ToMdemokrat Aus dem Inhalt Aultakt In Johann/ibad 17. Jahrgang Nr. 41 Mittwoch, 17. Feber 1S37 London desavouiert Herrn Rutha I der|ran»Hsttchen Ächtera stach Lontzoy zurück,'j Rentner zur Nonalllerung dar PentloniverUeherung Unarqulckllthes aut dem nationalen Lager ttinjelprel« 70 leinschUcßl. 8 Seller Porto) 1■'" 1> lächerliche Behauptungen** Die plötzlich« Beschleunigung, zu der sich der Mcht-JnterventionSauSschutz, bzw. dessen Süb- komitt in seinen Arbeiten Montag aufgeraffthat, wird allgemein alS»ine Folg« des energischen Eingreifen» der französischen Regierung erklärt. Der französische Botschafter ll orbin habe erklärt, daß Frankreich einer weitere« Verschleppung nicht ruhig-usehe« werde. Zugleich habe die französische Regierung inRom(Blum hatte übrigens den Botschafter Serutti empfangen)' d i e Erklärung abgebe» lassen, dass jede» weitere Vordringen italienischer Truppt« in. Spanien ebenso wie etwa daS Auftreten deutscher Truppen in Marokko mit der Entsen dungzw« ier fr a n z>ö f i s ch e n D t v ist, n en«ach Spanien beantwortet werden» würde. Dir energische Sprache Frankrtich» genügte, um Rom für dq» Abschluss eines Abkommens über daS Frei- willlsrn-Berbot itfügig ,« machen.- I'?: Dienstag meldeten einige Blätter, Frankreich habe bereits zwei Dioifionen nach Spanien lich durchgefallen und wir wollen hoffen, daß diese Schlappe nicht nur der SdP verdientermaßen schade, sondern auch dem Fortgang der Verhandlungen in Prag nütze, da man zur Genüge erkennt, daß Großbritannien in den deutschen demokratischen Parteien durchaus vollwertige Partner einer nationalen Verständigung zwischen Tschechoslowaken und Sudetendeuischen erblickt. * RuthaS Londoner Reise hatte Dienstag auch im Budgstausschuß des Abgeordnetenhauses ein Nachspiel..Als in' der„Debatte'der SdP-Abge« ordnete Dr. Peter» die Wirtschaftspolitik des Staate» kritisierte, entgegnete ihm dek Nattünat« svzsaklfk 9t. ldkftpka, wenn gewisse Dinge dir wirtschaftliche Aktivität unserer Regierung behindern, so. sind diese Schwierigkeiten namentlich auch bei der SdP zu suchen. Di« Regierung müsse sich der Beseitig»«« der politischen Hindernisse widmen, welch« die SdP der. Republik auf internationalem Boden verursacht. Dieser Zu st and sei untragbar, Lese man, dass in London und in andere» ausländischen Städten Vertreter dieser Partei auftreten und sich da» Recht von„Gesandten" eines bestimmten Teils der Bevölkerung der Tschechoslowakei anmassen, wobei sie dem Ausland absolut unrichtige und verzerrte Informationen über die Tschechoslowakei erteile«, dann hät« dies» Partei keine Legitimation, ähnliche, vorwürfe gegen die Regierung'»» richte» Man müsse fragen, ob«» irgendein Staat in der Welt dulde» würde, dass seine Angehörigen im AuSladd gegen ihn mit Unwahrheiten und. ver- zerrteir Darstellungen kämpfen. „erstaunen und Aerger Herr Architekt Rutha, Henleins Botschafter für London, ist diesmal sehr rasch mit einer kalten Dusche bedacht worden, die ihm augenscheinlich recht überraschend kommt. Wie aus London berichtet wird, ergreift Dienstag der diplomatische Korrespondent der „M o r n i n g P o st" daS Wort und schreibt u. a. folgendes: „Die letzte Aktion des Herrn Rutha hat in London Erstaunen «ndAerger hervorgerufen. Herr Rutha ist soeben von feinem Besuch in England nach Prag zurückgekehrt. Während seines hiesigen Aufenthaltes ist er von verschiedenen Persönlichkeiten rein privat empfangen worden. Keine dieser Begegnungen war irgendwie anders anfzufassen als inoffiziell. In der Folge kündigt er jedoch an, dass die. britische Regierung in Deutschlands Disput mit der Tschechoslowakei völlig auf selten deS Reiches stünde. Ich bin in der Lage, kategorisch zu.erklären, dass diese B.e.hanptungvoll» kommen unberechtigt u n d u n b t• gründet ist. Dir britische Regierung hat an den Streitigkeiten Berlins mit Prag kein««!»! Anteil. Bestimmt war hier niemand geneigt, mit den RaziS zu shmpathisteren, die seit Wochen eine künstliche Hatz- und BerleumdmigS- kampagne gegen die Tschechoslowakei betrieben haben. DaS einzige Ergebnis der l ä ch e r l i- chcn Behauptungen.deS Herrn Rut h a kann darin bestehen, dass dir'Brzie- . Hungen zwischen Deutschland«ess der Dfchpchoe ■ slowakei- noch bitterer und dis" Möglichkeiten einer Lösung, wie sie jetzk erwogen wird,»eeln- trächtigt werde»? Obgleich die Pressekampagne in Deutschland gerade da» Gegenteil zu beweisen scheint, besteht guter Grund zu der Annahme, dass Deutschland froh wäre, eine Regelung mit ter Tschechoslowakei zu treffen. Wie seinerzeit mit Oesterreich, kann wohl auch diesmal dir deutsche Pressekampagne nur. den Zweck haben, die Tschechoslowakei zu schrecken, um so günstiger« Bedingungen zu erhalten. Jede» Abkommen würde natürlich die Frage der deutschen Min- '. derheit regeln, aber die B ehau ptun g d es HerrnRutha, dass sei ne P ar't.'ei d'i« Unterstützung GrotzbritannienS habe, kann nur bewirken, dass dir tsche- choslowakische Regierung intransigent wird, wodurch seine, eigenen Interessen am meisten geschädigt würden." Damit wäre für diesmal die Mission RuthaS Wohl erledigt und zugleich sein offen« Augen auf daS Parlament gerichtet sein sollten. DaS Parlament hat gerade in dieser Gesetz« gebungSperiode wiederholt.eine erfreuliche Aktivität und lebendigen gesetzgeberischen Willen bewiesen. Es sei an die Steuernovelle erinnert, die im Parlament von Grund auf umgcarbeitet wurde, es sei daran.erinnert, daß auch die letzte Devalvationsvorlage erst in den parlamentarischen Verhandlungen ihre letzte Fassung erhielt, und erst in den letzten Tagen hat da» Abgeordnetenhaus bei der-Beratung der Novelle. zum Gesetz, über, das BerwaltungSgexicht seine gesetzgeberisch« Initiative kräftig gewahrt. Wi». lommh "ts.'.väss M-PMiWstt.'ViU' alifso'MldlNGibler" ken, auch auf dem unmittelbar verwandten Gebiet der'.Finanzpolitik,, seinen Mann zu stellen versteht, in den Fragen der Wirtschaftspolitik im engeren Sinne sich, einfach beiseite schieben läßt? ES ist nicht, zu verkennen, daß diese, vom Standpunkte der parlamentarischen Demokratie außerordentlich bedauerliche Erscheinung mit dem Ermächtigungsgesetz zusammenhängt, besser gesagt, mit einer Handhabung. des Ermächtigungsgesetzes, die. mit den ursprünglichen Absichten, welche seine Schaffung begleitet haben, längst nicht mehr Im Einklang steht. Diese Auffassung'kommt sehr deutlich in einem Artikel deS ZentrylörganS einer'der maßgebenden KoalitionSpatteien, in den„Lidovk Lisch" vom 14. d. M. zum Ausdruck. ES wird dort unter anderen gesagt: . ,Por dem Ermächtigungsgesetz war das Parlament mit wirtschaftlicher Arbeit förmlich überhäuft, nach dem Ermächtigungsgesetz regelt die Regierung alle» nach dem Antrag einzelner Ministerien durch bloße' Regierungsverordnung. Da» Parlament beschäftigt sich außerhalb, seiner langen Ferien mit Dingen, die seine Arbeitsfähigkeit -weder.seitlich, noch im. Verhältnis.zu der wirklichen Bedeutung dieser. Körperschaft' erschöpfen . können...... Die Regierung, die vor dem Ermäch- ttgungSgesetz Zeit genug-hatte,, sich wichtigen poli- tischen Fragen'zu widmen, ist heute mit der Erlassung wirtschaftlichex Verordnungen voll beschäftigt.... Und so habest wir heute tatsächlich«ine übe r'a r b« i t et e'R'e g ierung und ein nicht voll beschäftigte» Par- l am e n t, was sicherlich keine verhältnismäßig« 'Betteilung der Arbeitslast-bedeutet.. ES ist interessant, diese Wort« mit den Ausführungen zu vergleichen, die vor mehr als einem' Jahr, am 21. Jänner IVSü, in unserem Blatte zu lesen waren: „(SS. entspricht nicht der ursprünglichen Absicht de» Ermächtigungsgesetze», daß Vorlagen, für. ' die eine l rlamentarische Mehrheit gesichert wäre' und- für deren rechtzeitige Verabschiedung kein Hindernis vorliegt, durch Verordnung in.'Geltung gesetzt'werden. Da» Parlament hat wiederholt bewiesen,' daß c» imstande ist,- eine Regier» ngsvor- ' läge/ Wer die im Ministerrat nur grundsätzliche -' Einigung"bestand,, in' den Einzelheiten auszu- -' arbiiten und' dem bloßen Entwurf die endgültige '- Fassung"»«'geben. E»'sprechen also all« Gründe ftttt ein« zweckmäßig« und'dem Geiste' der Ber« käffung entsprechende Arbeitsteilung.zwischen Röglerung und Parlament und gegen den be« ! stehenden.Zustand einer überlasteten Regierung. neoen einem wenig beschäftigten Parlament." ES kann kein Zufall sein, daß zwei von-, einander vollkommen unabhängige Aeutzerunge» Viel LÄrm um nichts Das Flugzeug Uber Wien— eine völlig harmlose Angelegenheit-. Wien. Die Nachforschungen nach dem mysteriösen Flugzeug, das Freitag und Montag in großer Höhe mit Rauchgasen gehrimniSvolle Zeichen auf den'Himmel projizierte, haben zu einem vollen Erfolg geführt. ES hat sich herauSgestcllt, daß'eS sich um k e i n au slä ndisch«SFlug- z e u g handelt, sondern um eine o st: r r e i ch i- s ch e M a s ch i n e. die auch von einem österreichischen-,Pilote«,' der-eisten'.Sportflug absolvierte, gelenkt- wurde; er arbeitet« dabei auch mit Rauchgasen,-um eine entsprechende technische Vorrichtung auszuprobieren. Dar Flugzeug ist am Montag völlig regulär.von einem.österreichischen Flugplatz auS gestattet. Seine Provenienz «Nd-di« Person des Piloten schließen im voran» den' Verdacht irgendeines' Propaganda-Versuches auS. GS handelt sich um einen völligh armlose n U ebüngSflug. «rf^aßnt»it Ausnahme des Montag»g«ch fr«h RedaktionUnd Derwaltung. PragXII., Fochova 62- Telephon 58677- Herausgeber: Siegfried Taub- DerantwottlicherRedakteur: Karl Kern, Prag 'sichtliches Vorhaben, di» tschechisch-deutschen Ver handlungen in Prag von London auS zu torpe dieren. ES ist bekannt und in jüngster Zeit von englischer Seite immer wieder bestätigt worden, daß Britannien an einerRegelung derMinderhe itenfrageinder TSR, an einer nationalen Befriedung zwischen Tschechen und Deutschen das denkbar g r ö ß t«' 3 n t e r e s s e hätte, weil man darin einen wirksamen Schuh der Tschecho slowakei und einen ernsten Beitrag zum Frieden in Mitteleuropa erblicken würde! So blickt man heute mit Erwartung nach Prag und hofft zuversichtlich, daß die von Dok tor Hodssa' inaugurierten Verhandlungen.zu einem günstigen Ergebnis führen. Rutha ver suchte, die Sympathien Englands aber für die,..JBBL...,.„, SdP zu beschlagnahmen und, wie es scheint, die, Umstand, daß diese Erscheinung niemandem auf- BerständigungSaktion der demokratischen deutschen fiel, daß sie schon als selbstverständlich empsun« Parteien zu diskreditieren. Er ist damit gründ--, den wird, statt daß bei einem solchen Anlaß aller f.Xs Seite 2 Mittwoch, 17. Feier 1037 Rt. 41 sicherlich nicht deshalb die Erlassung von Ber- sügüngen mit Gesetzeskraft einem Ausschuss des Parlamente» Vorbehalten, um ein System der NotvetordnuNge« zu begründen, das sich vom 8 14 nur dadurch unterscheidet, daß man das Parlament nicht einmal vertagen mutz, um es beiseite zu schieben. Die herrschende Theorie steht freilich auf dem Standpunkt, dass das Parlament sein Gesetzgebung-recht im Wege der sogenannten Delegation auf die Regierung Übertragen könne, aber wie da» mit der Verfassungsbestimmung vereinbar ist? welche Regierungsverordnungen nur zur Durchführung und in den Grenzen eine» bestimmten Gesetze» zulätzt, ist nicht' leicht einzusehen. Keineswegs wird dem Sinne der Perfassung Genüge getan, wenn die Gesetzessammlung immer neue und neue Ermächtigung-Verordnungen publiziert, in einer Zeit, in der die parlamentarische Maschine leerläuft. Solche Ber» hältnisse müssen. notwendigerweise da» Ansehen des Parlamente» schmälern und das bei mks nicht gerade schwächlich entwickelte Machtbewußtsein der Bürokratie noch steigern. Der Wähler sieht schließlich im Parlamentarier keinen Gesetzgeber mehr, sondern nur noch ein Werkzeug zur Befriedigung seiner Intervention-Wünsche und, wa» schlimmer ist, der Parlamentarier findet sich mit dieser Rolle ab. Das alle» wurde mit anderen Worten an dieser Stelle schon vor mehr al» einem Jahr gesagt. E» ist erfreulich, daß sich die Stimmen mehren, die eine Aenderung diese» Zustande» verlangen. Dazu wäre nicht» andere» nötig, al» daß die Anwendung de» Ermächtigungsgesetze» auf jene Fälle beschränkt wird, fiir die e» bestimmt ist und die seinem eigentlichen Zweck entsvrechen, also auf wirtschaftliche Maßnahmen, die. ohne Schaden für die Sache nicht aufgeschoben werden können. Dazu ist ferner nötig, daß die Berordnung»gewalt sich streng an die Grenzen der Ermächtigung hält und nicht den versuch macht, zu einer immer weiteren Auslegung ihre» Umfange» zu kommen. Der alte Rechtsgrundsatz, daß Ausnahmebestimmungen einschränkend, nicht erweiternd auszulegen find, muß wieder zu Ehren kommen. Um schließlich dem Verfassung»grundsatz, daß Regierungsverordnungen der Durchführung der Gesetze zu dienen haben, wieder zu seinem Recht zu verhelfen, muß da» Parlament auch in der Wirtschaftspolitik bestimmend und richtunggebend austreten. E» muß dit Grundzüge de» WirtschaftiprogrammS abstecken, in dessen Rahmt» bann die Regierung konkrete Notstände durch Erlassung von Verordnungen bekämpfen, konkrete Bedürfnisse durch Ausübung ihre» Verordnungsrechte» befriedigen kann. Wenn die Regierung al» Vollstreckerin der parlamentarischen Willen» auftritt, dann ist da» verfassungsmäßige, das demokratische Verhältnis zwischen Regierung und Parlament wiederhergestellt, Mögen auch einzelne der ReglerungSmatznahmen formell den Charakter selbständiger Rechtsnormen haben. Zu alledem bedarf e» zunächst keiner Aufhebung und nicht einmal einer Abänderung de» Ermächtigungsgesetze». Nötig ist aber dazu, daß da» Parlament sich seiner Aufgaben al» Organ der demokratischen Willensbildung bewußt ist, die zu erfüllen nicht nur sein Recht, sondern auch seine Pflicht ist. Nötig ist dazu, daß da» Parlament in einer Zeit, da die staatlichen Eingriffe in bat wirtschaftliche Getriebe nach wie vor schicksalsvolle Bedeutung haben, auch in der Wirtschaftspolitik jenen Lebenswillen lind jene aktive Kraft an den Tag legt, die er bei anderen Gelegenheiten wiederholt in so erfreulicher Weise gezeigt hat. R. W. Konflikt kumSniens mit faschistischen Diplomaten Energische Sprache des Ministerpräsidenten In der Kammer Bukarest. In der dienstägigen Kammersitzung interpellierte Abgeordneter CallineSc« de» Ministerpräsidenten, ob or davon Kenntnis hab», daß an dm BestattungSfeierlichkeitm für zwei Legionäre der„Eifemen Garde", die in dm Reihen der Aufständischen in Spanten gefallen sind, am vergangmm SamStag auch fünf fremde Diplomaten teilgmommm haben. CalineScu will wissen, welche» die Haltung der Regierung hiezu ist, sowie ob diese Teilnahme feiten» der genannten Diplomaten ein offi- zioller Akt oder ein Privatakt gewesen sei, Die Zeit, in welcher fremde Diplomaten'sich in die innerpolitischen Auseinandersetzungen Rumänien» einmengten, sei längstvorbei. Die nationale Würde werde die Rückkehr dieser traurigen Zeit zu verhindern wissen. Caline»eu fragst die Regierung, ob sie e» nicht für notwendig halte, angesichts der Gefährlichkeit der spanischen Frage mit besonderer Ausmerksamleit darüber zu wachen, daß Rumänien nicht durch die unsolide Einmischung fremderFak- toren in einen die nationale Zukunft gefährdenden Agitation-Herd verwandest werde. Man Utüsse solche Agitationen nicht nur im Keime vet» hindern, sondern auch jede Zweideutig» skeit vermeiden. Minister Tatareöcu erteilte folgende Antwort: Der Regierung seien die mstgeteiltm Tat» sachm zur Kenntnis gebracht wordm. Unabhängig vom Ergebnis, mtabhängig von den Aufklärungen, welche erbeten wurden, und welche tevorstehen: Tollten di» mitge- teiltm Tatsachen sich als begründet erweisen, s, werde sich die Regierung einer ernste« Lage gegenübersehen. Zweifellos sei die Beteiligung an einer von einer p o- litischen Partei gemachte« Veranstaltung an** gesicht» deS WarakterS,. den man dieser Vera»-. Haltung zn gebe» versuchte, ein« Verletzun g d e r diplomatischen Reg e l n.- Die Regierung werde die durch persönliche Akte— welche auf die Beziehungen zu den betreffenden Staaten, mit denen man dir besten Beziehungen wünsche, keine« Einfluß haben können— notwendigen Mnßnahmm in rascheste Erwägung ziehen, diese Frage sofort untersuchm und prüfm. Nach der kategorischm Erklärung deS Ministerpräsidenten Hilt man in Bukarester politischen Kreisen dir Möglichkeit de» weiteren Verbleiten» der Gesandten der betreffenden Staaten(eS handelt sich außer um Deutschland und Italien anscheinend auch noch um Port mal) für zweifelhaft.' Schweizer Bundesrat gegen kommunistische Beamte Bem. Der schweizerische BundeSrat hat seinen Beschluß vom 2. Dezember 1082 über beit Ausschluß von Kommunisten au» der Bundesverwaltung dahin erweitert, daß auch die Mitglieder von sieben Nebenorgaüisationen nicht mehr als Beamte oder Angestellte de» Bunde» weiter geduldet weiden. sich bi» zur wörtlichen llebereinstimmung einzelner Wendungen miteinander decken. ES liegt hier eben ein Tatbestand vor, der von: Gesichtspunkte dzr Verfassung, wie nach den Grundsätzen'der parlamentarischen Demokratie weit mehr Beachtung verdient, als er in unserer Oessentlichkeit bisher gefunden hat. Das Organ der katholischen Volkspartei zieht aus diesen: Tatbestand den Schluß, daß eS, zumal der Tiefpunkt der Krise überwunden ist, nun an der Zeit sei, da» Ermächtigungsgesetz aufzuheben. Aber so weit mühte man gar nicht gehen. E» soll nicht übersehen werden, daß gerade der Wiederaufstieg der Wirtschaft, wenn er gefördert und vor Rückschlägen bewahrt werden soll, große Aufgaben stellt, die vielfach rasche» Handeln erfordern. Da» bloße Bestehen einer wirtschaftspolitischen Ermächtigung, wenn sie sinngemäß und innerhalb ihre» Mahnten» gehandhabt wird, muß kein Schaden für die Demokratie sein, kann vielmehr der aktiven Demokratie im Kampfe gegen wirtschaftliche Schwierigkeiten eine Waffe bieten. Aber so ist da» ErmächiigungSgesetzi nicht gehandhabt worden. ES ist keineswegs nur dort angewendet wor« den, wo die notwendige Raschheit der Entscheidung eS gebot, eS ist vielmehr überall angewendet worden, wo eine mitunter recht weitherzige Auslegung de» Gesetzes feine Anwendung und damit die Ausschaltung des parlamentarischen Weges gerade noch zuließ. Und die notwendigerweise elastische Fassung der. Ermächtigung hat e» mit sich gebracht, daß sich der Kreis der Maßnahmen, die durch Verordnung in Kraft gesetzt wurden, immer mehr und mehr erweitert». E» ist ja sticht unbekannt, daß sogar die Absicht bestand, die in ihrem Wesen durchaus politisch» Institution der Regierungssekretäre in den Gemeinden durch eine Ermächtigungsverordnung zu verwirflichen. Aber damit wird da» verfassungsmäßig» Verhältnis zwischen Parlament und Regierung geradezu auf den Kopf gestellt. Das ist buchstäblich wahr. Da» ging so weit, daß etwa di» Regelung der Milchwirtschaft durch Verordnung erfolgt», während da» Parlament durch da» Gesetz über die Milchfond», da» wegen der Einhebung von Zwang»- kiciträgen dem BerordnungSwege. entzogen wgr, die notwendige.Ergänzung der Regierungsmaßnahmen beistellen mußt». So wurde auch di» Zinsfußsenkung, sachlich zweifellos eine der wertvollsten Maßnahmen der letzten Fahre, durch RegierungSverordstung dekretiert, wahrend da» Parlament, durch die Besteuerung der Dividen- denpapier»»in» Lücke dieser Regelung auisüllen mußte. Wir haben e» also erlebt, daß der Gesetzgeber DurchführungSnormen zu den Regierungsverordnungen erlassen mußtet Dieser Zustand ist verfassungsmäßig bedenklich und entspricht den Grundsätzen der Demokratie keineswegs. Die Verfassung, deren Schöpfer noch unter dem unmittelbaren Eindruck der altösterreichischen 8 14-Wirtschaft standen, hat 8 WuviediMte /o Von Margarete Neumann Der Habicht hat geschrieben: »Mein vielgeliebtes arme» Kindt Wir sorgen uns um Dich, sehnen unS nach Diri- Mama Ist krank vor Qual und Reue. Schreibe unS doch nur eine einzige Zeile. Jo, e» kann doch solche Widernatur nicht geben, Du kannst doch Deine Eltern nicht hassen. Joi eine einzige Zeile — wir flehen Dich an... Dein zärtlich liebender Vater. Alice läßt herzlich grüßen." „Steinpilz, wir werden dem Herrn Dr. Bracht antworten, daß Jo niemanden zu sehen wünscht. Schreibe e» in meinem Auftrage, Steinpilz. Der Habicht spielt ein»' Komödie, weißt du, meine. Sonnenpupille hat ihn durchschaut. Er sitzt neben der Nixe, ganz nah' siehst du dort, dort in der Baumkrone,.. Hilfe! Hilfe!" „Jos, ich, Bruder Laveri bin bei dir, auf der Baumkrone sitzt eine Drossel, Ao, beruhige dich. Ich will für deine arme Seele beten..." Die Stille macht mich wahnsinnig. Habe ich das alle», geträwnt. Ich sehe doch keinen. Kiesweg, keinen Mönch... ich bin doch in keinem Garten... ich sitze in dem Fauteuil, wo die Clarkpuppe immer saß. Papa ist sehr gut zu mir und Mama streichelt zärtlich mein Gesicht. Alice ist ganz mäuschenstill, um mich nicht zu stören... Wa» das nur sein, mag? Soeben wollte sich doch der Habicht auf mit stürzen... und ver Steinpilz kniete neben mir und betete: Ave Maria.... „Sieh' doch, Alice, wie bleich der Junge ist." Die Nixe beugt sich über mich. Ihr Haar knistert, Funken sprühen daraus, eine Stichflamme blendet mich... Feuer, Feuer, Feuer, Hilfe,., „Io, Ich bin bei dirl fürchte dich nicht!" Der Steinpilz umfaßt mich. Der Kiesweg liegt vor mir im ersterbenden Glanz der Sonne. „K», KS" SteinpilzI" „Was wünschest du von mir." Ich will dir eine Geschichte«rzähleni Laß mich erst beten Jo, damit der Feuerbrand in deinem Kopfe erlischt! „Herr Jesu» Christu», erläse den armen gepeinigten Sünder, bestrafe, die an ihm gesündigt haben, verzech ihnen nicht, sowie ich chnen nicht verzeihe...." Ehichichi, bist du ein komischer Priester, Steinpilz, wie stehst denn du au«? Du hast ja eine Habichtnase, weg von mir... weg, ich erdrossele dich... weiche hinweg... hinweg... Ich spüre im Munde einen widerlich süßen Geschmack, sinke in ein Grab voller Blutegel, st» saugen an mir, ich schlage um mich, wälze mich vor Ekel, sie saugen l..•' • Heute sprach der Arzt da»' erstemal zu mir direkt. Ich sitze in einem Lieaestühl an der Terrasse, neben mir der Arzt. Er fleht mich voller Menschlichkeit an oder sehe ich vielleicht da» erstemal in ein wirklich menschliche» Gesicht? Er spricht mit Mir. Eitze tiefe innige Stimme. Oder höre Ich sie nur, so, weil ich dar erstemal eine wirklich menschliche Stinime vernehme, die mit mir Mitleid.' fühlt?. Ich weiß e» nicht, bin noch zu schwach und Hobe wahnsinnige Angst vor dem verfall in die Unwirklichkeit der quälenden Träume. Ich schließe die Augen— die Sonnenpupille zeigt sich nicht mehr, pielleicht sehe ich deshalb jetzt ander» al» früher? Der Arzt spricht: Jo, wenn du gesund werden willst, dann mußt du dich befreien von dem, wa» dich beherrscht— dem Haß gegen deinen Vater l" Ich lasse die Augen geschlossen— die Son- nenpitpille zeigt sich, auch jetzt, nicht, also, träume ich nicht! «Hörst du mich, Joi" Ach ziehe al» Bejahung die. linke Augenbraue hoch, sprechen will ich nicht. „Entweder du befreist dich oder du gehst ganz zugrunde, hörst du mich, Jo?" Ich wiederhole da» Heraufziehen der Stirn- haut. „Befolge meinen Rat!" „Welchen?? sda» deutete Ich durch Achselzucken an). Der Arzt verstand mich und sprach! „Schreibe!!" * An einem Gommertag. Ich habe mit Aufbietung eiserner Willenskraft, wie sie wahrscheinlich nur geistig Abnorntale besitzen! den Befehl de» Arzte» zu befolgen versucht. E» ist ein schwerer Anfang. Ob ich e» beenden werde— ich glaube er nicht, aber ohne diesen Glauben werde ich niemals genesen.■ Ich habe heute einen von allen Beschwerden freien Ttzg. Unendlich ftiedlicheStimmung liegt Über mir, hie Stille, die mich sonst störte—.heute genieße ich sie und... lese, wa» ich bisher niedergeschrieben habe: * Die Kanzleiräume de» Rechtsanwalt»» Dr. Eduard Brachta unterschieden sich von den Wohnräumen der. Familie Brachta nicht wesentlich. Da und dort roch e» muffig in den ungenügend gelüfteten Räume« und da» Licht verfing sich in den schweren Plüschvorhängen hoffnungslos zwischen Stoff und Staub. Rur ein Raum diese» düsteren HauseS bildete ein Ausnahme: des llei- ndn Josb Brachta» Kinderzimmer. Hier waren dtm Licht keinerlei Schranken gesetzt, ungestüm drang e» durch da» geöffnete Fenster. Lustig blähte sich bet! hellgeGe Mullstoren im Winde, Mühte sich vergeblich^ hinauszuflattern, denn die Seidenquaste war In den Händen de» kleinen Jo gefangen. Der Knabe hielt dl» bunte Quaste über dem Märchen eine» schwarz-weiß gefleckten Kätzchens und sprach ermütlgetzde Worte zu ihm: Miezekatze', so springe doch... Wahlstatistiker Vrany Die wahlstatistischen Spielereien de» Herrn Rehok-Branh haben schon eine gewisse Berühmtheit erlangt. Und wenn er sich auf diesem Gebiete ein Älgnzstück leistet, so selbstverständlich im,Zusammenhang mit unserer Partei," die Herr Branh ganz besonder» in» Herz geschlossen" hat. Er ritt am Sonntag eine Attacke gegen den Vollspartei« lichen Führer Staiek, der in einer seiner letzte.« Reden über die„Koalitibn der Armen" gesprochen hat, zu der sich die katholische Bollspartei bekenne. Die Zusammenarbeit der Bollspartei mit den Sozialisten ist Herrn Branh begreiflicherweise ei« Dorn im Auge und er bekämpft sie nach seiner Art, da» heißt, vor allem durch den Versuch, die Sozialisten zu di-kretitieren. Da» steht, im vorliegenden Falle so au»: „In Eurer Koalition der Armut! ist auch nicht nur die Partei Dr. Meißner», sondern auch die Partei Dr. Ezechr, die deutsche Sozialdemokratie. Diese Partei erhielt im Jahre 1985 insgesamt 299.999 Stimmen, darunter sind 99.999 Stimmen jüdischer Fabrikanten, Advokaten, Groß« Händler, Financier» und deutscher Juden über« Haupt. Denn— wen wählten die Pefchek und Weinmann? Sicherlich haben sie nicht den Antisemiten' Henlein, noch die deutschen»christlich« ■ sozialen, noch die deutschen Agrarier gewählt. Alle wählten die Partei dc» Dr. Ezech." Wir haben un» diesen Erguß wirklich mit reiner Hetterkelt zu GemÜte geführt. Denn selbst wenn wir alle diese jüdischen Stimmen erhalten hätten, die un» Herr Branh so großmüftg zuteilt, wird er keine 99.909 herauSrechnen können. Herr Branh gestatte, daß wir der Ueberstchflich« leit halber die Slowakei und Karpathorußland ausschalten, wo wir insgesamt 6884 Stimmen erhalten haben, die nicht in» Gewicht fallen würden, selbst wenn e», Watz' natürlich lächerlich ist, überwiegend jüdische Stimmen gewesen wären. In Böhmen, Mähren und Schlesien gab e» nach der letzten Volkszählung 117.881 Angehörige de» jüdischen ReligionSbekennMisseS. Davon waren aber 87.992 nattonale Juden, die von vornherein al» Wähler einer deutschen Partei ausscheiden. Bleiben rund 89.999. Herr Branh rechne davon gütigst die Ausländer ab, ferner die in Böhmen und Mähren recht zahlreichen Juden, di« sich zur .tschechischen Nation bekennen, er erwäge gütigst, 'wieviele von den verbleibenden Juden stimmberechtigt sind, und dann wird er ja selbst sehen, wieviel von den 99.999 jüdischen Stimmen übrig bleiben kann, selbst wenn wir alle Stimmen der deutschen Juden bekommen hätten. Aber natürlich haben wir sie nicht alle bekommen. Herr Branh irrt, wenn er meint, daß hie Christlichsozialen, Agrarier und selbst Hen- ,lein keine jüdischen Stimmen erhalten.haben, Wir. wissen, da wir da».Wahlgeheimnis'achten, nicht, wie die Familie.Petschek gewählt hat. Aber wir wissen z. B., daß die Betriebsleitungen der jüdischen(und selbstverständlich auch der arischen) Grubenbaröne bei den letzten VetriebSratSwahlen gegen die„Union der Bergarbeiter" und für die Henleingewerkschaft agitiert und gearbeitet haben. ES dünkt unS auch einigermaßen unwahrscheinlich, daß ein Grubenbaron, sei er Jud oder Christ, sich dem Dr. Czech für seine Wirksamkeft al» Arbeitenminister, etwa für da» Gesetz über die Bergwerksinspektion, zu besonderem Danke verpflichtet fühlen sollte. Herr Vranh bemüht sich vergeblich, unsere Partei zu diSkretttieren, indem, er ihr mehr jüdische Wähler zuschreibt, alS.e» überhaupt I deutsche Juden, geschweige denn wahlberechtigte Mieze blinzelte abwechselnd auf die Quast«, dann auf d»n lleinen Quälgeist,' schlug vergeblich mit dem Pfötchen in die Luft— die Quaste war unerreichbar. Da entriß ein jäher Luftzug dem spielenden Kinde die Schnur. Uebermütig blähte sich der freigewordene Vorhang durch daS Fenster.- Jo erschrak heftig, die Katze flüchtete, sprang über da» Kindertischchen, stieß eine Tqsse Kakao um, erstarrte eine Sekunde vor Schreck über da» Klirren des Porzellans, patschte mit allen vieren durch die braune Tunke, flog mit einem Sah auf das weißbedeckte Kinderbett, braune Punkte auf da» Linnen malend. Unschuldig hing nun der Stören wieder vor dem Fenster— al» ginge ihn das angerichtete Unheil nichts an. Durch die winzigen Mullquadrate warfen Sonnenstrahlen ihre Reflexe auf die leuchtend gelbe Zimmertapete. Jo„vo« der Pracht der Farben entzückt, streckte beide Händchen den glitzernden Staubkometen entgegen— gebannt von den Milliarden flirmnerndetz Sternchen.. „Jo! warte nur! Papa wird dich lehre«/ solchen Unfug zu treiben I" Frau Dr. Mine Pracht«, JoS Mama, trat an den Knaben heran, führte th« zu dem Häuflein Malheur, neben dem Kindertisch, wie» mit den Fingern auf die zerbrochene Taffe, den am Fußboden flehenden.Kakao — aber bevor sie zu Ihrer Strasmission kam» entrang sich ihrem Munde ein Aufschrei: denn sio gewahrte Mietze am Kinderbett und die Spure» der vier Katzenpfötchen summe irisch auf der"weißen Decke abgedruckt. Jetzt erst bemerkt».Ab' selbst- war geschehen war, entriß sich-der Hand seiner Mstttet, lief zu dem Kinderbett und Mietze zärtlich an flch drückend zur Tür hinaus, geraoeau» in die Küche. „Erna, liebe Ema, schütze Mietzekähcheni* schrie er dem erschrockenen Mädchen entgegen- Urch Ema,.'immer' hilfsbereit, die /einzige im Hause Brachta», die das Kind Jo verstand/und. innig ljebie, umfing däS zitternde Bübchen und per»/ suchte e» zu beruhigen.(Fortsetzung folgte Nr. 41 Mittwoch, 17. Feier 1037 «eit« 8 Juden gibt. Wir haben sicherlich Wische Stimmen erhalten, Stimmen von Angestellten, In» tellektziellen, kleinen Geschäftsleuten. Dieser Stimmest schämen wir uns nicht. Für die Inter» ess«n dieser Wähler sind wir cingeireten und werden wir eintreten. Aber die jüdischen Groß« kapitalisten wählen uns nicht, denn sie sind die Bundesgenossen de» Herrn Branh. Der Abschluß für 19? L sehr ungünstig Prag. Der BudgetäuSschuß des Abgeordnetenhauses besagte sich Dienstag mit dem Nach» tragSbudget sowie dem Rechnungsabschluß für 1988. DaS Nachtragsbudget, das Ueberfchrei- tungen in der Tesamthöhe von 6S1 Millionen verzeichnet, denen Ersparungen von 44 Millionen gegenüberstehen, wurde ohne Debatte angenommen. Zum StaatSrechnungSabschluß für 1988 führte Abg. R c m e S als Referent aus, daß sich ein Kassendefizit von insgesamt 8044 Millionen ergibt, das durch Kreditoperationen gedeckt wurde. ES ist freilich richtig, daß die nichtpräliminierten Ausgaben zum größten Teil für I n v e st i- tionszwecke verwendet wurden, dafür haben sich wieder die Schulden erhöht. Die allmähliche Besserung der Wirtschaft kann sich in der Staatswirtschaft erst nach ein bi» zwei Jahren zeigen; nur die Einnahmen aus den Handels» und Kon« fumsteuern können einen schnelleren Aufstieg auS- weisen. Die Staatsgarantien haben die Höhe von 11.847 Millionen erreicht; au» dem Titel der Garantie mußte der Staat im Jahre. 1988 182 Millionen, an Annuitäten 198 Millionen bezahlen. An das Referat schloß sich eine ganztägige Debatte, in der alle möglichen Wünsche und Beschwerden wirtschaftlicher Natur vorgebracht wurden.' Im Plenum kommen die beiden Vorlagen am Donnerstag zur Verhandlung, Milderung der Gehaltsabzüge rückwirkend ab 1. Dünner Zu den Meldungen einiger P r a g« r B l ä t t e r über die Ablehnung einer Milderung der Gehaltsabzüge istdaS Tschechoslowakische Pressebüro zu der Erklärung ermächtigt, daß diese Meldungen den Tatsachen nicht entsprechen. Die Regierung der Republik hat grundsätzlich beschlossen, daß für die Regelung der Gehaltsabzüge der öffentlichen Angestellten ein Betrag von 180 Millionen KC aufgewenpet werden wird. Die Regelung der Abzüge in diesem Umfang« wird auch durchgesührt werden, und zwar mit W i r k s am keit vom 1. Jänner 1987. . Alle anderen.JllforMattonen der Presse-,üben diese Angelegenheit sind unrichtig. ES muß auch.betont, werden, daß die Regierung den für die Regelung der Gehaltsabzüge bestimmten Betrag in keiner Weise mit der Frage der Art der Bedeckung verbindet. Hiebei wird die Regierung allerdings den Grundsatz der Sorge für das Budgetgleichgewicht, welchen sie in unverändertem Bemühen weiter verfolgen wird, nicht aus dem Auge'verlieren. Der Präsident der Republik hat Dienstag den Rekfor der tierärztlichen Hochschule in Brünn Professor Dr. Karl M a c e k empfangen. Weiter» empfing der Präsident eine Deputation de» deutschen Hauptaurschusse» für Leibesübungen in der Tschechoslowakischen Republik. Die tschechische faschistische Bart ei, deren Daseinsberechtigung seit Jahren eigentlich nur darin besteht, daß sie in unser politisches Leben eine heitere Note bringt, ist wieder einmal gespalten. Ziel der Angriffe sind nicht nur einige parlamentarische Vertreter dir Partei, sondern, wie wir vor kurzem berichtet haben, auch der Führer Gäjda selbst. Mähend von der Opposition verlangt wick, daß Gajda aus der Partei auSgeschlüssen werde, ließ dieser dem Vorstand den Antrag vorlegen, ihn für Lebenszeit zum„Führer" zu bestellen. Eine' Deputation der oppositionellen Gruppe, die im Zentralsekretariat erschien, wurde , von Gajdä hinausbefördert. Sozialvolltische Delegation der Paris« Kamm« in Prag. In Prag sind IS Mitglieder des Sozial« I politischen und de» HygieneauSschusse» der französi« > scheu Kammer zum Studium der tschechoslowakischen sozialpolitischen Gesetzgebung sowie der sozialen und hygienischen Institutionen der Tschechoslowakei, eingetroffen. Montag besuchten die französischen Gäste das Sozialsürsorgeministerium, am Nachmittag be« sichtigfen sie die Masarykhäuser in Krö. Dienstag wurden sie im Sozialfürsorgeministerium bom Minister Ina. Neia» empfangen. DI« Delegation erhielt sodann ausführliche Informationell über di« Sozialversicherung. Hierauf stattzfe sie dir Zen- ' tralsozialversicherUngSanstalt einen mehr äs» zweistündigen Besuch ab. Di« französischen Gäste blei- ben bi» Sonntag hler, um di«.sozialen und hygienischen Einrichtungen Prag» und anderer Städte sowie die Kuranstalten in der Tatra zu besichtigen. Romrelse Schuschniggs Wien, lieber die, bevorstehende neuerliche Reise- des österreichischen Bundeskanzler» Dr. S ch u schul a a nach Röm feilen die Blätter mit, daß sie für Mitte März anläßlich de»'Jahrestages der Unterzeichnung der römischen Protokolle festgesetzt wurde, Dr. Schuschniggswird von Staats« selrrtär für AuSivärtigeS, Dr. Schmidt, begleitet .werden-./ fudctendeutsefic r Xeitspicgcf Johannisbad schäft verwechseln? Ist cs die Leitung der SdP, Ist e» ein oppositioneller Flügel dieser Partei oder ist es gar die Führung des Äulturveckandes, die hier gemeint ist. Herr BundeSwart Czermak sollte als offener, tapferer deutscher Mann, der er doch sein will, Ausllärung geben. Wenn man den Mut hat zu schimpfen, muß man erst recht den Mut haben, zu sagen, wen man eigentlich meint. zu Herzen, daß er versuchte, sich mit KohlengaS zu vergiften. Er würde am 18. Feber in seiner WohnungGbewußtlos aufgefunden und mit Btr- giftungserscheinungen, die sich aber als nicht, lebensgefährlich erwiesen, dem Krankenhause in Tetschen eingeliefert. höh« betrügt in JohanniSbad 69 bi» 89 Zentimeter, auf den Bergen weit mehr. Die Organisation läuft nunmehr vollständig geteilt. Während in Trautenau da» Olympiade-Sekretariat den Ansturm von Meldungen und Anfragen erledigt, haben sich die Techniker in JohanniSbad bereit» cingearieitet. Festsekretär Gen. Dolensky kann in Trautenau durch die freudige Mitarbeit einer großen Schar Funktionäre den gesteigerten Anforderungen Nachkommen, leider macht de- Umstand, daß sich viele Gäste die Meldung bi» zu den letzten Stunden auf- gehaben haben, große Mehrarbeit. Di« technische Organisation wird nunmehr restlos durch die Kanzlei in JohanniSbad besorgt. Vom internationalen Ausschuß amtteren die Gen. M h» kura und Simek, weiter» der geschäft»führende Präsident der„Säst" Senator Müller und der Obmann der Berechnungskanzlei Gen. Pfob. Die Gemeinde Johannisbad hat sich restlo» in den Dienst der Olympiade gestellt, alle Gemeindekanzleien stehen den OlympiadeauSschüssen zur Verfügung. Eigener Telephonanschluß wurde seitens der Gemeinde für die Olympiade Johannisbad Jahren arbeitslos) eine seelische Depression her- ten stächgeforscht, ob sie nicht bei. ihnen sei,,als v'ürge'rnfeU' haben, die I» dein jungen Mädchen wm aber der Inhalt der Briefe bekannt wurde, di«'Auffassung.verwurzelte, daß ein Weiterleven nahm er sich das Schicksal'seinep grau dermatzen' untnöglich sei. Wiederaufnahme des Betriebes In den Türmltzer Hammerwerken Die Hammerwerke Türmitz, deren Betrieb durch ein großes Schadenfeuer am 17. Dezember stillgelegt wurde, haben Montag, den 18. Feber, die Arbeit lvieder ausgenommen. Die gesamte Belegschaft konnte wieder eingestellt Ivcrden. Zwischen dem Metallindustriellenverband als Vertreter der Firma, und dem Internationalen Metallarbeitervcrband als Vertretung der Belegschaft wurde eine Vereinbarung getroffen, daß alle vor dem Brand Beschäftigten mit vollen Rechten wieder eingestellt werden, der Vertrag seine Gültigkeit behält und die Rechte des BetriebSaus- schusseS gesichert werden. Es ist im Interesse d r durch daS Schadenfeuer schwer betroffenen Arbeiterschaft erfreulich, daß cs der energischen und zielbewußten Leitung deS Werkes in verhältnismäßig kurzer Zeit gelang, den Betrieb wieder aufzunehmen. Gut« Entwicklung der Partei in Schlesien. Am Sonntag tagte die Konferenz der BezirkSorga- nifation Jägerndorf. Die erstatteten Berichte zeugen von einem erfreulichen Aufstieg unserer Partei in diesem Gebiete. ES konnten in der Berichtszeit Ws neue Lokalorganisatipnen gegründet werden. Einige hundert Parteimitglied er wurden neu gewonnen, die Auflage der „Volkspresse" stieg im Bezirksgebiet um 12991 Auch der Markenumsatz hat eine beträchtliche Steigerung erfahren.— Die Konferenz war von prächtigster Kampfstimmung getragen. Der politische Bericht des Abg. H e e g e r wurde mit stürmischem Beifall zur Kenntnis genommen. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wird die Politik der Partei gebilligt. Ernst R i ch» ter, der Bürgermeister JägerndorfS, wurde wieder zum Bezirksvertrauen'smann gewählt. Dem auS Gesundheitsrücksichten abtretcnden Bezirkskassier H i r s ch in e i e r wurde der Dank der Konferenz ausgesprochen. An seine Stelle tritt Oiw Sturz.» Felssturz gefährdet schlafende Menschen. Jn- P ö m e r l e löste sich infolge der Witterungsver- hältnisse unterhalb des sogenannten Schulbetges- ein etwa 29 Meterzentner schwerer Felsbrocken, der auf das Dach einer Scheune fiel, da» Dach durchschlug und gegen die Seitenwand des Wohnhauses. rollte. Drei Meter einer Wand' wurden eingedrückt, die Trüinmer des Mauerwerkes roll- tcn gegen' die Betten der schlafenden Hauspächter. Der durch den Felssturz angerichtete Schaden ist erheblich. Freitod eines jungen Mädchens. Dienstag- früh hat sich die im Hause Nr. 147 in L a N g- U g e st wohnhafte Anna Zbornik erschossen. Da» Mädchen>i?ar noch nicht ganz 16 Jahre alt. Die Beweggriinde der Tat sind nicht bekannt, dpch vermutet man. daß die mißlichen wirtschaftlichen. Unerquickliches aus dem nationalen Laser Bund der Deutschen und Kulturverband Wir haben bereits gestern über die Rede berichtet, die der Amtswalter des Kulturverbandes Prof. E reger am Sonntag tn Brünn, gehalten hat." Nun'verösfenttichtbdl»-pZeitt'«ine Rede? die am gleichen Tage der BündcSwerbewart E z er» m a k des Bunde» der Deutschen in Karlsbad vorgetragen hat. Beide Roden zeigen aus, daß es nicht gelungen ist, die Differenzen zwischen den beiden Schutzverbänden zu bereinigen. Das Bestreben der SdP geht" darauf aus. dl« beiden Organisationen zu vereinigen und den so neugeschafsenen einzigen Schuhverband vollkommen unter den Einfluß dieser Partei zu bringen. Sie bedient sich dabei insbesondere de» B. d. D„ dessen Obmann, Pfarrer Wehrenfennig (Turn), sich derSdP vollkommen verschrieben hat. Anfangs schien es auch, daß die geplante Verschmelzung zustandekommen werde, aber bald tauchten im AB Widerstände gegen die verein»- Mäßige und politische Gleichschaltung auf. Czermak selbst gibt in seiner Karlsbader Rede zu, daß die Verhandlungen„Monate und Wochen" gedauert haben, daß aber„die vollkommene Lösung" «In„wünschenswerter, aber derzeit nicht zu schaffender Jdealzustand" sei. Die beiden Verbände seien bestrebt,„eine sachliche Abgrenzung ihrei Arbeit" Heckeizuführen, eng miteinander zu arbeiten und in der letzten Zeit sei eine Vereinbarung über die Schulschutzarbeit zustande gekommen. Dagegen zeigt, sich die Leitung des KV etwas spröder. Prof. Greger stellt fest, daß sich der KV„in den 19 Jahren seines Bestandes seine Handlungsfreiheit nicht durch Bindungen an poli- ttische Parteien einschränken" ließ und es auch in, Zukunft nicht tun werde. Der Verband sei bereit, Mit dem Bülid ein Arbeitsabkommen abzuschließen, setze aber die Besprechungen nicht weiter fort. Die Verhandlungen über die Verschmelzung der beiden Schutzverbände find demnach gescheitert. Der Herr BundeSwart Czermak macht infolgedessen seinem Aerger Luft. Nachdem er zunächst mit gekünstelter Ruh« festgestellt hatte, daß die Nachrichten Uber die Verhandlungen der beiden Verbände In der Presse entstellt wiedergtgeben Worden seien, folgt zum Schluß die Explosion. Czetmäl. sagt da:' Bezeichnend ist, daß sich bei diesen AuSein- andersetzungen gleich wieder dunkle Kräfte regen, die glauben, sich dabei«in Süppchen anrühren zu . können. Al» aufgeklärte Zeitgenossen bringen sie den ganzen Komplex in Verbindung mit politischen Vorgängen, und Weik sie gewöhnt sind,' ' immer nur di« allerschmutzigstenMittel in ihrem' Kampf« zu wählen, greifen sie zur Lüge, Ver« lemndung und Denunziation. Sie sprechen von Sondergruppen und sind selbst ein abgefeimter Klüngel, der seit geraumer- Zelt da» Sudeten« deutschtum in ständiger,Unruh« hält.' ö» ist hoch an der Zeit, diesen. Unruhestiftern da»-schändliche Handwerk zu lege», um so mehr, al» sie nicht selten dazu neigen,.ihre«Mrmliche Wesenheit ermöglicht haben. t> E» sei an dieser Stelle im Namen aller der sozialistischen Arbeiterschaft von Ober-Preschtau gedankt. (Berichte über die Resultat« folgen.) FamlllentragBdle in Krlschwltz Am 14. Feber verließ Frau Emma Klemmer ihre Wohnung in Krischwitz a. E„ ohne daß sie jemanden) sagte, wohin sie gehe. Einige Stunden später wurden.am Elbe-Ufer zwei Briefe, gefunden, in denen die Frau Klemmer mitteilt, daß sie ihrem Leben freiwillig ein Ende machen wolle. In einem der beiden Schreiben sind auch lehtwil- lige Verfügungen über ihren Nachlaß enthalten ' Darnach hat sie ihren Besitz an verschiedene Verwandte aufgeteilt und mit einem größeren Betrage auch die Arbeitslosen von Krisch- w i tz bedacht. Der Fundort der Briefe und deren. Inhalt lassen darauf schließen, daß die unglückliche Frau,.die sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreute, den Tod In der Elbe gesucht '' und gefunden hat. Di« Leiche der lebensmüden Frau konnte noch nicht geborgen Werden und dürfte von' den hochgehenden Wogen dep Elbe wahrschein« ' sich sehr weit fortgetragen werden. ein Fest der Jugend Die Ausscheidungskämpfe in Ober-Preschkau Was sich die Veranstalter der Olympischen Au»« scheidungSkämps« de» 8. Tucnkreise» erhofft hatten, ging in Ober-Preschkau nicht nur in Erfüllung, son» dein wurde von der Wirklichkeit um Vielfache» übertroffen. Ein unglaublich schöner Wintermorgen sieht hundert« kampffreudige Wintersportler und-Sportlerinnen gegen den Ausscheidungsort Ober-Preschkau ziehen. Schon ab 7 Uhr früh entwickelt sich um den „BolkSgarten", dem Ort der Startnummernau»gabc, ein rege» Leben. lieber 899 Schüler, Schülerinnen. Sportler und Sportlerinnen stellen sich dem Kampfgericht für di« Wettkämpfe. Besonder» stark ist dabei der 4-KIlometer-Lang- lauf der Jugend belegt. ES sind 116 Wettkämpfer. Der Endspurt der Jugend ist immer und immer wieder Anlaß zu stürmischen Kundgebungen der vielen Zuschauer beim Ziel. Nicht weniger Interessenten fand der Elan unserer Jüngsten, die in einem 2-Kilometer-Langlauf ihr Können bewiesen. Gegen 11 Uhr geht daipi der erste 19-Kilomctcr-Langläufer, unter stürmischem Jubel der Versammelten, durchs Ziel. In diesem, viel Ausdauer erforderlichen Langlauf erzielte der Beste eine Zeit von 49 Minuten, bei einer Schneehöhe von 99 Zentimeter. Alle Erwartungen übertraf der gewaltige Bretterwald des Aufmarsches zur Sprungschanze. U e b« r tausend Wintersportler und Freunde des Wintersportes marschierten unter den Klängen der Ortsmusik zur Schanze. Hundert Ungeduldige umsäumen die Absperrungen bei der Schanze oder flitzen über die herrlichen Hänge. Nach einem kurzen, aber erhebenden Gedenken an die spanischen Freiheitskämpfer wird der Spezialsprunglauf durch den Meister der„Roten Schanze" in Bärringcn, Urban, mit einem 89-Äeter- Spriing eröffnet.' Nun folgt Sprung auf Sprung. 86 Nieter, 83, 89, 42. Mit jeder neuen Verbesserung wachsen Spannung und Begeisterung der Zuschauer, von denen viele bisher noch keine Gelegenheit hatten, Sprünge von solchen Weiten zu sehen. Wir können bei diesen Bctra?-mgen nicht umhin, uns jener zu erinnern, die schon seit Wochen davon unkten, daß die Sprungänlag« dem gedachten Zweck gar nicht übergeben werden könnte. Aber der 16jährige Arbeitersportler Werner E»k a sprang trotz alledem 46 Meter I Damit ist auf der technisch einwandfreien Schanz« der erst« Schanzenrekord geschaffen worden. E» wird nicht der letzte Sprung sein! Di« Ackeiterwintersportler de» 6. Turnkreise» werden wieder nach Lber-Preschkqu kommen! Nicht nur um den Schanzenrekord zu brtchen und um für den Arbeitersport zu demonstrieren, sondern um alle die Freunde wiederzusehen, die In wirklich vorbildlicher ^gastfreundlicher Weise di« vielen auswärtigen Teil«, nehmer' beherbergt haben und durch Ihke'«neigen«" mit der Volksgemeinschaft zu verwechseln, und in dieser Ueberhebung glauben, fortgesetzt Zensuren cuSteilen zu müssen. Wer sind, muß man Herrn Czermak fragen. diejenigen im nationalen Lager, die stets„nur die allerschmuhigstenMittel in ihremKampfe wählen", die Lügner, Verleumder und Denunzianten, der „abgefeimte Klüngel, der seit geraumer Zeit da» Sudetendeutschtum. In ständiger Unruhe hält" und di« ihre- eigene Wesenheit nut der VolkSgcmein- nüt(ine^b-it da» Gelingen de» Feste» überhaupt Auftakt Bereit» Sonntag trafen in Johannisbad 21 Wettkämpfer aus Finnland ein. E» sind stramme,, jung« Burschen; sie haben im Hotel Astyria Quartier bezogen. E» ist erfreulich zu sehen,, wie sich Herr Spiro bereit» mit seinem Personal samt Küche, wa» nicht so einfach ist— auf„Finnland" umgestellt hat. Alle Wettkämpfer sind Abstinenten, demnach herrscht im Hotel bereit» „S o i> a w a s s« r n o t". So wie di« männlichen Wettkämpfer beschäftigen sich auch di« drei„Finninnen mit„Wachsen" und mit Trainieren. Ein Gegenstück gegen die schweigsammen Nordländer sind die gesprächigen Ungarn. Einundzwanzig llckeitersportler wurden Montag vormittag» in Trautenau am Bahnhof empfangen Noch am Montag hat sich die gesamt« ungarische Delegation über Freiheit nach Petzer in die Naturfreundehütt« begebe», woselbst Ungarn» Sportler und Sportlerinnen den In der Heimat so vermißten Schnee recht ausgiebig auSnühen werden. Heberraschend sind weiter» Montag di« belgisch«« Wettkämpfergekommen., die Genossen haben diesen Winter den ersten Schnee befahren. Der Montagabend brachte uochinal» Lebe» nach Trauten« und Freiheit, 79 Wettkämpfer, darunter 19 Sportlerinnen, de» Atu» sind«ingetroflen. Au» Westböhmen kamen 49, von Nordwefrböhmen(Bodenbach-Ausstger Kreis) 89 Teilnehmer. Di« AtuSdelegation mußte sich Montag mit einem Maffenquartier begnügest, die Verpflegung hatte die Gemeinfchaftrküche sehr gut besorgt. Dienstag früh begaben sich die beiden KreiSgruppcn mit den bereits anwesenden anderen Atu»gäft«n nach Petzer, wo sie bi» Mittwoch auf der Stufenseite trainieren. Der Donnerstag brachte Nebelwetter, im Laufe de» Vormittag» gab e» etwas Regen, welcher jedoch in Johannisbad selbst ohne Einfluß war. In den höheren Lagen herrscht gute» Sportwetter, der Nachtfrost brachte etwa» Harsch. Di« Schnee- Seite 4 Mittwoch, 17. Feber 1937 3ägemeuigidtm <-r. sch einli che 8 Wetter Mittwoch: NeigungI Ältöfltergebirge." >rm» SII vsot,-ülo Knnloobo SioxsrinImO-kni- 1»uk, störtet del der IVIlltersport-oixrnploüo in lobannlobad zu Niederschlägen,. Temperaturen Mer dem Gefrier« punkt, Westwind. Auf" den Bergen später Abkühlung.— W etter auS s i ch te» für D.o n n e r-S» tag: DaS unbeständige Wetter" mit Wunormalen Temperaturen wird noch andguern., ,, Dia deutsch-italienische Etappe Ein Transport marokkanischer Kavallerie, der im Hafen von Algeciras am 4. Feber auSgela» den wurde. Am Hintergrund die Stadt Algeciras, bekannt durch die Marokko-Konferenz von 1996.> Der schwarze Punkt Die Arbeiten der„Kommission für Luftbiologie“ (MTP) P ariS,.im. Feber. Auf Veranlassung- des französischen Luft- fahrtminifiers Pserre Cot ist. im- Rahmen"des Ministeriums eine besondere Kmnnisstiön gegründet worden': zu her außer-'militärischen. Sachverständigen die namhaftesten Physiologen, Physiker und Aergte.der.Pariser Universität gehören. Die Aufgabe dieser Kömmistiöp besteht darin, wissenschaftlich die Gründe zu üntersüche'n, die/ zu einer Reihe von bisher völlig unerklärlichen Flugzeugkatastrophen geführt haben. Diese' Katastrophen haben, sich insbesondere immer, dann eitigestellt, wenn neue Modelle von Jagdflugzeugen ausprobiert werden sollten, deren Geschwindigkeit die 500-Kilometer-Gr.enze überstieg. Das- Luftfahrtministerium ist selbstverständlich'diesen Änfä'Neu genauestens uächgegangen. aber cs Ivar regel» mäßignichtder geringste- Materialschaden" festzustellen,-hie Flüge. warest von besönderS erprobten Piloten unternommen.-worden,-so daß man vor einem vollständigen Rätsel staitd.,.. Die Perneymungen der Piloten haben- den epsten Anhaltspunkt ftir, dieAufklärung dieser rätselhaften Katastrophen. gegeben:- Sie haben sämtlich ausgesagt,'-daß:ste-uymfttelbäv vorher das Bewußtsein" für einen Äugenblich- verloren haben-" Sie. konnten.noch gerade, die- Gefahr erken» nen, rissen das" Höhensteuer nieder, setzten: zum. Gleitslug" an, und in dp» meisten. Fällen stellte sich das klare Bewußtsein- unmittelbar- voc-der Notlandung: wieher ein, die darum auch mehr oder .minderglimpflich, verlief,:. Unfälle von Militärflugzeugen.(TNO) Montag mußte ein Militärflugzeug bei der Gemeinde Zuvri,. Bezirk Mährisch Neustadt,. eine Notlandung vornehmen. Bei der Landung überschlug sich die Maschine."Von der Besatzung blieb der Pilot-ZugSführcr Josef Uhlik unverletzt, der Beobachter, Fliegerleutnant Josef Srankota, erlitt einen. Bruch des. linken Beines im Schenkel.'"Dienstag früh brach bei einem Ucbungsschic- tzen vom. Flugzeuge auf ein Sasleppsack-Ziel in der Nähe des Flugplatzes Prag in der Luft auf einem Militärflugzeug Feuer aus. DaS Feuer war! darauf zurnckzufiihren, daß die Achse des Motors den Motorkasten durchschlug, wobei auch der Benzinbehälter beschädigt wurde. Der Pilot des Flugzeuges, Rottmeister Karl Richter, versuchte den Brand zu' löschen. Als ihm- dies aber nicht gelang, verlor er nicht die Geistesgegenwart und landete auf dem Flugplatz. Er konnte sich noch rechtzeitig auS dem brennende» Flugzeug unversehrt retten, doch gelang e? lvoder ihm, noch den herbeigeeilten Mechanikern, das Feuer auf dem Boden zu löschen,'-so daß die Maschine, völlig verbrannte. Die Einzelheiten der beiden. Unfälle werden" von Militärlditimissionen untersucht. Schweres Grubenunglück. In der DienStag- Nacht sind bei einem schweren Explosionsunglück in der. Grube Süd-Normantonin der Grafschaft Derbyshire.(England) sieben Bergadbeiter Ums Leben geloinineii.: Vier Bergarbeiter' wurden Verletzt.' Vom R u nd f unk' Emplahlaniwartae«ui den Programmen! . Donnerstag. Prag, Sender I: 10.05:.' Deutsche Presie, 12.10: Gesangskonzert auf- Schallplatten, 16.50: Konzert für" Flöte und Klavier,. 17.15:-Deutsche Sendung: HandclSkammerrat Brause: Die Auswirkungen der zweiten Devalvation in Handel und-Ge- werbe, 18: Jugendstunde mit Musik: LüMeLauteil« lieber, 18.20: Landwirtschaft, 18.45: Deutsche Preise, 18.55::.Deutscher Kulturbericht vom Tage:-21': Rundfunkorchesterkonzert,.-22.25Tanzmusik.--.4- Prag, S e n d erII: 14.15: Deutsche Sendung: Vier Söhne I. S. Bach-, 14.50: Deutsche Presse, 18:20: Schrammellonzert.—• Brünn 17.40:D:utscheSest« düng: Arbelterfunk: Karget: Zweck und Ziel-der Gymnastik, 20: Tschechische" OvernstuNdc.-—-:Bretz-- -bürg. 12,-85Sluiidfunkorchesterkonzert, 10.25: slowa-" iische Tanzlieder.— Kaschau 15:.Nundsunkorchester- konzert,' 20.45:. Militärniüsik..— Mähr-Ostrau 18.10: Deutsche Sendung: Klein:(Wintttspört im OfflhAlsrAsfllMil<..-'»'* 1 Ein GlUckwunsch von Goebbels Herr Goebbels hat vor allein den deutschen Kurzwellensender in den Dienst der national- sozialistischen Propaganda gestellt. Wie er mit dem gefunkteil Wort umzugehen versteht, beweist eine Sendung, die Montag mittags zu hören war. Der deutsche Kurzwellensender funkte um diese Zeit mit der Nichtstrahlantenne nach Asien. BerschiedeneAnruse an Deutsche in Shanghai und anderen chinesischen Städten wurden wie alltäglich" durchgegeben, durch sie wird daL Interesse der Hörer iin Fernen Osten gesteigert. Die Aussendung wird immer mit einem Glücktvunsch an irgendeinen wahrscheinlich gar nicht existierenden Hörer„gekrönt". Montag mittags,' hatte eine..Frau, in Australien, das im. Funkbereich der Richtstrahl- antenneltzAsjen liegt, das„Glück", von ihrer Nichte aus Berlin angesunkt zu werden. „Achtung, Achtung! In drei Minuten sagt Fräulein... ihrer Tante..-. in Australien einen Geburtstagsgruß!" In drei Minuten kam die„Nichte". Sie las einige Satze, die ihr ausgeschrieben wurden.(Negiesehler: sie spricht die Tante mit.„Nichte" an.) Die Sätze lauten etwa:„Liebe(Tante) Nichte! Du^ist heute fechsundvierzig Fahre alt geworden. Ich glaube, an!»leisten wirst Du'Dich an Deinem Geburtstag über den Anruf, aus Deutschland freuen. Uns. geht es hier gut, wir danken Gott, daß wir den Führer haben, der wirklich Ruhe und Ordnung geschaffen hat, Deutschland hat seine Ehre und sein Ansehen wieder.- Heil Hitler!" Eine siniple Propaganda, gewiß! Aber den Deutschen muß inan, das weiß Goebbels, politisch simpel kommen', wenn man auf sie Eindruck machen will... Zweifellos tun die„Glückwünsche" im Ausland die von Goebbels ge- wünschte Wirkung. Expretzzug fährt in eine Arbeitertaracke.< Ein von Uork(England) nach Lowestoft fahren» 1 der Expreßzug entgleiste in der Nähe von Slea»'< ford und fuhr in eine neben der Strecke stehende' Baracke, in der mehrere Eisenbahnarbeiter ihr< Mittagesten einnahmen. Drei Arbeiter wurden' getötet, mehrere schwer verletzt. Auch von den' Fahrgästen miissten fiinf in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus gebracht werden.. Material für den nächsten Prozeß! In Charkow(USTR) ist, wie die Blätter melden, endlich eine Räuberbande gefaßt worden, die zahllose Ileberfälle verübt und die 650.000 Einwohner zählende Stadt- terrorisiert hat. Ihre Mitglieder, die gut organisiert waren, überfiele» nicht nur Einzelpersonen, sondern- auch staatliche und Parteibehörden- und beraubten sie. Die Brigantin. Im Restaurant„ColumbüS" in New Aork wurde gestern die 25jährige Norma Parker verhaftet, die bereits mehrere Wochen hin- durch Gaststätten überfallen und das Kasten-Personal mit vorgehaltenem Revolver zur Herausgabe des Geldes gezwungen hatte. Als sie gestern neuerlich,einen.Raubversuch, unternahm, wurde sie. von"einem beherzten Man» enüvaffnet unh^der Polizei übergeben. Im Schneesturm, umgekommen. Während eines ungewöhnlich heftigen Schneesturnies im Departement Jvato(Japan)"kamen 59 Personen. umS Leben. Zahlreiche Gebäude, darunter das RegierungSpalaiS, zwei Schulgebäude, eine Fabrik und mehrere Wohnhäuser wurden vernichtet. Ein Zug der Eisenbahnlinie nach Hokkaido raste in eine Schneeschipperkolonne. Fiinf Arbeiter wurden getötet. Auf der Höhe von Malta-stießen die britischen Zerstörer„Active",„Worcester" und„Antalope" zusammen. Die Fahrzeuge konnten mit eigener Kraft in den Hafen zurückkehren.- - Die Sorgen von Scotland Nord. Es gibt heute in ganz England kaum einen Mann, der soviel Sorgen hat, wie I. Sand, Oberinspektor von Scotland Aard, der mit dem polizeilichen Ueber» wachungsdienst zu den KröNungSseierlichkeiten betraut worden ist. ES steht jetzt bereits fest, daß man mit dem bisherigen Beamtenstab nicht auskommen tvird, und daß man allein 5000 neue BerkehrSschutzleute wird einstellen.müssen. Die größten Schwierigkeiten aber bereitet die Ueber» toachung der.„unerwünschten Gäste", die bei solchen Gelegenheiten immer. zusammenströmen. Eine Spezialbrigade wird in sämtlichen Häfen Englands tätig sein.. Im übrigen hat Scotland Nard mit den Polizeidirektionen aller übrigen Länder genaue Verabredungen getroffen, um die Signalements allerVevdächtjgen schon vorher festzulegen. Dieses Dokument, ein dickes Illustriertes Werk,, ist fast-sertiggestellt.-Man nennt es in Scotland Aard bei der Prominenz der darin vertretenen Verbrecher den„Verbrecher-Gotha". Alle Polizeidirektionen werden rechtzeitig ein Exemplar hiervon bekommen. DaS ist um so notwendiger, als Scotland Färd bereits von der amerikanischen',' französischen und. deutschen Polizei verständigt worden ist,,- daß Verbrecher als Töuristengruppen zu den. Feierlichkeiten. herüberkommen sollen. Unter der amerikanischen Lebewelt sind ganze„Coronatiön-PärtieS" zusäm- mengestellt worden, die sich angeblich. nur in den Londoner Nachtklubs,'amüsieren: wollen,, von-denen'aber einige sehr verdächtig erscheinen..Scotland gard beabsichtigt därum^'während der Hauptfesttage* systematisch Razzien grüßten-Aus« . maßss zu veranstalien, Moderne Frauen in Mißkredit. Zu einer interessante» Interpellation kam eS Im englischen Unterhaus: nach der Rede des Deputierten Pilkington: dec : von der Notwendigkeit der Etyführuhg.einer. Steuer i kür ledige Männer sprach. Nach der Debatte stellte I der Abgeordnete-Arthur Haydgy, Vater von dtei» i zehn Kinder», die bescheidene Frage: wieviele Ähge- ordnete, die sich für.die Junggesellensteuer auSspre- Heikki Ku ja la, Finnland, wurde.bei den Aus* scheldungskämpfen Zweiter im 80-km-Lauf, er startet: auch in Jobanniabad in diesen. Konkurrenzen dien, verheiratet seien. ES zeigtesich, daß es kein einziger war,.,ja-.sogax' der.. Jfitexpellg.^t..selbst,' der Abg. Pilkington: ist-ledig, was Mit st,Nachsicht": ausgenommen wurde, da er erst 26 Jahreialt ist. Als der Abgeordnete.H..Stewart..gesragt-wurde,. was er darüber denke: daß in England so wenig Leute,-insbesondere männlichen. Geschlechtes," ans-Heirate» denken,- sagte- er. Idie'Ursäche sei klar.,:: Nach seinen Worten anerkennen viele, wenn stiei-ihre Mütter mit -den modernen Frmien vergleichen,..daß er klüger sei: die Sorge um die künftige"Generation der. Nation anderen zu überlasten: Die erste Heiratsannonce. Da» britische Mu« s-rm hat soeben einer der wenigen noch existierenden Exemplare des„Manchester Weekly" aus dem Jahre 1727 erworben, in dem die erste Heiratsannonce der Welt veröffentlicht wurde. Eine gewisse Ellen Morrston wagt: es auf dem„heutenjcht mehr ungewöhnlichen", damals aber völlig unerhörten Wege einen Bräutigam zu suchen. Das Erscheinen der Anzeige hatte, wie aus einer redakstdnellen Bemerkung in der nächsten Nummer der Zeitung hervorgeht: zur Folge, daß die heiratslustige Miß verhaftet und auf ihren Geisteszustand untersucht wurde. Künstliche Zähne au» Gla». In einem zahnärztlichen Institut von Manchester werden nach jahrelangen Versuchen von jetzt ab künstliche Zähne au» einer besonderen Axt gepreßten Glase» hergestellt, da» sich mühelos mit der echten Zahnsarbe färben läßt und da» nach Behauptungen der Aerzte-weitaus bester und sicherer sei als Porzellan.und andere Substanzen.. Heitere». Maler(zu einem. Kritiker):„Wie finden Sie mein Bild?"„Hm, er könnte schlechter sein." Maler(gekränkt):„Sie werden e^doch nicht abfällig beurteilen." Kritiker(begütigens):„Nun, sagen wir also: E» könnte nicht schlechter sein."— Stau K.(zu einer Freundin):„Sag' mal, wie hast du e», sertiggebracht, daß dein Mann jetzt so»ft abend» zu Hause bleibt?"—„Ganz einfach! Als er mal wieder sehr spät heimkam- undan der Haustür klingelte, rief ich ihm vom Fenster au» zu:„Bist du'S Karl?— Mein Mann aber heißt Erwin." Ein»rohe» Reinemachen unter unseren Postwertzeichen kündigt die Poftverwaltung für den 1. März d. I. an. Von diesem Tage an wird für jeden Wert nur eine einzige Marke im Umlauf sein. ES sind die», für die kleineren Werte zu 5, 10, 20, 25 und 80 Heller die Marken der Emission 1029/81 mit dem mittleren Staatswappen, die blaue 40-Heller-Marke mit dem Bilde KomenskhS, die grüne 50-Heller-Marke mit dem Bilde des Präsidenten Dr. Benes,- die violett: 60-Heller-Marke mit dem Bilde StefänikS und die 1-kiö-Marke mit dem Profilbild T. G. MasarhkS mit der Kappe. Die höheren Markenwerte«re 1.20, 1.50, 2, 2.50, 8.—, 8.50, 4.—,- 5.—, 10.—) gehören durchweg» der letzten Emission 1986 an. Als Flugpostmarken finden die Marken der Emission 1,980,,weiterhin Verwendung. MU dem 28. Feber d. I. werden" alle arideren Marken a u S. d em Verkehr gezoge n, darunter nicht, weniger al» nenn 50-Heller-, sieben l-stL-, sechs 2.1) r o l, der soeben aus der Tschechoslo« wakei znrückgekehrt ist, wo er vom Präsidenten der Republik und vom Außenminister Krofta empfangen wurde und Iliitcrrcdungcii mit zahlreichen politischen Persänlichieiten hatte, schildert Im ,P o p u la i r e" die Eindrücke und Beobachtungen während seine» Aufenthaltes in der Tschechoslowakei: Die tschechoslowakische öffentliche Meinung erwäge lühlcn Verstandes die Möglichkeit einer plütz- lichcn Angriffes auf die Tschechoslowakei und sei überzeugt, daß die beste Art, ihn zu verhindern, darin bestehe, Hitler den Eindruck und sogar die Gewißheit zu geben, daß er auf einen ernst e n W i d e r st a n d st o ß e n würde. Die Tschechoslowakei sei fest entschlossen, den gegenseitigen Verpslichtungen betreffend die Hilfeleistung, die cS mit 9l,u tz l a n d eingcgangcn ist, treu zu bleiben. Dabei verstehe er sich von selbst, daß dies keine Konzession an die Sowjet-Ideologie bedeute. In einem engen Einvernehmen mit Frankreich und England sehe die Tschechoslowakei den festesten FricdenSpseiler im Westen. Abgeordneter Rou- kaycol zitiert die Worte, die Minister Krofta ihm sagte:„Solange Frankreich und England in vollem Einvernehmen vorgehen werden, werden wir ruhig fxin." In Besprechung der inneren Lage der Tschechoslowakei würdigt der Abgeordnete daS Werk der Re- gierung und der Koalition der slaatierhaltenden Parteien. Die öffentliche Meinung sei vollkommen ruhig, die durch die Krise hervorgcrusene Arbeitslosigkeit weise einen starken Rückgang auf, die durch die Forderungen der deutschen Minderheit hervorgerufenen Probleme würden sicherlich bald und definitiv geregelt werden. Junkers-Flugzeug bombardiert englische Zerstörer London.(Reuter.) Zwei britische Torpedobootzerstörer wurden Sonntag in der Nähe der Küste von Algier auf der Fahrt nach Malta von einem großen Flugzeug des Funkers-Typs bombardiert. DaS Flugzeug warf sechs Bomben, ohne Schaden anzurichtcn, ab, worauf es nach den Balearen weiterflog. Der Kommandant der britischen Flotte in Gibraltar ersuchte den britischen Konsul auf Palma, bei den Lokalbehörden Protest einzulegen. Auch der britische Gesandte in Hendaye hat in Salamanca gegen dieses Vorgehen protestieren lassen. Westliche Sorgen uni Oesterreich. Zahlreiche französische Blätter kommen in ihren Leitartikeln auf die sonntägige Rede des Kanzlers Schusch- uigg zurück. Vladimir d' Ormesson, der im konservativen„Figaro" die Rede analtzsicrt, nennt Oesterreich„die ältere Schwester Europas" und .rät zur Besonnenheit vor einer Tat, die Europa in ein Abenteuer stürzen könnte. Die Erneuerung der Monarchie könne zwar eine bestimmte Garantie der Unabhängigkeit Oesterreichs bringen, aber auf der anderen Seite dürfe um keinen Preis das vermeintliche Heilmittel eine Berschlechterung der Situation zur Folge haben, aus lvelcher schließlich nur die Anstifter, der Unordnung Nutzen ziehen würden. DaS ist auch die Ansicht des lommunistischen Deputierten Pöri in der„Huma- iutä", der sich über die w a ch s en d e H i t l er i« si e r u n g O e st e r r e i ch S aushält. Auch der nationalistische„Ami du Pcuple" glaubt, daß der Wiener Besuch des deutschen Außenministers von Neurath nicht gerade leicht sein werde. Mast warte ab, lvclche Stellungnahme der deutsche Außenminister zu den aktuellen Angelegenheiten der österreichischen Politik elnnehmen werde. Der Direktor des unabhängigen Blattes der Mitte „Ordre" E. Burk drängt darauf, daß Frankreich ein Einvernehmen mit England zur Klärung des Verhältnisses gegenüber der Politik und den Absichten Oesterreichs treffe und so alle inopportunen Pläne verhindern.— Man besorgt im Westen vor allem, daß Hitler die Restauration in Oesterreich zum Anlaß eines Krieges, bzw. einer „Spanisierung" Oesterreichs nehmen könnte: ES scheint, daß Schuschnigg durch die Erklärungen, die dem Besuch Neuraths vorauSgegangen find, diesen fcstlcgcn wollte. Es gilt aber zu bedenken, daß Hitler selbst sich durch Neurath nicht binden läßt. Schwierigkeiten der spanischen Republik.(AP.) Für die mangelnde Zusammenarbeit zwischen Madrid-Valencia und Barcelona ist folgendes charakteristisch: Die Madrider Regierung kauft bei der baskischen in Bilbao Salze und Sulfate, die in Santander im Ncbersluß vorhanden sind und in de» Levante mangeln. Sie werden von dort nach Bayonne und durch Frankreich nach Port-Bou verfrachtet, in Barcelona aber von den Katalanen beschlagnahmt. Da die Regierung keine anderen Transportmöglichkelten hat(die Fahrt an der portugiesischen Küste und über Gibraltar kommt nicht in. Frage), muß sie die Einkäufe bei den Basken preisgeben. Barcelona motiviert, sein Vorgehen damit, daß die 29 Millionen katalanischer PcsetaS-Notgeldscheine in der Levante nicht angenommen werden. ' Finnland und die Arbeiter-Wintersport- Olympiade Von Onni Halni, Sekretär des Tu! Die finnische Teilnahme an der Arbeiter- Wintersport-Olympiade in JohanniSbäd ist gleich groß wie'jene bei der Mürzzuschlager Wintersport-' Olympiade, Unsere Mannschaft besteht au» neun Langläufern, zwei Sprungläusern, drei Langläuferinnen und drei Eisläüfern.' Weiter gehören noch zwei Führer und'zwei Journalisten zur Expedition. Das Mitkommen von Gästen aus Finnland war unmöglich, weil die Reisespesen und andere Kosten so größ sind, haß'sie dies, nicht erlauben.' Außerdem ist eS- verständlich, daß jene: die möglicherweise«in« solche Auslandsreise machen können, die» lieber ipt Sommer- zur Arbciter-Olympiade In Antwerpen tun werdet^ -- Die Zusammensetzung unserer Mannschaft, ging diesmal schwerer al» gewöhnlich vor sich.- Obwohl Finnland-ziemlich hoch.im- Norden-liegt, kam der Winter diesmal nicht zyitgerecht. Noch in den-ersten Febertägen ggb e» hier nur einige,Zentimetist Schnee/ obwohl der Skiwinter gewöhnlich big Feber wenigsten» schon ein, paar Monat«'gedauert hast Daher - Wählerabnahme in Prag. Zum ersten Male seit dem Bestehen der Großgemetnde Prag verzeichnen die im Jänner, revidierten Wählerverzeichnisse ein Sinken der Zahl der Wahlberechtigten, und zwar um 82(10 Personen. Die Ursache ist offenbar darin zu suchen, daß die geburtenarmcn Kricgsiahrgänge nun in da» Wahlaltcr treten. Diese schwachen Jahrgänge haben seinerzeit einen beträchtlichen tzorüber- gohenden Ausfall der Schulkinderzahl, zur Folge gehabt, später machte sich ihr Einfluß in der Statistik der Jugendgerichtsbarkeit durch- vorübergehendes abnormales Sinken der verhandelten Fälle bemerkbar, wie sie auch vorübergehend eine leichte Entlastung des ÄrbeitSmarkteS zur Folge hatten. Eine Rolle bei der Abnahme der Wähler dürfte allerdings auch die in jeder Großstadt-wahrnehmbare Tendenz zur Verlegung der Wohnsitzes aus der Stadt spielen. DaS Stadtinnere wird- immer mehr zum Zentrum von Geschäften und Büro», während die Gemeinden der Umgebung als gesündere und billigere Wohnsitze immer stärker gesucht werden. Die Gesamtzahl der Prager Wähler beträgt Heuer 62T874 Personen, davon 270.288 Männer und 816.709 Frauen. Der Frauenüberschuß ist also recht beträchtlich. In der inneren Stadt sind um 18.208 Frauen mehr al» Männer, in den Weinbergen um 10.861. b.— Der Advokat Dr. Paul Parku», der wegen schwerer Verfehlungen in Untersuchungshaft genommen wurde, soll bereit» am 1. März d. I. vor dem Strafgericht erscheinen. Die Anklage lautet auf die Verbrechen des Betruges, dec Veruntreuung und der Anstiftung zur falschen Zeiigenaussage. b.— Blut und Geld Prag.(—rb—) Der damals 20jährige Josef Heil stand im November 1982 unter schlimmer Anklage vor den Geschworenen. Er hatte seine Frau, die nach zahlreichen Streitigkeiten mit ihrer Schwiegermutter von ihm fortgezogen war, hinterrücks Überfallen und durch fünfundzwanzigMesser- st i ch e so schwer verletzt, daß sie nur wie durch ein Wunder dem Tode entrann. Der Mordversuche» angeklagt, kam Heil damals mehr als glimpflich davon. Ta die Aussagen der Hauptzeugin— seiner ehemaligen Fran— schonend lauteten,wurde ernnxwegenschwererKörper- verletzung zu zwei Jahren verurteilt. Die Milde der Kronzeugin hatte allerdings ihre recht materielle Begründung. Kurz vor der Hauptveohandlung anerkannte nämlich der Angeklagte schriftlich in Gegenwart von zwei Advokaten, daß ein im gemeinsamen Besitz gewesenes Sparbuch mit einem Einlagenstand von 18.000 Ai nunmehr seiner Frau gehöre. Heil saß sein«,Strafe ab, seineEh« wurde geschieden und seine frühere Fran(erheiratete sich neuerlich an tinin gewissen Docäsek. Kaum au» der Strafhaft entlasten, begann in- deffen Josef Heil die Rückgabe jeneSSpar- b u ch e s zu betreiben, brachte sogar die Klage«in igid strengte die Zwangsvollstreckung gegen seine gewesene Frau an; die den ganzen Stritt angesichts der klaren schriftlichen Erklärung nicht ernst nahm und er zu einem BersäumniSurteil kommen ließ. Erst al» die Exekution in Gang kam, begann sie sich nachdrücklich zu wehren und so kam zutage, daß Josef Hejl in seiner Geldgier sich mehrfacher falscher Aussagen und Meineide vor Gericht schuldig gemacht hatte. Er wurde deshalb wegen dieser Delikte unter Anklage gestellt und behauptete vor dem Strafsenat des OGR Dr. Pazderskh hartnäckig, er könne sich nicht daran erinnern, jemals da» Eigentumsrecht seiner srüheren Frau an jenem Sparbuch anerkannt z» haben. Da er aber vollkommen überführt war, wurde er schuldig erkannt und zu sich»Monaten schweren Kerkers venirteilt. Liebe, Suggestion und Durchfall Prag.(—rb—) Die Liebe spielt bei den alltäglichen kleinen und großen Tragödien und Komödien de» GcrichtzsaaleS eine bedeutende Rolle. So auch in diesem Fall, mit dem sich der Berufungssenat de» Strafkreisgerichtes zu befasten hatte und der an grotesker Wirkung seinesgleichen sucht. Eine nicht mehr ganz junge Dame hatte vor neun Jahren eine Bekanntschaft mit einem gewißen Offizier, die aber auseinanderging. Di« enttäuschte Geliebte vermochte diese Liebe offenbar nicht zu Überwinden und es scheint, daß diese Erschütterung«ine schwere Hysterie zur Folge hatte. Anders ist«»»kaum zu erklären, daß besagte Dame— nach neun Jahren— sich hinsetzte und an da» Verteidigungsministerium einen Brief schrieb, besten Inhalt auch nicht andeuttmgSweise wiederzugeben ist, weil auch der nachsichtigste Zensor die unglaublichen Unflätigkeiten, die da angeführt wurden,, beschlagnahmen müßte. Daß diese Anzeige hart an offen- kmidige Abnormalität streift, durfte hinlänglich au» folgendem Passus herborgehen. Die Briefschreiberin beschuldigte ihren ehemaligen Freund u, daß er auf sie ständig einen geheimnisvolle n, suggestiven Einfluß ausübe, wodurch verschiedene ihrer Organe in Mitleidenschaft; gezogen würden. Vor allem wirke sich dieser hypnotische Einfluß darin au», daß die Briefschreiberin ständig an heftigen D u rch f ä ll en' leide. Der Brief enthielt noch ganz andere Sachen und so trat da» BerfeidigungSmiuisteriiun da» Schreiben der Polizei ab, wa» zur Folge hatte, daß der steidtSanwaltschaft- liche Funktionär die Schreiberin Wege» Beleidigung einer Amtsperson anklagte und die Angeklagte auch tatsächlich. vor dem BezirkS- gericht zu zehn Tagen.strengen Arreste» verurteilt wurde..Sie legte Berufung ein und der BerufüiigSsenät de» GR Dr. 2 esal hob auch tatsächlich nach durchaesührter Verhandluyg das erste Urteil auf und sprach die Angeklagte frei, mit der einleuchtenden Begründung, e» Handl« sich nicht um die Beleidigung einer-amtlichen Person, sondern um eine höchst private Schmähung, die der Beleidigte durch gewöhnliche Ehrenbeleidigungiklage hätte selbst verfolgen müssen, wofür freilich die Frist längst abgelaufen uiüi die Sache daher verjährt sei. Kunst und Mögen, Das Nest Mit dieser Komödie hat unser tschechischer Landsmann Edmond K o n r ä d, zweimal schon StaatSpreiSträgcr. und seinen guten Namen al» Bühnenautor bestätigend und hebend, bereit» den internationalen Theaterweg beschritten;' denn dieses„Nest" fand schon im Wiener Akademietheater eine freundliche und erfreute Stätte. Nun als» hat ihm auch das Prager Deutsche Theater Platz gemacht. Und auch hier erntete Konräd Lorbeeren. Liebenswürdig, gescheit und witzig und dabei in der Gesinnung grundanständig ist diese» Familienstück, da» wohl nicht viel mehr sein will al» gute Unterhaltung auf geistreiche Weise und mit einem noblen Zweck: das Verständnis zu erhöhen für die natur- und zeitnotwendigen Spannungen und Jctunäen zwischen den Generatione», Verständnis heischend siir die auf halbdunklcm Wege vorwärtStappende Jugend, Respekt fordernd für daS Alter und für di« Alten, die uns ungemein viel zu sagen haben, wenn sie durch Verständnis siir uns unser Herz ihrer zweifellos geraderen Art erschließen.'' Konräd ist ein. bühnengewandter Dramatiker, an moderiien Beispielen geschult und doch auch einem sympathischen, im Eharakernläßigen wurzelnden Konservativismus. Sogar an der Einheit des Orts und an fünf Akte» hält er, fest; und wenn anch nicht an der Einheit der Zeit, fo doch an einer zeitlosen Einheit, nämlich der de» Mutterherzens. Bißchen redselig sind seine Mcnichen und ar selber spinnt die Geschichte von der Mutter, dann Großmutter, und Urgroßmutter bi» ins Detail au», scheut auch nicht vor unmotivierten Äuftriten zurück, wenn es ihm darauf ankommt, die Handlung energisch fortzuführen oder komische Sittiationey zu schaffen. Dafür erzielt er auch gleicherinaßen Rührung und Heiterkeit. Das Prager Ensemble unter Mariä» Führung hatte einen guten Abend, dein allerdings eine Protagonistin vom Raupe der Tilla Du- r i« u S den Grundton gab. Sie ist eine' reizende, kluge, ungemein sympathische alte Dame, ihre Persönlichkeit überwindet alle Klippen, ihr Tonfall, ihr« Gestik, ihr« Bewegung atmen' hochkünstlerische Natürlichkeit. Ganz ausgezeichnet auch alle übrigen Damen lGerda Meller, Elisabeth Warnholtz, Inge Ackerst und Lotte S t s i n). Pog den Herren Überzügen äin stärkste» 8 o st a Und A f r i t s ch, in Episoden vor allem'Götz, dann Schmerzenr eich und P a d I e s a k. Dar Publikum ging vom Anfang an interessiert mit, zeigte sich in der Stückmitte überau» stark beeindruckt und spendet« bi» zum Schluß herzlichen und aufrichtigen Beifall. Ein glatter Erfolg. L. G. Der Präsident der Republik wird der heutigen Vorstellung von Smetana» ,K u ß" im Neuen Deutschen Theater beiwohnen. Arbeitervorstellung„Der Kutz", Oper von Smetana, mn Sonntag, den 21. Feber, um halb 8 Uhr. Karten ab Donnerstag täglich von halb 9 bi» 2 und 4 bis 8 Uhr bei Optiker Deutsch, Koruna. Spielplan de» Neuen Deutschen Theater». Heute, Mittwoch, halb. 8 Uhr:„Der Kuß", B. 1.— Donnerstag halb 8: Hopsa, C 2.— Freitag halb 8: Die Zarenbraut, D.— SamStag,-48: ToSca, volkstümliche Borstellung, Abonnement aufgehoben.— Sonntag halb 8: Der Kuß, halb 8: DaSMcst, Gastspiel Tilla Durieux. B 1 Spielplan ter Kleinen Bühne. Heute, Mittwoch halb 8 Uhr:„Wie e» Euch gefällt", Bankbeqinte 2 und freier Verkauf.— Donner»kag 8 Uhr: Matura.— Freitag 8: Wie«» Euch gefällt, Theatergemeinde de» Kulturverbande» und freier Verkauf.— Samstag 8: Da» Nest, Gastspiel Tilla Durieux.— Sonntag 8 Uhr; Der. Illusionist, 8 Uhr: Ri« e» Euch gefällt. B e z u g s b e d i n g» n g« n: Bet'Zustellung in» Hau» oder bei Bezug durch die Post nionajlich Utz, iL—, vierteljährlich Kö 48.—, halbjährig KC 96.— Tarif billigst berechnet, Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarkeu,-— Die ■’ graphendirektion mit Erlaß Nr. 18.800/VII/I930 bewilligt.— Druckerei;„Orbiö", Druck-, Verlag»- und Zeitung Gartz Eooper und Jean Arthur in„Der große Bill" kam eS, daß unsere Langläufer diesen Winter-vor den Ausscheidungskämpfen, die am 80. und 81. Jänner durchgesührt wurden, beinahe gar kein« Trai- ningSmöglichkciten hatten und man konnte keine Skiwettläufe arrangieren, in lvelchen man mit der Form unserer olympischen Männer und Frauen im Vorau» hätte experimentieren können. Die Zusammensetzung unserer, Mannschaft verblieb uns also bi» zu den AusscheidungSkämpfcn selbst ein Rätsel. Aiich die AuSscheidungskämpfe mußten in einer» außerordentlich schnccarmcn Gebiet, in der sogenannte» Htzvinkääer„Schweiz" durchgeführt werden. Heidekraut. Reißig und Steine machten allerorten döst Skiläufern Verdruß. Doch-fuhren sie mutig auch steile Hänge und die Resultate können wir al» rechstnäßig betrachten. Wir sind davon überzeugt, daß die jungen Männer und Frauen, die auf Grund dieser Wettkämpfe nach Johannisbad kommen, ihr Bestes tun werden- Die Ausscheidungskämpfe im Sprunglauf ergaben im erwähnten Gebiet natürlich-nicht so gute Resultate, al» sie unter besseren Umständen möglich gewesen wären- Wir glauben aber, daß auch unsere Sprungläufer in Johannisbad Achtenswerte» leisten. Die Teilnahme an den Eisschnelläufen schien lange Zeit ungewiß, weil von Johannisbad mitg-.» teilt wurde, daß keine passende Eisbahn zur Verfügung stehe. Diese Mitteilung, betrübte unsere Eisläufer sehr, weil sie zur Zeit'ohnedies sehr wenig Möglichkeiten zu internattvnalen Wettkämpfen haben. Wenn jetzt doch die Eisschnelläufe arrangiert werden, so hoffen wir, daß auch unsere Eisläufer zufrieden sein werden. Natürlich ist unsere Mannschaft nicht nach Jo> hannisbad gekommen, um Sieger zu bleiben, sondern um kameradschaftlich an den internationalen Arbes- ter-Wjntersportkäinpfen teilzunehmen.. Wie die-Re- suliate auch sein mögen— und Nebcrraschungen sind bei unfercn Sportlern unter so fremden Umständen immer tnöglich—, wir sind in jedem Falle damii zufrieden, daß e» uns gelang, auch nach Johannisbad eine Mannschaft zu senden, al» Beweis dafür, daß unser. Wille-zur internationalen- Zusammenarbeit nicht nachgelassen hat.- Einen Stabhochsprung mit 4.46 Meter vollbrachte in New jyork der amerikanische Weltrekordler George Waroff, der damit um fünf Zentimeter seinen Rekord verbessern konnte.> Der Wiener Admira-Spieler Biron wurde vöm österreichischen Fußballverband auf eine Anzeige seine» Klub» auf vier Jahre für jeden anderen Verein gesperrt. Für Bican interessierte sich die'Präger Slavia, welche mit ihm auch schön einen Vertrag abgeschlossen hatte.- Admira gab. den Spieker nicht frei und dieser ließ sie bei den letzten Spielen'.in Stich— aber die Prager Slavia hat auch nicht» gewonnen-. Der Deutsche LandeMfSverein für Lungenhrank«'in Böhmen Mt am 21. Feber um 10 Mr vormittag» in Prag II, Deutsche» Hau», Graben 26;! 4. Stock. Probensaal, die 27. ordentliche Generalversammlung ab.''''.;■. I- Masken-- und Kostüm-Ball de» Allgemeinen Angestellten-Verbandes, am SamStag, den 27. Feber, im Heine-Saal, Präg II., Föchova tr. Eintritt stö 10.—. Kapelle Papert.—Reklamationen E. Strnad, Prag II., Fügnerovo näm. 4. Der 17. Maskenball der'„Union der Geschäft», ressenden" unter der Devise:„Eine Nacht in der Höll«" findet'am 27, Feber d. I. im Lidövh düm,-! Hybernskä 7, statt. Reklamationen im Sekretariat, Prag H;, Na Zbökenci 18. Tel. 47841—8., 8908' - Sozialistischer Jugendverband, Kreis Prag Wircherüfon.für S a nr-s.t a ig, ,'den.Z7, Feber, Und"S o n n t a g,-den 28..Feber 1&37, unsere-',-'-,.i.g.M' 6. ordentliche Kreiskonferenz" ein. T a g e s o'p d N'-u-n/g:'Berichte: dey'Htlnft" tjotÄkch'Reftrat,. Neutpahldn--der. Kreiäfimktiöö näry,, die weitere.Arbeit, freie Anträge! HeüaÄr. Ort und Zeit.'wird-noch' bekän'ntgegebcn;^-.'M? .'.-' Di« Kreisleitung'."• ganzjährig Ab 192.—,--- Inserate werden laut JeitungSfrankatur wurde von der Post-und Tclc- s-A.-G. Prag.' V',.