Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit«»«nähme de« Mont«, täglich früh Redaktion und Verwaltung: Prag XL, Fochova 62- Telephon 58077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl K«rn, Prag Einzelprel» tu ielnjchließl. s Heller Port») Aus dem Inhalt: SdP-Advokat wegen Veruntreuungen suspendiert Osterferien des Parlaments Die Industriellen gegen Arbeitszeitverkürzung 17. Jahrgang Samstag, IS. März 1S37 Nr. 62 via Offensive rum Stehen gebracht Der NordfIQgel halt stand, Schwere Verluste der faschistischen Invaslohsarmee• 22 Tanks zerstört General Miaja und feine heldenmütigen Truppen Halen sich der furchtbar schwierigen Aufgabe, die auS dem Flankenangriff Melas bei Guadalajara entstanden ist, gewachsen gezeigt. Die Rebell«, von italienischen Generalstüblern nunmehr besser geleitet als bisher unter den angestammten Führern, hatteir versucht, zunächst durch die heftigen Angriffe am Jaraina, südlich von Madrid, die Verbindung der Hauptstadt mit Valencia abzuschneiden. Das gelang nicht in den» erstrebten AuSmatz, die Verbindung ist»war erschwert, aber nicht abgrschnitten und die Offensive wurde durch kühne Gegenangriffe zum Stehen gebracht. Immerhin waren aber nun beträchtliche Teil« der Verteidiger auf dem Südflügel gebunden. DaS benützten die Leiter der JnvasionS- arm«, um die schnell bewegliche» italienischen Divisionen, die vor Malaga gekämpft hatte» und die man nach Madrid gezogen hatte, durch daS Gebirge zu führen und in überraschendem Stoss in vier Kolonnen gegen dir Nordflankeder Madrider Front bei Guadalajara(auf der Strass« nach Siguenz») anznsetie». Dieser Stoß sollte Miaja völlig überrunipeln, die schwachen Linie» der Volk-arme« im Norden zerreißen und tief in dri» Rücken der" Madrider Zentralstellung dringen. Nur ruhige Nerven, Umsicht und rasche- Handeln konnten n>m die Lage wiedrrherstellen. Miaja hat eS anscheinend verstand«», g«rügend viele Reserven und in genug rascher Konzentration an den e n t s ch e i d e n d e N S t« l l e n einzusetzen. Damit hat er den Vormarsch der Armee Mola nach gewissen Anfangserfolg«» der Angreifer bei Guadalajara zum Stehen gebracht. Auch dort entwickelt sich eine blutige und schwere Stellungsschlacht. Die Lage der Hauptstadt, die enger umklammert ist alß bisher, ist schwierig genug, aber der vernichtende Stoss in den Rücken ist aufgefangen. Der Todesmut der verlorenen Bataillone, der„Löwen von Alicante" und der„Roten Löwen" voir der internationalen Brigade, die umsichtige Leitung MiajaS und die natürliche Kräfteerschöpfung, mit. der jeder Angriff, nach einigen Tagen rechn«» mutz, haben di« Schlacht zum Stehen gebracht, ehe das operative Ziel Frqncos erreicht» ehe der strategische Erfolg ausgereift war. Madrid..(HavaS.) Gegen 15 Uhr '(Donnerstag) ging daS intensive Feuer"am Guadalajara-Abschnitt in eine heftige Offensive über. Bon Artillerie unterstützt, rückte» 32 Aufständischen-Tanks gegen die republikanischen Schützengräben vor. Die Artillerie hatte bereits voii» frühen Morgen an ohne Unterlaß zu beiden Seiten der Aragonstrasse ihre Tätigkeit entfaltet. Die Republikaner setzten hartnäckige»» Widerstand entgegen. Die Aufständischen wiederholt«».viermal ihrm Angriff und wurden viermal zurückgeschlagen. Die republikanische Artillerie bewies eine gross« Wirksamkeit. Die Augenblicke deS Zö- gerno in den anfständischm Reihen benützend, unternahmen die Republikaner an der linken Front«inen heftigen Gegenangriff. Freitag, zeitig morg«»S, wnrde der Kampf mit der gleichen Heftigkeit und Grausamkeit fortgesetzt. Es verlautet daß die Republikaner an einigen Stellen einiges Terrain gewonnen hab«». Ferner heisst es, daß während der letzten vier.Tage dir Aufständischen 3000.Tote und Verletzte einbüssten. Freitag wurden neun Aufstän- dlschen-TankS vernichtet oder unbeweglich gemacht, so dass vom Anbeginn der Schlacht 22 Aufständisch«»--TankS kampfunfähig geworden sind. Andujarn.(.HavaS.) Bei einer Erkundigungsoperation der Abteilungen republikanischer Kavallerie wurden 35 Leichen von Marokkanern gefunden. Bei dem Angriff auf Billa Rueva del Dugnc hatte» die Aufständischen große Verluste zu verzeichnen. Di« Zahl, der Toten und Verletzten wird mit rund 300 beziffert. Di« Angriffe der Aufständisihen im Abschnitt Bozoblaneo hatten in der letzten Woche de» Verlust von rund 1000 Toten und Verletzte» zur Folge. Bilbao.(HavaS.) Einer amtlichen Mel- buitg der interimistischen Negierung in EuSkadi »»folge habe»» die Artilleriebatterien der Regierung ar» der Avala-Front das feindliche Hauptguartier bei Salinas vernichtet. Die Angriffe werden schwächer Nördlich von Guadalajara haben die angreifenden Aufständischen eine neue Offensive, ein- geleitet, doch war di« Identität ihrer Operationen nicht niehr so heftig wie di« Offensiven der letzten Tage/ Die Angriffskolonnen sind zahlenmässig sch w S ch e r und auch das eingesetzte Kriegsmaterial war geringer. Trotzdem war jedoch der Angriff Freitag früh sehr heftig. Die RegierungS- truppen hielten de» Feind»«rück. Auf den» ganzen Abschnitt' der Guadalajarafront entwickelte sich, sobald' die letzte Angriffswelle deS FeindeS zum Stillstand gebracht worden war,«in mächti-< gcr Artilleriezweikampf. Am'frühen Nachmittag waren die Positionen im ganzen unverändert. ES scheint, dass dir FrancotruPpen den Freitag angesichts der schweren Verluste, welche sie tägSvor- her erlitten, zu einer Umgruppierung ihrer For- mationen verwendet haben. Die RrgierungStrup- pen benützten'"diese Verschiebungen der Streitkräfte der.Aufständischen und unternahmen nach- »nittagö. ihrerseits,«inen Gegenangriff. von der Flanke. Abends dauern'die-Kämpf«»och an. Wie di« letzte» Nachrichten besagest, wurden die Ber- teidigungspositioncn. der.. Madrider Arme« an —Stelle eingedrückt.- Rn den Frontabschnitten südlich von Madrid war eS Freitag vormittags r U h i g e r als in den letzt«» Tagen, mit AnSnähnie der Universitätsstadt und deS JaramanferS.' Am Karamäflutz führten di« republikanischen Truppen mehrere Prachtvolle Angriffe gegen die Linie deS FeindeS zwischen der Eisenbahn und dem Abhang deS Hügels Pingarron durch. DaS Ziel dieser. Angriffe war die Eroberung einiger vorgeschobener Positionen, die.sich am Abhang der Hügel in der Richtung gegen Äarama' befinden. Mit Unterstützung der Maschinengewehrnester und der Mi- Berlin.(Deutsches Nachrichtenbüro.) Der ReichSminister des Auswärtigen Freiherr von Reurath hat Freitag dein hiesigen britischen Botschafter Sir Eric PhippS ein Memorandum über die Frage deS Abschlusses eines neuen West- Pa k t e S übergeben, dos in Fortsetzung deS bisherigen MeinungSanStanscheS den Standpunkt der ReichSregierung zn de» Vorschlägen der andere» beteiligten Regieningen darlegt. Dies ist im Einvernehmen mit der italienischen Regierung erfolgt, die auch ihrerseits der-britischen Regierung ein Memorandum über die Frage deS West Paktes übermittelt hat.. Ueber den Anhalt der Note ist noch nichts Genauer bekannt neivorden und die Kommentare der englischen Presse geben ein recht' buntes und unsicheres Bild.' Während einzelne Publizisten 'glauben, Deutschland habe sich mit dem Sowjetpakt auSgesähnt und wolle trotz ihm den Westpakt abschtiessen, glauben andere in dem deutsch-italie- Nischen Schritt nur ein Manöver zu sehen. Einig ist man sich darin, dass lediglich'die britische Aufrüstung bewirkt hat,- dass Berlin seine Reserve aufgibt und sich zu.Behandlungen bereit flicktet, Mai» tsimmt auch—.wohl mit gutem Grunde—vielfach an, dass Berlin und Rom durch Verhandlungen.und eventuell. durch einen neuen, zu- späterem Termin wieder zu brechenden, Vertrag'die englische Aufrüstung abbremsen wollen. Man rechne in Berlin und in Rom mit der Ab- neiguwg. der. Briten gegen-einen Krieg: mit dem defensive» Charakter der englischen Rüstung und ,mit der Neigung der Engländer/ sich durch Per» nenwerfer gelang eS den RegierungStruppeir nach kurzem Kampfe di« vom Generalstab bestimmten Positionen zu erobern. Di« Aufständischen unternahmen mehrere ziemlich heftige Gegenangriffe» doch waren diese Angriffe nicht stark genug, um die verlorenen Positionen»ürückzucrobern. Während des ganzen Vormittags steigerte sich ständig die Artillerietätigkeit in diesen» Abschnitt. Auch i» der Universitätsstadt und in ihrer Umgebung entfalteten Maschinengewehre und Infanterie eine ungewöhnlich lebhafte Kampftätlg- keit, insbesondere in der Umgebung der neu eroberten Positionen an der Stelle, wo die Sprengtruppen die landwirtschaftliche und die Bauschule in die Lust sprengten. Zwei Holländer leiten die Kontrolle Haag. Der Londoner NichtcinmischungSauS- schuss wird den Kontrcädmiral Ban Dulin zum Hauptadininistratoc für die Durchführung der vereinigten Kontrolle der spanischen Land- nnd Seegrenzen bestimmen. Kvntrcadmiral CIi- v i e r wird zum Hauptadiniiiistrator für die Seekontrolle ernannt werden. Die beiden Holländer sollen die Einladung zur Uebernahme dieser Funktionen bereits angenommen haben. Sie werden am Montag in London eintrcffen. Mussolini In Nordafrika Rom. Mussolini traf Freitag früh ai» Bord des Kreuzers„Pola", zusannnen. mit.den. Einheiten der 1. Division im Hafen von To b r u k ein. Die in Libtzien stationierte Flotte begrüsste den Duce-mit Ehrensalven,.während das libysche Äüftgeschwader über-der Flotte, kreuzte.. A» Bord des Dampfers„Titta di Geyova" sind 140 italienische und ausländische Journalisten bereits gestern,.in Tobrnk eingetroffen. Mussolini begab sich in Tobruk an Land und fuhr nach der 135 Km..von Tobruk entfernten i t.a l i e n i s ch- ä g h v t i s ch e n Grenz-- st a d t A m s e a t, um die Einweihung der 1000 Km. langen Küstenstraste vorzunehmen. e- Rom. Der österreichische Staatssekretär Zer» nätto wurde am Freitag voin italienischen Aussenminister C i a n o empfangen. tfäge und Ehrenworte bluffen zu lassen. Diese Deutung hat di« grösste Wahrscheinlichkeit für sich. Fn Westeuropa eine. Atmesphäre.der»friedlichen Verständigung" zu erzeugen, die Engländer in Sicherheit zu iviegen und an militärischen Vorkehrungen zu hindern und Ivährond dieser Zeit die günstigste Gelegenheit zu einem Vorstoss in Donau-Europa, aüzupasscn, das läge, ganz auf der Linie der Hitlerschen Aussenpolitik! Ji» diesem Zusammenhang ist cs nicht uninteressant, auf die Gerüchte hinzuwcisen, die einen deutschen Vorstoss auf. Prag oder Wien für die Zeit der englischen Krönung prophezeien. Solche Gerüchte haben heute meist leider viel mehr Substanz als die schönsten diplomatischen Roten oder Reden. . i.Paris.(HavaS.) Andri Sulltz, der Ber» liner Korrespondent des„ExceHior", sagt in ei»»«m Kommentar/ der internationalen. Lage, dass Locarno Nr.- II eine Chimäre ist. Die Taktik kann siche ändern,(aber der Grundgedanke der deutschen Aussenpolitik bleibt derselbe, nämlich die Friedensgarantien. im Osten und im Westen von einander zu trennen und den französischen und den englischen Einfluss in Mittel« und Osteuropa zu brechen: Das' neue. ausgerüstete Deutschlaich braucht keine Garantien stst Westen, denn es hat di« Sicherheit, dass es nirgends überfallen werden wird, ohne selbst einen- Grund hiefiir zuerst ge- geben zu haben.. Deis Preis für- deutsche Garantie») Im Westen ist sehr wohl bekannt-'Es-ist dseg hie-Bedingung, dass Frankreich und England ihr/vollkommenes Desinteressement an. der künftigen, deutsche»».Ausbreitung im O-sten-erklären. Vie Totalitätspartei in Nöten Außenpolitik und Margarine Es ist bekanntlich leichter, in Versammlungen radikale Reden z»> schlvingcn als sie in dcr praktischen Politik zur Geltung zu bringen. Das erfährt die SdP in einer ganze» Serie voi» peinlichen Misserfolgen, die ihren Weg begleite». Henlein hat nach den» Feberpatt in Aussig grosse' Töne angeschlagen und den ersten Versuch zu einer ehrlichen Versöhnung der Völler diese? Staates mit seichten Glossen über die„Pnssivistcn" und schliesslich mit der Drohung erlvidert, man solle ihn und seine Mannen nicht„zur Verzlvciflnng treiben". Mit solchen Schlagern lässt sich geiviss vor einer urteilslose»» Zuhörerschaft billiger Beifall erringen. Auf dem Boden des Parlament? und im Angesichte der. politischen Gegner ist mit Demagogie allein nicht anSzukommen. Ta? mussten auch die Herren K u n d t und Dr. Peters während der. letzten Debatte des Aussenausschnsies erfahren. Kundt versuchte lvieder einen nndnrlbjirtz- tigen Schleier Uber die wahren aussenpolitische» Ziele der SdP zu breiten. Statt zu den brennenden Probleme»» der Friedenserhaltung Stellung zu nehmen, führte er eine breite juristische Argumentation über die internationale Rechtsstellung der Minderheiten, insbesondere der Su- detcndeutschen. Einige tschechische Redner, so Dr. S t r ä n s k h, Professor K o z ä k, Dr. M a r e i liehen es sich nicht verdriessen, auf den klaffenden Unterschied zwischen-de» Kundgebungen der verschiedenen SdP-Führer hinzuweiscn und daran -recht unangenehme Fragen zu knüpfen. Den Heu- lein-Leuten wurde dabei mit aller Deutlichkeit gesagt, däh ihre Bestrebungen mit den Lebensinteressen der tschechoslowakische»» Demokratie immer mehr in Widerspruch gcraien.. Aus guten Gründen stellte Genosse I a l s ch die Anfrage, ob Herr Rutha von seiner Partei ermächtigt worden sei, in London zu erklären, dass sich Henleii» mit Prag nur dann verständigen könne, wenn die Tschechoslowakei ihre Bündnisse mit Paris und M o s l a u löst und sich in das Schleptau Bevliiis begibt. Die Mitglieder des AuhenausschusseS waren nun darauf gespannt, wie sich der nächste SdP-Redner zu den gestellte» Anfragen äussern lverde. Dr. P e t c r S, dem diese Aufgabe oblag, sprach recht sachlich, zurückhaltend und defensiv. Man merkt« eS diesem ehemals aktivistischen Politiker an,.,dass ihm der Versuch artssichtslos«rschien, die Aussigcr Tiradei» in gangbare politische Münze unizuprägen. S a nd- ner gab er wegen der Behauptung, die aktivistischen Parteiei» hätten mit dein eingeleiteten VerständigungSwerk„Volksvcrrat" begangen, glatt preis. Peters meinte, das hätte Sandner „auf der Tribüne" gesagt, in Aussig sei«4 aber nicht wiederholt worden. M an wird s i ä> für d i e Z u k n n f t merken in ü s s c n, dass auch eigene K l» b l o l l e g e i» nicht er» st» e h in. c n, w a S Her r S a n d ii e r von der Tribüne des P a r l a nr e n t S herab erzählt. Auf die Anfrage des Genossen Falsch eingehend, betonte Dr. Peters, Rutha hätte in London keineswegs die Lösung dec Bündnisse mit Paris i» n d Moskau gefordert, sondern eine Verständigung Prags mit Henlein i in Rahmen dieser Bündnisse für möglich erklärt. Falsch fragte darauf:„K o m m t diese F e st st e l l u n g auch in die Z e i t u n g't" Dr. Peters bejahte dies vor dem ganzen Aussenansschuh. Zur allgemeinen Ueberraschung war aber im Bericht der freitägige»„Zeit" gerade diese Stelle der Ausführungen Dr. Peters' variiert worden, als ob nur von Frankreich und nicht von Russland die Rede gewesen wäre. Man soll also wahrscheinlich in Prag nicht wissen, was in London gesagt wurde und in London nicht erfahren, was in Prag erklärt wird. Die Politik der Doppelzüngigkeit lohnt sich der SdP auf keinem Gebiet. Bei der bewegten Debatte im landwirtschaftlichen Ausschuss hat der Henlein-Mann K l i e b e r in der Margarinefrage mit. den tschechischen Agrariern ins gleiche Horn geblasen. Von ihnen übernahm, er die Behauptung, dass di« Margarine-Industrie„überdimensioniert" sei. Auch Klieber forderte, dass Margarine kUnstig nur für gewisse Gruppen der Bc- Fölae der britischen Aufrüstung: Berlin undRom wollen(Iber Locarno II verhandeln Seile 2 SamStag, iS. März 1VS7 Nr. SS wurde durchgeführt, die Gewinne der Unternehmer wuchsen— alle Voraussetzungen, von welchen jetzt gesprochen wird, waren, also gegeben. Aber statt, die Arbeitszeit zu verkürzen,, wurden Ucberstunden geschunden, statt in den rationalisierten Betrieben die ArSeltSmöglichketten sozial zu verteile», wurden die Arbeiter. auf dteGtraße geworfen. Der Staat und' die Gewerkschaften sollten sich um sie' künnnern. Einer Arbeitszeitverkürzung traten die Industriellen mit Leid'en- schaft entgegen. Wen iuollen sie jetzt bluffen?■ Wir haben voreiülgeft Tagen darüber berichtet, daß die Textilindustrie geschloffen hat, die Washingtoner Tcxtilwcltkonferenz./nicht zu beschicken, auf welcher die Frage der Arbeitszeitverkürzung für die Jnternättonaft Arbeitslonferenz in Genf vorbereitet werden soll. Noch selten war di« Gefahr einer in ihrtn wirtschaftlichen' Auswirkungen bedenklichen Beschlußfassung der Arbeitskonferenz so groß.tvie. diesmal, sagt der Bericht deS JndüstriellepvewändeS. ES' ist die Absicht der Internationalen Arbeitgebervereinigung, die Lösung der Frage und ein internationales UeLereinkommen zu verhindern. Dtzr Deutsche Hauptverband wünscht, daß ihr dieS gelingen soll. Und mm zitteren wir wieder diesen selben Haupwerband unserer Industriellen: „Die tatsächliche Anwendung von Arbeitszeitkürzungen in einzelnen Ländern, wie sie in,letzter Lest im Deutschen Reich, in Italien, Belgien, Frankreich und Ungarn erfolgte,. sind kein Ersatz für, ein« vertragliche Bindung, wie sie ein zwischenstaatliches Ueb««!nkommen schafft." verlangen die Arbeiter di« Herabsetzung der Arbeitszeit, wird ihnen geantwortet, daß dies in einem Land allein nicht möglich sei. Weisen st« darauf hin, daß andere Länder schon vorangegangen sind, heißt eS, das genüge nichtsI),«S müsse ein zwischenstaatliche« Ueberrinkommen geschaffen werden. Wird aber«in« internationale Konferenz«Inberufen, so wird sie von den Unternehmern nicht beschickt. Diese Unternehmer aber sprechen ununterbrochen von ihrer Verbundenheit mit ihren Arbeitern. • Di« Vollversammlung deS Jndustriellenver- bandeS beginnt he»st« nachmittags. Referat« zur Wirtschaftslage werden Dr. Mühlig und Dr. Preiß halten. Wir werden auf die Auslassungen deS Deutschen Hauptverbandes noch zurückkommen. dölkcrnug auf Bezugsscheine erhältlich fein',soll: Tabei vergaß er ganz darauf, daß jede solche Siegelung' in erster Linie auf Kosten der im deutschen Gebiete'liegenden Betriebe gehen würde, also die B r o t l o» m a ch u n g de wt- scher Arbeiter und Angestellter bedeutet..Diese Rede hat'auch In den Reihen der betroffenen.Henlein-Arbeiter wie eine Bombe etn- geschlngon. I» den Schichtwerken ist«S bekanntlich der SdP gelungen, im BetriebSauS- schuß vorübergehend die Mehrheit zu erreichen. Dort Ivar die Bestürzung über die Rede MebepS besonders groß. Im Laufe der weiteren Debatte mußte sich dieser. Sekundant der tschechischen Agrarier von unserem Redner sagen lassen, daß die.jährlich überschüssigen öS Waggons Butter spiestnd an den Mann zu bringt» wären» wenn di« Arbeiter ordentlich verdienten. Dir SdP möge doch ihren Parteimitgliedern Fabrikant«» entsprechende Lohnerdöhnngen«inpfchlen/damit die Arbeiter den Grbirgötanem mehr Butter atkaufen können. Herr.Klieber möge ferner nicht /darauf vergessen, wieviel« Arbeiter und Angestellte«S waren, welche seiner Partei zu ihrer heutigen Stärk« verholfen haben!..., Eine Totalitätspartei hat«S wahrlich nicht leicht, im demokratischen Staate Politik zu machen... I« Deutsche Hauptverband der Industrie gegen die Irbeitszeitveridlrzunv heraufbeschworen wurde— als die Schuldigen darzustellen. Hunderttausend«, in allen Ländern Millionen, haben jahrelang Tag für Tag alles darangesetzt, um die verlorene Beschäftigung wieder'zu bekommen, Hunderttausende haben nach Möglichkeiten gesucht, unt sich in einem Beruf heranzubilden und das, was sie gelernt haben, fortzuentwickeln, aber nirgends hat man estvas davon gehört, daß die Unternehmer Voraussicht genug besessen hätten, um die Notwendigkeit zu erkennen, rechtzeitig, schon während der Krisen für die Heranbildung geschulten Arbeiternach- Wuchses zu sorgen. Sie Ivaren«S, di« auch in dieser Beziehung blind vor der Entwicklung standen und werden niemanden täuschen, wenn sie heute»Haltet den Diebi" schreien. - Ein Ausrede haben die. Industriellen bisher immer noch gefunden, um gegen die Berlürzung der Arbeitszeit aufzutreten. Heute sagen sie: Die ArbeltSzeitkürzung,,.»istwohl nur dann möglich, wenn die Unternehmerschaft durch vorangegangene Gewinne in der Lage ist, die für dir Mehreinstellung von Arbeitskräften erforderlichen Doraussetzungen durch Fabriksbauten und Maschi- nenkäufc zu schaffen". Wann di« Gewinne groß genug sind, beurteilt selbswerständlich die Unternehmerschaft. In den Jahren vor 1920 wurden die Betriebe vergrößert, die Maschinenanlagen weit über den Bedarf auS- gestaitct, eine wahnsinnige Rattonalisierung Vie Internationale für Spanien Der eben kn Tepkih-Schönau stattfindenden Vollversammlung deS Deutschen HauptverbandeS der Industrie wird«in gedruckter Tätigkeitsbericht über da« Jahr 1986 vorgelegt. Wenn er auch zu manchen tvichtigen Fragen der sudetendeutsche» Wirtschaft wenig zu sagen weiß--— wqS die Auseiimndersetzung mit den Leben-Problemen deS SudetepdeutschtümS und die Bewältigung deö zu vermittelnden Berichtmaterials betrifft, könnte er sich ein Beispiel an den Ver« bandStagsberichten unserer Gewerkschaften nehmen— so wird doch einigen von ihnen außerordentlich viel Raum gewidmet. lieber die Arbeitszeitverkürzung heißt es u. a.: »Darüber, wann«Ine ArbeltSzcitkllrzung einführbar Ist, kann man verschiedener Meinung sein. ES muß aber doch zugebilligt werden, daß in Zeiten der verschlechterten Wirtschaftslage neue Lasten vermieden werden müssen und daß daher bei nachlassender Beschäftigung oder gar während ihrer Tiefstandes nicht auch noch eine Berteuerung der Waren durch die Arbeitszeitkürzung unternommen werden darf." Obwohl der deutsche Jndustriellenverband eS nicht erlaubt hat, hat z. B. Roosevelt die Arbeitszeitkürzung schon während des Krisentief- vunkte» die 4Ü-Stundenwoche in einem Industriezweig nach dem andern durchgeseht. Der Wirtschaft hat«S bekanntlich nicht geschadet. Im Industriellenverband läßt man sich aber nicht so leicht beirren: »Daß der Zeitpunkt für eine solche Neuerung, im Augenblick der beginnenden Belchung der Wirtschaft glücklicher gewählt ist, kann kaum angenommen werden. Denn auch hier gilt es, alles zu vermeiden, was ein Abreißen der besseren Beschäftigung zur Folge haben könnte." Wenige Zeilen weiter wird zugegeben, daß in letzter Zeit in Deutschland, Italien, Belgien, Frankreich und Ungarn tatsächlich»solche Neuerungen" vorgenommen wurden, also gerade in einer Zeit der WIrtschastSbelebung. Dagegen wendet der Jndustriellenverband ein: . ist jetzt schon in mehreren Industriezweigen ein Mangel an Facharbeitern, ja an Arbeitern überhaupt zu beobachten. Dies ist ein« natürlich« Folg« der langdauernden ArbeitSlosigkest, weil sich während ihres Bestandes immer weniger Menschen bereil gefunden haben, sich für ein bestimmtes Fach auibilden zu fassen." Es ist eine Unverschämtheit, die unglücklichen Opfer der Krise— einer Krise, die durch die Unfähigkeit der sogenannte»' Wirtschaftsführer Abschluß der Londoner Tagung London.(Havas.) Der Kongreß der Sozialistische» Internationale hat am Donner«. tag seine Arbeiten geschlossen. Er brachte drei auf di« spanischen Ereignisse bezüglich«. Resolution«» zur Abstimmung. Dir erst« Resokütto» befasst sich mit der gegenwärtigen Lage and besagt«. a.r „Heute ist eS klar, dass die Welt Zeuge eines Angriffes deS faschistischen Italiens und Deutschlands gegen Spanien ist und daß die spanische Bevölkerung nicht«Inen Bürgerkrieg, sondern «inen Krieg für die nationale Besteiung führt." In der Resolution heißt«S weiter, die beiden Arbeiter-Internationalen seien überzeugt, daß die Maßnahmen des RichtinterventionSauS- fchnffeS zur Beseitigung der gefährlichen Lage nicht wirksam sind. „Die spanische Frage kann gelöst»nd der Friede wirdrrhergesteUt werde« nur durch«in« Politik, die den Prinzipien der der von dem Böl» kerbund getättgten k« l l 111 i tttt Sicherheit treu bleibt. Das einzige Mittel, di« faschistische» Rächt« zu-rannen, ist eine rrttschiedene Tätigkeit der friedliebenden Staaten, denen der Friede da« höchst« Gut ist".'" Die zweite Resolution fordert, daß«ine „International« W» ch«" veranstaltet werde, i» der«ine intensiv« Propaganda zwecks richtiger Informierung der öffentlichen Weltmeinung entfaltet würde. Die dritte Resolution ist in einm an den spanischen Ministerpräsidenten Largo E a b a l- l e r, gesandten Telegramm enthalt«», in welchem dem Ministerpräsidenten versichert wird, daß alle Arbeiter und sozialistischen Krhste zur Teilnahme an einer energischen Kampagne zuguuste» der Spanische» Republik ausgerufen werden sollen. 19 Per Freund ROMAN VON GREGOR JARCHO Ich konnte mich nicht beherrschen, und in der nächsten Pause bekam Roppaport ein Zettelchen von mir mit den: einen kleinen Wort: „Wer?" Die Anüoort erhielt ich mündlich beim Verlassen der Schule. Auf der Straße ging Rappaport an mir vorbei, erwiderte höflich meinen Gruß und flüsterte mir— liebenswürdig lächelnd— „Telephon" zu. Das hieß: ,Meibe zu Hause und warte auf meinen Anruf." Ich tat es. Ich tvartete zlvei qualvolle Stunden. Erst war in mir Empörung— noch aus der Anstalt; dann Wut; dann Scham. Schon durch die Straßen ging ich mit gesenktem Kopf. Als ich in meinem Zimmer die Bücher auf das Bett warf, fiel ich auf nieinem Stuhl förmlich nieder. Mir war übel— vor Aufregung, vor Schmerz. Dann muhte ich zu Tisch. Ich nahm mich zusammen ich versuchte, ganz heiter zu erscheinen, aber«S gelang mir nicht, Baier zu täuschen. Gleich nach dem Essen nahm er mich unter den Arm. „Komm—." Ich ging mit. DustloS. Matt. Mit schltzerem Herzen. Und während wir den Gang durchquerten, der—aus dem Eßzimmer an. meiner Stube und der Küche vorbei— in die Diele führte, kam mir ein entsetzlicher Gedanke in den Kopf: ich, ich selbst wär ja auch ein Verräter! Hatte ich nicht in der.vergangenen Nacht meinem Baier fast alles haarklein erzählt? Unwillkürlich blieb ich stehen, befreite meine Linke auS seiner Rechten, sah ihn lange— erschrocken vor mit selbst und doch durchdringend—■ an und fragt« schließlich stotternd:„Hast du heute unseren Direktor gesehen?" Und nun verzog er sein Gesicht, wie wenn ihm jemand einen Schlag versetzt hätte. Seine Augen weitete» sich, ein schmerzliches Erstaunen lag in ihnen, das Grau wurde dunkel— wie eine Gewitterwolke— und dann auf einnml begann sein Kinn zu beben, genau so wie bei meiner kleinen Schwester, wenn sie jemand kränkte. Und schließlich— mir war es, als ob die Ztvischenzeit Gott weiß wie lange gedauert hätte— sagte er leise:»Wie wenig kennst du mich, Jungel" Jetzt, wenn ich daran zurückdenke, muß ich ihm recht geben: zu jener Zeit wußte ich sehr wenig von ihm. Es schien mir ztvar, daß er vor mir ein offenes Buch wäre, daß ich ihn kannte, durch und durch, mtt allen seinen Schwächen—■ und auf die Kenntnisse der Schwächen kam«S mir damals in erster Linie an. Jeder junge Mensch glaubt einen Mitmenschen«durchschaut" zu haben, sobald er seine schwachen Seiten erkannt hat, sobald er eine Bresche schlägt in den gewissen Nimbus des Geheimnisvollen, des Achtungswerten, das anziehend oder abstoßend immer um das Ich eines Menschen liegt, den wir noch nicht kennen. Und handelt eS■ sich um jemand, der höher steht, der Gewalt über einem hat, um jemand, dessen bloßes Dgsein schon«in« 7 Mahnung, eine Hemmung,«ine ,',Gefahr" ist— um einen Vorgesetzten, einen Lehrer, Um den älteren Bruder, wenn«r sich als der ältere benimmt, oder gar um den Vater— dann werden seine Achillesferse» geradezu gesucht. Es bereitet' einem«In«— seltsam schmerzliche— Genugtuung. an einer„Sonne" Fleck« zu entdecken. Man kann sie al» Entschuldigung der eigenen Schwächen, als Rechtfertigung der unreifen, instinktiven Auflehnung benutzen, sie al» Waffe gebrauchen in dem stngleichen Kampf, der'selten gewinnbringend ist' und meist nur abstumpft gegen das wirklich lieble, das man um sich Undftn sich tatsächlich bekämpfen sollte. Und wo ist der Sohn, der in den Jahren des Gärens deutlich merkt, daß auch sein Vater ein Mann mst einem eignen Schicksal ist, «in Sohn, der erkennt, was für eine Roll« er in diesem- Schicksal des Vaters spielt? Wo ist der Sohn, der auch um die Frau in seiner Mutter weiß, der fleht, wie sie altert, wie sie al» Frau abdanlt? Wo ist der Sohn, der die stumme Tragödie allseitigen Wellens seiner Eltern erkennt in der Zeit seine» eigenen Aufblühen»? Gewiß, auch den Vätern ist meist herzlich wenig von ihren Kindern bekannt, doch ist selbst dieses Wenig« stets unvergleichlich viel mehr al» da», was di« Jungen von den Allem wissen. And da» ist begreiflich. So begreiflich, daß es eigentlich-gar keiner Er- läuterung bedarf. Beide Teile sind selbstisch, aber während der Sohn meist mitten im Leben de» Vater» steht, al» Licht, al» Hoffnung, al» Wund«, steht der Vater über dem Leben de» Sohne», als Mauer» al» Schutz, al» Hindemis und— als Zahler. So überfleht man den Menschen. Allerdings nur bis zu einem gewiffen Alter, Auch ich kannte meinen Vater nicht. Liebe» an ihm war mir selbstverständlich wie täglicher Sonnenschein', über den man sich nicht den Kopf zerbricht. Unangenehmes dagegen, Störendes wollen wir sagen, das, was ihm«in Recht gab, sich, in mein Leben zu mengen mst Rat und mst Tat, oft ganz anders, al» ich«» gewünscht hätte, da» alle» ließ mich nach Mängeln forschen, di« natürlich auch«r hatte— wie jeder Mensch. Da» Kennen dieser Mängel war aber beileibe nicht da» Wissen um den Mann. Al» er mir sagte:»Wie.wenig kennst du mich. Junge!" gab seine Sttmme ihm recht. Da» heißt: der Tonfall, in dem er da» sagt«, der Klang seiner Stinun« ließ mich aus einmal tief, tief ähnen, wie sehr wahr und berechtigt der Borwurf war. Ich senkte die Augen. Aber da» angezüchtete Mißtrauen weckte gleich Widerspruch und gab dem, wa» ich tatsächlich wußte. Pin falsche», ein größere» Ausmaß. Indessen glaubt« ich ihm— schon weil ich«» wünschte—, daß er weder mich noch sich selbst zum „Verräter" gemacht hatte. And da die» im Augen- Amerlka protestiert gegenyd Konsorten ebenso gestürzt wurde wie E. K. Winter ,und manch anderer, derssth der un- als frische? Nun, well 1 kg trockene aus vielen kg frischer entstanden Ist. So öhn-. lieh Ist es auch beim Perola. Da muß man 22.000 ausge* sucht schöne Körner verarbeiten, um% kg zu bekommen. Dafür' gibt er dann aber auch aus. miniumbedarf hat sich von 1933 Lis 1936 um etwa 140 Prozent erhöht. Da sich für die Verwendung des Aluminiums fortivährend neue Möglichketten ergeben, dürfte dieser Zweig der Metallproduktion in der nächsten Zeit eine weitere Ausdehnung erfahren, nm so mehr, als«r ja auch eines der unentbehrlichsten Rüstungs- metalle darstellt. Dst Kaffeeveniichtung wirb Iveiter fortgesetzt. Obwohl die Kaffeepreise gegenüber dem Vorjahre an den Weltmärkten uin beinahe 50' Prozent gestiegen sind, soll das Angebot durch, eine Verringerung der Menge herabgedruckt. tverden. Aus diesem Grunde hat Brasilien in den beiden ersten Feberwochcn ernent 1.12 Millionen Säcke vernichtet, Seit 1981 hat Brasilien insgesamt 41.62 Millionen Sack Kaffee vernichiet. dankbaren Aufgabe unterzog, das Ka'nett Schusck- nigg bei den Arbeitern„populär" zu machen, erscheint jetzt int Progranun einer Akademie, die in Linz unter dem Titel„Der Weg zur sozialen Erneuerung" statlfindet.. Die Akademie scheint, den übrigen Namen nach zu schließen, von Legitimisten veranstaltet zu sein. Es scheint sich hier um', einen der vielen Versuche de» Legitimismus zu handel», die in Opposition gegen den kapitalistischen Kurs des Systems stehenden Leute um das habsburgische Banner zu sammeln.. Die Nazi-Treibereien kn Jugaslawien. Die „Polittka" meldet au» Agram, daß der Versuch eines lleberfalles auf den ehemaligen Minister Wilder, dem Führer der kroattsch-bäuerlichen Koalition, vereitelt worden sei. Eine Grupp« von lungen Leuten, eS sollen Angehörige der faschistischen Belvegung „Zbor" gewesen sein, habe auf Wilder bei«inenl der Eingänge des TheatercaflS gewartet; Wilder verlieb jedoch das Kaffeehaus zufällig durch einen anderen Ausgang. Die Polizei erfuhr im letzten Augenblick von. der Sache, schritt ein und stellte eine Untersuchung an. Wie die„Politika" schreibt, sollte auf diese Weise wegen des Artikels gegen die.Technische Union" Rache genommen werden,- in welcher Wilder das deutsche Vorgehen unter dem Titel „Missionär, Geschäftsmann und Soldat" charakterisiert«.,■' t ES soll der Anwalt mit dem Richter geh'»... Die amerikanische Organisation^ der Advokaten-hat die Ergebnisse der Abstimmung ihrer Mitglieder über den Antrag Roosevelts auf Reform des Obersten Gerichte» veröffentlicht. Gegen den Antrag stimmten 16.132 und.für denselben 2568 Advokaten. Gegen den Dauherdenwn. Das USA-Staats- sekretariat hat den amerikanischen Botschafter in Berlin beaufttagt, im deutschen Auswärtigen Amt eine nachdrückliche Beschwerde gegen die Art'.zu erheben, wie die reichsdeutsche Presse über, die Bereinigten Staaten schreibt. Der Botschafter soll. dgS Befremden der amerikanischen Regierung, über die wütenden Angriff« gegen die USA zum Ausdruck bringen, die sich in der deutschen'Presse seit den» Inzident mit dem New Parker Bürgermeister La- guardia ständig wiederholen. Mitteilungen aus dem Publikum. Ungarische» RindSgulasch. Hierzu wähl« man verschiedene Teile des. Rinde», wie Lustge(Filet), Blatt, Brust, Beinfleisch. Jedenfalls aber, kurzes.', abgelagertes, etwas durchwachsenes Fleisch— 1 Kilogramm davon zerschneide man tn größere Würfel, setze eS tn einer Kasserolle mit Vi Liter kochendem Wasser und etwas Salz zu, und lasse es dünsten/.-bis nur wenig Saft bleibt. Sodann gebe man noch sh Liter heiße» Baffer und«ine Tafel Juha»,'dazu mid lasse weichkochen. Nach' Belieben kann man ein Stückchen Kornbrot mttdünsten lassen oder zum Schluß dst Saure mit 1 Löffel in kaltem Wasser zerquirttem Mebl seimig machen.— Kochdauer etwa Der Osterhase gewinnt seine Wette.mit'dem hl. Peter, daß er'Ihnen die größte-Freude mit eleganten Schuhen und feinen Strümpfen von Bata bereitet, Hst bei ihrer guten Oualität doch so billig sind, .- B—a, Ein kluger Hase weiss, daß zu-Ostern neue Schuh« und Strümpfe die meiste Freud« bereit«». Bata hat«ine herrliche AnMahl von Schuh«» ulid Strümpfen in jeher Preislage,•. B-^-n Seite ß ,,8ozlaN>em»kratE. SamStag, 13. März 1887. Nr. 02 Kenciltssaat Friih krümmt sich... Prag.—rb— Vor sieben Jahren, als damals 16jährige, kam die heut? 28jährige L u d Io i k a M. unter ErvrestungSanklage vor das Jugendgericht. Sie wär beschuldigt, ihre damaligen,sehr intimen Bezie-, bungen zu einem gewissen, Käufmann zu Erpressungen benützt zu habe». DaS Jugendgericht sah von einer.Bcstrasung ab und erteilte ihr nur ein« Rüge. Was sie i» der Zwischenzeit getrieben hat, ist nicht näher bekannt. Gestern erschien sie vor dem Straf- scgat P l o c e k unter Anklage des Betruges und der Veruntreuung. Die Anklage des /Staatsanwaltes Dr. S i b a bezeichnet sie als„arbeitslose Acguisiteurin". Eine soziale Tat Der freitägigen Sitzung des Prager StadtrateS lag ein Antrag des städtischen SozialsürsorgeamteS vor, die Evakuierung der Bctvohner der Höhlenwoh- nutigeu in Btevnov, Jinonice und in Motol(Na La- dronccs zu beschlichen und für sie Wohnungen in städtischen Gebäuden zu besorgen. Dem Antrag wurde soweit zugeslimmt, als die Gemeinde die Verpflichtung auf sich nahm, den nach Prag zuständigen Bewohner dieser Höhlen eine Unterkunft zu "beschaffen. Durch diesen Beschluh wird der Großteil der 88 Arbeitslosen, die bisher in diesen Höhlen wohnen, unter Dach kommen. Wer diese Höhlen, in denen das Wasser an den Wänden hcruntecläust, gesehen hat, wird die Bedeutung des Beschlüsse» des StadtrateS für diese Menschen verstehen. In derselbe» Sitzung wurde auch der Antrag angenommen, daß in Zukunft vom Stadtbauamt die Erlaubnis zur Errichtung von Notstandswohnungen (Varaiken) innerhalb des Stadtgebietes von Groh- Prag verweigert und die schon bestehenden Baracke» niedergerisscn werden. Um 40.000 Kü Orangen gestohlen. Seit einiger Zeit bemerkte eine Obstsirma in der Jerusalemsgasse, dah ibr ganze Kisten Orangen, Zitronen, Ka- sianien u. dgl. verloren gingen und da die Diebstähle offenbar nur in der Nmtst geschehen sein konnten, wechselten die Angestellten der Finna in der Wache ab. In der Nacht auf vorgestern gelang es tatsächlich der Täter habhaft zu werden, als diese gerade mit einem Nachschlüssel das Magazin öffneten. Die beiden— der 41jährige ehemalige Chaufsenr Järo- slauS Chiib aus Nnsle und der Svjährig« Maschinenschlosser Wenzel Stlinko aus Smichov— hatten brauste» wie gewöhnlich bereits einen Wagen zum Wegfahren der Kisten vorbereitet. Cbäb, der noch im Vorjahr bei der Firma angestellt gewesen war, hatte sich eimnal, als er um Ersatzschlüssel zum Magazin geschickt worden war, gleich auch sür sich ein Paar Nachschlüssel machen lassen, die er seit seiner Entlassung im Novcnibcr zu Diebstähle» benützte. Tie Finna beziffert ihren Schaden auf 40.000 KO, während die beiden Diebe nur 20.000 Ai zugestehen. Sie wurde» nach Pankratz gebracht- Toppelselbftmorv in einem Kleinseitner Hotel. In einem Hotel auf der Kleiuscitc logierte» sich dieser Tage uvei junge Leute ein. Da sic das Zimmer nm folgenden Tage nicht verlieben und anf das Klopfen des Hotelpersonal- keine Antwort gaben, wurde das Zimmer polizeilich geöffnet. Mau fand die Frau bewusstlos im Bette aut, der Mann hatte sich an dem Bettgcstell erhängt. Die ärztliche Untersuchung ergab, dah die Unbekannte Lhsol getrunken hatte. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Durch die wci- teren Erhebungen wurde festgestellt, dah cS sich um de» 22jährigen I o s e f A x m a n n und die gleichaltrige Josef! ne Pospichal handelt. TaS Motiv der Tat ist vorläufig nicht bekannt. Die AtnSkassen, die schon voll sind, können abgeliefert tverden. Jeder niöge selbst die Kassa bei den folgenden Sammelst eilen abgeben: BildungSvercin deutscher Arbeiter, Smeiky,27, von 5 bis 8 Uhr nachmittags: Groheinkauf, bei Genossen Mittenhuber, Fügtierovo näm. 4; bei Genosten Lahmer, Prag VII, Malä Sternbergova 8, Parterre. Die Kassa wird vor dem Ueberbringer geöffnet, der-Inhalt gezählt und vom Sparer bestätigt. Tie grobe At::S-Akad«mi« mit der Weihe der dem Prager Ätns von der Bezirksorganisation Prag gewidmeten Fahne siudet am Sonntag, den 11. April im Madiojaal statt. Die Akademie beginnt um 6 llbr nachmittags mit den Vorführungen der Kinder. wird dann fortgesetzt mit den Vorführungen der Mädchen, Frauen und Männer. Der technische Teil lvird mit der seierlichen Enthüllung der Fahne und einigen Ehningen abgeschlossen. dann wird bis 12 Uhr nachts getanzt, Preis der Karte inkl. Steuer V UL. Ludwika M. zählt aber beileibe nicht zu jenen Kundenwerberinnen, die durch Verkauf irgend eines gangbaren Artikels unter tausend Miherfolgcn und. Demütigungen eine küinmerliche Existenz fristen. Sie stand eine zeitlang und ohne jeden Erfolg im Dienste einer hiesigen Auiofirma und bekleidete offenbar einen recht angenehmen Posten, zu dem ihr sicherlich nicht nur ihr Verkaufstalent verhalfen hatte.'Sie batte ihr Auio zur Verfügung, mit dem sic auf Kundenwerbung fuhr und dar ihr zu allerlei anderweiti- gen Bekanntschaften verhalf. So machte sie die Bekanntschaft eines Redakteurs, dem sie— wenigstens seiner Angabe nach— einen Brillantring im Werte von 8800 Ui bcrauölockic, unter der Vorspiegelung, daß sie dieses Schmuckstück als„T a l i sm a n" bei einem Autorennen verwenden wolle. Den Ring stellte sie allerdings nicht zurück, doch sei vortoeg bemerkt, dast sie sich auf ihre intimen Beziehungen zu dem Geschädigten mit Erfolg berufen konnte und das Gericht ihre Verteidigung, dast es sich um ein Geschenk handle, nicht als widerlegt erachtet«. Dann verschwand sie auS Prag in Begleitring eines anderen Kavaliers nach Italien, nachdem sie zuvor iw HUBERT EICHLER, REICHENBERd einem Modewarengeschäft wertvolle Stücke für 8800 Xi herauSgelockt hatte. Bei dieser Gelegenheit er« ssärte sie, dast das vor dem Geschäft wartende Auto ihr Eigentum sei, dast sie sich per Flugzeug zu ihrer Hochzeit nach London begebe und die Toiletten erst durch ihre Freundinnen begutachten lassen müsste. Die Firma gab ihr ein Lehrnrädchen mit, das mit ihr in eine Liebener Villa fuhr und dann mit dem Bescheid enilassen wurde, man solle abends die Rechnung einkassieren kommen. Abends war der Vogel allerdings bereits ausgeflogen. Zu ihrer Verteidigung führte die Angeklagte an, ste habe bei ihrer eiligen Abreise auf die Bezahlung der Toiletten vergessen. In Italien sei sie dann krank geworden und als sie erfuhr, dast sie polizeilich gesucht werde, habe ii« sich nicht mehr getraut, etwas von sich hören zu lassen. Die Verhandlung endete damit, dast die Angeklagte zu sechSMonaten Kerker verurteilt wurde, aber bedingt"auf. drei Jahre. Die Folgen nationalistischer Provokation Prag.—rb— Im grasten SenatSvcrhandlnngs- mal des Strafgerichtes begann gestern vor dem Senat Kaplan die Verhandlung gegen dreizehn Angehörige der kommunistischen Partei, die am 24. Ma! v. I. anlästlich einer Wahlversammlung in der Ortschaft S n ch d o l bei Prag mit einer Horde aus Prag mit Autobus herbeigeholter Anhänger des „Aärodni Sjednoceni" in handgreifliche ÄuSein- andersetzungen geraten waren. Die 120 mir Prag iniportierten Anhänger der„Nationalen Vereinigung" inszenierten in Euchdol einen Ilmzug, der die linksradikale» OrtSbelvohner aufs äusterste erbitterte. Nach der Anklage des Staatsanwaltes Dr..Soukup haben die Kommunisten den Demonstrationszug überfallen und die sich cntspinnende Rauferei führte dazu, dast gegen dreizehn von ihren Leuten Anklage wegen„öffentlicher G e w alttätig- fett" erhoben wurde. Von den Anhängern des Herrn Stlibrnh kam niemand auf die Anklagebank. Für den Prozess, der auf drei Tage berechnet ist, sind 88 Zeuge» geladen. > TaS DiviflonSgericht in Njjhorod fällt« das Urteil. gegen den Soldaten Anton Kudelii des Infanterie-Regiments 82 in Kascha», der Anfang Jänner des heurigen Jahres in der Gemeinde Radvanka bei llMorod bei einer Rauferei den Johann Curgovii mit dem Bajonett erstochen hat. Das Urteil lautet auk dreieinhalb Jahre Festungshaft. Der Verurteilte hat die Strafe angenommen- Der Dtm Ole Scheidung der Frau Eva Der tschechische Film des Regisseurs Svitak hat einig« spannende Stellen, mischt dramatischer Pathos mit kindlichem Humor," ist also um Wirkungen.beystiht.und läuft ohne Stockungen ab. Er gehört somit nicht zu den schwächsten Erzeugnissen der heimischen Filmpröduktion, obwohl seine Handlung oft unwahrscheinlich und brüchig ist und seine Figuren durchwegs stark übertrieben sind. Die Gattin des Advokaten, die all« Männer ringsum verführt, aber sich am Ende wegen eines Meineids reumütig das LebLn nimmt, steht ebenso erfunden aus wie ihr Vater, der alte Schauspieler, der fortgesetzt Hamlet zitiert, und der Arzt, der das Opfer der Verführerin wurde, in den Verdacht gerät, seine Frau ermordet zu haben und alles dazu tut, de» Verdacht zu bestärken, wobei er auch noch den Gatten der Frau, die an allem schuld Ist, zum Verteidiger nimmt. Die weibliche Hauptrolle spielt Jikina Sejbalovä nicht ohne Talent, aber auch ohne die Fähigkeit, di« Figur glaubhaft zu machen, Theodor PiStik führt den schwatzhaften alte» Komödianten mit behäbiger Selbstgefälligkeit vor, Zvonimir R o g o z spielt den Arzt mit löblicher Zurückhaltung»ich. als ein mun- scr-kindlichcS Liebespaar erscheinen Jiki D o h n a l und Nancy Rubens.—eis— Juin&t und Wssen, Paul Bekker gestorben. Paul Bekker, der hervorragendste Musikkritiker des vorhitleristischen Deutschland, ist jetzt öOjährig in der Emigration gestorben. die ihn erst nach Paris und, dann, ngch Rety, Mark gebracht hatte. Paul Bekker war jahrzehntelang der erste Musikkritiker der„Frankfurter Zeitung", schrieb zudem musiibiographische Werke von groster Bedeutung und wirkte autzerdem ein« Zeitlang als Intendant am StaatStheatcr in Wiesbaden. Nach dem AuSbnlch des. HitlcriSmnS war Bekker so Ivie unzählige Andere gezwniige», Deutschland zu verlasse». Treff-ASI Unter diesem rufzeichenniästig anlockenden Titel spielt das Deutsche Theater jetzt, konsequent den Wiener Spuren folgend, eine Komödie, deren Autor, Frcdtric Potlecher, nicht im mindesten um Wahrscheinlichkeit des von ihm erfundenen Geschehens. wohl aber um einige Theaterwirkung bemüht war. Das Publikum unterhält sich ganz gut über den junge» Mediziner, der von einflust- und auch sonst reichen Männern" vergeblich ein Darlehen zur Bctvältigung einer wissenschaftlichen Arbeit ver- längt und sich an chnen rächt, indem er sie monatelang beim Pokerspiel betrügt. Die doch ein wenig anrüchige Moral des Stückes, dast man unanständig fein dürfe, tvenn ei» edler Zweck auf anständigem Wege nicht zu erreichen ist, wird vom Publikum herzlich belacht, aber kaum ernstlich bedacht., Doch darauf kommt eS eben dem Auwr anscheinend auch gar nicht an. Er stellt uns die(übrigens köstliche) Figur eines BerufS-FalschfpielerS vor, deffen Diebsehrlichkeit in wirkfauieni Kontrast zur Gaunerhaftig- keit des Gentlemans steht, und begnügt sich damit, von der Lehrkanzel herab Anftändigkeit predigen zu lassen, die angeblich in unserer Zeit nicht getätigt iverden kann, weil sonst alle Genies in subalternen Stellungen vertrocknen und tausende Intellektuelle Kraivattcuhändlcr werden müßten. Ich gestehe, dast ich mit solchem„Zeitthcater" nicht das Mindest« anzufangen weist und neugierig bin, ob das" Deutsche Theater damit-Geschäft Machen wird, zumal die Aufführung hier, trotz der Regie G e l I n e r S und trotz der liebenswürdigen Gaben Herrn Szurovys, sonst nicht sehr viel Positives aufweist. Immerhin freut man sich an der CharäkterisierungS- und Poin- tierungskunst der Herren Volker und Costa. Padlefak macht als Sanatoriumschef gute Figur, die restlichen jugendlichen Aufgaben sind den Damen "Carpentier und Panzner und den Herren Schmerzenreich und Trabauer zugeteilt. Den Staatssekretär spielt ein Herr, dem. man erst di« Kunst bühnen« mästigen Gebrauchs der-Arme und Hände beibringen müßte.(Und inr Theaterzettel wär« auf die Rechtschreibung zu achten.) l.,g. Wochenspielplan des Reuen Deutschen.Theaters. Samstag’/iS: Ter Freischütz, ist8: Jean, Gastspiel Kramer-Glöckner, Abonnement aufgehoben.— Sonntag 2)4: Matura, 7 ist: Aida, Gastspiel Justy Björling, C 1.— Montag 6% Macbeth, Theatergemeind« der Jugend(II. Serie, grün« Karten) und freier Verkauf, Abonnement aufgehoben.— Dienstag 7/: Der Rosenkavalier, A 2.— Mittwoch 8^ü: Minna von Barnhelm, Abonnement ausgeh., 7'/i: Treff-As, B.—Donnerstag 7%: Gioeonda, C 2.— Freitag 8: Tr«sf-As, D.— Samstag l’A: Rossini in Neapel, AL.— Sonntag 2>ch: Arbeitervorstellung!"Die Fledermaus, 8: La Traviata, Gastspiel Eide Norena, B l. Wochenspirlplan da» Klei««» Bühne. Samstag 8: Alarm im Radio, Erstaufführung, 11: Wie es euch gefällt, Vorstellung des Biihneuklubs.— Sonntag 8: Salzburg ausverlauft, 8: Jean, Gastspiel Kramer-Glöckner.— Montag 8: Photographieren verboten, Bankbeamte I und freier Verkauf.— Dienstag 8; Alarm" Im Radio.— Mittwoch 8: Alarm im Radio. Bankbeamte II und freier Verkauf.— Donnerstag 8: Photographieren verboten. — Freitag 8:. Alarm üfl Radio, Thcatergemeinde des Kulturiseroaudes uns—'Sams- tagi8: Treff-As.— Sonntag 8: Das Nest, Gastspiel Ttlla Durieur, 8; Jean, Gastspiel Kramer- Glöckner.•«"*-v> Bildungsverein dBUlscIwr Arbeiter, Prag Bllduagsamchuss der DS1P, Prag ktossistte Hiusik Am Donnerstag, den 18. März 1987, um 20 Uhr im grossen Saal« der„Urania", Prag H., Klimontstä 4. Pr» gram m: Joseph H a h d n: Klavier-Trio, G-dur.— W. A. Mozart: Sonate für Violine und Klavier, F-dur.— L. van Beethoven: Streich- Ouartctt, A-dnr, op. 18, Nr. 5. Mitwirkens er Rudolf Czcrwenka(Klavier), Franz' Berger(Bioline), Fritz Kraupner .(Cello), Karl Schreiner(1. Bioline), Rudolf Poflelt(». Bioline), Nikolai Gotli»(Viola). Schüler der Meisterklajfe der deutschen Muflk» akadcmie. Karten zu Ai 9.— und AL 3.— in« Bildungsverein deutscher Arbeiter, Smeikn, bei Optiker Deutsch, Koruna, und bei den Vertrauensleuten. ÄtuS-Jugend. Heute entfällt der Heimabend. Wir kommen aber alle auf die Hetzinscl, tvo"wir u»S photographieren lasten. Weißes Leibchen und schwarze Turnhose nicht ver« l’RAG gestenl Morgen, den 14. März, machen wir unsere erste ÄanztagS- Wanderung, und zwar in das herrliche Gebiet der Suchdoler Felsen. Wir tverden spielen, und klettern. Kommt deshalb alle und bringt eure Bekannten und Freunde mit. Treffpunkt 8 Uhr Endstation der 7er Elektrischen in Podbaba. Pünktlich seinl Ortsgruppe Prag. SamStag, den 18. März, Treffpunkt um halb 4 Uhr an« Smichover Bahnhof; Fahrt nach Rev- nice, Wanderung zur- Hütte. Sonntag: Wanderung über Skalka, Cerno- lice, Kllnec, Davle. Führer: Lauer. Allg. Angeftellten-Lerband, Ortsgruppe Prag. Rentner-Versammlung am Samstag, den 18. März, um 5 Uhr nachmittags im Kleinen Saal des Handwerkerheimes, Smeikn 22. Referent: Kollege Lu niak.— Jungange stellt«: Mitt- Ivoch, den:17. März, abends 8 Uhr, Berichte und Vortrag des Kollegen Schmidt Wer„Kanada". Gäste willkommen!— Konzert, Wir machen noch auf das Konzert des BildungsvereincS deutscher Arbeiter aufmerksam. Es findet am Donnerstag, den 18. März: abends, in der„Urania", Klimentskä, statt. Schon diesen SamStag, den 13. Mürz, veranstaltet der GnheltSvcrband der Privatangestellten im großen Saale der„Lacerna" einen Maskenball unter der Devise„Die Welt der Re II« m e". Außer den bewährten Musikkapellen der Kollegen„Jarda, Cech und SOS" wirken in der Mittcrnachtsszene im Rahmen einer Jazzschaü mehrere bekannte Jazzkapellen niit, unter änderet: Harry Harden und Harry Osten und der populäre Humorist Ferenc Futurista. Eintritt inklusive Steuer 10 Ki. Die erste Dampfmolkerei und Käserei 8 Atu« Weheditz-Karlsbad sucht Gegner für seine la-Fußballmäntischast zu den Osterfeicrtagen auf fremden: Platz, die Mannschaft der"Weheditzer besteht fast durchiveg» aus Spielern der drei großen Karlsbader Vereine: KFK., Slavia und Sparta, fo daß her Verein, imstande ist,, eisten starken Gegner abzugeben,, Bedingung: Fahrgeld für 12 Man» tour-retour. Zuschriften an Arbeiter-Turn- und SpoÄerein Weheditz bei Karlsbad: Josef Her- kommcr, Karlsbad, Masarykstraße 628. W^^WWWW der Arbeiterfursorge finden jede« Sa«»- tag do» 5—7 Uhr im Bereis deutscher Ariei- ter, Lmekkagafle Nr. 27, statt," in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt Ihre eratkliM<ßnaugniMe Beachten Sie dle Schutzmarke! Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bet Bezug durch die. Poft monatlich Xi 16.—, vierteljährlich AL 48.—, halbjährig AL 96.— ,ganzjährig Ai 102.—.— Inserate werden Iain Tarif billigst berechnet. Bei österest Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung.'der Retourmarken.— Die Zeitungsfrankatur wurde von der Post- undTele» graphendirektion mit Eclaß Nr. 18.800/VII/1980 bewilligt.—Druckerei: ,.OrbiS",-Deuck-, VerlagS« und LeitunaS-S.