Fürsorgeminister Netas in Westböhmen Gleich bei Uebernahme seines Amtes batte Fürsorgeminister Genosse Jng. N e c a s es sich zur Aufgabe gemacht, mit den Vertretern der Bevölkerung der von der Wirtschaftskrise am meisten tzeimgesuchten Teile unseres Staates in persönliche Verbindung zu treten, um aus der tatsächlichen Kenntnis der Verhältnisse heraus die zur Bekämpfung des Notstandes erforderlichen Maßnahmen treffen zu können. Nach einem Besuch der Gebiete von Reichenberg und Gablonz hat nun Minister Necas Samstag in Begleitung dec Abgeordneten Taub, de Witte und Katz die. von der Krise am schwersten betroffenen westböhmischen Bezirke Elbogen, Falkenau, Graslitz, Neudek und Kar ls bad besucht. Vertreter der Industrie, der Arbeiterschaft, der Bezirks- und Gemeindevertretungen schilderten dem Minister die Lage der einzelnen Produktionszweige, das Elend der Bevölkerung urch das Unvermögen der Selbstverwallungskörper, helfend einzugreifen. Die notleidende westböhmische Industrie ist durchwegs Exportindustrie und die sich daraus ergebenden Forderungen wurden fast überall gleichmäßig formuliert: Exportförderung, Beseitigung alter Ausfuhrhindernisse, Abschluß entsprechender Handelsverträge mit allen Ver- b räucher ländern und für die von der Krise am schwersten betroffenen Arbeitslosen die Ermöglichung von N o tst an ds a r b eit en und •in« entsprechend« Dotierung der Ernährungsaktion, in die auch die Jugendlichen einzubeziehe« und von der Erwerbslose mit irgendeinem kleinen Renteneinkommen nicht ausgeschlossen werden sollen. Bor allem die Vertreter der Arbeiterschaft betonten überall, daß das wichtigste die Beschaffnng vonArteitist. In allen diesen Besprechungen, die am Sitz der Bezirksbehörden stattfanden, hörte Minister Nekas die Ausführungen der einzelnen Sprecher mit größtem Interesse an und nach Beendigung der Aussprache ging er auf die vorgebrachten Anregungen ausführlich ein, wobei er versicherte, alles in seinen Kräften Stehende zu tun, dauiit die geäußerten Wünsche, deren Berechtigung der Minister in den meisten Fällen anerkannte, erfüllt werden. Mit besonderem Nachdruck betonte Minister Nekas, daß er sein Amt völlig objektiv auffafse und daß ihm jede Benachteiligung irgendeines Bollsteiles vollständig fern liege. Diesen Eindruck gewannen wohl auch alle Teilnehmer an den Besprechungen. Vor allem die Arbeiterschaft fieht im Für- sorgeminister Necas einen treuen Sachwalter ihrer Interessen, der gemeinsam mit den übrigen sozialistischen Ministern bemüht ist, Hilfe zu bringen. Sie rechnet es ihm hoch an, daß er sich diesen Tag ftei machen konnte, um an Ort und Stelle den in Westböhmen herrschenden Notstand kennenzulernen. Wir sind überzeugt, daß her Besuch in diesem Krisengebiet nicht ohne Wirkung bleiben wird. Bei den Vertrauensmännern in Rothau und Karlsbad Auf der Fahrt von Graslitz nach Neudek kam Fürsorgeminister Genosse Neäas auch zu den Vertrauensmännern der Rothauer Arbeiter, die ihn herzlichst begrüßten und denen er in längeren Ausführungen schilderte, daß es das unab- lässige Bestreben der sozialistischen Parteien ist, der schwer geprüften Rothauer Bevöllerung Hilfe zu bringen. Die Rothauer Genossen waren für den'Besuch außerordentlich dankbar und baten den Genossen Neäas, ihre G r ü ß e d c n t sch e- wischen Sozialdemokraten zu überbringen.' Nach Abschluß der offiziellen Besprechungen in Karlsbad hatte Genosse ReLah eine längere Aussprache mit den Vertrauensmännern des Karlsbader Bezirkes, die ihm ihre besonderen Wünsche vortrugen. Erst in später Nachtstunde trat Minister Neias die^ Heimreise an.‘ Unser, südmährischer„Volkswille" meldet: In der Z n a i m e r Henlein-Partei stinkt Die Herren Führer haben vollauf zu tun, den Gestank zu verscheuchend der von den det, daß die gesamte Arme« des Regus in der Schlacht am Aschangi-Dee, die volle vier Tage daüerte, anfgerieben wurde. Die Trappen des Nrgns stieben in Unordnung. An der ganzen italienischen Rordfront wurden alle italienischen Abteilungen eingesetzt, um die abessinisch« Niederlage zu vollenden. DaS siegreich« italienische Armeekorps rückt, indem es der Armer des Regus auf den Fersen folgt, gegen Quorum vor. Es wird erklärt, daß der Regus, als er alle seine Hoffnungen schwinden säh, mit einem kleinen aus Soldaten der kaiserlichen Garde bestehenden Zug nach Dessirgeflohenist. Arbeiter, hört Ihr es? So spricht über die Henleinpartei Anton Malek, der diese Partei gut kennt und in ihr eine führende Rolle spielte! Der Parteiaustritt Maleks bestätigt, was wir immer sagten: das Geschwätz von der VolkSgemein- schaft ist ein Schlagwort, mit dem man die Arbeiter betören und von ihrem notwendigen und gerechten Kampf um den Sozialismus äbbringen Willi Wir freuen uns darüber, daß dies immer mehr Arbeiter erkennen und der Volksgemeinschaft A d e s.a gen l. London. Der Dreizehnerausschuß des Völkerbundes wurde für Mittwoch, den 8. April, vormittags nach Genf einbrrufen. Er wird die Ergebnisse der Dchlichtungsbestrebungen» welche Gesandter Madariaga unternahm, zur Kenntnis nehmen und alle notwendigen Maßnahmen tref- fen, welche die gegenwärtige Lage im abessinischitalienischen Konflikt erfordert. Die abessinische Regierung hat dem Gesandten Madariaga mitgeteilt, daß sie zu Verhandlungen mit dem Dreizehner-Ausschuß über eine Versöhnung mit Italien im Sinne der Resolution dieses Ausschusses und gemäß der Darlegung, welche die abessinische Regierung am 20. März d. I. dem Dreizehner-Ausschuß übersandte, bereit isK' Abessinien werde seinen definitiven Standpunkt bekanntgeben, sobald Italien die Versicherung gebe, daß es im Rahmen und im Geiste, des Völkerbundes verhandeln wolle. Die italienische Regierung gab bekannt, daß sie kurz nach Ostern ihren Vertreter zu den Beratungen des Dreizehner-Ausschusses nach Genf entsenden werde. Dagegen wird die von Frankreich für den kommenden Mittwoch vorgeschlagene zweite es! um zahlreichen unredlichen Funktionären ausgeht und müssen alle Ueberredungskunst aufbieten, um die enttäuschten und un- zufriedenen Mitglieder zu beruhigenl Die Arbeiter, die seit Monaten gegen die Parteiführung in offener Opposition stehen und.vielfach keine Mitgliedsbeittäge mehr bezahlen, beginnen jetzt die Henleinpartei zu verlass en! Es komme« täglich Henleirr- arbeiter zu«ns, die erklären, daß sie von der„Volksgemeinschaft" mit dem Millionär I i ll v genug habe» und die Ersuchen, sie in die<2 o z i a l- demokratische P a r t e i aufzunehmen. Wir können heute der Oeffentlichkeit mitteilen, daß auch Anton Malek ans der Hen- lcinpartei ausgetreten ist und im VolkShaus eine Beitrittserklärung für die Sozialdemokratische Partei abgegeben hat! Herr M a l e k ist nicht der Erstbeste. Er ist ein Arbeiter, der bis zum Tage seines Austrittes aus der Henleinpartei Mitglied d er K r e i s l e i t» n g wär! Herr Malek hat in der Znaimer Henleinpartei eine große Rolle gespielt! Er hat verschiedene Aemter bekleidet und der Bezirksleiter Brosch stellte ihm das Zeugnis aus, daß er zu seinen besten und werwollsten Mftarbeitern gehöre! Malek wurde im Wahlkampf im Auw von Versammlung zu Versammlung geführt und überall als der v o r- bildliche deutsche Arbe i t e r vorgestellt, der dem Marxismus abgeschworen hat und der einsicht, daß' den Arbeitern nur. geholfen werden kann, wenn^ sie sich mit den Kapitalisten und Millionären in einer Volksgemeinschaft vereint- Flucht aus der Henlein-Partei zu uns! Ein SdP-Krelsleltungsmitglied ersucht um Aufnahme In unsere Partei gen! Malek hat in Dutzenden Versammlungen gesprochen und für die alleinseligmachende Volksgemeinschaft geworben. Aber noch ist kein Jahr vorbei und Malek, der I Paradearbeiter der Znaimer Henleinpartei,! kehrt der Volksgemeinschaft angewidert und angeekelt den Rücken! Er hat schon in dieser kurzen. Zeit erkannt, daß das Gerede von der Volksgemeinschaft Unsinn oder Betrug ist. Malek erzählt über die Gründe seines Austritts: „Ich bin in der Sudetendeutschen Partei, die ich irrtümlich für eine soziale Partei hielt, für die Interesse» der Arbeiter und Arbeitslose« eingetreten. Aber das gefiel de» Herrennicht! Wer für die Rechte der Arbeiter kämpft, ist in ihren Augen ei« „Roter". Wenn ich in den Sitzungen Forderungen der Arbeiter vertrat, so rief man mir oft zur„Malek, du bist«in Marxist!" Ich bi« daher schließlich aus dieser Partei, die ich als eine durch und durch arbetterfeindliche und faschistische Partei, kenne« lernte, ausgetre ten." Volksfront, wohin? . Von unserem Pariser Korrespondenten Wird der Druck der französischen Massen nach links, der seinen gewaltigen Ausdruck in der Kundgebung vom 14. Juli 1935 in Paris zum «Andenken an den Bastille-Sturm von 1789 fand, der sich zuletzt nach dem^Attentat der Action Fran- caise auf Leon Blum manifestierte, bei den Wahlen seinen Ausdruck finden? Alle Welt erwartet es nicht anders. Und ebenso, wie es der begeisterte Wille der Massen zum Kampf für ein besseres Dasein und zur Zerbrechung der Reaktion in jeder Form war, der schließlich die Linksorganisationen dazu veranlaßte, die Folgerungen daraus zu ziehen und den Kontakt unter den Parteien von den Radikalsozialiften bis zu den Kommunisten unter Einschluß der Gewerkschaften und der Liga für Menschenrechte herzustellen und zu festigen, so wird auch der Wahlkampf und ein Wahlsieg der Linken die Parteien zwingen, die Frage ihres Verhältnisses zueinander und zu den Tagesaufgaben einer Linksregierung zu losen, die den Wünschen der Massen gerecht zu werden hat. Kein Zweifel, daß die Ereignisse in Spanien, von den Arbeiterorganisationen und selbst den linken Teilen der Radikalsozialisten mit lebendiger Stziii- pathie verfolgt, der Zuversicht einen mächtigen Auftrieb geben. Wo steht die Volksfront heute? Was stellt sie dar? Sie entstand aus dem Ausschuß zur Organisierung eben jener einzigartigen Julikundgebung, in der das Pariser Proletariat, begleitet von großen Teilen der Kleinbourgeoisie, sich erneut seiner Stärke bewußt geworden war. Die Linkstendenz der^Masseir traf die Neigung der Radikalsozialisten, durch ein Einschwenken in die allgemeine Linksströmung die eigene Politik der letzten Jahre vergessen zu lassen und der vernichtenden Antwort auf die Unterstützung der großbürgerlichen Doumergue-, FlaNdin- und vor der Laval-Politik zu entgehen, um vielleicht sogar noch zum Nutznießer der Linksentwicklung zu werden. Die Kommunisten waren bereit, um den Preis der Bindung der Radikalen an den Ruß- landpakt alle jene Konzessionen zu bringen, an die ein Zusammengehen mit den Radikalen geknüpft war. Die Sozialisten endlich sahen gleichfalls keine Möglichkeit, sich ttotz mancher Anfangsvorbehalte von her Linkensammlung auszuschließen, obwohl der Partei das Wiedersehen mit den Renegaten der Sozialistischen Union und darunter vor allem mit den ehemaligen Neusozialisten schiver auf der Seele liegt. ES kamen die SenatSwahlen vom Oktober mit einem glänzenden Beweis von Organisationsdisziplin der I Volksfrontparteien zueinander, und die Kainmer- i Wahlen rückten heran. Im Jänner 1936 endlich trat daS Programm der Volksfront ans Licht, ein schmales Ueberbleibsel von dem, was auf sozialistischer Seite für das Minimum eines Gemeinschaftsprogramms bei Strafe einer'Selbstdiskrc- ditierung angesichts der radikalen Wünsche der Arbeitermassen gehalten worden war, Kampf gegen die Ligen, Kampf für die Verstaatlichung der Bank von Frankreich, Achtstundentag, bzw. weitere Arbeitsverkürzung,, öffentliche Arbeitsbeschaffung, Hebung der Agrarpreise waren die Hauptforderungen, die die Radikalsozialisten eben noch für annehmbar gehalten hatten, um ihre Partei schriftlich auf dieses Programm zu verpflichten. Und keine Forderung durfte vereinbarungsgemäß ausgenommen werden, wenn auch nur ein einziger Parteidelegierter widersprach! Es wäre falsch, die Kritik zu verheimlichen, die sich vor allem innerhalb der sozialistischen Partei und bei den Gewerkschaften gegen dieses Programm erhob. Sie warf der Volksfront vor, ein Instrument zur Bindung der Kämpfe her Arbeiterklasse an die Wünsche des linken Flügels der französi- schen Bourgeoisie zu sein, anstatt im Gegenteil das Mittel zu werden, mit Hilfe dessen sich die Arbeiterklasse gerade zur Durchsetzung der eigenen Forderungen mit dem verelendeten Kleinbürgertum und den leidenden Bauern verbündet, um auch ihnen den Weg aus der Not zu weisen. Die rechten Teile.der radikalen Partei, deren Einfluß auf die Parteiführung heute nicht groß ist, stehen. dem Parteibeschluß des Wagramer .Kongresses, die Volksfront mit allen Mitteln zu unterstützen, mit Mißbehagen gegenüber. Auch DaladierS Energie zwang bisher die Fronde MalvyS und seiner Freunde nicht nieder, die trotz offener Distanzierung von dem Bündnis mit den i Sozialisten und Kommunisten die Unterstützung Vie Armee des Negus aufgerieben? London. Der Krieg in Abessmhen nähert sich einer kritischen Periode. Die Italiener benützen jetzt ihre ganzen Streitkräfte, um den Abessiniern einen entscheidenden Schlag zu versetzen, bevor noch di« groß«« Regengüsse beginnen. Der Reuterberichtrrsintter in Asmara telegraphiert: Da- italienische Oberkommando mel« Genf als Friedensvermittler Drelzehner-Ausschufi für Mittwoch einberufen Locarno-Konferenz erst nach Ostern !Konferenz der Locarno-Mächte über Wunsch Englands e rst n a ch d e n O st er- feiertagen, wahrscheinlich am 14. April, i zusammentreten. Der Tagungsort ist noch nicht ! bekannt. England steht auf dein Standpunft, daß die Tagung des Dreizrhnerausschuffes den interessierten Regierungen ohnedies Gelegenheit z« einem Meinungsaustausch geben wird. Die französische Regierung ist jedoch entschlossen, gleich z« Beginn dieser Woche den Locarno-Staaten ihr Memorandum zu überreichen, an dem sie eiftig arbeitet. Es soll aus drei Dokumenten zusammengesetzt sein. Das erste wird eine Antwort auf die Behauptungen der deutschen Rote über die französische Außenpolitik | sein, das zweite eine Darlegung an die Locarno- Staaten, in der der französische Standpunft hauptsächlich in bezug auf die Rheinland- f r a g e definiert und ausgesprochen wird, was Frankreich von dem letzten deutschen Memorandum ablehnt(namentlich die Schaffung deutscher Festungswerke an den Rheinlandgrenzen) und was es annimmt. Das drftte Dokument wird einen konstruktiven Plan für den Bölkerbnsid ent-' halten, in welchem die ftanzösischen Friedensgrundsätze hervorgehoben werden. «eiit 2 Sonntag, 3. April 193k Ar. 82 ihrer. lokalen Parteiorganisationen genießen. Heute ist es vor allem die sozialistische Partei, die Ernst mit dem Voltsfrontgedanken eines wirklichen Kampfbündnisses machen will. Vincent-. Auriol setzte sich für die persönliche Verpflichtung fedes Wahlkandidaten einer Volksfrontpartei auf die bindende Unterstützung^iner Regierung mit dem Völlsfrontprogramm ein. Und wenn auch dfeser Vorstoß gescheitert ist, nachdem er fast zur .sjiiie in der Volksfront geführt hatte,'.so kämpft die Sozialistische Partei deute mit Energie dafür, hast das Bolksfrontprogramm von heute das Programm einer Bolksfrontregierung von' morgen sein soll. Weniger die Radikalen als die Kommu- nist« bekämpfen diese Haltung aus dem Bestreben heraus, weiter für dft Volksfront als popu- ' Änknupfend an die BxarüßunaSwotte des Redakteur Sis hob£>i. HodÄr einleitend hervor, daß die Demarkationslinie Mischen der staatserhalten- den Opposition und der Koalition sich zu verwischen beginne und wir in eine Seit eintreten, da diese Demarkationslinie überhaupt unsichtbar wird. Jetzt wird die Konzentration aller nationalen. demokratischen und republikanischen Kräfte notwendig fein, damit wir in der inneren und auswärtigen Politik die Nation durch die Prüfungen, die unser harren, dringen können.' Währungs- und Budgetgleichgewicht Dr. Hodra betonte neuerlich, was er bereits beim Amtsantritt des neuen Finanzministers Dr. Kalfus gesagt und was auch dieser selbst hervorgehoben hat. daß wir nämlich die Politik des Bud- getaleichgewichteS und der stabilisierten Währung fortsetzen«erden. Die Vorbereitungen für das nächstjährige Budget werden in diesem Sinne getroffen. Dazu gehört auch«ine verständige und nüchterne Steuerpolitik und eine durchdachte und durchgreifende organische Reform der sfinanzverwaltung. gleichsam ein Nichtangriffspakt zwischen der sfinanzverwaltung und dem Steuerzahler. Die Ansicht der ssinanzverwaltung, dast der Steuerzahler schon«priori ein verdächtiges Individuum sei, müsse aufhören, andererseits müsse sich der Steuerzahler mit einer gesunden und festen Steuermoral befreunden. Oie Wünsche der Industrie Unter Erwähnung der Denkschrift des Jndu- striellenverbandeS geht der Ministerpräsident an die Prüfung der Krage, ob und wo Berührungspunkte Mischen der Regierungspolitik und den Bestrebungen der Wirtschaftskreise gegeben sind. Hier erwähnt er vor allem die Korderung nach Re ch t s s i ch e r h e i t Die Regierung hat eigens den Rechtsbeirat geschaffen. um die Judikatur der obersten Gerichte und die administrative Praxis zur Uebereinftimmüng zu bringen, die in vielen konkreten Köllen noch nicht besteht. Hier geht die Regierung mit der Wirtschaft völligkonform. Auch die Forderung der Industrie nach Unterstützung der Ausfuhr betrachtet die Regierung als ihre eigene. Es wird iebt zur Erweiterung und zu einer neuen Art der R e f u n d i e- läre Mafsenfovderungen Propaganda machet: zu künnent ohne jedoch damit die Verpflichtung zur Teilnahme an einer kommenden Bolksfrontregierung einzugehen. Die Proklamation des Bolks- frontprogr'ammS als Regierungsprogramm würde die Kommunisten in ihnen unerwünschter Weise festlegen. Es kann nicht bezweifelt werden, daß die Parteidisziplin der Linken im zweiten Wahlgang am 8. Mai einhellig zur Unterstützung des Volksfrontkandidaten führen wird, der im ersten Gang di« meisten Stimmen bekommt. Die weitere Frage aber: Volksfront»wohin?— harrt ihrer Antwort, bis die Siegerparteien der nächsten Wahlen sie in der Ausrichtung ihrer praktischen Politik gegebm haben werden. rung d e r Umsatz st euer bei Exportwaren kommen. Auch die Unifizierung des Rechtes Mischen den böhmischen sind den slowakischen Ländern wird von der Regierung gefördert. Das neue E i se n b a h n g e s e tz. über dgs sich die Regierung bereits geeinigt hat, wird die Unifizierung auf dem Gebiete des Transportrechtes bringen und eine systematische Tarifpolitik ermöglichen, die der geographischen Gestalt unseres Staates an- gepastt ist. Ordnung in Äbsafc und Erzeugung wird auch aus den Kreisen der Wirtschaft verlangt. Darunter versieht man die Beschränkung der wilden Konkurrenz durch zweckmästige Svndikali- sierung und durch Herstellung der Ueberein- stimmung zwischen Erzeugung und Verbrauch. Wenn sich die Industrie nach bereits bekannten internationalen Erfahrungen freiwillig spndikalisiert. so wird di« Regierung nicht zur AwangSsvudikalinerung greisen müffen. gegen die viele ernste Einwände bestehen. Oie Sorge um den Ardeitsmarlct kann sich nicht allein auf die Unterstützung der Arbeitslosen beschränken, sondern muß sich auf die Hebung der Beschäftigung konzentrieren. Das ist möglich' durch Belebung der Ausfuhr und durch die Erhöhung deS Umsatzes auf" dem Binnenmarkt. die herbeigefübrt wird durch erhöhte systematische Durchführung der öffentlichen Investitionen und durch Herstelluncrn dkejk a-Sternberg, B i r e r-M.-Schön- berg und Fische r-Frcudenthal sprachen, hatten j geradezu eine snmbolischc Bedeutung, da zur i gleichen Zeit im nahen Deutschland die Wahlkomödie stattfand. Unsere Referenten hatten ! während ihrer Reden die Hakenkreuzfahnen, mit denen in den Grcnzorten die Häuser verunziert waren, vor Äugen und konnten interessante Vergleiche zivischen dem Land der Barbarei und dem Land der Demokratie anstellen. Bezeichnend ist, daß die im Vorjahre so mächtige SbP. nicht eine einzige unserer Versammlungen unmöglich machen konnte. Jn Jauernigg und Weihe n a u versuchte Herr Skonwrovskvi zu Wort zu kommen, mutzte aber nach vergeblichen Be- 3. Dnndcslonifcst des Atlis Die Organisierung des 3. Bundesturnfestes, welches vom 4. vis 6. Juli Ein SdP-Bezirksführer hinausgelehnt Ein anderer aut der SdP autgetchieden Ein Sekretär kaltgestellt in Komotau abgehalten wird, wurde in drei Etappen,— Arbeitsaufgaben— festgelegt, und zwar: 1. Vorbereitung der Funktionäre und Aktivierung aller Mitglieder. 2. Technische und organisatorische Schulung der Funktionäre, und 3. Gewinnung der mit uns Shmpathisierenden. Der Abbröckelungsprozeß in der Henlein- Partei nimmt nun auch in Südböhmen mehr als interessante Formen an. Hat man zuerst in Nordböhmen Leute aus der sogenannten Volksgemeinschaft hinausgelehnt, weil sie nicht nach der Pfeife, die so falsch bläst, tanzten, so ist jetzt auch in Südböhmen ein solcher Fall zu verzeichnen..Alle Parteistellen der Heinleins erhielten nämlich folgenden Ukas der Kreisleitung IX: „Kundmachung. Allen Parteigliederungen wird zur Kenntnis gebracht» daß der ehemalige Bezirksleiter Herr Hans B e z e c n y aus Friedberg wegen Disziplinwidrigkeiten seines Amtes als Bezirksleiter enthoben wurde. Er ist auch nicht mehr Mitglied der Bewegung. Seinen Brr- snchen, nun mit Verleumdungen gegen Konrad Henlein und die Kreisleitung zu arbeiten, ist von de» Partrigliederungen ichärfstens entgegenzutreten. Für die Kreisleitung IX: Ludwig Wagner, Kreisleiter." Der frühere„Kamerad" und jetzige Herr Bezecny ist jener Mann, der sich im Wahlkampf in Südböhmen besonders für die Henleins eingesetzt hatte und in der Wahl der Mittel durchaus nicht wählerisch war. Auf einmal Disziplinwidrigkeiten? Schau, schau I Es gibt also in der„Volksgemeinschaft" wieder einen mehr, der es wagte, gegen den Stachel zu löken und dafür abgesägt wurde. Die Angst, daß der Hinausbeförderte Familiengeheimnisse verraten könnte, klingt gar zu deutlich aus der„Kundmachung". Im übrigen ist gerade auch in Budweis der Fall eines„Führer"-Wechsels festzustellen. Der bisherige Stellvertreter des „O r t s f ü h r e r s", der Abteilungsleiter der Firma L. u. C. Havdtmuth, Dr. Rudolf E n d- I e r, der ob seines strammen Eintretens für „alle Belange" der SdP bekannt war, hat gerade in den letzten Tagen dieses Amt zurückgelegt und Leute, die es wissen sollten, behaupten sogar, er wäre auch aus der Partei der Henlein-Anhänger offiziell ausgetreten. Daß auch ein Sekretär der„Bewegung Henlein" in Südböhmen beschäftigungslos spazieren geht, d. h. er ist jetzt wieder in seinem früheren kaufmännischen Beruf tätig, soll, wie man in Budweis allgemein erzählt, seinen Ursprung in einer Briefaffäre haben, die besonders den auf ihren Geldsäcken ruhenden.Kameraden" schon viele unangenehme Stunden verursacht hat, um so mehr als man sogar das tschechoslowakische Gericht in Anspruch nehmen mußte. Vorstoß im Bezirk Freiwaldau Im Bezirk Freiwaldau, der wie ein Ohr nach Deutschland hineinragt, hatten sich die Reflexerscheinungen der Hitlerdiktatur außerordentlich stark ausgewirkt. Die nach dem Dritten Reich offene Grenze ermöglichte es den Jiazis hüben und driLen, große Teile der Bc- Die erste Arbeitsaufgabe, die mit 15. März abschloß, wurde fast von allen Vereinen des Verbandes restlos erfüllt. In 30 Funktionärapprllen, die im Herbst vorigen Jahres durchgeführt wurden, legte die Berbandsleitung mehr wie 2500 Funktionären den„Aktivierungsplan" vor. Das Ziel hieß: 4000 Turner und Turnerinnen, und 3000 Schüler und Schülerinnen für die Massenübungen. 200 Mannschaften für das„Vereinsturnen" Diese^Zielsetzung ist heute schon weit überschritten und ergibt die 1. Meldung aus dem 5. Kreise: 3912 Erwachsene und 3154 Kinder für die Massenübungen. aus dem 6. Kreise: 1203 Erwachsene und 895 Kinder für die Massenübungen. Aus dem Trauteuauer und mährische« Kreise liegen«och keine bestimmten Ziffern vor, doch ist auch von dort eine überaus starke Beteiligung zu erwarte«. Für d as Bereinsturnen m eldet der 5. Kreis 160 Mannschaften» F L r d a s Vereinst urnen m eldet der 6. Kreis 67 Mannschaften, Damit kann die I. Arbeitsetappe als vollständig gelungen abgeschlossen werden und es geht nun an die zweite Aufgabe, Funktionäre. Funktionäre. Funktionäre. Funktionäre. nahmen teil: in 3» Appellen des mährischen Kreises... in 1 Appell im Reichenberger Kreise... in 1 Appell im DUxer Bezirk, 5.Kreis... in 1 Appell im 5. Bezirk, 6. Kreis Eine Vertiefung dieser Appelle wird durch die Bezirke im langen durchgeführt. Hier steht der Bodenbacher Bezirk an der Spitze, der vom 22. März bis 12. April nicht weniger wie 32 Vereins-, bzw. Ortsversammlungcn durchführt. Mit dieser Aktion beginnt allerdings schon die 3. Arbeitsaufgabe„D i e G e w i n n u n g der mit uns Sympathisieren den. Parteimitglieder, Freunde aller sozialistischen Organisationen sind zu diesen Versammlungen geladen und werden dort erfahren, in welchem Maße die deutschen Arbriterturner und Sportler dieses Landes für ihr »md den und nahmen an den ersten beiden abgehalten wurden, allein 42 Fußballfunttionäre teil. Die organisatorische Ausbildung geschieht in den bekannte« Funktionärappellen 34 solcher Bezirksappelle werden in der Zeit von sechs Wochen durchgeführt. Die Teilnehmerzahlen der schon durchgeführte» Appelle zeige» ein überaus großes Interesse. So 235 44 108 77 Rahmen von Bereinsversamm- 3. Bundesturnfest rüsten Wir hoffen, daß wir damit auch die 3. Arbeitsaufgabe voll erfüllen können und rufe« alle Freunde des Arbeitersports nicht nur in unsere„Werbeversammlungen", sonder« vor allem dazu auf: Vie technische und.organisatorische Schulung aller Funktionäre Für die technische Ausbildung laufen in den kommenden vier Wochen SO Bezirksvorturnerstunden Gebietsschulungen der Fußballer, Leichtathleten, Turnspieler, Schwimmer, Schachspieler Schwerathleten. Zirka 1500 technische Funktionäre aller Gebiete werden damit erfaßt wer- „Spezialkurscn" für Fußballer, die in Dux und Teplitz Marschiert mit uns, dein Atus« am Z. Bundesfest rar Freiheit und Frieden i zu erzählen und von den geschichtlichen Verdiensten zu sprechen, die der Jubilar sich um chia sudetendeutsche Arbeiterschaft erworbeir hat: Kaufmann ist seit seinem 17. Lcbensjahti bereits Sozialist. Er war damals als Eisendreher in Deutschland beschäftigt unh trat-ort dem Deutschen Dketallarbeiterverband bei. Seit 1895 war er Mitglied des österreichischen, Me- tallarbeiterverbandes und als Arbeiter in öer Lokomotivenfabrik in Wien beschäftigt. Durch, sein» Tätigkeit in den Gewerkschaften war' seines Bleibens in den einzelnen Orten nicht lange, er mutzte immer wieder seinen Posten aufacben. Zum Schleiß landete er in Retschitza im früheren Ungarn(heute Rumänien). Von dort würde er ausgewiesen und nach Böhmen abgeschoben. Aber auch in seiner Heimat war er lange Zeit ein rastloser Wanderer. Sein energisches Eintreten für seine Arbeitskollegen zog ihm den Hatz der Unternehmer zu. Desto größer wurde das Vertrauen der Metallarbeiter zu ihm. Er wurde schon in jungen Jahren Vorstand des Landesaktionskomitees des österreichischen Metallavbei- terverbandes in Böhmen. Als solcher'hat er'dio großen Lohnbewegungen in Neudek und Rothau sowie einen vierzig Wochen andauernden Jnstru- mentenmacherstreik'in Grastttz geführt, toelcher Streik ihm u. a. eine Arreststrafe von sechs Wochen eingetragen hat. Wer alle Verfolgungen kennten ihn von seinem Wege nicht abbringen. 1909 wurde er Sekretär seines Gewerfschafts- verbandes und als nach dem Zusammenbruch der Monarchie die sudetendeutschen Metallarbeiter sich selbständig machten, war es keine Frage, daß Franz Kaufmann ihr Führer wurde. Seitdem ist er Obmann des Verbandes, den er geschaffen hat und unermüdlich betreut. Was aber an dieser Stelle besonders gerühmt werden mutz, ist KaufmannsvTreue zur Sozialdemokratie. Ihm hat niemals die gewerkschaftliche Betätigung allein genügt, immer wieder zog es ihn zur Politik. Von 1920 bis 1935 war er Abgeordneter und' auch jetzt übt er als Mitglied des Parteivorstandes auf die Beschlüsse der Partei den ihm gebührenden Einfluß aus. Die Partei weiß, daß sie an ihm einen guten Freund hat. Wir haben nur den einen Wunsch: der'tat- kräftige Führer der sudetendeutschen Metallarbeiter möge für. seine Berufskollegen und darüber hinaus für die gesamten subetendeutschen Arbeiter noch lange ersprießlich wirken und. unserer Bewegung seine große Erfahrung, seine Treue und seine Hingebung zur Verfügung stellen. Berlin mit Eden höchst unzufrieden Berlin. Die Unzufriedenheit mit dm Er- klärumgen des brittschen Außenministers Eden im Unterhaus scheint auf deutscher Sette sehr groß zu sein, weil man offensichtlich von England eine ganz andere Antwort erwartet hatte. Der nationalsozialistische„A n g r i f f" überschreibt seinen Bericht mit der Frage:„Schafft man so Ver- tranen?" und erklärt, nach deutscher Auffassung würden die angeregten Genrralstabsbesprechun- gen präjudiziellen Charakter tragen. Jedenfalls den sie nicht geeignet, das Vertrauen zwischen allen beteiligten Mächten zn erhöhen. Addis Abeba von italienischen Flugzeugen angegriffen Addis Abeba. Samstag früh erschienen über der abessinischen Hauptstadt fünf italienische Flugzeuge, von denen zwei den Flugplatz mit Maschinengewehren beschossen und durch Brandgeschosse ein abessinisches Flugzeug vernichteten. Bomben wurden nicht abgeworfen. Die abessinische Regierung hat gegen die Beschießung der offenen, von Truppen völlig entblößten Stadt beim Völkerbund telegraphisch protestiert«. Seite 4 Sonntag, 3. April 1936 Nr. 82 Schutz der Arbeitslosen vor Exekutionen und Konkursen In bet Sammlung der Gesetze und Verord- nungeji vom 1. April wurde unter Zahl 77 die Regierungsverordnung vom 31. Mär-, d. I. betreffend die Vorkehrungen im Exekutions- und Konkursverfahren gegen Arbeitslose verlautbart. Die Verordnung bezieht sich auf Angelegenheiten, die am 1. April 1936 eingeleitet waren oder in der Zeit bis zum 30. Juni 1938 eingeleitet werden. Auf Antrag des Schuldners oder über amtliche Vollmacht wird auf die Zeit nach dem 30. Juni 1938 vertagt: Der Verkauf 1. von beweglichen und unbeweglichen Sachen, welche zu den Lebenserforderniffen des Arbeitslosen und jener Personen gehören, die eipen-gesetzlichen Ernährungsanspruch besitzen; 2. von beweglichen Sachen, deren Verlust für die genannten Personen einen besonders schweren Nachteil bedeuten würde. Anträge des Gläubigers auf Verhängung des Konkurses werden in dem angeführten Zeitraum <1. April 1936 bis 30. Juni 1938) auf Antrag des Schuldners bis nach dem 30. Juni 1938 vertagt. Ausnahmen von dieser Bestimmung setzt die Verordnung.bei folgenden Forderungen fest: Forderungen apf Alimentationsgelder und Versicherungsprämien privater Versicherungsanstalten; Forderungen aus der Zeit nach dem 28. Feber 1934, vorausgesetzt, daß es sich nicht um Arbeitslose in den von Mißernten besonders schtver betroffenen Bezirken handelt, in welchen Fällen als Stichtag der 31. Dezember 1935 gilt; Forderungen der öffentlichen Sozialversicherungs- iystjiute, soweit sie die vor dem genannten Stichtag fälligen Versicherungsprämien betreffen; schließlich Forderungen der Angestellten des Schuldners aus dem Urbbitsverhältnis und öffentlichen Steuern, Abgaben, Zöllen und Gebühren. Die Verordnung bezieht sich nicht auf Fälle, in welchen dem Schuldner ein schuldhaftes Verhalten der in.der Verordnung genannten rt nachgewiesen wird. Als arbeitslos gilt, wer in der Zeit nach dem 28. Feder 1931 in der Tauer von drei Atonalen in einer krankenversicherungspflichtigrn Beschäftigung stand und entweder überhaupt keine Beschäftigung hat oder nur beschränkt oder zeitweise arbeitet, obwohl er sich bei der Arbeitsvermittlungsstelle um Beschäftigung beworben hat, und wer kein Eülkouunen besitzt, das zu seiner und zur anständigen Ernährung jener Personen ausrrichea würde, die gegen ihn »inen gesetzlichen Aliurentationsanspruch besitzen. Solchen Arbeitslosen gleichgestellt sind physische Personen, di« in der Zeit nach dem 28. Feber 1931 wenigstens drei Monate laug eine selbständige Er- wetbStätigkeit betrieben haben und welchen»ach der letzten Borfchreibung die Einkommensteuer»der die allgemeine Erweristener von einem Einkommen oder Erwerb unter 15.000 Kö porgrschriebe» wurde, dir ihre ErwerbstatW^f wegen der Wirtschaftsverhält- nisse aufgeben mußten und kein Einkommen besitzen, welches den bereits oben gestaunten Bedingungen entspricht. Die Bestimmungen der Verordnung erstrecken'sich auch auf die Gattin und die Kinder des Arbeitslosen, bzw. Erwerbslosen, die mit ihm im gemeinsamen Haushalt leben und selbst keine« Erwerb»der kein Einkommen haben, das zu ihrer anständigen Ernährung auSreichen würde. Unter bestimmten Voraussetzungen erstreckt sich die Verordnung auch auf Ausländer. « Das landwirtschaftliche Ausgleichsverfahren Gleichzeitig wird die Regierungsverordnung über das landwirtschaftliche Ausgleichsverfahren veröffentlicht, die sich auf Landwirte bis zu 500 Hektar Grundbesitz bezieht, wobei jedoch die Anwendung bei einem Grundbesitz von mehr als 250 Hektar an die Zustimmung der Regierung gebunden ist. Für den Fall eines Ausgleichs setzt die Verordnung vier Kategorien von Schuldnern fest und staffelt danach die Ausgleichsquoten, bzw. deren Zahlung. Bei Grundbesitz bis 30 Hektar beträgt die Quote mindestens 35 Prozent, zahlbar innerhalb sieben Jahren; bei 30 bis 80 Hektar beträgt die Mindest- quore 35 Prozent,, zahlbar in fünf Jahre»; bei.80 bis loO Hektar beträgt die Mindestquoie 40 Prozent, zahlbar in vier Jahren und bei ISO bis 250 Hektar 45 Prozent, zahlbar in drei Jahren. • Zu dieser! Verordnung teilt uns der Zentralverband der Deutschen Kleinbauern und Häusler mit, daß die organisierten Kleinlandwirte noch eine Verständigung des Verbandes erhalten. Es wird jedoch schon jetzt aufmerksam gemacht, daß bei den Bezirksund Kreisverbänden Schuldnerberatungs- strllen errichtet wurden, wo sich die Kleinland- wirte und Häusler beraten lasten können. Der Präsident der Republik empfing am 'Samstag den Außenminister Dr. K r o f t a, weiters den belgischen Gesandten de Thieusies, den französischen Gesandten de L a c r o i x, und den deutsche» Gesandten Dr. E i. s e n l o h r; ferner empfing der Präsident Dr. Lev Sychrava und schließlich den Präsidenten der Landesfinanz- verwalrpng in Karpathorußland Karel Domo- räzek. HodZa auf Erholungsurlaub. Der Vorsitzende der Regierung, Dr. Hodja, hat am Samstag einen kurzen Erholungsurlaub angetreten. Die Leitung«der Regierung während dieses Urlaubes hat der stellvertretende Vorsitzende der Regierung, Eisenbahnminister Rudolf B c chyn.».übernommen. Japans Sehnsucht: Mongolen aller Länder vereinigt euch in meiner Hand! Freie Bahn im Osten— die Friedenshand Deutschlands Hauptmann hlnserlchtet Das Ende eines widerlichen Justiz* Skandals Trento«.(Reuter.) Freitag abends um 8 Uhr amerikanischer Zeit'(2.30 mitteleuropäischer) wurde Hauptmann im Trentoner Gefängnis hingerichtet. Die Verteidiger hatten bis zum Schluß alles aufgeboten, um die Staatsanwaltschaft zu einem erneuten Strafaufschub zu bewegen. 35 Minuten vor dem für die Hinrichtung bestimmten Zeitpunkt gab Gouverneur Hoffinann bekanntz, daß er einen weiteren Strafaufschub ablehne. Der Gouverneur begründete diese Entscheidung mit dem Mangel an entsprechenden gesetzlichen Handhaben. Hauptmann legte vor der HinriKtnsig kein G e st ä n d n i s ab. Er bestieg wortlos den elektrischen Stuhl und wurde sechs Minuten später von den Aerzten als tot erklärt. Der Hinrichtung wohnten 55 Zeugen bei. Einige wurden ohnmächtig. * Frau Hauptniann hatte gegen Paul Wendel die Klage eingebracht, in der sie ihn der Entführung des Kindes- Lindberghs beschuldigt. Während des letzten Gespräches mit dem Staatsanwalt Wilentz war Gouverneur Hoffmann bestrebt, ihn zu veranlassen, seinen Standpunkt hinsichtlich eures neuen Aufschubes der Hinrichtung zu ändern. Nach dem Gespräche mit Wilentz ließ Gouverneur Hoffmann mitteilen, daß ein weiterer Aufschub nicht bewilligt worden hei, da die Behörden der Grafschaft Mercer es ablehnten, Wendel den Behörden der Grafschaft Humtington auszuliefern und zwar unter dem Vorwand; daß die gegen ihn erhobene Anklage vor den Geschworenen der Grafschaft Mercer bisher nicht aufgehoben wurde und Staatsanwalt Hauck der Grafschaft Humtington es abgelehnt habe, den Fall Wendel den Geschworenen seiner Grafschaft, vorzulegen» bevor das Gericht in Mercer die Untersuchung abgeschloffen hat Zusammenschluß der beim„Phönix" Versicherten. Dr. Hubert Korkisch, Dozent für Versicherungsrecht an der Deutschen Technik(Prag, Postamt 8, Postfach) ersucht uns mitzuteilen, er fordere die Versicherten des„Phönix" auf, ihm Name, Beruf und Adresse mitzuteilen. Es handelt sich darum, daß die Versicherten der genannten Anstalt ihre Interessen wahren. Das Eisenbahnministerium nimmt eine größere Zahl von Bauingenieuren des konstruktiven und Verkehrsdienstes im Vertrags- oder Aspirantenverhältnis auf; ausnahmsweise und nur in einem beschränkten Ausmaße könnte auch auf Bewerber des wasserwirtschaftlichen und Kulturdienstes Rücksicht genommen werden. Die Gesuche nimmt das Eisenbahnministerium entgegen. Häuser-Ausverkauf in Königgräv. In KL- niggrätz sind derzeit nicht weniger als 170 neue Häuser zu verkaufen. Ferner sind 80 leere Wohnungen erhältlich und demnächst werden 60 weitere Mietobjekte frei. Schließlich werden in der heurigen Bausaison 60 neue Privathäuser kollau- diert werden, die 60 Neuwohnungen beinhalten. Unfriedliche Friedhöfe sind im Dritten Reich die Begräbnisstätten der Judengemeinden. Kürzlich erst hier Eingctroffene, die das selbst erlebt haben, berichten: Es war Sonntag vormittags. Wir besuchten die Gräber unserer verstorbenen Verwandten auf dem jüdischen Friedhof in Ber- lin-Weitzensee. Biele Trauergäste waren außer uns da, alle in stillem Gedenken vor einzelnen Gtäberfl, oder von, einem zum anderen gehend. Plötzlich— Marschtritte von der vorüberführenden Straßc: ZA. Und wie sie am Friedhof sind, beginnest sie im S p r e ch ch o r:„S t e l I t d i c Das neidische Ungarn; Was die mit St. Germain gemacht haben, können wir mit Trianon auch Juden an die Wand" und wiederholen das immer wieder bis sie außer Seh- und Hörweite sind. Auch das sonst kaum mehr gehörte Hitlcr- lied„Wenns Judenblut vom Messer spritzt", denn jehts nochmals so jut" wird immer wieder beim Borüberkommen an jüdischen Synagogen und Friedhöfen angestimmt».besonders wenn gerade Besucher zu blicken sind. Das gleiche wird uns auch aus anderen deutschen Städten berichtet. Wern Stretz, welche aus Eifersucht ihren Arbeitgeber und Liebhaber, den deutschen Arzt Friedrich Gebbart ermordet hat, wurde von den New Iorker Geschworenen freigesprochen. Ein Toter landet mit dem Fallschirm. Bei einem Zusammenstoß zwischen zwei Militär- Uebungsflugzeugen auf dem englischen Flugplatz in Grantham, bei dem die Führer beider Flugzeuge das Leben verloren, ereignete sich der ungewöhnliche Fall, daß einer der beiden Toten mit dem Fallschirm landete. Man nimmt an, daß sich bei dem Zusammenstoß die Reitz-Schnur des Fallschirmes geöffnet hatte. Ein gutes Alibi. Edgar Wallace hätte sich nicht ein genialeres Alibi ausdenken können, wie der vielfach wegen Diebstahl vorbestrafte Joseph Carrier. Dieser geriet in den Verdacht, an einem Bankraub, der Ende vorigen Jahres am hellichten Tage verübt worden war, beteiligt gewesen zu sein. Aber er konnte darauf Hinweisen, datz er an dem gleichen Tage vor Gericht stand, und zwar wegen eines Diebstahls, den man ihm ebenso wenig nachweisen konnte. Er wurde seinerzeit freigesprochen. Trotzdem hielt die Polizei ein wachsames Auge auf chn. Die Ueberzeugung, -daß er an dem Bankraub teilgenommen hatte, verdichtete sich immer mehr, und man zerbrach sich den Kopf, wo das Loch in diesem amtlichen Alibi zu finden sei. Dabei war des Rätsels Lösung autzerordentlich einfach: die Verhandlungen wurden nämlich in der geheiligten Mittagszeit von 12 bis 2 unterbrochen. Carrier, der nicht in Haft war, benutzte diese Zeit, um sich im Auto zu feinen Komplicen zu begeben. Pünktlich%1 wurde die Bank beraubt. Eine halbe Stunde später war der Raub verteilt; und Carrier hatte sogar die Frechheit, die geraubten Banknoten mit in den Gerichtssaal zu bringen. Pünktlich um zwei saß er auf der Anklagebank. Das Jubiläum der Kartoffel. Die Kartoffel feiert in diesem Jahre ihr 450jähriges europäisches Jubiläum. Wie man weitz, ist sie 1586 durch zwei Engländer aus Peru eingeführt worden. Wer erst 200 Jahre später ist sie Volksnahrungsmittel zuerst in Frankreich geworden. Nach Jahren der Mißernte hat Parmentier mit grotzem propagandistischen Geschick die Kartoffel populär gemacht. Der König selbst hat sich für die;e Propaganda eingesetzt. Er erschien eines Tages bei einem Empfang in Versailles mit einer Kaistoffel im Knopfloch. Dieses seltsante Bukett aus Knollen und Blättern ist viel bestaunt worden, und der französische Mel hielt es für seine Pflicht, nunmehr Kartoffeln zu essen. Parmentier war stolz und glücklich über dlli Erfolg seiner Propaganda. Noch vor seinem Tode hat er das Lob der Kartoffel den nachfolgenden Generationen ans Herz gelegt. Die Angen der„Queen Mary". Immer neue Details werden über das Wunderwerk des neuen Ozeanriesen„Queen Mary" bekannt. Das Schiff ist nach dem letzten Stand der Technik auch gegen unbefugte Besucher und blinde Paffagiere gesichert worden. An allen Zugängen sind Selen-Zellen ausgestellt, die künstlichen Augen der„Queen Mary". Sie registrieren automatisch jeden, der an ihnen vorüberkommt, so daß man durch bloße Addition in jedem beliebigen Augenblick genau feststellen kann, wieviel Personen sich auf dem Schiff, befinden. Sollte die Zahl dann nicht mit der Kontrollzahl übereinstinunen, so kann man mit der Suche nach dem blinden Passagier beginnen, bevor das Schiff ausfährt, und ihn auf diese Weise wieder loswerden. Die drei Musketiere. Auf einer Londoner Bühne wird zurzeit die Revue„Drei Musketiere" nach dem berühmten Roman von Dumas gespielt. Bis jetzt hat cS bei jeder Aufführung Zwischenfälle gegeben. denn di« Schauspieler entwickeln einen Eifer, der sie ernstlich gefährdet. Man weiß, daß die drei Helden rauf- und kampflustige Gesellen sind, die in viele Händel verstrickt werden und sich am laufenden Band duellieren. Nun fechten sie auf der Bühne mit solcher Leidenschaft, daß jedesmal der zu besiegende Gegner tatsächlich mehr oder minder verletzt wird, obwohl die Reviere stumpf sind. Man hat hinter der Bühne jetzt ein richtiggehendes Lazarett einrichten müssen, in dem zwei Aerzte die wackeren Helden verbinden. Denn die Direktion steht auf dem Standpunkt, daß dieser übertriebene„Realismus" den großen Erfolg der Inszenierung ausmacht. Neber Ischl und dem übrigen Salzkammergut ging Freitag abends das erste Frühlingsgewitter nieder, das in Rotzbach und Weilbach mit einem Wolkenbruch verbunden war. Zwei Anwesen wurden durch Blitzschläge in Brand gesetzt und brannten bis auf die Grundmauern nieder. Das Wetter bleibt unbeständig. Aus einem Druckhoch, welche? über dem Nordteil des Ozeans verharrt, strömt andauernd kalte Luft dem Festland zu. Im Süd- und Südoftteil des Binnenlandes herrscht jedoch noch immer warmes Wetter. Samstag nachmittags hatte Bukarest plus 23 Grad, Prag nur 7 Grad. In der Nähe der Wärmegrenze fällt in unseren Gegenden zeitweise Regen, auf den Kämmen der nöMichen Grenzgebirge schneit es. Eine dauerhafte Besserung kann noch nicht erwartet werden, da mit dem Nordweftwind über Skandinavien hinweg Druckstörungen fortschreiten, deren Einfluß auch bei uns zur Geltung kommen dürste.— Wahrscheinliches Wetter von h e u t e: Abnahme der Niederschlagsneigung, aber noch unbeständig und ziemlich stark bewölkt. Kühl.— Wetteraussichten für Montag: Andauern des kühlen Wetters. Nordwestwind. Vom Rundfunk •mptahtanswartas«na«tau ProflHMMMai Montag Prag: Sender L.: 10.05 Deutsche Presse. 12.10 Schallplatten. 12.35 Populäres Schallplattenkonzert. 17.40 Klavierkonzert. 18.10 Deutsche Sendung: Re- dasteur Benda: Wirtschaftliches Relief. 18.20 Konzert des Jugendorchesters der deutschen Staatsfachschule für Musikinstrumente. 19.10 Schallplatten. 19.15 Englisch für Anfänger. 20.00 Wie die Jugend spielt und singt. 22.20 Russisch für Fortgeschrittene. — Sender St.: 14.20 Deutsche Sendung: Dr. Swoboda: Die Opernouvertüre. 14.50 Deutsche Presse. 18.10 Orchesterkonzert. 19.10 Violinkonzert.— Brünn: 17.40 Deutsche Sendung: Dr. Kocaurek: Erste Hilfe. 18.20 Wir laufen heuer in Karpatho- rutzland Ski. 20.00 Violoncellokonzert.— Preß- bürg: 20.00 Unterhaltungsmusik.—Kascha»: 16.10 Rundfunkorchesterkonzert. 17.15 Zigeunermusik.— Mähr.-Ostra^: 18.10 Deutsche Sendung: Arbeiterfunk: Brodkorb: Soziale Stellung der Landbevölkerung.. Dienstag Prag, Sender L.: 10.05: Deutsche Presse. 11.00: Deutscher Schulfunk. 12.10:, Schallplatten, 15.00: Schallplatten. 17.20: Spanische Musik. 18.10: Deutsche Sendung: Das Bild als Lehrbehelf, 18.25: Kreische liest eigene Gedichte. 18.45: Deutsche Presse. 19.10: Volkslieder. 20.20: Max Brod: Lord Byron, Spiel in'sechs Akten.— Sender S.: 7.30: Leichte Musik. 14.15: Deutsche Sendung: Kinderstunde. 14.40: Schallplatten. 18.00: Schrammellon« zert.— Brünn: 17.40: Deutsche Sendung: Arbeiterfunk: Soziale Informationen, Schmidt, Revolutionäre aufder Flucht. 19.40: Volkskonzert. Ein neues Kriegsdenkmal in Frankreich Dieses Denkmal wurde in Pointe de Grave bei Verdon(Bordeaux) zur Erinnerung an die Landung der ersten amerikanischen Truppen während des Weltkrieges errichtet und wird in Kürze durch General Pershing eingeweiht werden« Nr 82 Sonntag, 3. April 1936 j. Leite 5 Eine Denkschrift der SASi gegen die Berliner Olympiade (R. F.) Die Sozialistische ArLeiter-Spork- Jnternationale hat vor kurzem eine Denkschrift veröffentlicht, worin fie Zitate aus verschiedenen Büchern anführt, die das wirkliche Wesen der nationalsozialistischen Sportauffassung beleuchten. Der Geist, den diese Auffassungen verraten, steht in einem solchen Gegensatz zum ursprüng- lichen Sinn der Olympiade, daß schon der Hinweis auf diesen Gegensatz allein genügen sollte. Um rein vom Standpunkt des Olympiadegedan- kcns aus Berlin als Ort einer solchen Veranstaltung unmöglich erscheinen zu lasten. Die Denkschrift beruft sich vor allem auf die »Deutschkunde über Volk, Staat, Leibesübungen". Es handelt sich um eine offizielle Veröffentlichung des deutschen Olympiadekreises, und es ist jedem deutschen Sportler zur Pflicht gemacht worden, dieses Buch zu lesen. Es ist darin vor allem von„weltanschaulichen Inhalt" des deutschen Sports die Rede. Wie dieser„weltanschauliche Inhalt" aus- sieht, zeigen u. a. folgende Stellen:„Rein, nicht nur unsittlich und undurchführbar, sondern geradezu zerstörerisch ist dieser Menschheitsgedanke, der sich auf das ganze Menschengeschlecht ausdehnt." Eine Weltmoral(sogenannte Kultur) gibt es nicht. Sie ist nicht möglich und soll auch nicht sein. Der Handel, die Mode, das Gewerbe, der Verkehr, das Wirtschaftsleben ist bei den verschiedenen Völkern gleichartig. Aber daraus ergibt sich keine Weltmoral, keine Charaktergemeinschaft, die die völkischen Eigenheiten überwinden könnte." Daraus folgert das Buch, daß«der Kampf, d. h. der Krieg, der Vater aller Dinge ist". Es folgert Wester, daß„von Zest zu Zeit auch der bewaffnete Kampf notwendig ist, damst wir den Volkscharakter bewahren und retten". Darum „sind die Leibesübungen das geeignete Mittel, die kämpferischen Eigenschaften zu erhöhen, und daher sind das Turnen und der Sport die Vorschule der Leibesübungen und des in den Dienst des Staates gestellten politischen Willens. Unpolittsche, sogenannte neutrale Turner und Sportler sind im Staate Hitlers unvorstellbar." Und schließlich erklärt das Buch, nachdem die Juden, die romanischen Völker und überhaupt alles, was nicht im Sinne Hitlers„deutsch" ist, aus dem Sport ausgeschlossen worden sind:„Das neue Deutschland hat eine politische Körperkultur geschaffen, die nicht- zu tun hat mit dem von der „westlichen Weltkültur" abhängigen Sport. Sie ist die Kraftprobe dafür, wen« die Sache ernst wird, wenn wir mit dem bösen Schicksal und mit dem Feind für daö Weiter bestehen unseres Volkes kämpfen müssen." Dies dürfte genügen, um daS zu beweisen, was die SASI in ihrer Denkschrift feststellt: daß es der Sinn der Olympiade verbietet, in einem Lande, wo ein solcher Geist gezüchtet wird,«ine Veranstaltung abzuhalten, die als Mittel zur gegenseitigen Annäherung und zum friedlichen Wettkampf der Völker gedacht ist. Das ist nicht nur die Meinung der Sozialistischen Arbeiter-Sport-Internationale, sondern heute bereits die der offiziellen Sportkreise in Spanien, Frankreich und aller Voraussicht nach in Belgien. Es ist zu hoffen, daß auch die bürgerlichen Sportverbände in der Tschechoslowakei einsehen werden, daß es unverantwortlich ist, einem nazistischen Reklamerummel Staffage zu stehen, deffen'einziger wirklicher Sinn die Vorbereitung eines K r i e g e s ist. Madrid. Der Faschistenführer Primo de Rivera, der erst vor wenigen Tagen zu zwei Wochen strengen Arrest bestraft worden war, ist jetzt wegen unerlaubter Veröffentlichung von Flugblättern, in denen das Programm der spanischen Faschisten erläutert wurde, zu weiteren zwei Monaten Arrest verurteilt worden. Das neue Programm des Komsomol- In der Moskauer„Komsomolskaja Prawda" ist der Entwurf eines neuen Programs des Komsomol veröffentlicht. Danach soll der Komsomol nunmehr keine Parteiorganisation sein, wie bisher, sondern eine parteilose Massenorganisation, die vor allem kulturelle und erzieherische Zwecke verfolgt. Unter anderem wird von den Komsomolzen verlangt, daß sie den Sowjefftaat in seinen Bemühuntzen um die F e- stigung der Familie unterstützen. Als„heilige Pflicht" der jungen Generatton der Sowjetunion wird die Vorberettung zur Verteidigung des Vaterlandes bezeichnet.„Der Kpmsomol erzieht die Jugend im Sinne der Berettschast auf den ersten Ruf der Sowjetregierung, in den Kampf gegen die Feinde des sozialistischen Vaterlandes einzutreten." Jeder Komsomolze müsse beispielgebend in der Beachtung der allerstrengsten Disziplin sein. Er müsse auch den Kampf gegen Bielwisserei und die Oberflächlichkett führen. Der Komsomol werde die Propaganda der Milüärbildung übernehmen und werde danach streben, daß jeder junge Mann und jede junge Frau gut schießen können. Dieser Entwurf ist von der Parteiführung im wesentlichen gebilligt worden und soll nun von dem Kongreß des Komsomols der ESSR, der am 10. April beginnen wird, be- tzättgt werden» 1 Die Heimkehr des Elentherios Veniselos Die Kreter erwarten ihren toten Landsmann IWfewwtecfiaft und, Somlpolttife, Warum Margarine und nicht Butter? Bekanntlich ist der Umfang der Margarineerzeugung stark mnstritten. Die agrarischen Interessenten und die Molkereigenossenschaften sähen es am liebsten, wenn die Margarine erzeugenden Betriebe überhaupt stillgelegt würden. Auf der anderen Seite steht die große Masse der Konsumenten, die stürmisch fordert, daß ihr nicht auch noch dieser Hutterersatz genommen wird. Der Verbrauch an Margarine und Kunstfetten ist in den letzten Jqhren erheblich gesttegen. Worauf ist wohl diese Zunahme zurückzuführen? Es wird Leute geben, die erklären, daß die stark beschränkten Einkommensverhältnisse und der verhältnismäßig hohe Buttcrpreis immer breitere Schichten der Bevölkerung zwingen, auf die Butter zu verzichten und zur billigeren Margarine Zuflucht zu nehmen. Sie wissen sehr Wohl, daß Margarine und Kunstfette* einen geringeren Nährwert als die Butter haben. Aber was nutzt ihnen dieses Wissen, wenn ihnen das Einkommen so gekürzt und der Butterpreis so erhöht wird, daß dieses wertvollere Nahrungsmittel für fie eben unerreichbar ist. Aber da kommen jetzt die Zentralen der Mol klereigensssen schäften und erklären, daß diese Leute sich mit ihrer Auffassung überhaupt im Irrtum bafinden. Die Molkereien beklagen sich darüber, daß die Milch- und Buttermärkte keine Belebung zeigen, sondern der Trinkmilch- und Butterverbrauch nach wie vor gering bleibe. Die Butterlager-Bestände würden immer umfangreicher und es scheint die Gefahr von Verlusten zu drohen, wenn der Absatz nicht gehoben werden kann. Um nicht an eine wirffame Voraussetzung dafür erinnert zu werden, behaupten die Molkereigenossenschaften, die Ursache der Absatzstockung sei nicht die verminderte Kaufkraft der Bevölkerung, sondern das vollständig« Versagen der Margarinekontin- gentierung. Das ist kein übler Witz. Als ob die Leute nur Margarine äßen, weil fie nicht stark genug konttngentiert ist. Das Problem ist viel zu ernst für solche Witze, wie sie sich dieser Zweig der agrarischen Industrie erlaubt. Würde die Margarinekontingentierung noch schärfer durchgeführt, also die Erzeugung weiter eingeschränkt werden, so wird die Folge nicht eine Steigerung des Butterverbrauches sein, sondern die Bevölkerung wird dann in ihrer Mehrheit das Brot, soweit sie dieses noch bezahlen kann, buchstäblich trocken genießen müssen, weil ihr damit auch noch der Butterersatz entzogen wird. Wohl aber kann der Butterverbrauch sofort gehoben werden, wenn die Preise ermäßigt und der Arbeiterschaft wieder Löhne eingeräumt werden, wie sie fie vor dem Ausbruch der Wirtschaftskrise bezogen hat. Oesterreich-Tschechoslowake! Der neue Handelsvertrag ein Mittel der wirtschaftlichen Annäherung Durch den Abschluß und der am Donnerstag erfolgten Unterzeichnung des Handelsvertrages mit Oesterreich sind jahrelange handelspolitische Spannungen beseiügt worden, die gelegentlich die Schärfe eines Handelskrieges angenommen hatten. Es waren die tiefgehenden Wirkungen der Wirtschaftskrise und mancher durch sie veranlaßten handelspolittschen Maßnahmen, die die Handelsbeziehungen zwischen Oesterreich und der Tschechoslowakei in den vergangenen Jahren immer schwieriger gestatteten. Den durch die wirtschaftttche und die handelspolitische Entwicklung hervorgerufenen Veränderungen vermochte die Regelung des gegenseitigen Außenhandels, wie sie durch den im Jänner 1922 in Kraft getretenen Handelsvertrag mit Meistbegünstigungsklausel erfolgt war, nicht mehr gerecht zu werden. Ein nachträglicher Zolüarif vom Jahre 1931 brachte Wohl eine Korrektur, nicht aber eine günstige Beeinflussung der Handelsbeziehungen der beiden Staaten. Seither sind besonders in den letzten zwei Jahren, mit kurzen Unterbrechungen fortgesetzt Verhandlungen zum Mschluß eines neuen Handelsvertrages geführt worden, die nun erst jetzt mit Erfolg beendet worden sind. Der neue Vertrag besteht aus drei Teilen: einem Zusatzabkommen zu dem Handels- und dem Zollvertrag, einem Kohlen- und Koksab kommen und einem Reise- abkommen. Die beiden Staaten gewähren einander Zollnachläss e, für einige Waren im Rahmen der Zollkontingente Vorzugszölle. Diese Zollbegünstigungen räumt die Tschechoflowakei für die Einfuhr folgender Waren aus Oesterreich ein: wollene Wirkwaren, Konfektion, Papier und Papierwaren, Linoleum, Häute, Lederwaren, Möbel, für einzelne Gußstahlerzeug- nisse, Beleuchtungskörper, Apparate, Werkzeuge, Waren aus unedlen Metallen, Wasserturbinen und elektrischen Maschinen. Oesterreich gewährt dafür der Tschechoslowakei u. a. Vorzugszölle für: Gerste, Hafer, Brimse, Kraut, für einige Erzeugnisse der Textilindustrie und der Konfektion, für verschiedene Glaswaren, Kurbelwellen, Metallknöpfe» Kunstdünger usw. Durch das Kohlen- und Koksabkommen wird die Ausfuhr dieser Produkte in dem bisherigen Umfang gesichert. Das Reiseabkommen bringt Richtlinien, über eine engere Zusammenarbeit zur Förderung des gegenseittgen Fremdenverkehrs. Der Vertrag tritt am 1. Juli in Kraft. Er ist auf ein Jahr befristet, läuft jedoch weiter, wenn von der dreimonatigen Kündigung kein Gebrauch gemacht wird. Die damit erreichte Neuregelung fft gegenüber dem bisherigen Zustand zweifellos als Fortschritt zu begrüßen. Wenn er auch keine sprunghafte Aufwärtsbewegung in dem gegenseitigen Außenhandel der beiden Länder auslösen wird, so ist es bei der Bedeutung Oesterreichs für die tschechoslowakische Ausfuhr doch ein Gewinn, wenn Oesterreich die Einfuhr aus unserem Staate nicht durch neue Maßnahmen einzuschränken versucht. Oesterreich, das in der Ausfuhr der Tschechoslowakei in der Nachkriegszeit stets nach Deutschland an zweiter Stelle folgte, ist 1935 von der Schweiz übertroffen worden und damit an die dritte Stelle gerückt. Ueber die Entwicklung des österreichisch-tschechoslowakischen Außenhandels unterrichtet die folgende kurze Tabelle. Es betrug die Einfuhr aus Oesterreich, bzw. die tschechoslowakische Ausfuhr nach Oesterreich(in Millionen Kronen): Im Vergleich zum Jahre 1929 ist demnach die Einfuhr der Tschechoflowakei aus Oesterreich stärker zurückgegangen, als die Ausfuhr nach Oesterreich. Einfuhr Ausfuhr 1924 1243.9 3523.8 1929 1565.3 3074.0 1938 300.1 721.8 1934 324:8 770.1 1935 307.8 754.5 Bon der gesamten Einfuhr in unserem Staate kamen 1929 7.8 Prozent, 1935 4.6 Prozent auS Oesterreich. Dagegen nahm Oesterreich von der gesamten tschechoslowakischen Ausfuhr 1929 15 Prozent, 1935 noch 10.2 Prozent auf. Die Handelsbilanz hat in all den Jahren mit einem erheblichen Ausfuhrüberschuß für die Tschechoslowakei abgeschlossen. 1935 betrug er 446 Millionen Kronen. In der Zahlungsbilanz, die den gesamten Verkehr mit Oesterreich erfaßt, ist das Aktivum erheblich niedriger, weil u. a. durch den Fremdenverkehr die Tschechoslowakei viel größere Zahlungen an Oesterreich zu leisten hat, als umgekehrt» Geburtstagsgeschenk für den Vater Anklage nach dem Radiogesetz (Bom Jugendgericht.) Prag. Das junae. nette Bürschchen, das vor dem Jugendrichter OGR. Dr. Svoboda einigermaßen verängstigt dreinschaute, konnte offenbar nicht recht begreifen, warum ihn di« Staatsanwaltschaft eigem- lich vor das Jugendgericht zitiert hatte, denn einer Schuld war sich der sechzehnjährige Franz nicht bewußt. Er hatte ja nur seinem Vater eine Freude bereiten wollen, indem er ihn mit einem selbstgebauten Radio zum Geburtstag zu überraschen gedachtes Bei einem Onkel, einem Trafikanten, der ganze Haufen aller Zeitschriften liegen hat, in denen der Junge gern zu stöbern pflegt«, grub Franz eines Tages eine uralte Nummer einer Radiozeitschrift aus, in der er den Bauplan eines Kristallempfängers primitivster Konstruttion fand— eines Empfängers. d?r heutzutage einem halbwegs geschulten Radioamateur nur ein mitleidiges Lächeln abnötigen wurde. Franz verstand aber von der Radiotechnik nicht viel und machte sich insgeheim und mit Feuereifer ans Werk. Die Arbeit ging ihm ganz gut von der Hand und eines Tages, knapp vor Vaters Geburtstag, war der Apparat fertig. Als Franz eines Nachmittags allein war. gedachte er sein technisches Kunstwerk der' Generalprobe zu unterziehen. Er schloß den Apparat an die Lichtleitung an. Die Folgen waren überraschend. denn aus dem Apparat ertönte keineswegs liebliche Musik, wie der Junge gehofft hatte, sondern es-'ab einen mächttgen Krach und im ganzen Haus erloschen die Lichter. Die Konstruttion hatte verschiedene Defekte— sehr gefährliche Defekte, denn nach Meinung der Sachversündigen hätte der eingetretene Kurzschluß den Jungen um ein Haar getötet! Dieser Kurzschluß führt« indessen auch zur Aufdeckung der strafrechtlichen Kehrseite der Angelegenheit. Denn Franz hatte Radiobeftandteile bei sich aufbewahrt und gar einen, wenn auch mißglückten. Apparat gebaut, ohne zuvor die vorgeschriebene Anmeldung beim Postamt durchgefübrt zu haben. Ein solches Versäumnis wird nach dem Radiogesetz als Vergehen geahndet Md vom Kreisgericht verfolgt. Franz, als Jugendlicher unter 18 Jahren, kam indessen nur wegen„Verschuldens" vor den Jugendrichter. OGR. Dr. Svoboda als Einzelrichter würdigte den Sachver« hall, der jeden bösen Willen oder Wissen um Ne Strafbarkeit der begangenen Unterlassung ausschloß und erkannte den Jungen zwar des formellen Vergehens schuldig, sah aber von der Verbän« gungeinerStrafeab. rb. Zwei Generale klagen Prag. Vor dem Preffesenat des GR. Dr. B e r- näöek begann gestern die Verhandlung einer interessanten Presseklage. Der bekannte Advokat Dr. W. Boukek veröffentlichte anfangs November in der„P r i t o m n o st" einen Arttkel unter dem Titel „Er„nimmt" mit Händen und Füßen — und wird befördert". In diesem Artikel wurde in scharfer Art gerügt, daß beim Verteidigungsministerium ein hoher Offizier befördert worden sei. der seinerzeit der Korruption beschuldigt wurde. Obwohl kein Name genannt war und der Titel in der Einzahl gehalten ist, brachten auf Grund dieses Artikel zwei Generale die Ehrenbelei- digungskwge gegen den Autor ein, und zwar der Divisionsgeneral des militärtechnischen Institutes Jng. Franz K o l a i 11 und der General des Jnten- danturdienstes und Vorstand der finanziell-kommerziellen Abteilung des BerteidigungSminifteriums JUDr. Wenzel Suchh, die sich nach dem Inhalt ihrer Klage durch Anführung' gewisser Einzelheiten als hinlänglich bezeichnet erachten, um. ttotz fehlender Namensnennung zur Klage berechtigt zu sein. Die Angelegenheit reicht eigentlich bis ins Jahr 1932 zurück, als die Affäre des Gasmaskenfabnkan- ten Hav lic ek zu einem Strafverfahren führte, in deffen Verlauf dieser gegen die beiden Offiziere schwere Beschuldigungen erhob, die seinerzeit in der Presse kommentiert wurden und Klagen zur Folge hatten. Illn 10. Okwber vorigen Jahres erschien nun im„P r ä v o L i d u" ein Arttkel unter dem Titel „Zweierlei Maß", der ohne Namensnennung eine Glosse zu den Herbstavancements brachte, in welcher an jene Affäre erinnert wurde.. Nach, der Verantwortung Dr. Boukeks schrieb er den inkriminierten Artikel unter dem Eindruck dieser Notiz, nachdem diese durch zehn Tage keine Richttgstelluna erfahren hatte und er sich die Zuverlässigkeit der In« formattonen habe beglaubigen lassen. Dr. Boukek bestritt zunächst die Klagelegiti- marion der beiden Generale, die weder genannt, noch in eindeutiger Weise bezeichnet worden seien. Darüber hinaus brachte der geklagte Autor in längerem Vortrag verschiedene Beweisanträge ein, wornach das Gericht die Verhandlung auf unbestimmte Zeit vertagte. rb. Jetzt mdssen Sie unbedingt Ihre Blumen mn Blumen-Zauberdung ber’eßen, wenn sie schön blühen sollen 1 Paket Kc 5*60 durch die Verwaltung „Frauenwelt“, Prag XU., Fochova tt. 62, und bei allen Kolporteuren erhältlich Seile 6 „Sozialdemokrat" Sonntag 5. April 1936. Nr. 82 Heute halt 3 Uhr:„Freischütz", Arbeitervorstellung. Karten an der Theaterkasse. An Stanislav Feikl, den vor 8 Jahren verstorbenen Prager Maler, erinnert eine Ausstellung seiner Bilder im Kunstsalon Topik. Es find in der Mehrzahl Landschaften kleineren und mittleren Formats, recht unpersönlich gesehen, doch mit spürbarer Hingabe an das naturalistische Detail gemalte„Ansichten" aus heimischen Gebieten, aus dem Jser« und Riesengebirge vorwiegend. Hügelige Ferne, blau über blühenden Wiesen im Vordergrund ist ein oft wiedertehrendes Motiv. Burghof-Interieurs aus Strakonitz sind in mehreren Variationen vertreten. Unter den Prager Stadtbildern lenkt das„Annen- kloster" in wirkungsvollem Gegenlicht am stärksten die Blicke auf sich; es reiht sich der grasten Zahl Alrprager Stadtbildern ein, wie sie in farbigen Re- produkrionen von den Fremden gern in alle Welt verschick! werden und dort den Ruhm des malerischen Prag verkünden. ld. Wschenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Heute, Sonntag, halb 3 Uhr:„Der Freischütz", Arbeitervorftellung; 7>/z:„P i n g- P o n g", Abonn. aufgehoben. Gastspiel des Theaters in der Josefstadt.— Montag 6>/r:„CollegeCramp, t o n", Theatergemeinde d. Jugend, Abonn. aufgehoben.— Dienstag 7'/2:„D a s Mädchen aus dem goldenen Westen", AI.«— Mittwoch 8:„D i e Zauberflöte", anläßlich des Internationalen Kongresses für Musikerzie- bung. Bl.— Donnerstag 7>/r:„Ein Kind klagt a n". C 1.— Freitag: geschlossen.— Samstag 8:„N n e n t s ch u l d i g t e S tund e", A 2.— Sonntag 2>/r: ,^i i e b e ist nicht so e i n f a ch"; 7^4:„B 0 c c a c c i 0", B 1. Wochenspielplan der Kleine» Bühne. Heute, Sonntag, nachmittag- 3 Uhr:„C 0 l l eg e C r a m p t 0 n"; 8: ch und mein klei, n e r Bruder".— Montag 8:„Kameraden", volkstümliche Vorstellung.— Dienstag 8: „J,ch und mein kleiner Bruder". — Mittwoch 8: Dr. med. Hiob Prätorius", Bankbeamte II und freier Verkauf.— Donnerstag 8: ch und mein kleiner Bruder", Kulturverband und freier Verkauf.— Freitag: geschlossen.— Sams rag 3:„D r. med. Hiob Prätoriu s"; 7j^:.„M ordprozeß Falkner". Trager Altung Frau Spitz wahnsinnig. In der gestern gemeldeten Vergiftungsaffäre des Arztes Dr. Spitz in Smichow wurde gestern morgens der Versuch gemacht. Frqu Spitz im allgemeinen Krankenhaus zu verhören, doch konnte sie nicht dazu gebracht werden, auf die ihr gestellten Fragen.zu antworten. Nachmittags wurde sie abermals verhört, und da fie nur unzusammenhängend r e d e t e. von einer Kommission von Gerichtssachverständigen untersucht, die feststellten, daß fie geisteskrank sei. Sie wird in den nächsten Tagen in die Anstalt für Geisteskranke in Beleslavin überführt werden. Ihr Sohn ist vollkommen wiedcrhergestellt. Diebsjagd auf der Moldau. Am 28. v. M. war dem Rudolf T 0 n d r aus Smichov ein Motorrad im Werte von 4000 flö gestohlen worden. Kurz nachher bemerkte ein Polizist in der. Hafengasse in Lieben «inen verdächtigen jungen Menschen, der mit einem Motorrad unauffällig zum Hafen zu gelangen versuchte. Ter Schutzmann folgte.ihm, aber der Unbekannte warf plötzlich das Motorrad zur Seite, warf den Rock ab und sprang oder rutschte vielmehr über das Geländer in die Moldau hinunter. Während der Polizist ihm mit einem Kahn zu folgen versuchte, durchschwamm er den Mold au arm und versteckte sich in der Dunkelheit in den Sandkähnen. Das Motorrad wurde auf die Polizeiwachstube gebracht und dem Eigentümer zurückgeftellt; nach den im weggeworfenen Rock gefundenen Dokumenten auf den Namen Leopold Kkiss aus Lhotka bei Branik, gelang es gestern den Täter zu ermitteln und zu verhaften.. Er behauptete zwar, Miroslav Vendl zu heißen und wies sich' mit Dokumenten auf diesen Namen aus; doch wurde sestgestellt, daß er diese Dokumente zugleich mir einem Auto gestohlen hatte, das er dann im vorigen Herbst auf einer Straße bei Krc hatte stehen lassen. Das bestohlene Eisenbahnärar. In den letzten Monaten erlitt das tschechoflowakisch« Eisenbahnärar durch Diebstähle einen Schaden von über 20.000 KL indem. hauptsächlich Stoffballen, Textilwaren, Eßwaren, Gewürze etc. kistenweise aus den Transportautos, der Bahn geswhlen wurden. Dieser Tage gelang es, eine zehngliedrige Diebsbande zu verhaften, denen die betreffenden Diebstähle nachgetoiesen loer- den konnten. Soweit die Waren an dritte Personen verkauft worden sind, sind sie bereits beschlagnahmt. Die Namen der Verhafteten werden im Interesse der weiteren Untersuchung noch nicht bekanntgegeben. da die gleiche Bande auch einer Reihe von Einbrüchen in Auslagsfenster und Werkstätten dringend verdächtig ist. ' Freie Schule für politische Wissenschaften. Die Einschreibungen für das Frühjahrstrimester im ordentlichen. Termin endet am 6. April. Regelmäßige Vorträge ab Montags den 20. April. Einzelheiten in: Studienprogramm. Tie Abfahrt deS Sonderznges in die Hohe Tatra findet am 7.. April von Prag, Wilsonbahn- bof, um 21 Uhr statt. Fahrkartenausgabe Montag von, 14 bis 17 Uhr und Dienstag von 8 bis 12 Ubr im Basar neben den; Wilsonbahnhof, Tel. 383-35, Anmelduygen für noch in sehr beschränkter Zahl übrigen Plätze werden ebenda eingenommen. Bei Gehirn-, Rückenmarks, und Nervenleiden wird die Darmverrichtung durch Gebrauch des natürlichen„Franz-J»sef"-Bitterwaffers schon nach wenigen Tagen gebessert-und die Magenverdauung und der Stoffwechsclprozeß wirksamst unterstützt. 3148—13 Kunst und Msseir Der Kongreß für musikalische Erziehung Gestern nachmittags wurde im Sitzungssaale des Parlamentes der Erste internationale Kongreß für musikalische Erziehung unter dem Vorsitze des Außenministers Dr. K r 0 f t a feierlich eröffnet. Der Minister, von jeher Freund und Förderer der Kunst und. insbesondere der Musik, hob in feiner Begrüßungsansprache die Bedeutung des Kongresses hervor. der den Fragen der Musikerziehung der Kinder, der Jugendlichen und der Erwachsenen, der Pfleg« uttd Entfaltung der Musikalität überhauvt und ihrem! Einfluß auf das gesamte kulturelle Leben gewidmet ist. Es" sei klar, sagte der Minister unter anderem, daß dieser, Kongreß in eine Zeit ernster Ereignisse sall«, die. eine Gefahr für die Menschheit darstellen; um so mehr' sei die Musik als Herzensstärkung in dem Labyrinth der politischen Welt zu pflegen.. Nach den nun folgenden Ansprachen des Unter- richisministers Dr. Franke, ferner Dr. ll r b a- Neks(als Vertreters der Stadt Prcm) und des Akademie-Rektors Fo erst er namens der tschecho- slowafischen Komponisten und Musiker hielt Univer- sirätsvrofessor ZdenLt N e j e d l h einen sehr interessanten'Vortrag über die Aufgaben und Ziele der Musikerziehung. Von der Erkenntnis ausgehend, daß die Musik di« vielleicht, mächtigste aller Künste ist. eine seelisch und sozial große Kraft, von deren Bedeutung schon das junge Christentum, ja sogar schon die Alltike erfüllt war, begründete er das Streben der modernen Musikerzieher, Verständnis und Liebe für die Musfl in' allen Menschen"von frühester Kindheit an. zu wecken und durch das ganze Leben zu erhalten. Die Methoden der musikalischen Erziehung»küssen geändert werden; der Unterricht muß aus einem individuellen und professionellen in'einen kollek- ii.be n, verwandelt werden. Profe'lor Nejidly fand weiter, schöne, gefühlsbetonte Worte zur Bedeutung der Musik und der musikalischen Erziehung für die Erziehung zur Menschlichkeit, zur Demo- k r a t'i e, zur Völker Versöhnung und zum Friedensgedanken. Es kamen dann der Reihe nach die Repräsentanten'der verschiedenen auf dem Kongreß vertretenen (insgesamt zehn) fremden Staaten und Nationen in kurzen Ansprachen zu Wort. Bemerkenswert, daß die faschistischen Staaten fast durchaus fehlten: insbesondere die Abwesenheit von Vertretern aus dem Dritten Reich fiel uns angenehm auf. Unter- den Sprechern heimischer Körperschaften befanden sich deutscherseits Eduard P r 0 k s ch für den Deutschen Lehrerbund und der Rektor der Deutschen Universität Dr. Hilgenreiner. An dem Kongreß nebmen 200 ausländische und 400 inländisch? Besucher, ferner 250 Kinder aus dem Auslande, 400 tschechoslowakische Landkinder, 16 ausländische Regierungsdelegierte und 15 ausländische Journalisten teil. Die feierliche Sitzung, die sehr schön durch einen Schülerinnenchor der Prager Städtischen Fachschule für weibliche Berufe mit Foersters.Trikolora" eingeleitet worden war. fand ihren würdigen Abschluß mit desselben Komponisten„Hymnus", vorgetragen von der Sängervcreinigung der Prager Lehrer, und mit der Staatshymne. Am Vormittag hatten die Kongreßteilnehmer die Internationale A u s st e l l u n g für musikalische Erziehung(in der Spiegelkapelle des Klementinums) besucht. eine liebe kleine Revue In der Kleinen Bühne Man kann jahrzehntlang dem Leben lauschen, ohne einmal mit eigenen Augen zu sehen, daß ein Mädel sich scheinbar in«inen Niann verwandelt, um sich den Weg zum Herzen eines wirklichen Mannes zu bahnen. Aber im Theater'„erlebt" man das, wenn man es häufig besucht, gewöhnlich, mehrmals in jeder Spielzeit. Und merkwürdigerweise, weil üben Theater seine Gesetze hat, findet man das immer wieder nicht nur interessant, sondern auch gar nicht unnatürlich. Ja, in dieser Welt des Scheins wird alles ganz besonders lebendig, wenn ein Mädel einen Nkann spielt und—, wenn das so luftig mrd liebenswert geschieht wie in der Operettenrevue, die gestern in der ffteinen Bühne ihre Premiere erlebte.„Ich und mein kleiner Bruder" heißt das nette Stück, Szilagyi sein einfallsreicher Autor, Kollo der geschickte Erzeuger der Gesangstexte und E i s e m a n n der Autor der harmlos-hübschen Musik. Die Handlung rft durchaus amüsant und witzig und die Regie G e l l n e r s, der sich darauf versteht, noch das Stumpfsinnige sinnig und das Läppische lustig zu gestalten, war iu der Besetzung"so glücklich, im Tempo so flott(wie P i p e r g.e r reizend mit seinen Bildern), daß alle Voraussetzungen für ein« ausgezeichnete Aufführung gegeben waren. Und nun kommt dazu, daß auch die Darstellung durchgängig famos ist. Vor allem brilliert Ltsl Mach einer, in der Hosenrolle, durch Jugend, Schönheit. Anmut ynd Humor und bietet so, ohne Stimme zu haben und lchne fingen zu können, eine der besten Soubrettenleistungen unserer Bühne in letzter Zeit, lind neben ihr Hecken wir in Emmy Carpenticr. die drastisch sekundierte, eine ausgezeichnet« liebderbe Lustspielsoubrette. Padlesak spielt'forsch und elegant und dabei mit echten HerzenStönen den Kavalier, Dörner und Dudek sind urkomisch, Herr Stanescu erweist sich als guter gefälliger Sänger für das kleine Haus. Stadler stellt eine gut gesehene Episode, Schmerzenreich und Evi P a n z n e r und alle anderen tun vergnügt und verdienstvoll mit-— den nichtigen Dirigenten Herbert P 0- p e r nicht zu vergessen. Drei Stunden lang ist das Publikum guter Dinge und vergißt seine Sorgen; lacht herzlich, sogar über sonst wenig geschätzte Eindeutigkeiten. Die Prägest deutschen Theaterbesucher'würden nicht uns, sondern sich selber blamieren, wenn sie(Geld vorausgesetzt) nicht für sehr viele Wiederholungen sorgten. L. G. „Chirurg Platon Kreischet? von Alcrander Korne jtschuk. Die tschechische Erstaufführung des in Rußland, mit Erfolg gespielten Schauspiels, im Ständetheater, sollte uns mit der neuen dramatischen Kunst Rußlands bekanntmachen, sucht den Beweis zu erbringen, daß die Abkehr von der revolutionär tendenziösen Kunst und die Auseinandersetzung mir dem Gedanken der konstruktiven Aufbauarbeit der Entwickelungsstufe der neuen Gesellschaft enffpricht. Der Chirurg Plawn Jvanowiffch Kreischet steht im Mittelpunkt eines ländlichen Krankenhauses, ist ein von seiner wissenschaftlichen Arbeit und dem Willen, den Gesundheitszustand des Volkes zu heben, besessener Mensch. Er wagt sich an komplizierte Operationen, um den Tod zu bannen, dabei uwbesorgt um die eigene Gesundheit. Seinen Eifer hindern Menschen, die die Revolution als tüchtige politische Agitatoren auf Posten setzte, für die jhneu Verständnis»md spezielle Kenntnisse fehlen,— mit Ausnahme des Vorsitzenden des Ortssowjets Bereit. Als einige der schweren Operationen Platon Kreffchets mit dem Tod« der Patienten enden, und als auch der Vater seiner Geliebten(die ihn, obwohl er ihr Projekt eines neuen Krankenhauses verwarf, dem Direktor des Krankenhauses vorzieht), an Herzschwäche nach der Operation stirbt, wird der Arzt Zielpunkt offener Anfeindungen. Er erleidet: einen NervetHusammenbruch, nachdem er noch einen Sowjetkommissär durch eine gefährliche und fast aussichtslos« Operation gerettet hatte. Nach seiner Genesung kommt die Rehabilitterung, die Auszeichnung, und auch das menschliche Glück, da er mit der Geliebten nach Westeuropa zu Studienzwecken reisen kann. Trotz einiger sentimentaler Austritte, verliert-das Stück nie den Zusammenhang mit der Revolution in ernsten und ein wenig öratorischcn Szenen, aber auch in dem gesunden Humor, mit dem die verschiedenen Auswüchse der neuen Ordnung ironisiert werden. Zu dem Erfolg des Abends trugen die Regie Vojra Roväks und. die Leistungen der Darsteller bei, in erster Linie Herr Stepänek als Platon.Kreischet, Herr Vydra als Berest, Frau Be- chynova als kleine Maja, Herr Prucha als der parteilose-. Arzt Büblik." m. mit längerer Praxis, der tschechischen und deutschen Sprache vollkommen mächtig, gesucht. Längere Betätigung auf sozialem oder gewerkschaftlichem Gebiet, bevorzugt. Zuschriften an die Verwaltung„Sozialdemokrat", Prag XII., Fochova tk. 62. DreDstn Im Schatten der Flugzeuge Von einem Fliegerfilm sagen zu können, daß er nicht nach sensationellen Effekten hascht, und von den Liebesszenen in ihm berichten zu können, baß sie nicht im mindesten kitschig find, heißt den Film loben. Und er ist zu loben, dieser Film des < Regisseurs R eis. m 0 n, der einen neuen Schritt auf dem Wege zum neuen russischen Film-Realismus tat. Dieses Realismus hat nicht mehr die hinreißende Gewalt der stummen Revolunonsfilme von einst, er ist kein Realismus der großen Kämpfe mehr, sondern die Darstellung von Allragsmenschen und Alltagswerk. An die Stelle von Tragik und Sieg setzt er Hoffnung und Humor, und wenn ihm das Pathos fehlt, so nähert er sich dafür der Dichtung, die dort beginnt, wo das Pathos aufhört. In diesem Film ist zum Beispiel eine Liebesszene am Krankenbett:, eine beinahe stumme Szene, in der nur ein Blumenstrauß scheu überreicht und der Kranke, noch bevor er viel sagen kann, in den Operationssaal geholt wird,— aber diese Szene ist dichterischer als alle die Filmliebesszenen, in denen Lieder gesungen und Rührungstränen vergossen werden. Tas Szenario dieses Films stammt von demselben Matsch er et, der den»Peter Vinogradov" schuf. Und auch hier wieder sehen wir eine Handlung, die gar nichts Großarttges und Verwickeltes, aber sehr viel Natürliches hat: daß ein tollkühner Flugschüler, der eine Mitschülerin liebt, mit seiner Tollkühnheit Schiffbruch(oder richtiger: Flugzeugbruch) erleidet; daß der Kommandant der Fliegerschule ihn wegen seiner Disziplinlosigkeit rügt, aber ihn vor Verzweiflung rettet; daß die Liebe der Schülerin sich daraufhin dem Kommandanten zuwendet, dessen Werk(ein neues Höhenflugzeug) die beiden Jungen zu Ehren bringt, während der Lehrer-im Krankenhaus liegt—- und daß der Lehrer schließlich nach dem Fernen Osten versetzt wird uyd nichrs als schöne Erinnerungen mit sich nimmt. Man kanst einwenden, daß diese Handlung keinen Schluß hat.' Aber eS scheint in der Absicht des neuen rnssi- schen Film-Realismus zu liegen, keine Schlüsse zu liefern, da ja auch das Leben keinen Schluß kennt, — außer dem Tod, der aber auch nur für den Bettoffenen ein Ende ist. Der Zuschauer eines Films, in dem es sich nicht um die Einzelfigur eines„Helden" handelt, kann am Ende immer ftagen„Und wie geht es weiter?".Im„Peter Vinogradov" gab es deshalb nur einen anekdotischen Schluß, und in diesem' Film hier gibt eS einen aphoristischen: der Fluglehrer, der nach Sachalin versetzt wird, sagt „Auch dort scheint die Sonne— und auch dort ist unsere Sowjetheimat". Woraufhin der Film aber, der nicht pathetisch sein will, noch eine Weile weitergeht und der komischen Figur eines versoffenen Bordmonteurs das letzte Wort gibt. Auch die Darsteller sind nicht paihetisch, sondern in Freude und schmerz zurückhaltend, einfach und natürlich. Sehr eindrucksvoll S tschu kin als Fluglehrer, sehr jugendlich und anmuttg die Melnikova als. Schülerin und frisch wie immer Kowal-Samborski. der schon vom stummen Film her bekannt ist(und auch im Berliner Film tätig wart. Die Flugaufnabmen find zwar nicht so atemraubend sensarionell, wie wir fie vom amerikanischen Film gewöhnt sind. Aber gerade deshalb- wirken sie echt.—eis— VemnsnachrickUn Sonntag, den 19. April, von 3 vis 8 Uhr treffen sich alle Genossen und Genossinnen im großen Radiosaal, Fochova 56, bei der Großen Atus-Akademie unter Mitwirkung der Volkssinggemeinde, der sozialistischen Jugend, der roten Falken und der Restfalken. > Alle bemühen sich,«m den Genossen einen schönen Nachmittag zu bereiten! Regiebeitrag: Erwachsene 5 Kd, Kinder 2 Kd. Karten bei den Vertrauensmännern. Deutsche Bolkssinggemeinde- Prag. Die Gesangsprobe ist diesmal auf Donnerstag verschoben. Frauen um 7 Uhr und Männer um 8 Uhr abends in der Smekkyaafse.— Probenbesuch aller notwendig. Mitteiütngenil«»Urania« Heute 11 Uhr:„F r i e d e r i k e". Jugend- freier Film aus Goethes Leben. .„Unvergeßliche Filme".„Die Trcr-Gro- s ch en- Op e r". Regie: P a b st, Musik: We i II» Text nach Brech t, Besetzungerste r, Neber, Thimig,. Schünzel. Einmalige Vorführung Montag%9 Uhr. Arania-Kino Hans. M 0 s e r in:„Borstadtvariete". (U l l r i ch, Wiemann). Heute 2, 4, 6 und '^9 Uhr. filme in Prager Lichtspielhäusern Urania-Kino:„Vorstadtva riete."— Adria: „Das Wachsfigurenkabinett." A. Farbenfilm.— Alfa:«Der Geheimdiplomat." A.— Avion:»Durch die Wüste." D.— Beranek:»Taras Bulba." H: Baur. Fr.— Feniz:„Tarzan und seine Gefähr- ien." A.— Flora:»Taras Bulba." Fr.— Gau-- niont:„Der Favorit der Zarin." D.—>- Hollywood: »Viktoria." D.— Hvizda:»Blut der Arena." A. — JuliS:„Die unmögliche Frau." D.— Kinema: Journale, Grotesken, Reportagen.— Koruna: Aktualitäten, Journale, Grotesken.— Moton B 36: „Im Schatten der Flugzeuge." Ruff.—Lacerna: „Tarzan und seine Gefährtin." A.—, Metro:»Für ein Weilchen Glück." A.—- Olympic:„Im Schatten der Flugzeuge." Ruff.— Passage:„Ter Favorit der Zarin." D.— Praha:„Durch die Wüste." D. — Radio:„Großfürstin und Kellner." A.— Staut: „Taras Bulba." Fr.'-- Svetozör:„Die unmöglich« Frau." D.— Alma:„Der kleine Oberst." Sh. Temple.. A.—. Baikal:„Die sündigen Frauen von Boom." Regie: Feyder. Fr.— Belvedere:„Der Kurier des Zaren." D.— Beseda: »Die letzten Bier von Santa Cruz." D.—, Carlton: „Hoheit tanzt Walzer." D.— Illusion:„Tie letzten Vier von Santa Cruz." D.— Kapitol:„Die sündigen Frauen von Boom." Fr.— Svanda-Kino: Grotesken, Journale.— Lido: „Sequ 0 i a." A.— Louvre:„Tagebuch der Geliebten." D.— Maretka:»Die letzten Vier von Santa Cruz." D.—- Rozn:„Taras Bulba." Fr.— i Sport:»Prinzessin Inkognito." A.— U Bejvodu: 1 „Liebe und Haß." Ruff. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus od.er bei Bezug durch dtt Post monatlich Kt 16.—. vierteljährig Kö 48.—, halbjährig K2 96.—, ganzjährig Kö 192.—.— Inserate werden lau» Tarif billigst berechtret. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Rewurmarken.— Die Zeitungsfrankatur wurde vost der Pott- und Telegraphendirektton mit Erlaß Nr. 13.800/VII/1930 bewilligt.— Druckerei;„Orbis", Druck-, Verlags- und ZeitungS-A.-G. Prag