«iu,elprew7ü8kllkk(tlnffineBLÖ Sen«55oHö) 17. Jahrgang Mittwoch, 24. Feber 1937 Aus dem Inhalt; Henlein hat eine ' schlechte Auslandspresse Ein Brief aus. Belgrad-und/’ die SdP Rumänien wehrt sich gegen den Faschismus Das Chaos im deutschen Kirchenkonflikt Nr. 47 «rschsßUt mit A«««ahme de» Montas tSgNch sr»h. E^^^^^^^S-PragM^FochovaS2- TelephonSSV77- Herausgeber:EiegfriedTaub- VerantwortlicherRedalteur:KarlKrrn.Prag der Arbeiter und Bauern ruht, müsse vor allem für das Schicksal dieser sozialen Klassen, ihr kul» turellcS Wohl und für den bürgerlichen Geist -Sorge getragen werden. Der Klaffenkampf, sagte ^Oberst Koc, ist dem polnischen Geiste fremd. Der 'Staat garantiert.die Bedingungen der Arbeit und her Tätigkeit des Kapitals. Er reserviert sich in dieser Beziehung das Recht.der Kontrolle und lehnt alle von außen kommenden Richtlinien ab. Die Deklaration erklärt die landwirtschaftliche Frage als wichtigstes Problem und betont folgende Notwendigkeiten: 1. Umbau der Agrarverfassung zwecks Vergrösserung des. landwirtschaftlichen Besitzstandes ohne Verringerung der landwirtschaftlichen Produktion, 2. Kommassation und Meliorisierung, 8. Rationalisierung deS Güteraustausches, 4. gesetzliche Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Zersplitterung bäuerlichen Besitzes, 5.-Ermöglichung künftiger Kredite und 6. Hebung des Bildungsniveaus der Landbevölkerung. Da dies alles die Uebervöllerung in der Landwirtschaft noch nicht beseitigt, müsse die-Entwicklung-von-Industrie und Städten"-erstrebt ^werden, i'-".'Bezüglich der Minderheiten stellt die Della« ration die Achtung ihrer-Rechte bisiztw Grenze fest»- wo-sie""Vie Staatsinteressen schädigen könnten. Der» jüdischen Bevölkerung gegenüber würden antisemitische Ausschreitungen'Nicht"geduldet Werden,.jedoch sei das-Streben der polnischen Bevölkerung nach wirtschaftlicher Selbständigkeit natürlich. Schuschnigg ein Plebiszit im Auge hat,-ist doch nicht ganz so sicher. Die österreichische Verfassung hat so viele originelle und vieldeutige Bestimmungen, daß sich ganz gut vorstellen läßt, daß an die Stelle der Volksabstimmung auch ein Beschluß der Regierung oder ein Akt des Bundespräsidenten tritt» der ja auch nur durch eine merkwürdige Auslegung der Verfassung noch immer legal amtiert. Ob Schuschnigg Neurath gegenüber das Wort»Volksabstimmung" verwendet hat,.ist natürlich nicht festzustellen. Die Einigung dürste höchstens auf eineArt Wa ffenstillstand hinaustaufen, vielleicht auf die Einigung darüber, in. den nächsten Wochen keine Ueberraschungen starten zu lassen. Die europäische Presse kommentiert die Wiener Demonstrationen und die Vorsprache N e u r a t h s, die allgemein als Versuch der Einmischung in innere Angelegenheiten eines Nachbarstaates und Versuch einer Bevormundung Oesterreichs angesprochen wird, als sehr ernste. Sturmzeichen und. zeigt: sich, äußerst besorgt. Die französische Linkspresse..prophezeit einen. Hitlerputsch in Oesterreich, die Rechtspresse fordert nunmehr ganz off« als Gegenmittel die Jnthronisation der Habsburger ukd macht der Linksregierung Vorhaltungen, daß. sie der Kleinen Entente zuliehe Oesterreich,-an.Hitler ausliefere. Mer auch Mme T a b o u i S setzt sich iü dem weit linkSstehcUdin„viüdrt" für ttü« rasche Lestauration eist.-< .Journal der"DsSats" schreibt laut Tsch. P. B. in einem Leitartikel von Pierre B« r n u s: Die Lage in Oesterreich" gestalte sich «inner unsicherer. Dieser Ansicht fügt das Blatt Bemerkungen an, die" in einer Zeitung" überraschen, welche bisher offen und prinzipiell einen.halbgbür- gerfeindlichen Standpunkt vertrat. Da» Blatt erklärt: '„Unter diesen Umständen begreifen wir. nicht recht, weSbalb sich in einigen Staaten weiterhin ein grundsätzlicher Widerstand gegen eine eventuelle Einsetzung der Habsburger erhält. Einer der charak- teristischen Züge der heutigen Zeit ist eine Art geistiger Lähmung. Es scheint, daß die Staatsmänner nicht mehr fähig sind", die Polittk den gegebenen Umständen anzupaffen. Für die Nachbarn Oesterreichs und für den Gesamtfrieden in, Europa tst heute das B« r s ch l u ck e n Oesterreichs d u r ch D e u t f ch l a n d die einzige tatsächliche Gefahr;' Warschau.(PAT.) Sonntag verkündete Oberst K o e in einer Rundfunkansprache das Programm des neuen politischen Lagers, das er gründet. An seiner Erklärung legt Oberst Koc den Hauptnachdruck auf die Wichtigkeit der„Verfassung" als" Grundlage der öffentlichen Ordnung und erinnert.an die Bedeutung der von Ptlsudski geschaffenen Armee," der MarschallRydz« Smigly zu seinem Nachfolger ernannt hat. Die Armee sei heute das einigende Zentrum, der ganzen Nation. Da» Interesse der Nationalverteidigung erfordere eine feste Führung, des innerpolnischen Lebens. Was die wirtschaftlichen und sozialen Fragen betreffen, konstatierte Oberst Koc, ddß keine Doktrin,, die sich in" den Dienst bloß einer"sozialen Gruppe stellt, Polen entsprechen, könne. Der Kommunismus sei dem polnischen Geiste fremd, daher sei für ihn. in der Republik kein Platz. Di« posni- fchen Kommunisten haben äusgehört, Polen zu fein: Seher Staat, wählt daS politische Regime, das er-al» das hefte erachtet...- Di« Wehrhaftigkeit des Staates erfordere die Organisierung des wirtschaftlichen Lebens«' Privateigentum und.private Initiative würdest- grundfätzlich gewahrt bleiben," doch behalte sich der «Staat" das Recht vor,/ auf!die-harmonische Entwicklung der Gesamtproduktion Einfluß zu neh»- men ünd'die der Rüstung dienenden Jndustritzy einer besonderen Obhut und Kontrolle zu"unterwerfen. Da die Struktur Polens auf den Schichten Militärdiktatur ruckt eine Staatridee Rydz-Smlgtys neuer Manie Oberst Koc Das Programm der polnischen Generalspartei Offizielle Version über Wien: Einigkeit Im Hintergrund: tiefe Gegensätze > Neurath wirft die Habsburgerfrage auf -? le vsterreichisch-drutschm Besprech««. Eßkich des»«suche» de» ReichSaußemninIster» Reurath sind Dienstag nachmittag» aögeschloffen tpinchrp. Ueber di«-Verhandlung« wurde folgend,» amtliches Kommunique auSgegeöen, Dir Reichsminister de» Auswärtigen Freiherr von Neurath hat in Erwid«ning de»»«such«» des Staatssekretär» für auswärtige Angelegenheiten Dr. Ouido Schmidt in Berlin am 22. und 28. d. M. v«r öfterreichlsih«-Bundesregierung ein«» Besuch abgeftatttt. Der zweitägig, Aufenthalt des Reich». Minister» in Wwn hat d« leteMgt« Staatsmän- N«n, v«ndeSka«zlrr Dr. Kurt Schuschnigg»nd Staatssekretär für Aeußere» Dr. Ouido Schmidt sowi« RelchSminister Frriherrn von Neurath Gele- S"h«it»»«lngehmd« Besprechung«:, di« sich in «st« Lteran» freundschaftlich««tmosphär« ab- wickelten, geiolen. Dies« betrafen"in«rster Linie di« Beziehung«»wisch« den leide» deutsch« Staat«. Mit Befriedig««-" konnte festgestellt werden, daß sich da» Allem«« vo« 11. Jull 1936 al»»Ine geeig. ntte Grundlage für die Wiederherstell««, eine»»er. trau«Svoll« und freundschaftlichen«erhältniffe» «wies« hat«nd geeignet-erscheint,.eine weiter« er» f°lgr«che Zusammenarbeit in dies«, Sinne zu währleisten. In diesem Zusammenhang, wurde auch ans d« Abschluß de» W i r t s cha f t S a b k» m- mens V°« 27. Jänner d.:J. hiNgewiesen und da- lei d« Erwartung Ausdruck gegeben, daß. die, hie- dstrch erzielt» Andahimng«ist«.«list' Austausch,» im Güt i r». u nd.Fr e m d e nv erkehr sich günstig auf die allgemein« Entwicklung der gegenseitig« Beziehungen auSwlrken wird. In k u l- t.« r p»l i t i s ch e r H i.« s i ch"i wurde« die ein» »elsi« vordringlich« Frag.« de» geg«seitig« kul» turell« Verkehrs eingehend erörtert und der bereit» anläßlich des Berliner Besuche» de» Staatssekretär» Schmidt In Aussicht gmommene Ausschuß für kul turelle Angelegenheiten ,wisch«" Oesterreich«nd Deutschland bestellt, der bereit» am. 28. ds..sein« Tätigkeit aufnehm« wird." Hieran schloff« sich naturgemäß auch Aussprachen über die gegenwärtig m Brennpunkt.« de» al l g«meine« Interesse» st eh»«. de« Fragen-dir europäischen«nd insbeson dere mitteleuropäischen Politik, wdlei v» ll st SndigeUebe r e i n st i«- M»»g über di« der Außenpolitik leider Regie««. g« zugrundeliegend«, gleichartig« Bestrebungen zur Erhaltung«nd dauerhaft« Sicherung de» allge» mein« Fried«» kestgestellt werd«-konnte Noch. bevor das Kommunique ausgegeben würde, da» von der Einmütigkeit der Auffassun gen über di« Außenpolitik der beiden Staaten Deutschland und Oesterreich spricht, war bekannt geworden, daß Neurath insbesondere zwei Fragen zur D iskussion gestellt hat: die Rückkehr der nazistischen Emigranten nach Oester teich und Vie Frage der Staatsform, bzw. der Berufung Otto von Habsburgs ajif den. österrei chischen Thron:"An der- Frage der Emigranten— es handelt sich hauptsächlich um die Mitglieder der L e g i o n—' soll Schuschnigg erklärt haben, sie könnten zurückkehren, aber die strafrechtlich verfolgten Nazi würden natürlich verhaftet und vor Gericht gestellt werden.", ■ In der HabSbürgerfrag«soll Neu rath"zwar keine ultimativen Forderungen gestellt, aber die österreichische"Regierung über, die in deutschen NegierüngSkrdisen- herrschenden Auffas» sungen, insbesondere über di« Ansicht Hit ler»»Informiert-haben.-Der deutsche Minister hat angeblich keinen Zweifel darüber bestehen lassen, daß Hi t l«r- di e Le gitimistische Lösung a b l e h n t und Als einen Bruch der Freundschaft ansehen würde. Schuschnigg»nd. Sliido Schmidt(der aller« diilg» selbst«in kausn getarnter Nazi und glühen» dÄ Verehrer Hillers. ist)" haben Neräth erwi dert, daß die Frag«" d.er Staatsform e fn.e i nn'«r e« n.gne l« g<,irmNü>'E r'mqpfl-MAP-ichckMgfg gk» , macht« In der Frage der H i l f s r e f. e r e n» ten wurde eine neue Fassung gefunden, wonach diese für die Dauer ihrer Zuteilung jeder Abhängigkeit vpn. ihrer früheren Vorgesetzte» Behörde enthoben sind. Die Räte de» Obersten Berwgf» tungSgecichtes sollt» den Titel„SenatSrat der Obersten Verwaltungsgerichtes" erhalten. Der Präsident der Republik empfing am Dienstag den Minister für Post und Telegraphen T U i n h, ferner den Rektor der Landwirtschaftlichen Hochschule in Brünn Professor Jng. Dyk und schliesslich den Korrespondeten de»„Daitz Telegraph" G. E. R. Ä e d Y e. „Entschuldigen Sie Ich habe Sie belogen Ich habe schwarze Schuhe zu Hause Nehmen Sie bitte Ihr Geld zurück—" Ich war dem Weinen nahe. Und wiederum war die Wirkung eine völlig unerwartete. Ich hatte mich durchschaut geglaubt, war überzeugt, dass der Direktor den Rubel mir gegeben hatte, um mich zu kränken, mich zu beleidigen und mir zu zeigen, um wieviel, höher er stand al» ich, der rebellierende, lügende Junge. Ich war im Irrtum. Der Direktor hatte die Geschichte mit den Schuhen tatsächlich geglaubt und miy da» Geld gegeben, nur um der durch meine, braunen Steife! verletzten Vorschrift wieder zu ihrem Rechte zu verhelfen. «Wa»? Sie haben mich belogen? Sie ha- ben gewagt, mich zu belügen? Ra, warten Ste^ Bürschchen!" Er riss mir den Rubel aus der Hand, holte wieder da» Geldtäschchen hervor, legte die! Münze hinein und zischte:„Sofort nach Hause' gehe» und tnit dem Vater zurücktzmmen. Sofort!" Sein Zeigefinger, streckte sich schon an der erhobenen Rechten der Treppe zu. Und er lieh mich abermals stehen und ging empört davon. ,Der Inspektor grinste. Da« war dtz erste Bekanntschaft mit dem neuen Direktor.• S Einige Minuten stand, ich immer noch fassungslos da. Dann— schon wieder umringt von Kameraden— ging ich zu der Stelle zurück, wo meines Bücher lagen. Das, Gefrage der Gtzich» altrigen war eine Folter. Selbst al»„Gröhe" kamen— da» heisst Schüler der siebenten Klasse — selbst da wurde ich nicht ftoher. Dass Ich Mittelpunkt der allgeiNeinen Neugier war, tat mir wohl, dass ich aber erzählen sollte, wie dumm ich mich benommen hatte, da» konnte vernünftigerweise niemand von mir verlangen. (Fortsetzung fotzt) Nr. 47 Mittwoch, 24. Feier 1037 Sette 8 von yiciuj ffUh«ptw&iv vu»»v s w uy.s ,» v yvumu|Ub uiu uuviunvvuuuuivr wertes Verständnis für die schwierige I ren bestehen. Sie bemerkt zum Schlug:„Die Or- Verfügung zu stellen, den Sie für sehr Paffend-alten würden,«le ex wirklich, alle» Sudetendeutschtum umrahmend, gebracht werden muff in bezug auf sei- Mit verbrecherischer Gesinnung. Eine solche Methode ist nicht nur mit unseren demokratischen StaatSgrundzesetzen unvereinbar, sondern auch mit den Beziehungen unseres Landes zur Sow- jetunion. Lage de- Sudetendeutschtums. Man kann vom wichtig ft en Erfolg der deutschen Aktivisten seit 1828 sprechen." Aehnlich wie daS erstzitlerte Blatt schreibt ess» holländische Presse Das Amsterdamer„H e t Volk" meint: »Er unterliegt keinem Zweifel, daß die Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen dadurch In vielen Hinsichten sehr verbessert werden können. Und er ist selbstverständlich, daß die Opposition unter dem faschistischen Führer Henlein auf diese Weise viel Wind aus den Segeln genommen wird."* Die reichsdeutsche Presse ist selbstverständlich völlig negativ eingestellt. Die „frankfurter Zeitung" gab am Montag in einem Bericht ihres Prager Korrespondenten und am Dienstag in einem redaktionellen Artikel ihrer Unzufriedenheit Ausdruck. Es ist aber immerhin bemerkenswert, daß man sich diesmal der üblichen und iiblen Aggressivität enthält und beispielsweise mit so vorsichtigen Ueberschristen wie„Keine grundsätzliche Lösung der deutschen Frage" oder„Falsche Methode in Prag" begnügt. Schärfer gehen die„M ü n ch- ner Neuesten Nachrichten" ins Zeug. Nach ihrer Meinung ergehe die Antwort der Regierung sich in„vielen wohlklingenden und unverbindlichen Worten, vhne auch nur auf einem Teilgebiet eine konkrete Zusage zu geben. Die neuen Versprechungen, die durch häufige Hinweise auf die bisherigen Leistungen untermauert werden, unterscheiden sich von den alten vorwiegeick dadurch, daß auf ihre Austnachung für die inier« nationale Oeffentlichkeit diesmal größere Sorgfalt verwendet wird." Prag gebe den Deutschen „schöne Worte statt Brot". Das scheint uns ungefähr so die Wahrheit zu treffen, wie wenn jemand sagte, von Hitler und Goebbels bekämen die Reichsdeutschen zwar nie„schöne Worte", da» für aber Brot(und Butter) im Keberfluß... ganlsation und der Lehrplan dieser Kurse, die man eigentlich Berbrecherhochschulen nennen mühte, hängen ganz und gqr von den Sowjetbehörden ab. Da» ganze ist mit der yeberschrift:„Berbrecherhochschulen in der Sowjetunion" versehen. Bon uns ist bekannt, daß wir für die kommunistische Ideologie und Propaganda nichtübrig haben. Es muß aber doch gesagt werden, Drei Rohlinge vergewaltigen ein fünfzehnjähriges Mädchen Am Montan, den 22. d. M., wurde drei erwachsenen, polizeibekannten Männern jn UHiFnqinviiFr gcutuoji wnoen umy in drhb ui||w» e»i»h¥»-e»» neu alles berührenden Inhalt. In unseren vrjl-1 daß dieser Exzeß de«..Rumburger Zeitung" u n- gruppen der NSDAP und DSF in Belgrad find e r h ö r t ist und die Frag, auswirst, ob e» in un- naturgemüh meistReichsdeutscheal« serem Lande gestattet ist, jemanden Berbrecher zu Mitglieder, den« et« ich ein« Aaren, Volk«.! nennen, der in der Sowjetunion etwa» gelernt tümltch gehakt«« Vortrag halten will. Sie werd«, hat, also da» politische Bekenntnis gleichzusetzen ..Nicht jubilieren— nicht bagatellisieren“ Abgesehen von Henlein»„Zeit" bemüht sich die sudetendeutsche„parteilose" Bürgerpresse, so sehr sie bisher auch mit der SdP marschierte, dennoch sichtlich, dem national-politischen Berständi- Die bisher vorliegenden ausländischen Pressestimmen zu dem national-politischen Ber- stänidlgungSwerl in der ESN sind— natürlich ohne Einrechnung der„llrtetle" au» dem Dritten Reich—- durchaus günstig und erfreulich. Französische Meinungsäußerungen liegen unsere» Wissens zur Stunde noch nicht vor. Dagegen bezeichnet dis sncllschs Press« einmütig da» Einvernehmen al»„die Erledigung eine» der gefährdetsten Probleme Mitteleuropa»". „M a n ch e st e r Guardian" stellt fest, daß „die Henlelnpartel zwar an den Verhandlungen mit der tschechosiowaklschen Regierung nicht teilgenommen hat, aber da wenigsten» 80 Prozent der Forderung« dieser Partei erfüllt wurden, ist Henlein derWtnd au» denSe» g e l» genommen worden, besonder» da seine Partei in den letzten Monaten einen starken Rückfall zu verzeichnen hatte." „Dailis Telegraph" befaßt sich im Leitartikel mit der Minderheitenpolitik in der Tschechoslowakei und konstatiert» daß Ministerpräsident Dr. Hodja durch die Konzessionen einen gelviffen Fortschritt bei der Besei» t i g un g der Spannung erzielt habe. Der Autor de» Artikel» legt dar, daß die deutsche Minderheit in der Tschechoslowakei niemals einer Unterdrückung ausgesetzt gewesen sei, die man mit der Unterdrückung der deutschen Bevölkerung vergleichen könnte, die in Südtirol unter italienischer Herrschaft kamen. Das Blatt der englischen Arbeiterpartei, der„Daily Herald", nennt da» Abkommen einen.^tschechischen Sieg für den Frieden". In der Schweis drückt wohl die„Neue Züricher Zeitung" die Meinung der breiten demokratischen Öffentlichkeit au», wenn sie feststellt, „dab die gefaßt« Beschlüsse gegenüber dem bisherigen Zustande ein sichtbare» Entgegen k»m m e n- an"verschiedene Wünsche der deutschen Minderheit inadministrativen Fragen .. bedeuten. Da» Kabinett Hodja hat die Absicht. Ähnliche administrative Verfügungen gegenüber v der polnischen und ungarischen Minderheit zu er» .j lassen. Obschon e» verfehlt wäre, von einer-grundsätzlichen wd« weitgehenden Regelung der Na» . tionalitätenfrage zu sprechen, zeigt, da» von der -Regierung bewiesene Entgegenkommen im Bergleich zur bisherigen Praxi» ein beachten»- Die SdP Im Ausland Ihre Tätigkeit und Ihre Wertung durch die Pg’s Ein Interessante Dokument aus Belgrad Die Maßnahmen der Regierung, die in dein am Samstagvormittag auigegebenen amtlichen Berichte angekündigt wurden, haben auf deutscher Seite vielfach eia Gefühl d e r Genugtuung und Befriedigung hervocgeruf«. Daß w'r sie darüber hinaus mit besonderem Jubel begrüßen würden, wird Man auch auf tschechischer Seite nicht erwartet haben; dazu liegt kein Anlaß vor. Wir Deutschen betrachten diese Maßnahmen al» den ersten Schritt mif dem Wege zur Lösung jener Aufgabe, die dem Staate bei seiner Gründung mit auf dem Weg« gegeben wurde: di« nichttschechischen Bolkrteile als„Bleiche unter Gleichen" und vollberechtigt« Bürger so zu behandeln und in den Staat einzugli«- de«, daßHesssrd« AbsichtenM KeArMMen seiner Begründer, eist' wahrhaft 6 e m dir a- tisch er Staat und ein Ort friedlichen Zusammenlebens der Völker zu sein. Genüge tue. Die nunmehr angekvndialen Maßnahmen sind der erste Abschnitt auf dem Wege ju einer solchen Befriedung der Sudetendeutschen(und der Minderheiten überhaupt). Damit sind sie auch ein wichtiger Abschnitt auf dem Wege zur Befriedung de» Staate» selbst.' Auch die verantwortungsbewußte tschechische Presse hat die Entschlüsse der Regierung begrüßt und zu erkennen gegeben, daß auch sie eine Besserung der Berhälwisse im snde- tendeutschen Gebiet al» einen Gewinn für da» Staatsganze ansteht. Uns Deutsch« darf e» dabei auch mit Genugtuung erfüllen, dab durch die Kundgebung der Regierung von autoritativer Stelle mittelbar zugegeben worden ist, daß die Beschwerden, di« wir feit Jahr« vorgebracht haben, berechtigt und keineswegs bloße„Nörgeleien ewig Unzufriedener" gewesen sind, als die man sie in tschechischen Blättern uns Reden oft hinzustellen versucht hat. Luch die„B r Lr e r Z e i t u n g", gleichfalls ohne ihre„Verpflichtungen" gegen die SdP aus den Augen zu verlieren, bemüht sich nun um etwas Objektivität. Sie schreibt: Abwarten— so heißt die weiter« Losung. Di« RegierungHodja hat sich durch ihr Mweichen hon der traditionellen tschechischen Innenpolitik einen BertrautnS- Vorschuß bei den Deutschen und auch bei den anderen Minderheiten erworben, deren sie sich bei der gegebenen Gelegenheit au» staat-politischer Ratson erinnert hat. Man muß nun zusehen, wie die ESkomptierung der gegebenen Zusicherungen ausfallen wird. Daß da» Erreichte nach Menge und Wert nicht genügt, um ein« Befriedung de» Sudetendeutschtums herheizuführen. darüber sind sich, trotz optimistischer, auf sugge» stwe Wirkung angelegter Irrtümer der tschechischen nationalistischen Presse, auch hie deutschen Regie« rungsparteien klar. Sie freuen sich ihres Erfolge» und das Sudetendeutschtum wird sich m i t f r e u e n, wenn da» Ergebnis dieser ersten staatspolitisch geführt« Diskussion zwischen Tschechen und Deutsch«' im neu« Staate auch ihm etwa» bringen und den Druck erleichtem sollte unter dem«» so lange lebte." E» scheint aber, als ob die SdP beziehungsweise ihre„Zeit" oder ihre„Rundschau" diesmal bei den so ziemlich Gleichgeschalteten doch nicht da? Echo fänden, da» sie>erwartetenl Sctfechler Wind für Henlein Das Ausland Ober das Verständigungswerk mich ja al» Sudetendeutsch« versteh«, wo» ich will, und was der Inhalt diese» Bortrage» am besten sein Müßte. Selbstverständlich auch betreff» unserer Su- betendnitschen Partei und in heutiger politischer Hinsicht, aus die Lage ter Deutsch«, in unserer Hei mat, nicht zuletzt über d« Führer unserer SdP, den allverehrt« Parteigenossen Henlein, dm ich ge« kennenlorncu möchte.. Ich bin schon seit 16 Jahr« nach dem Krieg hier, war zuletzt vor vier Jahr« In der Heimat, bzw, in Karlsbad in der Kur gewes«... zn einer Zeit, al» di« Ratwnalsoztali- fttsche Arbeiterpartei, deren Mitbegründer in der ESR ich bin(u n t e r P g. K r e b»), noch nicht verboten war. Heute al» alter Kämpfer über—■ die Grenze ob« zu geh«, ist fast— für mich we- gungStverk Mit einer Art posbtiverKrt- nlgftm»— nicht mehr ratsam. Da ich deshalb selbst t i k zu begegn«. Insbesondere die„Reichen, dort nicht persönlich mich um da» Nötige umsehen kann, b e r g e r Z e i t u n g", die Dienstag nochmals möchte ich Sie vielmals lttten, mir entgegen«-,über die Regierungserklärung leitartikelt, sucht komm« md mir alle» da» versorgen zu woll«, wa» irotz all ihrer, auch bei dieser Gelegenheit geäußer. ich hier brauche..."\t« Rücksicht auf die SdP, doch nach einem ruhi- Partelaenosse Henlein, der Nachfolger de».ll«n und vernünftigen Urteil. Unter dem Titel Parteigenossen Kreb», Wird sicherlich alles auf» 1..Richt jubilieren— nicht bagatellisieren" stellt beste besorgen lassen und die Meinung de» das Blatt folgende Ertvägungen an seine Spitz'-: Briefschreiber», daß die SdP mit der NSDAP identisch ist, nicht enttäuschen. Man nimmt von Ihm Geld für die SBH— weshalb sollte man sich seinen politischen Bildungsbedürfnissen ver-1 schließend Zumal da er nicht gut über die Grenze kommen kann, der„alte Kämpfer"? f Wir empfehlen Herrn Frisch die Lektüre de» „Völkischen Beobachter", der ihni über die Absichten det Sudetendeutschen Partei! gut informieren wird. Daß der Parteigenosse Henleins auch die„Zeit" abonniert, ist eine zweckmäßige Ergänzung de» WiffenSguteS, das er aus Berlin beziehen kann, von der„Rundschau" gar nicht zu reden,- „Verbrecherhochschulen" Die„Rumburger Zeitung" ist als da» hit« lertreueste Blatt der Tschechoslowakei bekannt. Sie übertrifft in der antibolschewistischen Hetze aber- sogar ihre reichsdeutschen Vorbilder und Auftraggeber.' , In ihrer Ausgabe vom LI. Feber befaßt sie sich mit den Schulen, die in der Sowjetunion angeblich für die kommunistischen AuSlandsagitato- Uns fielen tntereffanie Schriftstücke in die Hand, die auszeigen, wie da» Wirken der SdP von ihren ausländischen Anhängern gewertet wird. Ein gewisser Adolf Frisch, Sekretär der deutsch« Volks- und Bürgerschule«Belgrad, meldet in einem vom 12. Feber datierten Schreiben an die SdP seinen Beitritt zu dieser Partei an. Gleichzeitig teilt er der SdP mit, daß er für die Sudetendeutsche Bolkshilfe einen Betrag von 210 Dinar gesammelt habe und diesen Betrag auf da» jugoslawische Konto der„Z e i t" einzahlte.„vielleicht läßt sich die» auch in gleicher Weise bezüglich der an Sie zu überweisenden Beträge machen", meint der Schreiber in dem schlechten Deutsch, da» allen völkischen eigen ist. Er fühle sich al» Egerländer verpflichtet, der SdP anzugebären und wolle in Belgrad gerne al» Werber für sie tätig sein. Interessanter ist aber ein zweite» Schreiben de» genannten Her«, das am gleichen Tage wohl an den Abg. Fritz K ö k l n e r adressiert wurde. E» lautet u. a. folgendermaßen: „Sehr geehrter Parteigenossel Ihr« wert« Namen entnehme ich der Unterschrift de» ven der Parteistelle an Mich gerichtet« Briefe» vem 16. d< M., den ich in der Beilage beantworte. Ich sende mein« Antwort in gewisser Meinung von Sicherheit»» gründ« an Sie, womit ich Sie einverstanden hoffe. Sollt« es nicht unbedingt nötig sein, so kann Ich ja nächst«» direkt an die Hanptstelle Eger adresflerm... Der Zweck meine» an Sie direkt gerichtet« Briefe» ist der, mit einer Bitte an Sie heran,Atreten. Ich bin al» im Ausland lebender Sudetmtwntfcher MitgliedderNSDAP und der DAF der Belgrader OrtSgrupp«. Für dir Schulungsabende, in welcher von den einzeln« Parteigenossen abwechselnd vortrüge gehalten werd«, benötige ich Stossunterlag« für Vorträge über sudetendeutsche» BolkStmn. Ich darf Die wohl litt«, mir Berlagöverzeichniffe über solche BortragSstoffe»n verschaffen, vielleicht ist«S Ihn« möglich, mir sch««inen fertigen Vortrag selten» Ihrer Egerer Hanptstelle zur ^ttdctendcutecfiCT Zeitspie&et Peiperz bei Bodenbach an einem 16jährigen Mädchen ein schwere» verbrechen verübt. Jn dein Hause, in tvelchem das betreffende Mädchen wohnt, wohnt auch einer der drei Männer. Dieser lockte unter irgend welchem Vortvand das Mädchen in seine Wohnung. Kaum hatte dieses die Wohnung betreten, wurde sie von zioei anderen Männern gepackt, festgehalten, am Schreien gehindert und nun mißbrauchten die drei Männer nacheinander das kaum der Schule enttvachsene Kind. Einer dir Hausbewohner hatte aber doch gemerkt, daß sich im Hause etloaS abspiele und verständigte die Polizei. Ehe diese erschien, wurden die drei sauberen Patrone von einer zweifelhaften Frauensperson gewarnt. Ziveien gelang es, durch da» Fenster zu flüchten, der dritte wurde fest» genommen. Aber die Namen der beiden anderen sind bekannt. Sie halten sich verborgen und konnten bisher nicht festgenommen werden. Der ehemalige Sekretär deS BerkchrSvereine» Josef Schlimp freigesprochen. Gegen den früheren Sekretär des Romotauer Verkehrsvereines war ein Klageverfahren eingeleitet worden, tveil ihm eine durchgestihrte Revision beschuldigte, einen Betrag von 44.484 KC veruntreut zu haben. Bei der nunmehr durchgeführien Schlußverhaudlung wurde nach gründlichen! Verfahren Joses Schlimp freigesprochen, weil nicht er die umstrittenen Fahrten zu den Hassenstein-Festspielen organisiert und verrechnet hat, sondern der damalige Theaterdirektor Heger, der die Festspiele leitete. Zur Novellierung der PensionSversicherung nahm dieR entnertagung eingehend Stellung, die vom Allgemeinen Ange sie llten« Verband Reichen berg»um 21. Feber nach O l m ü tz einberufen lvar und eine sehr starke Beschickung aus Mähxen«Schlesien und der Slowakei aufwieö. Nach der Eröffnungsansprache des Perbandsobmann-Stellpertreters Psohl besprach Sekretär L ö w i t die Lage der Rentner, weiter die zur bevorstehenden Novellierung de» PensionSversicherungsgesetzes sowohl für die Rentner und Rentnerinnen als auch für die aktiven Versicherten zu vertretenden Forderungen, ferner die Fürsorge für Rentner bei Krankheit und anderen Notfällen. Der Bericht löst« eine Wechselrede au», an der sich die Rentnervertceter Wolf(Würbenthal. Schütz(Freudenthals, Schmid(Mähr. Schönbergs, König(Fulnel), Mörth(Wagstadts, Vesely(Troppaus, Finsterle (Zwittau), Junghan»(Olmütz) und Schöberl (Brünn) beteiligten. Im Namen der Zentral- gewerkfchaftskommission des Deutschen Gewerk- schaftSbunde» Reichenberg nahm deren Vertreter Schäfer zu den Beratungögegenständen Stellung. Nach dem Schlußivorte des Berichterstatters wurde die von ihm vorgelegte Entschließung, in der die gleichen Forderungen zur Novellierung der Pensionsversicherung enthalten sind, wie sie in der am 14, Feber ebenfalls vom Allgemeinen Angestellten-Berband für die in Böhmen wohnhaften Rentner und Rentnerinnen In B. Aeipa veranstalteten Tagung beschlossen worden waren, einstimmig angenommen. Nach der Wahl eine» Ausschusses der Reiüner-Abtei- lung de» Allgemeinen Angestellten«Verbandes fand die inhaltsreiche Konferenz mit einer die Ergebnisse der Beratungen übersichtlich zusammen« lassenden Schlußrede de» Berbandssekretäro Grünzner ihr Ende. Grossfeuer in einer ehemalig« Russiger Maschinenfabrik. Dienstag früh kurz nach Ü Uhr wurde die Aussiger Feuerwehr zu einen: Großfeuer in der ehemaligen Maschinenfabrik Breit- keld u. Danäk gerufen. Dem ersten Löschzug, der sofort auSriickte, folgten bald drei weitere Löschzüge der Aussiger Wehr, zwei Löschzüge der Kleischer Wehr und ein Löschzug der Feuerwehr SchLnprsesen. DaS Feuer, das in den Hinteren Räumen einer Teererzeugung der Finna Habe- nicht u. Strigl ausgebrochen war, wurde von drei Seiten mit vier Motorspritzen und zehn Schlauchleitungen angegriffen. Gegen 9 Uhr war der Brand soweit eingedämmt, daß die Wehren unter Zurücklassung einer Brandwache abrücken konnten. Die Brandursache konnte noch nicht sestgestellt werden. Ein kritischer Moment war zu verzeichnen, als die Flammen in die Nähe eine» Aetherlagers schlugen; den Wehrleut« gelang es jedoch, den Aefher in Sicherheit zu bringen., Mordversuch und Selbstmord. Der 38jährige Kaolinarbeiter Anton Müller in Pomeisl gab an» 21. Feber gegen seine Frau drei Revolverschüsse ab. Durch einen der Schüsse Ivurde die Frau leicht verletzt, sie wurde mit einem Brusffchuß ins Po- dersamer Krankenhaus eingeliefert. Der MüNN hat sich durch einen Revylverschutz in die rechte Schläfe getötet. Frau Müllet soll ihren ManU kürzlich verlassen Haven. Nun hatte Müller seine Frau auf der Straße getroffen und verlangte von ihr, daß sie wieder zu ihm zurückkehren solle. Die Frau lehnte dieses Ansinnen ab, worauf dann Müller die Schüsse gegen sie abgab. Die Attgestelltettfugend im Allgemeinen Ange« stellten-verband Reichenberg führt am 28. Fiber in Aussig a. E.(„Dampfschisf-Hotel") ihre vierte ordentlich« Verbau dstagung durch. Nach dem anhaltenden Ausstieg der Jugendbewegung bei genannten Verbandes und der Verhandlungsordnung zufolge, nach welcher die Tagung außer der Berichterstattung vor allem der Aufstellung zeitgemäßer wirtschaftlicher und soziawolitischer Forderungen der deutsch« Angeftelltenjugend dient, kommt dieser ver- anstaltung eine außerordentliche Bedeuwng zu. Die Vertretung« der Angestelltenjugend aus allen Teilen der Republik und zahlreiche behördliche und öffentliche Stell« hab« ihre Beteiligung zugesagt. Seite 4 Ausbau der eroberten Positionen Madrid. Der Verteidigungsrat von Madrid gab Montag abendS bekannt: Im Järäma- Abfchnttt haben unsere Abteilungen die am Sonntag eingenommene« Positionen ausgebaut und den Feind verjagt, alS dieser sie zu stürmen versuchte. AK der Madrider Front haben wir eine Reibe gegnerischer Angrisse in der Nniverst- tätSstadt zurückgcfchlagen. Weiteres VorrUcken In Oviedo Valenci a.. Montag»»> Mittemacht wurde durch den Rundfunk bekanntgegebm, dass die von der Oviedo-Front eingelangten Nachrichten ü b e r a u S z u f r i ed e» st e l l e n d sind. Die Abteilungen der Regierungstruppen sehen ihre» Bormarsch im Inneren der Stadt weiter fort. Im Abschnitt NoblaS und auf der Linie Fumfarmba und Bivel del Rio wurden die feindlichen Angriffe zurückgeschlagen und die sich sammelnden Aufständischen auSeinandergetrieben. Italien schwer verstimmt Well der Negus zur Krönung eingeladen wurde Paris. Wie„P a r i's M i d i" erfährt, be- absichtlich die italienische Königsfamilie, auf die Teilnahme an der britischen KrönungSfeierlichlei- ten zu verzichten, da die englische Negierung eine amtliche Einladung auch an den Negus von A b e f f i n t e n. gesandt und Lord Ecanborne am Montag auf eine im Unterhause gestellte Anfrage geantwortet hat, daß die britische, Regierung Abessinien als Bestandteil des italienischen, Kaiserreiches nicht anerkenne., Der Negus nimmt die Einladung an London. Die abessinische Gesandtschaft hat mitgeteilt, daß der Negus die Einladung zur englischen Königskrönung a n g e n o m m e n hat und daß er seinen Vertreter später nominieren werde. Vie unbesetzte Botschaft In Rom Paris. Lm französischen Senat gab Außen- minister D e l b o s auf eine Interpellation hin zu, daß die Stelle des französischen Botschafters in Rom deshalb schon seit vielen Monaten unbesetzt sei, weil die italienische Regierung fordere, daß in dem Beglaubigungsschreiben der italienische König bereits ausdrücklich den Titel„K a i- 1 er von Abessinie n" erhalte. Da jedoch Italien gegenüber den Bereinigten Staaten von Amerika hinsichtlich des amerikanischen Botschafters k einen derartigen Wunsch ausgesprochen habe, konnte auch die französische Regierung eine derartige Einwilligung nicht erteilen, die die Zu- stimmung zur Angliederung Abessiniens an Italien bedeutet hätte.' Dadurch hätte Frankreich gegen seine Bebpflichtungen dem Völkerbund gegenüber verstoßen,*' England wehrt sich gegen deutsche Spione ' London.„D a i l y H e r a l d" ist durch die nationalsozialistische Propaganda- und Spionagetätigkeit in Großbritannien beuüruhizt. Das Blatt behauptet, daß die britische Regierung sich bereits mit dieser Frage beschäftige. Der.Spionageabwehrdienst des Land- und LuftheereS sowie der Marine habe bereits den Befehl erhalten, bezüglich der Geheimhaltung der vertraulichen Pläne der englischen Ausrüstung verschärfte Wachsamkeit an den Tag zu legen. Es lvurden auch den Rü- stungSsirmen Instruktionen über die einzuhaltenden Methoden erteilt, um Indiskretionen zu verhindern. Außerdem beaufsichtigen die Behörden sehr diskret gewisse Personen, die dazu- hinneigen, unbewußt der Nationalsozialist i s ch e nPr o p a g a n d a zu dien en. Die Aufinerlsoiukeit der Negierung tuende sich auch der großen Zahl von Engländern zu, die zu Aufenthalten nach Deutschland eingeladen sind. Vie Pleite schreitet fort Berlin.„Zur Fortführung der von der ReichSregiermig übernommenen Ausgaben" begibt daS Deutsche Reich w e sitere Süü Millio- ne» Mark 4.Spr»zentige ansloSbare ReichS- schatzanweisungen. Dir durchschnittliche Laufzeit beträgt neun Jahre, Boi» dein Betrage dieser Emission sind bereits 1l>0 Millionen Mark fest gezeichnet wurden. Die verbleibenden 40V Millionen werde» durch das miter Führung der Reichs- bank stehende Anleihekonsortium, zum Kurs von 98.78 Prozent z»rr öffentliche» Zeichnung in der Zeit vom 4. biS 18. März aufgelegt. Vom Rundfunk tmpfiManiwartM au* den Programmen: Donnerstag. Prag, Sender 1:10.05: Deutsche Presie, 11.05: Populäres Konzert, 12.10: Schallplattenkonzert, 15: Orchefteckonzert FQK, 17.45: Deutsch: Sendung: Jugendstunde: Rumpelstilzchen, 18.10: Landwirtschaft, 18.45: Deutsche Presie, 18.55: Aus dem deutschen Kulturleben, 10.25: Leichte Musik: Mujiks Salonquartett. 21:- Rundsunkorchesterkonzert.— Prag, Sender Ur 14,15: Deutsche Sendung: Borlesung aus am Vortrag besprochenen cküchern, 14.85: Schallplatten,.14.50: Deutsche Presse.— Brünn: 17.40: Deutsche Sendung: Arbeiters»»!: Matuschka: Bewegung der Kinderfreunde, 18,85: Arbeit-marft, — Kascha»; 12.05: Schallplatt.'nkonzert,.— Mähr.- Ostrau: 18.10: Rundsunkorchesterkonzert, 18.10: Deutsche Sendung liKinderstunde, Mittwoch, 24. Feber 1087 Hier sank ein altes und reiches Kulturvolk in den Schatten, der Vergessenheit Blick auf die großen Ruinen in Peru, die den Umfang der alten Städte und Tempelbauten des einstigen-JnfäreicheS veranschaulichen, däs ein auf.hoher Stufe-stehendes Kulturvolk, war und von Pizarro und seinen Kriegern, Vorgängen: der Franeo'.schen Fremdenlegionäre,, in kürzer - Zeit-zerstört-wurde.---••:< Die geschichtliche Stunde Wir lesen, in einpm ,,Zeit"-Bericht über die Wintersportkämpfe des Deutschen Turnverban- deS-in Harrqchsdorf u. a.:..> „DaS Raunen in den Zuschauermäffen verstummt,-als ein-Trompetensignal den Einmarsch der Ehrenwachnmnnschaft ankündigt. Voran zwei Fackelträger, gefolgt.vom Trommler und den Trompetern;, Durch. eine Gasse von Speere n schreitet der Ehrenobmann des Tutn- verbandeS, Konrad Henlein, gemeinsam mit dem mannschaftlichen Führer Willi Brandner und den Führern der beiden Verbände sowie den Ehrengästen- Ei» Spruch"klingt auf, die von den Fak« kein entzündete Flamme in der Opserschale flackert im Winde. Dann. spricht- der Führer Willi Brandner zur Mannschaft: Die Stunde, die uns heute vereint, meine Kameraden, ist von ge- '.sichtchllsicher BedeutssSKstWe-?istieine -Stunde der Freude, nicht nur für uns, sondern für das gesamte Sudetendeutschtum. Bisher standen vor der-sudetendeutschen Jugend, zwei Fronten. Heute ist die Einheit derLsibeS« erzI ehu-ng geschmiedet und wir können unseren Jungen voll. Stolz, sagen: Bon nun an gibt er nur. eine sudetendeutsche Mannschaft!" ' Was ist das deutsch-tschechische Abkommen gegen die'Speergasse, durch die> der Führer federnden Fußes schrittI Wie gering'sind die Ansprüche, die Konrad an„geschichtliche Stunden" stelltl— InI o han.n i sb a d gab es feilte Ehrenwachmannschaft und keine Speere. Dafür aber gab es dort außer den hervorragenden sportlichen Leistungen auch G e i st. Auf den verzichten die Spcerwächter von HarrachS- dorf und der Mann,- der-durch die hohle Gasse ging,- mit jenem Stolz, den das Sprichwort mit dem Ungeist in Zusammenhang bringt. Bcrtauschte corpora delicti. Eine merkwürdige Verwechslungereignete- sich im Zuge einer Vorerhebung, die einen bisher unaufgeklärten Todesfall betrifft. Am 14. Feber starb die Landarbeitersgattin Anna Vendelik in LandSkron nach dem- Genuß einer Suppe unter-sehr verdächtigen Umständen,-die auf:eine Vergiftung durch Arsen oder Zyankali schließen ließ. Vör-ihrem Tode hatte-sie ihren Mann Adolf Bend e I i k des Giftmordes beschuldigt. Der Verdächtige wurde in Haft genommen und die Eingeweide der. Verstorbenen dem C h e m i s ch e n I n st i t»t- d e s P ros. D r. S v a g r zur näheren Untersuchung eingesandt. Da die Sendung: nicht eintraf, lvurde Anzeige erstattet und die-Polizei nahm die Nachforschungen nach dem Verbleib der schwerwiegenden Sendung auf. Es zeigte sich jedoch, daß es sich, um eine Verwechslung- handelte, die freilich bei Untersuchungen- von-solcher Bedeutung nicht Vorkommen sollte. Das Bezirksgericht Landskro»,, das mit der- Führung: der Vorerhebungen-betraut,ist, hatte.gleichzeitig mit densechs Flaschen,. die die Leichenteile- enthielten, eine Tisch- lade, in welcher vermutlich das Gift verwahrt worden war,, zur- chemischen Prüfung-nach Prag geschickt, und zwar an das Institut-für- a n-or g/a n-i-s ch e Che m l. e per. Karls-Universität, dessen Lester Prof. Dr. Kkepelka ist. Dir beiden.Sendungen würdenjedoch verwechselt, un-d. so.erhielt Professor Kiepelka die,.für,Professors Svagr bestinlmten'. Flaschen und'dieser die für Prosessor Kiepelka- bestimmte leere Tischlades die auf,Spuren des Äiftes zu untersuchen ist,, Angesichts der leeren stade entstand-,die. Vermutüng,! daß der wermeinttichk Inhalt äüf rätselhafte Art verschwunden'sei., Nun.'.hat sich die- Angelegenheit .in:der.-.erwähnten.Art,äusgeklärt....'. Die Fran, erschossen, weil sie nicht-zurückkehren wollte. Der 35jährige Kaolinarbeiter.,An« tön M U l l e r' in Pomeisl- besi.Podersam gab Sonntag nachmittags, gegen feine.Frau drei'Revolverschüsse ab. Dje-Frau-wurde.durch einen Schuß, in die Brust' verletzt und-mußte'ins Kran- lenhaus eingeliefert.werden. Der'. Mann richtete die. Waffe dann gegen sich.selbst und tötete sich durch.einen Schutz, Der Grund zu- dieser Tatsiegt darin,, daß Frau Müller, die.ihren. Mann- bpr- lassen hatte, sich weigerte, auf seine Aufforderung hin zu ihm zurückzukehren..Daraufhin griff, der Mann zur Waffe. Znm. Internationale» Oasenflug starteten Dienstag vormittags.die gemeldeten 92 Flugzeuge. Der Flug- führt am ersten.Tage-von Kairo entlang dem.Roten Meere-nach Assuan, Am zweiten-Tage von Assuan nach Luxor. Am Donnerstag erfolgt'die Rückkehr nach Kairo.- mit einer Pflichtlandung in der Oase Baharia.- Am. Samstag findet der Schnelligkeitswettbewerb in. einem Lufidreieck Wer Kairo statt. - Belgo-Prozetznach. Prag? Wie der DND aus maßgeblicher Quelle erfährt, wird. derVelgo- Prozeß, falls der Berufung. des Staatsänwalts gegen den Freispruch von Marie Belgo stattgegeben werden sollte, vor den Prager.Geschworenen wieder ausgenommen werde».',. Ein Wilderer von einem Gendarm erschossen. Dienstag, den 28. Feber, zeitig früh,' nahm'die Gendarmerie in der Gemeinde Knähynia. Beftrk Belkh Bereznh,-Haussuchungen" bei'notorischen Wilddieben.vor.- Hiebei beschlagnahmte:sie- einen Hirschen-und. drei Militargelvehre.' Während--der weiteren Amtshandlung setzten'-die Wilderer, mit Holzpflöcken bewaffnet, der.Gendarmerie Wider« srand entgegen und griffen-sie an..Einer der. Gendarmen sah. sich genötigt,, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. und'-erschoß den Wilddieb Petro Koren.' Der Voofall Ivird an Qrt''und Stelle vom Kommandanten der' Gendarmerieabteilung untersuchte:'-' t.,:.'. Englischer Bomber abgestürzt..-Zwischen Dover und Folkestone stürzte. in-einem- dichten Schneegestöber ein/ englisches'- BombärdiermigS- flügzeug ab., Die.Maschine ging vollkommen in Trümmer.- Zwei- Flieger,-die sich an Bord-des Großbombers befanden,-wurden getötet,- zwei gndere erlitten schwere innere.Verletzungen;; ' Ein maSklerter Räuber schießt; Seit-'Sonntag fahnden-alle Gendarmeriestätionen'der- Hanagegend nach einem mwekannten Räuber,--der' am Samsiag abendS-in das Geschäft- des Front. Horsäk in Ehval» Sov bei- Bhstkire pod Hostyneüsi eindräng-und auf den Geschäftsinhaber lfünf Schüsse-abgab. Sodann bemächtigte er sich einer Kaffe mit 8000! Ak, PoraNf er Reißaus nahm, ohne den Geschäftsmann, der sich ihm vergeblich entgegenstellte, mitsiinen Schüssen zu treffen. Nach dem Raub gelang es dem maskierten Verbrecher,-in den: naheliegenden Wäldern zu verschwinden. Bei: seiner Verfolgungi gab. er weitere vier.-Schüsse ab,'ohne jedoch-seine Verfolger-zu- treffen.'' In seiner Scheune verbräunt? Der Landwirt Jaroslav Trnavskh aus Vysonin bei Zumberk steckte in SinneSverwIrrung seine Wit- Stroh ange» süllte Scheune's». Präyd.'Die Scheune wurde vollends eingeäschert, Auf der Brandstätte fand man -den- verkohlten Leichnam-des Laüdwiits^ der einen jungen Sohn hinterläßt. Die Leiche,.«» deren.Schädel- eine tiefe Wunde'gefunden wurde/- wird obduziert werden/ Der Fall wird weiter untersucht.' Englische Juftizprobleme. Vor einiger Mt berichteten Wir von'der: aufsehenerregenden Verurteilung des Löhdone'r'HündeS.lNigger". Erhätte einige Menschen gebissen..^' Dgraufhim verhaftete,-Hn'ddie Polizei, brachte ihn vor das Polizetgerichtlund'ließ ihn' verurteilen.'.VS entstand.'.alsbald/Sine>0 große Protestbewegung der zahllosen Hundiliebhäbsr Londons, zumal der- Besitzer He»; Hundes, ein.alter.;'erwerbsloser.Händwecker,^diäKnschuldi-„Niggers.", be- Nr.47- psrsonenruz UdsrfShrt einen Schlitten mit Schulkindern B c ii it it. Die Staatsbahndlrektiön i» Brünn verlautbart:-DienStag kurz vor-7 Uhr fuhr hei einem Bahnübergang der BezirlSstrasje in Kilometer 81,16 zwischen, den Stationen Nedevidice — Doubravnik der Personenzug Nr. 470 gegen einen Schlitten, auf welchem sich der Kutscher zusammen. Mit sechs Schulkindern befand? Der Kutscher wntde bei dem Zusammenstoß auf. der Stelle getötet,, zwei Schulkinder wurden schwer, zwei andere leicht verwundet. Die Verwundeten wurden' nach Brün» ins Krankenhaus gebracht. DaS Unglück wird von einer besonderen Kommis- sion der Staatsbahndirektion in Brünn»- untersucht. Zu dein Vorfall wird weitertzhin bekannt» gegeben: Die Identität des getöteten Kutscher» konnte bisher Noch nicht festgestellt werden.. Es untersucht sie die Gendarmerie auS TiSnov. Schwer verwundet wurden: Franz Bälka und Josef Situla, leicht verletzt wurde Bladimir Ho- molka und Marie Sikulovä. Alle vier sind Schü- der der 3. Klasse der Bürgerschule in Nedvkdice und alle ivohnteN-sie in Ktijoviee. tonte. Nunmehr kam die Sache ordmingSgemäß vor das RevisionSgericht, da» in Anbetracht der Tatsache, daß die Zeugenaussagen sich, widersprachen, daß ferner sämtliche Tierschutzvereine Protest gegen die angeordnete Exekution erhoben, den Hund freispräch und ihn. seinem Besitzer- nach mehrwöchiger Hast wieder überreichte. Der freigesprochene Hund-erschien in sämtlichen Londoner Zeiwngen, friedlich auf dem Arm seines freudestrahlenden Herrn sitzend, der zudem noch Dutzende von Arbeitsangeboten erhielt. Ein Happy End wie.e» im Büche steht. Unfall eines Pllotenschülers, Als auf. den Füig- plah in PieStany der Pilotenschüler- Gesteiter Ladislav Zäl eine Landung vornähm, wurde.'.infolge eines allzu heftigen Manövers das Flugzeug beschädigt und-der Pilot- leicht verletzt..' - Die größten Steuerzahler der Staate«. Die amtliche Steuerlommiffion. der Bereinigten Staaten veröffentlicht die Liste der.größten ameriOnischen Verdiener im Jahre-1988 auf Grund der Steuerdeklarationen. An der^>ihe steht-William Hearst mit einem persönliche» Einkommen von 500:000 Dollar, es folgte Mäe. Welt mit-485.000 Dollar, an dritter, und vierter Stelle-kommen ein-Stahlindustrieller und der Präsident der-General- Motors, dann folgt Marlene Dietrich mit 888.000 Dollar. Unter den ersten 25 dieser Lifte befinden'sich.-nicht weniger als 18 Fllmgrößen, u..a. Chaplin mit 260.00.0 Dollar, der verstorbene Will R o v e r S mit 258.000 Dollar, Warner B a x- ter mit 208.000 Dollar, Laurel, Harald -Lloyd,.-Fred Astair.e, und.schließlich.-Samuel Go'ldwyn mit-rund 150.000 Dollar. Rach siebe». Jahre» des Mordes überführt.. Jur Mai 1980 wurde bei einer Tramphütte in der Um», gebung von Olesko(Gerichtsbezirk Eule bei Prag) der Gemeindevorsteher Franz Kotäb ermordet. Unter Mordverdacht wurden einigemale'verhaftet und- verhört die beiden Zigeuner Robert und Josef®et« m ä k, doch jedesmal wurde da» Strafverfahren, mangels Beweisen eingestellt- und hie beiden Brüder wieder in Freiheit, gesetzt. Die Mitglieder der Fahn- dungSabteilung der-Gendarmeriestatwn'in Pilsen verhörten nun am Montag in der Strafanstalt Bory neuerlich, den Zigeuner Josef Cermäk, der, dort wegen Diebstahls eine.Strafe absitzt,-dieser gestand nach einem ganztägigen Verhör, daß er Mittäter an dem Morde des.Gemeindevorstehers Kotäb fei.' Daraufhin wurde der Bruder Termäks, Robert, von Tabor nach Pilsen gebracht. Man erwartet, durch dessen Verhör die ganze Angelegenheit nach sieben Jahren vqllk^Nt- men. aufklären zu können. . Die Stelle de, BezirkSschuNnspekwrS für den deutschen Schulbezirk Karlsbad gelängt zur. Besetzung. Tie ordnungsgemäß-belegten Gesuche--nimmt- der Landesschulrat in Prag bis. einschließlich 81. März 1987.sim.Diensüvege entgegen. 1 --- Oefterreichischer Fremdenverkehr. Amtlichen Ausweisen zufolge haben im Jahre 1088 insgesamt 424.798 Gäste aus Oesterreich und-dem. Ausland die-österreichische Hauptstadt besucht, d.>s. um 42,-189, bzw. um 11-Prozent-mehr al» im-Jahre 1985, Die Zahl der österreichischen Besucher betrug 119.181 gegen 128.018-im Jahre 1935, d. s. um 2K>- Prö- zent- weniger.- Die Zahl der ausländischen Besucher Wiens fft von 259.618-auf S04.S37^ d. f. um 17-sih Prozent, gestiegen. An erster Stelle-steht, die Tschechoslowakei mit 78.588 Besucher»;- es folgen: Kn- garn mit 87.000,. Deutschland, mit 32.000, England und Polen mit je. 20.000'Gästen.ufw, i Wetter bleibt unbeständig.. Die Druckstörung, Welche i» unseren Gegenden gestern-und während der letzten. Nacht sehr ergiebige' Niederschläge gebtzacht hatte, zücht' nunmehr gegen die baltischen Staaten ab. An ihrer Rückseite strömt nckch'Mittelestropä'ilvieder kWere- Luft aus- Nordwesten und' stellenweise'treten noch immer Schneeschauer auf.- Eine' stärkere-WW- lung-istz auf.-den' Gebirgslämmen zu verzeichnen. Ueder dem Ozean' bilden-sich: neue! Druck-störungen, fv-daß-m!t'etner''.StabtIisi'erüng der-Wetterlage- noch nicht'/gerechnet werden kann.—-Währschdin- l-i'ch-e S-We-t t e'r-'h'e ü-t e:'-Vorübergehend, ruhiger,'. wechselnd betoälkt, nur vereingelte Schauer,' namentlich'-.im Gebirge. Auch ftn-den-Niederungen vielfach-Nachtfrost.:Später-?'-'neüerliche Verschlechterung vom iWesten- her''nicht'- äutzgeschlössen'.-~~ W e t t'e r.a uSs i^chtt e n> f ü r m ow g e n: Andauern der im gänzen'üstbeständ'Igen sind-mäßig kühlen.Witterung..... ,s.,...!-.:.. St: Nr. 47 Mittwoch, 24. Fever 1937 Seite 8 Das Chaos im deutschen Kirchenkonflikt -(AP) Der Rücktritt, des Neichskirchenaus- schusse» unter Leitung des Generalsuperintenden« ten Z ö I l n c r leitet eine neue Etappe in dem deutschen Kirchenkonflikt ein. ES ist nunmehr der dritte Versuch gescheitert, und damit haben sich zunächst sämtliche Richtungen abgenutzt. Zuerst versuchte der. zur BekenntniSkirche gehörende Reichsbischof B o d e I s ch w i n g h, die Schwierig» leiten zu meistern. Er wurde abgeseht. Dann versuchten die Deutschen Christen ihr Heil. ES war die unrühmliche Aera des Reichsbischofs Mül« I e r. Danach hat man unter Zöllner den goldenen Mittelweg versucht, der erst recht versagen muhte. Kompromisse sind gegenüber dem National- sozialiSinuS unangebracht. Dieser AuSgang wurde von welterblickenden Persönlichleiten längst prophezeit, Zöllner stützte sich einerseits auf den versöhnlichen Teil der BekenntniSkirche, u, a. auf. die Bischöfe MahrarenS, Wurm und Messer, d. h. auf die Landeskirchen Hannover, Bayern und Württemberg; und außerdem auf den gemaßig- ten Flügel der Deutschen Christen, d. h. die Gruppe um Rehm, also auf die Mittelgruppen. Der ReichSkirchenminister Kerrl, der mit diktatorischen Vollmachten auSgestattet ist, bereitet seine Intervention vor, und mit Besorgnis sehen die interessierten Kreise in die Zukunft. Wird die neu« Lösung, wie manche vermuten, wieder nur eine provisorische sein? .' Die Aera Zöllner, die nach den wildesten Verfolgungen— Verhaftung von 600 Pfarrern an einem Tage— einsetzte und von vornherein auf ein Kompromiß abzielte, hat von Anfang an nur Mißerfolge gezeitigt. Die BekenntniSkirche verweigerte ihm die Anerkennung. DaS Reichs», kirchenministerium traf alle Maßnahmen über die Köpfe der KirchcnauSschüsse hinweg. Bei Neubesetzungen wurden zuerst die nationalsozialistischen Parteiinstanzen befragt. Minister Kerrl erklärte sogar die BekenntniSkirche als illegal und verbot ihr die Abhaltung von Synoden sowie die Verlesung von Kanzekerklärnngen, doch wurde diese Verordnung nie strikt durchgesührt. Immerhin war der ReichskirchcnauSschuß ohnmächtig. Den Anstoß zur Demission haben die anarchischen KircheNzustände In Lübeck sowie ein Konflikt mit dem Staatssekretär MuhS vom Reichskirchen» Ministerium, der für Kerrl die Hauptarbeit. erledigt. Reichsbischof Müller setzt alle Mittel in Bewegung, um wieder in sein altes Amt eingesetzt zu werden. Die Personinfrage aber ist minder wichtig. Ein Verfahren wie bisher wird nicht mehr möglich sein. Kömmt eS nunmehr zur völligen Politisierung der Kirche und zur Durchführung des nationalsozialistischen■ TotalitätS» prinzips auch auf-dicsem Gebiet«, oder aber zur Trennung von Kirche und Staat? In dem Falle würden sich zwei Freikirchen bilden, die BelenntniSlirche und eine Kirche der „Deutschen Christen". Natürlich würde di« Trennung von Kirche und Staat entsprechend der geistigen Verfassung des Nationalsozialismus niemals eine Autonomie der Kirche bedeuten. Die Kirche hätte bei einer Trennung von Kirche und Staat im Dritten Reich nur die Nachteile einer derartigen Maßnahme zu gewärtigen, nämlich das Aufhören der finanziellen Verpflichtungen des Staates, ohne die Vorteil«, die in einem Fortfall des staatlichen Druckes bestehen würden. Diese Vorteile würden an sich die Nachteile natürlich bei weitem überwiegen. Bei einem Wegblciben jener Vorteile aber wäre di« Trennung von Kirche und Staat ein wahres Danaergeschenk, d. h. Aushungerung bei Fortdauer der"Unterdrückung. Die Kirchen.würden von ihren Verpflichtungen gegenüber dem Staat keineswegs entbunden werden. In der BekenntniSkirche ist man auf■ alle Eventualitäten gefaßt. Man erklärt, daß man. zwar, dem ReichskirchcnauSschuß nicht nachzutrauern brauche,’. weil die BekenntniSkirche ihii niemals als rechtmäßige Kirchenregierung anerkannt habe. Doch müsse man damit rechnen, daß jetzt wieder viel größere Verfolgungen einfetzen werden, Der Kampf der Gegner werde nun viel unverhüllter in Erscheinung treten, und die wenigen restlichen Freiheiten, die der Bekenntniskirche noch geblieben seien, würden ihr weggenommen werden. So war der Grundton der Kanzclerklärungen durchaus pessimistisch. Einen"Vorgeschmack bieten bereits die Verhaftungen und Absetzungen der letzten Tage. ES kam sogar zu Festnahmen deswegen, weil in Privatbriefen eine angeblich unrichtige Darstellung.der kirchlichen Lage gegeben worden sei. Eine Anzahl Pfarrer wurden aus ihren Gemeinden — auSgewiesen. lieber einige Pfarrer wurde— Hausarrest verhängt. WeShalki hat sich Deutschland dem„Frei- willigenverbot" angeschloffen?(Mu.) Nach sicheren Informationen hat sich Franco durch den deutschen Gesandten in Burgos, General Faupel, in der letzten Zcst mehrmals an die deutsche Regierung mit der dringenden Bitt« um Unterstützung, vor allem in Form von Truppensendungen," gewandt. Die nächste Parteiumgebung Hit»" lcrS, vor allem Göring, treten für eine tatkräftige Hilfe an die BurgoS-Regierung ein, aber dis Reichswehrgeneralität verhält sich ablehnend. Teils sprechen hier rein militärische Erwägungen mit, die sich gegen eine Verzettelung der Kräfte richten. Andererseits nimmt man gerade in diesen Kreisen einige Rücksicht auf di« Unpopularität des„spanischen Krieges" in den VolkSmasscn. Die Hitlerregierung befand sich also in einer prekären Lage, man wollte vor allem die Gegner der Einmischung dadurch zum Umfallen bringen, daß man von Franco bestimmte Zusagen auf künftige materielle Vorteile erhielt. Än diesem Sinne ist auch Anfang Feber eine entsprechende Note an BurgoS gerichtet worden. Bon Franco wurde verlangt, daß er bestimmte terri« i toriale und wirtschaftliche Zusagen machen sollte. "General. F r a n c o hat jedoch"geantwortet, er werde auch nach einem vollkommenen Siege über Caballero die deutschen Forderungen nicht erfüllen können, da Spanien durch bestimmte Verträge gebunden sei. Insbesondere könne keine Rede davon sein, daß man Deutschland einen Einfluß in Marokko konzediere oder irgendeinen spanischen Hafen am Atlantischen Ozean oder am Mittelmeer abtrete. Auf wirtschaftlichem Gebiete müffe man gleichfalls mit bestehenden Verträgen und vor allem mit den Interessen der englischen Kapitalisten rechnen, die in der spanischen Wirtschaft eine ausschlaggebende Rolle spielen. Die Anttvort der BurgoS-Regiemng hat nun die Begeisterung der deutschen Franco-Anhänger bedeutend aügekühlt, so daß die RcichSwchrgeneralität' den Beitritt Deutschlands zum Freiwilligenverbyt durchsetzen konnte, DicS bedeutet natürlich nicht, daß nun auch die deutschen Transporte von Kriegsmaterial aufhören werden. Es ist Übrigens Nar, daß im Kampf" der beiden Berliner Richtungen noch keineswegs das' letzte Wort/gesprochen ist. VQlkswirlschafl und Sozialpolitik Die Beschäftigung im Jänner Stärkerer Bückgang bei den Arbeitern, schwächerer bei den Angestellten Im Monat Jänner 1037 waren bet 295 Krankenkassen, die der Aufsicht der Zentralsozialversicherung unterliegen, nach dem Sozialver» sichcrungSgesetz 1,185.350 Arbeiter und 745.001 Arbeiterinnen, insgesamt 1,880.857 Personen, krankenversichert. Gegenüber dem Dezember 1930 sind dies um 154.809 Versichert« weniger, g-- genüber dem Jänner. 1930 jedoch um 140.857 mehr. Angestellte, die der Pensionsversicherung unterliegen, waren im Jänner 1937 insgesamt 180.520 krankenversichect, davon 125.492 Männer und 55.034 Frauen. Gegenüber dem Dezember 1938 bedeutet dies einen Rückgang um 2062, gegenüber dem Jänner 1930 jedoch eine Zunahme um 8948 Versicherte. Lteuersdschreldunsen del bauten Beim Fürsorgeministerium laufen ständig Anfragen betreffend die Erhöhung der außerordentlichen Abschreibungen von direkten Steuern für Bauten und Investitionen ein. Die interessierten Kreise sehen sich namentlich dafür ein, daß für den Bau von Gebäuden, die zum Betrieb eines Unternehmens(einschließlich der Gebäude mit Wohnungen für die Betriebsangestellten) dienen, ferner für bauliche Veränderungen solcher Gebäude und auch für maschinelle und sonstige Bctriebseinrichtungen die außerordentlichen Abschreibungen von 10 Prozent des Aufwandes nach der Novelle zum Gesetz über die direkten Steuern wieder auf die ursprünglichen 20 Prozent hinaufgesetzt werden. DaS Fürsorgeministerium macht darauf aufmerksam, daß dieser Forderung in der letzten Sitzung des Ministerrates Rechnung getragen wurde. Dieser Ministerrat hat den Antrag des Finanzministeriums genehmigt! daß die. außer- ordentlichcii. Abschreibungen an direkten.Steuerst für- di« oben erwähnten Bauten und Investitionen wiederum auf 20 Prozent erhöht werden, und zwar nicht nur für das sielet, uma A kaufa?! Afra Ferbasovt in„Moral über alles". Jahr 1930, sondern auch fürdasheu« r i g e Jahr. Gewerkschafiswahten In Paris (JGB.) Vom 5. bis 7, Februar hielt das Gewcrkschaftskartell von Paris, das heute nicht weniger als 1,100.000 Mitglieder zählt(gegen 250.000 am 1. Mai 1030), seinen ordentlichen Kongreß ab, der als eine machtvolle Kundgebung der Pariser Arbeiterschaft betrachtet werden kann. Alle Berichte wurden einstimmig angenommen! Bei der Besprechung des Aktionsprogramms fand eine Stelle viel Beachtung, in der es u. a. heißt, daß„in Moskau die Vorhut des Faschismus entlarvt und liquidiert wurde"(Prozeß gegen die Trotzkisten, d. R.)> ferner,„daß die Arbeiter und Bauern Rußlands, die mit ihrer Regierung einen Block bilden, sich soeben die demokratischste Verfassung der Welt gegeben haben, die den Gewerkschaften ermögliche, ihre nützliche Aufgabe zu er-, füllen". Die Stelle wurde zum Schluß fallen ge-" lassen. Die gewählte Exekutive zählt 22 Kommunisten und 18 frcigewerkschaftliche Vertreter. Unterdessen haben auch die umstrittenen Wahlen für die Exekutive der GewerkschaftSkam- mcr der Schlosser des Departements Seine stattgesunden. Für die 21 Sitze wurden ursprünglich insgesamt 43" Kandidaten aufgestellt. Schwierigkeiten entstanden dadurch, daß eine Sektion von zehn, Mitgliedern,..jjlne. besondere. Liste von 21 Namen ausstellte/' von denen nur brer auf freie" Gewerkschafter entfielen. Um die entstandene Schwierigkeit beizulegen, wurde eine Urabstimmung unter den Mitgliedern vorgenommen, Mit großer Mehrheit wurde auf diese Weise die- frühere Exekutive wiedergewählt. Die„Humanitä"! die, wie das„Peuple" und der„Populaire", von der Gewerkschaftskammer eine Mitteilung über das Resultat der Urabstimmung erhielt, hat sie nicht veröffentlicht, während sie die besagte Kiste i der Sektion der 10 Mitglieder bekanntgab. Sechzig Jahre Sprechmaschine ' Von Ihg. Max Eisler, Prag Er war in den ersten Apriltagen 1877, al» ein Physiker.namens Charles Gr och beim Senat der Pariser Akademie der Wissenschaften vorsprach und in bescheidener Art«ine Erfindung ankündigte, «inen Apparat,' mittels welchem man Töne und Laute.aufschreiben und später wieder zu Gehör bringen könne; zum Beweis legte er Zeichnungen und Skizzen vor, die nach oberflächlicher Durchsicht al» erledigter Akt abgelegt wurden.— Sechs Monate später trat Thoma» Alva Edison mit seiner Pho» nographenrrfindung an die Oessentlichkeit und wurde ebenfalls— die Geschichte ist ja bekannt und wurde oft erzählt— bei der ersten Vorführung seine» Apparate» von einem gelehrten Auditorium al» Gaukler und Bauchredner„entlarvt", die Erfindung al» Humbug abgelehnt. Nach unfern heutigen Begriffen von Urheberrecht und-schütz müßte somit Groß al» Erfinder de» Phonographen gelten und die Franzosen lehnen. tatsächlich Edison» Urheberschaft ab und ehrten ihren Landsmann durch Anbringung esyer Vottvtafel an seinem Sterbehau» in der Rue Mattignolle in-Pari» als Erfinder. Wegweisung für beide Erfinder mögen di« bekannten Versuche de» englischen. Physiker» Seott und dessen Tonschreiher(genannt Phonautsgräph) vom Jahre 1859. gewesen sein, denn sowohl Form de» Edisonschen Phonographen, wie auch.de» Schass», schristträgerc ähneln dem Scottschen.Lehrmittel mit seiner berußten Walze, mittel» welchem man Laute registrieren,. aber nicht hörbar machen konnte. Die.ersten im Handel erschienenen Edisonphono- graphen hatten Wachswalzen, und-die Art der Tonschrist," die. gradlinige,in die Tiefe gehende Berg-"und Talschrift(Edisonschrift) ist stir solche Apparate bi» zum heutigen Tag beibehalten worden. Die Patent-, literatur der damaligen Zeit gibt ein anschaulicher Bild-der«gen Erfindertättgkeit, auf diesem Gebiet und ty nahezu zwei Dutzend in- allen Kulturstaaten erteilten Patenten waren Th. T. Edison.persönlich, übrr quch seiner ersten Geschäftsgründung, der Edison, Phonograph Co,, diese Erzcugnisse.geschützt. Trotzdem blieb da» Unternehmen nicht lange konkurrenzlos, schon im Jahre 1881 nahm, die ämerikanische Columbia Phonograph Co. die Herstellung von Pho« nog.aphen in großem Uryfang auf und ihr Fabrikat war dem Edisonschen ebenbürtig. Ein« frühzeitige Verbesserung war die Möglichkeit, Selbstaufnahmen auf WachSwalzen Herstellen zu können und die ersten Diktiermaschincn, die her« auskamen, waren m Wirklichkeit mit Hörschläuchen ausgestattete Phonographen mit einer zwangsläufigen Transportelnrichtung für diesen Zweck. Noch in den neunziger Jahren wurden die Wachswalzen von den Künstlern einzeln besungen oder bespielt und es bedeutete«ine nennenswerte Verbilligung, al» man später schon deren zwölf Stück gleichzeitig aufnehmen konnte. Selbst al» in Berlin schon«ine lebendige Phonographenindustrie erstand, die hauptsächlich billige Apparate al» Massenartikel'auf den Markt warf, wurden die Walzen noch dutzendweise besungen uitd die damal» populären Phonokünstler, Vorgänger der heutigen Ründ« funkkünstler, wie die Komiker Gustav Schönwald und Hermann Wehling oder die Sängerin Margarete WIedecke," bekämen fiir Lied oder Couplet 5 Maxi, später nur 3, verdienten aber ein Heidengeld damiä Der Bariton Hasser brachte.«» auf die ansehnliche Tagesleistung von sechzigmal„Aus der Jugendzeit'"," dem damals beliebten Aesangrschlager. Als wesentliche Verbesserung kam dann au» Amerika die Goldgußwalze, der Ruin der TrichterMnst« ler, denn fortan wurden von einer Originalaufnahme beliebige Mengen im Gußverfahren hergestellt; schließlich ist diese» Äußverfähren dann Allgemeingut geworden. Zahlreich waren di« Versuch«, die Musikdarbietung lausstark zu machen," um die Apparate für" Tanz-, Koyzert« und ähnliche Zwecke verwenden zu können, und die diesem. Ziel am nächsten.kommenden" Instrumente waren da» Edisonsche Kinetophon .(1907) üstd" der Gaumonssche Preßluftphonograph, Dir Lauiverstärkung beim Kinetophon erreicht« Edison durch eine Bremsanordnung, eine.rotierende Bernsteinrolle mit aufliegendens Hartgummibremsschuh, mittel» welcher die Vertikalbewegung des Membranstifte» von der Walze-vergrößert auf die schwingende, Wiedergabemembran weltergegeben, wurde-,(Friktionsprinzip), während Gaumont. deck Taststist, zur Steuerung eine» Preßluftventils benützte. Edison» Kinetophon ivurde auch zum erstenmal. in Verbindung mit dem Film verwendet und e» mag heute, im" Zeitalter de» elektrischen Lichttonfilm», die Schilderung nicht uninteressantsein, wie diese ersten Sprechfilme hergestellt wurden. BorauSgeschickt wird die Kenntni», daß bei dem damaligen sogenannten akustischen Aufnahmeverfahren die Schallwellen direkt und ohne Schallverlust auf die Membran de» Schreibwerkzeuges wirken mußten, der aufzunehmende Künstler, Sänger oder Musiker war genötigt, fast in den Aufnahmeschalltrichter hineinzukriechen, denn Verlust an Energie war gleichbedeutend mit Verlust an Lausstärke, ein Grund, weshalb viele Instrumente nur mangelhaft oder auch gar nicht ausgenommen werden konnten. Selbst die späteren Schallplattenaufnahmen—bis vor etwa 15 Jahren — litten unter diesem technischen Mangel. Diese Sprechsilmaufnahmen erfolgten auf Walzen von 200 Millimeter Länge und 100 Millimeter Durchmesser. Die Walze wurde in damals üblicher Art besungen oder besprochen, und dann wie schon früher erzählt, davon di« harte Goldgußwalze hergestellt. Dann erfolgte di« optische Aufnahme. Der Phonograph wurde hinter der Szene placiert, der Künstler wiederholte den eigenen Sprech- oder Gesangsvortrag, hielt sich aber dabei streng an den Rhythmus der Walze, und taufte dabei in üblicher Weise gefilmt. Die gleichzeitige Wiedergabe war dann schon durch sinngemäß« Kopplung de» akustischen und opttsche» Apparate» ziemlich synchron. Im Jahre 1911 kam dann au» Amerika die sensationelle Mitteilung«ine» nepen akustischen Aufnahmeverfahrens auf beliebige Enssernung mit der Möglichkeit der gleichzeitigen Aufnahme. von Licht und Ton. Ein findiger Manager zeigte in den euro- päischrn Großstädten gegen Entgelt etliche solcher Synchronaufnahmen; auffallendevweise war den Fachtechnikern der Zutritt verwehrt. Auch dem alten Kaiser Franz Josef wurden In Ischl die Filme gezeigt, Bald aber konnte festgestrllt werden, daß er sich um eine Gaukelei, um«in Taschenspielerkutsst- stückchen handelt«, denn e» waren nur gut zusammengeflickt« Sprechfilme, wie sie jeder geschickt« Kino-" operateur ebenfalls zuwege gebracht hätte und tatsächlich verschwand sowohl, die„Erfindung" wie der Manager bald von derWldfläche. * Diese» Edisonsche Kinetophon. kann aber al» letzte» Glied der Phonögraphenerfindung bezeichnet werden..-» Im Jahve 1887 bracht« der Deutsch-Amerikaner Emst B e r l i n e r sein Grammophon heran», das gegenüber dem Phonogvophen prinzipielle Unterschiede aufweist; der Schallschriftträger ist hier plattenförmig und die Schallschrist eine Zickzackspiral-: von gleichbleibender Tiefe.(Grammophonschrift oder Berlinerschrift.) Wurden die Walzen im Gußverfahren herge» stellt, so ist da» der Platten ein Preßverfahrrn. Bon der ersten Aufnahme(Mutterwachs) werden auf gawanischem Wege Kupfer« und Preßmatrizen gr- fcrtigt und das Plattenmaterial, ein Gemisch von hauptsächlich Schellack, dem das Füllmittel"Schwerspat, al» Bindemittel feingemahlener Baumwollfwck zugesetzt ist, kommt tttgartig weich zwischen diese Matrizen und wird warm unter hohem Druck zur doppelseitig spielbaren Platte gepreßt. Die Erfindung der Glühkathode(Radioröhre) Hai auch die grammophonifche Aufnahmettchnik revolutioniert. An Stelle der direkten Beeinflussung der SchreibwerkzeugeS durch die auftreffenden Schallwellen trat da» elektromagnetische Verfahren, da» gegenüber dem akustischen manniÄache Vorteil«" hat. Hochsrequente Töne und Geräusche oder auch auf niedrige Schwingungszahlen beruhende, die früher nicht auf die Platte registriert und somit auch nicht zu Gehör kommen konnten, wrrden infolge der neuartigen, trägheitslosen Schallmittel ausgezeichnet und sind dann mit" allen ursprünglichen Klangeigenschaften"unentgeltlich und. unverzerrt hörbar. Durch geeignete Mittel können sowohl bei der Ausnahme, wie' bei dir späteren Wiedergabe, welche im Grund genommen nur eine kinetische Umkehrung de» Auf- nahmevorgange» ist, einzelne Töiie und auch ganz« Tonkomplexe'sowohl in ihrem Klangcharakter wir in ihrer Lautstärke beliebig verqtipert werden," auf welch« Möglichkeit der künstlerische Hochstand dc- heutigen Schallplattenerzeuguiss« i in der Hauptfach« zurückzuführen ist. Was un» heute Sprechmaschine, Rundfunk und Klangfilm an musikalischer Kunst.bleien, ist da» Ergebnis einer sechzigjärigen Erfindertättgkeit; ein ganze» Heer fähiger Erfinder hat au» den; deklassierten schnarrenden Phonographen von ehedem di« hochwertigen, genußbiettnden Musikinstrumente, von heute geschaffen. Ob schon von einem Abschluß der Er« finderarbrit auf diesem Gebiete gesprochen werden kann, Ist fraglich; bereit» lassen vielversprechende Versuch« auf, elektromagnetischem und elektrostatischem Gebiete" darauf schließen, daß un» auf dem musita-. lischtn Reproduktionsgebiet noch große Üeberraschun-- gen bevorstehen. Seite ü Sozinldeuiokrnt Mittwoch, 24. Feier 1087. Nr. 47 VekemskracimMen, 8port-8pLet-XölperpsKgL Iümst ukul Mssea, «U|«VCUCIlVQdl Iflll«VHIHMUytll.«VUI HU KV61» VUVt VUll*4nvU|lVV JCHIVIl'pi/JlUllH und zu wohnen;' am. KrönungStage Georg VI./ zeug.züm Geschenk mach'en'wird: graphendirektioy mit Erlab Nr. ig.ÜÜÜ/VII/IOäO bewilligt. MaSken. und Kostümlall der Mgemeinen: Angestellten- Verbandes am SamStaz, den 27. Feber 1087, im Heine-Saal, Prag II., Fochoba tr. Eintritt Ai 10.—Kapelle Papert, Mitternachtsprogramm des AtuS. Reklamationen: Strnad E. Prag II., Fügnerovo nckm. 4. Worüber man in London spricht Dee bürgerliche Star, wie er leibt und lebt, und In welcher Sportart immer, findet nur dann einen guten Leumund, solange er dem»Geschäft" treu und fleissig ergeben ist. Wenn er jedoch einmal seinen Verein den Rücken kehren will, wie dar z. B. in Fall Bican(Almira Wien) der Fall war, da kann man in der ihm einstmals wohlgesinnten Presse eine andere Personsbeschreibung erhalten, die auch sonst für so manche existierende Starr zutreffen mag. Im Falle Bican schreibt z. B. das Wiener»Spocltag- blatt" u,«.» .... Das Sündenregister des Spielers ist allerdings ebenso ungewöhnlich wie das AuSmatz seiner Strafe. Er hat so ziemlich alle Fehler, die irgendein Spieler haben kann, auf sein Gewissen geladen und jeden einzelnen in gröberer Form als > irgendein andrer. Seine Affären beschäftigen die Fussbällgemeindezelgentlich schon seit seinem Auftretest: in der Jügendmannschaft..." Erst Vertuscht man alles Von diesem Star, weil er für das Geschäft ein werwoller Faktor war und jetzi stellt man neben seiner Vierjährigen Sperre auch seinen Lebenswandel bloß, nur weil er in ein anderes Geschäft einzutreten beabsichtigte. Wo das Geld in Gefahr ist, kennt man keine Hemmnisse— auch im bürgerlichen Sport nicht. dem Oberleder d-r Schuhe durch Applikationen aus rotem Leder anzudeuten, damit jedermann auf den ersten Blick sehe» kann, welch' Vollendet hergerichtete Dame er Vor sich hat. Ueberhanpt eröffnen sich unabsehbare Perspektiven, Eine Zeitlang soll es in gewissen Tamen- kreisen als höchster Chik gegolten haben, einen entzückend gemachten und zierlich vernarbten Blinddarmschnitt zu haben— als kokette Enthüllung für den nächtlichen Freund. Ein allerliebstes Löschen aber, das diesen Schmuck an ihrer Herrin neidvoll bewunderte, war so untröstlich über die Untadeligkeit feines Leibes, das; eS schliesslich, um den Geliebten zu erfreuen, eine reizende Blinddarmnarbe sich aus den Leib schminkt«. Schade, dass dieser Chik schon längst wieder passt ist— tonangebende Tailleurs hätten jenem erfindungsreichen Handschuhmacher für eine wundervoll- Eingebung danken können: damals j ist leider keiner auf einen so entzückenden Einfall gekommen. Verlanget übe faß Volkszünder Eleanor Polo eil in dem Film„Bei den Strohwitwen". dazu gekommen. Die Obduktion stellte als Todesursache Erstickung durchdas Eindringen der Heustanbes in die empfindlichen Luftwege des Neugeborenen fest. Spuren irgendwelcher Gewalttätigkeiten waren nicht festzustellen und so erhob die Staatsanwaltschaft die Anklage wegen der weniger schweren Form des Kindesmordes, nämlich der gb- sichtlichen Tötung durch Unterlassung der notwendigen Vorsorge. Nach durch««» führter Verhandlung entschieden sich jedoch die Geschworenen zu einer milderen Auffassung und nahmen die TötungSabstcht nicht als erwiesen an. Die Angeklagte wurde bloss der fahrlässigen Unterlassung der pflichtgemässen Obsorge schuldig erkannt und zu fünf Monaten strengen Arrestes verurteilt. (MTP) London, Mitte Feber. Die englische Mentalität ist eine Erscheinung, die man nie begreifen wird,(wenn man nicht in diesem Land geboren ist), und deren Äeußerungen den Bewohner des Kontinents immer Ivieder in. Erstaunen versetzen. Wenn man zum Beispiel im Augenblick jemandem sagen sollte, welche Ereignisse auf der Welt oder in England den Londoner am meisten beschäftigen oder erregen, so ist die Antwort ebenso schnell gefunden, wie sie überraschend wirken mag. Der Earl von Ancaster und der Pyjama t Georgs VI. . DaS klingt sehr komisch und sensationell, aber in der Tat handelt es sich um eine Frage van größter prinzipieller Bedeutung, wenigstens soweit sie die englische Hocharistokratie angeht. Der Earl von Ancaster ist gleichzeitig„Lord Great Chamberlain of England",,auf deutsch also ungefähr „Lordkammerherr". Als solcher hat er erhebliche traditionelle Rechte, über deren genauen Umfang jedoch keine Einmütigkeit besteht, so daß der Earl jetzt vor dem«Court of Claims", einem der höchsten Gerichte des englischen Adels eine Klage zur Verhandlung brachte,,die sich gegen keinen Geringeren als Georg VI.^ richtete. Es war, eine sehr feierliche Sitzung, die Lords! trugen Richterklei- dung auS dem XIV.'Jahrhundert, was aber noch gar nichts war, da sich der Earl auf Grundrechte aus dem XII. und XIII,. Jahrhundert bezog. Danach hat er folgendes zu verlangen: ,. Auf Lebenszeit am königlichen Hof zu leben Kunst Ast, und neue chinesisch« Kunst ist in der I e d. nota u^inSlc ü vH tvarn ych(VorKilskL) einmal an althinesischcn Originalen. die Eigenart dieser Kunst und die ganz anderen Mittel künstleri- schen Ausdruckes der ostasiatischen Welt studieren kann. Und eS ist immer wieder überraschend, wie nahe trotzdem ihre Schöpfungen unserem künstlerischen Empfinden kommen, ja wie modern mancher mir anspricht, wie z. B. die sechs Dienerfiguren aus der Zeit Han-Dynastie(seit 206 vor Christi) und der mit erhobenen Händen knieende Bettler aus der Zeit der Tang-Dynastie<618—918 nach Christi); eS sind Kleinplastiken, von meisterlicher Vereinfachung der i der Gebärde». Man gewinnt vor solchen Schöpfungen wie ähnlich auch vor den Meisterwerken der alt- agyptischen Plastik immer wieder von neuem den Eindruck, dass daS künstlerisch-bildnerische Schaffen auf den Höhepunkten der einander folgenden Kulturepochen bis zu den Grenzen endgültiger, ewig gültiger Vollendung vorzudringen vermag, über die es kein Hinaus gibt, sondern im wellenhaft wechselnden Ablauf von Aufstieg und Niedergang nur ein Darunter. In der Plastik stehen als klassische Schöpfungen I die Meisterwerke der altägyptischen, der altgriechischen. Kunst neben den mittelalterlichen Figuren des Naumburger Doms, neben Michelangelos Bildwerken als einsame Gipfel der einzelnen Kunstepochen, neben denen vielleicht einmal, aus grösserer Zeitserne'gesehen, die Werke Rodins und Maillols, so gegensätzlich auch sie imS heute erscheinen mögen, als letztgültige Manifestationen künstlerisch-schöpferischen Geiste-, die Zeiten überragend, stehen werden.. Aller Kunststreben im Gewirr der zwischenzeitlichen. Richtungen und Ismen ist nur ein unablässig sich wiederholender Bemühen, die letzte allgültige Vollendung auf einsamen ewigen Grenzhöhen zu erreichen. Abertausend Bildhauer Meisseln und bilden, abertausend Maler malen, nur damit aller Jahrhunderte das Werk einiger zur Unsterblichkeit sich pollendet. Doch zurück zu dieser Ausstellung. Äusser den - schon genannten altchinesischen Kunstepochen sind noch die Zeiten der Sung-Dynastie<10.. bis 18. Jahrhundert) und der Ming-Dynastie<1868—1644), durch interessante Beispiele vertreten, und eS ist auf« schüissreich,' sich daneben Werke der gleichzeitigen europäischen Kunst vorzustellen. Bei den bildlichen l Darstellungen handelt es sich zumeist um chinesische und tibetanische religiöse Darstellungen des Buddha- Kultes,, der seit 600 vor Christi das ostasiatische Denken und Fühlen beherrscht. Es sind Malereien auf i Seide darwüer, Götter-Legenden, Buddha-Bilder, i vielfach in ornamentalen Reihungen, flammewrmzün» ■■ gelte Feuergötter phantastischer Dämonie,/ die durch > Subtilität der Zeichnung und durch seine Farben- , reize der Malerei fesseln. Im oberen Saale-sind moderne chinesische Ma- i lereien und Plastiken ausgestellt,-die, obzwar sie. an ' altchinesische Traditionen anknüpfen, doch dem Ber- ) gleich mit der alkchinesischen Kunst nicht gewachsen . sind.. Trotzdem gehen die Tier- und.Pflanzendarftel«. i lungen von Tfchi-Bai-Schi immer noch einen Begriff' Kosmetik I Mann, der ein brutaler Säufer sein soll, nach ihren ,.,„x Aussagen so schlecht behandelt worden, dass sie sich « Ein Prager Handschuhmacher ist auf die Idee schliesslich von ihm trennte und sich auf eigene Fgust gekommen, die roilackierien Fingernägel der Damen| durchbracht«. Bei der Verhandlung ergab sich, dass die auch auf den Handschuhen sichtbar zu machen. Er AngeÄagte, die einen recht intelligenten Eindruck hat auf hellbraune. Damenhandschuhe Fleckchen aus macht«, weder lesen noch schreib en rotem Leder in Form und Grösse wirklicher Finger- noch rechnen kann. Wie sie erkürte, kann sie uägel aufgesetzt und das Kunstwerk in seinem Schau-«ben noch bis drei zählen, die weiteren Zahlenbegrisfe fcnster ausgestellt, wohl in der Erwartung, damit,|j n ß jh« f t entb. Marie Horba, die eine tüchtige Arbeiterin war. ist offenbar auch eine sehr temperamenwolle Frau. Sie unterhielt verschiedene Liebesverhältnisse und wurde zu Beginn de» Vorjahres schwanger. Sie verstand indessen, ihre Schwangerschaft zu verbergen. Am 80. Oktober vorigen Jahre» zeigte- sie ihrem . Dienstgeber, dem Grundbesitzer Franck, ein Tele- ' grauun des Inhaltes, dass ihre Mutter schwer erkrankt sei und bat um sofortige Entlassung. Sie ver- ; abfchiedete sich von ihren Gefährtinnen und fuhr da- . von, ohne dass jemand auch nur die geringste Ahnung davon gehabt hätte,, dass sie in der vorhergegangenen wurde erst Im Laufe der Untersuchung festgeftellt, die i eingeleitet wurde, al» am 19. November ein Kutscher | auf dem Heuboden die halbverweste Leiche eines neu- ">. Marie Horba wurde bald vis Koten Falken wollen ihren Freunden und sich selbst durch einen MunneiiKlMni eine frohe Unterhaltung bereiten. Wir laden Sie nnd alle Kinder Ihrer Bekannten herzlichst zur Teilnahme ein! Der Mummenschanz findet im großen Saale der Urania(nicht Handwerkerverein), Klimentskä, Sonntag, den 28. Feber 1987, um halb 4 Uhr nachmitwgS statt. Parole:„Die Freude ist unser Motor". Programm: Maskeneinzug', Lieder und Schaubndenkunststücke«sw. Verfügung, der unverzüglich in Angriff genommen 6U einer Ausstellung vereinigt, in der man wieder werden soll. Damit wird der ausgedehnte Komplex~ des ehemaligen Hybernerlloster» frei, dessen schöner Portal jedoch erhalten bleiben wird, ebenso wie die ehemalige Klosterkirche, die zu einem ErinnerungS- mal des Unbekannten Soldaten umgebaut und adap tiert werden soll. Da auch die Frage der Podibrad- Kaserne in nächster Zeit gelöst werden soll, stünde der endgültigen Regulierung des Platze» der Repu blik nichts mehr im Wege, der nach den vorliegen den Plänen einer der grössten und schönsten Plätze Prag» werden soll. Den Mittelpunkt der neuen Platzer soll ein D e n km al der Präsiden- Form und dabei von ungemein starker AuSdrnckSkrasi ten M a s a r y.k bilden. Fremdenpropaganda-Abkommen Prag— Karls bad. Wie verlautet, ist zwischen der Hauptstadt und Karlsbad ein Abkommen zustandegekommen. nach welchem die beiden Städte sich gegenseitig in der Jremdenwerbung unterstützen sollen, und zwar der art, dass die Besucher Prags besonders auf die Kur stadt Karlsbad aufmerksam gemacht werden sollen und umgekehrt. Deutsche Pekak-Feier. Die deutsche Liga für Völkerbund und Völkerverständigung veranstaltet am Donnerstag, den 25. Feber 1987, um 20 Uhr im „Deutschen HauS"(Bankettsaal) eine Gedächtnis- Ehrung des grossen tschechischen Historikers Josef Pekak. Die Gedenkrede hält.Herr Prof. Dr. Wil- helm Wostrey über:„Josef Pekär. Seine Geschichtsauffassung und seine Auffassung von der geschichtlichen Sendung de» deutschen Volkes.", Ter nächste AusflugSzug der Staatsbahnen in die Hohe Tatra wird für die Zeit vom 27. Feber bi» 8.. März abgeferiigt werden. Preis mit voller Verpflegung XL 666.—. Informationen im Basar neben dem Prager Wilsonbahnhof, Telephon 38335. filme In Prager Lichtspielhäusern Adriar„Der letzte Heide."- Svktozor:„Das Schloss kn Flandern."(Deutsch.)— Alm«:'„Maria Stuart."(K. Herbun. Am.)— Baj- kak>„Em Kamel geht durch etri Nadelöhr."(Tsch.) — Belvedere:„Moskau—Schanghai." Aber man kann sich den Einfall der Handschuh- i geborenen Kindes fand. Marie Horba wurde bald machers auch weirergetrieben denken.. ES güt ,a darauf auSgeforscht und gestand auch sofort, am Tage auch rotlackierte Zehennagel. Auf den sonnenwarmen bot ihrer Abreise auf dem Heuboden ein Kind zur Planken s-nunerlickier Badeanstalten kann man sie agelt gebracht zu haben. Sie sei nach der'Mebnrt ohn- belound-rn, und tvenn wie e» da und dort der Fall mächtig geworden und als sie wieder zu sich kam, sei i,t,1ich in der Badeanstalt ein Friseur etabliert hat da, Kind schon tot gewesen. Auf die Frage, warum und daselbst unter G-tteS freiem Himmel auch r te die Geburt verschwiegen habe, erklärt- sie, daran Maniküre und PedMre betr-Ibt, so kann man sogar t ü nut bas Telegramm schuld, durch welche» sie in niiianseh-n, wie solche Lackarbeiten hergerichict wer-„rosse Aufregung versetzt worden sei. Sie habe die den. Vielleicht koiimit nun ein Schubfabrikant, aus Macht gehabt, sich ihrer Dienstgeberin anzuver- den Gedanken, auch die rotlackierten Zehennagel am trauen, doch sei sie dann in der Eile der Abreise nicht von der seit altersher überlieferten Eindringlichkeit de» Ratlirstudiums und der virtuofen Tuschpinscl- technik der den alten Meistern nachstrebenden chinesischen Künstler., Id. Deutsche Musikakademie. Oeffentlicher Abend Donnerstag, den 26. Feber, 20 Uhr im Saale des Lyzeums. Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, unter anderem das Konzert für Oboe von Haydn und das Duo für zwei Klarinetten von Mozart, Splelplan des Neuen Deutschen Theaters. Mittwoch 7(4: Hofloge, B 2.— Donnerstag.8: Das N e st. Gastspiel Durieux, CI.— Freitag 7%: Die Fledermaus, Abonnement aufgehoben.— SamStag 7A>:Maebeth, GastspielDu- rieux, neuinszeniert, C 2..— Sonntag 2%: Jean. Gastspiel Leopold Kramer und Pepi Kramer- Glöckner. 8: Ar« l an der Himmelstür, Abonnement aufgehoben. Spielplan der Kleinen Bühne. Mitiwoch 8 Uhr: Jean, Gastspiel Leopold Kramer und Kra- mer-Glöckner.— Donnerstag 8: Wie es euch gefällt.— Freitag 8: Matura.— Samstag 8: Photographieren verboten, Uraufführung.— Sonntag 8: Matura, 7>ch: Photographieren verboten. - Di« Regulierung de» Platze» der Republik, eines der wichtigsten Prager Regulierungiprobleme, ist nunmehr durch Einigung der Vertreter dep staatlichen Behörden und'der Stadt Prass Im Prinzip gelöst worden. Die Stadt stellt der Fiuanzlan- deSdirektion Grundstücke für einen Neubau zur „Wochenrtube" auf dem Heuboden Prag.(—rb—Die Anklage wegen Kindesmordes, die gestern als zweiter SchwurgerichtS- . Prozess utzte'r Vorsitz de» KreiSgerichtSvizevräjidenten Chgrypar verhandelt wurdet unterscheidet sich einigermassen von dem gewöhnlichen Typus derartiger Prozesse: Diesmal fass kein junge», unerfahrenes Geschöpf auf der Anklagebank, sondern eine Frau, di« vorher bereits dreimal Mutter gewesen war. Freilich spielt auch dieser Fall in einem Milieu sozialer Not. Angeklagt war die 82jährige, au» Kar- patborussland stammende Marie Horba, die al» Landarbeiterin auf dem Gute Holy bedienstet war. Die Horba ist verheiratet,, doch, ist sie von, ihrem auskleiden, ihm eigenhändig den Hut aufzusetzen, den Mantel umzulegen, das Schwert umzuhäii- gen und die goldenen Sporen anzulegen; 40 Aavds purpurnen Samtstosfcs, dazu das Bett, in dem Georg VI. in der Nacht vor der Krönung verbracht hat, mit allen Bett- und Zimmervorhängen sowie vor allem dem Nachtgewand, das der König in dieser Nacht getragen hat; am Morgen der Krönung dem König als erster Wasser zu reichen, sowie Waschbecken und Handtücher) oje .nach Gebrauch sein Eigentum werden;.-schließlich eine eigene Loge in der Westminster-Abtei während der Krönungsfeierlichkeiten.. Mehr verlangt der Earl von Ancaster nicht, wobei er sich strikt an die mittelalterlichen.Urkunden hielt und sein Anwalt auch gachw ies, daß dies« Riten bei- den KrönungsfeierltchkeitenvoN einem'Dutzend englischen Könlgeiii strikte eingehalten worden sind,. Allerdings-waren sitz seit Wer 200.Jahren fast in. Vergessenheit geraten) und die"hohen Herren.waren in nicht.geringer,Ber- legenheit, was sie nun beschließen soUten'..Da, man aber nicht ohne weiteres wissen. konnttz)Ädb Georg VI. und. der königliche Höf- bei aller'HW zur Tradition sich' Prozeduren zu neigt, sein werden, die eines, zum ipindestenHlt- samen Beigeschmacks nicht entbehren,, so entschlytz sich der hohe Gerichtshof,, ein) weises./Urteil,'HV fällen, das dahin ging,, den. Antrag- flM. xine eigene Loge in der Westminster-Abtei als-unrechtmäßig abzulehnent Die. Entscheidung- über.' Vie Rechtmäßigkeit aller anderen Fragen'sols-jedoch demKönig, selbst'überlassen.'werden!: Ganz England-hat alsonun Müße, sichtest Kopf'darüber.zu zerbrechen, ob Georg viMtitl-'. sächlich- so traditionell eingestellt ist),.'daß er dem Earl poy Ancaster seinen Pyjama und! seitt Mtt- - G-ssti-nk- stnli-d) BezugSbeding n'n-g-. n: Bei-.Znstellung ins HauS oder bei Bezug durch die Post monatlich Xi 16.—, viertelsährlich Ai 48.—, halbjährig Ai 98.— ganzjährig Ai. 192.—.— Inserate werden Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlass.—-Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der.Retourmarken.— Die ZeitungSfranfatur Wwe-M der Post--.tind-,M^, /: graphendirektiost mit Erlaß Rr. 18.8ÜÜ/VII/1980 bewilligt.— Druckerei:„Orbis", Druck-, Verlags- und ZeitungS-A.-G. Prgg.'---