16. Jahrgang Donnerstag, 24. Dezember 1936 Nr. 299 EfnzBlprels 70 Heilet (elnschliefilich 5 Haller Porto) IENTRALORGAN DER DEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATISCHEN ARBEITERPARTEI IN DER TSCHECHQSIOWAKISCHEN REPUBLIK ERSCHEINT MIT AUSNAHME DBS MONTAG TÄGLICH FRÜH. Redaktion und Verwaltung frag xii.,fochova«. thron sjo71 HERAUSGEBER! SIEGFRIED TAUB. VERANTWORTLICHER REDAT.EURi KARL KERN, PRAG. Ribbentrop fährt zu Hitler machen. Die ungeheuere Rüstung müsse■ einer Herabsetzung oder wenigstens einer Begrenzung und Kontrolle der Rüstungen den Platz räumen. und der würden, London.(AR) In informierten Londoner Kreisen wird erklärt, daß die Voraussagen betreffend den baldigen Abschluß der Unterredungen, die gegenwärtig in Rom über die britischen und italienischen Interessen im Mittelmeer geführt werden, eher verfrüht als opti- mistis ch sind. Der Fortschritt in diesen Beratungen wird sowohl in Nom als auch in London zwar als völlig befriedigend angesehen, aber weder die eine noch die andere Partei beabsichtigt,, die Verhandlungen, die nach ihrem ganzen Charakter die größte Sorgfalt und eine gründliche Ueberprüfung der beiderseitigen Standpunkte erfordern, mit allzu großer Eile zu betreiben. Die Grundlage der Verhandlungen bildet die gegenseitige Anerkennung, daß die Interessen der beiden Regierungen im Mtitelineer sich gegen- PatschelderundLamatsch freigelassen / Nadi gnadenweiser Einrechnung ■. der Untersuchungshaft Mährisch Ostrau.(Tsch. P.-B.) Am Mittwoch wurde der deutsche Mittelschulpro- sefforDr. Richard Patsch eider aus Troppau und der Prokurist Paul L a m a t sch auö Tschechisch Tesche» in Freiheit gesetzt. Die beiden wa- reu als Hauptbeschuldigte in einem fast vier Monate dauernden Hochverratsprozess von dem KreiSstrasgerichtShof in Märisch-Östrau am 24. März 1936 wegen deS Verbrechens nach 8 2 des Schutzgesetzes zu je vier Jahren schweren KerkerS verurteilt worden. Die Nichtigkeitsbeschwerden und Berufungen, die sie nach der Verurteilung rinirachten, zogen sie daim zurück. Im Gnadenwege wurde ihnen die Untersuchungshaft In die Strafe eingerechnet und nach Abbüßung von zwei Dritteln der Strafe wurde ihnen auf ihr Gesuch daö verbleibende Drittel bedingt nachgesehen. England und Italien im Mittelmeer Deutschland neuerlich isoliert Das zwischen England und Italien dieser Tage nahezu abgeschlossene Mittelmcer-Ablommcn — die endgültige Textierung wird nach Weihnachten erfolgen— ist für die Weltpolitik schon deswegen von Bedeutung, weil.es eine neuerliche außenpolitische Niederlage Sbutschlands bedeutet. Nachdem Außenminister Eden In seiner letzten Rede dem nach dem- Osten schielenden deutschen Imperialismus ein drohendes Halt'zugerufen hatte, führt Großbritannien jetzt einen zweiten Schlag gegen daS Dritte Reich— diesmal im Mittelmeer. Die Beziehungen Englands und Italiens waren vor dem Fewzug Mussolinis in Abessinien Jahrzehnte lang freundschaftlich. Die Zugehörigkeit Italiens zum Dreibunde hinderte das Land vor dem Weltkrieg durchaus nicht, zu England außerordentlich gute Beziehungen zu unterhalten, schon deswegen, weil Italiens geographische Lage eS nicht duldete, stch gegen die das Mittelmeer (daS Italien von drei Seiten bespült) beherrschende Macht feindselig einzustellen. Ein Krieg Italiens an der Seite der Mittelmächte war schon deswegen nicht möglich, große Städte wären von den englischen Schlffsgeschützen zerstört, ein großer Teil des Landes besetzt worden. Auch nach dem Weltkriege hielt Italien an der traditionellen englischen Freundschaft fest, noch 1926 schlossen dit beiden Länder, einen' Vertrag■»— über Die englischen Korrespondenten in Berlin berichten bereits seit einigen Tagen, daß in der Reichshaüptstadt der Eindruck vorherrsche, daß die nationalsozialistische Regierung wenn nicht einem entschiedenen Wendepunkt, so doch wenigstens einem D-ilemmaAug inAug gegenüb er st ehe, dem sie nicht ausweichen könne; Entweder die bisherige Politik der ständigen Beschränkungen der Lebensmittel zugunsten einer mächtigen Rüstung weiter fortzusetzen oder diese Politik aufzugeben und mit Paris und London Über-ein A b l o m m e n zu verhandeln, das, wie sich der Korrespondent- der„Times" auSdrückl, „die Hauptforderungen Deutschlands nur im Aus- .f,-...-5-~ schaftlichen und politische» Zusammenarbeit und das A nfgebenallerAbenteuer befriedigen würde". - Die englischen Korrespondenten sind allge» Madrid.(Fatra.) Republikanische Abteilungen schlugen Mittwoch vormittags: an der Madrider Front einen heftigen Angriff der vüf- ständifchen im Abschnitt Monelova ab,' wobei sie dem Feinde s ch w e r e B e r l»st e beibrachten. Eine ntit Dvimmit ausgerüstete Gruppe hat daS Fort Villa Berde in die Lust gesprengt, wo dir Aüfftändischen eine starke. Position' anSgelaut hatteNl Datei kamen 60 Mann aus feiten der Aufständischen umS Leben. Nach der Abwehr deS Angriffe» wurden die Position»» der RegwrungS- trupprn gründlich befestigt., Aufständische Flugzeuge versuchte» am Mittwoch nruerdingS, da» Dorf villrma an der Strecke Alicante—Madrid juj bombardiere», wurden aber von Jagdflugzeugen der Regierung zur.Flucht ge- zwungen.. Dabei wurde ein Flugzeug der. Aufständischen von Schüssengetroffenund ist wahrscheinlich abgestürzt..f fj'-jf-rf;!,'> Dir aufständische Flugwaffe versuchw auch einen A n f l u g a u f M a d r i d, wurde aber von Regierungsflugzeugen dargn gehindert, welche zwei Heinckelapparate abschossen. Die■ Apparate festig ergänzen. Die Anerkennung dieser These soll auch In formaler Hinsicht ihren Ausdruck finden. E» ist als» notwendig, dass beide Parteien, sobald sie stch für diesen Grundsatz ausgesprochen haben, mtt gutem Willen damngehrn, sämtliche Quelle» der verschiedenen Missverständnisse und Differenzen. z n P r ü f e n. Dir jüngste Entwicklung der Ereignisse sowohl im östlichen al» auch im'westlichen Teile de» Mittelmeercs hat keineswegs die Anzahl der Frage» vermindert, bezüglich deren die tpitifche Regierung volle Aufklärung verlangt. Ausserdem hegt ste den Wunsch, über den genauen Standpunkt der italienischen Regierung informiert zu werden und zugleich auch ihren eigene» Standpunkt so llar darzulrgrn,. damit niemals m e hr irgendwelche Zweifel au stauchen könnten. mein der Ansicht, daß sich Dr. Schacht deutsche Generalstab zufrieden' geben wenn Deutschland irgendeine Kolonie ziemlich untergeordneter Bedeutung zurückgegeben würde, da das Röhstoffproblem definitiv eher durch ein internationales Abkommen als dadurch einer Lösung zugeführt werden solle, daß Deutschland irgendein'Territorium zur freien Verfügung übergeben würde. Der Parker Times-Korrespondent schreibt hiezu: Bevor nur ein Zollbreit von Frankreich Vertvalteten Boden» in deutsche Verwaltung Übergehe, müsse sich nach der fraitzösischen Ansicht die gesamte Politik ch e Oxientie« Trotzki nach Mexiko unterwegs . OSlo. Rach her Zeitung.Tidens Tegn" wurde Trotzki, bevor seine AufenthaltsbewiNi- günEln Norwegen ablief, an StAefne»- nbtfoe«: gischen Dampfers gebracht, der nach Mexiko bestimmt war. Das Schiff, aüf dem sich Trotzki be« .' findet,,,'wiH^ seine;Reise. oH'n,«^ ,Z w i f'tf, e n* . landung durchführen. Senerelle Vereinigung aller britisch-italienischen Differenzen der Regierung kehrte«-alle ohne Beschädigung zurück.. Neuer Zwischenfall ffl o 11 n t i a. Das amtliche Presseiurea« Fatra bringt die Meldung, dass der sowjetrus- stsche Raphüadampfer,,S 0 i«» B e d n i k o w" Po» aufständischen Schiffen angrhalte» wurde. Auf den Dampfer wurde au» Kanonen geschossen, worauf an Bord Feuer«Utstgnd. Sodann wurde er gezwungen, nach Erutä abzudampfen, wo ep sechs Tage»urückbehalten und einer eingehende» Untersuchung unterworfen wurde-. Alt nicht» g e f« n d en wurde, erhielt der Kapitän dir Be- willigung, die Reise fortzusetzen.. Außenminister Del Batzo.ersucht« den spante schen Botschafter in Moskau telegraphisch,.' dem Autzenkommissär die E r b i t t« r u n g.zu verdolmetschen, welche in Spanien plätzgegrifse» hat, alS dieMeldüng üt«rdie Bersenkung deö Sowjetdampfers„K» m s» m o I" durch spanische Aufständische eingetrosfen ist- ver englische Hof wird wieder puritanisch '. Vooolüockonv Frauen haben keinen Zutritt London. König Georg Vl. wird mit zwei Kronen gekrönt werden, u. zw. mit der St. Eduards-Krone und mit der ReichSkrone.alS Regent der Dominien. Die Krönungskleinodien tour« den dieser Tage unter starker Bewachung aus der Schatzkammer im Tower behoben und von den Re« gie.rungSjuwelieren besichtigt, um festzustellen, ob eine Reparatur oder Reinigung notwendig ist. Die britische Reichskrone gehört zu den Krönungswundem der Welt. Sie enthält.8999 Edelsteine, ; und in der Mitte ist der Tullinan-Diamant eingesetzt,'dessen Wert unschätzbar ist. .. /Di« Königin Elis ab e th, die den Wunsch - ausgesprochen hat, daß am' englischen Hofe wieder daS B Iktorianisch eZeremoniell «iWeführt werde, hat bereits den Hofmarschall, dem Heyog von Norfolk, die Weisung erteilt, bei. de» Vorbereitungen für die Krönungsfeierlichtei-, ten, soweit«S sich um die Einladung von Damen zu Hofe handelt, nach den' Instruktionen vorzu- Men,, die für das Hofzeremoniell, unter Königin' Mqrss in Gütung waren, Praktisch bedeutet das, daß'künftighin zum St. JameS-Hof geschiedene FraiUn nM Zutritt, haben werden, gleichgültige ob sie den Kreisen de» diplomatischen'Korps oder der höheren Beamtenschaft der ReicheS angehören. Voch Kontrolle der Nichteinmischung? ‘:• London. Der NichteinmifchungSauSschuß verhandelte Mittwoch nachmittags die Antworten der 'zwei. kämpfenden spanischen Parteien betreffend' dass-Projekt der Kontrolle, und genehmigte dm detaillierten Vorschlag für hie Kontrolle in Spa- ,'.nie» zu Wasser pich zu Mn-e^ESUogr-en.einige kleiner« Aenderungen vorgenonunen, durch di« den Beobachtern des Ausschusses eine größere Beweg- lichkeit garantiert wird..DaS Projekt wird den Re- ' gerungen zur Genehmigung porgelegt; die Ant« wort wurde bis spätestens 1. Jänner angefordert. Wenn' daS Projekt bis zu diesem Zeitpunkte ge- '. nHmigt wird, wird es den beiden spanischen La- » gern binnen zehn'Tagen übermittelt werden. .: Ueber die, Freiwilligen- Frage wurde kein e Entscheidung getroffen, doch kursiert unter den Mitgliedern des Ausschusses das britische Memorandum, daS sich über den britischen' Stand- punkt zu dieser Frage äußert. Schließlich wurde . eiye Resolution angenommen, die neuerlich die Richteinmischungsverpflichtungen bestätigt. lieMestnrächte warnet! Deutschland AsKMey.jM.rMHtSlAll.VeitM§urMetals»»g Deut.schlAUdS ändtrn. Drohun- veioen«anoer«men-«erring— uver gen müßten Versicherungen und Garantien Platz. Abessinien. mmfipn. 9)1» UNKhiniT mllffp■»ln»r*• z w w L Die industrielle Entwicklung Italiens lm letzten Jahrzehnt hat nun die bisher bestandenen machtpolitischen Verhältnisse geändert. Italien, hat— zum Unterschied von Deutschland durch Jahre unbehindert von Intemationalen Einschränkungen— zielbewußt ausgerüstet, es hat die Armee motorisiert, es hat ein« gewaltige Luftflotte geschaffen, wahrend Englands Rüstung zu Land, zu Wasser und In der Luft bis vor kurzer Zeit dahinter zurückblieb. So konnte Italien eine Expansive Politik beginnen und seinen'Einfluß über die bisherigen 1919 geschaffenen Grenzen HInauStragen. Die italienische Expansion geht nach drei Richtungen: nach Norden, Westen und Osten,. Im Norden Ist Italien politisch im Donaubccken eingebrochen; ohne an Italien eine Stütze zu finden, hätte Dollfuß im Feber 1984 die österreichische Sozialdemokratie nicht niedcrwerfen können.' Der italienische Einfluß hat seine internationale Bestätigung in den römische»'Protokollen gefunden, durch welche Oesterreich und.Ungarn in den Wagen der italienischen Politik eiNgrspannt wurden, DI- Beschäfttgung Mailens in Ostafrika und die Be- drohung durch England im Mittelmeer(man denke nur an die Sommerreise Eduards Vlll. nach Jugoflawien, Griechenland und die Türkei) hat allerdings Italiens Stellung in Oesterreich geschwächt und die'österreichisch-deutschen Vereinbarungen vom 11. Hüli 1986 möglich gemacht. Italien hat dafür versucht, seinen Einfluß in Ungarn zu'stärken, indem Mussolini in seiner Mailänder Rede im November die ungarischen RevIsionSwünsche als gerecht anerkannte. Die zweite Richtung, des italienischen Aus- dehnungSdrangeS ist Ostafrika. Italien hat in einigen Monaten.einen großen Teil Abessiniens' unterworfen, ist im Frühjahr. In dessen Hauptstadt einmarschiert undist jetzt,dqbei, das. letzte Stück des ehemaligen Reiches des RegnS zu besetzen. Diejenigen, welche dachten, England werde nicht dulden, daß die AtMener sich am ,Tanasee festsehen und so di« Nilquellen kontrollieren, haben Unrecht behalten, die.Sanktionspolitik des Böfier-' bundeS ist zusammengebrochen/ Italien behält Abessinien. :■ Die dritte Richtung der italienischen Ausdeh- nungsbestrebungcn'ist das östlich« Mittelmetr und Mussolini hat die spanischen Wirrxn dazu benützt, unf einen Teil.der Balearen zu besetzen. Das ist über'eine'Bedrohung der Virbindung,Frankreichs- und seines nordafrikanischen. Reiches sowie eine- Gefährdung deS englischen Seeweges nach Indien, Vsiglqnd,>fnd Frankreich suchen nun dieser Ae«ahr durch ein Ueberelnkommen mit Italien zu begegnen. '' Der Preis,', den insbesondere England den I Italienern für ihren Rückzug von den Balearen M——W—————W—WM»—-W Heftige Angriffe abgewiesen Auch Fliegerangriff auf Madrid abgewehrt London.(Reuter.) Der diplomatische Reuter-Berichterstatter erfährt, dass Aussenminister Anthony Eden den deutschen Botschafter von Ribbentrop bei der letzten Unterredung verständigt habe, dass Grossbritannien die Entsendung von Freiwilligen von Deutschland nach Spanien mit Ern st und grosser Besorgnis verfolge. Man erwartet, dass Botschafter von Ribbentrop während seines gegenwärtigen Aufenthaltes in Berlin, dies« britische Ansicht dem Reichskanzler Hitler persönlich vermitteln wird. Der Pariser Berichterstatter der„Time S" meldet,.dass auch der französische Aussenminister DelboS die deutsche Regierung verständigt habe, dass Frankreich die Politik der Nichteinmischung in Spanien nicht fortsetzen könnte, wenn die von Deutschland den Aufständischen gewährte Hilfe grössere Ausmasse annrhme» würde. Hitler In einem schweren Dilemma Seite 2 DonnerStag, 24. Dezember 1936 Nr. 299 bezahlen wird, ist allem Anschein nach die Anerkennung des italienischen Imperium», d. h. der Herrschaft der Italiener in Abessinien. Die Um» Wandlung der britischen Gesandtschaft in Addis- Abeba in«in Generalkonsulat ist der erste Schritt dazu. So würde Mussolini atz» dem spanischen Bürgerkrieg die internationale Anerktnnustg seiner Eroberungen in Ostafrika davontragen., Der Düpierte dabei wäre da» Dritte Reich, welches auf diese Weise wieder einmal von Jta^ lien im Stiche gelafsen würde. Mussolini betreibt eine durchaus realistische, rein italienisch? Politik. tvaS auch darin zum Ausdruck kommt, daß er gegenüber der leidenschaftlichen deutschen Hetze wider die Sowjetunion kühl bis ans Herz hinan bleibt. Er hätte in diesem Falle Deutschland bloß als Degen benützt, die Reichswehrsoldaten, die in Spanien bluten, als Landsknechte, so wie dies in früheren Jahrhunderten Franzosen, Italiener und Engländer getan hohe». Außerdem gewinnt Italien, dessen Rücken nun gedeckt ist, freie Hand im Donaubecken, welche el^kirum zugunsten Deutsch» lands gebrauchen wird.' Wenn es also zu dem ang^fiindigten Akkord zwischen,England und Italien kommt, dann ist Deutschland auch im östlichen.. Miftesineer isoliert und die spanische Regierung würde Aussicht haben, .Franko ,niederzuschlagen und auS dem nun fünf Monate dauernden blutigen Bürgerkrieg als Siegerin heimzukchren.' Je zäher sich die spanisch.' Demokratie wehrt und je länger die Kämpfe in Spanien dauern, desto mehr wird für Deutsch» land dessen spanisches Abenteuer zur. Verlegenheit werden. Noch nie war Deutschland so isoliert wie zu Weihnachten 1986. Außenpolitisch hat das Christkindl das Dritte Reich schlecht bedacht. Kompelehxragiilung In den höchsten Armeestellen Neue Waffefilnspektortte errichtet Prag. Durch einen Befehl de» PräsideNtender Republik vom 22. Dezember werde» di« Kompetenzen des Generalinspektors der Wehrmacht und d«S GeneralstabSchefS genau festgelegt nnd gegenseitig abgegrenzt. Gleichzeitig wird auch die Erricht««»»on W affrninspekto- raten ange-rdnet, welche den Sachbedürfnissen der tschechoslowakischen Armee und ihrer Brr» vollkommnung hinsichtlich der Ausbildung und Ausrüstung dienen sollen. Der Befehl deS Präsidenten der Republik enthält vier Artikel, von denen der erste bestimmt! Ich ordne an, dah in der Wehrmacht gemäß den hierüber noch zu erlassenden Vorschriften sukzessiv« Waffeninspektorate errichtet werden/ Art. 2 behandelt die Kompetenzen des G e« nrraltnspektors der Wehrmacht. Dieser ist das oberste Kontrollorgan d e r W e h r m a ch t, ein Hilfs« und Beratungsorgan des NationalverteidigungSminlsterS, dem er direkt untersteht. Durch Einsetzung in seine Funktion wird der Generaltnspektor der dienstältest« Armcegeneral, auch wenn er der Rangordnung imch nicht der älteste ist. Der Generalinspektor der Wehrmacht nimmt an den Verhandlungen deS Obersten Staatsverteidigungsrates mit beratender Stimme als Fachmann teil und Ist stellvertretender Vorsitzender deS Armeeberatungikolle« gtums. Er leitet die Tätigkeit der Waffeninspektoren. Art. 8 setzt die Kompetenz des Gene« r. alstaböchefs der Wehrinacht folgendermaßen fest; Der Chef deS Generalstabe» der Wehrmacht steht an der Spitze des GeneralstabeS der Wehrmacht, der ein Studien-, richtunggebendes- und Exekutivorgan in allen grundsätzlichen .Fragen.ist,„welche.> mit. der Vorbereitung deS Staates und der Wehrmacht für dest Krieg ztz« sammenhängen. Er untersteht direkt dem Natio- nalverteidigungSminister. Der Generalstabschef nimmt an den Beratungen de» Obersten Staat»« verteidigungSrateS Mit beratender Stimm« als Fachnmnn teil und ist ordentliches Mitglied des AcmeeberatuiigSkollegium». Der Generalstabschef hat vor allem di« Aufgabe, Fragen und Entscheidungen, welche alle Faktoren der Wehrmacht betreffen, zu studieren, vorzubereiten und zu verwirklichen. allen Faktoren der Wehrmacht die erforderlichen Richtlinien zu erteilen usiv. Es steht ihm zu, auf die Vorbereitungen de» Staates für den Krieg und auf die Wehrerziehung der Ration Einfluß zu nehmen, mit den zuständigen Orga nen der Staatsverwaltung in. allen Angelegenheiten in Verbindung zu stehen, soweit es sich um Erfordernisse für die Schlagfertigkeit der Wehrmacht handelt. Er erteilt dem Generalsekretariat der SiaatSverteidigung Richtlinien hinsichtlich der gesamtstaatlichen Vorbereitungen für die SiaatSverteidigung, welche im interministeriellen Kollegium der Staatsverteidigung und im obersten Staat»verteldlgung»rat« behandelt wurden. Der letzte Artikel bestimmt, daß der Befehl des Präsidenten der Republik am 1. Jänner 1987 in Kraft tritt, mit welchem Tage alle bisherigen ' Vorschriften außer Kraft treten. Diesen Befehl führt der Minister für Nationalverteidigung durch. Forderungen der Bergarbeiter Auch in Falken« Fortdauer der Verhandlunfcen Mittwoch nachmittags fanden in Falkenau die Verhandlungen über die von den koalierten Bergarbeiterverbänden gestellten Forderungen auf Gewährung einer Teuerungsaushilfe statt,''die vom Revierbergamt anberaumt worden waten. Genosse Zinner begründete die Forderungen, bezeichnete di« Antwort der Grubenbesitzer al» u n a n n e h m b a r und gab im Namen der Union und des Svaz hornllü die Erklärung ab, daß sie die Antwort der Grubenbesitzer Nicht zur Kenntnis nehmen und die Forderimgen aufrecht erhalten. Die übrigen Bcrgarbeitervectretec schloffen sich diesem Standpunkt an. Nach längerer Beratung erklärten sich die Grubenbesitzer bereit, in einer neuerlichen Sitzung des berg- und hüttenmännischen Vereine» nochmals über die Forderungen zu verhandeln und sodann die Bergaweitervertreter nach Neujahr zu weiteren. Besprechungen einzuladest. Die Tragödie auf dem Prokop-Schacht In der Rächt von SmnStag auf Sonntag ereignete sich am 9. Oktober 1989 auf der Grube «Prokop" in Soborten bet Teplitz-Schönau eint BrandgaSexplosion, bei der sechs Bergleute von de» glühenden Kohlenmaffen verschüttet wurden. Seit dieser Zeit haben wir wiederholt darauf aufmerksam machen müssen, daß dieses Unglück darauf zurückzusühren war, dah die Sicherheit der Grube alle» zu wünschen übrig ließ und die Förderung von recht viel Hunten al» oberste» Prinzip für die Besitzer des Schachtes galt..Betriebsleiter und Grubenbesitzer wurden sofort nach dem Unglück in Haft genommen, um die Zustände im Schacht selbst herrschte seit diesen traurigen Oktobertagen ein undurchdringliches Dunkel. Wir haben wiederholt die Forderung erhoben, wann endlich an die Bergung der Leichen geschritten werden wird, damit vollständige Klarheit über alle Ursachen der Katastrophe geschaffen wird. Nun hat man die Leiche einer Bergarbeiter» geborgen. Die Zeitungen find voll von Meldungen der verschiedensten Tönung. Tatsache ist, daß durch da» Fehlen einer amtlichen Darstellung allen Kombinationen Raum gegeben wurde, Tatsache ist ferner, daß die Erbitterung der Menschen über den verbrecherischen Leichtsinn der für die Schutzmaßnahmen verantwortlichen Herren ist dem betroffenen Schacht ungeheuer groß war. Wir behalten uns ein abschließendes Urteil vis zu jenem Zeitpunkt vor, da all« Leichen geborgen fein werden und an der amtlichen Untersuchung und Prüfung der hiebei gemachten Feststellungen ein kritische» Urteil möglich sein"wird. Im nachfolgenden veröffentlichen wir eine Darstellung unseres Berichterstatters, die im wesentlichen dem Protokoll folgt, das vom Teplitzer Ne» vterbergamt aufgenommen wurde. Am SamStag, den 19. Dezember, wurde bei Anwesenheit eines Vertreters des Revierberg» amtcS der Versuch unternommen, die Leichen der vewnglückten Bergleute zu bergen, da die Wet- terverhältniffe und der Barometerstand günstig waren. Die Arbeiten wurden nach sorgfältigster Untersuchung der Strecken begonnen, wobei«» tatsächlich gelang, bis zur»Goffe" vorzudringen. ES war jedoch unmöglich, bis zum Ort der Katastrophe zu gelangen. Die Goffe wurde al» Basis Aü«ehluhgder Staatsbeamten- i gehälter am 31, Dezember Das Finanzministerium hat an die Zahlstellen aller Zentvalämter die Aufforderung gerichtet, die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen, damit die Gehaltsauszahlung im Sinne der Verordnung Nr. 262 vom 29. November d. I. am 31. Dezember d. I. und sodann am Ersten eine» jeden Monat» erfolgen kann.'",'. Gleichzeitig wurde dar Postministerium angewiesen, di« ihm unterstehenden und in Frage kommenden Amtsstellen auf die Aenderung des Zahlungstermins der Staatsangestelltenbezüge aufmerksam zu machen. für die Rettungsarbeiten gewählt./. Vom Schacht .Florian" kamen zwei erfahrene und geschulte Rettungsmänner, di« in der Richtung del/ÜN- glückSorte» vorgingcn, aber wieder zurückllynen, da Hinderniffe im Wege lagen; so auch volle. Koh- kenhunte. Aus diesen Gründen wurden di« Arbeiten eingestellt und am Sonntag fortzesetzt. Zue Beseitigung der Hinderniffe wurden vom Schacht .Dagmar" vier.weiter« RellungSseute angefür- dert. Da die Wetterverhältniffe günstig waren, versuchten drei MaNn mit Rettungsapparaten bis zur Goffe vorzugehen; es gelang ihnen auch,' die Hunte zu beseitigen, worauf sie(von der Goffe bi» zum Unglücksort sind noch ungefähr 89 Meter) weitergingen. Sie gelangten nicht bis zu jener Stelle, wo die Leichen liegen, kamen aber mit der Meldung zurück, daß es nach ihrer Ansicht möglich sei, die Leichen zu bergen. Da nun die Bergung der Leichen ohne Wissen des Kreisgerichtes unmöglich ist, setzte sich der Vertreter" de» Revierbergamte» sofort.mit.Lell» meritz in Verbindung und erreichte den Staat»« aNwalt, den er auf die Gefahr einer Aufschiebung der Arbeiten aufmerksam machte. Dieser gab di»! Zustimmung zur Bergung, worauf alle sanitären- Vorarbeiten getroffen wurden. Einige Rettung»» männer gingen dann mit dem Obmann der Betriebsrates, gut ausgerüstet,, vor und kamen, mit der Meldung zurück, daß sie bei den Leichen waren. Darauf wurde, wie wir bereits berichteten, di« Leiche des verunglückten Bergmannes Hub» gebop, gen, die in einer blinden Strecke niedergtlegt wurde, weil man alle Leichen gemeinsam nach obertag» bringen wollte.— Nun verschlechterten sich aber die Wetterverhältniffe derart,, daß die Goffe sich mit Gas füllte, dadurch der Bergungsweg verlängert wurde und ein Welterarbeiten Undenkbar war. Auch am Sonntag hielt dieser ungünstige Barometerstand an, so daß die Bergungsarbeiten eingestellt werden mußten. Die fünf Leichen lagen— wie das Revier» bergamt berichtet— auf der vor einem Streckenverbruch mit dem Gesicht gegen die Sohle, Au« dem Berbruch ragte ein blechernes Rohr; wahrscheinlich wollten di« Verunglückten damit den Verbruch durchstechen, um mit der äußeren Luft in Verbindung zu kommen. Die Verschüttung erfolgte seinerzeit gegen halb 1 Uhr nächt». Nam 8 Uhr wurde dann der Teil mit der Brühung und dem Feuer abgesperrt. Der damals amtierendes Arzt hatte erklärt, daß die Verschütteten unmäglsm noch am Leben sein können, da der Rauch an ihnen vorbeiziehen müsse.» Die RettungSarbeiten können erst bei günstigen Wetierverhältniffen fortgesetzt werden. Der Präsident der Republik empfing Mitt-- woch den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigt«» Minister in Moskau Bohdan P a v l ü und hierauf den Redakteur Dr. M a n n h c i- m e r. Weiter empfing er den Professor Dr. A. O st r t i i l, der dem Präsidenten Über den gegenwärtigen Stand und di« Organisierung der Bekämpfung der Krebskrankheit in der Tscheche» slowakci Bericht erstattete.- BetriebSauSschusjwahlen. Bei den Betrieb»- ausschuhwahlen bei der Firma Richter, Fenkl & Hahn, Porzellanfabrik in C h o d a u bei Karlsbad, erhielt der Verband der Glas- und Keramarbeiter vier Mandate; die deutsche Arbei» tergewdrkschaft(Gablonz) drei Mandate, Das Kaffeehaus in der Seitengasse Sie nickte mit dem Kopf, da» Haar hing ihr in die Stirn. Dunkelblonde» Haar, im Licht der Laternt hatte eS einen goldenen Schimmer. „Gute Nacht, Billy". „Gute Nacht, Carola".' Er wartete, bis sich da» Haustor geschloffen hatte. Dann ging er ins Cafe Finsterbusch hinüber^ Die Tische waren leer, in der Küche und int Hofzimmer brannte noch Licht. Pelikan zählt« Geld, Ludmilla packte ihre Tasche, ein Stück Brot, Butter, eint Flasche Bier. «Wo ist Finsterbusch?" „Im ÄirtShau» in der Zeltgasse. Heut' ist Kameradschaftsabend. Da kommt er nicht vor 2 Uhr nach Hause. Die Frau ist noch wach"./ s Ludmilla ging, Pelikan,.hängte seinen Smoking in den Schrank, in dem Sakko-Rock sah er wie ein kleiner Reisender au», der Socken«der Taschentücher anbot.. „Gut Nacht, Herr Billy". „Gut- Nacht, Pelikan". Billy ging in das Hofzimmer. Frau Finster« busch saß am Tisch, eine Schale Tee, halbvoll, kalt, stand vor ihr. „War gibt'», Billy?" „Ich wollt nur mal nachsehen—", „Nicht» Neue». Die Kerzen find noch immer nicht geliefert worden, und die gläsernen Tischplatten auch noch nicht. Wir müssen' die Eröffnung verschieben*.'.... Sie ging durch da» Zimmer, hotte die Kognakflasche und füllte ein Glas. „Ich hab' da» ganze satt", sagte sie.«Jetzt stecken wir bis zum Hals in Schulden, das Taft kann nicht soviel abwerfen, daß wir die Schulden bezahlen und genug zum Lehen haben". „Warum haben Sie dann Ihre Einwilligung zum Umbau gegeben?" „Meine Einwilligung? Wurde ich denn gefragt? Ich durfte fchön still am Tifch sitzen, wenn mein Mann mit Baal und Bogel über da» Geschäft sprach. Hätk ich den Mund ausgemacht, hätte er mich hinausgewiesen. Hab' ich denn «twa» zu sagen in diesem Hau»? Ich.bi» die Buchhalterin, Weitet nicht». Eine Buchhalterin, die keinen Lohn bekommt"., Die Fra« ging im Krei» stm den Tisch, blieb an der Wand stehen,'stärpte auf einen alten Kalender, ging weiter. „Nichts bin ich hier, weniger al» nicht»". Carola konnte ihren Vater nicht retten; dacht« Billy, eine Frau fraß ihn auf. Dies« Frau läuft wie ein anffekett-teS Tier.,in ihrem Käfig herum, immer im Krei»;^ Isabella Hat«ist ver- HÄtni» mit Hugo, Da» Tast weiß es, nur Hugo ahnt, nicht, daß sic c» längst wissen. Er hat.ein- mal gelesen, daß Geschöpfe, die, der Erde nahe stNd,.unruhig werden, wenn ein Gewitter am Himmel quszteht. Sie atme», ha» Gewitter eini es singt in, ihpem Vlstt,„ Zirkustitre beginstest zu brüllen und rütteln an den Gitterftmest, die Vögel verkriechen, sich, di« Blätter der Bäume er- schlasfen. v«Ich war sticht immer so, Billy", sagte hie Frau.„Man sieht,e» nftr hetzte nicht mehr an: ich war ein hübsche» Mädel, immer guter Laune, gu jedem Spaß zu haben. Bi» der Krieg kam und mir bim Mann wegfräh, den ich liebte. Da stwhm ich Finsterbusch und ging'in diese» Zimmer. Ist di«sem Zimmer ist mein Leben Verrostnest, in diesem Zimsster bin ich alt geworden. Ich bin heute tztne alte' Frau, Billy" „Rehen Sie nicht, Frau Finsterbusch". Sie staird wieder vor dem Kalender. Er stammte aus dem Jahre 1916 und die Tage, an denen Finsterbusch im Gefecht gestanden hatte, waren mit roten Strichen bezeichnet. «Der Krieg hat nicht nur die Toten gefressen. Er hat auch die Lebenden umgebracht. Wir leben ja nicht mehr. ES ist doch nur«in Irrtum, daß wir hier sitzen, in diesem Zimmer, in dieser» Cast, Finsterbusch, Feiertag, Genno, MittelMeier, Äerleitner, Sie, ich, wir alle. In Wirklichkeit sind wir längst tot, und nur unser« Schatten gehen noch aus alter Gewohnheit die alten Wege weiter". Erst Carola, nun diese Frau, Billy ging zu dem Kalender. Ein Soldat, den Helm, das Bajonett bekränzt, nahm von feinem Weib, seinen Kindern Abschied. Am dunkelblauen Himmel verglühte die Sonne. Ein kitschiges. Bild, dachte er; alles würde Kitsch in der Liliengasse, auch der Tod. Die Frau stand neben ihm, die Augen groß und brennend, es lagen Schleier über diesen Augen, sie sahen die Welt nicht mehr deutlich, sie sahen nur noch ein Gewimmel von Fachflecken. Er packt« die Frau an den Schulterst, sie legte den Arm um ihn, er fühlte ihren'Kopf auf der Brust, in den Wangen glühte da» Blut, er hörte ihr Herz'pochen.-Er neigte sich und küßte sie auf den Hal». E» war Mitleid, das s» ihm aufstieg, e» wandelt« sich in Zärtlichkeit: Er strich das Haar, da» dunkle, glänzende Haar der Frau zur Seite: nahm ihren: Köpf zwischen"beide Hände, küßte sie auf den Münd. Ihre Lippen waren schmal, feucht., Sie saugten fich ast seinem Mund fest. „Bleib heut' da, Billy";'sagte die.'Fratz. ,Mesb hetzt'da"..> Er wollte ihren Arm vom'Hal» loßlösen, sie gab'ihn nicht frei. Sie zog ihn langsam zur Tür, döxt'war der Lichttaster. Ihr« Finger berührten den Schalter, das Licht erlosch. Als.Finsterbusch nach Hause kam, er brummte einen Krieg-Marsch, schlief Billy- im Wohnzimmer, auf" dem Sofa, auf dem Carola geschlafen hatte, in der ersten Nacht. Er übernachtete oftmals auf diesem Sofa, er wohnt« weit draußen und die Straßenbahn verkehrte ntzr bis halb zwölf. Finsterbusch ging auf den Zehnspitzen an ihm vorüber« warf di« Kleider ab, sank in seist Bett. Daß die Frau neben ihm wach lüg,, zur Decke starrte, daß sie splitternackt war uüdihc; Haar verwirrt, fiel Ihm nicht auf; cs war August, und die Nächte wärest heiß. VH.< Die Leuchtschrift strahlte; blaßrote Buch- staben auf tiefblauem Grund. Sie standen auf -der Straße und bewunderten sie. Die Kerzen brannte»,, gläserne Flammen' über gelblichen Stäben. Die Tischplatten glänzten; spiegelnde Scheiben au» dickem, mflchig getöntem Gla». Pelikan trug eisten neuen Smoking und. netze Schuhe; der Kragen war eng, Pjtttkan schwitzte, die Schuhe wärest eng, die Füße schmerztest. Hugo hatte seinen Smoking plätten lassen, aber auch er hatte«In neue» Hemd; blendend weiß schimmerte cS im Licht. Finsterbusch trug seistest. schwarzen Gehrock,«ine goldene Kett« auf der Weste, er war beim Friseur gewesen, sein Haar duftete nach Pomade. Krau Finsterbusch hatte ihr bestes Kleid astgelegt— an den Nähten war di« Seid«, schon brüchig, aber am Abend sah mäst das sticht so genau, Nur Ludmilla stand in ihrem asten Rock an dpn Kesselst: Für sie unterschied sich dieser Tag nicht von den andren Tagen; e» sei. dayn dadurch, daß' e» mehr Arbeit gab. i Avette und Marion hatten fich eingestellt; Ne trugen schwarze Blusen und weiße^Schleifen im Haar, wie Stubenmädchen ist einer gräflichen Billa, Pellkäst hafte sie einer kutzen PrWstg unterzogen. '^Fortsetzung fotzt.)!A Nr. 200 Donnerstag, 2t. Dezember 1036 Seite!I fudetendcutsdicr Zeitspiele! Volksgemeinschaft Im Lichte der Ziffern Lohn und Arbeit In Ostböhmen— Nicht Henlein, sondern die Freien Gewerkschaften helfen dem Arbeiter Einer interessanten Darstellung im „TrautenauerEcho" entnehmen wir auszugsweise folgende Betrachtungen und Feststellungen! Der ostböhmische Arbeiter zählte immer schon zu den am schlechtesten bezahlten und am meisten geschundenen Proleten. Das hat er der eigenartigen Struktur dieses Industriegebietes und der immer schon brutalen Unternehmerpolitik in den Betrieben Ostböhmen» zu verdanken. Hier gingen die Reserven an Arbeitern nie zu Ende, das Hinterland OstbLhmenS wurde der überschüssigen Arbeitskräfte nie bar und so oft der deutsche Unternehmer Lohndrücker oder gar Streikbrecher brauchte, schaffte er sie in endlosen Scharen aus diesem Hinterlande herbei. Aber der mutig« und ebenso opferwillige ostböhmische Arbeiter hat in jahrzehntelangem Kampfe die fürchterlichsten Auswüchse kapitalistischer Lohn« und Betriebspolitik abgeschafst und an ihre Stelle ein System neuzeitlicher Einrichtungen gesetzt, da» nur durch die Weltwirtschaftskrise und die unmittelbare Begleiterscheinung, den Faschismus, erschüttert wurde, bevor Henlein und sein« famose Volksgemeinschaft in Oschühmen bekannt wurden und mit Hilfe der Unternehmer und ihrer Soldknechte in die Betriebe eindrangen und hier mit ihrem asozialen Kampfe einsetzlen. ES wird in diesen Tagen wohl sehr viel von dem Elend der deutschen Arbeiter geredet und noch mehr geschrieben, aber die Presse des Herrn Henlein hütet sich sehr, über die tatsächlich gezahlten Löhne der deutschen Arbeiter in den Fabriken der noch mehr deutsch sein wollenden Unternehmer etivaS zu sagen und zu schreiben. Das wollen loir heut« nachholen, soweit uns konkretes Material zur Verfügung steht. Schon die Ziffern der Bezirksversicherungsanstalten lassen daS ganze Elend unserer Arbeiterschaft in den drei Bezirken Trautenau, Braunau und Arnau-Hohenelbe erkennen. Lassen erkennen, dah dort, wo der Einfluß der SdP-Be- wegung besonders stark ist, auch die Lohnverhältnisse am schlimmsten sind. Im Bezirk Arnau-Hohenelbe erreichen von 10.123 nach dem Gesetze über die Altersrente versicherten Arbeitnehmern: Männliche " Weibliche" '•'••■'Kä- Arbeitnehmer Arbeitnehmer pro Tag 1282 2230 4—14 1806 2027 14—22 1257 252 22—28 621 20 28—84 678 — üter 84 3482, das sind ungefähr 30 Prozent aller Sozialversicherten in diesem Gebiete verdienen bei sehr schwerer und quälender Arbeit 4 bi» 14 Kä im Tag. Da gibt«S kleine Papierbetriebe, in denen mit Vorliebe der Schul« eben entwachsene Burschen und Mädchen beschäftigt werden, denen 80 Heller und höchstens Kä 1.20 pro Stunde bezahlt iverden. Bei der kleinsten Auflehnung dieser maßlos auSgebeuteten und in jeder Hinsicht schofel behandelten Menschen jagt man sie unbarmherzig aus die Straße, um von dort einige Stunden später neue Arbeitskräfte, womöglich noch zu schlechteren Bedingungen zu kapern. Hier in diesen kleinen Betrieben und unter den Heimarbeitern gibt es keine Organisation, jeder Versuch, di« Arbeiter und Arbeiterinnen gewerkschaftlich zu erfassen, wird mit drakonischen Mitteln bekämpft. Also gehen di« Menschen zu dem neuen Messias, dem Verbündeten ihrer Ausbeuter in die sogenannte Volksgemeinschaft. In den Textilfabriken im Gebiet von Hohen- elbe-Langenau ist da» Verhältnis etwas besser, aber noch lange nicht ideal zu nennen. Die ehemals gute steigelverkfchaftliche Organisation ist durch di« nazistische Bewegung unterhöhlt und damit ihrer Stoßkraft beraubt worden. Mit allen Mittels versuchen die Unternehmer um.ihre vertraglichen Verpflichtungen herumzukommen. Dagelingt nicht überall, aber auch dort, wo die Organisation^ noch einigermaßen intakt ist, hat die Arbeitslosigkeit die Moral der Menschen unter« graben und hie Solidarität und der Kampfgeist nachgelassen. An drei bis vier Webstühlen verdienen-heute di« Arbeiter und Arbeiterinnen ost kaum s i«dz i g K r o n e ninderWoche und wend sie auf hmidert kommen, dann nur bei einer meist langen Arbeitszeit, weil das Gesetz über den Achtstundentag überall dvrt, wo die freie Geioerk- schaft nicht entscheidend ist, in unglaublicher Weise mißachtet wird. Kgzu kommen die Schikanen von. Seit« der FabrllSleitungen, die kaum noch überboten werden können. Jq allen diesen Favrilen aber-herrscht seit käsigem der Geist bei Herrn Henlein, dominiert di«. Idee der Boltt« genwlnschaft..*• ,, 'M Dort,? woWWyGewerkschaft Mch^,Me> alte Kraft beibehalten hat— und eS gibt sowohl in der Textil-, als auch her Papierindustrie einige solcher.-Betriebe— arbeiten die Menschen unter ganz anderen Bedingüsigen und zu' ganz änderen Löhnen als in hen von der.SdP verseuchten Betrieben. Wir brauchen da nur die großen Papierfabriken in Arnau, di« Kunstseide in There- siental und einige Spinnereien und Webereien von Pettendorf, Ketzelsdorf u. a. in Betracht zu ziehen. Da sind mach «Ihne von 120 SiS 180 KB zu verzeichnen, insofern voll gearbeitet wird. Aber hier ist die Arbeiterschaft fast restlos inderfreienGewerkschast organisiert. Im Bezirk Braunau, dem Kronsitz des Herrn Birke, ist e» womöglich noch etwas schlechter. Die Sozialdemokratie und di« freien Geiverkschaften haben seit jeher.nur im GerichtSbizirk Braunau namhaften Einfluß gehabt, im WekelSdorfer und Starkstädter Gebiet abex haben die Nazis immer schon«inen Teil der BetriebSarbelter beherrscht. Und. heute noch mehr! Das sehen wir vor allem an den Lohnziffern. Von 7817 Soziawersicherten verdienen Im Bezirk Braunau: 3882 tiS zu zwölf Kronen im Tag.' Das sind also rund 50 Prozent aller Versicherten. Das sind die in der Heim« und Textilindustrie beschäftigten Frauen und Jugendlichen, darunter aber sind auch Hunderte von niänn- lichen Arbeitern in der FlachSbrechindu- st r i e, die, unter fürchterlichen Verhältnissen lebend, ost kaum 10 Kronen im Tag verdienen. So miserabel wie die Flachsbrecher zahlen «Ile Leinenweber im Starketädter Gebiet. Die Hausweber von Ehltwih, Starkstadt, Wüstrei stehen früh mn'5 Uhr, oft auch schon um 4 Uhr auf und arbeit«» dann abwechselnd, Mann, Frau und Kind, wenn fie nur einen Webstuhl In der Stube stehen haben, bi» nachts um 12 Uhr, wenn sie genügend zu weben haben. Und eS wird wenig Hausweber gÄen, die einen höheren Taglohn als 0—7 Kä zu verzeichnen haben. Jahrein und jahraus klappert der Webstuhl, legt sich der feine Staub auch auf die Lungen der schlafenden Kinder und Greis«. Da» ganze Jahr nicht viel mehr als Kartoffeln und Suppe, Brot. Wem» es im Braun antr Bezirk noch 2641 Arbeiter und Arbeiterinnen gibt, die«inen Taglohn von 12 biS 20 Krons» verzeichnen und wen« es 1073Ärbetter und Arbeiterinnen«nd 217 Arbeiter gibt, di« über 34 Kronen pro Tag verdiene», dm» ich eS dem Kampfe um«in« bessere Existenz und mehr Menschenrechte durch die So- zialdeuwkratie und di« freien Gewerkschaften im Braunauer Gebiete z« verdanken. Und nun 6er Trautenauer Industriebezirk von 12.580 Krankenversicherten verdienen hier: Männllche Weibliche Kä Arbeitnehmer Arbeitnehmer pro Tag 1261 2685 4—14 2148 8616 14—22 1350 880 22—28 640 28 28—84 406 8 «»er 34 Mso auch hier: mehr al» 75 Prozent aller Sozialversicherten im Bezirk Trautenau erreichen den Taglohn von 22 Kä nicht. Und bei näherer- Prüfung kann man ausrechnen, daß dir Hälfte aller Sozialverstcherten nicht 14 Kä Tagloh» verdient und das bei einer Arbeitszeit, über di« wir bei anderer Gelegenheit schreiben werden.. Da» bei Methoden der Ausbeutung, wie st« nur in der Vorkriegszeit bekannt waren. Das in stickiger, stinkender Luft und oft unmenschlicher Behandlung. Dabei wissen wir, daß gegenwärtig in der Industrie, in der diese Löhne gezahlt werden, zwei« und dreischichtig gearbeitet wird, daß in dieser Industrie sehr viel Geld verdient wird, und wir wissen dabei weiter, daß die Jndustrieführer de» Trautenauer Bezirkes, ganz gleich, ob sie der Textil», der Metall« oder der Baubranche a»ge- hören, mit verschwindenden Ausnahmen die Eckpfeiler der Volksgemeinschaft, die Träger der Sudetendeutschen Partei sind. E» gibt hier Betriebe, in denen di« Arbei- ter und,, Arbeiterinnen mit 30 biS 50 Kä Wochenlohn. heimgehen müssen. Während in den Spinnereien- in denen die Union der Tutilarbeiter immer noch maßgeblichen Einfluß besitzt, auch Wochenlöhne bi» zu 120 XL bei qualifizierten Arbeitern zu ver- zeichnen sind— da hier die Gewerkschaft dafür .sorgt. daß die Verträge, Gesetze und Perordnun« gen eingehalten werden— ist in diesen Kleinbetrieben niemand, der den Arbeitern- ihr Recht wahren und verteidigen würde und' sie müssen selbst, bei Umgehung der gesetzlichen Arbeitszeit nicht' nur nlit.diesen 40i 50 und 60 XL Wochenlohn zufrieden.sein, sondern sie müssen sich auch in vielen Bhtpieheni noch h a r. t e.« b z ü g e ge- fall«n lassen>,,wenn ste nach der Auffassung, der Betriebsleitung:«in Stück Ware verdorben haben. So wie in der Textilindustrie de» Bezirkes Trautenau Ist e» in der Papierindustrie Freihcit- Marschendorf. Hier ist die freie Gewerkschaft tonangebend und hier verzeichnen wir noch Löhne für Frauen und Mädchen von 2.20 bi»— allerdings in wenigen Fällen— zu Kä 2.70. Löhne für Facharbeiter von 4 Kä und für hochqualifizierte Arbeiter sogar Kä 5.50 in der Stunde. Die Arbeitszeit ist zwar in der letzten Zeit nicht viel über 80 Stunden hinau»- gegangen die Woche, aber in diesen 30 Stunden haben sich die Arbeiter und Arbeiterinnen, dank der freien Gewerkschaften, dank der Abwehr oes Henleinfaschiimu» in den Betrieben immer noch mehr verdient, al» beispielsweise in Betrieben des oberen Aupatale», etwa bei der Ezerninschen Herrschaft oder anderen, wo Jugendliche bei zwölfstündiger Arbeitszeit kaum zwölf Kronen und die Erwachsenen kaum 20 erreichen. Und ähnlich ist es im Bergbau. Die Schatz- larer Bergarbeiter, sie vermögen da mit ihrer immerhin noch geschlossenen Organisation für Frauen und Jugendliche von 18 Kä, für Obertagsarbeiter von 26 bi» 31 Kä und untertags «inen Durchschnittlohn von 29 bis 86 Kä je nach der Kategorie pro Tag zu erzielen. Auf diese Löhne kommen allerdings die Bergarbeiter in der Radowenzer Kohlengewerkschaft nicht, denn hier hat der Führer deS Arbeiterstandes der SdP den Weg für die Zukunft angebahnt, unter seiner glorreichen Führung ist eS möglich getvorden, daß die Bergarbeiter von Radowenz unter den Durch- schnitlrlöhnen etwa 20 bi» 30 Prozent Zurückbleiben. Die Heimarbeit ist auch ün Bezirk« Trautenau der Kritik wert. Hunderte von Frauen und Mädchen sind mit Wäsche« und Kleidernähen beschäftigt, ste arbeiten»ft von«7 Uhr früh bis 2 Uhr nachts und bei dieser überlangen Arbeitszeit, da verdienen sie 8—12 Kä. Sn der Konservenindustrie, da verdienen Heimarbeiter beim Kistennageln, wenn sie 15 Stunden arbeiten, ebensoviel Kronen. Denn pro Kiste werden ihnen nur 5 Heller bezahlt. Nicht besser ist es beim Einsäumen von Servietten, Taschentüchern, Handtüchern, Tischtüchern usw. Wenn man eine große Fertigkeit und eine gute Maschine besitzt, dann kann man Kä 1.— und bei manchen Firmen auch Kä 1.50 pro Stunde verdienen. Um aber das Lohnniveau unserer Arbeiter richtig zu erfassen, müßte man erst noch die Löhne der. PeqsionSversicherten, der Angestellten Im Handel und Gewerbe» in den BureauS einer-genauen Prüfung unterziehen. Was wir über die Arbeiterlöhn« in den Werkstätten der Henlein« ftihrer in Ostböhmen, was wir über die Bezahlung und Behandlung der Dienstboten und Ehauffeure wissen, läßt einen hinreichenden Schluß auf die soziale Einstellung dieser Herren zu, cwer erst die Gehälter der Angestellten würden daS Bild über diese Herrschaften vollständig machen. Da werden Mädchen nach der AuSlehre mft 100 und 150 Kronen entlohnt, da sind Absolventen der Handelsschule, oft sogar einer Mittelschule, die 200—800 Kronen im Monat erhalten und sich den meist sehr eigenartigen Arbeitsbedingungen ohne jede Aeußerung unterwerfen müssen, wenn sie nicht hinausfliegen wollen. Dafür aber dürfen sie bei der»Volkshilfe" mit ihren Chefs auf der Straß« um Almosen für die hungernden Volksgenossen, zu denen sie selbst gehören, bitten. Es bleibt weiter Sache der Deutschen sozialdemokratischen Partei, Sache der fteie» Gewerkschaften mid Sache der Genossenschaften, den Kampf um eine bessere Existenz der Arbeiterschaft, um höhere Löhne, um erträgliche Arbeitsbedingungen, um rin« wohlfeil« Lebenshaltung zu führen. Marienbader Stadtkassier begeht Selbstmord Der Marienbader Stadtkassier Karl Gleist n g« r, war unter der Beschuldigung der Veruntreuung von 40.000 Kä dieser Tage vom Dienste suspendiert worden war, hat sich vor einen von Marlenbad nach Plan fahrenden Motorzug geworfen, wobei er getötet wurde. ' Opfer der Arbeit Dec 25jährige Schlosser Adolf Hopf, der in der chemischen Fabrik in Falkenau a. d. Eger angestellt war, wurde von einem aus beträchtlicher Höhe herahfallenden Ballen so unglücklich getroffen, daß der bedauernswerte junge Mann kurz darauf starb. Di«'Ursache de» Unglück» wird untersucht. Aus Rot zu Wilddieben geworden. Wie uns aus Karlsbad gemeldet wird, verhaftete di« Gendarmerie in Maierhöfen drei- jung« Leute, denen mehrere Einbruchsdiebstahle und Willdiebereien nachgewiesen werden konnten.' Bei den Festge» nommenen handelt«S sich um bisher unbescholtene Burschen, die bei ihrer Einvernahme ihre Vergehen wohl eingestanden, aber hinzufügten, nur aus Not hu Dieben geworden.zu sein, nachdem alle ihre Versuche, Arbeit, und Verdienst z»^ finden, fehlgeschlagen wären. Franz Kasper aus Zeidler wird jetzt 75 Jahre alt. Trotz dieses hohen Alters arbeitet er uneriniid- lich und beispielhaft als einer unserer besten Vertrauensmänner im Bezirk Schluckenau. Seit mehr als 40 Jahren steht er in der Beloc- guiig, gilt als einer der verläßlichsten, pnnllichsten Partei- kassiere. Der 7öfäh- rige hat e» sich reichlich verdient, daß wir ihm diesmal besonderen Wcihnachts- und NcujahrS- gruß entbieten. Krofta gegen Revision Da» Stockholmer Blatt„Socialdcnwkra- ten" bringt eine» Artikel de» Außeiiministers Dr. Kamil Krosta. Wir entnehme» diescin Aussatz nachstehende Stellen: Wenn wir objektiv die neuen NachlriegSver- hältnisse in Mitteleuropa prüfen, lönnen tvir äach meiner Ueberzeugung gegenüber den revisionistischen Bestrebungen in diesem Gebiete keinen anderen als einen ablehnenden Standpunkt einnehmen. Der Revisionismus ist für da» neue Mitteleuropa ein Element der Negation, der Reaktion und des Umsturzes. Dieses Urteil lvird nicht nur in: Hinblick auf die Bedürfnisse und die Lebensinteressen unseres Volkes und Staates diktiert, e» ergibt sich aus dem Interesse für gesunde Grundlagen einer normalen Entwicklung und des Fortschrittes und der Erhaltung des Friedens in diesem Gebiete... Während vielleicht niemand bezüglich der Tschechen annimmt, dah sie irgend- einmal der Rückkehr zu den alten Verhältnissen ihre Znstinmiung erteile» würden, nähren die revisionistischen Kreise zeitweise die Hoffnung, daß sie zumindest bei dem slowakischen Zweige unseres Volkes Unterstützung fänden. Es ist dies ein Irrtum, dem sich nur derjenige hingeben kann, der nicht weiß, daß nach dem Umstürze eine vollkommen neue Slowakei und neue Slowaken erstanden sind. Die Slowaken-haben eine Periode geistigen Erwachen» durchlebt. Sie sind Träger eines politischen, literarischen und wissenschast- lichen Aufschwunges, sie haben ein starkes nationales Bewußtsein und leidenschaftliche Liebe zur erlangten Freiheit und Unabhängigkeit. An ihren neuen Nationalismus würde jeder NevisionSver- such im Sinne einer Erneuerung der Vorkriegs« Verhältnisse zerschellen. DaS' gilt'IN gleichem Maße von den Rumänen und Serben, die früher ein Bestandteil Groß-Ungarns waren und sich mU ihren Mutterstäaten vereinigt habe». Die revisionistische Propaganda und die revisionistische Politik kann nach unserer festen Ueberzeugung in Mitteleuropa zu keinem Ziele fiihren und ist nur ein Hindernis für die Ruhe und die Zusammenarbeit der mitteleuropäischen Völler,«in Instrument des Umstürze» und«in Helfer der Negation. Wer in Europa und oußer- balb desselben den Wunsch hegt, daß im Gebiete Mitteleuropas schließlich Ruhe und Ordnung herrscht, kann die revisionistischen Tendenzen und Pläne nicht unterstützen und wird sie nicht unterstützen. Das ist keine Frage der politischen Statik, d. i. eine Frage der politischen Vernunft, des wahren Willens zum Frieden und zur Ordnung. Du hilfst mit scheinbar Kleinstem am' Großen bauen* wenn Du immer und Überall nur Volkszünder verlangst! Seite 4 92t. 209 Donnerstag, 24. Dezember. 1936 Der Llller Konflikt Paris. Die Bethandlungen übet die Regelung des Konfliktes in det Aller Metallindustrie find auf dem toten Punkt angelangt. Ministerpräsident Blum empfing eine Delegation der Llller Arbeiterschaft, welche bestätigte, daff sie das beabsichtigte Arbitrageverfahren a n- neh m e» werde. Da die Llller Fabriken bis zu einem gewissen Mähe für die Bedürfnisse der Nationalver- teidigung arbeiten, hat die Arbriterdelrgation be- kanntgegeten, daff sie den Minister für Rationalverteidigung D a l a d i e r ersuchen wird, die all- fällig« Requirier nit g dieser Fabriken anzuordnen- Den Hauptgegenstand deS Konfliktes bildet auch weiterhin di« Frage der Entlassung jener Arbeiter, die die Führer deS letzten Streikes waren. Sie Flamen fordern eigene Truppenkörper Brüssel. In der Kammersitzung vom Dienstag, in der der Haushalt des Ministeriums für Landesverteidigung beraten wurde, erklärte der nationalflamische Abgeordnete B o r g i n o n, dass die flämischen Nationalisten nicht in der Lage seien, dem Haushalt ihre Zustimmung zu geben,, weil der Gesetzentwurf, den die Regierung hinsichtlich des Sprachenstatus in der Kammer eingebracht hat, den Forderungen der Flamen nicht gerecht werde. Den Flamen sei nicht damit gedient, daß sie von Offizieren befehligt würden, die die Muttersprache der Flamen erst erlernen müssen, sondern die Flamen forderten, dass die Truppenteile, in denen sie dienen müssten, ausschliesslich aus Flamen zusammengesetzt seien und dass insbesondere das Offiziers» lorps aus Flamen bestehe. Tschangkalscheks Schwager verhandelt Schanghai. Die chinesischen Abendblätter melden, dass Frau Tschangkaischek mit ihrem Bruder Sun Dienstag abends auf dem Flugplatz in Sianfu gelandet ist, worauf sie eine kurze Unterredung mit ihrem Gatten hatte. Tschang- sueliang war bei dieser Unterredung ebenfalls an- tvesend. Hierauf tvurde Sun von Tschangkaischek in einer längeren Unterredung empfangen. Sun telegraphiert« aus Sianfu nach Nanking, die Feindseligkeiten mit Tschangsueliang für drei Tage einzustellen. Die Nankinger Negierung hat beschlossen, vorläufig von einem Fliegerbombardement Abstand zu nehmen. Grenzgefechte britischer Truppen an der afghanischen Grenze New Delhi. Während einer Pazifikations- Aktion im Bezirk Ehaisor und in der Provinz Waziristan an der afghanischen Grenze wurde am Dienstag der englische Major Williams erschossen.und fünf englische Unteroffiziere und Soldaten verletzt. Auch Angehörige der indischen Truppenteile hatten einige Tote und Verletzte. Die Verluste der feindlichen Bergstämme bei diesem Zusammenstoss sind nicht bekannt. Das britische Militär hält sich bei dem Vormarsch an das alte römische Shstem, in jedem eroberten Abschnitt sofort S.t ratzen zu bauen,.welche die neuen Positionen mit jenen im Hinterland verbinden, Schweres Grubenunglück In Mexiko EaglrPas«.(Texas.) Sn einer Kohlengrube 90 Meilen südwestlich von DiedraS Negras in Mexiko erfolgte«in« Explosion, wobei 41 Bergleute den Tod fanden? 83 Bergleute wurden verletzt. Rom. Der schweizerische Gesandte Ruegger tibermittelte Mittwoch abends dem italienischen Aussenminister Ciano die Mitteilung, dass der Schweizer BundeSrat die italienische Souveränität über Abessinien anerkenne. Vom Rundfunk SwpfehleUswerte» an« de» Programmen, Freitag, Prag» Sender I> 7.00: Konzert. 7.40: Populäres Konzert. 9.00: Salonquartett. 9.80: Messe aus dem Veitsdom. 11.80: Dvotäk: Terzett für zwei Violinen und Viola. 12.20; aus Kafchau: Mittagskonzert. 14.10: Deutscher landwirtschaftlicher Rundfunk: Weihnachten im Bauernhaus. 15.80: Weih- nachtsspiel. 10.00; Unterhaltungsmusik au» Mäbr.- Oiirau. 17.85: Deutsche Sendung: Weihnachten im Erzgebirge. 18.50; Deutsche Nachrichten. 18.55: Deutscher Kulturbericht vom Tage. 19.05: Bunte Weihnachtsstunde. 20.00: aus Pretzburg: Konzert. 22.85: Unterhaltungskonzert.— Sender II: 14.80: Deutsche Sendung: Eine Stunde bunter Musik.— Brünn: 14.10: Deutscher landwirtschaftlicher Rundfunk. 17.85: Deutsche Sendung, Operette von Suppt. 19.80: Uebertragung aü» dem Landestheater: Verkaufte Braut/— Pretzburg: 20.00: Konzert: aus den Kompositionen Oskar Nedbalr.— Kascha»; 12.20: Konzert. 21.15; Konzert einer Regimeniskavelje.— Mähr.-Ostrau: 16.00: UnterhaltlicheS Nachmittagsprogramm. 17.85: Deutsche Sendung: Eine Weih« pachtrstunde. Staaten haben bisher mit den Bauarbeiten noch nicht begönnen. Am fortgeschrittensten sind die Arbeiten am Dau de» belgischen Pavillons, der sich be- .reit» in seiner ganzen Grösse qbzetchnej.....,... Heirat mit Musik. Dass beim Hochzeitsschmaus die Geigen aufspielen, ist nicht neu. Aber dass die Trauung auf dem Standesamt nnit Musltbegleitnng vor sich gehen soll, ist der Stadt Marseille Vorbehalten geblieben, die seit je Sinn für Leidenschaft und. Humor hat. Die städtischen Behörden haben auf dem. Standeramt im Rachau» einen Lautsprecher einbauen lassen, der In Zukunft bei Trauungen den„HochzeitS- marsch" uon Mendelssohn beim Eintritt der Paare in den Saal erklingen lassen soll. Es ist sogar ein neuer Beamtenposten geschaffen worden, zu dessen Pflichten die Bedienung dieser Lautsprechers gehört. Glänzend« Augen. Ein holländischer Gelehrter hat soeben eine Entdeckung gemacht, die vielleicht dem Zauber schöner Augen ein Eiche bereiten dürfte. Er hat nämlich festgestellt, dass der Augenglanz durch erhöhten Zuckergenuss zustandekommt, und darnin kann man mit Sicherheit darauf schliessen, dass jede junge Dame, die besonder» glänzende Äugest hat, eine Naschkatze ist. Da» weibliche Geschlecht aber steht sich durch diese Entdeckung vor«in bittere» Dilemma gestellt,, nämlich entweder viel Süssigkeiten zu essen und die schlanke Linie, zu verlieren, um glänzende Augen zu bekommen, oder aber auf den schmachten« den Blick zu verzichten, um eine gute Figur zu haben. Das Kapitol wird umgebaut. Eine der ersten Massnahmen des Präsidenten Roosevelt nach seiner Wiederwahl war der Auftrag, die Pläne für den Umbau de» Kapitol» fertigzustellen. Dies ist jetzt geschehen, und die Erweiterungsbauten haben begon« mn. Sie sollen bereit» für' die EinweihungSzere« monie der zweiten Amtsperiode des Präsidenten fertiggestellt werden. Diese Zeremonie wird am 20. Jänner stattfinden, und da man gerade für Mitte Jänner eine starke Kälteperiode befürchtet, wird auch det Hauptsaal, dessen Decke aus Glas besteht, umgebaut.' DaS Empire sähet Motorrad. Wie in den skandinavischen Ländern und in Holland da» Fahrrad «in ausgesprochene» Bolk»verkehr»mittel ist, so ist in England seit langer Zeit da» Motorrad besonder» verbreitet. Die Zahl der Motorräder Ist prozentual wesentlich grösser als in Amerika, wo bekanntlich da» Auto den prozentualen Rekord anVerkehrSmifieln hält. Diese Vorliebe für da» Mowrrad hat in letzter Zeit auch auf da» Empire Lbergegrisfen, und die englischen Firmen haben eine sehr grosse Auftragserhöhung aus den Dominion» zu verzeichnen. An erster Stelle stehen Australien und Neuseeland; denen sich Aeghpten anschlicht. Eine grosse Firma in Bir». mingham schliesst dieser Jahr mit 100 Prozent Umsatzerhöhung in Mowrrädern ab. Weihnachtshausse in Scheidungen. In diesem Jahre haben sich in London gerade zu Weihnachten die Scheidungsprozesse auffallend gehäuft. Für die letzten. Tag« de» Dezember sind! über 700 solcher Prozesse bei den Scheidungsrichtern angemeldet worden, was eine absolute Rekordziffer darstellt. Dieser Ansturm ist jetzt, den Scheidungsrichtern zu viel geworden. Sie haben darum beschlossen, sich vor Weih-. nachten zu vertagen und erst im neuen Jähr zusammenzutreten. Die Hausse, hat also den gegenteiligen Erfolg gehabt, und diese» Jahr werden entgegen der beliebten englischen Tradition keine Weihnachtsscheidungen stattsindcn können. ■ Verlängerung im Telephondienfte bei den Post- ämtenr Spltzterg und-Eisenstein. Um den Wünschen und Bedürfnissen der Skisahrer und Touristen entgegenzukommen, hat-sich die Postverwaltung entschlossen, in der Wintersaison 1986—1987 bei den Postämtern Spitzberg und Eisenstein 1 den verlän- i gelten Dienst im Telephonbetriebe etnzusühren. In der Zeit vom 28. Dezember 1986 bis 6. Jänner 1987 wird bei diesen Aemtern ununterbrochen von 8 bis 21 Uhr der Telephondienst gehalten werden. An den weiteren S onn-und Feiertagen wird, solange in der Umgebung von.Spitzberg und Eisenstein die Schneeverhältnisse günstig, sind, ab 10..Jänner 1987.bei den genannten Aemtern ununterbrochener Telephondienst von 9 bi»>19 Uhr angeordnet... Die Postverwaltung erwartet, dass da» Publikum.von-, dieser Einrichtung der Telephonverbindung'mit Spitz, berg und Eisenstein ausgiebig Gebrauch machen wird. Abkühlung. Auf den Berggipfeln war Mittwoch nachmittag» eine stärkere Abkühlung zu verzeichnen. Auf dem Panzer, Fichtelberg unb auf ter. Schneekoppe herrschte um 14'Uhr ein Frost von—5 Brad, d. i. etwa um zehn Grad kälter al» tagsvorher. In Böhmen.schneite e» nachmittag» leicht. Bon den- britischen Inseln her breitet sich gegen das Festland «In-Gebiet höheren Drucke» au», so dass bei-uns- eine allmähliche Besserung mit im ganzen unver« S n d erten Temper»tu re n zu erwarten isst•’ Vereinzelte Schauer sind nicht- miSgeschlossen.— Wahrscheinliche»- Wetter vpn heute: Vorwiegend bi», wechselnd bewölkt,! nur vereinzelte. Schauer..Temperatur in den Rieterungen nahe dem Gefrierpunkt, auf den Bergen AanztagSfrost, Westwind»— Wett er au»sich t e n f ü r Freitag:' Noch unbeständig, vereinzelte Schauer, Temperaturen wenig geändert. Streikunruhen ln; USA In Chester traten 8000 Arbeiter, einer Schiffsbaugesellschaft in den Streik. Auf der Strasse vor dem Gebäude kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Streikenden einerseits und der Polizeihund Feuerwehr auf der anderen Seile. ■■■■■■■■■■■ED einstige Solist der Budapester Oper H e r e z e g h, nach kurzer Krankheit. Seine-beiden Schwestern, die eine im Alter von-70,- die andere von 71. Jahren, hatten ihm kurz vor seinem Ableben versprochen, ihm in den Tod zu folgen. Die beiten alten Damen-hielten, ihr Versprechen und haben sich beide v e r gif t e t. Sie iverden-nunmehr ihrem Wunsche, entsprechend- im gemeinsamen Grabe mit ihrem Bruder zur letzten Ruhe-gebettet werden. Dl« Menschen werden immer grösser. Der amerikanische Anthropologe Theodore BowleS ha: Forschungen über daS Wachstum her Menschen im Laufe der letzten hundert Jahre angestellt und ist auf Grund der statistischen Angaben zu der Ueberzeügung gekommen, dass sowohl die Durch- schnittSgröhe wie auch das durchschnittliche Gewicht des Menschen ständig zunehmen. In' USA haben die Messungen an Studenten ergeben, dass diese durchschnittlich fünf Zentimeter grösser und drei Kilogramm schwerer sind als ihre Eltern Im gleichen- Lebensalter.- In Deutschland war die DurchschnittSgröhe der sechsjährigen Kinder im Jahr« 1922.108.7 Zentimeter,- 1936 aber IIS Zentimeter, während daS Durchschnittsgewicht von-19.2-Kilogramm auf.20.4 Kilogramm ftteg; -(der amerikanische Forscher hat in diesem Falle zu berücksichtigen vergessen, dass die sechsjährigen Kinder 1922 der unterernährten KricgSgene- rätion angehören, d. Red.). In Holland ist der mittlere Wuchs der Rekruten von.1863 bis 1986 um 6.7 Zentimeter gestiegen, in Schweden im gleichen Zeitraum um 4.5 Zentimeter. Im allgemeinen glaubt BowleS sagen zu können, dass in der Mehrzahl der zivilisierten Länder die durchschnittliche Grösse der Menschen jährlich um 0.08 Zentimeter steigt. Man kann sich danach auSrech- nen, wann auf der Erde nur noch Niesen leben werden. ToteSfAle. Dienstag- verschied ter Vizepräsident der politischen Landesverwaltung i. P. Leopold P r ü S a in seiner Prager. Wohnung. Er war u- a. von September 1920 bi»'Jänner 1921 im ersten Beamtenkäbinett Cernh Leiter der Ministerium» für BolkSverpslegung.— Mittwoch abend» starb in Prag im 65. Lebensjahre Redakteur Konstantin S e j k, der bis zu seiner vor wenigen Jahren-erfolgten Pensionierung. ParlamentSberichierstatter der.„Närodnl Politika" war. Er erfreute sich in den Kreisen seiner Kollegen und auch der Parlamentarier allgemein grosser Wertschätzung Auch nach dein Uebertritt in den Ruhestand war er in den CouloirS de». Abgeordnetenhauses ein häufiger Gast. . Auf dem Pariser AuSstellungSgelände wurde soeben.mit den Aaüarbeiten des tschechoslowakischen Staatspavillon» für die Ausstellung im Jahre 1987 begonnen. Der Projektant-der Pavillons, Architekt Jan Krejear, und der Bauberäter der Witkowitzer Eisenwerke,- Jng.- Dr. Jaroslav P o l i v k a,-Übergaben am. Dienstag ter französischen' Betonfirma Labalet A.-G. die Beglaubigungsschreiten'zur Eröffnung ter Arbeitest des-Pavillons!- Da» Prager Arbeitenministerium-hat gleichzeittg die'Witkowitzer Eisenwerke mit der Durchführung der S t ah l- konftru.ktion für" den ttchechöslowakischen'Pavillon bettaut. Die Tschechoslowakei beginnt auf dem Pariser Ausstellungsgelände- gleichzeittg-- mit. den übrigen fremden Staaten- zu-bauen- Ist unmittelbarer Nähe de» tschechoflowakisHen^ Pavillons- werden dieser Tage die Arbeiten für- die-Pavillone England», Schwedens,'. Italien», Sowjetrussland», Ungarns uftv. ausgenommen-.- Nur- di«.Bereinigten Unzufriedene Schmuggler Wir lesen in den Deutschlandberichten der Soplwe den folgenden Bericht eine» Schmuggler»: Es gab eine lange Zeit, während der wir mit deutscher Margarine gut verdienen konnten. Damals gingen wir zur deutschen Zollbehörde und liessen uns eine Bescheinigung geben, die uns berechtigte, Margarine zur Ausfuhr einzukaufen. Daraufhin erhielten,wir die Haushaltmargarine, für die der deutsche Verbraucher 66 Pf. bezahlen muss, für 30 Pf. pro Pfund, und zwar in beliebigen Mengen. Wir hatten uns zwar verpflichtet, mit XL einzukaufen, denn Hitlerdeutschland kam eS ja bei dem Margarinegeschäft hauptsächlich auf Devisen an,— aber wir zogen es natürlich vor, in der S. S. 9t. billige Reichsmark zu kaufen, was lurs..eilie, zweite VcrLicnftmöglichkeit. dot.,, '..Üm dem.Risiko zu entgehend auf tschechischem Boden als Pascher erwischt, zu werden, meldeten wir uns zwar auf dem deutschen Zollamt und behaupteten, dass wir mit unserer Margarine in die C. S. R. gingen, gingen aber in Wirklichkeit längs der Grenze, wo wir uns mit. reichsdeutschen Arbeitern trafen, die uns die Margarine für 40 Pf. abkauftcn. Wir hatten am Pfund 10 Pfennig verdient,. die Arbetter aber um 26 Pf. billiger eingekauft: Der Zoll- behörde blieb selbstverständlich dieser Trick nicht unbekannt, weshalb sie sehr oft die Margarine-' Pascher durch Zollbeamte bis an. die Grenze eskortieren liess, damit sie die Margarine auch in die L. S. R. brachten. Dieses Margarinegeschäst ist fett ungefähr einem drciviertel Jahr vorbei, weil die Kauf- leute im Grenzgebiet zu wenig Margarine erhalten, als dass sie davon noch an uns abgeben könnten. Dass in Deutschland die Fettknappheit im Steigen begriffen ist, zeigt, auch, ein zweites Bei- spiel: Ein wichtiger. Handelsartikel für Schmuggler waren>Fischkonserven in Oel. Bor einigen Wochen merkten wir bereits, dass das Oel dieser Konserven mit Wasser und Essig der- dünnt war,' neuerdings werden Fischkönserven nur noch in Saucen ohne jegliche Oelbeimischung hergestellt. Ein anderes Paschergeschäft wurde mit Korinthen und Rosinen gemacht. Auch daS ist zu Ende, denn auf Grund des MerjahreSplancS sind in den Kaufläden deS Grenzgebietes Schilder auSgehängt, dass Korinthen) Rosinen üsw. nur für den Jnlandsverbrauch abgegeben werden dürfens Für die Pascher aus der E. S. R. ist es unmöglich, entgegen dem Ausfuhrverbot Ware zu paschen, weil die Pascher infolge deS Margarinegeschäftes den deutschen Zollbeamten gut bekannt sind. Heute können— abgesehen von' kleinen Posten Bücklingen—, die aber.auch schon knapp werden, kaum, noch LobcnSmtttel. aus Deutsch- land- gepascht werden. Entweder, fehlen.bis Waren oder sie sind zu teuer; Hinzu kommt, dass die deutsche Zollbehörde starker als bisher darüber wacht, dass die Pascher auch mit XL befahlen!" Wintersportler I Freunde ei«s Wintersports! Alle Kräfte frei für die Teilnahme an der Ur beiter-Wiiters port-Olynpiade likHil^ll|tOiiiilMilMI;Ml>d Auskünfte: FestaekreULr Doleiisky,Trautenati,KreaipUii> Zwei Siebzigerimwn folgen dem Bruder in den Tte;. In einer Billa bei Budapest hat sich ein !tragischer Doppelselbstmord zugetrqgen:'Bor I einigen Tagen starb ter Besitzer der Villa, der Nr. 200 Domicrstag, St. Dezenwer 1000 Seit« 5 Der te(tc(heslowald$(hc Warcnhandei seit 1929 llusianrl Aus dec GcsundheitSrubrik einer Frauen- zeitschrift: Sylt mein Mädchen sich die Haare färben läßt, kann Ich beobachten, daß sie dümmer wird. Tellen Sle mir mit, ob es möglich sein kann, daß das ejpen Einfluß auf das Gehirn hat. Eine GeschäflSaufschrift in Basel: Wer unsere unverwüstlichen ArbeitSblpsen kaust, erhält ein grotzes Stück Stoff kostenlos als Zugabe. Ein Inserat in einer Wiener Zeitung: Gewesener Bankprokurist, der bereits zweimal Selbstmord versuchte, bittet... Roch ein Inserat: Tausche zwei mongolische Füchse, fast neu, gegen einen Sparherd. Georg Beneö(Moskau): Stalin Ist ganz entschieden kein Redner; wüüe ein anderer mit seiner Stimme und seinen Gesten sprechen, so würden die Zuhörer nach einer halben Stunde schlafen. Aus dieser Uebersicht geht nicht nur die recht beträchtliche Verringerung des Außenhandelsum- fatzes gegenüber der Botckrisenzelt und sein nun wieder eintretendes Wachsen hervor, die als Folge der Wirtschaftskrise zu verzeichnen ist, sondern sie veranschaulicht auch die unterschiedliche Höhe des tschechoflowalischen Akstvums im Warenhandel mit dem Ausland. Abgesehen von dem Jahre 1082 hat dieTschechoslowakei regelmäßig einenAuSfuhr- überschuh erzielt,^der mit mehr als sechs Milliarden Kronen im Jahre 1022 seinen höchsten Stand erreichte. Bei den ersten Nachkriegsjahren sind di« außergewöhnlichen Preis- und Devisen« Verhältnisse zu berücksichtigen. Günstige Wirkung der. holländischen Valutaabwertung Auch in Holland macht sich die Baluta-Abwer« tung im günstigen Sinne für die Wirtschaft bemerkbar. Die Großhandelspreise sind zwar von 62.6 im September auf 68.2 Im Oktober(1920: 100) gestiegen, die Klelnhandelrprelfe und namentlich die der Lebensmittel aber bleiben im ganzen und großen unverändert. Die Besserung zeigt sich u. a. in einer Steigerung der Verkehrs in den Häfen Amsterdam und Rotterdam. Die Zahl der Arbeitslosen iss zwar der Jahreszeit entsprechend etwas gestiegen, aber viel weniger als in den früheren Jahren. Schweizerische Sozialdemokratie und Landesverteidigung ,, Der Partcivorstand der Schweizerischen '.Sozialdemokratie hat in seiner Sitzung vom 12. und 18. Dezember folgenden Beschluß ge- • faßt:' „Die SPS anerkennt grundsätzlich die Npl- Ivendigkeit der Neutralität alö außenpolitische Voraussetzung der staatlichen Selbständigkeit der Schweiz. Sie beträchiet die Zusammenarbeit Mit allen demokratischen Und für eine aktive Friedenspolitik einstehenden Staaten im Rahmen des Völkerbundes als nöttvendige Ergänzung der schweizerischen Außenpolitik. , Eine solche Außenpolitik der Schweiz, setzt den entschlossenen Willen zur militärischen, wirt« schaftlichen und geistigen LandeSverteidung voraus. Die SPS steht grundsätzlich auf d e M Boden der Landesverteidi« „Times, London: Einzig und allein der Anblick des achtbaren Kater Felix und der glänzenden Mick» Mau» hindert uns zu sagen, daß die ganze Filmindustrie für die Katz' steht. Ein Bericht auS Amerika: Es Ist eigenartig, wie oft die Leute Petitionen und Adressen blind- unterschreiben, ohne sie überhaupt zu lesen. Auf der Universität in Akron kursierte«ine Petition mit einer fehlerloson Ueberschrift, die von zweihundert Personen,».»'er denen sich auch Professoren befanden, unterschrieben wurde. Erst später kam man darauf, daß alle, die unterschrie« ben, binnen vier Tagen aUfgehängt werden sollten. Rückgängiger Fleischverbrauch, stärkerer Fettkonsum Dar Statistische StaatSamt veröffentlicht die vorläufigen Ergebnisse der Erzeugung und des Verbrauchs von Fleisch und Fett im Oktober und in den ersten zehn Monaten des Jahres. Danach betrug der Konsum: Gesicht, auS dem ein« rücksichtslose Hand alle Fröhlichkeit fortgewischt Hütte. ES dauerte, eine Weile, bis er die paar Worte herauSwüvgte: .Kamerad, wir haben Pech gehabt!" Ich wußte von nichts.„Wer sind di« wir. Im Monat November d. I. ist Im reinen Warenverkehr der Tschechoslowakei mit dem Ausland'infolge der stärkeren Importe bei ebenfalls größerer Ausfuhr«in Einfuhrüberschuß von 9.2 Millionen Kronen zu verzeichnen. Durch' dieses Passivum verringert sich der jn den ersten zehn Monaten erzielte Ausfuhrüberschuß, so daß sich vom Jänner bis November ein Aktivum in der tschechoslowakischen Handelsbilanz von 210.1 Millionen Kronen ergibt. Für die gleiche Zeit des Vorjahres ergab sich im reinen Warenverkehr ein Aktitzum von 287.0 Millionen Kronen. Interessant ist, die Entwicklung der Einfuhr, Ausfuhr und der AktivumS bztv. PassivumSseit. 1020 zu verfolgen. ES betrug in Millionen Kronen(im reinen Warenverkehr): Industriebranchen • mit verminderter Beschäftigung Aus einer Aufstellung über den Stand der Beschäftigung in 878 Metallbetrieben geht'hervor, daß«S Metallbranchen gibt, die im ersten Halbjahr dieses Jahres eine erheblich« Verringerung ihres geschäftlichen Standes verzeichnen. Sp beschäftigten einige Betriebe d«r Radiobranche und Pep Elektrotechnik am 80, Juni 188 Personen weniger als am 89. Dezember 1988. Auch in den Waggonfabriken, in einigen Abteilungen des StodakonzexnK und in den Kinderwagenfabriken überwogen die Entlassungen bei weitem die vorgenommenen Neneinstellungen. In ähnlicher Lage »efiitbet' fldj auch die Branche für Beleuchtungskörper'und die Kupfer- und Messingwerke. Gegenüber diesen am Ende des ersten Halbjahres festgestellten Ziffern hat sich die Lage in der Mehrzahl der Branchen'in den späteren Monaten. allerdings verbessert. Es ist lvahrscheinlich, daß am Ende des zweiten Halbjahres nahezu, alle Branchen einen höheren Beschäftigungsstand ' aufweisest als am 81, Dezember 1988. «Washington Post": Ein Missionär der .Südsee-Jnscly. meldet,,«$, sei sehr schwer,. dieein- geborenen FraUeN dazu zu bringen" büß sie angezogen gehen. Dasselbe ist auch bei uns der Fall, mein Bruder! Rundfunk Boston: Ein Kandidat der demokratischen Partei bei der Präsidentenwahl rühmte sich, sein Großvater hätte sich nm daS Erloschen der Nation verdient gemacht. Es muß erwähnt werden, daß dieser«ine Fabrik für Wecker besah. Der englische Gesandte BauwenS: Mein Herr Gegner hat sich in seinem Berus geirrt. Seine Schlüsse sind so falsch, daß er sich wegen seiner Unzuverlässigkeit der Meteorologie, nicht oer Politik hätte zuwenden sollen. Börsenreferat: Es handelt, sich darum, ob die Börse ein wirllicher Barometer sein Und das Vertrauen an die wirtschaftliche Entwicklung unseres Staates ausdrücken soll, oder ob sie nur ein Operationstisch zur Beschneidung der Taschen unseres Publikums ist. Cowper PowhS: Eine Frau, die die Kunst' aller Künste versteht, nämlich Frau zu sein, wird. ihren Mann niemals mit einem anderen Man» betrügen müssen. * Amerlcaga: Die Ileberschwtmmungen in den Südstaaten von USA. verursachen jedes Jahr große Moralische Schäden. Biele Männer- werden verrückt, weil sie den güNzen Tag' zu'• Hause bei ihrer Frau-verbkingen-müffen. Der Postdirektor von Mandalay in Birma: Die Zusendung abgeschnittener und getrockneter menschlicher Köpfe'durch die Post ist strengstens untersagt und wird gerichtlich verfolgt. Der Schuß brennt! IN solchen Augenblicken versagt das Hirn.. ES arbeitet nur die Selbsterhaltung. Ich stellte ein Wagenbrett gegen den Schuß und lehnte«S auf meinen Rücken. Die Hände stemmte ich auf die Kn!«. Ich habe schon viel als Bergmann erleben Müssen, aber nie werde ich diese furchtbare Minute- vergessen, in der ich, daS Wagenbrett auf dem Rücken, meinen kleinen Kameraden vor dem Schuß schützt«. Ich habe dabei geweint. Meine Tränen tropften in das junge Gesicht mit den trüben Augen. AIS ich„Babel" frei hatte, war. er tot.' „Babel", mein kleiner Kamerad, Freund. und fast mein Bruder!... Ich geh« oft in. den Keinen Dorffriedhof hinunter, Dort stehen nur einfache,' schwarze Holzkreuz«. Sie sind genau so schmucklos wie unser Leben. Die Hälfte der hier Begrabenen hat der Berg hierher gebracht. Er erschlug sie oder saugte sie aus. Die Kreuze sMrren in die Luft, als klage jedes einzelne die Welt an. ,Babel" liegt unter einer Trauerweide,- die auSschaut wie«in Bündel erstarrter Tränen. Hier stehe ich oft und.wart«, ob picht doch einmal' noch ein h«ll«S Lachen aus her Erde. käme.„Babels" Jungenlachen. Doch Babel ist tot! Tot— Was heißt das? Gut,«jn Mensch ist alt geworden: hat sich: selbst aufgebraucht und stirbt. Das ist natürlich,'; Der da drinnen liegt, war aber erst zwanzig. Jahre alt! Zwanzig. Jahre!. Wie schön konnten wiese zwanzig Jahre lqchenl-■■• Dar liegt nun alles in einem Keinen, schmalen Sarg.,, Karl Stym.. gung. Sie ist bereit, die dafür erforderlichen Mittel zu bewilligen. Die SPS behält sich indessen das Recht vor, die Militärvorlagen auf ihre Noüvcndigleit und Tragbarkeit' zu überprüfen. Wehrhaft wird die schweizerische- Demokratie vpr allem durch ihren inner» Gehalt, nicht durch äußere-Machtmittel allein, DI« SPS hält nach wie vor eine internationale.Rechtsordnung,.getragen vom allgemeinen Willen zum Weltfrieden als die beste Garantie für die AufrechterhaüuNg unserer staatlichen Selbständigkeit.- Die SPS bekämpft jeden Mißbrauch der Armee und militärischen Machtmittel zum Zwecke der Unterdrückung einer mit verfassungsmäßigen Mitteln fiir ihre Rechte und Freiheiten sich wehrenden Volksgruppe. Die SPS fordert ferner:. a) Die Verstaatlichung der Rüstungsindustrie und staatliche Kontrolle der für die Rüstungszwecke arbeitenden Nebenindustrien, b) Gleichberechtigung aller Wehrpflichtigen zur BeKeidung von militärischen Chargen nach Eignung und Fähigkeiten. ‘ i c) Sicherungen zugunsten der Wehrmänner gegen Verlust der materiellen. Existenz infolge Erfüllung ihrer Wehrpflicht. d) Verbot aller faschistischen und halbfaschisti« scheu, ans Ausländem bestehenden und voM Ausland abhängige» Organisationen. Im Bewußisein, daß die schweizerische Arbeiterschaft in jedem Augenblick bereit sein muß, Angriffe auf die Unabhängigkeit der Schweiz abzuwehren, anerkennt die SPS die Notwendigkeit der militärischen Landesverteidigung. Die SPS hält die. wirtschaftliche und geistige Landesverteidigung für ebenso notwendig. Dieser Beschluß ist für alle kantonalen und lokalen Organisationen verbindlich. Vie Interessantesten Aussprache des Monats Wir entnehmen der interessanten Zeitschrift„Weitblick", Zltn, folgende Blüten, les«: „Chikago Daily News": Zweifellos bedeutet das Hcrablassen von eintausend Soldaten auf feindliches Gebiet mit Hilfe, von Fallschirmen einen großen Fortschritt. Bon weitaus größerer Bedeutung aber wird sein, eine Art zu finden, wie man sie wieder zurück belommt. -* „St. Louis Star-TimeS": Der durchschnittliche Amerikaner hetzt sich zu Tode, um leben zu können. unsere letzte Leistung wär anständig genug! „Babel" winkte müde ab.„Ach, nicht daS. Mein Mädl und ich. Wir kriegen ein-7- Kindl" DaS war allerdings Pech.„Ja, läßt sich nichts mehr machen?" „Babel" schüttelt« den. Kopf. Eine halbe Stunde später war er tot. .Babel", mein Keiner Kamerad und mein Freund,'der gute Junge, der so schön lachen > könnte, dieser„Babel" war tüt. Ich habe ihm sein« letzten Worte, die vor der West«in Verbrechen waren, für uns arme Teufel aber bit- terst« Ehrlichkeit, vergeben. Wochenlang glaubte ich, mich äffe«in schwerer Traum.. Ich schäme mich Nicht zu sagen, tqh ich tveistte. Meine Tränen tropften in das verzerrt« Gesicht, das immer so übers Leben gern lachte.,. Ich bührte im> Oberflötz einen Schuß an. .Babel" schaffte unter mit die gestückte Kohle weg. Kip banges Gefühl preßte mir die Brust zusammen. Ein Bergmann hat ein BorauSahn«» kommenden Unglücks, das denen am Tag draußen fremd ist. Es betrügt ihn Nie. ..-Al»- ich. zufällig einmal hinuntersah, war „Babel-", Licht weg. DaS könnt«, schließlich, nicht viel auf sich haben..Babel" war vielleicht mit stnenr Völlen. Wagen weggefahrcn. Ich bohrte weiter, lud den Gchuß.ustd zündet« ihn. an. Beim Hinunterkciechen aus dem Floh fühlte ich etwas Welches sinter meinen Füßen. Ich wuchtete es an r"-— .„Babels!. Vor mir lag mein Keiner Kamerad. Auf .seiner Brust hockte ein großer Koblenblock..Babel»" Augen starrten mich an. eine Revolution begannen, ohne sich von Onkel Sam Geld auszuleihen. .„Boston Evening Transcript": ES ist statistisch festgestellt, daß der Bart in einem Jahr durchschnittlich um sechs Daumen wächst, cS ist also ausgeschlossen, daß unser Staat über Nacht bolschewistisch worden könnte. „Boston Herald": Die Ausschiffung japanischer Soldaten bewog einen chinesischen General, Panzer-Westen zu bestellen. Wir glauben, daß Hosen mit gepanzerten Hosenböden zweckmäßiger gewesen wären. Babel Wir nannten ihn nie ander» al»„Babel". Er hatte diesen Beinamen vtzn seinem Baier geerbt. Ich sehe ihn noch genau so vor mir, wie er war. Die blankblauen ugey, die weichen, blonden Haart und wenn«r lachte, die sMrken,»reiben Zähne. Sein ziveiteS Gesicht aber möchte ich ver- g«ssen. „Babel" war mein Kamerad, mein Freund Und fast mein Bruder. Kameradschaft im Elend ersetzt da» Blut!— Wir arbeiteten auf der „Fünften",, einem trostlosen Revier mit stickiger Lüft, viel Wasser und hartnäckiger Kohl«. Aber alle» zusammen könnt«.Babel" nicht»' anhaben. Er lachte, lachte, daß di« dreckigen Schweißtropfen nach, allen Seiten flogen. Sein Lachen war so schön, so jung und so gut. Er wm: nur um zwei Jähre jüpger al»'-ich," aber wen» er lachte, war hr ein ausgelassener Schuljunge. Stand er so vor wir,'mit. glänzenden Augen, und blitzenden Zähnen/ tat er mir säst leid. Er war zu gut' für Kohle, gehört«'hinaus indie goldige Sanne. Und doch war ich'Wieder froh, daß ich ihn neben mir hatte. Er lernte Mir wseoer das Lachen. Nur Einmal'sah ich ihü ernst. Da» war eine hakbe Stündej«h vor ihm.der Berg das Leben ausdrUckte.Wirsaßen bei der Jause.'.„Babel" istochW' an seiner Schmalzstulle herum, al» wüßte er Wüt picht» anzufäügen. Ich wunderte Mich, kappte ich doch seinen Appetit, der ebenso gesund,war, wii alle» aniihm. Ich sah ihn von oerSeitehexän.” '-«No, Babel'," neckte ich, desip ich fönstte mit befwm Äillen.micht verstehen, tvä» pieinenklei« nen Kameraden so sonderbar machen konnte«-Last vielleicht-«ineLau»'im Magen?" »Ep sah mich.mit anpön Äugen an,--Neben mir saß nicht mehr der' übermütig lachend» Jung«. Ein alte» Gesicht sah' mich hilflos an,«in Rüglands Ausfuhr rückgängig Im sowjetrussischen AußtNhandel wurde in dep ersten zehn Monaten 1986'' ein ilmsatz von insgesamt 801.6.Millionen Goldrubel erzielt gegenüber 496,8 MiMoncn Goldrubel in der gleichen Borjahrszelt, Der.wertmäßige' Zuwachs beträgt demnach 4.8 Millionen Goldrubel oder knapp ein Prozent, Diese geringe Steigerung ist! ausschließlich auf die Erhöhung der-Einfuhr zu- rückzuführcn. Die Ausfuhr dÄ: Sowjetunion- bez tkägt tn den rrsten zehn Monaten.'1986 280,6 .Millwpen GÄtzrubel, während, sie für 1988 299.1 Millionen Goldrubel betrug. Sie ist also UM 48.8; Millionen Goldrubel zurückgegangen. Al» Folge dieser Entwicklung ist in diesem Jahre in den^rswn zehn MoNaten ein, PassibuM in Höhe von 800.000 Goldrubel zu verzeichnen, In der gleichen Zeit des Borjahre» war die russische Handel»bisanz pift 191:4 Millionen Goldrubel gltivi" «Providence NewS-Tribune": Wir müssen die spanischen Revolutionäre bewundern, daß sie Einfuhr Ausfuhr Aktivum+ PafftvuM— 1929 19.962.8 20,496.9 + 684.6 1028 19.190.7 21.208.0 + 2014.8 1927 17.960.4 20.188.4 + 2178.0 1926 18.276.6 17.787.0 + 2478.4 1028 17.618.8 18.788.1 + 1172.6 1924 18.884.7 16.980.7 + 1126.0 1928 10.820.0 18.781.7 + 2960.8 1922 13.438.6' 19.810.2 + 6074.6 1921 28.824.4 29.282.8 + 8708.1 1920 28.912.8 28.494.6 + 4682,8 Einfuhr Ausfuhr Aktivum+ 1986 Passivum— (11 Mon.) 6.887.4 7.106.6 + 219.1 1988 6.788.6 7.418.2 + 679.6 1934. 6.381.8 7.972.8 + 898.0 1933 6.881.1 6.884.7 + 28.6 1982 7.486.7 7.842.7 — 144.0 1981 11.764.2 18.118.6 +1864.4 ,1080 16.712.4 17.471.9 + 1769.6 Rindfleisch. Oktober 1986 q auf 1 EInw Kg Oktober auf 1 1086 Einw- Kg . 127.229 0.84 158.011 1-02 RindStalg.. . 9.188 0.06 10.468 0.07 Schweinefleisch . 128.824 0.82 122.720 0.81 Schweinefett und Speck. . 64.726 0.42 68.201 0.86 Sonst. Fleisch . 8 4.186 0.22 41.200 0.27 Sonstige Fette . 894 0.01 706 0.01 Fleisch zusammen 286.189 1.88 817.080 2.19 Fette zusammen . 74.898 0.49 64.460 9.43 In den ersten zehn Monaten betrug der Ber» brauch: Jän.-Okt. apf 1 Jän.-Okt. auf 1- r. 1OOT -<1936'" E i nwl'' - 1986 EiNW? ' q Kg '"'q" Kg Rindfleisch. 1,826.099 8,78 1,4ß7.042 9.65 Rindstalg'« 98.899 0.62 102.602 0.69 Schwelnefl-. 1,469.966 068 1,480.117 0.80 Schweinefett und Speck. 6)7.007 4.08 408-668 8.27 Sonst. Fleisch 878.167 2.49 410.861 2.76 Sonst. Feste. 2.867 0.01 2.571 0.01 Fleisch zus.. 8,168.602 20.85 8,867.910 22.21 Feste zUs... 718.768 4.71 698-921 8,97 Donnerstag, 24. Dezember 1086. SU. 200 „Sozigldeniokrat" Marlene Dietrich VLKI.Aklvkl' UEBERAtl, MMUMneKtG Der Mm MtielilMAeirkl«»Ueama« BerlobungSgeschichte wird nur zum Anlatz für schwungvoll akrobatische Tänze, für Revueszenen und Schlagermusik. Da der Haupttänzer(und Hauptdarsteller) der phantastisch bewegliche, mimisch be- gilbte und rhythmisch vollendete Fred AstaIre, seine Partnerin di« sympathisch« Ginger Rogers und der Träger der dritten Hauptrolle der wirklich komische Everett Horton ist und da die Musik von dem englisch-amerikanischen Jazzkönig Irving Berlin stammt, der sein Handwerk beherrscht und dem Geschmack der Publikums mehr mit Flottheil als mit Kitsch dient, wird der Film bei denen Erfolg haben, die im Kino AuSstattungSrevüen mit Tempo und Komtk sehen-wollen.—eis— Der Internationale Promlnenten-Abend am 7. Ilrnr 1937. den die Solisten im Äucernasaal veranstalten, wird durch die Mitwirkung Paul Hörbigers und vielen anderen Gräben der Bühne und de» Films ein geradezu sensationelle» Kunst- und Gesellschaft»» creignis werden. Barverkauf bei Truhläk(Koruna, Baldek). 8818 kill(sulenspiegel(Kindervorstellung) im Deutschen Theater. Faulheit, Dummheit, Hätzlichleit regieren in einer kleinen Stadt. Für einen Tag wird durch, eine doppelte Verwechslungskomödie da» alle» auf den Kopf gestellt: Till wird Bürgermeister. Am Ende stehen zwei Brautpaare da und Till wird Hofnarr.—• Der Versuch, nach russischem Vorbild den Chorus und teilweise di« Handlung mit dem Publikum zu verbindens hatte teilweise Erfolg. Da» schwach besuchte Haus ging anfangs etwas zögernd nist, verwirrt durch die zum Teil überladen« Dekoration(Märchcnpotpourri am Zwischenvorhang).— Volker ausgezeichnet als Bürgermeister- Hieronymus;^ P a d l e s al,- mehr jugendlicher Held als Narr, wirkt« als lebendiger guter Sprecher. Als teil»' weife überzeichnete. Chargen hatten Stein(Portiunkula), Äuihan(Trine) i.Trabauer(Zapfe!), Stadler(Tintenfinger), Grünberg(Marquis).dankbare Aufnahme beim Publikum. Winner und Waern als Prinz.und Prinzessin vom Dichter etwas stief- Herren im Zylinder Da» ist ein Film au» Hollywood(wo er ganz einfach»Top-Hat", also»Zylinderhut" genannt wurde), ein Film ohne den Ehrgeiz literarischer oder szenischer Einfälle, aber mit dem entschiedenen Willen, den Augen und Ohren des Publikums zu gefallen. Eine gar nicht wichtig genommene und mit Recht ganz flüchtig geführte BerwechslungS- und Für Abergläubisch«. Der äüiährig« Tapezierer Bnhoslav Mik» und der 24jährige Handlungsgehilfe Wenzel M e d i i c k h aus Podol begegneten gestern nachmittags auf ihrem Rade im Wftfchehradcr Tunnel einem Ie«ren Leichenwagen. Beim Anblick de» Rade» scheute da» eine Pserd ein wenig und ritz den Wagen zur Seite; hiebei gerieten die beiden Radfahrer unier ein knapp hinter dem Leichenwagen, fahrende» Auto. Während Medkickli seltsamerweise völlig unverletzt blieb, erlitt Mik» einen tödlichen Bruch der unteren Schädelbasis sowie eine schwer« Gehirnerschütterung;der Chauffeur Wenzel Tichna— er hatte Warnungszeichen gegeben und ist nach Zeugenaussagen überhaupt unschuldig am Anfall— lud den Schwerverletzten auf und brachte ihn in» allgemeine Krankenhaus, wo er kurz nach seiner Einlieferung seinen Berletzungen erlag. 200 Paar Schuhe gestohlen. Dieser Tage wurde der 28jährige Handlungsgehilfe Friedrich Mik ei au« Zijjkov verhaftet, dem es gelungen war, saft da» ganze.Schuhlager einer Zijkovtr Schusters auszurau- ben. Mikeö. der dem Schusterehepaar persönlich bekannt war, da. er häufig kleiner Besorgungen wegen in den Laden kam. hatte entdeckt, datz sich hinter dem Vorhang im Hintergrund der Laden» ein Warenlager befand; da man ihn oft unbeobachtet im Laden Netz, nahm«r allmählich fast alle Schuhe- aus den Schachteln Und stellte die leeren Schachtel.« wieder an ihren Platz.- So kam«r, datz der Schuster erst; als Mikeö bereit» wegen anderer kleinerer Diebstähle verhaftet worden war, von Detektiven auf dar Fehlen der Schuhe aufmerksam gemacht wuvd«; es handelt sich um etwa 200 Paar, von denen der Grotzteil allerdings bei Mikeö beschlagnahmt wevden konnte. Mikeö hatte sich hauptsächlich dadurch verraten, datz er in Lieben und Koschirsch die Schuhe öffentlich zu Schleuderpreisen von 10 und 15 Ki verkaufte. AuSflugSzüg« der StaatSbahncn zu Silvester und Neujahr ins Riesengebirge zum Preise von 178 Kä mit Verpflegung. Ab Prag: 81. Dezember, 14.20 Uhr. Wilsonbahnhof; Rückkehr nach Prag am 8. Jänner um 81.45 Uhr. Anmeldungen mit Angabe von 20 KJ im Basar neben dem Wilsonbahnhof, Telephon 888-38. Dl« Rational- und UniRrsttötSbibliothek ist in der Weihnacht-Woche dem Publikum am 24. und 81. Dezember von 8 bis 18 Uhr zugänglich; Vom 28. bi» 80. Dezember ist die Bibliothek wegen Reinigung geschlossen. Dr, Götzl gestorben. Gestern starb In Prag dec Urologe Dr. Arthur Götzl im 67. Lebensjahre an den Folgen eines Schlaganfalles. Dr. Götzl, einer der bekanntesten unter den alten deutschen Aerzten Prags, war in erster Ehe mit der vor mehreren Jahren verstorbenen Sängerin Susanne Jicha(Stein- berg)- verheiratet. stünde nicht» von- literarischen Dingen? Wenn Sie" das wirklich denken, dann irren Sie sich gewaltig. Seinerzeit perkehrten in meiner Wohnung die Spitzen der Gesellschaft Die Creme der Literatur. Und. die.jungen. Schriftsteller hielten es für eine Ehre, zu einem meiner Fünfuhrtee» eingeladen zu werden. Ach wa» waren das für MenschenI Die reinsten Adlers Rach Operntenö- ren das Beste vom Besten... Jawohl. Gestatten Sie, datz ich hier noch eine Falle anbringe. So, danke. Bei mir verkehrte auch der berühmte Dichter Konstantin Balmont. Kennen Sie nicht? Schade. Nun ja, er war wirklich sehr berühmt, und einmal hat er bei mir sogar übernachtet. Ich habe eS nach dem Abendbrot nicht wagen können, ihn in. dem Zustande nach Hause gehen zu laffen. Nachts hörte ich dann auf einmal ein sonderbares, lautes. Stöhnen. Sofort weckte ich Georgij Niko- lajowitsch...-Wer das ist?- Ach, Pardon,. das habe ich natürlich vergessen: e» handelt sich um Georgij7 Nikolajewitsch Shura-Shurqwelj. Er war Rittmeister bei den Husaren und mein amant. Wa» ein amant ist? Hm. Wie soll ich Ihnen das erkläten.-. Kurz:, er hat.in^Abwesenheit von Senon Senonowitsch Kotjata.,. Sie herstehen, mich doch schont Ach mutzte doch schließlich als nichtoffizielle Gattin auch»etwas, fürs Herz, haben,/nicht wahr? Natürlich konnse. der.Rittmeister,. allein"die Leere meines Herzen» sticht ,ganz- ausfüllen..Dazu, hatte Ki 80.— Lofting: Dr. Dolittle und seine Tiere und.sehn ander« Titel. dieser ausgezeichneten Autors, Ganzleinen, mie vielen Bildern. Ki 88.80 Kästner: Emil und die Detektive, Ganzleinen, 198 Seiten, mit vielen Bildern... Ki 80.— Kästner: Pünktchen und Anton, Ganzleinen, 190 Seiten, mit vielen' Bildern... Ki 80.— Kästner: Der 88. Mai, Ganzleinen, 182 Seiten, Mit vielen Bildern...... Kü 25.— Zu beziehen durch die Zentralstelle für da» BildnngSwesen, Prag XII., Slezskt 13. Die Freundin Alfred Rosenbergs Von Walentin Katajew (Bin Monolog) (Ein nicht allzugroßeS Zimmer in einer ehemaligen sogenannten hochherrschaftlichen Wohnung. Eine Menge alten Zeugs, das den Stempel vergangener Pracht trägt. Madame Fisakowa — eine Frau in jenem Älter, nach dem schon aus Taktgefühl nicht zu-fragen pflegt— probiert ein Kleid der-neuesten Kundin, der Frau eines jungen Sowjetdichters: Die Dichtersgattin ist furchtbar geniert. Sie läßt sich zum erstenmal im-Leben etwas bei einer bekannten Schneiderin machen. Madame Fisakowa unterhält sie während der An- probe durch ein mondänes Gespräch.). .'„Also ein Dichter ist Ihr Herr Gemahl? Sehr interessant. Haben Sie, bitte, die Güte, sich ein bißchen umzudrehen, So. Danke. Hier werden wir einen kleinen Ausschnitt anbringen. So. Danke. Machen Sie jetzt bitte ein. paar Schritte. Bis zu dieser Konsole, bitte, und zurück. Das genügt. Mutz leider genügen. Da kann man nichts machen. Ein bißchen eng hier, aber cs muß eben gehen. Bor der Revolution habe ich die ganze Wohnung für mich gehabt. Hat 120 Rubel im Monat gekostet. Eine herrliche Wohnung war es. Haben Sie schon mal den Namtn Senon Senono- witsch Kotjata gehört? Nicht? Schade. Ein altes Geschlecht. Senon Senonowitsch war nämlich mein inoffizieller Gatte. Nun ja, die jung« Generation kennt das nicht. Jetzt sind alle Ehen offiziell. Aber zu meiner Zeit ging da» mitunter gar nicht. Senon Senonowitsch besuchte mich zweimal wöchentlich, und sonst konnte ich tun und laffen, was ich wollte. Er war ein sehrliberaler Mensch. Aber wozu erzähl« Ich Ihnen das? Ach, ja! Sie sagten, Ihr Herr Gemahl sei.Dichter. Ich weiß flicht. Ich kann e» nicht bestreiten. Habest noch michtS von ihm gelesen. Nun werden Sie vielleicht senken,.ich sei eine ungebildete Frau und ver- ich konnte, und rettete ihn noch einmal: Aber-nach weiteren zwei Mongten war eS wieder so weit. Er kam, rief»Diana!"'zitterte und konnte kein Wort herausbringen.„Was gibt«S denn?" fragte ich.„Sind. Sie schon wieder verloren?"'.Nun, j wissen Sie, da hatte ich es aber satt.„Mfred!" schrie ich. ihn an.„Sagen Sie mir offen und ehrlich: wie ost werden Sie im Laufe de» Jahre» noch verloren gehen?"«Sech» mal", sagte Alfred, „Und jedesmal- soll eS mich fünfhundert kosten?" —„Ja." Was konnte ich schon dagegen tun? 2ch mußte nun alles, was nicht niet» und nagelfest war, versehen und so meinem Alfred das Leben fü. anderthalb Jahre sichern. Jetzt, ist., er in Deutschland. Man sagt, er habe dort bei den Faschisten einen wichtigen- Posten bekommen.' Ist. beinah Minister geworden oder etwas AehnlicheS. Nun, ich-habe immer behauptet, daß er noch seinen Weg machen wird. Ach, Alfred, Mfred! Ich hörte, vor kurzem soll'ihn dort in-Deutschland auch Michail Alexejewitsch Tschichako besucht haben. Wer das sei? Ein Freund meines Sohnes Senonowitsch. Ein ehemaliger Dumaabgtord- neter. Lebt jetzt, in-Paris alp Emigrant. Tja... Diese Wohnung hat. schon viele Männer" von Rang gesehen. Das wärest noch Zeiten... Jetzt hat man mitMr-.dieseS Zimmer da gelaffen, und statt der Literatur muß ich Moden studieren, mutz KIeidernäh'enj^Aberich-.müM'Micht..-JMver- diene gayz gut.-' Mein Geschmack ist mir ja Gott sei Dank geblieben,, den Geschmack känn-mMdoch kein Regime nehmest, nicht wahr? Sie können unbesorgt sein. Ihr Kleid wird fahelhäft^stuSfMen. Hier werden Wit noch ein paar Volant» anbringen, und hier an der Hüfte. einen- kleinen' Aus« schnitt. Und den Rücken legen wir.- gastz frei.. Wie? Ihnen gefällt da» nicht? Nun ja, natürlich! Hätte tch-Mr gleich denken, können. Wa» kann man schon-vom der Frau' eine» modernen Dichters erwarten?!" Wie Sie" wünschen,.! Wenn ich auch— verlassen Sie sich darauf—, von Kunst vielmehr verstehe-als Sie, (Dtütsch VönMreg'ow'JljnHv;)