Nr. 134. Indon E Abonnements- Bedingungen: M Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,80 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BeitungsPreislifte für 1899 unter Mr. 7890. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. 90 Vorwärts Berliner Volksblaff. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zetle ober beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Gleiches Recht für alle! Das ist das Zeichen, unter dem die Zuchthausvorlage siegen will. Leben wir doch in einem Rechtsstaat. Gleiches Recht für alle! Gleiches Recht für den Arbeitgeber und für den Arbeit nehmer! Wie herrlich das klingt. Man sollte fast denken, wir wären im Zukunftsstaat, der an seinem Thore die Inschrift trägt: Gleiches Recht für alle. Im Anfang war Wir leben in Sonntag, den 11. Juni 1899. A " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Das Koalitionsrecht ist für den Arbeiter eine Lebens Rechts- Tierstaat gelebt, wäre zum Richter gegangen und der bedingung. Für den Arbeitgeber ist es von sehr Richter hätte gesprochen: untergeordnetem Wert- ja wertlos. Der ber- Du Tier- Staatsbürger Storch!, der Fuchs, Dein Mitbürger, einzelte Arbeiter ist nichts erst durch die Verbindung hat Dir die Speisen in der Schüssel vorgefeßt, aus der er mit seinesgleichen, erst durch die Koalition" fann er zu Macht selbst iẞt- Du hast kein Recht, anderes zu verlangen gelangen wird er in den Stand gesezt, sich der Ausbeutung als der Fuchs. Das wäre ein Vorrecht, und Vorrecht ist undurch das Kapital, so weit es unter der Herrschaft des gerechtigkeit. Gleiches Recht für alle!" Kapitalismus möglich ist, zu erwehren. Das wäre das gleiche Recht für alle", das Zuchthaus Der Kapitalist aber ist schon für sich allein eine Macht. gesek gewesen. Nur noch weit weniger ungerecht, denn der Als Individuum hat er die Macht, welche das Kapital ihm Storch konnte aus der flachen Schüssel wenigstens ein paar verleiht, während der Arbeiter als Individuum wirtschaftlich, Brocken herausbekommen, während das Zuchthausgesetz dem social und politisch vollkommen machtlos ist. Schon hieraus Arbeiter vom Koalitionsgesetz gar nichts übrig läßt. Was ein schönes Wort doch wert ist. erhellt, daß das Koalitionsrecht für den Kapitalist nicht die Und solchen Hohn bietet man den deutschen Und unter den Arbeitern! das Wort". Und auch heute noch herrscht es. Bedeutung hat, wie für den Arbeiter. der Aera der schönen Worte. Kapitalisten ist das Klassenbewußtsein und Solidaritätsgefühl Freiheit der Wahl! Glücklich das Land, dessen Regie- den Arbeitern gegenüber weit allgemeiner und weit stärker Das Koalitionsrecht im Ausland. rung sie zu ihrem Ziel macht. Freiheit der Wahl unter man als den Arbeitern den Kapitalisten gegen II. muß sie nur richtig verstehen. Das gemeine Volt meint, über, liegt es doch in der Natur der Natur der Dinge, das hieße, daß weit ein jeder die Freiheit habe, zu daß die herrschenden Klassen ihre Interessen " In anderen Staaten ist schon durch das allgemeine wählen, wen er will, und für seinen Standidaten und besser kennen, als die beherrschten. Außerdem können die Strafgesetz die Willensfreiheit des Einzelnen gegen Gewalt feine Sache zu wirken. Gewiß, die Freiheit zu Kapitalisten, weil ihre Zahl eine verhältnismäßig geringe ist, und Drohung in viel weitergehenderem Maße als bei uns wählen" belehrte uns seiner Zeit Fürst Bismard sich auch viel leichter verständigen und zu gemeinsamem geschützt." So sagen wenigstens die Motive zum Zuchthaus allein diese Freiheit zu wählen wird beeinträchtigt durch jede Handeln einigen, als die Arbeiter. Wozu die Arbeiter Volts gesetz und glauben damit einen Haupttrumpf zur RechtDem gesunden Partei- Agitation. Vor dieser Partei- Agitation, welche ein Ein- versammlungen und einen ganzen Agitationsfeldzug brauchen- fertigung des Entwurfes auszuspielen. griff ist in die Freiheit des Wählers, hat die Regierung, als das besorgen die Kapitalisten durch ein paar Rundschreiben, Menschenverstand und dem unverfälschten Rechtsgefühl will Hüterin der Wahlfreiheit, den Wähler zu behüten." durch eine Privatkonferenz. allerdings dieses Argument, auch wenn die behauptete ThatDer freie Wähler, durch Polizei vor den bösen Partei- Das Koalitionsrecht hat für die Unternehmer gar fache wahr wäre, recht wenig einleuchten. Wenn das allAgitatoren behütet und von Polizei an die Wahlurne geleitet- teinen wirklichen Nutzen. Es ist auch niemals gemeine Strafrecht nicht ausreicht, so sollte man meinen, das ist die Verwirklichung der Bismarckschen Wahlfreiheit und in keinem Lande von der Unternehmer- muß dieses verschärft werden. Daß man aber das allder einzig richtige Schutz des Wahlrechts. tlasse gefordert worden. Im Gegenteil: das gemeine Strafrecht in seiner angeblichen Unzulänglichkeit ruhig Und Schutz des Koalitionsrechts! Nächst dem Koalitionsrecht war zu allen Zeiten und in allen Ländern der fortbestehen läßt und es in einemt gesonderten Gesetz nur einer Wahlrecht ist das Koalitionsrecht das wichtigste Grundrecht- Unternehmerklasse ein Dorn im Auge. Es einzelnen Bevölkernngsklasse gegenüber verschärft, enthüllt für den Arbeiter beinahe noch wichtiger. Denn ohne das wurde ihnen aufgezwungen durch die Arbeiterklasse und durch den Charakter des Entwurfs als eines AusnahmeWahlrecht können die Arbeiter den Klassenkampf führen, der den Staat, ehe derselbe zum Klassenstaat und Handlanger des gesetzes auf das bündigste. Die Motive haben dem Entzu ihrer Befreiung notwendig man denke an England Kapitalismus geworden war. Stönig Stumm und Genossen wurf feinen guten Dienst geleistet mit dem Hinweis auf das bor ber legten Reformbill; ohne Koalitionsrecht können sie würden vor Freude in die Luft springen, wenn das allgemeine Strafrecht des Auslandes. Indem der Entwur es nicht. sc Koalitionsrecht abgeschafft würde. diesen von den Motiven selbst vorgeschlagenen Weg zu gehen Heil dem Lande, dessen Regierung für den Schutz des Wir haben es also mit einem Rechte zu thun, das für die verschmäht, zeigt er klar den ihm als einzige Richtschnur Roalitionsrechts eintritt. Und die deutsche Regierung thut es. Klasse der Stapitalisten und der Arbeiter von ganz verdienenden Unternehmerstandpunkt. Hätte sich der Entwurf Sie hat ihre neueste Gesegesvorlage eingebracht zum Schutz schiedenem Wert ist: für jene wertlos- für diese, wie nach den von der Begründung angezogenen Gesezen des des Koalitionsrechts. schon gesagt, eine Lebensbedingung. Den Gebrauch Auslandes gerichtet, so wären damit allerdings auch zahlGanz im Geiste Bismarcks, wie er das Wahlrecht schützen dieses Rechts erschwert man durch das Zuchthausgesetz der reiche, bislang und auch nach dem Entwurf straflose Formen der wollte. Wozu ist dem Menschen denn die Sprache gegeben? maßen, daß er mit mathematischer Gewißheit ins Gefängnis zwangsweisen Verhinderung an der Ausübung der Koalitions Aber wie könnt Ihr spotten? Giebt unser Gesey, das oder Zuchthaus führt. Und das heißt man Schutz des freiheit seitens der Unternehmer getroffen. Dies aber sollte Ihr Zuchthausgesetz zu nennen beliebt, nicht dem Arbeiter Koalitionsrechts, und ruft triumphierend aus:" Bewundert vermieden werden, wie alles, was den Interessen der herr das gleiche Recht wie dem Arbeitgeber? Wie unsere Gerechtigkeit! Wir verbieten den Arbeitern nichts, schenden Klassen zuwiderläuft. tönnt Ihr Euch da beklagen, Ihr Socialdemokraten, die Ihr was wir nicht auch den Arbeitgebern verbieten. Gleiches Aber ist es denn wahr, daß das allgemeine deutsche das gleiche Recht für alle" wollt?" Recht für alle!" Strafrecht im Gegensatz zum Ausland versagt gegenüber der Lassen wir die Scherze und das Komödienspiel. Wer Gleiches Recht für alle, daß man eine Waffe der Arbeiter bei den gewerblichen Lohn- und Arbeitskämpfen in bedenk spottet? Nicht wir. Wer treibt mit den deutschen Arbeitern gegen die Unternehmer zerstört, und die Arbeiter den Unterlichem Umfange vorkommenden Anwendung von Gewalt und feinen Spott? Nicht wir. nehmern gegenüber wehrlos macht. Und das nennt sich: 3wang?" Es ist richtig, daß nach dem deutschen Strafrecht Gleiches Recht für alle weil für den Arbeitgeber der gleiches Recht für alle, sociale Gerechtigkeit". wegen Nötigung" nur derjenige bestraft wird, welcher einen gleiche Buchstabe in dem Zuchthausgeseze steht wie für den Wer kennt nicht die Fabel vom Mahle des Storches und anderen widerrechtlich durch Gewalt oder durch Bedrohung einem Verbrechen oder oder Vergehen ชน Arbeiter. Mit derlei Mäßchen kann man die deutschen Arbeiter des Fuchses? Der Fuchs ladet den Storch zum Mittagsmahl mit Duldung oder Unterlassung nötigt. nicht täuschen. Von einer Rechtsgleichheit bei Gleichheit der ein und setzt ihm die Speisen in einer ganz flachen Schüssel vor, einer Handlung, Duldung Gefegesbestimmungen kann in diesem Falle nicht die Rede aus welcher der Storch mit seinem langen Schnabel nichts Es sind also nach dieser Bestimmung andere Fälle der sein, weil für Arbeiter und Arbeitgeber keine Gleich herausholen kann. Drohung, als solche mit einem Verbrechen oder Vergehen, heit der praktischen Anwendung und der straflos. Aber die außerordentlich weite Auslegung, die den praktischen Bedeutung des Koalitionsrechtes Begriff der Nötigung in der Rechtsprechung erfahren hat, insvorhanden ist. besondere das völlige Absehen davon, ob die Drohung eine " Wollt ihr's so? Der Storch der Fabel übte hernach Selbsthilfe und Selbstjustiz. Doch in einem Rechtsstaate ist die Selbsthilfe nicht erlaubt. Nehmen wir an, der Storch hätte in einem einen bon er die umb Mart leicht auf eine genau gleich lange. Um dem Elend zu steuern, hat Die Hütten, die wir betraten, machten alle denselben trübseligen weiland der Kardinal Hohenlohe, Chlodwigs Bruder, vor geraumer Eindruck. In der Regel bestehen sie aus zwei notdürftig von einEin Gang durch das Hohenlohesche. Zeit eine Korbflechtschule eingerichtet. Das ist ja das gebräuchliche ander getrennten Räumen mit niedrigen, verräucherten Deden, Am frühen Morgen verließen wir das altertümliche Rotenburg, Mittel, einer am chronischen Hunger dahinfiechenden Bevölkerung die schlechten Fußböden und häßlichen Wänden, in denen kleine, ver das mit seinen Mauern und Zinnen so prächtig den weiten Mund- Qualen zu verlängern, daß ein Wohlthäter" irgend eine leicht zu erstaubte und offenbar selten geöffnete Fenster ein gedämpftes Tages bogen ob der Tauber frönt. Es reizte uns, einmal einen Gang lernende Hausindustrie bei ihr einbürgert. Jezt giebt es in Schillingsfürst licht verbreiten. Eine gewisse Steinlichkeit herrschte überall; aber da durch das Hohenlohesche zu machen, nicht um zu sehen, wie Chlodwig eine große Anzahl von Korbflechtern; die Flechtschule ist in sei einer reinlich, wo Arbeits- und Wohnraum, Küche und Waschhaus Fürst zu Hohenlohe, der internationale Grandseigneur und Kanzler zwischen wieder eingegangen; aber die Flechterei erbt sich wie ein alles ein und dasselbe sind; da beachte einer die guten Sitten und des Deutschen Reiches auf seines Hauses Erbschloß residiert, Laster fort. pflege die Scham, wo eine ganze Familie auf wenigen Quadratsondern um das Bölkchen kennen zu lernen, das im Schatten des Schillingsfürster Korbflechter stehen in einem schlechten Rufe. metern zusammenschlafen muß, auf Lagerstätten, die mit dem Bette Schloßberges von Schillingsfürst sein Dasein fristet. Wenige Tage Als wir in Rotenburg bei ehrsamen Bürgersleuten das Gespräch des Wohlhabenden höchstens den Namen gemeinsam haben. In dem find verflossen, seitdem Sc. Durchlaucht die Vorlage zum Schutze darauf brachten, hörten wir mancherlei und nicht immer das beste, Antlig der Bewohner haben beständige Sorgen um des Lebens not des gewerblichen Arbeitsverhältnisses" als verantwortlicher Minister und auch ein Bauer, den wir auf dem Wege getroffen hatten, sprach wendigstes ihre Spuren gefurcht; die Augen blicken resigniert; das unterzeichnet hat; bald wird er sie den Boten des deutschen Volkes unfreundlich von ihnen und erzählte, daß sich sogar die Gendarmen Lächeln ist schwerfällig, weil es ungewohnt ist. Diese Leute haben zur Annahme empfehlen, so wie nur Hohenlohe einen Gesezentwurf nicht wohlfühlten in Schillingsfürst. Nun galt es selbst zu ja auch vom Leben nichts zu hoffen, aber alles zu fürchten; als Wir waren auf vieles gefaßt, aber ich ihnen fragte, was mit ihm geschehen empfehlen kann. Da ist es gewiß nicht uninteressant, einmal die sehen und zu prüfen. ihn arbeits Arbeiterverhältnisse dort kennen zu lernen, wo sie den Kanzler am was wir sahen und hörten, übertraf unsere Befürchtungen; werde, wenn das Alter oder ein böser Zufall machen werde, zudte Achseln unmittelbarsten berühren müssen in seiner Heimat. was aber die Bevölkerung betrifft, so erkannten wir bald, unfähig dann werde er die ein oder awei In langen Schlangenlinien windet sich von Rotenburg aus die daß wir es mit Menschen zu thun hatten, die, koste es, meinte, staubige Straße über Thal und Hügel durch die anmutige Landschaft. was es wolle, auf alle mögliche und wohl manchmal nicht einwand- wöchentliche Unterstützung der öffentlichen Armenpflege nehmen und In der würzigen Morgenluft griffen wir tüchtig aus, und ehe noch freie Weise einen Zuschuß zu ihrem erbärmlichen Einkommen suchen ins Schnorren paschen". " Jns Schnorren paschen" da hatte ich den ersten Ausbruc die Sonne hochstand, sahen wir von Ferne ein massiges, weitaus- müssen, da sie sonst oft nicht das nackte bißchen Leben fristen können. ladendes Gebäude von einer Anhöhe herabgrüßen, Schloß Schillings- Wer mit einer bis zwei Mark Tagesverdienst eine häufig zahlreiche dieser merkwürdigen Geheimsprache der Schillingsfürster Proletarier; fürst. Kein Turm, tein Erker ziert das Haus; das fast flache Dach Familie ernähren" kann, der hat begründete Aussicht, dem Hunger er soll betteln bedeuten. Jänisch nennen die Eingeborenen dieses ist weit zurüdgezogen; Fenster neben Fenster in der Fassade, die eher tünstler Succi Konkurrenz zu machen; und mehr verdienen Rotwälsch; ich vermute, daß das eine Abkürzung von Italienischeinem Gefängnis als dem Sige eines alten Fürstengeschlechtes anstehen die Korbflechter selten. Das Flechtmaterial wird ihnen von Wälsch ist. Den Linguisten mag die Erklärung solcher Worte reizen, möchte; die Pilaster zwischen den Fensterreihen nur schwach vorgeschoben; einem auswärts wohnenden Fabrikanten verkauft, ihm liefern sie in denen man auch bei oberflächlicher Betrachtung eine Reihe italienischen Wurzeln entdecken tann. einige Schnörkel und Schnecken in der Architektur: es ist gleichsam als ob dann die fertigen Waren wieder ab. Bu einem Kinderwagen, so von hebräischen und mir einige Ausdrücke 10 notiert, wie fie das Schloß jede Möglichkeit des Anstoßes vermeiden, als ob es das ward uns gesagt, gebraucht der Flechter für ungefähr zwei Mark Ich habe erfaßt hat. Die charakteristischsten feien hier Wesen alter geschmeidiger Diplomaten wiederspiegeln wollte. Rohr und Zuthaten, für die fertige Ware bekommt er zwei Mark mein Ohr wie Und dann tauchten auch bald die Wohnstätten der Ortschaft auf. und sechzig Pfennige; wenn er mit seiner Frau zusammen den angemerkt: legum" oder" lechem" heißt das Brot; Kleine Hütten am Eingange des Fleckens, dann einige größere ganzen Tag angespannt arbeitet, so kann er drei Wagen fertig- glüdlich sind diese armen Leute, wenn sie lechem im Hause haben Häuser, wohl den Bauern oder den fürstlichen Beamten gehörig, stellen, hat also eine Mark und achtzig Pfennige verdient. und nicht Kohldampf schieben", d. h. hungern müssen. zwei Kirchen, zwei Pfarreien, beide mit schönen Gärten, die einzigen Davon soll dann die Familie leben, soll die zweimalige dazu auf den Tisch noch pezzem"( Gier) oder gar ,, possert"( Fleisch), Gewese fast, die von wirklichem Wohlstande zeugen; weiterhin nur Eisenbahnfahrt nach dem Wohnsize des Fabrikanten bestritten, dann beneiden sie wohl feinen Lufullus, feinen„ kallach"( Pfeffer), noch ärmliche Hütten, noch jämmerlicher als die am Eingange. der Bins entrichtet und die Steuern gezahlt werden. Aber das dann vergessen sie schucker" und" putz"( Gendarmen, Polizist), In diesen Räumen hausen Menschen mit eigener Sprache und eigenen ist nicht einmal die schlechteste Arbeit; es giebt Korbsorten, fümmern sich nicht um den„ dovesfackler"( den Gerichtsschreiber) Gewohnheiten, Kinder zugleich und Opfer der Armut. Die Armut bei denen diese armen Hausindustriellen sogar noch drauf- und den schangler"( Amtsrichter); ist ein überflüssiger Groschen ist erbeingesessen in Schillingsfürst, sie kann mindestens auf eine zahlen müssen! Was laffen fie fich aber nicht alles gefallen, nur im Hause oder haben sie beim Baschen ins Schnorren" etwas er gattert, dann gehts wohl auch einmal hinunter ins ,, schechere" oder ebensolange Geschichte zurückbliden, wie die Hohenlohe selbst viel um den Fabrikanten in guter Stimmung zu erhalten I " Giebt es Im Regierungsbezirke Magdeburg, wo die Fachvereine, namentlich in den größeren Städten, die Arbeiterschaft faft vollständig beherrschen, ist es nach dem Berichte des Regierungspräsidenten den Arbeitern bekannt, daß sie bei der Verweigerung des Beitritts zu diesen Vereinen oder bei einem Widerstande gegen deren Anordnungen den Chikanen ihrer Mitarbeiter so lange nach allen möglichen Richtungen hin ausgesezt bleiben, bis sie sich entweder fügen, oder aus der Arbeit ausscheiden. Wie der Berichterstatter weiter mitteilt, haben mehrere Unternehmer eingestanden, daß sie solche, den Organisationen fernstehende Arbeiter entlassen haben, um sich vor größerem Schaden zu sichernt, der ihnen daraus erwachsen könnte, daß die organisierten Arbeiter ihren außerhalb der Organisation gebliebenen Mitarbeitern jede Arbeit nach Möglich teit verderben." ernstlich gemeinte war oder nicht, lassen die Anwendung der Ifahr für Leib und Leben oder zum mindesten, I typische Erscheinung set, als ob allerwegen gar entfekliche Bestimmung auf zahllose, im Lohnkampfe fallende, in den wenn die Drohung eine geringfügigere iſt, 3. B. Schandthaten von den Arbeitern verübt werden. Natürlich Arbeiterkreisen gebräuchliche derbe Worte zu, die der sie Aus- mit Mißhandlungen, Anzeigen oder Klagen, daß sie sind unsere Partei- Organe und Arbeiterorganisationen gängsprechende als ernste Drohung in keiner Weise aufgefaßt in der Weise erfolgt, daß sie ernstliche Besorgnisse erregen lich außer der Lage, sich gegen solche allgemein gehaltenen hatte. Wir wissen zu genau, was alles als Drohung mit fonnte". Nach dem Strafgesetzbuch von Schwyz begeht Verdächtigungen zu verteidigen. 3. B. sagt, wie die einer Körperverlegung, also mit einem Vergehen, in der Recht Erpressung nur, wer jemandem einen rechtswidrigen Ver Magdeburger Voltsstimme" anführt, die Denkschrift: sprechung angesehen worden ist und welche schwere Buße den mögensvorteil abnötigt durch Bedrohung desselben mit dem unbedachten Reden folgte, als daß es hier noch der Anführung Mißbrauche eines wirklichen oder mit dem Gebrauche eines einiger besonders charakteristischer Beispiele bedarf. vorgespiegelten Rechtes". Da nun das Recht des Arbeiters, Und weiter, soweit der Nötigungsparagraph wirklich einmal seine Lage zu bessern, ihm füglich wohl nicht abgesprochen werden bersagt, trifft der Erpressungsparagraph zu. Da kann und auch vom Entwurf großmütigerweise nicht angetastet in der durchaus überwiegenden Zahl der Lohnkämpfe es sich werden soll, so würde man es durch eine derartige Fassung des um die Erlangung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen Gesezes erreichen, daß die Arbeiterkoalitionen nicht auf Schritt handelt, von den Streifenden also ein Vermögensvorteil" und Tritt der Gefahr ausgesetzt sind, sich in die Maschen des im Sinne der Juristen erzielt wird, so ist bei jeglicher Art Erpressungsparagraphen zu verfangen. Bis zu dieser Grenze von Drohung die Möglichkeit der Bestrafung wegen Erpressung aber geht die Liebe des Entwurfes für die angeblich den gegeben. Der Strom der Kriminalisierung hat sich in be- Auswüchsen der Koalitionsfreiheit viel wirksamer entgegen sonders nachdrücklicher Weise über dieses Gebiet ergossen. tretende allgemeine Strafgesetzgebung des Auslandes nicht. Seitdem bei uns der Grundsatz Eingang in die Rechtsprechung Wieder andere Geseze, wie der neueste norwegische gefunden hat, daß die Rechtswidrigkeit des erstrebten Ver Strafgefeßentwurf, machen die öffentliche Verfolgung der NöDer Regierungsbezirk Magdeburg ist groß. Wie soll es mögensvorteils durch Koalition nicht ausgeschlossen wird, wenn tigung von einem Antrag des Verlegten abhängig. Der möglich sein, diese Angaben zu untersuchen? Und aus massendie vereinigten Arbeiter das Mittel der Drohung der Arbeits- deutsche Entwurf geht bekanntlich den umgekehrten Weg. Er haften Mitteilungen der gleichen Unbestimmtheit setzt sich fast niederlegung, der Sperre, der Verrufserklärung usw. zur Erlangung wahrt nicht einmal mehr den äußeren Schein der Gleich die ganze Denkschrift zusammen. Die Regierung verlangt nicht bereits begründeter Arbeits- oder Lohnbedingungen an- heit und beseitigt das Antragserfordernis zu Ungunsten des blinden Glauben an die Objektivität ihrer Gewährsmänner. auoieria wenden, kann wahrlich nicht mit Grund über die Unzuläng- Arbeiters selbst da, wo es sonst durchweg besteht. Jeder aber, der Klarheit und Wahrheit will, muß mit lichkeit der bestehenden Gesetzgebung geklagt werden. Das Man lasse sich also durch die Citate der Motive nicht uns verlangen, daß die Regierung das bei ihr eingegangene Gegenteil ist vielmehr der Fall. Es erscheint dringend ge- täuschen. Nirgends im Ausland geht die Rechtsprechung Material so veröffentliche, daß es den zu Angeklagten geboten, den Begriff der Erpressung einzuengen und eine Fassung in der Bestrafung angeblicher Auswüchse in der Ausübung stempelten Arbeiterorganisationen möglich ist, die Polizeizu finden, die es unter allen Umständen unmöglich macht, der Koalitionsfreiheit soweit, als dies in Deutschland mitteilungen richtig zu stellen. auf das gegenseitige Paktieren bei Lohnkämpfen, also auf schon auf Grund des geltenden Rechts möglich ist und Ferner stellen unsere Parteiorgane die hüllenlose ParteiHandlungen, welche im Bewußtsein des Volkes sich nie und täglich geschieht. Als man in Oestreich im Jahre 1893 lichkeit der Denkschrift an bestimmten Beispielen fest. So nimmer als strafwürdig darstellen, den Erpressungsparagraphen einen neuen Strafgesehentwurf vorlegte und darin die nicht schreibt wiederum unser genanntes Magdeburger Parteianzuwenden. annähernd den Kautschukbeſtimmungen des deutschen Entwurfs organ: dept In der ausländischen Rechtsprechung ist bis- vergleichbare Vorschrift aufnehmen wollte: Wer jemand Her niemand, worauf wir schon hingewiesen, jemals auf den mit Verlegung an Körper, Freiheit, Ehre oder Vermögen beGedanken gekommen, in solchen Fällen von Erpressung zu sprechen. droht, damit er den Verabredungen, welche auf Einstellung Rechtswidriger Vermögensvorteil heißt hier immer nur der Arbeit gerichtet sind, Folge leistet, wird bestraft", wurde ein gegen das Gesetz erstrebter, nicht ein vom Gesetz zu die Zumutung, einen solchen Vorschlag zum Gesetz zu gelassener, oder wie es in der Sprache der Juristen aus- erheben, energisch zurückgewiesen. Erstaunt fragt man, wie Erstaunt fragt man, wie gedrückt zu werden pflegt, ein Vermögensvorteil contra man es auch nur für möglich halten könne, einen legem, nicht praeter legem. Auch schließt die ausländische Arbeiter zu bestrafen, der seinem Unternehmer droht, die Gesetzgebung zum Teil direkt die Möglichkeit aus, mit Arbeit einzustellen, wenn er ihm nicht gewisse Vorteile geHilfe des Erpressungs- und Nötigungsparagraphen die währt. Dies würde ja ein Delift werden, das bis heute Soalitionsfreiheit lahm zu legen. Da die Motive sich über noch nirgends existiert, auf das dieser Gesezentwurf den diese ihren Bestrebungen unbequeme Thatsache in dumpfes Prioritätsanspruch erheben darf. Das einfache UnterSchweigen hüllen, seien sie von uns daran erinnert. So wird handeln mit dem Unternehmer wird damit in Zukunft nicht nach englischem Recht nur die Bedrohung mit der Begehung mehr möglich sein." Die Bestimmung fiel deshalb, wie der einzelner besonders hervorgehobener Delitte, ganze Entwurf. nämlich der schriftlichen Bedrohung des Mordes, der Brand- Künftighin wird man diese Worte in keinem Lande mehr Stiftung, sowie der Tötung oder Verstümmlung nüßlicher Tiere sagen können. Keine Vorschrift, so tief sie auch die Koalitions- Aehnlich weiß die" Boltsstimme" mitzuteilen, daß nicht mit Strafe bedroht. In ganz derselben Weise ist der Begriff freiheit unterhöhlt, kann sich mehr des Vorzugs der Priorität der Erpressung eingeschränkt. Als solche kann nur bestraft berühmen. Der deutsche Entwurf hat alles nur Denkbare werden: Die schriftliche, widerrechtliche Aufforderung zur bereits überboten. Herausgabe von Vermögensgegenständen unter Anwendung von Drohungen, die Bedrohung mit der Anzeige eines schweren Verbrechens in der Absicht von dem Bedrohten einen Vermögensvorteil zu erlangen und endlich die in gleicher Absicht erfolgte Bedrohung mit der böswilligen Verbreitung einer Verleumdung durch Schrift, Druck oder sonstige dem Auge wahrnehmbare Kundgebungen. = " Politische Mebericht. mid Berlin, den 10. Juni. Denkschrift Geflunker. Unsere Parteipresse hat mit dem dankenswerten Versuche begonnen, den Augiasstall der sogenannten Denkschrift zu 1903 " Die Denkschrift berichtet: Mehrere Fälle, in denen festgestellt ist, daß Arbeitsgeräte zur Verhinderung des Weiterarbeitens vernichtet, beschädigt oder beseitigt wurden, sind in Magdeburg beobachtet worden. Also„ beobachtet" sind in Magdeburg diese Fälle sogar mehrere Fälle". Wann und wo, darüber schweigt die Denkschrift. Die Dentſchrift verfchweigt aber and die Anwendung der Zwangsmittel jeitens der Unternehmer. Wir erinnern daran, daß dieselben den letzten großen Bauarbeiterstreit vom Bann gebrochen haben durch eine unerhörte Aus= sperrung sämtlicher Arbeiter, von Arbeitern, die mit dem Streit nicht das geringste zu thun hatten, alio arbeitswillig waren. Wir erinnern ferner daran, daß die Unternehmer sich mit den Stein- und Mörtelfabrikanten in Verbindung gesetzt haben, damit diese den Unternehmern keine Steine, keinen Mörtel liefern sollten, die fich der Tyrannei der Unternehmer ent zogen und Arbeiter beschäftigt hatten. Kein Wort hiervon nur die Arbeiter, wie die Dent- Anklageschrift ausführt, auf dem Bahnhofe Streikposten aufstellten, sondern daß die Unternehmer auf den Bahnhöfen durch Schrift und Wort alles thaten, um Streitbrecher zu gewinnen; auch Ungeseglichkeiten begingen die Unternehmer hierbei, wovon aber die Denkschrift nichts vermeldet. d Sodann find unsere Parteiorgane in der Lage, die ärgsten Schreckgeschichten der Dentschrift, besonders sobald sie von den Leitern der Gewerkschaften erzählt werden, schon jetzt als durchaus übertrieben zu erweisen. So teilt die Beip. mit: ation p Oder man sehe sich die Gesetzgebung der einzelnen Kantone säubern. Bei einem Versuch muß es allerdings bleiben, denn giger der Schilderung der einzelnen Fälle gefällt fich die In Denkschrift mehrfach in Uebertreibungen. So heißt es auf Seite 12: modifiedade med lis um 16. August 1897 wurde im Geschäftszimmer de Streitfomitees zu Leipzig ein Arbeiter, der sich dort Reisegeld zur Rückkehr auszahlen lassen wollte, vor den Augen der Mitglieder dieses Komitees von den Maurern, die ihn dorthin geleitet hatten, erfaßt und mit vereinten Sträften geschlagen, sodann ins Vorzimmer gezogen, dort zu Boden geworfen und mit Füßen getreten." a sit Es handelt sich hier um jenes Vorkommnis, das zur Verhaftung und Antlage des Streitkomitees führte. Das Gerichtsverfahren führte bei der zweiten Verhandlung zur Freisprechung des Streitfomitees, weil die betr. Mißhandlung nach den gerichtlichen Feststellungen nicht vor den Augen des Streiffomitees erfolgt war. Bemerkenswert ist auch folgende Ausführung der„ Leipz. Volksztg.", die zugleich die bei so ernster Angelegenheit frivol zu nennende Flüchtigkeit der Denkschriftsabfassung aufdeckt: Auf Seite 55 der Deutschrift ist zu lesen: 110 der Schweiz an. Hier bemerkt man sofort das Bestreben, der größte Teil der Gruselerzählungen der Denkschrift ist der Ueberspannung der staatlichen Strafgewalt entgegenzu- so abgefaßt, daß es schwer oder unmöglich ist, festzustellen, treten, um zu verhindern, daß, wie dies bei uns von der welches bestimmte Vorkommnis gemeint ist, wodurch eine Prüfung Rechtsprechung im Falle der Erpressung in besonders charat- und Richtigstellung all solcher Angaben ausgeschlossen ist. Häufig teristischer Weise geschieht, Thaten von sittlich und social völlig tischt die Denkschrift ein„ terroristisches" Borkommnis auf, verschiedener Bedeutung unter denselben Deliftsbegriff zu was in dieser oder jener Stadt sich zugetragen haben soll, fammengefaßt werden. So verlangt, um dasjenige Gesetz und zählt dann in langer Reihenfolge eine große Zahl von herauszugreifen, welches dem Entwurf mehrfach als Vorbild Städten auf, wo ähnliche Bösartigkeiten vorgekommen seien; gedient hat, das Strafgesetzbuch von Zürich, zum That hierdurch soll der Eindruck erweckt werden, als ob das Einzel- d bestande der Erpressung die Androhung von Nachteilen vorkommnis- dessen Darstellung freilich auch erst auf ihre in gefährlicher Weise d. h. Drohung mit Ge- Richtigkeit geprüft werden muß nur ein Beispiel für eine " peitz"( Wirtshaus), wenn sie nicht vorziehen, nach des Tages Laft zumachen. Und auch den Handwerkern, Zimmerern und und Hige zu„ dormen"( dormire= schlafen). Maurern, Glasern und Tischlern regnet das Mammon nicht Diebe, Gauner und Landstreicher haben ihre Geheimsprache; ins Dach. Wenn der Frühling ins Land zieht und in den Städten find die Schillingsfürster Korbflechter Diebe und Gauner? Ich die Neubauten aus dem Boden schießen, glaube, daß man die Frage nicht so stellen darf. Leute auf so geringer Teil der Schillingsfürster Männer aus, um als Maurer und HandLebensstufe werden niemals leicht der Versuchung widerstehen, das langer auswärts von den höheren Löhnen zu profitieren. Selbst beständige Manto im Haushalt dadurch zu vertreiben, daß sie wenn sie in Ansbach und Rotenburg oder auf den Biegelhütten Stoft gelegentlich Bummerlinge drucken" oder„ zotteln", d. h. anderer und Logis bezahlen, so bleibt ihnen noch mehr übrig, als sie in Menschen Eigentum mitgehen heißen. Aber wie schon das aus ihrer Heimat verdienen würden. Sie sammeln sich dann wohl einen geflügelte Machwerk spitfindiger Juristen, das kodificierte Strafrecht fleinen Sparpfennig für den Winter an. Aber es langt nie für die zwischen stehlen und stehlen einen großen Unterschied machen muß, falte Jahreszeit. Dann ziehen die Schillingsfürster zur Brandso ist dieser Unterschied im Leben noch viel größer. Es ist etwas schagung stundenweit ins Land hinaus; mit dem unlohnenden Veranderes, ob der üppig lebende Börsianer vertrauensselige fauf von Wetterhäuschen oder Busterohren verdecken sie nur oberKunden um Hunderttausende rupft, etwas anderes, ob einflächlich die Bettelei, auf die sie angewiesen find. Mensch mit fnurrendem Magen im reichen Obstgarten der So sieht es im Hohenloheschen aus. Aber einen Vorzug hat die Pfarrei gelegentlich" Bummerlinge brudt". Und daß die Gegend, der alles Elend in den Augen der Scharfmacher überreichLeute Hunger und zwvar oft hunger haben, das scheint mir lich aufwiegen wird: Kein Hezer fand bisher den Weg aus ihrer Lebensweise, ja sogar aus ihrer Sprache auch bei flüchtiger dahin, kein Mädelsführer machte noch die Leute Betrachtung deutlich hervorzubeben. Warum sollten sie in Quin- bort begehrlich". Als im vorigen Jahre das Volk auf fünf poffert" und" Riffelpoffert" zwei Worte für Hundefleisch ge Jahre seine Vertretung zu wählen hatte, fiel in Schillingsfürst eine prägt haben, wenn sie es nicht häufiger in ihren Topf thäten? einzige socialdemokratische Stimme. Fürst Chlodwig Und warum vor allem sollten sie die anstrengende und zeitweilte damals in Berlin. Muß nicht das Herz des Patrioten lachen, raubende Igeljagd mit folcher Ausdauer betreiben, wenn er auf das zufriedene" Bölkchen da unten blickt, das noch nichts wenn sie genug Rindfleisch und Kalbsbraten zu verzehren weiß vom Zuchthausgesez, noch nichts von Streit und Boykott, dem das hätten? Der Igel, San Igel, bildet die wesentlichste Löbtauer Urteil verschwiegen blieb und das im Geiste Stumms Fleischnahrung der armen Hausindustriellen dort, wo ehrfurchtsvoll aufblickt zu den Großen der Erde, dem der Staat nie Deutschlands Kanzler sein Stammschloß hat! Stupfelpossert anders entgegentritt, als in der Gestalt des Unteroffiziers, des -ah, welch ein Leckerbissen für diese Wermsten der Armen! Mit Gendarmen oder des Gerichtsvollziehers, dem die färglichen Wohl- Aus welcher Quelle mag die Regierung geschöpft den Hund zur Seite und einem Sad über dem Rüden, so ziehen thaten der Gewerbe- Aufsicht versagt sind und die Versicherungen ver haben, daß ihre Denkschrift solcherart eine Mosait von Entdie Schillingsfürfter hinaus in die Wälder, um dem stacheligen schlossen? Der Hohenlohesche Gegenwartsstaat muf Deutschstellungen und Uebertreibungen zur Ehre des Zuchthausgesetes Igel aufzulauern, wenn er zur verschwiegenen Nachtzeit den Ban lands Zukunftsstaat werden" so sollte die Parole der Scharf- geworden ist. Aus lauterer Quelle hätte freilich dieses Musterverläßt und dem Fang nachgeht. Hat er sich, den Angriffeu macherei lauten!. des bissigen Köters zu wehren, in eine Kugel zusammengerollt, Dreihundertfünfundfechzig Fenster, so viel wie das Jahr Tage, stück der Kulturfeindlichkeit nicht geschöpft werden können. = " Jm Leipziger Maurerausstande von 1895 waren außer den Ausständigen, die zur Ueberwachung der Leipziger Bahnhöfe angewiefen waren, solche Mitglieder der Streitbewegung, welche auswärts wohnten, gegen Vergütung ihrer Aus lagen damit beauftragt, in den nach Leipzig verkehrenden Eisenbahnzügen fremde Maurer aufzusuchen und ihnen von der lebersiedelung nach Leipzig a bzuraten. Thatsächlich sind zureisende Arbeiter während der Fahrt nicht allein durch das Bureden solcher Abgesandten beeinflußt worden, sondern es find auch schwere Vergewaltigungen im Eisenbahnwagen vorgekonimen( S. 12)." Daß die ausständigen Maurer 1895 fremde Kollegen von der Ueberfiedelung nach Leipzig a brieten, war ihr gutes Recht. Zum Beweise dafür, daß dabei schwere Bergewaltigungen vor gekommen seien, beruft sich die Dentschrift auf ihre eigene Schilderung Seite 12. Auf Seite 12 behandelt die Dentschrift aber einen angeblichen Vorfall, der im Sommer 1897 vorgekommen sein soll, über den aber alle gerichtlichen Feststellungen fehlen." Das Abgeordnetenhaus dann wird er hurtig in den Sad gesteckt, ein Festbraten für seinen hat das Schloß des Fürsten Chlodwig. Aus jedem Fenster fann Jäger. In der Nähe von Schillingsfürst giebt es nur noch wenige er die Blicke auf das Elend eines verkommenden Broletariat schweifend Igel; der unaufhörliche Hunger der Korbmacher wurde ihr Ver- lassen, dem oft sogar der Befig" der ärmlichen Hütte nichts ist als nahm heute nach unerheblicher Debatte den Gesezentwurf betreffend derben. Jezt ziehen die Jäger viele Stunden weit, bis über Ansbach eine Fessel, die ihn an die Scholle kettet. Welch ein Gegensatz die ärztlichen Ehrengerichte in dritter Lesung nach den hinaus, und fehren oft mit 20 und mehr Stück von einem einzigen zwischen dem Herrenfis dort oben und den Wohnstätten auf dem Beschlüssen der zweiten Lesung unverändert an und erledigte hierauf Ausfluge zurück. Ueber vierhundert Igel hat ein einziger Schafhof! Aber diese Gegensäße sind wohl ein notwendiger einige Wahlprüfungen. Von Interesse war nur die Debatte Fänger schon in einem Jahre heimgebracht; was er nicht selbst ver- Bestandteil der gottgewollten Ordnung, und nur Heßer und Rädels- über die Wahlen der drei freisinnigen Vertreter von Breslau, zehren konnte, wurde verschenkt und verkauft; das Stück gilt etwa führer mögen Anstoß daran nehmen. Ins Zuchthaus mit ihnen, Schmieder, Wetetamp und Gothein, die bekanntlich mit 60 Pf. Aufs Schloß ist keiner davon verkauft worden! -dann herrscht Wohlgefallen auf Erden und das Hohenlohefche Hilfe der Socialdemokraten gewählt worden sind. In einem Protest Aber auch anderes Getier, so die Strebfe in der nahen Altmühl, Jbyll kami bertausendfacht werden! wird nun behauptet, daß während des Wahlaktes an verschiedenen werden eifrig aufgespürt und verspeist vielleicht feiern sie ihre Als ich die dunftigen Hütten verlassen hatte, begegnete mir auf Tischen im Wahllokal Geld ausgezahlt sei, insbesondere an den Auferstehung in der Rede irgend eines landator temporis praesentis, der sonnigen Straße der Gögginger Tausendkünstler Heffing, der Tischen der socialdemokratischen Partei, und ferner daß im Saaie der fie als Beweis dafür anführt, wie herrlich die Proletarier, und auch einem der Mädelsführer", unserem Genossen Vollmar, nach darüber gesprochen sei, es wäre dort Geld zu verdienen, und daß 5 zwar nicht allein die fettsaufenden Berliner Maurer" in unserem peinvollen Jahren die Gehfähigkeit wieder geschenkt hat. Er wollte bis 6 W. bezahlt wurden. Infolge dessen beantragte die Kommission großartigen Gegenwartsstaat leben! Eine abgezogene Rehdecke, die hierauf ins Schloß, vielleicht um den alten Herrn von irgend einem die Wahl zu beanstanden und die Regierung zu ersuchen, über die Gegen des schweifenden Jägers Hund bisweilen im Gestrüpp entdeckt, tann Gebreft zu heilen. Oder sollte er ihm das Rückgrat steifen, damit in dem Protest behaupteten Punkte Beweise zu erheben. dann vorteilhaft auch gleich mitverwendet werden: nach der Krebsjuppe er forsch und schneidig gegen die bösen Feinde der Buchthausvorlage diefen Antrag wandten sich die beiden freisinnigen Parteien, ein Rehbraten so tommt ein annehmbarer Speisezettel heraus im Reichstage auftreten fann?? die die Gültigkeitserklärung der Wahlen beantragten. Allerdings Chlodwig Fürst zu Hohenlohe wirtschaftet nicht selbst auf Die Schatten der Nacht sentten sich auf die glühende Erbe Her muß man zugeben, daß der Protest höchst dürftig ist, aber wir be Schillingsfürst, sondern hat seine Befizungen verpachtet. Auf der nieder, als ich dem Hohenlohefchen den Rüden wandte. greifen nicht die Haltung der Freifinnigen, die durch ihren Antrag Domäne erhalten die Tagelöhner etwa 1,20 bis 1,80 m. pro Tag, In der Ferne ballten fich die Wolfen; es braute sich wohl ein den Anschein erweden, als ob sie der Beweiserhebung nicht ruhig dabei ein Vesperbrot. Bisher brauchte noch niemand von ihnen reinigendes Gewitter zusammen, erfrischenden Luftzug zu bringen in entgegensehen. Wir find liberzeugt, baß an den Tischen der social nach Karlsbad zu gehen, um dort eine Entfettungstur durch die bumpfe Atmosphäre. demokratischen Wahlmänner teine Ungefeglichkeiten vorgekommen find. Viator, Ein erhabenes Schauspiel war ce brigens, die Konservativen, die ihre Mandate fast ausschließlich den gröbsten Wahlbeeinflussungen verdanken, plötzlich für die Freiheit der Wahl eintreten zu sehen. Wo Aussicht ist, neue Mandate zu ergattern, da werden selbst konservative Landräte zu Borkämpfern für Vollsfreiheiten. Im übrigen beschäftigte sich das Haus mur noch mit Betitionen, Am Donnerstag ist die nächste Sigung. Zur Beratung steht die& analvorlage in zweiter Lesung. i bind and doudad espetuJm Haag. olun aid but Die sogenannte" Friedenskonferenz", die im Haag unter Ausschluß der Oeffentlichkeit tagt, wird wohl bald von der Oeffentlichkeit ausgeschlossen sein. Denn das, was verlautet, ist so nichtssagend, so winzig, daß es in der Presse höchstens noch unter der Rubrik" Vermischtes" Plazz finden kann. Da der Versuch, die englische Regierung durch eine Friedens bewegung in England lahmzulegen, mißlungen ist, so hätte die Konferenz für die russische Diplomatie eigentlich keinen Zweck mehr. Ganz so albern und kindisch brauchte die Posse jedoch nicht gemacht zu werden. " politisch indifferent nicht politisch zuchtlos; er hat sich von der fnecht, vier Stallfnechte, ein Gärtner, eine Hausmamsell, ein Küchensocialistischen Propaganda nicht bethören lassen. socialistischen Propaganda nicht bethören lassen. Mit Ausmädchen und ein Milchmädchen ausgewiesen, welche bei dem Müller nahme einiger Gegenden Siziliens, der Emilia und der Lombardei." Bohsen in Dienst standen. Lästig gemacht" haben sich die Der Mann erhält dort t bei 13 stündiger Arbeitszeit im Leute dadurch, daß ihr Dienstherr in der Generalversammlung Durchschnitt 0,80 bis 1,25 Lire pro Tag( 64 bis 100 f.), die des dänischen Wählervereins", in der er gar nicht anwesend ge= Frau 40 bis 60 Pf. Die unter dem unerhörten Drucke der wesen, zum stellvertretenden Vorsigenden gewählt worden war. Ferner Steuerschraube seufzenden Besitzer und Unternehmer find nicht in wurde in Hadersleben ein Schmiedegeſelle und in Tilholdt bei der Lage, mehr zahlen und etwas für die Wohlfahrt ihrer Arbeiter Apenrade ein Dienstmädchen ausgewiesen, thun zu können. diesem Grunde und wegen der ungemein Den Erfolg der Köllerpolitit stellte übrigens wieder einmal die starken natürlichen Vermehrung der norditalienischen Bevölkerung erwähnte Generalversammlung des Wählervereins", sowie ist die Auswanderung aus diesen Distrikten, besonders nach Süd- die sich anschließende des" Sprachvereins", die beide am amerika hin, sehr groß, und Herr Dr. R. meint, daß es nicht ſchiver 3. Juni in Apenrade tagten, ins hellſte Licht. Die Jahresberichte fallen dürfte, von diesem Auswandererstrome einen Teil zu uns stellten fest, daß im Laufe des lezten Jahres, also unmittelbar unter zu lenken und die durch die Landflucht der deutschen dem Köllerfurs, die Mitgliederzahl des ersteren Vereins von 2800 Arbeiter verödenden Ackerbaubezirke wieder mit guten, auf 3050, die des Sprachbereins" von 1600 auf 1900 an= brauchbaren Arbeitern zu füllen. gewachsen war. 1 Wir können es den ostelbischen Patrioten nachfühlen, daß die Der bayrische Landtag wurde am Sonnabend durch den politisch indifferenten, 64 f. bis 1 m. Lohn ver- Prinzregenten geschlossen. Im Landtags- Abschied wurde der langenden italienischen Landproletarier für fie ein sehr brauchbarer wichtigen Reformen gedacht, welche in der abgelaufenen Legislatur Einfuhrartikel wäre. Ausländische Kulis importieren ist ja auch so periode auf den verschiedenen Gebieten durchgeführt worden sind, viel leichter, als deutschen Arbeitern ausreichende insbesondere auch der großen Arbeiten, die mit der Einführung des 2ebensbedingungen zu gewähren. Bürgerlichen Gefeßbuche& zusammenhängen. Am Schluß Allerlei Zuchthäuslerisches aus Bayern. Im Zeichen des spricht sich der Landtags- Abschied dahin aus, daß es ein wohl Zuchthauskurses wird auch die bayrische Polizei immer nervöser. thuendes Gefühl sei, durch fortdauerndes 8urüdtreten der Wenn die russische Regierung Anträge stellt wie den Der sächsische Polizist, der einfach erklärte, es gebe teine Buchthaus- Parteigegenfäge jenen inneren Frieden gestärkt und garantiert alle neueren Erfindungen auf militärischem Gebiet zu verbieten, vorlage mehr, steht nicht mehr vereinzelt da. Die Würzburger zu sehen, welcher die Vorbedingung zu einer ersprießlichen Entwicke so ist das schon nicht mehr höherer Blödsinn. Und wenn Polizei fab sich veranlaßt, auszusprechen, das Buchthausgefeß sei lung der Verhältnisse des Landes bilde. sie gar mit dem alten Ladenhüter kommt, für den Fall feine Vergewaltigung der Arbeiter, indem sie den Anschlag eines eines Seekriegs alles Privateigentum auf Schiffen für unan- Blatates verbot, durch das eine Versammlung mit dem Thema: Chronik der Majeftätsbeleidigungs- Prozesse. tastbar zu erklären, so hätte sie doch von vornherein wissen wort vorkam. In Fürth sprach in einer Versammlung Genosse Eisenbahnbeamte aus Graschowis zu je 6 Monaten Ge " Zuchthausgeset" angekündigt wurde und in dem oben erwähntes Wegen Majestätsbeleidigung sind in Oppeln zivei müssen, daß die Engländer den Antragsteller nur auslachen Zid von der Vorlage als von einem unmenschlichen Gesez, fängnis unter Verlust der Beamtenqualität verurteilt worden. würden. So naiv ist John Bull doch wahrhaftig nicht, einen worauf sich der überwachende Polizist erhob und erklärte, Beide waren bis zum vorigen Jahr gute Frennde, verfeindeten sich seiner besten Trümpfe für den Kampf um die See und der Referent dürfe in diesem Tone nicht weiterreden. Weltherrschaft aus der Hand zu geben. Rußland hat Genosse Zid verbat sich aber ganz energisch diese polizeiliche Ein- aber aus Anlaß der letzten Reichstagswahlen und denunzierten einander wegen Majestätsbeleidigung. eben auch Pech gehabt. Gerade am Tage, wo es die mischung und er wurde darauf nicht mehr unterbrochen. Vor dem Der Arbeiter Panser aus Schmira bei Erfurt hatte furz Abschaffung der grausamen„ Dum- Dum- Geschosse" befür- Schöffengericht in Fürth spielte fich eine Verhandlung ab, die wiederum nach den Reichstags- Wahlen von 1893 den Badmeister Nose wegen wortete, wurde in Sofia ein gegen Rußland wirkender Bulgare beweist, wie liebevoll die Behörden die Arbeitswilligen ins Roje Majestätsbeleidigung denunziert. Vor dem UnterHerz geschlossen haben. von macedonischen Söldnern Rußlands genau so bestialiſchlein wegen Vergehens wider§ 153 der Gewerbe- Ordnung hat sich Banser mit Rose verumeinigt und flugs erstattet er Angeklagt war der Schreiner suchungsrichter widerrief er seine Beschuldigung. Jezt nach 6 Jahren niedergemegelt wie weiland Stambulow. Und obgleich es während des Ausstandes in der Bernhardschen Holzwarenfabrit stand Während des Ausstandes in der Bernhardschen Holzwarenfabrik stand ſtrengstens verboten war, die finnische Frage im Haag ber Angeklagte mit mehreren Streitenden vor einer Wirtschaft, als wieber gegen Rose Anzeige wegen der angeblichen Majestätsauch nur mit einer Silbe zu erwähnen, so ist allen eben der Arbeitswillige Zuder vorüberging und vor den Streifenden eigenen Widerruf vorgelegt wurde, beschuldigte er einen Gendarm, beleidigung von 1893. Als ihm nun das Protokoll mit seinem Mitgliedern der Konferenz doch eine wuchtige Denkschrift über ausspuckte. Dadurch geärgert, rief ihm Klein zu: Geh her, Lump, das Protokoll abgeändert oder erneuert zu haben. Die Folge war den Staatsstreich in Finnland aus der Feder des berühmten ich geb' Dir 5 Pf., dafür kannst Du Dir einen Schnaps kaufen." nach der„ Leipz. Volksztg.", daß der 70jährige Denunziant nunmet finnischen Professors Boris Minzus unterbreitet worden- In dieser Aeußerung wurde Terrorismus erblickt und eine Denkschrift, die eine vernichtende Anklageschrift gegen Nuß- fchleunigit Strafantrag gestellt. Vor Gericht sagte Buder aus, er 34 14 Tagen Gefängnis wegen Gendarmenbeleidigung verurte. Land ist. dentis glaube, Klein habe ihn durch diese Aeußerung die der Brave doch In Dortmund ist der 23jährige Schlosser Harms wegen Von der finnischen Frage wird nun allerdings auf der Arbeiten abhalten wollen, und das Gericht verurteilte den Angeklagten Kirche zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. H. Hat erst durch sein beleidigendes Benehmen veranlaßt hatte bom majestätsbeleidigung und Beschimpfung der christlichen Konferenz auch jetzt nicht gesprochen werden; allein das Be- zu 1 Woche Gefängniß. Beantragt waren 3 Wochen. wußtsein, daß eine gar zu plumpe Farce der Heuchelei gespielt als Matrose gedient und eine Nordlandsreise des Kaisers mitwird, lastet auf allen Zeilnehmern und gelegentlich wird die englischen Prinzen als deutschen Landesvater. Hurra, fie bekommen ihn! nämlich die Gothaer ihren gemacht. Der Herzog von Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Elberfeld ein Konferenz fang und klanglos auseinandergelaufen sein. Connaught soll doch Herzog von Sachsen- Koburg und Zimmergeselle aus Remscheid zu zwei Monaten GeGotha werden wollen. fängnis verurteilt. 190 o Deutsches Reich. in Verbindung zu treten, diese von den angeblichen Absichten der " Die Westm. Gaz." tritt der Meldung entgegen, daß der Herzog von Connaught auf die Koburger Thronfolge für sich und seinen Sohn verzichtet habe. Prinz Arthur würde im nächsten Jahre in die deutsche Armee eintreten und jährlich einige Wochen in Koburg und Gotha zubringen. Der Herzog und die Herzogin von Connaught würden während der Lebenszeit des regierenden Herzogs in England wohnen, aber jährlich dem Herzogtum einen langen Besuch abstatten. Gott, wie gütig sind doch der englische Herzog und sein erlauchter Sohn. Wie werden sich die guten Koburg- Gothaer freuen! lebener Beitung": Ueber Kinderarbeit auf dem Lande liest man in der Eiszu wurde. Wegen Majestätsbeleidigung wurde am Freitag vor der Straffammer zu Frankenthal( Rheinpfalz) der 42 Jahre alte Hundezüchter Georg Britting von Ludwigshafen a. Mh. zu 2 Monaten Gefängnis, abzüglich 2 Monate der erlittenen Untersuchungshaft, verurteilt. Britting hatte in der Trunkenheit eine lächerliche, drohende Aeußerung gegen den deutschen Kaiser ausgestoßen. Ausland. Deftreich- Ungarn. Der Inhalt des neuen Ausgleichs- Uebereinkommens ist der Neuen Freien Presse" zufolge im wesentlichen folgender: Die Ende 1907 festgestellt. Die neue Organisation der Bank wird sofort Dauer der Zollgemeinschaft und des Bankprivilegiums wird bis durchgeführt. Die Ende 1903 ablaufenden Handelsverträge sollen nur mit Geltungsdauer bis Ende 1907 erneuert werden, so daß sie gleichzeitig mit der Zollgemeinschaft ablaufen. Schweiz. Die agrarischen königlich preußischen Beaniten, die zugleich Mitglied des preußischen Landtags sind, sind jetzt in eine sehr brenzliche Lage geraten. Sie fizen zwischen zwei Feuern. Be kanntlich wird der Mittellandkanal zur Verbindung des Rheins mit der Elbe und dadurch mit dem ganzen öftlichen Deutschland von den o ste Ibischen Agrariern aufs schärfste bekämpft, weil diese glauben, durch den Kanal wirtschaftlichen Schaden zu erleiden. Und da das umwidersprochene Gerücht umgeht, die Regierung wolle das Abgeordnetenhaus auflösen, wenn der Kanalbau abgelehnt werden sollte, so versucht der Bund der Landwirte, seine Anhänger im Parlament scharf zu machen und besonders die auf das Programm des Bundes gewählten Beamten zu be- Die Schüler der Freischule hatten zu dieser Arbeit Die Zeit zum Verziehen der Rüben ist jetzt wieder da. stimmen, troz der Auflösungsdrohung nicht von der Bundesfahne zu bereits vorige Woche nachmittags frei. An jedem weichen. In einem Rundschreiben des Bundesvorstandes, unterTage wurden die Kinder in großer Anzahl nach Ortschaften, die zwei zeichnet von Frhrn. v. Dr. Rösicke und Dr. Hahn an bis drei Stunden entfernt find, mit Wagen zur Arbeitsstätte geholt die 2 ahlkreis- genden heißt es: " Zu unserem Bedauern erfahren wir nenerdings von ver- und nach dem Feierabend wieder nach hier befördert. Diese Kinder schiedenen, durchaus glaubwürdigen Seiten, daß die fönigl. preußische 9 Uhr unterwegs und erhalten meist 50 Bf. Am Sonnabendmittag find an solchen Nachmittagen von 1/212 Uhr mittags bis abends Zürich, 6. Juni.( Eig. Ber.) Das Volk des Kantons Staatsregierung beabsichtigt, auf die dem Abgeordnetenhause an- wurden auch viele Kinder nach Beesenstedt zu einem Guts 8ürich hat am nächsten Sonntag über das neue Volksschulgehörenden Beamten den schärften ihr zur Bere befizer 28. zum Rübenverziehen geholt. Am Abend erhielten viele gefez abzustimmen, das eine Reihe schäzenswerter Fortfügung stehenden Druck auszuüben. Wenn wir auch der festen Ueberzeugung sind, daß die auf unser Programm hin in Rinder 80 Pf., auch wurden sie aufgefordert, den Sonntag schritte enthält. Selbstverständlich hält das Gesetz fest an der Unwiede berzukommen und sollten das doppelte, ja einige Kinder entgeltlichkeit des Unterrichts, die schon durch die Bundesverfassung das Abgeordnetenhaus gewählten Beamten, denen unsere Mitglieder sogar 2 M., Mittagessen und nachmittag Kaffee und suchen erhalten. von 1874 für die ganze Schweiz festgelegt ist, ferner an dem bei der Wahl ihre Unterstützung aus dem Grunde haben an Selbstverständlich hatten diese Lockmittel gezogen und Sonntag früh Charakter der Volksschule als Simultanſchule. bei der Wahl ihre Unterstügung aus dem Grunde haben anDie Neuerungen gedeihen lassen, weil sie eine bestimmte und zuverlässige Vertretung 1/4 Uhr wurden 306 seinder nach Beesenstedt befördert. Als find: Ausdehnung der Schulpflicht von 6 auf 8 Jahre, unferes Programms und unserer wirtschaftlichen Ueberzeugungen von ihnen erwarteten, den von ihnen bis dahin geäußerten An- nun der Abend kam, erhielten die Kinder, die eine Reihe Rüben bei Errichtung besonderer Klassen für schwachsinnige fichten und Ueberzeugungen treu bleiben werden, so können wir der Arbeit verzogen hatten, 80 Pf., und die, welche zwei Reihen Kinder, welche dem normalen Unterrichte nicht zu folgen Magimal Schülerzahl siebzig für doch nicht wissen, welche Versuche man noch vornehmen wird, hatten, 1 M. Sehr enttäuscht ließen sich die Kinder nach Eisleben vermögen, und halten uns deshalb für verpflichtet, Ihnen hiermit von der zurückbefördern, wo sie 1/2 10 Uhr antamen. Vor 10 Uhr ist doch einen Lehrer, die Mitwirkung von Frauen in Gekein Kind in sein Bett gekommen! Wenn man bedenkt, Sonnstalt besonderer Kommissionen in jeder Gemeinde und als BezirksSachlage Kenntnis zu geben. Wir halten uns weiter für ver- abenb von 1/2 12 Uhr mittags bis 1/2 10 Uhr abends auf Arbeit, wie Kantonsinspektorinnen, die ll nentgeltlichkeit der Lehrpflichtet, darauf hinzuweisen, daß, nach den uns zu Ohren geum 10 Uhr zu Bett, nach 5 Stunden Schlaf um 8 Uhr auf- und Schulmaterialien an der Primar- und Sekundarschule, tommenen Gerüchten, die Regierung versuchen wird, namentlich dadurch einen Drud auf die kanalgegnerischen Abgeordneten ausftchen, 1/24 Uhr mit Wagen fort, den Sonntag über arbeiten, Erhöhung der Staatsbeiträge an die Lehrerbesoldungen usw. Be zuüben, daß sie damit droht, das Abgeordnetenhaus auf- abends 1/210 Uhr hier und um 10 Uhr zu Bett! Was sollen züglich der achtjährigen Schulpflicht wird den Gemeinden, womit bie armen Rinder da den nächsten Tag in der nur die Landgemeinden gemeint find, das Recht eingeräumt, den zulösen, und sich noch mehr in das antiagrarife Schule leisten? Außerdem muß man sich sehr wundern, wie wöchentlichen Unterricht in der 7. und 8. Klaffe auf zwei Vormittage Fahrwasser zu begeben. Wir möchten Sie deshalb ganz ergebenst ersuchen, in ihrem Bezirk unverzüglich mit den Berman Kinder während der Zeit des Gottesdienstes kann während des Sommerhalbjahre zu beschränken; im Winterhalbjahr arbeiten lassen!" muß der Unterricht mindestens 28 Wochen umfassen. Mit dieser Austrauensmännern des Bundes der Landwirte in geeignetster Weise Die Agrarier wissen, weshalb die Schulzeit auf dem Lande nahmebestimmung will man den Bauern entgegenkommen, um sie für eingeschränkt werden soll, und mit der Sonntagsruhe nehmen die Annahme des Gesezes geneigter zu machen. Dabei hegt man Regierung in Stenntnis zu ſehen und im Einvernehmen mit ihnen sie es, wenn es sich um die jo„ geſunde" landwirtschaftliche Arbeit aber die Hoffnung, daß es sich dabei mur um ein UebergangsIhrem Herrn Abgeordneten Ihre Ueberzeugung handelt, gar nicht so genau. Es sind eben Gemütsmenschen von it a dium handele und in vielleicht 10 Jahren der volle achtjährige zum Ausdrud zu bringen, daß derselbe unter allen Um- Grund aus. Schulunterricht, der heute schon große Ausdehnung hat, allständen an seinen Anschauungen unbengiam fest= gemein bestehen würde. Den Schulgemeinden wird die Verpflichtung Von liberalen Stadtvätern. Aus Gießen wird uns gehalten und, wie Sie von ihm erwarten, sein Votum gegeschrieben: Unsere liberale" Stadtverordneten- Versammlung lehute auferlegt, für die Beschaffung von Turnplägen mit den erforderVerschämt kann man dieses Einstürmen auf die Abgeord ben socialdemokratischen Antrag, alle Lehrmittel unentgeltlich in lichen Turngeräschaften und für den Turnunterricht nach den eidgenössischen Vorschriften zu sorgen. Die Schulbehörden und Lehrer neten grade nicht nennen. Die Herren vom Bunde der Landwirte den Volksschulen zu liefern, ab. Die um Auskunft angegangenen ollen darüber wachen, daß die Schüler nicht durch anderreden doch sonst so viel von der Erhaltung und Kräftigung der Oberlehrer hatten sich aus pädagogischen" Gründen gegen den Anstaatlichen Autorität, und hier hetzen sie ja die Staats- trag ausgesprochen. Nach heftiger Diskussion zog Genosse Orbig den weitige Arbeiten in oder außer dem Hause übermäßig angestrengt werden. Die wöchentlichen Unterbeamten ganz unverfroren gegen die Regierungspolitit! llebrigens Antrag zurück. Die Oberlehrer sollen noch einmal um Auskunft glauben wir, wird der Liebe Müh vergebens sein. So agrarisch ersucht werden darüber, ob es sich nicht empfehle, allen Schülern die richtsstunden dürfen in der Primarschule 86, in der an diefelbe von der 6. Klasse ab anschließenden Sekundar die auf das Bundesprogramm gewählten Beamten immer gesonnen Lehrmittel gratis zu liefern, deren Eltern einen dahingehenden schule 34 Stunden nicht übersteigen und die Schülerzahl sein mögen die preußischen Beamten find im allgemeinen zu ſehr Antrag stellen und mit einem Einkommen von nicht mehr als 750 M. Schule 34 Stunden nicht übersteigen und in jeder Klasse der lezteren nicht über 35 hinausgehen. an das Barieren gewöhnt, als daß sie bei einem wirklichen Drud zur Steuer veranlagt find. Die Kosten für vollständige Lieferung der gesetzlichen Barbesoldung der Primar- und Sekundarlehrer überder Regierung nicht mit Würde zurückweichen sollten. aller Lehrmittel für alle Volksschüler würde sich auf rund 9 bis nimmt der Staat zwei Drittel und auch zu dem letzten Drittel leistet Ob aber die Regierung auf die Gefahr hin, sich den Born der 10 000 m. pro Jahr belaufen. Das war verschiedenen liberalen" er noch je nach der finanziellen Lage der Gemeinden Beiträge. Um Agrarier zuzuziehen, überhaupt drüden wird? Stadtverordneten zu hoch, die erst kürzlich die Gehälter der höheren Italienische Landarbeiter für Deutschland! Aus Romeinen städtischen Ehrenpreis zu einem hier stattfindenden Schüzenfest Besoldung der Lehrer noch eine weitere Zulage von 200 bis Beamten bedeutend erhöht hatten und gestern wieder 1200 M. für dem Lehrerwechsel in steuerschwachen und mit Steuern stark belasteten Landgemeinden entgegenzutreten, leistet der Staat zu der gefeßlichen wird vom 10. Juni telegraphisch gemeldet: bewilligten. 500 Fr. je nach dem Dienstalter. Zu den Kosten der Anschaffung In einer gestern abgehaltenen Versammlung der Italienischen Strafe muß sein! Während der Streits in Lothringen hatte der Lehrmittel, die gegenwärtig bereits an den meisten Schulen un Ackerbaugesellschaft empfahlen der Deputierte Ambrosoli und der die Forbacher Bürgerzeitung" die Forderungen der Berg entgeltlich abgegeben werden, leistet der Staat Beiträge von 25 bis Senator Pecile die Frage der Auswanderung italieni- leute unterstüßt. Zur Strafe dafür wurde der Verleger des 75 Broz. an die Primar- und von 20 bis 50 Proz. an die Sekundarscher Bauern nach einigen Gegenden Preußens, Blattes, der zu ſeinem Privatvergnügen in der katholischen Kirche Schulgemeinden. nebenher die Orgel spielt, feines Kirchenamtes" entfezt und zwar Der Kantonsrat nahm das Gesetz einstimmig an, ob es wo Mangel an landwirtschaftlicher Bevölkerung herrscht, in Grebenber die Orgel spielt, feines Stirchenamtes" entsegt und zwar Er- durch den Erzpriester Nigaur. aber am Sonntag auch die Mehrheit der Stimmberechtigten anwägung zu ziehen. Vom Germanisierungsschauplah in Nordschleswig. Riel, nehmen wird, ist noch nicht sicher. Wird es angenommen, so bes Dieser Beschluß wird den deutschen Agrariern hoch willkommen 8. Juni. Nach einer verhältnismäßig windstillen geit, die fich vielleicht deutet es Kanton Zürich eine jährliche Mehrſein. 2Bochem ausgabe von 300 000 300 000 Frs. zu den 3 637 266 Frs. hinzu, die Landwirte" für italienische Landarbeiter Metlame gemacht, indem sie mannigfachen Repräsentationspflichten im Bereiche seines Ober- zum Beispiel im Jahre 1897 für das Schulwesen ausgegeben im Anschluß an einen Artikel des Dr. Rubloff in der Deutschen präsidiums, wie Anwesenheit beim Stapellauf des jüngsten Banzers wurden, während die Schulausgaben der Gemeinden natürlich noch Landw. Presse" den deutschen Kartoffelschnaps brennenden Patrioten in Gaarden, Einweihung des Bahnhofneubaues in Stiel, Eröffnung höhere find, so daß mindestens heute schon 27 Fr. pro Kopf der die Einfuhr italienischer Kulis mundgerecht zu machen juchte. Wir des Bürgermeistertags in behoe, des Evangelisch- Socialen Kongreffes Bevölkerung und pro Jahr für das Unterrichtswesen ausgegeben entnehmen der„ Korr. d. Bund. d. Landw." die folgenden Stellen: und der Hunde- Ausstellung in Kiel, in Anspruch genommen worden, werden. Opposition gegen die Referendumsvorlage regt sich öffent Der italienische Landarbeiter ist ein Mensch, mit dem sich wird jetzt wieder ein ganzes Schod neuer Ausweisungen vom Norden lich nur im agrarisch- reaktionären Bauernbund, der doch Gelegenheit anstandslos verhandeln und gut auskommen läßt. Er ist sehr gemeldet. Natürlich handelt es sich wieder um arme nechte genug hätte, in feiner eigenen Mitte die Notwendigkeit weiterer empfänglich für einen freundlichen Blick, ein gutes Wort, das ihm und Mägde, getroffen werden aber sollen die Herrschaften", Schulfortschritte zu studieren. Stehen alle Schulfreunde in Stadt unser Verständnis, unfere Teilnahme für seine beklagenswerte denen als" preußischen Unterthanen" nicht beizukommen ist. Sound Land treu zur Sache, so ist die Annahme des Gesetzes au Situation bekundet. Der italienische Landar better ist wurden am 6. d. M. in Törning brei Müllergesellen, ein Müller- erhoffen. sid . Von Gewerkschaftliches. Italien. Arbeiterklasse erwiesen. Angesichts der wachsenden Macht der Unter Rom, 8. Juni.( Eig. Bericht.) Die ,, Amnestie" hat die Benehmertlaffe ist es geboten, gegen jede weitere Einschränkung des Berlin und Umgegend. wegung für die Amnestie nicht aufgehalten, sondern sie erst recht iezt bestehenden Koalitionsrechts zu protestieren, vielmehr dessen entflammt. Eine solche Amnestie hat das italienische Volt nicht ge- zeitgemäße Erweiterung zu verlangen. Achtung, Gewerkschaften Berlins! wollt sie ist eine Beleidigung des öffentlichen Gefühls. Ein Die Versammlung fordert deshalb die Arbeiter in Stadt und Laut Beschluß der Berliner Gewerkschaftskommission in der Ver wahrer Schrei der Entrüstung erhob sich, als entdeckt wurde, daß Land auf, sich dem Protest gegen das drohende Ausnahmegeses an- sammlung vom 9. Juni d. J. haben sich die Delegierten der GeTurati, Romussi, De Andreis, Chiesi u. a. in dem zuschließen. Von den Mitgliedern des Reichstages wird erwartet, werkschaften Berlins mit den ausgesperrten Arbeitern Dänemarks Defret ausgelassen waren, weil die Paragraphen des Gesez daß sie den vorliegenden Gesezentwurf sofort und in allen Punkten und mit den streikenden Steinfegern Berlins und Umgegend solis buchs, auf Grund deren sie verurteilt wurden, nicht vollständig auf ablehnen." geführt waren. Man entschuldigte sich hintennach damit: es sei Eine Riefenversammlung, besucht von beinahe 3000 Personen, tagte darisch erklärt und sich verpflichtet, dieselben nach Kräften zu unterein Schreibfehler gewesen. Ein Schreibfehler in solcher An- in Altona. Nach dem Referat des Gen. Frohme wurde eine Resolu- tügen. Es werden zu diesem Zwed Listen herausgegeben. Wir ergelegenheit! Obgleich derselbe wieder gut gemacht wurde, tion angenommen, die ausspricht, daß die Versammelten protestieren suchen die Gewerkschaften, ihr Solidaritätsgefühl dadurch zu beso bleibt doch der Ausschluß der„ Amnestierten" von dem Genuß der gegen eine Gesezesvorlage, welche die Bethätigung der Arbeiter zur weisen, daß sie sich recht rege an den Sammlungen beteiligen. Für bürgerlichen Ehrenrechte und der begnadigten Abgeordneten aus dem Hebung ihrer Lage und zur Verteidigung ihrer Interessen unter die Vertrauensleute der Gewerkschaften Berlins sind die Listen vom Parlament. Die Regierung scheint den Kopf ganz verloren zu entehrende Strafen stellt. Die Versammlung verlangt vom Reichstag, Sonntag, den 11. Juni, ab im Gewerkschaftsbureau, Annenstr. 16, I haben. Jedenfalls spielt sie ein gefährliches Spiel. Die Ob- daß er durch sofortige und und unbedingte Ablehnung der Zuchthaus in der Zeit von 9-11 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends zu struktion" im Barlament bewährt sich vortrefflich. Wir sorgen vorlage den Umtrieben der Scharfmacher und ihrer Gönner und haben. dafür, daß immer die nötige Zahl von Abgeordneten da ist, die zu Helfershelfer ein Ende macht. Sie fordert die Volksvertretung auf, einem Antrag auf namentliche Abstimmung notwendig. Jede statt für eine Einengung, mit aller Straft für eine Erweiterung des namentliche Abstimmung nimmt nach unserem Berfahren eine Stoalitionsrechts einzutreten, als der unerläglichen Vorbedingung für geschlagene Stunde in Anspruch. Und läßt sich die Debatte nicht die dringendsten Kulturfortschritte." vermeiden, so sind wir auch auf dem Posten. Gestern, zur Generaldebatte über die Knebelatte, sprach Ferri 4 Stunden lang und heute setzt er seine Rede fort! Die Minister sind in Verzweiflung. Schon spricht man davon, die Knebelakte durch königliches Dekret zu octrogieren. Das wäre aber ein Verfassungsbruch, den das so schwache Königtum nicht überdauern könnte. ( Siehe den heutigen Artikel Ferris.) * Die Berliner Gewerkvereine nahmen in einer Proteft versammlung folgende Resolution an: Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß unverzüglich die noch ausstehenden Listen der Weber in Krefeld an das Gewerkschaftsbureau abgeliefert werden, damit abgerechnet werden kann. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Die Gewerkvereinsversammlung zu Berlin am 7. Juni erklärt: J. A. Rud. Millarg. Alwin Körsten. Der Gesezentwurf zum Schuße des gewerblichen Arbeitsverhältnisses vom 26. Mai d. J., auf höchst einseitiger und irrtümlicher Zur Maurerbewegung. Die Baudeputierten der Maurer Information begründet, würde, falls erlaffen, das seit 30 Jahren centraler Richtung beschäftigten sich am Freitagabend mit den Bes bestehende, auf Arbeitsfreiheit und Gleichberechtigung beruhende schlüssen des Arbeitgeber- Bundes. Diese gehen, wie bereits Ueber das Vorgehen der Obstruktion in der Kammersißung Arbeitsverhältnis nicht schüßen, sondern zu Gunsten der Willtür- gestern mitgeteilt, dahin, am Montag, den 12. d. M. sämtliche bom Sonnabend wird aus Rom depeschiert: herrschaft der Arbeitgeber vernichten durch die thatsächliche Aufhebung Maurer auszusperren, falls bis dahin die von den ArDie Beratung der innerpolitischen Maßnahmen wird des Koalitionsrechts der Arbeiter. Die Deutschen Gewerkvereine beitern gesperrten Bauten nicht wieder voll besetzt seien. Außerdem fortgesetzt. Der Socialist Colajanni hält eine Rede zum( Hirsch- Dunder) als treue Anhänger einer gesetzlichen und friedlichen sollen die Unternehmer, welche bereits den Stundenlohn von 65 Pf. Zwecke der Obstruktion; darauf ergreift der Socialist Morgari Arbeiterreform protestieren daher gegen den Gesetzentwurf im Ganzen bewilligt haben, beabsichtigen, diese Konzession wieder zurückdas Wort und sagt, er habe den Vorsa, bis 1/27 Uhr zu reden.( Gelächter als eine verderbliche, die gesamte deutsche Arbeiterschaft tief erbitternde zuziehen. Nach den Berichten, die in der Baudeputierten auf der äußersten Linken.) Der Präsident erhebt gegen dieses un- Maßnahme und erwarten vom hohen Reichstag vollständige Ab- Versammlung gegeben wurden, ist die Forderung der Maurer von gehörige Benehmen Einspruch.( Beifall rechts und im Centrum; Unter- lehnung. Das Koalitionsrecht muß nicht erschwert, sondern gefördert 44 Firmen mit 1009 Arbeitern bewilligt worden. Im Ausstand sind noch brechungen und Lärm auf der äußersten Linken.) Morgari fährt und in gedeihliche Bahnen gelenkt werden, vor allem durch die gesetz- 33 Bauten mit 604 Arbeitern. Die Sperren stehen sämtlich günstig, da der größte Teil der Ausständigen anderweitig in Arbeit ge= fort, er sehe nicht die Notwendigkeit eines Gesezes ein, das gegen liche Anerkennung der Berufsvereine und durch die Fortentwickelung treten sei. Anerkannt wurde, daß die Ausständigen im allgemeinen das Versammlungsrecht gerichtet sei, da die Polizei un der Einigungsämter. zählige Vorwände finde, um Versammlungen der extremen Parteien Auch der Berliner Frauenverein nahm in einer Ver- fich musterhafter Ordnung befleißigt haben, jedoch sei es vorzu verbieten. Redner verliest Zeitungsartikel über verbotene Ver- sammlung Stellung zu der Vorlage. Es wurde folgende Resolution gekommen, daß auf mehreren Bauten die Arbeit niedergelegt worden sei, trotzdem die notwendigen Verhandlungen seitens der Lohne sammlungen.( Lärm und Unterbrechungen auf der Rechten und im angenommen: Centrum.) Der Präsident rigt dieses Vorgehen Morgaris als in-" Der Berliner Frauenverein erklärt, daß er in dem Gesetz zum kommission mit den betreffenden Unternehmern als noch nicht ab korrekt und fordert den Redner auf, nicht von dem vorliegenden Gegen- Schuße der Arbeitswilligen keinen Schutz der über zwei Millionen geschlossen resp. als gescheitert zu betrachten gewesen seien, was stande abzuschweifen, sondern seine Anträge zu Artikel I zu erläutern. Fabritarbeiterinnen und der ingezählten Heimarbeiterinnen sehen von der Versammlung allgemein mißbilligt wurde. Die Versammlung beschloß sodann, daß am Sonnabend, Montag Morgari erwidert, er glaube, das Recht zu haben, Beitungsartikel kann, vielmehr erwächst den Frauen aus diesem Gefeße eine neue und Dienstag neue Arbeitsniederlegungen nicht vorgenommen zu verlesen, welche Thatsachen enthalten, die mit dem Gegenstande Schwierigkeit, sich eine bessere Lebenshaltung zu erringen. Die für der Erörterung im Zusammenhang stehen.( Große Unruhe rechts Frauen jo ungünstigen Vereinsgescze entziehen ihnen das einzige werden sollen und abzuwarten, welche Stellung die am Dienstag und im Centrum.) Der Präsident erklärt nunmehr, er werde diese Mittel, für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen selbständig früh stattfindende Arbeitgeber- Versammlung einnehmen würde. Des weiteren wurde beschlossen, sämtliche noch bestehenden unkorrekte Art, die Erörterung fortzuseßen, nicht länger dulden; einzutreten, und der neue Geseßentwurf giebt Handhaben genug, um und hebe daher lieber die Sigung auf.( Burufe.) Darauf wird die jede Aufklärung durch Presse, Wort und That zu verhindern. Er Bausperren aufrecht zu erhalten. Sigung geschlossen. bedeutet also eine rückhaltlose Auslieferung der wirtschaftlich Schwäch- tonten, die Arbeiter hätten keine Ursachen, vor dem Arbeitgeberſten. Der Berliner Frauenverein protestiert deshalb gegen ein Ge- bunde zu Kreuze zu kriechen, nicht die Arbeiter, sondern der genannte Bund sei schuld an diesem Kleinfrieg, Die portugiesisch- englische Freundschaft. Aus Lissabon eß, welches die wirtschaftliche Abhängigkeit der Frau in wirtschaft- da derselbe es in diesem Frühjahre rund abgelehnt habe, mit den wird der" Int. Korr." berichtet: Die Frage, ob die Regierung Eng- liche Sklaverei verwandeln würde. Arbeitervertretern zwecks Unterhandlung in Verbindung zu treten, land gegenüber Verpflichtungen eingegangen ist, welche Portugal in Die Arbeiter wollten einen Vertrag schließen, sie wollten den eine feindselige Haltung zu Transvaal und möglicherweise auch zu Frankreich bringen würde, bildet noch immer den Gegenstand leidenIn 2 widau( Sachsen) sprach Herr Dr. Maurenbrecher( national- Frieden, der Bund den Krieg. Mögen sie auch die Konsequenzen schaftlichster Erörterung. Oppositionelle Blätter, wie„ Novidades" und social) in einer von circa 150 Personen besuchten Versammlung von tragen. Bekannt wurde noch gegeben, daß am Montagabend in Lehrern, Beamten, mittleren Bürgeru und auch Arbeitern über die der Koppenstraße 29 eine große Versammlung stattfindet, wo Stel " Seculo", gehen so weit, einzelne Minister zu beschuldigen, ihre Vorlage. Er fritisierte die Vorlage mit scharfen Worten. Werde lung gegen die angedrohte Aussperrung genommen werden wird. plögliche Freundschaft für England sei durch persönliche Vorteile diefe Vorlage Gesez, dann jei die völlige Vernichtung Zur Lohnbewegung der Steinfeger. Der Streif nimmt erweckt worden. Die Gegenfäße, welche innerhalb des Kabinets auf getreten sind und jedenfalls auch den Rücktritt zweier Minister nach aller gewerkschaftlichen Organisationen unabwendbar, und damit seinen Fortgang, da, wie schon gestern furz gemeldet, die Untergetreten sind und jedenfalls auch den Rücktritt zweier Minister nach würde eine hehre Kulturbewegung zu Boden gedrückt, die sich als nehmer den Vergleich des Einigungsamtes abgelehnt haben. Sie sich ziehen werden, hätten ihren Grund darin, daß die letzteren das englische Geschäft" nicht mitmachen wollten. Die Regierungsblätter Träger und Förderer nationalen Wohlstandes und Volkskraft erwiesen bestehen auf die Annahme des von ihnen vorgelegten Lohntarifes, hat. Auch mit der der Vorlage beigegebenen Begründung ging obwohl ihnen selbst von den Arbeitgeber- Beisigern in überzeugender bemühen sich, die Engerknüpfung der Beziehungen zu Großbritannien Redner rücksichtslos ins Gericht und bezeichnete fie als die jammer- Weise flar gemacht worden ist, daß der von ihnen vorgeschlagene und die bevorstehende Besuchsreise des Königs nach England als einen großen diplomatischen Erfolg der jetzigen Regierung anzu bestimmungen lediglich gegen die Arbeiter richten, die Unternehmer bezw. deren Vertreter haben es dagegen an Entgegenkommen wirtanzu- lichte, die es bisher gegeben. Und der Umstand, daß sich die Geseyes- Bezahlungsmodus thatsächlich ein Nonsens ist. Die Ausständigen preisen; andererseits stellen sie in Abrede, daß Portugal bestimmte aber völlig straffrei Tafie, dokumentiere dies Gesetz mit unzweifel- lich nicht fehlen lassen. So haben sie die von den Arbeitern vorVerpflichtungen bezüglich der Engländer in Südafrika oder in einem haftester Deutlichkeit als Ausnahmesesez schlimmster Art, und die geschlagene Festsetzung der Arbeitstouren zu fünf Achtel acceptiert. europäischen Seekriege eingegangen sei. Regierung habe durch die Einbringung desselben zu erkennen ge- Weiter haben sie gegenüber dem von der Innung vorgeschlagenen geben, daß sie eine Klassenregierung ist. Redner verlangt Tagesverdienst 15 Pfennig weniger gefordert. Noch größer ist ber Arbeiter bei den Nachtstunden. aber ein volksthümliches Regiment; deshalb müsse sich das deutsche das Entgegenkommen Bürgertum, soweit es nicht der Interessengemeinschaft der Unter- Die Unternehmer erboten sich, diese mit je 1 Mark zu berechnen, nehmer angehört und politisch nicht ganz versumpft ist, auraffen desgleichen Sonntagsstunden. Dagegen erfärten die Arbeitervertreter, zum energischen Protest gegen die Klassenregierung und Schulter an daß diese Stunden wie bisher nur mit 90 Pf. in Anrechnung tommen Schulter mit der deutschen Socialdemokratie, mit den gewerkschaftlich sollten, daß dafür aber die drei Stunden abends von 6-9 Uhr organisierten Arbeitern ohne Rüdsichtnahme auf die Parteistellung des einzelnen den Kampf aufnehmen gegen die Knebelung der Arbeiterklasse durch das Zuchthausgesez. Die trefflichen Ausführungen fanden allseitig regen Beifall. " Portugal. Bulgarien. Skandal im bulgarischen Parlament. Sofia, 9. Juni. Vor dem Beginn der heutigen Sigung der Sobranje drang Nizow gewaltsam in den Sizungsfaal ein. Die Polizei schritt ein und es fam zu einem Handgemenge zwischen Deputierten und Polizist en. Hierauf wurde nach dreistündiger stürmischer Debatte das Protokoll der letzten Sigung verifiziert, womit die Wahl Rizows definitiv für ungültig erklärt ist. Amerika. New York, 10. Juni. Mac Kinley hat einen Ausschuß von neun Mitgliedern ernannt, welcher mit dem Studium des PanamaKanales betraut worden ist. Man sieht daraus, daß die ameritanische Regierung eventuell geneigt ist, das Anerbieten der PanamaPanama- Kanals zu übernehmen. 19 * * Partei- Machrichten. Geſellſchaft und von dieser die Konzession zur Ausführung des Unser Effener Partei- Organ,„ Der Weckruf", wird nach Alle Redner be= ebenfalls wie schon seit Jahren mit 75 Pf. bezahlt werden sollten. Letzteres nicht, um für diese Stunden möglichst viel zu verdienen, sondern um Ueberstunden nach Möglichkeit zu vermeiden. That sächlich also haben in materieller Beziehung die Unternehmer bei dem Bergleich am besten abgeschnitten, da die Arbeiter sich erboten hatten, eine Viertelstunde mehr zur effektiven Arbeitszeit zu zugestehen, als bei einer rationellen Berkürzung der Arbeitss zeit eigentlich zugestanden werden mußte. Und troydem die Ablehnung. Es handelt sich nun eigentlich bloß noch um eine einem Beschlusse der Kreis- Parteiversammlung vom vorigen Sonn- Viertelstunde und, wie gesagt, um die Art der Lohnberechnung. tag am 1. Juli in ein Tageblatt umgewandelt. Das Blatt wird Wenn die Steinseßer sich nicht dazu entschließen konnten und können, von da an in der Druckerei der Dortmunder Arbeiterzeitung" ge- diese Viertelstunde zuzugestehen, so geschieht das wahrlich nicht aus druckt werden und monatlich 65 Pf. kosten, während es bisher nur principiellen Gründen, sondern aus der Erkenntnis heraus, daß bei Eine Interpellation in Sachen der Beteuerung der 50 Pf. toftete. weiterer Zusammendrängung der Arbeitszeit eine GesundheitsWarenhäuser. Vom Abg. Rören ist, unterstützt durch die Mitglieder Die polnische Agitationsbroschüre kann ein Katholit schädigung der Steinsetzer notwendig eintreten müßte. Es soll diese des Centrums, heute dem Hause der Abgeordneten nachstehende Socialdemokrat sein?", welche zur Massenverbreitung unter Frage in einer demnächst erscheinenden zweiten Denkschrift auss Interpellation an die königliche Regierung überreicht worden: Aus den polnischen Sachsengängern event. Arbeitern bestimmt ist, kann durchführlicher erörtert werden. welchen Gründen hat die tönigliche Staatsregierung den in der die Expedition des Vorwärts" bezogen werden. 100 Exemplare 3 M. Geiverbegericht erregte es, als die Vertreter der Unternehmer dort Geradezu Kopfschütteln bei den unbeteiligten Zuhörern auf dem Parlamentarisches. Thronrede von 16. Januar d. J. angekündigten Gesezentwurf, be= treffend die Besteuerung der Warenhäuser, dem Landtag noch nicht vorgelegt und für wann ist die Vorlegung zu erwarten?" Der Massen- Protest der Arbeiter gegen die Zuchthausvorlage. Ein Gedenktag des czechischen Proletariats. Die Wiener ihre Ansichten über ihren Bezahlungsmodus auseinandersetten. Als Arbeiterzeitung" schreibt: Der 30. Mai ist für die czechische Demo- ihnen entgegengehalten wurde, daß, wenn sie den Gesellen und tratie, also vor allem für unsere czechischen Genossen, ein Tag der Rammern ausdrücklich die Bezahlung der von ihnen festgesezten Trauer. Am 30. Mai 1434 wurden die letzten Berfechter des kom- Fünfzehnpausen verweigern wollen, diese dann auch das unbestreitbare munistischen Hussitismus, die Taboriten, bei Lipan nächst Böhmisch- Recht haben, mit den Pausen anzufangen, was ihnen beliebt, da Brod vom fiegreichen Abel niedergemegelt. 18 000 Taboriten waren die Herren naiv genug zu erklären, daß die Sache so nicht gemeint fämpften heldenmütig gegen die 25 000 Söldner des Adelsheeres; sei; die betreffenden Leute sollten auch in den nichtbezahlten Pausen In Steglig fand am Freitagabend in den„ Kaiserhallen" eine lange währte der Kampf. Endlich fiel der Sieg dem Adel zu durch doch immer zur Verfügung des Unternehmers stehen! Sollten die Herren auf Grund dieser von ihnen gepflogenen auch von Frauen start besuchte Protestversammlung gegen den Berrat eines Taboriten- Hauptmanns. An die 13 000, Taboriten die Zuchthausvorlage statt, in welcher der Reichstags- Ab- wurden nun von den übermütigen Siegern niedergemacht. Die Unterhandlungen" mun wirklich den Mut haben, von den Behörden geordnete Hoch in zweistündiger Rede sein Thema:" Nieder mit der Macht der czechischen Demokratie, zu der halb Europa mit Furcht zu verlangen, daß ihnen nunmehr die Ausführungsfristen verlängert Zuchthausvorlage" in trefflicher Weise behandelte und am Schlusse oder Bewunderung aufgeschaut hatte, war gebrochen: das czechische werden, so werden sie hoffentlich die passende Anwort erhalten. Wir brausenden Beifall erntete. Eine die Zuchthausvorlage scharf ver- Bolt war auf zwei Jahrhunderte dem czechischen Adel ausgeliefert, machen auch hier noch darauf aufmerksam, daß der Innungsmeister urteilende Resolution fand einstimmige Annahme. Mit einem be- der in der Schlacht am Weißen Berge dann vom katholischen Ab- H. Baumann erklärt hat, die Arbeitgeber bekümmere der Spruch des geistert aufgenommenen Hoch auf die internationale Socialdemokratie solutismus abgelöst wurde. Die czechische Bourgeoisie feierte den Einigungsamtes überhaupt nicht. schloß Genosse Rapp die großartig verlaufene Versammlung. 8. November als den Gedenktag der Schlacht am Weißen Berge, Die Arbeiter Spandaus traten am Freitag zu einer Protest- die czechischen Proletarier, die Erben der Kommunisten des 15. Jahr: Das Einigungsamt wird seinen Schiedsspruch Mittwoch versammlung zusammen, die start besucht war und in der Genoffe hunderts, pilgern am Sonntag nach dem 30. Mai zum Grabhügel vormittag fällen. Das Verhalten der Steinfegerimmung hat all Zubeil referierte. Seine treffliche Kritik des Entwurfes erweckte bei dem Dorfe Lipan. Auch an diesem Sonntag tamen tausende von gemein befremdet. brausenden Beifall der Versammelten. Die Berliner Resolution Genossen aus allen Teilen Böhmens nach Lipan. Besonders imposant Achtung, Töpfer! Centralverband. Für Westen und wurde von den 500 Anwesenden einstimmig angenommen. war heuer der Aufmarsch der Prager Genossen. Mehr als 1800 Ge- Schöneberg ist jetzt eine Zahlstelle in der Steinmetzstr. Nr. 5, Dinkeladers Saalbau in Stuttgart war am Donnerstag noffen fuhren aus Brag mit der Eisenbahn in 33 Waggons nach beim Restaurateur Emil Marich eröffnet. Stassierer Richard überfüllt von protestierenden Arbeitern. Es sprachen Genosse Kloß Böhmisch- Brod, außerdem 100 Genossen zu Nad. Jn Böhmisch- Hinneburg, Sonntag von 10-12 Uhr vormittags. Mögen mun und Genoffin Bettin. Unter großer Begeisterung wurde folgende Brod wurden sie von vielen hunderten Genossen erwartet, und nun aber auch die Kollegen im Westen und Schönebergs diese Zahlstelle Resolution angenommen: gings in langem Zuge nach Lipan. Von allen Seiten strömten da fleißig besuchen und neue Mitglieder dem Verbande werben. die Arbeiter zusammen, um ihre Huldigung den Männern darzubringen, die für die Demokratie den Heldentod gestorben. Am Grabhügel wurde ein großes Meeting abgehalten, in dem vor mehr als 4000 Arbeitern Genoffe Nouschar und die Genoffin Fiedler " Die heute den 8. Juni im Dinkelacerschen Saal stattfindende Volksversammlung weist das geplante, angeblich zum Schuß des gewerblichen Arbeitsverhältnisses bestimmte Gesez einmütig und mit Entrüstung zurück. Sie erklärt es als das natürliche Recht der Arbeiter, bei Fest- referierten. setzung der Löhne und Arbeitsbedingungen in gleicher Weise mitbestimmen zu können, wie die Unternehmer. Als unentbehrliches Mittel dazu betrachtet die Arbeiterschaft die getvertschaftliche Organisation und die ungehinderte Benugung eines freien gefeglich gewährleisteten Koalitionsrechts. Polizeiliches, Gerichtliches usw. J. A.: Paul Guth. Die Schlächtergesellen Berlins suchen ihre Organisation weiter auszudehnen und werden in der nächsten Beit in den Bor städten Versammlungen abhalten. Heute, Sonntagnachmittag 41/2 Uhr, findet eine solche in Nixdorf bei Marcius, Steinmegstr. 55, statt, um die Rigdorfer Gesellen zum Anschluß an den Verband zu bewegen. Lehte Nachrichten und Depeschen. Grevenbroich, 10. Juni.( W...) Bei der heutigen Reichstags Ersagwahl im Wahlkreis Neuß- Grevenbroich wurde Rechtsanwalt Am 8ehnhoff( Köln), Centrum, gewählt. München, 10. Juni.( W. T. B.) Die Urwahlen zum wahlen auf den 17. Juli anberaumt worden. W -Groben Unfug sollten in Lägerdorf bei Jpehoe 24 Genossen begangen haben durch Belästigung“ anderer bei einem Lokalboykott. aber schon vor der Hauptverhandlung mußten 15 Mann wieder von In der Hauptder Liste der Denunzierten gestrichen werden. Die Versammelten bestreiten, daß irgend ein Grund vorliegt, verhandlung mußten dann noch 6 Mann freigesprochen werden, drei dieses Recht durch neue Beschränkungen und drakonische Straf aber wurden zu je 2 Wochen Haft und einer biefer drei außerdem androhungen in Frage zu stellen. Bisher hat sich schon der§ 153 noch au 4 Wochen Gefängnis wegen eines zweiten Delikts bereandtage find auf den 10. Juli und die Abgeordnetender Gewerbe- Ordnung in seiner Anwendung und Auslegung als ein urteilt. schweres Hindernis und eine beständige Bedrohung gegenüber der Berantwortlicher Redacteur: Auauit Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 4 Bellagen n. Interhaltungsblatt Mr. 134. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus Paris, too am heutigen Sonntag große Demonstrationen für und wieder die Republik zu erwarten sind, schreibt uns unser Korrespondent unterm 9. Juni: -O Ist das wütende Treiben der prätorianischen Elemente das Röcheln des Todeskampfes, oder aber der Ausgangspunkt eines neuen Ansturms gegen die Republik? Es kann das eine oder das andere sein je nach der Haltung der republikanischen Parteien. Die Frechheit der Prätorianer beruht einzig auf der Feigheit der Republifaner. Diese scheinen das endlich eingesehen zu haben. Die republikanischen Gruppen der Kammer und des Senats haben sich zu gemeinsamem Handeln entschlossen. Die Vorstände der verschiedenen Fraktionen, einschließlich der socialistischen, halten gemeinsame Beratungen ab, welche in der Presse auf den übrigens nicht zutreffenden Namen eines Komitees zur Berteidigung der Republit" getauft werden. Der springende Punkt der Situation besteht, wie bereits an dieser Stelle auseinander gefegt, in dem höchst zweideutigen Verhalten des Ministeriums. Diesem Punkt hat denn auch das„ Komitee" feine Aufmerksamkeit zugewendet. Dasselbe erachtet die nenlichen Maßregeln der Regierung mit Recht als heuchlerische Halbheiten. Herr Dupuy hat, ein unverbeſſerlicher Schlauberger, den Republilanern einfach Sand in die Augen gestreut, indem er seine geräusch vollen Maßnahmen gegen die Generalstäbler in einer Weise durchführen läßt, die geradezu ein Hohn auf die gebieterischen Forderungen der Situation sind. " 〃 3 wärts". Sonntag, 11. Juni 1899. gebungen voraus. Jm Quartier Latin machte sich, den Blättern stattfindet. Reichstags- Abgeordneter Paul Singer hat das zufolge, gestern eine gewisse Erregung bemerkbar. Gruppen von Referat übernommen. Handzettel zur Agitation für die Versammlung Studenten durchzogen die Straßen unter den Rufen:„ Es lebe das können in den Zahlstellen, sowie beim Kassierer Otto Frante, Heer!" oder„ Es lebe Loubet!" Das Erscheinen Pallisadenstr. 9, in Empfang genommen werden. Einem Telegramm der„ Boff. 8tg." entnehmen wir die folgenden aller Mitgliederlist erforderlich. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Angaben: Die gewaltigen Vorbereitungen des Volkes, der Polizei, Vierter Wahlkreis.( Wörläufige Mitteilung.) Am Sonntag, der Befagung für das morgige Rennen thun ihre Schuldigkeit. Die den 25. Juni, findet in Schloß Weißensee ein großes Wolksfest Slubleute sind zur Einsicht gelangt, daß Vorsicht der Tapferte it bester Zeil ist, und werden entweder zu Hause bleiben oder statt. Näheres siehe am Dienstag im Inseratenteil des„ Vorsich muchſtill verhalten; das Losungswort ist ausgegeben, daß die Damen diefer feinen Sippe unter allen Umständen wegbleiben müssen. Arbeiter Bildungsschule. Heute ist ein Familien Dupuy wies die Polizei an, bloßes Pfeifen und das Tragen von Panama- Ausflug. Treffpunkt nachmittags 22 Uhr in Treptow im Lokale Strohhüten, selbst mit der Hutbandaufschrift" Panama", nicht zu ver- von Reglin, früher Benner, Treptower Chaussee( Haltestelle der bieten, jedoch gegen aufrührerische Schreie und Thatlich Großen Berliner Straßenbahn). Buntt 8 Uhr: Besichtigung des feiten unerbittlich einzuschreiten. Auf dem Remmplaze werden in Spreetummels( Untergrundbahn). Für Nachzügler:„ Altes Eiereinem besonderen Belte drei Untersuchungsrichter häuschen". Abends 9 Uhr: Besichtigung der Treptow- Sternwarte und ebenso viele Staatsanwälte mit einem entsprechenden( Jupiter mit seinen Monden). Billets a 50 Pf. find bei den MitSchreiberstabe anwesend sein, um etwaige verhaftete sofort zu gliedern zu haben. Zu recht zahlreichem Besuch ladet nochmals ein verhören. Unter solchen Verhältnissen find Ruhestörungen unwahr scheinlich geworden. Der Jockeyklub suchte die Rennstallbesizer zu bestimmen, ihre Pferde morgen nicht rennen zu lassen; die Eigner waren verständig genug, darauf nicht einzugehen. New- York, 10. Juni. Das New York Journal" meldet aus Cayenne, daß der Kreuzer„ Sfar" mit Dreyfus an Bord gestern direkt nach Brest abgegangen ist. Paris, 10. Juni. Heute heißt es, zum Vorsiz im Nenner Kriegsgerichte jolle Oberst Nind von der zum Renner Armeekorps gehörenden Granviller Besagung berufen werden. Der gemeinsame Charakter jener Maßnahmen wird dadurch be- Graf Christianis Fall wird immer unterhaltender; nach der stimmt, daß nur die untergeordneten Werkzeuge geopfert bezw. der grotesken ersten Ausrede behauptete er, er sei in Auteuil betrunken Bestrafung durch ihre Auftraggeber und Beschützer ausgeliefert werden. gewesen wie ein Eber, und jetzt sucht er sich mit einer dritten, noch So wird dem verhafteten du Path de Clam als Untersuchungs- erbärmlicheren Entschuldigung herauszulügen, er schützt nämlich vor, richter" Hauptmann Tavernier gewährt, der amtsfrevelnde Unter- er fei plöblich irrsinnig geworden und habe seine That in fucher in der Fälschungs" anklage gegen Picquart. Die Enquete diesem Zustande begangen! über den Amtsfrebel des Generals Bellieur in der reinwaschenden Untersuchung der Esterhazy- Affaire wird dem General Duchesne, einem stillen, aber entschiedenen Freund der Fälscherbande, anver traut. Die Verantwortlichkeit dafür trägt die Regierung, indem sie nicht den General Zurlinden, den Militärgouverneur von Paris, der feit Boisdeffres Demiſſion der oberste Beschüßer der Fälscherbande ist, des Amtes enthoben hat. Tavernier und Duchesne sind von Burlinden mit der Rettungsarbeit betraut worden. Andererfeits ist Burlinden den Republikanern auch wegen seiner politischen Haltung dringend verdächtig. Käme es zu einem Prätendenten- Streich, so zweifelt niemand daran, daß der Chef der Pariser Militärmacht mindestens durch Fahrlässigkeit mithelfen würde.... Ferner vermissen die Republikaner eine energische Säuberung im Personal der Pariser Staatsanwaltschaft, die nach wie vor unter der Leitung der zwei von der Kriminalfammer des Kaffationshofes als Amtsfrebler gebrandmarkten Chefs, Bertrand und Feuilloley, steht. Diesem Umstand ist das milde Vorgehen gegen die verhafteten Strawallanten des Rennplatzes geschuldet. Wurde doch zum Untersuchungsrichter über den nach Dupuys eigener Erklärung durch ein„ Komplott" zu stande gekommenen Kravall der Richter Lemercier bestellt, ein fanatischer Parteigänger der Nationalisten. Kurz, die Vorstände der republikanischen Fraktionen der Kammer und des Senats haben in einer feierlichen Besprechung mit Dupuy ernstere und aufrichtigere Maßregeln verlangt. Sie haben dem Ministerpräsidenten einen Aufschub von zwei Tagen gewährt, um die verlangten Maßregeln zu ergreifen. Paris, 10. Juni. In den Straßen wurden heute Blakate verkauft, welche sich mit dem morgigen Renntage in 2ong champs beschäftigen und Beleidigungen des Präidenten Loubet enthielten. Der Polizeipräfelt ließ dieselben beschlagnahmen und ordnete bei dem Drucker und dem Verleger der Blafate eine Haussuchung an. d Kommunales. Das Komitee. 5. Abteilung wird heute nachmittag Achtung, Mitglieder der Freien Volksbühne. Für die 23/4 Uhr im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater Hauptmanns„ Einsame Menschen" gegeben. Die letzte Vorstellung dieser Saison für die 6. Abfeilung folgt am 18. Juni. Die Mitglieder haben freien Eintritt im Theatergarten. Die Mitglieder werden gebeten, in ihren Zahlſtellen die alten Mitgliedskarten mit einer Erklärung der weiteren Mitgliedschaft nach Schluß der Vorstellungen möglichst bis 20. Juni abzugeben. Die Beiträge müssen bis Juni entrichtet werden. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. leidet an mänge In mancherlei Art, die den Unterrichtserfolg Die Organisation der Berliner Gemeindeschulen zum Schaden der für ihre Kinder auf diese Schulen angewiesenen genannten Sechs- Stufen- Systems sind von uns wiederholt Die Nachteile des soBevölkerungsklasse start beeinträchtigen. Deng besprochen worden, zuletzt erst kürzlich wieder aus Anlaß der Denk stufigen Berliner Gemeindeschule in eine sieben oder achtstufige. schrift des Stadtschulrats Bertram über die Umwandlung der sechsHeute wollen wir einmal auf einen anderen Uebelstand Hinweisen, der in weiteren Streisen der Bevölkerung kaum be fannt ist, weil er sich dem Nicht- Fachmann meist verbirgt, der aber in seiner Bedeutung gleichfalls nicht unterschät werden darf. An einer einer sechsstufigen mur von Rechts wegen auch sechs Klassen Die Gewerbe. Deputation des Magistrats beschäftigte sich Schule sollten in ihrer Sigung am Freitag wieder eingehend mit den Maßnahmen vorhanden sein. Wo größere Schulsysteme für finanziell also des Handelsministers gegen die städtische höhere Webeschule. Be- wünschenswert und pädagogisch unbedenklich gehalten, fanntlich forderte der Minister, daß die Schule künftig die amtliche Parallelklassen angefügt werden, wären zweimal sechs Klassen Bezeichnung:„ Preußische Webeschule" führen soll, ein Vorschlag, von oder, wenn's sein muß, auch dreimal sechs als naturgemäße Zahl dem die Gewerbe- Deputation nichts wissen will. Da die Schule eine anzusehen. Allenfalls ließe sich denken, daß für die obersten Stufen Staatssubvention von ca. 30 000 m. bezieht, kann der Etat für sie an dieser und jener Schule, eventuell sogar an allen Schulen, je eine nicht einseitig von den städtischen Behörden festgesetzt werden, viel Barallelklasse weniger vorhanden wäre, weil ja in diesen Stufen die mehr ist hierzu die Zustimmung des Ministers erforderlich. mehr ist hierzu die Zustimmung des Ministers erforderlich. Die Zahl der Kinder auch unter normalen Verhältnissen immer etwas Gewerbe- Deputation ist seit Jahren bestrebt, von allen Teilnehmern geringer sein wird, als in den untersten. Sehen wir nun, wie es am Schulunterricht ein einheitliches Unterrichtshonorar zu erheben, damit an unseren Berliner Gemeindeschulen steht. Im Durchschnitt während jezt in Preußen ansässige Schüler für den Besuch der Tages- hat jetzt jede Gemeindeschule rund 17 Klassen. Danach müßte man Klasse 200 M., nichtpreußische Deutsche 300 M. und Reichsausländer 800 M. beim Sechs- Stufen- System unter der Voraussetzung, daß die zu zahlen haben. Da der Minister seine Zustimmung zur Einführung Verseßungs- und sonstigen Verhältnisse normal wären- an jeder eines einheitlichen Schulgeldes bisher verweigerte, beschloß die Ge- Schule für die 5 unteren Stufen je 3 Parallelklassen, für die oberste werbedeputation: 1. Die Festsetzung des Etats für die Städtische aber 2 erwarten. In Wirklichkeit liegen die Dinge jedoch meist Man betrachtet allgemein die Tage des zweideutigen Ministeriums höhere Webeschule" beim Magistrat nicht auf 3 Jahre, wie der ganz anders. Auf einer großen 8ahl von Gemeindeschulen sind für gezählt. Die Mehrheit der Republikaner scheint entschloffen, eine Minister wünscht, sondern nur auf 1 Jahr zu beantragen; 2. das bie 6 Stufen sehr ungleich mit Paralleltlassen Ministertrise hervorzurufen, sobald eine Einigung über die Schulgeld für preußische und nichtpreußische Deutsche auf 200 m. besetzt. Bald find die unteren Klassen nur doppelt, die oberen Zusammensetzung des Kabinetts erzielt worden ist. festzusetzen, dasselbe aber für Reichsausländer im nächsten Etatsjahr aber drei- oder vierfach vorhanden, bald umgekehrt die unteren Inzwischen sett Dupuy sein Doppelspiel fort. Auf der einen noch auf 800 M. zu belassen; 3. dem Direktor der Webeschule eine vier- oder fünffach, die oberen nur doppelt. Da giebt es, wenn wir Seite wird der prätorianische Abg. Lafies als Reserve- Offizier Gehaltszulage von 900 M. zu bewilligen, so daß sein Gehalt im das Sommersemester 1898 zu Grunde legen, Schulen mit 2 sechsten, bor einen militärischen Disciplinarrat verwiesen, auf der anderen nächsten Etatsjahr 6900 m. betragen würde. 4 fünften, 5 vierten, 4 dritten, 2 zweiten, 8 ersten lassen, mit Seite das anarchistische Tageblatt Journal du Peuple" gerichtlich Durch Kommunalbeschluß wurde kürzlich ein Ortsstatut er 5 sechsten, 5 fünften, 4 vierten, 4 dritten, 2 zweiten, 1 ersten, mit berfolgt. Nun aber hat Lasies in der antisemitischen Libre Parole" lassen, welches alle im Dienste der Stadt beschäftigten Personen, 2 sechsten, 2 fünften, 4 vierten, 3 dritten usw., mit 3 sechsten, die Generäle, Offiziere und Soldaten direkt zur Rebellion", deren Gehalt oder Lohn weniger als 62/3 Mart für der Arbeitstag, 4 fünften, 4 vierten, 5 dritten usw., mit 5 sechsten, 3 fünften, au einem militärischen Staatsstreich aufgefordert, bezw. 2000 m. pro Jahr beträgt, verpflichtet, den neu zu begründenden 4 vierten usw., mit 4 sechsten, 2 fünften, 2 vierten usw. während das Journal du Peuple" im Gegenteil die Soldaten Betriebs- Krankenkasse für die in städtischen Diensten oder Betrieben Dabei sind das alles alte Schulen, die seit vielen Jahren, zum Teil aufgefordert hat, den staatsstreichelnden Offizieren den beschäftigten Personen beizutreten. Dieses Ortsstatut hat bei einem seit Jahrzehnten, an derselben Stelle bestanden haben. In den Gehorsam zu verweigern, auf die Offiziere Offiziere zu schießen, Teil der städtischen Angestellten großen Widerspruch gefunden; die jüngeren Schulen sieht es natürlich noch schlimmer aus. Gelegentlich wenn sie sich erdreisteten, die Soldaten gegen die Republik zu ge- Lehrer der städtischen Fachschulen, sowie eine Anzahl von folgt da auf vier zweite Klassen nur eine erste, auf eine dritte Klasse brauchen. Mit anderen Worten, die anarchistische Zeitung wird ge- Ingenieuren usw. weigern sich, sich der Kranken- Versicherungspflicht vier zweite, und auf diese wieder eine erste, usw. Man sage nicht, richtlich verfolgt, weil sie die Soldaten einfach an ihre republizu unterwerfen. Sie beziehen zwar von der Stadt nur Gehälter es sei sehr gleichgültig, wie stark jede Stufe besetzt ist. Wenn z. B. tanische Pflicht erinnert hat. Der Prätorianer Lasies wird von weniger als 2000 Mart, haben aber noch Nebeneinkünfte, durch eine Stufe vier Parallelklassen haf, während die nächsthöhere Stufe dagegen mit einem harmlosen und übrigens willkürlichen welche dieser Satz überschritten wird. Die Gewerbe deputation mur in zwei Parallelklassen oder gar nur in einer Klasse vorhanden Disciplinarvergehen denn er hat seinen Staatsstreichartikel nicht beschloß, beim Magistrat zu beantragen, Personen der bezeichneten ist, so ist es flar, daß bei der Verfeßung fast immer als Reserveoffizier, sondern als Abgeordneter verbrochen- behelligt, Stategorie als nicht krankenversicherungspflichtig zu erklären. eine große Zahl von Umschulungen nötig werden anstatt preßgesetzlich vor das Civilgericht gestellt zu werden. Berliner Schulmifere. Um dem in verschiedenen Gemeinde- müssen; denn 2 Klassen können nicht die Versetzten von 4 Klassen Der kommende Sonntag( der heutige! Ned.) kann die Lage schulen vorhandenen Mangel an Schulräumen schnell abzuhelfen und aufnehmen. Diese sinnlose Art, die einzelnen Schulen ungünstig beeinflussen. Ich meine die geplante republikanische eine weitere Vermehrung der bereits bestehenden fliegenden Klassen zu organisieren, erklärt sich daraus, daß der oberste GrundKundgebung zuerst von der socialistischen Petite République" an fat in unserem Berliner Volksschulwesen der ist, daß geregt als Antwort auf die royalistische Schilderhebung des letzten zu verhindern, will der Magistrat nach dem Beispiel anderer Städte die Geschichte möglichst wenig kosten soll. Bei einem solchen Schulbaracken errichten. Zunächst soll eine vierklassige Schulbaracke Sonntags, hat der Gedanke zündend gewirkt. Nicht nur sämtliche socialistischen und gewerkschaftlichen Organisationen werden an der Straße 67 durch die Wolgaster Attiengesellschaft für Holzbearbeitung teilhaftesten, nicht für das Kind unterbringen läßt. Halb voll nota bene: für den Schuletat am vor socialistischen und gewerkschaftlichen Organisationen werden an der auf dem Hofe der 100./102. Gemeindeschule in der Reichenberger- Grundjage wird dann natürlich jedes Kind da hineingesteckt, wo es sich am vorteilhaftesten Kundgebung auf dem Rennplatz von Longchamps teilnehmen, sondern unter Aufsicht der städtischen Baudeputation errichtet werden. Zu darf keine Klasse sein; lieber wird umgeschult, wodurch die Besetzung auch die bürgerlich- demokratischen Elemente. Der gemeinsame diesem Zwecke will der Magistrat bei der Stadtverordneten- VerLofungsruf ist:" oh die Republik!" Im Gegensatz zum jammlung die Bewilligung von 15 400 W. beantragen. Die Stadt der betreffenden Stufe in der einen Schule zu schwach, in der andern prätorianischen Schibboleth Hoch die Armee!" Die umfassenden verordneten- Versammlung dürfte sich bereits in ihrer nächsten Sizung zu stark werden muß. Selbstverständlich zwingt schon der nächste Vorbereitungen lassen großartige Massenbeteiligung erwarten. mit dieser Angelegenheit beschäftigen. Bersetzungstermin dazu, die Kinder von neuem durcheinander zuschütteln. So weit, so gut. Aber wie wird sich Dupuys Polizei und eventuell mit dieser Angelegenheit beschäftigen. Bei den Beratungen, die gegenwärtig Burlindens Militärmacht verhalten? Könnten sie nicht als erprobte Städtische Verkehrs- Deputation. In einer Unterkommission die Reform der Gemeindeschule stattfinden, sollte Bundesgenossen der nationalistischen Manifestanten, der freiwilligen der städtischen Verkehrs- Deputation unter Vorsitz des Bürger- auch dieser Mangel in Betracht gezogen und seine Beseitigung und besoldeten, die Socialisten und Republikaner mit Gewalt provo- meisters Kirschner wurden gestern die Organisationsbestimmungen angestrebt werden. Er läßt sich sogar beseitigen, ohne daß an dem zieren? Es ist jedoch zu hoffen, daß die zielbewußte Masse der durchberaten, welche der Uebernahme des Baues und Betriebes von Wesentlichen der Organisation der Berliner Gemeindeschule irgend republikanischen Manifestanten sich nicht provozieren lassen wird. Straßenbahnen in eigene städtische Regie zu Grunde gelegt etwas geändert wird. Es handelt sich dabei um einen UebelLehrreich ist die Haltung der republikanischen Bourgeoispresse werden sollen. Die Verkehrs Deputation wird sich mit dieser An- dand rein äußerlicher Art, der jedoch in seinen Wirkungen angesichts der von den Socialisten im Dienste der Republik gelegenheit demnächst beschäftigen.- Die städtische Verkehrs- Depu teshalb nicht weniger nachteilig ist. Aber das ist freilich wahr: entfalteten Energie. Der Temps", der doch noch die auf- tation genehmigte in ihrer gefirigen unter Vorsiß des Stadtsyndikus seine Beseitigung ist nicht so billig, wie der Uebergang zum Sieben richtigeren Bourgeois Republikaner vertritt, trauert über die Meubrint stattgehabten Sigung die Bildung einer dauernden Sub- oder Acht- Stufen- System, bei dem zum Schaden der Sache den Socialisten von selbst zugefallene Rolle der Vorhut der Republik. fommission, durch welche der Fahrplan der Straßenbahn- Gesell- jede Mehrausgabe ängstlich vermieden werden soll. Im Augenblick, wo die Prätorianer frecher denn je der Republik an schaft im ganzen und im einzelnen vorgeprüft werden soll. die Gurgel springen, jammert das Bourgeoisblattt über die mögliche Große Berliner Straßenbahn hat die von der Verkehrsdeputation Die Polizei gegen Lockspitzel? Eine nicht sehr glaubwürdige Stärkung der socialistischen Partei durch deren Kampf für die an einen Antrag der Straßenbahn Gesellschaft, bezüglich Nachricht bringt die„ Berliner Zeitung": Gegen das DenunziantenUnd das Journal des Débats", ein Melinesches derselben zu übertragenden furzen Erweiterungsstreden, gefnüpften tum im Schantgewerbe soll die Polizei seit einiger Zeit eine andere republikanisches" Organ, das im Innern die Republik lieber heute Bedingungen abgelehnt. Die Deputation hat von dieser Ablehnung Taktik befolgen. Die Denunziationen richteten sich zumeist gegen als morgen erwürgt wissen möchte, meint gar, die Socialisten ge- Kenntnis genommen und beschlossen, die Sache einstweilen noch Gastwirte, welche nur die sogenannte halbe Konzession befizen. Diese hörten überhaupt nicht in die Reihen der Republikaner! So ruhen zu lassen, bis eine Beschlußfassung der Gemeindebehörden werden häufig von zweifelhaften Kunden unter Vorschüßung von brutal kommt der Klasseninstinkt zur Geltung bei den Be- wegen Uebernahme des Baues und Betriebes von Straßenbahnen Unwohlfein veranlaßt, denselben einen Magenschnaps" zu verab herrschern und Nutznießern der Republik, die doch allein auf eigene Stoften erfolgt sein wird. folgen, um die Gastwirte hinterher wegen Verabfolgung dieses der an der prätorianischen Krise schuld find, welche den Socialisten den vollen Konzession unterliegenden Getriebes zu denunzieren. Gegen ehrenvollen Platz in den Vorderreihen der republikanischen Kämpfer diefe Elemente soll die Polizei jetzt die Anklage wegen Anstiftung Gut gemeint verschafft hat. Unsere Partei wird diesen Platz zu behaupten wissen, zur Uebertretung des Gewerbebetriebes einleiten. ohne sich um das Gezeter der Afterrepublikaner zu bekümmern. von der Berliner Zeitung"- aber! Sie verteidigt die Republik nicht den Dupuy und Den Lokalkommissions- Mitgliedern Berlins und der UmMeline zu lieb, sondern vielmehr ihnen zum gegend zur Nachricht, daß am 18. Juni die nächste Lokalliste Trozz. Sie verteidigt die Republik als die notwendige erscheint. Etwaige Meldungen über Aenderungen oder Neuaufnahmen Borbedingung der socialen Befreiung des Pro- find bis zum 14. Juni an den Unterzeichneten einzusenden. Carl Scholz, Wrangelstr. 110, part. Erster Wahlkreis. Der Wahlverein hält am Dienstagabend Eisenbahn- Direttion Berlin jehr bemerkenswerte MitParis, 10. Juni. Die Blätter bringen heute Einzelheiten über 9 Uhr eine Versammlung im Lokale Jägerstraße 4, Hof parterre, ab. teilungen gemacht worden. Danach sind im Etatsjahre 1897/98 und beiden Direktionsbezirken Berlin Stettin an die für morgen getroffenen militärischen und polizeilichen Billets zur Treptower Sternwarte find in den bekannten Zahl Arbeiter Rückfahrkarten insgesamt 174 444 Stüd Maßnahmen. Auf dem ganzen Wege vom Elysee bis Long stellen, sowie bei den Abteilungsführern zu haben. Näheres bringt ausgegeben worden, mithin pro Woche 3354 Stüd. champs verden Truppen Spalier bilden. Im Hippodrom sollen Bor die Annonce am Dienstag. Und zwar ent Der Vorstand. tehrungen getroffen werden, damit dort etwaige Verhaftete sofort fielen von dieser Gesamtzahl die verhältnißmäßig meisten, nämlich gerichtlich vernommen werden können. Der Figaro" glaubt, daß Den Mitgliedern des Wahlvereins für den 4. Berliner 28,146 auf Entfernungen von 21-30 Stilometer, und 25,93 Stüd infolge der getroffenen Maßnahmen der morgige Tag ruhig verlaufen Reichstags- Wahlkreis( Often) zur Nachricht, daß unsere nächste auf 1-20 Stilometer. Dann folgten je 24 500 auf Entfernungen wird. Andere Blätter, besonders der„ Eclair", sehen lärmende Kund- Bersammlung am Dienstagabend 82 Uhr Große Frankfurterstr. 117 von 31-40 und 41-50 Kilometer, während die wenigsten Rückfahrletariats. " Tokales. Die über Ueber die Benütung der Arbeiter- Wochen- und Rückfahr karten find in der letzten Sitzung des Bezirkseisenbahnrats Berlin anläßlich der Verhandlungen über den Antrag des Obersten von Saldern auf Einstellung der Ausgabe solcher Fahr farten über den Bereich der Vorortzüge hinaus seitens der in den elektrischem Betrieb. bereichert worden. Die beiden Ottern bilden Seltenheiten ersten Ranges. 100 farten: 15 245 Stück für Entfernungen von 71-80 Kilometer Die Reptiliensammlung des Berliner Aquarium ist Dant dem Die Kosten des Neubaues des Rathauses in Char ausgegeben wurden, dagegen für 81 bis 90 Stilometer die Entgegenkommen eines Terrarienfreundes, des Herrn Halt auf der Heide, lottenburg hat der Magistrat jest auf 4 Millionen Mark festweitesten zulässigen Entfernungen wieder 20 888 Stück. um eine aus acht Sumpf und dret Bandschildkröten, mehreren Gchfen, ver- gefeßt. Der Anschlag der Architekten Reinhardt u. Süßenguth, deren Weit bedeutungsvoller erscheinen aber die Mitteilungen überschiedenen Nattern und zwei afrikaniſchen Giftſchlangen bestehende Stollektion Entwurf mit dem ersten Preise gekrönt und zur Ausführung bestimmt die Zahl der verausgabten Arbeiter- Wochenfarten. Diese Sie geben sich sofort als Mitglieder der Vipernfamilie, zu der ja auch unsere ist, hatte ursprünglich nur 3 100 000 m. betragen. Die gemischte beliefen sich in den beiden Direktionsbezirken im Jahre 1897/98 giftige Kreuzotter gehört, zu erkennen und zwar schließen fie fich enger an Deputation für den Bau war jedoch der Ansicht, daß der Neubau auf insgesamt 638 873 Stücf, alse pro Woche im die befanntere ägyptische Hornpiper an, welcher fie auch in der hellen, sand unterkellert werden müßte, was in dem ursprünglichen Entwurfe nicht Durchschnitt auf 12 286. Daron entfielen jedoch allein auf Ent- oder bräunlich gelben, mit dunkleren Beichnungen unterbrochenen Grund: vorgesehen war. fernungen von 1-20 Kilometer 547 123 Stüd( pro Woche 10 521) färbung gleichen oder ähneln; indeß unterscheiden sie sich von derselben sofort Die Einnahmen der Stadt Schöneberg aus dem Vertrage und es blieben für Entfernungen von 21-30 Kilometer nur noch einerseits durch den Mangel an hornförmigen Anhängen des Kopfes und 71 523, sowie von 81-40 Kilometer sogar nur 19 252 Stück übrig, andererseits durch die, namentlich bei dem größeren Eremplar scharf sich ab- mit der Gesellschaft für elettrische Unternehmungen sind hebende tiefschwarze Färbung der hinteren Schwanzhälfte. recht ansehnliche. Die jährliche, vom 1. Januar 1900 zu leistende während für Entfernungen von 41-50 Kilometer die faum mehr in Betracht zu ziehende Zahl von 475 Wochenfarten ausgegeben Am 21. Beobachtungsabend des ,, Vereins von Freunden Abgabe beträgt 10 Prozent der Brutto- Einnahme. Sie worden ist. der Treptow- Sternwarte" sprach Herr Dr. M. Andresen über ist zu entrichten: 1. von den Einnahmen aus der Lieferung von Elektricität; Aeltere und neuere wissenschaftliche Unternehmungen auf dem 2. bon den Einnahmen aus der Lieferung und Der elektrische Betrieb ist gestern früh 6 Uhr 26 Minuten auch Mont- Blanc". Nachdem der Vortragende kurz den Inhalt und Unterhaltung der Straßenlampen nebst Zubehör; 3. aus der auf der Straßenbahnlinie Alexanderplat- Französische die Ziele seiner photo- chemischen Arbeiten gekennzeichnet hatte, legte Vermietung der Elektricitätsmeffer; 4. aus Installationen und den straße- Nollendorfplaz( Heinrich Kiepertstraße) der Großen er dar, daß er bei seinen Beobachtungen über die Absorption der ver- Prüfungen. Die Abgabe soll außerdem 5 Broz. von derjenigen Berliner Straßenbahn eröffnet worden. Damit find von den 67 Straßen- fchiedenen Sonnenstrahlen in unserer Atmosphäre eine Kontrolle seiner Brutto- Einnahme betragen, welche die Gesellschaft für Elektricität bahnlinien Berlins und Charlottenburgs 22, also ein Drittel, in untersuchungen auf einem möglichst hochgelegenen Observatorium von anderen Gemeinden bezieht. Außer der gedachten machen mußte. Zu diesem Zwecke hat er dann zweimal eine Besteigung Brutto- Abgabe ist alljährlich ein Anteil am Reinertrage des Die Erhöhung der Kirchensteuer von 10 auf 15 Proz. wird des Mont- Blanc ausgeführt und in dem Wallot- Observatorium feine Unternehmens an die Stadt abzuführen. Dieser Anteil beträgt der am 19. und 20. b. M. zusammentretenden Berliner Stadt- Arbeiten angestellt. Außerordentlich spannend war die Schilderung 40 Proz. vom Reingewinn über 5 Broz. des Anlagekapitals bis synode zur Genehmigung unterbreitet werden. Eine solche Maß des ersten, im September 1897 unternommenen Aufstieges, der unter 6 Millionen Mart und 40 Broz. über 4 Broz., soweit das Anlagenahme dürfte manchen zu dem Entschluß bringen, außerhalb des ungünstigen Verhältnissen bei einem plötzlich ausgebrochenen Schnee- tapital diesen Betrag übersteigt. Schattens der Kirche seine Tage zu beschließen. sturm vollendet wurde und für die Teilnehmer höchst gefahrvoll Steglit. Unsere Polizei- Organe scheinen der Meinung zu sein, Zu der vermeintlichen Familientragödie in der Froben- war. Man bekam hierdurch ein deutliches Bild von den enormen daß die Zuchthausvorlage schon Gefeß ist. Bei der am Donnerstag Zu der vermeintlichen Familientra gödie in der Froben Schwierigkeiten, die der Errichtung der jetzt dort in eisiger Höhe abend stattgehabten Verbreitung von Einladungen zur Proteststraße wird heute mitgeteilt, daß es sich nach späteren Feststellungen bestehenden Observatorien im Wege standen, und der zähen Energie, versammlung, welche nur in Wohnungen abgegeben wurden, wurde nicht um ein Ehe sondern um ein Liebespaar handelt. Würtem mit welcher der Wissensbrang auch die größten Hindernisse überwand. einer unferer Genossen wegen dieses Verbrechens" von einem berg, der im Jahre 1839 zu Elbing geboren ist, mußte wegen zahl- Den reichen Lohn dieser Anstrengungen bilden eine Reihe wertvoller Beamten in Civil zur Wache gebracht, trotzdem er sich legitimieren reicher Schwindeleien aus New York verschwinden und ließ bort feine auf dem höchsten Gipfel Europas entstandener wissenschaftlicher Ar- konnte. Auch wurden ihin die Einladungen abgenommen. Frau im Stich. In Berlin lernte er bei einer Gelegenheit die am beiten. Den höchst interessanten Vortrag beschloß die Vorführung Gründe wurden angegeben, daß der Sistierte keine Erlaubnis zum 2. März 1870 geborene Tochter Liesbeth eines Hauptmanns a. D. von Projektionsbildern aus der Geschichte und Entstehung der Mont Verteilen habe und der Handzettel außerdem gegen das Preßgefes und Oberpostsekretärs B. femmen, der damals in der Elßholzstraße Blane Observatorien. Hierauf gab Herr Direktor F. S. Archenhold verstoße, weil außer dem Drucker auch der Verleger und der Name wohnte. Das bethörte Mädchen empfing den alten Mann in Ab- furze Anweisungen für die Beobachtung der partiellen Sonnen- des Berbreiters angegeben fein müffe. wesenheit der Eltern in ihrer Wohnung und zog später, von den finsternis am 8. Juni und diesen schlossen sich die Beobachtung berEltern abgefunden und verstoßen, mit ihm nach der Hauptstraße in schiedener Objekte mit dem Riefenfernrohr an. Zur Beobachtung ge- über die Mängel feiner Gefegestenntnis nach Gebühr belehrt Hoffentlich wird der Polizeibeamte von zuständiger Stelle aus Schöneberg. Frau B. starb aus Grant. Da Würtemberg feine Ein- langten: Jupiter, Saturn, Wega und die partielle Sonnenfinsternis. worden sein. nahmen hatte und das, was seine Geliebte erhalten hatte, bald ver- Die Sternwarte war die ganze Nacht hindurch geöffnet und das braucht war, so konnte die Not nicht lange ausbleiben. Die erste große Fernrohr wurde ununterbrochen von Wissensdurstigen in AnFolge war, daß das Pärchen sich mit einem möblierten Zimmer bespruch genommen. gnügen mußte, bei dessen Beziehen es sich als Ehepaar anmeldete. Da es denn bald aus den Schulden keinen Ausweg mehr gab, so nahm es Gift. Die Blumenhalle in der Markthalle II in der Lindenstraße soll erweitert werden. Die Kosten des Erweiterungsbaues sind auf 79 000 m. veranschlagt. Als Aus Friedrichshagen wird uns geschrieben: Die großen Warenhäuser und die Konsum- und Rabattvereine haben es dem hiesigen Haus- und Grundbesizerberein angethan. Ju Museum für Krankenpflege. Aus der Ausstellung für Kranken- der am Donnerstag abgehaltenen Vereinsversammlung referierten pflege soll ein staatliches Museum für Krantenpflege hervorgehen. bie Herren Profeffor Dr. Hentig und Ober- Postassistent Ehlert über Die Ueberweisungen von geeigneten Gegenständen an dieses zu die Bestrebungen des Mittelstandes im Stampfe gegen die Waren schaffende Museum sind zur Zeit im Gange, fast sämtliche Aussteller häufer. Beide Herren erflärten sich als Gegner jeber Art Konsum- und haben bereits Anerbietungen zur Aufnahme ihrer Objekte gemacht, Rabattvereine und der Warenhäuser und drückten dem kürzlich geviele von ihnen haben ihre gesamten Ausstellungsgegenstände dem gründeten ,, Centralberein hiesiger Geschäftsleute" ihre volle Sympathie Museum überlassen. Es steht zu hoffen, daß das Museum für aus. Sämtliche Diskussionsredner schlossen sich den Ausführungen der Krankenpflege, welches ebensowohl dem Universitätsunterrichte und Referenten an. Unter allgemeinem Beifall der Versammlung wurde der Wissenschaft, wie auch den Kranten und Leidenden und ins- folgende Resolution einstimmig angenommen: Da die Entwicklung besondere der Industrie dienen soll, in furzer Zeit und in reichster der großen Warenhäuser in nationaler, fittlicher und wirtschaftlicher Ausstattung erstehen wird. Hinsicht von höchstem Schaden nicht nur für unser Volt, sondern auch insbesondere für den Grundbesitz( 1) ist, so ist es für jeden Grundbefizer Pflicht, gegen die Ausbreitung der großen Warenhäuser und die Beteiligung an Rabatte und Konsumvereinen nach Kräften thätig zu sein. Der Grundbesitzerverein spricht feine bolle. Zustimmung zu den Bestrebungen des Centralvereins selbständiger Gewerbetreibender aus." Boll Mannesmut und Entrüstung werden nun diese braven Kämpen an die Arbeit gehen, um dem bösen Lindwurm, dem hiesigen Konsumverein, das Lebenslicht auszublasen. Doch andere zogen vor ihm aus, zu wagen den geDurch die waltigen Strauß, imb teinen sah man wiederkehren." Verhältnisse gezwungen, wird und muß auch in diesen Kreisen sich endlich die Erkenntnis Bahn brechen, daß der Kleinbetrieb in der großen Mehrzahl der Gewerbe überwunden ist und seine einstige Bebeutung verloren hat. 154 Aus den Nachbarorten. Eine feltsame Subhastation. Anfang vorigen Jahres entleibte sich der wegen Bigamie verhaftete Metallwaren- Fabrikant N. im Untersuchungsgefängniß. Er hinterließ ein Haus in der König grägerstraße und zwei ihm angetraute Frauen sowie eine Anzahl Kinder. Da gegen N. erst die gerichtliche Untersuchung eingeleitet war, so waren beide Ehen, als N. sich das Leben nahm, noch gültig, and beide Frauen, zu deren Gunsten der Fabrikant Hypotheken auf das Haus hatte eintragen lassen, betrachteten sich als die rechtmäßigen Befigerinnen des Gebäudes. Sie zogen mun, jede auf Die Parteigenoffen der Umgegend Berlins und insbesondere eigene Faust, die Mieten ein, blieben aber die Sypothetenzinsen die Mitglieder ber 2otalt ommissionen in den Wororten wollen gleichmäßig schuldig. Das ging etwa ein Jahr, bis die Gläubiger wvegen 7500 M. nichtbezahlter Zinsen Subhastation beantragten. beachten, daß Mitteilungen über 2okalangelegenheiten Vor einigen Tagen stand Termin vor dem Subhastationsrichter an, stets an Karl Scholz, Berlin SO., Wrangelſtr. 110, parterre, zu vor welchem die beiden Witwen N. erschienen und nur schwer aus- richten sind. Alle Zuschriften der erwähnten Art, welche uns direkt einander gehalten werden konnten, weil jede von ihnen als Frau N. zugehen, überweisen wir den genannten Parteigenossen zur Erdie Fragen des Richters auf sich bezog. Schließlich wurde das ledigung. Grundstück von einem der Hypothekengläubiger um 382 000 M. erstanden. Im Dienste schwer verunglückt ist am Freitagabend der 60 Jahre alte Bugbremser Karl Rösse aus der Lehrterstraße Nr. 51. Rösse begleitete einen Güterzug von Stendal nach Berlin. Beim Rangieren auf der Station Werneuchen trat er fehl und geriet vom Trittbrett mit dem rechten Unterschenkel zwischen zwei Buffer, die ihm das Bein zermalmten. Der Verunglückte wurde gestern nach Berlin in ein Krankenhaus gebracht. Den Tod auf den Schienen suchte und fand in der Nacht zum Sonnabend auf dem Bahnhof Alexanderplatz ein Mann, dessen Persön lichkeit noch nicht festgestellt werden konnte. Der Lebensmüde warf fich, als der letzte Vorortzug von Spandau her einlief, vor die Maschine und ließ sich überfahren. Der Kopf wurde ihm fast vom Rumpfe getrennt, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Zur Lokalliste. Das Wirtshaus zum Orante- See in HohenSchönhausen steht der Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht mehr zur Verfügung. Die Parteigenoffen wollen dies beachten. Die Lokalkommission. Schöneberg. Das Lotal Lindenpart, Hauptstr. 16, in welchem der Gastwirtsverein am 15. Juni sein Stiftungsfest feiert, steht der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung. Pankow. Wegen der Volksversammlung wird der Lese- Abend des Arbeiter- Bildungsvereins am Dienstag nicht abgehalten. Amtsvorsteher v. Oppen gegen den Gastwirt Schmauser. Die Parteigenossen und Arbeitervereine werden darauf aufmerksam gemacht, daß in Adlershof uns nur das eine Lokal des Herrn Schmauser zu Versammlungen zur Verfügung steht. Wegen der unausgesetzten Verfolgungen, die dieser Wirt von dem AmtsLeiden der 38 Jahre alte Klempner Ferdinand Schulze aus der Schul- Arbeiterschaft, ihn besonders thatkräftig durch Ausflüge ze. 3 An den Folgen eines feltenen Unfalles ist nach langem vorsteher v. Oppen zu ertragen hat, ist es Ehrenpflicht der straße Nr. 2 gestorben. Schulze hatte im Anfang vorigen Monats unterstügen. Es gilt zu zeigen, daß nicht der Amtsvorsteher, einen Dampfteffel gereinigt und dabei Petroleum benutzt. Als dann sondern die socialdemokratische Arbeiterschaft die stärkere Macht haus erlegen. bildet, Der Vertrauensmann. Für Für die Südliche Vorortbahnt, deren Eröffnung bereits am 1. Juli d. J. erfolgen soll, werden jetzt die letzten Arbeiten ausgeführt. Zwischen Schöneberg und Tempelhof werden augenblicklich, auf dem Bahnübergange( Anhalter Bahn) die wenigen hier noch fehlenden Trägermasten errichtet und auch in Briz werden die noch vorhandenen Lücken in der Anlage der oberirdischen Stromleitung, die bei der Südlichen Vorortbahn ausschließlich zur Verwendung gelangt, ausgefüllt. Die Südliche Vorortbahn nimmt von Schöneberg aus ihren Weg durch die dortige Tempelhoferstraße, geht dann über den Tempelhofer und Schöneberger Weg nach Tempelhof, durchschneidet hier die Dorfstraße in ihrer ganzen Ausdehnung und gelangt dann auf der sich öftlich daran schließenden Chauffee einerseits nach Nixvon Often nach Westen vollständig durchschnitten, worauf sich die Bahn am Teltower Kreiskrankenhause vorbei beim Buschkrug nach dorf und andererseits direkt nach Brig. Dieser Ort wird ebenfalls Norden wendet, die Rudower Chaussee entlang bis zum Ringbahnhof Rigdorf läuft und hier auf die Gleise der bereits elektrisch betriebenen Linie Rigdorf( Ringbahnhof)-Schönhauser Allee( Mingbahnhof) übergeht. ind der Kessel wieder benutzt wurde, leuchtete er, auf einer Leiter stehend, mit einem Streichholz hinein, um nach dem Wasserstande zu sehen, Aus Nixdorf. Plöglich irrsinnig geworden ist die Wittwe B. den er auch draußen am Glase hätte absehen können. Das Petroleum, aus der Jägerstraße. Nachdem die Frau ihre ärmliche WirtschaftsEine neue Haltestelle am Nordring zwischen Charlottenburg das beim Reinigen zurückgeblieben war und fich obenauf gesammelt einrichtung zum Teil zertrümmert hatte, holte die Nachbarschaft und Westend, die 86. der Stadt- und Ringbahn, soll in Aussicht gehatte, fing Feuer und eine starte Stichflamme brachte dem Unvor- Bolizei herbei, welche die Unglückliche nach einer Heilanstalt in und Westend, die 36. der Stadt- und Ringbahn, soll in Aussicht gefichtigen schwere Verlegungen bei. Diesen ist er jegt im Kranken- Schöneberg bringen ließ. In der Freitagnacht geriet ein junger nommen sein. Seit dem Bestehen der Stadt- und Ringbahn haben Mann auf der Straße mit einer Prostituierten Namens Chatelius fich die Haltestellen von 27 auf 35 vermehrt, am Fünfstationentarif su p in Differenzen. Blöglich tauchte deren Zuhälter auf, welcher auf ist indessen noch immer nichts geändert worden. den jungen Mann einen Revolverschuß abfeuerte und ihn leicht ber- Aus Adlershof wird uns berichtet: Der durch sein merklezte. Die Chatelius wurde durch einen dazukommenden Nacht würdiges Verhalten in dem Fischerschen Meineidsprozeß auch i wächter verhaftet, während der Zuhälter entfam. Beamte des weiteren Kreisen bekannt gewordene Gastwirt Schwabe in der Berliner Polizeipräsidiums sind gegenwärtig dabei, in Rixdorf Bismarckstraße hatte einen ins Unglück geratenen Arbeiter, der eine Mietsräume für die am 1. Ottober d. Js. in unserer Stadt zu er- Frau und drei Kinder sein eigen nennt, ermittieren lassen. Die richtenden Polizeiwachen auszuwählen. Eine Bestimmung über die wenigen Habseligkeiten des Armen waren auf den Hof gesetzt worden, anderweitige Stationierung der hiesigen Gendarmen ist bisher wo sie acht Tage lang, allen Witterungseinflüssen preisgegeben, umseltsamerweise noch nicht getroffen worden. Wegen schwerer Körperverlehung ist vorgestern nachmittag der 22 Jahre alte wohnungslose Arbeiter Ernst Bräse verhaftet worden. Dieser kam zu dem Arbeiter Paul Drahde, der in der Linienstraße 12 bei einer Frau Hohdorn wohnt, und verlangte von ihm 250 Mart, die er ihm einmal geborgt habe. Da Drahde von dem Manne niemals Geld bekommen hatte, so wies er das Anfinnen zurüd. Nun warf Bräfe eine Lampe nach ihm, ohne ihn jedoch zu treffen, und schlug ihm dann mit einer Bierflasche mehrere Löcher in herstanden. Der unglücklichen Familie war dann ein Nebenraum den Kopf. Der Verlegte nuußte in ein Strantenhaus gebracht werden. des Saales zugeteilt worden, der weder eine Thür noch eine KochBräse, ein wegen Straßenraubes schon vorbestrafter Mensch, wurde In der letzten Sihung der Brizer Gemeindevertretung gelegenheit aufwies. Obgleich nun der Gemeindevorsteher festgenommen. teilte Gemeindevorsteher Regling mit, daß der Regierungs- fich für die Miete verbürgt hatte und obgleich ferner die In einem hiesigen Hospiz verhaftet wurde der Angestellte präsident die Errichtung eines Pferdemarktes in Briz abgelehnt habe, Frant des Arbeiters jeden Tag ihre Niederkunft erwartet, eines Hamburger Handelshauses, der nach Unterschlagung von 4000 m. da der Charlottenburger Pferdemarkt bestehen bleibt und nur nach wollte Schwabe die Familie abermals auf die Straße setzen. Ineinem anderen Blaze verlegt werden soll. Die Vertretung behielt zwischen hatten aber die Parteigenossen am Orte von dem Elend in Begleitung seiner Geliebten geflüchtet war. sich weitere Beschlüsse in dieser Angelegenheit für die nächste Sigung vernommen. Zimächst wurde eine passende Wohnung besorgt und In der Nacht zu gestern stürzte die etwa 30jährige ledige vor. Die Allgemeine Elektricitätsgesellschaft teilt mit, daß ihr dann trugen etiva 40 Arbeiter die wenigen Habfeligkeiten der UnArbeiterin Anna Worch aus dem Fenster der im vierten Stod Wert„ Oberspree" mit allen Rechten und Pflichten auf die Berliner glücklichen nach dem neuen Heim; eine richtige Möbelpolonaise beWendenstr. 4 gelegenen Wohnung ihrer Eltern. Der im selben Hause Elektricitätswerke übergegangen ist. Die Vertretung erklärte sich das wegte sich durch die Straße. Für Herrn Schwabe ist die Angelegenwohnende Milchhändler Lange fand sie gegen 4 Uhr, nur mit dem mit einverstanden, daß letztere Gesellschaft in den Vertrag eintritt, heit übrigens noch nicht erledigt, denn man hat sowohl eine SchadenHemd bekleidet, auf dem Trottoir liegen. Er benachrichtigte die den die Gemeinde mit der Allgemeinen Elektricitätsgesellschaft ab- erfaßklage wie auch eine Antlage wegen thätlicher Beleidigung der Sanitätswache im Görliger Bahnhof und den im Hause Wenden geschlossen hat. Eine Erweiterung der elektrischen Leitung in der Arbeiterfrau gegen ihn eingeleitet. straße 4 wohnenden Arzt Dr. Engel, welcher ihren Transport Rudowerstraße wird genehmigt. Ferner wird der Postverwaltung die nach dem Krankenhaus Bethanien veranlaßte. Außer mehreren Legung unterirdischer Leitungen in genannter Straße gestattet. Knochenbrüchen hatte das Mädchen sich auch eine Gehirnerschütterung Der neu einzurichtende Wochenmarkt wird dem Generalpächter und schwere innere Verlegungen zugezogen. Nochmals zum Bewußt: Albrecht für einen Jahresbetrag von 1000 m. verpachtet. fein gelangt, stellte sie den gemutmaßten Selbstmordversuch in Ab- dem neuen Gaswerk, welches die Firma Karl Frande- Bremen demrede, sie will vielmehr das Opfer eines Traumes geworden sein. nächst in Brig errichtet, wird sich die Gemeinde mit 200 M. be- Roggen Sie habe auf dem Fenster stehend, die Marquise Hochziehen wollen teiligen. Genoffe Jenner warnte entschieden vor einer Beteiligung, Futter- Gerste und sei dabei herabgefallen. Nach etwa 3 Stunden erlöste sie der da eine Rentabilität des Unternehmens fraglich sei, wurde aber In die Schuldeputation wurden als Mitglieder der überstimmt. Tod von ihren Leiden. Gemeindevertretung die Gemeindevertreter Wendt und Dittrich In einer Waschwanne ertrunken ist gestern nachmittag das gewählt. Als Schiedsmanns- Stellvertreter wurde Gemeindevertreter anderthalbjährige Töchterchen Dora des Mustkers Matthes aus der Schuster, als Armenkommissar Töpfermeister Lüdke gewählt. Pücklerstr. 49. Frau Matthes ging gegen 41/2 Uhr zum Abendbrot Ein Nachtragsvertrag mit der Südlichen Vorortbahn wurde einer Komeinholen und ließ ihren dreijährigen Sohn Georg und die kleine mission zur Vorberatung überwiesen, welcher auch Genosse Jenner insen Dora allein zu Hause. Als sie nach kaum 10 Minuten zurückkehrte, angehört. Sid di Kartoffeln, neue Tag die Kleine mit dem Kopfe, den Händen und dem halben OberEin dreifter Diebstahlsversuch wurde gestern in der dritten förper in einer kleinen Waschwanne, die in der Küche auf dem Fuß- Morgenstunde vereitelt. Um diese Zeit bemerkten einige Arbeiter, boden stand und etwas Wäsche und kaltes Wasser enthielt. Das sind wie ein nach Berlin fahrender Gemüsewagen durch das von der lag mit dem Gesicht nach unten und war bereits tot. Der Knabe, elektrischen Oberleitung herabhängende Drahtende am Weiterfahren der fich in der Stube befand, kann nicht sagen, wie das Unglüd ge- verhindert war. Es ergab sich, daß die Drähte der Leitung von schehen ist. Dieben abgeschnitten waren; die Gauner hatten etwa sechs Centner Kupferdraht losgelöst, als sie von einem Wächter bei der Arbeit überrascht wurden. Leider war es nicht möglich, die Burschen bei ihrer Flucht auf die benachbarten Felder einzufangen. Aus dem Landwehrkanal gelandet worden ist der 87 Jahre alte Kutscher Albert Strehlow, dessen Aufenthalt seit längerer Zeit nicht mehr bekannt war. An *) Wetzelt Marktpreise von Berlin am 9. Juni 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. 16,30 15,- Schweinefleisch 1kg 1,60 1,10 15, 13,80 Kalbfleisch 13,30 12,90 Sammelfleisch Safer gut " mittel gering Nichtstroh Heit †) Erbsen + Speisebohnen " 15,60 15,10 Butter 15,- 14,50 Gier 14,40 14, Sarpfen 3,82 3,32 Male 6,60 4,20 Sander 40, 25,- Sechte 50, 25,- Bariche " 70, 30, Schleie 6, 4,- Bleie 1,60 1,20 Strebse 1,20 1, Rindfleisch, Steule 1 kg do. Bauch " 1,80 1, 1,60 1, 2,40 2, 60 Stüc 3,60 2,20 1 kg 1,80 1,20 2,80 1,40 2,60 1,20 " 2,20 1,20 1,60 0,80 2,80 1,20 " 1,20 0,80 per Schock 12,-2,50 *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt schaftskammer Notierungsstelle- und umgerechnet vour Polizeipräsidium für den Doppel- Gentner. +) Kleinhandelspreise. Produktenmartt vom 10. Junt. Weizen verlor bei schwachem umfaz ca. 1 M. Roggen schließt wie gestern. Mais und Safer blieben Die Tendenz des Spiritus fest. Rübol unverändert gegen gestern. marites war auf geringe Lokozufuhr feft. Angeboten waren nur 23 000 Liter 70er Ware, die mit 40 üft,(+ 0,20 M) gehandelt Wurden. 60er Spiritus nicht zugeführt. Termine fest und um 20 Pf. höher. Kartoffelfabrilate. Berlin, 10. Juni. Feuchte itartoffelstärle per 100 Kg.— M. Prima trockene Kartoffelstärke per 100 Kg. 20,30 M., do. Supra 21,00 M.. Prima Kartoffelmehl per 100 Kg. 20,30 M., do. Supra 21.00 M. Slädtischer Schlachtviehmarkt. Zum Verkauf standen: 4488 Rinder, 1684 Kälber, 9688 Schafe, K8S8 Schweine. Das Rindergeschäst wickelte sich ruhig ab, es bleibt etwas Ucbevflnnb. Der Kälbcrhandel gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen war der Äeschästsgang glatt, es wird wohl aus- verkauft. Der Schweinemarkt verlies ziemlich glatt und wird geräumt. Fette Ware blieb vernachlässigt. GeviMs�Ävitung. Die Leidensgeschichte eines Kindes, deren Einzelheiten in der Darstellung der Anklage wie das Kapitel eines Schauerromans klingen, kam gestern vor der 2. Strafkammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichts-Direktors Kaller zur Verhandlung. Die Anklage vertrat Staatsanivall C a s p e r, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. D a v i d s o h n. Angeklagt war die jetzt 4öjährige Anna Bischof geb. Haack aus Charlotten- bürg; sie wurde beschuldigt, in Berlin und Charlottcnbnrg vom Jahre 1804 an ihre Stiefkinder Ida und Anna mißhandelt zu haben und zwar in einer das Leben gefährdenden Behandlung und mittels gefährlicher Werkzeuge. Seit dem Jahre 1803 ist sie mit dem Putzer Wilh. Bischof, dessen erste Frau 1802 verstorben war, verheiratet. Bischof brachte aus erster Ehe drei Kinder mit in die Che: die 1887 geborene Ida, die 1885 geborene Anna und die schon im Jahre 1808 verstorbene, im Jahre 1801 geborene Ger- tnid.— Nach der Anklage soll die Angeklagte ihr Züchtigunqsrccht in erheblichster Weise überschritten haben. Von Anfang an soll sie keine Neigung zu den Kindern bewiesen und mehrfach geäußert haben: es wäre ihr lieb, wenn ihr die Kinder abgenommen würden. Die Kinder selbst werden als ortig, bescheiden und wahrheitsliebend geschildert; sie sollen sich auch allgemeiner Beliebtheit erfreut haben. Wie behauptet wird, soll die Angeklagte die.lkinder jeden Morgen schon um 0 Uhr ans dem Bette getrieben und sofort mit häuslichen Arbeite» belastet haben, die Kinder durften nie spielen, und die Angeklagte soll ihnen auch jeglichen Verkehr verboten haben. Als die Eltern noch in der Ramlerstraße 10 wohnten, soll den Kindern den zumeist der Klose ttranm als Aufenthalt angewiesen Ivorden sein und die Ernährung viel zu wünschen übrig gelassen haben, t�ur Schule sollen sie nichts zu essen mit- bekommen haben, so daß die Mitschülerinnen ihnen von ihrem Frühstück abgaben und sogar ihre Eltern baten, ihnen für die Kinder Brot mitzugeben. In einzelne» Fällen soll das ihnen von der Sticsinutler mitgegebene Brot mindestens schon 4 Tage alt, gänzlich vertrocknet und ungeschmiert gewesen sei, so daß die Lehrerin der Kinder sogar einmal der Angeklagten Vorstellungen darüber machte. Auch die Nachbarinnen sollen die Kinder wiederholt gesättigt haben. Auch in gesundheitlicher Beziehung soll sie die Kinder sehr � vernachlässigt haben. Ihre Tochter Ida soll sie, mit großen Geschwüren am Kopf, unverbunden haben herum- laufen lassen, so daß auch hier wieder die Lehrerin intervenierte. Wie behauptet wird, soll sie gelegentlich geäußert haben: Ach, das Kind muß ja doch sterben, es leidet wie ihre Mutter, an der Schwindsucht I Ferner sollen die Kinder im Winter ohne Decke lang ausgestreckt haben liegen müssen, und wenn sie die Beine anziehen wollten, sollen sie von der Stiefmutter geschlagen Ivorden sein. Auch soll sie dieselben selbst im Winter mit eiskaltem Wasser Übergossen haben. Otohe und ungeheure Mißhandlungen sollen an der Tagesordnung gewesen und am Körper der Kinder oft Hautabschürfungen und dicke Striemen bemerkt worden sein. Damit ihr Jammern nicht gehört werden konnte, soll sie den Kopf der Kinder bei dem Schlagen zwischen die Beine nommen haben. Zum Schlagen sollen dicke Stocke, Feuerhaken, Töpfe ec. benutzt worden sein. Die klage erwähnt auch einen Vorfall, bei welchem die gckiagte die Tochter Anna, welche sich die Nase etwa? laut schnäuzte, mit der Faust so in das Gesicht geschlagen haben soll, daß die Nasenscheidewand gebrochen»st. Infolge dieser Bc- Handlung sind die Mädchen so weit gekommen, daß sie sich das Leben nehmen wollten. Die Tochter Ida hat sich denn auch am 12. März 1803 aus einem Fenster der elterlichen Wohnung auf die Straße hinaus gestürzt und ist unten tot liegen geblieben. Die zwölfjährige Anna hat sich am 8. Oktober 1898 am Schisibauerdamm in die Spree gestürzt. Sie ist gerettet und nach der Ehams geschafft worden; sie hat dort bloß gebeten, sie nicht wiederzurMutterzurückzu bringen. — Die Angeklagte bestritt alle ihr gemachten Vorwürfe und be- hauptete, daß sie die Kinder zwar sireng, aber durchaus nicht roh behandelt habe. Warum Ida vom Balkon sich auf die Straße hinausgestürzt Hobe, wisse sie nicht, sie glaube aber, daß dieS wohl aus Scham geschehen sei, weil ihre Mitschülcrinnc» wegen ihres kranken Zustandes mit ihr nicht mehr gehen wollten.— Die Hauptzeugin, die jetzt dreizehn- jährige Stieftochter der Angeklagten, Anna, erzählte ihre Mutter fortkommen würdest. Sterben wolltest Du wohl noch gar nicht?— Anna: Ja, sterben wollte ich auch schon.— Im iveiteren Verlaufe des Verhörs behauptete das Mädchen auch noch, daß sie sich eigentlich mit der Schwester Ida zusammen von dem Balkon herabstürzen wollte, aber durch das Hinzukommen der Mutter daran verhindert worden sei.— Der 3Sjährige Ehemann der Angeklagten bekundete, daß seine Frau die Kinder zwar streng be- handelt, ihr aber alles, was ihnen zukam, gewährt habe.I Ein Lehrer und zwei Lehrerinnen, bei denen die beiden Bischofschen Mädchen unterrichtet wurden, geben diesen das allerbeste Zeugnis als fleißig, artig und ordentlich. Eine Lehrerin hat längere Zeit beobachtet, daß die Kinder immer nur zwei ganz vertrocknete, unzureichende Schnitte als Frühstück mitbekamen. Sie haben schließlich der Mutter Vor- Haltungen darüber gemacht. Auch darüber, daß die Ida Bischof immer mit großen unverbundenen Geschwüren am Arm herum- laufen mußte, habe sie der Mutter ernste Vorhaltungen ge- macht, diese aber habe geantwortet:„Sterben muß sie ja doch, denn sie hat die Krankheit ihrer Mutter I" Wenn ein Ausflug nach dem Zoologischen Garten gemacht wurde, habe die Angeklagte auch diese? Vergnügen den Kindern verboten, obgleich� das Geld von anderer Seite aufgebracht worden war.— Einige Zeuginnen be- künden, daß die Angeklagte die Stiefkinder in stark verwahrlostem Zustande übernommen habe. Verschiedene Zeugen, welche Wand an Wand mit den Bischofschen Eheleuten wohnten, haben von Miß- Handlungen der Kinder weder etwas gehört noch gesehen. Der Gerichtshof konnte sich der Anschauung, daß eine einzige fortgesetzte selbständige Handlung vorliege, nicht anschließe». Die Aussage der Anna Bischof könne nur insoweit in Betracht kommen, als sie von anderen Zeugen bestätigt worden fei. Dagegen sei die Angcgcklagte in zwei Fällen der schweren Körperverletzung, begangen gegen die verstorbene Ida Bischof, für schuldig befunden und hierfür zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auch ei» Ordiumgskanvpf. Der Turnverein„Eiche" in Köpenick hatte beim dortigen M'agistrat beantragt, er solle ihni eine der beiden städtischen Turnhallen für zwei oder drei Abende in der Woche überlassen. Der Vorstand des Vereins wies darauf ge- der An- An- Leidensgeschichte mit ziemlicher in manchen Punkten weniger die Anklage. Sie behauptete, Offenheit und doch auch wieder zu Ungunsten der Mutter, wie daß ihr verstorbenes Schwesterchen Trudchen an dem Tage, an welchem sie starb, von der Mutter mit einem Topfe geschlagen worden sei. Trudchen habe die Krämpfe bekommen, die Mutter habe sie den ganzen Tag liegen lassen und dann sei daS Schwesterchen g e- storben. Die Angeklagte bestritt auch dies und behauptete, daß das Kind am Brechdurchfall gestorben sei. DieS wurde vom behandelnden Arzte Dr. Hirschfeld bestätigt.— Nach den weiteren Bekundungen der kleinen Zeugin soll die Angeklagte den Kindern im Winter gegen 4 Uhr morgen« die Decke weggezogen haben, so daß sie fast nackt dalagen; ferner habe die Mutter ihnen auch im Winter, wenn sie sie Sonnabends wusch, mehrere Töpfe eiskalten Wassers über den Körper gegoffen. Sie sei viel geschlagen worden, oft habe sie auch Schläge mit einem Handfeger über die Knöchel erhalten. Ihre eingeschlagene Nase stamme von einem Faustschlage der Mutter her. Ter Arzt Dr. Fricdläuder, der das Mädchen s. Z. behandelte, erklärte es für sehr unwahrscheinlich, daß die Nasenoerletzung durch einen Faust- schlag verursacht sein könne.— Weiter erzählte, die Zeugin, daß sie und ihre verstorbene Schwester aus Angst vor der Stiefmutter ihrem Vater von ihrer schlechten Bchaiidlung nichts gesagt haben, aber wiederholt schon miteinander darüber gesprochen hätten, daß sie ein solches Leben nicht mehr ertragen könntcni Schon als die Eltern noch in der Ramlerstraße wohnten, habe sie sich mit ihrer Schwester Ida einmal aus dem Fenster stürzen wollen. Die Schwester Ida habe auch schon einmal Salmiak getrunken. An deni Tage, als sich die Ida ans die «traße hinabgestürzt, habe sie wieder Prügel von der Mutter bekommen und schon gleich gesagt, daß sie sich das Leben nehmen werde; wenn sie tot sei, sollte die Schwester nur alles dem Vater erzählen. Bald darauf habe sich die Ida vom Balkon auf die Straße hinabgestürzt.— Präs.: Nun hast Du Dir auch einmal das Leben nehmen wollen. Warum hast Du denn das gcthan?— Anna: Ich habe mich um meine Schwester gegrämt und immer so viel Schläge von der Mutter bekommen.— Präs.: Du bist nach dem Schiffbauerdamm gegangen, hast Dich ins Wasser gestürzt, bist dann von einem Schiffer gerettet und von einem Schutzmann nach der Charitö gebracht worden.— Anna: Ja, das ist wahr.— Präs.: Du sollst nun aber, wie behauptet wird, gar nicht ernstlich Dir haben das Leben nehmen wollen. Du sollst später zu andern Kindern, die Dich fragten, ob Du gar keme Angst gehabt, als Du ins Wasser gingst, gesagt haben:„Ach, ich habe ja Obacht gegeben, daß Schiffer in der Nähe waren I"—Anna: Ja, als ich ins Wasser sprang, habe ich gesehen, daß Schiffer von ferne kamen.— Präs.: Dachtest Du, sie würden Dich retten?— Anna: Ja, das dachte ich.— Präsident: Ja, warum bist Du dann überhaupt erst in? Wasser gegangen?—«nna: Au« Furcht, denn ich dachte, ich würde e« noch schlechter bei der Mutter haben.— Präs.: Du dachtet also wohl, daß Du auf diese Weise von der hin, daß städttsche stellt Hab« Magistrat Turnhalle"in abe. Der eine »e- init zwei anderen Vereinen die der AmtSstraße zur Verftigung Magisttat lehnte in Ucbereinstimmung der Städtverordncten-Vcrsamnilung den Antrag ab, worauf der Vor- stand die Klage beim Bezirksausschuß erhob. In der Klagebeant- wortung behauptete der Magistrat, die Mitglieder des Vereins seien Socialdrmokraten. Ferner machte er geltend, daß die Turn- Halle in der Amtsstrahe abends besetzt sei und daß in der andern keine Beleuchtungseinrichtuugen vorhanden wären. Aiich würden bei der großen Mitgliederzahl— 15V etwa— die Turngeräte zu sehr abgenutzt. Der Bezirksausschuß wies die Klage ab. Gegen diese Entscheidung legte Rechtsanwalt Herzfeld für den Turnverein die Bernfnng ein. Er betonte vor dem Ober- Verwaltungsgericht, daß die Turnhallen in Köpenick öffentliche Gemeindeanstalten im Sinne des 8 4 der Städteordnung seien. Ihre Benutzung könnte des- halb dem Kläger nicht versagt werden, da Platz vorhanden sei und der Verein alle Bedingungen erfüllen wolle. Der Verein verfolge keine socialdcmokratischcn Tendenzen, er wolle lediglich die Turnerei pflegen. Im übrigen kciinzelchne sich bnS Verhalten des Magistrats ihm gegenüber als Willkür. Der Köpemcker Turnerschaft sei die Mitbemitzung der Turnhalle in der AmtSstraße gestattet worden., obwohl ihr Gesuch später eingereicht worden sei, als das des Klägers. Die Turnhallen seien für Schul- zwecke errichtet, die Gemeindebehörden hätten freie Hand, ob sie die Turnhallen, soweit sie für Schulzwecke nicht verwendet würden, beliebigen Personen uberlliffen wollten. Es wäre möglich, daß man sich mit Erfolg an die Kommunal-Aufstchtsbehörde wenden könne, wenn eine Gemeinde willkürlich über ihr Eigentum verfüge, jeden- falls sei es nicht im Wege des Vcrwalttmgs-Stteitvcrfahrens möglich. Die diesjährige Maifeier' wird noch ein bedauerliches Nach- spiel vor Gericht haben. Am 1. Mai kam es in der Warschauerstraße zwischen feiernden Maurern und arbeitenden Steinsetzern zu Aus- schreitungen. Zwei der letzteren, welche sich während der Nach- Mittagspause in einer Schaukwittschaft aufhielten, wurden hier von mehreren Maurern beleidigt, ivcil sie den ersten Mai nicht feierte». Der Wirt wies den Maurern die Thür. Diese holten sich Hilfe und als die Steinsetzer wieder bei ihrer Arbeit waren, wurden sie mit Scheltworten bedacht. Es kam zu einer ge- wältigen Schlägerei, bei �dcr allerlei gefährliche Werkzeuge zur Anwendung kamen. Verschiedene der Beteiligten erhielten Verletzungen. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen_ vor. ES wurde gegen die Festgenommenen Anklage wegen gemeinschaftlicher schwerer Körperverletzung erhoben, im Laufe der Voruntersuchung traten aber Umstände zu Tage, welche für den Thatbestand des schwereren Bergchens; des Landfriedensbruchs, sprachen. Es iverden sich dieserhalb, voraussichtlich noch vor den Ferien, die sechs Maurer G o I z e, D i t t b e r n e r, H e i m a n n, zk o n i e s c n h, M a d l und Heinrich, die von den Rechtsamvälten Dr. Bonk und Dr. Tchwindt verteidigt werden, vor dem Schwurgericht des Land- gcrichts I zu Verantivorten habeu. Ein ländliches Familiciiidhll. Die Sttnfkammer in W o 1 1- stein hat am 27. März den Eigentümer Gustav N e I d n e r in Podgradowitz wegen Aufforderung zur Begehung eines M o r des zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. Ncldner hatte von dem Eigentümer M. dessen Wirtschaft übernommen und sich verpflichtet, diesem ein Ausgedinge zu gewähren. Da ihm der alte M. lästig war, suchte sich Ncldner seiner zu entledigen. Er setzte sich mit dem Ziegeleiarbeitcr H. in Verbindung und äußerte zu- nächst, er würde gern 150 M. zahlen, wenn jemandem, der auf seinem Grundstücke verkehre, eimnal gründlich die Jacke voll- ochnucn werde. H. meinte daraus, daß sei doch gesähr- sich, da mau selbst verbauen und a»lch angezeigt werden könne. Nun wurde Ncldner deutlicher. Er sagte, man niüsse dem Bettcffen- den nur gleich so viel geben, daß er genug habe. Dann forderte er H. auf, zu ihm zu ziehen, und suchte ihm klar zu machen, daß die Sache ganz unbedenklich sei. Wenn der Alte abends auf den tlbttitt gehe, so brauche nur jemand ihm schnell eine Schlinge über d e n K o p f zuwerfen und aufzuhängen; jeder» niaun werde dann glauben, der Mann habe sich erhängt. Für die Ausführung der That versprach Ncldner dem H., der scheinbar darauf einging, 300 M. H. erstattete indessen Anzeige.— Die Revision des Angeklagten suchte gestern vor dem Ol e i ch s- gericht darznthun, daß eS sich nicht um eine ernstliche Auf- t�rderung zum Meuchelmord gehandelt habe, da Neldncr nicht einmal den Nanien des zu Ermordenden dem H, genannt habe.— Das Reichsgericht erkannte jedoch ans Verwerfung der Revision. Verittipchkos. Fabrikbrand. Ein großer Teil der Maschinenfabrik, Metall- und Eisengießerei Aich. Langensiepen in Buckau bei Magdeburg ist in der Nacht zum Sonnabend niedergebrannt. Die Gießerei, das Modellager und der Raum für fertiggestellte Arbeiten sind zerstört; das Wohnhaus und das Komtoirgebäude sind erhalten geblieben. Ueber eine Mißhandlung mit tötlichem Ausgang, die ein katholischerPfarreran einem Schulknaben vollzogen haben soll, weiß die„Lothr. Bürgerztg.", der wir die Verantwortung für den nachstehend geschilderten Vorgang überlassen müssen, aus Fl eis-, heim in Lothringen berichten:„Der Pfarrer Josef G o u st richtete in der Religionsstunde den 10 Jahre alten Josef Bariset mit einem L a t t e n st ü ck dermaßen zu. daß die Mißhandlungen den Tod des Kleinen zur Folge hatte. Der Knabe verschied am Freitag vor Pfingsten, nachdem er zwei Tage vor dem Tode noch die Sehkraft verloren hatte. Man versuchte zuerst, die Sache zu vertuschen; doch alsbald schritt der Staatsanwalt ein, der von dem Vorkommnis Wind bekommen hatte und ordnete die Untersuchung an. Auch hatten die Eltern des unglücklichen Knaben sich standhaft geweigert, denselben beerdigen lassen, bevor die Leiche gerichtlich untersucht war. So kam es denn, daß da? Begräbnis erst' am fünften Tage nach dem Tode stattfinden konnte. Der Fall erregt begreiflicherweise gewaltiges Anstehen." Schiffsungliick. Auf der Fahrt von England nach Frederikshavn versank der norwegische Dampfer„Bergliot" in der Nordsee. Ein deutscher Fischdampfer rettete die Besatzung, 13 Mann. Die„Bergliot" war vor der Katastrophe durch Aufstoßen leck geworden. Ueber Madrid ist am Freitag ein heftiges Unwetter, be- gleitet von Hagelschlag niedergegangen. Zahlreiche Unfälle sind vorgekommen,'mehrere Sttaßen sind überschwemmt, ebenso mich das Telegraphenamt. Die meisten Telephondrähte sind acrtssen, es gab viele Verwundete und mehrere Tote. Der Konferenz- saal im Senat steht ebenfalls unter Wasser. Die Köniain-Witive Ivnrde auf ihrem Spaziergang von dein Unwetter überrascht, entkam jedoch ohne den geringsten Unfall. Die Wirkungen deS Hagelschlags waren furchtbar. Einzelne Schloffen wogen vierzehn Unzen. Im Senatspalast wurden für 10 000 Pesetas Fensterscheiben zertrümmert, im königlichen Palaste Hunderte bon Tauben getötet. Große Haufen Eis liegen ans den Straßen, die Bäume sind blätter- los. Der Schaden' bcläuft sich auf viele Millionen. Die Bahnzüge konnten nicht fahren, die Zeitungen nicht er- scheinen. Hunderte sind verwundet.— DaS Dorf San Pedro bei Valladolid wurde durch eine Wasserhose zerstört, viele Personen wurden getötet. Auch in San Pedro de Alarce(Provinz Valladolid) herrschte heftiger Stunn, der große Verheerungen_ anrichtete. 150 Häuser wurden zerstört, viele Personen getötet. Bis jetzt sind 10 Leichen aus den Trümmern hervorgezogen worden. In Malta ist dem französischen Dampfer„San Jean", der mehrere Hundert Jerusalem- Pilger an Bord hat, die Einfahrt in den Hafen verboten worden, weil er in Alexandrien angelaufen war, Infolge der außerordentlichen Zunahme deS Radfahrens hat die Statthalterei für Tirol und Vorarlberg zur Sicherung des allgemeinen Verkehrs sowohl als auch zur Sicherung des all- gemeinen Verkehrs einige gefährliche Stellen der tirolischen Berg- straßen Radfahrvcrbote erlassen. So ist das Radfahren durch die Stadt Klausen, die nur eine einzige, sehr enge�Straße hat, verboten; ebenso besteht ein solches Verbot für die serpentinenreiche Strecke der Stilfscrjochstrahe von Ferdinandshöhe bis herab nacki Trafoi, und ncncstcns wurde min die durch mancherlei Unglücksfälle be- sonders berüchtigte Scharnitzer Straßenstrecke über den Zirler Berg, vom sogenaniitcu Gehsteig bis Unland und dann von der„Schönen Aussicht" in Reith bis herab in das Dorf Zirl für Radfahrer ge- sperrt, so daß auf diesen Strecken die Thalfahrt bei einer Strafe von 1—100 Gulden oder 0 Stunden bis 14 Tagen Arrest ver- boten ist. Tie Stadt Aberdeen ist durch Enthüllungen über die Ver- waltung des dortigen als Pribatunternehmen betriebenen Fried- Hofes in entsctznngsvolle Aufregung geraten. Seit geraumer Zeit sind nämlich, um Platz für neue Bestattungen zu schaffen, frische oder halbverweste Leichen aus den Gräbern genommen und zum Teil ver- brannt, zum Teil in Gruben verscharrt, teilweise aber auch Wochen- lang in einem Schuppen aufbewahrt worden, bis der unerttägliche Geruch jede Annäherung der Friedhofsarbeiter an denselben verbot. Namentlich wurde» die Leichen Fremder, auswärts Wohnender und Reffender dieser rohen Scbändung unterworfen, da in ihrem Falle die Gefahr nicht vorlag, daß Verwandte oder Freunde der Verstorbenen von ihrer Entserimng Kenntnis nahmen. Nichtsdestoweniger ist durcki Zufall ein Fall bekannt geworden, in dem der Sarg ausgegraben wurde, nachdem die Hinterbliebenen kaum den Friedhof verlassen hatten, und dies führte zur Anzeige bei der Polizei. Der ganze Friedhof wird jetzt behördlich mitersucht, um den Umfang des Skandals festzustellen. Als grauenhaftes Detail der im Laufe der Jahre vorgekommenen Unregelmäßigkeiten mag noch angeführt werden, daß Schmucksachen, die mit Leichen zusammen begraben worden, von den Fricdhofbeamten hervorgeholt und verkauft wurden, ja bereits ist ein Fall bekannt geworden, in dem einer Leiche, die wieder ausgegraben worden, das falsche Gebiß entnommen und zu London verkauft wurde. Wltternugsübersicht vom 10. Juni 1800, morgcuS 8 Uhr. Metter-Prognose für Sonntag, den II. Juni 1890. Ziemlich heiter, am Tage etwas warmer, bei schwachen nordöstlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Ständiges Repertoire. Neue? Könial. Opern, Theater: Alle Abende außer Montag, Donnerstag und Freitag: Die Fledermaus.- Residenz-Theater: Der Schlaswagen-Eonttoleur und Zum Einsiedler.— Urania- Theater, Taubenstrabe 43/49. Das Land der Fjorde.— Metropol-Theater: Berlin lacht.— Tentral-Theater: Waldmeister. � Ostend-Earl Weib-Theater- Sonntag biS Dienstag: Di« rot« Mühl«. Mittwoch bis Sonntag: Die Memoiren des Satans.-- Friedrich- Wilhelm städtisch es Der Nachtomnibus- Eontroleur.— Aiexanderplatz- Theater: Nana. Sonntag, II. Juni. Deutsches Theater: Die versunkene Glocke.— Schiller- Theater: Viel Theater: Nachmittags- Vorstellungen. Lärm um nicht«. Briefkasten der Redaktion. 3. Nein. 4. 2. Durch 1 erledigt. Giebt e8 nicht. Grund zur Auflösung des Vertrags. Ist fein schriftlicher Vertrag vereinbart,[ 1. Nein. E. W. O. 46. Wenden Sie sich direkt an die Waisendirektion. so gilt der Vertrag, falls die Miete mehr als 50 Thaler beträgt, auf ein Jahr. Emdener. Nein: er muß zur Wahlberechtigung für die Stadtverord: C. P. 101. 1. Ja. 2. Ein halbes Jahr bis 3 Jahre. 3. Ja. 4. Ja.. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und netenwahl eine eigene Wohnung haben. Eine solche ist auch ein möbliertes Freiheit. Sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde gelegentlich vor. Freitags abends von 7 bis 8½ 11hr abgehalten. Zimmer, nicht aber eine Schlafftelle. S. 2. Von der Anschaffung des Alter Abonnent 100. Sie müssen der Firma ausdrücklich mitteilen, daß Buches ist abzuraten. Es ist der Preis ein enormer, der Inhalt mangelhaft. Sie Annahme und Zahlung für die Zukunft ablehnen, wenn nicht spätestens Für die Vergangenheit muß Zahlung geleistet Alle Bücher, die bislang über das Bürgerliche Gesetzbuch erschienen sind, am... geliefert wird. Teutsch. Klagen Sie die Provision ein, die Sie bis zum E. R. J. 8. März find für Arbeiter faft wertlos, zumal die Ausführungsgefeße nicht berücksichtigt werden. find. Bor Oktober fann ein praktisch brauchbares Buch hierüber nicht erscheinen. 1. Oktober voraussichtlich hätten verdienen fönnen. Wilsnackerstr. 35. Leider unterliegen Unfälle, die auf dem Wege zum bis 22. Mai. A. S., Swinemünderstraße. Die Rente wird zum Unschuldig. sonstigen Einkommen zugezählt und danach die Steuerpflicht berechnet. Betrieb sich ereignen, nicht der Unfallgesetzgebung. 2. M, Ihre Frage ist unverständlich. Lischke. Wenn in Ihrem Vertrage die Klausel steht, daß Sie bauliche Menderungen sich gefallen lassen müssen: ja, sonst nein. 2. 1000. Der Vorgänger haftet dem Wirt gegenüber für die Miete, wenn nicht das Gegen teil ausdrücklich vereinbart ist. Der schlechte Gang des Geschäfts ist kein 1 Warenhaus A.Wertheim. Berlin, Leipzigerstr. 132/33. Versand- Abteilung Proben und Preislisten portofrel. Rosenthalerstr. 27/29, 54/55. Oranienstr. 53/54. Glas, Porzellan, Wirtschafts- Artikel. Bierbecher 6, 8 und 12 Pf." Bierbecher mit Bordüre 18 Pf. Gazedeckel 20, 23, 25, 30, 32 und 35 Pf. Gazeschränke 6, 25, 7,50, 8,75 und 10 Mk. Bierbecher mit Goldrand und Ansichten von Berlin 45 Pf. Brotkasten 1,80, 2, 10, 2, 55, 3,25 Mk. mit Metallschraubverschluss Seltersbecher, farbig Eisglas 15 Pf. Tabletts, ca. 45 cm lang 1,10 Mk., ca. 50 cm lang 1,35 Mk. Taschenflaschen 15, 18, 25, 33 P. Etagèren mit blau dekorierten Porzellan- Tonnen 2,85 M. Milchsatten, ca. 1/2 Liter Inhalt 7 Pf. Waagen mit emailliertem Zifferblatt 3,85 a. 4,65 Mk. Sicherheitskochteller, Asbest, 20 Pf. Gurkenhobeln 30, 45, 50 und 65 PL. Kompotteller, gepresst 5, 7 Pf., geshliffen 25, 35 Pf. Käseglocken, geschliffen 55 Pf. Zitronenpressen mit Ausguss 18 Pf. Kindertassen, bunt dekoriert 10 Pf. Satztöpfe, 3 Stück, bunt 48 Pf. Milchtöpfe, grosse Form, bunt 22 PL Kaffeeservices,& Teile 1,65 Mk. Kaffeeservices, 9 Teile, für 6 Personen 2,50 ML. Tassen, dünnes Porzellan, feine Dekoration 30 Pf. Dessertteller, weis 8 PL Kompotteller, weiss 6 Pt. Gieskannen 38, 48, 60, 80, 95 P. und 1,25 M. Grätenteller, weiss 5 60 and 85 PL. Weissbier- Pokale, geschliffen, Butterdosen, 25 gepresst Pf., geschliffen 65 Pr. PL Dessertteller, Porzellan bunt 10 Pf. Speiseteller, Porzellan weiss, nach 10 PL Eisschränke 26,50, 37,50 und 45 Mk., mit Butterkasten 35, 46,50 und 54 Mk. 300 Mark Belohnung! zahle ich demjenigen, der mir nach, weist, wer die unwahren Gerüchte über meine Firma und mich persön lich verbreitet, und zwar so, daß ich denselben gerichtlich belangen kann. 89/1 Carl Robert Müller, Goldschmied, Maaßenstraße Nr. 20. +++ Das größte Leid, unfehlbar sicherer Tod widerfährt allen Wanzen nebst der ganzen Brut durch die altbewährte Chemifer Sünderhaufs WanzenvernichtungsEffenz ,, Furedol"( gef. ge schüßt). Einzig mögliche Ausrottung u. gänzliche Vernichtung. Garantie für radikalen Erfolg. Viele glänzende Anerkennungen. Einzig u. allein zu haben bei Paul Sünderhauf& Co., Berlin NO., Gr. Frankfurterstr. 59, Ecke Markusstraße, in Fl. à 0,50, 1,00, 1,50, 3,00 u. 5,00 M. Berstäuber 0,50 M. 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Verantwortlicher Redacteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Jr. 134. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 11. Juni 1899, Für und gegen das Volk und die Freiheit. Rom, den 5. Juni. werden. Ausland. " gegeben hat, behauptete ich, daß die Heerführer feige davongelaufen seien: so Admiral Persano bei Lissa und General Baratieri bei Adua, Der Streik der Tegtilarbeiter in Brünn ist in das Stadium welch letterer, unfähig einen geordneten Rückzug der überrumpelten der Verhandlungen getreten, zu denen sich die Unternehmer endlich Truppen herbeizuführen, nach der Schlacht auf entlegenen und versteckten Pfaden sich nach Adi- Cazé flüchtete. Diese Dinge gehen bereitfinden ließen. Ueber die Verhandlung am Donnerstag wird Seit meinem letzten Briefe über China in Italien- find unwiderleglich aus dem Urteil des Kriegsgerichts in Ahmara hervor. folgendes offiziell bekannt gemacht: Heute nachmittags fand auf Veranlassung des Brünner OberAls der Kammerpräsident mich nicht dahin bringen konnte, diese Gewerbe- Inspektors Menzl im Beisein des Bürgermeisters und des die politischen Ereignisse bei uns rasch vorgeschritten. Ausdrücke gegen die militärischen Chefs zurückzunehmen denn sie Das Ministerium Pellong, mit Canevora als Minister des Aus- waren nichts weiter als die Feststellung einer historischen, wenngleich zwischen dem Permanenzkomitee der Schafwoll- Industriellen Brünns denn sie Bezirkshauptmanns von Brünn eine unverbindliche Besprechung wärtigen, hatte selber den 1. Mai als Tag festgesetzt, two alle auf schmerzlichen Wahrheit- wurde die Sigung unter allgemeiner Verdie chinesische Altion unserer Diplomatie bezüglichen Interwirrung aufgehoben. und dem Streiffomitee unter Anwesenheit des Sekretärs der Gepellationen und Anträge erledigt werden sollten. Da sich Dieser Schlag ins Gesicht des Militarismus war zu start und werkschaftskommission, Hueber, statt. Um 6 Uhr wurde die Veraber sämtliche Redner, wie ich vorausgesagt, gegen die Politit zu sehr im Einklang mit dem Empfinden des Volkes, als daß man handlung abgebrochen und wird am Sonnabendvormittag fortgesett der Regierung aussprachen, so verlas Herr Bellour am 3. Mai in der nicht am folgenden Tage nach Nache durch den General Bellour Kammer eine, von lärmenden Rufen der Linken unterbrochene Er- geschrien hätte, dem man schon Vorwürfe gemacht hatte, weil er Die Maffenaussperrung in Dänemark. Die vereinigten flärung dahin gehend, daß das Ministerium, weil es sehe, daß mur mir nicht gleich am selben Tage antwortete. Unternehmer haben sich nun doch entschlossen, sich der Entscheidung eine geringe Majorität seiner chinesischen Politik günstig gestimmt Am Tage darauf gebrauchte man den bekannten Kniff, meine des„ Gemeinausschusses zur Schlichtung von Arbeitsstreitigkeiten" zu sei, feine Entlassung genommen habe. Und die Kammer wurde vertagt. Bemerkungen in eine Verunglimpfung der ganzen Armee umzulügen unterwerfen, es soll aber eine Ergänzung desselben stattfinden. InDas war ein Handstreich, durch den die Kammer gehindert und die Parteien des Centrums und der Rechten veranstalteten folge dessen haben sowohl der Arbeitgeberverein, als die Vereinigten werden sollte, ein flares und scharfes Votum über die auswärtige eine militaristische Kundgebung, die der Kriegsminister sofort an Fachverbände" je drei weitere Vertreter erwählt. Politik abzugeben. Die Krise wurde so gelöst, daß Herr Bellour alle Kommandanten und selbst an unsere Botschafter tele- In Odense haben die ausgesperrten Zimmerleute wieder an die Spitze des Ministeriums trat und daß dieses sich graphieren ließ. durch ihren Fachverband Arbeiten übernommen. der Rechten und dem Centrum beträchtlich näherte, unter der Ich mußte deshalb noch einmal das Wort ergreifen, um die Auch der Tischlerverband hat die Uebernahme von Arbeiten orgaparlamentarischen Gönnerschaft des Herrn Sonnino, der zwar Verdrehungen der Militaristen aufzudecken und an der Hand des nisiert. Glüdlicherweise hatte eins der Verbandsmitglieder sich an felbst nicht in das Ministerium eintrat, aber einige seiner Leute stenographischen Berichts meiner Rede nachzuweisen, daß ich nicht Tage vor der Aussperrung Holzmaterial in Masse bestellt, das auf hineinschichte- weil er sich berufen glaubt, gelegentlich ein eigenes im geringsten die Armee beleidigt habe, sondern nur die militärischen Grund der Abmachung jezt ausgeliefert werden mußte, obwohl der Ministerium zu bilden. Führer treffen wollte, die sich ihres Amtes ganz unfähig gezeigt Arbeitgeberverein es hindern wollte. Herrn Bellour zur Seite steht jetzt als Minister des Aus- hatten. wärtigen Herr Visconti Venosta ein Mitglied des ton- Die Preffe, die von der in unserem politischen Leben herrschenZum Ausgang des Streiks in Crenzot. servativsten Flügels der alten Rechten, Mailänder und folglich ein den Oligarchie befoldet und unterhalten wird, ist natürlich wie Paris, 7. Juni. Wie die jetzt vorliegenden ausführlichen Gegner jeder bureaukratisch- militärischen Ausdehnung(„ Expansion") toll über die Socialisten und mich im besonderen hergefallen; Berichte auch diejenigen der Pariser Bourgeoispreffe zeigen, und sogenannten Kolonialpolitik, und wohlbewandert in der Stunft, andererseits haben wir auch beredte Beweise dafür empfangen, daß ist der Erfolg des Streifes nicht hoch genug anzuschlagen. Die mit vielen Worten wenig zu sagen und sich niemals zu binden. die Arbeiter und selbst das von den furchtbaren Steuern gedrückte von dem französischen Eisenkönig so rasch erzwungene LohnAm 25. Mai stellte das neue Ministerium Bellour sich der und ausgefogene Bürgertum lebhaft die mutige Offenheit be- erhöhung ist nicht die wichtigste Seite des Erfolges. Viel wichtiger Kammer vor mit einem Programm, wie es nicht inhaltloser und grüßten, mit der die socialistische Fraktion in der Kammer ist die Thatsache, daß der Streik die Befreiung der 10 000 Schneiderschen zu gleicher Zeit nicht herausfordernder sein konnte. Es verlangt nur auftrat. Arbeiter von einem„ patriarchalischen"" Knechtschafts- Verhältnis zwei Dinge: daß die Kammer sofort die Knebelgesete gegen bedeutet, das während eines halben Jahrhunderts, seit dem die Presse und das Vereins- und Versammlungsrecht beraten und Gerade dank dieser moralischen Kraft und Solidarität mit dem Entstehen der Metallwerke, fortdauerte. Neben der Lohnforderung über die chinesische Frage tein Wort reden solle. Wolfe gegen eine Oligarchie, die es gern noch mehr ausbeuten und spielte im Streit die Hauptrolle der bewußte Drang der Arbeiter, Inzwischen hatte 3 anardelli, von der alten liberalen unterjochen möchte, haben die Socialisten, mit Unterſtügung der sich endlich einmal als vollberechtigte Menschen zu bethätigen. Daher Linken was ihn jedoch nicht hinderte, die verschiedenen Belagerungs- Republikaner und Radikalen der äußersten Linken, seit fünf Tagen mit das einmütige und feste Busammenhalten der zustände in Mailand und Süditalien als Minister zu unterzeichnen dem besten praktischen Erfolg einen neuen Kampf gegen das Ministerium Arbeiter tros der sehr verschiedenen Stellung -die Präsidentschaft der Kammer in einem Schreiben niedergelegt, Bellour begonnen. der einzelnen Schichten. welches die Rechte des Parlaments gegenüber den Ränken, die zur Dieses hatte die Beratung der reaktionären Gefeße vorgeschlagen, Dant des Streiks sind nun die Arbeiter gewerkschaftlich Bildung des neuen Ministeriums Pelloux geführt, entschieden wahrte. in der Hoffnung, damit den Interessen und der Angst der herrichenden organisiert. König Schneider verwahrt sich zwar bürgerlichen Bei der Neuwahl des Kammerpräsidenten erhielt Herr Banar- Oligarchie zu schmeicheln. Um ökonomische Reformen und fistatische Berichterstattern gegenüber, die Gewerkschaft anerkannt zu haben. delli eine große Stimmenzahl, und der Kandidat der Regierung, Erleichterungen aber, die vom ganzen Lande( Proletariat und Er wolle, meinte er, nach wie vor nur Forderungen einzelner beruflicher ein alter Garibaldianer, China glia, wurde nur mit einer Mehr- Bourgeoisie) gefordert werden, kümmert es sich gar nicht. Abteilungen entgegennehmen. Thatsächlich aber mußte er mit dem Vorheit von 5 Stimmen gewählt. Und so haben wir einen Feldzug parlamentarischer stand der neu konstituierten Gewerkschaft verhandeln, in welchem sämtliche Obstruktion organisiert, der selbst den Gang der Verhand- 5 Abteilungen durch je zwei Delegierte vertreten sind. Andererseits lung über die reaktionären Entwürfe gehemmt hat. mußte er sich verpflichten, keinen Arbeiter wegen der Zugehörigkeit zur Organisation zu maßregeln. = Als ob die Geschichte unserer Aftion in Afrika dieser Tage durch Herrn Crispi( den wir Socialisten sehr lebhaft unterbrachen und an seine schmachvolle pana mistische Vergangenheit erinnerten, weil er die Stirn hatte, sich als Vertreter der italienischen Nation aufzuspielen er, der das Zuchthaus mehr als mit dem Kermel gestreift hat) als ob die Geschichte unserer Aktion in Afrika uns nicht deutlich zeigte, daß die Umstände stets stärker sind als die guten Vorsätze. Auch nach Assab und Maffauah sind wir ohne kriegerische Absichten gegangen, und man weiß, welche verhängnisvollen Folgen das hatte. סטן * Erfreulich ist ferner der friedliche Verlauf des Kampfes bei einer feit Generationen veriflavten Arbeiterschicht. Dieſer Um stand ist vornehmlich, wo nicht ausschließlich, der Thätigkeit des herbeigerufenen socialistischen Abgeordneten und der anderen aus Paris und Lyon herbeigeeilten socialistischen Vorkämpfer zu verdanken. Sonst wäre eine zweite, viel gräßlichere Schlächterei als in Fourmies schier unvermeidlich gewesen, civilen Behörden, da die Offiziere, im Gegensatz zu sich vielfach brutale Herausforderungen zu schulden kommen ließen. Es ist ein einzig in Frankreich bestehendes Beispiel, daß in cinem solchen Massenstreit keine einzige Verhaftung von Streifenden vorgenommen wurde. Die zwei erfolgten Vers Haftungen betreffen Nichtstreifende, verdächtige Gefellen, die man weiß nicht genau, in wessen Auftrag sich als gewaltthätige Lockipigel bethätigten. Die Lumpen wurden verhaftet auf das Drängen der Streikenden selber. Aber thatsächlich kann die Regierung in der Kammer auf eine Mehrheit von 80 bis 100 Stimmen zählen, denn die Kammer ist ebenso reaktionär wie das Ministerium. Diese Mehrheit hat sich auch Die Geschäftsordnung der Kammer giebt das Recht, namentliche bei der schließlichen Abstimmung zu Gunsten des ministeriellen Bro- Abstimmung zu verlangen, wenn 15 Mitglieder einen dahingehenden gramms herausgestellt, nachdem Herr Visconti Venosta eine sybillinische Antrag unterzeichnet haben. Jeder namentliche Aufruf in unserer ( orakelhaft unverständliche) Erklärung über unsere Politik in China Kammer dauert eine Stunde, denn wir haben noch nicht das abgegeben und von ihr versichert hatte, sie sei rein kommerzieller System der elektrischen und gleichzeitigen Namensabstimmung wie in der Natur und berühre in keiner Weise die Freiheit und die Gerechtsame französischen Kammer, sondern man muß jeden der 508 Abgeordneten des Parlaments. laut ein- oder zweimal beim Namen rufen, um die Ja und Nein die aufzuschreiben und zu zählen. Während der lezten fünf Tage haben wir die ganze Sigung von 2 bis 7 Uhr abends damit ausgefüllt, drei- oder viermal nament liche Abstimmung bei jeder Beratung zu verlangen. Außerdem haben wir mehrere hundert Verbesserungsanträge eingebracht und zu jedem werden wir sprechen; vor allem aber werden wir, um unsere Lungen zu schonen, immer es möglich, jedesmal namentliche Abstimmung fordern. Ich selbst habe eine Reihe Amendements vor geschlagen, die viel Erfolg hatten. Die Regierung will in ihrem Entwurf z. B. eine Strafe von 100 Fr. für den Fall verhängen, daß Aber wenn auch die Majorität in ihrer Angst vor den von ein Verein ohne polizeiliche Erlaubnis gegründet wird, eine Strafe, Die Socialisten haben auch das meiste gethan für die rasche Bellour angedrohten Neuwahlen dem Ministerium freundlich ist, so die bis zu 3 oder 4 Monate Gefängnis verschärft werden kann. Ich Beilegung des Streiks. Ihrem Einflusse gelang es, sämtliche Ar hat die blind- reaktionäre Politik den liberalen Oppositionsparteien schlage vor, daß Gefängnisstrafe ausgeschlossen und die Geldbuße beiter zur Annahme der im Durchschnitt um die Hälfte geringeren und namentlich der unter dem Einfluß der Socialisten stehenden auf 2 Fr. herabgesetzt wird. Wenn dieser Vorschlag abgelehnt wird, Lohnerhöhung( 25 anstatt der geforderten 50 Centimes) zu überäußersten Linten verdoppelte Energie gegeben. Wiederum waren es werde ich dann 4 Fr. beantragen. Wenn auch das nicht an- reden. die Socialisten, welche die Rechte der Nationalversammlung, die genommen wird 6 Fr. usw. So fann man bei jedem Artikel Die Verwaltung der Metallwerke berechnet die Lohnerhöhung Intereffen des Volkes und die öffentlichen Freiheiten verteidigt haben. Hunderte von Anträgen zustellen und bei jedem braucht man eine Die Rede, welche ich im Namen und Auftrag unserer Fraktion hielt, Stunde zur Abstimmung! hat deshalb eine so große Wirkung gehabt, weil sie die Wahrheit sagte und den Schleier abriß, der die Lage bedeckte. Es war nötig festzustellen, daß das zweite Ministerium Belloug nur die Fortsetzung des Syſtems bedeutet, durch welches hartnäckig und in aller Stille seit einem Jahrzehnt die Gewalt des Königs gegenüber der Macht und den Befugnissen des Parlaments vermehrt wird. Dieses Verfahren haben unsere Reaktionäre nicht vorausgesehen und nun sind sie im Stillen wüthend gegen uns. Und da sie die Hoffnung verloren haben, daß die äußerste Linke das System der Obstruktion aufgiebt, denn die äußerste Linke zählt 60 Mitglieder und für jeden Tag sind 20 zum Kampfe ausersehen so droht jetzt das Ministerium, die reaktionären Geseze ohne Sanktion des Parlaments durch fönigliches Dekret einzuführen. insgesamt auf 1100 000 Fr. jährlich, macht einen Verlust von 15 Fr. Dividende pro Attie. Numt, diesen Verlust wird König Schneider viel leichter verschmerzen als den totalen moralischen Verlust an Darüber haben ihn namentlich die patriarchalischer" Gewalt. enthusiastischen Kundgebungen seiner" Arbeiter für die ſocialiſtiſchen Vorfämpfer belehrt. Nach Beendigung des Konflikts wurden die Socialisten von der gesamten Arbeiterbevölkerung in Massenversammlungen ( unter freiem Himmel) als Befreier gefeiert. Von nun an hat der Socialismus in die feudalkapitalistische Festung von Creuzot Bresche gelegt. Der Eisentönig wird das bei der nächsten politischen Wahl zu spüren bekommen. Die fünf legten Ministerkrisen sind sämtlich mit Nichtachtung der Das würde ihre legte Zuflucht sein: allein wir haben dabei Barlamentsbeschlüsse gelöst worden durch die anticipierte( dem nur zu gewinnen. Denn, da die Mehrheit der Kammer so wie so Barlament vorgreifende) Entlassung: 1. des Ministeriums Giolitti die Regierungsentwürfe annehmen würde, so ist es offenbar Das Erwachen der Arbeiter von Erenzot hat eine ansteckende nach den Standalen der Römischen Bank, 2. des ersten Ministeriums besser, sie durch ein königliches Dekret zu erhalten denn das Crispi nach den Enthüllungen der parlamentarischen Untersuchung wird größere Wut erwecken und immer mehr dem Volke und der über den Panamismus des Herrn Crispi und seiner Spießgesellen, öffentlichen Meinung der civilisierten Welt die Augen öffnen. 3. des zweiten Ministeriums Crispi( das trotz des Tadelsvotums der Kammer im Amt gehalten worden war) nach der Niederlage des italienischen Heeres in Afrika, 4. des Ministeriums Rudini na den Boltsaufständen des Mai 1898- und jeẞt( 5.) des ersten Ministeriums Belloug nach Beginn der Diskussion über die italienische Bolitik in China. Wirkung auf die benachbarten kapitalistischen Zwingburgen ausgeübt. Daraus ist namentlich der soeben im Kohlenbecken von Montceau les Mines ausgebrochene General Jedenfalls haben wir das Bewußtjein, für die wahren Interessen streit zu erklären. Die dortigen Kohlengräber lebten bisher in des Landes zu kämpfen, für die Rechte des Volkes und der Civili- dem gleichen Knechtschaftsverhältnis zum Kohlenkönig Chagot, fation. Das macht in diesem Augenblick unsere Kraft aus und die wie die Metallarbeiter im Stönigreich Schneider. Schwäche der Gegner. Im übrigen, wie die Römer sagten, liegt die Zukunft im Schoße der Götter". Jedesmal haben die Entlassungen des Ministeriums es ver Die„ Amnestie", welche das Ministerium in seiner Verlegenheit hindert, daß das Parlament durch ein präcises Votum die den soeben bewilligt hat, ist so erbärmlich, so kleinlich, daß sie niemanden Interessen des Landes nüßlichste Politik vorzeichnen konnte. befriedigt und nur Del ins Feuer gießt. Und auch das ist ein Hierin liegt unzweifelhaft eine Verlegung des parlamentarischen altes Römerwort: Wen die Götter verderben wollen, den schlagen Regierungssystems; und in Italien war es ſeit 1848 unverbrüchlicher sie mit Blindheit. Enrico Ferri. tonftitutioneller Gebrauch, daß der König zwar frei ist in der Wahl der Minister, aber von dem Parlament die Bestimmung über die zu befolgende Politik zu empfangen hat. Die Feststellung dieser Thatsache erregte übrigens nur wenig Widerspruch in dem Parlament, denn die Monarchie hat in Italien teine festen Wurzeln, nicht einmal im Herzen der Konservativen und gar keine in den industriellen Provinzen des Nordens. von ihnen haben. Gewerkschaftliches. Achtung! Maurer! Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahr anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beaut wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Tie juristliche Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ 1hr abgehalten. Schrotte. Als Material für spätere Fälle dankend hinterlegt in der politischen Abteilung. H. D., Waldemarstr. 57. Gerade, weil Sie für gleiches Recht für alle" find, werden Sie es verständlich finden, daß wir die Berichte zwar nach der Reihe bringen, aber doch die wichtigeren vorziehen. R. S. Sie werden bei der Untersuchung durch den Arzt gefragt, ob Ihnen etwas fehlt; da geben Sie Ihr Leiben an. Beibringung eines Attestes Ihres Arztes ist jedenfalls empfehlenswert. Deutsches Reich. Wegen der Verhaftung des Genossen Was wütenden Protest hervorrief, war die Feststellung der ver- R. Sobota find während der Dauer des Streits sämtliche auf den hängnisvollen Wirkungen dieser Politit, an der freilich das Parlament letteren Bezug habende Briefe, Depeschen 2c. an die„ Norddeutsche mitschuldig ist. Ich führte bei dieser Gelegenheit aus, daß das Voltsstimme" Bremerhaven zu adressieren. italienische Volt an sich ein sehr geringes Interesse an der parla- Bremerhaven, 9. Juni 1899. J. N. Ihre Zuschrift übersenden wir dem Parteivorstand, Kazzbachmentarischen Frage der Trennung der Gewalten habe, wenn diese Die Streit Kommission. Straße 9. Politik ihm nur wenigstens wirkliche Vorteile brächte. Hatte der alte C. 3. Sie sind an den Vertrag dann nicht gebunden, wenn der Mietss Victor Emanuel doch recht, wenn er fagte:" Die Wölfer folgende Forderungen: Minimallohn in Abstufungen von 10, 8 und Briefliche Antwort erteilen wir nicht. Die Bäckerei- Arbeiter Nürnbergs unterbreiteten den Meistern zins über 50 Thaler betrug und kein Vertrag vorlag. Schramm. Nein. N. B. Jn 30 Jahren. lieben die Staatseinrichtungen im Maße des. Nuzens, den fie 6 Mark wöchentlich, Entschädigung von 50 Pf. für Frühstück- und Geisler. Briefliche Antwort erteilen wir nicht. Wenden Sie sich Ich konnte nun feststellen, daß in den letzten Abendessen, drei freie Tage im Jahr( an den drei hohen Festen), bireft an den betreffenden Anwalt Blumenfrize 133. Ja. 25 Jahren die Zinsen der Staatsschuld von 400 auf Bezahlung der durch die Bundesrats- Verordnung gestatteten Ueber-. G. 100. Es läßt sich nur die Antwort wiederholen, daß in Ihrer 800 Millionen jährlich, also ums doppelte gestiegen sind, stunden mit je 30 Pf., Beschaffung von Schlafstellen, die den sani: tritt in Ihrem Fall in fünf Jahren, von der jeweiligen Fälligkeit ab ge Sache nichts mehr zu machen ist. G. N. Schöneberg. Verjährung und daß, während die Grundsteuer die gleiche geblieben ist Grundsteuer die gleiche geblieben ist tären Anforderungen entsprechen. 240 Millionen Franken das Jahr die Steuern auf rechnet, ein. Sch. 1. Solcher Vertrag hätte nur durch Uebergabe der Lebensmittel von 400 auf 750 Millionen Franken das Jahr, Der Maurerstreik in Dresden. In einer Versammlung der Sachen Gültigkeit und schafft feine Sicherheit. 2. Ja. Agnes 200 a 1. Ist der Junge unter 7 Jahre alt, so haben Sie also um fast das doppelte sich vermehrt haben. Ausständigen wurde mitgeteilt, daß in Dresden 356 Arbeitgeber vor- ben vollen Wert zu ersetzen, wenn er älter ist, nichts. 23. 23. An Das ließ man sich noch gefallen, denn Zahlen sind keine handen sind. Von diesen gehören 115 der Innung an, von denen sich konnte der Amtsvorsteher verlangen, daß das Mädchen bis Neujahr ausMeinungen. ein Teil keine Leute beschäftigt. Vor dem Streit haben 1611 Maurer Harrt. Nachdem er aber sich damit einverstanden erklärt hat, daß ein anderes Die Wut brach Los und erreichte ihren Gipfel, als ich feststellte, bei Innungsmeistern gearbeitet, während jetzt außer 174 Buzern an deffen Stelle trete, tann er nun nicht mehr zurücktreten. Die junge Dame daß Italien seit 1870 fieben Milliarden Franten für nur noch 754 Kollegen daselbst beschäftigt sind. Von den Unter- soll sich an den Landrat mit dem Antrag wenden, den Amtsvorsteher zu das Landheer ausgegeben hat, und zwei Milliarden für nehmern haben bis jetzt 72 die Forderung bewilligt, bei diesen find veranlassen, ihr den Lohn auszuzahlen und sie ziehen zu lassen event. thr die Marine; und daß trop der ungeheuren, dem arbeitenden 811 Gesellen beschäftigt. Abgereift find 723 Kollegen von hier, zu bescheinigen, daß ein polizeilicher Sühneversuch fruchtlos war, damit sie flagen fann. Dann soll sie beim Gericht lagen. 100. Wenn der Arzt Bolte auferlegten Lasten wir seit Custozza und Lissa bis Adua nur außerdem haben von den 128 Bugereiften 98 Dresden wieder ver- bestätigt, daß der Zahnarzt an den schlimmen Folgen schuld ist, so muß der immer Niederlagen erlitten haben. lassen, während 30 hier, von der Polizei bewacht, die Arbeit auf- Bahnarzt die Kosten tragen. B. B. O. Es muß Strafantrag bei der Indem ich offen anerkannte, daß es immer rühmliche Beispiele genommen haben. Im Streit befinden sich noch 733 Kollegen, davon Staatsanwaltschaft gestellt werden. Die Strafe ist Geld- oder Gefängnis: strafe. Ruin 46. Geringe törperliche Fehler. personicher Tüchtigkeit unter den Soldaten wie unter den Offizieren find 424 verheiratet, 309 ledig. Charlottenburg. Ja. A. Nein. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 11. Juni Freie Volksbühne. Friedrich: Wilhelm städt. Theater: 5. Abteilung( gelbe Karten): Ginfame Menschen. Anfang 2 Uhr. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Bajazzi. Anfang 7 Uhr. Montag: Hämel und Gretel. Ver: gißmeinnicht. Urania Berl. Back- Brauerel Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr: Im Theater: Das Land der Fjorde. Montag: Dasselbe. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Schauspielhaus. Auf Strafurlaub. Passage- Panopticum. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anf. 72 Uhr. Montag: Geschlossen. Deutsches. Bumpacivagabundus. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glocke. Montag: Don Carlos. Residenz. Der Schlafiragen Con troleur. Vorher: Zum Einsiedler. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues. Hofgunst. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Die Zauberflöte. Anfang 7 Uhr. Montag: Figaros Hochzeit. Central. Waldmeister. 7 Uhr. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Letzte Woche! Der unverwundbare Tempelhofer Berg. Allabendlich 8-11 Uhr: Humoristische Soiree der berühmten sächsischen Truppe Brauers Rossweiner Sänger ( Muldenthaler gegr. 1854.) 7 Herren. Allabendl. Hauptschlager: Schützenkönig Knattermann. 1. Platz 50 Pf., 2. Platz 30 Pf., 3. Platz 10 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80-81. Täglich: Fakir. Grosses Konzert Von 62 Uhr: Specialitäten Vorstellung. CASTANS Anfang PANOPTICUM Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller. Zwei glückliche Tage. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Biel Lärm um Nichts. Montag: Die schöne Tolebanerin. 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Im Konzert- Garten refp. großen Theater- Saal täglich: abends von 5-10 11yr: Stern Stettiner Sänger warte. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: 6. Borstellung im Shakespeare- Cyklus. Viel Lärm um nichts. Lustspiel in 5 Atten von Shakespeare. Sonntag, abends 8 Uhr: Zwei glückliche Tage. Schwank in 4 Aufzügen von Schönthan und Kadelburg. Montag, abends 8 Uhr: Die schöne Toledanerin. Hierauf: Die Schulreiterin. Dienstag, abends 8 Uhr: Die schöne Toledanerin. Hierauf: Die Schulreiterin. Central Theater Direktion: José Ferenczy, Lehtes Werk von Johann Strauß. Bum 135. Male: Waldmeister. ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Kirchmayer, Schneider und Schrader). Zum Schluß: Cavalleria schu.ticana. Romantisch diebische Oper von Meyfellino. Anfang wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf.( Vorverkauf für die Wochentage 40 Pf.) Numerierte Estrade 1 M., unnumerlert 75 Pf. Im Garten vor u. nach der Soiree: Grosses Instrumental- Konzert. Puhlmanns Operette in drei Aften von G. Davis. Vaudeville- Theater Mufit von Johann Strauß. Morgen und folgende Tage: Waldmeister. Metropol- Theater Jeden Abend sensationeller Erfolg! Berlin lacht! Berliner Revue in drei Abteilungen. Hierzu: Das Press- Ballett Juhaber F. Lehmann, Schönh. Allee 148, Kaftan. Alle 97/99. Täglich: Konzert, Theater u. Specialitäten- Vorstellung Prater Theater Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Dorus Resi. Volts: Sommertheater Marienbad Badstraße 35/36. Regie: Willy Reusche. Direttion: Max Mekelburg. Heute sowie täglich: Konzert-, Theater- und Specialitäten Vorstellung. Berlin wie's näht und trennt. Bosse mit Gesang und Tanz in 2 Aften von 2. Ely. Nach der Vorstellung: 1 a 11. In Vorbereitung: Rosen aus dem Süden. Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71, am Rüstriner Play. Täglich: Konzert, Theaterund Specialitäten- Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anfang: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrfit Nachzahl. 20 Pf. 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Zähne 2 M. Socialdemokratischer Wahlverein Freie Volksbühne für den 4. Berliner Beichstags- Wahlkreis( Often). Heute nachmittag 234 Uhr: 5. Abteilung: Friedrich Wilhelmstädtisch. Theater: 99 Einsame Menschen". Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, dass sie verpflichtet sind, ihre Beiträge bis Juni zu entrichten. 230/7 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Deutscher Holzarbeiter- Berband ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 12. Juni, abends 84 Uhr: Bezirks= Versammlungen. Süden und Südosten:" Märkischer Hof", Admiralstr. 18c. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Baudert über: Dienstag, den 13. Juni, abends 8 Uhr, im Tokal Königsbank, Gr. Frankfurterfrake 117: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Paul Singer über:" Unsere nächsten Stadt: verordneten- Wahlen mit besonderer Berücksichtigung der Neueinteilung der Kommunal- Wahlbezirke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird präcise 82 Uhr eröffnet. Während des Vortrages werden Beiträge nicht entgegen genommen. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht.- Gäste haben Zutritt. 243/1 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Osten.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Carl Bandke am Donnerstag, den 8. d. M., ver: storben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 11. d. M., nachm. 32 Uhr, von der Leichenhalle des Charité- Kirchhofes in der Müllerstraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 242/20 Der Vorstand. Adtung! MAURER. Achtung! Centralverband der Maurer Deutschlands, Filiale I( Puter). Den Mitgliedern des Verbandes vereins der Putzer zur Nachricht, daß das Mitglied Am Montag, den 12. Juni, abends 8 Uhr, in Louis Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: fowie den Witgliedern des Gefang Große öffentliche Versammlung Die ſocialpolitiſche Fürsorge der herrschenden Klaſſen. 2. Distusſion. 3. Berder Maurer Berlins und Imgegend. bandsangelegenheiten. Nichtmitglieder und Frauen haben Zutritt. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zn erscheinen. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Was hat der Tuberkulose Kongreß dem Proletariat gebracht? 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die ganze Brunnenstraße gehört mit zu dem Bezirk. Die Versammlung wird pünktlich um 81/2 Uhr eröffnet. Damen und Nichtmitglieder haben Zutritt. ohn Wedding und Gesundbrunnen: tm Lokale des Herrn Raabe( Kolberger Salon), Kolbergerstr. 23. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen A. Hoffmann über: Auf was wir stolz find." 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Kommission. 4. Verbandsangelegen heiten. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Kollegen notwendig. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Westen und Südwesten: bei Zubell, Lindenstr. 106. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl eines Bezirksleiters, Schriftführers und einer Werk ftatt- Kontrollkommission. 3. Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung muß es jeden Kollegen zur Pflicht machen, in der Versammlung pünktlich zu erscheinen. bei Heinicke, Friedrichsberg: sriedrich Karlstr. 11. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen C. Diek über:„ Das jezige Koalitions: recht." 2. Diskussion. 3. Ergänzung der Kontrollfommission. Es ist Pflicht eines jeden Holzarbeiters, in der Bersammlung zu er: scheinen. Friedrichsfelde: bei Bube, Prinzen- Allee 30: Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheit. bei Beutling, Rummelsburg: ant- u. Goethestraßen- Ecke. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen ist notwendig. Often und Nordosten: bei Mann, Straußbergerstr. 3. Mittwoch, den 14. Juni 1899, abends 8 Uhr: Tages Ordnung: Stellungnahme der Maurer Berlins und der Umgegend zu der vom Arbeitgeberbunde für das Maurer- und Zimmergewerbe am kommenden recht zahlreich zu beteiligen. Dienstag geplanten Aussperrung der Maurer. Kollegen! Der Ernst der Situation gebietet das Erscheinen aller Kollegen. Die Lohnkommission. J. A.: Karl Panser. 133/2 Ernst Bressler verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 5 Uhr von der Charité nach dem Charitéfirchhof, Müllerstraße, statt. Die Mitglieder werden ersucht, sich Die örtliche Verwaltung. NB. Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Besuch der Sternwarte in Treptow den 17. Juni, abends Uhr stattfindet. Billets sind noch zu sämt lichen Kommissionsmitgliedern.[ 134/13 Hiermit erfülle ich die traurige allen und Bekannten Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins! Gentral- Kranken- u. Sterbe- icio Montag, den 12. Juni 1899, abends 8 Uhr: fasse der Tischler 2c. ( Berwaltung Berlin B). Juni, Große öffentliche Versammlungittwoch, 14. Zuut, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Graumann, Naunynstr. 27. Tages Ordnung: 1. Vortrag: Die Ausbeutung des Proletariats und der Zuchthauskurs". Referent Genosse Paul Jahu. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauens manns und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. Die Einberuferin E. Trode. 5216 Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgen. Deutschlands( Berlin Zahlstelle III, Lithographen). Mittwoch, 14. Juni, abends 8 Uhr, pünktlich, Dresdenerstr. 45: Versammlung. 528b TO: 1. Geschäftliches. 2. Der Gewerkschaftskongreß. Ref. Kollege Sillier. 3. Eine Vereins- Mustermappe. 4. Die Merkantillithographen. 5. BereinsHerrenpartie. 6. Verschiedenes. Alle Kollegen werden um ganz pünktliches Erscheinen gebeten, da der Referent noch in eine andere Bersammlung gehen muß. Die Verwaltung. Tapezierer! Dienstag, den 13. Juni, abends 9 Uhr: Versammlung beider Filialen. Filiale Nord, Brunnenstr. 188. Tages Ordnung: 1. Bericht der Arbeitsnachweis Kommission. 2. Vortrag des Kollegen bei Möhring, Admiralstr. 18c: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Festsetzung der Entschädigung an die Ortsverwaltung. 2. Neuwahl der gesamten Ortsverwaltung, der Beitrag: sammler und Vertrauensärzte. 3. Ber legung resp. Eingehen einer Zahlstelle. 4. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 181/16 Die Ortsverwaltung. Mitglieder- Versammlung des Verbandes aller in der Kürschnerei beschäft. Arbeitern. Arbeiterinnen Berlins n. Umgegend. Montag, den 12, Juni, abends 8 Uhr, im Restaurant Feind, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Bortrag des Gen. Dr. Joël über„ Einen Ausblick in den Bau des Weltenalls. 2. Distusfion. 3. Ver schiedenes. 93/6 Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Leo Schmidt über paritätische Arbeitsnachweiſe. 3. Distuſſion. 4. Grias Bau- u. Erwerbsgenossenschaft Bezirks Vertrauensmänner Versammlung. wahl der Zeitungs- Grebienten. Tages Ordnung: 1. Bericht der Obmänner. 2. Werkstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Jede Werkstatt des Bezirks muß vertreten sein. Alle Mitteilungen über Werkstattangelegenheiten im Bezirk Osten sind Filiale Süd, bei Zubeil, Lindenstr. 106. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Friedmeler über paritätische Arbeitsnachweise. 2. Diskussion. 3. Wahl des Vergnügungs- Komitees. 177/15 Vorwärts Gingetr. Genossensch. mit beschr. Haft. in Liquidation. Laut Beschluß der Generalversamm: lung vom 2. Mai d. J. befindet sich zu Liquidatoren find Otto Urban und Ernst Hinderfin ernannt worden von fub mod p baber bet, jamb den am Donnerstag, den 8. Junt inniggeliebten Gatten, Baters, Sohnes nachm. 5 Uhr erfolgten Tode unseres und Bruders, des Gastwirts Theodor Kerkow Kenntnis zu geben. 5316 Im Namen der Hinterbliebenen Marie Kerkow geb. Teklaff. Greifswalderstr. 160. Die Beerdigung findet am Sonntag: nachmittag 312 Uhr auf dem GeorgenKirchhof in Weißensee statt. Gesangverein„ Oberon", M. d. A.-S.-B. Allen Freunden u. Bekannten die traurige Nachricht, daß am Freitag, 9. Juni, morgens 6 Uhr, unser 1. Vorsitzender, Herr Willy Euen, nach furzem, aber schwerem Leiden im 31. Lebensjahre verstorben ist. Wir verlieren einen lieben Freund und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Die Beerdigung find. Sonntag 11. Juni, nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses Am Urban", Grimmstraße, aus statt. 5346 Danksagung. an den Obmann 2. Güth, Liebigftr. 45, im Bezirk Norboften an ben Kranken- Unterstützungsbund die Genoffenfchaft in Liquidation Begräbnis enviesen haben, besonders Obmann E. Wolff, Olivaerstr. 20, zu richten. Branche Parkettbodenleger! Mittwoch, abends 8 Uhr, bei Zubell, Lindenstraße Nr. 106: Sigung der Werkstatt- Kontrollkommission mit Bertrauenslenten. 106/20 Die Ortsverwaltung. Centralverband der Töpfer Deutschlands ( Filiale Berlin).. Dienstag, 13. Junt, abends 6 1hr, bei Buske, Grenadierstr. 33: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Kongreß. 2. Ergänzungswahl des CentralBorstandes. 3. Gewerkschaftliches. Nur Mitglieder haben Zutritt. 195/6 Der Vorstand. Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 13. Juni, vormittags 10% Uhr, bei Dieke, Ackerstr. 123: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Angelegenheit Loppe: Scharles. 3. Antrag Hoch: Statutenänderung. 4. Diskussion über: Dilettantenvereine. 5. Vereinsangelegenheiten. 6. Verschiedenes. Mitgliedsbuch und Karte legitimiert. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 50/8 Der Vorstand. Verein für Frauen u. Mädchen Der Arbeiterklasse. Montag, 12. Juni, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: der Schneider. Dienstag, 13. Juni 1899, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, und ist nachstehende Bilanz genehmigt Kommandantenstr. 20: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1899. 2. Bericht über den vom 24. bis 27. Mai in Berlin abgehaltenen Tuberkulose Kongreß zur Bekämpfung der Schwindsucht sowie über die am 28. Mai sich daran anschließende Konferenz 166/16 Die Ortsverwaltung. ber Bertreter fämtlicher Krantenkaffen. 3. Berschiebenes. -01900 190 Rixdorf. Socialdemokrat. Verein„ Vorwärts O Dienstag, den 13. Juni, abends 8½ Uhr, in Hoffmanus Fefflälen( Inh. Lauckner) Bergstraße 151/152: worden: 20579 Debet. 31. Dezbr. 1898. An Beiträgen 210, 1. Januar 1899. An Beiträgen 180, 1. April 1899. An Beiträgen 240, Mart 630, Credit. 31. Dezbr. 1898. Untoften 31,70 Anzahl. Boot 150, 10. Januar 1899. Bahlung Boot 100, 20. April 1899. Untoften 22. 4,20 Restzahl. Boot. 275, Bestand bar 69,10 Mart 630, Etwaige Gläubiger der GenossenAllen Freunden u. Bekannten, welche meinem lieben Mann und unferin guten Vater die letzte Ehre bei feinem der Tischlerei von Schröpp u. Ritter 550b unsern tiefinnigsten Dant Marie Volkmann nebst Kindern. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, ins besondere den Arbeitern und Arbeite: rinnen der Firma Schüßler, für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meiner Nichte Marie Schulz, hiermit unseren herzlichsten Dank. Familie Göttel[ 5656 und Bruder O. Schulz. Meine Verlobung mit Fräulein Louise Briefemeister erkläre ich hier: mit für aufgehoben. Franz Schmidt, Adalbertstr. 95. Wallnerschaft fordern wir auf, fich bei den Alhambra, theaterstr. 15. Unterzeichneten zu melden. Berlin, 10. Juni 1899, Jeben Sonntag: Gr. Ball. Entree Die Liquidatoren: Herren 50, Damen 25 Pf. incl. Tanz. Aug. Zameitat. otto Urban. E. Hindersin. 5305 Mitglieder- Versammlung. Verein deutscher Schuhmacher Tages Ordnung: 232/6 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten und Fragefasten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! Pankow- Schönhausen. Volks- Versammlung am Dienstag, den 13. Juni, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Störr, Mühlenstraße 24. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Fräulein Jda Altmann über: Christentum, Kirchentum, 222/18 Menschentum. 2. Diskussion. 3. Berichtebenes. Die Herren Prediger am Ort sind zu dieser Versammlung schriftlich 55/9 eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein: Der Alkoholismus eine Kulturgefahr. Gäste willkommen. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Textilarbeiter Berlins. Dienstag, den 13. Juni, abends 8½ 1hr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27c: Gemeinsame Versammlung der 5 Filialen Berlins. Der Einberufer. Metallarbeiter! Montag, den 12. Juni 1899, abends 8% Uhr, bei Nümann, Brunnenstr. 188: Branchen- Versammlung der Filzschnh- Arbeiter u.-Arbeiterinnen. Tages Ordnung: [ 169/15 1. Vortrag über: Die Einwirkung der Hausindustrie auf die Lohn- und Arbeitsverhältnisse". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, sich an dieser Versammlung zahlreich zu beteiligen. Laut Beschluß der Bertrauensmänner wird die Ver sammlung präcise eröffnet. Die Ortsverwaltung. Achtung! Fliesenleger. Dienstag, den 13. Juni, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Fliesenleger zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage? 2. Diskussion., 267/10 Pflicht eines jeden Fliesenlegers ist es, in der Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. socialistischer Führer,* In einer großen Zahl deutscher Orte( nahezu 50) befinden sich unsere B. Günzel, Lothringerstr. 52. Specialität: Porträts Kollegen im Kampf mit dem Unternehmertum. In einer Reihe weiterer Taffalle, Wiary zc, in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten Orte drohen Differenzen. Ferner sind durch die Aussperrung von Bildern u. dgl., sowie jede Drechslerwaare u. Repar.( Man vert. Preisturant. 30 000 dänischen Arbeitern durch die vereinigten Unternehmer auch ca. 5000 unser Kollegen auf das Pflaster gesetzt. Alle diese Kollegen erwarten thatkräftige Unterstützung seitens der Berliner Kollegen. Aus diesem Grunde sehen wir uns veranlaßt, Sammel: Tages Ordnung: 1. Bericht vom Gewerkschafts- Kongres in Frantisten und Marken zu Gunsten unserer ausständigen Kollegen auszugeben, V furt a. Dr. Referent: Rollege Hübsch, 2. Diskussion. 3. Ergänzungs: welche bei den bekannten Vertrauensleuten und Kassierern, sowie im wahl zum Centralvorstand. 4. Berschiedenes. Kolleginnen und Kollegen, wir ersuchen Euch dringend, in dieser Ver: fammlung zu erscheinen. 197/17 Die Vorstände der 5 Filialen. J. A. Karl Voigt, Gr. Frankfurterstr. 124. Bureau, Annenstr. 39, erhältlich sind. 115/20 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. RHEUMA TISMUS BEGEN GICHT Bäder Arkonabad Lohtannin34, Anflamerstr.34zionskirchstraße). ( Schrägüber Wannen: u. medizinische Bäder sowie russisch- römisch u. vorzügliche Raftendampfbäder( Kohlensäure) mit Ein padung, Massage 2c. Annahme ärztlicher Verordnungen für Bäder der Orts, Jnnungs, Fabrit und freien Hilfe: Strantentassen Berlins und Umgegend.[ 14280* Auflösung! Morgen Montag früh 8 Uhr beginnt der Verkauf der wegen Mangel an Zeit erst jetzt ausgepackten Tafel- Services( echt Porzellan) mit feinem und hochfeinem bunten Blumendecor für 6 und 12 Personen. Alting Kaffeeservices, echt Porzellan, Rokoko, für 6 u. 12 Personen. Ferner einzelne Porzellangegenstände, Terrinen, Schüsseln, Saucieren, Teller etc. etc. Mehrere tausend weisse Porzellan- Saucieren und Kabaretts( Aufschnittschüsseln) werden pro Stück mit 30 Pfennig abgegeben. In den Verkaufsräumen der II. Etage befindet sich ein grosser Posten schön bunt dekorierter Porzellangegenstände, welche, um die Unzuträglichkeiten einer Gratisverteilung zu vermeiden, für 10 Pfennige das Stück verkauft werden. 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Berantwortlicher Redacteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Nachdruck verboten. Nr. 134. 16. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Vom Weltmarkt. Sonntag, 11. Juni 1899. Zur Entwickelung der amerikanischen Trusts.- Vom Kohlen:| Unternehmungen meist zu meist zu einem den wirklichen Wert weit eine weitere gleichartige Entwidelung, wie die jetzige, auch für die und Eisenmarkt. Das Shantung Eisenbahn- Syndikat. entwidelung. Englischer Schiffsbau. " # und Don Das Itschoufu erteilt. übersteigenden Preis übernommen werden, also das für die nächsten Jahre voraussetzen. Schon jetzt zeigt die Börse eine eigen Betriebsanlagen aufgewendete Aftienkapital fast immer den effektiven tümliche Nervosität. Wie jedes Fusionsgerücht, jebe vorläufige Ab 8ur Entwidelung der amerikanischen Trusts.") Wert dieser Anlagen überragt; denn die früheren Befizer schließen schlußmeldung sofort auf allgemeine Erhöhung der Kurse einwirkt, fich solchen nicht einem wirtschaftlichen Bedürfnis, sondern reiner so andererseits auch jeder nebensächlich beliebige Rüdgang irgend Gegen die Trusts macht sich neuerdings in den Streifen der Spekulationssucht entsprossenen Trusts nur dann an, wenn sie für eines Montanpapieres auf alle übrigen. Hat doch selbst der fürzamerikanischen Geschäftsleute eine starte Realtion bemerkbar, die in die Hergabe ihrer Betriebe einen deren Wert übersteigenden Aktien- liche Fall der Rio- Tinto- Kupferwerte an der Pariser Börse auf den Anbetracht der überhandnehmenden Kartellierungs- und Trust- anteil erhalten. Kurs der deutschen Montanwerte zurüdgewirft, wenn auch nur bestrebungen der letzten Zeit und der hierbei vorgekommenen Auch hier zeigt sich wieder, wie verkehrt es ist, aus den be- vorübergehend. sonderbaren Geschäftsmanipulationen nur zu begreiflich ist. Von sonderen Erscheinungen einer bestimmten wirtschaftlichen Entwicklungsmanchen volkswirtschaftlichen Theoretikern wird noch immer den phase gleich sogenannte allgemeine Tendenzen abzuleiten und Trusts nachgerühmt, daß sie regulierend auf Produktion und Absatz dann darauf allerlei Theorien zu begründen. Die Trust Das Shantung Eisenbahn Syndikat. einwirken und zugleich infolge der Ersparnis an Produktionskosten bewegung in Nordamerika entbehrt schon heute des Charakters, unter Führung der Deutsch- Asiatischen Bank stehende Syndikat leichter zu Lohnerhöhungen geneigt seien, als die durch die Ston- welchen einzelne den Ausgleich der wirtschaftlichen Gegenfäße ver- für den Bau von Eisenbahnen in der chinesischen Provinz furrenz zu möglichster Ausnutzung der Arbeitskräfte gezwungenen fündenden Theoretiker ihr beilegen. Wie wenig die Trustvereinigungen Schantung, sowie für die Ausbeutung der Kohlenfelder von Privatunternehmer. Selbst in socialistischen Kreisen hat diese Lehre, die Produktionsanarchie" aufheben, werden vielleicht bald schon die Weihsien und Boschangsien hat nunmehr die Konzession seitens der wie einige Publikationen der letzten Beit beweisen, Anklang ge- Folgen des jezigen guten Geschäftsganges lehren. Jedenfalls ist deutschen Reichsregierung unter folgenden Bedingungen erhalten: funden, und die ersten Formen, in welchen sich das Trustwesen so viel sicher, daß die Amerikaner immer weniger von den Zum Bau und Betrieb der Bahnlinien ist, soweit möglich, äußerte, scheinen thatsächlich dieser Auffaffung bis zu gewissem Grade Vorzügen ihrer Trusts wiffen wollen. Bereits haben einige deutsches Kapital heranzuziehen; ferner wirken die deutschen Berecht geben zu wollen. Neuerdings beginnt die Entwidelung der großen der fleineren Staaten sich zu Antitrust- Gesetzen verstehen müssen. hörden am Betrieb der Bahnen wie der Bergwerke mit und erhalten amerikanischen Trusts jedoch eine Richtung einzuschlagen, die immer- Auch die vom Bundeskongreß eingesezte Industrie- Untersuchungs- einen Gewinnanteil als Beitrag zu den Hafen- und Verwaltungsmehr zeigt, daß jene Erscheinungen, die von den Wirtschaftstheoretikern kommission hat in voriger Woche ihre Thätigkeit begonnen kosten der deutschen Besitzung. Sobald der Reingewinn die Auszahlung als allgemeine gen der Truſtbildungen aufgefaßt worden sind, und mehrere Hauptleiter der größeren Trusts vernommen. Daß aus einer Jahresdividende von über 5 Prozent gestattet, fallen von feineswegs als etwas Allgemeines gelten können, sondern höchsten der Untersuchung bei dem kolossalen Einfluß der Trusts auf die Re- dem Ueberschuß bestimmte Anteile an das Reich und zwar von dem falls als Erscheinungen bestimmter Anfangsstadien der Trust- gierung in Washington viel herauskommen wird, ist allerdings faum Mehrbetrag zwischen 5 und 7 Proz. ein Zwanzigstel, von dem Bezu erwarten. Die Trusts sind zu einer wirtschaftlichen Macht ge- trage zwischen 7 und 8 Proz. ein Zehntel und in dieser Weise weiter Anfangs war die Vereinigung zu Trusts wirklich vielfach ein worden, gegen welche die jetzige Bundesregierung, die sich ja gerade steigend, derart, daß von dem Mehrbetrage über 12 Proz. die Hälfte durch die wirtschaftliche Notlage selbst aufgezwungenes Mittel, den vornehmlich auf die Finanz und Großindustrie stützt, wenig aus in die Reichstasie fließt. Ebenso steht dem Reich das Recht zu, die bis zur gegenseitigen geschäftlichen Vernichtung vorgeschrittenen richten kann. Wichtiger ist, daß neuerdings die Demokraten energisch Einnahmen nach Verlauf von 60 Jahren gegen entsprechenden Ersatz Konkurrenzkampf der Einzel- Unternehmungen in einer be gegen die Trusts agitieren und es bei der nächsten Wahl des Wertes käuflich zu erwerben. stimmten Induſtriebranche zu hemmen, die rüdsichtslose Untermit einer Anti Trustbewegung versuchen wolleit, wobei Als Gegenleistung werden nach einer Mitteilung der„ Kölnischen bietung, die ja nicht selten auch die Lage der Arbeiter fie auf die Unterſtügung der Anti Expansionspolitifer Beitung" dem Syndikat die nachstehenden Berechtigungen ein ungünstig beeinflußte, aufzuheben, turz das Geschäft, wenn man so rechnen, da die Leiter der großen Trustvereinigungen fast ohne Aus- geräumit: fagen darf, wieder auf eine sichere Basis zu stellen. Sofern ausnahme zugleich enragierte Anhänger der Eroberungspolitik sind. „ Es erhält zunächst die Konzession zum Bau und Betriebe einer solchen Motiven heraus zur Trustbildung geschritten wurde, und Eisenbahn von Tsintau über Weihsien nach Tsinanfu, mit Zweigbahn diese des weitern zur Beschränkung der die erzeugten Waren bervon einem Punkte dieser Hauptlinie nach Boschan. Diese Linie muß teuernden, nicht selten sehr beträchtlichen Ausgaben für Reflame- Vom Kohlen und Eisenmarkt. Die Hausseströmung innerhalb einer Frist von fünf Jahren und die erste Strecke von und Repräsentationszwecke, sowie zu einer den Marktverhältnissen auf dem Montanmarkt hält noch immer an. An zeitweiligen fleinen Tintau nach Weihsien sogar schon binnen drei Jahren vollendet entsprechenden Produktionsregelung führte, fonnte thatsächlich in Rückschlägen hat es zwar in den beiden letzten Wochen nicht gefehlt, werden. Weiter wird der Gesellschaft bis zum Ablauf das Jahres 1908 allgemein volkswirtschaftlicher Hinsicht in der Truſtbildung ein doch waren sie im ganzen bedeutungslos und vermochten die Aufwärts- auch noch die Option auf die Eisenbahnlinien von Tsinanfu Fortschritt liegen. Itschoufu Tsintau nach Auch der Arbeiter der betreffenden Branche bewegung nicht zu verhindern. Besonders waren Bergwerks- nach fand dabei von Strecke oft seine Rechnung, erstere weniger deshalb, attien begehrt, Tsinanfu nach Itschoufu dürfte da die Vorräte an Kohlen und besonders Die das weil sein Lohn Syndikat in Wegfall stieg( eine solche Folge ist nur in sehr Coats trop intensivster Förderung völlig und indeffen inzwischen wohl für erschöpft da die Strecke sie durch wenigen Fällen nachweisbar), sondern von Tientsin nach weil der Truſt ihm bereits infolge des Mangels in den rheinisch- westfälischen kommen, eine gewisse gleichmäßige Beschäftigung garantierte, während früher Industriebezirken englische Coats Importe unterwegs sind. Aller- Tichintiang ersetzt werden wird, über welche jüngst eine sehr bezur Zeit der rücksichtslos einander bekämpfenden Ginzelbetriebe oft dings ist der Mangel nicht durch den starken Verbrauch der deutschen friedigende deutsch- englische Verständigung erzielt worden ist. Endgenug Arbeitslosigkeit mit Ueberanspannung abgewechselt hatte. Industrie allein verursacht. Die Lieferungen deutscher Kohle nach lich ist dem Syndikat die ausschließliche Berechtigung erteilt, auf die Ueber diese ältere Form des Trustwesens schreitet die Bewegung Belgien während des dortigen Bergarbeiter- Ausstandes haben ledig- Dauer von fünf Jahren in einer Breite von 30 i( 15 Kilometer) in den Vereinigten Staaten von Nordamerika jedoch immermehr hin- lich zu dem Resultat beigetragen. Wie patriotisch sich die Kohlen- auf beiden Seiten der genannten Eisenbahnstrecken nach Kohlen und aus. Die sogenannte„ Sanierung der Branche" ist heute meist nur noch barone und ihre leitenden Angestellten sonst auch bei jeder passenden anderen Mineralien sowie nach Petroleum zu schürfen und auf Grund gemachten Funde durch die Mutung ein leerer Vorwand. In ihrer Mehrzahl sind die seit etwa 1/2 Jahren und nichtpassenden Gelegenheit geberden, so vermochten sie es doch der Verleihung Bergwerkseigentums zu mit beantragen, der neugegründeten Trusts und Trustfusionen nichts weiter, als rein nicht übers Herz zu bringen, sich den Extraprofit entgehen zu lassen, des Vers 10 jedoch, innerhalb Jahren spekulative Bereinigungen zur rüdsichtslosen Ausmuzung der jeweiligen der nach Verleihung sich ihnen durch die Lage auf dem belgischen Sohlen- pflichtung jedoch, Konjunktur, industrielle Spekulations Gesellschaften zur Monopoli- markt bot. Das spekulierende Publikum hofft, daß, trop des Feldes den Betrieb des Bergiverts zu eröffnen und Wenn nach Ablauf von 20 Jahren fierung des Marktes auf Kosten der Konsumenten und zum Vorteil der Festsegung der Kohlenpreise bis April nächsten Jahres, von da an aufrecht zu halten. eines engeren Streifes großer Anteilhaber. Wo liegen denn bei den das Kohlensyndikat die günstige Gelegenheit zu einer Preis der Umfang der verliehenen Bergwerksfelder die Hälfte des Gesamtfürzlich in der Union gegründeten verschiedenen Gas-, Glühlicht, steigerung ausnutzen wird. Wie es heißt, sollen bereits von einigen flächeninhalts der dreißig i Bone übersteigt, fann das darüber Eis., Wagen, Stahl- Kompagnien 2c. die ethischen Wirkungen, von Bechen Anträge in dieser Richtung gestellt fein. Beigetragen haben hinaus verliehene Bergwerks- Eigentum von der Regierung wieder denen uns die Nationalökonomie der Brentanoschen Schule zu erwahrscheinlich zu der Nachfrage nach Bergwerkswerten auch die zurückgezogen werden. Die Kohlen sind für die Bedürfnisse der zählen weiß? Welches Motiv war denn wohl bei der Gründung letzten außerordentlich günstigen Ausweise und Abschlüsse einzelner Marine zu einem Vorzugspreise zu liefern; auch kostenfreie Befördes großen, 75 Millionen Mark Stapital umschließenden, Bergbau- und Hüttengesellschaften. Der Hörder Bergwerks- und derung der Briefpost ist ausbedungen. Endlich muß anderen Unteramerikanischen Kupfertrusts noch sonst entscheidend, als nur Hüttenverein, dessen Geschäftsjahr am 30. Juni abschließt, wird nehmern der Anschluß an die Bahn durch Privat- Anschlußgeleise oder allein die Absicht Geld zu machen, daß heißt, die Rohzuderpreise 3. B. diesmal 3 Millionen Mart für Abschreibungen verwenden und Anschlußzbahnen gestattet werden, eine Bestimmung, die um so auf jede Art und Weise, ganz gleich durch welche Manipulationen, boch 15 Broz. Dividende zahlen, gegen 11 Proz. im Vorjahr und wichtiger ist, weil außerhalb der dreißig Li- Zone jedermann das hinaufzutreiben? Ein Bestreben, das ja auch recht prachtvoll ge- 8 Proz. im vorvorigen. Schürf und Mutungsrecht auf Mineralien in Schantung nachzulungen ist, da in voriger Woche der Doppelcentner Stupfer bis auf Auch auf dem Eisenmarkt liegen die Verhältnisse vorläufig noch suchen freisteht. 40 Dollars stieg, obgleich die Produktionskosten im höchsten Fall immer recht vorteilhaft. Die einlaufenden Berichte über die Lage nach Erteilung der Konzession ihren Sitz nach Tintau zu verlegen Die neu zu bildende Gesellschaft wird binnen sechs Monaten fich auf die Hälfte dieses Sages belaufen. Und nun gar jene über der Eisenindustrie lauten aus allen Gegenden günstig, auch aus nach Erteilung der Konzession ihren Siz nach Tintau zu verlegen den einzelnen Industriezweig hinausgreifenden Vereinigungen Amerika, das seine Preise für Gießerei- Roheisen und graues Puddel- haben. Das Aktienkapital für Bau und Betrieb der Bahn ist auf mehrerer Trusts zu großen, sich gegenseitig ihre Ausbeutungsrayons eisen noch weiter erhöht hat. Trotz der bedeutend gestiegenen 54 Millionen Mart festgelegt, eingeteilt in Stücke von 1000 22. garantierenden Monopolgesellschaften, wie z. B. die Fusion der deutschen Produktion an Roheisen weist denn auch die Einfuhrziffer Söderal Stahl-, der Amerikanischen Zimmplatten- und Englischer Schiffsbau. Im Schiffsbau behauptet Eng der für Noheisen in den vier ersten Monaten dieses Jahres ein be an.orikanischen Stahldraht- Kompagnie mit den Rockefeller- und den deutendes Mehr gegen denselben Zeitraum des Vorjahres auf. land noch immer das Feld, wenn auch ein allmähliches Nachrücken Carnegie- Werken. Während in den vier ersten Monaten 1898 die Netto- Einfuhr( nach Deutschlands, das die zweite Stelle einnimmt, nicht zu verkennen ist. Von eines Hemmung der Ueberproduktion ist kaum noch die Abzug der Ausfuhr) sich nur auf 51 400 Tons belief, stellte sie sich nach Lloyds Register" wurden im ersten Quartal dieses Jahres in Rede. Derartige nur auf Geldmachen und hohe Profite bedachte in diesem Jahre auf 59 050 Tons. England gebaut: Spekulationsunternehmungen, wie die neueren amerikanischen Riesen- Derartige gute Aussichten für die nächste Zukunft wirken natürtrusts, vermögen natürlich nur dann ihren Zweck zu erreichen, wenn lich stimulierend auf das Interesse für Montanwerte. Selbst jene fie fortgesezt bestrebt sind, ihren Absatz auszudehnen; und so sehen Vorsichtigen, die sich bisher noch zurückhielten, geraten immer tiefer wir denn, daß sie genau ebenso, wie die früheren großen Einzel- in den Strudel der Spekulation. Sie sehen, daß die Wagenden oft unternehmungen, sobald nur irgend günstige Marttaussichten sich in wenigen Tagen reiche Gewinne einheimsen und wollen doch auch zeigen, flott barauf los produzieren, ganz unbekümmert darum, was mal versuchen, ob ihnen das Glück nicht hold ist. Daß diese ganze später die Folgen sein werden. Vorläufig wird eben jeder Profit Spekulation ein Ende mit Schrecken nehmen wird und vielleicht schon mitgenommen. Dazu kommt, daß bei der sogenannten bald, ist sicher. Derartige weitere Preissteigerungen wie in legter Beit, Kombination bie einzelnen der Vereinigung eingefügten find für eine längere Dauer unmöglich; sodann aber hat auch die Spekulation längst die Konjunktur überholt. Der Kursstand sehr *) Siehe über das Anwachsen der Trusts den Bericht in Nr. 111 vieler Papiere entspricht nicht mehr den möglicherweise zu erwarten 57 Schiffe von insgesamt 199 712 Tons fertiggestellt, in Frankreich den Gewinnen, sondern beruht auf Dividenden- Abschätzungen, die nur 29 Schiffe von 81 920 Tons. des Vorwärts". Mat Mukerm neuesten Kurs. 1. Effen. Genoffe Düwel 8 Wochen Gefängnis wegen Beleidigung von Personen. 2. Halle. 1 Monat Gefängnis Genoffe Swienth wegen Bes leidigung Magdeburger Richter. Wegen 2 weiterer Be leidigungen 6 bezw. 30 M. Geldstrafe. 4. Dresden. Wegen Beleidigung der Polizeibehörde und eines Gutsbefizer Genosse Beyer 150 und 250 m. Geldstrafe. . Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Käppler, Altenburg 3 Monate Gefängnis wegen Beleidigung eines KammerHerrit. Desgl. Genosse Ba bersty Hamburg wegen Beleidigung eines Schußmanns 3 Monate Gefängnis. # 7. Gadebusch. Genosse Starosion- Rostoc 4 Wochen Ges fängnis wegen Beleidigung des Grafen Bassewitz- Behr auf Lützow. 9. Magdeburg. Wegen unerlaubten Sammelns die Genossen Pistorius und Gärtner je 25 M. und in einem anderen Falle die Genossen Pistorius und Water je 10 m. Geldstrafe. • Zwickan. Gleiche Strafe wegen des gleichen Reats der Maurer Vogel. 13. Dresden. Der Tischler Hentschel wegen unerlaubten Sammelns 20 M. Geldstrafe. 15. Stettin. Wegen Verübung groben Unfugs der Arbeiter Selingner 4 Wochen Gefängnis. 18. Magdeburg. 2 Wochen Gefängnis der Maurer Reichardt wegen versuchter Erpressung. " Halle. Genosse Müller- Schkeuditz wegen Beleidigung eines Prinzipals 50 M. Geldstrafe. Düsseldorf. 10 Tage bezw. 1 Woche Gefängnis die Genossen Borges und Nau wegen Richterbeleidigung. Dresden. Genosse Haenisch wegen Beleidigung eines Gemeindevorstandes 75 M. Geldstrafe. 25. Braunschweig. Wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung Genosse esche 1 Woche Gefängnis. 25. Magdeburg. Zwei Wochen Gefängnis Genoffe SchulzeDirsdorf wegen Bergehens gegen das Vereinsgesetz. 27. Berlin. Der Arbeiter Weinberg wegen Hausfriedensbruch eine Woche Gefängnis. " I. Quartal 1899. A. Dampfschiffe. Stahlschiffe: 508= 1372 045 Tons 57= Eisenschiffe: 10 003 Holzschiffe: 3 241 568 1 382 289 Tons = B. Segelschiffe. 29= 3426 Tons. " * 1 = J. Quartal 1898. A. Dampfschiffe. 525 1 172 203 Tons 52 8.698 2 135 5791181 036 Tons B. Segelschiffc. 27= 4085 Tons. Dagegen wurden in Deutschland im gleichen Zeitraum nur Die Körperpflege durch Bäder C. ist in der Großstadt mit erheblichen Schwierigkeiten ber Halle. Genosse Swienty zwei Wochen Gefängnis wegen bunden. Besondere Badeeinrichtungen in der eigenen Wohnung find Beleidigung eines Bürgermeisters. mur in verschwindend geringer Zahl vorhanden und für die ganz 29. Erfurt. Je 15 M. die Genossen Reißhaus, Fahren- fleinen, meist start übervöllerten Wohnungen ist auch die Selbstbe tamm und Stegmann wegen Beteiligung an einem nicht erlaubten öffentlichen Aufzug. " Harburg. Wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz der Vorsitzende des Kartells 20 M. Geldstrafe. 29. Zeit. Die Genossen Voigt, Schulz und Lewandowski wegen Gendarmenbeleidigung 10 Tage, 1 Woche Gefängnis bezw. 25 Mark Geldstrafe. 30. Frankenhausen a. Kyffhäuser. 6 Genossen je 8 Mart Geldstrafe wegen Zulassung und dulden schulpflichtiger Kinder bei der Maifeier. Hamburg. 50 Mark Geldstrafe Genosse Wabersty wegen Beleidigung eines Streifbrechers. 31. Brandenburg. Genosse uth 1 Monat Gefängnis wegen Beleidigung Magdeburger Nichter. . " schaffung einer einfachen Einrichtung ähnlicher Art, deren Haupt- wenn nicht einzigen Bestandteil die Badewanne bildet, wegen Mangel an Plazz in der Regel ausgeschlossen. Der allergrößte Teil der großstädtischen Bevölkerung ist also auf Anstalten angewiesen. Wo reichlich offene Gewässer vorhanden sind, läßt sich das Badebedürfnis wenigstens in der heißen Jahreszeit wo es ja auch am dringendsten auftritt verhältnismäßig leicht befriedigen, während dagegen für die 7-8 fühleren Monate des Jahres nur die geBetracht kommen, an schlossenen Wannen Badeanstalten in denen es in manchen Großstädten wegen ihrer größeren Kostspieligkeit noch sehr fehlt. Eine vergleichende Statistik der Frequenz der öffentlichen Badeanstalten in den Großstädten, wie sie der neueste Jahrgang des Statistischen Jahrbuchs deutscher Städte" für 1895 bringt, zeigt besonders das Badewesen Berlins in einem sehr ungünstigen Lichte. Nach dieser Statistik wurden von städtischen beziv. gemeinnützigen Bade- Anstalten in Angeburg. 1/2 Monat Gefängnis der Maurer Mehringer offenen Gewässern verhältnismäßig die meisten Bäder in Der dem wasserreichen Hamburg verabreicht, 22 569 auf je 10 000 Einwegen Verstoßes gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Maurer Haberl 5 M. Geldstrafe wegen unerlaubten wohner, nächstdem in Halle, 21936 pro 10 000 Einwohner. Es folgen Breslau mit 12 845 Freiburg i. B. mit 11 525, Leipzig Braunschweig mit 7151, Potsdam mit 6588, Mannheim mit 6474, und dann erst Berlin mit 6430 verabreichten Bädern auf je 10 000 Einwohner. Achulich steht es mit der Bes nutzung der städtischen bezw. gemeinnügigen Wann- Badeanstalten. Obenan stand hier Stuttgart mit 32 973 Bädern pro 10 000 Einwohner; es folgen Dortmund mit 29 547, Krefeld mit Bochum 26 021, mit 19 968, Bremen mit 19 025, berg mit 18 197, Magdeburg mit 18 162, ferner Düsseldorf, Altona, Bremen, Mainz, Köln, Wiesbaden, Aachen, Essen, Berlin. Wegen versuchter Rötigung der Maurer Böthter 2 Wochen Gefängnis. Sammelns. Pegau. Genosse Road 20 M. Geldstrafe wegen Verstoßes mit 11 317; ferner Königsberg mit 8285, Stiel mit 8254, gegen das Vereinsgeseh. Halberstadt. Wegen Nachtwächter Beleidigung Genosse Meyer 200 M. Geldstrafe. Jusgesamt wurde erkannt auf 1 Jahr, 3 Monat und 4 Wochen Gefängnis und 1044 M. Geldstrafe. Berlin, den 5. Juni 1899. Der Parteivorstand. Nürn " 8 al die Der Verein der Bananschläger Berlins und Umgegend Erfurt, München, Kiel, Hamburg, Braunschweig usw. usw., hoffe, daß es gelingen werde, auch bei der diesmaligen Aussperrung hielt am 4. Juni eine gut besuchte Generalversammlung bei Buste und schließlich, nahezu als legte von etwa 40 in der Statistik auf dem Unternehmertum die Spize bieten zu können. geführten deutschen Großstädten, Berlin mit nur 3487 Bädern Hierauf wurde in den zweiten Punkt: Aenderung des Orts- ab. Dem Bergnügungskomitee, welches vom Stiftungsfest und ( 1469 Baffin, 1186 Wannen-, 782 Brausebädern) pro 10 000 Gin- ftatuts" eingetreten. Die Generalversammlung in Halle Maskenballe Rechnung legte, wurde Decharge erteilt. Die definitive wohner. Die Berechnung der Frequenz auf je 10 000 Einwohner hatte befchloffen, die Streitunterſtügung um 2 M. zu erhöhen, dieser Beschlußfaffung über die angeregte Arbeitslosenunterstützung rief eine fann allerdings fein völlig richtiges Bild geben, weil nicht bei allen Beschluß bedinge ebenfalls eine Aenderung des§ 2 des Ortsstatuts. längere, recht erregte Debatte hervor; dieselbe wurde sodann aber Orten Angaben von sämtlichen städtischen bezw. gemeinnügigen An- Ferner sei auf Grund der Vorkommnisse eine weitere Henderung mit 29 gegen 7 Stimmen abgelehnt, da die meisten Redner den stalten zu erlangen waren; außerdem fehlen auch die An- notwendig geworden, es soll in Zukunft ein Unterschied gemacht Verein noch zu schwach organisiert erachteten, diese Unterstützung gaben über die Privatanstalten. Aber Berlin würde, felbst wenn werden zwischen vollberechtigten und unorganisierten oder nicht voll wirksam durchzuführen. Die Forderung der Gewerkschaftskommission, vollständige Angaben zu erlangen wären, hinsichtlich des berechtigten Kollegen. Bisher ist den letzteren eine Unterstützung bei daß der Verein jest 50 M. statt der früher gezahlten 30 m. zu den Badewesens schwerlich an die Spize der deutschen Ausständen in gleicher Höhe wie den vollberechtigten Kollegen gezahlt Verwaltungskosten beitragen müsse, rief sodann noch eine längere Großstädte rüden. Nun wird immer darüber geflagt, auch worden. In der Regel traten die Kollegen erst in die Organisation Debatte hervor. hier in Berlin, daß weite reise der Bevölkerung noch ein, wenn Differenzen drohten, die Organisation mußte diefe unter Der Fachberein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am Ein Unter nicht einmal zum richtigen Verständnis des stüßen, damit dieselben nicht Streifbrecher werden. Wertes des Badens durchgedrungen feien. Gewiß, fchied mußte gemacht werden zwischen denjenigen, die stets 3. Juni feine regelmäßige Mitgliederversammlung bei sta utendas ist wahr. Aber der Mangel an Verständnis ist feineswegs jo Opfer gebracht, und denen, die immer nur vorübergehend organisiert berg, Oranienſtr. 180, ab. Herr Dr. Joël hielt einen intergroß, wie z. B. die Berliner Privat- Badeanstalts- Befiger ihn hin- find; Sen Kollegen muß bewiesen werden, daß es ihr Schaden ist, eſſanten, mit Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Ein Ausblid in stellen, um die ihnen ambequeme weitere Bermehrung der städti- wenn sie der Organisation fern bleiben. Die Versammlung beschlog, den Bau des Weltenalls". In der Diskussion wurden einige an den Referenten i gestellte Fragen zur Zufriedenheit schen Bade- Anstalten zu hintertreiben. Ueberbies würde gerade dem§ 2 des Ortsstatuts folgende Fassung zu geben: Zu Punkt 3 berichtet Arendt über dann das Verständnis gefördert werden, wenn für eine Bei Streifs oder Maßregelungen wird den dabei beteiligten beantwortet. genügende 8ahl guter und dabei billiger, wo- Verbandsmitgliedern, sofern sie mindestens 26 Wochen dem Verbande Beschlüsse der Berliner Gewerkschaftskommission. Dieser, sowie die nachfolgenden Redner sprachen sich ganz entschieden gegen möglich unentgeltlicher Badegelegenheiten ge- angehören und ihre Beiträge entrichtet haben, eine wöchentliche den in der betr. Kommission neugeplanten Abstimmungsmodus aus, forgt würde. Bon den Privat- Badeanstalt 3 Besizern Unterstützung von 14 M. für männliche und 8 M. für weibliche da ste in demselben eine Zurücſegung der lokalorganisierten gegenist das nicht zu verlangen. Das Princip privatwirtschaftlicher Be- gewährt. triebe wird immer das sein, größtmöglichen Ertrag bei geringst Die verheirateten Mitglieder erhalten außerdem für jedes Kind über den centralorganisierten Gewerkschaften erbliden. Unter Ber= einsangelegenheiten machte der Vorsitzende bekannt, daß die nächste möglichen Leistungen zu erzielen. Aber es hat in dieser unter 14 Jahren 1 M. extra per Woche. Hinsicht selbst in manchen Gemeindeverwal Nicht vollberechtigte Mitglieder erhalten eine wöchentliche Unter- Werkstatt- Delegierten- Versammlung der großen Volksversammlungen wegen nicht am Mittwoch, sondern am Sonnabend, den 10. Juni fungen bisher an dem rechten Verständnis gefehlt. stützung von 12 M. für Verheiratete und 10 M. für Unverheiratete." stattfindet. Ebenso machte er auf unser am Montag, den 26. d. M. Wiederholt ist die Forderung, namentlich für die Jugend mehr Bade- Bezüglich der Gemaßregelten, für welche die Unterstützung von bei Kliems, Hasenhaide, stattfindendes Sommervergnügen aufmerksam gelegenheiten zu schaffen, in den Gemeindevertretungen mit der 15 M. beschlossen, muß der§ 3 des Ortsstatuts dahin geändert und forderte zu regem Besuch auf. naiven Entgegnung bekämpft worden, daß man früher so etwas werden. nicht gekannt habe und doch groß geworden sei. Auch in der Es wurde von Räther nochmals darauf hingewiesen, daß Schöneberg. In der am Montag, den 5. Juni, tagenden Ver Berliner Stadtverordneten Versammlung hat man diese Unterstützung nur denjenigen Stollegen gewährt werden könne, jammlung des Arbeiter Bildungsvereins für Schönedie Einrichtung von Schwimmbafsins in den städtischen welche wegen ihrer Zugehörigkeit zur Organisation oder agitatori berg hielt Rechtsanwalt Fräntt einen mit Beifall aufgenommenen Wann- Badeanstalten mit ähnlichen Einvendungen als schen Thätigkeit für dieselbe" entlassen werden. Bei Lohnabzügen Vortrag über„ Die sociale Bedeutung des Bürgerlichen Gesetzbuches". hygienischen Lupus" zu zu bekämpfen versucht. Eine und hierdurch erfolgter Entlassung könne dieser Paragraph teine Er legte an angeführten Beispielen klar, daß sociale Vorteile für Gemeindeverwaltung, die die Bolksgesundheit wahrhaft fördern Anwendung finden, hier fäme dann eventuell§ 2 in Betracht. die Arbeiter aus dem Gesetz nicht heraussgringen, und daß sogar tvill, muß fitr ihre ẞflicht halten, durch Beantragt wurde, für die Bibliothet eine Serie Schriften zu einige Verschlechterungen gegen das bis jetzt geltende Preußische LandSchaffung reichlicher Babegelegenheiten nicht nur dem vorbeschaffen, welche das Genossenschaftswesen behandeln". Der Antrag recht darin aufgenommen worden seien. Unter Vereinsangelegen handenen Bedürfnis zu genügen, sondern auch ein wurde der Ortsverwaltung zur späteren Berücksichtigung überwiesen. Heiten wurde der Antrag des Vorstandes:" Des Sonnabends im noch nicht vorhandenes zu weden. Freilich bedarf es Ferner wurde beantragt, die Einladungen zu den Vertrauens- ofale von Obst Kassenabende abzuhalten" angenommen. Bezüglich hierbei wohl kaum erst des Hinweises darauf, daß die Körperpflege männerkonferenzen nur durch die Metallarbeiter- 8tg." zu vollziehen des Stiftungsfestes wurde beschlossen, dasselbe am 16. Juli im Lotal und im besonderen das Baden für die Erhaltung und Förderung und die Karteneinladungen einzustellen". Der Antrag wurde ab- von Witte in Wilmersdorf zu feiern. der Gesundheit, so wichtig es ist, doch nicht als Hauptsache gelten kann. gelehnt, nach den gemachten Erfahrungen sei die Durchführung Das kommt mehr unr als unterstützendes Moment in Betracht. unmöglich; wenn die Konferenzen nicht an den bestimmten Tagen Wo es an einer gefunden Wohnung fehlt, wo zu abgehalten werden können, oder wichtige Punkte auf die Tages- Gewerkschaftliches. einer gesundheitzerstörenden Arbeit eine mangel- ordnung gesetzt werden, muß doch Karteneinladung geschehen. hafte Ernährung tommt, da ist natürlich auch die Ein weiterer Antrag, die Kranzipenden bei Leichenbegängnissen beinlichste Reinlichkeit machtlos gegen Krankheit in Zukunft wegfallen zu laffen," wurde gleichfalls abgelehnt. Alsdann teilte Pezold mit, daß im Gewerkschaftshaus vou Stattlub Ramsch", Knesebecstr. 60, Nixdorf 5,-. Jm Armen Teufel ihm für die Metallarbeiter Räume belegt feien. Es sei not in der Oberlausit 1,35. Auf Listen durch Fr. Thielte, 4 Wahlfreis( Often) wendig gewesen, daß dieses geschehen, die jetzigen Räume genügten 410, 415, 416, 418, 420, 456, 458, 459, 460, 461, 462, 477, 478, 479, 480, nicht; ein unleidlicher Zustand sei, daß die Stäume getrennt, parterre 481, 482, 483, 484, 450, 419, 507, 508, 525, 526, 527, 530, 531, 533, 575, und 1. Etage sind. Bei der Einführung der Arbeitslosenunterstüßung 578, 679, 582, 583, 584, 586, 587, 589, 592, 594= 224,95( barunter Wert statt von Falle, Fruchtstr. 35 9,80). Liften 881, 882, 883= 17,65. Auf Die Verwaltungsstelle Berlin des würde der Verkehr ein noch größerer werden und hierbei weitere Listen von den Buchbindern durch Bytomêti 817, 811, 812, 815, 818, 819, ,, Deutschen Metallarbeiter Verbandes hielt am Montag, den 5. Juni in der 1903 Gültigkeit, es war nötig, eine Verständigung mit dem Wirt Auf Listen durch Raschte, 6. Wahlkreis, Rosenthaler Borst. und GeſundApril 820, 802, 804= 54,35. Listen 736 8,50, 737 4,- 738 3,-, 739 1,75. Dzijtände zu Tage treten. Der jezige Kontraft hatte bis Ressource" cine Generalversammlung ab. Räther gab einen Bericht über die jetzigen Kämpfe der Metallarbeiter in betreffend Lösung des Kontraktes herbeizuführen; dieses sei ge- brunnen 104, 127, 129, 135, 141, 142, 143, 167, 168, 170, 186, 188, 193, 57,70. Auf Listen d. Bohne, 1. Wahlkreis 344, 345, 346, 353, 355, 356, Deutschland und Dänemart. Das Jahr 1899 verspricht ein Streit- chehen. Gegen Zahlung einer Abfindungssumme von 600 m. ist 1351 jahr für die Metallarbeiter zu werden, wie es bisher nicht vorhanden dem Vorschlag einverstanden und hat dem ihre Zustimmung gegeben, treis Moabit 252, 256, 285, 296, 283, 287, 289, 293, 292, 267, 271, 275, derselbe am 1. April 1900 aufgehoben. Die Verwaltung war mit 359, 383, 384, 385, 386, 390, 391, 395, 399, 400= 61,20. Lifte 309 Mir 10,85. 308 Rihl 2,50. 735 Lohfe 1,75. Auf Listen durch J. Pfarr, 6. Wahlgewesen, große Streise von Kollegen würden hierdurch in MitleidenIchaft gezogen, in ca. 50 Orten sind augenblicklich Streits und er wünsche, daß die Generalversammlung gleichfalls ihre Santtion 274, 279= 116,80( barunter Niederlage ber Braueret Bichelsdorf b. Sof Differenzen vorhanden. erteile. Die Abstimmung ergab das Einverständnis mit dem von richter 12, In Süddeutschland befinden der Verwaltung gefaßten Beschluß. Einige Modelltischler der Firma Siemens u. Halste, Chars fich ca. 1200 Goldschläger im Ausstand; Tottenburger Wert 7, Fabrit David Grove 3,45). Auf Liſten d. Fr. int Torgelow wurden in einem Betriebe von den Formern gestellte Die Banarbeiter hielten am Donnerstag bei Feuerstein eine Thielte, Wahlkreis- Often 554, 556, 557, 559, 560, 561, 562, 563, 564, 510, 503 52,57. Auf Liften von den Metallarbeitern Berlins b. O. Näther Forderungen abgewiesen; bei der Firma„ Sauer" wurden die gut besuchte öffentliche Versammlung ab, in der Road zunächst 905, 907, 909, 910, 911, 916, 923, 924, 925, 926, 928, 929, 930, 931, Forderungen ebenfalls nicht angenommen, demzufolge richten über den Ausstand der Bauarbeiter bei der Firma Held u. Frante 932, 983, 934, 935, 965, 966, 967, 969, 970, 971, 972, 978, 975, die betreffenden Former ihre Kündigung ein, welches zur Folge auf dem Nonnen- Damm berichtete. Nach längerer Diskussion wurde 985, 1028, 1049, 1090, 1092, 1094, 1096, 974 455,60( barunter hatte, daß sämtliche Gießereibefizer, mit einer Ausnahme, alle ge- beschlossen, die Ansständigen, welche ihren finanziellen Verpflichtungen Firma Sielaff, 3. Rate 13,50. Deutsche Waffen, und Munitions. werkschaftlich organisierten Kollegen kündigten, es würden sich nach bisher regelrecht nachgekommen sind, zu unterstützen, obwohl bei der fabriken 37,50 und 17,30). Auf Listen von den Metallarbeitern Berlins Ablauf der Kündigung auch dort ca. 500 sollegen im Ausstand Arbeitsniederlegung nicht genau nach dem Regulativ gehandelt wurde. Durch Mäther 1136, 1128, 1131, 1132, 1133, 1134, 1135= 62,- Auf Biften durch Boigt, 4. Wahlfreis Südost 10,- Liste 721, Schwartz 1,95. Auf befinden, welche Zahl sich weiter dadurch vergrößere, daß nachträge Gine lebhafte Debatte zeitigte die gegenwärtige 2ohn- Liften durch Bohne, 1. Wahlkreis 310, 313, 314, 339, 357, 358, 388, 397, lich noch 100 Unorganisierte ihre Kündigung eingereicht haben. Weitere bewegung der Maurer. Von allen Rednern wurde es 398 19,70. Auf Liften durch Raschke, 6. Wahlkreis, Rosenthaler Vorftabt Differenzen find int den Gräflich Einsiedelschen kritisiert, daß die Lohukommission der Maurer die Kommission and Gesundbrunnen 110, 111, 109, 103, 105, 161, 164, 162, 163, 121= 50,70. Lauchhammer Werken", Grödig, zu verzeichnen, der Bauarbeiter von der geplanten Lohnbewegung nicht recht- Maschinenfabrit G. Kärger, Ueberschuß von der Maifeier 94,93. von den Arbeitern sind ganz selbstverständliche Forderungen zeitig in Kenntnis gesetzt habe, damit auch die Bauarbeiter Wir ersuchen hiermit alle Inhaber von Sammel: gestellt, wie„ menschenwürdige Behandlung von seiten der Unter- die bei dem Vorgehen der Maurer stark in Mitleidenschaft gezogen b font die Veröffentlichung der Inhaber erfolgen muß. listen für die Krefelder Weber, unverzüglich abzurechnen, beamten, ferner daß mar den Formern Hilfsarbeiter stelle, welche der werden, dazu Stellung nehmen und geeignete Maßnahmen treffen Weitere Beiträge nimmt in Berliner Gewerkschaftsbureau Rudolf deutschen Sprache mächtig sind, um ein gefabrioseres Arbeiten zu konnten. Außerdem wurde angeführt, daß die Solidarität der Bau- millarg, Annenstr. 16, I, entgegen. Geöffnet wochentags 9-1 Uhr vorermöglichen, und Aufbesserung des Lohnes, damit der Former 2,50 arbeiter bei Arbeitseinstellungen von den Maurern vielfach in An- mittags und 6-8 Uhr abends. bis 3 m. verdienen könne. Bom Filialwerk„ Grödiz" ist der Be- spruch genommen wird, die letzteren aber selbst die Bewegung der vollmächtigte des Verbandes gemaßregelt, jämtliche Kollegen hatten Bauarbeiter nicht genügend berücksichtigen und es auch oft an der daraufhin die Arbeit niedergelegt, die Maßregelung wurde wieder moralischen Unterstüßung bei vorkommenden Differenzen fehlen zurückgenommen und einige der aufgestellten Forderungen bewilligt, laffen. Um in 3ufunft ein besseres Zusammenarbeiten zu ermögweitere Antwort von der Direktion sollte in 14 Tagen erfolgen. lichen, foll seitens der Lohnkommission eine Verständigung mit den Diefelbe lehnte die Forderungen ab, es wurden auch die früher ge- Maurern herbeigeführt werden. Im übrigen sollen die früher diesmachten Zugeständnisse zurückgezogen. Zur Zeit sei vom Vorstand bezüglich gefaßten Beschlüsse in Geltung bleiben. Es gelangte abgeraten in den Ausstand einzutreten; da der gegenwärtige Moment schließlich eine Resolution zur Annahme, in der das Vorgehen der hierzu nicht günstig, sei empfohlen, die Austragung der Differenz- Maurer ohne Berücksichtigung der Bauarbeiter entschieden ver punkte zu vertagen. Bu gewärtigen sei alsdan, daß der urteilt wird. Kampf in sämtlichen Werken entbrennen dürfte, woran ca. 2500 Arund Siech tu m. Versammlungen. in den Ausstand treten. " = Für die Weber in Krefeld gingen bei der Berliner Gewerkschafts Kommission folgende Beiträge ein: 1 = Eingegangene Druckschriften. 1 Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Dieg Berlag) ist uns soeben die Nr. 12 des 9. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Die Entwidelung der östreichischen Arbeiterinnenorganisation seit der Frauenkonferenz. Bon Adelheid Popp- Wien. Zur Frage der Frauenarbeit im Resolutionen des dritten GewerkschaftsGartenbau. Von Hermann. fongresses. Feuilleton: Bur Frauenfrage im Altertum. Von Lily BraunBerlin. VI. Notizenteil von Lily Braun und Klara Zetkin: Weibliche Socialistische Frauenbewegung im Ausland.- Frauen Die Bau, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter( Bahl- Fabrikinspektoren. beiter beteiligt wären. Näther bemerkte hierbei, daß vor 1/2 Jahren stelle I) hielten am 4. b. M. ihre Versammlung ab. Beschlossen wurde, ſtimurecht. Frauenbewegung. der Grundstein zur Organisation gelegt und das erreichte Resultat daß jedes Mitglied pro Quartal 10 Bf. zu Agitationszwecken beizu 37. eft des 17. Jahrganges erschienen. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Berlag) ift foeben bas ein großartiges zu nennen sei, da bereits jezt 1000-1200 Personen steuern hat. Ferner wird der Beschluß gefaßt, daß an Begräbnissen hervor: Mut der Ueberzeugung. Aus dem Inhalt heben wir für diese gewonnen seien. Das Buchthausgefe. Dialettit und Bezüglich der Maifeier" fönne er mitteilen, daß dieselbe zwei Kollegen von jedem Bau teilzunehmen haben. Einem erkrankten Dialettit." Bon Ed. Bernstein. bou Verbandsmitgliedern auch an Wochentagen wenigstens ein oder Entwidelung. Antwort auf Kautskys Artikel" Bernstein und die für Berlin feine größeren Aussperrungen im Gefolge hatte und daß Die Jmpffrage. Von Profeffor Dr. Adolf Vogt in Bern.( Schluß.) Butunftsträume eines Poeten. Von augenblicklich noch ungefähr 30 Kollegen zu unterstützen sind. Dahin Mitgliede wurden 12 M. fiberwiesen. S. Ströbel. Notizen: Fabrikation von Wolle und Holz aus Torf. Von gegen habe man in Leipzig die Former ausgesperrt, Ersatz- Die Deutsche Metallarbeiter Gewerkschaft", VerP. M. Grempe. arbeiter haben noch nicht eingestellt werden können, man gehe dort- waltungsstelle Berlin, hielt am 6. Juni im Englischen Uns liegt der soeben erschienene Antiquariats Ratalog Nr. 198 det felbst mit dem Plane um, sämtliche Former der Ringgießereien aus- Garten ihre erste General Bersammlung ab. Den Buchhandlung S. Calvary u. Co., Berlin NW. 6, Quisenstr. 31, zusperren; auch in Hamburg dürften in nächster Zeit die Former Bericht erstattete Lüning. Derselbe Legte den Mit enthaltend Nationalötonomie, Finanzwissenschaft, Handel gliedern nochmals die Gründe dar, welche zu der Neu- und Verkehr, sowie feltene Werte fiber Socialismus und kom Hier am Orte haben die Former bereits Stellung genommen gründung der Gewerkschaft geführt haben. Auch kritisierte derselbe munismus, Gauner, Gefängniswesen und politische Progeffe 2c. und beschlossen„ Arbeiten, welche bisher nicht in Berlin angefertigt das Verhalten der Verbändler in der öffentlichen Metallarbeiter vor. Der reichhaltige und besonders viele alte wertvolle focia= wurden", falls ihnen diese angeboten werden, als Streitarbeit zu be- Bersammlung vom 10. Mai d. J. und ersuchte die Mitglieder, überall liftische Schriften enthaltende Katalog wird Interessenten auf Verlangen gratis und franco überfandt. trachten und deren Anfertigung zu verweigern. den wahren Sachverhalt darzulegen und energisch für die Interessen Anläßlich dieses Beschlusses dürfte es nicht ausgeschlossen sein, der Metallarbeiter- Gewerkschaft" einzutreten. In gleicher Weise daß auch Berlin in nächster Zeit einen Ausstand der Former sprachen Schlenker und Laucks. Lauds ersuchte die Mitglieder, nicht Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeben Dienstag nach dem zu verzeichnen habe. in gchässiger Weise gegen den Deutschen Metallarbeiter- Verband" ersten im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, bends 82 Uhr. UnentWeiter schilderte Mäther die Massenaussperrung in zu arbeiten, sondern die Metallarbeiter in ruhiger und fachlicher geltlicher Rath wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und AltersDänemark, wodurch auch Tausende von Metallarbeitern aufs Weise über die Ziele und Aufgaben der neugegründeten Gewerkschaft versicherung Abends von 7-9 Uhr:&. Daehne, Demmtinerſtr. 36, v. 3 Er. Pflaster geworfen find. Die Organisation der Metallarbeiter zu unterrichten, damit nicht die bürgerliche Bresse Veraulajiung hat,&. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr Abends. F. Pieschel, umfasse 85 Prozent der im Beruf Thätigen. Das Ber die Streitigkeiten unter organisierten Arbeitern zu ihrem Nußen aus Gartenstr. 55,' v. 2 Tr. E. Simanow sti, Gartenstr. 78, Portal 2, mögen betrage 200 000 Stronen, wodurch es möglich sei, fünf zubeuten. Hierauf gab der Kajsierer Dannenberger den Kanen- 2 Tr. M. Stuhlmann, Oderbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 hr Abends. Wochen Unterstügungen zahlen zu können, auch sei jeder Stollege, bericht. Derfelbe erstreckt sich auf die Zeit vom 14. April bis 15. Mai.. Boigt, Wiejenftraße 41/42. G. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 1hr welcher arbeite, verpflichtet, 3 Kronen pro Woche von seinem Arbeits- Die Einnahmen betragen inclusive der freiwilligen Beiträge und Abends. P. Reimann, Bellermannstr. 83. J. Krause, Gartenstraße 13, perembetracht berniationsbeitrag 4 Mart ausmache, zu Maimarken 123,35 W., die Ausgaben 91,35 M. Es bleibt demnach 2 ring part 38. Tapp, Schweber. 14, erficherung ihr abends zahlen. In Massenanssperrung ist es den Organi- ein Bestand von 32 M. Die Mitgliederzahl betrug am 15. Mai 147. Strelitzerstraße F. von 7 bis 8 fationen auf die Daner nicht möglich, alle Kollegen unterstützen zu Auf Antrag des Revisors Wiesener wird dem Kassierer Decharge. Mohs, Swinemünderstr. 64, vorn linter Aufgang. Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: fönnen, deswegen appellieren die dänischen Kollegen an das Solida- erteilt. Die hierauf vollzogene Neuwahl ergab, nachdem Anhalt, G. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Für Unfall, Invaliditätsritätsgefühl der gesamten deutschen Arbeiterschaft, damit der Schlag aucks und Wiesener eine Wiederwahl ablehnten, folgendes Resultat: und Altersversicherung: A. Shit, Solzmarktstr. 60 I. des Unternehmerhus, welcher gegen die Organisationen gerichtet, die Stollegen 2üning, erster Borsigender, Moride, zweiter Bor Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: pariert werden könne. Zum Schluß seiner Ausführungen ersucht fizender, Dannenberger, Stassierer, Puttic, Schriftführer, Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. Nur für Invaliditäts- und Alters: Mäther die Kollegen, daß sie in Anbetracht der uns in Deutschland sowie fünf Beifizer. Zur Frage der Tattit wurde nach längerer versicherung: W. Kühne, Pfuelstr. 1. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: bevorstehenden Kämpfe, wie auch zur Unterstützung der ausgesperrten Diskussion ein von Lands erweiterter Antrag des Kollegen Dänen, Sammellisten entnehmen, welche sie unter ihren Kollegen ein angenommen, welcher den Vorstand beauftragt, inner-.tgelmaier, Grimmiſtr. 39. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Sanel, Solmsstr. 44. cirkulieren lassen mögen; durch thatkräftige Unterftigung fei nur halb drei Wochen eine Mitgliederversammlung einzuberufen und Im Nord Westen: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: möglich, alle Angriffe abwehren zu können, er hoffe, daß auch aus den Reihen der Metallarbeiter ein Referat mit folgendem Thema versicherung: M. Stephan, Turhafenerstr. 2. Nur für Invaliditäts: diesmal die Kollegen ihre Opferwilligkeit beweisen werden. Die Deutsche Metallarbeiterbewegung in ihren und Altersversicherung: N. Ne hbein, Rostockerstr. 43. C. Guje, Daraufhin wurde beschlossen, den ausgesperrten dänischen Kollegen Anfängen bis zur Jestzeit" halten zu lassen. Auch soll Nostockerstr. 43. 5000 Mart aus dem Lokalfonds zu überweisen, und je nachdem es auf Antrag Lauds in der Versammlung, darüber Beschluß gefaßt abzedir. 15, vom part.( bends 8 Uhr). G. Günther, Greifswalders Im Nord- Osten: Nur für Unfallversicherung: E. öffler, möglich. allwöchentlich weitere Unterstügungen aus den Sammlungen werden, ob im Falle eines Streits oder sonstiger Bewegungen die abzecftr. 15, vorn part.( Abends 8 Uhr). abzusenden. Kollege Sanfen aus Kopenhagen hielt hierauf Mitglieder auf eigene Listen oder auf Listen des öffentlichen Fonds eine furze Ansprache an die Versammlung; er dankte den Kollegen zeichnen sollen. Hierauf wurde die Versammlung mit dem Hinweis, für die Aufnahme, welche ihm zu teil geworden, wie auch für die daß Anfragen an Kollegen Lining, Aderstr. 48 S. I, zu richten sind, Unterstügung, welche den dänischen Kollegen jetzt zugesichert sei, er geschlossen. straße 8, II lints. a. . Fm 8entrum: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Sattler, Kl. Hamburgerstr. 2. Bet fämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Wedding- Park Müllerstrasse 178. Am Wedding- Platz, Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosses Frei- Konzert, ausgeführt von der uniformierten Haustapelle unter Zeitung bes 19248* Musikdirigenten Herrn Koch. Jm Saale: Grosser Ball. 7 berbedte Sommer- Regelbahnen, von denen noch einige zu vergeben find.- Voltsbeluftigungen aller Art. Kaffeeküche täglich nachmittags Vom 30. Mai ab jeden Dienstag: Auftreten bon 3-6 Uhr geöffnet. der Original- Norddeutschen Sänger. W. Trapp. Ernst Höflichs Schwarzer Adler" Konzert- Garten und Specialitäten- Theater. Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 120. Im herrlichen Lindenpart, gänzlich neu renoviert: Sonntag, den 11. 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Im allgemeinen ist in City- Kreisen der südafrikanische Krieg ständen aufrecht zu erhalten. Der Redner ersucht, die Ausständigen ihm von Milner gesandte Telegramm Chamberlains ent- des Gewerbegerichts nicht anerkannten, den Streit unter allen Ilmals in England. Aus Pretoria wird berichtet, daß der Voltsraad der Südafrikanischen Republik seine Zustimmung nicht populär. zu unterstüßen, und giebt der Meinung Ausdruck, daß der Kampf zu den Vorschlägen des Präsidenten Krüger betreffend das Stimm spätestens in einigen Wochen zu Gunsten der Arbeiter beendet sein recht nnd das Schiedsgericht ausgesprochen hat. Er richtete an den wird, zumal die Unternehmer Streitbrecher kaum erhalten dürften. London, 10. Juni. Dem Reuterschen Bureau" wird aus Ohne Diskussion wurde der Streit in namentlicher Abstimmung von Ausführenden Rat das Ersuchen, alsbald eine Vorlage über diesen Pretoria, 7. Juni, gemeldet: Der Prozeß gegen die den Delegierten der Gewerkschaftskommission sanktioniert und die Gegenstand einzubringen. Präsident Krüger erklärte, er werde, Perfonen, die am 16. Mai verhaftet wurden, weil unterstützung zugesichert. wenn möglich, am Montag einen entsprechenden Entwurf im Volts- fie fich angeblich des Forts und der Stadt Johannesburg beraad vorlegen. Ueber die Aussperrung in Dänemark berichtete mächtigen wollten, hat heute begonnen. Gegen drei der Verhafteten, Rörsten, der auf das brutale Vorgehen der dortigen Unternehmer Auch im benachbarten Oranjefreistaat soll die öffentliche welche als Kronzeugen vorgeladen wurden, ist die Anklage fallen hinwies, die viele Tausende ganz unbeteiligter Arbeiter aussperrten, Meinung auf seiten Krügers sein. Der Volksraad des Oranje- gelassen worden. Ein gewisser Butler wurde gestern abend ver- und ersuchte die Delegierten, die Sammlungen einzuleiten, um die freistaates hat einen Beschlußantrag angenommen, in welchem haftet und ist dem Gericht mit den anderen Angeklagten vorgeführt Ausgesperrten nach Möglichkeit zu unterstüßen. Alle Redner befür erklärt wird, daß die Vorschläge Krügers betreffend das Wahl- worden. recht der litlanders sehr billige seien; der Vorschlag, alle worteten die Unterstützung, wobei darauf hingewiesen wurde, daß es fünftigen Angelegenheiten einem Schiedsgerichte zu unterden Anschein habe, als soll der Regierung zur Zuchthausvorlage noch breiten, sei der beste Weg, einen fortwährenden Frieden und das erMaterial geliefert werden, da die Unternehmer jetzt fortwährend Streiks sehnte Zusammenwirken in Südafrika zu sichern. provozieren und Maßregelungen vornehmen. Es sei deshalb alles Die in Pretoria erscheinende„ Boltstem" sagt, Südafrika Die Schneider von Fürth haben eine Kommission eingefeßt, zu vermeiden, um diese Absicht zu vereiteln. Folgende Resolution wurde werde mit dem Programm Krügers zufrieden sein und die über das Elend der im Schneidergewerbe Beschäftigten Material fodann einstimmig angenommen:„ Die Berliner Gewerkschaftskommission erklärt den dänischen Genossen ihre Sympathie in ihrem Kampfe, der Friede werde so eine feste Grundlage haben. Das Votum des sammeln und veröffentlichen soll. Volksraads des Oranje- Freistaates, welches die Erklärung Krügers sie verpflichtet sich, die Ausgesperrten nach Kräften zu unterstützen." Kinderschutz in England. Die Annahme des Robsonschen zu den Sammlungen werden seitens der Kommission Listen ausbillige, zeige, daß der Oranje- Freistaat im Falle eines Krieges auf Kinderschuh- Gesezes( Erhöhung des Alters für die Halbzeitder Seite Transvaals stehen würde. gegeben. Fabrikarbeit) ist jetzt so gut wie sicher, nachdem allerdings die Der weitere Punkt der Tagesordnung: Die Beitragss Zustimmung der Landwirte durch einen Kompromiß bezüglich der Schul- leistung der Gewerkschaften und der beantragte Gesetz ohne ernsthafte Opposition die zweite Lesung. Nach einem wegen vertagt und soll in einer demnächst stattfindenden Versamm zeit auf dem Lande erkauft worden ist. Am Mittwoch passierte das neue Abstimmungsmodus, wurde der vorgerückten Zeit foeben ausgegebenen Bericht des englischen Unterrichtsministeriums, lung verhandelt werden. Die Anträge und Resolutionen, die hierzu der aber bei weitem nicht vollständig zu sein erklärt, sind eingehen, sollen den Delegierten baldigit übermittelt werden. in England über 144 000 Schulkinder, die den Schulunterricht mitmachen, außerhalb der Schulzeit regelmäßig Trapp( Fliesenleger). vollen Revisoren wurden gewählt: in te( Kaufmann), Rühle( Xylograph), gegen Lohn thätig. Nahezu 40 000 davon find unter 10 Jahre alt, als Laufburschen und über 15 000 als Beitungsverkäufer thätig, die 131 sogar unter 7 Jahre alt. Von den Knaben sind rund 76 000 größere Zahl der Mädchen find Kinderwärterinnen. Ein großer Teil der Fälle sind derart, daß gesetzliche Maßregeln oder Verordnungen durchaus notwendig und ohne Schwierigkeiten durchführbar sind. * # Wir haben schon berichtet, daß die englische öffentliche Meinung fehr unzufrieden mit dem Verhalten Strügers ist. Ueber die Auffassung der Ergebnisse der Konferenz in England empfangen wir von unserem englischen Korrespondenten folgenden Bericht: V Zu London, den 8. Juni 1899. Das Scheitern der Konferenz von Bloemfontein wird von der hiesigen Bresse ziemlich pessimistisch beurteilt. Für die feuerfressenden Jingos ist es freilich ein stiller Triumph. Sie haben Arbeiter hielten am Mittwoch, den 31. Mai cr., im Lokal Deutscher Holzarbeiterverband. Die Musikinstrumentenes, rufen sie, vorher gesagt", daß mit Präfident Krüger und seinen Buren keine andere Sprache zum Ziele führt, als unzweideutiges fammlung ab, in der Klingner über die Arbeitslosens Süd- Ost", Waldemarstr. 75, eine gut besuchte Branchen- VerSäbelgeraffel. Aber auch weniger hißige und mit einem größeren Gefühl der Verantwortung schreibende Blätter erklären, daß Unterstüßung referierte. Redner betrachtet die Frage der die Hoffnung, sich auf friedliche Weise mit der TransvaalArbeitslosen Unterstüßung nicht als eine Principienfrage, sondern Regierung zu verständigen, außerordentlich gering sei, und als eine rein praktische und erörtert eingehend die Gründe, die beruhigenden Worte, die Minister Balfour gestern die für die Einführung derselben sprechen. Ihm entgegen tritt Abend auf einem Bankett des Bundes der konservativen Aus der Frauenbewegung. der Korreferent Boeste, der die Einführung zur Zeit für unzweckVereine zum Besten gab, werden mit großer Stepsis aufmäßig hält. In der Diskussion sprachen sich die meisten Redner genommen. Selbst radikale Blätter, wie das Daily Chronicle", berg hielt am 6. Juni feine erste Generalversammlung solution, welche sich gegen die Arbeitslosen- Unterstützung richtete, Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein zu Friedrichs- gegen die Einführung der Arbeitslosen- Unterſtüßung aus. Eine Res das gern für die Buren eine Lanze einlegt, zeigen sich über Krügers ab. Der Verein wurde am 1. November 1898 gegründet und fanden wurde von der Versammlung abgelehnt. Zum zweiten Punkt geHartnäckigkeit sehr verstimmt. Das„ Chronicle" unterläßt dabei bis jetzt 6 Versammlungen statt, die leider alle nur recht mäßig langten die Fragebogen der Situationsberichte für die gesamten nicht, auch Herrn Chamberlain einen Hieb zu versezen. Hat er, besucht waren. Die Kasse schließt bei einer Ausgabe von 47,70 M. Werkstätten der Musikinstrumenten- Branche für Berlin zur Ausgabe. fragt es, den Wunsch, mit Pretoria zu einem Nimm- und Gieb mit einem Defizit von 70 Pf. ab. Auf Antrag der Revisoren wird Vertrag zu kommen, seit er erfahren hat, daß ein reiches Londoner der Kassiererin Decharge erteilt. Sodann wird beschlossen, die Ver= Haus, das große Interessen in Süd- Afrika hat, bereit war, dem sammlungen im Juli und August ausfallen zu lassen. Die Mitglieder des Verbandes der Ban-, Erd- und geTransvaal behufs Ueberwindung der Finanzschwierigkeiten des werblichen Hilfsarbeiter Deutschlands, Filiale III, hielten am Volksraads drei Millionen Pfund halb englischen und halb Der Sieg des Frauenstimmrechts in der Schlußlesung beschlossen, pro Mitglied vierteljährlich 10 Pf. zu Agitationszwecken Sonntag, den 4. Juni, ihre regelmäßige Versammlung ab. Es wurde deutschen Geldes zu leihen, und war die schleunige Produ- der Londoner Lotalverwaltungsbill ist vom Telegraph zierung des Dynamittelegramms im Parlament seine Antwort auf nicht richtig dargestellt worden. Es handelt sich nicht um das zu zahlen. Ferner wurde der Agitationstommission der Ueberschuß biese Kunde?" Wahlrecht für den Grafschaftsrat, sondern um die aktive und vom Stiftungsfest überwiesen und bekanntgegeben, etwaige Gelder Hier wird also unterstellt, die Erklärung des Kolonialministers, passive Wahlberechtigung für die neuen Londoner Bezirks- an Karl Krüger, Grüner Weg 50/51, born III., zu senden. Der das Dynamitmonopol im Transvaal widerspreche dem Geist der vertretungen, die an Stelle der jezigen Kirchspielräte treten sollen. Borfißende forderte diejenigen Kollegen auf, welche ihre Ertramarken Konvention von 1884, sei nur ein Manöver gewesen, das Zustande- Trotzdem hat die Sache ihre Bedeutung, denn diese Vertretungen nicht alle haben, dieselben sofort zu kleben. tommen jener Anleihe zu verhindern. Aber auch das" Chronicle" erhalten den Rang städtischer Munizipalitäten( boroughs), wie sie Der Verband der Buchbinder 2c.( Bahlstelle Berlin) hielt am erklärt, die Bedingungen, die Krüger für die Aufnahme von Aus- ja auch Verwaltungsgebiete umfassen, die an Größe denen 6. d. M. eine Mitgliederversammlung ab, in der Brückner vom ländern ins Bürgerrecht festzusetzen vorschlägt, seien vom kritischen der bedeutenderen Provinzialstädte nicht nachstehen. Bassiert Gewerkschaftstongreß berichtete. Sodann wird ein Antrag an Standpunkt aus ungenügend. Und schließlich drückt es die Ver- die Vorlage unbeschädigt das Haus der Lords, dann genommen, die Vergünstigungen die Mitglieder der Zahlstelle Berlin mutung aus, daß Chamberlain als Trumpffarte gegen Krüger einen dürfte die Zulassung der Frauen zur Würde des Gemeinde- bei gemeinnützigen Instituten( Bade- Anstalt, Sternwarte 2c.) haben, Vertrag mit Portugal in der Tasche hat, der die Delagoa Bucht und rats Mitgliedes und Aeltesten der neuen Londoner Muni in der„ Buchbinder- Zeitung" bekannt zu geben. den Landstrich zwischen dem Limpopo und Amatongaland in die Hände cipalitäten sich in der That, wie Henry Labouchere sich ausdrückte, Englands bringt und dieses so in die Lage versetzt, alle Zugänge als das" dünne Ende des Keils" erweisen, das den Frauen die Rigdorf. Die hiesige Bahlstelle des Verbandes der vom Transvaal zum Ocean zu sperren. Es will wissen, daß der Thore aller Municipalitäten und schließlich auch der Grafschaftsräte Möbelpolierer hielt am 5. Juni bei Babenschneider eine gutKönig von Portugal demnächst auf einen turzen Besuch nach Eng- und des Parlaments öffnen wird. Bis dahin wird natürlich noch besuchte Mitgliederversammlung ab. in der Dr. med. Barov in etliches Wasser die Themse hinunterfließen. leichtverständlicher Weise über: Wie schützt man sich gegen Krantheit", sprach. Heinrich Schulz besprach hierauf das Verdrehen der Thatsachen durch die bürgerliche Presse, insbesondere auch die der „ Berliner Morgenpost" bei Arbeiterinteressen. Namentlich sind die Versammlungsberichte nicht wahrheitsgemäß. Man solle trotz des billigen Abonnementspreises solcher gegnerischer Blätter sich doch, nicht abhalten lassen, auf den Vorwärts zu abonnieren, Neugewählt wurden: Schaumlöffel als Beisigender und Körner, Nach allem, was vorgefallen, fann es jedoch ohne Zugeständnisse Steinmeßstraße 57, als Staffierer. Bekanntgegeben wurde, daß bei von seiten dieser nicht mehr zurück, ohne sein ohnehin sehr ge- Die Berliner Gewerkschaftskommission hielt am Freitag in dem Tischlermstr. Schreyer, Briz, Chauffeestraße, die Kollegen selbst in funtenes Ansehen in Südafrika schwer zu kompromittieren. Aber den" Arminhallen" eine Delegiertenversammlung ab. Zunächst be dieser Jahreszeit mitunter noch bei der Lampe und des Sonntags arbeiten. es hat mit der starken burenfreundlichen Stimmung unter der richtete Schulz über den Streit der Stuccateure. Danach Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen holländischen Bevölkerung in seinem eigenen Kolonialgebiet zu hat die Bewegung, die etwa 14 Tage dauerte und die Beseitigung Montag, abends 9 Uhr: Uebungsstunde in der Centrale Arminhallen, rechnen. Eine am 3. Juni in Burghersdorp in der Kapkolonie der Accordarbeit zum Ziel hatte, verhältnismäßig gute Erfolge ge- Kommandantenstr. 20. Vortrag über: Verlegungen( Wundbehandlung, abgehaltene große Versammlung, die einstimmig eine Aenderung der zeitigt, obwohl ein Teil der Stuccateure selbst nicht mit der not- Blutstillung usw.), daran anschließend Verband- Uebungen. Neue Mitglieder Politik gegenüber dem Transvaal verlangte, ist in dieser Hinsicht wendigen Energie für die Forderung eintraten. Hierauf berichteten werden aufgenommen. Gäste willkommen. bezeichnend genug. Die Sprache der Redner auf der Versammlung die Vertreter der Schuhmacher über den Stand des Boykotts Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe. Heute Zahltag: Aderstraße 123 war gegenüber der englischen Regierung ebenso geringschäzig wie über die Firma Tad u. Co. und befürworteten mit dem Hin- bei Dieke von 3-6 Uhr. herausfordernd. weis auf die Arbeitsverhältnisse und das Vorgehen dieser Firma den Oeffentliche Versammlung für Barbiere und Friseure, Arbeit. Arbeitern gegenüber, denen sogar die Ausübung des Koalitionsrechts geber und Arbeitnehmer Montag, den 12. d. M., abends 10 Uhr, Alte Die Frantf. 8tg." meldet aus London: In maßgebenden unmöglich gemacht wird, die Zustimmung und die strenge Durch- Jatobftr. 37. Tagesordnung:„ Der Neun Uhr- Ladenschluß und die Selbstständigen." Londoner City Kreisen find die Meinungen über die gegen führung des Boytotts. Nach furzer Diskussion gelangte ein Antrag Transvaal zu ergreifenden Maßregeln geteilt. Zeil zur Annahme, in der die Versammlung zu dem Bontott über Krawattenbranche. Dienstag, den 13. Juni, abends 82 Uhr, Vers ist entschieden für ein fofortiges, energisches Vor- bie Schuhgeschäfte der Firma Tad u. Co. in Burg ſammlung. Vortrag des Herrn Dr. Freudenberg über:„ Die Tuberkulose, gehen, weil er sich sagt, daß Krüger nur dann nach ihre Zustimmung giebt und die Delegierten sich derpflichten, ihre Bekämpfung und eventuelle Heilung". 2. Die Angelegenheit der Kollegen geben wird, wenn er sieht, daß er mit bewaffneter Macht denselben mit allen Kräften zu unterstützen. bei Böhm u. Wolfsohn. Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Hergt, Landbedroht wird. Ein anderer Teil beschäftigt sich, wenn auch in aller Den Bericht über den Streit der Steinfeger lerstattete| wehrstr. 1. Gäste willkommen. Stille, mit dem Gedanken, ob nicht die Vereinigten Staaten Knoll, der in eingehender Weise die Ursachen und den gegen- Centralverband der Töpfer Deutschlands.( Filiale Berlin.) von Amerita der berufene Vermittler zwischen England und wärtigen Stand der Bewegung erörterte. Nach den Ausführungen Generalversammlung am Dienstag, den 13. Juni, abends 6 Uhr, bei Transvaal sein würden. Man geht dabei von der Auffassung aus, ist der bisherige Verlauf der Bewegung, über die der Vorwärts" Buste, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom daß 1. keine Macht gegenwärtig Großbritannien näher steht, als die ausführlich berichtete, ein sehr günstiger und das Verhalten der XI. Rongreß. 2. Ergänzungswahl zum Centralvorstand. 3. Gewerkschaft: Vereinigten Staaten, und daß 2. diese sich dem Vertrauen von Ausständigen musterhaft. Bisher arbeiten bereits bei 23 Firmen 250 liches. Um zahlreiches Erscheinen ersucht die Ortsverwaltung. Transvaal durch ihre republitanische Regierungsform empfehlen bis 300 Steinfeger zu den neuen Bedingungen und weitere Bewilli würden und durch die hervorragende Stellung, die die Nachkommen gungen stehen in nächster Zeit bevor. Die Ausständigen, die sich mit holländischer Knickerbockers im politischen und gesellschaftlichen den Vorschlägen des Gewerbe- Schiedsgerichts völlig einverstanden erland tommen wird. Daß in dieser Richtung das einzige diplomatische Mittel liegt, mit dem England einen Druck auf die Transvaalregierung ausüben fann, weiß man längst, und ebenso, daß das anglo- deutsche Abkommen sich auf das portugiesische Ostafrika bezieht. So wird die Vermutung des Chronicle" nicht sehr von der Wahrheit abweichen. Jedenfalls wird England alle möglichen anderen Mittel und Wege erschöpfen, ehe es sich zum Striege gegen die Buren entschließt. " # " Ein Es sei noch bemerkt, daß es sich im vorliegenden Falle um das Stimmrecht von Frauen handelt, die eine eigene Wohnung innehaben, so klein diese Wohnung auch sein mag. Versammlungen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Achtung! Achtung! Das diesjährige Sängerfest findet am Sonntag, den 6. August 1899, im„ Schloß Weißensee" statt. Der Vorstand. Achtung! Maurer Berlins und Umgegend! ( Vertrauensmänner- Centralisation.) Dienstag, den 13. M., abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen, Stoppenftr. 29: Grosse öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Der Kampf um den 65 Pf.- Stundenlohn und die angewandte Taktik. Stollegen! Wir halten es für notwendia. daß Ihr alle Mann in die Versammlung tommt. Die Lobnkommiffion. J. A.: Frig Rater. " Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und Achtung! Moabit. Agtung! Sonnabend, den 17. Juni 1899, in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49: Gr. Sommerfest Konzert, Theater, Specialitäten, sowie Gr. Ball. Arrangiert vom Gesangverein ,, Vereinte Sangesbrüder Moabits" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Billet 25 Pf., Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang des Konzerts 5 Uhr nachmittags. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Deutsche [ 65/15 Metallarbeiter- Gewerkschaft. In folgenden Lokalen werden Beiträge entgegengenommen und Aufnahmen vollzogen: Blank, Gerichtstr. 61. Albrecht, Roloniestr. 15. Haferland, Wattstr. 19. Schröder, 3immerstr. 52. Anklam, Reichenbergerstr. 145. Zacharowsky, Brandenburgstr. 19. Plötz. 533b Gräfeftr. 34. 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