Nr. 132. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Bofts Abonnement: 8,80 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungs Preisliste für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile ober beren Staum 40 Pfg., für polttische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernspredjer: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Tendenz- Begründung. Wir geben zu, es ist nicht leicht, Ausnahme-, Umsturzund Zuchthausgeseze ernstlich zu begründen. Die wiederholten gesetzgeberischen Versuche der Regierung, Arbeiter und Socialdemokraten gefeßlich zu fnebeln, haben auch niemals diese Aufgabe nur entfernt gelöst und die Leichtfertigkeit ihrer Herrichtung war eine Hauptursache ihres Mißlingens. Doch noch nie ist einer so außerordentlich wichtigen Vorlage eine so nichtige Begründung beigegeben worden als der jezigen Zuchthausvorlage. " Die Denkschrift" bietet das vollendete Gegenteil einer gewissenhaften und ernsthaften Arbeit. Dies flägliche Resultat des reichlichen Müheaufwands der Regierung ist freilich gar nicht verwunderlich, wenn man der Forschungsmethode der Regierung gedenkt, die nicht nur jeder Wissenschaftlichkeit, sondern auch jeder politischen Wohlanständigkeit Hohn spricht. Die Denkschrift ist das Ergebnis der Rundfrage, die durch den vielberühmten Posadowskyschen Geheimerlaß bom 11. Dezember 1897 angestellt wurde. An wen wandte sich die Regierung um Aufschluß, ob eine Erweiterung und Verschärfung der Strafbestimmungen des§ 153 der GewerbeOrdnung nötig sei? Sie wandte sich an die Bundesregierungen, und niemand hat vernommen, daß von diesen breitere Volksfreise zur Auskunftserteilung herangezogen worden seien. Der Bureautratenapparat der Polizei-, Justiz- und Verwaltungsbehörden wurde in Bewegung gesetzt, und wie sehr die Auffassungen dieser Behörden vom Unternehmergeist durchtränkt sind, wie gering ihr Verständnis für die Arbeiterbewegung, ist genugsam bekannt. Die Unternehmerinteressen waren wohl aufgehoben bei der Bureaukratie. Aber die Arbeiter hat niemand befragt. Dazu nahm die Fragestellung die Antworten schon borweg. Graf Posadowsky fragte: Ist es häufiger unternommen worden, Arbeiter durch förperlichen Zwang, Drohung usw. zur Einstellung der Arbeit, den Arbeitgeber zur Entlaffung von Arbeitern zu bestimmen, ohne daß es sich dabei um Uebertretungen nach§ 152 der Gewerbe- Ordnung handelt, so daß eine Bestrafung nicht eintreten konnte? Ist das Strasmaß des§ 153 auch bei schwereren Vergehen ausreichend gewesen? Sind neue gefeßliche Maßnahmen nötig, um der Anwendung unerlaubter Mittel zur Durchführung der Stämpfe um Lohn- und Arbeitsbedingungen entgegenzutreten? Besteht insbesondere ein Bedürfnis, bei Ausständen arbeitswillige Personen gegen den Terrorismus der Ausständigen und Agitatoren besser zu schützen? Sind diejenigen zu strafen, welche, um andere von der Aufnahme der Arbeit abzuhalten, Posten ausstellen usw.? Diese Fragestellung erstickte im Keime jede Möglichkeit, den Thatbestand objektiv festzustellen. Parteiisch zugespitzt war die Fragestellung, von Vorurteilen erfüllt waren die Auskunftspersonen einseitig und parteiisch muß folglich das Ergebnis sein. Freitag, den 9. Juni 1899. Zusammenhang mit dem Koalitionsrecht der Arbeiter, also 3. B. wegen Sperreverhängung, Streifpostenausstellens und anderen groben Unfugs" eingeleitet worden sind. Erst wenn die Regierung dieses Material beigebracht hat, sind ehrliche Politiker in der Lage, sich über die Füglichkeit oder Notwendigkeit irgend eines Paragraphen der Zuchthaus vorlage eine Meinung zu bilden. Auf Grund des jezigen Tendenzmaterials müßte jeder gewissenhafte Abgeordnete des Reichstags das Eintreten in eine Beratung über die Vorlage von vornherein ablehnen. Ostpreußische Socialistenbefehdung. Dem Grafen v. Iindow ström gewidmet. Aus dem östlichsten Ostelbien wird uns geschrieben: Der Kampf gegen die Socialdemokratie in Ostpreußen soll von einer Central stelle aus geführt werden. Die neugebildete Centralstelle hat ein Cirkular erlassen, welches in mancherlei Beziehung äußerst interessant ist und also lautet: Das bedrohliche Anwachsen der Socialdemo fratie, wie dieses in Ostpreußen bei den letzten Wahlen zum Reichstag in der ausgedehnten volksverführenden Agitation und der starken Zunahme der Stimmen ganz be sonders auf dem Lande zu Tage getreten ist, macht es jedem Vaterlandsfreunde zur unabweisbaren Pflicht, an seinem Teile fortan mitzuwirken zu ernster und nachhaltiger Bekämpfung der gemeingefährlichen socialdemokratischen Lehren und Bestrebungen. Infolge dessen sind auf Beschluß zweier Versammlungen von Bertrauensmännern aus allen Teilen der Provinz die Unterzeichneten zu einer Centralstelle zur Bekämpfung der Social. demokratie in der Provinz Ostpreußen zusammengetreten. Wir beabsichtigen unser Ziel zu erreichen namentlich durch: 1. Verbreitung geeigneter populärer Schriften, insbe sondere des nach Form und Inhalt wesentlich umgestalteten Preußischen Volksfreundes". " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische Uebersicht. Berlin, den 8. Juni.. Das Königtum der Armen. schaftliche Arbeit„ Zur Geschichte der deutschen Kleingewerbe" Gustav Schmoller schließt seine erste größere wissenmit dem folgenden heute besonders interessant erscheinenden Saße: Wenn es wahr ist, daß ein Staat nur durch die Grundsätze sich erhalten kann, durch die er groß geworden, so hat der preußische Staat vor allem die Pflicht, einerseits an der Spitze zu bleiben, jedes geistigen und sittlichen Fortschrittes, jeder gefunden politischen Freiheit, aber andererseits die schönste Pflicht jeder Regierung, die Initiative für das Wohl der unteren Klassen nicht aus seiner Hand zu geben. Er hat die besitzenden Klassen durch Heranziehung zu einer wahrhaften Selbstregierung zu den fittlichen Pflichten des Staats- und Gemeinde- Amtes zu erheben über die furzsichtig egoistische Sphäre nächstliegender Interessen bis zu der sittlichen Höhe gesellschaftlicher Pflichterfüllung; er hat daneben selbst seinen Einfluß und seine Macht zu brauchen, die Notleidenden zu schüßen, die Ungebildeten heben und 311 erziehen, die Nichtbesitzenden gegen den Egoismus und die Kurzsichtig feit der Besitzenden, gegen diese Laster, welche immer wieder hervorbrechen, z it schützen. Immer haben die großen preußischen Regenten das gethan. Immer haben sie darum für große Fürsten gegolten, Le roi des Prusses était toujours un roi des gueux!( Der König von Preußen war immer ein König der Aermsten)." Wenn wir auch der Beurteilung der preußischen Könige durch Schmoller überaus fern stehen, so gelüftet es uns doch, zu erfahren, ob die Schmoller und Genossen sich getrauen, ihre Ansichten von den Aufgaben der preußischen Politik mit der Einbringung der Zuchthausvorlage durch die Regierung Hohenlohe- Posadowsky in Einklang zu setzen. Der Reichstag 2. Belebung und Unterstützung der Agitation in den gelangte heute bis zum§ 130a des Gefeßes, legte also ein einzelnen Streifen, insbesondere Vorbereitung und Ein- tüchtig Stück Wegs zurück. Abgesehen davon, daß in Bezug richtung einer Agitation von Person zu Person unter Be- auf die Schiedsgerichte für Entschädigungsansprüche ein kämpfung der von der Socialdemokratie verbreiteten Lehren. socialistischer Antrag angenommen wurde( Entscheidung mit 3. Förderung der Wohlfahrt der ländlichen Bevölkerung, Stimmenmehrheit und binnen 3 Wochen), find bloß die insbesondere der ländlichen Arbeiter. Wir wollen nicht neben den vielfach bestehenden Vereinen grundsätzlich bedeutenden Debatten über§ 130a zu erwähnen. einen neuen Verein gründen, sondern wollen die vorhandenen und Derselbe enthält in sich die gesammte Frage des Arbeitersegensreich wirkenden Vereine( politische Vereine mit zweifel- schutzes. Er wurde von den Socialdemokraten, die ihn los staatserhaltender Tendenz, Landwehr, Krieger, Hand- einer früheren Regierungsvorlage entnahmen, bei werker- und christliche Arbeitervereine), sowie die vielen einzelnen Kommissionsberatung dem Gesetz Persönlichkeiten( z. B. Besizer, Geistliche, Lehrer 2c.), welche schon dahin, den Versicherungsanstalten das Recht zu geben, in unserem Sinne mehr oder weniger thätig sind, sammeln und daß sie Schutzvorschriften erlassen und deren Befolgung überanregen zu gemeinschaftlicher, zielbewußter Arbeit im Sinne unseres wachen lassen. Die Fortschrittspartei, auf ihrem manchestervorstehend entwickelten Programme. einverleibt. der Er geht Wir glauben, daß sich dieses Ziel am sichersten erreichen läßt, lichen Standpunkt fußend, beantragte Streichung des Parawenn in den einzelnen Streisen die einflußreichen Herren, welche graphen, mit den üblichen Redensarten gegen polizeiliche mit uns fämpfen wollen, namentlich die Vorstände der in Eingriffe in die persönliche Freiheit. Der Antrag wurde von Betracht kommenden Vereine, zu einem Lofalausschusse in dem Fischbeck begründet, den zu widerlegen Singer nicht betreffenden Streise zusammentreten und sich vereinigen zur schwer fiel. Dieser hob die Frage sofort auf das principielle gemeinsamen Arbeit gegen die Socialdemokratie in derjenigen Gebiet, und wies nach, daß man mit den Ansichten Fischbecks Aus dem Gesichtspunkt des Centralverbandes Art und Weise, wie sie nach der Lage der örtlichen Verhältnisse überhaupt nicht für Arbeiterschutz sein könne. Herr Richter der Industriellen wurde die Rundfrage unternommen. am meisten Erfolg verspricht. Die organisierten Arbeiter wurden nicht nur nicht hielt es für nötig, seinem Schildknappen, der sich etwas zu Das Cirkular schließt: befragt, sie galten von Anbeginn als der böse Feind," Ein rasches Handeln ist um so notwendiger, als der social weit vorgewagt hatte, zu Hilfe zu eilen, konnte demselben der erwürgt werden sollte. Es wurde nicht gefragt, demokratische Volkskalender und seit dem 1. Januar d. J. auch eine jedoch nicht viel nüßen. Unsererseits sprach noch Molkenbuhr aus welchen Ursachen Streifs entstehen. Es wurde socialdemokratische periodische Zeitschrift, der„ Ostpreußische Land- mit großem Nachdruck und gründlicher Sachkenntnis gegen nicht gefragt, mit welchen Mitteln die Unternehmer die bote", massenhaft unter den Landarbeitern vertrieben wird. Wir den fortschrittlichen Antrag. Für Beibehaltung des Parabitten deshalb die Verbreitung unseres Blattes, des" Preußischen graphen sprach auch Kaplan Hize mit mehr LebArbeiter terrorisieren und ob strafgesetzliche Bestimmungen Volksfreundes", durch Uebernahme von Abonnements nach Kräften haftigkeit und Feuer, als wir bisher an ihm gegen den Unternehmerterrorismus nötig seien. Es wurde zu unterstützen." bemerkt hatten. Doch der Paragraph, gegen nicht gefragt, ob nicht die etwaigen Ausschreitungen Zwei Stellen dieses Cirkulars erregen unser besonderes Interesse. den auch Herr von von Posadowsky sich erklärt hatte, streifender Arbeiter nur die Folge der Weissethaten sind, die Es wird eingangs von dem bedrohlichen Anwachsen der retten. nicht zu Der manchesterliche das Unternehmertum an den Organisationsbestrebungen der Socialdemokratie und der starken Zunahme ihrer wurde von den Konservativen, einem Teil des Centrums, der Antrag Stimmen bei der letzten Wahl in Ostpreußen, insbesondere So mußte die Denkschrift das werden, was sie ist. Sie auf dem Lande, gesprochen. Diese Stelle ist insofern beachtlich, größeren Hälfte der Nationalliberalen, den vereinigten Freibildet ein denkwürdiges Dokument der socialpolitischen Rüd- als fürzlich bei der Beratung des Alters- und Invaliditätsgefeges sinnigen" und der Antisemiten angenommen. In der Bebildet ein denkwürdiges Dokument der socialpolitischen Rück im Reichstage der Graf v. Iindowström unserem Genossen fämpfung des Arbeiterschutzes hatten die feindlichen Brüder ständigkeiten und Vorurteile unserer staatlichen Behörden, der aase gegenüber erklärte, er habe sich gradezu gewundert über im Kapitalismus sich gefunden. Sehr treffend hatte Wolkenvollständigen Unfähigkeit dieser Streise, von den Kämpfen des das erbärmliche Resultat, das die Socialdemokratie bei buhr den Konservativen zugerufen: Für den Schutz des Zeitalters ein geringstes zu begreifen. den Tetzten Wahlen in Ostpreußen erzielt erzielt hat. Dieser Viehs tretet Ihr bei jeder Gelegenheit ein, an den Schutz Dies zusammengeschüttelte Zeug von Auszügen aus felbe Graf Klincowström hat nun aber auch dieses der Arbeiter denkt Ihr nicht!" staatsanwaltlichen und polizeilichen Aften giebt auch nicht Cirkular unterschrieben, in welchem vom bedroh- Morgen: Fortsetzung der heutigen Debatte. zu einem einzigen Paragraphen ein einziges beachtens- lichen Anwachsen und der starken Zunahme der socialwertes Beispiel. Denn fein einziger der zahllosen Fälle, die demokratischen Stimmen in Ostpreußen die Rede ist. Was stimmt dort angezogen sind, ist so mitgeteilt, daß man ihn in seinem wirklichen Verlauf fennen lernen und seine Bedeutung für geseggeberische Vorschläge ermessen könnte. Arbeiter verübt. denn nun Herr Graf, das im Reichstag Gesagte oder das im Cirkular Unterschriebene? war Abgeordnetenhaus. " Das Abgeordnetenhaus beriet heute nur Initiativanträge. Ferner enthält das Cirkular eine unverhohlene Aufforderung an die Bon hoher socialpolitischer Bedeutung ist der bereits früher von uns politischen Vereine, mit zweifellos staatserhaltender Tendenz", eingehend fritisierte Antrag v. Pappenheim( f.) und Genossen Jeder, der ernsthaft bemüht ist, den wirklichen That- ich zu vereinigen. Wir haben uns nochmals das preußische betreffend die Einrichtung von Verpflegungsstationen in bestand der Verhältnisse, aus denen die Regierung die Not- Vereinsgesetz daraufhin angesehen, ob vielleicht politische Vereine von Verbindung mit Arbeitsnachweisen. Der Antrag verlangt die Einwendigkeit ihres Gesetzes erweisen will, kennen zu lernen, weifellos staatserhaltender Tendenz von den Be- bringung eines Gefeßentwurfs, welcher an Orten, an dem ein Bemuß darum zu der Forderung gelangen, Stimmungen des§ 8 ausgenommen sind, wir konnten jedoch keine dürfnis dafür besteht, Arbeitsnachweise für Arbeitslose einführen, daß vor Beratung der Vorlage die Regierung beaufbes Cirfulars aber finden sich die höchsten Beamten der und die Kosten gleichmäßig auf Staat, Provinzen und Gemeinden vers derartige Bestimmung im Gesetz entdecken. Als Unterzeichner der Mißbrauch solcher Einrichtungen seitens der Arbeitslosen bestrafen tragt werde, ihre Materialsammlung von neuem zu Provinz Ostpreußen. Wir lesen da die Namen: Graf von teilen soll. Die arbeiterfeindliche Tendenz des Antrages, der thatsächlich beginnen und zwar in anderer Art, als sie es bisher gethan. Bis mard- Sönigsberg( Oberpräsident), Hegel Gumbinnen und nur darauf hinausläuft, die Arbeitslosen, die sich gezwungen sehen, Es ist zu verlangen, daß von allen in der Denk v. Tieschowiz- königsberg( Regierungspräsidenten), es folgt eine Verpflegungsstationen aufzusuchen, auf Gnade und Ungnade dem fchrift vorgebrachten Prozeßfällen die richter große Anzahl von Landräten und anderen einflußreichen Personen; Arbeitgeber auszuliefern, suchte der Abg. v. Pappenheim in lichen Erkenntnisse beigebracht werden, wodurch das staats- auch zwei Lehrer der Rechtswissenschaft von der Königsberger seiner Begründung nach bekanntem Muster damit zu verhüllen, daß anwaltliche und polizeiliche Schauergemälde bereits eigenartig Universität zieren die erlauchte Liste. er ihm ein arbeiterfreundliches Mäntelchen umhängte. Aber der beleuchtet werden wird. Sodann sind in allen den Fällen, Haben alle diese hohen und höchsten Provinzialbeamten fein Mantel war höchst fadenscheinig, denn daß die preußische Regierung wo Arbeiterorganisationen beteiligt waren, von Bewußtsein von der Ungeschlichkeit ihrer Aufforderung, daß politische als Entschädigung für die Zuchthausvorlage den Arbeitern Gelegenderen Vorständen Gutachten über Ursache und Verder Strafbarkeit einer Handlung, die, wenn Arbeiter fie angeblich steller im Ernst wohl selbst nicht glauben. Seine Bemerkung, in Vereine gemeinschaftliche Wege gehen sollen? Wissen sie nichts von heit zur Erlangung von Arbeit geben soll, daran wird der Antrag lauf der Ausschreitungen einzuholen. Endlich ist bei sämtlichen deutschen Gerichten eine Sammi- begangen hatten, sofort schwere Ahndung erfahren sollte? Oder dem Augenblide, wo der Reichstag hoffentlich recht Bra= meinen sie, daß im Kampfe gegen die Socialdemokratie der Zweck fonische Strafen" festiegen wird für solche, lung derjenigen gerichtlichen Untersuchungen vorzunehmen, die Mittel, auch ungesetzliche, heilige? die Arbeitswillige an der Arbeit hindern, welche wegen angeblicher Vergehen oder Uebertretungen im müsse die preußische Regierung den Arbeitswilligen auch die Möglich % visibil stal Der Maffenprotest der Arbeiter. Freiherr v. Hammerstein, der preußische Landwirtschafts- 1Bloemfontein hier wieder eingetroffen und bei seiner Ankunft minister, hat schon wieder einmal gegen den agrarischen Stachel sehr herzlich empfangen worden. Das Ergebnis seiner Konferenz mit geleckt. Auf der am Donnerstag in Frankfurt a. M. eröffneten Generalgouverneur Wilner wird morgen früh veröffentlicht werden; 13. Hauptversammlung der deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft man ist bezüglich dieses Ergebnisses hier voller Hoffnung und es wird dridte er in einer Begrüßungsansprache die Hoffnung aus, versichert, daß hinsichtlich der Wahlrechtsfrage, welche den haupts , daß von hier aus die Ueberzeugung über ganz Deutschland fich sächlichsten Gegenstand der Konferenz bildete, ein Kompromiß erzielt verbreiten möge, daß vor allem aus eigener Kraft die worden sei. schwierigen geiten für die Landwirtschaft über wunden werden müssen und sollen." es Italien. England. feit zur Bethätigung ihres Willens geben, riefen auf der rechten Seite lebhaften Beifall herver. Widersprochen wurde diesem Hin weis auf die Zuchthausvorlage mur von dem freisinnigen Abgeordneten Goldschmidt, der im übrigen die Gelegenheit benutzte, die Harmonie zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu preifen und für seine Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine in recht plumper Weise Propaganda zu machen. Im übrigen fand der Antrag auf allen Seiten des Hauses und auch bei der Regierung Zustimmung; mr gegen die Berquickung der Verpflegungsstationen mit den Arbeitsnachweisen und gegen die Beteiligung des Staates an den Der Minister scheint das Agrarisch- Deutsch immer noch mangel- Obstruktion in der italienischen Deputiertenkammer. Bei Sosten wurden Bedenken laut. Der Antrag wurde einer Kommission haft zu beherrschen. Richtig nuß es heißen: daß lediglich durch der Fortsetzung der Beratung der politischen Gefeßentwürfe am von 21 Mitgliedern überwiesen. staatliche Liebesgaben, wie hohe Getreidezölle und dergleichen, Mittwoch hielt der Deputierte Socialist Ferri zum 8wede der Eine lebhafte Debatte fnüpfte sich an den Antrag v. Arnim( f) ferner durch völlige Rechtlosmachung der landwirt- Obstruktion eine so lange Rede, daß fast die ganze Sigung und Genossen, die Regierung aufzufordern, mit thunlichster Be- chaftlichen Arbeiter die schwierigen Zeiten für die Land- ausgefüllt wurde. Gegen Schluß der Sigung brachte Sonnino Anfchleunigung einen Gefeßentwurf vorzulegen, durch welchen aus wirtschaft zu überwinden find." Die bekanntlich sehr einflußreichen träge auf Abänderung der Geschäftsordnung der Kammer ein; der reichende Mittel gefordert werden zur gründlichen Beseitigung Agrarier werden Herrn v. Hammerstein die richtige Lesart schon Präsident erklärte, sie würden der ständigen Geschäftsordnungsder Gefahren schädlicher Ueberschwemmungen noch beibringen. Kommission zugewiesen werden. insbesondere an der unteren Oder. Die Beratung des fachlich durchaus Die fortschreitende Koufeffionalisierung des Volksschulberechtigten Antrages bennigten einige konservative Redner zu heftigen wesens erfordert ganz bedeutende Mittel seitens des Staates London, 5. Juni.( Eig. Ber.) Die englischen Liberalen find Ausfällen gegen die Regierung. Der Abg. v. Arnim tadelte, daß man und der Gemeinden, die an anderer Stelle besser verwandt werden über den Ausgang einer Nachwahl in Southport( Lancashire) Hochstatt Vorkehrungen gegen die Ueberschwemmungsgefahr zu treffen, die fönnten. Kanalvorlage eingebracht habe, und Herr Ring hielt es für anwird z. B. aus dem Kreise Lingen mitgeteilt, daß in Thuine beglückt. Es ist ihnen gelungen, den Wahlkreis, den sie im Vorjahr gebracht, seiner Forderung auf staatliches Eingreifen einen gewiffen neben einer einflaffigen katholischen Voltsschule mit 100 Kindern eine im barten Kampf den Konservativen abnahmen, der aber wegen Tod Nachdruck durch den Hinweis darauf zu geben, daß sonst die reformierte öffentliche Schule mit 7 Kindern besteht. Die lettere des damaligen Siegers schon wieder vakant geworden, mit einer etwas verstärkten Mehrheit zu behaupten. Vor Jahresfrist war es Bauern focialdemokratisch werden. Nun wird die Re- erfordert einen jährlichen Staatszuschuß von 1140 Mart, abgesehen gierung fich wohl nicht länger sträuben und endlich die notwendigen von den Beiträgen des Staates zur Alterszulagen-, Bensions- und die chinesische Frage, welche die Wähler jenes Wahlkreises in Lancas Drittel bewilligen, denn der doppelten Gefahr der Ueberschwemmung Witwenkaffe. Die Herstellungskosten für ein neues Schulhaus, die hire gegen die jetzige Regierung erbitterte, in diesem Jahre ist die Sirchenfrage getvesen, die den Liberalen des Landes durch Wasser und durch Socialdemokratie wird sie nicht größtenteils aus der Staatstafie floffen, beliefen sich auf 8500 Wart. einen Teil vordem konservativer Stimmen zugeführt hat. Die Restandhalten können. Das Resultat der Debatte war die Ueber- Aehnliche Schulen sind in den letzten Jahren in großer Zahl bes weisung des Antrages an die Budgetkommission. gründet worden. 1891 bestanden im Staate 723 Boltsschulen mit gierung wagt es einerseits nicht, gegen die hochkirchliche Bewegung energisch vorzugehen, und hat andererseits durch ihr Projekt der Morgen: Erste Lesung des Kommunal- Wahlgefeges. 20 und weniger Schulkindern; 1896 waren 827 solcher Schulen Schaffung einer staatlichen katholischen Universität in Jrland viele vorhanden, in denen zusammen 12 655 Kinder unterrichtet wurden, puritanische Protestanten in Aufregung versetzt. Das haben sich die Deutsches Reich. so daß im Durchschnitt auf jede Schule noch nicht 15 Kinder Liberalen mit Erfolg zu muze gemacht. Lord Salisburys neuliche entfielen. Daß diese Schulen zum großen Teil lediglich aus Warnung auf dem Fest der Primrose Liga, daß die Liberalen, wenn tonfeffionellen Gründen unterhalten werden, geht daraus sie wieder an die Regierung kämen, einen neuen Angriff auf das Den Berichten über die impofanten Kundgebungen der Arbeiter hervor, daß nicht eine einzige paritätisch oder Eigentum machen würden, hat ſich nicht für so zugkräftig erBerlins und der Vororte folgen mun die Berichte über die Protest- fimultan ist. Die Mehrzahl dieser kleinen Schulen( 632) iſt wiesen, wie der Alarmruf des Protestantenbundes: Rom steht vor Protest- imultan versammlungen der Arbeiter im Reiche. den Thoren. In Köpenid traten am 7. Juni etwa 500 Arbeiter zu einer bangelisch, 91 find fatholisch und 104( davon 38 in Hannover und wiesen, wie der Alarmruf des Protestantenbundes: Rom steht vor 41 in Hessen- Nassau) jüdisch. Versammlung zusammen, in der Genosse Baudert uniter begeisterter Im übrigen geht der Führerstreit oder Streit um die Führers Stuttgart, 8. Juni. Bei der Beratung des Eisenbahnetats in schaft im liberalen Lager munter fort. John Morley und Eir Zustimmung der Teilnehmer referierte. Die von den Berliner Ver- der Kammer der Abgeordneten teilte der Ministerpräsident Freiherr William Sarcourt lassen feine Gelegenheit vorübergehen, auf sammlungen beschlossene Resolution wurde einstimmig angenommen. v. Mittnacht mit, in der letzten Zeit hätten auf Veranlassung und den Imperialisten" Rosebery loszuhauen, ber seinerseits sich rein Eine stattliche Versammlung von Männern und Frauen in unter Teilnahme des Reichs- Eisenbahnamtes Verhandlungen in der Defensive hält, für den aber hinter den Koulissen eine hartBrandenburg nahm folgende Resolution an: " Die heute, den 5. Juni 1899, in Mengerts Bolfsgarten verstattgefunden zwischen Bayern, Baden, Württemberg und den Reichs nädige Anhängerschaft um so eifriger arbeitet. Spanien. fammelten Arbeiter und Arbeiterinnen Brandenburgs protestieren hiermit anden über die Einführung eines einheitlichen Per energisch gegen jeden Ersatz des§ 158 der Gewerbe- Ordnung, welcher onentarifs. Madrid, 8. Juni. Der Ministerrat nahm den Entwurf eine Verschärfung der in diesem Paragraphen enthaltenen Gesezes Ueber den in Aussicht stehenden deutsch- spanischen Handels. bestimmungen darstellen würde. Vielmehr fordern sie zum Zwed wirklicher vertrag bringen liberale Blätter die irreführende Mitteilung.„ daß des mit Deutschland abgeschloffenen Vertrages, betreffend die Durchführung des bisher zumeist auf dem Papier stehenden Koalitions- Spanien in dem neuen Uebereinkommen Deutschland gar keine Ston- Abtretung der Karolinen, Palaus- und Marianen. rechtes die glatte Aufhebung dieses Baragraphen ohne Ersatz durch zeifion macht, weil es demselben bereits seit 1896 seinen Inseln, zur Kenntnis. Der Ministerpräsident Silvela teilte mit, ein Zuchthaus oder auch nur nenes Gefängnisgesetz. Die Fort Minimaltarif zugestanden hat". Wir haben gestern bereits er werde einem Ausschusse der Breffe die telegraphischen Berichte der Bum schritte der Kultur find umgekehrt vor allem davon abhängig, daß den wahren Sachverhalt dargelegt: Spanien hat an der ursprüng- Behörden von Barcelona bezüglich der Revision des Prozesses der in Montjuich inhaftierten Anarchisten zugehen lassen. die Arbeiter ein praktisch durchführbares wirkliches Koalitionsrechtlichen Absicht, in seinen Verträgen nicht unter die Rollsätze erhalten. Nieder mit der Zuchthausvorlage! Hoch die Koalitions- des Minimaltarifs herabzugehen, auf die Dauer nicht festhalten Zweck der Freilaffung der spanischen Gefangenen auf den Philippinen freiheit!" fönnen. Eine Reihe von ausländischen Waren, die mit deutichen sind neue Verhandlungen eingeleitet worden. erfreuen sich daher beim Abjazz Türkei. Ju vier großen Volksversammlungen nahinen am Dienstagabend Erzeugnissen tonfurrieren, Die Auswanderung der muhamedanischen Kreter. Ron die Arbeiter Dresdens Stellung zur Zuchthausvorlage. Wie nach Spanien einer Bollbegünstigung, weil ihre Ursprungsreges Interesse die Arbeiter der Sache entgegenbringen, beweist die länder Tarifsätze unter dem Minimaltarif entweder selber stantinopel, 6. Juni. Nach amtlichen Mitteilungen haben bisThatsache, daß sämtliche Versammlungen trotz eines außerordentlich mit Spanien vereinbarten oder durch die Meistbegünstigung her 17 000 Personen der muhamedanischen Bevölkerung Kretas die schönen Sommerabends überfüllt waren. Die Genossen Blod, ohne weiteres von Spanien beanspruchen konnten. Durch die jetzt Insel verlassen. Der Sultan hat sich mit großem Nachdruck dagegen Eichhorn, Fleißner und Ledebour referierten. Die Versammelten zugesagte Meistbegünstigung wird Deutschland dieser Zollermäßigung ausgesprochen, diese Leute zwangsweise nach Kreta zurückzuschaffen. stimmten den Ausführungen der Referenten begeistert zu. Es teilhaftig. die ihm bei der bisherigen Berzollung nach dem Minimal- Der Ministerrat hat dagegen genaue Anordnungen zur Ansiedelung wurden Resolutionen angenommen, in welchen scharf zum Ausdruck tarif entgingen. der Auswanderer in den verschiedenen Kleinasiatischen Bilajets getommt, daß man statt einer Vernichtung des Koalitionsrechts durch Daß diese Vergünstigungen nicht den spanischen Zugeständnissen troffen, wozu seitens des Sultans eine Unterstügungssumme von eine derartige Vorlage größere Rechtsgarantien für die ungchinderte im 1893er Vertragsentwurf gleichkommen, erwähnten wir ebenfalls 10 000 türkischen Pfund angewiesen wurde. Dieses Borgehen wird Ausübung des Koalitionsrechts verlangt. Die Versammlungen schon gestern. Umgefehrt sind aber auch die 1898 vorgesehenen besvoraussichtlich die Auswanderungslust der muhamedanischen Kreter waren insgesamt von etwa 6000 bis 7000 Personen besucht. sonderen vertragsmäßigen Tarifherabsetzungen Deutschlands an einige noch weiter steigern. Ju Potschappel bei Dresden wurde folgende Resolution hervorragende spanische Ausfuhrartikel unterblieben. angenommen: „ Die heute am 5. Juni im„ Deutschen Haus" zu Potschappel tagende Bersammlung protestiert entschieden gegen die Zuchthausgelegt wurde. = Zum Karolinen- Vertrag wird der Jnt. Korr." aus Madrid gemeldet: Die halbamtlichen Blätter erklären, der mit Deutschland abgeschloffene Kaufvertrag belasse für Spanien auf den Inseln drei Bezirle zur Errichtung deutschen Behörden freibleiben. Gleichwohl aber überParlamentarisches. 1612 Abg. In der Budgetkommission des Reichstages wurde am Donnerstag die Beratung des Nachtrag se fais fortgesetzt. Im werblichen Arbeitsverhältnisses" dem Reichstag zur Beratung vor Werkstätten, sodaß fünftig noch auf jeder der drei Jnselgruppen die Etat des Reichsamts des Innern wurden 20 000 M. gefordert zur Die Vorlage vernichtet nicht nur das dem Arbeiter durch den spanische Flagge wehen werde. Die drei Bezirke, welche Förderung der römisch- germanischen Altertumsforschung". § 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung gewährleistete Koalitionsrecht, jedenfalls an den von Deutschland auszubauenden Hafenplätzen ab- Dr. Lieber( E.) ist dagegen, daß eine besondere Centralstelle für fie setzt stündlich den hart um seine Gristenz ringenden Arbeiter der gestedt werden würden, sollen die Erterritorialität der die Erforschung römischer Altertümer auf deutschem Boden geschaffen Gefahr der Zuchthausstrafe aus, wodurch sie dem Unternehmertum Gesandschaftsbäufer genießen, und die dort anlaufenden werde. Diese Forschungen sollen vielmehr auch ferner dem archãobleiben. Ebenso sprachen sich Graf Oriola und die Abgeordneten die schrankenlose Ausbeutung der Arbeiterschaft geradezu sanktioniert. spanischen Schiffe würden von jeder Aufsicht und Abgabe seitens der logischen Institut, das vom Auswärtigen Amt ressortiert, unterstellt Die Versammlung verpflichtet sich, mit allen Mitteln dahin zu nehme Deutschland den militärischen Schuß diefer b. Stardorff und Singer aus. Für die Neuerung erklärt sich wirken, daß diese schmachvolle Vorlage nicht Gesetz wird." In Bielefeld sprach Genosse Hoffmann vor 700 Ber- panischen Bezirle im Kriege und im Frieden nur Abg. Eickhoff( fri. p.). Es wir beschloffen, die 20 000 9. fonen. In der einstimmig angenommenen Resolution heißt es: Völkerrechtliche Echwierigkeiten würden sich hieraus nicht ergeben, im Reichsamt des Innern zu streichen, die Summe jedoch im Etat Die Versammlung macht die Regierung darauf aufmerksam, da Spanien nach Abtretung seines oftasiatischen Kolonialbesiges nie- des Auswärtigen Amts einzustellen. Damit ist der Vorschlag Die Forderung für einen neuen vortragenden Rat für Gedaß es wichtiger ist, für die Vermenschlichung der vom Kaiser mals in die Lage kommen würde, im Kriegsfalle seine Schiffe in den einer selbständigen neuen Centralstelle abgelehnt. werbe- Aufsicht wird nach Empfehlung des Abg. Singer bewilligt. für schlechter als die Echweineställe erklärten ländlichen Arbeiter- dortigen Gewässern operieren zu lassen. wohnungen in Ostelbien zu sorgen, als die Lebenshaltung der Eine biedermännische Bosse- au amicable farce wird Ebenso im Extraordinarium die Anfäße von 120 000 m. zur Er gewerblichen Arbeiter durch Berhinderung eines Lohnkampfes die aager Friedenskonferenz heute von dem Londoner richtung einer eigenen Anlage zur Erzeugung des elektrischen Stroms herunterzudrücken. " Standard" genannt! Der" Standard" ist bekanntlich das konjer für das Reichstagsgebäude und 56 000 m. zu Einrichtungen auf dem vative Hauptorgan Englands und so weit das in England überhaupt Berinchsfelde der biologischen Abteilung des Gesundheitsamts, sowie möglich, Organ der englischen Regierung. In seinem heutigen Artifel 200 000 m. als erste Nate des Beitrags für die Südpolar- Expedition.stellt er ironisch das Handeln der russischen Regierung neben Es folgt der Militäretat. Auf Anfrage des Abg. Graf Oriola ihre friedlichen und humanitären Phrasen und kommt, nachdem er erklärt der Kriegsminister v. Goßler, daß die neue Militärfeinen Glauben an die persönliche Aufrichtigkeit des Zaren betenert, ftrafgerichtsordnung am 1. Oftober 1900 definitiv in Kraft zu dem betrübenden Schluß:„ Der Bar meint es umzweifelhafi sehr treten werde. Zum Neubau eines Dienstwohngebäudes für den gut, aber er ist Herr in seinem Reich, denn von allem was er will, tommandierenden General des 3. Armeekorps in Berlin find als geschicht in Rußland das Gegenteil" In der besseren Lebenshaltung der Arbeiter liegt die Kultur, liegt die Zukunft des deutschen Volkes. Deshalb erwartet die Versammlung vom Reichstage die AbTehmung dieses fulturwidrigen Gesezentwurfs. Die Arbeiter aber fordert sie auf, die einzige richtige Antwort auf die Zuchthausvorlage zu geben: Hinein in die gewerkschaftliche und politische Organisation des Proletariats." Auch die Dessauer Genossen haben bereits eine stark be fichte Versammlung abgehalten, in der Genoffe Peus referierte. Die Versammlung schloß nach Annahme einer Protestresolution mit einem dreifachen Hoch auf die Eocialdemokratic. Ausland. Die Konferenz in Südafrika Der erste Rate 100 000 m. gefordert. Die Position wird abgelehnt; es werden mur 15 000 M. bewilligt zur Herstellung des Entwurfs. Im übrigen werden die Ansätze des Militäretats genehmigt. Für Freitag steht der Nachtragsetat der Marineverwaltung zur Beratung. Partei- Nachrichten. zwischen dem Präsidenten der Südafrikanischen Republit Strüger Der Bericht über die Kanalvorlage ist vorbehaltlich seiner Prozeß Stephany. Der mit etlicher Spannung erwartete und dem englischen Bevollmächtigten Milner ist vom Stand Feststellung in der morgigen Sitzung der Kanalkommission fertig geBrozeß Stephany contra Strehlte, den Stedacteur der Deutschen punkt der englischen Forderungen aus ungünstig verlaufen. brudt. Er umfaßt 128 Seiten und enthält auch bildliche DarTageszeitung", endigte am Mittwoch nach langwieriger Verhandlung Ohm Paul soll für das Zugeständnis des Wahlrechts für die uitstellungen. In ihm sind insbesondere die Erklärungen der Vertreter vor dem Schöffengericht mit einem Bergleich. Herr Strehlfe nahm lander"( Ausländer) von England die Aufgabe seiner Suzeränität der Staatsregierung wiedergegeben. durch eine Erklärung sämtliche gegen den Redacteur der" Bossischen über die Südafrikanische Republik verlangt haben, was verweigert Beitung" gerichteten Vorwürfe zurück und Herr Stephanh fann nun wurde. vor der Welt das Zeugniß völliger Integrität aufweisen. Daß aber Die Haltung Krügers hat in England sehr verschnupft. Der Erste Sie Angelegenheit daniit in jeder Beziehung geflärt sei, bermöchten Lord des Schayes Balfour hielt bei dem Festeffen der nationalen Unser poluisches Partei: Organ, Gazeta Robotnicza", welches wir nicht zu behaupten. Sestgestellt ist in der Gerichtsverhandlung, Bereinigung der konservativen Klubs eine Rede, in welcher er aus dieses Mal in einer größeren Auflage erschien und den Inhalt speciell der Kritik der Zuchthausvorlage gewidmet hat, schreibt u. a.: daß der Chefredacteur der" Bosi. Ztg." Stephany vier von dem führte, das Fehlschlagen der Verhandlungen Krügers und Milners dieses Mal in einer größeren Auflage erschien und den Inhalt speciell journalistischen Vertrauensmann der Deutschen Bant" verfaßte fei eine Quelle tiefen Bedauerns für die Regierung; aber es sei Die polnischen Socialdemokraten veranstalten in den nächsten Rellame- Artikel für elektrische Hochbahnen in den Handelsteil ihre Pflicht, darauf zu achten, daß die Rechte des englischen Volfes Tagen in allen Orten Deutschlands, wo polnisch- socialdemokratische feines Blattes Tanziert hat, zu einer Zeit, wo er 20 000 m. nicht mit Füßen getreten werden. Er glaube jedoch nicht, daß die Vereine eristieren, große Protestversammlungen gegen die Zuchthausauf die Emission der Gesellschaft zeichnete, deren Unternehmen Streitfragen mit der Südafrikanischen Republit unlösbar seien. vorlage. In Berlin findet eine solche Versammlung Sonnabender empfahl. Es wurde weiter festgestellt, daß Herrn Stephanh ein Die englische Breffe verlangt dagegen, daß strenge Maßregeln" abend 9 Uhr im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, statt. verhängnisvoller Zufall in der Weise begünstigte, daß trotz der gegen den südafrikanischen Freistaat ergriffen werden. In der Provinz Posen und Oberschlesien, wo keine Säle unsern ftarten Ueberzeichnung der Emission ihm die vollen 20 000 M. zu-" Standard" sagt, es sei jest die Zeit für eine kräftigere Geltend- Genossen zur Verfügung stehen, tommt ein Flugblatt unter der pol gebilligt worden sind. machung der Forderungen gekommen, welche mit vielleicht über- nischen Bevölkerung zur Verbreitung. In Posen selbst veranstalten Mit dieser einen Feststellung, scheint uns, ist der am schwersten mäßiger Nachgiebigkeit vertreten worden seien. Krüger müsse nun die Genossen am 18. d. M. einen demonstrativen Ausflug nach dem wiegende Vorwurf der Deutschen Tageszeitung" doch bewiesen, und lernen, daß die Vormacht- Stellung, nach deren Abschaffung er so Eichwalde. es wird nun Aufgabe des Vereins Berliner Preffe fein, zu erörtern, eifrig strebe, etwas wirklich Bestehendes sei. ob das Verhalten des Herrn Stephany in diesem Falle als Daily Graphic" empfiehlt jedoch, das Scheitern der Durch die Zeitungen geht die Nachricht, daß Genosse Agfter zu nehmen, weil die( Reichstags- Abgeordneter für Pforzheim) aus der Partei ausgetreten forrett zu bezeichnen ist. Herr Stephany hat unglaublich rigorofe Unterhandlungen nicht zu tragisch zu Grundfäße für die„ Voff. 3tg." proklamiert. Es genüge schon, fo Haltung Krügers bei den Unterhandlungen nicht eine solche sein soll. Dem Parteivorstand ist davon nichts bekannt. Bu fet, welche die ,, suzeräne Macht" veranlassen verlässigen Nachrichten zufolge ist Agfter dagegen erneut von hat er dargelegt, der bloße Verdacht, um einen Redacteur in diesem gewesen Blatte unmöglich zu machen. Dieser sehr anfechtbare Grundsatz- benn könnte fchärfere Maßregeln zur Anwendung zu bringen. einem hochgradigen nervösen Leiden befallen, was wohl die Verwer fann sich gegen einen Verdacht schützen? ist im Falle Stephany Das Blatt liest aus Balfours Auslaffungen über diesen Gegenstand anlassung gewesen sein mag, daß der Bedauernswerte durch allerlei felbst ja glüdlicherweise nicht befolgt worden. Sonst hätte der Verdacht, die erfreuliche Thatsache heraus, daß die britische Regierung Trans- Aeußerungen dem Gerücht Nahrung gegeben hat. Zu den Landtagswahlen in Sachsen. Der Beschluß des den die D. Tagesztg." ausgesprochen, genügen müssen, um Herrn vaal gegenüber nicht die Politit des Zwanges, sondern eine Stephany aus der Voff. Stg." zn entfernen. Indeffen wird es höhere der Geduld einschlagen werde. Geduld und fortgesetter socialdemokratischen Vereins in gwidau, fich trotz des Beschlusses der auch ohne Anwendung der rigorofen Grundsäge im Reiche Leffings diplomatischer Drud hätten bereits gute Früchte getragen. Eine Landesversammlung nicht an den Landtagswahlen zu beteiligen, angebracht sein, wenigstens die eine Frage farzustellen: ob das Gelegenheit zum Zuschlagen, wenn dies notwendig werde, könne wird in der Chemnizer, Voltsstimme" aufs schärfste kritisiert. Leider ist die bedauerliche Thatsache zu fonstatieren, daß das Chemnizer Verhalten des Herrn Stephany in Sachen der Zeichnung jener England nicht entgehen, denn Transvaal sei in Englands Gewalt. 20 000 m. den geläuterten Anschauungen journalistischer Sittlichkeit Anders und optimistischer wird die Lage in Prätoria auf- Blatt von allen sächsischen Parteiblättern das einzige ist, das für die entspricht. gefaßt. Von dort wird telegraphiert: Präsident Strüger ist aus Beachtung der Beschlüsse der höchsten sächsischen Parteiinstanz eintritt. " " Die fächsische Parteipreffe, die den Barteigenoffen mit gutem Beispiel| 1898 enthaltenen, gegen die Jutegrität des Chefredakteurs der I Beuge Dun erklärt: Herr Stephanh habe nichts weiter gethan, borangehen follte, giebt damit ein sehr schlechtes Beispiel. Mit Bossischen Zeitung" Herrn Friedr. Stephany gerichteten Angriffe als ihn hier und da um Rat zu fragen, wie er seine welchem Rechte wird sie in anderen Fällen von den Parteigenossen der thatsächlichen Begründung entbehren. Ich nehme deshalb mit fleinen Ersparnisse zweckmäßig anlegen fordern können, unter Hintansehung persönlicher Wünsche in ge dem aufrichtigen Bedauern, daß ich durch falsche, von mir für wahr tönne. Diesen Rat habe er erteilt, es habe sich dabei um keinerlei schlossener Reihe zu kämpfen nach der Direktive der Gesamtheit? Bedürfen wir doch wahrlich der Geschlossenheit und Disciplin mehr gehaltene Mitteilungen dritter zu jenen Angriffen veranlaßt bin, die wüsten Spekulationspapiere gehandelt; Herr Stephanh habe aber denn je und Sache der Presse ist es in erster Linie, solche, die das in jenen Artikeln gegen die Ehre des Herrn Stephany ausgesprochenen manchmal an den ihm empfohlenen Papieren teine große Freude erlebt. Aus den von ihm hervorgehobenen Gründen allein mag er vergessen, zur Pflicht zu rufen. Berdächtigungen zurück". Beide Parteien verpflichten fich, die Angelegenheit, die den dem Sinne nach gesagt haben, daß er die Klage zurücknehme, Gegenstand der Privatflage bildete, von weiterer Erörterung in der um nicht auch noch Herrn Stephany zu fompromittieren. Was feine angebliche Spekulations Verbindung" mit der Boff. 8tg." und der Deutschen Tageszeitung" auszuschließen. Die betrifft, so Ehefrau des Privatklägers handle Kosten des Verfahrens übernimmt Dr. Strehlke, Herr Stephany sich um folgende Thatsache: Frau Stephany habe einmal nimmt hierauf die Privatklage zurüd. Inwieweit dieser Vergleich, soweit die Person des Herrn in einem Gespräche mit ihm gesagt, daß sie und ihre Tochter einige Dr. Strehlte in Betracht kommt, moralisch zu rechtfertigen war, Ersparniffe auf der Spartaffe habe und geklagt, daß es doch möge folgendes Bild aus der Verhandlung ergeben: zu geringe Binfen gebe. Da habe er ihr gesagt, daß fie allerdings Polizeiliches, Gerichtliches usiv. -Zur Taktik der Saalabtreiberei werden zwei interessante Dokumente aus Bochum mitgeteilt. Es sind zwei Briefe von Gast wirten, deren erster an die Zahlstelle des Schneiderverbandes und deren zweiter an den Maurerverband gerichtet ist. Wir teilen fie hier mit: 1. Bedaure, Ihnen mitteilen zu müssen, daß ich für die werten Verbandsmitglieder mein Lokal herzugeben leider nicht im stande bin. Die ganze Polizeiverwaltung richtet nunmehr ihr Auge auf mein Lokal und ordnet strengere Maßregeln an, um mir die Lage immer fritischer zu gestalten. Bei den kleinsten Vergehen will die Verwaltung mich durch Strafbefehle zwingen, das aufzugeben, was ich mir vorgenommen hatte. Bin schon jetzt zweimal vorgeladen um die worden und wurden mir diesbezügliche Borhaltungen gemacht. Wie sehr ich dieses einerseits bedauerte, so muß ich andererseits mann " es Rechtsanwalt Jonas vertritt den Antrag, daß zunächst Herr ganz sichere Papiere finden könne, die doch 4 Proz. Binsen abwerfen. Chefredacteur Vollrath und Redacteur Gustav Dahms über 8 habe sich damals gerade die Gelegenheit geboten, daß das Haus die Vorgänge in der Generalversammlung vernommen werden Mendelssohn ein russisches Papier auf den Markt gab und da habe mögen, ersterer auch in seiner Eigenschaft als gerichtlicher Sach- er für die Frau St. in der Höhe ihrer Ersparnisse bei dem Herrn verständiger für das Zeitungswesen. Er behaupte, daß, als es sich Fechner verwandten Bankier Friedmann solche Papiere erworben. Frau Stephany habe ihm damals noch gesagt, ihr Chebon wisse nichts den Ersparnissen, er solle auch Emisfion von Aktien der elektrischen Hochgar nicht erst etwas davon erfahren. Später habe Stephany und und mit Konzessionsentziehungsverfahren enden. Sie sehen also aus zeichnet habe, daß er diese Aftien zu Originalpreisen erhalten. papiere errichtet, welches den Zwed hatte, Anfragen aus dem auch an die späteren Folgen denken, die daraus entstehen können handelte, der Privatfläger eine größere Summe in Aftien ge- doch davon erfahren und ihm, Dung, Vorwürfe gemacht. Zeuge Benda: Er habe ein Auskunftsbureau über Wertdem Gejagten, wie schwer es hält, für den Verband ein Lotal zu Das sei besonders darum so auffällig, als feststehe, daß die Emission Bublikum über die Bonität einzelner Unternehmungen zu be schaffen. Worin der Grund hier zu suchen ist, ist mir nicht er der deutschen Bank über die Untergrundbahn- Attien ganz bedeutend antworten und gewissenhafte Austinfte zu erteilen. Das Geschäft flärlich. Nehmen Sie mir es also nicht übel, wenn ich Ihnen das überzeichnet worden sind und andere Beichner sich mit einem kleinen sei unter seinem Namen geführt worden, Herr Dung habe ihm AusLokal verweigern muß. Es thut mir wirklich aufrichtig leid, fann Bruchteil des gezeichneten Betrages begnügen mußten, während fünfte erteilt und dabei gesagt, daß er dies mit wissen aber leider nicht anders, wenn ich mit der Behörde auf gutem Fuße Stephany die gezeichneten 20 000 m. voll erhalten habe. Sein stehen bleiben will. Arnold Linhöver. nur wenige Wochen gebauert. Klient erkläre sich diese Thatsache aus den ihm gewordenen Mit- Stephanys thue. Das Bureau sei 1894 errichtet gewesen und Zeuge Dung erklärt, daß 2. Dem geehrten Borstande gestatte ich mir schleunigst mitzuteilungen, daß Stephany in den Tagen vor der Zeichnung hinter- er vielleicht gesagt haben mag, Herr Stephany würde nichts dagegen teilen, daß ich die Zusage zu der Versammlung, welche am Mitt- einander drei Reklame- Artikel über den Kopf der Handelsredaktion haben, wenn er es wüßte, giebt aber schließlich zu, er möge auch wochabend in meinem Lokale stattfinden soll, hiermit aufheben muß, hinweg über die Hoch- und Untergrundbahn aufgenommen habe, Herrn Benda gesagt haben, Herr Stephany wisse davon, obwohl er und die Versammlung hier in meinem Lokale nicht stattfinden kann. und zum Dank dafür, daß diese Artikel in dem einflußreichen Handels- ihm thatsächlich nichts davon gesagt habe. Ich bitte, mir nichts verübeln zu wollen, da ich mit der hiesigen teil der Voss. 8tg." erschienen seien, von der deutschen Bank voll Polizei, von welcher ich in dieser Hinsicht verwarnt wurde, nicht in beteiligt worden sei. Konflikt kommen und mein Geschäft wie bis dahin erhalten will. Hochachtungsvoll zeichnet Karl Tauffenbach. " Der Gerichtshof beschließt, zunächst Herrn Geh. Justizrat 2 essing und Herrn Dung zu vernehmen. # 51 Reklameartikel Die Attien Rechtsanwalt Jonas beantragt die Vernehmung des Redacteurs 2e yn als Sachverständigen. Von seiten des Angeklagten werde es als unvereinbar mit der Stellung des Chefredacteurs einer großen Zeitung gehalten, wenn er in dem Augenblick, wo Geh Rat Lessing, der Mitbesitzer der Boss. Ztg.", bekundet: in der Zeitung Aufforderungen zur Subskription auf die Aktien eines - Zur Auslegung des Unfug paragraphen. Am Mittwoch Ich war zu Anfang des vorigen Jahres frant und hielt mich fern Unternehmens ergehen und wurde der Redacteur Genoffe Swienty vom, Boltsblatt" in Halle von Berlin auf meinem Gute auf. Dorthin erhielt ich eine anonyme wegen Verübung groben Unfugs antragsgemäß zu 14 Tagen Postkarte des Inhalts, daß gegen Dung wegen unlautererBeziehungen Haft verurteilt. Die Anklage fügte sich auf einen am 10. Mai ge- desselben zu Banten Gerüchte im Umlauf seien. Ich veranlaßte fo- für dieses Unternehmen erscheinen, Attien desselbenzeichnet. legentlich des Zimmererausstandes veröffentlichten Artikel, in dem fort, den zweiten Eigentümer der„ Voss. Ztg.", Herrn Kammergerichts- Der Privatkläger habe 20 000 Mark der elektrischen Hoch- und darauf hingewiesen wurde, daß der Zimmermeister Babel in einem rat Müller, alle Beziehungen des Herrn Dung zur„ Voss. 8tg." jo- Untergrundbahn- Gesellschaft gezeichnet. Zeitungsinserat Leute suche, während er die Forderungen der Aus- fort zu lösen. Ich hörte dann, daß Herr Stephany schon selbständig feien start überzeichnet worden, Herr Stephanh sei aber im ständigen nicht bewilligt habe. Der Vertreter der Anklage, Amts- in der Angelegenheit vorgegangen war. Gegensatze zu anderen Leuten mit der ganzen Summe berücksichtigt anwalt Weydemann, griff das Boltsblatt" in faum glaublicher Ueber das Unternehmen selbst habe die Bossische Weise an und meinte, sobald sich dieses politische Blatt in einen Zeitung" vor der Subskription drei günstige Auffäße gebracht, die Lohntampf einmenge, fäme es unter den Streifenden zu Gewalt- den Fall Dung gemacht, weil Herr Geh. Nath Lessing damals er- Beuge Mielig, Inhaber der Bankfirma S. Kaufmann u. Co., era Ich habe zunächst dem Herrn Geheimen Nath feine Mitteilung über der Chefredacteur selbst in den Handelsteil hinein gegeben habe. thätigkeiten. Als Genosse Swienth sich dagegen verwahrte, entgegnete tranft war und ich ihn vor jeder Mißstimmung bewahren wollte. flärt: Er habe Herrn Stephany auf seine Anfrage geraten, die der Ankläger, der Angeklagte könne fich, wenn er sich verletzt fühle, über ihn bei dem Ersten Staatsanwalt beschweren. Auch der Vor- Aber da ich die Empfindlichkeit des Herrn Geheimen Rats kannte, Papiere zu zeichnen und zwar unter seinem Namen, da Komfigende fagte in der Urteilsbegründung, die Arbeitswilligen wären war es mir sofort klar, daß schon der bloße Verdacht gegen Herrn missionsfirmen immer schlechter bedacht würden, als das Privatihres Lebens nicht mehr sicher. Dung, selbst wenn ein solcher noch so unbegründet gewesen wäre, publikum. Die 20 000 m. seien bar bezahlt, nachdem Herr Stephany genügen würde, die Thätigkeit des Herrn Dung in der„ Voff. 8tg." bas Geld durch Verkauf anderer Papiere flüssig gemacht. Von den ihrem Ende zuzuführen. Herr Dung beantragte selbst seine getauften Papieren seien wieder auf seinen Rat und sogar gegen Susspension und Kündigung. Ich habe beides angenommen. Herr den Wunsch Stephanys 5000 m. 3 128,90 pro Hundert verkauft, Dung hat thatsächlich vom Augenblick der Suspension an, teine Beile der Rest sei erst im Januar oder Februar verkauft worden, als ihm mehr für die Voss. 8tg." geschrieben. der Kurs hoch genug erschienen fei. -Wegen Beleidigung des Polizei- Inspektors Raschte in Mühlhausen wurde Genosse May, der Redacteur der Tribüne" in Erfurt, von der dortigen Straffammer zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Der Polizei- Inspektor hatte, wie seiner Beit berichtet, einen Parteigenossen aus eigener Machtvollkommenheit in seiner Wohnung verhaftet, der Gefängnisvorsteher hatte aber die Aufnahme des Verhafteten verweigert, weil kein Saftbefehl vorlag. Dies hatte May tritifiert und obwohl die Thatsachen unbestreitbar waren, wurde May bennoch verurteilt. Der Redacteur des„ Mühlh. Boltsblattes" Genosse Müller, ist übrigens wegen derselben Sache schon zu 1 Monat Gefängnis verurteilt worden. Kläger Stephany: " worden. Zeuge Dun: Er sei 7 Jahre im Handelsteil der Boff. 8tg." Redacteur gewesen, die letzten zwei Jahre an leitender Stelle. Herr Die interessanten Artikel. Dahms, der Schriftführer des Vereins Berliner Presse habe ihm Privatfläger Stephany bestreitet, daß es sich um„ Reklamemitgeteilt, daß der Maler Fechner, der mit ihm verfeindet sei infolge artikel" handelte. Als ihm Dr. Fuchs( Dr. Fuchs ist Archivar in eines Chefcheidungsprozesses, böse Sachen ihm nachsage. Auch von der Deutschen Bant, der Nachfolger im Amte des nunmehrigen feinem damaligen Kollegen Dr. Schlenther sei er gewarnt und ihm Abg. Diederich Hahn und hat wie dieser die Aufgabe, den Vergeraten worden, sich vor seinen Feinden zu hüten. Bald fehr zwischen der Bank und den Handelsredaktionen der Berliner Die Deutsche Bank emittierte darauf, als es sich um die Begründung des Presseklubs handelte, bürgerlichen Blätter zu vermitteln. Beleidigungsprozeß Stephany- Strehlke. habe er von dem Borstande des Vereins Berliner Breſſe die wieder die Attien der Hoch- und Untergrundbahn von Siemens u. Halste Holte Aufforderung erhalten, sich gegen Gerüchte, die ihm unlautere und bei der Deutschen Bank fand auch die Zeichnung der Aktien statt. Die prozeß, den der Chefredacteur der„ Boff. 3tg.", Herr Friedrich sich im frankhaften, neurasthenischen Zustande befunden und vergeblich u. Halste ausgearbeitet waren, überbrachte, habe er sie für höchſt interDer namentlich in Journalistenkreisen viel erörterte Beleidigungs- Beziehungen zu Banten nachsagien, zu verteidigen. Er habe damals Redaktion.) die Artikel, welche im technischen Bureau von Siemens Stephany, gegen den Redacteur der agrarischen Deutschen sich bemüht, die wahren Urheber des Gerüchts herauszubekommen. effant erachtet und geglaubt, daß sie für jeden Berliner sehr intereſſant Tageszeitung". Herrn Dr. H. Strehlte, angestrengt hat, tam Er habe seine ursprüngliche Absicht, den Rechtsanwalt Jonas zu ver- feien, weil sie ein Bild der Entwickelung des Berliner Verkehrs geftern vor dem hiesigen Schöffengericht zur Erledigung. Dem Prozeß liegt folgende Vorgeschichte zu Grunde: gaben. Hiermit wird die Beweisaufnahme, nachdem der Gerichtshof Seit dem Jahre 1896 war der die Vernehmung des Sachverständigen als thatsächlich unerheblich abgelehnt hatte, geschlossen und der vorhin mitgeteilte Vergleich Schriftsteller Dunk " " " bereinbart. Die ,, Affaire" in der Deputiertenkammer. flagen, aufgegeben, weil er sich überzeugte, daß dieser nur eine Ausfunft über die Sachlage dem Vereinsvorstande gegeben habe und Herrn Fechner tonnte er nicht verklagen, weil dieser um seinetwegen die Ehescheidungsklage gegen seine Frau eingeleitet habe. bei der Boffischen Beitung" Redacteur des Handelsteils. Er Als es sich für ihn nun darum handelte, was er zu thun habe, habe war ebenso wie der Privatfläger Mitglied des Vereins Berliner er Herrn Stephany um seinen Rat befragt. Breffe. Im Mai vorigen Jahres wurde dem Vorstande dieses Auf eine Frage des Rechtsanwalts Jonas, ob er nicht, wie in Vereins eröffnet, daß über Dung Gerüchte und Denunziationen ein- der Deutschen Tageszeitung" behauptet werde, gesagt habe, gelaufen feien, wonach er Beziehungen zur Diskontogesellschaft Stephany habe ihm verboten Neue ftürmische Auftritte haben die Dreyfus- Affaire und der unterhalten sollte, welche geeignet seien, seine journalistische Ehre zu Klagen, und ob er diese Aeußerung nicht zu Herrn Dahms gethan Skandal auf der Rennbahn vom vorigen Sonntag in der französchen herabzusehen. Es wurde auf Grund des§ 8 der Vereinsstatuten habe, erwidert der Zeuge: Es sei nicht wahr, daß der Brivatfläger Deputiertenkammer verursacht. Es liegt uns darüber folgender Bedas Verfahren auf Ausschluß aus dem Verein gegen Dunk ein- ihm verboten habe, zu flagen, er habe ihm zunächst nur gefagt: richt vor: geleitet und ihm aufgegeben, um sich zu reinigen, gegen die Vereins- Was Sie thun, muß Ihnen überlassen bleiben. Dann habe Herr Paris, 8. Juni. Präsident Deschanel teilt mit, daß er bon mitglieder Professor Fechner und Rechtsanwalt Jonas die Privat- Stephany, der kurz vorher beim Geh. Rat Lessing auf dessen Gut dem Präsidenten der italienischen Kammer ein Telegramm erhalten flage zu erheben. Aus Gründen persönlicher Natur will Dung es zu Gast gewesen und dort wohl über die unerquickliche Chefcheidungs- habe, in welchem dieser das Vedauern und die Sympathie abgelehnt haben, diese Herren zu verklagen, er erflärte fich aber bereit, die fache etwas gehört hatte, ihm gesagt:„ er habe den Eindruck gewonnen, der Kammer bezüglich der Vorfälle in Auteuil ausspricht.( An Borstandsmitglieder Leop. Kalisch und Nich. Schott zu verklagen. baß, wenn Sie eine Klage einreichen, durch welche diese unerquick haltender Beifall.) Baudry d'Asson ruft:„ Er erhielt, was er Da biefe Klagen plöglich zurüdgenommen wurden, so schloß lichen Familienverhältnisse in die Oeffentlichkeit getragen würden und verdiente!"( Lebhafte Protestrufe.) Der Präsident beendet die der Vereinsvorstand hieraus, daß die Beschuldigungen erwiesen feien ein Standal daraus entstände, fein ferneres Verbleiben in der Verlesung des Telegramms und erklärt, daß dasselbe den Archiven und Herr Dung wurde am 20. Auguft aus dem Verein ausgeschlossen. Boffischen Zeitung" nicht möglich sein würde." Aus diesem Grunde einverleibt werden wird.( Lebhafter Beifall.) Er legte Berufung an die Generalversammlung ein, die am allein habe er Herrn Dahms gesagt, daß er nicht flagen tönne und Der Präsident teilt mit, daß der Deputierte 2afies den 15. September stattfand. In dieser Generalversammlung ist den Herr Dahms habe dies wohl nicht richtig verstanden. Als dann die Minister des Aeußeren über deffen Aeußerung, betreffend die Depesche Mitgliedern die Stillschweigenspflicht auferlegt worden; fie führte Gerüchte über seine finanzielle Thätigkeit an den Privatkläger heran- Banizzardi zu interpellieren wünsche.( Murren). Minister Delcassé zu dem Beschluß, daß der Ausschluß des Herrn Dung aufgehoben traten, habe er wieder eine Unterredung mit Herrn Stephany gehabt erklärt, daß die Uebersetzung der Depesche Panizzardis 40 Tage vor und die Sache zur anderweitigen Entscheidung an den Vorstand und dieser habe ihm sofort gesagt, daß schon die bloßen Ge- dem Prozeß Dreyfus hergestellt wurde und keinerlei Veränderung zurüdgegeben wurde. Zur Ausführung dieses Generalversammlungs- richte Anlaß zu seiner Entlassung geben würden. Herr Stephany erfahren habe. Er habe weiter nichts zu sagen.( Beifall.) Beschlusses tam es aber nicht, da Herr Dung mun habe von ihm eine schriftliche Erklärung verlangt, daß er in feiner Lasies verlangt eine Diskussion über die Uebersetzung mehr seinen Austritt aus dem Verein nahm. Er unlauteren Verbindung gestanden, er habe darauf offen und ehrlich der Depesche.( Die Linte protestiert; der Präsident ruft Lasies erklärt: Sie werden mich hat dem Privatkläger auf seinen Vorhalt erklärt, daß er gesagt: Das könne er nicht, denn er habe früher einige statistische den Nedner zur Sache.) in früheren Jahren, bevor er leitender Redacteur des Handels- Arbeiten für die Diskonto- Gesellschaft geliefert. Herr Stephany nicht daran hindern zu sprechen. Der Minister hat sich teils war, einige Male statistische Arbeiten für die Diskonto- habe die Antwort erteilt: Nun. Sie werden wohl selbst einsehen, geäußert, ich habe ebenfalls das Recht zu sprechen."( ProteſtGesellschaft angefertigt habe und dafür angemessen mit 500 m. daß unter diesen Umständen Ihre Stellung bei der Zeitung unrufe.) Baudry d'Asson ruft:" Bravo Lafies!" Deschanel sagt: honoriert worden sei. Er wurde vom Amte suspendiert und haltbar ist. Dies sei ihm ohne weiteres ganz einleuchtend Wenn Sie fortfahren, werde ich die Kammer fragen, ob Sie das dann von jeder ferneren Thätigkeit an der„ Bossischen Zeitung" ent- gewesen. Er wußte, daß er in den ganzen 7 Jahren, in denen Wort erhalten sollen." Lafies: Ich begreife nicht, weshalb Sie bunden. Im Anschluß an diese Vorgänge und insbesondere an die er für die„ Voff. Btg." gearbeitet, auch nicht ein Wort aus eigen die Freiheit der Tribüne nicht respektieren. Der Minister hat unEntwickelung der Dinge in der Generalversammlung des Vereins füchtigem Interesse geschrieben, er wußte aber auch, daß er verständliche Daten geliefert und es würde der Würde der Kammer " Berliner Bresse" brachte die„ Deutsche Tageszeitung" menn er auch vollständig rein aus der Affaire heraus entsprechen, die sofortige Erörterung anzuordnen, andernfalls würden Anfang Oktober mehrere Artikel über gehen würde, doch schon der bloße Verdacht genügen würde, Sie darthun, daß Sie die Erörterung fürchten." ,, Berliner Prefkorruption", ihn aus der Redaktion zu entfernen. Er habe deshalb selbst ges Die Besprechung der Interpellation wird darauf um einen beten, ihn zu suspendieren; er habe von diesem Augenblid an Monat vertagi. Lafies erflärt: Dies beweißt, daß Ihnen die feinerlei Thätigkeit mehr für die Vossische Zeitung" entwickelt und Wahrheit mißfällt.( ärmende Protest rufe.) Lasies wird zur Ordnung gerufen. sei bald darauf definitiv ausgeschieden. " " die die Tendenz verfolgen, die Bossische Zeitung" als Organ hinzustellen, welches sich durch Preßbeteiligung beeinflussen lasse und speciell dem Kläger eine Mitschuld an solcher Breßbeteiligung nach zusagen. Es wird in den Artikeln der Versuch gemacht, den Privat- Herr Stephany bestätigte in der Verhandlung sehr häufig, fläger in die Affaire zu verwideln und ihm den Matel einer un- daß nun einmal in der Nedaktion der„ Vossischen Zeitung" nach den ehrenhaften Beteiligung an den behaupteten Machenschaften des strengen Grundsätzen, Herrn Dung anzubeften. Diese Artifel bilden den Gegenstand der von denen Herr Dung ein ausführliches Bild gegeben, gehandelt gerufen mit Eintragung ins Protokoll. Minister Strank fügt hinzu, Privatflage. werde. Die Verhandlungen fanden in dem Kleinsten Zimmer des Der zweite Vorsitzende bes Vereins Berliner Bresse, Kriminalgerichtsgebäudes statt, in welchem taum die vorgeladenen Beugen zum größten Teile Journalisten und SchriftstellerFirmin Faure wünscht die Verweisung Lafies vor einen Unter ſuchungsrat zu interpellieren. Kriegsminister Krantz rechtfertigt imter lebhaftem Beifall der Linken die von ihm angeordnete Maßnahme. Lafies unterbricht fortwährend und wird zur Ordnung " er tönne erst nach Beendigung der Untersuchung antworten und fordere Vertagung um einen Monat. Lasies ruft, zur Linken geChefredacteur Vollrath wendet: Sie sind Feiglinge!"( Lebhafte Protestrufe.) Die Blaz hatten. Den Vorsitz führte Amtsrichter Matthies, dem bon der„ Bolts- 8tg." ist in der Beurteilung des Falles Dunz anderer Wertagung um einen Monat wird mit 401 gegen Brivatlläger stehen Rechtsanwalt Michaelis und Justizrat Vorstand des Breffevereins sei nicht aus thatfächlichen Gründen Präsidenten das Wort„ Feiglinge" zurück. Der Zwischenfall ist danrit Meinung als Herr Stephany, der Ausschluß von Dung durch den 66 Stimmen beschlossen. Lafies nimmt auf Aufforderung des Dr. Sello, dem Angeklagten Rechtsanwalt Paul Jonas zur erfolgt, sondern aus bem formalen Grunde, weil er ein von ihm erledigt und die Kammer tritt in die Beratung des Unfall. Die ausgedehnte Verhandlung vor dem Schöffengericht endete jelbst als Steinigungsmittel bezeichnetes Verfahren unterlassen hat, versicherungs- Gesezes ein. und weil der Borstand an ein Vereinsmitglieb dieselben Ansprüche stelle, die die Redaltion der„ Voff. 8tg." an ihre Redakteure stellt. Die bereits in unserer gestern veröffentlichten Pariser KorIch mußte das um so merkwürdiger finden, als 14 Tage vorher refpondenz ausgesprochene Ansicht, daß Frankreich einer ernsten Herr Stephany an den Vorstand einen Brief gerichtet hat, in rise entgegen geht, wird auch von vielen anderen Seiten bestätigt. welchem er schrieb, Dunk müsse aus dem Verein Preffe heraus, aus auch eine Ministertrifis liegt in der Luft. Sie wird den demfelben Grunde, aus denen Dung aus der„ Voff. 8tg." hinaus einen zufolge erst nach dem neuen Dreyfus- Prozeß akut werden. Nach mußte. anderen in nächster Woche am Tage nach dem Grand Prix. Man Seite. mit einem Vergleich, nach welchem Dr. Strehlte in folgender Erklärung Abbitte that: „ Nach dem Ergebnis der heutigen umfangreichen gerichtlichen Betveisaufnahme habe ich mich überzeugt, daß die in den 7 Artikeln der Deutschen Tageszeitung" vom 1., 2., 8., 5., 6., 8. unb 11. Oftober mehrerer Senatoren. Von den am Donnerstag aus Paris vorliegenden Nachrichten berzeichnen wir die folgenden: Das Journal" will wissen, die Untersuchung gegen du Path de Clam werde nur vom militärischen Gesichtspunkte ausgeführt werden und zwar nach Beendigung des Prozesses Dreyfus vor dem neuen Kriegsgericht. In der Berhandlung soll die Rolle festgestellt werden, welche er im Jahre 1894 und später im Jahre 1898 mit Esterhazy gespielt hat. Du Path de Clam werde gewiß vor dem Kriegsgericht in Rennes erscheinen. Der Präsident des Rennvereins, Prinz Arenberg, hat sich mit dem Polizeipräfekten in Verbindung gesezt über die Vorsichtsmaßregeln, die bei dem am Sonntag stattfindenden Rennen in Longchamp 3 zu ergreifen sind. Grand Prix abzuraten. Die Maires einiger Ortschaften in dem Departement der Saône und Loire teilten ihrem Präfekten mit, daß sie sich dem Anschlag des Revisionsurteils widersetzen. Gewerkschaftliches. Für die Gemaßregelten wenden wir = Gerichts- Beitung. erfährt, daß die Mitglieder des Komitees der republitani haben insgesamt 45 Kinder zu ernähren. Die erwähnten schwarzen wahrscheinlich für immer zum Krüppel machen wird, wie ein Be fchen Vereinigung, die gestern bei Dupuy waren, ihm eine Listen erstrecken sich nicht allein auf unsern Ort, sondern auch auf triebeleiter einen eben der Schule entwachsenen Knaben an eine große Anzahl bestimmter Forderungen vorgelegt haben. Sie die ganze Umgegend, wo nur irgendwie Biegeleien bestehen. Infolge so gefährliche Maschine stellen fonnte. verlangten die Absetzung des Polizeipräfekten Blanc und erklärten dessen ist es also den Gemaßregelten absolut unmöglich, auf irgend Die Firma oder ihr für diesen Fall zuständiger Vertreter hat es für sonderbar, daß man von den 135 in Auteuil Verhafteten einer anderen Ziegelei der Gegend Arbeit zu erhalten. Die eine furchtbare Verantwortung auf sich geladen. An eine solche nur die lächerliche Zahl von acht zurückbehalten habe. Sie Biegeleibefizer in dem benachbarten Eggesin haben benachbarten Eggesin haben schon Maschine gehört ein erwachsener Arbeiter der freilich teurer ist, forderten die Abberufung des Polizei- Offiziers, der gestattet habe, angefangen, den Lohn zu reduzieren. Bekanntlich find als ein Junge, der pro Stunde 10 Bf. Lohn erhält! daß die Rowdies nach der Verhaftung sich Champagner dort die Hirsch- Dunderianer vertreten, die sich leider durch ihre servieren ließen. Sie bemängelten die Wahl des als merkwürdige Organisation zu Streifbrechern mißbrauchen ließen. Nationalist geltenden Untersuchungsrichters Lemercier für die Indes find diese Arbeiter jetzt zu der Einsicht gekommen, daß eine Führung der Untersuchung der Affaire von Auteuil sowie die Organisation zum Zwecke der Streitbrecherei nicht im Interesse der Der Reichsglöckner Gehlsen und der Leutnant v. Bismarck. Wahl des Kapitans Tavernier zur Führung der Untersuchung Arbeiter liegt und wollen sich nun unserem Verbande Ein zweites Untersuchungsverfahren ist soeben gegen den ehemaligen gegen Bath de Clam. Sie fragten, warum man nur die kleinen Töpfer und Siegler anih i uns an unfere solidarisch Gehlsen beim Landgericht II wegen angeblicher Erpressungen in anschließen. Reichsglödner" Joachim Gehlsen eingeleitet worden. Während Cercles geschlossen habe und nicht die großen, und wünschten die Maßregelung des Generalprokurators Bertrand und des Profurators denkenden Genossen und Kollegen mit der Bitte, den Ausgestoßenen Untersuchungshaft gehalten wird, wurde er gestern auf Requifition Feuilloley, die beide in den früheren Untersuchungen gegen Esterhazy ihre Unterstützung zu teil werden zu laffen. von außerhalb dem ersuchten Richter am Amtsgericht I, Herrn Amtsund Bath sich als äußerst milde erwiesen hätten. Sie wünschten Briefe und andere Sendungen nimmt W. Mülling, Uedermünde, richter Kroschel, zu einer mehrstündigen Bernehmung in einer ferner die Entfernung des Generals 8urlinden von Klockenberg, entgegen. neuen Sache vorgeführt. Dem Vernehmen nach handelt es sich um dem Posten des Gouverneurs von Paris. Sie forderten ferner Jena, 7. Juni. Gestern fand hier eine öffentliche 8 immerer folgende Angelegenheit: Bor verschiedenen Monaten erregte es Dupuh auf, gegen den Colonel de Kerdren einzuschreiten, dessen Regiment Versammlung statt, in welcher beschlossen wurde, die feit großes Befremden, daß ein ehrenhaftes Fräulein vom Landzu der Brigade Roget gehört, und der gesagt haben soll: Als Déroulède längerer Zeit an die Arbeitgeber gestellte Forderung eines Minimal- gericht II wegen versuchter Erpressung" mit sechs Wochen vortrat, hielten wir die Augen auf den Säbel des Ge- Stundenlohns von 35 Pf. mit allen gesetzlichen Mitteln zur Durch Gefängnis bestraft wurde. Die Verurteilte hatte acht Jahre nerals Roget gerichtet, bereit, ihm zu folgen und die Schurken und führung zu bringen. Die Zimmermeister, welche in einem Bund lang ein Verhältnis mit dem Leutnant b. Bismard Juden zu massafrieren." Sie erklärten die Versicherungen der Regierung, der Arbeitgeber im Baugewerbe" organisiert sind, haben sich trop gehabt und war Mutter eines siebenjährigen Knaben, dessen Vater der Herzog von Orleans sei nicht in Paris, für nicht völlig genügend. wiederholter Vorstellungen gänzlich ablehnend verhalten. Von der Leutnant v. Bismarck ist. Als dieser Aussicht hatte, eine reiche Dupuy scheint besonders Burlinden und Bertrand verteidigt zu haben. diesem erneuten Beschluß in Kenntnis gefezt, erflärte Heirat zu machen, ließ er Mutter und Kind schmählich in Stich, ohne Das Komitee schied ziemlich befriedigt, aber die republikanischen der Beauftragte des Arbeitgeber Bundes nach voraus sich seiner früher abgegebenen Versprechungen zu erinnern. Zwischen Gruppen, denen es Bericht erstattete, scheinen weniger befriedigt ge- gegangener Versammlung der Arbeitgeber- Organisation, daß kein ihm und der Mutter kam es daher eines Abends, als er eben von wesen zu sein. Man bildet im Stillen ein neues Mi- Grund vorliege, bon dem ablehnenden Bescheide Abstand seiner neuen Braut kam, zu einem Rencontre, bei welchem der Leutnisterium unter Führung Poincarés und unter Teilnahme zu nehmen. Darauf legten heute mittag in fast sämtlichen Ge- nant der leidende Teil war. Er denunzierte hierauf die Mutter schäften die Zimmerergehilfen die Arbeit nieder. Die Zahl der Aus- feines Kindes, doch spielte er vor Gericht keine beneidenswerte Rolle. ständigen beträgt etwa 200. Nur etwa 20 Gehilfen haben sich dem Die Angeklagte mußte aber dem Geseze nach bestraft werden. Beschluß ihrer Kollegen vorläufig noch nicht unterworfen. Die Der Leutnant dagegen erhielt den Abschied. Gehlsen hat Haltung der Streifenden ist eine besonnene und in jeder Beziehung sich nun mit Eifer des von dem Leutnant betrogenen musterhafte. Die Aussichten des Ausstandes sind für die Arbeiter Mädchens angenommen und hat unter scharfer Beleuchtung bei dem Stande der gegenwärtigen guten Bauperiode günstig, wenn des Sachverhalts eine Subscription eröffnet, um aus dem sie auch ferner einmütig zusammenhalten. Ihre Forderung ist nach Ertrage derselben während der Zeit, in welcher die Verden hiesigen Verhältnissen jedenfalls nur gerecht zu nennen. urteilte ihre Strafe verbüßte, den Unterhalt der Mutter derselben Ein Maurerstreik ist in Meerane( Sachsen) ausgebrochen. Es und ihres Kindes zu decken. Nun ist aber der frühere Leutnant, der streiten 142 Mann. durch seine Heirat zum reichen Mann geworden ist, fortgesetzt von geschrieben: Zu Gunsten der Streifenden wäre zu berichten, daß ein Ermittelungen haben nichts erbracht, was den Schluß zuließe, daß Zum Perlenarbeiter- Streit im Steinachgrund wird uns Drohbriefen und Erpressungsversuchen verfolgt worden und hat die Sache schließlich der Kriminalpolizei übergeben. Die angestellten Unternehmer die Forderungen der Arbeiter bewilligt hat; leider die ehemalige verlassene Braut hinter den Erpressungsversuchen mußten wir die Maßregelung zweier Lohnkommissionsmitglieder mit stünde, dagegen ist der Verdacht entstanden, daß Gehlsen der Sache 235 socialistische Vereine haben bis gestern abend beschlossen, auf ihr Herr im Hause" und wird uns deswegen ein fünf- bis sehr nahe steht. Um die Klarstellung dieser Angelegenheit soll es in Kauf nehmen. Desto zäher pochen aber die anderen Unternehmer fich am Sonntag nach Longchamps zu begeben. Die Klerikalen sechswöchiger Kampf noch bevorstehen. Die Maßregelung mußten sich in dem neuen Verfahren handeln. Blätter fangen an, ihrem Publikum den Besuch des diesjährigen wir mit in Kauf nehmen, weil leider die Unterstützung der deutschen Lehte Nachrichten und Depeschen. Arbeiter vollständig ausgeblieben ist. Haben wir die Lohnforderung erreicht, so sind wir auch zufrieden, denn der Bau eines Ofens von mehreren Arbeitern steht unmittelbar gestern abend, infolge Streitigteiten zwischen zwei Frauenspersonen, Köln, 8. Juni.( B. H.) In dem Vororte Ehrenfeld kam es bevor und werden wir alle Gemaßregelten, die wir bekommen sollten, in fünf bis Wochen unterbringen können. an denen sich eine Anzahl Rowdies beteiligte, zu einem großen Lyon, 8. Juni. Gestern abend kam es hier infolge der Krawall zwischen der Polizei und einer großen Menschenmenge, Arbeiter und Parteigenossen Deutschlands! Zwischenfälle in Auteuil zu und gebungen und Zusammen- Ihr erseht hieraus, daß unser Streit günstig steht und wenn Ihr sowie einige Nebenstraßen besetzt hielt. Da aus den Fenstern mit die schließlich, fortwährend anwachsend, die Hauptstraße Ehrenfelds stößen. Die Polizei schritt ein und nahm gegen 15 Vernur einigermaßen uns unterstützt, der Streik für viele unserer Ar: Steinen auf die Polizeibeamten geworfen wurde, gab der diensthaftungen vor. beiter ein leichterer sein würde. So manchem Familienvater frampft thuende Kommissar den Befehl, mit blanker Waffe einzuschreiten, sich das Herz zusammen, wenn er sieht, daß seine armen Kinder hungern wobei zahlreiche Personen durch Säbelhiebe verlegt wurden. Alle müssen, aber troßdem hält er zäh an den Forderungen, geht geschlossen mit feinen Arbeitskollegen vor, weil er weiß, daß der Sieg unser sein Gastwirtschaften und Ladenlotale mußten geschlossen werden. mit seinen Arbeitskollegen vor, weil er weiß, daß der Sieg unser sein Jedoch gelang es erst, als berittene Schugleute zur Verstärkung muß. Haben wir bisher nur vegetieren können, so wollen wir uns Bur Lohnbewegung der Steinsetzer. Die Situation ist für auch aus dem Hunger nichts machen. Der Glasarbeiter- Verband ist heranrückten, die erregte und fortwährend johlende Menge auseinanderdie Ausständigen nach wie vor eine ausgezeichnet günstige. Dies zu schwach, um genügende Unterstüßung schaffen zu können. Im zutreiben. befundet sich auch wohl darin, daß sich die Innung nun doch ent- Laufe von fünf Wochen haben wir 2000 m. erhalten. Wie wenig aus Baris: Graf Christiani erscheint bereits nächsten Dienstag Frankfurt a. M., 8. Juni.( B. H.) Die Frantf. 8tg." meldet schloffen hat, auch ihrerseits das Einigungsamt des Gewerbegerichts da auf den einzelnen kommt, ist daraus zu ersehen, daß wir in den aus Paris: Graf Christiani erscheint bereits nächsten Dienstag vorbehaltlos anzurufen. Noch mehr. Die Innung hat sich nun auch ersten 14 Tagen 260 Mann mit 800 Stöpfen und von der vor der Straffanimer wegen thätlichen Vergehens gegen Staatsbeamten in Ausübung ihres Amtes. 180 Mann mit schon offiziell bereit erklärt, in die Verlegung des Beginns der dritten Woche ab bis zum jezigen Stand Arbeitszeit von sechs auf sieben Uhr morgens einzuwilligen. Aller- 600 Köpfen zu unterstüßen hatten. Wir bauten auf das Solidaritätsso einzurichten verstanden, daß nicht eine Verkürzung, sondern im Ausnahmen, verlassen worden. Doch hoffen wir, daß unser jeziger dings hat dieselbe in dem von ihr vorgelegten Lohntarif die Sache gefühl der deutschen Arbeiter, leider sind wir bis jetzt, mit wenigen wesentlichen eine Verschiebung, noch richtiger ausgebrüdt: eine Notschrei nicht ungehört verhallen mag. Schnelle Hilfe ist doppelte 8usammendrängung der Arbeitszeit stattfindet. Es Hilfe. Mit Parteigruß die streitenden Glasperlenarbeiter im Steinach heute vormittag in einem Materialwarenladen in Batignolles ein Paris, 8. Juni.( W. T. B.) Infolge einer Explosion brach war nämlich im Steinfegergewerbe bisher üblich, daß außer den grund. Adresse: Anton Neutam, Warmensteinach in Bayern. verschiedenen Mahlzeiten noch sogenannte Fünfzehnpausen in nd aus, bei welchem zwei Menschen ihren Tod fanden. Elf Personen wurden verwundet, darunter mehrere schwer. die eigentliche Arbeitszeit fielen und zwar innerhalb einer Stunde je eine Pause von fünfzehn Minuten. Bei der zehnstündigen Monceau les Mines, 8. Juni.( W. T. B.) Der AusArbeitszeit fanden täglich fieben solcher Pausen statt, so daß die Die Massenanssperrung in Dänemark. stand, welcher gestern noch ein teilweiser war, sodaß die effektive Arbeitszeit eigentlich 81/4 Stunden betrug. Nach dem von Man schreibt uns aus Kopenhagen, den 6. Juni: Thätigkeit in den Werken aufrecht erhalten werden konnte, Die große Aussperrung hier in Dänemark geht ihren un- ist heute namentlich infolge der drohenden Haltung der Ausder Innung aufgestellten Tarif soll nunmehr aber erst immer nach veränderten Gang; sie umfaßt mun ca. 40 000 Mann, da die Arbeits- ständischen gegenüber den Arbeitenden fast allgemein ge einer bollen Stunde Arbeitszeit eine solche Pause losigkeit sich mehr und mehr auch auf diejenigen Branchen ausdehnt, worden. Für Aufrechterhaltung der Ordnung sind dreitausend stattfinden, so daß nunmehr, da man zu diesem Zwecke die Vesper- welche von dem eigentlichen Bauhandwerk abhängig sind. pause von 4 auf 4 Uhr verschieben will, nur noch vier solcher Mann Truppen zusammengezogen. Da sich heute die Drohungen Die Stimmung unter den Ausgesperrten ist vorzüglich, was und Thätlichkeiten der Ausständischen gegen die noch Arbeitenden Pausen pro Tag übrig bleiben und acht volle Stundentouren ge- namentlich bei der gestern abgehaltenen Riesendemonstration zur wiederholten, ersuchten die Arbeitgeber die Arbeiter die Arbeii einarbeitet werden sollen. Die eigentliche Verkürzung der Arbeitszeit Feier des Verfassungsfestes beredten Ausdrud fand. Ueber 40 000 zustellen, bis die Ruhe wiederhergestellt ſei. beträgt somit im ganzen pro Tag eine Viertelstunde. Arbeiter beteiligten sich an der Prozession durch die Straßen von London, 8. Juni.( W. T. B.) Unterhaus. Chamberlain erklärt, Die Steinfeger hatten in ihren Anträgen dagegen eine Kopenhagen, wobei sie Transparente trugen, welche auf die große daß die Konferenz in Bloemfontain ohne irgend ein Resultat 71/2 stündige effektive Arbeitszeit vorgesehen. Ueberdies hat Aussperrung und den Rechtsbruch der Meister bezug hatten. Auf dem abgebrochen sei. Milner habe verlangt, daß alle naturalisierten die Innung auch noch einen Zahlungsmodus ausgeheckt, der Festplatze auf dem" Nörrefälled" waren ca. 80 000 Menschen ver- Ausländer, wesche fünf Jahre im Lande gewohnt haben, das Wahlebenfalls nicht als ein Vorteil für die Arbeiters bezeichnet sammelt, die die Aufforderung der Redner, in dem Kampfe auszu- recht erhalten sollten und diese Bestimmung rückwirkende Kraft habe, werden kann. Die Steinfeger fordern bekanntlich 65 Pf. Höchstlohn halten, mit Begeisterung aufnahmen. Das Schiedsgericht, welches daß ferner der neu hinzugekommenen Bevölkerung eine angemessene pro Stunde, die Junung will 75 Pfennige zahlen, aber von dem Verein der Unternehmer und den Centralisierten Gewerk- 8ahl von Eigen in der Volksvertretung zugestanden werden sollte. dafür nur die wirklich gearbeiteten acht Stunden schaftsverbänden errichtet worden ist zu dem Zwecke, eintretendenfalls Strügers Vorschläge waren in der Hauptsache folgenden Inhalts: in Anrechnung bringen. Die Baufen, die zwischen den seinen Wahrspruch darüber abzugeben, ob bei entstandenen Konflikten die 1. Die Ausländer, welche im Lande schon vor dem Jahre 1890 geeinzelnen Stunden liegen und bisher als ganz selbstverständlich in die zwischen den Arbeiter- und Unternehmer- Organisationen geschlossenen wohnt haben, sollen naturalisiert werden und das Wahlrecht nach Arbeitszeit eingerechnet wurden, sollen jest nicht als Arbeitszeit gelten. Berträge gebrochen worden sind, und an welches die Arbeiter Verlauf von zwei Jahren erhalten. 2. Die große Masse der übrigen Zwar würden die Steinsetzer hierbei im Besize ihres bisherigen Organisationen appelliert haben, hat seine Arbeit bis jetzt noch Ausländer soll auch in zwei Jahren naturalisiert werden und das Tagesverdienstes von 6 M. bleiben, während sie nach ihrem eigenen nicht beendigt und ist sein Urteil diese Woche kaum zu erwarten. Wahlrecht fünf Jahre später, also in sieben Jahren von heute an Lohntarif täglich 15 Bf. eingebüßt hätten. Ob aber trotzdem die Die dänischen Arbeiter machen große Anstrengungen, ihren ausgerechnet erhalten. Während des Zeitraums, der sich von dem AugenSteinfeger auf das Anerbieten der Innung eingehen werden, steht gesperrten Kameraden zu helfen und in den meisten arbeitenden Branchen blid der Naturalisierung bis zur Erlangung des Wahlrechts erstreckt, noch dahin. Die bisherige Beurteilung des Innungstarifs durch die haben die Arbeiter ihren wöchentlichen Beitrag zu diesem Zwecke auf würden die Ausländer ihre jezige Nationalität aufzugeben haben große Masse der Steinfeger läßt das beinahe fraglich erscheinen. 10-12 Broz. ihres Wochenverdienstes festgesetzt. Die Ausgesperrten und feine Bürgerrechte in Transvaal besigen. Strüger machte sein AnThatsächlich würden die Unternehmer dabei auch keinen Vorteil hoffen auch auf die Hilfe ihrer Kameraden im Auslande. Schon jetzt erbieten auch von gewissen Bedingungen abhängig bezüglich der haben; fie dürften vielleicht sehr bald zu der Einsicht gelangen, daß laufen täglich Sympathieschreiben und größere oder fleinere Geld- materiellen Lage der Ausländer und des Nachweises von Bürgerrechten in die Verringerung der Fünfzehnpausen ihnen nicht den erhofften Vor- fendungen aus dem Auslande ein, man muß aber bedenken, daß den Ländern, von welchen die Ausländer gekommen sind. Es ist dagegen teil, sondern im Gegenteil Schaden bringen wird. Durch die jede statistischen Aufnahmen des Verbandes der Steinfeger ist nämlich ebe oche über 300 000 m. an Unterstügungen ausbezahlt werden noch nicht flargestellt, ob man auf der weiteren Bedingung bestehen würde, daß die Zweidrittel- Majorität der Bürger zur Bestätigung festgestellt, daß die tägliche Arbeitsleistung da am höchsten ist, wo die des erlangten Wahlrechts erforderlich sei. Krüger gab seine Einfürzeste Arbeitszeit und die meisten Pausen üblich willigung dazu, daß die Vertretung der Minendistrikte um drei Mitfind. Dagegen wird an Stellen, wo nach 12-13 Stunden glieder vermehrt werde, so daß diese Distrikte in der Volksvertretung täglich ohne je de Fünfzehnpause gearbeitet wird, nur die von 31 Sigen fünf erhalten würden. Nach diesen Vorschlägen würde Hälfte bis höchstens zwei Drittel des Arbeitsquantums geliefert, für die nächsten zwei Jahre keinerlei Aenderungen in der jetzigen wie in Berlin. Für die Arbeiter ist die Sache aber, wie gesagt, Sachlage eintreten und dann auch nur für eine kleine Minorität von wegen der sicher dadurch hervortretenden physischen Schäden be Ausländern, die 11 Jahre in Transvaal gewohnt haben. denklich. Haag, 8. Juni.( B. H.) Nachdem der größte Teil der Deles gierten der militärischen Kommission den Vorschlag Rußlands, bei der Bewaffnung der Heere teine neuen Modelle mehr einzuführen, abgelehnt, können die Arbeiten dieser Kommission als gefcheitert betrachtet werden. Berlin und Umgegend. 0 Bewilligt haben nach dem Lohntarif der Steinsetzer Körner Berlin und Penne de Charlottenburg. Achtung, Steinsetzer! Heut abend 8 Uhr, Brunnenstr. 188, große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Verkündung des Schiedsspruches des Einigungsamtes. • Der Streik der Handschuhmacher bei der Firma Dörtsen Hier wurde heute für beendet erklärt. Es haben sich eine Anzahl Arbeitswillige gefunden. Die Arbeit wurde zu den alten Bedingungen wieder aufgenommen. Deutsches Reich. Der Zieglerftreit in Ueckermünde hat sein Ende erreicht und ist zu Ungunsten der Ziegelei- Arbeiter ausgefallen. Alle Mühe der felben, in Verhandlung mit den Besizern zu treten, war vergeblich und erfolglos. Trotzdem bei Beginn des Streits 400 Biegelei Arbeiter die Arbeit niederlegten, war es doch noch ein bedeutender Teil, der weiter arbeitete, obgleich sie vorher versprochen hatten, die Arbeit niederzulegen. Die Ziegeleibefizer verstanden es hier auch wieder, den Arbeitern allerhand Versprechen und Schwindel vor zumachen, auf den diese hineinfielen. Es werden nun von den Besitzern schwarze Listen geführt, auf welchen 21 Mann verzeichnet sind, die überhaupt hier teine Arbeit erhalten sollen. Alle diese Gemaßregelten sind Familenväter und Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Ausland. müssen. Sociales. Arbeiterrifiko. Ueber einen gräßlichen Unglüdsfall in der Nähmaschinenfabrit von Seidel u. Naumann in Dresden, dem ein junges Menschenleben zum Opfer gefallen ist, berichtet die Sächs. Arbeiter Beitung" folgendes: " Paris, 8. Juni.( W. T. B.) Die erste Kammer des Civil erklärte Esterhazy für den allein schuldigen Teil. gerichtshofes des Seinedepartements erkannte heute in der Ehefcheidungsfache Esterhazys auf Trennung der Ghe und Gebiet In dieser Fabrik arbeitet eine Centrifuge, die das beim Fräsen gebrauchte Del von Fräsespänen wieder scheidet, damit es aufs neue verwendet werden kann. Die Maschine dreht sich mit rasender Schnelligkeit, sie macht elfhundert Umdrehungen in der Minute. Zur Bedienung diefer gefährlichen Maschine wurde nun ein Ostern erst aus der Schule entlassener Junge angestellt, der seit Sonnabend in der Fabrit arbeitete. Um die Späne in die Maschine schütten zu können, mußte Haag, 8. Juni.( W. T. B.) Die mit der Beratung der der Junge gar noch auf eine Kiste steigen. Gestern mun nahm er, Brüffeler Konferenz betraute Sektion nahm heute den Artikel 55 während die Centrifuge im Gange war, ihre rasenden Umdrehungen der Akte dieser Konferenz an mit folgendem Zufuzz: Die haben Krante die Befugnis, und machte, die Echaufel, um die unregelmäßig liegenden Späne aus Neutralen Verwundete zugleichen. Jedenfalls ahnte der Junge nicht, in welche Gefahr er ihr passieren vemt Lassen, Zu diese nicht auf fich damit begab oder wenn ihm etwa davon beim andere Weise vom Kriegsschauplatz entfernt werden können und Antritt seines Postens gesagt worden war, so hatte er nicht unter der Bedingug, daß diese Handlungsweise gegen beide Kriegs begriffen, wieso Gefahr für ihn bei dieser Manipulation entstehe, führenden gleichmäßig Anwendung findet; die neutrale Regierung darf weil er wahrscheinlich die gewaltige Kraft, die alles mit sich reißende dieje Verwundeten oder Kranken, sobald sie einmal auf neutralen Gebiet Gewalt der Centrifuge einer ihm neuen Erscheinung unter zugelassen sind, nur dem Lande, dem sie angehören, übereben. schäßte. Ein Ruck ein Schrei und er lag zwei Meter weit Brüssel, 8. Juni.( W. T. B.) Die internationale Konvention weggeschleudert schwer verletzt am Boden; die Schaufel hatte ihm über die Zollbehandlung von Spirituosen in mittelafrikaniſchen die Kinulade zerschmettert, große Löcher in beide Seiten der Brust Kolonien ist heute hier unterzeichnet worden. geschlagen und dazu flagte der Bedauernswerte über unsägliche Schmerzen im Unterleib, fodaß schwere innere Verlegungen zu befürchten sind. Der Fabrikarzt ordnete die sofortige Ueberführung ins Carolahaus an! Debreczin, 8. Juni.( B. H.) Die 19 jährige Primadonna des hiesigen Theaters, Eugenie Kubos, beging wegen unglücklicher Familienverhältnisse Selbstmord durch Erhängen. Kairo, 8. Juni.( W. T. B.) In Alexandrien sind gestern und Man fragt sich angesichts dieses schrecklichen Unfalls, der den vorgestern fünf neue Erkrankungen an Best vorgekommen; unter armen Jungen, wenn er überhaupt mit dem Leben davonkommt, den Erkrankten befinden sich ein Franzose und ein Grieche. Verantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Interhaltungsblatt. Nr. 132. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 88. Gizung, Donnerstag, 8. Juni 1899. 1 hr. Am Tische des Bundesrats: Graf v. Posadowsty. Die zweite Beratung des Invalidenversicherungs: Gesetzes wird bei§ 67 fortgesetzt. wollen aber erst noch den Abschluß der Beratungen über das Gesetz abwarten; dann würden sie die Frage weiter verfolgen. Die Resolution wird angenommen, ebenso ohne wesentliche Diskussion die§§ 88-101. bieten. Freitag, 9. Juni 1899. hat, ob er sie überhaupt ersetzt bekommt.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Geheimrat Kauffmann' bittet es bei der bisherigen Fassung zu belassen. Es handelt sich § 102 handelt von den Quittungstarten. Dieselben sollen nur um Pfennigbeträge und es ist nicht angängig, wegen solcher Naum zur Aufnahme von Marken für mindestens 52 Beitragswochen fleiner Summen die Abrechnung zwischen Arbeitgeber und Arbeiter eventuell zwei Jahr dauern zu lassen. Wenn der Arbeiter von seiner § 67 lautet: Scheiden örtliche Bezirke aus dem Bezirk einer Die Socialdemokraten beantragen, Raum für 53 Beitrags- Befugnis den Arbeitgeber zu mahnen, nicht Gebrauch macht, so muß Versicherungsanstalt aus, so verbleiben der letzteren in vollem Um- wochen zu lassen. Jede Karte soll 53 mit Bezeichnung der er die Konsequenzen tragen. fange das bis zum Zeitpunkte des Ausscheidens angesammelte Ver- Kalenderwoche versehene Felder enthalten.( Die Marken sollen Der Antrag der Socialdemokraten wird abgelehnt,§ 111 mögen, sowie alle bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Ver- in die Felder eingeklebt werden, deren Datum dem Datum der in der Kommissionsfassung angenommen. pflichtungen. Lohnzahlungs- Periode entspricht.) Die folgenden Paragraphen bis inklusive§ 121 werden debatteFührt die Veränderung zur Auflösung der Versicherungsanstalt, Abg. Molkenbuhr( Soc.): los erledigt. so geht deren Vermögen mit allen Rechten und Pflichten, so- Die jetzige Einrichtung der Quittungskarten hat unstreitig einen§ 122 regelt die Entscheidung von Streitigkeiten zwischen Verfern dasselbe nicht von den beteiligten Landesregierungen, den jenigen Versicherungsanstalten, welchen die Bezirke der aufgelösten bedeutenden Mangel. Ist eine Anzahl Marken in die Karte ein- ficherungsorganen, Versicherten oder Arbeitgebern usw. geklebt, so ist kein Mensch mehr in der Lage, zu beAbg. Dr. Lehr( ntl.): Anstalt überwiesen werden, übertragen oder mit der Genehmigung timmen, für welche Beitperiode die Marken gelten, und beantragt einen Busas, durch welchen Streitigkeiten, deren Entder beteiligten Landesregierungen von einer Versicherungsanstalt stimmen, für welche übernommen wird, auf den weiteren Kommunalverband beziehungs- dadurch ist eine wirksame Stontrolle der regelmäßigen Beitrags- cheidung von grundjäglicher Bedeutung erscheint, auf Antrag des weise Bundesstaat, bei gemeinsamen Versicherungsanstalten anteilig zahlung ganz unmöglich. Hat der Arbeiter in feiner Karte eine Vorstandes der Versicherungsanstalt dem Reichs- Versicherungsamt zur auf die Kommunalverbände oder Bundesstaaten über, für welche die Anzahl Marken, so muß man glauben, daß diese für die Periode, in Verhandlung und Entscheidung überwiesen werden sollen. der er in Arbeit gestanden hat, auch eingeklebt sind. Durch den Versicherungsanstalt errichtet war. Geheimrat Kauffmann Mangel wirtsamer Kontrole entgehen der Versicherungsanstalt EinDer Umfang, in welchem bei Auflösung einer gemeinsamen Bersicherungsanstalt die Kommunalverbände oder Bundesstaaten an dem Uebergange des Vermögens zu beteiligen find, wird, sofern darüber eine Einigung nicht zu stande kommt, durch den Bundesrat, oder, wenn nur Kommunalverbände eines Bundesstaates beteiligt find, durch die Landes- Centralbehörde bestimmt. Abg. Stadthagen( Soc.) beantragt, Absatz 2 und 3 zu § 67 wird, unter Ablehnung des socialdemokratischen Antrags, angenommen, ebenso§§ 68-71. $ 72 lautet: Name und Wohnort des Vorsitzenden und seiner Stellvertreter find im Bezirke des Schiedsgerichts von der LandesCentralbehörde amtlich zu veröffentlichen und dem Reichs- Verficherungsamt mitzuteilen. streichen. Abg. Stadthagen( Soc.) beantragt, hinter Stellvertreter" 311 sezen: sowie der Beifizer" und bittet um Annahme des Antrages mit Rücksicht auf vielfach außerhalb des Hauses geäußerte Wünsche der Arbeiter. Abg. Stadthagen( Soc.) nahmen. Wir haben nun eine andere Einrichtung der Quittungs- fann ein Bedürfnis für eine solche Bestimmung nicht anerkennen. farte vorgeschlagen: fie soll mit Wochenrubriken mit Datum versehen Es tönnen auch sehr verschiedene Auffassungen darüber herrschen, ob werden und die Starte foll jeweilig für ein Kalenderjahr gelten. es eine Sache von grundsätzlicher Bedeutung ist oder nicht. Ich Dann kann man noch nach Jahren feststellen, ob in einer bestimmten bitte deshalb, den Antrag abzulehnen. Zeit die Beiträge entrichtet worden sind. Wird zum Beispiel festAbg. Dr. Hitze( C.) gestellt, ein Mann hat in den ersten zwei Wochen des Jahres 1899 gearbeitet, und für diese ersten zwei Wochen sind keine Marken in der hat dieselben Bedenken gegen den Antrag, will jedoch vorläufig in Karte, so ist erwiesen, daß, der und der Unternehmer seine Pflicht ver- weiter Lesung für ihn stimmen. fäumt und die Beiträge nicht entrichtet hat. Es können die Beiträge noch Abg. v. Loebell( t.) Jept ist es mit dem Nachkleben würde gern den Antrag annehmen, hält aber auch die hier vors nachträglich eingezogen werden. außerordentlich schwierig. Oft behauptet ein Mann, der eine Rente geschlagene Fassung für unannehmbar und hofft, daß bis zur dritten nachsucht, aber nicht die nötige Anzahl von Marken in der Karte hat, Rejung eine beijere Fassung gefunden werden wird. er hätte so und soviel Wochen gearbeitet; jezt kann er aber nicht Der Antrag Lehr wird hierauf mit großer Mehrheit aneiner Karte mit Datum fönnte er nachweisen, daß er zu der und nachweisen, wann der Arbeitgeber feine Pflicht versäumt hat. Bei genommen. Der§ 122 in der so abgeänderten Fassung ebenfalls. der Zeit da und da gearbeitet hat, dann wäre die nach- Desgleichen§ 123. vont trägliche Einziehung der Marken Arbeitgeber immer§ 124 fest fest, daß Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und so tann möglich, und so § 72 wird, unter Ablehnung des socialdemokratischen Antrages, kommen. Ich möchte Eie deshalb bitten, unserem Antrage zuzu- von der unteren Verwaltungsbehörde und da, wo Rentenstellen betann der Versicherte zu feinem Rechte Arbeitnehmern über die Berechnung und Anrechnung der Beträge angenommen. stimmen. Ich weiß zwar, daß das Bedenken dagegen erhoben wird, stehen, von dem Vorsitzenden derselben endgültig entschieden werden § 73 fällt fort. $ 74 handelt von der Berufung, den Verhandlungen und den die Karten müßten zu oft umgetauscht werden. Sicher ist ja, daß sollen. die Karten erneuert werden müssen, aber das wäre nicht ein so großer Entscheidungen der Schiedsgerichte. Uebelstand. Es wird aber auch geltend gemacht, daß die Karten an beantragt, daß diese Streitigkeiten von den Gewerbegerichten entAbg. Stadthagen( Soc.) einem bestimmten Tage umgetauscht werden müssen. Das ist aber schieden werden sollen. Meistenteils sind derartige Streitigkeiten beantragt, die Bestimmung einzufügen, daß der Rentenerwerber in nicht der Fall. Man kann z. B. eine Karte gelten laffen vom 1. Mai mit Lohnstreitigkeiten verbunden. Mir ist kein Fall bekannt, wo sie der Wahl der von ihm zu bestellenden Bevollmächtigten nicht be- 1899 bis zum letzten April 1900. Dann wird die erste Marke in von solchen völlig losgelöst gewesen waren. Wenn man daher schränkt sein solle. Er beantragt ferner, daß die Entscheidungen des der ersten Maiwoche die letzte Marke in der letzten April- unangenehme Komplikationen vermeiden will, so muß man die EntSchiedsgerichts spätestens 3 Wochen nach ihrer Verkündigung den Par- woche eingeklebt werden und der Umtausch wird immer fcheidung den Gewerbegerichten überlassen. Nur, wo solche nicht teien zugestellt werden sollen. In seiner Begründung führt er aus, nur an dem Tage zu erfolgen haben, an dem die Karte vorhanden sind, soll die untere Verwaltungsbehörde beziehungsweise daß ein ähnlicher Antrag bereits bei Gelegenheit der Unfall: gelöst war. Ferner hätte eine Karte mit Wochendaten den die Rentenstelle in Betracht kommen. bersicherungs- Novelle gestellt, aber leider in der Kommission, wenn Borteil, daß die Krankheitsbescheinigungen sofort erbracht werden§ 124 wird, unter Ablehnung des socialdemokratischen Antrages, auch mit geringer Mehrheit, abgelehnt worden sei. Während das fönnen. Bekanntlich werden die Wochen, in denen ein Versicherter angenommen, ebenso die folgenden bis§ 127 inkl. Justizministerium für die ordentlichen Gerichte bestimmte Konsulenten trant ist, als Beitragswochen gerechnet. Bei einer Karte mit befestiegen könne, fehle beim Reichs- Versicherungsamt eine solche Bestimmtem Datum können die Krankenkassen in den Monaten, in die stimmung; so habe die Zurückweisung des Abg. Schmidt unangenehmes denen der Betreffende die ganze Woche krant war, einen Stempel Aufsehen erregt, zumal die Begründung, mit der sie begleitet gewesen. hineinießen. Dann ist mit dem Umtausch der Karte sofort die Es sei weit wichtiger, dafür zu sorgen, daß die Arbeiter durch Männer Krankheitsbescheinigung da. Heute denken die meisten Leute erst ihres Vertrauens Gewerkschaftssekretäre, Arbeiterführer 2c. sich daran, sich solche Bescheinigungen zu verschaffen, wenn sie einen vertreten lassen können, als Schutz gegen ungeeignete Konsulenten Rentenanspruch erhalten wollen. Dann ist es häufig zu verschaffen. Wolle man das Vertrauen der Arbeiter zu den hier zu spät. Die Stasse egistiert nicht mehr, oder thre geschaffenen Einrichtungen gewinnen, so dürfe es nicht vorkommen, Bücher sind nicht mehr vorhanden. Vor allen Dingen daß Männer ihres Vertrauens zurückgewiesen werden. Der zweite ist aber auch eine gewisse Stontrolle nötig, wie weit vielleicht die ist durchaus dafür, daß die Mittel der Anstalten zum Bau von zu§ 74 gestellte Antrag bezwecke die Beschleunigung des Selbstversicherten in regelmäßiger Beitragszahlung gehen. Bei dem Arbeiterwohnungen verwandt werden sollen, natürlich gegen ange= Verfahrens. Die vorgeschlagene Frist von drei Wochen fei jetzigen System kann ein Selbstversicherter sich im Jahre 10 Marten messene Berzinjung. wirklich nicht zu kurz gefaßt. In drei Wochen könne ein gefälltes faufen, dann hat er seiner Pflicht dem Gescẞe gegenüber genügt. Abg. Röficke( wildlib.) beantragt einige redaktionelle Aendes Urteil bequem ausgefertigt, geschrieben, abgeschrieben und zugestellt werden diese Rubriffarten eingeführt, dann kann event. der Conrungen. sein. Es dürfe nicht vorkommen, daß wie es leider der Fall ge- troleur durch Abstempelung verhindern, daß Verschiedenes nachgeholt Abg. Site( C.) erklärt, er habe nur im Juteresse des schnellen wefen die Zustellung eines Urteils dreieinhalb Monate dauere. wird, was nach dem Geseze nicht stattfinden soll. Dann kann auch Zustandekommens des Gesetzes darauf verzichtet, einen Antrag zu Gewiß sei der Nachteil bei der Unfallversicherung größer als bei der den Arbeitgebern ein gewisser Kredit von 4 bis 6 Wochen einstellen, dahin gehend, daß die Anstalten gezwungen werden sollen, vorliegenden Materie, umso nötiger fei es, daß hier ein Vorbild geräunnt werden, so daß nicht jede Woche geklebt zu werden braucht. Gelder den Wohnungsgenossenschaften zur Verfügung zu stellen. geschaffen werde, welches alsdann sicher bei der Unfallversicherungs- urz, die Datumskarte hat so viel Vorzüge, daß die geringen Nach-§ 129 wird mit den vom Abg. Röficke gewünschten Aenderungen Novelle Nachahmung finden werde. teile nicht ins Gewicht fallen. angenommen, ebenso§ 130. Geheimrat Kauffmann hat gegen den Antrag, der die Zustellung der Entscheidung betrifft, nichts einzuwenden, bittet dagegen den anderen Teil des Antrags abzulehnen. Abg. Lenzmann( frs. Vp.) findet es durchaus angemessen, daß die Grundfäße der CivilprozeßOrdnung auf diese Schiedsgerichte Anwendung finden. Damit erhöhe man lediglich das Ansehen dieser Gerichte. Abg. Trimborn( C.) hält es doch für bedenklich, grundsäglich jeden ale Bevollmächtigten zuzulassen. Das Gericht müsse freie Hand haben, ungeeignete Elemente abzuweisen. Abg. Stadthagen( Soc.): Direktor im Reichs- Versicherungsamt Dr. Woedtke: Die Regierung hat wiederholt ihre Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben, eine Aenderung der Quittungskarten in Erwägung zu ziehen, sobald dies Gesez zur Verabschiedung gelangt sein wird. Steinesfalls fam die Regierung aber dem Antrag Molkenbuhr zustimmen, welcher dem Bundesrat eine gebundene Marschrute in dieser Beziehung vorschreibt. Abg. Nöficke- Dessau( wildlib.) bittet ebenfalls, den Antrag abzulehnen. Gewiß ist es auch mein Wunsch eine bessere Kontrolle durch die Quittungsfarten zu erreichen, auf dem Wege des socialdemokratischen Antrages ist das aber nicht möglich. Abg. Moltenbuhr( Soc.): Abg. v. Löbell( f.) § 128 setzt fest, daß Berichtigungen der Quittungskarten durch die Kontrolle ausübenden Organe erfolgt. Abg. Stadthagen( Soc.) beantragt, daß dieselbe Bestimmung auch für die Erneuerung der Quittungsfarten gelten soll. Geheimrat Kauffmann erklärt fich dagegen. § 128 wird, unter Ablehmung des socialdemokratischen Antrages, angenommen. Bei§ 129, welcher die Vermögensverwaltung behandelt, kommt Abg. von Salisch( t.) auf die Wohnungsfrage zu sprechen. Er Die§§ 130a- 130e find von der Kommission neu eingefügt und behandeln die Schutzvorschriften. fuffion über diese Paragraphen zu verbinden. Auf Antrag des Abg. Singer( Soc.) wird beschlossen, die Dise Abg. Richter( frf. Bp.) beantragt, alle diese Paragraphen zu streichen. Abg. Fischbeck( frs. Bp.) ( unverständlich, da er der Tribüne den Rücken fehrt) begründet den Antrag Richter. Er führt aus, daß die Einfügung von Schutzund einen Eingriff in die Befugnisse der Berufsgenossenschaften dar vorschriften unvereinbar jei mit dem Charakter des ganzen Gesetzes Abg. Singer( Soc.): Ich hoffe, daß das Haus dem Verlangen des Abg. Nichter auf Streichung der Schutzvorschriften nicht nachkommen wird. Wenn es der Majorität des Reichstags ernst mit der Absicht ist, ein Gesetz zu schaffen, das Millionen von deutschen Arbeitern Vorteile bringen soll, dann muß sie hier die Vorschläge der Kommission acceptieren. vorgetragen, ist bei seiner principiellen wirtschaftlichen Auffassung nicht Daß der Abg. Fischbeck den Standpunkt einnimmt, den er hier vorgetragen, ist bei seiner principiellen wirtschaftlichen Auffassung nicht verwunderlich. Verwunderlich ist nur, daß er mit dieser Auffaffung in dem internationalen Komitee für Arbeiterschutz sizt.( Sehr gut Denn die Verweigerung von Schuhvorrichtungen für Leben und Gesundheit der Arbeiter steht doch im Widerspruch zu den elementarsten Forderungen jedes Arbeiterschutzes überhaupt. Wenn Ich bitte Sie, entgegen den letzten Ausführimgen, den Teil unferer Ausführungen, der sich auf die Beistandsfreiheit bezicht, an- Es iſt ja von den verbündeten Regierungen anerkannt, daß das nehmen zu wollen. Auch in der Civil- Prozeßordnung haben Sie gegenwärtige System ein mißliches ist und versprochen worden, eine das Princip, das Sie beibehalten wollen, durchbrochen. Damals Besserung in dieser Hinsicht zu schaffen. Nun, ich glaube, daß unser Vorschlag thatsächlich eine Verbesserung bedeutet. Als die gegen habe ich in Uebereinstimmung mit dem Herrn Abg. Gamp das Princip vertreten, daß es wichtig ist, den Beistand nicht zu wärtig im Gebrauch befindlichen Karten eingeführt werden sollten, das Princip vertreten, daß es wichtig ist, den Beistand nicht 3 war es sehr schwer, die Leute an ein so verrücktes System zu gehindern, sondern jeden zuzulassen. Glauben Sie, daß die Arbeiter in irgendwie erheblicher Anzahl zu unwürdigen Elementen ihre wöhnen. Niemand konnte es verstehen, weshalb die Marken alle Zuflucht nehmen werden? nacheinandergeklebt werden sollten und nicht Pausen im Kleben Sie werden sich vielmehr im Allgemeinen durch Angehörige ihrer Organisationen vertreten lassen. gemacht werden sollten, wo Pausen in der Arbeit eintraten. Wir Nachdem wir den Fall mit dem Abg. Schmidt- einem Mann, den schlagen daher die Datumfarten vor, die eine genaue Kontrolle Sie alle als einen ruhigen rechtlichen Menschen kennen erlebt ermöglichen. haben, müssen wir sagen: Gebranntes Kind scheut das Fener. Uebrigens was heute diesem, passiert morgen jenem: wir erleben bezweifelt, daß bei den Datumfarten die Marken immer an die man in einem Komitee für Arbeiterschutz wirten will, so muß man es vielleicht, daß bei vorkommender Gelegenheit der Vorsteher eines richtige Stelle geklebt werden. Wenn wir auch dem Grundgedanken hingehen mit dem Entschluß, der Unternehmerklasse diejenigen Laften Latholischen Gefellenvereins zurückgewiesen wird mit der im Falle des Antrages. Moltenbuhr sympathisch gegenüberstehen, so können aufzuerlegen, die zum Schutz der Arbeiterflafse eben notwendig Schmidt beliebten Begründung: weil du es so gut verstehst, betreibst wir ihn in der vorliegenden Fassung doch nicht annehmen. Wir find. Mit einigen Phrasen macht man die Arbeiterklasse heutzutage Die Arbeiterklasse du es zu geschäftsmäßig. Im Civilprozeß hat man die Lücke aus- haben das Vertrauen zum Bundesrat. daß er ein allen Wünschen nicht mehr glauben, man fei arbeiterfreundlich. gefüllt meiner Anficht nach nicht in glücklicher Weise, aber man hat entgegenkommendes und doch praktisches Berfahren anordnen wird. verlangt heute Handlungen, und davon ist Herr Fischbeck fehr weit fie doch ausgefüllt: schon das ist ein Fortschritt. Man mag deshalb,§ 102 wird darauf unter Ablehnung des socialdemokratischen entfernt. Die Ausführungen des Abg. Fischbeck standen auch in schreiena wenn man unseren Antrag nicht annehmen will, etwa hereinſegen: Antrages angenommen. Mitglieder von Berufsvereinen dürfen nicht zurückgewiesen werden. Die folgenden Paragraphen gelangen debattelos zur Annahme. dem Widerspruch zu der Abstimmung seiner Parteigenossen in der Kommission. Diese haben Bei§ 111, der von der Entrichtung der Beiträge durch die BerEchon eine solche Bestimmung würde von Wert sein. Die Bedie Einfügung hauptung des Abg. Trimborn, daß unsaubere Elemente in erheblicherten handelt und den Anspruch des Versicherten gegen den Arbeit dieser Paragraphen gestimmt. Herr Fischbeck mag sich nun mit seinen hauptung des Abg. Trimborn, daß unsaubere Elemente in erheb licher Anzahl sich als Konsulenten herandrängen würden, teile ich geber auf Erstattung der Hälfte des Betrages mir bis zur nächst- Specialfollegen auseinandersetzen. Die Gründe, die er vorgetragen, nicht, weil ich den organisierten Arbeitern, ob mun Socialdemokraten folgenden Lohnzahlung gelten läßt, beantragen die Socialdemokraten, führen in ihrer Stonsequenz zur Proklamierung des Grundsages: die oder nicht, die Fähigkeit zutraue, solche Elemente herauszufinden. innerhalb der durch§ 196 des Bürgerlichen Gesetzbuches bestimmten ruinieren, ohne daß die Gesetzgebung das Recht hat, etwas dagegen lettere Beschränkung ganz fallen zu lassen, eventuell den Anspruch Unternehmerklasse darf unheimlich schnell die Gesundheit der Arbeiter Ich bitte Sie, teine Bevormundung für die Arbeiter einführen zu Verjährungsfrist gelten zu lassen. zu thun. Wir wollen abwarten, ob die Majorität dieser wollen und im Interesse des Vertrauens, welches die Arbeiterschaft gefeggebenden Körperschaft derselben Meinung ist. Bezeichnend zu den geschaffenen Organisationen fassen soll, unseren Antrag ant ist schon allein der Umstand, daß die Nechte in der Kom zunehmen. Der jetzige Zustand enthält eine ungerechte Bevorzugung der mission diesen Standpunkt vertrat. Das zeugt für die WahlArbeitgeber vor den Arbeitern. Der Arbeitgeber hat das Recht, verwandtschaft zwischen diesen Herren und Herrn Fischbeck. Die bei jeder Lohnzahlung den Betrag für die Marken dem Arbeiter ab- Rechte verlangt stets und mit großer Verve Schutzmaßregeln gegen zuziehen, während der Arbeitnehmer nach der nächsten Lohnzahlung die Schädigung der Gesundheit des Viehs. Die Herren können feinen Anspruch an den Unternehmer verlieren soll. Oft läßt der sich aber nicht dazu entschließen, dieselbe Vorsicht auf die Arbeitgeber den Lohn durch einen Laufburschen an die Arbeitsstätte Menschen zu übertragen und dafür zu sorgen, daß auf schicken und in solchen Fällen besonders ist es für die Arbeiter schr Grund der vorliegenden Vorschriften Zustände geschaffen werden, hiver, den Arbeitgeber zu mahnen, seinen Markenbeitrag zu ent die die Arbeiter vor dauernder Schädigung ihrer Gefundheit Wenn man die Ausführungen des Herrn Fischbeck hört, so, Abg. Trimborn( C.) hält seine früheren Ausführungen aufrecht. § 74 wird, unter Ablehnung des ersten und Annahme des zweiten socialdemokratischen Amendements, angenommen. Die folgenden Paragraphen gelangen debattelos zur Annahme. Bei§ 87( Auszahlung der Renten) beantragt Abg. Graf v. Bernstorff- Uelzen( Welfe) die Amahme folgender Resolution: Der Reichstag wolle beschließen, an den Herrn Reichskanzler das Ersuchen zu richten, bei der Anszahlung der Nenten ein einfacheres Verfahren einführen zu wollen. Geheimrat v. Wödtke Abg. Molkenbuhr( Soc.): kleiner Summen von den Arbeitern sehr ungern mahnen und richten. Ueberhaupt lassen sich die Unternehmer wegen solch wenigstens zum Teil bewahren. für ivenu fie nicht gleich gleich gemahnt werden, werden, so verliert der fagt man sich nun wird es nicht mehr lange dauern, da Arbeiter seinen Ausspruch überhaupt. Diese Härte muß unbedingt wird der Centralverband deutscher Industrieller ihn zum teilt mit, daß die Regierungen bereits in Erwägungen darüber ein aus dem Gesetz entfernt werden, daß der Arbeiter erst die Beiträge Ehrenmitglied ernennen.( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) getreten jeien, wie ein einfacheres Verfahren zu erzielen sei. Sie für den Unternehmer auslegt und nachher noch das Risiko zu tragen Sein Widerstand gegen die beabsichtigten Schutzvorschriften wurzelt tommt, er = war. In seinen Schlußausführungen: Wir müssen die Unternehmer vor| jene Vorschläge auch praktisch find, und die Zweifelhaftigkeit dieser Frage beitergefundheits- Schutzbestimmungen im§ 120 a( Abg. Size: Doch! der Polizei schützen! Die Polizeikontrolle stelle einen Eingriff in nötigt mich, auf die jetzige Lage der Gesetzgebung betreffend die Be- Präsident Graf Ballestrem ersucht den Abg. Hize, die Zwischenrufe das Recht der Unternehmer dar! Es müsse dafür gesorgt werden, aufsichtigung der Fabriten und gewerblichen Unternehmungen näher zu unterlassen. Heiterkeit.) Alles was hente gesagt wurde von der daß die Unternehmer die Herren im eigenen Hause bleiben! Daß einzugehen. Solche Schutzvorschriften können gegenwärtig durch den Notwendigkeit der Bestimmung zur Bekämpfung der Tuberkulose kann man gegenüber einer Forderung, Organe zu schaffen im Interesse der Bundesrat, die Landes- Centralbehörden oder auch durch polizeiliche gefagt werden für den größeren Gebrauch dieses§ 120a, aber hierher Gesundheit der Arbeiter, die Behauptung aufstellt: es handle sich um Verordnung erlassen werden. Die Ausführung dieser so erlassenen gehört es nicht.( Sehr gut! b. d. Freis.) Der Abg. Singer hat es so dareine Expropriation der Unternehmer überhaupt das war ich Schutzvorschriften kann wiederum durch beauftragte Organe der gestellt, als sci Fischbeck ein Geguer jeder Schutzvorschrift für Arbeiter, sonst nur gewöhnt, von denjenigen zu hören, die einfach den Grunds ordentlichen Polizeibehörde oder durch die Gewerbe- Aufsichtsbeamten aber er hat sich damit selber widersprochen, denn er hat selbst hervorfazz der Macht proflamiert haben gegenüber den Arbeitern, die alle vorgenommen werden. Ferner ist den Jungen durch§ 94c der gehoben, daß Fischbeck die Notwendigkeit der Unfallverhütungsvor staatlichen Gewalten anwenden wollen, um die Arbeiter niederzu Gewerbe- Ordnung ebenfalls das Recht erteilt, solche Vorschriften zu schriften anerkannt hat. Das sind doch nicht die besten Aerzte, die halten, aber noch nie von Leuten, die glauben machen wollen, sie erlassen und durch besondere Beauftragte in den zu der Juming ge- die meisten Rezepte verschreiben.( Lebhafter Beifall bei den Freihätten auch fociale Empfindungen. Die Befürchtung des Herrn Fisch hörenden Betrieben überwachen zu lassen. Noch nicht genug, meinte finnigen und rechts.) Es giebt Leute, die frank werden, weil bed, daß man die polizeiliche Kontrolle vermehren wolle, ist auch Herren! Nach§ 103a Abs. 1 gilt dasselbe auch von den Handwerker- ihnen zu viel Rezepte verschrieben werden.( Sehr gut! bei den Freifachlich gar nicht begründet. Die Kontrolle soll ja mur durch die kammern. Das scheint mir in der That eine große Zahl von Special- sinnigen.) Wir haben manchmal mit Ihnen( zu den Socialdemokraten jenigen Organe ausgeübt werden, in denen die Unternehmer ebenso bestimmungen zu sein. Es ist aber bisher nicht der Nachweis geführt, allein für arbeiterfreundliche Anträge gestimmt, aber das verpflichtet gut vertreten sind, wie die Arbeiter. Herr Fischbeck könnte sich aber daß diejenigen Leute, die sich durch eine große Anzahl von Specia- uns doch nicht, unter dem Titel„ Arbeiterfreundlichkeit" alles hinzugar nicht schärfer ausdrücken, wenn die Arbeiter allein über die Ein- listen behandeln lassen, länger leben, als die, welche sich nur dem nehmen.( Sehr richtig! bei den Freisimmigen.) Herr Singer stellt richtung der Fabriken die Entscheidung bekommen sollten. Hausarzt anvertrauen.( Heiterkeit.) Es liegt die Gefahr vor, daß es so dar, als liege die Ablehnung dieser Bestimmung im Interesse Den besonderen luvillen des Herrn Fischbeck hat der Umstand sich die verschiedenen Specialisten entgegenarbeiten. Wenn alles der Unternehmer. Das ist wieder ein Widerspruch. Er führte doch erregt, daß wir nicht auch für Strafbestimmungen für Arbeiter, die genau so durchgeführt würde, wie es hier im Gesetz steht, würden selber aus, daß die Durchführung der Bestimmung im finanziellen den Vorschriften der Invalidenversicherung nicht nachkommen, Sorge die Fabritbesiger nicht mehr zwei glüdliche Tage Juteresse der Unternehmer liege, weil sie durch die Verhütungsgetragen haben. Nun, wir hatten schon das volle Vertrauen zu den im Jahre haben. Der berechtigte Hausarzt für alle die lebel ist vorschriften von großen Lasten befreit würden. Wir wollen doch nicht Freunden des Herrn Fischbeck gehabt, daß sie das schon nachholen jedoch der Gewerbe- Aufsichtsbeamte. Es sind auch von den Gewerbe- verkennen, daß uns eine tiefe Kluft principiell von Ihnen trennt. werden( Sehr gut! bei den Socialdemokraten), daß fie Be Aufsichtsbeamten eine ganze Anzahl Vorschriften zum Schuße der( Sehr richtig! bei den Freisinnigen.) Sie sind überhaupt Gegner stimmungen zu Ungunsten der Arbeiter werden hineinbringen wollen. Arbeiter vorgeschlagen und vom Bundesrat beschlossen worden. der Privatbetriebe. Sie wollen fie verstaatlichen, oder wie Sie auch Herr Fischbed vergißt in seinem Eifer gegen die Schutz- Leider ist dieser Hausarzt so überlaftet, daß ein großer Teil seiner sagen, vergesellschaften. Sie glauben, daß die Privatbetriebe, je borschriften gänzlich, daß es sich hier gar nicht um Bestimmungen Patienten ihn das ganze Jahr nicht zu sehen bekommt( Sehr richtig! mehr sie eingeschränkt und drangjaliert werden, um so eher reif ( Bravo! bei den Freisinnigen, von der Art handelt, die er so fürchtet. Der Kontrolle follen hier bei den Socialdem.) und hier schaffen Sie am besten Abhilfe in der werden für Ihre Verstaatlichung. Das unterscheidet uns von ja nur diejenigen Betriebe unterworfen werden, die bis jetzt noch Weise, daß Sie in den Einzellandtagen Ihren Einfluß den Nationalliberalen und rechts.) gar keine oder doch nur eine unzureichende Kontrolle haben. Es dahin geltend machen, daß die Zahl der Gewerbe- Aufsichtsbeamten Ihnen wie Feuer und Wasser.( Bravo! bei den Freisinnigen und handelt sich hier um die Kontrolle auf Werstätten und Bauten, vermehrt wird.( Sehr richtig! rechts, Lachen links.) Wenn Sie aber rechts.) Sie wollen die Verstaatlichung der Privatbetriebe, wir wollen die deren Notwendigkeit gar keinem Zweifel unterliegen kann. Ich er- hier wieder eine neue Kategorie von Beamten schaffen, so kann das Privatbetriebe erhalten, nicht der Unternehmer wegen, sondern weil innere daran, daß die Ofenarbeiter jetzt bei unverglasten Fenstern mur Anlaß zu schweren Konflikten zwischen diesen, den Gewerbe- das gesamte Wirtschaftsleben der Nation ohne Privatbetriebe in oder bei offenem Coatsfeuer arbeiten müssen. Ich erinnere Aufsichtsbeamten und den Beamten der Berufsgenossenschaften hohem Maße verfünimern müßte, von der wirtschaftlichen und poli an die Arbeit in Räumen, tischen Knechtung abgesehen, die der alleinige Staatsbetrieb mit Metalle gebeizt werden, bieten. 100 ( Lebhafter Beifall bei den Freisinnigen denen giftige Gase entströmen. Diese Arbeit ist so furchtbar schädlich Ich bin gewiß der Ansicht, daß die Unternehmer gerne noch sich bringen müßte. Wir wollen nicht auf der schiefen und so gefährlich, daß unbedingt eine Kontrolle geschaffen werden größere Opfer zum Besten der arbeitenden Bevölkerung bringen und rechts.). zum Sozialismus muß, um die Gefahr wenigstens einzuschränken. Ich richte aber die werden. Wenn sie aber diese Opfer bringen sollen, müssen sie auch Ebene dieser Bestimmung dringendste Bitte an den Reichstag, diese Paragraphen anzu- die Gewähr haben, daß diese Opfer der gesamten deutschen Industrie hinabgleiten. Sie haben sich gehütet, aus der Regierungsvont 1889 die Strafbestimmungen gegen Arbeit nehmen. in gleichem Maße auferlegt werden. Wenn Sie aber die Schußvorschriften vorlage Nach dem Bekanntwerden der Annahme der Schutzbestimmungen provinziell begrenzen, tönnen Sie den Zustand herbeiführen, daß die In- nehmer, die die Verhütungsvorschriften nicht beachten, in die in der Kommission hat sich in der Preffe eine Bewegung fundge- buftrie eines Bezirts unter viel schwereren Produktionsbedingungen ar- vorliegende Bestimmung mit hinüber zu nehmen. Das zeigt die geben. Allen voran ging die Kreuz- Zeitung". Die gesamte Scharf- beitet wie die tonfurrierende eines anderen Bezirks.( Schr richtig! rechts.) Einseitigkeit Ihrer Vorschläge. Herr Hize hat die Bestimmungen macherpreise, die von der" Post" inspiriert wird, ist gefolgt. Selbst- Das würde schwere Unzufriedenheit erregen. Ich möchte Sie deshalb als eine Art Ergänzung zu den Unfallverhütungs- Vorschriften beverständlich haben sich auch die Unternehmerverbände diesem Protest dringend bitten, den Weg zu gehen, den ich Ihnen angedeutet habe. zeichnet. Das sind sie nicht; sie gehen über alles hinaus, was bisher auf diesem Gebiete vorhanden Wer die Inangeschlossen. Es ist nun sehr charakteristisch, daß in der Zeit, wo unter( Lebhaftes Bravo! rechts.) validität verhüten will, muß die Krankheit verhüten wollen. jubelnder Zustimmung der gesamten Bevölkerung einschließlich der Abg. Gamp( Rp.): maßgebenden Kreise hier ein Kongreß getagt hat, der sich damit Der ganze Inbegriff der Medizinalpolizei liegt in diesem Ich würde sehr gerne diese Bestimmung der Vorlage annehmen, Antrage. Sie wollen die gesamte Medizinalpolizei auf die beschäftigte, Mittel gegen die verheerendste Bolfskrankheit, gegen die wenn ich die Hoffnung hegen tönnte, daß die Erwartung, die der Versicherungsanstalten und das Reichs Versicherungsamt überLungenschwindsucht, zu finden, die Unternehmerverbände Front Herr Kollege Singer äußerte, daß die Arbeiter dann zufrieden werden tragen. Herr Hige meinte, jede Bolizeibehörde hätte das Recht, machen gegen den Versuch, auf dem Wege der Gesetzgebung Organe würden, eintreffen würde. Ich bin aber überzeugt, daß wenn das hier für die Versicherungsanstalten verlangt wird. Das Polizei zu schaffen, die die dort aufgestellten Grundsäße ins Leben eintreten lassen wollen. Diejenigen, die von den Herr Singer dies glauben würde, er der lekte wäre, der diese verordnungsrecht ist ein begrenztes, es macht vor den Privatdie Sie kontrollieren lassen wollen. Da Bestimmung befürworten würde, da ihn ja gar nichts an einer wohnungen Halt, Arbeitern den meisten Nutzen ziehen, fträuben fich dagegen, Zufriedenheit der Arbeiter liegt, im Gegenteil, die Herren leben erlassen Sie doch lieber die Vorschrift: das Reichs- Verfie vor Krankheit und Gefahr zu beschützen! Der Verband ist das Sie Und eigentliche Auheilmittel. der Berliner Metallindustriellen hat sich ausdrücklich ia von der Unzufriedenheit der Arbeiter!( Sehr richtig! rechts.) sicherungsamt dagegen verwahrt, daß die Anschauungen, die auf dem Tuberkulose- Herr Singer spricht immer von den Arbeitgebern, Industriellen, widersprechen sich beständig: einmal sagt man, es handele sich hier tongreß vorgetragen wurden, in die Wirklichkeit übersetzt werden. Unternehmern. Unter diese Bestimmung fallen aber viel weitere um einen bedeutenden Fortschritt, dann sagt man wieder, die VorAuf dem Kongreß ist festgestellt worden, daß die Ueberstunden- und Kreiſe, fast jeder hier im Hause, selbst Herr Singer, der doch gewiß schriften der Versicherungsanstalten werden doch erst gefiebt und es auch eine Köchin beschäftigt. Wenn diese um 10 oder 11 Uhr abends wird nicht viel dabei herauskommen.( Sehr gut! bei den Freidie Accordarbeit wesentlich die Krankheit mit veranlassen. Deswegen wurde auch als eine der wichtigsten Aufgaben die Verkürzung der für ihn kocht, so müßte er es sich gefallen lassen, daß ein Aufsichts- sinnigen.) Das Reichs- Gesundheitsamt ist nur eine gutachtliche InArbeitszeit und die Beseitigung der Accordarbeit bezeichnet. Der beamter während der Betriebszeit in die Betriebsstätte" der Köchin stanz, dem Meichs- Versicherungsamt aber wollen Sie in Verbindung mit unt zu inspizieren.( Große Heiterkeit.) Weiter den Versicherungs Anstalten die weitgehendsten Befugnisse Berband der Berliner Metallindustriellen hat nun erklärt, daß er auf innere ich an die Wohnungsfrage, die doch sicher von ganz erheb einräumen. Sind wir dann sicher, daß das Reichs- Versicherungsant die Beibehaltung des Behustundentages und der Accordarbeit nicht lichen Einfluß auf die sanitären Verhältnisse der Arbeiter ist. Der immer sachgemäßen Gebrauch von diesen Befugnissen macht? verzichten könne. Der Verband hält sich natürlich für viel gescheiter Beauftragte würde in jede Wohnung kommen können und sagen, Vielleicht hat es die Neigung, sich in alles mögliche einzumischen. als der Kongreß, der hier getagt hat. Wahrscheinlich glaubt er: bier ist der Keller zu feucht usw., und eine so weitgehende Befugnis Das wäre die Abdankung der Gesetzgebung des Reichs in allen die beste Beseitigung der Lungenschwindsucht liegt darin, daß die Arbeiter so abgehegt werden, daß fie möglichst schnell zu Grunde den Aufsichtsbeamten einzuräumen, kann kein verständiger Mensch Fragen der öffentlichen Gefundheitspflege.( Sehr richtig! rechts.) gehen. Dann wird ihre Schwindsucht mit beseitigt.( Sehr wahr verlangen. Das sind so schwerwiegende Eingriffe in die wozu brauchen wir dann noch einen Reichstag, das allgemeine WahlPrivatwirtschaft, für die wir nicht die Verantwortung recht und die Parteien, die Socialdemokraten inbegriffen, wenn bei den Socialdemokraten. Unruhe.) übernehmen können. Vor allem haben wir wir nicht das Wenn die Herren sich von der Notwendigkeit von Schutzalles vom Reichs- Versicherungsamte gemacht wird!( Lebhafter Vertrauen daß zum Reichs Versicherungsamt Die Social Beifall bei den Freisinnigen und rechts.) borschriften überzeugen wollen, dann empfehle ich ihnen nur das das dieser Beziehung immer richtige treffen wird. Wir demokraten find leichten Herzens bei der Hand, der Regierung die Studium der Broschüre, die hier auf dem Kongreß zur Verteilung haben ja allerdings zu meinem Bedauern dem Bundesrat die weitgehendsten Vollmachten zu geben, sobald es sich darum handelt, Die Ausführungen des Herrn Fischbeck müssen schon deshalb als Ermächtigung erteilt, für gesundheitsgefährliche Betriebe Ausnahme die private Freiheit der Unternehmer einzuschränken. Diese beverfehlt gelten, weil er zu viel in die Bestimmungen hineingelesen bestimmungen zu treffen. Hier ist also vorgesorgt und es bedarf ständigen Eingriffe in die Privatbetriebe müssen schließlich eine feiner neuen Kontrollvorschrift. Wie günstig die Verhältnisse auf Reaktion herbeiführen, die alle diese staatlichen Eingriffe, auch die hat. Was wird denn eigentlich verlangt? Die Versicherungsanstalten dem Lande liegen, auch die Wohnungsverhältnisse, beweist die Lang notwendigen, beseitigt. Deshalb bitte ich Sie im Intereſſe der Allsollen befugt sein, für ihre Bezirke oder für bestimmte Berufszweige lebigkeit der ländlichen Bevölkerung beweisen unsere vielen Alters- gemeinheit und nicht zum mindesten auch im Interesse der Arbeiter, oder Betriebsarten ihrer Bezirke Vorschriften über die von den Arbeitgebern Versicherter zuni Schutz der letzteren gegen gesundheits- reniner. Ich bitte Sie, diese Anträge abzulehnen.( Beifall rechts.) Biese Bestimmung abzulehnen.( Lebhafter Beifall bei den Freisinnigen schädliche Einflusse zu treffenden Einrichtungen zu erlassen. Derartige Vorschriften sind doch durchaus nichts Neues. Herr Fischbeck selbst Abg. Lehr( natl.): Daß die Berufsgenossenschaften Unfallverhütungsvorschriften erSo liegt es hat darauf hingewiesen, daß die Berufsgenossenschaften das Recht haben, lassen, ist von feiner Seite angegriffen worden. Auch meine politischen Freunde sind für die Streichung der be ihren Mitgliedern Vorschriften zu machen, welche Einrichtungen in ihren auch hier. Wir haben mit diesen Unfallverhütungsvorschriften treffenden Bestimmung.( Die Ausführungen des Redners bleiben bei Auch mit den Vor der wachsenden Unruhe des Hauses auf der Tribüne fast unBetrieben vorhanden sein müssen, damit Unfälle wirksam verhütet durchaus keine üblen Erfahrungen gemacht. werden. Selbst Herr Fischbeck ist von der Nüglichkeit solcher Maß- schriften für Invaliditätsverhütung würden wir keine schlechten Er verständlich.) Alle diese Fragen können nur durch besonderes einregeln durchdrungen. Es ist mir nun unerfindlich, wo da der Unterfahrungen machen. Zudem kommt die Invaliditätsversicherung für Heitliches Reichsgefeß geregelt werden. Keine Partei dieses Hauses schied von dem von uns Erstrebten liegt. Ob der Vorstand der die Unfälle in Betracht, die nicht unter das Unfallverhütungs- Geſet wird sich den Vorwurf der Arbeiterfeindlichkeit gefallen laffen. Da müssen Sie doch konsequent sein und ihnen das Recht,( Bravo! bei den Natl.) einen Gesellschaft die Vorschrift erläßt: so und so viel Naum muß fallen. Sie haben gegen die die Maschine einnehmen, damit kein Unfall vorkommt, oder der Vor- Verhütungsvorschriften zu erlassen, geben. Abg. v. Locbell( f.): stand der andern Gesellschaft verfügt: so und so viel Raum muß Vorstände der Versicherungsanstalten solches Mißtrauen, aber die Wenn der Herr Abg. Singer glaubt, eine Wahlverwandtschaft der einzelne Arbeiter haben, damit seine Gesundheit nicht Schaden Verhütungsvorschriften, die diese erlassen sollen, tann jede Orts-> Wer verdient denn mehr Ver- zwischen Konservativen und Freisimmigen konstatieren zu sollen, so wird uns polizeibehörde erlassen. das ist doch ganz dasselbe. das nicht abhalten, für einen freisinnigen Antrag zu stimmen, wenn Es handelt ( Sehr richtig! im Zentrum und links). Herr Fischbed meinte, es müsse ein Riegel vorgefchoben werden, trauen? damit derartige Vorschriften nicht zum Ruin des Unternehmers sich eine einfache Parallelvorschrift zu dem Rechte der wir denselben für vernünftig halten: wir würden auch für socialDie demokratische Anträge stimmen, wo wir dieselben für vernünftig führten. Dafür ist wirklich gesorgt. Die Vorschriften bedürfen ja der Berufsgenossenschaften Verhütungsvorschriften zu erlassen. und ich hoffe auch Genehmigung des Reichs- Versicherungsamtes. Und dieses wird sich Invaliditätsanstalten verdienen dasselbe Vertrauen. Sie müssen mit halten, was freilich selten vorkommt.( Seiterfeit.) Die agitatorischen keinen Eindruck mehr. Auch gegen den schön hüten, die Henne zu schlachten, die ihr die goldenen Eier legt. ihren Geldmitteln eintreten für die Opfer der Berufskrankheiten. Reden des Abg. Singer machen hier im Hause Die Unternehmer müßten auch schon aus rein finanziellen Gründen Die Invaliditätsverhütung ist aber das wichtigste.( Lebhafte Zu- außerhalb des Hauses für diese Schußvorschriften sein. Oder sollten die Herren etwa auf ſtimmung links.) Deshalb muß ihnen das Recht, Verhütungs- Herrn Abg. Hiße muß ich mich wenden: nach seiner Meinung find dem Standpunkt stehen, den man jetzt vielfach vertreten hört, daß vorschriften ergehen zu lassen, gegeben werden. Das ist eine alle, die in dieser Frage der Ansicht des Herrn Abg. Richter sind, fie sagen, es handelt sich für uns gar nicht um den finanziellen Beregensreiche Aufgabe auch im Kampfe gegen die gegen den Arbeiterschutz; wir sind durchaus für den ArbeiterLuft, sondern um eine Machtfrage, wir wollen Herren im eigenen Tuberkulose!( Schr richtig!) Die Schutzvorschriften gegen schutz, freilich nur für einen solchen, der sich innerhalb vernünftiger Grenzen hält. Wir sind gegen die Schaffung neuer Behörden: die Hause sein und deshalb muß es verhindert werden, daß außerhalb Berufskrankheiten, die vorhanden sind, genügen nicht. des Betriebes stehende Personen in die Betriebe eindringen fönnen Erfahrungen der Invaliditätsanstalten würden hier von entscheiden Gründe dafür hat der Abg. Richter in so trefflicher Weise entwidelt, dann hätte der Reichstag erst recht alle Veranlaffung, dem Werte sein. Als oberste Instanz ist das Reichs- Versicherungs- daß ich sie nicht zu wiederholen brauche. Abg. Fischbeck( frs. Vp.): diese Vorschriften anzunehmen, um zu Gunsten der Majoritat amt vorhanden, das die Verhütungsvorschriften zu prüfen hat. So der Bevölkerung diesen Unternehmerhochmut zu brechen. große Erwartungen wie Kollege Singer habe ich ja nicht. Ich polemisiert gegen die Ausführungen des Abg. Singer; bei der im ( Sehr richtig! links.) Die Nüglichkeit solcher Vorschriften fürchte, daß die Invaliditätsanstalten nicht so eifrig Gebrauch Hause herrschenden Unruhe bleiben feine Ausführungen auf der wird von keiner Seite bestritten, handelt sich schließlich von der Befugniß machen werden, wie ich es wünsche.( Beifall im Tribüne fast unverständlich. Er bezeichnet den socialdemokratischen mur darum, ob die Versicherungsanstalten die geeigneten Organe zu zu ihrer Durchführung seien. Nun, ich meine, daran kann nicht gezweifelt werden. Die Versicherungsanstalten haben aus finanziellen bestreitet dem Abg. Singer, daß der Abg. Fischbeck gesagt habe, die Gründen ein Interesse daran, solche Vorschriften zu erlassen, weil Unternehmer müßten Herren im eigenen Hause sein. Was die Abdann weniger Arbeiter invalide werden. Ferner bestehen ihre Vor- stimmung der Kommissionsmitglieder der freisinnigen Voltspartei stände aus Unternehmern und Arbeitern, also aus Sachverständigen, betrifft, so versichert der Abg. Schmidt, daß er für die Bestimmung die am besten in der Lage sind zu beurteilen, welche Einrichtungen gestimmt habe. Bei dem Wechsel der Kommissionsmitglieder, bei der Unnotwendig sind, um die Gefahren für Gesundheit und Leben der möglichkeit für sie, sich mit der Partei zu verständigen, sei es ja Arbeiter zu beseitigen. Es ist eine Aufgabe des Reiches, einen ge- möglich, daß auch Freisinnige in der Kommission für die Bestimmung funden und zufriedenen Arbeiterstand zu schaffen und der Reichstag gestimmt hätten. Aber dazu seien ja gerade die zweiten Lesungen follte die Mittel, die dazu führen können, nicht von der da, um die Abstimmungen zu korrigieren. Warumi haben denn die Hand weisen. Wenn die Arbeiter schen, daß für die Wahrung Socialdemokraten erst in der zweiten Lesung in der Kommission ihrer Interessen nicht nur mit Worten, sondern auch in diesen Antrag gestellt, den sie jetzt als fundamental bezeichnen, warum deutschen Reichstags nun schon zur Genüge kennen gelernt haben, der That etwas geschieht, dann werden sie sich davon überzeugen, nicht schon bei der ersten Lesung?( Stuf bei den Socialdemokraten: bei allen vorgeschlagenen Reformen zu erklären: Ja, im Princip find daß auch innerhalb der heutigen Verhältnisse nützliche Einrichtungen Faule Redensarten!) Lassen Sie diese beleidigenden Invektiven. wir dafür, aber hier ist nicht Ort und Zeit, dieselben einzuführen. möglich sind. Lehnen Sie aber diese Vorschläge ab, dann wird da-( Präsident v. Ballestrem bittet die Zwischenrufe zu unterlassen.) Die Gewerbe- Aufsicht bleibt deshalb so oft wirkungslos, weil die durch bewiesen, daß die Unternehmer nicht gewillt sind, sich selbst Der Abg. Singer wirft uns Mangel an socialem Empfinden Aufsichtsbeamten sich außer stande sehen, die bestehenden BeJa, wo war denn 1889 Ihr sociales Empfinden, stimmungen auszuführen. Diese Lücke zu schließen, dazu ist eben Lasten aufzuerlegen zum Schuße der Arbeiter, daß der Reichstag vor. Auch beim Bundesrat gebricht es in der That nur die Vertretung der einseitigen Unternehmer: als die Regierung eine ähnliche Bestimmung beim Invalidengejet unser Antrag bestimmt. intereffen ist. Diejenigen Parteien, die ernsthaft wollen, daß die vorschlug. Die Kommission hat den Vorschlag damals einstimmig nicht etwa an der Befugnis übrigens hatte er in bestimmten neue Novelle den Arbeitern wirklich als ein Fortschritt erscheint, abgelehnt.( Rufe bei den Socialdemokraten. Bräsident v. Ballestrem Fällen, wie ich gegenüber Herrn Richter ausdrücklich hervorheben mögen es sich dreimal überlegen, ehe sie das wirklich Gute, was in ersucht nochmals, die Zwischenrufe zu unterlassen.) Sie waren nicht will, die Befugnis zum Einschreiten schon vor 1890- sondern viels dieser Bestimmung enthalten ist, aus der Vorlage entfernen.( Bravo! in der Kommission? Gut, aber auch im Plenum ist es Ihnen nicht mehr an der Neigung, mit Energie und Entschiedenheit von derselben eingefallen, für den Regierungsantrag zu stimmen. Niemand von Gebrauch zu machen. lleberhaupt: auf die Energie und Entschieden bei den Sociald.) Ihnen hat damals den Mund aufgethan für Wiederherstellung der heit, mit der die Bestimmungen ausgeführt werden, kommt alles Regierungsvorlage. Was Sie damals unterlassen haben, können Sie heute an: mir war eine Fabrik bekannt, eine große Töpferei, in der nicht der andern Seite vorwerfen, umsoweniger, als damals noch allen gefeßlichen Vorschriften zum Hohn die Arbeiterinnen bei einer nicht die Gewerbenovelle von 1891 vorhanden war mit ihren Ar- Hige von über 30 Grad Reaumur zu arbeiten gezwungen waren; leidet Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Verbündeten Regierungen haben gewiß die Absicht, dasselbe zu erreichen, was diese Vorschläge wollen, eine andere Frage aber ist, ob Centrumt.) 10 Abg. Dr. Hitze( C.): Abg. Nichter( frf. Vp.) es in Die und rechts.) Antrag als eine Mache", durch welche die socialdemokratische Partei einmal wieder mit Arbeiterfreundlichkeit paradieren wolle. Redner kommt auf die Bemerkung Singers über die Aeußerung des Kaisers, betr. die Arbeiterwohnungen in Cadinen zurück, worauf Präsident Graf Ballestrem den Redner ersucht, nicht weiter auf diese Aeußerung einzugehen. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen appelliert der Abg. Fischbeck gegenüber dem Abg. Singer an das Urteil aller chrenwerten Witglieder des Hauses.( Präsident Graf Ballestrem: Ich hoffe, daß der Herr Abgeordnete alle Mitglieder des Hauses für ehrenwert hält. Schallende Heiterkeit.) Abg. Molkeubuhr( Soc.): Es ist eine alte Taktik, die wir bei den Verhandlungen des Es Tange Zeit hieß es, Abhilfe sei nicht möglich. Da kam ein energischer um nichts zu verfäumen, ist bereits eine Cirkularberfügung Brandenburger Thor kommend, Fahrgäste abgefekt so sei in Beamter und schaffte solche in türzester Zeit. Unter allen Umständen herausgegeben, worin diese Sammlungen des Herrn der Fahrtrichtung die nächste Querstraße die Friedrichstraße, ist daran festzuhalten: Die Gesundheit ist ein kostbares Gut, das v. Bodelschwingh als nicht statthaft erklärt werden. In die jedoch nach§ 1 der Verordnung nicht befahren werden mit Geld nicht aufzuwiegen ist, jedenfalls ein weit tostbareres, jedem Falle einer Sammlung muß nach dem Erlaß von 1885 die darf. Etwas gang Unmögliches verlange aber der§ 3. als der Profit! Daher, wo immer Brofit und Gesundheit im Wider Erlaubnis des Rektors eingeholt werden, und nur in den aller- Dort heißt es:" Der mittlere Fahrdamm des Leipzigerstreit geraten, der erstere zurückstehen muß. Herr Richter beschwert dringendsten Fällen sollen solche Sammlungen gestattet werden. Die plages darf von unbesetzten Droschten nicht befahren werden." sich darüber, daß wir den Antrag bei der zweiten Lesung, Tradition ist, daß es als selbstverständlich gilt, daß solche tomme mum sehr oft vor, daß Kutscher auf dem Leipzigerplage, unganz unvermutet, wie er behauptet, eingebracht haben. Schon seit Sammlungen überhaupt nicht gemacht werden sollen. Gin mittelbar an der Straßenbahn- Haltestelle, von den Fahrgästen entawwei Jahren hätte er wissen fönnen, daß wir mit diesem Antrage wesentlicher Uebelstand ist indessen auch bei dieser Gelegenheit nicht lassen würden. Dieser Vorgang könne von dem am Ende des tommen würden; wir haben ihn schon damals vorausverkündigt. festgestellt, die Rektoren haben im allgemeinen ihre Pflicht gethan. Plages postierten Aufsichtsbeamten infolge starken Wagenverkehrs Seitens der Gegner ist, um unsere Anträge ins Lächerliche zu ziehen, Stadtv. Singer: Ich freue mich, daß die Sammlungen in nicht immer beobachtet werden, und die vorüberkommenden Droschken angeführt worden, nach Annahme unseres Antrages sei niemand den Schulen inhibiert sind, und daß die Bedenken und Befürch- führer würden dann stets mit einem Strafmandat bedacht. Die davor sicher, für den Unfall, der seiner Köchin oder seinem Dienst- tungen, die sich an die Fortsetzung dieser Sammlungen knüpfen, für Versammlung einigte sich dahin, geeignetes Material zu einer Be mädchen zugestoßen sei, verantwortlich gemacht zu werden. Da jetzt ausscheiden. Doch scheint mir die Sammlungsfrage eine schärfere schwerde an das Polizeipräsidium zu sammeln. möchte ich denn sagen: allerdings, auch die Dienstmädchen sollen Beaufsichtigung in den Schulen zu verdienen. Denn geschügt werden, denn auch ein Dienstmädchen ist doch sozusagen ein es hat doch eine Sammlung zur Linderung eines Notstandes Mitteilungen, die Wahres mit Falichem vermischen. Thatsache ist, Zu der Zeidlerschen Mordsache enthalten einige Zeitungen Mensch. Würden wir, was wir hier für die Arbeiter verlangen, zu in fremden Ländern stattgefunden trotz des bestehenden ausdrück- daß in Posen ein Ermittelungsverfahren gegen einen Mann schwebt, Gunsten der Tiere verlangen, so würde kaum auf irgend einer lichen Verbots. Der Magistrat follte in einer besonderen Seite des Hauses sich Widerspruch erheben. Aber natürlich das Cirkularverfügung ausnahmslos die Entscheidung über solche Samm- der dieselbe verdächtige Persönlichkeit ſein soll, von der man annahm, Vieh zu schützen ist ja auch wichtiger als die Arbeiter zu schützen. lungen der Schuldeputation überweisen, damit vermeiden wir Kon- daß fie nach Amerika ausgewandert sei. Ob die Vermutung dieser ( Große Unruhe. Chorufe. Vereinzelte Pfuirufe rechts.) Wenn Sie flitte zwischen Rektoren und Schuldeputation. Die Sache ist mir nicht oder Mitwisserschaft verdächtig wurde auch eine Wajchfrau bezeichnet. Identität zutrifft, steht aber noch sehr dahin. Als der Mitthäterschaft beffere Vorschläge zu machen haben, als wir, so rüden Sie doch wichtig genug, mich mit den Veranstaltern der Sammlung zu beschäftigen, die die von dem Pfandleiher zum Reinigen erhaltene Wäsche nicht damit heraus.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) aber feststellen möchte ich, daß wir es für einen Unfug er zurückgebracht habe. Es ist längst festgestellt, daß diese Waschfrau Auf Antrag der Abgg. v. Kardorff( Rp.), Büsing( natl.) achten, daß in Gemeindeschulen unter den Schulkindern Geld ge- mit dem Morde nichts zu thun hatte. Sie ist bald nach der Blutund Lenzmann( frs. Wp.) wird mit schwacher Mehrheit gegen die sammelt wird.( Zustimmung.) Die Kinder können darüber nicht that gestorben. Sobald dann der ermordete Beidler als der EigenStimmen des Centrums und der Socialdemokraten Schluß der Debatte entscheiden, sie müssen sich dem Urteil des Lehrers ausliefern, und das tümer der Wäsche festgestellt worden war, ist diese den Hinterbliebenen beschlossen. Moment der Sch am tommt hinzu, welches ein Kind darüber Zur Geschäftsordnung erklärt Abg. Nöficke- Dessau( wild), daß empfindet, daß es nichts geben kann. Die Eltern werden dann in Mit- des Ermordeten ausgehändigt worden. er durch den Schluß der Debatte verhindert worden sei, zu erklären, leidenschaft gezogen, und es handelt sich schließlich wirklich um eine daß er für den socialdemokratischen Antrag sei.( Lachen rechts.) Die elektrische Beleuchtung des Wassersturzes findet der Abgabe. Der Magistrat sollte also in Erwägung darüber eintreten, langen Tage wegen bis auf weiteres Mittwochs und Sonnabends Persönlich bemerkt Abg. Singer( Soc.), er werde bei der dritten ob nicht alles Sammeln schlechthin verboten werden muß. Selbst nur eine Stunde lang und zwar in der Zeit von 9 bis 10 Uhr statt. Lesung den Abgg. Richter und Fischbeck zu dienen wissen und halte die Sammlungen, um dem Lehrer eine Freude zu machen, entbehren Sittlichkeitsverbrechen. Der Arzt Dr. Alex Rabe, Neue übrigens die Kraft seiner Gründe noch immer für ebenso groß als nicht des Beigeschmacks eines gewissen Zwanges. Geht es nicht mit die Kraft der Lunge des Abg. Fischbeck( Heiterkeit und Beifall bei dem absoluten Verbot, dann muß die Entscheidung der Schuldeputation Hochstraße 24, ist verhaftet worden und zwar, wie die„ Staatsübergeben werden. Unseren Antrag zichen wir zurück. ats bürger- Zeitung" meldet, wegen Sittlichkeitsverbrechens. Die ab= Stadtschulrat Bertram: Nur in Ausnahmefällen follen scheuliche Handlung des Arztes hat leider eine weitere bedauerliche Sammlungen vom Rettor gestattet werden. Lehrer dürfen sie Folge gehabt; der Redacteur des Antisemitenblattes, der die überhaupt nicht selbständig vornehmen; die das gethan haben, Nachricht über die Verhaftung zu Papier brachte, ist inwerden rektifiziert werden. Da eine feste Tradition vorhanden weil der Wüstling ein Jude sein soll, gerade an folge der Aufregung, die sich seiner deshalb bemächtigte, ist, sollte man nicht aus diesen wenigen Einzelfällen bei schwächsten Stelle seines Körpers überaus bedenklich erkrankt. 229 Schulen das Bedürfnis einer allgemeinen Verfügung herleiten; wir waren in hohem Grade von Mitleid erschüttert, als wir in der es würde das ein Mißtranensvotum sein gegen diejenigen, die in dieser Sache richtig gehandelt haben.( Unruhe.) Ob es überhaupt betreffenden Lokalnotiz die folgenden krausen Worte lasen: Fälle giebt, wo die Schuldepution Sammlungen für statthaft hält, wegen dieser Feststellung in bekannter Weise angepöbelt werden; Wir sind überzeugt, daß wir von socialdemokratischer Seite Sarüber läßt sich kein bestimintes Urteil abgeben. aber durch soche Schimpferei wird die Thatsache nicht aus der ich feits- Verbrechen vorgeworfen werden, und daß er seine Welt geschafft, daß hier wieder einem Juden schmähliche Sitt Opfer gerade aus den Kreisen genommen, für die die Juden so große Freundlichkeit zu hegen vorgeben." den Socialdemokraten). Der Kommissionsntrag wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten, des Zentrums und des Abg. Röſide- Dessau abgelehnt; ebenso die§§ 130b- e, die nähere Bestimmungen zu a enthalten, Darauf wird die Weiterberatung bis Freitag 1 Uhr vertagt. Außerdem Invalidenfonds- Gesez, Kanalgebühren für den NordOstsee- Kanal, Flaggenrecht der Kauffahrteischiffe. Schluß 6 Uhr. Kommunales. = Stadtverordneten Versammlung. 19. Sigung vom Donnerstag, den 8. Juni 1899, nachmittags 5 hr. In die gemischte Deputation zur Vorberatung über die Begrüßung und Bewirtung des VII. internationalen Geographen tongresses ist auch der Stadtv. Singer gewählt. und Genossen, sowie Karl Goldschmidt und Genossen, betreffend Zur Verhandlung stehen zunächst die beiden Anträge: Singer die in verschiedenen Gemeindeschulen vorgenommenen Geldsammlungen zur Beseitigung der Kirchennot in Ostafrika. betr. Stadtv. Gerstenberg: Da die Verwaltung Stichproben mit dem mitgeteilten Erfolge gemacht hat, scheint die Sache ganz planmäßig in allen Schulen versucht worden zu sein. Sammlungen derart sind mit den Zwecken der Schule unvereinbar. Der richtige müßte die Entscheidung haben. In einer Schule hat man für eine Weg ist uns vom Kollegen Singer gewiesen: die Schuldeputation Fahne gesammelt und der Ueberschuß ist an die Stadt hauptkasse abgeführt worden.( Heiterkeit.) Die Sammburg durchaus verboten. Ingen für Lehrer zu ihren Ehrentagen find übrigens für BrandenStadtv. Singer beantragt numehr:" den Magistrat zu er bieten." suchen, Geldsammlungen in den Berliner Gemeindeschulen zu ver Lehrer, sie sollten die Sammlung in geschlich zulässiger Weije" Stadtv. Prezel: Der Pastor v. Bodelschwingh schreibt an die veranstalten. Wenn die Rektoren und Lehrer tro der bestehenden Bestimmungen die Sammlungen vorgenommen haben, so müssen Schulen sind durchaus unzulässig. Ich stimmie für den diese Bestimmungen nicht in Ordnung sein. Sammlungen in den Antrag Singer.( Beifall.) Die Anträge lagen bereits in der letzten Sigung als dringliche bor, ihre Erörterung wurde aber durch den Widerspruch des Stadtv. Schwalbe unmöglich gemacht. Da zu Beginn der Sigung der Antragsteller Singer noch im Reichstage zurückgehalten ist, wird die Beratung einstweilen ausgesetzt. Die Anträge Ulrich, Simeonstraße in die städtische Verwaltung, und Wallach, die Uebernahme der betr. die Verbreiterung der Alten Jakobstraße vor den Grundstücken 20-22, hat der mit der Vorberatung betraute Ausschuß abzulehnen empfohlen. Der Referent Stadtv. Körte durch die uns nicht genügende weitere Auskunft des Stadtschulrats. Stadtv. Singer: Mein neuer Antrag ist nötig geworden führt aus, daß die Stadt bei der Uebernahme und Regulierung der Den Grund, daß eine neue allgemeine Verfügung nicht erlassen Simeonstraße zu stark belastet würde, da die Adjacenten nur einen werden sollte, weil sie ein Mißtrauen gerade denen bezeugen könnte. ganz unzulänglichen Zuschuß von 68 000 M. zu leisten bereit seien, die im Sinne des Magistrats und der bestehenden Vorschriften geobwohl die Wertsteigerung ihrer Grundstücke nach erfolgter Ueber- handelt haben, ist mir völlig unbegreiflich. Für heute scheint mir nahme sich auf 330 000 m. berechnen lasse. werden zu können. Nur eine generelle Verfügung des die Sache nur mit der Annahme meines Antrages abgeschlossen Magistrats bringt gründliche Abhilfe. Stadtv. Liebenow beantragt, den Adjacenten gegen eine einmalige Abfindung von 120 000 m. die Verpflichtung zur Frei Legung der Straße und zur kostenfreien Auflassung des StraßenLandes an die Stadt aufzuerlegen. Stadtv. Ky II mann bedauert, daß der Ausschuß sich zu dem früheren Beschluß der Versammlung, die Straße mit dem Adjazenten beitrag von 68 000 M. auf die Stadt zu übernehmen, in Opposition gesezt hat. Die Wertsteigerung widerfahre doch den Anliegern aller Grundstücke, die neu gepflastert oder asphaltiert werden; auch hätten die 33 Bejizer 35 Jahre lang aus ihrer Tasche die Straße unter halten. Den Schaden von dem jetzigen Zustand hätten übrigens hauptsächlich die Mieter. Nedner empfiehlt den Antrag Liebenow. In namentlicher Abstimmung wird der Antrag des Ausschusses, nachdem der Antrag Liebenow abgelehnt ist, mit 61 gegen 13 Stimmen angenommen. Stadtv. Gerstenberg beantragt, im Antrage Singer einzu schieben: ohne Genehmigung der Schuldeputation". Singer- Gerstenberg aus. Stadtv. Spinola spricht sich für den kombinierten Antrag der Es ist betrübend, daß sich in der antisemitischen Partei die Fälle zu mehren scheinen, wo hervorragenden Führern der Intellekt, das Bewußtsein der Tragweite ihrer Handlungen ganz plöglich abhanden fommt. Erst der Fall des Dreschgrafen Pückler und nun dies bedauerliche Ereignis. ihres Defetts bewußt sind. So schreibt der Erkrankte noch: Entseßlich ist es, daß solche Unglücklichen sich zum Teil selber " Die fortwährende Entschuldigung und Vertuschung der Ueberdeutsche Bürgertum, die bürgerliche Moral ze. muß ja fließ griffe und Schändlichkeiten, namentlich in fittlicher Beziehung, von jüdischer Seite einerseits und das fortwährende Hezen gegen das lich in den Köpfen Verwirrung anrichten." gesuchten Mannes für entsprechende Behandlung in einer Heilanstalt Das sieht man an diesem eklatanten Fall. Hoffentlich haben die Kollegen des so arg und unmotiviert vom Schicksal heimgesorgt. tausend Personen starke Versammlung, die durch den Besitzer eines Einen stürmischen Abschluß faub am Dienstag eine über Naturheilbades in die Germaniasäle einberufen war. Der durch ges hässigste Polemik gegen den gesamten Aerztestand ausgezeichnete Vortrag ließ, wie die" Boss. Btg." berichtet, als roten Faden die machen. Am Schluß des Vortrags erhob sich ein Arzt Dr. Echteralleinige Tendenz erkennen, Propaganda für seine Bade- Anstalt zu meyer und verlangte das Wort zur Entgegnung. Der Naturheilverfechter verweigerte aber eine Diskussion unter dem Vorwand der Erschöpfung. Als Dr. E. Hierauf an die Versammlung appellierte, protestierte der Naturheilkundige unter Berufung auf sein Hausrecht und stellte das sonderbare Angebot, daß er in seiner SprechStadtv. Goldschmidt: Der Bassus in dem Bodelschwingh- stunde unentgeltlich Rede stehen wolle. Dr. E. bezeichnete ihn mun schen Anschreiben, auf welchen Herr Prezel so großen Wert legt, ist laut als Schwindler. In voller Wut sprang der Naturkünstler vom doch gänzlich bedeutungslos. Auch mir erscheint die Annahme des Podium herab und stürzte auf seinen Gegner zu, der ihm aber zuAntrags Gerstenberg als das Nichtigste, denn damit werden die vor kam und den Angreifer durch einen Schlag ins Gesicht zurückRektoren aus ihrer unangenehmen Situation in diesen Sammlungs- warf. Im Nu entstand jetzt ein dichter Knäuel, indem sich von fragen befreit. beiden Seiten die Anhänger und Freunde der beiden Gegner zwischen diese warfen und nun die gesamte Versammlung herzudrängte. Ein tobender Tumult erhob sich, geballte Fäuste und Stücke zeigten sich erfüllte mehrere Minuten den Saal. Als das Gedränge lebensgefährdrohend über den Köpfen, ein wildes Stimmengewirr für und wider lich wurde und Dr. E. die Unmöglichkeit sah, eine geordnete Disfussion zu erzwingen, verließ er den Saal, der sich nun schnell angenommen. Damit ist die Angelegenheit erledigt. Der Antrag Singer wird mit dem Antrag Gerstenberg Für die Verbreiterung der Alten Jakobftr. 20-22 tritt Stadtv. um 18 macht auch die Beschaffung von 18 neuen filber- vergoldeten Die Vermehrung der Stadtverordneten Mandate Wallach nochmals mit großer Beredtsamkeit ein, während Stadtb. Amtstetten mit Medaillon und Etuis notwendig. Diese Stetten Röhlich für die Ablehnung spricht. In letzterem Sinne beschließt sollen von den Hofgoldschmieden Sy und Wagner für je 80 M. die Versammlung in namentlicher Abstimmung mit 74 gegen hergestellt werden. 10 Stimmen. in Ret Teerte. 16 000 M. zur Herstellung baulicher Veränderungen im präsidenten vom 8. Juni 1898, nach welcher neue Droschkennummern Eine weitere Magistratsvorlage fordert eine Bewilligung von Keine Droschkenvermehrung. Die Verfügung des PolizeiSigungssaal der Stadtverordneten behufs Gewinnung der Bläge für die mit Neujahr 1900 eintretenden 18 neuen Mitglieder. nicht mehr ausgegeben werden, ist verlängert worden. Die Zahl der Sie soll auf 145 gebracht und sämtliche Site sollen aus neuem Material gefertigt werden. Dem Verdienste seine Krone. Dem Geheimrat Profeffor Dr. E. v. Bergmann ist der russische St. Annenorden 1. Klasse mit Brillanten verliehen worden. Die hiesige russische Botschaft hat ihm den Orden, der wegen des schönen Edelsteinschmudes einen hohen Wert haben soll, gestern zugehen lassen. Darauf wird in die Beratung der zurückgestellten Anträge Gold schmidt und Singer eingetreten. Stadtv. C. Goldschmidt: In einem Briefe, an deffen Kopfe das Wort„ Privat" steht, und mit der Ueberschrift" Sehr geehrter Herr Lehrer!" sendet Pastor von Bodelschwing h Bielefeld Pakete mit Flugblättern an die Berliner toren und Lehrer, Die Vorlage geht auf Antrag Esmann an einen Ausschuß worin aufgefordert wird, Sammlungen von 15 Mitgliedern, der sofort vom Vorstande ernannt wird; dem unter den Schulkindern zu veranstalten, damit das Er Ausschusse gehört u. a. der Stadtv. Singer an. gebnis in Ostafrika zu Kirchenbauten verwendet werde. Das Mit der Firma Vering und Wächter foll über Erteilung Flugblatt( Redner weist ein solches vor) ist überschrieben: Brot für der Zustimmung zum Bau und Betrieb einer elettrischen Ein Einbruch wurde gestern nacht in der Schuhwarenhandlung Steine!, womit gejagt sein soll, daß, wenn in der Kolonie Steine Straßenbahn vom Landsberger Plaz nach Rummels- von J. Schulz, Weberstr. 40b verübt, Als die Gesellen gestern zu Kirchenbauten von den Frauen zusammengetragen werden, dann burg( Ostbahn) ein Vertrag abgeschlossen werden. Der Ent- morgen nach der Werkstatt gingen, fanden sie das Schloß erbrochen. den Frauen dafür Brot geboten werden könnte. Das Hauptgewicht ist auf die wurf ist dem mit Siemens u. Halste über den Bau der elektrischen Sie benachrichtigten die Geschäftsinhaberin Frau Schulz und begaben dort eingetretene Hungersnot gelegt, die nebenher zum Bau von Kirchen Linie Warschauerbrüde- Viehhof geschlossenen Vertrage im wesent ausgenutzt werden soll. Die meisten Berliner Rektoren und Lehrer lichen nachgebildet. find nicht auf die Sache eingegangen, weil Geldsammlungen in den Der Vertrag wird genehmigt. Schulen verboten find; es haben aber thatsächlich Sammlungen Schluß 3/48 Uhr. stattgefunden, wie mir jetzt zuverlässig bekannt ist. Ich hoffe, der Magistrat wird die Sammlungen für ähnliche Fälle verbieten, und nehme an, daß die jetzige Sammlung bereits inhibiert worden ist. Das Geld muß zurückgefordert und an die Kinder zurückgezahlt werden. Sollte der Magistrat zu einem andern Resultat gekommen sein, so würden wir für den Antrag Singer stimmen. Tokales. sich mit dieser in den Laden. Dort lagen eine Menge Startons am Boden umhergestreut, welche ihres Inhalts beraubt waren. Hauptsächlich wurden Schaft- und Knöpfstiefel gestohlen. Der Schaden be läuft sich auf 1000 M. Ferner stahlen die Einbrecher vom Hofe einen zweirädrigen Wagen, welcher dem Tapezier Trömel gehört, und fuhren auf demselben das gestohlene Gut fort. Von den Thätern fehlt jede Spur. Das badende Publikum wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Reinickendorfer See nicht jetzt schon ausgebaggert fchäftigungslosen Arbeiter gewarnt. Wehrfach ist dieser Tage Vor einem gemeingefährlichen Betrüger werden die be wird und die Baggermaschinen daselbst bereits eingetroffen sind, wie ein gutgekleideter dunkelhaariger Mann im Alter von etwa 33 Jahren Stadtschulrat Bertram: Wir haben Gelegenheit gehabt, in eine hiesige Zeitung irrtümlich berichtete. Die dort befindliche Bade- an solche Personen herangetreten, die er für Arbeitslose hielt, und einer Anzahl von Schulen nachzufragen. Es hat sich dabei herausgestellt, anstalt steht daher dem Publitum nach wie vor von früh bis spät hat sie entweder um ihre Ausweise oder auch um den Geldbetrag daß der Pastor v. Bodelschwingh sehr fleißig gearbeitet hat; abends zur Verfügung. Bekanntlich haben die Gemeindebehörden beschwindelt, den sie etwa bei sich trugen. Einem Anstreicher hat der er hat sein Organisationsgeschick auch in der Verbreitung dieser beschlossen, die Ausbaggerung des Sees erst nach Schluß der Bade- Betrüger am Dönhoffsplaẞ 2,50 M. abzulocken gewußt, indem er Flugblätter bewährt. Die Zeitungen sind von ihren Berichterstattern saison, im Herbst dieses Jahres, vornehmen zu lassen. sehr schnell bedient worden, und so war es möglich, in beihm in einer Villa zu Stegliz Arbeit zu verschaffen versprach; ein stimmten Schulen Nachfrage zu halten, wir haben aber auch weitere Einen ernenten Antrag des Kuratoriums der höheren städti- Schlosser hingegen ist am Schiffbauerdamm von dem Menschen unter Stichproben gemacht. Es find thatsächlich in einer Schule Samm- schen Webeschule an den Magistrat wegen Hergabe eines Terrain- dem gleichen Versprechen um sein Arbeitsbuch und um die Invaliditätslungen veranlaßt worden, nicht um der Kirchennot willen, sondern um der stücks des gemeinsamen Grundstücks der 155./156. Gemeindeschule, versicherungs- Karte gebracht worden. Die Arbeitslosen werden gut Hungersnot willen, die das Mitleid erregt hat. Es find 16,20 M. Der Taubftummenschule und der Webeschule in der Markusstr. 49 zu thun, den Schwindler aufs Korn zu nehmen. herausgekommen. In einer anderen Schule find Flugblätter ver- dem projektierten Erweiterungsbau der Webeschule hat die städtische Der Defraudant Willy Lange in der Strafanstalt Blößensee teilt, aber feine Sammlungen veranstaltet worden; in einer weiteren Schuldeputation in ihrer gestrigen Sißung mit Rücksicht auf die un fett, seitdem er sich das Geheimnis von dem Versteck der 24 000 m. hat ein Lehrer ohne Genehmigung des Rettors gesammelt und das thunliche Beschränkung der Schulhöfe daselbst durch den betreffenden hat entloden laffen, allen Versuchen, ihn zu einem Geständnis über Geld auch schon abgeschickt. Wieder in einer anderen Schule hat Bau wiederum abgelehnt. den Verbleib der noch fehlenden 16 000 m. zu bewegen, den entder Rektor die Sammlung veranlaßt, aber, nachdem er sich Die Verordnung betreffend die Straßensperre für leere schiedensten Widerstand entgegen. Es ist nicht richtig, daß er, wie überlegt hatte. daß das doch nicht richtig gedacht wäre, Droschken beschäftigt noch unausgesezt die davon betroffenen Fuhr gemeldet worden, sich zu einem Geständnis bereit gezeigt haben das Geld zurückgegeben. Der Standpunkt der Verwaltung, herrntreise in der Richtung, daß eine stritte Befolgung derselben sollte, wenn man seiner armen Mutter einen Geldbetrag schenken der seit vielen Jahren festgehalten wird, geht dahin, daß Samm- geradezu unmöglich sei. So wurde in der letzten Generalversamm würde. Er will wenigstens den Nest der Beute für sich erhalten.. Jungen zur Linderung von Notständen in fremden Provinzen und lung des Fachvereins Berliner Droschtenbesiger Seinem Zellennachbar, der ihn ausgehorcht, hat er den Tod geLändern in den Gemeindeschulen nicht veranstaltet werden dürfen; folgendes geltend gemacht: Der§ 2 verlange im Absatz 1, schworen. Die Gefängnisverwaltung hat den von Lange bedrohten die Autorität der Schule tritt bei solchen Sammlungen als ein Droschtenführer, welche in den genannten Straßen Fahrgäste abs Gefangenen nach einem anderen Teil des Gefängnisses übersiedelt, der Sache fremder Faktor auf, und die Sammlung der segen, müssen diese Straßen bei der nächsten Querstraße nach rechts wo er mit Lange nicht in Berührung kommen kann. Der etwa Kinder stellt schließlich eine Abgabe der Eltern dar. verlassen." Habe man nun Unter den Linden, bei der Passage, vom 25 jährige Sträfling, Namens Penn, ist auch mit Ehrverlust be Er 20 ftraft; binnen einigen Monaten hat er feine Strafe verblißt. Aus den Nachbarorten.bierarzt ersucht, ben Bertretern die Teilnahme an den dem Lehrer. wird für seine leberliftung des Defraudanten eine Belohnung er Charlottenburg. Den Mitgliedern des Socialdemokratischen follegium zu haltenden Vorträgen über Schulhygiene zu ermöglichen. halten, sobald er seine Freiheit wiedererlangt hat. Wahlvereins für Teltow- Beeskow- Charlottenburg zur Kenntnis, daß Aus Weißenfee wird uns geschrieben: Beschlüsse einer GeMit den Fernsprech Automaten find die Vorortam Sonntag eine Herren- Fußpartie stattfindet. Treffpunkt früh meindevertretung scheinen nur dann ausgeführt zu werden, wenn sie bewohner und diejenigen Berliner, die mit Teilnehmern der 7 Uhr in Hoffmanns Volksgarten, früher Klubhaus Westend. Ab- den maßgebenden Stellen gerade in den Kram passen. Bei der vor Vororte sprechen wollen, wenig zufrieden. Denn während im Stadt- marsch 7½½2 Uhr über den Bock nach Pichelsdorf. Der Vorstand. zwei Monaten erfolgten Beratung des Haushaltsetats war ein Ans verkehr ein Gespräch bis zu 3 Minuten 10 Pf. toftet, muß man für Schöneberg. Ein von den parteigenössischen Frauen veran- trag angenommen worden, auch im Sommer an trüben Abenden ein mit Vorortteilnehmern geführtes Gespräch von derselben Dauer stalteter Familienausflug von der Alten Fischerhütte" nach Beelighof die Straßen zu beleuchten, ein Beschluß, der die auf diesem Gebiete 20 Pf. zahlen. Diesen Aufschlag von 10 Pf. hält man aus dem findet übermorgen, Sonntag, statt. Treffpunkt 10 Uhr Alte Fischer: herrschende Strähwinkelei, wenigftens zum Teil, beseitigen sollte. Grunde für ungerechtfertigt, weil die Vorortteilnehmer für den hütte"; Abfahrt vom Bahnhof Großgörschenstraße. Was geschieht statt dessen? An sämtlichen Straßenlaternen telephonischen Verkehr zwischen Berlin und den Vororten jährlich Die Vertrauensperson. find schon seit Wochen die Brenner abgeschraubt, man läßt die ohnehin schon 50 M. mehr zu zahlen haben. Mit der Einführung Steuerzahler, wie so oft bei anderer Gelegenheit, hier jedoch buchstäblich der Doppelleitungen im Fernsprechnet ist auch in Berlin der Spandau. Sente, Freitagabend 81/2 11hr, ist bei genommen weiter im Dunkeln tappen. Wo ist die geheimnisvolle Anfang gemacht worden. Beim Stadtferufprech- Amt 4 in der ehe, Bichelsdorferstr. 39, eine Protestversammlung gegen die Straft, welche sich berufen fühlt, die Beschlüsse der Gemeindevertretung Brinzessinnenstraße ist ein Schrank mit der neuen Einrichtung ver- 8uchthausvorlage. Reichstags Abgeordneter 8ubeil nicht zur Durchführung zu bringen? Daß dies Vorgehen selbst sehen worden. Auch find sämtliche Kabel, die im neuen Rechnungs- referiert. Arbeiter, Parteigenossen, erscheint in Scharen in dieser von denjenigen Leuten, welche diesem Beschluß in der Vertretung jahre in Berlin gelegt worden sind, schon als Doppelleitungen Versammlung, um einstimmigen Protest zu erheben gegen den von mit zur Anuahme verholfen haben, zum größten Theil zustimmend gebaut. der boltsfeindlichen Kapitalistenklasse gegen die Arbeiterschaft gebeurtheilt wird, will weiter nicht wundernehmen. Den Schlag ins schmiedeten Plan 1 " landfchen Lokal( Juhaber Töpfer) die Vereinsversammlung des Oberschöneweide. Sonnabendabend 81/2 Uhr findet im Hafer Arbeiterbildungsvereins von Oberschönetveide und Umgebung statt. Die Herrenpartie ist Sonntag, Treffpunkt früh 6½ Uhr im Vereinslokal, Biel Pferdebucht bei Köpenick. Bahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Gesicht, welchen jene Herren sich hierdurch selbst versetzen, scheinen diese nicht zu spüren. Wäre es anders, so wäre es wunderlich, sind sie doch größtenteils nichts als das Echo höherer Weisheit. Die Straßenbau- Kommission von Weißensee hat die Pflasterarbeiten der Lothringenstraße dem Steinfegmeister Heuer, Berlin nehmer die Bedingung gestellt, die Straße bis spätestens 1. Oktober übertragen. Mit Rücksicht auf den Steinfegerstreit wurde dem UnterDieses Jahres fertig zu stellen. Für jeden Tag der Verzögerung iſt vom Unternehmer an die Gemeinde eine Strafe von 50 Mark zu zahlen. Ebenso find die Vorarbeiten( Abschlüsse von Beträgen) zur Regulierung der Goethestraße beendigt, so daß im Laufe des Sommers auch diese Straße endlich fertiggestellt werden kann. Ein schwerer Zusammenstoß zwischen zwet elektrischen Straßenbahnwagen verursachte gestern morgen eine große Ber- Der Volksbildungsverein Brih hält heute abend 81/2 Uhr tehrsstörung auf dem Alexanderplay. Die Linien Kreuzberg- Ge- bei Dorn, Bürgerstr. 4, eine öffentliche Versammlung ab, in der sundbrunnen( Demminer Straße) und Schlesischer Bahnhof- Wüller- Genosse Jahn über Handelspolitik spricht. straße benutzen von der Ecke der Landsberger Straße am Alexander: play aus ein Stück Weges ein und dasselbe Geleife. Um 7/2 Uhr trafen mun faft zu gleicher Zeit an der Weiche zwischen der Landsberger- und Neuen Königstraße zwei Wagen von beiden Linien ein. Der vom Kreuzberg kommende juchte wohl dem aus der Landsbergerstraße her umbiegenden zuvorzukommen, erreichte aber seine Absicht nicht mehr, sondern fuhr ihm mit Wucht gegen den Vorder- li perron. Der Stoß war so heftig, daß der getroffene Wagen der Rigdorf. Die Stadtverordneten- Versammlung hatte gestern Linie Schlesischer Bahnhof- Müllerstraße aus den Schienen flog und den zweiten Bürgermeister und einen befoldeten Stadtrat zu wählen. Eine Legitimationskarte der Lokalkommission von Schöneberg mit dem Vorderteil bis an die Bordschwelle der Neuen Königstraße Letterer soll die Kämmerergeschäfte besorgen. Von den 22 Be- ist mit einem Arbeiter- Notizkalender in der verlängerten Hohenstaufengeschleudert wurde. Eine halbe Stunde lang war der Berkehr unter- werbern um die Bürgermeisterstelle sind zur engeren Wahl ge- ftraße verloren worden. Es wird gebeten, sie bei Hübner, Golzbrochen. stellt: Stadtrat Voigt- Danzig, Bürgermeister von Gewion straße 24, abzugeben. Die Lokalkommission von Schöneberg. Aufgeklärt tft das Verschwinden des städtischen Steuer- wurde mit 42 von 44 Stimmen aum 2. Bürgermeister Apolda und Stadtrat Cuno- Königsberg. Stadtrat Voigt erhebers E. Marose, der, wie wir seinerzeit berichteten, die Seinen gewählt. Bei der Wahl des Stadtrats fielen Vermischtes. verlassen hatte, ohne daß dafür irgend ein ftichhaltiger Grund ge- von 43 giltigen Stimmen 22 auf den zweiten Bürgermeister funden wurde. Weder seine Familien noch seine Dienstverhältnisse Granier aus Luckenwalde. Granier ist somit gewählt. Stadt rechtfertigten einen solchen Schritt, denn die geringe Summe von verordneten- Vorsteher Sander schlug vor, im Juli und August Ferien Steuerbeträgen, die er furz vor seiner Entfernung erhoben, aber zu machen. Regerau beantragte demgegenüber namens der noch nicht abgeführt hatte, war reichlich gedeckt durch die hinterlegte focialdemokratischen Fraktion, die Ferien möglichst zu beschränken, Kaution. Die damals geäußerte Ansicht, daß M. in einem Zustande weil die Interessen der jungen Stadt dies erforderten. Es wird nervöser Neberreizung seine Wohnung verlassen habe und planlos in nach dem Antrage Sander beschloffen. Unter Allgemeines" beschwert Berlin und Umgebung umherirre, hat sich bestätigt. Er ist mittler- fich Genosse Conrad darüber, daß er auf seinen in der Gasweile zu den Seinen zurückgekehrt und hat sich derart erholt, daß er anstalts Deputation gestellten Antrag, den Arbeitern der Gasseine dienstlichen Obliegenheiten wieder aufnehmen kann. jedoch von seiner vorgesetzten Behörde seine Versegung in eine andere wort erhalten habe, der Antrag sei abgelehnt. Redner verlangt vom für das Wetttelegraphieren, die in Como tagt, tam zu folgendem Es ist anstalt einen Urlaub von acht Tagen zu geivähren, nur die AntDie Jury des Internationalen Telegraphiften- Kongreffes Stelle beantragt. Magistrat eine Begründung des Bescheides. Stadtbaurat Weigand Ergebnis: 1. Für die beste Leistung mit dem Morse- Apparat erhielt Das Opfer eines jugendlichen Raufbolds ist der 81/2 Jahre lehnt eine Antwort hierauf ab. Conrad solle sich an die Gesamtheit Geromini- Mailand die goldene Medaille und den Königspreis, bealte Sohn Hermann der Witwe Hoffmann aus der Gräfestr. 6 ge- des Magistrats wenden. Durch die socialdemokratische Fraktion stehend in einer bronzenen Franklin- Statue. Die fürzeste Zeit, welche worden. Zu den Hausgenossen der Frau Hoffmann gehört auch ein wurde der Versammlung die von der Lohnkommission der Steinzur Uebermittelung einer Aufnahme von 520 Worten gebraucht Schlosser Krefft, dessen zehnjähriger Sohn Georg mit dem kleinen feyer herausgegebene Denkschrift über den Steinfegerstreit in gevurde, betrug 42 Minuten 42 Sefunden. 2. Für die beste Leistung Hoffmann fortgesetzt Händel juchte. Als am Dienstagabend Hermann druckten Exemplaren unterbreitet. Hoffmann eine fleine Besorgung ausrichtete, rempelte ihn auf dem am Hughes- Apparat erhielt Gruber- München die goldene Medaille Durch den großen Brand im Schwarzwalddorf Sankt Beter find 300 Menschen obdachlos geworden. Auch die altberühmte Ursulakapelle ist niedergebrannt. Der Marktflecken Ottensheim bei Linz ist vorgeftern faft ganz ni edergebrannt. Zwei Frauenleichen wurden aus den Trümmern hervorgezogen. Mehrere Personen erlitten Verlegungen; eine derselben ist bereits infolge der Verlegungen gestorben. Zwei Frauen werden vermißt. Weizen Roggen Futter- Gerste Hafer gut " 16,40 15,-Schweinefleisch Marktpreise von Berlin am 7. Juni 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 1kg 1,60 1,10 15,30 13,90 Kalbfleisch " 1,80 1, " 13,50 12,90 Hammelfleisch " 1,60 1, 15,60 15,10 Butter 2,40 2, " mittel 15, 14,50 Gier 60 Stud 3,60 2,20 " gering Nichtstroh " 14,40 14, Sarpfen 1 kg 1,80 1,20 " 4,- 3,32 Aale 2,80 1,40 " 6,80 4,10 8ander n " 2,60 1,20 " 40, 2,20 1,20 " Speisebohnen " 50, 25, Barsche 1,60 0,80 " 70, 30, Schleie 2,80 1,20 " " 6,- 4,- Bleie 1,20 0,80 per Schod 12, 2,50 Heu 1 13 +) Kleinhandelspreise. 25, Hechte 1,60 1,20 Krebse 1,20 1, Berlins Getreides und Mehlzufuhren zu Waffer vom Hofe der junge Strefft wieder an und verfekte ihm einen Schlag lung in Charlottenburg wurde die Vorlage des Magistrats über Medaille, erhielt Staeß- München. Die fürzeste Beit, welche auf diesem In der letzten Sitzung der Stadtverordneten- Versamm und einen Wertgegenstand. Den vierten Preis, eine bronzene gegen den Hinterkopf, wie der Schläger behauptet, mit der Faust, Anlauf des der Stadtgemeinde Berlin gehörigen Steuerhaufes Apparat für Uebermittelung von 1040 Worten benötigt wurde, war wie aber mehrere andere Kinder gesehen haben wollen, mit einem an der Berlin- Charlottenburger Chauffee für 71 700 M. genehmigt. 32 Minuten 38 Sekunden. Schlüffel. Der Kleine Hoffmann flagte sogleich über heftige Schmerzen Die Berufung über die Vorlage wegen Anlegung einer neuen im Kopfe. Man legte ihn ins Bett und fühlte den Kopf, versäumte Ein blutiges Ehedrama hat sich gestern im Hamburger Bor aber zunächst, einen Arzt zu holen. Nach zwei Stunden wurde der Zufahrtstraße zum Bahnhof 3oologischer Garten wurde orte St. Georg auf offener Straße abgespielt. Der dreiundfünfzigKnabe, der den Vorgang in lebereinstimmung mit den andern Charlottenburger Straßenbahn bis auf weiteres, längstens getrennt von ihm lebende Ehefrau ab und verwundete fie tötlich. Die Vorlage des Magistrats, nach der der Berlin jährige Arbeiter Thenner feuerte mehrere Revolverschüsse auf feine Kindern dargestellt hatte, bewußtlos. Am nächsten Morgen stellte jedoch bis fich starkes Fieber ein; ärztliche Hilfe kam jetzt zu spät. Schon in zim 1. Dezember 1900, die widerrufliche Ge- Thenner wurde vom Publikum gepackt und der Polizei übergeben. der zweiten Morgenstunde gab der Knabe, der eine Gehirnehmigung erteilt werden soll, die Straßenbahnwagen der Der Beweggrund zur That war, daß sich die Frau weigerte, wieder erschütterung erlitten hatte, seinen Geist auf. Nebenlinien Straßenbahnhof Lützowplay, Stadtbahnhof Char- zu ihrem Manne zu ziehen. Der Ehe sind drei jetzt bereits erlottenburg Moabit und Straßenbahnhof- Amtsgericht Charlotten wachsene Kinder entsprossen. Die Preise für Hafenfelle sind seit dem letzten Winter um burg- Wilhelmplaz mittels Pferdebetriebes durch die Berliners und Im nördlichen Teile der Vereinigten Staaten von Amerika das doppelte und mehr gestiegen und die Rauchwarenmärkte zu Spandauerstraße zu befördern, wurde in die geheime Sigung herrscht eine furchtbare size. Sehr viele Higschläge find vorLeipzig und Frankfurt notieren immer noch ein weiteres Anziehen verlegt. Durch den Vertrag mit der Stadtgemeinde war die gekommen, von denen mehrere tötlich verliefen. int Preise. Es ist dies eine Folge des vermehrten Konsums der Gesellschaft verpflichtet, in der Berliner und Spandauerstraße lezten beiden Jahre. Hafenfelle finden in der Industrie vielseitigste Ver bereits vom 1. Januar 1898 an ausschließlich elektrischen Be wendung. Die größte Masse der Felle wird gefärbt und findet zu trieb einzuführen; diese Frist wurde bis zum 1. April d. J. verImitationen in der Kürschnerbranche Verwertung. Die Technik ist hierin längert und soll nunmehr, da, wie wir schon mitteilten, der enorm entwidelt: es giebt Fabriken mit großem Anlagefapital, Kaiser die Vorbeiführung der Oberleitung am töniglichen Schlosse welche diese Specialität mit feinster Ruancierung ausführen und aus zu Charlottenburg nicht genehmigt hat, abermals verlängert werden. dem Fell des biederen Lampe die feinsten Belzsorten wie echt" herstellen! Geschorene Felle werden in der Handschuhfabrikation bennt ihrer am Dienstag abgehaltenen Sigung den Erwerb von drei der Die Gemeindevertretung in Friedrichshagen beschloß in die Abfälle, jogenannte„ Hajen- Nudeln", liefern einen guten Selebestoff. Stirchengemeinde gehörigen Grundstücken. Einstimmig wurde be Die feinen Bauchhaare, namentlich der nordischen Schnechasen, schlossen, für die Kolonie Hirschgarten zum 1. Oktober einen Nachtwerden zu einem elastischen Filzgewebe dem Leporin versponnen, aus dem die bekannten Leporintopfbedeckungen hergestellt werden. wachtbeamten anzustellen. Ein Antrag der Lehrer der Knabenschule †) Erbsen Der deutsche Markt deckt seinen Bedarf vornehmlich aus den großen Schülertrommeln wurde angenommen. um eine jährliche Zutvendung von 20 M. zur Instandhaltung der Jagdbezirken in Schlesien, Sachsen, Rheinhessen; Oestreich wird aus Gemeindevorstand an die faiserliche Oberpoftdirektion zu Potsdam Kartoffeln, neute Der feiner Zeit vom Linsen Mähren und Böhmen mit dem Hauptmarkt in Brünn, wohin der gestellte Antrag um Errichtung einer 8 weig Postanita It Rindfleisch, Seule 1 kg Abfazz aus den fleinen Bezirken fich konzentriert, versorgt; Schneet von dieser Behörde mit dem turzen Bescheide abgelehnt, do. Bauch hafen- Felle handeln die Messen von Lodz und Nowgorod. Die jetzige weil kein Bedürfnis vorhanden sei".( Erlauben die hohen Jahres enorme Hausse der Rohware bedingt auch in den producierten überschüsse der Reichspost diese geringe Ausgabe nicht? D. E.) Den schaftskammer *) Ermittelt pro Tonne von der Centralftelle der Preuß. Landwirts Notierungsstelle und umgerechnet vout Polizeipräsidium Artikeln eine Breissteigerung, welche anhalten dürfte, bis eine schr Vorsigenden der Armentommission, des Waisenrats und der für den Doppel- Centner ergiebige Jagdsaison auch sehr reichliche Erträgniffe wieder auf den Wegebau Kommission bewilligte die Versammlung Freifahrtscheine Markt bringt. Die geftrige Sonnenfinsternis verlief unter den denkbar 500 M. an den Leiter der höheren Privat- Knabenschule pro marti verkehrte heute im allgemeinen in ziemlich fester Haltung und konnten Produttenmartt vom 8. Juni. Weizen und Roggen fielen um zur Benutzung der Straßenbahn. Die Zahlung der Subvention von 1/2 M. Hafer und Mais lagen schwach, Rüböl unverändert. Der Spiritus: günstigsten Umständen; einesteils stand die Sonne zu Anfang der Juli/ September wurde gegen 3 Stimmen angenommen. Da der Termine den gestrigen Stand behaupten. Für Lokoware trat dagegen eine Bedeckung durch den Mond schon ziemlich hoch, andererseits war der Nathausbau bald vollendet ist, wurde der Gemeindevorstand beauf- Abschwächung ein. Angeboten waren 55 000 Liter 70er Spiritus, die mit Himmel von seltener Klarheit und Reinheit, und die Luft war auch tragt, die Verpachtungsbedingungen des Ratskellers aus 39,80 M.(-0,10 m.) gehandelt wurden. 50er Ware war nicht zus in der Nähe der Somme mur hin und wieder in geringer Wallung zuarbeiten und die Verpachtung öffentlich auszuschreiben. Die Ver- geführt. Am zwölfzölligen Refraktor der Urania- Sternwarte wurde der Be- tretung erteilt später den Zuschlag. Die Ausstattung des Ratskellers ginn der Finsternis von Herrn G. Witt um 5 Uhr 48 Minuten erfolgt aus Gemeindemitteln. Der Bericht des Schularztes 7. Juni mittags bis 8. Juni mittags betrugen 236 Tonnen Weizen, 203 0. 21 Sekunden mitteleuropäischer Zeit notiert, vielleicht einige Sekunden Dr. I acobi für das erste Halbjahr seiner Thätigkeit rief eine Safer, 200. Gerste, 10 To. Erbsen, 498 To. Mais, 270 D.- Str. Weizenzu spät, da an der Eintrittsstelle der Rand der Sonnenscheibe etwas längere Debatte hervor. In dem Bericht wurde anerkannt, daß die unruhig war; um 6 Uhr 46 Minuten 17 Sekunden konnte das Ber- Lehrer und Lehrerinnen in jeder Hinsicht die Haltung der Kinder schwinden des Mondes mit voller Sicherheit beobachtet werden. In den während des Unterrichts sachgemäß geleitet haben. Auch seien keine drei Kuppeln und auf der Plattform der Urania hatten sich troß der Klagen über die Sauberkeit der Schulräume zu erheben. Es sei frühen Morgenstunde zahlreiche Besucher eingefunden, um das inter aber im höchsten Grade bedauerlich, daß für die Mädchenschule der effante Schauspiel zu betrachten. Turnunterricht noch nicht eingeführt sei und die baldige Einführung Die Deutsche Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde vers dieses Unterrichts müsse für sehr wünschenswert erachtet werden. In anstaltet im Laufe dieses Monats außer einem Besuch des Zoologischen der Mädchenschule seien verschiedene Klaffen sehr überfüllt, in Gartens unter Führung des Direktors Dr. Heck und des Kustos Matschie einem Zimmer wären 70 Kinder vorhanden. Auch sei das im Küster vom Museum für Naturkunde eine naturwissenschaftliche Erfurfion nach hause eingerichtete Schulzimmer viel zu niedrig. Es sei darum Schlachtensee und Baulsborn unter Leitung des Bezirksgeologen Dr. Botonté unbedingt nötig, den Neubau des wr Distuifion ermahnten die alte, jonbern beruht auf den Dudenschen Borſchlägen, die in Fachtreifen Mädchen Schulhauses und des Kustos Kolbe, sowie einen Besuch des Botanischen Gartens unter M. St. 35. 1. Die Orthographie unserer Zeitung ist nicht die fog. Führung des Professors Dr. Schumann und zum Schluß eine Besichtigung in Angriff zu nehmen. der Baumschulen des Detonomierats Späth. Näheres ist von dem ersten Genossen Sonnenburg und Barth dazu, bei der Regierung große Anerkennung gefunden haben und z. B. im Meyerschen Konversations Schriftführer, Oberlehrer Dr. Greif, Köpniderstr. 142, zu erfahren. energisch vorstellig zu werden, damit die Beschleunigung des Schul- Verifon angewendet werden. 2. Jit uns unbekannt. 3. Most ist ein Brabl Die Nene freie Voltsbühne bringt am Sonntag nachmittag 13 Uhr hausbaues ermöglicht werde. Habe die Vertretung rechtzeitig den Im Oftend- Carl Weiß- Theater als letzte Vereinsvorstellung in dieser Saison: Bau beschlossen, sei es auch Pflicht der Regierung, alles zu thun, " Der Störenfried", Lustspiel in 4 Aufzügen zur Aufführung. Die Regie was die Sache fördere, damit nicht wieder Zustände einträten, wie hat Herr Corb Hachmann. im Jahre 1894, wo wegen Mangels an Schulräumen eine große Zahl Theater. In den beiden Stücken, die heute, Freitagabend, tm von Kindern nicht hätte eingeschult werden können. Aber wegen der Schiller Theater zur ersten Aufführung gelangen, wirten folgende Gefahr, daß der Schulhausbau sich verzögere, thue die Vertretung Damen und Herren mit: in der Schönen Tolebanerin" Alwine Wiede, gut, sich rechtzeitig nach Mietsräumen umzusehen. Es wäre Baula Levermann, Helene Rosner, Willy Froböse, Ferdinand Gregori, auch sehr notwendig, neben dem Bau des Mädchen- Schulhauses eine Organisierte haben. Adolph Joseph, Georg Bäschte, Alfred Schmasow, Walter Bollin; Turnhalle zu errichten. Nicht nur für die Knaben, sondern auch in der Schulreiterin Grete Meyer, Willy Froböse, Albert Patry, Alfred für die Mädchen sei das Turnen in hygienischer Beziehung sehr zu Schmasow. empfehlen. Das sei auch auf dem Tuberkulose- Kongreß von Autori Feuerbericht. Mittwochabend 1/210 Uhr liefen gleichzeitig täten anerkannt worden. Nachdem noch der Gemeindevorsteher und mehrere Feuermeldungen aus Beuffel str. 25 in Moabit bei der verschiedene Vertreter die Beschleunigung des Schulhausbaues be Feuerwehr ein, so daß mit einem größeren Brande gerechnet wurde. tont, aber die Notwendigkeit einer Mädchen- Turnhalle nicht ans Acht Löschzüge, darunter drei Dampfiprißenzüge eilten nach der Brand- erkannt und auch die Beschaffung von Mietsräumen für zwecklos gehalten stelle, um hier zu sehen, daß irrtümlich Großfeuer gemeldet war. hatten, da kein Hauswirt auf turze Zeit seine Wohnungen zu Schulzwecken Es brannte zwar auf dem Dachboden etwas Wäsche und Hausrat, doch hergeben würde, beschloß die Vertretung einstimmig folgendes: Die Swinembe. 769 N Hamburg konnte das Feuer mit Leichtigkeit gedämpft werden. Es trat über Gemeindevertretung richtet an die Regierung die Anfrage, ob sie Berlin haupt nur ein Löschzug kurze Zeit in Thätigkeit, während die übrigen gewillt ist, zum 1. April nächsten Jahres den Mädchen- Turnunterricht wiesbaden 769 NO 776 OND 25lb. bed. fofort wieder abrückten. Der verursachte Schaden ist nicht bedeutend, obligatorisch einzuführen und welche Mittel eventuell dazu nötig find. München 769 NO 760 NNO 4wolfen! 15 da der Dachstuhl wenig gelitten hat. Verschiedene Anzeichen deuten Ferner fordert die Vertretung die Regierung auf, die Baupläne zum Wien 768 auf Brandstiftung. Sturz vorher war in der benachbarten utten- Schulhaus der Gemeinde sofort zuzustellen, damit der Schulhausbau Wetter Prognose für Freitag, den 9. Juni 1899. straße 8 ein Zimmerbrand abzulöschen, der Möbel und Gardinen ohne Verzug begonnen werden tann; andernfalls eine Ueberfüllung Trocken und vorwiegend heiter, am Tage etwas wärmer bei mäßigen beschädigte. der Schulräume unausbleiblich ist. Zum Schluß wird der Schul- nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. uteht, 1480 D- Ctr. Roggenmehl. 2,15-2,20 Mt. per Schock. Tendenz ruhig. Gierbericht vom 8. Juni. Normale Eier 2,372-2,75 M., Heine Briefkasten der Redaktion. Tie juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ Uhr abgehalten. nachm. 3. Dr. Guttmann, Chauffeestr. 27 I, Sprechst. 9-12 Uhr vorm. und 2. K. 1. und 2. Prof. Leyden, Bendlerstr. 30 I, Sprechst. 5-7 Uhr 4-5 Uhr nachm. hans, aber fein Polizeispion. 4. Reinsdorf wurde hingerichtet, weil er 1883 den Versuch unternahm, die deutschen Fürsten bei der Einweihung des Niederwald- Dentmals in die Luft zu sprengen. 5. Das Wort„ Parteis genoffe" besagt, daß der Betreffende Mitglied der Partei sein muß. Nach bem Organisationsstatut unserer Partei wird der als zur Partei gehörig betrachtet, der sich zu den Grundsägen des Parteiprogramms bekennt und die Bartei nach Kräften unterstützt. Den Anspruch auf den Namen Parteis genoffe im engeren Sinne des Wortes wird daher nur der auch politisch Witterungsübersicht vom 8. Juni 1899, morgens 8 Uhr. Stationen Wetter Stationen | 769 NM 3 heiter 13 Haparanda 764 3woltent 14 Petersburg 2 heiter 13 Cort 773 SO 3wolfen! 15 Aberdeen 5 bedeckt 12 Paris 2 woltent 14 7719 Wetter Temp. n. C. 521 15° C.= 4° R. 4wollig 6 3 heiter 18 Dr. 132. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. aceitag, 9. Juni 1899. Versammlungen. " Verhalten einiger Krankenkassen- Vertreter einer herben Kritik unter-| centralisierten Gewerkschaften zu informieren, zu gleicher Zeit aber zogen. Im weiteren wurde beschlossen, am Grabe verstorbener Vorschläge über einen zu gründenden Streitfonds zu schaffen. Liebe Kollegen auch fernerhin einen Kranz mit Schleife niederzulegen. verlas hierauf die Abrechnung vom letzten Maskenball, es wurde Der Verein zur Wahrung der Jntereffen der Maurer Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß am 10. Juni das ihm Decharge erteilt. Nachdem noch einige Werkstattangelegenheiten Berlins und Umgegend hielt am 4. Juni eine ordentliche Mit- 17. Stiftungsfest des Vereins bei Ballschmieder, Badstr. 16, besprochen worden waren, erreichte die Versammlung ihr Ende. gliederversammlung im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, ab. stattfindet. Dr. We y I hielt einen Vortrag über:" Was hat der Tuberkulose- Die Stockarbeiter hielten am 5. d. M. bei Stechert ihre Kongreß dem Proletariat gebracht?" Referent erläuterte in treffen Mitgliederversammlung ab. Genosse Kater hielt einen mit großem den Worten die Ursachen der Tuberkulose und wies durch die Statistik Beifall aufgenommenen Vortrag über Für was wir fämpfen." Die der Krankenkassen nach, daß gerade die Arbeiter diejenigen nun folgenden Diskussionsredner erklärten sich im Sinne des Resind, die an der Schwindsucht am meisten zu am meisten zu Grunde ferenten, stellten hierbei auch die Frage auf, ob wohl unsere Organi gehen. Alsdann kam Redner auf die Bedeutung des vor sation in ihren jezigen Formen sich den gesetzten Zielen würde furzer Zeit hier stattgehabten Tuberkulose Kongresses zu sprechen. nähern können und es wohl möglich sein wird, derselben eine andere Redner tam nach eingehender Würdigung desselben zu dem Schluß, Gestalt zu geben. Da aber wegen der schwachen Beteiligung eine daß, wenn es der herrschenden Klasse wirklich ernst sei, der Seuche Beschlußfähigkeit nicht vorhanden war, wurde folgender Antrag an Einhalt zu thun, sie dann der Arbeiterklasse vor allem ein freies genommen: Dem Vorstand wird aufgegeben, Material heranKoalitionsrecht geben müsse. An der Diskussion beteiligten zuschaffen, damit den Mitgliedern Gelegenheit gegeben werde, sich sich mehrere Kollegen im Sinne des Referenten und wurde das über das Wesen der Geschäftskommission der durch Vertrauensmänner Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Thraker. Freitag, den 9. Junt. Opernhaus. Carmen. Anf. 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Die Quigoms. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. F Deutsches. Prinz Friedrich von Homburg. Anfang 72 Uhr. Residenz. Der Schlafwagen Con troleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 72 Uhr. Menes. Hofgunst. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Die schöne Toledanerin. Hierauf: Die Schulreiterin. Anf. 8 1hr. Westen. Die Zauberflöte. Anfang 7 Uhr. Central. 72 Uhr. Waldmeister. Anfang Belle Alliance. Anfang 8 1hr. Onkel Bräfig. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Nachtomnibus- Controleur. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. 8 Uhr. Nana. Anfang Urania Schweizer- Garten Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr: Im Theater: Das Land der Fjorde. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Am Königsthor( Ningbahn) Am Friedrichshain. Täglich: Theater- und SpecialitätenVorstellung. Bolksbeluftigungen aller Art. Ball. Freier Damentanz und Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. An Wochentagen ist das Etablissement an Vereine zu vergeben Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Letzte Woche! Der unverwundbare Fakir. Von 62 Uhr: Specialitäten Vorstellung. CASTANS Brauerei Friedrichshain. 6. Hagenbecks Polaru. 9 Uhr: Show. 12 Eisbären, vorgeführt von Hendrick Olafson. Elefant, Pferd und Hund, vorgeführt von Herckenrath. Entree 30 Pf., Kinder 15 Pr. Annoncen- Expedition F. v. Schirp, Berlin. Max Kliems Sommer- Theater Hasenhaide 14-15. In der Rigdorfer Kartellversammlung schilderte zunächst Heinze in kürze den Streit der Steinfeßer. Sodann wird die Frage der Gewerbegerichtswahlen erörtert; dazu lag ein Brief der Ortsvereinler vor, welche ein Zusammengehen empfehlen, was jedoch rundweg abgelehnt wurde. Die Kartellkandidaten sollen in der nächsten Sizung aufgestellt werden. Heidemann bes richtet über die Sache der Bauarbeiter; die Organisation derselben sei besonders schwer. Klage wurde geführt über die Arbeiten am Bau des Berliner Gewerkschaftshauses und wurde eine Kommission gewählt, welche die Angelegenheit untersuchen soll. Vertreter der Bäcker fündigte eine Bewegung zu Gunsten der Erringung befferer Arbeitsbedingungen an. Der Victoria- Brauerei wanbten bie traurige Nachricht, baß Lützowstraße 111/112. Im Naturgarten oder Saal: Täglich Humoristische Soiree der Norddeutschen Sänger ( Führmann, Horst, Walde). Anf. Sonntags präc. 7, wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverk. 40 Pf. Familienbillets 3= 1 M. Sonntag und Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Nur 3 Mk. Reste, sehr groß, zu Knabenanzügen, Artistische Leitung: Paul Milbit. Neste zu Herrenanzügen, schöne Muster 7-10 M. Für 12 M. ff. Cheviot, auch Kammgarnreste, Baletot- und Täglich: Großes Garten- Konzert. Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Auftreten des gesamten Schauspiel: n. Specialitäten- Personals. Nur erstklassige Kräfte. Cflend. Die rote Mühle. Anfang PANOPTICUM Georg Fischer( Sieberfänger), Karl Gursch( Tanz- Barobift), Heddy Brumien 8 Uhr. Metropol.Specialitäten- Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Apollo. Specialitäten-Borstellung. Anfang 7/2 Uhr. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Feen Palast. Specialitäten- Vorstellung. Passage Panoptikum. Speciali 6 täten Vorstellung. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vorDie sensationellen lebenden Photographien! 99 mit Figuren in Lebensgrösse. Die russische Damenkapelle ,, Mignon" In moskowitischen Kostümen. Dreifuss" mit 3 Beinen gebor. leb. Kosakenpferd. mittags ab. Eintritt 50 Bf. Central Theater Abends 8 Uhr:„ Das Land der Storde". Operntelephon. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Bum erstenmale: Die schöne Toledanerin. Luftspiel in 3 Aufzügen nach Lope de Bega, für die Bühne bearbeitet von Eugen Babel. Sierauf: Die Schulreiterin. Lustspiel in 1 Aft von Emil Bohl. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die schöne Toledanerin. Sierauf: Die Schulreiterin. Sonntag, nach m. 3 Uhr: 6. Vorstellung im Shakespeare- Cyklus. Viel Lärm um nichts. Sonntag, abends 8 Uhr: Zwei glückliche Tage. Ostend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Novität! Bum 20. Male: Novität! Die rote Mühle. Senfationelles Ausstattungsstück in 8 Bildern von G. Ofontowsky und E. Sondermann. Anfang 8 Uhr. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Im Konzert- Garten: Täglich großes Konzert, Theater und Specialitätenvorstellung. 27 Nummern. Der Witwen- Verein. Anf. 512 Uhr. Familien- Billets für 1-12 Personen sind im Bureau zu haben. Saisons farten haben Gültigkeit. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. ! Sensationeller Erfolg! der Berliner Revue Berlin lacht!! von Julius Freund, Musik von Julius Einödshofer. Hierzu: Zwei grosse Balletts Kinder- Puppenballett, Zeltungsballett und Miss Dejo, Mr. Hurgini, Frid- Frid, Paul Jülich. Die 5 Bonhairs u. 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Die Beerdigung findet am Sonntag, ben 11. 6. M., nachnt. 11 Uhr, von der Reichenb. bes Emmaus- Kirchh. aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen Familie E. Wettermann.[+18 Deutscher Holzarbeiter Verband. = Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler August Volkmann verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Freitagnachmittag 51/2 Uhr, von der Leichenhalle des Rigdorfer Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 106/7 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen Freunden u. Bekannten, welche sich an der Kollette für meinen Sohn t. unseren Kollegen Georg Kirschke beteiligt haben, unseren besten Dank. Wwe. Kirschke. J. A.: Georg Stabs Eiskarl. Georg Wallburg, Koblantstraße 15. Die Liste hängt im Lokal aus. Orts- Krankenkasse der Buchbinder und verwandten Gewerbe. Ausserordentliche Manopan, Libelle Celesta. General- Versammlung Harmonikas u. Musikwaren [ 2726 jeder Art. Detail- Verkauf zu Fabrikpreisen. 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Hilfstasse Nr. 3, Hamburg.) Filiale Berlin F. Sonntag, den 11. Juni cr., vorm. Besuchsordnung: 1. Führung durch das astronomische Museunt und Erklärung des Riesenfernrohrs. 10 Uhr, b. Neumann, Brunnenstr. 150: 2. Projektions Vortrag des Archenhold Die und ihrer Angehörigen bittet Sonntag, den 11. Juni, vormittags 10 Uhr, im Lokal 3 Beobachtung ber Come und ihrer Fleden mit dem dieſenrefraktor. um rege Teilnahme seitens der Mitglieder Mitglieder- Versammlung. des Herrn Fischer, Beusselstrasse No. 9: Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: Lebenshaltung und 1. Bortrag des Herrn Dr. Wollheim fiber: Menschenrecht". 2. Distuffion. 3. Wahl eines Bezirksleiters, eines Schriftführers und zweier Beitragsammler. 4. Verschiedenes. Kollegen! Wir ermahnen Euch an Euer Solidaritätsgefühl, Mann für Mann und pünktlich zu erscheinen. 106/5 NB. Einlahtarten a 75 Pf. sind bei fämtlichen Zahlstellenfassierern zu haben. Achtung! Manrer. Achtung! Sonntag, den 11. Juni, vormittags 10 Uhr, in Wernand Festfälen, Schwedterstraße 23: Am Sonntag, den 11. Juni, vormittage 10 Uhr, tm 2orat Mitglieder- Versammlung für den Norden des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Einsetzer- Versammlung. Tages Ordnung: Stafferer 1. Wahl eines Kommissionsmitgliedes und eines Kassierers. 2. Vorlage der Tarif- Kommission. Pflicht aller dem Berbande angehörigen Einseker ist es, in dieser Ber: fammlung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Tischler- Verein. der Zahlstelle Berlin II Der Vorstand. [ 257/10 Siermit nehme die Beleidigungen gegen den Wäsche Arbeiter Herrn H. Weniger zurück und erkläre denselben für einen Ehrenmann. 508b Rabe. Tagesordnung: 1. Festsetzung des Gehalts u. Vergütigung der Ortsverwaltung. 2. Wahl d. gesamten Ortsverwaltung, d.Bertrauensärzte u.d.Beitragsammler. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. 183/7 Wir ersuchen die Gewerkschaften und Vereine, die nach Nedlitz bei [ 136/16 Potsdam Ausflüge unternehmen, sich vorher an den Unterzeichneten zu wenden, da das Lokal Zur Römerschanze" in andere Hände übergegangen des Centralverbandes deutscher Maurer. ist. Auch diejenigen Vereine, die sich bereits dort angemeldet haben, er267/8 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion und Gewerkschaftliches.fuchen wir dringend, unserm Wunsche nachzukommen. Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. J. A.: Rud. Wenzel. Die Lokalkommission von Potsdam und Umgegend. Verband der Bau-, Erdund gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands ( Bahlstelle Berlin V). Sonnabend, den 10. Juni, abends 8½ Uhr, Melchior- Straße 15: Am Sonntag, den 11. Juni, vormittagé 10% Uhr, im Lokal Versammlung. Tages Ordnung: Vereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zur Dampferpartie Der Vorstand. am 9. Juli. 198/15 Freie Vereinigung der Banarbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 11. Juni, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Serra Wilke, Andreasstraße 26: General- Derlammlung. Tages Ordnung: des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassierers vom 1. Quartal 1899. 2. Regulierung der Bohnverhältnisse. 3. Neuwahl der Revisoren und des Spediteurs. 32/15 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Ewald, Schönleinstraße 6: 1. Bortrag. 2. Distuffion. 3. Rechenschaftsbericht des Vorstandes und Sonntag, den 11. Juni, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Neuwahl desselben. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 31/8 Der Vorstand. Produktiv- und Einkaufs- Genossenschaft für Radfahrer. Start: 9 Brenzlauer und Familien- Ausflug nach Buch. Mitglieder Versammlung. D Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Ewald. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Bericht des Vergnügungsfomitees über die bevorstehende Dampferpartie. 4. Gewerkschaftliches. Zahlreiches Erscheinen erwartet 84/9 Der Vorstand. C. Brinkert, Feldstraße 3, Potsdam. Deutsche Schuh- Fabrik vorm. G. Markus& Co., Ges. m. beschr. H. Erfurt- Ilversgehofen Renommirtes Fabrikat. MACHT STARK GESCH ERFURT Wir empfehlen: SCHUHFABRIK ERN und beten Ringehörige Abfahrt vom Stettiner Borort- Bahnhof 7.45, 0.25, Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter Herren- Zugstiefel, gewaltt, Specialität 12.25, 1.30, 3.35, 4.30; ab Gesundbrunnen je 6 Minuten später. In Buch Gasthof an der Kirche. Strecke( Berlin- Buch- Bernau) 20 Pf. und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Sonnabend, 8. Jult: 1. Stiftungsfeft in Elysium, Landsberger Allee. Am Sonnabend, den 10. Juni, abends 81/2 Uhr, bei Herrn Specialitäten, Tanz, Kunstfahren 2c. Kammmacher! 499b Montag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Oeffentliche Versammlung der Kammmacher und aller in der Kammindustrie beschäftigten Arbeiter. Tages: Ordnung: 1. Die Lage der Arbeiter in der Kammindustrie. Referent: Genoffe Albin Mohs. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Kollegen, in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes einzelnen, pünftlich zu erscheinen und für die Verbesserung seiner Lage einzutreten. Der Einberufer. [ 106/6] Rautenberg, Oranienftr. 180: Delegierten- Versammlung. Es ist Pflicht eines jeden einzelnen Kollegen, dafür zu sorgen, daß aus jeder Wertstelle ein Delegierter geschickt wird. 142/11 Der Vorstand. Gustav Lindenhayn, Grünau, Wilhelmstr. 9 und Friedrichstr. 1-2. [ 19278* Empfehle meinen neu renovierten Saal, ebenso schönen großen Garten nebst zwei verbeckten Kegelbahnen den geehrten Vereinen und Gesellschaften zur Abhaltung von Bergnügen; nur jeden ersten Sonntag nach dem 1. jeden Monats öffentlicher Tanz. Kaffeekochen, Liter 70 Pf. Weißbier 20 93f. 10 Bögow Versand 15 Pf. G. Lindenhayn, Gastwirt. Tel. Nr. 17. Zahnziehen ohne Narkose! chmerzloses Zahnziehen Sch Specialität: Plattenloser Zahnersatz. Künstl. Zähne, brauchbar.. von 2,- Mk. 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