Sozialdemokrat Sentralorgan der Deutschen so-ialdemokratische««rbelterp-rtet h» der rschechoflow-Nfchen Republik 17. Jahrgang Donnerstag, 28. Feber 1V37 Nr. 48 dlacKKlSnze rum Streit der„deutschen oder sich mit ihm verbündet. Für Italien tväre«In mt welchem Tage bekanntlich die von denRegie- Litler»—Anschluß Mu.*.»,“ All rttl^ihltdA rtTlGpfü T n h t Itti 1* h D*« «.«« Mittwoch-ntwicke t- M W™-fÄr«tt-«-wähM>des Anfluges der Flugzeüge daß Unter dem Einfluß dieser Presse die untergeordneten Behörden der Meinung waren, daß sie »dir Polizeiknüppel mobilisieren müssen". Durch dieses Borgehen wurden sie unbewußt d»S Dpielzeug»der einheitlich e n'H a bS b« r g-M o S k a«-Fron 1". Wir sind überzeugt, so sagt das Blatt, daß Machi- nattonen solcher Art den Aufschwung der' Idee der Raflenverwandtschaft nicht Verbindern werden. al« unvermeidlich ansteht. Wladimir d'Or« m«s s on'zweifelt ebenfalls daran, daß ma,> s:u. Anschluß werde verhindern lönuen. .Einzeln« Stimmen, darunter auch englische t„T i m« S"),behaupten,Hitler aspiriere»weniger auf Oesterreich, als auf die Tschechoslowakei und werd«.sich mit Italien dahin einigen, daß er die Tschechoswwakei»einstecken" dürfe, während er . auf Oesterreich. verzichtet. Dies« Deutung er-' wächst zweifellos aus einer weitgehenden Unkenntnis und Fehleinschätzung mitteleuropäischerBerh ältn isse. Will Hitler die Tschechoflowalei- angreifen,, so kann, er auf die Besetzung Oesterreichs, gar Nicht verzichten. Die Frage ist nur, ob in Oesterreich ein Regime am Ruder ist. daS sich gegen die Besetzung wehrt und die Hilfe der Westmächt« än- rust, oder ob in Oesterreich eine Regierung herrscht, die vor Hitler widerstandloS kapituliert gar kein so leichtes Spiel sein und sicher einen europäischen Krieg entfesseln würde!.:— so würde dieOkkupationBöh« mens und Mährens für die Preußen natürlich nur den er st en Schritt auf dem Weg nach.dem Balkan und an die Adria bedeuten. Muffoloni mühte nicht der geriebene Politiker sein, als der er.sich bisher bewährt hat, wenn er mit Hitler einen so dummen Handel abschliehen wollte. Man darf als sicher annehmen, dah Italien' alles versuchen wird, Hitler von Wie», das für Italien immer der entscheidende Punkt bleibt, fernzuhalten. Die Schwäche Italiens und die europäische Gefahr liegt heute darin, dah Hitler eben den„Spaziergang nach Wien" vielleicht machen kann, ohne den Krieg fürchten zu müsten, während d er. G,ri f f rachPragdensicherenKrieg bedeutet. Die österreichische Presse-versucht in-Abrede- zu stellen, dah in Wien über wichtige Fragen verhandelt wurde. Diese Version wird aber eigentlich nirgends, geglaubt. Man.nimmt als erwiesen an, daß Wer tzit Frage der S t a a t r f» r m»e- fp roch en w u xd^- dah Neurath- H-itl«rS v«t» gegen di« Habsburger vorgebracht und dah Schuschnigg geantwortet habe, es handle sich um ein i n n e rö st e r r e i ch i s ch e S Problem. Die legitimistischen Kreise versichern neuerlich, dah eS sich auf keinen Fall um die Wiederherstellung der alten Monarchie, sondern auSschliehlich um die Staatsform des heutigen Oesterreich hand^. Man. wolle sich nirgends «inmischen,-lehne ober, 18 Jahre nach dem Frie« denSschluh, endlich auch die Einmischungen des Auslands in inner« österreichische Fragen.ab. Dah die Frage der Staatsform im Vordergrund der Wiener Beratungen stand, geht auch aus dem Echo der hitlerdeutschen Presse hervor, die sich in heftigen Angriffen auf die„HabSburg-MoSkau- Front" ergeht, die in Oesterreich gegen die Nationalsozialisten wirke. Massentod bei einer MIHtBrUbung Brüssel.' Sm Truppenlager von Brasschaet bei Antwerpen sind gestern einig« Granaten explodiert.- Datei kamen sieben Offiziere«mS Leben, zwölf andere wurden mehr oder weniger schwer verletzt.- DaS Unglück ereignete sich bei einer Pionierübung, an der Offiziere Md Offiziersanwärter teilnahmen. Während dsr.Uebung wurden mehrere Sprengkörper zur Explosion gebracht.' n a ch R o m fahren wird, während sein Besuch ist Berchtesgaden als sehr unsicher gelte..■■ Der Grobteil der französischen Publizistik „Kulturkommission“ Wie». Bei de» österreichisch-deutschen ve» ratungtn wurde«ine besondere Kulturkommission eingesrtzt, ist welcher, den Meldungen der Blätttr zufolge, Oesterreich vertreten wird von dem ehemaligen Minister H a mm erst« in- Eguord, dem SekttonSchef L» eben st ein, dem Gesandten- Hoffinger Md- dem Sek- twnSchef Dr. W o l f. DaS Deutsch« Strich vertreten r der LegativnSrat Twardovski, Geheimrat Dürich, RegierungSrat Weißrnhof und Dr. H e g t r l«. Dir reich-deutschen Kom- Missionsmitglieder«erden bereits DMnerStag in Wir» eintreffen. im Dorfe-Arena» San Pedro. Neun Jagdflugzeuge der Aufständischen begänne» einen LUst- kämpf mit Regierungsflugzeugen, wobei ei» Flugzeug'der. Aufständischen obgeschosse» Anrde. Slugzeuge der RegiernngStruppe«- bombardierte» mit Erfolgden Flugplatz dir- Aufständischen in Lalavera del Tajo,?, ■ Kanonade bol Bilbao Sieg In Oviedo? Pari». AuS spanischer RegierungSguelle wird hier über'die Kämpfe bei Oviedo gemeldet, die Regirrungstruppen feie»bereit» i n d r n H a u p t st r a ß e n. von Oviedo,, wo blutig e' R a h k S m p f e stattfänden, Der ganze s üd l i ch e S t a d tt e t l stehe in Flammen, Dagegen melden die Aufständische», daß alle Angriffe der-Str^erungStruPPen unter großen Verlusten abgewiesen seien.- I.uNlcsmpk del Islsvers „Keine Regierung wird bei den Deutschen, die so viel halten auf den freien, geistigen Verkehr, sich gründlicher verhaßt machen können, als jene, die es etwa versuchen wollte, dem freimütigen Vjfhrheitssinne in diesen Zeiten Bande zu bereiten, und im Reiche der Gedanken die vertriebene Sperre und die gesprengten Mautlinien wieder anzulegen Joseph Gör res im„Rheinischen Merkur“ anno 1814 Die Anstifter des Krawalls sind beleidigt... Berlin.m Jahre 1871, sie verteidigten zuerst als Freiwillige, und später als Legionäre französischen Boden mit ihrem Blute. Aber nicht nur darum kMn es sich jetzt handeln, da bereits ein« neue Generation die Bühne des politischen Handelns betritt. Die Borhutrolle, die Frankreich seit löl) Jahren spielt, gilt den Tschechen nicht mehr als den Deutschen oder irgendeinem anderen Bolk«. Die Lehren der groben Revolution, ihr« Losungsworte strahlten Mf alle Nationen aus und heute, da die Freiheit, mehr zertreten wird als in den Jahrhunderten des Absolutismus, ist Frankreich wieder Lehrmeister, für Tschechen wie für Deutsche. Wenn die. Sud-tenpeutschen vor dieses ewige Frankreich hintreten und erklären:.Wir sind Demokraten, wir sind für die Verbrüderung der Nationen, für das Evangelium der Menschenrecht«. helft uns! unsere Posstwnen zu verteidigen, helft uns die Gleichheit der Chance zu erlangen"., Dieser Appell. würde nicht verhallen, Bon Frankreich aus haben sich stets Stimmen des Protestes erhoben, wenn Unrecht geschah, ob nun unter fremder Flagge oder in irgendeinem Winkel des französischen Weltreichs. Gäbe es statt Henleins Jsolierungspolitik, eine sudetendeutsche Politik der europäischen Verbundenheit,. würde die überwiegende Mehrheit der Sudetendeutschen, die sich jetzt'im Schlepptau Hitlers befinden, die Tschechen an demokratischer Gesinnung übertreffen, würden sie dafür sorgen, dah ihre Sympathie zum fortschrittlichen Westen publik würde, sie wären die Favoriten in Paris und hätten dort mächtigere Freunde als Lord Londonderry und Lord Rothcr- mere jenseits des Kanals. Das Sudetendeutsch- tum gestellt unter die Führung einer Handvoll von Provinzpolitikern hat alles getan,' um sich Europa entbehrlich zu machen, statt jene internationale Fühlung aufzunehmen, durch die es zu einem nicht zu übersehenden Falwr, zum zweiten Staatsvolk auch in der Außenpolitik geworden wäre. Solange die Politik Henleins den-Sudetendeutschen im Auslände den Ruf einer Fremdenlegion Hitlers und einer zentraleuropäischen Ko- mitatschigruppe verschafft, wird es nicht.nur in Paris, sondern auch in London und Genf nur mit grösstem Müheauswand'möglich sein, zu operieren. Aber besonders in der französischen Hauptstadt gibt man, das Sudetendeutschtum nicht verloren. Man verfolgte die zwischen den, deutschen Regierungsparteien und' dem Ministerpräsidenten geführten Ausgleich-Verhandlungen und deren positives Ergebnis, man schenkt den Reden der aktivistischen deutschen Mistister Beachtung und wünscht, dah ihr Geist auf jene ausstrahlen möge, die heute noch nationalsozialistische Methoden in der Tschechoslowakei.zu propagieren versuchen. Es.ist,kein Geheimnis, dah sich, in jüngster Ze.it zahlreiche französische Persönlichkeiten, die hohe staatliche S tellung e n bekleiden, in d ie ser Rich tun g geäuhert hab en, Ganz befondere Beachtung findet sie Wirtschaftslage in den, deutschen Grenzbezirken, über deren ; Einfluß auf die, Ausbreitung der Henleinbewe- gung man sich völlig im Klaren ist. Man hält es daher für eine kluge Politik im Interesse des Friedens und der Gerechtigkeit, d a h b e i d er Re- gelang der, französisch- t s ch e ch o- s l o w a k i s ch e n H an d'e l S be z.i e Hungen d i'e I n d u st r ie d e r Ä o ista n dS ge- B'l e te-«i ne besondere B er ü ck.s i ch t i« g u n g e r f ahren haben.. Schon heute wird in Paris jeder einzelne demokratische- und- sozialistische Deutsche aus- der Paris und die Sudetendeutschen (BB Paris) Das demokratisch« und sozialistische Frankreich weih von den Sudetendeutschen, es ist für jede demokratische Regung der Deutschen m>S der Tschechoflowalei dankbar. - Madrid.(Havaö.) Regierunssfiug,enge einer gewiffe« IsterreichischenPressevor, daß sie bombardierten Ansammlungen der Aufständische», pw Begrüßung Reurath» abg-lehnthot, und sag», Bergarbeiter-Blutbad bei Rlnfklrchen Budapest. Gestern versammelten sich vor einem Schacht der Kohlenbergwerke der Do» NM-DampfschiffahrtSgesellschaft bei Fünfkirchen, wo ei» Teil der Bergleute seit Montag untertags streikt, 3Ü0 bis 400 Personen, die nach der Stadt ziehen, wollten, um dort zu demonstrieren. AuterwegS begegnete» sie einer an- fünf Gendarmen bestehenden Patrouille, dl« bald zu schießen begann, wodurch zwei Arbeiter getötet und drei Demonstranten, darunter eine Fra», schwer verletzt wurden. .geschützt»--der--ÄegierMgStrpppen abgewehrt !fmutoe>....--. ,- Bomben auf ein Spital ' Barcelona.(HavaL.) Das iDePartement für di«,-Sicherheit im Innern, hat' der- Preffe«in« -Nachricht übermittelt, worin,«S-heihj, dah Flugzeuge' der Aufständischen einen Angriff- Mf- Katalonien unternommen haben, wobei di« Städte Tortosa und Flix bombardiert wurden..Durch die -Bomben: wurde-da» K.ran-ken.hamsgetroffen. «escheimt»e« ßD,«ch feNtz N^akfioN Mb Verwaltung. Prag XII., Fochova 62— Telephm L8077— Herausgeber: SiegfrtrdTgub— Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag klne große Internationale Konferenz fttr Spanien « M k 5* 1* dureaus der®. A. s. und deS I. G. B. sind am.17. Februar 1DS7 in Paris »ufammengetreten, um auf Borschlag der spMi- fche» Organisationen über die Abhaltung-»»er Internationalen Konferenz zur Behandlung der spanischen Frage zu beraten. 1' Rach kurzer Diskussion haben di« beidm BureauS einstimmig»«schloffen, daß dir Konfe- r«^ am 10. und 11. Mär» in London stattfin- den wird.■ ... Die politischen Parteien und gewerkschaft lichen Landesverbände, die de» beiden Internatio nale» angeschloffrn sind, werden eingeladen wer» d*", möglichst zahlreiche Delegationen zu rntsen» drn Md insbesondere für eine starke Bertrrtmg ihrer P-rlamentsfraktionrn Sorge ,» tragen. ES wurde beschlossen, eine gemeinsame Skt-. »""'b«^ekutivcnd°rS.«. J.«nd deSI. G.».! WWB„„°°r sranzonim«»-pu°»,.»v Zusammentritt der Konferenz bezeichnet weiter die Inthronisation Otto» v»n Habsburg als das einzige Mittel, Hitler vm Wien u». Beratung haben die bei- fernzuhalten. Es machen sich aber nunmehr auch den BureauS energischen Pr»t«st gegen di« Tat- Widersprüche bemerkbar. t«nw!le^am"'A^n>°s einerseits,ipit. den Abneiinmg der Völler her tralle unh J ber.,^ Ott’ Nachfolgestaaten, gegen die frühere Dynastie. M1- derhmdenmg loder' Einmischung dererseits mit den Gefahr äredentistisch-legitimt- ' Der sür. di- Sntemmfi-Mk«»-nferen, kn^^^d°w°M.ng.n m diesen Staaten.^ «»«sicht genommene Zeifimnkt wurde gerade im'«-fi**£ te Hab-burge- wendet-sich«uch Hinblick auf daS Datum de» 6. Mär, festgesetzt, Gustave Herv«— bekannwch ein alter rungen beschlossene Kontrolle t» Kraft tritt. Die westeuropäische Preffe, inSbesmdere die französische, beschäftigt sich weiter sehr intensjp und erregt mit dem Schicksal Oesterreichs und mit den Plänen Hitlers. ES herrscht die Ansicht vor^ dah H i t le r mit aller Macht gegenOester- reich vor stoßen und die derzeitige Isolierung Italien» benützen werde, die Beute einzuf bringen. Ein Problem bleibe e» nur, wie Ltsse lien- sich die Sache vorstelle. Man macht darauf aufmerksam, dah Schuschnigg demnächst Versprechen Hitlers, Oesteneich liegen zu lassen w7"unS dab7i Mt^um^rgängeneS. und S-ll-n Prag zu marschieren, jedenfalls keine H^te ist es so, dah nicht der französische Chan- Garantre. Gelange eS enduch H»ler, die Tsche-'vjnismus mit dem tschechischen verbunden ist, son- choslowalei„einzustecken— was aber ganz und, bie Freiheitsideale der französischen Repu- aar ketn so letmteS Svtel sein und nmer einen'trn. rx. vi. mr. englischer Kreuzer von einer.... spanischen Granate getroffen > London.'(Reuter.) Wie die wmiraliiät mittellt,.explodierte bei' dem freitägigen Luft- angviff aüf valencia' eine' Granat« an Bord de» zwei"Offiziere Und ein Matrose wurden bön dtn Sprengstücken leiöht verwundet.'Zn dem Zwischen« Seite 2 Donnerstag, 25. Feier 1037 Nr. 48 en ver Lenst Kein gemeinsamer AuskHuR 27 derGeschaftSordmingM einer gemeinsam Sipung der Ausschüsse beider Häuser' Vortrag«. P r a g. In der Agrardciatte, die sich am Mittwoch im Anschluß an daS kürzliche Expose deü Landwirtschaftsminister- Dr. Zadina im landwirtschaftlichen Ausschuß deS Abgeordnetenhauses entspann, bekamen die tschechischen Agrarier auch von KoalitlonSseit«— selbst von der allzeit ge» treuen Gewerbepartei— allerhand unangenehme Dingi darüber zu HSren, wie, sie die allgemeinen landwirtschaftlichen Interessen zugunsten' verschliß denrr SpirituS-, Zucker-, Molkerei, und sonstiger Verbünde vernachlässigen und überhaupt von Unparteilichkeit in WirtschaftSdingen ziemlich eigenartige vegrisse haben. Gleich der erste Redner MikuläKoi£ deS Ministers sei von dem Geist der Resolutionen getragen, die die A g r a r p a r t e i beschließe. ES sei verhängnisvoll für unsere Landwirtschaft, daß Unsere offizielle Agrarpolitik unter dem direkten'Einfluß der tschechischen Agrarier stehe. Wenn selbst da» agrarisch« Zentralorgan darüber klage, daß trotz allen Maßimhmen die Rentabilität Miftstikek(flamm.) beschwerte sich dabei, daß die Firma Bata in Zlin bereit» fünf oder sechs flon- lessionen für dar Gastgewerbe erhalten habe und in der Umgebung den ganzen landwirtschaftlichen Boden zusammenkaufe. Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung am 25. d. M. um 11 Uhr stehen lediglich zweite Lesungen, Immunitäten und eine Fristverlängerung für die Beratung de» Eisenbahngvsetze». Dafür gemeinsame Beratungen der Fachausschüsse der beiden Kammern Prag. Wie wir erfahren, ist über die Frag« der gemeinsamen Ausschüsse der beide» Kammern zur Beratung wichtiger GesetzeSwerkc bereit»«in« Einigung zwischen den Kammerprd- stdien, der Koalition und der Regierung erzielt worden. Dl« Grundlage dieses Kompromisses bildet der BermittlungSantrag Malppetr, wonach kein besonderer Ausschuß konstituiert wird, son dern einfach dir zuständigen Fachausschüsse der beiden Kammern zu gemeinsamen Be ratungen zusammentreten. Bereit- am heutigen Donnerstag soll eine diesbezügliche Borlage als Initiativantrag der Koali tion in beiden Kammern eingetracht und noch vor den Ostern verabschiedet werde», damit daS neue Bürgerliche Gesetzbuch, daS nach Ostern der Nationalversammlung vorgelegt werde» soll, be reit- in solchen gemeinsamen Beratungen vorbe reitet werden kann. Die Grundlagen diese» Initiativantrag«» sind ' folgend«: Die Initiative zur Zuweisung«ine» um fangreichen GesetzeLwerke» in diese» besonder« Ver fahren muß von der Regierung auSgehen. Eine solche Vorlage muß gleichzeitig beiden Kammern vor gelegt werden, die ihre Zustimmung geben müllen. Die Vorsitzenden beider Kammern weisen die Vorlage dann unverzüglich e i n e m der Ausschüsse zu, den sie für zuständig-alten. Jeder Ausschuß bestimmt seinen Referen ten, worauf der Vorsitzende de» Parlamentsaus schüsse» beide Fachausschüsse zur ersten gemein samen B« r a t« n g«inberuft, die er auch lei tet. Der Vorsitz in de» weiteren Sitzungen wird abwechselnd geführt; ebenso wechseln sich Schriftführer ab. Zur Verhandlung ist die Anwesenheit von mindeste»» einem Drittel der Mitglieder s e d e- Ausschusses notwendig; zu formalen Beschlüssen ist die einfache Mehrheit aller Anwesenden erforderltch. Auch dld Wähl von SubkömItetS.'dl« Heranzie hung von Sachverständigen.(mit Zustimmung der Vorsitzenden beider Kammern), die Anforderung schriftlicher Gutachten von Sachverständigen»der der Aeußerung eine» anderen Au»schussc» de» Abgeord netenhaus«» oder deS Senate» ist möglich. Rach dem Schlußwort beider Lerichterstat- ter in der gemeinsamen Beratung halten beide Ausschüsse ihreeigenenSitzun- a e n a b und stimmen nach dem Bericht ihrer Referenten ohne Debatte in einfacher Abstimmung über die Regierungsvorlage sowie über die sachlichen Anträge i h r e r Mitglieder ab, di« in der gemeinsamen Beratung eingebracht wurden. Wenn die beiden Berichterstatter U n stim mt g k« i t e n in den Beschlüssen der Aurschüss« feststellen, wird neuerdings in einer gemeinsamen Beratung beider Ausschüsse über diese Unstimmig« unserer Landwirtschaft nicht gesichert werden konnte, so deshalb, weil unser« Agrarpolitik viel zu diel um die Prosperität der verschiedenen Spiritus-, Zucker». MolkereivechSnd« etc. besorgt ist. Heut« besäßen die Monopole etc. psychologisch schon überhaupt niche mehr da» vertrauen, der Oeffentlichkeit. Pozdilek(Tsch. Agrarier) polemisiert schart gegen MtkuläK: Bei der Durchführung landwirtschaftlicher Hilfsmaßnahmen, fti auf der einen(offenbar agrarischen) Seite däS aufrichtige StrthdN'vorhanden/ diese--Maßnahmen'' zu propWtten''uti«i durchzuführen, und zwar tm Interesse der Gesamtheit, selbst wenn Einzelpersonen oder Gruppen in ihren Prwilegien getroffen würden, während man auf der anderen Seite Zeuge fei, wie diese Maßnahmen schadenfroh herabgesetzt würden und wie man Mißtrauen gegen st« verbreit«. Der tschechische Bolk»parteiler Stantslo» dagegen stimmt mit Mikulää überein. Da» landwirtschaftlich« Schulwesen, in dem bisher die Politik der Agrarpartei gemacht werde, müsse enwolitisiert werden. Auch die Getreidegesellschaft dien« ausschließlich der Agrarpartei, der u. a. sämtlich« Revisoren der Gesellschaft entnommen seien.-Redner schlägt di« Einsetzung einer Varta- Tschechoslowakei freudig ausgenommen, Er nimmt llärlich, wie die Bürger eine», verhältnismäßig' gungennach Paragraph 84, ,8 der Verfassung") teil an der glänzenden Stellung, welche die Asche» freien Lande« ein Regime des Terror», der Re- handeln»der wenn^dst Ncgierung.tzcantrM, daß chen seit vielen Jahren In Frankreich besitzen und ligionSverfolgungen. und der Autarkie de» Hun-»„Ä",- dank einer gewissen Geradlinigkeit in' ihrer gerS für sich.anstreben können. lleberwindet^das'"'" Freundschaftspolitik nie verloren haben. Daneben. SudettndeUtschtutst Henlein und damit den Pro-______ betrachtet man diese Sudetendeutschen auch noch 1 vinztaliSmuS, ringt es sich durch zu einer demo-1',»)„Der Präsident der Republik«stattet der als einen Teil jenes besseren Deutschland, das sich. Irakischen und- europäischen GruNdeiWllUnFMatlormlversgmmliWsAndlich'oder schriftlich Levon den nationalsozialistischen Einfliissenßfrei ge- ohne Einschränkung und ohne Vorbehalte, dann richt über die Lage der Republik und empfiehlt ihr soll. Man Müsse auch der Bildung von Wroßmühlen« Kolosse» entgegentreten. Am Amt für Agvarmaßnah» men gehe Ma» sehr parteilich nach den Bedürfnisse» der Agrarpartei vor, dasselbe gelt«, von den Sichventtonen für Maschinen. ■ linier»(tsch. Soz.-Dem.) kritisiert ebenfalls .die agrarische Wirtschaft. Die Planwirtschaft müsse von übe r p ä r t e i l i ch e n Institutionen durchgeführt werden, und.dürfe nicht Mittel zum Zweck sein, um die Machtpositionen einer einzelnen Partei zu stärken. Sehr entschieden wendet sich'der Redner auch gegen di« Ausführungen de» Ministers Zadina hinsichtlich de» Margarinekontingent». Die Beschaffung von Fett für di« Arbeitslosen ist nicht Sach« der- sozialen Fürsorge, sondern der Wirtschaftspolitik- Warum sollte e» beim Fett ander» sein al» beim Zucker? Die Planwirtschaft dürfe nicht in di« Sklaverei der Genossenschaften und per KenossenschaftSbürokratie fallen. Was in Mähten mit dem Rübenkontingent geschehe, schreie zum Himmel. Am Nachmittag befaßt« sich u. a. der Gewerbe-' - barteiler Oliv» mit den Meldungen über das geplante i Viehmonopol. Praktisch würde da» bedeuten, daß npr Scharfe Kritik an der einseitigen Landwirtschaftspolitik der Agrarier uuivco.vltilvOtli, uh» vu'.ui PUsflvllilt vie winuu» fcangujqcycn«oinne gequeen auc, Vie oic fliciajen~ v Ä Ä. Y ergreifung Hitler» ermöglicht haben, vorläufig Grenzen zu verteidigen haben, nicht nur jene,' vechandelte Mittwoch nachmittags de« HaickelS» von ihm nicht loskommen können, so ist es uner« welche der stärksten Sprachgruppe angehören. mit Uruguay vom 23. März 1038 | fotoi« dte Verlängerung de» Abkommens mit derholt.. I verstehen. Leider-stehen auch an der Spitze mancher Sobald diese Abstimmung beendet ist, verhgn-! unserer Handelskammern Leute, die nur deshalb delt zunächst dal A b g« o r d n e t« n h au» di«diese-Funktion tynehaben, um möglichst viel Vorlage auf Grund de- Beschluss«» de» eigenen Berwa n I e i 5 e,, Beratungen der tschechische» Genossen. DaS Sekretariat der tschechoslowakischen fozialdemolca- tischen Arbeiterpartei teilt mit: Da» Präsidium de» ZentralexelutivauSschusseS der tschechofloiva« lisch:» sozialdemokratischen Arbeiterpartei hielt am Mittwoch, den 2». Feber, eine ordentliche Sitzung ab, in der der Vorsitzende, Abgeordneter Hampl, eine» Ueberblick über die letzten Er- eignisse gab und darlegte, daß die Gerüchte, die in den letzten Tagen über die Negierung verstreitet wurden," grundlos sind. Sodann befaßte er sich mit den Verhandlungen zwischen den koalierten Parteien und den Gewerkschaftsverbänden über i Ne Milderung der Gehaltsabzüge der Staat»« mentarischen Kommission vor,die angestellten und schilderte schließlich di- aktuelle di« Wirtschaft der Getreidegesellschast kontrollieren> außenpolitische Lage. Sodann erstatteten noch persönlich herausschlagen wollen. ..•■-r-r—.-—Zum Schluß der Sitzung wurde noch die Re- dann an den Senat und wird dort zugleich mit gierungSvorlage angenommen, durch welche der Be- d-m au» Anlaß der gemeinsn» mütig hinter die Forderungen de» Deutschen Ge» werkschaft-bunde» und der Deutschen sozialdemokra» tischen Arbeiterpartei, di« am 18. Nov«mk«r 1888 dem Herrn Ministerpräsidenten überreicht wurden. Di« sozialdemokratisch« Arbeiterschaft de» Bezirke» hat in den Lahre» schwerster wirtschaftlicher Not bewiesen, daß sie treu und aufrichtig zur demokratischen Staatsidee steht und sie fordert in ihrer wirtschaftlichen Bedrängnis, daß Staat und Gesell schaft durch etttspr«ch«ndt und au»relchende tzilfr- maßNähme» ihr« Existenz sichern. . Zum BezirkSVertrauenlmann wurde Genoss«<. Karl P« ch« r, gewählt. I (Seite L- Donnerstag, SS. Frier 1037 Nr. iS Aus den Kümpfen am Jarama 3oae»t«uafcdteft Der Fal1 des S»l°ns Krejza WWVyyyi»vwnynfwm»(—tü—) Das erste Todesurteil nach den Weis« erfolgte'auch die'Rück-Kö "",’-'r ciuii in kyuiuuuLiuuciiiiuuvii uuiuuL'.«cuic uiujcl SSÄÄ Ä?rt sind für alle möglichen Unternehmungen zu haben und so witterten denn auch die Agenten eines fremden Spionagedienstes in ihm ein geeig» Mitteilungen, aber zwischen den Zeilen waren mit unsichtbarer Tinte die Nachrichten geschrieben, auf die es den Auftraggebern ankam. Auf gleiche in voller Fahrt in einen Graben und überschlug sich. Fünf Eingeborene wurden hiebei getötet und einige verwundet. , Lawinen-Opfer. In den Stubaier Alpen er, eigneten sich Dienstag unweit der Dresdner Baude zwei durch Lawinen verursachte Unglücksfälle zu feinem Dienst nicht mehr zu brauchen war, denn er-war stumm geworden und es gelang keinem Arzt, aus ihm ein Wort herauszubringen. Er wurde als invalid in den Ruhestand versetzt und lebte seither bei. seinen Kindern, die sich ihres stummen BaierS' liebevoll annahmen. Gottes mordend allerorten schreiten. Und Schldt und Turm stehen ragend wie der Eid. Und zu Gottes Laut, Tronnneln und Fanfaren, rauscht Gesang wie.Stürm ans alten Eichen, mit einem Wort das Horst-Wcssel-Licd, dröhnt Ko- lonnenmarschtritt und im Orkan des Sieges steigt das Hakcnkreuzzeichen, das heilige Banner, in den neuen Tag. Mer in dem Bekenntnis offenbaren sie mehr, als sie sonst ohne Blut- rausch flüstern: Sie lobpreisen die Not, die das Land geeint, Fetzt weih man, wie sie zu der Not des Landes stehen'und welche Hoffnung sic eint.' Wege und Strätzen überschwemmten. Bei Budweis forderte das Hochwasser der Moldau auch ein T odesopfer. Der bei her Regulierung der Moldau beschäftigte. 82 jährige Baumeister StanlSlauS Sti- binger stürzte inmitten des reihenden Stromes, als er sich bemühte, einige losgerissene Pfähle zu bese- fttflert,' asts ftinitM'Kahn tind'tzrtrank. Skiti stAlchnam' konnte bisher noch nicht'geborgen werden. Ter Verunglückte war Baier einer Kindes. Der sowjetruffische Eisbrecher„Semjochr" erlitt im Schwarzen Meere Havarie und äst allem Anschein nach mit der gesamten Besatzung gesunken. In den letzten ausgenommenen Funksprüchen teilte .der Eisbrecher, mit,; daß sich der Maschinenraum bereits mit Wasser vollaufe und die Mannschaft das Schiss verlasse. Die beiden Rettungsdampfer„Taifun" und„Henkln" haben den ganzen Tag über die UnglückSstelle abgesucht, konnten jedoch weder Menschen noch Wrackstücke der Eisbrechers auffinden. Studium der LoltSrrnährung. Am 22. Feber begannen im Bölkerbundfekreiqrlat in Genf Beratungen unter Teilnahme von Vertretern der einzelnen Staaten,, die mit der Genfer Institution am Studium der BolkSernährung zusammenarbeiten. An den Beratungen nehmen die.Pertreter von 14 Staaten unter Vorsitz Lord Astors teil. Die Tschechoslowakische. Republik ist.bei dieser, Tagung durch den Professor der med. Fakultät der Karls-Universität MUDr. Hhnek. L.Pe l c vertreten. Der tschechoslowakische Delegierte hatte Gelegenheit, auf diesem internationalen Forum auf die hervorragenden Arbeiten aus dem Gebiete der Voltsernährung hinzuweisen, die, in den tschechoslowakischen wissenschaftlichen. Instituten,, wie der landwirtschaftlichen Akademie, im Sozialiystttut, dem Statistischen Staats- Bestimmungen' des BerteidigungSgefetzeS wurde Montag vor dem Prager DivisionSgerlcht gefällt. Verurteilt zu der schwersten Strafe, die ein Gesetz verhängen kann, wurde der Stabsrottmeister Josef Krejza, der wegen des Verbrechens des Militärverrates vor Gericht stand. Krejza, der am 20. Feber sein 44. Lebensjahr vollendet chatte, erscheint.nach dem, was über seinen Lebenslauf bekannt wurde, als Opfer seiner moralischen Haltlosigkeit. In Aussig geboren als Sohn eines tschechischen Vaters und einer deutschen Mutter, wurde er zunächst Maurer, arbeitete vielfach im Ausland, rückte bei Kriegsausbruch zum ehemaligen 42. Infanterieregiment in Theresienstadt, ein, machte den Krieg mit und brachte es bis zum Zugsführer. Nach dem Umsturz wurde er in die tschechoslowakische Armee übernommen, avancierte zum Rottineister und später zum StabSrottmel» ster, als welcher er dem Sanitätsdienst zugeteilt wurde. Krejza, der verheiratet ist und drei Kinder hat— das älteste ist 15 Jahre alt— ergab sich später dem Alkohol und die, Folge war, datz er sich ewig in Geldverlegenheiten befand. Leute solcher jWWWWWW.,, E WW seinen ebenso erstaunten als erfreute» Kindern, datz er seinerzeit im Feber. 1917 an der,Front in. höchster Lebensgefahr ein Gelübde abgelegt Habei volle zwanzig Jahre kein Wort zu sprechen, wenn er mit döm Leben davonkomme. Sein Ge- lübde hat er tatsächlich buchstäblich erfüllt. Nun hat aber die'Angelegenheit ein für.den frommen Büßer peinliches Nachspiel. Die Behörden stehen nämlich auf dem Standpunkt, daß derartige Gelübde zwar ich allgemeinen.eine Privatangelegenheit sind, in diesem Falle aber die'Folge.hatten, daß der freiwillig Verstummte widerrechtlich durch zwanzig Jahre eine Pension'bezogen habe, die ihm nicht zukam. Mit anderen Worten: unter dem Gesichtspunkt der Vorschriften erscheint der stumme Lehrer als Simulanti. der sich., durch Vorspiegelung falscher Tatsachen eine Zuwendung erschlichen habe,..die. ihm.nicht zukam. Die Folgei, dürften nicht leicht sein. Abgesehen von der Rück-, zahlung der bezogenen Jnvaliditätsversorgnng winkt.dem Lehrer ein Disziplinär- und darüber hinaus ein Strafverfahren. Weise'erfolgte auch die Rück-Korrespondenz. Die Briefe wurden dann' nach Empfang einer- chemischen Prozedur unterworfen,' welche die' unsichtbare Schrift zum Vorschein brachte., Wie stets in solchen Fällen, zahlte'der gedungene Vorräter furchtbar darauf. Lene'7000. Kä, die er alS-Anzahluüg in Wien auf die Hand'bekam(und.die er übrigens noch in derselben Nacht bis auf den. letzten Heller durchbrachte, so datz ihm kaum.das Fahrgeld übrig blieb) waren seine höchste Einnahme. Von dem Augenblick an, wo Krejza diese Entlohnung erhalten hatte, war er seinen Auftraggebern auf Gnade und Ungnade ausgeliefert..WäS er zu verraten hafte,'ist nicht bekanntgegeben worden, doch hat das Gericht offenbar seinem Verrat Immerhin eine beträchtliche Bedeutung zugemeffen. ES heißt, datz Krejza später seine Beziehungen zu der Spionagezentrale -—wie das„S e f I i SI o v o" berichtet, handelt eS sichHm u n g a r i.s ch e. Auftraggeber— habe abbrechen wollen, worauf ihn, aber erklärt wurde, datz in diesem Fall die tschechoslowakischen Militärbehörden auf, seine bisherigen Berrätereien aufmerksam gemacht werden würden. Krejza stak in'einem unzerreißbaren Netz. Es lag. nicht mir seine Unterschrift' auf der, Quittung.über jene 7000 lli vor—'er war auch im Augenblick, als er das Geld übernahm, heinllich photographiert worden und zu allem Ueberfluß hatte sich die Spionagezentrale auch noch feine F i n- gerabdriicke als unwiderleglichen Schuldbeweis beschafft. Das Messer saß ihm also am Hals und er mußte, ob er wollte, oder.nicht, die erteilten Aufträge ausführen. Der Alkohol, der Krejza auf die schiefe Ebene gebracht hatte, führte auch seine Entlarvung herbei. Seine unmäßigen Trinkereien'machten die Vorgesetzten aufmerksam und man begann nachzuforschen,-wo er die Geldmittel hernehme. Eine unvermutete Haussuchung schuf Klarheit und Krejza, der sein Spiel verloren sah, legte ein volles Geständnis ab. Das Ende vom»jede-war das Montag gefällte Todesurteil...‘ Bei der Urteilsverkündung zeigte sich Krefza als besserer Mann. Er desavouierte seinen Verteidiger, der die Rechtsmittel anmeiden wollte und erklärte mit fester Stimme, die Strafe anzunehmen, womit das Urteil rechtskräftig geworden und nu» durch einen Gnadenalt des Präsidenten zu mildern ist. 3643 Gewinne der Prager Mesielotterie. Die eben im Gange befindliche zehnte Sachlofterie der Prager Messe weist diesmal einen reichen Spielplan aus. Insgesamt werden 3643(früher 2841) Treffer gezogen werden. Haupttreffer ist ein Luxusauto.,sm Werte von ,jlOO.QOO, Ki...’ Die ersten drei Treffer werden auch in bar' aüsbezahl:. Der Preis eines Messe-Loses, die von der Lotterie-Abteilung, Prag VII, versandt werden,-beträgt 5 UL. Rordmähren vorschneit. Der Automobilver- WW^WWWW..-,_... kehr auf den Straßen Nordmährens ist völlig woch. den 24. d. M" den^ütgermeister der Stadt lahmgelegt. Der Tschechoslowakisch- Mährisch- ~ Ml" Schlesische Automobilklub erhielt weitere Berichte von feinen Exposituren, welche melden, daß alle -w.*,,' z„»>■ M), ijlvtl vUkUJ A,UlvlllCII Vv»U«,|U»)IV•WIhIUUVIUUI, (5o betoinoen Kvanzig Jahre. Dieser Tage nun.gliche den ersten Meldungen zufolge zwei Opfer geichah es, daß der Stumme plötzlich bei einer s m Menscheifleben fovdertc. Zwei reichsdeutsche Familienmählzeft zu reden begann. Er entdeckte Touristen, V, Ströl und Rudolf Hermann, wur- den bei einem Ausflug von einer Lawine, verschüttet. Hermann- wurde aufgefunden, war jedoch bereits tot, der zweite Tourist. wurde jedoch bisher nicht'gefunden und es besteht auch keine Hoffnung für seine Rettung. Eine^zweite Lawine verschüttete an derselben Stelle einige Stunden später vfer reichsdeutsche Touristen. Die Rettungsaktion wurde eingeleitet. '. Ei» Kanouen-Duell. Der, ungarisch-sozia listische Abgeordnete Karl Peyer ist von einem politischen Gegner zum Dnell gefordert worden. Genosse Peyer erklärte, daß er zwar grundsätzlich Ge'gner'des Duells seit'daß er aber bereit sei, den Ehrenhandel mit Feuerivaffen äuszutragen, allerdings verlange er, daß das Duell mit Kanonen sta'ttfinde, das fei die einzige Waffe, die er als älter' Artillerist. zu handhaben verstehe. Der Abgang teS Gifts auf der M als ch und der M öl dau verursachte ein bedeutendes Steigen der beiden Flüsse, so daß die Fluten an mehreren . Stellen aus den Usern traten und Felder, Wiesen, ist es nicht möglich, mit der Beseitigung der Schneemassen zu. beginnen- Die Staatsstraße B e n n i f ch— Freudenthal ist durchwegs hoch verweht, ebenso auch der ganze Bezirk Römer st ad t. Die größten VekkehrSschwierig- keiten bestehen im Bezirk Sternberg, wo während der letzten Schneefälle bis zu 120 Zentinieter Neuschnee gefallen ist und wo es sich fast unmöglich erweist, Schneepsliige durch die Schneemassen zu ziehen. Der Schneepflug, welcher we- grotesker Fall wird aus Karpathorußland ge-j nigstenS die Staatsstraße freimachen sollte, steckt meldet. In einer Ortschaft lebte ein ehemaliger bereits zwei Tage im Schnee und kann nicht zu» Lehrer, der im Jahre 1916 einrücken mußte, ins rückkehren. Nicht einmal Schlitten können' für Feld ging, dann aber als unabkömmlich rekla-, den Verkehr benützt werden, miert und aus dem Heeresdienst entlassen wurde.| Wieder ein Autobus abgestitrzt. In Settak, Es zeigte sich aber, daß der unabkömntliche Lehrer| gg Kilometer von Casablanca, stürzte ein Autobus Stunde, die schlägt, und von. Gottes Mühlen, die'mahlen, bis zu dem heiligen Banner, das in. den neuen Tag steigt. Will man denn wirklich 7000 KC auf die Hand.und genaue VerhaltungS- diesen loyalen Friedensfreunden nicht glauben, maßregeln, nebst einer technischen Ausrüstung, die davon träumen, daß ein Flammenhorizont i welche d- möglichst r.stkolose Vermittlung seiner s„ a’p,.Nachrichten ermöglichen sollte. Seine Briese und das Land„umzungt, daß in icn Sronfcen auf. gjjift e j[ unnen seiner Auftraggeber wurden den Bergen wohlgemerkt des Blutes^Brand natürlich an Deckadresien geleitet. Nach altbekann- brennt und daß Engel brennend und iinGlamen l tem Rezept enthielten diese Briefe ganz hannlose Mn seltenes Bekenntnis zum Frieden und überhaupt eine wertvolle politische Offenbarung finden wir. tn der Zeitfchvift„Grenz landquellen", die im SdP-Verläg Adam Kraft, Karlsbad-Drahowitz, erscheint(Heft 4, 1936):. Der Steg/ Von Ludwig Dillman» Die Stunde schlägt. Und Gotter Mühlen mahlen-' Ein Flanmienforizont umzungt. dar Land. Aus allen Bergen brennen Opferschalen... Und alle Brände sind der Blutes Brand. Und Gotter Laut ist, nicht in Schrei Und Worten, in Tronnneln und Fanfaren jäh erwacht. Es. schreiten Engel brennend allerorten und ihres Schwertes Strahl ist— Gottes Acht. Und Menschen treten betend mir den Nächten, die Not lobpreisend, die das Land geweiht. Das Er- singt aus. ES läutet In den Schächten. Und Schlot und Turm stehn ragend wie der Eid. Da rauscht Gesang wie Sturm aus alten Eichen. Und im Orkan des Sieges steigt das Zeichen, das heilige Banner, in den neuen Tag. Wenn schon Herr Rutha das Gericht den neieS Objekt. Krejza eftvieS sich tatsMich als ein Engländern vorenthälten hat, dann sollte es doch■ solches Objekt und ging in die Falle. Nachdem wenigstens Herr Peters im Prager-Parlament"die, natürlich unbekannt gebliebenen„Tipmacher" vortrage». Hat er doch unlängst, auf-die SdP- Uhn hinlänglich bearbeitet hatten, handelte eS sich Abgeordneten zeigend, die Klage erhoben, datz J’atuin.auf unauffällige Btt mit der eigent» derftchechos^ fähige Jugend ungenutzt lasse. An dem Gedicht Schwierigkeiten verknüpft sind, nahm konnte er erklären, wofür sie sich begeistern.> Krejza das Wiener Fußballgastspiel des Prager Jedes Wort ist eines KoiilinentarS wert, von der Sportklubs»Sparta" als Borwand, um un- ~"" ausfällig nach Wien zu fahren, wo dann das un saubere Geschäft abgeschloffen wurde. Er. bekam Der Präsident der Republik empfing am Mitt- Nltra, Frantisek Motto, weiters empfing der Prä sident Vertreter des Verbandes der tfchechoflowaki-....„ Wen s°;>alistischen Jugend und schließlich,Vertreter Staats, und Bezirlsstraßen im Bezirke Bärn ^^shttisv-remes für j„^iner Höhe von 90 bis 200 Zentimeter ver- Lungenkranke in Prag. Sodann besuchte der Präsi-...X,’ ienf mit seiner Gemahlin die Ausstellung.TM-: Ä». choflowakei und Karpathorußland im Pavillon Mhflbek. Bergarieitertod. Auf dem Concordia-Schacht in Neusattl verunglückte gestern der Berg arbeiter Fischer aus Neusattl beim Abbau der Grube tödlich. Fischer lvar 32 Jahre alt und verheiratet. LOjähriges Schiveigegcliibde endet mit einem Strafverfahren.(—vb—.) Ein unglaMich 457 deutsche Offiziere In der tschechoslowakischen Armee IN Beantwortung einer Interpellation der SdP hat Nationalverfeidigungsministev Machnik dem Senat-eine Antwort zugehen lassen, in der eS' heißt:..... Nach der letzten Statistik der Berufsoffiziere auf Grund des Standes voin 2. Jänner 1930 waren von dec Gesamtzahl der aktiven Offiziere der tschechoslowakischen Armee 467 Offiziere, dar- imter ein General, deutscher Nationalität. Die statistischen Daten sind nach eigenen Angaben der Offiziere zusnmmengestellt.' Die Feststellung der ethnischen nyd sprachlichen Zugehörigkeit der Offiziere wird In der tschechoslowakischen Armee nicht durchgefiihrt. Die Antwort hebt dann hervor, daß die Militärverwaltung, sei eS bei der Ergänzung, des Offizierskorps oder bei der Beförderung von Offizieren, weder öffentliche noch geheime Direktiven hckkte oder hat, welche eine Einschränkung der Zahl der Milltiirgagisten nach der Nationalität festsetzen würden. Wenn bisher eine angemessene Vertretung der Offiziere' deutscher Nationalität in der tschechoslowakischen Wehrmacht nicht eingetreten sei, so könne die Ursache nicht in. nationaler Voreingenommenheit gesucht Iverden. amt und dem staatlichen Landwirtschaftlichen Institut, betrieben werden. Ein besonderes Wissenschaft» licheS Subkomitee, in- welchem auch die Tschechöflo» wakische Republik vertreten ist, soll die Richtlinien für' die Veranstaltung von Untersuchungsaktionen auSarbeiten, die zu internationalen VergleichSzlvek- ken dienen würden. Die Beratungen üJfr diesen Gegenstand werden bis Wochenende dauern. Die tschechoslowakischen Flieger lei dem Oasen» Rundflug. Sämtliche acht tschechoslowakischen Flieger, die an dem Rundflug teilnehme», der in Kairo am 22. d. begann, sind wohlbehalten auf dem Flugplatz von Kairo, Almaze, gelandet. Als erste trafen am 18. d., die Piloten A. Mares und Kutloch auf der Maschine Prag» Baby OK-JPN und auf der Maschine Be-81 OK-BEO Dr. V. Miklenda und K. Seda ein. Nach ihnen träfen am 20, d., in Kairo die Flieger aus Zlin auf zwei Flugzeugen Zlin XII,' Major Ambnts und Jng. Smela im ersten und Stabskapitän Fuksa und Oberleutnant Proväznik im zweiten Flugzeuge, ein. Außer dem„Prager Baby", das anfangs nach Agram flog, aber wegen schlechter Witterung über Laibach nach Venedig und Rimini fliegen mußte, starteten die übrigen drei Flugzeuge von Prag direkt nach Venedig, und von da nach Rimini— Rom— Neapel— Palermo. Tunis, Tripolis, Bengasi und Kairo. Alle Flieger sind in ausgezeichneter Verfassung und haben Hoffnung auf Erfolg, obwohl sie die kleinsten Maschinen in, der starken..internationalen Konkurrenz lenken, an der ,42 Flugzeuge t'ilsnehmen. n::a l,....; .. Der Zufluß kalter Lust aus dem-Nordwesten gegen unsere Gebiete wird bald unterbrochen werden. Eine von den britischen Inseln vorriickende'Störung dürfte bei uns eine Verschlechterung und Erwärmung veranlassen. Wahrscheinliches Wetter heute: Nach einer vorübergehenden teilweisen Aufheiterung mit Nachftrost vom Westen her erneute Verschlechterung. Zunahme der- Bewölkung und der Nieder- schlagSneigung, allmähliche Erwärmung, Namentlich auf den böhmischen Bergen Frostmilderung. Wetter- äuSsichten für morgen: Unbeständig, zeitweise Niederschläge, bei südwestlichem bis westlichem Wind weitere Erwärmung.. Vom Rundfunk, Empfehlenswerter aut den Programmen: j Freitag.| Prag, Senket 1:10.05: Deutsche Presse,,ll.8k>: Opernarien, 12.10':. Schallplattenkonzert, 12.35: Orchester FOK, 13.80: ArbritSmarkt. 17.10: Gei« genguartett, 18.10: Deutsche.Senduna: Sporwor» schau, 18.18: Dozent Bumba: Schnuvfnkomplikatio- nen, 18.88: Arheiterfendung: Aktuelle zehn Minuten, 18.45: Deutsche Presse, 18.55: Aus dem deutsche:! Kulturleben. 18.28: Konzert. 21.30: Konzert ans Rom: Beethoven: Grlgeyaüartett:— Prag, Sender II: 14.15: Deutsche Sendung: Ouvertüren.von .Wagner, 1,4.80:-deuttche Presse, 18.20t, Geigenikonzert, 18.88: Tanzmusik^, Nr. 48 Donnerstag, 26. Feber 1987 Seite 8 A.»G. hat die Harpener Bergbau. A.(3. für 15 1 Millionen NM Obligationen begeben, die dem Mich insofern zugute kamen, als die dadurch anfallenden Barmittel zur teilweisen Bezahlung des vom Stahlverein auf Harpen übergegangenen Aktienpakets der Essener Steinkohlenbergwerke verwandt wurden. Ein Vorgang, der seinerzeit wieder dazu führte, dem Stahlverein die für den Erwerb der eigenen Aktien aus den Händen des Reiches erforderlichen Summen zu beschaff-n. Die aus de moffenen Markt geschöpften Mittel flössen also auf diesem Wege schließlich.in die Kassen des Reiches. Dieser Weg ist seither noch In mehreren Fällen begangen worden. Immer wurden Mittel hereingehracht, die sonst das Reich hätte bercitstellcn müssen. Allein in den letzten sechs Monaten dürften auf diese Art etwas mehr als 500 Millionen RM aufgebracht worden sein, dir der Rüstungöfinanziermig zu» gute kamen. Kaum verschleierten Wechselbetrugs macht sich Dr. Schacht bei folgendem Vorgang schuldig: Unter den verschiedenen neuen„Ge- meinschaftsunternehmungen", die in der letzten Zeit gegründet worden sind, befindet sich auch die Metallurgische ForschungS»A. G. Sie finanziert unter anderem die Petroleumbohrungcn und das Suchen nach Erzen. Sie tut das nach dem Vorbild des Reiches, indem sie Wechsel ausstellt. Die Wechsel müssen auf Anweisung von oben von den Banken unbesehen und in unbegrenztem Umfang entaegengenommen werden. Das Reich garantiert sie. Wir haben nur einen kleinen Teil aus der Finanz-Akrobatik des Dritten Reiches vorgeführt. Es genügt, um erkennen zu können, daß Deutschland mit solchen Finanzierungsmethoden nicht zur Gesundung und nicht zum Wohlstand gebracht werden kann, sondern daß sie den Zusammenbruch herbeiführen müssen. VMslMscW äosiakpoüM Staatssozialismus In Belgien Das Reformprogramm Van Zeslands und de Mans versicherüngsträtzer den gesetzlichen festgettgldn Frist, nämlich bis zum 1. August 1987,«inen groben Teil des Planes von de Man dürchzu- für>Kanon«n-frei<-- Aber der Geldbedarf, den die Rüstung täglich von neuem schasst, ist damit ntzch nicht be. friedigt. Insbesondere die mit dem VierjahreS- Da die Einlagen der Sparkassen und Sozialversicherungsinstitute nicht restlos weggenommen werden können, bei Zeichnungen auf freie Anleihen jedoch mit einem Andram» von Zeichnern nicht zu rechnen ist, beschreitet das Mgime neue krumme Wege, um zum Ziel zu kommen. Seit einigen Monaten Ist die„Reprivatisierung" eingeleitct, worunter nichts anderes zu verstehen ist als die Verschleuderung von Reichsvermögen an Privatkapitalisten. Sie begann mit ter Abstoßung von Aktien der Deutschen Schisfund Maschinenbau»A.«G„ dann von Stahlver- einSaktien, von Aktien der Hamburg-Süd, der Tommerz- und Privatbank. Sie wird in aller Stille fortgesehtundes ist tie'Zei t abzusehen, in den sich das Rdich aller Beteiligungen im Bankwesen und in derIn- dustrie entäu Hertha t. Die Mittel, die die Regierung dafür erhalt, werden zur Abdeckung schwebender Verbindlichkeiten benützt. Reu ist eine andere Methode der„indirekten Konsolidierung". Da daS Reich selbst sich in der Auflegung neuer Anleihen zurückhalten muß, die Finanzierung der durch di« KricgSrüstung notwendigen Umstellungen und Erweiterungen im Produktionsapparat aber beträchtliche Beträge erfordert, werden die Indu st rie Unternehmungen veranlaßt, Anleihen am freie« Kapitalmarkt aufzunehmen. Rach der Riederschlestschen Bergbau- Bei einer Washington-Gedenkfeier in Paris hielt der amerikanische Botschafter W i kl i a m Bullttt die Gedenkrede, wobei er hochaktuelle und bedeutsame Ausführungen machte. Da Ministerpräsident Blum anwesend war und eS sich um ein ganz offizielkeS Auftreten handelte, nimmt man an, daß Bullttt im Einverständnis mit seiner Regierung gehandelt hat. Mit deutlicher Tendenz gegen die diktatorischen Staaten sagte der Botschafter der USA: „Wir glauben, daß die Wahrheit ein Ding ist, da- wirklich existiert; wir bestreiten, dass Anschauungen, die eine Propaganda der PolkSmei- nung aufzwingt, Wahrheite» sind, und wir empfinden eine dauernde tiefe Sympathie" fit» jene Staaten, in denen die Menschen. frei bleiben und die Wahrheit, so wie fle sie sehen, unterstützen können." Er versicherte sodann, daß die Neutralitätspolitik dtr Bereinigten.Staaten kein.Dogma sei, ES könne o e n a u s o w i e 19 17 geschehen, daß Amerika durch eine»rücksichtslos« Nation' zum Krieg gezwungen würde. Ebendarum sei Amerika an der Erhaltung de» Frieden wurde die Tätigkeit des beratenden Angestelltenausschusses beim Internationalen Arbeitsamt anerkannt. Mit Rücksicht auf die Satzungen des Internationalen Privatangestelltenbundes wurde die Wahl des Vorsitzenden der Fachgruppe— dem verstorbenen Vorsitzenden Santamari na wurde ein ehrender Nachruf gehalten— für die nächste Fachgruppenkonfercnz zuriickgestellt. Ihre Geschäft« werden bis dahin vom Präsidenten d-s Internationalen Bundes I. Hallsworth und vom Sekretär S Piekmann geführt. Unter der Besprechung der beruflichen Fra. gen nahmen die Beratungen über die Lage der Ge- uossenschastSangestellten einen breiten Raum ein/ An der Sitzung.nahm außer dem Präsidenten des.Internationalen Bundes der PribataNgtt' stellten ÜYß stjnemKNxetgr teil: K.l'r ch"h!,o s (Tkchechoflowakei), S t m p s o n"(Englands" und B e r t r a n d(Frankreich). aufs stärkste interessiert. Den Weg zum Frieden sicht Bullitt in der Abrüstung und der Wiederherstellung des Weichandels: „Wir glauben, daß, wen« der Welthandel nicht von den Schranken befreit wird, die ihn heut« so sehr einengen, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten dir Völker zur Verzweiflung treibe« können. Während«S 1914 neunzehn Zoll-«nd fünfzehn WährungSsystemr in Europa gab, gibt«S heute 29 bzw. 27. Und wir wissen, daß die Tendenz bisher dahin ging, die Zollschranken z« erhöhen und nicht sie zu verkleinern, und daß sich überdies große Rationen in System« drS geschlossenen Wirt, ichaftSranmeS gestürzt haben, di«— glauben Sie unSi— z« bewaffnete» Konflikten führen müssen!" Abschließend warnte der Amerikaner Europa. Bei der heutigen Entwicklung der Waffen- und BerkeürStechnik würde jeder innereuröpäische Krieg «In Bürgerkrieg sein. Man nimmt in Paris und London an, daß di« Rede Bullitt- eine bewußte Warnung a n B e r l I n gewesen ist, das nicht mit der Neutralität" der USA rechnen dürfe. Internationaler Bund der Privatangestellten Vorstandssitzung der Fachgruppe Handelsangestellte am 20. and 21. Feber 1937 In Amsterdam Die Sitzung nahm zunächst unter dem Vorsitz■ des Präsidenten des Internationalen Bunde- der Privatangestellten>J.- Ha ll» wor 1 h> den Tätigkeitsbericht des Sekretärs Spiekmann entgegen, worauf die Vorstandsmitglieder ein Bild über die organisatorische, wirtschaftliche und soziale Lag« der einzelnen Länder gaben. Besonders wurde die Arbeitszeit, die" Sonntagsruhe und; die Bezahlung der HandclSangestellten erörtert. Am Zusammenhang damit.wurde,beschlossen! Wß" International« Arbeitsamt zu ersuchen, einen. Be-, i richt über den wöchentlichen Ruhetag der Handelsangestellten herauszugeben. Mit Genugtuung -Was den belgischen Plan betrifft, so wird man sehr rgdlkal vorgehen und zunächst einmal die Eisenbahn verstaatlichen. Die Nationalbank und di« Nationale Sparkasse sollen zwar einen Nest ihre- privaten Charakter» behalten, jedoch wird auch hier der Staat al- Aufsicht-organ eingebaut und ohne Gegenzeichnung de- jeweiligen Kabinette» dürfen in Zukunft keine weitreichenden Entschlüsse von beiden Instituten mehr ge« saßt werden. Weiterhin ist der sozialistische Minister für öffentlich« Adelten, Merlot, ersucht worden, sofort Pläne auszuarbeiten, nach denen das Kabinett Gesetze zur Verstaatlichung der Energie- In d u st r i e, also i« erster Linie derGaS-, Wasser- und Elektrizitätswerke erlassen kann. Die Energie-Wirtschaften in Belgien befinden sich in führen und dies dann durch dar Parlament bestä« den Händen großer Privatmonopole' und e» hantigen zu lassen. j delt sich hier in der Tat um den ersten versuch, Schachts Finanzierungs-Akrobatik - In Deutschland soll, wie gemeldet wird, in plan beschleunigt fortgesetzte wirtschaftl.che den nächsten Tagen eine neue Anleihe von 800 KricgSrüstung erfordert neu« Milliardenbeträge. ^WWMMWWWWßM»MMM»MMöMWWWWWWWWWWMW»WWWWWM USA nicht unbedingt neutral! Sensationelle Rede des amerikanischen Botschafters In Paris Millionen SM Millionen RM Millionen RM■ 6.076,7 Millionen RM Um mehr als 6 Milliard en RM sind demnach i« drei Jahren d i e W e ch s e l v e r m e h r t worden. Davon sind allein für etwa 1,2 Milliarden Solawechsel der Reichsdiskontbank. Zu dieser mit einem soliden Finanzgebaren eines Staatswesens in Widerspruch stehenden Wechselreiterei kommt die beträchtliche Vermehrung des Banknotenumlaufs. Am Jahresdurchschnitt 1938 waren für 3872,7 Millionen RM Noten in Umlauf; Ende Dezember 1936 aber für 4989,1 Millionen RM. Die Zunahme beträgt also 1697,4 Millionen RM od« r bei« ahe 69 Prozent. Au» der Steigerung der Wechselbestände, an der die reinen Warenwechsel nur einen ganz geringfügigen Anteil haben, geht hervor, daß"die Anleihen, die, das Reich unb oie Reichsbahn angeblich zur Abtragung kurzfristiger Schulden ausgenommen haben, diesem Zweck nur zu einem geringen Teil zugeführt werden. Vom Frühjahr 1936 bi» Ende Dezember 1936 sind durch»lese Anleihen 4,2 Milliarden RM aufgetrieben worden,. Die deutschen Sparer und Geldbesitzer habe« sie nicht freiwillig gezeichnet. Es wurden die Spatkaffenorgänisatione« gezwungen, diese Anleihen zu kaufe«: Mehr als 1.6 Militär» d«n. RM.hat ihn e n a u f di e s e m Wege Dr. Schacht Post den ihnen von den Spa r er n anv ertranken A ei d e rn, e nthog.e«z Diese.gleiche Methodi wird in bezug>nif ,. M Ä’.. u« i..' ,• yIII--MIHI« 1 WIW" "R S fef» ch e f»..6*.V» r r„des den.sHaftlich, ein Programm.-praktisch durchzuführen, ""7 datz neben den Reformen Roosevelts in USA und ZllA^sWiWgSiuWid«^^.^«Mwsudeh,,, ,EH«ge Blums in Frankreich zu den bedeutsamsten Ber- i«M letzten zwtt Kahren für diePufrüstungs- jg^merden, um, durch SÜniemngrinaßnahmen »iv-cke geWW. Außerdem erhalten die-Sozial- U, Entwicklung eine» Landes und. ztvär eines hoch entwickelten Industrielandes zu fördern. Das R-ich,zuschub,nur ,n,ch in Anleihen' und^Schatz- Kabinett van Zeetand hat sich jetzt vym Parla- anweisungen. Dadurch werden diese Grldbettäge me ht y«, Richt bestätige« lassen,, in kürzester Millionen Mark aufgelegt werden, welche weitere Mittel für di« Aufrüstung bringen soll. Wohin diese Wirtschaftspolitik Deutschland tteibt, zeigt der imchstchende Artikel: Zu den drückenden Schwierigkeiten, die infolge der nationalsozialistischen Krieg»- und Wirtschaftspolitik in der Rohstoff- und Nah- mngSmittelversorgung Deutschland» festzustellen sind, kommt die wachsende Finanzkalamität. Die sich au» dem Tempo der lückenlosen ÄriegSvorüe» reitUng ergebenden gewaltigen Kosten übersteigen weit jene Beträge, mit denen die Machthaber bei der Inangriffnahme ihres.BesreiungSpro- graimnS" gerechnet haben. Seit sie regieren, haben sie den reichlichen Gold- und Devisenbestand vergeudet, haben sie alte und neue Gläubiger geprellt und die Schuldenlast gesteigert. Sie haben die Spargelder der deutschen Sparer weitgehend beschlagnahmt und auf da» Vermögen der VersichcrungSunternehmen und der Sozialanstnl- ten zurückgegriffen. Da die Aufrüstung ohne Unterbrechung fortgesührt wird, können trotz aller anrüchigen Finanzierungskunststückchen, zu denen Dr. Schacht Zuflucht nimmt, die Finanzschwierig« leite» des Dritten Reiche» kaum gemildert, keinesfalls beseitigt werden. Am Ende des Jahres 1928, als es in Deutschland eine von Sozialdemokraten geführte Negierung gab, die die dem Ausland gegenüber übernommenen Verpflichtungen erfüllte, die Schulden abtrug und der Arbeiterschaft einen hohen sozialen Schutz und Lohnausstiegsmöglichkelten gewährte, wie» der Best and der Reichsbank an Gold und Devisen denBetrag von 2858 Millionen SM aus. Als das Dritte Reiche etabliert wurde, war davon noch etwa ein Drittel vorhanden. Hitler zahlte keine Schulden an das Ausland, er hat den sozialen Schutz der deutschen Arbetter vemichtet und die Stabilisierung der Krisenlähne erzwungen— und dabei den Gold» und Devisenbestand der Reichsbank nach vierjähriger Dauer seine» Regime» bis auf einen Re st von 72 Millionen RM verschleudert. Die Reichsschuld betrug Ende d«» Jahre» 1928 8471 Millionen RM, qm 81. Dezember 1986 wird ste amtlich mit 16.246 Millionen RM auSgewiesen. I« Wirklichkeit ist sie weit höher. Denn allein die Aufrüstung hat in den letzten vier Jahren nach englischen Berechnungen mindestens,M. Milliarden RM verschlungen.," ..Um. den erheblichen Disserenzbeträg zü beschaffen, ergab sich Dr. Schacht der gewagtesten FInanziexungS-Äkrobatik. Die.verschiedenartigsten Wechsel sind ausgeschrieben worden. Die Erhöhung'der bankmäßigen Wechselbestände und Schatzwechsel(unverzinsliche Schatzanweisungen, Steuergutscheine und Reichswechsel) betrug gegenüber dem Vorjahre: 1934 2.603,4 1986 1.472,8 1936 ruNd 1,009 (MTP Brüssel) Neben den Anstrengungen der belgische«. Regierung auf dem Gebiete der Außenpolitik zu einer Neu-Orientierung zu komme«, beginnen t«.diesen" Tagen, sehr"ernsthafte Bemühungen innerpolitisch, in ecsterLinie wirt- Privatpersicherung»a,sellschasten und bei" den So- Je. ,-ri ir..:- fi.91r,1*5fisSrrlZ iL*-"Z-.‘äi;.»_*_ rM ur m:’7-'v..r,V” D’ wunw ui fjHiniccia) gu oen ucocuuainncn«ec* ^ n» n f u^ en zählte die zur Zeit auf der Welt ünternom- Mala«nd Lote» in„Der letzte Heide" die Allmacht dieser Monopole zu brechen. Schließlich werden alle Banken und Vcrsicherungsinsti- tute unter Staatskontrolle kommen, einen großen Teil von ihnen wird man aus Ersparnisgründen fusionieren. Man will auch eine staatliche Agrarbank schaffen, die, unter der direkten Kontrolle der Regierung stehend, der notleidenden Landwirt- schaft unter besonderen Erleichierungen jene Kredite verschafft, die bisher nur schwer und mit hohen Zinssätzen zu erreichen waren. Man kann diese Maßnahmen nur verstehen, wenn man tveiß, daß das kleine Land Belgien zu den höchstenllvickelten Industrieländern nicht nur Europas, sondern der Welt gehört, daß hier eine Stufe der kapitalistischen Entwicklung erreicht ist» die deMan sehr richtig alölleberkapita- I i S m u S bezeichnet, also eine Form, die ihren Reifegrad bereits überschritten hatte und die, wenn man nicht mit Verjüngung-Maßnahmen eingreist, mehr schädigend als nützlich ist. In der Tat, diese "Theorie hat in der Praxis gezeigt, daß sie richtig ist: die meisten politischen Krisen Belgien» in der Nachkriegszeit sind mit wirtschaftlichen Vorgängen auf» engste verknüpft,- immer wieder stellte cs sich heraus, daß die Politiker zu einem erheblichen Teile nur aussührende Organe von Wirtschafts« sührexn und Jnd.nstrjclapitätzen wären, und daß besonders in den letzten Jahren dir Pxävat- -p-o l i t i k d e r-G r o ß b a n l c n sich, verderblich bemerkbar machte. Opfer dieser Politik sind, von der Arbeiterschaft abgesehen,„vor allem das Kleinbürgertum und der Mittelstand im weiteren Sinne, denen nicht nur ihre politische Stellungnahme, sondern auch die Preise für ihre Produkte, die sie kaufen oder verkaufen, von oben her diktiert werden. Jetzt also soll versucht werden, durch sehr drakonische staatliche Eingriffe dieser Entwicklung, die nur zur sozialen Revolution oder zum Faschismus führen kann, bevor es zu spät ist, Einhalt zu tun und den Kapitalismus dort, wo er krank ist, und den Staat selbst anzustecken droht, radikal zu heilen. Die Kühnheit des belgischen Projekte», das bereit» kein Projekt mehr Ist, sondern beschlossene Tatsache, steht jedenfalls de« gigantischen Reformen Roosevelts und den Bemühungen Blums in keiner Weise nach. Palästina rin Königreich? In diesen Tagen wurde«in Teil-des Memorandums veröffentlicht, das Emir Abdullah an die königlich-britische Kommission gerichtet hat. Emir Abdullah, der sich in scharfer Oppositionsstcllung zu dem Führer der palästinensischen Araber, dem Großmusti, befindet, ersucht vor allem die Engländer, daß sie ihre Zusage erfüllen und ihn für seine Teilnahme an dem arabischen Aufstande während deS Weltkriege» belohnen. Emir Abdullah hätte zunächst nach der Zusage der Engländer auf den Thron von Bagdad gelangen sollen, den er zugunsten seines Bruders Feisal abtreten mußte. Dann wurde ihm der Thron von Damaskus zugesagt; die» wurde jedoch durch die Franzosen vereitelt.- Schließlich sollte er ein Halbwegs selbständige» Emirat in TranSjordanien erhalten, mit welchem sich der Emir allerdings- nicht zufrieden gab. Emir Ab» d Rah stellt nun den Engländern einen Antrag für eine neue Lösung de» Palästinaproblcm», da» auf der Grundlage de» ursprünglichen Antrags» der Kanionierung Palästinas beruht. Da aber"die königlich-britische Konunission schon früher den Antrag der Kanionierung ablehkte, schlägt Emir Abdullgh eine andere Regelung vor: Palästina soll in zwei Teile zerlegt werden. Der arabische Teil soll mit TranSjordanien vereinigt u«d zu einem Königreich unter der Regierung de» Emir Abdullah uingestaltet werden. Der jüdische Teil solldann einer eigenen jüdischen Regierung"untergeordnet. werden. Im Zusammenhang mit diesem Antrag, eröffnen nun der Großmufti und seine Partei«ine sehr scharfe Kampagne", gegen den I Emir Abdullah und feine Anhänger in Palästina. Seite 6 „Sozialdemokrat' Donnerstag, 25. Feier 1037. Nr. 48 Tmger AMmg Ein„Reumütiger". Der 61jWriae Richard S v ä r c wird in den Archiven der Polizei als notorischer Berussbetrüger geführt. Vor einiger Zeit erschien er bei einem hiesige» Antiquitätenhändler, dem er ohne Umschweife erklärte, er sei ein alter Ktiminalbruder, wolle aber auf seine alten Tage ein„neues Leben" beginnen. Er bat den Antl- quitäteiihändler, ihm einige Gemälde in Kommission zu geben und machte sich ecbötig, sie za gutem Preis zu verkaufen. Da er als Sicherstellung ein Sparbuch mit einer Einlage von 60.000 Ui hinterlegte, war der Antiquitätenhändler bereit, einerseits dein Reumütigen zu helfen und anderseits ein MteS.Geschäft zu machen. Er vertraute ihm daher einige wertvolle alte Gemälde an. Svare verschwand mit den Gpnälden und tvard nicht mehr gesehen. AIS nach"mehrwöchigem Warten der Antiquitätenhändler sich durch Behebung des Kautionsbetrages schadlos halten wollte, muhte er die peinliche Erfahrung machen, daß das Sparkassabuch gefälscht war. Richard Svare wurde bald auSgeforscht und sitzt wieder einmal in Untersuchungshaft."Der Schaden beträgt 10.000 Ui. Malversationen eines GerichtSieamten. Der zuletzt dem StrafbezirkSgericht zugeteilte Gerichtsbeamte Bt Ledbilöka wurde wegen schwerer Defraudationen in Haft genommen und dem Pankrazer Gefängnis eingeliefert. Die in Frage stehenden Verfehlungen hat sich LedbuSka während seiner Tätigkeit beim ZivilbezirkSgericht Prag-Süd schuldig, gemacht. ES handelt sich vor allem um hinterlegte Mündelgelder, an denen sich der gewissenlose GerichtSbeamte vergriffen hat. Rach vorläufiger Schätzung beläuft sich der Schaden aus etwa 13.000 Ki, doch ist mit großer Wahrscheinlich, leit" anzunehmen, daß er in Wirklichkeit weit größer ist. Ledbuöka selbst bekennt sich zu Defraudationen in der Höhe von 16.000 Ki. Die Untersuchung ist ' noch nicht abgeschlossen. LlUmpiade-Ausländer in Prag. Die Finnen, Schweizer und Ungarn folgten einer Einladung der Gee-Grotzeinkauf und kamen hon JShitüsiUbsd nach Prag. Mie'Äailikfreuüd'e""PÄigbeieilten"sie'mit den neuen Präger Prospekten. Die Führung durch die Stadt übernahmen Beamte der Gee. Wiederum wurden neue Freunde für den Besuch der Tschechoslowakischen Republik gewonnen, denn diese Winter- sportler sind in verschiedenen Orten zu Hause. , DaS Smetana-Museum in Prag veram'taltet im Rahmen, seiner Vortragsabende zwei Abende mit Lichtbildern und Erläuterungen des Universitätsprofessors Zd. Nejedlh„Leben und Werk Smetanas in Bildern".' Die Abende finden Montag,.den 1., und 8. März, um halb 20 Uhr im großen Saal de» Museums statt und sind der Oeffentlichkeit zugänglich.' Der BerwaltungSauSschuß de« staatlichen Masarpk-TtadionS lädt alle Körpererziehung»- und Sportorganisationen, welche Interesse daran Haien, die Sportplätze des Masaryk-Stadions für Uebungen und Training ihrer Mitglieder zu benützen, ein, bis spätestens 16. März 1087 ihre Anmeldungen an die Adresse Sprävni sbor Masarykova stätniho stadionu, Praha-Strahov zu senden. Die Staatsbahndtrektion In Prag macht darauf aufmerksam, daß sie in der Herbstsaison 1986/87 zur Bequemlichkeit der Reisenden einen Sonderschnellzug ins Riesengehirge eingeführt hat. Abfahrt um 18 Uhr von Präg, Wilson-Bahnhof. Dieser Schnellzug fährt jeden Samstag von Präg nach Johannisbad. Er kehrt daimstets am Sonniag um 22 Uhr 80 Minuten nach Prag, zurück.. Fahrpreis pro Person für beide Fahrten mir Machtlager und Frühstück 74 Ki, bei Logis auf der, Sokölbaude 80 Ki,. in welchen Preisen auch die Fahrten auf der Seilschwebebahn inbegriffen sind, die JohanUiSbad mit dem Schwarzenberg verbindet. Anmeldungen nimmt zusammen mit einer Angabe der.'Basar neben dem Wilson-Bahnhof, Telephon 88877-86, entgegen, l*Unf Jahre für einen Klnderschtyider Prag.—rb— In geheimer Verhandlung verhandelte'gestern das Prager Schwurgericht einen abscheulichen Fall. Der 81jährige FranzDivt- 3et war angeklagt des Verbrechens der Not- z u ch r 41 n d Schändung, begangen an einem z e h n j ä h,r i g en Mädchen. Erschwert"wird- das Verbrechen dadurch, daß, der Wüstling da» i Kind durch ein halber. Jähr mißbrauchte, ehe die eingeschüchterte Kleine den Mut" aufbrachte, ihren Eltern den Sachverhalt eiNzügestehen.. Da"die Verhandlung"unter Ausschluß der Oeffentlichkeit vor sich ging, können wir nur berichten, was schon vorher bekannt wurde." Der Angeklagte betrieb-mit seiner Frau ein. kleine» Gewerbe. Sie kauften" Häute und Felle auf, die"sie Hann weiter- |7.-14. März Messepalast ab 5. März 38■/• Fahrpreisermäßigung— Auskünfte und Uesseauewelse bei den Verkaufsstellen und dem Messeamt, Prag vn 3915 dieser Fall spielt, nach Königs aal bezahlte, wo die kleine Aloisia in die Schule ging. Der Fahrpreis von Strnadtz nach Königsaal beträgt 60 Heller. Der Angeklagte war mit dem Kind also jeden Tag beisammen und im Juni v. I. zwang er du- Zehnjährige zum erstenmal zu Dingen, die den Tatbestand der eingeklagten Verbrechen erfüllen. Da« kleine Mädchen schämte sich, von d.ixlenScheußlichkeiten zu sprechen und bat bloß. seine Eltern immer wieder, aber ohne Erfolg, statt ihrer ihren Bruder mit deni ominösen Gefchirrwaschen zu betrauen. Die Eltern waren Harthörig und erst als im November v. I. da» mißbrauchte Kind mit der Wahrheit her- ausrückte, liefen sie zur Gendarmerie. Divisek wurde verhaftet und legte sofort ein vollkommenes Geständnis ab. Die Verhandlung zog, sich sehr in die Länge, zumal der Angeklagte einen OhnmachtS- a n f a l l erlitt und die Verhandlung unterbrochm werde» mutzte. Auf der Szene erschien der Gefängnisarzt Dr. N a v a r a und verabreichte dem zartnervigen Angeklagten eine stärkende Injektion. Dann ging die Verhandlung weiter., Die Geschworenen bejahten die Schuldsrage einstimmig und dec Schwurgerichtshof. kVors. GR. Dr. T i s e k) verurteilte den Angeklagten.. ohne Anwendung der außerordentlichen MilderungSrechte» im Rahmen de» gesetzlichen Strafsatze» zu fünf Jahren schweren und verschärften Kerker». verhandelten. Da» Geschäft lag fast ausschließlich in den Händen seiner Frau, während Franz Divliek zu Hause blieb und da» Hauswesen versah. Seme übriaen» junge und sehr hübsche Frau war um das Wohl ihres, meist auf der faulen Haut liegenden Gatten so besorgt, daß sie ihm sogar die Mühe de» Geschirraufwaschens ahzunehmen gedachte. Für diele Arbeit„engagierte" sie die zehnjährige Aloisia B., da« Kind einer benachbarten und befreundeten Familie. Die„Entlohnung" dieser Arbeit ist mit 60 Hellern pro Tag zu bewerten, die aber nicht in bar entrichtet wurden, sondern dadurch, daß die" Fran de» Angeklagten dem kleinen Mädchen jeden Morgen die Auwbusfahrt au» dem Dorfe Strnady, wo XiuibI und Mslsrn. Kurt und Amei Hallegger Griechische Landschaften stellt der sudetendent- sche Maler Kurt.Hall egg er im Kunstverein.für Böhmen au». Er sind LandschaftSerlevnisse eine» Künstlers, der mehr anstrebt und auch erreicht als nur dar bloße Abbild. Erlebt und mit den Äugen eine» modernen Maler» empfunden ist die Dramatik und da» Epische dieser von klassischen Erinnerungen erfüllten Landschaft. Diese Erinnerungen■ klinge» auch in Hallegger» Bildern an; seine„Frauen am Stränd", ein von ihm immer wieder aufgenommenes Motiv, muten an.wie Variationen auf da» Ariadne- Thema. Wenn aber Hallegger klassische Anregungen! aufnimmt, erschaut er sie nicht unter dem ewig blauen Himmel eines idealisierten Griechenland, wie e» der landläufigen Vorstellung vorschwebt.' E» ist nicht die mythische, sondern die irdische Landschaft, die ihn inspiriert, die Wirklichkeit der heutigen Szene. Und e»" ist, der Ausdruck inneren künstlerischen Erleben», wenn trotz der realistischen Erfassung" um diese, einsamen Kykladengestade, über dem gegenwärtigen Naxo», Wer den Schauplätzen antiker Dramen Iwch der Abglanz einer klassischen Vergangenheit liegt. ' Begonnen hat Hallegger, der 1001 in Mährisch-. Schönberg geboren worden ist, al» Porträtmaler, schon. 1929 fst'er mit dem Schicht-Prei» für da» beste Dämenhotträt der Tschechoslowakei auSgezeichner worden. Sein Können als Porträtist bezeugen einige Bildnisse" au» jenen Jckhren, von denen da» der Dame in braunem Kleid und dar seiner Gattin besonder» fesseln. Da» Porträt, seiner Gattin in schwarzem, von grauen Lichtern.überspieltem Kleid in totem Sessel vor dunklem Hintergrund bleibt nach- haltig in Erinnerung. Auch seine Gattin, Frau Amei Bunzl- Hallegger ist Porträtmalerin. Mit einigen Bildnissen stellt sie sich al» künstlerische Persönlichkest neben da» Werk ihre» Mannes. Neben einem noch unvollendeten Selbstbildnis und dein Porträt de» Schauspielers Fritz Valk al» Danton behauptet sich mit starker Wirkung da» Porträt de» in Prag lebenden russischen Malers Krascheninnikoff. In der an Daumier gemahnenden Unmittelbarkeit der Darstellung und de» Ausdrucks ist es ein reife», vollendete» Werk einer starken künstlerischen Kraft.- Id. Heute öffentlicher Abend der Deutschen Musik- Akademie, 20 Uhr, Lyzeumsaal. Werke von Haydn, Mozart und Beethoven; unter anderem Arien aus der„Schöpfung",„Zauberflöte".„Fidelio" und eine Mozart-Kantate. Dienstag Erstaufführung„Gioeonda", große Oper von Ponchielli, mit Zinka Kune. Baum, Schwarz, Medak, Kindermann, Andersen usw. Dirigent: Breisach a. G„ Regie: Dr. Schramm a. G„ neue Ausstattung: Schultes.(A2.) Spielplan de» Neuen Deutschen Theater». Heute, Donnerstag 8 Uhr:„Da» Ne st", Gastspiel Durieux, CI.— Freitag halb 8: Die Fledermaus, Abonnement ausgehoben.— Samstag 7%: Macbeth, GastspielDn- rieux, neuinszeniert, C 2.— Sonntag 2%: Jean, Gastspiel Leopold Kramer und Pepi Kramer- Glöckner. 8: Äxel ander Himmelstür, Abonnement aufgehoben. Spielplan der Kleinen Bühne. Heute, Donnerstag 8 Uhr:„W i e es Euch gefällt". — Freitag 8 Uhr:„M a t n r a".— Samstag 8: Photographier en verboten. Uraufführung.— Sonntag 8: Matura, 7%: Photographieren verbot en. Vorträge Prof. Foltln Segen die Schwurgerichte Al» kürzlich der Strafrechtslehrer der Prager Deutschen Universität Prof. Edgar Foltttßim.Prager Tagblatt",‘ dessen Abendausgabe'eii'mit'Kinml- nalromanen beliefert, leitartikelnd zum Freispruch der V e l g 0 sich äußerte, erweckte er beim Leser den Eindruck, daß er nur auf ein problematische» Urteil dieser Art gewartet habe, um gegen die Einrichtung der Schwurgerichte zu Felde ziehen zu können. Der Vortrag, den er am Dienstag in der Prager „Uran i a"hielt, bestätigte den Eindruck. Prof. Foltin untersucht nicht die Frage, ob der Fehlfreispruch der Velgo auf da» anstößige Verhalten de» Staatsanwalts, auf Fehler der ÄerufSrichter, oder auf einen Mangel des Gesetze» zurvckzuführen ist; er ginn von der Voraussetzung aus, daß der ,Irrtum" Sei den Geschworenen lag. Und er brachte dann noch eine Fülle von Beispielen und Argumenten vor, um darzutun, daß die ,Laien"-Gerichte eine für die Rechtsordnung gefährliche Sache seien, die ihre einstige Existenzberechtigung längst verloren habe. ES soll nicht geleugnet werden, daß Prof. Foltin seine Argumente rednerisch ,ftir sie sammeln, dann sei das zwar ein menschlich schöner Zug; .aber eine die Justiz entwUrdigende.HandlunglNoch seltsamer ist Prof. Foltin» Behauptung.■ daß. die .Geschworenen von ihrem felbstgewählten. Obmann abhängig seien,—„denn"sonst hätten sie ihn ja "nicht gewählt". Eine Behauptung,, die.'auf'ein Nicht verstehen oder Nichwerstehenwollen der Demokratie schließen läßt. Und wenn der Redner den Geschworenen die Abhängigkeit von den Interessen und Lebensauffassungen ihre» Stande» zum Vorwurf machte, dann hätte er nicht verschweigen dürfen, daß gerade im Vehgo-Prozeß die Beruf»richter eine solche Abhängigkeit sehr deutlich gezeigt haben, und Prof. Foltin hätte sich selbst an sein Verhalten bei den Kelsen-Krawallen erinnern sollen, wo er als juristischer Fakultätsdekan entgegen seinen Grundsätzen weniger an die moralischen und körperlichen CORONA Dl« vollkommen« «mir. Portable* Sohrolbmaeohlne PRAG II., Stäpänskä 32 Leiden der Opfer al» an Nachsicht gegen die Taier gedacht zu haben scheint. Auch-da» Argument, daß die Schwurgerichte nur Sinn hatten im Kampfe gegen den Absolutismus, ist nicht stichhaltig, da ein großer Teil unserer Strafgesetze noch au» der Zeit de» AbsolitiSmu» stammt und da das Vertrauen zur Justiz nach dem Verschwinden der Schwurgerichte sehr schnell wieder sinken könnte. Da» einzige ernst zu nehmende Argument, das Prof. Foltin vorbrachte, war der Hinweis darauf, daß sich ein schwer"erträglicher Unterschied, in-der Beurteilung leichterer Verbrechen, für die das Schwurgericht nicht zuständig ist, und schwerer," kür die e» zuständig ist. herausgebiwet Hai: daß zum Beispiel eine Kindesmörderin von den Geschworenen oft freigesprochen, eine Abtreibung aber von den Berufsrichtern meist hart bestraft wird.- Das kann aber selbstverständlich kein Grund für die Aufhebung der Schwurgerichte, sondern nur für die Revision gewisser Gesetze sein. Und daß die Geschworenen Pie Richter lieber zu einem unberechtigten Freispruch nötigen als ihnen die Möglichkeit zu einem ungerecht.harten Urteil geben,. svrichi..guch-nicht""gegen die Schwürgerichte, sondern yoMetÄ für eine Abänderung de» Berfahrens.""-—ei»—. Turngenossinnen, Turngenossenk Mr beginnen mit der Arbeit für unsere am Sonntag: den 11. April, stattfin« dende feierliche Akademie mit Fahnentaufe. Es ist Pflicht jeder Genossin PRAG und jedes Genossen, die Turnstunden regelmäßig zu besuchen und in ihrem Freundeskreis neue Mitglieder zu werben. Wir müssen alle» daran setzen, diese Akademie.besonders glanzvoll zu gestalten. MaSken- und Kostümball de» Allgemeinen Angestellten- Verbände» am Samstag, den 27. Feber 1987, im Heine-Saal, Prag II., Fochova tr. Eintritt Ki 10.—, Kapelle Papert, Mitternachtsprogramm des Atu». Reklamationen: Strnad E. Prag II., Fügnerovo näm. 4. MUtellungen aus dem Publikum; Frühjahrs-Farben. Zur Demi-Saifon waren es schwarz-weiße Farbenkombinatton,..in. den Fryhe lingskollektwnen sieht man.schwarz mit gelb.und .goldbraun. Nach diesen.Farben müssen, wir auch unsere Strümpfe wählen. Zu"schwarzen. Schuhen und rosa Komplet» rötliche Töne, zu braunen Komplet» rötlich-braune und beige. Alle diese Farbtöne können gar nicht beschrieben werden. Lassen Sie sich Strümpfe in guten Qualitäten, wie sie Bata hat, vorlegen. Die Strümpfe sind in verschiedenen Ouä- liiäten und sehr billig. Br—a i Der Frühling ruft...... Gewiß, der FrüMng bringt Ihnen viele neue schöne Dinge. Aber dg» vdll« kommenste Geschenk hat Bata für Sie bereit. Die neuen eleganten Schuhe werden Ihnen bestimmt aus den ersten Blick gefallen. Sie siW au» verschiedenem Modematerial^ mit geschmackvollen Verzierungen, aller letzter Schnitt, zur Vollkommenheit ausgearbeitet und werden Ihre Eleganz bedeutend erhöhen. Ihr niedriger Preis, wird Ihnen.gewiß entsprechen. Unsere Frühjähr»;nydM. find der Stolz der eleganten Dame. 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