Einzelpreis 7Ü(«lnschlletzl.8 Heller Porto) 17. Jahrgang Samstag, 16. Jänner 1S37 Nr. 14 Ola Anbiederung der. Kommunisten an die SdP Aus dem Inhalt: Die Beulten erhöhen ihr Angebot Sudetendeuteehe ule Kanonenfutter für Franco Erscheint mit Ausnahme des Montag tSglich frflh Verwaltung. Präg XU., Fochova 68— Telephon 53077— Herausgeber: Siegfried Taub— Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag Landungsversuch vor Malaga zurückgesch'agen Demonstrierende Flotten und Luftgeschwader Vor der Abstimmung sprach Ministerpräsident Aon Blum. Einleitend betonte er, das; das Problem der Freiwilligen, das an sich nur von geringer Bedeutung ist, gegen Ende des Herbstes, als sich trotz den Bemühungen des Londoner NichteinmischnngSauSschuffes die massenhaften Wasfentransporte und die Entsendung von Freiwilligen nach Spanien vervielfachten, eine unerwartet ernst« Wendung genommen habe. Der Ministerpräsident erinnerte an die gemeinsamen Bemühungen Frankreichs und .Großbritanniens, sowie au die neue britische Initiative vom 10. Jänner d. I., auf welche die französische Negierung mit der Vorlage eines klaren Gesetzentwurfes antwortete. Frankreich wünscht aufrichtig, daß Spanien aufhöre, daS Ziel der Lriegsgelllste anderer Staaten»n werden. Frankreich wünscht ferner, daß sämtliche Regierungen, seine-' heutige Tat und die Tat Englands vom vergangenen SamStag nachahmend,«in gesetzliches Berbot der Entsendung Freiwilliger nach Spanien erlassen. Der Ministerpräsident appelliert hierauf an die Kamme^, durch- di« Einmütigkeit der st i m m« n g die Einheitlichkeit der trau- »öfischen.öffentlichen Meinung ohne Unterschied der politischen Ueberzeugung in dieser Frage zu erweisen, in welcher es sich um«ine wirklich wohlerwogen« Maßnahme zugunsten deS Friedens handle. Auch die Kommunisten dafür Der kommunistische Deputierte Peri gab bekannt, daß die Kommunisten trotz zahlreicher Bordehalte für den llsegierungS» e n t w u r f stimmen werden. Der Senat wird sich mit dem Entwurf anfangs der nächsten Woche befassen. entstandene Verwirrung dazu, einen Angriff zu unternehmen, und temächtigte sich einiger Gebäude im Bereiche der Krankenhäuser und Kliniken. Estepona gefallen - Gibraltar. Das Kommando der Aufständi- schen-Truppen in AlgaciraS hat nunmehr einen amtlichen Bericht veröffentlicht, wonach die Süd- Armee der Aufständischen Estepona eingenommen hat..-Auf beiden! Seiten sollen die Verluste sehr gross, gewesen sein. auf daS Kanonenboot„EanovaS de Castillo" fo- wie auf einige kleinere Flotteneinheiten einen ihigrtff unternähmet». Einem Flugzeug, gelang eS,.den Kreuzer „Cervira". mit LOO-Kilogromm-Bomteu zu treffen, der sich dann sofort in der Richtung gegen Eetun zurückzog. Auch die' übrigen SrirgSschiff» L a.l'en e i a.(Fabra.) Freitag früh um 7 Uhr eröffneten die Aufständischen,»« Land, zur See und aus der Luft einen hefsigen-Angriff auf Malaga, der die Ausschiffung.von Marine- schützen FraNkoS verbereifen sollte! ES wurden sofort B»mH e n f l« g- kranrols Poncet beim Präsidenten Par i S. Der Präsident der Republik Lebrun hat-DonnrrStäg ätentS den französischen Botschafter in Berlin Francois- Poncet empfangen.' lass„„ ! r Spanien, und der Beruhigung-der- nervösen dauerte zweieinhalb Stünden. Anschließend gast. europäischen Aimosphäre.zu-gelangen. Grumbach Mussolini zu Ehren GöringS rin Souper. ES Beitritt nicht.dass der Bürgerkrieg in Spanien verlautet, daß die Unterredung rein psliti»^'ich in einen internationalen^kttchguf spanischem s.ch e.n. h a r a r te riätttüstlsich nfche aus-Bodin ütngewändelt habe, und drängte hnuptt dii wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Lin»- sächlich auf Einfiihrüng des SystemS einer str«n» d^r erstreckte Den wichtigsten und vielleicht rin- gen internationalen. Kontrolle,.. Namens, der Minderheit sprachen der De- 7M> putierte D e S b o n S, der Autor eines analogen Gesetzentwurfes betreffend daS Verbot der Entsendung Freiwilliger nach Spanien. Beide Redner forderten die Verhängung strenger Strafen für Agenten, welche französische Staatsbürger in den Tod. schicken.' Der Vorsitzende des Legislativausschusses, Deputierter Sörol bemerkte, der Ausschuss sei mit der Regierung einer Meinung, dass die bereits in Spanien"befindlichen Freiwilligen nicht bestraft werden sollen. Krieg und Politik in Spanien Von unserem spanischen Berichterstatter „Die Fahnen hoch I", ruft der Madrider Rundfunk:«Der Feind hat seine ausländischen Söldner an den Toren der Stadt zusammengezogen. Madrid ist in Gefahr, in grösserer Gefahr als je. Der neue Angriff hat begonnen". Francos verlorenes Spiel ist von Deutsch-, land anfgenouunen worden. Die Krupp und Nheinmetall, die A. G. Farben, Siemens und AEG sahen die iberische Wirtschaft bereits als ihre feste Domäne an, so wie der deutsche Generalstab den Festungswall der Purenäen und die spanische Zone Marokkos als die seine. Aber noch schlägt das unbezwingbare Herz Spaniens in festem Takt für die Freiheit. Deutschland entschloss sich zur letzten Kraftanstrengung. In Madrid hat man die letzten Dezemberwochen genutzt, einen starken Festungsgürtel um die Hauptstadt zu ziehen. Wer ihre Frontabschnitte besichtigte, erkannte sie nicht wieder, wenn er vier oder fünf Tage später ihnen einen neuen Besuch abstattcte. Tag und Nacht hatten die 90.000 Bauarbeiter Madrids geschuftet. Die Verteidigungstruppen indes hatten sich in allen Himmelsrichtungen Lust, geschaffen, und nur an einer einzigen Stelle noch stand der Feind an der Grenze des Weichbildes— in der viel genannten Universitätsstadt— aber seine vollständig umzingelten Stellungen dort entbehrten schon jedes strategischen Wertes. .Ihrer Befreiung aus der mörderischen Umklammerung gilt die neue Offensive, die zugleich die Abschnürung der Verbindung Madrids..mit ihrer-Bergwacht-Im-Norden bezweckt. Mit ungeheurer Wucht hat sie gegen die Strasse, die an der Universitätsstadt vorbei ins Gebirge führt, eingesetzt. Aber was in den acht Tagen fast pausenloser Attacken an minimalen Teilerfolgen erreicht wurde, entspricht in keiner Weise den alles Mass übersteigenden Opfern des Gegners. Man spricht vom Maschincnfrieg und davon, dass der Faktor Mensch in ihm nur untergeordnete Bedeutung habe. Die Strategie des Angriffs und die Art feiner Abwehr haben diese Behauptung widerlegt. Wohl werden alle Kampfhandlungen— man kennt da» schon aus dem Weltkrieg— durch vielstündiges Trommelfeuer eingeleitet. Es-durchzustehen erfordert zuhöchst gesteigerte menschliche Willenskraft; an ihr, nicht an den nach allen Regeln moderner Kriegskunst ausgebnuten Schützengräben zerschellt erst der Angriff. Todesmutige Entschlossenheit ist auch die beste Tankabwehr: Unerschrocken werden diese furchtbaren Ungetüme mit Handgranaten und Dtmamitbomben angegangen. Hinter den Tanks kommen die Sturmkolonnen: nicht mehr in lockeren Schützenlinien wie einst, sondern in konipakten Gruppen setzt sie die neue deutsche Taktik an. Kampfkraft und Mui der Stürmer soll diese Massierung erhöhen wie sie andrerseits doppelt schreckhaft auf die Angegriffenen wirken will. Aber so wie gegen Trommelfeuer und Tanks betvährt sich die Kainpf» erprobtheit des Milizheeres erst recht gegen die attackierenden geschloffenen Gruppen: an ihr rieben sich die^blonden Mohren" ebenso auf wie seinerzeit die furchterregenden schwarzen Truppen. Der feindliche Heeresbericht selbst muh die ungeheuren Verluste zugeben. Nicht allein den militärischen Technikern der Republik-find die Erfolge der Madrider Verteidigung zu danken, sondern vor allem der A r b ei t de r p o l i tischen Kom m'i s s a r e. Die Schaffung dieser Institution in den Heereskörpem ist von allergrösster Bedeutung gewesen. Mehr denn je gilt' heute für den Soldaten eines kapitalistischen. Staates der berühmte Satz:„Er.hat nicht zu überlegen— er hat zu handeln und zu sterben". Der Freiheitskämpfer aber handelt, weil er.überlegt, und je klarer er erkennt, wofür er sein. Leben in die Waagschale wirft, desto Unerschütterlicher wird seine Kampfkraft.„Madrid ist uneinnehmbar^, schreibt„El Sozialistfl": „Nicht nur wegen seiner privilegierten militärischen Position,, sondern vor. allem wegen der un- überwindbaren Willenskraft seiner. Kämpfer", Sie geweckt, bewusst organisiert und entwickelt zu haben, ist das Werk der politischen Kommiffarc, und an der stahlharten Ethik^ inst der sie das Heer der Verteidigung wappneten, bricht sich der blindwütige Aststurm der Maschinenmenschen des Gegners: ''Unerschütterlich auch blieb die M o r a l d e r Zivilb e v ö l'k e t u n g. Erst der strenge Seite 2 Samstag, 18. Jänner 1037 Str. 11 Verhandlungen Im Streik bei General Motors New Aork. Einer Meldung aus Lancing zufolge haben die Vertreter der Gesellschaft Ge- neral-MotorS und der GewerkschaftSorganisatio« neu der Automobilarbciter den Beginn der Verhandlungen behufs Beendigung des 125 000 Arbeiter umfassenden Streits für den 18. Jänner festgesetzt. Das Datum würde nach ganztägigen Verhandlungen mit dem Gouverneur Murphy festgesetzt. Die leitenden Persönlichkei- tcn der GcwerlschastSorganisationen pflichteten dein Vorschläge bei, die Fabriken am Montag um 0 tthr zu räumen, wenn sie die Ansicherung erhalten, dass im Lause der Verhandlungen der Betrieb nicht wieder ausgenommen wird. Die Verhandlungen sollen zwei Stunden nach der Räu- inung der Fabriken ihren Anfang nehmen. Befehl des Stadtkommandanten General Miaja, der der gesamten Einwohnerschaft— die Männer von 20 bis 48 Jahren ausgenommen— die sofortige Räumung der Stadt aufträgt, macht diesem nutzlosen Heroismus der Nichlkämpfer ein Ende. Sie hielten es für ihre Pflicht, an der Seite der Verteidiger auszuharren und für die Wetterführung„eines normalen StadtlebenS" zu sorgen. Die deutsche und italienische Invasion in Spanien stürzt die Kräfte der Republik in die offene Feldschlacht gegen den europäischen Fa- schisinuS. Das; sie sie heroisch überstehen, niusj ohne Zweifel das Prestige der republikanischen Regierung gewaltig stärken. Ihr Führer, Largo Caballero, hat jetzt namens der sozialistischen Partei ein Manifest an das Land erlassen, in dem auf die Versuche noch vor der Revolution Bezug gcnmnnien wird, zu«lneriFusiön der beiden groben Gewerkschaften» der sozialistischen UGT und der anarchistischen ENT, zu gelangen:„Heute mehr denn je fordert die Stunde gebieterisch die Vereinheitlichung, die politische und gewerkschaftliche, und sie allein ist die einzig authentisch revolutionäre Parole".—„Am Tage deS vollständigen Sieges über den Faschismus", so erklärt das Madrider Sprachrohr der UGT dazu, „braucht die Arbeiterschaft«'n politisches Organ, das die Revolution in ihr Bett leitet und auf den Ruinen des Bürgerkriegs den neuen Staat errichtet. Mit Jubel ist das Manifest von der Masse der Arbeiter und Kämpfer ausgenommen worden".— Das Barcelonaer Sprachrohr der CRT ist anderer Meinung:„Das Manifest hat in der proletarischen Welt den allerunrngenehmstcn Eindruck hervorgerufen. In Spanien haben voll- tische Parteien nichts mehr zu suchen. Die Eigenart der iberischen Revolution wird darin bestehen, daß sie über diese Organisationen hinweg die Leitung der Wirtschaft direkt übernimmt. Entweder Gewerkschaften oder Parteien". Gewerkschaften wie Parteien sind Klaffen» kampforganisationen. Heute stehen sie nicht einer kapitalistischen Staatsmaschine und kapitalistischen WirtschaftSgcbilden gegenüber, sondern einem militätischen Gegner: Der Klassenkampf ist zum Krieg geworden. In ihm kämpfen alle antifaschistischen Gruppen des Landes: Industriearbeiter und städtischer Mittelstand. Landproletariat und Kleinbauern. Die Zusammensetzung der Regierung spiegelt dieses politische BünduiS wider. Von seiner Stärke ist der Erfolg der Kriegführung abhängig. Deutschlands Sagt Frankreichs Kolonialmmister Kolonialansprüche unberechtigt Paris. D-S„Echo de Paris»»er- äffentlicht ein« Erklärung deS Kolonialministers Marins M o» t c t, in welchem eS u. a. heisst, das» die koloniale» Ansprüche Deutschlands nicht berechtigt sind. Ich glaube nicht, sagte der Minister, das« Deutschland in der Hauptsache an Kolonien drn- tcn würde. Es benützt eher diese Frage für seine politischen Manöver. Seine diesbezügliche» Ansprüche werden nach Bedarf der allgemeinen deutschen Politik, insbesondere im Verhältnis z» Europa, geltend gemocht oder verschwiegen. Der Reichskanzler war, als er, di« Schrift„Mein Kamps" abfahte, gegen Kolo n i e n. Ihn inlcrcfficrte hauptsächlich die Frage der vlrenze». Ihn interessiert diese Frage bis heute. Wir kännen an«ine politische Aende- rung voin Standpunkte der Kolonien nicht setz hängt allerdings, der» von Deutschland ab. denken. Auf wirtschaftlichem Gebiete'würde der Minister aber wünschen, dasj Deutschland an der FriedenSarbeit teilnehme. Deutschland sänne dessen sicher sein, daß es aufrichtige iltnterhändler finden werde, deren Ziel aus die Erreichung eines allgemeinen Abkommens gerichtet fein wird. Die- sagte der Minister am Schluss« seiner Erklärung, nicht von«nS, son- Verhandlungen mit der Opposition in Jugoslawien Zusammenkunft Stoladlncvli—Matek Belgrad. Dem bisherigen Programm gnsolge wird am Sonntag die erste Zusannuen- tunft des Ministerpräsidenten Dr. Stojadi- n o v i t mit dem Vorsitzenden der jugosiawische» Radikalen, Zajedniea Dr, MaLek, ftattfinden, der die gesamte Aufmerksamkeit gewidmet ist. Die„Breme" schreibt, in aussenpolitischen ureisen werde behauptet, daß es zu einer Verein barung kommen könnte.„Politika" bemerkt dazu, daß nach dieser Zusammenkunft die politische Lage eine erhebliche Aufklärung erfahren wird. Die Unterredung selbst wird vor allem in erster Reihe der Art gewidmet sei», wie di« Probleme einer Lösung zugeführt werden könnten. Tas Blatt bezeichnet die Zusammenkunft Dr, Maieks mit Dr. Stojadlnoviä als ein« wichtige innerpolitische Angelegenheit. Dienstag Spaniendebatte . Im Unterhaus London. Die britische Regierung hat dem Ersuchen der Arbeiterpartei entsprochen«nd ihre Zustinunirng dazu ausgesprochen, daß am Dienstag abend im Parlamente nach der Erklärung deS Ministers Eden«ine Debatte über die Lage in Spanien abgeführt werde. Langsamer Kräfteverfall des Papstes Vatikan, sStefan!.) Das Befinden des Papstes ist andauernd unverändert. Trotzdem ist jedoch zu beobachten, dass mit jedem Tage langsam seine Kräfte abnehmen. Am.Freitag empfing der Papst eine ganze' Reihe von kirchlichen Würdenträgern.» bleue Anleihe für Oesterreich? Wien. In Finanzkreisen rechnet matt mit der Möglichkeit einer neuen Anleihe für Oesterreich. ES handelt sich in erster Linie um die Konversion der internationalen Bundesanleihe vom Jahre 1900 sJDA) und um die Beschaffung von Mitteln für neue Notstandsarbeiten. D&nenprlnz Hochkommissar In Danxlg? Danzig. Der Senat teilt amtlich mit, dass hinsichtlich der Person des künftigen Völkerbundkommissars, der nächste Woche in Genf gewählt’ werden soll, noch keine Einigung zwischen Polen und Danzig erzielt worden ist. Unter den Kandidaten wird an erster Stelle der dänische Prinz Axel genannt. Nach einer Meldung ans Kopenhagen dementiert der Prinz jedoch ausdrücklich die Meldungen, dass er zum Nachfolger des Danziger Hochkommissars Lester ausersehen sei. VerfassungskongreB Im Kreml MoSka«. Im Kreml wurde am Freitag der ausserordentliche 17. Sowjetkongreh zwecks Behandlung und Bestätigung der neuen Derfaikung eröffnet. Zu dem Kongress trafen 1200 Delegierte ein, welche Stalin, Kalinin, Molotow, Kagano- witsch, Woroschilow und andere RegierungSmit- ,Fieder und Parteiführer mit stürmischen Ovationen begrüssten. Kalinin erstattete hierauf den Bericht über den Entwurf der Verfassung der RSFSR. Der Eröffnung des Kongresses wohnten die Mitglieder des diplomatischen Korps bei. '" Deutschland will Lebensrnittel i aus Rumänien Bukarest. Eine deutsche Delegation verbandelt mit der rumänischen Regierung über den Ankauf von 6000 bis 10.000 Waggon Weizen, 1000 Waggons Erbsen und 20.000 Schweinen. Deutschland soll für diese rumänischen Lieferungen Kompensationen durch schwerindustrielle Erzeugnisse anbieten, welche in Rumänien nicht hergestellt werden können. Slanfu In kommunistischen Hfinden Peiplng. Die chinesische Presse berichtet,, dass der Führer der nordchinesischen Kommunisten Maocetun in die Stadt S t a n f u eingezogen ist. Das Kaffeehaus in der Se'.tengasse Roman von Fritz Rosenfeld so Hugo stellte eine neue Flasche auf den Tisch, brachte einen Korb mit Gebäck. Die Tante fass zwi- i-scn Gcnno und Feiertag, sie kicherte in fM hinein, eS war das erstemal, dass sie in einem eleganten Konzertcast in der Stadt zwischen Herren fass, die ihr den Hof machten. „Noch ein Glas, gnädige Frau", sagte Feiertag. „Nein— ich lann nicht, mehr— der Wein steigt mir zu Kopf." „Ein kleines Glas noch— ein winzig- kleincS—", sagte Genno. „Weil Sie so nett sind, Herr Redakteur." „Trink' nicht soviel, Tante, wir bleiben heute noch lang auf." „Es gibt dann schlvarzen Kaffee, der macht wieder nüchtern", sagte Finsterbusch.'' „Wo ist denn Ihre Frau, Finsterbüsch?" fragte Feiertag.„Sie hat sich heute noch nicht blicken lassen." „Sie bittet um Entschuldigung, ein kleiner ilntvohlsein—" Er sah zu Gerleitner, Gerleitner blickte tief in sein GlaS. Die Frau lag drüben im Bett! sie schlief, Carola war bei ihr, aus Carola konnte er sich verlassen. Carola hätte Krankenpflegerin werden sollen— sie hatte eine sichere Hand, sie war ruhig, sie bekam keine hysterischen Anfälle, wie die anderen Frauenzimmer, die aufbrüllten oder sich mit Ledcrricnien ans Fenstcrkreuz hängten, wenn sie sich mit ihrem Manw gezankt hatten. Er klopfte an das Glas, erhob sich. Nun kam die Rede. Die Tante kreuzte die Hände, blickte auf ihre ringlosen Finger. Isabella fass steif da, Mittelineier legte seine Hand auf ihren Arm. Ger« lritner holte weit aus, es sei daS erstemal in den Annalen des Cafs Finsterbusch, dass zwei Menschen, die z» seinen Stammgästen zählten, sich fürs ganze Leben zusammentäten, und so ginge diese Verlobung nicht nur Isabella und Mittelmeier an, sondern sie alle, wie sie hier um den Tisch sähen. Feiertag feixte, er rteb sich die Hände, dah die Finger knackten. Finsterbutch nickte mit dein Ko"f, es war ein Ehrentag für sein Cafö; und was sich vor zwei, drei Stunden im Hofzim« mer zngctragen hatte, Ivar vergessen und verweht. Gerleitner sprach des langen nnd breiten über die Ehe im allgemeinen und die Ehe, die Aiabella und Mitictmcier führen würden, im besonderen; seine Rede Ivar v II versteckter Bosheiten, voll gehässiger Anspielungen, eigentlich frozzelte er ste alle, die Verlol'...:, den Gastgeber, die Gäste, aber sie bemerkten eS nicht, sie waren heute entschloßen, alles, was gesagt Ivurde, als Glückwunsch und ffreund- schaftsbe'.-piS hinzunehmen, es, war nun einmal eine Belobung, und bei Verlobungen sprach man nur Gutes. Als Gerleitner geendet hatte, Billy einen Tuich klimperte und s'. alle die Gläser erhoben, warf^ugo hinter, der Säule eine Blechtasse zu Boden. Sie klirpte wie ein Signal.. Finsterbusch wandte den Kopf, brüllte hinüber:„Was ist denn los?" „Nichts Ist los", rief Hugo zurück, er war kreidebleich,, er lehnte an der Wand. Er richtete seine Au en aus Isabella.„Gar nichts ist lo»", Wiede' lte er. Dann machte er ein paar, Schritte, wie im Traum näherte er sich dem Tisch.„Aber sie hat schon viele Liebhaber gehabt",, sagte er mit meinet Stimme, in der namenlose Erreguna bebte. „,sie hat viele Liebhaber'gehssbt, sie hat eS mir .selber erzählt in ihrer Wohnung, und ich war jede Nacht bei ihr.": f- Isabella verkramvkte die Hände in ihrem Kleid. Sie hatte befürchtet, dass Hugo eine Dumm heit begehen würde; dass er die Selbstbeherrschung vollkommen verliere» und eine Szene machen würde, wie im Kino, hatte sie nicht erwartet. Fin- stcrbusch war ausgewrungen, er stand neben Hugo, rüttelte ihn an den Schultern,.r Kopf Hugos pendelte bin und h'r. als hinge er nur..och an einem Faden. „Sie sind wohl verrückt geworden—Sie beschimpfen meine Gäste— Sie nehmen sofort Ähre Sachen und verschwinden— wenn Sie sich »och einmal blicken lassen, werf' ich Sie mit eignen Händen hinaus—" Billy ritz Finsterbusch zurück.„Ich werde mit ihm reden, lassen Sie ihn." „Niemand soll mit mir reden. Meine Ruhe will Ich haben. Ahr seid alle Gesindel. Fragt sie nur, ob ich die Wahrheit gesagt habe, fragt sie. nur." „Jetzt aber Schluss", rief Cjerleitner. Er packt« Hugo am. Kinn, zwang seinen Kopf in die Höhe.„Sie sind doch lein kleiner s'unae mehr. Hugo, Sie führen■ sich fa wie ein Schulbub auf. Nehmen Sie doch Vernunft an." „Ach knalle sie beide nieder, sie und ihn." „Sie werden niemanden niederknallen,' Sie werden sich jetzt umkleiden und nach Haufe gehen. Morgen werden Sie sich entschuldigen, bei Frau MertcnS und Herrn Mittelmeier, und werden auch Herrn Finsterbusch um Verzeihung bitten. Und dann tverden wir sehen, was weiter mit Ahnen geschieht." Billy martert« wieder sein Klavier, er spielte ohne Schwung, Asabella tanzt« mit Baal. Pelikan sprach auf Hugo ein, der schweigend in seinem Schrank kramt«. Dar käme davon, dass die heutige Generation nicht im Geist der Achtung vor den Gästen erzogen werden zu seiner Zeit sei er undenkbar gewesen, dass ein Kellner sich einer. Frau wie Asabella genähert hätte, aber der HoHnut müsse seine Strafe finden, nun sei«s ja so weit, nun werde Hugo wohl bereuen, und ihm. alles abbitten, was er ihm vorgewsrftn hatte, man schlug eben nicht ohne Schaden daS Wort eines erfah- Dle Anbiederung der Kommunisten an die SdP Die„Rote Fahne" bemüht sich in ihrer Ausgabe vom Freitag im Schweisse ihres Angesichts darzulegen, daß die Anbiederung Gottwalds an die SdP in der Egerer Versammlung am vergangenen Sonntag eigentlich eine Anbiederung'^— an die aktivistischen Parteien gewesen ist. AIS überzeugendstes Argument erscheint dem kommunistischen Blast: fest darauf los zu schimpfen. Die „Rote Fahne" schreibt nämlich: „Wer behauptet, datz. Genosse, Gottwald, in Eger der SdP, nicht aber, wie ei tatsächlich war, ..den aktivistischen Parteien«in gemeinsames Vorgehen angeboten hat, ist ein Lügner." ,Allcs was über die Egerer Versammlung geschrieben wurde, sei uttlvahr, einzig wahr-Fi ein Protokoll, das die,„Rote Fahne" Freitag, also fünf Tage nach der Ef'rer Versammlung, veröffentlicht. Wahrhaftig, lange hat sich daS Blatt Zeit gelassen, den Wortlaut der wichtigsten Stelle der Rede Gottwalds zu veröffentlichen— daß dadurch die Glaubwürdigkeit in bie-Echtheit des kommunistischen Protokolls erhöht.wird, daran kann wohl gezweifelt werden. Tatsache ist jedenfalls, daß die„Rote Fahne" gleich in der ersten Folge, die nach der Gottwaldrede erschien, wo also die Erinnerung an die Geschehnisse In Eger noch frischer gewesen ist, den Wortlaut der Entschließung veröffentlichte, die in der Egerer Versammlung angenommen wurde. Wir haben diese Entschliessung bereits gestern zitiert. Es wird darin.gefordert, daß „alle Parteien, welche einen gerechten nationalen Ausgleich wollen, die Möglichkeit haben, dürän mitzuarbeiten". Deswegen wird die Verlegung der Verhandlungen in das Parlament verlangt. So würde also durch die Kommunisten die SdP in die Verhandlungen, die gegenwärtig Im Schosse der Negierung geführt werden, hineingeschmug- gelt werden, was wir von Anfang an behauptet haben, woran wir festhalten und was trotz allen Drehens, Wendens und Krümmens der„Roten Fahne" vollkommen klar ist. Wenn dem Verlangen der Kommunisten Rechnung getragen wird, würde die SdP zu den VerhaMungen über die nationale Frage herangezogen werden, und das auf Initiative dec Partei der Dritten Internationale. Haben— so fragen wir die„Rote Fahne"— di e Kommuni st en wirklich keine anderen Sorgen, als sich mit den„sudetendeutschen Francos(„Rote Fahne" vom Sonntag) an e i n en Verhandlungstisch zu setzen? Diese Frage mühte man an sie in den sozialdeino- kratischen Versammlungen stellen, in denen kom- stnunistische.GegtnkrdnerlimfpeueaigrE ii r: wr " Kein Geschimpfe der^Röten'Fahne" wird der KPC darüber Hinweghelfen, daß sich ihr Führer mit dieser Entschliessung der SdP angt- biedert hat. Die nächste SenatSsitzung findet am Donnerstag, den 21. Jänner ds., um-17 Uhr statt. Auf der Tagesordnung stehen der Nachtragskredit für das Staatsbudget für 1088, ferner dir StaatSrcchnungSabfchluh für 1038. An dein genannten Tage halten folgende ScnatSanSschüffe Sitzungen ab: der verfassungsrechtliche AuSk Huss um halb 18 Uhr, der AmmunitätSauSschuss um 18 Uhr, der Technische und VerlehrSauSschnss um IS Uhr und der JnitiativauSschuss um halb 17 Uhr. renen Mannes in den Wind. Der Groll, der sich in Pelikans Herz angestaut hatte, brach nun über> Hugo los; doch Hugo hörte nur rin« ferste i Stimm«', die brummte und zeterte, die einzelnen! Worte vernahm er nicht mehr. Er wollte sich, von Frau Finfterbusch verabschieden, aber Ludmilla liess ihn nicht in daS Schlafzimmer; die Frau sei krank, vielleicht gehe es ihr morgen besser, west» er wicderkäme. Carola hörte seine Stimme, und kam ins Wohnzimmer. Er fuhr zurück,'als,.sie ihm die Hand reichte; sie war fern, er würde sein« Hand ausstrecken, ins Grenzenlose, und selbst wenn sie sich verlängerte, wie der Arm eines Zauberers im Märchen, er würde Carola nie erreichen. „Wie schauen Sie denn aus, Hugo", sagte Carola.„Sie zittern ja, ihr Haar ist ja ganz naß, sind Sie krank?" „Nichts—«s ist gar nichts— ich gehe nach Hause—" „Kommen Sie mal. her, Hugo, so können Sie nicht auf die Straße laufen." Sie holte ein Handtuch, trocknete seine Stirn ab.. Sie nahm einen Kamm aus Ihrer Tasche und ordnete sein Haar. Sie rückte di« Krawatte zu« recht, sie fuhr, mit einer Bürste über seinenAnzug. Er fasste ihre Hand, er küsste Ihre Hand, fein Wund brannte auf Ihrer Haut,«In Strom unstillbarer.Sehnsucht ergoss sich au» diesem Kuß In ihr Blut.. „Run gehen Sie nach Hans« und legen sich in» Bett. Und morgen kommen Sie tvieder und erzählen mir alle».". Er schüttelte den Kopf.. „Ach kann nichts erzählen. Ich komme sticht wieder." „Ast es denn so schlimm, Hugo?" Er nickte, wie ein Jusige, der sich den. Fuß. verletzt hat und den die Mütter fragt: Tut. es sehr weh, Hugo?, ^Fortsetzung folgt.))■< Nr. 14 SaMStag, 16. Sinnet 1037 Seite 3 fudetendeutsificT Zeitspiegcf Spanien geschafft worden sein, welche nach Deutschland in der Hoffnung auf Arbeit oder auf Stetten in der Nazipartei gegangen sind oder die Tschechoslowakei verlassen, weil sie ungesetzliche Handlungen begangen haben. So wie sich das Dritte Reich der.„Oesterreichischen Legion", die aus geflüchteten österreichischen Nationalsozialisten bestand, entledigt hat, indem deren Mitglieder nach Spanien geschickt wurden, ebenso willmandiegeflüchtetenSudeten- deutschenlos werden. Wenn behauptet wird, dah diese Oesterreicher und Sudetendeutschen freiwillig nach Spanien gehen, weiß jeder, was er von derartigen Behauptungen zu halten hat. In faschistischen Staaten geschieht nichts, was die Staatsführung nicht will und so werden die Ausländsdeutschen, die nach Deutschland gegangen sind, um der Segnungen des Dritten Reiches teilhaftig zu werde», erbarmungslos geopfert. Sie sind gut genug als Kanonenfutter für fremde Zwecke zu dienen. RUckgang der Sudetendeultchen— verschuldet durch Mangel an Moral? Eine Entdeckung des»Ve& Ceske SIovo" Im„Vekerni(SefH Slov o", dem vormittags erscheinenden 20-Heller-„Abendblatt" des Melantrich-BerlageS, war dieser Tage eine bevölkerungspolitische Studie aus der Zeder des leitenden Redakteurs L. S t r ä n f k h zu lesen, die sich u. a. mit dem Populationsproblem der Sudetendeutschen befaßt. Nachdem der Autor die bekannte Tatsache des tragischen Bevölkerungsrückganges einzelner»verdeutschter" Industriebezirke feststellt, kommentiert er diese Erscheinung wie folgt:. „Der ungünstige Stand der deutschen Population hängt eng mit' dem moralischen Leben zusammen. Die Statistik verzeichnet vor allem die große Säuglingssterblichkeit in der verdeutschten Provinz. Die Ursache liegt darin, daß im Grenzgebiet bis ein Drittel aller geborenen Kinder unehelicher Herkunft ist, während im ganzen Staate alle unehelichen Neugeborenen nur etwa ein ZehntelauSmachen. DieDeutschen sehen das Verhältnis von Mann und Frau anders als wi r.und ihr Husar", dann folgte «Carl und Caroline", das„Schwalben- n e st" von Gränichstädten,„Zigeunerbaron" und„Gaby" von Grün, einem'Troppauer. Picht einmal der /Zigeunerbaron" hat der„Grünen Wiese" Abbruch tun können. Daß bei der Einstellung des hiesigen Publikum- zu Operette und Tonfilm da- ernste' dramatische Musikwerk, die Oper, nicht genügend'gewürdigt wird, ist. natürlich dem Musikfreund peinlich. And doch' hqtw dar Stadttheater"..gute OtzernaUfführungen, gemessen'än den Mitteln sund den'Kräften, die zur, Verfügung stehen.,"Abwechslungsreich war auch die Spielfolge bis z'unr Jahresschluß. Zur Aufführung kam„Aida",„Die Hochzeit des. Figaro",„Butterfly",„Elektra",„Oberon" und„Dec. eiserne Heiland" von Oberleithner, Mr Elektra hatte die Direktion Fine R e i ch- D 2 r i ch verpflichtet, von Publikum und Presse mit Recht gelobt. Mit Beginn der neuen Spielzeit tauchten auch, wie das an Provinzbühnen üblich, Iven» auch nicht immer vorteilhaft ist, viele neue Gesichter auf.. Der Wechsel ist am Provinztheater Tradition, wenn wir zwei junge Damen kennen: Lisl Czapp, eine Trägerin klassischer Rollen, ein wirlliches Talent,, das Verse sprechen kann, und Evelyn B a r r i n g, jugendliche Salondame, tanzt und singt, ganz brausendes Lebew Dazu Trude Eger, eine Schauspielerin von Rang, die in GesellschastSstücken sehr erfolgreich war, und Wally Nossow als Mütiec- spiekerin. Von den Herren gefällt vornehmlich HanS Danz, Charakterspieler, und Alfred Kurz, jugendlicher Liebhaber, er zeigte zusammen mit Willi D u n k l in„Des Meeres und der Liebe Wellen" beachtliches Können. Die große Dnva.in der Operette, gute Erscheinung und GesangSkultur, ist Grete Sedlitz. AIS wirkliche Soubrette, die den verlangten Anforderungen entspricht, wird Grete Carpeniier ge- schätzr. Konstantin C o r j a n, der Operettenteiwr, besticht mit seiner eleganten Erscheinung, auch stiuim- lich hat er gewonnen, und Fcrry W a l d o f f tanzt mit seiner Partnerin Magda D e ck e r, als ob es für ihn kein Schwergewicht gäbe. In der Oper fällt der angenehme volle?slt von Anny Lehmann auf. AIS lyrische Sängerin fit.» det Friedl Peham Beachtung. Der Heldentenor Laszlo S zeine re hat, wie auch der Bariton Rolf T elaSko, alle Erwartungen, die für die. hiesige Oper gestellt werden, erfüllt. Der neue Opernchef Tibor CoSma ist ein Gewinn. Die Spielzeit ist ja erst zur knappen Hälfte äb- gelaufen. Eine abgeschlossene künstlerische Wertung muß daher noch Vorbehalten bleiben. Dar neue Jahr wird hoffentlich Höhepunkte der' Saison bringen und nicht nur den geschäftlichen Erfolg sichern. S a««ft» leitender Stelle druckt sie. aus dem pikanten Schweres Eisenbahnunglück Neun Tote K a t t v w l tz. Freitag früh um 5 Uhr 15 ereignete sich kurz vor dem Vahnhos M v s l v- w! tz ein schweres Eisenbahnunglück. Der fahr- planniäßige Petsonenzug Auschwitz(OSwiecim) — Kattowitz drS polnischen KletzeS der oberschlesische» Eisenbahn fuhr auf zwei Güterwagen auf, die auf der Hauptftrecke standen und auv bisher unbekannten Gründen nicht umrangiert worden waren. Bei dem Zusammenstoß wurden die Lokomotive, der Packwagen und zwei Waggons des PersonenzugeS völlig zertrümmert. Auch die beiden Güterwagen wurden vollständig zerstört. SechSToteund dreiunddreißig Berletzie wurden nach stundenlanger Arbeit geborgen. Bo» den Berichten starben drei auf dem Wege inS Kranken- haus, unter ihnen der Zugführer und der Packmeister deS PersonenzugeS. An dem Aufkommen einiger Schwerverletzter, unter denen sich der Lokomotivführer und der Heizer deS Personenzuges befinden, muß gezweifelt werden. ken Oberarm und in den Unterleib erlitten und ist zurzeit noch'nicht vernehmungsfähig. Professor Mofchner» der im Kriege Oberleutnant der Artillerie war und an der Ostfront eine schwere Schädeltvunde erlitten hat, so dass der fehlende Teil des Knochens durch ein Silberplättchen erseht werden musste, erfreute sich im Hause deS besten RufeS; in den Streitigkeiten zwischen ihm und seiner Frau, die durch Geldangelegenheiten hervorgerufen waren, wurde ganz allgemein für ihn Partei ergriffen, obwohl die Hausbewohner meist Tschechen sind, wie seine Frau. Prof. Moschner, der Englisch, Französisch und Italienisch unterrichtete, hatte trotz seiner schwierigen geldlichen Lage viele unentgeldliche Schüler'und hatte auch dem Töchterchen des Hausbesorgers unentgeltlichen Unterricht ange- boten. Obwohl das Ehepaar bereits drei Zimmerherren ausgenommen hatte, schien dies den Ansprüchen Frau MoschnerS nicht genügen zu können, deren Verwandte überdies gegen Mofchner hetzten und bereits vor drei Jahren eine Scheidung der Ehegatten veranlasst hatten. Ueber den Rat ihres Seelsorgers nahmen diese fedoch das Zusammenleben wieder auf. Gegenwärtig wurde jedoch das Verhältnis immer unerträglicher und eine abermalige Scheidung war beschlossen. Das Ehepaar hat keine Kinder. Srudsnunslllck In 6« Slowakei Drei Arbeiter getötet 5l o S i c e. Sn den Antimongruben in uLma unweit RojnavaS kam eS am Don- Malaga brennt Die südspanische Hafenstadt Malaga, die gegenwärtig im Mittelpunkt der Angriffe Francos steht Wochenblättchen des Herrn Budzislawski zitierend, einen Erguss von A n t o n K u h ab. Dem Kuh wurde es ja kaum an der Wiege gesungen, dass er nach mancherlei Abenteuern und Irrfahrten im Dschungel der bürgerlichen Gesellschaft zum Klassi ker des Stalinismus aufrücken würde, aber eS wird ihm nicht erspart bleiben. Neben den Kisch, Wxsslopf und Becher wird er an die Tafelrunde, deS Allerhöchsten gezogen werden. Als Hitler vor. entführt und ermordet haben, da auf einem Brach- den Toren stand, wurde von Kuh die Anekdote er- s‘ zählt, er habe auf die Frage- was er denn in» j tote Knabe ausgefunden wurde, eine in die Erde Dritten Reich tun werde, geantwortet:„Schnorrer ausgegrabene Höhle gefunden wurde, in der sich wird man immer brauchen". Er zog es, und daS eine Menge von Knabenlleidern befand, die sicht- wird ihm niemand übel nehmen, dann doch mit, lich mit Blut befleckt waren sowie auch ein Sack gutem Grunde vor, schnorr stracks— wie ein mit Männerkleidern. In der Nähe wurde auch ein witziger Zeitgenosse sagte— nach Prag zu reisen, geraubtes Auwmobil und neben demselben auf der Aber jetzt könnte er den Ausspruch, für Stalins Erde ein grosses Messer gefunden. Die Bundes direktion In Brünn begeben. Auf dem Pardubiher Bahnhof wurde Freitag I vor 8 Uhr früh beim Verschieben eines Zuges der fahren. Er glitt wahrscheinlich auf dem Glatteise zwischen den Schienen aus und geriet unter den Zug, der ihm den Kopf und beide Beine abtrennte, se dass er auf der Stelle wt war. Auf der Spur der Kidnapper. Die amerikanische Staatspolizei glaubt mit grösster Wahr- > scheinlichkeit den Schlupfwinkel der Kidnapper entdeckt zu haben, die den kleinen Charles Mattson IUIV(UUUU'U«JUULIl, vu UU| CIIICIIl VLUU,« | seid, fünf Meilen von dem Orte entfernt, wo der Sthneaberldite unterer SdiufthOtten AtuShel«, Hinter.Ztmmmkv:(Huie Altschneedecke, Vkisähr» sehr gut. Oter-Prefchkanr 6 Ztm. Pulverschnee, Skifah- ren Möglich. Natvrfrermdehau» Nvllendvrf:—10 Grad, 16 bis 20 Ztm. Altschnee, Ski und Rödel teilweise gut, Rauhretf, Südwind.^' Zinnwaldi—8 Grad, Schneedecke unverändert, Skisähre gut, Südwind. .»eilberg:—11 Grad, 66 Ztm.«ltschnee, Pulver, sonnig. Peher:—8 Grad, 00 Ztm. Alt-, 25 Ztm. Neuschnee, Pulver, sonnig. 0 ncrötag zu einem Unfall, der drei Menschenleben forderte. Durch eine»brutschende Ädschlchte wurden Stipän P e k ä r auS Rojnava, Ondroj Bondräüek aus Nijnie Slnnt und I. Tarka i» v f k h aus Betliar verschüttet und alle d r e t g e t ö t e t. Die Ursache de« Unglücke« wird untersucht. WWWWWDWWWWWWWWWMWWWWWWWI Infolge starker Wolkenbrüche sind die Staaten Jllionis, Missouri, Jndiania und Ohio überschwemmt. Mehrere Ortschaften sind durch die Fluten vollkommen abgeschnitten. Vom Rundfunk linieN«<>werlH aus 4m Pregri Sonntag Prag I: 8.00 Konzert aus Karlsbad. 9.10 Eng» lisch-Kur». 9.65 MujikS Salonquartett. 12.20 Aus der»Lustigen Witwe" von Lehar. 15.80 Schallplattenkonzert. 17.85 Deutsche Sendung: Klassische Zeugen. 17.10 Funkwochenschau. 17.50 Konzert des AOK-Orchester». 18.50 Deutsche Presse, 22.80 Ea- lonorchefterkonzert.— Prag Ur 14.80 Deutsche Sendung: Arieiterfnnkr Dr. Emil Franzel: Militärische Probleme im Bürgerkrieg. 14.46 Kleines Solistenkonzert.— Brünn: 9.20 Schallplattenkonzert. 11.00 Klassische Musik.— Kascha»: 17.85 Volkslieder. 19.05 Leichte Musik. dreier Waggons hatte der Unfall keine weiteren Folgen. Der Personenzug erlitt eine Verspätung von 2 Stunden. Die Ursache des Unfalles" wird untersucht. Motorzug gegen Militärzug. Die Staatsbahndirektion in Brünn teilt mit: Freitag vormittags um 9.50 Uhr ist zwischen den Stationen Mutinice— Göding der Strecke Sattz Eesk— Göding der Motorzug Nr. 8501^auf der Ueber« kennt keine Pausen. DaS Leben muss von Tag j mobil zusammengestossen. Bet dem Zusammen- z» Tag glücklicher und fröhlicher sein(oder• stoss wurde der Soldat Rudolf Reinisch vom 53. eS wird ihm ein Trotzkistenprozess gemacht) und. Artillerie-Regiment aus Hodonln getötet und der die kapitalistischen Länder eingeholt und über- Soldat Friedrich Lader am rechten Arm verletzt, holt werden. Auf einem Teilgebiet der Barba- Das Militärauto wurde zertrümmert, der Motor- rei ist dieses Ziel der Stalinschen Marschroute, s wagen des^Znges 8501 wurde^beschädigt und kaut Totenschein der Nowikowa, erreicht. Slnftesendet. Wir müssen>n die iitternattoualen Konzerne gelangen. Die Wochenschrift„Zlin" seht ihr Preisausschreiben„Wie soll man>en tschechrs oakischen Export ausbauen" fort. Die letzte Rümmer enthält den beachtenswerten Artikel des Univ.-Professors Dr. Drachovsktz, au» welchem wir die Mahnung entnehmen, dass die tschechoslowakische Wirtschaft sich unbedingt erst tn die gesamte Weltwirtschaft eingliedern muss:„Der Mang dec Weltwirtschaft ist in mancher Beziehung von den grossen internationalen Konzernen-.bhängig, die in Wirklichkeit im Hintergrund alle» wirtschaftlichen, also auch des politischen Gesche- ben» stehen. Bei un» hat sich in dieser Hinsicht nur die Weltfirma Baka ausgezeichnet, ansonsten haben wir eigentlich nur da» Privilegium, für den Gewinn anderer mitzuarbeiten. Und doch beteiligen sich auch kleine Staaten(wie z. B. die Schweiz) an solchen Organisationen in entscheidender Weise. Wa» un» betrifft, so ist e» unumgänglich nötig, dass wir noch in die Weltkonzerne von Mineralöl, Eisen, Zucker, Spi« ritus, Getreide, Holz, Kohlen und besonder» Transport gelangen.— Als Exporlstaat müssen wir überhaupt unsere Exponenten und unsere Kapitale ausserhalb der Grenzen haben. Wir müssen auch fremdes Kapital zu uns hereinlassen, besonder» von jene» Staaten, bei denen wir wirtschaftliche» oder politische» Interesse für ün» brauchen. Wenn unsere Währung ruhig bleibt, kommen wir zu diesen Zielen, eventuell auch mit fremden Mitteln, unter sehr günstigen Bedingungen.— Heute gibt eS— besonder» in den Gebieten der freien Einfuhr und der befreiten Zahlungsmittel— einen schweren Konkurrenzkampf unter allen Exportstaaten. Seine Verluste führen zwangsweise zu einer Begrenzung der Absatzgebiete und Waren, oder zu. internationalen Kartellen. Wir selbst können den Impuls geben, wir selbst können und müssen vorbereitet sein, damit die» nicht ohne un» oder vielleicht sogar auf unsere Kosten geschieht." Wen» die Preise um 1 Prozent steigen, kostet da» den Konsumenten 800 Millionen Ki. Fn letzter Zeit weisen einige Kreise darauf hin, dass eine Teuerung um mehrere Prozente den tschechöflowaki» schen Konsumenten nicht schätzen würde. ES handelt sich um Kreise, denen daran liegt, dass die bei un» zin- getreiene Preissteigerung tvor allem dürch eine Verschärfung der berüchtigten Regierungsverordnung 162) weiter anhalten soll, Wir berechüeten ltind- liessen diese Rechnung beglaubigen)„wieviel eine Erhöhung unsere» Preisniveau» uMl Prozent, also die Verteuerung der Waren um ein Hundertstel, beträgt, danach kommt eine Verteuerung um. 1 Prozent die tschechoslowakischen.Verbraucher auf 800 Millionen XöjmJghre zu stehen. Es ist empfehlenswert, dies» Zahl nicht aus den Auge» zu verliehen und bei einer Erhöhung de» Preisindexes zu beachten, wa» eine prozentuelle Steigerung in Geld bedeutet- Polizei hat in mehreren Städten bereits eine Reihe verdächtiger Personen verhaftet und bekanntgege- bcn, dass in dem Fall des Kindesraubes Mattson wahrscheinlich mehrere Personen als Täter in Betracht kommen. vom Sturm zerschmettert. Unweit der Gemeinde Peirobce bei Kotor hütete der lüscihrige Doja Joviö Schafe. Plötzlich erhob sich ein heftiger Sturm, der den Burschen erfasste und ihn in eine mehrere hundert Meter tiefe Schlucht schleuderte. Jovii wurde am anderen Tage mit zerschmetterten Gliedmassen ausgefunden. KnallgaSrxplostim auf der Kieler Werft. Auf der Werst der Deutschen Werke A.-G. Kiel ereignete sich Freitag nachmittags eine Knallgasexplosion, bei der zwei Arbeiter schwer und einer leicht verletzt wurden. Die beiden Schwerverletzten sind bereits gestorben. Der Materialschaden ist gering. Englische Blutkonserven für Spanien. In einer Beratung der Unabhängigen Labouristischen Partei erstattete Miss Isabel Brown über die ärztliche Hilfe in Spanien Bericht. Sie Wrle u. a. auch an, dass für Bluttransfusionen.konserviertes Blut" verwendet wird. Die englischen Aerzte bringen das in vier Kategorien genau klassifizierte Blut in Eiskistchen nach Spanien, wo nach der Blutprobe des Verwundeten sofort die entsprechende Konserve, welche vorher auf die notwendige Temperatur erwärmt wurde, verwendet lvird. Auf de« Schwarzen Meer» wüten heftige itaiinschen Marschroute,i wagen des Zuges ssvi wuroe veimaoigr und Stürme. Die Schiffahrt ist ausserordentlich stark unglücklichen Bürgerin konnte die Fahrt nicht fortseben. An die Unfall- behindert und zum Teil gefährdet. Die Schiffe stelle hat sich^eine Kommission der Staatsbahn«| ignnen nur mit den grössten Schwierigkeiten in die Häfen etnlaufen. In Eonstanza:st ein italienischer Dampfer auf einem Felsenriff aufgelaufen. Äe drahtlosen Küstenstationen erhalten zahlreiche SOS- Rufe von Dampfern auf hoher See. Et« Abgehärteter. Bei dem donner»tägigen Frost und Schnee konnten die Belgrader mit Verwunderung den 56jährigen BiSnik, einen bekannten Sokol und Sportsmann, sowie den bekannten Leichtathleten und Sokolspringer Bojinovii beobachten, wie sie in der Save badeten. MinuS 28 Grad in Jasina. In der Nacht auf Freitag sind die Temperaturen in der Osthälfte der Republik vielfach unter minus 15 Grad gesunken. Oravslh Podzämok und Bolovk meldeten ein Minimum von minu» 20, Jasina im äussersten Osten Karpathorühlands sogar minus 29 Grad. In Böhmen war der Nachtfrost nirgends stärker als minu» 8 Grad. Freitag nachmittags herrschte im ganzen Staatsgebiet schwacher Frost. Auf den Bergen in Böhmen liegt eine Schneedecke von 40 bis 100, auf den übrigen Gebirgskämmen eine solche von 70 bis 140 Zentimeter. Vom Westen schreiten Schneefälle allmählich ostwärts weiter. Freitag nachmittags begann es auch im Egerland und im Böhmerwold zu schneien. Für Samstag und Sonntag werden weitere Schneefälle erwartet. Wahrscheinliches Wetter von heute: Meist bedeckt, Neigung zu Schauern, weitere Abnahme des Frostes. Im Osten Andauern deS winterlichen Wetter», ganztägiger, in der Nacht starker Frost.— Wetteraussichten für Sonntag: Unbeständig, Neigung zu Niederschlägen, Temperaturen um den Gefrierpunkt. In der Ostslowakei und Karpatho- russland noch heiter, GanztagSfrost. „ Po, lizei ins Hau» Nr. 76 in der Ledergaffe in Prag n in die Wohnung des Sprachprofessors Franz Moschner gerufen,* wo sich eine furchtbare Szene abgespielt hatte, deren Vorspiel noch nicht bekannt ist. Der 54jährige Professor hatte seine 54jährige Frau Julia mit drei Revorverschüssen zu Boden gestreckt; die Schwerverletzte flüchtete zu ihrer Nachbarin, Frau Hfrfch, in deren Wohnung sitz ohnmächtig zusammenbrach. Während die Polizei erschien und die Net- tungSgesellschaft Frau Moschner auf die Klinik Jiräsek brachte, verbarrikadierte sich Professor Moschner in seiner Wohnung und da die Wahrscheinlichkeit bestand, dass er sich selbst erschiessen wolle, wurde die Feuerwehr geholt, um In die Wohnung einzudringen. Vier Wagen Feuerwehr erschienen vor dem HauS und spannten ein Sprungtuch vor den Fenstern auf, während die Polizei in die im dritten Stock gelegene s Wohnung einzudringen versuchte. Al» ihr die» ' nicht gelang, schoss sie drei Tränenbom« l|j e ii durch die Glastür, worauf man von der 1‘ Strasse ans beobachten konnte, wie dichter Rauch durch die Fenster drang. Die endlich eingedrun- gene Polizei fand Moschner bewusste» mit einer Schusswunde in der rechten Schläfe in einer Ecke der Küche liegen. Noch während der Einlieferung ins Krankenhaus verschied er; Frau Moschner hat drei Schusswunden, in den Kopf, in den lin» uns auch den„ungesetzlichen AbortuS" nicht nur statisch betrachten. Wie war daö doch— nicht unter dem Zarismus, da war das genau so wie eS heute wieder ist— vor wenig mehr als einem halben Jahre, als die letzten Errungen- n3ttl(tRräfj letJi mU. Freitag, den 15. Jänner, schäften der Revolution noch nicht liquidiert! um g Uhr 03 Minuten der Personenzug waren" Da wurden die Schwangerschaftsunter- 12 oi In Kilometer 285 zwischen den Stationen brechungen nicht unter den primitivsten hygie-1 Okrouhlice und SvSilst nad Säzavou auf zwei nischen Verhältnissen in Privatwohnungen und leere Waggons auf, die bei der Verschiebung eines von irgend einer Pfuscherin vorgenommen, son- Lastzuges in Richtung Svötlä nad Säzavou fuh- dern in Sanatorien und Krankenhäusern(wo ren. Äusser einer Beschädigung der Lokomotive und die Opfer heute nur sterben dürfen) und von na"—°**“' k“”“'- w““— Äerzten, Mutter und Mann pflegten wohl ab- wesend, aber von Assistenten und geschullen Schwestern hinreichend ersetzt zu sein. Die Zet- tungen brauchten keine Blutvergiftungen zu melden und die Gerichte mit derlei Angelegen heiten nicht beschäftigt zu werden. DaS schien■ den Sozialisten In aller Wett ein höchst erfreu-! MW, Mer Zustand. Doch das Tempo des Aufbaues, 84-4 mit einem Milttärlastauto, Dialektischer Fortschritt Aus der„D.Z.Z." lMoskau) vom 10. Jän ner 1U80:„Ungesetzlicher Abort«»". Im ersten städtischen Kranlenhau» starb die Bürgerin Nowikowa au Blutvergiftung. Die ein geleitete Ilutersuchuvg ergab, dass die Bürgerin Juschina gestand, dass sie diesen Abortus in der Wohnung der Nowikowa in Gegenwart des Man ne» und der Mutter ausgeführt habe und dass sie wiederholt bei einer Reihe von Frauen Abtrei bungen vorgenommen habe. Die Eingriffe erfolgten st et» in primitivsten und In unhvgi eni scheu Verhält nissen. Nüschina wurde dem Gericht übergebe M (K. R.) Bemängelt jemand und ist er auch ein so wohlmeinender Krttiker wie Andrö Gide, irgendwelche Missstände und Mängel in der Sowjetunion, wird er einmal als Lügner und trotzkistischer Gestapoagcnt beschimpft, zum'< anderen Male aber belehrt, dass er ein ästheti sierender Trottel sei, der nicht„dialektisch" denke. Denn er sehe nur statisch und bemerke nicht, dass früher alles noch viel schlimmer war, heute also alles viel besser ist und morgen noch besser sein wird. So kanzelt Herr Lion Feucht- wanger Andrö Gide ab, der wenigstens auf ge- wissen Orten anderes Papier als dse„Prawda"’ tu finden hoffte aber nicht fand Gestern gab es i variiert.^„Mch wiederholen. Wo die dort noch Nicht einmal die„Prawda(wozu er.| Humanisten nicht mehr wohlgelitten sind, wird es schien sie da?), heute gibt eS sie und morgen llm r 0 mehr Raum für„Werktätige" st la Kuh ge- wlrd sie überall durch bestes Klosscüpapier er- ßen unb„M-m c» nicht den Anschein Hai, al» habe setzt sein. DaS wollen auch wir hoffen. Aber lasst per Katz auch den Kuh aus dem„Tagblatt" exmit- tieri, könnte dieser sich vielleicht doch rechtzeitig nach einem Quartier umsehen, in dem man, wie nun betviesen, alles, nur nicht wählerisch, ist. Eisenbahnunfall. Die Staatsbahndirektion in Rr. 14 DamStag, 16. Jönner 1037 S-'!e 5 I)MswirtsL^t mul ävLlaipoilN (luslani Das Tank-Motorrad Von Ing. Kurt Doberer VOLLMIICH-MAU I I Staut Flugaikommen mit Oesterreich. Vom 7. und in der gleichen Zeit des vergangenen Jahres für 403 Millionen Kronen. Bei Husten und Heiserkeit werden ausgezeichnet« Erfolge mit den auch ärztlich, empfohlenen Diana- VollmUch-N!alz.erzielt.. Di« WeltauSfuhr an Spiel- la a r e n ist von 104'Millionen NM im Jahre 1920 auf 08 Millionen RM im Jahre 1034 zu- rückgegangen. 1938 ist eine leichte Zunahme auf 73 Millionen RM zu verzeichnen. Kirche zu betreten. Eine Mutter, fromm und bieder, einst keine Messe und keine Beichte vtr- fehlend. Mutz da- sein?"■ Mitteln ersparen.— Da die zur Herstellung von Ceres dienenden Pflanzenfette außerdem durchweg!' einen sehr niedrigen, unter unserer Körpertemperatur liegenden Schmelzpunkt haben, also sehr leicht verdaulich, sind, besitzen wir in CereS-Speisefett ein Nahrungsmittel, das vom gesundheitlichen Standpunkt aus. sehr zu. begrüben ist. 8908 rung hat auch 1986 angehalten. Während die gesainte in Fabrikbetrieben gezahlte Lohnsumme von 1984 aus 1935, um zirka 9 Prozent stieg, Ivird dte Steigerung von 1938 auf 1988 auf zirka 8 Prozent geschäht. Weltwirtschaftliche Kurzberichte Die JndustrialisferungBra» silienShat in den letzten Jahren rasche Fortschritte gemacht. Nach einer amtlichen brasilianischen Quelle entwickelte sich die Jndustrieerzeu- gung wie folgt(in Millionen Contor): 1929: 0.0, 1030: 5.5, 1082: 0.4, 1033: 0.75, 1935: 8.0(schätzungsweise). Von dem Rückschlag durch die Weltkrise hat sich demnach die brasitianisckie Industrie rasch erholt. Der am stärksten durchindustrialisierte Staat ist Sao Paulo, der an der Jndustrieerzeügung des Jahres 1933 einen Anteil von 3.7 Prozent stellte. Nurdiateallein sind nach alnem speziellen Verfahren mit frischer Voltmilch erzeugt. Daher auch der erquickende Geschmack und die hohe Nähr- und Heilkraft. erz-ugung in den ersten zehn Monaten 1980 auf 3,717.000 q gestiegen, während sie in der gleichen Feit des Vorjahres nur 2,780.000 q betragen hatte. Auch die Bierbrauereien und die Spiritus- und Hefefabriken sind in der gleichen Zeit 1980 stärker beschäftigt gewesen als 1938, wenigstens mutz das aus dem Mehrverbrauch an Kohle in diesen Jndustriebranchen geschloffen werden, wenngleich der BierauSstotz«ine mäßige Verringerung ausweist. ' An der Erhöhung der tschechoslowakischen Ausfuhr hat die Lebensmittelindustrie, ebenfalls teil gehabt. Auf der Ausfuhrseite weist die Gruppe Arbeiten in Prag unter der Leitung des Sektionschefs Ing. E. Stzrovätla Flü^beratungen mit!«jgjii: österreichischen Delegation statt, Die' Beratungen führten zu der' Vereinbarung- von-Anträgtn für «in n e u« s A b k o ui m e n über die Flüg- Unten und über die Bestimmung der Gesamtabschnitte an der tschechoslowakisch-österreichischen Grenze, die die Bedürfnisse unseres Flugwesens hinsichtlich des Ueberfliegen»-.österreichisch«): Gebietes befriedigen und., die weitere Entfaltung unseres Flugnetzes nach Oesterreich, Ungarn und.'Italien' ermöglichen.. unpopuläre Kriegsgerät den»Mechanischen Sarg". Aus dieser Sackgasse von Fehlkonstruktionen' kam man heraus, indem man auch-die kleinsten Tanks noch so geräumig baute, daß sie bequem zwei Mann Besatzung aufnehmen konnten. Diese Lösung genügte'jedoch den Kleintank- Fanatikern nicht Sie suchten weiter nach einer besseren Lösung der Aufgabe:. Ein Mann Besatzung, ein leichtes Maschinengewehr und billigste, leichteste Bauart des Fahrgerätes. Nun kennen wir ein Fahrzeug, das ein Mann Besatzung führt, jn den Armeen weitgehend eingeführt ist und neuerdings auch mit einem leichten Maschinengewehr anniert wird, Dieses Fahrzeug ist das Motorrad. Die ita- Vor einigen Jahren gab es in den Kriegsministerien der Großmächte eine Richtung, die sich aus der Verkleinerung der Tanks bis zum Ein- mann-Tank und von dessen Massenherstellung und Maffcneinsatz Wunder versprach. In Deutschland führte diese Mode zunächst zur Konstruktion desTankett, einer neuen Keinen Tanktype, die unter strengster Geheimhaltung in den ersten Serien in der Fabrik für schwere Kraftwagen, Büssing in Hannover, gebaut wurde. Da bekanntlich»strenge Geheimhaltung" besonders schnell den Spionagedienst anderer Länder auf eine neue Waffe lenkt, konnten Pariser Zeitungen anfangs November 1983 melden: Durch die Einführung dieser neuen Geheimwaffe wird di« deutsche Arme« über eine Waffe verfügen, die bis jetzt in den anderen europäischen Armeen noch nicht bekannt ist. Dadurch wird di« Schlagfertigkeit der deutschen Armee bedeutend verstärkt. Di« Enthüllungen haben in militärischen Kreisen berechtigter Aufsehen erregt und man nimmt an, daß die französisch« Rüstungsindustrie «ine entsprechend« Gegenwasf« schaffen wird. In einem,«in Jahr später von dem englischen Oberstleutnant M a r t a I konstruierten Modell eines Liliput-Kampfwagens hatte diese Idee ihren Höhepunkt erreicht. Dieser Tank, der den Namen »Kriecher" erhielt, soll mit einem Motor von nur vier Pferdestärken eine Geschwindigkeit von fünfzehn Kilometern in der Stunde erreicht haben. Er konnte nur«inen Soldaten in liegender Stellung aufnehmcn, der ein leichte» MaschinenTschechoslowaklsche Wirtschaftsnachrichten .Ausländischer Rüstungsauftrags Die böhmisch-mährische Kolben-Danek A.-G. hat von der türkischen Regierung-einen zweiten Auftrag zur Lieferung, von Traktoren für die Armee erhalten. E» haydelt sich dabei um«in Objekt von 70 Mil- lionenXL.- ' Ausdehnung der chemischen Industrie. Der Konzern des Auffiger Ehemischen Vereins hat vor einigen Tagen in Sillein eine neue Schwefel- fäürefabrik fn Betrieb genommen. Der Konzern plqnt di« Errichtung weiterer ProduktiönSstätten in, der Mowakei,'■; J AnSfuhrstcigerung nach der Türkei. Während im ganzen Fahr. 1938 nach der Türkei Waren im G'esamttöert von' 77,7 Millionen Xi aus- geführt wurden, erreichte die Ausfuhr allein in «S bei der Vorstellung des Zauberkünstler» so, als ob er viel« Felle, Tücher^ Fähnchen, Blumen und Bälle und zuletzt ein. lebendiges Ferkel herauspraktizieren würde. Was da alles darinnen i ft l dachten wir. Das dachten wir aber auch, als wir in einem einzigen% Kg-Paket Pcrola 22.000 schöne,-glänzend-braune Körner zählten, f ole banken erhöhen Ihr Angebot Freitag Haben weiter« Verhandlungen der Angestelltenvertreter mit-den Direktionen der Böhmischen Unionbank und der Böhmischen ES- konrpteölmk uud Kreditanstalt stattgefunden. Die Banken haben ihr Angebot erhöht, und zwar so, daß jeder Beamt«, einer GehallSvorrückUng von mihdesi-n» Xi 1020 jährlich teilhaftig wird, die B-stqualifizierten um Xi 1200, Skontisten um XH 680 und Laufburschen um Xi 400. Außer» defn sind, die Banken bereit, im März über die grundsätzliche Gehalisregelung der j u n g e n. Angestellten zu verhandeln. Dieser Verhand- lungSstäyd wirddenJnstitutionen der Gewerkschaft vorgelegt werden, worauf die'Verhandlungen nächste Woche fortgesetzt werden sollen. Schwedische Lohn- und Arbeitszeitstatistik (JGB.) Das schwedische Sozialamt hat soeben seine Lohnstatistik für das Jahr 1935 vcr- öfsentllcht. Sie enthält zum erstenmal auch Angaben über die Verschiebungen in der Boschäfti- gungSzahl in Fabrilbetrieben.'ES zeigt sich,.daß die Beschäftigung in Fabrilbetrieben in der Zeit von 1983—1935 um zirka 55.000, d. h. zirka 14 Prozent, zugenommen hat. Gleichzeitig ist die Arbeitszeit im Durchschnitt für sämtliche Arbeiter von 44.5 auf 40 Stunden pro Woche gestiegen, so daß. sich der Beschäftigungsgrad um insgesamt 28 Prozent verbessert hat. Die erweiterte Beschäftigung im Zusammenhang mit einer kleinen Verbesserung der Löhne hat in der dreijährigen Periode 1933—85 ein« Steigerung des gesamten Lohnbudgets der Industrie zur Folge gehabt, und zwar' von zirka 880 Millionen Kr. tn 1983 auf zirka 1100 Mill. Kr. in 1935. Diese Steige- 100.800 Kronen in 8.Heller-Stücken? Wenn Sie sich ein Haus kaufen würden und den Kaufpreis in 5-Heller-Siücken erlegen wollten, hätte der Verkäufer das Recht, diese Art der Bezahlung abzulehnen. So ähnlich kann es un» ergehen, Macht der kirchlichen Institutionen fand, hat man Die Nahrungsmittelindustrie 1936 .,.!i ES ist ein mühevolles Beginnen, den Verkauf der Envoicklung der Nahrungsmittelindustrie geüau zu verfolgen.. Unsere Statistik ist gerade uui diesen Gebiet ganz außerordentlich lückenhaft. Zwar gibt eS Ausweise über den ÄieräuS» stoß, die Zuckerproduktion» ebenso Angaben über den Kohlenverbrauch dieser.oder jener Branche dey Nahrungsmittelindustrie, aber eS fehlt eine umfassende ProVuktionS-, Handels« und Lohnstatistik, di« die. gesamte Lebensmittelindustrie, mindestens aber alle ihre wichtigen Unternehmungen,.erfaßt. Wie alle anderen Industrien so erlitt auch die Produktion der Nahrungsmittelindustrie infolge der kapitalistischen Krise«inen Rückschlag. Der Produktionsindex(1929---'100) erreichte im Jahre 1983 mit' 88.'4 seinen Tiefstand. Bereits 1985 war er wieder bei 100 angelangt. Im vergangenen-Jähr hat er sich weiter wesentlich erhöht. ES-ist nun ein bemerkenswerter Zug, daß, obwohl die Produktion der NährungSmittelindu- strie über der des Jahres 1929 liegt, die Arbeitslosigkeit im abgelaufenen Jahre doch wesentlich großer war als damals. Ja, man muß sogar sagen, daß sie sich im Gegenfatz zu anderen Industrien, in ihr weiter ungünstig entwickelt hat. In den. einzelnen Monaten wurden Arbeitslose in der Nahrungsmittelindustrie gezählt: Wirken OIANAVOLLMILCHMALZ. Mitteilungen aus dem Publikum ...»„_ Das Schweinchen im Ztzllnderhut? Ob es wirk- SenctMtneun' Sttondten bei'9«it« 1988 einen““J,’ Een wir nicht, jedenfalls schien Wert Höst 147,1 Millionen- K$ Es ist demnach■*"*•‘gjj*—--- -für dar ganze Jahr.mit. einer Steigerung der Ausfuhr nach der Türkei um das Doppelte zu rechnen. '! Gesicherter Befchäftigungöstand in den Eisen werken. Die, mährische Eisenindustrie-berichtet über unverminderten, Eingang von Jnlandsaus- tragen und eine Erhöhitng der Aufträge für den Export. Der ,gegenwärtige hohe BeschäftlgungS- stand könne Noch für. mehrere. MoNate als ge schert gelten,.'..->- Vie Kirche hat die Macht...I Ein Berichterstatter der„BaSlcr National- zestung" schreibt die folgend« erschüiiernde Darstellung: »Das nennen sie Weihnachten",. sagt ein i Mann im Angesicht der Toten.»DaS ist auch ein i Weihnachtsgeschenk. Ich glaube an. nichts mehr. Nie wieder werde ich eine Kirche betreten." Was soll man darauf antworten? Wenn man durch dieses Land und durch die vielen Dörfer gefahren ist, dann weiß man, daß diese Bevölkerung nicht religionsfeindlich ist. Aber überall dort, wo I man die Dörfer bombardiert hat, stehen heute die i Kirchen leer.. Kein Mensch betritt sie mehr, obivohl . Ueberall - In allen Monaten mit Ausnahme des Sep tember war- demnach, di« Arbeitslosigkeit in der Nechrungsmittelindustrie größer als im Vorjahre. Diese Entwicklung muh uniso mehr Beachtung fin- einige Branchen-ine erhöhte Produktion ausw°is-n. So ist dw Zucker«„«wehr zu bedienen hatte. Der»Kriecher" sollte llenischen Auzziwerke bauen zum Beispiel ein Motorrad mit ausmontiertem, drehbarem Ma schinengewehr für die italienische Armee. ES hat sich auf dem abessinischen Kriegsschauplatz gezeigt, wie gut diese Motorräder auch auf schlechtem Gelände eingesetzt werden können. Trotzdem ist in solches Fahrzeug für den tak tischen Zweck, als erste Angriffslinie vor angrci- fender Infanterie zu gehen, natürlich unverwend bar. Man braucht ein armiertes, Panzerschützen« des Kleinfahrzeug. da», geländegängig wie-in' heuw"niemand^tan'^hindert wird?' Pf«d. auch wie-in solches im Moment der Ge« boct o6ec mnn bic Eiligen Stätten dazu miß- k°br verlassen werden kann. Der Mann muß von beucht hat, als Festungen zu dienen, überall dort, dem unbrauchbar gewordenen Fahrgerat auö dem nxan flu g jti c( j; cn geschossen hat, hat man die Sattel springen können, um nm der Nachkommen- flk-dr,, vsrbrannt Kam OT)U alttam flQnwl«<■ I n<,.. 1—, Aber dort, wo sich die Geistuchen auf die Seite der Republik stellten, nicht nur im Bäsken- tahlroß wird gegenwärtig für die! land, dort stehen die Kirchen nicht nur unver- deutsche A....ec gebaut. ES ist ein, einem Kraftrad ähnlicher, einspuriges Fahrzeug, das aber eines Gleiskette wie ein Tank besitzt. Borne gepanzert I und mit einem Maschinengewehr armiert, fann eS alle Aufgaben des Lillput-PanzerwagenS über nehmen, ohne eine feiner Nachteile zu besitzen. Dieses Tank-Motorrad wird nach dem Patent 017.095 de» Münchener Ingenieur» Niemer-! s ch m i d gebaut. Neuerding» werden Versuche! unternommen, die normalen privaten Motorräder in den deutschen Motorradfabriken fo zu bauen, daß sie nach Anfügung einiger Paßstücke im Kriegsfall in Tank-Motorräder verwandelt wer den können. Die deutschen Panzertruppen im Heeres gruppenkommando 2 in Kassel besitzen bereits ge ländegängige Motorräder, die allgemein mit leich ten und zum Teil mit schweren Maschinengeweh re» armiert sind. brannt, dort ist nicht nur das religiöse Leben das alte geblieben, dort stehen auch die Geistlichen in ' höheren Ehren wie je zuvor. Weil man sich dprt I in die Beschränkung der weltlichen und politischen wenn wir unserem Körper die notwendige Menge' den Glauben gerettet.'' Nahrung zwar ausreichend, aber in zu„kleiner I Die Kirche hat nicht nur den Einfluß, sie hat Münze" zuführen. Die Wissenschaft mißt den Wert£!* Macht, diesem Massenmorden einer unschul- \, i digen und unbewaffneten Zivilbevölkerung«in -in-S Nahrungsmittels u, a. auch nach Kalorien, e« be machen, di- Vernichtung einer Stadt, die einem Maß, von dem ein Erwachsener täglich 2800. Vernichtung unermeßlich schöner Kunstgüt-r, di« als erste Angriffslinie bei Jnfanterieangrisfen eingesetzt werden. Obwohl diese Idee deS Masseneinfatzes allerkleinster Einmann-Tanks taktisch bestechend war und auch die Konstruktion durch die Ingenieurbäld bewältigt war, scheiterte sie doch am psycho-- logischen Moment. Der Soldat, in einer üblen Stellung liegend, allein in einen engen Stahllasten gequetscht, zeigte die größte Abneigung, in einer solchen Blechschachtel besondere Bravourstücke zu unternehmen. Schon, wenn man einmal W durch«ine enge Röhr« geklettert ist und nicht mehr Lebensmittel eine SteigerungvonHiMönen richtig vorwärts und rücklvärls kann, kann man Krhnen aus. Boni Jänner bis November 1988 wohl di- Gefühle des wie eine Wanze eingeklemm- würden für 888 Millionen Kronen äuSgeführt ten Soldaten verstehen. Man nannte bald dieses i— o.ii 1' m a* ttnhnhitfnr# hott. Ml?, rft rt n t f rh, tt den Infanterie einzufügen. Mit einem Wort, er braucht ein richtiges»Stahlroß". Di^ eines Nahrungsmittels u. a. auch nach Kalorien,:^ machen7die V-rntchtüng-^ die einem Maß, von dem ein Erwachsener täglich 2800. Vernichtung unermeßlich schöner Kunstgüter, di« Einheiten benötigt. Würde man z. B, nur Weiß-' Vernichtung weiterer Hospitäler zu verhindern, kohl verzehren, so müßte man 12 Kg. dieses kalo-\»m Namen des Glaubens und im Namen der rienarmen Gemüses täglich essen, um genügend.^Memals werde ich jene furchtbare Stunde Kalorii zu erhalten. Aus diesem Grunde nähren vergessen, in der jene arme verzweifelte Mutter wir uns auch mit Nahrungsmitteln, die eine„grö- mit dem gramverzerrten, zermürbten Gesicht und Here Münze" darstellen, d. h. einen höheren Kalo« mit den vom Weinen geröteten Augen vor dem jKÄSÄSÄSStS; mittel stehen nach Kalorien gemessen— die jene Gebärde der Verzweiflung und des ab- Fekte. Ceres z. B. ist.ein lOOAigeS, also reines' grundtiefen Hasses vergessen, mit der sie vor die und wasserfreies Fett. Es hat pro Kilogramm' benachbarte Kirche trat, ausspückte und schwur, 9228 Kalorien. Wir sehen also, daß? wir unserem’«^-0 Und niemals mehr-ine . Kirme»u betreten. Eine Mutter, fromm und bie- Korper— wenn unsere Nahrung mit Ceres zubereitet wird— bereits bei einer Nein«» Menge Cere» eine gewaltige. Menge Kalorien züführen und unscrem BerdauungSaPParat somit«ine über- mäßige Belastung mit kalorienarmen Nahrung-. B is o. Jänner fanden im Ministerium für öffentlich« KRAFT des Samanis ist riesig groß, wenn es einen Schößling durch s Erdreich xum Uchte treibt.. De werden Erdschollen«erbrochen und Steine gehoben und weggeschoben. Diese Kraft ruht auch In Jedem Roggenkörnchen und 22.000 solcher Körnchen machen% kg Perola aus. Also die Kratt von 22.000 gesunden Körnern birgt*4 kg>Perola<- 1936' 1935 Jänner 14.684 12.725 Feber. 14.105 18.019 März. e 14.287 12.988 April. • 18.998 12.046 Mai. 18.107 11.803 Juni« 1 • 12.178 11.181 Juli. 11.124 10.880 August 10.629 10.585 September • 10.971 11.216 „Svzialdenwkral SnmStnn, 16. Jänner 1937. Rr. 14 Karin Hardt und Adolf Wohlbrück in„Port Arthur" Sahara zum Schauplatz eines farbigen Films zu machen,— aber lobenswert sind solche Einfälle nicht- In diesem Film— der«inen Teil der Publikums trotzdem zu ergreifen scheint— häufen sich falsche Töne, falsche Farben und falsche MaSlen, und die ganze Geschichte von dem entlaufenen Trappisten- Mönch, der sich mit der frommen Wüstenwallfahrerin verheiratet, um am Ende reumütig-bekehrt ins Kloster zurückzukehren, sieht wie.ein. orientalisches Kostümfest mit wüsten(und mit Wüsten») Dekorationen aus, bei dem eine unziemlich mit religiösen Phrasen verbrämte Kitsch-Romanze zur Aufführung gelangt. Der Regisseur Boleslawski hat teil» mit den technikoloristischen Errungenschaften der Film-Malerei und andernteilS mit der Wirkung imponieren wollen, die dann entsteht, wenn Marlene Dietrich als verführerische Bekehrerin sinnlich fromme Augenaufschläge übt. Sie macht auch taS raffiniert, und es bat den Anschein, als ob der Farbfilm für sie noch kleidsamer als der Schwarz-Wciß- Fllm wäre. Ihr Partner Charles Boyer scheint sich weniger wohl gefühlt"zu haben, nicht nur der Farben, sondern auch der Rolle— und ganz besonders der englischen Aussprache wegen.■—eis— Präs baut 2000 Wohnungen für Arme Die Bauaktion der Stadt, welche sich die Errichtung von 2900 Wohnungen für Arme zum Ziel gesetzt hat, nimmt deutlicheren Umfang an. Die Pläne, für die erste Etappe sind bereits auS- gcarbeitet, die Baugründe gewonnen und die finanziellen Mittel gesichert. In der ersten Etappe sind 694 Wohnungen geplant und zwar 129 in Kri, in Wrschowitz 91, in Prag VII 199, in Vysokany 68 und in Bkevnov 3S9. Die Aktion tvird vom Fürsorgcministerium unterstützt. Oer Präser Schmutz Schmutz— das ist angesichts dessen, was damit gemeint ist, wirklich vornehm, ja beinahe schon unzutreffend ausgcdrückt. Insbesondere in den letzten Wochen ist es mit dem— na'raus mit dem Wort! — mit dem D r e ck in Prag so arg geworden, dass auch die urältesten Prager zu protestieren beginnen, weil es eben Dinge und Erscheinungen gibt, an die man sich nicht gewöhnen kann. Ruß in der Lust, Rutz auf den Strassen, Ruh in jeder Wohnung. Lege ein Blatt Papier auf den Tisch im Zimmer, öffne das Fenster, gehe ein Weilchen weg und komme, kaum daß Du draußen etwa eine Zigarette auSgeräucht hast, wieder zurück, und Du wirst daS erst so schöne reine Blatt schwarz gesprenkelt vorfinden, so sehr, daß Tu eS zu gar nichts mehr verwenden.kannst; aber wirklich zu gar nichts mehr! Geh durch den Rieger- oder durch den Stadtpark und Du wirst, auf den Boden blickend, glauben, daß Du Dich in Anlagen befändest, die ringsum von Schächten cingeschlossen sind. Nimm früh einen frischen Kragen— und Iah Dir abends von Freunden sagen, daß Du doch endlich einmal wenigstens diesen Teil Deiner Wäsche wechseln könntest. Wasche Dich um drei Uhr, sitze dann ruhig und ohne etwas zu arbeiten, im Zimmer und wasche Dich nach einer Stunde wiederum und Du wirst staunen — nein, als Prager staunst Du nicht mehr— wie schmutzig Du schon wieder geworden bist. Prag wird als eine der schmutzigsten Großstädte ocS Kontinents bald konkurrenzlos dastehen. Und insbesondere im Winter— zu der Zeit also, wo selbst Städter reinere Luft zu genießen und ihrer sich zu erfreuen pflegen— ist der Prager Dreck geradezu ekelhaft. Man wünscht sehnlichst eine Sintflut herbei, damit diese eine radikale Säuberung vornehme. Denn den StraßenreinigungSmaschinen begegnet man in Prag zur Winterszeit nur. wenn man besonderes Glück hat, und die Straßenkehrer scheinen hier auf den Aussterbc-Etat gefetzt zu sein. ES ist sehr hübsch, daß. die Prager ihre Drehbühne nach Amsterdam schaffen, weil sie dort für die „Verkaufte Braut" keine habe». Aber de» Prager wäre besser gedient, wenn man für daS Geld, das dieser Transport samt Montage koste» dürfte, etwas für die Hygiene in der Stadt tun wollte. Prag hat sich in den letzten Jahren den Ruf einer besonders bevorzugten Kongreß-Stadt erworben. Wir haben gewiß nichts dagegen, wenn die Erforscher der Lymphdrüsen und die Züchter blauer Rosen justament in Prag zusammcnkommen. Aber Herr Bara sollte sich noch-rasch, ehe er in den geschätzten Ruhestand tritt, ein hervorragendes Verdienst sichern und einen Kongreß über die Ent- dreckung der Äulturstädte einberufen. Hygieniker, Aerzte, Kulturpolitiker, Städtebauer— heraus I Muß es denn sein, daß'Prag, die Stadt schönster Baitdenkmäler, ältester Kultur, imponierend sich ent» wickelnde» Lebens, Hauptstadt der mitteleuropäischen demokratische» Insel, Stadt der feschen Frauen, des bestens Schinkens und des süffigen Bieres imnier auch die Stadt des schlechtesten Wassers und des größten Drecks bleibe? Vortrag Prof. Tr. Max Adler(Wien) in Prag. Donnerstag, den 21. Jänner.halb 8 Uhr abends hält im Wintersaal. des Ministeriums für soziale Fürsorge in Prag Palacttho näm. 4. Univ.-Pros. Dr. D!ax Adler(Wien) einen Vortrag über„Das Neue in der Sozialwissen- schast". Da Adler einer der bedeutendsten lebenden Soziologen ist, empfehlen wir allen, die sozialwissenschafiliches Interesse haben, den Besuch des Vortrages, der zweifellos viel Neues und Anregendes bieten wird. Luftröhre t urchschnitten. Gestern früh um 7 Uhr lief im Hause Nr. 964 in der Janovskh- Strasse in Hollcschowitz der 86jährige Angestellte Leopold. Siipanovskt) mit einem Äüchcnmesser auf den Gang und schnitt sich mit einem Schnitt die Kehle durch, worauf er das Messer noch in die Brust stieß und sich die Luftröhre durchschnitt. In hoffnungslosem Zustand wurde er auf die Klinik Jirä- sek gebracht. Das Motiv der Tat ist Nervenkrankheit. „Der Zirkus der sprechenden Hunde" nennt sich eine Komödie von Berns(einem Pseudonym des Prager Advokaten-Dr.'Norbert Eisler),'die Freitag auszugsweise iin Prager Radio deutsch zur Sendung kam.■ Man hörte ein heiteres Gespräch dreier Hunde, nicht ohne, tieferen Sinn: einer erotisierten Hündin, eines professoral an den Menschen assimilierten Hundes und eines rassenbewußten Wolfshundes, der sich nach der Rückkehr zur wilden Waldnatur sehnt. Die Inszenierung leitete Viktor Sordan, die vier Figuren des Zirknsdirektor» und de» Hnndetrio» wurden von Franz Glaser, Hans Fürth. Margarete Schell und Ewald Schindler wiedergegcbcn. Tragikomische Zwischenfälle im ProzeB um die„Obcanskä zäloina“; Prag.—rb— Tas weitere Verfahren gegen den diebischen Direktor und Kassier der Weinberger „Obkanskä zälosjna" und ihren Helfer wird sich um die Erörterung komplizierter kommerzieller Machinationen drehen, über die wir erst nach der llrteilsverkündung zusammenfassend berichten werden, l Bei Vernehmung der beiden Hauptangeklagten zeigte sich, daß DirektorMartinek, wie nicht ander» zu erwarten, sich hinter den verstorbenen Vorsitzenden Inn. Domek zu verschanzen suchte, den er al» „gebieterische Natur" bezeichnete. Als ihm der Vor- sitzende diese beaueme Ausflucht durch Vorlage verschiedener von Martine! eigenhändig gefälschter Belege unmöglich machte, ergab sich der Herr Direktor in sein Schicksal mit dem Stoßseufzer:„Da ist eS wohl am besten, wenn ich alleszu« gebe." ll. a. gestand Direktor Martinek, dreimal im Jahr„AnschaffnngSbeiträge" behoben zu haben, die ihm von rechtSwegen nicht zustanden. Zäherer Natur ist offenbar der Kassier Schiller, der standhaft behanvtete, ohne sträfliche Absicht bloß die Aufträge des Mitangeklagten Herrn Direktor Martinek auSgcfiihct zu haben. Dieser Verteidigung standen indessen die weitgehenden Geständnisse MartinckS gegenüber, was schließlich dazu führte, daß diese beiden Ehrenmänner in einen heftigen Zank gerieten.„Sie sind mein Unglück" rief Direktor Martinek auS, indem er mit beiden Händen in. der Luft fuchtelte.„Nein. Sie sind mein Unglück" revlizierte der Kassier Schiller in ebenso pathetischer Pose. Welcher von diesen beiden Ehrenmännern, die einander sicher nichts vorzüwerfen haben, das Unglück des andern gewesen ist, mag dahingestellt sein. Daß aber beide zusammen das Unglück vieler'Keiner Sparer waren, ist«in unbestreitbares Faktum. Abenteuer einer jugendlichen Prostituierten (Jugendgericht.) Prag.—rb— Die jugendliche Angeklagte, die wegen des Verschuldens des Diebstahls !(Wert dec gestohlenen Sache: 29.999 Xi) vor dem I Jugendgericht erschien und die noch ziemlich weit zur i Erreichung des 18. Lebensjahres hat(mit dessen Vollendung ein Täter erst der Kompetenz der ordentlichen Gerichte untersteht), erhält sich durch Prostitu-1 tion. Eines Abends machte' sie die Bekanntschaft zweier wohlgenährt aussehender Herren. Der äliere der beiden, die offenbar einen guten Geschäftsabschluß zu„feiern" hatten, arrangierte ein„gemütliches Bei- sanuncnfein" in Restaurant und Weinstube und empfahl sich sodann, während sein junger Gefährte, ein Ausländer, der nicht tschechisch sprach, mit dem Mädel ein Stundenhotel aufsuchte. Als ihr Partner eingeschlasen war. entfernte sich die jugendliche Prostituierte in großer Eile. In so großer Eile, daß sie sich nicht einmal Zeit nahm, ihre Strümpfe anziiziehen, die sie vielmehr zusammengeknäult in der Hand trug. Diese Eile hatte ihren Grund, denn das Mädel hatte seinem Kunden einen Ring ent- loendet, de» er leichtfinnigcrwcise auf den Nachttisch gelegt hatte. Der Ring gefiel ihr sehr und sie brüstete sich in naiver Freude ihren Kolleginnen gegenüber bei jeder Gelegenheit mit ihm, wobei sie allerlei romantische Geschichten von einem märchenhaft reichen und freigebigen Kavalier erzählte. Ihre erfahrenen Kolleginnen lachten sie au» und erklärten den Ring für wertlose Dutzendware aus einem Einheitspreisgeschäft und meinten, er könne so seine 28 Xi wert sei». Halb überzeugt durch solch verächtliche Reden wollte die Angeklagte den Ring schon indennäch- stenKanalwerfen. entschloß sich aber doch im letzten Augenblick, erst ihre vielerfahrene Quartierfrau zu Rate zu ziehen.- Und diese wackere Frau; die in solchen Sachen offenbar Bescheid weiß, wußte tatsächlich einen einfachen Ausweg— nämlich, den Ring Ins Versatzgmt zu tragen, wo der Herr Taxator schon wissen würde, wie hoch.dieses Kleinod einzuschätzen fei- Tatsächlich übernahm dl« Quar» tierfrau selbst diese Kommission. Wie groß war ihr Erstaunen, als der Taxator ihr für den vermeintlich wertlosen Ring ein Darlehen von— dreitausend K£ anbot. Sie war natürlich mit Freuden einverstanden und händigte das Geld und den Vcr- sadzettel, nach Abzug einer„angemessenen" Provision und der rückständigen WohnungSmiete ihrer Anf- trangeberin ein, die nicht minder angenehm überrascht war. Die Freude dauerte nicht lange, denn schon war bei der Polizeidirektion bie Strafanzeige jenes Ausländers eingegangen, lautend gegen eine junge Prostituierte solchen und solchen Aussehens, wegen Diebstahls eines Ringe» im Werte von 29.099 Xi und schon waren die Detektive an der Arbeit. Es' kostete keine große Mühe, die jugendliche Diebin auszuforschen; denn der polizeiliche Kundschafterdienst in der Welt der Prostituierten ist zum Unterschied von dem Polizcidienst in der Verbrecherwelt und im Bereich brauner Menschenräuber auSnahmSNKis« gut au»gebaut.....<> Die unter Ausschluß der.Ocffentlichkeit durchgeführte Verhandlung endete damit, daß die jugendliche- Täterin zu z weie I n h alb Mo na t er Verschließung verurteilt Wurde, beding! auf drei Jahre. Als mildernder Umstand, fiel die teilweise SchadenSgutrnachilng In» Gelpicht, denn bei. der Angeklagten wurden noch über 2990 Xi aufgefunden. Im übrigen wird die iugendliche Prostituierte der„Obhut" der zuständigen Stellen der sozialen Fürsorge überstellt werden. Xunst arid WUsw Beethoven» Streichquartette gelangen im Jänner und Feber durch daSPragerQuartettder Herren W. Schweyda. H. Berger, L. Cernh und I.Bektomov zur zyklischen Gesamt- a u f s ü h r u n g. Der Zyklus, der s c ch» A b e n d e umfaßt, wurde Donnerstag begonnen. Dieser erste Beethoven-Quartettabend brachte in interessanter und lehrreicher Zusammen- und Gegenüberstellung ein Frühquartett Beethovens, Opus 18, Nr. 8, ein Quartett aus der mittleren Schaffenspertode des Meisters, Opus BO, Rc. 1. und eines von seinen letzten Quartette», aus denen der schon weltenferne, taube Künstler spricht, und zwar Opu» 127. Man kennt die Künstler de» Prager Quartettes von zahlreichen früheren Konzertanlässen zur Genüg«: ihr vorbildliches, einheitliche», in Klang und Phrasierung einverständliches Zuiammenspiel vor allem mW die hingenbende, von Geist und künstlerischem Temperament beherrscht« Art ihres Vortrage». Sie spielten auch an diesem ersten Beethoven-Ouartekt- abend mit der ganzen Hingabe echten Künstlertums und ließen Beethovens Kammermusik in fast offenbarender Schönheit und Vollendung erklingen, so daß man sich auf die nächsten Abende diese» seltenen Quartett-Zyklus wirklich freuen darf. Die Seltenheit dieser zystischen Gesamtaufführung aller Streichquartette Beethoven» war dem Puhlikum leider nicht ganz zum Bewußffein gekommen, denn sonst hätte der Besuch der ersten Abend» noch weit zahlreicher fein können. Sehr richtig war bei diesem Quartettabend die programmliche Anordnung, da» schwerst zugängliche Werk an die Spitze zu stellen, damit e» der unqeschwächten AufnahmSfähigkeit der Hörer sicher ist. E. I.. Wochenspielplan de» Reuen Deutschen Theater». SamStag halb 8: Orpheus(von Gluck) 5 2.- Sonntag halb 8 klhr: Arel an der Äimmelstür, halb 8: Der lebende Leichnam, Gastspiel Ernst Deutsch, AI.— Montag halb 7: Cavalleria rusti» cana. Der Bajazzo, Theatergemeinde der Jugend, 2. Serie, grüne Karten gemeinsam mit der Urania und freier Verkauf, Abonnement aufgehoben.— Dienstag halb 8: Aida. A 2.— Mittwoch halb 8: Auf der grünen Wiese, BI.— DonnerStag.halb 8: Der lebende Leichnam, Gastspiel Ernst Deutsch, C 2.— Freitag halb 8: Giuditta, volkstümliche Vorstellung. Abonnement aufgehoben.— Samstag halb 8: Der lebende Leichnam, Gastspiel Ernst Deutsch, B 2.— Sonntag halb 8: Liebe eine» Fremden, Abschiedsvorstellung Ernst Deutsch, halb 8': Die Zarenbraut, Erstaufführung, C 1." Wochenspielplan der Kleinen Bühne. SamStag 8 Ahr: Matura.— Sonntag 8: Salzburg auSver- kaust, 8: Firma.— Montag 8: Matura, Bankbeamte 1 und freier Verkauf.— Dienstag halb 8: Gekängnis ohne Gitter. Erstausführung.— Mittwoch 8: Firma, Bankbeamte 2 und freier Verkauf. — Donnerstag 8: Firma.—.Freitag 8: Gefängnis ohne Gitter, Theatergemtinde de» Kulturver- bande» und freier Verkauf.— Samstag 8: Gefängnis ohne Gitter.— Sonntag 8: Axel an der Him- melstür, 8: Matura. Der Mm, Dr. Bort» Jllner: Ztkon o pkimhch danich(Gesetz über die direkten Steuern). Im Rahmen der vom Verlage Cin herauSgegebentn Zeitschrift „Prävo kefkoslovcnski" ist eine Ausgabe de» Gesetze» über, die direkten Steuern in der FassiM, die das Gesetz durch die Novelle Vom 2. Juli 1986, Slg Nr. 226, erlangt hat, erschienen. Die Gesetzesausgabe ist auch als Sonderdruck erschienen. Die neuen Bestimmungen sind unter Verarbeitung der Materialien erläutert. DaS Buch stellt ein übersichtliches und. gründliche» Hilfsmittel für alle dar, die mit der Anwendung des Steuergesetzes praktisch?u tun haben. E. Sch.-' Bäelav Bkhounek—Jiti Mehr SovStflh soa, v piseinnlrtvt Ceskoslovensta(Der Sowjctverband in der tschccholowakichen Literatur.) Bibliografie. Praha 1986..(Verlag: Gesellschaft für kulturell« und wirtschaftliche Beziehungen mit der SSSR.), DI« ZeitungSkunde-Bibliothek Arne Lgurin». Soeben ist(in mehreren Sprachen) ein Verzeichnis der Schriften zeitungskundlichen Inhalts der Bibliothek Arn« LaurinS erschienen. WWWWWUWP..(Warner Öland'..— — Radio:„Die Weiße Gefangene."(Tsch.),— Herren im.Zylinder."(Astaire.-—A.).. „Port Arthur."(D.)— Bajkal>„Ter WWWWWW der ßlrbriferfürsorge finden jeden S a««- t a g von 5—7 Uhr im Bern« deutscher Arbeiter, Smekkagaffe Nr. 27, statt. Port Arthur Der Film spielt im russisch-japanischen Krieg in der Festung Port Arthur. Der Krieg stürzt die junge Ehe eine» russischen Offiziers mit einer Japanerin in schwerste und gefährliche Konflikte. Spionage.und Krieg,, Gattenliebe und' BaterländSlieb: überschneiden einander und erst sm gemeinsamen Tod siegt, die Liebe. Ein flifm, seit langem wieder, mit tragischem Ende. Der Film ist in deutscher Und! n j,. französischer Fassung in den Prager Barrandov» genj; Ateliers gedreht wollen und beide Versionen laufen syM'•„„ in hiesigen Kino». Dem Regisseur Nikola» FarkaS| H^lin»), WU„„ 1UMUU ist«in Mm voll Hochspannung gelungen, der durch OTlf bet Rennbahn.(Öland.— A.)' sein Tempo, die Leidenschaftlichkeit der handelnden| bon Baskerville."~ Filme in Prager Lichtspielhäusern Urania-Kino:„Broadway-Melodie 1986." Re-! vuefilm.(Deutsche Fassung.)— Adriar„Der Hund von Baskerville."(Nach C; Doyle.— D.)— Alfa:! „Allahs Garten."(Marlene Dietrich, Ch. Boyer.— D.)— Apollo:„Maria Stuart." K. Hepburn.— A.)— Avion:„Die Teufelrpuppe."(A.)—Bera- ,Herren im Zylinder."(Astaire.'— A.) „Die Zwanzigjährige."(Sidney. H. Mär- — A.)— Flora:„Mordende Lüge."(Oberon, )-— Hollywood:'„Charlie Chan .L..~)—Hvkzdar„Der ,....(D.)— Juli»:„Port. Arthur."(D.)— Kotva:„Die Teufelspuppe?'(A.) — Lucerna:„Die Zwanzigjährige."(Sidney, Marshall.— A.)— Metro:„Ihr Kammerdiener." stÄ.) — Passage:„Wo die Lerche singt/(D.)— Praha: „Charlie auf der Rennbahn/ «.)--MW— Skaut:.. Svitozor- Snifct von Kalifornien.".(L. Trenker.'—D.l— Besedar„Unter dunklen Tannen.""'(D.)-u-KapitÄt „Der Kaiser-Von Kalifornien.(D.).— Konvikt: „Herren im Zylinder."-(Astaire/ A.)— Lidoll: „Die große und-die klein« Welk."(D.)'— Maeelkar „Herren ün Zylinder."(Astaire.—A.)— Olympier„Wann ist unsere Hochzeitsnacht?."(8.);— Perätyn:„Im Sicherheitsdienst."(Jack Holt.— Ä.).— Poktok!„Die Puppenfee."(D:)'—: Bele- trhy:„Mordende Lüget".(Oberon, M. Hopkins.— Anie'x.)--- Personen, durch den knappen, pointierten'.Dialog' mitreißt. Die Kriegsaufnahmen sind mit.einem gewaltigen Sqch- und Menschenmaterial gedreht und auch hier gelingt e», die Unerbittlichkeit und,unentrinnbare Gewalt der Kriegsmaschinerie, zu verdeutlichen. Gegen die Kampfaufnahmen besteht»Ur der Einwand, daß sie zu breit geraten sind und die Handlung fast erdrücken. In der Gesinnung ist der Film durchaus begrüßenswert, der über dem entzweienden: Kampf da» Gemeinsame aller Menschen und den Triumph der Liebe, auch zwischen Menschen verschiedener Rasse, stellt. In der deuffchen Fassung gelingt eS Adolf Wohlbrück und Karin Hardt, dar Menschenpaar,-da» in so tragische Verstrickung gerät, in schöner Haltung zu. gestalten und besonders Karin Hardt» stummes Spiel verdient Bewunderung. Neben ihnen Paul Hartmann- als Leiter der russischen Gegenspionage voll Menschlichkeit und Hätte zugleich- In Nebenrollen sieht.man auch Prager Schauspieler. Der Film, der photographisch.ausgezeichnet^ist,-sagt'da» Beste von den Prager Technikern.und Operateuren aus,'die zwar seGft unsichtbar bleiben,-deren erfolgreiche Arbeit aber in der technischen Qualiiät des Filme».sichtbar wird.,' jk- Der Garten Allahs■ ■■ Der Einfall,. Marlene, D I etr ich zii einer frommen Pilgerin zu machen,. Ist gewiß- originell, i ebenso originell wie der Einfall,.'eine gefälschte B e z u g S b e d t n g u n gu n: Bei Zustellung ins Hau» oder bei Bezug durch die Post monatlich Xi 16.'—, vierteljährlich Xi 48.—, halbjährig Xi 96— ganzitbrig.Xi 1I>2.—Inserate werden, läut Tarif billigst berechnet. Bei. öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.—.Rückstellung von Mannskripten erfolgt nur bei Einsendung der RelourniapteN,— Die Zeitungsfrankatur wurde von der Post- und Tete- graphendirektwn mst..Erlaß Nr. 18.890/V11/1S8Ü betvilligt.—.Druklerei: ,QrbiS", Druck-,.BerlagS- und ZeitungS-A.-G.-Prag.-