Sozialdemokrat Aentralorgan der Deutschen sozialdemokratischey Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik «rscheiut mit de« Mouta, tNZNch früh ^EEwbDrmMung; Prag XL, Fochova 62- Telephon SS677--«mmogeber: Siegfried Tau»- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 17. Jahrgang Samstag, 2V. März 1937““ (tinschlleßl. 5 Keller Port») Aus dem Inhalt: Ruhige Lösung in Paris Jaksch brandmarkt Sandner Deutsch-tschechische sozialdemokratische Zusammenarbeit Arbeitsstelle der Aktivisten fUr Mähren-Schlesien Nr. 68 Wichtige Kabinetts-Beschlüsse der Front zurückgekehrt, wo er die Operationen geleitet hatte. Er machte aus seiner Aufriedende| t kein Hehl, und ans die Frag« nach der Situation in dem Dors« Cifuente» erklärte er, daß llch-di«s«0 Dorf niemals iw den Hinken der Aufständischen befunden habe. Die Aktion im Morden deS Dorfe- ihabe lediglich de» Zweck gehabt, Cifuentes vollständig zu befreien. Madrid.(HavaS.) Sm Abschnitt von Guadalajara nimmt die heftige Gegenoffensive der Regierungstruppen ihren Fortgang. Tie Regie- rungstruppen sind um mehrere Kilometer vorgerückt und b i S z« r G r m»-i-« d««rth-u^gn gelangt, dir durch ihre Artillerie fast voll- kommenz er stärk wurde. Di« republikanische Artillerie hat Donnerstag alle Geschütze der Aufständischen zum Schwelgen gebracht. Gegen Abend wnrden- z w e i K o m p a n i e n der An.f- st L n d i s chen gesichtet, die sich in regel l v- ser Flucht befanden. Den Regierungstruppen fiel erhebliche Beute in die Hände. Bei ihrer Ak- tion besetzte» sie all« Anhöhen oberhalb Brihue» gaS. ES wurde eine große Anzahl von Dörfern erobert. Die Zahl der italirnischen Gefangenen beträgt bereits über 150. General Miajaist mit einem Teil seines Stabes von der Guadalajara- T h le*(Texas).(Reuter.) In de« etwa 20 Kilometer von der Stadt Thler entfernten Siedlung Rew London er- eignete sich, wie gemeldet, im Schulge- bLude eine Keffelexploston, durch die ei« Teil d«S Gebäudes zerstört wurde. Die Kinder/ deren Eltern zum größten Teil in dem dortigen Naphtha-Revier beschäftigt stnd, waren zu mehreren Hunderten in einem großen Saale versammelt, als dessen Fußboden infolge der Explosion einbrach und die Mehrzahl der Kinder unter seinen Trümmern begrub. Einige der verletzten Kinder haben Brandwunden erlitten. Durch die Gewalt der Explosion wurden Ziegelsteine bis zu 406 Meter weit geschleudert. Di« Ursache der Explosion dürfte darin zu suchen sein, daß sich in dem Kesselraum her Schule, die mit Erdgas geheizt wurde, ÄaS.aiigrsammelt hatte. Die ersten Nachrichten, die den ungeheueren Umfang der Katastrophe/ von der die Schulkinder und Lehrer in New-London. betroffen wurden, haben unter der Bevölkerung geradezu lähmendes Entsetzen.hervorgerufen. Niemand.wagt/es, die Zahl der Toten auch nut zu schätzen. Der Schuldirektor hat jedoch erklärt, daß die Zahl der Opfer wahrscheinlich ungefähr. 676 erreichen werde. Die Schule/ in New-London ist inmitten eines n,a P h t h a r ei chen Gebiet e s gelegen. Ein Flügel des modernen Schulgebäudes, das dem Unterricht.der Kinder-ton Ingenieuren und Arbeitern diente, die in-der Petröleumindustric beschäftigt sind, stürzte nach der Explosion, gänzlich Vie Ausslger SdP-Provokatlonen waren organisiert I DI« Versuche, die große Kundgebung Sozialdemokratie und der freien Gewerkschaften in Aussig, bei der Abgeordneter Wenzel Jaksch sprach, zu stören, wnrden von langer Hand vorbereitet. Schon im Laufe des Tages trafen auswärtige Trupps„Ordner" ein, die sich damit brüsteten, daß für dnS heutige Nachtmahl gesorgt sei und daß auch sonst noch manches abfallen werde. Der Henleinabgeordnete Sandner hielt sich erst in der Aussiger Turnhalle und später im Gebäude der Kreditanstalt auf und wartet« dort, bis er von seinen Mannen geholt werde. Der SdP-BezirkSleiter Dr.Tauch e hatte auf dem oberen Marktplatz Aufstellnng genommen, um sofort nach dem- Gelingen deS Putsch- und StärungsversncheS, das Präsidium der Beranstaltung zu übernehmen. Unter seinem Borsttz sollte dann Sandner zu den Teilnehmern sprechen. Daß den Henleinern ihr sauberer Plan vereitelt wurde, ist der Disziplin der Massen und dem Eingreifen der R. W.-Männer zu danken. Jahren. Die UnglückSstätte bietet das Bild einer trostlosen Verheerung. Die Umgebung ist mit eisernen Bruchstücken, Steinen usw. besät. Die Eltern drängen sich um die UnglückSstätte und ver- folgen mit Bangen die Rettungsarbeiten, welche abcrsehr langsain vonstattcn gehen, da der Brand bisher noch nicht gelöscht wurde. Das Trümmer- werk.des Gebäudes, eines der schönsten Schulgebäude"in ganz Amerika, türmt sich so hach, daß man sich vorläufig über die definitive Zahl der Opfer keine Vorstellung machen kann. Die ganze Nacht hindurch wurde bei künstlicher Beleuchtung die Bergung von Kinderleichon fortgesetzt. .' Die Leichen der Kinder wurden zum Teil in Lastwagen nach der Stadt Henderson gebracht, ziun Teil in Reihen iin unversehrt gebliebenen Schulhof niedergelegt. 566 Arbeiter, die aus den Oelfeldern herbeigcrufen worden waren, sind mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Der Schuldirektor gab die Zahl der Schüler, die zur Zeit des Einsturzes dem Unterricht beiwohnten, mit 1266 an. Die Polizei muß die Eltern, die die Unglücksstätte belagern und in'den Trümmern ihre Kinder suchen wollen, mit Gewalt zurückhalten. / Räch Berichten von Augenzeugen schoß bei. der! Explosion eine riesig« Stichflamme in. die Lust/' Da» Feuer wurde jedoch vom niederfallen« den'Dach erstickt.‘■ Bisher wurden über 5Q6 Leichen geborgen, dqtmmer 17 Lehrer und Lehrerinnen. Eine große AyzMvon Verletzten ist im.Lauf«, der Nacht ge» starben.. Die.Bergungsarbeiten werden durch den Anstalten für Unfall-, Kranken- und Sozialversicherung, weiter der Handels- u„j> Gewerbekammern und der Landeskulturräte(respektive -Kammern) durchgeführt werden. Die beteiligten Minister wurden damit betraut, mit Beschleunigung alle erforderlichen Vorbereitungen, insbesondere auch soweit es sich um BortereitungS- arbeiten handelt, welche mit den Wahlordnungen zusamMenhäNge», zu treffen. Der Ministerpräsident erstattete Bericht über die Erweiterung deS Personal- referateS beim MinisterratS- Präsidium sowie. über dir Errichtung der ständigen Konferenz der Personalreferenten aller Ressorts znm Zweck« der genauen Durchführung der Richtlinien, welch« di« Negierung durch ihren Beschluß über die A u f n a h m e von Kräften in den Staatsdienst v o m 18. F e b e r. d. I. festgesetzt hat. ein. Der' entstandene Brand, macht« denjenigen,. stätkeNRegen sehr behindert. Man glaubt, daß.die Welche den Einsturz des Fußboden» überlebt hat-,Explosion auf Ansammlungen von N atu r gaS teru die Flucht au» dem Gebäude unmöglich. Die. in'-deft. Kellerräumen in der Schule zurückzufüh« Kinder sind grhßtenteil» im Mer von acht bis 151 ren sei. vis Tragödie von Tyler Hunderte Kinder Im Flammengrab Prag. In der freitägigen Sitzung des Mini- sterrates wurden vor allem die laufenden' handelspolitischen Angelegenheiten behandelt und insbesondere Her Bericht über verschiedene Maßnahmen. auf dem Gebiete der gegenseitigen schaftSbeziehungen zwischen den Staaten der Kleinen Entente und nist Ilm g a r n zustimmend zur Kenntnis genommen. : Bon den für die Nationaldersammlung vorbereiteten Regierungsvorlagen wurden der Gesetzentwurf über die provisorische Regelung der R^htSstellung des Gouverneurs von Karpatho- rußland und über.die damit zusammenhängenden organisatorischen Maßnahmen, welche die A u t o- nomie Karpathoruhlands betreffen, im Prinzip gebilligt. Nach Durchführung der redaktionellen Schlußarbeiten wird der Entwurf über die neue Fassung einiger Teile der Militär- Itrasprozeßordnung genehmigt. Auf dem Gl'bieto der Berordnungsgewalt der Regierung wurde der Entwurf der Regie- rnngSverordimng, betreffend döe vorübergehende Regelung de» staatlichen Zuschuss«» 8ur Arbeitslosenunterstützung genehmigt, durch welche der bisherige Stand ohne Aenderung bi» Ende Juni d.J. verlängert wird,' gleichfalls genckhinigt wurde für die gleiche Zeit auch die Regierungsverordnung, welche die entsprechenden DurchführmigSvorschrif- ten enthält. Auf dem Gebiete der administrativen Tätigkeit wurden di« Voranschläge de» Lande» Slowakei und'de» Lande» Karpathorutzkand für da» Jahr 1967 genehmigt. Grundsätzlich genehmigt wurden u. a. die Vorschläge betreffend die Staatspolizeiämter und Expqstturen zum Zwecke des systematischen Ausbaues. de» PolizeidiensteSi Beschluß gefaßt wurde in Angelegenheit der Neubesetzung der Funktion des.Generaldirektors des tschechoslowakischen Exportinstitutes durch die Designierung des Ge- nemlsclretärs der" Handels- und Gewerbekammer in Prag, JUDr, Zdenko Fast. Durchgeführt wurde die Ernennung der Mitglieder und Ersatzmänner des beim' Innenministerium gemäß den Bestimmungen der Regierungsverordnung über'die Maßnahmen gegen die unbegründete Verteuerung errichteten Beirates für Preisfragen.. Gleichzeitig wurden die Richtlinien für die Wirksamkeit dieses Kollegiums und analoger Kollegien bei den Lande»- und Bezirksbehörden genehmigt. Festgesetzt wurde da» Gesamtkontingent.der zulässigen Produktion kün.st.licher Speisefette für den inländischen Konsum im Jahre 1937 in Höhe von 6566 Waggons unter den vereinbarten Modalitäten. Die'Wirksamkeit de» Syndikates für die Verwertung von Vieh und tierischer Produkte' wurde für die Zeit bi» Ende de» Jahre» 1937 verlängert. Im Rahmen der Akttonen zur Unter st ützungderBeschäftigung wurden Maßnahmen zwecks Ermöglichung größerer Lieferungen handgeschmiedeter Nägel zum Zu« sammenziehcn' der Schivellen für Kleinerzeuger im Gebiete des Bvdywalde» in Böhmen genehmigt. Gleichfalls bewilligt wurde eine Anleihe.au» den Mitteln für. hie produktive ArbeitSlosenfürforge zwecks. Ermöglichung des Baues eine». Wasser« elektrizitätswerlcs an der Widra im Böhmerwald. ,Festgelegt wurde die Stellungnahme der tschechoslowakischen. Regierung zum Elaborat de» Inter« nationalen Arbeitsamtes in der Frage der internationalen Regelung der S i ch e r h e i.'t d'« r Angestellten bet Bauführungen,. ' Beschlössest wurde, daß biS Ende de» Jahre» 1937 die W a h l r n der Verwaltungsorgane der Allgttstrinen P e n s i o n s a n st a l t, der Arbeitsbeschaffung# Krankenkassen-Wahlen Durchführung der natlonalpolltlschen Richtlinien Holland gegen die Franco-Piraten Lissabon. TaS holländische. Unterseeboot „O—16" hat sich auf. Befehl der holländischen Rigierung in die spanischen Gewässer begeben, wo e» gemeinsam mit dem Kreuzer»Java" die Befreiung zweier holländischer Dampfer versuchen wird, die von den Franeo-Schiffen aufgebracht worden sind. Siegreiche Gegenoffensive an der Guadalajara-Front England holt Informationen. In Rom elnl L o n do«.(Reuter.) Der britisch« Bot- schaster in Rom rrhirlt den Austra», sich.»» informieren, waSan den Gerüchtm wahres«!, di« brhaupten, daß fest drm 26. Feier, an«elchem Ta« da»«ertöt der Entfendun, liarn«ach Spanien ist Straft trotz, italienisch« Freiwillige auf spanischen Boden auSgeschifft wurdest.-.",..’.'.'v' Im Angriff Die deutsche sozialdemokratische Beivcgung unseres Landes hat Prüfungen, die ihr di« Ungunst der Zeit und die Niederlage vom 19. Mai .1985 auferlegtcn, glänzend bestanden. Sie Hai nach dem Siege Hitlers, als im sudetendcutschrn Volk die geistige Gleichschaltung von fast allen Parteien vollzogen wurde, unablässig und energisch demokratische Grundsätze vertreten und wgrd darob verachtet nnosbeschimpsi. Und als Henlein die nationalsozialistische Belvcgung anss Neue ander Taufe hob und sich nahezu das gcsainlc Sn- detendeutschtum von ihn» düpieren ließ— teil» machte es gute Miene zum bösen Spiel, teils bar es um seine Gnade, teils lvctieifecte es mit ihm in völkischem Phrasengedresch—, setzte die deutsche Sozialdemokratie ihren Kamps gegen die fasckisti- schcir Strömungen unbeirrt und unbeirrbar sork. Sie war vereinsamt und von allen Seiten angefeindet— auch von jenen politischen Kräften im Sudetendeutschtum, die von der Heuleiubewegnng nichts zu erwarten und alles zu besürchicn hatten. Kühn und zäh rangen die treuen Arbeiter und Arbeiterinnen im Wahlkampf 1985 mit dem übermächtigen Feind. Sie unterlagen, aber das Kampsfeld verließen sie ungebrochen. Dio Sudetendcutsche Pariei. durch den Sieg überiniitig geworden, versuchte ihren Toialitäts- anspruch auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens durchzusetzen. Ihre Taltik hat die anderen politischen Gruppen ernüchtert, ihr Wirten hat die Gefolgschaft vom 19. Mai enttäuscht. Tie deutsche Sozialdemokratie war der Kern des Widerstandes gegen die SdP. Sie festigte ihr organisatorisches Gefüge, schlug zu, Iven» der Feind sich Blößen gab, und sic vertraute daraus, daß sie durch ihre Kraft und Zähigleit die Position der Verteidigung Haid. mit. der Position de» Angreifers vertärsschen werde. Zunächst isolierte die Sozialdemokratie durch ihre politische Taktik, den faschistischen Gegner. Sie arbeitete mit allen Ärästcn, gestützt aus die demokratischen Bundesgenossen und dann auch unterstützt voi» den aktivistische»» Parteien im deutschen Lager, an der Sicherung der.Demokratie. Diese Arbeit hatte Erfolg. Die Deinokratic aber ist aiif die Dauer der Tod der faschistischen Gruppen, wenn diese von der Staatsniacht serngehaltcn werden, Dazu kam, daß sich die Sudetcndeutsche Partei immer eindeutiger zu einer Partei des Unternehmertums entwickelte, welche sich in Widerspruch zu den Lcbensinteressen des arbeitenden Polles setzte. Die Milderung der Wirtschaftskrise hat das Selbstbolvußtsein der Arbeiterinassen gesteigert. Der gewaltige politische Erfolg, den die deutschtschechischen Vereinbarungen darstcllen, hat die Grundlagen des sozialdemokratische»» Wirkens verbessert und eine»nächtige Wandlung im Denken des gesamten SudetendcutschtuniS Herbeigcsührt. Da» Volk will nicht mehr'Phrasen hören, sondern Taten sehe», lind es will Austlärung über seine Ausgabe, Aufklärung vor allem durch jene Partei, die aus dem geraden und sauberen demokratische»» Weg geblieben ist. Das ist der Grund, daß die sozialdemolcaii- schen Bersammlungei» tvieder überlauioi» werde»», daß ihnen daS Volk in Hellen Scharen zuströmt und daß sich unter den Besuchern unsercc Kinidgebnn- gen neben den Tapferen, die in den schwersten Tagen der Partei die Treue hielten, viele Angehörige deS Mittelstandes, der Bauern und der Angestellten befinden— jedenfalls Tausende derer, die a»n 19. Mai 1935 der Sudetendeutschen Partei folgten.' Der nervösen Wut der Totalitätspartei und der inneren Leere ihrer Bersainmlun- gen steht die grenzenlose, mitreißende Begeisterung der Volksmassen gegenüber, die in den sozialdemokratischen Riesenkundgebungen der letzten Tage ihren starken Ausdruck sand. Unvergeßlich bleiben die Bilder lebendigster Kraft, die sich in Bodenbach, in Karlsbad, in Kö- motau und zuletzt in Aussig offenbarten. Man fühlte in den Versammlungen: hier läuft die MeNge Nicht einer politischen. Modeströmuntz nach, hier äußern sich Arbeitswille und, kämpferische Zuversicht. Wir hatten auch 1926 riesige Kundgebungen. Aber die gegenwärtigen sino vor ollem durch ihren inneren Gehalt von jenen grundverschieden. Damals trug uns die Zeit empor, heute mache»» wir sie uns durch, die Stärke unseres Willens'und durch unseren Trotz untertan. Nicht Mitläufer und Nachläufer.strömen uns jetzt zu, sondern Suchende und Mitkämpfer, Menschen, die den Ernst der.Stunde, begriffen haben.und. ihre Seite 2 SamStag, 20. Marz 1937 Ne. VS Miipcranlworluug für das Kommende fühlen, sie. wolle» Friede» utld Gorcchligiett im Lands uud-sehem in der Sozialdemokratie die ssickierstc Garantin dieser Pollsgütcr, sie wollen den Frieden in der Welt»iid sehen, das; der Faschismus zu;n Kriege treibt oder auf ihn spekuliert. Der Aktionsradius der Pariel vergröbert sich, ihre Wirkung ans das Volk-verstärkt sich'— und die Solidität dieses Wachstums ist dadurch garan- iirrt, das; sich di« Bolkrmassen um der Arbeit Verwahrung gegen Goebbels Wien Über die reichsdeutsche Pressehetje Wien. Die Politische Korrespondenz besaßt sich mit den letzten Angriffen der reichsdeutschen Presse gegen die Wiener Journalistik und schreibt: »Die Politische Korrespondenz ist ermächtigt, zu dieser Angelegenheit folgende Erklärung zu veräfsentlichen: Die Bundesregierung inihbil- tigt schärfsten«'die Beräffentlichung unwahrer. Nachrichten oder tendenziöser Artikel, die dem Geiste de« Abkommen« vom 11, Juki widersprechen, und wünscht, datz auch dort, wo schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten vorliegen»der eine Kritik«»«»uspreche» ist, der Don ruhiger Sachlichkeit eingehalten wird. Die Bundesregierung wird in ihren Bemühungen um die Wahrung de» Pressefrieden« durch die Haltung der reichödentschen Presse schon feit einigen Monaten entscheidend gehemmt. Während sich die Beschwerden von relchh- dentscher Seite nur gegen die Wiener Boulevard- Blätter richten und weder mit der Bundesregierung noch mit anderen amtlichen Stellen in ver- bindung stehen, ist eS im Deutschen Reich gerade »le grosse»ffiziösePresse, die sich in Angriffen gegen Oesterreich ergeht, in ihrer arti- kelmässigen Berichterstattung sich fast täglich in innere österreichische Angelegenheiten einmengt, 2S Dtr Freund Und erst als der Mann vor mir, dessen Gesicht Ich nicht gut unterscheiden konnte, weil er dem Licht de» Rücken zugelehrt hatte, zu lesen veliann, gelang es mir, mich völlig zusammenzunehmen. Jetzt war ich lvieder ganz Herr ineiner selbst und übersah die Lage mit einiger Klarheit. Ich horchte gespannt nach hinten—: die Laufschritte der Freunde verhallten innner mehr. Der Direktor las den Zettel zu Ende, faltete ihn zusammen und steckte ihn in die Tasche seines Ileberziehers.»Ich werde morgen feststel- len, ob tatsächlich Ihr Vater das geschrieben hat." DaS Blut, schob mir in« Gesicht, unwillkür- lich ballten sich meine Fäuste. Aber er lieb mich gar nicht zu Worte kommen. „Im übrigen", fuhr er fort,»habe ich Sie gar nicht darnach gefragt. Ich wollte nur wissen, wer die jungen Herren waren, die so tapfer davongelaufen sind, Rappaport, der neben Ahnen ging, habe ich erkannt. Wer ober sind die anderen?" Ich schlvieg. »Verstehen Sie mich immer noch nicht?" »Doch „Also, antworten Sie," «Meine Freunde." Er trat einen Schritt zurück, riss die Hände aus der Tasche des UeberzieherS, stidss jedoch nur ein»Aber" hervor, Ich senkte univillkürlich die Augen. Und hörte sein Zischen. »Sieh einer anI Die Namen?" Ach schwieg. »Wollen Sie mir die Burschen nennen?" der Sozialdemokratie willen und deshalb, weil sie dieser Arbeit im eigenen Interesse Erfolg wünschen. müssen, der sozialdemokratischen,Bawegüngr wieder zuzuwenden beginnen.' Der Faschismus, im SudeteMeutMumcher-, körpert durch die Partei Konrad' Henleins, ist ich die Verteidigung gedrängt. Nun gilt e«, die Wucht unseres Angriff« noch zu steigern. Dem Gegner sei kein Atem gelassen! Er mun'geschlagen werden, damit das Volk leben kann! oppositionelle Bestrebungen ermuntert, politische »der wirtschaftliche Schwierigkeiten übertreibt oder mit Genugtuung registriert, unerfreuliche Ereignisse» die sich in aller Welt ereignen, in grösster Aufmachung wiedergibt und in manchen Fällen auch vor Lüge und Beekeunidung nicht zurückschreckt. DaS österreichische Presseregime ist nach wie vor auf die Herstellung eine« wahren Presse- frieden- bedacht und immer bereit, seine«' Teil dazu teizutragen, es ist jedoch nicht geneigt» die betont unfreundliche Haltung der reichsdeutschen Presse, auch-«gelassener Blätter, widerspruchslos zur Kenntnis zu nehmen, Einschüchterung-Versuchen nachzugebtn»der einseitige Zugeständnisse zu machen."- Ein Dementi Wien. sTsch. ,P.-B.) DaS freitägige„Neue Wiener Journal" bringt in der Form cinesArtii kel« eine ungenaue Reproduktion der Unterredung, welche der Vertreter der Blattes mit dem- Gesandten V e v e r k a über Pest Zweck des Besuche» des rumänischen Ministerpräsidenten'-Trr'ta-- r e S e u in Prag hatte, Wir konstatieren hiezu, dass eS sich um keinneueSMi l.i.t ärabkoin- m e n zwischen den Staaten der Kleinen Entente oder zwischen der Tschechoslowakei und Runiänien handelt und-ast die Verhandlungen des Ministerpräsidenten nur Wirtschaftsfragen betreffen. Ich hob den Kopf wieder in die, Höhe und sah den breiten dunklen Fleck, der seiN^Aesicht war. Eine ziveite Welle der Verzweiflung tvar über mich gekommen, und ein Hast, der aus meinen Augen geradezu blitzen muhte, denn der Direktors der mich in vollem Licht der Laterne sah, zuckte zusammen. Und durch fest aufeinander geprestte Zähne, nur die Lippen bewegend, gab ich kurz und entschlossen zurück:„Nein!" Der Direktor starrte mich eine Weile an, ich sah ein Funkeln in den tiefdunklen Höhlen unter seiner Stirn. Dann sagte er. scheinbar ganz ruhig, nur etwas spöttisch:„Schön. Wir sprechen un» morgen lvieder. Gehen Sie jetzt nach Hause." Und er liest mich— wie es seine Art war— stehen und ging davon, dahin, von wo vor kurzem noch die Laufschritte meiner ehemaligen„Genossen" zu mir herübergehallt hatten. Es war auster mir kein Mensch auf der Straste. In den immer dichter werdenden Nebel frästen Laternen-— je weiter um so kleiner— zitternde, traurige Lichtkreise. Ich sah dem Direktor eine Weile nach, knöpfte den Mantel auf, ent« blähte den Kopf— brannte, glühte, fieberte— und giitg niedergeschlagen Hein;. 15. Aber schon drei Strasten weiter blieb ich stehen. „Wenn ich jetzt einfach nach Hause gehe", hämmerte e- in mir,„dauw begehe ich eine Gemeinheit. Denn ich weih, dast der Direktor Rappaport erkannt hat. Also muh ich ihn warnen.— Warum müh ich das? Rappaport denkt ja ätsch nur an sich. Mag er.sich nur selbst aus der Schlinge drehen.— Dast Rappaport nur an sich denkt, finde ich häßlich. Soll ich denn auch etwas tun, wa» ich. als häßlich erkannt habe, nur weil ein anderer e» tut?" Dann sagte ich mir wiederum, dast ja gar kein anderer Ausweg'bliebe, al» eben ein dreistes Leugnen. Ich schlug rasch den'Weg nach Rap« „Abwehr von Störungen“ .. Sdiuaidiniwa Besuch InBudapest Budapest. sssj!!M)' Ü-Her die' Besprechungen des- österreichischen-sBundeSkanzlers GÄ u s-ich« nigg mit dem Ministerpräsidenten D a r a n Y i wurde eine amtliche- Mitteilung, aüsgegcbem-jn der es u!«.'heisst:’’ „Die bewährte aufbauende Kraft, di, der Berbundenheit der Römer-Protokoll-Staate« innewohnt, ist nach Auffassung der österreichischen und der uNsarischrn Staatsmänner der hefte Garant der Aufrechterhaltung Per'friedlichen Entwicklung in,Mitteleuropa und. p i e Ti-Herste Ab«ehr iedweder e t wa»erfuch ier Störnnge«. Wa« die Fragen der Druaulän- der änbelangt, besteht zwischen den ungarischen Und den österreichischen Staatöiüänster« volle« Einvernehmen in der Hinsicht, dass die Schaffung eine« korrekten Berhältniffe» mit den Nachbarstaaten im Interesse- aller liege und bei entsprechendem Entgegenkommen all« Beteiligten stufest- weise auch erreicht werde« löitnir."- Wie jedesmal bei den nun, g'chon^alsjahrlich sich wiederholendes! Besuchen^-der^Regierungschefs der beiden Donaustaateu wurden auch- die«» Mal wieder unter Hinzuziehung.des Finanzmini- ster« Dr. F a b i n>> i, de« Häpdeis- und Jndu« strieminifterS.Bornemizsa und. des Staatssekretärs für Landivirtschaft Dr. M ar s ch a llzu den Verhandlungen die Grundlagen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit-überprüft und äl- wertvolle Bast« der weiteren Intensivierung de« zwischenstaatlichen Wirtschaftsverkehrs bestätigt. Die fachlichen Sonderverhandlungen auf diesen Gebieten werden zwischen- den beiderseitigen Fachexperten-fortgesetzt. Mussolini„friedfertig". London.(HavaS.f Die»Daily Mail" veröffentlicht ein Interview, das Ministerpräsident Mussolini in Tripolis dem Journalisten Ward Priee gewährt hat.. Mussolini erklärte u. a., dast Italien infolge der dem NeguS von Grostbritan- nien zuteil gewordenen Einladung letneDele- gation zu den Krönungsfeierlich- k eiten entsenden werde.. Andererseits wiederholte-jedoch der Duce den Wunsch'nach Erhaltung der freundschaftlichen Beziehungen mit England und Frankreich. Er erinnerte daran, dast Italien in kolonialer Hinsicht heute eine„zufriedene Macht sei",. Italien wünscht auch die Zusammenarbeit mit den europäischen Mächten, die in Afrika Kolonien besitzen.' Hinsichtlich der spanischen Ereignisse wiederholte Mussolini, dast die Gerüchte, Franc» hätte Italien irgendwelche Versprechungen bezüglich Marokkos»der.her Balearen qe- .wacht..absolut.rmbkLrüyd-t sind. Italien-Wünsche, M W, KM-sosVasd M-möglich Seywn werdtj worauf sich Italien in die inneren Angelegenheiten Spanien» nicht einmischen werde? Die herrte in Spanien befindlichen italienisches! Freiwilligen, erMtx der Ministervräsident,-W.erden^zur!ickwh- tenl wann eS ihnen bezieht, asister' Wenn überdie Abberufung der'Freiwilligen aller'Nationen ein Einvernehmen erzielt werden sollte. Italien sehnt sich vor allem nach Frieden.(Angesicht»-der britischen Rüstungen verständlich!) ES ist entschlossen, an einem neuen Westpakt mitzu- arbeiten, und hofft, dass die Achse Rom—Berlin die Verhandlungen in dieser Richtung erleichtern werde. L paport« Hause ein, um-ihn sofort, unverzüglich zu sprechen, ihn zu Ivamen, ihn auszufordern, einen Alibibeweis für morgen früh schon bereit zu halten. Als ich, aber einige Strasten durcheilt hatte, sagte ich mir, dast ich ettva» recht Gewagtes unternähme. Wenn Per Direktor Rappaport wirklich erkannt hatte, so war e» nicht ausgeschlossen, dast auch er jetzt in der Nähe de» Räppäport« schen Hause» auf ihn wartete, und ich ihm also Yon neuem begegnen würde. .„Trifft er mich aber dort, so wird eS ihm klar sein, dast ich Rappaport warnen wollte, und dann hat er den besten Beweis dafür, daß er sich nicht getäuscht hat.", Ich blieb wieder stehen. Nein, zu Ryppa- port durfte ich nicht hingehen. Auf keinen Fall. DaS wäre unter Umständen ein Bärendienst, Wa» aber, konnte ich üm? Telephonieren I Richtig! Also rasch nach Hause. Telephonzellen gab eS zu jener Zeit in unserer Stadt noch nicht. Ich machte kehrt und lief heimwärts. Bald. mutzte ich mir aber sagen, daß auch dieser Plan sinnlos wäre. „Es ist jetzt sicher schon nach zehn— um diese Zeit kann ich nicht mehr anrufen. DaS gäbe einen Aufstand. Also auch das nicht. Wa» denn, wa» denn? Und wieder regten sich In mir kleinliche Stimmen: „Last doch der Sache ihren Bang! Wa» geht ei dich an? Du hast den Zettel von deinem Vater— dir kann nichts Geschehen!."-—.Und wer weist, ob ich diesmal der Versuchung nicht nachgegeben hatte, wenn der Wille zur Hilfe in mW Keiner gewesen tvä« und nit eine Brücke geschlagen hätte zwischen dem imtner noch, stark empfundenen„Wir" und dem— zum Teil auch von der Müdigkeit aufgeblasenen—„Ich"—| „Wenn Rappaport auffliegt, fliegen wir alle auf. Ich auch. Dagegen ist mein Zettel nur ein Wisch, nur ejne faule Autxede, die gar keine Ve« dsütussg haben wird. Ich must Rappaport retten, MN mich zu retten!" . Der Versucher in ssiir wagte noch pinenllel« neu letzten Vorstost:.-, Arbeitsstelle der Aktivisten für Mähren-Schlesien Die der mährisch-schlesischen Landespe'rtrc- tung angehörenden Mitglieder der deutschen Mi- vlsttschen Parteien sind übereingekommen, zur gemeinsamen Durchsetzung nationalpolittscher und wirtschaftlicher Angelegenheiten eine gemeinsame „Arbeitsstelle" der deutschen aktivistischen Wr- leien" in Landesangelegenheiten in. Brünn zu schaffen. Aufgabe dieser Arbeitsstelle wird es sein, in erster Linie darüber zu wachen, dast die mit Regierungserklärung vom 18. gebet 1987 fest- gelegten Richtlinien über das NaÜonalitätenProblem im Rahmen der mährisch-schlesischen Lan- deSvertretung und bet- der LandeSbehörd«-in Brünn hinsichtlich der Deutschen wirklich einar- hakten werden. Darüber hinaus wird diese Ar- beitsstelle auch darauf dringen, dass die deutschen wirtschaftliche» und»atioualpolitischen Interessen auch bei den. Landesstellen der' anderen Zweige der Staatsverwaltung, insbesondere tm Gerichts,, Finanz- und Postwesen u. a. entsprrchend zur Geltung kommen..... Zuschriften in Angelegenheiten,, welche ein gemeinsantes geeinte» Vorgehen der deutschen aktivistischen Parteien bei der Landesbehürtze in Brünn, oder bei anderen Landesstellen der staatlichen Verwaltung in Brünn erheischen,-wollen.an die„Arbeitsstelle der deutsche» aktivistischen Parteien" in Landesangelegenheiten in Brünn, alte« Landhaus, Tür Nr. 28, gerichtet werden.- Am 31. Hin Eröffnung der Frühlahrstaguns Durch Handschreiben des Präsideiiten der Republik wurde, die Herbstseffion der Nationalversammlung. mit dem 19- März,.für beruhet erklärt. Gleichzeitig, werden-die beiden Kannnern der Nationalversanunlung zur Eröffnung""der FrühjahrStagung für Mittwoch, den 81. März, zur Tagung nach Prag einberufen. Vor dam Parteitag -dar- tschechischen Sozialdemokratie Donnerstag fand eine Sitzung der VollzügS- ausfchusser der tschechischen Sozialdemokratie stätt, die sich u. a, mit den Vorbereitungen zum Parteitag beschäftigte./ Insbesondere wurden die Referenten zu"den einzelnen- Punkten der'Tagesordnung festgesetzt! Berichte werden danach erstattet von Zentralfekretär Dundr über-'die-Lag«-'der Partei, von F. Släma über die-Finanzen Mr Partei.und von Abg. R e m e» über die Konirvllc. Neber die politische Enttvickluug in' der Tschechoslowakei und im Au»land, die Taktik und Aufgaben, der Partei spricht. Minister Bechhni, .über den Kampf nm die Wirtschaftsdemokrätie'der .LärwWörW>tde,„H?Ä>.tz^7' '' 4Ä Hräsident der Republik empsiNj^ant Freitag den Gesandten in Belgrad Dr. V. G'ktss-ä, ferner den Professor der Masarisk-Unkversität Dr. B. Hostinskh und hierauf den'Professor der Karls-Universität-Dr.- B. Hroznh,', In den MtttagSstunden begab sich.der Präsident.mit Gemahlin zu dem üblichen Besuch des Prästden- ten Masarhk nachLänh. Rücktritt BaxaS am 2.- April. Wies-das „Ceskb Slovo" meldet, wird der Primator von Prag, Dr. Bara, In der Sitzung de» Stadtrates pom 2.. April, mitteilen, dass er vom Amte des Bürgermeister» von Prag.znrWtzkttl' .-„Du kannst höchstens in eine andere Lehranstalt kommen, die Gefahr, die du läufst- ist nicht groß." Aber da» klang schon zu schwach. Nun muhte auch da» Selbstische in mir ein Eingreifen für die anderen fordern. Die Zweifel waren ausgelöscht. Der Kampf entschieden.-„Helsen, warnen, retten!" Und grösser al» vorher, weil allein,'durch nichts bedrängt, keiner Ablenkung mehr ausgesetzt, stand die Frage:„Wie?"- Hingehen, telephonieren— da» war unmöglich. Rappaport und die übrigen Freunde ckber muhten rechtzeitig gewarnt tverdeu. Also'vor Beginn deS Unterricht«, vor einem mögliche» Zu» sammenkoinmen mit deut Direitor. Bei dem Gedanken, Rappaport könnte vom Direktor noch vor einer Unterredung mit mir. verhört werden,..überlief es mich kalt.„Wie, wenn der Dicke Ihm einfach sagt, ich hätte gestanden, dah er mit- Mir ig, wesen wäre? Wenn er ihm sagt, ich hätte, allil .verraten?. Dann glaubt mir niemand mehr-nach dem heutigen Abend—— Ich wär ja gegen biC| Auflösung, gegen Rappaport gewesen/' Am Ende deckt er dann, ich hätte mich gerächt oder'so etwa», —— Dann stehe ich al» Verräter dal" Ich knöpfte.wieder, den Mantel zu, M'-ien Kragen hoch und fror dennoch! '„Mein- Gotts nutz nicht dar!"", E« gab keine« anderen Ausweg äl«:- Rappaport und die anderen schon in aller Frühe vor der Schule abzufassen.„Ja, ja!" Da» war die letzte Möglichkeit. Und schon schritt ich eilig in der Richtung'äiif unsere Lehranstalt muS. Alle» wie iy; F.icber^Jn einer Spannung, die aus einem Uebenystdetsein wuchs. Ach kam nicht weit. Besann mich rechtzeitig darauf,.dass e» zwecklos wäre, die ganze Nacht In dieser Kälte draußen zu warten. Ich konnte ja ebensogut zu Hause bleiben; ich mußte nur eine Stunde vor Beginn des Unterricht» an Hr Straßenkreuzung sein.- .' ,(Fortsetzung folgt.)!-" Ruhige Lösung In Paris Paris, Die Regierung und eine Delegation dec Linksklubs der Kammer verhandelten vormittag« über eine schiedliche Beilegung der politische» Folgen des blutigen Zusammenstotzes in Clichh. Ministerpräsident Löon Blum uud Jnnemnlnister D o r m o y erstatteten zunächst in! sozialistischen Klub und sodann in einer gemeinsamen Sitzung der fünf der Koalition der VollSfront bildenden Linksklub» Bericht.. Die Opposition hat leine Interpellation über die Zusammenstöße in Clichh zwischen Kommunisten und der Polizei, sondern nur über den Streik an die Negierung gerichtet. Die blusigen Ereignisse in Clichh und deren politische Auswirkung tverden jetzt weit maßvoller beurteil! als nach dem unmittelbaren Eindruck. ' Die K o in m u n I st e n kritisierten in ihrer gestrigen Versammlung im Winterstadion die Regierung, vornehmlich den Minister D o r m o h und die Polizei, doch'war das Parieikommuni- qui bereit» weit maßvoller. In den Versammlungen der gemeinsamen Kammerdelegation der LinköklubS der Volksfront wird das Vorgehen der Kommunisten scharf verurteilt. Sowohl die Radikalen al» auch die Abgeordneten der republikanisch-sozialistischen Vereinigung und di« Sozialisten stehen fest zu der Regierung, die den Standpunkt verteidigt, daß die Ereignisse in Clichh nicht übertrieben, sondern vielmehr durch Ausrufe an die Bevölkerung, die Ruhe zu belvahreu, geklärt wer-, den sollen. Die französische Regierung hat da» g e-i meinsamc Begräbnis der fünf Opfer der dienstägigen Manifestationen in Clichh bewilligt. Das Begräbnis ivird am Sonntag nach-' mittags in Clichy stattfinden. Vas„neue Locarno“ Pari». Minister de» Aurtväriigen D e l b o s hatte Freitag eine Unterrcdunq mit dem italienischen Botschafter Cerruti. Die Unterredung betraf hauptsächlich den französischen und'den Italienischen Standpunkt zu den in Aussicht genommenen' Verhandlungen über ein»neues Locarno". Samstag, 20. Marz 1037 -- Nr. 08 fudetendeutsdier Xeitepicgef an Mr. 1. 1 g,hr,»i, Nordböhmische Volksstimme. 4)t|ii|ir die itkrilnAt fltrilktnii ter plitiftri KksirKk Hamburg, Si^lniftrnan uni) jfmgrbnng. WrbottioMlfdilufc 3 Tag» vor brat Qrf4nntn M Blattes. Ass Kielt rrfcheiat in I., 10. infe 20. |tlni Monats. durch sein« Haltung, seinen Ernst, die unbeugsame Gesinnung seiner Leiter weit über fein Ber- treitüngsgebiet Achtung und Anerkennung erworben und schreitet nun, voll Hoffnung, in das fünfte Jahrzehnt seines Bestandes. Anläßlich deS Jubiläums ist«ine Sondernummer erschienen, dfe'sowohl apolitische Beiträge führender deutscher Sozialdemokraten als auch historische Artikel enthält/welche die Vergangenheit des Blattes" behandeln«nd ein stolzes Kapitel aus der Geschichte der nordbühmifchen Arbeiterbewegung barstellen. Die obige Reproduktion zeigt die erste Rümmer deS ersten Jahrganges-es jubilierenden Blattes. F* Pvobenuntmev. Smttorf, In 20. Mir, 1807. Die„BolkSstimme" in Warnsdorf feiert heute daS vierzigjährige Jubiläum ihres Bestandes. Nach Abschluß der ersten Etappe des Wahlrechtskampfcs ine alten Oesterreich, knapp nachdem dir ersten sozialdemokratischen Abgeordneten ins Wiener Parlament eingezogen waren, gegründet, hat daS tapfere Blatt in zähem Ningen mit hartnäckigen Gegnern für die Idee deS Sozialismus und die wirtschaftliche Befreiung des Proletariats gefochten. Das Blatt hat sich nen Referat Winters besprach der Organtsations- sekretär P e t r o die ArbeitSgrundsätz: der tschechischen Sozialdemokraten im Grenzgebiet. Bemerkenswert ist an diesem Plan, daß ein ganzes Kapitel der Zusammenarbeit der deutschen und tschechischen Sozialdemokratie gewidmet ist. Bei seiner Abfassung'haben die Vertreter unserer Partei schon vor der-Konferenz-aktiv mitgewirkt. Unter anderem würde nach diesem Plan die B i l- dung eines-gemeinsamen Kreis- Ausschusses der beiden sozialdemokratischen Parteien beschlossen, welcher Weisungen für das organisatorische Zusammenwirken geben und gleichzeitig i eine Beschwerdestelle. in den. nationalen, sozialen' und kulturellen.sowie, organisatorischen Angelegenheiten.sein.wird.- Die Zusammensetzung dieses Ausschusses erfolgt so, daß jederzeit eine rasche. Entscheidung, herbeigeführr werden kann.'* Als Vertreter unserer Partei: ergriff auf Dieser Tagung Kreissekretär GenosseW a n k a das Wort. Die.«Zukunft"., erklärt als. bedeutsamst die Tatsache, daß durch sje die. Zusammenarbeit der beiden-Parteien.in konkrete, für alle Organisationsinstanzen' verbindliche' Formen' gekleidet wutde,'' sich der Ministerpräsident unter Nichtbeachtung der geschichtlichen Entwicklung bei sei» nen Berhandlungen nicht an die Mehrheit des Su< drtendiutschtum», sondern an drei Parteien gewendet hat, di« sich zu Pritt auf nur 25 Prozent der sudrtendeutschen Wählerschaft stütz-«,»nd keinerlei Vertrauen im Sudetendeutschtnm mehr besitzen. DI» Dudetrndeutsche Partei ist der Meinung, daß d«r, der mit dem Sudetendentschtum verhandeln will, sich ausschließlich an. Konrad Henlein und sein« Bewegung z» wenden hat. Di« stellt daher ausdrücklich fest, daß dir deutschen Regierungsparteien und die Herren Minister' Czech, Spina und Zajisek weder einen Auftrag noch«Ine Legitimierung besitzen, im Namen des Sudetendeutschtums zu sprechen, und daß Berhandlungs- «rgetniffe, di« U»n den deutsche« Regierungsparteien ausgehandelt«erde«, niemals di« Deckung der Mehrheit des Sudetendeutschtums swden werden und für. das Sudetendentschtum auch nie den llharaktrr der Verbindlichkeit zu tragen imstande sind. Wenn di» Sudetendeutsche Partei erklärte, die Verhandlungen nicht stören zu wollen, so geschah dies nur in der Absicht, den deutsch«« Regierungsparteien nicht das billige Argument zu liefern, sie wär« durch di» SdP daran gehindert worden, etwas für das Su» detendeutschtum zu tun- Keinesfalls aber bedeutet diese Erklärung die Anerkennung der deutschen Regierungspartei« als politischer Funktionsträger der s»det«de»tsch« Volksgruppe." Die SdP ist also nervös, sie ist sogar ängstlich, sie fürchtet, daß sich die positive Politik der Aktivisten und die positiven Ergebnisse solcher Politik gegen die Heilschreier auswirken könnten. Und weil die Berhandlungen der SdP keinen parteimäßigen Nutzen gebracht haben, lehnt die SdP das Ergebnis ab. Sie pfeift eben auf die Nation, wenn eS der Partei nichts nützt. Parteiwohl gebt vor Bolkswohl, Parteinutz geht vor Gemeinnutz! Ebenso famos ist der zweite Einwand gegen die nationalpolitischen Vereinbarungen. Herr Henlein allein darf verhandeln. Herr Henlein repräsentiert das Sudetendentschtum. ES ist eine Mißachtung der»g« s ch i ch t l i ch«n E n t w i ck« lung", wenn man Henlein Lbergebtl Nun die Weltgeschichte war in diesem Fall lo kühn«S zu tun». Sie bat sich erlaubt, Herrn Henlein links liegen'zu küssen. Sie hat-nicht, erst in Asch.an« gefragt/ ob sie diesen Schritt zur Verständigung der Nationen tun dürfe! Herr H cm lein ist gekränkt. Die ganze Weltgeschichte freut ihn nicht, wenn sie es ohne ihn fertigbringt. Von nun an weiß eS dank Rudolf Sandner die Weltgeschichte: an Herrn Konrad Henlein, Asch, hat sie sich zu wenden, er ist der F u n k t i o n S t r ä- g e r. Und wenn sie eS nicht tut, ist Konrad ernstlich-böse.., Die Parteibuch-Sorgen det„Teplltz-Schönauer Anzeiger In seiner gestrigen Ausgabe beschäftigt sich der„Teplitz-Schönauer Anzeiger", von dem nur allzu gut bekannt ist, daß er sich die Konzeption der Henleinschen Politik zu eigen gemacht hat, mit dem von ihm so bezeichneten„Ausgleichsverhandlungen" und. widmet ihrem„parteigeschästlichen Teil" seinen Leitartikel. Er jammert-darüber, daß nun die Gefahr besteht, eine U chon im« merbetriebcne Isolierung der SdP zum gl ücklichenEn de SU Noch longa Bemühungen i|t rl uni rötlich gelungen, rin Blatt hnauSgeben 1« tlnnrn, welche« die Interessen det Itbcrtnl, det Bürgers und det Bourrnstaud«» wetteten lad. Bor Such liegt dir eesle Nummer der«NorddShmischrn Volks» |timw", welche eine warme, ehrliche und unerschrockene Freundin aller arbeitrnven Stände des Volkes sein wird.— Wenn tuir auch wessen, bah unser Unternehmen innerhalb brr jetzigen kapitalistische» Grsellschalttsorm keinerlei.goldene Fruchte" für die gejammte arbeitende Bevölkerung bringen kann, so sind wir dennoch lest und bestimmt übrezoogt, daß dir.Rordb. volktsttmme" rin.richtiger Hebel werden kann zur Mistigen Anstkörnng, zur brüderlichen Bereinigung aller Arbeitenden, aller ve» drückten und Geknechteten und damit auch zur Hebung des Klaffrnbmußtsnns and der wirtschaftlichen Wderstandlsähigkeitl Gl Ist eine alte, feststehende Thatjache, daß die Hauptschuld aller Ausdeutung. Rechtlostgknt und geistigen Verkümmerung begründet ktegi etnesleils in der heutigen Wirts^astssonn, wo,der Besttzlose. twrts«bost"ch Ohnmächtig» und Atz» hängige dem wirtjchostlich Starken auf Gnade oder Ungnade über liefert ist; anderseits oder wurzelt ein großer Theil der Schuld aller dieser elenden Zustände st» der»ongeltzofren Erk«nni»iä deren Ursachen. Der grüßte Therl der Arbeiter. Bürger und Bauern seufzen unter den tristlosen BrrhLltHissrn und enormen Lasten, sst schimpfen wohl hir und da. bald leise, bald lauter darüber-J jedoch, nachzudenkea über deren Ursachen, zu forschen nach Mitteln und Wegen, um sich so viel wie«dglich gegen Ausdeutung und Willkür zu schützen, fällt ihnen nicht ein; stumpfsinnig und willenlos vegeriren sie dahin, sich selbst schadend, zu« Nutzen des ausbeulenden Kapitalismus. Für Alte diese nun ist in erster Linie die»Nordd. Volks» stitrumr aus den Plan getreten. Die.»VoNsstimme- hat sich in erster Reihe die Ausgabe gestellt. Wissen und Aufklärung in allen Schichten der abeitrnden Vevslkerung zu verbreiten und gegen jedwede Art von Volksverdummung energisch anzukämpfen. damit allmählich zwei Hauptqurllen der heutigen rlmdrn Zustände, die Uuwisieuheit des Bottes und die daraus euts Prinzen de Gleichgiltigkeit, versiegen.— Eine natürliche Folge davon aber wird in der Bevölkerung dte Erkenntnis fein, sich zusammenzuschließen, und gemeinsam, solidarisch zu handeln!— Die^Nordd. VottsstioumT wird ferner bestrebt fein, die einzelnen Berufsstände der arbeitenden Bevölkerung zu eine« großen Ganzen zu Vereinigen; dir Lohn-, Ezisteuz» und Arbeitsverhältmffe zu besprechen und so der Bevölkerung mit Rat und That hilfreich an die Hand zu gehen bei Regelung und Besirrung'ihrer verschiedenen goteressenfragen.—*» Die^Nordd. VoUsstimorr wird durch anregende und delehrende Die Hauptstelle der SdP hat ein von Kamerad Sandner gezeichnetes Rundschreiben OG-7/S7 ergehen lassen,, in dem sich neben anderen Weisungen auch das Formular für die Beurteilung der nationalpolitischen Vereinbarungen durch die Mässe der gleichgeschaltcten Hirne findet. Höheren Orts wird also für richtig erkannt: „Die Sudetendeutsche Partei empfindet die Haltung der deutsch« Regierungsparteien, die über «In« verschwindend kleine LrrtranenSbafis im Dn- detendentschimn perfügen,«IS eine unerträgliche Anmaßung«nd stellt eindeutig fest, baß ihr, Erklärung— die Brr bandlungennicht stören zu«allen— unter keinen Umständen als ein vlaneSwechsrl für ein Spiel hinter den Uuliflcn auSgelegt«erb« darf, von dem daS Sndetendentschtmn nicht weiß, nach welch« Richt» llnicn»der mit welch« Absicht« es gespielt wirb. Die Sndetendentsche Partei fordert ater nicht nur die Veröff«tlichung der Denkschrift, sondern hält es auch für notwendig, das Sudetendentschtum aufzuklären, warum von dm jüngst« Verhandlung« nichts, zu halt« ist. Der Zweck des Manövers Wir lehnen d.ic Verhandlungen ab, weil eine ganze Reihe von Anzeichen dafür sprech«, daß e« bei dm Berhandlungen gar nicht nm eine Lösung deS sudetmdentschen Problems, sande« vielmehr um«in kluges und raffiniert «nSgedachtrS Manöver gegen dir er- falgreiche Politik der Sndetendent- fchenParteigeht. Die Sudctmdeutsche Partei weiß sehr w»hl, daß durch ihr« Aufstieg, ihre Kundgebung«, Ihre planmäßige Aufklärungsarbeit, ihr» systematische Aufrollung der vorhanden« Unzulänglichkeit« im Parlammt»nd vor allem durch di« JnterpellationStätigkeit ein Iimerpplitischer Druck geschaffen wurde, der daS sudetciideutsche Problem allmählich zur dringendsten Angelegenheit ter inneren Politik werd« ließ. Sie weiß ater auch, daß sich znm innrrpolitischen Druck rin vielleicht nach stärkerer»nd für di« Tschechen peinlicher Druck von außen zugcfclllc, der durch di« stzstematische Unterrichtung de» Auslandes über die tatsächliche Lage deS Su> detmdeutschtums geschafs« wurde. Sie weiß sehr gmaa, daß dieser Druck von innen«nd der Druck von auß« sür die tschechisch« Seit« eine Lage ge- schasfen hat«, in der man sich sag« mnßte, daß irgend etwa» zu geschehen habe, um mindestens im Ausland« d« Ewdruck Hervorzurusen, als sei das sudetmdmtsche Problem in Lösung bcgrisfm. Konrad kckvnleln Ist der sudetendeutsdie Vertrauensträger Der zweite Grund, aus dem dir Sndetendent- sche Partri dir Perhandlung« ablehnt, ist brr, daß Vierzig Jahre„Volksstimme“ SdP polemisiert mit der Weltgeschichte Dio Angst vor dem Aktlvlsmus Erfolge werden abgelehnt, wenn andere sie erringen Elemente abgcben. Wenn es wahr ist, was dieses Blatt-immer behauptet, dann sind doch alle„Kameraden" dem Staat absolut und treu ergeben I? Warum dann di« Sorge? Die Herren wissen schon, was sie meinen und kennen jedenfalls die politische Lieblingsbeschäftigung der Heinen „Führer" besonders genau. Aber noch etwas anderes. Man wird vergeblich Leitartikel im„Anzeiger" suchen, die sich gegen jene deutschen Fabrikanten lvcndcn, welche nur Arbeiter beschäftigen, die der SdP angehörein Nicht'sehr weit von der Redaktion am Tcplitzer Schulplah erheben sich einige Betriebe, wo die Angestellten im Bunde mit dem Ehcf als treue Kameraden bemüht sind, jedem Freigewcrtschas- tcr den Eintritt zu verwehren I Das verschweigt das Blatt schamhaft und bewußt. Und was tut das Dritte Reich? Was tat cs seit vier Jahren? Es vertrieb alle Menschen, die eine demokratische Gesinnung ofsenbartcn. Es warf hunderttausende Menschen in die Konzentrationslager, es vertrieb Zehntausend« ans dem Lande. Gegen diese Parteibuch-Politik läßt sich der„Anzeiger" nicht herab. Man sicht also ganz deutlich, die Zeitung des Herrn Dr. Wcigend,„streng objektiv", bleibt der Ascher Zentralstelle auf ewige Zeiten verbunden. führe n und daß die aktivistischen Parteien nur für.ihre Anhänger arbeiten werden. ES ist ihm außerordeittlich'-unsympathisch,-daß-nur- lene Teile- deS'Bolle-- in den Arbeitsbereich eingeglie- dert werden fällen, von. denen bekannt ist, daß sie auf dein Boden'der Republik-un!>- der'Demokratie stehen/.. Dazu wären einige Bemerkungen zu machen. Die politische Redaktion deS„Teplitz-SchÜnaüer Anzeigers", hak anscheinend zur Loyalität der „Volksgenossen" kein.allzu großes"Vertrauen, denn sonst würde sie ja nicht so verängstigt Her» umstottern und den Verteidiger der nazistischen Deutsch-tschechische sozialdemokratische Zusammenarbeit im Pilsner Wahlkreis Sonntag, den 14. März, waren in Pilsen die Vertrauensmänner der tschechischen sozial demokratischen Arbeiterpartei aus dem gemischt sprachigen bzw. aus dem überwiegend deutschen Grenzgebiet des Pilsener Wahlkreises versam melt. Diese Tagung, an welcher die deutsche So zialdemokratie durch die Genossen Wanka und Dr. Adler/vertreten war- stand sichtlich unter dem Eindruck des positiven Ergebnisses der deutsch tschechischen Berhandlnngen. Senator Genosse Jng. Winter aus Pilsen erörterte den Standpunkt der tschechischen Sozialdemokratie zur deutsch-tschechischen Zusammenarbeit. Der Redner-ging' von der Feststellung aus, daß beide Völker Bürger eines Staa tes sind. Er gab zu, daß es zu Hebelgriffen untergeordneter Staatsorgane bei der Behandlung der- Sudetendeutschen gekommen ist und wandte sich wiederholt entschieden gegen die Poli tik der Nadelstiche. Damit müsse Schluß gemacht-werden., Sodann würdigte der Redner noch die BerständigungSaktion und forderte beson ders nachdrücklich auch die endliche E r.r i ch t u n g e i n e s deutschen Se n d^-r s. ..Nach' dem mit großem Beifall ausgenommen Fe i ne s Vitello Osterbrot Aus 6 dkg Hefe, etwas tauwarmer Milch I und 25 dkg Mehl macht man ein Damp-' fei. 25 dkg Vitello, 25 dkg Zucker, 2 Eidotter werden schaumig gerührt, daeu gibt man 1 dkg Salz, Zitronenschale und Anis. Die abgerührte Masse, 75 dkg Mehl werden mit dem Dampfei und etwas Milch zu einem festen Teig verarbeitet. Hierauf 10 dkg geschälte, geriebene Mandeln und 20 dkg Rosinen dazuwirken, den Teig gut gehen lassen, noch einmal durcharbeiten und Brote formen. Wenn dte Brote genügend gegangen sind, In der Röhre goldbraun backen. waren die demokratischen, freiheitlichen Ideen tu Oesterreich sicht«ehr ganz anlzurmtr« und als ihre späte», spärlichen Erfolge Hobes wir dir jetzigen, allerdings jehr verkümmerten Rechte der vrrsasiuag vor unsere« Auge. Uns hoben diese Rechte nie genügt, wohl ober dem einst so rrvoiutioaäer» Bürger, thurn. Das Bürgrtthum und brr in ihm verkörpmr Liberalismus haben sich«inschastiich entwickelt und ausarschwungrn. sind zur Wacht tm Staate rrnpor» gestiegen und befriedigt. Sie, die Liberalen. Haden grnng Rechte, sie sind zahm geworden. Das Bürger- thum hat seine Fahne von 1848, sein« Grundsätze kostbares Menschenblut mußte den Boden der. Freiheit dünge«, aus dem diese Rrsormen rmpanvuchjen, um nachher, in kurzer Zeil von der Realton mit brutaler, blutiger Gewalt dem Bolle toieder tnirrsjen zu»erden.—,. Trotz all diesem Betrat und Wattbruch aber Aussätze au» allen Gebieten des Willens den gnftigrn Gesichtskreis ihrer Leier»u erweitern versuchen; sie wird srrnrr die hervorragendsten politischen Ereignisse des In- und Auslandes besprechen, aber auch den lakalrn vorkommntffrn Beachtuug schräke«.- Auch das Unterhaltende wird durch Erzählungen u. s. w. gepflegt werde«. Dir„Nordb. Volksstimme" ist lür Alle da, welche' schaffen und darben und denen Unrecht geschieht. Möge« daher Alle, welch« mit de« jetzige« Bnhältttissrn unzusnrdea sind, diese Waffe geistig und materiell unterstütz«, durch Gewinnang von Abonnenten und durch Einsendung von wahrheiisgttrrur» Berichte«, damit wir unserrr Aufgabe umso besser entsprechen können. Ruhig und sachlich»er rn wir unsere Feder führen, wo es gelten wird, dir Bevölkerung zu belehren und aus ritte höhen Stufe geistiger Erkenntnis zu bringen. Schars und rücksichtslos aber werden»le dort alljlretrn, wo uns Gewalt, Lüge and brutale Niedertracht entgegentritt. Heinttyletfchtrn wollen wir iinbarmher-ig in alle.dunklen" Schlnpsptincke! und ausdeckn, werde« wie ohne Erbarmen alle ungerechte«, gesetzwidrigen uns unmenschliche« Auslände. Unser Endziel ist dir verwirkllchutig des edelsten, höchsten Mrnjchheitsideali, es hrißt: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit I. Unverrückbar diese« Ziel im Auge kümpjen wir aber heule schon gegen Abhängigkeit und Ausbeulung, gegen vottechtr und Rechtlosigkeit, gegen Klassenherrschast und Maffrndummhrit. Um diesen Pomps energisch und rrsolgrrich führe« zu könne«, haben»ir uns in der .Rordb. Bolksstimme" rin» schneidige, geistige Waffe geschaffen. Es liegt in Eurem eigenem Interesse, daß di«»Rordb. Volksstimme" die größmögluhstr Verbreitung sinder!— Sorget daher, daß dies geschehe, auch wir werden sttts trachten, mit allen unseren Straften für Euer Interessen emzutreten. Der Abonnemnttspret« ist eia so geringer, daß Jeder ihn erschwingen Ian«; er betrügt pro Bietteljahr 46 Ir. Rur wenn in jeder Hüttr das Blatt aufliegi, werden wir Erfolge erringen. Nochmals bitten wir alle Freund« der Wahrheit und des Fortschrittes, uns in der Mitarbeiterschaft zu unterstütze« und aus allen Orten tvahrhritsg«. treue Berichte nnzusrnden. Wtt srischem, srohem Mute dem neuen Kämpfer für.Wahrheit und Freiheit" rin herzliches.Glückauf" und nun.vorwärts I" Mit Brudergruß und Handschlag: Für die Nkdittiou: Für dte JMniiiiation: iiich-k»»iump». I-s-f ßchö»f»i»«r Msirzeebemke»! Märzlnst streicht übn Höhen und Tiefen. Berge und Ebenen und erweckt fit der Natur eur Ringen und Drängen, rin Keimen und Sprießen, welches im Untergänge des eisigen Winters, dem Einzüge des jugendsrtichen. grünenden Frühlings einen beredten, ersten,«den Ausdruck findet. Und'so, wie der März rn der Natur mit dem Alten, Uebrrledien bricht, alles umgestalm und neues Leben, neue Formen hrrvorza adert, so spült es auch im Leden der vskkn gar ost eine veijüngrnde, revolutionär» Rolle. Das Ringen und Kämpfe« tn der Raine erweckt und bennsiußt auch den Idernqang der Menschen, rrvolntivnin die Geister det Böller. Er richm den Blick sller nach Fortschritt und Feet- heil siredenden Elemente nach Bonvörls. tu die Zn». küsse, et ruft uns oder auch die Gedanken»och an die Thsttrn und Errigüiffr vergangener Zeiten. Auch Mit eichten heute nnirre Gedanken aus jene Tage, wo in ganz Europa und|a auch in Oesterreich tm I Mürz 1848 dir Böller endlich aus ihre« geistigen und politischen Schlafe erwachten, wo sie sich ans» bäumten gegen dir veraltete, lultnrwidngr Knechtschaft «nd Bevormundung, geaen di« absolutistisch«, jedes fokittsche. foeeschritiliche Leben erstickende Regierungs- orm. Im Mörz 1848 war es, als di» damals noch freiheitlich kühlende Studentrnschasl im Bande mit der Arbeiterschaft Wiens das verrattrtr Unter» drückungsstzftem Mttterntchs ftürztr« und von der Regierung nur loftitutionrDe vrrsaffung, Wahlrecht, Preß- und Redefreiheit, Bolksbewaftnung nnd andere demokratische Einrichtungen rrzwcuqen. Ei« Theil des damaligen Bürgertums, die Bötrr der heutigen .Liberalen",. standen ihnen dabei treu zur Serie. Richt leicht nnd mühelos war dieser Stegl Eine Jrvßr Anzahl von Menschenleben, darunter in«rsler mir Arbeiter und Studenten, mußten gropsrtt»erden, R 11—--■---J-> An die Arbeiter, Kürger und Kauern! O^rtldi Oft 0**trtti0»tio|oni: - NüiUn tt fl 3»*« S*atM(NIIM UI», llpllll. r» Cjm’UI U l>. FOr Deuitchiaad: »aann-t M» ni’ m—1 ^snaikntiM. Rröekii», ssl trwiltl», aMrsCOarf, 0miol|oo«,'T —»«»»« WMaatn rtOM*•» Nm MW,««»>» MtAM. I Lprrchklnnden: n'-i uw»wyu.?«»»-»uw«w— I <|> In». ,a»>,»*— 11 BH>,raiiU|< i IWffalf•*»" me» 0-0-e D- W W» WnOart. M «WWiiiws«.308, 68.630, 73.668, 77.686, 80.784. 84.487, 86.282, 86.700, 88.742, 88.877, 83.361, 84.786, 86.207, 88.611,100.108, 103.786, 103.881,104.186,104.864, 108.613, 108.638, 114.768 usw. Bothmer gestorben. Der bekannte Heerführer au« dem Weltkriege, Generaloberst Graf lieber Nacht kam die Flut Felip von Bothmer, ist Freitag in München km Eine ganze englische Landschaft im Distrikt Fenland ist über Macht überschwemmt worden. Die Hauptstraße der Ortschaft Velm; ist jetzt ein zwei Nieter tiefes Flußbett. Garibaldi siegt! An der Front von Guadalajara kämpfen reguläre italienische Divisionen. ES handelt sich um Verbände, in denen die„Freiwilligen" Mussolinis vereinigt sind, jene Soldaten, die im Dienste des italienischen Jniperialismus nach Spanien kommandiert wurden. Sie sind wohlgenährt, au^ge- ruht und gut ausgerüstet. Ihre Waffen sind von besonderer Qualität: ihre nwtorisierten Abteilungen haben durch die Wucht ihres Angriffs vor einigen Tagen die Stellungen der Regierungstruppen überrannt. Nunmehr fluten die italienischen Verbände unter dem Druck des Gegenangriffs der Madrider Truppen zurück. Kein Ziveifel, daß die italienische Lebermacht geschlagen ist. Und überall gibt es ein großes Rätselraten, wie dies möglich ward. Denn es ist bekannt, daß die Truppen der Negierung abgekämpft, schlecht ausgerüstet und mangelhaft ernährt sind. Den Umschwung an der Front von Guadalajara haben neben den spanische» Truppenverbänden die Soldaten der Internationalen Brigade herbeigesührt. Und unter diesen zeichnete sich ganz besonder« das Reginient Garibaldi aus. Garibaldi hat einst mit Erfolg um die.Freiheit des italienischen Volke« gekämpft. Mit seinem Nanwn verbinden sich auch heute in Italien alle Sehnsüchte des Volkes nach einem besseren Dasein, nach dem Atmen in freier politischer Lust. Und die antifaschistischen Italiener, die aus allen Teilen der Welt nach Spanien geströmt sind, um aus spanischem Boden Mussolini zu schlagen, haben ganz folgerichtig Garibaldis Namen zu ihren! Symbol erwählt. Sie kämpfen tvirklich als F r e l w i l l i g e. Im Bewußtsein der Gefahr haben sie sich zu de» Waffen gemeldet, in Begeisterung setzen sie ihr Lebe» ein, um der Freiheit zum Siege zu verhelfen. Sie wissen, worum es geht, sie dienen einer Idee, für die zu sterben sich lohnt. Auf der anderen Seite aber streiten die Sklaven Mussolinis, Rekommandierten Opfer des Faschismus. Sie kämpfen mit Unlust: Ma» hatte ihnen gesagt, eö gehe nach Abessinien und nun sehen sie sich betrogen und in Spanien, sehen sie sich heldenmütigen, unbesiegbaren Soldaten der eigenen Nation gegenüber. Der Geist Garibaldis, die Tat Garibaldis haben einst die Unterdrücker Italien« zu Paaren getrieben. Garibaldi siegt auch in S p ä» j e n über die Sklavenhalter der eigenen Ration l Verschärfte Kontrolle der Privntversichernng. (DND.) Am Zusammenhang mit der verschärften Kontrolle der Privatversicherung wurde die einschlägige Anfsichtsabteilung des Innenministeriums erweitert und tvird noch weiter ausgebaut werden. Der Beamtenstab wurde vorläufig um acht Fachkräfte vermehrt. Im Zusammenhang damit wurde weiterhin beschlossen, die Aufsichtsabteilung in ein eigenes Gebäude zu übersiedeln, wo mehr Kanzleiräume zur Verfügung stehen. Die Uebersiedlung erfolgt im Laufe de« nächsten Monat«. Presseklage Trotzkis vor dem Prager Gericht. Freitag sollte vor dem hiesigen Pressegericht (Bors. GR. Dr. T i s e I) die Verhandlung über eine Presseklage beginnen, dieLeoTrotzkj von Mexiko, aus durch den hiesigen Anwalt Dr. Adler eingebracht hat! Geklagt ist eine gewisse Fran- ziSlaBohäökovä wegen eines in der kommunistischen Pressekorrespondenz„Meztikor" („Internationale Pressekorrespondenz") erschienenen Artikels, der den etwas mißratenen Titel trug:„Siegreicher Frontabschnitt der Kriegsbrandstifter gesäubert I" und in welchem Trotzki aufs heftigste angegriffen worden war. Zur Verhandlung der Sache selbst law eZ aber sticht« da der Preffesenat im Zweifel war, ob die Klage im Zeitpunkt ihrer Einbringung nicht schon verjährt war, bzw. ob die Frist zur Einbringung der Klage nach der subjektiven Seite eingehalten wurde, d. h. ob die Klage innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraumes von dem Augenblick an überreicht wurde, da der Inhalt des eingeklagten Artikels zur Kenntnis des Klägers gelangte. Zur Feststellung dieser Frage wurde die Verhandlung vertagt. Mordaufklärnng nach 17 Fahre». Die Gen- darmeriestation in Pilsen hat in Zusammenarbeit mit der Gendarmeriesahndungrstelle in Tabor Freitag einen Z i g e u n e r der Mordes überführt, den dieser an dem Zigeuner Josef Janeöek au« Bezdkk im Klaitauer Gebiet Im Jahre 1820 begangen hatte. Die Zigeuner befanden sich mit zwei Zigennerrinnen auf einem DiebSzug und kamen aus dem Rückweg in Streit. Der überführte Zigeuner erschoß während der Streites Josef Janeöek. Bei dieser Gelegenheit untersucht die Pilsener Gendarmeriestation gemeinsam mit der Fahndungsstelle der Gendarmerie in Tabor einen z w e i t e n Mi o r d, der vor kurzer Zeit große Erregung hervorgerufen hat. Gegenwärtig tverden Rekonstruktionen der beiden Verbreche» borge« twtntnen. Neue Fluglinien. Die Staatslichen Aerolinien werden am 6. April den Flugverkehr auf der Strecke P a g— Brüssel mit einer Flugdauer von drei Stunden aufnehmen. Eine weitere neue Lufwerbindung Wird zwischen Prag und Venedig, mit Landungen in Bratislava, Celovee und Triest, hergestellt. Der Verkehr auf dieser Flugstrecke— mit einer Flugdauer von vier Stunden— wird am 16. Mai ausgenommen. Die dritte neue Fluglinie wird von Brünn über Z l i n nach P i st y a n führen. Auszahlung der Filmgarnntien.(DRB.) Das Finanzministerium hat dieser Tage die Gewährung von Staatsgarantien für die Erzeugung von Jnlandsfitmen aufgenommou. Bisher wurden zwei Garantien auf insgesamt 700.000 K£ ausgestellt. Drei weitere Gesuche harren der' Erledigung. Hochwasser der Donau. Die Donau ist in den letzten Tagen läng« des bulgarischen Ufers ständig gestiegen. Viele Stellen, sowohl am vul- garischen als auch am rnmänischen User tvurden überschwemmt, insbesondere in der Umgebung von Rahovo und Widim, wo das Wasser auch in viele Dörfer eingedrungen ist. Nach einer Meldung aus RuS wurde da« Dorf Popina von einer großen Katastrophe betroffen, da das Wasser das ganze Dorf überschwemmt und an 100 Häuser zerstört hat, Autonmtische Sicherung bi-her ungeschützter Bahnübergänge. Die Eifenbohnverwaltung hat mit der Aufstellung automatischer Lichtsignale an Cisenbahnübergängen ohne Schranken begonnen. Dte Signalanlagen sind ein inländische« Patent (System Fryb). Vorderhand wurden fünf solcher Anlagen auf den Staatsstraßen Wodnan—Gradlitz, Prag—Theresienstadt, Pkelouä—^Pardubitz, Bad Podiebrad—Josesstadt und Nikolsburg— Drasenhofen aufgestellt. Da« Nahen de« Zuge« wird durch rote Lichtsignale sowie durch ein Alok- lenzeichen angelündigt. Die Schwalben komuren! Im südlichen Teil des österreichischen Bundesgebietes sind am vergangenen Donnerstag dikiitpstm SchlliaMll gesichtet wurde». Völkerbund studiert Wohnustgosrage». In der im Feber statigesundenen Tagung des Sanitätskomitees des Völkerbundes wurde ein sieben- gliedriger Ausschuß von Fachmännern ernannt, welcher sich mit dem Studium-der Wohnungsfragen im Hinblick auf die Volksgesundheit ve- ® sollte. Aus der Tschechoslowakei wurde für ; Ausschuß der Professor an der Karls- Universität Dr. H. Pele ernannt. Der internationale AnSschuh für Gesundheitswesen wird seine Tätigkeit während der im Monate Juni d. I. in Lsüdo» stattsindenLeg Tagung beginnen, Akter von 86 Jahren gestorben,. Er war 1814 Oberbefehlshaber der Südarmee in Galizien. Am Schlüsse de« Weltkrieges stand er an der Spitze der 1. Armee in Lothringen. Simpson-Verhandlung öffentlich. Zu der Verhandlung vor dem Londoner Scheidungsgericht in dem Scheidungsprozesse der Frau Wallis Simpson wird gemeldet: Der Generalstaatsanwalt gab am Freitag bei Eröffnung der Verhandlung bekannt, daß am 8. Dezember 1036'ein gewisser Stephenson vor Gericht Einwendungen gegen die Scheidung der Frau Simpson erhoben und darauf veriojesen hat, daß Gründe für die Nichtbestätigung der'endgültigen Scheidung der Fra» Simpson bestehen. Er hat dabei bestimmte Tatbestände angeführt, die dem Gericht nicht bekanntgegeben wurden. Ich bin der Ansicht, sagte der Generalstaatsanwalt, daß die Scheidung der Frau Simpson nicht endgültig bestätigt werden kann, solange die erhobenen Einwendungen in den Gerichtsakten enthalten sind.— Der Gerichtsvorsitzende erklärte; Damit in der Oefsentlichkett kein Zweifel bestehe, daß in diesem Falle anders vorgcgangen wurde als in anderen ähnlichen Fällen, trete ich die Einwendung des Herrn Stephenson, obwohl er sie jetzt widerrufen hat, dem Prolurator des Königs ab, damit er eine Untersuchung vornehme und anordne, daß, wenn in dieser Angelegenheit eine Verhandlung stattfinde» wird, diese öffentlich sein mutz. Sie wollten nach Spanien. Aus Burgas (Bulgarien) sind dieser Tage fünf Mittelschüler verschwunden, welche von der Polizei nach langem Suche»«»gehalten wurden, als sie insgeheim die Grenze überschreiten wollten. Bei ihrer Einvernahme gaben sie an, daß?, e sich nach Istanbul und von dort nach Spanien begeben wollten. Drei von ihnen wollten als Freiwillige in die Armee der Madrider Regierung eintreten, während die zwei anderen zu den Aufständischen wollten. Die Maginok-Linie bekommt KinoS. Soeben ist in Gegenwart des Kommandanten der Fe- stüngSregion, deö Divisionsgeneral« Requin und seines Stabes das erste. Kino in Rohrbach (Mosel) eingeweiht worden, das in eine der Anlagen der französischen Maginot-Linie eingebaut ist. Diese« Kino ist ausschließlich für den Besuch der Garnison bestimmt. Es ist bombensicher, und soll den Soldaten bei dem langweiligen Festungsdienst Abwechslung bringen. Es iverden noch weitere zehn Kinotheaier in den verschiedenen Werken der Maginot-Linie eingebaut iverden. Die Filme, werden von einer eigenen BertriebSorgantsation „Pathö'MIIitaire" zur Verfügung gestellt werden. Unbeständig und wann. Bei schwachem Südwestwind rücken vom Mitlelmeer kleine Druckstörungen gegen daS Binnenland vor. Unter ihrem Einfluß ist der allgemein» Wiiierungscharakier in Mitteleuropa etwas unbeständig, Die Regenfälle haben jedoch bei uns Freitag nachmittags aufgehört. In Rumänien stieg die Temperatur bi« auf 86 Grad C. an. In den Ntederimgen der Republik wurden nachmittags 11 bis 15 Grad E. verzeichnet. Wahrschein»' liche« Wetter heute: Andauern der bisherigen etwas unbeständigen und warmen Witterung. Nur verein-! gelt ein wenig Regen.—. Wetteraursichten für mor-! gen: Roch keine wesentliche Aenderung,' Vom Rundfunk Cm*W>lMi(wanM»v» den Proarammont Sonntag: P»a«, Sender I» 8: Konzert aus Karlsbad. 8.10: Englischkurs, 8.65: Mujiks Salonqüartett, 12.20: Orchesterkonzert FOK. 17» Ueberlragmia aus Rom: Stzmphönisches Konzert, 17.46: Deutsche Sendunai Klassische Zeugen, 17.60:- Funkwycheu- schau, 18: Vrchefterkonzert au« Niäbnsch-Osträu, 18.50: Deutsche Presse, 22.80: Tanzmusik.'— Prag, Bender Ur 14.80: Deutsche Sendung: Arüeitersen- vung: Richte»i Film und Wirklichkeit 1887. 14,45: Frühling läßt kein blauer Band... Hörfolge, mit Texten von Kastner, Mörike etc.— Brünnr 0: Orgelkonzert, 21.05: Rnndsunkorchesterkonzert.— Kascha»; 10.20; Slowakische Volkslieder, 18.80: Populäre» Konzert.— Mährisch.Ostrau: 10.80: Lieder von Debussy, 18: Deutsche Sendung: Rund- sunkorchesterlonzert. 91v. 08 SantBtat, 20. März 1937 Seite ll letzten drei Monaten del glichen Fahles bereits die Plage der'Arbeit, öl« b''elß, daß sie so leichter ckstzit Tonnen'sim Monat. DerBleiverbräuch erhöht« und schneller' blütenlveiße.Wäsche^ bekommt, dl«' «ins 1778 Tonnen im Monatsdurchschnitt 1986. u der Leder Von rohen Roggenkörnern gehen 16.000 out% kg, von gayrönllchem, nur oberflächlich gebranntem Roggen 20.000, von richtig zubereitetem, durch und durch In Geschmack- und Aroma- Stoffe umgewandeltem Perola 22.000 Korner. Darum ist Perola so ausgiebig und enthält in% kg die wertvollen' Stoffe von 22.000 Körnern, man im Falle der Föderation den Serben die Gleichberechtigung in der Verwaltung und im ganzen Staatslebcn zusichern... Mit den T s ch e ch c n pflegt die besten Beziehungen! Dasind unsere wahren Freunde. Vergeht auf keinen Fäll, was Frankreich fiir uns während des Krieges geleistet Hai, Ich halte viel von B l u m und von der Volksfrontregierung die durch den Willen des Volkes ans Ruder gekommen ist.. PribiLeviL sah klar die Lage in Jugoslawien und befürwortete die Zusammenarbeit aller sozialfortschrittlichen Formationen, wie sein engster Mitarbeiter der Führer der linken Bauernbimd- lcr, Dr. Dratzolsub Jovaiwvlö, tu feiner Siede au PribiLeviL' Grab gesagt hat. Die rumänische Sozialdemokratie für Tltu- kescu. In der letzten Ausgabe der„Lumea nona", dein Zentralorgnn der ruinänischen Sozialdemokratie, beschäftigt sich Genosse Titel-Pctrescu, der Vizepräsident der sozialdemokratischen Partei, in einem von'der Zensur znsammeugestricheneu Artikel, mit der innerpolitischen Lage Rumäniens. Er fordert die Regierung auf, baldmöglichst, zu- mindestens aber noch vor den Wahlen, zurückzu- trctcn. Tenn obtvohl die Regietung im Volke keinerlei nennenswerten Anhang besitzt, würde sie, gelange cs ihr di« Wahlen noch unter ihrer Amtstätigkeit durchzuführen, zweifellos tviedcr die Mehrheit der Abgeordneten erhalten. Der Artikel erhält einen loarmen Appell an die demokratischen Parteien sich zusammenzuschliehen. T. P. fordert ein Kabinett unter der Führung des ehemaligen Außenministers Titulescn, da dieser in England, Frankreich und den Ländern der Kleinen Entente volles Vertrauen besitze. Die Gesundheit ter Familie. DI« Grundlage für das Gedeihen, dep. Familie ist«in«'tüchtige und gesunde Hausfrau.'Nur- sie"wird- dl« grobe Aufgabe erfüllen können', die ihr dl« Natur als^ Gattin und Mutter zugedacht hat. Hat«ine Hausfrau ihre! Pflicht erfüllt, wenn sie sich-von früh'bis abends plagt und im.Dränge der Arbeit gar nicht zur Be- sinngng kommt? Weder Plage noch guter'Wille allein genügen, Der Familie ist nicht damit geholfen, wenn di« Hausfrau nichts- kennt als die Arbeit und übermüdet und überarbeitet, ist. Wie- aber soll sie das Problem meistem? Wie kapn sie«S schaffen, ihre Arbeiten gründlich zu erledigen und trotzdem auch noch für Mann und.Kinder. Zeit-zu finden? Kluge Hnttilung und Nützbarmächen der zur Perfügung stthenden ünd für ste erreichbaren technischen Hllft- iffsttel setzen die HäuSfrau von heute in den Stand,' ihre Sendung bestens zuersüllen. So. wird.z, B. eine moderne Hausfrau sich.heute nicht mehr«inen ganzen Tag und mehr! in di« dunstig«.Waschküche stellen und Wäsche rumpeln. Für. da»'gleiche Geld, da«-sie bisher für da» Wäschewaschen benötigt«, beschafft sie sich ein-Modernes Hilfsmittel) da» Radien!— „Radien wäscht alleln"?u>jd ihm.überläßt sie daher M.tteilungen au» dem Publikum. Ach werde noch um die Auge» kommen bei dle- sun Strümpfe-Stopfen. So klagten unsere Mütter. Und ihre geröteten Augen geugt.en von einer anstrengenden. Arbeit, welche die Männer selten voll einzuschätzen wußten. Damit ist nun ein-End». In B i I i S Strumpsreparatur-Werkstätten werden. Strümpfe fachmännisch gewaschen und auf Spezialmaschinen gestopft. Kämen Sie allein aufstehen? Jeder'bildet sich «in, daß er da» kann, und dennoch können Sie die Wett« verlieren) wenn eh Ihnen einer abstreitet. Sie topsten' ihm sofort den BeivciS erbringen, stehen vom Stuhl aus-.und..glauben, gewonnen zu'haßen. Aber siehe da,.. d«r.'andere ist gleichzeitig Mit, Ihnen aufgestanden. Also find Sie nicht allein aufgestanden und - Ebenfalls«In Blatt der Regierung-ist dli „A r b.« i t s w mchre". Sie bringt Aufsätze zum FÜnstirchner Bergarbeiterstreik, über da» Mietergesetz, Produktionsfragen ete„«inen.weichen, aber sticht feindlichen-Artikel, über Blum und heftige Augriffe"gegen die Ründfügk-Gesellschaft, deren Kapellmeister'Rudolf Holzer— ein gefürchteter Kitschier, dessen, musikalische Mitzwirtschaft in allen Wiener Kabaretts angeprangert wird— vor einem-groben Arbeiter-Auditorium in Si«rdly.ldenden' ' Tah das Biertrinken für dr« Aktionäre Brauereien'recht grobe. Vorteile bringt, das ftätigen wieder die Geschäftsabschlüsse Branerei-Aktiengesellschasten. Die große Mehr zahl von ihnen weist höhere Geivinne und auch höhere Dividendensätze aus als im Vorjahre, Selbst jene Brauereiunternehmungen, deren Dividende seit Jahren schon recht hoch ist, können eine weitere Steigerung des Dividendensahes vornehmen. Zu ihnen göhürt in erster Linie die Aktienbrauerei in Smichov, die mit ihrer Bierproduktion die ersüs Stelle,inganz. Euröpä«inimmls Sie hqt ihre Bierdrzeugung rinn vorigen Jahre wiederum erhöht stiü> al-. Folge.auchriapmgröbetzen.D'rkn- gewinn^erzieit) Die Dividende-wit'rde von jsg',0' auf I6,8-Pppzenterhöht..Es ist dafür'dit Summe von 9,600.000 KL erforderlich. Rund 1 Million würden'dem Verwaltuna's- und Aüssichtsrät als Tantiemen gezahlt. Also nahezu 11' Millionen KL erhalten die^Aktionäre. Dagegen wurde.für wohltätige Zwecke den Arbeitsinstituten OSO.Ovü KL überwiesest. Noch um eine Klcinigkeit höher) nämlich 18'/-Prozent,Ast'd.iif Dividende, die den Aktiö- nären der.Ersten Prager Bürgerlichen Brauhaus- A.-G. gezahlt wird/' ES lohnt sich' jedenfalls, Brauereialtien zu.besitzen. Mit dir Notlage? über die die Brauerei-Industrie inl vorigen Iahte so-laut lamentiert chät,-, stehen'die Geivinne allir-. ding» ist dsnem schrcstfen Widerspruch."--.'.-- Hemdsärmeln dirigiert habe.„Das istbewußte Provokation", heitzt es-in dem Blatt. -» Die„Oe st« rr-e ichtsch« Arb e ite rz e i t u n g" ist da» Organ der.„Christlichen. Arbeiter-, und Angestelltenbewegüng" Kunschaks. ES ist in gedämpftem Ton geschrieben, zeichnet sich auf der einen Seite dadurch au», daß die spanischen Ereignisse, die sonst in den anderen Blätter« überhaupt nicht«"ijtiereir, in-relativ sachlichen Nachrichten behcuidelt Iverden, verschlveigt aber bei der Meldung'-er Ztvischensälle, in Addis Abeba daS furchtbare.Gemetzel der.italtemsche» Faschisten und hat eine ganz« Seite, die neben zwei Artikeln gegen Deutschland vor allem loilde Nachrichten au» Rußland bringt, die sich hauptsächlich mit dem Thema der Gottlosen-Propa- ganda beschäftigen.' Seriös und altmodisch gibt sich, schon in der Aufmachung, ,jD e r O« st c r'r eiche r", das Blatt der Legitimisten. Auch hier Polemik gegen den FriderieuS-Film und in einem i Aufsatz von Geza Baron Követz von Kövehhaza• eine interessante Agnoszierüng der„roten'Fahne" als Zeichen der Wnige. Die„bildlose alte germanische rote Fahne war schon im frühen Mittelalter das Wahrzeichen des deutschen und vorher deS fränkischen Königtums", Voller iin Nibelungenlied befestigte an seiner,'Lanze /,ein'Zeichen, da» war rot". And dann meint der Baron:„Die rote Fahne ist die' KönigSfahne, die HcereSfahne» die Lehenssahne, die Blutfahne, das Feuerbaunor." Mer das Blatt und die Bewegung auftnerifam verfolgt, wird bald merken, daß diese merkwürdige Symbolisierung nicht ohne politischen Zweck -ist,»,. >' st.-' ,. Wien, im Mrz. Die österreichische Preffe zeichnet sich im Küchen und ganzen dadurch au», daß sie es dem Leser leicht macht, sickp rasch zu unterrichten. E i u Blatt gelesen, all« gelesen. Jntercisantcr sind dagegen di«,' besonder» im Ausland überhätipt nicht oder kaum bekäimten, österreichischen Wo« chenzeitungen: Hier herrschen immerhin einige Bewegung, Meinungsstreit, Diskussion, ja sogar Polemik. Hier- merkt man, daß die' glatte Oberfläche des Ordnungstzaates,- wie sie sich in den Tageszeitungen repräsentiert, doch erheblich von unterirdischen Strömungen bedroht wird. "Da ist zuerst das Blatt des Bundeskanzlers Schuschnigg,„S t u r m ü b« r O e st« r r«i ch". Hier wird höchst-energisch auf die Störer des Dollfutz-Kurse» cingeschlagen. Man erfährt daraus, daß es z. B. sehr böse Ausländskorrespondenten gibt, ettva einen Herrn Kuranda, Korrespondenten für Reuter,, der in der englischen Presse die.Tatsäche, das; im Wiener-Rathau» eine. Kiste-mit Abfällen durch das Hineinwerfen einer brennenden Zigarette!zu brennen anfing, unter dem TUel„Wiener Rathaus in Flammen" lancierte.- Bon den Nationalsozialisten wird mit Entpörung ein. Anserat aus der„betont nationalen" Linzer-„Neuen Zeit" gebracht, die folgende Anzeige veröffentlicht hat: „Bierjahresplan Deutschlands, Vortrag. Prof. Dr. Horst Wagensühr, Erlangen. Bom zustän« - d t g e n R« i ch S m i n i st« r I u m D« u t s ch- la n d s f ü r O« st« r r« i ch z u g« l a s« s e n. Donnerstag etc." Man sieht, was sich die Regierung Schuschnigg gefallen lasten mutz. Auf. der nächsten Seite ein noch schlimmerer Schlag ins Gesicht des Bundeskanzlers, die Veröffentlichung eine» Schreiben» des Hauptmanns a...D. Joseph Leopold au» Krems(Niederösterreich), in der dieser den getarnten und ossencn„Nationalsozialisten und Personen von Rang" dankt, die seine berühmte Mantel-Note zur Gründung des„Deutsch-Sozialen Volksbundes Oesterreichs" unterschrieben haben. Man weiß/ daß dieser Bund, für den sich sechshundert Leute, darunter zwei Minister und zahlreiche Persönlichkeiten aus der Umgebung Schuschniggs"bereit erklärt, hatten, der Versuch einer Nazi-Gruppierung direkt im Negierungß- lager wär. Jetzt.drückt,Leopvld, Hitlers Gauleiter, an die Unterzeichner noch einntal persönlich seine Befriedigung über diese„VertrauenSlund- gebung" aus, und das Schuschnigg-Blait, das den Brief veröffentlicht, druckt ihn al» eine Warnung an die ungetreuen Freunde ab. Zwei Seiten weiter ein langer Artikel gegen die„Fridericus-Renaissance", die„in steigendem Matz« Oesterreich ergreift". Mit demselben Recht könne man auch den„Panzerkreuzer Potemkin" läu.ffN) kästest..'.Ich-'Namen.der.gesamtdeutschen .Schickfalsverb'undenhcit sei: der ,,Französische Fridericus" abzulHnen-- Auch auf) der Nächsten Seite gibt cs Jutcrcssäntes, eine Polemik mit dem NektorderAmuia.denuBischos H u d ä l, her gesagt habe, hast der Bolschewismus„idcale-Tnpen des'von Nietzsche gepredigten Ucbermcnscb'en" zu Führern hätte'. And.schließlich wird ineincm Wesen-Artikel-die Spionage-und. W'üh l.- a-r h« i-td e S D"r i t-t e n R e sch jt^-S si'n I.u g o s läwi e n angeprangert und erklärt, düst Berlin-hier,die wichtigsten österreichischen Inter«- esse» schädig«, Mehr Polemik kann man. gewiß nichf„in der Wochenzeitüng' eines autoritären' Staates tzeplangen. lÄMtiN wS WM 0er Preisanstieg Nach de>»-Pom-Statistischen Staatsamt errechneten Lndej-der stGrstzhaitdelspreise(Juli lütt ist gleich tvv) ist'vom Li Feber, zum. 1. lvfärz 1ÜÜ7. eine', Erhöhung um l,2 Prozent«in» getreteu.^Es haben sich'Erbsen Um 2,8 Prozent, Kartoffeln um i,9 Prozent, Mais und' Obst um luenigSr-r.a'ss^-1 Prozent verteuert. Außerdem haben die Preise für, Kaffee, Kakao und Hopsen attgezogelt.» In her Gruppe der Jndustrtewaren ist. dier Verteuerung" der- ArotzhandelSpreise am schärfsten--für Metalle. ES setzt sich also trotz-der bestehendem Verordnung zur-Verhinderung unbe» gründeiec Preiserhöhungen die'i Preissteigerung in-schnellem Umfatig. fort/ Im Einzelhandel sind zuletzt'die Preise für Kunstfett, Reis, Mohn. Schokolade verteuert worden, die Möbelerzeuger haben für ihre Erzeugnisse den Preis um 10 bis '20 Prozent heraufgesetzt, bei Graupappe wurde eine Ephöhu'ng um 10 KL vorgenommen und auch, der WeuzinpreiS.ist abermals nm 10 Heller je Liter teurer, geworden. Daneben.-geht die weniger sichtbare Verteuerung iw Form der Qualitätsverschlechterung oder Quantitätsverminderung in Le»' bens- und. Äenußmttteln und Bedarfsartikeln weiter.' i' 1.-- Krrdttanfialt H der Deutschen faßt sicht von 1288 lohnen im Monatsdurchschnitt 1986 außerdem den Vorteil hat,.dürchi daS Radio» ent» «ul<778 Im* fcijpt JU iVElbfn^'!! d StaatSsrage lösen.„Ich habe keine An InKOrMi Brüssel. ES wird bestätigt, daß der König der Befgier am-Montag ln-London eintreffen wird. Ter belgischesDotschafteL wird qm gleichen Tage zu Ehren des König» ein Tiner.veranstalten. Am Mittwoch wird.der König der Belgier mit dem englischen König bei einem intimen Mittagessen gemeinsam speisen, Am Donnerstag wird er nach Brüssel.zurnck- fehreu.-' Washington. Tas Repräsentantenhaus billigte ein« Gesetzesvorlage,'-nach der allen ainerikani- schen Bürgern, die sich in Zukunft an einer politischen Wabl oder an einem Volksentscheid im Ausland beteiligen, die Bürgerrechte entzogen werden. Die Gesetzesvorlage wurde an den Senat-weitergeleitet.. ,' Kale». Donnerstag veranstalteten, die Studenten in der Universitätsstadt Gizo, die jenseits des Nils liegt, eineDctnotistration, die, wenn nian glaubt, gegen die Koedukation gerichtet war. Beim Einschreiten der Polizei kam es zu einemgusanunenftoß, wobei -die Polizei von der Schußwaffe Gebrauch machte. Einige Studenten wurden verwundet. Die Polizei im Giza-Biertel hat um Verstärkungen angesucht. Da» Testament Milan PribiLeviL'.- Fünf Monate nach dem Tod feines Brüder». Svetozar PribiLeviL starb vorige Woche in Montreux Mi la n P r j b i L e-v i L.' Der erste loar in der ^Tschechoslowakischen Republik. verstorben,- der. .zweite endete sein Loben in-der demokratischen Schweiz. In der Todesstunde ließ, er zu sich einen .Schweizer Bauern und«inen Fabrikärbeiter kom men, tun ihnen noch zum letzten Mal die Hände zu drücken— als das Shmbol des Bündnisses der Arbeiter und Bauern. ,Ep. war Mitglied der Füh rung der Serbischen Bauernpartei(Bauernbund). Als linker Bauernbüudler, war er«in Vorkämpfer -für das Bündnis der Arbeiter und Bauern für, eine breite demokratische, antifaschistische Front.' Anter- kolossaler Beteiligung der Bevölkerung fand sein Begräbnis' am Montag in Belgräd-statt, wo hin er aus der Schlveiz überführt wurde. Aus. seinem politischen. Testament sind Teile veröffent licht worden. ll^ a.:.„Mein Bruder Adam(der. zweite Vorsitzende. der Bäuerlich-demokratischen; Koalition, die aus Maiek» Kroatischen. Bauern partei und- PribiLeviL' Demokratischer Partei besteht)' fall zusammenarbeiien mit den Bauern» bündlern an dep Schaffung einer großen serbi schen Bauern- und Arbeiterbewegung..E» müssen auf der serbischen Seite qlle^ Kräfte, gesam melt werden, die dazu in'Betracht kommen. Wenn wir unr lebend alle nicht einigen kannten,,'soll. mein toter Körper alle» sammeln, Iva» ehrlich und fortschrltlich ist in Jugoslawien^ Insbesondere s soll.man alle serbischen Baüernkräfte in allen' ötzhlen die Zeche) Aber auch Sie können Wetten ge- Ländetzn. sämmchn. denn- sie. werden leichter im Winnen.'Wenn Sie behaupten, datz.in'/L'Kg.. Per,la StaatSsrage lösen.,„Ich hKe keine Angst vor«W««issIr, nicht, dann wetten Sie sot.hitch.'wie den. kroatischen Bauern, abeö'idle.Heryen- werden möglich, weil St« sicher gewinnen. Jn)h.jfg. Perol.-t- .noch lang«''in Kroatien führen, und'deShalb soll Kornkäsfee sind nämlich 22i0c>0 Körn'cr.-'-. ' Durchführung oller ^ldüeschöfte. Berwaltungs-ffapital 1 Milliarde K& Häftungs^tapital'• . 98 Millionen W-. -'«I»iederloffuugeu.' Das N a z i t u m und den Antisemitismus vertritt das„Deut sch.« V o l k S b l a t t", -auf desten erster Seite ein Ufa-Inserat prangt, und das auch.sonst nych ganz-lukrative Beziehiin- -gen zu. Deutschland hat. Von dem— natürlich sud e t e n d. e u t s ch e-n Ingenieur' Arthur Günther üuS Prachatitz in Böhmen hcraus- -gegeben, ist diese im Stil von Streicher gehaltene Wochenschrift.ein in Ton und Polemik unflätiges Nazi-Blatt, das., zwei Beilagen«Die Zeit" und '„Kanipf dein Kommunismus" hat. Daß die erste Beilage,„Die Zeit", genau so heißt wie Henleins Nazi-Organ in Prag, dürft« nicht bloß ein Zufall sein, denn auch dieses in Wien erscheinende Beiblatt ist der sudetendeutschen Frage dauernd gewidmet, ist«in typischer Zutteiberblatt für die deutsch« Propaganda in der Tschechosl. Republik und bringt auf der ersten Seite einen, diese ganz ausfüllenden Artikel des sudetendeutschen Nazis Jung über„Deutsche und Tschechen", auf der zweiten Sette zwei weiter« Beiträge über iudetcudeutsche^Fragen, Jti püucto Rußland fallt' ein Bilderbogen auf«-^Tgte-fährt nach Moskau"-, der dir gewohitte iGocbüclSi-Manier in Wärt u'vd. Bild.zessi^ und'er-ist" nicht verwunderlich.'.? äuß einer-and«eii Seite- die Meldung, zu finden, daß die katalanische^Rdgierung'Flüchtlingskinder den Prostststlerte'U der Stadt zur Erziehung übergeben.-habe. Däntit aber.'auck der kulturelle Charakter deutlich werde, sei ein Vers aus dem Gedicht„Die Epochemachenden" von- Loses'Wein«" »Heber in der Beilage„Feierabend" zitiept," der folgendermaßen lautet.0'Hektoliter,. Milch umgesetzt werden-! Tu Käsekttnsuim istUtn'2llö Waggon»gegstrübep^dem' Vprjahs« gestiegen. Die Gesamtproduktion au Butter! betrug l'lckl'Waggons.' Topfenstvurijen 186Ü Wag-, gor^ Md^Uel-VSS-Waggotzs.erzeugt-,.-. .i Die Dschechesiswaket im Hansel mit Deutsch-, laäd. In der deutschen Handelsstattsttk steht die Tschechoslowakei in her Einfuhr mit 11,S Millionen RM. an ISv in-döe Aussuhr mit-ISS Millionen! RM. an der^0<.Etflle.N,-.-.' p"--r-''• Mehr Schweine/ Der Schweinebestand iü der: Ts«echaslotväkei»Wt<,slMvvn' am' 1. SänM 1988, aus S,L?ö.'88<> Stück am-1. Immer, diese» Mres. erhöht, Es ist demnach, ein Zuwachs: voti'll.itzlßrS'rent tzn-verzeichnely b DevMefällverbrpnch' gestiegen.'Ter KupferW», brauch dtz, Tschechoslowakei betrug itzstö im Monat»-! duMchnttt lssl>2 Tonnen. Mn Jähre 1986 ist er auhl 2106 Tonnen gestiegen,,-erreicht- aber in deni „SojInTbtmoTrnf* SamStag, 20. März 1037. Nr. 68 „Eelke 6 f Kunst und Wissen VereinsnacimMen In- Rpcnphpf£SÜ2-l8tB!BiJDSB ypwllbllpl Daa Hau» des guten Tonflbds eine# Turmes für OfaHfürmfpriinne begonnen werben. der angeblich die größte bisber errichtete Konstruktion dieser Art sein wird. Er wird 76 Meter hoch sein/ also um acht Meter höher als die Petkin- warie und soll eine Attraktion der FlngauSstellung werden, die am 8. Juni eröffnet werden wird. Fürsorge für deutsche Flüchtlinge. Die Prager ArbeitSgemeiuschast deutscher Flüchtling»hilf»komi- teer veranstaltet für Auswanderer nach den südamerikanischen Ländern einen Sprachkurs für die spanische Sprache. Dir erste llnter- richtöstunde wir" SamStag, den 8V. März, p ü n k t- l i ch 1 Uhr, im Odborovh düm Na Perötstni Nr. 11, gegeben. Die zweite Unterrichtsstunde erfolgt. Dienstag, den 88. März, vormittags von. 16 bis 11 Uhr im gleichen Raum-. AuSflngSzüge der tschechoslowakischen Staat», bahn. 86. bis 89. März nach den Beskiden. Dieselbe Jährt findet auch vom 28„ bis 86. März statt, bei reduziertem Jahrpreis. Die Fahrkarten für sämtliche Osterfahrten gibt dar Referat der AuSfkugSzüge der Tschechoslowakischen StaatSbahnen. Basar neben dem Wilson-Bahnhof aus. Ausgabe am 86. März von 8 bis 12 Uhr. Ortsgruppe Prag: Am 21. März, Zusammentreffen nm 9 Uhr früh, Endstation der Fünfer Hluboiepn, Wanderung ins Prokophtal, Radotin, Führer: Schal.— Oster n: Wanderung durch den Ärdstwald: Zu sammentreffen SamStag um halb-1 Uhr am Smichover Bahnhof, Fahrt nach Reviiiee, Wanderung auf die Hütte. Sonntag: Abmarsch von der Hütte um 7 Uhr, Wanderung über Brdhkamm nach Pkibram.— Montag: Besichtigung Pkibram». Wanderung nach Hokoviee. Fahrpreis etwa Kü 15. Hi Meldungen bis Freitag, 26. März. das nicht" zur Verhandlung stehe," feien daher abzuweifen. Schließlich kam es doch noch zu einem Vergleich, nach welchem die geklagte Partei eine Erklärung abgibt, daß sie Herrn Obrlik persönlich nicht habe beleidigen wollen. Mn Toter liegt drei Stunden am Graben I Gestern erlitt der pensionierte Unionbankdirek- >or L e d e r e r vor dem Cafi Continental gegen 18 Uhr Mittags einen SchlagaNsast und wurde in den Torweg zum Cast.hereingetragen und starb schon nach wenigen Minuten. Die sofort gerusene Ret- lungSgesellschaft stellte den Tod fest. Da. sie nur für Verletzte, die noch leben, eintritt. verabschiedete sie sich und ließ den Toten liegen. Unter der Hut der, Polizei lag der Tote nochumlllhrunbe- d e d t. Die Ehefrau war inzwischen verständigt worden, dem Toten wurde dann Mund und Augen zu- gebuuden, die Hände zusammengebunden und. sein Leiihnqm apf die Mitte des. Torwegs gelegt und zu- nedeekt..Inzwischen erschien die Prager Abendzeitung und brachte die Todesnachricht, aber der Tote lag Noch immer am Graben. Erst gegen 8 Uhr, also nach drei Stunden, wurde die Leiche fortgeschafft. Prag ist eine Großstadt mit mehr als einer Million Einwohner. Es ist unglaublich, daß im Zentrum der Stadt eine Leiche erst nach drei Stunden fortgeschafst werden kann. In jeder anderen Großstadt ist eine solche Angelegenheit in maximal zehn Minuten erledigt. Sollte es nicht an einer falschen Organisation liegen? ES ist einer Stadt mit dem Namen von Prag nicht würdig, daß in ihrem Zentrum eine Leiche drei Stunden auf den Abtransport warten muß... Kammermusik für musikalische Volksbildungsxwecke Mit einem„Abend" klassischer M u- s I k", der instrumentale Kammermusik im Programm vorgesehen hatte, versuchte er vorgestern der Blldungrveretn Deutscher!! r'» beiter gemeinsam mit dem Bildunalau»- s chu ß der DSAP in Prag, die klassische Kammermusik für volksbildende Zwecke auszunützeu. Ais wertvolle Ergänzung zu den iflrbelwrvorstellungen im Theater könnten" derartige Kbnzertäbende ksttsäch« lich auch den. Konzertsaal musikbolkSbildnerischen Zwecken dienstbar. machen. Dar Programm des Kannnerinusitabends war nach zwei Gesichtspunkten zusammengestellt worden: erstens wollte man tii ihm möglichst viele Abarten der Gattung Kammermusik zeigen und zweitens nur tonangebende und grundlegende Meister in einschlägigen Werken berücksichtigen. Man hörte Kammermusik der drei großen Musikklassiker: ein Trio von H a v d n für zwei Streichinstrumente und Klavier, eine Sonate für Violine und Klavier von Mozart und etn Streich- auartett von Beethoven. Als künstlerische Mittler der Wecke bewährten sich ausgewählte Absolventen der Deutschen Musikakademie, junge, spielfrei!« dige Künstler, die ihrer schönen Aufgabe in jeder Hinsicht gerecht wurden; die Herren Rudolf C z e r- w en ka(Klavier), Frz. Berger, Kart Schreiner und Rudolf Posselt(Violine), Nikolai G o t l i b(Viola). und Fritz K r a u p n e r(Cello). Den e i n f ü h r e n d e n B o r t r a g, der auf zwei Hauptfragen(„Was versteht man unter Kam- merinusik?"> und„Warum können wir die" Kammermusik als musikalische» BolkSbildungSmtttel verwenden?") Anttvort gab, sprach Genosse Edwin Jane t s ch e k. Leider war die Teilnahme an diesem ersten Kammerinusikabend mit volkSbiidender Tendenz nicht so zahlreich, wie man e» füglich hätte erwarten sollen.- E. I, Mr Ihr Auto und Radio 8906 ELKA-Rkkumulateren Eleganz der anderen, dir auch in.der Wildnis ihte Geziertheit nicht verlieren können,— was von bep Darstellern der beiden Hauptrollen John Bote» und Barbara S t a n w i ck gilt.—eis—- Verlanget überall Volkszünder Da» Geheimnis um Truxa. Ein Film von Liebe. Eifersucht und Gefahr im Artistenmilieu. Das freilich unerreichte Vorbild dieses Filmer ist ztoeifellos der berühmte Artistenfilm, der seinerzeit mit Nanning» und Lsta di Putti großen Erfolg hatte. Der neue reichsdeutsche Film brilliert mit allen Mitteln der Technik und blendet den Zuschauer durch eine außerordentlich geschickte Photographie. Er bringt ein vollständige» und aufregende» Äarietkprogramist ans die Leinwand," vorzügliche Tänze, alle Trick» und artistische Geschicklichkeit vor und hinter den Kulissen. Die altbewährte Hairdlnng, die den Zuschauer um den Seiltänzer zittern läßt, der zwischen Himmel und Erde schwebt. Unter der Regie H. H. 8 e r l e t t S wurde, so. man möchte sagen, eine außerordentlich stitereffante Reportage an» dem Berliner Wintergarten gedreht. Schauspielerisch ist der Film unter dem Durchschnitt. La Jana, Hanne» Stelz e r, Han» S ö h n k e r und eine Reihe neuer Filmgepchter neben altbewährten wie Klein-Rogge ü: ä. Der Zauber de» Milieu», die immer wieder zugkräf-- iige und spannende Geschichte von der Liebe im Varieii sichern dem Film sein Publikum. jk. Kinderecke im Prager. Zv». Schon mit dem morgigen Sonntag kommt im Prager Tiergarten eine hübsche Neuerung in Durchführung. Die Leitung de» Zoo hat sich nach mehrfach bewährtem au»- ländischem Vorbild entschlossen, eine Kinde recke zu schaffen, wo den Kleinen Gelegenheit gegeben wird, mit allerlei harmlosen Jungtieren, wie Kälbchen, Zicklein und Schäfchen zu spielen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß sich Menschen- und Tierkinder unge« mein schnell anfreunden und die Kinderecke zu einem Hauptanziehungspunkt de» Zoo wird, wa» sich auch in einer"beträchtlichen Steigerung der Besucherzahl auLdrückt. Abgesehen von dem materiellen Nutzen für da» Unternehmen, ist e» jedenfalls zu begrüßen, daß den Kindern Gelegenheit geboten wird, schon im zarten Alter-mit ihren Mitgeschöpfen vertraut zu werden und diese lieben zu lernen- Dampfer auf der Sazava.. Die Moldauschifffahrt"tritt diese» Jahr in eine neue Aera. wa» zweifellos zu begrüßen" ist. Der Dampfer- und Motor- schiffbetrieb„ ist. auf. dip, Tschechoslowakische Elbe- Dampffchifsijhrjh-hjiesellschäft übergegangen. die bereits, eine teilweise"'Ergänzung und" Erneuerung des Schiffsparks in. Angriff genommen hat, wozu auch schon höchste Zeit war. Die defektesten der z. T. sechzig und mehr Jahre alten SchissSveteranen wurden auSrangiert, die übrigen einer gründlichen Generalreparatur unterworfen." Die hergerichteten Dämpfer, die einen neuen,"lichtblauen Anstrich erhalten und größtenteils umgetauft werden, werden ihren Dienst erst im Mai aufnebmen. Angeblich ist eine Verbesserung de» Fahrplanes, insbesondere auch der Verbindungen in da» obere Moldauial oberhalb Wran vorbereitet, dergleichen sollen Vergünstigungen. für Touristen durch Au» abe billiger Rückfahrkarten eingefiihrt werden. Der Verkehr soll weiter auch auf die Tazava bi» Pikoviee ausgedehnt werden. . Betrug mit fingierten Telegrammen. Ein Betrüg, der durch seine Mischung von Dummheit und Raffiniertheit auffällig ist, wurde dieser Tage von der Polizei vereitelt. Ter Wagenlenfer JaroslauS Benes aus Stach bei Juugbunzlau hatte sein Auto in Prag beschädigt und war gerade mit dessen Wiederherstellung beschäftigt, al» ihm zwei unbekannte junge Leute ihre Mithilfe anboten. Bene» lehnte ab, während die beiden fortsnhren, ihm bei der Är- beit" zuzusebe». AIS er nach Hause kam," zeigte ihm seiiie: FraU zwei Telegramme, die er angeblich au» Prag abgeschickt hatte und-in denen er einmal 8000 ,Ai und. einmal 2006 Xi zur. Reparatur seine» Wägen» verlangte." da ersonst nicht nach Hause kommen."könne. Rur dem Umstand, daß BeneöS Frau nicht, so-viel-Geld' im^Hause batte,, war e» zu verdanken,, daß der Betrug mißglückte. Inzwischen war ben'd'er AutoverkehrSgesellschaft. Mikes in Smichov, Mozart,lasse, bei der Benes angestellt ist. ein junger Mann'erschienen/ der sich nach dem Prei» einer Reparatur bzw..der Ueberfiihrnng eine» Autor von Jnngbünzlau nach Prag erkundigte, ferner behaup- tete. pon Bene» abgeschickt zu sein und dann unter allen möglichen Vorwänden da» Geld herau»zulocken versuchte. Ta eine» der Telegramme, auf die er sich"berief, sich inzwischen al» unbestellbar herau»ge- stellt hatte— der junge Mensch batte nämlich in dieser Angelegenheit an ässe möglichen Personen telegraphiert— Und Mikei hievon gerade verständigt wurde, während sein„Kunde" noch im Laden war,- ließ-er. diesen festnehmen. Er wird dem Jugendgericht überstellt werden. ,. Tesbftmord. Im Abort de» Gasthauses in.Smichov, wo er angestellt ist, schoß sich gestern der 86jäh- rige Oberkellner Bohumil Hochbauer eine Kugel au» einem Armeerevolver in die rechte Schläfe. Dje Ret« iungSgesellschaft überführte ihnin» Allgemeine Krankenhau», wo er" kurz»ach der Einlieferung starb. Der-Grund der Tat ist unbekannt.", . Eine Zehn-Millionen-AnSIandSbeftellung für Ringhoffer wurde dieser Tage durch einen Auftrag derägtipkischen StaatSbahnen perfekt,'. die bei der ae- nannten Prager Lokomotiv- und Waggonfabrik 126 Last- sind 46.Zisternenivagen bestellten., - Fallschirm-Sprungturm in Prag. Auf dem alten AuSstellnngSgeläntze wird, demnächst: mit.idem Bau Filme in Prager Lichtspielhäusern Urania-Kino: Es geschah in einer Nacht, deutsche Premiere. Adria: Die Botschaft an Garcia. A.— W. Beern.— Alfa: Tundra. A.— Apollo: Hie Sechzehnjährige. D.— Lil Dagover.— Avion: PiloteN-Ehce. A.— I. Harlow.— Serinei: Die Liebe des Fiakerkutschers Ferdinand. D.— Fkniz: San Francisko, A.— I, Macdonald, Gable.— Flora: Drei fesche Mädels. A.— Dürbm.— Hollu- Wood).Scheidung her Frau Eva. Ach.— Hviztza: Die Botschaft an Garcia: A— SB. Beerb,— Juliö: Da», Geheimnis um Trür."Di"—' La Lana.— Kinema: Journale, Grotesken, Reportagen,(halb 2 bi» 7 Uhr.)—Koruna: Aktualitäten, Journale. Grotesken,(2 bi» 16. Uhr.)— Lucerua: Piloten. Ehre. A.— 3. Harlow.— Metro: Da» Geheimnis UM'Trm;. D.—Passage: Premiere. D.— Leander. — Praha: Held der kanadischen Polizei. A.— Ra-" di»; Äo die Lerche singt. D.— Sinnt: Drei fesche Mädels." A.— Svitozor: Premiere. D.— Alma: Metropsliian. A.— Lawrence Tibbet.— Baikal: Seine Tochter ist der Peter. D.— T. Stark.—. Belvedere: Die Kameliendame. Fr.— Besetz«: Moral über aller: Tsch.— Carlton: Moral Über alles. Tsch.—Illusion: Seine Tochter ist der Peter. D.— Lido II.: Ehe auf Kredit. Tsch.— Louvre: Bei den Strohwitwen. A.— Macetka: Seine Tochter ist der Peter. D."— Olhmpic: Seine Tochter Ist der Peter. D.— Perbthn: König der Verdammten. Engl,— Konrad Veidt.— Rozv: Seine Tochter ist der Peter, D.— Tatra: Moral Über alle». Tsch:— U Bei- vtztzü: Der grüne Domisto, D.— Baltzek: Wo die Lerche singt. D.— Beletrhtz: Wo die Lerche .singt. D. Dio große AtuS-Akatzemie. Bei der großen ÄtuSakademie mit Fahnenweihe, an der auch alle befreundeten Organisationen in Erscheinung treten lverden, wird sich der Atus in einer PRAG anderen Form al» bisher seiner Aufgabe entledigen. Da» für den Zu schauer ermüdende Geräteturnen wird auf da» mindeste eingeschränkt, da» Programm ist hauptsächlich auf Bewegung aufgebaut, so daß der Zuschauer auch immer durch ne::? Eindrücke interessiert wird. Wichtig ist, kein Genosse und keine Genossin darf bei dieser Akademe fehlen. Kaust jetzt schon bei unseren Vertrauensmännern und Werbern die Karten, damit uns in den letzten Tagen vor.der Akademie nur mehr die Werbung der Saumseligen übrig bleibt. Die Akademie beginnt um 5 Uhr mit den Kindern. Nach Schluß de» Programm» Tanz bi» 12 Uhr nacht»." Atuökaflen, die voll sind, können abgelieferi werden hei"Genossen Mittenhuber, Großeinkauf; bei Genossen Lahmer. Prag Vll, Malä Sternberkovaü; im Bildungsverein deutscher Arbeiter. Prag II, Snieikp 87. Die Kassa wird von dem Üeberbringer geöffnet, der Inhalt gezählt und bösst Sparer bestätigt: Botschaft an Carola Der abenteuerliche Roman au» der Zeit de» kn" mischen Freiheitskampfe»" gegen.Spanien(vor vierzig Jahren), der erzählt, wie ein amerikanischer Leulnant die Botschaft dc» Präsidenten Mac.Kinlcp an den kübäüischen" General Garcia ans heldenhafte, lebensgefährliche Art überbringt, ist von dem Hollst- tvood-Regiffeur George Marshall mit Betonung aller aufregenden Zwischenfälle." mit Freude an der Abwechslung und an den derb-heitertn Episoden, ohne Verzicht" auf die heroisch-kitschige Liebergeschichte und ohne Scheu vor Roheiten,"kürz gesagt: im Stile, de» alt-ehrwürdigen Wildwest-Buche» verfilmt worden, In dem e» von Wildnis-Schrecken und Verrätern, von Entbehrungen und Martern wimmelt, in dem der Kavalier seine Pflicht erfüllt und. seine Dame erringt, während ein ftzmpathisch Verkommener Ge- legenhett hat. seine früheren Missetaten durch" Aufopferung und Heldentod zu büßen. Da» Ganze wäre durchschnittlich geblieben, wenn nicht der Verkommene(ein desertierter Sergeant ter amerikanischen Marine, der dem heldischen Leutnant den Weg. durchs. Dschungel weist, ihn ohne Absicht in die Falle der.Feinde führt, beinahe al» Verräter und Waffenschleber erschossen wird, aber schließlich die Befreiung de» gefangenen Leutnant», veranlaßt und bei der Vollbringung seiner Wen Heldentat" den" Tod findet).— wenn dieser Mann nicht von Wallace Beerst verkörpert würde, der ihm drasfische und. herzliches pfiffige," und traurige Züge gibt. Er tut da» nicht innner mit Maß, er betont" feine Eigenart mehr, als daß er sie mir zur Geltungbringf,— aber Wallace Beerst ist auch > dann sehenswert,, weny er ühertteibts uyd feiste Rou- I'iine wirkt noch immer lebeypnähet al«'..die: farblose. In einer Woche- Ostern. Warten Sie nicht mit dem Einkauf. Besuchen Sie uns heute noch. Die erste Dampfmolkerei end KM in Gratzen, Böhmerwild empfiehlt Ihre arstklass. Erzeugnisse Beschien Sie die Schutzmarke I Heute halb 3 Uhr:„Fledermaus" al» Arbeitervorstellung mit Käthe Walter al» Rosalinde. Karten an der Theaterkasse. Wochenspielplan de» Reuen Deutschen Theater». SamStag halb 8: Rossini in Neapel, A 2.— Sonntag halb 3: Arieitervorftellun»; Die Fledermaus, 8 Uhr: Maria Sjuart, Gastspiel Durieur, B 1."— Montag 6: Aida. Theatergemeinde der Jugend(1. Serie", rote Karten) und freier Verkauf, Abonnement aufgehoben.— Dienstag 8 Uhr: Treff-Az, A. 1.— Mittwoch: geschlossen.— Donnerstag halb 8: Rossini.in Neapel, El.— Freitag: geschlossen.— Samrtag 6: Parsifal,- neuinszeniert, A 1.-— Sonntag halb 8: Photographieren verboten, volkstümliche Vorstellung, 7 Uhr: Faust 1. und 8. Teil. Abonnement aufgehoben. Wochenspielplan ter Kleinen Bühne. SamStag 8 Uhr: Treff AS Sonntag 8 Uhr: Da» Nest, Gastspiel Durieur, 8 Uhr: Jean, Gastspiel Kramer. Glöckner.— Montag 8 Uhr: Alarm im Radio, Bankbeqmte 1 und freier Verkauf,— Dienstag 8: Alarm sm Radio.— Mittwoch 8 Uhr: Photographieren verboten I— Donnerstag 8 Uhr: Treff-As, Bankbeamte 2 und freier Verkauf.— Freitag: geschlossen.— SamStag halb 8 Uhr: Kommen Sie am Ersten I Erstaufführung.— Sonntag 8 Uhr: Arel an der Himmelstür. 8 Uhr: Kommen. Sie am SrstenI Vom„Briilldeutschtum“' und seinen Trägern SdP-Senator Obrlik kontra„Montag“ Prag-(rb.) Vor dem Pressesenat de» GR Dr. T i s e 1 wurde Freitag über eine PresseNage verhandelt. die der SdP-Senator Obrlik gegen den verantwortlichen Redakteur de»„Prager Jllr:- stri:rten Montag" Dr. Han» Martin Mautner eingebracht hatte. Anlaß zu dieser Klage gab eine am 16. Oktober v. I. in der Rubrik„Kleine Wochenschau" erschienene Glosse zu einem au» der Wiener„ReichSpost" unter dem Titel„Wag rst national?" Übernommenen Artisel- Die humoristisch gestitmte„ReichSpost"-Notis schildert den Dialog eine» Großstädters mit einem Tiroler Bergbauern, der mit der immer wieder vorgelegten Frage, ob er „national" oder„international" eingestellt sei, absolut nichts anzufangen weiß und schließlich den hartnäckigen Frager mit der Aufforderung des Götz von Berlichingen abspeist." Der„Montag" knüpfte bann die Bemerkung an, daß die Haltung de» bodenständl- gen Tiroler Bergbauern zu kontrastieren sei mit dem „Briilldeutschtum" gewisser prominenter Herren von der SdP, die keineswegs Träger teutonischer Namen seien. In diesem Zusammenhänge wurden angesührt die Herren Krcal, Senator Obrlik, Hollu b e„u. a."’ Herr Obrlik brachte also— übrigen» al» einziger— die Klage ein. in der er erklärte, er erblicke in der.Bemerkung de»„Montag" nicht nur eine öffentliche Lächerlichmachung, sondern auch eine Anzweiflung seiner nationalen Gesinnung. Der Vertreter de» Geklagten. Dr. Schletter, führte demgegenüber au», daß keineswegs ein persönlicher Angriff auf den Kläger beabsichtigt gewesest sei und sich die istkriminierte Aeußerung auch gar nicht auf diesen ad personam beziehe. Nachdem der vorgeschlagene Vergleich vorerst gescheitert war, entspann sich eine länge Diskussion um diesen Punkt, in welcher auch der Herausgeber de»„Montag"- Walter T s ch u p p i k da» Wort ergriff. Seitens der ge. klagte» Partei wurde darauf hingewiesen, daß die Vertreter de»„Briilldeutschtum»", da» sich heute notorischerweise in der SdP breit mache und da» friedliche Zusammenleben der beiden Rationen sstste» matisch störe, vielfach Träger tschechischer Namen seien. Diese»„Briilldeutschtum" zu bekämpfen, liege im öffentlichen Interesse und die Konstatierung jenes Faktum» habe den Zweck verfolgt uachzuweifen, daß die Zugehörigkeit des Sudetendeutschtums zu der „germanischen Rasse", auf die sich die Wortführer der SdP so gern berufen, unsinnig sei. In■ den Beweisanträgen wird darauf verwiesen, daß fünf- undvierzig Angehörige derSdP-Leitung ausgesprochen tschechische Namen führen. Mit Rücksicht auf die allgemeine .Tendenz der Glosse sei die Älagelegitimatlon der Herrn Obrlik zu bestreiten. DaS Gericht ließ indessen die umfangreichen," zur Bekräftigung der angeführten Tatsachen angebotenen Beweise nicht zu, da sie zur Entscheidung der Schuldfrage unerheblich seien. Wie der Vorsitzende andeutete, konnte nach der Stilisierung der Glosse der Kläger den Vorwurf de»„Brülldeutsch- ttimS" auf sich persönlich beziehen" und die Be« weiSanträge, die rin ganz andere» Thema betreffen. B e z ii g S b e bist st u'n g- st: Bet Zustellung ins Hau» oder bei Bezug durch die Poft monatlich Ai 16.—, biertelsährlich Ai 48.—,. halbjährig Ai 96,— ganzjährig Ai 198.—.— Inserate werden laut.-: ."Tarif billigst, berechnet,.Wei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung von Manuskripten ersgigt nur bei Einsendung' der Retourmarken..— Die. Zeitungsfrankatur wurde von der Post- und Tete»" &’ graphendirektion mit Erlaß Nr. 18.8Ü6/VII/19LÜ bewilligt.— Druckerei:.„Orbis", Drück-, Verlag»- und ZeitungS-ll.-Ä. Prag."*