Sozialdemokrat gentralsrgan der Deutsche» sozialdemokratische« Arbeiterpartei In der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit«uouahme de» Montag tiiglich früh Redaktion und Verwaltung: Prag XL, Fochooa 62- Telephon 83677- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag SInzelprel» 78 9kHkk(«lnschließl. 5 L-ller Port») Aus dem Inhalt: SdP-Ueberfall auf den„Volkswille“ Weitere sozialdemokratische Massenkundgebungen Scharfe Enzyklika gegen den Nazismus Caballeros Dank an Mlaja 17. Jahrgang Dienstag, 23. März 1937 Nr. 70 Mussolini bricht seine Reise ab Beratungen Uber die Niederlage In Spanien Verschwörung In Barcelona aufgedeckt Durch ein voA der Polizei montierte* Mikrophon Barcelona. Der Polizei in Barceloüa ist es gelangen,«in« von langer Hand vorbereitete Ver» schwörung der Phalangisten aufzudecken. Der Po» lizci war es gelungen,.in der Wohnung des Rä- delssührers unbemerkt ein M i k r o p h o n an» zubringe». Mit Hilfe desselben konnte die Polizei, den Verlauf der dort abgehaltenen Sitzungen ver» folgen, auf denen u. ä. die Beseitigung mehrerer „verräterischer" Phalangisten beschlossen wurde. Auch über den Polizeidirektor von Barcelona hatten hie Phalangisten«in.Todesurteil gefällt. Ziel der Verschwörung war er, bei einer allfälligen Bombardierung Barcelonas die hiebei entstehende Verwirrung zur Durchführung eines Putsche s auSzunühen. U. a. war die Reihenfolge; der Besetzung■ öffentlicher Gebäude, die Befreiung von rechtsstehenden Häftlingen aus den Gefängnissen u. atm." vereinbart worden. Jugoslawische Opposition fordert Treue zur Kleinen Entente . Für Erneuerung der Beziehungen zu BuBland. Belgrad. Während der Debatte über daS Budget de» Außenministeriums im Senate und nach den Ausführungen des Ministerpräsidenten und Außenministers Dr. S t o j a d i n o v i i sprachen al» erst« Redner det Opposition Senator DkiAiidj el i n ov i künd Dk^Kräm er, der früher« stellvertretend« Außenminister. Beide hoben die Bedeutung und die Rotwendigkeit einer einheitlichen Politik der Staaten der»I et»«»Entente im Geiste der Außenpolitik de» König» Alexander hervor. Die beiden Redner betonten sodann die absolute Treu.« g e g e n ü b er den a I t e n u n d b e währt«»Verbündeten zur Durchführung der internationalrn Politik, vor allem MitFrankreich und Eng l an d, und verlangten,. daß Jugoslawien seine internationalen Beziehungen im Geiste der Wünsche aller Jugoslawen ergänze, als* die Beziehungen zu Rußland erneuere. Auch der weitere Redner der Opposition Senator Banjantn verwie» auf die große Bedeutung der Kleinen Entente al» höchst« internationale Einheit und betonte, daß ihre Politik immer«ine jugoslawische staatliche und nationale Politik bleiben müsse. * Ministerpräsident und Außenminister Stoss d t n o v i C erklärte im Schlußwort, daß die Regierungen der Kleinen Entente in vollem Einvernehmen und in Eintracht arbeiten. Die bevorstehende Konferenz der Kleinen Entente in Belgrad und der Besuch de». Präsidenten Dr. Bene» zeigten am besten, wie fest und gut da» Verhältnis der Kleinen-Ententestaaten sei. Präsident Dr. Beneö werde in Belgrad von der Regierung ünd vom Volke so begrüßt werden, wie nur der Präsident hine» verbündeten Volke» und Staates begrüßt werden kann. Dm Blutbad von Addis Abeba Lantzpu:(Reuter.) Im Unterhaus erklärt« Außenminister Eden in Erwähnung der vom Nean» an den Völkerbund gesandten Note über die jüngsten Massaker in Addi» Abeba, daß ein« Abschrift, dieser Rote im britischen Außenamte eben eingegangen sei und sorgfältig geprüft' werde.••• . Zwei Söhne de» abessinischen Gesandten in London, Benjamin und Josefa Martin, sollen del dem Blutbad ebenfalls um» Leben gekommen sein. Aach einer Erklärung der abessinischen Gesandtschaft ist auch der S Das Schulministerium hat einen neuen Erlaß ausgearbeitet, der das Turnen der Schuljugend in Turn- und Sportvereinen regelt. Das allgemeine Verbot wird aufgehoben. Dagegen wird es der An unsere Kolporteure, Abonnenten und Leser I Anläßlich der Osterfeierlage entfällt unsere Dienstag- a« S g a b e v» m 30. M S tj. Die nächste Ausgabe erscheint dann zu» gewohnte» Stunde am Mittwoch, den 31. M8rz. Die Verwaltung. 27 Per Freund ROMAN VON GREGOR JARCHO Etwa zehn Minuten später betrat auch ich nicine Klasse. ES war alles anders, obwohl ich deutlich wußte, daß sich nichts verändert hatte. Das neue Licht in mir verschob die Farben und Schatten, ich sah nicht mehr so wie am Vortage, begriff es und— lächelte. Kam es darauf an, wie ich die Dinge sah? Was lag mir überhaupt an den Dingen? Sich ergeben, war billig, sich wehren, war zwecklos. Ein Gewitter im Wasterglas zog heran— ich mußte in einer Tragikomödie eine Rolle spielen. Nun schön, ich war bereit. Ich wollte meine Sache gut machen, spielen und zusehen, zusehcn und zuhörcn, zuhören und mir selbst Beifall klatschen und lachen. — Nein, nicht lachen— lächeln. Gleich nach Beginn des Unterrichts, während ich gerade darüber nachsann, warum wohl dec stets nach Schnaps riechende Physiklehrer, der uns auch Chemie beibrachte, sein Junogesellen- dasein immer sinnloser zu gestalten bemüht Ivar — es wurden über ihn allerlei Geschichten erzählt—, erschien der Schuldiener und holte mich zum Direktor. Und obwohl ich darauf geivartei hatte, zuckte ich dennoch zusammen, empfand ich doch einen Stich in der Herzgegend, Die Mischung des auf alles gefaßten, aus dem Verzicht kom- menden Gleichmuts mit der immerhin noch eine Spannung auslösenden Bereitschaft ergab eine Art Galgenhumor, den ich nicht von mir halten konnte. Mit einem Zucken um die Mundwinkel trat ich vor den Direktor. Er saß an seinem großen Schreibtisch, las irgendein Schriftstück und kümmerte sich— nachdem er mich mit einem kurzen Blick gestreift hatte gar nicht um meine Anwesenheit. Ich räusperte mich, hüstelte— er las ruhig weiter. „Er will mich mürbe machen", dachte ich. „Ich bi» cs schon, mein Lieberi" Und ich grinste. Ich hati« auf einmal die größte Lust, mich in einen der beiden Sessel am Tisch zu setzen. Ich machte schon einen Schritt» bezwang mich aber rechtzeitig. Leicht war cs nicht. Jetzt kam eine leise Angst in mir auf— eine Art prickelnder Angst vor niir selbst. Da sah der Direktor auf, legte das Schriftstück beiseite und fragte: „Wollen Sie immer noch leugnen?" „Ja", erwiderte ich, begriff sofort, daß ich eine Dummheit begangen hatte'und platzte mit einer noch größeren heraus.„Was leugnen?" Röte stieg mir ins Gesicht; mir würde ganz heiß. Der Direktor lachte.„Das ist bezeichnend für Ihre ganze' Art. Sie wissen noch nicht; um was es sich handelt, und haben doch bereits den Vorsatz zu leugnen!" Er stand aus. Seine Züge waren wieder ernst. „Ich nahm an, daß Sie Ihr« gestrige Frage Uber Rappaport meinten", erwiderte ich. Sein Lachen hatte mir gut getan. Jetzt hielt ich mich wieder in der Gewalt, empfand von neuem ein — wenn aud) müdes— UeberlegenseiN. „Allerdings, allerdings", erklärte der Direktor schon etwas lauter.„Sie leugnen also immer noch, daß es Rappaport gelvescn wär, mit dem Sie sich gestern nach elf Mr nachts in der Stadt mnheririeben." «Ich pflege mich nicht umherzutreiben, Herr Direktor. Sie haben ja den Zettel meine» Vaters" Ich verzog das Gesicht:'ich hatte von neuem zu der alten Notlüge gegriffen, aber im nächsten Augenblick war es mir schon wieder gleichgültig.' Der Direktor schien meinen zweiten Satz überhört zu habe;» „Wie sprechen Sie hier Mit mir?" schrie«x. „Schüler haben um elf Uhr längst im Bett zu fein 1 Wenn ich einen bestimmten Ausdruck ge- ' brauche, dann ist dieser Ausdruck angebracht. Un terstehen Sie sich nicht, Mir Vorschriften zu nmchcnl Ich weiß ganz genau, was Sie gestern getrieben haben! Bilden Sie sich nicht ein, daß Sie mir etwas Weismachen können! Schämen Sie sich, Ihren Vorgesetzten hinter» Licht zu führen. Kein wahres Wort ist an Ihren Ausflüchten!" „Ich habe keine Ausflüchte gemacht!" „Weshalb waren Sie gestern so spät noch nicht zu Hause?" „Das steht ja in dem Zettel, den ich Ihnen gab!" „Lüge, Lüge!" „Würden Sie das meinem Vater persönlich sägen?" Er, riß den Mund auf— brachte abft lein Wort heraus. Er, der ehemalige Oberst, sah in mir vor allen Dingen den Uüt'etgebenen.'Sö viel „Frechheit"'hatte er nicht erwartet. Er wurde dunkelrot, hob die Hand mit gespreizten Fingern und staMmelie schließlich nur:„Da da— — da sieht man wieder" und sich plötzlich besinnend, schrie er:„Wie kam e» denn, daß ich Sie mit Rappaport traf?" „ES war nicht Rappaport. Ich begegnete auf dem Heimweg, einigen Freunden" „Wer wär es?" Ich schwieg und sah ihm jnS Gesicht. „Ich befehle Ihnen, die Namen dieser Freunde zu nennen!" „Sie können mir nicht befehlen, eiy Verräter zu sein." Ich sagte es leise, aber fest. Und mit dem Ansatz zum Lächeln, das mich mn diesem Morgen nicht verlassen wollte. Jetzt geriet er vollends,in Wut.„Unterstehen Sie sich nicht, in diesem Tone mit mir zu sprechen. Ich verbitte mir diesen Ton und Ihr unverschämtes Grinsen I Ihnen wird schon da» Lachen vergehen, Freundchen!^ „Ich lache gar nicht——" „Unterbrechen Sie mich nicht! Wissen Siel was ich mit Ihnen MächeN kannst Ich werfe Sie einfach aus der Anstalt hinaus. J-y geb« Ihnen einen Wolfpaß! Ich dulde das nicht! Ich rotte diese Auftührer hier aus Ich zerschmettere euch,." Nun wußte er wohl nicht mehr recht, was! et schrie. Oder er war vielleicht in der Erregungin den ehemaligen Kasernenton verfallen. Ich erinnere mich, daß eine Art Bedauern mit diesem Mann mich erfaßte, etwas wie Mitleid mit seiner ohnmächtigen Wut, über die er sich hinauSzu- schrcien suchte. Aber ich konnte ihm nicht helfen. Konnte nicht ihm zuliebe Freunde, wenn auch nur ehemalige Freunde, und mich selbst opfern. Ich verbiß die Unterlippe und schwieg. Allmählich wurde er ruhiger. .„Ich weiß, daß hier ein Gehelmbund unter den Schülern besteht. Dar kann ich nicht dulden. Ich habe meinem Kaiser einen Eid geschworen." „Wie peinlich", dach ich,„wie peinlich. Jetzt bittet er mich gleichsam. Warum sagt„er das alles?"——'" Er schien- selbst begriffen zu haben-, daß er einen falschen Ton angeschlagen hatte;- und bog ab: „Ich habe einen Eid geschworen, für euch, .ihr grünen Jungen, treu zu sorgen! Glauben Sie, ich schreie hier meinetwegen? Um Sie geht e»! Auch um Rappaport! Um alle! Sie lassen sich verführen und wissen gar nicht, vor was für einem Abgrund Sie stehen! Sie wollen sich mit Gewalt Ihr junge» Leben verpftlschen. Geben sich da mit romantischen Utopien einiger Volksver- derber ab und merken nicht,'daß ein Schwert über Ihrem Haupt« schwebt." „Jetzt wird er poetisch", ging es mir durch den Kopf, und ich mußt« ganz äffen lächeln?-.''' Er. hielt inne, sah mich ein wenig--überrascht-an, hatte wohl eine ganz andere Wirkung seiner Worte erwartet, faßte sich dann aber gleich, witder und, fuhr fort:„Sie lächeln. Mer ich. sehe schon, wie Sie später weinen werden» wenn Sie nicht zur Vernunft kommen.-- (Fortsetzung folgt.) Ar. 70 Dienstag, 28. Mürz 1037 Seite 3 SdP-Ueberfall auf denj^lkiwllle 1* Deutsche Turnerjugend sprengt eine kommunistische Akademie— Nachher Sturm der Henlelnjugend auf das„Graphla“-Haus— Fenster und AuslagekMsten eingeschlagen Karlsbad.(Eigenbericht.) Für Sonntag vormittags hatten die Koinmunisten unter der Firma des»Deutschen Jugendbundeö" eine Akademie im SchützenhauS angckiindigt, deren Pro- graiunt— harmlose Mustlvorträgc und Rezita» tioncn— von der Polizei genehmigt wurde. Zu gleicher Zeit hatte» die Kommunisten jedoch auch mit Handzettel aus diesem Anlast zu einer politischen Kundgebung aufgerufe». Daraufhin holte die SdP— anscheinend war auch der Deutsche Tnrnverband daran beteiligt— ans Karlsbad und Umgebung etwa 800 bis 700 junge Leute heran, die in die tommunistische Akademie dirigiert wurde». Ihr Führer war ein getvisser Krauhberger aus Asch. Der anwesende Polizeikommissär»erbot ulle politischen Reden mit dem Hinweis, dnst ja nur die Feier, nicht aber eine politische Kundgebung genehmig» sei. Die ungebetenen Besucher versuchte,» trotzdem, sich laut bemerkbar zu machen, worauf es zu grostei» Tu» »nulten kam, aus»eiten sich eine Schlägerei entwickelte. Die Veranstaltung wurde daraufhin aufgelöst und der Saal von der Polizei geräumt. Die völkische Jugend von Karlsbad, die ganz im Bintne des Deutschen Turnverbandes steht, hat dabei den Beweis dafür geliefert, in welchem Geist sie erzogen wird und welche Rolle ihr bei Auseinandersetzungen mit politischen Gegnern zugedacht ist. Diese Jugend ist in geschloffene»» Zuge, in dem besonders die Jungturner in grauen Hofen, schwarze»» SS-Stiefeln, Kappe und schwarzem Lackmantel aufsielen, in die kommunistische Beranstaltung gezogen und hat dort eine blutige Schlägerei provoziert. Von dort hinauS- geworfen. hat ein Teil dieser RowdhS offene Terrorakte verübt. Ohne jeden äusterei» Anlast zogen einige hundert Jungturner und Mittelschüler unter dem Ruf„A n f z um S p a n i e»t hat» s!" in die Jnvalidenstrnste vor daß HanS„Graphta", demolierten dort am hellichten Tage sämtliche AuS- lagenscheiben zu ebener Erde, sowie die dort angebrachten BereinSkästen und warfen dann mit mitgebrachten Steinen eine Anzahl Fenster der Pilsen.(Eigenbericht.) Auch im deutschen Gebiet des Pilsner Wahlkreises nimmt unsere Versammlungswelle einen erfolgreichen Verlauf. Samstag abends sprach Abgeordneter I a k s ch in dem GlaSarbeiterort H ermannS« Hütte vor-100 Männern und Frauen, die seinen Ausfiihrungei» einmütig zustiminten. Für Sonntag vormittags hatte unsere Bezirksorganisation eine öfsentliche Kundgebung in- den Adlersaal in M i e S einberufen. Auch in diesem Falle wurde vorher bekannt, daß die SdP eine groß- angelegte Störungsaktion plane. Mit Autos und Motorrädern wurden in den letzten Tagen die umliegenden Orre besucht und die Stosstrupps der Heuleinpartei aufgeboten. Sie trafen zumeist Sonntag zeitig früh ein und versuchten, den Ver- sammlungSsaal zu besetzen.. Sogar aus dem 42 Kilometer entfernten Ma- rienbad war ein SdP-Stotztrupp von 22 Mann erschienen. Trotz dieser umfassenden Vorbereitungen standen sich im überfüllten Adler-Saal Sozialdemokraten und SdP-Anhänger in gleicher Stärke gegenüber. Rach Eröffnung durch unseren Bezirksver- trauenSmann Kühnel verlangte ein SdP- Sekreiär vo kl e Redefreiheit für den bereits antvesenden Senator P f r o g n e r. Darauf erklärte das Präsidium, daß Senator Pfrogner die gleiche Redezeit erhalte wie Jaksch, wenn er sich ehre»»wörtlich verpflichte, dah seine Anhänger auch das S ch l u ß w o r t unseres Redners a n h ö r e n werden. Herr Pfrogner fürchtete anscheinend eine politische Abfuhr und versteckte sich Hinte» der Ausrede, daß seine Anhänger die Versammlung verlaffe»» werden, wann es ihnen beliebt. Hierauf eittschiedei» die Einberufer, daß Herrn Psrogner das Wort nicht erteilt werde. Als sodann Jaksch zu sprechen begann, setzte der organisierte Lärm der Henleinjunglinge ein. Einer von ihnen rief:„H e u t e g e h t ebn»»» Biegen oder Breche n." In dieser Situation"löste der anwesende Regierungsvertreter die Versammlung auf. Angesichts der in.Bereitschaft stehenden Roten Wehr und der getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zog. es die SdPoberen Stockwerke ein, ohne daß die anderwärts beschäftigte Polizei sie daran hindern konnte. Die verhetzten Jungens«ersuchten auch das große HanSIor anfzubrechen, daS diesem Beginnen jedoch stand hielt. Der Schaden, der dabei angerichtet wurde, beträgt ungefähr AL 3000. Zur Stunde des niederträchtigen Ueberfal« les auf das HauS„Graphia" waren ii» dem Hause Überhaupt nur Frauen anwesend, von denen Übrigens eine schlver krank darniederlag. In ihrer Verzweiflung ergriff eine der Frauen, nachdem in Ihrer Wohnung schon die Scheiben von zwei Doppelfenstern eingeworfen ivorden waren, eine Kanne Wasser und schüttete sie auf die tobenden Jungen. ES ist durch Zeugenaussagen und durch polizeiliche Erhebuiige» sichergestellt, daß die Behauptungen der SdP, die sich au»h das„Mon- tagsblatt" zu eigen gemacht hat, voll st än- dig erlogen sind und daß frisches und kei>» Schmutzivasser herabgeschüttet wurde, als dar Demolierungsivcrk der sudetendeutschen SA bereits im Gange»var. Der Ueberfall war von langer Hand vorbereitet. Es wird berichtet, dah die Jungturner schon um 11 Uhr vormittags in die Turnhalle des Deutschen Turnverbandes beordert worden sein sollen, von wo sie dann zu der kommunistischen Versammlung geführt wurden. Die Drahtzieher, die sich im Hintergrund hielten, ließen die Jungen gewähren. Die SdP-Abgeordne- tenSandner, Frank und K u n d t waren nicht weit weg. Es wurden weit über 20 Verhaftungen vor- genommÄ». Weitere Sicherstellungen sind im Laufe des Montag erfolgt. Die Steiuwerfer wurden ermittelt und einige von ihnen haben ihre Tat bereits eingestandeu. Bon den bet der Saalschlacht iin Schijd;ijhcstts Verlschfsi^.Mbjen^ M»f jus Krankenhaus'eingeliefert werden.' Der Turnfiih- rerKrautzberger wurde noch in» Schützen- haus verhaftet und von der Polizei zu zehn Tagen Arrest verurteilt. Außerdem harrt feiner eine Anklage auf Grund des Terrorgesetzes. Truppe vor, in aller Ruhe den Saal zu verlassen. Unsere Partei hatte mit diesem Störungsversuch gerechnet und veranstaltete anschließend sofort eine neue Versammlung auf Grund des Paragrapheil ö des Terrorgesetzes im glei-, chen Lokal. Dadurch war vielen auswärtigen' Teilnehmer der Zutritt ermöglicht, die vorher keinen Platz finden konnten. Der Adler-Saal war wiederum bis auf bei» letzten Platz gefüllt und Jaksch konnte vor etwa 700 aufmerksame» Zuhörern und Zuhörerinnen sein Restrat ungestört abwickeln. Die Stin»mung tvar ausgezeichnet. Die SdP- Jüuger versuchten nach ihrer moralischen Niederlage»och auf dein Marktplatz zu randalieren, worauf die Gendarmeriebereitschaft in Aktion trat und sie davonjagte. Die Mieser Vorfälle haben sich deinuach in ganz anderer Weise abgespielt,. als e§ die einseitige Berichterstattung einiger Montagsblätter darstellte. Sonntag»achnlittagS fand eine weitere sozialdemokratische Kundgebung»m Saale des Gasthofes Schindler in Stadt Tuschkau statt. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters voi» Kosolup, H I l b u r g e r, erstattete Abg. Jaksch einen sehr beifällig aufgenommenen Bericht über de>» Wag der nationalen Verständigung. Unter dei» 000 Teilnehmern der Tuschkauer Versammlung befanden sich auch Angehörige der anderen deutschen Regierungsparteien und unzufriedene SdP- Lente, welche einmal einen objektiven Bericht über die politische Lage hören wollten. Auch die Tuschkauer Kundgebung gestaltete sich zu einer begeisterten Manifestation für das Verständi- gungswerk des deutschen Aktivtsmus und für die Ziele der Sozialdemokratie. Sn« SdP-Sprengkolonne In Daubltz Sonntag nachmittags sollte in Datibitz eine öffentliche BereinSversamiUlung dir deutschen! Sozialdemokraten abgehalten werden. Der Redner, Abg. Franz Kügler, sollte über daS Thema„Tie Ursuchcu des spanischen Bürgerkrieges und seine, jetzige Lage" spreche»». Echo» eine Stunde vor dem angesagten BersammlungSbeginn besetzten uniformierte Henleinle»»te— SS-Stiefel und SS-Kappen, gerade wie bei den Parlamentarier»» der SdP l— unter Führung des Abg. Rösler den Saal. Man hatte die Mitglieder der Terrorgruppe aus der näheren und Weiteren Umgegend herbeigeholt. Als die Versammlung beginne»» sollte, brachte Abg. Rösler zunächst einmal ein»Heil auf den Führer I" aus. Dann verlangte er eine Umstellung der Tagesordnung und eine Abstimmung, Als der Vorsitzende der Bersaiitmlung sah, daß Abg. Rösler einen ordnungsgemäßen Beginn überhaupt nicht zulaffen will, erklärte er die Versammlung für geschloffen. Die Gendarmerie räumte den Saal. Eine halbe Stunde später tagte eine ausgezeichnet besuchte Paragraph-2-Versammlung in der Abg. Kügler über die deutsch-tschechische Verständigung sprach. Der USberfall auf die sozialdemokratische Versa»»mlung hat auch unter den Nichtsozial- demokcaten in Daubitz großen Univillen hervorgerufen. Sozialdemokratische Kundgebung In Falkenau Schon lange war der große Saal de« Bergarbeiterheimes in F a l k e n a u samt seine»» Ne- benräumen und Galerie»» nicht so überfüllt wie letzten Sonntag. 2000 Mensche»» waren getont* men, um in einer große»» Kundgebung unserer Partei ihre Zustimmung zu dem von den deutsche»» aktivistischen Parteien eingeleileten nationalen Verständigungswert zu geben. Der Referent Abgeordneter de Witte wurde mit stürmischem Beifall begrüßt und wiederholt vo»» Zu» stimmungskundgebungen unterbrochen. Die Ge- »loffen Abgeordneter Katz und Zinner nnter- sliitzten die AnSslihrunge»» de Wittes und fanden ebenfalls große Zustimmung. Die Versammlung tvar von großer Begeisterung erfüllt. Mit einein FreiheitSchor sand die Kundgebung einen würdigen Abschluß. Gangstermethoden auch gegen die Opposition Sonntag war nach Zwittau eine Versammlung der Opposition der SdP einberusen worden. Unter Führung des Arbeiterführers Z i e n t e ck aus Briinn waren Brünner oppositionelle- SdP- Leute in zwei Autobussen aufgebrochen/.um ihre Gesinnungsgenossen in der Durchführung der Versammlung zu unterstützen. Bor dein Etyseum in Zwittau warteten etwa 200 Henlein-Leute unter Führung des Bezirksleiters H ö n i g und des Ortsgruppenleiters T y r o l t auf die Ankömmlinge. Als diese dei» Autobuffen entstiegen, wurden sie überfallen, verprügelt und beraubt. Kleine Handkaffen, die sie zu Sammelzwecken mitführten, wurden ihnen entrissen. Die Gen- darinerie griff ein und verhaftete die Henlein- Leute H ö n i g, T tz r a l t, Flieder, Schneider u»»d Harnisch. In» Elyseum kam es dann doch zu einer Versammlung, die aber»vegen des RadaueS, den die Henlein-Leute dauernd veranstalteten, vom Regierungsvertreter aufgelöst wurde. Im Gasthaus Richter hielt dann die Opposition eine 8-2- Bersammlung ab. Die Verhafteten wurden den» Brünner Kreisstrafgerichte eingeliesert und Werben sich wegen Aufforderung zur Getvalttätigkeit und tve- gen Raubes zu veranttvorten haben. Mn Brand-Blatt der SdP Das„Montagsblatt" berichtet über Differenzen in Henleins Führungskreis. Rudolf Kasper habe auf die Angriffe hingetviesen, die in dem neugegründeten Blatt„Kämpfer" gegen ihn gerichtet werden. Mai» vermutet, daß die Hin- terinänner des Blattes in den Kreisen um Doktor Walter Brand zu suchen sind. ES handelte sich beim Käinpfer also»vahrscheinlich um ein Blatt des KameradschastSbundeS. Dr. Brand ist beim„Führer-' tatsächlich noch iininer in hohen» Ansehen. Bekanntlich wird der durch dei» Urteilsspruch eines Ehrengerichtes abgesagte Dr. Brand noch heute als Redakteur der„Zett" geführt und es ist anzunehmen, daß er von der„Zeit" auch sein „Ruhegehalt" bekommt.— DaS„Montagsblatt" "meldet übrigens auch, daß Dr. Brand als Korrespondent der„Zeit" nach England gehen soll. Für die Busenfreunde des„Führers" finden sich noch immer fette Pfründen und Posten. Cul bono? Wem zu Nutzen? möchte man mit der alten Frage deö römischen Recht» fragen, wenn man die merkwürdige Haltung der christlichsozialen„Deutschen Presse" zu gewiffen Begebenheiten vor allem tm Ausland steht. Nachdem etwa zu den Ereignissen in Elichtz schon kürzlich die Etikette„Roter Terror" betgesteuert wurde, läßt sich das Blatt In einem Leitartikel wie folgt vernehmen: „Au» welchen Quellen sind der EtaatSlassa die Milliarden zugeflossen, die auf die Verteidigungsanleihe gezeichnet wurden? Die französische Arbeiterschaft selbst kon»»te gewiß nicht allzu viel beitragen, denn sie versügt, ebensowenig lute in anderen Ländern, über nennenslvecte Ersparnisse. Sie lampst, ebenso wie in»»»deren Ländern,»im das»ägliaie Brot, um einen menschenwürdigen Lohn, nm die Sicherung für den Fall der Arbeitslosigkeit i»nd Invalidität und um eine(leine, bescheidene Auers reute. Was der französische Arbeiter in dieser Hinsicht erreicht hat und noch erreichen lvird, sei ilnn gegönnt. Aber heute fragen sich die Millionen Franzosen, die»virklich auf dem Altar des Vaterlandes gelegt haben,»vas ihnen nur möglich war,„ist das der Dank des Vaterlandes, daß wir uns nicht mein auf die Straße»vagen, daß»vir uns nicht mehr z»r Besprechung über unsere gemeinsamen Interessen zusammensinden diirsen, ohne als„F a s ch i jt e ii" an gepöbelt, verprügelt und am Leben bedroht zu werden? Wie kommen wir Sazii, daß unsere wirtschaftliche Existenz, dur.-p Streiks, Besetzung unserer Fabrik- und Arbeitsränme und endlose politische Demonstrationen immer lvieder bedroht und untergraben wird?" Den.tzauptieil der Zeichner der Verteidigliugs- anleihe bildeten quantitativ die kleinen Sparer und viele von ihiien mußten da, bis auf lange Zeit ihrem Liebliiigitraum entsagen, sich bald irgendwo in der Provinz ein kleines Häuschen mit Garten kauien imd dort das Leben eines bescheideilen Privatiers führen zu können. Sind das Faschisten? Auch die A ii h ä n- g e r de la R o e q u e s sind keine F a s ch i- st e n, wie man von roter Seite behauptet; sie sind zum großen Teil grontlämpfer, also Kämpfer silr den Frieden, während Doriot, der selbst früher Kommunist Ivar und sein« ehemaligen Genossen keimt, eine» Teil jener der kleinen Bürgerkreisen entstammenden Elemente um sich zu sammeln bemüht ist, die Frankreich vom Einfluß Moskau» frei machen wollen. Aber den Roten gilt eben jeder als Faschist, dec nicht rot ist. Wenii inner den Anhängerin de la Rocques und Doriots;un» Teil vielleicht eine extremere Richtung platzgegrijsen haben mag, so ist das wohl in erster Linie als Reaktion aiif die immer weiter um sich greifende Radikatisiermig der Massen durch den Kommunismus auszusassen." Sachlich wäre zn sagen, daß die Zeichner der Verteidigungsanleihe, deren Opfermn! die „Deutsche Presse" so rührend findet, ihr Geld in recht gut verzinst bekommen und es erit hergege- ben haben, als sie die Goldklausel bekamen. Bor allem aber muß bemerk» werden, das», die Beurteilung der sranzösischen Ereignisse durch die„Deutsche Presse" mit der Haltung des Großteils deö französischen Katholizismus ganz und gar nicht übereinstimmt. L' A u b e, L a c r o i r und andere katholische Blätter Frankreichs urteilen wesentlich anders über Blum und die Vvlls- f»ont. Die Haltung der„Deutschen Presse" paßt aber auch schlecht zu der Innenpolitik der ch r i st l i ch s o z i a l e n Partei und n ii tz t wie all dieses antibolschewistische Gebelfer doch nur— d e m N a z i S m n s H en- lei n Sl•'. i ISIShrlger Bergarbeiter tödlich verunglückt Am Elisabethschacht in Schatzlar verunglückte Freitag, de>» 10. März, der 18 Jahre alte Bergarbeiter R u d o l s R o s e tödlich. Rose, der erst ein halbes Jahr im Bergwert gearbeitet hatte, wurde von der Förderschale am Kopse schwer verletzt, jo daß er nach dem Unsall starb. Der Bürgermeister von Schlackenwerth, 2ng. Wolf, befand sich Sonntag in der Mittagsstunde aus einen» Spaziergang durch Joachimsthal. Dort wurde er bei der Brauerei voi» einen» sehr rasch fahrenden reichsdeutschen Personenauto erfaßt und etwa 20 Meter mitgeschleift, bis er schwerverletzt liegen blieb. Er mußte ins Karlsbader Krankenhaus eingeliefert»verden. In Deutschland in Hast ist der seit 13. Mär; als abgängig gemeldete Tischlergehilfe Ernst Wagner von Warnsdorf. Er wurde in Deutschland wegen Mitfiihrung verbotener Schriften > verhaftet. Eine große pädagigische Ausstellung wird heute, den 23. März, abends 0 llhr in» R eich e n b e r g e r Gewerbemuseilin eröffnet. Die Ausstellung ist ein Teil der gleichzeitig stattfiuden- dei» Pädagogischen Woche und ist für alle Lehrer und Erzieher kostenlos zugänglich. Reiches Material an verschiedensten Schülerarbeiten aus einer ganzen Reihe von Staate»» tvird gezeigt. Zahlreiche sudetendeutsche Schulen vermitteln eine»» Einblick In ihre Methoden und Arbeitsweisen. Die tschechischen Bersuchsschnlen sind mit mustergültigen Arbeiten vertreten. Die schweizerischen Kantone Bern und Basel-Land haben lveder Geld no»h Mühe gescheut, um allen Besuchern ein Bild ihrer Schule zu geben. Fra»»lreich und England, Bel- gien und Holland, Däneinark und Norwegen sind ebenfalls vertreten. Rebe»» Schiilerarüeitei» werden auch Hilfsmittel, Bilder und Photographie»» gezeigt. Aus der Schweiz wurde sogar ein eigener Schulfilm geschickt, der die körperliche und geistige Erziehungsarbeit in» Bilde festhält. Danebe»» sind auch alle Inländischen Sch»»lbuchverlage vertreten, die in gefälliger Form Zeugnis, von ihrer Leistung ablegen. Eine reichhaltige Bücherschau Bieter; den Lehrern aller Schularten und»allen Eltern Anregung zur Erfüllung ihrer Pflichten, gegenüber dein Kinde. Die Ausstellung muß als einzigartig bezeichnet werden, hoffentlich wird sie von recht viele»» Erzieher»» besucht. Fast 1000 neue Mitglieder. Eine Werbeaktion, die der Verband der BekleidungS-, Wäsche- »md Schuharbeiter in den letzten fünf Monate»» durchgefjjhrt hat, hat ihm bisher mehr als 000 neue Mitglieder zugefiihrt. Allein im Gaugebiet Abertham konnten 480 Neuausnahmen gentncht tverden. Ein neuer Mißerfolg der SdP-Provokateure Sozialdemokratische Massenkundgebungen In Mies und Tuschkau Seite 4 Dienstag, 23. März 1337 Nr. 73 3a$ewutflfceitm Was würde er heute erst sagen I Bismarck an Gerlach, S. Mai 18571 „Unsere inneren Verhältnisse leiden unter ihren eigenen Fehlern kaum mehr, als unter dem peinlichen und allgemeinen Gefühl unseres Verlustes an Ansehen im Auslände... Wir sind eine eitle N ation, es ist uns schon empfindlich, wenn wir nicht renommieren können;; und einer Regierung, die uns nach außen hin Bedeutung gibt, halten wir vieles zugute und lassen uns vieles gefallen dafür, selbst im Beutel. Aber wenn wir uns fürs Innere sagen müssen, daß wir mehr durch unsere guten Säfte die Krankheiten ausstoßen, welche unsere ministeriellen Ärzte uns einimpfen, als daß wir von ihnen geheilt und zu gesunder Diät angehalten würden, so sucht man im Auswärtigen vergebens nach einem T r ost dafür. Sie sind doch, verehrtester Freund, au fait von unserer Politik, können Sie mir nun ein Ziel nennen, welches dieselbe sich etwa vorgesteokt hat, auch nur einen Plan auf einige Monate hinaus: gerade rebus sic stantibus weiß man da, was man eigentlich will f Weiß das irgend jemand in Berlin und glauben Sie, daß bei den Leitern eines anderen Staates dieselbe Leere an positiven Zwecken und Ideen vorhanden ist7... Wir gelten als unsichere Genossen... Ich wundere mich, wenn es bei uns noch Diplomaten gibt, denen der Mut, einen Gedanken zu haben, denen die sachliche■Ambition, etwas leisten zu wollen, nicht schon erstorben ist, und ich werde mich ebensogut wie meine Kollegen darin finden, einfältig meine Instruktion zu vollziehen, den Sitzungen beizuwohnen und mich der Teilnahme für den allgemeinen Gang unserer Politik zu entschlagen; man bleibt gesünder dabei und verbraucht weniger Tinte." Fünfkronenstücke aus Nickel. Daß Gesetz über die Ausgabe von Fünfkronenstücken aus Nickel ist eben erschienen. Die äußere Ausführung der Nik- kelmünzcn bleibt die gleiche wie die der silbernen. Aus einem Kilo Neinnickel werden 128 Fünfkro- nenstückc geprägt werden. Den Tag der Ausgabe der Nickclmünzen wird das Finanzministerium be- kanntgeben. Zugleich werden silberne Zwanzigkro- ncustücke als Gedenkmünzen für insgesamt 2V Millionen KL geprägt werden.-Bedeukn auch dadurch nicht zerstreut, k a n n er das Gutachten(aber natürlich nicht die Entscheidung) einer Fachkommission einholen, die aus mindestens fünf Mit-, gliedern besteht, und in der die Fakultät, an der der Lehrstuhh besetzt werden soll, vertreten ist. Die tschechische Mehrheit in dieser Fachkommission würde also den deutschen Charakter unserer deutschen Hochschule austilgen? Ja, mutz man es denn.. überhaupt soweit kommen lassen? Kann mandenn nicht Besetzungsvotschliige erstatten, die infolge ihrer sachlichen Fundierung beim Schulminister keine Bedenken erregen müssen? Aber das Ist eS ja gerade I Den Herren geht eS weniger um den'deutschen. Charakter ihrer Hochschule, der gar wicht angctastet wird, als„um die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Professorenkollegium", die zu zerstören«ine Voraussetzung der...Ae.sund.un.g..der Ve.rhä.ltnissx an unsereg Hochschulen ist. Denn eben diese-„vertrauensvolle Zusannnenarbeit" hüt eS dazu gebracht, datz der Lehrkörper der Hochschulen nach Möglichkeit immer wieder nur aüS den Kreisen ergänzt.wirdi die für ein« solche Zu- sannneuarbeit geeignet und zu ihr bereit sind. Pie deutschen Hochschulen haben au- eigene» Stücke» kaum einen der vielen hundert hervorragenden Wissenschaftler hicher berufe», die au» Deeetschland, sei es ihrer stleflnnnsttz'Wegen, sei e? ihrer Raste Halter, davongesagt wurden, obwohl viel« von ihnen wahre Zierden ihres Faches stnd. Solle» wir die, Geschichte der einzelnen Beru« fnngsfälle. der. letzten. Jahre nochmals erzählen? Oder, soll man vielleicht daran erinnern, wie sich die ssniversität Im Falle Kelsen verhalten hat? Gerade setzt wird bekannt, dah Kelsen nicht einmäl in-die- Kommission-ausgenommen würde, vor- dir die dritte Staatsprüfung abgelegt wird, obwohl sti» Füchvorgängtr Rmichberg dieserKom» Mission angehört hat(sä' sogar ihr Vorsitzender wär), Und dünn soll noch.jemand glauben, daß die'dieser Mentalität entstammenden Ernennungsvorschläge nicht„Bedenken" erregen müssen? Mer die Herren haben ja die Möglichkeit, diese Bedenken'zu zerstreuen I Und erst wenn ihnen das-nicht gelingt, tritt die vorgenannte Komwis« siöffasif'M'PM/dleaber den deutsihen Charak« ter.der-deittschen''Hochschülcniau»zutilhe,n ggr nicht in de'r"Lage istj denn'hiese KviümissM kann beispielsweise für die Deutsche Universität st u r dann einen nichtdeutschen Pros es. „Sozialdemokrat" Seite 5 Betriabawahlerfolg Bei der Firma I. I. Schwadron u. Comp. in Schönlinde waren am 19. März Wahlen in den BetriebsauSschutz. Das Ergebnis ist' ein schöner. Erfolg der Union der Textilarbeiter. Bon 295 Wahlberechtigten stimmten 244, davon fünf ungültige Stimmen., Auf die Liste der Union entfielen 144 Stimmen und vier Mandate, auf diejenige der DAG, Sitz Gablonz, 95 Stimmen MMMMMM Der Flirsorgemlnlster nach Washington abgereist Minster für soziale Fürsorge Ingenieur Far. NeLaS reiste am Montag von Prag ab, uni sich nach Washington zu begeben, wo er als Vorsitzender des Internationalen Arbeitsamtes an der Wclt-Textil-Konserenz teilnehmen wird. Zur Verabschiedung hatten sich auf dem Prager Wilsonbahnhofc auhcr der Gemahlin des Ministers der Vorsitzende des Senates Dr. F. Soukup, Sektionschcf Tr. Kazda und Dr. Pivec vom Ministerium für soziale Fürsorge, Ministerialrat Dr. Stangler von der Volks» wirtschaftlichen Sektion des Ministeriums des Aeutzeren, Direktor Dr. I. Kose vom Export- Institut und Vertreter der Presse cingefunden. Mii.dem-.Minister ist auch der tschechoslowakische. Negierüngsdeleglerte Leim Internationalen Arbeitsamt, Obersektionsrat Dr. Äotet, abgereist. sor in Vorschlag bringe n, wenn di«Deutsche Universität dazu die Zustimmung gibt, tvovon aber natiirlich in der wahrheitsliebenden Kundgebung der Hochschulen nicht die Rede ist. Man. sieht also, daß hier übelste Demagogie getrieben wird, daß jene deutschen Hochschulpro fessoren, die für diese Kundgebung verantwortlich sind— wir wissen sehr gut, daß manche anders denken—, nicht mit den Waffen der Wahrheit und Offenheit kämpfen, sondern aus die Uninfor- miertheit der Oeffeutlichkeit spekulieren, die ihnen eben schon ihr Älagelied glauben wird. Die Herren tun so, als hätten s i e bisher ihre Nachfolger und Kollegen selbst ernannt und alles sollte das von jetzt ab für- sie die tschechische Hochschule besorgen, denn anders ist die Wendung nicht zu verstehen, dah dem deutschen Professorenkoslegium nunmehr ,>;eder entscheidende Einfluß auf die Bestellung des Lehrkörpers gcnonimen wird". Bisher.wurden die Hochschulprofessoren vom Prä sidenten der Republik über Vorschlag der Regierung ernannt'und da».wird auch weiter so sein. In Deutschland, fällt die Stinime der Fakultät tei Besetzungen überhaupt nickt in die Waag schale—, wer hat sich an einer der drei sudeteudeutschen Hochschulen je darob ausgehalten? Bei uns erregt schon die proponierte Fachkommission völkische Entrüstung; man mag diese Kommission für gut oder schlecht halten, die Katastrophe sür die deutschen Hochschulen, al- die sie dargestellt wird, bedeutet sie nie und niemals. Dabei verschweigen die sonst sehr redseligen Professoren, daß sie ein D r e i n r e d e» b e r tschechisch enHochschulfunktio- nä.re.in A n g« legenheiten der deut sch« n H sch schNlen ohne weiteres t ol- rirre nämlich; wenn«sum besondere Z u l a g e n.für Hochschullehrer geht, über die nach Paragtäph"h8 deS GehaltSgesehcS aus dem Jahr«,>1929—< gegen welche Bestimmung unse res Wissen^von selten der deutschen Hochschulen niemals Sturm gerufen wurde— das Votum' einer gemischten Kommission eingcholt wird, die aus Vertretern aller Hochschulen besteht, so daß die deutschen hier in der Minderheit sind. Aber die Entrüstung der protestierenden Hochschulleh rer wird vollkommen ad absurdum geführt, wenn man erfährt, daß einer ihrer promi nentesten S p reche r, der an der Abfassung aller derartigen Memoranden usw. stets hervorragend beteiligt ist, der bekannte Professor S ch r a n i l, vor Jahresfrist die Bildung einer solchen Kommission, als sie von anderer Seite vorgeschlagen wurde, für den Fall, daß sich doch endlich zwischen deutschen'und tschechischen Hoch schulen- ein menschlicher Kontaktergeben sollte, direkt b e g"i ü ß t hat, Weiler sich nämlich davon versprach,'däß'inan mit ihrer'Hilf« eher Ausländer(lies: Hakcnkreuzler) an unsere Hochschulen bringen könne. Man lese und staune(„Bohemia" vom ö. März 1939): „ES besteht wohl theoretisch die Möglichkeit, daß der größere politische Einfluß der tschechischen Professoren dann da» Mißtrauen gegen die Be rufung vonAuSländern zerstreut, soweit überhaupt ein Bedürfnis dazu besteht und daß dann der Staat die ihm in dieser Richtung durch die Deutsche Universität und die deutschen technischen Hochschulen gegebenen Chancen zu seinem allgemeinen Vorteil auSnützt". Und daran ermesse'man nun, welches Ger- Wicht den feierlichen und feierlichsten Protesten, feierlichen und feierlichsten Verwahrungen der Sprecher' der deutschen Hochschulen zulommt, wenn einer au- ihrer Mitte im Vorjahr noch unwi dersprochen«in« solch« Reform nicht nur als harmlos und keineswegs„untragbar" anfnh, sondern darin direkt einen Fortschritt im ver meintlichen Jnterrfl« der deutschen Hochschulen fahl Jetzt wird man wohl die. Entrüstung richtig einschätzen können, die da wallet und siedet und brauset und zischt, wie wenn akademischer Stan desdünkel mit nationalistischer Engstirnigkeit sich 'mischt! Fassen wir zusammen: Die Repräsentanten unserer deutschen Hochschulen— selbstverständlich nicht alle Professoren— haben durch ihr Still schweigen und durch die Tat g egendieüehr- u n d L e r n f r e i h e i t in Deutschland Stellung genommen. Sie haben eS abgelehnt, .dem aus Deutschland vertriebenen wahren deut- s ch«n G e i st im auherdeutschen Ausland eine S t ä t r e zu e r r i ch t e n und so im Interesse^ der Lehr- und Lernfreiheit zu wirken. Es fehlt ihnen daher jede moralische Legitimation, jdiese nun für die'Tschechoslowakei zu reklamie- jretü. Sie bekämpfen einen Gesetzentwurf, indem sie seinen Inhalt verzerrt und mit sinnstörenden Auslassungen der Oeffentlichkeit zur Kenntnis ^bringen. Glauben sie nicht, dah sie mit diesen Kampfmethoden den deutschen Hochschulen unse re» Lander einen weit'ärgeren Schaden zusügen, als alle Gesetzentwürfe des Schulministeriums zusammen? Wenn über die Lebensfragen der deutschen Bevölkerung, wenn über die Lebensfra gen der deutsche» Hochschulen gesprochen wird, dann Wirtz-man den akademischen Klüngel fern halten'müssen, der, wie einer der ihren, anonhm, aber trohdqn-agnosziert, unvorsichtigerweise ein mäl' vertäte» hat(„Reichenberger Zeitung"«wen 1H>,September 1989), für die.Einrichtungen der sdgenän'nttn'AÄtznÄnIi; in der' Demokratie üiid,_ nicht etwa im jajMijchen Totalitätsstaat I und zwei Mandate. Die Rechtsschuttlelstungen des Verbandes der Transport* und Lebensmittelarbeiter In den Jahren 1983 bis einschließlich 1989 leistete der Verband der Transport- und Lebeus- mittelarbeiter in Aussig an seine Mitglieder für gezahlte Rechtshilfe durch-Beisiellung des Rechtsanwaltes die stattliche Summe von 548.578.89 XL. Insgesamt sind 1941 RechtSschutzfälle besorgt Ivorden. Die Kosten der einzelnen Rechts- schutzsälle bewegen sich im Durchschnitt der einzelnen Jahre von 887.81 bis 715.57 XL. Mehr als 99 Prozent der Fälle sind erfolgreich erledigt ivorden. Die Rechtsschutzabteilung verzeichnet auch die Herbeiführung einiger Präjudiz-Entschei- dungcn. Bei den Transport- und Vcrkehrsberusen führte die Rechtsschutzarbeit zu einer günstigen Spruchpraxis der Gerichte. Es sind nunmehr keine rigorosen IlrtcilSspri'iche, beeinflußt von der Voreingenommenheit gegen moderne Verkehrsmittel, zu verzeichnen. Mit seiner gut ausgebauten RechtSschuhein- richtung setzte der Verband der Transport- und Lebensmittelarbeiter in Aussig seine Mitglieder in die Lage, ihre Rechte wahrzunehmeu und geltend zu mache». Sicher eine anerkennenswerte Tätigkeit zur Durchsetzung der Arbeiterrechte. Chrysler-Werke bleiben besetzt Siow Bort. Trotz dem gerichtlichen Räu« mungSbesehl halten in Detroit 9999„Eitzstreiker" die Chrysler-Werke besetzt. Jetzt hat der Führer deS Streiks in der amerikanischen Automobilindustrie, der Präsident der Automobilarbeiter» Gewerkschaft Homer Martin, den Generalstreik angedroht, weil die Polizei von Detroit 99 Metzger und 159 Zigarren-Arbeiterinnen aus den besetzten Werken gewaltsam entfernt hat. Durch den Generalstreik würden 199.999 Arbeiter mehr in den AuSständ versetzt. In Providene(Rhode Island) wurden am Samstag die meisten Geschäfte geschlossen, um einem Sitzstreik vorzubeugen, Am Sonntag gaben die Gewerkschaften bekannt, daß sür Montag der Generalstreik in sämtlichen Geschäften mit Ausnahme der Lebensmittelgeschäfte und der Apotheken erklärt werden solle. kämpft,„weil sie eine st a a t S f r e i e S p h ä r c g e w ä h r e n"... Der tschechische Dichter Karel 6 a p e k, der eine lebendigere Beziehung zu den Werke» der Wahren deutschen Kultur besitzen dürfte als ein ganzes Rudel völkischer Protest-Einleger, hat dieser Tage die schönen Worte veröffentlicht: „Einmal wird in der Kulturgeschichte der Welt ein genug beschämender Kapitel darüber geschrieben werden, wie im zwanzigsten Jahrhundert von so und so viel Universitäten und wissenschaftlichen Instituten der gebildeten Welt die F r e i- !. h e i t des Denkens und die U n i v e r- .salität d er.S e n d u n g des G e i,st e S ! v e r t r i e b e ii w u r d e: Ivie diese Universiiä- I ten und Institute sich zu politischer Dienstbarkeit - und chauvinistischer Totalität bereitgefunden ha» i Sen, wie sie sich vor lauter Eifer zerreißen konn- ten, Drrn en der momeutanenRe- - gime und ihrer Ideologien zn , werden, wie sie für ein Linsengericht ihre , berühmte große Er st gebürt und Herkunft, ihre U>i ä b h in gigkeit von jeglicher Autori- - tat, die Freiheit des Geistes und .die Allmenschlichkeit der Wahr- heit verkauft haben." Wer«in noch beschämenderes Kapitel ivird von denen handeln, die die Unabhängigkeit vor jeglicher Autorität, die Freiheit des Geistes und die Allmenschlichkeit der Wahrheit nicht einnial für ein Linsengericht verlaust, sondern freiwillig und mit Begeisterung geopfert haben, zugleich jedoch die Stirn besitzen, diejenigen anzuklagen, die die d e u t s ch e Wissenschaft vor ihren angeblichen Repräsentanten schützen wollen! Dr. B. 20-26 15.- Lackschuh fiir kleine Modeleule. Lack mit Chevreaux kombiniert. Auch fiir die Herren Söhne erzeugen wir einen Halbschuh, der sich in nichts von dem Schuhwerk unterscheidet, welches Vater trägt. Nr. 31-34 Kc 29.-. 35-38'/, Kc 39.- Ein billiger und schöner Schuh, der Freude bereitet. Schwarzer Sämisch mit Zier-Perforation. Der bequeme Trolteur-Schuh mit breiter Rist- Zunge und Zier-Schnalle. Trolteur-Schuh, Kanten-Facon. Sämisch mit schwarzem Lack kombiniert. Bn beliebter Schuh. Halbspitze Facon aus feinem Boxcalf. «cift 8 „Sozialdemokrat Dienstag, 2». März 1037. Nr. 70 Frau Hanna Benei Übernimmt das Protektorat über ein großes deutsches Wohltätigkeitskonzert Der Verein fiiv deutsche Ferienkolonien in Prag, der älteste.deutsche Fürsorge»«»:« Prags, tzai soeben von der Kabinettskanzlei des Herrn Präsidenten die freudige Botschaft erhalten, dass die Gattin unseres Staatspriifidente Frau Hanna Benes, das ihr angebotene Protektorat über das grosse Wohltätigleitskonzert des Vereines am 9. April d. I. übernommen hat. Diese AuSzeichnnng beinhaltet eine Ehrung der gesamten deutschen Minderheit der Hauptstadt des Staates. Martyrium eines Lehrlings Ein Abendblatt berichtet bon einem empörende» Vorfall. Auf einer Smichover Strane wurden die Passanten auf einen jungen schwächlichen Burschen aufmerksam, der sich vergeblich bemühte, einen mit Metaübcstandteilen hoch beladenen NUckcnlurb. den er zum Änsruhen abgesctzt hatte, wieder auf den glücken zu nehmen. Tie Kräfte des armen Jungen— er ist fünfzehn Jahre alt, wie festgestellt wurde— reichten dazu nicht mehr aus.und der Wachmann, der ihm helfen wollte, muhte sich anstrengen, um de» Korb, der seine fünfzig Kilo wog, empor« zuheben. Ter Bedauernswerte, der sich mit dieser un- menschlichen Last von der Altstadt bi«»ach Smichov volle dreielnhalbStunde-u abgequält hatte, bi« ihin cudgültig die Kräfte versagten, weinte vor Erschöpfung, Ratlosigkeit und Angst. E« zeigte sich, dah er aus der Böhmisch-Broder Gegend stammt und in Prag al« Lehrling tätig ist. Da er sich keine Wobnung in Prag leisten kann, muh er täglich um vier Uhr früh aufstehen, um pünktlich bei der Arbeit zu sei». Die Pafsanten— so heiht cS in der Notiz— haben ihren Unwillen geäussert, dah der Lehrherr des arme» Burschen diesen mit einer Last beladt, die für eine» starke» Mann eine Leistung bedeutet, statt ein Wägelchen zur Vcrfiigung zu stellen. Lossen wir, dah er nicht mit dem Unwillen der Paffanten sein Bewenden gehabt hat, sondern dah der Wachmann den Schinder von einem Lehrherr» pslichtgemäh zur Anzeige brachte und dieser entsprechend zur Rechenschaft gezogen wird. Episoden wie diese erinnern an die unerbittlich realistischen Schilderungen, wie sie Jgnät Hermann von dem Martprium der Prager Lehrlinge in den.siebziger Zähren des vergangenen Jahrhunderts entwarf.‘ Staatsanwalt Dr. Oswald Svoboda verabschiedete sich gestern von der langjährigen Stätte feines Wirkens bei der Prager Staatsanwaltschaft. Dr. Svoboda wurde Im Range eines Sektionsrates in da« Preffedepartenient de« MinifterratSpräfidiumS versetzt. Er hat al« äuhcrst tüchtiger Staatsanwalt in einer ganzen Reihe grosser Prozesse die Anklage zn vertreten gehabt. Sein grösster Fäll war der Prozeh gegen den Gattenmördec Würdig, der nach dramatischem dreitägigem Jndizienprozess zu dreihig Jahren verurteilt wurde und erst nach der Bestätigung des Urteils durch das Oberste Gericht ein Geständnis ablegte. Der lebte Fall, den Dr. Svoboda zu führen hatte, war die Anklage gegen Paul Par» kus. Neberfall zweier Fünfzehnjähriger auf«ine Prostituierte. In einem Hause der Weinberger Sasa« kikgasse wurden SamStag abend« die Belvohner durch Liiseruse aus der Wohnung der Prostituierten Marie S. alarmiert. Sie erzählt« de» hcrbeieilenden Nachbar», dah sie von zwei etwa 15jährigen Burschen, die schon einigemal bei ihr gewesen waren, plötzlich überfallen worden sei. Der eine bearbeitete ihren .Stobf mit einem in ein Taschentuch eingebundenes Stück Ziegel, der andere mit einem Revoiverlolben. Tic Verletzungen sind zum Glück nicht fchlver. Die Burschen konnten entlonnne». Festgestellt ist bisher nur die Identität des einen, der seither nicht mehr nach Hause gekommen ist. Nach den Aussagen seiner Kameraden soll er die Absicht geäussert haben, sich nach Abeffinicn zu begeben. Wer sein Komplice ist, konnte bisher überhaupt nicht festgestellt werden. Granstgar Abschluh eines Ehezwistes. Auf fürchterliche Art endete ein Ehezwist unter den jungen Eheleuten B. in Dcjlvitz. Tie 83jährige Bo^ena V. nahm sich den Ssreit, den ihr Mann abbrach, indem er wegging, so zu Herzen, dah sie sich, in der Wohnung allein geblieben, mit Petroleum übergoh und anzündete. Als sie dann um Hilfe zu rufen begann, hörte sie niemand. Schliesslich gelang es ihr, durch Wälzen auf dem Bett die Flammen zu ersticken, lvobei als grosses Glück zu betrachten ist, dah nicht da« Bett auch noch in Flammen ausging. Ausgesunde» wurde sie nach einer halben Stunde, al« ihr Gatte, der> sich Inztoischcn beruhigt hatte, Heimlehrte. In: Krankenhaus wurde festgestellt, dah die Unglückliche Verbrennungen zweiten und dritten Grade? am ganzen Körper erlitten hat. Ihr Zustand ist sehr ernst. Feuer im„Phönix"-Palais. Gestern in der neunten Bormittagsstunde brach aus vorläufig nicht fcstgestellter Ursache in den Kanzleiräumen der Firma„Mewa A. G." ein Feuer aus, das schnell imi sich griff und an den in der Registratur ausge» stapelten Papierstöhen so ausgiebige Nahrung fand, dah die Situation zeitweise ein bedrohliches Aussehen gewann. Der Feuerwehr gelang es nach längerer Zeit den Brand zu löschen, der Schaden ist sehr beträchtlich. Kind unter« Ante. In Ober-Poierniee bei Prag wurde Sonntag der elfjährige Schuljunge Wenzel Bakka au» Chvaly von einem Auw ersaht und mit dem Kopf so wuchtig auf di« Strasse geschleudert, dah er seinen Verletzungen auf dem Wege in» Krankenhau» erlag. Am Volant sah eine Frau,' eine ge- tviffe Jitina Bydsjovskh aus Neu-Bhdsjov.— Ein weiterer schwerer Autounfall.ereignete sich ln Bu- bcntsch, wo dem.Stiahenbahnangestellien einige Rivpen gebrochen wurden. Der Verunglückte' erlitt ausserdem eine Gehirnerschütterung.. Die Wintersportler werden bon der Prager Staatsbahndirektion darauf aufmerksam gemacht, dah heute von' Smichov und vom DeniSbghnhof sonderzüge nach Freiheit-Johanni» bä d abgesertigt werden, und zwar zum Einheitspreis von t>0 Kü in der dritten und 68 KJ in der zweiten Klaffe lhin und zurück einschliehlich der Platzkarte). Abfahrt um 14 Uhr. Vorverkauf auf dem betreffenden Bahnhof, Sitzplätze sind gesichert. Wieder ein Sonntagsurtell Vor dem Schwurgericht Kaschau— 25 Jahre wegen Mordes Prag, l-rb-) Der AuSnahmSfall, dah ein Urteil am Sonntag ergeht, wiederholt« sich nach dem Urteil im Velgo-Prozeh in Kaschau. Möglich ist ein solcher Fall nur beim Schwurgericht, wenn ein mehrtägiger Prozeh, der am Samstag hätte zum Abschluh gelangen sollen, sich so hinauSzieht, dah das Urteil nicht mehr am festgesetzten Tage gefällt werden kann, die Vertagung auf den Montag aber nicht möglich ist. weil für diesen bereit» ein anderer Fall festgesetzt ist. dessen Zeugen bereit»,geladen sind. Der Kaschauer Prozeh betraf eine Mordanklage gegen die 27jährige Hausgehilfin Anna G» u r i k. die beschuldigt war, ihre Dtenstgeberin, die Gattin de» Oüerkommiffär» Jng. Felix Kukera ermordet zn haben. Die Angeklagte war geständig, berief sich aber darauf dah sie der Gatte der Ermordeten zu dem Mord angestiftet hätte. Kuiera wurde wegen Mittäterschaft unter Anklage gestellt, aber von den Geschworenen freigesprochcn. Die Anna Atzurlk wurde dagegen schuldig erkannt und zu 28 Jahren s.chwe renKcrk er» verurteilt. Uebles Gastspiel Prag, l-rb-) Der 26jährige, au» Westhofen in Deutschland stammende Schauspieler Hellmut L o h- m a n n hat in Prag ein Gastspiel gegeben, dessen Schauplatz nicht di« Bühne wär. sondern verschiedene' Prager Hotel». Am 8. Jänner logierte er ssch in dem erstklassigen Hotel„Ambassador" ein, wo ihm mit Rücksicht auf sein ansehnliche» Gepäck ein ziemlicher Kredit eingeräumt wurde, zumal da er die Rolle de» reichen Fremdling» gut zu spielen verstand. Binnen acht Tagen war seine Schuld auf 2444 Ki angewachsen, auherdem borgte er sich noch kleiner« Beträge, die immerhin einige hundert Ai ausmachen, von dem Direktor, wobei er vorspiegelte, er erwarte einen grösseren Geldeingang über die niederländische Gesandtschaft. Diese kühne Behauptung stützte er durch fingierte Telcphongespräche». dgl. Ein talentierter Schauspieler scheint Herr Lohmann unter allen Umständen zu sein, sonst wäre e» ihm kaum gc- lMtgen, die viclerprobie Menschenkenntnis des Hotel« angestellten zu Häufchen/"'""', Nachdem er eine Woche solcherart trefflich gelebt hatte, verschwand er. um seine Tätigkeit in bescheideneren Etablissement» fortzusetzen. Da er kein Gepäck mehr hatte, musste er sich ganz auf sein Auftreten verlassen und hatte anch noch eine zeitlang Erfolg, indem er auf die gleiche Weise gut und umsonst ah und wohnte. Unter den geschädigten Unternehmen sind da»„Palaee"-Hotel' und Hotel „Meran". Schliesslich wurde er natürlich doch erwischt und hatte sich gestern vor. dem Strafsenat N e b u b k a wegen Betrug» zu verantworten. Er brachte allerlei Erklärungen abenteuerlicher Art vor. Er habe Geld an» Pari» erwartet, der Berliner spanische Konsul habe ihm Geld schicken sollen u. dgl. Da» Gericht schenkte ihm keinen Glauben und verurteilte ih» zu d r e i Monaten unbedingt und zur Ä u» w e i s u n g aus dem Staatsgebiet. Iümst und IPUsea Maria Stuart mit der Durleux als Elisabeth TiIla Durieux spielte Sonntag im Deutschen Theater ihre berühmte Elisabeth: eine grosse starke Persönlichkeit, die die llllängel de» Körperlichen und Gemüthaften durch geistige Ueberlegenheit wettmacht. an Härte die strengsten Männer ihre» Umkreises überbietet und die doch vom Weiblichen her bestimmt bleibt; eine unvergleichbare Leistung, vorbildlich auch in der vollen Erschöpfung des Sprachlichen und seiner Gestaltung. Dieser Elisabeth gegenüber reckte sich auch die Maria Stuart Marlon Wünsche» betvundernSwert in» Gröhe, durch Auffassung, Ausarbeitung, Sprachkraft und-klarheit den bedeutsamsten Eindruck schaffend, den man je von dieser Künstlerin hatte. Die übrige fast durchaus bekannte Besetzung(unter M a r l i 8 entschiedener Regie) bot unter anderem in Herrn Siedler einen zweifellos getvachsenen Leicester, in Herrn Volker einen hochadeligen Talbot. in SB all einen gewichtlgen Burleigh, in Herrn Klippel einen sehr reifen Morttmer, in Herrn E ost a einen mustergültigen, überzeugenden und ergreifenden Mcloil.— Das Theater war beschämend schwach besucht; da» Fernbleiben der Jugend läht sich durch den Hinweis auf die bereits begonnenen Osterferien kaum völlig erklären und entschuldigen. Es ist schwer, von der Theaterleitung.immer wieder einen seriösen Spielplan zu verlangen, wenn das Publikum sie an solchen hervorragenden Abenden im Stich läht. l.g. Arbeitervorstellung. Richt zum ersten, aber hof- fentlich auch nicht zum letzten Male gelangte diesen Sonntag nachmittags Johann Sträub'. Operette „DieFl« dermau»", da» Musterwerl der klassischen Wiener Operettenkunst, al» Arbeitervorstellung zur Aufführung. Immer wieder bewährt diese Ope- rette durch die Köstlichkeit und Schönheit, durch den Melodienreichtum und das rhhchmische Leben ihrer Musik.nicht minder wie durch die burleske und'harmlose Heiterkeit ihre« Geschehens ihre Unvergänglich- keit und immer noch, ungeschwächte Wirkung. Al« Arbeitervorstellung albt aber gerade die„Fledermaus" ihrem' Publikum doppelten Genuh; den des musikalischen Hörvergnügen» und den der musikalischen Bildung an einem Meisterwerk. Kommt dazu noch eine so beschwingte und stimmungsvolle Wiedergabe de» Werke», wie sie ihm Sonntag zuteil wurde, dann ist sein Erfolg besonder» gross. Mit Rücksicht auf die ganz ausgezeichnete Gesamtaufführü'ng der Operette wollen wir sogar kritische Bemerkungen über musikalische llngenauigkeiten im allgemeinen und schwächere Leistungen im besonderen unterdrücken. Denn da» voll« Haus war in bester Stimmung und unterhielt sich vorzüglich, so dass all« die zahlreichen spielfreudigen Mitwirkenden(die Damen Walter. Rahn, Carpentier und die Herren Schipper, Preger, Grünberg, Dr. Schmerzenreich, Taub, Pädle- s a k und Dudek) über Mangel an dankbarem Applaus nicht zu klagen hatten. Fritz Rieger war dem Werke ein sicherer und rhythmisch lebendiger Führer. E. I. Wochenspielplan de» Reuen Deutschen Theater». Heute, Dienstag, 8 Uhr:„Treff-Ä»", A. 1.— Mittwoch: geschlossen.— Donnerstag halb 8: Rossini in Neapel, CI.— Freitag: geschlossen.— SamStag 6: Parsifal, neuinszeniert, A 1.— Sonntag halb 8: Photographieren verboten, volkstümliche Vorstellung, 7 Uhr: Faust 1. und 2. Teil. Abonnement aufgehoben. Wochensplelplan der Kleinen Bühn«. Dienstag 8: Alarm im Radio.— Mittwoch 8 Uhr: Photographieren verbotenl— Donnerstag 8 Uhr: Treff-A», Bankbeamte 2 und freier Verkauf.— Freitag: geschlossen.— Samstag halb 8 Uhr: Kommen Sie am Ersten l Erstaufführung.— Sonntag 8 Uhr: Axel an der Himmelstür. 8 Uhr: Kommen Sie am Erstens Krach Im Wiener Stadion Oesterreich- italienische„Freundschaft" Lebensgefährliches Spiel und Abbruch ' 2:0(1:0) für Oesterreich In der Geschichte der bürgerlichen sogenannten Länderspiele ist eS wohl nicht der' erste Fall, dah eine solche Begegnung mit einem Skandal endete. Aber immerhin der erste Fall, bah ein solcher Skandal derartige Dimensionen annahm und durch lebensgefährliche» Spiel sowie Unfähigkeit des Schiedsrichter zum vorzeittgen Schluss eine» Reprä- sentattonrfpieles führte. Das sonntägige Svehla- Cup-Match zwischen O e st e r r e i ch. und I t a l i e n im Wiener Stadion stand schon gleich mit Beginn in keinem Zeichen der so oft betonten Freundschaft mit Italien. Die Sttmmung der Wiener Bevölke» rung erwie» wieder einmal das Gegenteil dieser von der Regierung gefördertes Beziehungen. Di« italienischen Faschisten wurden mit Pfiffen und Ableh-, nungSrnfen empfang««' und die DttttSNsttätidsttst gegen dies«„Freunde" des österreichisch«« Volke» steigerten sich mit dem Verlauf de»„Spiele»". Die Italiener sahen sich auf dem nassen Grasboden im Nachteil und diesen suchten sie durch RoheitSakte auszugleichen. Die erste Halbzeit zeigte noch Halbwegs Niveau bis zur Erzielung der ersten Tores der Oesterreicher.■ Nach diesem Tor setzte di« Hacker« der. Italiener«in und bei dieser Gelegenheit wurde ein Oesterreicher wegen Revanchegelüste ausgeschlossen. Interessant waren hiezu di« Bemerkungen de» RadiorevorterS: Der Schiedsrichter beschwichtigt die Spieler, die Funktionäre ihr« Mannschaft und di« Spieler den Schiedsrichter und das Ende ist ein Wirbel... Der Mann hatte die Situation erfasst, ohne aber zu ahnen, dah dieser 'Wirbel zu einem Skandal auSwachsen wird, wie man ihn in Wien oder anderswo bei solcher Gelegenheit kaum gesehen haben dürfte. Nach der Pause nahmen die Roheiten der Italiener ihren Fortgang. Bald hunwelte der oder jener Spieler herum oder lag weh- Nagend am Boden. Die Zuschauer kamen aus der Erregung über diese faschistischen..Heldentaten" nicht heraus und gaben die» durch langanhaltende .Pfeifkonzerte sowie wenig schmeichelhafte Rüfe kund. Die Wildwestmanieren der„Äzzuri" legten sich auch nicht nach einem Elfer, mit dem die Oesterreicher ihr zweites Tor erzielten, sondern steigerten sich derart, dah der Schiedsrichter nicht mehr au» jnoch ein wusste und den„Kampf" 15 Minuten vor .Schluss abbrach. Schiedsrichter war der Schwede Ohls so«, her, wie erinnerlich, bei dem seinerzeitigen in Prag stattgefundenen Match Tschechoslowakei—Deutschland ebenfalls eine wenig rühmliche Rolle spielte. Nach diesem für den bürgerlichen Fuhballsport wenig ruhmreichen Abschluh einer Länderspiele» kam e» ausserhalb dem Stadion zuscharfenZusam- menstössen mit den italienischen Schlachtenbummlern und Spielern, so dass sogar Ueberfall- autos der Wiener Polizei für deren Schutz sorgen mussten..• ■ Favoriten siegen In der Liga Die Prager Sparta hatte auf eigenem Platz« die Brünner Z id en te« al» Gegner und Legte 6:6(1:0). Die Brüüner zeigten bi» zur Paus« «In gleichwertiges Spiel, jedoch dann brach da» An«, heil über siecherein. Ihr« Stürmer verstanden«» nicht, di« sich bietenden Gelegenheiten auszunützen und da auch di« Verteidigung nachliess, kam diese ausgiebige Niederlage zustande. Sparta hat anscheinend ihre„Krise" überwunden, denn nach der Pause konnte die Mannschaft gefalle». In Kladno verlor der SK Nachod im Spiele Mit dem SK mit 8:7(1:8). Die Nachoder waren kein so schwacher Gegner, wie da» Resultat besagt, aber der Elan deri Kladnoer brach.— wie gegen Sparta— ihr Selbstvertrauen. Einen unentschiedenen AuSgang nahm in Pilsen die Begegnung B tktoria Ziäkov mit dem SK. Zum vierten Male erzielten die Prager ein Remi», und zwar diesmal 1:1(1:1). Knapp siegte die Prager Slavia in Us» h o r o d mit.2:6(1:0) über R u sj.— In B r iijt n erzielte SK Prossnitz über.die M» x.S l a p ist einen bescheidenen 8:2(V:1)-Sieg.— Die Pressbnr- ger Begegnung Viktoria Pilsen—LSK wurde lvegeii schlechten Platzverhältnissen verschoben. DFC Prag verliert die ersten Punkto Ueberraschendc Ergebnisse In der DFV-JQivislon, Schmerzen Herzen» ist scheinbar der Prager DFE— nach einigen.vorher in den Zeitungen lancierten Kontroversen beider Gegner zu schliessen — nach Saaz gefahren. Man hat ja in der letzten Zeit nichts Ärohe» in spielerischer Hinsicht vom DFL zu sehen bekommen, aber wundert«, sich doch, dass man einen„Strohhalm" sucht«, um sich sozusagen über die Zeit zu retten und ist von der so oft zitierten Tradition abgekommen.— dadurch wurde die Sache allerding» nicht gefälliger. Kurz und gut; die fällige Niederlage traf mit Saaz ein zwar nur ein 8:1(1:6), da» jedoch mehr ein Verdienst de» Tormanne» ist, denn sonst versagte beinahe alle». Die Saazer haben zwar nicht mehr so viel« Ausländer wie«inst, aber sie verstanden er, auch eine» DFL zu Fall zu bringen. Trotzdem hatten dse Saazer Pech: die Punkte haben sie, aber die Einnahme hat ihnen«In ehemaliger Funkttonär pfänden, lassen... In Prag strauchelte auch«In Favorit; Der Warnbdorfer FK wurde von den Sportbrüdern verdient mit 2:8(6:2) geschlagen.— Richt viel besser erging e» dem Teplitzer FK in Karlsbad, da er gegen den KFK nur«in 1:1 (1:1) ,erzielen konnte.—■ In Bodenbach siegte die SpÄg über die Sportbrüder S.chref- kenstetn mit 8:1(6:0) und der VfB Teplltz spielte daheim mit dem R eich enberaer 8 K 8:8 (2:2).— Die mährisch-schlesische Gruppe begann am Sonntag mit der Meisterschaft und brachte nachstehend« Ergebnisse: DSV Brün» gegen SB Jägerndorf 2:1(2:0), DSV Oderberg gegen TSV Troppau 2:6(2:6), DFL Jglau gegen DSK Teschen 4:8(2:2), SK Mähr.-Schöicherg gegen DSV Witkowitz 4:0(8:0). Au» den tschechischen Divisionen..Mittelböhmen: Lechie Karlin gegen Sparta KoSIt 5:2, Libeü gegen Sparta Kladno 5:1; Äohemianr gegen Nuselsky SK 2:1, Meteor VIH gegen Union ZiAov 5:4. Rapjd gegen AFK Kolin 0:0, Altbunzlau gegen SK Nufle 2:1, Viktoria Nufle gegen Slavoj VIII 8:2.— Böhmen-Land: EK Pardubitz gegen Polaban Rimburg 4:1, Jungbunzlauer SK gegen ESK B.-Budwcil 8:8(2:1), Slavia Karlsbad gegen Hokovice 8:1, Kvniginhof gegen Königgrätz 6:8, Erplvsla Semtin gegen Petrin 8:0, Kopisty gegen.Rakonitz 8:0..— Mähren,-.S.chlesi»st: Schles.-Ostrau gegen- Han.' Slavia 4'kl, Bata Zlin gegen Moravia Brünn 4:0, Polonia Karmin gegen Zabovkesky 8:0, Hussowitz gegen Ostrauer MM» 2:2(1:2), Kral. Pole gegen Slovan'M.-Ostrau 8:2. 1 Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlass.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.— Di« Zeitung»frankatur wurde von der Post- und Tele- ' graphendirektion mit Erlass Nr. 18.800/VII/1980 bewilligt,— Druckerei:.Firbi»", Druck-, Verlag»- und Zeitungl-A.-G. Prag,