Donnerstag, 3. Dezember 1936 Nr. 281 16. Jahrgang Einzelpreis 70 Kellei (einschließlich 5 Heller Porto) TENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECNQSIOWAKISCHEN REPUBLIK ERSCHEINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRÜH, Redaktion und Verwaltung präg xii.,fochova«2. Telefon sm HERAUSGEBER, SIEGFRIED TAUS. VERANTWORTLICHER REDAKTEUR, KARL KERN, PRAG. Deutsche Bataillone in Spanien gelandet? Die Volksarmee Überall Im Gegenangriff In London— Weltgeschichte Im Unterhaus... Im Laufe des Mittwoch sind von den verschiedensten Preßbüroö, die ihre Berichterstatter in Spanien Haden, alarmierende Berichte eingelangt, die von der Landung einer größeren Zahl deutscher„Touristen" in Spanien misten wollen. Dir Zahlenangaben schwanken zwischen 4000 und 10.000. Einige Meldungen behaupten, daß es sich um das 0. Garde-Regiment (Potsdam) handle. Daß»S einfache Touristen wären, glaubt natürlich niemand und selbst daS DNB, daS ein amtliches Dementi bringt, toagt sich nur bis zu der Feststellung vor,»S könne .sich höchstens um„Freiwillige" handeln, nicht aber um regulär« Truppen. Wenn man andererseits die bedenklich« Lag« FraneoS vor Madrid erwägt und an Hitlers konkrete Zusage denkt, er werde eine Niederlage FraneoS nicht dulden, sondern ihn praktisch unterstützen, so wird man der Nachricht von der Entsendung einer größeren Truppen, macht, die natürlich alS Touristenklub«der als Freiwilligen-Bataillon getarnt wird, als durchaus ernst und glaubwürdig ansehen. Sind doch schon in dm letzten'Tagen neben Flugzeugen und Tanks bekannter Herkunft von Madrid neue 81-Zentimeter-Langr»hr-Geschütze aufgetaucht, die zweifellos deutscher Herkunft sind und deren ballistische Leistungsfähigkeit in dem„B ersuch slaboratorium deS neuen Weltkriege S", eben an der spanischen Hauptstadt erprobt werden soll. Im englischen Unterhaus befaßte sich Ede« mit den Freiwilligen im spanischen Bürgerkrieg und wandte sich ganz allgemein gegen ihr Auftreten, das. den diplomatischen Zündstoff vermehre. Der Nichteinmischungsausschuß hat beschlossen, Freitag einen■ Unterausschuß mit der Angelegenheit zu befassen. Am treffenosten hat wohl di« Abgeordnete Willi« so« (Labour-Party) die Sachlage charakterisiert, alS sie den Außenminister fragte, ob«S angesichts der sich rntwickelndeir Kämpfe zwischen den europäischen Mächte« auf spanischen Boden nicht daS richtigste wäre, Spanien von allen Spaniem zu evakuierm und di« fremde» Divisionen ihre schlachten allein auStragm zu lassm......' .'^Dte K a m p f l a g e vor Madrid wird durch die wachsende I n i t l t i i v e u ff-fc. AngriffSkraft der Volks mil tzen gekennzeichnet. Im NniverfitätSviertel haben die Milizen nach schweren Kämpfen die Oberhand gewonnen. Auch in den L n f 1 k ä.M P- f e n zeigen sich dir Milizionäre dm Rebellen mehr und mehr gewachsen. Wenn Franco nicht tatsächlich den angekündigten deutschen Entsatz binnen wenigen Tage» erhält, wird seine Lage in kurzem äußerst schwierig werden. Bei Hitler haben neuerlich Beratungen stattgefundrn, in denen der„Führer" vornehmlich Über Spanien gesprochen habe» soll. Es verlautet, daß die Reichswehr und Schacht heftig ge gen«in« nochstärkere Einmischung in Spanien opponieren, da Deutschland, den möglichen Folgen eines solchen UntemehmmS weder militärisch noch finanziell gewachsen sei. Internationale Brigade hat Madrid gerettet! Londo n.(Reuter.) Einer der sechs Abge- ordnetm des britischen Unterhauses, die die.spanischen Kampfplätze besuchten, Japres, erklärte gestem im Unterhaus«, daß, wenn es nicht z» irgendeiner Intervention in Spanien komme, rS alS sicher anzusehm sei, daß der spanische Bürgerkrieg stch tatsächlich zu dem verkündeten Kampf auf Leben und Tod«ntwiikeln werde, da beide Parteien unerbittlich entschlossen sind, die andere Partei biS auf dm letzte« Man» niederzumachen. Beiden Parteien werde» ständig bedeutende Unterstützungen sowohl materieller alS auch moralischer Art auS dem AuSlande zuteil. James fügte hinzu, daß er die intemationale Freiwilligenbrigade, die anf Seite der RegierungStrup- pen kämpfe, gesehen hab«? es handle sich hier«m «inewirklich erstklassige K a mPfforma t i» n, die mit großem Mute, aber auch mit großer Wildheit kämpfe und daß nur dieser Formation die Rettung Madrids tatsächlich in-den letzten Minuten zu danken wär. . Der Rmterkorrespondent in Madrid tele-> phonierte Dienstag abend«ach London, daß der fürchterliche Uebersall der Aufständischen anf das Universität-Viertel der Stadt in der Rächt auf vorgestern von der RegierungSmiliz und den Freiwillige» zurückgefchlagen wurde, daß dir Re- gierungSformatione» ihre Positionen behaupten konnten und daß«S ihnen endlich gelungen fei, vorzurücken«nd einen Teil der KrankenhauSge- bäude und der Klinikm zu besetzen) die die Universitätsstadt beherrschen. I« d«r, Rächt auf' Mittwoch, untemahmen die Milizionäre immer wieder Angriff anf Angriff in dem. Bestrebe», das ganze Universität-Viertel indie Hand zn bekommen. Spanien appelliert an, Amerika' Valencia.'(Hatmr.) Anläßlich der Panamerikanischen Konferenz sändt« der spynische Autzen- Minister del'Bayo an den Präsidenten, der Ber- einigten Staaten von Amerika'ein Glücktimnsch- tclegramm zu seiner abermaligen Wahl. In dem Telegramm erinnert del Bayo daran, daß sich durch den Vertrag vom 7. Feber 1928.die Republiken ssvstarica, Guatemala, Honduras, Niua- ragua und Salvador verpflichteten, keine Regierung anzuerkennen, die aus einem staatlichen Umsturz hervorgegangen ist, insolange die legale Regierung am Ruder ist. Im Jahre 1982 unterzeichneten 19 amerikanische Staaten eine Erklärung, in welcher sie bestätigen, kein Land anzuerkennen, welches durch-bewaffnete Kraft erobert wurde. Der spanische Minister betont, daß die Erklärung aus dem. Jahre 1932, welche das Prinzip der staatlichen Oberhoheit anerkennt, in Hinblick auf die Tatsache, daß die Balearen von fremden Kräften besetzt sind, aktuell ist.. In dem Telegramm wird auch an den Vertrag vom 10. Oktober 1988 erinnert, durch welchen.die Signatare auf militärische Ein- griffe in fremden Staaten verzichten. Giftgas? Madrid.(Havas) In Madrid- sind Nachrichten eingetrosfen, daß bei der Explosion von Granaten der. Aufständischen im Abschnitt Hu- mera und Pozuelo weißliche Dämpfe beobachtet wurden. Die Regierungssoldaten, die diese Dämpfe einatmeten, erlitte» Gasvergiftungen Protest gegen den deutschen Vertragsbruch Prag. In Angel«g«heit der aml4.Ro» vembor erfolgten einseitigen Verletzung der internationalen Beipflichtungen betreffend da» Regime auf den-Wasserwegen in.Deutschland überreichte Außenminister Pr. Kamil Kroftä dem ! rutschen Geschichten Eisenlohr ein« Note, in welcher di,- tschechoslowakische Regierung daS Bedauern über dseseS einseiiige Vorgehen der deutschen Regierung auSsprtcht, gegen dasselbe protestiert und gleichzeitig ihr« positiven Standpunkt zur- JnstMtton. der internationalen. Ström» formuliert. Zu gleicher Zeit haben di« g r 0 ß b rita«. nlsche und die f r a n z ö fische Regierung in Borkst, im gleichen Sinn« protestiert,' und wurden kampfunfähig. Es ist bisher nicht bekannt, welches GaS die Aufständischen verwenden. Madrid.(HavaS.) Der amtliche Bericht deS KriegSminIsteriumS meldet, daß im mtttle.vn Teil der Front die Regierungstruppen mit den Aufständischen«inen heftigen Kampf zu bestehen hatten. Schon in den ersten Morgenstunden griff die Artillerie der RegierungStruppen die feindlichen Positionen an und es gelang ihr, die Abteilungen der Aufständischen, die Dienstag einen Angriff unternahmen, in Vcrwirung zu bringen. Die Regirrungstruppen unternahmen einen Angriff auf den Abschnitt Hnesea«nd Pozueo «nd eS gelang ihnen, die Aufständischen aus SAI und IGB Exekutive einberufen Paris. Für Freitag sind nach Paris zu einer gemeinsamen Beratung der VolkSzugs» ansschnß der zweite« Internationale und der Ge- ueralrat der Allgewerkschafts-Jnternationale einberufen worden, um ihren Standpunkt z« den Ereignissen in Spanien einzunehmen. ihren Stellungen zu Pertreiben. Die Regierungs- truppen konnten hierauf auf Easa Quemeda und EarabitaS vorrücken. Ein dreimotorigeS Flugzeug der Aufständischen wurde, atgeschdssrn. 'ifa d r Cb.(Fabra.) Flugzeuge der Aufständischen lombardierten die Stellungen an der Madrider Front«nd den Bahnhof Pozuelo. Eine Sappenrabtellung der RegierungSmiliz hat in der Universitätsstadt das Krankenhaus in die Luft gesprengt, in dem sich die Aufständischen verbarrikadiert hatten. Regierungsflugzeuge bombardierten den Bahnhof in AlgeciraS und setzten einen Zug der Aufständischen mit Kriegsmaterial in Brand. Auch der Flugplatz südöstlich von Salamanca ist von Negierungsflugzeugen bombardiert«nd rin Hangar in Brand gesetzt worden. Völkerbund 10. Dezember Paris.(HavaS.) Der französischen Re» gierung ist die offizielle Information zugegangen, daß auf Grund der Beschwerde der spanischen Regierung in Valencia der Bölkerbundrat zu einer Tagung in der Zeit vom 10. bis 17. Dezember einberufen wurde. Transport-Kontrolle London. In dem nach der Sitzung des Nichteinmischungsausschusses ausgegeüenen Komm» niquö heißt es.daß der Ausschuß-die britische Regierung ermächtigt habe, in Valencia und Burgos Vertreter erklärte, er känne für diesen Antrag nicht nie» zu Lande vorzulegen. Der portugiesische einen Plan der Kontrolle aller Zugänge nach Spastimmen, doch wurde der Antrag trotzdem angenommen. Dor Vorsitzende des Ausschusses, Lord Plymonth, erklärte, die britische Regierung sei mit der Wirkungsweise des Nichteinmischung?- abkommenS nicht zufrieden und schlage den-anderen Regierungen vor, nach britischem Beispiel die Notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, durch di« der Transport von Munition und Waffen in die spanischen Häfen verhindert werde. polen vegen Danzig beunruhigt Warschau. Die gestern eröffnete Generäl- Budget-Debatte im Sejm brachte Beschwerden darüber, daß in der Erklärung des Ministerpräsidenten Slladkowsli Danzig nicht erwähnt wurde. Abgeordneter Dudzinski aus Posen erklärte, daß die Rechte PölenS in Danzig auf-das schwerste bedroht erscheinen und erklärte,'daß der Sejm die Pflicht habe) alle'Gesetzentwürfe, zu genehmigen, die sich auf die Steiger» n g der Abwehr f.äch i.gck e i t d e 8 Lan- .tzes beziehen. Auch der zweite Abgeordnete'aus Posen, Surziusli, erklärte, daß- die polnische Oeffentlichkeit durch die. letzten Ereignisse-in Danziss beunruhigt sei.| Wiener Eindrücke Ein Genosse berichtet uns über eine Wien- Reise: Die Atmosphäre des Unbehagens, die über Oesterreich liegt, teilt sich dem ausländischen Besucher auch dann sofort mit, wenn er mit größter Unbefangenheit an die Prüfung der Verhältnisse nnd der Stimmungen geht. Man hört auf den Gehsteigen oder an den Straßenbahn-Haltestellen die kritischesten politischen Bemerkungen, für deren Aeußerling man in anderen Ländern schtvor bestraft würde. Die Umstehenden stimmen gewöhnlich in das Schimpfen gegen die Regierung ein, Naderer haben in der Regel auch bei den Polizisten Ivenig Glück. Die amtshandekn nur, wenn sie müssen. Die Regierung genießt bei einem großen Teil des Volkes keine Achtung. Am Montag sollte es eine Parade des BundeSheeres vor Horihy geben. Die Parade war wegen schlechten Wetters abgesagt worden, aber der Marsch der Truppen durch die Stadt wurde durchgeführt. Hat man einmal Gelegenheit, etwa in Prag einen Vorbeimarsch der Truppen zu sehen,' ist man beeindruckt von dem warmen Interesse, welches den Soldaten enigegengcbracht wird. Nicht Gleichgültigkeit war das, was die W i e n e r Bevölkerung bei dem Truppcnaufmarsch äußerte, sondern haßerfüllte Feindseligkeit. Selbst die Polizisten, die das schüttere, iinmer wieder auseinandcrlaufcnde Spalier auf österreichisch-schlampige Art bewachten, sparten nicht mit kritischen und ironisierenden Bemerkungen. Das Volk aber sah die Kanonen, aus deren Mündungen im Feber 1934 die Granaten gegen den Marx-Hof, das Ottakringer Arbeiterheim und andere Gebäude geflogen waren. Eine vom Feind eroberte Stadt muß ohnmächtig und voll Wut den Durchmarsch der feindlichen Armee erdulden: das war der Eindruck, den der Aufmarsch des Bundesheeres hervorrief. Dies ist eine Armee, deren Kriegstauglichkeit zu bestreiten ist. Sie ist nur gegen den„inneren Feind" zu verwenden; für dessen Niederhaltung genügt die Bewaffnung und technische Ausstattung, die da zu sehen war. Die Motorisierung des Heeres ist nicht sehr weit fortgeschritten. Die Miniaturtanks sind zwar alle mit einer Totenkopffahne geschmückt, können sich aber höchstens gegen unbetvaffnete Volksgenossen behaupten; Verglichen mit den Waffen, die etwa die tschechö- slotvakische Armee am 28. Oktober gezeigt hat Lind mit der Straffheit der tschechoslowakischen Truppen wirkte dieser Armee-Marsch durch Wien ein tvenig lächerlich. Aber Schuschniggs Bundesheer ist ein blutig-ernster Faktor der österreichischen Innenpolitik, der einzige allerdings, ioelcher der Regierung neben der Polizei zur Verfügung steht. Immerhin: mit Bajonetten läßt sich in gewissen Zeiten mich gegen achtzig oder neunzig Prozent des Volkes regieren. Allerdings beruht dieses Regieren zum nicht geringen Teil auf einer Täuschung. Denn als aktiver RegierLLngSgegner kommt der Nationalsozialismus nach dem 11. Juli nicht in Betracht. Er hat es kaum mehr nötig, sich von der kämpferischen Seite zu zeigen. Bei den jungen nationalsozialistischen Heißspornen, die hie und da verhaftet werden, handelt eS sich um Leute, denen das Tempo des nationalsozialistischen Fortschritts' ALL langsam ist.(Sie riskieren übrigens nicht viel,- denn die Intervention. Glaise-HorstenauS gibt ihnen in der Regel sofort die Freiheit wieder.), Die klügeren Nationalsozialisten»her, die in-bei Bürokratie sitzen, begnügen sich nut dem'Bewußtsein,, daß die natlvnalspzialistische Durchdringung Oesterreichs sicher fortschreitet.. Uich.sie tragen das ihre-dazu bei, so daß die Päpen-Rolle Schuschniggs Immer offenbarer wird. Mit dem Ergebnis, daß auch der„kleine Mann", der Gewerbetreibende,, der Angestellte und der Kauf- mann ihre Sympathien der nationalistischen Bewegung zuwenden. Sie glauben, den Hatz gegen die Regierung dadurch am besten und mit der größten ErfohgSaussicht ausdrücken zu können, Dr. Schmidts Berliner Verhandlungen haben der Förderung des österreichischen Fremdenverkehrs dusch die reichSdeütschen Stellen gegol- eil« 2 Donnerstag, 8. Dezember 1886 Rr. 281 ten. An den tschechoslowakischen Reisenden scheint inan nicht mehr interessiert zu sein und slic sie gehört jetzt Oesterreich übrigens zu den teuersten Ländern Europas. ES ist anzunehmen, daß Vie Bemühungen Schmidts Erfolg haben werden. Und so wird die Erschließung Oesterreichs für den Nationalsozialismus im kommenden Sommer vielleicht Fortschritte machen. An den reichsdeutschen Vcrgnügungsreiscnden, die nach Oesterreich fahren werden, kann vor aNcm Hitler Vergnügen haben: di« meisten kommen als Propagandisten des Nationalsozialismus in Betracht. So wird die Verkettung Oesterreichs mit dem nationalsozialistischen Deutschland, am 11. Juli ins Werk gesetzt, iminec inniger und die Aussicht immer geringer werden, daß sich dieses Oesterreich und sein Heer iM europäischen Ernstfall in einer a n t i-deui- schen Front befinden könnte. Wenn jenes Ausland, das an einer solchen ENtlvicklung Oesterreichs am allerwenigsten interessiert sein kann, die WirkungSmöglichkeitcn der Links-Opposition eingeengt, welche die wichtigste Gegenkraft gegen den Nationalsozialismus ist werden, denn fremde Flugzeuge können in zehn ■j-■-»-»'''*" Minuten über der Grenze und in nicht ganz einer Stunde in Prag sein. Frank iSdP) greift neuerdings dar Außenministerium wegen einer Propagandabroschüre über „Die deutsche Frage in der Tschechoslowakei" an. Die Fäden, die Dr. Rosche gestern wieder anknüpfen wollte, zerreißt Fmnk mit brutaler Hand, indem er den Außenminister direkt anfetzt, die ganze Broschgre als Lug und Trug hinstellt und zum Schluß verkündet, dar werde alle» nicht« nützen, am Ende werde doch in Erfüllung gehen:„Die Wahrheit siegtl" Al» letzter Redner zur ersten Gruppe spricht Dr. Reuwirth iSdP). Er stellt auf einen stwischen- ruf de« Abg. Dr. Stranfty fest, daß Böhm.-Leipa weiterhin für die SdP al»„Programm" aufrecht bleibe. zuführen, daß die deutsche Bevölkerunq in den Wirbel eine« Bürgerkriege» versetzt werde, und versucht, dieselbe Propaganda durchzusiihrcn wie di« Faschisten in Spanien. Jeder kann sich vorstellen, tva« da» bedeuten würde, au« dem sudetendeutkchen Gebiet durch die Autonomie ein Borzimmerder Dritt enReicheizu machen. Die Behörden sind dagegen blsnd. Benda lTsch. Soz.-Dem.i seht sich für entsprechende Berücksichtigung der Slowakei ein. Die politische Verwaltung müfle entpolitisiert werden. Dr. Köllncr BoM Gesichtspunkt der.internationalen Poli» Exportinstitut unter der Fuchtel des Industriellenverbandes Marek(Soz.-Dem.) urgierte die versprochene» Maßnabmen zur Ergänzung der Devalvation und die Umwandlung unsere» Zollsystem» von Gewichtsoder Stückzöllen auf Wertzölle. Auch von der alten Doktrin« der Meistbegünstigung sollte man sich verabschieden. Da» Erportinstitut werde vom Vcrlval» tungsrat, In dem neun Jndustriellcnvertrcter üben, Bom dienstägigen Abschluß der Generaldebatte ist noch nachzutragen, daß Staiek (Tsch. Volkspartei) die Unmöglichkeit einer anderen als der gegenwärtigen Koalition betonte; darin lieg« allerdings auf der andern Seite die Gefahr, daß sich partei-egoistische Ziele gar zu sehr bemerkbar machen. Der SdP hält Staöek vor, daß die Tschechoslowakei heute der einzige-und letzt« Staat ist, in dem x bie Deutschen volle politische Freiheit und garantierte politische Rechte haben.(Beifall.) Der SdP-Abgeordnete E i ch- h o lz ruft dazwischen: Auf d e m Pa p i e ri Dtaöek: Auf dem Papier? Sagen Sie mir, ob cs noch in einem Staat möglich wäre, dass Ihr Führer sich in» Flugzeug seht und nach London fliegt, dort eine Red« hält, di« unsere Republik zumindest verunglimpft, dann nach Berlin fliegt«nd sich dort beim Oberhaupt eine» Staates, dessen Verhältnis zu uns mindestens unklar ist, zum Mittagessen aufhält, dass er dann ohne Schaden wieder nach der Tschechoslowakei zurückfliegt, eine Anklageschrift gegen unseren Staat schreibt und sie dem Völkerbund nach Genf schickt. Wo auf der ganzen Welt gilt eS noch einen Staat, der solches bei einem seiner Angehörigen dulden würde, ja, wo der Ministerpräsident zu guter Letzt im BudgetauSschnss gegen diesen Menschen nur sanft polemisiert? Meine Herren, wenn da» in Deutschland ge- Vom Rundfunk Empsehlenswert«» an» den Programme«! Freitag: Prag, Sender L: 7: Morgenmusik,-10.08: Deutsche Presse, 10.10: Mozart: Quartett D-Dur. 11.85: Schallplatte», 12.10: Tanzmusik, 1285; Orchesterkonzert FOK, 17; Geigenkonzert. 18.10: Deutsche Sendung: Witopil: Freiwillige Mitarbeit der Jugend bei Jugendkchub, 18.20: Prof, Slot»;: Au» dem Leben unserer Muttersprache,>8.85: Arbeiterfunk: Aktuelle zehn Minuten, 18.45: Deutsche Preffe, 20.80: Ibsen: Die Frau vom Meere. Sender II: 7.80: Orchesterkonzert. 14.15. Deutsche Sendung: Vorlesung au» den am Mittwoch besprochenen Büchern: Colette: Die Rahe, Wieweit: Wälder und Menschen, 14.85: Schallplatten, 14.50: Deutsche Presse, 18.85: Harmoniumkonzert.— Brünn 17.40: Deutsche Sendung: 19.30: Tichai« kowstv: Schwanensee.— Pressburg 20.45: Mandolinenkonzert.— Kascha« 16.10: Rundfunkorchesterkonzert.— Mährisch-Ostra« 15: Rundfunkorchesterkonzert, 18.10: Deutsche Sendung: Dr. Werner: liebet Kopfschmerzen,— Violincellokonzert, 10.80: Au» dem Nationaltheater: Janaäck: Da» schlage Füchslein. largo Caballero klagt die faschistischen Mächte an SVH-Sammlungen für SdP-Sportplätze! Wir lesen im Organ de»„AtuS" In den au» den Sammlungen der SBH errichteten 21 Arbeitslagern werden zum größten Teil Sportplätze für die Henlein-Turnverein« gebaut und so diesen Vereinen, deren geistig-politische Einstellung wohlbekannt ist, auö der SBH große Werte zugeschanzt. Wir müssen un» darüber nicht besonder» wundern, denn die Henlein-Turnvereine, sind für di« mehr oder minder getarnten Firmeninhaber der SBH di« Erziehungskorporation, die den reaktionären Ideen des Nationalsozialismus gute Dienste leistet und im„historischen Moment" (stehe Dr. Rosche im Parlament) gebraucht wird. Aber«ine öffentliche Feststellung über diese Seite der SBH ist wohl nötig. Schutzgetetz-ManenprozeB In Asch Dienstag begann in Asch ein Schutzgeseh- prozeß, dessen Anklage ursprünglich 62 Personen erfaßt«, die bis auf zwei durchwegs des Verbrechens nach 8 2 des Schuhgesctzes beschuldigt sind. Bon ten Angeklagten sind inzwischen zehn nach Deutschland auSgerissen, zwei starben und sechs wurden ausgeschieden, da sie vor ein JYgcndaericht gehöre»..Das Strafverfahren: reicht bis zum Jahre 1038 zurück.: Am. 18. August 1033 wurden in Asch 16 Verhaftungen vorgenommen, di« einen Großteil der damals sührenden Aicher Nationalsozialisten betraf. Unter ihnen befand sich der seit mehr alS zwei Jahren in Deutschland lebende damalige Bizckürger« meister Ritter aus Asch und der ehemalige nationalsozialistische Bürgtrmeistcrkandidat Robert H ü l f, mehrere Stadträte und Stadtvertreter, In der Anklage wird erklärt, daß die Beschuldigten mit reichsdeutschen Faktoren in Verbindung gestanden seien. In den Ordnerabieilungen der Ascher nationalsozialistischen Partei sieht die An« Aage einen Ersatz für den ausgelösten Volkssport. Cs seien Nachtmärsche und Nachtübungen durchgeführt worden. Weiters sei ein Teil der Angeklagten verdächtig, nach der Auflösung des natio» nälsozialistischcn JugendverbandeS eigen neuen Verein„Jugend" organisiert zu haben. Urne, Ehering und Taschenuhr... StaSek über Henleins Auslandreisen Achtjährige genotzüchtigt. In K u t t en- plan- Schmelzthal wohnt der Arbeiter Johann Brandl in gemeinschaftlichem Haushalte mit einer Frau. Dem Zusammenleben der Beiden entsproß ein Töchterchen, das heute acht Jahre alt ist. Brandl, der von seiner ersten Frau geschieden ist, hat sich, wie durch einen Zufall festgestellt wurde, in schwerster Weise wiederholt an dem achtjährigen Mädchen vergangen, weshalb er von der Gendarmerie verhaftet und dem Egerer KreiSgerichte eingeliefert ivurde.— Hiezu wird au» Plan gemeldet, daß sich dort vor einiger Zeit ein Mann eines SittlichkeitsvcrbrcchenS an einem gleichfalls erst acht Jahre alten Mädchen hat zuschulden kommen lasten, wobei das Kind schwer verlebt ivorden ist. Dieser Fall gewinnt an Besonderheit insofern, als das Kind bisher nicht dazu zu bewegen war, den Namen des Wüstlings zu nennen. Von Sandmassen verschüttet wurde In Priesen bei Konwtau der 22 Jahre alte Hermann S ch m i e d l, Sohn eines Parteigenossen. Er sammelie in der sogenannten Sandrachel Sandstückchen, die er in eine Tüte gab. Er schlug dies: K'umpen mit den Absätzen von der Steilwand los. Durch das vorhergehende starke Tauwetter hatte sie sich wahrscheinlich gelockert und durch die Erschütterungen, welche die Fußstöße verursachten, kam sie ins Rutschen, und begrub Schmied! unter sich. Er konnte nurmehr als Leiche geborgen werden. Den Eltern deS jungen Mannes wendet sich das allgemeine Mitgefühl zu. daß im Zusammenhang mit dieser Regelung des Schuldendienstes keine Möglichkeit besteht, im kommenden Jabre Investitionen durchzufiihren— Arbeiten, die schon seit langem brennend wichtig geworden sind—, weil dadurch eine Störung des Gemeindohaushaltcs herbcigeführt würde. So haben schließlich die zahlreichen Arbeitslosen des Weiperter Gebiete» heute noch die seinerzeitige Verbindung leitender Funktionäre der Stadtgemeinde Weipert mit dem famosen„Heimat- scholle"-Direktor Triebe zu büßen. Ole Arbeitslosigkeit Im Karlsbader Bezirk ist, mit Ende November gegenüber dem Stande des Monates Oktober insofern« leicht zurückge- gange», als sich der Stand der Arbeitslosen von 12.300 auf 11.457 gesenkt hat. Von diesen Arbeitslosen stehen allerdings nur 1048 im Genüsse der Unterstützung nach dem Genier Shstem, während 7245 auf die staatlichen Ernährungskarten direkt zur Untätigkeit verurteilt. Da»«n- angewiesen sind. Eine weiter« Entspannung des stitut hat a. B. zivar eine a«'gezeichnete Evidenz ArbeitSmarktc» wird,im Karlsbader Bezirke erst unserer industriellen Produktion, er darf aber An- 1' fragen ausländischer Interessenten nicht beantwor ten. sondern muß diese an die Handelskammern und an die Jiwustriellenverbände schicken; e» darf sich an Handel»vertrag»verhandlungen beteiligen und ohne Zustimmung der Interessenten keine diesbezüg lichen Initiativanträge überreichen. Die Spezialdebatte eröffnete Dienstag abends Abg. Schule» lUna. Soz.-Dem.) mit der Erkläning, daß an der Abwehr der faschistischen Bedrohung un serer Republik alle fortschrittlich gesinnten Ungarn Mitarbeiten wollen. Sie wurden durch die Friedens verträge auf den Boden der neu geschaffene» Tsche choslowakischen Republik gestellt und weisen alle auf die Revision dieser Verträge abziclenden Bestrebun gen energisch zurück. Dem Abgeordneten E st e r- häzy, der im Budgetausschiiß die ungarischen Akti visten apostrophiert hatte:„Der ist der größt« Schuft der mit seiner politischen Ueberzeugnng Handel treibt," erwidert Schulcz:„Immer dann, wenn an der Freiheit de» ungarischen Volke» Verrat geübt wurde, waren die Esterhäzh» dabei, die hicfür ent sprechend belohnt wurden!" 0 Seite 4 Donnerstag, 3. Dezember 1V86 Der Londoner Kristall palast niedergebrannt Das AuSstellungsgebäude, das weit über Englands Grenzen hinaus bekannt ist, vor dem Brand, Nr. 28t' TiAesneuiAkeiKn, Thomas Mann Uber die Konzentrationslager Das Präsidium der„Ständigen Kommission für eine politische Vollamnestie- in Deutschland" hielt Sonntag in der Pariser „Mutualltö“ eine Tagung ab. Thomas Mann hat an das Präsidium der Tagung folgende Erklärung gesandt: „Der Fortbestand der Konzentrationslager bildet eine, der schwersten moralischen Belastungen der. gegenwärtigen deutschen Regierung. Sie sollte begreifen, daß sie andere solche Belastungen, die abzuwälzen nicht mehr bei ihr steht, in den Augen der Welt wesentlich abschwächen könnte, wenn sie sich entschlösse, diese Leidensstätten, die für viele Millionen Menschen ein Ausdruck niedrigster Rachsüchtigkeit und brutaler Rechtsverachtung sind, aufzuheben und die darin noch immer eingeschlossenen Gesinnungsmärtyrer endlich der Freiheit wieder- zugeben, loh bin kein Freund der deutschen Machthaber und habe wenig Anlaß, ihnen zum Guten zu raten; aber ihr eigener Grundsatz:„Recht ist, was nützt", sollte sie zu diesem Schritt bestimmen, und wenn ich Ilitier wäre— keine glückliche Vorstellung — würde ich aus der Weltehrung, die soeben einem Opfer seiner Größe zuteil geworden, die Lehre ziehen und mit den Konzentrationslagern einen Stein des Anstoßes hinwegräumen, der vielleicht mehr als jeder andere dem Glauben Europas an die Wahrhaftigkeit seines Bekenntnisses zum Recht und zum Frieden im Wege ist." Nehmt doch Rücksicht auf seine Nerven! Schmocks Urbild steht bekanntlich in Gu- stab FreytagS„Journalisten". Aber wo Schmock gebürtig oder hcimatsberechtigt ist, wurde bis- her noch nicht festgestellt. Um den Ursprung Homers stritten sieben Städte. Nicht ganz so groß ist der Andrang um Schmock; mit Wien, Budapest und Prag vermögen andere Städte in diesem Punkte nicht zu konkurrieren. Neuer- dings macht Prag, besonders am„Montag", w.ieder von sich reden. In Geschmacksfragen der sogenannten Literatur ist Schmock-Prag derzeit obenauf. Dagegen führt Wien im Rennen der Kultur- und Gemütsschmöcke. Ihr Ahnen- schlosz ist die„Neue Freie Press e". Am Mittwoch gab'Z dort eisten wirklich rührenden Leitartikel-Ersatz über Spanien. Vor allem mit dem Zweck, den Völkerbund zu warnen, sich in die spanischen Ereignisse ja nicht einzumischcnt Die Herren in Genf mögen„Zurückhaltung" üben und nicht„Hans Dampf" in allen Gassen spielen. Angesichts solcher Dcnkverhatschung suhlt man sich geneigt, das Bild vom HanS Dampf aus der deutschen Sprache überhaupt zu entfernen und fürderhin von Kurt Dampf zu sprechen. WaS aber soll man tun, damit jener Geist ansgerottet werde, der sich in folgendem Satze Schmocks über Spanien in der„Neuen Freien Presse" manifestiert: Die Nachrichten über die Vorgänge lauten immer erschütternder,-sie stellen bereits andieNervenderKnlt Urmenschen autzerordentliche Anforderungen. Man stelle sich, vor, das; Madrider Kämpfer diesen Satz zu Gesicht bekommen! Sell Monaten steht das spanische Volk in einem beispiel- losen Befreiungskampf, seit Wochen rollt in Madrid ein Heldenepos ab, das kaum seinesgleichen in der Geschichte hat. Und da kommt Schmock auL Wien, mit einem Protest, weil.seine, des„Kulturmenschen" Nerven schon genug davon haben! Wenn es einmal ein Museum des spanischen Frcihcitskampfcs geben wird, sollte man dort auch die Nerven dieses Kulturmenschen zur Schau stellen. Aber nicht in Spiritus— weil von Spiritus da keine Rede sein kann—, sondern in Druckerschwärze! Der Brünner Schwellenlleferungs- prozeß Nach drei Verhandlungstagen erst die Anklageverlesung beendet. Brünn- Der Rigsenprozeß um die Schwellen« liefernngSafsäre, besten Dauer auf ungefähr sechzig Tage geschäht wird, schreitet begreiflicherweise nur langsam fort. Erst gestern, also am dritten Ber» baudlungStag, wurde die Verlesung der' 200 Seiten: umfassenden Anklageschrift zu Ende geführt. Die Einvernahme der Angeklagten wird wohl mindestens eine Woche ausfiillen. Die Zahl der Angeklagten hat sich um einen verringert-. Inspektor Jng. H i k l, der von der Anklageschrift als einer der ersten der öS Angeklagten angeführt wird, hat bekanntlich Dienstag ist dem Hotel, wo er sich einquar- tiert hatte, Selbstmord verübt. Die Verteidigung stellte bei der gestrigen Verhandlung, den, Antrag, den Prozeß zu vertagen, weil da» Verfahren, auf die angeklagten Beamten äußerst deprimierend wirke und die Gefahr bestehe, daß' eS zu weiteren Selbstmorden komme, Gegen diesen An trag wandte sich Staatsanwalt Dr. Cermäk, der betonte, daß keinerlei Anlaß für die beantragte Ver« lagimg bestehe. Der Selbswwrd Jng. Hiklr sei zweifellos ein tragischer Vorfall, doch gehe es nicht an, die Folgerungen abzuleiten, die die Anklage in» Treffen führte. Mit besonderem Nachdruck wies der Staatsanwalt darauf hin, daß der Prozeßleitung nicht der mindeste Vorwurf gemacht werden könne, da den Angeklagten in vollstem Maße ihr Recht auf Verteidigung gewahrt wurde. Merkwürdigerweise hielt ei der Verteidiger Dr. Bkiza für Notwendig, sich darüber zu beschweren, daß die Preste über diesen KorruptionSprozeß, der einen der krastesten Fälle seiner Art darstellt, zu ausführlich referiere! Ter Strafsengt lehnte nach kurzer Beratung den BertagungSantrag der Verteidigung al» unbegründet ab. Dan» wurde die Verlesung der Anklageschrift zu Ende geführt und zur Vernehmung der Angeklagten geschritten. Den Reigen der Einvernahmen eröffnet die der technischen Kommissär» der Brünner Staatsbahndirektion Jng. Jarofl. Frei Wald. * Nachspiel zum Selbstmord Ing. Hykls Zu Beginn der gestrigen Verhandlung, über die. Bestechungen und Schwellenlieferungen-vor■ dem Brünner Kreis«Strafgericht stellte der Verteidiger der angeAägten Staatrbahn-Kommissäre Dr. Bk:>a den Antrag auf B e r t ä g u n g der Verhandlung mit der Begründung, daß die Angeklagten durch den ToddeSHyklerregt sind und sich nicht konzentrieren könne». Der Staatsanwalt Dr. Cernnik sprach sich gegen diesen Antrag aus. Dar Gericht lehnte den Antrag Dr. Bkiza ebenso wie den weiteren Antrag ab, auch das Verhör deS Angeklagten Jng. Freiwald auf eine spätere Zeit zu vertagen. Staatsanwalt Dr. Cermäk gab hierauf bekannt, daß er von Jng. Hykl einen Brief erhalten habe<, in dem dieser mitteilt, daß er nicht aus Furcht vor der Gerechtigkeit auS dem Leben scheide, da er seine Pflicht ordentlich erfüllt habe. Weshalb er Selbstmord verübe, habe Hykl aber in dem Brief nicht aufgeklärt. Im Nelsonschacht wurde ein neuer Grubenteil gewältigt, in welchem die Leichen von sieben Ka tast r o p h e n o P f e r n geborgen wurden, die alle agnosziert werden konnten. Sie werden Donnerstag beerdigt. Der Friedens-Nobelpreisträger ist kein Verräter. Anläßlich der Zuerkennung des Nobelpreises ftir den Frieden an den deutschen Pazifisten Carl von Ossietzky hat das offiziöse„Deutsche Nachrichtenbüro" den Laueraten als„notorischen Landesverräter""bezeichnet. ES stützt sich hierbei auf eine Verurteilung Ossietzkys zu 18 Monaten Gefängnis, die vom IV. Strafsenat des Reichsgerichts am 28. November 1081 ausgesprochen worden ist. In-Wirklichkeit lag der Anklage, die zu diesem Prozeß führte, der Artikel eines Mitarbeiters der Zeitschrift„Die Weltbühne" zugrunde, deren verantwortlicher Redakteur Ossietzky war. Die^deutschen Rechtsanwälte Apfel, Olden und Kurt Rosenfeld, die Ossietzky, in diesem Prozeß verteidigt haben,, leben heute i,m-Ausland und sind nicht mehr an die damals allen Prozeßteilnehmern auferlegte besondere. Schweige, pflicht gebunden. Die übermitteln der Internationalen Juristischen-Vereinigung folgende eidesstattliche Versicherung:.„Das Reichsgericht lehnte eine Verurteilung wegen Landesverrats ab. In der durch den Senatspräsidenten Dr. Baumgarten verkündeten Urteilsbegründung heißt es wörtlich:„Offenbar war eine Schädigung des Deutschen Reicher und seiner Interessen nicht beabsichtigt. ES sind auch nicht etwa ehrlose Mittel angewandt worden. Bon Ossietzky ist ein über» zeugter Pazifist und Mitglied der Deutschen Frie- denrgesellschaft,"—' Die- Anklage' ist erst zwei Jahre mach-dem Erscheinen des Artikels auf Drängen deS Reichsivehrministertüms erhoben worden. Das Aiißemäinisteriinn war gegen die Durchfiih« rung des Verfahrens." Der rumänische Gesandte Emandi verläßt Prag. Wie der DND erfährt, ist der rumänische Gesandte in Prag, Emandi, von der königlich rumänischen Regierung abberusen worden und verläßt Prag in der nächsten Zeit. Sein Nachfolger ist noch nicht bestimmt. Ein deutscher Dampfer gesunken. Der deutsche Dampfer„Elsa" ist bei Borkum gesunken. Der Dampfer, der sich auf der Fahrt von Danzig nach Cherbourg befand/ ist 840 Brutto-Registertonnen groß.. Zwei Mann der Besatzung sind gerettet worden. Das Schicksal der übrigen Besatzung ist noch unbekannt.- . Ein Doppelmord. In Pöchlarn(Oesterreichs wurde in der Nacht von einem unbekannten Täter der Pfarrer Johann Weißmüller und seine Schwester Leopoldin« ermordet. Der Nachtivächter fand beide in einer Blutlache mit dem Tode ringend. Die Tür zur Pfarre war geöffnet.. Der Pfarrer und seine Schwester starben noch vor der Ankunft des Arztes, ohne irgendeine Angabe über den Täter machen zu können, der spurlos verschwunden ist. Zwei GaSvergiftete in Wien. Im IS. Wie- uer Bezirk wurde ist seiner, Wohnung der Arbeiter, Franz Ääeider gasvergiftet aufgefunden.. Nweu ihm lag ebenfalls bereits tot ein etwa 17jähriger junger Mann. Di« näheren Einzelheiten konnten von der Polizei bisher nicht erhoben werden. NeueS französisches Schlachtschiff. Am 12. Dezember wird der Panzerkreuzer„Strasbourg". der eine Wasserverdrängung von 25.000 Tonnen hat, vom Stapel gelassen. Er entwickelt eine Schnelligkeit von 28.8 Knoten und Ist mit acht Geschützen von 830 Millimeter Kaliber, mit 10 Geschützen im Kaliber von 180 Millimeter sowie mit vier Wasserflugzeugen auSgestattet., Sturm üder Rotterdam. Ein großer Teil der Innenstadt Rotterdams beim Haff wurde während des Sturmes, der die niederländssche Küste heimgesucht hat, überschwemmt. Es sind Nachrichten eingetroffen, daß zwei große Dampfer, ein russischer und. ein norwegischer, sich auf dem offenen Meer in Seenot befinden. Ein merkwürdiger Toten.Kult. Die sugo- slawischen Behörden haben erst jetzt eine merkwürdige-Zeremonie aufgedeckt, die sich in der Berggemeinde Sermenin.in Südserbien erhalten hat. Dort werden die sterblichen Ueberreste jede» Toten Das sattsam zitierte Stahlbad von 1014, mit Zwischenvorhang bis heute, hat auf die Vermehrung der Syphilis-Erreger ebenso günstig ein- gewirkt, wie ungünstig auf di«, Menschen. Jetzt spielt eine Sache in Präg, die für die Tragik des ÄächkriegSlebens bezeichnend' ist: Eltern kaufen einem zweijährigen Kind« als Spielzeug ein Pfei- ferl, da» Kind erkrankt än. sWilitischen Mundgeschwüren. Nufer Bruderblatt, das„P rävo L i d u"/ berichtet darüber^ und«S entsteht— auS Geschäftsrückfichten— allerlei Polemik. Ein Bürgerblait meint:. Vielleicht sei die ganze Sache nicht wahr, sei überhaupt nur politisch zu. wär« ten..Aber, in jenem GroßkaufhauS, wurden vier Verkäuferinnen als luetisch festgestellt. Dazu sei bemerkt: daß Luettker überhaupt in einem direkt der Oeffentkichkelt-dienenden Amte oder Geschäft Dienst tun- müssens anstatt, als, schwere Patienten in Ruhe auSgeheilt zu werden, ist traurig genug für sie/.Unverantwortlich aber handeln sie selbst, handeln Aerzte, die sie als geheilt oder gar als gesunde erklären!. .. So zwischen Krieg und^Frieden erktanften im zaristischen St.'Petersburg drei, ganz junge Töchter eines' Generals an Syphilis im Munde. Raucherinnen, wie viele Russinnen' Andere Infektion als durch die Zigaretten(„Papyros") wär, ausgeschlossen. Man, ging, der Sache nach, eruierte die Verkaufsstelle, die Fabrik/die Arbei- Elne Kundgebung für Carl v. Ossietzky• veranstaltete die„Union für. Recht und Freiheit" am Mittwoch auf der Slawischen Insel in P rag. Nach Einkeiiungsworten Dr. B o u t e 1,8 und Verlesung einer Briefer,, in dem Prof. F. X. Saldo Ossietzkys Wer. und Charakter würdigt, ergriff Prof. H r o m a d k a dar Wort, um auf die Bedeutung der Nobelpreisverieilung an Ossietzky hinzuwessen. In Ossietzky verkörpere sich' jene deutsche Zivilisation', die in der ganzen Welt geachtet werde. Ossiehky^der sein Volk immer wieder vor der Gefahr der Verflla- vung und der Barbarei gewarnt habe, die heute auch andere Völker bedroht, könne in seiner Tapferkeit und Opferbereitschaft zum Vorbild.für alle dienen, die im Kampfe für den Friede» und die Freiheit stehen. Der tschechisch« Schriftsteller Dr. Edmoöd K o n r ä d erinnerte in seiner' Ansprache an, den Stifter des Nobelpreises, der dar Dynamit erfand, aber die Diener der Kultur und der Friedend zu.seinen Erbin«insetzte. Die Leute, di« heute-die Welt mit Sprengstoff bedrohen, haben für einen Friedenskämpfer wie Ossietzky keine andere Auszeichnung alr Konzentrationslager und Gefängnis gehabt.,,In Ossietzky» Märtyrertum sei mehr Heldentum al» in den Taten der Kriegshelden, und,wenn Ossietzky von Fach gesagt habe, daß er der„letzte Sieger" war, so wollen wir hoffen, daß Ossietzky der erste Sieger tm Kampfe für den Weltfrieden sein werde. Alle Redner der Kundgebung fanden stürmischen Beifall, auch Ludwig Hardt, der politische Gedichte von Matthias Claudiu» und Heinrich Heine sprach. nach drei bis vier Jahren ausgegraben und. in die Kirche gebracht, wo sie 24 Stunden verbleiben. Sodann' werden sie wieder In das. ursprünglich« Grab zuriickgebracht. Die sterblichen Ueberreste graben die Verwandten mit den bloßen Händen aus und legen sie in einen kleinen Sarg ohne Deckel. Hinein legen' sie neben Knochen Kolat- scheu, die sie sodann in kleinen Stücken an die Teilnehmer des neuen Begräbnisses verteilen. Die Behörden haben jetzt diesen alten Brauch unterfallt.",.■ Dampfer gerammt. In der unmittelbaren Nähe der Hafen» von Split stieß der italienische Dampfer„Brioni" auf den au» Split ausfahrenden jugoslawischen Dampfer„Braö". Der jugoslawische Dampfer, auf dem sich 200 Passagiere befanden, wurde über Wasser beschädigt, so daß keine Gefahr de» Sinken» bestand. Die Reisenden beruhltzten sich, als der Dampfer in den Hafen geschleppt wurde. Der Schaden ist groß. Verlängerung der Geltung der Rückfahrkarte» für Sportzüge in» RIesengetirge. Fahrkarten, die für Sportzüge in» Riesengebirge ausgegeben werden, die au» Prag am 6. Dezember wegfahren, gelten für die Rückfahrt au» dem Riesengebirge außer für die Sportzüge am Sonntag, den, 6. Dezember, auch für den 7. und 8. Dezember für alle normalen Züge. Personenzüge kann man ohne Zuzahlung benützen, Eilzüge und Schnellzüge nur dann, wenn sich der Reisende die normale Zuschlagskarte kauft. Die Fahrkarten gelten für die Fahrt über Turaäu und Mer Chlumec. E» wird noch aufmerksam gemacht, daß beginnend mit 6. Dezember in» Riesengebirge außer dem normalen Sportzug jeden SatnS- tag noch ein zweiter Sportzug abgefertigt wild, der vom Wilfonbahnhof um 18.27 Uhr wegfährt. Regenwetter. Neber den britischen Inseln, bilden sich nunmehr neue Störungen, an deren Vorderseite gegen da» Festland wärmere ozeanische Lüftmassen zuströmen. In England und in Frankreich wurden erneut 12 bi» 14 Grad Wärme verzeichnet. Die wärmere Luft wird sich voraurstchtlich auch gegen Mitteleuropa ausbreiten und bei un» eine Verstärkung' der Niederschlaginetgung veranlassen.— Wahrscheinliche» Wetter Heute: Veränderlich, zeitweise Schauer, in den Niederungen tagsüber leichtes'Tauwetter, auf den Bergen Ganz« tagsfr'ost, West- bi» Nordwestwind.— Wetter« äu»sichien für Freitag: Roch unbeständig mit Neigung zu Niederschlägen, in der Westhälfte de» Staate» etwas wärmer. terinnen. Es handelte sich um handgemachie Qualitätsware. Ergebnis:' Syphilis, di«'durch di« „PapyroS" übertragen wurde.— Damals schrieb die gesamte europäische Presse über den furchtbaren Fall. Der Fall mit den durch Spirochäten'(den Syphilis-Erregern) vergifteten KInderpfeischen bringt di« LueS-Jnfeltion durch Zigaretten in'Erinnerung.->' Ziehen-'wir die Konsequenzen'im Interesse der genug erschütterten Volksgesundheit:. 1. Keine geschlechtskranke Person-darf frü her aus freiwilliger oder ZwangSheiluug entlassen werden, ehe sie nicht infektionssrei ist.--,.. 2. Keine solche Person darf vor einer gewissen' Quarantänefrist in: öffentlichen Geschäften usw. Dienst tu>j; darf nicht«her als arbeitsfähig erklärt werden,' als'man sicher sein kann, daß'sie kein Unglückimehr'anzurichten vermag.'’ 8. Alle Personen, di« in der, z. B.'Lebensmittelbranche usw. beschäftigt sind,- müssen in wissenschaftlich festzusehenden Zeiträumen' amtsärztlich genau untersucht werden....-■ Es ist durchaus nicht nötig, daß, gedankey« los, falsch und sparsam Mit Krmikengeld,'leichtsinnig, ja/' verbrecherisch- latente' Erreger'-! von Krankheiten durch Außen»Infektion geweckt werden. Also: VmLeuzung(Prophylaxe!).' Egal» ob die Betroffenen wollen oder nicht!' R.-J. Tragik um ein Kinderspielzeug I Nr: 28 k Donnerstag, 8. Dezemler 1986 Seite 5 IlMsuürtscKaft und äosüchMtiL Optimismus?- Pessimismus? §edchte&aa l i geht. So hätte die Republik nur eine Schlacht verloren, wenn Madrid siele, eine ungeheuere, wichtige, das gewiß, aber noch lange nicht den Kampf. Die Generalsmeute aber hasardiert, und alles hat sie aus die e i n e Karte Madrid gesetzt. Blindwütig und der Opfer nicht achtend, drängt der gegnerische Ansturm der Hauptstadt zu, unbekümmert darum, daß die ungeheuren Kosten der Belagerung ein Scheitern zur endgültigen Niederlage für die Angreifer machten. gungen für Neubauten wurden nach den bisherigen Ermittlungen in 88 gröberen Städten um 48 Prozent mehr erteilt als im Vorjahre, aber die Kubatur derselben übertrifft diejenige der Boriahre» um SS Prozent, woraus besonders das Anwachsen der Baubewegung bei gröheren Zinsobjekten zu ersehen ist. Der Absatz an Baumaterialien bleibt deshalb der» hältnismähig lebhaft, obzwar die Saison zu einer ProduktionSeiiischränkung neigt. In Pslaswrsteinen, Schotter und Kies wurde in Böhmen die Saison beendet. In Mähren und in der Slowakei wird noch gearbeitet und stellenweise zeigt sich Warenmangel.• Papierindustrie: Die Beschäftigung in der Papierindustrie bleibt um 10 bis 12 Prozent über derjenigen des Boriahre», auch in der Ausfuhr kam e» in den letzten Wochen zu einer Erhöhung des ausländischen Kaufinterejses. Textilin d u strie: In der Textilindu- strie war im Oktober eine allmähliche, wenn auch mäßige Besserung der Beschäftigung zu konstatieren, an der sich in Höherem Ausmaße auch die Leinenindustrie beteiligte, doch wird die unklare Preis« Die Regierung beherrscht von Balencia aus, gesetzt den hypothetischen Fall, dah sie Madrid verlöre, noch immer«in Gebiet mit einer Bevölke» rungSzahl von rund 10 Millionen Menschen, und wie Madrid, die bis zuletzt so leichtlebige, ja fast leichtfertige Stadt, sich mit einem Ruck am 19. Juli ihrer Feinde entledigt hat, und dann, nach langer, fast allzu langer Pause der Erschlaffung wieder stahlhart geworden ist, werden auch diese zehn Millionen elektrisiert auffährcn beim Falle Madrids und zu fiebern beginnen beim Anblick diese» Verlustes, der ihnen drohendes Gespenst des Verlustes ihrer eigenen Freiheit sein muh. .. Kataloniens Autonomie ist ein Geschenk der Republik. Die"langersehnte Selbständigkeit de» Baskenlandes ist erst jetzt, im Umbruch Spaniens, erreicht worden, und die der Levante, der" dritten Sonderregion Jbexiens wird dieser Tag« folgen. Die gesamte völkische Kultur dieser Gebiete steht und fällt mit der Freiheitsbewegung. Zieht der Krieg sich weg von Madrid, daun erhält er zu seinem sozialen und politischen auch noch ausgcspro- Der Generalsputsch rechnete unter seine Chancen auch die Zerklüftung des Proletariats. Heute ist die gesamte aniifaschistische Masse des Landes zu einer kompakten Masse" zusammenge- schweiht— ein anderer Lichtblick in diesen teil« ben Zeiten. Die drei Kabinettsumbildungen, die seit dem 19. Juli erfolgten, waren Wegsteine auf diesem Vereinheitlichungsgang des spanischen Proletariats. Die ersten beiden Monate Bürgerkrieg wurden von Linksrepublikanern geleitet, die zwar die negative Seit« des Kampfes: die Abwehrbewegung beschäftigt«, nicht aber seine positive: der ^evolutionäre Umbruch, Eines gehört zum andern; ohne Ausban'ist die Abwehr unmöglich!'Sckunnhte das Kabinett Cgballerö kommen, in dem schon Sozialisten und Kommunisten, aber noch nicht Anarchisten sahen, dje erst im Augenblick der höchsten Gefahr, als Madrid schon ernsthaft bedroht war, zustiehen. Damit erst sind alle antifaschistischen Kräfte Spanien», und vor allem die, deren Hochburg in den noch freien Gebieten liegt, einheitlich formiert, und die Kricg-führung gegen den unter einem ziclbewuhten Oberbefehl stehenden Gegner kann jetzt mit gleichen Waffen ausgenommen werden. In den vier Kriegsmonaten gen hat, und dessen vorletzte, noch vorrevolutionäre Phase— Caballeros Versuch, die Anarchisten an daS sozialistische Phpletariat anzuschlie- hcn— seine eigene Partei hart an den Rand der Spaltung gebracht hat. Die Arbeiter Spaniens haben in der jetzigen Phase des Kampfes bereits etwas zu verteidigen: Ihre Union und deren erste Früchte. In Katalonien etwa ist die Kollektivisierung der Industrie und im ganzen freien Lande die der Landwirtschaft bereit» verlvirklicht. Philo- Untethändler sind im Ausland genötigt, um die Beschaffung vpn Rohstoffen zu jammern, während man im Innern stolz verkündet, dah man sehr bald von den Rohstofflieferungcn des Auslandes unabhängig sein"werde. Auch die militärischen Kreise sind keineswegs absolut mit dem BierjahreSplan einverstanden. Sie billigen nur diejenigen Teile, wie strategischen Gesichtspunkten dienen, z. B. der Verlegung von Industrien nach Mitteldeutschland. Im übrigen tritt man für das Studium der nahegelegenen Rohstoffbasen des Auslandes ein, die in den deutschen Aufmarschplänen eine Rolle zu spiele» geeignet- sind. Di« militärischen Kreise sehen iw „Bedarfsfälle" in der Eroberung von Rohstoffbasen einen weit besseren und sicheren AuShilss- faltor, als in der. Forcierung künstlicher Rohstoffes die, gbgesehen vom künstlichen Gummi, bisher, relativ klägliche Resultate erbracht haben und den Rohstoffbezug nicht zu ersetzen vermochten.- In. der Beamtenschaft betrachtet man den" Vierjahresplan mit allergrößter"Skepsis.'Der alt«! BeamteNstämiN urteilt nach seinen: Erfahrungen. Die Propagandisten des Vierjahresplaues find zumeist jynge, unerfahrene Menschen, die wissenschaftlich vielleicht epochale Gedanken ohne weiteres, al» Realitäten ansehen. Sowohl in den Labora-" torien, wie in den zur Beurteilung berufenen Aemtern liegen die Vorbereitungen vielfach in der Hand, solcher Menschen, Genau wie M^n ihr Versagen äufpielen Gebieten det Verwaltung geseh-y hat, sagt mansich, daß sie auch Hier versagen und Nach deM Novemberheft der„Berichte der Nationalbank" entwickelte sich die Beschäftigung in den wichtigsten Gruppen der industriellen Produktion im Monat Oktober und zu Beginn des vergangenen Monat» folgendermaßen: Kohlen- undKoksproduktion: Der Absatz an Steinkohle im Oktober weist seit einigen Jahren die höchste Ziffer auf, auch di« Erzeugung von SteinkohlenkolS übertrifft bereit» die Ziffern von 1981. Der Konjunkturaufstieg de» industriellen Kohlenverbrancher dauert weiter an. Metallindustrie: Die Beschäftigung der Hochöfen war im Oktober ebenso günstig wie. diejenige de» Vormonate». Die Ziffern wurden bereit».vor einiger Zeit veröffentlicht, sie erreichten bei"Roheisen bereit» schon die Erzeugung vom Jahr 19Ö0, bei Rohstahl übersteigen sie bereit» dies« Ziffern. Der Auftragseinlauf au» dem Inlande war im Oktober belebt und auch in der Ausfuhr lagen Nachfragen au» dem Auslände vor. In"den Blechwalzwerken hat sich die Beschäftigung«ttva» erhöht, auch in den" Röhren- und Drahtwalzwerken sowie.in den Brückenbauanstalten war ein« weitere Besserung bemerkbar. Sonst wurde in der Metällerzeuguiig auf dein verhältnismäßig hohen Niveau der Vormonate gearbeitet. Die Nachfrage nach Kupfer- und Mestinghalbsabrikaten bleibt ständig lebendig. Der Absatz an Emailwaren im Inlande hebt sich und ist bereit»«ttva zwölf Prozent über dem vorjährigen Niveau. Im Export sind keine bedeutenderen Veränderungen eingetreten, er liegen genug Anfragen vor, jedoch ist e» nicht möglich, alle zu übernehme», weil die Limite sehr niedrig sind. M as ch i n e n i n d u st r i e: In der allgemeinen"Maschinen- und in der elektrotechnischen Industrie wurde im verflossenen Monat auf unverändertem Niveau gearbeitet, trotzdem sich sonst ein faisonmäßiger Rückgang in.der Beschäftigung zu äußern pflegte. In den Waggonfabriken werden die heurigen Bestellung»» der Staatsbahnen zu Ende verarbeitet, so daß mit der Aussetzung der Arbeiterschaft. begonnen wurde. Der Absatz an Personenautomobilen hat sich gegenüher.den saisonmäßigcn Voraussetzungen gebessert, dagegen war bei Lastwagen Und Äutobusten die Nachfrage noch schwach. Der Verlauf von landwirtschaftlichen Maschinen ist noch immer sehr lebhaft, trotzdem die Saison ihrem Ende zuneigf. Auch im Export steigt die Nachfrage, die.aber- durch ste Kontingentschwierigkelten der verschiedenen Staaten gebremst wird. Auf dem Gebiete, der Feinmechanik wurde fortlaufend günstig gearbeitet. 'K e r a m i sch« Industrie: Die Abverkäufe von Äapkeramjk bleiben weiter lebhaft, da die-Batisbison iiNgMitznlich lang« andauert. Der. Absatz', in»'Ausland' hat sich"naoh"der Devalvation mäßig- erhöht. Bei feuerfesten Waren läßt sich nach langer Zeit ebensall» eine. Absatzbelebung konstatieren- Es Ist hlei eine Folge der befferen Beschäftigung der Hüttenindustrie, welche bereit» setzt teilweise Rekonstruktionen der Einrichtungen braucht.. Der Absatz hat sich besonder» im Inlande belebt, aber auch im Export ist größere» Intereste zu bemerken. Der" Kaollnabsatz hat sich nicht wesentlich verändert. In der Porzellancrzeugung ist nach der Devalvation«ine Abschwächung de» JnlandSab- satze», eingetreten, doch steigt da» Interesse, im Export.„ G l a s i n d u st r i e: Der Export hpn tzjlaS- , waren" bleibt wertmäßig auf der Höhe de» Vorjahr«»^' in der Menge" ist jedoch ein Rückgang zu■ verzeichnen, hauvtsächiich im Export einfacher Flaschen. Der Gesamtabsatz der ersten zehn Monate zeigt" eine Erhöhung um vier Prozent dem Werte nach, die sich auf Tafel- und" Hohlgla»- bezieht,. während der Export von Gablonzer Waren stagniert. Vom. Weihnachtsgeschäft erwartet man eine gewiße. Belebung In der Glasindustrie.. Baubewegung: Gegenüber den Vorjahren gestaltet sich die heurige Bausaison auch in den Herbstmonaten noch lebhaft und ihr Niveau ist ständig höher al» in den Vorjahren. Neben den Bauten der öffentlichen Hand ist auch die private. Baubewegung ziemlich umfangreich. An Baubewilsj»' chen nationalen Charakter: er wird dann Ivirklich zum zweiten Unabhängigkeitskrieg Spaniens. Dvr erste, gegen Napoleon, brachte Niederlage um Niederlage, und nichts blieb schließlich der damaligen Freiheitsbewegung als das kleine Städtchen C a- d i z nahe bei Gibraltar. Bon hier setzte die siegreiche Rückeroberung an... uyimu^v viiu uiirtvi Mit ui«..------—-’-r Besserung insbesondere in der Hemdenkonfektion so« ner bis Talavcra, etiva 100 Kilometer südlvest- wohl für Export wie für da» Inland ersichtlich ist. j lich von Madrid zurückdrängen. Von Talavcra L e d« r i n d u st r i e. In der Lederwarcn-' führt die sogenannte Estramadurastrasse direkt in industrie bleibt, die Beschäftigung befriedigend, wo-" pj, Hauptstadt, aber ein geschicktes Manöver der Vie Beschäftigung der Industrie Im Oktober und Anfang November Statt vor die Geschworenen— Ins Irrenhaus I "UebCrraschung beim Schwurgericht Prag,(rb.) Gestern sollte vor dem Schwurgericht ein besonder» schweres und eigenartige» Siit» lichkeitsverbrechen verhandelt toerden. Di« Staat»- anjvaltschaft• hatte gegen den 7 S j ä h r i g e n FranzKroiäkauSviehenic« Anklage Wege»" der mehrfach begangenen Verbrechen der N o t z u ch t und S ch ä n d u ng«ine» Mädchen» unter vierzehn Iahrep. sowie wegen der Uebertretung gegen die öffentliche Sittlichkeit überreicht. Der Grew, der in der für den Gemeindehirten bestimmten Hütte hapste, hatte sich durch mehr al» ein Jahr an seiner elfjährigen Großnichte auf» schwerste vergangen, die bei ihm lebt«. Die Schwurgericht»- Verhandlung war Mr gestern anberaumt gewesen." Zur allgemeinen Ueberrgschung blieb indessen der Schwurgerichtssaal verschlosten. Die Verhandlung fand nicht statt. Der greife Angeklagte wird bor keinem Gericht mehr erscheinen" wüsten. Der Unjer- suchpngShaft war er nicht gewachsen und verfiel einer rapid, fortschreitenden Verblödung. Schließlich" hljeb den Gerjchtsärzfen nur übrig bei Krokäk hochgradige dementta senili» sAltersblödsinn) ist damit ein Prozeß abgeschlossen, um den das J am Rücken der Fränco-Armee«ine neue Front spanische Proletariat jahrzehntelang blutig gerun»! aufziehen können, an welcher der Krieg weiter gen hat, und besten vorletzte, noch vorrevolutio« I""~ Pie innere Lage In Deutschland 1(AP.) Die Nachrichten über die Nahrung»- mittelvecsvrgung in Deutschland werden immer bedrohlicher. Wenn auch di« Knappheit noch nicht solch« Formen wie in der Kriegszeit.angenommen hat, so. nähert sich doch die Rationierung immer mehr dem Kriegsspstem. Schon besteht der gleiche Schleichhandel wie in der Kriegszelt. Die Knzu» friedcnhelt. wächst und tuird noch durch, zahlreiche arbeiterfeindliche Maßnahmen verstärkt. Verschiedentlich Wurden Versuche unternommen, die Löhne zu kürzen. In Kr Arbeiterschaft•'erricht die Sorge, daß der alte.Zustand der Arbeitslosigkeit wieder eintreten wird. Die Erklärung von Hitler, daß die Rüstungen beendet seien, hat dies« Be- sorgnifse noch gefteigerß da man sich darüber klai. ist. daß bie Rüstungen die Grundlage für die Belebung deS Arbeitsmarktes darstellten. Einen Er- satz hat die Partei nun in dem Bierjahresplän «rbljckt.... Gegen diesen Plan aber erhebt sich ein großer" Widerstand. Weite Kreise des Auswärtigen Amtes sind dagegen. Sie; sind der. Ansicht,.daß die Auiavkiebestrebustgen Deutschland genüg ge- schSdigWabeff. Es handele sich pM" PresttonSn obne'.füchllche SiNtergxünde. dle nicht" geeigne« seien, dje StellungDeutschlandS.bci seinen. Wirt» schastsverhandlungen zu stärken. Die deutschen situation, hcrvorgerufen durch da» rapide Steigen sophisch gesprochen: DaS Ringen treiben jetzt auch der Rohstoffpreise, al» Hemmnis eine» rascheren e^te konservative Kräfte. Sie, die Aufstiege» bezeichnet, eine Schwierigkeit, die nur erwachsen sind aus den tiefgreifenden Umwälzun- Mar-N***( gen im Gefolge des Krieges,, beeinflussen seinen B e k?e" d u n g- i n d u ft r i-- Di- Be-!«»lauf. Indes das Wort„Bürnerkrien" ist aus .schäftigung-war.in der letzten Zeit günstig und äwei Elementen zusammengesetzt. ES hat einen ständig über dem Niveau der letzten Jahre. Die sozialen und einen niilitarischen Inhalt. Di- Zentren dieser Industrie äußern Anziehungskraft. Strategie der großen Schlacht um Madrid eröss- auch auf die Arbeiterschaft" auf entfernteren Gebie- i net einen weiteren tiefen Blick iii die Zukuiift. ten und die plötzlich" einsetzenden Bestellungen in- Diese Schlacht begann, genau genommen, f°"we de, kalten Wetter, verursachten den Unter, i fdj on in bcn ersten Augustlagen mit dein Dnrch- nehmungen sogar Li-seningrschw,er gkeiten Auch brach der GencralSarmee im T a j o-T a l. Un- in der Damenbekleidungsindustrie ist der Bestes-....*,..... lungSeinlauf bedeutend, so dah die Erledigung nur®’’ ct au’ durch erhöhte Arbeitsintensität ermöglicht wird. Ein" fäj»» Gelände mit ihren überlegenen.Krieg»« ähnliche» BNd bietet die Wäscheindustrie, woselbst die, Mitteln da» kaum bewaffnete.Heer der Rcpublika- lich von Madrid zurückdrängen. Von Talavcra führt die sogcnaniite Estramadurastrasse direkt in bei allerding» da» Mohjtoffprodlem, und"auch da». Rcpublikaner""v-rsperrt-"den'Faschisten"diesen S'SLS. N'-ÄL-kuS!!'«». Ä M«. W.. ein. Ehe m. Industrie. Di« große Erhöhung de» Absätze» nach der Devalvation.ist vorläufig zu- rückgegangen, bloß in einigen Industrien zeigt sich noch Nachfrage. Die Marktbelebung ist vorläufig nicht bedeutend. Im Export sind keine Veränderungen eingetreten, da» Ansteigen der Rohstoff». und Halbfabrikatpreise dauert an. In der tcervcrarbci- tenden Industrie macht sich die ständig hohe Baubewegung geltend. Die Kalkulation der Kauischuk- industrie wird durch da» Steigen der Rohstoffpreise erschwert. den Tatsachen nicht genügend Rechnung tragen werden. Nicht zuletzt wendet sich aber auch der be- rcits durch die ganze Entwicklung stark geschä digte Import- und Exporthandel gegen die durch den Vierjahresplan gegebenen Perspektiven. ES hängt damit zusammen, daß für den Vertrieb der Ersatzrohstofse an monopolartige Gebilde gedacht wird, also, falls der BierjahreSplan verwirklicht werden könnt«, dem Importhandel kein Ersatz für sein« bisherig« Betätigung geboten wird, während dem Exporthandel auch di« wenigen Kompensa- tionSmögklchkeiten, die heute bei ihm da» Geschäft noch zeitweiljgibeleben, entzogen werden, nachdem die Rohstoffe nicht mehr von draußen k.mmen." Die Skepsis gegenüber dem BierjahreSplan ist also ziemlich allgemein, auch bei denjenigen, die an sich ein Intereste daran hätten, daß durch" neue Investierungen die durch den Abbau der Rü- stungskonjünktur drohende Arbeitslosigkeit über wunden wird,-mämlsch bei der Arbeiterschaft. Das liegt, daran, daß man dort den BierjahreSplan als letzte Vorbereitung"auf den Krieg empfindet. Di- Parole, daß die Autarkie durch dje böswillige Po- litik deS Auslandes erzwungen fei, verfängt in dec" Arbeiterschaft nicht. Dje Erinnerung an die Er»-...-... satzstoffwirtschgft der Kriegszeit ist in der«rbei.! festzust-llen und sein« absolut« Unzuk-chnungsfähig. WWte^ Mmiae^an^NcchrunaSnütteln'''araMin'V«a!mg-^Ürück"m.d^- V-rfaL?-'- Mmlgel an NahrunaSmifteln, furz vor der Hauptverhanolung eiyqesteftt. MW°N.Stoffen u. a, rufen ohn-^weiter-s da» Der 7gjähkige DelistgueNt wurde der Ikttnanstalt Bist der KriegSlestenSz-It. zumindest ist der Slte- überstellt und der angesetzte Schwurge'richisprozeß fiel !reu Arbeitergeneration, hervor,'aus. | nicht gelang, war, den Vormarsch in seiner ur> ' sprünglichen West-Ost-Richtung anfzuhalten: von Talavcra geht eS weiter nach Toledo im Süden Madrid», das Ende September genommen wurde. Jetzt dreht sich die feindliche Heeressäule und beginnt nach Norden, also auf die Hauptstadt zu, zu marschieren. In dieser Schwenkung stecken sämtliche Elemente der feindlichen Strategie. Sic ist eine EsfektSstrategle, dic mit glänzenden Schlägen brilliert, wie beispielsweise dem IlebcrrgschnngSvor- stoß ans Toledo, aber durchaus unsolid ist, da sie auf jede Sicherung verzichtet, bester gesagt: verzichten muß. Denn sie hat weder noch genügend Menschenmatcrial, ihrem Angriff die nötige Breite zst geben, älso Madrid vo» allen Seiten zu nm- fchließen, noch anch dazu, ihn ausreichend tief zit gestalten, also die Flanken in ihrem Osten und die eventuelle RückzugSlinie im Süden zu decken. Dahin stößt jetzt die Entsatzarmee Madrids, die die Regierung von Balencia aus organisiert hat. Dem militärischen Fehlkalkül der Generäle gesellt sich ein PsstchologjfchcS: ihre tiefe Ber- achtung für das Volk, dem fje nicht zutrauen, dah cs sich eit>cS Berufsheeres erwehren könne, gar wenn eS über die mächtigsten Kriegsmaschinen der Gegenwart verfügt. Im Schatten und unter den Fittichen dieser Maschinen dachten die Rebellen, Madrid im Eilschritt nehmen zu können. Sie. i sollten ersetzen, was den Generälen an Menschenmaterial fehlt, und verdecken, waS in ihren Plä- I nen nicht gedeckt war: die Flanken und die Äuf» I marschbasiS. Für den 4. November schon hatte Franco feinen Einzug angekündigt; am 7. November meldete daS Ausland, er sei bereits eingezogen; nochmals stellte er am 9. November seinen weißen Gaul zum triumphalen Einmarsch bereit, und am 12. November versicherte der Berliner Sender: Nun aber seien die Generäle wirklich, entschlosten^i^adrid, zunehmen. Es vergehen abernialS zwci Wochen und daun heißt eS wieder:' "Jiht, am' 28."November, erfölgt der" endgültige" Sturm auf die Hauptstadt. Man sieht, die Geschwindigkeit, die Hauptstärke der Rebellenarmee, auf der ihre ganze Strategie aufgebaut"ist, verringert sich beträchtlich. Längst ist der Schock, den Madrid erlitt, als Toledo plötzlich in Feindeshand wat, verflogen. Di« ungeheuren Kraftrcserven de» spanischen Volkes begannen sich zu entfalten. Selbst wenn es nicht gelungen wäre, Madrid zu halten, hätte» , die freien Gebiete der Republik an der Flanke und Von unserem spanischen Berichterstatter t „Ich glaube nicht, daß Madrid fallen w!A>," erklärte jüngst Largo Caballero uns Journalisten, die wir nach Balencia gekommen waren, die Regierung an ihrem neuen Sitz zu begrüßen.„Aebrj- genS", so" fügte er hinzu,„vom rein militärischen Standpunkt ans gesehen, ist Madrid nicht wichtig". In Balencia, wie in Madrid, wie in Barcelona, wie überall, wo die republikanische Flagge weht, hängen Ausrufe, die das heutige Schicksal der spanischen Hauptstadt mit dem Petersburgs im Jahre 1919 vergleichen. Auch in die Vorstädte Petersburg- war damals die Weiße Armee schon eingedrungen, und die Lage der Stadt war verzweifelt. Wenn es sein müßte, erklärte in jenen Tagen Lenin, wird sich die Revolution bis nach Wladiwostok zurückziehen, um dort aufs neue" vorzustohen zum endgültigen Triumph. Aehnlich hat es jetzt Largo Caballero hier gelägt: „Wenn. Madrid fallen sollte, so wird der Krieg denstoch'forWhcn; wir werd'ewutst jeden Fiißbicit" Erde"bis zum letzten kämpfen, und wir werde»" triumphieren." Seite« „Sozialdemokrat* Donnerstag, 3. Dezember 1936. Nr. 281 Bezirksorganisation Prag der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei F r e i t a g, den 4. Dezember, 8 Uhr abends, Im Partciheim, Prag II, Smeäka 22/3. „Schiller Seffund die Anfänge tudetendeuftcher Arbeiterdichtung" Redner: Genosse Hofbauer. Rezitationen: Genosse Paper. Meter: Janda(Karlsbad) 11-8 Set-, Weitsprung: Guha(Maierhöfen^ 4-86 Meter, Hochsprung: Dicktopf(Fischern) 1.28 Meter, Speer: Nejedlo(Karlsbad) 24.88 Meter, Schleuderball: Wanek(Allroh« lau) 28.71 Meter, Kugel: Nejedlo 8,88 Meter, 4X106 Meter: Drahowitz 61 Sek-, kleine Oltzinpi» sche: Maierhöfen 1:68-7 Min. Schluß der Herbst-Fußballserie Im 6. Atus-Kreis Zwölf erstklassige Fussballmannschaften bestritten die Herbstserie 1686, er war ein spannender Kampf bis zur letzten Runde. Der KceiSmeister GraSlitz, welcher dem Meister des 6. Kreises ein unentschiedenes Spiel lieferte, hat sich auch diesmal an der Spitze gehalten. Ungeschlagen konnte Graslitz neun Spiele durchhalten; drei Unentschieden, nnd zwar gegen Ncndek, Fischern nnd Unterreichenau, bewiesen jedoch schon im Verlauf der Herbstserie, dass eine starke Konkurrenz vorhanden ist. Die beiden letzten Spiele hat GraSlitz verloren, der FFK Falkenau und der Atus Drahowitz waren die Bezwinger des Meisters. Die sonntägige Sitzung des KreiSstrafauSschusseS hat einen Protest Draho- witz gegen Maierhöfen zugunsten des Atus Draho- witz entschieden, damit wechseln genannte Vereine Ihre Tabellenplätze. Die Abschlußtabelle der ersten Klaf se ASB GraSlitz.. . 11 6 8 2 16 89:17 A2B Ncndek.. . 11 6 8 14 87:17 FFK Falkenau.. . 11 7 9 4 14 49:89 AtuS Karlsbad.. . 11 6 4 14 28:14 Atu» Unterreichenau . 11 6 2 8 14 29:21 ASB Schankau.- . 11 6 2 4 12 18:26 Atu» Fischern.. . 11 4 8 4 11 28:19 AtuS Drahowitz. . 11 6 1 6 11 28:23 Rote Elf Chodau. . 11 4 1 6 9 15:26 ASB Maierhöfen. . 11 4 0 7 8 17:29 Atu» Aich.., Atus FranzenSbad. . 11 2 4 6 8 18:28 . 11 9. 2 9 2 8:66 Die Spitzenführer der zweiten Klasse sind: ASB Alt roh lau, Atus Reusattl und Atus Unterrothau. An aussichtsreichen Stellen stehen weiter im 1. Bezirk die Sportbrüder Eibenberg und AtuS SittmeSgrün, im 5. Bezirk ASB Fleihen und ASK Eger. ES gibt also zahlreiche Anwärter au) die erste Klasse. Englands FusjballveriandSteam schlug am Mittwoch in L o n d o>i da» u n g a r i f ch e Berbandsteani mit 6:2(8:1). Die Engländer zeigten hervorragende Stürmerarbeit, dem die Ungarn nicht gewachsen waren. „Tschechoslowakischer Regionalismus" ist das Thema eines Vortrages, den am Donnerstag, den 3. Dezember, um 19 Uhr in der Handels- und Gewcrbekqmmer in Prag Dr. I. Stockh, Bor- sitzender- der tschechoslowakischen reglonaljstischen Zentrale, halten.wird.- .„Der tschechische Radikalismus deß Jahre» 1848/49." lieber dieses Thema spricht Donnerstag, den 8. d. M., um 18.86 Uhr im Sitzungssaal des'Fürsorgeministeriums(II., Pa- lacköho näm. 4) Dr. P. Eejchan.(Veranstaltet vom Sozialen Institut.) Eine WeihnachtsausstelluNg. Die Gemeinschaft der bildenden Künstler veranstaltet vom 2. bis 18. Dezember iit Prag l., Michalskä 16, eine Weih« nachtsauSstcllnng. Besuchszeit von 9 bis 18 Uhr. Eintritt frei. Eine jüdische Klinik in Prag? Der Prager jüdische Spitalbauverein bekommt, wie der' DND erfährt, demnächst von der Prager Gemeinde ein Grundstück, auf dem eine jüdische Klinik errichtet werden soll. Die Verhandlungen sind im Gange. Oesfantlicher Konkurs für dio Lieferung von Bauholz. Die Staatsbahndirektion in Prag vergibt die Lieferung von Bau-Schnittholz für das erste Halblahr 1987. Amtliche Formulare sind bei der ArbelterfUrsorse Genossinnen, welche bereit sind, an der Winterhilfsaktion(Näharbeiten.) nntzuarbcitcu, mögen sich Mittwoch nnd Donnerstag im Parteiheim einfinden Direktion für' 8 Kk(bei Poftversand Kä 6.96, per Nachnahme wird nicht versendet) erhältlich. Einrei- chungStennin für Offerten bis 86. Dezember 1986, 16 Uhr vormittags. Nähere Informationen Im Anzeiger für Eisenbahn« imd Schiffahrt, im. Amtsblatt der Tschechoslowakischen Republik und in den Nachrichten des öffentlichen technischen Dienstes. dass sie eine wirkliche Volksbewegung geschaffen habe und dass Lkon Blum eine überragende StellurH einnehmen konnte,' die er ihm ermöglicht, im Namen der.'Nation, zp. sprechen., Die Aussenpolitik BlumS lasse! eine Konzeption erkennen, die auf dem' Gedanken beruht, dass der Krieg vermieden werden.kann, wenn Frankreich.mit Russland,'! und England verbunden bleibt,'ein. Wall um'Deutschland'geschaffen wird, und dar deutsche Volk zwingt, die Spannungen der Dritten Reicher innerhalb, Deutschlands zur Entladung zu bringen.. vle Freiheit der Wissenschaft Ivar das Thema eines Bortrages, den Prof. Em'l U t i tz als Galt des Klubs„Novä.Svoboda" hielt. Was diese» Thema gerade.heute und bei uns aktuell macht, liess der Vortragende eigentlich unbehandelt. Er.gab eine-Definition, einer abstrakten Freiheit und einer abstrakten Wissenschaft, dessen Träger int Dienste der Wahrheitsfindung und der gefundenen Wahrheit, den Kampf gegen, jede Macht,.di«.aus welchem Grunde immer die V.erkündung der. Wahrheit verhindern will, aufnehmen müssten. Das ist fest undenklichen Zeiten unter'Menschen-anständige Gesinnung ein unbestrittener Axiom. Die Freiheit der Wissenschaft wurde ja erst zum Problem, al» die Wissenschaftler anher» als Sokrates, auf dessen Opfertod sich Ktitz berief, den Kampf gegen die Mächte des Ungeistes nicht mehr aufnahmen»der sich gar zu ihren Handlangern erniedrigten. Hier muss di« demokratische Politik regulierend und korrigierend eingreisen und die von den autonomen Lenkern de» Wissenschaftsbetriebes längst abgeschaffte Freiheit der Wissenschaft wieder herstellen durch Beschränkung, der Freiheit eines Teiles ihrer graduierten Träger,, die iängst anderen Herren dienen al».der Wahrheitsforschung. Weil der Vortrag vor einem politischen Publikum gehalten wurde, wär e» sehr am Platze, dass einer der Diskussionsredner diese Fragen in ungemein scharfen Formulierungen zur Sprache brachte. Ka.- Kunst uml Wissen Vorträge Der Dtm Vle Volksfront In Frankreich Bei der Eröffnung des neuen Heims der Freien Bereiiiigung Sozialistischer Akademiker hielt Genoss« Dr- Franzel einen Vortrag über die Volksfront in Frankreich. Seine Betrachtung wandte sich vor allem-der Frage zu, welche Lehren wir au» dem-französischen Experiment ziehen können, da» mehr darstelle als unr ein Wahlkartell und eine linke Koalitionsregierung. ES habe sich von Anfang an durch-seine Aktivität ausgezeichnet und feinen Wahlerfolg nicht einem theoretischen Programm, sondern- einer-an Traditio»;. Geist und Stimmung de» französischen Volkes appellierenden Propaganda verdankt. Der Redner warnte vor der.Illusion,-dass, es genüge,,die. Parolen der französischen Volksfront; in anderen. Länder»'einfach zu.übernehmen, um.Erfolge zu erringen., Zu lernen sei nur, dass der Kampf.gegen den Faschismus mit Aktivität und mit Parolen geführt werden müsse, die weniger wissenschaftlich als will er' da» Misstrauen des alten Schwager», der nuran da» Gedeihende» Guter und' da» Erbe de» Nrberteuerung von Tabakfalrikaton in den Kaffeehäuser». Die Bezirks-Finanzdirektion In Prag macht im Interesse der Oeffentlichkeit darauf aufmerksam, dass in einigen Kaffeehäusern, Restaurant» und--»deren Unternehmungen dieser Art der Bevölkerung Tabakfabrikate unberechtigter Weise und entgegen den Vorschriften zu gegenüber den festgesetzten Preisen, d. i. jenen, weiche in den Tabakverschleissen gezahlt werden, bedeutend höheren Preisen verkauft werden. Gemäss 8 66 der Vorschriften für die Trafikanten können in solchen Unternehmungen Tabakfabrikate nur zu den Tarifpreisen verkauft werden. E» dürfen keine höheren Preise verlangt werdni, d'dch Ihüssin f'tt ItvIIIi'g ästach o t e»e Zuschlägea n g e n a mm en werden. Für die Handlungsweise der Angestellten haftet.'soweit c» sich um den Verkauf von Tabakfabrikaten handelt, der Unternehmer persönlich. Ge« niäft ss 61 der angeführten Vorschriften ist der Verkauf eigenhändig angefertigier Zigaretten auf das strengste verboten und solche Delikte werden nach - dem Gesällrstrafgeseh bestraft. DaS Prager Pflaster. Am Dienstag nachmittag um 6 Uhr ging die 68jährige Marie Hatläk aus Wrschowitz durch die verlängerte Jateöni in Michle nach Hause; als sie in der alten Ziegelei vorbeigekommen war, fiel sie plötzlich in eine grössere Grube, dio sich Im Pflaster öffnete, da die Gegend unbeleuchtet und der Boden nach dem Regen glatt war. Sie erlitt«inen Bruch der rechten Hand und der rechten Fusses und wurde von der RettungSgefellschaft auf die Klinik Schlosser gebracht. , Mörder Agio. Gestern vormittag» um 11 Uhr - lief in der Fügner-Strasse in Lieben die 66jährige Maria Marisek aus Lieben vor da» Auto P-1867 des 27jährigen Ehauffeurs Josef Masek aus Hlou- bktin. Sie wurde überfahren und schwer verletzt. Auf dem Wege ins Krankenhau» auf der Bulovka erlag sie ihren Verletzungen. Dem Chauffeur wurde der Führerschein beschlagnahmt und das Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. Arbeitervorstellung »Die lustigen Weiber von Windsor", Komische Oper von Nicolai, am Sonntag, den 6. Dezember, um halb 8 Uhr. Karten täglich von 8 bis 2 und 4 bi» 6 Uhr bei Optiker Deutsch, Koruna. Diplomaten al» Theaterabonnenten. Das diplomatische Korp» in Prag wird ab Dezember an- bestimmten Tagen da» Neue Deutsche Thraker und da» Nationaltheater regelmässig besuchen, beainuepd im N«u«n Deutschen Theater heute- mit„Axel an der Himmelstür. Spielplan de» Nour» Deutsche» Theaters. Heute, Donnerstag,-halb 8 Uhr: Axel-q.n der H t m m e l» t fi r, C'2.—-.Freitag halb 8: D i e lustigen WeibervonWindsor, D. - Samstag halb 8: Axel. an-. derHimmelr- tür, B 2.— Sonntag halb 8:Di«luftigen Weiber von'Windsor, halb 8: E h«, C 1. Spielplan der Kleine» Bühne. Donnerstag 8: DerJllufionift.— Freitag 8: H o f- log«, Theatergemeinde de» KulturverbaiideS und freier Verkauf.— Samstag 8: D e r I l l,u- s i o n i ft.— Sonntag 8: S a l z b u r g au s- verkauft, halb 8; AxelanderHim- meist fi t,■-■ Vojnarka Die Verfilmung des Dramas„Vojnarka" von Aloi» Jiräsek, den: berühmten Verfasser tfchechsscher Geschichtrromane, ist von künstlerischem Ehrgeiz und literarischem Gewissen beherrscht. Sie verdient mit Respekt betrachtet zu werden,—- aber gerade weil, sie vom., gewöhnlichen minderwertigen Unterhal-.. tungsstil der heimischen Filmproduktion abweicht und die mit„MarpSa",„Jamwik"' und der(.Rei-;. tcrpatrouille" begonnenen Linie fortsetzen will, wirst sic grundsätzliche Probleme auf. der tschechischen' 'Filmkunst-auf.. l Auch, in diesem Film(den. der junge,-bisher meist in' kitschigen Liebhaberrollen beschäftigt«! Schauspieler. Vladimir Borskh.als Regisseur ge- i leitet hat) ist nämlich die wichtigste Voraussetzung jeder Filmkunst zu wenig beachtet worden: dass-die-s Ausdruckssorm des Film» die Bewegung isst Die tschechischen Filme,-in denen«S anders war-(wie' i,Hei. Rup", einige Hugo Haar-GroteSken und „JanoSik-) rfinb an den Fingern einer Hand zu-zäh«, len.' Wenn,also hier in der„Vojnarka", wieder immer nur geredet, gelächelt und geweint-wird,, so dass es schon al» Erlösung wirkt, wenn einmal ein Tanz, oder'eine Mauserei ieginnt,'dann'ist da» ein ttibi» scher Fehler der tschechischen Filmregie, der fiberwunden werden ,muss„ eh« der Durchbruch zum wirklichen-tschechischen'Film-erfolgen, kann.,- Der ander«, gleichfalls- tvpischc Fehlem ist der _,, niangelnde Sinn für Tempo und'Steigerung, Ge« gefühlrmässla-und geschichtlich begründet sind, Auch.wiss ist die' Handlung de» Jiräsekschen Dramas- so die innenpolitischen Massnahmen der französischen,! unkompliziert und-ohne.grosse-Leidenschaften, da» Volksfrontregierung eignen sich.nicht für eine direkte Schicksal eines Heimkehrer» von 1866, der eine Arie« Nachahmung in anderen Ländern, wo die sozialpvlj« geäoitwe heiratest. aber. am- Ende-Selbstmord- bg-. tischen Massnahmen der Regierung' Blum-ja mei« acht, weil er ihm!nicht mehrgüingt.'s,«in gufer stenö schon längst durchgeführt sind- Wesentlicher Ebryjayn,.Landwipt und.Stiefvater zu'sßin, und sei, dass die Volksfront in Frankreich dl« Schwächen de» Parlamentarismus zu überwinden, bestrebt, sei, Reffen denkt, nicht, ertragen und überwinden kann. Ader gerade.bei einer solchen Handlung müsste man viel-mehr die wenigen.dramatischen Möglichkeiten, herausarbeiten und unnötige Breiten. Wiederholun» gen und Stockungen vermeiden., Wenn man ein Theaterstück verfilmst dann kann man(wie, e» bei der„Reiterpatrouille" geschah) eine gute Bühüenaufführung fast unverändert verfilmen^— oder man muh er filmisch iuiigestalten, die Natur und die Arbeit mltspiclen lassen, den Schauplatz erweitern, da» Gesprochene nach Möglichkeit durch Sichtbares ersetzen. Da» ist hier sticht geschehen- und auch da». Spiel der Darsteller ist mehr bühnenmassig al» filmisch. Wieder ei» Mangel de» tschechischen Film»: dass er(mit Ausnahme von Hugo Haa», der sich selbst entwickelt hat) keine Filmdarsteller entwickelst Hier, in der„Vojnarka", sind alle. Hauptrollen mit gute» Theaterkünstlern besetzt. ZdenA Stöpanek und Jikina Stkpnikkovä zeigen, filmische Gestaltungrgabe, aber jedesmal, wenn man sie sieht, zeigen sie nur Ansätze zum Filmspiel. Die Weiterentwicklung fehlt. Und neben ihnen spielen Väclav V h d r a und Antonie N e- doöinskä altertümliche» Theater.—ei»— 8port-8piei-KörperpsiegL Westböhmischer Arbeitersport Sonntag fand in Zwodau die Geräte- auSscheidung de» 8. Bezirkes statt. Die Beteiligung war den Anmeldungen nicht entsprechend, die Leistungen aber teilweise sehr aut. Bei den Turnern qualifizierten-sich Seitz(Falkenau) und Hundhammer(Schlaggenwald) mit je 47 Punkten für die BezirkSriege. Besonders hervorzuheben wären die Leistungen aller Schlaggentvalder Turner am Pferd, die 18 bis 17 Punkte erreichten. Ein bemerkenswerter Zwischenfall ging ohne Verletzung ab: bei einer Kammgriffriesenfelge ritz eine Verankerung, der Falkenauer Seitz konnte noch vom stürzenden Reck absprin'gen. Al» Ursache würde ein'in der Schmiede verbrannter Haken festgestellt. Bel den Turnerinnen setzte sich Paula Fischer(Chodau) mit 49.8 Punkten an die Spitze. Im 2. Bezirk wurde die Gründung einer AtuS-Jugendgruvpe in HaSlau durchgeführt- Sehr aktive Gruppen'bestehen bereits in Eger, FranzenSbad, Wernersreuth und Liebensteln. Der-starke Grundstock an Jugendturnern in allen übrigen Vereinen des 2. Bezirkes ermöglicht«S, die Parole des Atus:„In jedem AtuS-Verein eine AtuS-Jugendgruppe" in die Tot umzusetzcn. Erstmalig hat auch der 4. Turnbezirk die leichtathletische Höchstleistungsliste ausgefüllt. Der Bezirk stellt bereit» zwei Krcis- meisterfchaften(169 Meter: HanSlik, Marienbad, 11.8 Sek. und 1666 Meter: Kolak,. Tuschkau-Stadt. 8:18 MIn.) de» 6. Kreisverbandes. Durch die Belebung.der Leichtathletik im Pilsener Turnbezirk erhält der 6. Kreis«ine wertvolle Kräftesteigerung, um so mehr, als gerade dort mit die besten Athleten deS DTJ-BerbanoeS vorhanden sind. Die Höchstleistungdliste des 1. Bezirke» weist auch.1986 sehr gute Leistungen auf. Turner: 196 Meter: Reim,(Putschirn) 12 Sek., 266 Meter: Janda(Karlsbad) 26.6 Sek., 466 Meter: Janda 69.9 Sek., 1896 Meter: Schürer(Drahowitz) 4:88.8 Mist., 8696 Meter: Schneider(Drahowitz! 11:17.8 Min-, Weitsprung: Janda 6.81 Meter, Hochsprung: Rippl(Fischern) 1.68 Meter, Dreisprung: Janda 11.88 Meter, Speer: Janda 41.16 Meter, DiSkuS: Reim 84.76 Meter, Schleuderball: Löw(Drahowitz) 41.28 Meter, Kugel: Reim 11.27 Meter, 4X166 Meter: AtuS Karlsbad 66.8 Sek.— Die Leistungen der F r au e n sind im 1. Turnbezirk folgende: 66 Meter: Troll(Altrohlau) 8 Sek., 166 An unsere Abonnenten und Genossen! Wir werden wie im Vorjahre die. Neujahrs-Enthebungen in unserem Blatt veröffentlichen, wodurch den Genossen die mit den Neujahrsgratulationen verbundenen erheblichen Unkosten erspart bleiben. Die Enthebung kostet Kc 10*— und wird nach Orten geordnet, lediglich Namen und Beruf enthalten. Wir ersuchen die Abonnenten die tieferstehende Enthebungsbestellung freundlichst auszufüllen und umgehend an uns einzusenden. Die Bestellungen müssen bis spätestens 18. Dezember bei uns einlangen. DI« Verwaltung. Iwulltk Miianea!————-» Neujahrs-Enthebung fQr„Sozialdemokrat“ Ich bestelle hiemit unter dem Namen;. ''' Beruf:.;—'; Ort;- eine Neujahrsenthebung zum Betrage-von KS lO.— und sende ihnen diesen Betrag per Erlagschein ein. Unterschrift: VerelnsnacimMen Rote Falken, Prag. Donnerstag, kommen alle Falken in» Heim zu den VorbereitungSarbeiten für unsere Feier. Wir beainnen 16.86 Uhr Bezugsbedingungen: Bei Zustellung in» Hau» oder be« BcM durch die, Poft monatlich-KS 6.—, viertel,ahrlich stt 4a-»uw,adrig Xe 96.- ganzjährig XL 192.—.— Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei ästeten Einschaltungen Preisnachlass.~ Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bet Einsendung der Retourmarken.— Die ZeitUngSfrankatur wurde von der Post- find Tele- graphendirektwn'mst Erlass Nr. 1S.899/V1I/19S0 bewilligst— Druckerei:.stvrbiS". Druck-, Verlag»- und ZeitungS-A.-G. Prag,--'s''