M»,üpr«I,78-- «rPIk In I-, ttchkk»' ."''S«e«»»«• Da» Personal all« hn Has« Var Anwr liegenden Schiffe verlang«Me W» 1 Han, d««ähne und inStesvuder« di« Durchfth- KU der»Ostündigen Artritswoch«. Die Strei- keaden Haben dir A»»faHrt der Schiffe»nmßglich tzgawcht..’ «rschetwt mkt««»nähme h» Wontag tNgNch frNh Eon und Verwaltung: Prag XII^ Fochova 62— Telephon SS077— Herauogeber: Siegfried Taub— D«antwortlich« Redakteur: Karl Kern, Prag Anfangserfolge fier neuen Franco-Offensive Madrid. D« Ausschuß für' die»ertei- digan, tellt mit:«ach heftige«. Kämpfen an d« Gmrdalajära-Front, die de»' ganzen Tag anhiel- trn, wnrden dw republikanischen AbteUungen von dem zahlenmäßig und an technischen Mitteln stärkeren Mnd angegriffen. Die republikanischm Atwilnnge» waren gezwungen, auf die Stestuu- gen zwischen v o e a l ro» und F r r a zurück«. .. Bei dies« mm« Offensiv, ka Aufständischen, spielte, wk festgestellt wurde, die Mit- .w t r k u«, ,,, ß« r t t a l t e«i sch e r Atteilunge« ein« wichtig««olle. Zwei»vn dttr Fiat-Werken getaüw TM» sind in unser« Hände gefallen. Auch haben wir einig« Soldaten italienisch« Rationalität gesangengenommen. An d« Madrid« Front und an da Jarama» Front warm kein« brdeutenderen Operationen zu verzeichnen. ' Das Hauptquartier der Nordarme« der Regierung: meldet: Im: Abschnitt Sramoyona leichte»: ArMeriefeuer. Bei Santander nicht» von Bedeutung. Im Abschnitt EScamplero unternahm der Feind um 4 Uhr morgen» einen Angriff mit allen ihm zur Verfügung stehenden tpästen. Heftig war auch der Angriff auf Pando, denn die Aufständischen setzten dort starke' Kontingente ein,' denen e» gelang, bi» zu beit Schützengräben vorzudringen. Dort aber wurden sie durch unser Maschinengewehrfeuer dezimiert. Der Feittd mußte in Unordnung zurückweichen, wobei er viele Tote auf dem Keänpfplatz zurückließ. Jeder Versuch de» Feinde», dem belagerten Oviedo Hilfe zu bringen, scheitert. BalMkia. Da» Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, mit welchem.der bisherig« Letter der spanischen Gesandtschaft in Prag, der sozialistische Deputierte Kammervizepräsident und Professor de» internationalen Rechte» an der. Madrid« Universität, Atmen«, de Asua, zum ordent- lichen bevollmächtigten Gesandten Spanien» In erFSnrunssPsatilen In BrUssel Vm Zeelaad Gegenkandidat Degrellee Brüssel. Ministerpräsident B an Z««land «fläzte im Abgeordnetenhau», die. Regierung Willige in ErgänzungSwahlen imBrüsseler Wahlbezirk: muh der Dtmission.d««pistischm Abgeordneten ein. fordere aber die dringlich« Durch» beratung«ine» neuen Gesetze», demzufolge zu« rücktretende Abgeordnete«ine. bestimmte. Zeit hindurch nicht neuerlich kandidieren können. D«. Ministerpräsident- erklärt«,« nehme sein« Auf- stellana al» G« a«n k a n d tdatDegrel« le» an. Diese Mitteilung löste bei den vertre- fern aller Parteien mit Ausnahme der Rexisten , und vlämischen Nationalisten lauten Beifall au». Tscbecbostowakische Ikanhuni«ach Spanien - P r« g Mittwoch, de« 10. MSrz, eine Abordnung tschechoslowabi- fch« Poltttsier und Journalisten zu ?iner politischen Studienreise«ach Spauie«. An ihe beteUigen flchr « 1(Deutsche sozial- ^E"°^'Eche Arbeiterpartei), Abg. Armee(Tschechosl. sozialde- '«wkrakische Arbesterpartei), Abg. Richter.(Tschechosl. national» sozialistische Partei), Stttdtrat Uhlik(Tschechosl, christliche Gewerkschaften), die tschechoslwakische fozialdemokra- «^che Pttbllzisti« Pachäkovä, Redakteur Dl ab ti(Lid. Rovinh). .> Die Abordnung wird sich 14 Tage in Spanien aufhalten. L6on Blums NEP B. B. Paris. Die Rückkehr der Regierung Löon Blum zum freien Handel und zur freien Währung bedentet eine Enttäuschung für die oppositionellen Finanzkrcise, lvelche gehofft hatten,'die VollSsront tvürde daö Land in kürzester Frist in ein Shstem der Devisenzwangswirtschaft und der geschlossenen Grenzen hineinmanövrieren. Damit wäre die amerikanische und englische Unterstützung, die das Kabinett in seiner Finanz- ! Politik in wettgehendstem Maße genießt, verloren gegangen, von den Widerständen der Radikalsozialisten ganz zu schtveigen. Für eine solche ausweglose Situation, deren Hecannahcn die Opposition ersehnte, hielt man bereits mehrere„Retter" in Bereitschaft, die Frankreich wiederum auf die Bahn eines veralteten, sozialen Neuerungen abgeneigten Kapitalismus zurückführen solltet». Diese Kombinationen wurden gründlich zerstört. Löon Blum ging einen Schritt zurück, uin bald wieder den Marsch nach vorwärts anzutreten, er hat in seiner Rundfunkrede vom letzten Samstag zu verstehen gegeben, daß durch die getroffenen Maßnahmen keine der projektierten Sozialresor» men, auch nicht die großen öffentlichen Arbeiten, welche auf die Weltausstellung folgen, in Frage gestellt werden. Daraus ergibt sich, daß auch jene falschen Freunde im Unrecht sind, welche die Regierung wegen ihrer„Einsicht" oder des angeblichen Verzichtes auf die Durchführung ihrer plan, wirtschaftlichen Bestrebungen loben möchten. Zwischen der Aushebung des Goldausfuhrverbotes, der Einsetzung eines Kollegiums von Finanzsachverständigen und den Sozialreformen besteht tatsächlich ein Zusammenhang, der aber«in anderer ist, als ihn di« Menschen von Gestern ahnen. Der zweit« Teil de» ReformproarammS, das bekannt» lich die Fortsetzung der Nationalisierungen einschließt, ist nicht durchführbar, wenn von der Börse her weiter eine Atmosphäre der Beunruhigung verbreitet und wenn namentlich die kleinen Sparer unausgesetzt in einen Panikzustand versetzt werden. Die Uebergangsepoche, in der eS gilt die aus der Rentnertradition aber auch aus den wirtschaftlichen Machtverhältniffen«fließenden Widerstände wegzuräumen, bedarf in ihren Anfängen der Ruhe und Sicherheit in dem Sinne wio die bisher führenden Gesellschaftsschichten die beiden Worte zu verstehen pflegte»». Diese Ruhe, diese Sicherheit ist auf der einen Seite nur die letzte Chance, die dem Kapitalismus gegeben wird, andererseits dient sie der planwirtschaftlichen Erziehung jener zwei bis drei Millionen Franzosen, die in ihrer überwiegenden Mehrheit Wähler der BolkSfrontparteien sind, aber als Besitzer kleiner und kleinster Kapitalien in Augenblicken der Berwi«ung eine Beute der Reaktion werden können. Die NEP vom 6. März 1987 hat als unmittelbare Folge, daß viele schwankende Elemente gefestigt und von neuem vertrauen gegenüber Löon Blum erfüllt werden, somit wird sie die Umstellung der Wirtschaft, die der gegenwärtig« französische Regierungschef und seine Mitarbeiter, soweit sie Sozialisten sind, keine Minute i aus den Augen verlieren, nicht verhindern,, sondern vorbereiten. Man hat das„Experiment Blum" ost mit dem New Deal Roosevelts ver- : glichen, mit dem»nomentanen Rückzug ergibt sich eine neue Parallele. Ebensowenig wie Roosevelt ; an den Urteilen deS Obersten Gerichtshofes schei- terte, wird auch Lion Blum vor der gegnerischen : Front kapitulieren. DI« bisher gegebene. Erklärung könnte uns i jedoch nicht befriedigen, wenn wir nicht in Be- : tracht zögen, daß die Regierung Blum keineswegs : bloß eine Regierung ist, welche sich die Durchfüh» ' rung sozialer Reformen zur Aufgabe macht, sondern in der gegenwärtigen internationalen Situation eine Regierung der nationalen Verteidigung sein muß. ES ist kein Zufall, daß gleichzeitig mtt der Verkündung jener Maßnahmen, die uns zur Anwendung der Formel„Lion Blums NEP" veranlassen, auch eine Anleihe aufgelegt wird, .'deren Erträgnisse dem AriSbau der französischen ftzschiftisch« Ratteschless« Hat, zeizt«in»al-.Sicherheit zu dienen haben. Hierauf sind die ‘'Wünsche der Nation zunächst gerichtet und mit welcher Berechtigung, das weiß di« demokratische Wett nur. zu gut. Die Regierung Blum ist die getreue Bollstrüierin des Bolkswillens, denn sie ist nicht«ine nationale Regierung, sondern die nationale Regierung Frankreichs, sie hat den Grundstein zu einem neuen, besseren Frankreich gelegt, und. damit erst Hunderttausenden ein Nä- tionälbewüßtsein gegeben, daS in den Elendswohnungen und Baracken der Pariser Vorstädte nie. auskommen konnte,., solange sich.kein, Hoff». Seite 8 Mittwoch, 10. Mär, 1087 NungSschimmcr, keine Möglichkeit zum Aufstieg zeigte. Da sich aber heute an den verantwortliche» Stellen des Staates Männer befinden, die die Nöte der Aermsten verstehet» oder sie sogar mit durchlebten, fühlen sich diese Massen in Frankreich zu Hanse, wisien, daß sie etwas zü verteidigen haben und finden ein positives Verhältnis zu den Fragen der Außenpolitik und der nationalen Verteidigung. Der Entwicklung der Massen entsprach auch der geistige Weg, den die Mitgliedschaft der sozialistischen Partei zurücklegtc. Daß große Teile des französischen Volkes ftir die Landesverteidigung moralisch reif gemacht worden sind, ist die größte nationale Tat, die in Frank, reich seit Jahrzehnten vollbracht wurde. Man wird in den kommenden Wochen eine ideologische Probemobilisicrung machen können. Die Empfänger der kleinen Einkomnien, die Prag. Am Ausjeuaußschuß deS Abgeordnetenhauses entwickelte sich DienStag im Anschluß an das Krofta-Expost eine große Debatte, die sich vornehmlich mit der reichSdeittschen Propaganda gegen die Tschechoslowakei und in dirfem Zu- samnrenhang auch sehr ausführlich mit der SdP befaßte. Nammtlich die Sprecher der tschechischen Nationalsozialisten, aber luich der Tfchechischkle- rikale Svitltk, verurteilten die Taktik der SdP sehr entschieden. Bo» unserer Fraktion sprach Gen. I a k s ch. Unser Redner ging von der Auffassung miS, daß der europäische Friedeiirblock nunmehr ein absolutes militärisch-politisches Uebergewicht besitze. Gerade vom sudetendeutschcn Standpunkte auch sei es zu begrüßen, daß sich die Aussichten des Friedens in den letzten Monaten gebessert haben. Für uni als Grenzvolk würde ein Krieg nicht nur die Vernichtung der wirtschaftlichen Existenzgrundlagen, sondern die Gefahr der physischen Ausrottung bedeuten. Deshalb betrachten wir cs all vornehmste Aufgabe, einer verbrecherischen Flüsterpropaganda entgegenzutreten, die von Monat zu Monat den Einmarsch reichSdeuischer JnvasionSarmeen in Aussicht stellt. Er gilt, die Illusion zu zerstören, daß in der Nachbarschaft jemand vorhanden sei, der aus Sympathien für die Sudetendeutschen das Risiko der Krieger eingehen möchte. Die heutigen Machthaber Deutschland- richten ihr« Außenpolitik nicht nach der Lag» der deutschen Minderheiten; siehe Italien, Ungarn und Polen. Wir wenden uns gegen die Propaganda dunkler Kräfte, welche die sudentendeutschen Gebiete als Herd der Kriegsgefahr hinstelleu wollen. Redner zitiert einen, offenbar auS SdP-Kreisen stammenden, in den„Schweizer Monatsheften" erschienenen Artikel, welcher behauptet, daß die kommunistische Partei bei uni die gewaltsame Eroberung der Staatsmacht vorbereite. Wenn im gleichen Zusammenhang behauptet wird, dar Deutsche Reich werde solche Entwicklungen auf die Dauer nicht ruhig ansehen können, so ist das eine ausgesprochene Kriegshetze. Kein sudetendeutscher Politiker dürfe bei Auslandsreisen dar BerantwortungSgefühl zu Hause lassen. Genosse Jaksch richtet an die Vertreter der SdP die Frage, at Herr Rutha einen Parteiauftrag hatte, in Lenden zu erklären, daß die Verständigung Henlein- mit Prag nur um den Prei» einer Lösung der Bündnisse mit Frankreich und Sewjet- Wählcr der sozialistischen und her kommunistischen I Partei, die Mitglieder der CGT werden zu den Zeichnungsstellen eilen und dem Staate ihre Er«' sparnissc zur Verfügung/'stellest; Da» Verhalten der Großkapitalssten hingegen ist weniger Wer. Durch die Rückgabe der Goldfreizügigkeit hat man sie allerdings um jede Au-rede.gebracht, sie werden sich dem Drucke detz öffentlichen Meinung, dem Appell, den die führenden Persönlichkeiten des Lande- an sie richten, nicht entziehen können. Auch hier, gilt da» Wort von der letzten Chance des Kapitalismus.„Die Kapitalsbesttzer", so erklärt das Organ des linken Flügels der Radikalsozialisten„Oeuvre",„werden sich morgen nicht beschweren können, wenn di« Regierung infolge ihrer Sabotage gezwungen sein könnte, wie alle Regierungen der nationale» Verteidigung, zu de» drakonischsten Maßnahmen Zuflucht zu nehmend" rußland und der außenpolitischen HiNorientie- rung auf Berlin z» habe« sei. Die verantwortungSbelvußten Sudetendeutschen sollten aller vermeiden, war sie als Werkzeug fremder Interessen erscheine» läßt und sie vor der demokratisch-sozialistischen Oeffentlichkeit des Westen» in die Rolle einer Friedensstörers brächte. Der nationalpolitische Feberpakt war ein Bei« lrag zum europäischen Frieden. Die Hoffnungen der Enttäuschten sind jetzt darauf konzentriert, daß die praktische Ausführung scheitern wird. Um so mehr ist«S notwendig, daß sich der fortschrittliche Geist der Staatspräsidenten Dr. Bene» und des Ministerpräsidenten Dr. Hodja mich bei der Bu- reaukratie und im ganzm öffentlichen Leien durchsetze. Da» wirtschaftlich-sozial« Ausbauprotlem in de» industrielle» Randgebiete» ist von der tschechische» Politik noch nicht«» feiner»ollen Tragweite erkannt worden. Auch den Krlsenopfer» gegenüber wird vielfach ein kleinlicher und kurzsichtiger Standpunkt eingenommen. Wir wollen vor niemandem verleugnen, daß weder der tschechische noch der deutsche Arbeit-lose mit den Ernährungskarten auskommen kann. Platonische Sympathie», die sich in Besuchen ausländischer Journalisten äußern, helfen uns nicht weiter. Wichtiger ist, daß in Zukunft mehr tschechische Politiker und Publizisten unsere Notstandsgebiete besuchen und sich davon überzeugen, daß eine grundsätzliche Umorientierung nötig ist. Da» wirtschaftlichsoziale Problem der Sudetendeutschen ist nur zu lösen im Rahmen de» wirtschaftlichen Wiederaufbaues ZentraleuropaS und feiner Eingliederung kn die Weltwirtschaft. Im Rahmen einer friedlichen Europakösüng haben die großen-und kleine» Völker ZentraleuropaS da- Recht; bei den großen Kolonialmächten da» Prinzip der offenen Tür zu reklamieren und die Möglichkeit an der wlrt-i schaftliche» Erschließung überseeischer Gtbicte erfolgreichen Anteil zu nehmen. Abschließend befaßte sich GeNosse Jaksch mit den ideologischen Grundlagen unserer Außenpolitik. Die Tschechoswwakei hat ihren stärksten Rückhalt im demokratischen Westen. Eine feindselige Propaganda bekämpft un-, weil wir der letzte demokratische Staat östlich de» Rhein» find. Besonder» unser Rundfunk sollte dazu nicht schweigen, sondern alle Möglichkeiten der berechtigten Abwehr au»- nützen. G nern der KoalitionSparicicn immer Iviedetzäbsällige Worte-egen dit E m I g r.a n t e n fallen. Man sollte nicht vergassen, welch«! Wirkung diese HaltUNg auf Unsere Freunde in der Nachbarschaft au-übt. Di» politische Aechtnng der Emigrant«, wäre«in schwee« Feller, weil sche»»ft^ politisch» Flüchtling« al» aktive DtaotSmänner in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Oesterreich wird jedenfalls solange ein Spielball rivalisierender Interessen sein, bi» die österreichische Arbeiterschaft wiederum int Besitze ihrer de» mokräftschen Recht« ist. Dr. Beste» hat die Tschechoslowakei al» Leuchtturm der Demokratie bezeichnet. Dian soll nicht au» Aengstlichkeit. diesen Leuchtturm mit Tüchern verhängen. Die Demokratie der kleinen Staaten muß sich viel mehr als bisher in da» europäische Geschehen al» moralischer Macht» faktpr einschalten. Wir stehen positw zur tschechoslowakischen Außenpolitik, weil wir zu ihrem absoluten Friedenswillen volle» Vertrauen haben. Von Koalition-seite erklärt« Svitlit(Vollrp.V, daß Deutschland offenbar eine Legitimation suche, um sich in die inneren Verhältnisse der Tsche- chosiowakei einmischen und«ventuell gegen uns ein- fchceiten zu können. Allerdings dürft» ein militärische» Einschreiten nicht geplant sein, dem, bet der gegenwärtigen Situation sei die Front drr demokra- tischen Staaten so stark, daß Deutschland unterliegen müßte. Die» sei dem deutschen Generalstat sicherlich Aar. Der SdP sagte' Svktltk auf den Kopf zu, daß ihre Taktik von den Bedürfnissen der Innen«, und Außenpolitik Deutschland» abhänge; dadurch werde unsere Verständigung mit Deutschland außerordentlich erschwert. Die Außenpoliffk braucht nicht geändert zu werden, da die Selbständigkeit der Tschechoslowakei nur dann erhalten werden kann, wenn sie sich auf di« westeuropäischen Großmächte und auf Rußland stützen kann. In». ZilkaDann geh; Du häft ja bisher meist getan, tpgß deiner Ansicht' nach notwendig war." Er grinste. Er hatte' mich in der Hand und grinstet Am liebsten wär« ich ihmchst die Kehl« gesprungen. Genau so'pflegt« der Inspektor zu ßrtnseftt I Aber der Inspektor war ein freinder Mensch. wäh« rend'dieser hier mein Vater, mein Freund sein Wolltet Warum quälte er mich nur so? I Er ist«ine alte Tatsache, daß wir' gerade denen, die un» am nächsten stehen,' am wenigsten verzeihen. Der Feind wird meist geachtet,.' Der lau werdende Freund gehaßt, der sich' Mvestdende — al» Verräter verfemt. Tin fremder Spion, ist ein Spion, ein eigener Landesverräter, pfui! Da» ältere Geschlecht versteht da» junge nicht, weil e» zu alt ist— es wird verhöhnt; aber den Vater, der sich vem Sohne entgegenstellt, möchte man umbringen. Jeder rüst variierend:»Auch du, Bru- tusl", und was dem einen recht ist, windet sich dem anderen zu'einem Strick.' Di« Engländer Hoche», glaube ich, Ansätze dazu gemacht, durch Er« zichitng derartigen Unüberbrückbarkeiten rechtzeitig vorzubeugen. Da» Vaterhaus ist nicht ein Hafen, in dem jede» Wellengekräusel tragisch genommen zu werden verdient. Die verschiedenen Mitglieder der Familie können auch verschiedene Menschen sein. EtneSLaae» wevden dieMt« vielleicht doch Noch sä wett kommen,'daß die Söhne ihnen mit Lüft—ohn« vorherige'Käinpse■~- 1 siächeistrnwer« den, weil dw Erziehung sie-dazu vorbereitet Hobe» wird, undauchwetldie Ziele der-sich'-ablösenden Generationen nicht dem wohl-de» einzelnen auf Koste« der dindereN zügerichkt bleiben können. Da» alle» sag« ich indessen nicht, um mich zu verteidigen,''denn darum geht«»hter'gar nicht.- Was ich erzäble^sind'Tatsachen, ich'' werf« nur- kein Wort au» dem-Li'ed heraus und versuche eben,'manche», wä» auch mich-scklbst> im Augenblick zwingt, den Kopf zu schütteln, deutlicher, verständlicher z> issachenrrlluftp".!- La. uüwi? OOC Ich wandte mich unwillig ab., „Du könntest zülstiNdeü" höflich.blechm", meinte mein Vater,(M.nl n Da» wär der fehlende Tropfen, aDiese kühl» Reserviertheit, di« ich an ihm mitunter:am mei« stenHaßte, brächte da» Maß zum Ueberlaufen. Ich zog mich in mein Zimmer zurück, war dem Weimn NähK'.'-m II.:. (Fortsetzung folgt.) X». so Mittwoch, 10. Mär» 1037 Seit» 3 Drage 160 Hektoliter, also ein Quantum, das bet MS bas kleinste Wirtshaus ausschenke. Im Vertrag mit Frastkreich sei das Ausfuhrkontingent für Prager Schinken um eineP Waggon jährlich auf nicht ganz vier Waggons erhöht worden. Für das größte ExporthtnderniS sieht Redner unsere Kartelle an. Die Kartelle sind ein Unglück für unseren Konsum. Wenn steeinen guten Jnländiabsatz gesichert haben, kümmern sie sich mir den Export nicht sonderlich. Die Exportförderung müsi« sich namentlich auch auf den kleinen Erzeuger erstrecken.— Der Senat erledigte dann.noch den provisorischen Handelsvertrag mit' Brasilien und eine Immunität. Nächste Sitzügg Donnerstag, den 11. März, um 10 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Vorlage über die Ausprägung von Nickel-Fünfkrönenstücken. Lteuer Senator. An die Stelle de» Senators der ungarischen Nationalpartei Dr. Josef T ö r- löly, der sein Mandat niedergelegt hat, tritt deffen Ersatzmann'Dr. Adalbert S z i l a s s y. vkltlsckes toteres»«' für die Tschechoslowakei Edgar P. Voung(London), Kapitänleutnant a. D., sendet mir folgenden Bericht: Das sehr große Interesse, das man in Großbritannien für die Tschechoslowakei empfindet, und ds« fteündlichen Gefühle der britischen Oeffent« lichkeit gegenüber der Republik haben sich kürzlich in bemerkenswerter Art gezeigt. ES wird bekannt, daß daS Britische Nationalkomitee^ der Internationalen Friedenskampagne(Rassemblement Unipersel pour la Paix) Redner aus der Tschechoslowakei«ingeladen hat, an der Friedens- Kampagne teilzunehmen, die imMärzund April in' Britannien veranstaltet wird. Bevor nie Verhandlungen noch beendet tvaren, al» die Namen der Redner noch nicht bekannt waren, begannen Nachfragen nach tschechoslowakischen Teilnehmern zu kommen, und schon als das erste Kontingent «ri"7. März eintraf, erwartete man sie bei weit über hundert öffentlichen Versammlungen und Demonstrationen. So groß ist daS Interesse, daß Befürchtungen laut werden, dem Verlangen nach Rednern könnten die Angekommenen nicht genügen, aber in diesem Falle würde zweifellos Verstärkung gesandt werden. i Dieses deutliche Anzeichen für daS Verschwinde« deS„JnselbewußtseinS" der britischen Massen ist besonders günstig in einem Augenblick, da manches darauf hindeutet, daß die kleine Gruppe, die sie heute regiert, sich auf eine Isolierungspolitik hinbewegt. Und«S handelt sich nicht nur um eine reine Londoner Lokalerscheinung, denn das Verlangen nach Sprechern kam aus allen Teilen des Bereinigten. Königreiches. Die. Mandschurei) Abessinien'und jetzt Spanien haben dazu beigetragen, den Glauben des Briten an Diplomaten und Politiker zu erschüttern und in ihm den Wunsch nach demokratischer Kontrolle der Außenpolitik zu erwecken. Er will die Wahrheit über die internationale Situation erfahren,— nicht nur, was Lord Rothermere über sie denkt — und er wünscht Fragen zu stellen. Die Redner aus der Tschechoslowakei werden eine ungewöhnliche Gelegenheit haben, dem britischen Publikum zu erzählen, was in Mitteleuropa vorgeht und was Britannien tun kann, um die Lage zu bessern. Sie brauchen ihre Worte nicht abzuwägen, den»«in« offene Sprache ist dem britischen Publikum immer willkommen. Die Tatsache, daß die Internationale Friedenskampagne sich über «ine breite Front erstreckt, die von Lord Cecil und Dr. Maxwell Garnett bis zur äußersten Linken reicht, gibt die Gewähr dafür, daß die Botschaft aus der Tschechoslowakei von Leuten fast aller Klassen und Schichten gehört werden wird. Wenn dieser erste Versuch auf einer so breiten Basis den zu erwartenden Erfolg hat, werden ihm zweifellos andere Organisationen im Rahmen einer größeren Bewegung folgen, und die Bande der Einigkeit zwischen den Demokratien Britanniens und der Tschechoslowakei werden dadurch noch mehr gefestigt werden. Die weitere Entwicklung auf einer größeren internationalen Basis de» direkten Kontaktes zwischen den Völkern der Welt kann für den Frieden nur förderlich sein, denn nur in einer Atmosphäre der Unwissenheit ist«s möglich, die Lügenpropaganda, die internationalen Haß schafft und zum Kriege führt, erfolgreich. zu' gestalten.- Reichsgesetz zur Sicherung der Grenzen Vergeltungsmaßnahmen gegen andere Staaten! ' B« rli n. DaS Reichskabinett verabschiedet« in seiner DtrnStag-Sitznng u. a.«in'Gesetz über die Sicherung der Reichs,ren jj« «ich ütir. verwaltungsmaßnahmen, nach welchem d«r RrichSinnenminister ermächtigt wird, ist von ihm»« bestimmenden Grbteten insbesondre« an der Reichsgrrnz« all« Maßnahmen»» trrffen, dte für«in« wirksam« Sicherung der Rrichsgrenze und de» Reichsgebietes«rforderltch find. 9tt Reichsinnenminister wird ferner rr- mächtigt, gegen.Angehörig« eines fremden Staates und gegen deren vermöge» Bergrl» t n a g»Maßnahmen zu treffest) sofern hwser Staat»egen Reichsangehörige»der ihr vermögen Maßnahmen trifft, dir nach deutschem Recht gegen dir Angehörigen diese» Staates»der . Ar Bermögrn nicht getroffen werdm konnte». fudetendcutscficr Xcitspiegcf Die Kindererholungs-Aktionen in den Semesterferien Eine schöne Leistung des Verbandes„Arbeiterfürsorge'* Knapp vor den heurigen Semesterferien(1. bis 8. Feber) wurden die verschiedenen Fürsorgeorganisationen. vom Schul« bzw. Gesundheitsministerium aufgefordert, die den Kindern erstmalig gegebene längere Freizeit während der Semeswrferien, im sozialen« und gesundheitsfür- sorgerischen Sinne auSzunützen, die Kinder in Er- tzolungSaktione« zusammenzufassen, Ganz» und HakbtagSausflüge. zu veranstalten, kurzum, die freie» Tage der körperlichen und seelischen Er« holung und Ertüchtigung der Jugend zu widmen. Obwohl die Mittel unserer Bezirksvereine Arbeiterfürsorge in den Wintermonaten.in ganz außerordentlichem Maße für Arbeitslosenfürsorgezwecke in Anspruch genommen werden und obgleich, zur Borbereitung von Erholungsaktionen nur wenige Tage zur Verfügung standen, konnte» doch zehn BezlrkSverilne 828 Kinder an 1714 Ber- pflegstagen mit einem Gesamtkoftenairfwandr von KX 9427.10 erfassen. Die Bezirksverein« Aussig, Komotau, Reichenberg und Rumburg hatten 188 Kinder in den Naturfteunde-Bergheimen in Rollendorf, GerSdorf, Königshöhe und Rennersdorf(Aussig 28 Kinder im Kinderfreundeheim Kamitz) untergebracht; die Bezirksvereine. Bärn, GraSlih, Königinhof, Mährisch Schönberg, Mie», Reichenberg und Weipert veranstalteten für 890 Kinder HaB- und GanztagS-Rodel« und Ski-AuSfküge mit Ausspeisungen. Me Bezirke berichten einhellig über die außerordentlichen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Aktionen, die eine Wiederholung solcher Aktionen wünschenswert und notwendig erscheinen lassen..,~ Die materielle Unterstützung dieser Aktionen erfolgt durch den Verband Arbeiterfürsorge im Rahmen seiner sozial-gesundheitSssirsorgerifche» Tätigkeit. Belebung in der Porzellanindustrie Die Exportförderung wirkt sich bereite aus In den letzten beiden Wochen wurden in einer Reihe von Porzellanfabriken Westböhmen» Neueinstellungen von Arbeitern vorgenommen. ES handelt sich um die Bicwria-A. G. Alt-Roh- lau, Alt-Rohlauer Porzellanfabriken A. G., die Betriebe von HaaS und EjjZek in Schlaggenwald und Chodau, sowie die Porzellanfabrik in Mcr- kelSgrün.'In Betracht kommen 400 bis 600 Arbeiter, denen sich endlich wieder die Tore der Fabriken öffnen. Wie berichtet wird, hat die Firma Haas und CZjZel bei der Leipziger Messe am besten abgeschnitten, vor allem in Äunstfiguren, einem ausgesprochenen Luxusartikel. Auch die Glasindustrie A. G. M o s e r in Maierhöfen hat Aufträge, die der bisher auf Kurzarbeit angewiesenen Arbeiterschaft auf längere Zeit hinaus volle Beschäftigung gewährleisten. Die Porzellanfabrik Schneider u. K'o. in Leffau'sucht bereits Malerinnen, doch besteht in diesem Beruf Mangel an Arbeitskräften, weil in. dep Jahren der Krise eS. an der Ausbildung eine» entsprechenden Nachwuchses gefehlt hat. Diese besser« Beschäftigung ist vor allem auf dir ExportförderungSmaßnahmen zurückzuführen, die über Betreibe» des KeramarbeiterveriandeS und der deutschen sozialdemokratische» Arbeiterpartei von der Regierung durchgefiihrt wurden. „Tatsachen" lügen dich an! In der Rubrik„Tatsachen klagen an", die in der„Zeit" täglich erscheint, wurde am Dienstag behauptet, bei der Verteilung der Ernährungskarten in B ä r n(Nordmähren) gebe es Mißstände.„... die Ausgabe der Ernährungskarten findet im sozialdemokratischen Arbeiterheime statt", schreibt di«„Zeit",„wobei natürlich ein arger Mißbrauch der Ernährungsaktion z u- gunsten der Marxist«» und des r o* ten Konsumvereines betrieben wird,.. Die Kaufleute verlangen mit Recht die Ausgabe der Ernährungskarten in einem neutralen Lokale, damit di« unparteiische Handhabung der Aktion gesichert wird". Dazu ist folgendes zu bemerken: Im Gemeindeamt Bärn sind keine Lokale für die Ausgabe der Ernährungskarten frei. Die Bezirksbehörde weigert sich, Lokal« zur Verfügung zu stellen. Die Bärner Bevölkerung ist froh, daß daS Arbeiterheim seine Räume für dies« Zwecke überhaupt hergibt. All« Versuche, andere Räum« zu erhalten, schlugen fehl. Die Bämer Sozialdemokraten sind nicht nur bereit, der Ausgabe der Ernährungskarten in einem anderen,„neutralen" Lokal« zuzustimmen, sondern siewün s ch e nsogar eine solche Regelungl Sie würden sich auch mit eistem Henlein-Lokal abfinden: wo ist aber der Henleinmann, der sein Lokal hergibt? Die„Zeit" wird aufgesordert, ein«» zu nestnen l Auch für die Zuteilung der Ernährungskarten in Bärn ist einzig und allein die BezirkS- Soztalkommission zuständig. Sie bestimmt, wer zum Bezug« ter Ern.ährungSkarten berechtigt, ist und die Verteiler sind an ihre Weisungen gebunden. Bon einem Mißbrauch zugunsten der Marxisten kann also gar keine Rede sein und der «Mißbrauch zugunsten des roten Konsumvereins" könnte doch nur darin bestehen, daß die Arbeitslosen die zugeteilten Waren freiwillig aus dem Konsumverein beziehen. Niemand zwingt sie dazu, denn niemand hat hiezu irgendeine Möglichkeit, geschweige denn den Willen. Da» Gegenteil wird die„Zeit" auch vor Gericht nicht beweisen; sie wird Gelegenheit bekommen, eS zu versuchen. Die Bärner Anhänger der„Zeit" haben die Möglichkeit, die„Uebelstände."nn Bärn abzu stellen, soweit«S sich um den BerteilungSraum handelt. Die kritischen Leser der„Zeit" aber erkennen loieder einmal, wie lügenhaft deren„Tatsaches-Meldungen sein können. Loslösung von der SdP Anläßlich der Amtswalterkonferenz der SdP-Opposition in Zwittau traten dieser Gruppe zahlreiche SdP-Leute bei. Diese Opposition will sich als eigene Partei erst dann konstituieren, sobald sie das gesamte Staatsgebiet organisatorisch erfaßt hat. In NikolSburg und P o h r l i tz sind zahlreiche Anhänger der SdP zur Oppositionsgruppe gestoßen. Ebenso hat sich die Mehrheit derBrünner Mitglieder der Deutschsozialen Partei nach dem Uebertritt des Vorsitzenden der Brünner Ortsgruppe Herbst und nach dem Ausschluß des ehemaligen nationalsozialistischen Parteimitglieds Dr. Uhlirz der SdP-Opposition angeschlossen. Zuchthaus-Urteil gegen einen ttchechotlowaklfchen Staatsbürger •>’vi Wie die„Union für Recht und Freiheit" erfährt, wurde Mitte-Jänner 1937 der tschechoslowakische Staatsbürger M a y>v e r t aus Heinersdorf(Bezirk Friedland) vom Oberlandesgericht Görlitz zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Maywert, der öfters über die Grenz« in privaten Angelegenheiten ging, wurde von einem Henlein- anhänger lei der Gestapo denunziert, er fei Funktionär der KP0 und betätige sich im antifaschistischen Sinn« gegen Deutschland. Der Staatsanwalt hatte gegen diesen„Schwerverbrecher", wie er sich in seinem Plaidoper auödrüiktr, vier Jahre Zuchthaus beantragt. Maywert wurde in der Un- wrsuchungShast schwer gefoltert. Pakete, die ihm von seiner Schwester zugeschtckt wurden, wurden ihm in der Untersuchungshaft nicht ausgehändigt. Im sächsischen Gebiet dauern die Verhaftungen fort. So wurden End« November 1936 16 Arbeiter aus Limbäch und 27 Arbeiter aus Hartmannsdorf in Hast genommen. Einer von vier Verhafteten aus Burgstädt bei Chemnitz, der Arbeiter Kurt Mauersberger, der am 26. November festgenommen worden war, ist am 27. November ermordet worden. Seine Frau wurde am 80. November von seinem Tode ohne Angabe der TiweSursache benachrichtigt. Sine Greisin ermordet, weil der Mörder sich einen vergnügten Abend machen wollte . Reichenberg. In Ruppersdorf wurde die 74» fahrige Oberlehrerswitwe Berta S y k o r a in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. AIS Täter wurde von der Polizei der 80jährige Karl Geisler verhaftet. Geisler, der bereits mehrmals vorbestraft ist, gab beim Verhör an, daß er infolge eines Zerwürfnisses mit seiner Geliebten aus dem Leben scheiden wollte. Vorher habe er sich jedoch noch einen vergnügten Abeiw machen wollen und.deshalb beschlossen, die alte Frau zu berauben., Er drang in ihre Wohnung ein und würgte siL so lange, bi» sie tot war. Dann nahm er aus einer Tischlade 170 K6 und besuchte mit dem Geld zunächst«in Kino und sodann ein Nachtlokal. Von dort aus ging er mit einem Mädchen in deffen Wohnung und schließlich wieder in ein Gasthaus, wo er dannvon der Polizei verhaftet wurde. ein* kommunistische Genossenschaft Im Ausgleich Die Konsumgestossenschaft der- Eisenbahner in Böhm. Leipa hat den gerichtlichen.Ausgleich angemeldet. Die Genoffenschäft gehört seit, zwei fahren dem GEC-Verbande nicht an. Ihre Geschäftsführer waren in den letzten Jahren der bekannte kommunistische Redner.Gustav Beu e r' und der BczlrkSsckretär der kommunistischen Partei in Böhm. Leipa, P l« w a, nach dessen Abgang tvicder eine Zeitlang Beuer di« Geschäftsführung besorgte. Die Genossenschaft befand sich schon vor zwei Jahren in sehr großen Schwierigkeiten, die von den» jetzigen Geschäftsführer nicht mehr gemeistert werden konnten. Die Vertreter dieses Konsumvereines sind bei genossenschaftlichen Tagungen als Berfechterderkommu» nistischen Genossenschaftspoli- t i k wiederholt aufgetreten. Die Ausgleichsanmeldung dieser kommunistischen Konsumvereins ist um so bemerkenswerter, als fast alle anderen dem GEC-Berbande angehörendcn Konsumgenossenschaften seit einem Jahre sich in einem sehr guten Ausstieg befinden. Wieder ein„Reiner" und„Sauberer". Am 21', November 1036, in der Zeit von halb 6 Uhr bis viertel 7 Uhr abends wurde bei dem Gastlvirt Franz Langer in Neudörfel bei Wolfersdorf(politischer Bezirk Böhm.-Leipa) ein Einbruch verübt und verschiedene Wertgegenstände gestohlen. Dieser Einbruch fand nun in dec vorigen Woche seine Aufklärung. Der in Neudörfel wohnhafte Landivirt Winter, ein strammer Angehöriger der„Volksgemeinschaft", unternahm in der Nähe von Bensen einen kleinen „Spaziergang" und da ihm offenbar die Begriffe „Mein und Dein" nicht geläufig sind, versuchte er dort ebenfalls fremdes Eigentum kostenlos in seinen Besitz zu überführen. Er wurde aber erkannt und kurz darauf in Neudörfel verhaftet. Mit seiner Verhaftung wurde auch der oben erwähnte Diebstahl aufgeklärt, und Wintoral» Täter sichergestellt. Innerhalb zweier Jahre sind in der dortigen Konsumvereinsfiliale drei Einbrüche verübt worden und auch andcrivärts Ivaren mehrere solche zu verzeichnen. Winter hat bereits eine einjährige Kerker st rase abgeseffen. Hernntcrgerissene Staatsflagge. Am Sam»« tag und Sonntag war di« einer Kriegswitwe gehörende Trafik im Hause des Konsumvereins in Bünauburg bei Bodenbach anläßlich des Geburtstages Masartzks mit der Staatsflagge geschmückt. Diese Flagge wurde in der Nacht zum Sonntag zwischen 3 und 4 Uhr heruntergerissen und gestohlen. Der SdP-Ball in der benachbarten Turnhalle war um 3 Uhr morgens zu Ende gegangen. Nazistische Heldentat". Auf dem 80 Meter hohen Kamin der Ziegelei in Aufchowitz bei Ma- rienbad wurde Dienstag früh eine 6 Meter lange Halenlreuzsahne entdeckt, die in der Nacht dort angebracht worden war. Im Auftrag der Be- zirksbehörde ließ das Gemeindeamt die Fahne herunterholen. Me Nachforschungen der Staatspolizei nach den Tätern blieben bis zur Stunde ergebnislos. Verhütetes Eisenbahnunglück. Am Sonntag, den 7. März, lief in S a n d a u der um 6 Uhr 46 von Leipa kommende Personenzug infolge falscher Weichenstellung auf dem Geleise ein. auf bcm bereits der von Tetschen kommend« Lastzug hielt. Nur der Geistesgegenwart des Lokomotivführers ist es zu danken, daß der«infahrende Personenzug rechtzeitig zum Halten gebracht werden konnte. inKSnei London.(Tsch. P. B.) In den ersten Tagen deS April trifft der dänische Ministerpräsident Stauning in London ein und wird mit den britischen Staatsmännern über den Block der Nordstaaten beraten. Gleichzeitig wird Ministerpräsident Stauning den englischen Staatsmännern die Ansichten seiner Regierung über die Gesamtsituation in den nördlichen Gebieten Europas darlegen. Berlin. Pfarrer Röhring aus Düsseldorf wurde von der Gestapo verhaftet und in Schutzhaft gebracht. Stockholm.(HavaS.) Die Meldungen, daß der schwedische Außenminsster Sandler bei'seiner Junireise durch die baltischen Staaten auch Moskau und Warschau besuchen wird, werde» amtlich dementiert. Belgrad.(Avala.)„Politika" erfährt au» Ankara, daß der türkische Ministerpräsident Ismet Jnönü mit dem türkischen Außenminister Ruschd» Ara» am 13. Aiärz in Belgrad eintressen wird. Warschau: Montag ist in Warschau der neu«. Hohe Kommissär de» Völkerbunde» in Danzig, Professor Dr. Burkhardt, eingetroffen, um der polnische» Regierung seinen ersten offiziellen Besuch abzustatten. Raval Pindi(Jndobritische, Pandschab).(Reu- ter.) An den Grenzen von Wajiristan sind Unruhen entstanden. Der Mohammedanerftihrer Fakir Jpi wiegelte die Eingeborenenstämme auf, indeni er behauptet, daß die britische Regierung eine Verbündet« der Hindu» sei. Die vom Militärkommando au»- ««arbeiteten Vorschläge zeugen dafür, daß di« Aast« ristaner Front noch der Schauplatz ernster Unruhe» werden wird., L»lv. Im Heeresbudget de» Storting ist e> Montag abends zu ernsten Auseinandersetzung«» zwischen den bürgerlichen Parteien und der Regierung gekommen. Di« bürgerlichen Parteien fordern eine Verlängerung dir aktiven Dienstzeit von 7A auf 84 Tage. Di« Regierung lehnt diese Forderung ab. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, daß die Regierung bereit sei, gegebenenfalls die ver- trauenssrag« zu stellen.. «eit« r Mittwoch, 10, Mär» 1037 Nr. M Bilder von der aroßen Kundgebung in Bodenbach In der ersten und vierten Reihe: Der Zumarsch zur Jaksch-Versammlung am 5. März— sitzend: Jaksch, stehend: Reitzner— die RW.— In der zweiten Reihe: Die Versammlung im Saal.— In der dritten Reihe: DieMassen vor dem Schützenhaus— Blick auf das Präsidium. Xi*’•' si» HM Eft 1‘' j' f■- i Metz.' W i•.> "WMsz. *«Ji 1's[ HgMsneuiAkritew uHenleins Selbstverwaltung“ Die Forderung nach Sdbstvevwaltung, die Henlein in Aussig ausstellte, hat mit dem sozialdemokratischen ÄlbstVerwaltungSprogramm nur den Namen gemein. Was für einen Inhalt Henlein der„Sclbstvertvaltung" geben möchte, geht aus dem Programm der Sudetendcutschcn Partei hervor: diese Selbstverwaltung wäre die Grundlage für die Verwirllichung des faschistischen TotalitätSstrcbcns, das die Ä>P vom Tage ihrer Gründung an äußert. ES gleicht dem Totalitäts- prinzip Hitlers wie ein Ei dem andern. Diese Henlein»,.Selbswerwaltung"' würde nicht nur jeden Einfluss der Henleingegner aus den Gemeindeverwaltungen ausschalten, sondern im sndetendculschen LebenSraum auch an Kultur» ättstcrngen nur das zulassen, was die SdP für Kultur hält: also beileibe nicht die Prinzipien Herders, Goethes oder Kanis, sondern die„geistigen Rülpser" des deutschen Nationalsozialismus.— Eben jetzt hat sich ein Schulbeispiel dafür ereignet, wessen wir uns bei der„Sclbswer- waltung" unter Henlein zu versehen hätten. Der Trautenauer städtische Kino-AuSschuß hat nämlich, nach einem Referate des Kinoleiters Escher, gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, beschlossen, Filme russischen Ursprungs nicht mehr zuzulassen. Herr Escher ist Angestellter der Stadtgemeinde Trautcnau. Aber er meint wohl, datz es gut sei, sich bei den Henlcinleuten Lieblind zu machen, und so hat er seine ablehnende Haltung gegen die russischen Filme mit deren— BolschetoisierungStendenz begründet. Und die bürgerliche Mehrheit der Kino- Auöschusses hat den politisierenden Angestellten nicht etwa auf die Grenzen seiner Befugnis aufmerksam, sondern sich dessen Ansichten zu eigen gemachtI Sie entsprechen genau der Bolschewistenhebe der SdP und ihrer'„Zeit". Und ebenso entspricht eS der Kulturgesinnung der Henlein- Partei, datz das städtische Kino in Tmutenau die Militärparaden des Dritten Reichs und andere nationalsozialistische Ding« zeigt, ohne an deren FaschisierungS tendenzen Anstotz zu nehmen.— Es ist übrigens die Frage, ob unsere Handelsbeziehungen mit der Sowjetunion solcherart boykottiert werden dürfen und eS ist kein Zweifel, datz sich die zuständigen Stellen mit dem Fall beschäftigen werden. Zum Kapitel„Selbstverwaltung" gehören auch die vor kurzem von uns wiedergegäbenen Weisungen der SdP für die Gemeindewahlen. Zu diesen Weisungen bemerken die„Lidovö Novinh": „Aus diesen Weisungen geht unzweideutig hervor: die Parteiführung, das ist die Gruppe um Konrad Henlein, hat«inen praktisch unbeschränkten Einfluß auf die Auswahl der Gemeindevertretungsmitglieder. Di« Partei erivartet offensichtlich-einen großen Wahlsieg. Wenn sich ihre Erwartungen erfüllen, wird die sudetendeutsche Autonomie, wie Henlein sich sie vorstellt, auf dem Gebiete der Gemeindeverwaltung via facti verwirklicht werden. Die Weisungen sind auch eine gute Illustration der zweideutigen Politik dieser Partei, die einerseits vom Staat für sich alle demokratischen Rechte verlangt, ihren Mitgliedern aber diese Rechte zur Gänze ve r- weigert. Die Frau, nach der Verfassung.«in« freie Bürgerin der Republik, darf in der Sudetendeutschen Partei nicht in di« Gemeindevertretungen kandidieren. Wie stimmt das mit der Verfassung überein, die von den Henleinleuten ständig zitiert wird,, wenn sie«inen Vorteil für sich sehen? Wie stimmt es mit den demokratischen Grundsätzen überein, daß ein Mensch allen grötze« reu Städten diktieren kann, welchen Bürgermeister sie wählen sollen? Und ein anderer Mensch allen Gemeinden, wen sie in der Gemeindevertretung haben sollen?" Kapriolen des Amtsschimmels. Prag,-rb« lieber einen geradezu unglaublichen Fall berichtet das„Veö. C. Sl.". Vor dem Gefällsstrafrichter in Bratislava wurde der Lehrer Anton MitoSinka aus der Ortschaft Sträj bei Pieskan unter der erschrecklichen Anklage zitiert, er habe sich einer Ucbertretung nach dem Postgebührenpatent aus dem Jahre 1850 schuldig gemacht, weil er einen Brief, der einer Frankatur von 1(einer) Ki bedurft hätte, widerrechtlich als„portofrei" zur Beförderung aufgegeben hatte. Der Unglückliche erhielt nämlich eines schönen Tages von dem Gefällskontrollamt in Vrbovö eine amtliche Vorladung, die jedoch, wie aus ihrem Inhalt klar hervorging, ihn Überhaupt nicht betraf und ihn nur infolge einer Verwechslung zugestellt worden war. Er wollt« sich dem Amt gefällig erweisen und di« unrichtige Vorladung zurücksenden. Dies tat er in der Weise, datz er die Vorladung in ein Kuvert steckte und dieses mit dem Vermerk versah„Auf amtliche Aufforderung— portofrei!" Statt für die erwiesene Gefälligkeit dankbar zu sein, lellete das Gefällskontrollamt, bzw.«in mit besonderem Scharsiinn begabter Referent dieser Amtsstelle ein Verfahren gegen den Uebeltäter ein, da dieser durch unrichtige Angaben sich der vorgeschriebenen Frankierung der Postsendung arglistig habe entziehen wollen,.wodurch das Postärar um eine KC geschädigt worden seil Mft Feuereifer nahmen sich die »»zuständigen Organe" der Verfolgung der liebel-- täters an und es kam zu einem. Verfahren, bei welchem blotz die dabei verbrauchte Tinte und Formulare mehr kosten dürften als der-in. Frage stehende„Schadensbetrag" ausmacht, gar nicht zu reden von den effektiven Auslagen des Verfahrens und dem Aufwand an Zelt und Arbeitskraft der dabei beteiligten Personen. Der- Gefällsrichter gelangte nach Ueberprüsnng der Sache zu einem Freispruch, womft sich der Vertreter des AerarS aber nicht zufrieden gab und auch noch Berufung anmeldete. Es wäre interessant, zu erfahren, ob die Referenten, die dieses geniale Stückchen aus- geheckt haben,' von höherer Stelle«ine Belobung bekommen haben. Erdbeben in Nordamerika. Um Mitternacht auf Dienstag wurde die Bevölkerung der Staaten Ohio und Kentucky durch«in Erdbeben aus dem Schlafe geweckt. Es handelte sich hauptsächlich um die Städte Indianapolis, Detroit, LouSville und Dayton. Einer weiteren Meldung zufolge wurde das Erdbeben auch in den Staaten Indiana, Michigan, Westvirginia, Illinois, Wisconsin und Ontario verspürt. Frühmorgens wurden Erderschütterungen auch im mitlleren Westen verzeichnet. DaS Erdbeben rief eine grotze Panik hervor. Ernstere Schäden werden jedoch von keiner Seite gemeldet. ES wird gemeldet, daß sogar auf den Philippinen Erschütterungen zu verspüren waren. Katastrophales Hochwasser. Di« Save ist bei Belgrad aus den Usern getreten, über» schwemmte die Inseln und im Hafen das Gebäude, in dem sich die Fahrkarten-BerkanfSstelle der Dampfschiffahrt befindet. Am linken Ufer lonrde eine ganze Zahl niedriger gelegener Häuser Überflutet. In der.ebenfalls Hochwasser führenden Drina sind drei Arbeiter ertrunken, die beim Bau einer Bahnswecke beschäftigt waren.— Durch die riesigen Eismaffen auf der Weichsel steigt das Hochwasser auch in dem Nebenfluß Brahe mit rasender Geschwindigkeit und hat bereits eine seit Jahrhunderten nicht dagewesene Höhe erreicht. Die Strahe zwischen Bromberg, und Thorn ist bei Langenau überflutet. In Bromberg ist die Brahe über die Bollwerkufer getreten. Ein Teil des Hauptpostamtes steht im Wasser. Der Höchststand des Hochwassers wird erst heute«Märtet.— Nach den zweitägigen Regenfällen in Karpatho ruh l a n d ist in den höheren Lagen der Karpathen, wo> bis 160 Zentimeter Schnee liegt, Schneeschmelze«ingetreten., Die Wasserläufe schwellen Überall an. Zwei Autobusse sind auf der aufgeweichten Straße zwischen Ußhorod und Mukakevo, in der Näh« der Gemeinde Komarovce, stecken geblieben. Der Verkehr auf dieser Straße wurde eingestellt. Dampfer vom EiS zerdrückt. Wie aus St. Jones in Neufundland berichtet wird, ist dort-der kanadische Dampfer„Delia"(1257 Tonnen) vom Eis zerdrückt wordenund gesunken. Der Besatzung gelang es, auf einem. EWbevg bis. ans Land zu gelangen. Im Zoo von H a n n o v e r hat ein Elefantenbulle seinen indischen Wärter mit dem. Rüssels niedergeschlagen und den Bewußtlosen dann mit einem Borderfutzgegen das Gitter gedrückt. Der' Inder ist seinen schweren Verletzungen im Kran- kenhaus erlegen, Der Ezkönig und Frau Simpson werden demnächst das Schlotz Candk in Frankreich beziehen, dar in dar Eigentum des Herzogs von Windsor Wergehen soll. Die Trauung-des Herzogs von Windsor mit Frau Simpson soll in der kleinen Kapelle der Schlosser von(Santi stattfinden. Hochzeit vor der Hinrichtung. Das Kassationsgericht von Sofia bestätigte dar Todesurteil gegen zwei junge Männer aus Plowdiw, di« am 28. Oktober v. I. in einer Plowdiwer Borstadt |in räuberischer Absicht«inen 105 Jahre alten Verwandten ermordet hatten. Einer der'Mörder war vor einigen Tagen im Kerker mtt der Schwätzerin seines Komplicen getraut worden: Die 'Hinrichtung der beiden Mörder wird in den nächsten Tagen stattsinden. Revolution auf der Sonne. Die Sternwarte in Pasadena in Kalifornien-meldet, datz auf. der Sonne große Eruptionen, beobachtet wurden, die stärksten seit dem Jahre 1900. Auch haben in der letzten Zeit die Sonnenflecken zugenommen. Verhör über di«'Grenze. An der französtsch-bel- gischen Grenze fand vor einigen Tagen-ein'Verhör statt, wie es in. der Geschichte der Kriminalistti wohl noch nicht vorgekommen sein dürfte. Ein Belgier war von der belgischen Polizei auf Grund von An- gchben der französischen Polizei wegen Fälschung von Hundertfranc-Noten festgenommen worden. Nun bestimmt das internationale Recht, daß die Bürger einer Staates Unter keinen. Umständen ausgeliefert werden, wenn sie auf dem Territorium de» eigenen Staate» verhaftet worden sind, auch dann nicht, wenn sie die Tat im fremden Staat.auSgeführthWen. Der Geldfälscher wird also.in Belgien abgeurteilt'werden. Trotzdem mutzten di^ französischen Untersuchungsbehörden ihn vernehmen, um seine Komplicen festzustellen. Der Gefangene wurde also bi» an die Grenze gebracht, er verblieb jedoch drei Meter hinter dem Grenzstein. In gleicher Entfernung stellten sich auf französischer Seite der Untersuchungsrichter und der Gerichtsschreiber auf. lieber sechs Meter Entfernung also wurde dar Verhör, Wer di« Grenze hinweg durchgeführt. Da» Protokoll wurde gleichzeitig-von den belgischen und den französischen Beamten unterzeichnet, die sich zu diesem Zwecke direkt am Grenzpfahl trafen. Die Größen der Filmwelt für da» dem^rattsche Spanien. Durch-die ganze amerikanische Press« geht der. Bericht über-die Rundfrage einer Filmzeitschrift, wie sich die Größen Hollywood» zum spanischen Bür« gerkrieg stellen. Charlie Chaplin, Marlene Dietrich,. Joan Crawford und' Wallace Beery, um-nur di« bekanntesten zu nennen,' sprechen chrg vollst« Sympathie für-den. Kampf de» spanischen Volke» ab»und Beery, der unvergetzliche Dar- steller de» Poncho Villa,- wünscht dem' spanischen voll, es möge ihm in- seinem schweren Kampfe ein Poncho Billa erstehen.- Nicht.verwundern Krim:«» nunmehr, wenn uns«ine Nachricht'erreicht,!datz'in Hollywood«Ine Versammlung von Filmleut e n veranstaltet würde,' an der unter- dem Vorsitze des englischen Romanschriftsteller» istonaldOgden Stuard Wer-dreihundert! F.Ilmkünstle r Largo Caballero und'seiner'.Rtgievung ihre.aufrichtig« Sympathie-und. die heißestenWünsche für! den Sieg»der Freiheit- im' Kampf- mit.'dem Faschismus ausdrückten.. Unter,den Unterschriften der abgosand» ten Resolutton.finden'wir Nainen'wie Upwn-Stn- clair, Liam O'Flaherty, Mac Gowärn, Luis« Rainern, a,............... Sturm Uber dem Atlantischen Ozean New Nork. Sieben Ueberseedampfer mtt 2000 Passagieren an Bord haben infolge«ints schrecklichen Sturmes, der mtt einer in dieser Jahres« zeit noch nicht g«sehenen Heftigkeit auf dem Atlantischen Ozean wütet, schon jetzt Verspätungen von 12 bi» 72 Stunden. ES handelt sich'n« die.Schiffe„Queen Mary",„Samaria",„Asca- nia",»Ile de France",„Roma",„AmericanFar» mer" und„American Trader".' Auch da» italienische Schiff„Rex", eines der modernsten Motorschiffe der Welt, geriet auf der Fahrt von New Vor! nach Italien zwischen den Azoren und dem Cap St. Vincent in einen solchen Sturm, daß' 2 0 P a s s a g i e t e und Mitglieder der Besatzung verletzt"wurden. Ein Mann der Besatzung st a r b infolge der erlittenen Verletzungen, zwei verletzte Passagiere wurden in Neapel an Land gesetzt und ins Krankenhaus.eingeliefert. Da» Schiff ist genau zur festgesetzten Zett völlig unversehrt in- Genua eingetroffen. Der Verlosung der Gewinste der IV. Klaff» der 85. tschechoslowakischen Klassenlotterie wird am -18. März 1887 um 18 Uhr im Ziehungssaale der Direktion der Staatslotterien, Prag I, Kozi ul. 4, beginnen und wird am 18. März 1887 um.8 Uhr- fortgesetzt werden. verlost werden im ganzen 287$ Gewinste im Gesamtbeträge von 2,428.600 KS, welche den Spielern ohne Abzug au-gezahlt werden. Bon höheren Gewinsten werden auSgeloft: 1 Gewinn zu 180.000 KJ, 1 zu 80.000 Ki, 4 zu je 20.000 K2, 8 zu je 10.000 Ki, 20 zu je 8000 Kk, 80 zu ja 2000. Ki usw. Die amtliche Verlosungsliste wird am 20. März 1887 erscheinen. wahrscheinliche» Wetter heut« Mittwoch, Vorwiegend bis wechselnd bedeckt, später vom Süden Heu erneut Zunahme der Niederschlagsneigung.- Mätzi, kühl, auch im Rarpathengebiete etwas kühler.— Wetteraussichten für Donnerstag: Unbeständig, zeitweise Niederschläge,.im Osten Wärmer al» in den böhmischen Ländern. , Vom Rundfuak• Denner»tasr - Prag, Dender 1:10.05 Deutsche Presse, 11.08» Orchesteuonzert FOO». 12.10: Schallvlatwn, 17,15., Konzrrt eine»-japanischen Geiger», 17.48:, Deutsch» Sendung: Jugendstunde: Au» deutscher Dichtung in Böhmen, 18.10: Tpappschuh-Branden:'.„Zwei Bauern reiten um den Töd", au» dem Roman VHN Martin Bauer, 1848: Deutsche Presse; 18.88:«u» dem deutschen Kulturleben,20.28: Beethoven:®«U genquartett A-Moll, 28.20: Nachtkonzert FOK.— Prag, Sender II114.18: Deutsche Sendung: Sekre- tär Slawik: Da» deutsche gewerblich: Kreditkassenwesen. 14.88: Schallplatten.. 14.40: Urzidil:- Wilhelm Steinitz, Schachweltmeister au» Prag.— Brünn: 17.40: Deutsche Sendung: Arküterfmck, Perls«:' Nene Arbeitergedichte.— Preßburg: 12.88, Mittagskonzert. 18.80: Aua dem Nmionältheater, „Rosenkavalier". Oper von Richard Strauß.Ke» schau: 12.05: Au» Operetten,. 15.10: Rundfunk« orchesterkonzert.— Mähr.-Ostran: 18: Rundfunk« orchesterkonzert: Scarlatti, Händel-'usw,,- 18.10, Deutsche. Sendung: Do:i Menschenlchicksale,..... Mb- Mittwoch, 10. Mär» 1037 ■Seile S Rundfunkhörer waren Zeuge einer Schiffstragödie Während der Nacht lief der englische Frachtdampfer ,Allard Earnle" im dichten Nebel ans die Klippen der englischen Küste in der Nähe von Falmborough auf. Die verzweifelten SOS-Rufe wurden von verschiedenen Vinndfunksendern ausgenommen und weilergegeben, so Satz er noch in letzter Stunde gelang, die. fünfzehnköpsige Besatzung zu rette». Die Rundsnnk- hörer dieser Gegend waren daniit Zeuge der Schifft- tragödic. Hier sieht man den gescheiterten Dampfer auf den Klippen. Qustaul VERBÜRGT DAS GLAS!l^ lereien und drei Fleischereien gehören, haben für 88 Millionen ftö Waren geliefert. Am Jahres» schluß wurden den Mitgliedern drei Millionen KL an Rückvergütung verrechnet.. verschiedenen ideologischen Einstellungen klar zu umschreiben und zu begründen, sondern darum, ob man es wirklich ernst meint, wenn man sich zu dieser oder jener Ideologie bekennt. Die Ein» heitsfrag«ist vor allem«ine Frage der Moral und der Auf» richtig leit gewordenl Mit gefühlvollen Verallgemeinerungen ist der wahrhaften Einheit wenig gedient. Hingegen kann es im Interesse der guten Sache und damit eines klaren Verhältnisses fein,, wenn es deutlich und ohne Zweideutigkeit gesprochen wird, tvie dies I. Rens, einer der Sekretäre der belgischen Lau» deszentrale, in einem der EinheitSftag« gewidmeten Artikel von.„Le Proletaire" tut. „Wenn sich die Kommunisten wirklich ernsthaft und ehrlich zur Demokratie bekennen und einverstanden sind mit einer Politik der internationalen Zusammenarbeit und der Taktik der Sammlung aller demokratischen Kräfte, so gibt«S keinen Grund mehr, die Spaltung weiter dauern zu lassen. Es ist jedoch bewiesen, daß die Kommunisten die organische Einheit nicht wollen. Auf ihrem letzten Kongreß haben sie den lächerlichen und unannehmbaren Vorschlag des Anschlusses der Kommunistischen Partei an die Sozialistische Arbeiterpartei in der Form einer selbständigen und unabhängigen Fraktion gemacht. Gibt es vernünftige und ernsthafte Männer, die zu behaupten wagen, daß ein solcher Vorschlag der Einheit dient? ES sind die Kommunisten gewesen, die die Verleumdung in die Reihen der Acheiterschasf ein» geführt haben. Wenn die Kommunisten wirklich aufrichtig für die Einheit sind, so müßen sie damit beginnen, daß sie Beweise für jene Einstellung geben, die die Einheit zur Wirklichkeit machen, d. h. sie müßen Kameradschaftlichkeit, Solidarität und Vertrauen rin den Tag legen. Eine geeinte Bewegung ist ohne Kameradschaftlichkeit, Aufrichtigkeit, gegenseitige Achtung und Solidarität unmöglich. Alle diese Eigenschaften sucht man bei den Kommunisten vergeblich. Die Kommunisten, die sich heute Demokraten nennen, sind jedoch in Wirklichkeit Gegner der Demokratie. Wenn man bei einer solchen Sachlage den Ruf erhebt„Einheit oder Untergang", so trägt man zur Verwirrung der Arbeiterschaft und damit zu ihrer Schwächung bei." angaben. Auf das Dach der Gesandtschaft ließ er ihren RameU groß aufmalon, damit sie von den Bmnbern geschont werde. In dein exterritorialen Gebäude beherbergte er eine ganze Anzahl Faschisten, die von dort aus für die Rebellen arbeiteten. Men diesen belastenden Dingen nachzugehcn, lehnten di« zurückgekehcten Beamten der Gesandtschaft ab und verhinderten deren amtliche Feststellung. Die pomphafte Hcimbefärderung und Bestattung der Leiche dieses Borchgrave hat seinerzeit EmileBandervelde veranlaßt, aus der Regierung auszutreten. Ole Einheitsansebote der Kommunisten an die belgischen Gewerkschaften sJGD) In Belgien steht in neuester Zeit das Problem der Einheit auf politischem und ge- Iverkschastlichem Gebiet wieder im Vordergrund. Bei der Behandlung dieser,Frage zeigt es sich in Belgien— wie in anderen Ländern—, daß eS sich letzten Endes nicht so sehr darum handelt, die Wer war Borchgrave? Und' warum Vandorvelde das Kabinett verlief} Man erinnert sich, daß vor wenigen Wochen dl«, spanische Volksfrontregierung 1 Million Francs Schadenersatz an Belgien gezahlt hat, weil '«in«belgischer Diplomat" namens Borchgrave in Madrid erschoßen worden war. Soeben ist unser bekannter Genoß« Camille Huys maus, Präsident der belgischen Kammer, aus Madrid heimgekehrt. Er unter- brestete dem Außenminister Spaak das Ergebnis eigener Ermittlungen, daß nämlich jener Bor ch« grave kein Diploissat, sondern«in Ab« n t« n r e r war und nicht von spanischem Misitär, sondern von belgischen Landsleuten er» .schpffkn. worden ist,, weil sie sich seiner Spionage- tätigkeit für die Rebellen vergewissert hatten. Der Minister erklärter wenn die genaue Untersuchung diese Feststellungen bestätige, so werde Belgien die Million der spanischen Regierung zurückstellen. HuySmanS hat natürlich auch dem Parteivorstand ausführlich berichtet, u. zw. folgendes: Borchgrave war«in gewissenloser Gr« fchäftemacher. Mit anderen betrieb er seinerzeit in Belgien eine Art Arbeiter-Sparkaffe, in die 6000 Personen rund 88 Millionen Francs einzahlten. Sie alle find um ihr Geld gekommen: Die Buchführung wurde■— zu spät— als in voller Unordnung erkannt. Borchgrave verschwand vor dem drohenden Strafprozeß nach Spanien. Dort schwindelt« er.einer PanklO.ÜOO Pesetas heraus, wofür er eingesperrt wurde. Wieder gelang«S ihm, zu entwischen. Er blieb in Spanien Uyd war Vertreter der deutschen Autowerke DKW. Ms dfe belgische Botschaft wegen der Gefährdung dürch die Francoflieger Madrid verließ, erwirkte er bei dem Botschafter, daß ihm das Haus anvertrautwurde, Er stand in> eifrigem Verkehr Mit einem französischen'Nachrichtenagenten und mit der Internationalen Brigade. Zugleich aber .kreuzt« er mehrmals in einent Auto mit der Auf». schrift»Arzt" die Front, auf deren anderen Seite Im Jahre 1084 erregte in Dresden ein« Erfindung Aufsehen, die ein dort wohnender Amerikaner, Ingenieur Otto Hehn, geniacht hatte: eine neue Filmleinwaud, auf der die Bilder plötzlich Tiefenwirkung haben, die vordersten Sitzplätze„flimmerfrei" sind; auf den Settenplätzen ist keine Verzerrung des Bildes zu spüren, und die Projektion muß nicht im rechten Winkel, sondern kann von einer beliebigen Stelle aus erfolgen— kurzum,«ine ganz wesemliche Verbesserung der. bisherigen Kinovorführung. Diese „Wunderleinwand" ist nicht wie die bisher übliche gerade gespannt, sondern in einer bestimmten, nach der,Gzöße des KjnhS.und., dep».Wckwinkel. der äußersten SeitenpWe berechneten'Kurve nach" dem Zuschauerraum zu konkav gebogen, sowohl nach der Länge wie nach der Breite. Kaum war in den Zeitungen von dieser Erfindung berichtet worden, als Ingenieur Hehn nach Berlin ins Propagandaministerium zitiert wurde. Hier wurde ihm klipp und klar der Vorschlag gemacht, er solle zumindest pro forma auf seine Urheberschaft an dieser Erfindung verzichten; man habe die Absicht, sie als„nationalsozialistische Errungenschaft", als Produkt des Dritten Reiches auszuposaunen. Der Amerikaner, im Bewußtsein seines ausländischen Passes, antwortete auf diesen Vorschlag lediglich mit einem Zitat aus Götz von Berlichingen und fuhr nach Dresden zurück. Als der Zug in. den Bahnhof einfuhr, warrete bereits ein SS-Kommando auf ihn, um ihn nach dem Konzentrationslager Sachsenburg zu bringen. Hier blieb. Hehn zwei volle Jahre, und«S gelang seinem Konsul nicht, ihn herauSzubekom« men— er hatte ja„die Reichsregierung beleidigt". Im vergangen,«» Herbst endlich bekam man ihn ftei, und er stihr nach Prag. Hier begann er sofort mit neuen Versuchen. Prager Film- und Geschäftsleute interessierten sich lebhaft dafür, und«in großes Kino, Ecke Wenzelsplatz und Waf- sergasse, stellte sich ihm für sein« Experimente zur Verfügung. Hier ist bereits seit einigen Wochen die „Wunderleinwand" eingebaut. Biele Prager werden sich schon gewundert haben, daß diese Leinwand krumm ist statt gerade und eine merkwürdig Beschlftigtenbewegung Im tschechischen Gebiet • Der Prager Zentralverband der Krankenversicherungsanstalten, welcher 84 Anstalten vereinigt, stellt, in setnem Bericht über die Lerstchertenbewe» gung im Jänner fest, daß der Rückgang der Ber- > sicherten vom Dezember 1988 auf den Jänner ,1087 um fast zwei Prozent größer war al» der !Wckgang vom Dezember 1988 auf den Jänner >.1986, also um«In J bau" z. B. erscheint seit Jänner mit einem dem Abzeichen der Deutschen Arbeitsfront nachgebilde- ; ten Symbol:. 8 aneinandergesetzte Haken in einem . Zahnrad; am Hakenkreuz fehlt hier nur noch ein , Haken. Aufrüstung in Aegypten. Das ägyptische I Kabinett bewilligte die Summe von 190.090' Pfund Sterling für die Beschaffung von Kriegsmaterial. Die Nazipropagand» in der Schwel, macht in der letzten Zeit wieder besonders böses Blut. Di« nationalsozialistische Preßekorrespondenz in Luzern, die sich„Eidgenössische Korrespondenz" nennt, treibt ungeniert nationalsozialistische Propaganda und. mischt sich unter, der Flagge der Besorgtheit um di« Schweiz fortgesetzt in beim innerpolittsche Verhält-, nisse ein. Natürlich wird auch überall„Bolschewismus" gewittert, obwohl jeder Kind Weitz, daß di« kommunistische Bewegung in der Schweiz kaum ein« Rolle spielt und ihr Einslutz gerade in. der letzten Zeit besonder» zurückgegangen ist. Die Baseler Na« tionalzeiwng, die den Nationalsozialisten täglich di« Währheit sagt, wird als— bolschewistisch bezeichnet, und.die Luzerner Korrespondenz geht so weit, da« Blatt eine» d«„schmutzigsten Preffeerzeugniffe" zu nennen. Der.Internationale Pressedienst", der mit der Eidgenössischen Korrespondenz zusammenhängt', tteibt die-Goebbels-Propaganda in der.Schweiz noch : viel ärger und unverblümter und beteiligt sich auch . an dem Preffefeldzug gegen Oesterreich. Die Schwei« »■«■mwKswi- w_ z«r Blätter machen au» ihrer Empörung über dies« er seine Freunde hatte, denen er Nachrichten nattoyalsozialistische Agitationszentrale kein Hehl brachte, die der Rebellcnarfilleri« die Richtung und fordern ein Eingreifen der Behörden, Zunahme der Arbeitskampfe Im Jahre 1936 Forderung nach Lohnerhöhung im Vordergrund Laut Mitteilung des Statistischen Staatsamtes gab es im Jahre 1986 insgesamt 288(im Jahre'1988: 216) Streiks in 2928(872) Betrieben. Ist den betroffenen Betrieben waren 60.494(83.218) Arbeitnehmer, von denen 80.888(86.081) ftteikten und 2876(8072) infolge Streik» feierten. Insgesamt betrug bei den Streiks der Verlust an Arbeitszeit 608.888(468.079) Arbeitstage und der Lohnverlust 11,089.018(8,445.289) KC. Nach Gewerbeklassen entfallen 89 Streiks auf die Baugewerbe(88.188 von den Streikenden versäumte Arbeitstage), 48 Streiks auf die Stein- und Erdenindustrie(29.641), 80 Streiks auf. die Holzindustrie(60.487), 19 Streik» auf die Textilindustrie(189.604), 18 Streik» auf die Dtttallindustrle(49.216),.elf Streiks auf die Landwirtschaft.(68.684). Auf die übrigen Gewerbellassen entfallen insgesamt 48 Streiks(69.269). Hinsichtlich der F o r d e r u n g e n der Streikenden wurde bei 18 Stteiks ein« Nichtkürzung der Ahne verlangt(7808 versäumte Arbeitstag«), bei'128 Streiks eine'Lohnerhöhung(207.249), bei 87 Stteiks waren sonstige Lohnforderungen (178.168) die Ursache, bei 28 Stteiks handelte «» sich um organisawrische Forderungen(8740), bei' 80 Streiks waren sonstige Forderungen ,(148.802). . Das Ergebnis der Streiks War in 88 Fällen«in voller Erfolg(86.260 Arbeitstag«), in 152 Fällen ein Teilerfolg(487.470), in 49 Fällen ein Mißerfolg(19.106) und in vier Fällen ist das Ergebnis noch nicht bekannt(4114). Nach Ländern entfallen auf Böhmen 88 Streiks(288.484), auf Mähren und Schlesien 66 Streiks(78.678), auf die Slowakei 80 Streiks (173.666) und auf Karpathorußland 25 Streiks (61.141). Aussperrungen gab es im Jahre 1986 8 '(im Jahr«'1986 8), und zwar zwei in der Stein» und Erdenindustrie sowie je«ine in der Metallindustrie, in der chemischen Industrie und in der Holzindustrie. Betroffen wurden 5(8) Betriebe mit 844(1116) Arbeitnehmern, von denen 640(780) ausgesperrt tvurden. Die Aus» gesperrten versäumten 4188(81.438) und die infolge der Aussperrungen Feiernden 868(?) Arhettsfager^tzer Lohnverlust der«rsterep- betrug- Ü0.868Il^i07.47.S)I'und der Weren l5:0'0(r (?) Ki£' In zwei Fällen handelt« eS sich bei" den Ausgesperrten um Lohnforderungen und in zwei Fällen um andere Forderungen. Das Ergebnis für die Arbeitnehmer war in einem Fall ein boller Erfolg, in drei Fällen«in Teilerfolg Und in einem Fall ein Mißerfolg. Auf Böhmen entfallen drei Aussperrungen, auf Mähren und Schlesien«Ine und auf die Slowakei eine Aussperrung. Insgesamt wurden daher durch 268(im Jahre 1988: 219) vttrik» und Aussperrungen im Jahre 1986 2928(im Jahre 1988: 880) Betriebe mit 70.888(84.888) Arbeiwehmern bettoffen, von denen 81.028(88.881) entweder mittelbar aber unmittelbar durch die StteikS und Aussperrungen in MUleidenschast gezogen wurden. Diese Arbeitnehmer versäumten 608.081(490.417) Arbeitstage und verloren au Lohn 11,194.871(9,552.788) Ki. Zwei Jahre Konzentrationslager für eine Erfindung„Farbfilm mit Tiefenwirkung" «Seife<5 .Sozialdemokrat* Mittwoch, 10. Mürz 1037.«e. 5» 8part-5pLek-1WrpwpfKgr Jumsl uod Mssea „Der Faschismus in Frankreich", Vortraa von Fran Maurice H e r r m a n n, Redaktenr de»»P-vn, laire" Pari», heute, Mitttvoch, nm 20 Uhr, Saal de» AcwerlschaitshaulcL, Vraa l., Na Peröüjn! 11. Einladungen: Liga für Menschenrechte, Prag II-, Ziinä 18, Telephon 201.71. zeichneten Stelle feinMstoßenen Pfeffer in die Augen schleudern und der Geblendeten de» Koffer mit'dein wertvollen Inhalt entreissen. Er, Stanzl, wollte mit einem Mietauto in der Nähe warten und den Raub in Sicherheit bringen. Milhelin Sch. hörte diese» Angebot an und stimmte scheinbar zn. Als beide ihre Strafe verbüßt hatten, stellte sich der alte Verbrecher Stanzl einer Tages in der. Wohnung des Wilhelm Sch. ein und erklärte ihm, dass der Plan denmächst durchgesührt werden könne. Er habe bereits einen Chauffeur zur Teilnahme gewonnen,. der für die Beistellung des Wagen» 10.000 Ke bekommen sollte. Wilhelm Sch. ist aber keine kriminelle Natur und al» er sich vor die Entscheidung gestellt sah, zog er e» vor, von dem verbrecherischen- Anschlag zurückzutreten. Er setzte sich mit dem in Frage gebenden Chauffeur in Ver» bindung, der gleicher Meinung war. Sie verständigten die Polizei, die Stanzl in dem Augeichlick fest, nahm, al» er sich in dem Mietauto an dem vereinbarten Ort einfand. Den zur Inszenierung de» Planes erforderlichen gestossenen Pfeffer hatte er in einem Papiersäckchen mitgcbcacht. Angesichts dieser Sachlage gab cS nicht» zu leugnen. Theodor Stairzl wurde neuerlich zu drei Fahren schweren und verschärften Kerker» verurteilt. Mobilisierung aller Frledcnshrätte! Gegen den Krieg! rar das Wohl der UensdiheN! Heute Mittwoch freuentegskundgebunB um 19 Uhr im Steinersaal Referentinnen: Gen. OUStl Scheffer und Abg. M. Jurneikovt Tlrigenten-Wechscl im Deutschen Theater. Der bisherige Opernchef des Grazer Stadtthcaters, Karl R a n k l, wurde nach feinem einstimmig gelobten Dirigiergastspiel am vergangenen Samstag al» erster Kapellmeister an da» Prager Deutsche Theater verpflichtet.(Rankl wird hier also die Stelle einnehmen, die früher Professor Szell innehatte. Dieser scheidet damit aus der festen Bindung an dieses Institut und soll im kommenden Fahr nur zu gelegentlichen Dirigiergastspiclen herangezogen werden.) Rankl hat sich in Oesterreich, Deutschland und in der Tschechoslowakei.n allgemeinen nur jüngere oder ältere Damen zu berufen, die aus dem Verrat ihres ungetreuen Liebsten einen materielle» oder moralischen Schaden abzuleiten bemüht sind. Anders in diesem, vor dem hiesigen Bezirksgericht verhandelten Fall. Hier berief sich ein Mann darauf, daß ihn seine Geliebte und Braut durch Nichteinhaltung eines gegebenen Eheversprechen» beträchtlich geschädigt habe. Dieser Mann ist Kaminfegermeister und in reichlich gesetzten Jahren. Er machte die Bekmmtschaft eines um 20 Jahre jüngeren Mädchens mid nach einiger Zeit kam es zur Verlobung. Ehe die Ehe offiziell auf dem StairdeSmnte bestätigt wurde, zogen- die beiden zusammen wri> lebten tu gemeinsamem Haushalt. Eines TagcS erklärte die Braut, sie müsse nach Hanse fahren, um ihre Aussteuer in Ordnung zu bringen. Ihr Bräutigam begleitete sie auf den Bahnhof, drückte ihr»och eine Tausendkronennote in die Hand, damit sie sich zu Hause nichts abgehe» lassen müsse und kehrte in sein verödetes Heim zurück, wo er sehnsüchtig die Tage bis zur Rückkehr seiner Braut und Gefährtin zählte. Er wartete lange Zeit und mit steigender Unruhe, bis schließlich ein Brieflein eintraf, in welchem ihm die Brant kurz und sachlich mitteilte, sie habe sich die Sache überlegt und trete von der Verlobung zurück. Tief gekränkt wußte der verlassene Bräutigam nichts besseres zu tun, als gegen die Braut die Strafanzeige wegen llebcrtretung de» De» t r u g e S zn erstatten, wobei er sich darauf berief, daß ihm durch das Zusammenleben Auslagen entstanden seien, die er nie auf sich genommen hätte, wenn er gewußt hätte, daß die Ehe nicht zustande kommen werde. Besonders die beim Abschied geschenkte Tausendkrvnennote tat ihm ungemein leid. Vor dem Richter erklärte die Angeklagte mit großer Zungenfertigkeit. eS könne von irgendeiner „listigen Vorspiegelung" überhaupt keine Rede sein. Sie hätten zusammen gelebt und eS sei selbstverständlich, daß der Mann die Kosten der Zusammenlebens zu tragen habe. War sie sonst von dem gewesenen Bräutigam bekam, einschließlich jener Tausendkroncn» note, seien freiwillige Geschenke gewesen. DaS Gericht sprach die Angeklagte natürlich frei, zur großen Enttäuschung deS Exbräutigams, der sich auf solche noble Art an der Ungetreuen sein Mütchen kühlen wollte. beleben und weiter den Arbeitsplan sowie besonder» da» Kreisjugendlager vorbereiten. Dar Kreisjugendlager soll in der Zeit vom 12. bis 18. Juli stattfinden, eine besondere Kommission wird die PlahauStvahl treffen. Die Aktion„400 neue Turnwarte" nimmt einen guten Verlauf. Nach der Gruppe Königsberg hat nunmehr auch die Gruppe Eibogen den viertägigen Kurs abgeschlossen. Im Grnsliher Turnbezirk wurde Sonntag begonnen, in Silberbach versammelten sich die Techniker der oberen Gruppe und in Schindelwald jene dec unteren Gruppe. Der 8. Bezirk setzt seine Kurse am 14. und 21. März in beiden Gruppen fort. Am 7. März hat auch der 1. Bezirk mit der Kuriaktion begonnen. Im 4. Bezirk fand Sonntag der Bezirksverbandstag statt. BundeSerzidher Genosse Storch erstattet««in Referat, vom Kreis war der Kassier Genosse G r ü n e S bei der Tagung In Tuschkau. Der 5. Bezirk hatte SamStag, den 6." Marz/ seine Vereine nach Neusattel gerufen, die Vereinsvertreter wickelten eine lebhafte Diskussion über den Bundestag ab. Die Sozialistisch« Jugend,(Kreis Prags, gemeinsam mit der Ml&dei socialnS demokra- tickä, veranstalten am 14. März, um 10 Uhr vormittag» im Kino„UVejvodü" eine einmalig« Vorführung des FilmS: Madrid In Mammen Karten zu KL 2.— und 4.— bei den SJ-Funk- tionären. Der Reinertrag wird zugunsten der Opfer des spanischen Bürgerkrieges verwendet. Drei Zähre schweren Kerkers für einen nicht vollendeten Versuch der Anstiftung zum Verbrechen des Diebstahls Prag.—rb—'■ Urteile solcher Art ergehen nicht häufig. Der 47jährige Theodor Stanzl, der gestern unter Beschuldigung dieses langatmigen Deliktes vor, dem Strafsenat War«^et erschien, ist ein hartgesottener BernfSveckrecher. Während seiner Strafverbüßung im Pankrazer Gefäng nis machte er die nähere Bekanntschaft eines Mit- häftlings namens Wilhelm Sch., den«r alsbald zu bearbeiten begann, um ihn nach der Freilassung als Helfershelfer und Komplicen gebrauchen zu können. Ein richtiger BerufSveichrechcr trägt in seinem Kopf ständig verschiedene wohldurchdachte Projekte und so konnte er seinem Mithästling Wilhelm Sch. den fertigen Plan zn einem Komplott unterbreiten, der ihnen gleich nach ihrer Freilassung daS ansehn« licheSümmchenvoneinerhalbenMil- l i o n KL verschafft hätte, ein Betrag, der immerhin geeignet ist, Leute in Versuchung zn führen. Ziel de» verbrecherischen Anschlages war dieIuw« len- handlungOttoKlein in dcr Pariser Straße. Der BerufSgauner Stanzl hatte ausbaldowert, daß die Verkäuferin allabendlich nach Ladenschluß in einem Koffer Wertsachen im Werte von 400.000 bis 800.000 KL au» dem Laden trug, um sie über Nacht in sicheren Gewahrsam zn bringen. Stanzls Plan war fix und fertig. Der von ihm bearbeitete Mit-__ -Häftling sollte der Verkäuferin an einer genau be- i spiel Kramer-Glöckner. Vern Zusammenschluß- Verbandstag entgegen Jede Woche vor dem BcrbandStag bringt für die Atus-Kreise und-Bezirke Tagungen und Kurse, denn bi» Ostern muß der erste Teil des Arbeitsplanes bewältigt sein. Die Leitung des 8. Kreises hat in ihrer letzten Sitzung u. a. beschlossen,«in Abschluß-Skispringen auf der Roten Schanze und eine Kreir-Äeräte-AuSscheidung durchzuführen. Das letzte Wintersporttreffen wird Ostermontag stattfinden, der Gerätemann- schaftstvettkalnpf zwischen den besten Turnern und Turnerinnen aller Bezirke findet atn 2. Mai im Bergarbeitcrhcim in Falkenau statt. Die Kreis- sPartenleitcr werden om 11. April zu einer großen Arbeitstagung znsammengerufen- Diese Tagung wird die Beschlüsse des Bcrbandstages Am 1. Mai: Pariser Weltausstellung Paris, Anfang März 1937 Noch vor zwei Jahren erwog man ernsthaft, die für 1937 vorgesehene Pariser„Ausstellung der Kunst und Technik im modernen Leben" auf 1939 zu verschieben; vor etwa einem Jahre aber sah man schließlich einig« hundert Arbeiter auf dem künftigen Ausstellungsgelände. Dann wurde das vor etwa einem halben Jahrhundert gebaute Volkstheater Troradöro, das häßlichste Gebäude von Paris, eingerissen. Ende des Sommers waren bereits 2000 Arbeiter mit der Herstellung der Pavillons beschäftigt, und heute arbeiten 8000 Personen, damit die Ausstellung am 1. Mai eröffnet werden kann. Die Zahl der Arbeiter soll'in den nächsten Tagen noch erhöht werden. Ein ganzes Viertel von Paris, 199 Hektar in der Umgebung des Eiffelturmes, verwandelt sich, unterirdische Autostraßen werden geschaffen, Brücken erweitert und verlegt, Häuser eingerissen und neue Ausblicke eröffnet, und schon sieht man kleine AuSstellungsdörser und Gerüst«, di« baldige Bau-Beendigungen andeuten. Als die französischen Unternehmer nach einigen Monaten Bolksftont-RegierUng merkten, daß Lion Blum noch am 1. Mai vielleicht Minister- Präsident sein könnte, begannen sie allerhand Schwierigkeiten, um dar Eröffnungsdatum hin- auSzuzögern. Sie wollten der Bolksfront-Regie- rung den Ruhm nicht lassen, diese Ausstellung rinzuweihen, obendrein'am 1. Mai, dem Feste der Arbeit. Wer die Regierung griff hart durch. Sie ließ die Unternehmer wissen, daß sie keinerlei Verzögerung dulden werde, sie setzte dann den früheren sozialistischen Kammerabgeordneten Jean Locquiy als„Generaldelegierten des Ministerpräsidenten für die Weltausstellung des Jahres 1937" ein, dessen Hauptaufgabe darin besteht, dafür zu sorgen, daß di« Ausstellung rechtzeitig fertig wird. Blum hielt schließlich vor zwei Wochen selbst an die Arbeiter auf den Baustellen eine Ansprache, in der er auf die Wichtigkeit hin« wies, die die Ausstellung, für di« Volksfrontregierung habe, und in der er betonte, daß die Regierung auf der Ausstellung den Besuchern das Frankreich der Schaffenden zeigen wolle. Vor einigen Tagen wurde auch der Grundstein für den Pavillon der Freien Gewerkschaften(Vorsitzender: LLon Jouhaux) gelegt. Jetzt verfügte die Regierung sogar, daß für die AuSstellungSarbet- ten nur Arbeiter neu eingestellt werden dürfen, die Mitglieder der Freien Gewerkschaften sind. DaS wird damit begründet, daß einzig diese die nötige fachliche Eignung der Arbeiter gewährleisten können. Die französische Reaktion ist erbittert. Erft, wandt« sie sich gegen die Einführung der Vierzigstundenwoche auf den Bauplätzen der Ausstellung. Doch ist diese seit Mitte Dezember überall eingeführt. Dann ließen die Unternehmer, al» Ende Dezember ganze acht Bildhauer(von den damaligen 4699 Arbeitern I) anderthalb Tage lang, streikten,, riesige Artikel in der ihnen willigen Presse über Arbeiterstreiks bei der Ausstellung veröffentlichen.- Diese Artikel wurden in der Hearst-Presse in Amerika mif den üblichen Ueber- treibungen nachgedruckt, und als damals der Unterstaatssekretär de Tessen nach Amerika ging, war er ganz erstaunt, dort von Riesenstrelks, auf dem Pariser Ausstellungsgelände zu hören und überall einem mißtrauischen Lächeln zu begegnen, als er ankündigt«, die Ausstellung werde am 1. Mai eröffnet werden können. So arbeiten die „Patrioten" gegen ihr eigenes Vaterland und gegen den Fremdenverkehr in ihrem Lande!— Dann entstand eine lange Polemik über die Rede, I die LLon Blum vor den Arbeitern der Ausstellung hielt, und jetzt wollen die Bauunternehmer beim französischen„Staatsrat"(dem französischen j Oberverwaltungsgericht) gegen die Verfügung Beschwerde einlegen, daß nur Mitglieder des. Gewerkschaftsbundes, als^Arbeiter neu eingestellt Werden können.■•'**’ i s Seit einigen Tagen Hilst der Himmel den Unternehmern: Die Erhöhung des Seine- Niveaus hatte bereits die UeberschwemMung einzelner Baugelände am Seine-Ufer zur Folge. Schon frohlocken die Gegner der Regierung l Welchen Sinn diese der Ausstellung gibt, erklärte kürzlich Jean Locquin in einem Zeitungsartikel: „Frankreich will denen,' die die Welt schon in,ein Schlachtfeld verwandelt sehen, das mtt Blut und Ruinen bedeckt und-das endgültig den Barbaren des 29, Jahrhunderts ausgeliefert ist, das ermutigende Beispiel eines selbstbewußten Volkes geben/ das nicht zittert, das den Krieg nicht fürch, tet, sondern das ein unbesiegbares Vertrauen in den Endsieg der Vernunft und des Friedens hat", Kurt Lenz,, Metern ausscheiden, der Sturm drehte den Springer In der Luft, so daß er stürzte. Sieger Im S p r u n g» lauf wurde Werner Eska(Mertham), sein weitester Sprung war 88 Meter und überbot damit den Schanzenrekord, welchen seit dem Bundes- wintersportfest der DTJ-Sportler Skoda mit 84.8 Metern snne hatte, An zweiter Stelle Placierte sich der'Eibenberger Baumgartl und Dritter wurde der Bärringer Willi Eska,, welcher 40. 47.8 und. 82 Meter sprang. Der Sieger im Jugendlauf Schütz(Bärringen). brachte er sogar auf 41, 48 und 88.8 Meter. Leider wohnten diesem Sportereignis nur wenige Zuschauer bei, war vor allein auf die kurze und schwache Propaganda zurückzuführen ist. VerelmocftckMea _ DaS Franentmmrn ist infolge de» A Frauentages verschoben worden . JHh und wird am Donnerstag von halb 7 bis halb 8 Uhr sein- Alle Turngenossinnen mögen an der FrauentagSkuichgckbung(siehe Aickün- PKAG digung) teilnehmcn. Kinderfreunde, Prag. Freitag, 12. Mär», abends 8 Uhr, im Parteiheim AuSschußsitzung wegen des OsterlagerS der Roten Falken. Schon diesen SamStag, den 13. März,, veranstaltet der EinheilSverband der Prwatangeftellten im großen Saale der„Lueerna" einen Mp-keu» ball unter der Devise„D i e W sir k st R« klam e". Außer den bewährten Musiktapelltn der Kollegen„Jarda, Tech und SOS" wirken in d« Mitternachtsszene im Rahmen einer Jazzschau mehrere bekannte Jazzkapellen, mit, unter anderen Harry Harden und Harry Osten und der populär« Humorist Ferenc Futurista. Eintritt inklusive Steuer io ice. Jeanette Macdmtald. i im Film„Sau Francisko" Elp Tatsadwnberldrt aus den barüditigsten Konzentrationslagern ..„Staatliche» Konzentrationslager VH von Kl. Hinrichs gebunden .»Dachau" von Walter H o r n u ng'- gebunden K6-Me-— Zu beziehen durch die: ZentralsteÜe für-hahBga dungswesen Praha XII.,' Slezftt 18.-; Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Hau» oder bei Bezug durch die Post monatlich ftö 18.—, vierteljährlich ftö 48.—, halbjährig iiö 96.— ganzjährig Ai 192.—.— Inserat« werden laak Tarif billigst berechnet. 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