gentralörgan der Deutschen sozialdemokratische« Arbeiterpartei In der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme de» Montag tiigltch früh Rebakttonund Verwaltung: PragXII.,Fochova 62— Telephon 68077— Herausgeber: Siegfried Taub— Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag Slnzelprel» 7Ü(elnfchllessl. 8 Keller Partei Aus dem Inhalt: Die Grundsätze der Phönix-Verordnung Stalins Schimpfkanone Wyschinski Unsere Akademiker... Die Veränderungen auf dem Arbeitsmerkt 17. Jahrgang Samstag, 30. Jänner 1937 Nr. 26 •• baltsam folgte. Die ökonomischen Gesche des Kapitalismus' hatten sich nicht durch scheimvisscnschaftliche Entdeckungen und durch blinden Glauben außer Krasi setzen lassen. Nun ist die gegcnlvärtige Hochkonjunktur in der Weltwirtschaft weder so geschlossen wie damals, noch erfaßt sie alle die Länder in gleichem Ausmaß, wie in den Jahren 1028/29. Aber daß nach dem jahrelangen Wliten der Krise dock) zu- hältnisse in Europa hcrbeizüführen, volle Auf-■ merksamkeit zu widmen. Wir haben ein Riesen» Programm der D e f e n s i b b U st u n g begonnen, wie es in Großbritannien.In Friedenszeitcn noch niemals dürchgeführt wurde und dieses Programm wird uns Auslagen von Hunderten von Millionen Pfund Sterling verursachen, die wir sllr Munition und für Waffen ausgeben werden, die ein. totes Kapital darstellen: das leine wirt- schafllichen Vorteile bringt. Die Durchführung dieses Programmes lvird außerdem unsere In- dustrie voll in Anspruch nehmen und eS ihr unmöglich machen, sich wünschenswerteren Arbeiten zu widmen. Ich halte jedoch diese Maßnahipe für absolut notwendig, da wir keine Wahl haben. Ich bjw überzeugt, daß das Land klar erfassen wird, daß unsere Macht, die mit Meilenschritten von Tag zu Tag wächst, die beste Bastei des Friedens sein wird, doch kann ich mich trotzdem des Eindruckes nicht erwehren, daß es ein schier unglaublicher Wahnsinn unserer Zivilisation ist, daß sie uns diese ungeheueren Lasten aufbürdet, welche, wenn sich nichts ereignet, was sie herabfetzen würde, notwendigerweise«Ine tragische i Minderung des Lebensniveaus■ der gesamten| kommenden Generation- mit sich bringen wird, i Wirtschaftsaufschwung - wie lange? des letzten Luftangriffes auf Madrid wurde-in Wächst wieder-ine Periode der Depression kmn. Flugzeug.bet Aufständischen abgcschossen. Der!paß dann ein neuer Aufstieg gesolgt ist— diese London. Der britische Staatssekretär für Finanzen Neville T h a m b e r I a i n hielt heute in Birmingham eine politische Rede, in der er ü. a. erklärte: Das.kürzliche italienisch-britische Abkommen hat wesentlich zur Vcrschcuchung der schlechten Stimmung Üeigctragen, welche sich aus unseren Bestrebungen ergeben hatte, unseren aus dem Volkerbundpakt erfließenden Verpflichtungen nachzukommen. Dieses Abkommen hatte einen stabilisierenden Einfluß auf die gesamte Mittelmeerküste. Auf das Spanien-Problem übergehend erklärte Chamberlain: -Ich bin der Meinung, das: eine gewisse Hoffnung dafür besteht» dass ein. Fortschritt in dem' Sinne erzftlt werden wird, den wir in der Politik erreichen wollen, Spanien seinem eigenen Schicksal und seinem eigenen'Entschluss zu überlassen, jene Negierung zu wählen, die«S wünscht. Dieser Wünsch wird wahrscheinlich weder zugunsten des Faschismus noch zugunsten des Lommn'- niömus ausfallen, sondern mit dem besonderen Temperament des spanischen Volkes in Einklang .stehen.. Dank' der'teilweisen Entlastung unserer Sorgen' in der: Spaniensrage hoffe ich, daß es nunmehr möglich sein wird,- einen der Haupt» Frankreich militärisch stark . Paris. Die Kgmmer setzte am Freitag die Debatte, Über die Nationalverteidigung'fort. Der Deputierte der republikanisch-sozialistischen Ver- einlgung F o r c i n a. l erklärte, daß er den Pessimismus, des. nationalistischen Deputierten Körillis über den Stand der französischen Armee n-I ch t teile. Die französische. Armee sei.stark und der moralische Zustand der Mannschaft sehr gut. Es sei, notwendig, das, was fehlt, organisch zu ergänzen und insbesondere den. schütz gegen den GiftgaSkrieg zu vervollkommnen. '.'Abends sprach KricgSmarinemInister Gasnier D u p a r c. Er erklärt, die Negierung behalte im AUge, daß es notwendig ist, daß Frankreich und sein Kolonialreich eins'starke und ordentlich ausgebaute Marine besitzen. Die französische Flotte stehe iw der Welt an vierter und in Europa an zweiter Stelle. Sie' besitzt eine Tonnage von 680.000 Tonnen. Jtgllen hat. 888:000 Tonnen Md.Deutschland 807.006 Tonnen. Der Effektivstand der französischen Marinestreitkräfte beträgt 67.000 Mann. Fall alle Kriegsschiffe können auf die bloße Absendung einer Depesche hin augenblicklich mobilisiert, werden. Im Hinblick auf die großen Anstrengungen, welche Italien und Deutschland in bezug-auf die Rüstungen zur See entfalten, hat sich die Regierung entschlossen, das Parlament zu ersuchen, daß das Marinebauprogramm im Jahre 1037 auf 48.000. Tonnen erhöht wind'.- Eine rum&nische Stimme Bukarest. Die offiziöse„Fndepe«dance Noumäige." befaßt' sich heute,qn. leitender Stelle mit. den deutschen.Kampagne! gegen die Tschecho» slowakei?und sagt: ,,Dte stet. Mförmierw/.öffentliche Meinung weiß, daß der zwischen Prgg und Mos/äul abgeschlossene, Ver^gg, lediglich, der Abwehr eines nichtpropoziertxsi Angriffes bient, unb keinerlei AngrifMWests enthält.'Es. sei sogar ausdrücklich"festgelegt, /daß-die- Vertragsbestimmungen n'ür'girichzeitsg mit dem, fcanäsisisch- rüssischen Pakt in Kraft.treten,'.waS jeden: Zweifel beseitigt^..... Außerdem fand man darin einen Brief von Knei- dingS-Vater und. das Flugtagebuch, des Fliegers, daS von den deutschen Behörden beglaubigt war. —- Auch das Flugzeug selbst ist deutschen Ur» sprUn'gs, die Motoren tragen die Marke BMW und stmnmen aus den bayrischen Motorenwerken. Auch- alle übrigen Bestandteile des Flugzeuges trassert deutsche Bezeichnungen,.so z. B. die Reservetanks, welche die Aufschrift tragen: Abwerst..Tank Hapttank P I-—P 2 Brandbahn. /Vor der lieberwachung ’;. der spanischen Gebiete .. London. Der Unterausschuss deS Richt- cinmischungSausschuffcS hielt am Donnerstag, eine Sitzung ab. Di» im Anschluss! daran ausgegeben« offizielle Berlantbaruug besagt,^ dass die letzte« Antworten der Parteien in.Spanien-zu.der An- regun»- eines UeberwachungSplanes der'spanischen Grenzen Vorlage».. Auf Grund heb Inhaltes würde,'befchlossen, s»fort zu der Beratung deS Schemas einer Uebertvachung-ausserhalb deS spanischen Gebietes überzugehen. Antonescus Genfer Bericht Bukarest. Der rumänische Außenminister AnwneSeu gab nach der Rückkehr aus Genf einen»' Sondervertreter des„Adevcrul" über haS Ergebnis der Genfer Rätsiagung des Völkerbundes' Erklärungen ab und äußerte sich insbesondere sehr befriedigt Uber die Lösung der Danzig und den Sandschak Alexandrette betreffenden Fragen. An- tonescu verwies im weiteren auf die. ständige Vertiefung der Freundschaft Rumäniens Mit der Tschechoslowakei,. Jugqflawien uüd Polen und sagte zur revisionistischen Aktion Ungarns, baß diese im Auslande kein Echo sind« und daß auch ihre Vertreter nicht mehr so hartnäckig seien, wie tyan glaube. WeiterS teilte AntoneScu mit, daß er am.8.- Feber zu zweitägigem Aufenthalt nach Ankara fahren und von dort mit'dem türkischen Außenminister-Rusch di Aras zur Konferfnz der Balkatz'-Entente'nach Athen reist!« werde. Englands Handln Europa Eine Rede Neville Chamberlains Der neue Preniier des Mikado ' Tokio.(Reuter.). Der Kaiser- hat' dm General Sanjuro Haqaschi mit'her Bildung deS Kabitlitt».hetrssbck, ,.;.O.v! o '"-Drr^frÜhereKriegSmtnifWr General Ha« yaschi ist 61 Jahre.,alt und war Delegierter!n Gens. Seit 1084'wär er Kriegsminister. E«in Rücktritt erfolgte im Herbst 1088 im Zusammenhang mit dem Attentat AizawaS. Die Armee wird für, ein neues Kabinett, den General Sugiyama. den' Chef de» MilitärerziehungSivesenS, als Kriegs Minister nominieren. '. Der mitteleuropäische- Korrespondent der „Times" überschreibt einen zwei Spalten langen Ackikel mit den Worten:„Ein Mann-vom Mar- würde vergeblich trachten, in-der Tschechoslowakei Zeichen einer B o l s ch.'e w» s i e r u si g zn fittden." Vie Univertitätsrtadt eihgeschlotten - Madrid.(HavaSs) Der Rat für, die.Vertei digung der Hauptstadt hat Freitag'mittagS fol genden Bericht ausgegeben: Im Lauf« der Operationen" im' Abschnitt« Moncloa wurden-di« Aufständischen biS zum Rand deS ParkeS zurLckgedrängt. Unser« Abtei lung«« bedrohen jetzt dl« BerkehrSv«rblndung«n im UniverfltätSviertel. An der Aranjnez-Front wurde ein neuer Angriff deutscher Einheiten energisch abgeschlagen. A» den übrigen. Fronten keine Operationell.■ Bilbao.(Havas.) DaS RegierungSköm- munigue meldet: In den Abschnitten Eibar und Orduya schwaches Getvchr- und Artilleriefeuer ohne Ergebnis. In der feindlichen Stellung am Berge Ascension wurde heftig aus Maschinen gewehren geschossen, das Feuer war jedoch nicht gegen die RegierungStruppen gerichtet, so daß angenommen' werden kann, daß die Aufstän dischen untereinander kämpften. In den übrigen Abschnitten vollkommene Ruhe. Madrid.(Eigenbericht.) Die hiesigen Blätter veröffentlichen eine Kundgebung VeS Gene rals M i a j a, in der er erklärt,, daß alle Teilnch- mer'an den Kämpfen sich politisch jeder Tätigkeit enthalten sollen. Die einzige Pflicht aller Sol daten fei es, sich in diesem schweren Kämpf aus ihre militärischen'Obliegenheiten zu köpzentrie-' Korrespondent der.Basler Natwnnlzeitung" hat. Tatsache hat in einem Teil der kapitalistischen sehr interessante Einzelheiten über die$et:funft: streife Helles Entzücken auSgclöst und die Heils- dieses Flugzeuges sowie über die Person deS Pi- i Verkünder vom alten Schlage wieder auf den loten festgestellt. Er konstatiert«, daß der Pilot Plan gerufen keineswegs-in deutscher„Freiwilliger" war, son- Es ist kein Zufall, daß sie sich besonders dem ein regulärer Ang-Höriger d-r deutschen\ zahlreich und mit verdoppeltem Eifer in Deutsch- Wehrmacht, ein Offizier, derlei der deutschen land auf das Volk stürzen. Man weiß, zu wcl- Flugivaffe diente. DaS abgeschossene Flugzeug ge-| chen gefährlichen Methoden die nationalsoziali- hörte-zu der Flugeskader Jmmelmann aus Lü-.Fisch« Regierung gegriffen hat, um eine wiri- beck..Auf einem Stoffrest sand sich die.Aufschrift schaftliche Konjunktur zu erzwingen. D-r vorauf- K,-Kneiding, Fl. G-schw. Jmmelmann, Gr,-Lü- gegangenen Aktion der Arbeitsbeschasfung ist die Heck,-Blankersee. In der Brusttasche deS Fliegers gewaltige Aufrüstung zu Lande, zu Wasser und wurde, eine Photographie gesunden, die offenbar j» der Luft und der Aufbau von neuen Ersah- Kneidtng. selbst darstellt. Auf der Rückseite trägt stoffindnstrien gefolgt. Trotzdem liegt selbst nach s'eAe^Adresse^ines^ Berliner^Photographen.>en Angaben des. Berliner Instituts für Kon- sjunkturforschüng die industrielle Produktion Ende 1086 erst um sechs Prozent über dem Stand von 1020, während England seine Produktion um 16, Indien uin 17, Dänemark um 28 und Schweden um 88 Prozent erhöht hat, ohne daß. sie künstliche Manipulationen nötig-hatten, zu denen die Hitler-Regierung greifen mußie. Japan hat seine industrielle Produktion von-1020 sogar um 66 Prozent überschritten. Die natiönai- sozialistischcn Diktatoren sehen, daß: die unsolider. Grundlagen der. erzwungenen Wirtschaftskon- junktur auf die Dauer nicht zu halten.sinh, daß' ,der Rückschlag unvermeidlich ist. ,.'. Dieser Rückschlag aber mit einem neuim An-. -wachsen-'der-Massenarbeitslosigkeit birgt die Gc-. fahr ernster Erschütterungen für die. Diktatur, den vollständigen Zusammenbruch der Massenbasis in lsich. Darum, führen die Nationalsozialisten einen ,,'totqlen" Kampf-,gegen das Uehergreifen der Erkenntnis auf die breiten.Schichten des Volkes. Sie sollen glapben, daß die Wirtschaft Im Dritien Reich nicht mehr den ökonomischen Gesetzen des. Kapitalismus. unterworfen. ist,.obwohl, an.ihrem. gegenstände der britischen Außenpolitik, nämlich- Obgleich di- arbeitende Bevölkerung unsere-? dem Ziele, eine allgemeine Regelung der Ver- Staates günstige Rücklvirkungen nur in sehr be- schränktem Umfang verspürt, ist der Aufschwung der Weltwirtschaft und die Entwicklung einer neuen wirtschaftlichen Hochkonjunktur auch in der Tschechoslowakei doch, eine Tatsache. Wir haben erst, in der Wirtschaftsbeilage unserer letzten SonntagSausgabc den Aufstieg der industriellen Wcltproduktion in Zahlen dargestcllt und der Leser konnte daraus ersehen, daß die Weltwirt- schäft auf einzelnen Gebieten zu neuen Nclor- den vorangceilt ist. Immer, wenn die kapitalistische Wirtschaft eine AuffchwungSpcriode erlebte, sind Wirt- schaftsthcoretiker und Sachverständige ausgetreten, die die„endgültige" Ueberwindnng der Krisen und den Beginn einer„ewigen" Prospcritv verkündet haben. Warum soll da» diesmal anders sein, wenn der furchtbare Schreck und das Entsetzen, die die eben überstandene Wirtschaftskrise mit.ihrem umfassenden ZcrslörungSwerl verbreitet hat, durch die Verkündung der Entdeckung des bisher nie gefundenen Steines der Weisen, der krisenlosen Wirtschaft, vielleicht vollständig auszutilgen sind? Die Erinnerung an den berauschenden Prosperitätstaumel, der vor dem großen New-Uor- ! ker Börsenkrach im Oktober-1020— durch den Ver Zusammenbruch der letzten Weltkonjunktur weithin offenbar wurde— die Vereinigten Staaten und lveite kapitalistische Kreise, in der übrige» Welt erfaßt hatte,- wird wieder lebendig. Die Vereinigten Staaten-erlebten dauials einen Wirt- schaftSaufschwung wie nie zuvor. Ein Rekord, jagte den anderen. Und obwohl auch zu jener Zeit bereits mehr als fünf Millionen Arbeitslose in den Vereinigten Staaten vorhanden 1 waren, glaubte die große Mehrheit fest an die Hch/'erff' müsse nja« den Krieg gewinnen, und ge nau die Anordnungen' und Befehle der legalen Negierung auiführen.— In Madrid gelang es, ein gcheimcs Wäffenläger der Aufständischen auS-..... zähsten. Außer einer großen Menge von Was-1 Unvergänglichkcit der glänzenden und gewinn- fen.wurde eine große Menge monarchistischer bringenden Konjunktur. Bis dann eines Tages Literatur gefunden und auch OrganisationSmar- der große Krach da war, dem der jähe Absturz kcn dxr sozialistische« Pariei und gestohlene Mit- in einen bodenlos scheinenden Abgrund unauf- gliedSverzeichniffe dieser Partei. Offenbar miß- brauchten die Aufständischen Parteilegitimationen mit«Ingeklebten Oraanisationsmarkon zur Täu schung der Anhängelader sozialistischen Partei und der änderen Linksparteien. Deutscher Flleser abgeschossen Valencia.(Eigenbericht.) Während keine Bolschewisieruns der sur d*utKl>en e^p0asan«a Tschechoslowakei -'-' London.(Reuter.) Unter Hinweis auf die E.bklätung.deS. Lord.Ehanborne im Unterhaus et» klärt heute der diplomatische Redakteur' der kon servativen„MörniH sPöst", die' tschechoslowakt- sche-Einladung sei zluar. angenommen worden, doch könne man anitehmew daß. die Aenderüng der. üdsprünglicheit' Entscheidung der' englischen Regierung, durch-daS Bestreben bewirkt Wörden ist) Vie. deutsch«' Einpfindlichkeit nicht anzutasten. Mast Wisse in-London seht wohl, dass in der Tsche choslowakei kein« sowjetrussischen Flugplätze br- stehen und daS. Ergebnis irgend' einer Inspektion durch- einen'britischen Offizier-' könnte- Kur die Ablehnung-der deutsche«' Beschuldigung erweisend Die Befürchtung dtS.' stMschen Kabinetts,' ÄlüaHmw.'-.'ÄWt'. Grund zu Beschwerden.'.zu 'geb'en.WurdeauchdurchdeNUinstand'beeinfluht, daß man Mprgen(eine friedliche Rede Hitlers,«r- wärttti,', MchtSdesstivenigeu erweckt. die- de.utsche politische Offensipe gegen die-Nchechoflowäkei auch weiterhiwi«-LonhonB.« f ürch t u'.'«' g'e'nl'"' Seite 2 SamStag, 30. Jänner 1VII7 Nr. 26 privatkapitalistischen Charakter nicht ein Jota ne» ändert worden ist.,Nicht in einer Konjunktur befindet sich nach.den Behauptungen der Nationalsozialisten Deutschlands Wirtschaft: denn der Begriff„Konjunktur" schlicht ja ein, dah dem Aufschwung ein Rückschlag, dann wieder ein Aufstieg, wieder ein Rückschlag und. so fort folgt. Im Dritten Reich aber ist die konjunkturlosc,. immer auf der Höhe und stets noch im Aufstieg befindliche Wirtschaft verwirklicht. Als äusseresZeichen dafür soll ans der deutschen Wirtschaftswissenschaft und aus dem deutschen Sprachgebrauch überhaupt das Wort.Konjunktur auSgerottet werden. Damit— so glauben die Diktatoren Deutschlands— haben sie auch dem verhassten Marxismus einen neuen„Todesstoh" verletzt, denn sein Begründer hat sich mn die Erforschung der Entwicklungsgesetze der kapitalistischen Wirtschaft unvergängliche Verdienste ertvorbcn und da» Geheimnis der periodischen Wiederkehr von Krise und Aufschwung im Kapitalismus ausgehellt. Wir sagten schon, nur in einem Teil der kapitalistischen Welt hat die Weltkonjunktur ungeteilte Freude ausgelöst. Aufmerksamen und kritischen Beobachtern und Wirtschaftssachverständigen drängt sich die Frage auf:„wie lange noch?" und„was dann?" Ist eine neue Weltwirtschaftskrise Im Anzug, die zu noch viel nachhaltigeren Erschütterungen in der Gesellschaft führen muh, weil sie viel mehr Millionen Menschen arbeitslos machen und ungleich viel mehr Existenzen vernichten wird als die letzte Krise? Schon jetzt, um'Zustand der Hochkonjunktur, ist die chronische Massenarbeitslosigkeit nicht beseitigt. Dian wird die Zahl der Arbeitslosen zur Zeit noch immer auf 18 Millionen schätzen müssen, während in der voraufgegangenen Hochlonjunk- turperiode in der Welt nur etwa die Hälfte dieser Zahl an Arbeitslosen vorhanden war. Wie hoch soll daS Arbeitslosenheer anschivellen, wenn ein neuer wirtschaftlicher Zusanunenbruch Tatsache wird? Diese Sorge ist«S, die in. mehreren Ländern die Regierungen und die Wirtschaftsfllhrer zu Dkahnahmen veranlasst, di« das Tempo deS wirtschaftlichen Aufstieges verzögern oder seine Weiterentwicklung vollständig abstoppen sollen. Zuerst in den Bereinigten Staaten, darauf in England und dann in Schweden und Norwegen versucht man, durch kreditpolitische Eingriffe die jkreditbasis im Lande zu verengen. Der Wirtschaft bzw. den Kapitalisten soll die Aufnahme von billige» Krediten erschwert werden, die zu neuen Investitionen, zur Ueberholung und Erweiterung deS Produktionsapparates Berwen- düng finden. Mit diesen Mitteln will man einen zu weit gehenden Ausstieg der Wirtschaft verhindern und einem neue» empfindlichen Rück-, schlag vorbeugen./-■- Reben den-kreditpolitischen Maßnahmen, die in den Bereinigten Staaten in der Erhöhung der Pflichtreserven der Banken, in England in dem Abbau der Regierungssicherheiten für Kredite, in Schiveden und Dänemark in der Heraufsetzung des Diskontsatzes für die Zentralbanken bestehen, wird die umfassende Regulierung der wirtschaftlichen Entwicklung durch den Staat propagiert. Die Forderung nach einer besonder«» Wissenschaft der staatlichen Wirtschaftsregulierung ist erhoben worden. I» England soll darüber hinaus der Wohnungsbau stark abgebremst werden, um auch ihn als Reserve zurückhalten zu können, wenn in der Konjunktur durch das Nachlassen der Rüstungsaufträge eine Lücke zu entstehen droht. Der Arbeiterklasse können diese ernsthaften Das Kaffeehaus in der Seitengasse Roman von Fritz Rosenfeld 71 . Mittelmeier ist bereits eingeschrieben, Fin- sierbusch wird sich in dieser Woche einschreiben lassen. Genno hat ihn gestern so weit gebracht, Burger wird noch zu uns finden. Wenn sie politische Debatten beginnen, setz dich an dein Klavier und kümmere dich nicht um sie. Sobald ich dich brauche, komme ich ins Cast Finsterbusch. Dort dürfen lvir natürlich niemals über deine Arbeit sprechen. Du holst mich dann in der„Bajadere" in der ipneren Stadt ab. DäS Lokal ist jeden Abend überfüllt, dein Besuch.fällt dort nicht auf. Dann begleitest, du mich nach Hauke. Atif dem Wege können wir alles ordne», waS zu erledigen ist", * Als Billn in sein Zimmer kam» warf er den Mantel auf das Sofa, setzte, sich an den Tisch, stützte den Kopf in die Hände. Er war ein wenig enttäuscht. Sie steckten ihn in eine Dunkelkammer und liessen ihn Filme entwickeln. Er musste eine Geheimsprache erlernen, neue Formeln, neue Ziffern.. Die erteilten, ihm Befehle wie der Lehrer einem Schüler: Dies darfst, du nicht tun, vor jenem ninun dich in. acht, sei vorsichtig, Feinde, Neider, Verräter umlauern dich. Hegeberg wirkte mit seinem Südsrüchtenbüro wie eine Figur aus einem schlechten Kriminalroman. Er konnte genau so gut. das Haupt einer weitver- zwcigten Verbrecherbpnde wie der Vertraucns- mann einer politischen Bewegung sein. Sie hätten statt des Zeichens mir eine blutige Hand auf hie Fahne malen müssen, ihre Organisation hätte Bemühungen um eine staqtlichc WirtschaftSr'egu- lierupg im Kapitalismus, nicht gleichgültig sei». Solange sie gezwungen ist, unter diestm Wirt- fchaftsshstem'zuleben und zu arbeiten) ist sie auch an allem interessiert, was zur Milderung der Krise und der Wirkungen auf ihre Mnsscnopser geschehen kann. Dass die Wiederkehr der.Krise durch derartige Massnahmen und Vorschläge Nicht Prag. Auf dk Interpellation Kügler und Genossen betreffend die'Beschleunigung'der Negierungsmastnahmen zur'. Sanierung der „Phönix"- Versicherungsgesellschaft hat. dir Regierung folgende vom 21. Jänner datierte Antwort erteilt r Der Entwnrfder Regierungsverordnung, womit der Beschluß des MI- nisterrateS vom 9. Juli 1936 über die Regelung der Verhältnisse der Vcrsichcrungöanstalt„PHÜ- nix" in der Tschechoslowakei durchgeführt werden soll, und di« Entwürfe der übrig«» damit zu« sammenhängenden Massnahme:» werden in kürzester Zeit der Negierung zur Berhaudlnng vorgelegt werden. Auf Grund dieser beantragten Massnahmen werden auf die Verwaltung der Versicherungsanstalt, welche unter Beteiligung deS Staates und der Versicherungsanstalten zwecks Ueber- nahmc des tschechoslowakischen BersicherungSstan- deS der Versicherungsanstalt„Phönix" errichtet werden soll, alle Komponenten Einfluss haben, welche finanziell»der durch ihre Interessen an dar Regelung der Verhältnisse dieses VersichernngSstandeS beteiligt sind, und eS werden die Interessen aller Versicherten ohneRück- sichtanfdicNationalitStin Betracht gezogen worden. In den Grenzen der geltenden Gefehkiestim- mnngen werden die Interessen jener Versicherten deS„Phönix" geschützt worden, welche unter dem Drucke der beunruhig Süden Unsicherheit den lleberredungen der Konkurrenzunternehmungen unterlegen sind nnd mit anderen BersichsrungSanstalten Ber- , lichernngSverträge abgeschlossen haben; sofern sich diese Gesetzesbestimmungen als unzureichend erweisen würden, werden zwecks Hintanhaltung I materieller Schäden, welche die otangeführten Versicherten allenfalls erleiden könnten, die diesbezüglichen Massnahmen getroffen werden. Die Gesellschaft,, welche den tschechollowall- schen Bersicherungsstand deS„Phönix" Übernehmen wird, wird im Sinne deS.Regkerunasu» schlnsses- gemäss ihrer'.'Statuten z um A J« 1 schlusse von Versichern« göge- schästen berechtigt sein; im Rahmen der geltenden GcSrtzbestimmnngen wird weiter der Gesellschaft ein« solche. Hi l f e gewährt werden, dass sie u n t« r a l l e n N m- st S n d e n bcn durch den Beschluss deS Minister- 1 rates, bzw. die Statuten vorgezelchnetrn Zweck ! erreichen könne. In der amtllchen Ermittlung der Ursachen deS Abganges bei der Deckung der vorgeschriebe- «en Reserven deS tschechoslowakisch:» Bersiche- rungSstandeS des„Phönix'* muss daS Ergebnis deS in diefer Angelegenheit eingeleitetcn Strafverfahrens abgewartet werden. Erst nach Beendigung deS Strafverfahrens und nach Durchfüh- gebannt werden kann, daß es zur Herbeiführung einer, krisenlosen Wirtschaft, einer Gesellschaft ohne Massenarbeitslosigleit.elner grundlegenden Umgestaltung der ganzen wirtschaftlichen Organisation bedarf: eben diese Erkenntnis' fordert von-dem arbeitenden Bolle, sich zur Bewältigung dieser Aufgabe der Sozialdemokratie anzu- schliessen. rung der amtlichen Ermittlung wird festgestellt werden können, ob tö: hiesige Verwaltung die Prämieureservenverlustc im Vermögen deS tschr- choflowaklschen„Phönix".. verschuldet hat, oder wie gross die Schuld der Wiener Zentrale und in weiterer Konsequenz dessen deS österreichischen AufsichtSorgans ist. Die Negierung hat bereits auf diplomatischem Wege mit derösterretchifchrn Regierung Verbindungen angel ü p f t, damit über jene Angelegenheiten verhandelt werde, welche Boreinbarnngen beider Regierungen erheischen, und damit die Berhand- lungcn mit den Vertretern der österreichischen Regierung fortgesetzt werden, welche Verhandlungen von ihnen am 3. April 1936 abgebrochen worden sind. Die Regierung erwartet, dass diese Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden, ohne dass von tschechoslowakischer Seite zu irgendwelchen RetorsionSmassnahmen im Rahmen der Tätigkeit der österreichischen Versicherungsanstalten in der Tschechoslowakei gegriffen werden müsste. ■ Durch die Verhandlungen mit der österreichischen Regierung wird die Herausgabe der notwendigen gesetzllchrn Verordnungen und Maßnahmen nicht verzögert werden. Tagung des Ministerrates Prag. Der Ministerrat hat in seiner am Freitag, den 29. Jänner, nachmittags, abgehaltenen Sitzung von den für die Nationalversammlung vorbereiteten Regierungsvorlagen den Gesetzentwurf über Waffen und Munition behandelt und gebilligt, durch welchen die bisherigen vielfach uneinheitlichen, zum. Teile veralteten und verstreuten Borschriften vereinheitlicht und neu geregelt werden sollen. Auf dem Gebiete der BcroümungSgewalt der Regierung wurde die Verordnung genehmigt, durch welche eine angemessen« Zollregelung bei der Einfuhr einiger 'Teerfarben;' und War ün JnterLsst' der'Anter- . stützung der Konkurrenzfähigkeit dar-ckschechoslö- wakischen Textilindustrie durchgeführt wird. Weiters wurden die ReglerungSverordnungSentWürfe genehmigt, durch welche einige Fristen für Begünstigungen bei der Bezahlung von Forderungen für Landwirt« und im landwirtschaftlichen Ausgleichsverfahren verlängert und die Regelung dieses Verfahrens teilweise ergänzt wird. Schliesslich wurde eine Verordnung genehmigt, durch Welche daS von der internationalen Douaukom- mission beschlossene Statut der Schlsfahrtspolizcl auf der Donau in innerstaatliche Wirksamkeit gesetzt wird. Bon administrativen Fragen beriet der. Ministerrat einige Wirtschaftsmaßnahmen, wie den Weizenexport, die Festsetzung der ProPortugal weiß nichts . von der Abtretung Westangolas . Lissabon. kHavas.) In Angelegenheit der Abtretung von W rfta n g»l a an DcMch- land hat'die portugioflsche Regierung der-Presse eine Nachricht übermittelt, worin sie insbesondere erklärt:.'.;.i.' „Die portugiesische Negierung w e i hübe r» Haupt nichts von einem ähnlichen Abkom- mcn. Schon einmal hat das portugiesische Mmi» sterimn deS Aeußcrn dir immer wieder auftauchenden Nachrichten In dieser Angelegenheit deuientiert. abcr eine goivisse Presse meint, in dieser Angelegenheit besser informiert zu sein alS .die portugiesische Regierung, 'dultionömenge künstlicher Spei s,e- fette für.den Inlandsbedarf für den Monat Feber, Wellers einige Fragen betreffend die Däü« ten und Arbeiten.des Waffe r w i risch af.t Sf o n d e S des Ministeriums für öffentliche Arbeiten, Zollerleichterungon bei der Einfuhr von Mais für die Verpflegung der Bevölkerung in Karpathorussland u, ä. Dec Ministerrat nahm den Bericht über den von ,der tschechoslowakischen ElbeschiffahrtS-Aktiengesell« schäft auf der Elbe betriebenen Personen» und Kleinfrachtverkehr zur Kenntnis. Er genehmigt Massnahmen, welche die Bewilligung- einer Anleihe der Zentralsozialversicherungsanstalt an den WasserwirtschaftSfondS ermöglichen.. Ausserdem wurden die auf der Tagesordnung stehenden laufenden BerwaltuugS-, Miri- schafts- und Personalangelegenheiten behandelt. Der Präsident der Republik empfing am Freitag den Eisenbahuminister Rudolf B e- ch y n i, ferner den Korrespondenten der„Mor- ning Post" Charles R o b s o n und hierauf den Direktor des Französischen Institutes in Prag, Professor Louis Eisenmann. In den Mittagsstunden fuhr der Präsident mit Gemahlin zu dem üblichen Besuch des Präsidenten Masaryk nach Läny. Fortbildungskurs für Amtsärzte. Der Auf« gwbenkreis des öffentlichen Gesundheitsdienste« erfuhr in den letzten Jahren eine derartige Ausgestaltung und Erweiterung, daß die bisherige Ausbildung der.Amtsärzte durch Vermittlung der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse und; Aufgaben ergänzt werden muß. Im Frühjahr'des vergangenen Jahres wurden die Amts- und Di» ftriktSärzte des gesamten Staatsgebietes in 8 8 Regionalkursen mit jenen Arbeitsgebieten vertraut gemacht, die sich für den öffentlichen Gesundheitsdienst, ganz besonders..aus den durch ofiT Wirtschaftskrise verursachten Auswirkungen ergeben und' die daher im Rahmen'der. sozialen Gesundheitsfürsorge in den von der Krise schwer helmgesuchten Gebieten eine Vertiefung erfahren haben. Als zweite Etappe in der systematischen Schulung der Amtsärzte Bereitet das Gesundheitsministerium Heuer einen Fortbildungskurs für Amtsärzte vor, dessen Kauptthema die Hygiene derArhe i t bilden soll.- Der Kurs findet vom 20. bis 24. Feber l. I. im ilnfäll- kraNkenhause in Brünn statt, Außer den Amtsärzten, die hauptsächlich aus Industriegebietenjn »en Kurs entsendet werden, können sich auch andere Letzte an dem Lehrgang beteiligen, insbesondere llerzte der Kranken« und Unfallversicherung sowie Betriebsärzte aus Jndustrieunter« Nehmungen. Vic Grundzilgc der Phönix-Verordnung Die Antwort der Regierung auf die Interpellation der deutschen Regierungsparteien sich auf dem neuen Arbeitsgebiet genau so gut bewährt. Aber sie zahlten gut. Fünfhundert im Monat. Soviel Geld hatte Billy nie gesehen. Nun konnte er sich einen Smoking kaufen. Er wollte sich auch ein besseres Zimmer suchen, aber der Wohnungswechsel könnte Verdacht auf ihn lenken. Er musste nun schon in dem engen Loch bleiben. Er war ausgelass:» an diesem Wend, er neckte Carola, das Gespräch der Nacht war vergessen.„Du hast recht", sagte er auf dem Heim- weg.„Ich hab mir zuviel Sorgen gemacht. Ich hab meine Stellung bei Finsterbusch, ich werde weiterstndieren, ob ich ein Jahr früher oder ein Jahr später als Magister in Bruckdorf oder Bienensiedel der Frau Huber Zahnwehtinktur verkaufe, ist ganz egal. Aber jetzt will ich ernstlich dahinter sein. Ich setz mich jetzt jeden Tag in die Bibliothek. Ich stopf Formeln in meinen Schädel, bis er platzt". Es ist gemein von mir, sie anzulügen, dachte Billy. Aber wenn ich ihr die Wahrheit sage, läuft sie davon. Und ich brauche sie. Ich hrauche sie noch notwendiger, als Ich Drexler und Hegeberg brauche. Drexler nnd Hegeberg geben'mir- das Brot, das ich esse; Carola gibt mir die Luft, die ich atme, nur wenn'sie neben mir st:ht, trägt mich der Boden. Eine. Woche verging, bevor Drexler sich.im Cast Finsterbusch zeigte.«Ich hin bi- zwei Ühr dort", sagte er zu Billy, als er sich üb:r dis Noten beugte und«inen neuen Tango Hervorsüchte. Billy brachte Carola nach Hause, dann"fuhr er mit dem Autobus in das Zentrum der Stadt. Die„Bajadere" war eiü grosses Danzlokal, ein summender Kessel voll Musik, Menschenstimmen, klirrendem Glas, Licht und. Rauch. Auf der Tanzfläche'in der" Mitte deS'Raums drehte sich eine halbnackte Kram, sie trüg.ein spanisches Kostüm und klapperte den Rhythmus ihres-musiklosen Tanzes mit Kastagnetten^. Billy, drängte sich durch die Sesselreihen.blieb an einer Säule stehen, bis die Tanznummer vorüber war, der Scheinwerfer verstummte, Licht durch den Saal floß. Er sand Drexler a»«jnem kleinen Tisch, ein Glas Whifly vor sich. Drexler gab ihm die Hand, Billy setzte sich. Das Licht erlosch, der Scheinwerfer zuckte auf, die Tänzerin kam wieder, diesmal als Zigeunerin gekleidet, und fegte mit rasenden Bewegungen Wer die Fläche. Drexler gab Billy- ein Zeichen, zu schweigen, er starrte auf die Frau, er folgte jeder Bewegung mit den Augen. Pilly fand Tänzerinnen, die mit lackgeschwärzte» Haaren, grellroten Kostümen, Kastagnetten und klirrendem- Schmuck Temperament vorzutäuschen versuchten und je nach der Mode russischer, ungarischer oder spanischer Abstammung zu sein vorgaben, nur langweilig; sie drehten sich ein paarmal, stampften auf den Boden, warfen feurige Blicke zu den zahlungskräftigen Herren, verschwanden, wechselten da» Kostüm und begannen in einem anderen Kleid mit den gleichen-billigen Tricks das gleiche Spiel." Als der Tanz zu Ende war, wandte sich Drexler zu Billy. „Ist sie nicht fabelhaft? Hast du je eine Frau mit dieser Leidenschaft tanzen sehen?" Billy antwortete nicht."Sollte er sagen, daß er auf den Bariestbühnen.der Provinz, ja bei einem kleinen Wanderzirkus, Tänzerinnen von ausgeprägterer Eigenart, von größerer Grazie der Bewegung, von mehr Feuer und Schwung, gesehen hatte?■ „Ihre beste Nummer kommt erst", fuhr Drexler fort.„Sie tanzt noch die Salome"; Die Salome auf dem Parkett eines Nachtlokals! Mit der. Tochter der Herodias hatte sie nur die Schleier gemein,, die.sie'.Im knalllgfn Licht glutroter Scheinwepfer. wie FlammenaüWnMn liess; ein.SchaubUdeneffekti'der auch vot. den. Herren ini Frack, jeistx., ein Herodes, knatternden Beifall fand.-: ",ie wird an unsren Tisch kommen", sagte Drexler,„du wirst sie.kennen lernen..Me sind in sie verliebt. Der Eintänzer drüben, der Blassblonde, der mit dem Mädchen im weinrote.n Kleid tanzt,.hat vor zwei Wochen einen Selbstmordversuch unternommen,, weil sie nichts, von ihm wissen. wollte." Drexler bestellte eine Flasche Chainpagner, als die' Tänzerin an den Tisch kam. Sie hätte einen Namen, der italienisch klang, aber auch spanisch sein konnte, und von einem geschickten Manager erfunden worden war. In'Wirklichkeit hiess sie Pauline Tegt und stammte aus Mecklenburgs° In der„Bajadere" ging das Gerücht um, sie sei die Gattin eines italienischen Fürsten gewesen, den sie In zwei Jahren" ruiniert'hätte; die Krimiyalpoljzei dreier Länder hätte- Wer" ihre Vergangenheit wesentlich äwdre Auskünfte erteilen können..- Au» Italien-war sie ausgewiesen worden, weil sie im Verdacht stand, für,eine fremde Macht zu spionieren; sie verkehrte yüt Vorliebe in OsfizierSkreifen und hatte sich drei Monate doneiäem sizilianischen Hauptmann äUS- halten lassen, der sie eine» Tage» auf die Straße setzte. Sie hätte in den Hauptstädten einiger Bäkkanländer ihr'Glück versucht, nun tanzte fie hier, aber die Gage, die. sie erhielt, hätte'nicht hingereicht, um auch nur den zehnten Teil der Kleider zu bezahlen, die sie zur Schau trüg. AW welcher Quelle das Geld floss, war rätselhaft; der'Zählkellner der„Bajadere", der sther'die Verhältnisse aller Tänzerinnen^genau Bescheid wusste, konnte ihr keine Liason. nachsagen. Sie"hatte- der Reihe nach- einen Kohlenbärhri, ein« siebzahnfachen BerwältüngSrät'«nhj'Hn Generaldirektor der grössien Papierfabrik, dös Landes abblitzcn lassen: drei Herren, deren gefüllte Brieftasche bisher die-Bollwerke"auch der cngelreinstcn Tugend- stets überwunden- hakte. Die" Tänzerin hörte" Vie überschwenglichen- Komplimente^Drexlers.Njlt einem überlegfneri Lächeln an; sie war«S gewohnt, hass die Herren; mit denen sie trank, ihren Tanz, hinreissend/-begeisternd,"unvergleichlich fanden. (Fortsetzung, fotzt.).". Nr. 20 SamStag, 30. Jänner 1037 Seite 3 f udetendeulscfier Xeitfspicgct > Wiederaufnahme des Spinnerei betriebes Marbach und Riecken In Rausdiengrund In der letzten Zeit kursieren Meldungen über die Wiederaufnahme der Produktion ber der Firma Marbach und Rieden in Rauschengrund bei OLcrleutensdorf. Der Gesamtbetrieb, der im Dezember 1933 stillgelegt und wobei 490 Arbeiters ehtlassen wurden, fäll nur in der Spinnerei mit 109 Arbeitern Wiederbeginnen. Die Firma konnte durch ihre Bemühungen.bei der Kontingentierung der Rohstoffe durch da^ Kartell berücksichtigt werden, so daß vorläufig der Betrieb nur durch Lohnspinnerei' eine Wiederaufnahme finden"kann. Trotz der Zuteilung der Rohstoffe laufen aber noch andere'Schwierigkeiten, die beseitigt werden müssen. Gelingt c- der Firma, in der nächsten Zeit diese Hindernisse zu meistern, so wär« mit. Mitte März mit der Wiederaufnahme dcS Spinnereibetriebcs zu rechnen. ■ Die Union der Textilarbeiter, und ihre Ber« trauensleute haben nicht bloß bei der Stillegung des Betriebes alles daran gefetzt, dieses Unglück zu verhüten, sondern auch in der Stillstandszeit wurden alle. Kräfte verwendet, den unschuldigen Opfern wieder Arbeit und Brot zu schassen. In den letzten Tagen fanden bereits Verhandlungen zwischen der-Union der Textilarbeiter und den Vertrauensleuten, mit der. Firma.statt, die zu einem halbwegs günstigen Resultat führten. Hoffentlich erkennen die Arbeiter, von denen ein Großteil noch am.BolkSgemeinschaftS"«Glauben hängt, daß nicht. Phrasen am Platze sind. Keiner voN der„Volksgemeinschaft" hat sich dieser Opfer angenommen,.sondern die Union der' Textilarbeiter. hat die' Möglichkeit geschaffen, 199 Arbeitern ihre Existenz wiederzugeben. Beispielhafte Werbe-Aktion Bergangenen. Sonntag fanden in S ch w a r z- bÄch und S t» b e n' die-Generalversammlungen der beiden Lokalorganisationen statt. Bei der Durchberatung der Vorarbeiten für die„Zukunft"-Werbeaktion konnte sofort eine sAstre Anzahl neuer Abonnenten gewonnen werden. Di« OrganIsationSbcrichte waren für beide Lokalorganisationen auch sonst sehr befriedigend, da beide auf eine beträchtliche Z u n a h- ! m c ihrer Parteimitgliedschaft im verslossenen Jahre Hinweisen konnten, lieber« aus günstig lautet auch-der Bericht über die Entwicklung der Werbe-Aktion für die Parteipresse im Bezirk Tachau. Begünstigung für Eisenbahner zur Wtnter- spprtolyinplade in Johannisbad. Das Eisenbahn- 1 Ministerium hat unter Zahl 69.649—Pers 11— 11936 vom 22. Jänner 1987 einen Rundcrlah an sämtliche Staatsbahndirektionen erlassen, nach ivelchem den Eisenbahnern und Rcgicarbeitern | in der Zeit vom 17. bis 21. Feber 1937 unter Berücksichtigung der Dienstinteressen Urlaube erteilt werden können. Weiter, können die HilfS- - und Regiearbciter zur Wintersportolhmpiade nach j Johannisbad für Rogiefahrprcise reisen. Die hiezu nötige Anweisung wird nicht,in die Zahl der ' üblichen Anweisungen eingerechnet. Unseren ' Eisenbahnern ist hiemit die Teilnahme an der Wintersportolhmpiade sehr erleichtert. Die Er- > lasse werden sicher in jeder Station bereits auf- ! liegen. Eine auSsterbende Stadt. Die Bergstadt Schönfeld gehört wahrscheinlich zu jenen Orten, welche den größten Geburtenrückgang 1 aufzuwcisen haben. Die Stadt zählt gegenwärtig i noch 2123 Einwohner. Im Jahre 1936 gab es dort 86 Stcrbefälle und 29 Geburten, die Sterbe- I falle sind 89 Prozent größer als die Geburten. Es sei daran erinnert, daß der durchschnittliche Geburtenzuwachs- in Westböhmen 24 Prozent, und im Egerlande 12 Prozent betragt. Die obige Tatsache beweist wieder deutlich, daß das Kaiser- wäldgcbiet zu den größten Notstandsgebieten unseres Staates gehört. Brie? an den ZeiIsrael Ein Schulmann schreibt .uns Im Hinblick auf die verlängerten Semesterferien: Daß das Schulministerium die SemestraU ferien heuer auf eine volle Woche erstreckt hat, ist gewiß sehr dankenswert und entspricht auch einer Forderung, die dis „Reichsvereinigung deutscher sozialdemokratischer Lehrer" bereits vor einem Jahre persönlich durch ihren Obmann dem ßchulmini- ster vortragen ließ. Der ursprüngliche Plan, die Halbjahrferien auf drei Tage zu beschränken und nur für diejenigen Schüler, die aus Gesundheitsrücksichten um eine Ver längerung ansuchen, eine solche von zwsi Tagen zu bewilligen, war wenig glücklich und noch weniger sozial und es ist nur zu begrüßen; daß man diese Idee fallen ließ.— Es erhebt sich allerdings nach dieser günstigen Regelung eine andere Frage•. Wer ermöglicht es den Kindern unbemittelter Eltern, ihre Freizeit auf die gleiche Weise für ihre Gesundheit auszunützen, wie dies ihren vom Schicksal freundlicher behandelten Altersgenossen durch ausgiebige wintersportliche Betätigung gegönnt istU Und da sei der folgenden Anregung Raum gegeben: Staat und Kommunen ersparen durch die Semestralferien nicht unbeträchtliche Ausgaben für Heizmaterial. Könnte nicht ein Teil dieser Ersparnisse dazu verwendet werden, um arme Schulkinder mit Wintersportgerät, Schlittschuhen, Skibrettern und Rodelschlitten auszustatten und den im Flachlande wohnenden auch die Fahrt ins nächste Randgebirge und einen mehrtägigen Aufenthalt daselbst möglich zu machenf K, kismus gebrochen und alles gesagt habe, was ec> sekretärs deS Jnternaiionelen GewerlschaftS- Wußte.„Ich. kenne Trotzkis gut," sagte er,„und tzundeS Schevenels nach Spanien ab. Er • lung des Ministers, daß. in nächster Zeit die Koa- - sitions'pacteien sich mit den Polemiken, welche die Verbrechen Mieder zut'der Koalitionspresse gegeneinander süh- maihen sonnen.-[ ren, befassen werden. Auch der Paricivorsitzende Grasch« undP uäin-zuWort, die sich samt- Großeinkanfsgeseiischast Pes e l h, wies auf di« sich reumütigschuldigbekannten und das Gericht Notwendigkeit hin, die Spirituswirtschaft endlich ^.Jn der Abendverhandlung des Prozesses kamen noch di« übrigen Angeklagten Arnold L i w s ch I tz, K N a z e v, Rataitschak, 14.89 bis 14.45: neu« Literatur. die Telegramme, ist, wie der„Matin" hinzufügt, keine Antwort erteilt.worden. um-Nachsicht batest.Hm 19 Uhr zog sich das Gericht zur Beratung zurück.. enthält hauptsächlich Konserven, Gemüse, Kaffee, Schokolade für die Kinder und Tabak für di« Milizen. Ans dem Rückweg wird ein Teil der Waggons für dir Evakuierung der Frauen und Kinder aus der KriegSzon« verwendet werden. Beratungen der tschechischen Sozialdemokratie Wie das„Prävo Lidu" meldet, Hielt der Parteivorstand der tschechischen Sozialdemokratie am Donnerstag eine Beratung ab,' in der Mini gesetzlich zu regeln. weil der jetzige Zustand ungesetzlich fei.." H a m p l sprach über di«'Bestrebungen, die Bedingungen für eine ungestört« Zusammenarbeit in det Koalition zu schaffen.'Der, Direktor der Hilfe fUr das demokratische Spanien Der Internationale Gewerkschaftsbund unternahm«ine groß« Unterstützungsanktion für daS demokratische Spanien, die viS nun einen Ertrag von 8.7 Millionen französischer Franken brachte. ES wurden bereits siebzehn Waggons Le- ienSmittel, Kleider und Medikamente abgeschickt. Vie Schwester Trotzkis In Berlin verhaftet? Paris. Der„Matin" verzeichnet aus Berlin. die Meldung, daß die Schwester Trotzkis zusammen mit dessen Neffen Krasnojarc verhaftet wurde. Trotzkis Schwester war die erste Fraü Kamenews. Das Blatt verzeichnet-auch die Nachricht Warschauer Ursprungs, in der die früheren Informationen bestätigt werden, daß die Mutter Radeks, die in Tarnow in Polen lebt, an Stalin und dessen Mutter ein Telegramm gerichtet hat, in Oie Prager Deutsche Arbeitersendung bringt in dieser Woche: S o n n t a g, 81. Jänner, Erziehung zur Sittlichkeit durch lDr, Gerhard Schulz.) M i t t w o ch, 8. Feber, Wirtschaft, Politik und Propaganda. Schwarz- Leitmeritz.) F r e i t a g, 5. Feber, 18.85 bis 18.45: Aktuelle zehn Minuten. B'B, 7.' Feber, 14(80 bis 14.45: 'Katwnenkriege und FIlmmaguateu.(Gad M. Lip- mann.) - Sodann sprachen die Verteidiger Brand« und Kasnatsehejestc. DirHauptvercintwortunß-für,dj^ Äerbrechen-tragen, so erklärten sie» nicht dleÄn- geklagtrn, sondern Trotzki und der japanische Spionagedienst. Radek verflucht Trotzki Moskau. sTaß.) In der freitägigen Mor- gensitzung des Trotzkisteuprozesses wurde dem Angeklagten P j a t a k o w das Schlußwort erteilt. Pjatakow bat das Gericht, ihm zu glauben, i daß er schon im Jahre 1935, als ihm klar wurde, ldaß sich die trotzkistische Organisation in eine Agentur des Faschismus verwandelt hätte, den»..»»«<.»«»,»..r Wunsch hegte, sich von rhr zurückzuziehen und Soeben fuhr von Paris ein neuer Transport nut daß er jetzt restlos und aufrichtig mit dem Trotz- 22 WcktzgonS unter der Führung des General- Mo s k a u.(Tast.) Staatsanwalt Wy- Rataitschak,«in deutscher»der polnischer Sp ion,sei einLü gner» Betrüger und S'ch iv in dler,- Dieb und R ä u v e r. . DrvbniS.sei der n i e d er t r ä ch t i g e Urheber der Bernichtung von Arbeitern, Kjnasow hab« sich als japanischer Spion betätigt und so manches Dutzend Eisenbahnunglücke verschuldet. Liwschitz organisierte die Diversionstätigkeit im Eisenbahnverkehr. Der„trotzkistische Soldat" Ma. rälow wär einer der verstocktesten Adjutanten TrotzkiS? daneben steht Arnold, ein G a u n e r' und Abenteurer und erstklassiger B apd i t.. Grafche habe seinen Hauptberuf selbst- durch da-Wort„Spion" gekennzeichnet. /Ausführlicher befaßt sich der Staatsanwalt mit der Tätigkeit PjatakowS. Zusammen mit Radek habe er-sich-zu.direktem Berrat der Interessen der Revolution entschlossen.. Er habe essren offenen Krieg gegen Lenin und-gegen den- Sowjetstaat'geführt. Auch.Radek habe sich vor und nach d«r. Revolution wiederholt«egew Lenin gewandt. AlS Gegner LeniNS und als Spezialist für. aüßen» politische Fragen war er einer der Hauptänfüh» rer der T r o tz k i- B a n d e. Dokolnikow und Serebrjakow unterzeichneten zusammen im Jahre 1921 die-antileninsche, v»N Bucharin anSgearbei» tete Plattform. ES handle sich bei allen Angeklagten nscht um die Führung eines politischen Kampfes, fondexn um«ine K tim in alve rire> ch e r bande.'. Weiter bezeichnet Wyschinski die Angeklagten asS Mörder? Br and ft ist er.- und Räude r. Ihr„Nrbereinkommen" mit vfn japanischen tind, deutschen Faschisten fei einfach, dir Kapitulation auf. Gnade und Ungnade deS Siegers. Ihr ProgramMlief auf eine'«fseneAnerkennung der kapltalistisiyen Restauration in der Sowjetunion, auf Bereinbarnngen mit dem Faschismus und auf die Niederlage der Sowjetunion in einem Kriege ajiS? et uerfplgte ferner dir Aufteilung deS Landes und wirtschaftlich« Zugeständnisse an den Faschismus. DirfeS. Programm der Sklaverei und Entrechtung sei-natürlich vom russischen Balke adgelehNt worden. Auf. die AuSsqgen der Angeklagten in der Geheimverhandlung verweisend,«r- Asirt der StaatSanwält, daß die Angeklagten durch,'Sabotageakte lei der Berforgnng der Armee rintz Niederlage bei dem von Trotzki für da- Jahr 1Y37angekündigten Kriegsausbruch herbeifüh- ren sollten. Abschliessend erklärte Shschinski, di« Schuld der.-Angeklagten sei erwiesen. Wenn von Mängeln in diese« Prozeß gesprochen werden käst»«, so liegen sie nur darin» daß. dir AngeUäg- ten auch nicht die, Hälfte der Wahrheit, sagten. Gr erhebe dir Anklage gegen schwerste Verbrecher, die nur rin Straßmaß- verdienen?-.Erschießen•— «ddk.... Stalins Schimpfkanone, Wyschinski . Vor. der Urteilsverkündung In Moskau zweifle nicht, daß er alles in'Abrede stellen wird, was wir zusammen mit ihm und seiNer Leitung getan haben, daß er uns beschimpfen, verleum den und uns der Feigheit beschuldigen wird. Ich bedauere bloß, daß dieser Haupt Verbre cher-nicht neben uns sitzt". Radek erklärte in seinem Schlußwort, daß der gegenwärtige' Prozeß zwei kapitale j Schlüsse ergeb«: Er zeige auf Grund der obfek» tiven Beweise auf, daß-sich die trotzkistische Or ganisation mit allen kontrerevolutionären Kräf ten verflochten hat und daß sie als Agentur jener Kräfte dient, die den Weltkrieg vorbereiten. Er? wandte sich.gegen die vom Staatsanwalt gegebene Charakteristik, in'der er. ass einfacher Kriminal verbrecher bezeichnet wurde und erklärte:„Wenn I wir Kriminalverbrecher wären, wie könnte' man| dann sicher seist, daß wir die Wahrheit sprechen?! Ist meinen Händen halte ich ein Stück vom Ge-!..._, WWHD heimniS von dec Entstehung des Krieges und dem sie für ihren Sohn um Gnade bittet. Auf ich bin'nicht.berechtigt, dieses Geheimnis zu ver-'"''''""""" bergen. Ich will alle überzeugen, daß ich die Wahrheit und nur die Wahrheit spreche." ' Sokolniko w gesteht in seinem Schluß wort-'restlos seine Schuld ein und ersuchte das Gericht an die Aufrichtigkeit- seiner Geständnisse zu.glauben ustd ihm. Nachsicht zuteil werden zu lassest.iAuch die Angeklagten M u'-'r a k o w, Se- r e b r i a k o w, B o g u s l a Ws k i j, Dr ob- WW M •S» w Si»h'Lii"«SÄ E« k e e a 8 ei» politisches und wirtschaftliches 18.29 bis 18.49: lC. R. k^sc»«>kssicir^ppki^ so dkg Mehl werden warm gestellt 3 dkg Hefe in etwas lauwarmer Milch aufgelöst und daraus rr.lt einem kleinen Teil des Mehles ein Hefedampfei gemacht, das man an einem warmen Ort aufgehen ISbt. Inzwischen rührt man 8 dkg Zucker mit 3 Eigelb schaumig, fügt einen Kaffeelöffel Salz, Zitronenschale, ein Likörgltsdien Rum und 8 dkg zerlcsseneVitello-Dellka- iefi-Margarine dazu. Nun gibt man alles mit deni restlichen Mehl zu dem Dfimp.'el, macht mit warmer Mlldi einen festen Kuchenteig und Isbt diesen wieder etwas gehen. Dann macht man eie Krapfen, 186t sie aufgehen und bücket sie, In Ceres- kett schwimmend, schön goldgelb aus. Atus, 5. Kreis Der 5. Turnkreis organisiert auch nach Jo- hannisbad zur 3. Wintersport-Olympiade zwei Gemeinschaftsfahrten Interessenten melden sich sofort im Kreissekcetariai des 5. TurnkreiseS(Aussig, Bahnhosplatz 1) bzw. erhalten dort AuStünfte. DieersteGemeinschaftsfahrt dürfte Montag, den 15. Feber, mit der Wcitkämpferdelega- tion deS Atus: die zweite Freitag bzw. Samstag, den 19. oder 20. Feber, durchgeführt werden. Alle Teilnehmer, auch Nichtmitglieder, erhalten bei zeitgerechter Meldung 59 Prozent Fahrt- ermätziguug. » Oie Sport-Sonderzüge nach Ober-Preschkau zum 8. KreiS-Wintersportfest(13. und 14. Feber) gelten auch nach der Verschiebung dieser Veranstaltung; sie fahre» auch am 18. Feber. Ober-Preschkau ist eine Vorschau der''Olympiade. - In Ober-Preschkau startet einTeilder Olympiakämpfer. In Ober-Preschkau werden tie beide» neuen und technisch einwandfreien Sprungschanzen eröffnet. Wer also nicht zur Wintersport-Olympiade nach Jo- hannisbad fahren kann, der fährt zum 8. KreiS- Wintersportfest nach Ober-Preschkau I(Auch Nichtmitglieder!) Wir bieten dazu allen die beste und billigste Möglichkeit. Wir organisieren GcmetnschaftSfabrtenk Ab Anssi g»Stadt 20 Kt; ab Bodenbach 15 Kä; abTeich statt 10 K{. In diesen Preisen ist inbegriffen: Bahnfahrt hin und zurück, Eintritt, Abzeichen, Uebernachtung. Meldungen können wegenOuartiermangelz nur bis zur Zahl 1000 entgegengenommen werden. Meldet euch deShälb sofort im Gebiet: Aussig: KreiS- sekretariat, Aussig. Bahnhofplah 1; Bodenbach: Franz Klemmer, Krochwltz, Ärbeiterheim; Teichstatt: Anton Liebl, Teichstatt, Konsum; Teplitz: Hermann Rebl, Wistritz 44. bei Teplitz; Dux: Rudolf Köhler, Herrlich, HuSgasse. Teilnehmer aus anderen Gebieten melde» an das Sekretariat. Sparkassen-Aktion. D ie H«imkäs sen deS AtuS-find sofort einznziehen. Dar erforderliche Material dafür haben alle Vereine erhalten. Wir machen dabei die Vereinsobmänner aufmerksam, daß die ErinnerimgSmarken n i ch t mitgeschickt wurden, sondern zu einer späteren Zeit ausgegeben werden. Benützet die Papiersäckchen zur Rücksendung der Kontroll-Listen I Vandervelde zarUckgetreten Der belgische Minister für Volksgesundheit, der Sozialist Vandervelde, hat dem Ministerpräsidenten sein Portefeuille zur Verfü- 1' gung gestellt; Seite 4 SamStag, 80. Jänner 1087 Er 26 Stgeeneuigfceiten Der Atlantik tobt Schwere Verluste der Schiffahrt Mähren-Schlesien Im Schnee Schwere Verkehrsstörungen Unsere Akademiker... Die Sudetendeutschen, in einem Lande ansässig, dessen vorherrschende Nation sich einer veraiitlvortungSbcwußten, mannhaften, dem Volk ergeben und mit Geist dienenden Intelligenz rühmen darf(mag es.auch AuSnahnicn von ihr geben), muh eS besonders schwer empfinden, daß die sudctendeutschen GeisteS- f ii h r e r selbst zum größten Teil daS vermissen lassen, waö die tschechischen in so reichem Maste besitzen: Selbstkritik, Mut zur Verantwortung, Mut zu geistigem Ringen auch gegen die Vor- urteile dcS eigenen Volkes, und nicht zuletzt Takt. Wie sehr cS an diesem mangelt, beweist eben der Universitätsprosessor P f i tz n e r, der sich vor etwa Jahresfrist mit einem staunenswerten Elan in die Politik geworfen und sofort zum kritiklosen Hofhistoriographen Henleins gemacht hat. Seine unwürdige, unkritische, unwissenschaftliche Haltung gegenüber dem„Führerhat ihm von tschechischer und deutscher Seite schon manchen Tadel eingetragen. Nun hat Pfitzncr den Tod des grasten Hi- storikcrs P c k a k zum Anlaß genommen, zwei Privatbriefe deSVerstorbenen in d e r„Z e i t" z u veröffentlichen. Diese Briefe enthalte» manches harte Urteil über die tschechische Linke, deren Gegner Pckak ja imnicr war, sie enthalten auch ein paar Stellen, die sich für Henlein ausschroten lassen. Hätte Pekak daS, was er einem Kollegen in einem Privatbricf sagte» öffentlich sagen wollen, er hätte nicht auf Pfitzner warten müssen, um sich Gehör zu schassen. Aber Pckak, der im Jahre 1935 die Kandidatur auf die Präsidentschaft entschieden n»d ohne Zögern zu- rückgcwicsen hat, obloohl er ein politischer Geg- ner der Linken wär/Pekak, der Mafaryk befehdet und seine Autorität doch anerkannt hat, war viel zu verantwortnngSbewustt, um öttentlich zu sagen, waS er in einem Augenblick des Aergers als Privatbricf zu Papier gab. Das Echo nun, das die taktlose Veröffentlichung PfitzncrS im tschechischen Lager findet, ist für ihn selbst eine gute Lehre, es ist leider aber auch für die Sudctendeutschen überhaupl beschämend. .So schreibt im„Närodnl Osvobozenk Dr. I a n S l a v i k als Kenner deS Pckakscheu Werkes und seiner politischen Anschauungen unter anderem: „Ich zögere nicht, das Auftreten Prof. Pfih- uers nicht nur unwissenschaftlich und eines Universitätslehrer» u n w ii r d I g zu nennen.sondern ich bezeichne es mit dem einzig paffenden Namen: ES ist eine Irreführung der Oeffent» lichkeIt." Und zuin gleichen Thema lesen wir im „Prävo lidu": .„Dr. Pfitzner ist Universität-Professor. Er spricht von seiner Verehrung für Prof. Pekak und dennoch nützt er zu Zwecken einer politischen-kam« pagne die private Korrespondenz des eben Verstorbenen aus, obwohl er sich dessen bewußt ist, daß er damit die politischen Wasser aufrührl— mit seinem Namen, keineswegs aber mit seiner Zustimmung— gerade In dem Augenblick, da der Verstorbene bestattet wird. Diese Methode verdient gewiß nichts anderes als Ablehnung. Dainit sind wir einstweilen mit Herrn Dr. Pfitzner fertig." Was aber Pfitzner und der SdP besonders unangenehm sein dürfte, ist eine Veröffcnt- lichung des Historikers Professor I. S u st m welcher der„V e n k o v"— also sicher kein linkes, kein„bolschewisicrteS" Blatt— Raum gibt. Darin heistt cS u. a.: „Der Brief Pekak' wurde am 80. April 1086 geschrieben, also nur einige Tage vor dem verhängnisvollen'Schlage, der dar Seelenleben unseres großen Geschichtsschreiber» lahmte und der sich schon längere Zeit durch seine wachsendeReizbarkeit ankündigte... Er suchte auf dem verfinsterten Himniel ängstlich jeden lichteren Streifen und zürnte jedem, der dies nicht tat. Scitie Art, sich über alle- auszusprechen, was er fühlte und womit er sich beschäftigte, war mitunter allzu ausgeprägt, mitunter auch explosiv, und sie beschränkt« sich nicht auf gesellige Gespräche, sondern sie prägte sich auch in Pekar Briefe» au-, wenn er der Ansicht war, daß er sich mit ihnen an Personen loandte, die freundschaftlichen Vertrauen- würdig und iner männlichen Diskretion' fähig sind. Seine für breitere Kreise bestimmten Reden waren schon viel weniger stimmung-bestimmt, wenn auch gleichfalls aufrichtig und ehrlich, doch nur eben ruhiger gefaßt. Dr. Pfitzner, der so oft seiner eifrigen.Ergebenheit und Verehrung für Pekak' Ausdruck gab, sandte seiner Redaktion den Brief Pekak', von dem er wissen mußt«, daß er'eine peinliche Diskussion gerade in dem'Augenblick Hervorrufen muß, da der Körper de» verstorbenen Geschichtsschreibers seiner Heimaterde übergtben wurde und so viele Äugen feucht wurden ln unserem Vaterlande. Daß er sich dennoch in einem so schmerzvollen Augenblick einer ungebührlichen Sa st nicht enthalten konnte, zeugt davon, daß er die unvsrzttgl'che Ver- öffentl'chung de» Briefe» für etwa» lehr Wichtige» hielt. Am gleichen Tage ist w r ctc Meg'eruna mit schönem Mut zur Eröffnung ernster V-rban'-liinaen über unst^ Minderheitenfragen ge-chritten. Die Uerösfentlichung Dr. PfitzncrS Lissabon. Durch den Sturm der letzten Tage. wurde Insbesondere die Insel L e i x o e S in Mitleidenschaft gezogen. Ungefähr 28 Fahrzeuge lvurden vernichtet oder versenkt. Auf den aufgewühlten Fluten treiben zahlreiche Wrackstücke. Die Sturmfluten sind auch in die HafendockS eingedrungen. Der norwegische Dampfer„Ingrid" wurde nunmehr zum zweitenmal ans Ufer geschleudert, so dast er ein fünf Meter langes Leck erhielt. Der Dampfer trieb eine Zeitlang steuerlos und versank dann in den Fluten. Dem portugiesischen Fischdampfer„Albertus" ist eS gelungen, den in Seenot befindlichen brasilianischen Dampfer„SantoS" ins Schlepptau zu nehmen und er befindet sich mit der„SantoS" auf dem Wege nach Lissabon. Der englische Dampfer«Jong Jacob»»" ist, 20 Meilen westlich von den BerlengaS-Jnseln gesunken. Der holländische Dampfer„Achilles" konnte, die gesamte Besatzung retten. . Paris. Seit 48 Stunden tobt an der süd- west-sranzösischen B i s k a j a- K ü st e ein heftiger Sturm. Auch au» Casablanca liegen. Sturmmcldungen vor. An der ganzen marokkanischen Küste sind große Schäden angerichtet worden. In Agadir wurde eine Strandmauer zerstört. In Rabat haben sich mehrere> lleine Schiffe von ihren Ankern losgerissen und I hat den Zweck, di« Atmosphäre die- serVerhandlnngen zu vergiften und w-nigcr freundlich zu machen. Wir bedauern sehr dieseHandlung de» deut- schenKollrgen. die weit entfernt ist von pietätvoller Verehnmg für den großen Toten." DaS ist eben der Beitrag unserer Aka- demiker zum Werke der nationalen Befriedung I Die Affäre Kutjepow. Der Mord an dem russischen Gelehrten und WIrtschastSführer Dimitri Nalraschin hat den Vergleich init der berühmten Affäre K u t j e p o w hcraufbcschworen, uni so mehr, da durch einen seltsamen Zufall der Mord genau sieben Jahren nach dieser Affäre geschehen ist. Dazu kommt, dast durch einen weiteren Zufall gerade am Mordlage der. Untersuchungsrichter den Rcchtsantralt der Witwe des Generals Kutsepow vorgeladen hat, um diesen nach langjähriger Pause von der Verfolgung neuer Spuren in der geheimnisvollen Affäre in Kenntnis zu setzen. Was man tatsächlich über die Affäre Kutjepotv weiß, ist außerordentlich wenig, obtvohl monatelang sämtliche Zeitungen der Welt spaltenlange Kombinationen darüber gebracht haben,. General Kutjepow war der Leiter einer weißrussischen Organisation in Paris und galt al» solcher für die Sowjetrussen als„öffentlicher Feind Nr. 1". Seine antibolscheivistlsche Tätigkeit hatte einen sehr grasten Umfang, und die | französische Oeffentlichkeit erfuhr nach seinen! Verschwinden zu ihrem Erstaunen, daß die weißrussische Emigration in Frankreich politisch ganz hervorragend organisiert Ivar. Ebenso wie jetzt Nawaschin am Hellichten Tage ermordet worden ist, verschwand General Kutjepow spurlos am 26. Jänner 1080 vormittags um 10 Uhr 80, und zwar mitten aus einer um diese Zeit belebten Straße de» Jnvalidenviertel». Bi» zum heutigen Tage ist nicht die geringste Spur wieder van ihm aufgefunden worden, obwohl bereits nach einer Woche die Polizei mindesten» hundert verschiedene Spuren verfolgt«, auf die sie mehr oder minder glaubwürdige Zeugenaussagen hingelenkt hatten. Man sprach sofort von politischen Hintergründen seine» Verschwinden«, man klagte die GPU an, verhaftete Dutzende von verdächtigen Leuten, die meist in irgendwelchen Zusammenhängen mit der sowjetrussischen Spionage standen, die man aber sämtlich wieder entlassen mußte, weil nicht der geringste Beweis fiir ihr« Schuld vorlag. Di« Affäre wurde allgemein als„Entführung" bezeichnet, obwohl auch dafür keine Unterlagen Vorlagen. Erst vor einigen Monaten hat ein gewisser Suslow ausgesagt, daß der Generäl in einem Nachbarstaat gefangengehaüen würde, aber auch diese Spur lieh sich in keiner Weise verfolgen. Die Polizei setzt die Untersuchung in Angelegenheit der Ermordung des russischen Publizisten Nawaschin fort und prüft mit Zustimmung der Familie des Ermordeten dessen Bankkonten. Die Polizei vernachlässigt kein« Spur uitd hat auch eine Durchsuchung in der Wohnung dcS Russe» Pobjerewsii vorgenommen, der dieser Tage wahrscheinlich infolge eine» Nervenzusammenbruches Selbstmord begangen hat. Die entfesselten Ströme. Die Zahl der Opfer der amerikanischen Ueberschwemmungskatastrophe am Ohio und Mississippi ist ständig im Wachsen begriffen und.wird bereits mit 828 Tote» außer den 300 Personen angegeben, die in den Krankenhäusern, namentlich in Louisville und Kentucky, gestorben sind. E» bestehe» ernst« Befürchtungen, daß noch viele Leichen nach dem Sinken der Hoch« wasser» werden gefunden werden. Mehr al»«ine Million Menschen sind ohne Obdach. Die Schäden werden bereits auf mehr al» 500 Millionen Dol-' lar geschäht Die Bevölkerung der Stadt Cairo im Staate Illinois, am Zusammenfluß de» Mississippi und de» Ohio, hat sich den Behörden freiwillig zur Lerstrrkung der Dämme zur Verfügung gestellt. Da»'Bersten. dcS Dammes würde«ine Katastrophe für da» gesamte Gebiet am unteren . Lauf d:S Mississippi bedeuten.. Aus allen Staate» kommt Hilfe. .wurden abgetrieben. An der französischen Mlitel- meerküste hat sich am Donnerstag ebenfalls ein Sturm aufgcta», der vor allem die Gegend von Nizza heimsuchtc. Die Eröffnung der Karnevals« veranstaliungen niußte um einen Tag verschoben werden. Viele Uferstraßen stehen unter Wasser. Bremen. In der Nacht zum Freitag strandete bei Borkum der Tankdampfeis„Olifer" der Hamburger Oclfirma I. Schindler. Der aus der Heimreise von New Kork befindliche Schnelldampfer„Europa" versucht«, die Besatzung de» gestrandeten Schiffe» zu bergen. Bei der hochgehenden See war e» schwierig, an die Strandungsstelle hcranzukommen. Trotzdem ist c» gelungen, drei Besatzung-Mitglieder der«Olifer" zu bergen. Der Dampfer„Europa" setzte di« Fahrt nach Bremerhaven am Freitag nni neun Uhr fort, da von dem gestrandeten Schiff nicht» mehr zu sehen war. Amsterdam. Die Eisschollen, die sich in der Nähe der Küste stäuen, bedrohen immer mehr die Verbindung mit. den' holländischen Inseln. Zlvei Dampfer, die den Bdrkehr mit den Inseln besorgen, sind auf dem Meer vom EI» eingeschlossen. Die Jn'el Ameland ist schon eine Woche voni Festland abgeschnitten, doch ist einer Rundfunknach- richt zufolge aus der Insel bisher alle» in Ordnung. EWWWWWGGWWWWWWWUMMWWWWWW SchiffSuntergang. Der holländische Dampfer „Jacobus" hat in der vergangenen Nacht SOS- Rufe abgegeben. Der englische Dampfer„Aliyis" suchte vergeblich die Gegend nach den Rettungsbooten de» havarierte!« Schiffes ab. Man nimmt an, daß die ganze Besatzung den Tod in den Wellen gefunden hat. 23 Lagerhäuser verbrannt. Auf dem Bahnhof in Todireni int Norden de» rumänischen Moldau- Banate» ist plötzlich an zehn verschiedenen Stellen ein ungewöhnlich heftig:» Feuer auSgebrochen. In nicht ganz einer Stünde ergriff:» die Flammen 45 landlvirtschaftliche Lagerhäuser. Die Ent- stthuttg der Brandursache ist unbekannt. Der Schäden geht in viele Millionen Lei. Ranbüberfall in Pari». In der Rue Mau» beuge im Quartier Latin(Paris) überfiele» zwei iunge Leute einen Briefträger, entrissen ihm die Diensttasche samt dem Gelde und flüchteten. Eine Hausmeisterin, welche den Vorgang beobachtete, schlug Alarm, so daß einer der Räuber von Passanten angehalten und dann verhaftet wurde. In der Tasche des Briefträgers befanden sich 21.000 Francs. Andauern de» Frostes. Unter der Einwirkung einer Störung, deren Zentrum Freitag nachmittag» über der ungarischen Tiefebene lagerte, sind die Temperaturen in den Niederungen der Karpathenländer um 2 dir 4 Grad über den Gefrierpunkt angestiegen. Fast im ganzen Staatsgebiet fällt Schnee oder Sprühregen. Gegen da» Zentrum der Störung strömt jedoch kalte Luft in einem Bogen über die böhmischen Ander und die Westslowakei; diese kalte Luft hatte ihren Ursprung in Nordwest- eüropa, so daß auch im Osten de» Staate» mit dem Wiedereinsetzcn von Fr 2 sten zu rechnen ist.— Wahrscheinliche» Wetter v o n h e u t e: Vorwiegend bewöllt, Neigung zu Niederschlägen, in denböhmischen Ländernandauernder Frost. Auch im Osten nach dem Tauwetter allmählich« Abkühlung, Nordwestwind. In den mittleren Lagen Andauern der Neigung zu Rauhreif- und Glatteisbildung.— Weiter» u»sichten für Sonntag: Vorwiegend bewöllt, zeitweise Schneefälle, andauernder Frost, Nordostwind. Die großen Schneefälle der letzten Tage haben in ganz Mähren-Schlesien Schneeverwehungen, unfahrbare Straßen und schlvere Verkehrsstörungen zur Folge gehabt. Der unaufhörliche Schneefall verschärfte die Situation immer mehr und cs besteht die Gefahr einer Katastrophe. Selbst der Bahnverkehr leidet schon stark unter den Schneeverwehungen und der übrige Verkehr ist auf" den Straßen in ganz Mähren-Schlesien überhaupt eingestellt, so daß viele Orte von der Welt abgeschnitten sind. Eine Reihe von Eisen- bahnzügen hatte große Verspätungen. Viel ärger als auf den Bahnstrecken sieht es natürlich auf den Straßen aus, die vollkommen unfahrbar wurden. Auf der Olmützer Staatsstraße stehen Hunderte von Autos, Vie nicht wci- terfahren können. Die meisten wurden von den Insassen verlassen und stehen zum Teil in den, Straßengräben. Vor Nausnitz konnte ein Auto de» Brünner freiwilligen Hilfsdienste» nicht weiter und die Insassen mußten im Wagen übernachten. AI» am Miorgen auch keine Hilfe kam,.mußten sie zu Fuß zur Bahnstation uiü> dann mit dem Zug nach Brünn fahren. Sehr arg sieht eS auch auf der Staatsstraße Brünn—Nikolsburg aus, die gleichfalls vollkommen unfahrbar ist, so daß nicht einmal die Staatsbahnautobusse verkehren. Auf der Straße bi» Pohrlitz stehen mehr al» 60 Auto», die nicht weiter können. Es wurde zwar gestern an der Freimachung der Straßen gearbeitet, doch hindert der ständige Schneefall diese Arbeiten natürlich sehr stark. Die Polizei und Gendarmerie warnt die Automobilisten, die Stadt zu verlasse». Auch in Brünn selbst wurden die Ver- kchrSverhältnisse immer ärger. Besonders schlimm sieht e» in den Vororten au», wo der Verkehr nur unter den größten Schwierigkeiten halbtveg» aufrecht erhalten werden konnte. Auch der Straßen» bahnverkehr war sehr gefährdet. Es sind ständig zwei Schncepflüge in Betrieb, die aber kaum genügen die Straßen fahrbar zu machen. E» besteht die Gefahr, daß der Strahenbahnbetrjeb, fall» der Schneefall mit unverminderter Stärk« anhalten sollte, gänzlich eingestellt werden muß. Sdineeberidite unserer Schuhhütten Naturfreunde-»»» Nollcndarf:—8 Grad, 40 bi» 50 Ztm. Schnee, Ski und Rodel gut, Nordwind, schöner Ltauhreif. „Morbnchbütte" Mückenberg!—12 Grad, Pulverschnee, Stisähre sehr gut, Rooel gut, neüciuveise Schneewehen. Zinnwald:—7 Grad, 8 Ztm. Neuschnee, Skifähre sehr gut, Himmel bedeckt. Naturfrcundchau» GerSdorf bei Koma tau:—8 Grad, 80 Ztm. Alt-, 15 Ztm. Neuschnee, Skifähre gut, Süd-Ost-Wind. Gutgeheizte AufenthalSräume laden zur Benützung ein. Keilberg:—10 Grad, 80 Ztm. Alt-, 15 Ztm. Neuschnee, Pulver, Nebel. Petzer:—0 Grad, 80 Ztm. Alt-, 10 Ztm. Neuschnee, verharscht, Nebel. Vem Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen: Sonntag Prag, Sender I. 8: Konzert au» Karlsbad. 0.10: Englisch-Kur». 0.25: Mujik» Salonouartett. 11.10: Konzert. 16.50: Konwostiionen von Dvokttk. 17.85: Deutsche Sendung: Uebertragung aus Trau- tenau: Lieder, Ansprache de» Bürgermeister» etc. 18.50: Deutsche Presse. 21.10: Orchrsterkonzeri Fak. 22.85: Schallplatten.— Prag, Sender kl 14.80: Deutsche Sendung: Arbelterfunk. Dr. Schulz: Erziehung zur Sittlichkeit durch die neu: Li'rratur. 14.45: »Der Walzerkönig" von Job. Strauß.— Brünn. 16.50: K.'avlerkompositionen. 17.15: Tanzmusik, 17.85: Deutsche Sendung: Jng. Golda: Schule— Bildung— Weltanschauung. . Wieder Vierlinge Lin dem Dorf Patarlagele in Rumänien wurde die Fran eine» Arbeiter» von Vierlingen, drei gesunden Mädchen und einem Jungen entbunden. Die 85jährige Mutter hatte'in ihrer■ bisherigen Ehe zwei Kinder. Man steht die Mutter mit den Vierlingen, die einen gesunden Eindruck machen- und de» Vater. Nr. 26 SamSwg, 30. Jänner 193? Seite 5 Ifefewirtacfcaft und SomfywÄ F. ft. sicherten Arbeitnehmer 1929 Im Sommer der Normalstand wieder erreicht, bzw. i Fen nrüftte Not herrscht, htbeit die Kommunisten hier überschritten wird.- starke» Zuzug. gn^iesem GetietSftreifen der«nga- Verminderung beim Genier System hat als Ur« fache die eingetretene Vollbeschäftigung der bet Mannesmann und in der Poldihütte beschäftigten Arbeiter; die Steigerung der versicherten in der BezirkSkrankenversicherungSanstalt' ist auSschließ- lich ans die ProdultionSerweiterung dieser zwei agentur von diesen Wahlen in Finnland Notiz genommen hat. Man darf bezweifeln, ob das auch dann der Fall gewesen Ivär«, wenn die Realtivn bei diesen Wahlen gesiegt hätte. die 100 mal schwerer lind al» da» gesunde Roggenkörnchen, wenn es treibt. So ungeheuer ist seine Kraft und 22 000 solch* kräftiger Körner sind in % kg Perol'a-Kornkaffee, Davon hat man schon etwasI Rohstoffe gegen Abrüstung „Und all das soll ich bekommen, wenn ich dafür das Spielzeug hergebe?“ betrug 8723 Personen. Selbst gegen dieses Jahr beträgt die? derzeitige Steigerung nicht einmal 1000 Personen. In der l a n d w i r t s ch a f t l i ch e n KrimkenversicherungSanstalt sind nach unseren zuverlässigen Informationen in den letzten Jqhren ebenfalls keinerlei Veränderungen oder nur solch«, die eine absteigende Tendenz.anzeigen, erfolgt. Andere Möglichkeiten für die Meldung von Be- schäftigteU Hel Krankenkaffen gibt es nicht. Nun bleibt, bei diesen.Ziffern angekommen, die Fragebestchen: Wie kommt es, daß die Statistiken eine Verminderung der Arbeitslosigkeit um 3330 Personen ausweisen, wenn die tatsächliche Zahl der Mehrbeschäftigten nur knappe 700 Personen beträfst? Dies hängt ausschließlich mit der Frage, der Gewährung der Unterst ü tz un» gen zusammen. . Interessant ist eine Aufstellung über die Zuteilungen aus der Ernähr u n gSaktion. Im Jahre 1986'wurden aus dieser Fürsorgeaktion durchschnittlich 6699 Arbeitslos« unterstützt, während Unterstützungen nach'dem Genter Sstem 8160.'Personen.bezogen haben. In dieser letzten Ziffer? befindet'sich allerdings die gesamte 1600 Mann, zählende Belegschaft der ManneS- mqnnröhrenwerke, die seinerzeit stark verkürzt Die Fettelnfuhr der Tschechoslowakei erreichte 1936 die Höhe von* 160.626 q. Da im Vorjahre nur 99.350 q eingeführt wurden, ist somit eine Steigerung um 41,6Prozentzu verzeichnest. Für den KohlentranSPort auf den StaatS- bahne» wurden im Jahre 1096 1,160.000 Waggons zur Verfügung gestellt. 1938 waren es nur 1,050.000 Waggons, im Hochkonjunkturjahr 1920 allerdings 1,850.000 Waggons. Fast normaler Schweinehestand. Der Nor- mal“and an Schweinen,.in dex Tschechoslowakei wird mit 1,6 Millionen Stück angegeben.' Durch die starke Fuiternstttelkyappheit in den-vergangenen Jahren, wurde.er erheblich unterschritten. Im Jüli.1936 sonnten aber bereits wieder'4,2 Millionen Stü 1 Schweine gezählt werdend Ende De- zcmber wac ein Bestands von ettva'4,4. Millionen Mitteilungen au» de« Publikum. (Aner Hot immer«och Platz: So boll kann ein Sträßenbahnzüg zu einem Fußballmalch gar nicht sein, daß nicht immer noch einer drinnen Platz fände Wenn dann am Ziese alle aussteigen, fragt man sich überrascht, wieso die vielen Menschen? aus einem verhältnismäßig so kleinen Wagen', aussteigen.können. Genau so würden Sie staunen, Wieviel schön«, bräun glänzende Perola-ftörner ineinem gewöhnlichen sh Kg.-Paket enthalten sind. 22:000, meine Der sozialistische Sieg bei cf en finnischen Präsidentenwahlen .(91. F.) Am 22. Jänner würde das Ergebnis der Wahlen der 300 Elektoren bekannt, die im März dieses JahreS zukanunentrele» sollen, um den neuen Präsidenten der finnischen Rcpu- blik zu bestimmen. Der Ausgang dieser Elckto- renwahlen bedeutet«ine entscheidende Niederlage derreaktionärenEIe« Mente, die nunmehr mit Sicherheit ihre letzte Machtposition,.den Präsidenten Svinhüfvud, verlieren werden, nachdem die Ptrlameniswahlen im Juli und die Gemeindewahlen gegen. Ende)«S Boriahres ein unaufhaltsames Vordringen der fortschrittlichen sozialistischen Kräfte gebracht haben.' Das Endergebnis der Elektorenwahlen ist: Goebbels-Hetze vom Süden her Eine neue BOberel der reichsdeutschen Propaganda DaS Kompromiss nm Alcrandrettc.(AP) Zwischen Frankreich und der Türkei ist in der Frage des Sandschaks von Alexandrette eine vorläufige Einigung erzielt worden, um derenZu- standekoinincu sich vor allem England bemüht hat, das eifrig- bestrebt war- die Fortdauer eines Konflikts im Nahen Osten zu beseitigen. Das Koinpromiß bemüht sich, allen Parteien Rechnung zu tragen und auf diese Weise die Schwierigkeiten aus der Welt zu schaffen, wenngleich einige Delailsragen noch der Regelung harren. Danach bleibt das strittige Gebiet dem syrischen Staat »ach wie vor unterstellt. ES erhält jedoch cj»e verwaltungsmäßige Autonomie, die vom Völkerbund garantiert und einem eigenen Oberkommissar deS Völkerbundes, der französischer Staatsangehöriger sein wird, kontrolliert werden soll. Der Bestand deS Sandschak wird gemeinsam durch Frankreich und die Türkei verbürgt. Währung. Post und Telegraph unterstehen der ausschliesslichen Zuständigkeit de» syrischen Staates. Der sandschal wird ein eigenes Parlament erhalten, das seine Zuständigkeiten mit dem syrischen Parlament in DainaSkuS selbst zu regeln Hai. Die Grenzen des Staates werden durch ein Dreierabkommen zwischen Frankreich, Syrien und der Türkei gerantiert. Die einzige Frage, die noch offen bleibt, über die man sich jedoch auch bald zu einigen hofft, ist die Sprachenfrage. Die Türkei fordert, daß allein türkisch al- amtlich« Sprache anerkannt werde. Dieser Standpunkt wird jedoch weder von Syrien noch von Frankreich, das erklärte, von seinen Ansichten, nicht abgehen zu können, akzeptiert. Denn di« Türken stellen eiste Minderheit dar. Als Symptom sei noch vermerkt, daß die Presse der Nationalsozialisten, die im Trüben zu fischen hofften, aus ihrem Bedauern über die Einigung kein Hehl macht und von einem zweiten Danzig, spricht; das hierdurch geschaffen worden sei. Ei» zeitgemässes Zitat.(AP) Wir lesen in Clara Zetkins.Erinnerungen an Lenin" hei einer Erörterung des russisch-polnischen Krieges, der Ursachen der russischen Niederlage und' der politischen Fehlspelulation auf eine Revolution in Polen(S. 20/21) folgende, heute einigermaßen aktuelle Aeußerüng Lenins über Rad e k: „Radek hatte uns übrigens vorausgesagt, wie«8 gehen würde(gemeint ist die russische Niederlage und das Ausbleiben der polnischen Revolution— Anin. d. Red.). Er Hai!« uns gewarnt. Ich habe mich sehr über ihn geärgert, ich schimpfte' ihn einen Defaitisten. Aber er hat in der Hauptsache recht behalten. Er kennt die Dinge außerhalb Rußlands und namentlich im Westen besser als wir, und er hat Talent. Ich habe mich vor kur- s zcm mit ihm versöhnt. Er ist uns sehr nützlich." Tschechoslowakische Wirtschaftsnachrichten Niedrigerer BierauSstoh. von Ende'Jänner bis Ende November 1936 wurden insgesamt 6,96 . Millionen Hektoliter Bier aüSgestoßen. Im Jahre arbeitete und in bestimmten Abständen Gewerk-! n,ehet waren,«s 7,19 Millionen Hekwliter,-so schaftSimterstUbung bezogen hat. Im Jahre 1936 daß der Ausfall 8,1 Prozent beträgt, wurden auS de- ErnähnmgSaktion nurmehr 42181-.k.. Personen unterstützt, während das Genter System von 1589 Personen bezögen würde. Hier kann man also auch«Ine. stark kühlbar« Verminderung der Zahlen' der.Unterstützungsempfänger fest stellen. Di« Erklärung für diese Erscheinung'liegt, bei der ErnähnmgSaktion darin/ daß, unbeschwert Die in Luzern im Auftrag des Herrn Goebbels erscheinende nationalsozialistische Korrespondenz JPA hat die Stirn, in. ihrer Ausgabe vom 28. Jänner unter der Ueberschrift«Oesterreichs— ein zweites Spanien?" folgendes zu behaupten: «Die Komfntern haben, nachdem ihnen auch durch das spanisch« Experiment die Weltrevolution nicht gelungen ist,«inen neuen Operationsplan aufgestellt. Sie wollen den Brand, in. Mitteleuropa les«»,' und»wart» Deutschöfterreich. An der öfter» retchlsch-tschechischen Grenze habe» di« ftomintern auf tschechischem Gebiet Waffen- u»d M»ntti«» Sl a g e r' errichtet, die.geheim über dl«' Grenze nach Oesterreich, verlegt werden. In Oesterreich selbst arbeitet die Komintern nach einem ganz genauen Plan. ES tpird nicht daS ganz« Land, sondern nux ein Gebiet von der tschechischen Grenze w«S über Niederösterreich, Wie»»nd Steiermark an d!e jugoslawische Grenze bearbeitet.- Wer sich in de» r.-- Hibstst der., k-numnkjstischsn PropgMnda^, stellt, b«. Stück vorhanden und U ist damit zuj rechnen, daß kommt«I» Taggeld. Da in den opvosttionellcn ftrci- n e r, neben den 96 sozialdemokratischen auch die 88 fortschrittlichen und die 26 schwedischen Stimmen entfallen werden, was mit insgesanit 160 Stimmen die Mehrheit ergibt. ES kann keine Rede davon sein, daß die Fortschrittlichen zu einer Verständigung mit den Agrariern oder gar mit Svin- hufvud gelangen könnten.. Ebenso haben die Schweden als nationale Minderheit kein.Jn- teresse daran, den Vertretern des finnischen Nationalismus den Steigbügel zu halten. Mit dem Sturze SvinhufvudS wird es erst möglich werden, dem bei den Parlamentswahlen zum Ausdruck gelangten Willen des Volkes Gel- ' tung zu verschaffen. Svinhufvud hat bisher sie aßEauinje uicgietun» awuiu lin uuue niiiuuc i, j obwohl sie im Parlament keine Mehrheit besitzt. 1 ES wird auch iede Hoffnung des Dritten Reiches I endgültig zerstört, sich irgendwo in Nordeuropa . einnisten zu können. Die allgemein bekannten ' Sympathien SvinhufvudS für den Nationalsozialismus haben zu dem Wahlausgang nicht un- Ivesentlich beigetragen. Die finnischen Präsidentenwahlen haben die Front deS roten Nordens geschloffen, limso auffälliger muß eS wirken, daß bis jetzt keine einzige offizielle Preffe- Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Komotauer Gebiet Wiederholt würde In Meldungen tschechischer'von soziale» Hemmnissen, eine Kontrolle und deutscher Blätter, die sich mit der Beschäfti- durchgeführt wurde, die als Ergebnis die AuS- gung und der Arbeitslosigkeit im deutschen Ge-'scheidung von fast 2000 Arbeitslosen brachte. Di« biet befaßten, daS Komotauer Gebiet als Beispiel, dafür genannt, wie die Belebung der Wirtschaft einen starken Rückgang der Arbeits losigkeit, zur Folge hatte.. Wir wollen daher die Lage im Komotauer Gebiet einer eingehenderen Untersuchung unterziehen, um die tatsächlichen Veränderung«» auf dem ArbettSmarkt festzustellen. Metallbetriebe zurückzuführen. Der' Bezirk Komotau ist nornehmlich Berg-1, Arbeitslose, die keinerlei Anspruch auf Unterbau- und Jndustri-g-bi-t.^Die Situation im stützungen mehr haben, melden sich bei den Ber- Bergbau hat keinerlei Veränderung erfahren. Ar-' mittlung-anstalten nicht mehr. Für sie Halder ost beiteraufnahmen sind nicht erfolgt und wenn stundenweite Weg ja doch keinen Sin» Und so sinkt schon irgendwo«inzclweise solche vorgenommen infolge dieses Umstandes die Zahl der Arbeit». Warden, stehen diese in keinem Verhältnisse zur.^n langsam auf daS Maß derer, di- eine Un- Zahl der-Ausscheidungen durch Tod, Pension!--j terstühung in irgendeiner Form erhalten. Eine rungen oder Entlaffungen, die nach dem Prager'so bedeutsame Kunjunkturbefferung im deutschen Uebereinkommen vorgenommen werden. ES ist| Gebiet, wie sie von der tschechischen Preffe lanciert statistisch nachgewlesen, daß die Zahl der b-schaf-. wird, ist also nicht Vorhanden, wenn auch aner- .» werden muß, daß die Metallindustrien voll beschäftigt sind. DaS Beispiel de» Bezirkes Komotau ist sicherlich auch auf andere Gebiete anwendbar.' Streichungen aus den UnterstützungSaktionen bedingen noch lange nicht, daß die ausgeschiedenen Arbeiter tatsächlich in Beschäftigung stehen. Wenn man allo derartige Ziffern berichtet, wäre«S doch zweckmäßig, wenn wenigstens der versuch unternommen würde, diele Behauptungen auch auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Gewaltige Leistung ■-i.i-.j■ U.A.UM rung zu veriamisen.«oinyuwno yar oisger ou des Bekleidungsarbeiter-Verbandes agrarische Regierung KaMo im Amte n-haite 17 MilUonen an Ar beltslosen unter« Stützung in den Krisenjahren ausgezahlt! Bor ungeheure Aufgaben Hai die Krise den verband der Arbeiter in der BekleidungS- und den verwandten Industrien gestellt. Die llnter- stützung der arbeitslosen Mitgliedschaft nahm alle Kräfte der Organisation in Anspruch und oft gab es Augenblicke, welche die äußerste Anspannung aller Energien erforderten. Mit Stolz kann heute der verband feststellen, daß er alle Schwierigkeiten dieser sieben Jahre gemeistert hat. Er hat von den Mitgliedern stet» die volle Erfüllung aller Pflichten verlangt, er hat aber mich di« Genugtuung sagen zu können, daß kein einzige» Mitglied durch die Schuld des Verbandes auch nur um eine Krone Unterstützung gekommen ist. tigten Bergarbeiter stetig im Abstieg begriffen ist. Eine Vermehrung der in der»Revier b.r u- verlade in Brüx" versicherten Personen ist also nicht erfolgt und man könnte eine größere Beschäftigung-innerhalb der Bergarbeiter-nur aus dc.t Zahl, der tatsächlich. Versicherten-beweisen. Genaue Ziffern stehen uns leider nicht zur Verfügung, hoch. wird unsere Feststellung von der Revierbruderlade in Brüx jederzeit bestätigt werden.; Die zweite große Versicherungsanstalt ist die Bszirkskrankenkassa inKomotau. Bei ihr ist die Arbeiterschaft der großen Komotauer Metallbetriebe kraükenverstchert. Für die Beweisführung, ob inncrhälb der Komotauer Industrien eine Befferung der Beschäftigung ein getreten ist, sind die Zahlen der in den letzten Jahren versicherten Arbeiter ausschlaggebend. Hier stehen unS aus den bisher erstatteten Berichten einige Ziffern zur Verfügung. Wir wollen . bei unserer Betrachtung ebenfalls vom Dezember 1935 auSgehen und diesen Ziffern, jene vom gleiche» Monate de» Jahres 1986 gegenüber- steilen. Bei der Komotauer BezirkSkrankenversiche- rungSanstalt waren im Dezember 1935— 8502 Personen versichert, im gleichen Monat 1986 waren«S 9200. Auf dieselbe Unterschied lichkeit kommt man auch, wenn man den Jahresdurchschnitt annimmt, der 8851 im Jahre 1935 und 9619 versicherte im Jahre 1936 auSweist. ES ist also tatsächlich so, daß sich die Zahl der versicherten um knapp« 700 Personen vermehrt.. WWWW-.-- HR...„..... bat. Dab-i ist jedoch immer noch zu bedenken, daß' In den Krisenjahren hat der verband auSeige- der Jahresdurchschnitt der in dieser Anstalt ver- nen Mitteln.4,215.000 KC, mit dem StaaiS- sicherten Arbeitnehmer 1929 12.224 Personen zuschuß 17,'216.000 KS an keine arbeitslosen betragen hat. Der. Krisentiefstand der Bersicher- Mitglieder ausgezahlt. Erst das letzte Jahr hat ten bei'dieser Anstalt wurde 1984 erreicht und eine. Erleichterung'gebracht, die in einzelnen Be- -»--"" rufsgruppen recht beträchtlich, In andern aber nur geringfügig ist. Besonders auffallend ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Handschuhindustrie, welcher die Leder- und Schuhindustrie auf dem Fuße folgt. Wesentlich ungünstiger liegen die Dinge in der Hutbranche, wo aus«ine sichtbare Befferung im ersten Halbjahr 1936 eine rapide Verschlechterung im zweiten folgte, obwohl «ine.Exportsteigerung zu verzeichnen war. In der BekleidungS- und Wäscheindustri« hat da» Jahr 1986 leine allzu sichtbare Besserung gebracht. Di« Arbeit, welche der verband, nicht nur auf dem Gebiete der Arbeitslosenunterstützung geleistet hat, wird von der Arbeiterschaft auch gewürdigt. Zeugnis davon legt eben jetzt der bisherige Erfolg der Werbeaktion ab, deren Ziel die Gewinnung von 1000 neuen Mitgliedern ist. Obwohl' der Termin noch lang« nicht verstrichen ist, wurde dieses Ziel schon zu mehr al» zwei Dritteln erreicht.' rische» Grenz« entlang wollen die Marriften l»S- schlageü»nd«ine OperationSbaftS gegen Westen, ,gegen Jugoslawien, Deutschland und Italien schassen. Moskau rechnet damit, dass Italien»nd Deutschland bei einem rotm Putsch' in Oesterreich, intervenieren werden, womit dann der von MoSka» ange- strebte Weltkrieg»nd eine damit verbundene Wett, rcvoluilon Wirklichkeit würden," i Die Propaganda nist den Sowjetflugplätzen hat nicht'verfangen, also beginnt man jetzt vor. der bolschewistischen Bedrohung Oester-e'ichi! von der Tschechoslowakei her. zu schreiben. Die 'Nazis wollen damit zwei Fliegen mit einer Klappe treffen: erstens wollen sie einen Bqrwaüd zu einem Eingreifen' in Oesterreich konstruieren, 'zweitens wollen, sie da» Ansehen der Tschechpstö- ,wakei in den Augen der Wbltösfentlichkett schädigen.. Es wlrd'Nvtlvindig sein, daß man der-neuen Näzibübcre! ckit aller Entschttdenhcit von amt« kicher Seiie.entgegentrj.tt und den Burschen nahelegt, ihre srechtttWchauptüngeü-über die-hol- schewistischin Wafsenlager auf tschechoslowakischem Boden zuchew e i.s en«"'i. Sozialdemokraten . 96 Anhänger SvinhufvudS. . 84 Agrarier.... . 66 . Fortschrittliche.... . 88. Schweden...... . 26■ Die voraussichtliche Konstellation., bei der Wahl des Präsidenten ist die, daß auf den sozial- demokratischen Kandidaten, Gen. Väinö Tan- Seite tt „Sozialdemokrat* Sam-taa. SO, SRnit« 1037. Vecmsnacfcricfctea Olga Tschychowa und die kleine Trandl Stark in dem Film„Ihle Tochter ist der"Peter" Sonntag, de« 31. d. Ski-Ausfahrt «ach Stranttee! A b f a h r t: 7.10 Uhr Wilsonbahnhos Treffpunkt: Bahnhof in StranLIce Ortsgruppe Prag: Samltag Treffpunkt nm}$8 Uhr beim Smichover Bahnhof, Skiausflug'. auf die Hütte, führt. Lauer. Sonntag Treffpunkt Um lL 8 Uhr beim Smichover Bahnhof. Fahrt nach Revniee, Skiwanderung zur Hütte, führt Schaffer., Faschingsball des Klubs deutscher Buchdrucker In Prag am Samstag, den 6. Feber, abends 8 Uhr, im großen und kleinen Saale de» Deutschen Hand» werkerve'reine» in Prag II., Be Smeökäch LL? Masken und Trachten erwünscht. Ballmustk der Kapelle Papert. Eintritt: im Vorverkauf lii 10.—, an der Kasse UL 18.—. Mühe aufgeboten, um die Konflikte, die stch anbahnen, zu allseitiger Zufriedenheit zu lösen, aber wenig Wert darauf, gelegt, die Sache glaubhaft öder bedeutend zu mächin.' Was aii' dem Film interessiert, ist-nicht seine Handlunguiid-- auch, nicht die(von einem-Regisseur namens Eugen Frenke.besorgte). Inszenierung^ di« in altmodischem.Opern» Und.Ballett-Stil gehalten ist Interessant ist nur die Hauptdarstellerin Anna Sten, die einst im russischen Film, in ernsten und lustigen Rollen echt.und lebensvoll'" war und heute auch als Hollywood-Star diese Echtheit noch, nicht verloren hat. Sie wirkt auch in diesem Film wieder als eine Mischung'von Natur und Routine, mit Augenblicken echtester Einfachheit- und Momenten ausgelassenster Bewegung. Mit einem Wort«: sie wirkt'— wa» man von den anderen Darstellern, und-von dem Film als Ganzen schwerlich. behaupten kann.—«iS—' Ein- Maskenball. In' einer von Kapellmeister H. G. Sch ick musikalisch gut betreuten und animiert-verlaufenen Aufführung- der schönen und. dramatisch. eindrucksvollen Verdi-Oper sang vorgestern Zlnfa K u n c, eine der Helferinnen in de» derzeit verwaisten OperngesängSsächern- der.hochdramati schen, jugendlich-dramatischen und Zwischenfachfän-, gerin, die Amelia.. Sie repräsentiert den' Mustertyp der Jugendlich-Dramatischen. Denn ihre Sopranstimme ist groß und leuchtend, weich und lyrisch im Maria Krasnova Unter dem Titel„Eine Frau alles»" ist ein amerikanischer Film entstanden, der, wenn er«ine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Agnes Snedley sein soll, eine ungeheure Verkitschung lväre; wenn er es aber nicht sein soll, die Frage offen läßt, wie er zu seinem. Namen kommt.. Er erzählt von einem russischen Dorsmädchen der Zarenzeit, die von einem Offizier geliebt.wird, aber mit einem Soldaten verlobt, ist, der dann auf den Offizier ein Eifersuchtsattentat verübt, was zu einem politischen Prozeß führt, der dem inzwischen zur Tänzerin gewordenen Mädchen Gelegenheit gibt,-sich als seelische Geliebie des Offiziers zu bekennen. ES wird viel Schneeberlthte aus Prass Umgebung MniSek-Skalka:—9 Grad, 10 Ztm. Alt-,'1S Ztm.^lleUschnee, locker, trüb.■ 1■ /.*■’'■' ,' Rifany:—7 t^rad, 10 Ztm. Alt-., 10 Ztm- Neuschnee, verharscht, trüb. ". Stränklee:,—7 Grad, 10 Ztm. Alt-, 10 Ztm- Neuschnee, verharscht, trüb. ' Senohraby:—8 Grad, 10 jsttn. Alt-, ILZfm. Neuschnee,, locker,, trüb., Preisfragen Im Stadtrat Der Stadtrat befaßte sich gestern mit einem Bericht der Preis- und BecsorgungSkommission. Er beschdoß, die Parlamentarier aus Groh-Prag zu einer gemeinsamen Beratung mit dem Stadlrat und dem Präsidium der PreiSkommissiön ein» züladen. Das Gesundheitsministerium teilte dem Stadtrat aus das seinerzeit vorgelegte Gesuch mit, dah es im Falle von Verhandlungen daS Bestrebe» der Stadt, dah die Milch nicht verteuert wöhdc, unterstützen wolle. Der Stadtrat beschloß mit-Rücksicht auf die gute Futtermittelernte und die grbcsserten ProduktionSbedsngungcn eine Herabsetzung der Milchpreise zu verlangen. Weiter» befaßte sich der Stadtrat mit der Preisbewegung bei einigen anderen Artikeln und richtete an die Regierung, bztv. daS Handelsministerium das Gesuch um Maßnahmen gegen Preissteigerungen. Die Petfln-Kommunlkatlon Der Sitzung der Stadtrates, am Freitag lag ein Bericht der Arch. HUbfchman und Machoü über die Kommunikation am Laurenziberg vor. Das Projekt hält grundsätzlich an dem bestehenden Plan des Regulierungsamtes fest, welcher von der staatlichen Rcgulierungskommisfwn und vom Stadtrat genehmigt wurde. Es wurde beschlossen, vor der Entscheidung Wer die Beschaffung definitiver Baupläne die einzelnen Abteilungen der Stadtverwaltung in einer gemein- . samen Sitzung zu hören, worauf der technischen Kommission mitgeteilt werden soll, in welcher Weise die einzelnen Details am günstigsten gelöst werden könnten. Ferner wurden Vorkehrungen für eine beschleunigte Behandlung dieser Fragen beschlossen und das zuständige Magistratsrefer.it beauftragt,-an die Beschaffung des notwendigen Terrains zu schreiten. Der Stadtrat soll demnächst entscheiden, ob die Kommunikation noch vor dem Sokol-Kongreß sertiggestellt werden soll. Die erste Dampfiiiolkerei und Käserei in Gralzen, Böhmerwald empfiehlt Ihre erntklaas. Erz‘ugnlaae Brachten S’o die ßohutzmarke! Der Ostwind legt■ die Gewässer'Hamburgs trocken. . Der Südostwind der letzten Tage hatte daS. Elbewasser, in,die Nordsee gedrängt, so, dgß die Gewässer Hamburgs einen Niedrigwassetstand ver- - zeichneten, wie er seit Jahrzehnten nicht Mehr beobachtet würde. Teiltvei.se' wurde-dadurrh^die.EjekmzstatSversorgunader Hansestadt istiltgelegt,/ .- Ohne einen Tropfen Wasser unter^sich,.liegen'.Schlepper'uhd'BÄkasstzst.auf.GyUnd.'.-.. Zuschauer weniger-ermüdend gestaltet werden, und wird„durch, die Vornahme der F a h.n e u tauf« und einiger Ehrungen ein' besonders feierliches Gepräge erhalten: Also:„Atus an die Front"; An dl« Eltern, deren Kinder an unserem Schü- lerturnen teilnehmen. Wir machen aufmerksam, daß vom Prager Atui alle- für dar Schülerturnen notwendigen Eingaben und Meldungen schon zu Beginn de» Schuljahres vorgenommen- wurden und- die in letzter Feit In zwei- Schulen vorgekomyienen Bean- ständungen vom Schulinspektorat' al» für den Prager Atu» nicht in. Betracht kommeyd bezeichnet wurden. Stimmton,-hell in der Klangfarbe, leicht und-mühelos geführt in der Höhe,. Uebrigen» ist-Fr. Kunc auch eine wirkliche Künstlerin ihrer Faches, die nämlich ihre Stimm« auch technisch ausgezeichnet beherrscht und verwendet, die zu singen versteht und ihre Stimmittel ökonomisch verwendet.. Da auch die darstellerische Leistung der Künstlerin durchaus, in» tereffant und ausdrucksstark war,, sah;und hörte man wieder einmal«ine Antelia von-echt verdischer Art. Auch die übrigen Hauvtsolisten der-Over, waren sichtlich bestrebt, den Charakter des„Maskenball", al» GesangSoper besonders hervorzukehren:' Fr. Book al» neuer Page Oskar,/Fr. K ind e r« m a n n.al». Sybille Mike, Fisch e r al» Graf Richard,' H a g e n al» Renk, Andersen und Gutmann al» Verschworene und Basskng al» neuer, stimmbegabter, aber noch stimmbildungS» hedürftlger Mutrose Sllvano.) E.-J. Arieltervorstellung„Matura",. Komödie von Fodor, am Sonntag, den 7.' Feber, um halb 8 Ilhr nachmittag» im Neuen Deutschen Tbeater.. Karten täglich von 8 bi» 2 und 4 bis 6 Uhr bei. Optiker Deutsch, Koruna.' Wochensvielplan beS Neuen Deutschen Theater». SamSiag halb-8 Uhr? F-r ä u-l ein Else, Erstaufführung, A 2.— Sonntag halb.8: D er schiefe Hut, Gesamtaastsviel des Theater» in.der Josefstadt. halb 8: M a d a m e h a t. A u»- a an g, Gastspiel Paul S ö r b i. g e r, B l-j— Montag halb 8: Di.e Fledermau S, volkstümliche Borst-lluna, Abonnement aufgehoben.— Dienstag halb 8: Die Z a r e n b r a u t, A-2. — Mittwoch halb 8: F r ä u l e i n K l f e, B 1: — Donnerstag halb 8: I e a n, Gastlufcl Leopold K r a m e r und Mepi Kramer-Glöckner', C 2.— Freitag halb 8: F r ä u l einEls«. D. — SamS'ag halb 8: Aida, B 2.—- Sonntag balb 8: M a t-u r a, Arbeitervorstellung,' halb 8: Der K u ß, C 2.- Wochenspielplan der Kleinen Bühn«. Samstag 8: Jean: Gastspiel L. Kramer und Pepi Kramer-Glöckner.— Sonntag 8: Menschen aufderEiSscholle, halb 8: I e a n, Gastspiel Leopold Kramer-Pcpi Glöckner.—Montag 8: U» e n ts ch u ld i g t e Stunde, volkstümliche Vorstellung.— Dienstag 8 Uhr: Firma.— Mittwoch 8: I e a n, Gastspiel L. K r a m e r und P. Glöckner, Bankbeamte II und freier Verkauf,— Donnerstag 8: Axel an der Himmelstür.— Frettag 8 Uhr: Iea n, Gastspiel L. Kramer und P. Glöckner, Theatergemeinde de» Kulturverbande» und freier Verkauf,— Samstag. 8 Uhr: Jean, Gastspiel L. K r a m e r und P. Ä l ö ck n e r. Sonntag 8 Uhr: S a l z b u r.g a u» v«' r k a u f t; 8 Uhr Jean, Gastspiel L. K r a m e r und P. Glöckner. Mm» in Prager Lichtspielhäusern Adria:»Moskau—Schanghai." Pola Negri. D. — Alfat„Maria Krasnova." Anna Sten. A.—> Apollo:»Seine Tochter heißt Peter." D.— Avion: »Ein entzückende» Ereignis." Tsch.—, Beranek: »Die'Kinder-einer großen Liebe." Tsch.— Feusrr »Das Kamel: geht durch,«in Nadelöhr." Tsch.— Flora:„Ihr Kammerdiener." A.— Hollywood: »Ein. entzückendes Ereignis." Tsch.-— Hvkzda:»Ein richtiger Mann." A.— Juli»;»König der Verdammten.".Conrad Veidt. Engl.— Ksnema: Journale, Grotesken, Reportagen."— Koruna: Aktualitäten. Journale, Grotesken.— Kawa:„Allahs Gärten" A.— Lncerna:„Das Kamel geht durch ein Nadelöhr." Tsch.— Metro:»Ein richtiger Mann." A.— Passage:.„Burgtheater.". D.— Praha:„Ein entzückender Ereignis." Tsch.— Radio:„Kavaliere der MeereStiefen." A.— Skaut:„Eine Nacht in der Oper." Marx Brothers. A.—.Svitozor: »Äurgtheater." D.— Alma:„Kapitän January." Sh. Tempi«. A.— Baikal:»AnnaKareni n a." Greta Garbo. A.— Belvedere:„Eine Nacht in der Oper." MarpBrother». A.—Besetz«:»Das Gaffenmädel." Tsch.— Carlton:„Pater Adalbert." Tsch.— Illusion:„Ihr Kammerdiener," A. K»S- Mtr.»Die.Spionin de» Kaiser»-" D;— Lid» II: »Kapitän^Jänuary." Sh. Temple. A.— Louvre: „Kavaliere der MeereStiefen." A.— Mareika: ’»Eine Nacht in der Oper." M a r r B r o t her S. A. —Olymple:„Pater Adalbert." Tsch.— Pcrityn: „Ein seltsamer Gast." Conrad Veidt. Engl.— Rory: „Die Spionin de» Kaiser».'" D-— Tatrat„Ihr Kammerdiener." A.—U Vejvodu:„Die sündigen Frauen-von Boom." Rosay. Fr.'-7-. Vcletrhy:„Die Kinder einer großen Liebe." Tsch. B e z u g» b e d t n g u n g-,. n: Bei Zustellung in» Hau» oder bei Bezug durch die Post monatlich Xi 16.—, vierteljährlichXi 48.—, halbsährig lli VS.-- j ganzjährig IG 102.—J'aseräte werden l«tt" Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung'von Manuskripten erfolgt nyr der Emsendnug der LIctourmaNen:— DieZeitungSsrankatur wurde von der Post» und Telc- graphendirektwn-Ulit Erlaß Nr. 18.8MVIM980 bewilligt.— Druckerei:.OrbiS", Druck-, BersagS- und ZeiwNgS-A.-G. Präg.' DaS Gespenst lm Keller. In der Nacht auf Donnerstag, kurz nach Mitternacht, bemerkte der Wirt eines Gasthauses in Prag I., Vizenskä, daß ihm plötzlich das Bier zu fließen aufhörte und beim Versuch, es einzuschenken, sich ein seltsame» Geräusch vernehmen ließ, so daß er das Mädchen in den Keller schjckte, um nachzusehen. Tatsächlich entdeckte sie dort einen Mann, der gerade dabei war, mit einer Feile die Bierröhren durchzusägen. DaS Mädchen erschrak und lief davon, um ihren Chef zu holen; zugleich mit ihm und der herbeigeholten Polizei gelang e» ihnen, noch ayf dyr Stieg«.«inen Vlann einzuholen, der einen Sack» mit..Bier rohren, trug. Aufdrr Wachstube konnte er als der 47jährige Theodor Svan» cara au» Prag I., Ziegengasse 86, sichergestclll werden; seine Tat gestand er. Da er, entgegen den Aussagen des Mädchen», behauptete, allein im Keller gewesen zu sein, wurde der Kester nochmal» gründlich durchsucht, wobei man in einer Kiste einen Mann liegend fand, der sich auf die Aufforderung hin, au»- züsteigen, schlafend stellte. Er wurde hcrauSgeholt und e» zeigte sich, daß er ebenfalls auf einem Sack mit Bierröhren lag. Zwar behauptete er, vom Diebstahl nicht» zu wissen und bloß in den Keller gekommen zu sein, u'm sich auSzuschlafen,. doch wurde er, nachdem er. als der^86jährige Niitollav Volek, der Zimmerkollege des Svancara, identifiziert worden war, gleichfalls nach Pänkratz cingeliefert. Ein WcihnachtSschwindler. Gestern gelang es, den 80jährigen'ehemaligen Drogisten Jarosiau» Kaspar au» Prag. 1. zu verhaften, der bei mehreren Prager Drogerien eine» Schaden von insgesamt -8000 K£- verurlacht hat, indem er telephonisch fingierte Bestellungen vereinbarte und die Waren dann selbst abholie. Alle seine Betrügereien— cs wurden bisher zehn Fälle festgestellt, von denen zwei allerdings mißlangen— verübte er am Wejhnachtstag, da er an diesem Tag mit einem stärkeren Betrieb in den Geschäften rechnete. Er wurde ebenfalls nach Paukrgtz eingeliefert. Zu den Semesterferien hat das Eisenbahnmins- steriuni auch die Gültigkeit der Rückfahrkarten für die besonderen Sportzüge, die am 80. Jänner und am 6. Feber in« Riesengebirge, in den Böhmerwald und in» Erzgebirge abgesertigt werden, bis einschließlich 8. Feber verlängert. Diese Verlängerung bezieht sich-auch aus die für den 29. und 80. Jänner'.uyd'-für den 6. und 6. Feber, vom DeniS- b ä h n h 0 f ausgestellten Rückfahrkarten für den Zug Nr. BIO.-— Die R ü ckfahrt kann an den Tagen, an denen die besonderen Sportzüge fahren<81. Jänner und 7. Feber), nur mit diesen Sportzügen angetreten.werden, an den übrigen Tagen dagegen mit jedem. fahrplanmäßigen Personenzug; bei Benützung von Eil-oder Schnellzügen ist die normale Zu- schlagokarte zu lösen. Turngenossinnen und Turngenossenl Der Prager Atus steht vor neuen Aufgaben. Im Jahre 1987 soll besonderer Wert auf die Ausgestaltung des Vereint» gelegt werden und es _.j JÜte jede» Mitglied, und befändet» PBAä jede» aktive Mitglied, alles IMMöji- liche tun, uni neue Mitglieder zu werben und dem'Verein'neue aktive Turner und Turnerinnen zuzuführen. Aber in erster Linie sollte «S sich jed«S aktive Mitglied zur Pflicht machen,-selbst die Turnstunden regelmäßig zu besuchen'. Güt' besuchte Turnstunden sind da» beste Werbemittel. Der Monat Jänner hat in dieser Beziehung sehr viel zu wüisschen übrig gelassen.— Im Monat Feber stestt miier Verein die MitternachtSvorführung beim Ball der Angestellten, den wir auch al» unseren Ball betrachten müssen. Im März wiicken wir mit bei'einer Akademie der Bvlksstnggemetnde. Die größte Aufgabe im.Frühjahp ist dem Verein in der Durchführung seiner eigenen Akademie gestellt, welche am 11. April im Radiosäal abgehäl- ten wird. Diese Akademie soll neuartiger, für den