Nr. 280 Mittwoch. 2. Dezember 1936 16. Jahrgang IENTRALORGAN PER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEM ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHQSIOWAKISCHEN REPUBLIK Einzelpreis TO Hallsi («InichllaSllch S Hell.r Fort.) ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRÜH. HO Aktion und Verwaltung hao xii.,fochova 42. teiefon am HERAUSGEBERi SIEGFRIED TAUB. VRRAjäWORTLICHER REDAKTEUR■ KARL KERN, FRAG. Genosse Kögler in der Budgetdebatte Wer zielbewußte Arbeit- dort leeret Gerede I Sic Ivar es von Anfang" an! DieNicht-In- blik steht, der tereit ist, für ste jedes Opfer zu bringen,"der mutz auch den D ch U tz der Demokratie in vollem Matze selbst gegenüber denen'genießen, die int Parlament" demokratische Reden halten, ater draußen ganz andere Töne anschlagen und ganz andere Auffassungen vertreten! Abschließend verweist Genosse Kögler auf di« kürzlichen Wahlen in dieR e v.i e r rä te Im Bergbau.. Namentlich im nordwestböhmischen Kohlengebiet sind sie ein sehr klarer und eindeutiger Beweis dafür gewesen, wo die Mehrheit der deutschen A-» Schattenseiten der Demokratie, dasür an den] diktatorischen Regimen nur den Glanz und di« S o n ne. Industrieller Wiederaufbau Der industrielle Wiederaufbau im deutschen Gebiet, den der Ministerpräsident nur zu einem Teil für möglich hält, stößt nicht so sehr wegen Her technischen Rückständigkeit auf Schwierigkeiten, als darauf, daß Dutzende stillgelegter Fabriken im deutschen Gebiet ohne Maschinen daslchen, die von den Industriellen einfach ins Ausland verschleppt wurden. Dort konkurrieren sie obendrein noch unseren Export nieder. Die Industriellen suchen sich eben ihr Betätigungsfeld immer dort, wo sie am günstigsten produzieren können. Aber war geschieht mit den Zehntausenden von deutschen Arbeitern? Neben den Maschinen ist auch Kapital inS Ausland verschleppt worden, das nun in der Zeit des Wiederaufbaues fehlt. Dabei fordert die SdP, trotzdem ste gegen den„Liberalismus" zu Feld« zieht, noch Freiheit für den Privatunternehmer ohne jedwede Einschränkung durch den Staat! Der Uebergang aus der Krise zur Belebung stellr unsere regionalen Notstandszentren, namentlich was die Glas» und Textilindustrie betrifft, vor eine Reihe von Problemen. Wir haben mit Genugtuung die seinerzeitige Erklärung des Borsitzenden der Regierung Dr. Hodja vernommen, daß diese regionalen Interessen einem besonderen Beirat beim Mini- fterratspräsidium anvertraut und entsprechend« In« vcstitionSarbeiten aus dem-, großen JnvestitionSpro- gramm in Pies« Gegenden verlegt werden sollen. .; Während so di« demokratischen Parteien der RegierungSkoälition bei der Krisenbekümpfung aktiv Mitarbeiten, ist dl« SdP zn unfruchtbaren Reden verurteilt. Bei ihr mißt man die Reden— fithe Dr. Rosche— nicht mehr nach der Qualität, sondern nach der Quantität. Wo find denn Ihr« Erfolge, wo ist der politische Gegenwert für die Spesen der Henleinreisen nach Genf, London, Garmisch-Partenkirchen und Berlin? Fortwährend reden Sie davon, daft es nicht um„Brosamen" gehen könne bei der Lösung all der Fragen, die in der tschechoslowakische» Politik und- Wirtschaft auftauchen. Aber Sie wären froh, wenn Sie nur über einen Brosame«Erfolg verfügen könnten. Sir«haben daher auch nicht di« Legitimation, den andern aktivistischen Parteien Borwürfe zu machen. Die Leistungen des Fürsorgeministeriums und des Gesundheitsministeriums in der abgelaufenen Krlfenperiode stehen einzig dar ste stnd«in schlagender Beweis für die Kraft eines demokratischen Regimes.(Zwischenrufe: Krankenkassen!) Kögl« r: Wenn Sie wüßten, wie«S In den Krankenkaffen Deutschlands auSsteht, dann würden Sie in Ihrer Argumentation wesentlich bescheidene« werden!(Neue Zwischenrufe.) Redner verweist dann auf die S a b o t a g e, die industrielle Organisationen der Beiordnung über die Arbeitsvermittlung gegenüber betreiben. proklamiert, aber sie ist.in Wahrheit von England-auSgegangen. Die. britisch« Regierung als Exppnentin. des britischen Bürgertums steht"der spanischen Tragödie wirklich in kühler Neutralität gegenüber. Ihr« imperialistischen Antercsscn sind durch ein faschistisches, ihr« Klaffeninteressen durch ein rotes Spanien bedroht"— die widerstreitenden Besorgnisse neutralisieren sich. Bor 0-1,»»n lour«, o:e von oer uregrrrunn unvgra»»n» vir»„»> M?!?'EMWiLr. möglichst auf de«, Schutz in bitterster Not gewährt sowie>st solange diebritisch-Aufrüstung nichtvollen- i... /iiini. I tfi- ai..A0x.A...i liai' a u. der 11t. Darum mnitfttterit» 111» dtl» MaiTtTT^l»?' Nervosität in England H. T. London. Ende November.— Sonntag, den 22. November, nachmittags wurden die Minister unvermutet aus ihren Landhäusern nach Downing Street berufen. Die wenigen Londoner, die an dem nebligen Novembertag durch das Regierungsviertel spazierten, machten große Augen, als sie die Ministerautos in die sonst um diese Zeit so stille Seitengaffe einbiegen sahen, in der auf Nr. 10 das weltberühmte bescheidene Haus der britischen Premierminister steht. Die Situation mußte ernst sein— denn niemand unterbricht in England leichthin sein Weekend, die Negierung schon gar nicht. Der sonntägliche Kabinettsrat dauerte drei Stunden. Der Erste Lord der Admiralität wohnte ihm bei, um den Ministern in m a r i n e technischen Fragen fachliche Auskunft zu geben... Am nächsten Tag fuhren die Botschafter in Downing Street vor. Der erste war Herr von Ribbentrop, der das Weekend in Berlin verbracht hatte und nun früh am Morgen bei Mr. Baldwin vorsprach. Die Unterredung währte beinahe eine Stunde.(TagS darauf flog Herr, von Ribbentrop— trotz denkbar schlechtem Flugwetter—> in seinem privaten Aeroplan neuerlich nach Berlin!) Als der deutsche Botschafter gegangen war, wurde Senor de Azcarate, Botschafter der spanischen Republik, angemeldet..Er hatte eine einstündige Unterredung mit Antony Eden. Ahm folgte Monsieur Corbin, der Botschafter Frankreichs, usttz am Dienstag der russisch« Botschafter Maisly. Diese dipiomänsche Aktivität lsttz nichts Gute» ahnen. In der Tat wurde der englische ZeitungS- leser am Mittwoch von der Nachricht begrüßt, daß die britische Mittelmeerflotte vor Malta in die spanischen Gewässer beordert wurde. AUe Urlaube der Mannschaft wie der Offiziere sind storniert. Im westlichen Mittelmeer ist eine bcuti-' ruhige,id große Zahl von Kriegsschiffen konzentriert. Wie vor einem Jahr wiü das Mittelmeer wieder zur Gefahrenzone. Es ist natürlich die Entwicklung des spanischen Konflikts, die den Hintergrund dieser politischen und militärischen Unruhe bildet. Die neue Phase begann damit, daß General Franco vor Madrid nicht vorwärtSkam. Die simple Formel der spanischen Bürgerkriegsführung„Material gegen Menschen", wobei unter modernen KriegS- bediugungen die technische Ueberlogenheit immer wieder den Ausschlag geben muhte, war ins Wanken geraten, seit nunmehr auch die Regierungstruppen in beschränktem Maße mit moder- i nen Kriegswerkzeugen versorgt wurden. Die Zeit begann gegen Franco zu arbeiten. In diesem Augenblick sprangen sein« Schutzherren, Italien und Deutschland, ein, indem sie seine Rebellen- sunta als„Regierung" anerkannten. Der nächste Zug im abgekarteten Spiel war Francos Ankün-< ' Der deutsche Arbeiter, der mit seiner«ollen g"“ r-J-i.1»«««. politischen Neberzeugnng anf dem Boden der Repu- I*”^in. Die Wlrtschaftsbelebuns ein Werk der Koalition . Wo bleiben die Erfolge der Henlelnpartel? Prag. In der Budgetdebatte im Abgeordnetenhaus wurde am Dienstag mehrfach auch von Koalitionsseite daS Minderheitenproblein behandelt und anf die im Gange befindlichen Be- ftrebungen hingewlefen, diesen Fragenkomplex einer Lösung zuzuführen. Genoffe Kögler, der Sprecher unserer Partei in der Generaldebatte, konnte mit Gk» nugtuung auf die wirtschaftliche Besserung Hinweisen» die sich nunmehr auch in unseren Notstandsgebieten fühlbar macht, und diese Besserung auf daS Konto der angestrengten Arbeit unserer Partei und der anderen aktivistischen Parteien innerhalb der Koalition buchen, während dir EBP vergebens nach irgendeinem Erfolg in dieser Richtung Ausschau hält. Die Methode Dr. RofcheS, di« aktivistischen Erfolge dem eigenen Konw gut» znschreibcn, kann höchstens ein Lächeln hervolrusrn. Dabei könnt« gerade Dr. Rosche doch bei seinen Unternehmer-Kollegen von der SdP für den Volksgenossen Arbeiter durch seine Fürsprache hinsichtlich der Lohn- und Arbeitsbedingungen sicher Wiel heranSschlagen— wenn eben die ganze Arbeiterfreundlichkeit der SdP-Fabrikanten und der SdP überhaupt nicht gerade bei»» Geldbeutel ihr unrühmliches Ende fände. DaS hielt Genosse Kögler dem Sprecher der SdP entsprechend unter die Rase. Kögler stellt« den Wiederaufbau der Wirtschaft in den deutschen Notstandsgebieten in den Vordergrund seiner wirtschaftspolitischen Ausführungen und schloß mir einem Appell an die tschechischen Parteien, den demokratischen deutschen Arbeiter an der Grenz« nicht im Stiche zu lassen. Genosse Kögler führte u. a. ans:• Aber eine Blockade ist eine heikle Sache, völkerrechtlich und auch sonst. Im Unterhaus gab Eden die mit Spannung erwartete Erklärung ab, daß die britische Regierung keiner der beiden Parteien in Spanien die Rechte von Kriegführenden zuerkenne. Damit wird der angedrohten Blok- kade die völkerrechtliche Voraussetzung ihrer Legitimität entzögen und der Versuch, sie dennoch zu erzwingen, völkerrechtlich zur Piraterie. Eden vjp d°nn auch hinzu, daß nötinenfalls britische 7 beiterschäft steht: Nicht im Lager der SdP! Die ver-1 Kriegsschiffe die britische Handelsschiffahrt gegen läßlich«, dcmolratische Arbeiterschaft steht" im Lager jeden Eingriff beschützen’ Hürden. Allerdings der deutschen^Sozialdemokratie,.daran ändern auch würde zugleich auch ein Gesetz eingebrächt wer» die großen Worte der Herren von der SdP nichts! den, das britischen Schiffen den WasfentranSpört . Wir können in dem schweren Kampf, den wir nach Spanien verbiete. Strikteste Neutralität ist in den Notstandsgebieten zu führen haben— nicht nach wie vor die englische Politik in der spanischen nur um den Wiederaufbau, sondern auch gegen di« ei tan(, IÄ"’ Sie war es von Anfang an! Die Nicht-An- » o.ck u n 8 im Staats inderSftgierungund i,' terventionsp-litik wurde gwar^bon^ Frankreich der Koalition haben. Wir wissen, da««in Stück»rot-------«— Wenn Dr.Rosche hier erklärte, er spre- che nur»l»„einfacher Soldat", nicht al« Dr. Rosche,- so wär« mir eine'Rede des Dr. Rosche deshalb lie ber gewesen weil wir dann gewußt hätten, wie ein- deutscher In« dustrieller und Unternehmer zu den Dinge» steht, die hier im Vordergrund der Betrachtung stehen. Außerdem mag Herr Dr. Rösch«' von 70 Prozent des deutschen Volkes reden, aber nicht namens der Mehrheit der deutschen Arbeiter? dazu hat.«r nicht die Berechtigung!(Zwischenrufe.) DaS B» d g« t wird in einem Zeitpunkt' aufgelegt, der«In« allgemeine wirtschaftlich, Erleichterung selbst, in den deutschen Randgebieten wahrnehme» läßt. Daß auch dies« Randgebiete an der Besserung teilnehmen, ist ei» Erfolg des demokratische» Regimes, an dem die deutsche» Sozialdemokraten als Angehörig« der Koalition ihren Anteil haben! Wir stellen die» deshalb fest, weil namentlich seitens der SdP«ine Art Wunderglaube verbreitet worden ist, als ob Knitiative nicht von einem demokratifchen Regime auSgehen könnte. Der Tiefpunkt ist überschritten und die Entwicklung bietet ein hoffnungsvoller Bild. Allerdings brauchen wir zur Förderung der Wirtschaft, wie auch Kollege tzmnpl ausführte, noch weitere Maßnahmen, insbesondere für die Exportindustrie. Wenn wir im Jahre 1929 bei 20 Milliarden Export hielten, von. denen auf die Textilindustrie und etwa 1.4 Milliarden allein auf die Glasindustrie entfielen, so halten wir 1986 bei letzterer ungefähr auf 80 Prozent; bei der Textilindustrie ist das Ausmaß noch etwa» größer. Im Bergleich zum neuen Anstieg der Weltproduktion fehlt un^ etwa«in Viertel, da wir gegenüber 1929 auff70, Prozent hasten gegenüber 94 im Weltmaßstab. Vor neuen Probleinen Aber selbst wenn wir di« Produktionsziffern vonlvgg erreichen söllten. werden nicht mehr alle. Arbeitslosen wieder- an die' Maschine kommen können, denn»viele sind da» Opfer der Ration« bi sie« rung unserer- Wirtschaft geworden, deren Tempo Zehntausend« von., ihren Arbeitsplätzen vertrieben hat.-,.' Da taucht ein dringendes Problem für--Parlament, und Regierung.auf: ein Eingriff.,in.die Wirt«' schäft, zu dept uns die Sorge um. die Opfer der t.echn'ischen Arbeitslosigkeit zwingt.. •••! Jin Rahmen der allgemeinen Erholung lenken aber noch- bestimmte Kclsengebiete und Krisendran- chen den Blick des hohen Hause» und" der Regierung auf sich.'Unsere-Partei hat zum Wiederaufbau dieser- Gebiet« ihr« ganz kontreten Forderun«- gen öffentlich. bekauntgegeben, die auf den Aufbau neuer Ersahindustrien unter staatlicher Unterstützung hinauSlaüfen. Da» Schicksal der nordböhmischen Industrie' fist, der E x p o r ts daher, haben.wir Maßnahmen zur Zurückgewinnung verlorener und zur Gewinuung neuec Märkte gefordert.- Die Regierung beschäftigt.sich mit-diesen-Fragen, Der Krisenablauf wird jedoch erschwert durch da» Verhalt« unserer Jndustrickartelle. Der Schacher mst den StillmungSprämftn uns mft den Kontingenten strllt^ein«Barrirr^-gegenlftn Wiederaufbau vor- Nur ein Beispiel: Ent Textil» unternehmen in Nordhöhmen mft 11.000 Spindeln läßt den Betrieb stehen und erhält dasür Pro Spin del und Monat vom Kartell Eine Entschädigung von sechs Kronen, das find 68.000 Kl monatlich oder 702.000 K£ jährlich Dabei hat der Unternehmer nicht da» geringste Risiko! Um feine 600 Arbeiter und Arbeiterinnen kümmert sich der Industrielle nicht, die überläßt er der Fürsorge des Staate» und der Gewerkschaften, die 1.2 bis 1.8 Millionen für diesen Zweck aufbringen müssen! Solche Kartellver einbarungen sind natürlich«In Hemmnis für die Wiederbelebung der Wirtschaft. Der Staat muß hier regulierend eingreifen im Interesse der Hundert tausenden von Arbeitslosen. Davon hat Herr Dr. Rosche al» Industriell« natürlich nicht«in Wort ge sprochen! Der durchschnittliche Verdienst eines Arbeiters reicht heute bei weitem nicht aus, um auch nur-die Ernährung-sicherzustellen. Bei mehr als einer Million Menschen haben wir e» nur mehr mit Halb- .oder Viertelkonsumenten zu tun. Dadurch entgehen dem inländischen Markt Milliardenan Kauf kraft, die dem'industriellen Wiederaufbau'zugute kommen könnten, wenn die Lohn- und GehaÜSver- hältnisse besser wären. Ein großer Teil der Industrie, insbesondere tu den Notstandsgebieten, hat die Krise durch uner hörten Lohndruck zu lösen versucht, und. auch heute noch suchen Unternehmerkreise die geltenden Kollekttvverträge im Widerspruch mit dem Gesetz zu umgehen. Auch bei den Angestellten steht eS nicht viel besser: mehr als die Hälfte erreicht nicht' daS Existenzminimum. Und in der Heimindustrie kann man oft nicht mehr von einem Lohn, sondern .nur von einem Trinkgeld sprechen, da» die Leute in angestrengter Arbeit verdienen. Auch di« Industriellen, die zu den Protektoren, ja zn den aktiven Stützen der SdP gehören, machen -da keine Ausnahme, Am Gegenteil: Am Sonntag reden si«.«»» der Volksgemeinschaft, am Montag drücken si« di« Löhn«! Vielleicht könnte' Herr Dr. Rosche un» auch darüber«in Wort sagen,.welch« Einstellung er zn diesen Dingen hat.» Die SUP hat andere Sorgen ES ist ,allerdings sehr, einfach, den S t a a t für die südetendeutsch« Not.-verantwortlich, zu. machen, bet sich zu Hause aber keine Einkehr zu haltest! DaS trifft auch aufdiePresseder SdP zu. Don lesen wir unausgesetzt von schlechten Löhnen, aber ich habe noch nie von dem Ausschluß eine»-Unter nehmers aus der SdP gelesen, well,er.seinen sozm»........... [en Pflichten al»^Volksgenosse" gegenüber dem größere« politische» Gewicht hat al» hundert Hen- -suvetendeutschen. Arbeiter nicht nachkommt.. Diese lrin-Reden. Wa» wir brauche«, um vorwärts za Beweis«-fehle»' noch! Im Gegenteil.-Trotz- ber-.'rowmeu' im Interesse de! Erhaltung der demokraftL merklichen wirtschaftlichen Besserung hat der Lohn-«kgnnung unserer' Bev'lkerung, da» ist,'daß druck noch immer eipen E h r e n p la tz-im Rahmen gch tschechoslowakische Staat nicht nur politisch^ der sudentendeutschen Unternehmertum».- ,! sondern auch ökonomisch uüd kulturell f, konsolidier». Schließlich hat die Presse der SdP ja auch.-vast auch-der-letzt« Arbeiter.im- Staat, insbesondere wichttgere al» wirtschaftliche Sorgen.:Si« muß per Arbeiter Im-.Krifengebiet, die ordnend« Hand Führerredp.n abdrucken, Reden von Propa-' spürt. die von der Regierung anSgeht«nd die ihm ganda- und Lustfahrtmlniftern, möglichst auf der> Dch„ tz in btt t,tt ft e r 91 b I gewährt sowie>......................... ersten Seite, möglichst unter großen Titeln. und war,vor einigen Tagen ohne Anspruch auf Irgendwelche Genüsse auS-deut' Dienst entlassen worden. . Dienstag abends fand in den Turner Stadtsälen eine von der Teplitzer KreiSgewerkschaftS- kommission und der Bezirksorganisation unserer Partei einberufene Manifestationskundgebung einiger hundert Funktionäre und Funktionärinnen der beiden Körperschaften statt, die im Namen "von mehr als 10.000 organisierten Arbeitern und Angestellten deS Bezirkes zum Ausdruck brachten, daß sie sich rückhaltlos hinter die von den Spitzenorganisationen unserer Bewegung dem Ministerpräsidenten überreichte Denkschrift stellen und mit allem Nachdruck verlangen, den berechtigten Notwendigkeiten der deutschen Siedlungsgebiete zu entsprechen.. Genosse Schaffarsch verwies in seiner Begrüßungsansprache auf die Situation der arbeitenden Menschen, die zwingend gebietet, daß.alle aktiven Kräfte des Proletariats lebendig werden, um aus dem wirtschaftlichen Ehaos herauSzukom- men. Mit großem Beifall wurden feine anerkennenden Worte für die Bergarbeiter begleitet, deren Einsicht und Klugheit«in prächtiger Erfolg bei den Betriebsrätewahlen im nordwestböhmischen Revier'zu danken ist. Nun erhielt Genosse Neumann daS Wort, der in einem groß angelegten Referat da» Memorandum begrüßte und mit eindrucksvollen Worten jene Aufgabe aufzeigt«, die Hunderttausenden Menschen den Weg im den Produktionsprozeß wieder ebnet. Seine Darlegungen waren eine tiefe Analyse der ökonomischen Probleme unserer Zeit und ausschließlich dem Grundsatz gewidmet, daß die Arbeitsbeschaffung auf breitester Grundlage im Interesse des Wiederaufbaues unserer Wirtschaft auSgeweitet werden muß.(Lebhafter Beifall.) Hierauf sprach Genosse Dr. Heller zur politischen Situation und zeigte auf, welche Pflichten der Arbeiterschaft obliegen, um diese» Programm zu realisieren, und wie dringend notwendig c» ist, im Interesse der Demokratie dahin zu wirken, daß in den Randgebieten de» Staates Menschen wohnen und wirken, dieArbeitund Brot haben und deren Lebensunterhalt nicht gefährdet ist.(Lebhafter Beifall.) Nach Annahme einer vom Genossen Hege n b a r t beantragten Entschließung, die sich zu der Denkschrift bekennt, und einem markanten Schlußwort des Genossen Haase fand die Ber- trauensmännerlundgebung einen wirkungsvollen Abschluß. Brief an den Zeitspieoel „Hell Hitler l" aus Marokko Ein Leser schreibt uns: „Gestern hörte ich zufällig einen Bericht aus Spanisch-Marokko in deutscher Sprache. In einem sehr gebrochenen Deutsch berichtete der Sprecher über die großen„Erfolge" an der Madrider Front, welche die marokkanischen Nationalisten(so hieß es wörtlich!) gemeinsam mit den nationalistischen spanischen Truppen errungen haben. Der Sprecher schloß seinen Bericht mit„Heil Hitler!” Dieser Hitler grüß aus möglicherweise arabischem, also semitischem Munde, ist ein verständlicher Akt der Dankbarkeit für die Anerkennung der eigentlich rassenschänderi- schen Francoregierung durch Hitlers„nordisches Regimef', dem es nicht gelungen ist, nordischere Bundesgenossen zu finden als die maurischen Söldner, die Madrid zerstören wollen, und die mongolischen Japaner, die Asien von der weißen Rasse säubern möchten." Schwerer Betriebsunfall in den Schichtwerken. Freitag nachmittags geriet die in der Abteilung Feinseife der Aussigcr Schichtwerke beschäftigte Arbeiterin Regina K l i n g o h r aus A u s ch i n e mit der Hand in die Mischmaschine, wobei der Bedauernswerten die rechte Hand weggerissen wurde. Die verunglückte wurde mtt dem Sanitätsauto dem Bezirkskrankenhaus«ingeliefert. Ein Reunsähriger als Lebensretter. Aus E l- bogen wird uns gemeldet: Am Egerufer,spielte der siebenjährige Schulknabe Rudolf Hudler; daS* Kind kam hiebei plötzlich ins Gleiten und stürzte in die eisigen Fluten des Egerflusses, in denen e» zweifelsohne den Ertrinkungstod gefunden hätte, wenn nicht der in der Nähe spielende neunjährige Schüler Erich Falb dem verunglückten beherzt nachgesprungen wäre und ihn dem nassen Element entrissen hätte. Spät entdeckter Kirchenraub. Bei den in einer Villa in Poschctzau bei Elbogen dieser Tage vorge- nommenen Renovierung, wurde eine alte Kiste entdeckt, in welcher sich verschiedene Goldwaren befanden. Unter den Vorgefundenen Gegenständen befanden sich auch eine Monstranz, goldene Leuchter und andere wertvolle Gegenstände, die wohl au» einem Kirchendiebstahl in Neurohlau vor etwa, sechzehn Jahren stammen dürften. Die Gendarmerie untersucht gegenwärtig, wieso die Kiste mit dem werwollen Inhalt in die Billa gekommen ist. Vie Bukarester Manifestation Bukarest. Die Feier der Bereinigung Siebenbürgens mit Rumänien wurde Dienstag im Gebäude des Bukarester Parlaments in Anwesenheit der parlamentarischen. Delegationen aus der Tschechoslowakei und Jugoslawiens sowie der französischen OffizierSdelcgation mit General Mittelhauser an der Spitze abgehalten. Die rumänische Regierung war vollzählig anwesend, die Staaten der Kleinen Entente waren durch ihre Gesandten vertreten. Ministerpräsident Tatareseu stellte in seiner Rede die Unabänderlichkeit der heutigen Grenzen fest, welche von den Böllern der Kleinen Entente immer gemeinsam verteidigt werden würden. Die Völker der Kleinen Entente seien niemandem Feind, sie wollen den Frieden an allen Grenzen und werden in dieser Politik fortfahren. Kammerpräsident Malypetr sprach dann im Namen der tschechoslowakischen Nationalvcr- versammlung. Er erklärte, daß die drei Staaten allen Friedfertigen die Hand reichen, sich aber mit allen Mitteln gegen diejenigen verteidigen. würden, welche anstatt einer Herrschaft der Gerechtigkeit eine Herrschaft der Gewalt versuchen wollten. In ähnlichem Sinn sprach der jugoslawische Kammerpräsident. Rat uiid Belehrung finden unsere Gemetndevertreter in reichem Maße in der, «.Freien Gemeinde“ Redattion und B: iwaltung. Prag XIV. Fvchova 62/V. Versammlungsniederlagen der SdP Am 6. Dezember finden in unserem Glas- arbeiterort Falkenau-Ktttlitz Gemeindewahlen statt. ANe wahlwerbenden Parteien hatten am Gemeindeamt ein Abkommen getroffen, um einen ruhigen Wahlkampf zu gewährleisten. Unter anderem wurde die Bedingung angenommen, daß in der Diskussion der Gegenredner eine halbe Stunde spreche und daß keine Stoßtrupps eingesetzt werden. Wer die Bereinba- rungbrach, wardieSdP. Sie brachte ihre Anhänger in die samstägige Wählerversammlung nicht allein von Falkenau-Ktttlitz; auch aus Hille» mühl und Blottendorf-sah man Jünglinge, die noch nicht einmal das Wahlrecht genießen. Trotzdem hatten sie nicht mehr als«in Drittel der Besucher aufgebracht. Der Bürgermeister--von Bodenbach, Genosse Fritz Keßler, setzte sich mit dem Sinn dieser Gemeindewahlen offen auseinander, hielt aber auch der SdP den Spiegel vor und kennzeichnete sie in schärfster Weise als die Verfechter des Kriege» und der Jrredenta. Die laute Zustimmung der Versammlung brachte den Redner der SdP Abg. K n ö ch« l in schwere Verlegenheit. Bor Beginn der Versammlung versucht« er, unter Drohung d«rSprengung der versa mm lung,«ine längere Redezeit al» vereinbart zu erhandeln, kam. aber bei unseren Leuten schief an. Seine Rede war«in hilflose» Gestammel. Auf di« Angriffe de» Gen. Keßler gegen die SdP fand er nicht,«in Wort der Erwiderung. Er lehnte die zehnjährig« aktivistische Mitarbeit deutscher Parteien in unserem Staat« und jeden AktiviSmuS bei uns ab. Er Nagte den AktiviSmuS auch dafür an, daß nunmehr di« Grenzen besser bewacht werden! Mit seinen Ausführungen hatte er aber kein Glück bei der Mehrheit der Versammlung. Nachdem seine Redezeit abgelaufen war, die er zu überschreiten versuchte, mußte er dem lauten Pro. test der Versammlung weichen. Sejne, Schlußwort« gingen unter den sprechchorartigen Rufen: „Schluß!" unter. Tapfer, wie sie nun einmal im offenen BersammlungSkampf find, verließen di« SdP-Leute stumm und lautlos die Versammlung, di« ihr Vorgehen mit stürmischen„Feig- ling"-Rufen kennzeichnete. Die Versammlung, in der noch für die Kommunisten Mieke au» Steinschönau sprach, schloß Genosse Richard - Dl» Sterblichkeit In deutschen Bezirken Allein in Böhmen gibt e» SS deutsche Ge» richtsbezirkc, in denen die Sterblichkeit größer ist al», die Anzahl..der Lebendgeburten. ES handelt sich vorwiegend um Bezirke, mit industrieller Bevölkerung, doch finden sich auch einige darunter, die ausgesprochene Agrarbezirke darstellen, wie etwa Grahen und Neubistritz. Nus kblltter der Sudetendeutschen Unter dieseyi Namen erschien'am IS. November da» erste Heft einer Musikzeitschrist, die in Prag, geschrieben, in Enn verwaltet und vog RüW M, Rohrer(BrÜntz-Wien-Leipzig) verlegt wird.'. Schon am Titelblatt,, al» erste Notiz, bdngt,diese» Moiiäfshest eigen Bericht über eine «GemelNschgftSfahrt der- Musikblätter der Su- dctendeutschen" nach Nürnberg. Der Leitartikler, Schriftleiter Dr. Hugo Kinzel, spricht sodann zwar von der Aufgabe,«Mittler zu fein R e i h n e r-Bodenbach, mit einer anfeuernden, begeisternden Rede für die Sache de» Friedens und de» Sozialismus.- Unsere Glasarbeiter sind ruhige und bedächtige Menschen. Sie haben erkannt, wo di« Freunde der Arbeiterklasse stehen und werden am 6. Dezember ihre Pflicht tun. Sie haben In dieser Versammlung erkannt, daß unsere- Sache gut siebt. Hoch eine Abfuhr Für Freitag, den 27. November, Hatte unsere Lokalorganisation MäHrisch-Trübau in den. städtischen Kigosaal«ine Volksversammlung elnberustn/ Vie überaus gut besucht tvav; zu dreiviertel von unseren Genossen und Genossinnen, während den Rest der Bersammlung»- teilnehmer die SdP-Leute stellten. Die Versammlung verlief In vollkommener Ruhe. Zunächst sprach der Trvbauer Bürgermeister, Genosse Ehrenreich, der in entschiedener Weis« den Verleumdungen und Verdächtigungen entgegentrat, die vor allem von SdP-Kreisen gegen di« in jeder Hinsicht objektiv arbeitende Gemeindevertretung ausgestreut worden sind. Hierauf erstattet« Be- zirkSvertrauenSmann Genosse Friedl ein imr« fassendes polittscheS Referat. Er hielt der»Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins" ihr Spie« gefbild vor, wobei sich der in der Versammlung anwesende Abgeordnete Franz Hodina einige unangenehm« Wahrheiten, die sowohl ihn als auch seine Partei betrafen, sagen lassen mußt«. Hernach meldete sich Herr Abgeordneter Hodina zu Worte. Er vermochte in keiner Hinsicht die vom sozialdemokratischen Redner aufgeworfenen Argument« zu widerlegen und mußte notgedrungen sogar die Tättgkeit der tschechischen Genossen Minister Jng. NeLaS, de» Genossen Remei und auch unserer führenden Genossen anerkennen. In seinem Schlußwort konnte Genosse Friedl Herrn Hodina«ine kräftige Abfuhr erteilen und die Henleinanhänger waren gezwungen, sich ihre Sünden anzuhören. Waren sie mit der Absicht auSgezogen, die sozialdemokratische Versammlung zu stören, so mußten sie, um ein« Hoffnung betrogen, unverrichteter Dinge abziehen. beim Austausch der auStguschwerten musikalischen Güter unserer Nachbarn", umreibt aber diese Aufgabe mit folgendem Gedanken:. Ehrliche Mittler— da» heißt: al»«in Volk, da» den festen Willen zu sich selbst und femer völkischen Eigenart hat, da» über seiner Mittlertätigkeit sich nicht selbst aufgeben und ent« wurzeln lassen will-da» jede Interna'tlo- ualttät an Stelle gewachsenen, bodenständigen BolkStum» schlankweg ablehnt. Seriösen Aufsätzen und Berichten folgt dann u. a. eine Zusammenstellung von 20 in der Tschechoslowakei verbotenen Lsedern(beispielsweise der nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter, eine» schlesischen SA-Liederbuches, Lautcnlieder der Natiützalen Erhebung, ritze» Liederbuches der Hitlerjügetzd usw.). Es besteht demnach kein .Zweifel darüber, daß«» sich bei diesen„Musikblättern der Sudetenoeutschen" um eine kaum getarnte Zeitschrift im Dienst« der SdP und ihrer Bestrebungen handelt. Sette 4 Mittwoch, 2. Dezember 1036 Wc. 380 T . Von Oberstltn. Dumont- ■ Mitten aus der Konjunktur weggerafft Sir Basil Zaharosf, der Kanonenkönig und größte europäische Rüstungslieferänt des' Welt« kriegcs, ist, wie.bereits gemeldet, am Freitag auf seineinAlterSsitz in Monte Carlo im 87, Lebensjahr gestorben. - Vie Spuren faschistischer Kultur. Bon Franca« Fliegerbomben zerstörte Straße" in Madrid wird repariert■ sen innerer Teil eingestürzt ist, ist nur die Eisen« konstruktion stehen geblieben. Einige Feuerwehrleute erlitten Brandwunden, ihr« Verletzungen sind aber nur leicht..Einige hundert Familien, die in unbittelbarer Nachbarschaft des"Kristallpalastes wohnen, mußten ihre Wohnungen räumen, weil die Häuser bedroht sind. Um Mitternacht des Montag wurde bekannt gegeben, daß daS Feuer-eingedämmt wurde, daß aber die Feuerwehren noch einige Stunden arbeiten müssen, um den Brand vollkommen zu bewältigen. Aus dem Gebäude konnte'fast nichts in Sicherheit gebracht werden. So wurdenz. B. eine riesige O r g e.I und ein Apparat für Television, der kürzlich hier aufgestellt worden war, zerstört. Einige hundert' Stück der wertvollen Vogelzucht mußten freigelassen werden. Während der ganzen Nacht drängten sich vor dem Brandplatz'zahlreiche Zuschauer. Der Direktor des Palastes erklärte," daß die Ursache des Brandes nicht bekannt sei./ Ein Nazi-Bürgermeister' schießt Arbeiter nieder.(F. K.) Der frühere Standartenführer R o n g, jetzt Bürgermeister der' Gemeinde Brandtiei Aache n. ist dadurch berühmt geworden, daß er im Jahr« 1032'seinen eigenen Parteifreund Raskin- Eilendorf erschoß. Ein Gericht der Weimarer Republik hatte ihn deshalb verurteilt. Die Nationalsozialisten haben, hinterher zur Entlastung ihres„alten Kämpfers" immer behauptet, R a, fei von Kommunisten erschossen worden.-Rai selber wird zum National-Heiligen erhoben." Jetzt hat Rongerneut gezeigt, wozu er fähig ist. Er sah in Brandt, wo er Bürgermeister ist,'in einer Kneipe, als vier etwas angetrunkene Arbeiter" eintraten-und mit' „He.il Moskau", grüßten., Rang hatte nicht den Mut, die Pier sofort zur Rede zu stellen, sondern er'verließ sofort das Lokal. Der Wirt, ahnte nichts Gutes und schloß die Wittschäft, während die vier Arbeiter noch, im Lokal blieben. Dann kehrte Rong zurück und verlangte, daß geöffnet wird.- Weil es nicht gleich geschieht, schießt er fahrer mit schweren Säcken beobachtet wordbü. Polizeibcamte versuchten die Radfahrer anzuhql- ten und schossen auf sie,.da sie/' diesem Anruf' nicht' Folge leisteten.'. Einer dxr Verfolgten ließ dabei einen Sack fallen, der 160 Pfund' Schweinefleischs enthielt. Später fand man noch einen zweiten Säck> i in dem zwei" Schweinehälften enthalten waren/ Bei der Abfassung des Berichtes war-noch nichts-davon bekannt, daß sich, ein Bauer.gemeldet hätte, dem die Schweine, fehlen. Und hier glaubt.mich kein Mensch daran, daß sich einer-melden wird. Die Tiere sind gar nicht gestohlenl-Es sind versteckt gehaltene, schwarz-geschlachtete- Schwein«, die nächtlicherweile, dorthin kommen, wo-mansi« gut bezahlt und braucht. lF. K.) Gastronomischer Streik. Im, Pariser Nniversi- tätsviertel brach Donnerstag ein ungewohnter Streik, aus. Dreitausend Studenten,' welche" dort, wohnen, proklamierten mittags einen gemeinsamen Streik und nahmen zum Zeichen des Protestes gegen.dio allzugroße Teuerung kein Mittagessen ein. Die Dihaber der Restaurants und Pensionen' verwiesen darauf, daß. die Nahrungsmittclpreise gestiegen. seien,' und daß sie-in den neuen Gebäuden erhebliche Auslagen haben. Gegen Abend wurde der„gastronomische Konflikt", in freundschaftlicher Weise 1 beigelegt. Gewitter im Dezemberl Bei frischem Westwind ist das Tauwetter bis in die Mittelflowakei vorgedrungen, Im Gebiet der.Ostkarpathen herrscht jedoch auch-in den tiefen-Lagen.noch-Frost. Der/gesamte Wettercharakter ist unter dem Einfluß, einer, tiefen skandinavischen Depression unruhig. In Bayern und Sachsen traten nachmittags G e w t-t't.e r auf, Bom mordatlantischen. Ozean- breitet, sich nunmehr rasch-kühlere-Lust gegen daS- Festland- auS.. Eine wesentlich« Beruhigung und Besserung-kann-, vorderhand nicht erwartet werden. Wahrscheinliche» Wetter heute: Unbeständig, strichweise Schauers vom, Nordwesten her wieder Abkühlung, zeitweise windig.! Auf den Bergen Frost und. Schneefall."-Wetteraussichten für- Donnerstag: Audaucrn des unbeständigen Wetters-mit Neigung' zu.Niederschlägen. Meist noch etwa» kühler.’ Vom Rundfunk Gmyfehlenswerte» aus den Programmen«. ,. Donnerstag: v Prag, Tender S: 10.16; Deutsche Sendung: Vorlesung aus Elbogen» Buch: Der geliebte Sohn, 12.10: Schallplatten, 16: Konzert, 17.45: Deutsche Sendung: Jugendstunde: Sinter den Kulissen, Reportage von Probearbeit, 18.45:^ Deutsche' Presse, 18.56: Deutscher Kulturbericht, 49.25: Kabarett der Komiker, 20^66: Gitarrenkonzert. Sender ll: 7.80: Populäres Konzert, 14.15: Deutsche-Sendung: Moderne Tänzen 14.50:.Deutsche Presse. ltz: Salonorchesterkonzert.— Brünn 17,40:.-Deutsche Sendung: Arteiterfunk: Schmcrda: Hunger und 18:35:: Arbeitsmarkt, ,'21:l Aus dem." Landestheater: Giordano: Andrä Chenier, 3. und,4. Akt.. 7^7-'Preü» """""— Kascha« 12.05: Schallplattenkonzert.— Mährisch-Oftran 16.10: ,:» Wäre nur möglich—ein U-Boot in etwa-. sechs Mogaten- in- KriegAzeiten fertigzustcllen, wenn die.gänge Industrieproduktion des, Lände» der Kiilegswirtschast angepaßt wäre. Davon kann setzt und besonderS-ins: dem industriearmen Teil von'Spänien' selbstverständlichkeine Rede sein. Eliminieren wir. also die beiden Unmöglichkeiten: 1. Franco besitzt kein- spanische» U-Boot, 2 hat er auch kein« bauen können. Bleibt nur eine dritte Möglichkeit: er hat ein U-Boot g« ka.u.f't;- oder-...gelt eh« n bekommen. Wir möchten nämlich ohne zwingenden Beweis, noch immer-nicht- In.-den-spanischen Bürgerkrieg eingegriffen Hatzen. Wir verraten kein Geheimnis, I wenn wir betonen, daß weder der französische! Generalstab noch der britisch« Admiralitätsstäb so etwa» dulden könnten.- Bleibt also nur die letzte Eventualität: gekauft.oder geborgt. Denn die» ist ein neues Problem sn Spanien— und wir geben es, mit allen Reserven wieder: gewisse Vorräte älterer Kriegsmaterialien sollen Franco käuflich überlassen worden sein; das neueste dagegen sei ihm nur geliehen worden, um sozusagen ,m u S- probiert"-zu werden. Sollten diese Nachrichten stimmen," so kann man die Herren Rüstung»« sabrikanten nur beglückwünschen: sie werden sich bei dem.Vertrieb ihrer letzten„Neuigkeiten" auf „erstklassige Referenzen"' berufen können. Das Geheimnis der spanischen Unterseeboote solche„Feststellung" überhaupt publik, gemacht werden kann. Sie kompromittiert sowohl die Presse wie vor allem die auswärtigen Acmter, nicht aber General Franco, dec ja höchst wahrscheinlich auf. solches Unwissen spekuliert. Di« klaren Tatsachen, die mindestens jeder jüngere Diplomat wissen müßte, sehen aber folgendermaßen aus: Die einzige große Schiftsiverft von Spanien ist das Arsenal.von Cartagena, das sich in den Händen der Regierung befindet und erst in den letzten Tagen von Bombern des Generals Franco angegriffen und tzeschädigi wurde. Marinewcrkstätten befinden sich ferner auch in Malaga und Gijon— beide Häfen sind ebenfalls in den Händen der Republikaner. Der Haupthafen von Franco ist Ferrol, in Galicien; die Behauptung, dort hätte man, seit Juli dcS Jahre» ein oder mehrere U-Boote gebaut, kann nur als Fastnachtsscherz gedeutet werden. Erstens sind die Werkstätten von Ferrol überhaupt nicht in der Lage U-Boote zu bauen; dann aber dauert der Bau eines Bootes ein bis drei Jahre; es Damit ist von allen europäischen Staaten dieFübrn.ng aller Aktionen den Deutschen zugesprochen' worden. Vielleicht wäre es nicht zu diesem raschen Friedensschluss gekommen', wenn nicht unter der Drohung eines- deutschen Einmarsches in Pari» auch in Frankreich die längst fällige nationalsozialistische Regierung sich gebildet hätte. Be« . kenntlich ist eS zu einem. Eingreifen der-K l« t» ncn.Ente nie gar nicht erst gekommen, da in diesen Klei n st aat en schon die drohende Kriegsgefahr die Nationalsozialist e'n'a-n die M n ch t g e fü h r't hatte. Somit bleibt Rußland der einzige, europäische Staat, der eine. d.em Nationalsozialismus feindliche Stellung einnimmt" Wer will-bestreiten, daß-die Verleger solcher Romane Verantwortungsgefühl haben'. Bom Kreisstrafgericht in Brünn ist Wilhelm H a d ck m« k wegen des Verbrechens des Militärverrats nach Paragraph 6 des Repüblikschutz- gesebe» zu 15 Jahren schweren Kerkers verurteilt worden. Der Riesentrond in London. Der Londoner Kristallpalast, in dem Montag abends Feuer ausbrach, wurde vollkommen vernichtet. Es be- ! steht die Hoffnung, daß einer der beiden Türme gesetzt.— Eigene kleinere Abteilungen erschienen Wer Paris und den größten Städten Frankreichs und führten dort ersolgreicheAngrisse durch. Deut sche Infanteriedivisionen, durch Transportflug zeuge gelandet, operieren bereits im Rücken der Festungskette Belfort— Verdun. Mitteldeutsche Regimenter, in gleicher Weise ins Feindesland gebracht, marschieren auf Paris..Deutsche U- Boote beschiessen die französischen Küstenplätze. Feindliche Transportschiffe, die Kolonialtruppen nach dem Kriegsschauplatz befördern sollten, sind von deutschen U-Schiffen der nach O st« asien dirigierten Flotte vernichtet worden Die unerwartete Kriegsbereit schaft der Deutschen erregt in der gan zen Welt E r st a u n e n, zumal auch schon Luft gefechte zwischen Deutschen und Sowjetruffen für uns siegreich verlaufen sind. Im Augenblick der Meldung befindet sich der französische Kriegsminister bereits unterwegs zur Reichshauptstadt, um Waffenstillstandsverhand- lungen mit dem Ziele eines möglichst raschen Friedens einzuleiten. Gerta atmete befreit aus und jeder Deutsche mit ihr. Die Ereigniffe der letzten Stunden waren so unvermittelt eingetreten, daß kein Mensch darauf vorbereitet gewesen war Eine laute Freude brauste durch das Reich. Dorf und Stadt hüllten sich in reichen Flaggen schmuck, überall flatterte das Hakenkreuzbanner lustig im Winde. Der deutsche Reichskanzler, wandte sich, in einem f l.a mmend« n Manifest am di«' Bevölkerung. Er rief die Reserven zu den Waffen auf. Vorläufig wußte noch niemand, wohin dje Marschrichtung der deutschen Armeen gehen sollte, ob nach Frankreich oder in den Fernen Osten. Da überraschte eine frohe K u n d e die an den Lautsprechern Harrenden. Nach vierundzwanzigstündigem Waffen- gange ist der Friede zwischen Deutschland und!wird. HU............... Frankreich heute geschlossen worden. Der Feind durch die Türe. Auf Drängen de» Wirtes vernimmt, die milden Bedingungen der deutschen schwanhen drei der Arbeiter durch den hinteren Reichsregierung an: R ü ckgabeElsaß- Ausgang. Einer will aber nicht Weggehen. Di« L o t h r i n ge^N s und endliche Anerkennung derTüre wird geöffnet» Rong kommt mit gezogenem Deutschen Oberhoheit Wer seine ehemaligen Ko- j Revolver herein und da sich der Arbeiter zur Ionien. Letzterem Punkt kommt zwar nur eine; Wehr setzt.gegen chIese:Bechrohung,' schießt chn formale Bedeutung zu, weil die-Schutzgebiet«' Rong nieder, Der^Arbeiter liegt schwerverletzt im schon seit Jahrzehnten unter deutscher Vekwal«! Krankenhaus, dem Bürgermeister ist bisher nicht» tung stehen, er ist nichtsdestoweniger von Wichtig-| passiert. {eit, weil Frankreich damit die angemasste Bor-' Mundschaft über di« Völker Europas aufgibt, i Da Asien seine KriegSvorbercitungen.'in einem unerwarteten Ausmaß: trifft». findet' Mor gen früh unter dem Vorsitz des Deutschen Reichs kanzlers eine Fernk^nferegz.'statt,. die von. Ber- j lin. aus geleitet wird. «k. 280 Mittwoch, S. Dezember 1036 Seite 5 Die militärischen Vorbereitungen Deutschlands (Rü) Wie man aus der Zusammenstellung von verschiedenen Anformationen ersehen kann, ist der Bau der deutschen Verteidigungslinie am Rheins der: sogenannten Hiller-Linie, bereits voll» endet; es bleiben noch einige innere Bauarbeiten auSjfuführen. Wenn man bedenkt, daß die deutschen Truppen die demilitarisierte Zone erst am 7. März beseht haben, so ist die Vollendung des Hitler-Linie in acht Monaten zweifellos eine R e l o r d l e i.st u n g. Der Bau der allerdings aus diel dauerhafteren Befestigungen bestehenden französischen Maginot-Linie hat bekanntlich mehrere Jahre gedauert.. Wenn man die vor- bereitüngSarbeiten Mitrechnet, so hat die Befestigung der französischen Grenzlinie etwa, zehn Iahte gedauert. Die Bauarbeiten selbst währten Von 1080 bis 1084.— Die Hitler-Linie verläuft etwa 30 bis 50 Kilometer von der französischen Grenze.* Sie beginnt gegenüber, Luxemburg, überschreitet das Eifelgebirge, verläuft dann entlang den beiden Moselufern, indem sie zugleich die wichtigsten strategischen Punkte dcS Saargebie« teS ersaht. Größere Forts sind außerdem auf den. Höhen des Schwarzwaldes aufgeführt.' Die Linie der beftstigten Forts läuft über Saarbrücken, lllafktst, Karlsruhe und Pforzheim. Die, zweite Verteidigungslinie stellen die alten und jetzt neu befestigten Brückenköpfe am Rhein, bei Koblenz, Köln, Mainz usw., dar. Die dritte Befestigungslinie, die zugleich die kürzeste ist, läuft von Frankfurt a. M. über den Taunus und Odenwald zum Neckartal. Das Befestigungssystem beruht au; dem Gedanken der Schaffung einer ununterbrochenen Zone des Kreuzfeuers; gleichzeitig wird großes Gewicht auf die Anlage von Antitank- Bef est i g u n g e n gelegt, vor der ganzen Be- festlgungslinie ziehen sich zahlreiche Minenfelder hin, die die Aufgabe haben, die anstürmenden Tankkolonnen zu zersprengen. Di« zahlreichen nicht nur an der Frontlinie befindlichen, sondern auch in die Tiefe verlegten Aeineren„vcrteidi- gungSnester" stellen ein« breite Linie längst der Grenze dar, zu deren Ueberwältigung der Angreifer länger« Zeit brauchen wird. Aus dieser Darstellung kann man ersehen, daß di« Hitler-Lini« Im großen und ganzen der Maginot-Linie parallel verläuft und daß sie«inerseitS ziemlich stark ist, andererseits jedoch zum Typus derFeldbefe- st i g u n g e n gehört., vor einigen Tagen ist der bekannte dezrtsche General Kreß von Kressen st ein zum Oberkommandierendcn des 12. Armeekorps ernannt worden. Diese Emennung"ist deshalb außerordentlich wichtig, weil das 12. Armeekorps die letzten drei Divisionen von den 88, die neue deutsche Armee bildenden Divisionen umfaßt/ Die Formierung, der 88 Divisionen ist also nicht nur bereits vollendet, sondern daß sie auch schon in Korps zusammengefaßt sind, was an und für sich «Ine große Organisationsarbeit voraussetzt. Man kann annehmen, daß bereits auch die Korpsstäbe, die besondere schwere KorpSartilleric, die KorpS- Jngenieurtruppen sowie die Korps-Flugwasfe formiert sind. In der französischen Fachpresse konnte man ost lesen, daß die Formierung der 38 neuen deutschen Divisionen im ersten Quartal 198,7 vollendet sein iverde. Man hat offenbar in Berlin, angesichts der gegenwärtigen politischen Situation, die Durchführung deS Militärprogramms bedeutend beschleunigt. BemerkenSIvert ist auch, dah die Vollendung dcS deutschen MilitärvrogrammS mit dem Abschluß deS deutsch-japanischen Abkommens zusammenfällt. Von anderen Ernennungen muh man auf die Ernennung des altenGeneralS F a u- P e l zum Geschäftsträger und Militäragenten bei dor BurgoS-Regicrung hinweisend Obzwar General Faupel zweifellos besondere Quali- Schwere Urteile Im Breslauer SAP-Prozeß Der Prozeh gegen eine Reihe früherer Breslauer Angehöriger der SAP, die illegaler Fortführung der Parteiarbeit beschuldigt wurden, Hal am 17. und 18. November vor dem Volksgerichtshof in Berlin stattgefunden. Wie die„Union für Recht und Freiheit" erfährt, wurden die Angeklagten Willy K a- linka, Gremmel und Fritz S o m m e r zu 12, 8 und 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Verfahren gegen die übrigen 17 Angeklagten wurde von diesem Prozeß abgetrennt und wird Vox dem Breslauer Gericht stattfinden. In Breslau haben Mitte Oktober wieder zehn neue Verhaftungen' bon früheren Mitgliedern der sozialdemokratischen Partei und der sozialistischen Arbeiterpartei stattgefunden. I» Kurses München. Der Erzbischof von München, Kardinal Faulhaber, suchte in Begleitung des Kölner Erzbischofs Kardinal Schulte, den Reichskanzler Hitler in Berchtesgaden auf. Bei dieser Audienz wurden die Verhandlungen Über die Durchführung des Konkordates, besonders' in der Angelegenheit der katholischen Schulen und der Jugendorganisationen, fortgesetzt. Washington. Bor der deutschen Botschaft wurde Montag«ine Kundgebung veranstaltet/ die gegen das nationalsozialistische Regime gerichtet war. Die Polizei hat' feftgestellt, dah sich dir Manifestanten sikationen zur Beratung der Rebellenregierung hat— er hat sich im deutschen Bürgerkrieg hervorgetan—, ist es doch ausfallend, daß'man auf diesen wichtigen Posten einen alten Reservegeneral ernennt, der schon seit drei Jahren die Altersgrenze überschritten hat. Das beweist zweifellos, daß es In der deutschen Armee an Generalstabsoffizieren mangelt. Die Gcneralstabsakademie in Berlin ist erst neuerdings wiederhergestellt worden und konnte noch nicht entsprechende Kaders liefern. Die meisten jungen Generalstabsoffiziere stammen aus den besonderen beschleunigten Kursen, die bereits in der Weimar-Epoche in getarnter Form funktioniert haben. Jnteresiant sind noch folgende beiden Ernennungen: man hat vor einigen Wochen zwei neueMilitärstellen mit Generalsrang geschaffen— den„Inspektor der Ostseefestungen" und den Inspektor der,Verteidigungslinie des 8. Korps. Aus dieser letzten Ernennung kann man wohl darauf schließen, dah dieses 8 KorpS die ständige Garnison der Hitler-Linie bildet. größtenteils aus streikenden' Seeleuten zusammensetzten, die aus Baltimore eingetrosfen sind. ES befanden sich darunter auch mehrere Reger. Di» PMzei verhaftete 60 Personen. Mitteilungen au» dem Publikum. Ter modern« Wintersport ist das Skilaufen Weshalb konnte dies« herrliche Vergnügung erst- in unserer Zeit an Boden gewinnen? Weil«S heuie die richtige Beschuhung hiesür gibt. Mit den festen, bequemen und zuverläsiigen Bafa-Schuhen kann man die kühnsten Touren und Sprünge machen. Im Bitt elegant sein, wenn man schläft— wo liegt der Sinn? Aber jede Frau will ebenso gut gekleidet in ihrer Wohnung sein, wie auf der Straße. Bata hat in Betracht dieses Umstandes die neuen Haus-Schuh-Modelle dementsprechend entworfen und herauSgebracht. Der elegant«, zweckentsprechende Hausschuh von Bata. Wenn die Musik spielt und die tanzenden Paare sich im festlichen Raume elegant bewegen, dann sind dem Blick aller besonders die Schuhe ausgesetzt. Nach den Schuhen beurteilt man den Menschen. Wie vorteilhaft ist es dann, wenn man eine gute Figur Macht mit den eleganten Bata.Tanz» und Gesellschaftsschuhen. So wie nicht alles Gold ist,»atz glänzt» so lst auch nicht alles TranSkritfarbe, was die Drucksorie -auf der Rückseite, sHvar^ macht! Durchschreibdruck-' Die Katz im Sack kaufen? ...«In, arg, Zumutung tue die gewluen- hafte Hauifrau, Marmeladen, Kompotte, Honig, Senf, eingemachte GemOie oder Fitch* delikateren zu kaufen, ohne tich mit eigenen Augen Oberzeugen zu können, daß sie dat richtige Maß erhält und der Inhalt ein* wandfrei ist. Eine kluge Hausfrau lehnt et ab, blind einzukaufen— sie verlangt immer und Überall die hygienische und durchsichtige Glaspackung. Machen Sie es ebenso— GLAS kaufen Sie In fetten ohne Einlage von Kopierpapier, mit der vollkommensten Durchschreibfarbe„TranSlrit" hat in der Tschechoslowakei die Buchdruckerei„Grafik a" tn Plzeü eingeführt, welche sie auf Grund der erteilten ESN.-Patente Nr. 40.101 und. 41.205 erzeugt. El handelt sich um ein durchaus inländisches Erzeugnis, denn wie die Farbe, so auch das Papier erzeugen heimische Fabriken. Die unbestreitbaren Vorzüge der TranSkritfarbe, welche geruchlos ist, weder schmiert noch eintrocknet, gewannen diesem vollkommensten Durchschreibverfahren allgemeine Beliebtheit in Handels-, Industrie- und Finanzkreisen. Drucksorten, welche zu Beginn der Erzeugung im Jahre 1981 hergestellt wurden, kopieren noch heute, nach mehr als fünf Jahren, tadellos leserlich. Tie Verbreitung der Transkritdrucksorten in allen Betriebszweigen hatte natürlich zur Folge, daß eine große Menge Nachahmungen auf den Markt kamen, welche zwar die Rückseite der Drucksorten dem TranSlrit ähnlich erscheinen laflen, denen jedoch seine obenangeführter unbestreitbaren Vorzüge fehlen. AuS Unkenntnis dieses Unterschiedes werden dann oft dem TranSkritdruck irrtümlich Kritiken und Vorwürfe adressiert, die ihn nicht berühren können, weil sie eigentlich verschiedenen Nachahmungen gelten, die allgemein unter dem Namen gewöhnlicher Karbondruck bekannt sind. Deshalb müssen wir den bekannt guten Ruf deS Trans- kritdruckes in Schutz nehmen und die breitere Oeffentlichkeit mit diesem Unterschied bekannt machen. —(Sikh«>d.aS»dlsekatein.diesem Alatf«xs-■,. AUF ZAHLREICHE ANFRAGEN, warum wir die Frachtbriefe nicht mit derselben Durchschreibfarbe versehen wie unsere übrigen Drucksachen, teilen wir mitt Die von der Finanzverwaliung ausgegebenen amtlichen Frachtbriefe mit schwanom Stempel werden von uns nicht gedruckt und sind daher nicht mit TranSkritfarbe versehen. Unsere Frachtbriefe tragen auf der linken a|__* i Seite unsere Firma und die Wortmarko 1 lUHSnlll Dio Durchschrift mit der Schreibmaschine ist auch auf dem vierten Blatte deutlich. Die Wortmarke»Transkritr ist unter Nr. 59.392 international geschützt. Jeder, der gewöhnlichen Karbondruck für Transkriidruck ausgibt, macht sich einer Übertretung schuldig, welche wir gerichtlich verfolgen müssen. Wir drucken neue mit unserer bewihrien Frachtbriefe 1A dXlSKF 11 Durchschreibfarbe, welche geruchlos ist, weder schmiert noch eintrocknet und ihre stets gleichmäßige Durohsohreibfähigkeit mehrere Jahre behält Den Transkriidruck nach CSR.-Patenten Nr. 40.191 und Nr. 41.295 erzeugt für die ganze Tschechoslowakische Republik ausschließlich die Firma Transkrit»Graf ika«, Pizeft, RoimbersU l.• Telephon 786 u. 1908. Geschäfiskansloi in Fraha U, Väclavski näm. 60.- Telephon 339.68. Kennen Sie schon unsere selbstklebenden und selbstkopierenden Postkarten»Transkrit« und die Durchs chroibo- Buchführung»Duplo- Joumal«? Verlangen Sie Muster! Verbraucherurieile über den Transkriidruck, Westmlhrische EIiklritHltaimlu, Brno.> Am I. Jänner 1936. ... Zu Ihrer Anfrage vom lt, Dezember 1935 teilen wir Ihnen mit, daß wir Drucksachen mit Ihrem Transkriidruck schon während einiger Jahre benützen. -Wir haben diese Drucksachen überall, dort. eingeführt, wo es.sich um verläßliche Durchschriften handelt und können Ihnen bestätigen, daß sich die? - selben bei uns sehr gut bewährt haben. Mit dem Transkrit' erzielen wir nicht nur tadellose Durchschriften, sondern-sparen auch. die. Ausgabe'für ..Karbonpapier, sodaß der etwas erhöhte Aufwand für die Trahskritdruck- ■ Sachen durch ihre Vorteile voll ausgewogen-wird..•. "Gerne bestätigen wir Ihnen, daß Sie der Herstellung der purchsohreihe- . drucksachen äußerste Sorgfalt widmen, sodaß die Arbeit^nit ihnen angenehm und. bequem ist. Aus den angeführten Gründen Ut.es unser Bestreben, die Zahl der Tran* skr.'tdrucksachen Womöglich zu. vergrößern. ZsmSdSlsM NEMOCENSKÄ POJlStOVNA «SÄ284 V ÜUMPZRKU. it&fit 475 S,nMrittf4*|tl<4* &rantenver|l<$erunaean|talt in ZUÖt^64*nS Vir teilen Ihnen dies zu Ihrer Orientierung mit und werden’•*. i auch künftighin elnachlägige Drucksorten von Ihnen beziehen». ,.■ Hochachtuhgsvollst für die An die Buchdruckerei G r a f i k a in Pilsen» V Swnptrlni. 0«»—.22/2»1828. MäHr.-SchSnberg, am (Belte e Mittwoch, S. Dezember 1936. Nr. SSV »Losiasdemokrat* «s ch Iümst und Mssetd ee« M / L f VuunänacMcMto W Tschechischen Philharmonie und seinem jugendlichen Schüler Jiki Sira ka veranstaltet, und zwar als Festkonzert des Frauen» Nattonalrate». Die VortragSfolge der Konzertes enthielt ausler der Karnevals- Ouvertüre.von D v o t A l zwei der meistgespielten und bekanntesten Violinkonzerte— jener von Mendelssohn und dar von Tschaikowsky— und die Ballade und Polonaise von BieurtempS, Dar Wunder Jiki Straka spielte alle diese Blendwerke der Geigenkunst mit austerordentlicher technischer Sicherheit und überraschender konzertanter Aüffach- sung. Das> der Ton dieser geigenden Kinder nvch nicht die nötige Fülle und den entsprechenden Glanz hat, ist selbstverständlich; aber in ihm reift ei» grosser Geiger heran, der berufen sein dürste, den Musikruhm seiner Nation in die Welt zu tragen.~~ Zu einem B u s o n i- Abend hatte der Verein für zeitgenösssche Musik„P i i t o m n o st" eingeladen. Die hiebet gehörten Werke de» deutsch-italienischen Meister» waren fast alle Neuheiten für Prag: Die im Ausbau gewaltige, konlrapunktisch raffiniert aurgestattete„Fantasia eontrapuntistita" und dar„Duettino eoncertante nach Mozart" für zwei Klaviere, die formal und gedanklich eindrucksvolle. klar gestaltete und durch ihre weiöbogige Är- chitekwnik auffallende Zweite Sonate für Violine und Klavier und die eigentümlich pessimistischen »Lieder. Al» Pioniere für Busonir nicht eben leicht ■*^23 MB** chen vernommenen Zeugen konnten bei der Achnellig^ leit, mit der sich der tragische Vorgang abspielte, die EinKMisen der Tat nicht mit Sicherheit feststellen. Der Angeklagte machte einen sehr günstigen Eindruck. Er hat seinem Kameraden tatsächlich nur die „Garde" gemacht und wurde unglücklicherweise in dey Streit verwickelt, der einen so schrecklichen AuSgastg nahm. Sein dreijährige» Töchterchen, da» in glücklicher kindlicher Unwissenheit der Verhandlung in Begleitung seiner Mutter beiwohntes rief in der V-.r- handlungrpause nach seinem„Papi", der doch endlich nachhause kommen, sollte, um dem Mädelchen seinen Puppenwagen zu reparieren. ■' Die Geschworenen verneinten sowohl die Schuldfrage auf Totschlag, wie auch die Zusatzfrage auf gerechte Notwehr, Demgemäß wurde der Ange-, klagte sreigesprochen. »Wir im blaue« Hemd". Ein Spiel aus kgm Leben wer Roten Falken, steigt zur F a TH'gt-» feier am Samitag, den 12. Dezember, halb 17 Uhr. im großen Saal de» Handwerkervereist«, Smeika 22t Eintritt: Erwachsene 2 XL. Kinder hei. Rote. Falken, Prag. Donster-tag,. kommest Alle Falken in».Heim zu denVorbereistingSarbeitenIfÜr unsere Feier. Wir.beginnen 18,80, Uhr. v"'M ..Ehe“ Diese Komödie von Johannes von Vaszary, gestern erstaufgefilhrt im Neuen Deutschen Theater, tschechische Pianist F. Vit imeit.n, Zd. Otava als Sänger der Bariton-Lieder und der Geiger St. N o v ä k. E. I. blutige Kirchweih (Schwurgericht.) • Prag.—rl>— Der TotschlagSprozeß, der den zweiten BerhandlnngStag der letzten Prager Schwur- gerichtsperiode ausfüllte, kann als typischer. Fall seiner Art bezeichnet werde«. Am 8. September feierte Arschowitz sein örtliche» Kirchweihfest. In den Bierschenken ging es hoch her. Im Gasthaus de» Franz chiladik fand sich eine Gesellschaft bereit» festlich angetrunkener. Leute zusammen, unter der sich auch dec 80jährige verheiratete Arbeiter JosefHolada befand, der gestern auf der Anklagebank sah. Holada war zu seinem Unglück von seinem Kameraden Josef Bares zum Besuch dieser Unterhaltung veranlaßt worden. Sein Kamerad hatte in jenem Lokale eine {3 Dl, W.w.rb.ifebä Die feierliche Installierung de» Rektor» der Karls-Universität findet Donnerstag, den 8. Dezember, um 11 Uhr in der Großen Aula der Rechtsfakultät'der Karls-Universität in der PakiZkä tr. statt. Der neue Rektor, Prof. AtUDr. Karel Weigner, wird einen Vortrag über das Thema„Dar Gehirn, dar Organ des Bewnßtfelns" halten. TodeSsturz. Gestern früh arbeitete der 50jährige Maurer Karl Baloun an der Demolierung des Restaurants„Bezovka" in Zivkov, wobei unter ihm der Boden de» Balkons brach, so datz er sieben Meter tief in den Saal stürzte. Er erlitt einen Bruch de» Rückgrat» und schwere innere Verletzungen und wurde durch die RettungSgesellschaft auf die Klinik Schlaffer gebracht, wo er kurzmach der Einlieferung starb. Der Fall wird untersucht. Selbstmorde im Hotelzimmer. In einem Zimmer eines Karolinenthaler Hotels tötete sich in der Nacht auf gestern der 20jährige Schneidergehilfe Jan Chovanekek durch einen Schuh aus. seinem Trommelrevolver in die rechte Schläfe. Das Motiv der Tat ist unbekannt. Die Leiche wurde zur Bestattung freigegeben.— In einem Hotel in Zihkov, Havlikckgaffe 001, schoß sich gestern der 00jährige Kutscher Josef Aubrecht aus Karolinenthal gleichfalls eine Kugel in die rechte Schläfe. Er wurde bewußtlos und schwer verletzt auf die Klinik Schlaffer gebracht. Er hat sich andauernder quälender Kopfschmerzen wegen das Leben genommen. Borirag über Pensionsversicherung heute Mitt- woch um 8 Uhr abends im Handwörkerheim, Smeikv 22, Allgemeiner Angestellten-Verband. Arbeiterfürsorge. Genossinnen, welche bereit sind, an der Winterhilfsaktion(Näharbeiten) mit- zuärbeiien, mögen sich Mittwoch und Donnerstag im Parteiheim einfinden. « i>.«r* a- Mhen alle musikalischer und hingebender Art wußte diese Sän« Die Kinder ir e«»»»»»«•»«wo»«ne„„In-> sellschaft, bestehend au» den Brüdern A l o i r und » a rdivh und einem gewissen Karl Zeman, welcher mit der Witwe Noväk zu. fällig bekannt war. Er holte sie ständig zum Tanz und versuchte sie zu bewegen, sich ihre» Gesellschai. terS, de» Angellagten Holada, zu entledigen und sich an dm Tisch der dreigliedrigen Kumpanei zu. setzen. Die Wittve leimte ab und die Stimmung wurde ge- spannt. Die Brüder Sedlvh versuchten dann, die Witwe Noväk, als sie sich zum Heimgehen anschickte, zu bereden, in ihrer Gesellschaft zu bleiben. Nament lich A l o i S S e d i v h— er war erst 21 Jahre alt— bestürmte die 87jährige mit allerlei Anträgen, würde aber abgewiesen mit der Bemerkung, er sei ja „noch ei» Kind". Für djese Abweisung ntächie der ttef gekränkte Jüngling den Angellagten Holada verantwortlich, der seiner Meinung nach seine Werbung, vereitelt hatte. Es kam zu einer Rauferei zwischen den feindlichen Lagern, die damit endete, daß Holada dem jungen,Alot» Sedivh einen Messe r ft i ch hinter daS Ohr versetzte. Der Stich durchkennte die Halsschlagader und Aloi» Sedivh verblutete in wenigen Minuten. Die Verhandlung, die von OGR. Dr, Bavra—„«hiw« geleitet ivurde, gestaltete sich, wie stet» in solchen, k t^n d^hatte sie.einen. gewandten Klavierbegleiter, Fällen, äußerst langwierig und dauerte bi» in'die; Abendstunden. Josef Holada, demtdie.von Stanks-! anwalt Dr. Gemrich vertretene Anllage....-...- da» Verbrechen de» Totschlage» ,»r Last legt- berystt« kthrn.S ä.n g er t n. Mit Ramm Marjorie wortetesich damit, er habe in g er e ch-t exNoi.j S frang' D^v i'e, weit günsttgere wehr gehandelt, da der RetStete-sw«yeschM.MlWcheM»>M,-.M«:|sd.aqch.We-.S^a». habe, gegen ihn daS Messer zu ziehen.'Die gahlrei.( sUmmemerdnürdig^modulatton-armmndgepreßt in der Höhe,.abeosie wird.mit„außerordentlicher Kunst behandelt. Auch al» Vortragskünstlerin von,grund- gerin zu seMn..llnd ihr Programm bot.besonderen. ! Genuß; vor allem in den fast nie zu hörenden .Braut-Liedern'von C o r» e l i u S und in einigen ^wenigen bekannten Liedern Hugo Wolfs.— Ein am Sam»t«g,»« 12. Dedeml«, Ill so Ahr, Solistenkonzert von besonderem Reiz dankte man -—'--.■'-■J’JrL.I.nft... t«mm h.«hhi>mmwS«h SS T<1'»'i 1»« LambroS Demetrios C'ä l l i m a h 0 S, der seltene alte und moderne Flötenmusik zuM Vortrag brachte. Wundervoll klarer undschöner, von Därme de» glückende Leichtigkeit der Technik^zeichnen diesen Meisterflötisten au», der auch, eist Vortragsgestalter von seltener Stilvertrautheit und Jynerlichkeit ist. Prof. Frgnz Langer von der.Deutschen Musikakademie war ihm' ein kongenialer Begleiter am Flügel-— Ein Sv mph oni e k o si-z e r t mit violinsollstischer Tendenz hatte, der tschechische Meisterlehrer de», ViölinspieleS Jar. K o'gi a'n mit der kein Frost so streng, wie er hn kommenden Winter sein soll. Kanien Sie rechtzeitig > armes Schuh wer kl .‘HOTinMsjän B'ezugSbedin g u n g° n: Bei Zustellung ins Hau» oder be, Bxzug durch die Post-monatlich,FL.0,-. vierteljährlich Xi 18.- halbsährig Kt vS.-. n-ckzjährig-«''««rate«erden-taut! s Tarif billigst bereästtet. Bei öjteren Einschaltungen Preisnachlaß^Meit^^en^«nfl,■'hEe,^^«etmirmnrfen;■—-g)ie 8dtunfl»fMnfat«t--murtem bet»ofb<«nb^tleäi-; 1 u graphendirektion mit Erlaß Nr. lö.8üü/viI/lSSü LewMigt.—Druckerei:„OrLiS. Druck-, Verlags« und ZeitungS-A.-G. Prag. SmeÄ^'"'werkeevered..,,L^rr°^en^^«hilchen^l ö^tl^ »«»|-«.wewuu U,(««««« Tänze und Spiele der Reftfalkm. und AwS», getragener Ton und eine! geradezu be- Rinder. Ed» SM an» dem Lehen d« Rote»-- s■ Falke» r Wir Im blauen Hemd Ei»t r l t tr Erwachse» e S All,« tm- der frei. Egoismen wird der zärüichkoitshedürftigen Gattin mit ihren Gesellschafts- und JlirtgelUsten gegenübergestellt und es wird anschaulich gemacht, wie die beiden dennoch den Weg'wieder zueinander finden können. DaS geschieht teils auf ernsthafte, teils auf witzige Weife, unter Ausnützung überzeugender und weniger glaubhafter situattonskomischor Szenen, mit viel Humor und.mft etlicher ehrlicher und darunr wirkungsvoller Satire und S0zialkritik. Weniger gelungen, so scheint e» mir, ist der Griff de» Autors ins„Shakespearehafte", will sagen der Versuch,-die Ehetrübnisse der Herrschaft durch Parallelvorgänge „unten", bei der Dienerschaft,' zu unterstreichen. Aber auch diese und die übrige Nebenhandüing ist im.großen ganze» sauber, sympathisch und ziemlich eiydtUWvoll-'gestaltei. so daß sich, trotz mancher zu stark scheineiwer Dosis Moralin,..dennoch, da». Gesamtbild einer guten, amüsanten und dabei.sittlich nicht unnützen Komödie ergibt. Die Aufführuim.(im noblen, von Kotulan besorgten. Drehbühnenrahmen), steht unter einem guten Stern. Der Regisseur, Juliu» Gellster, hat sich»ichttg für die sanften .... WWW^ Akzente entschieden, so daß die Privatissima de« zu dienen. Gerta Rosek bewies auch in diesem K»n-j Geschehen» wirklich auch nur als.solche zum Aur- zerte, daß sie technisch unermüdlich an der Vervoll« druck kommen, ohne an da» große Loben diesseits konunnung ihrer Kunst arbeitet und daß sie ihren! oder jenseits der Rampe rühren zu wollen. Die Aufgaben auch.geistig vertraut gegenüber steht. Nur, Echtheit de» Tons, die in jeder einzelnen darstelle- ihr M o z a r t, den ich hörte, muß noch verinner-- rischen Leistung und in ihrem Zusammenllang zum lichter im Ausdruck anmutiger, delikater in klang-.Ausdruck kommt, ist wohl Haupwerdienft dieses fast sicher und llüssjger in technischer Hinsicht werden.— immer überlegen und Äerzeugend arbeitenden Ast fremden Pianisten und Piani st innen JnszenawrS. Unterstützt wird er vor allem von dem hörte Mn noch Ray Lev,, eiste,, temperamentvolle immensen. schauspielerischen Können de». Herrn und technisch bedeutende Künstlerin, und den von Götz, der wiederum eine Prachtfigur auf die Bühne früheren Konzerten her bekannten Anton R e S l e r. j stellt, männlich reif, gefühlsptzjlosophisch. und dabei Im Zyklus der Konzerte„M u s i k d e r N a t i o- in. jedem"Atom liebenswürdig und humorvoll. Alt neu".hatte da» Prager deutsche VollSbildungShau»"‘ „U ran ia" einen zweitenÄbendin Szene gesetzt! der alte»ud zeitgenössische B o k a l m u- s i k vermittelte. Mer so schön und interessant da» Programm diese» Konzertes war, das Lieder und Arien.alter, neuerer und moderner e n g l i sch e r Komponisten in überzeugendster Vielseitigkeit enthielt, so schlecht beratest erwiesest sich die Verqn« stalterin-der.Wahl der Solistin, der S o p r a n i- sti n Dorothy M o u l,t o n; einer Sängerin, deren kehlige, spröde, modulationrarme, in der Höhe gequält Äingende.und iutonationsunreine Stimme sich' al» für den Liebvortrag wenig-geeignet zeigte, da auch die anerkennenswerte' große Ambition der .Sängerin nicht auSrejcht'e, um Über ihre künstleri schen Mängel hinwegzuhörpn. An H. W. S.ü ß- dessen-Gewandtheit sie aber nicht vor einem verpaßten Einsatz zu' retten vermochte.— Da hinter« ließ ded Li e d e r a b en'd eitler-zweitenenali-