Aentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint«tt Anenahme de» Montag titglich früh Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova 62— Telephon 53677— Herausgeber: Siegfried Taub— Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag Sluzelprels7ü seinschlleßl. 8 Heller Porto) Aus dem Inhalt: Radek glimpflich davongekommen Heile Taube In Brünn Wirtschaft der Welt Sozialversicherung«- Brletkasten 17. Jahrgang Sonntag- 31. Jänner 1937 Nr. 27 Berlin. Der mit Spannung erwarteten Rede de» Reichskanzler- H i t l e r, die in allen Betrieben gemeinsam am Lautsprecher angehört werden mutzte, ging die Konstituierung de- vor fast einem Jahr gewählten Reichstage- mit Göring al- Borsitzenden sowie die Annahme eine- Gesetze- voraus, durch welches da- Ermächtigungsgesetz für die ReichSregierung für weitere vier Jahre, d. i. bis 1. April 1641! verlängert wird. Da- Gesetz vom 36. Jänner 1034, wor- nach die ReichSregierung auch dir Verfassung andern kann, wurde auf unbestimmte Zeit verlängert. >1> . Berlin. Wie verlautet, bedeutet die Erklä- rung des Reichskanzlers- über die ReichSbapk de», Wegfall der letzten internationalen Bindungen für, da»' BÄnkgeseh,-Solche, Bindungen bestanden bisher insofern, al- gewisse Vorschriften de» Banken-^ gesetze» nicht ohne«In, internationale- Verfahren abgeändert werden konnten, sferner war der ReichSbanlpräsident verpflichtet/ Mitglied der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zu fätiü“’'" 1' s'- » Barcelona. Eine amerikanische, Sanität»« kommissian-ist in Barcelona eingetroffen. Sie wird unter-dem Schutze des amerikanischen Gesundheitsamtes an den Fronten Krankenhäuser und. Lazarett« errichten.- Britischer Admiral konferiert mit. der spanischen Regierung Valencia. Freitag vormittags hat der englische Dreadnought»Nelson" unter d-r Flagge de» Admirals Blanckhouse vor Valencia Anker geworfen. An seiner Begleitung befanden sich ein englischer Kreuzer und- einige-kleinere KriegSeiiiheiten.. Es handelt sich. im Laufe von einigen Wochen um.den zweiten Besuch eines Admiral» der britische» Heimatflotte in Valencia. \ An politischen Kreisen Valencia» mißt man diesem Besuch außergewöhnliche Bedeut» n g. bei.- Gegen Mittag begab sich de» britische Admiral- in Begleitung des britischen diplomatischen Vertreters in den Regie» xungspaläst, wo er von den Ministern und hohen staatlichen Funktionären begrüßt wurd- Eine Milizabteilung leistete die Ehrenbezeugung. Der Admiral begab sich sofort in da» Kabinett des Ministerpräsidenten'und konferierte mit ihm einige Minuten. Hierauf begab sich der Admiral in da» Kabinett dcS Marineministers und des Minister- für Flugwiesen, wo eb von Minister Prieto und-dem Stab', der' republikanischen. Flotte begrüßt wurde. Nachmittag» erwidirtet». Ministerpräsident Largo Caballero.und Minister Prieto den Besuch de» AdmitdIS-an Nord des PitnzerkreuzerS.»Nelson"- Der AdmirA bewirtete. die Minister der Regierung'von. Valencia, und unterhielt» sich- mit ihnen Dreiviertelstunde». Nach der Rückkehr an» Land wstrd'en' die Minister von der Bevölkerung mit stürmischem Jubel begrüßt. Deutschland habe, und er wiederhol« das hier feierlich, immer wieder versichert, daß er z. B. zwischen ihm und Frankreich überhaupt keinerlei menschlich denkbbare Streitpunkte geben könne. Die deutsche Negierung habe weiter Belgien und Holland versichert, daß sie bereit sei, diese Staaten jederzeit al» unantastbare neutrale Ge b iete anzuerkennen und zu garantieren. Auf wirtschaftlichem Gebiete bemühe sich dadeutsche Volk um einen regeren Güteraustausch mit seinen Nachbarn. Die Weltwirtschaft kranke daran, daß in die Produktion der einzelnen Völker und in deren-Beziehungen zueinander Unordnung gekommen sei. Beides habe nicht Deutschland verschuldet. Auf den BieriahrSplau freilich könne Deutschland nicht verzichten. Er werde angesichts der ungeklärten politischen Lage nicht» versäumen, was dem deutschen Volke die LebenSeristenz auch dann noch garantieren wird, wenn andere Staaten vielleicht da» O v s e r d e.r b o l s ch e w i st i s ch e n In f e k t i o n geworden sein werden. Er niüsse es ablehnen, daß diese Auffassung einfach al» eine Ausgeburt einer blaffen P^sjMste abgetanswerd«!,,,. /'Damitmm Hitler auf die angeblich mangelnde Zusammengrbeit Deutschlänt-Sinit anderen Staaten im Rahmen de» Völkerbünde»- zu sprechen Undfühkt« weiter au»:„Eden spricht von den deutschen Rüstungen und erwartet eine Be-grenzung d i e s e r Rüstungen. Diese.- Begrenzung haben wir. selbst dreimal vorgelchlagen. Die-Angebot« verfielen der Ablehnung. Der Bestand des Völkerbünde» hänge auf die Dauer von der g.rö ß er e.n E i n s-t ch t ab notwendig Reformen! die die Beziehungen der Völker berühren, kzü überlegen und zu verwirklichen. . Damit kam Hitler auf die Kolon ial» frag e zu sprechen.,Da» deutsche Volk habe sich einst«in Kolonialreich aufgebaut,'„ohne irgend jemanden zu berauben und ohne irgend«inen Vertrag zu verletzen. Dieses Kolonialreich s-i Deutschland genommen worden. Die Begründungen, mit denen heute versucht werde, diese Wegnahme zu entschuldigen, seien'nicht stichhaltig. DI« Forderung nach Kolonien in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland werde, sich alS eine Selbstverständlichkeit immer wieder erheben. Der Reichskanzler äußerte dann seine Auffassung über die möglichen Wege zu einer wirklichen Befriedung. Er hob dabei hervor: 1. die innere Stabilität und Ordnung aller Nationen, 2:, den gegenseitigen Respekt vor den LebenSbedin» gungen des anderen, 3.- die Ümgcstaltung des Völkerbundes zu eitlem evolutionären- Organ, 4. absolute Gleichberechtigung, 5. Betrachtung de: Rüstungöfrage in einem Gesamtrahmen, 6. Vernichtung'der„unverantwortlichen internationalen Brunnenvergifter und Meinungsfälscher." ,. Schließlich wie» Hitler auf'.die Bedeutung hin, die die Behandlung der nationalen Minder» hekken Ms eine Entspannung zwischen den Staat!» besitze,' deren staatliche. Grenzen sich nicht mit den BolkSgrenzen decken. Hier suchte Hitler auch zu begründen, daß die deutsche.Regierung nicht in der Läge.war, eine Antwort auf die Fragen zu geben-die die britische Regierung, anläßlich der Besetzung des Rheinlandes stellte.„Wir-haben«S vorgezogen, durch die p rat t i sche AuSge» staltung unserer Beziehungen ztt unseren Nachbarstaaten einen Teil dieser Fragen aüf die- na» türlichste Weise zu- erledigen,- Zum Schluffe seiner Rede kündigte Hitler den Illanmäßigen Aufbgu einiger großen Städte des Reich«» an. tarisch-demokmtilchen Durcheinander"- ein»Registie der Ordnung, Disziplin und Tcetkwft" getreten. Diese Umwälzung müff«.- wenn Demokratie- überhaupt einen,Sinn habe,'alr„im höchste» Sinn« de» Worte» al» demokatisch".bezeichnet werden, da jetzk nur mehr da» Volk der Träger der Souveränität sei, dessen Wille in der Partei al» der politischen Organisa» tion de» Volke» Ausdruck„finde. . Auf w i r t schastlichem Gebiet stellte Hitler di« auf die fehlende Golddeckung der Mark zugeschnitten« Theorie auf, daß die aufgerichtete »Volksgemeinschaft" nicht von-dem.»fiktiven Wert der Gelder"^ sondern von der»realen. Produktion" lebe, die-dem Geld erst seinen Wert verleihe. .Au ß e n politisch rtchnet es sich Httler hoch an, daß er da» deutsche Volk ,jiit Ehre zur ü ck gef.ühr t" habe, nachdem«» fünfzehn Jähre zu dem Leben eine»„Aussätzigen Unter den Nationen" gezwungen'worden sek. Die„innere Ordnung der deutschen Volke»' habe die Voraussetzung zum Wiederaufbau de» deutschen Heeres geschaffen und beides zusannnen wieder die Möglichkeit, die„Fcffpln von Versailles" ab- zujtreifen. Hiezu erklärte er wörtlich: i- 1. Die Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung war«in ausschließlich Deutschland selbst berührender und betreffender Vorgang. Wir haben, keinem Volk dadurch etwa» genommen und (eilten Volk damit ein Leid zugefügt.. 2. Ich verkünde, daß ich im Sinn«'der Wieder herstellung der deutschen Gleichberechtigung■ die deutsche R e ich» b a hn-und die. D e u t» s ch e. R e i ch s b a n k ihre».bisherigen Charakters entkleiden untz restlos unter die Hoheit de» Reiche» stellen werde. . 8. Ich erklärte hiermit, daß damit, jener T«I de» Versailler Vertrage» seine, natürliche Erledigung gefunden hat, dtr unserem Volke di« Glelchbe'rechsi- güng nahm und es zu einem'minderwertigen Volke degradierte.-- 4. Ich ziehe damit vor assem aber die deutsche Unterschrift feierllchst. zurück von'jener damals einer schwachen Regierung wider deren bessere»- Wissen abgepreßten Erklärung, daß Deutschland-die Schuld am Krieg« besitze. Die hiezu notwendigen Maßnahmen seien leider nicht auf dem Weg« von Verhandlungen-zu- erreichen gewesen. Run erkläte er aber, daß damit di« Zeit der; sogenannten Neberraschungen abgeschlossen sei. Deutschland werde nun loyal an der Behebung der Probleme arbeite», die. di« Nation«»chewegen. Die. weiteren.außenpolitischen- Ausführungen wären zum großen Teil in eine manchmal ziemlich spöttische. Posemif.gegen die letzte Rede deSenali- schcn Außenminister» E d e stgeNejdet, Hitler stellt« zunächst in Ahrcde, daß Deutschland Wiert.' seln wolle, bzw- sich istoliert Ml«, und zählt« unter den Länderst,' zu dendst, Deutschland freundschaftlich«',Beziehungen unterhalte, Polen. Oesterreich,. Italien, Ungarn, Jugosläwlen,-'Bulgarien,- Griechenland, Portugal: Spanien ufw. aust Da»-Abkommen mit Japan zur Bekämpfung de» BolschewiSmu» fei em .'h,!:-.psi« weniil.'Deutschland', daran DlreMe ytri^andlunsen Belgien—Spanien Brüssel. Der belgische Minister Mr asiSwär» tige Angelegenheiten S p a a k ist SamÄag nach mittags nach Saint Quentin, einer französischen Stadt.in-der Nähe der belgischen Grenze, abge reist, wo.er mit dem spanischen Minister Mr au»» wärtige Angelegenheiten D e l V atz o zusam- ment'rcffentvikd,'tzm'mitihm.verschlcden> Lern- auch den des Bedauern- trage.. 1 denke, sich' zu istlieren. Unerwarteter Zuwachs für die republikanische Luftflotte Madrid. Infolge des außergewöhnlich schlechten Wetter» landeten drei dreimotorige Aus- ständischen-Flugzeuge italienischen Ursprung» irrtümlich hinter den Linien der Regierunäsmiliz. Die Besatzung der Flugzeuge wurde verhaftet. Ein vierte- italienische- Flugzeug der Aufständischen landete gleichfalls auf der falsche» Seit«: infolge deü harten Ausstoßes auf dein Erdboden fand die Besatzung den Tod. Kegen vereitelt alle Operationen . Valencia.(Fabra.) Ein heftiger und anhaltender Regen'hat sämtliche militärischen Ope- tationen an.der Malaga-Front vereitelt. Nach einer Meldung de» LuftfahrtmInIste->. rjums wurde bei Torre Bieja ein RegierungS- flugzeug von zwei Maschinen der Aufständischen angegriffen, doch m i ß l a n g der Angriff. Eine ESkadrille von- zweimotorigen Flugzeugs bombardierte d>e Stellungen der Aufständischen be> Malaga im. Abschnitt Mardella. Der Ausschuß für die Verteidigung von Bilbao meldet,.daß nur an wenigen Abschnitten sch w a ch-e S A r t i l l e r i e f e u e r aufkam. An den übrigen Fronten- herrschte Ruhe. - Der- Kommandant des Aufständischen-Regi- ments D e l d a, welcher von den Milizionären hei den Kämpfen von Cerro de los Angeles und Madrid,Por ungefähr zehn Tagen gefangen ne» stommen wurde, ist nach Valencia gebracht worden und--wi>» vor ätn'-irr»egSg'erl.ih'r geftelik werden.-. Hitlers schwächste Rede Vierjahresplan bleibt/ Keine„Ueberraschunsen“ mehr/ Kolonien sefordert Unfruchtbare Polemik mit Eden/ Keine direkte Erwhhnuns der Tschechoslowakei Die Rede des Reichskanzler» Adolf Hitler, welche von der Welt mit Neugier erwartet wurde, hat keine Ueberraschungcn gebracht. ES war die schivächste und wirkungsloseste Rede, die der Führer der Nationalsozialisten als Kanzler de» Dritten Reiches gehalten hat. Während er 1938 die militärische Freiheit des Reiches, 1938 die Besetzung des Rheinland«» verkünden konnte, hat er diesmal von einem außenpolitischen Erfolg nichts melden können und diejenigen se.ner Anhänger, die etwa erwarteten, er werde den Einmarsch nach Danzig, Oesterreich oder gar in die Tschechoslowakei ankündigen, haben enttäuscht ihre Rundfunkempfänger abgestellt. Gerade deshalb, weil ein wirklicher Elan und Schwung dieser Rede abging, hat man um so peinlicher die Ueberhebung empfunden, die darin lag, daß der Reichskanzler ständig von. seiner Person sprach, daß er die nationalsozialistiiche Machtergreifung von 1933 als»die Revolution der Revolutionen" bezeichnete und die Lehr«, von Blut und Boden in ihrer Wirkung mit der Entdeckung der Bewegung der Erde um die Sonne verglich. So blieb dem Manne, der das größte Verdienst an dem endlosen Rüsten Europas in den letzten zwei Jahren hat, daran, daß die zivilisierten Völker ihre Arbeit und ihren Fleiß nicht chtn.MukeK»E. sozialM. und.. Ku^Mrausbaues. sondern den Mitteln der Zerstörung Und sssser-" nichtnng widmen,. nichts andere» übrig al» wie i ein idyllischer Schäfer die. FriedenSschalme« zu blasen und mit frommem Augenaufschlag Europa und Insbesondere die Engländer zu versichern, daß Deutschland sich nicht isolieren, daß es vielmehr zu einer Besserung der europäischen Verhältnisse beitragen wolle. Wer soll das aber glauben, wenn Hitler in gleichem Atem den Völkerbund verhöhnt —- was ihm gerade in England keine Freunde schaffen wird, wenn er in seiner zweistündigen Rede Frankreich gerade nur erwähnt, sich mit der Rede Edens ausführlich beschäftigt, aber die Ausführungen Blums, völlig ignoriert, wenn-er darlegt, daß das Ausmaß der. Rüstungen, welches jedes Volk zu seiner Sicherheit für notwendig hält, eben von diesem Volk entschieden wird, daß also einzig und allein Berlin bestimme, tvie stark Deutschland» Wehrmacht sei. Wie soll eS zu einer Beschränkung der Rüstungen kommen, wenn nicht durch internationale Abmachungen, wie soll der Fried« erhalten bleiben, ohne daß eS zur Abrüstung kommt? Und wie sollen lvir in der Tsche- choslowakei an die Aufrichtigkeit von Deutschlands Friedenswünschen glauben, wenn Hitler geradezu feierlich die Unantastbarkeit der Grenzen Holland» und Belgiens betont, wenn er de» Balkan- staaten die Existenzberechtigung znerkennt, aber in diesem Zusammenhang von der Tschechoslowakei auffallend schweigt? Waruin hat er nach der böswilligen Kampagne wegen der angeblichen- sowjetistischen Flugplätze bei uns, nicht von dem festen Willen Deutschlands gesprochen, auch mit der Tschechoslowakischen Republik in Frieden zu leben. All däS liegt so auf der-Hand, daß-kein verantwortungsbewußter Politiker an Hitlers Friedensliebe> glauben wird, daß die Stimmung Mr die Abrüstung durch die gestrige Rede nir-. - gends in Europa besser geworden ist und daß man - ohne einer Uebertreibung sagen kann, mit dieser Rede hat Hitler dem Frieden keinen Dienst geleistet und er hat Mr die Konsolidierung Europas, ' die er in seinen Angstträumen vom BolschelviS- . mu» bedroht sieht, auch nicht das geringste getan. Wenn Hitler gezwungen ist, sich al» Friedensfreund hinzustellen, so ist dies vielmehr ein Beweis für die Stärkung des BecständiguNgSge- ! dankens, die er in der Welt erfahren hat und di« ' wohl auch nicht ohne Einfluß auf Teile der deut» -scheu-Bevölkerung' geblieben iM Da der europäische Krieg in- bedrohliche Nähe rückt, wächst 1 die Masse jener, welche die Welt vor dem Berder» >, den und dem, Untergang retten wollen, Ebenso ist-gerade durch dje Vorgänge In Deutschland, die » Konzentrationslager,'die'Barbarei sind die lln« . terdrückung der Freiheit, die Achtung vor der i| einst so sehr geschmähten Demokratie gestiegen. - Diese neue Werbekrast, welche die.Demokratie ge- tvynnen hat,, geht sogar so weit, daß Hiller sich y zu awf sie. beruft und sein, Regime— das ist o. r -- j Höhepunkt der Groteske— als ein demokratisches Der erste Teil der zweistündigen Ausführungen de» Reichskanzler» ging darauf au», die national- sozialistische.Revolution" als reine vollkommen harmlose Angelegenheit darzustellen, bei der alle» direkt gentlemanhaft zugegangen sei. Sie hätten»unzählige frühere politische-Funktionäre unbehelligt und in Frieden ihrer Tätigkeit nachgehen lassen", obwohl sie— gemessen an den gegenwärtigen Ber» bältnissen in Spanien, wo die.Roten" mindesten» 179.900 Mensche»»bestialisch abgeschlachtet" hätten, unter Zugrundelegung der dreimal größeren Bevöl- kerungSzahl„da» Recht gehabt hätten,»90.999 bis 590.009 Menschen umzubringcn". Der NationalsozialiSmu» habe an Stell« de» liberalistischen Begriffe» der.Jndwidium»" und de» marxistischen Begriffe» der„Menschheit" da»„blutbedingte und mit dem Boden verbundene Volk" gesetzt. Alle Fehler und Irrtümer der Menschen seien zeitbedingt und. damit iwieder verbefferungriählg, außer dem»Irrtum über die Bedeutung der Erhaltung seines, BluteS, feiner-Art und damit der ihm vyn Gott gegebenen Geswlt'und de» ihm von Gott äeschenkjen Wesens" Auf allen Gebieten der deut- schÄi'ltaäilichen Lebens sin an Stell« de»»parlämiÄ Seite S Sonntag, 31. Jänner 1937 «r.S7 Radek slimpflich davongekommen Dreizehn Mitangeklagte zum Tode verurteilt Moskau. von ton 17 Angeklagte« im Motkauer HochverratSprozotz««den dreizehn zum Tode venrrteilt. Radek, Sokoknitow und Arnold wurden zu zehn Jahren, Stoilow zu acht Jahren Kerkers verurteilt. Die zum Tode verurteilten sind: Pjatakow, Seietrijakow, Muralow, Liwschitz, DrotniS, Boguslawski, Knjasew, Rataitschak, Norlin, Schestow, Turok, Grasche und Pufchin. bezeichnet. So hat also Hitler das Kunststück zu- standegebmcht, Demokratie und Diktatur gleichzusetzen, als ob die in den Konzentrationslagern und Gefängnissen Gefolterten freiwillig dieses Los auf sich genommen hätten. Wie ernst es der Reichskanzler mit der Demokratie meint, zeigt seine Acußerung von den„parlamentarischen Angsthasen", die den Mitgliedern Les' englischen Unterhauses kaum Freude bereiten wird. Auf derselben Stufe steht die Auffassung Hillers, daß das gegenwärtige Regime in Deutschland Sozialismus, daß die Unterscheidung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer hinfällig geworden sei und daß aus Zwangsarbeitern deutsche Bürger geworden seien. So etwas kann man nur In Deutschland sagen, wenn man Gewicht darauf legt, daß die anderen es glauben. Das Kapital in Deutschland ist noch imnrer im Besitz der Krupp und Thyssen und die Arbeiter sind nicht nur weiter kapitälhörig geblieben, man hat Ihnen jede Möglichkeit genommen, frei ihr« Interessen zu vertreten, sie haben keine Gelverkschafts- und Koalitionsfreiheit mehr, ihre Löhne wurden herabgesetzt, sie sind Sklaven geworden, wie es die Erbauer der ägyptischen Pyramiden und römischen Wasserleitungen, wie es.die robotenden Bauern waren. Dagegen sind die Gewinne der Kapitalisten gewachsen, die Reichen sind reicher und die Armen ärmer gelvorden. So ist auch hier die Argumentation des Kanzlers haltlos und kann nur dort. äußere Zustimmung finden, wo jede freie Meinungsäußerung mit Kerker, Konzentrationslager, Dolch und Revolver geahndet wird. Ebensowenig Glauben wivd die Behauptung des Reichstagsredners finden, daß Deutschland die Kultur Europas schütze. Bücherverbren« nungcn, di« Tatsache, daß so groß« Dichter wie die Brüder Thomas und Heinrich Mann das Land verlassen mußten, sprechen eine vernehmlichere Sprache al» der Reichskanzler. Und wenn Hitler von der Treue der leitenden Politiker seiner Partei untereinander spricht, so genügt der Hinweis auf den 30. Juni 1934, bedarf e» nur der Erinnerung an Röhm und Gregor Straffer, um sich die Gewißheit zu verschaffen, daß diese Treue ein leerer Wahn ist. Die vernichtendste Kritik aber übt der Kanzler selbst am Schluffe seiner Red«, da er über die Aufgaben der Zukunft spricht. Städtebauten und eine neue Verfassung— das ist alles I Er kann auf große Ausgaben nicht Hinweisen, weil er keine vor sich sieht. Die große Aufgabe Europas heißt Friede, Brot und Freiheit. Friede: das bedeutet Rettung vor dem Untergang. Brot: da» ist ein« bessere soziale Ordnung. Freiheit:, das heißt Höherentwicklung des Gefftes. Diese Aufgabe kann da» Hakenkreuz nicht erfüllen, denn es bedeutet Nrieg. soziale Unterdrückung, upd geistige Knechtung. Deswegen wird nicht das Regime, das gegenwärtig Deutschland beherrscht, die Zukunft Europas gestalten, sondern die Demokratie und der Sozialismus. Ein Antl*Nobelprels Berlin. Hitler hat die Stiftung eines deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft verfügt. Dieser Nationalpreis wird jährlich an drei verdiente Deutsche in der Höhe von je 100.000 Mark zur Verteilung gelangen. Die Annahme des Nobelpreises wird damit für alle Zukunft Deutschen untersagt. Die Ausführungsbestimmungen wird der Reichsminister für Volksauftlärung und Propaganda erlassen. In dem Urteil wird zunächst auf die„über direkte Weisung Trotzkis" erfolgte Schaffung des illegalen„Parallelen Zentrums" und dessen im Laufe de» Prozesses detailliert dargelegten z ersetzendeTätigkeit hingewie- sen, die zum Sturze der Sowsetregierung unter Mithilfe Deutschlands und Japans, und zum Machtantritt einer trotzkistischen Negierung hätte führen sollen. Das Urteil wiederholt die im Prozcßverlauf besprochene DiversiönS-, Schädlings- und Spwnagetätigkeit der einzelnen Angeklagten. Schließlich wird die au» dem Prozeß» verlaus bekannte Schafsiing von terroristischen Gruppen im Auftrag« Trotzki» angeführt. Pjatakow und Serebrjakow werden wegen verräterischer Spionage, Diversion»-, Schädlings- und terroristischer Tätigkeit, die übrigen elf al» Organisatoren und unmittelbare Vollstrecker der obgenannten Verbrechen zum höchsten Kriminalstrafmah, der Erschießung verurteilt. Sokolnikow und Radek tragen al» Mitglieder de» sowjetfeindlichen trobkistischen Zentrums die Verantwortung für dessen verbrecherische Tätigkeit und werden, da sie„nicht un« m i t t e l b a r" an der Organisierung und Durchführung der DiversiönS-, Schädlings-, Spionage- und terroristischen Akte teilnahmen, nur zu Gefängnis verurteilt, ebenso Arnold und Stroilow. Ihnen werden ferner die politischen Rechte für die Dauer von fünf Fahren entzogen. Die Schweizer Zeitschrift„Die Wcltlvoche" brachte am 29. Jänner ein fürchterlich ernstes Scherzbild. Stalin zeigt es, der einen vor ihm steherüien Uniformierten fragt:„Welcher von den Bolschewiken des November 1917 ist jetzt noch nicht füsiliert?"—„S i e, Genosse Stalin",.antwortete der Untergeben«. Bald wird wirklich von den Männern, die an der Spitze der bolschewistischen Revolution standen, keiner mehr übrig sein. Daß dem Prozeß gegen die Gruppe Radek-Pjatakow-Sokolnikow in nicht ferner Zeit die Erhebung der Anklage gegen Bucharin und Tomfli folgen wird, kayn ja als sicher gelten. Dann wird Wohl noch die November-Revolution gefeierf werden, Jahf-. für. -Jahr, abeik- wenn die endlosen Kölomtot- ver. Roten Arme« an dem'Alleinherrscher vorüberziehen werden, wird keiner der alten Bolschewiken mehr neben ihm stehen. In keinem Amte wird einer sitzen. Und selbst ihr« Namen werden getilgt werden. Stalin wird in die russischen Lesebücher und Geschichtsbücher«ingehen als der Schöpfer des Sowjetstaates, größer noch als Lenin. Denn wenn auch Radek nicht zum Tode, „nur" zu zehn Jahren Kerker verurteiü wurde, so ist er nun doch höchstwahrscheinlich für immer auSgeschaltet, und seines Lebens ist er ja noch lange nicht sicher. Weiß er, ob er nicht in einem dec nächsten Prozesse wieder als Angeklagter erscheint? Er ist, wie alle Männer des Oktober» „erledigt". , Daß er nicht auch zum Tode verurteilt wurde, daß ihn doch«in Strahl der Anadensonne traf, weckt Verwunderung. Denn wenn— wie di«„Geständnisse" der Angeklagten behaupten—. wahr ist, wa» die Anklage den Beschuldigten zur Last legt, dann ist Radek der Schuldigste von allen.. Er von allen anderen hat ja versucht, sowjetruffischeS Territorium Deutschland und Japan zuzuschanzen,— er hat sich selber al» den Hauptschuldigen an.der Ermordung Kirows bezeichnet, nicht zu Unrecht stand— vom Gesichtspunkte der Anklage au»— Radek an der Spitze der Liste der Angeklagten. Und nun diese sonderbare Milde, da» Geschenk des Leben» an den Hauptbeschuldigten! Wie eine Erklärung dafür finden? Auch die Mild« de» Urteil» gegen Radek gehört zu den vielen Sonderbarkeiten und Rätseln der Justiz der russischen Diktatur. Man kann nur versuchen,«ine Erklärung zu finden nicht In den Behauptungen der Anklage und im Verlaufe des Prozesses! sondern im Wesen, in der Persönlichkeit Radek». Zu seinen besonderen Eigenschaften gehören ja Zynismus, Skrupellosigkeit, Schlauheit und Gewandtheit. Vielleicht hat er sein Leben dadurch erkauft, daß er im Verlaufe des Prozesses besonder» bereitwillig.gestand", was man braucht«/ daß er besonders geschickt war in der Belastung de» fernen verhaßten Trotzki und aller derer, die Ül» Trotzkisten bezeichnet werden. Vielleicht hat er ander« geopfert, um sich zu rette». Um sich zu rettenl Wa» für eine Rettmml Wir gönnen ihm und den anderen„Begnadigten" da» Leben, wie wir e» gerne allen anderen Angeklagten gönnen würden. Aber wird das Leben in den Sowjetkerkern,«in keineswegs verbürgtes, sondern stet» durch die Gefahr neuer Anklagen bedrohtes Leben, noch diesen Namen verdienen? Wird, nicht diese» Leben ein Sterben.von fast endlos scheinender Dauer sein? Auch da» ist«in Irakischer Ausklang eines abenteuerlichen Daseins, dieses Erlöschen eines blendenden Geistes in der Nacht de» Kerkers, dieses gewaltsame Untertauchen eines einst Vielgenannten in die Vergangenheit... Ueberraschend an diesem neuen Prozeß Ivar nur die Begnadigung.einiger Augellggter.zu Kerkerstrafen,— nicht überraschend war sejn verlauf und das Todesurteil für die dreizehn aiwe« ren. Denn daß in den russischen politischen Prozessen die Angeklagten gestehen, daß sie alle» gestehen, wa» man ihnen zur Last legt, und.noch einigt» mehr, dar ist man nun schon gewöhnt. Phantastische Beschuldigungen und scheußliche Beschimpfungen der Angeklagten, Geständnisse und Zerknirschung und dann MassentodeSurteil— das ist schon zu entsetzlicher Monotonie gelvorden, und wie an alle Wiederholungen, an all« Gleichförmigkeiten, aN alle„Regelmäßigkeiten", gewöhnt sich die Welt auch an die Serien russischer Blutprozess«... Nein, die demokratischen Sozialisten werden sich nicht daran gewöhnen! Sie werden nie, nie gleichmütig hinnehmen, wa» im roten Zarenreich Das Kaffeehaus in der Seitengasse Roman von Fritz Rosenfeld rr „Die Frau ist gefährlich", sagte Billy zu Drexler, als er ihn nach Hause begleitete". An dieser Frau wirst du dir die Finger verbrennen." „Ach du— du bist ein Angsthase. Zu dir paßt deine Carola, die den ganzen Tag hinter dem Ladentisch steht und Schillers gesammelte Werke verkauft, in Schweinsleder gebunden. Um diese Frau ist da» Abenteuer, und ich brauche das Abenteuer, ich fordere e» heraus, selbst wenn ich weiß, daß ich daran zugrunde gehe. Altes Lands- knetchblnt, Billy, das kannst du nicht ,verstehen. Und da» Geld, da» sie mich losten könnte— das Geld spielt doch keine Rolle. Ich gehe zu.Hegeberg und sage ihm,, ich brauche in diesem Monat zweitausend mehr, Er wird nicht mit der Wimper zucken und mir die zwei Lappen über den Tisch reichen. Du warst ja meilenweit weg vom rich-! tigen Leben, Lilly, du mußt dich erst darein finden, das wird seine Zeit dauern.". Drexler gab Billy eine Filmrolle; sechs Aufnahmen, die er am nächsten Tag entlvickelte. Schriftstücke, die er nicht verstand, Zeichnüygen,! die ihm rätselhaft blieben. Die drii Kopien»-die', bestellt worden waren, lieferte er bei Rangger und Co. ab. Hegeberg nickte zufrieden,, eine Wolke von Rauch, der dick und dunkel, au» seiner. Pfeife quoll, umgab seinen Kopf». y?■...i Die Tage gingen hin, nichts schien sich zu ändern. Billy txug an Sonntagen einen Smoli»^, Drexler habe ihm da»'Geld geborgt, erklärte er, er zahle«» in kleinen Monatsraten zurück. Auf Mittelmeier» Rock prangte da» Zeichen, er fehlte nyn an manchen Abenden im Caft, Versammlungen hielten ihn ab; aber er erschien pünktlich um halb elf, um Isabella heimzubegleiten. Finsterbusch saß und rechnete. Das Cafe ging nicht schlecht, doch es warf keinen Gewinn ab; die Schulden fraßen die Einnahmen auf. Avette trug einen neuen Ring; nach dem Abend, an dem sie ihn im Caft umhergezeigt hatte, machte Marion dem Professor eine Szene, er warf sie hinaus; acht Tage kam sie nicht, dann pochte sie wieder an seine Tür und alle» blieb beim. Alten, Henno schrieb eifrig, für den„Adler",«in paar. Wochen noch, und er trat al» Redakteur in den Verband dieses Blattes; er würde das Feuilleton untz den Theaterteil leiten, nun galt sein Wort In', der Stadt, Autoren und Darsteller belvarden sich'um. seine Gunst, man munkelte in der Gaffe, er hätte eine Beziehung zu einer jungen, strohblonden Schauspielerin angeknüpft, die von der Kritik'al»! Gretchen zwar abgelehnt, al» HauSmagd im „Raub der Sabinerinnen" jedoch anerkannt wor-. den war. Genno schrieb«inen schmetternden Auf«, ruf an die Direktion de» Theaters, sie lasse die' größten Talente verkommen, indem sie.sie falsch, beschäftigte. Der Karriere der jungen Dame stand, nun nichts ryehr im Wege, sie wurde auch sogleich von einer Filmgesellschaft für eine Operette, engagiert! deren Haüptgestalt ein. Adjutant Friedrichs de» großen war. Aus dem Zitnmpp, in das Frcku Finstcrbusch sich. zuÄckgezogen. batte, hörte man keinen staut mehr, Ludmilla betrat es nur, wenn.sie dir Frau die Mahlzeiten brachte, Finstcrbusch zeigte sich' einmal am Tage, fragte,-wie«S der Frau gehe und verschwand wieder. Nur Carola süß', manch«' .mal eine-Stünde bii Leonore.. Die Stimme der Frau haste sich gewandelte ihr Mick, ihre Gesten. Die Zerfahrenheit war gewichen, der bittre Ton, mil dem sie sprach, verklungen. Es war, als hörte sie tief in sich hinein, ehe st« ein Wort formte, al» stiege jede Silbe aus ihrem Herzen auf, jede Gebärde au» ihrem erfüllten Blut. Das Lachen Avettes gellte au» dem Nebenzimmer, Frau Finsterbusch ließ es an stch abgleiten; Ludmilla klagte Über sgvetteS konfuse Anordnungen, Frau Finsterbusch wie» sie an ihren Mann, sie kümmerte sich um daS Cafe jetzt nicht mehr. Das Leben ringsum war zu einem Schatten geworden, seit«in neues Leben in ihr wuchs. Das Kind wurde geboren, an einem Wend, an dem Finsterbusch mit Avette ausgegangen war, in eine Kneipe am andren Ende der Stadt. Er sah es erst am Morgen, al» er nach Hause kam, angetrunken, die Augen fiebrig, die Hände-schlaff. Er starrte e» an, ein kleine» Bündel Fleisch in weißen Kissen; er sagte kein Wort, schlich in sein Zimmer, kritzelte mit dem Bleistift Figüren aus ein« Rechnung. Draußen stritt gvette mit Marion; Marion schrie^.sie ließe sich nicht alle» bieten, sie ließe sich nicht von, Dvette auf dem Kopf herumtqnzen, bloß-weil Vvette mit dem Allen schlief; Finsterbufch riß die Tür auf, brüllletn den Borraum: Sie sollten schweigen, sie sollten .endlich schweigen, sonst würfe er sw beide auf die Straße.„DaS Werden Sie sich noch überlegen! Herr Finsterbufch," erwiderte gvette.„Zwei Tee mit Zitrone," sagte sie zü Ludmilla. Marion nahm ihre Taffen, schlurfte In» Taft. Es Wird ihr heimsiesahlt werden, dachte sie. Ich werde«I ihr Heimzahlen. Mia kam jeden Moxgen, nun trstg sie einen blauen Mantzl mit gxgüem Pelz, dq» Köfftrchen -wär. noch blanker geworden und die Ring« um ihre Augen tiefer. St«'warf die Münze ist den Apparat und stellte die Nümmet, sie horcht« und wqrtete. Sie nliÜemit d«m Fpps, ich werde HM' men, wann du ivtffsi, wohin du tvjsist,' Uh Werpe kommen. » Eines abenp» sagst Gerleitner, als er den Mantel an.die, Wand gehängt und'feisten Kaffee bestellt Hatter/ Oer nächste an 6er Reihe: ■ Bucharin, bisher- Chefredakteur der.Jweeüja“ geschieht an Schändung der Menschlichkeit! Sie werden nicht müde werden, einer Welt, di« stch anschickt, es al» Ihr Los hinzunehmen, zwischen Diktaturen eingepreßt dahinzuvegetieren, die-unvermeidlichen Folgen jeder persönlichen Diktatur, jeder Alleinherrschaft, jeglichen Absolutismus zu zeigen: den Verlust aller Rechtssicherheit, die W« würgung der Menschlichkeit, die Zerstörung der menschlichen Würde! Und um de» Sozialismus willen, unsere» höchsten Ideale» willen, erheben wir die Stimme zum'Protest hegen ein« Blutjustiz, die um so scheußlicher ist, al» sie versucht, sich auf NotwendiMten eine»„sozialistischen" Staates zu berufen. Auch auf den roten Fahnen des Sowjetstaates ist das Blut der Opfer der Gewaltherrschaft sichtbar! Es gilt die Entsühnung der Schmach, die der roten Fahne angetan Wupp«, heben gegen jegliche Diktatur, al» die Fahne der heben gegen jegliche Ditatur, al» die Fahne der Demokratie, als die Fahne der Freiheit! Trotzki nicht überrascht Mexiko City. Trotzki erklärt«, dem' Reuter- Korrespondenten auf seine Frage Über den Moskauer Prozeß,-er sei nicht überrascht» weil er«inähnliche» Urteil mehr. oder weniger ertvar- stt habe.' Mit sichtlicher- Erregmyx fügw er dann hinzu, daß Stalin gezwungen war,- Menllich zu- rückzuweichen; er hätte sonst alle niedermachen lassen.:. J: Heute Antwort Delbos... Paris. Ausjenminister D« lt o» wird Sonntag in llhateuroux anläßlich der' feierlichen Enthüllung eines Gefallenen-Denkmals spreche«. Seine Rede, welch« der friedliebende» Politik Frankreich» gilt, wird die erste Antwort auf die samStigige Kundgebung Hitler» sein. Die Red« wird über die staatliche» Rundfunksender vrrbrri-. trt«eich«». r „Wißt ihr, wen ich heute operiert habe?" Sie sahen ihn an, er sprach ruhig, der höhnische Ton, der in'allen ftinen'Worten Mitklang, war verschwunden. „Den Städtlein," sagte Gerleitner. Sie blickten auf Städtlein» Platz.. Er war in den letzten Wochen öfter ausgeblieben, er-hatte viel zu tun, sagte er. Nicht di« Arbeit hielt ihn ab, e» war der Ekel,' der unüberwindliche Ekel vor Aenno und Mittelmeier, vor den Zeitungen-, die man ihm in die. Tasche schob, von den Trupps uniformierter Männer, denen er auf deck» Weg begegnete. »Ist er überfahren worden?" fragte. Buvger. .»Sie haben ihn niedergeschlagen.'Sie haben ihn in seinem eignen Laden zuschanden geschlagen. Er hat ein Aug verloren. Er hat zwei Stichwunden! In der Brust, Da» Schlüsselbein ist gebrochen. Ich weiß nicht, ob er wieder aufkomMin wird." „Was hat«r ihnen denn getan?" figgt« Feiertag zitternd.' Wenn jft Städtlein niedtr- stachen, könnten sie auch ihn niedersiechen, auch er weigerte sich, da» Zeichen zu tragen, auch er ging feint» Weg, ohne sich tun die Welt zu kümmern'. »Er soff st«'verhöhnt Hatzen. Pei der Polizei wypde ar»gesagt, er Hütte sich hinter die Lsst seines. Laden» gestellt und Grimassen geschnitten al» sie vorüberzogen. Ich glaube es nicht. Sie- hatten«8 schön lang« scharf auf ihn, ihre Spitze!, kontrollierten seine Schaufenster, in den XejMen Tagen, erzählt« er, waren mehrmals jung« Burschen in seineB'uchhastdlung gekommen und hatten Schriften verlangt, die er nicht führt-. E» tvgr ein planmäßiger Ueberfall. Vierzig, fÜstfzig Kerle stürmten ist. den Laden, rissen die Pitcher au» de» Regalen, zertrampelten.sie,, sprengten die Kqsse auf, nahmen da» Geld, stachen, auf Städtlein-mit Dolchen lojl, traten mit Ihren Stiefel», afff/chm ÄrstM.aktz>r'Mf,'oM'BtzdeyIag^".''j,‘ »Diese» Gestichel",. rief.Feiertag."',.-Val hat ihnen denn'Gjädtleip getast??..... (Fortsetzung folgt.)! 0 :Rr. S7 Sonntag, 31. Sänner 1037 gelte 3 „Prtvo Lldn“> Das Volk der Träger der nationalen Verständigung In den„Närodni Listy" hat der Abgeordnete JeZek einen Artikel veröffentlicht, in. welchem er gegen die deutsch-tschechischen Verhandlungen Stellung nimmt. Er weist insbesondere darauf Hin, hab die seinerzeitigen Punltationen von 1800 deswegen nicht verwirklicht wurden, weil die Alttschechen, die sie mit den Deutschen- abgeschloffen haben, bei ,den Wahlen 18V1 von den Jungtschechen besiegt, wuvden und die-Jungtschechen sich an diesePunktationey nicht hielten. So könnte eS auch jetzt geschehen, indem, die beteiligten Parteien in den nächsten Wahlen von den Wählern in; Stiche gelassen würden. Mit diesen Ausführungen beschäftigt sich das.„Prävo Lidu" und schreibt dazu:„Der Herr Abgeordnete-glaubt, daß die tschechoslowakische Station auf.HodZaS Bestreben, nach einer, Vereinbarung mit den deutschen. Aktivisten so, antworten wird, dah eine Katastrophe aller KoalitionSparteien eintreten und da- Närodni fjednoeeni dann die Last der Regie-, rung übernehmen wird, damit sie ein unversöhnlicher Nationaler Regime ohne Deutsche und gegen sie begründe. Wobei aber die Führer der Stärodni fjednoceni. mit den Deutschen. weiter im imer- nationalen Jndustriellenverband, im Konzern der ZivriobaNk, in allen möglichen Kartellen sitzen ynd j einen heftigen Nationalismus dadurch vortäu-, scheu würden, dah sie'die deutschen Arbeiter vor-' folgen. Der Herr Abgeordnete Jezek ist nicht einer der ältesten im Abgeordnetenhause, aber er hat noch eine Vorkriegsmentalität und denkt, dah wir noch im, Jahre, 1891 leben. Diese Alttschechen würden- damals nicht nur wegen der Punltationen,, sondern auch aus vielen anderen Gründen besieg!... Das Wahlrecht hatten nur die gröberen und größten Steuerzahler. Das Volk, welches heute der Träger des Gedankens der nationalen Verständigung.ist, war von jedem Einfluß auf die Wahlen vollkommen ausgeschlossen. Das Wahlrecht hatten damals nur die Bürger und so machten sich die Jungtschechen aus der nationalen Hetze ein Gewerbe, weil sie damit Ihre kapitalistischen Interessen verdeckten was sie bis heute tun." „Deutsche Presse" gegen„Lldovd Listy“ j- Wir lesen in der»Deutschen Presse": - Die»Lidovi Listy"")'vom 29. d. M. kritisieren scharf die Rede, die Minister-Dr. Ezech am 27. d. M. anläßlich des Empfanges der Vertreter der drei Regierungsparteien beim Minister- pväsidenten, gehalten hat. ES muß festgestelll .weichen, daß Minister Dr, Ezech,nicht für sein- .Partei, sondern für alle drei deutschen Koalition»- -parteiewngesprochen hat>—Ferner übt die ge» nannte Zeitung Kritik: an dem Auh'enminifte: Dr. Krofta, weil er wiederholt uns Sudetendeutsche als zweite Staatsnation bezeichnet hat. Diese Kritik der»Lidovk Listy" kann nicht als pärteiämtliche Erklärung der»Lidovä strana" und noch weniger als offizielle Ansicht der Koalition angesehen werden. ") Das Zentralorgan der tschechischen Klerikalen. Die nationale GlledÄrun» im Kanzlei» und Verwaltungsdienst der Justizbehörde» in Mäh» ren-Schlefle». Beim Obersten Gericht in Brünn sind-von insgesamt 48 Kanzleibeamten und»Angestellten nur zwei Deutsche, das sind 4.1. Prozent.■ Im Dienste der GefängniSverwaltung ist ein einziger Deutscher von acht Beamten, tvaS einem Prozentsatz von 12.5 entspricht. Bon 654 besetzten Stellen im Gerichtskanzleidienst haben nur 88 Stellen Angestellte deutscher Volkszugehörigkeit inne, also nur' 12.2 Prozent. Untet 774 besetzten Kanzleigehilfenstellen entfallen. 68 auf deutsche Angestellte, was gar-nur 7:4 Prozent ausmacht. Noch, ungünstiger ist das Verhältnis bei:.den. Unterbeamten und Angestellten, da von 858 nur 1-7,' also 4.8 Prozent Deutsche sind, Im Gtfangenenwachdienst sind 296 Angestellte, unter diesen befinden sich nur drei Deutsche, das sind 1.4 Prozent. Aus dieser.Zusammenstellung ist die besondere Benachteiligung der Deutschen bei Neuaufnahmen in den Kanzlei- und Angestelltendienst bei den Justizbehörden zu ersehen. u. Errichtung einer selbständigen Luftfahrtsektion- im Arbeitrnminifterium. Au» dem Ministe- rium für öffentliche Arbeiten wird uns mitgeteilt, daß- d.Ie Vorbereitungen für die Umbildung der Lpftfahrtgruppe im Ministerium für öffentliche Arbeiten in eine.selbständige Luftfahrtsektion beendet wurden. Die neue Sektion wird nach, der Ausstattung mit. den entsprechenden Fachkräften eine Organisation haben, die allen Bedürfnissen der zivilen Luftfahrt entsprechen wird. „Deutsche Front gegen das Hitler* Bestem".. , Zum vierten--JahreStag der nationalsozialistischen Machtergreifung erläßt-die neu) gebildete „Deutsche Frönt gegen da» Hitlersystem", die"sich ass.„national- und sozialrevolutionär" bezeichnet, einen, Aufruf: in dein:ein vernichtende» Urteil über vier Jahre" Httlerpolitik- gefällt und. da» deutsche. Volk aufgefordert wird,,„mit allen Mitteln gegen diese» System der Zerstörung zu kämp, fest, um da» deutsche-Bolk-zu'retten"..Unterschrieben sind: Reichsleitung, der Schwarzen Frönt; Ring deutscher Jüstgkatholiken; volkssozialistische Bewegung Deutschlands; Ristg Bün- dijcher Jugend;- Die Führung de» Schwärzen Stahlhelm; Bund-'für föderative ReichSgestaU tung;. Revolutionäre. Landvolk-Bewegung. fudetendeutsffier Zcitspie&ct Wäschefabrik des GEC-Verbandes In Därringcn Aufbau der Bewegung, ein neneS, unschätzbares Instrument der Verbraucherorganisation. ..Für die Bedeutung der sudetendeut- .sH!ö u,Gsn0ffenschasteN spricht es. daß.die Goxin den Jahren darauf vier Exposituren mit Lagerhäusern ist Karlsbad, Bodenbach, Trantenau und Mähr.-Schönberg errichtete, während auf dem übrigen österreichischen Gebiet ein Lagerhaus nur in Wien bestand. Dor Krieg schien anfangs einen Zusammenbruch der Genossenschaften herbeizuführen. Aber bald zeigte sich, ivelchen Wert gerade in fchlversten Zeilen die Konsumgenoffenschaften für die wirtschaftlich schwachen Verbraucher haben. Der Wucher und Kettenhandel, welche in die Höhe- schoß, trieb Tausende in die Konsumvereine, die allein ohne .Ausnutzung und Spekulation die Bedarfsgüter vertrieben. Der Umsturz hatte die Loslösung der Genossenschaften von der Wiener Zentrale:m» die Schaffung eigener Zentralen zur Folge. Nach den stürmischen Jahren, die an den jungen„Verband deutscher Wirtschastsgenoffenschaften" die größten Anforderungen stellten, folgten Jahre sicheren und ständigen Ausbaus. Ohne Rückschläge und ohne Aufenthalt, nicht einmal durch die letzte große Wirtschaftskrise im Wesen behindert, entfaltete sich die deutsche Genoffenschaftsbewegung zu-ihrer heutigen Größe. grundsätzliche Klärung wurde noch dadurch beschleunigt, daß 1902 im Allgemeinen Koninm- verband in Deutschland eine Spaltung eintrat, als 29 Vereine deshalb ausgeschlossen wurden, weil sie die Gründung einer Großeinkaufsgesellschaft durchgesetzt hatten. Durch diesen Ausschluß, welchen die Gegner der Verbraucherorganisation herbeigeführt haben, wurde die Entwicklung nicht aufgehalten. Auch stn Oesterreich erfolgte kurz darauf, 1906, die Gründung der.Grobeinkaufsgesellschaft österreichischer Eonsumvereine"— ein Markstein Im Dio Eigenproduktion In konsequenter Verfolgung des Grund- saheS der Bedarfsdeckung und des Kampfes gegen das Preisdikiat des Handels ging der Aufbau der Eigenproduktion vor sich, des Mittels gegen dar Preisdiktat der Erzeuger. Der Versuch, durch eigeneProduktion sich freizumachen, geht auf viele Jahre zurück, schon um die Jahrhundertwende wurde die erste Arbeiterbäckerei, in Aussig, errichtet. Seit der Kriegszeit und besonders in den letzten Jahren, schreitet die Eigenproduktion planmäßig vorwärts. Noch während des Krieges erwarb die Göc einen kleinen Betrieb in Neratowitz, aus welchem im Laufe der Zeit die heutigen großen Nährmittelwerke des Gee-Verbandes entstanden. 1920 begann in Zwickau eine Produktivgenossenschaft mit der Banderzeugung, kurz darauf eine andere in ^--»änlinöe mit der Erzeugung von Strümpfen eine Reichenberger mit der Schuherzeugnng. e drei Betriebe wurden im Jahre 1925 in Böhmisch-Kamnitzer Fabrik vereinigt und lebaut. Die Bekleidungswerke in Hmisch-Kamnitz haben seither die nigung einer Reihe iveiterer Artikel ausge- inen. Der ständig steigende Absatz erzwang : mehrfach Erweiterungen des Betriebs, den: jetzt ein neuer großer Bau hinzugefügt >en muß. Mit zwölf Personen begann im Jahre 1921 WäscheerzeugunginBärringen. tz der Schwierigkeiten, die hier besonders groß en, setzte sich der Gedanke durch und heute ist öärringener Fabrik der Gec die größte Erzen- gsstätte für Arbeiterlväsche in der Republil. Zahl der Beschäftigten hat sich vervielfacht; n Bärringen heute nicht über ArbeitSlosigleit ilagen hat, so ist es ein Verdienst des Gee- bandeS, der in dieser armen ErzgebirgSgegend n seiner größten Betriebe errichtet hat. In Z n a i m befinden sich die K o n s e r- irungsanlagen für landwirtschast- Produkte, eine große Dampf mölleret eine Weinkelterei. Im Jahre 1922 er- b der Verband eine Mühle in Herbitz Aussig, welche der Versorgung der Arbener- vaaereien dient. 1925 wurde ein Süßbackwarenbetrieb angegliedert, 1927 eine Teigwarenfabrik. Wie alle Unternehmungen deS Gec-BerbandeS haben auch diese es verstanden, durch die hohe Qualität ihrer Erzeugnisse die Anerkennung der Genossenschaftsmitglieder zu erwerben, so daß es heute leinen Betrieb gibt, der nicht vollauf beschäftigt wäre. Als letzter Zweig der Eigenproduktion— wenn inan die Gummiwarenerzeug u n g in Böh- misch-Kamnitz nicht als solchen anspricht— ist der chemische Betrieb in Bodenbach anzusühren, welcher in der 1927 sertiggestesiten Fabriksanlage die früher in Mährisch-Ostrau betriebene Erzeugung übernahm. Nichts spricht deutlicher von dem Aufschwung, den die Eigenproduktion des Verbundes nahm, als die Tatsache, daß sie seit 1920 von etwas lveniger als sechseinhalb Millionen auf mehr als 57 Millionen stieg. Heute macht der Anteil der Eigenproduktion säst ein Fünftel des Gesamtumsatzes des Verbandes aus, 1920 war es erst ungefähr ein Vierzigsten Der Erfolg, welchen der Dreijahresplan des Verbandes»ht schon aufzuweisen hat, verspricht, dah dieser Anteil auch weiterhin steigen wird. Zähe und unentwegt verfolgt die Genossen- schafisbetvegung ihr höchstes Ziel: In dem Kainpf um die planvolle Ordnung der Gesellschaft dem Gedanken einer nicht auf Profitstreben beruhenden Wirtschaft Bahn zu brechen und die Verbraucher durch Zusammenfassung ihrer Kräfte zum mitbestimmenden und wo dies möglich ist, selbstbestimmenden Faktor der Preispolitik zu machen. standen und groß geworden. Diesen Prinzipien ist sie treu geblieben. In die Zeit unvorstellbaren Elends., in der sich der Geist der Arbeiterschaft für MigköÄN-.polItischen.^und."sozialen Kämpfe: formte, fälkin auch die Anfänge des Genossen--' fchaftSgedankenS. Der Gedanke des Zusammenschlusses gewann Boden, aber lange Zeit währte es und viel Lehrgeld mußte gezahlt werden, bevor er die richtige Form fand. Beeinflußt durch die verschiedensten Strömungen, vor allem durch die aus Deutschland kommenden Lehren von Schulze- Delitzsch, verbunden mit Vereinigungen, die ähnliche Ziele im Programm führten und sich fchließ- lich doch als Gegner erwiesen, entstanden in verschiedenen Orten Konflikte, durch Krebs avanciert Berlin. Der Reichskanzler hat den Pressereferenten im Ministerium des Innern» Regie- rungSrat Hans K r e b s(den ehemaligen tsche- choslowakischen Abgeordneten) zum Oberregie« rungSrat ernannt. Bergarbeiter-Schicksal. SamStag vormittags ist bei der Neuschacht-Anlage in HaberSpirk der Bergarbeiter Jssef StIeberin der Brikett» fabrik tödlich verunglückt. Stieber war ein braver Parteigenosse und Vater von drei Kindern. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht geklärt.— Wie wir weiter erfahren, sind beim Tagbau der Königsberger Kohlen« und Brlkettwerke am Samstag zwei Arbeitslose verunglückt. Nähere Meldungen stehen noch aus. Um die»Rumburger Zeitung". Die»Rundschau" nimmt nun endlich zu dem angeblichen Verbot der»Numburger Zeitung" in Deutschland Stellung. Sie versucht nicht einmal, die Vorwürfe zu entkräftigen, welche die»Rumbucger Zeitung" gegen die»Zeit" erhob, sondern beschränkt sich darauf, dem Herausgeber der ,chtum- burger Zeitung" vorzuwerfen, er liefere den Feinden der»sudetendeutschen Einheit" Waffen. das schärfste. Die Moskauer Prozesse bedeuten I eine schwere Kompromittierung des sozialistischen Ge« i danken», dessen moralische Grundlagen sie zu er«, schlittern drohen. » via Vorsprache der drei deutschen| aktivistischen Parteien beim| Ministerpräsidenten Dr. Hodia i hat dem Zwecke gedient, den Ministerpräsidenten und 1 dann später die Oeffentlichkelt mit den Wünschen und 1 Forderungen der Deutschen dieses Staates vertraut' Ali machen. Wir haben uns nicht einseitig auf den Standpunkt gestellt, dass nur die die Deutschen tangierende Frage zu lösen wäre, sondern die Frage aller Minderheiten. Wir haben damit nur dar getan, Iva» der Präsident und der Ministerpräsident al» eine der Notwendigkeiten erkannt haben. Ich werde mich in keine Diskussionen darüber einlassen, ob e» sich um eine Punktation handelt. Wichtig ist zu erkennen, ob die deutsche Bevölkerung und die anderen Minderheiten mit der Situation zufrieden sind, die lebt besteht. Und wenn ich erkennen mutz, dass die» nicht der Fall ist und dass gewisse administrative Massnahmen gesetzt werden, die die Deutschen al» eine Unterdrückung empfinden, dann muss ich mir sagen, dass letzt der Zeitpunktgekommen ist, diese Miss- ständezubeseitigen. E» geht darum, dass wir innerhalb unserer Grenzen ein voll befriedigte» Volk haben. Wir hüben un» immer al» Tschechosiowaken gefühlt, aber weil wir un» al» solche fühlen, so können wir sagen, dass die Beseitigung dieserZuftände auch im Interesse de»Staate» gelegen sind.(Beifall) Wir haben erklärt, wie wir un» in einem Konfliktfall einstelle« werden, aber die BegeisterungwirdeineSteige- rung erfahren, wenn die Befriedig ungderVölkerPlatzg reif en wird. Wir sind noch nicht Wer dem Berg. E» machen sich schon letzt Bestrebungen bemerkbar, unsereVerhandlungen zustören, und die» sowohl von tschechischer al» auch von deutscher Seite. Dsn Henleinleuten ist e» sichtlich unangenehm, dass diese Verhandlungen zustandekamen. ES geht ihnen gegen den Strich, dass die Verständigung, ohne irgendeine Einmengung vom Änr- lande, die wir un» entschieden verbeten haben, vor sich geht. Nur die poNtifche und wirtschaftliche Aufbau» arbeit kam» der faschistische« Demagogie de« Nährboden entziehe», die au» der Not de» Volke«»ad de» nationalpolitlschen Reibungen immer neue Antriebe schöpft. Die deutsche Sozialdemokratie ist fest davon überzeugt, daß die Demokratie die schöpferische Kraft erweise» wich, um die faschistischen Hoffnungen auf ihren Zusammenbruch zuschanden zu machen und die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen, sozial« ' und kulturellen Aufstieg der Völker zu schaffen. Die Ausführungen des Genossen Taub wur« • den von der Versammlung mit stürmischem Bei». ■ fall und grosser Befriedigung ausgenommen. Der' ' Vorsitzende, Genosse Bruno Roth er, dankte dem Genossen Tawb und wie» in seinem Schlutz- ' wort auf die Uneinigkeit innerhalb der SdP in Brünn und die Ordnung, Disziplin und Einigkeit ' innerhalb unserer Reihen hin. Mit der Aufforderung an die Versammelten, auch in Zukunst alle« zu tun, um den Aufstieg unserer Bewegung . zu fördern, schloss Genosse Roiher die schöne Per- ' sammlung. Die Propaganda, die In den letzten Tagen in verstärktem Masse eingesetzt hat, lässt bereit» weitere sichtbare Erfolge erkennen.' Vereine, die bisher zwei Autobusse mit Teilnehmern gemeldet hatten, meldeten einen dritten. Aussig meldet, dass mit 100 Teilnehmern gerechnet werden kann. Täglich laufen neue Meldungen ein. BIS auS Kaschau haben Naturfreunde ihre Teilnahme zugesichert und Dauerkarten bezogen. Aber auch da» Ausland beweist, dass di« Vormeldungen übertroffen werden/ So hatte Ungarn 18 Teilnehmer gemeldet; au» der letzten Me'dung der Wettkämpfer und Teilnehmer ist aber ersichtlich, dass eine Delegation von 24 Teilnehmern in Johannisbad erscheinen wird. Henlelnbetrlebsrfite wählen die Liste der Unton Karlsbad.(Eigenbericht.) Am SamStag fanden die Wahlen in den Revierrat de» Falkenau-Karlsbader Braunkohlenreviers statt, Zur Wahl gingen öS Uitionsbettlebsräte, sieben Kommunisten und 8V Henlelnleute. Die Henlelnleute wollten im Revierrat drei Mandate erreichen, um zusammen mit den zwei Angestelltenvertretern wenigsten» Stimmengleichheit mit der Union zu erreichen, wenn ihnen schon die vöNige Eroberung des RevlerrateS bei den Betriebsräte» wählen nicht gelungen war. Bel der Wahl wurden 108 Stimmen abgegeben, von denen 107 gültig waren. Davon erhielten die Union 74, die DAG 88 Stimmen, obwohl 88 HenlelnbeirlebSräte anwesend waren. ES habe» daher zwei Betriebsräte der Henleinge- wrrksHaft die Liste der Anim gewählt! Die Union erhielt sechs Mandate und damit die a b s o» lute Mehrheit im Betriebsrat, während'die DAG nur zwei Mandate erhielt. Weitere zwei Mandate entfallen auf die bereits früher gelvahl- ten Angestelltenvertreter. Ungünstiges Echo bei den Westmächten London. Der diplomatische Redakteur des ReuterbüroS teilt mit: SamStag abends herrschte in London der allgemeine Eindruck, dass die Rede Hitler» zur Entwicklung der Dinge nicht beitrage, trotzdem aber, wie es scheint, wenigstens einen gewissen.Schritt bedeute..... "Die Antwort, dle'/^der'Reichtzkaitzker auf Edens Ansicht gab, dass al le Nationen zu einer gemeinsamen Lösung zugelassen werdest müssen, bedeutet, wie ei scheint, dass Deutschland die Zusammenarbeit mit Sowietrussland a b l e h n t und dass es zu der Doktrine der zwei Blocks zurückkehrt, welche Doktrin nicht einmal Mussolini selbst gutheiht und die die polnische Negierung mehrmals absolut klar und ofsen abgelehnt hat. ES war abends in London nicht möglich, einen autorisierten Kommentar Wer Hitlers Worte betreffend die Kolonien zu erhalten. Man kann sedoch ganz sicher erwarten, dass diese seine Worte nur mit Bedauern in zahlreichen britischen Kreisen ausgenommen werden, die die deutschen Kolonialforderungen nicht akzeptieren. Die 17 Wettkämpfer und sieben Begleitpersonen treffen bereits am 18. Feber ein. Die Ungarn melden vier Spezialsprungläufer, darunter die bekannten Springer Maki und Varga. Beide sprangen auf der berühmten Mätra-Schanze Wer 80 Meter; drei Sportler starten in der Kombination, fünf im 18- Kilometerlauf,. einer im 80-Kilometer-Dauerlauf. Sieben Genossen haben für den Slalom gemeldet, neun für den AbsahrtSlauf. Aber auch in den Frauenkonkurrenzen haben sie die besten Läuferinnen geschickt. Die ungarische Meisterin im Slalom und AbsahrtSlauf Frau Usväri sowie die gute Ab- fahrtSläuferin Ilona Pollak sind mit dabei. Mit aller Sorgfalt treffen auch, die inländischen verbände ihre Auswahl. So hat der DTJ» Verband bereits eine Delegation von 104 Personen beisammen, darunter 18 Wettkämpfer für die 18 Kilometer, acht für die Kombination und Sprunglauf, elf. Frauen, elf Eishockeyspieler, nenn Eiskunstläufer und-Läuferinnen. Es ist selbstverständlich, dass die DTJ auch In den anderen Konkurrenzen stark vertreten sein wird. Der A t u s hat fast In allen Kreisen am 80. und 81. Jänner dieAuSwa h l k ä ist p f e>. Di.' Erzgebirgler treffen einander inAberiham« Bärringen, die Jsexgebirgler in Dessendor* Da» Treffen in Dessendorf benützen die Riesengebirgler zu einem Ausflug, um an gen Ausscheidungskämpfen mit einigen Wettkämpfern teilzunehmen. Aber auch die deutschen und tschechischen Touristenverbände sind. Lberäst mit den Vorarbeiten für die plympiadz beschäftigt. Neben ihre» Urai» ningSläiifen wird auch für die übrige Teilnahme stark gerüstet. Die Prager deutschen Vereine haben einest Aktionsausschuss gebildet, der eine Urlcnwg« fahrt nach JoheinniSbad organisiert. Wenn wjr dann noch weiter erfahren, dass In das ölymvifche Programm die Ei»schnell- l S u‘ e äufa-nommen wurden, zu welcher Konkurrenz bereits zehn Nordländer aem-ldet haben, fo können wir sagen, dass die 8. Arb-Iter-WInter- svort-Olvmviad- vom 18. bi» 21. Feber in Jo- hannlSbad für alle Teilnehmer ein gewaltiges Erlebnis ftin wird. Wird losgeschlagen und wann wird losgeschlagen? Die Erfahrungen au» Spanien kommen un» zustatten. Auch der Faschismus wird kaum so verblendet sein, letzt einen Krieg anzufangen, aber bei dem FafchUmu» kann man nie sagen, ob eine au» der Vernunft geborene Annahme richttg ist. Wir stehen zwar nicht unmittelbar vor kriegerischen Ereignissen, aber die Gefahren sind stoch immer gross und e» ist unser aller Pflicht, unserenRufnachFrie» den erschallen zu lassen.(Grosser Beifall.) Slums Arbeit für den Weltfrieden kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wer seine letzte Rede liest, der wird der Auffassung sein, dass hier ein Mann sprach, der nicht nur grösste» Verantwortungsgefühl besitzt, sondern auch ausserordentliche Intelligenz. Wenn wir auch zu vermeiden suchen. dass ein Schlachten beginnt, gegen da» der letzte Weltkrieg ein Kinderspiel war, so wollen wir doch sagen, dass, fall» der saschistifche Wahnsinn einen Krieg herbeiführen sollte, wir mit unserem Blut für die Erhaltung unsere» Staate» und der Demokratie eintreten werden, weil wir wissen, dass wir alle» verlieren, wenn die Demokratieverfchwindet.(Grosser Beifall.) Zur Stsllungnahme gewisser Kreise zur Emigration möchte ich sagen, dass da» Sweben einzelner Staat»- männer darauf gerichtet ist, sich die Gunst Deutschland» dadurch zu erringen, dass alle seine Wünsche erfüllt werden. Da» ist eine falsche Taktik. Ich habe nicht zu beobachten vermocht, daß seit der Einstellung der»Arbeiterzeitung" und de»»Neuen Vorwärt»" In Deutschland eine Wandlung in der Einstellung zu un» eingeweten wäre. Im Gegenteil. Die Tonart, mit der man zu un» spricht, ist noch schärfer geworden. Ich will nur.auf da» Märchen von den russischen Flugplätzen in der Tschechoslowakei Hinweisen. E» ist unsere heilige Aufgabe, allen je»en, die i»ihrem Mutterland nichtmehrdie Wahrheitverkünden dürfen, die Mög» lichkeitzugeben, derWeltzusa- gen, dass es noch Menschen gibt, die die Barbarei nicht mitzumachen gewillt sind.(Beifall) Ichbin da v o n überzeugt, dass d.e^r Ze,i.tv;rw.tt k a m m e n" wi r d, an d e m d i e Tsch ech o« slowakeimiiStolzdaraufhin- weisen können wird, dass sie den Emigranten Schutz gewährte.(Grosser Beifall.) Angesichts der weiterbestehenden Gefährdung de» internationalen Friedens verfolgen wir die Entwicklung In der Sowjetunion mit Bedauern und Schmerz. Da», wa» dort jetzt vorgeht, verurteilen wir auf Europa zwischen Krieg und Frieden Eine bemerkenswerte Rede des Genossen Taub in Brünn In einer ausserordentlich gut besuchten Bersammlung derBrünnerBezirkS- organisation unserer Partei hielt Abg. Gen. Siegfried Taub eine bemerkenswerte Rede über das Thema«Europa zwischen Krieg und Friede n". Gen. Taub, dessen Ausführungen wiederholt von dem stürmischen Beifall der Bersammlung unterbrochen wurde», führte u. a. folgendes auSr Die sche Lage wie vor ausserordentlich drohlicher welche durch die agresswe Politik der! faschistischen Staaten immer wieder. ge schürt und verschärft' werden. Die Eigen- j art de» Faschirnyi» j besteht darin, in den von ihm beherrschten Ländern von Zeit zu Zeit eine Tat zu sei-. gen. In Deutschland waren die» der Au»- tritt aus dem Völ kerbund, die Nheinlandbesetzung, die Einführung der' allgemeinen Wehrpflicht, die Taarabsttmmung, die Judengesetze und die letzte propagandistische Tat, die Kampagne gegen den Bolschewismus. Hitler glaubte, mit dem Schlagwort des Kampfe» gegen den Bol schewismus die Kulturwelt einfangen zu können. Die Hetze gegen den Bolschewismus begann aber erst in dem Augenblick, als der französisch-russische Vertrag abgeschlossen wurde. Auf die Ereignisse in Spanien hinweisend führte Gen. Taub folgendes au»:„Die Revolte ging von einer Militärkamarilla gegen eine legale Regierung au»'und er besteht darüber kein Zweifel, dass die Vorarbeit hiefür zusammen mit Deutschland geleistet wurde und auch Mussolini war nicht in Unkennt nis der Vorgänge. Die Einstellung der tschechischen Presse war leider nicht einmütig in der Empörung Wer die Revolte der spanischen Miliiär- kamarilla. Ein Teil unserer Presse hat sich ganz offen an die Seite der Rebellen gestellt. Wer jetzt Wer den gigantischen Kampf in Spanien verfolgt, der wird einsehen, dass die Arbeiter fiit eine tu te uitb gerechte Sache kämpfen(Beifqll). Da» spanische Proletariat führt auch den Kampf für die Demokratie der ganzen Welt(Stürmischer Beifall). Lug und Trug ist e», wenn man die kämpfenden Menschen in Spanien als Kommunisten hlnstellt. Gewiss, die Kommunisten kämpfen natürlich auch mit, aber e» kämpfen auch, Sozialdemokraten und überhaupt alle Menschen, Vie eine demokratische Entwicklung in Spanien wollen(Beifall)."Wir h a be n kei nen"sehnlicheren Wunsch, al» dass dieseum die Freiheit der Menschheit kämpfenden Helden in Spanien erfolg» und sieg reich den Kampf abschliessenmö- g e n.(Langanhaltender Beifall.) ES gab Perioden in diesem Kampfe, in der der eine oder der andere die Einstellung, die führende Funktionäre der Partei in anderen Ländern zu der Frage der Hilfeleistung für die spanischen Freiheit»- käotpfer, einnahmen, nicht verstanden haben. E» war vielleicht die schwerste Zeit für unseren Genossen Blum in Frankreich, in der er al» Staatsmann und Diplomat im gegebenen Moment sagen musste, dass Frankreich neutral bleibe. Wenn die» nicht geschehen wäre, dann wär» auch da» glänzende Diploma ten k unststückder Allianz Eng land.Frank.reich kaum gelungen. Diese» Zusammengehen Englands und Frankreich hat schon Früchte gezeitigt. Die faschistischen Mächte haben be reit» gemerkt, dass man sich nicht alles gefallen las sen will. Man kann heute bereit» sagen, d a ss i n Spanien mit einem Sieg der Re gierung gerechnet werden kann. Die.Entscheidung wäre schon längst gefallen, wenn die Spanier allein den Kampf auszutragen gehabt hätten. Der dritte Gefahrenfaktor für den Frieden Ist Japan In Japan hatten wir e» nicht etwa mit einer Demokratie zu tun, aber doch mit einem wenigsten» dem Namen nach parlamentarischen Regime. Gegen dieses Regime ist gleichfalls eine Militärkamarilla aufgetreten. Wir glauben, dass die Entwicklung in Japan der wirklichen Demokratie zustreben wird, wenn e» gelingt, dar jetzt noch verfälschte demokra tische Regime zu erhalten. Wir haben Interesse daran, dass die Militärmacht nicht siegt, weil sonst ijn Bormarsch Japans gegen Sowjetcussland im Bereich der"Möglichkeit liegt. Genosse Taub zeigte an Hand von authentischen Zahlen den R ü st u n g» w a h n s i n n in"der ganzen Welt auf. Der RüstungSaufwand ist natür lich im faschistischen Deutschland ungeheuer gross. Die ausserordentlich ungünstige wirtschaftliche&• tuätion kn Deutschland zwingt Hitler wenigsten» nach aussen hin da» Heer der Arbeitslosen zu verringern, indem die Rüstung»produktton"ungeheuer gesteigert wird. Hitler zittert vor dem Augenblick, an dem die RüstungksiWustrie" wird eintzestM werden müssen. E» entsteht nun die bange Frage: Paris.(Tsch. P. B.) Die ersten Eindrücke der französischen politischen Kreise und der breiten Oeffentlichkelt von der Rede Hitlers, die durch die Abendblätter sowie im Rundfunk in Ueber- sehung verbreitet wurden, sind gemischt und lassen eine Enttäuschung erkennen. In Frankreich hatte man erwartet, dass nach, dem in den letzten Kundgebungen Eden» und BlumS enthaltenen Angebot zur Annäherung und zur Zusammenarbeit Hitler gleichfalls ein direkte» Angebot zur Zusammenarbeit machen werde. iRan würdigt zwar Hitlers Angebot der Respektierung der territorialen Unabhängigkeit Belgiens. und Hollands, sowie einige allgemeine Worte darüber, dass zwischen Deutschland und Frankreich■ keine menschlichen Gründe zu einem Konflikt bestehen,, doch ist man Im ganzen der Meinung, dass Hitler weiter an dem Tone festgehalien hat, der zwar den Weg zu einer Annäherung nicht perschliesst, Ihn aber auch, n i ch t gera.de erleichtert. An amtlichen, französischen Stellen bewahrt man bisher äbsölute Reserve. Washington. Die offiziellen Kreise legen sich kn der Beurteilung der Httlerrede Z u r ü ck- Haltung auf, für die Internationalen Kreise aber hat, diese Rede im'Ganzen genommen, eine Enttäuschung bedeutet..Diese Kreisdrücken auch ihrBedauern darüber au», dass Hitler an seinem unversöhnlichen Standpunkt in dir Kvlonialfrage festhält und sich dapei w e i"» g e r t, al» Gegenleistung dem britisch-französischen Standpunkt auch nur die geringste Konzession zu machen. Nr. 87 Sonttfnn. 31. Jänner 1037 Seite 5 I Wie soll ein Kries finanziert werden? der I überseeische Europäer geworden, jene Nord« und Südamerikaner, Australier und Neuseeländer, die I der eine daß die Lasten des Krieges nicht so sehr von der Gegenwart, als von der Zukunft getragen weroen .müssen. Man hatte in Deutschland die Kriegs» auSgaben zum allergrößten Teil durch' langfristige Kriegsanleihen oder durch kurzfristige Schahwechsel gedeckt, lediglich 18 bis 16 Prozent der Kriegslasten wurden durch Steuern aufgebracht. Damit hat man in Deutschland erreicht, daß die Bevölkerung in finanzieller Hinsicht scheinbar geschont wurde. Aber das war nur ein Schein, denn tatsächlich beaeutete die Anlage Während des letzten Kriege- standen sich auf dem Gebiet der KriegSsinanzierung z w e i A n« Ilen im Handbuch der neuzeitlichen Wehrwissen» schäften, Bd. 1, Berlin und Leipzig 1086, auseinandergesetzt, daß bei längerer Kriegsdauer eine Inflation nicht zu vermeiden sein wird. Sie lnüsse in Kauf genominen werden, wenn der Bestand der Nation dadurch gesichert bleibe. Auch habe sie den Vorteil, die Wirtschaftstätigkeit wieder"in Gang zu bringen, di« innere Schuldlast sehr ost ohne jede Rücksicht auf die künftige Ein» seitS mutz man die Verteilung der Ka« berabzusetzen und den großen Massen fügüng in den weltwirtschaftlichen Rahmen dar» pita11en vornehmen. In drei Ländern, in den lange Zeit die wahren wirtschaft- «?„• ± i m. w! r: x« <***••» JVWVH»VVtQpillllllUllH 0U I UH W Uli UU» versucht, möglichst viel aus sich selbst heraus» dem Bewußtsein heraus, daß für die drohende züholen und möglichst wenig von außen her zu Gefahr wirksame Gegenmittel gefunden werden erhalten. Es ist nicht zum ersten Male in der müssen. Es ist ein Gesetz der brpitalistischen Wirt- Geschichte der Menschheit, daß ein« solche Neigung schäft, daß jedem Aufschwung eine Krise folgt, um Mittel und Wege, dieEnteignungdeS Volkes für Kriegszwecke durchzufüh- ren. Aber auch Fricke versteht, daß bei der Kriegsfinanzierung die Psychologie eine große Nolle spiele. Deshalb spricht er auch von einer psychologisch richtig berechneten Steuerpolitik, um den Verbrauch von Massengütern zu senken und aufreizend wirkenden LuxuS zu verhindern. Reicht der Gütervorrat im Kriege nicht aus, so gehören zur finanziellen Vorbereitung auf den Krieg Maßnahmen, die die Deckung dieses Bedarfs sichern. Das kann nur dadurch verwirklicht werden, daß man gewaltsam in die persönliche Freiheit und in das Privateigentum eingreift. Die Kriegskosten, meint Steinberger (Deutsche Wehr, 2. S. 1986), müßten während des Krieges durch Jnanspruchnahmeder unbegrenzten DienstleistungS« Pflicht aufgebracht werden. Darunter versteht der Verfasser vor allem unentgeltliche Arbeitsleistungen, wobei Lohnerhöhungen bei Mehrarbeit restlos weggssteüert werden sollen.— Dem Jng. Tafel schwebt bereits vollkommener»Kriegssozialismus" vor.(Wehrtechnische Monatshefte,-10, 6.) Er will nicht nur die gesamten Produktionsmittel einschließlich Grund und Boden bei der Mobilmachung für die Dauer des Krieges in den„Geioahrsam des Staates" überführen, sondern auch die Geldwirtschaftbeseitigen. Alle Arbeits» und Sachleistungen sollen unentgeltlich erfolgen. Dafür übernähme der Staat den Unterhalt der Bevölkerung. Das ist, im Grunde genommen, nicht mehr Kriegssozialismus, sondern Kriegs- kommunismus. An der Frage der Rohstoffbeschaf» fung gehen die Meinungen auseinander, ob di« Rohstoffe bereits im Frieden cinzulagern oder ob ste erst im Kriege durch einen im Frieden angc» sammelten Gold- und Devisenvorrat vom Auslande zu kaufen sind. Eine dritte Ansicht geht dahin, sich vom Auslande unabhängig zu machen und die Möglichkeit, Ersatzrohstofse herzustellen, bereits im Frieden weitgehend vorznbereiten. Wie man sieht, ist das Problem der Kriegsfinanzierung heute in Deutschland, wo man sich am meisten und am gründlichsten mit den Problemen der Wehrwirtschaft beschäftigt, noch weit von einer Lösung entfernt. Die Deckung des Kriegsbedarfs war ja bis zum Weltkriege eine Geldfrage, weil man glaubte, die zur KriegSfüh» r»ng erforderlichen wirtschaftlichen Güter auf de» Binnen» und Außenmärkten kaufen zu können. Heute, da im Falle eines Krieges der Kriegsbedarfs ins Ungeheure steigt und die Verbindung mit den Außenmärkten im wesentliche» unterbrochen werden würde, haben sich die Probleme völlig verschoben. Heute kann man bis zu einem gewissen Grade mit Recht behaupten, daß daSGeld im Kriege keine Rolle mehrspiele. Einer der heutigen ersten deutschen Sachverständigen auf dem Gebiete der Wirtschaft, Ernst Wagemann, bemerkt bezüglich des Geldwesens im Weltkriege:»Niemals ist das bis zum Ueberdruß wiederholte Wort, wonach zum Kriege erstens Geld, zweitens Geld und aber- >nals Geld gehört, sp sehr Lügen gestraft worden, wenigstens in dem Sinne, wie«S gemeint war." Der»totale Krieg" wird tatsächlich solche Ansprüche an di« Volkswirtschaft stellen, und durch solche Eingriffe in die Privatwirtschaft und in die persönliche Freiheit begleitet sein, daß tatsächlich daS Geld, ass der Pertreter des normalen privatwirtschaftlichen Verkehr», in der Binnenwirtschaft tatsächlich sein« Bedeutung einbüßen wird. Wer damit soll nicht gesagt sein, daß bei den doch notwendigen Beschaffungen aus dem Auslande das Gold sein« entscheidende Rolle verlieren werde. Hier kann ein sonst für den Krieg wohlvorbereiteter Staat wie Deutschland große Ueberraschun- gen erleben. auslo» industrialisiert und agrarisiert. DaS zweit« Kennzeichen der heutigen Weltkonjunktur besteht darin, daß cS vor allem eine Staätskonfunktur ist. Darüber ist In der letzten Zeit und auch auf diesen Spalten so viel.gesprochen worden, daß wir unS hier lediglich auf einig« grundsätzliche Bemerkungen beschrän-. ken können. Die WirtschaftSbolebung ist in den meisten Ländern aus staatlichen Eingriffen her» vorgegangen. Und erst später hat die privatwirtschaftliche Konjunktur eingesetzt. Aber die. staatlichen Maßnahmen, die öffentlichen Arbeiten, die Krediterleichterungen uno die WährungS- äbwertung, konnten nur deshalb zum Erfolg führen, weil sie in dem Punkt einsetzten, als die wirtschaftliche Depression ihrem End« entgegen» ging. Der Staat hat den WirtschaftSausschwung nicht geschaffen, er hat ihn bloß beschleunigt, erleichtert und vertieft. Heute, aiif der Höhe der Konjunktur, in solchen Ländern wie England und die Bereinigten Staaten,, entwickelt sich der privatwirtschaftliche Aufschwung neben jenem, der .durch die WirtlchaftScingkiffe deS Staates auS< gelöst wurde. Aber hier, in diesem Nebeneinander der staatlichen und privatwirtschaftlichen Konjunktur müßen wir ein« große Gefahr für die ''weitere Entwicklung der Köniunktur erblicken, Die staatliche Konjunkturpolitik beweist sich hilf einer bestimmten Planwirt'chaftlichen Ebene, sielst sich bestimmt« Ziele, aber die'« Mile sind n'cht-so schrt durch di« grundsätzlichen Bedil'snisse der Volkswirtschaft bestimmt, ä"S durch die an»"»» blicklichen Notwendigkeit?»' des Staates. Die Wirtschaft aber, die auf privatkapitalistischer die Macht der weißen Rasse in Uebersee begründeten. Diese Wanderung ist die größte, aber nicht die letzte Wanderung des Menschengeschlechts. Denn der Mensch ist ein wanderndes Tier: Ebenso wie die Kapitalien wandern auch die Menschen. Heute gilt es, die Hemmungen für die Wanderungen abzubauen und diese Wanderungen auf planwirtschaftlicher Weise zu organisieren. Auch hier stehen wir vor der Frage: Entiveder— oder. Die n«ue Verteilung der Menschheit auf dem Erdball lvird entiveder durch Kriege vor sich gehen, wie in früheren Jahrtausenden, und tvie daS heute durch die Philosophen von Berlin und Rom gepredigt wird, oder aber ivird diese Neuverteilung auf friedliche Weise geschehen, wie wir daS im letzten Jahrhundert erlebt haben. Aber man kann jetzt die überseeischen Wanderungen nicht der Willkür der Privatlvirtschaft überlassen. Dafür sind heute die Verhältnisse zu verwickelt und zu gefährlich. Hier, wie vielleicht auf keinem anderen Gebiete, tut die Planung, und zwar im weltivirtschaftlichen Umfange, not. trotz aller Bemühungen der Staatsmänner in Oen werden sollen. Berlin, Rom und Tokio, so muß dann zwangS- Dazü bedarf es aber vor allem einer Welt»! Heute beschäftigt man sich in Deutschland wirtschaftlichen Planung. Unser wiederum viel mit der Frage der Finanzierung Erdball ist heute, dank der gewaltigen Entivick- des künftigen Krieges, wobei man merkwürdiger- lung des Verkehrs und der Durchdringung des weise das Problem mit großer Offenheit behan- ganzen Planeten durch die kapitalistische Produk-1 delt. So wird etwa in einem Aussatz von P a n t- tionSweise, so klein geworden, daß es heute nicht mehr bei der einzelstaatlichen Planwirtschaft blei ben kann. Die Planwirtschaft muß heute Welt» wirtschaftlich sein, soll sie ein wirksames Mittel abzuweisen, daß. im halle der Abkehr von der j gegen eine neue Krise werden. ES handelt sich Politik der„Selbstbefriedigung",«tne große! vor allem um zwei grundsätzliche Maßnahmen, Wirtschaftskrise au» diesem Grunde ausbräche, i die beide aber nur iin Maßstabe der Weltnnrt» denn zweifellos hat man in einzelnen Ländern. schäft wirklich durchgeführt werden können. Einer- ' Anleihen unb_ Kapitalverschiebungen die Weltkrise zu verschärfen, statt sie zu heilen. Das zweite große Problem der weltwirtschaftlichen Planung, das im engsten Zusammenhänge mit einer neuen Kapitalverteilung steht, ist die Organisation der Menschenwanderungen, die neue Verteilung der Be- völlerung des Erdballs. Unser« europäische Industriekultur samt der nwdernen Demokratie und der Arbeiterbewegung, ja die gesamte heutige Weltzivilisation, ist durch nichts anderes geschaffen als durch die in der Geschichte der Mensch- uun, lv„,„, heit einzig dastehende gewaltige Wanderung der dcrn ohne jede Rücksicht auf die Weltwirtschaft-‘ fünfzig Millionen Europäer nach Uebersee im lich- Arbeitsteilung betrieben wird. Die staat- Laufe der hundert Jahre zwischen 1825 und Ischen Eingriffe in einem Lande stehen in gar\• Dadurch ist erst die weltwirtschaftliche Ar- keinem Zusammenhang« mit jenen In einem an» I beitSteilung und damit die Welüvirtschaft selbst deren Lande, mögen auch diese beiden Länder vom entstanden. Ans diesen fünfzig Millionen euro- weltwirtschaftlich.-n Standpunkte vollkommen auf« pasichen Auswanderern sind dann im Laufe des einander angewiesen sein. Auch hier muß man j^i« zweihundert^Millionen mit der großen Wahrscheinlichkeit rechnen, daß im**"*“*" Falle des notwendig kommenden Abbaues Zollmauern und der Devisenhemmungen große Krise eintritt. Als drittes wesentliches Kennzeichen heutigen Konjunktur muß ihre Beeinfluffung durch die Rüstungsaufträge betrachtet werden. Die heutige weltwirtschaftliche Konjunktur bekommt,. _ Vereinigten Staaten von Amerika, England und glichen Kriegsfolgen zu ver- Frankreich, sind heute im wesentlichen die großen schleiern. Hier wird also die KriegSfinanzie» Gvld» und Kapitalmafsen der Welt konzentriert. I rang durch Volksbetrag offen und ehrlich empfoh- Diese Kapitalien liegen aber zum großen Teile i len. Allerdings, meint Pantlen, müffe die Jnfla- Lrach, entweder als Hort oder als rein spekula» tion rechtzeitig aufgesangen werden, um allge» tiveS Kapital, das zu kurzfristigen Anlagen aN meine Verarmung und den Verfall der Wirtschaft der Börse verwandt- wird und eine ungesunde zu verhüten. m~ Hausse der Wertpapiere hervorruft. Man spricht.! bereits heute davon, daß die amerikanischen Finanzkreise geneigt sind, ein« große Anleihe nach Europa zu legen,(vergl. Beilagen zu Nr. 28t und 290, 1986). ES sollten aber Schritt« er» wogen werden, um eine große internationale An» leih« aufzulegen, zum Zwecke der Finanzierung des Ausbaues per Wirtschaft in den zurückgeblie benen Teilen der Welt. Aber«in« solche Anleihe hqtte nur dann einen Zweck und hätte Aussicht auf Erfolg, wenn von vornherein alle wie auch st e u e r wirkt, vorausgesetzt natürlich, daß bie Löhne und Gehälter festgehalten würden. Kem Verfasser ist um die Aufbringung der Mittel nicht bang«, denn, so meint er, da» würde mit Hilfe von Notenpress« und öffentlichem Kredit im autoritären Staate kein« Schwierigkeiten machen. dütchgeWhrt werden können. Man muß zu dem Di-»wehrwirtschaftlich«" Finanzwiffenschaft alten Grundsatz zürückkehreu. daß man Kapital müsse Maßnahmen Vorschlägen, um die zur upd Arbeit nur dort anlegt, wo man Verhältnis-! KriegSfühbung erforderlichen Mistel und Dienst- mWg am billigsten und am vorteilhaftesten pro- leistungen au» der Einzelwirtschaft in die StaatS- duzicren kann. Erst dann wäre man vor der Ge- wirtschaft zu»überführen". Auch bei diesen Borsahr sicher, durch diese großen internatwnalenifchlägen handelt«»sich also um nichts anderes als je weiter sie fortschreitet, den Charakter einer si/hten gegenüber Von der einen S-iw, vor großen R ü st u n g s k o n j u n k t u r. Auch di»"llem in E n g l a n d, hat man den Standpunkt letzte große Vorkriegskonjunktur, die nach der Krise vertreten, daß der Krieg un wesentllchen auch von 1907-insebte, mündete schließlich in«ine f'.na^'-N lener Generation zu Lasten fallen«olle, allgemeine Ausrüstung. Die ersten Anzeichen der£5 b“ B Unglück hat ihn zu erleben. Mit anderen Krise meldeten sich damals im Jahre 1918, die Porten,-S wurde hier die Anschauung vertreten, fällige Weltkrise wurde jedoch durch den Krieg dic KrtegSausgaben sollten vor allem durch die abgefangen. Di-heutige Situation ist bis zu Besteuerung des VolksemlomnumS gedeckt wer- einem gewissen Grade der damaligen ähnlich.. eniftanb nun die Frage, Ivie man Auch heute stehen wir vor der Wahl: W- l t.! M* Kri-gSfinanzierung durch Steuern durch- krieg- der Weltkrise.dean falls ver'fuhren solle, welche Schichten der Bevollerung Friededennoch.ausbrechen" sollte, meisten zur KriegSsinanzierung herangezo- Berlin, Rom und Tokio, so muß dann zwang»- Die andere Act der Kriegsfinanzierung läufig di« RüstungSlonjunktur zusammeirbrechen. wurde vor allem in Deutschland angewandt. Da aber die staatliche Konjunkturwirtschaft der> Dort war man von^dem Gedanken auSgogangen, letzten Zelt unzertrennlich mit der Aufrüstung‘‘ verknüpft war, so liegt di« Gefahr vor, daß der bi».jetzt dauernde Aufschwung einen schweren EiNbruch^erleidet. Wir haben offen und klar die Gefahren, die der Wirtschaft drohen, dargelegt, nicht um irgend welche Mißstimmung zu fördern, sondern aus zur Selbstisolierung überhand nimmt. Vor allem aber das ist keineswegs ein Naturgesetz, sondern> oer Ersparnisse und der Gewinne der Arbeiter, nach einer Kriegsepoche brach immer eine solche eine Folge der schlechten Organisation der Ge»! dauern und deS Mittelstandes in Kriegsanleihen Tendenz durch. Aber stets hat sich die Periode. sellschaft. An und für sich könnte die Krise ver»! nicht» anderes als eine Enteigung allergrößten der Selbstisolierung und„Selbsthesrisdigung"| mieden oder doch wesentlich abgeschwächt werden. Maßstabes. als kurzlebig«rtviefen, immer-seht« sich---—-■"«ä" schließlich die Tendenz zur weltwirtschaft lich en Arbeitsteilung durch. Die Durchsetzung dieser weltwirtl-^aftlichen Tendenz hat«her stets zu einem Zusammenbruch jener rn einzelnen Ländern unter großen Schwierig keiten und Ovfern aufgebauten Wirtschaftszweige geführt, die die internationale Konkurrenz nicht * bestehen konnten. Auch heute ist die Gefahr nicht .. So entsteht ein Durcheinander und eine Ä«fahrderF«hlanla-ge. Eine viel I größere Gefahr liegt aber darin, daß die staatliche Konjunkturpolitik in den verschiedenen Län» Ein. anderer deutscher Verfasser, Frick«, dringt tn das Problem tiefer ein(Finanzarchiv, 198ö, H. 8 u. 4). Ausgangspunkt seiner Unlir» suchung ist die Annahme, da- Sozialprodukt und BermögenSsubstanz durch den Krieg eine gewal- tige Verminderung erfahren, aber daß die auf Geld lautenden Einkommen und Vermögen keine entsprechende j Verminderanst erleiden. Dadurch «ntstÜnd«n S ch e inet n k o m m e n und S ch e i n v e r m ö g e n, die zu InflationSmäßigen Jll..............., Preistreibereien mit ihren perdepblichen Folgen inuner'gearteten RüftungSpröjckte von der Fi-! führen müssen. Dieser Gefahr sei entweder durch nanzierung ausgeschlossen wären. E» wäre aber«ine zusätzlich« Einkommensteuer oder durch eine auch«ine Gewähr dafür notwendig, daß eine, entsprechend« PrelSsteigerang vorzubeugen, die solch«, grandiose international« Finanzierung wie«in« unsichtbare Lintomm« n• nicht für eine gewaltige Fe hl an lag« miß» rL BjKjjr'-'"'“- ,J" braucht wird. Und damit kommen wir zum wich» tigsten Punkt; Wer heut« von internationalen Finanzierungen großen Stils spricht, muß auch verstehen, daß solch« Finanzierungen nur auf der Grundlage einer internationalen Planwirtschaft Wie lange kann die Hochkonjunktur der Weltwirtschaft dauern? Diese Frage haben wir in diesen Spalten! Grundlage aufgebaut ist, verfolgt wiederum ihre zum ersten Male am 23. August vorigen Jahres> eigenen Zwecke und versucht, die staatliche Wirtgestellt.(Vergl. Beilage zu Nr. 196.) Wir! schastspolitik für ihre egoistischen Interessen auS- haben dann dieser entscheidenden Frage weiter«' zunÜhcn. So entsteht ein Durcheinander und Artikel im August und Oktober 1986 und zuletzt------ Jänner 1987 gewidmet.(Vergl Beilagen zu den Nummern 190, 287 im Jahre 1986 und zu Nr. 8 von 1987.) Diese grundlegende Frage, schrie ben wir am 28. August 1936, ist deshalb berech» tigt, weil im Auf und Ab der kapitalistischen Kon junktur sowohl die Perioden der Depression al» jene der ansteigenden Entwicklung eine zeitliche Begrenzung haben. Ebenso wie die seinerzeit weitverbreiteten pessimistischen Anschauungen über eine ewige Dauer der Krise oder Depression unbe gründet waren, ebensowenig berechtigt erscheinen die heute hier und da austauchende Ansicht, daß der gegewvärtig« Aufschwung der Weltwirtschaft eine unbegrenzte Dauer haben wird. Die heutige ökonomische Wissenschaft rechnet im allgemeinen mit einem achtjährigen Krisenzyklus. Diese Theorie wird durch die Erfahrungen der letzten vierzig Jahre im großen und ganzen bestätigt. Wir haben große Weltkrisen in den Jahren 1898, 1901, 1907, 1918, 1921 und 1929 erlebt. Eine Neue Wettkrise wäre also bereits im Jahre 1987 fällig. Wir wollen uns hier nicht in Einzelheiten verlieren und verweisen unsere Leser auf unsere Ausführungen in den früheren Beilagen. Die heutige Weltkonjunktur zeichnet sich durch drei bezeichnende Merkmale aus. ES ist zunächst eine Binn« nIonjunktur. Der wirtschaftliche Aufschwung drücke sich weniger in der Be lebung des weUwIrtschastlichcn Verkehrs al» m der Entwicklung der inneren Wirtschaft aus. Diese Erscheinung hängt damit zusammen, daß, neben der' konjunkturellen Entwicklung, eine Entwick lung anderen Charakters Platz greift. Es handelt sich darum, daß in den meisten Ländern ein grundsätzlicher Umbau dec Industrie und der LandwirtMift.,vop sich-geht.. Wir Wen in einer Epoche">st>gr-'F n d u st r t a l i s i e r u n g d ex A g r ärländer und zugleich einer Agrärisierung de.r Industrie länder. Die Wirtschaft emeS jeden Landes Seite» Sonntag, 31. Jänner 1037 Rr. 27 ZaAesnmigLtttm Vie Nosksuer Lcksdlone 1930:„Angeklagter Ramsin: Die Vor- bereitung im Ausland bestand vor allem in Verhandlungen mit den ausländischen Negierungskreisen, vor allem-en f r a n z ö s i s ch e n, da diese das Hauptzentrum für die Organisierung der Intervention bildeten... Die Vorbereitung der Intervention im Inland, die die In- dustriepartei übernommen hatte, bestand vor allem darin, durch eine allgemeine Lähmung derVolkS wirtschaft im Augenblick der Jittervention dieser von innen entgegenzu- kommen und außerdem in einer direkten Hllfe mittels DivcrsionSmasinahmen und durch die Milstärorganisation der Jndustriepartei.... Weiter erklärte Denissow in demselben Bericht, daß beim französischen Generalstab schon eine spezielle Kommission für die Organisierung der Jiüervention gegen die UdSSR unter dem Vorsitz des Generals Janin eingesetzt wurde. Außer dem Vertreter des sranzäsischen General- stabeS gehörte dieser Kommission auch ein Ver- troter des englischen Generalstabcs an, AlS erstes Objekt kam also das rechte Ufer der Ukraine in Betracht. Das zweite' Objekt waren die kaukasischen Rohölquellen, die anfangs die Gruppe Detcrding und sodann Frankreich für sich sichern wollte. Endlich sprachen die Mitteilungen, die Chrennikow während seiner Aus- landSreise empfing, von großen Hoffnungen auf eine vollkommene Abtrennung der Ukraine und Georgiens."— Blättert man weiter in dem offiziellen Protokoll des Hochverratsprozesses gegen Ramsin und Genosien, November—Dezember 1930, so erkennt man daS Klischee, an -em nur entsprechend der Veränderung der internationalen Lage jetzt anstatt Frankreich und England, Deutschland und Japan gesetzt wurde. 1931: Aus dem Urteil vom 8. März 1931: ,,Gleichzeitig hat die Gerichtsverhandlung fest- gestellt, daß die Auslandszentrale der Russischen Spzialdemokraten(Menschiwiki) ihre verbreche- rische, konterrevolutionäre Arbeit zur Inter- ventionSvorbereitung und die Finanzierung der diesem Zwecke dienenden SchädlingSarbeit des „UnionbüroS" mit Wissen und Billigung der Zweiten Internationale durchge- fiihrt hat,^ie, diefe.Arbeit gedeckt und mittels der deutschen Aozjqldcmokrätie mit GetdmittÄn unterstützt hat." Damals schrieb Friedrich A d l e r, der Se- kretär der II. Internationale, dazu u. a. in der Broschüre„Der Moskauer Prozeß und die So- zialisttsche Arbeiter-Internationale":„Die Anklage im Moskauer Prozeß erhebt zwei ungeheuerliche Beschuldigungen: die Sozialistische Arbeiter-Internationale und ihr angeschlossene Parteien sollen in: Dienste der Vorbereitung der militärischen Intervention kapitalistischer Mächte in Sowjctrußland stehen und sie sollen zu. diesem Zwecke die„SchädlingSarbeit hoher Sowjetfunktionäre'' gefördert und organisiert haben."' Im Jahre 1930 war der Prozeß gegen die parteilose Jngenieurgruppe Ramsin und Genossen. Angeklagt und verurteilt wurden sie wegen Vorbereitung der Intervention gegen die UdSSR und Hilfe sür die Intervention durch Sabotage im Wirtschaftssektor. Jm.Jahre 1931 war der Prozeß gegen dir Menschiwiki(russische Sozialdemokraten) und die Sozialistische Arbeiter-Jnternationale. Ange, klagt und verurteilt wurde wegen Vorbereitung der Intervention gegen die UdSSR und Hilfe für die Intervention durch Sabotage im Wirl- schastrsektor. Im Jahre 1937 gibt eS die g l e i ch e Anklage gegen alte Bolschcwiki. ' Bei einer Razzia der staatlichen Kriminalpolizei in Fischern bei Karlsbad wurde in der Wohnung einer Prostituierten ein Mann vorge- funden, besten Paß kleine Schönheitsfehler auf- ivies. Bei der näheren Untersuchung erwies sich, daß seine Fingerabdrücke vollkommen mit denen des schon.wiederholt daktyloskopierten und insgesamt mit 15 Jahren Kerkers vorbestraften Josef Fenzl aus Solitz übereinstimmten. Die Fingerabdrücke ertviesen außerdem einwandfrei seine Identität niit dem schon seit längerer Zeit von der FahndungSabteilüng der Egerer Gendarmerie gesuchten Einbrecher, der zahlreiche Einbrüche i.>. Schulen und Radioqeschästcn in Falkenau, Eger. Karlsbad und einer Reihe kleinerer Orte auf dem Kerbholz hat. Die Polizei durchsuchte nun neuerdings die Wohnung der Fischerner Freundin, des Fenzl, wobei sie unter, dem Kohlenkasten ein Loch entdeckte, in. dem sich eine vollständige Sammlung modernste.- Einbruchs. Werkzeuge befand. Nun gabFenzl auch den Namen seines Komplice» preis, eines gewissen jlarl Kraus aus Graslitz, der erst. vor. kurzem Funkbild aus dem überschwemmten Loulsvllle am Ohio Diese Luftaufnahme von der überschwemmten S'adt Louisville am Ohio gelangte auf dem Funkwege nach Europa. Sie zeigt das gewaltige Ausmaß der Katastrophe, durch die Hun- derttausende ihr Obdach verloren. vom Kreisgericht in Eger freigelassen worden war Beide zusammen hatten eine ganze Anzahl Einbrüche in Westböhmen ducchgesührt, wobei der von ihnen angerichtete Schaden 80.000 Kd übersteigen dürfte. Kraus konnte am Samstag von der Egerer Kriminalpolizei bei einem Radiohändler in Eger, der die gestohlenen Radiosachen gekauft hatte, verhaftet werden. „Wir gehen unter und denken an unsere Fa- milienl" Bon den: holländischen Dampfer „I a c o b u S", der bei den Balearen auf hoher See gesunken ist, liegen bisher keine Nachrichten vor. Der holländische Dampfer„Achilles" ist in Liffabon eingetroffen. Sein Kapitän erklärte, er habe viele SOS-Rufe aufqefanqen, von denen der letzte lautete:„Es ist viel zu spät, wir gehen unter und denken an unsere F a m i l i e nl" Als die„Achilles" an der Unfallstelle eintraf, konnte sie keine Spur des Dampfers „Jacobus" finden.„Jacobus" hatte 1700 Tonnen und die Besatzung betrug 28 Mann. Ans Ufer wurden zahlreiche Leichen angeschwemmt, von denen man glaubt, daß es Matrosen des DampfertN»,Jacobus" sind."-.1' Ein Kampf mit Wölfen. In der letzten Zeit ist in Estland die Wolfsplage in furchtbaren: Maße aufgetreten und hat einen Schrecken durch das ganze Land verbreitet. Mächtige Rudel großer Wölfe dringen aus Sowjctrußland in das Land ein, greifen, vom Hunger getrieben, die Dorfbewohner an und dringen in die Ställe ein, wo sie große Blutbäder unter dem Vieh verursachen. Während die Frauen und die Kinder in den Dörfern sich ängstlich in den verschlossenen 50 Jahre Eiffelturm Der Eiffelturm, Jahrzehnte hindurch das höchste, und jetzt noch das dritthöchste Bauwerk der Erde feiert in diesen Tagen seinen 80. Geburtstag. Das einstige Weltwunder hat 7700 Tonnen Gewicht und ist seit seinem Bestehen von etwa 17 - Millionen Personen erklettert worden. Häusern halten, unternehmen die stärksten Männer Stretfzüge, um die Tiere abzuwehren. An einem der letzten Tage wurde ein Autobus, der eine Verbindung über Land hecstellt, von einem Rudel von dreißig Wölfen angegriffen und so stark bedrängt, daß der Fahrer anhalten mußte. Die Wölfe sprangen darauf gegen die Seitenwände des Wagens und versuchten, die Reisenden zu fasten. NnglUcklichcrweise hatte nur ein Reisender eine Pistole bei sich, und er war so erregt, daß er alle Schüsse ab feuerte, ohne auch nur einen Wolf zu treffen. Während die mitfahrenden Frauen vor Entsetzen gelähmt waren, bewaffneten sich der Fahrer und ein anderer Reisender mit Eisenstangen, die sie im Wagen sanden, und hieben damit auf die wütenden Tiere ein. Es gelang ihnen auch, einige von den Wölfen zu töten, aber die Schar war zu groß und die Lage wurde immer bedrohlicher, als endlich ein Militärauto auf dem Schauplatz erschien, dessen Soldaten sofort mit einem Maschinengewehr das Feuer auf die Wölfe eröffneten, so daß sie zum grüßten Teil, getötet wurden, währendnpr wenige ^gtflohen.,.,..,''' . Tierschutz' gegen Bogenschütze«, Zu einem eigenartigen Konflikt zwischen Sportlern und Tierschutzbewegung ist es jetzt in Dänemark gekommen. Einige der bekanntesten Jäger des Königreichs haben dem Sport des Bogenschießens dadurch eine neue'Note gegeben, daß sie wie die Ahnen mit' Pfeil und Bogen auf die Jagd gingen und das Wild nach der Weise der Väter erlegten. In Jägerkreisen waren die Meinungen darüber geteilt, ob die Rückkehr zur Jagdmethode deS Altertums alb Krone weidgerechter Jägerei gepriesen oder als snobistischer Anarchismus abgelehnt werden müsse. Jetzt aber ist dieser Streit in ein ganz neues Stadium getreten: Fran Agnes Früs Schmitte, die, Leiterin der dänischen Tierschutzbewegung, hat einen Proteststurm gegen die Jagd mit Pfeil und Bogen entfesselt. Sie verlangt in einer Eingabe an die Regierung, ein Verbot dieser Sportart mit der Begründung, eS sei'eine grausame und heute sinnlos gewordene Tierquälerei, wenn man bei der Jagd die modernen Waffen des weidgerechten Jägers mit den primitiven und darum unzuverlässigen' Hilfsmitteln des Altertums vertauschen wolle. prok. Nonnenbruch Uber die Grippe In seinem(am Freitag gehaltenen) Vortrag In der Prager»Urania" über die Grippe erklärte Prof. Nonnenbruch, daß der Erreger dieser Infektionskrankheit bis jetzt nicht zweifelsfrei festgestellt sei. Der Nobert-Koch-Schüler Pfeiffer habe zwar schon im Jahre 1890 während der damaligen schweren Grippe-Epidemie den Influenza» BazilluS gefunden, aber englische Forscher behaupten, daß der wirkliche Grippe-Erreger nicht'dieser BazilluS, sondern ein mi kroskopisch unsicht- bares Wesen sei, und möglich sei auch die Annahme, daß nur in Verbindung mit diesem.viru»" der Jnfluenza-BazilluS zur Grippe-Infektion führe. Die A n st e ck u n g, erklärte der Vortragende, geschieht vonMenschzuMenfch(wird Äs« nicht durch' Gegenstände übertragen), insbesondere durch Ansprechen und Anhusten, Freilich erkranken bei weitem nicht alle Infizierten, die Anfälligen aber meist schon nach wenigen Stunden und spätestens nach-zwei Tagen. ES gibt rein^toxische",Erkrankungen, bei denen Hirnhaut uiw Rückenmark inf-- ziert sind, aber keine Organe erkranken(etwas andere» aber ist die viel gefährlichere.-Gehirngrippe", die zu Schlafsucht und schweren Bewegungsstörungen: führt), meist aber werden Organe ergriffen: Luft-' röhre, Kehlkopf oder hie Nebenhöhlen- bet- Rase, wobei Eiterungen und ändere, oft bösartige Komplikationen auftreten können. Die gefährlichste Form dir Grippe ist die, welch: zur Lungenentzün.-: düng führt. Sie Ist besonder» langwierig, und. weist die meisten Todesfälle auf,.-während-bet-er ... Die.Oxforder WolsSjagd- Der letzte der drei au» dem zoologischen Garten von Oxford entwichentn sibirischen Wölfe wurde'nach dreitägiger Jagd, aa dir sich fast die ganze Bevölkerung de» Bezirke» beteiligte, zur Strecke gebracht. Bevor e» gelang, ihn zu erschießen, hatte er 11. Schafe'auf einer Farm in Cutte»lowe abgewürgt. Di« deutsche Bölkerbnudliga hat soeben ihren. Tätigkeitsbericht für. die Jahre 1035/30 herausgegeben. Beim Verschieben entgleist. SamStag früh üm 8.87 Uhr. entgleiste"in.Satfllice an der Strecke Prag—Melnik beim Verschieben bei der Einfahrt»« weiche ein beladener Wogen. Der Verkehr auf der Strecke Vysoöany—Catalice war dadurch für ungefähr zwei Stunden unterbrochen. Der Schnellzug Nr. 52 Berlin—Wien wurde auf einer Hllf-route über Vöetattz und Lysä geführt und traf in Prag- Wilsonbahnhof mit 48 Minuten Verspätung ein. Die übrigen Frühzüge erlitten dadurch eine Verspätung .bi» zu 80 Minuten. Die Ursache de» Unfälle» wird untersucht. Keine Wetteränderung. SamStag■ nachmittags herrschte bereit» wieder iy der. ganzen Republik schwacher mäßiger Frost. Der Himmel Ist überall feit früh bedeckt und stellenweise schneit e». Der Luftdruck steigt an, aber heitere» winterliche» Wetter ist nicht zu erwarten, da die Stö- rungSreste über Ungarn die Weiterentwicklung noch wei'er beeinflussen' werden. Auch über dem Golf von Biskaya' verstärkt sich erneut die Störungstätigkeit und in den höheren Lustschichten strömt dem Festland von Südwesten her wärmere Luft zu. Dagegen hat sich der Frost in Rußland verstärkt.■— Wahrscheinliche» Wetter von heute: Vorwiegend bi» wechselnd bewölkt, im Falle nächtlicher Au»heiterung Verstärkung de» Froste», und zwar besonder» in der Nordosthälfte des Staate», Neigung zu Schneefall, Nordostwind.— Wetteraussichten für Montag: Vorwiegend bewölkt, zeitweise Schneefall, ganztägiger, in Südwestböhmen nachlasfender Frost, Südostwind. Vom Rundfunk . Empiahlanswartai au* das Prosrammcn: Montag Prag, Sender l. 7: Salonorchesterkonzert. 11.05:. Schallplatten von Mozart. 18.80:. Arbeitsmarkt. 18.10: Deutsche Sendung: Burggraf.' Eger: Der Sinn der Fastenzeit. 18.25:' Funkwochenschau. 18.85: Dr. Egert: Empfindsame Reise nach Böhmen.' 18.45: Deutsche Presse. 21.25: Dvokckk: Klavierquartett. 22.25: Französische Chanson». 22.40: Deutsche Presse. 28: Präludium von Bach.— Prag, Sender II. 7.80: Salonorchesterkonzert-. 14.20: Deutsche Sendung: Karyeval,- bunte- Hörfolge von Schumann., 14.50: DeutschePräffe.-lo-lll: Fagottkonzert. 19.10: Tanzmusik.—. Brünn. 15: Konzert de» mährischen Ouariett». 17.40: Deutsche Sendung: Hochmann: Erinnerung an Rainer Maria Rilke. 19.10: Französisch-Kur».— Prehburg. 19.25: Slowakische' B olkSlieder.— Kafchau: 12.05: Lieder aus Tonfilmen: 17:25: Zigeünermüstk.— Mähr.-Oftrau. 16.10:' Rundfunkorchefterkonzert. 18.10: Deutsche Senii; Arbeiterfunk: Kolter Pflicht der Mitglieder der Gei...sschaftSorganIfationen. Dienstag Prag, Sender'!. 10.05: Deutsche Presse. 11.03: Schallplattenkonzert. 17.80: Klavierkonzert. 18.10: Deutsche Sendung: Vor 150 Jahren, Mozart» erster Aufenthalt in Prag. Hörbild. 18.45: Deutsche Presse. 18,55: Au» dem deutschen Kulturleben. 19.80: Au» dem Nationaltheater: Pickdame von Tschaikowsk«. 21.80: Kompositionen von Strawinsky. 22.25: Französische Chanson».— Prag, Sender II. 7.80: Populäre» Konzert. 14.15: Deutsche Sendung: Ci» bulka: Aden, die Stadt ohne Regen. 14,80: Lieder Von Anton Aich.' 14.50: Deutsche Presse. 18: Schrammelkonzeri. 20:40: Schallvlatten.— Brünn. 18.10: Konzert: Offenbach, Gilbert, etc. 17 40: Deutsche-Sendung. Arbeiterfunk: Soziale Jnsorma- tionen; Jyg..Ludwig: Unsere IlabrungSmittel.— Kaschau. 12.85: Runksunkorchesterkonzert.— Mähr.- Oftrau. 15: Konzert: Bruckner. Schnlhoif, Mozart. „Darmgrippe" die Gefahr besteht, dqß sich hinter ihr eine Blinddarmöntzündung oder eine ändere Erkrankung verbirgt, die infolge der zu, gewissen Jahreszeiten naheliegenden Grippe-Diagnose nicht erkannt wird. Da» periodische Auftreten der Grippe stellt dip Medizin vor dieselben Rätsel wie alle anderen' epidemischen.Krankheiten. Für sicher.erklärte der Vortragende nur,, daß als Ursache entweder eine Steigerung der Virulenz de» Krankheitserreger» oder eine Verminderung der Widerstandskraft beim Krank- heitsempfänger in Betracht kommt. Die Verminderung der, Widerstandskraft sei vorwiegend Lima, tisch bedingt, weshalb auch die Kälte die Grippe fördert. Die Frage, wa» gegen die Grippe zu tun sei. beantwortete. Prof. Nonnenbruch dahin, durch den Rat, daß jeder an. Grippe Erkrankte sich nach Möglichkeit isolieren solle, und. daß'die Gesunden In'Grippe-Zeiten(aber auch sonst) vermelden sollen, sich ansprechen oder aNhusten zu lassen. Ein s i ch e't wirkende» Mittel gegen die Grippe gebe ei biS.her nicht, auch die Wirkung von Chinin sei. Umstritten. Da» Beste sei e» deshalb, wie bei allen Infektionskrankheiten, die Heilung der natüv» lichen Körperabwehr zu überlassen, das heilstnno Fiebern nichtzu'hindern,.'durch Schwitzpackungen, kalte Abreibungen und'frische Luft die Widerstandskraft de» erkrankten Körper» zu stärken und ihn nicht durch.' schwere Speisen zu belasten.. Dr» bedeute aber nicht, daß man den Arzt ausschaltey. solle,' der den HeilungSverlauf zu überwachen habe, um',-wenn nötig,.schonungslos"(ein Wort, da» ebenso wle .schlagartig" zum Stil de» Vortragenden gehört)-' eingreisen- gt- könnet».—eis—' Seite 7 Sonntag, 31. Jänner 1037 . Är. 27- AN DER SPITZE! ! Kaffastand Wechsel Rw «UTOSKOBAAMP Einlagen auf EinlagSbücheln KC 1S6.0S7.009.6V rauin»!!. a’pT« noöIl w e»np hc flecinBTugige murrgang oer©in»ineuen Lager yermi^ugeqen. L,av oemoiranicne Ges^nstituten des BtzrpandeS dep veutfchen/Kre-fa flcn hangt mit dem maximalen ZinSfutz zusammen^ Prinzip soll auch hier die Richtschnur sein und es ditaenonemmaften batte iim im voriaett Slabre h.«, o4iir¥»ö'TatSah OfAliinnn nur'.U k!« lit 4M»ciuaE Transitorische Aktiva Deponierte Effekten Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern! Zinsen öiegiebeiträge Laut staatlicher Registrierung des Au7o> mobllabsaizes Im Jahre 1936 steht AUTO Skoda an erster Stelle. Die 3013 Käufer unserer Wasen haben dieses Ergebnis ermöglicht. Sie haben. sich für unsere Wagen entschlossen! Unseren Erfolg haben wir stets durch ver* läBüchen Kundendienst, erschwinglichen Preis und technische. Gewissenhaftigkeit errungen. Wir werden diesen Dienst fortselzen und vertiefen 1 ihren inneren Gegnern deswegen am stärksten an« gefeindet worden, weil cs ihr nicht gelungen ist, in «in gleichberechtigtes Verhältnis zu ihren Nachbarn zu gelangen. So hat man auch bei uns der Demokratie«ntgegengehalten, daß sie«S bisher nicht vermocht hat, ein solches Verhältnis zwischen Tschechen und Sudetendeutschen herzustellen, das beide Völler befriedigt. Aber Euröpa muh dazu gelangen, auch die Beziehungen zwischen den Völkern nikt den Mitteln der Demokratie zu regeln, in einer Weise, die nicht den Stachel des Besiegten hinterläßt. Der unheilvolle Gedanke der Revanche muh durch gegenseitige Verständigung und Achtung erseht werden. Gerade die TSR ist ein wichtiger Brennpunkt auf dem Feld des euro- väischen Ringens zwischen dem Glauben an Recht und Vernunft und dem Irrglauben an Unrecht und Gewalt. Bei unserer Ausgabe wird uns die geistige Vorarbeit Masaryks und Benei' Helsen, K£ 102,008,612.08 6,424.600.— 16,817.942.81 224.810.— Verlanget Überall Ke 102,042.014.89 (101,188.028.64) 16,000.000.— (16,000.000.—) 1.771,186.700.— (1.708,079.000.-1 7,641.167.20 (994.290.16) 274,141.648.75 (289,412.249.60) l. 625,719.524.02 (598,804.602.88) 44,071.752.49 (87,088.144.94) Zusammen Passiva: Reserven nach der Zuteilung Zusammen Berluft. und Gewinn-Konto Verlust: bei» UOMW Nicht bcrNclNchtlaen. bklim- dm dmnit. dns; Ne d'e wirt- fchnsilichc vedgiitiinn der liniiHral! unserer Le.er noch NtGL erknnnt baden oder nicht er * kennen wollen, tteiluna seien . beim, auch den Üiuetnrnieii beachten nnv beim irmkaui bi» uniecenien beuouuden NIemanb wird sich(be< schaiiaieiiten antdriinnen. die Ardeiterkundichan nicht 8« MNMien ttlffm 72. Jahresbrlcht dar HypoteCnf banka Ceskä (frUher Hypothekenbank du Königreiches Böhmen). . Di« Verschiebung der: Einlagen auf EinlagS» büchel und lausender Rechnung■ auf Pfandbriefe. Die Hypothekardarlehen sind um 68 Millionen; auf 1.892 Millionen gestiegen. Einlagen 800 Millio- nen. Depositen 2.988 Millionen. Im Jahre 1986| wurden 189 Millionen Hypothekardarlehen aus.' gezahlt. In der am 27, Jänner 1987 abgehaltenen Direktionssitzung wurden die Rechnungsabschlüsse der Ziptpale und. der Filiale in Bratisiava, mit der Erpasitur in Kvsice für da» Jahr 1986 genehmig:. (Die vorjährigen Ziffern sind in Klammern.) Bilanz. Aktiva: mehr kommen die Menschen zu der Erwägung,' oo c8.nicht doch eine Möglichkeit gibt, über die heutige enropäische Situation ohne Krieg. hinwegzukom- men und ajle StreitföMn aijf dem Hsgtz döl- demokratischen Verständigung zi» bereinigen. Hiß t die M| dieser Gedanke der. Verständigung ist, zeigt, ' i daß sogar di« SdP sich zum Grundsatz der Ver- Einen bedeutenden Zuwach» wessen diesn Per- ständigung der Nationen bekennen muh. Air i'ü'i"L".... säuflrsngen, ebonsp tpie die änderen die Bermes« .' Dte.Eletttsjität»wti:k« zahsen fast eher die Kre- senheit und Gewissenlosigkeit haben, nach einer dit« zurück. In.«arpathorubland half die Bank bei anderen Lösung zu. suchest. Bei allen Schwierig- der Ktzntzerston der Eleftrlsi,terung»kr«dite au» mid. leiten, deren Wik uns bewußt sind, müssen wir beveitet«Ine hst Aiige Emlssion der karpätho« sagen, daß die Situation für einen günstigen Aus-, nissischen Elektrizitätswerke vor.' Z911 gaNgder nationalen Verhandlungen nicht schlecht Die Notbrücke der Verständigung Abg. Jaksch spricht in einer Prager Parteiversammlung In einer zahlreich besuchten Mitgliederversammlung der Deutschen sozialdemokratischen BezirlSorganisation Prag, die unter Vorsitz des Genossen Schünfelder stattfand, hielt Abgeord- neter Wenzel Jaksch ein Referat über die gegenwärtige politische Lag« und die nationalen Verhandlungen. Der Referent führte im Wesentlichen auS: Auf allen Fronten handelt es sich darum, ob die Beziehungen der Völker geregelt werden sollen auf Grundlage des Rechts oder mit den Mitteln . k et Gewalt. Nach dem Weltkriege hat die euro» 2.982,74.0.185.08| p^ischc Demokratie leider nicht vermocht, das herr- (2.167,486.298.87) schände Prinzip im Zusammenleben der Völker zu Kk 5 728 898 842.88 I werden. Die Demokratie in Deutschland ist von , Sofort fällige Einlagen I Kö 6,885.856.75 (7,759.676.851 186,038.560.48 (271,876.412.27) 84,771.028.85 (48,654.788.20) 648,940.012.71 (518,968.718.51) 1.892,181.687.86 (1.824,285.841.81) 27,527.604.52 (82,828 802.74) 9,606.140.— (9,888.720.—) 2.— 89,768.829.28 184,097.868.88) 2.982,740.186.98 (2.167,486.298.87) K6 6.728,898.842.88 VOLKS MM SOLO- Die GesthMffsfUhrung der„Urania" . Die Direktion deS PolktzhildusigSvereine» „Urania" hgt uns api gestrigen Pag« verspätet eint Mitteilung zugeschickt de» Inhaltes, daß in der lebten Zeih gegen di« Leitung der»Urania" Beschuldigungen erhobest worden finbi worin ins- befondcre ihre Geldgebärunq beanständet wurde, Der iDbmstnn dqr„lsrania" hat spfprt di« erforderlichen Erhebungen eingelßitet find die Prst» fung" der PÜcher durch deßipetg Sächverständige veranlaßt. In"seinßr am 8S. Jänner"rbgqngl- tenen Sitzung hat daS. Präsidium der»khansa" festgsstM, dgß die bisherige Prüfung der Kassa, der Pucher und Beleg« ergeben hat. daß di« erhobenen Beschuldigungen HaWß sind. Karaufhip hat dgtz Präsidium dem Winäpst Herrn Hofrat Wcinhnber sind tzem^ Direktor Herrn Prof. Dr. Frankl: ftin Vertrauen auSgesvrochcn. r.> Dazu bemerken.wir-^ daß. die Untersuchung sowohl der Geldgebarung dir„Urania" sowie'. Aktien konnten an der Prager Effektenbörse, zum i Einlagen, in. laufender Rechnung erstenmql einen Kurs von 2000 Äi Überschrei-h-— test. Durch die seit einiger Heit anhaltenden^Kurs- Tu-nsiwrische Passiva Deponierte Effekten Valkswirlschatt and Sodaloolithi ...,. ginn-e» vorigem Jahres«in« Anleihe gegeben^” Die schleichende Teueruns h5ucbc-® ie««newvsrtige«ni-ih- ist in zehn csekeylifte,»»« VIC aUHdUianW I wucrwix Monaten rückzahlbar Mit dreieinhalb Prozent ln _ f'. Die Regiexung hat vor einigen Monaten verzinslich, während im Vorjahr« die Londoner. tnurkren. oder strenge Richtlinien zur Bekämpfung unbegrün- Banken nur drzt Prozent'Zinsest verlangten. ■ Gerüchten zufolge, welche in Pariser Finanz-] kreisen kursieren und die der.Jour" verzeichnet,> bemüht sich die französische Regierung noch um eine ander« kurzfristige Anleihe in Holland. lt«n am«stftzng btt Jahxess, da di« Mp«ri, nicht eingingen, zu beaegM,- Liz AstMee von der französischen Staatskasse ahgefMMNi' Affeksim«ch,. sondem von den grpß-n jsranzösifchen Siststbahn« gesellschaften. welch« d-m Staat entweder»» ganzen Ankeihe-Erirag oder doch ihren üh.rwie- kdndesi.Teil zur Verfügung stellen. Die ganz« Anleihe wurde in London direkt ohne öffentliche ist. Unser Bersuch hat in den breiten Kreisen deir deutschen Bevölkerung ein lebhaftes Echo"gesunden und auch daS Interesse des tschechischen Äöl- tes verlangt eine Lösung deS nationalen Problems. Wir glauben also an kein Wunder, aber wir erwarten auch keinen Mißerfolg. Wir sind überzeugt, daß einAnsang getan werden wiöd in schwieriger.und gefahrvoller Zeit, ein Bersuch, de't stinh"Bebeurüpg: hoch' stbep^'Asestzew tzeS Landes hinaus. Die verbinotüben Kräfte der beiden Völker müssen zu Worte kommen und die Sudetendeutschen werden eine tragbare Lösung des nationalen Problems in der TSR einem europäischen Krieg vorziehen. Durch den: Sieg Hitlers in Deutschland und den Wahlersolg Henlein» in dec ESR war die Gefahr groß, daß sich ein absoluter ideologischer Bruch zwischen den beiden Völkern vollzieht. Die deutschen Aktivisten haben das verhindert. Es wird uns, so Hoffen wir, gelingen, diesen ideologischen Bruch zu vermeiden und eine Notbrücke zu schlagen über die"Gegensätze, welche die Weltgeschichte ausgerissen hätt Wir werden daher den Glauben wieder Herstellen an die Fähigkeit der Demokratie, die großen geschichtlichen Problem« zu regeln. Wenn wir«ln Stück Erfolg erringen, kann daS ein historischer Wendepunkt sein. Wir können dadurch Herrn Hitler ein Stück Kriegsvorwand aus der Hand schlagen. Ein klüger Tscheche hat. gesagt,.wenn die Demokratie bei uns ihre Funktionen erfüllen soll, muß sie daS Instrument eines permanenten nationalen Ausgleiches sein. Zwischen dem Prinzip der Humanität, wie es Masaryk gelehrt hat und dem Ideengehalt der deutschen sozialistischen Bewegung gibt es keine Gegensätze. ES geht nicht allein um die' Verständigung zwischen Tschechen und Sudetendeutschen im Zeichen einer höheren demokratischen Staatsidee:«S geht um mehr, darum, daß die Tschechoslowakei nicht Brandherd sein soll im Herzen Europa», sondern, daß sie ein Punkt der Konsolidierung sei, daß von ihr ausstrahle ein Stück de» völkerverbindenden Geistes, welchen daS kranke und blutende Europa braucht, um einer neuen Blüte entgegenzugeben/ . Der Vortrag, an dem sich«ine kurze Diskussion anschloß, fand viel Beifall.- Betriebsfonds der Filiale . 7 ,. I„, 7 y 7)!,—-V-. rvrr-I in schlepnigten Wiederherstellung der Vorkrisenlöhne.: Pfandbriefe ich Umlauf Unbehobene Pfandbrieskupon» Zinse» Abschreibungen an Effekten Regieauslagen mit Pensionen Abschreibungen an Realitäten Reingewinn(zur Gänze den eigenen Reserven zugewiefen) 612.644.70 Kt 126,087.909.5» Gewinn: KE 119,689.248.41 4,880.619.67 1,684.896.41 888.745.10 betet Preissteigerungen erlassen. In einzelnen --Fällen sind die Behörden sogar mit strengen Maß nahmen gtqen diejenigen eingeschritten, die glaub'- ten^ die Zeit zu einer besonderen Schröpfung der Konsumenten. auSnützen zu könnt». Diese» Vor gehen der-Regierung, hat unstreitig einen allge meinen Prcjsaufschwung im Gefolge der Wäh« '.ichngSqbtvertung verhindert und eine gewisse Be» ruhigung in der Bwölkerung aufrecht erhalten. -/'Aber"dennoch darf nicht übersehen werden, '.daß wir un» im Zustand einer schleichenden Teuerung befinden. Hält man sich allerdings an . die.verschiedenen, vom Statistischen StaatSamt errechnendenJndize», so scheint diePreiSfteigeruNg Nhi:' einen ganz geringfügigen Umfang zu haben. Sp ist'der Index der Lebenshaltungskosten in Prag von Mitte November bis Mitte Dezenwer . nach den Berechnungen des Statistischen Staats- /mmteS. nur um 0.8 Prozent gestiegen?. Diese gftichs Erhöhung weist auch der gewogene Leben»« 'Mlttxkitrdex für den Durchschnitt de» ganzen Staa tes auf.' Dagegen meldet der Großhandelsindex kwm' 1'. Jänner gegenüber dem 1. Dezember schon jtinc Erhöhung vön 2.1 Prozent. " Aber die Erhöhung deS Index spiegelt die tatsächliche Teuerung nur zu einem Tell wider, was in der VerechnungSart seine Erklärung fin« ' det. Selbst da» Statistische Staatöami verzeich net bei.' den Lebenihaltungskosten eine Per« teuerung, die bei den Eiern sieben Prozent, bei Kraut zehn Prozent und bei Aepseln neun Pro zent'beträgt. Für Wäsche und Strümpfe wird xkne Preissteigerung von 6 bis 20 Prozent ver» zeichnet. Außerdem sind auch die Preis« für Seis^ Eigene Effekten und Schuhe in die Höhe gegangen. Bei der Auf gliederung'de» Großhandelsindex vom 1.' Jan-, Hypothekardarlehen ner wjrd eine Erhöhung der Rindfleischpreise um i elf Prozent, der Kalbfleischpreise um neun Prü,\ Forderungen, durch zent, bei Schöpsenfleisch um 22 Prozent, bei But», Wertpapiere gedeckt ter um 0.8 Prozent und bei ausländifchem m-aiitäten Schweinefett um 0.7 Prozent angeführt. Außer-j dem"stiegen di« Preise für Rohled'er um 16.6 j^amntar Prozents für Petroleum um 2.8, LeitiA um vier■ und für Holz um zehn Prozent. '" Auch sonst ergeben sich noch- für ander« Lebensmittel, und vor allen Dingen filr zahl-' reiche Bedaxssarttkel, Preissteigerungen, die-nur von den Konsumenten nicht immer genau kontrolliert' werden können, da sie sich' oft auch in Qua lität»« oder- Quantitätsverminderungen aus drücken.- '. i Die Entwicklung bedarf jedenfalls der ernste sten Aufmerksamkeit/ Sie rechtfertigt vor allem, ^dÄsPer8Men-W,ArWte'rschäff''rMch"erner'!ster! ,1TstfitthostDwaklsche Wlrtschaftsnachrlchten ,' Rekordkur» der Skoda-Aktien.' Die Skoda- rririen ronnren an oer Präger«nenciw<»|e.»uni, erstenmal einen Kurs von 2000 Ki Überschrei-1 .' WW.WW steigerungen ist demnach der bisher höchste.Spitzen- kür» von 1924 Kinder im KosijiMltürjwh'r 1229 erreicht wurde, überholt. Höher« Dividende: Di«^Nationalbank weist für das Fahr 19'86 einen um runp 4.5 Millionen Kk-Meren Reingewinn aus al» im vorhergehen» den Jahre.. Die Dividende pro Aktie wird von Lsitz.tza KS auf 210 KC erhöht. ES wird mehr gespart. Im Monat Jänner ist bei allen Geldanstglten ein starker Zufluß an Spareinlagen zu. verzeichnen. Die Spartätigkeit ist-starker als in den Borjahren. ,. Steigender Kohlenkonsum. Bon den Stein kohlenrevieren wurden vom ,1. bi» 15. JHmer 24 128 Waggons von der Staatsbahn angefordert gegen nur, 18.470 in der gleichen BorjahrSzeit. Ftzr die Braunkohlenbeförderung wurden 29.189 gegen 25.246 Waggon» im Borjahre deigestellt. .. Ein Kartell weniger. Da» Schlosserwaren- Diverse Einnahmen kartell ist durch Pen Austritt der Eisenwerke Erfp-gni» der Realitäten Brqnka A.,G.< der sich-dann einige weiter^ Fir-< i' nie» anschlossen, aufgeflogen. Zweieinhalt Milliarde» Sparkapital teil den tzeutslhen Kredit»en«sse»schgften.^Vel^dep ditgenossenschasien hatte sich^i^vorig^ Jg^pe ein Sparkapital von 2.5 Äistü»rhen Aö qngesaiN- mflts däp vor allem non Angehörigen delf Wttzl- stande», der'Jndustn, und der MMMBef vWpusig HstztzWt.'■'' Frankreichs Londoner Anleihe B-rig. Di« 40 Millionen Pfund SMing- Antzjhe, hi« nach dem geMwärtigen Kprß vier MiWd-n zweihundert Millionen Fsanes ergibt, und g«W abend» in stoiwon abgeschlossen wurde-i Wirtz an Pariser a-ntktchen Htesten M M Mk l nemmen wurpe. um den vorMraehuaew Mm, eine detzeufe^e GpMw»uryckzahlten. fchgen npch nicht eingingen, zu begegnen,- Di« Anleihe-'«Wen bedeutenden Zuwach» weisen dte m wxi» uanoigung oer pcanonen oerennen mug. Wir betzingungen find folgende t Die Anleihe wird nicht Wahrung und BerlwMn« der Bank sich befindlichen müssen ddher' den Mut zur politischen vexnünfi V,« k. ü) AMwaf- 11 Die Erhöhung der stn. Umlauf sich befindlichen au den Versuch der Versöhnung der beiden natip» nesi Pfandbriefe und der geringfügige Rückgang der Ein» nalen Lager heranzugehen. DaS demokratische Wenn der, Bücheleinleger nach den Abzügen nur ist hochbedeutsam, daß die Tschechoslowakei in bekömmt Und den Pfandbrief Uber 4U%; einer Zeit außenpolitischer Spannungen sich an» abwirst, so behebt de« Einleger sein« Einlagen und schickt, ein so heikle» Problem.zu lösen. Die Auf» kauft Pfandbriefe, welch« ihrer Sicherheit und guten gäbe ist nicht gleicht, der Versuch, die Berständi» Ruseß wegen selbst..hei steigenden Kursen gesucht gung der VYÜer auf demokrtmschem Wege durch» Werden....!zuführen, heißt heute in Europa, gegen den Leider sann man dje Nachfrage nach Pfand» Ström zu schwimmen.' Aber.je näßer dir letzte brieftN-nurteUweite7 befriedig«!, da-nicht genügend Eäncheidung über Krieg-oder Frieden rückt, desto Gejüche nach.Hypothekardarlehen-und nach Bau« krediten—trotz der jetzigen ostnstigen Bedingungen ---^ vorhanden sind, ; Neue Darlehen wurden im Beträge von|89 Rilliflnen äusgezahllj nachdem jedoch die Schuldner Seife 8 „SoAintbemotrnf* ©ottnfnfl, 31. Sänne, 1037. Nr. 27 Anglo- Elementar Versicherungs- Aktiengesellschafi in Wien Direktion für die CSR In Präg GeneralagentscZiafft Relcbankerg empfiehlt sich tum AbscbluB von■ 8M7 ‘feuer-, Unfall-, Haftpflicht-, Einbruch-, AutosTransport-, Glas-, Maschinenbruch-, Zeitkarten-, Reisegepäck- und Wetter-Versicherungen zu, ku’anlesten Preisen BarflaranllemIHel In der ÖR 63 Millionen Büros: Prag, Närodni 11. 17, Reichenberg, Schtagasse 21, Brünn, Theaiergasse 6 deren Buchhaltung durch den Sachverständigen noch nicht abgeschlossen ist, ebenso wie eine Reihe von anderen fragen in einer weiteren Sitzung des Präsidiums noch werden aufgerollt werden. Insbesondere handelt es sich da»m ein Pl e m o r a n d u in, welches der grösste Teil der Angestellten dem Präsidium überreicht hat und in Welchem Beschuldigungen gegen die Geschäftsführung erhoben werden und welche die Behandlung des Personals durch den Direktor— es wird da von„masstoser Ausbeutung" gesprochen — und die Führung der allgemeinen Volksbil- dungSarbeit betrifft. Dieses Memorandum, welches der Redaktion zur Kenntnis gelangt ist, wird, wie gesagt, den Gegenstand von Verhandlungen im Präsidium der-Urania" bilden. Bortrag Saksch-Schüh in' der Pkitomnost verschoben. Der für Montag, den 1. Feber, angesetzte Vortrag der beiden Abgeordneten im Klub „Pkitomnost" über„Die nationalpolitischen Forderungen der aktivistischen Parteien" ist verschoben lvorden, weil daS gemeinsame Memorandum der deutschen Regierungsparteien noch nicht veröffentlicht ist. Diebinnen als Stellungsuchende. Sm Salon einer Schneiderin in der Iungmannstraße in Prag II erschienen vorgestern zwei.junge Mädchen, die 28jäh- rige ehemalige Schneiderin Marie A rbe s und dar 22jährige Dienstmädchen Marie Kraus, beide aus Smichow. und erkundigten sich, ob die Schneiderin nicht eine Stellung für sie Wiste, da sie seit Monaten arbeitslos seien. In einem unbewachten Augenblick gelang er der Arber hiebei, aus dem Salon einige Schmucksachen— ein Halsband und zwei Ringe mit kleinen Brillanten— int Werte von Insgesamt 8000 KC zu entwenden. Beide wurden bereits gestern verhaftet, hatten den Schmuck aber bereits verlaust. Sie sind geständig. Sterbender auf dem Geleise. An der Nacht aus gestern, kurz nach Mitternacht, fand die Polizei in der Lhotekstkaße in Prag III einen Mann bewusstlos auf den Schienen liegen. Er wurde als der 26säh- rige Arbeiter Bohumil Klaiovsth aus Bkevnov sichergestellt, der angab, kurz vorher mit einem Straßen- bahnwagen der Einserlinie gefahren zu sein; ob und wie er aus dem Wagen gefallen sei, konnte er nicht mehr sagen- Er verfiel wieder in Bewußtlosigkeit und wurde auf die Klinik Schlaffer gebracht, wo er kurz nach der Einlieferung starb. Die Leiche wurde ins Institut für gerichtliche Medizin gebracht. Der Vorfall wird untersucht. Zwei Personen gaSvergistet.- Der 69jährige Schneider Franz M i c I a und dessen 89jährige Wirtschafterin Änionje Popeläk wurden gestern um 10 Uhr vormittags in ihrer Wohnung in Smichow, Komensküstraße 81, bewußtlos aufgefunden. ES wurde festgestellt, daß er sich bei beiden um eine durch Schäden in der Leitung herbeigesührte Leucht- gaSvergistung handelte. Die Verunglückten wurden, nachdem ihnen die erste Hilfe zuteil geworden war, auf die Klinik Nonnenbruch gebracht. Der Scha- den wurde von einigen Arbeitern der Gasanstalt nnSgebessert. Funst und Mssm „Vis welBe Krankheit** Rach zehnjähriger Pause ein neuer C a p e I auf der tschechischen Bühne! Ueberraschenderweise wurde vor drei Monaien eine bis dahin unangemeldete Einstudierung eines Stückes von Sabel im Rattonaltheater vorgenommen. Die Aufführung zeigte, daß der Stoff und Auffassung diesen Vorgang rechtfertigen; denn Capek griff diesmal in die Lebensfragen der heutigen Menschheit: Krieg oder Frieden, Humanität oder Despotie, Diktatur oder Freiheit. Er ging keiner dieser Fragen ans dem Wege und wenn auch der Schluß keine Sie- gesfanfare des Friedens und der Humanität ist, ist er es um so weniger der Diktatur. „Die weiße Krankheit" leitet ihren Namen von den weißen Flecken ab, die sich auf den Körper der bciallenen Menschen bilden, um zu einer Art Lepra auSzureisen, die mit dem Tode des Patienten enden muß, denn ein Heilmittel wurde noch nicht gefunden. Eine Epidemie greift um sich ungehemnit, bis ein einfacher Arzt in einem Armenviertel ein sicheres Heilmittel findet. In der staatlichen Klinik zeigt er den Erfolg seiner Behandlung, weigert sich aber, die Zusammensetzung des Heilmittels zu nennen, solange er nicht eine feste Gewähr hat, daß die führenden Männer aller Staaten— und damit ist auch der Diktator in seiner eigenen Heimat gemeint— den Krieg abschaffen und für den Frieden arbeiten werden. Diese Bedingung ist Hochverrat in dem Lande, das die stärkste Militärmacht ausbaut. Von der Kliink vertrieben, kehrt Dr. Galön in sein Armenviertel zurück, um die ärmsten Leute zu heilen. Er weigert sich entschieden, reiche Menschen gesund zu machen, solange sie"seine Bedingung nicht erfüllen. Er weist den mächtigen Leiter der Kriegsindustrie zurück samt seinen Millionen, er widersteht auch der Forderung der Diktators, ihm seinen Freund zu retten, er weist den Diktator selbst zurück, solangt der proklamierte Krieg nicht widerrufen wird. Die Erfüllung dieser Bedingung wird versprochen. Doch Dr. Galön wird vor den Toren des Palastes von der kriegsbegeister- ten Menge totgeschlagen. ES gjbt kaum eine dramatischere Konfrontation zweier Welsen, als die Begegnung des mächtigen Marschall-Diktators mit dem linkischen Armendoktor. Jeder von" ihnen hat eine mächtige Waffe in der Hand, die über Tod und. Leben entscheidet, jeder von ihnen ist von einer Idee bösesten. Der Diktator glaubt eine göttliche'Sendung vollsvhren zu müssen, indem er sein Volk rücksichtslos zum siegreichen Kriege führen will; der Arzt ist ein Mensch, d?r im Kriege nur die. sah,.die nickst mehr zürückkamen. Vor dem Diktator werden die Menschen zu Kriechern; vor dem Arzt, aber winselnde Kreaturen" mit der schrecklichsten Angst vor der zersetzenden Krankheit und dem Tode, mit dem verzweifelten Schrei„Jesus Christus, hilf!" Dr. Galön will nicht die Armen von der Armut erlösen—.; er handelt aus purer Menschenliebe, er heilt die Armen, aber nicht die Armut. Er weigert sich, die Reichen zu heilen,.die doch die Macht besäßen,! den Krieg zu verhindern, bei denen aber immer der Egoismus siegt. Da die johlende Menge junger Menschen die Humanität IN Gestalt der Arztes totschlägt und die Arznei zur Heilung der Menschen wütend zerstampft, ist auch die Diktatur durch ihre eigenen Ursachen und Wirkungen zu"Tode verurteilt. In der Regie D o st a l r und der Ausstattung Hofmanns wurde die Erstaufführung im Ständetheater zu einem- bedeutenden Ereignis der heurigen Saison, trotz de» etwas schleppenden Tempos im dritten Akt, wo auch vieler ungesagt blieb, wa» zum Ausdruck kommen sollte. Doch da» Nationaltheater besitzt zwei Schauspieler, die durch Verkörperung shmbolischer Tvpen auch den schwächeren Stellen zum vollen Erfolg verhalfen. Svmbolisch gemeint ist die ganze Handlung, die Krankheit und die Träger der Drama», und doch war Herr Haar als Galön eine unvergeßliche Gestalt: ein Armeleutarzt mit abfallender Schulter, ein heiliger Franciseu» in Naivität und Glauben, eine entwaffnende Einfalt, vor der die größte Mackst kapituliert. Die Gestalt der Diktators, den Herr Stipänek verkörperte, war mit beinahe erhabener Noblesse gezeichnet und, gespielt. In ihr war die Essenz aller Schattierungen der Diktatoren verkörpert, die die Stimme Gottes als einen Schlachtruf deuten, die Menschen und Schicksale nach ihrer Willkür formen wollen,, sich selbst für unverletzbar und unfehlbar hasten und darum tiefer fallen müsten.— Auch Herr Vvdra als Baron Krog, und Herr Karen als SigelluS sind zu erwähnen. Das neue Stück CapekS ist keine Ausfuhrware für die nächsten Nachbarn, es ist ein mutige» Bekenntnis zu Humanität und heiliger Ehrfurcht vor iedem menschlichen Leben. Sollen die zwei jungen Menschen, die den menschlichen Zusammenbruch de; Diktators erleben. Mut zur Wahrheit und zum neuen Leben finden, um da» ätzende Gift in der menschlichen Gesellschaft zu bannen? Der Beifall, der da» ganze Stück begleitete, aalt dem sich bedankenden Autor, der meisterhaften Darstellung und nicht zuletzt auch der Tendenz der Stücke»," m. i. Arbeitervorstellung„Matura", Komödie von Fodor, am Sonntag, den 7. Feber, um halb 8 llhr naibmittagS im Neuen Deutschen Tbeater. Karten täglich von 8 bis 2 und 4 bi» ü Uhr bei Optiker Deutsch, Koruna." Wochenspielplan des Neuen Deutschen TheawrS. Heute, Sonntag, nachmittag» halb 8 Uhr: Der schiefe Hut. Gesamtgastspiel de» Theater» in der Äosefstadt. halb 8: Madame hat Aus- a a n g, Gastspiel Paul Hörbiger, BI.— Montag halb 8: D i e F l e d e rma u-», volkstümliche Vorstellung, Abonnement aufgehoben.— Dienstag halb 8:Die Zarenbraut, A 2. — Mittwoch halb 8:>F räuleinElse, BI. — Donnerstag halb 8: I e a n, Gastsniel Leopold Kramer und Repi Kramer-Glöckner, S 2.— Freitag balb 8: F r 8 u 11 i n E l s e. D. — Samstag halb 8: Aida, BL,—'Sonntag balb 8: Matura, Arbeitervorstellung, halb 8: Der K u ß, C 2. Wechenspielplan der Kleinen Bühne. Heute, Somttag, nachmittag» 8 llhr: Menschen aus der Eisscholle, halb 8 Uhr: Jean, Gastspiel LeovoldKramer-Pevi Glöckner.—Montag 8: Unentschuldigte Stunde, voststümliche Vorstellung.— Dienstag 8 Uhr: Firma.— Mittwoch 8: I e a n, Gastspiel L. K r a m e r und P. G l ö ck n e r, Bauk- b-amte II und freier Berkaus,— Donnerstag 8: Arel an der Himmelstür.— Freitag 8 Uhr: Jean, Gastspiel L. Kramer undP. Glöckner. Theatergemeinde des Kulturverbandes und freier Verkauf,— Samstag 8 Uhr: Sean, Gastspiel L. Kramer und P. G l ö ck n e r. Sonntag 8 Ubr: Salzburgausverkauft, 8 Mr Jean, Gastspiel L. K r a m e r und P. Glöckner. Der Atm' Der König der Verdammten In einer überseeischen Strafkolonie,, die einem nicht näher bezeichneten Staate gehört, spielt dieser englische Film, dessen Höhepunkt der lange geplante, gut vorbereitete, menschlich und rechtlich begründete Aufruhr der Sträflinge gegen den grausamen uno korrupten Kommandanten ist. Dieser Aufruhr ist wuchtig und packend als stürmisch sich steigernde, mit allen Effekten eine» großen SchlachtcichildcS wirkende Filmszene aufgebaut und erweist den Regisseur Walter Ford als einen Mann," der sich auf Wirkungen versteht. Auch das Leben der Sträflinge, die Szenen im Tropenregen und nachher die Beschießung der Kolonie durch einen Kreuzer sind filmisch eindrucksvoll geraten. Ja man könnte den Film bis zur Mitte für eine wirklich revolutionäre Angelegenheit halten, wenn nicht nachher verzweifelt der Versuch gemacht würde, aller wieder abzuschwächen: der Führer der Sträflinge