Sosialdemokrat ZENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRUH. REDAKTION UND VERWALTUNG PRAG XII., FOCHOVA 62. TELEFON 53077. HERAUSGEBER: SIEGFRIED TAUB. VERANTWORTLICHER REDAKTEUR: KARL KERN, PRAG. Einzelpreis 70 Heller ( einschließlich 5 Heller Porto) 16. Jahrgang Dienstag, 15. Geptember 1936 Nr. 215 Das Ergebnis von Pressburg Regierung Blum Gegen einseitiges West- Locarno Noch engerer Zusammenschluß der Verteidigungskräfte Maßnahmen gegen neue Vertragsbrüche 8. Die nächste Sitzung des Rates wird wäh= rend der Böllerbundversammlung in Genf stattfinden. Preßburg. Ueber die Konferenz des| lichkeiten nicht wieder kommen wird- über die 7. Mit Rücksicht darauf, daß die bisherige Ständigen Rates der Kleinen Entente wird fol- Maßnahmen geeinigt, die in einem, solchen Falle Einrichtung der periodischen Konferenzen der gendes Kommuniqué ausgegeben: zu treffen wären. Chefs der Pressedienste der Kleinen Entente- Staa. 1. Nach eingehender Prüfung der allgemei5. Mit Nücksicht auf die Diskussionen über ten gute Ergebnisse gezeitigt hat, hat der Stännen Situation und aller Probleme, die die Staa- die inneren Regime in verschiebige Nat der Kleinen Entente befchloffen, sie in ein ten der Kleinen Entente insbesondere interessie- benen europäischen Ländern, die dauerndes Hilfsorgan des Ständigen Rates der ren, konstatierte der Nat, daß die Grund insbesondere als Folge der spanischen Ereigniffe Kleinen Entente umzuwandeln. linien der gemeinsamen Poli in Erscheinung getreten sind, erklären die Kleinen tik dieselben bleiben, wie sie auf der letzten Entente- Staaten, wie sie dies untereinander Tagung des Nates anfangs Mai in Belgrad defi- mehrmals betont haben, in entschiedener Weise: niert und kundgegeben worden sind. Die Staaten Sie werden auch weiterhin die Politik der der Kleinen Entente sind entschlossen, die traditio- Nichteinmischung in die inneren nelle Politik des allgemeinen Friedens und ihrer Angelegenheiten irgendeines eigenen Sicherheit in aufrichtigstem Bemühen Staates skrupulös durchführen. In keinem Presseabteilung des Prager Außenministeriums durchzuführen. Sie bleiben des weiteren dem Ge- Falle würden sie die Einmischung eines fremden Jan a jet am Samstag im Hotel Carlton" danken der friedlichen Zusammenarbeit wie auf Staates in ihre eigenen Angelegenheiten und in gab, tam er auch auf die Stampagne zu sprechen, politiſchem so auch auf wirtschaftlichem Gebiete irgendeine Frage ihrer inneren Bolitik zulaffen, die vor allem von reichsdeutscher Seite gegen das fest ergeben und sind bereit, an der Verwirklichung ebenso, wie sie sich selbst enthalten, unter irgenddiefes Gedankens mit allen Staaten guten Wil- welchen Umständen eine Politik des Eingreifens Abkommen der Tschechoslowakei mit Rußland belens zu arbeiten. 2. Einer der Grundfaktoren diefer Politik iſt für sie ständig der Völkerbund. Tros deffen heutigen Schwierigkeiten bleiben die Länder der Kleinen Entente feinen Grundsäten in der Ueberzeugung treu, daß die Genfer Tradition auch weiterhin ihre volle Bedeutung für die dauernde Regelung den Staaten behält. Deshalb erklären 3anten der Klei zum Ziele hat. Bei einem Diner, das der Vorstand der trieben wird. im Kampfe Außen- und innenpolitische Sorgen Frankreichs Obzwar der nachstehende Aufsatz unseres französischen Mitarbeiters in der vorigen Woche ( also vor den jüngsten Streitbeivegungen) ge schrieben wurde, werden die Leser dennoch Auftlärung und Information über die Stellung der Regierung Blum zu den außenpolitischen Problemen und innerpolitischen Fragen des Landes erhalten. Paris, im September. G. M. In keinem Lande wird einem so deutlich zum Bewußt sein gebracht, daß der Friede ein schwerkranter Mann ist, wie gerade hier in Frankreich. Die Sorge um das Befinden, ja um das Leben des Patienten beherrscht die ganze französische Politik. Die Rezepte und Sturen, von denen man fich eine Genesung verspricht, mögen verschiedene sein, aber alle- ob Regierungsleute oder Oppositionsmänauf Filzsohlen, ängstlich bemüht, dem Patienten ner bewegen sich wie in einem Krankenzimmer, gegenüber fremden Staaten zu betreiben. Damit jede Störung, jede Erregung zu ersparen. Wer die ſprechen sie sich entschieden für die Politik der Diese Kampagne, erklärte Hajek, möchte französische Presse von früher kennt, auf den wirkt Respektierung des inneren Regimes eines jeden Europa überzeugen, daß der Vertrag der Tschecho- sie geradezu farblos, denn alle Organe der öffentStaates aus, denn jede andere Politik würde die flowakei mit Sowjetrußland irgendeine gegen lichen Meinung, fast ohne Ausnahme, sind auf Svannung zwischen verschiedenen europäischen Europa gerichtete Höllenmaschine des einen Grundton abgestimmte nichts sagen und vor Staaten nur noch verstärken. Bolfchewismus ist und daß die Tschecho- ellem nichts tun, was den Gesundheitszustand ver 6. Besondere Aufmerksamkeit schenkte der flowakei irgendeine Ausfallbasis der Roten Armee schlimmern, was die Katastrophe herbeiführen Ständige Rat der Kleinen Entente der Verfein will. Jeder Schritt, den die Tschechoslowakei konnte... tief fung be bet Wittimafikse für den Aufbau, ihrer nationalen Verteidigung, Der fonsequente, leidenschaftliche Friedens nen Entente, daß sie sich nur einem solchen Beziehungen im Juneren der klei ihres Flugwesens und ihrer Eisenbahnverbindun- wille des franzöfifchen Volkes kommt am deutlich mühen anzuschließen bereit sind, daß die Stär- nen Entente und der Frage, in welcher be- gen unternimmt, wird von der oberwähnten Kam- sten zum Ausdruck in der Haltung, die die Voltskung der Autorität des Völkerbundes im Hinblick reits früher der tschechoslowakische Ministerpräfi- pagne der Weltöffentlichkeit als ein sehr gefähr- frontregierung zu den i panischen Greig auf die Wahrung und Organisierung des Friedens dent Dr. Hodža die Initiative ergriffen hat, nämliches Element präsentiert. Es handelt sich hier nissen einnimmt. Die Politik der Nichteinlich der Annäherung auf dem gleichen Gebiet mit um eine durchsichtige tendenziöse mischung, zu der Leon Blum die Initiative ergriff, 3. Die Regional abkommen, die die den übrigen kleinen Entertit, per int folate Bebe nastere 3iefe ver- iſt einzig und allein von dem gleichen Wunsche Kleine Entente feit dem Jahre 1921 verkündet, fchaftsrat der Kleinen Entente, der im Oktober folgt und wiffentlich die Tatsachen verzerrt. Der dittiert, die spanische Tragödie nicht urbine fent feit dem in richtiger Fattur hic dieſes Jahres in Bukarest zufammentreten wird, ruffiſch- tschechoslowakische Vertrag über gegensei- 3 ur europäiiden λatastrophe zu. Der Neuregelung im Gesamtkomplex der wird die von den Sachverständigen ausgearbei- tige Silfe ist- und das ist jedem bekannt in werden zu lassen. Diese Besorgnis ist hunFragen, von denen der Locarnovertrag handelt, teten Entwürfe sowie auch andere Möglichkeiten friebliebendem Geiſt, im Geiste des Völkerbundes dertfach begründet angesichts der ideologischen werden die Staaten der Kleinen Entente ganz be- der Erweiterung der Wirtschaftbeziehungen inner- abgefaßt. Er richtet sich gegen niemand Verwandtschaften und machtpolitischen Interessensondere Aufmerksamkeit zuwenden. Ein solcher- halb der Kleinen Entente prüfen. Der Wirt- und seinen Bestimmungen gemäß wird kein frem- zusammenhänge, die Spanien als eine Art ,, prämaßen errichtetes Sicherheitssystem könnte sich schaftsrat wird sich auch mit der Frage der wirt- der Soldat Mitteleuropa betreten, folange die ventiven" Nebenkriegsschauplaß einer möglichen jedoch nicht auf den Westen beschrän- schaftlichen Annäherung in Mit Tschechoslowakei nicht das Opfer irgendeines frem- europäischen Konflagration erscheinen lassen. Es den Einfalles geworden ist. ten, denn eine solche Teillösung würde das Pro- teleuropa befaffen. blem der allgemeinen europäischen Sicherheit in keiner Weise lösen und daher nicht einmal die Beruhigung bringen, die für die wirtschaftIi che Regeneration unerläßlich ist, deren Europa und die ganze Welt so sehr bedürfen. Die Kleinen Ententestaaten haben stets den Standpunkt vertreten, daß die Organisation des Friedens ergänzt werden müsse. Sie sind immerfort dieser Ansicht. Da es aber ungewiß ist, daß es in Bälde zu Nürnberg. Der Parteitag fand Montag einem so wünschenswerten Ergebnis kommen abends seinen Abschluß mit einer Rede Hitlers, könnte, haben die Staaten der Kleinen Entente, worin er seine bisherigen rhetorischen Leistungen in nichts von den Grundsätzen abgehend, von im„ Kampf gegen den Bolschewismus" noch um denen ihre gemeinsame Politik stets durchdrungen ein Vielfaches überbot. Er sagte u. a.: war, den Beschluß gefaßt, ihre Sicherheit Der sowjetische Kommunismus versuchte dadurch zu stärken, daß fie Schwerstes Geschütz gegen den Bolschewismus Hitlers größtes Ideal: Am Nachmittag hatte Hitler vor 18.000 Soldaten eine Ansprache gehalten, in der er es als die Aufgabe des Heeres bezeichnete, Wache zu stehen vor unserer Arbeit, unserem Volte und wörtlich, steht die Nation so gerade ausgerichtet, wie Ihr vor mir ſteht; wir bleiben eine unlösbar verschivorene Gemeinschaft. braucht kaum betont werden, daß diese ,, Neutralität" nicht Gleichgültigkeit bedeutet gegenüber dem heldenmütigen Kampf der spanischen Revolutionäre oder gar Verkennung der folgensch: veren Auswirkungen, die ein Sieg der faschistischen Generale für die Sicherheit Frankreichs wie für die Erhaltung des Friedens nach sich ziehen würde. Die französische Volksfrontregierung kann selbstverständlich nur den Sieg der republikanischen Waffen wünschen, nicht nur aus begreiflichen Solidaritätsgefühlen mit den spanischenDemokra ten und Sozialisten, sondern auch im wohlverſtandenen nationalen Interesse Frankreichs. Der Bestand einer republikanischen Regierung in Spanien ist für Frankreich, im Falle europäischer der Pyrenäenfront, wie der Verbindungen mit Nordafrika, während die Errichtung einer faschi= stischen Filiale penseits der Pyrenäen ein neues schweres Gefahrenmoment bedeuten würde. Allerdings ist ein Teil der französischen Bourgeoisie vom Klassenhaß so verblendet, daß sie nicht davor zurückschreckt, die spanischen Agenten Hitlers in standalöser Weise moralisch zu unterſtüßen. Genoſſe Blum hat in einer seiner letzten Verrat an der Nation gebrandmarkt und ernſte Reden die Haltung einer gewissen Rechtspresse als Maßnahmen angedroht, um dieser verbrecherischen Kampagne Einhalt zu gebieten. Kräfte noch enger und ihre schon 1918 bis 1920 auch Deutschland zu infi- unser Deutschland. Mit Euch, erklärte Hitler Komplikationen, eine Garantie für die Sicherheit hältnis zu schaffen gelungen ist. wirtzieren. Er suchte einst weltanschaulich genau so samer verbinden. Jeder derselben wird den Weg in unsere Grenzen, wie er sich heute jedoch auch weiterhin seine Beziehungen durch leb- militärisch bemüht, nach dem Zusammen: hafte und enge Zusammenarbeit mit den Staaten bruch seines von Moskau aus bei uns organisier pflegen, gegenüber welchen ihm ein solches Ber- ten inneren Weltanschauungskrieges die boliche wistischen militärischen Kräfte allmählich an un4. Im Verhältnis zu den übrigen Ländern sere Grenzen immer näher heranzuführen. Dies werden die Staaten der Kleinen Entente in ihren sen Bolschewismus haben wir angegriffen, niederBemühungen um die besten Beziehungen nicht geworfen und ausgerottet. Wir haben den Verſuch einhalten. Dies gilt vor allem von den an fie des Bolschewismus, von Moskau aus das Innere angrenzenden Staaten, mit denen Deutschlands zu u revoltionieren, abgewehrt. Und fie gutnachbarliche Beziehungen zu erhalten und nur, weil wir wissen und es tagtäglich erleben, weitgehendst zu entfalten wünschen. Die Erhal- daß dieser Versuch der Einmischung in unsere tung dieses Zustandes hängt jedoch auch vom Ber- innern deutschen Verhältnisse durch die jüdischen halten dieser Staaten ab. Deshalb bedauern die Sowjetmachthaber kein Ende nimmt, sind wir ge Staaten der Kleinen Entente tief, daß ihre zwungen, den Bolschewismus auch außer uns als Beziehungen zu Desterreich da- unseren Todfeind anzusehen und in seidurch gelitten haben, daß es von seiner nem Vordringen eine uns nicht minder bedrohende Seite zur Verletzung der militärischen Verpflich- Gefahr zu erkennen und wir werden ihn be tungen des Vertrages von Saint Germain gekom- fämpfen als Weltmacht dann, wenn er weiter men ist. Das Vorgehen, das die Türkei in der versuchen will, das spanische Unglück mit neuen Frage der Meerengen einschlug, zeugt davon, daß und noch gewalttätigeren Methoden auch über es auch andere Methoden als die Deutschland zu bringen. Politit vollendeter handlun= Hitler erklärte, er müsse nun vor ganz gen gibt, die bie guten Beziehungen zwischen den Europa 13 spielen, die er 15 Jahre fich die Staaten der Kleinen Entente wobei lang in ſeiner eigenen Partei gespielt habe, denn fie gleichzeitig der Hoffnung Ausdruck geben, daß der Bolschewismus bedrohe Europa und damit cs zu ähnlichen Uebertretungen, gültiger Verbind auch Deutschland. Die Antwort aus Paris Baris. Bei einer Rede auf einer Ausstellung in Bergerac antwortete Außenminister Delbos auf die Nürnberger Reden mit dem Hinweis, daß die französische Regierung die Freundschaftsabkommen, die Frankreich mit anderen friedliebenden Völkern verbinden, a ufrechterhat ten und weiterentwide In wolle. Die Defensivverträge, welche es abgeſchloſſen hat. find gegen niemanden gerichtet. Die erwähnte große Rede, Seineföderation der Sozialistischen Partei hielt, de, die der fronzösische Ministerpräsident auf dem Fest der hatte indes eine andere Ursache und einen anderen Hauptzweck. ,, Nicht auf unserer Seite", erklärte Delbos, wird der Ruf 3 u den Waffen", werden Die Zustimmung zur Neutralitätspolitik ist Aufforderungen zu einem ideellen Kreuzzug laut, in Tezter Beit keine restlose und einmütige. Die welcher zu einem Blutvergießen in Europa füh- kommunistische Partei tanzt wieder einren würde. Wir mischen uns nicht in die inneren mal aus der Reire und führt eine heftige KamAngelegenheiten anderer Staaten ein und würden pagne, die, unter der Losung ,, Kanonen und Flugauch niemandem erlauben, sich in unsere Angele- zeuge. für Spanien", die Voltsfrontregierung zus der Ansicht, daß alle Staaten ohne Rücksicht auf fenlieferungen an die legale spanische Regierung die Regime, welche in ihnen herrschen, die politi- zwingen foll. Die gefühlsmäßige Suggeſtivität schen und sozialen Regime, bestrebt sein müssen, dieser Parole hat sich auf die Pariser Arbeiterschaft in gegenseitigem Einvernehmen zu leben." start ausgewirkt, ist auf den großen Sympathies Staaten nur schädigen kann. Im übrigen haben Sommarners vor dem genheiten einzumischen. Im Gegenteil, wir sind Aufhebung des Embargo, zur Freigabe der Waf Seite 2 Dienstag, 15. September 1936 Mr. 215 kundgebungen für die spanischen Freiheitstämpfer| Wille zu einem Kreuzzug, zum berühmten Grunde als schicksalhaft und unvermeidlich bes Schlichter wird entscheiden unzweideutig zum Ausdruck gekommen und hat Präventivtrieg", aber die Kommunisten haben trachtet das, nein!... Ich glaube es nicht, am 7. d. Wi. den größten Teil der Belegschaften zweifellos den Wunsch eine präventive Union ich werde es nie zugeben, das der Krieg unab- Lille. In Lille und Umgebung haben die der Metallbetriebe veranlaßt, einen einstündigen sacrée", eine präventive Burgfriedensregierung wendbar ist. Bis zur legten Grenze meiner Arbeiter am Samstag neuerdings die Fabriken Demonstrationsstreit durchzuführen. DieKommu- ins Leben zu rufen, die nur den Sinn haben Macht, bis zum letzten Atemzug meines Lebens, besetzt, um die Arbeitgeber zur Einhaltung der nisten versichern zwar, daß ihnen der Gedanke könnte, alle Energien der Nation auf den kom- werde ich alles tun, um ihn von meinem Lande jüngsten sozialpolitischen Gesetze zu zivingen. fernliegt, die Volksfrontregierung zu gefährden, menden Konflikt mit Deutschland auszurichten. abzuwenden Ich werde nichts tun, was der eber Ersuchen des Innenministers begab sich ober es ist klar, daß ihre Extratour ein gewisses Auch hier handelt es sich um eine gefährliche Würde des republikaniſchen Frankreich Abbruch Ministerpräsident BI um sofort nach Lille. Er linbehagen innerhalb der Volksfront hervorruft, Vorwegnahme von Eventualitäten, um eine tun kann. Ich werde nichts vernachlässigen, was verhandelte den ganzen Sonntag mit dem Verdas von der bürgerlichen Oppositionspresse als Ueberreizung und üleberspißung politischer Mo- für seine Sicherheit und Verteidigung notwendig treter der Arbeitgeber, dem ehemaligen Minister Vorzeichen einer nahen Krise begierig aufgegrif- mente, die zwar in der Situation begründet sind, ist. Aber wenn wir von nationaler Würde, na Nicole, doch waren seine Bemühungen vergeblich. fen wird. aber bei nüchterner Ueberlegung eine weniger tionalem Stolz, nationaler Ehre ſprechen, ver- Am Montag traf Innenminister Salengro_im dramatische und extravagante Behandlung fin- gessen wir nicht, daß wir seit fünfzehn Jahren Flugzeug aus Paris ein. Die Arbeitgeber forden können. Die Sozialisten Frankreichs verken- unserem Volk gelehrt haben, daß ein wesentliches dern die Räumung der Fabriken als Vorausnen feineswegs die Notwendigkeit ihr Land für Element der nationalen Ehre der Friedenswille segung jeder weiteren Verhandlung, Ministeralle Eventualitäten diplomatisch und militärisch ist". präsident Blum fordert namens der Regierung Der Widerhall, die die Worte des Schülers und mit Unterstüßung der Gewerkschaften die vorzubereiten und gerade in diesen Fragen hat die Regierung Blum die Einführung der zwei- von Jean Jaurès in der französischen Deffent. Durchführung und Respektierung der gesamten jährigen Dienstzeit in Deutſchland mit ernſten lichkeit gefunden haben, zeigen, daß die Front Gesetzgebung betreffend die Negelung der Arwehrpolitischen Maßnahmen beantwortet: Zehn francais" eigentlich schon besteht. Nicht in dem beitsverhältnisse. Milliarden für den Ausbau der Rüstungen, wo- Sinne einer Regierungskombination, die sich, Sollten auch die letzten Verhandlungen er= von über vier Milliarden schon für das Jahr wenn sie zustande käme, unter den gegenwärtigebnislos bleiben, so wird die Regierung einen 1937 veranschlagt sind. Für den Krieg bereit gen Verhältnissen bald als brüchig und unhalt- Schlichter wahrscheinlich einen Minister sein ja. Aber den Krieg verbreiten nein. bar erweisen würde. Aber sie beſteht in dem ernennen, deffen Schiedsspruch in kürzester Frist Das iſt, auf eine kurze Formel gebracht, die Sinne einer Gefühls- und Ideengemeinschaft. für beide Barteien für verbindlich erklärt Antwort der französischen Sozialisten auf die Der sozialistische Führer hat das gesagt, was die werden soll. Agitation für die Front français". übergroße Mehrheit des französischen Volkes fühlt und denkt: Jusqu'an bont... Ia paig! ( Bis zum Ende... der Friede!) Genosse Leon Blum hat in seiner brillanten und mutigen Rede die Gründe dargelegt, die es der französischen Regierung unmöglich machen, von der festgelegten politischen Linie abzuweichen. Er wies u. a. darauf hin, daß die materielle Hilfe für Spanien feine einseitige bleiben würde, da niemand die faſchiſtiſchen Mächte verhindern könnte, die Feinde der spanischen Regierung gleichfalls zu unterstüßen. Ohne das Kräfteper hältnis zugunsten der Republikaner zu verschieben, würde eine solche Politit nur einen Wettkampf der Rüstungen provozieren, dessen Folg. a bei der heutigen Situation in Europa nicht schwer abzusehen sind. Auf das Hauptargument der Kommunisten, das Neutralitätsabkommen würde von Hitler und Mussolini praktisch nicht durchgeführt und wirte sich dabei nur einseitig als Blockade der legalen spanischen Regierung aus, entgegnete Blum flipp und flar, daß bis zur Stunde kein Benpeis, ja nicht einmal ein begründeter Verdacht vorliege, wonach das Abkommen von irgendeiner Seite verletzt worden sei. Sollte eine solche Verlebung festgestellt werden, so würde Frankreich seine Handlungsfreiheit wiedergewinnen, aber im Leon Blum hat in seiner Nede am 6. d. M., diese Ueberzeugung in ergreifenden Worten zum Ausdruck gebracht: Alles was die Franzosen in Es ist heute wirklich nicht leicht, im Glaueinem Gefühl solidarischer Gemeinschaft gegen- ben an den Frieden, im Kampf für den Frieüber einer möglichen Gefahr zusammenschließt, den fest zu bleiben. Es ist ein wahres., Durch= verstehe ich. Aber die Aufstachelung der patrio-| halten", was dem Friedensfreund zugemutet tischen Gefühle, diese Art präventiver Sammlung wird. Aber hier in Frankreich ist es leichter als man im anderswo... im Hinblick auf einen Konflikt, den Augenblick ist es für die französische Regierung Die Mittel der ein Ding der Unmöglichkeit, den Pakt zu zerreißen oder was nach Blums Worten noch faschistischen Propaganda schlimmer wäre ihn zu verraten. Die Gründe, die für die Einhaltung der eingeschlagenen Linie der Volksfrontregierung sprechen, sind so plausibel, daß ihnen auch die Stommunisten nur schwache Gegenargumente ent 8 genjeßen fönen. Troßdem jeßen sie ihre kampagne fort, unbekümmert auch um die Tatsache, daß die Sowjet- Union haargenau die gleiche Spanienpolitik treibt wie Frankreich. Die Haltung der Kommunisten ist wirklich schwer zu begreifen, solange man ihre eingestandenen Motive in Betracht zieht: Verbundenheit mit dem spa nischen Proletariat, Sorge um das Schicksal der Demokratie, um die Sicherheit Frankreichs diese Gefühle werden von allen Anhängern der Voltsfront geteilt, in erster Linie von den Sozialisten und ihrem großen Führer. Wenn man das überlegt, fällt es einem schwer, sich des Eins drucks zu erwehren, als wolle die kommunistische Partei die Entwicklung der Dinge in einem Sinne forcieren, der mit dem immer wieder beteuerten Glauben an die Möglichkeit der Fries denserhaltung kontrastiert. Vielleicht hat man doch jede Hoffnung verloren, daß der krante Mann noch zu retten ist und will ihm eine lange schmerzvolle Agonie ersparen... Diese Vermutung drängt sich einem auf nicht nur in der Spanienfrage, sondern auch angesichts der allgemeinen Haltung der französischen Kommunisten. Was bedeutet die Parole der Front français" dieses fieberhafte Streben, die Voltsfront zu erweitern", alle Barrieren zu überspringen, die sie vor den heutigen Gegnern trennen, dieser Eifer alle Kräfte der Nation zu sammenzuschließen, unbekümmert um soziale und ideologische Differenzen, die früher das Alpha und omega der kommunistischen Politik waren. Gewiß bekundet sich darin kein ausgesprochener 21 Sommy Barbox madit Revolution Roman von 3ritx Bondy Ein leises Lachen, dann huschte das weiße Kleid leichtfüßig um die Ecke. Tommy Barbor war enttäuscht und ernüchtert. Eine Liebesgeschichte! Er wußte allerdings nicht recht, was er eigentlich bei Vollmond hinter einem Stamelienstrauch anderes hätte erwarten sollen. Als er aber langsam durch den dunklen Säulengang in das Haus zurückkehren wollte, sprang plößlich ein Mann auf ihn los, packte ihn an der Gurgel, würgte ihn und teuchte ununterbrochen dazu: Die Wahrheit über den in Barcelona ermordeten Italiener Vor kurzem haben italienische Blätter ein großes Geſchrei wegen der Erſchießung eines Italieners in Barcelona erhoben. Es wurde be= hauptet, der Betreffende, Fassanelli war sein Name, sei deshalb von den„ Noten" ermorbet worden, weil er Heiligenbildchen im Besitz gehabt habe. Die amtlichen italienischen Stellen haben aus dem Vorfall Interventionskapital schlagen wollen. Nun erreicht uns ein Bericht aus Barcelona, in dem es u. a.. heißt: Tatsächlich ist der italienische Staatsangehörige Faffanelli in Barcelona erſchoffen worden. Allerdings nicht wegen des Befitzes von Heiligen bildern, wie es der italienische Sender glauben machen will, fondern weil er auf frischer Tat beim Plündern erwischt wurde. Nur zu diesem Zwede hatte fich Faffanelli in die Reihen unferer Miliz eingeschlichen und er wurde zu der Strafe verurteilt, die jeder Plünderer verdient." Die Behörden von Barcelona haben, eine Photographie ausgeschickt, die Fassanelli in der Uniform der antifaschistischen Miliz zeigt. Marokkaner gegen Franco? Die Rote Armee -N die erste der Welt Das Urteil des tschechoslowakischen Vertreters Moskau. In einer Unterredung mit Pressevertretern erklärte der tschechoslowakische General Lužna, daß er den besten Eindruck von seinem Aufenthalt bei den weißrussischen Manövern mitnehme. Die Rote Armee befize das, was als wertvollstes in jeder Armee gehalten wird ausge zeichnete Kader. Sie sei mit den modernsten technischen Mitteln reichlich ausgestattet. In dieser Beziehung sei sie seiner Meinung nach die er st e Armee der Welt. Es gebe gegenwärtig teine andere Armee, die sich hinsichtlich der technischen Ausrüstung mit der Roten Armee vergleichen könnte. Einen mächtigen Eindruck machte auf den General die Landung der Truppen aus Flugzeugen( Luftdessant). Am Samstag fand in Minst eine große Wiener Heimatschutz für Fey Wien.( Tsch. P. 6.) In einer Tagung des Wiener Heimatschußes wurde am Montag der Beschluß gefaßt, den früheren Wiener Landesführer des Heimatschußes Vizekanzler a. D. Major Emil Fey wieder auf seinen Posten zurückzuberufen. Feh war bekanntlich zurückgetreten und Starhemberg hatte seinerzeit die gesamten Stellen des Heimatschutes, also auch die vom Landesführer zurückgelegten Stellen, übernom men. Von großem politischen Interesse ist es nun, wie Starhemberg dieser Ernennung gegenüber sich verhalten wird, da er sich das ausschließliche Recht vorbehalten hat, Ernennungen im Heimatschutz selbst zu bestimmen und durchzuführen. Der Königsattentäter zwölf Monate Zwangsarbelt Vor dem Londoner Schivurgericht begann am Montag der Prozeß gegen den 32jährigen Iren Mac Mahon, der am 16. Juli den Revolverüberfall bei der Rückkehr des Königs aus dem Hydepark hervorgerufen hatte. Beim Verhör sagte der Angeklagte aus, daß er Ende Oktober 1935 mit einer ausländischen Macht in Bezichung gestanden habe, um Spionage zu betreiben. Truppenparade des weißruſſiſchen Militärbezirkes Er habe von dieſer Macht auch Geld erhalten. ſtatt, an der alle Waffengattungen teilnahmen, MacMahon sagte weiter aus, daß die Vertreter die sich an den Manövern beteiligt hatten. Zuerst dieser Macht versucht haben, ihn gegen die Regiezogen die Flieger und Fallschirmspringer, sodann rung Großbritanniens aufzustacheln. Er wurde Infanteriekorps und Artillerie vorbei. Hunderte damit betraut, den König bei dem Jubiläumszug Flugzeuge Bombenflugzeuge, Erkundungs-, des König zu ermorden. Er sollte dafür 150 Liber Schlacht- und Jagdflugzeuge zogen über den Sterling erhalten. Neun andere Personen sollten Play. Der Marschall der Sowjetunion Budonnyi ihn begleiten, damit er nach dem Attentate entführte die Kavallerieparade, unter den Ovationen kommen könne. Von dieser Verschwörung habe er Das Organ der republikanischen Linken der Versammelten sprengten Kosaten aus dem den Kriegsminister unterrichtet. Politica" meldet, daß sich in Spanisch- Don, dem Kuban- und dem Teretgebiet vorbei. Er habe den König nicht erschrecken, sondern Marotto ein Aufstand gegen Franco Die Reiterei wurde von Tanks verschiedener retten wollen. Es sei dies die einzige Mögvorbereitet. Nicht nur daß die aufständischen Gelichkeit gewesen, ihn zu schüßen, denn andere nerale schon keine Eingeborenen nach Spanien Vecschwörer hätten auf eigene Faust handeln fchicken können, sie würden sogar ehestens einer tönnen. Der Gerichtshof ging auf diese PhantaMevolte auf marokkanischem Boden entgegentreten stereien des Angeklagten nicht näher ein und ver müssen. urteilte ihn zu zwölf Monaten Zwangsarbeit. dem Gang auf den Gartenweg hinuntergezerrt, und da sah er überrascht, daß der Vollmond die von Schmerz und Kummer verwüsteten Züge Calbelaris beleuchtete. „ Sie sind es?" " Sa... natürlich..." Caldelaris Zähne schlugen zusammen, endlich habe ich Euch erwischt... Ihr Hunde... oh, Ihr Hunde!" „ Aber Mann! Caldelari! Besinnen Sie sich doch! Sehen Sie mich an! Was reden Sie denn für Zeug?" Ausmaße abgelöst. Mächtige grandiose Landschiffe und schnellfeuernde Amphibien fuhren an der Tribüne vorbei. Der Parade wohnten die tschechoslowafische, die französische und die englische Militärdelegation bei. standen war, hatte doch gesagt, er würde erst dem, der Konsul wirkte subaltern neben der fünf Minuten nach ihr wieder zur Gesellschaft überlegenen Klugheit Rodriguez'. stoßen und dann durch das Haus kommen. Er mußte herausbringen, wer das war. Wenn widerwillig. Ihm bedeutete ein Erfolg bei FulTommy machte diese Zugeständnisse sehr Caldelari sich wenigstens in dem einen Teil sei- via nicht soviel, wenn er den Fall auch sonst als ner Beobachtungen nicht geirrt hatte und Fulvia die gesellschaftliche Sensation von Salvadolid wirklich die Frau gewesen war. Immerhin, jenseits aller Politik interessierte es Tommy brennend, zu erfahren, wer es war, der alle anderen Verehrer Fulvias besiegt hatte. Er ging schnell zurück. Vielleicht konnte er es feststellen. einen leidlich sichern Instinkt für Persönlichkeitsgewertet und behandelt hätte. Aber er besaßz werte, und darum kränkte es ihn, daß er auf der andern Seite stehen mußte. Obgleich wiederum ein Gegner wie Rodriguez den Fall doch erheb= Zu spät! Jetzt hilft alles Lügen nichts Die Gesellschaft stand noch immer in wech bleiben, das wußte er, und das tat ihm beinahe licher machte. Er mußte allerdings im Dunkel mehr." Er rieb und knetete heftig seinen Magen. " Ich wußte es schon längst! Oh, ich wußte es... selnden Gruppen, dort trat Fulvia von dem ich ahnte es... nur mit wem... das wußte Kommandanten der Gendarmerie begleitet ans auch im Interesse der Regierung sollte es ja eine leid. Nach dem Wunsch der Montfortpreß und Buffet, ihre Augen glänzten, ihr Mund lachte, Woltserhebung sein, und man hatte keinen Anlaß, ich nicht!" Tommy Barbor packte ihn an der Schulter: andere Herren gesellten sich dazu. Aus dem allzu laut zu verkünden, daß er, Tommy BarSie wollen doch nicht behaupten, daß die Innern des Hauses führte nur eine Türe in bor, der Drahtzieher dieser Revolution war. Im den Saal. Lomny blickte gespannt hin. Viels Frau, die eben hier im Garten..." Caldelari schüttelte verzweifelt den Kopf: leicht war der Mann noch nicht wieder erschienen. Gegenteil! Er wußte, daß es in der Heimat immer ein paar profeffionsmäßige Aufdecker „ Du Schuft! Du Schuft! Du Schuft!" Reden Sie nicht, reden Sie nicht! Es ist Die Züre öffnete sich, mn, der gewiß gab, denen solch ein Vorfall ein gefundener AnTommy war ein kräftiger Bursche, und als alles vergebens. Jezt ist es aus... es ist aus schwer zu verblüffen war, hielt den Atem an. seine erste Ueberraschung vorbei war, setzte er..." Sein Kopf sant auf die Brust, und er brachte Es war Don Benito Rodriguez, der Prä- laß wäre. Unterdessen hatte er nicht einen Blick vom Präsich ganz regelrecht zur Wehr. Und er hatte sehr nur unverständliche Worte und Klagen hervor. Sident der Republik Romanuela, der eintrat, ge= sidenten gewendet. Das Gespräch mit dem Konsul bald erkannt, daß sein Gegner ein ziemlich Ein Mann fam eilends näher. Es war Agostin, folgt von seiner Sekretär. schmächtiger, schwächlicher Mensch war, den nur der Allgegenwärtige. War das noch möglich? Nein, Tommy war hatte nur kurze Zeit gedauert. Der Präsident ein unverständlicher Wutanfall vorübergehend so-" Hallo, Agostin, helfen Sie mir; Ihrem viel eher bereit, zu glauben, daß Caldelari fich sprach jest mit dem Marquis de Moncada, der von weit gebracht hatte, sich in diesen Stampf einzu- Direttor ist übel geworden, am besten, Sie brin- geirrt hatte, daß alles nur ein zufälliges Bus seinem alljährlichen Ausflug nach Paris wiedergen ihn nach Hause. Aber lassen Sie ihn keinen sammentreffen war. Aber als er ein wenig fam und sichtlich der in solchen Fällen üblichen Ein paar gutsißende Schläge verschafften Augenblick allein!" länger nachdachte, gab es doch manches, was die Begeisterung Luft machte. Der Marquis trug Tommy schnell und leicht den nötigen Abstand Keine Sorge, das versäume ich gewiß Sache nicht mehr ganz so unglaubhaft erschei- sich noch wie die alten Herren in den französischen Komödien fich fünfzig Jahre lang getragen haben, von seinem Angreifer, dessen Kräfte schon er- nicht," erwiderte Agoſtin und verzog fein Gesicht nen ließ. schöpft waren und der ächzend und zusammenges wie ein alteinstudierter Verschwörer. Der Präsident war wohl kaum jünger als eine große, weiße Chrysantheme im Knopfloch, krümmt die Hände vor die schwver getroffene Ma- Caldelari sezte keinen Widerstand mehr Bonamaria, aber Tommy mußte augestehen, ein füffisantes Lächeln auf den eingetrockneten gengrube hielt. Tommy trat auf ihn zu und faßte entgegen. Er ließ sich von den beiden aufheben daß eine Wahl zwischen den beiden nicht in Bügen, ein weißer Spitbart, ein schwarz geränihn am Arm. Der andere zuckte zusammen und und bis zur Gartentüre begleiten. Dann über- Frage tam. Und selbst die anderen Bewerber dertes Monotel. Während er schwärmte, sah der röchelte: gab Tommy ihn Agostins Sorge. Agoſtin wintte um Fulvia nein, Tommy war immer mehr Präsident höflich gelangweilt von einer Gruppe Das nüßt Ihnen nichts! Sie müssen ster- einem der drei Mietautos, die auf die Gäste des der Ansicht, daß sie neben Rodriguez, wenn es aur andern, hin und wieder machte er wohl auch ben! Sie... und dieses Weib! Sterben... Präsidenten warteten und fuhr mit seinem Di- nun wirklich einen Begünstigten eine Bemerkung, die der Marquis für den Ausgeben sollte, brud gespanntesten Interesses hielt und mit einem Sterben!" rettor ab. feine Rolle spielen konnten. Der Präsident stand neuen Schwall von Ginzelheiten beantwortete. Tommy hatte einen Einfall. Der Mann, gerade neben dem Konsul Mitchie, der doch um der mit Fulvia hinter dem Kamelienstrauch ge- vieles größer und stattlicher aussah. Aber troß( Fortseßung folgt). lassen. Das Ilang eigentlich mehr komisch als tra= gisch, aber Tommy hatte schon seinen Gegner aus Nr. 215 Dienstag, 15. September 1936 Sudetendeutscfier Zeitspiegel Aussiger Appell der sozialdemokratischen Parteien Reden der Genossen Taub und Klein vor einer gewaltigen Menge Auffig. Der vergangene Sonntag brachte uns den bedeutenden, prachtvoll verlaufenen Barteiappell der Vertrauensmänner der deutschen und der tschechischen sozialdemokratischen Partei. Der geräumige Saal des Olympia- Kinos und die Galerien waren dicht besetzt, Hunderte von Genossen mußten sich mit einem Stehplatz begnügen. ,, Brand fadel über Europa" lautete das Thema, über das, unter atemloser Spannung der Zuhörer und oft von Zustimmungsäußerungen unterbrochen, Abgeordneter Genosse Klein anstelle des verhinderten Abgeordneten Hampl und Vizepräsident Genosse Ta ub zu unseren Funktionären sprachen. Männerchöre des Bezirkes Aussig des Deutschen Arbeitersängerbundes unter der Stabführung des Genossen Nowak gaben der Veranstaltung einen fämpferischen Auftakt. In einer furzen Begrüßung widmete Genosse Alois UII= mann das erste Wort den Freiheitskämpfern in Spanien und sprach den Wunsch aus, daß es ihnen gelingen möge, in ihrem gerechten Abwehrfampf zu siegen. Eine Minute des Schweigens für die im Heldenkampf Gefallenen drückte den Opfern des blutigen Faschismus herzliche Sympathie aus. Nach kurzen Begrüßungsworten des tschechischen Genossen Tyčler betrat Genosse Klein die Rednertribüne, von der Versammlung herzlich begrüßt. Er führte im Wesentlichen aus: In unserer Republik hat sich die Demokratie bewährt, eine Schmälerung der Arbeiterrechte und der politischen Freiheiten werden wir nicht dulden. Die Demokratie muß start sein, und ihre Gesetze muß jeber Bürger achten! Jeder der gegen die Konstitution rebelliert, hat die Folgen zu tragen, ganz gleich, ob er aus dem deutschen oder aus dem tschechischen Lager stammt. ( Starter Beifall.) Sozialismus ist nicht nur eine negative Lehre, auch nicht nur Theorie. Seit dem Weltkrieg wird daran gearbeitet, daß seine Pragis unseren Staat aufbaut. Wir haben nicht nur für die Freiheiten unseres Voltes zu schützen, sondern auch die hohe Mission zu erfüllen, auch für die Freiheiten anderer Völker zu kämpfen. Frankreich von Rußland zu trennen, um desto leichter Frankreich überfallen und an ihm Rache nehmen zu fönnen. Hitlers Geschrei gegen den Bolschewismus bedeutet nichts anderes als ein Angebot an die Welt: ,, Hier ist der Mann, der euren Geldfack schützen will..." Genosse Taub verurteilte scharf das lügnerische Vorgehen Nazi- Deutschlands gegen unseren Staat Man hat dort das Bedürfnis, die Tschechoslowaket als Friedensstörer hinzustellen. Aber Männer wie Masaryk und Beneš und die Mehrheit des tschechis fchen Volkes geben die Garantie, daß es dem tschechifchen Volt ernst ist mit seiner Friedensliebe. Weiter beschäftigte der Redner sich mit dem positiveren Teil der Außenpolitik, dem neugeschaffenen Verhältnis zwischen Polen und Frankreich. Dadurch ist die Sprengung des faschistischen Blockes geTungen. Eine Annäherung zwischen Polen und der Tschechoslowakei ist wünschenswert. Taub befaßte sich . a. auch mit den neuesten Vorgängen in Rußland, die er entschieden verurteilte, besonders aus mensch lichen Gründen. Wenn man Kinder Briefe schreiben läßt, die Freude an den Erschießungen ausdrüden, dann ist dieses System gekennzeichnet. Schließlich verdolmetschte Genosse Taub den Standpunkt unserer Partei in tschechischer Sprache und beschäftigte sich mit den innerpolitischen Ber hältnissen: Wir akzeptieren die Reden des Staatspräsidenten in Reichenberg und Eisenbrod und wir wünschen, daß die ausführenden Organe sich danach richten. Wir wünschen, daß die Ankündigungen des Präsibenten in die Praxis umgesetzt werden, und nicht Theorie bleiben. Die Sozialdemokratie hat ohne Vorbehalt dem Staat betvilligt, was er be nötigt. Darüber hinaus benötigen wir die moralische Wehrhaftmachung unserer Bevölkerung. Wir hoffen, daß wir nicht tauben Ohren predigen mit unserem Ruf nach nationaler Verständigung. Wir müssen verlangen, daß unsere Menschen nicht mehr länger dem Terror von Staatsfeinden ausgesetzt sind. 00000 Seite 3 Blowry Goebbels Nürnberger Einladung Hier einzugreifen ist Pflicht aller, die für die Erhaltung der Demokratie sind, der Schutz unserer Menschen ist Pflicht des Staates, der Ruf unserer Bevölkerung nach dem Ar= beitsplatte in nationalistischer,„ Völker Europas, wahrt eure heiligsten Güter! sondern ein sozialer. Die Erklärungen des Wir sind euch Führer zur Kultur!" Herrn Ministerpräsidenten lassen den Schluß zu, daß unser Ruf gehört wurde und daß man ernstlich sich mit der Lösung der von uns gestellten Probleme zu befassen gewillt ist. Eine Bilanz unserer Leistungen, so verkündete Genosse Taub, werde den Nachweis erbringen, daß unsere Parteiden Kampf nicht umsonst führte. Herzlicher, sich immer wiederholender Beifall dankte dem Genossen Taub für seine Worte, die heilige Ueberzeugung für den Sieg des Sozialismus erkennen ließen. Die prächtige Veranstaltung, die ein Erlebnis war für alle Teilnehmer, wurde nach kurzen Schluß- und Dankesworten des Genossen Tyčler und der Abgeordneten Genoffin Kirpal mit dem Absingen der Internationale geschlossen. Völkisches Urteil über die SdP ,, Vernaderung, Verdächtigung, Lüge, Unehrlichkeit, Unsauberkeit, Charakterschwäche, Heuchelel, Protektionswirtschaft In der Zeitschrift„ Die Junge Front" ver öffentlicht der SDP- Rebell" Ing. Rudolf Gaiber einen ellenlangen Brand"-Artikel, dem tommentarios nur folgende Stellen entnehmen: die ganze Skala persönlicher Vernaderung, Verdächtigung, Wiedergabe entstellter Aeußerungen, Allen Tomatten erfahren. bewußten Lüge, am eigenen Leibe und in Deutschland verschleppt Locarno- Konferenz London.( Renter.) Nunmehr ist es be: reits sicher, daß die Konferenz der fünf LocarnoMächte kaum vor dem November, wenn nicht noch später wird zusammentreten könntent. In der vorigen Woche fand sich der deutsche Chargé d'Affaires, Fürst Vismard, im englischen Außenamt ein und teilte mit, daß nach Ansicht der deutschen Regierung die Einberufung der FünfMächte- Konferenz auf den 19. Oftober, wie es ursprünglich beabsichtigt war, nicht Zeit genug für eine ordentliche diplomatische Vorbereitung bieten würde. Deutschland wünsche, daß diese FünfMächte- Konferenz vollen Erfolg habe, und es lasse sich vorher nicht abschäßen, eine wie lange Zeit die erforderlichen diplomatischen Vorbereitungen in Anspruch nehmen werden. Deutschland ist dem= nach der Ansicht, daß es zweckmäßig sein werde, wenn der Tag, an dem die Konferenz zuſammentreten soll, auf einen späteren Zeitpunkt festge= legt werde, d. H. bis die diplomatischen Vorberei tungen wesentliche Fortschritte gemacht haben werden und sich der ganze Stand der Dinge beffer übersehen lasse. Genosse Klein beschäftigt sich dann mit dem friegsheberischen Verhalten der Faschisten, mit ihren Kampfmethoden gegen Sozialismus und Demokratie. Nur Dumme und Ignoranten können sich auf die Wie es heißt, wurde bei dieser ZusammenSeite des Faschismus schlagen und ihn loben, wie das Nach Verbüßung meiner im Volkssportprozeß Während eine Gruppe der Hauptleitung, die sich tunft Sowjetrußlands teine Erwähnung getan. haben die Sozialdemokratie und ihre Organisationen ausgesprochenen Gefängnisstrafe von über 2% von der allein entscheidenden Gruppe Brand etwas So weit bekannt ist, hat Italien GroßbritanJahren, die im Mai 1935 abgelaufen war, wurde distanzierte, mit mir verhandelte, mobilisierte die nien bisher seine Ansicht hinsichtlich der Frage, sich für die Aufbauarbeit des Staates zur Verfügung ich von Konrad Henlein, knapp vor der Mai- andere Gruppe Dr. Brand mit Hilfe des Universi- wann die Locarno- Konferenz zusammentreten soll. gestellt. Die Zeit der Theorie ist vorüber, jezt muß mit aller Kraft praktische Arbeit geleistet werden. wahr 1935, persönlich nach Asch gebeten. Konrad tätslektors Tont Sandner und anderer Freunde noch nicht bekanntgegeben. Niemals mehr dürfen unsere Menschen wieder Slaven Henlein legte mir dar, daß die Gegensäße zwischen alle unterirdischen Kräfte im ganzen Land, um werden!( Den packenden Ausführungen folgte stür- ehemaligen Nationalsozialisten, aber auch zwischen immer haargenau fünf Minuten vor einer Ginimiſcher Beifall, der sich immer wiederholte, als Ge- bisher unparteilicher Jugend einerseits und einer gung in den Streitfragen durch Erschütterung der noffe Klein den Zweck des Appells in deutscher Reihe seiner Mitarbeiter aus dem inzwischen auf- Wertrauensbasis, auf der meine Freundschaft mit Sprache erklärt hatte.) Die Kundgebung, so fagte gelöſten Kameradschaftsbunde anderseits ihn Konrad Henlein beruhte, jede ehrliche Einigung Genoffe Klein, habe die Aufgabe, darzutun, daß die schmerzlich berührten und ich ihm deshalb Vor- zu vereiteln... Richtig ist, daß ich die totalitäre Macht deutschen und tschechischen Arbeiter gemeinsam lämp- schläge zur Ueberbrückung dieses Risses erstatten möge. Ich stellte Konrad Henlein gegenüber nach des Menschenkreises um Dr. Walter Brand als fen müſſen für die Freiheit und für die Erhaltung Prüfung der Sachlage fest, daß die einseitige Füh- Unglück für unser Volt bekämpft habe. Die der Demokratie. Die nationale Verständigung ist die wesentlichste von bewährten Kräften aus rerauswahl ber b, die bevute gernhaltungen bestreiten des Dr. Brand und feines Schichten als Freundeskreises und dessen Methoden hat mein Voraussetzung für gute und positive Arbeit. jenen des ehemaligen Kameradschaftsbundes zu Kampf gegolten, Die Sozialdemokratie ist bestrebt, alle Gegen- Reibungen Veranlassung gebe, die letzthin gefähr= sabe zu beseitigen. Wir erstreben gleiches Recht zum lich werden können. Arbeiten und zum Leben für alle. Wir fämpfen aber auch für ein besseres Los der Arbeiter in Deutschland und Desterreich! Nach Verebben des Beifalls nahm sofort Genosse Taub das Wort, von der Massenversammlung stürmisch attlamiert. Ich habe in dieser Zeit, seit meinem ersten Zusammentreffen mit Konrad Henlein in Asch 1935, dem weitere Aussprachen gefolgt sind, Aufgedeckte Riesendiebstähle weil diese Methoden durch Schaffung von Unehrlichkeit, Unfauberkeit, Charakterschwäche u und Kriecherei, durch Protektionswirtschaft und Heuchelei die Volksgemeinschaft langsam, aber sicher: zerfreffen. blieb, wurde gegen ihn die Anzeige erstattet, und jetzt hat die Gendarmerie ausgeforscht, daß der Den Bemühungen der westböhmischen Gen- falsche Steuerbeamte mit dem 45jährigen Franz darmeriestationen ist es gelungen, in den letzten Fischer aus Graslih identisch ist, gegen den wegen Wochen eine Reihe von teilweise bis ins Jahr feiner Manipulationen die Strafanzeige erstattet 1932 zurückreichenden Diebstählen im westlichen wurde. Böhmen, vor allem in der Gegend JoachimsthalSchlackenwerth- Karlsbad- Duppau aufzuklären Genosse Taub schilderte die internationale poli tische Situation, die höchste Spannung aufweist. Schicksalsschwere Ereignisse sind zu verzeichnen und stehen bebor. In Spanien hat eine Maffia von Generalen den Kampf aufgenommen gegen eine recht- und eine Anzahl von Zigeunern, denen diese aus Grasliz berichtet wird, erfolgt in diesen Tagen des Volkes. Leider sehen wir nicht nur in den faschimäßige Regierung, hervorgegangen aus dem Willen Raubzüge zur Last fallen, festzunehmen. Es hanstischen, sondern auch in demokratischen Ländern Symptome der Sympathie für die Meuterer. Wir erklären mit allem Nachdruck, daß wir zu den heldenmütigen Kämpfern in Spanien stehen, in der Hoffnung, daß sie sich in ihrem schweren Ringen gegen die vom Faschismus gedungene Generals meute siegreich behaupten können, die in Italien und Deutschland ihre Verbündete haben. Eingehend beschäftigte sich der Redner dann mit dem ,, Parteitag der Ehre" in Nürnberg, der troß aller Täuschungsmanöver, als ein Partei tag der Ernüchterung bezeichnet werden lann. Die Menschen kommen langsam zur Erkennt nis, daß man sie jahrelang mit Phrasen gefüttert hat. Hitlers Kampfruf gegen den Bolschewismus ift nichts als eine Mastierung der wirklichen Absich ten des Faschistenführers. Hitler hat sich entschlossen, dem Bolschewismus den Kampf anzusagen, um Graslih erhält ein neues Postgebäude. Wie uns projektierten Bau eines neuen Poſtamtsgebäudes für die Ausschreibung zu dem schon seit längerer Zeit die Erzgebirgsstadt. Es ist beabsichtigt, den Neubau noch im heurigen Jahre in Angriff zu nehmen. Argentinische Intervention in Genf? Cherbourg. Der argentinische Außenminister Carlos Saavedra Lamas ist Montag hier auf feiner Reise nach Genf eingetroffen. Rum Vertreter des Gabasbureaus erklärte der Miniſter, er habe die Absicht, in Genf den Vorschlag für ein Einschreiten vorzulegen, wodurch der Bürgerkrieg in Spanien beendet würde. äter schränkte er seine Pläne dahin ein, daß es sich nicht um ein direktes Eingreifen in den Bürgerfrieg, sondern nur um Anregungen handle, die geeignet wären, eine Vermenschlichung im spanischen Bürgerkrieg herbeizuführen. San Sebastian geräumt Jean de Luz. Gouverneur Ortega hat Samstag spät abends. San Sebastian verlassen. Das Hauptquartier Ortegas wurde nach Zumay verlegt. Die Regierungstruppen räumten San Sebastian und zogen sich auf Orio zurück, wo strategische Poſitionen ausgebaut wurden. Die San Sebastians:" Wir werden eine solide Front Regierungstruppen beherrschen auch die Straße nach Bilbao. Ortega erklärte vor dem Verlassen bei Orio organisieren, von wo wir im Laufe einer Woche eine Offensive unternehmen werden. Sebastian, wo nur einige schwächere Einheiten der die Aufständischen praktisch die Herren von San Boltsfront den Rückzug der Hauptkräfte deckten. delt sich hiebei um Mitglieder der Zigeunerbanden Serinet und Florian, deren Raubzüge im Laufe der letzten vier Jahre eine Beute einbrachte, die wertmäßig mit einer Million nicht zu hoch beziffert erscheint. Es waren auch Mitglieder dieser Unsere Arbeiter- Esperantisten veranstalten fol- In den Morgenstunden des Gomen orden, Bande, die Ende Mai 1935 bei einem Einbruchs gende Kurse: in Aussig ab 17. September( Kurs bersuch in Weidmesgrün bei Schlackenwerth einen Mordanschlag auf den Besizer Günl verübten, für Fortgeschrittene) und ab 7. Oktober( für Anindem sie fünf Schüsse gegen ihn abfeuerten. Nun- fänger), beide Kurse im Volkshaus, Musikzimmer, mehr sißen die Mädelsführer hinter Schloß und Meldungen an Genossin Fränze Richter, AussigRiegel, und die Gendarmeriestationen sind bemüht, Fünfhaus; in Warnsdorf ab 10. September, sich auch noch der übrigen Teilnehmer an den jede zweite Woche, Meldungen an das Vereinshaus; Raubzügen zu verfichern. Die Bevölkerung des Erzgebirges atmet, durch die Unschädlichmachung der Bande von einem Alpdruck befreit, auf. Putschisten legen Minensperre La Coruña. Das Kommando der achten Division verbreitete durch Rundfunk eine Aufforin Faltenau- Kittlig, Meldungen an Genof- derung in englischer Sprache, die an alle Schiffe fen Franz Knobloch, Faltenau- Kittlig 21; in 3 wit- adreffiert war, die entlang der spanischen Küste tau( Mähren), Meldungen an Genossen F. I. fahren. In dieser Aufforderung wird darauf aufFalscher er Steuerbeamter. In den letzten Wochen nichter, Swittau, Christelygasſſe 15. Weitere mertfam gemacht, daß von Mitternacht auf den erschien bei verschiedenen Parteien im Gebiet von Kursmeldungen werden noch erwartet. Jene InterStarlsbad, Faltenau, Graslih und in anderen Orten effenten, welche leinen Kurs besuchen können, wer des Erzgebirges ein Mann, der sich als Steuerden neuerlich auf den Fern- Kurs des Bundes beamter ausgab und behauptete, Steuerabschreibun gen ermöglichen zu können. Er verfaßte Eingaben, aufmerksam gemacht, zu dem der Beitritt jederzeit die er sich mit 20 bis 40 Kč bezahlen ließ, worauf möglich ist. Anfragen an Genoſſin Fr. Richter, er verschwand. Da der Erfolg seiner Returse aus- Auſsig- Fünfhaus.( Rüdporto beilegen.), 14. September für alle Schiffe die Annäherung an die Häfen Santander und Bilbao gefährlich ist, da Minen vor den Häfen gelegt werden. Sämtliche Schiffe werden auch aufgefordert, vor dieser Zeit die erwähnten Häfen zu verlaffen. Seite 4 Dienstag, 15. September 1936 76 Tote bei einem Felssturz Nr. 215 tschechoslowakischen Spielfilmproduktion im voris Atus- Bezirks- Wettkampf Aussig gen Jahre etwa 25 Millionen Kč betragen haben, fönnen für Ateliermiete 6.5 Millionen, für Dargegen Bodenbach 55'5: 50 Eine Bergkatastrophe in Norwegen stellergagen und Komparsenlöhne 4.75 Millionen, Neue Bundesbestleistung über 1500 Meter für die Gagen der Regisseure, Kameraleute usw. Oslo. Nach einer Meldung aus Bergen Bei herrlichem Wetter ging am Sonntag der Die Zahl der Todesopfer beträgt nach den 3.5 Millionen, für den Rohfilm 2.5 Millionen, Teichtathletische Bezirkswettkampf Aussig gegen Bo iſt am Loen- See im Bezirk Nordfjord in neuesten Feststellungen 76. Unter den Todes- für die Ausstattung 1.75 Millionen, für Autoren- denbach auf der Aue- Stampfbahn in Tetichen vor West- Norwegen ein riesiges Felöſtück in opfern befinden sich auch 30 Kinder. Neun und Komponistenhonorar ebensoviel, für Li- fich. Auſig ſiegte mit 55.5: 50 Punkten bei den den See gefallen und hat eine Flutwelle verursacht. zenzen und Außenaufnahmen je 750.000, für die Sportlern und ebenfalls bei den Jugendsportlern mit wurden in das Krankenhaus ein- Orchester 500.000 und für berben. Das it ung mit Kraus( Turn) eine neue Bundesbestlei Zu der Katastrophe wird noch gemeldet: Der bedeutet, daß für mehr oder weniger fünstlerische blieb mit 4: 24.1 Min. noch unter der von ihm selbit mit 4: 33.9 Min. auf. Auch Breite( Auſfig) Teil des Berges, der in den See gestürzt ist, war Leistungen 10.5 Millionen, für technische Einrich- gehaltenen Bestleistung von 4: 26.9 Min. Besondere gute 800 Meter hoch. Wege und Brücken in der tungen 11.25 Millionen und für Produ= Erwähnung verdienen die Leistungen der JugendNähe der Katastrophe wurden vernichtet. Die Be- zenten reflame 3.25 Millionen Kč ausgegeben sportler, unter denen sich sehr guter Nachwuchs be= hörden haben für die Betroffenen sofort eine werden.. findet. Man konnte beobachten, daß das Interesse Hilfsaktion eingeleitet. Der Materialschaden wird im Interesse des Atus zu wünschen, daß dies weiter für die Leichtathletik sehr gewachsen ist und es wäre auf 600.000 norwegische Kronen geschätzt. anhält. Die Katastrophe ereignete sich in der Nacht zum Sonntag gegen 5 Uhr früh. Die Flutwelle überflutete die beiden Dörfer Boedal und Nesdal. In Boedal blieb lediglich ein Haus verschont. In Nesdal blieben die Häuser unbeschädigt. In den benachbarten Ortschaften waren die Einwohner durch das Donnern der niederstürzenden Felsmassen aufgeweckt worden. Jagesneuigkeiten Leisetritt Die Frankfurter Zeitung", von der man einmal sagen konnte, daß im Moralischen wie im Sprachlichen, kein Mädchen so rein hielt wie sie, bekommt von Zeit zu Zeit sonderbare Rückfälle, an denen gerade das das Interessante ist, daß sie nicht genau erkennen laſſen, ob sie mehr die faschistische oder aber die„, liberalistische" Strankheit charakterisieren. Kürzlich war diese ..Frankfurter Zeitung" überrascht, in den Straßen Frankfurts auf Plafaten die Wendung zu lesen:„ Trete ein in die NSV!" Ist das nicht falsches Deutsch?. fragt die Frankfurter"; muß es nicht heißen tritt"? Aber schon hat sie es mit der Angst vor der eigemen Courage zu tun- im Dritten Reich dar! man doch den Regierenden nicht falsches Deutsch vorwerfen! Und also wird eine Stelle bei Schwerverlette geliefert. 25.000 Rubel, Lewtschenko eine solche von 15.000 Rubel ausgezahlt. Die Flieger haben einen 19.000 Stilometer( 12.000 Meilen) langen Flug von Los Angelos über Kanada, Alaska, das Tschuftschen- Gebiet und Sibirien nach Moskau zurückgelegt. Bei einem Scheunenbrand im Stadtteil Bogutschütz in at to wit verbrannten elf Menſchen, darunter vier Frauen. Nach den Aussagen eines Geretteten, der sich kurz vor Ausbruch des Feuers noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, befanden sich in dem Schober etwa fünfzehn Personen, so daß mit weiteren Todesopfern gerechnet werden muß. Es handelt sich fast aus: schließlich um Obdachloje, die in der Scheune für var durch Unvorsichtigkeit verursacht hatten. die Nacht Zuflucht gefucht und den Brand offens Brand in der Pariser Oper. Samstag kurz nach Mitternacht brach in der Pariser Oper ein Brand aus. Neun sofort aquirierte Feuerwehren konnten gegen drei Uhr früh das Feuer löschen. Einer der Architekten, die den in der Pariser Oper durch den Brand verursachten Schaden abschätzen. erklärte, daß das Feuer in der Nähe der Bühne, u. ziv. von der Gartenseite entstanden ist. Vorläufig wird der Schaden auf eine Million Franks geschätzt. Der Schülerstand in den Wiener Schulen ist heuer um 8000 zurückgegangen. Infolgedessen mußten auch 200 Schulklassen geschlossen werden. flame 3.25 Millionen Kč gere Produzentenre: 45:41. Im 1500- Meter- Lauf stellte Gerhard Der Liebes- Galvanometer. Die Erfindung des Wahrheitsdetektors in Amerika hat den rumäs nischen Neurologen Marinescu nicht schlafen lassen. Er konstruierte darum einen Galvanometer, and Die Leistungen waren: Sportler: 100: Meter: 1. Goldbach( A) 11.9, 2. Fiedler( B) 12.0, 3. Steral( A) 12.4, 4. Richter( B) 12.5 Sef. 1500 Meter: 1. Gerhard Kraus( Turn) 4: 23.9( außer Konkurrenz, neue der imstande ist, die wahre Liebe von der geheuhelten zu unterscheiden. Die Elektroden des Apparates werden dem Liebesdelinquenten Herz und an den Rüden gelegt. Dann werden die Atus Beſtleiſtung), 2. Alfred Breite( A) 4: 24.1 ( besser als alte Bestleistung), 3. Schneider( B) Namen der Frauen und Mädchen genannt, mit 4: 32.7, 4. Günther( A) 4: 38.9, 5. Löbl( B) 4:53 denen der Betreffende Verhältnisse gehabt hat Min. Hochsprung: 1. Teufel( B) 1.60, 2. Bra ( oder die der Mäner und Jünglinge, wenn es sich datsch( A. Jugend!) 1.55, 3. Klimt( B) 1.50, 4. um eine Messalina handelt). Je nach dem Aus- Gaube( A) 1.45 Meter.- Distus: 1. Müller( B) schlag des Galvanometers fann Marinescu auf 81.26, 2. Breite( A) 28.51, 3. Seidel( A) 27.71, die Tiefe des Gefühls für die genannte Person Ter( B) 5.85, 2. Goldbach( A) 5.60, 3. Richter( B) 4. Novy( B) 27.69 Meter. Weitsprung: 1. Fiedschließen. Er versichert, daß es völlig unmöglich 5.42, 4. Breite A) 5.25 Meter. sei, seine Empfindungen zu unterdrücken. Die reichsten Leute der Welt. Die reichsten Speer: 1. Weipert( B) 48.98, 2. Seidel( A) 47.35, 3. Bradatsch - 3000 ( 2) 42.05, 4. Müller( B) 40.26 Meter. 4X100 Leute der Welt find nicht die Rockefellers und die meter: 1. Soneider( B) 10: 18.9, 2. Günther( A) Mothschild, fondern die berühmte japonijage Barter: 1. quifig 48.7, 2. Bobenbach 40 Gef.-- 400 milie der eine ungeheure Anzahl von 1. Breite( A) 56.0, 2. Fiedler( B) Betrieben und Unternehmungen aller Art gehört. 3. Gaube( 2) 60.1, 4. Richter( B) 61.2 Sef.Aus den Steuerlisten, die das Finanzministerium Sugel: 1. Serbert Seidel( A) 11.40, 2. Müller alljährlich veröffentlicht, geht hervor, daß die( B) 11.06, 3. Chlipper( A) 10.60, 4. Klimt( B). Mitsui im letzten Jahre ein Vermögen von 15 10 Meter. Milliarden Francs versteuert haben. Für Ein 5000 Jahre altes Buch. Die französische Nationalbibliothek hat einen Papyrus erworben, der bei den Ausgrabungen in Draa- Abul- Negga, der Totenstadt von Theben, gefunden wurde und vom Jahre 2800 v. Chr. datiert. In Wirklichkeit ist das Werk sogar noch älter, da es lediglich eine Goethe aufgefunden, in der dieser größere Brand bei Mücke- Melder. In der Stahlrohr- Kopie darstellt, deren Original zu Beginn der Frankfurter einmal die Form ,, trete" für„ tritt" Möbelfabrik Mücke- Melder in Freistadt, die dem Epoche der vierten Dynastie geschrieben wurde. verwendet habe. Ja, dieses„ trete" habe sogar Stonzern der Witkowißer Bergbau- und Eiſen- E3 enthält Ratschläge über Erziehung und LebensLütten- Gewerkschaft angehört, ist Sonntag um viel für sich), meint die klein gewordene, Frank Mitternacht die gadiereu perfitatte mit dem Maskunst, die, wie die Sachverständigen versichern, in furter"; das klinge nicht so barsch, flinge teriallager ausgebrannt. Der Wert der vernich von ihrer Attualität eingebüßt haben. den seither verflossenen fünf Jahrtausenden nichts viel verbindlicher und werde also die teten Waren und des Materials ist sehr erheblich, Menschen eher veranlassen, in die NSV einzu. aber durch Versicherung gedeckt. treten. Jedoch und nun bekommt's die " Frankfurter" doch wieder mit einer Art sprachlicher Gewissenhaftigkeit zu tun jedoch meint ſic, für die monumentale Inschrift" wäre man doch besser bei der richtigen Befehls- Spielfilms. Nach der Aufstellung eines Filmfach Die Aufteilung der Produktionskosten eines form ,, tritt" geblieben; denn schließlich sei das mannes teilen sich die Produktionskosten eines eben( trotz Goethe) allein einwandfreies Deutsch. tschechoslowakischen Spielfilms etwa folgenderUnd wenn man sich dazu nicht entschließen könne, maßen auf: 25 Prozent entfallen auf das Atese solle man einfach in der Mehrz a h I reden, lier und die Laboratoriumsarbeiten; 19 Prozent solle die Leute mit einem ,, tretet ein" zur auf Darstellergagen und die Komparsenlöhne; 14 NSV bringen, an derem Gedeihen der Frank. Prozent auf die Gagen der Regisseure, des Samefurter Zeitung", ob sie will oder nicht, doch mehr der Nohfilm; 7 Prozent die Ausstattung, 7 Proramannes und ihrer Hilfskräfte; 8 Prozent kostet Itegen muß als an der deutschen Sprache. zent entfallen auf den Autor und den KompoJa, nicht einmal sprachliche Reinhaltung ist nisten; 3 Prozent auf Lizenzen; ebensoviel auf die der Frankfurter" mehr gegeben oder gestattet. Außenaufnahmen und schließlich 2 Prozent auf Stäme ein nazistischer Schriftenmaler oder An- das Orchester. Die verbleibenden 13 Prozent neh streicher und würde dichten:„ Grüß Gott, men die Reklamekosten( Schauphotos usw.) inAntrete ein, bring Glück herein", so mifite ihn spruch. Da die gesamten Produktionskosten der die Frankfurter" auch erst mit Goethe vergleichen, ehe sie sich entschließen dürfte, ihm zu trete ein, bring Glück herein", so müßte ihn aber gleich hinzufügen, daß er es eigentlich doch besser weiß, denn das alte ,, Grüß Gott, tritt ein," klinge barsch- und barsch ist man im Dritten Reiche nicht... Brückeneröffnung. Sonntag vormittags wurde in der Gemeinde Velatin bei Chust eine nene Brücke über die Theiß in feierlicher Weise dem Verkehr übergeben. Die Spannweite der Brücke beträgt 284 Meter, sie gehört daher zu den größten Eisenbrücken der Republik. Infolge der Spanniveite des Mittelbogens von 116 Metern ist sie die zweitgrößte Brücke in der Republik.( An erster Stelle steht bekanntlich die Elbebrücke Lei Aussig.) Der Bau dauerte nicht ganz 19 Monate und erforderte einen Aufwand von zweieinhalb Millionen Kronen. Berufsurlaube für Soldaten. Die Militärverivaltung beabsichtigt, jene Soldaten, denen aus Berufsgründen, für landwirtschaftliche Erntearbeiten, ein Urlaub gewährt wurde, vom Nachdienen zu befreien. Maßgebend für diesen Beschluß ist das diesjährige kritische Erntetvetter, das besondere Arbeitsleistungen voraussetzte, damit das Getreide in einem erträglichen Zustand heimgebracht wird. Jugend: 100 Meter: 1. Frötschel( A) 12.4, 2. Tampe( B) 12.6, 3. Sabel( B) 12.8, 4. Straube ( 2) 12.9 Get.- Sugel: 1. Bradatsch( A) 11.78, 2. Frötschel( A) 10.42, 3. Tampe( B) 9.98, 4. Dörre( B) 9.84 Meter. Weitsprung: 1.Bradatsch ( 2) 5.35, 2. Frötschel( A) 5.19, 3. Straube( A) Habel( 28) 27.51, 2. Bradatsch( A) 27.08, 3. 5.16. 4. Habel( 23) 5.10 Meter. Distus: 1. Dörre( B) 25.75, 4. Straube( A) 22.76 Meter. Speer: 1. Tampe( B) 45.45, 2. Bradatsch( A) 44.75, 8. Umlauft( 3) 88.50, 4. Frötschel( 2) 36.95 Meter. Hochsprung: 1. Sabel( B) 1.50, 2. Straube( A) 1.40, 3. Goldbach und Frisch( beide ) 1.35 Meter. 1000 Meter: 1. Weigl( B) 8: 14.8, 2. Sabel( B) 3: 15.4, 8. Straube( A) 3: 17.2, 4. Dörre( B) 3: 17.5, 5. Deißig( B) 3: 18.9 Min. 4X100 Meter: 1. Aussig 51.7, 2. Bodenbach 52.2 Set. Alle Auffiger Sportler ftarten am Sonntag, den 20. September, in Budmantel; es sind daher spannende Kämpfe zu erwarten. Regiebeitrag für erleben Buschauer mir 1.50 Kč. so daß es jedem Freund des Arbeitersports möglich ist, diese Kämpfe mitzuTransporte der einrüdenden Rekruten. Rekrutentransporte nach entfernten Garnisonsorten der Slowakei und Karpathorußlands verkehrt ein direkter Sonderzug von Rumburg über Nymburg Kolin und von Reichenberg über Pardubiß. Abum 5.20, Schönlinde 5.32, Kreibiz- Teichstatt 5.40, fahrt von Rumburg Mittwoch, den 30. September, Tannenberg 5.57, Röhrsdorf 6.08, Böhmisch- Leipa Perſonenbahnhof 6.40, Abfahrt von Reichenberg Mittwoch, den 30. September, um 7.17, Turnau stein 5.37, Leitmeris unterer Bahnhof 6.14, Melnik 8.39, Alt- Pafa 9.49, Josefov Jaroměř 11.07. In den Haltestellen haben diese Züge feinen Aufent- 6.59, Ankunft Nymburk um 8.11 und dann weiter Für die Ein halt und fahren über B.- Trübau- Oderberg direkt mit direktem Sonderzug um 9.03. • Lyfa_nach Stationen werden bei den Personenfassen verlaut- Garnisonsorten in der Richtung Brünn- Bratibis Staschau. Die Abfahrtszeiten aus den übrigen Lückenden auf der Strede Tetschen bart, woselbst sich die Einrückenden erfundigen fön- lawa und weiter, iſt eine sehr günstige Zugsvernen. Für einrüdende Refruten auf der Strede bindung mit Personenzug von Tetschen, den 30. September, um 16.33, Schredenstein 17.20, LeitTeischen Lysa nach Garnisonsorten in der Richtung Oderberg- Saschau und weiter, ist eine sehr všetaty 19.05 und dann weiter mit Sonderung meriß unterer Bahnhof 18.00, Melnit 18.48, günſtige Bugsverbindung mit Personenzug von nach Kolin zu den Anschlußzügen Richtung Brünn. Tetſchen, den 30. September, um 4.58, Schrecken Die Einberufungskarten haben für Schnell- und Eilzüge überhaupt feine Gültigkeit. Es ist im Intereſſe der inrüdenden, die angeführten und ſehr günstigen Sonderzüge zu benügen. Warum Irun fallen mußte Der Bericht eines Mitkämpfers s ( G. M.) In den Reihen der heldenmütigen| Irun wurde im ganzen von ungefähr 1200 Verteidiger der spanischen Republit tämpft auch Bewaffneten verteidigt, die neben Gewehren und eine Schar von ausländischen Genossen und An- Handgranaten, über zwei 155 Millimeter, eine tiſaſchiſten, die teils in Spanien ansässig waren, 110 Millimeter und eine 75- Millimeter- Kanone als der Bürgerkrieg ausbrach, die zum größeren verfügten, ferner über eine gewisse Anzahl MaTeil aber aus den benachbarten Ländern herbei- schinengewehre und den berühmten Panzerzug, geeilt sind, um den spanischen Brüdern Waffen- der nichts anderes war als ein gewöhnlicher Zug, hilfe zu leisten. Ein besonders zahlreiches Kon- den die Arbeiter mitStahlplatten bekleidet hatter. tingent an Freiwilligen stellt die italienische Man muß jedoch sagen, daß die Nebellen nicht Emigration. Wir veröffentlichen heute den Be- besser ausgerüstet waren als wir. Nur wurden richt eines Genossen der italienischen sozialisti- ihre Operationen militärisch sachgemäß geleitet, ichen Partei, ber an den Stämpfen um grun teil- was bei uns völlig abging. Sch bin übernahm. Die Schilderung erscheint uns deshalb zeugt, daß wir bei einer besseren Organisation intereſſant und aufschlußreich, weil hier ein wirklicher Mitkämpfer, in der schlichten Sprache des Arbeiters, ohne Schönfärberei, die blutigen Er eignisse schildert und die Ursachen aufzeigt, die den Fall der heißumstrittenen Stadt bewirkten. Der Bericht besagt: In Irun, zuſammen mit anderen Genossen, am 21. August angelangt, begaben wir uns zum Militärkommando, das uns sofort auf die Pun cia absandte. Auf dieser für Irun wichtigsten Verteidigungsstellung waren wir ungefähr 300 Greta Garbo erkrankt. Nach einer Meldung Mann, ausgerüstet mit Gewehren, Handgranaaus ollywood ist Greta Garbo ertranft, ten, drei Maschinengewehren und einer Feld weshalb die Aufnahmen für ihren neuen Film fanone. Außer den spanischen Kämpfern waren ,, Camilla" vorläufig eingestellt werden da etiva 15 italienische Genossen aus Paris und mußten. der Toulouſer Gegend, etwa zehn Franzosen und Belohnung von Sowjetfliegern. Das Zen- ebensoviele Deutsche. Sieben Tage lang hielten tralerefutivkomitee der Sowjetunion hat durch wir die Stellung gut. Alle Sturmversuche der Verordnung den bereits früher mit dem Lenin- Rebellen, die uns zahlenmäßig überlegen waren, orden und Rotsternorden ausgezeichneten Flieger zerschellten an unserem Widerstand. Aber am Lewanewsfi für neue große Erfolge auf dem Ge- achten Tage vernichtete das feindliche Artilleries biete der Meisterung der nördlichen Flugstraße den feuer einen Teil der Schüßengräben und verur roten Arbeitsbannerorden verlichen, während fachte eine Verwirrung in unseren Reihen, die Lewtschenko mit dem Leninorden ausgezeichnet hauptsächlich auf unsere mangelhafte militärische wurde. Lewanewsti erhält eine Geldprämie von Organisation zurüdzuführen ist. Es bleibt schön! Eine seichte über dem Rheinland liegende Drudstörung hat auch in Bayern und im westlichen Desterreich eine teilweise Wetterberschlechterung herbeigeführt. Nachmittags hat es in diesem Gebiete stellenweise etwas geregnet und der Nand der Wolkenzone reicht bis zum Böhmerwald. In unseren Gegenden iſt es noch überall schön und bei schwachem Südostwind hat sich Montag untertags eine leichte Erwärmung eingestellt. Um 14 Uhr erreichten die Temperaturen in der Republit an einigen Orten plus 19 Grad. Es scheint, daß die Wirkung der westdeutschen Druckstörung nunmehr nachlassen wird. Wahrscheinliches Wetter heute: In Südwestböhmen Wetterentwicklung unsicher, allmähliche Verschlechterung nicht ausgeſchloſſen, Sonit, nom schön mit beträchtlicher Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht. Wetteraussichten für morgen: Im Westteil der Republik verstärkte Bewölfung, aber feine bedeutenden Niederschläge, mäßig warm. Im übrigen Gebiet Andauer des herrschenden Witterungscharakters. mit den vorhandenen Kräften Irun gehalten hätten. Ich, der ich beim Militär gedient habe, hatte von Anfang an den Eindruck, daß bei den Verteidigern militärische Organisation und Disziplin fehlten. Die Milizleute besißen einen Löwenmut; aber sie kennen keine Disziplin. Sie kommen und gehen nach Belieben, besetzen bald Vom Rundfunk diese bald jene Position. Denkt doch, daß wir auf der Puncia nie recht wußten, wer unser Stomman- mptehlenswertes aus den Programmen! dant sei. Dasselbe war auch auf den übrigen Stellungen der Fall. Als das Kommando, als die Milizleute selbst sich bewußt wurden, daß man den. Krieg mit der Begeisterung allein nicht gewinnen kann, war die Lage bereits hoffnungslos kompromittiert. Unsere Verluste waren nicht schwer. Ich glaube nicht, daß sie fünfzig Tote und einige Hundert Verwundete überſtein. Die Rebellen hatten weit größere Verluste. gen. Man muß bedenken, daß sie verhältnismäßig wenig Munition verschwendeten. Mittwoch: Brag, 7: Morgenmufit: Salonorchester, 10.05: Deutsche Preſſe, 10.05: Rundfunt für deutsche Schulen, 10.35: Schallplatten, 12.10: Operniszenen auf Schallplatten, 13.40: Deutscher. Arbeitsmarkt 14.40: Deutsche Presse. 15: Schallplattenkonzert, 16.50: Theater für die Jugend, 18,10: Deutsche Sendung: Dr. Maras: Aus dem tschechoslowalischen Kulturleben, 18.20: Arbeiterfunt: Dr. Robert Baumgärtel: Soziale Lage und Sterblichkeit im fubetendeutschen Gebiet, 18.40: SosialinformatioWas ich jetzt zu tun gedente? Auf eine nen, 18.45: Deutsche Preſſe, 21: Sinfonisches Nonzert, 22.15: Tanzmusit. Brünn 11: Militärfons andere Front gehen, um für die Sache der Frei- zert, 17.40: Deutsche Sendung: Hausmufit, 20.15: heit und der Republik weiter zu fämpfen. Um Volksfonzert. Preßburg. 16, 10: Nachmittagskonzert. weiterzufämpfen bis zum Sieg, weil wir tro Mährisch Oftrau 12.35: Rundfunkorchestertonallem geiviß siegen werden." aert. Nr. 215 Was ist mit Carl von Ossietzki? Die Bohemia" hat am vergangenen Sonntag ein Interview wiedergegeben, das ein Berichterstatter des in Kopenhagen erscheinenden Blattes Berlingske Tidende" mit Carl von Offietti in einem Berliner Krankenhaus gehabt haben will. Carl von Ossietzki, der tapfere Friedenskämpfer, befindet sich schon seit Beginn des Dritten Reiches in einem Konzentrations= lager und Göring hat vor einiger Zeit erflärt, daß Ossiezti niemals mehr aus dem Konzentrationslager herauskommen werde! Nun behauptet der dänische Journalist, Ossiekti habe eine Wendung zum Nationalsozialismus vollzogen und zum Abschied mit ,, eil it I er" gegrüßt. In Kreisen, die Carl von Offietti tennen, wird eine solche Wandlung für unmöglich gehalten. Es ist auch nicht gut anzunehmen, daß ein Mann, der durch mehr als drei Jahre un menschlich gequält wurde, infolge dieser Duäle= reien seine Sterkermeister schäben gelernt hat. Auch wir bezweifeln die behauptete Wandlung Ossießtis, der sich ja, da ihn nicht einmalseine Frau besuchen darf, zu niemandem frei äußern fann. Bei der Unterredung mit dem dänischen Journalisten waren wie der Bericht selbst sagt Gestapobeamte zugegen. Chlorodent Dienstag, 15. September 1936 Taufende können fich treen, Millionen aber nicht! Das ist die Erklärung dafür, daß heute Millionen täglich Chlorobont3ahnpaste benußen und schöne weiße 3ähne haben. Chlorodont ist ein Begriff für Qualität und Preiswürdigkeit. CHLORODONT Chlorodont Volkswirtschaft und Sozialpolitik Günstige Außenhandelsbilanz Ausfuhr heuer erstmalig über einer halben Milliarde August dieses Jahres: Das Statistische Staatsamt veröffentlicht folgende Daten über unseren Außenhandel in Reiner Warenverkehr Einfuhr Ausfuhr • " August 1936 583,413.000.696,474.000.Selbst wenn Ossietzki die Aeußerungen Die Augustbilanz ist in mehrfacher Hinsicht getan haben sollte, so spricht das höchstens gegen erfreulich. Es ist nicht nur der gegenüber dem das Sy ste m, das mit Folter und ausgesuchten Vorjahr stark gestiegene Ueberschuß der Ausfuhr Quälereien aufrechte Menschen in Wracks ver- über die Einfuhr positiv zu werten, sondern auch wandelt. Von Freunden Ossietzkis wird nicht mit die Teildaten über die Einfuhr von Rohstoffen Unrecht darauf aufmerksam gemacht, daß das und den Export von Fertigprodukten. Die AusInterview gerade zu einer Zeit veröffentlicht fuhr von Fertigwaren hat mit 534,283.000 Kč wird, da über die Buteilung des Friedensnobel- gegenüber 477,323.000 Kč im Vorjahrs- August preises an Offietti verhandelt wird. Wahrscheins eine Steigerung von 57 Millionen aufzuweisen lich will man der Gefahr, daß der Pazifist den und hat heuer erstmalig eine halbe Milliarde im Nobelpreis bekommt, dadurch entgehen, daß man Monat überschritten. Seit Anfang 1933 hat unden Kandidaten zu diskreditieren ver- fere Fertigwarenausfuhr diese Höhe nur im Oktofucht. ber und November des Vorjahres erreicht. Die Rohstoffeinfuhr ist ebenfalls um 30 Millionen, Warum hält die Gestapo Officzki weiter gefangen, wenn sie ihn für einen Nationalsozialisten hält? Warum gibt sie ihn nicht frei, warum verschafft sie ihm nicht Gelegenheit, im Ausland feine Stimme zu erheben und unkontrolliert die Wahrheit über sich zu sagen? Weil das braune System diese Wahrheit ebenso fürchtet wie den Gefangenen! Gestapo- Leiter ermordet Die Deutschen Informationen" melden: " Am 2. September veröffentlichte die fächfische Preffe die kurze Mitteilung, daß der Leiter des Geheimen Staatspolizeiaeger Brigadeführer Friedrich sei. Die Gerüchte, daß Schlegel, der für zahlreiche U pwortlich ist, getötet worden sei, finden ihre Bestätigung in den widerspruchsvollen Texten der Traueranzeigen. In der Traueranzeige, die die nationalsozialistische Zeitung ,, Freiheitskampf", Dresden, am 3. September, unterzeichnet von Gauleiter Martin De u t f dj non te veröffentlicht, heißt es, ban Friedrich Schlegel plötzlich und unerwartet verschieden ist". In der gleichen Nummer derselben Zeitung findet fich eine Traueranzeige, unterzeichnet vom Führer des SS- Oberabschnitts Elbe. Berkelmann, in der es heißt, daß Friedrich Schlegel nach langen schweren Leiden" verschieden ist. Schlegel foll in seiner Wohnung erschossen aufgefunden worden sein." Vom norwegischen Wahlkampf AP. Im norwegischen Wahlkampf sucht die Opposition die Troyki- Affäre gegen die Regierung Nygaardsvold und gegen die Arbeiterpar tei auszuschlachten und auf diese Weise eine Mas jorität der Arbeiterpartei zu verhindern. Bekannt lich ist die jetzige Regierung, die seit März 1935 im Amte ist, eine Minderheitsregierung, die auf die Unterstützung der Bauernpartei angewiesen ist. Das Ziel der Arbeiterpartei war nun, die zu der absoluten Mehrheit fehlenden sieben Mandate zu gelvinnen und sich dadurch von der Notwendigkeit, der Mitte Konzessionen zu machen, zu befreien. Bei den letzten Wahlen hatte sie ihre Stimmen zahl von 375.000 auf 500.000 und ihre Mandate von 47 auf 69 zu steigern vermocht. Kommunisten, Konservative und Faschisten versuchen nun in feltener Einheitsfront, die sich auch in der gemeinsamen Forderung auf Ausweifung Troykis äußerste, diesen Stimmenzuwachs der Arbeiterpartei zu vereiteln. August 1935 526,543.000.615,644.000.1936 + 56,879.000.+ 80,830.000.gegenüber dem Vorjahr, und zwar von Kč 291,569.000.- auf Kč 321,757.000.- gestie gen, nach den starken Importen in den Vormonaten zweifellos ein Zeichen, daß der Rohstoffbe= darf, hauptsächlich auch für den Inlandsmarkt, ein starker geblieben ist. Seite 5 folgende Veränderungen( Ende 1927 ist gleich 100): 8. August 5. September Mailand New York Brag 104.2 106.6 105.3 104.3 80.8 87.5 London 78.9 79.4 Wien 45.6 48.2 Amsterdam 42.7 42.9 Zürich 40.4 41.7 Berlin 40.7 39.8 Paris 30.9 33.7 Brüssel 31.9 34.0 24.6 23.5 Stockholm Während demnach in Berlin, in London und in Stockholm ein Rückgang der Aktienkurse zu verzeichnen ist und an den anderen internationalen Börsenpläßen die Erhöhung nur gering ist, be= tragen die Kurssteigerungen für Industrieaktien an der Prager Börse in vier Wochen nahezu sieben Prozent. Der Kursstand der tschechoslowakischen Industriepapiere rückt im raschen Tempo jenem aus dem Konjunkturjahre 1927 näher. Die Baubewegung die in 38 größeren Städten der Republik auf Grund der Baubewilligungen nach dem verbauten Raum erhoben wird, hat sich abermals wesentlich gebessert, wie sich aus der Zunahme des Bautätigkeit in 38 größeren Städten ( Baubewilligungen f. Neubauten nach d. verbauten Raum in 1.000 m2, 1.200 1.200 2.100 L100 000 1000 900 900 1932 800 800 700 700 600 600 500 500 export 480 400 August 1933 August 1934 August 1935 August 1986 232 312 269 439 300 200 300 200 292 477 100 322 534 Es betrug( in Millionen Kronen) der Rohstoff Fertigwarenimport Für die ersten acht Monate des Jahres ergeben sich folgende Ziffern: Reiner Warenverkehr Jänner- August Jänner- August 1935 3,898,112.000.4,466,825.000.568,713.000.Einfuhr. Ausfuhr. Attivum • . . ( in Milliarden K 1936 4.616,831.000.4.764,625.000.147,794.000.SOS 1936 + 718,719.000.+ 297,800.000.Rohstoffeinfuhr, welche die Exportsteigerung an Fertigwaren weit übersteigt, und eine bedeutende Bunahme der Fertigwareneinfuhr( um 200 Millionen auf 1.386,436.000 Kronen). Es betrugen ( in Millionen Kronen) in den ersten acht Mona ten des Jahres ........ Fertigwarenausfuhr 1935 1936 4 1935 1936 .. . b 3.258,672.000.3.549,066.000.+ 290,394.000.Rohstoffausfuhr 2.078.022.000.2.544.790.000.+ 466,768.000.Das Volumen des reinen Warenverkehrs ist ( in Millionen Kronen) von 1.142,178 im August 1935 auf 1.279,887 im August 1936 und von Das Aftivum ist gegenüber dem Vorjahre 8.864,937 in den ersten acht Monaten 1935 auf also beträchtlich gesunken, woran zivci Umstände 9.881,456 in den Monaten Jänner bis August ausschlaggebend beteiligt sind. Es ist die starke j des heurigen Jahres gestiegen. Industrie und Konsumvereine Wessen Steuerbelastung ist schwerer? " Družstevník"( Der Genossenschafter) illustriert die ständigen Klagen der Gegner der Konsumgenossenschaften über die angebliche Bevorzugung der Genossenschaften bei der Steuerbelastung durch eine Aufstellung, aus welcher hervorgeht, wieviel große Industriewerke und wieviel der Mähr.- Ostrauer Konsumverein„ Budoucnost" relativ an Steuern und Gebühren zu leisten haben. Im Jahre 1985 betrugen: Berg und Hütten. Bivnobant Unionbant Länderbank • • Aftienkapital Reserven Steuern auf 1 Million u. Gebühren Betriebskapital 8,600.000 4.119 8,500.000 • • 250,000.000 624,000.000 240,000.000 850,000.000 150,000.000 77,000,000 120,000.000 14.406 2,000.000 8.810 124,000,000 1,337.000 5.479 Königinhofer Bement ⚫ 48,000.000 Kabelfabrik Bratislava Prager Eisen 72,000,000 Spiritus Kolin Stoda 40,000.000 8,000.000 200,000,000 5,800.000 112,000,000 87,000,000 181,000.000 112,000.000 55,000.000 18,000.000 646,000,000 7,800.000 2,100.000 18.125 1,584.000 9.428 1,200.000 10.088 2,207.000 988.000 16,100,000 994.000 28.281 36.407 24.767 71.000 Křižit Budoucnost( Anteile bat. Nes.) Es ist aber der Konsumverein, der die relativ stärkste Belastung zu tragen hat. Die Aktienkurse steigen Von den übrigen Parteien verfügen die Konservativen über 80, die Bauernpartei über 23, bie zu berzeichnen. Auch die Aktien der Aufsiger CheFreifinnigen über 24 Mandate. Außerdem haben mischen sind sprunghaft gestiegen. Diese Kursdie Freifinnige Volkspartei, die radikale Volts- Die Besserung der industriellen Produktions- erhöhungen erfolgen, obwohl in dem Wirtschaftspartei, die Christliche Volkspartei und die Volts- lage hat nahezu in allen Ländern schon vor läns teil der bürgerlichen Blätter fortgefeßt nachgewiegemeinschaftspartei je einen Abgeordneten. Die gerer Beit ein Steigen der Kurse für die Indus sen wird, daß zu diesen hohen Kursen keine entKommunisten und die faschistische Nasjonal Sam triepapiere ausgelöst. Die Kurssteigerungen sind sprechenden Verzinsungen erzielt werden können. ling waren bisher im Parlament nicht vertreten. nicht einheitlich. Gelegentlich sind auch Rückschläge Anscheinend erwarten die an der Börse laufender Daß die Kommunisten diesmal besser abschneiden zu verzeichnen, die aber meist schon nach wenigen Kapitalisten von dem Fortgang der Aufrüstung sollten, hält man für absolut ausgesch Pof- Tagen durch eine neue Hauffe- Bewegung mehr und aus den staatlichen Aufträgen so gewaltige sen. Dafür hat der Moskauer Prozeß unter als ausgeglichen werden. Gewinne, daß alle wirtschaftlichen Mahnungen ihnen eine viel zu große Verwirrung ange An der Prager Börse hat die ungehört verhallen. Jedenfalls sind die Kurssteirichtet. Die Aussichten der Rechtsradikalen, die ausse in Industrie papieren in den gerungen in den lezten Wochen an der Prager bei den Storhingwahlen 1933 noch ein so großes leßten Wochen wieber einen beson Börse am höchsten. Wir geben zum Vergleich die Fiasko hatten, sind dagegen gebessert. Sie haben ders starten Umfang angenommen. für die Industrieattien errechneten Inderziffern auf dem Lande und unter der Sugend sowie in Ganz besonders hohe Kurssteigerungen haben die vom 8. August und vom 5. September 1936 vies intellektuellen Kreisen Anhang gewonnen. Rüftungspapiere, allen voran die Skoda- Attien, der. Innerhalb vier Wochen zeigen diese Ziffern SUS . IV. V. VI. VII. VI. IX. X. XI. XII. 1. verbauten Naumes der bewilligten Neubauten von 595.000 Subikmeter im Mai auf 688.000 Kubikmeter im Juni ergibt. Im ganzen ersten Halbjahre ist der verbaute Raum der bewilligten Neubauten, der in der gleichen Zeit des Vorjahres 1,452.000 Subikmeter betrug, auf 2,703.000 Kubikmeter, also ungefähr auf das Doppelte des Vorjahres gestiegen. Frankreich unterbindet Import von Gablonzer Bijouterie Die Nachricht, daß das französische Kontindafür the storage bijouterienaren erfchöpft Grenze für jede wei die französische G tere Einfuhr mit sofortiger Wirkung gesperrt ist, hat unter den Gablonzer Interessenten die größte Bestürzung hervorgerufen, um so mehr, als auch der Export nach Spanien wegen der politischen Vorgänge völlig darniederliegt und die Exportmöglichkeiten nach Italien sich als völlig ungenügend erweisen. Als ein weiteres schweres Handicap betrachtet die Gablonzer Industrie den Umstand, daß die Verteilung der Kontingente für die gesamte Bijouterie- und Kleinmetallindustrie dem Kleinmetallwarenverband in Prag übertragen wurde, während vom einschlägigen französischen Einfuhrbedarf zirka 80 Prozent ursprünglich auf die Gablonzer Gruppe, 5 Prozent auf die Eisenbroder Gruppe und 15 Prozent auf die Mitglieder des Kleinmetallwarenverbands entfielen. Während die Gablonzer Industrie sonach den größten Anspruch auf Kon= tingente geltend machen darf, ist sie jeglicher Einflußnahme auf die Verteilung ebenso wie jeglicher Kontrolle( die sie früher wenigstens in bezug auf die eigene Quote hatte) beraubt. Englands Mode im Zeichen der Königskrönung Auf einer Modenschau in London wurde dieses Hermelincape im Stile eines Krönungsornates vorge= führt. Es ist mit scharlachrotem Samt und goldener Spize besetzt. Man sieht, daß die Neichen große Sorgen haben Stile 6 „Sozialdemokrat*. Dien-tag, 15. September 1030. Nr. 215 Kroger jeituog Im Banne des FuBballs Sonntag war da» Endspiel um den Mitropa« cnv. da» im Prager Masaryk-Stadion Sparta Prag und Austria Wien' ausirugen. Da» Stadion Ivar überfüllt und wurde polizeilich gesperrt. Tausende von Menschen warteten noch draußen vor den Toren bis zum Abpfiff de» Spiele». Glücklich schützten'ich jene, die durch Agio-Verkäufer Eintrittstarten zum doppelten, ja dreifachen Preis erstellen konnten. 10.20 Ai-kostete ein Stellplatz., ein Sitzplatz etwa 40 bi» 60 Ke! Und da gab c» noch.Begeisterte", welche in dieser gerade nicht„schönen" Leit noch eia Vielfache» dafür gaben, um sa nur dabei sein zu können. Rechnen wir noch hinzu, das, viele der Lu- schauer u. a. bi» au» der Slowakei, Mähren, Wien mit der Bahn, Autobus usw. kamen, kann sich jeder ausrechnen, wie„billig" so eine Eintrittskarte Ivar. 80.000 Menschen haben dem Fußballsport— ach nein, nur dem Profitsport eine Summe geopfert, die genügen würde, ein paar tausend Arbeitslosen über die Schrecknisse des kommenden Winter» hinwegzuhelfen. So aber zahlte der Luschaner nur 20 Heller für die Opfer der Krise mit und ein Klub steckt dar übrige ein. In da» Stadion wurden Sonntag mehr Menschen eingelassen als zuträglich war. Diese lieber» fiillung bewirkte, das» nicht nur da» Stadion beschädigt, sondern auch Menschen verletzt wurden. Eine Betonwand wurde in einer Breite von etwa 20 Metern eingedrückt, ihre Trümmer sowie die nachfolgenden Menschen fielen auf unterhalb dieser Maner Sitzende. Der Ordnerdieust der Sparta und der Polizei versagte vollkommen. Knapp am Spielfeldrande hatten sich viele hundert Zuschaner angesiedelt: sie zu entfernen, war den Ordnern nicht möglich. Die Polizei, welche besonder» bei sogenannten „Ruhestörungen" sehr energisch ssin kann, war weder vorbereitet noch später dem Ehao» gewachsen. Al» ein Arzt gebraucht wurde, muhte er erst mittelst Lautsprecher gesucht werden! Also vollkommene Desorganisation auf der ganzen Linie. Die Ausnützung der.Sportbegeisterung" der Massen darf doch nicht noch dazu führen, daß diese auch der Gefahr einer gesundheitlichen Störung ausgesetzt werden. DaS seinerzeitige Unglück auf dem Slaviaplade sollte Warnung sein, denn auch Beton hält auf die Tauer nicht dem Druck Tausender stand. Kopf In Klammen. In einem Friseursalon in her StefauSgasse kam SamStag nachmittags der 86- jährige Arzt Dr. Wladimir Rurganskl) aus Riian, um sich den Kopf waschen zu lassen. Hiebei geriet die zum Waschen verwendete Mischung— Dr. Kurganskh sah nahe beim Gasbrenner— in Brand und der Arzt, dessen Kopf sofort in Flammen eingehüllt war, erlitt Verbrennung 1. bi» 3. Grades an Gesicht und Händen. Er wurde auf die Klinik Äreibich gebracht. Dar Verfahren wurde eingeleitet. Neunzehnjährsaes Mädcheg überfallen. Dip 10- jährige HandliingSgehilfiu Georgine Prochazka aut Prosek wurde SamStag abends auf dem Heimwes aus dem Geschäft zwischen dem Teich und der Pro- seker Landstrahe von einem Unbekannten überfallen, der sie in» nahegelegene Gebüsch zu ziehen versuchte. Er steckte der Ueberfallenen ihre Radiomütze al» Knebel in den Mnnd, doch gelang es ihr, sich für einen.Augenblick zu befreien und um Hilfe zu rufen. Hiedurch erschreckt, lieh der Angreifer von ihr ab und lief mit ihrer Radiomütze davon. Obwohl die nahegelegenen Felder sofort von der Polizei abgesucht wurden, gelang eS nicht, des Täters habhaft zu werden. Messingdiebe. Gestern nachts hielt die Polizei in der Weinberger Straße in Karolinenthal zwei Unbekannte an, die einen Sack mit Messing trugen; auf der Wachstube gestanden die beiden— der 82- jährige Josef Neuberg und der 28jährige Anion Jelrman, beide au» Prag I., Längegasse— da» Messing aus der Maschinenfabrik Viktor Zeizl in Karolinenthal, in die sie durch» Fenster eingedrun- gen waren, gestohlen zu habe». Das Messing hatte einen Wert von Ai 2800.—, Die beiden gestanden ferner einen bereit» früher in der gleichen Fabrik verübten Diebstahl; ein Teil der damals gestohlenen Gegenstände— Werkzeuge und Maschinenbe- standteile— konnte beschlagnahmt und dem Eigentümer zurückgestellt werden. Denaturiertm Alkohol getrunken. DaS 20jäh- rlge Dienstmädchen Alma Ehocholatä aus Michle wurde gestern früh auf die Klinik Schmidt gebracht, da sie in der Wohnunii ihres Dienstgebers in selbstmörderischer Absicht einen halben Liter denaturierten Alkohols getrunken hatte. Motiv: Unglückliche Liebe.—Aus dem gleichen Grund trank da» 20jäh- rige Dienstmädchen Anna Svoboda miS Prag XII., vorgestern abends eine größere' Menge Lhsol und wurde mif die Klinik Hhnek gebracht. Armband mit 21 Brillanten verloren. Die Beamtin Marie I i r a k aus. Bubentsch verlor Sonntag um 4 Uhr nachmittags im Messepalast ein Platinarmband mit 21 Brillanten im Werte von K4 16.000. Vor der Herbstsession des Präser Schwurgerichtes Prag,(rb.) Gestern fand beim hiesigen Kreisgericht die Auslosung der 86 Haupt- und 6 Ersatzgeschworenen für die am 10. September beginnende dritte Schwurgerichtsperiode d. I. statt. schworenenkollegien zu stellen, pflegt.,(Unter ihnen befiyden sich nebst verschiedenen Beamten und-Unterbeamten, ein pensionierter Gendckrmeriekapitän; ein ehemaliger Polizeiinspektor, ein Hüttenbeamter■ unb ein Oberpostmeister im-Ruhestand.) Neun' der AuSgelosteii gehören.dem landwirtschaft- I i ch e n Berus an(darunter ein Großgrundbesitzer): und fünf sind selbständige Gewerbetreibende, unter ihnen ein Restaurateur und ein Großselcher. Die BerusSgruppe der B e a m t e n ist lediglich durch einen Sparkassendirektor vertreten. Dem Arb eiter.stand g ehört keiner derauSgelosten männlichen Geschworenen an, nur unter den zehn Weib-, lichen Geschworenen, unter denen übrigens nur eine selbständig berufstätige Frau, eine. Prokuristin figuriert, finden wir eine ArbeiterSgattin. Bon den neuen Ersabgeschworenen sind sech» männliche sehr verschiedenen VerufeS: ein Bankbeamter, eins Gewerbetreibender, ein Pensionist, ein Gewerkschafts-l sekretär, ein Baumeister und ein Bankdirektor. DaS Programm der SchwurgerichtSveriode umfaßt einstweilen, neun Fälle, dürfte aber noch um einige weitere Anklagen erweitert werden. Nebst zwei Anklagen wegen Notzucht werden zwei Prozesse' wegen Ra u'b e S verhandelt werden. Einer von diesen betrifft den Chauffeur K a r l F u ch S, der einen Fahrgast übersiel und berauben wollte. Des nicht vollendeten Mordes ist Wenzel Holub angeklagt, der um 200 Ki willen einen Motdanschlag auf einen Beamten beging. Wegen mißbrauchier Amtsgewalt wird ter Hostunterbeamte Stzlvester Sttzbl vor den Geschworenen erscheinen, der der Ausplünderung anvertrauter Postsendungen angeklagt ist. Rudolf Buchta, angeklagt der schweren Körper- beschädignng mit bleibenden Folgen, hat durch einen Messerstich beim Kartenspiel einen Kameraden durch eine RiickeninarkSverletzung zeitlebens zum Krüppel gemacht. Ein Unikum ist der Fall des Wenzel Beltruskh, der wegen einer Sachbeschädigung mit schweren Folgen vor die Geschworenen kommt. Es handelt sich um ein böswillig zertrümmertes Fenster, dessen Splitter die Schwiegermutter des Angeklagten um das Augenlicht brachten. Als erste ihrer Art wird vor dem Prager Schwurgericht als delegiertem Gericht eine Anklage wegen versuchte» Menschenraubes gegen den reichsdeutschen Staatsangehörigen und SA- Mann Ewald Herbert Willkomm verhandelt werden, der angeklagt und geständig ist, daß er seinen aus Deutschland geflüchteten ehemaligen Mitschüler Richard Anders ins Dritte Reich verschleppen wollte. Kunst und WUsea Gastspiel Kerstin Ragstad Die Reklame, die man für big bisher unbekannte nordische Sängerin- KerstiäF l a s st a d auf- weiidete,. hatte unsere- künstlerischen Erwartungen aus» höchste gespannt. Nun. wir sie vorgestern am Prager Deutschen Theater als Brünhilde in Richard Wagners Musikdrama„Die Walküre" hörten, dürfen wir es. ruhig, feststellen, daß diese Reklame übertrieben tvar. In Kürze läßt sich daS Gesamturteil über die Sängerin vorweg so zu- sammenfaffen, daß ihre Kunst überzeugt, ohne zu begeistern, daß die Künstlerin vielleicht ein Stern ist, aber auch wirklich nur ein Stern, der leuchtet, ohne zu wärmen. Schon stimmlich-gesanglich enttäuscht uns Frau Flagstad, deren Stimme zwar sowohl hohe Kultur als auch dramatische Schlagkraft verrät, die aber trotz auffallend jugendlich leuchtenden Klanges nie seelische Affekte oder leidenschaftliche Gefühle erkennen läßt, die allzu gleichförmig in der Farbe klingt und über keine allzugroße Skala der Wandlungsfähigkeit des Tone» und Klanges verfügt. Distanziert und über der Aufgabe stehend(statt in ihr zu leben und zu erglühen) wie die Sängerin ist auch die Darstellerin Flagstad, eine Brünhilde, die. in ihrem überlegenen Stolz daS Lieblingskind Wotans deutlich erkennen läßt und in der Beherrschtheit ihres Gefühls auch wenig Mitgefühl weckt. Wohl bringt.sie die Wandlungen de» Sinnes und Fühlens BrünhildenS von der kampffrohen Walküre zur mitfühlenden TodeSderkünderin und von dieser zur resignierten und Verzeihung heischenden WotanS- tochter entsprechend zum Ausdruck, ohne aber das persönliche Berührtsein von den wechselvollen Schicksalen empfinden zu lassen. Sehr zu loben an dieser Brünhilde ist die außerordentliche Musikalität und musikalische Genauigkeit, die Wort und Ton gleichermaßen berücksichtigende ausgezeichnete Phrasierung und die vorbildliche, auf eindringlichste Wortdeutlichkeit bedachte gesangliche Deklamation. In der von Kapellmeister Friedrich Rieger geleiteten„Walküre"- Ausführung wirkten außer Frau Flagstad noch zwei Gäste mit: Hilde Konetzni, da wir eine eigene Sieglinde dermalen nicht besitzen, und Kammersänger Friedrich Scharr von der Wiener- Staatsoper als Wotan, der für den erkrankten Herrn Schwarz herbeigeeilt war. Beide hat man in diesen Rollen hier auch schon gehört; sie wurden-also schon seinerzeit entsprechend gewürdigt. SchorrS selbstbewußter Wotan war zur überlegenen Brünhilde. FrauFlagstadtS übrigens durchaus verwandtschaftlich abgestimmt. Das zahlreich erschienene Publikum zeichnete alle Mitwirkenden durch Beifall aus, ohne die-, sen Gast zu bevorzugen oder jenen zu benachteiligen. E. I. Gastspiel Kirsten Flagstad am SamStag, den 10. d. M. in„Tristan und Isolde". Es gelten, die öoprozentigen Bons der Kleinen Bühne für' die Serien B 1, C 2, und zwar wurden diese beiden Serien ausgewählt, um sie in der Anzahl der Gast- lpiele den andern Serien' gleichzustellen!. Preise: Ai 18.— bis 64.—. Vorverkauf für Abonnenten heute, allgemeiner ab Mittwoch. Da» zweite Konzert der„Thpografia" in Kiew fand vor ausverkauftem Hause statt und hatte einen außerordentlichen Erfolg. Dem GesangSchor wurden ein silberner Pokal,, einige■ Bände schöner Ukrainischer Lieder und viele Blumenspenden überreicht. Donnerstag„Faust" 1. Teil(C 1). Mit Rück- sicht auf die Tatsache, daß diese Faustvorstellung an einem Wochentage stattfindet, wird wegen der lan- aen Borstellungsdauer nur der erste Teil gegeben. Die C 1-Abonnenten werden aber Gelegenheit haben, den zweiten Teil unentgeltlich als Zusatzvorstellung zu sehen, und zwar voraussichtlich am 12. Oktober. Die Nichtabonneitten, welche die Faustvorstellung am Donnerstag zu' Kaffenpreisen besuchen, werden gebeten,. ihre Plätze aufz» he wahren und erhalten gegen Vorlage bei der oben genannten Nach- tragSvorstellnng 60 Prozent Ermäßigung. Spielplan de» Reuen Deutschen Theaters. Dienstag, halb 7: Lumpaei Hagabun- du S, Werbevorstellung für Schulen. Abonnement aufgehoben.— Mittwoch halb 8: Rigoletto, B 2.— Donnerstag halb 8: F a u st I. und II. El.— Freitag halb 8: Der Arzt am Scheide w e g e,. DL. Spielplan der Kleinen Bühne. Dienstag 8 Uhr: MeufchenaufderE-iSscholle, volkstümliche Vorstellung.— Mittwoch 8 Uhr: llnent- fchuldigteStunde, volkstümliche Vorstellung.— Donnerstag 8: Salzburg ausverkauft, volkstümliche Vorstellung.— Freitag 8 lihr: Liebe mit 100 PS, Theatergemeinde des ikulturverbandes und freier Verkauf.— SamStag 8 Uhr: Kein S» h-n, der Minister. Gymnastik„Frauenfortschritt", Krakovskä 21. Beginn 1. Oktober. Einschreibungen ab 21. September, 10—12, 4—7 Uhr. 8744 Spwt- Spül- Xflqwpffege Vereinsmeeting des Atus Prag Gute Placierung Im Staffellauf„Quer durch Nusle" An dem am Samstag begonnenen leichtathletischen Lehnkampf beteiligten sich 16 Sportler. Neben ÄtuS-Athleten nahmen auch Genossen der Jugendgruppe der Allgemeinen Angestelltenverbandes, der RW und SJ teil. Erfreulicherweise kann festgestellt werden, daß sich die Durchschnittsleistungen sowie die Teilnehmerzahl bedeutend erhöht hat und so Zeugnis für die im heurigen Jahr geleistete Arbeit auf dem Gebiete der Leichtathletik ablegt. Den Abschluß des Meetings bildete Soimtag ein Unterhalt tungrabend des AtuS und. der Angestellteujugend. Dem zweiten Halbtag deS ZehnkampfeS ging ein Stafettenlauf„O uerdu'rch N u s l e" gemeinsam mit der DTJ voraus. Ueber die 6X400-Meter- Strecke stellte Atu» Prag zwei' Mannschaften und konnte von acht Stafetten den zweiten und fünften Platz besetzen. Sieger war die Sportlermannschaft der DTJ Nusle in 6:10 Min. Die Ergebnisse des Zehnkampfes: 1. Nossek 660.08 Punkte,: 2. Amsler 606.26, 8. K. Kminel 672.06, 4- E. Ullmann 670.41, 6. Sindelar 662.77, 6. Graul 661.81(alle Atu»), 7. Mader(MW) 682.64, 8. Köppl(AI) 682.16. 0. Weiß 520.72, 10. O. Kminek 620.44 Punkte(beide Atus). Genosse Nossek erzielte folgende Leistungen: 60 Meter: 7.6 Sek.; 400 Meter: 64 Sek.; 1600 Meter: 6:84.8 Min.; Hochsprung: 1.64 Meter; Weitsprung: 6.70 Meter; Dreispnmg: 12.08 Meter; Kugel: 10.40 Meter; Speer:'86.40 Meter; DiSkuS: 80.76 Meter; Schleuderhall: 48.04 Meter. Genosse Nossek besetzte sieben erste Plätze; im Speerwerfen erzielie Genosse Amsler 40.40 Meter und damit den ersten Platz; die 400 und 1500 Meter gewann Genosse Sindelat in 62.0 Sek. bzw. 6:16 Min. Prager DT3-Athleten In Pilsen erfolgreich ■ In Pilsen fand am Sonntag der leichtathletische Wettkainpf der DTJ-Kreise Prag und P i l.s e n statt. Die Prager. Sportler errangen einen überlegenen Sieg mit 04:64 Punkten! Neberra- schend ist das Wiederantreten de» Prager Sportlers Hally, welcher bekanntlich nach der Prager Arbeiter- Olympiade dem bürgerlichen Sportklub Sparta beigetreten war und nun wieder zum Arbeiiersport zu- . rückgefunden hat. Die wichtigsten Ergebnisse: 100 Meter: Loppert(Pilsen) 11.4 Sek.; 200 Meter: Hally(Prag) 24 Sek.; 400 Meter: Skala,(Prag) 58.8 Sek.; 800 Meter: K-lin(Prag) 2:06.7 Min.; 1600 Meier: Bican(Prag) 4:22.0 Min.; 6000 Meter: Pivonka(Pilsen) 16:54 Min.; Hochspruna: Tisitel.(Prag) 1.71 Meter; Weitsprung: Bruha (Pilsen) 6.22 Meter; Dreisprung: Skala(Prag) 12.80 Meter;' Stabhoch: Kratochvil(Pilsen) 8.20 Meter; Kugel: Bauer(Pilsen) 12.68 Meter; Diskus: Zitek(Pilsen).88.18. Meter; Speer: Schuster (Prag) 46.86 Meter;.Schleuderball: Zitek(Prag) 48.77 Meten.. Den ZögllngSwettkampf gewann Pilsen mit 41:88 Punkten.\‘'' i Austria Wien— Mitropacup-Sieger Sparta verliert 1:0'(0:0) Nun ist auch diese Konkurrenz des. sportlichen Geschäfts für diese» Jahr beendet. Das sonntägige ^zweite Rückspiel um die Entscheidung im mit 60.000 Menschen übervollen Prager Masaryk-Stadion sah die Prager Sparta, die bekanntlich vop einer Woche in Wien mit viel Glück ein 0:0 erzielen konnte,,als Favorit. Alle Fans und die Zeitungen kannten keinen anderen Tip. Die Sparta tat noch ein übriges, ließ Gedenkmünzen an das Endspiel prägen und ihre Spieler waren ebenso siegeSsicher, zum drittenmale den Endsieger zu stellen. Alle», aber auch schort alles erwies sich als. trügerisch! Der Favorit? ist nicht nur gestrauchelt, sondern er hat dabei eine wenig rühmenswerte Rolle gespielt. Die Vorfchuß» Lorbeeren, die man der Sparta gab, waren eitler Trug. Bleihen. wir bei der Spartak Ihr Sturm mitsamt dem Star Braine bot wohl die schwächste Bezirksorganisation Prag * Sm Rahmen de» heutigen Bildüngspro- grammes veranstalten wir am F r e i t a g. den 18. September, um 8 Uhr abend» int großen Saale de» Handwerker-Verein es Prag Hn> Smeika 22, eine Parteimitgliederversammlung Thema:„Die spanischen Ge- n o ss e n i in Kampfe n in d e n S o z i a- l i ö rn u»." Referent: Genosse Tejcssy, Aussig. Die BczirkSvertretung. Leistung, die man je von diesen Fünfen gesehen hat. Zu verwundern war zudem»och, daß diese Leute von einer großen Langsanikeit und Unbeholfenheit vor dem Tore befallen waren, ja selbst am leeren Tor »och vorbeischießen konnten. DaS Half tat, waS sich bei einem solchen Sturm tun läßt, und da» Schlußtrio wußte sich zwar manchnial mit den schnellen Gegnern keinen Rat, hielt sich jedoch, in Anbetracht der großen Arbeitslast sehr gut. Die Austria bot die lleberraschung. Sie war die Mannschaft, welche die Zuschauer begeisterte und die Sparta-Anhänger zum Verzweifeln brachte. Gegenüber der Taktik de» Abwarten» seitens Sparta, stellten die Wiener jene de» Angriffs— und diese war diesmal ausschlaggebend. Nur ein Tor fiel in diesem Kampfe; c» gibt nicht einmal den richtigen Spielverlauf wieder, denn Austrias Stürmer hatten wohl die effektiv bes- feren Chancen, aber sie waren ebenso großzügig— bi» auf jenen nach der Pause erzielten Treffer— im Verpassen der Gelegenheiten, Hirotzdem ist der Sieg der Wiener verdient. Glänzend bei Austria dar Verteidigungstrio, besonders Sesta.- Das Half arbeitete ruhig und hatte auch mit dem Angriff, wo Sindelar unauffällig aber nützlich spielte, gute Verbindung. Im großen und ganzen bot die Austria die bessere Gesamtleistung; sie war technisch und trk- tisch üherlegen und außerdem schnell vom Anfang bis Ende. Ueber alles hiwoeg führten aber beide Team» ein fairer Spiel vor. Nach dem Spiel wurde der Austria von selten Spartas der Pokal übergeben. Die beteiligten Spieler bekamen goldene Medaillen znm Andenken. 60.000 Menschen gingen heftig debattierend und kopfschüitelnd über Spartas Niederlage nach Hause. Die Ligaspiele fanden am Sonntag nicht jene große Beachtung wie das Cupspiel Sparta—Austria. Aber trotzdem gab es einige Ueberraschungen, deren größte wohl die Niederlage der Zideniee in Preßburg bildete. Die Brünner wurden vom ESK glait mit 8:0(1:0) geschlagen und, hatten ihre.schwachen Seiten im Angriff sowie im Half,. während die Brünner dagegen eine gute Gesamtleistung boten. In P i l s e n verbesserte SK.P r o ß n i tz durch sxinen 4:2(2:2)-Sieg über den SK den schlechten Eindruck der beiden letzten Niederlagen. Die Pilseyer hätten auch noch' däs Pech, sich' ein Eigentor zu'schießen) Die Prager Slavfa hatte in Brünn mit.der Mor. Slavia einen schweren Kampf anszufech- ten, um glücklich mit 1:0(0:0) Sieger zu bleiben. Zu Ende de» Spiele» wurde recht hart gespielt. Per Kladnoer SK konnte auf eigenem-.Platze die Viktoria Zijj kov mit 8:2(1:0) schlagen. I» Usjhorod gewann Viktoria Pilsen gegen Rusj mit 2:0(1:0). DFV-Divlsion In der böhmischen Gruppe wurden in der zweiten Runde nachstehende Ergebnisse erzielt: DFC Prag gegen Sportbrüder Prag 7:0, Karlsbader FK gegen DSV Saaz 2:4, Tepliher FR gegen VfB Teplitz 0:0, DSK Gablonz gegen SpBg Bodenbach 2:2(1:1), Sportbrüder Schreckenstein gegen Sparta Karlsbad 7:0(!), Reichenberger FK gegen DFK Komotan 8:0, Warnsdorfer FK gegen ÄSK Gablonz 2:1.— Mähren-Schlesien: SK Mi- Schönberg gegen'DSV Tesche» 6:1, DSV Wiikowitz gegen DSV Brünn 2:2(2:1),DSV Troppau gegen SÄ Jägerndorf 1:1(0:0), DSV Oderberg gegen DFC Jglan 7:1. Aus denitschedilsdien Divisionen Die mittelböhmische Division wie» wieder eine Reihe von Ueberraschungen auf: Bdhemians wurden auf eigenem Platze von Viktoria Nusle mit 3:4 (2:1) geschlagen. Auch die l:0-Siege Nuselsky SK über Rapid und Slavoj VIII über SK Nusle Überraschten. Eechie Karlin gewann gegen Union Zij- kov 8:2, Sparta Kosik gegen Altbunzlau 6:3. Liben gegen Meteor VIII 4:1, AFK Stalin gegen Sparta Kladno 8:1. In der Division Böhmen-Lantz gab e» folgende Resultate: Explosia Semtin gegen Slavia Karlsbad 1:1, Kopisty gegen Polaban Nimburg 1:0, Königinhof gegen SK-Pardubitz 5:1, B.-BudWeiS gegen Königgrätz 2:1-, Jungbunzlauer SK gegen Hokovice 6:2, Rakonitz gegen Petkin 1:1.' Mähren-Schlesien: Bata Zlin gegen Han. Slavia 6:1, Schles.-Ostrau gegen Olmiitz 6:2,'Slo, van M.-Ostrau gegen Ostrauer Slavia 1:1. Polonla Karwln gegen Moravia Brünn 3:2,. Königsfeld« Brünn gegen Nreran 2:4, Hussowitz-BrÜnn gegen Zabovkesty 8:1. Sonstige. Fuhiallergebnisse. W eipertr. DER gegen Schwalbe Brüx 5— Traute nanj'DSP gegen DFK Reichenberg 6:8.— Budapest: Hun-- garia gegen HaladoS 6:0, FerencvacoS gegen BocSkai 4:1, Nemzeti gegen Phöbus 1:0, Szeged gegen Ujpest 1:1.— Wien: Admira gegen Hakoah 6:0, FC Wien gegen Rapid 8:1(1), Fav. AC gegen Wacker 2:1, Postsport gegen Flor. AG 2:1.— Warschau: Polen gegen Deutschland 1:1(0:1). Der.Leichtathletik-Wettkampf Norwegen gegen Schloten, der in Oslo'zur Austragung.gelaugte, wurde von-Schweden mit 108:64 Punkten gewonnen. Die Schweden besetzten in 16 Disziplinen 14 erste Plätze. Die sozial» Zusammensetzung des Volksrichter kollegium» erhellt au» folgender Ausstellung. ES tmirden zehn Frauen und 26-Männer auSgelost. Von diesem ge hören e I f zur Standesgrupp» der P e n s i o n i st e n, die überhaupt meist dar stärkste Kontingent der GeB e z u g S b e d t n g n n a e n: Bet Zustellung in» Hans oder bet Bezug durch di. Post monatlich Ai 16.—. vierteljährig Ai 4h.—. halbjährig Ai 96.—, ganzjährig AS 192.—.— Inserate werden kam Tarif billigst berechnet,. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.'— Rückstellung von Manuskripten ersotgt nur bei Einsendung der Retourmarken.— Die Zeitungsfrankatur wurde von der Bost« und Tele- gcaphendireltwn mit Erlaß Nr. 18.800/V1I/1980 bewilligt.— Druckerei:„OrbiS".. Druck-, Verlag»« und Zeitungs-A.-G. Prag.