Nr. 291 Dienstag, 15. Dezember 1936 16. Jahrgang Einzelpreis 70 Hellei (einichließllch 5 Heller Porto) lENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI f IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK IUCHIINT MIT AUSNAHME DES MONTAG TÄGLICH FRÜH, Redaktion und verwaitung frag xii., fochova«. telefon sxn HERAUSGEBER. SIEGFRIED TAUS. VERANTWORTLICHER REDAKTEURi KARL KERN, FRAG. territorialen Autonomie. Er spricht die Meinung ans, daß auch unter den heutigen, wesentlich veränderten Verhältnissen, die Schaffung einer selbständigen sudetendeutfchen Provinz Im Rahmen der tschechoslowakischen Staates auch den deutschen Bewohnern dieser Provinz keinen tatsächlichen Vorteil bringen würde. Er ist d.'Shalb nicht zu verwundern, daß unsere deutschen Mitbürger etwas AehnlicheS ernsthaft gar nicht anstreben. Dagegen kann jedoch gesägt werden, das die Forderung einer Verwal- tn n g s d e z e n t r a l i s a tt o n auch auf tschechischer Seite, prinzipielles Verständnis findet. Der Minister brachte sodann die Forderung der nationalen Selbstverwaltung auf kulturellem Gebiet«, welche heute bereit» zum groben Teil erfüllt ist, sowie die Forderung zur Sprach«, daß den deutschen Mitbürgern ein gehöriger Anteil an der öffentlichen Macht im Staate und eine angemessen« Vertretung in den staatlichen und öffentlichen Aemtern sichergestellt wird. Der Minister verwies hier insbesondere auf die letztens undgebun- gen des Vorsitzenden der Regierung, Milan Hodja, welche sich sowohl mit dieser Forderung als auch mit der weiteren Forderung befabten, daß den Deutschen au» öffentlichen Mitteln für ihre künstlerischen, kulturellen und sozialen Unternehmungen und Bedürfnisse die ihrer Zahl entsprechenden Unterstützungen zuteil werden. Peinlichen Eindruckes nicht erwehren, daß dieses Faktum das Urteil beeinflußt hat. Zwar muß die Schweiz, jetzt nicht befürchten,, daß Deutschland seine Beziehungen zu.ihr überprüft—. Hitler kann mit dem Urteil ja zufrieden sein—, aber die ganze Welt wird davon überzeugt sein, daß hier nicht«i»t durchgeführt,... welche» e i n e Macht gehöri, da" dir Aufständischen kein, einzige» Unterseeboot besitzen. DaS Unterseeboot„S.3" ist gesunken. ES hatte eine Besatzung von. 46>Mann, von welcher viS- - her bloß der Kapitän und zwei Matrosen gerei- . tet würden»"..- daS in diesem Staaw seine tatsächliche Md dauernde Heimat sieht, deren Schicksal mit seinem eigenen Schicksal untrennbar verknüpft ist. Wir wissen, daß unsere deutschen Mitbürger zu einem solchen"Fühlen und Denken generell nur allmählich durch die weitere Entwicklung gelangen können, wir müssen un» aber auch dessen gut bewußt sein, daß die Angehörigen der tschechoslowakischen Nation zur Ermöglichung und Beschleunigung einer solchen Entwicklung vor allem durch eine vernünftige und gerechte, wahrhaft demokratische Nationalitätenpolitik sehr viel beiragen können. Die Verfassung unsere» Saate» gibt uns hiezu alle Möglichkeiten. Dr. Krofta befaßt« sich sodann mtt einigen sogenanyfen programmatischen Forderungen der Deutschen.in der Tschechoslowakei, vor allem mit der Forderung einer mehr oder weniger vollständigen —Dü——ME David Frankfurter— achtzehn Jahre . Chur.(SDA.) David Frankfurter Wurde vom.KanwnSgericht" Graubünden- wegen iMordeS-an Wilhelm Gustloff zu 18 Fahre» Zuchthmr», abzüglich acht Ptonate flnterfuchMg»^ Hast, zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte während der gleichen. Zeitdauer und zur lebenslänglichen Landesverweisung verurteilt. Der. Bev» - urteilte.würbe weiterS grundsätzlich zum"Ersatz d«S gesamten" durch" obgenanntes verbrechen der. ursachten Schadens verpflichtet. De« verurteilte hat im weiteren sämtliche UntersuchungS-, Gerichts» und Strafvollzugskosten zu tragen. ES"wurde also dem Antrag des Staatsanwaltes vollinhaltlich stattgegeben, und dies hüt weder die schweizerische Oesfentlschkeit, noch dieder anderen Länder erwartet. Die deutsche Presse hat über den Prozeß in Chur in der skandalösesten Weise berichtet and. sich ständig in die Angelegenheiten der schweizerischen Rechtsprechung eingemengt. Man kann sich de» Tschanskaischek wieder frei "Ein Teil der Presse hat die Gefangennahme' de» chinesischen Marschalls T s ch a n g k a i- f ch r k durch den General Tschanghsueliang direkt alSdey-BeainüelyeS^chlnesisch-japanischrn Kriege» Und damit al» Beginn der'großen Auseinandersrtzung im Fernen Osten-ingestrllt, in die natürlich auch R u ß l a n d eingreifm würde. Gewisse Blätter, so Mtürlich auch„D i e Ze i t", stellen den Putsch TschanghsueliangS direkt als Ma- ch en s ch a ft M» S k a u S, d. h. äl»„Roten Militärputsch in China", hin, alles nur deshalb, weil Tschanghsueliang von der Zentralregierung die Kriegserklärung an Japan und die Wiederherstellung der kommunistischen Partei gefordert hat. nJ Wirklichkeit steckt, offensichtlich Ja p a n dahinter,, da», wie schon so«st, wieder einmal «inen vorwand braucht, um Nordchina noch stärker in seine Gewalt zu bekommen. Die japanischen Blätter wüßten auch gleich, zu berichten, daß Tschanghsueliang bereit» eine unabhängige Regierung mit.Unterstützung der Sowjetunion erachtet und mit letzterer-rin Offensiv- und Defen- sivbsindni» geschlossen habe. Die Gelegenheit zu einem wetteren Bormarsch der Japaner in China -schien sehr günstig. ?.■- Die chinesische Zmtralregiernng erklärte aber Tschanghsueliang alS Verräter, setzte ihn ab Und"befahl gegen"ihn" militärische Maßnahme«. Daraüshin siel ein General von"Tschanghsueliang at," b e s r e ite T s ch a n g k a i s ch e.k, der in Sians«. gefMgen saß, und veöhafteteden Putschisten Tschanghsueliang^-. i ' DümitschelütimsWesentlichenderPütschbe- endet zu sein, der, wenn"er auch" ,unter schärflatiti- sapäüischer Flagge segelt«, im Grunde genommen doch jtür der japanischen Politik"genützt! und"die .sich',-allmählich. herauSbildende Einheit Chiüa» üntrr"der.Führung der nationalen Regierung der Kuomintang gefährdet hätte-.'Richt einzelne Ge» peralbpütsche, sondern diedrohendrEinigung.Chi- na» bildet die Hauptgefahr für Japan! Vom vükseklrnes rum Weltkrieg? Das wilde Aufflammen des Bürgerkrieges» in China lenkt die Aufmerksamkeit der ganzen Welt neuerlich auf die drohenden und gefährlichen Probleme des Fernen OstenS. Die Ereignisse, die sich dort abspielen, können sehr bedeutsame Rückwirkungen auSüben, nicht nur auf das Verhältnis der China benachbarten Großmächte, Rußland und" Japan, sondern" sie können darüber hinaus auch aus Europa wirksam sein und bedeuten eine Kriegsgefahr für den alten Erdteil, der ohnehin genug mit sich selbst zu tim hat. WaS geschieht in China? Seit den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vollzieht sich vor unseren Augen der Zerfall des feudalen China. Im Kriege gegen Japan wurde China 1895 geschlagen und sank damit zur zweiten ostasiatischen Macht herab. Das chinesische Bürgertum aber wollte aus seinem Vaterland nicht ohneweiters eine-japanische Kolonie machen, eS stürzte einen schwächlichen Kaiser, China wurde Republik(1912) und Sun jhat Sen der Führer der chinesischen Revolution wurde der erste Präsident des neuen Freistaates. Das Ziel der bald verstorbenen Führers des chinesischen Bürgertums war es," die letzten Reste des Feudalismus zu beseitigen, dem. chinesischen Bürgertum .freie Bahn zu schaffen, aber auch die Lage der arbeitenden Schichten, vor allem der Bauern, von denen ,8ahr für Jahr Tausende, in dem dicht-besiedelten-Land-verhungern, zu heben,--- Er zeigt« sich jedoch bald, daß die Kräfte des neuen Regimes, nicht so stark waren,- um das Land wirklich zu" konsolidieren und ihm eine einheitliche Regierungsform zu geben. Die Regierung hat sich niemals in den letzten 15 Jahren in allen Teils» des weiten Landes durchsetzen können. In den entfernteren Provinzen regierten Statthalter und Generäle, die sich von der Zen- tralregierunq nichts dreinrcden ließen und die vfr im Solde verschiedener Großmächte standen, welche ihren Einfluß in China stärken wollten. Die Schwäche Chinas nützte vor allem Japan aus, das China 1981 die Provinz Mandschurei einfach, wegnahm. Unter dem Eindruck der Entwicklung. In der Sowjetunion drang aber auch der Kommunismus immer mehr in China ein, der die Befreiung der Kolonialvölker auf seine Fahne geschrieben hatte. Dadurch, daß sich der Bolschewismus mit gewissen nationalen Strömungen verband, konnte er auch unter-einem Teil der chinesischen Bauern Fuß fassen und auch einige Generale wandten sich- ihm zu. Nach dem völligen Siege der russischen Revolution geriet auch die grüßte Partei Chinas, die Kuomintang, unter kommunistischen Einfluß"und eS war gerade"der fähigste chinesische General Tschang-Kai-Schek, der" 1928 nach Rußland"ging und von dort zurückgekehrt, den Versuch machte, eine starke kommunistisch« Regierung in China einzusehen. Drei Jahre spätir.trennte er-sich.von Moskau,-machte aus der"Kuomintang- wieder, eine bürgerliche Parteirund versuchte nun".unter Kämpfen gegen links und rechts eine unabhängige Zeütralgewalt zu errichten. Immer wieder erhoben sich gegen ihn die reaktionären"Generale, die von Japan mit Geld und Waffen unterstützt" wurden, aber auch" kommunistische Heerführer standen gegen ihn auf, die wieder moralische und- materielle Unterstützung von der Sowjetunion erhielten.' Trotzdem schien eS in der letzten Zeit,"als ob" es Tschang- Kai-Schek gelingen-'würde, die- Uebermacht ülnr alle separatistischen Strömungen in China-zuberlangen und das Ware-ein-gewaltiger. Fortschritt gewesen. China hptte endlich Rühe gefunden und jene politischen, Wirtschaftliche« und''.sozialen Reformen durchführen können, welcheidke Grundlage für einen modernen." bestalldSsähigen"Staat gewesen wären.,- , Die. Ereignisse der letzten Tage' jedoch-zeigen,-.daß"-«» noch- nicht soweit'ist.': und" daß noch geraume Zett-vergehen- wird, behor in'China«ine Regjerimg entstehen wird,- deren!-Autorität- in alkn Teifen"des. Landes anerkannt würde und -Welche-, damit die' Grundlage- einer neuen staat« lichen Ordnung werden könnte. " Inzwischen äster können Ereignisse eintreten," die. eine Gefahr" für den Frieden im"Osten und letzthin für-den- Frieden-in Europa-bedeui. Seite 2 Dienstag, 16. Dezember 1036 Rr. 201 ien können. Japan hat alles Interesse daran, die Entstehung einer starken Negierung in China zu verhindern und'wird alles tun, um der Nanking, Regierung immer wieder Schwierteckpften zu bereiten. Es werden sich immer wieder Generale finden, welche dazu bereit sind, hse Sache Japans zu führen. Andererseits ist die Sowjetunion bemüht. dem japanischen Einfluß! in': China entgo» genzutreten und die bestehenden SowjetrellierUN» gen in der Mongolei sowie die kommunistischen Generale im Innern des Landes zu unterstützen. So kann er zu ähnlichen Ereignissen kommen wie in Spanien. Sowie in Spanien an Seite der Aufständischen Italiener und Deutsche kämpfen und die Gefahr besteht, daß aus diesem' Kampf ein neuer europäischer Weltkrieg wird, so ist die Möglichkeit nicht von der Hand zu Wei» sen, dah sich in China japanische^und,-russische Dnzppen^.wenn auch in chinesischer' flnifvrtn, gegenübertreten werdest und dtWsiiztzuMss,^tztt,inittelbar zirke des^/FüWrs''''gelastet, gewichen ist* und' geehrt wird, wenn-ein Glasmacher ein Denkmal Wie wir bereit» berichteten, habe» die drei deutschen RegierungSpartieden dieser Tage eine gemeinsame, für unsere Fraktioi» von Genossen i ft ä o(e t gezeichnete Interpellation eingebracht, dir die beabsichtigte» Massnahmen der Rrgiermig zur Siegelung der Phönix-Verbindlichkeiten zum Gegenstand hat. Einleitend wird, in der Jnterpellatton darauf verwiesen, daß die au» dem Zusanunenbruch der Phönix- Versicherungsgesellschaft sich ergebenden Schwierigkeiten besonder» in der deutschen Bevölkerung. au» deren Reihen sich der größere Teil der inläiwischen Versicherten zusammenfetzt, höchste Beunruhigung Herv»rru6en mußie. Die Regierungsverordnung Rr. 11 vom 21. April 1066 hatte zunächst eine welligsten» teilweise Beruhigung zur Folge. Besonders günstig hat sich aber auf die deutsche Bevölkerung der Beschluß de» Ministerrates vom 0. Juli 1626 ausgewirkt, dessen Grundsatz darin gipfelte, eine konstrüktive Lösung de» Phönix-Problems unter Teilnahme de» Staate» so herbeizuführen, daß die Interessen der Versicherten sowenigalSmöglichberÜhrt werden und die Existenz der Angestellten der Gesellschaft gesichert werde. Indessen sind aber fünf Monate verflossen, ohn« dass eine endgültige gesetzliche Siegelung erfolgt wäre» und«I bemächtigt sich der Bevölkerung von neuem «Ine Unruhe, di« einerseits au» polisisch-agitatorlschen Gründ«« noch geschürt und mittlrer seit» dadurch vergrößert wird, da- der bestehend« Bersicher»mn»stock M Phönix, Hessen Erhaltung«st« unumgänglich« Voraussetzung>der Sanierung ist, dem unge» hemmten>3»griff von Konkurrenzorganen ausgesetzt ist, die mit de« Polizze» Manipulationen ooniehmen, au» denen kür hie Ver. sicherten schnier« materielle Schäden entstehe«. Auch die unaufhörlich entstehenden Gerüchte, dass der Einfluss de« Staate» auf di« neue Gesellschaft, wie er im PttnifterratSbeschlutz vom 0. Juli 1006 vorgesehen war, ausgelassen werden wird, beunruhigt da» Publikum im höchst« Grade. Am der begreifliche« stetig ansteigenden Unruhe «in Ende zu bereiten, fordern die Interpellanten die Regierung und da» Ministerium de» Innern auf. unverziiglichdie Durchführungsverordnungen in der gesetzlich normierten Form zu verlautbaren,, durch welche die Beschlüsse de» Ministerrate» vom ü. Juli 1086 Gesetzeskraft erlangen sollen. ; Tic Unterschriebenen stellen,an die Regierung üsid, den Herrn Minister de» Innern folgende Fragen: fudetendeutscftcT Zeitspieget Seite 4 DIenSiag, 15. Dezember 1936 Nr. 291 Noch eine lange Welle! Gestern vor einem Jahre hat sich ein Er. eignis von geschichtlicher Bedeutung abgespielt: Präsident Masaryk teilte seinen Rück- tritt mit. Er vollzog seine Entscheidung mit jener Würde und menschlichen Gröhe, die all seinem Handeln innewohnt, und hatte auch bei diesem Schritt nur das Wohl deS Staates im Auge. Auch sein'Zurücktreten von-den öffentlichen Geschäften war Arbeit für die Zukunft. Er lehnte den für ihn bequemen Ausweg ab, sich nicht mehr um das zu kümmern, was nach ihm sein würde, sondern empfahl in ernster'Stunde den Mann seines Vertrauens zu feinem Nach- folger. Die menschlich ergreifende Art, in der er dies tat, hat-die Herzen der Nation ergriffen und stärker als alle anderen Maßnahmen den Winkelzügen entgegengewirkt, welche die von Masaryk und der Mehrheit aller Staatsbürger gewünschte Lösung verhindern wollten. „Ich werde euch noch eine Weile zuschauen, wie ihr es macht!" DaS waren die Worte, mit denen sich der Präsident verabschiedete. Und er sieht uns nun ein Jahr lang zu, aber noch mehr sehen die Bürger des Staates auf ihn, um zu sehen, was er zu ihrem Treiben meint. Und sie freuen sich, daß es ihm gesundheitlich gut geht und daß so seine moralische Autorität unge- schwächt weiterwirkt. Möge das„Weilchen", in dem wir das Glück genießen, das Auge des Weisen auf uns gerichtet zu wissen, recht, recht lange dauern! ZugSunglück in Sebusein. Die Staatsbahndirektion in Königgräh meldet: Am 13. Dezember um 6 Uhr fuhr der Lastzug Nr. 2990 bei der Einfahrt in die Station Sebusein aus einen auf dem Geleise der Strecke stehenden leeren Kohlenzug auf, wodurch 17 Waggons entgleisten und bedeutend beschädigt wurden. Die Ursache des Unfalls ivird untersucht. Die erste türkische Schriftstellerin gestorben. Dieser Tage starb in Kizilwpat die erste türkische Schriftstellerin Lejla H a n u m im Alter von 87 Jahren. Sie war eine Tochter Hakims Ismail Paschas, eines Vertrauten des Sultans Abdul Medschita. Auf Kreta, wo ihr Baier Generalgou- verneur war, wurde die junge Lejla Hanum mit der griechischen und französischen Literatur be- kannt. Als Frau eines hohen Offiziers bereiste sie fast die' ggnze. heutige. Türkei,. schrieb vortreffliche Reisebeschreibungen, einige Bändchen Gedichtes sowie eine treffende Charakterisierung des Lebens in den alttiirkischen Harems. ES gibt auch midere Sorgen in England! ES herrscht in London ernste Besorgnis über das Schicksal des Fischdampfers„Odama", der mit einer.Besatzung von 12 Mann am 27. November ausgelaufen und zum letzten Male in der Nacht zum 3. Dezember gesehen worden war. In jener Nacht hatte ein überaus schiverer Seegang geherrscht. Es wird besuchtet, daß das Schiff ge- Wllhelm Teil und David Frankfurter Prozeß„Frankfurter“ zuseelsnet Viele dürften wissen, daß im Mittelalter auch Tieren(Hunden, Hähnen, Schloeinen, Heuschrecken usw.) der Brozeß gemacht wurde— mit all dem umständlichen Rüstzeug damaliger Justiz, Zeuge», Ankläger, Verteidiger— aber Wenige» ist bekannt, daß auch Toten oft ein Prozeß gemacht ivurde: auch Oesterreich hat es viele Jahre nach Wilhelm Tests Tode, durch diplomatischen Druck erreicht, daß dem Befreier der Schweiz doch ein Prozeß angehängt werden mußte— aus Prestige-Gründen: aus dem großen Aktenmaterial veröffentlichen wir heute die Rede des Wiener Anklägers, ins Hochdeutsche übertragen von unserem Mitarbeiter UnuS. Hochverehrte Herren! Würdige Geschworene der eidgenössischen Stadt Altdorf! Es fällt mir nicht schwer, in der von mir, als Vertreter meines höchsten Herrn, des Kaisers, gegen den verstorbenen Kätner Wilhelm Teil aus Bürglen erhobenen Anklage wegen Tötung seines Statthalters, tveiland Freiherrn und Ritter von G e ß l e r z, den Nachweis zu führen, daß diese Tötung einwohlvorbereiteterMord war, und demgemäß an dem noch ziemlich gut erhaltenen rorpuS des Mörders zu exeeutieren seil Welches wären die Gründe,den Vertrauensmann Hochdero Majestät hinterrücks, mit voller lieberleg un g' und nach planvollen Vordere i- tunge n, von einem vorher f o r g fä l t i g st sondierten V e r st e ck, einem den Mörder deckenden Hollunderstrauch aus, in feiger Weise zu erschießen? In einer engen Gasse, die noch dazu nach Küßnacht führte, und eine Falle darstellte, aus der es kein Entrinnen des Opfers gab? Der Mörder und seine Familie lebten, ip.eigenem, hypothekarisch nicht belasteten Häuschen: in keineswegs ärmlichen Verhältnissen, und lvenn er dem Zimmermann nichts zu verdienen gab, so nur aus dem Grunde, weil ihm seine Axt im Hanse einen solchen ersparte; selbst von der Galerie des Theaters kentert und mit der gesamten Besatzung gesunken ist. AuSsatz heilbar? Die portugiesischen Blätter bringen die Nachricht, daß der. ehemalige Apotheker Antonio Franeo- eine Methode entdeckte, wie der AuSsatz zu Hellen ist. ES handelt sich sowohl um eine-örtliche als um eine innere Be- haudlung, die einige Monate in Anspruch nimiNt. DaS- bakteriologische Institut in Lissabon, das einige Analysen durchfiihrte, bestätigt, daß bereits einige erfolgreiche Heilungen gelungen seien. Selbstmord eineS A. G. Farben- Direktors. Der Direktor der Budapester Filiale des I. G. Farben-Konzerns hat sich gestern abends in einem Hotel in Szegedin vergiftet und wurde tot aufgefunden. DäS Motiv des Selbstmordes ist nicht bekannt. Mit Trommeln und Pfeifen... Im Osten Berlins fuhr Sonntag ein Personenzug der ein- gelelsigen Bahn Berlin—Königsberg in der Mark in eine auf einer Wanderung begriffene Kolonne von Spielleuten der technischen Nothilfe, die unter Trommel« und- Pfeisenklang einen Uebergang der schrankenlosen Bahn überschreiten Ivollte. Zwei der jungen Leute wurden auf der Stelle getötet, ein dritter schwer verletzt. Die anderen konnten' im letzten Moment zur Seite springen. WaS leistet ein Briefträger? Aus Budapest ivlrd uns geschrieben: Die ungarische Postverwaltung hat interessante Versuche unternommen, um die tägliche Leistung der Briefträger festzustellen.— Einzelne Briefträger der verschiedenen Bezirke wurden mit Schrittzählern ausgerüstet. Solch ein Schrittzähler ist ein sehr empfindliches Instrument, das mit Hilfe eines Hakens pnter dem Knie befestigt wird und jeden Schritt genau verzeichnet. Auf Grund dieser Experimente konnte festgestellt werden, daß ein Budapester Briefträger täglich im Durchschnitt 88.090 Schritte macht. Die Experimente bezwecken eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitsleistung der einzelnen Briefträger. Ein Windsor-Klub. In Z a g r e b wurde ein Klub von Verehrern des ehemaligen Königs Eduard gegründet, dessen Ziel es ist, den Kult des Gentleman- Prinzen von Windsor über den Begriff des Lebens und seiner Werte zu propagieren und zu schützen. Der Klub will Verbindung mit ähnlichen Klubs in der ganzen Welt halten. Der Klub legte sich den Namen deS Königs Eduard as Symbol der Opferwilligkeit, der Liebe uyd des Pazifismus bei. Dieser Klub wird jedes Fahr am 11. Dezember zu Ehren des Prinzen von Windsor eine Aktion einleiten, deren Erträgnisse humanitären Zwecken zugeführt wird. Die Arinon müssen zahlen! Der Budget- auSschuh der Stadt Wien beschloß die Einführung einer F. a h r r a d a b g a b e in der Höhe dop..7.bi? 8,Schilling jährlich'. , Petroleum in Bosnien-.,In- der..Gemeinde, PoZarniea bei Tuzla in Bosnien hatten die von der staatlichen jugoslawischen Monopolverwäl- tung durchgeführten zweijährigen Grabungen nach Petroleumquellen Erfolg. In einer Tiefe von etwa 400 Metern stieß man auf zwei starke Naphthaquellen. Bon Wölfen überfalle«. In der Nähe der Stadt Harmanli in Südbulgarien wurden zwei Jäger im dichten Walde von einein Rudel hungriger Wölfe überfallen. Einer der Jäger wurde aus Schreck ohnmächtig, während sein mit zwei Dolchen bewaff- au» konnte man sehen, daß seine Frau und die beiden Knaben nicht unterernährt'waren, und auch sein wohlgepflegter blonder Vollbart verriet keine Not seines Trägers!— Der Herr Verteidiger des beklagten corpus behauptet, sein Besitzer hätte die scheußliche Tat im Affekt, in einem Dauer- affekt vollbracht— ein Wort, dessen Bedeutung etwa einem Weißen. Schimmel gleicht! Die Not feines Volkes wäre die Ursache dieses Affektes gewesen! Trug der Ermordete die Schuld an dieser, nur in der Einbildung des Mörders existierenden. Not? Hat Geßler die Schwyzer Bürger aus allen ihren Erwerbsmöglichketten verjagt, und diese den Oesterreichern zugeschoben? Hat er die Schwyzer, also die alpine Nasse fiir minderwertig erklärt, Ehen, ja bloße Liebesgemeinschaften zwischen Schwyzern und Oesterreichern als N as s e n s ch a n d e getrennt, mit Zuchthaus geahndet? Die Konjunktur in Milch- und Käseproduktion mag in den letzten Jahren am Schwyzer Markt eine schlechte gewesen sein, aber diese Not war eine a l I g e m e.i n e, selbst In den noch nicht enldeckien Vereinigten Staaten von Nordamerika stark fühlbar! Während die Schlvyzer Kühe den zahlreichen Genre-Malern ruhig weiter Miüiell stehen konnten, mußten die Holländer die ihren schlachten!-— Der Etmordetp soll die Schlvyzer mit Steuern zur Verzweiflung getrieben haben! Mit welchen, würde ich den Möckier fragen, wenn er lebend vor uns stünde? Er müßte die Anttvort ebenso schuldig bleiben, wie sein, auf dem Gerichisiisch liegende corpus! Wurden die Schwyzer mit Einkommen«, Vermögenssteuern bedrängt? Die Zünfte mit Gewerbe- und Umsatzsteuern? Mit Krankenkaffenbetträgen? Mußten die Markfieranten Standgeld bezahlen, und die'Beeren im Walde Suchenden Berechtigungsscheine zum Pflücken? Hatten die Fleischer Vieheinfuhrzölle und Schlachtsteuer, die Hauseigentümer. Mietzinssteuer, Wertzuwachs-, Wasser- und Müllabfuhrsteuer zu entrichten? Des Kaisers Statthalter hatte nichts.verlangt, als den ihm gebührenten Zehnten! Also weder persönliche noch völkische Rot, sondern Ruhmsucht, verstiegener E h r g e i z Und Eitelkeit Ivaren die Motive seiner Handelns! Er sah sich nach vollbrachtem Mord im Geiste vom Volk neier Kamerad den Kampf.mit acht Wölfen aufnahm, von denen er drei zur. Strecke brachte- Die übrigen liefen auseinander, als sie sahen, daß dem .Jäger einige Holzfäller zu Hilfe eilten. Die Einwohnerschaft von Istanbul. DaS Türkische statistische Amt veröffentlicht Angabe» Wer-die Einwohnerzahl Istanbuls,-der.größsen Stadt der Türkei. Sie zählt heute etwa 780H0Ü Einwohner? von denen' 410.000 des Lesens und Schreibens kundig sind. Ueber 880.000 Einwohner hoben das Türkische als Muttersprache angegeben; von den fremdsprachigen Einwohnern haben die Griechen mit 75.000 das Uebergewicht. In Istanbul leben auch einige hundert Juden tschechoslowakischer Staatszugehörigkeit. Interessant ist, daß mehr als die Hälfte der Einwohner(470.000) angegeben hat, vaß sie keine bestimmte Beschäftigung besitzt. Die Post zu Weihnachten und Neujahr. Sonntag, den 20. Dezember 1938, wird wie an Feiertagen amtiert und die Post wird, nur im OriSbestellbezirk, und zwar bis 12.00 Uhr zugestellt. Donnerstag, den 24. Dezember 1988(Heiliger Abend);.', enden die Amtsswnden für den Parteienverkehr im Postdienste um 13.00 Uhr; die Zustellung der Briefpost wird auf höchsten» zwei Bestellgänge am Vormittag beschränkt. Pakete werden an diesem Tage mich nachmittags zü- gestellt. Im Telegraphen« und Telephonverkehr ist der Dienst normal. Freitag, den 28. Dezember 1988 (WeihnachtSfeiertag), wird der Dienst'wie an Sonntagen, und Samstag, den 28. Dezember(St. ,Ste» phanrtag), wie an Feiertagen versehen. Freitag, den 1. Jänner 1987(Neujahrstag), wird wie an Sonntagen und Mittwoch, den 6. Jänner, wie an Feiertagen amftert; der Zustellungsdienst findet' jedoch an dem letztgenannten Tage nür in Ortszustellbezir- ken statt. Wärme und Regen. Montag war er feit früh In der ganzen Republik bewölkt, und zwar auch auf den Berggipfeln, den Böhmerwald ausgenommen. Gegen Westeuropa dringt vom südwestlichen Teil des Atlantischen Ozeans her wärmere Lust vor. Montag nachmittag» wurden an einigen Orten in Frankreich und in England 10 bi» 12 Grad Celsius Wärme-verzeichnet. Die Erwärmung dürste sich auch gegen Mitteleuropa au»breiten, wird- jedoch voraussichtlich nur von vorübergehender Dauer sein. Wahrscheinliche» Wetter Dienstag: Vorwiegend bewölkt, Neigung zu Niederschlägen, im Westen der Republik etwa» wärmer, auffrischender'Südwind besonder» in den höheren Lagen.— WetterauSsich« ten für Mittwoch: Noch unbeständig,' Neigung zu Niederschlägen, Drehung de» Winde» gegen West« und Nordwesten, auf den Bergen Abkühlung. Vom Rundfunk (■»MllMIMrtM MN Mittwoch Prag I: 7.00 Salonörchesterkonzert.' 10.05 -Deutsche Presse..10.18 Rundfunk für deutsche Schitt' 'len, niedere Stufey. 12.10 Schallplatten. 18.40 Deutscher ArbettSmarkt. 18.00 Liederkonzert. 18.10 Tanzmusik. 18.10 Deutsche Sendung: Dr. Moucha: Neue Bücher von K. Capek. 18.20 Arbeiterfunk: Abg Wenzel Jakfch: Raum, Zeit und Nation. 18-40.Sozialinformationen. 18.48 Deutsche Presse. Prag II: 7.80 Salonorchesterkonzert. 14.00 Schallplatten. 14.18 Deutsche Sendung: Kinderstunde. 14.80 Deutsche Presse. 18.18 Konzert der Blinden von der Kla» rov-Anstali.— Brünn: 12.85 MittagSkonzert. 17.40 Deutsche Sendung: Bittner: Gebräuche in der Weih- nachtszeii.— Preßburg: 11.00 Militärkonzert. 19.20 Tanzmusik.— Raschau: 12.08 Unterhaltungsmusik. — Mähr.-Ostratt: 18.00 Volkslieder. gefeiert, hörte sich schon al»„E r r et t e r" und „Befreier" genannt; er sah sich schon in einem Denkmal verewigt, da» ihm bestimmt wenn auch erst im. Jahre 1898, in Altdorf errichtet weichen .würde; Er erblickte sich in seinen- Träumen al» den Helden eine» Drama», dem Tausende zujubeln würden,.und ahnte bereit» seine— Verfilmung! Zur Ausführung seiner Tat bedurfte der Mörder eine» Anstöße» l Ein, auf dem hiesigen Rathqu»- platz auf seiner schwarz-gelb gestrichenen Stange angebrachter Hut de» Statthalter»—also ein Symbol, ähnlich wie der.Hosenbandorden, öder der krumme Hammel im Goldene» Vlies, der si am e fische Z w iIli n g»-A d l'er oder zweischwänzige Löwe, in den Wappen hoher Herren— war e», der, im Verein mit-der Verordnung, daß dieser Hut, als Symbol österreichischer Omnipotenz, zu. grüßen sei, den Stein in» Rollen brachte. Ich. habe hier eine, im vorigen Jahre in Wien gedruckte W e i»s a g u n g der K. k. konzessionierten Wahrsagerin Frau Eüsebia,-TrescenzKr a- t o ch v i l, mitgebracht,, und möchte ich dem-chohen Gerichtshof nür ein Kapitel vorlesen:„Teutfch- land!" Da heißt e»; „In etwa 5 bis 860 Jahren wird der Deutsch? 100,000.000 Seelen umfassen,- trotz voraurgehenden großen Krieg», aber Kraft eine» besonderen Symbol», eine» geknickten Kreuze»— deshalb Hakenkreuz genannt•—furchtbar und fruchtbar, da» von' den Teutschen al» Symbol angebetet wird--Wer ihm huldigt, wird schon hienieden.belohnt: Die Großen— Feldmarschälle, Generale, Judenschlächter, Propaganda-Meister—r. mit Gütern und Palästen, die Geringer» mit Posten, die Geld.bringen,. unh keine Arbeit'erfordern,' wie. z. B. der einer^ReichStqg»-- abgeoödneten; die Inhaber diese» Posten» haben nur einmal, im Jahr zusammenzukommen, auf Kommando den Mund. auf-, und- mit einem;,Ja" wieder züsammenzüklappen!. Denen aber,.hie' die.Anbetung der Symbol» verweigern« wird es schlimm ergehen: e» harrt ihrer Folter, Aurpeitschung, Erschießung vor, während oder nach/der Flucht,-unterirdische Kerker«! schließlich. AnSbürgerun.gl^. Und das, wa» hundert Millionen!-gebildete, Vor Konstrukteur des WindmUhlenflugzeugs tödlich verunglückt. Bei dem Flugzeugunglück-auf dem:? Londoner Flugplatz in Croydon kam auch der Erfinder de» WindmUhlenflugzeugs, der spanische Ingenieur de la' Cierv'a, üms Leben. Touristen- und Elsenbahn- WelhnachtsbegUnstlgungen ' Der Touristenverein„Die Natursteunde" schreibt un»; Infolge der Verlängerung der Gültigkeit, der Sonntagsrückfahrkarten für die Weihnacht»» und Neujahrrzeit(beginnend mit 28. Dezember, endend mit 4. Jänner Mittag»,. späteste Äntrittrzett der Hinfahrt 8. Jänner, früheste NÜckfahrtzeit 25. Dezember), ergibt sich für die Mitglieder der Touri» stenvereine al» Einzelfahrer eine große Bewegungsfreiheit.. Der Tourist kann in dieser Zeit auch seine Rückfahrt von einer anderen. Station,-die' auch entfernter sein kann al» die Ankunftsstation, bei Berechnung de» ermäßigten Fahrpreises antreten. E». ist ihm somit jetzt, im Winter die Möglichkeit gegeben, z. Ä. nach Aussig mit der Rückfahrkarte auszureisen, den Erzgebirgskamm'zu befahren und. von SchIackenwe e t die Rückreise innerhalb der obgenannten Fristen anzutreten.undifür die verlängerte Strecke die-Durchrechnung zu-verlangen. Ebenso kann er nach T rau t e» a u mit Rückfahrkarte ausreisen und von Reiche n b e.r'g nach Prag zurückkehren.—Fallweise kann er auch die Löprozentige Begünstigung bei AuiobuSfahrten al» Einzelfahrex auSnüven.— Schließlich aber fahren .die Äintwsportler-Immer-in kleinen Gruppen,.so daß schon bei drei Personen, wöbet ein Jugendlicher mitgerechnet wird, bei Fahrkarten über: 100-km schon die ögprozentlge, für die separate Hinfahrt und separate Siückfahrt, also ohne Bedingungen/ in Gültigkeit tritt(an, allen Tagen). Eine öOprozentige Ermäßigung tritt bekanntlich-erst bei meiner Ausreise von 880 km in Kraft, so kostet-z. B. die Reise nach Jasina hin und zurück nur etwa K£ 170.— mit dem Schnellzug zweiter Klasse.' .- Jeder Wintersportler schließe sich- dem- Touristenverein„Die Naturfreunde", an, weil-dr. neben der Fahrpreisermäßigungen auch. die' zahlreichen Naturfreundehäuser, im Randgebirge' al» Standort seiner Winterwuren und Urlaube tmihlen'kann.' ehrliche teuische. Männer und Frauen,' nach, dieser Schrift einst freudig tun werde», verweigerte diefeü eigenbrödlerische Rebell: dem. Symbol, der-M.a.ch.tt d ie v or Recht geht, Reverenz zu erliüise'nl- '.. Aber noch ,will'Geßler den Unbelehrbaren mit Güte, zur Vernunft bringen; Teil war als Kunstschütze bekannt; er vermöchte, aü» den- Karten- die vier' Affe auf seinen Pfeil' aufzuspleßey,...auf- dem Rücken liegend, mit einem. Schütz' ein brennendes Talglicht anSzublasen; Tell sollte also einem Apfel von seines Knaben Kopf herunterschießen und-frei von dannen, ziehen dürfen! Diese Aufgabe war gewiß eine leichte, denn noch, bei keiner.der tausenden Teflaufführungen ist, jemals ein Fehls ch u ß vorgekommen! Nachdem aber-der Verhaftete die Frechheit-so-weit trieb,.'auf die Frage Geßler», warum er einen Reserve-Pfeil-'bereit hielt',, mit' einem qlten Zitat zu antworten:„Mit diesem zweiten-Pfeil usw.'^ blieb dem langmütigen Statthalter' nicht» weiter» übrig, als den-Verbrecher persönlich in das Bezirksgericht in kjtzßnacht zu üherftihren;..er hatte «bet nicht. jnit--der Tüd'e dieses Sch Werver• br ech er» gerechnet! Vom Stürm. überrascht, wurde'dieser'.von! seinen Feffein'^befreit,'/ ugi,./ul» Sachverständiger; da». Boot au»'dem Sttstm hinaus» zusteuern; stattdessen ließ er es den Strand mW«' fen, sprang auf' die' ihm bekannte Tellplatte,- stieß da» Schiff'mtt.feinem. schweren,^-eisenbeschlagesten Stiefel in die Brandung zurück, uni— e n t flw hl Wie er die Vorbereitungen zum Mord, und diesen fflbst an dem, dem Sturme entronnenen! Opfer bollführte, hübe ich eingangs meiner Rede bereit» Mitgeteilt. Ich beantrage die, posthume Bestrafung des Mörder»- Wilhehn-Teil;. ,verschärfend ist.der Umstand/ daß er die. angebliche Not seine»--Volle» nicht an dem.Iührer de».österreichischen Volfts, am- K-a iser,:,sondern-an, einem ü n t ergeö'rd• neten Organ der österreichischen Regierung.gerächt-hat!... ■, Ich beantrage: den eorpu» deS Mörder», so weit er noch vorhanden,- zu v i e r t e t l'e n,'.--die Stücke zu- v e r b r e n n e n, und die verbleibende Asche in die' vier Wände zp’.zersträuen. „Justitia regnorum fundamentumiss Nr. 201 Dienstag, 15. Dezember 1030 Sette 5 Wir führe» 300 verschiede Weinsorten Versuchen Sie unser« Süd» und Dessertweine Schon ab Kö 18— per Originalflasch« Portwein, rot XL 20' per Originalfialcht Vermouth „Meinl".. XL 14-- per Originalfiajch Julius Mei« Weinkellereien Weinliste 1936/37 in all« Filialen erhältlich Aüurst und Mssrn- Mignon> Unter den mehr al» zwanzig Opern, die Amor o i s e Thomas, dec bedeutende französische Tonsetzer, geschrieben Hai, hat eigentlich nur die Oper„Mignon" ihre Zeit überdauert. Denn Thomas' früher ebenfalls bielgespielte Oper;,Hamlet" Ist heute,— Ivenigsten» an den deutschen Opernbühnen.— ganz in Vergessenheit geraten. Beginnt doch sogar schon„Mignons" Reiz mehr und mehr mit ihrem zunehmenden Alter zu verblüffen. Und doch ist die Oper nicht einmal so sehr alt; am 17. November d. I. seierte sie ihren 70. Geburtstag. In Prag wurde sie am Deutschen Theater viele Jahre nicht gegeben. Besitzt eine Opernbühne die geeignete, junge und persönlichkeitsstarke Vertreterin für die Titelrolle und daneben auch eine ausgezeichnete Koloratursängerin für die gesanglich glänzende Partie der Philine, dann kann sie mit „Mignon" auch heute noch Staat machen und däS Publikum gewinnen. Denn das Werk selbst.und keine Musik sind aller Zeit zum Trotz schön und— liebenswürdig geblieben. Man hört in.Mignon" leine Opernmusik, die aufwühlen und erregen will, sondern echt französische Musik von feinem Ge« fchmack, voll Geist und von liebenswürdigster Haltung. Man geniesst in ihr die Oper der blühend«» Melodien, des schönen Gesanges und eines immer' reizvolle». Kolorits, darf sich aber auch ihrer reisen Kunst der musikalischen. Baues und der stei» charakteristischen Instrumentation erfreuen...Pir vorgefasste''einstig«!' Meinung, ddst GoÜht'S.Milhelm' Meistrr"»Roman in der Oper-„Mignon/-, allzusehr inS Französische übertragen worden sei, ist längst nicht mehr stichhältig. Heute schätzt man die „Mignon"-Musik im Gegenteil als sehr wirksame und stimmungsvolle Illustration'des Goetheschen Werker und must sogar zugestehen, däst es Thomas vortrefflich gelungen ist, die innigen Gcfühlsstim- mungcn der Titelheldin ebenso musikalisch echt auS- zudeute» wie die galante Ritterlichkeit Wilhelm Meisters, die Koketterie Philinen» oder die fürsorgliche Treue LotharioS. Die Ueberraschung der sonstigen Neuaufsüh-. rung der Oper am Prager Deutschen Theater wär di« Mignon R i s« S t« v e n s, einer neuen Künstlerin von ganz ungewöhnlicher bühnendramatischer Begabung, die sich einer wohlgepflegten, blühendschönen, samtfarbenen Altstimme ebenso erfreut wie blühender Jugend und eines wunderbar natürlichen Spieles; sie wurde mit Recht stürmisch gefeiert. Ihre Partner waren: Rose B o o k als allzu ausdruckslose, aber auch rein gesanglich nicht genug brillante Philine. P r e g e r als sehr sympathi- scher, aber leider wieder den richtigen gebundenen lhrischeN Gesangston vermiffen lastender Wilhelm Meister, Scheid! als warmherziger und iyn- schöner Lothario und Göllnitz als etwas zu steifer LaerteS. Kapellmeister Friedrich Rieger' dirigierte mit beachtlicher rhhthmischer Straffheit, hätte aber dynamisch noch differenzierter sein können; auch die grpsten Ensembles hätten noch fester gefügt sein können. M o r d e S auf geschmackvolle Bühnenbilder Frank Schulter' gestützte Regie hätte im ersten Bilde mehr auf zigeunerhafte Echtheit sorgen sollen. Das Theater war sehr gut besucht. E. I. Wochenspielplan des Reuen Deutschen Theater». Dienstag 7»/4: Sie lustigen Weiber von Windsor, Al.— Mittwoch 7s4: FuhrMannHenschel, B2.— Donnerstag 7#: M i g n o n, C 2.— Freitag 7%:'® h e, D. — Samstag 714: Aida, Prcflevorstellung der Verbander deutscher Journalisten, E 2.— Sonntag 2s4: Cavalleria ru streana— Der Bajazzo. 7-4:EH-,AL. 'Wochenspielplan der Kleinen Bühn«. Dienstag 8: Salzburg ausverkauft. volkstümliche Vorstellung.— Mittwoch 8: A r e l a n der Simmels t ü r, Bankbeamte 2‘ und freier Verkauf.Donnerstag 7%:,®et schiefe H u t, Erstaufführung.— Freitag 8: S t i mm en in und um unr. Theatergthreinde der Ku'!-. turverbandeS und freier Verkauf.— Samstag 8: Der schiefe H u t.—. Sonntag 8: Un- entschuldig te Stunde, 8:. De r s ch i e f e H u t. Aaqer ZMmg Clus dec Jartd BezlrkSorganisatlon Prag der Deutschtn sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Mittwoch, den, 18. Dezember 1038, um 8 Uhr abend», im Pärteiheim wichtige Sitzung der BezirkSvertreiung. ten, die eine Zwilehe am Prager Rathaus eingehen wollen, dast sie einen Gerichtsdolmetsch beiziehen.und bezahlen. Dje Sprachenvcrordnung läßt aber ohne weitere» zu, dast der Staatssprache unkundig» Parteien in ihrer Sprache Erklärungen avgeben.' Und di« Beiziehung eine» Dolmetscher» ist nach der Sprachenverordnung erst der letzte AuSweg, wenn kein sprachkundiger Beamter auszutreiben ist. In diese» Kapitel gehört auch die Prarls t— Prager PlakatierungSanstalt, die auf Grund eines Vertrages mit der Stadtgemcinde deutsche und zweisprachige Plakat« von der Plakatierung immer noch ausschließt. Zu den nationalen Unfreundlichkeiten, unter welchen die mittellosen Schichten leiden, gehört z. B. die Kleinlichkeit, die den deutschen Bürgerschülern die ermäßigten Fahrkarten- auf der«lekrischen Straßen« bahn, trotz unserer wiederholten Bemühungen, verweigert. Ueber Initiative der höchsten Repräsentanten der Staate» sollen in der allernächsten Zeit zwischen den tschechischen und den deutschen Regierungsparteien Verhandlungen Wer eine Lösung'de» nationalen Problem» stattfinden. DI« tschechoslotvakische Staatspolitik gibt dadurch zu erkennen, daß sie in Zukunft den Fehler zu vermeiden wünscht, der die internationale Nachkriegspolitik charakterisiert hat, die dem demokrattfchen Deutschland, der Republik von Weimar, nicht einmal einen Bruchteil besten zu konzedieren bereit war, wa» jetzt da».Deutschland Hitler» widerstandslo» an sich reißt. Es wäre Wohl an der Zeit, daß auch die maßgebenden Parteien der Prager Rathause» den berechtigten Wünschen der Prager deutschen Minderheit entsprechen, zu einer Zeit, da sie e'S auf deutscher Seite mit einem demokratischen und republikanischen Partner zu tun haben. Wir verlangen nichts, wa» der Stadt und dem Staate abttäglich wäre. Wir verlangen die benevolente Berücksichtigung der Dedürfniste der mittellosen Schichten de» deutschen Prag; die gerechte BerÜcksichtigungder deutschen Arbeitslosen, der deutschen Jugend, bei Vergebung von Stellen im Dienste der Stadt; die Berücksichtigung der deutschen mittellosen Bewerber um billige Wohnungen in den städtischen Wohnbauten; die direkte und indirekte Erhaltung der deutschen Kindergärten auf einem angemessenen Niveau auf Kosten oder durch Unterstützung der Stadt; die Berücksichtigung der deutschen NotstandS- gebiete der Republik bei Vergebung städtischer Lieferungen; i.' Zijta.(UW die Unterlassung überflüssiger sprachenrechtsicher Schikanen. Durch die Abstimmung für da» Budget dokumentiert die deutsche Sozialdemokratie Prag» ihre Anerkennung für die sozialen Leistungen der Stadt Prag, ihre Anerkennung insbesondere der Fürsorge der Stadt Prag für die Arbeitslosen.. , i Durch diese Abstimmung dokumentiert die deut- sche Sozialdemokratie Prag» aberch'ihre"Zugt- chörlgköit zitierten Kräften'ttst Staate, diebereit sind, für die Republik Und ihre demokratische Form, für Frieden, Freiheit und. Sozialismus einzutreten und zu kämpfen. Prag verfügt über zwei historische Bauwerke, die in Vergangenheit und Gegenwart von politischer Bedeutung'waren und sind: da» Rath au» und die Burg. Indem wir für da» Budget de» Rathaus«» stimmen, erweisen und bestätigen wir unsere Hochachtung, Sympathie und Uebereinstim- mung mit der Prager Burg, als dem Symbol der Kultur, der Geistesfreiheit und Demokratie in diesem von Gewalt, Unterdrückung und Unfreiheit heimgesuchten Europa. Pension Mr Baxa In der Sitzung der Stadweriretung wurde u. q. auch beschlössen, dem Primator Dr. Bax a, der in der nächsten Zeit 78 Jahre alt wird, eine jährliche Pension von 100.000 Kä, seiner Witwe eine Pension von 80.000 AL jährlich zuzusichern. Darau» wird geschloffen, daß Baxa nach Genehmigung diese» Beschluss«» durch die Landesbehörde zurückzutreten und einem Jüngeren Platz zu machen gedenkt. Ehepaar»«»vergiftet. Gestirn um 2 Uhr morgen» wurde die Polizei in Zijkov von der Untermieterin de» Ehepaar» Hrabänek alarmiert, daß in der Wohnung«in Unglück geschehen sei. Die an Ort und Stelle, enttandte Wache fand den 26jährigen Schneider Jöskf Hrabänek tot in der Badewanne und seine Frau Georgine in Krämpfen und stark erbrechend auf dem Bett vor. E» wurde festgestellt, daß au» dem Badeofen entweichende Kohlengase da» Unglück verursacht hatten. Frau Hrabänek würde von der Rettungsgesellschaft auf Klinik. Hynek'gebrachtf die Leiche wurde in» Institut füs gerichtliche Medizin geschafft. Arteitsunfäll— zwei Schwerverletzt«. Gestern vormittags'arbeiteten ,dec 87jährige Arbeiter Josef Orna und der 88jährige Jan Bektat an AuSgra- bungSarbeiten für«inen Neubau in Michle-Kaierov auf der Parzelle Nr, 902/4, Hiebei.löst« sich eiye Erdschicht und schleuderte Orna gege» einen Karren, HenMssaat Za Tode kuriert ; Königgrätz.(rb.) Ein bemerkenswerter Prozeß ist. gegenwärtig vor dem Königgrätzer Kreisgericht anhängig..Angeklaat ist der»7jährige Kräütersamm» ler Johann Mi so l ä S e k au» der Ortschaft Tkebechovice ander Adler, der in der gesamten Umgegend den Ruf«ine» erfahrenen HeiUünstlers genießt und den verschieden« Kranke lieber aufsuchten al» den ordentlichen Arzt. So nahm der Angeklagte auch«inen pensionierten Gendarmerie-Wachtmeister in Behandlung, dem er die Diagnose stellte, er habe ein„schwaches Herz" nebst Nierenschwund.. Gleichwohl vermaß sich d«r Seilkünstler, diesen Patienten durch wqrme Umschläge und Massagen zu kurieren! Der Kranke unterzog sich dieser ,Kur" so lange, bl» er starb, Die Obdukiiöneraab al» Todesursache s o r t g e s-ch rttt« ne, Lu n- . qentuberlulose. Der Prozeß gegen den Pfuscher müßte zweck» Ladung weiterer Zeugen vertagt .' werden. Wie verlauiet, hat auch das gerichtlich« Ver- w«u,»i>rn«»u>uueue>i»>v,..... TodrSfprung von der Pawiatsche. Gestern mor- fahren dem Ansehen de» Heilkünstlers keineswegs poni 1.8 Millionen Ai und die ksbgabe für die Asche« fgen» sprang der ISjährlge Installateur Franz Eintrag getan. Den harten Kampf um Glück und Reichtum können Sie durch ein erk»ilgrM« i»in der TxdiediosEoniiihisdiiün Klassenlolterie gelvinnen. Ein solches Lo» hat schon den Wunsch und die Hoffnung von zehntausenden Gewinnern erfüllt. Am 18. Dezember beginnt, die 36. Lotterie. Die mittleren Gewinne sind wieder ausgiebig vermehrt-werden.- - Hauptgewinn 1,000.000 AL, Prämie 1,000.000 M. - Dieses wertvolle LoS können Sie schon in Achteln: um 18 Ai pro Klaffe erwerben. 3840.' abfuhr von 9.8 Millionen Ak- Eine Belastung de» Konsums stellt ferner die Verkehrsabgabe von 19.7 Millionen Ai dar und wirtschaftlich, wenn auch nicht rechtlich, der Reingewinn der Elektrischen Unternehmungen von 18.8 Millionen Ai. Im Verhältnis zu diesen Ziffern sind die Er- tcägniffc zu den direkten Steuern unverhältnismäßig gering als Folge de- konsequent durchgehaltenen Dogmas der.städtischen Flnanzverwaltung, daß die Zuschläge nicht erhöht werden dürfen. Die Stadt hebt, wie bekannt, nur lüllprozentige Zuschläge zur Grundsteuer, allgemeinen Erwerbsteuer, besonderen Erwerb st euer,- Rentensteuer-und Steuer von höheren Dienstbezügen ein. Die» ist eine Finanzpolitik und eine Austastung, die wir nicht teilen, di« wir aber al» Ergebnis des Kompromiste» einfach zur Kenntnis nehmen müssen: Die Zustimmung zum Budget bedeutet nicht, daß wir mst'der Art und Weise'einverstanden sind, wie die Stadtverwaltung wichtige kommunalpolitische Probleme, wichtige Fragen der Kommunikation, del Verkehrs, der Hygiene löst und-daß-un» ihre Maßnahmen auf diesen Gebieten genügen. Die Prager deutsche. Minderheit wird in der heutigen Stadwer« tretung mir durch Delegierte akttvistischer Parteien , repräsentiert. Der Mandatar, der-deutschen'Sozial-. demokrgtie aÄ.Hospitant Ksilbß'de^'tschechischi'n sozialdemokratischen Stadtverordneten ist; fett Unsere Partei im Htadwerordnstenkollegium vertreten ist, zur Stadtverwaltung grundsätzlich positiv eingestellt. Im Laufe der letzten Zeit haben sich auch dl« deutschbürgerlichen Vertreter zu einem positiven Verhältnis zur Rathausmehrheit durchgerungen, haben schon Im Vorjahre gleichfalls für da» Budget gestimmt und sind vor kurzer Zeit mich formell der Rathaulmehr- helt beigetreten. Die deutsche Sozialdemofrätie und in weiterer Folge auch die Deutschdemokraten und Ehristlichsozialen haben alle» dazu getan, um nationale Differenzen, Streifigkeiten, und Aufregungen vom Sitzungssaal der Präger Städivertreiung fernzuhalten, wo sie in früheren Zeiten recht häufig waren. Diese Haltung sollte von den tschechischen Parteien- entsprechend gewertet und quittiert werden- Gewlffe residua einer nationalen Unfreundlichkeit sollten,-al» durchaus unzeitgemäß, au» dem Rathaus« verschwinden- /''" Mir schweben da gewisse durchaus überflüssige und durch kein Gesetz Vorgeschriebene Härten der Sprqchenpraxir de» Prager Magistrats vor. So verlangt, man, um«su Beispiel, von vielen zu nennen, von der tschechischen Sprache unkundigen Brautleu» 165.171 Versickerte mehr Bon Oktober 1935 bis Oktober 1936 Fm Oktober 1936 waren bei den 298 Kran- kenbersicherungSanstalten, die der Aufsicht der Zentralsozialversicherungsanstalt unterliegen, versichert: Männer.... 1,385.994 Frauen..». 848.190 zusammen... 2,234.481 Gegen den Monat September 1936 hatte sich die Anzahl der M ä n n e r um 166 v« r m i n d e r t, die der Frauen aber um 10.867' vermehrt, so daß die Oktäberziffer um 10.701 höher ist als die Ziffer de» Vormonat». Interessant ist der Vergleich mit dem Oktober des Jahres 1988. Gegenüber dieser Zeit hat sich die Zahl der versicherten Männer vermehrt um 111.701, die der Frauen um 88.470, zusammen um 168.171 oder 7.98 Prozent. E e r m ä k in selbstmörderischer Absicht von der im 8. Stock seines Wohnhauses in Zijkov, Svatopluk» gaffe Nr. 10, gelegenen Pawlafsche in den Hof, Er brach sich das Rückgrat, da» recht« Bein und erlitt außerdem eine schwere Gehirnerschütterung, Auf dem Weg« in die. Klinik Jiräsek erlag er seinen Verletzungen. Dar Mottv seiner Tat ist unbekannt. Zum Voranschlag der Stadt Präs für 1937 Einige grundsätzliche Bemerkungen Von Dr. Egon Schwelb, Mitglied der Zentralvertretung Es ist alte demokratische Tradition, die Budget debatte dazu zu verwenden, daß die Vertreter der einzelnen politischen Gruppen nicht nur ihre Ansicht zur fachlichen Führung der Körperschaft bekannt geben, um welche es geht, sondern auch di« politische Einstellung ihrer Partei zum Staate oder zum Selbstverwaltungskörper formulieren, besten Voran schlag verhandelt wird. M» im Dezember 1988 da» Budget für 1986 verhandelt wurde, ist von der Abführung einer Gene raldebatte durch Beschluß der tn der RathauSkoali- tion vertretenen Parteien Abstand genommen wor den, um dadurch dem erschütternden Eindruck deS unmittelbar vorher erfolgten Rücktrittes des Präsi denten der Republik T- B. Masaryk Rechnung zu tragen und um in den Tagen vor der Neuwahl de» Präsidenten«ine parteipolitische Debatte zu vermei den. Diese Maßnahme war als Gebot republikani scher Würde und Disziplin begründet. Daß auch für die heurige Budgetberatung ein analoger Beschluß gefaßt worden ist,- vermögen wir nicht- zu. billigen. Er sprechen in gleicher Weise grundsätzliche wie polittfche Erwägungen dagegen. Eine prinzipielle, freie, politische Debatte ist ein Merkuial einer lebendigen und lebensfähigen Demo kratie- Den.Interessen der Demokratie ist e» nicht förderlich,'Ä^n'iiür.M'Dppösitiön.'die'äMdiüiokktst'' tische Opposiiloff, zu Motte kommt. J Im Sinne deS Beschlüsse» der RathauSkoalitiön gah Stadtrat Prof. Pr. Zen kl namens der großen tschechischen Parteien, aber auch namens der jüdi schen Stadtverordneten, namens der deutschbürger lichen Veytreter und namen» de» Vertreter» der deut schen Sozialdemokratie zu dem durch den Bericht de» Jmanzreferenten Dr. Stüla und dar Referat der Vorsitzenden der Finanzkommission einbegleiteten Budget für 1987 folgende Erklärung ab: 1 „Die Voranschläge der Hauptstadt- Prag für da» Jahr 1987, wie sie zur Genehmigung vorge» legf werden, sind der Tradition der vergangenen Jahre gemäß im Gleichgewicht, wa» um so wert voller ist, als auch die JahteSabfchlüste der Ge» ,. meindewirtschaft alljährlich beweisen, daß das Gleichgewicht Im Gemeindehaushalt nicht künstlich geschaffen ist, sondern real und in Wahrheit be steht. DaS vorgelegie Budget ist da» Ergebnis von ins Detail gehender Verhandlungen und Ver einbarungen aller politischen Parteien und Grup pen, welche In der sogenannten ArbeitSgemein- schaft vertreten sind. Sie waren bestrebt, zu be wirken,. daß das Budget mit der notwendigen Sorgfalt um alle Zweige der Gemeindeverwal tung zusammengestellt.wird; sie waren aber auch. - bestrebt, zu bewirken, daß die Bevölkerung, nicht über da» unausweichlich notwendige Maß hinaus belastet' werde. Da da» vorgelegte Budget da» Werk eine» erarbeiteten und ehrlichen Kompro- ( miste»' ist,, erkläre ich namen» aller genannten . Parteien und Gruppen, daß sie für seine Geneh migung'stimmen werden." .Wenn der Vertreter der deutschen Sozialdemo- kratie Professor Zenkl zur Abgabe dieser Erklärung ermächtigt hat und wenn er— wie in den früheren Jahren—- für da» Budget der Stadt Ppag gestimmt- hat, so besagt da» nicht, daß die deutsche Sozial demokratie als sözialistifch« Partei, al» Pärtei. die die Interessen der Unbemittelten Schichten de» Pra ger Deutschtum» zu vertreten hat, mit dem Budget in allen Einzelheiten'einverstanden ist und daß alle», was in der Gemeindeverwaltung, vergeht, ihren Bei fall findet.. , Die deutsche Sozialdemokratie hat eine Reihe vön Einwendungen gegen die-Gemeindeverwaltung Und-den Gemeindevoranschlag. Wir bemängeln ins- . besondere da» lieberwiegen der den. Konsum der brei ten Masten belastenden Zuschläge und Abgaben. Die Grundpfeiler der Einnahssiewirtschaft sind Ivie in den Vorjahren die Zuschläge zur LtnIe'nverzehrungSsteuer (18,700.1000 Ai), die Zuckerabgabe Idrei Millionen i....., Ai)' die Abgabe für Fleisch- und Biehbeschau(8.8,so daß er da» rechte Bein brach; Bektat jvollte zur Millionen Ai), die Ge)ränk«abgabe(18.8Zander ihr.ist al» wettere Belastung d-S WöhUkoysUm» di-, implizierter Bruch des- rechten Bein»,^bei D-ktat staatliche Zuweisung au» der HaMinSstcuer von öS ein Bruch de» Rückgrat» sestgestellt wurde. i Millionen Ai hinznzyrechneni.ferner die Kanalabgabe"*■*“•*" »r Seite 6 Sozialdemokrat" Dee Mm Vra«. Dienstag, den. 15. unsere Abonnenten und Genossen I Leserlich mfttUeil Ich bestelle hlemlt unter dem Namen: Ort} Beruf:. / auf. Da» Wasserballspfei TPK—Sparta wurde beim Stande 6:8 für EPK von dem Spartateam abae- brachen, weil cs sich vom Schiedsrichter benachteiligt fühlte.‘ Mitteilungen aus dem Publikum. Der modern« Wintersport ist da» Skiläufen. Weshalb konnte dies« herrliche Vergnügung erst In unserer Leit an Boden gewinnen? Weil es heute die richtige Bcschuhung hiefür gibt. Mit de».festen: bequemen und zuverlässigen Baka.Schuhen kann man die kühnsten Touren und Sprünge machen. Am Bett elegant sein, wenn man schläft-- wo liegt der Sinn? Aber jede Frau will ebenso gut gekleidet in ihrer Wohnung sein, wie auf der Straße. Bata hat in Betracht dieses Umstande» die neuen Haur-Schuh-Modelle dementsprechend entworfen und herauSgebracht. Der elegante, zweckentsprechende Hausschuh von Bata. Wenn die Musik spielt und die tanzenden Paare sich Im festlichen Räume elegant bewegen, dann sind dem Blick aller besonder» die Schuhe ausgesetzt. Rach den Schuhen beurteilt man den Menschen. Wie vorteilhaft ist e» dann, wenn man eine gute Figur macht mit den eleganten Bata- Tanz» und Gesellschaftsschuhen.. Dir Internationale Promlnenfen-Ibend an 7. Jänner 1937 den die Solisten im Lucernasäal veranstalten, wird durch die Mitwirkung Paul Hörbigers und vielen anderen Größen der Bühne und de» Films em geradezu sensationelle» Kunst» und Gesellschaftsereignis werden. Barverkauf bei Truhläk(Koruna, Bälde!) Neujahrs-Enthebung för„Sozialdemokrat* eine Neujahrsenthebung 31m Betrage von Kö 10.— und sende ihnen diesen Betrag per Erlagschein ein.•'< Unterschrift: Viktoria Lssjkov—SK Libeii. Der DFC gewann gegen die Platzbesitzer erst nach Kampf und durch seine nach der Pause zutage tretende Ueberlegenheit mit 4:2, nachdem Bohemian» bi» dahin mit 2:1 in Führung gelegen waren. Die Wrschowitzer sind zwar nicht mehr jener Verein, der spielerisch auf der Höh« steht, aber sie setzten dem DFC doch stark»u und hät» ten sie jene Stürmer von einst, wäre wohl die Partie nicht so erfolgreich für die Deutschen verlaufen. Im Vorspiel konnte Viktoria Zijkov auch nur nach Kampf über SK Libeä mit 8:l(8:0) ixi folgreich bleiben. Da» Nusler Turnier brachte durch di« Niederlage SK Kladno» durch SK Nu sie mit 8:5 (1:0) eine Ueberraschung. Vorher gewann Nusel» skh SK über ABT Branik 6:8(1:2), s«,»!»,«- Rote Falk««, Prag. Alle Falken, die Lei der Ausgestaltung unserer Weihnachtsfeier Mitarbeiten wollen» sollen heut«, DIen-tag, 5 Uhr, im Parteiheim sein. ., BolkSsiuggemeinde Prag. Dienstag, den.15. Dezember, um 7 Uhr Fraüenchor, halb 8 Uhr Aus- fchußfichung, H Uhr Männerchor. Prager Winterturniere, DaS Wrschowiber Turnier, zu demdai „Prävo Lidu"«inen. Pokal beistellte, begann am Sonntag mit dem Doppelspiel DFE—BohemianS und DIenStag, 15. Dezember 1036 Nr. 291 wlnteriportier! Freunde«sei Wintersports! Alle Kräfte frei für die Teilnahme an der Arheiter-WiRtersport-Olynpiade RieaenaeblraB lnhail||jg|||H|i8—2l.Felierl937 Auskünfte: Festsekretär Dolensky, Trautenau, Knm»pl»t> 2 Eingesendet. Die motorisierte Stadt. In Zkkn, wo Industrie und Handel in ihrer großen Entwicklung die schnellste PersoneM und. Warenbeförderung notwendig machen, ist das Auto schon seit langem zu einem unentbehrlichen He^'er güvorden.den nicht nur die Mitarbeiter der Bakächertz'sondern auch die Zlinec Gewerbe» nrid Handelstreibenden ausschließlich verwenden. Zlin besitzt heut« 1114 Motorfahrzeuge, davon 578 Personenauto», 408 Motorräder, 128 Lastautomobile, 7 Autobusse und 8 Spezialfahrzeuge. Wenn man nun berechnet, daß das eigentlich« Zlin 82.957 Einwohner zählt, dann entfallen je Motorfahrzeug 29 Menschen. Das ist ein Durchschnitt, der sich dem westeuropäischen Durchschnitt nähert. Bon Autoreparaturen, Autoverkauf, Betriebsmittelverkauf und Autobeförderung leben in Zlin 880 Menschen. Diese Ziffer gibt da» beste Beispiel für die wirtschaftliche Bedeutung de» KraftfahrwesenS und seinen Einfluß auf die Arbeitslosigkeit unserer Bevölkerung, wenn die Preise der Motorfahrzeuge, der Betriebsmittel, die Höhe der Steuern,«Gebühren und M» gaben den Erfordernissen der Zeit entsprechen würden. WaS für ein« Handelspolitik in den nächsten vier Jahren? In einer Enquete de»„Teskö Slovo" stellt I. A. Bata als erstes Ziel unserer Handelspolitik die Erhöhung des heutigen LohndurchschnitteS von 5000 Ai pro Jahr und Person auf 10.000 UL und die praktische Beseitigung der Arbeitslosigkeit auf. Dieses Ziel kann nur durch Vergrößerung der Leistungsfähigkeit erreicht'werden. Nur eine solche Lohnerhöhung ist haltbar, welche dar Erzeugnis nicht verteuert, da sonst die Arbeitslosigkeit vergrößert würde. Zur Vergrößerung der Leistungsfähigkeit, ist nicht nur der gute Wille de» Arbeiters notwendig^ ES sind bessere Maschinen und Werkzeug'« Und'Jüb'e« stiiionen in Industrie und Handel tiSkwiitdig. Investieren kann man aber nur bei einer Rechtssicherheit Im Staate und nicht unter außergewöhnlichen Regierungsverordnungen und deren chaotischer Praxis, wie sie beispielsweise" die Verordnung 162 mit sich bringt. Wenn wir unseren Export erhalte» und erweitern wollen, dann müssen wir so gute Maschinen und Werkzeuge besitzen, wie unsere besten Konkurrentin am Weltmarkt. Um eine jährliche Lohnerhöhung von 2% Milliarden zu erzielen, müssen 5—8 Milliarden jährlich in Industrie und Handel 8846| investiert werden. Der. Mann, der Wunder wirkte Dieser englische Film nach der Erzählung„The man, whö could Work mtkäcleS" von H. G. Wells ist zwischen den anderen WellS-Filmen„Der unsichtbar« Mann" und„Die Welt in hundert Jahren" entstanden, und er steht nicht nur zeitlich in der Mitte zwischen der nur technisch verblüffenden Un- flchtbarkeits-Utopie und der politisch-prophetischen Utopie der ZukunftSfilmS. Die Geschichte von dem Spießbürger, dem eine höhere Macht die Kraft der Wundertun» verleiht. führt nicht nur zum filmischen BariktL-Zauber, sondern auch zur politischen Satire, die in der Erkenntnis gipfelt, daß der Bürger bte- Welt auch dann nicht ändern könnte, wenn er die Gabe des Wunders hätte, daß. er.sie höchstens zer» stören könnt« und im kritischen Augenblick nur da» eine Wunder wünschen würde: daß alles so blieb«, wie cs ist: Eine Satire unter Mitwirkung technischer Tricks, di« eine» Gestalter» wie Renk Llatr würdig wäre, in dem Londoner Regisseur Lothar Mendes aber nur einen, auf. Großartigkeit bedachten,«her nicht mit Witz und Ironie begabten Verfilmet gefunden hat. Da die Aeußerlichkeit triumphiert, kommen auch die Schauspieler zu kürz. Der Träger der Titelrolle Roland s) o u n g wirkt nur wie ein Thargenspieler, und die anderen, Ralph Richardson und Joan Gardner, sind nur Figuren.—da— „Die verhexte Hand" ist eine sonderbare, auf einer alten Sage aufgebaute und mit zeitsatirischen Pointen versehene Tragikomödie Alfred Wolfen- st e i n S von einem Schneider, dem«in Magier die Hand verhext, so daß er mit ihr den Nebenbuhler töten kann, gefährlich und berühmt wird und schließlich wegen der starken Hand au» einem friedlichen Mann zum Diktator wird. Da» mittelalterliche Milieu, und der komisch-altertümliche Sprachstil machen die aktuellen Anspielungen nicht klarer. DaS Marionettentheater„ZZT" führte diese» Spiel in der„Urania" auf der Puppenbühne mit rühmenswertem Eifer(aher mit zu starkem Stimm-Aufwand) vor. Sehr hübsch und geschmackvoll die BUH- ncnbildcr von Fritz und die Kostüme von Marischka Epstein, die dem Ganzen«in« naive Heiterkeit gaben, welche hingegen der Begleitmusik von W iu- ternitz fehlt«.—eis— Ein verlorener Kampf Tschechoslowakei gegen Italien 0:2(0:2)■ Der letzte.Fußballkampf des tschechischbürgerlichen BecbandSteams im Jahre 1986 brachte wieder «ine Niederlage. ES hat wenig genützt, daß sich der CsAT-Vorsitzend« seinerzeit das Berliner Spiel der beiden faschistischen FußballtcamS angesehen hat und. Trainingsspiele absolviert wurden. DaS Ergebnis von Genua, das den Spielverlauf nur annähernd wiedergibt, ist, daß die bürgerliche Fußballkunst auf einen Punkt anlangt, über den man nicht gut LobeS- hpmuen anstimmen kann. Wer sich vielleicht das „Vergnügen" geleistet haben mag, diesen Kampf per Radio zu verfolgen, wird, trotz aller schönen Worte de» Reporters, zu der Ueberzeugung gelangt sein, daß da eine ganze Mannschaft auf verlorenem Posten stand- DaS Spiel war ja mehr ein Angriffsspiel der Italiener: bei dem dem tschechosiowakischen Team die Rolle eines fast in Permanenz tätigen Verteidigers.zufiel. Die große Ueberlegenheit der Gegenseite.beweist schon di« Zahl der elf Ecken-: Waren schon mal..die tschechosiowakischen Stürmer.borge« stoßen, wurden sie von dem ÄerteidigungStrio meisten» glatt in Schach gehalten und ihre paar Schüsse — aus, Distanz— waren lange nicht so gefährlich, wie jene der anderen Formation. DaS Half, von dem man. sich viel versprach, wurde nach der Pause schwächer und gegen Schluß war es vollends mit seinen Kräften fertig. Bleiben einzig der Ersatztormann'Ritiika und, wenn man will, Burger al» Verteidiger— aber diese zwei konnten auf die Dauer ni^t' das Unvermögen von neun anderen beschöni- gen. 77-. Es ist jedenfalls bemerkenswert, daß ein bürgerlicher Verband, dem einige Taufend« Spieler angehören, nicht imstande ist. eine Repräsentationsmannschaft aufzustellen, welche etwas taugt.■ Wir werden wie im Vorjahre die' Neujahrs-Enthebungen in unserem Blatt veröffentlichen, wodurch den Genossen die mit den Neujahrsgratulationen verbundenen erheblichen Unkosten erspart bleiben. Die Enthebung kostet Kö 10*— und wird nach Orten geordnet, lediglich Namen und Beruf enthalten. Wir ersuchen alle Abonnenten die tieferstehende Enthebungsbestellung freundlichst auszufüllen und umgehend an uns ein- zusenden. Die Bestellungen müssen bis spätestens 18. Dezember bei uns einlangen. Dia Verwaltung. Internationaler Fußball. Paris: Frankreich gegen Jugoslawien 1:0(1:0).— Brüssel: Diable» rouge» gegen Austria Wien 6:8,(2:1).— Antwerpen: Vienna Wien gegen Team 8:0. — Straßburg: Admika Wie» gegen Racing 5:2.— Rouen: Ujpest Budapest gegen YE^4:0. — Marseille: Olympique gegen Kispest Budapest 5:1.— Lille: Hungaria Budapest gegen Oltzmpique 7:0.— Belgrad: Jugoslawe gegen FE Szeged 8:2.— Rom: AJK Stockholm gegen FT 1:1(0:0).— Ankara: Techie Karlin gegen Geneler Birttß 8:0(0:0) und'gegen Gucu l:1i." Wiener Fußball. Tupspiele: Postsport gegen Austro-Fiat 8:2, rohe» Spiet mit Verprügelung d-S Schiedsrichter al» Abschluß: Floridsdorfer SC gegen Vakuum 1:0.— Freundschaftsspiele: Rapid gegen Sportklub 8:0. FE Wien gegen.Liberta» 5:5(2:0). Red Star gegen Fav. AC 8:2, Wacker gegen Herrmann 5:2.•■.;...» Da» Schwimmen um den„GrohenPreiS von Vraa“ im Hallenbad in der Kllmentkka gewann,Ko- vatik(ÄSK Dirnau), der die. 400 MeterFreistiltn 5:27.5 Rin. schwamm. Im Rahmenprogramm stellt« di« Schwimmerin Schrmnek(2PK Prag) über MO ' MeterFreistil mit 7:86.4 Mim einen neuen Rekord wenschm gtdnta- mas yrvM cmnne m t.. S«„„„„„ m-i»„Nelluna in» Sau» oder bet Bezug durch die P,st monatlich vl-rteljähtUchUr 48.- halbjährig UL 96.—"ganzjährig UL102-.— JäseraMwerden laui" V § Wt:ni 8 U» b«.? JtmSSiM NreiSnachlaß— Rückstellung von Manuskripten'erfolgt nur bei Einsendung der Retourniarken.— Di« Leitungsfrankatur würde von der Poft« Und Del«->/, Tarif billigst berechnet. Bet^n.Sl^lte^vrent'm^^ N^18.8üoiviIf1S8O. bewtlÜgß:.^ Lruckeretr ,)yrbls", Druck-, Berlag,- und Leitungs-«.-«. Prag,*' J Ein siranger Winler kommt 1 Seit Menschengedenken war kein Frost so streng, wie er im kommenden Winter sein soll. Konten Sie rechtzeitig warmes Schnhwerkl