C. D ei te 11 B fer, tel 5b, nie .50 50 as 18 le h er ge 46 Nr. 22. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Bost- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 咳 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, v. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Dienstag, den 27. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Der Arbeiterfeiertag ber nicht in Betracht kommt, angeſehen wurde, der man ab und Kurzsichtige Bureaukratie gegenüberſtand, da kam es zu in Oefferreich. zu höchstens die Ehre eines Ausnahmegesetzes oder persönlicher Erzessen, die, so traurige Folgen für den Einzelnen Drangsalirung der Wortführer angedeihen läßt, die man aber sie auch hatten, für die Machthaber eine nachdrückliche im Uebrigen zu ignoriren berechtigt ist. Da kam das Warnung und Belehrung wurden. Es fizzt sich eben Auch in diesem Jahre sind es die Arbeiter Dester- Frühjahr 1890 und die Maibewegung. Anfänglich ver- nicht bequem auf Bajonetten. reichs, welche als die Ersten die Agitation für den Ar- höhnt und verspottet, zeigte es sich bald, daß die Aktion So hat im vorigen Jahre das Unternehmerthum beiterfeiertag am 1. Mai mit allem Nachdruck aufge- jener närrischen Sozialdemokraten eine Wirkung in die und die Staatsbehörden vor der Arbeiterbewegung nommen haben. Alle die zahlreichen Gewerkschafts- Tiefe der Volksmassen habe, die Alle überraschte, es zeigte kapitulirt und die Sozialdemokratie Desterreichs hat rückfongresse, die zwischen September und Neujahr stattge- sich, daß unsere Partei das Ohr der breiten Schichten der sichtslos die Konsequenzen aus dieser Kapitulation gefunden haben, sprachen sich ausnahmslos für die Maifeier Bevölkerung besitze und daß ihr ein überraschendes Ver- zogen. Die Bewegung hat seither einen Aufschwung geaus; sämmtliche Arbeiterblätter bringen Artikel und Aufständniß entgegengebracht werde. Während alle andern nommen, der geradezu überraschend ist. In Oesterreich rufe, welche die Aufmerksamkeit des Volkes in diese Barteien ihren Einfluß selbst überschätzen und überschätzt sprechen also alle möglichen Gründe dafür, an dem Richtung zu lenken bestimmt sind; eine große Bahl von werden, offenbarte sich plötzlich, daß da eine Macht vor- Arbeiterfeiertag am 1. Mai unbeirrt festzuhalten. Mag Versaminlungen in Wien und den Provinzen dient dem- handen sei, deren Eigenart und Größe politisch noch gar- es in anderen Ländern mehr oder weniger triftige selben Zwecke. Es kann heute schon gesagt werden, daß nicht zum Ausdruck, ja sich selbst kaum voll zum Bewußtsein Gründe geben, zu überlegen, ob die Feier nicht etwa auf der 1. Mai 1891 den Erfolg des vorigen Jahres erheb- gekommen war. Da änderte sich plötzlich das Bild. Ueber- den Sonntag verlegt werden sollte, für Oesterreich giebt lich übertroffen wird. all waren die Behörden gezwungen, mit den Arbeitern, es keine Wahl. Die Arbeiter Desterreichs mundtodt, wie Will man sich über die Bedeutung der Maifeier deren Organisation für sie bisher nicht eristirt hatte, sie sind, können nur eine Form ihrer Willensäußerung gerade für das Proletariat Oesterreichs klar werden, so als mit einer Macht zu verhandeln; überall mußte an- wählen, die im Nothfalle auch stumm sein kann, und muß man die ganz besonderen Verhältnisse dieses Landes erkannt werden, daß die Organisation auch könne, was das ist allein die Arbeitsruhe. Verständlich nach in Rechnung ziehen. Es giebt heute faktisch keinen euro- sie wolle. So wurde der 1. Mai 1890 ein Datum von Unten, deutlich nach Oben ist diese stumme Sprache, und durch Nichts kann sie behindert werden. Der künftige päischen Staat, in welchem die politische Knebelung der politischer Bedeutung allerersten Ranges. Arbeiter noch solche Orgien feiern könnte wie in Dester- Ohne Zweifel war es die Forderung des Acht- 1. Mai wird noch friedlicher, aber auch noch imposanter reich. Sie giebt den Stempel der Gesetzgebung, sie wird stundentages, welche den breiten, noch indifferenten Massen verlaufen, als der letzte. Es ist eine natürliche Konsequenz des Umstandes, daß in der Praxis mit jener naiven Brutalität gehandhabt, das Verständniß über die Ziele der Arbeiterbewegung erdie der Landesfremde verblüfft als jene berühmte Ge- öffnete. Aber es zeigte sich sofort und zwar auch dort, die Reichsrathswahlen im Sommer 1891*) bevorstehen, müthlichkeit" ansieht, von der er so viel gehört. Heute hat wo lange in der Bewegung stehende Parteigenossen nicht daß bei der Maifeier neben der Achtstundenforderung in selbst Spanien das Wahlrecht und der belgische Arbeiter, der am Plate waren, daß der Zusammenhang dieses einen zweiter Reihe auch die Forderung nach dem allgemeinen im Begriffe ist, es zu erkämpfen, ist im Besitze einer Rede-, Punktes unseres Programms mit allen anderen ein unzerreiß- Wahlrechte zum Ausdruck kommen wird und die WahlreformPreß- und Vereinsfreiheit, die ihm die Agitation auf barer ist und überall trug die Achtſtunden- Demonstration Bewegung dürfte grade dadurch einen großen Fortschritt machen. breitester Grundlage ermöglicht. Dem Proletariate Defter- einen voll und ganz sozialdemokratischen Charakter. reichs jedoch fehlt jede gesetzliche Möglichkeit, sich als Gewiß ist, daß die Verhältnisse manches Mißverständniß Noch läßt sich nicht voraussehen, welche Stellung politischer Faktor zu bethätigen. Wenn auch die Zeiten beförderten, daß die zahllosen Streits hie und da von Unternehmerthum und Behörden einnehmen werden. längst vorbei sind, wo ein österreichischer Minister, ohne dem Irrthume beeinflußt waren, es handle sich um die Sicher ist, daß die Arbeiter Desterreichs, gestützt auf ihr selbst von seinen ebenso weisen Kollegen ausgelacht zu augenblickliche Durchsetzung der Verkürzung der Arbeitszeit gutes Recht, auf die Klarheit ihrer Ziele, auf ihre gewerden, sagen konnte: Bei Bodenbach hört die soziale gegenüber dem einzelnen Unternehmer. Daran war aber schlossene Organisation ihren Gegnern ruhig und kühl ins Frage auf", wenn heute nicht nur die ökonomische Um- vor Allem Schuld, daß anfänglich der Aufklärung der Auge sehen. So schwer es ist, in Oesterreich auf dem wälzung Riesenschritte gemacht hat, sondern auch das Bewußt- Maffen in Bezug auf den Sinn der Bewegung ein hart- gesetzlichen Boden" zu bleiben, der fortwährend unter sein des Klassenkampfes in breite Schichten der Arbeiter näckiger Widerstand entgegengesetzt wurde und daß die den Füßen entweicht, die Sozialdemokratie hat gelernt mit Hoffen wir, daß Reschaft gedrungen ist, so sehlt noch immer die Möglichkeit, Bourgeoispresse in tausendfältigen Lügen und Entstellungen dem Gesetz" fertig zu werden. diesen Thatsachen einen entsprechenden Ausdruck in der unermüdlich die Maifeier als Generalstreit" hinzustellen gierung und Bourgeoisie jenes Minimum von Verstand Politik zu geben, fehlt der Arbeiterpartei selbst jeder Maß- suchte. Andererseits darf aber nicht verkannt werden, daß und Rechtssinn haben werden, das man stab, ihre eigene Kraft abzuschätzen. Die Wahlen als Zähl- jenes Maisieber" in hunderten von Unternehmen einiger Herrschenden billigerweise verlangen darf. apparat zu benützen ist ihr versagt; politische Vereine, maßen günstigere Arbeitsbedingungen schuf, die der ent- nicht dann nicht. Die österreichischen Sozialdemokraten welche durch die Zahl ihrer Mitglieder bedeutend sind und schlossen und geschlossen auftretenden Arbeiterschaft fast sind in dieser Beziehung nicht eben verwöhnt und werden fich über das ganze Reich erstrecken, macht die Handhabung ohne Kampf gewährt wurden, während sie ihr vorher jeder Lage gewachsen sein. des Vereinsgesetzes unmöglich. Da ist es denn nicht zum absolut verweigert worden waren. Verwundern, daß von den Bourgeoisparteien und ihren disziplinirten Arbeitern, die infolge des Polizeidruckes jeder schreibung der Reichsrathswahlen geschrieben worden. Ueber die Schulung eine prozige, zialdemokratie als eine quantité négligeable, als Faktor, größenwahnsinnige Unternehmerschaft und eine brutale, Korrefpondenten bald eine korrespondenz mittheilen zu können. Feuillefont. Nachdrud verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. [ 22 " " Freilich, wo wenig 11 von den Wenn aber *) Wie unsere Leser ersehen, ist dieser Artikel vor Ausdurch diese Thüre hinaus; die Sammlung ist nun zugesperrt. Adieu, adieu, mein Kind; Du bist mir stets willkommen!" Hast Du vielleicht schon feine junge Mädchen dort gefehen?" Das nächste Mal blieb Fanny daheim. Aber das nächst nächste Mal wurde die Lust in ihr zu stark. Sie schlich da Verwirrt und aufgeregt stürzte Fanny fort. Eine finnvon; Mama brauchte davon nichts zu wissen. lose Angst trieb und jagte sie; sie lief und lief; auf Unt' Diesmal war sie allein in Professor Borchgrevinch's wegen gerieth sie in den Park; da sank sie nieder auf eine Kabinet. Weder Ingeborg noch Anna zeigten sich. Fanny Bank; Thränen und Mattigkeit überwältigten sie. Opfui, fühlte sich ein wenig unbehaglich. Allein, nachdem sie schon o pfui! Pfui, welch ein ordinäres Mädchen sie war! Niegekommen, mußte sie doch eine Weile bleiben, es würde mals wagte sie mehr einem Menschen in die Augen zu Ein ungemein lieber alter Mann führte sie herum und er- sonderbar aussehen, wenn sie sogleich ginge, meinte fie; der sehen. Denkt Euch, wenn Grethe wüßte... und wenn alle die anderen wohlerzogenen Mädchen wüßten... und Mama klärte ihnen; es sei ein alter Professor, sagte Ingeborg. Professor war freundlich und lieb wie immer. Er zeigte ihr Bilder und erzählte ihr Geschichten;... und Lea, ah; pfui. und dann er, der alles wußte; Er wußte schrecklich viel und als sie fortgingen, bat er sie wiederzukommen. Sie besuchten mehrere Male die zoologische als sie endlich Miene machte zu gehen, sagte er ihr: o, sie war für ewig unglüdlich. O pfui, wie ordinär! O Sammlung. Und der Professor wurde immer gemüthlicher.„ warte noch ein bischen; dann bekommst Du etwas sehr pfui, o pfui... Nicht vor ihm hatte sie sich gefürchtet, nein, Er ließ sie schließlich in sein eigenes Kabinet treten; da hatte Komisches zu sehen." Er brachte eine Figur herbei, die nicht vor ihm... oh, sie war schlechter als Emilie und er die allermerkwürdigsten Dinge und da erzählte er ihnen einer großen Puppe glich. Dieser Figur öffnete er den Leib. Karoline. Denkt Guch, so etwas anzuhören und alles Mögliche, sowehl von der inneren Einrichtung, als Fanny wurde feuerroth; nun mußte sie gehen. D, fast... unterhaltend zu finden, uf! Gott, o Gott, einmal von der Lebensweise der Thiere. Er war so genau, daß sie jest mußte sie gehen. Allein sie ging nicht. Er legte väter- tam es wohl an den Tag, wie sie war; sie hätte sich die manchmal ganz verlegen wurden; aber es schien, als mache lich seinen Armi um ihre Mitte und begann zu erklären. Zunge abbeißen mögen; ach, sie wagte keinem Menschen in Sie wollte gehen; nun die Augen zu sehen, niemals wagte sie mehr Jemand in die es ihm Spaß, sie in Verlegenheit zu bringen. Als er ihnen Es war entseglich unangenehm. von der Paarung der Vögel sprach, war er so komisch wollte sie gehen; jedoch sie ging nicht. Sie hörte den Augen zu sehen; wie in aller Welt sollte sie da zu Mama schelmenhaft, daß sie sich nicht zu helfen wußten; sie barsten größten Theil von dem, was er sagte. Hie und da nach Hause kommen! fast vor Lachen und schämten sich doch so sehr, daß sie sich zog er sie näher an sich: Du mußt schauen, Du Den ganzen Nachmittag lag fie daheim auf dem Sopha nicht anzublicken wagten. Eines Tages, als sie die Samm- mnßt schauen!" sprach er. Plötzlich begann er allerlei und weinte. Ich bin krank, ich bin krank," klagte sie. Inng verließen, begegneten ihnen ein paar Studenten, welche Fürchterliches zu erwähnen fie" Professor Borchgrevinch's kleine Schäßchen" nannten; sich los; sie war dem Weinen nah;„ ich muß nach das dünkte sie lustig. Fanny ging nach Hause und erzählte Hause, ich muß nach Hause!" stöhnte fie; cilends und denes. Da wurde Mama ernst." Du gehst nicht mehr in noch zögernd näherte sie sich der Thür." Nun, gehst Du die Sammlung", sagte sie. -Warum nicht?" feagte Fanny. jetzt?" fragte der Professor mit seiner freundlichen Das ist nichts für junge Mädchen", versetzte Mama. Stimme. Also dann lebe wohl und komm bald wieder ... Wie gesagt, wenn Du mich dort, wo ich wohne, auf " Dieser Professor Borchgrevinch ist ein abscheulicher Kerl. Ach, beständig bist Du auch, wo Dit nicht hingehörst! suchst, so lehre ich Dich die Vögel ausstopfen. Du mußt " hui! " 11 Was fehlt Dir denn?" fragte Mama. .. B Ich habe Kopfschmerzen... ich fürchte mich so schrecklich!" Du fürchtest Dich? Was ist Dir denn eigenlich? Ach, bist Du sonderbar, Kind! Ich weiß wahrhaftig nicht, was Dich plagt!" ,,, ich habe entsetzliche Angst, Mama!" Politische tebersicht. es teine Entschuldigung-den Opfern des heurigen außer- I halben Million aus Staatsmitteln würde die sofortige Ges gewöhnlichen, beispiellos harten Winters zurufen: Das ist ein nehmigung der Bürgerschaft finden. Berlin, den 26. Januar. Winter wie jeder andere, und es ist kein Grund zu außergewöhn- Es ist doch merkwürdig, daß in London, Paris, Wien, Der Etat des Reichsschaamtes, der heute zur Ver- lichen Maßregeln vorhanden das schlägt den greif- und fühl- Köln, Hamburg und anderwärts der außerordentliche Nothhandlung kam, brachte dem Reichstag die unvermeidliche barsten Thatsachen klatschend ins Gesicht, und muß stand offenkundig ist, nur in Berlin sollen die Arbeiter ohne Bescheerung einer Goldwährungsdebatte. Wenn von Denen, an welche es gerichtet ist, als Hohn empfunden Ursache klagen! Wahrscheinlich geht es hier den Arbeitern wir sagen, daß sie von den Herren Kardorff, Bamberger werden. so gut, daß sie einen Tag die Arbeit aussehen können, nur und Frege geführt wurde, so haben wir genug gesagt. Und fertigungsversuch der„ Bossischen Zeitung" halten wir unser samen Stadtväter mit unhöflichen Petitionen ärgern zu Und gegenüber dem schwächlich- sophistischen Recht- um Arbeitslosen- Versammlungen arrangiren und die ehrUrtheil über das Gebahren der Berliner städtischen Be- tönnen. hörden im Allgemeinen, und des Herrn Oberbürgermeisters weiter ist über die ganze Sizung nichts zu sagen. Der sächsische Schutzzollpolitiker Dr. Frege schloß befanntlich am 22. Januar 1891 fseine Schweinerede mit den von Forckenbeck im Besonderen voll und ganz aufrecht, und Das Eis ist gebrochen, die Flüsse steigen und neue, Worten man wird sich an das Dichter wort erinnern: finden höchstens, daß wir noch zu mild gewesen sind. noch größere Noth bricht herein. War es in den letzten auch Achilles mußte fallen, und Thersites kehrt zurück." Wochen die Arbeitslosigkeit, welche neben der ökonomischen Ein Freund des Herrn Dr. Frege mag diesen darauf aufDer Tante Voß ist es recht unbequem, daß in weniger Krisé außergewöhnliche Noth breiter Volksschichten verurmerksam gemacht haben, daß der Dichter Schiller schreibt fortschrittlich regierten Orten, so in Köln und Ham- sachte, so wird nunmehr diese Noth durch direkte Verluste denn Patroklus ward begraben und Thersites kehrt burg, das Vorhandensein eines außerordentlichen Noth- bei den Ueberschwemmungen noch gewaltig erhöht werden. zurück." Der von Dr. Frege korrigirte stenographische Bes ftandes zugestanden werden mußte und daß man dort bereit und dies Elend wird heraufbeschworen durch die mangelricht giebt das Dichterzitat jetzt richtig wieder. Dr. Frege Die Klagen über den Berliner, nicht aber über den Kölner Jahraus, Jahrein gegen den äußeren Feind zu rüſten, follte, ist, demselben abzuhelfen. Unberechtigt und übertrieben seien hafte Erfüllung der Kulturpflichten des Staates. irrt aber, wenn er annimmt, allein das irrige Bitiren habe Mothstand. Woher das doch Tantchen weiß! In Köln ist man endlich die inneren Feinde, die verwüstenden Flüsse, rechts und große Heiterkeit links" veranlaßt. Zu der Nothstand freilich durch eine Statistit erwiesen die Wälder zerstörenden Kapitalisten und all' die anderen diesen Gefühlsäußerungen der linken Seite hatte weit mehr aber doch noch nicht das Nichtvorhandensein des Nothstandes. Kräfte bezwingen. Dies wäre nützlicher, billiger, kulturworden. Das Nichtaufnehmen einer Statistik beweist das Glück und die Zufriedenheit der Menschen störenden der Umstand Anlaß gegeben, daß Dr. Frege die Worte und Thersites kehrt zurück" in pathetischem Tone Freilich, wir sind unlogisch denkende Sozialdemokraten und fördernder! Freilich, wie find unlogisch denkende Sozialdemokraten und fördernder! es wäre mitlicher, b das im stenographischen Berichte bemerkte lebhafte Bravo zu setzen. = Die ultramontane Kölnische Volks- 3tg." ärgert sich, daß wir als Konsequenz der Sperrgelder- Vorlage ähnliche Rückerstattungen an die Sozialdemokratie fordern und sie behauptet, daß ihres Wissens niemals oder höchstens in faum nennenswerthem Betrage sozialistische Gelder mit Beschlag belegt wurden. Mit dem Wissen der Kölnischen Volts- Zeitung" ist es eben nicht weit her. Welche Unmasse von Schriften und von gesammelten Geldern, dann von Vereinsvermögen unter dem Sozialistengeseze tonfiszirt wurden, kann jeder wissen, der es wissen will. Ebenso kann jeder, der es wissen will, wissen, wie viele sozialistische Geschäftsunternehmungen, private Unternehmungen und Genossenschaften durch das Sozialistengeset vernichtet wurden, dabei wollen wir von der Unmenge Schädigungen einzelner Parteigenossen gänzlich schweigen. Also auch hier würde es nöthig sein, weit nöthiger, als bei der katholischen Kirche, Schäden wieder gut zu machen. Freilich diese Konsequenz der Sperrgeld- Vorlage ist den Herren Ultramontanen unbequem, was uns bei ihrem sattsam bekannten Gerechtigkeitsgefühl nicht Wunder nimmt. benutzen. 11 deshalb zu Schlüssen! Da Statt Unser Genosse Schmidt hat durch seine neuliche deklamirte, während er von der Rednertribüne zu den ben Herren Fordenbeck, Virchow und den Redakteuren der Reihen der Konservativen zurückkehrte.- Thersites Bosschen Zeitung" die Noth noch nicht auf den Fingern Jungfernrede gegen die Fleischvertheuerer einen Menschen spielt im homerischen Epos die Rolle des zänkischen, reale also rasche Abhilfe nicht so nöthig haben, wie glücklich gemacht und nach dem Worte des alten Welte neidischen, egoistische Interessen vertretenden Hezers. Der bie Hunderttausend oder mehr Arbeithlosen in Berlin, jo weisen soll ja die Menschenbeglückung die allerhöchste brennt, sie Schutzzolleiferer mag sich weiterhin bemühen, durch derartige Pollen sie wenigstens ihr ſtatiſtiſches Bureau und ihr Tugend sein, so daß unser Genosse jedenfalls ein sehr tugendpassende Zitate das Zwerchfell seiner Gegner in Bewegung Beamtenheer zur Vornahme einer Zählung der Arbeitslosen hafter Mann ist und am Ende gar Anwartſchaft auf die Tugendrose hat. Der glücklich Gemachte ist der fossile Leipziger Erfommunist Professor Biedermann. Schmidt liegen darüber folgende Meldungen vor. Oberbürgermeister nebenbei, aber er erwähnte ihn doch, und das hat den alten Was die Noth in Köln und Hamburg betrifft, so erwähnte in seiner Rede den braven Biedermann nur so Becker gab in Köln eine Erklärung, die wir unten folgen eitlen sonst gar nicht so üblen Narciß in so ver lassen, ab, mit dem sich die dortige Stadtverordgnügte Stimmung versezt, daß er im Leipziger Tageblatt" neten Versammlung einstimmig einverstanden eine Spalte voll von sich selbst schreibt. Ja, mich greifen erklärte. Er führte aus: diese bösen Sozialdemokraten an; mich, den großen Die jetzt schon seit Wochen andauernde strenge Kälte habe Biedermann, aber ich will's ihnen zeigen, und ich will's einen großen Theil der Arbeiter in Köln, welche auf Beschäf meinen Parteigenossen zeigen, wie man's den bösen Sozial tigung im Freien angewiesen seien, brotlos gemacht. Er habe demokraten zeigen muß! Und so zeigt er's ihnen denn, und bereits in der vorigen Sitzung auf die Lage der Arbeiter hingewiesen und gebeten, denselben möglichst Beschäftigung zu das Vergnügen, überhaupt nur erwähnt worden zu sein, geben. Die Stadt habe schon bezügliche Anordnungen getroffen. bricht aus dieser verrunzelten Anstandsdame( wie sie schon In den nächsten Sitzungen würden die nöthigen Kreditforde- 1848 im Frankfurter Parlament getauft wurde) so naiv rungen für Schneeabfuhr u. f. w. vorgelegt, die Forderung für durch, daß wir sie wirklich- laufen lassen wollen. Straßenreinigung sei besonders hoch. Die bisher getroffenen Das ist ihr beiläufig das Unangenehmstefie erinnert Maßregeln zur Beschäftigung der Arbeiter reichten jedoch nicht aus. Eine große Anzahl Familien sei broflos. Die Bau- uns recht lebhaft an ein köstliches Bild von Gavarni: Kommission habe sich wiederholt mit der Frage beschäftigt, wie zwei alte Schachteln darstellend, die es den dem Nothstand einigermaßen abzuhelfen sei. Dieselbe fei zu jungen Mädchen zeigen wollen, wie man die der Ueberzeugung gelangt, daß in diesem Jahre infolge der unverschämten jungen Herren abfahren läßt. Ach, wie lang anhaltenden Kälte ein Nothstand herrsche, wie ein solcher froh sie wären, wenn so ein Unverschämter doch käme. bisher noch nicht dagewesen. Man müsse daher der Arbeiter- Nein Herr Biedermann, wir kommen Ihnen nicht. bevölkerung durch außerordentliche Maßregeln möglichst zu Hilfe kommen. Es handle sich um einen Ausnahmefall, und müsse eine Berichtigung des Professor Biedermann zukam. Wir Vorstehendes war schon in das Blatt gegeben, als uns den Arbeitern eine Beschäftigung angewiesen werden, die einen Tagelohn ergebe, welcher nicht über das unbedingt Nothwendige lassen dieselbe folgen. So bald werden wir dem Herrn die hinausgehe. Deshalb schlage die Bau- Kommission Folgendes Freude nicht wieder erweisen, ihn nochmals zu nennen. vor. Von Montag den 26. d. M. ab werden die hier ortsHerr Biedermann schreibt: angehörigen, mit Altersversicherungs- Karten versehenen be- Die Redaktion des Vorwärts" wird hierdurch auf schäftigungslosen Arbeiter gegen 1,50 W. Tagelohn und Grund des§ 11 des Reichsgesetzes veranlaßt, folgende Be Ginkleben der Invalidenmarken auf städtische Kosten bei richtigung in Ihrer nächsten Nummer aufzunehmen. einer Arbeitszeit von 8 bis 12 Uhr und 1 bis 5 Uhr mit städtischen Arbeiten beschäftigt werden. Das HandDer Vorwärts" hat in seiner Nummer 19( vom werkzeug wird von Stadt wegen geliefert werden. Die Zöhnung 23. Januar) sich eine von dem Reichstags- Abgeordneten erfolgt täglich bei Schluß der Arbeitszeit gegen Quittungs- Schmidt in der Reichstagssigung vom 22. Januar in Bezug farten, welche den Arbeitern Morgens ausgehändigt werden auf meine Person gethane Aeußerung angeeignet, indem und welche sie, mit ihrer Namensunterschrift versehen, bei der er sagt: Löhnung zurückzugeben haben. Als Beschäftigung sind die Beseitigung des Eises auf Straßen und wegen, Steinzerkleinern in einer nationalliberalen Versammlung die Behauptung " Und da wagte noch ein gewisser Professor Biedermann und Erdarbeiten in Aussicht genommen. Die Zahl der Arbeitslofen, so berichtete der Vorsitzende weiter, entziehe sich aller aufzustellen, der Arbeiter esse mehr Fleisch als die Be dings vorläufig noch jeder Berechnung. In dem vorgeschlagenen mittelten."" Tagelohn liege die Bürgschaft, daß von den Arbeitern von der Es ist dies eine völlig unrichtige, entstellende Wieder städtischerseits gebotenen Arbeitsgelegenheit nur so lange Ge- gabe der Worte, welche ich in der Generalversammlung des brauch gemacht werde, als der Nothstand andauere." nationalliberalen Vereins für das Königreich Sachsen am Auch der Hamburger Noth stand ist über alle 22. Juni 1890 gesprochen habe, und welche nach dem über Was in den weitesten Kreisen peinlich berührt hat, Maßen groß. In Hamburg, der Stadt mit der von den diese Versammlung erschienenen gedruckten Bericht vielmehr und jeden Menschen von Herz peinlich berühren, im Unternehmern freilich nur gerühmten besten Lebenshaltung so lauteten: Innersten empören empören mußte, Das war die der arbeitenden Klasse, wurde in einer Versammlung der" Es muß in die Wagschale gelegt werden, daß ein tühle Ableugnung des außergewöhnlichen Arbeitslosen mitgetheilt, daß einige Familien nur Theil der Vertheuerung der Lebensmittel, namentlich der Nothstand 3. Und für dieses Handeln, um das von Kartoffelschalen lebten. Das Fremdenbl." Fleischpreise, auf Rechnung der Unbemittelten kommt, weil die" Bossische Zeitung" sich wohlweislich herumdrückt, giebt sagt, ein dringlicher Senatsantrag auf Bewilligung einer die Arbeiter viel mehr Fleisch verzehren. Es ist durch die Das Benehmen der Berliner Stadtverordnetens Versammlung und namentlich des Oberbürgermeisters von Forckenbeck in der Nothstandsfrage hat allgemein einen so peinlichen Eindruck gemacht, daß die " Voffische Zeitung" sich genöthigt sieht, einen Rechtfertigungsversuch zu machen. Zur Charakterisirung dieses Rechtfertigungsversuchs, dem die vernichtende Kritik eines zustimmenden Abdruckes im Leipziger Tageblatt" zu Theil geworden ist, haben wir blos zu bemerken, daß er darauf hinausläuft, den Kern der Frage zu eskamotiren und die Diskussion sich um einen Bunkt drehen zu lassen, der eine ganz nebensächliche Bedeutung hat: nämlich die Formu lirung der von den Arbeitslosenversammlungen ge= faßten Beschlüsse. Wie diese Beschlüsse gefaßt waren, ob Form und Ausdruck korrekt oder nicht das war eine untergeordnete, nebensächliche Frage so untergeordnet und nebensächlich, daß sie, angesichts der Hauptfrage: des furchtbaren Nothstands, hervorgebracht durch die außergewöhnliche Härte und Dauer der heurigen Winterkälte für jeden Menschen von Herz vollständig in den Hintergrund trat. Ja, aber kannst Du mir nicht sagen, was los ist?" Mama war fast verdrießlich. -„ Oh, oh," weinte Fanny, - ach, ich fürchte mich so!" " oh, oh, Mama; Hast Du etwas? Jst Dir etwas geschehen?" Nein, nein... nein, es ist nichts geschehen. aber Du bist böse auf mich, Mama!" Ach, schon wieder diese Geschichte!" யம் ihren vielen Theilen, und das Foyer, wo Könige und konnte unmöglich errathen, was ihr bei der nächsten Ecke Königinnen und Gespenster und Spaßmacher in vollem Kostüm begegnen würde. Der Uranienborgwald war eine Entsetzensherumwandelten und besprachen, was sie zu Nacht effen wollten stätte. Dort hatten Menschen sich erhängt und Thaten der Da kam Hammer, der soeben getödtet worden, in Unter Finsterniß wurden dort am hellen Tage verübt... Dann haltung mit seinem Mörder Klausen; Gundersen und Reimers, kam der lange Moor, wo ihr beständig dünkte, man verfolge Oh, die auf der Szene Feinde waren, tranfen hier miteinander sie... endlich befand sie sich in den wunderlichen Winkelein Glas; Frau Gundersen und Frau Juell saßen freund- gaffen der westlichen Vorstadt. Das waren keine Wege. Enge, lich Seite an Seite, obgleich sie im Stücke aufeinander eifer- schmutzige Steige waren es, die sich zwischen vernachlässigten " Ja, Du bist böse auf mich, Mama... alle werden süchtig waren; sie liebten nämlich beide Herrn Gundersen. Gärten und schlafenden Häusern vorwärts schlängelten; mit mir böse sein; Niemand will von mir etwas wissen, und der schwedische Operufänger Arlberg ging mit seinen sie hüpfte von Kothpfüße zu Rothfüße; aus jeder Krüm nicht Du, und nicht Lea, und nicht Grethe, und gar Nie- Don- Juan- Augen und seinem schwarzen Barte herum und mung dunkelten Schatten hervor, die auch Menschen sein mand konversirte mit den Damen. Alle kleinen Mädchen waren konnten... abscheuliche, schlechte Menschen oder es Schau, Kind, da ist Naphta; trink davon, dann wirst verliebt in ihn, jedoch besonders Emilie; sie war ganz toll war vielleicht er mit den aufgerissenen lichten Augen- hu! Du einschlafen und dann wirds besser, hörst Du? So! vor Liebe zu dem stolzen Sänger. Auf der Szene lärmten nicht daran denken, nicht daran denken Sie ver Und nun liege nicht da und quäle Dich mit solchem Unsinn; Maschinisten und bauten Schlösser, Gefängnisse, Bergpässe; mochte nicht mehr und lief dennoch weiter; sie hörte Schritte, sei ein braves Mädchen, kleiner Krauskopf; kein Mensch ist hierauf begann die Musik; dann läutete man mit einer Stimmen, ferne Rufe, Geläute vor ihren Ohren; das Herz auf Dich böse, wie Du Dir denken kannst!" Glocke; Könige, Königinnen, Gespenster und Spaßmacher hämmerte ihr bis in den Hals hinauf; sie weinte vor Angst fuhren jeder nach seiner Seite ab; nun galt es; nun ging und war ihrer selbst nicht mächtig. Endlich war sie daheim; der Vorhang hinauf; arme Teufel, die Lampensieber nun wieder die Treppe; sie konnte nicht länger gehen, sie hatten! stolperte, fletterte, froch; der Garten war voll " " Jedoch Fanny blieb einige Tage lang wunderlich. - Endlich wurde das Theater wieder eröffnet; Fanny meldete sich sogleich zum Dienste. Es machte keine Schwierigkeiten; sie durfte sich nun Wenn Fanny auf der Bühne nichts zu thun hatte, von Schatten und Gestalten; sie rührten sich, als Statistin betrachten. Gottlob, daß sie die Bühne hatte. saß sie in der Statiſtenloge; im Theater mußte sie auf jeden kamen heran, griffen nach ihren Beinen.... Gott Hier war ihre Heimath und ihre Welt, hier war ihre Hoff Fall sein. Doch nun fingen die Herbstnächte an. Wenn bewahre mich, wie kommst Du daher?" schalt Mama; nung und ihr Trost. Keine Macht der Erde sollte sie vom das Stück zu Ende war und das Gas ausgelöscht wurde, bist Du verrückt?"- Ah, war es eine Wohlthat, Mama Theater vertreiben. Das Schicksal selbst hatte ihr den Weg war es schrecklich zu wissen, daß man ganz oben auf Haegde zanken zu hören! hierher gewiesen, und diesen Weg wollte sie getreulich ver- hougen wohnte. Allein am nächsten Abend ging sie wieder ins folgen. Wenn sie nur endlich konfirmirt wäre! Alle Plage William hatte versprochen, sie nach Hause zu begleiten; Theater. und alle Noth hätte da ein Ende; wenn sie nur schon ein- allein seine Mutter erlaubte ihm nicht, so spät hinauszuEines Tages gegen Weihnachten erhielt Mama einen mal fonfirmirt wäre! gehen. So mußte sich Fanny denn selbst helfen. In wilder Brief, der sie froh machte." Gott sei Dant," seufzte sie,„ ach, Direktor Josephson war ungemein gut; er lobte sie Berzweiflung schoß sie durch die Finsterniß der Nacht, all' Gott sei Dant... Gott sei Dant, Krausköpfchen. Denke D und gab ihr Kollen. Sie war ein Page in Don Juan die öden Straßen entlang, den Park entlang, in welchem die Dir nur, Deine Schwester Lea hat sich verlobt; kannst Du und der kleine Knabe in" Coriolan"; in diesem letzten Bäume dastanden und im Halblicht der Laternen zitterten und Dir das vorstellen?" Stück hatte sie sogar etwas zu sagen: wenn ich ihre Blätter verloren, den Uranienborgweg entlang, wo die Eingroß bin, so will ich auch kämpfen!" Sie lebte auf dem samkeit begann... Die Finsterniß wurde dichter und dichter, die fragte Fanny. Theater wie in einem Märchen. Da war strahlendes Licht, Lampen wurden seltener und seltener; zuletzt gligerten sie strahlendes Kostüm, Musik, Unterhaltung, Leben; die Künstler nur hie und da, vereinzelt und in der Ferne, wie Feuer- E3 ist ein sehr braver Mensch. Er ist Baumeister ind Ja freilich, fein genug; und dann hat er Geld waren so wie Menschen sein sollten, immer froh und lustig, thürme durch die Nacht. Sie lief und sie lief; über ihre 3 ist ein sehr braver Mensch. Er ist Baumeister und frei und kühn in jeder Lage; so war sie selbst auch und so Wangen rollte tropfenweise kalter Schweiß und die Angst besitzt eine Menge Häuser; er kann von der Miethe leben wollte sie bleiben. Und dann alle diese spaßigen Treppen jagte ihr eisige Schauer bis in die Haarwurzeln. Der Weg und Gänge und dunklen Räume, und die Maschinerie mit war hoffnungslos lang und wurde immer trauriger; man " So, doch hoffentlich mit einem feinen Herrn?" die er einnimmt. ( Fortsetzung folgt.) f C b 6 D Ic fe se a 2.5 J h 11 n fu f li 3 T } S C Professor Biedermann. Die Stellung der Regierung in der Debatte des Deutschen Reichstags über das amerikanische Schwein hat zu einer scharfen Entgegnung des amerikanischen Viehprüfungs- Bureaus geführt. M sächsische Statistik konstatirt, daß der Verbrauch von Fleisch nicht der Geschäftsordnung, aber des Anstands und der Sozialisten sind, so entschieden haben sie stets alle Brutavon 14 Kilo auf den Kopf gestiegen ist auf 37 Rilo im guten Gitte, daß ein Abgeordneter, nachdem die Geschäfts- litäten der Polizei, alle Gesetzwidrigkeiten, unter denen Jahre 1888. Das zeugt doch nicht von Nothstand, und das ordnungs- Kommission event. die Wahlprüfungs Kom- unsere österreichischen Genossen zu leiden hatten, mit aller führt andererseits das Resultat herbei, daß die Arbeiter mission- einen derartigen Beschluß gefaßt hat, sein Man- Entschiedenheit an den Pranger gestellt und bekämpft, fo selbst sich das Fleisch vertheuern, weil sie eben Gott sei dat entweder niederlegt, oder zum mindesten es nicht mehr daß ihre Reden werthvolles Agitationsmaterial für unsere Dank! in der Lage sind, mehr Fleisch essen zu bei Abstimmungen ausübt. Genossen wurden. Leider sind die Aussichten für Krona fönnen."" Herr Müller( Marienwerder) hat keins von beiden ge- wetter nicht die besten. Die Antisemiten beehren ihn mit Daß das mehr" sich nicht auf die Bemittelten" than. Er hat am vorigen Freitag, also dem Tag nach dem ganz besonderem Hasse und sie werden alle Hebel in Besondern auf" früher" bezieht und bedeutet mehr" Beschluß der Geschäftsordnungs- Kommission, bei der nament- wegung setzen, den einzigen Vertreter der ehrlichen und radials früher", ist selbstverständlich. lichen Abstimmung über den Antrag Barth sein Votum talen bürgerlichen Demokratie in Desterreich zu Fall zu Leipzig, den 23. Januar 1891. in die Wagschale der Fleischvertheuerer bringen. Desto entschiedener müssen die österreichischen Der Sozialdemokraten streben, einige Size zu erobern. gelegt. Der Vorgang dürfte in den Annalen des Reichstags Sympathie der deutschen Sozialdemokratie bei diesem Kampfe vereinzelt dastehen. können unsere österreichischen Genossen gewiß sein. Und die Herren Ronservativen rühmen sich, wie man weiß, einer besonderen„ Ehre". Den 133 FleischIn einer in Zürich stattgehabten Konferenz ber vertheuerern aber gratuliren wir zu der Stimme des Herrn schweizerischen Arbeiterverbände wurde be= schlossen, den 1. Mai als Arbeiter- Feiertag zu betrachten Wie aus Washington gemeldet wird, hat Dr. Salmon, Müller. der als Direktor des Bieh- Prüfungsbureaus und vieljähriges, und auf den zehnstündigen Normal- Arbeitstag hinzuwirken. Mitglied der Kommission für Trichinosis, den Ruf eines Die furchtbare Bergwerk- Katastrophe- wir sagen Die französischen Eisenbahn- Arbeiter Sachverständigen genießt, einem Berichterstatter gegenüber absichtlich nicht Bergwert- Unglück, denn wo aller die Richtigkeit der Mittheilung des Staatssekretärs von Wahrscheinlichkeit nach, ja ohne jeglichen Zweifel mensch- werden am 1. Mai in Tour3 zu einem Kongreft zuBötticher im Deutschen Reichstage, daß sieben Prozent der liches Verschulden vorliegt, kann von einem Unglück nicht fammentreten, auf welchem die Frage der Pensionskassen amerikanischen Schweine trichinös seien, entschieden bestritten. bie Rede sein- die furchtbare Katastrophe von Gelsen- verhandelt, und die Forderung einer täglichen Arbeitszeit Dr. Salmon erklärte nachdrücklich, seit 1883 wäre unter den firchen erinnert uns wieder an eine lange verabsäumte Pflicht. von 8 Stunden bei einem freien Tage in der Woche geamerikanischen Schweinen kein einziger Fall von Trichinose Seit Jahrzehnten, ja seit Menschenaltern wird die Mensch- stellt werden soll. Auf dem Programm steht noch eine Forkonstatirt worden. Derselbe fügte hinzu, die Unterhand- heit periodisch, in kürzeren oder längeren Zwischenräumen, berung, die uns weniger gefällt: daß in Frankreich bloß Lungen mit Frankreich wegen der Einfuhr amerikanischer aber trotzdem mit einer unheimlichen, die Annahme Franzosen als Eisenbahnarbeiter angestellt werden Schweine dürften sehr bald und zwar in einem für Nord- des Zufalls für jeden Denkfähigen aus follen. Es richtet sich dies zwar nicht gegen die Deutschen amerita günstigen Sinne abgeschlossen werden. schließenden Regelmäßigkeit durch derartige Deutsche sind an französischen Bahnen nicht be= Ratastrophen erschreckt. Apropos, wenn der Franzose Recht hat, welcher sagte: Und nichts ist noch geschehen zur Abwendung. schäftigt, sondern nur gegen die Belgier und die Heuchelei ist ein Tribut, welchen das Laster der Die Folge ist jedesmal: Die öffentliche Meinung regt Staliener, die ein großes Rontingent zu den franTugend zollt, dann hat in den jüngsten Reichstags- Debatten sich auf, man entschließt sich etwas zu thun nach einigen zösischen Eisenbahn- Arbeitern stellen allein trotzdem zeugt über künstliche Brot- und Fleischpertheuerung Wochen ist die Sache jedoch vergessen und man wartet bis die Forderung von chauvinistischer Engherzigkeit. Berechtigt die Tugend einen großen Triumph gefeiert. Keiner der zur nächsten Katastrophe. auch vom internationalen Standpunkt aus ist in Herren Junker hatte den Muth, offen und ehrlich zu sagen: Soll das so weiter gehen? Die französische Bezug auf die Konkurrenz der ausländischen Arbeiter nur unser jetziges Einkommen genügt uns nicht, wir brauchen, Kammer hat soeben beschlossen, eine Kommission nieder die Forderung, daß kein Ausländer zu niedrigeren um so gut leben zu können, wie es unseren Lebensgewohnzusetzen, welche die Ursachen der häufigen Kohlenbergwerk- als den orts- und landesüblichen Löhnen angestellt werden soll. heiten entspricht, neben den höheren Brotpreisen auch Ratastrophen zu untersuchen hat. Immerhin begrüßen wir den Kongreß wobei wir höhere Fleischpreise! Das wäre keine sehr ritterliche Ferner ist die Haftpflicht der Grubenbesizer den Gedanken nicht unterdrücken können, daß Aehnliches in Sprache gewesen, aber doch offen und ehrlich; und in Frankreich ausgedehnt worden. Deutschland unmöglich wäre. Denn jeder Eisenbahnschließlich haben die Herren Junker dasselbe Recht, Es wäre gut, wenn wir das Beispiel der wilden" Arbeiter, der an einem solchen Kongreß Theil nähme und vom Reichstag die Verbesserung ihrer Lage zu ver- Franzosen in diesem Punkt einmal nachahmten. der überhaupt nur für ihn thätig wäre, würde sofort entlangen, wie andere Leute auch. Allein, so hat Nicht so empfehlenswerth ist freilich der Plan, den lassen, sowohl von Privat- als von Staatsfeiner der Fleischvertheurer gesprochen. Reiner hatte an Bergwerks- Arbeitern verkrachte Gruben zur genossen- bahnen. Zu der Höhe der Weltanschauung, daß ein seinen persönlichen Vortheil gedacht, bei Leibe nicht! Nur schaftlichen Bewirthschaftung zu übergeben was der Bou- Arbeiter auch staatsbürgerliche Rechte besigt und nicht ein aus Zärtlichkeit für das deutsche Volk, das nicht verseucht langist& aur seit Jahren betreibt. 2 Bürger zweiter Klasse ist, hat man sich in Deutschland noch worden dürfe, hatten sie das amerikanische Schwein aus nicht emporgeschwungen. Deutschland verbannt und wollten es verbannt halten. Herr Die Diskussion über den Zonentarif und der mit Der Gouverneur von Algier hat einen Kredit von Frege, der sächsische Junker und Mucker, war von seiner demselben in Ungarn geglückte Versuch scheint doch zu einer eigenen Güte und von der christlichen Nächstenliebe, die der allgemeinen Ermäßigung der Personentarife zu führen. Go 400 000 Franks für die Opfer des unlängst stattFleischvertheuerung zu Grunde liegt, sogar so fest überzeugt, wurden in Desterreich die Tarife bedeutend herabgemindert, gehabten Erdbebens verlangt. Von dieser Summe daß er eine falbungsvolle Predigt hielt und etliche Dußend dasselbe ſcheint, wenn auch kaum in ausreichendem Maße, sollen 100 000 Franks ausschließlich für die Eingeborenen Thränen vergossen haben soll. bei uns bevorzustehen und aus Paris trifft heute auch eine verwandt werden. Gemäß Vereinbarung der Eisenbahn- Gesellschaften mit dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten betreffs der Eiltransporte ist der Fahrpreis für Reisende dritter Klasse von 6,07 Centimes auf 4,09 per Kilometer herabgesetzt worden." es vor= en will man da eigentlich täuschen?" entsprechende Meldung ein. Es wird nämlich aus Paris General" Booth von der englischen Heilsarmeefragen wir hier mit dem Lustspieldichter. Glauben die telegraphirt: Herren Junker, und wenn sie noch so pathetisch ihre in feiner Art ein Genie und durchaus kein Mucker- und Üneigennüßigkeit betheuern, daß es auf der ganzen weiten Pfaffenknecht, auch kein unterthänigster Diener des Kapitals Welt einen einzigen Menschen giebt, der es verlangte 100'000 Pfd. Sterl., d. h. zwei Millionen ihnen glaubt? Wozu also das Komödienspiel? Mark, um das Elend in London abzuschaffen. Um diesen In Desterreich sind aber heute schon die Tarife um die abenteuerlichen Plan gab es eine tüchtige Debatte, und Wir freilich sind durchaus nicht unzufrieden mit dem Hälfte niedriger wie in Frankreich nach der Reform. Und Booth bekam schlimme Dinge zu hören, allein die hundert selben. Denn erstens diskreditirt es die Sache der Fleisch- in Ungarn sind die Tarife noch niedriger wie in Desterreich, tausend Pfund Sterling bekam er richtig zusammen und und Brotvertheurer noch mehr, als dies schon ohnedies der und bringen dabei großen Nutzen, d. h. mit anderen Worten, das Elend in London ist genau, was Fall ist, und zweitens beweist es, daß die Herren Fleisch- fie könnten noch mehr reduzirt werden. In dem modernsten her war. Und wenn Herr Booth das Zehnfache und Brotvertheurer selbst ihre Sache für so schlecht Theile der Staatsverwaltung, im Eisenbahnwesen, herrscht fordert und auch bekommt so wird das auf den Ozean. halten, daß sie ihr ein falsches Mäntel chen schon überall ein ebenso verbohrter Bureaufratismus wie in vo Elend genau so viel Einfluß haben, als wenn Jemand umhängen, und sie unter fremde Flagge zu stellen für allen anderen Verwaltungszweigen. Der Zopf müßte auch bei einer Ueberschwemmung mit einem Theelöffel Wasser nöthig erachten. Das Geständniß, welches hierin enthalten dort einmal energisch abgeschnitten werden. wegschöpfen wollte. Es giebt nur ein einziges Mittel, diesen ist, nehmen wir zu den Akten. Dzean zu trocknen und das ist, daß all die Millionen Das politische Ereigniß des Sonntag war die Auf- Rinnsale, Bäche, Flüsse und Ströme, die ihn lösung des österreichischen Abgeordnetenhauses. Bu jetzt speisen, durch ein vernünftiges Gesellschaftssystem a b= einer Beit, wo der Etat für das laufende Jahr noch nicht geleitet und dergestalt regulirt werden, daß sie bewilligt ist, wo alle Parteien den Termin für die Neu- Reichthum und Wohlbefinden verbreiten, statt Armuth wahlen erst für den Sommer voraussahen, wo die Ein- und Noth. berufung des alten Reichstags für den 18. Februar zur " Damit d. h. mit dem Beschluß, daß das Mandat erlofchen sei ist die Kommiffion der Anschauung beigetreten, welche wir von Anfang an verfochten haben. mung D Ein arger Parlaments- Standal wird in Abgeordneten freisen viel besprochen. Am 22. d. Mts. mußte die Geschäftsordnungs- Kommission des Reichstags das Mandat des konservativen Abgeordneten Müller( Marienwerder) für erloschen erklären, weil genannter Herr seit seiner Wahl zum Geh. Finanzrath und zum Mitglied des Reichsbant Budgetberathung ins Ausland telegraphirt wird, in diesem Als Zeichen friedlicher Dispositionen wird aus der Direktoriums ernannt worden ist eine Anstellung oder Momente löst die österreichische Regierung das Parlament österreichischen Grenzstadt Brody gemeldet: Der Bau der in Rangerhöhung, welche, laut Wahlgefeß, das Erlöschen des auf, überrascht damit alle Parteien und so finden sich Wolhynien( Rußland) projektirten Kasernen soll im Mandats nach sich zieht. Um nicht in den Verdacht der die politischen Kreise einem jedenfalls gut vorbereiteten Frühjahr nicht begonnen und die Vollendung der GrenzParteilichkeit zu kommen, lassen wir folgen, was die national- Regierungs Wahlapparate gegenüber in vollständiger Ver- festungen Dubno und Rowno nicht mehr aufgenommen liberale Magdeburger Zeitung" über den Fall sagt: wirrung. Gerade die letzten Monate haben in den bürger- werden. lichen Parteien Desterreichs eine Verwirrung ohne Gleichen vorbereitet. Die herrschende alttschechische Partei ist in vollständiger Genosse Fitzgerald konnte leider nicht lange in unserer Auflösung begriffen, die national radikalen Jungtschechen Herr Müller war bis zum vorigen Sommer Oberbürger- haben alle Ausficht, den größten Theil der tschechischen Wahl- Mitte weilen. Eine Depesche rief ihn zurück nach England, meister von Posen und wurde dann zum Mitgliede des Reichs freise zu erobern, was trotz der demokratischen Alüren dieser von wo er im Laufe dieser Woche die Rückfahrt nach bank- Direktoriums ernannt. Obwohl diese Ernennung auf Partei wegen ihrer russenfreundlichen, dem Bündnisse mit Australien antreten wird. Der Zweck der Reise unseres Vorschlag des Bundesraths durch den Kaiser erfolgt ist und die dem Deutschen Reiche feindlichen Haltung sehr zu beklagen Genossen war, die Arbeiterverhältnisse und die ArbeiterStelle, in welche Herr Müller berufen wurde, im Gegensaße zu ist. In Galizien liebängelte die Regierung in der letzten bewegung in den europäischen Staaten kennen zu lernen den mittleren und unteren Stellen in der Verwaltung der Reichsbank eine solche ist, welche in dem vom Reichstage fest- Beit mit den nicht minder ruffenfreundlichen Ruthenen, so und Beziehungen zwischen den australischen Arbeitern und gesetzten Reichshaushalts- Etat ausdrücklich aufgeführt ist, daß die bisherigen Hauptstügen der Regierung, die Alt den Arbeitern der europäischen Länder enger zu knüpfen. das mit ihr verbundene Gehalt daher ohne Zustim tschechen und die Polen, jedenfalls nur mit großen Verlusten Daß die australischen Arbeiter von Gefühlen der Solidarität des Reichstages auch nicht erhöht oder sonst aus dem Wahlkampfe herausgehen werden. Aber ebenso erfüllt sind und an die internationale Gemeinschaft der abgeändert werden kann, hat Herr Müller geglaubt, daß sicher sind die Verluste der deutschen Liberalen aller Schatti Arbeiterinteressen glauben, das haben sie bei dem großen er lediglich in den Dienst der Gesellschaft getreten sei, rungen. Diese Verluste drohen ihnen von Seiten der klein- Londoner Dockerstreits des Jahres 1889 bewiesen, zu welche aus den Antheilseignern besteht, und demzufolge kein bürgerlichen, zum Ultramontanismus hinneigenden Anti- denen sie in wahrhaft großartiger Weise beiReichsamt angenommen habe, also auch nicht verpflichtet sei, femiten. Go wird das österreichische Parlament unzweifelhaftsteuerten. Wie Mr. Fitzgerald uns mittheilt, sein Mandat niederzulegen. Diese Auffassung ist von dem fonservativen Abg. Hahn in der Kommission vertheidigt worden, eine durchaus neue Gestalt annehmien und zwar eine, in ist er nebst der Mehrzahl der organisirten Arbeiter und Herr Hahn ist Mitglied des preußischen Ober- Verwaltungs- der sich kaum eine parlamentarische Majorität finden Australiens zu der Ueberzeugung gelangt, daß durch gerichts. Sehr bedauerlich ist, daß die Geschäftsordnungs- wird; was die Aufgabe des bisherigen beschränkten Streits eine dauernde Besserung der Arbeiterlage oder Kommission, der die Angelegenheit gleich nach Wiederaufnahme Bensus- Wahlsystem und vielleicht den Uebergang zum allge- gar die Emanzipation der Arbeiterklasse sich nicht herbeider Sizungen des Reichstages Anfangs Dezember übergeben meinen Wahlrecht zur Folge haben muß. Was nun unsere führen läßt, daß es nothwendig ist, durch Organisation worden ist, erst jetzt zu ihrer Verhandlung gelangt ist. Die Bruderpartei in Desterreich anlangt, so hatte sie die Ab- und Agitation, namentlich durch parlamenta Fragen, welche der Geschäftsordnungs- Kommission überwiesen sicht, diesmal zum ersten Male seit ihrem Bestande in den risches Wirken, wie die deutschen Sozialwerden, sind in der Regel fodringlicher Natur( und die Frage, Wahlkampf einzutreten und vor allem die Demonstration demokraten es thun, sich Einfluß auf die Geſetzob ein Abgeordneter verfassungsmäßig das ihm übertragene Mandat noch ferner ausüben darf, gehört ohne Zweifel zu den vom 1. Mai zur Wahlagitation auszunützen. Die Schwierig gebung und politische Macht zu erkämpfen. Mit anderen dringlichsten und wichtigsten), daß die Kommission, wenn irgend feiten sind für unsere Genossen ungeheuer groß, da die Worten, die australischen Arbeiter haben sich von dem sog. Trades Unionismus" losgesagt, und ohne die möglich, zur sofortigen Berathung schreiten müßte, zumal, wenn, breite Masse der österreichischen Arbeiter vom Wahlrechte wie im vorliegenden Falle, Auskunft von amtlichen Stellen ausgeschlossen ist. Trotzdem sind Erfolge nicht ausgeschlossen, Bedeutung der Gewerkschafts- Organisation zu verkennen, fich nicht eingeholt zu werden braucht. Die Wähler von Marien- besonders wenn die internationale Solidarität ihnen kräftig entschlossen, den Hauptnachdruck auf die politische zur Seite steht und man die bereitwillige Unterstützung Thätigkeit zu legen und in die internationale ArVerhandlungen voraussichtlich nicht vertreten sein, während, men Herr Müller die Konsequenz seines Eintritts in unserer österreichischen Genossen bei allen Kämpfen der aus beiterbewegung einzutreten. Reichsdienst gezogen und im Geptember sein Mandat niederländischen Arbeiterparteien erwidert. Unvorbereitet trifft die Die Berliner Arbeiterschule hat bereits nahezu gelegt hätte, die Erfagwahl noch während der Vertagung hätte österreichische Bruderpartei die Ausschreibung der Neuwahlen ſtattfinden können. Kommt die Angelegenheit jetzt im Reichs- nicht, wenn sie lage nicht bald zur Erledigung, so kann die Ersatzwahl vor dem zum Abschluß bringen fonnte. Uebrigens hoffen 20. Februar nicht mehr stattfinden, und es müssen neue Wähler- wir bald einen Bericht unseres österreichischen Korlisten angelegt werden." respondenten über die Reichstags- Wahlen veröffentlichen zu So liegt der Fall; und es ist auch nicht dem leisesten können. Zwei unserer Partei nicht direkt angehörige KanZweifel unterworfen, daß das Maucat des Herrn Müller didaten, die auch im Deutschen Reiche nicht unbekannten auch von dem Plenum des Reichstags für erloschen wird Kronawetter und Pernerstorfer, dürften die Unterstützung Tottenhamſtr. 49. erklärt werden. In solchen Fällen ist es nun die Regel- der österreichischen Genossen finden. So wenig beide V 4000 Mitglieder. Briefkaffen der Redaktion. Alte Schönhauserstraße 35. Außer dem Eisenbahnregiment feins. London." Der kommunistische Arbeiterbildungs- Verein, O. Dittmann. 6,85 M. erhalten Die Expedition. Theater. Dienstag, den 27. Januar. Opernhaus. Vorstellung. Schauspielhaus. Colberg. Leffing Theater. Der Kuß. Berliner Theater. Minna von Barnhelm. Deutsches Theater. Romeo und Julia. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Wallner Theater. Adonis. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Raben. Die sieben Bellealliance- Theater. Die Nachbarinnen. Mittwoch, den 4. Februar:| Letzte Vorstellung in dieser Saison. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Dienstag, den 27. Januar, Abends 7 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung zur Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers unter persönlicher Mitwirkung des Direktors E. Renz. 4 arabische Schimmelhengste, zusam men dressirt und vorgeführt vom DiOßend Theater. Ein berühmter rektor E. Renz. Eine Quadrille aus Mann. Adolph Ernst- Theater. Don Juans. Thomas Theater. Schuhe. der Zeit Friedrichs des Großen, geUnsere ritten von 8 Damen und 8 Herren. Fachverein der Tischler. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Hugo Rusch am 25. d. Mts. im Alter von 37 Jahren an der Proletarierfrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr, vom aus Krankenhause am Urban nach dem Neuen JerusalemerKirchhof, Briger Chaussee, statt. Um rege Betheiligung ersucht 312] Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen BeGreat Steeple Chase von 6 engl. weise der Liebe und Theilnahme Drei Paar Vollblut Springpferden, dressirt und bei der Bestattung unseres theueren vorgeführt von Herrn Franz Renz. unvergeßlichen Bruders und Schwagers, Kaufmann's Variété. Große Spe- Auftreten der Künstler- Spezialitäten des Glafers Eduard Neumann, fagen zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderftraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 512 Uhr. u. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Wochentags 10 Pfg., Entrée Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bratweilsche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Ver gnügungen und Versamnetungen. F. Sodtke. 703 Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwadje den Königs von Dahomey. eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Bapelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. 100 nene Gruppen und Figuren. SpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. Kaiser Panorama. Mr. J. F. Clarke und Rodgers. Schulpferd Coriolan, geritten von Frl. Oceana Renz( Enkelin). Auftreten der Reittünstlerinnen Frls. Natalie, 3ephora und Miß Lillie Meers und der Reitfünstler Mr. Fillis und William, sowie komische Entrees von sämmtlichen Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: Gr. Festspiel mit Evolutionen, Waffenspiele und Gruppirungen, arrangirt v. fammten Herrenpersonal und Direktor E. Renz, ausgeführt vom geden Damen des Corps de Ballet. Morgen: Touristen. Arbeitslose. Zwei große öffentliche Versammlungen der Arbeitslosen sämmtlicher Berufe Berlins finden am Mittwoch, den 28. Januar, Vormittags 10 Uhr, ftatt. 1) Brauerei Friedrichshain( fr. Lips) vor dem Königsthor. Tages- Ordnung: 109 Die Resolution der vorigen Arbeitslosen- Versammlung in der Bock. Brauerei und ihre Beantwortung durch die Stadtverwaltung. Referent Otto Heindorf. wir allen unsern Freunden sowie seinen am Herren Kollegen und den Mitgliedern der Glasergesellschaft, insbesondere dem Herrn Vorsitzenden für seine herzlichen Worte am Grabe unfern innigsten Dank. E. Schulze, Anna Schulze, geb. Neumann, Albert Neumann. 243 J Für die Betheiligung bei dem Begräbniß meines geliebten Mannes fage hiermit allen Genossen, Freunden, Verwandten, sowie seinen Bereinskollegen und Kolleginnen den herzlichsten Dank. 2) Berliner Back- Brauerei( Tempelhofer Berg). Tagesordnung wie oben. Referent Fritz Zubeil. Um zahlreiches Erscheinen bitten fi 109 1 Die Einberufer. IE Achtung! Delegirten der Berliner Streit- Kontroll- Kommission! Grosse öffentliche Versammlung Mittwoch, den 28. Januar, Abends 8½ Uhr, in den„ Armin hallen", Kommandantenstraße 20( Gartensaal). Tagesordnung: 1. Bericht der Revistonskommission. 2. Der Vergolderstreit. Referent: P. Linc e. 3. Fernere Gestaltung der Berliner Streif- Kontrollkommiffion. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht fe 284 Der Einberufer. Fachverein der Tischler. Die trauernde Wittwe Therese Kühne. Donnerstag, den 29. Jannar, Abends 82 Uhr, in Orschel's Salon Sonnabend, den 31. d. M.: Benefits Verein z. Wahr. der Interessen für Herrn Franz Renz. E. Renz, Direktor. der Berliner Knopfarbeiter. Ordentliche Circus Schumann. General- Versammlung Gr. Friedrich- Karl- Ufer. Hente Abend 71/2 Uhr: am Mittwoch, den 28. Januar, Abends 81/2 Uhr, bei Bolzmann, Andreasstraße 26. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. Gala- Vorstellung 2. Bericht über die Thätigkeit des Bor: zur Feier des Geburtsfestes standes. 3. Wahl des Vorstandes. Sr. Majestät des deutschen Kaisers. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Sebaßianstraße 39: General- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht des Rendanten; Bericht des Vorstandes, der Bevoll mächtigten, der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. 2. Wahl des Arbeitsvermittlers. 3. Erfahwahlen der Werkstatt- Kontrollkommission. 4. Unterstügungsanträge, Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. C 1 312 Der Vorstand. Gr. öffentl. Metallarbeiter- Versammlung Mittwoch, den 28. Januar 1891, Pnds 81/2 Uhr, Besonders hervorzuheben: Amazonen Mitglieder ist nothwendig. Neue Mit- in der Norddeutschen Brauerei, Chausseestrasse No. 58. Quadrille, geritten von 16 Damen. glieder werden vorher aufgenommen. Schulpferd Troubadour, geritten von 191 Der Vorstand. Frl. Wilma. Mr. Loyal als engl. 24 L Jockey. Postillon, Trakehner Rapp- Empfehle mein Geschäft in friscдenburg hengst, in der hohen Schule geritten Blumen und Kränzen. von Herrn Ernſt Schumann. Familie Robert Meyer, Braun auf Reifen, komisches Intermezzo von mehreren Herren der Gesellschaft. Musikalische Entrees der Gebrüder Permané. Zum Schluß der Vorstellung: Circus unter Wasser. Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, erkläre ich meinen Freunden und Genossen, daß ich mit J. Meyer, Everwandtschaftlichen Beziehung stehe. Wienerstr. 1, in feiner geſchäftlichen oder Eine ländl. Hochzeit. Bom Ostend- Theater bis zur nächTages Ordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Metallarbeitertag der Provinz Branden und Pommern. 2. Diskussion. 3. Die diesjährigen Lohnreduktionen in unserer Branche. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Der Einberufer. Achtung! Karton- Arbeiterinnen und-Arbeiter! Große öffentliche Versammlung Sensationelle Waferpantomime. sten Pferdebahn- Haltestelle ist Sonntag am Mittwoch, den 28. Januar, Abends 8 Uhr, in Joel's Salon, Spezialität: 4 Wassernymphen. Morgen große Vorstellung mit neuem Programm. Eine ländliche Hochzeit. Matthie's 69 elegante Masken- Garderobe, Prinzen straße 15, 2 Tr., empfiehlt seine eleg. sowie fomischen Kostüme zu soliden Preifen. Zu Aufführungen für Vereine Kostüme zu billigsten Preisen. F. Stenzel's Elegante Masken- Garderobe, 118 Dresdener- Strasse 118, empfiehlt sich den Lesern des„ Vorwärts" zu billigsten Preisen. Tanz- Institut, 11 1 F. Pietsch, Dresdonerstr. 10. Ein neuer Lehrkursus f. Damen u. Herren beg. 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Um zahlreiches Erscheinen ersucht nehme ich hierd. zurück. H. Möller.[ 240 J 245 Der Einberufer. Mitglieder- Versammlung des Fachvereins sämmtlicher in den Glaçé- und Kartor Sophabezüge! Papierfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch und banten Stoffen spottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! [ 84 J 171 Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Rath in Prozessen, Ginziehung von Forderungen. Pollak, jetzt Georgenkirchstr. 24, 11. Auch Sonn- u. Feiertags geöffnet. Lexicon, wissensch. Meyer's Bücher, Brehm, Weltgeschichten kauft A. Hannemann, Roch Straße 56. Fernsprecher I 4027. 110 Kanarien- Hohlroller eigener Zucht, prämiirt Ausstellung Hannover 1891 m. erftem Preis, große filberne Medaille. 193 J Joachim, Lothringerstr. 64. Roh- Tabak ämmtlicher Sorten. Größte Auswahl, billigste Preise. G. Elkhuysen, Münte 10. Kautsch.- Stempel, Monogr. u. Sign.Schablonen, Juschriften. 83 H. Guttmann, Brunnenstr. 9. 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Ein hervorragender Jurist- Nicht- Parteigenoffe- trägt sich mit der Absicht, eine Sammlung der auf Grund des groben Unfugparagraphen in den letzten Jahren gefällten richterlichen Urtheile zu veröffentlichen. einzusenden. J. Auer, Berlin SW., Ratzbachstr. 9, Die betreffenden Akten werden nach Einsichtnahme den Einfendern wieder zugesandt. Die Parteiorgane werden um Abdruck dieser Aufforderung ersucht. Mit sozialdemokratischem Gruß Berlin, 25. Januar 1890. J. Auer. Rich. Fischer. Parlamentsberichte. Deutscher Neichstag. 52. Sigung vom 26. Januar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Malzahn, von Stephan, Reichsbank- Präsident Dr. K v ch. Amt 3. # Die Berathung des Reichshaushalts Etats für 1891-92 wird fortgesetzt beim Spezialetat des Reichsscha 3 Dazu liegt der Antrag Richter vor: Dienstag, den 27. Jannar 1891. 8. Jahrg. blos, dem vorzubeugen, daß die Beamten hier und da aus den Regierungen besteht nicht die Absicht, irgend eine Aenderung einReifen einen Erwerb machen. Dem kann ich nur vollständig bei- treten zu lassen. treten. Auch besteht im Publikum hier und da der Verdacht, als ob solche Reisen zuweilen unnütz unternommen werden. Diesem Verdacht muß entgegengetreten werden. Reichsbank- Präsident Koch: Die Befürchtungen, welche sich an die indirekte Kontingentirung der Notenausgabe geknüpft haben, haben sich als nicht begründet erwiesen. Die Bedeutung des Abg. Richter: Ich kann nicht zugeben, daß die Beamten Metallgeldes darf nicht überschätzt werden; denn das Bestreben allgemein feine Neigung hätten, mehr Dienstreisen zu machen, als der Reichsbank ist dahin gegangen, das Zahlungswesen umzuDa unfere Parteigenossen unter der wunderbaren Auslegung ihnen pflichtgemäß obliegt. Im preußischen Abgeordnetenhause gestalten durch die Einführung des Giroverfehrs, welcher im wurde einmal eine neue Stelle für einen Ober- Landesgerichts- letzten Jahre 79 Milliarden umfaßt hat. Die französischen Noten und Anwendung, welche der§ 360 3ffr. 11 in den letzten Jahren rath abgelehnt, weil man allgemein meinte, die Stelle sind zu 36 pet., unfere Noten zu 83 pet. durch Metall gedeckt. gefunden hat, speziell zu leiden hatten und noch haben, so werden könne entbehrt werden, wenn der Präsident des Gerichts nicht Der Goldvorrath ist immer geschützt worden durch die DiskontoAlle, welche dieferhalb bereits bestraft sind und deren Ver- so viel reisen würde. In jedem Bezirk fennt man Bersonen, politik; es brauchte Niemandem Gold verweigert werden, wie urtheilungen Rechtstraft erlangt haben, ersucht, die betreffenden beren häufige Reisen gar nicht zu erklären wären, wenn sie nicht dies an der Bank von Frankreich geschieht, welche jede Fordedes pekuniären Nebeninteresses wegen unternommen würden. Daß rung nach Gold prüft und auch nicht vollwichtige Münzen ausUrtheile im Wortlaut an die Adresse von man in der Verwaltung feine Neigung zu Aenderungen hat, ist giebt. Das dürfte bei uns kaum Nachahmung finden. Die Besehr begreiflich; es wäre das erste Mal, daß eine Herabseßung sorgnisse wegen der russischen Guthaben, die sich sehr geändert von da aus angeregt würde. Auch die Offiziere haben die Noth- haben in ihrer Höhe, haben sich erheblich vermindert. Weder wendigkeit nicht begriffen, die Rationen abzuschaffen für Pferde, der Gold- noch der Silbervorrath bietet irgendwelche Veranlassung Abg. v. Frege( dr.): Wir wünschen eine erneute internationale die nicht gehalten werden; ähnlich liegt die Sache hier. Das unsere Währungsverhältnisse zu ändern.( Beifall.) Gepäck spielt heute keine große Rolle mehr. Die Strecken der Der Verschleiß Konferenz über die Währungsfrage und eine andere Stellungnahme Postreisen sind heute nur noch ganz minimale. der Kleidung und so weiter kann hier nicht herangezogen werden, Deutschlands auf derselben als das letzte Mal in Paris. Es wäre bedenklich, wenn noch andere Staaten zur Goldwährung Abg. v. Kardorff: Ich bin in der Tendenz auch mit dem An übergehen würden; dann würde die Gelddecke sehr bald zu kurz trage einverstanden, halte aber eine Vorprüfung in der Bugdet werden. Die Herren, welche Herr Bamberger vertritt, mögen ja fommission für unentbehrlich. Ich möchte auf die Währungs- und sich über die jetzigen Verhältnisse frenten, aber es giebt große Bankenfrage zurückkommen, die uns hier gar nicht oft genug be- Boltskreise, denen es nicht gleichgiltig ist, ob 50 Millionen mehr schäftigen kann. Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, daß oder weniger im Volksvermögen vorhanden sind. Ein Punkt ist unser Geldvorrath nicht groß genug ist. Die Interpellation Laur noch nicht berührt worden, daß nämlich das Reich zur Schuldenim französischen Abgeordnetenhause hat die Frage wieder aktuell tilgung übergehen soll. Wie kann die Schuldentilgung durchgeführt gemacht. Der Finanzminister Rouvier gab dabei eine genaue werden ohne Einführung der Doppelwährung? Denn unfere Ziffer über den Geldvorrath der französischen Banken; nach der Banknoten sind doch zum großen Theil durch Silber gedeckt. Für Rückzahlung der der Bank von England vorgeschossenen die freie Silberausprägung bin ich nie eingetreten; diese würde 75 Millionen wird dieser etwa 1200 Millionen Franken gleich allerdings nur der haute finance zu Gute kommen. 960 Millionen Mark betragen. Wir haben einschließlich der Darauf wird der Titel„ Staatssekretär" genehmigt; der AnGeldvorräthe der kleineren Banken höchstens 650 Millionen Mart. trag Richter wird der Budgetkommission überwiesen. In Frankreich kommt zu der genannten Summe noch hinzu die Im Kapitel„ Allgemeine Fonds" befindet sich der Dispositionsfünffache Quantität des Silbers, die wir befizen. Die französische fonds des Kaisers zu Gnadenbewilligungen aller Art in Höhe von Bank fann nun ungedeckte Noten nach Beliebert ausgeben. Die 3 Millionen Mart. Konstruktion unserer Bank ist in dieser Beziehung eine fehler- Abg. Buhl: Es verlautet, daß dieser Fonds nicht mehr. hafte. Inzwischen sind Ereignisse vorgekommen, welche zur ausreiche, um denjenigen Militärinvaliden eine ausreichende UnterDie verbündeten Regierungen zu ersuchen, die den Reichs- Prüfung der Frage von Neuem auffordern. Wir haben eine stützung zu gewähren, die einen Rechtsanspruch nicht haben. beamten bei dienstlicher Beschäftigung außerhalb ihres Wohnorts 3 v. H. Anleihe gemacht und Frankreich kurz darauf auch. Namentlich aber fehlt es an Mitteln zur Unterstützung von Hinter zustehenden& a hr ko se derart zu regeln, daß für Dienstreisen, Frankreich ist fünf oder sechs Mal so hoch verschuldet wie wir, bliebenen von ehemaligen Militärs der Unterklassen. Da die welche auf Eisenbahnen oder Dampfschiffen zurückgelegt werden, aber der Kredit Frankreichs ist doch leichter und besser Unfallversicherung auch den Wittwen und Waisen zu Gute kommt, an Stelle der Kilometergelder die für die Fahrkarten thatsächlich als der unfrige. Die heutige französische 3 v. H. Rente steht muß auch die Versorgung der Wittwen und Waisen der Militärverausgabten Beträge vergütet werden. Abg. Richter: Die jetzigen Vergütungssätze, welche den ganz erheblich höher als unjere. Die englische Bank sitt deshalb personen der Unterklassen in Aussicht genommen werden. Bis preußischen nachgebildet sind, beruhen auf einer Normirung jetzt auf einem Bulverfasse. Eine solche Situation ist auch für dies gefchehen, muß aus dem Dispositionsfonds Abhilfe geschaffen von 1848, wo das Eisenbahnwesen noch ganz unentwickelt war. Deutschland eine furchtbar ernste. Wie soll es unter diesen Um- werden. ständen im Kriegsfalle werden? Ein solcher Bankerott der Staatssekretär v. Malzahn: Die Frage unterliegt schon Dazu kommt, daß seit 1848 die Preise der Fahrkarten ganz er- Goldwährung ist noch niemals dagewesen.( Lachen links.) Ja, der Erwägung; an Hinterbliebene wird aus dem Dispositionsheblich ermäßigt sind. Der damals normirte Satz von zehn Herr Bamberger lacht, damit wird aber die Sache nicht besser. fonds nur in einzelnen Fällen eine Unterstützung gewährt. Silbergroschen für die Meile ist seitdem beibehalten worden, nur Abg. Rickert hält eine dauernde Erhöhung des Fonds aus daß jetzt 13 Pf. für den Kilometer bezahlt werden. Diese Ver- Ich habe das protektionistische System ſiegen sehen, für das ich gütigung übersteigt ganz außerordentlich den wirklich für die so lange kämpfte; ich werde auch die Doppelwährung siegen sehen, diesem Grunde nicht für nothwendig. Fahrt erlegten Betrag. Gegenüber einer Vergütung von 13 Pf. für die ich nun seit 14 Jahren kämpfe. Wollte nur die Refür die zweite Klaffe ist eine Ersparniß von 4 Pf. vorhanden, ganz gierung sich einmal ordentlich mit dieser Frage, die garnicht so ist, erklärt schwierig ist, gründlich beschäftigen! Die große Bewegung zu abgesehen von Rundreise- und sonstigen ermäßigten Billets. Es ist dies teine Pfennigfrage, sondern durch alle Etats zusammen- Gunsten des Silbers in Amerita ist nicht von Minenbefizern hervorgerufen worden( Lachen links), sondern weil der Preisgerechnet und mit den Konsequenzen für den Militäretat summiren sich diese Mehrausgaben zu Millionen. Erst 1875 sind die Tage- stand des Getreides mit dem Preis der russischen u. f. w. Baluta in genauestem Zusammenhang steht. Ich würde gelder erhöht worden, und auch die Entschädigung für Ab- und den Fürsten Bismarck gewiß zu meinen Ansichten bekehrt Bugänge ist sehr reichlich bemessen. Wenn die Tagegelder zu haben, wenn er nur genügende Zeit für diese Frage übrig begering erscheinen sollten in einzelnen Fällen, würde es leicht sein halten und wenn er sie für so wichtig gehalten hätte, wie sie ist. durch Verminderung der Tagegelderfäße in den höheren Rang Den Kulturfortschritt auf diesem Wege halte ich für viel bedeutKlassen einen Ausgleich zu schaffen. Ueberdies werden die Tage- famer, als unsere gesammte sozialpolitische Gesetzgebung und wenn wurde oder nicht. Die jetzige Art der Entschädigung prämiirt die man die agrarischen Zölle beseitigen oder ermäßigen will( Aha! Zahl der Dienstreifen und die Art ihrer Vertheilung auf das links), dann muß man die Goldwährung aufheben.( Beifall Etatsjahr bei den einzelnen Beamten. Der Antrag wird nicht rechts.) verhindern, daß die Beamten sich im Lande umsehen. Der Um- Abg. Bamberger( dfr.): Das Beispiel der Französischen fang der Dienstreisen steht im Allgemeinen fest mit Ausnahme Bank hat der Vorredner zu Unrecht angeführt; die Französische der der Zentralbehörden. Das Ansehen der Beamten in den Bank ist ebenfalls eine Privatattienbank, und sie hat nicht mehr Augen der Unterbeamten wird durch das gegenwärtige Tarifirungs- das Recht der unbeschränkten Notenemission. Der Goldvorrath fyftem nicht gerade gefördert. Die Unterbeamten wissen sehr der Französischen Bank kann doch nur beurtheilt werden nach genau zu beurtheilen, ob eine Dienstreise zweckmäßig ist und in dem Notenumlauf. Bei 900 Millionen Gold laufen 3-4 Milliarden 4. Sigung vom 26. Januar, 12 Uhr. welcher Zeit sie zurückgelegt werden kann; sie haben ein scharfes Noten um, bei uns 900 Millionen Noten gegen 500-600 Millionen Auge dafür, ob ihre Vorgesetzten etwa darauf ausgehen, einen Goldvorrath. An Stelle des Herrn von Kardorff würde ich die MünzAm Ministertische: Herrfurth, von Maybach, von Vortheil aus der bisherigen Einrichtung zu ziehen. Demnächst frage nicht angeregt haben und wenn jetzt darüber debattirt wird, Schelling und kommissare. soll doch wiederum eine erhebliche Herabfezung der Personentarife so habe ich keine Schuld daran, sondern Herr von Kardorff, der Der erste Gegenstand der Tagesordnung ist die Interpellation Der Eisenbahnen stattfinden; um so nothwendiger ist also die uns alle Schrecken der Zukunft vorgeführt hat. Wir empfinden des Herrn von Woyrsch:„ Db und welche Maßregeln die tönigJnbetrachtnahme meines Antrags. in Bezug auf die Währungsfrage gar keine Beunruhigung, wir Abg. Hahn: Die Deutschkonservativen stimmen der Tendenz nehmen an, daß die verbündeten Regierungen nicht im entfern- liche Staatsregierung gegen das drohende, ganz außergewöhnliche des Antrags tei, möchten ihn aber in Bezug auf seine Fassung testen daran denken, auf diesem Gebiete eine Aenderung eintreten Hochwasser mit einem wohl noch nicht dagewesenen Eisgang anerst der Verhandlung in der Budgetkommission unterwerfen. zu lassen. Herr von Kardorff fann schon auf eine gewisse Drigi- geordnet hat. Nach kurzer Begründung dieser Interpellation durch den Judigung unterbleiben. in Bezug auf die Währung umkehren wolle; Herr von Kardorff Nachdem Abg. Buhl nochmals für seinen Wunsch eingetreten Staatssekretär v. Malzahn, daß aus Mangel an Geld noch niemals Unterstützungsgesuche zurückgewiesen worden seien. ( Hört! links.) Abg. Buhl behauptet, daß Gesuche um Erhöhung der Unterstützungen bei erhöhter Erwerbsunfähigkeit zurückgewiesen seien. Staatssekretär von Malyahn: Dann widersprechen die Gesuche wohl den von Seiten der Militärverwaltung dafür aufgestellten Grundsätzen. so große gewesen sei, daß die Militärverwaltung ihre früheren Generalmajor Spitz theilt mit, daß die Zahl der Gesuche eine Bedingungen habe verschärfen müssen. Der Dispositionsfonds wird bewilligt; ebenso die übrigen Ausgaben des Reichsschazamts, soweit sie nicht der Budgetkommission überwiesen sind. Schluß gegen 5 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. ( Gtat). Herrenhaus. Auch wir meinen, daß aus den Dienstreisen keine Einnahme- nalität Anspruch machen, daß er seinen Standpunkt immer noch quelle für die Beamten gemacht werden darf. Seit der Verminde- so eifrig vertritt.( Heiterkeit.) Seit 15 Jahren soll schon die terpellanten Herrn v. Woyrsch erklärt Minister v. Maybach: rung der Kosten des Reifens auf der Eisenbahn ist eine Ratastrophe über die Welt hereinbrechen: wir erwarten sie aber Die Staatsregierung hat die Eiswehren und Hochwasserwehren Herabsetzung der Entschädigung durchaus angezeigt, nicht blos vergeblich. Wie würde es uns ergangen sein, wenn wir dem mobil gemacht. Es ist eine Organisation ins Leben gerufen, nach im Intereffe der Reichs- und Staatskasse, sondern auch in Rück- Beispiele Ameritas gefolgt wären? Uebrigens läßt es tief welcher den Oberpräsidenten die einheitliche Leitung der zur Beficht auf manche Privatpersonen, welche in die Lage kommen, blicken", daß Herr von Kardorff uns bald das französische, baldämpfung der Gefahren zu ergreifenden Maßregeln übertragen ist derartige Kosten ersetzen zu müssen; so beim Auseinandersetzungs: das amerikanische Beispiel vorhält.( Heiterkeit.) Amerika hat so nach der Ueberzeugung, daß in diesen Fällen eine einheitliche verfahren. Dagegen sind wir zweifelhaft, ob es richtig ist, blos gewirthschaftet, daß die Silberpreise 20 v. H. geschwankt haben! Zeitung eine absolute Nothwendigkeit ist. Der Minister verliest die Frage der Kilometerentfernung auf Gisenbahnen und Dampf- Das Vorgehen Ameritas bezeichnete Herr von Frege als einen die für die betheiligten Beamten und Behörden erlassene Inschiffen in Betracht zu ziehen; auch die Tagegelder sind vielleicht Silberschwindel eines Ringes, welcher nur möglich sei in einem ſtruktion und knüpft daran die Mittheilung, daß er am 10. d. M. einer Neuprüfung bedürftig, ob sie noch überall auf ihrer rich- republikanischen Staate. In Amerita handelt es sich garnicht eine Verfügung erlaffen habe, worin er die Behörden aufgefordert tigen Höhe stehen. Man wird doch den reifenden Beamten auch darum, richtiges, gutes Geld zu schaffen, sondern die Silber- habe, mit den erforderlichen Anträgen rechtzeitig an die Staats. nicht schlechter stellen wollen, als seine thatsächlichen Ausgaben bergwerk- Besitzer fragen nur, welche Münzverhältnisse ihnen den regierung heranzutreten. Die eingerichteten Eiswehren sind bei es bedingen; wir wollen auch nicht, daß sachlich gebotene Dienst- größten Vortheil bringen. Fürst Bismarck hat einmal erklärt, allen Strömen bereits in Aktivität und zwar unter Unterstützung durch Militär. Es ist auch auf diplomatischem Wege reisen aus irgend einer Rücksicht auf die unzulängliche Entschä- baß die Sistirung der Silberverkäufe nicht daher rühren mit der niederländischen Regierung unterhandelt, dafür zu sorgen, Staatssekretär v. Malyahn: Die Auffassung des Antrag ist ja bei ihm auch nicht mit seinen Ansichten durchgedrungen, daß die Mündungen der Flüsse freigehalten werden, und es iſt stellers, daß Reiſediäten nicht eine Einnahmequelle für den Be- ebensowenig wie ihm dies an anderer Stelle geglückt ist.( Hört! von dort eine zusagende Antwort gekommen. Nach den der amten bilden sollen, wird auch von uns getheilt. Andererseits links.) Der Sturz eines großen Hauses in London, welcher unter Regierung bisher zugegangenen Nachrichten ist noch keine Ursache, besondere Besorgnisse zu hegen. Es ist zu erwarten, daß die vollen, ja reich- anderen Verhältnissen die ganze Geschäftswelt berührt hatte, une Beamten an Ort und Stelle ihre volle Schuldigkeit thun, die aber sollen die Entschädigungen einen vollen, lichen Ersatz der aufgewendeten Ausgaben Sarstellen. vorüber infolge der leicht beweglichen Geldverhältnisse, infolge Von einer Neigung, möglichst viel Dienstreisen zu machen, haben der Goldwährung. 200 Millionen Mark sind für das Haus Telegraphenämter haben Tag und Nacht Dienst, um die erforderwir bisher nichts gemerft; im Gegentheil wirft besonders bei Baring als Garantiefonds aufgebracht worden; die Rückzahlung lichen Nachrichten in jedem Augenblick befördern zu können. Die vorgerücktem Lebensalter die Bequemlichkeit mit, die Dienstreisen dieses Geldes wird schon vorbereitet und der Zinssuß steht in Regierung hofft, daß der Eisgang verhältnißmäßig günstig vermöglichst einzuschränken. Sollte der Reichstag eine Resolution London offiziell auf 312, in Wirklichkeit auf 1/2 v. 5. Der be- laufen wird, bei dem Rhein, der Weser, Elbe und Oder ist dies faffen, welche das gegenwärtige Syſtem als der Neuordnung beschränkte Vorrath an Gold mahut bei allen, das Maß der Soli- mit Sicherheit anzunehmen, bei der Weichsel sind alle Vordürftig erklärt, so würde die Regierung diefe in Erwägung zu bität überschreitenden Spekulationen zur Vorsicht und dann brechen lehrungen getroffen.( Beifall.) Eine Besprechung der Interpellation findet nicht statt. nehmen haben; ob die Entscheidung im Sinne des Antragstellers die Spekulanten in Schmerzensschreie aus; sie möchten so einen Beutel Der Gesetzentwurf, betreffend die Heranziehung der Fabriken ausfallen wird, weiß ich nicht, Mißstände haben sich weder in haben, der immerfort Geld hergiebt. Durch die Goldwährung haben mit Vorausleistungen für den Wegebau in der Provinz BrandenBreußen noch im Reiche bisher bemerkbar gemacht; es schweben wir ein gutes Wert geschaffen und daran mitgewirkt haben burg paffivt nach den Vorschlägen der Kommiſſion. zu her auch augenblicklich Erwägungen in dieser Richtung nicht, wird stets ein erhebendes Gefühl für mich sein.( Beifall.) Das Gesez über die Vereinigung der Insel Helgoland mit Aenderungen, die hier vorgenommen würden, würden auch in Staatssekretär v, Malhahn: Der Sturz des Hauses Baring der preußischen Monarchie wird ohne Debatte einstimmig angeist nicht wegen der Zurückziehung des russischen Goldguthabens nemmen. für die Beförderung der Personen, unvollständig; die Entschädigung soll nicht blos die Kosten erfolgt, sondern wegen der Verwickelungen in Argentinien. Die Nächste Sihung unbestimmt. sondern auch des Wirkung der russischen Goldguthaben ist auch bei uns schon fühlSchluß 2 Uhr. Gepäcks als häufiges bar geworden, aber eine Erschütterung unseres Bantwesens ist Reisen auch indirekte Ausgaben durch den Verschleiß der daraus nicht erfolgt. Der gegenwärtige Zustand unseres MünzReise- Utensilien ut. f. w. mit sich bringt. Ob die Entschädigung wesens ist allerdings ein unvollkommener; die Goldwährung ist bann im Ganzen billiger sein wird, ist mir sehr zweifelhaft. Bon nicht vollständig durchgeführt, die Silberverkäufe sind sistirt worGeiten vizler Verwaltungen wird bereits jest über das Unzu- den, als der Londoner Silberpreis auf 50 fiel, während er jest reichende ver jetzigen Diäten geklagt. 47 steht. Aber die Unvollkommenheit der Münzverhältnisse wirkt Abg. v. Strombeck: Wir scheint der Antrag keineswegs nicht in dem Maße schädigend, daß jetzt eine Aenderung der Kommissare. eine Schmälerung der Bezüge der Beamten: er bezweckt wohl felben angestrebt werden müßte. Seitens der verbündeten Abgeordnetenhaus. 21. Sigung vom 26. Januar, 11 hr. Am Ministertische: v. Goßler, v. Schelling und Der erste Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Bes rathung der Novelle zur Kirchengemeinde- und Synodal- Ordnung des armen Mannes- laßt ihn betteln, wenn er hungert, laßt| traftätchen der sozialmonarchischen Partei und neuerdings die für die sechs östlichen Provinzen. ihn erstarren, wenn ihn friert so lebhaft gestikuliren, unmöglich Bewerliteratur. zu fühlen, wie dem Hungernden, wie dem Frierenden zu Natürlich sind die Volfsheime gerade für die Aermsten be Muthe ist? Sind die Freisinnigen nicht nur mit ihren Thaten rechnet. Sie sollen ja das soziale Glend und das herbe Schicksal in der Stadtverordneten- Versammlung, sondern auch in ihrem der Enterbten lindern und einen lichten Schimmer über der entInnern so gefühlsroh, daß sie nicht zu begreifen vermögen, daß behrenden Menschheit verbreiten. Daher ist für alle diese Be es einen eminenten Fortschritt bedeutet, daß jene 60 000 Arbeits- quemlichkeiten der Preis der vierteljährigen Mitgliedschaft auf 50 Pf. festgesetzt. lofen nicht bettelten, sondern um Arbeit baten? Der Gesetzentwurf wird ohne Diskussion angenommen, ebenso der Gesetzentwurf, betr. die Errichtung eines Amtsgerichts in der Stadt Kirn. Es folgt die erste Berathung des Gesehentwurfs, betreffend die Emeritirungs- Ordnung für die evangelisch- lutherische Kirche der Provinz Schleswig- Holstein. Es wird zweite Berathung im Plenum beschlossen. Bei dem folgenden Gegenstande der Tagesordnung, erfte Berathung des Gesezentwurfs, betr. die Abänderung des§ 79 des Ausführungs Gesetzes vom 24. April 1878 zum deutschen Gerichtsverfassungs- Gesetz beantragt Abg. Brandenburg( 3) Abfegung von der heutigen Tagesordnung. Es gezahlt. liege dem Hause nicht der Entwurf der Regierung vor, sondern der Beschluß des Herrenhauses, der weit über den Ent wurf der Regierung hinausgehe und dem Wesen der Amtsgerichte entgegentrete. Das Haus fenne die Motive des Herrenhaus Beschlusses nicht. Der Antrag des Abg. Brandenburg wird vom Hause anDer Bericht über die Ausführung von Bestimmungen der Eisenbahn- Verstaatlichungsgesetze wird durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt und ist die Tagesordnung damit erledigt. die genommen. Nächste Sizung: Mittwoch, 11 Uhr.( Interpellation Motty, betreffend das Auswanderungswesen, Initiativanträge und fleinere Vorlagen. Antrag Korsch, betreffend den Handel mit Lotterieloofen 2c.) Schluß 113 Uhr. statiren beitern Kommunales. Soviel leisten wir und können noch weit mehr", deklamiren Wie sagt doch Juvenal. ,, Difficile est, satiram non die Herren Freifinnigen. Dabei ist noch in Betracht zu ziehen, scribere"( Es ist schwer, feine Satyre zu schreiben). daß die Nettokosten für den einzelnen Insassen des Asyls no ch Wir brauchen wohl im Ernst nicht auszuführen, daß das nicht Einen Groschen betragen. Im Etatsjahr 1888/89 ffizzirte Boltsheim nicht im Voltsheim nicht im Geringsten den Volkswohl wurden nach dem amtlichen Bericht pro Kopf netto 0,085 m. fahrts Einrichtungen, wie sie uns als Jdeal vorschweben, entspricht, freuen uns aber, daß dieses unser Ideal durch Die vorstehenden, amtlichen Berichten entnommenen Zahlen die Einrichtung der„ Volfsheime" als Bedürfniß anerkannt beweisen, daß die Gemeindebehörde Berlins nicht ist. In Wahrheit ist das Institut, auf das die bürgerliche Wohleinmal ihrer gesetzlichen und moralischen thätigkeit mit prahlendem Stolze hinweist, ein modernes KlubPflicht genügt, den eines Obdachs Entbehrenden für haus für spießbürgerliche Existenzen. Denn thatsächlich dienen Eine Nacht Unterkunft zu gewähren. Und daß, solche Institute hauptsächlich der antifozialistischen Agitation, und wiewohl außer in dem städtischen Asyl noch verschiedene der begreifen wir daher leicht, daß die Verbreitung dieser GinPrivat Wohlthätigkeit ihr Entstehen verdankende Anstalten richtungen zur Nachahmung wärmstens empfohlen und von Tausenden Obdach gewähren müssen; wir erwähnen, daß renommirenden Wohlthätigkeitsferen durch freiwillige Schenkungen allein der humane Berliner Asylverein für begünstigt wird. Als nächster arbeitsheimbedürftiger Ort ist Obdachlose jährlich über 120 000 Personen nacht Hamburg ausersehen worden. Beneidenswerthe Proletarier der liches Obdach und warmes Frühstück unentgeltlich ver- Elbestadt! abreicht. = Also selbst das dürftige Material, das der Herr Oberbürger- Kaffenärzte. In der ersten Beilage des Vorwärts" vom meister zur Darlegung des Umstandes anführte, daß die Stadt 18. Januar d. J. wird ein ungeheuerliches Vorkommniß" be bereits für Arme forge, ist falsch, grundfalsch: die Stadt ist richtet, welches an folgende Publikation der Deutschen Volks nicht einmal Willens, der gefeßlich ihr obliegenden Armen- zeitung"- Welfenblatt vom 19. Janur 1888 erinnert: ( Zur Steuer der Wahrheit.) In einem hiesigen pflege nachzukommen. = fol au zit be ge 90 ас D II. aL St in ft ft ft fü 2 2 tr fin R D K h & 11 111 fe es SE 21 α Don 2 einen I a Aber daß die Freifinnigen die Frage: liegt ein Nothstand Blatte( Hannover) war gestern zu lesen: Der im städtischen Asyl vor?" durch die Frage:„ reichen unsere Anstalten zur Aufnahme hause am Dohmeyerswege untergebrachte Arbeiter Carl Redemann, Der Nothstand in Berlin und der Freifinn. der Obdachlosen aus" ersehen wollten, zeigt flarer als vieles dessen Ehefrau sich gegenwärtig in der Entbindungsanstalt befindet die Unzulänglichkeit des Willens Der Freisinnigen, verließ am Sonntag Morgen seine Wohnung und wurde an Der freifinnige Ober- Bürgermeister der zu helfen, zeigt klar den Willen der Freisinnigen, Arbeits: Nachmittag fast erfroren in der Buchholzer Feldmark aufgefunde Haupt- und Residenzstadt Berlin, von Forden- lofen nicht eher zu helfen, bis sie auch obdachlos geworden und Der dem Tode Nahe, ein ausgesprochener Liebhaber der Schnap beck, Freund von Ausnahmegefeßen, Brunnendeputationen nicht nach Hunderten sondern nach Tausenden auch Nachts flasche, wurde zunächst nach Gr. Buchholz und von dort nad u. 1. w., hat in der Nothstandsdebatte, wie schon hervorgehoben, frierend und hungernd unter freiem Himmel zubringen müssen. dem städtischen Krankenhause transportirt." einen verblüffenden Mangel an Kenntniß der thatsächlichen Ver- Es wollen die Liberalen der Gemeindeverwaltung den furcht- Mit Bezug hierauf wird uns geschrieben: hältnisse durch Ignorirung jeder Zahl und jeder Angabe darüber, baren Nothstand nicht anerkennen, der infolge der großen Arbeits- Mangel oder Ueberfluß an Aerzten? Die Ge wie viel tausende Arbeiter in Berlin arbeitslos losigkeit hier herrscht. Sie wollen ihn nicht anerkennen, weil fährdung eines Menschenlebens verdient zur Warnung eine find, um Arbeit bitten, hungern und frieren, dargelegt. Aber sie feinen Makel auf ihre herrliche Verwaltung, in der an allen öffentliche Klarlegung. Der Arbeiter Karl Redemann( in det dem allein er dienen konnte, um im Chorus mit seinen freisinnigen gucken, geworfen sehen wollen. Deshalb auch das ängstliche ge sich in der Entbindungsanstalt befindet, war feit acht Tagen er auch das dürftige Material über Obdachlosigkeit, mit Ecken und Enden die Zeichen völliger Unzulänglichkeit hervor- Ostermann'schen Fabrik), seit einiger Zeit wegen Obdachlosigkeit im Asylhause bei Kleefeld untergebracht, deffen Frau gegenwärtig Genoffen Dr. Virchow, Dr. Langerhans, Alexander Meyer, meinschädliche Verbot, von Schäden, die Gemeindebeamten zu Horwiß, der bekanntlich niemals fehlt, wenn es gilt reaktionären Ohren gekommen find,( wie der Stadtschulrath Bertram geschmack- frankt. In den legten Tagen hatten sich die Krankheits Wünschen den Steigbügel zu halten- ob die Stadtverordneten voll unter Beifall der in einer Selbstverwaltung figenden erscheinungen, besonders das Fieber, zu bedrohlicher Höhe ge und Reichstags- Abgeordneten Hermes, Barth und Althaus an freisinnigen Stadtverordneten sagte)„ aus der Schule zu plaudern". steigert, und als wiederholte Aufforderungen den Kaffen oder jener Sigung sich auch betheiligt haben, können wir Nun nicht vermocht hatten, fich persönlich wer zwei Tage nach der Nothstandsdebatte die Straßen Armenart erst nach Erscheinen des stenographischen Berichtes fon- Berlins zu passiren hatte, sah und fühlte auch ohne Ausplaudern dem Zustand des Kranken zu überzeugen, requirirte am Freitag Abend den„ Sieg" über die Bitte von 60 000 Arselbst in den am besten gepflegten Straßen Berge von Schnee ein Freund des Redemann it m Arbeit zu erfechten, ist so wurm- und Dreck und Meter lange und breite Schmutz- Wasserpfüßen, die anderen Arzt, der dann eine schwere Lungenentzündung feststellte ftichig, daß die Freifinnigen sich allerdings bemühen mußten durch die Passage fast unmöglich machten. Ob gerade deshalb an diesem und dem erkrankten Hausverwalter des Afyls empfehlen ließ, Schluß der Debatte der Minorität, von der Singer und Zubeil sich Tage Herr von Fordenbeck, Herr Dr. Birchow und Herr Dr. den Kranken ständig zu überwachen oder in ein Krankenhaus zu zum Wort gemeldet hatten, das Wort abzuschneiden. Die Dar Langerhans das Reichstags: Gebäude nicht betraten? Lag doch überführen. Am anderen Morgen( Sonnabend) stellte sich heraus, legungen bezüglich des städtischen Asyls für Obdach der Vorwurf seitens der übrigen Reichstags- Boten so naye: daß Redemann in seinem Fieberdelirium in der Nacht To se durch die Freisinnige Majorität zeigen, daß auch auf diesem warum laßt Ihr den Schnee und Dreck nicht fortschaffen, wie- entwichen war. Sonnabend Mittag wurde der nur mit einem Gebiete efle Selbstbewunderungsluft und bodenlose Heuchelei wohl sechszigtausend Arbeitslose ihre Arbeitskraft Euch angeboten Hemde bekleidete Kranke in vollkommen bewußtlosem und ers üppig wuchert. Das städtische Asyl für Obdachlose ist geschaffen, haben? starrtem Zustande bei Groß- Buchholz zufällig gefunden, wo dann um der gesetzlichen Pflicht der Stadtgemeinde, Obdachlose Die Liberalen der Gemeindeverwaltung wollen den leider der verfehlte Versuch gemacht wurde, den erfrorenen aufzunehmen, zu genügen. Es ist im Herbst 1882 gebaut, genügt herrschenden Nothstand nicht anerkennen, weil sie in der statt Menschen am Ofen aufzuthauen." In diesem Zustande endlich aber feit geraumer Beit dem Bedürfniß nicht einer Bettelei vorgebrachten Ansprache um Arbeit gelangte er zur Aufnahme in das städtische Krankenhaus und mehr. Die Festschrift, die die Gemeindebehörden Berlins im ein Zeichen dessen erblicken, daß die Arbeiter von der liberalen ist bald darauf verstorben. Nach der Publikation erschien Jahre 1890 jenem internationalen medizinischen Kongreß überreichten, moralischen Rückgratsverzerrung nicht ergriffen find, Rückgratsverzerrung nicht ergriffen sind, die der Kassenarzt in großer Aufregung und fragte nach dem Namen der mit einem Praktikum über die schädlichen Wirkungen des Alkohols ergebenstes Bauchrutschen vor Mächtigeren und hochmüthiges Ber- des Einsenders. Die Redaktion verweigerte die Antwort auf diese auch auf„ gebildete" Stadt- und Staatspäter schloß, betitelt sich: treten der Schwächeren mit der Menschenwürde nothwendig Frage und bat statt dessen um eine Berichtigung, die nicht einDie öffentliche Gesundheits- und Krankenpflege der Stadt verknüpft erachtet. Es hassen die Herren Liberalen die Ansprache gereicht wurde. Berlin". Um zu zeigen, wie sanitär„ vortrefflich" die Stadt für nach Arbeit. Arbeit zu fordern zeigt zu wenig Kriecherei: die unglücklichen Opfer der heutigen Gesellschaftsordnung sorge, Saßt sie betteln gehen, laßt sie den Weg der Bettelei be- Die goldene Jugend", der in Chauvinismus, mordsdie nicht einmal eine Lagerstatt für ihre ermatteten Glieder be- schreiten fordern die Freisinnigen Die eine„ berechtigte patriotismus und Streberthum erzogene Nachwuchs unserer Bour fizen, schildert der Bericht auch dies Asyl. Von den Räumlich- Folge" des Klassenstaats ist. Wie sagte Stadt- Schulrath Bertram geoisie, die zukünftigen Stüßen vom Allem, was heilig ist der Profitwuth natürlich-feierte vor einigen Tagen seine Drgien keiten, die zur Beherbergung obdachloser Männer bestimmt sind, neulich unter frenetischem Jubel der Liberalen? Der Unterschied in der genugsam bekannten Weise. Beehrt wurden die deutschen, Iuftiger Rorridor durchzieht der Länge nach das Gebäude. Die Liberalen der Gemeindeverwaltung wollen dem Noth- patriotischen Jünglinge und Männer von einer Anzahl von beiden Seiten stand nicht entgegentreten, weil sie mit Furcht und Schrecken sehen, daß Gästen, unter denen wir als hervorragendste Leuchten erwähnen je zehn Schlafsäle. Jeder Schlaffaal faßt 60 bis auch die Arbeitslosen noch Männer und daß die Arbeitslosen wissen, militärischer Zivilisation nach dem dunklen Erdtheil, den schnei 70 Personen und ist mit ebensoviel hölzernen daß ihre Arbeitslosigkeit die natürliche Folge der heutigen Lagerpritschen ausgestattet. Die Ventilation der Schlaffale ist fapitalistischen Produktionsweise ist. Thoren, die Ihr glaubt, durch digen Dr. Carl Peters. Spaßhaft ist es nun, zu welchen Tiraden eine vorzüglich e." Diese Schilderung ist statt vorzüglich brutale Abweisung der Forderung um Arbeit das Gespenst ver telegrammi an den" Nationalheros" verstiegen haben. Daffelbe die deutschen Jünglinge und Männer sich in einem Begrüßungs im allgemeinen hinreichend gesetzt- im Ganzen zutreffend, scheuchen zu können, das Euch täglich und nächtlich verfolgt, das wenn als Maximalzahl der Aufzunehmenden 1400, d. i. Gespenst des rothen Sozialismus. Daß der Sozialismus tein die Zahl, die nach den amtlichen Berichten als Maximalzahl auf- Gespenst, sondern eine sehr reelle träftige Macht ist, deren Ziele der genommen werden sollte und für die allein bei Gr- Gang der ökonomischen Entwicklung zur Vewirklichung bringen richtung der Lagerpritschen Rücksicht ge- wird, wird auch Euch zugleich mit der Erkenntniß tlar gemacht nommen ist, verbleibt. Mit Ausnahme der Sonn- werden, daß weder der Polizeibüttel noch der Gemeindenüttel abende findet im Asyl täglich die" humane" polizeiliche Kon- Ideen zu tödten vermag. Kennt Ihr jenen alten Vers: trole aller Ankommenden statt. Mit infolge dieses Umstandes suchen am Sonnabend weit mehr als an anderen Tagen Aufnahme nach. Bereits im Etatsjahre 1888/1890 schwankte deshalb die tägliche Frequenzzahl zwischen 250 und 1400. -entwirft der Bericht folgende anmuthende Schilderung:„ ein heller, zwischen Arm und Reich darf nicht verwischt werden. Auf diesen Korridor münden Seit dem Dezember 1890 überschreitet die Durchschnittsfrequenz an den Sonnabenden meit diese Maximalzah!; fie Die Weltgeschichte in ihrem Lauf Hält weder Ochs noch Esel auf. Tokales. Menschenmassen in einem Gebäude Raum, das wohl" befindet sich darüber folgendes: " " lautete: " " Die heute zur Feier des 20 jährigen Bestehens des Deutschen Reiches und des 10 jährigen Bestehens des Vereins deutscher Stu benten in der" Philharmonie" versammelten deutschen Jünglinge und Männer können diesen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne dem deutschen Heros, welcher unser zersplittertes Vaterland durch seine unvergleichliche Staatskunst zu einigen und auszubauen verstand, in Liebe und Dankbarkeit ihre ehrfurchtvollste Huldigung darzubringen. Wir gedenken der Zeit vor zehn Jahren, da Ew. Durchlaucht den Flügelschlag neuen nationalen Geistes in der akademischen Jugend mit seiner Sympathie be grüßte, und geloben in dieser Stunde auf's Neue unablässig auf opfernde Arbeit im Dienste des nationalen Gedankens getreu dem Borbild, daß durch Ew. Durchlaucht gegeben ist. Gott schütze steigt, wie der Oberbürgermeister selbst verlas, auf über 2000, während die Frequenzzahl auch an den übrigen Tagen ,, Volfsheime" betitelt sich die neueste Errungenschaft, welche unser Vaterland." In einer zweiten Telegrammadresse an den Grafen Moltle zwischen 1300 und 1500 beträgt! Wie finden diese die moderne Voltsbeglückungswuth gezeitigt hat. Im Bolts- gaben die nationalen Jünglinge, und Männer ihren mords zur Aufnahme von nicht mehr als 1400 männ=" In neuester Zeit machen gewisse gemeinnüßige Unter- patriotischen Gefühlen Ausdruck, indem sie den Lenker unserer lichen Einzelasyliten erbaut ist? Ganz einfach: nehmungen, die ganz besonders den ärmeren Ständen zu Gute Schlachten in drei glorreichen Feldzügen, dem getreuen Paladin 20. Die für 60-70 Personen berechneten Schlafsäle mit der vorzüg- kommen, viel von sich reden und werden allgemein zur Nach- ebenfalls die„ ehrerbietigsten Grüße und Huldigungen darbrachten. Baar aller idealen Bestrebungen, im Speichellecken und lichen Ventilation" müssen voller gepfropft und die hellen ahmung empfohlen. Es sind die sogenannten Voltsheime. Sie Iuftigen Korridore" mit Strohlagern und Menschen belegt sind ein sprechender Beweis für die freundliche Gesinnung und Schweifwebeln ihr Element fühlend, das charakterisirt unsere werden. Warum hat der hohe Magistrat von diesem ingeniösen das Gefühl der Verpflichtung unserer Gebildeten und Besitzenden Geistesarmuth der Gesellschaftsklassen, aus welchen dieselbe hervor akademische Jugend und wirft gleichzeitig ein Schlaglicht auf die Auskunftsmittel dem internationalen medizinischen Kongreß keine gegenüber den breiteren Schichten des Volts." Kenntniß gegeben? Warum haben die Dr. Virchow und Langer- Der harmlose Leser wird sich unter„ Volksheim" gewiß ein gegangen ist. Man vergegenwärtige sich dagegen einmal den hans diese zusammenpferchung unglücklicher Opfer der er- Institut vorstellen, das dem arbeitenden," obdachlosen, darbenden frischen Zug, der durch das Studententhum wehte in der ersten bärmlichen Gesellschaftsordnung auf dem Rongreß nicht als sanitär Bolt alles das bietet, was unsere modernen sozialen Verhältnisse Hälfte dieses Jahrhunderts bis zum Jahre 1848, als das Bürger vorzüglich anerkannt, die sie durch Einbringung ihres ihm grausam versagt haben. Für Diejenigen, welchen der Begriff thum eben noch selbst Ideale haite. Antrages auf Uebergang zur Tagesordnung wegen der Aus der Wolfsheime", wie sie von den Vereinen für Volkswohl in Das Projekt der Verbreiterung der Gertraudtenstraße, führungen ihres freisinnigen Kollegen gebilligt haben? Dresden, Halle und Leipzig( in letzterem für 340 000 m.) er der Straße Am Spittelmarkt" und eines Theiles der Breiten Warum die Scham auf dem Rongreß, wenn sie nur bis zum da- richtet worden sind, noch etwas nebelhaft erscheinen sollte, be- und Scharrenstraße wird die Stadtverordneten- Versammlung in maligen Abschiedstrunk anhielt. Aber nicht genug damit. Selbst merken wir, daß diese sogenannten Wohlthätigkeits- Asyle ihrer nächsten Sitzung beschäftigen. Nach dem von der städtischen bei dieser entsetzlichen Zusammenpferchung von Menschen, die monumentale Bauwerke sind, in denen der entbehrende Lohn- Bau- Deputation aufgestellten und von dem Magistrat genehmigten mit denselben Menschenrechten geboren, wie arbeiter Alles das vorfindet, was er nicht brauchen kann und Entwurse soll die Baufluchtlinie auf der Nordseite der Gertraudten die Herren Freisinnigen, ist es unmöglich ge- Alles das nicht vorfindet, was er durch die Ungunst der Zeitver- straße, zwischen Breitestraße und Gertraudtenbrücke und die Baus wesen, den Strom, der trotz der" humanen" Polizeikontrolle nach hältnisse leider ohnehin entbehren muß. fluchtlinie auf der Nord- und Südseite der Straße Am Spittel dem Asyl für Obdachlose Eilenden aufzunehinen! An e in em Bibliothek, Lesezimmer und auch freie Vorträge sollen dazu markt" so abgeändert werden, daß eine Straßenbreite von 22 m einzigen Tage haben hunderte( im Januar 1891) vor dienen, dem Proletarier nicht etwa Milch, Butter und Fleisch, erzielt wird. In Verbindung hiermit soll die östliche Bauflucht den Räumlichkeiten des sy Is Kehrt machen müssen, wohl aber die Milch der frommen Denkungsart zugänglich zu der Breitenstraße für die Grundstücke 22 und 21 und die südliche weil der Raummangel im Asyl nicht gestattete, mehr aufzunehmen. machen. 3war, um gerecht zu fein, billige Speisen" sind dort Bauflucht der Scharrenstraße für das Grundstück 23 soweit zurück Die Armenbirektion hat daraufhin den Magistrat um schleu wohl erhältlich. Die Schwierigkeit ist nur, daß der Arbeiter gelegt werden, daß erstere Straße eine Breite von ebenfalls 22 m nige Abhilfe ersucht, damit diese Ung lü et l'ichen unter Den färglichen Löhnen keinen Nickel übrig hat, und letztere eine solche von 11 m an der betreffenden Stelle er nicht erfrieren müssen. Dies war dem Magistrat vorum fich in einem Restaurationssaal Fleischspeisen 3 bätt. Durch Abruudung der Ecke Breite- und Gertraudtenstraße der Nothstands- Debatte erklärt. Und dennoch erklärte der leisten. Die find ihm bei der Protektionswirthschaft würde dort eine Breite von 24 m entstehen. Bezüglich der Aus der Herr Ober- Bürgermeister nach Anführung, daß über der letzten Jahre selbst am eigenen Herd schon unerschwinglich. führung dieser Verbreiterung bleiben spätere Beschlüsse der 2000 Menschen an einem Tage aufgenommen waren: so viel Bleibt also außer der geistigen Nahrung nur übrig die wahrhaft städtischen Behörden vorbehalten, für jetzt kommt es nur darauf thun wir und sind bereit und im Stande noch mehr zu grandiose Einrichtung der Billardsäle und Kegelbahnen. Sie an, die neuen Baufluchtlinien auf dem gesetzlich vordeschriebenen thun. Wie verträgt sich diese amtliche Erklärung sind mit weißer Vorsicht aufgeführt, damit der Besucher die nicht Wege zur Feststellung zu bringen. des Herrn freisinnigen Reichstags- Abgeordgenossenen Speisen und Getränke durch zwangslose Bewegung neten und Ober- Bürgermeisters mit der Wahr gehörig verdauen kann. Kurz, die freundliche Gesinnung der heit? Gebt Aufklärung Herr Ober- Bürgermeister. Ist es Ihr Besitzenden hat sich in der Errichtung der Wolfsheime in großartiger " Ein Streik der Schuhmannschaft ist soeben nach etwa Recht als Ober- Bürgermeister, Ihr Recht als Mensch, Hunderte Weise bethätigt. Betrachten wir noch ein wenig die Einrichtung nicht gegen die hohe Obrigkeit", sondern gegen die Direktion in die Kälte und das Elend jagen zu lassen? Mit der Unterrichtsstuben und der inhaltreichen Bibliotheken, so finden der Großen Pferdebahn- Gesellschaft und fand seinen Abschluß Ihren freisinnigen Kollegen schlagen Sie rührend Die Gaiten zu der alten freisinnigen Melodie: Zaßt in wir, daß in ersteren ein Geist waltet, der mit dem der Aufklärung mit dem Siege der Streikenden. Ueber die Ursache und den Ver betteln gehen, wenn sie hungrig sind! Ist es wirklich den In den Bibliotheken und Lesesälen sollen Werke von Marr und Folgendes mit: Die hiesigen Schuhleute hatten nämlich bisher Freifinnigen, die bei der Reichstagswahl für das Wohlergehen Lassalle noch nicht gefunden worden sein, aber die Erbauungs- bei der Pferdebahn- Gesellschaft die Vergünstigung, für monatlich I 1 F te 17 te 3, น t 11 C= It h P 12 ſe er en , en 34 be ent ge те ch te f Be te 3: C. b ce ie 11 Is 11 17 t t y I 1149 f 1 43 A dort u. A.: An dem war aus gange 3 M. Abonnementsgeld drei verschiedene Pferdebahnlinien nach| Polizeibeamten verhaftet und der Kriminalpolizei vorgeführt dem Schwurgericht des Landgerichts I. Die gegen sie erhobene Wahl benutzen zu können. Vor zwei Monaten nun forderte die worden. Daselbst sei er gefragt worden, wo er sich in den Mo- Antlage lautet auf räuberischen Ueberfall und ges Pferdebahn Gesellschaft, daß diese Abonnenten sich verpflichten naten Juni und Juli v. I. aufgehalten habe, und schließlich bis meinschaftlichen schweren Diebstahl, und zwar follten, falls der Innenwagen besetzt, auf den Perrons Platz zum nächsten Tage in dem Polizeigewahrsam festgehalten worden, handelt es sich um jenes nächtliche Raubattentat gegen die beiden zu nehmen, eventuell sich auf den Decksitz" zu begeben. Gei ohne daß ihm auf sein Ansuchen mitgetheilt worden sei, um was Dienstmädchen des Restaurateurs Schwarze in der Mauerstraße, auch hier kein Platz, so müßten die Beamten gegen andere Passagiere es sich handele. Erst am nächsten Morgen um 10 Uhr habe welches wegen der fabelhaften Dreistigkeit der dabei betheiligten zurückstehen und auf den nächsten Wagen warten. Die Polizei der dem P. persönlich bekannte Polizeirath der Kriminal- Ab- Verbrecher im Dezember v. J. allgemeines Aussehen erregte. Die Die Ge= beamten gingen auf diese Forderungen nicht ein, und die Vortheilung ihm mitgetheilt, daß er unter dem Verdacht gestanden Kriminalpolizei zunächst geneigt, gesetzten riethen ihren Untergebenen, Pferdebahnfahrten nach habe, die Frau Wende ermordet zu haben, aber nunmehr als un- schichte von diesem Naubanfall für ein Phantaflegebilde Möglichkeit unter diesen Umständen zu vermeiden. Nachdem seit schuldig erkannt worden sei. der beiden Dienstmädchen zu halten, sie hat sich aber acht Wochen die Tramways von unserer Polizei fast gänzlich gebalb überzeugt, daß sie auf Wahrheit beruht. Die beiben mieden worden waren, hat sich nunmehr vor wenigen Tagen die In der letzten Nacht ist in der Behrenstraße ein Einbruch Angeklagten, welche wegen Diebstahls eine dreimonatliche Ge Direktion der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft bereit er verübt worden, bei welchem den Dieben mehrere Tausendmark- fängnißstrafe in Rummelsburg verbüßt hatten, waren mit 7 M. lärt, den fraglichen Bassus zu streichen und Schuyleute wieder scheine in die Hände gefallen sind. in der Tasche am 1. Dezember v. J. entlassen worden. Schon am als vollberechtigte" Passagiere aufzunehmen. 2. Dezember hatte Jedihki, welcher früher in dem Schwarze'schen Polizeibericht. Am 24. d. M. Morgens versuchte eine Frau Weißbier- Lokal, Mauerstr. 76, als Hausdiener thätig war, verWie fich die Herstellung und die Verbreitung des in ihrer Wohnung in der Urbanstraße sich mittelst aufgelösten Koch'schen Mittels in der Zukunft gestalten werde, ist jüngst Phosphors zu vergiften. Sie zog sich jedoch nur leichte innere fucht, einen Bekannten zum Raubzug zu überreden, dieser lehnte die Betheiligung ab, dagegen erklärte sich Kufschitzki sofort dazu im Einzelnen in der„ Apoth. 3tg." erörtert worden. Es hieß Berlegungen zu und wurde auf Anordnung des herbeigerufenen bereit. Das Weißbier- Lokal des Herrn Schwarze liegt int Arztes nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Der erste AnWas die Herstellung des Mittels anbetrifft, so würde die selben Tage Nachmittags wurde an der Bellealliancebrücke die Quergebäude des Hauses Mauerstraße 76. vom Hofe aus leicht in den Bierkeller und von hier ftaatlicherseits geplante Erzeugung desselben voraussichtlich keine bereits start in Verweſung übergegangene Leiche eines Mannes geklagte wußte, daß man vom Hofe auf einer kleinen Treppe staatliche Monopolifirung einschließen, wohl aber wird eine exakte aus dem Wasser gezogen und nach dem Schauhause geschafft. in das Lokal gelangen kann. Ihm war auch bekannt, einer kleinen Kammer schliefen, Staatliche Kontrolle etwaiger privater Erzeugungsanstalten einzu- 3u derfelben Zeit wurde ein Mann von unbekannten Personen daß die Mädchen in führen sein." wegen seines ungebührlichen Benehmens aus einem Schanklokale neben der im Keller belegenen Restaurationstüche Augenscheinlich ist danach in den Kreisen der Apotheker die in der Großen Frankfurterstraße gewaltsam entfernt und erfitt die Tag. Am Abend des 4. Dezember vor 10 Uhr schlichen sich Anschauung verbreitet, als ob demnächst neben dem Laboratorium dabei eine schwere Verstauchung des linken Fußes, so daß die beiden Angeklagten in das dem Schwarze'schen Lofal benachvon Dr. Libbert noch andere entstehen werden, die sich mit der er mittelst Droschke nach dem Krankenhauſe am Friedrichs barte Haus, hielten sich dort in einer Laube verborgen und begebracht Herstellung der Koch'schen Lymphe beschäftigen werden. Diese hain redeten dort noch die letzten Züge ihres Raubplanes. Sie hatten Annahme ist aber irrig; zum wenigstens liegt es nicht in der Mädchen dem Hause Oranienstraße 97 auf dem die Absicht, die Ladenkasse im Lofal zu erbrechen, wenn sie aber Absicht der preußischen Staatsregierung und der Betheiligten, in behuss Legung von Wafferröhren aufgerissenen Bürgersteig zu nichts fänden, die beiden Dienstmädchen Heimzusuchen. Um dieEs wurde nach Anlegung eines Am 25. d. M. ſelben event. am Schreien zu verhindern, hatten sie sich Taschentriebes eine Nenderung eintreten zu lassen. In diesem Sinne Nothverbandes nach der Charitee gebracht. find neuerdings, wie die„ Münchener Allg. Zeitung" mittheilt, wurde ein Dienfimann an der Ecke der Rheinsberger und fücher mitgenommen, aus welchen sie die Zeichen herausgetrennt Die bayerischen Interessenten beschieden worden, als sie in Swinemünderstraße schwer erkrankt aufgefunden und nach der hatten und welche sie den Mädchen schlimmsten Falls in den Das bayerische Staats- Charitee gebracht. Mittags fiel ein sechsjähriger Knabe beim Mund stopfen wollten. Um 1 Uhr Nachts stiegen die beiden Verministerium hat nämlich alsbald, nachdem Prof. Koch sein Mittel Spielen am Nordufer nahe der Ueberführung der Stadtbahn in brecher über den Gartenzaun in das Schwarze'sche Haus und fanden bald den Weg in das Billardzimmer. Die Kaffe war verschlossen, den Aerzten zugänglich gemacht hatte, mit dem preußischen den Spandauer Schifffahrts- Kanal. es wurde aus dem Keller eine Art geholt und als man die Kultusministerium ein Abkommen getroffen, wonach bestimmte dem Wasser gezogen und nach der Wohnung seiner Eltern geMengen der Koch'schen Lymphe in bestimmten Zwischenräumen bracht, wo der Arzt den bereits eingetretenen Tod des Kindes Kasse erbrochen hatte, fanden die Spigauben nur eine Uhr an die Universitätskliniken und die drei größten Stadtkranken- feststellte. Am 24. und 25. d. M. und in der darauffolgenden vor, welche sie an sich nahmen. Da ihre Hoffnungen hier gehäuser in Bayern abgegeben werden. Man wird bei genauer Nacht fanden acht Brände statt. Außerdem wurde die Feuer: täuscht waren, ging es an den zweiten Aft: den Besuch der Erwägung der einschlägigen Verhältnisse auch zugeben müssen, wehr am 25. b. M. Vormittags gerufen, um den infolge des beiden Dienstmädchen. Mit der Art begaben sie sich in den daß vorerst nicht gut die jetzt bestehenden Einrichtungen geändert Thauwetters bedeutend überschwemmten nördlichen Fahrdamm Keller, nachdem sie eine Lampe angezündet und dieselbe so mit werden können. Das Koch'sche Mittel gehört zu denjenigen, welche der Straße Unter den Linden vor dem Hause Nr. 72/73, wo die Papier umwickelt hatten, daß diefelbe, nach Art der Blendlaternen, mit die heftigste Wirkung auf den Organismus ausüben; dabei Kanalisationsschächte eingefroren waren, vom Wasser zu be- das Licht nur nach einer Seite warfen. In dem Keller fanden fie Bindfaden, aus welchem sie eine Schlinge drehten, um die fehlt es hier jetzt noch ganz an einer Methode zur Prüfung, ob freien. Mädchen eventuell zu erwürgen. Die Art wurde an die Küchenthür gestellt. Als sich die Räuber an dem Roffer der Mädchen zit schaffen machten, erwachte das ältere Mädchen, die 43 jährige Wilhelmine Schüßler und sah nun zu ihrem Entsetzen zwei fremde Kerle, die den Hut tief in das Gesicht gezogen hatten, in der. Kammer. Sie rief in ihrer Angst den Berlin um Auskunft darüber ersuchten. vor werden mußte. Abends fiel ein Er wurde bewußtlos aus Theater. es den nothwendigen Anforderungen entspricht, während in der Pharmakopoe von jedem einzelnen Arzneimittel bestimmt ist, welche Eigenschaften es haben muß, wenn es als Medikament abgegeben wird. Die einzige Gewähr, welche man jetzt für die Brauchbarkeit der Koch'schen Substanz hat, ist eben die Kontroffe, welche Professor Koch von sachkundigen Vertrauensmännern üben Wallner Theater. Wer die Feder in die Hand nimmt, Namen des anderen Mädchens, worauf der eine Angeklagte läßt. Aus diesen Gründen werden sich die Aerzte und Heil- um für die Deffentlichtkeit zu schreiben, der müßte doch, sollte mit dem Ruf:" Geld her!" auf dasselbe los tam, es bei der anstalten vorerst überhaupt nicht dazu bereit finden, das Mittel man meinen, den Leuten auch wirklich etwas zu sagen Gurgel packte und aufs Bett niederdrückte. Als das Mädchen anderswoher als aus dem Libbertz'schen Laboratorium zu ent- haben; sei es, daß er irgend eine Idee vor dem Publikum ent- dann noch einmal zu schreien versuchte, wurde ihr der Mund zunehmen. Wenn die„ Apoth.- 3tg." weiterhin in Aussicht stellt, wickeln, sei es, daß er seinen Zuhörern nur einen Scherz erzählen gehalten, sie hörte die Drohung:" A. ich mache Dich kalt!" daß das Koch'sche Mittel demnächst den Apotheken in Vertrieb will. Und wer für die Bühne dichtet", wer ein„ Lustspiel" und merkte, daß ihr die Schlinge um den Hals geworfen wurde. gegeben werden soll, so drückt sie damit wohl eher einen Wunsch schreiben will, der wird doch sogar mehrere Ideen, mehrere Es gelang ihr noch, die Hand zwischen die Schlinge zu bringen Der Apothekerkreise aus, als daß sie die einschlägigen Thatsachen Scherze in Bereitschaft haben müssen sollte man eben meinen. und nochmals das andere Mädchen, die 25 jährige Auguste Lerow, in Rechnung zieht. Ueberhaupt ist es sehr zweifelhaft, ob das weit gefehlt, sprechen die Lustspieldichter von der Qualität des zu rufen, welches denn auch erwachte. Nun sprang Jedizli auf Roch'sche Mittel unter den jetzt bestehenden Bedingungen, besonders Herrn Adalbert Glottko, dessen Adonis" am Sonn- fte zu und schlug sie mit der Faust auf den Kopf, sodaß sie in fo lange es an geeigneten Prüfungsmethoden fehlt, in die Apo- tag Abend zum ersten Male im Wallner- Theater aufgeführt die Kissen zurückfant. Als sie wieder zu sich tam, fab sie, daß theferwaaren eingeordnet werden kann. Wider den Vertrieb durch wurde, weit gefehlt! Wozu braucht man Ideen oder der eine der Einbrecher an ihrem Bett stand und ihr mit erhobener Art die Apotheken spricht auch der Umstand, daß das Mittel, zumal dergleichen? Das Rezept ist viel einfacher: Man nimmt, drohte, ste todt zu schlagen, falls sie sich nicht ganz ruhig verhalte. verdünnt, nicht lange Zeit brauchbar bleibt. Schließlich kommt damit die Personen dem Publikum keine Rechenschaft zu geben Sie fragte nun ängstlich, was sie denn eigentlich wollten, und erhielt in Betracht, daß der Zwischenhandel das Heilmittel vertheuern brauchen, warum sie auf der Bühne erscheinen und warum sie die Antwort:„ Wir sind Schloffer und brauchen Geld, weil wir feststeht, nichts geändert wird, ist auch vorläufig nicht zu erwarten, möglichst neutralen Schauplatz, also einen„ Badeort" oder noch packte die Lexow alsdann bei der Hand und nöthigte sie durch daß dasselbe an die Apotheken abgegeben werden wird. besser ein Hotel in solchem Orte, oder am allerbesten: den Platz fortwährendes Bedrohen mit Todtschlagen, aufzustehen und ihre vor dem Hotel des Badeortes. Da können die Personen kommen gesammte Baarschaft in Höhe von 10 M. 50 Pf. herzugeben. Ein orfanartiger Wirbelwind erhob sich vorgestern Abend und gehen, wie sie wollen, können thun und lassen, was ihnen Auch die Schüßler wurde durch die Todesangst bewogen, ihr bald nach 6 Uhr und braufte mit unwiderstehlicher Gewalt über gefällt. Nun nimmt man zwei bis drei Liebespaare, giebt die Portemonnaie aus der Kleidertasche zu holen und den Inhalt in Berlin hinweg, zahlreiche Verheerungen während der Nacht an- Dazu gehörigen Eltern bei, sorgt dafür, daß die jungen und die Höhe von 1,50 M. den Eindringlingen auszuhändigen. Diese richtend. Gleich einer der ersten Windstöße erfaßte Schilder, alten Leute auf der Bühne sich fortwährend mißverstehen, so daß forschten dann noch nach etwa vorhandenen Sparkassenbüchern Transparente und andere, an Häusern angebrachte Gegenstände sie erst im letzten Afte erfahren, was der Zuschauer schon im ersten und als der Besiz solcher verneint wurde, wandten sie sich und zertrümmerte dieselben. In der Jägerstraße wurde das bald nach dem Aufgange des Vorhanges weiß, und große Transparent an einem Bermiethungskomtoir aus seinen Drama", das„ Lustspiel" ist„ gemacht"; was etwa sonst noch ein menschliches Rühren; das zum Gehen. Den Angeklagten Kulschitzti überkam dabei er reichte dem jüngeren, Angeln gehoben und auf Trottoir und Damm geschleudert, babei geredet wird, ist ja gleichgiltig. Das ist es in diesem Espenlaub zitternden zitternden Mädchen die Hand daß es zersplitterte. Ebenso erging es einem großen provisorischen Hotelschild an der Ecke der Kronen- und Friedrich- Afte an Alles, was da oben auf den Brettern vorgeht. nur die Belästigung, aber es ging nicht anders. Wenn ich was Falle in der That, und gleichgiltig ist dem Publikum vom ersten ganz trenherzig:" Na, adieu Kleine! Entschuldigen straße. Glücklicherweise wurden Passanten nicht gefährdet. In derselben Zeit, in welcher außerhalb des Theaters alle Welt verdiene, sollen Sie Ihr Geld wieder haben!" Die frechen Dachziegel, Dachrinnen und Anderes wurden auf die Straßen sich mit den ernsthaftesten Fragen beschäftigt, ladet man die Leute Burschen, die sich immer so stellten, daß die Mädchen ihnen nicht geschleudert es war ein Unwetter, wie es in Berlin seit langer für drei Stunden in den Zuschauerraum, um ihnen in dieser ins Gesicht sehen konnten, erkundigten sich dann noch in aller Zeit nicht erlebt. Im Thiergarten, namentlich in der Umgebung langen Zeit verständlich zu machen, daß man ihnen nichts zu sagen Gemüthsruhe, ob die Mädchen nicht einen Hausschlüssel befäßen, der Zelten, wüthete der Sturmwind in den Baumanlagen der hat; und man entläßt sie, ohne sie auch nur wenigstens ein bischen er- und als dies verneint wurde, verschwanden sie schleunigst. Sie, artig, daß gestern früh zahlreiche armdicke Aeste überall verstreut heitert zu haben. In solchem Falle hat der Kritiker auch nicht haben dann den Weg in's Freie dadurch wieder gefunden, daß lagen; gleich start wurden die städtischen und privaten Baumanlagen vom Sturm mitgenommen. Wie immer bei elementaren mehr die Pflicht, etwas zu sagen; er kann höchstens sein Be- sie den einen Riegel der Hausthür zurückschoben und das Schloß Zwischenfällen hat das über Berlin verbreitete Telephonnet start Theaters, besonders die Herren Gimmig, Alexander, sprengten. Wenige Tage darauf waren die beiden Verbrecher dauern aussprechen, daß die vortrefflichen Künstler des Wallner durch gewaltsames Anziehen beider Flügel nach innen aufgelitten. Viele Drähte sind zerrissen, andere derartig gedehnt weißner und Theodor Müller sich mit derartigen in der Gewalt der Kriminalpolizei. Die Angeklagten, welche worden, daß die Leitungen zum Theil gestört und der Betrieb Nichtigkeiten haben abquälen müssen. Das Publikum klatschte von den Rechtsanwälten Dr. Halle und Landsberg vertheidigt beeinträchtigt ist. Personen scheinen während des schweren Wetters am Schluß des dritten Aktes, nachdem hinter den Koulissen ein wurden, waren im Allgemeinen geständig, doch bestritten sie, die glücklicher Weise nicht zu Schaden gekommen zu sein. Lied gesungen worden war. Statt des Sängers erschien der Absicht gehabt zu haben, die Mädchen schlimmsten Falls zu er Verfasser des" Adonis", um sich für den Applaus zu bedanken, Gerichts- Beitung. wie und meinte Sie würgen oder zu erschlagen. Bezüglich des Geburtsjahres des ersten Angeklagten, welcher behauptete, zur Zeit der That noch nicht 18 Jahe alt gewefen zu sein, ergaben sich Bedenken, welche noch weitere Nachforschungen nöthig machten. Bei der Beweisaufnahme in der Verhandlung schilderten die beiden überfallenen Mädchen recht anschaulich die entsetzliche Situation, in welcher sie sich befanden, als sie beim Erwachen sich Die Waffer sind mit überraschender Geschwindigkeit gekommen, wie denn überhaupt alle bedeutenden Ereignisse den Menschen in der Regel unvorbereitet zu überfallen pflegen. Aus dieser Beobachtung mag das„ Kismet" der Orientalen entstanden sein. Die Natur liebt wie eine junge Dame die Veränderung von ihrem ewigen Wechsel ist schon so viel und so oft gesprochen worden, daß sich ein abermaliges Eingehen auf diese Launen faum verlohnt. Genug, auf den Schnee und Frost ist urplötzlich Vor der ersten Straffammer des hiesigen Land- plöglich den beiden fremden Kerlen gegenüber gesehen. Das milde Witterung mit Tauwetter gefolgt, daß Berlin nur so gerichts hatte sich der Drechsler Hildebrandt wegen Be- ältere Mädchen hat noch etwa 14 Tage lang den Schmerz an der Gedanken werden lebendig an jene Beit, da leidigung des Berliner Polizeipräsidiums zu Kehle gefühlt, welche der Angeklagte Jedili zuzudrücken versucht Noah in seiner berühmten Arche auf den Wassern schwamm, verantworten. Derselbe soll in einer öffentlichen, am 21. Juli hatte. Weiteren Schaden an ihrer Gesundheit haben die Mädoder an jene Zeit, da die norddeutsche Tiefebene noch ein großes 1890 abgehaltenen Drechslerversammlung, in welcher Herr chen nicht genommen. Die Jüngere derfelben ist die Muthigere Meer war, in welchem sich Flunder und Hering sehr be- Rautenberg über„ Unsere Stellung zur Lohnbewegung" referirte, gewesen; sie hat, nachdem sie den augenblicklichen Schreck überhaglich tummelten der Boden hob sich, das Wasser aber floß in der Diskussion sich dahin geäußert haben, daß sich die Polizei wunden hatte, wenigstens versucht, die beiden Raubgesellen darzur Ostsee ab nun, man merkt in diesen Tagen des Thauens, in den Dienst der Unternehmer und Innungen gestellt habe und über auszuforschen, auf welche Weise sie ins Haus und in die in welchen selbst der verschlossenste Mensch vor lauter Ver- daß sogar ungesetzliche Verhaftungen und andere Uebertretungen Mädchenkammer gekommen sind, sie hat sich auch bemüht, die wunderung über all' die Nässe aufthaut, von jenem Wasser- seitens der Polizei vorgekommen seien, nur um dem Unternehmerthum Gesichter der Eindringlinge zu sehen, was ihr aber doch nicht geabfluß ungemein wenig. Sehe man doch nur die angeb- sichgefällig zu zeigen. Der als Zeuge vorgeladene Polizeilieutenant be- lungen ist. Sie erzählte ganz treuherzig, wie sie aus purer Angst lichen Straßen Berlins an es sind die reinen Kanäle, oder die fundet, daß der Angeklagte die betreffenden Worte gebraucht habe dem Angeklagten Rulschinski zum Abschiede die Hand gegeben, Plätze es sind die reinen oder vielmehr unreinen Geen. Ein und er selbst auch von den Worten des Angeklagten den Eindruck als dieser ihr sein Beileid ausgedrückt, da er ja wisse, wie schwer trockenes Plätzchen sucht man vergebens. Wir haben eine Kana: empfangen habe, daß er der Polizei direkt den 3 weck, sich den sich arme Dienstmädchen ihre Sparpfennige verdienen müssen. lisation mit einem weit verzweigten System von großen und Unternehmern gefällig zu erzeigen, unterschoben habe. Gin zweiter Der Hauptschuldige scheint der erste Angeklagte gewefen zu sein. engen Rohren, aber wie die Rieselfelder endlich übersättigt mer Beuge bekundet, daß ihm und zwei Genossen der Zutritt zum Der Restaurateur Schwarze erklärte, daß er denselben seiner Beit den und den Dienst versagen, so sind auch jene im Handumdrehen Lehrter Bahnhof verweigert worden sei, und zwar ohne jeden wegen Faulheit und ausgesprochenen Hanges zum Schlendrian so voll geworden, daß das Wasser oben bleibt und den Gedanken stichhaltigen Grund, lediglich zu verhindern, daß ihm( den Beugen) habe entlassen müssen. Wie zur gerichtlichen Anzeige gelangte, ist an die sintfluthliche Zeit oder das norddeutsche Meer weckt. Die und seinen Genossen die Möglichkeit geboten werde, ihre nach Hamburg dieser viel versprechende Bursche auch noch in Untersuchung wegen Baffage von einem Bürgersteig zum andern ist etwas schwierig gefodten Kollegen über den wahren Sachverhalt in Betreff des Ham- eines in der Mittelstraße und wegen des beim Restaurateur Großkopf geworden, und eigentlich müßte sofort eine Anzahl hervorragender burger- Maurerstreifs aufzuklären. Ein zweiter Benge, welcher bekun in der Bellealliancestraße ausgeführten Einbruchsdiebstahls. Da Brückenbauer in Dienst gestellt werden, um der nothleidenden den soll, daß er, trotzdem er mit einem Billet versehen war, auf Jedigli, der vielleicht in der Untersuchungshaft vom„ Rechtskundigen" Menschheit zu Hilfe zu kommen. Aber wer weiß, wenn diese Veranlassung des Maurermeisters Bühring aus darüber belehrt sein mag, daß bei einem Verbrecher unter Beilen gelesen werden, hat die Laune der Natur wieder Frost Die Königliche Staatsanwaltschaft erhält trotzdem die Anklage 18 Jahren die Strafe milder ausfällt, dabei blieb, daß er nicht gespendet und all' das Flüssige ist in starres Gis verwandelt dem Koupee herausgeholt sei, und zwar aus demselben im Jahre 1872, wie es in den Atten heißt, sondern erst im worden. Nicht unerfreulich durfte eine solche Metamorphose er Grunde wie beim ersten Zengen angegeben ist, nicht erschienen. Jahre 1873 geboren sei, so wurde Kriminalkommissarius Dam m scheinen, denn das Waten durch Kanäle, Tümpel und Geen, und aufrecht, und beantragt 4 Wochen Gefängniß. Der Vertheidiger, Damit betraut, sofort weitere Recherchen nach dieser Richeung hin Tre Douchen des Oberkörpers durch die von Dächern und Herr Rechtsanwalt Heine, beantragt die Bertagung der Sache anzustellen. Derselbe konnte nur feststellen, daß in allen polizeiTraufen herabſtürzenden Wassermassen gehört zu denen Unansowie tabung von noch zwei Zeugen, welchen Antrag, troß der lichen Atten das Jahr 1872 als Geburtsjahr bezeichnet war. nehmlichkeiten im menschlichen Leben, welche die fetteſten Grtlärung der Staatsanwaltschaft, daß diese Beweis unter diesen Umständen blieb dem Gerichtshof nichts weiter Bazillen des Mißvergnügens züchten. Eine gewisse Trocken aufnahme für die Sache durchaus nicht von Doering zu verlagen und inzwischen auf telegraphischem Wege übrig, als die Fortsetzung der Verhandlung heit ist nun einmal erforderlich, wenn der Humor nicht aus- Belang lei() angenommen wird. den Geburtsschein des Angeklagten einzufordern. Zwei jugendliche Räuber, deren Verwegenheit weit über Hiesige Blätter melden, daß ein Komiler P. fürzlich durch das Maß des Gewöhnlichen hinausgeht und an die Kühnheit den Keliner eines Wirthshauses herausgerufen wurde, da ign ein italienischer Briganten erinnert, standen gestern in den Personen Derr zu sprechen wünsche. Draußen sei er dann durch einen des 18jährigen Otto Jedisti und Arthur Kulschihli vor. gehen soll. auf Das Hochwasser. Gefangverein Ihn'scher Gesangverein Depeschen. Männer- Gefangverein Schildhorn", Usedomftr. 33 Berliner Bauhandwerker je nach der Größe des Ge- Straußbergerstr. 3.bei Mieke, Abends 9 Uhr. Gesangverein Waldkapelle" in Friedrichswerbes einen bis höchstens drei Delegirte in öffent- hagen, Restaurant Blant, Friedrichstraße, Abends 9 Uhr. Samburg, 26. Januar. Auf der Elbe ist noch schweres lichen Versammlungen schleunigst ohne Betheiligung der unverzagt", Köpnicerfir. 127 a bei Küster. Treibeis, welches durch die Springfluth von den Ufern losgerissen Fachvereine, Verbände oder Zahlstellen der Verbände zu wählen." Sumor", bei Birt, Straußbergerstr. 3. ist. Der Barometer ist wieder im Steigen. Für die Schiffe ist Geschäftsordnung selbst festseßen; auch, wenn die AngeDer Delegirtentag wird seine Tagesordnung und seine die größte Vorsicht geboten. Holzminden, 26. Januar. Die Weser ist bereits weit überlegenheiten am 15. Februar in der einen Versammlung nicht erBei dem starten Westwinde ist ein weiteres Steigen zu erwarten. each geschehener Wahl der Delegirten zeige meldet: Die von russischen Blättern geäußerten Zweifel a bit die Ufer gestiegen und führt große Mengen Eis mit sich. ledigt wer- den sollten, über weitere Versammlungen der Delegirten Beschluß fassen. Köln, 26. Januar. Ans Sofia wird der Köln. 3tg." ges Bochum, 25. Januar. Aus dem Ruhrgebiet werden große Ueberschwemmungen gemeldet, besonders aus Witten, Hattingen, man dem Unterzeichneten das Ergebniß bald an, damit demnach Angabe, daß der mehrerwähnte Kalubkow, welcher als MitSteele, Ruhrort und Duisburg. Alles in der Nähe der Ruhr ist die Größe des erforderlichen Lokals bestimmt werden kann. im Paniza- Prozeß vor Gericht gestellt und auf Verüberschwemmt. Auf, Bauhandwerker Berlins, zum Delegirtentage, um Einig- langen Rußlands ausgeliefert wurde, zur nihilistischen Partei ges keit unter uns herzustellen! hört, obgleich er ständige Beziehungen zum russischen Gesandten. Hitrowo unterhielt, werden demnächst durch Veröffentlichung der bei Kalubkow vorgefundenen Briefe zerstreut werden. Bochum, 25. Januar. Das Hochwasser überschwemmt das Ruhrthal. Hattingen ist gefährdet. Das Eis beginnt sich in Bewegung zu setzen. Kölu, 25. Januar. Bei fortdauerndem frischen Winde hält das Thauwetter an; der Regen hat aufgehört, zeitweise bricht die Sonne durch. Das Bürgermeister- Amt macht auf bevorstehendes Hochwasser aufmerksam, das den hiesigen Werften drohe, und verbietet, daselbst Wagen aufzustellen. Mit solidarischem Gruß und Handschlag Carl Thieme, Vertrauensmann der Töpfer Berlins, Berlin N., Ruppinerstr. 3. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefli Antwort wird nicht ertheilt. Erhalten von dem Verein: Lehrkursus für erste Hilfe bei Unglücksfällen 7,50 M. für Herrn Otto Jacobey, Tempelherrn straße 9, Hof 3 Tr. Das Geld ist abgeliefert den 22. Januar 1891. J. A. Rautenberg, Drechsler. tion hier am Ort ist, soweit sie den guten Geist der AusgesperrZur Aussperrung der Schreiner in Mainz. Die Situaten, sowie die Hartnäckigkeit der Fabrikanten betrifft, diefelbe Köln, 25. Januar. An den Werften werden alle Gas- 230 gestiegen. Die Herren geben sich redlich Mühe, den Angriff wie vor drei Wochen, nur die Zahl der Streifenden ist auf Laternen entfernt und Eisbrecher sowie Eisabweiser zum Schuße Der Lagerhallen errichtet. Am rechten Rheinufer treibt das Gis zu beschönigen, und behaupten, nur die Konkurrenz zwinge fie zu solchem Vorgehen( Verlängerung der Arbeitszeit um 1/2 Stunde aus der Sieg, sonst ist der Rhein hier frei von Eis. Heute und 5 pCt. Lohnabzug). Daß dieser Grund nicht stichhaltig ist, Mittag zeigte der Pegel 1,40 Meter Rheinhöhe, ein Anwachsen ist längstens festgestellt, daß es aber in solchem Fall gerade der um 0,77 Meter seit gestern Abend. Bei Koblenz treibt das E. M. Wilschke. 31,20 m. Iaut Postschein für die aus Lahn- Eis vorbei. Trier meldet starken Eisgang. Trier meldet ohnedies gedrückte Arbeiter sein müßte, der das Defizit deckt, vermögen wir nicht einzusehen. Wir wissen, was auf dem Spiel gesperrten Arbeiter abgeschickt. Vom Genossen Russow 15,50 M., starken Eingang. Bei Bacharach steht das Eis noch, das Wasser steht; und wenn es uns gelingt, wie bisher, den Zuzug fern zu Pohl 0,50 M., 8 Buchdrucker, Biertisch 2,40 M., von Weber wächst. Bei Bingen stehen Rhein- und Lahn- Gis noch fest. halten, dann ist der Sieg unser, denn trotz aller Bemühungen ist 3 M., aus der Schneekoppe durch Hartleib 10 M., 31,40 M., Bei Duisburg hat sich heute Morgen das Eis in Bewegung ge- es den Fabrikanten nicht gelungen, fremde Arbeitskräfte zu ab Porto 0,20 M., Summa 31,20 M. setzt, darauf aber wieder gestellt. gewinnen, und sie sind ihrem Ziel auch nicht um Fingersbreite Köln, 25. Januar. Durch den Eisgang sind die Eisenbahn- näher gekommen. Ihre Hoffnung, die Schreiner von Mainz strecken Homberg- Ruhrort, Beuel- Bonn und Lindern- Heinsberg würden in diesem Kampf infolge der schweren Opfer, welche die unterbrochen. Das Eis der Nahe ist heute Vormittag auf deutsche Arbeiterschaft in diesem Jahre zu bringen gezwungen gegangen; ebenso hat sich das Ahr- Eis und bei Saarlouis das war, allein stehen, ist kläglich gescheitert, und die Herren werden Saar- Eis in Bewegung gesetzt. bei dieser Gelegenheit erfahren, was eine gute Organisation beKölu, 23. Januar. Der Rhein ist bei Köln um einen Meter deutet. Wenn man in den Kampf zieht, rüstet man sich, wird geftiegen. Das Eis der Ruhr hat sich gestern in Bewegung man aber überfallen, wie es hier der Fall ist, dann verdoppelt gesetzt; das Hochwasser scheint schlimmer als im November man seine Kräfte, und die Sympathie, welche uns von allen werden zu wollen. Pionierkommandos wurden nach Herdingen, Seiten entgegen gebracht wird, ermuthigt uns, auszuhalten bis Düsseldorf, Duisburg, Hochfeld und Hamm berufen, um überall zum Aeußersten. Darum, Arbeiter allerwärts, unterſtüßt uns, Eissprengungen vorzunehmen. Obgleich der Rhein 5 Meter indem Ihr den Zuzug fernhaltet. Alle arbeiterfreundlichen steigen tann, ehe er aus dem Bett fritt, so wird doch allgemein Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Lohnkommission der Hochwasser befürchtet, so daß fast in sämmtlichen rheinischen Schreiner Mainz. Städten die Uferbewohner zur Vorsicht gemahnt werden. 3. Cuvryftr. Der Bericht ging uns von einem sonst zu verlässigen Reporter zu und war bereits abgesetzt, bevor wit Ihren Bericht erhielten. Ihr Bericht ist daraufhin vernichtet worden. Wir stellen Ihnen anheim, thatsächliche Irrthümer i dem von uns veröffentlichten Bericht zu berichtigen. 100. Wir haben bis jetzt nichts erhalten. R. S. 66. 1. Wir haben keinen Kalender von 1866 zut 2. Gie Hand und können daher Ihre Frage nicht beantworten. bedürfen zur Verheirathung der Zustimmung Ihrer Mutter. J. H., Pallisadenstraße. 1. Nur ein aktiver Soldat bedarf zur Verheirathung der Genehmigung der Militärbehörde. 2. Gine zweite derartige Kasse besteht nicht. 3. Das Naturalisationsgesuch eines Russen hat zur Zeit keine Aussicht auf Erfolg. Wir rathen Ihnen, gar nicht erst den Versuch zu machen. F. K. Die Wittwe hat, wenn nach dem Tode ihres Mannes Jemand stirbt, den ihr Mann an sich beerbt haben würde, auf diesen Nachlaß kein Recht. Ehrlich. Sie müssen Ihren Klub, da derselbe als politischer Verein anzusehen ist, der Polizei anmelden und ein Statut nebst G. 28. 10. 1. Es giebt teine gefeßliche Bestimmung, wo nach der Vormund des unehelichen Kindes oder dessen Mutter den Vater des Kindes von der erfolgten Geburt innerhalb einer bestimmten Frist benachrichtigen muß. 2. Wegen Schulden des Mannes dürfen die von der Frau in die Ehe eingebrachten Sachen nicht gepfändet werden. Geschieht dies doch, und giebt der Gläubiger, nachdem er hierzu aufgefordert und ihm das Eigenthumsrecht der Frau durch eidesstattliche Versicherungen glaub haft gemacht ist, die Pfandstücke nicht frei, so kann die Frau die Interventionstlage anstrengen. Köln, 26. Januar. Das Emsgebiet zwischen Telgte und Nach amtlichen Erhebungen betrug die Gesammtzahl der Rheine ist überschwemmt. Der Einsturz der Provinzialbrücke bei verheiratheten Frauen, welche Mitte August 1890 im Deutschen Telgte wird befürchtet. Lippe und die Steverniederung in der Reiche in gewerblichen Betrieben beschäftigt waren, etwa 130000. Gegend von Haltern sind überschwemmt. Im Münsterlande Davon entfielen auf die Spinnereien etwa 18 200, auf die wiederholen sich allenthalben die die November- Katastrophen. Biegeleien etwa 8000, der Reſt mit nahezu 104 000 auf die Mitglieder- Verzeichniß einreichen. Brücken werden fortgeschwemmt und Bahndämme durch übrigen Fabriken und den diesen gleichgestellten gewerblichen brochen. Heute tritt die Flut bedeutend zurück. Das Anlagen. Von den letzteren tamen auf Preußen nahezu 43 000, Eis des Niederrheins von Wesel bis nach Holland ist ohne Unfall auf die übrigen Bundesstaaten etwa 61 000. Innerhalb abgetrieben. Um 9 Uhr morgens hat sich das Eis des Rheins Preußens waren die verheiratheten Frauen in Fabriken am zahl bei Emmerich wieder gestellt. reichsten vertreten in den Regierungsbezirken Breslau und Liegnik Köfn, 26. Januar. Auf Mosel, Saar, Sauer, Nahe, Ruhr, mit je etwa 5000, Düsseldorf mit gegen 4000, Frankfurt a. D. Wupper, Werre, Lippe, Ems und Aa hat der Eisgang begonnen, mit 3700 und die Stadt Berlin 3500. Weniger als je 500 Frauen In Elberfeld, Münster in Westfalen und Gelsenkirchen sind die waren beschäftigt in den Regierungsbezirken der Provinzen OstStraßen überschwemmt. Das Rheineis hat sich nach kurzer Be- und Westpreußen, Pommern, Posen sowie in den Regierungswegung bei Ruhrort wieder gestellt. Der Rhein und seine Neben- bezirken Osnabrück, Aurich, München, Koblenz, Trier und Sigflüsse sind in startem Steigen begriffen. Die Bahnstrecke Lindern- maringen. Von den übrigen Gebieten des Deutschen Reichs beHeinsberg ist durch Hochwasser gesperrt. schäftigte die meisten verheiratheten Frauen( 21 900) das König: reich Sachsen. Es folgt Bayern mit etwa 11 100, Baden mit 6900, Elsaß- Lothringen mit 5000, Württemberg mit 4200, fowie die thüringischen Staaten mit 5300. Von der letztgenannten Zeit entfallen auf Reuß ä. und j. 2. allein 8387. W. B. Fordern Sie bei der nächsten Miethszahlung unter Vorlegung des zurückgekommenen Briefes mit Originalfouvert den Wirth zu einer Erklärung auf, ob er sie zum 1. April ziehen lassen will. Bejaht er dies nicht, so klagen Sie beim Amtsgericht mit dem Antrage, Ihre Berechtigung, am 1. April zu ziehen, festzustellen. Köln, 26. Januar. Der Rhein ist seit gestern um 1,25 Meter gestiegen. Die Mosel steht seit 6 Uhr Morgens. In Trier beträgt der Wasserstand, nach der Köln. 3tg.", 3,32. Starker Eisgang, das Waffer fällt. Wupper und Sieg haben bei der gestrigen Ueberschwemmung große Verheerungen auf dem ganzen Fluß5. E. 11. Wenn der Wirth nicht innerhalb 8 Tagen feit gebiet angerichtet. Das seit gestern Abend eingetretene leichte, Die Zahl der Bergarbeiter der Erde beziffert sich auf flare Frostwetter wirkt hemmend auf ein allzu starkes Anwachsen rund 1/2 Millionen. Rechnet man zu diesen noch rund 4 Mil- Empfang der verspäteten Kündigung gegen deren Giltigkeit pro.. 48. Ihre Frage ist unklar. Wenn der Kläger in die Saar- und Moselgegend bis Trier wurden 16 Pionier- produktion direkt abhängen, so ergiebt sich daraus, von welchen weiter Instanz rechtskräftig abgewiesen ist, so muß er die sämmt des Rheinstromes. Aus Met meldet man der Köln. 3tg." In lionen Eisen- und sonstige Metallarbeiter, die von der Rohlen- teftirt hat, so ist dieselbe rechts giltig. abtheilungen der Meyer Garnison berufen. verheerenden Folgen ein allgemeiner Bergarbeiter- Streit begleitet Mainz, 26. Januar. Das Rhein- und Main- Eis setzt sich werden könnte. Es war daher mehr als eine Phrase, wenn Jules lichen Kosten tragen und die dem Gegner erwachsenen Kosten soeben in Bewegung. Das Waffer steigt rapid. Gefahr wird Guesde auf dem letzten Sozialistentongres in Lille erklärte, daß beider Instanzen auch dann erstatten, wenn ihm das Armenrecht jedoch nur für den Niederrhein befürchtet. mit einer großen Arbeitseinstellung der Bergleute die soziale Re- bewilligt war. B. H., Strelitzerstr. Der Prinzipal kann das einer Ver Metz, 25. Januar. Aus der hiesigen Garnison sind sechs- volution beginnen werde. Denn nicht Gold und Silber sind die täuferin gegebene Weihnachtsgeschenk richtiger Ansicht nach zehn Pionier- Detachements in die von Hochwasser bedrohten Saar- Träger unserer Kultur, sondern Kohle und Eisen. Ohne Eisen nicht zurückfordern. Doch ist dies bei den Gerichten streitig. feine Werkzeuge und feine Waschinen, ohne Kohle fein und Moselgegenden abgegangen. E. R. 4. 1. Gin rein geselliger Verein braucht nicht polizei fein Dampf. Der millionenarmige Riese Speyer, 26. Januar. Der Oberrhein ist vollständig eisfrei. Eisen und Das Wasser fällt langsam. Nachmittags 1/2 Uhr wurde die" Dampf" erlahmt sofort, " Dampf" erlahmt sofort, wenn die Kohlenleute nicht die lich gemeldet zu werden. 2. Flottwell war Minister unter Friedrich Wilhelm IV. Eisenbahn- Schiffbrücke wieder eingefahren. Hände rühren. Die größte Kohlenproduktion hat England auf.. 10. 1. Wenn die Generalversammlung des Vereins Brüssel, 25. Januar, Abends. Berichte aus den Provinzen zuweisen, dann folgen die Vereinigten Staaten, Deutschland, Auskunft über den Inhalt der Vorstandssitzung verlangt, so ist melden, daß die Ueberschwemmungen überall arge Verwüstungen Belgien, Desterreich, Frankreich und Rußland. Der Intensität der Vorstand solche zu geben verpflichtet, muß auch, falls dies anrichten. Auch in mehreren Vorstädten von Brüssel ist der des Betriebes seiner Minen ungefähr entsprechend beschäftigt Sennefluß ausgetreten. Das Wasser ist noch im Steigen begriffen. England die größte Anzahl Kohlenarbeiter, 335 000, die nord- verlangt wird, das betreffende Protokoll zur Kenntniß der Ver Den durch das Wasser abgesperrten Bewohnern werden mittelst amerikanische Union rund 300 000, Deutschland 285 000, Belgien sammlung bringen. 2. Wir können darüber keine Auskunft Nachen Lebensmittel zugeführt. rund 100 000, Desterreich ebenfalls rund 100 000, Frankreich geben. Zwei Wettende S. 1. Lohnarrest ist auf Grund eines Paris, 26. Januar. Seit zwei Tagen treiben auf der Seine 90 000, Rußland 44 000. In Deutschland ist das Hauptgebiet gewaltige Eisschollen. Gestern wurde ein Waschhaus auf der das Ruhrbecken mit über 100 000 Arbeitern, Ober- und Nieder- Zahlungsbefehls nur zulässig, wenn ersterer wegen einer Alimenten Seine vom Treibeise ergriffen. Kaum hatten sich die zwanzig schlesien mit 46 000, das Saarbecken mit 38 000, das Königreich forderung der Ehefrau oder der ehelichen Kinder ausgebracht ist. darin beschäftigten Waschfrauen und die Familie des Wäscherei Sachsen mit 26 000 Kohlenarbeitern. Dazu kommen noch die Dagegen tann Geld bei dem Schuldner jederzeit gepfändet werden, befizers gerettet, als das Haus versant. kleineren Bezirke. Wie man sieht, sind es ganz gewaltige Arbeitermassen, mit denen im Falle eines Weltausstandes" zu rechnen wäre. Goslar, 26. Januar. Die Schneemassen des Harzes, plözlich schmelzend, schufen eine Ueberschwemmung der Niederungen. Die Chauffeen sind meilenweit überfluthet. Der Verkehr ist aufs Neue in empfindlichster Weise gestört. Soziale tebersicht. verein ſtein. " Versammlungen. 11 " Theaterauch wenn dasselbe von der letzten Lohnzahlung herrührt. 2. Wenn einmal fruchtlos gepfändet ist, so kann der Gläubiger die Zwangsvollstreckung jederzeit wieder durch den Gerichtsvollzieher vornehmen lassen. 3. Es kommt ganz darauf an, um was für ein Seminar es sich handelt. H. S. T. Für die Frage, ob Jemand der einen oder anderen Klasse der Altersversicherung angehört, ist nicht sein wirklicher Arbeitsverdienst, sondern, wenn er einer Ortstasse angehört, die Höhe des ortsüblichen Tagelohnes entscheidend. Einer höheren Lohnklasse tann er nur mit Zustimmung des Arbeitgebers bei treten. Zu dieser Zustimmung kann der aber nicht gezwungen werden. J. S. Wenn nichts anderes ausgemacht ist, so kann die für gewerbliche Arbeiter bestehende Kündigung jederzeit, nicht nur an einem Lohntage, erfolgen. Gauverein Berliner Bildhauer. 1. Geschäftliches. 2. Berathung des neuen Stellenvermittelungs- Reglements( Vermittelung auf Wunsch). 3. VerAn alle Bauhandwerker und Bauarbeiter Berlins! schiedenes. Naturheilverein„ Norden". Abends 8½ Uhr, in Braueret Königstadt, S. R. 15. Sie braucht feine Beiträge mehr zu zahlen. An die Anschläger, Asphaltirer, Bauarbeitsleute, Brunnenmacher, Schönhauser- Allee 10-11. Vortrag des Herrn Jul. Kunow über die Heilmittel R. B. Das Naturalisationsgesuch ist an das Polizeipräsidium Bautischler, Zementarbeiter und Gießer, Dachdecker, Einsetzer, in der Naturheilkunde. Lese- und Diskutirklubs. Serwegh". Dienstag, Abends 8 Uhr, Gas- und Wasserrohrleger, Glaser, Klempner, Maler, Maurer, tm Lotale Des Herrn Otto Linke, Forsterstraße 45. Gäfte will zu richten. Abends 8% Uhr im Lokale des Bommerscher Wirth. Ihre Darstellung ist nicht ganz Parquetbodenleger, Putzer, Schlosser, Schmiede, Schornsteinfeger, tommen. ,, Humanität", Gäste Steuer, Weinstraße 22. willkommen. Agitations flar. Eine Wittwe hat aber, wenn die Eltern ihres verstorbenen Steinmetze, Steinträger. Stuckateure, Tapezirer, Telegraphen Herrn Lassalle", Abends 8 Uhr, Mariannenstraße 31 bei Dober: Mannes sterben, kein Erbrecht. und Telephonarbeiter, Töpfer, Zimmerer und Ziegler, und alle Gäfte haben Zutritt. ( Pantow), Proletarier", bet Johannes Wedde", Abends 9 ühr im noch oben ausgelassenen Arbeiter der Baugewerbe richte ich Borchardt, Schulzenstr. 28. folgenden Aufruf!" Die heutige Zeit macht einen engeren Botale von Schüße, Urbanstraße 51. Männer und Frauen als Gäste will fommen. Hafensclever", Abends 8 Uhr, im Restaurant Scholz, Zusammenschluß aller der Arbeiter nothwendig, die durch gleiche kastanien Allee 35. Säfte willkommen. 2. M., Adalbertstr. Richtiger Ansicht nach kann das einer Verhältnisse mit gleicher Noth bedrückt werden. Die besonderen Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein ,, Anacreon", Männer- Gesang Verkäuferin gemachte Weihnachtsgeschenk überhaupt nicht zurück Verhältnisse Berlins, die mit denen in keiner anderen Stadt Dienstag, Abends von 9-11 1hr, bet teßner, Annenstr. 16. zu vergleichen sind, verlangen außerdem noch ganz besonders, verein unverzagt"( Moabit), bends 8½ Uhr, bei Hermerſchmidt, Perle- gefordert werden, doch ist das streitig. Eventuell wäre die Rück Gesangverein Bruderherz", Straußbergerstraße 3, bergerstraße 28. daß die hiesigen Arbeiter sich unter einander verständigen und bei Birte, Abends 9 Uhr. Privat- Theaterverein, Acacie", Abends 9 Uhr, forderung innerhalb 6 Monaten zulässig. Gäfte willkommen. im Restaurant Lehmann, Naunynstr. 44. J. 2. 1807. Sie werden die Alimente für das Kind und vereinigen. flub Helmerding", Abends 9 Uhr in Hanf's Restaurant, Tempel die Tauf- und Entbindungskosten zahlen müssen. Wie Sie sich Die Bauhandwerker Berlins sind eine der wichtigsten Körper- hofer üfer 13, Gcte der Großbeerenstraße. Bergnügungs- und TheaterRomeo", Abends 9 Uhr bet Säger, Grüner Weg 29. Gäfte da zu verhalten haben", können wir Ihnen nicht sagen. schaften in der Arbeiterbewegung, und haben viele gemeinsame prrein willkommen. Vergnügungs- Verein ,, Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, E. R. Yortftr. Es hat auf die Rechte und Pflichten des Interessen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Da aber nun wohl bald ein allgemeiner gewerkschaft bei H. Sperling, Görligerstr. 37. Bergnügungs- Verein Fibele Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Miethers feinen Einfluß, wenn das Haus den Eigenthümer licher Kongreß berufen werden wird, ist es nöthig, daß auf Berlebergerstr. 17. Gäste willkommen. Bergnügungstlub„ Mephisto", wechselt. Insbesondere giebt das dem Miether kein Recht, außers Gäste willkommen. halb der Kontraktszeit zu fündigen. diesem die Berliner Bauhandwerker als ein Ganzes Abends 8 Uhr, bei Zimmermann, Brunnenſtr. 119. Berein chmaliger 37er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarkt- Louisen- Ufer. Es kommt darauf an, ob Sie einer Kranken Rauchtlub Rosenblätter", Abends 8½ Uhr bei Leopoldt, auftreten, um fachgemäß ihre Interessen zu wahren, damit diese Gäste willkommen. Bergnügungs fasse und welcher angehören. nicht, wie schon häufig, mißachtet und verletzt werden, woraus Dort- und Mannsteinstraßen- Ecke. Derein Reich strone" Abends 9 Uhr, im Vittoria- Ballsalon, Perleberger- 2. M. Nostizftr. Da in Ihrem Miethskontrakte aller dann Uneinigkeit und Spaltungen entstehen. Bergnügungsverein,„ Glück auf" Abends 8 Uhr im Restaurant Wahrscheinlichkeit die Aufnahme von Aftermiethern ohne schrift Auch das Vorgehen der Bau- Unternehmer und straße 13. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends liche Erlaubniß des Wirthes untersagt ist, so fann dieser jeder Meister der Baugewerke, die vor einigen Tagen einen Blant, Schönleinfir. 1. Gäſte willkommen. Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein Zeit verlangen, daß Sie den Aftermiether ziehen lassen. Hatte bei Heise. gemeinsamen Verein gegründet haben, der sich sehr leicht, 9 Uhr, Uebungsstunde, der Wirth die Genehmigung zur Astervermiethung mündlich , Norddeutsche Schleife", fangverein wie alle Unternehmervereine, gegen die Arbeiter richten kann und Steineiche"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 21 Restaurant Kaiser Franz , Vorwärts" Arbeiter Gesangverein Grenadierplay 7. ( Süd- theilt, so muß, sobald der Wirth diese Erlaubniß zurücknimmt, wird, mahnt uns, mit einander Fühlung zu nehmen. Ich lade also alle Bauhandwerker Berlins und der nächsten Ost)" bei Ziemer, Cuvrystr. 16. Gefangverein Olympia", Prinzenstr. 106 bei Monats tündigen. Gefangverein Allegro", Staliger der Miether dem Aftermiether am folgenden 15. zum 1. nächsten Gesangverein Kreuzberg", Tempelhofer- Ufer 15 bei Krang. Vororte zu einer Delegirtenkonferenz auf Sonntag, traße 142 bei Grciſer. den 15. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, ein. Das Gefangverein Fidelitas", Ackerstraße 18 bei Kummer. Liebertafel", Wilhelmshavnerstr. 23 bei Brosch.. Lokal wird noch bekannt gemacht werden. straße 191 bei Foge. Männer- Gefangverein Harmonia", bends 9 Uhr Ich ersuche alle zum Bauhandwerke zu zählenden Arbeiter slöchen", Hochstr. 32 a bet Wilfe. Gesangverein, Bruderherz" bei Birto, getreten ist. je nach ihren Branchen zu diesem Delegirtentage der bei Semm, Steinmetstr. 76. " straße 72. Gerth. -" Ge ,, Moabiter er G. B., Höchstestr. Der Zeugeneid, einschließlich der reli- Männerchor Süd- Ost", köpnicer leistet werden, der an nichts glaubt, oder aus der Kirche ausa -Gefangverein Mai- giösen Formel desselben, muß auch von demjenigen Zeugen ge Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin S, Beuthstraße 2. 90 គ D e E e t g It e 11 11 3 11 es D fe tu 31 es 11 D n 81 9 C 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 22. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Dienstag, den 27. Januar 1891. 8. Jahrg. uns zus Forderungen in Bezug auf die Schule erheben. Ist dabei auf mit dem Worte, das im evengelischen Bunde gefallen ist: eine Befriedigung der Katholiken zu rechnen? Werden die Katho- Wir müssen dafür sorgen, daß diese Gelder nicht für die Proliken denn die Vorlage unverändert annehmen? Es soll doch paganda verwandt werden. Wir streben nicht nach Geld und 20. Sigung vom 24. Januar, 11 Uhr. in der Kommission, welche für jede Diözese eingesetzt wird, ein Gut, sondern nach der Reinheit des Glaubens und der freien Organ für firchliche Zwecke geschaffen werden vom Staate; dagegen Bewegung.( Beifall links und rechts.) Am Ministertische: von Caprivi, von Goßler, haben die Katholiken sonst immer lebhaften Widerspruch erhoben. Abg. Dr. Windthorst( 3.): Die Vorlage beseitigt den sehr Miquel, Herrfurth und Kommiffarien. Werden Sie jetzt überhaupt einen anderen Standpunkt einnehmen? wesentlichen Stein des Anstoßes, der bisher für uns vorhanden In erster Berathung wird der Gesezentwurf betreffend Ab- Der Friede, den die Staatsregierung erhofft, wird nicht erlangt; war. Es wird uns dadurch sehr viel leichter gemacht, die Regieänderung der Kirchengemeinde- und Synodalordnung für die Pro- es wird die Erledigung einer Pflicht, wenn sie überhaupt besteht, rung auf anderen Gebieten zu unterstützen.( Buruf links: Handel!) vinzen Preußen( Ost- und Westpreußen), Brandenburg, Pommern, auf die Bischöfe abgewälzt. Die Vorlage ist für uns nicht Daß Sie dabei an Handelsgeschäfte denken, ist begreiflich. Wir Bosen, Schlesien und Sachsen vom 10. September 1878 erledigt. annehmbar und wir glauben auch nicht, daß durch eine kom vertreten die Rechte unseres Volkes und werden es niemals aufDie zweite Berathung desselben wird im Plenum stattfinden. missarische Berathung dieselbe verbessert werden kann. Früher geben, diese Interessen zu vertreten. Das Geld gebührt uns, Es folgt darauf die erste Lesung des Sperrgeldergesetzes. war immer nur von den geschädigten Personen die Nede, aber ein und es wird jetzt in richtigerer Weise ausgezahlt, als früher beMinisterpräsident v. Caprivi: Es wird dem hohen Hause Theil derjenigen Personen, welche Ansprüche auf Staatsmittel absichtigt wurde. Die Herren scheinen zu glauben, daß eine erinnerlich sein, daß im vorigen Jahre die Staatsregierung einen hatten, ist gar nicht geschädigt worden, weil sie von anderer Seite Bevorzugung der katholischen Kirche vorliegt. Wenn zwei Geſetzentwurf über die Verwendung der sogenannten Sperrgelder entschädigt worden sind. Die einzuseßenden Kommissionen werden Leute eine Forderung haben, so kann der Gine nicht böse eingebracht hat, bei dem sie in Uebereinstimmung mit früheren Er- nicht die eigentlich Geschädigten befriedigen, sondern den Berechtigten sein, wenn der Andere seine Forderung erhält. Wir werden die klärungen die Absicht verfolgte, einen Gegenstand der Beunruhi- die Gelder auszahlen, wie es das Zentrum wohl will, wie wir evangelische Kirche in ihren berechtigten Forderungen unterſtüßen. gung und der Unzufriedenheit unter den Mitgliedern der katho- es aber nicht wollen. Wir werden an dem Standpunkte fest- Wir bekommen nur das, was wir zu fordern haben, wir bekomlischen Kirche zu beseitigen. Es wurde vorgeschlagen, das vom halten, welchen wir mit der Regierung zusammen vor Jahresfrist men teine Zinsen. Aber wenn Sie dieses Gesetz annehmen, wird Staate angesammelte Kapital mit 3 vom Hundert zu verzinsen festgehalten haben.( Beifall rechts und links.) der Sache ein für allemal ein Ende gemacht; es kommt nichts und diese Rente den Diözesen der katholischen Kirche zur VerMinister v. Goßler: Der Vorredner hat, wie dies auch in weiter von Forderungen darnach. Einer kommissarischen Bewendung für firchliche Zwecke zu überweisen. Das Gesetz kam der Presse geschehen ist, eine Reihe von Momenten nicht gewürdigt rathung will ich mich nicht widersetzen, ich hoffe aber, daß das nicht zu Stande im Wesentlichen, weil die Zustimmung des oder nicht würdigen wollen, welche beweisen, daß der Stand- nicht ein Mittel sein wird. der Vorlage Hindernisse zu bereiten. Zentrums zu der von der Regierung vorgeschlagenen Verwendungs- punkt der Staatsregierung seit der früheren Verhandlung gar Das vorige Mal hat die Kommissionsverhandlung dazu geführt, weise nicht zu erlangen war. Fehlte aber diese Zustimmung, so nicht verändert worden ist.( Gelächter rechts und links.) Die eine Resolution im Interesse der katholischen Kirche zu stellen: war der Zweck, den die Staatsregierung verfolgte, verfehlt. Denn Staatsregierung wollte der katholischen Kirche entgegenkommen, Berechtigte Forderungen nach dieser Seite hin werde ich niees blieb ein Objekt bestehen, was nach wie vor zu Angriffen gegen soweit es möglich war; damals wurden die Zinsen des vollen mals bekämpfen, Von der Erfüllung solcher Forderungen die Staatsregierung und zur Beunruhigung unserer katholischen Rapitals gewährt; jetzt wird das Kapital mit einer schweren Be- fann nicht abhängig gemacht werden, daß man Mitbürger gereichen konnte. Die Staatsregierung bedauerte diese dingung zurückgewährt, mit einer Bedingung, welche von dem rückzahlt, was man niemals hätte nehmen sollen. Es ist Lage, fie mußte sich ihrerseits aber in dieselbe schicken und hatte Kapital wenig übrig lassen wird, so daß die katholische Kirche auf unsere Haltung bei der Schulvorlage hingewiesen wor tein Mittel, sie aus eigener Initiative zu ändern. Im November nachher bedauern wird, das erste Anerbieten nicht angenommen den. Wir werden unsere Haltung dazu nicht ändern, felbst traten die katholischen Bischöfe in Köln zusammen und richteten zu haben. Das Zentrum verlangt die Auszahlung an die Empfangs wenn dieserhalb die Sperrgeldervorlage scheitern sollte. Hier zwei Eingaben an die Staatsregierung, die eine betreffend das berechtigten, also sowohl an die Geistlichen als an die Inſtitute und handelt es sich um Geld, dort handelt es sich um Erziehung der Gesetz über die Volksschule, die andere betreffend die Sperrgelder. an die Vereine, welche den Geistlichen zu Hilse gekommen sind. Jugend. Da werden wir niemals nachgeben.( Beifall im Auf die erste Eingabe und auf die darin niedergelegten Wünsche der Der preußische Staat ist nicht im Stande, diese Personen sämmtlich Bentrum.) Bischöfe konnte die Staatsregierung nicht eingehen. Dagegen war zu befriedigen. Hätte der Staat sich darauf eingelassen, so Abg. v. Jedlik: Mit dem Vorredner erkenne ich an, daß es ja möglich, in eine Prüfung der zweiten Eingabe einzugehen hätten wir auf ein Jahrzehnt hinaus das schönste Material für es erwünscht ist, diesen Rest des Kulturkampfes zu beseitigen und und sich die Frage vorzulegen, wie weit kann man den Wünschen einen Kulturkampf, die schönste Gelegenheit zu heftigen alle staatserhaltenden Kräfte zu sammeln zum Kampfe gegen den der Bischöfe, ohne das Staatsintereffe zu gefährden, nachkommen. Deklamationen gegen die Schändlichkeit des preußischen Staates. Umsturz. Deshalb haben wir uns, obwohl wir der Ansicht waren, Die Wünsche der Bischöfe gingen im Wesentlichen dahin, daß Das Zentrum wünsche, daß die Regierung mit den Bischöfen ver- daß über die Sperrgelder für die Staatskasse verfügt werden nicht eine Rente, sondern das Kapital der katholischen Kirche handeln sollte. Das wäre aussichtslos gewesen oder die Ste- könne, bereit sinden lassen, der katholischen Kirche bis zur äußersten zurückgestellt werden möge, wogegen dann die Bischöfe die Ver- gierung hätte dafür, daß sie vielleicht dasselbe erreichte, was jetzt Grenze entgegenzukommen. Die Staatsregierung hat ihren Standpflichtung übernahmen, diejenigen geschädigten Interessenten zu vorliegt, den Bischöfen Dank geschuldet. Deshalb blieb, tros punkt gegen die früheren Verhandlungen prinzipiell geändert; das befriedigen, deren Befriedigung überhaupt möglich sein würde. aller Versuche, die Sache ruhen, bis die Bischöfe mit ihrem An ist eine Thatsache, über die ich weiter nicht sprechen will. Diese Zu diesem Behuse schlugen sie weiter vor, in jeder Diözese eine erbieten an den Herrn Ministerpräsidenten herantraten. Durch Aenderung kann den Gedanken erwecken, daß auch auf anderen Kommission zu ernennen, welche die Bischöfe zu unterstützen Gesetz fatholische Geistliche zum Thun zu zwingen, ist bekanntlich Gebieten eine Henderung unserer Staatspolitik eintreten wird. hätte. Sie waren weiter der Meinung, daß der verbleibende ein gefährliches Unternehmen( Heiterkeit); deshalb ist es besser, Wenn die Vorlage Gesetz wird, wird der Kampf um die Schule Rest des Geldes der katholischen Kirche zu überweisen und zu die Anerbietung der Bischöfe anzunehmen. Es wäre sehr bedent nur um so erbitterter werden.( Sehr richtig! rechts.) Innerhalb Diözesanzwecken zu verwenden sei. Die Staatsregierung hat ge- lich, wenn das Haus beschließen sollte, die Geschädigten durch evangelischer Kreise ist dieses Vorgehen der Regierung ein Gegenglaubt, hierauf ohne Schädigung der staatlichen Interessen ein- staatliche Behörden zu befriedigen. Es wird sich fast überall, stand der Beunruhigung geworden, weil die Wunden, welche der gehen zu können und ist der Meinung, daß durch den selbst bei den Instituten immer um physische Personen handeln; Kulturkampf der evangelischen Kirche geschlagen hat, nicht so Vorschlag die fatholische Kirche befriedigt wird. Sie denn die Staatszuschüsse werden ja meist zu Gehältern und schnell geheilt werden. Wie die Gelder verwandt werden, ob sie ist weiter der Meinung, daß, wenn fie diesen Weg sonstigen persönlichen Ausgaben verwendet. Die Auseinander- die Empfangsberechtigten erhalten, ob sie wieder in den Zentralnicht selbst betreten konnte und wenn sie daran dadurch verhin- sehungen werden so schwieriger und unangenehmer Natur sein, fonds zurückfließen, ist gar nicht zu übersehen. Rechtlich ist es dert war, daß sie nicht geneigt war, das Odium auf sich zu daß die Staatsregierung gern dabei nicht betheiligt sein will zulässig, die Mittel für alle möglichen Zwecke zu verwenden, nehmen, was entstehen konnte, es ist ja daüber in der vorigen Man kann das Anerbieten der Bischöfe annehmen, denn sonst auch für die Propaganda. Was man bei den Katholiken an BeSihung viel gesprochen worden.- wenn die Regierung den Ver- wird der Dorn tiefer ins Fleisch gedrückt, und es wird immer rubigung erzielt, wird man erkaufen durch dauernde Unzufriedensuch gemacht hätte, die Interessenten zu entschädigen, daß, wenn schwieriger, die Frage zu lösen. Darum muß eine verantwortungs- heil der evangelischen Bevölkerung.( Zustimmung rechts). Ich sie selbst dieses Odium nicht auf sich nehmen konnte, es dantens volle Staatsregierung die Unannehmlichkeit überwinden und sich kann deshalb in der Vorlage kein Mittel der Ginigung der staatswerth wäre, wenn die Bischöfe den Versuch machen wollten, in über alle Angriffe hinwegsehen in dem Bewußtsein der Pflicht- erhaltenden Kräfte, sondern nur den Keim neuen Streites dieser Weise den Ansprüchen der Intereffenten gerecht zu werden. erfüllung. Ich hoffe, sie werden bei ruhiger Ueberlegung unsere ertennen. Wir haben uns damals nach langer wohl Es ist nicht unwahrscheinlich, daß auch nach der anderen Seite Standpunkte verstehen lernen. Unter der Last der Verantwortung erwogener Berathung auf den Standpunkt der Staatsregierung dieses Gesetz befriedigen tann, insofern als diejenigen, welche im für die evangelische Kirche habe ich schwer zu leiden gehabt. Ich gestellt; wenn wir denselben jetzt schon verlassen sollten, so vorigen Jahre der Meinung waren, daß es nicht hoffe, daß jetzt eine Vereinbarung über die Stolgebühren mit der müßten dafür schwerwiegende politische Gründe maßgebend sein. zulässig sei, der katholischen Kirche eine so große Summe als evangelischen Generalfynode herbeigeführt werden wird und Aber was ist denn geschehen? Die Bischöfe haben die Auffassung Kapital zuzuwenden, auch ihre Befriedigung finden werden; wenn ich das nach zehnjähriger Thätigkeit erreichen sollte, des Zentrums sich angeeignet, die uns schon damals bekannt war. denn nach dem vorgeschlagenen Verfahren ist es nicht wahr so würde das wie ein verklärender Lichtschein auf meine Ver- Da die Regierung die Unterstützung der Nationalliberalen und scheinlich, daß noch ein großes Kapital zur Verwendung bleibt. waltung fallen. Indem ich das hohe Haus bitte, in eine wohlwollende Be Freitonservativen für die Durchführung gebraucht, sind wir Abg. Reichensperger( 3.): Bei den früheren Verhandlungen geradezu deswegen genöthigt, gegen die jeßige Vorlage zu stimmen. rathung dieses Gesetzentwurfes einzutreten, will ich mir nur ist die Sache so aufgefaßt worden, als wenn die gesperrten Ich sehe auch keine Möglichkeit, im Wege der kommissarischen noch die Bemerkung gestatten, daß die Regierung gleichzeitig den Gelder einfach zur Staatstaffe vereinnahmt werden könnten. Berathung eine Ginigung herbeizuführen. Wir können die Sache Wunsch gehabt hat, die evangelischen Desiderien nach Stol- Diefen Grundsatz hat die Staatsregierung nicht getheilt. Ich im Plenum behandeln und im Plenum ablehnen.( Beifall bei gebühren zu befriedigen. Das ist bis zur Stunde nicht möglich hoffe, daß die Bischöfe nur die wirklich Geschädigten entschädigen den Freifinnigen und Nationalliberalen.) gewesen. Unter dem 21. Mai v. J. hat der evangelische Ober- werden, nicht aber Diejenigen, denen anderweitig geholfen wurde. Abg. Graj Limburg- Stirum( fons.): Die Auslassungen von Kirchenrath einen Vorschlag gemacht, der dahin geht:" Der Redner ist auf der Tribüne schwer verständlich. Er führt aus, nationalliberaler und freifonservativer Seite machen es mir schwer, Staat überweist jeder einzelnen Kirchengemeinde unmittelbar so daß durch die Rückerstattung der einbehaltenen Gelder die den abweichenden Standpunkt der großen Mehrheit meiner viel als nöthig ist, um bei der Aufbringung der durch die Auf- Katholiken befriedigt werden könnten, sonst würde der Frieden politischen Freunde zur Geltung zu bringen. Daß wir eine hebung der Stolgebühren erforderlich werdenden Entschädigungs- mit der katholischen Kirche wie die sibyllinischen Bücher immer definitive Niederlage durch diese Vorlage erleiden, kann ich nicht renten für die berechtigten geistlichen und anderen Stellen die theurer werden. zugeben. Eine reine Geldfrage fann doch nicht den Sieg in dem Beiträge der Klassensteuerfreien und der zu den beiden untersten Abg. v. Eynern( natl.): Die Staatsregierung hat den prinzipiellen Kampfe entscheiden.( Sehr richtig! rechts.) Wir Klassensteuerstufen eingeschätzten Gemeindemitglieder, sowie die Rückzug angetreten, das ist trotz aller fpißfindigen Be- sind der Meinung, daß durch das Sperrgesetz die einbehaltenen Mehrbelastung der übrigen Klassensteuerstufen und der Einkommen- mertungen des Herrn Kultusministers nicht zu leugnen. Man Staatsgelder endgiltig konfiszirt worden sind, daß ein Rechtstitel steuerpflichtigen über 4 v. H. an ihrer Personalsteuer zu hat sich früher geweigert, das Kapital zurückzuzahlen und aus jener Zeit nicht mehr besteht, daß ein Rechtstitel erst durch decken." Die Staatsregierung hat diesen Vorschlag in jest zahlt man es zurück. Ich verstehe das nicht. Um den diese Vorlage neu geschaffen würde. Damals verlangte man, ernste Erwägung genommen und ist auf dem Wege, ihn Herrn Kultusminister, der mir in vielen Punkten sehr angenehm daß das Kapital ausgezahlt werden sollte der katholischen Kirche; auszuführen. Es sind dazu aber statistische Recherchen seitens ist, handelt es sich dabei gar nicht; wir kämpfen nicht gegen jetzt wird den Geschädigten ein Anspruch auf Erstattung der eins des Finanzministers erforderlich. Sie wissen, die Verhältnisse Personen. Wir stehen auf demselben Standpunkt wie die behaltenen Gelder gegeben, so daß vom Kapital wenig übrig bleibt. liegen anders in den alten Provinzen, anders in Rheinland und Staatsregierung früher. Der Staat ist der im Kampfe Unter- Gin Theil meiner politischen Freunde steht dem Gesetz prinzipiell Westfalen, anders in den neuen Provinzen. Es ist nicht möglich, legene, er bezahlt nach der verlorenen Schlacht die Kriegskosten. entgegen; sie wollen den Versuch machen, in kommissarischer Bein der jeßigen Sitzung den Gesetzentwurf vorzulegen, um so Welche Mitwirkung hat denn die Staatsregierung bei der Ver- rathung die Vorlage beffer zu gestalten. Ich für meine Person könnte weniger, als es nothwendig sein wird, vor Ausführung dieses theilung der Gelder? Ueber die Verwendung der eingezahlten dem§1zustimmen; aber es wird eine genaue Definition aufgenommen Borschlages im Herbste dieses Jahres die Generalfynode zu hören Summen soll dem Kultusminister Mittheilung gemacht werden. werden müssen, an welche Personen das Geld gezahlt werden und ein tirchliches Gesetz dem Staatsgesetz vorangehen zu lassen. Wenn diese Mittheilungen aber nicht gemacht werden? Oder muß, und es müssen auch darüber Bestimmungen getroffen wer Ich habe in der Preſſe die Bemerkung gefunden, daß die Staats- wenn der Minister einen Brief erhält, daß die übrig den, wer das Geld auszahlen soll. Aus der Vergangenheit ziehe regierung, indem sie dem hohen Hause die Annahme dieses Vor- gebliebenen Gelder zur Schaffung eines Wahlfonds verwendet ich die Lehre, daß die katholischen Bischöfe die Gegner der proteschlages empfiehlt, wahrscheinlich ein Handelsgeschäft mit einer find( Seiterkeit), um gute Wahlen für die katholische Kirche tantischen Religion bleiben werden; aber kleinlich und falsch find Partei dieses Hauses abgeschlossen habe. Ich verwahre mich im herbeizuführen? Im vorigen Jahre sah ich bei der Ver- sie in Geschäften nicht gewesen; sie haben jede Uebereinkunft auch Namen der Staatsregierung gegen eine solche Unterstellung; so handlung der Vorlage in den Reihen des Zentrums so reblich gehalten. Man wird allerdings beim Vertragsabschluß lange ich die Ehre habe, an der Spitze des Staatsministeriums zu wilde Gefichter, jest glänzen die Gesichter von Befriedigung über vorsichtig sein müssen. Auf die Gefühle der Gvangeliſchen wird stehen, glaube ich versichern zu können, daß in Angelegenheiten den Sieg des Zentrums über den preußischen Staat.( Heiterkeit Rücksicht genommen werden müssen. Die evangelische Kirche hat des Staatswohls Handel nicht getrieben werden wird.( Beifall.) im Zentrum. Sehr richtig! bei den Nationaliberalen und Frei Jahre lang ihre Forderungen gestellt, und sie sind nicht Es ist weder von mir, noch von dem Kultusminister seit fonservativen.) Wenn die Stellung des Zentrums so gestärkt wird, erfüllt worden. Es wird schwer fein, für das Gesetz dem Scheitern des letzten Sperrgefeßes auch nur ein einziges so wird sich das überall nachher fühlbar machen; so beim Schulzu stimmen, wenn Mal mit einem Mitgliede der betheiligten Partei des Hauses gefeß, beim Jesuitengesetz u. f. w. die Regelung der Stolgebühren nicht Immer wird die Regierung unbedingt sicher gestellt wird. Die Nothwendigkeit, diesen über Sperrgelder gesprochen worden. Ich schließe mit der Be- jagen: Das bewilligen wir nicht und nach Monaten wird es Streitpunkt aus der Welt zu schaffen, ist ba; es ist mertung, daß es der Staatsregierung sehr wünschenswerth ge- anders. Herr Windthorst erfindet dann immer neue Fragen, die überall erklärt worden, daß die Gelder für die katholische Kirche wesen sein würde, dieses Gesetz im Herrenhause einbringen zu erst in katholischen Versammlungen vorgebracht und schließlich in verwandt werden sollen, deshalb muß etwas geschehen. fönnen, und zwar mit Rücksicht auf die geschäftliche Lage dieses dieses Haus getragen werden. Spricht man doch jetzt schon davon, Die vorjährige Vorlage war mehr geeignet, die katholische Kirche hohen Hauses und auf den nach wie vor lebhaften Wunsch der daß auch die Zinsen der 16 Millionen Mart gezahlt werden zu stärten als die jegige. Wir wollten aber damals wie heute Staatsregierung, alle Gesetze, die dem Hause zur Zeit vorliegen, müßten. Daraus fann der Herr Reichstanzler ersehen, wie wenig nicht für eine Vorlage stimmen, gegen welche das Zentrum noch in der gegenwärtigen Sizung zur Verabschiedung zu bringen. Aussicht auf Befriedigung der Katholiken ist. Zwei große stimmte. Verweisen Sie die Vorlage nicht in die kommission, so Bir haben das nicht gethan, weil wir uns für verpflichtet ge Parteien, die Nationalliberalen und die Freikonservativen wird der größte Theil meiner politischen Freunde dagegen stimmen. halten haben auf Grund des Artikels 63 der Verfassung, der das stehen der Vorlage absolut ablehnend gegenüber. Von den( Beifall rechts.) Ginbringen von Finanzgeseßen in diesem Hause vorschreibt, das Konservativen werden vielleicht einige Herren die Vorlage an- Abg. Stöcker( f.): Jch spreche für mich persönlich, aber ich Gesetz hier vorzulegen.( Beifall.) nehmen, um endlich einmal mit dieser Sache aufzuräumen. Einen glaube im Sinne und Geifte eines großen Theils meiner GesinnungsAbg. v. Cuny( natl.): Wir akzeptiren gern die Erklärung, folchen Standpunft kann man ja verstehen bei Männern, welche genossen. Diese Vorlage ist mir völlig unbegreiflich, so dürftig daß mit Dingen des Staatswohls kein Handel getrieben werden auf den Namen des Ministers gewählt sind. Die Anhänger der motivirt, wie es nur irgend sein kann.( Buruf: Gar nicht D) Mir foll; wir freuen uns auch, daß Wünsche der evangelischen Stirche Ronservativen im Lande werden aber nicht für die Vorlage fein. Der Begründung des Ministerpräsidenten, daß die Bischöfe dieſes befriedigt werden sollen. Allein das hat auf unſere Abstimmung Also die große Masse des Volkes ist gegen die Vorlage. Die Re- wünschen, wird man im Lande nicht einverstanden sein.( Buüber die gegenwärtige Borlage keinen Einfluß. Was hat sich gierung stützt sich nur auf das Zentrum.( Zuruf: Deutschfreisinnigen!) ſtimmung.) Am wenigsten begreife ich, daß der Kultusminister denn geändert seit der früheren Berathung? Wie kommt die Von denen spreche ich nicht; die fommen ja gar feinen Stamen unter die Vorlage gesetzt hat, daß er erklärt, Regierung jetzt dazu, das Kapital zurückzuzahlen, während sie nicht in Betracht.( Heiterkeit.) Der Staat ist der Ge- fein Standpunkt sei von dem früheren nicht wesentlich abfrüher nur die Zinsen zurückgeben wollte? Die Regierung hofft lagene, die Bolitik, welche die Liberalen und Konservativen weichend. Er hat im vorigen Jahre erklärt, daß er es für unauf eine Befriedigung der Katholiken, aber schon erheben sich unterstützt hatten, ist aufgegeben. Diese Frage ist mit möglich halte, den Bischöfen das Geld mit einer Direktive zu Etimmen in der katholischen Presse, welche diese Zurückzahlung bei Stolgebühren, in Verbindung gebracht worden. Diese übergeben. Er hat damals davon gesprochen, daß im Ministerium Lediglich als eine Pflicht des Staates bezeichnen und ihre weiteren tein Raufgeld für eine solche Vorlage. Ich schließe auch noch Männer sigen, die auf Chre halten. Was unter dem es handelte V Hoch verbraucht Rechtsanwalt Versammlungen. Die heutige Versammlung des sozialdemokratisch Wahlvereins für den sechsten Berliner Reichstags- Wahli erklärt sich mit dem Referenten einverstanden und pflichtet sich, in demselben Sinne zu wirken." auf die internationale Sozialdemokratie. Hierauf schloß der Vorsitzende die Versammlung mit ei Die Zahlstellen des Wahlvereins befinden sich bei: Ludwig Wick, Moabit, Birkenstr. 24; Franz Gleinert, Fenn- und Müllerstraßen- Ecke; Jul. Otto, Pantstr. 52; Gnad, Brunnenstr. 38; Emil Schmidt, Tresckow- u. Diedenhoferstraßen- Ed Dstar Kleina u, Gartenstr. 171. Auch Det Kollege Drucke der Verhältnisse ein Minister fann, fann eine große Partei| sagte sofort die Angeklagte, worauf ihr dasselbe auch aus| Vertrauen mit dem schnödesten Undank gelohnt worden. Der nicht mitmachen, ohne im Lande die Sympathien zu verlieren, gehändigt wurde. Da die rechtmäßige Eigenthümerin noch Angeklagte soll die eingegangenen Beträge nicht vorschriftsmäßig auf die sie sich stüßen muß.( Lebhafte Zustimmung rechts.) Auch den Streitenden ihre Aufmerksamkeit schenkte, so war ihr diese gebucht, sondern von denselben eine Gesammtsumme wenn uns in Aussicht gestellt wird, nun soll die Stolgebühren- tleine Szene entgangen. Erst beim Aussteigen in Schmargendorf von 1765 Mark unterschlagen und für sich frage erledigt werden, wofür wir sehr dankbar sind, so können wir vermißte die Verliererin, Frl. Thomas, ihr Portemonnaie, sie haben. Um eine Entdeckung der Veruntreuung zu verhüten, foll diese Vorlage doch nicht annehmen. Es liegt etwas Demüthigendes beklagte faut ihren Verlust und nun theilte ihr der Finder mit, der Angeklagte dann fünf für seinen Chef bestimmte Briefe für darin, daß diese Frage als Vorspann benutzt wird für diese Vor- was sich kurz zuvor ereignet. Frl. Thomas stellte die Angeklagte sich behalten und vernichtet haben. Der Angeklagte, der früher lage. Vor sechs Monaten zu sagen: non possumus, heute zu sagen: zur Stede. Diese stützte sich darauf, daß Schmidt sich bereits ent- geständig gewesen ist, machte im Verhandlungstermin Winkelzüge. possumus, einer Macht, die an ihrem non possumus festhält, fernt hatte, sie leugnete, ein Portemonnaie erhalten zu haben und Er behauptete, daß er keinen Pfennig für sich verbraucht, sondern entgegen zu kommen, trotz aller Invettiven in den vorigen Jahren, erbot sich zum Beweise, daß ein solches überhaupt nicht von ihr die fehlenden Gelder im Interesse des Rechtsanwalts für Portis, das heißt den Satz zur Wahrheit machen: Man erreicht Alles, geführt werde. Sie rief selbst den Stationsvorsteher herbei und Bureaumaterialien u. f. w. verwendet habe. wenn man nur tüchtig opponuirt. Auf die 16 Millionen kommt bat ihn, ihre Taschen zu durchsuchen. Da thatsächlich ein Heymann wies mit Leichtigkeit nach, daß diese Angaben des An es uns nicht an, um Beruhigung zu schaffen. Die Geschädigten Portemonnaie nicht bei ihr gefunden wurde, so legte man geklagten auf unwahrheit beruhten. Der Gerichtshof verurtheilte sollen entschädigt, die Institute befriedigt werden, aber von dem ihrer Entfernung fein Hinderniß in den Weg. Ein den Angeklagten zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängniß Rest soll nicht 1 Pfennig für die katholische Agitation verwendet anderer Fahrgast hatte aber bemerkt daß die Angeklagte und dreijährigem Ehrverlust. werden.( Zustimmung rechts; Widerspruch im Zentrum.) Sie vorher in die Tasche gefaßt und dann etwas in ihren Schirm stehen hier der evangelischen Mehrheit gegenüber, und wenn hatte fallen lassen. Er theilte dem Fräulein Thomas seine Wahrman bedenkt, wie sehr die katholische Kirche in ihrer Macht ver- nehmung mit, man eilte der Angeklagten, die sich bereits auf der stärkt worden ist, so tann man nicht sagen, daß die letztere ihre Chaussee nach Schmargendorf befand nach und untersuchte ihren Macht verwendet hat zur Herstellung des Friedens. Wenn die Schirm. Hier wurde das fünf Mark und einen Ring enthaltende Gelder zurückgezahlt werden, werden seltsame Dinge passiren. Bortemonnaie gefunden, worauf Gräfin Dambski in Begleitung Der Bischof Clemens ist Nachfolger des Erzbischofs Melchers eines Kriminalbeamten den Rückweg nach Berlin antreten mußte. In der letzten Versammlung des sozialdemokratischen geworden. Glauben Sie, daß Bischof Clemens die Da die Angeklagte sich bei dem ersten Erkenntnisse nicht beruhigte, Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis, gesperrten Gelder für sich verwenden wird? Er wird so gelangte die Sache gestern vor der zweiten Straffammer des die am 20. Januar stattfand, sprach Stadtv. Vogtherr unter durch die Zurückzahlung einen ganz netten Agitationsfonds er- Landgerichts II zur Verhandlung. Die zweite Instanz wollte lebhaftem Beifall über die Arbeiter- Bildungsschule. Er empfahl halten.( Zustimmung rechts.) Solche Dinge müssen in der Kom- ebensowenig wie die erste den von der Angeklagten erhobenen in warmen Worten jedem Genossen und jeder Genossin, ſich dem zwecke finden, die uns Evangelischen nicht wehe thun. Dann sei, gelten lassen, das erste Erkenntniß wurde vielmehr bestätigt. Schifflein, das an vielen klippen vorbeigesteuert werden müffe fönnen auch wir vielleicht das Gesetz annehmen, ohne daß uns Den Nußen werde man vielleicht nicht sofort, sicher aber in zeh Schmerzen dadurch bereitet werden. Für die evangelische Kirche Subhastations- Marder" sind eine Spezialität auf dem Jahren sehen. In einer Pause ließen sich Mitglieder in den Wahl kann die Stolgebührenentschädigung feine neue Epoche herbei- Berliner Grundstücks- Markte, welche sich, wie die Mücken um die verein und in die Arbeiter- Bildungsschule aufnehmen. führen. Wir brauchen die Befreiung von gewissen Zwangsbe- belle Lampenglocke, in der Grundbuchstube des Amtsgerichts- Folgende Resolution wurde angenommen: stimmungen aus der Zeit des Kulturkampfes, die volle Be- gebäudes in der Neuen Friedrichstraße sammeln, sobald ein Subwegungsfreiheit, wie die evangelische Kirche sie beanspruchen hastationstermin angesetzt ist. Wer auf dem Grundbuchamte zu fann infolge ihrer unbedingten Treue zum Staat und thun hat, trifft dort vielfach dieselben Gestalten, welche bei Subzum Kaiser. Solange freilich die liberale Partei unsere bastationen als Bieter auftreten und dann plößlich wieder von Bestrebungen antlagt, als wollten wir Hierarchie, so- denn man raunt sich in die Ohren, daß diese Subhastationsder Bildfläche verschwinden. Ihre Aufgabe ist damit erfüllt, lange kann die Regierung die Regierung der Kirche nicht tommen. entgegen Marder ein recht einträgliches und sehr leichtes Geschäft machen, Reine Partei läuft mehr auf auf dem Rücken der Regierung als die nationalliberale. Wir müssen uns Alles indem sie sich an die Rockschöße der Snbhaftations- Interfauer verdienen.( Heiterkeit.) Ohne Bedingung ist dieses Gesetz eſſenten hängen und gegen eine möglichst hohe Abnicht zu haben, darauf kann sich Herr Windthorst verlassen. findungssumme sich bestimmen lassen, nicht mit zu bieten". Wenn er unsere Schulverhältnisse so darstellt, als ob katholische Dadurch kommt das betreffende Konsortium in die Lage, ein erKinder in Gefahr fämen, so find solche Reden nicht am Plate, leckliches Sümmchen in die Tasche zu stecken und der Hypothekennamentlich im Augenblicke, wo man sich die Hand reichen will. gläubiger, welcher sich nur herausbieten" will, wird unbequeme Die innere Spannung zwischen den beiden Konfessionen ist heute Mitbieter los. Die Frage, ob es sich um ein solches Konsortium stärker als je.( Widerspruch im Zentrum.) Lesen Sie, wie in bei fünf Angeklagten handelt, welche sich heute in Gemeinschaft Eine Versammlung der freien Vereinigung der Gr fatholischen Kreisen das Deutschnationale, die deutsche Literatur mit zwei Angestifteten" vor der II. Straffammer zu verant veure und Ziseleure fand am Montag, den 19. d. Mts., ftat heruntergerissen wird. Trotzdem bieten wir über diesen Abgrund worten hatten, verursachte eine Erörterung von fast 5 Stunden. Im geschäftlichen Theil macht Kollege Zack bekannt, daß di die Hand zum Frieden. Die Staatsregierung sollte daran Angeklagt waren: Der Kaufmann Otto Adam, Steinhändler Fachzeitung immer in jeder Versammlung Portoersparnisse halbe denken, daß Preußen ein evangelischer Staat ist, die Vormauer Eugen Jung in Charlottenburg, Kaufmann Wilhelm Hirsch zu haben ist. Kollege Röll berichtet über die Rassenverhältni der größten evangelischen Kirche der Welt. Diese Stellung feld, Hauseigenthümer David Lachmann, Kaufmann Gustav der Vergnügungskasse und über den Kommers: Ausgabe 420 verlieren wir, wenn wir so der katholischen Kirche nachgeben. Goldberg.- Die beiden ersten Angeklagten sollen die Mit nommen, daß die Mitglieder, welche bis zur nächsten Versammlun Cohn, Rentier Adolf Richter und Kommissionär Hermann Einnahme ungefähr 450 M.; hierzu wird ein Antrag ange ( Beifall rechts.) Abg. v. Jazdzewski( Pole) begrüßt die Vorlage mit Freuden bieter an einer Versteigerung( d. h. die übrigen 5 Angeklagten) nicht abgerechnet haben, öffentlich genannt werden. und erklärt, daß die zurückgezahlten Gelder nicht zur Agitation durch Zahlung einer Geldsumme von 800 M. vom Mitbieten ab- wird beschlossen, das Bergnügungskomitee aufzulösen. verwendet werden sollen. gehalten haben und die übrigen sollen wieder durch die Drohung, Kassirer der Unterstützungstasse theilt hierauf mit, da Abg. Arendt( ft.): Für die Herstellung des Friedens würde mitbieten zu wollen, die beiden ersten Angeklagten zur Bergabe sich seine neue Wohnung Grünauerstraße 1 befindet. Bevot ich jedes Opfer zu bringen bereit sein; aber es ist zu befürchten, der 800 Mart bewogen haben. Das alte preußische zum Bericht der Kommission geschritten wird, macht der erf daß der Friede nicht gesichert wird durch diese Vorlage. Ich Strafgesetz- Buch hat in seinem§ 270 solche Manipulationen Saffirer auf Aufforderung bekannt, daß die Beiträge erfreulicher glaube auch nicht, daß durch eine Kommissionsberathung die verboten und das Reichsgericht hat in verschiedenen Erkenntnissen, Weise jetzt sehr gut einlaufen; bezuguehmend hierauf zieht Kolleg Borlage verbessert werden könnte; wie wollen sie a limine ab- bie bis in die neueste Beit hineinreichen, festgestellt, daß dieser Back feinen Antrag auf wöchentliche Zahlung zurück. § 270 des preußischen Strafgesetz- Buches noch Urbach nimmt das Wort Namens der Kommission. Es trate weisen. Abg. Nickert( dfr.) beantragt die fommissarische Berathung. voll und ganz Giltigkeit that. In der Sache selbst in den Verhandlungen verschiedene Ansichten zu Tage, di fich Wenn um Folgendes: Der Kaufmann Baul wichtigste davon war, die Unterstützungskasse zu zentralisiren Ennern meinte, auf die Freisinnigen Herr von tomme es nicht an, so ist das nicht richtig; die Frei- Blumenreich hatte in der Subhastation das Haus Münz jedoch ist diese Anregung aus verschiedenen Gründen zu ver sinnigen werden vielleicht den Ausschlag geben.' Daß unsere traße 17 gekauft, auf welchem u. A. Hypotheten für Adam werfen. Wir haben ca. 3000 Kollegen in Deutschland, von diesen und für Jung standen. Partei so klein ist, brauchte Herr v. Eynern gar nicht zu erwähnen; Von diesem Grundstück war sind 600 organisirt, der sechste Theil würde sich höchstens einer ein Trennstück abgezweigt abgezweigt worden, auf welchem eine solchen Kasse anschließen. Redner empfiehlt jedoch den Kollegen, er brauchte nur an das andere Ende der Leipziger Straße gehen, Sypothet von 24.000 M. für Adam stand. Auf dem Haupt- fich größeren bestehenden Kassen anzuschließen. wo feine Partei auf Grund der allgemeinen direkten Wahl sehr Grundstück hatte Herr Blumenreich einen Bau begonnen, welcher Kollegen die Zahlungen zu unserer jetzigen Staffe zu erteicher, zufammengeschrumpft ist. Heute wünscht Mancher, daß die bei der vorigen. Berathung gefallenen Worte nicht gefallen wären. jedoch inhibirt wurde und nur fortgesetzt werden konnte, wenn würde es gut sein, sie wöchentlich zu entrichten. Ein ReserveDie Mehrheit von damals trägt die Schuld dafür, daß diese Vor- das durch das Trenn- Grundstück in Frage gestellte Thür- und fonds wäre nicht nöthig, da wir immer nach Lage der Kasse lage uns noch einmal beschäftigt. Die katholische Kirche hätte Fensterrecht in Wegfall tommt. Dieses Trennstück, welches zur unterstützen. Der Erlaß von Mitgliedsbeiträgen ist überhaupt das Gesetz schließlich doch angenommen. Die Mehrheit hat das Subhastation gelangte, brauchte der Magistrat zur Straße und aufzuheben. Hieran schließt sich eine äußerst rege Debatte: mals eine neue Politik eingeführt, um das Zentrum in eine die beiden ersten Angeklagten, als Hypothekengläubiger des Haupt- schließlich wird der Antrag auf wöchentliche Zahlung mit große Zwangslage zu bringen, daß es gegen seine Ueberzeugung für das Grundstücks, hatten, nach dem Jdeengange der Anklage, ein leb- Wajorität abgelehnt. Ein Antrag Kröbel, daß Anträge auf Gesetz stimmen sollte. Was sollte die Regierung dazu thun? haftes Interesse daran, daß das Trennstück möglichst bald in den Statuten- Wenderungen 14 Tage vorher bekannt gemacht werden Sollte sie die Vorlage noch einmal einbringen? Das Zentrum Besitz des Magistrats gelange und nicht durch andere Bieter wird angenommen. Als Revisoren werden gewählt die Kollegen konnte doch seine Meinung ändern. Als am 15. Juni vorigen Jahres Hälbig, Kröbel und Michau. Zum Schluß wird auf die öffent Das Gesetz fordert ein Schwierigkeiten entstehen. Gesetz über die Verwendung der Sperrgelder. Früher haben Subhastationstermin stattfand, waren die Angeklagten sämmtlich liche Bersammlung am Montag, den 26. Januar, bei Schmiedel alle Redner erklärt, sie würden für das Gesetz sein, wenn das zur Stelle. Adam soll nun die Lust zum Bieten schon dadurch Alte Jakobstr. 32, aufmerksam gemacht. Zentrum sich zufrieden erklärte. Heute ist das Zentrum zufrie- unterbunden haben, daß er von Anfang an so that, als hätte er Eine öffentliche Kutscherversammlung tagte am Montag den und die Herren stimmen gegen die Vorlage.( Widerspruch ein betreffendes Dokument in der Tasche, auf Grund dessen er bei den Nationalliberalen.) Dann hätten sie damals diese Motive den Anwesenden erklärte:„ Meine Herren, bieten Sie nicht; Sie den 19. d. Mts. Den Vorsiz führte Herr Brunsch. Herr Lin nicht anführen sollen. Herrn Stöcker's Rede wird man nicht be- verlieren nur Geld, denn der Magistrat hat das Expropriations sprach über das Thema:" Haben die Getreidezölle, die indirekten greifen im Lande. Er will die Geschädigten alle befriedigen und verfahren eingeleitet." Geboten wurde denn auch in der That Steuern überhaupt die Lebensmittel vertheuert?" Der Rednet den Rest für bestimmte kirchliche Zwecke verwenden; das ist ja nicht weiter, vielmehr erstand Adam das Grundstück in der Sub- entrollte unter dem Beifalle der Versammlung ein Bild det die Vorlage der Regierung. Wozu die hohen Worte über solche bastation, ohne eigenen Profit, sondern nur für den Werth feiner Wirkungen der indirekten Steuern. Redner weist durch Zahlen Kleinigkeiten? Das Gesetz vom vorigen Jahre hätte vielmehr eigenen Hypothek nebst Zinsen und Kosten. Thatsache ist nun, nach, in welchem ungeheueren Maße gerade die nothwendigsten zur Stärkung der katholischen Kirche beigetragen, als das jetzige. daß der Angeklagte Jung den übrigen fünf Angeklagten 800 Mr. Lebensmittel des arbeitenden Volkes durch die indirekten Steuern Daß der Kultusminister seinen Standpunkt so sehr erheblich ver- ausgezahlt hat, welche dieselben mit je 160 m. getheilt haben. theurer geworden sind. In der Diskussion sprachen die Herren ändert hat, kann ich nicht zugeben. Unter dem Fürsten Bismarck sind Die Anklage behauptet, daß die betr. Angeklagten durch diese 800 M. Hedtke und Gleinig im Sinne des Referenten. Nach dem Schluß die Minister oft genug von einem Standpunkte zum anderen überge- vom Mitbieten abgehalten worden seien und durch die Drohung, mit wort des Referenten wurde folgende Resolution einstimmig an sprungen. Der Unterschied ist nur der, daß Sie( rechts) früher bieten zu wollen, sowohl Adam als auch Jung angeftiftet hätten, ihnen genommen:„ Die heutige öffentliche im Weddingpark tagende immer mitgesprungen sind.( Seiterkeit.) Die Niederlage der zu Willen zu sein. Adam behauptet, daß alle diese Operationen Rutscherverfamchlung erklärt sich mit den Ausführungen des Kulturkampf Politit datirt nicht von diesem Gesetz, und es ist ohne jede Kenntniß seinerseits vor sich gegangen feien, Jung will Referenten einverstanden und erklärt, daß durch die Getreidezölle deshalb wunderbar, daß die Nationalliberalen den Kulturkampf die 800 M. im Auftrage Blumenreich's gezahlt haben und die und sonstige Zölle auf Lebensmittel, welche zum größten Theil jetzt aufgeben wollen. Dieser Geisteskampf wird weitergeführt fünf Angeklagten, welche behaupteten, daß die 800 M. nur das von der arbeitenden Bevölkerung verbraucht werden, die Preise werden, freilich nicht mit polizeilichen Mitteln.( Widerspruch bei equivalent für Hypothekenvermittelung darstellten, bestritten ent- ganz foloffal in die Söhe gestiegen sind und daß die den Nationalliberalen.) Den wirklichen Geisteskampf haben Sie schieden, gewerbsmäßig Subhastationstermine zu besuchen. Arbeiterklasse in erster Linie schwer dadurch getroffen ist. Staatsanwalt Flicker schränkte die Anklage gegen Adam auf Die Versammlung beschließt in eine rege Agitation für ja verlernt. indirekten Steuern Beihilfe" ein. Er hielt mit dem Reichsgericht die Giltigkeit des Abschaffung der einzutreten. Ferner Darauf wird die Debatte geschlossen. § 270 des preuß. Strafgesetz- Buch für zweifellos und denselben ist die Versammlung der Ansicht, daß, wenn die Herren Persönlich bemerkt Abg. v. Eynern, daß er Herrn Rickert, der von den National- in diesem Falle für durchaus anwendbar. Wenn es erwiesen von Kardorff und Genossen meinen, daß die Getreidezölle nicht liberalen zu den Freifinnigen gesprungen und heute als freiwilliger wäre, daß die Angeklagten wirklich zu denjenigen Leuten das Brot vertheuert hätten, fie mindestens damit eine grobe Uns Regierungskommissar fungirt habe( Seiterkeit), nicht antworten gehören, welche gewerbsmäßig bei Subhastationen durch wissenheit verrathen haben. Ferner beschließt die Versammlung Das Schmunzeln des Abg. Windthorst während der solche Drohungen ihr Schäfchen ins Trockene bringen, so würde, dafür Sorge tragen zu wollen, daß, soweit die Kollegen noch wie der Staatsanwalt bekundete, die höchste zulässige Geldstrafe nicht organisirt sind, sie es möglichst bald thun und sich der Richter'schen Rede sei ihm Antwort genug.( Heiterkeit.) Abg. Rickert: Dasselbe hat Herr v. Eynern schon 24 Mal am Platze sein. Diesen Nachweis hielt der Staatsanwalt aber Freien Vereinigung der Kutscher anschließen, da es nur durch doch nicht für erbracht, glaubte aber im Uebrigen, daß in diesem eine straffe Organisation möglich ist, andere Verhältnisse herbeis gefagt; er follte etwas Neues erfinden. Abg. v. Eynern: Ich werde nächstens das Biertelhundert Falle die Anstister höher zu bestrafen seien, als die Thäter selbst zuführen. Im Verschiedenen sprachen die Herren Jedtke, Gleinig, und beantragte demgemäß: gegen Adam 200 M. Geldbuße Brunsch und Frohnert. Es wurde betont, nur die Arbeiter Die Vorlage wird einer Kommission von 21 Mitgliedern ev. 20 Tage Gefängniß, gegen Jung 300 M. ev. 30 Tage, und blätter Vorwärts" und" Berliner Volks- Tribüne" zu halten und gegen jeden der übrigen Angeklagten 900 m. Geldbuße ev. dieselben eifrig zu lesen. Im weiteren wurde noch dringend seitens Die Vertheidiger, Rechtsanwälte Dr. Fr. des Vertrauensmannes die Beisteuer zum Generalfonds der Darauf erledigt das Haus noch ohne Debatte die Prüfung 90 Tage Gefängniß. der Wahlen der Abgg. von Koerber und von Puttkamer- Nipkau, Friedmann, Köller und Wronker, welche schon aus Rutscher den Anwesenden empfohlen. Als Legitimation erhält thatsächlichen Gründen die Freisprechung beantragten, er- Jeder eine grüne Karte und zahlt dann wöchentlich 10 Pf. Hier welche für giltig erklärt werden. örten namentlich auch die juristische Doktorfrage, ob der auf schloß der Vorsitzende die Versammlung. § 270 noch zu Recht besteht. Sie bestritten dies, beriefen fich auf die Autoriät des Obertribunals und verwiesen schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am Montag, de Eine öffentliche Versammlung der im Fuhrwesen be darauf, daß das Kammergericht auch jetzt noch in konstanter 12. b. M., unter dem Vorsitz des Herrn Schulz. Herr G. Lint Braris erklärt, daß es seinerseits troz der entgegengesetzten Entscheidungen des Reichsgerichts bei seiner Anschauung verharrt, sprach über die Lage der im Fuhrivesen beschäftigten Arbeiter daß der§ 270 des preußischen Strafgesetzbuches nicht mehr zu mit besonderer Berücksichtigung der Leichenkutscher und wie ver beffern wir dieselbe? Er sagte etwa Folgendes: Bei den Eine der„ Edelsten". Die Gräfin Johanna von Recht besteht. Der Gerichtshof schloß sich in prinzieller Be- bessern wir dieselbe? Gr fagte etwa Folgendes: Dambski war vom Schöffengericht wegen Betruges zu einer ziehung der Ansicht des Reichsgerichts an, hielt den§ 270 noch Arbeitern im Fuhrwesen, speziell den Leichentutschern, herrschen Geldstrafe von 50 Mart event. zu fünf Tagen Gefängniß ver- als zu Recht bestehend und verurtheilte Adam und Jung zu je Berhältnisse, die sich mit den Gesezen nicht in Einklang bringen urtheilt worden. Die dreißigjährige, aus dem Kreise Trakehnen 300 M. Geldbuße, die übrigen Angeklagten zu je 400 m. lassen. So heißt es z. B. wenn ein Wagen bestellt wird, der Wagen tostet so und soviel und für den Kutscher Trinkgeld 1,50 W. mehr oder weniger. Nun giebt es aber Geschäfte, wo man stammende Dame, fuhr an einem Augusttage des vorigen Jahres Geldbuße, event. für je 10 M. einen Tag Gefängniß. Der ehemalige Bureau- Vorsteher Otto Emil Krid steelt Kutscher pro Woche 12 M. Lohn giebt; natürlich muß ber mit der Ringbahn nach Schmargendorf. Unterwegs entstand im Nebentoupee Lärm und die Angeklagte sowie ein Theil der neben stand gestern unter der Anklage der Unterschlagung, in Rutscher sich von diesem Lohn das Bugzeug für die Wagen bes ihr Sigenden erhoben sich von ihren Plägen, um über die Scheide: 56 Fallen und der Verlegung des Briefgeheim- schaffen, von dem Trinkgeld erhält er aber nichts. wand en bliden, welche sie von den Streitenden trennte. Bei nisjes in 5 Fällen vor der ersten Strafkammer des Land- manchen Geschäften erhält der Kutscher pro Monat 30 dieser Gelegenheit entfiel einer Dame, welche der Gräfin gegen- gerichts 1. Der Angeklagte hat zwei erhebliche Vorstrafen wegen muß sich das Buzzeug ebenfalls beschaffen und bekommt die Hälfte Ein Eigenthumsvergehen erlitten und trotzdem das Glück gehabt, im des Trinkgeldes. Mit einem Worte, der Betrug wird nicht un überfaß, ihr Portemonnaie, ohne daß sie es bemerkte. vom Rechtsanwalt Heymann anderer Fahrgast, der Arbeiter Schmidt, fand das Portemonnaie, Jahre 1887 als Bureau- an dem Kutscher, sondern auch an dem Publikum verübt. Nun hob es auf und fragte, wer es verloren habe.„ Es gehört mir," Borsteher angenommen zu werden. Der Lohn wverde. voll machen. überwiesen. Schluß 3/4 Uhr. Nächste Sizung Montag 11 Uhr. Kleinere Vorlagen. Gerichts- Beitung. " Um den den . " er, von 30 Mark oder 1 Mart pro Tag sich selbst, geschweige denn ein Verband geschaffen werden; die verschiedenen Landesver- Idamit die Jbeale der Sozialdemokratie verwirklicht werden. Mit eine Familie aus 4 Köpfen zu ernähren. bände haben in ein Gegenseitigkeitsverhältniß zu treten. einem Hoch auf die völkerbefreiende internationale SozialdemoRedner weist dann auf Grund statistischer Zahlen nach, welche Die Brünner Kollegen werden beauftragt, ein Verbandsstatut kratie schloß der Vorsitzende die Versammlung, welche wieder elende soziale Stellung die Arbeiter speziell im Fuhrwesen ein- auszuarbeiten. In jedem Industriebezirke der keramischen und sehr stark besucht war. Unser Gesang und Tanz blieben die Genehmen. Das könne aber so nicht mehr weitergehen. Soll irgend der Glasbranche ist zur Durchführung der Kongreßbeschlüsse ein nossen noch lange beisammen. etwas erreicht werden, so muß die gesammte Kutscherschaft sich Agitationskomitee zu wählen. zusammenschließen in einer einzigen Organisation, welche im II. Den Arbeitern der einzelnen Fabriken oder Orte steht Freie Bereinigung der Zeitungsspediteure und Ver Stande ist, dem Begehren des Unternehmerthums einen die Entscheidung über Streits zu. Ein Streit ist nur den Ver- fänser. In der Generalversammlung am Montag, den 19. d. M., Damm entgegen zu sehen.( Lebhafter Beifall.) An der Dis- trauensmännern bekannt zu geben. wurde über die Preisverhältnisse des Kleinen Journals" abertussion betheiligten sich die Herren Hedtke, Brunsch, Da die angenommenen Resolutionen auf dem Malerkongresse mals verhandelt. Der Verleger desselben, Herr Dr. Spitz, war er um Erhöhung der Bilgermann, Koch, Bachmann und Grabowsky. Nach einem bis auf einige fleine Abweichungen gleichlautend mit den Reso- persönlich anwesend und erklärte, als Schlußwort des Referenten wurde folgende Resolution einstimmig lutionen anderer Kongresse sind, sehen wir von der Veröffent- Speditionsgebühren angegangen wurde, sie erst dann zu bes angenommen. Die Versammlung sämmtlicher im Fuhrwesen be- lichung derselben ab. Eine Ausnahme macht die Resolution über willigen, wenn der Verein in der Lage sei, solche Erhöhung bei schäftigten Arbeiter erklärt sich mit den Ausführungen des die Fachpresse; dieselbe lautet:„ Der Kongreß erkennt den hohen der Morgen- Zeitung" und dem„ Deutschen Blatt" zu erwirken. Referenten einverstanden und beschließt, daß die Anwesenden sich Werth einer gut redigirten Fachpresse an und beschließt deshalb, um Wenn er das nicht könne, sei er für ihm nicht maßgebend. dem Herrn erwidert wurde, doch nicht auf die verpflichten, für die weiteste Agitation zu sorgen und sich unver- alle Zersplitterung der Kräfte hintanzuhalten, die in Steinschönau und Als dem jungen Vereins zu pochen, erklärte züglich der freien Vereinigung der Rutscher anzuschließen. Ferner Gablonz erscheinenden Glasarbeiter- Blätter in eins zu verschmelzen Schwäche des jungen ändern zu können. Zu beauftragt die Versammlung das heutige Bureau, in nächster Zeit und die daraus entstehende Zeitung unter dem Titel" Solidarität" an seinem Entschlusse nichts eine öffentliche Versammlung für Leichen, Roll- und Lastfuhr- als Fachblatt zu erklären. Dasselbe foll obligatorisch eingeführt werdem Agentenwesen bemerkte Herr Dr. Spitz, ohne Agenten nicht werk-, Möbel, Transport, Kohlen- und Mörtelkutscher einzu- den, da es nur dann seinen Zweck, Belehrung der keranischen arbeiten zu können; wenn sie auch die Zeitung für einen Schnaps berufen, um eine einheitliche Organisation zu schaffen." Nach Arbeiter, erfüllen kann. Es sollen Uebergriffe der Prinzipale oder ein Frühstück einen Monat durch anpreisen, so sei das Erledigung einiger interner Angelegenheiten schloß der Vorsitzende oder deren Stellvertreter, wie rohe Behandlung, Zwang zu Ueber- immer noch besser, als wenn sie, wie von andern Verlegern billiger die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Arbeiter- Stunden- und Sonntagsarbeit und dergleichen mehr veröffentlicht Beitungen, umsonst gegeben würde. Es wurde ihm erwidert, daß bewegung. resp. festgenagelt werden. Zum Schluß wurde der Antrag, den doch so eine Zeitung beim Publikum weder Ansehen noch Achtung 1. Mai als Arbeiter- Feiertag anzusehen, einstimmig angenommen. haben tönne. Herr Dr. Spitz war jedoch nicht zu überzeugen und leber die Schäden und Mängel der Hausindustrie Unter Hochrufen auf die internationale Sozialdemokratie und erklärte nochmals, weder das Agentenwesen einzustellen, noch die sprach am Donnerstag Abend Frau Ihrer aus Velten vor einer Abfingen des Liedes der Arbeit wurde der Kongreß Preise von 1 M. 50 Pf. zu ändern. Da der Vorstand, laut öffentlichen Versammlung von Schneidern und Schneiderinnen. geschlossen. Im Anschluß an diesen Bericht wurde der Wunsch Statut, im Januar neu zu wählen ist, stand dies auf der TagesDiese von Fräulein Wabniß einberufene Versammlung war gut geäußert, daß auch die deutschen Arbeiter der keramischen In- ordnung und es wurden die Herren Schäfer, Birch, Schönstein, besucht; der Vorsitz wurde Herrn Roloff übertragen. Frau Ihrer bustrie sich vereinigen möchten. Nach kurzer Debatte hierüber 2. Schmidt, Merz und Thiele gewählt; als Revisoren die Herren führte nun folgendes aus: Die Anfänge der Hausindustrie seien wurde zu dem Zweck eine aus fünf Personen bestehende Kom- Freienstein und Kreideweis. schon in den ältesten Zeiten zu suchen; als erste Hausindustrielle mission gewählt, welche Anfragen an sämmtliche keramische ArAm Donnerstag, den 22. d. M., fand eine Versammlung überhaupt könne man die alten Hausfrauen betrachten, die noch beiter ergehen lassen, ob diefelben zu diesem Zwecke einen Delealles, was gebraucht wurde, selbst produzirt hätten. Aus diesen girtentag in Berlin unterstützen würden. Bei dem Bericht über von Mitgliedern des 3. Wahlkreises mit der Tagesordnung: Verhältnissen haben sich allmälig die Kleinbetriebe entwickelt; aus die Berliner Streit- Rontrollkommission wurde der Wunsch ge- Wahl des Vorstandes, Ausgabe der Mitgliedsbücher und Ver den primitiven Kleidermachereien seien die heutigen Konfettions äußert, daß unsere Gewerkschaft auch fernerhin vertreten sein schiedenes, statt. Folgende Genossen wurden in den Vorstand geschäfte entstanden. Man müsse sich einmal die Zustände in der möchte, selbst dann, wenn die Zahl der Delegirten reduzirt werden gewählt: Vorsitzende: A. Schweizer und J. Apelt, Rassirer: Hausindustrie vor Augen führen, um den tieftraurigen Nothstand in würde. Zum Schluß wurde der Besuch der Arbeiter Bildungs- W. Gründel und H. Gimecke, Schriftführer: E. Pahnke und G. Serselben zu verstehen; am elendesten liege die Sache allerdings in schule empfohlen. Lenz, und Beisiger: G. Bertrandt. 97 Mitgliedsbücher wurden Sachsen, dem Mutterlande der Hausindustrie, in gleicher Weise auch in Empfang genommen. Ferner wurde angeregt, daß diejenigen, Der Verein gewerblicher Hilfsarbeiter Berlins und welche sich schon zur Aufnahme gemeldet haben oder noch melden wohl in Schlesien, etwas besser vielleicht in der Rheingegend. Man könne sich aber auch den ungeheueren Nothstand erklären, wenn man umgegend hielt am 21. Januar seine Generalversammlung ab. wollen, ihre Mitgliedsbücher beim Kassirer, Genossen W. Gründel, fönne sich aber auch den ungeheueren Nothstand erklären, wenn man berücksichtigte, daß die gedrückte wirthschaftliche Lage diefen Leuten die Der Vorsitzende Schmidt erklärte, daß er durch Verhältnisse ge- Dresdenerstr. 116, in Empfang nehmen tönnen. Zum 3. Punkte Möglichkeit entziehe, sich ihrer Klasseninteressen bewußt zu wer- swungen sei, fein Amt niederzulegen, daß er aber, wenn auch wurde vom Genossen Fritz erwähnt, daß der Verein es sich nun den. Die äußerste Noth habe die schlesischen Weber jetzt dazu nicht als Vorsitzender, den Verein stets nach Kräften fördern werde. angelegen sein lassen müsse, in die demnächstige Kommunalwahl gezwungen, sich mit Petitionen an die herrschenden Klassen zu An seine Stelle wurde Kollege Günther zum ersten Vorsitzenden thatkräftig einzugreifen. Diesen Ausführungen wurde von der wenden, und was sei ihnen für eine Antwort zu Theil geworden! gewählt. An Stelle des Kollegen Philipp, der ebenfalls sein Amt Versammlung. zugestimmt. Bei dieser Gelegenheit sei noch er= „ Die Noth sei seit undenklichen Zeiten die gleiche gewesen, von niederlegte, wurde der bisherige zweite Schriftführer, Kollege Born, wähnt, daß nicht, wie man wohl annehmen darf, böswillig vereiner akuten Noth fei nach den amtlichen untersuchungen keine zum ersten Schriftführer und zum zweiten Schriftführer Kollege breitet wird, nur im 3. Wahlkreise wohnende Genossen dem Rede." Aber auch die thüringische Hausindustrie erzeuge die Stadie gewählt. Zu Verschiedenem wurde von einigen Kollegen Verein beitreten können. Mit einem fräftigen Hoch auf die interselben Verhältnisse. Beispielsweise erhielten die dortigen Griffel- die Gründung einer Filiale im Norden Berlins angeregt. Stollege nationale Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschlossen. macher für eine 14 bis 18 stündige tägliche Arbeitszeit einen Born wendet sich gegen die Gründung von Filialen, befürwortet einmal so weit zu greifen; in unserer nächsten Nähe, in der Be- die Kollegen, dies dem Vorstande zur Berathung zu überlassen, Weber und verwandten Berufsgenossen, welche am Montag, den Wochenlohn von höchstens 5-6 Mark. Ja, man brauche nicht aber die Einrichtung von Zahlstellen. Kollege Günther bittet Ju der Generalversammlung des Fachvereins der Kleidungsindustrie, bedeute die Hausindustrie den größten Faktor für derselbe wird in der Versammlung den Mitgliedern das Resultat 19. Januar, stattfand, sprach an Stelle des Reichstags- Abgeordunsere wirthschaftlichen Mißstände. Die Versammlungen von der Berathung zur Beschlußfassung unterbreiten. Nachdem der neten J. Auer, welcher am Erscheinen verhindert war, Herr Arbeitslosen hätten am deutlichsten gesprochen, noch deutlicher Vorsitzende die Kollegen aufgefordert hatte, wieder recht rege für Sitsin über die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Entwürden sie sein, wenn auch die arbeitslosen Frauen und Mädchen den Verein zu agitiren und den Vorstand nach Kräften zu unter- wickelung der Arbeiterbewegung. Er erntete lebhaften Beifall. ihr Theil dazu beitragen. Es sei flar, daß die Zölle in dieser stützen, schloß er die Versammlung mit einem Hoch auf die inter- In der Diskussion sprach Kollege Treue im Sinne des Referenten. Beziehung eine große Rolle spielen; die Mac Kinley- Bill in nationale Arbeiterbewegung. Hierauf erstattete der Kassirer den Jahresbericht. Derfelbe ergiebt Amerita habe der deutschen Konfektionsindustrie einen schlimmen In der gut besuchten Generalversammlung der Freien eine Einnahme von 580 M. 50 Pf., Ausgabe 494 m. 40 f., Strich durch die Rechnung gemacht. Dazu komme, daß die Vereinigung der Zimmerer Berlins und Umgegend, welche am bleibt Bestand 86 M. 10 Pf. Die Revisoren bestätigen, die Kasse Laften der häuslichen Produktion dem Arbeiter doppelt empfind- 19. D. M. tagte, sprach Herr Werner über das„ Alters- und In- in guter Ordnung gefunden zu haben, und dem Kassirer wird zu bezahlen, die sie für die Produktionsmittel nothwendiger Weise ernteten den Beifall der Versammlung. Nach Schluß des Vor- vom Arbeitsnachweis: angemeldet wurden vom 1. Oktober brauchten, dann aber müßten sie diese selbst ohne Lohnaufschlag trags wurden noch verschiedene Fragen an den Referenten ge- bis 1. Januar 139 Stühle, Arbeit nachgewiesen erhielten aus eigenen Stücken hergeben. Gin ungeheurer Mißstand, der stellt und von ihm beantwortet. Hierauf verlas der Kassirer die 49 Kollegen, davon haben nur 10 dieselbe übernommen, nicht anebenfalls durch die Hausindustrie eingeführt worden sei, Abrechnung vom 4. Quartal 1890. Die Einnahme betrug gefangen 8, schon besetzt waren 5 Stühle, 25 brachten feinen Besei die Kinderarbeit. Diese sei am meisten bei der Schachtel- 353,64 M. Die Ausgaben betrugen 157,82 m., bleibt ein Bescheid zurück, die übrigen Angemeldeten konnten nicht berücksichtigt macherei eingeführt, 100 schon die allerkleinsten Kinder stand von 195,82 M. Da die Abrechnung von den Revisioren werden. Die Ursache sei wohl darin zu suchen, daß bei den mithelfen müßten. Ausgenutzt würde auch die Kinderarbeit für richtig anerkannt war, wurde dem Raffirer Ent- jeßigen Löhnen, welche gezahlt werden, überhaupt nicht mehr zum bei der Rübenarbeit in der Magdeburger Gegend; dort sei die lastung ertheilt. Hierauf wurde zur Wahl des gesammten Vorstandes Gristiren sei. In die Kommission für das nächste Halbjahr wurSchule auf dem Gute nach der Arbeit, doch sei es flar, daß geschritten. Der bisherige erste Vorsitzende, Hugo Lehmann, der den die Kollegen Kunik, Schön, Zenter, Kiburg, Heier und Hanschke einem abgematteten jugendlichen Körper Tein geistiger Stoff mehr erste Kassirer Paul Schulz Neue Hochstr. 27, und der zweite gewählt. Unter Verschiedenem" wurden die Kollegen Masch und zugeführt werden könne. Man habe zwar schon an den Miß- Kassirer Hermann Göde, Adolfstr. 3, wurden einstimmig wieder- Petersdorf als Revisoren für die Abrechnung vom Stiftungsfeste ständen kuriren wollen, doch hätten sich diese Bestrebungen auf gewählt. Neugewählt wurde zum zweiten Vorsitzenden Karl gewählt; ferner wurde beschlossen, 30 M. der Generalfommission ein falsches Gebiet verirrt. Man glaubte, daß noch Innungen im Schöning, zum ersten Schriftführer Karl Fuhrmeister, zum zweiten deutscher Gewerkschaften zu überweisen. Stande fein könnten, den Kleinbetrieb zu retten. Unsere Auf- Schriftführer Otto Krüger, zu Revisoren August Herzog und Paul gabe müsse es sein, energisch für Inspektorat auch der Haus Schulz II, zu Kontrolleuren Karl Kaye und Hermann Corgel. Bereinigung der Drechsler Deutschlands, Zahlstelle industrie einzutreten. In Amerika gebe es sogar Fabritinspektoren Im Verschiedenen wurde noch beschlossen, das Stiftungsfest Mitte Rixdorf und Umgegend. Unsere erste diesjährige Mitgliederweiblichen Geschlechts, und es habe sich herausgestellt, daß diese März abzuhalten, und die nächste Versammlung in demselben Versammlung tagte am Sonntag, den 18. Januar, Vormittags ihr Amt gewissenhafter und besser ausgeführt hätten, als die Lokal am Montag, den 2. Februar, stattfinden zu lassen. An- 11 Uhr, und war trotz der großen Arbeitslosigkeit unter den männlichen. Eine große Hilfe tönne nur ein durchgreifender geregt wurde noch, daß der Beerdigungsverein der Berliner Kollegen sehr zahlreich besucht. Zunächst verlas der Kassirer Arbeiterschutz leisten; Verbot der Nachtarbeit müsse jedoch Bimmerer die Interessen der Arbeiterbewegung schwer schädigt, Papenfuß die Abrechnung vom 4. Quartal, welche von den nicht nur für die Frauen, sondern für beide Geda derselbe sein Vergnügen im Lokale Niest, Weberstraße, abhält. Revisoren für richtig befunden wurde. Hierauf wurde dem schlechter gefordert werden; es gäbe keine besonderen Die Mitglieder, welche sich Genossen nennen, wurden ersucht, dem Kassirer Decharge ertheilt. Der Kassirer machte noch die arbeitsInteressen für Männer für Männer und für Frauen, deshalb sei Bergnügen nicht beizuwohnen. losen Kollegen darauf aufmerksam, daß ihnen die Beiträge gees falsch, besondere Fachvereine zu gründen. Der erste und der ftundet oder ganz erlassen werden würden, wenn sie nicht bebeste Schutz aber sei die Organisation; es müßten Lohntarife Der Verein der Kistenmacher hielt am 19. d. M. eine zahlen könnten. Bei der Wahl eines Bevollmächtigten wurde eingeführt werden, die wiederum am besten durch Arbeiterkammern Versammlung ab. Der Vorstand erstattete Bericht über die Kollege Sonnenschmidt wiedergewählt. Unter Verschiedenem geregelt werden könnten. Nicht zu vergessen seien die Auswüchse Thätigkeit des Vereins im verflossenen Jahre. Alsdann erstattete wurde über die Abrechnung vom Vergnügen lebhaft debattirt, da des Truckſyſtems, das sich noch häufig in der Hausindustrie breit der Kassirer die Abrechnung vom 4. Quartal. Einnahme 83,90 M., doch schon die Abrechnung stattgefunden hat und noch mehrere mache und zwar hauptsächlich wieder bei den Arbeiterinnen. Zur Ausgabe 80,35 M., Bestand vom 3. Quartal 95,27 M., General Kollegen mit den Billets im Rückstande sind. Auf Antrag des Abhilfe aller Mißstände habe man zwar Anfangs der achtziger bestand 82,92 M. Gin Antrag, die Familien der beiden gegen Kollegen Pafchte wurde eine Kommission gewählt, welche die Jahre Genossenschaften zu gründen gesucht, diefe feien aber nicht Bergehen des§ 153 zu drei Monaten Gefängniß verurtheilten Sache zu untersuchen hat. Es wurden hierzu die Kollegen Jonas, im Geringsten praktisch, weil doch nur immer einzelne den Vor- Kollegen Heyne und Torfftecher zu unterstützen, wurde angenommen. Ahrberg und Resch bestimmt. Kollege Paschke machte bekannt, daß noch Sammellisten von streifenden Kollegen aus Braunschweig, theil daraus ziehen. Die radikalste und beste Abhilfe sei die Um- Hierzu sollen Sammellisten in die Werkstellen gesandt werden. wandlung der Produktionsweise überhaupt. Die Produktion müsse der Vorfißende macht noch bekannt, daß am Sonntag, den Burg, Mainz und den Londoner Stockarbeitern ausliegen. Hierauf verstaatlicht werden, selbstverständlich im sozialistischen Sinne. 25. d. M., im Lokale Dresdenerstr. 45 ein geselliges Beiſammen- wurden aus der Vereinstasse der Zentral- Streiffaffe der Drechsler Zu diesem Zwecke dürfe die Agitation niemals ruhen, damit für sein, verbunden mit einem Vortrag von Herrn Türk, stattfinden 10 M. bewilligt und den Londoner Stockarbeitern 3 M. Kollege Die Gesammtheit eine bessere Zukunft vorbereitet würde.( Lebhafter wird, und forderte die Kollegen auf, sich recht zahlreich mit ihren Bickert machte noch auf den Maskenball der Berliner Orig Beifall.) Familien einzufinden. Beginn Nachmittags 5 Uhr. verwaltungen aufmerksam, welcher am 31. Januar in der UnionsBrauerei stattfindet. Bur Diskussion spricht als einziger Redner Genosse Timm. Jin Wesentlichen hält er sich an dem, was Frau Ihrer in ihrem Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin) tagte Eine öffentliche Schmiedeversammlung tagte am SonnReferat bereits gesagt hat; er schlägt eine Resolution vor im Dienstag, den 15. Januar. Herr Dr. Lütgenau hielt einen mit in die Fachorganisationen angenommen wird. in seiner Ausführungen, die nach einer Pause zur Aufnahme reichem Beifall aufgenommenen Vortrag über das Thema:" Die tag, den 18. d. M., Nachmittags 3 Uhr, zu Rigdorf. Don Boris Im Weiteren gegenwärtige Lage der Arbeiterklasse". beschäftigte sich die Versammlung mit dem Herbergswesen und nicht statt. Zum 3. Punkt," Verschiedenes", berichtet der Vor- Herr G. Link- Berlin einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag Arbeitsnachweis. figende, daß laut Schuhmacher Fachblatt die Aussperrung der über:" Sozialdemokratie und Bourgeoisie". In der Diskussion Kollegen in Erfurt, obwohl die" Bolts- Zeitung" einen Artikel sprachen die Herren Krüger und Einfe. Nach dem Schlußwort Der Berliner Wirkergesellen- Verband hielt am Dienstag, gebracht, daß der Streit beendet sei, noch weiter besteht, die des Referenten wurde zunächst auf die statistischen Fragebogen den 20. d. M., Weinstr. 11, eine Versammlung ab. Die Arbeiter Fabrikanten sogar eine Verhandlung mit den Arbeitern schroff hingewiesen. Dann erstattete Herr Schmidt Bericht über den und Arbeiterinnen der Wirkerbranche, welche bisher getrennt zurückgewiefen hätten. Pflicht jedes Kollegen sei es, weiter rege feinerzeit in Salle stattgefundenen Schmiedetag. Ferner ehrte die organisirt waren, sind zu der Ueberzeugung gelangt, daß eine Gelder zu sammeln, damit die Kollegen nicht unterliegen. In Versammlung das Ableben Rittinghausens durch Erheben von gemeinsame Organisation für die Wahrung ihrer Interessen diesem Sinne äußern sich noch mehrere Kollegen. Der Versamm den Plägen. Mit dem Mahnruf, stets die Organisation der größere Vortheile bietet, als eine getrennte; infolge dessen haben lung wurde noch bekannt gegeben, daß die nächste Mitglieder Schmiede hoch zu halten, schloß der Vorsitzende die gut besuchte Versammlung. diefelben gegen Ende vorigen Jahres einen neuen Fach- versammlung bei Bolzmann, Andreasstr. 26, abgehalten wird. verein für alle Arbeiter und Arbeiterinnen der Wirkerbranche gegründet; das hatte die Auflösung des alten Achtung! Am Montag, den 19. Januar, wurde in Habel's Die Freie Gemeinde zu Nixdorf und Umgegend hielt Verbandes zur Folge. Zunächst erstattete der Staffirer Bericht ab, Brauerei, Bergmannstr. 5-7, die durch Packetfahrtkarten ein- am 17. d. M. eine öffentliche Versammlung ab, in welcher Herr wonach sich ein Bestand von 202 Mart 75 Pf. ergab. Das berufene Mitgliederversammlung der Kranken- und Sterbefaffe cand. phil. Peus über„ Die Nationalökonomie in der Schule" Vereinsvermögen, sowie sämmtliche Vereinsutensilien wurden dem der Metallarbeiter( E. H. 29 und 89 Hamburg), Filiale Berlin 1, referirte. Derfelbe erntete für seinen Vortrag Beifall. In der neuen Fachverein als Schenkung überwiesen. Wie sich heraus- durch den Revier- Polizeiwachtmeister auf Grund des Vereins- Diskussion verglich Wilh. Krüger zunächst das Verhalten der stellte, stehen noch Listen von vorjährigen Streits aus; es wurde geſehes wegen nicht nachgesuchter polizeilicher Genehmigung auf- Berliner Polizeibeamten mit dem der Nixdorfer und meinte, daß hierzu eine Schuldeneinziehungs- Kommiffion, bestehend aus den gelöst. Der Dekonom hatte durch seinen Sohn die Polizei in es eine wahre Freude fei, in Berlin eine Versammlung zu feiten, Kollegen Schein, Liebers und Krause, gewählt, welche die be- Kenntniß gesezt. Die Tagesordnung beschäftigte sich mit nur während es in Rixdorf eine Kunst fei, weil hier die Beamten treffenden Listeninhaber auffordern soll, schleunigst abzurechnen, inneren Rassenangelegenheiten. Die Versammlung war ungefähr zuweilen nicht genügend darüber informirt feien, was eigentlich widrigenfalls die Namen der Säumigen öffentlich bekannt gegeben von 200 Mitgliedern besucht, welche recht verwunderte Gesichter Bolitik sei und was nicht. Auf diese Ausführungen hin löfte ber Die ausstehenden Beiträge follen gleichfalls von der machten. Der Saal mußte geräumt werden. Beschwerde wurde fiberwachende Gendarm wegen Beamtenbeleidigung() die VerSea mission eingezogen werden. Hierauf erfolgte die Auflösung sofort beim Polizeipräsidium eingereicht, ein Bescheid ist uns von sammlung auf. Als über diese offenkundige Gesetzesverletzung Dort bis jetzt noch nicht zugegangen. einige Aeußeringen laut wurden, sagte er zu dem anderen Gendarm: Jetzt fasse ich aber Einen und bringe ihn zur Wache, Am Montag, den 19. Januar, fand eine öffentliche VerIn der öffentlichen Volksversammlung, die vom Lese- sprang von der Bithne in den Saal, stürmte in die den Saal und Diskutirklub" Freie Denter" am 18. d. Mt. einberufen war, verlassende Menge hinein, faßte den ersten Besten, der übrigens richtete ausführlich über die Verhandlung des Brünner Kongresses. und die unter Borsitz des Genossen Gefrois stattfand, sprach Ge nichts gesagt hatte und notirte denselben. Unterdeffen waren auch Es ist dem Berichte nach eine Organisation in's Leben gerufen noffe Schaar über das Thema: Vor und nach dem 1. Oktober. noch drei andere Gendarmen, die allem Anscheine nach im Vorworden, welche die Arbeiter der ganzen keramischen Industrie Er erntete lebhaften Beifall. An der Debatte betheiligten sich Herr saale der Auflösung geharrt, hineingekommen und drängten sich Desterreichs umfaßt. Es wurden auf dem Kongreß folgende Re- Beus und Frau Fahrenwaldt. Folgende Resolution fand An- in dem Menschenknäuel hin und her. Das allgemeine Urtheil folutionen angenommen. I. Es soll in jedem Kronlande nahme: Die heutige Versammlung verspricht alles aufzuwenden, über dieses Verhalten der Polizeibeamten war ein recht hartes. werden. des Verbandes. Bei der Besonnenheit der Nixdorfer Arbeiter wurden ernsthafte] Störungen vermieden. Beschwerde ist eingereicht. Alt- Landsberg. Am Sonntag, den 18. Januar, sprach hier eherne Lohngefeß, das in seiner bisherigen Fassung die industrielle der Reichstags- Abgeordnete Fr. Kunert unter lebhaftem Beifall. Reservearmee unberücksichtigt lasse. Auch auf dem Lande werde Die Gründung eines Arbeiter- Bildungsvereins wurde beschlossen, bald ein Ueberschuß an Arbeitskräften vorhanden sein, doch sei die sehr schwierig, Landarbeiter zu organisiren, Schönberg. Am 18. d. M., fand in der Schloßbrauerei dem sofort 75 Mitglieder beitraten. An der Diskussion betheiligten es sehr die Mitgliederversammlung der Freien Vereinigung der Bau- sich die Genossen Babiel und Günther. Es wurde eine Resolution da sie einestheils der Gesinde- Ordnung noch unterstehen, und und gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Umgegend" angenommen, welche die Absicht der Versammlung ausspricht, die anderntheils noch zu unaufgeklärt seien. Auch die kaufmännischen statt. Der Kassirer legte Rechnung ab, deren Richtigkeit von den Landagitation mit allen Kräften zu betreiben. Zum Vertrauens- Angestellten, die sich für etwas Besseres als die Arbeiter halten, Revisoren bestätigt wurde, worauf ihm Decharge ertheilt wurde. mann für Alt- Landsberg wurde der Schuhmacher Otto Grätz ge- feien nur schwer über ihre wahren Interessen aufzuklären und Unter Vereinsangelegenheiten kam die Angelegenheit des Kollegen wählt. Jedem Genossen, der nach Alt- Landsberg kommt, zur bilden zum großen Theil noch den Schwanz der liberalen resp. Zungwiz nochmals zur Sprache, welcher troy wiederholter Auf- Kenntniß, daß nur das Lokal von A. Neubauer zu berück- freisinnigen Partei, deren Wortführer Eugen Richter in seiner forderung sich nicht herbeiließ mit dem Kassirer abzurechnen; es sichtigen ist. Es ist das Einzige, welches Arbeiterversammlungen Broschüre, die man richtiger als" Grrlehren über die Sozialwurde darauf beschlossen, denselben öffentlich noch einmal dazu offen steht. aufzufordern. Kollege Marasas fragte noch an, ob der Verein nicht in Zukunft unser Fachorgan„ Der Arbeiter" obligatorisch stattgefundenen Versammlung des„ Arbeitervereins für Köpenick Köpenick, den 22. Januar. In der am 20. Januar d. J. einführen wollte, worauf erwidert wurde, daß dieser Bunft einführen wollte, worauf erwidert wurde, daß dieser Punkt wahr- at lugegend" referirte Dr. Lütgenau. Nachdem der Redner, scheinlich im Sommer zur Ausführung kommen würde. Unter Verschiedenem wurden noch einige Schattenseiten unserer heutigen anknüpfend an die Schutzzoll- Debatte der letzten Tage, gezeigt Wirthschaftsweise besprochen, so z. B. die große Arbeitslosigkeit hatte, wie wenig die herrschenden Parteien geneigt seien, auf die in allen Kulturstaaten. Sodann schloß der Vorsitzende die Ver- ihnen durch die Zölle erwachsenden Vortheile zu verzichten, troh fammlung mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. der kolloffen Belastung der Arbeiter durch dieselben, ging derselbe auf die durch die fortwährenden Verbesserungen der Maschinen einerseits, und die augenblickliche Krise anderseits hervorgerufene Arbeitslosigkeit über. Im Anschluß hieran besprach Redner das In Schöneberg tagte am Montag, den 19. Januar, der Verein zur Hebung der materiellen und geistigen Lage der Arbeiter Schönebergs. Da die Versammlung schwach besucht war, wurde nur die Abrechnung vom letzten halben Jahre erledigt. Die Einnahme betrug 99,85 M., Ausgabe 98,70 M., Kassenbestand 1,15 M. Nachdem dem Kassirer Decharge ertheilt war, wurde zur Wahl des gesammten Vorstandes geschritten. Gewählt wurden folgende Genossen: Freidant, erster Vorsitzender; Hackebusch, zweiter Vorsitzender; Däumich, erster Schriftführer; K. Schmidt, zweiter Schriftführer; Albrecht, erster Kassirer; Freier, zweiter Kassirer; Drente, Bäumler und Eichhorn als Revisoren. Ferner wurde beschlossen, den Namen des Vereins zu ändern; der Verein soll von jetzt ab Arbeiterbildungs- Verein für Schöneberg und Umgegend heißen. Jeden Sonnabend von 8-10 Uhr werden Beiträge im Restaurant Wwe. Reinsberg, Bahnstraße, entgegengenommen; auch steht den Genossen die Bibliothek daselbst zur Verfügung. " Gr.- Lichterfelde- Lankwitz. Auf Mittwoch, den 21. Jan., hatten einige der hiesigen Genossen eine öffentliche Volks versammlung mit der Tagesordnung: Gründung eines Volks Bildungsverein 3" nach dem Grunow'schen Lokale anberaumt. Alle Vorbereitungen waren getroffen und die am Mittwoch Abend vor dem Lokal harrende Menschenmenge legte Zeugniß davon ab, daß die hiesigen Arbeiter ein großes Interesse daran haben, einen solchen Verein gegründet zu sehen. Wenn auch alle Anzeichen dafür sprachen, daß uns unser Werk gelingen würde, so hatten wir doch noch nicht die Thatsache in Erwägung gezogen, daß es dem Herrn Saalbesitzer frei steht, über Nacht sein Wort zu brechen und zwei Tage vor dem Statt finden Der Versammlung durch eingeschriebenen Brief feine Zusage rückgängig zu machen. Dies geschah, und auf unser Vorhalten, daß dieses Gebahren doch nicht hübsch sei, meinte der Wirth:„ Er für seine Person hätte uns das eininal gegebene Wort nicht gebrochen, wenn er nicht förmlich dazu gezwungen worden wäre. Von welcher Seite dieser Zwang ausgangen ist, damit wollte der Herr nicht heraus, aber aus seinen weiteren Auslaffungen ist es nicht schwer, den Beeinflusser zu errathen. Sehen Sie, meine Herren", sagte der Wirth weiter, ,, wie Sie wissen, habe ich einen Saal gebaut, und wenn ich Ihnen Das Lokal zur Versammlung gebe, dann bin ich gezwungen, auf Benutzung dieses Saales zu verzichten, denn ich darf dann nicht darin tanzen laffen," Hieran wird jeder Unbefangene erkennen, wo wir den Beeinflusser zu suchen haben, Der Wirth ist eigentlich nicht der Hauptschuldige. Noch am Mittwoch Abend erklärte der Wirth dem Einberufer und dem erschienenen Referenten, Herrn Buchdrucker Werner, daß er dem Drucke nachgeben müsse. Als der draußen harrenden Menge, welche sich wohl auf 7-800 Stöpfe belief, die Mittheilung gemacht wurde, daß die Versammlung nicht stattfinden könnte, ging Alles lautlos auseinander. Nur ein unterdrücktes Hoch auf Werner erfcholl. Als Kuriosum sei noch angeführt, daß ein hiesiger Meister seine Lehrlinge ausgesandt hat, die von den Genossen angeklebten kleinen Zettel, welche die Bersammlung anzeigten, von den Telegraphenstangen zu entfernen. -Trotz aller Machinationeu wird es den hiesigen Genossen doch gelingen, einen Verein zu gründen, welcher es sich zur Aufgabe machen wird, die Arbeiter volkswirthschaftlich und politisch zu bilden, mögen die ordnungsparteilichen Spießbürger auch noch so fehr zetern. Wir wissen, daß die Arbeiter auf unserer Seite stehen, und das genügt uns. In Friedrichshagen fand am letzten Sonnabend eine stark besuchte öffentliche Boltsversammlung statt. Reichstags- Abgeordneter Paul Singer war am Erscheinen verhindert, an seiner Stelle hielt Dr. Lütgenau ein eingehendes Referat über die politifche Lage. Er ging von den Reichstags- Verhandlungen über die Getreidezölle aus, legte insbesondere dar, daß die Kornzölle den Ruin des landwirthschaftlichen Kleinbetriebes doch nicht aufhalten könnten, besprach weiter die Verhältnisse des ländlichen Proletariats und führte aus, daß den Klagen über verminderte Wehrkraft wegen Abnahme der ländlichen Bevölkerung nicht durch Getreidezölle, sondern durch bessere Löhne abzuhelfen sei. Hierauf erläuterte Referent das Programm und die Ziele des Sozialismus, wobei es ihm besonders auf die Belehrung der Kleinhandwerker antam, und schloß mit einer Darstellung des Zusammenbruches der alten Gesellschaft, dem wir entgegengehen. Trotzdem viele Gegner anwesend waren, meldete sich in der lebhaften Diskussion feiner derfelben zum Wort und wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:" Die heute am 17. d. Mts. im Eiskeller tagende von etwa 800 Personen besuchte öffentliche Voltsversammlung drückt ihre Entrüstung über die Abstimmung des Reichstags in Betreff der Getreidezölle aus. Sie fordert entschieden die gänzliche Aufhebung derselben und ebenso die Aufhebung sämmtlicher Zölle auf Lebensmittel, da sie aus Erfahrung überzeugt ist, daß dieselbe gleich einer erdrückenden Last auf den Arbeiter, dem Meistkonsumirenden, liegen. Sie erklärt, bei der nächsten Wahl die Quittung durch Abgabe vermehrter sozialdemokratischer Stimmen auszustellen." Der Ertrag der Tellersammlung( 21 Mark) wurde noch während derselben vom überwachenden Beamten beschlagnahmt; dieselbe wird zurückgefordert werden. Friedrichshagen. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein beschloß in seiner Generalversammlung, fich ferner Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichshagen und Umgegend zu nennen, um den außerhalb Friedrichshagens wohnenden Genossen den Beitritt zu ermöglichen und besser in der Umgegend agitiren zu können. Derselbe hat auch, um seinen Mitgliedern möglichst viel Gelegenheit zu geben fich zu bilden, Lese- und Diskutirabende eingerichtet, welche allwöchentlich am Freitag, Abends 81/2 Uhr, im Restaurant Blanke( früher May), Friedrichstraße, abgehalten werden. Um auch den Frauen Gelegenheit zu geben, ihr Wissen zu bereichern und zu gleicher Zeit die Gefelligkeit unter den Mitgliedern zu pflegen, soll in der nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung der Borschlag gemacht werden, alle vier Wochen am Sonntag eine Versammlung für Männer und Frauen mit Vortrag, Diskussion, und darauffolgendem Tanz abzuhalten. Die Zahlstelle des Vereins befindet sich beim Kassirer desselben, dem Zigarrenhändler M. Wartmann, hierselbst, Friedrichstr. 122, woselbst auch Mitglieder aufgenommen werden. Ebenfalls nimmt derselbe gelesene Arbeiterblätter in Empfang, worauf ganz besonders aufmerksam gemacht wird, da die Nachfrage nach gelesenen Arbeiterblättern in unserem Kreise eine sehr große ist. Die nächste öffentliche Versammlung des Vereins ist am Montag, den 26. Januar cr. in Richter's Restaurant Giskeller", Friedrichstraße, hierselbst. Vortrag. Referent: Reichstags- Abgeordneter Schwarz- Lübeck. DisTussion. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 6. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 26. Januar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Marf find den betreffendent Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 14 37 134 272 391 462 71[ 3000] 600[ 1500] 24 61 899 934 1021 114 45 48 55 65 358 533 2081 109 71 225 48 91 577 805 15 32 909 93 3007 24 171 238 98 352 414 664 78 805 908 26 4181 96 261 526 642 93 821 5039 240 84 88 90 91.312 513 611 57 803 83 99 6093 172 86 218[ 300] 420 683 738 807 7074 75 207 353 436 65 68 934 115001 8178[ 15001 390 571 732 51 64 85 940 9241 463 82 83[ 1500] 605 28[ 300] 768 74 883 947 10044[ 300] 177 1500] 381 414 23 26 603 9 34 741[ 30001 911 70 11099 102 222 90 312 29 481 87 539 93 685 733 68 12240 310 35 43 88 407 96( 500) 631 52 838 48 966 13037 228 46 73 306 522 24 629 913 49 15001 14111 55 359 413 46 115001 540 13001 610 83 720( 300) 802 924 99 15049 116 223 68 77[ 300] 89[ 3000] 469 89 507 53 676 790 16029 115 76 388 472 542 705 34 13001 73 869 71 974 17480 523 27 745 59[ 1500] 956 18039 40 138 221 130001 73 93 401 72 541 622 35 734 932[ 1500] 19031 337 506[ 30001 781 816 17 20043 73 85 370 435 568 741 946 21020 60 1500] 327 613 38 709 88 977 22121 240 392 427 51 98 573 634 41 706 68 23167 249 457 608 20 839 77 999 24056 180 268 310 50 476 515 631 789 931 75 25163 287 98 395 450 789 885 944 20308 457 505 62 678 99 750 77 926 27019 28 396 423 676 796 28125[ 300] 231 421 517 73 78 674 130001 78 80 710 877 927 74 94 29005 176[ 1500] 247 85 323 85 433 767 803 91 30086 227 390 95 406 22 32 40 74 537 751 31069 97 425 602 32033 597 612 20 39 729 922 33051 131 260[ 300] 345 403 509 624 [ 300] 49 720[ 500] 896 914 34016 103 75 358 408 52 59 81 539 672 35052 71[ 1500] 86 113 38 241 94 316 22 46 53 556 687 36098 116 504 754 89 818 76 920 23 115001 35 32096 215 20 493[ 3000] 561 608 46 703 88 818 945 38024 68[ 3001 110 497 780 854 969 39359 88 437 50 586 640 74 789 821 62 40124 247 428 67 769 814 904 60 74 93 41049 203 355 90 96 [ 3000] 433 57 682 702 79 884 42173 205 378 702 50 43002 31 177 78 208[ 500] 83 552 685 700 24 64 97 44032 197 274 377 665 77 84 727 849 910 83 45412 655 709 897[ 15001 46084 96 118 52 56 260 377 496 536 1500) 630 61 729 800 960 96 47064 521 45 59 88 91 609 57 769 908 15001 28 48278 365 421 49 91 528 726 816 31 49156 202[ 3000] 14[ 3000] 76[ 5001 560 76 640 44 916 54 50061 365 85 585 94[ 300] 647 746 51337[ 500] 402[ 3001 766 800 [ 500) 911 52001 49 81 99 139 318[ 500] 95 512 29 639 707 71 808 53039 103 9 96 604 57 73 812 54079 123 37 290 544 57 644 72 82 824 910 55066 230 310 406 73 516 623 87 853 56008 33 85 136 229 316 38 542 626 37 58 879 902 57192 305[ 1500] 417 95 523[ 3000] 99 625 706 800 969 58039 75 90 150 64 91 98 336 63 460 596 644 64 68 90 853 931[ 300] 89 59065 283 349 403 99 771[ 300] 940 60066 121 55 242 537 84 97 15001 682 738[ 3000] 996 61018 138 60 250 343 93 97 610 11 890 900 34 58 89 62112 45 221 89 96 627 43 773 879 979 63292[ 3000] 308 31 444 130001 589 636 53 85 913 30 64141 64 90 259 83 374 489 597 621[ 30001 45 48 745 94 15001 911 15 95 65045[ 3000] 259 77 314 1500] 465 550 71[ 3001 706 34 80 885 66097 180 216[ 3000] 59 316 533[ 1500] 60 753 810 945 73 67360 13001 415 32 68 527 693 732 820 35[ 300] 913 31 68086 126 45 294 314 35 564 90 701 906 37 81 69000 127 34 279 325 619 72 787 964 70052[ 3000] 97[ 3000] 218 361 455 99[ 300] 516 633 91 93 760 853 55 71205 39 59 319 407 39 514 637 703 17 19 833 92 920 72498 516 29 607 762 958 73100 44 73 270 364 510 37 683 742 92[ 300] 74010 112 252 70 463 524[ 1500] 41 79 653 73 844 967 75034 117 29 49 217 307 97 635 72 906[ 500] 76016 181 318 418 64[ 10 0001 526 56[ 300] 77 603 53 66 716 814 15 26 65 70 948 55 13000] 77011 84 113 305 445 82 602[ 300] 47[ 300] 62 64 84[ 300] 756 62 809 971[ 300] 78119 35 85 [ 3000] 223 410 46 590 650 708 868 956 79134 94 98 297 351 401 87 524 58 71 689 80189 202 89 90 95[ 300] 98 378 580 704 898 81025 42 82 331 68 446 83 705 803 984 82354 444 87 607 811 37[ 15 0001 38 95 939 51 83472 636 99 765 984 88 93 84053 333 15001 715 86 953 68 85066 175 222 56 346 423 644[ 3001 98 726 61 64 76 821 85 903[ 3000] 84 89 1300] 86054 68 106 20 240 84 390 410 531 83[ 500) 710 24 47 915 71 75 87143 47 56 285 335 70 85 436 57 546 73 644 733 827 906 88184 211 32 36 56 832 437 93[ 300] 621 22 737 89104 27 92 281 302 [ 1500] 532 603 15 936 90217 23 82 96 362 99 559[ 3001 87 720 51 837 968 81 91264[ 500] 91 321 502 S6 928 74 92024 89 323 609 66 823 81 93151 75 245 6. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 26. Januar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 114 238[ 300] 49 84 328 40 528 710 84 847 949 52 1048 110 235 355 482 546 2269 311 460 516 27 87 618 28 32 718 42 3019 78[ 300] 104 286 366 425 46 59 510 99 603 73 716 904 59 4011 222 323 70 13001 420 60 710 14 41 13000) 872[ 300] 938 5339 404 73 96 550 62[ 500] 830 61 15001 957 15001 6048 242 463 81 513 645 53 780 99 7064 65 214 317 62 885 902 85 8030[ 3000] 43 144 415 43 68 513 713 958 9016 35 80 169 374 86 472 85 806 29 39 47 68 10009 101[ 500] 310 52 84 435 45 66[ 3000] 518 89 601 837 52 917 73 1086 221 93 356 471 590 692 99 735 849 81 932 44 12192 288 384 402 14 33 42 500 644 96 717 93 15000 957 98 13139 75 87 242 [ 300] 74 318 31 47 89 414 32 589 617 803 45 936 73 14073 148 57 226 89 331 422 575 899 971 15055 396 436 57 508 629 725 87 815 43 16004 43 313 45 54 621 17092[ 3000] 196 397[ 1500] 531 633 66 705 88 874 960 83 18088 90 181 418 52 85 501 626 42 723 44 92 910 10051 60 406 50 71[ 300] 717[ 3000] 805 20222 52 324 403 525 705 21083 86 104 202 563 84 618 99 703 94[ 1500] 992 22068 145 59 60 90 238 63 65 67 361 62 402 737 46 845 81 23048 645 61[ 1500] 728 70 852 24036 143 276 307 400 524 54 765 840 987 25247 385 406 86[ 3000] 565 694 820 67 26153 213 56 470 537 48[ 500] 27108 203 87 390 13000] 431 33[ 3000] 554 93 694 892 918 19 1500] 68 29029 351 91 447 29191 324 66 69 406 51 69 564 736 874 980 88 93 80036 130 207 19[ 15001 45 49 364 402 12 23 95 596 610 760[ 1500] 879 954[ 500) 81 31001[ 1500] 29 124 206 19 414 50 87 639 77 730 872 951 74 85 32017 53 182 406 14 508[ 1500] 61 686 97 33002 119 438 599 670 98 710 34020 57 186 263 700 96 896 35101 213 319 60 427 559 858 36277 353 92 415 548 665[ 1500] 755 90 825 52 82 978 37035 48 83 103 14 223 94 431 543 46 602 31 776 80 871 115001 919 70 38072 116 96 298 300 1 425 33 49 550 756 852 39197 228 37 521 43 682 706 69 76 927 40225 457 640 774 92 848 946 41182 208 27 75 409 94 736[ 1500] 38 45 974 42109 32 64 81 340 479 580 626 872 94 43036 323 401 506 28[ 300] 628 84 720 817 23 39[ 500] 923 81 44001 105 1500] 212 340 441 98 510 78 620 749 999[ 300] 45057 74 142 335 403 533 37 72 732 81 867 949 46129 247 350 85 15001 513 52 68 666 799 895 900 68 47000 167 302 5 26 73 412 619 70 98 712 837 53 69 48037 63 64 166 231 37 339 438 501 68 772 801 49015( 5000] 34 55 202 49 343 550 807 42 69 50631 823 71 51352 434 56 94 507 52005 63 114 456 83 576 697 [ S000] 731 48 66 863 935 53024 40 15001 146 79 474 811 19 21 933 45 54266 318 34 720 99 55081 223 47[ 300] 321 44 468 719 916 56284 310 95 487 806 57020 24 33 46 54 185 273 76 372 447 70 520 606[ 3000 35[ 1500] 921[ 3000] 58084 151[ 300] 227[ 15001 37 38 357 457 518 950 59272 78 89 355[ 1500] 584[ 500) 99.759 87 824: demokratie" bezeichnen könne, die geistigen Waffen" geliefert würden wir fiegen. Nach Erledigung einiger lokaler Angelegen habe, mit denen man uns bekämpfen wolle. Doch die Wiffenschaft ſtände auf unserer Seite und mit den geistigen Waffen heiten schloß der Vorsitzende die gut besuchte Versammlung, de heiten schloß der Vorsitzende die gut besuchte Versammlung, die dem Vortrage mit Aufmerksamkeit gefolgt war und dem Referenten durch reichen Beifall lohnte. Briefkaffen der Redaktion. G. M. Wenden Sie sich an eine Buchhandlung. 130001 64 99 441[ 1500] 88 501 74 622 46 712 62 872 94110 201 56 393 456 58 637[ 300] 45 739 51 78 847 55 87 95192 220 46 477 710 18 63 868 96016 39 129 230 95 431 75 673 743 47 87 832 49 97059 116 286 318[ 300] 436 91 92 538 856 77 957 81 98000 297 361 65 410 44 73 595 601 9 16 818 929 99108 9 31 265 499 573 719 95 99 922 47 100293 394 422 553 725 59 76 815 101078 181 420 91 517 614 95 103039 96 102347[ 3000] 427 39 510 650 64[ 30001 861 66 953 79 49 230 60 312 626[ 1500] 56 77 831 95 104024 149 57 201 10 720 994 1500] 105029 101 52 232 312 59 431 610 711 884 106118 312 70 423 539 85 735 86 827 37 996 107025 206 34 62 431 95 595 605 730 833 98 982 108331 404 36 67 537 913 109213 374[ 1500] 422 521 742 [ 1500] 832 982 110093 149[ 3000] 61 91 301 79 404 734 40 42 47 111028 94 201 15 86 347 67 476 586 646 903 68 130001 78 112006 9 53 111 33 48 63 81 229 68 99 364 472 84 654 11: 032 87 135 60 71 252 83 404 591 626 740 932 114064 91 135 251 307 58[ 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.