eitijtTpttl« 70erde,n»'n" r e, i e h n n« e n, welches am 1. April in Kraft tritt, -ttalie»™ l Uci c"«"satzprotokolte unterzeichnet. In den, ersten bewilligt Italien der jugoslawischen Minderheit den Gebrauch der Mnttersprache i n ® 1e- Liters bewilligt sic der jugoslawischen Minderheit die O r g a. kultureller und Wirts fsiaftlicki er Vereine, die.Heraus- gab- von Zeitschriften nnd unpolitischen Büchern.''""' r ß c r c‘ n c- «« Protokoll anerkennen und garantieren die beiden Staaten die Unabhä n- '.‘Jx’.dcssm gegenwärtige» Grenzen in Ucbereinstimmung mit dem nicht anerknnt wa?" P"Eschaster-Konferen,» welcher von" feiten Jugoslawiens bisher offiziell DaS dritte Zufatzprotokoll enthält die Einzelheiten der Verpflichtungen bezüglich der Li- qutdrerung der jugoslawischen Emigranten»» u ß also den Kapitalismus verneinen. Er verneint ihn b e w u ß t, er muß und will ein Kampfinstrument der so« zialistischen Gesamibetvegung sein. Größer und stärker als die beiden Cinzel- vetbände wird die vereinigte sozialistische Sportorganisation sei». Schon durch ihre bloße Existenz wird sie zur lebendigsten, eindruckvollsten Ver- 81 Per freund ROMAN VON GREGOR JARCHO Wer der Direktor war auch noch da. Die kurzen Telegramme des Gehirns und des Gefühls wurde» bald von seiner bebenden Stimme übertönt. Die einmal begangene Dummheit führte— zwangsläufig- beinah— zu der nächsten— noch größeren. Durch all das Neuerwachende in mir, durch all das Anschwellende vernahm ich plötzlich seine Worte: „Sie sollen es nicht bereuenl Nennen Sie niir di« Namen, und ich verspreche Ihnen, daß Sie di« Anstalt als einer der besten absolvieren iverdeu. Ich will dafür sorgen, daß Sie stets gute '.'toten belommen. Ich tverde Ihnen die Schulgelder erlassen——" Und da— ich weiß nicht wie das kam— es war vielleicht ein Funke, der vom Vater auf mich übersprang, und vielleicht war es nur, daß Tatsächliches zu scharf mit dem Gedanklichen zusam- menstteß, daß»teil» früheres Gefühl des müden Abgeklärtseins, sich an der neuen Zärtlichkeit zugrunde Ivärmend, in der auf estuual jämmerlichen Gestalt des Gegners— des Direktors— neues Jener gefunden hatte—; kurz als ich das Angebot des vorhin noch so drohenden Mannes hörte, lachte ich unwillkürlich laut auf, wandte ihm den Rücken, und ging zur Tür, um das Zimmer zu verlassen. Ich war gar nicht gekränkt, gar nicht beleidigt— die Angelegenheit schien mir, wenigstens was den Direktor anbetraf, in Lächerlichkeit erledigt zu sein. Ich fühlte mich außerdem völlig sicher, da ja Vater bei allem z»»gegen ge- wesen war, der Vater, auf den ich— ohne es in Worten gedacht z» haben— draußen warten wollte. neinung des Totalitätsanspruchs, den der Deutsche Turnverband im sudetendeutschen Lebensbereich erhebt. Wunderbare-Erlebnisse hat-unsere Turn- und Sportbelvegüng der sozialistischen Arbeiterschaft in den trübsten- uttd schwersten Tagen Vermittelt. Ein starker Strom neuer Kraft und neuer Zuversicht ging von den gewaltigen, erhebenden Kundgebungen des sudetendeutschen Arbeitersports aus. Der Bundesturntag des Atus in Ko» motäu, daS Bundesfest des Aruk in Karlsbad und zuletzt die Wintersportolympiade in JohanniSbad waren>»icht allein sportliche, sondern auch mächtige politische Kundgebungen der gesamten sozialistischen Bewegung. Diese Erlebnisse waren das Ergebnis treuer Arbeit vieler tausender Turner und Sportler— unserer Turner und Short« ler, auf die wir stolz, denen wir auö tiefstem Hexzen dankbar sind« Sie sind einer pnserer kämpfe« rischen Vortrupp» und oie Mitgaranten einerbes« seren'Zukunft de» Arbeitsrvolks,'zugleich aber die Vorkämpfer der nationalen Verständigung, welcher der-Arbeitersport'in der ganzen Zeit seine» Bestehens zielbewußt und erfolgreich dient. Die Vereinigung des Atu» mit dem Aruk ist ein bedeutsame» und erfreuliches, ein kräftemeh- rendes und«steigernde» Ereignis de» ganzen so« zialistischen Leben»« und Arbeitsbereich». Unsere Turner und Sportler haben viel Schwere» und Widerwärtiges mit uns gemeinsam durchlebt und durchkämpft. Wir zweifeln nicht daran, daß sie'im neuen, vereinigten Verband mit uns Jahre neuen Aufstiegs und glorreicher Si e g e erkämpfen und erleben werden l üliwelirmaOBahinen gegen riie Bergarbeiterkrankheit In Joachlmsthal In den vergangenen Tagen fand im Gesundheitsministerium unter Vorsitz des Ministers Dr. C z e ch«ine Arbeitssitzung der„Kommission für die Erforschung und Behandlung der Bergarbeiterkrankhcit in JoachimSthal" statt, ai» der sich hervorragende wissenschaftliche Experten aus den Reihen der UniversitätSprosessoren, der Beamten deS GesundheitS- und des Arbeitenministeriums beteiligten. Bon den referierenden wissenschaftlichen Experten sprach Pros. Dr. P elnä t über die Untersuchungen der Bergarbeiter auf den Kliniken. Prof. Dr. S i kl konstatierte auf.Grund der Ergebniffe der Obduktionen der«erstorbenen Bergarbeiter, datz der Lungenkrebs bisher keine Fregnenzabnahme aufweise. In der Zeit vom März 1986 bis zum heutigen Tage wiesen von 15 Verstorbenen 9 Bergarbeiter Lungenkrebs auf; diese Verhältniszahl ist der au» den Jahren 1929—1980 vollkommen analog. In den übrigen sechs Fällen wurde, in einem Falle Lungentuberkulose, in drei Fällen Silikowberkulose und in zwei Fällen Lungensilikose festgestellt. Der Vertreter de» Ministerium» für öffentliche Arbeiten, Regierungsrat Jng. K u b ä t, referierte über technische Maßnahmen in den Bergwerken zwecks Einschränkung der Staubbildung und Herabsetzung der Radiumemanation; er erklärte, da» Ministerium für öffentliche Arbeiten sei b e r e i t, da» beschäftigte Personal au» gesundheitlichen Gründen zu wechseln und weitere, von der. Kommission vorgeschlagene technische Neuerungen zur Besse- rung der btzgienischen ArbeitSverhälMisse zu treffen. Der Vorsitzende der Union der Bergarbeiter. Zinner, referierte über die sozialgesundheitlichen Folgen der JoachimSthaler Äergarbeiterkrankheit, erwähnte seine Besvrechung mit den Aerzten der JoachimSthaler Gegend, die schon durch eine lange Reihe von Jahren hindurch die Bergarbelterkroukbeit zu beobachten Gelegenheit haben,.und teilte mit, daß da» Gesetz 99/1932 über die Entschädigung.von Be- rufSkrankheiten bisher den Bergarbeitern und ihren Familien nicht die Hilfe brachte, die von ihm allgemein erwartet wurde. Hierauf gab die Kommiflion der Ansicht Ausdruck, eS möge da» Gesetz über die Entschädigung von Berufskrankheiten den letzten wissenschaftlichen Fortschritten in der Erforschung der JoachimSthaler Bergarbeiterkrankheit angepaßt und vor allem hinsichtlich seiner dreijährigen rückwirkenden Gültigkeit novelliert werden, Schaffung einer Beratungsstelle Zum Schluß. der Sitzung legte Minister Dr. Czech einen Antrag auf Schaffung einer eigenen Beratungsstelle für Berg arbeiter und ihre Familienangehörigen in Joachlmsthal vor. Die Beratungsstelle wird auch der übrigen Bevölkerung zugänglich sein, sie wird außerdem besondere Aufgaben hinsichtlich der Erforschung der Bergarbeiterkrankhest haben und den Bergleuten auch bei der Milderung der sozialen Folgen dieser bei der Arbeit erworbenen Erkrankung behilflich sein. Die Vorbereitungen für die Aktivierung dieser Beratungsstelle sind bereits eingeleitet und es besteht die berechtigte Hoffnung, daß die Beratungsstelle In kürzester Zeit ihrer Bestimmung übergeben werden wird. Zusammenarbeit der Genossenschaften Landwirtschaftliche Genossenschaften und Konsumvereine Der Deutsche Nachrichtendienst meldet: Die deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften haben sich an die Konsumgenossenschaften zwecks einer engeren Zusammenarbeit gewendet. Die landwirtschaftlichen Genossenschaften weisen dabei auf da» gleiche Verhalten der einschlägigen Verbände in Oesterreich sowie auch darauf hin, .daß eine Reihe von HrodüktionSgebieten, wie die Vieh« und Milcherzeugung» in. erster Reihe eine Angelegenheit organisierter Kleinbauern und Häusler feie»». Zu dieser Mifteflung de» Deutschen Nachrichtendienste» bemerken wir, daß die Konsumgenossenschaften, soweit sie im Gee-Verband vereinigt sind, ebenso wie die.gesamte internationale Konsumgenossenschaftsbewegung stets für eine Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Genossenschaften eingetreten ist und daß diese Zusammenarbeit dort, wo sie praktisch.durchgeführt wurde, insofern fruchtbare Ergebnisse gezeitigt hat, als der Zwischenhandel auSgeschaltet wurde und so die landwirtschaftlichen Genossenschaften für ihre Erzeugnisse einen möglichst hohen Preis erhielten, während die Konsumenten verhältnismäßig gute und qualitativ hochwertige Waren einkausen konnten. Diesem Vorgehen der Konsum, genoffenschaften liegt die Auffassung zugrunde, daß der Bauer für seine Mühe und Plage im Preis seiner Erzeugnisse eine gerechte Entlohnung erhält und dadurch auch Abnehmer von I Aber ich kam nicht weit. Al» ich laut auflachte, mich umwandte und den ersten Schritt tat, trat plötzlich eine fast schauerliche Stille ein. Und dann erklang es nicht laut aber scharf wie das Sausen einer guten Klinge:„Nennen Sie das Erziehung der Lugend? Schämen Sie sich!" Ich erkannte kaum die Stimme des Vater». Unwillkürlich wandte ich mich um. Ich hatte noch nicht begriffen, was geschehen war. Schon aber stand er neben mir, faßte mich am Arm und zog mich mit sich aus dem Zimmer de» Direktors hinaus I Die Tür flog mit einem Knall zu.— 21. „Zieh dich an, nimm deine Sachen. Wir gehen nach Hausei" Man sage mir nicht, daß ich die Treppe hknaufgelaufen wäre— möglich, daß e» so ausgesehen hat: Ln Wirklichkeit war ich sie hinaufgeflogen—. Sekunden nur hat es gedauert, da war ich mit der Büchermappe wieder unten. Ich weiß, daß ich in die Klasse gesprungen war, al» bereit» unterrichtet wurde, weiß, daß ich mich kurz vor dem Lehrer verbeugte, die Mappe nahm — trocken hinwarf:„Ich muß fort" und— die erstaunten Blicke der Mitschüler und de» Lehrers im Nacken— aus der Klasse verschwand.— Unten flogen die Bücher zu Boden, die Rechte griff nach dem Mantel, ich schlüpfte hinein— setzte die Mütze auf. den Kopf, griff wieder nach der Mappe— wo war der Vater? Wo war er denn? Ach so— vor der Haupttür am Ausgang I Rasch zu ihm! Er nickte mir zu— lächelte— erwiderte er etwa mein Lächeln?— und ging voran. Und dann standen wir auf der Straße. Al» wir auf der Straße standen, schien alle» auch um mich zu jubeln. Mein Vater musterte mich ein wenig neugierig— was machte e» schon? Ich nahm auf einmal seine Hand— sah Ivie sein Mund bebte, wußte alles und wußte nicht»— es waren gar keine Worte in mir, wa» weiß man denn, wa» noch in Worte nicht eingesargt ist?— ich ergriff also seine Hand, wir lächelten un» zu, dann spürte ich, wie seine Finger fest die meinen drückten, ich schluckte etwa» hinunter, da» ungerufen zur Kehle hinausstieg, schluckte noch eintnal, noch einmal und dann gingen wir, Hand in Hand, bald einander, bald der Straße und den Vorübergehenden zulächelnd, wortlos— den ganzen Weg wortlos— nach Hause—. So viel stummes, echtes Glück, das so unerwartet gekommen und so wunschlos gewesen wäre, das so lange, lange gedauert hätte, hcche ich seitdem nie wieder in mir gespürt. Lieber Vater, lieber alter Papai W 22. Vielleicht begann um diese Zeit herum überhaupt da» Ende der Epoche, in der Väter und Söhne nur Gegner sein konnten, weil, die Probleme, die da» Leben aufwarf, die Scheidungrlinie «nicht mehr zwischen die Generationen legte, sondern mitten durch sie schob, so daß Vater und Söhne sich immer häufiger und häufiger auf der gleichen Seite der Barrikaden fanden und sich al» Helfer und Freunde kennen zu lernen anfingen.- Einmal kam mir bei der Erinnerung auch folgendes in den Sinn:»Ich hecke damals meinen Vater gefundenk"—„Gefunden" ist vielleicht zu stark. Wahrscheinlich hatte ich einfach die aufge- impften Widerstände in» Lächeln ertränkt und sah von da. an meinen Vater so, wie e» der Wahrheit inehr entsprach. Aber alle» grüblerische Ueberprüfen ist jetzt jm Gründe unwesentlich. In diesem Falle wenigstens. Wa» in dem Zimmer de» Direktor» geschehen war, hatte ja an sich gar keine so große Bedeutung^ Oder war etiva Vater in meinen Augen gewachsen, weil der Kontrast Avischen fei« Jndustriewaren werden kann. Ebenso hat aber der Landwirt Interesse an einer kaufkräftigen Arüei- terbevöUerung,: die einen anständigen Lohn für ihre Arbeiter gleichfalls zu fordern dati Recht hat. Was schließlich der DND über die Bedeutung her Kleinbauern und Häusler sagt, kann- gleichfalls unterstrichen werden. Wer es muh hinzugesügt werden, daß die agrarischen Parteien eben eine Wirtschaftspolitik treiben müssen, welche es auch' dem Kleinbauern und Häusler möglich.macht^ zu leben. Wir sehen da» z. B. bei der Viehhaltung, wo es sich gezeigt hat, daß der kleine. Bauer, der auf den Verkauf von Vieh angewie- sen ist, nur dann von diesem Verkauf einen Nutzen hecken kann, wenn es ihm möglich gemacht wird,'Vieh zu züchten, da» ist, wenn er sich zu erträglichen Preisen Biehfutter beschaffen künn. Sin« Fälschung Feststellung der tschechischen Sozialdemokratie Wir haben bereit» darüber berichtet, daß der .Lkenkov" vor einigen Tagen ein angeblich vertrauliches Zirkularschreiben der tschechischen Sozialdemokratie vom 10. März d. I. veröffentlicht hat, in welchem die tschechischen Sozialdemokraten ankündigen, daß sie bei den kommenden Wahlen die ganze Schärfe ihre» Kampfe» gegen die Agrarpartei richten werden, während mit den Kommunisten eine stillschweigende Zusammenarbeit erfolgen wird. Daraufhin hat das„Prävo Ltdu" kategorisch erklärt, daß sich der»Venkov" die ganze Sache entweder au» den Fingern gesogen hat oder daß irgendjemand in Prag gefälschte Dokumente verkauft. Nachdem aber der »Benkov" von dieser Erklärung des„Prävo Lidu" keine Notiz genommen hat, richtet die Exekutive der tschechischen sozialdemokratischen Partei durch ihren Vorsitzenden Abg. H a m p l und durch ihren Zentralsekretär Senator D u n d r ein Schreiben an den Vollzugsausschuß der Agrarpartei, in dem festgestellt wird, daß weder der Vollzugsausschuß noch das Zentralsejretariat weder am 10. März noch an einem qnderen Tage ein Zirkularschreiben versandt hat, welches dem Wortlaut des im„Ben- lov" veröffentlichten Schreiben» entspricht. Die Veröffentlichung der Nachricht betrachtet daher die tschechische Sozialdemokratie„als eine ernste Schädigung des gegenseitigen Vertrauens und der Mitarbeit in der Koalition". Zum Schluß des Schreibens wird der Erwägung Ausdruck, goge» ben, daß der„Venkov" die von ihm veröffentlichte nunmehr als falsch erwiesene Nachricht' richtigstelle. Um d«nRUdcversitherungssdiuft der Phönlx-Pollnen Auf Betrecken der Regierung wurden Verhandlungen-zwischen-den.tschechoslowakischen Ber- sicherungsanstalten und' den Behörden' bezüglich des Rückversicherungsschutzes der beim„Phönix" Versicherten ausgenommen. Die Rückversicherung soll zu einem einheitlichen Prozentsatz auf alle inländischen Lebensversicherungsanstalten,' die auf jeglichen Getoinn verzichten, aufgeteilt werden. Die so gefchaffene Rückversicherung soll zugleich die Grundlage für eine selbständige' inländische Rückversicherung für die Lebensversicherungsanstalten bilden. Die einschlägigen Verhandlungen werden mit größter Beschleunigung geführt unv dürften voraursichtlich die Ausgabe einer besonderen Regierungsverordnung über die Rückversicherung im Lebensgeschäft zur Folge haben. (DNA) ncm Auftreten und der Gemeinheit des Direktor» schon gar zu sehr in die Augen stach? War meine. Urteilskraft in jenen Jahren fo gering, daß es I eines derartigen Vergleich» bedurfte, um mir zu| zeigen, wie falsch ich bi» dahin meinen Vater ge- fehen hatte? Aber ich hatte schon früher wiederholt Gelegenheit gehabt, meinen Vater noch mehr zu bewundern als damals— und hatte ich ihn denn im Zimmer des Direktors überhaupt bewundert? Oder war e» mir endlich vergönnt gewefen, ihn so zu sehen,.wie ick ihn stet» habe fehen wollen? v Nicht denken» nicht denken I Ich will auch gar keine Antwort I Das Erlebnis war: beglückend. Wieso, warum, weshalb— gleichgültig, gleichgültig•':•'« 28. Und weiter? Nuss, das Leven blieb natürlich nicht stehen, da» große Erlebnis mühte kleinerem Erleben der Augenblicke Platz machen. Mer die Zeit spielte in mir bereits andere Register— den einmal gefundenen Vater hacke ich im Herzech nie wieder, verloren. Er ist jetzt-schon seit. Jahren tot——•< Wer ich will lieber etwa» ausführlicher und der Reihe nach erzählen. Auch von den Gescheh-- nissen um mich.— ' Also— von dem Heimtveg'Hand in Hand berichtete ich vorhin. Al» wir«Mich im Hausflur standen— wir wohnten im Erdgeschoß und Vater klingelt«, da hatte e» mich plötzlich hingerissen und ich fiel ihm schließlich doch um den Hal». Ich'war ein Junge und'—es war so schön, Jünge zu seins Nur sehr selten geschah e», daß ich mich so. gehen ließ/— und jedesmal»— auch später zeigte sich mein Vater diesen plötzlichen Ausbrüchen einer aufgespeicherten Zärtlichkeit nicht gewachsen. .(Fortsetzung folgt)' SaniStag, 87. März 1V87 Nk. 7 t Telle st tudetendcu tfscher Xcitspiegci Minister Krofta im Relchenberser Rathaus Außenminister Dr. Krofta stattete am Mittwoch dem Bürgermeister Reichender,is, Sena« ' tor St b ft I a, einen Besuch im RatlmuS ab. Der Bürgermeister begrüßte in Anwesenheit dcS versammelten Stadtrates den Minister auf das Herzlichste und erinnerte in seiner Ansprache an Krof» taS Worte vom»zweiten SlaatSvolk", das die Sudctendeutschen sein tvollen und löunen,„tvenn die. Wege der Verständigung, wie sie die Negierung in ihrer Erklärung vom 18. Feber beschritten hat, konseguent und energisch und mit Vertrauen von beiden Seiten weiter verfolgt w-rden und wenn man auf beiden Seiten aufrichtig bestrebt ist, nicht nur Dcinokratie im Munde zu führen, sondern auch in die Tat umzusetzen und gegen Angriffe mannhaft zu verteidigen"., Minister Dr. Kro f t a antwortete im Wesentlichen Folgendes: „Sie habe» davon gesprochen, daß ich ein großes Verständnis für die Zusammen ar beit mitdendeut- schen Mitbürgern habe. Ich kann nnr feststellen, daß Sie recht haben. Schon seit meiner Jugend mußte ich mich für die Frage de» Zusammenlebens der Deutschen und Tschechen interessieren. In der Stadt, in der ich gebaren wurde, in Pilsen, wo ich auch aufgewachsen bin, gab es«ine sehr starke deutsch« Minderheit. Mein Vater war dort Bürgermeister. Wir mutzten uns vertragen und ich erinnere mich, datz mein Vater, als er das erstemal zum Bürgermeister gewählt wurde, ohne die deutschen Stimmen gewählt worden ist. Damals besatzen die Deutschen«in Drittel der Sitze in der Gemeindevertretung. Mein Vater wandte sich aber sogleich an die deutschen Mitglieder der Gemeindevertretung und bedeutete ihnen, er ver- methode zu wählen, notwendigerweise eine Ber- pfUchtung in sich schließt, nämlich die, daß der Lehrer seine Wahl im Sinne der Idee des Fortschrittes trifft. Dr. Arthur Werner aus Aussig sprach über die Aufgaben des Geschichtsunterrichtes. In der Einleitung betont der Vortragende das wachsende Interesse unserer Zeit für die Geschichte. Daraus folgt die hohe Bedeutung des Geschichtsunterrichte-, der vor allem die Aufgabe hat, Menschen heranzuzichen, die ihren Platz in der Gemeinschaft ganz auSfüllr». Nach einer Uebersicht über die wichtigsten geschlchlSphilosophischcn Fragen, wie Jn- dividualiSmuS-KollektiviSmn-, idealistische oder materialistische GeschichtSauffasiung wild das Lehrziel besprochen, des die Norinallehrpläne unserer Mittelschulen dem Geschichtsunterricht stecken. ES besteht vor allem ip der Bearbeitung sozialer und politischer Probleme, in der Betonung der staatsbildenden Momente— immer der Fassungskraft der Schüler entsprechend—, besonders aber in der Kenntnis der Heimat, ihrer Gesche und Lebensbedingungen. So wird der Schüler zum wahren Nationalismus heran- g.»bildet, wie der von den größten curovässchcn Denkern aufgefaßi wird, wie EomeniuS, Herder, einem geistig kulturellen Nationalismus. Dazu ist aber auch erforderlich, daß der Schüler den Wissensstoff nicht bloß in Namen und Daten aufnehme, sondern selbständig erarbeite und Bedeutendes vom Unbedeutenden zu scheiden lerne. Der Geschichtslehrer aber muß strengste Objektivität nach jeder Richtung wahren. In der Debatte wurde als erst« Aufgabe der Geschichtsunterrichtes die Erziehung der Schüler zur Wahrheit bezeichnet. Wege dazu sind kritische Beleuchtung der GeschichtSprobleme von den verschiedensten Selten, Aufdeckung alteingewurzelter Ge- schichtSlügen, richtige Verteilung von Licht und Schatten den verschiedensten GesellschaftSgruppen gegenüber, Warnung vor übereilten Verallgemei- gcgen Inhumanität mit aller Entschiedenheit überall und besonders im eigenen Volke stelle, denn wenn das humanistische Programm auch die Anwendung von Gewalt verbietet, so verlange eS jedoch, wie Masarhk sagt:„Selbstverteidigung und Verteidigung anderer gegen Gewalt", Hen’elnleute als Eisenbahnattentäter B.- Budweis.(Tsch. P.-B.) Als dieser Tage ein Motorzug die Station Teufels- m a u«r bei Hohcnfurth verliest, wurden gegen die Eisenbahnwagen vom Damm»der von der Brücke vier F e l s st ü ck e geschleudert. Durch eine» glücklichen Zufall wurde von den Reisenden niemand verletzt. Die Täter konnten nicht sofort eruiert werden. Am Donnerstag wurden im Bähmerwald zwei verdächtige Männer angchalten, die bei ihrem eingehenden Verhör gestanden, die oben erwähnte Tat begangen zu haben. Sie wurden in die Haft nach Hohcnfurth eingcliefcrt. Die Täter lehnten eS ab, den Beweggrund der Tat anzngebe». Die Gerichtsbehörden prüfen die Identität der Verhafteten und setze» die Untersuchung der Tatumstände fort. Der„Telegraf" meldet hiezu, daß drei Leute verhaftet wurden, und zwar der Tischlerssohn Alois Z w h t t l i n g c r, der Müllergehilfe Josef T a y l e r und der Sohn deS BorstrherS Anton Tode, alle drei aus Akalfching. Alle drei find Mitglieder der Henlein-Parte ik Sie haben gestanden, vorher in Hohenfurth im Hotel„Emerwald" die Durchführung dcS Attentats ausführlich verabredet zu haben. c OnCA^ Jin er sag dem anderni 4Es qeht bessere Am besten qeht'si 198 sorge für die Krisenovser uud ihre Familien, hat die»Arbcitcrfllrsorgc" die Zusanimenarbeit mit den Institutionen der öffentlichen und halböffentlichen Fürsorge, der Bekämpfung der Vollskrank- heiten zu pflegen. Erholniigsfürsorge für gesundheitlich gefährdete Kinder, Jugendbcratung, Be- rufsbcratuiig, aktive Mitarbeit in den Bezirks- jugendfürsorgen, alles Fragen, die in de»„Ar- bcitersürsorge"-Vereinen erörtert werden müssen. In der Debatte standen die Fragen der Tubcrknlosenfürsorge, der Mitarbeit in der Jn- gendsürsorge bei der Berufsberatung im Vordergründe. Genossin Appell sprach eingehend über die Tätigkeit des Verbandes und die geplanten Maßnahmen für die Schulung unser Helfer in der„Arbciterfürsorge" und vor allem in der Erholungsfürsorge, sie verwies auf die Notwcn- digkeit der Mitarbeit in den BczirkSjiigendfUr- sorgcn. Im Schlußwort gab Dr. Holitscher seiner Freude Ausdruck, daß der erste Versuch der regionalen Zusammenarbeit der Bezirksvereine ei» voller Erfolg war. Der Vorsitzende Lösch schloß mit Dankeslvorten an die Vortragenden und einem anfcucrnden Appell zur unermüdlichen Weiterarbeit die arbeitsreiche Gebietskonferenz. V. Ein fünfzehnjähriger Lehrling im Betrieb tödlich verunglückt Dieser Tage kam in der Schlosserei der Firma Vereinigte Färbereien A.-G. in Braunau der 18jährige Schlosserlehrling Kurt Ma-. Wer schonend wäscht— wäscht mit HIRSCHSEIFE siche sehr gut, daß sie ihn nicht wählen konnte«,' aber trotzdem werde er sie gerecht tehandeln. Wir haben uns gut vertragen und schon nach einem Jahre, als ein« Wiederwahl deS Bürgermeisters notwendig wurde, erhielt mein Vater auch d i eS tim menderDent» s ch e n. Das ist bezeichnend für die Umgebung, in der ich aufgewachsen bin. Ich war in Deutsch- ' land, in Wien habe ich studiert, ich war Gesandter in Wien und Berlin, als» in deutscher Umgebung. Ich mustte mich sehr viel mit der deutschen Wissenschaft beschäftigen und so habe ich die Bedeutung deS Deutschen auch in unserem Staate erkannt. AlS Geschichtsforscher habe ich mich auch mit 1 der deutschen Geschichte befastt und habe di« Verdien sie der Deutschen u m d e n Staat schätzen gelernt. Ich will in diesem Sinne weiter arbeiten... Ich weist, waS für ein« Bedeutung die I n d u st r i« in diesem Gebiete hat, und ich werd« in meinem Wirkungskreise gern dazu beitragen, ihre schwere Lage zu erleichtern. * Stadtrat Kogler» begrüßte sodann den Minister in tschechischer Sprache. Reichenberger Pädagogische Woche Zweiter und dritter Tag: e< Doz. PHhoda, Dr. Werner, Prof. Lassika .■ Im Rahmen der Pädagogischen Woche sprach am zweiten Tage Dozent Dr. Väclav P r i h o d a über das Thema„Schulbuch und Freiheit". Er entwickelte zunächst den Begriff der Fre-ihe i t, die er nicht als Privateigentum, sondern als G e» meingut im sozialen Sinn« defi- i Nierst Freiheit ist aber immer mit einer Verpflichtung . verbunden. In der Pädagogik umfaßt der Begriff der l Freiheit die Freiheit der Schule,, die Freiheit der Lehrers und schließlich die Freiheit des Kindel tu seiner Entwicklung. Zum eigentlichen Thema über- • gehend, behandelte der Redner zunächst die Freiheit der Verfassers des Schulbuches, der nicht von politischen, religiösen und anderen, außerhalb der Pä» ' dagogik liegenden, Einflüssen gehemmt werden darf. Er stellte, sich gegen die Monopolisierung in der Hrr- änsgäbe,der Schulbuches, so daß eine wünschenswerte Variation in der Verfassung der Schulbücher erzielt werden kann. Dem Lehrer soll ei frcigestellt bleiben, die Wahl des Schulbuches vorzunehmen. Selbstverständlich muß diese Freiheit im höherem . Sinne genommen werden, so daß die Wahl immer auf das beste Buch fällt, besonder» dort, wo dgr Schulbuch auch-eine' Unterrichtsmethode bestimmt, wo er zu einer Kollision in der Wahl de» Schulbuches zwischen dem einzelnen Lehrer und dem Lehrerkollegium kommt, soll der Lehrer dar Recht haben, sich an eine höher« Instanz au wenden. Der Redner schloß seine Ausführungen mit den: Hinweise, daß die Freiheit, dar Schulbuch und die AnterrichtS- ' nerungen. Dies wird an einzelnen Beispielen aufgezeigt. Am Freitag sprach Prof. Gustav L a s s i k a über„GesinnungSbildungtmDeutsch- unterricht". > Einleitend gibt der Vortragende eine Uebersicht:. über die Entwicklung der Schule"' überhaupt.''.. und wendet sich dann der Frage zu, in welcher Richtung die heutige Schule wirken solle. Er bespricht di« verschieden« Rezept«, die da gang und gäbe sind, und gelangt schließlich zu dem Ergebnis, daß jede Pädagogik, die objektiv sein wolle, wissenschaftliche Orientierung zur Grundlage haben müsse. "In geistesgeschichtlicher Hinsicht müssen wir in der Schule der Demokratie von den Ideen der Humanismus ausgehen. Nachdem der Vortragende den Begriff„Humanität" alr„ständiges Bewußtsein der Würde des Menschen" definiert hat, durch das den Menschen die sittliche Pflicht auferlegt wird, eine freie, würdige Gemeinschaft zu bilden oder zu erkämpfen, wendet er sich der Frage zu, wie er komme, daß die hohen Ideen der Humanismus heute in weiten Kreisen bespöttelt, verachtet oder sogar bekämpft werden. ES handelt sich um den Kampf zweier Weltbilder, der mythischen und der humanistischen. Während der mythische Denker an die Dämonie der Materie glaubt und die Möglichkeit einer bewußten Aenderung der Welt ablehnt, glaubt der humanistische Denker an die Möglichkeit der Fortschrittes. DaS mythische Denken war allen primiti-. ven Völkern.eigen, er wurde zerstört durch die Entwicklung der Wissenschaft. Der Humanismus sta-. tuiert die ursprüngliche Gleichwertigkeit (also nicht natürliche Gleichheit) aller Menssschen, ohne Rücksicht auf Geburt, Volk, Nation und Nasse. Wenn wir in der Schule im Sinne der Humanität wirken wollen, so muß der demokratische Lehrer also 1. Die Gleichwertigkeit aller Menschen feststellen und verteidigen, L. di« Schüler zu wahrer Kameradschaftlichkeit bringen, 8. ihnen zeigen, daß es in der Geschichte eine Entwicklung nach oben gibt, 4. daß es. keiq unabwendbare- Schicksal gibt. .Uebergehend auf den D e u t s ch u n t e r- richt weist•der Vortragende darauf hin, daß im Mittelpunkts. dieser Gegenstände» unbdingt und .selbstverständlich der deutsche Kulturbereich zu stehen habe, daß man aber dabei, nicht stehen bleiben dürfet sondern zeigen-müsse, daß. die deutsche K u lt ur ein Teil«d er europäischen sei. Im Speziellen geht Lassika dann auf da» Gebiet der Sprach entwicklung und der L i- te'ratur ein und zeigt ausführlich. Wie beide für die Gesinnungsbildung der Jugend Im Geiste humanistischer'Erziehung ausgewertet werden können In- de» Lehrplänen unseres Staates sind die humanistischen Grundlatzen natürlich verankert. Leben erhalten die Lehrpläne aber erst durch den Lehrer- und deshalb' ist es da» Wesentlichste und Wich- tigste, daß der Lehrer selbst ganz von den großen Ideen der Humanität durchdrungen sei, d. h. sich| Reichsführertagung der Kinderfreunde Heute begann im Bezirks-Erholungsheim in lEichWald beiTePlitz- die vierte Reichsführer- tastung der Kinderfreunde. Die führenden Erzie-' hungsfunktwnäre aller Gaugebicte werden in dreitägiger Arbeit zu wichtigen pädagogischen Fragen Stellung nehmen und die Richtlinien für die Arbeit des laufenden Jahres durchberaten. Das Programm der Tagung umfaßt Vorträge des Ver- einSobmanneS Prof. Schweitzer-Brünn über „Erziehung zu geistiger Wehrhaftigkeit", des Lehrers S ch ö n i g e r- Karlsbad über„Das Schulwesen der Gegenwart; seine Einstellung zur Gesellschaft", des Führers der tschechischsozialistischen SkautS R e l i ch- Prag über„Skauting" und von Franz über„Feiern- und Feftgestaltung mit Kindern", sowie eine eingehende Aussprache über Kinderbüchereien, Kindcrzcitung, Ferienarbeit, Erzieherschulung u. a. m. Es ist ein Zeichen großer Liebe zu ihrer Bewegung,, wenn die zahlreichen Teilnehmer die Osterferien dazu benützen, ihr Wissen zu erweitern und neue Erkenntnisse und Anregungen für die praktische Arbeit mit. unseren Kindern zu sammeln.' Die zahlreiche Beteiligung zeigt aber auch, daß die Kinderfreunde-Beivegnng die schwere wirtschaftliche und politische Zeit gut überstanden und einen weiteren Aufstieg begonnen hat. Die Aufgaben der Arbelterfürsorge Erfolgreiche Arbeitstagung in Pilsen Der„Zukunft" entnehmen ivir folgenden Bericht über eine am Sonntag in Pilsen sstattgesun- dene. Gebietskonferenz der„Arbelterfürsorge", an der Vertreter der Bezirksvcreine„Arbeiterfürsorge". Mies, Pilsen, Staab, der Partei-Bezirksorganisationen Hartmanitz und Neuern teilnahmen:. Ein äußerst instruktives Referat über die Fragen der Gesundheitsfürsorge erstattete Dr. Holitscher- Komotau. In seinen..Darlegungen betonte dec-Referent, daß jede Fürsorge vor allem vorbeugend sein müsse und erhärtete dies vor allem durch den Hinweis auf die Bekämpfung der Tuberkulose, der Geschlechtskrankheiten,! deS KrebSi Die Voraussetzung für einen gesunden Nächivnchs sicht er in einer guten Schlvangerenberatung, Säuglingspflege, im Kinder- und Jugendschntz. Er spricht ausführlich über die sozialpolitischen Einrichtungen des Staates, kommt auf die Auswirkungen des 8 144 zu sprechen, bespricht den Kampf gegen die epidemischen Krankheiten. Mit Rücksicht auf das Fehlen einer allgemeinen gesetzliche» Grundlage für den Anspruch auf Fürsorge, ist die Arbeit der privaten Fürforgetätigkeij eine- unumgängliche Notwendigkeit, Die primäre Aufgabe»er„Arbeiterfürsorge" sei, auf die gesetzliche Verbesserung der Fürsorge | hinzuarveiten. Neben der zeitlich bedingten Fürst e r durch einen tragischen Unfall umS Leben. Eine Walze war plötzlich aus dem Feuer durch die Werkstatt geflogen und hatte den Jungen zu Tode getroffen. Bemerkenswert ist, daß in diesem Betrieb Schweißanlage und Sauerstoffflaschen in dem Raum untergebracht sind, tvo die Profesfionisten arbeiten, so daß die' Gefahr besteht, daß einmal eine solche, unter 160 Atmosphären Druck stehende Flasche explodierend alle in der Werkstatt arbeitenden Menschen zerreißt. Hoffentlich führt das Gewerbeinspcklorat nun, nach dein tragischen Unfall, eine Aenderung dieser Zustände herbei, Znm Sitzstreik der Pick-Arbeit«? in Ober» leutcnSdors berichtet„Die Zeit" in der Donnerstag-Ausgabe, daß der sozialdemokratische Betriebsausschuß mit den Maßnahmen der Betriebsleitung einverstanden war. Weiters.wird darin behauptet, daß der„rote" BctricbSausschuß unfähig war, die Verhandlungen zur Beilegung des Streikes zu führen und daß neue Vertrauensleute aus der Belegschaft gewählt wurden. Mit dieser Schreibweise stellt sich„Die Zeit" hinter die Firma, um eine Uneinigkeit unter der Arbeiterschaft hcr- bcizuführcn. Nicht ein Wort schreibt„Die Zettl' von den Strafen und der Behandlung der Arbeiter von feiten der Vorgesetzten, die zum Großteil der SdP angehörcm Sie schützt also die Strafen bei der Firma und die Behandlung der Vorgesetzten, die eigentlich die Ursache des Sitzstreikes mit gewesen sind. Arbeiter und Arbeiterinnen urteilt nach der Schreibweise, wer die Interessen der arbeitenden Klasse schützt. Nicht die SdP, und ihre Tagcsblätter können cs sein, denn sie beschimpfen die Arbeiter und schützen das Untcr- nehmertuml Ein Almanach der Deutschen Sendung. Zinn 26jährigen Bestand der Prager„Urania" hat der Direktor Dr. O. Frankl eine Schrift„Der Deutsche Rundfunk in der Tschechoslowakischen Republik" herauSgegeben. Durch die Fülle der Bilder von Männer und Frauen, von Landschaft und Stadt, Kunst und Kultur, die in diesem Buche zusammengestellt find, wird mosaikartig ein Ucbcrblick über die reiche Fülle sudetendeutschcn Schassens gegeben und darüber hinaus eine Brücke, von dem sonst unsichtbaren Sprecher vor dem Mikrophon znm Hörer geschlagen. Die Schrift ist zinn Preise von 5 KWWWMWWM»WMWWWWWWWvMWWN»UlW»WWWM>WW»WW>WM»WWM^M Stellen fast fünfeinhalb Meter über den Normalstand gestiegen. Einige Landsiedlungen mußten geräumt werden. Am Ende der Eisstauung ist die Daugawa bis auf den Grund mit Eis verstopft. ES wurde bereits mit der Sprengung des Eises begonnen; eine schleunigst kommandierte Minenwerfer-Abteilung ist jedoch den „Eisbergen" gegenüber machtlos. In der Stadt Ogre ist dieser Tage auch eine Batterie schwerer Artillerie eingetroffen, die jedoch gleichfalls das Eis nicht zu sprengen vermochte. Bei dem warmen Wetter schmilzt das Eis langsam ab. Man befürchtet größere Ueberschwemmungcn, sobald sich das EiS am Oberlauf der Daugawa in Rußland in Bewegung setzen wird. Im Blutwahn. In der Gemeinde Orsennr in Mittelfrankreich ermordet« in einem Wahnsinnsanfall ein Lljähriger Landwirtssohn seinen Vater, feine Mutter und zwei lmidwirtschaftliche Arbeiter, worauf er das Anwesen in Brand steckte. Mit dem Gewehr in der Hand bedrohte er sodann die Nachbarn. Die Gendarmen und bewaffnete Bürger verfolgten den Wahnsinnigen und als sie ihn eingekreist hatten, erschoß er sich selbst. Ist» Trafo! ging am Donnerstag eine groß« Lawine nieder, die schwere Schäden verursachte. Durch die Schneemaffen wurden das Schulgebäude weggerissen, vier Häuser verschüttet, die Kirche und daS Pfarrgut beschädigt. Opfer an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Neun Kinder, die in einem Hause eingeschloffen worden waren, konnten unversehrt geborgen werden. Ein ungeheurer Wirbelsturm, der über der, BaAa wütete, hat eine 20 Meter breit« und' 80 Meter lange Hanfspinnerei zerstört. 17 Arbeiter und Aäeiterinnen, die dort arbeiteten, wurden unter den Trümmern begraben. Eine Person wurde getötet, zwei tödlich verletzt, drei Personen wurden sehr schwer, weitere leichter verletzt. Auf einem Fluge von Berlin nach Köln mußte Freitag vormittags daS Flugzeug „D-Upox" in der Nähe von Hannover infolge Motorstörung in unsichtbarem Wetter notlanden, tvobei das Flugzeug schwer beschädigt wurde. Bon den Insassen kam einer ums Leben, während vier andere schwer verletzt wurden. Der neue finnische Präsident, Kallio, hat in einem Presseinterview kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten erllärt:„Ich bin stets Abstinent gewesen, und ich wünschte, daß so viel andere Mitbürger wie möglich von sich dasselbe sagen könnten. Man muß für die Abstinenz arbeiten und sich dabei besonders an die Jugend wenden, denn eine nüchterne Jugend ist die Ehre eines Landes und dessen sicherster Schutz.". Ein Gehalt für den Oppositionsführer. Mittwoch wurde das englische Gesetz betreffend die Erhöhung der Ministergehalte publiziert. Der Gehalt des Ministerpräsidenten wird auf 10,000 Pfund jährlich heraufgesetzt, die Gehälter dec übrigen Minister werden mit 6000 Pfund Sterling normalisiert. Außerdem werden die Gehälter der Minister geregelt, welche nicht Mitglieder des Kabinetts sind; sie bewegen sich zwischen 1600 und 8000 Pfund Sterling. Dem Führer der Parlamentsopposition wird ein Jahresgehalt von 2000 Pfund zugesprochen. Schnelligkeitsrekorde. Ohne daß man viel Aufhebens davon gemacht hätte, hat der Kampf ums„Blaue Band" auch in diesem Jahr begonnen und die„Normandie" ist mit wehender Trophäe in Le Havre eingelaufen: sie hat mit 80.08 Knoten die„Queen Mary" um 0.36 Knoten überholt und damit den Rekord wieder an sich ge« ' bracht. Aber«S ist in diesem Zusammenhang« interessant, festzustellen, daß selbst diese für den Ozean ungeheure Schnelligkeit an letzter Stellv aller SchnelligkeitSrekorde steht, die die Technik bisher erreicht hat. Denn die Knotenzahl entspricht nur 68,608 St.-Km., und ein ganz gewöhnliches i Fahrrad, wenn es vom Weltrekordmann, dem Belgier Scherens, gefahren wird, leistet bereits 161,182 St.-Km. Hinter einem Motorrad hat der Belgier Banderstuyft für das Fahrrad genau das Doppelte, nämlich 122,771 St.-Km. erreicht. Auch die Eisenbahnen sind wesentlich schneller, als die Niesen des Ozeans. In Frankreich hat eine elektrische Lokomotive 162 St.-Km., in England eine Dampflokomotive 174 St.-Km. geleistet. Die „SchienenzepPS" fahren heute in Frankreich 194 St.-Km. Noch schneller ist daS Motorboot, auf dem der Amerikaner Wood 200,000 St.-Km. erreichte. Für das Motorrad hat der Deutsche Henne beit Stundenrekord von 272,006 und für das Auto der Engländer Campbell die ungeheure Geschwindigkeit von 484,610 St.-Km. erzielt. Am schnell« sten sind selbstverständlich noch immer die Flugzeuge. Für das Landflugzcug hält der Amerikaner Hughes den Rekord mit 667,116 St.-Km. und für das Wasserflugzeug der Italiener Agello mit 700,200 St.-Km. Eine nationalsozialistische„Entdeckung". Die „Nationalsozialistischen Monatshefte" haben— offenbar um die Intervention in Spanien zu „motivieren"—„entdeckt", daß die spanischen Provinzen Jacn und Cordoba im 18. Jahrhundert von Deutschen besiedelt worden seien. Ein gewisser Johann Kaspar Thurnriegel, der in Madrid ein Unternehmen für Solinger Klingen besaß, habe im Jahre 1667 mit der spanischen Negierung einen Vertrag geschlossen, der ihn ermächtigte, 6000 Personen deutscher Herkunft und katholischen Bekenntnisses, zur Hälfte Bauern, zur Hälfte Handwerker, anzuwerben. Es sei ihm auch gelungen, 7223 Personen aus allen Teilen Deutschlands, vor allem aus der Pfalz, aus Kurhessen und dem Elsaß heranzuziehen. In den genannten Provinzen seien 46 deutsche Siedlungen gegründet worden, Nach 15 Jahren habe sich die unwirtliche Landschaft in ein reiches Gebiet Mit Getreidekulturen, Oliven- und Maulbeerpflanzungen sowie Weinbergen verwandelt, daS von 10.000 Menschen bewohnt tvurdc. Die Dörfer erhielten spanische Namen. Manche Bauerngestalten erinnerten noch heute durch ihren hohen Wuchs, ihre weiße Haut und ihr rötliches Haar an ihre deutsche Herkunft. Wenn daS so weiter geht, werden die Nationalsozialisten bald die ganze Well für sich beanspruchen. Impotenz schützt nicht vor Strafe... DaS Reichsgericht in Berlin hat die grundsätzliche Entscheidung ausgestellt, daß bei Rassenschande auch die Impotenten der Strafe unterliegen. Ein Angeklagter, der geglaubt hatte, daß infolge seiner Impotenz seine Beziehungen zu einer AriSrin nicht strafbar wären, ist trotzdem verurteilt worden. LängS der ganzen«ngsischen Küste werden Flughäfen errichtet werden, welche für die Luftschifsahrt dieselbe Bedeutung haben werden wie die Küsten« wachtschisfe für den Schiffsverkehr. Der erste derartige Flugplatz wird in der Stadt Bognor Regis am Aermel-Kanal errichtet werden.' Eine Tot« heratet. Eine rührend-gespenstische Szene hat sich in Kragujevac abgespielt. Dort war, das schönste Mädchen der Stadt, die 20jährige Miroslava Naumovic, einen Tag vor der festgesetzten Heirat durch einen Unfall gestorben. Der Vater trof dennoch alle Vorbereitungen zum Hochzeitsfest; er ließ der Toten ein Brautkleid anziehen und sie mit dem Brautkranz schmücken. Während«in Priester Gebete sprach, und die„Hochzeitsgäste" Kerzen in den Händen hielten, wurde die feierliche Trauung des Bräutigams mit der Toten durch Ringwechfel symbolisch vollzogen. Am Nachmittag des gleichen Tages verwandelte sich die HochzeitS« in«ine Ttauergesellschast: die Braut wurde beerdigt. In New Jersey fanden bei dem Brand« eines Wohnhauses sieben Bewohner den Tod in de» Flammen. Drei andere werden vermißt.- Ein Sarah-Bernhardt-Denkmal, Im Sommer dieses Jahres wird ein Sarah-Bernhardt-Denk« mal in dem kleinen Badeort AndernoS-leS-Bain» am Golf von BiScaya enthüllt werden. Die große französische Schauspielerin hatte diesen damals völlig unbekannten Ort als Zufluchtsstätte benutzt, wenn sie in den Sommerferien allein sein wollte. Sie befaß zwar ein Schloß auf der bretonischen Insel Belle-Ile, flüchtete jedoch vor dem Andrang der Gäste in der Regel in die Einsamkeit der Villa Eureka unter den hohen Fichten von AndernoS. Wohin blickt Georg VI? Einige Tage vor den Krönungsseierlichkeiten werden die ersten Münzen mit dem Bilde Georg VI. in den Verkehr kommen; die Staatsmünze hat bereits mit ihrer Prägung begonnen. Damit ist auch die Entscheidung über eine Frage gefallen, die in den letzten Wochen di« zuständigen Stellen lange beschäfsigt hat, und viel Kopfzerbrechen machte. ES ist Tradition, daß die englischen Herrscher auf den Münzen abwechselnd nach rechts und nach links blicken. Man hat daran sogar politische Folgerungen geknüpft. So war das Profil Eduards VII. nach rechts, dasjenige Georg V. nach links gewendet, weswegen dieser auch als.ein besonders sozialer Herrscher galt. Eduard VIII hätte der Tradition nach wiederum nach rechts zu blicken gehabt. Die» paßte ihm aber nicht, und e» ist bekannt, wie sehr der heutige Herzog von Windsor gegen Traditionen sündigte. Er schrieb also vor, daß auch sein Profil nach links gewendet blieb. Wie man weiß, sind dann die Münzen nicht ausgeprägt worden und sie kamen nicht In Umlauf. Aber nun befanden sich die. traditionSgetreuen Engländer In einem Dilemma, Denn die Prägestöcke für Eduard VIII. waren bereits hergestellt und einige Mustermünzen auch bereits vorhanden. ES gab also esnen König, der nach links blickt« und sein Nachfolger müßte wiederum sein Profil nach recht? wenden. Als man die Sach« Georg VI. vortrug, fand dieser, daß dann der Tra- ditionSbruch feine» Bruders anerkannt werden würde. Eduard VIII. habe eben nach rechts zu blicken gehabt und infolgedessen habe er, Georg VI. den Anspruch, wieder nach link» zu blicken. Und demzufolge ist nun endgültig beschlossen worden, daß auch Georg VI. wie sein Vater, Georg V. auf den Münzen nach link» blicken wird.- Allgemeine Wetterlage in Europa Karfreitag nachmittag»; Die erste der zahlreichen Fronten von Schauern, die vom Westen her gegen das Festland fortschreiten, erreichte nachmittags Mittclböhmen. Der Südwesüvind hat bis auf Sturmstärke aufgesrsscht und die Temperaturen sind etwa» gesunken. Auf den Bergen f r i e r t e» und zeitweise fällt auch Schnee. Die unbeständige Witterung dürfte noch in den nächsten Tagen andauern.— Wahrscheinliche» Wetter Samstag: Veränderlich, Neigung zu Schauern, mäßig kalt; auf den Bergen Frost, zeitweise auffrischender Rordwcstwind.— Wetteraussichten für Sonn tag: Andauer der unbeständigen kalten Witterung mit Schauern. Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen! Sonntag: Prag, Sender lr 8.05: Konzert au» Karlsbad, 10.20: Muisikr Salonguartett, 11.16: Orchesterkonzert, 12.20: Aus der Operette:„Weißer Rabe", 15.80: Orchcstertonzert FOK, 17.85: Deutsche Sendung: Klassische Zeugen, 17.40: Funkwochenbericht, 17.50: Allen zur Freude, Unterhaltungsstunde: Jazzmusik, 18.50: Deutsche Presse, 22.25: Deutsche Presse: Sportnachrichten.— Prag, Sender II: 14.80: Deutsche Sendung: Arbelterfunk: Josef Hofbauer: Freiheitliche Ostergedauken.— Brünn: 16.10: Lieder von Friml, 17.85: Deutsche Sendung: Dr. Steinermeyer: Ostern in der Dichtung, 22.80: Tanzmusik.— Prcstbnrg: 11.15: Rund» funkorchesterkonzert.— Kaschau: 17.85: Zigeunermusik, 18.80: Dvokäk: Slowakische Rapfodie.— Mährisch-Ostrau: 20.05: Bunte» Konzert. Ole englische Flotte vor Gibraltar Die englische Mittelmeerflotte ttaf vor Gibraltar mit Schiften der englischen Heimatflotte zu- sammen, um für Englands Mittelnieermacht zu demonstrieren. Nr. 74 SamStag, 27. Mörz 1037 Seite 5 DoLksMrtsekast and äoÄakpoLlM Vor schweren Lohnkämpfen In der westschlesischen Steinindustrie Wohl in keinem anderen Industriezweige ist die Notlage der Arbeiterschaft während der Wirtschaftskrise so stark auSgenützt worden wie in der westschlesischen Steinindustrie. Nicht nur, daß im Jahre 1988 die VertragSgetverkschasten nach langtvierigen Verhandlungen einem zehnprozentigen Lohnabbau zustimmen muhten, gab eS nicht wenig Unternehmer, die den Arbeitern darüber hinaus die Tariflöhne bis um 20 Prozent kürzten. Bei einzelnen Kategorien, die ihre Löhne nicht im Tarifvertrag festgelegt habe», beträgt der indirekte Lohnabbau 30 Prozent und darüber. Dec Fabrikarbeiterverband, Sitz Aussig, Sekretariat Freiwaldau, bemüht sich mit den übrigen VertragSgewerlschasten seit Juli 1030, eine Regelung der Tariflöhne herbcizuführcn. Die Unternehmer führten im Jahre 1S8S ins Treffen, daß sie die Aufträge zu den derzeitige» Löhnen kalkuliert haben und dah sie nicht in der Lage sind, Lohnerhöhungen zu bewilligen. Daraufhin haben die Gewerkschaften am 21. November 1938 die befristeten Forderungen überreicht, dah der zehnprozentige Lohnabbau auS dem Jahre 1988 annulliert und andere Unzukömmlichkeiten, die zu ständigen Streitfällen führen, bereinigt werden sollen. Endlich, am 9. Feber, erhielten die BertragSgewerkschaften die lakonische Antwort. deS neuen Steinindustriellensekretärs Dr. Gröger, daß die Steintndustriellen„für das Jahr 1987 keine Veranlassung haben, Verhandlungen zu führen, da die Kollektivverträge durch Regierungsverordnung geschützt sind". Wenn die Sache nicht gar so traurig wäre, könnte man sich iiber die juristischen Spitzfindigkeiten Dr. Grögers lustig machen. Im Einvernehmen mit den BertragSgewerkschaften hat Sekretär Weih vom Fabrikarbeiterverband sofort Schritte unternommen und den Bezirkshauptmann RüZiika ersucht, eine Vermittlung zu versuchen. Der Bezirkshäuptmann Ivar sofort bereit und hatsich bemüht, bei den Verhandlungen ani 28. Feber und 16. März einen Vergleich zu schaffen. Die Vorschläge des Jndu- striellensekretärs waren aber so, dah sie keine Ver« Handlungsgrundlage bilden konnten. ES fanden dann noch Verhandlungen am 18. März in Freiwaldau für dir Monumentenindustrie statt, wo von den Industriellen 5 Prozent für Inlandsware angeboten wurden; alles andere wurde ab- gelehnt. Die Verhandlungen in diesem Industriezweige sind als gescheitert zu betrachten. Am 19. März fanden die Verhandlungen für den Bauwerktarif ebenfalls in Freiwaldau statt. In diesem Industriezweig wurden ebenfalls 5 Prozent angeboten, jedoch mit Ausnahme der Stufen, Plgtten, Randsteine usw. Auch dieses Anbot ist inzwischen, von der Arbeiterschaft abgelehnt Worten. Jedenfalls hat Dr. Gröger sich sehr viel unnötige Arbeit gemacht mit seinen Statistiken, durch die er nachzuwcisen versuchte, daß die Lebenshaltungskosten der Arbeiterschaft nicht gestiegen sind; ebenso ist seine Lohnstatistik, dah er sogar einen Steinarbeiter gäbe, der 14.000 K Gebrauchtes, gut erhaltenes D amenfa hrr ad zu kaufen gesucht.' Angebote an die Administration, d.. Blattes. filme In Prager Lichtspielhäusern Urania:„Schwarze Augen." D.— Adria: „Sonja Henie, die Königin des Eises." A.— Alfa: „Die Matrosen kommen." F. Astaire. A.— Apollo: „Kamin ohne Feuer." Tsch.— Avion:„Pilotenehre." I. Harlow. A.— Beranek:„Die Botschaft an Garcia-7 Beery. A.— Fonix:„Violetta." Greta Garbo. A-— Flora:„Vier Spione." Engl.— Hollywood:„Mädchcnpensionat." D.— Hvizda: Plut o«D anal d-M i k e y. A.— Julis: „Kamin ohne Feuer." Tsch.— Sinern«: Journale, Grotesken, Reportagen.— Koruna: Aktualitäten, Journale, Groteskem— Kolva:„San Francisco." I. MacDonald, Clark Gable. A.— Lucerna:„Violetta." A.—Metro:„Kamin ohne Feuer." Tsch-— Passage:„Mädchen-Pensionat." D.— Praha: „Charlie Chan in der Oper." Warner Oland. A.— Radio:„Im Namen des Zaren." Fr— Staut:„Die Botschaft an Garcia." Beery. A.— Svttozor: „Armes, reiches Mädel." Shirley Tenrple. A.—■». Alma:„Rembrandt." Ch. Laughton. Engl;--- Baikal:„Scheidung der Frau Eva." Tsch.— Belvedere:„Im Nämen des Zaren." Fr-— Beseda; „Das Zigeunermädchcii." Lanrel n. Hardy. A.— Carlton:„Das Zigeunermädchen." A.— Illusion; Wo die Lerche singt." D-— Lido II:„Der lebte Heide." A.— Louvre:„Scheidung der Frau Eva." Tsch— Mareska:„Rembrandt." Engl.— Olympier „Lufttorpedo 48." Tsch.— Perstyn:„Vier Spione." Engl.— Rory:„Scheidung der Frau Eva." Tsch.— Tatra:„Lufttorpedo 48." Tsch.— tt Bcivodu: „Mazurka." Pola Negri. D.— Baldck:„Scheidung der Frau Eva." Tsch.— Vrletrhy:„Scheidung der Frau Eva." Tsch. Bezug s b.e d i n g u n g e n: Bei Zustellung'ins Haus oder bei Bezug durch die Post monatlich ftö 16.—, vierteljährlich Kl 48.—, halbjährig Kö 86.— ganzjährig ftä 102.—.— Inserate werden laut f Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschalümäen PreiSnachlatz.— Rückstellung von Manufkripten erfolgt, nur bei Einsendung der Retourmarken.— Die Zeitungsfrankatur wurde von der Post- uytz Tple- f .'... Maphendireltion mft Erlab.Nr. 1S.800/VIM9S0 bewilligt.— Druckereir„Orbis". Druck-. Verlag»- imd Zeiftingl-L-L B«,. ,, Violetta Greta Garbo als„Kameliendame": In einer altertümlichen und nahezu berüchtigt gewordenen Kitschrolle,— aber sie siegt über diese Rolle, indem sie von ihr Besitz ergreift und aus der Romanfigur des Dumas, ans der Opernpartie Verdis eine grotze Garbo-Rolle macht. Nichts Sentimentales hastet ihr an, nie schwelgt sie in Gefühlen, und kaum jemals fpürt man die Absicht, die große Kurtisane verführerisch und nachher die unglücklich Liebende und Sterbende mitlciderregend zu machen. Die Garbo zeigt eine schmerzhafte Schönheit, eine Frau, die um Lebensfreude kämpft, während sie schon vom Tode gezeichnet ist, die um Vertrauen rlngt und dabei zur Lüge gezwungen ist, die Opfer bringt, aber mehr die Opfer bedauert, die ihr verfallen sind. So wird in der Gestalt der Garbo die Kameliendame zu einem dramatischen Ereignis. Jede Szene und jede Bewegung, jedes Lachen und Schluchzen, jede jfmarmung und jeder Verzicht wird-hier znM Ausdruck einer gleichnishaften und doch einmaligen Menschengestalt, zum Dokument einer strengen Knust, die hoch über allen Gefälligkeiten und Rührungen des gewöhnlichen Filmspiels steht. Der Regie George C u k o r S ist nachzurühmen, datz sie den Film reich ausgestattet, aber doch nur zu einem Rahmen für die Garbo gemacht, hat, und es ist auch ein Vorzug, datz die Handlung nicht mit dem romanhaften Ausstieg des LandmädchcnS, sondern schon mit dem ersten dramatischen Konflikt dec Hmipigestalt beginnt. Den Armand spielt Robert Taylor, den Vater Duval Lionel B a r r y m o r e. aber neben der Garbo wirke» sie nur als tüchtige Rollcn-Aufsager. Die einzigen, die neben der grotzen Tragödin ein eigenes Leben führen können, find die komischen Rebengestalten deS FilmS.—eis— GERETTET aus sicherei'-G'efahrduhcKGebrauch..' wundervoll zarter.verlässlichster’ Die erste Dampfmolkerei und Käserei in Gratzei. Böhmerwald •, empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse .• Beachten Sie die Schutzmarke!*