist ist im allgemeinen sehr bedeutungslos. ja nicht einmal amüsant; und nur einzelne Episoden, die die hauptsächlichste Figur des Buches außerhalb seines Berufes(als Bauern oder Arbeiter), zeigen, sind von stärkerem Reiz. Im übrigen fordert ftellenweises Abgletten ins- Banale," poesielos Alltägliche, deffen Aufzeichnung.'höchstens persönlicher Tagebuch-Wert.zukommen könnte, di« Kritik heraus; mehr noch der fast ununterbrochene Telegramm-Stil, in dem das Buch geschrieben ist, und der eine fühlbare Gedanken-Armut eher unterstreicht als mildert. l. g. Menschen«nd Masken. linier diesem Tüel erzählt in einem bei der»Graphia" in Karlsbad erschienenen Büchlein Friärich E ck m a n n Fälle aus dem Leben eines Staatsanwalts. Alle diese Erzählungen, denen zweifellos wirkliche Begebenheiten zugrundeliegen, find von einem erwärmenden Gefühl der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit und von tiefem sozialen Verständnis getragen, so daß^man bei der Lektüre immer eher im Auwr einen modernen weisen Richter als einen Staatsanwalt vermuten würde. Mancher dieser»Fälle" verdiente Platz in Lesebüchern für die Schuljugend, welchem Zwecke auch der schlichte, durchaus volkstümliche Ton des Erzählers entgegenkäme. Freilich würde dem Buch, dem wir eine weite Verbreitung wünschen, vor einer Neuauflage eine nochmalige Redigierung recht gut tun; der Verfaffer ist nämlich zwar, um ein gutes Deutsch recht sehr bemüht und versucht sogar, auS der Sprache zu schöpfen; das glückt ihm aber manchmal nicht; Wortspiele und Wortspielereien, die so entstehen, find ein behebbarer Schönheitsfehler der sonst vor allem in der Gesinnung anständigen Arbeit.' l. g. Deutsches Wirtschaftsjahrbnch für die Tschechoslowakei 1936. 4. Jahrg.(Selbstverlag, Prag II., Na Struze 8.) Auch der von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen wirtschaftlichen Verbände in Prag unter redaktioneller Leitung von Dr. Josef K i S- linger herausgegebene vierte Jahrgang des bekannten Jahrbuches weist einen reichhaltigen Inhalt auf. Es enthüll vor allem zwei größere Arbeiten, eine über die Staatswiffenschaft in der Depression von Tr. Armin Spitaler, die andere über die tschechoslowakische Volkswirtschaft 1984/35 von Dr. Karl Uhlig, in welchen eine außerordentliche Fülle von Material zufammengetragen ist sowie eine alphabetisch geordnete Besprechung von wirtschaftlichen Tagesfragen, die zusammen mit den ähnlichen Beiträgen in früheren Jahrgängen«in brauchbare» volkswirtschaftliches Lexikon ergeben. Ein Verzeichnis deutscher'Organisationen der Wirtschaft in der Tschechoflowakei beschließt das Jahrbuch, das sich eine angesehene Stellung in der leider sonst seltenen deutschen WirtschastSliteratur in der Tschechoslowakei erworben hat. E. St. Ülevy pri spläceni pohledävek.(Die Erleichterungen bei der Abzahlung von Forderungen.) Unter diesem Titel hat der aus dem Richte-Stande hervorgegangene Sektionsrat des Justizministerimns Dr. Karel Loula eine Ausgabe dör im Dezember 1935 erschienenen, am 1. Jänner 1936 in Kraft getretenen Notverordnungen über die Erleichterungen bei der Abstattung der Forderungen gegen Landwirte(Bdg. Nr. 250/1935), gegen Arbeitslose(Bdg. Nr. 241/1935) sowie bei der Abstattung von langfristigen Schulden(Bdg. Nr. 249/3») veranstaltet. Die Arbeit, die im Rahmen der Zeitschrift»Prävo kefloslovenskö" sowie als Separatdruck im Verlage„Ein" erschienen ist, enthält werwolle Erläuterungen zu den komplizierten Bestimmungen. Es ist bekannt, daß diese in aller Eile knapp vor Jahresschluß beschlossenen und kund- gemächten Verordnungen.außerordentlich schwierig und unllar formuliert sind. Loula hat sich also einer mühevollen, aber notwendigen Arbeit unterzogen. Ta er schon die früheren, provisorischen Bestimmungen über den Exekutionsschutz der Landwirte und Arbeitslosen literarisch behandelt hat, war er hiezu mehr als jeder andere berufen. Das Werk kann allen, die mit der Anwendung der Verordnungen praktisch zu tun haben und. der tschechischen Sprache mächtig sind, empfohlen werden..Es kostet 11 Kö. E. Sch.. Dävky za nredni ükony.(Die Abgaben für Amtshandlungen.)- Ter Sekretär des Obersten Verwaltungsgerichtes Dr. Jiii H r 0 m a d a hat das Gesetz über'die Abgaben von Amtshandlungen aus dem. Jahre 1925 in der Fassung, die-es durch die Novellen von 1926 und 1935 erlangt hat, mit der neuen Durchführungsverordnung(Nr.248/35), den Abgabeordnungen, den Materialien und der Judikatur im Verlag„Ein" als Separatabdruck aus der Zeitschrift„Prävo keskoslovenskk" herausgegeben. Die gründliche und verläßliche Arbeit wird, dem Praktiker. gute'Dienste leisten.(Preis 12.50 KC.) ■■ s, E. Sch. Bavtin Spravedlivemu(Ter Lorbeer dem Gerechten),. Verlag Orbis, Prag; Umfang 340 Seiten, Preis drosch. 88 Kä, gebunden 50 XL. Tas Buch enthält 305 Artikel über Masaryk, die in den letzten Jahren in ausländischen Blättern erschienen find. Za sovktsko« rivilisari(Sowjetzivilisation). In Generalkommission Verlag Orbis, Prag; 580 Setten, drosch 55 Kä, geb. 65 Kä. Der Hnmanitas-Berlag in Zürich kündigt auch für dieses, Frühjahr ein paar beachtenswerte Neu-- erscheinungen an. Bon Romain Rolland: „Bia saera", den Schlutzband von dem zweiten, großen Romanzyklus»Die verzauberte Seele". Damit liegt für alle Freunde und Leser Romain Rollands auch dieser Zyklus voMändig in deutscher Sprache vor. Von Karin Michaelis, wohl das beste ihrer Bücher:„Rielsine, die Mutter." Ein Lebensbild der Mutter der größten dänischen Dichterin, von dem die große, dänische Presse schreibt: Karin Michaelis hätte nie etwas Schöneres geschrieben.— Voü der kürzlich verstorbnen Schriftstellerin Johanna Sanzara:„Die glückliche Hand." Eine Krankenschwester erlebt ihre große Liebe, verliert aber diesen Mann und kehrt in ihren Beruf.zurück. Eines der schlichtesten und deshalb eindrücklichsten Lebensschicksale, das je geschrieben wurde. Nr. 76 AUTOMOBILE ŠKODA In der reichen Auswahl finden auch Sie einen Wagen nach Ihrem Geschmack. von einheitlicher modernster konstruktiver Lösung mit Zentralstahlrückgrat, vorn gegabelt zur elastischen Lagerung des Motors, unabhängige Federung aller Räder, Synchronschaltung. Die sorgfältige Baustoffwahl und Erzeugung verbürgt verläßlichen und wirtschaftlichen Betrieb. Die Karosserien eleganter Stromlinienführung sind sehr geräumig u. reichhaltig ausgestattet ASAP Werk Mladá Boleslav des Sherlock Holmes und des Dr. Praetorius die Liebenswürdigkeit und die Nachdenklichkeit, die sie erfordert, eine gutgelaunte Leistung, die besonders starken Beifall fand. Willi Volker und Walter Taub brachten die anderen Hauptrollen ebenfalls zu Ehren, und wenn man die Leistung der übrigen Mitwirkenden mit dem sogenannten Gesamtlob bedenft, dann tut man das mit bestem Gewissen. ―eisArbeitervorstellung ,, Der Freischüh", Oper, am Sonntag, den 5. April, um halb 3 Uhr nachmittags. Karten ab Dienstag täglich von 8 bis 2 Uhr, 4 bis 6 Uhr bei Optiker Deutsch, Koruna. 3336 Sonntag, 29. März 1936 in feinem anderen Lande der Welt. Sie jest mit die neue Richtung: ihrer Arbeit acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt bei voller Bezahlung ihres Lohnes aus, Blumen- Zauberbung, erhält noch alle möglichen Unterstügungen und neun Das Blütenwunder Blumen an allen FenSeite 7 musterhaft ausgearbeitete Einnäher in der Taille, aus Homespun einfärbig oder fein gemusteri 159'disner 3 Monate lang ein Viertel ihres Lohnes als Zuschuß. In jedem Betrieb hat sie das Recht, alle dreieinhalb Stunden für eine halbe Stunde zu unterbrechen, um ihr Kind zu stillen. Außerdem genießt sie stern! Welche Freude für noch verschiedene Bevorzugungen, so z. B. darf sie den Befizer wie für den nicht gezwungen werden, ihren Arbeitsplatz zu Beschauer! Wenn Sie wechseln. Er wird in jeder Weise dafür gesorgt, Ihre grünen Lieblinge daß ihre Lebensbedingungen ihren und ihres Kindes kräftigen und zu reichem Bedürfnissen von entsprechen. In ganz vorbildlicher Blühen bringen wollen, Weise wird für die Kinder gesorgt und es ist der verwenden Sie ,, Blumen- Stolz jedes größeren Unternehmens, vorbildlich Bauberdung", ein erprob- eingerichtete Kinderkrippen zu haben. Charakteris tes, billiges Düngemittel, stisch ist, daß auch am Lande die Kinder weitaus ein wahrer Wundertrant besser genährt und gepflegt sind, als man von ihrer meist noch primitiven Umgebung erwarten würde. für Ihre Blumen. Jetzt 80 Prozent der Frauen wünschen die Kollektiviſie müssen Sie mit dem rung, da sie längst erkannt haben, wie vorbildlich Dungguß beginnen! Be- der Staat ihre Mutterschaft und ihre Kinder schützt. stellen Sie sofort ein Auch das Verhältnis zwischen Mann und Patet bei der nachstehend Frau ist ganz anders, reiner und ehrlicher gewor= angegebenen Adresse und den, weil die Frau ja vom Manne nicht mehr ab su legen Sie den Betrag von hängig ist. Da mit den alten Ehegesezen gründlich Kč 5.60 in Briefmarken aufgeräumt werden mußte, hat es in den ersten bei. Alle Bestellungen Jahren nach der Revolution wohl nicht an leberrichten Sie an die Ver- treibungen in dieser Hinsicht gefehlt. Doch Lenin Trinkkuren verordnet wird. Skeptisch wird vielleicht waltung„ Die Frauen- selbst hat sich mit Schärfe gegen die Glas- Wasser der Laie und Gesunde über die große Anzahl von Theorie" gewendet, nämlich dagegen, daß Liebe eine Strankheitserscheinungen den Kopf schütteln, bei welwelt", Brag XII., so selbstverständliche und einfache Funktion sei, wie Fochova tř. 62. man eben ein Glas Wasser trinft. Im Jahre 1935 chen der Gebrauch des Saidschizzer Bitterwassers wurden die Ehescheidungsgesetze dahin reformiert, rasche Linderung und Heilung bringt: Hämorrhoiden, daß noch viel strengere Vorsorge als bisher für die Hartleibigkeit, Blähungen, Appetitlosigkeit, unreiner Kinder aus geschiedenen Ehen getroffen wurde und Teint, Afne, Furunkulose, Nesselausschlag, Hautdaß auch durch erhöhte Alimentation für die Frau juden, Vergiftungserscheinungen, Kopfweh, Schwinentsprechend gesorgt wird, falls sie frank oder schon del, schlechte Laune, Arterienverfaltung, Sodbrennen, älter ist. Die Alimentationspflicht gilt übrigens Kongestionen, Nervenschmerzen, Herzklopfen, Blutauch umgekehrt, falls der Mann erwerbsunfähig ist. armut, Fettleibigkeit, Gicht, Magen, und Darmerkrankungen, Gallenblasen= und Leberleiden, Frauenleiden, Blutandrang, Geschwürbildung und Krebserkrankungen, Neuralgien, Gemütsdepressionen u. a. m. Bei längeren Hanstrinffuren befrage man den Arzt. Ein Inserat das noch so klein, wird stets für Dich von " Mitteilungen aus dem Publikum. Wissenswertes über ,, Saidschizzer." Alle Bitterwässer haben im allgemeinen die gleiche Wirkung. Nutzen Unterschied besteht nur in den Verkaufspreisen", tag 8: Spiel um die Welt, Bankbeamte I und freier Verkauf. Dienstag 8: Dr. med. Hiob Prätorius. Mittwoch 8: Spiel um die Welt, Bankbeamte II und freier Verkauf. Donnerstag 8: Unentschuldigte Stunde. Freitag 8: Dr. med. Hiob Prätorius. Samstag halb 8: Ich und mein kleiner Bru de r, Erstaufführung. Sonntag 3: Col lege Crampton, 8: Ich und mein tleiner Bruder. Vorträgesid behaupten zu Unrecht manche Laien, denn es gibt sein 3. B. ein Bitterwasser, das in seiner Art in der Natur sehr selten vorkommt und als Repräsentant der ,, reinen, echten Bitterquellen" gilt wegen seines überwiegenden Gehaltes an Magnesium- Sulfat ( nach den neuesten Forschungen Professor Delbet, Paris, spielt das Magnesium für die Vorbeugung und Behandlung der Krebserkrankungen eine wich tige Rolle). Schon dadurch nimmt dieses Bitterwasser eine markante Sonderstellung ein, welche noch durch die Tatsache unterstrichen wird, daß dieses Bitterwasser schon seit drei Jahrhunderten versendet wird und gerade in neuerer Zeit sich einer solchen Beliebtheit erfreut, daß alle Krankenkassen und Fonde es den tenereren ausländischen Bitterwässern vorziehen. Saidschizzer Bitterwasser hat sich durch Jahrhunderte bis auf den heutigen Tag bewährt und es bedarf wohl keines weiteren Beweises seiner Güte. Es gibt zwar Leute, die ausländischen Produkten immer den Vorzug geben, aber in diesem Freitag abend hielt die tschechische sozialdemo fratische Abgeordnete Jurnečková im Rahmen einer alle ganz vergessen, daß Saidschiber als inländi fleinen Veranstaltung in Prag einen sehr inter- ches Bitterwasser schon vor drei Jahrhunderten auch effanten Vortrag über„ Das Eheproblem in der im Auslande einen Weltruf genoß und lange, bevor USSR und die Stellung der Frau im besonderen". es eine Eisenbahn gab, nach Paris, Petersburg, Nach den Darlegungen der Vortragenden ist der Moskau, Stockholm, Berlin, Wien und Zürich, ebenUmschwung im Leben der russischen Frau ganz un- so wie nach Budapest per Achse geschickt wurde; es geheuer. Sie ist dem Manne, was die Berufs- gibt darüber interessante, jedem zugängliche Aufarbeit betrifft, ganz gleichgestellt und nur von ganz zeichnungen bei der May Lobkowicz'schen Brunnenwenigen Berufen, die förperlich zu schwer sind, aus direktion in Bad Bilin- Sauerbrunn. Was den Preis geschlossen; es gibt Pilotinnen, Kapitaninnen usw., anbelangt, so wurde derselbe so ermäßigt, daß die sich mit Selbstverständlichkeit unter ihren männ- Saidschißer jetzt zu den billigsten Bitterwässern des lichen Kollegen bewegen, als ob es nie anders ge- In- und Auslandes gehört und deshalb nicht nur in wesen wäre. Besonders hervorzuheben ist, daß die Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Heute, Mutterschaft nicht als private Angelegenheit der akuten Fällen bei Hartleibigkeit, träger Verdauung, Sonntag, vormittags, 11 Uhr: Tanzmatinée Sas Frau, sondern als soziale Funktion gewertet wird Blähungen und Hämorrhoiden als einfaches, natürscha Leonti e m, 3: Was Ihr wollt, und daß die Frau während und auch nach der liches und billiges Hausmittel in vielen Familien 8: Dr. med. Siob Prätorius. Mon- Schwangerschaft in so hohem Maße geschützt ist, wie verwendet, sondern auch ärztlicherseits zu längeren -Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Heute, Sonntag, nachmittags halb 3 Uhr: Unentschuldigte Stunde, 7: Der Rosenkavalier, D 2. Montag 8 Uhr: IV. philharmon. Konzert, Abonnement aufgehoben. Dienstag halb 8: Orpheus in der Unterwelt, 2. Mittwoch halb 8: Liebe ist nicht so einfach. B 2. Dons nerstag halb 8: Das Mädchen aus dem goldenen Westen, neuinszeniert, E 2. Freitag halb 8: Ein Kind tlagt an, Ersts aufführung, D 1. Samstag halb 8: Große Liebe, Ensemblegastspiel des Theaters in der Jo sefstadt, Abonnement aufgehoben. Sonntag halb 3 Uhr: Der Freischütz, Arbeitervorstellung, halb 8: Ping- Pong, Gastspiel des Theaters in der Josefstadt, Abonnement aufgehoben. Diabetes, Rheuma, Gicht: Die Frau in Sowjetrußland Sauerbrunn, rein Biliner natürliche Heilquelle Unter atemloser Spannung des Auditoriums erhob Jindřišská 20 33-05 Schuhglas( splitterfrei). Es ist allgemein be kannt, daß beim Zerbrechen von Glastafeln dolch ähnliche Splitter entstehen, die schärfer als die feinsten Damaszenensäbel sein können. Wenn wir uns vorstellen, wie eine gewöhnliche Glastafel in einem Auto oder Flugzeug bei einem Unfall zersplittert, so begreifen wir die schweren, oft tödlichen Verlegungen des Führers und der Mitfahrer. Die Firma Wolf& Štětka Nachf. A.-G., Prag II, Truhlářstá 16, hat deshalb ein neues Glas unter der Bezeichnung ,, Ne o Tripler" auf den Markt gebracht. Diese Glassorte besteht aus zwei Glasscheiben und einer dazwischen liegenden glasklaren Schichte, die die Aufgabe hat, im Falle eines Glasbruches die Bruchteile zusammenzuhalten und das Loslösen von Splittern zu verhindern. NeoTripler wurde bei gewöhnlicher Temperatur, nach Einwirkung von Kälte, Wärme, Feuchtigkeit und Licht auf seine Splittersicherheit hin geprüft, wobei festgestellt wurde, daß all diese Einwirkungen die Splittersicherheit von Neo- Triplex in keiner Weise beeinflussen. Daß Sicherheitsglas von großer Wichtigkeit als Schutz gegen Verletzungen und Lebensgefahr ist, ersieht man daraus, daß die Verwendung dieses Schutzglases für alle Automobile gesetzlich angeordnet wurde.§ 37 der Regierungsverordnung über den Verkehr von Kraftfahrzeugen vom 19. Oftober 1935 bestimmt, daß jedes zur öffentlichen Personenbeförderung bestimmte Fahrzeug mit Sicherheitsglas auszustatten ist. Außerdem sind auch die Versicherungsprämien bedeutend geringer, wenn Neo- Triplex verwendet wird. Arbeitern, die Steinund Eisensplittern während ihrer Arbeit ausgesetzt sind, ist in ihrem Interesse zu empfehlen, Brillen mit Sicherheitsglas Neo- Tripler zu verwenden. 33-42 Bitterwasser, Frauenleiden. Saidschitzer mild und reizlos! Wechseljahre: Die Weltfriedensfabrik ob ich Profeſſor Pfister, der berühmte Berner Die Photoreporter profitierten davon, indem sie Batronang sein; die blinden Geschosse werden Von Josef Wechsberg Völkerrechtsgelehrte. Die Radiomechaniker rückten noch schnell die dreiundzwanzig Mikrophone zu recht, die dreihundert Journalisten hielten die ,, Meine Herren!" begann Professor Efström, Bleistifte gezückt. ,, Weltbürger", sagte er, wähals sich der Beifall gelegt hatte; ,, ich danke Ihnen, rend die Blitzlichter der Photographen nicht dazu daß Sie ausnahmslos unserer Einladung gefolgt beitrugen, diesen Augenblick weihevoller zu gejind. Die Anwesenheit der geistigen Prominenz stalten ,,, über das Bestehen und die Ursachen des aller Stulturstaaten gibt uns nun die Gewähr. Weltelends habe ich den Worten meines Vorred daß der Appell, den wir in zwölfter Stunde an ners nichts mehr hinzuzufügen. Wir sind uns Sie richteten, nicht resonanzlos verhallt ist. Der alle klar darüber, daß etwas geschehen muß und Zived unserer Zusammenkunft ist in der Welt- müssen nur eine gemeinsame Formel der Mepresse eingehend erörtert worden; ich fann mich thoden finden. Unser verehrter Stollege Delaers demnach auf eine furze Zusammenfassung des aus Brüssel hat seine Idee, die näher auszuführen Tatsächlichen beschränken. Blicken Sie um sich, ich das Vergnügen habe, bereits vor einem Monat meine Herren! Wir leben in einer Zeit der De- publiziert. Ich resumiere: Heute konstituiert sich struktion. Der furgen Stonjunktur ist die große der Weltfriedenskongreß( Congrés de la pair Ernüchterung gefolgt, die schwachen politischen mondiale). Unberührt von den internen Sonflit Fäden zwischen den Staaten sind zum 3erreißen ten seiner Mitglieder wird er eine überstaatliche gespannt, der Wirtschaftsfrieg nimmt immer dros Aufgabe erfüllen. Kein Stulturstaat der Welt hendere Formen an. Das Mißtrauen der ganzen wird sich ausschließen. Auf dem Prinzip absoluter Welt hat Dimensionen der Feindseligkeit erreicht, Gleichheit seiner Mitglieder aufgebaut, wird der Verfügungen werden mit Retorsionsmaßnahmen Stongreß eine ständige Institution werden, die beantwortet, Zerfall und Zerseßung machen rapide über alle Länder der Erde geistige Kontrollrechte Fortschritte. Mit dem Anwachsen des sozialen ausüben wird. Sein Sit wird nicht in einem der Elends und der Erbitterung aller gegen alle schei- ,, neutralen" Länder sein denn für den Weltnen wir neuen Katastrophen entgegenzugehen. friedenstongreß sind alle Länder neutral. Viel Das zu rerhindern, haben wir Sie, die geistigen mehr wird er im Diagonalschnittpunkt eines imaNührer aller Stulturländer, hierher gerufen. Die ginären Viereds rejidieren, dessen Eckpunkte Augen der ganzen Welt sind auf Sie gerichtet. Die weltpolitisch in den letzten Jahren unruhig Bleiben Sie sich in Ihrem Denken und Tun der sten Gebiete der Erde bilden: Europa, Mandschugroßen Verantwortung dieser Stunde bewußt! rei, Südamerika, Indien. Die genauen Berech Und nun bitte ich den verehrten Kollegen Pfister, nungen wird unier Pariser Kollege Dufour durch führen." das Wort zu ergreifen!" Spontaner Beifall unterbrach diese Worte.| gigantische Manöver unter unserer überstaatlichen rasch dem Vortragenden mit einem Magnesium Feuerivert überschütteten. weder Menschenleben noch Sachwerte vernichten. Andererseits wird der Friedenskongreß durch systematischen Abbau der Zollschranken und Autartie sowie durch Aufbau einer Weltwährung der Wirtschaft neue Möglichkeiten schaffen. Dabei bleiben die einzelnen Staaten im Innern volltommen souverän; Hoheitsverletzungen werden von dem Kongreß geahndet. Alle Regierungen, die Wissenschaft, das Geld sind auf unserer Seite; diese gemeinsame Anteilnahme schafft schon heute eine unzerreißbare Weltbindung. Es gibt feine Länder mehr, nur Provinzen eines Weltbürgerreichs. ,, Als höchstes Organ eines organisierten Weltbürgertums wird der Weltfriedenstongreß keine eigene innere Amtssprache haben. Die Sprachen aller Mitgliedsstaaten, auch der ter ritorial geringsten werden vollkommen gleichberechtigt durch die Geschäftsordnung erklärt. Die Sekretäre und Beamten des Bureaus werden daher mindestens acht Sprachen beherrschen müss sen, juristisch und handelspolitisch gebildet sein und welterfahren( wordlywise). Durch die bereits gesicherte Zusammenarbeit mit der Weltpresse Der Kongreß wird Sektionen haben: eine ohne Unterschied der Parteischattierungen wird der Kongreß eine noch nie dagewesene Propa- fulturelle, wirtschaftliche, geistige, politische, ganda für Verständigung und Vernunft beginnen. Militär, juristische, technische, Propagandas und in allen Regierungsstädten der Erde werden organisatorische Sektion. In jeder werden alle Erposituren gebildet, die durch spezielle Sturz- Staaten vertreten sein. Die Schwerfälligkeit wird wellensender mit dem Sitz des Kongresses ver durch gerechte Berücksichtigung aller Intereffen imstande sein werden, nach Ausbruch ivettgemacht. Das leitende Direktorium von fiinf bunden eines lokalen Konfliktes in einer fnappen Stunde Staaten wird jede Woche gewechselt: diktatorische das Plenum zu informieren und seine Weisungen Bestrebungen werden dadurch im Seim erstidt. einzuholen. Eine Berufungsinstanz gibt es nicht. Das wäre die Organisation. Was ihren Namen Da jeder Delegierte die Landesinteressen vor den betrifft, so liegt ein Antrag des Kollegen WilWeltbürgerinteressen zurückseßen muß, wird es liams von der Harvard Universität vor, sie die nur eine höchste Instanz geben: das Weltgewissen... Weltfriedensfabrik" zu nennen. Der Kollege Die praktische Durchführung dieser Idee verspricht sich von der kommerziellen Terminologie wird nicht leicht sein. Aber wir werden Erfolg einen größeren Einfluß auf die wirtschaftspolitis haben. Der internationale Militarismus und die schen Kreise. Ich überlasse den Vorschlag dem Rüstungsindustrie sind für uns gewonnen wor- Plenum zur Diskussion. Für die Komposition der den. Hauptsächlich deshalb, weil es auch in 3u- Weltbürgerhymne hat sich einer der berühmtesten funft Waffenlieferungen und..Striege" geben Musiker der Welt zur Verfügung gestellt. Er wird wird. Aber die Striege werden nichts anderes als aus den 78 Nationalhymnen der anwesenden Seite S Greta Garbo in dem MGM- Film ,, Der bunte Schleier". Karlsbader Becherbitter Be ist seit über 125 Jahren der beste Magenbitter K Mitteilungen der» Urania« Johannes Urzidil spricht Dienstag, 8 1hr über ,, Goethes Freundinnen in Böhmen". Der beste Kenner der böhmischen Beziehungen Goethes führt Frauenbildnisse aus der klassi schen Zeit der böhmischen Kurorte vor. Sozialdemokrat" dem grandiosen Filmdrama ,, Stürme der] Leidenschaft". Hervorragende Befeßung mit Sten, est erberg, Pointner, Bendow usw. Montag 49 Uhr. Masaryk- Volkshochschule Urania- Kino „ Die blonde Carmen." Slezat, Eggerth, Wü st und andere Komiker laden Sie ein, zwei Stunden über 1000 Tustige Einfälle zu lachen. Heute 2, 4, 6 und 49 Uhr. Der Film AGO) Sonntag, 29. März 1936. Nr. 76. täten, Journale, Grotesfen. Kotva B 36:„ Wir fahren nach Honolulu." Laurel u. Hardy. A. Lucerna: Tarzan und seine Gefährtin." A. Metro: Königswalzer. D. Olympic:„ In den Gäßchen von Paris." M. Chevalier. A. Passage: Herbstmanöver." D. Praha:„ Charlie Chan in Radio:„ In den Gäßchen von Aegypten." A. " Staut:„ Das Licht Světozor:„ Taras Bulba," Alma:„ Sequoia." A. Belvedere:„ Das Licht Beseda:„ Königin der In den Gäßchen von Illusion:„ Die " Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts. ,, Röntgenstrahlen und Krankheitserkenntnis". Ein Londoner Wachsmuseum" im Stile des beDr. Egon Reifer zeigt viele instruktive Lichtbil- rühmten Panoptikums von Tissaud ist der aruselia Paris." M. Chevalier. A. tomische Schauplas dieses komisch gruseligen Holly- seiner Augen." Tsch. der. Erläuterung der hervorragenden Bedeutung der Röntgenstrahlen für Diagnostik und Therapie, wood- films. der( unter der Regie von Michael H. Baur. Fr. Montag 8 Uhr. Curtis) technisch sehr effeftvoll gemacht ist und Bajkal:„ Golem." Fr. jogar farbig ist( wobei wir von der Qualität dieser seiner Augen." Tsch. Farben schweigen wollen, die allenfalls die Un Liebe." D.- Carlton: natürlichkeit der Wachsfiguren natürlich wiedergeben Paris." M. Chevalier. A. fönnen). Der Film beginnt damit, daß der Finan- fündigen Frauen von Boom." Fr. aier des Wachsmuseums" den Laden um der Ver- Kapitol:„ Einmaleins der Liebe." D. Lido II: ficherung willen in Brand steckt, er zeigt uns weiter Prinzessin Infognito." A. Louvre: Golem." den rätselhaften Diebstahl einer Leiche aus dem Fr. Maceška:„ Die fündigen Frauen Schauhaus und schließlich die große Entdeckung einer von Boo m." Fr. Rory:„ Das Licht seiner amerikanischen Reporterin, die zwischen geraubten Augen." Tich. Sport:„ Sequoia." A. Leichen und Wachsfiguren eine unheimliche Bezie hung zu erkennen glaubt und ihren Verdacht ans Ende, als gerade ihre beste Freundin in ein Standbild der Marie Antoinette verwandelt werden soll. bestätigt sieht. Der Chefredakteur beiratet daraufhin die tüchtige Reporterin- und jener Teil des Bu blikums, der es gern sieht, wenn mit Entseben Scherz getrieben wird. verläßt befriedigt den Saal. ―eisVereinsnachrichten Sonntag, den 19. April, von 3 bis 8 Uhr treffen sich alle Genossen und Genoffinnen im großen Radiosaal, Fochova 56, bei der Großen Atus- Akademie Es treten an die Atus- Kinder, die Atus- Mädeln, die Atus- Frauen, die Atus- Männer, zusammen 100 Atus- Turner und-Turnerinnen. Diese Akademie foll aber auch ein Freundschafts- Nachmittag sein. Ihre Mitwirkung haben zugesagt: Die Volksfinggemeinde, die Sozialistische Jugend, die Roten Falten. Da darf man hoffen, daß auch kein Barteimitglied fehlen wird und daß diese Akademie sich zu einer großen sozialdemokratischen Kundgebung Heute 11 Uhr. ,, Das Fräulein von Nr. 17" Lustspiel( Barsony, Alexander). ,, n gestalten wird. Regiebeitrag: Erwachsene 5 Kč, bergeßliche Filme". Jannings in Kinder 2 Kč. Karten bei den Vertrauensmännern. Heute pünktlich 11 Uhr: Dr. Polasche f. unstwanderungen durch Pra g". Treffpunkt: vor der Georgstir che am Hradschin. Filme in Prager Lichtspielhäusern 47 Urania:„ Das Mädchen vom Moorhof." Adria:„ Das Wachsfiguren- Kabinett." A. Alfa: „ Der Geheimdiplomat." 2. Howard. A. Avion: " Charlie Chan in Aegypten." Warner Oland. A. Beranek: Die sündigen Frauen bon Boom." Fr. Fenix:„ Tarzan und seine Gefährtin." A. Flora:„ Das Licht seiner Augen." Tsch. Gaumont:„ Herbstmanöver." D. Hollywood: Königswalzer." D. Hvězda:„ Das WachsfiguJulis:„ Taras Bulba." H. ren- Kabinett." A. Baur, Regie: Granovsky. Fr. Kinema: Jour nale, Grotesken, Reportagen. Koruna: Attuali " Kauft Volkszünder Vejvodu: " 1 11 Grandhotel Nevada." Eva oder Peter." Valdek:„ Das Licht seiner Augen." Tich. Veletrhy:„ Die sündigen Frauen von Boo m." Fr. Elektrizitätswerk Ostböhmen A. G. Direktion: Hradec Králové 2 Tel. 5, 107a, 257 Zweigkanzlei: Trautenau, Neumarkt Tel. 46 Inspektorate: Parschnitz, Tel. 5, Braunau, Tel. 50 Arnau, Tel. 14, Jičin, Tel. 150, Hořice Tel. 50, Náchod, Tel. 250, Žel. Brod Tel. 27, Rychnov n. Kněž., Tel. 50 Postscheckamt- Konto Praha 17.223 3362 3238 Frottierwaren Weberei George Elster 3340 GROTTAU In vollkommenen Kühlschränken verderben Nahrungsmittel nicht! Für Haushalt und kleinere Verkaufsstellen der Genossenschaften elektro- automatischer Kompressionstühlschrank Domofrig und elektro- automatischer Absorbtionstühlschrank Coburg Für größere Verkaufsstellen der Genossenschaften elektro- automatische Kühlungsanlagen Frigomat Billig und in bester Ausführung liefert die Aktien- Gesellschaft früher Coburg, Berg- und Hüttenwerke, Bratislava. Die kluge Hausfrau verlangt nur Sehrete Schroll- Waren Wilhelm Pelly Schroll sie sind gut u. preiswert Benedikt Schrolls Sohn Fabrikation von Baumwollwaren für Bett-, Leib und Tischwäsche, Kunstseiden und Taschentücher 3331 Fabrik feiner Liköre und Spirituosen 2232 Staaten eine 78tattige Welthymne komponie-| Absatz Pfisters, der Gelehrte stürzte zu Boden ren, die trotz ihrer Atonalität der wahrste Aus- und dann die Treppen hinunter, nicht ohne vorher druck des Friedensgedankens sein wird. Aber ich bier andere würdige Herren mitgerissen zu haben. berliere mich in Einzelheiten, meine Herren. ,, Welcher Jdiot spuckt hier die Kerne auf Darüber werden Sie entscheiden. Heute gilt es, die Stiegen!" schrie wütend Professor Pfister das Weltumspannende unserer großen Idee zu und bemühte sich, seine halbzerschlagenen Knochen erfassen, damit dieser Tag der Beginn einer zusammenzuflauben. Sie wagen, mich einen neuen, glücklicheren Epoche der Menschheit sei!" dioten zu nennen?" rief der cholerische Tayowa, Minutenlanger, stürmischer Beifall ertönte, der selbst mit zerbrochener Brille am Boden lag, als Professor Pfister seine Rede beendet hatte. ,, das werden Sie bedauern!" Und im Bruchteil Er wurde im Triumph zu seinem Siz geleitet, einer Sekunde hatte er einen fräftigen Borschlag die Gelehrten erhoben sich, es gab Handschläge, in die Richtung placiert, in der er in seiner HalbVerbrüderungen. Jeder von ihnen und jeder von blindheit den Beleidiger vermutete. Ob er nun, den Millionen, die durch das Radio diese Stunde wie die einen sagen, den Japaner Miyagawa miterlebt hatten, waren sich bewußt, Zeugen eines traf oder den Engländer Lowell, ist nicht ganz welthistorischen Geschehens geworden zu sein... flar; jedenfalls entstand in wenigen Augenblicken Langsam leerte sich der Saal. So kam es, daß die ein Tumult, Bücher, Füllfedern und Hüte flogen Delegierten nur Schritt für Schritt die breite durch die Luft, vergebens versuchten die BesonneFreitreppe hinuntergelangten. Unter den ersten nen, die Kämpfenden zu trennen. Es wurde eine ging der berühmte indianische Archäologe Prügelei und den rasch herbeigerufenen PoliziTayowa; bekannter fast noch durch seine schon sprichwörtliche Vorliebe für Kirschen. Auch jetzt hielt er eine kleine Tüte in der Hand und spuckte die Kerne in seiner professoralen Zerstreutheit vor sich auf die Stufen. Wieso der ominöse Kischfern aus dem Munde des indianischen Professors unter den Absaz des Völkerrechtslehrers Pfister geriet, ist eine Tat sten bot sich das groteske Bild, die ehrbaren Delegierten des Weltfriedenskongresses sich regelrecht raufen zu sehen. Man mußte Gewalt anivenden, um sie einzeln abzuführen und zur Legitimierung auf das Polizeipräsidium zu bringen. Als sie von dort entlassen wurden, eilten sie wütend und er= bittert in ihre Hotels, packten die Koffer und fuhren mit dem nächsten Zug auf und davon. Ein Robert Bobasch Samtfabrik Warnsdorf Spezialerzeugnisse: ON Lederimitationen:: Belourpapiere 3246 Politz ad. Mettau S 3329 Lieferant der Konsum- Vereine Die besten Mahlprodukte liefert die leistungsfähige Dampfmühle Franz Kuliš Lieferant der Konsumvereine Netolitz 3265 Lieferant der Konsumvereine Spiritus- u.Preẞhefe- Fabriks- A.G. Olmütz 3287 fache, deren welthiſtoriſche Bedeutung erſt die stirſchtern hatte die Zdee vom Weltbürgertum Hefe, Malzpräparate, Olomalt, Malzmehl Geschichtsschreiber kommender Jahrhunderte voll zerstört. erfassen werden. Hier handelt es sich nur um das Der Weltfriedenskongreß ist nie wieder mehr fait accompli: der Kirschkern rutschte unter den zusammengetreten. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch di. Post monatlich Kč 16.-, vierteljährig Kč 48.- halbjährig Kč 96.-, ganzjährig Kč 192.-- Inserate werden laut Tarif billigit berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Die Zeitungsfranfatur wurde von der Post- und Telegraphendirektion mit Erlas Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt. Druderei:„ Orbis", Drud, Verlags- und Zeitungs- A.- G. Prag. Nr. 76 Sonntag, 29. März 1936 Seite 9 GENOSSENSCHAFTS- BEILAGE Mehr Schutz den Verbrauchern! Der Schutz der Verbraucher ist heute notwendiger denn je. In einer Zeit, ivo breite Die Konsumgenossenschaftsbewegung 201 RODHIM ,, Die Menschen können alles, was sie sen des Volkes nicht als Ausgangspunkt eines| umso entschiedenere Anhänger und Kämpfer wer- GEC- Verbandes, werden sich sehr gründlich mit wollen; aber um etwas wollen zu können, wirtschaftlichen Aufbauwerkes genommen wird, den wir gewinnen. einer Reihe wichtiger Verbraucherfragen befaje müssen sie einsehen, daß es notwendig ist, solange werden Produktionssteigerungen in der Unsere Konsumgenossenschafts- sen. Ihre Entschließungen werden für die Geund die Einsicht kommt durch die Not. Volkswirtschaft vielleicht eine vorübergehende bewegung erfüllt hier eine wichtige Auf- famtheit unserer Genossenschaftsbewegung riche Die Christen sagen: Not lehrt beten. Wir günstige Wirkung ausüben, aber keine dauernde gabe. Nicht nur, daß sie durch ihre Einrichtungen tunggebend sein und den Vorstop wirt Sozialisten fagen: Not lehrt denken." Lösung der Krise herbeiführen können. Von einen Verbraucherschutz der Tatschaftlicher Aufklärungsarbeit August Bebe I. diesem Gesichtspunkte aus müssen auch die leistet, führt sie gegen alle verbraucherfeindlichen unter den breiten Massen der heutigen Versuche wirtschaft Absichten und Bestrebungen einen entschiedenen Verbraucher weiter vorwärts tragen. Iicher Regelungen beurteilt werden, Stampf. Die Aufwärts- entwidlung Schichten unseres Voltes bitterste Not leiden, wo die sich zwar als Planwirtschaft" bezeichnen, führt den Kampf um einen verstärkten Verbraus unserer Konsumgenossenschaften ist in erster Linie das grauenvolle Schicksal der Arbeitslosigkeit die es aber in Wahrheit nicht sind. Sogenannte plancherschutz an zwei Fronten: einmal dadurch, daß die Not, umso dichter schließen sich die Reihen. von den Verbrauchern selbst abhängig. Je ärger Lebenshaltung breiter Verbraucherschichten tief wirtschaftliche Regelungen, welche lediglich vom zerrüttet hat, wo die Löhne der Arbeiterschaft Gesichtspunkte der Produktion, sei sie landwirt- es ihr gelingt, den praktischen Wirkungskreis zu Die zähe und verantwortungsvolle Arbeit von keine Löhne mehr, sondern lümmerliche Brocken schaftlich oder industriell, ausgehen und die Kosten erweitern, und das anderemal durch eine ſyſtema- vielen Hunderten von aktiv tätigen Männern und zur Aufrechterhaltung der nackten Eristenz sind, dafür ausschließlich den Millionenmassen der Vertische Aufklärungsarbeit unter den 250.000 Frauen in der Konsumgenossenschaftsbewegung wo der Verbrauch vollwertiger Nahrungsmittel braucher aufhalsen, verdienen nicht, mit dem Familien, die den Konsumgenossenschaften des vermochte froß aller Schwierigkeiten während des trok zum Schaden der Volksgesundheit sich immer mehr guten sozialistischen Begriff der Planwirtschaft Verbandes deutscher Wirtschaftsgenossenschaften Taufenden Jahres die Umsätze zu steigern und berringert, in einer solchen Zeit wird der bezeichnet zu werden. angeschlossen sind. Nur ein Beispiel für viele: Von die Zahl der Mitglieder zu erhöhen. DementSchutz der Verbraucher zu einer öffentlichen An- Gegenüber solchen planwirtschaftlichen" dem ersten Augenblick an, wo die famose ,, Rege- sprechend stieg auch der Umsatz des GEC- Vergelegenheit. Die berufensten Kämpfer um einen Regelungen, mit denen die Verbraucher in diesem lung" der Margarinewirtschaft aktuell wurde, bis bandes, wuchs dessen Eigenproduktion. Ein sicht wirksamen Schutz der Verbraucher können nur die Staate so reichlich bedacht wurden und nach den auf den heutigen Tag, hat die Konsumgenossen- barer Beweis dafür, daß die Leistungsfähigkeit Verbraucher selbst sein. Aber die große Masse Plänen der Großagrarier und der kapitalistischen schaftsbewegung einen Aufklärungsfeldzug in der der Selbsthilfeorganisationen der Verbraucher der Verbraucher kann erst dann ihren Forderun- Unternehmer noch weiter bedacht werden sollen, Verbraucheröffentlichkeit geführt, der ganz nicht nur behauptet, sondern gesteigert wurde. gen an die Wirtschaftspolitik des Tages Geltung müssen die Schußorganisationen der Verbraucher, unmißverständlich aufzeigt, was ist, der die Dinge Aber trotz der schlechten Zeiten ist dieses Stück verschaffen, kann erst dann die Herbeiführung müssen die Konsumgenossenschaften als Massen- beim richtigen Namen nennt und die Forderungen echter Planwirtschaft genossenschaftlicher Selbsteiner sozialen Bedarfsdeckungswirtschaft be- bewegung Stellung beziehen. Die nicht oft genug der Verbraucher jeweils klar herausstellt. In hilfe noch sehr erweiterungsfähig. Es kommt schleunigen helfen, wenn die abertausenden Ein- festzustellende Tatsache, daß es die deutsch be- der Frage der Getreidewirtschaft ist es ebenfalls hier möchten wir August Bebel variieren zelfräfte zu einer Kraft vereint werden. Das siedelten Gebiete unseres Staates sind, welche von die Konsumgenossenschaftsbewegung, die andau- darauf an, daß die Gesamtheit der Verbraucher organisatorische Mittel hiefür sind die Selbsthilfe- dem Massenelend der Krise in besonders kata- ernd aufzeigt, daß das Getreidemonopol ur- und die Sozialisten als der fortgeschrittenste Teil organisationen der Verbraucher, die Konsum- strophaler Weise heimgesucht werden, macht es sprünglich als eine Sicherung der Existenz der der Bevölkerung einsehen, daß die praktische Förgenossenschaften. insbesondere der deutschen Konsumgenossenschafts- bäuerlichen Bevölkerung und als Schutz der Ver- derung der Konsumgenossenschaften und ihrer Der Sinn jeder zweckmäßig eingerichteten bewegung dieses Landes zur Pflicht, die braucher von Preisspekulanten gedacht sich Eigenproduktion notwendig ist. 12. Wirtschaft muß in der Steigerung des Bedarfes Interessen der Verbraucher, immer mehr als eine Einrichtung zum Schutze liegen. In den Köpfen vieler Zeitgenossen sputt die im Gesamt interesse des schaffenden Volkes in des Profites der Großgrundbesizer entwickelt. Bei Arbeiterbewegung kommt es in der Genossenvielfach noch die falsche Vorstellung, daß es zur Stadt und Land aufgehen, mit aller jeder genossenschaftlichen Tagung werden die je schaftsbewegung darauf an, die Ueberzeugung Behebung der Krise lediglich einer Erstartung Schärfe und Folgerichtigteit weils aktuellen Forderungen der organisierten von der Notwendigkeit der Förderung der Konder Produktion bedürfe, um einen volleren Lohn- 3u vertreten. Verbraucher erhoben. sumgenossenschaften nicht nur an Festtagen zu bekunden, sondern sie täglich zu üben. Die Not des Voltes ist groß. Lehre sie uns wie Bebel sagt dentenl strom und mit seiner Hilfe eine allgemeine Stei- Je flarer wir dem Volfe vor Augen führen, Auch die diesjährigen Tagungen der genof gerung des Verbrauches zu erzielen. Solange wie die Dinge in der Wirtschaft liegen, je offensenschaftlichen Zentralstellen, des Verbandes die Steigerung des Verbrauch es der Mas- barer gutage liegt, was wir Sozialisten wollen, deutscher Wirtschaftsgenossenschaften und des PLANWIRTSCHAFT DIE DEVISE UNSERER ZEIT Nicht willkürliche Erzeugung ohne Rücksicht auf die Kaufkraft des Konsumenten, sondern planmäßige Produktion, bedingt durch den Bedarf der Mitglieder, ist die Aufgabe unserer konsumgenossenschaftlichen Eigenproduktion. Nur in diesem Rahmen ist es möglich, die genossenschaftlichen Eigenproduktionsbetriebe so auszubauen, daß sie mit der wirtschaftlichen Lage des Verbrauchers Schritt halten. Die genossenschaftlichen Produktionsbetriebe erzeugen hochwertige Qualitätswaren bei Beachtung strengster Hygiene ausschließlich für die genossenschaftlich organisierten Konsumenten. HELFET DESHALB MIT AM AUSBAU DER GENOSSENSCHAFTLICHEN EIGENPRODUKTION DURCH WERBUNG NEUER MITGLIEDER UND STÄNDIGEN BEZUG DER GENOSSENSCHAFTLICHEN E SEC- PRODUKTE Seite 10 Erste Mährische Sonntag, 29. März 1936 Hunya-, Segel-, Filz- und Mikadoschuhfabrik Schutzmarke JUL. DOSTAL Lipník nad Bečvou POSTSCHECKAMT PRAG No. 19.202 TELEFON No. 22 Nr. 76 Pilsner Actien- Brauereien Gambrinus- Weltbräu empfehlen ihre vorzüglichen Lager-, Schank- und dunklen Biere Lieferanten der„, GEC" in Prag und deren Filialen Vertretungen in allen größeren Städten. 3230 3290 Kommandit- Gesellschaft JULIUS RÜTGERS, Mähr.- Ostrau Fabriken: Witkowitz Mährisch- Ostrau Žilina Liefert: Motorenbenzol, Reinbenzol, Toluol, Xylol etc., Dachpappe und alle übrigen Steinkohlenteerprodukte, Spezial- Straßenteer Marke„ Rego" Übernimmt die Ausführung von neuzeitlichen Teerstraßen 3229 TEXTILFABRIKEN F.& R.LOWY WEBEREIEN, FÄRBEREIEN, ZWIRNEREIEN, APPRETUREN, SCHLICHTEREI UND GARNDRUCKEREI FÜR BAUMWOLL-, HALBWOLL- UND SCHAFWOLLWAREN WARNSDORF Die Mineralölraffinerien Vacuum Oil Company A.-G., Prag; Raffinerie Kolin Fanto- Werke Aktiengesellschaft, Prag; Raffinerie Pardubice und Neu- Oderberg Apollo Mineralölraffinerie A.-G., Bratislava; Raffinerie Bratislava und M.- Schönberg Přivozer Mineralölwerke A.-G., Přívoz Kraluper Mineralölraffinerie, Prag; Raffinerie Kralupy Südkarpathische Mineralölraffinerie und Handels- Aktiengesellschaft, Prag; Raffinerie Mukačevo Weinberger& Ortner, Legina- Michálany Industrie- und Handels- A.- G., Košice; Raffinerie Strážské liefern Qualitäts- Betriebsstoffe für Kraftfahrzeuge, Traktoren u. Dieselmotoren 3282 O O O O O O Verlanget IWMAI BS SE492MU überall überall 310 VOLKS ZÜNDER SOLO A.S.I. VOLKSZÜNDER! 2849 Nr. 76 Sonntag, 29. März 1936 MOBEL Einen Petroleumgaskocher? UP VEREINIGTE UP- WERKE, A.-G. PRAG BRUNN, BRATISLAVA, PILSEN, OLMUTZ, PARDUBICE, HRADEC KRAI, REICHENBERG, NITRA, TEPLITZ SCHONAU, MOSTRAU, TROPPAU, KOŠICE, IGLAU, KARLSBAD, PREROV, LEITMERITZ, ML BOLESLAV, ZNAIM, VERLANGEN SIE UNSEREN KATALOG! Sphinx" Vereinigte Emaillierwerke und Metallwarenfabriken A.-G. Filakovo Praha II., Spálená 24 Emailgeschirr verzinnte u. verzinkte Geschirre Badewannen Milchtragkannen Herde und Oefen gußeiserne Küchengeräte Isolierflaschen Einkochtöpfe Gießkannen lackierte Blechware Dezimalwaagen Gußgewichte Pumpen Installationsartikel Holzküchengeräte Ja, aber nur den modernsten, den Perfektus Nr. 40 Sieht aus wie ein Spirituskocher, hat wie dieser eine regulierbare Flamme, brennt aber mit dem billigen Petroleum, hilft Ihnen im Haushalt sparen! ERNST HAHNEL Brandau i. B. 3359 00437 752 49 Seite 11 Frühling in Kleider- Mode Jede Frau verdient sich Kleider nach der Mode, jede hat ein Recht auf Eleganz auch wenn sie mit jeder Krone rechnen muß Zu Volkspreisen bringen wir elegante Kleider in allen Modefarben und in den verschiedensten Façons. Suchen Sie sich die allerschönsten aus! 1507 789 Robert Nikele Rehera Faß- und Bottichbinderei M. Lotschau, Zwittau Lieferant der GEC. Fördert elsnis.die 3254 3367 Textilindustrie Böhm. Skalicer Baumwollspinnerei mechanische Weberei, Färberei und Druck- Fabrik, Gesellschaft m. b. H. 3365 vormals Lad. Bartoň in Česká Skalice Karel Letzel Náchod Färberei Druckerei u. mech. Weberei 3366 Lieferant des Gec- Verbandes 1501 69. Siegel& Co. Mech. Leinen- und Baumwollwarenweberei Zwittau, Mähren Telefon 89- Telegramm- Adresse: Sigeros Erzeugt: Damast- Tischtücher und Servietten ( Gedecke) weiß und färbig Damastgradel u. Inlette für Bettwäsche Damasthandtücher und Geschirrtücher Damastmatratzengradel und Bettuchleinen Buntgestreifte Segel für Sommerplachen und Strecksessel Einkaufs- und Badetaschen Schneiderzugehör 3346 GEC- Serpentin- Seife GEC- Kernseife GCE- Seifenflocken die idealen Wasdimittel für unsere Hausfrauen Erhältlich in allen Konsumvereinen 3341 Karl Micht Käse- Erzeugung 3353 Gonnenberg Lieferant des Konsumvereines M. Munk, mech. Weberei, EIN INSERAT Police n. Met. Spezialerzeugnisse: 3330 Kanavasse, Inlette, Damastgradi, Roulettengradi, Bettuchleinen. das noch so klein, wird stets für Dich von NUTZEN sein METEOR ME TEOR NORDBÖHMISCHE GLÜHLAMPEN- FABRIK HE ZIMMER& ZSCHOCKE AUSSIG a. E. Karlsbader Zentralmolkerei reg. Gen. m. b. H. Karlsbad Mitglieder der Konsumvereine! Beziehen Sie Ihre Produkte aus dem heimischen Unternehmen, der Karlsbaber Zentralmolkerei 3298 Im Volkskeller des Deutschen Hauses 3236 in Prag: EGERER AKTIENBIER Suite 12 Sonntag, 29. März 1936 Nr. 76 shoo DER DREHER Am Support seiner ,, Bank" steht der Dreher! bewusst, dass ein Zehntel- Milimeter zu viel oder zu wenig eine Arbeit von Stunden zunichte machen kann. Präzision is für ihn kein Schlagwort, keine hohle Definition. Er weiss, dass die genialen Ideen des Konstrukteurs seine volle Einsatzbereitschaft und seinen Willen zum Fort schritt erfordern. Ein Auto ohne Präzision wäre ein Unding, sie ist einfach wesent liche Voraussetzung, die nur erfüll werden kann, wenn das Gefühl dafü fiel im Bewusstsein eines jeden Hel Mers am Tatra- Werk verankert ist. Dies Gefühl aber kann nur ein traditionsbe wusster Handwerker aufbringen. Daruma stehen in allen Abteilungen der TatraTARA Werke Männer, die ihr ,, Handwerks verstehen". Und das nicht zulete zum Nutzen aller Tetra- Besitzen Alles trägt die gut passende SBOR Kleidung mit Garantieschein JOSEF DUB 3276 LEDERFABRIK, KARBITZ Sohlen- und Oberleder Wolframser Selchwaren und Konserven einzig Den Kontakt mit der Welt erhält die Corona, die ideale Schreibmaschine für den Landbewohner. Ihre einfache Konstruktion braucht keine Reparaturen, sie kann überall mitgenommen werden, und auch das Schreiben erlernen Sie spielend allein. Die Corona ist ebenso gebautwie die großen Maschinen, sie hat dieselbe Schrift, dieselben Zwischenräume, sie macht zehn Durchschläge und kostet doch nur die Hälfte. the GIBIAN& CO. PRAG, Štěpánská 32, Tel. 351-5-1 Ich möchte schon heute schreiben und erst später zahlen. Machen Sie mir Vorschläge! Die Qualilät SCHWEIZAR STETTIN AUSSIG siegt 3356 Die besten Mahlprodukte liefert TATRA Ant. Keller Dampfmable Unsere Tatra- Ate Kühlanlagen und Kühlschränke, sind ebenso sorgfältig erzeugt wie unsere Wagena 3357 Znaim Lieferant des Südmähr. Konsum- Vereines wie immer und überall ES- KA RADER ein Produkt jahrzehntelanger Arbeit und Erfahrung Unverbindliche Vorführung jederzeit bei einschlägigen Händlern Mech. Leinenund Baumwollwaren- Weberei A. Löwy& Co. 3328 Politz a. d. Mettau. ČSR Verwendet heimische Produkte! Kenner bevorzugen Bier aus der Bürgerlichen Brauerei Trautenau Viktorin a spol. Tiefert Hradec Králové Samen aller Art Materialwaren Christbaumschmuck 3325 Josef Zettl Gardinenfabrikation und Indanthrendruckerei Graslitz in Böhmen 3338 Die besten Mahlprodukte liefert Max König Mühle u. Sägewerk Braunsdorf, ČSR. 3364 3292 Rudolf Foglar Znaim Znaimer Gurkenkonserven-, Sauerkraut-, Likör- und Essigfabrik• 3263 ANTON HÜBL Gegründet 1784 Tuchgroßhandelsgesellschaft m. b. H. Gegründet 1784 PRAG II., Jungmannova 33. Aussig Karlsbad Brünn Wien Zagreb 3373 Verlangen Sie bei Ihrem Schneider die HÜBL- Kollektion! Konsum- und Spargenossenschaft 27 Filialen für den Schönhengstgau in Zwittau 7,400.000- Kč 4300 Mitglieder Organisierte Arbeiter und Arbeiterinnen, deckt euren Bedarf nur im Konsumverein. Die Bezugsquelle der organisierten Verbraucher Nordmährens und Westschlesiens ist die K. G. S.- Konsum-, Produttiv- und Spargenoffenfchaft, registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung mit dem Size in Mähr.- Schönberg. 80 Verteilungsstellen- 15.000 Mitglieder. 3347 3315 ?!t. 76 Sonntag, 29. März 1938 Seite 13 Besuchet die Warenhäuser „MI!KA“-KERZEN E. Kopschitz& Co. ISS Hohe Qualität Niedrige Preise Wir bitten beim Einkauf um Berücksichtigung der Marke„MILKA“ der Warenhaus-Kommanditgesellschaft Kreisky, Lorenz& Co. m -Selchwaren 7/77^2 liefert in bester Qualität die 3239 Westböhmische Fleischer- u. Selcher- Genossenschaft Für Wiederverkäufer Nachlässe Pilsen Der Nordbähmische Konsum- und Sparverein in Teicbstatt und die Arbeiterbäckerei in Rumburg sind die leistungsfähigen Wirtschaftsunternehmungen der organisierten Verbraucher im nordbohmischen Niederland 3361 Arbeiter-Konsumverein Bodenbach registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung Eigene Dampfbäckerei, Bodenbach, Schlachthofstraße Kanzlei u. Zentrallaserhaus: Bodenbach, Schlachthofstraße Telefon 504 Unterlager: Bensen, Mühlgasse, Telephon 15 46 VERTEILUNGSSTELLEN« Solidarität-Vcela m Brünn xi j.I I versorgt in 242 Verkaufsstellen ••■ 35.000 Vereinsmitglieder und deren Familien m Spiegel-, Spezial- und Farbenglas Bau- mid Rohglas aller Sorten Wandverkleidungen aus Mropakglas Wolf& Stetka Nachf., A.-G., Prag II., Trnhläkskä 16 Telefon 60097, interurban 63179 33« Scite 14 Sonntag, 29. März 1936 Nr. 76 Glückliche Stunden im Kreise der Familie geben die Kraft für den Lebenskampf. Die verantwortungsvolle Vorsorge durch eine Concordia- Lebensversicherung gibt das glückliche Bewußtsein, die Zukunft seiner Lieben gesichert zu haben; Beruhigung für schwere Stunden, die eintreten können. Concordia ( R) VERSICHERUNG REICHENBERG An die Concordia- Versicherung in Reichenberg. Senden Sie mir unverbindliche und kostenlose Vorschläge für eine Lebensversicherung. Gleichzeitig wünsche ich die kostenlose Zusendung der Concordia- Zeitung. Willst du sparsam seinkauf im Aso ein! Das Herz lacht bei einer Fahrt auf Der Fahrradhändler in Ihrem Orte 3314 beschafft es Ihnen Gustav FKZ" aus den Fahrradwerken Deine Sparkasse.... die W.K.I.! Werde Mitglied! FUCHS& KOMP.WKI ZUCKMANTEL SCHLESIEN Jutespinnerei und Juteweberei 3293 Westschlesische Konsum-, Produktiv- und Spargenossenschaft in Jägerndorf registr. Genossenschaft m. beschränkter Haftung Die besten und billigsten Weiss& Söhne TEPPICHE 3324 A. G. Teppichfabriken erhalten Sie in allen Kandler Königinhof a. d. Elbe GecWarenhäusern Leinen- und Baumwollweberei Dampfmühle Josef Bed 3291 Benifch erzeugt als Spezialität: Kleiderleinen, Barchente, Bettuchleinen, Orforde Raufe bei unseren Inferenten! Jägerndorf 3308 Emil Holzner Leinen- und Baumwollwaren- Weberei Dago Hronov a. d. Met. CSR. Karl Sperlich 3289 Branntwein- und Likör- Erzeugung * Sternberg, Mähren Prager Farbenund Lackfabrik Aktiengesellschaft 3269 Prag- Vysočany Telephon 30184 3327 ASBA- FARBEN 3178 Allgemeinek Genossenschaftsbank Praha II., Bredovská 4 Telephon 227-51 bis 227-55 Exposituren: Brno, U Solnice 3 a Mor.Ostrava, Nádražní tř.40 Entgegennahme von Geldanlagen auf Sparbücher und laufende Rechnung. Durchführung sämtlicher Bankgeschäfte »> Glas< 3260 ist das edelste Baumaterial 3250 J.Schnitzer& Söhne Mech. Baumwollwaren- Weberei Warnsdorf Telephon Nr. 106 IKA- LACKE 3245 Rosemann& Spitz bellen Reichenberg Fabrik für automatische Bäckereimaschinen 3263 Montan- und Industrialwerke vormals JOH. DAV. STARCK Prag II., Revoluční 2 Ultramarin- Waschblau mit der Etikette ECHT STARCK garantiert blüten weiße Wäsche 3283 Wollwaren- u. Baumwollwaren- Fabriken Hollola 19 Niederwarnsdorfer mechanische Weberei bobol Klein& Co., Warnsdorf Erzeugung von allen Sorten Herren- und Damenstoffen in Wolle, Halbwolle und Baumwolle in erstklassiger Qualität Die Landw. Zuckerfabriks- Akt.- Ges. 3296 3244 at in Mähr.- Neustadt Zucker- und Spiritusraffinerie Preßhefe- und Spiritusfabrik empfiehlt ihre la. Spiritus- Preẞhefe