Sosialdemokrat ZENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRUH. REDAKTION UND VERWALTUNG PRAG XII., FOCHOVA 62. TELEFON 53077, HERAUSGEBER: SIEGFRIED TAUB. VERANTWORTLICHER REDAKTEUR: DR. EMIL STRAUSS, PRAG. Einzelpreis 70 Heller ( einschließlich 5 Heller Porto) 16. Jahrgang Mittwoch, 29. Juli 1936 Systematische Fortschritte der Regierungstruppen Oviedo belagert, Saragossa eingekreist Toledo besetzt er Sonderzug ab, deſſen Sicherheit von Madrid. Eine amtliche Meldung teilt mit, daß die Regierungstruppen neuerlich 20 Kilometer nordwestlich von Madrid vorgegangen sind, so daß die Versorgung der Hauptstadt mit Wasser vollkommen gesichert ist. In den Gebirgsgegenden um Sierra Guadarrama ist keine Veränderung eingetreten. Die Sierra Guadarrama befindet sich vollſtändig in den Händen der Regierungstruppen. Die Regierungsabteilungen, welche die Stadt Ovi e do belagert halten, erlangten günftige Positionen, die die Stadt beherrschen. Ununterbrochen ist Geschützfeuer zu hören, mit welchem die Belagerer die Stadt überschütten. Bis jetzt hinderte ein dichter Nebel die Flieger daran, die Stadt zu überfliegen. Dagegen finden im Süden größere Gefechte statt. Die der Regierung treue Kriegsmarine verwehrt General Franco weitere Truppenfendungen aus Spanisch- Marokko nach Spanien, so daß General Franco nur auf die kleinen Truppen= transporte mittels Wasserflugzeugen angewiesen ist. Die Stadt Sevilla befindet sich noch immer in den Händen der Aufständischen. Situation in Katalonien abermals gebeffert hat, Aus Barcelona wird gemeldet, daß sich die und daß zahlreiche Arbeiter wieder ihre Arbeit die Plünderung des italienischen Konsulates zu verhindern. In London verlaute weiters, das Italien eine Gelegenheit abwarte, um dem Gene ral Franco auf irgendeine Weise den Transport von Fremdenlegionären auf spanischen Boden zu erleichtern. London. Reuter behauptet in einer Meldung aus Lissabon, daß die Militärregierung in Burgos bereits an das Ausland mit dem Burgos als die gesetzliche Regierung anstatt der Ersuchen herangetreten sei, die Regierung von Madrider anzuerkennen. der Regierung garantiert wird und der die Ausländer über die Grenzen Spaniens bringen wird. Geheimnisvolle Flugzeuge Bordeaux. Auf dem Flugplay Tehnac bei Bordeaux gingen Montag vier Fotter- Flugzeuge nieder. Drei Flugzeuge starteten von Catewick bei London, das vierte auf dem Flugplatz in Le Bourget. Es sind dies dreimotorige Flugzeuge, die im glaubte man, daß sie nach Madrid fliegen. ganzen über 1269 Pferdekräfte verfügen. Zuerst Die Besabung der Flugzeuge aber versicherte, daß sie nach Lissabon fliegen. Madrid. In der chilenischen Botschaft trat das diplomatische Korps zusammen, um über die Die Besizerin der vier Flugzeuge ist die Lage in Spanien Beratungen zu pflegen. Ge britische Fluggesellschaft. Die Gesellschaft erklärte, wurde ein ständiger Ausschuß eingesetzt, welcher daß sich die Apparate auf dem Wege nach Portugal über dringende Fragen, welche die Lage mit sich befinden. Ich kann weder bestätigen noch verleugbringt, in Erörterung ziehen solle. Am Donners- nen", erklärte ein Funktionär dieser Gesellschaft, tag geht aus Madrid ein international ,, daß das Endziel der Flugzeuge Spanien ist." Bestialisches Wüten der Putschisten Nr. 175 Ausflug nach London Die Zeit" vom Sonntag bringt einen Leits gleiter, betitelt ,, Mahnworte aus London". Daß die Londoner Reise, dazu bestimmt, guten Eindruck zu machen( nämlich hierzulande) im Augens blick unliebsamer ,, Brand" legerei journalistisch in aller Breite verwertet werden würde, ganz im Gegensaße zu früherer Geheimnistuerei bei sol chen Anlässen, war zu erivarten. Daß um der Nußanwendung willen, die sich aus der Begönne rung durch gerade nicht Golf spielende Lords für die in der großen Mehrheit nicht ſatisfattionsfähige Volksgemeinschaft ergeben soll, ein bißchen spiegelt werden dürfte, konnte füglich gleichfalls Einschaltung ins weltpolitische Geschehen vorgeangenommen werden. Daß aber Herr Rutha den Wintewinkefinger so unvorsichtig hebt, daß dahina ter die Drohfaust mit einem Male sichtbar wird, muß daher rühren, daß es eben leicht zu Be triebsunfällen kommt, wenn man sich in den Kreis sen jener, wo ,, Brand" gefahr latent vorhanden. allzu nahe an den Brennpunkt der Weltereignisse heranbegibt. Man könnte fast dem Verfasser für seine, sagen wir, halboffene Sprache verbunden sein und hegt nur noch den Wunsch, daß er Halbheiten sind im Bereiche des Totalitären ja ohnehin wenig geschäzt ganz offen das auss spreche, was nach Klarstellung schreit. artikel aus der Feder von Henleins Londoner Be1 Aus dem nördlichen Spanien werden Scharmühel in der Umgebung von Irun, San Seba Einem Reuterbericht zufolge wurde Dienstag werden müßten und bei übereiltem Weitermarsh Scherz beiseite. Rutha spricht da von stian und Bilbao gemeldet. Das Madrider Innen- vormittags in Gibraltar aus der Nichtung der Aufstände im Rücken zu befürchten seien. Der einigen Mündeln" der Engländer in Europa minifterium hat nachmittags mitgeteilt, daß fich Stadt La Linea Geſchüßfeuer gehört. Der Nachschub der Truppen aus Marotto sei erschwert, und eben sei es noch Desterreich geweſen und nun bie letzten Aufständischen in San Sebastian Kapitän einer faschistischen Abteilung erklärte da die spanische Regierungsflotte noch immer die das Sorgenkind Tschechoslowakei. Wir glaus ergeben haben. Die Aufſtändiſchen in Loyola haben fich Dienstag vormittage bebingung- einem Berichterstatter des Reuterbüros, battenteichung ſcheint augenblidlig) pie anges die Einschätzungen, wie sie vielleicht Ceylon gegen beherrsche. Die größte Befürchtung der ben nicht, daß selbst in jenen englischen Streisen, teilungen der regulären marokkanischen Armee 60 Tos ergeben. Die dadurch freiwerdenden Miliz- Kommunisten erschossen hätten, die aus San Rocco liche Lieferung von Bomben flugzeugen über am Blake ſein mögen, gerne auf kontinen truppen follen sich nunmehr mit den Volksfront- geflüchtet waren. streitkräften von Bilbao vereinigen, um geaus Frankreich an die Madrider Regie- taleuropäische Staaten anzuwenden belieben, die meinfam in der Richtung auf die Stadt Vito- Der aufständische General de la no Presse besprochen wird. rung zu sein, die sehr eingehend in der Lissaboner Tschechoslowakei so eingeschätzt wird, sondern halten dies eher für des Verfassers Einschäßung. ria vorzurücken, die sich in den Händen des na- teilte im Radio von Sevilla mit, daß sich in MeNach einer Reutermeldung aus Gibraltar wird Jedenfalls bedanken wir uns für eine solche Eintionalistischen Militärs befinden. lilla 1300 Angehörige von Matroſen als Geifeln die Gesamtzahl der in dem Kampfe bei Espe= schäßung, bedanken uns auch dann, oder erst recht die Regierungsflotte Melilla bombardieren sollte. die der Verwundeten auf 1200 geſchäßt. Die nieren mögen, welchem Milicu ja allerdings im in den Händen der Aufständischen befinden, wenn po na( Broving Malaga) Gefallenen auf 600, dann, wenn die diversen Gentlemen in London noch so sehr einem gewissen Ascher Milieu impoDer Reuter- Korrespondent hatte eine Unter- Truppen der Linksregierung, die 400 Tote verredung mit einem spanischen Legionär aus der loren hätten, ständen in hartnäckigen Nückzugs- Kriege der Sinnspruch„ Gott ſtrafe England" Stadt La Linea. Der Legionär erklärte: Wir er- gefechten vor Estepona, das von den Nationalister nicht fremd gewesen sein dürfte. Bei aller Behielten die strenge Weifung, niemanden in die umzingelt sei. Viele hundert Fremdenlegionäre bleibt die Einschätzung unseres Staates als eines eindruckung durch Lords, Viscounts und Dukes Gefangenschaft zu führen, sondern alle Kommuni- sollen in Flugzeugen von Ceuta aus zur Mündels, wie sie der Verfasser beliebt, sagen sten hinzurichten. Der Vertreter der Reuter'schen Verstärkung eingetroffen sein. Büros fah in der Infanteriefaserne in La Linea wir originell. 100 gefangene Kommunisten, welche in Gruppen nien befagen, daß der Verfuch der Aufständischen, in dem Artikel von der Bedrohung des europäischen Paris. Die letzten Berichte aus SpaIst schon dies bemerkenswert, so ist das was zu je 20 Mann hingerichtet werden sollen. Madrid zu erobern, gescheitert sei, daß Friedens durch das sudetendeutsche Problem steht, sich die Aufständischen- Abteilungen durchwegs noch interessanter. auf dem Rückzug befinden und daß der spanische Wir bitten um Aufklärung: Nach Rutha Bürgerkrieg leider in einen Kleinkrieg und in soll der Friede Europas zum nicht unwesentlichen Teile von der Lösung des Nationalitätenproblems Plünderungen ausarte. arte. Die Madrider Regie- in der Tſchechoslowakei abhängen. Nach Rutha rung soll tatsächlich die Lebensmittelversorgung will man irgendwo genau wissen, daß der Friede Madrids gesichert haben. angetreten haben. Die Eisenbahnverbindungen in ganz Katalonien funktionieren normal. Ein aus Spanien zurückgekehrter Sonderberichterstatter des„, our na l" schildert die Leidenschaft, mit welcher der Bürgerkrieg in Spanien tobe. Die Zahl der Todesopfer werde auf mehr als 25.000 geschätzt. Auf beiden Seiten fehlen den Truppen Munition und Material. Die nationalistischen Truppen feien beffer ausgerüstet, während die Truppen der sozialistischen Regierung an Zahl stärker feien. Angriff gegen Saragossa Die Regierungsabteilungen, welche anfangs der Woche von Barcelona nach Saragoffa mar schierten, find nun ihrem Ziele nahe. Republikan!. sche Abteilungen haben Montag die Stadt Hijar besetzt und rücken gegen die Stadt Belchite vor, too fich ein Flugplatz befindet. Beide Städte find in Aragonien und liegen vor Saragoffa. Sie geben Schwierigkeiten zu... Lissabon. Nach einer Mitteilung des Lissaboner Vertreters der spanischen provisorischen Militärregierung ist der Vormarsch der Südarmee nur sehr langsam möglich, da in jedem Dorf tommunistische Organisationen bekämpft Neue britische Truppe In Lerida find fünf weitere RegierungsLondon. Kriegsminister Duff Cooper flugzeuge gelandet, so daß nunmehr bereits 15 teilte im Unterhaus mit, daß er beabsichtige, Flugzeuge zum Angriff auf Saragossa bereit stehen. eine neue Infanterie- Reserve mit einer Anfangs Ferner ist ein Regiment Infanterie dort einBetroffen, welches den Marsch nach Sata- ſtärke von 17.000 Mann zu ſchaffen. Die Ver. soffa antreten wird. Auch in der Umgebung pflichtung zur Dienstleistung laute auf ſechs Leridas werden übrigens starke Truppenabteilun Jahre, nach deren Ablauf die Reservisten die gen der Regierung konzentriert. Toledo gefallen = Wie Havas aus Madrid berichtet, seien die nationalistischen Truppen von Toledo einer Tetten Aufforderung der Regierungstruppen, fich zu ergeben, nachgekommen. Italien auf der Lauer? Möglichkeit einer weiteren Dienstzeit von vier Jahren erhielten. In die Reserve follen unverheiratete Leute im Alter zwischen 17 und 25 Jahren, eingereiht werden. Der erste Wirbel Europas schwer gefährdet wäre, wenn Konrad Henlein feine einsichtigen tschechischen Staatsmänner für die gemeinsame Lösung fände"; wir wiederholen unsere Frage, durch wen wohl der europäische Friede in einem solchen Falle gefähr= det werden könnte, und wären für Adressenangabe Innsbruck. 500 deutsche Touristen, die an sehr verbunden. Welche ,, unabsehbaren Folgen für haben einen Ausflug nach Innsbrud Gewährsmann des Verfassers, würde die Aufdem Alpinistenkongreß in Garmisch teilnehmen, uns alle" meint wohl seine Lordschaft, der Herr unternommen, wo sie von der Bevölkerung sym- lösung der SdP zeitigen, an die niemand denkt, vathisch aufgenommen", wurden. Deſterreichiſche da fie dieſen Prozeß wohl ſelbſt beſorgen wird? Nationalsozialisten versuchter eine Demonstra Unabsehbare Folgen für uns alle", also audj für tion hervorzurufen, wobei 34 Perſonen ange- die Engländer, demnach Weltkrieg Nr. 2 wegen halten wurden. Modernisierung der SdP? Denn das Ende von Konrads Londoner politischen Garden Parties kann selbst der hitlerlikeste Engländer nicht als unabsehbare Folgen bezeichnen. der Dardanellenforts Nochmals: Scherz beiseite! Ist denn schon Istanbul. Nach den Feiern des türkischen alles Gefühl für das Maß der Dinge abhanden Information Baldwins diplomatischen Sieges in Montreur unternahm gekommen? Darf man im sudetendeutschen Volke der türkische Generalstabschef General Fevzi die Vorstellung großziehen, seine Eristenzfragen über die deutschen Rüstungen schatmat eine Inspektionsreise entlang der Befe- feien nur zu lösen durch das machrpolitiſche London. Ministerpräsident Baldwin hat ſtigungen in den Dardanellen und ordnete an, daß Kräftespiel der Staaten untereinander, nur durch Paris. Frau Labouis verfichert im in Gegenwart des Kriegsministers, des Ministers sofort an deren Modernisierung geschritten werden mehr oder minder geglückte Erpressungen? Der Deuvre", in London verlaute, daß Italien für Flugwesen, des Ersten Lords der Admiralität müsse. Der türkische Generalstab beschloß, die Partner für den Ausgleich soll zur Bereitschaft ein bedeutender Anteil an der Aufstandsbewe- und des Ministers für die Koordinierung der Na-| Garnisonen von Thrazien durch ein neues Dar gezwungen werden durch Drohungen. Das heißt gung in Spanisch- Marokko zufalle, und daß es tionalberteidigung eine Deputation von Mitglie danellen- Armeekorps zu verstärken, dessen Kom- Afford zwischen Gleichberechtigten? ben günstigen Augenblick abwarte, um in Spanien dern der Regierungsmehrheit des Unterhauses mando in dem Städtchen Tschannat- Kalet sein irgendwie eingreifen zu können. So mußte bei- empfangen, welche der Regierung ihre priva v a- wird, wo auch eine Radiosendeſtation gebaut wer spielsweise vor einigen Tagen die britische Admiten Informationen über die deutschen den wird. Im Auguſt werden große Manöver ralität allen ihren Einfluß geltend machen, um Rüstungen vorzutragen wünschte. Die Deputation in Türkisch- Thrazien mit besonderer Berücksichtiein italienisches Schiff an der Bombardi e- wurde von Austen Chamberlain geführt. Die Zu- gung der Verteidigung der Dardanellen statt rung Barcelona s als Antwort auf sammenkunft trug rein privaten Charakter. finden. So ungefähr ſehen ja die Grundsäße aus, nach denen die Diplomatie des Dritten Reiches sich die berühmten bilateralen Verträge denkt! Und das Sudetendeutschtum als Objekt und Instrument solcher Außenpolitik? As Objekt einer Außenpolitik, die aufs Ganze geht, nämlich auf Seite 2 Mittwoch, 20. Juli 1988 Nr. 17S die politische und, was fürs Raffen wichtiger ist, auf die wirtschaftliche Hörigmachung der Tschecho- slowatischcn Republik im Rahmen des als Hitler« kolonie gedachten Mittel» und Südeuropa. Wirt» schaftlich ist das Sudetenland für die Raffer von Ruhr und Rhein herzlich uninteressant, denn wir haben weder Bauxit noch Petroleum, Iveder Oel- frucht c noch Kupfer, wir haben nur Werkstätten und fleißige Hände, die man von der wirtschaft» lichen Entwicklung in unserem Staate abschneidet, wenn man Mißtrauen säet und eine Bedrohungspsychose schafft, mit wahrlich unabsehbaren Folgen für uns alle, für die Menschen hier, nicht für die Herren Gewährsleute in London, die bedauernd die Achseln zucken würden, toenns schief geht und die sich für unser Schicksal nur insoweit interessieren,, wenn sie es überhaupt tun, als unser Volk als Instrument einer Außenpolitik dienen kann, als ein Pressionsmittel des Faschistenblocks gegen die europäische Demokratie, sei es nun wegen der Antirußland-Politik des Oelkönigs Deterding, sei es wegen der ungarische» Träume der Lords Rothcrmere oder gar nur darum, daß ein paar augenblicklich unbeschäftigte oder schwach beschäftigte Herren der zweiten Garnitur der. Konservativen auf eigene Faust ein wenig Außenpolitik treiben können. Heraus mit der Sprachei Wer weiß in London so genau, wer dar Sudetendeutschtum vertritt? Wer sind die„hohen englischen Kreise", die nur Konrad Henlein die Lö sung eines von ihnen selbst al».weltpolitisch bezeichneten PrMems zutrauen. Wir glauben e» zu ahnen und warnen: Lord Rothermere ist aus det Familie der NörthcliffeS und die find nicht rafferein, was bei Rosenberg nachzulesen ist. E» wäre auch, vor intimerer Bekanntschaft, doch nachzufragen, ob die Herren diese» Zeitungskonzerne» schon ebenso, wie die Ascher da»„Gott strafe England" die Schandhetze gegen die deutschen Soldaten vergeffen haben, mit der man in Rother» mereS„Daily Mail" im Kriege tagtäglich das Lesepublikum fütterte. Wir erwarten restlose Aufllärung und wir werden uns dann über den Wert außenpolitischer Neuorientierung für die. deutschen Minderheiten unterhalten, für die neben Süd-Tirol die Deut» schen in Polnisch-Oberschlesien oder die Deutschen in Ungarn einen hinreichenden Anschauungsunterricht bilden. Wir nehmen uns nach wir vor das Recht heraus, für unser Bolk zu sprechen, auch wenn Herr Rutha eine oder mehrere Lordfchaften für seine etwas arrogante Auffaffung gewonnen haben sollte, und erinnern nur daran, daß Lloyd George bald nach den Khaki- wählen weniger zu sagen hatte als die Labouristen, die bei diesen Wahlen kein Sech st e l, geschweige denn ein Drittel der Stimmen erhaltenhatten. T. R. S. stellt, welche die Arbeit zweier Hobelmaschinen Merer Konstruktion ersetzen, wobei die Bedienung dttzser Maschine einem Arbeiter anvertraut ist, der daneben auch noch andere Auwmaten bedient. In einer Pipenfabrik wurden 86 Arbeiter ausgeschaltet, als man 6 Kopier-Drehbänke aufstellte, deren Leistung die Arbeit von 42 Drechslern ersetzte. In einer Bürstenfabrik wurde ein Auwmat eingeführt, welcher gleichzeitig zwei Brettchen durchbohrt und in zwei andere Brettchen die Borsten einschlägt. Die Maschine wird von einem Arbeiter bedient, während, früher für dieselben Manipulationen zwei bis drei Arbeiter notwendig waren. Weitgehende Rattonalisierungsmaßnahmen wurden in der Textilindustrie durchgeführt. Eine große Textilfabrik hatte bisher die notwendige Durchmischung der Wolle mtt der Hand besorgen kaffen, wozu eine große Anzahl von Arbeitern notwendig war. Die Firma ist nunmehr zur auwmatischen Mischung in Beton- kammern übergegangen, wobei die Wolle pneumatisch in die Kammern geführt wird. Nach erfolgter Mischung wird sie ebenfalls pneumatisch zu den Pressen transportiert. In einer.Baumwollspinnerei wurde die verhältnismäßig teure Produktion des Baumwollgarns auf Selfaktoren durch die Einführung von automatischen Ringspinnmaschinen verbilligt, bei welchen nur Frauen beschäftigt werden, während 88 Arbeiter ihre Arbeit verloren. Durch Einführung eines schnelleren Durchzugs wurden in derselben Fabrik einige der Flügelspinnmaschinen überflüssig, was zur Ausschaltung von 90 Hilfskräften führte. Durch Einführung des Zweistuhlsystems kamen in einer Baumwollweberei 60 Weber um ihre Arbeit und auch andere Fabriken verringerten durch die Einführung des Zwetstuhlsystems die Zahl der be-. schäftigten Arbeiter. Eine Baumwollweberei teilte sogar, den Webern statt der bisherigen 4 Stühle, die sie zu bedienen hatten, 16 Spezialstühle zu, wogegen jedoch die Arbeiter Protest erhoben, so daß diese Maßnahme nur probeweise erfolgte. In einer Spinnerei wurden den Arbeitern statt der bisherigen 12 nunmehr 1b Maschinen zur Bedienung übertragen. Ueber entschiedenen Widerstand der Arbeiterschaft mußte jedoch diese Maßnahme widerrufen werden. Immerhin gelang es aber der Firma, den Arbeitsprozeß um 6 Prozent zu beschleunigen. Eine große Strumpffabrik erhöhte ihre Produktion durch Einführung automatischer Maschinen um 100 Prozent, wodurch die Hälfte der Arbeiter überflüssig wurden. Die Firma Baka vereinfachte ebenfalls in verschiedenen Abteilungen die Produktwn und erhöhte die Leistung um 16 Prozent. Die. Erzeugung der Blechtuben für Schuhputzmittel und ihre Füllung wurdeaütoma« tisiert,-wobei die Arbeitsleistung von 8000. auf i'OiÖOO Tuben täglich gesteigert wurde'."' Eine Molkerei führte einen neuen Auwmaten für das Füllen der Milchflaschen ein, welcher die Flaschen wäscht, füllt, verschließt und zur Expedition vorbereitet. 9 Arbeiterinnen können auf diese Weise 8000 Flaschen pro Stunde versandbereit machen, wobei ihre Hände mit der Milch überhaupt nicht in Berührung kommen. Durch den Ausbau der Transporteinrichtungen brachte eine Zuckerfabrik 60 Transporwrbeiter um ihre Beschäftigung. Auch im graphischen Gewerbe macht sich die Rationalisierung bemerkbar und eine große Buchdruckerei führte 2 neue Setzmaschinen ein, welche vis Auswirkungen der Rationalisierung in amtlicher Darstellung Die tschechoslowakischen Gewerbeinspektoren widmen den Fragen des technischen Fortschrittes alljährlich ihre Aufmerksamkeit und geben in ihrem Bericht eine zusammenfaffende Darstellung der Auswirkungen der Rationalisierung, die zu den gründlichsten Arbeiten aus diesem Gebiete gehört. In der Regel ist mit der Durchftihrung der Rationalisierungsmaßnahmen auch ein Rückgang der Arbeitsmöglichleiten festzustellen, nachdem die Maschine systematisch die menschliche Arbeitskraft ersetzt. So hat beispielsweise eine Kristallglasfabrik zwei Schmelzöfen und vier Kühlösen eingerichtet, welche mit elektrischem Strom aus einem eigenen Elektrizitätswerk betrieben werden. Wenn sich diese Einrichtung bewährt, wird die Glasfabrik die bisherigen Oefen, die mit Generatorengas geheizt wurden, einstellen, womit drei Heizer um ihre Arbeit kommen. Für die Erzeugung von Glasampullen für Injektionen wurde ein Automat eingerichtet, welcher bei Bedienung durch 2 Arbeiter in 8 Stunden 7000—9000 dieser Ampullen preßt. / Eine Maschinenfabrik errichtete in ihrem -Stahlwerk statt-der bisherigen 2 Martinöfen, welche eine Produktionskapazität von 82 Tonnen in 24stündiger Arbeitszeit aufwiesen, einen Elektroofen, System Hörould, womit die Produktion wesentlich vereinfacht wurde, dabei jedoch gleichzeitig von 11 beschäftigten Arbeitern 8 ihren Arbeitsplatz verloren. Durch Einführung einer Exzenterpresse statt der bisherigen Spindelpresse könnten die Skodawerke in ihrer Schmiede die Leistung um 100 Prozent steigern. In einer Draht« und Nägelfabrlk wurden 6 Arbeiter aus dem Arbeitsprozeß ausgeschaltet, als man vom manuellen Abwiegen der Erzeugnisse zur automatischen Füllung der Päckchen überging.. Eine Schraubenfabrik erhöhte ihre Produktivität um% durch eine teilweise Automatisierung des Betriebes. Eine Fabrik für Baubeschläge führte in ihrer Schleiferei die Arbeit am lausenden Band ein, doch wurde dessen Schnelligkeit zu groß genommen, so daß die beim Schleifen erwärmten Gegenstände nicht einmal ordentlich auskühlen konnten. Ueber Einschreiten des Gewerbeinspekwrs, wurde die Geschwindigkeit auf ein Drittel reduziert, dabei jedoch die Menge der zugesührten Halbfabrikate auf das Dreifache erhöht. Eine Rasierklingenfabrik erstellte einen Automat für das Härten der Stahlbänder, wobei sich die menschliche Arbeitskraft nur auf die Versorgung der Maschinen mit dem notwendigen Material und auf die zeitweilige Kontrolle des Pyrometers oder Thermogramms beschränkt. Eine Schmuckkettenfabrik führte einen neuen Kettenautomaten ein, welcher bei 11 beschäftigten Arbeitern monatlich bis zu 80.000 Meter fertiger Ketten liefert. Die rationalisierte Arbeitsteilung ist Wohl am gründlichsten in den Radiofabriken durchge- fübrt. Die Montage der Apparate wird auf 40 bis 60 Arbettsprozesse geteilt, welche von den.ein- zelnen Arbeitern auf ihrem Arbeitsplatz durchge- sührt werden, während die zu montierenden Apparate auf einem laufenden'Band aN ihnen vorüberziehen. Gegenüber der gewöhnlichen Serienproduktion ist die Arbeitsleistung um 15—20- Prozent Höher, wobei auch infolge der Bereinsä« chung des Arbeitsprozesses, weibliche Hilfskräfte verwendet werden können. Eine andere Radiofabrik verdreifachte die Leistung beim Anziehen der Schrauben, als sie zur Einführung elettrisch betriebener Maschinen überging. In einer Automobilfabrik kamen 6 Arbeiter um ihre Beschäftigung, al- die Firma eine neue Maschine zum Schleifen der Wellen einführte. An demselben Betrieb wurden moderne Hobelmaschinen für das Hobeln der Zahnräder aufge. 48 Wir suchen ein Land Roman einer Emigration -Mi Rodert GrStuch Copyright by Bugen Prager-Verlag. Bratislava. Und die Steine, auch sie machen das Tal wirr. Man sagt, du lügst und hast doch keinem etwas verheißen... In Katos Stirn unter den kurzen Fransen, um die dunklen Augen und den faltigen Mund lagerten Trauer, Bangen, Schicksal. Eva sah lange in dieses Gesicht und verstand alles... Rot, in unberührter Schönheit, leuchtete seitlich am Hange ein Granatapfelbusch... Nun war alles klar— und morgen mußte sie fort. Die Mutter liebkoste noch immer die Hand der anderen und Evas Augen glitten über dieses Gesicht dahin. Von viel Not stand in diesen Falten geschrieben, eine stumme Klage um tote Söhne, erschossene Männer, harte Gesetze. Die Geschichte eines armen Volkes war in dies Gesicht gemeißelt, und jäh erkannte Eva eine Schönheit der Alternden, die weit über Raum und Zeit hinaus.wuchs. Am nächsten Morgen standen zwei junge Malisorinnen auf der Matte und wippten EvaS Gepäck auf den Rücken. Nehe» der geflochtenen Hütte blieb im gelb gebrannten Grase eine Lupe liegen. Niemand sah sie, trotzdem Eva noch einmal um den Haufen bunten Gesteins, herum ging, verträumt und mit einem kleinen Lächeln, In allen Farben schimmerte der Hausen, Wunder über Wunder lebten darin. Abertausend Abbilder deS Alls lagen in jedem Stein beschlossen, in jedem kreisten abertausend unendliche kleine Weltkörper um abertausend kleine Sonnen. Kleiner Stein, deine Kleinheit ist Gröhe, deine Starre ist Bewegung und in deinem menschsexnen Farbenspiel lebt Geschichte von Jahrmillionen. Aber die vorhandenen Wunder genügt» den Menschen nicht, wenig wissen sie davon, wenig vermögen sie damit— und weil ich, die Mineralogin Eva, keine anderen Wunder au» euch zaubern konnte, gerate ich in dunkle Gefahren... Justus, erging es dir, erging es euch in eurer Heimat nicht ebenso? Ihr solltet auch zaubern und wurdet gejagt, weil ihr es nicht konntet... Kato, die Mutter, gab der Weißen das Geleit bis zum nächsten Stamm. Die beiden Frauen weinten, als sie auseinander gingen. Zwei Tage wanderte Eva, höher und höher, über Trümmerfelder von Karstgeröll hinweg, dann fiel der Pfad zur Grenze hinab. Am selben Mend kam der jüngste Sokoli von Skodra zurück und jagte drei'Ziegen vor sich her. Finsternis brütete in seinem Herzen. Der Hirtenruf hatte ihm schon am großen Strome unten berichtet, daß die weiße Frau von dannen gegangen war. Still zeigte ihm die Mutter all die strahlenden Gastgeschenke, die Eva zurückgelassen. Eine Zauberlampe für LaSka war dabei: wenn man auf einen Knopf drückte, sprühte helles Licht heraus.— Stumpf und abwesend glitten Laska» Augen über all das hinweg. Draußen am Steinhaufen hockten Männer und Frauen, ließen die vergessene Lupe von Hand zu Hand gehen, beugten sich damit über das Geröll und stierten in diese stumme/ verschlossene Welt. Nun war sie fort, die weihe Frau, die deuten konnte, was der Schoß der Erde barg. Ach, das große Wunder war nicht geschehen! Warum hatte man sie von dannen ziehen lassen?! Bielleicht wuhte sie um den Schah und verriet ihn draußen in der grohen Welt und eine» Tagewaren Fremde hier, geschützt von den Steuereintreibern in Tirana, und gruben in den Bergen, stiegen in den Leib der Maleija hinab und prellten die armen Maltsoren um den verborgenen Reichtum! Warum hatte man die Weihe von dqn« nen wandern lassen?! Feindselig, die Arme über der Lammwoll« ^jacke verschränkt, das Gesicht unbeweglich, schaute Laska über die plappernden, hadernden Gruppen hin, bis sie abzogen... Noch am gleichen Mend füllte er seine Wasserflasche, jagte über die Berge zur GreNze, forschte nach Evas Spuren; sie gehörte ihm, er gehörte ihr, so wollte es die Ora. Nach fünf Tagen kehrte er zurück, müde, schweigsam, die Kavgl tief im Gürtel. Keine Kunde war ihm geworden, wohin sich die weiße Frau gewandt, nichts. Seit dieser Zeit hörte man ihn nicht mehr Flöte spielen und der Oheim sagte, Laska sei Mann geworden. XVII. Kapitel.. Die herbvlauen Tage de» Septembers wölbten sich über dem böhmischen Lande. Ernteschwer hingen die Trauben des Hopfens. Bon den Bäumen prangte das Gelb und Rot des reifen Obstes. In der Spinne war ein Neuer angekommen: der lange Schorsch mit den kurzen Haaren und de» großen weißen Zähnen. Die Filmfirma drehte vorläufig nicht weiter. Bielleicht in einem halben Jahr wieder, sofern man da einen Langen brauchte... Schorsch gehörte zu den Sparsamen, er.wollte die paar Kröten beisammen halten. In der Spinne war Platz frei. Nun ging die Not mst dem Bett los. Gusti kannte da» von der Billa Wanja her: kein Bett war für den Langen lang genug, und beim Film schien er weih Gott nicht kürzer, geworden. Manchmal erzählte her.lange Schorsch von der Welt der Kulissen, der Scheinwerfer und schönen Frauen. Dann lief den. anderen Burschen das Wasser- im Munde zusammen und ein Hauch aus dem bunten Reich des Flitter» um> der grohen Star» wehte in die armen, Lie« deren Räume des Heims, Über i dessen Dach unsichtbare Geier kreisten. Herkner stand zwar wieder, fest in seinen Stiefeln, aber unter den Sohlen/ wankte der Boden: Hinnen kurzem muhte da» Werkeln, am Berge drüben, ein Ende nehmen. Einheimische hatten protestiert; hockten ja doch genug eingesessene Arbeitslose umher...»Und/ was soll im Winter werden?" früg Gusti.„Frosch die Arbeit von 4 Maschinensetzern bei Maschinen Merer Konstruktton ersetzten. In einer Steindruckerei würden. 12 Arbeiter durch die Einführung von Offsetmaschinen' ausgeschaltet; deren Leistung jener von drei Schnellpressen entspricht. Alle diese Maßnahmen führten dazu, daß sich die vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten immer mehr verringerten. Die größten Kaolingruben im Karlsbader Gebiet konzentrierten ihre Förderung auf zwei modern eingeritete Schächte und stellten den Betrieb in fünf kleineren Schächten ein.' Durch die Konzentrierung dreier großer Maschinenfabriken (Böhmisch- Mährische Kolben- Danek in Prag) wurde ein großer Betrieb, der früher gegen 1800 Arbeiter beschäftigt hatte, zu einem Torso von völlig untergeordneter Bedeutung. Aehnlich wirkten sich die Rattonalisierungsmaßnahmen auch in einer Reihe anderer Industriezweige aus und der Bericht der Gewerbeinspektoren ist in dieser Hinsicht eine einzige Anklage gegen die unvernünftige Gestaltung der Wirtschafts- und Produktions- verhWnisse in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Statt daß die immer vollkommener arbeitenden Maschinen das bittere Los der Menschen erleichtern würde, sind sie für viele Tausende von Arbeitern zu einem Schreckgespenst geworden, weil sie die Arbeiter und ihre Familien um die Arbeit und damit um die Existenzmöglichkeit bringen. Der technische Fortschritt wird erst dann von der Menschheit rückhaltslos begrüßt werden können, wenn der gesellschaftliche Fortschritt mit ihm parallel geht und wenn durch entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit sowie durch eine Steigerung des Lohnniveaus den Menschen die Möglichkeit gegeben wird, den ihnen zukommenden Anteil an den erzeugten Gütern zu erhalten. Reichenberger Zeitungsenten In Prag gezüchtet Die„Reichenberger Zeitung" vbm Dienstag bringt auf der ersten Seite eine Reihe von Nachrichten, die sie selbst als Gerüchte bezeichnet, die aber-charakteristisch dafür sind, wozu sich das Blatt hergibt. Es wird da erzählt,„dah das Innenministerium in aller Stille Vorbereitungen treffe, um im Falle des Scheiterns der bisherigen Zusammenarbeit der RegierungSkoali- tion im Herbst Neuwahlen auszuschreiben". Anlaß zu diesen Neuwahlen sollen angeblich dtp geringen Erfolge der Regierungskoalition sein. Man merkt, warum das Blatt, bzw. sein Prager Korrespondent, der seinen Ehrgeiz dareinsetzt, ein Großunternehmer im Gerüchtemachen zu sein, eine solche Nachricht aufbringt. ES hat dies keinen anderen Zweck als die RegieruNgSkoali« tion, also vor allem die deutschen Parteien, die an der Regierung teilnehmen, in Mihkredit zu bringen. An der ganzen Sache ist naturgemäß -kein Wort^wahr und e? wäre, interessant, wenn der genannte Korrespondent Mitteilen würde, wer ihm diesen Bären aufgefunden hat. Ber« mutlich nicht einmal der Nachtwächter deS Innenministeriums. Ein anderes Gerücht, das die„Reichenberger Zeitung" in derselben Prager Nachricht verbreitet, ist, daß sich der Borsitzende der tschechischen Agrarpartei Abgeordneter Beran, der mährische LandeSauSschuhbeisitzer Stoupal und der Redakteur des„Venkov" Kahanek nach— Danzig begeben werden. Wir können der„Reichenberger Zeitung" verraten, dah der Grund der Reise der drei genannten Politiker nach Danzig kein anderer ist als— die tschechoslowakische 1 Marine zu inspizieren. läuft mit seinen alten Hosen zur Schande draußen herum..." Die sanfte Zeit des knochigen Burschen war wieder vorüber, sein Haar lag nicht mehr gescheitelt über der breiten roten Stirn. Bojena, das Mädchen mit den kräftigen gesunden Backen und den pikanten dunklen Schlitzaugen, hatte man ihm wieder genommen, nach Hause geholt. Nur eine Hoffnung blieb ihm: eines Tages würde BoZena wieder da sein, dann war sie einundzwanzig, dann'wollten sie heiraten» mochten die Eltern schelten soviel sie stellten... Langsam entwickelte Frosch sein früheres ruppige» Wesen. Dafür blühten Peter und Paul mild und gleichmäßig auf; in Litosch hatten sie zwei Mädchen kennen gelernt, die in eine Fabrik gingen und selbstverständlich befreundet waren wie die zwei Burschen. Man sah die Bier ab und zu drüben am anderen Ufer baden. In Gusti» Haar mehrten sich die grauen' Fäden. Wie Justus so ging auch sie in geheimer UNruhe einher. Wo war der Kleine? Bon Moses lag ein Brief vor; er hatte in Saloniki auf den Kameraden gewartet und gewartet,'denn schwamm sein Schiff cch. Nun saß er in Telaviv und-wartete' noch immer. Kommen solle Ernst, tvo immer er sei; Moses werde bis zuM Hohen Kommissad vor-' dringen und das Zertifikat erwirken. Jeden Morgen lauerte Gusti auf din Briefträger— nichts vom Kleinen, keine Zeile; kein Lebenszeichen.„Wenn er nun kein Geld, mehr hat?"fragte rfte,^;Wte leicht kMint so'n! Junge in.schlechte Hände!"'—„Der nich", beruhigte Herkner,„der wUdgt sich durch;" Gusti schwieg, aber si«. wußte- daß auch der Boh täglich auf Nachricht lauerte. Sie', dachte an ihren Buben drüben bei den Großeltern und ihr war, al-sti Ernst nur dah gröhere Abbild des Kleineren; Je ferner die-Jungen» einem-entschwanden,' desto ähnlicher. wurden sie' einander-- Auch der Bub hatte herüber kommen wollen, wie Gusti von Boten erfuhr, aber-der Grohvitter verhinderte e». /Fortsetzung folgt.'). Mr. 175 Mittwoch, 29. Juli 1936 Sudetendeutscher Zeitspiegel Hagel und Wolkenbruch verheert das Saazer Land Die größte Unwetterkatastrophe Im Saazer Geblet selt 60 Jahren Sa a z.( Eigenbericht.) Seit mehr als 60 Jahren hat das Saazer Hopfenland keine so furchtbare Katastrophe erlebt, wie sie am 27. Juli, abends zwischen 6 und halb 7 Uhr nieder ging. Gegen 6 Uhr erhob sich ein furchtbarer Orkan, begleitet von Hagel und endlosen Regenmassen. Stellenweise fiel Hagel in der Größe von kleinen Hühnereiern. Eine Katastrophe dieser Art und Größe haben die ältesten Leute nicht erlebt. Insbesondere sind zahlreiche kleine Landwirte schwer geschädigt. Am meisten betroffen find die Gemeinden Neitschowes, Miecholup, Holetik, Weletit, Klutschlau, Dobritschan, Liebeschitz, Trnowan und einige dazwischen liegende kleinere Orte. Die Sozialdemokratie greift ein Was bon seiten unserer Partei möglich ist, um die zentralen Stellen zu diesem Einschrei ten zu bewegen, wird geschehen. Bizepräsident Genosse Taub hat in dieser Angelegenheit bereits Dienstag namens des Parteivorstandes und unserer parlamentarischen Klubs sowohl bei der Landesbehörde als auch im Innenministerium vorgesprochen und veranlaßt, daß diese Stellen die Bezirksbehörde zur sofortigen Berichterstattung aufforderten. Auch in Brüx und Bilin schwere Schäden Der Wolkenbruch hat auch in der Umgebung von Brüg und Bilin große Schäden auf den Fel: dern und in den Kulturen angerichtet. In Brür mußte das Rettungskorps und die Feuerwehr eine ganze Reihe von Kellerwohnungen, die vom Wasser überschwemmt worden waren, auspumpen. Auf den Feldern wurden die Getreidepuppen vom Sturm zerstreut, das stehende Getreide wurde um gelegt. In a Ilich schlug ein Bliz in ein Haus und tötete einen Inwohner, der eben das Fenster geschlossen hatte. Bereits am Dienstag nachmittags bereiste der Vertreter unserer Partei und der parlamen= tarischen Klubs, Senator Dr. Heller, mit In Bilin drang ebenfalls das Wasser in die unserem Saazer Parteisekretär Genossen Riedl Kellerwohnungen, so u. a. in die tiefer gelegenen die meisten der oben genannten Gemeinden und Kanzleien des Rathauses. Im Hotel Hohe 3 traf auf seinem Wege den Vertreter unserer tsche- Haus" mußten die Gäste aus dem Speisesaa! chischen Bruderpartei, Abgeordneten Genoffen Němec. Parlamentarier oder sonstige Vertreter anderer Parteien haben sich bisher in dem Katastrophengebiet nicht sehen lassen. flüchten, in welchem alsbald das Wasser kniehoch stand. An den Hügelhängen bei Bilin wurden ganze Kartoffelfelder weggeschwemmt. Die Biela führt Hochwasser. Auch in Saaz führten in wenigen Minuten alle Wasserläufe Hochwasser. Das Unwetter dauerte wenig länger als eine halbe Unsere Genossen, die uns diesen Bericht Stunde, nachher herrschte wieder Sonnenschein. übermitteln, erzählen weiter folgende Einzelheiten über die Katastrophe: In der Gemeinde Mieche I up, welche etwa 1000 Ginowhner hat, darunter zumeist Kleinbauern, wurden von ungefähr 3000 Schod opfen mehr als 2000 umgelegt. Das gemähte Getreide turde über die Felder verstreut, das ungemähte liegt und ist zum großen Teil vom Sagel an opfen Bed of den. Der Schaden beträgt Getreide und den Hadfrüchten etwa 60 Prozent. Wie uns mitgeteilt wurde, soll die Schadensfestseßung durch die Bezirtsbehörde in Saaz bereits im Gange sein. Ein Stifter- Denkmal. Aus Budweis wird uns gemeldet: Im Rahmen eines Heimatfestes wurde am Sonntag, den 26. Juli, in Deutsch Beneschau das vom Verein ,, Fichtenheim" errichtete Denkmal für den Böhmerwalddichter Adalbert Stifter in feierlicher Weise enthüllt. Sudetendeutscher Totentanz " Danzig ad acta gelegt? Seite 3 London. In gut informierten Kreisen wird erklärt, daß bisher das Datum der Sitzung der dreigliedrigen Kommission, die damit betraut ist, die Danziger Ereignisse zu verfolgen, noch nicht festgesetzt wurde. Bisher ist kein Bericht des Hohen Kommissärs des Völkerbundes in Danzig, Lester, eingelangt und deshalb konnte kein Datum der Sigung der Kommission festgesetzt werden. Die Beratungen der Kommission werden wahrscheinlich in London stattfinden. so lautet der Titel eines in dem amtlichen Organ der Deutschen Arbeitsfront"," Arbeitertum", erschienenen, von einem Sudetendeutschen namens Dr. Erhardt Eckert gezeichneten Artifels, der auch mit verschiedenenLichtbildaufnahmen seit Jahr und Tag von schwarzen Kars versehen ist. Aus dem Artikel wird die unver- toffeln und bitterer Eichelbrüh c." fennbare Tendenz ersichtlich, unseren Staat und Wir beschließen damit die Zitate. Und wir seine wirtschaftlichen und sozialen Einrichtungen werfen die Frage auf, ob mit solcher Darstellung in der Welt herabzuſeßen und ſeine innere Strut- den ſudetendeutschen Interessen wirklich gedient tur zu diffamieren. Der Autor bezieht sich vor wird. Die Not in unseren Industriegebieten und allem auf einen Artikel des schwedischen Journa- Elendsbezirken ist wahrhaftig groß genug. Aber listen namens Niels Hagström, der- ―um in nach unserer Meinung wird durch solche tenden= der Sprache des Dr. Eckert zu reden das ziöse Uebertreibung allen Versuchen, diese Zu Problem der sudetendeutschen Not wieder einmal tände zu bessern, nur geschadet. Das aber ficht in das grelle Licht der Weltöffentlichkeit gerückt solche Volksgemeinschaftler, wie dieser Dr. Erhat."( Die schwedische Zeitung, in der dieser ten= denziös gefärbte Bericht erschien, nennt sich„ Nya Dagligt Allehand".) Im" Arbeitertum", einer bei uns zwar verbotenen, aber dennoch über die Grenzen gelangenden Zeitschrift, wird nun u. a. geschrieben: „ Die Welt hat von diesem, hart an bol sche wistische Ausmaße grenzen den Elend von dreieinhalb Millionen Menschen inmitten Zentraleuropas Kenntnis genommen und es wird dafür gesorgt werden, daß diese Kenntnis bestehen bleibt." hardt Eckert einer ist, wenig an. Denen gehts um eine gegen die Tschechoslowakei gerichtete WeltWeise am besten im Dritten Reich aufgehoben berhebung, deren Betreiben man charakteristischer glaubt. Sehr traurig, daß solcher Henleinist da= bei sich auf einen ausländischen Journalisten be= rufen kann. Wir wissen ja auch, wie jener Artikel des Herrn Niels Hagström zustandegekommen ist. Im Vorjahr bereisten schwedische Journalisten, geführt von SdP Parlamenta riern, die Notstandsgebiete im Erzgebirge. Bei dieser Gelegenheit hat man ihnen' eben nicht nur Der Schreiber, der sich dann offen als Su- die Not gezeigt, sondern auch die Art, in der über jene geschrieben werden soll. Seit dem Falle des detendeutscher bekennt, fährt fort: ,, königl. holländ. Generalkonsuls John van der Made" weiß man aber zu gut, was man von ge= wissen Freunden" der Sudetendeutschen zu halten hat. ,, Dreieinhalb Millionen deutsche Menschen, die unserem Volte und der ganzen Welt bedeutende Männer geschenkt haben, diese deutschen Menschen werden talt rechnend dem Hungert ode ausgeliefert..." ,, Das alles, aber diese aus rein chauvinistischen Gründen erfolgende Vernichtung des Sudetendeutschtums, geschieht unter dem Dedmantel einer humanitären Demokratie von der Art, wie man sie in Genf als vorbildlich hinzustellen beliebte." An anderer Stelle heißt es: „ Die Not im Sudetenraum wächst von Tag zu Tag. Fabriken stehen still, Fabritshallen stür= zen ein, Kinder fallen hungerentkräftet aus den Schulbänken, Arbeiter und Bauern nähren sich Berlin- Belgrader Geheimabkommen gegen Oesterreich? In allen Gemeinden wurden ganze Hopfenanlagen vom Sturm umgelegt und das vom Himmel herabströmende Wasser richtete unge= heuren Schaden in den Feldern an. Starte Das in Bern erscheinende und in der Regel Bäume wurden entwurzelt und gebrochen. Die ausgezeichnet informierte demokratische Schweizer Hopfenstangen tnickten wie Zündhölzer' und der Blatt Der Bund" beschäftigt sich in einer Hopfendraht riß wie Zwirnsfaden. Die Hopfen- Artitelreihe„ Wer bezahlt die Zeche?" mit den anlagen müssen nun wieder neuaufgebaut, bzw. Hintergründen und Auswirkungen der deutschinstandgesezt werden. Es herrscht deshalb große italienischen Entente. Das Blatt stellt fest, daß die Nachfrage nach Hopfenstangen und Hopfendraht. Initiative zu dem Abkommen von Desterreich ausIn der Stadt Saaz felbst war bereits gestern gegangen sei, daß also nicht Hitler, sondern früh in keinem Geschäft Draht und Stangen Schuschnigg der Anreger sei. Das zu erhalten. Sauptmotiv, das Schuschnigg geleitet habe, Ein ganz ähnliches Bild bieten auch die sei die Angst vor der militärischen übrigen Gemeinden, wo gleichfalls Ottupation gewesen. Einerseits habe Schuschnigg gewußt, daß die Legitimisten späteftens im Herbst eine Lösung anstrebten, die er felbst ebenfalls wünschen mußte, weil seine Machtbasis sich je seit der Ausbootung Starhembergs gefährlich verengt hatte. Andererseits sei Schufchnigg von einem gehei= men militärischen Abkommen zwischen Berlin und Belgrad in Kenntnis gesetzt worden, das für den Fall der Restauration der Habsburger den gleichzeitigen Einmarsch jugoslawischer und reichsdeutscher Truppen in Desterreich vorgesehen hatte. die Hitler auch voriges Jahr genügte, um Defter. reich nationalsozialistisch zu infiltrieren". Gräßliches Unglück auf dem Grohmannschacht Auf dem Grohmannschacht in Bartelsdorf ereignete sich gestern früh ein gräßliches Unglück, das ein Todesopfer forderte. Kurz nachdem die Belegschaft in die Grube eingefahren war, brach plötzlich die Decke nieder und begrub einen Mann unter sich. Die anderen Bergleute konnten sich noch im letzten Augenblick retten. Sofort begannen die Rettungsmannschaften mit den Bergungsarbeiten, hofften sie doch, ihren Kollegen noch lebend be freien zu können. Aber der Deckenbruch war so gewaltig, daß die Rettungsmannschaften volle drei Stunden unermüdlich arbeiten mußten, um den Verunglückten freizulegen. Leider konnte nur noch eine Leiche geborgen werden. Der Unglückliche ist der 38 Jahre alte Bergmann Karl Herm aus Tschernitz, der mit eingeschlagener Schädeldecke und vielen anderen Verletzungen aufgefunden wurde. Der Tote wurde in die Leichenhalle auf dem Friedhof Bartelsdorf überführt. Herm hinterläßt eine Frau und ein Kind. Eine Kommiss sion befindet sich auf dem Unglücksschacht, um die Ursache der Einsturzkatastrophe zu untersuchen. Schriftlich hat Herr von Schuschnigg den Verzicht nicht erklärt; rechnet er nun erst recht mit einem überraschenden Streich vom Haufe Wild- und Schwämmereichtum im BöhmerHabsburg? In Wien denkt man dabei mehr an wald. Wie uns aus dem Böhmerwald geschriebe: t die Erkaiferin Zita als an Erzherzog Otto.. wird, ist der Stand des Wildes in diesem Gebiete So unterzeichnete auch Hitler nicht. Das Gent- heuer- wenn von dem etwas schwächeren Auftres leman agreement genügt für den außenpoliten von Rebhühnern abgesehen wird ganz bortischen 3wed wie für die Infil. züglich, insbesondere hinsichtlich der Hasen und tration. Reb:. Auch der Schwämme- und Heidelbeersegen Den früheren Großdeutschen und sonstigen in den ausgedehnten Waldungen Südböhmens ist ,, Angebräunten", die sich in Desterreich diesmal außerordentlich reichhaltig ausgefallen, so allesamt als„ betont Nationale" tarnen, die daß sich für viele Familien Arbeitsloser eine be Bahn freigeben, hieß auch den Kampf gegen fcheidene Einnahmsquelle durch das Einsammeln ben Legitimismus freigeben. Man muß es ihnen von Pilzen und Beeren erschlossen hat. laffen, fic haben damit keine Minute gefäumt. Verhaftung von Sacharin- Schmugglern. Der Schon prangen an den Landstraßen Pla Christiansberger Gendarmerie ist es, wie uns aus tate mit der weithin lesbaren Losung: Nie dem Böhmerwald berichtet wird, dieser Tage ge= wieder Habsburg!" Herrn von Schuschnigg lungen, einen Mann festzunehmen, der aus muß eigentümlich zumute sein, wenn er daran Desterreich 6 Kilo Sacharin in die Tschechoslowakei vorbeifährt. eingeschmuggelt hatte. Der Mann trug auch In Kürze: . 60 bis 70, ja teilweise 80 Prozent der Hopfenanlagen verwüstet und das Getreide vernichtet wurde. Die umgelegten Hopfengärten sehen von weitem wie er autfelder aus. Dann gibt es wieder Hopfengärten, wo die Stangen zwar stehen geblieben sind, jedoch der Hopfen selbst vom Hagel heruntergeschlagen wurde. Das Getreide liegt und fann sich faum mehr erholen; wenn es weiter regnet, was am Dienstag noch der Fall war, so ist es rettungslos verloren. Um wenigstens einen Teil der Hopfenernte retten zu können, ist es notMit einiger Reserve kann man die Version Wäsche bei sich, die, wie sich herausstellte, aus wendig, die umgelegten Hopfenstangen provisorisch des Schweizer Blattes für im Wesen rich- Diebstählen in Oesterreich herrührte. Ein Komplice So habe Schuschnigg die Gefahr der Dkku- tig ansehen. Daß zwischen Berlin und Belgrad des Verhafteten vermochte, als die Gendarmerie wieder aufzurichten. Das erfordert Draht und Arbeitsträfte. Es ist daher vor allem notation vor Augen gehabt und sich entschlossen, die ein enges Busammenspiel bestand, ist nicht abzu- die Beiden stellte, vorerst zu entfliehen, wurde aber Hilfe Papens anzurufen. Mussolini, dem im leugnen. Daß die sehr fühnen i ugoslawi- tags darauf gleichfalls ausgeforscht und zusammen wendig, har en ble montebigen Augenblid eine Sinigung mit Deutſchland gelegen fen Kriegsdrohungen angesichts mit he installing geliefert." dem BezirksMaterialien und die notwendigen Arbeitsträfte gekommen sei die Informationen des Bund" Italiens nur vorstellbar waren, weil Belgrad in gerichte in Kalſching eingeliefert. zur Verfügung gestellt werden. Wenn das Wetter stammen vorzüglich aus Italien habe zuge- Berlin eine gewisse Rückversicherung hatte, ist fich ändert, so wird es vielleicht möglich sein, das stimmt. Hitler wieder, der im Augenblick den wahrscheinlich. Dagegen dürften Hitler und Papen Getreide soweit es noch stehen geblieben ist, rasch Westmächten gegenüber einen Beweis feines doch nicht die passive Rolle gespielt haben, die man abzuernten und dadurch vor der Vernichtung zu Friedenswillens" gebraucht habe, sei diesmal ihnen in der Schweiz zuschreibt. Es wird schon bewahren. Selbst wenn alle diese Vorkehrungen billiger zu haben gewesen als voriges Jahr, da er cher so gewesen sein, daß sie dafür sorgten, daß getroffen werden, so bleibt natürlich noch immer noch die Zusicherung einer Voltsabstimmung bins Schuschnigg die Gefahr der jugoslawisch- deutschen nen drei Jahren gefordert habe. Der Bund" Invasion sehr drastisch vor Augen geführt wurde ungeheurer Schaden fährt fort: und dies in demselben günstigen Augenblick, in dem Mussolini nichts weniger als einen Krieg um Desterreich brauchen konnte. Daß Schuschnigg dann den ersten Schritt tat, bedeutet nur, daß die Berliner Diplomatie ihre Sache sehr geschickt angefaßt hat. Das ertveist sich im übrigen auch ge= genüber Belgrad, das seit langem in den Nachrichten deckte die Regierung von Peru eine für Vorspann der den 28. Juli, den peruanischen Nationalfeiertag, ber Wilhelmstraße geschirrt wurde und sich einbildet, wer weiß wel- vorgesehene Verschwörung der„ Apristen- Partei" auf. chen Nußen es aus der Freundschaft Hitlers zie- Der Haupträdelsführer wurde verhaftet und verſchiehen werde, während es gerade mit dem Wiener dene Risten mit Dynamit konnten beschlagnahmt Batt nur die Gefahr einer deutsch- werden. italienischen Entente auf 0= Jerufalem. Während der Kämpfe mit den st en Jugoslawiens und einer revi- Aufständischen in der Nähe von Nablus wurde sionistisch betonten te sta uration in Un ein britischer Polizist getötet. Die Kämpfe mit garn gesteigert hat. den Aufständischen dauern an. ein zurüd und es ist daher unbedingt Pflicht der Regierung und aller zuständigen Behörden, sofort helfend einaugreifen. Die Vorsteher von Miecholup und Klutschtau haben telegraphisch beim Ministerratspräsidium Silfe verlangt. Ihnen schließen sich gewiß alle übrigen betroffenen Gemeinden und das Saazer Hopfenland an. Dieses Gebiet hat durch viele Jahre Mißernten gehabt, die Hopfenbauern sind bollständig verarmt und es droht nun die völlige Vernichtung ihrer Existenz, wenn nicht sofort eingeschritten wird. ,, Herr von Schuschnigg wollte freilich mehr erreichen: bie stillschweigende Zustimmung des Reichs zur Wiedereinsehung der Habsburger. Zuficherung durch angebliche Sprachrohre der deutfchen Geeresleitung ließen barauf hoffen. Aber die Herren, bei denen wohl eigene monarchistische Bukunftsgebanken mitsprachen, tannten Abolf Sitlerimmerns flet. Bis inbte letten Stunden drohte die Berständigung an der Habsburgerfrage zu fcheitern. Hitler verlangte eine bündige, wenn auch geheime Erklärung der Wiener Negierung. Hat er fie erhalten? Man fast, für weitere brei Jahre folle die Restauration ,, nicht aktuell" bleiben, für die gleiche Beitspanne alfo, hervorging, daß die aufgelösten Rechtsligen ihre Paris. Nach einigen Angaben, aus denen Tätigkeit fortseßen, nahm die Polizei zahlreiche Haussuchungen in deren ehemaligen Räumlichfeiten, namentlich in den Vereinsräumen der so genannten antikommunistischen Vereinigung vo::. Die beschlagnahmten Dokumente wurden dem Untersuchungsrichter übergeben. Santiago de Chile. Nach hier eingegangenen Seite 4 Mittwoch, 29. Juli 1936 Mr. 175 FR Von den Kämpfen in Spanien Bints: ein Offizier der Rebellen- Armee des Generals Mola, der Journalisten eine Unterredung gewährt, und rechts ein Straßenbild aus Barcelona. Frauen, mit dem Gewehr in der Hand, sichern die Straßen gegen faschistische Wegelagerer. Jagesneuigkeiten Sudetendeutsche Botschaft aus Barcelona Karlsbader Segelflieger verunglückt. Diens Die Briefträger bekommen neue Uniformen. tag vormittags gegen 10 Uhr startete der 29- Das Poſtministerium hat neue Vorschriften für jährige Segelflieger May Richter auf dem die Bekleidung der Poſtler ausgegeben. Danach Karlsbader Flugplatze zu einem Fluge. Bei der werden alle Dienstuniformen der Postangestellten Landung stieß er gegen das Dach eines kleinen in Hinkunft aus schwarz- grauem Baumwollstoff Häuschens zwischen dem Karlsbader Flugplatz und nicht, wie bisher, aus dunkelblauem Stoff, und dem Hangar. Die Maschine stürzte aus einer hergestellt. Außerdem werden drei Arten von KapHöhe von drei Metern zur Erde und wurde pen eingeführt, und zwar nach französischem vollkommen zertrümmert. Der Flieger erlitt Schnitt mit geradem Schild, nach russischem In der Pariser Tageszeitung" lesen wir: einen Kieferbruch und wurde bewußtlos aus den Muster mit schrägem Schild und nach dem Muster Für deutschsprachige Hörer( und Leser) war Trümmern geborgen. Da er noch nicht verneh- der militärischen, für den Ausgang beſtimmten cine Sendung von besonderem Interesse, die ge- mungsfähig ist, fonnte die Ursache des Unfalls Stappen. Die Müßen werden auch mit neuen gen 1.45 Uhr aus Barcelona kam. Der tsch e- noch nicht aufgeklärt werden. Richter hatte be- Dienstabzeichen versehen sein. choslowakische Senator Heinrich reits gegen 40 Flüge einwandfrei absolviert. Müller aus Aussig( Nordböhmen), Führer der Athleten- Delegation( wohl HörFliegerunglück. In Wladiwostok ereignete sich fehler für Atu 3= Delegation) der Tschecho- ein Flugzeugunglück, bei dem vier Perſonen ums slowakei zur Volksolympiade, hielt eine Rede, Leben kamen. Das Flugzeug beförderte Schüler deren wesentlichste Teile hier wiedergegeben des Fliegerübungsplaßes, die sich im Fallschirmabsprung übten. Einer von ihnen fand nicht den genügenden. Mut zum Absprung und sein Zögern bewirkte, daß das Flugzeug das Gleichgewicht verlor und dann abſtürzte. seien: Mieter die Kündigung. ,, Union für Recht und Freiheit" Meldungen aus das Ausfahren verbot. und die Polizei, die das Gelände absperrte, verbok irgendwelche Aufnahmen zu machen. Es stellte sich heraus, daß es ſich um Verſuche handelte, beſondere Beleuchtungseffekte e am Eifelturm zu erzielen, die für die Weltausstellung 1987 vorgesehen sind. Die Beleuchtungsingenieure arbeiten schon seit Monaten an verschiedenen Plänen, von denen aber bis jetzt noch keiner zufriedenstellend ist. Unter anderem bes absichtigte man, von der obersten Plattform Leuchts fastaden niedergehen zu lassen, aber es erwies sich als unmöglich, die notwendigen Wassermengen auf 300 Meter Höhe heraufzupumpen. Nach dem neuen, eben in dieser Nacht ausprobierten Projekt soll an Stelle von Wasser Dampf treten, der durch Scheinwerfer in verschiedenen Farben zum Leuchten ge bracht wird. Vom Häuserbau zum Häuslbau. Die Wiener Rathausfaschisten haben, so lesen wir in der„ Ars beiterzeitung" den Bau von Volkswohnungen sofort nach dem Feber 1984 eingestellt. Dafür subventionieren sie mit dem sogenannten Wiener Hauss reparaturfonds die Hausherren. Das Rathaus teilt boll Stolz mit, daß mit Unterstützung dieses Fonds 5000 Mosette repariert werden. Die Sozialdemo fraten haben jährlich mehr als 5000 Wohnungen gebaut, die Schwarzen reparieren 5000 Klosette. Der Flieger Michael Alexejew stieg in Moskau am 26. Juli in einem Flugzeug mit 1000 Kilogramm Nublast auf und erreichte die Höhe von 12 Kilometer 123 Meter. Auf dem Pamir bahnt eine Sappeurabteilung einen Weg über die Gletscher bis zu einer Höhe von 5100 Meter bis zum Fuße des Leninpit"( 7127 Meter). Diesen Gipfel, der der zweithöchste in der Sowjetunion ist, wird Mitte August eine große Gruppe von Hochtouristen aus der Roten Armee besteigen. Ein Unwetter hat im Osten Münchens die schwersten Schäden angerichtet. Ein Wirbelsturm warf fünf Wagen eines Personenzuges um. Von den vierzehn Reisenden wurden vier verletzt. Sechs be= spannte Wagen eines Birtus, die auf der Straße fuhren, wurden samt und sonders etwa acht Meter weit in ein Feld geschleudert, wobei sie vollständig in Trümmer gingen. Sechs Zirkusleute wurden verletzt. Flugabwehrübungen. Dienstag auf Mittwoch mitternachts haben in zahlreichen Bezirken, insbe fondere im südöstlichen Teil des Landes Mähren Wahrscheinliches Wetter heute: In der WestSchlesien und in der Westslowakei FlugabwehrDas Gefällsamt verhindert das Fener- übungen begonnen, welche zwei Tage dauern werden löschen. Die Gemeinde Postelberg besißt eine und bei denen Anflüge auf zahlreiche Städte werden moderne Feuersprize. Beim Brand der benachbar- durchgeführt werden. Das Zentrum des überfallenen ten Mühle in Laun konnte die Feuerwehr aber Gebietes wird gemäß der den Uebungen zugrunde nicht ausrücken, weil für die auf einem Straft- gelegten Annahme die Stadt Brünn bilden. Bei den wagen montierte Sprize teine Straßensteuer ent- Anflügen wird die Schlagfertigkeit der Flugabweh richtet worden war und das Gefällskontrollamt in allen ihren Komponenten erprobt werden. Börsenfront des Faschismus.( bn) An der Hälfte der Republik veränderliche Bewölkung, stellerPariser Börse hat am vergangenen Donnerstag weise Negen oder Gewitter, im allgemeinen ein wenig das falsche Gerücht, Madrid sei von den Aufstän- fühler. Im Karpathengebiet wechſelnd bewölkt, dischen eingenommen worden, sofort ,, Nachfrage" schwül, vom Westen her zunehmende Gewitter. nach Rio Tinto- Aktien und anderen spanischen neigung.- Wetteraussichten für Donnerstag: Papieren erzeugt, worauf deren Surse stiegen, Allgemeiner Wettercharakter unbeständig. Auch im was sogar den französischen Renten zugutelam. Osten der Republit etwas kühler, jedoch noch immer Das englische Reuterbüro verzeichnete diese Er- höhere Temperaturen als in den böhmischen Ländern. scheinung als einen neuen Beweis faschistischer Neigungen der Pariser Effettenbörse. Der Faschismus ist die Offensivgarde des Kapitalismus und das Kapital jauchzt, wenn es auch nur glaubt, daß diese Empfehlenswertes aus den Programmeri Offensive gegen den Sozialismus irgendwo Erfolg gehabt habe. Das zeigt auch dieser Vorgang an der Pariser Börse. Nur faschistisch verblendete Proleten sehen es nicht. Vom Rundfunk Donnerstag Brag, Sender 2.: 10.05: Deutsche Presse. 14.00: Leichte Musif. 16.50: Lieder- Konzert. 18.05: Deutsche Sendung: Sportübersicht. 18.10: Landwirts Der Eiffelturm in Flammen. Vor einigen schaft. 18.45: Deutsche Presse: 22.15: Salonorchester Tagen wurden um 11 Uhr abends alle Pariser Re- tonzert. Sender S.: 7.30: Unterhaltungsmusik. battionen alarmiert. Wie ein Lauffeuer verbreitete 14.30: Populäres Konzert. 15.15: Deutſche Gendung: Vorlejung aus Büchern. 15.80: Schallplatten. Ronzert. 17.05: Radioſchrammel. Das ist der Krieg Brünn: 12.35: Militärmusit. 13.30: Populäres Breßburg: 11:00: Salonorcheſter.- Kaschau: 12.05: Geſana Sendung: Urbanowsky: Rum 80. Todestag Schus manns. auf Schallplatten.- Mähr. Ostrau: 18.10: Deutsche Wir wurden am Samstag gewahr, daß in den Straßen des schönen Barcelona bewaffnete Arbeiter, die blaue Polizei Franzöfifche Bomber abgestürzt. In der Nähe ſam patrouillierten. Gend Milizen gemein. nicht leicht, den des Flugplatzes von Chartres stürzte am Dienstag Kampf zu gewinnen, der sich entspann, aber die vormittags ein großes Bombenflugzeug bei einer unerhörte Entschlossenheit und lebung ab. Vier der fünf Insassen fanden dabei der beispiellose Opfermut der Volks. den Tod. Der fünfte konnte sich durch Fallschirm frontler haben es ermöglicht, daß die Fa- absprung retten. Ueber die näheren Ursachen des schisten niedergeschlagen wurden. Der verräte. Unglückes ist bisher noch nichts bekannt geworden. rische General Goded wurde gefangen genom- Für Otto oder für Adolf? Die Räumung men und mußte an demselben Mikrophon, an der Wiener Hofburg wird fortgesetzt. Zum dem ich jetzt stehe, sagen, daß das aufständische 1. Auguſt und zum 1. November erhielten ein: Militär befiegt war. Am Abend beherrschten ganze Reihe von Kanzleien, Geschäfte und andere schon bewaffnete Arbeiter Barcelona. Hunderte von Autos, besetzt von bewaffneten Volks. Judenverfolgungen trok Olympiade. Entfrontlern, fuhren durch die Straßen. Ich kann gegen den von offiziellen Stellen des Dritten nur sagen, daß alle Kämpfer und Einwohner Reiches im Auslande verbreiteten Nachrichten, daß eine bewundern swerte Disziplin, die Judenverfolgungen eingestellt ſeien, sind der Selbstachtung und Ordnung hielten. Kein einziges Geſchäft wurde geplündert. Auch jetzt verschiedenen Teilen des Reiches zugegangen, die sich das Gerücht, daß der Eiffelturm brennt. Die von einer Fortdauer der antijüdischen Ausschrei- Reporter rasten mit ihren Photographen zum sind die Geſchäfte alle offen. Die Tausende Ar- tungen berichten. So sind innerhalb der letzten Marsfeld, und tatsächlich sahen sie ein gespenstisches beiter, die zur Volksolympiade gekommen sind, Wochen in verschiedenen fleinen Orten Heffens Schauspiel: der Eiffelturm stand in Flammen, und sind von dem Sieg der bewaffneten Arbeiter be- regelrechte Pogrome veranstaltet worden. Die dichte Rauchschwaden verhüllten die obere Terrasse. geistert. Wir alle haben begriffen, wie würde Juden wurden öffentlich beschimpft, mit Steinen Aber seltsamerweise sah man nirgends Feuerwehr, ce kommen, wenn die Faschisten gesiegt hätten, betvorfen und ihre Heime demoliert. In einem doch an manchen grausigen Anblick gewöhnt und wenn sie in unseren Ländern siegen würden! Ort wurde den Juden verboten, nach Eintritt der Dunkelheit Spaziergänge zu machen. In ein klei= nicht so leicht aus der Fassung zu bringen waren, Der faschistische General Queipo de Llano hat nes Dorf kam eines Tages ein Jude, um die Gränie mehr aus dem Gedächtnis schwinden wird. es ja gesagt, er rühmt sich ja noch seiner ab- ter seiner Anverwandten zu besuchen; als er vom Ein Genosse schreibt uns: Es war im Jahre Die Kinder, ein Bub und ein Mädel, unserer un scheulichen Mordtaten in Carmona, wo er hun. Friedhof zurückkehrte, rottete sich die aufgeheẞte 1917, kurz vor Weihnachten. Unſere M.- G.- freiwilligen Quartiergeber, hatten eine der so dertvierzig Arbeiter abschlach. Dorfbevölkerung gegen den auswärtigen Juden Kompagnie, die beim 94. Infanterieregiment so harmlos aussehenden Handgranaten, die die tete, nur weil sie zur Volksfront standen. Wir zusammen und er konnte kaum vor ihrer Wut ge- zusagen nur geduldet war und das fünfte Rad Italiener auf ihrem tatastrophalen Rückzug weghaben, so sagt er, daraus das schrecklichste Straf- rettet werden. In einem anderen hefſiſchen Dorf am Wagen spielte, lag in einem Bauernhof in geworfen hatten, gefunden, und damit geſpielt. beispiel in der Geschichte Spaniens gemacht... erſchien in einem Manufakturwarengeschäft, das face, knapp bei Oderzo, einem kleinen italieni- Die dadurch zur Explosion gebrachte Handgranate Alle ausländischen Sportler sind stolz darauf, einem Juden gehört, der Ortspolizist und forderte schen Landstädtchen, in Reſerve. Wir konnten und hatte dem Mädel beide Hände weggerissen und Zeugen gewesen zu sein des siegreichen Kampfes den Inhaber auf, die Schaufensterfiguren zu ent- eigentlich nicht gerade beklagen, daß es uns schlecht auch sonst schwere Verlegungen beigebracht, dem fernen ,,, da sie arische Gesichter hätten". In ginge, da wir aus der eigentlichen Gefahrenzone Buben den Leib aufgerissen und das Gesicht zerund des großartigen Opfermutes der spanischen Weida( Thüringen) waren vor vierzehn Tagen heraus waren. Und da unser Hauptmann Walter feßt, so daß er auf der Stelle tot war. Das Mädel Arbeiter. Viele von ihnen hätten mit der Waffe auf einem Martt auch zwei jüdische Verkaufs- Zenker, der dann 1918 in der Junioffensive fiel hatten dazu kommende Soldaten sofort in ein in der Hand am Kampfe teilgenommen, hätten buden errichtet worden. Die„ arischen" Händler sowie auch die anderen Offiziere human denkende Lazarett geschafft, der Bub lag noch mit herausihnen nicht außenpolitische Gründe diese Teil- inszenierten unter Teilnahme der SA eine wüfte Leute waren, ſtand uns ziemlich viel Freizeit zur quellendem Gebärm auf der Straße- darüber nahme untersagt. Aber jetzt freuen wir Pogromheße, die mit einer Schlägerei endete. Verfügung. Diese Freizeit wurde nun soviel wie gebeugt der greise Großvater, verzweifelt Gott, uns des Sieges mit den Volksfrontlern, Man schrie die Juden an, sie hätten über die SA möglich mit der Erprobung unserer Koch-, Brat- die Welt und den unſeligen Krieg verfluchend. und wir werden in unseren Ländern den elenden gelacht, aber bald werde ihnen das Lachen ver- Material zur Erzeugung kulinarischer Genüsse Angehörigen dieser Kinder hatten und mir war und Backkunst ausgefüllt, so weit uns eben Es waren furchtbare Weihnachten, welche die Zügen entgegentreten, die, wie wir hören, in gehen. Sämtliche Käufer vor den jüdischen Buden Preſſe und Radio über den Kampf der Volks. wurden photographiert. Ein jüdiſcher Händler zur Verfügung ſtand. Zwei Tage vor Weihnach der Appetit auf die Bohnen vergangen. verlangte daraufhin, man möge das ihm für seine ten: Wir waren von einem zweistündigen Spa= Zwischen Weihnachten und Neujahr wurde frontler gegen den Faschismus verbreitet Striegstätigkeit verliehene Ehrenkreuz mit photo- ziergang durch die Umgebung zurückgekehrt und unsere Kompagnie noch weiter zurüdgenommen. graphieren. hatten nichts eiligeres zu tun, als an die Auf- um in das neugebildete Regiment Nr. 121 eins besserung der Menage zu schreiten. d. h. schnell gegliedert zu werden. Wir waren froh, daß wir etwas zu kochen. Da ertönte plößlich die heftige vom Schauplaß dieser furchtbaren Kindertragödie Detonation einer Handgranate auf der knapp wegkamen und nicht neben uns vorbeiführenden Straße. Gin neben fanten Gefiäter det täglich die in Genera ers stand mir mit einem Topf Bohnen beschäftigter biederer am andern Ufer der Piave und der alten Friedländer schimpfte. Großeltern fahen. Immer wieder steht dieses Bild Das kurz darauf folgende Schreien und vor mir, jezt mehr denn je, da dieses Land Italien Rufen veranlaßte mich doch, Nachschau zu halten, wieder einen Krieg heraufbeschworen hat, in dem um zu sehen, was denn eigentlich los fei. Nach wiederum unschuldige Kinder unter den Bomben wenigen Schritten bis zur Straßenkreuzung bot und Granaten der Italiener einen gräglichen sich mir ein furchtbarer Anblick, der uns, die wir Tod erleiden mußten. werden." -STO Einsturz. In Ajaccio auf der Insel Korsika Edouard Anseele achtzig Jahre. Dieser ist ein altes Gebäude am Montag nachmittag Tage beging Genoſſe Edouard Anſeele, der große zuſammengeſtürzt, wobei drei Perſonen getötet flämische Sozialistenführer und Begründer der und etiva 40 verlebt wurden. 15 von ihnen sind belgischen Arbeiterpartei, seinen achtzigsten Ge- in bedenklichem Zustand in das Krankenhaus burtstag. In der Hauptstätte seines Wirkens, in Gent, wo Anseele seine Altersjahre verbringt. bereitete die belgische Partei dem Alten", ein schönes Geburtstagsfest. von Ajaccio eingeliefert worden. Weitere Tote des Kraftwagenunglücks bei Freudenstadt. Von den Verletzten sind zwei SAMänner ihren Verlegungen erlegen. Damit er höht sich die Zahl der Todesopfer auf, 26. St. 2. «r, 175 Mittwoch, SV. SuN 1VS« Sette 5 1)MsMktsckast und äosiatpoLtiL dustand tische Häfen nach einem Uebereinkommen mit der ägyptischen Regierung benützen. Aegypten kann den Stand seiner Armee ohne vorherige Anfrage in London erhöhen. Thron geltend machte. Er sah in der Schrift«> Leitung einer großen Tageszeitung in Barcelona/ und wenn er zwischen den pickenden Tauben auf der Plaza' Catalunya hindurchschritt, verneigten 'sich ehrfürchtig alteWeiblein vor dem lünftigen Herrscher... Stierkämpft und Massenmeetings, Pro- zessionen und'«»gezündete Klöster, dumpfer Aberglaube und' bewaffnete Arbeiterbataillone, klangvolle Städtenamen und bombenwerfende Fluggeschwader-— das Bild Spaniens, wie es uns aus den jüngsten Meldungen und aus Lesebucherinnerungen, ersteht, ist bunt und wider« spruchsvoll, es kommt uns spanischer vor, als wir uns Spanien vorstellen. Aber wir lernen eS bester' verstehen, wenn wir an die U n g e h e u« renGegeNfätz« denken, die«in Jahrtausend lang in diesem Land latent geblieben und nun mit elementarer Wucht aufgebrochen sind: die Gegensätze zwischen der endlosen Steinwüste und den darin verstreuten palmendurchsaumten Städten; zwischen der behäbigen Stille der Klöster und dem unsagbaren Bettlerschmutz in den Volksvierteln der Großstädte; zwischen dem hohl- wangigenH ä u e r im Quecksilberbergwerk von Almadin, der mit 88 Jahren, an Lungenschwindsucht stirbt, und dem kuponschneidenden Nichtstuer,, der von früh bis spät aus dem Mezzaninfeüster feines Krösusklubs auf den Boulevard von Madrid hinunterfchaut. Die alten soliden Ketten, die das soziale Gefüge Spaniens zusammenhielten, sind endgültig zersprengt, und dar Land Don Quixotes, das Land der Entdecker und Eroberer ist zur flammenden Arena der mächtigen Kräfte geworden, die das Leben und die Ankunft Europas bestimmen.. Ela. Höherer Autoabsatz Im ersten Halbjahr wurden in der Tschechoslowakei insgesamt 8812 Kraftwagen verkauft. Davon waren 4864 Personenwagen und 416 Lastauws und 82 Autobuste. Gegenüber dem Borsjahre hat sich der Autoabsatz um 2.9 Prozent erhöht. Mit Ausnahme von Jugoslawien hat die Tschechoslowakei ihre Einfuhr aus allen übrigen südosteuropäischen Staaten erhöht. Die Einfuhr aus Jugoslawien dagegen weist einen Rückgang um 18 Millionen XL^oder fast 19 Prozent aus. Dagegen hat die Ausfuhr nach Jugoflawien sich um 61 Millionen XL oder um beinahe 50 Prozent erhöht. Einen Rückgang geigt die tschechoslowakische Ausfuhr nach Oesterreich und' nach Griechenland.„ Im ganzen hat die Einfuhr der Tschechoslowakei auS Slldosteuropa stärker zugenommen als ihre Ausfuhr in diese Staaten.. Revision der Verträge von Ottawa? In den verschiedenen englischen Dominions werden bereits die Entwürfe zur Reviswn der 1982 in Ottawa abgeschwffenen Wirtschaftsverträge über die Beziehungen der britischen Reichsteile vorbereitet. So ist ein« kanadische Delega- tion bereits in London eingetroffen. Die nächste Reichrkonferenz wird in London im Mal' 1937 stattflnden. Bei der Konferenz von'Ottawa handelte eS sich vor allem um di« Zollpolitik, Bor« zugSzöll« und DumpingSb«kämpfung, Behandlung der Staaten. außerhalb des Weltreiches, Wäh» mngSfragen und Stabilisierung der Preise., Dar nächste Mal' werden vor allem die Dominion» eine größere Freizügigkeit gegenüber den Ländern außerhalb des Weltreiches verlangen. Besonder» gilt die» von Kanada, da» gegenüber den USA größer« finanzielle Berpstichtungen hat al» gegenüber England und von diesem erhöht« Käufe von Agrarprodukten und Unterstützung seiner Handelsflotte im Stillen Ozean fordern wird. Ebenso werden Australien und Neuseeland eine erhöhte Bevorzugung ihrer Agrarprodukw in England verlangen. Man trachtet indessen, zur Grundlage der Konferenz nicht so sehr Einzelforderungen, al» Gesamtintereffen de» Empire zu machen. Dli Staatskontrolle der Kohlenwirtschaft in Frankreich Die französische Kammer nahm einen Gesetzentwurf an, der die Kohlenwirtschaft der staatlichen Einflußnahmen unterwirft. Der Zweck ist die Organisation der Erzeugung, der Schuh dev heimischen Kohle gegen den ausländischen Wettbewerb und die Regulierung der Preise. Dio Regierung ist ermächtigt, die Gruben und Kohlenhandel zur Bildung von Syndikaten zu zwingen, in denen-sie ständig'vertreten ist. Die Verkaufspreise werden von der Regierung festgesetzt, Für die Zwangssyndikate ist em« erste Subventionierung von 89 Millionen Fr. bereitgestellt. hatte unter der nationalistischen Jugend die starke Konkurrenz de» jungen Primo de Rtveraj de» Diktatorsohne», der fein« eigene faschistische Bewegung aufzog, die. ebenfalls leichtes Spiel'zu haben schien.Der einstige Revolutionsheld Z a m o r r a, der im- April.1981 noch wegen Hochverrat» im Gefängnis faß und vierzehn Tage später den Kerkerschemel mit dem Brokatstuhl im Königspalast vertauschte, umgeben von sechs Telephonen, ein» davon für den Hausgebrauch aus purem Gold— er war zum alten Tiger mit au-gebrochenen Zähnen geworden, unfähig, auch nur die dringendsten Forderungen der Bodenreform zu erfüllen. Man konnte kaum mehr begreifen, daß der Bourbonenkönig samt seinen Offizieren vor diesem harmlosen alten Herrn kapituliert hatte. Die einen wandten sich den. Azalla und Caballero zu, die anderen nährten in der Hoffnung auf Wiederkehr der»guten alten Zeit" ihre monarchistischen Wunschträume, als ob da» Zauberwort»König" imstande sei, das Rad der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung zurückzudrehen und dort stehen zu lassen, wo e» für den kleinen Beamten, den Händler und Rentner einst am angenehmsten war; Träume, die fich nicht einmal auf die Person de» dreizehnten Alfons kaprizierten. Denn noch im letzten Jahr tauchte in Barcelona ein phantastischer Kronprätendent auf, Stefano Natale Ludovice Molle Tont« di Tervara, Mitglied de» italienischen Hochadels, der einen sogar von der Presse unterstützten Anspruch auf den spanischen Radi» im B»«tl Der Ansager: Tie hörest jetzt eine Paraphrase über, da» Lied»Still ruht der See i, ,*' 10.000 Engländer In der Kanalzone Noch weitere 20 Jahre Kairo.. Die britische und ägyptische Delegation haben Militärklauseln vereinbart, denen, zufolge britisch« Truppen in der Zahl von 19.990 Mann im Abschnitt de» Suezkanal» auf dir Dauer von 29 Jahren konzentriert werden können. Nach dieser Zeit verläßt oa» britische Militär Aegypten, fall» die ägyptische Armee imstande sein wird, diese» Gebiet' selbst zu verteidigen. Für britische Flugzeuge werden»wet Flugplätze im Abschnitt ve» Suezkanal» angelegt und dadurch die Flug« Mtze Abukir bild Heliopolid ersetzt. Die britischen Abteilungen räumtn'Mukir und Kairo. Im Frieden wird lein ägyptischer Hafen al» MariNtbasi» für die britischen Schiffe dienen. Im Falle eine» Kriege» können dann die britischen Einheiten ägyp» Eduard VIII. In Frankreich Bei der Enthüllung eine» Denkmato für die gefallenen Kanadier Pari». Sonntag vormittag»,'traf in Tälsti» die englische Facht„Enchantereß" mit"König Eduard Vlll. an Bord ein. Ein Sonderzug brachte den König nach B i M y, wo er an der feierlichen- Enthüllung de» Denkmal» teilnahm, da» zu Ehren der 11.999 Kanadier, die in Frankreich während de» Weltkriege'» gefallen sind, hier errichtet wurde. Den Festakt vollzogen der Präsident der Rftnchltk Le b r u n und König Edu ar d VUl. Anwesend waren auch die britischen Minister Duffs Tooper und Malcolm Mar- donald sowie die französischen Minister Der AuBenhandel mit Slldosteuropa Die tschechoslowakischen Handelsbeziehungen zu den südosteuropäischen Staaten sind unter dem Gesichtspunkt der künftigen innerwirtschaftlichen Entwicklung von Bedeutung. Sie werden noch unterstrichen durch die in der letzten Zeit immer stärker hervortretenden Bestrebungen Deutschland», besonder» Jugoflawien und Bulgarien handelspolitisch immer stärker an sich zu binden. Gleichzeitig laufen ähnliche Bemühungen auch von Italien, wofür nicht nur da» Abkommen mit Oesterreich, und Ungarn ein Beweis ist, sondern auch die Persuche, stärker in die Ballanstaaten vorzudringen. Der tschechoslowakische Außenhandel mit diesen Staaten hat in den letzten Jahren eine Aulweitung erfahren. Diese günstige Entwicklung hat im allgemeinen auch im ersten Halbjahr 1986 angehalten. Ein Bergleich mit derselben Borjahr»- periode ergibt folgende» Bild. E» betrug im erste.« Halbjahr die Einfuhr au» Ausfuhr nach in Millionen XL Das kommt uns spanisch vor... Rebellen, Könnte und Diktoloren Wieder beginnen benzinübergossene, ange zündete Straßenbahnwagen die abschüssigen Straßen Barcelona» zum Meer hinunterzusau sen, brennende'Fanale de» seit 1981 perma nenten Aufruhr». Diesmal aber geht e» nicht mehr so„gemütlich" her wie einst im Oktober, als man in der Hauptsache von zehn bi» ein» und von vier bi» sieben Uhr schoß, denn weder Revo lutionäre noch Polizisten dachten daran, unzeit gemäß früh aufzustehen, ihre Tischzeit zu opfern oder ihren Feierabend zu schmälern. Damals schien e» um den durch die Diktatur der letzten Monarchiejahre vergrößerten Bruch zwischen Ka talonien und dem übrigen Spanien mehr zu ge hen al» um die Kluft zwischen den entsetzlich armen, auf kärglichstem Steinboden sich abrak» kernden Bauern und den Großgrundbesitzern, zwischen bett um Hungerlöhne schuftenden Arbei tern und den Herren der prunkvollen Bankpa läste in der Gran Bia von Madrid. Damals, im Oktober 1984, schien dst» fleißige, aufgeweckte Industrieland Katalonien mit seiner eigenen Sprache und Kultur unversöhnlich mit dem ein wenig schläfrigen, schlampigen, langsamen Alt- spanlest;- die internationale Hafenstadt Barce lona mit ihrer Million Einwohner, ihren Fabri ken, Speichern und Maschinen unversöhnlich mit der Hauptstadt Madrid, der„Stadt der Bettler und Beamten". Der Kampf wurde mit den mo dernsten Mitteln geführt, Madrid verbot dem Rundfunksender Barcelona das vorwitzige Maul, die fünf verschiedenen Sorten Polizei in Bar celona verhafteten sich gegenseitig, während vor dem Hauptpostamt am Hafen auf den recht» und links vor dem Portal aufgestellten Plüsch sofa» die Soldaten der regulären Armee schlie fen.., Ihr ehemaliger Chef, der Kriegsminister und Führer der vereinigten Rechtsverbände, Gil R o b l e», ist Wohl derjenige Mann, dem man seine Wahlniederlage und jetzt seine Bertreibung aus. Spanien am herzlichsten gönnt. Als junger Universitätsprofessor au» SalamaNca begann er einen Tag nach der Errichtung der spanischen Republik seinen Werbefeldzug gegen Demokratie und Sozialismus, gestützt auf die geheim wir kende Macht der Jesuiten und die offene Hand der Granden und Bankfürsten. Er saß, Typ de» ehrgeizigen Strebers, als unscheinbarer Zivilist inmitten der goldstrotzenden Uniformen de» Kriegsministeriums und spielte nach Büroschluß den„Jefe", den„Führer" seiner Accion Popu lär, Stern und'Hoffnung des zwischen Arbeiter schaft und Großkapital eingeklemmten Klein bürgertums. Seine Leute konnten ungestört eine beachtliche' Bürgerkriegsorganisation aufhauen: mit' einer KatkökhA' vön"6v9;999^Zittelst, aüf denen jeder Madrider Einwohner■ nach Nam', Art'Und politischer Anschauung registriert war — das Spitzelwerk der FräuenorgaNisation Gil Roble»'—, mit Lazarett, Gaslampenmodellen für Strekkbrecherkurse und einem Turnsaal, in dem man die Punchingbälle mit den Karikaturen von Caballero und Azana geschmückt hat, mit Almosentüten für die Armen, die'man. um ein Pfund Reis oder.eine Konservendose für die große Sache zu gewinnen suchte.„Todo el poder para ei Jefe" riefen die Sturmabteilungen mit grüßend emporgestrecktem Arm:„Alle Macht dem Führeri" Gil Roble» schien der kommende Mann, seine Wahlerfolge glichen denen der deutschen National sozialisten von 1989 bi» 1988. Wie st« ver mied er ein klare» Wort über Monarchie oder Republik,, wie sie versprach er jedem etwa», pre digte er, ein fanatischer junger Apostel, eine neue Moral, Kampf gegen das Parlament, Liquidie rung des Klassenkampfes und BollSgemeinschaft, Zurückführung der Frauen an Herd und Wiege. ES grenzt an» Wunderbare, daß die jüngste Ge schichte, diesem Diktator in spe, der bereit» fünf Minister in der Regierung und 117 Abgeordnete m. den Cortes hatte, eine vernichtende und unab änderliche Abfuhr erteilt hat. Allerdings, er 1986 1988 1986 1988 Oesterreich 169 144 889 846 Ungarn 84 82 66 87 Jugoflawien 144 189 191 189 Rumänien 181 86 188 168 Bulgarien 29 18 88 29 Griechenland 88 28 18 26 vor russische Flieger Valerij PetrovliS Tschalkow, Kommandant und erster Pilot des Flugzeuge», der den Non-Stop-Flug von Moskau über das nördliche Polarmeer. nach Tschita'durchführte. Die Strecke beträgt 11.999 Kilometer. Delbos und B a st i d e. An der Feier nahmen gegen 6999 ehemalige kanadische Frontkämpfer teil, die von General Roß und einer gan-' zen Reihe von französischen Militärabteilungen geführt wurden. Die bulgarische Volksfront, in der sich alle politischen Gruppen zusammenschließen, welch» für di« Berfassung und für die politischen Bürgerrechte eintreten und welche Gegner der autos ritären und diktatorischen Bestrebungen Cankow» sind, nimmt immer festere Formen an. Die Volksfront wird, nach der bisherigen Entwicklung zu urteilen, aus einer bäuerlichen, einer sozialistischen Und einer bürgerlichen Grupp« bestehen. Di« ersten zwei haben sich, bereits gebildet und ihre Zusammenarbeit angesagt. Di« bäuerliche Front kam durch ein Einvernehmen aller Führer der agrarischen Linken und der Mitte zustande.. Lohnkämpf« in Italien.(AP.) Zu den zahlreichen Sorgen des faschistischen Regimes gesellt sich neuerdings in ständig steigendem Maß« die bedrohlich anschwellende, auch durch die Ereignisse in Frankreich beeinflußte Lohnbewegung. Seit dem Ausbruch des abessinischen Krieges haben sich die Kosten der Lebenshaltung erheblich erhöht. Der genaue Umfang läßt sich schwer ermitteln, da die Veröffentlichung der Ziffern eingestellt wurde. Doch kann man mit einer Erhöhung der Großhandelspreise um 28—89 Prozent gegenüber. dem*. Vorjahre rechnen..- Die EinzolhandMpreise sind. zwar nicht iin gleichen Maße gestiegen,'-doch ist imw! der Tatsache einer beträchtlichen Verteuerung nicht' zu rütteln. Wenn dies etwas eingedämmt wurde, so durch drakonische Verringerung der Verdienst«, spannen des Großhandels und des Einzelhandels. Dies hat sehr einschneidende Folgen, so daß z. B. das Bäckerei- und das Mühlengewerbe bereits mit Substanzverlust arbeiten. Auf die Dauer läßt sich dieser Zustand nicht aufrechterhalten. Die Lohnforderungen der Arbeiter werden aber schon jetzt in fast sämtlichen Zweigen der italienischen Wirtschaft vorgebracht. JnderTextilindustriemußten bereits Lohnerhöhungen von 4—18 Prozent bewilligt werden. Di« Lohnkämpfe in der M e- tallindustrie beschäftigen zur Zeit das Korporationsministerium. Auch in der L a n d w i r t« schäft sind Lohnbewegungen im Gange,' umso' mehr, als durch die vielen Einberufungen und di«. Abwanderung nach den Städten die Arbeitskräfte auf dem Lande rarer geworden sind. Die Lohnfor- derungen stellen für den italienischen Faschismus ein schweres Problem dar. Ihre Bewilligung führt zu neuen Erschwerungen de» durch die Sanktionen zerrütteten Export» und zu weiteren Verteuern n-* gen, ihre Ablehnung aber kann politische Erschütterungen im Gefolge haben, da die Unzufriedenheit wächst und- die Beschwichtigungsversuche angesichts der durch den Ärieo aufgelockerten Stimmung nicht mehr wie früher zum Ziele führen. Erfolgreiche Schritte gegen Cankow. Der Umstand, daß die bulgarische Zensur bis vor kurzem die Veröffentlichung zahlreicher Kundgebungen Cankow» in der Presse wohlwollend zuließ und andererseits Kundgebungen der politischen' Gegner Tankows streng unterdrückt hat, hat unter den Gegnern Tankows große Mißstimmung und' Erregung hervorgerufen. Der sozialdemokratische. Führer P a st u ch o v und einer der Führer> der Gruppe Kalfov, Tarkonov, haben deshalb sowohl dem König Bari» al» auch dem Ministerpräsidenten Kjosejvanov Telegramme gesandt, in denen sie mit scharfen Worten gegen ein solches Borgehen' der Zensurbehörden, wo Tankow viele Anhänger hat, protestieren, Kjosejvanov, dem die Zensur untersteht, hat deshalb den Borstand des Zensur«- amte», Kolov, einen Anhänger Tankow», seine» Amte» enthoben und den. strengest Auftrag' gegeben, daß alle Parteien nach dem gleichen-- Maßstab zu messen seien. Infolgedessen müssen die auf Seite Tankows stehenden Blätter jetzt über seine Aktionen schweigen. Deutsche Maschinen für die englische Rüftung»- industrie.(HavaS.) Bei der Tagung der Btrmingha-" mer'Handelskammer wurde.festgestellt, daß Groß», britqnnien au» Deutschland Maschinen zur Erzeugung von Kriegsmaterial einführt, da die englifch-.n Fabriken nicht imstande sind, diese Maschinen rechtzeitig und programmgemäß zu liefern, wie die» die britischen Rüstungen erfordern. Geite 6 In den Dschungeln des Matto Grosso Das ungelöste Rätsel um Colonel Fawcett Nio de Janeiro, Anfang Juli. ,, Sozialdemokrat" Prager Zeitung Dating Die richtiggestellten Wählerverzeichnisse der Ein sonderbares Datum jährle sich in diesen Tagen zum zehnten Male: Im Sommer 1926 Hauptstadt Prag werden vom 24. bis zum 31. Juli gelangte die letzte Nachricht des Colonel Fawcett von 8 bis 14 und von 16 bis 18 Uhr aur öffentan die zivilisierte Welt, die mit ungewöhnlichem lichen Einsichtnahme aufgelegt werden, und zwar für Interesse der seltsamen Expedition folgte, die ein Prag I bis VII im zentralen Wählerkataster, in Jahr vorher begonnen hatte. Fawcett war mit den übrigen Stadtteilen bei den zuständigen Magiseinem Sohn Jack und einem englischen Freunde stratsamtsstellen. Jeder hat das Recht, in die VerRaleigh Rimmel von Cuyaba aus losgewan zeichnisse Einsicht zu nehmen und Abschriften und dert, um die berühmte Ruinenstadt und Auszüge zu machen, soweit er dadurch nicht andere ihre angeblich märchenhaften Schäße zu finden, Personen von der Ausübung desselben Rechtes ausüber die sich die Forscher und Gelehrten seit schließt. Jahrhunderten die Köpfe zerbrachen. Zunächst gab Fawcett alle paar Wochen Nachricht aus, aber die Zwischenräume wurden immer länger, und vom Sommer 1926 an hörte man nichts mehr. Sind Fawcett und seine Begleiter tot, oder sind sie in die Hände wilder Indianerstämme gefallen und leben noch, wenn auch als Gefangene? Nicht nur der Ort, den Fawcett suchte, blieb bis heute ein Geheimnis, auch Fawcett's Verschwinden ist völlig ungeklärt, und es leben nicht nur in Rio de Janeiro, sondern auch in Cuyaba, Santarem und Para Leute genug, die immer wieder Mittel auftreiben, um eine Rettungsexpedition auszurüsten. Vielleicht, so denken sie, ist der Colonel Fawcett nicht einmal gefan gen, sondern Herr jener märchenhaften Goldund Diamantenschäße, lebt in Frieden und Wohlstand und will nichts mehr von der anderen Welt wissen. Die Märchenstadt am Amazonenstrom Die Ausflugszüge der tschechoslowakischen Staatsbahnen fertigen Einzelpersonen in die Bäder mit der Abfahrt an jedem beliebigen Tage für folgende Bauschalbeträge ab: Nach Joachimsthal für 21 Tage um 1130 Kč, nach Marienbad für 21 Tage für 1100 Kč, nach Karlsbad für 21 Tage für 1110 Kč, nach Bardějov für 21 Tage um 990 Kč, nach Johannisbad für 14 Tage um 630 Kč. Anmeldungen mit einer Anzahlung nimmt der Basar neben dem Wilsonbahnhof, Telephon 383.35 entgegen. Besuchet die Felsenstädte Wekelsdorf und Adersbach Weltberühmt als einzig dastehende Sandsteingebilde Die Naturdenkmäler zählen zu den beliebtesten Reise sommerfrischen- Herrlich angelegte Bäder- Hotels: zielen tausender Touristen. Felsenstadt Adersbach- Eisenhammer, Wekelsdorf. Prospekte durch die Felsenverwaltungen. Der Film 02 3496 62 bm ,, Aethiopien", ein italienischer Propagandafilm Die Sage von der Ruinenstadt ist uralt. Aber vielleicht ist es gar keine Sage; fest steht jedenfalls, daß im Jahre 1743 sechs Portugiesen mit einer Truppe eingeborener Diener von Para aus in das Innere des Amazonenstrom- Gebietes vordrangen. Elf Jahre lang hörte man von ihnen nichts, dann tauchten drei der Eingeborenen auf, die seinerzeit die Expedition mitgemacht hatten, Dieser Film verherrlicht den Sieg der faschistiund erzählten Wunderdinge: man sei nach Ueber- schen Zivilisation" in Abessinien und zeigt am Ende querung eines felsigen Hochplateaus von großer eine Landkarte, auf der Aethiopien" als Teil des Ausdehnung plößlich zu einem herrlichen Tal ge- Propaganda für einen Bruch des Völkerbundvaktes ..Imperium Romanum" erscheint, er macht also langt, das wie ein Kessel inmitten der Berge lag, und des Weltfriedens, und da er als einzigen ohne jeden Zugang. In der Mitte des Tales filmischen Höhepunkt übrigens die große faschi= hätten sich Reste einer großen alten Stadt gestische Siegesfeier in Rom zeigt, macht er auch Profunden, und zwar einer Stadt, die eine sehr hohe vaganda für eine politische Ideologie, die der unserer Kultur gekannt haben mußte, denn man habe Republik feindlich ist. rakter dieses Films zu erkennen, der im übrigen ein Machwert ist: eine schlecht zusammengestoppelte Reihe von hinter der Front und im Flugzeug gemachten Bilbern- mit einer langen Einleitung, die aus dem bekannten Abessinienfilm des Schweizer Fliegers Mittelholzer entlichen oder gestohlen ist. Das Publikum der Premiere reagierte auf die ―eisVeranstaltung mit gelangweiltem Bischen. Jarmila Beránková in dem Film ,, Loizička". Vereinsnachrichten Mittwoch, 29. Juli 1936. Mr. 175 Erinnerung... Erinnern ist ein tiefes Sichbefinnen, Aus schwerem Dunkel löft fich Blatt um Blatt, Du kennst die Narben, die ein jedes hat, Und fiehst das Blut durch taufend Abern rinnen. Erinnern ist der Fluch des Nichtvergeffen, Man geht zurück- und jebe Stunde spricht, Der Nebel finkt, erhält Gestalt, Gesicht, Du fühlst mit Schaudern, was Du einst beseffen. Erinnern ist ein Gang durch weite Zimmer, Der Herzschlag stockt- Du bist nicht mehr allein, Und tausend Schatten stürzen auf Dich ein Sich', über jedem ruht ein ferner Schimmer. Erinnern ist die Flucht in ferne Stunden, Flucht voller Dual und doch ein Weg zum Licht Der Schmerz verklingt- Die wehe Angst zer. bricht Fluch wird zum Segen, wenn Du Dich gefunden. Pierre. Der beiliegende Erlagschein ist zur Bezahlung der Abonnementsgebühr zu verwenden! Wer im Rückstande bleibt, schädigt die Partei und deren Tresse Die Verwaltung Sport- Spiel- Körperpflege England Daviscup- Sieger 1936 Australien 8: 2 geschlagen Bei strömendem Regen wurde gestern in Wims bledon das Daviscuptreffen zwischen England und Australien mit den restlichen Einzels spielen beendet und brachte den erwarteten Sieg Engs Am Sonntag, 2. August 1936, lands. Qu i st( Australien) schlug Austin( Engfinden die Meisterschaftskämpfe der DTI am Strahover Sta land) 6: 4, 3: 6, 7: 5, 6: 3, womit es unentschieden dion statt. Der Atus wird nach 2: 2 stand. Erst im lebten Kampf fiel die Möglichkeit diesmal nicht nur an den Entscheidung, wo Perry( England) den Australier Männerfonkurrenzen teilnehmen, fon- Cramford glatt 6: 2, 6: 3, 6: 3 ſchlug. dern wird auch die Atu 3- Sports lerinnen mit zu den Meisterschaften entsenden. Am Mittwoch, den 5. August 1936, findet der ATUS PRAG bekommen. wunderbare Statuen und Säulenpaläste entdeckt. Vielleicht glaubt man, dem Film seinen tendenInnerhalb der Tempel und Gebäude, die offen- aiös- verlogenen Charakter dadurch genommen au sichtlich von einem Erdbeben vernichtet worden haben, daß man den italienischen Begleitvortrag unseien, habe man unvorstellbare Mengen von überfekt ließ. Aber wer auch nur ein paar Broden Schäßen gefunden: gemünztes und ungemünztes davon versteht, hat Grund genug zur Empörung. Leste Meisterschaft 3 tampf zwischen Filme in Prager Lichtspielhäusern Gold, Brillanten- Schmuckstücke, Platinbarren und Daß hier Rom als Hort der Gerechtigkeit gepriesen DTJ. Prag I.-V. und dem Prager Atus auf der Bis einschließlich Donnerstag, den 30. Juli: tostbare Gefäße. Nun sei es aber bei der Auftei- wird, daß vom Enthusiasmus" der zum Kriegsbienste Binsel statt. Die Atus- Anhänger werden be= lung der Schäße zu schweren Streitigkeiten inner- gegen das eigene Land gezwungenen Eingeborenen ftimmt einen harten, gleichwertigen Kampf zu sehen Urania- Rino: Ferien. Abria:„ Der erita und von der Moral" der italienischen Truppen ge= halb der Expedition gekommen, schließlich hätte sprochen wird, die- wie man hier sieht immer Kuß".( Tsch.)- Alfa: Die Stlaben der Leidens 20 Uhr gemeinschaft".( D. man sich gegenseitig getötet. Sie, die drei, seien hinter Bombenfliegern und Kolonialsoldaten hergefamer Brubbe nabenb aurfa".( Dr. Bola Jiegti.) Cameling- Louis. - Horney, Hörbiger). Avion: Mas die einzigen, denen es gelungen sei, rechtzeitig zu zogen sind, und daß am Ende nachdem Mussolini aller Gruppen im Ligaheim Fénig: Stenká Rasin".( D. Schlettow.) entfommen. siegreich in der Kabinettssigung erschienen ist und sich ( Skautský domov). Poltischer Wo- Flora: Wie Frauen lieben".( A. Sylvia Sids dem Suezkanal als den Wasserstraßen des neuen dort hat beflatschen lassen Ibom Mittelmeer und chenbericht. Bericht vom Sommer- neh.)- Gaumont: Die fündigen Frauen vo römischen Reiches die Rede ist, genügt, um den ChaLager in Neudet und buntes Pro Boom".( Fr.) Hollywood: Kleine Mutti".( D. gramm. Kommet alle! Fr. Gaal.) Juliš:., Waldwinter".( D.- Senotet, Staal.) Kinema: Journale, Grotesken, Reportas Man rüstete damals sofort eine neue Expedition aus, die aber spurlos in den Dschungeln des Amazonenstrom- Gebietes verschwand. Andere Expeditionen, die von Zeit zu Zeit danach unterS nommen wurden, erlebten dasselbe furchtbare auf, der dem britischen Konsul sensationelle Mit-| Begleiter? Andererseits stimmte die Beschreibung, teilungen machte. Schicksal. Wurden sie von den dort lebenden wilden Indianerstämmen ermordet, oder von Tieren getötet, oder starben sie am Sumpffieber und Erschöpfung? Das unbekannte Tal, das irgendwo zwischen dem Tapajoz und dem Xingu, den beiden großen Nebenflüssen des Amazonenstroms liegen soll, blieb ein Geheimnis. Fawcetts Start die Nattin von dem Aeußeren des Gefangenen gab, vollkommen mit dem wirklichen Fawcett überein. Die vergebliche Suche Jn den Händen der Jndianer? Dieser Farmer, ein geborener Schweizer, namens Stefan Rattin, erzählte, daß er einen mehrwöchigen Ausflug in den nördlichen Teil des Man entschloß sich auf Grund der Angaben Matto Grosso- Plateaus gemacht habe, und zwar Rattins eine neue Expedition auszurüsten. Rattin längs des Arino- Fluſſes, einem Nebenfluß des erflärte sich bereit, den Weg zu zeigen. Aber Fawcett war ein eigenartiger Mann. In Tapajoz- Stromes. Dabei sei er auf eine indiani- wenige Tage, bevor die Gesellschaft starten sollte, seiner Jugend britischer Offizier in Indien, sche Ansiedlung gestoßen, in deren Mitte er einen war er verschwunden, und man hat ihn bis heute wandte er sich dem Buddhismus zu und begann weißen Mann angetroffen habe. Dieser Mann nicht wiedergesehen. Ein Lügner? Niemand früh, sich für die Geheimnisse unentdeckter Gegen einen großen grauen Bart. Nachdem er dem war gesetzten Alters, hatte blaue Augen und könnte das entscheiden. den zu interessieren. Als er von der Sage über Aber vorausgesetzt, daß Fawcett noch in den das rätselhafte brasilianische Tal erfuhr, stand Häuptling eine Flasche Rum geſchenkt habe, durfte Jahren 1931 und 1932 als Gefangener eines sein Plan sofort fest. Seinen Dienst hatte er chen, denn dieser war, wie der Häuptling betonte, aus ihm geworden? Er müßte fast 70 sein, aber er ein paar Worte mit dem weißen Mann spre Indianerstammes am Leben war was ist heute längst quittiert, und 1920 fuhr er nach Cuyaba, mietete sich ein paar Eingeborene und zog davon. Seit vielen Jahren der Gefangene des Stammes. er war eine ungewöhnlich widerstandsfähige Aber er mußte sehr schnell zurückkehren, denn der Die Unterhaltung wurde, wie Rattin berichtete, in Natur, der Entbehrungen, Size und Sumpffieber Xingu- Fluß trat während der Regenzeit über englischer Sprache geführt, obwohl Rattin nur faum etwas anhaben konnten. Die Ansichten darüber, ob er noch am Leben Land, so daß man nicht weiter vordringen konnte, alte Mann mit dem grauen Bart aber erzählte, sei, sind geteilt. Aber man will noch in diesem seine Ufer und überschwemmte kilometerweit das schlecht englisch sprach und wenig verstand. Der Fawcett war hartnäckig. Er beschloß, im Gegen-| Armee, und wenn er, Rattin, jemals nach Sao die jene Gebiete durchforschen soll, in deren er sei ein ehemaliger Offizier der englischen Jahr eine neue große Expedition unternehmen, saß zu allen anderen Expeditionen, zukünftig weder Eingeborene noch Maulesel noch sonstigen Paolo komme, solle er sofort den Major Paget Dschungeln er und die anderen verschwunden find. Zubehör mitzunehmen, sondern nur ein oder verständigen. Rattin berichtete weiter, daß der zvei Mann, die ihrer ganzen Konstitution nach Gefangene ihm einen Ring gezeigt habe. In der Behntausende von Quadratkilometern sind hier allen physischen Anstrengungen gewachsen waren. Rattin von diesem Ring gab, mit jenem Ring die dort abseits von allem Verkehr für sich leben. Tat wurde festgestellt, daß die Beschreibung, die noch gar die Zahl jener wilden Indianerstämme, unentdeckt. Man fennt weder genauer die Raffe, Seine Wahl fiel nach langen Experimenten auf seinen Sohn und den Engländer Rimmel, beide übereinstimmte, den die Gattin Fawcetts diesem Anfang 20 und beide bereit zu Abenteuern. vor zwanzig Jahren einmal geſchenkt hatte. Tat- the inner noch nicht, ob es wirklich wahr ift, anstelle der Urwälder einmal blühendes Im Frühsommer 1925 ging man los, Fawand war mit Städten hoher Kultur, deren cett hatte einen Vertrag mit einer großen nordRuinen heute noch sichtbar sind.. amerikanischen Korrespondenz, der er über seine Man nahm daraufhin Rattin ins Kreuzber Das verlorene Paradies zwischen dem 5. und Reise fortlaufend zu berichten hatte. Gr tat es hör, aber er vertidelte sich sehr bald in Wider- 10. füdlichen Breitengrad loft immer wieder. auch die ersten Monate, aber die Berichte wurden fprüche. Weder konnte er genau angeben, wo sich Diesmal will man sogar versuchen, mit Flugimmer spärlicher und kürzer, und aus seiner lebten bas Indianerdorf befand, noch, warum der Ge- zeugen möglichst weit vorwärts zu kommen. BielNachricht ging hervor, daß die Expedition in Gefangene, wenn es sich wirklich um Fawcett han- leicht ist es möglich, mit Hilfe der modernsten fahr stand, von einem feindlichen Indianerstamm belte, mit ihm englisch sprach, obwohl Fawcett technischen Ausrüstung, nicht nur das Nätsel- Tal angegriffen zu werden. Dann wurde es still. fließend die portugiesische und spanische Sprache und die Ruinenstadt mit den Märchenfchäßen zu sächlich existierte auch in Sao Paolo der Major Paget, ein alter Freund Fawcetts, der die ExpeSition zum größten Teil finanziert hatte. " " -W -G gen.( 2 bis 10 Uhr.) Koruna: Attualitäten, Journale, Grotesken.( 2 bis 10 Uhr.) Metro: Stenta Rasin".( D.— George.) Drei Männer im Schnee".( Tich.) Baffage: rote Sultan".( Englisch. - Praha: ,, Der Frib Kortner.) Světozor: Friederike".( D.)- Alma: Die gol dene Katharina".( Tsch. Nedošínská.) Beseba: ..Bosambo".( A.-P. Robeson.) Illufion: Die Komödiantenprinzessin".( D. 2. Baar.) Lido II: Charlie Chan in Aegypten".( A. Wars ner Dland.)- Louvre:„ Wie Frauen lieben".( A. ( D. Adolf Wohlbrüd.) Olympic: Studen tenmutter".( Eidi. Nedošínská.) Rogy: Die lustige Scheidung".( 2. Astaire, Rogers.) Sylvia Sidneh.) Mačesta:„ Bigeunerbaron". -200 Jr. Dunn. 1 Vejvodu: Bad Street".( A. Veletrhy: Wien, du Stadt meiner Träume".( D. - 2. Haid.) VOLKS ZUNDER 2666666 Man rüstete Hilfsexpeditionen aus, aber beherrschte. Und warum hat der geheimnisvolle entdecken, sondern vielleicht auch inmitten eines alles Suchen blieb erfolglos. Seltsamerweise aber Gefangene nicht feinen Namen genannt, warum Indianerstammes einen alten weißen Mann, ber Deine Marke: Dolkszünder tauchte im Jahre 1932 in San Paolo ein Farmer sagte er nichts von dem Schicksal seiner beiden einmal Fawcett hieß... C. C. Bezugsbedingungen: Bei Bustellung ins Haus oder bei Bezug durch di. Bost monatlich Kč 16. biertelfährig Kč 48.- haljährin Kε 96.- ganzjährig Kč 192.-.- Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. Müdstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Ginsendung der Retourmarten. Die Beitungsfrantatur wurde von der Bost- und Telegraphendirektion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII/ 1980 bewilligt. Druderei: Orbis", Drud, Berlags- und Beitungs-.- B. Brag...