Aektralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik ; Erfchetut mit Amouahme de» M«ut«> t»«iich früh Redaktion und Verwaltung: Prag XU., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Tcftib- Verantwortlich«Redakteur: Karl Kern,Prag 17. Jahrgang Mittwoch, 31. MLrz 1937 «Knzelprelo?!! AÜlkk(elnschkleßl.» HUI« Port») Aus dem Inhalt: Arbeitersport vereinheitlicht Dr. Czech bei den Sportlern Karel Capek an die Sudetendeutschen Nr. 76 Tsckechostowakisclie Spaniendeleoation zuriickgekehrt '• Am Montag ist dir tschechoslowakische Spanien-Delegation nach Prag zuriickgekehrt. Der Delegierte der DSAP, Ernst Paul, wird seht in einer Reihe von Artikeln über die veodachtun» gen und Erfahrickgeu berichten, die di« Delegierten- t« Spanien Mytmettm. Wir werden diese Anftätze fortlaufend»«öffentlichen.(Der heute erscheinende Barcelona-Aufsatz ist noch in Spanien geschrieben und unsvondort eingesendet, aber erst gestern'zugestellt worden.) - Wir schicken den Artikeln Paul- dir Feststellung voraus,' daß die Delegation erfreulich Positives über die Aussichten des- spanischen FreiheitSkampfr» z« bcrichten welst und die wohlbegründete Hoffnung stärkt, daß cS unseren spanische» Prüdem gelingen wird»»siegen. Vie ffranco-plraterlen j gegen neutrale Schiffe .- D« französische Dämpfer„Jmerethie", der Sonntag i» Marseille einlief, t«ichtete, daß' er von de« Franco-Kreuzer„C a n a r i a s" beschaffe«»urde, weis er sich weigerte^ de« Hafen • tont Palma di Majorca anzulaufen. Das franzö- stsch« HandelSfchiff mußteden französischen Sreu- r«„Suffren" zu Hilfe rufen. Erst als drffm Anmarsch fignallstyrt- wurde, ließen die Piraten - dm» de« Dampfer ab.>. Bei Cap Breton haben Kanonenboote der 'WM-Km.O« WMMMDMMK nmagSort fahrenden Dampf«„Mare Ea- spio" beschaffen und, nachdem Leute d« Besat- znng verwundet worden, waren, gezwungen, auf dm Strand aufzulaufen. Ma» hält daS Schiff für verloren. Durch Funkspruch hat d« Generalstab van Salamanca alle britischen Schiffe aufgefordert, sich dm Signalen d« Franco-Flotte zu fügen, well angeblich Waffenschiff« d« Regierung»nier britischer Flagg« unterwegs seim. I» E« g la n d hat dies« seeräuberische Weisung starke Empörung hervorgerufen. ES heißt, daß dir britische Regierung den HandelS- schiffm geboten habe, außerhalb der Hoheitszone ketn«lri Durchsuchung zU dulden. Die britischm Kriegsschiffe würde» jeden Akt d« Piraterie gegm englische Schiffe zu verhindrm wissen. * England protestiert London.(Reuter.) Der Oberkomman- dant der britischen Mittelmeerflotte erhielt dm Auftrag, bei dm Marinrbehördm der Aufständischen in Cadiz gegen dir im März erfolgte Anhaftung dreier englisch« Schisse durch Kriegsschiffe der Aufständischen zu protestieren. In dem Protest wird darauf verwiesen, daß ei« derartiges Borgehen der Aufständischen i m grobenWiderspruch mitdeminter- nationalen S e»recht steht, denn in ähnlichen Fällen sei das Recht der Schiffe d« Aufständischen durch(»««nationalen Brauch 'lediglich auf Anfragen durch Signale . beschränkt. Die britische Regierung ersucht die ■, Marinebehörden der Aufständischen um di« bindende Zusicherung, daß britische Schiffe auf offr- ner Ser nicht tvehr angehalten werden. Morgen Konferenz der. Kleinen Entente Belgrad. Der tschechoslowakische Außenminister Dr. Krofta Und der rumänische Mi», «ist« de- Aeußem Antone» e» werden Don- ' nerStag, den 1. April, um 0.30 Uhr In Belgrad . eintreffen. Die Konferenz deS Ständigen Rate« der Kleinen Entente wird zwei Tag« dauer«. Am L. Aprll werden dir Außenminister der Kleinen ENtrnte-Staätm die Pressevertreter empfangen und ihnen die Ergebniffe d« Beratungen bekannt ffebe«. '> Der Präsident der Tschechostowakifchen Republik Dr. BrneS wird am S.April in Belgrad eintreffen. ES«erdrn große Borbercitungen ge- , troffen, nm diesem Besuche rinm ausnehmend festlichen Charaft« z« verleihen. Präsident Dr? Brnet wird». a. auch rin« großen Truppen- schau beiwohnen.» WKWWWWWWUWWWWWW der Aufhebung der religiösen Schulen fortzufahren.' Außerdem gedenke sie Maßnahmen zu tref-. fen.um denkatholischenPriesterndie. A b ha I t u n g v o nPre di g t« nun« i sn ö g l i ch z u mache n, welche an dem Regie«' rungSregime oder an den nationalsozialistischen\ Einrichtungen Kritik üben. Der Korrespondent' verweist auf den Ernst der geplanten Maßnahme,'J die, wie er nieint, im Gegenteil nur eine Ver- «S di« Deutschen in Südtirol? WWi""'' deutsche Stamm geopfert werden? Daß Deutschland diesen Teil des Auslands- WWV^WWWWM^^' I li*/ zel f a I l. Was ist denn mit den Deutschen Pol« ns? Seit.Beginn 1034 besteht ein polnisch-deutscher. Freundschaftsvertrag, hat man je davon gehört, daß den Deutschen Polens dadurch geholfen worden wäre?.Im Gegenteill Gerade in der.letzten Zeit konnte' man lesen, wie sehr Polens Deutsche bedrückt werden, wie. Ihnen die wenigen Rechte, die ihnen ein demokratisches Polen einst gegeben hat, das Polen der Oberste nimmt, . Erweiterung der kefalonischen Regierung? Valencia. Das Pressebüro Fabra meldet. Präsident Companys gab eine Erklärung über die Krise der katalanischen Regierung ab. Companys schildert« darin die Bemühungen der beiden vorangegangenen Regierungen und führte auS, daß es notwendig sei, eine erweiterte Regierung auf Grundlage der Volksvertreter zu bilden, die imstande wär«.ungestört das wirtschaft- lize und soziale Programm durchzuführcn, das von den vorhergegangcnen Regierungen ausge- ärbeitet worden ist.' M a d r i d. Der Ausschuß für die»erteidi- gung der Stadt gab am Dienstag bekannt: Bei Araväea schlaffen die rrpvtlikänische« Ltteilun- gen einen heftige« Angriff d« Aufständisch«» zurück, unternahmen einen G eg« na n g r t f f und besetzten in breiter ,Front Üe-vordersten feindlichen Linien. Im Abschnitt zwischen Aranjuez und Cnesta düla. Reina haben die Republikan««inen Verschärfung Im Konflikt WWWhfenWMtlkan' Angriff d« Aufständischen MffMlMM Bef, BormaM fort. AN der Madrider und an»er Guadalajarafront nichts Neues. Im Abschnitt von Avila beschießen di« republikanischen Abteilungen ständig Navalperal de Pinares. Wie gemeldet' wird, sind die Republikaner ziemlich weit gegen Cueva Baliente in der Sierra Magalon vorgerückt. Der Havas-Korrespondent teilt mit, daß die Regierungsaüteilungen am Ostermontag um 1b Kilometer in der Richtung des Dorfes Ovejo südlich von Pozo Bianca und neuerdings um sechs Kilometer in der Richtung Villa Hart« vorgerückt sind. Noch vor einer Woche hatten die Aufständischen Stellungen in einem Ilmkreise von drei Kilometer um Pozo Bianco inne. An der Guadalajara-Front unternahmen die republikanischen Abteilungen während der Ostertage eine Reihe von Umfassung»- m a n ö v e r n und rückten östlich von der Ara» aon-Straß« vorsichtig vor. Am Westen haben sich die Aufständischen- scheinbar auf die Höhen in der Richtung zur S o m o s i e r r a zurückgezogen.,, Bilbao.-'' Einem Berichte des baskischen. B«teidignngSausschuffcS zufolge entfaltete die republikanische Artillerie an der Front von Guipuzcoa eine»ege Tätigkeit. Im'Ab- Ostersonntag zelebrierte Papst PiuS.XI. zum erstenmal seit feiner Erkrankung wieder. daS Pontifikalamt in d« PeterSkirche. DaS Erscheinen des 80jährigen Papstes im Dom wurde in Rom als große» kirchliches und staatliches Ereignis gewertet, Um so mehr fiel«S auf, daß auf der sonst dichtbesetzten Diplomatentribüne die, offiziellen Vertreter des Deutschen Reiches fehlte«'(während unter den Gästen beinahe ostentativ ein Herzog von Sachsen und di« Prin- zrfftu Cäcilie von Preußen anwesend waren): Man kommentiert di« Abwesenheit der deutschen Diplomaten alS einen bewußte« Akt des Proteste» gegen di« Enzyklika„Mitbrennender Sorge". '*' .' Pari»,, Zu der zwischen Deutschland und dem Vatikan bestehenden Spannung teilt der Berliner KorHspondefft des,„J o urna l" mit,. daß es dank"eitüffen diplomatischen Interventionen-gelungen ist, die Schärfe der durch die päpstliche' Enzyklika hervorgerufenen Spannungen-zu mil- tzern. Die d-utsche Regierung beabsichtigt aber, in > schnitte Eitar bombardisrten die Batterien d« i republikanischen Truppe« eine Munitionsfabrik in Placencia. Auch an»« Front bei«lava ist.«» > z» Artilleriekämpfen gekommen. Dir Situation > hei B N r g»» ist»nv«ändert. An dor asturischen > Front verhinderte das Feuer’ der Artillnie- > gcschützr eine Kouzentrieruug d« Franco-Abtei- l.lungen bei EScampler». Bei v v i« d o wurde I, intcniWi Mffschinmtgetyehrf'uer»«zeichnet. J>n i^wRchM^M'Sivtwmwr griffen 1>ie.-Regfer»NgS- ! truppen zwei strategisch wichtige Positionen der Triippen Franco» an. vn diesem. Abschnitt sind - di«' Regicrungslnippen um d r e i bis fünf i Kilometer itiiter wirksam« Nnterstützung , der Flieg« vorgerückt. Zumeist Frauen und Kinder... Flugzeuge der Aufständischen bombardierten ' Alcazar de San Juan. Bei diesem Angriff kamen l SO Personen, zumeist Frauen und Kind«, umS , Leben. VMWM KMen HeÄroKt Durch militärische Verschwörungen Zahlreiche Erschießungen^Auch Italienereingerichtet San do n. D« diplomatische Redaftrur deS„M anchr st er Guardian" bestätigt die Gerücht« über.eine Verschwörung gegen di« Burgos-Regierung. Diese Verschwörung war in zahlreichen von den Aufständische» besetztcn Städten verbreitet und hatte den größten Umfang in M al a g a. Ihr Zweck war die Befreiung der Gefangenen auS den Händen der Aufständischen und die Organistttmtg eine» bewaffnete« Aufstande» hinter ihr« Front. Zahlreiche Franco-Offiziere scheinen an dtr Verschwörung Anteil gehabt zu haben, welche von dem deutschen Spionagedienst aufgedeckt wurde, der in Spanien schon vor dem Bürgerkrieg sehr gift organisiert gewesen sein soll: Achtzehn Anstift« der Verschwörung wurden hingerichtet. AuS»«läßlich« Onell«wird.weiter» gemeldet, daß im Fluglager von Tetuan«ine Militärverschwörung aufgedeckt wnrde, die gegen die Franco-Regierung gerichtet war. Am 24 ds. sollen im Zusanimenhange mit- dies« Verschwörung etwa 30 Offiziere, Soldaten, und andere Mitglieder diese» Lager» erschaffe» worden sei«.< Rach Berichte« an»»«läßlich« Onell« find Ende der Woche in AlegrciraS etwa 20 Carabinieri und einige Unteroffiziere- eines am Pa»ia stammende« italienischen Regiment«» erschossen worden. Sir stqnden im verdachte, gegen die-dortige» Führ« der Aufständischen eine Verschwörung angczrttrlt zu habe«. Verrat am Autlandideutichtum I Anläßlich seines Belgrader Besuches hat der italienische Außenminister Graf Ciano folgende Erklärung abgegeben: „WaS wir verwirklichen wollen, ist eine dauernde Freundschaft zwischen den beiden Ländern. Ich bin sicher, daß all das die vorteilhaftesten Auswirkungen auf die Grenzbevälkerung der beiden Länder haben wird, welche die wohltuendsten Wirkungen der zwischen Jugoslawien und Italien geschloffenen Entente spüren werden. Ich habe meinerseits den Ministerpräsidenten Stojadi« noble über die günstigen Anweisungen unterrichtet, die den zuständigen italienischen Behörden . in. bezug, auf den Unterricht, den Gebrauch der serbo-kroatisch-slowenischen Sprache und die Abhaltung des Gottesdienstes in dieser Sprache u- teilt worden sind." Dies« Erklärung des Grafen Ciano wird ergänzt durch«in Telegramm Mussolinis, das der Mlienische' Außenminister verlas. In ihm wird - mitgeteilt,«in Teil'der internierten Angehörigen der jugoslawischen Minderheit in Italien sei bereit» kürzlich befreit worden, und jetzt seien wegen des Abschlusses des italienisch-jugoslawischen Abkommens auch die letzten 28 Internierten slowenischer Abstammung entlasten worden. Man mag über das zwischen Italien und Jugoslawien abgeschlossene Abkommen denken wie man will, sicherlich wird es sich im Interesse der ihJtalisn lebenden jugoslawischen Minderheit auswirlen. Man braucht daS italienische Zugeständnis nicht zu überschätzen, da aber Italien auf die neue Freundschaft mit Jugoslawien mit Rücksicht auf die Machlverhältniffe im Mittelmeer Wert, legt, wird Mussolini vorerst wenigstens einen Teil dieses Versprechens cinlösen und in bezug auf den Unterricht in der slowenischen und kroatischen Sprache und im Gebrauch dieser Sprachen- im Gottesdienst Erleichterungen gewähren. Täte er es nicht, dann würde die in Belgrad durch den aus acht Artikeln bestehenden „Politischen Vertrag" besiegelte Freundschaft bald in die Brüche gehen. Der jugoslawische Ministerpräsident hat zweifellos richtig gehandelt, daß er die politische Geltung seines Landes eingesetzt hat, um seinen in Italien lebenden Volksgenossen zu helfen und sie in der Wahrung ihrer Interessen und ihrer volklichen Eigenart zu unterstützen. Man muß nur vom Standpunkt des Deutschtums die Frage aufwerfen, warum«in Land nicht ähnlich vorgegan- gen ist, welches durch seine Größe, Einwohnerzahl und militärische Rüstung eine bedeutend größere Macht darstellt als Jugoslawien. Und das ist Deutschland. Zwischen Italien und dem Dritten Reich haben schon unzählige Besprechungen stattgefunden und sind Vereinbarungen zustande gekommen, allgemein spricht man in Europa von der Achse Rom—Berlin. Warum hat Hitler seinen Einfluß nicht für die deutsche Minderheit in Italien e i n ff e s e tz t, in S b e s o n d e r e für d i e Deutschen Südtirols? Warum vergißt das Dritte Reich diese treuen Söhne des deutschen Volles, warum hat Göring bei seiner jüngsten Anweseichcit in Rom nicht das durchgesetzt, was Stojadinovic für seine Volksgenossen ««eicht hat? Geht es vielleicht den Südtiroler Deutschen so gut, daß sie die Hilfe des„Mutterlandes" nicht brauchen? Sie genießen keinen Unterricht ist deutscher Sprache, sie haben keinen deutschen. Gottesdienst und sie können ihren verstorbenen Angehörigen nicht einmal eine deutsche i Grabschrift auf den Stein setzen! Ist wirklich dem schlimmerung der Verhältnisse bewirken könnte, mnorterl.. insbesondere, wenn, wie man erklärt, dem Per-~?', a tum>° 11®’*>•*® bot« zuwiderhandelnde Geistliche verhaf- t e t werden würden^,.-.,, ..Der Korrespondent erfährt weiter», daß die 1 deutschtumsso schmählich verrä« ist k e in Ein Reichsregierung-in den Nächsten Tagen demBa-"™ WW tikan eine Protestno t e zur päpstlichen Enzyklika und gegen deren Verbreitung in. Deutsch land'zu'.'senddn gedenkt. Demgegenüber werde in den nächstest.^agen.stgch. Fulda«ine außerordent liche Konferenz sämtlicher'deutscher Bischöfe ein- berüfen. werden, um die geeigneten.Maßnahmen hinsichtlich des Widerstandes gegen eine gewalt same Verletzung des Konkordats zu beraten. Seite 2 Mittwoch, 31. März 1037 Nr. 7k! wie ihnen ein? Schule»ach der anderen gesperrl wird. Warum hat Herr Göring sich bei seinen Jagdbesuchen in Polen nicht darnin gekümmert? Oder hat sich die Lane des ungarischen Deutschtums gebesiert, seit Herr GömböS nach Berlin gefahren ist, uii» das Reich zum Freunde zu gewinnen? Wo in der Welt hat das Dritte Reich die Stellung, des AuSlandSdeutsch- tums gestärkt, gefestigt, rechtlich gesichert? Wohl wird der Verein zur Unterstützung des Deutschtums im Auslände kräftig subventioniert, Stuttgart wurde zur„Stadt des Auslandsdeutschtums" erklärt, aber der Verein schützt die Interessen des Reiches im Ausland und ist eine Propagandastelle deS Faschismus— da« Auslandsdeutschtum hat von ihm leinen Vorteil bisher gehabt, e« tvurde nur den Staaten gegenüber, in denen die deutschen Minderheiten leben, aufs ärgste kompromittiert. Hat schließlich- das Reich unmittelbar oder durch Herrn Konrad Henlein dem Sudetendeutsch» nun etwas gebracht? Er gab viele Deutsche in Auf dem GründungSvevbanditag der „Arbeiter-Turn-, Sport- und Kulturunion" fübrte Dr. llzech in seiner BegrüßungS- ansprache u. a. aus: Unsere Arbeitersporlbewegung und mit ihr die gesamte sozialdemokratische Arbeiterbewegung unserer Staates erlebt heute einen Ivahren Freudentag. Zwei große Arbeitersportverbände, die zu den Tragpfeilern des sozialistischen Arbeitersports unseres Staates zählen, schließen sich zu einem, fünfzigtausend Arbeitersportler um- fassenden OrganisationSgefilge zusammen, das ein gewaltiger Motor unserer Bewegung werden, sie immerwährend speisen und ihr durch ständige Anfuhr neuer und junger Kräfte immer neuen Antrieb geben wird. Wir freuen uns darüber von ganzem Herzen, entbieten der neuen Spitzenorganisation unserer Arbeiterfportler unseren Freundschaftsgruß und geben ihr die herzlichsten Glückwünsche mit auf den Weg. Und indem wir dies aussprechen, Iverden die Ruhmestage unseres Arbeitersports instinktiv in unserer Erinnerung lebendig. Wir gedenken des unvergeßlichen, von der Prager Bewegung umjubelten Aufmarsches des Atus bei der Prager Olhmpiade, seines triumphalen Komotauer Bundestages, deS herrlichen Karlsbader Bundesfestes des Aruk und nicht zuletzt der prächtigen Winierfport-Olympiade I» Johannisbad. Nur wer alle diese Etappen des sieghaften Aufstieges, des ständigen Wachsens unserer Ar- beitersportbewegung miterlebte, nur tver In den ungezählten Geiam'kundgebungen unserer MewA gung das innige Zusammenspiel des Atus mit der Partei auf sich einwlrken ließ, nur der vermag das Ereignis, dar sich auf dem Gebiete per sozialistischen Arbeitersporlbewegung heute vor unseren Augen vollzieht, im vollen Maße zu würdigen und seine große Bedeutung für unsere Bewegung vollends zu erfaffen und einzuschätzen. Die innige Zusammenarbeit des Arbeitersports mit unserer Partei verdanken wir nicht nur dem erwachten Klassenbewußtsein unserer Arbeiterschaft, nicht nur der wachsenden Erkenntnis ihrer Lage, nicht nur ihrem heißen Sehnen nach kulturellem Eigenleben und kultureller Eigeuart, nicht nur ihrem Bedürfnis nach harmonischem Einklang ztvischen ihrer sozialistischen Erkenntnis und ihrem Ringen um die Durchdringung ihres ganzen Lebens— also auch ihres sportlichen Hungers— mit sozialistischer Weltanschauung. Wir daliken sie aber auch der zähen, unermüdlichen und aufopfernden Arbeit der Pioniere unseres Ar- bcitersports, die von der ersten Stunde an begriffen SS Per freund Zu jener Zeit schwärmten wir für die Symbolisten und lauuten alle ein Gemälde— ich weiß nicht mehr, von tvem es ist— mit dem Namen: „Liebe und Pflicht". Da stand ein nackter Mann mit vor Leid verzerrtem Gesicht, mit ungeheuer viel schmerzvollem Trotz in den ausgebreiteten Armen und in der hochgehobenen Brust, und vor ihm lniete— seine Beine umarmend— eine Frau, deren Rücken deutlicher als Worte sagte, wie sehr sie litt.— Als der Lehrer uns aufge- fordert halle, eigene Kompositionen zu zeichnen, beging ich ein Plagiat und zeichnete jene„Liebe und Pflicht". Aber nicht dem Original getreu, sondern etwas anderes: Ich stellte Mann und Weib von der Seite dar. lind dieser geistige Diebstahl, dieses nackte kniende Weib wurde zu meinem Verhängnis. Der Direktor, dem der Lehrer, stolz auf seinen Erfolg, alle Zeichnungen vorlegte, erklärte die meine für„unzüchtig". Sofort berief er eine Konferenz ein und—, er setzte seinen Willen durch—: ich mußte gehen. Da halfen keine Vorstellungen mehr, ja nicht eimnal die Denkschrift meines Vaters: an sehr hoher Stelle wurde ihm wohlwollend erklärt, daß es noch andere Lehranstalten gebe, daß aber„dem sittlichen Empfinden der Direktors und der Kolle- giuniS Genüge geschehen müsse, da ein nacktes Weib für einen richtig erzogenen Jungen im all- unserem Lande, die gehofft hatten, daß Deutschland durch, seine Aufrüstung auch die Stellung des SudetendeUtschtüniS stärken wird? Wo sind die nationalen Erfolge HItkerS und Henleins auf dem politischen Schlachtfelde, wo das Deutschtum dieses Staates um fefne Geltung kämpft? Man wird sie vergebens suchen. Der Ersvlg vom 18. Feber ist ein solcher deS sudetendeutschen AktiviSmuS, der sudetendeutschen Demokratie. Der totalitäre Faschismus hat für das Auslandsdeutschtum nicht» erzielt. Sein zur Schau getragener Nationalismus hat das Auslandsdentschtum nicht gestärkt. Die auSlandSdeutscheBilauz des Nationalsozialismus endet mit einem moralischen, politischen und völkischen Defizit, das Dritte Reich hat der faschistischen Reaktion die LebenS- interesien des Auslandsdeutschtums geopfert. Die Sudetendeutschen dürfen das nicht vergessen— weder dem Dritten Reich noch der Sudetendeutschen Partei, weder Hitler noch Henlein. haben, daß der Arbeitersport ein Stück der großen Bewegung der kämpfenden Proletariats ist und daß e» daher seine Aufgabe ist. an der ihm zuströmenden Jugend nicht nur körperliche und geistige Eciüchtigungs-, sondern auch sozialistische Erziehungsarbeit zu leisten. ES ist notwendig, die» in dieser Stunde auszusprechen und den Pionieren unserer Arbeitersportbewegung, aber auch dieser selbst dafür den herzlichsten Dank zu sagen. Mitten im Kampfgewühle haben wir wenig Gelegenheit, gute Arbeit durch gute Worie zu lohnen. E» sei uns gestattet, den heutigen Augenblick hiefür nutzbar zu machen. Die neue Spitzenorganisation unsere» Arbeitersports wird schon in allernächster Zeit vor ganz außerordentliche Aufgaben gestellt sein, die nicht nur auf das Gebiet der sportlichen und sozialistischen Erziehungsarbeit fallen, sondern auch in den Bereich der Erziehung der Jugend zur Wehrhaftigkeit gehören. Schon bisher haben unsere Turn« und Sportverbände nach dieser Richtung gute Vorarbeit geleistet, indem sie für die körperliche und geistige Ertüchtigung der Arbeiter sorgte», die das Wesen und den Kernpunkt der wehrhaften Ertüchiigung bildet. Nun wird e» notwendig sein, ihre Arbeit auch in den Rahmen der diesen Zwecken dienenden staatlichen Organisation entsprechend einzugliedern und sie in den Dienst der Demokratie und unserer Republik zu stellen. Ich bin überzeugt, daß die neue Spitzenorganisa- iion de» Arbeitersporis dieser Aufgabe durchaus gewachsen sein wird. Die internationale'Läge-äst^eküsk- Europa voller Gefahrenherde. Die Demokratie steht im Mittelpunkte eine» konzentrischen faschistischen Anstürme», per wieder nur durch einen konzentrischen Schlag der Demokratie pariert werden kann.(Lebhafter Beifall.) Aber so schwer auch die Kämpfe sein mögen, die wir zu führen haben, so schwierig auch die Lage unserer arbeitenden Menschen ist, so hart auch die Geduldprobe ist, auf Pie da» Proletariat der ganzen Welt und ganz besonder» da» Proletariat unsere» Arbeitsgebiete» gestellt ist, so fiür« misch e» auch gerade in letzter Zeit im deutschen Bereich unsere» Landes zugchen mag, so hart auch hier der faschistische Ansturm ist, dessen ganze Wucht und ganze Wut sich vor allem gegen unsere Betvegung richtet, so zeigt-'s doch jeder Tag, daß es auch bei uns vorwärts geht, daß e» uns, nachdem Ivir dem deutschen Faschismus unseres Lande» durch unsere Arbeit und durch da» Per« ständigungswerk den Wind au» den Segeln genommen haben,(lebhafter Beifall), nicht nur ge- gemeinen etwas völlig Unbekanntes sein dürste". Kurz: der Direktor hatte sich zwar spät, dafür gründlich gerächt. Da er mir indessen meinen Freund und Vater nicht zu nehmen vermochte, Ivar der Schlag bei weitem nicht so hart, wie er hätte sonst sein können. Als alle Versuche, meinen Ausschluß au» der Anstalt rückgängig zu machen, fehlgeschlagen waren, sagte Vater mit einem etwas müden und gequälten Lächeln:„Du machst mir Kummer, Junge." I» mir kochte es. Die Empörung über den Direktor, die Erregung nahm mir die Stimmet Ich konnte kein Wort hervorbringen. Und da tröstete mich mein Vater, er, der selbst eines Trostes bedurfte, da ihm das mir angetane Unrecht in seiner Bedeutung für die Zukunft klarer war als mir, damals Und so— ein tröstender Freund— blieb er mir gegenüber auch in den späteren Jahren. Immer stelüe er fest, daß ich ihm Kummer machte (er hatte, ja recht!), und immer suchte er mich dann über die Bitternis dieser Feststellung und alles dessen, was dahinterstand, hinwegzutrösten. Einmal nur— gleich nach dem Kriege— als ich zwischen alter und neuer Moral schwankend, noch halb uniformiert und halb entwurzelt, seiner Ansicht nach äußerst falsch ins Leben hin» eingrisf, so daß ich mich tatsächlich beinahe haste beschmutzen können, grollte er mir fast zwei Wochen lang. Aber ein Vater ist, wenn er einmal zum Freund wird, mehr als ein einfacher Freund. Was sonst die meisten Menschen ihren Müttern nachriihme», alle» das, alles, nur noch reiner, stärker und männlich zuverlässiger in jeder Lebens-. lungen ist, um ein gutes Stück vorzudringen, im- mtr mehr Terrain zu gewinnen, immer mehr den, tönernen henleinistischen Koloß aus dem Gleich-- gewicht zu bringen, die gähnende Leere dieser durch hohle Phrasen, durch dröhnende Programme, durch donnernde Parolen aufgeblasenen Bewegung, vor der ganzen Oeffentlichkeit zu entlarven. So haben wir den Boden für einen konzentrischen Angstff sturmreif gemacht, den die Demokratie unsere» Lande»— und wir mit Ihr— gegen den nazistischen Faschismus mit aller Wucht tind mit aller Unerbittlichkeit zu führen entschlossen sind. Glücklicherweise vermögen wir dem durch die nazistischen Phrasen verrückt gemachten und trunkenen Teile der deutschen Bevölkerung schon heute aufzuzeigen, daß wir durch unsere zähe Arbeit, an die vielfach unvorstellbare Geduldproben gestellt wären, den Weg zur Wendung zum Besseren vorbereitet haben. Diesen Weg, weste Freunde, auszubauen, da» ist die Aufgabe, vor die wir in nächster Zeit gestellt sein werden. An der Spitze dieser Ausgaben steht die Sicherung de» Nährstan- deS der arbeitenden Menschen durch Anpassung der Wirtschaft an die Lebensnotwendigkeiten unsere» engsten Arbeitsgebietes.(Beifall.) Bei dieser Aufgabe rechnen wir mit Ihnen, mit denen wir al» unseren Brüdern und Weggenossen, al» Freunde und Mitkämpfer durch gemeinsame» Schicksal eng verbunden fühlen. Gestatten Sie mir noch In diesem Zusammenhänge, Ihnen in meiner Eigenschaft al» Minister für öfsenkliches Gesundheitswesen, dem die Aufgaben der Körperkultur Unterstellt sind, für ihre bisherige Arbeit herzlichsten Dank zu sagen und Sie zum Ausbau ihrer prächtigen Organisation auf das herzlichste zu beglückwünschen.(Stürmischer Beifall.) AbschluB der Pädagogischen Woche 3m Rahmen der VI. Pädagogischen Woche in Reichenberg hielt Bezirksschulinspektor Franz Knauschner einen Vortrag über da» Thema: „Die Bürgerkunde al» Grundlage demokratischer Erziehung", Rach einer Ueberstcht de» geschichtlichen Werden» der staatsbürgerlichen Erziehung, später der Schulerziehung, führte er in da» Wesen der Bürgerkunde Im Sinne der Normal-Lehrpläne und im Geiste der demokratischen Republik ei». Die wissenschaftlichen Grundlagen für den Gegenstand wurden durch reiche» Tassachenmaterlal au» der Praxi» ergänzt und belegt. Der Darstellung der allgemeinen Erziehung»- und Unterrichtsgrundsätze der Bürgerkunde im Rahmen de» Gesamtunterrichtes folgte die methodische Einführung im Verhältnisse zu allen Unterricht»gegenständen. Die ange- - stellten Untestuchungen bewiesen auch, daß die Lehrerschaft mit Sorgfalt da» Ziel der normalen Lehr- pläne zu erreichen trachtet. Leider stimiiien die Er- !ziehung»grundsähe der Schule mit denen de» Hauses und der Umwelt de» Kinde» nicht immer überein. Daß aber die Erziehung zum betmißten Demokraten und damit guten Staatsbürger im Rahmen der Schulerziehung möglich Ist, bewie» der Vortragende. ES wäre nur zu wünschen, daß derartige Ueberle» gungen Und praktische Erkenntnisse in der Gesamtheit der sudetendeuischen Lehrerschaft Platz greifen Würden. Die Lehrerschaft wird hiebei von der ge- samien demokratischen Oeffentlichkeit unsere» Staa- tez Förderung ihrer Arbeit finden. Vortrag do« Abg. Jak och: „Dia Aufgaben dar«udatandautadian Schul»“ Ausgangspunkt der Betrachtungen war der Kampf de» Menschen gegen die Mechanisierung de» Leben» wie sie sich in der Wirtschaft der Presse, im Rundfunk, usw. charakterisiert. Auch der Faschismus ist eine Mechanisierung de» Den- lage, nicht nur in bitterer Not, wenn man Gefahr läuft, sentimental zu werden— alles, sage ich, vereinte in sich mein Vater. Und nun will ich noch einmal an ihn zurückdenken, mir ihn vorstellen., Er hatte eine hohe Stirn ntit weit zurückge- schtvungeuen Geheimratsecken, umrahmt von dunkelbraunem, weichem, immer sprälicher werdenden Haar. In den tiefen Augenhöhlen, unter, wundervoll geschwungenen Brauen saßen graugrüne AUgen, die außerordentlich lebendig waren, die stets funkelten, sprühten und nicht Nur den Ausdruck, sondern auch die Farbe wechseln konnten. Die Rase war„edel geformt", der Mund welch und das Kinn hart. Wenn er sprach, glaubte man an die Kraft de» menschlichen Geiste». Er war eitel wie alle Intellektuellen seines Zeitalter», aber diese Eitelkeit hatte eine etwas romantische Färbung und zwang ihn, so zu sein, wie«r zu sei» wünschte. So war sein Schauspielern nicht Betrug, sondern tatsächliche» Erleben eine» Wunsch-Jchs. Kein Hochstablertum, weil er von diesem Wunsch-Jch felsenfest glaubte, daß er e» selbst wäre und weil er e» somit schließlich wirklich war. Ich habe nie jemand so gelisbt wie Ihn, nachdem ich ihn„gefunden" hatte amd ihn litben durfte. Ich danke ihm nicht alsein das Leben, auf da» ich—- wäre es vor meiner Geburt möglich gewesen— vielleicht verzichtet hätte, sondern auch die Ziehe zum Leben im Leib und im Geist, auf di» ich niemal» verzichten werde. Lieber Vaterl — Ende— lens, wie ja sein LidbliugSwort„Gleichschaltung" aus der Technik.stammt, Per Sudetendeutsche stand geschichtlich und geopolitisch stet» am Rande und hatte nur die Fernstrahlungen entweder von Wien oder Berlin. Jetzt gilt es, Kern zu werden. Die Nachbarschaft mit den Tschechen gibt uns hierin einen Rückhalt, weil wir hier einer änderen Lebensform, ja einer Art Spiegel gegenüberstehen. E» muß sich die Erkenntnis vom unaufhaltsamen Vordringen des europäischen Kollektw- schicksals durchsetzen. Hierin hat der Sudetendeutsche, der schon im alten Oesterreich immer wieder Sauerteig gewesen war, eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Der Sudetendeutsche hat noch eine recht schemenhafte Vorstellung von seinem nationalen Sein, er muß erst noch jn ein. positives nationales S e I b st bemüh t s e i n hinesnwachsen. Er kann auf seine Jahrhundert alte Arbeit mit Swlz dann zurück- verweisen, wenn es sich um den täglichen Austausch von Waren handelt. Der Rechtsstandpunkt de» sudetendeutschen Volke» ist mehr ql» bisher zu entwickeln. Lm Kampf zwischen Weimar und Potsdam entscheiden wir uns sür da» klassisch humanistische Weimar. An unserem Volke liegt alte VolkSweiSheit in Jahrhunderte alter Tradition. Wir können auch auf einzelne Pioniere mit Stolz Hinweisen, die den Ruf de» böhmischen GlaseS, der sudetendeutschen Textilindustrie in alle Welt hinaustragen. Auch hier liegt eine Kraftquelle, die zu reicherem Strömen gebracht werden kann. Die engere Verbundenheit des Lehrers mit dem Volke selbst kann nicht die Hochschule geben, sondern die engste praktische Arbeit, die den Lehrer mit dem Maurer, Bergarbeiter, In» dustrieproleten in Berührung bringt und ihn Praktisch die Ehrfurcht von der Arbeit lehrt. Die sudetendeutsche Schule hat drei Forderungen zu erfüllen: 1. Sie muß OualitätSleistungen hervorbrin- gen, 2. sie muß den Schülern lebendiges Sprach- wissen mitteilen, wobei es besonders wichtig ist, die Liebe zur eigenen Sprache zu Pflegen, weil diese der Schlüssel zur fremden Sprache ist. 8. Die Kenntnis des tschechischen Nachbarvolkes und der übrigen europäischen Böller überhaupt vermitteln, soweit sie alS Partner für uns in Betracht kommen. Unsere sudetendeutsche Schule mutz versuchen, eine Synthese zwischen wahrhaft Sozialem und wahrhaft Nationalem anzustreben, aber auch eine Synthese zwischen den sozialen und religiösen Strömungen unserer Zeit. Der Vortrag wurde mit starkem Beifall ausgenommen. Das Schlußwort hielt der Obmann der ReichSvereinigung Josef H u d l, der mit Stolz hervorheben konnte, daß die Teilnehmer der 6. Pädagogischen Woche mit großer,,Bereicherung Ihres Wissens nach Hause fahren können,'weildas Niveau der Borträge außerordentlich hoch war. Er gab aber auch seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Besuch sehr stark war und bis zum letzten Vortrag unverändert anhielt. Er dankt nochmals dem Bürgermeister der Stadt Reichenberg, Senator Kostka, für die Gastfreundschaft, sowie dem Direktor des GeweBemuseum» Dr. G e ß n e r für sein außerordentlich IlebenSwürdiae» Entgegenkommen. vor Beitrag der Tschechoslowakei zur Weltdemokratie Die„Lidovk Listy" haben zu Ostern eine Rundfrage veranstaltet unter dem Titek„Womit trägt die Tschechoslowakei zur Belebung der Weltdemokratie bei?" Der Präsident der Republik, Dr. Bene» hat seine Antwort in fünf folgenden Punkten zusammengefaßt: I. Durch MasarykS Auffassung der Demokratie als der politischen Ausdrucks der Humanitätsphilosophie, welche die Demokratie nicht aus dem MehrheitSmechaniSmuS ableitet, sondern n»S der Achtung des Menschen zum Menschen, des Nächsten zum Nächsten, der Nation zur Nation. "2. Durch die demokratische Tradition, seiner Geschichte. 8. Durch eine friedliche Außenpolitik, welche von der Humanitären Demokraiie ausgehend jede Teilnahme an irgedwelcher extremen ideellen Front, ob links oder recht», ablehnt. 4. Durch eine Koalitionspolitik und gerechte Wahlordnung, welche die Stabilität der Verhältnisse ohne Umstürze und umstürzende Wahlen sowie auch die Rechte der Minderheiten sichert.•' 5; Durch eine verträgliche Kulturpolitik, welche nicht die geistige Freiheit antastet. Deutsche in den Postdienst. Das Postministerium nimmt eine größere Anzahl junger Juristen und Ingenieure auf, ebenso auch eine, größere Zahl absolvierter Mittelschüler. Es dürfte sich um insgesamt über 200 Neuaufnahmen handeln, die durch die Neusystemisierung und durch die Aenderung der Richtlinien für die Personalpolitik der Postverwaltung notwendig wurden. Nm der Arbeitslosigkeit der Intelligenz zu steuern,, sollen nämlich bei der Post künftighin die.meisten Posten mit absolvierten Mittelschülern besetzt werden und viele bisher den Mittelschülern vorbehaltenen Posten wqrden, Nur noch mft Akademikern besetzt. Bei den Neuaufnahmen wird da» Postministerium entsprechend den in der Weisung des MInIsterratSpräsidlumtz vom 2. März auch ein» größere Anzahl deutscher Bewerber berücksichtig«. Partei und Arbeitersport Dr. Ludwig Czech bei den Sportlern Rr. 7S Mittwoch, SI.Mnrz 1VS7 Leite 3 fudctendeutsdie* Zeitspicgef nrbeitersportbewegung vereinheitlicht Der Gründungskongreß der N Arbe|ter»Turn>, Sport* und Kulturunlon** Der GründungSveiLandStag der„Arbeiter« Turn-, Sport» und Kulturuuion" wurde Sonn« tag vormittags eröffnet. Nach dem Fanfarenruf der Atus- und Arük-Jugeud von der festlich geschmückten Bühne aus sprach Karl H e i h e r einen Vorspruch. Darnach setzte die Kapelle mit dem„Lied der Arbeit"«in. Der Kongreß erhob sich, im Hintergrund der Bühne stieg Uber dem lebenden Bild, das die weltumspannende Kraft des Arbeitersports versinnbildlicht«, die Fahne der Republik empor. Dann hieß W. K. Haufe die Delegierten willkonnnen. An den Vorsitz werden gewählt: Heinrich Kremser, Josef Poiapla, Feistauer, Gustav E r l a ch e r, Ko n h ä use r, G r ün e S, S t i aS ny, H o n» m a. Begrüßungen Der Vorsitzende Kremser begrüßte sodann! Herrn Rat Padira. Herrn Sanitätsrat Dr. Gottlieb. Die sozialistischen Organisationen waren wie folgt vertreten: Part:!: Dr. Ludwig Ezech und Dr. Heller: SASA: Silaba: DTJ: Simek; Deutscher TciveckschaftSbund: Iohn und Rudolf Weiß; Äenossenschasten: Pankrae: SA: Kern, Patz und Weisbach: Kinderfreunde: L ö w i t; Sänger: Herbert S t u d c n l>; ArbUter-Abstinenienbund: Schneider und Adeles, Naturfreund«: Kon Häuser: Parteibczirk Aussig: I e n t s ch; Svaz cyklistü: S m i d. Für den verband deutscher Berufskraftfahrer sind Münzberg und Fieber anwesend; außerdem von gewerkschaftlichen Einzelverbänden: Union der Textilarveiter(Peter Schmidt), FÄrikarbeiter- verban(Pohl), Eisenbahner(P a u l), AMB (Ladig). Begrüßungsschreiben lagen vor vom Bürgermeisteramt Ausfig, von der Union der Bergarbeiter und von der Republikanisch« Wehr. Im Namen des Stadtrats von Tevlitz-Schönau begrüßte Bürgermeister Russv die Tagung, für die SASA Rudolf Silaba. Während der Rede Silaba» betrat, von de« Drlegierten. die sich spontan erhoben, begeistert begrüßt, Gesundheitsminister Dr. Ezech den Saal. Dr. Ezech überbrachte im Anschluß an dir Ausführungen Silaba» die Grüße der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Seine Red«, die wir an anderer Stille wicdcrgeben, wurde immer wieder von dem stürmischen Beifall der Delegierten unterbrochen. Dann sprach S i m« k für die DTA. An Vertretung der Deutschen GewerkschaftSbundeS betonte John die Notwendigkeit eines harmonischen Zusammenwirkens aller sozialistischen Organisationen. einer zweckmäßigen Arbeitsteilung und der Erziehung für gewerkschaftlich« Aufgaben. Für den Verband deutscher Wirtschaftsgenofsen- schaften und den Gec-Berband sprach Bankrac. Er betont« di« sahrelange Verbundenheit der genossenschaftlichen Bewegung mit den Arbeiter-Sportver- bänden. Unk« großer Begeisterung wurde sodann di« Allendung von Legrü-ungstelegraaunen an den Prästdent-Befreier M a s a r v k und den Staattprä» fidenten Dr- Benes beschlossen. Nachmittag» nahm auch Bürgermeister Pölzl an den Verhandlungen teil. Der GrUndunssbeschluB- lieber die Gründung der..Arbeiter-Turn-, Sport» und Kulturunion", die Statuten und die Rechte der Mitglieder erstattet« den Bericht W. K- Haufe. Er legt« die BeitragSregelung und die Organisation der Untergliederungen dar und stellte den Antrag, die Gründung des neuen Verbände» zu beschließen.(Die Regelung der OrganisatlonSber- hältnisse wurde bereit» in unserem Bericht über den ARUK-VerbandStag mitgeteilt.)— An der Debatte sprachen Brünnler, Kilian, Schlosser kKomotau), Mora wetz(Marsch«). Nach dem Schlußwort Haufe» wird im Sinne der Referentenanträge beschlossen. Der Beschluß ans Gründung der„Union" wird unter stürmischem Beifall einstimmig gefaßt. De» Programm der„Union** Die Nachmittagiverhandlungen wurden mit dem Referat Heinrich Müller» über da» B r o- gtunim der„Union" eröffnet. Er legte zunächst «amen» de» neuen Verbände»«in Bekenntnis zur demokratischen Republik ab. Der neu« Verband werde nicht nur ein« Turn- und Sportorganisation sein, sondern auch«In« Kultur« und ErziehungSorganisa- tion. Nicht nur der Körper, sondern auch der Geist müsse.geschult werden. Für die Körperkultur ist da» soziale Fundament maßgebend. Au» diesem Grunde wolle ter neu« verland mit allen sozialistischen Kampforganisatione» zusammenarbeiten. Unsere Arbeit war immer«In Ausdruck de» politischen Bekenntnisse». In der kapitalistischen Welt ist feine Sport ein Mittel der politischen Beeinflussung. Bürgerlicher Massensport, kapitalistischer Film. und reaktionäre Lehrerschaft wirken zusammen: Der Arbeitersport ist ein Gegengewicht gegen die kulturellen".Bestrebungen de» kapitalistischen Bürgertum». Der Arbeitersport ist die Organisierung der phstst- schen Abwrhr gegen den Faschiimu». Wir sind Arbeitersportler, aber wir sagen mit Stolz: wir stnd Sozialisten- Man möge un» nicht di« Politisierung de» Sport» vorwerfen: der Sport wird vor allem von unseren Gegnern politisiert. Auch im tschechischen Volk gibt«» keine unpolitssch« Sportorganisation. Deh Deutsche Turnverband ist.«In Fundament der Henlelichewegung. Er hängt«in« falsch« Firmentafel herau», um die Oeffentuchkelt über seinen wahren Ltzacakter zu täuschen.— Die außenstehenden kommunistischen Turnverein« nennen sich Opposition. Opposition gegen wen? Bei un» gibt e» keine Politische Opposition und die Herstellung der Einheit, ist nur auf der Grundlage unserer Ideologie und unserer Organisation möglich. Die Kommunisten sind zu fragen: Wo habt ihr da» Gut, da» ihr von un» genommen habt? E» ist kaum noch etwa» davon zu finden- Im neuen Verband steht jedem di« Tur offen, der aufrichtig Mitarbeiten will.— Durch unseren Zusammenschluß wollen wir keinen Organisa« tioniimperialiSmu» treiben. Wir wollen di« weiter« Vereinheitlichung der organischen Entwicklung überlassen und mit den anderen Organisatwnen in Freundschaft leben.— Auch der neu« Verband wird ein treue», tatkräftige» Mitglied der Sozlalssttschen ?lrbeiter-Sport«Jnternational« fein-—- Dir bekennen un» zum Staat, haben jedoch auch Forderungen an ihn. Er muß sein« Verpflichtungen gegenüber dem schwer kämpfenden Arbeitersport erfüllen- Die erfolgreichen Bemühungen de» Gesundheit-Minister» in dieser Richtung werden dankbar anerkannt. Auch die Durchführung der Wehrerziehung muß den Vereinen erleichtert werden. Neber ollem mutz die inner« Einheit unsere» Verbände» stehen.(Stürmischer Beifall.) Veg und Ziel des Arbeitersports Neber.Weg und Ziel de» Arbeitersport»" spricht Rudolf Storch. Die Arbeitersportdewegung ist eine ausgesprochene sozialistische Erziehungsbewegung. Der Arbeitec-Drassensport muß möglichst viele M«»schen in die Arbeiterbewegung führen und möglichst viel« von ihnen zu bewußten sozialistischen Kämpfern erziehen- Unsere Menschen müssen mit allen körperlichen und geistigen Fähigkeiten zum Kauwf ausgestattet werdin. Dieser Fähigkeit müssen sich Wille und Bereitschaft gesellen. Die Schulung der Charakter» und die Fähigkeit' zur Einordnung müssen hinzukommen- Die sozialistischen Menschen müssen die Gemeinschaft über sich selbst stellen. Diese sozialistischen Tugenden müssen immer geübt und erprobt werden- E» sind enge Bindungen zwischen geistiger und körperlicher Erziehung gegeben- Der Arbeitersport ist ein natürlicher Boden für di« Massenerfassung und-Erziehung de» Nachwuchses. Der Jugend muß im Bahnten der Gesamtdeweguna möglichst viel Selbstverwaltung gegeben, sie muß aber auch zu höchsten Leistungen angespornt werden. Die Jugend über vierzehn Jahren soll sich betont jugendgemäß beschäftigen können. Di« Erziehung zur Härte fehlt der heutigen Jugend. Gesundheit, Freude, Selbstbewußtsein, Rhythmus sollen die Merkmale de» Frauen-, Kraft, Mut, Disziplin, Charakterfestigkeit und Handeln nach dem Takte de» Konmmndo» die Merkmale de» Männerturnen» sein. Wir brauchen Einfachheit bei höchster Qualität. Wir wollen dazu, beitragen, daß der Mensch zum Menschen werde.(Beifall.) Ole Aussprache In der Aussprache betont Löwe(Teplitz- Schönau) die Nottoendiakeit der Beiftelluna von Schulturnsälen und der Beachtung jener Erziehung»« arundsätze, die im Deutschen Turnverband gelten.— Gablonz. Die Aaksch-Versammlung zu Ostern war eine prächtige Kundgebung, die ven vielen Kleinmütigen, Zaghaften und Schwankenden wieder neuen Glauben und Mut gegeben hat. Di: sozialdemokratische Partei, die auf dem harten Gablonzer Kampsboden nur eine schwache Position besitzt, hat mit dieser Massenversammlung einen großen politischen und moralischen Erfolg errungen. Es war dir größte Versammlung seit viele» Jahre». Mehr als tausend Menschen füllten Säle und Galerie des Hotel„Geling" bis auf den letzten Platz. Wegen des großen Andranges mußte auch noch der Kleine Saal geöffnet werden. Prächtig« Kampfstimmung beseelte die Versammlung, die einen störungsfreien Verlauf nahm. Die Sudetendeutsche Partei hatte auch in Gablonz vor, di« Kundgebung zu sprengen, blie» aber im letzten Moment zum Rück« z u g, als sie merkte, daß alle derartigen versuche von unserer NW und dem Massenwiderstand der sozialistisch«inuestellten Arbeiterschaft im Keime erstickt worden wären. Als I a 1 s ch um 8 Uhr den Saal betrat, wurde er mit stürmischem Beifall und Freiheit- Rufen begrübt. Der Vorsitzende U l l m a n n eröffnete mit einer zündenden Ansprache und einem Gedenken der spanischen Freiheitskämpfer, worauf Bizebürgermeister Hoffmann di« Versammlung und Falsch im Auftrage de» Gablonzer Stadtrate» begrüßte. Das zweistündige Referat Jakchs wurde immer und immer wieder durch stürmischen Beifall unterbrochen. Falsch sagt« u. a.: Wir alle fühle», baß Eure»,«IscheidongSvelle Wochen durchlebt, wir fühl«,«ter auch, daß e» bei un» wieder verwürt» geht. De» Gedanke de» Frieden» wird, wen» auch durch schwer« Rüftunz»etzf«r erkauft, W» Tag zu Tag immer stärker tu der Welt. Di» faschistischen KriezStreiter werd«, immer«ehr in die Defensive zedräugt. Der KrIrzSfpekalatteu der Henleinnnhänger, di««in« Fehlfpeknlatten ist, stelle« wir eine fezialiftische Realpolitik gegeaüter. Zirm spricht sich für di« Eitcheit de» Arbeitersport«» au».— RambauSke(Braunau) wendet sich dagegen, daß die Kommunisten mit dem Wort Einheit Schindluter treiben und macht darauf aufmerksam, daß die Kommunisten die Einheit sofort haben können, wenn sie sich auf Grund unserer Grundsätze eingliedern.— Kunig betont die Verbundenheit der Sportler mit der Partei; der Zusammenschluß der beiden Verbände habe vornehmlich ideelle Grundlagen.— Stindl(Slowakei) fordert eine stärkere Unterstützung durch die Pqrtei.— Morawed (Marschen) wendet sich gegen die Unaufrichtigkeit der Kommunisten.— Pichl(Duz) forderte die Rücksichtnahme de» Staate» auf die L«ben»intereffen der arbeitslosen Jugend. Die neue Organisation Nach der Aussprache über da» Programm erstattete Bundeöturnwart G r a s s e das Referat über di» technische Organisation de» neuen Verbandes, sodann legt Aloi» Ullman» in einem Referat die Organisationraufgaben de» neuen Verlande» dar. Die Hauptaufgabe ist zunächst, di« einzelnen Vereine in Unionsvereine zu verwandeln. Die Verschiedenheiten, die sich au» der aesonderten Erziehungsarbeit ergaben, müssen auf«inen gemeinsamen Nenner gebracht werden. In den kommenden Herbst« und Wintermonaten müssen zweitausend Funktionäre neu geschult werden. In den zweihundert Orten, in denen e» nur «inen Äruk,Verein gibt, muß«in« Kinderbewegung geschaffen werden. Groß werden die Verpflichtungen sein, di« sich au» der Wehrerziehung ergehen. Ein Jugendzeltlager wird tausend Jugendfunktionäre schulen, der deutschtschechische K i n d« r a u» t a u s ch soll von der „Union" organisiert werden, die V r o p a g a n d a ist zu steigern. Die„Union" wird«ine stark« Teilnahme an der Arbeiter-Olpmpiade in Antwerpen organisieren.(Beifall.)' Rach technischen Mitteilungen de» Konferenzvorsitzenden Kremser werden di« Sonntagverhandlungen geschlossen. Die Montag-Verhandluhgen Montag vormittag» wurde die Aussprache über die Referate Ullmanns und Grasse» abgeführt. Zunächst sprach H e i tz e r(Aussig) über di« Bedeutung der Propaganda. H ä ck l(Zuckmantel) spricht zur Frage der Jugenderfassung, ebenso Josef Weiß (Turn). Friedl Müller verlangt Äeferentenlurse. Wagner(Pilnikau) sprach über die Notwendigkeit der Bildung»arbeit. Nach dem Schlußwort Aloi» Ullmanns wurde der Bericht der Mandatsprüfungikommission zur Kenntnis genommen. Den Bericht der Antrags- konmiission erstattete P o s s«l t; es wird gemäß seinen Anträgen beschlossen. «.Ole nau« Leitung In die neue Leitung der neuen verbände», die 81 Mitglieder zählt, wurden gewählt: Heinrich Müller al» Vorsitzender, Loses P o c a v k a und F e i st a u e r al» dessen Stellvertreter, Alois U l I- mann. Sekretär. W. K. Haufe, Redakteur,(die Stelle de» zweiten Sekretär» bleibt vorläufig unbe- Die Erfolg« der deutschen Aktivist« in der Regie- nm» sind unbestreitbar. Da» Werk de» nationalen Uebereinkemmen» vom 18. Feber ist von großer Bedeutung und hat auch mit teigetrag«, dl« Krieg», »«fahr in Mitteleuropa zu verringern- Der Präst- dent die Republik heck fein Versprechen, da» er im August v. I. in Roichenler« und Gablonz gegeben hat,«ingelöft, wofür ihm und dem Ministerpräsident«« Dr. Hodja der besondere Dank gebührt- Di« sozialdemokratisch« Partei tut alle», um zu hel, fen, da» sozial« Unrecht zu beseitigen und di« Lage de» Volke» zu erleichtern- Sie arbeitet zielbewusst, um de« deutsch«» Volk« Frieden, Freiheit und Demokratie zu erhalte», Li« beweist ihr« Aktivität, «en» e» gilt, stillgelegte Fabriken in Gang zu bringe». Di« Autonomie Henlein»,»ei der di« eigenen Volksgenossen, wie im Dritten Reich, in» Konzen- trationslagcr gesperrt würde«, lehnen wir ab. Wir Lozialdemakratm strecken jedem di«Br»d«r- handhin, deramlv. Mailstlläimguten Alant«» geirrt hat. Wir brauchen di« politisch« Einh«tt der Arteiterklasf« auf dem vodm einer sozialistischen Realpolitik. Jaksch schildert« dann sein« politisch«» Eindrücke in Lindo» und Pari». Zum Schluß kam rr auf dir »roß««, hinreißmden Kundgebung«» in Bodenbach, Karlsbad, Komotau, Ausfig und Jägerndorf zu sprich«, die„zeigt habe«, daß di« Stund« d«S Aufbruch«» gekommen ist. Der Geist von Bodenbach u«d Auffi« muß auch in Rordtöhmen und i« Jser»etir„, wo«inst dl« Wieg« der österreichische» Arbeiterbewegung stand, Einzug halten. Da» Jser- gebir„ muß wieder feine« früher« ehrenvoll« Platz l»»er Arbeiterbewegung erkämpf«. Richt endenwollender Beifall belohnte den Sprecher, dessen Ausführungen auch einen tiefen Eindruck auf die anwesenden Kommunisten und Henlejnanhänger machte». Rach Jaksch sprach für die Kommunisten ihr Sekretär Haufe, der ein« zustimmende Erklärung zum Referate Jakschen» abgab. Mit einem aifeuernden Schlußwort Seidel» wurde die glänzend verlaufene Massenversammlung geschloffen. setzt), technische Leiter sind Grasse und F i ft e r, Schriftführer Ri ch t e r, Suchest, Kinderr.cserent Karl Heister, Äontrollobmann Franz L ö w c, Schrift« Ährerstellvertretcr Breuer. Beisitzer: M st I u r a, Ernst H i e b s ch, Eduard Erlach er, Otto Neu- m a n n, S ch i l l e r, 2 in i t e k Samarittrici- ter: Mose», Jugcndleitcr: Wei». Al» Frauenvertreterinnen: John, Krochivitz, Ehrlich, Enlau. Kontrolle: außer Lötue S t i a st»t>. I so r. S a t t- ler, Görner. Die Wahl der Vorsitzenden erfolgte einftiininig: das Ergebnis wurde mit großem Beifall aufgcnommcu. Auch die Wahl der übrigen Lei- iungSmitgliedcr erfolgte einstimmig. An die Wahl der Leitnng schloß sich die Wahl de» techtiifchen HauptauSschnsscS, des Radsport-Fach» auSschusseS, des JugendauSschusseS. des Kinder- OrganisationSauSschusfcS, des Frauen-Ausschusses, des Ausfchusscs für K>ndcrbetren»ug, des Samariter» auSschusseS und des Schiedsgerichtes. Nach der Wahl würdigte der Sekretär der Arbeitersporiiniernationalo die guten Ergebnisse des Unionstages in herzlichen Worten. Der Ausklang Hierauf sprach der erste Vorsitzende der „Union", Senator Heinrich Müller. Er sagte den früheren Vorsitzenden der beiden Einzelverbände, Pokapka und Fcistaucr, für ihre bisherige Arbeit unter stürmischem Beifall herzlichsten Tank und forderte zu zieibewußtcr, treuer Mitarbeit auf. In seiner Schlußrede besprach der Kou- ferenzvorsihcnde Heinrich Kremser zusain- mensasscnd die Arbeitsleistung des Unionstages und forderte in begeisternden Worten zum Fu« samnienwirlen auf. Die Delegiertet» erhoben sich zum Gesang der„Internationale". Unter begeisterten„Freiheit"-Rufen wurde diese historische Tagung des sudetendeutschen Arbeitersportes abgeschlossen. Line Bezirksstelle der. deutschen aktivistischen Parteien in Mährlsch'Schönberg Die Vertreter der Deutschen sozialdemokra- tischen Arbeiterpartei, der Deutschen christlichsozialen Bolkspartei und des Bundes der Landwirte haben beschlösset», mit 1. April 1987 eine BczirkSstelle der deutschen aktivistischen Parteien für die politischen B e z i r I e M.- S ch ö n b e r g und Hohen st adt ins Lebe»» zu rufen. Zweck der Bezirksstelle ist, daS begonnene Verständi- gungstverk vom 18. Feber zu fördern. An die Ortsgruppen der erivähnte» Parteien ergehen noch nähere schriftliche Mitteilungen. Zuschriften in Angelegenheiten, die die Bezicksstelle betreffen, sind zu richte» an: S e l r e t ä r Max Vierer, Lessing-Straße 8, Bauernsekretär Joses Ncdetzla, Waise»»hausgassc 2, Karl .strondorfcr, Anzengruber-Gasse 12, sämtliche in M.- S ch ö n b er g. Ein« Juweliersauslage autzgeraubt. In der Nacht vom 29. zum 8V. März tvurde in Eula u ein verwegener Einbruch in die Auslage des Juweliers Alfred Michl verübt. Die Diebe, die vermutlich per Auto gekoininen waren, schnitten in die Auslagenscheibe zuerst mit einem Glasschneide» Werkzeug einen Kreis und drückten dann mit einem harten Gegenstand ein Loch in die Scheibe. Durch diese Oefsnung stahlen sie dann, was sie erreichen konnten. Sie nahmen Ringe, Herren- und Damenuhren im Werte von etlva 7909 KC an sich und machten sich dann a»»s dem Staube. Vorläufig fehlt von den Dieben jede Spur. Bedenkliches Symptom... Hitler versöhnt sich mit Ludendortfl München. Das Deutsche Nachrichtenbüro nreldet: Zur Beseitigung von Schwierigkeiten und Mißständen hat zwischen dem Reichskanzler und dem Feldherrn Lndcndorff eine eingehend« Aussprache stattgefunden, die auch das getvünschte Ergebnis erzielte. Der Feldherr brachte hierauf zum Ausdruck, tute er die rettende Tat des Reichskanzlers, den Vertrag von BersailleS Punkt für Punkt zerrissen zu haben, begrüßt hat, vor allem die Tatsache, daß Volk und Staat wieder wehrhaft und Herr ain Rhein sind. Er sprach von seine»» Wirken für die Geschlossenheit des Volkes, um es füreruste Aufgaben zu befähigen. Der Reichskanzler sprach von seinen Erfahrungen und begrüßte es, daß das Dritte Reich und seine Wehrmacht nui» wieder in vertrauensvoller persönlicher Fühlungnahme n»it den» Feldherr»» des Weltkrieges stünden, wie cs einst das alte Heer im Weltkriege und die Kämpfer des v. November 1028 taten. * In deutschen Militärkreisen wurde die Frage, wie man bei der persönlichen Feindschaft Hitlers und Ludendorffs diesen in» Kriegsfall de>» Interessen der Armee(als Ratgeber vor allein) dienstbar machen könnte, wiederholt sorgenvoll erörtert. Insbesondere nach SeecktS Tod schien«S unerläßlich, Ludendorff für die Vorbereitung des Krieges zu gewinnen. Der BersühnungSakt ist für jeden, der die Charaktere Hitlers und Ludendorffs kennt, ein bedenkliches Zeichen. Es signalisiert alles andere denn eine friedliche Zukunft... Berlin. Reichskanzler Hitler hat die Ernennung de» bisherigen stellvertretenden Staatssekretär» im Auswärtigen Amte Ministerialrat Dr. Dieckhoff zum Botschafter in Washington vollzogen. Sozialdemokratische Massenkundgebung Tausend Besucher der Jahsch-Vorsammlung auch in Gablonz Seite 4 Mittwoch,- 8t. März 1087' Rr. 7» Bomben auf Barcelonas N i ÄKesnEAkeitm W Wz 1 nützten Stierkampfarena und wühlte-die-Erde. DaS Übrige laßt mich kürz machen: dkei Tote, zwei Männer, und eine Frau.. Neben der-Mauer glänzt eine Lache Menschenblut. Die Liste der Verwundeten zählt 81 Namen, darunter den der neunjährigen Eurique Pascual Vives und den der ebenfalls neunjährigen Maria W gleiche Bild— und doch ein anderes. Unter den Trümmern des Hauses liegen noch die Toten... Man weis; noch nicht wer und wieviel. Einige Schritte weiter sind Einschlagstellen von Blindgängern. Zwei nebeneinander, eine dritte unlveit. Wir sehen in einen etwa zwei Meter tiefen, zirla 40 Zentimeter weiten Schacht. Unten liegen einige Kilo Ekrasit in einer eisernen Hülle. Wieder einige Schritte weiter, auf einem freien Bauplatz, eine neue Explosionsstelle. Diese Bombe kostete nur Fensterscheiben. Der Trichter hat sechs Meter im Durchmesser und ist drei Meter tief. Dreißig Schritte davon steht ein unfertiger Neubau. Der Luftdruck hat die hochgestellten Ziegel der Brandmauer losgelöst und zu Füßen des Gebäudes geschleudert. Es ist ein enger Radius, den die Bomben bestrichen haben. Sie wurden alle gleichzeitig gelöst. Welches aber war ihr Ziel? In unmittelbarer Nähe gibt es nur ein großes Objekt, das.einen Angriff lohnt: das Krankenhau S. Wir können uns gar Nicht mit diesem Gedanken vertraut machen, über unsere Führer sind davon überzeugt, daß der Angriff dem Hospital galt, ebenso wie sie davon überzeugt sind, daß ihn i t a I i e n i sch e Flugzeuge ausführten. Denn die Bomber kamen von der Seeseite, mußten demnach ein' Flugzeugmutterschiff als Basis hohen und Franco hat kein solches zur Verfügung, nur Mussolini... .Das Ziel des zweiten Flugzeuges ist. wie wir tvenige Minuten später feststellen, völlig klar: es sollte den Bahnhof mit Bomben belegen.. DaS ist nicht gelungen, gerade noch die Mauer, von der die Werkstätten gesäumt werden, haben sie erreicht. Eine Bombe fiel nebenan fast-abgezirkelt genau in die Mitte der alten, seit' Jahren unbeBarcelona bombardiert— Milizionäre forschen Franco-Spione aus Im OmnjtuS verbrannt. Ein mit 18 Personen besetzter Omnibus geriet auf der Fahrt von Philippopel ngch Sofia in Brand. Ein Reisender und zwei Kinder kamen in den' Flammen' um? Leben, sieben Personen erlitten schwere Brandverletzungen,. Der Urheber deS„BerraiS von Carzano" gestorben. An Marburg ist, 66jährig, der slowenische Politiker Dr. Ljudevit PIVko gestorben. Pivko hat bei der Organisierung slowenisch-tschechischer Legionärsgruppen in Italien eine große Rolle gespielt, seine— im Ergebnis allerdings mißlungene— Haupttat war aber der Verrat von Carzano. Dies war eine Schlüssel- stellung der österreichischen Front in Südtirol. Die Sperre von Carzano im Brelltatal verlegte den Italienern den Weg nach Trient und in die linke Flanke der großen Gebirgsstellung auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden. Pivko, der als Reserve-Oberleutnant in der österreichischen Armee diente, lief mit einem Fähnrich, nachdem sie die Stellung genau erkundet hatten, zu den Italienern über und erbot sich,, diese nachts in die feste tästerreichische Stellung zu führen. Die Italiener setzten eine sehr starke Truppenmacht— etwa zwei 'Divisionen oder noch mehr/'80.000 bis 88.000 Mann— zu dem Sturm an. Pivko führte die Italiener durch die Verhaue, die Posten geschickt überrumpelnd, bis in die erste Stellung der Oesterreicher, die zunächst vollkommen überrascht wurden.. Aus den Unterständen eilten die Leute herbei, um mit den zunächst zur Hand befindlichen Waffen' oder Gegenständen den Nahkampf, aufzunehmen. Sogar-die Köche beteiligten sich, mit ihren großen Kochlöffeln ausgerüstet, an der blutigen Balgerei. Den österreichischen Truppen— es waren.vorzüglich Bosniaken und Wiener'— gelang es schließlich, die vielfache italieni- . sche Uebermacht mit Bajonett und Kolben aus dem Graben zu werfen. Der Durchbruch war gescheitert, die Italiener hatten noch Gefangene zurückgelassen und nicht gerade Ruhm gewonnen. Immerhin erklärt etwa Feldmarschall Conrad, daß Carzano die schwerste Gefährdung Trients während des ganzen Kriege? gewesen und daß der Durchbruch nur wie Lurch ein Wunder abgewendet worden sei.—- Pivko organisierte dann, wie erwähnt, flämische Legionen(Nachrichtenabteilungen) und. konnte 1.919 als Erfolg feiner Tätigkeit n?ben der Gründung des jugoslawischen Staate? immerhin auch die Unterwerfung einer Viertelmillion Slowenen unter harte italienische Fremdherrschaft buchen. Die Unruhen in Rordpalästtna dauern an. 'In Jenin bei Haifa übersielen Araber vier Automobile, und beraubten die Insassen. In der jüdischen Kolonie Sedschüra in'Galiläa schossen Araber auf Juden, die erst von der herbeigerufenen Polizei'bespeit wurden. Renn Bergarbeiter Opfer einer Explosion. In einer Kohlengrube in Dubois(Pennsylvania) erfolgte eine Explosion, bei der neun Bergarbeiter den Tod fanden. 38 Tote im Goldschacht. Bei einem Unglück auf der Goldgrube in Durban sind ein Europäer und 84 Eingeborene ums Leben gekommett. DaS Unglück würde durch einen Kabelriß beim Aufzug verursacht, der in die Schachtsohle abstürzte. Bei einem Ski-Wettlauf, den der Slowe- nische Alpenverein, in Trschitz(Neumarkt) in den slowakischen Karawanken.. veranstaltete, wurden 28 Skiläufer, von einer riesigen Lawine erfaßt. 19 von ihnen..kqnntin,/ zum Teil mit schweren Perletzungen, gerettet werden.' Die übrigen schei- nen tot zu sein.'Zwei Leichen würden bereits geborgen. Die Teilnehmer an dem'Wettlauf waren fast durchwegs' Arbeiter der- Ne.ümarkter Jndu- striewerke.■ Im internationalen Arbeiter-Schachturnier in Bern errang dielfchechoflowakische- Mannschaft mit 14 Punkten den zweiten'Platz: Erster würde Dänemark mit 20i/ 2 Punkten, dritter die Schweiz mit 18^ vierter Frankreich mit IL^L Punkten.■ Alaba Marti. Ja, ihr Mütter, den Bomben in ihrer ausgleichenden Gerechtigkeit ist es gleich, wen sie zerfleischen,- euch, eure- Väter oder eure Kinder-,.. Tagt Nicht' Irgendwo eine'NlchtelnNtlschungS- kommission? Hat sie nicht auch jetzt gewiße Ergebnisse erhielt? Sie würden größer sein,-glaubteS mir, wenN'Man die Herren-zu einem einzigen solchen BormittagSspäziergang durch Barcelona bewegen-könnte.--. Ernst Paul. Barcelona, am 16. März 1937. Wer wie wir an einem strahlend schönen Frühlingsnachmittag in diese Stadt einsährt, dem fällt eS schwer, an Krieg und Belagerungszustand zu glauben. Der blaue Himmel und die milde Luft des Südens verführen zu Friedensgedanken. Auch das, was einem zunächst Ins Auge fällt, ver- mag noch nicht ganz von der Realität des Krieges zu überzeugen. Geiviß, vor zahllosen Gebäuden stehen Milizionäre mit geschultertem Gewehr. Gewiß, an vielen Orten liegen Sandsäcke bereit, zuin Barrikadenbau und zum Abdichten der Unterstände gegen GaSgefahr. DaS kann es aber heutzutage nur zu leicht auch in einer anderen Stadt geben. Und daß die Spiegelscheiben der Auslagen wie auch der Fenster aller Wohnungen ntit zu vielfältigen Ornamenten verbundenen Papierstreifen gegen Glasbruch bei Explosionen geschützt sind, ist eine Maßnahme, die man nicht sofort zu begreifen vermag. Es muh der Abend kommen, um vom Ernst der Lage zu überzeugen. Einstmals, so erzählt nian mir, waren die breiten Avenuen der Millionenstadt bis drei Uhr morgen vom Lichterglanz überflutet und vom Lachen der heiteren Menge erfüllt. Jetzt feiern die Bogenlampen zur Gänze und ab 21 Uhr herrscht fast völlige Finsternis. Noch sind die Straßen bis zu dieser Stunde von Tausenden belebt; aber es sind andere Menschen und eS ist-ein anderes Leben, das sich nns zeigt. Ein Beispiel nur: auf der breiten Asphaltpromenade der Paseo de Gracia und ihren Seitenstraßen exerzieren zivilgekleidete Amvärter der Mi» und. unter lautem Kommanda ihre Marschübungen. Sieben Uhr morgens: die Stadt schläft noch zum großen Teil— in Barcelona werden die Geschäfte erst um halb zehn geöffnet—, da krachen rasch hintereinander einige hestige Detonationen. Im gleichen Augenblick heulen die Alarmsirenen ihren schauerlichen Gesang. Ehe man sich der Gefahr so recht betvußt wurde— in den neunzehn Jahren eines leider sehr relativen Friedens ist inan des Mißklangs der Bombenexplosionen entwöhnt— ist sie auch schon vorbei. Die faschistischen Flugzeuge haben sich ihrer Last entledigt und kehre» auf ihre Basis zurück. Damit wäre eigentlich die Sache erledigt. Sie ist eS nicht. Sie ist es auch nicht, wenn einige Stunden später in der Presse der Welt— je nach der Einstellung mit Empörung oder Befriedigung, mit fettem Titel oder in drei Zeilen — registriert wird, daß Barcelona zum soundsovielten Male während dieses lleinen Weltkrieges mit Bomben belegt wurde. Auch dann nicht, wenn zu lest» steht, daß zwanzig Bomben geworfen und zehn Menschen getötet wurden. Man muß die Wirkung gesehen haben, um sie zu begreifen. Am Vormittag holt uns einer der drei Sekretäre des katalanischen Kommiffariats für Propaganda ab und bringt uns zur Stätte des Verbrechens. Je näher wir kommen, umso schwerer wird es, dem Auto in der tausendköpfigen Menschenmenge, die von der für sie leider beinahe alltäglich gewordenen Tragödie— das letzte Bombardement erfolgte vor drei Tagen— immer wieder gepackt wird, genügend Raum zu schassen. Jetzt knirschen die Räder in den Glasscherben. Wtr sind da. ES wird uns gestattet, den Kordon zu durchbrechen und dann... Dann stehen wir vor einem Trümmerhaufen. Sieben Häuser, schmale, zwei- und dreistök- kige wurden von einer Bombe zerstört. Hausrat, Holzbalken und Mauerreste liegen wirr durcheinander. Hier steht noch ein Türstock, dort ragt eine Karel Capek an die Sudetendeutschen Unser Karlsbader„Volkswille" hat seinen beachtlichen gelegentlichen Sondernummern zu Ostern eine neue hinzugesügt, die der d e u t sch- tschechischen Verständigung gewidmet ist. Auf 82 Seiten hier da eine Fülle national» und kulturpolitischen Materials gesammelt, hergestellt durch die besten Federn, über die da» Schrifttum der Werktätigen innerhalb der sudetendeutschen Demokraten verfügt. Aber auch mancher von unseren.geschätzten tschechischen' Freunden(ergreift da da» Wort zur Frage der Verständigung; unter ihnen vor allem der weit jenseits der Grenzen seiner Natwn und unseres Lander bekannte tschechische Schriftsteller K a r e l Capek, von dessen Hand folgender Prager Brief stammt lim „VollSwille" im tschechischen Original und in der deutschen llebersetzung abgedruckt): Ich denke nicht, den Politikern und Wirt- schaftSführern in die Frage dreinzureden, wie da? tschechisch-deutsche Verhältnis innerhalb unsere? Staates geregelt werden sollte. Ich bin nur glücklich, daß man endlich auf beiden Seiten von Worten zu Taten übergeht. Ich für meine Person würde allen Deutschen, mit denen uns das Schicksal verbunden hat, drei Dinge wünschen: 1. Daß sie als Deutsche ihrem deutschen Dolksstamm dienen; ich bin überzeugt, daß sie Vorhangstange. Die Toten und Verwundeten sind ihm einen'Dienst von größter geschichtlicher Be- bereits weggeschafst. deutung dadurch erweisen werden, daß sie ge- - Um eine Ecke ist der nächste Einschlag. Das| wisse Ideale lebens- und entwicklungsfähig er- ......-->-■"- halten, die alle gebildeten und kultivierten Völ ker immer wieder brauchen' werden, auch die; welche heute eine von Grund auf andere Entwicklung durchleben. Ich verstehe darunter die Ideale der Freiheit und der Demokratie,. der Humanität und der allmenschliche» Solidarität; ich'verstehe darunter die Ideale des deutschen Klassizismus, des Kantschen ewigen Friedens, der jungdeutschen Freiheitsliebe und so weiter; ich verstehe darunter die andere Möglichkeit deS deutschen völkischen Lebens, die mit geschichtlicher Notwendigkeit zu ihrem Recht. kommen wird, sobald im Laufe der natürlichen Entwicklung der heutige Zustand dec Gemüter sich überlebt oder ändert. Diese deutsche Tradition nicht erlöschen zu lassen, das kann die besondere, geschichtliche Sendung unserer Deutschen werden. 2. Daß sie als Mitbürger dieses Staates mit uns allen als Gleiche mit Gleichen Mitarbeiten können; daS heißt, daß sie mit uns auf dem gleichen Boden stehen und dieselben Spielregeln beachten. 3. Daß es ihnen materiell, und sozial, gut gehe( denn dadurch wird der beste Beweis dafür erbracht werden; daß unsere politische und gesell, schaftliche Ordnung gut und gesund ist und daß sie die Zukunst auf-ihrer Seitehat. AH '•F i.ä Gekentert und ertrunken. In den Osterfeier« lagen ereignete sich auf dem Wolziger See In der Nähe von Berlin ein schwere» Bootsunglück» Gei welchem vier junge Berliner den Tod fanden. Die Ruderer waren trotz Stnrmgefahr auf-den See hinausgefahren. Großmutter und Mutter im Kampf tun das Kind. An ihrer Wohnung im 14. Wiener Gemeindebezirk vergiftete sich Montag die 60 Jahre -tlte Private Leopoldine Nachtnebel zusammen.mit. Ihrem achtjährigen Enkel. Die Mutter des Kinde?» welche in der österreichischen Provinz lebt; wollte nämlich da? Kind wieder zu sich nehmen, doch hing die alte Frau so sehr an dem Kind, daß sie sich von ihm nicht trennen wollte und den Enkel und sich selbst vergiftete. Zwei Linzer Touristen, der 20jährige Handlungsgehilfe Franz Zeuzer und die 18 Jahre alte Beamtin Deuresbach, unternahmen Ostersonntag einen Ausflug auf den Traunstein, von dem sie nicht mehr zurückkehrten. Montag bcgab sich eme Rct- tungbkolonne auf die Suche nach den beiden Und fand sie nurmehr als Leichen in einem tiefen Abgrund, in dem sie abgestürzt waren. IM«? Wlafflc» gestorben. Der RechtSwiffen- schaftler, gewesene Kultusminister und Präsident de» ungarischen Oberhauses Baron Julius WlafficS ist Dienstag nachts im 86. Lebensjahre in Budapest geswrben. Wlassics politische Laufbahn begann mit einer regen publizistischen Tätigkeit. Er machte rasch Karriere. Kaum 40 Jahre alt, wurde er Kulturminister und beAeidete diese Stellung mehr al» 12 Jahre. Im Jahre 1918 wurde er zum Präsidenten de» Magnaten-HauseS ernannt. In dieser Eigenschaft fiel.ihm die Rolle zu, sich im Herbst des gleichen Jahres in Begleitung dreier Mitglieder de» Magnatenhauses zu König Karl IV. nach EckartSau zu begeben, um dort den BerzichtSbrief des ungarischen Königs entgegenzunehmen. Als im Jahre 1926 an die Stelle des alten Magnaten-HauseS. da» ungarische Oberhaus trat, wurde Baron WlafficS zu dessen ersten Präsidenten gewählt. Berufung. Unter dieser Aebesschrist veröffentlicht da» erste Heft der Zeitschrift„Boll und Kultur" de»„Institut» für deutsche Bollrbildung" al» amtliche Mitteilung die Meldung, daß Bürgerschul« direktor I. S t o r ch, der Komenskh-Bücherei in Prag zur Dienstleiswng zugewiesen, vom Ministerium für Schulwesen und Vollsbildung mit der Funktion eine» Experten beim Ministerium für Schulwesen und Vollsbildung für öffentliche Bildungspflege unter den Deutschen der Tschechoflowakischen Republik betraut worden ist. Der Komponist Szvmanowfli gestorben. Auf der Klinik von Lausanne ist der polnische Komponist Karl Szymanowsli im Alter von 64 Jahren gestorben. Er wird auf Staatskosten in Warschau begraben werden. Szymanowfli war ein Schüler de» Direktor» de» Warschauer Konservatorium» Roskowski.-Er schrieb eine-Reihe von Opern, symphonischen Gedichten und Liedern. Von seinen Opern sind ,;Hagith" und„König Roger" zu erwähnen. Munitionslager explodiert. In der Hauptstadt von Kansu, Lanchow, ereignete sich Karfreitag in einem Munitionslager eine schwere Erploston, durch die. alle Häuser im Umkresse von 1.6 Kilometer in Trümmer gelegt wurden. Bisher wurden 6 Tote geborgen. 26 Personen würden schwer verwundet. 120 Familien sind obdachlos geworden. Kurze Unterbrechung de» Verkehr» auf der Drahtseilbahn JohannlSbad—Schwarzenberg. Montag, den 29. März, um 8.46 Uhr, mußte der Betrieb der Drahtseilbahn eingestellt werden, weil sich dar Zugseil an dein Tragpfeiler verfing. Die Reisenden verließen den Wagen, der sich auf der Bergfahrt befand, mittel» der Rettungseinrichtung, mit welcher die Drahtseilbahn für solche Fälle au»gestattet ist. Die Störung wurde noch vormittags beseitigt und nach 14 Ahr wurde der normale Berkehr, nachdem eine Probefahrt unternommen worden war,-wieder ausgenommen. Wahrscheinliche» Wetter Mittwoch: Bon Nordwesten her dürfte die Bewölkung sehr langsam abnehmen und die Temperatur tagsüber etwa» steigen. Nachts kalt. Im mittleren Teile der Republik noch beträchtliche Bewölkung und verschiedentlich leichte Niederschläge; kühl. Im Karpathengebiet wechselnd bi» vorwiegend bewöllt, etwa» wärmer. Wetterau»« sichten für Donnerstag: Fortschreitende Besserung. Vom Rundf unk BmMsMtMwsrtM au» den Prosrammaai Donnerstag: Prag,. Sender I: 10.06: Deutsche Presse,^ 11.08: Populäre» Konzert auf Schallplatten, 12.86: MufsikS Salonquartett: Bounod, Delibe» etc. 16: Schallplattenkonzert, 17.15: Bach-Sonate, 17.45: Deutsche Sendung: Tittl, Obmann de» Reichrver« bande» der Schloffermeister: Fachlicher Zusammenschluß und Ausbildung Le» gewerblichen Nachwuchses, 18: Hallo, halloI Hier Großsender Mar»; lustige» Zwiegespräch. 18.20: Landwirsschaft, 18.45: Deutsche Presse, 18.65: Au» dem deutschen Kulturleben. 19.25: ÄefangSkonzert, 21: Au» dem Sme« tanasaal: Tschechische Phlwarmonle: Schubert: VII. SInfonje C-Dur, 22.20: Tanzmusik.— Prag, Sender II: 14.16: Deutsche Sendung: ApriöApsslr heitere Schallplatten, 14.80. Deutsche Presse. 19.10: Harmonikakonzert.— Brünn: 17:' Volkslieder, 17.40: Deutsche Sendung: Arbritessunk: Wlasak: Weift Du davon? Invaliden- und Altersverstcherun». — Preßburg: 17.10: BrabmS: Sonate A-Dur, 22.86: Tanzmusik.— Kascha«:-12.06: Opernsan« tasten, 19.60: Rundsunkorchesterkonzert.— Mähr.- Ostrau: 16.10: Rundfunkorchesterkonzert: DvökÄ- Debussp, 18.10: Deutsche Sendung: Zwei.LussspM aür dem Studw; Lrdnung muß-seinl— Diktat, Nr. 76 Mittwoch, 81. März 1087 Seite» D|e Gattin mit der Hacke erschlagen Der Mörder stellt sich der Gendarmerie Testern um 4 Uhr früh ging der 8vjährige Arbeiter August BlaZek aus Sysowih auf der Stratze gegen Brünn. Auf der Schulter trug er eine schwere Hacke, da er in den Wald Holz hacken gehen wollte. Bor Raigern hörte er, dab jemand hinter ihm ging und er bemerkte, dab«S drei Frauen waren, unter denen er seine frühere Gattin, di« 37jährige Therese B l a ä e I, Bon der er seit dem Borjahre geschieden lebt. BlaZek fragte seine ehemalige Gattin, wohin sie gehe und sie antwortete, däß ihn das nichts angeh«. Es entstand rin Streit zwischen den beiden und als die beiden anderen Frauen dorausgegangen waren, rib BlaZek plötzlich die Hacke Bon der Schulter und Bersehte damit seiner Gattin zehn Hiebe auf den Kopf und ins Gesicht. - Die BlaZek rief nach den ersten Hieben Berzwei« felt um Hilfe, die beiden anderen Frauen getrauten sich aber nicht, sich BlaZek zu nähern. Sie liefen nach Raigern und berständigten di« Gendarmerie, die die schwerBerlehte BlaZek durch die ReltungSabtellung in die Briiner Landeskrankenanstalt bringen lieb. Dort wurde die Frau sofort operiert, doch ist ihr Zustand- hoffnungslos. BlaZek lief nach der Tat durch die Wälder nach Schöllfchitz. Dort wusch er sich in einem Bach und der« grub die Hacke im Walde. Nachdem er eine Stunde lang durch die Wälder geirrt war, entschlotz er sich, sich der Gendarmerie zu stellen. Um 8 Uhr früh kam er zur Gendarmeriestation nach Mödritz und gestano seine Tat. Er habe in der Aufregung über dar Ber- halten seiner Frau nicht gewußt, waS er tue. BlaZek wurde gestern nachmittags dem Brünner KreiSstras- gericht eingeliefert. Grenzschutz oder Bedrohung der Nachbarn? Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Reinhardt erklärte in einer Ansprache an die Zollbeamten in Velten, dab die Zolltvache die polizeiliche Kontrolle an den Grenzen sicherstcllen müsse. Die Zahl der Zollbeamten werde erhöht und im Reichsfinanzministerium ein General- inspektorat für den Grenzschutz errichtet werden. Den Patrouilleiwienst an den Grenzen werden soweit als möglich nur Mitglieder der nationalsozialistischen Fonnationen berschen. Für die Gesundheit der Kinder sorgt die Arb.eitcrregierung Bon Neuseeland. Ein Nationalfonds Bon 100.000 Pfund (14,000.000 Kä) mit einem Grundstock eines Bom Staate gegebenen Viertels dieser Summe soll die Errichtung und Aufrechterhaltung Bon Kinder- kolonien sichern..: Die.Stiftung trägt den Namen. König Georgs Vv-,der.bei seinem..nicht lange ichcrlebten Regierungsjubiläum die Zustimmung dazu gegeben hat. Premierminister S a.b a g« hat soeben einen Aufruf zu Spenden erlassen, die zunächst weitere 28.000 Pfund aufbringen sollen.(bn) Die Ualienische Schreckensherrschaft in Addis Abeba. Die„Times" greifen auf die Ereignisse in Addis Abeba nach dem Attentate gegen den Vizelönig Graziani zurück. Das Blatt behauptet, daß im Zusammenhang mit diesem Attentat u. a. 200 eingeborene Soldaten, die in den Reihen des italienischen Militärs dienten, aus Abessinien deportiert wurden. Dies soll auf persönlichen Wunsch Grazianis geschehen, sein. Der Marschall Butantan Die Schlangenfarm MTP Rio de Janeiro, im März. Der Assistent schnallt hohe Ledergamaschen an, zieht Büffel-Stulpenhandschuhe über die Hände, nimmt«inen langen Stock und ist feriig zum Schlangenfang.. Es ist.ein kalter trüber Tag, der den Regen Bon der Sorocahana herüberweht. Dio Schlangen fitzen alle in ihren runden Betonhäusern, wie Pontoks im Ncgerkraale sehen sie Bon weitem aus. Aber im Wassergraben, der am Fuße der Umfassungsmauer die Schlangcninsel umzieht, schwimmt eine lange grüngelbe Cobra, mit seltsam hochgehöbenem Schwanz und Kopf. Ein dicker Frosch klebt ängstlich im Ufergras. Die goldbraunen Pupillen schielen entsetzt nach schleichenden, unsichtbaren Gegnern. Ein Schwarm ganz kleiner Fische zieht dicht am Grunde des Grabens dahin, fegt-,in blitzschneller Wendung zurück, als unser Schotten das Spiegelbild trübt. Der Asiistent öffnet,«ine Drahttür. Uebor- steigt. di« Mauer, stampft dann mitten hinein ins Nsttternparadies. Sein Swck fährt in einen der Pontoks,. zieht drei, kleine, sich windende Schlan-, gen heraus. Aus dem nächsten fährt wütend ein dickes schwarzbraunes Biest heraus, klappert bedrohlich. Schon hat der Assistent ihren Kopf-niedergedrückt, hebt den Leib hoch, öffnet den Rachen. Mr, sehen die Hakenzähne, während das starre HhpNotjseurauge uns attackiert^.' Die Schlange weih,", daß wir Angst. Bor ihr haben. Der Mann schlenkert sie endlich fort. Die Klapperschlange stößt blitzschnell in den Graben, schießt an der anderen Seite der Mauer hoch, so daß wir respektBoll'zurückfahren. Der dicke Frosch nimmt schleunigst. Dek- knng. Unser Freund aber, begierig auf unser Lob, produziert sich Nun als Dompteur.. Ein halbes. Dutzend Schlangen angelt er züsaittmen, hebt dann das ganze Bündel hoch. Er sieht aus Wie ein Fi soll sich immer noch Im Krankenhaus befinden. Das Blatt teilt Weilers mit, daß die italienischen Soldaten in der nach dem Attentat« eingetretenen Verwirrung einige ihrer Landsleute erschossen haben. Wegen deö Verdachtes der Beteiligung an dem Attentate wurden zwei Söhne des ehemaligen abessinischen Gesandten in London, Dr. Martin, hingerichtet. DaS bulgarische Wahlergebnis. Nach den Gesamtergebnissen der Gemeindewahlen, die in den letzten Wochen in Bulgarien stattgefunden haben, wurden 78 Prozent der Stimmzettel für die Kandidaten abgegeben, die sich auf Grund des geltenden Wahlgesetzes um die Wahl bewarben, und 20 Prozent für die aufgelösten Parteien, 22 Prozent der Stimmzettel waren teer oder ungültig..' Untersuchung nentn Dorlot. In den Parla- menScouloirS in Paris wurde behauptet, daß der Vorsitzende der Bollspartei Dorwt, Abgeordneter und Bürgermeister Bon Saint Denis, möglicherweise'des Bürgermeisteramtes entkleidet werden wird. Doriot selbst gab an^ daß der Innenminister eine Untersuchung über die Verhältnisse auf dem Rathaus in Saint DeniS angeordnet hat. Innenminister Dor- moy erklärt« in.dieser Angelegenheit: Ich weiß nicht, ob Doriot das Bürgermeisteramt entzogen werden wird. Vorläufig harwelt«S sich um nichts Derartiges. In Saint Denis findet ebenso wie auf den Europa und Uebersee Im tschechoslowakischen Außenhandel Europa hat sein« überragende Stellung im tschechofiowakischen Außenhandel auch im Lahre 1086 erhalten können, obwohl sein Anteil seit 1029 dauernd zurückgegangen ist. Es betrug der Anteil(in Prozenten): Europas der übrigen Welt an der Einfuhr 1929 85.0 15.0 1988 78.7 21.3 1984 77.1 22.9 1935 76.8 28.2 1936 75.2 24.8 Europas der übrigen Welt an der Ausfuhr 1020' 84.2 15.8 Europas an der tschechoslowakischen Gesamt- e i n fu h r um 9.85b gesunken, während sein Anteil an der G e s a m t a u s f u h r um 7% zurückgegangen ist. Einen Rückgang weist außerdem der Anteil Amerikas an der Einfuhr auf, und zwar Bon 14.2% im Jahre 1982 auf 11.2% 1986. Der Anteil Asiens ist Bon 2.6% im Jahre 1982 auf 8% 1986 gestiegen. Afrika hat in der gleichen Zeit seinen Anteil Bon 2.1% auf 4.4% erhöhen können. Der australische Anteil hat. eine 1933 81.2 18.8 1934' 78.2 21.3 1935 79.8 20.7 1980- 76.7 ? 23.3 ,. Bon'1929 bis 1936 ist demnach. der Anteil Verdoppelung Bon 0.6% auf 1.2% erfahren. Bei der Ausfuhr weisen alle Bier Kontinente eine Steigerung ihres Anteils zu Lasten Europas auf. Amerika nahm 1986 bereits 18.7% der scher, wenn er«blutfrische Aale" auf dem Wochenmarkt, anpreist. DaS Gras der Insel.bewegt sich unter dem weichen Ringeln der Cobras. Zischen und Klappern. Viele lassen sich ins Wasser gleiten. Eine große, schwarzgelbe Giftschlange erklimmt ihren Pontok, legt sich oben in Ringe, den Kopf wachsam erhoben. Unser Mann, zufrieden mit dem Resultat seiner Dressur, kommt zu uns, eine Klapperschlange mit' sich tragend. Ein Wärter übernimmt sie. Wie einen jungen Hund packt er sie am Halse, bringt sie dann zur Giftentnahme ins Laboratorium. Jetzt kommen die ungiftigen Schlangen. „Leider haben wir keine ausgewachsenen Riesenschlangen", sagt.entschuldigend unserer Führer. Dann geht er, weit Borsichtiger als bei den giftigen Tieren, unter den Bäumen eines anderen Zwingers hin. Er Lugt, faßt plötzlich zu. Holt eine zwei Meter lange.Schsange aus dem dichten Gebüsch. Sie windet sich, drückt ihre Rings um den sie haltenden Arm. Der Wärter muß kommen,.um den Assistenten zu befreien. Als sie ins Gras gelegt wird, fährt sie wütend auf eine Cobra los, di« wir gar nicht gesehen haben. Beißt sie ins Genick.'Versucht die Feindin zu zerreißen. Erst als sie die Eisenspitze des Wärters spürt, läßt sie los. Man zeigt uns eine ander« große schwarze Schlange, die Giftschlangen frißt— sie macht gleich einen so sympathischen Eindruck. . Eine junge Sucurrl, die schon zweielnhalö Meter.läng ist und über' einen' Zentner wiegt, zeigt.unS der Assistent mjt ganz besonderem Vaterstolz..„Neulich hat sie ihr erstes Ferkel gefressen", sagt er.zärtlich. Um ihn zu ärgern, erzähle ich Bon der berühmten großen Sucurri in Rio, die zwei Schweine vertilgt und in dem Verdacht steht, früher Im Urwald.auch Kanibalin gewesen zu.seist. Und dann gehen wirins Laboratorium. ..In einem, Glasläsig liegt die Klapper- schlange. ,Jn. eiNem anderen nebenan belli ein Rathäusern anderer französischer Gemeinden eine Untersuchung statt, die aber übrigens noch nicht abgeschloffen ist.. Tas wird die Schwede« aber freuen! Göring empfing eine Delegation schwedischer Politiker und Volkswirtschaftler, welche eine Studienreise durch Deutschland unternehnien- In einem Trinkspruch zu Ehren der schwedisch-deutschen Freundschaft sagte Göring u. a.:' In der letzten Zeit kam es leider zu einigen Differenzen in den Beziehungen unserer beiden Länder. Beide Völler bleiben trotzdem auch toeiterhin durch die Bande des Blutes miteinander Bcrbundcu. . Die Boykott-Aktion ter Kongreffpartei. Nach einer.Veröffentlichung der Oiegierung in Bombay hat nun auch der Führer der Moslems in der Provinz Bombay di« Erklärung abgegeben, daß es ihm unmöglich sei, eine Regierung zu bilden. Insgesamt haben nun schon in sechs Propinzen, in denen die Kongrehpartei die absolute Mehrheit hat, di« Führer der Partei die Bildung der Regierung abgelehnt. Krestinskij wurde durch ein« Verordnung des Präsidiums der ZentralerekutiBkomiteeS der USSR zum stellvertretenden Volkskommissar im Juftizkom- miffariat der USSR ernannt und gleichzeitig Bon den Pflichten des stellBertretenden Volkskommissars im Volkskommissariat für Auswärfige Angelegenheit entbunden. tschechofiowakischen Gesamtausfuhr auf, Asien 5.1%, Afrika 8.9% und Australien 0.6%. Dieses stärkere HerBortreten Amerikas, Asiens, Afrikas und Australiens in der tschechofiowakischen Gesamtausfuhr ist nicht etwa durch eine Verringerung der Ausfuhr nach den europäischen Staaten,— wenigstens nicht in den letzten Bier Jahren — erfolgt, sondern durch eine zum Teil nicht unbeträchtliche Steigerung der Ausfuhr nach den Bier genannten Kontinenten. Eine Länder-Uebersicht des tschcchoslowalischen Außenhandels gibt Aufschluß darüber, welche Staaten zu dem Rückgang des europäischen Anteits besonders beigetragen haben. Es sind da in erster Linie Deutschländ, Oesterreich, Polen und Ungarn zu nennen. Diese Bier Länder haben im Jahre 1929 allein über 45.1% der tschechoslowakischen Gesamtausfuhr ausgenommen, 1936 aber nur noch 84.4%. Annähernd im gleichen Verhältnis ist der Anteil dieser Bier Staaten an unserer Einfuhr gesunken, nämlich Bon 37.7% auf 25.7%. Oesterreich, da? 1929 nach Deutschland sowohl in der Einfuhr als auch in der Ausfuhr die zweite Stelle besetzt hielt, ist im Jahre. 1036 in der Einfuhr an,die zehnte Stellet trrjbefc Ausfuhr— nach Deutschland/den Vereinigten' Staaten und England— an die Bierte Stelle gerückt. Die Bedeutung Englands, Frankreichs, Belgiens, der.Niederlande, der Schweiz und- der Staaten der Kleinen Entente im tschechoslowakischen Außenhandel hat sich. zum Teil wesentlich Bcrstärkt. lleberraschen muß das BerhältniSmäßig starke HerBortreten der kleinen Länder, wie Belgien, der Niederlande und der Schweiz, während die Entwicklung des tschechofiowakischen Außenhandels mit Rußland nicht befriedigt. Nimmt doch Rußland nach dem Stand Bom Jahre 1036 nur 2.2% unserer Gesamtausfuhr aus, also noch weniger als das kleine Belgien und nur die Terrier, der noch nichts Boni Serum weiß. Nun öffnet man eine VerbindungStür zwischen den Kästen. Der Terrier, froh über die Abwechslung, läuft hinüber, beschnüffelt die Schlange. Schwapp! hat er einen Biß weg, dicht am Ohr. Erstaunt steht er einen Augenblick, schüttelt sich, bellt. Un- terbricht sich selber, Springt plötzlich mit allen Vieren hoch. Dreht sich im Sprunge. Fällt auf den Rücken. Zappelt. Lapst. Die netten braunen Augen werden stier, wir sehen die feinen Rippen unter dem Fell und das aufgeregte Herz, das gegen den Tod ankämpst. „Awful interesting", lobt eine Amerikanerin, die mit zu unserer Gruppe gehört, und ich hc» daure, daß nicht s i e Bon der Klapperschlange gebissen wurde. Aber schon langt der Wärter mit einem Haken in den Kaste», zieht den Terrier heraus, legt den zitternden Tierkörper auf einen Tisch. Dann zückt der Assistent eine Spritze und macht «ine Injektion in den üiachen. Noch einige Minuten, und der Hund fällt langsam auf seine Beine zurück. Der Schwanz wedelt— er ist gerettet und weiß nicht einmal, wieso und warum. „Wenn jetzt die Cobra den Hund beißen würde, hätte das keinerlei Wirkung, sie hat kein Gift mehr", erklärt der Assistent, bereit zu einem neuen Experiment. Aber wir lehnen ab. Der Hund lebt ja und interessiert uns jetzt ebenso wenig wie ein auf dem Schafott Begnadigter. Am Eingang zum Institut hält ein grüner Karren mit Maultieren. Ein Kaboclo reicht den Arheitern runde Schachteln herunter, die wie Hutbehälter auSsehen. Schlängen, nichts als Schlangen sind darin. Die schicken die Leut« aus ganz Brasilien nach Butantan und bekommen dafür umsonst das Serum, um es sich einzusprihen, wenn ft« gebissen werden. Dann fangen st« die Schlange, die sie gebissen, hat, und schicken.sie.nach Butantan, dort revanchiert man sich wieder mit Serum.... Kreislauf der Wirtschaft nennt man das in Brasilien. Hälfte dessen, Inas die Tschechoslowakei nach der Schweiz und nach den Niederlanden auSsührt. Zu den für unseren Außenhandel wichtigsten außereuropäischen Ländern gehören die Vereinigten Staaten, Argentinien, Brasilien, Vritisch- Jndicn, Aegypten und Australien. Was geschieht mit den Fettziillen? Die„Konsumgenossenschaft" schreibt: Die Zollsätze für Schweinefett und Speck wurden ab 1. Jänner 1035 erhöht. Dcni Drängen der Konsumgenossenschaften nachgebend, hat die Regierung die Zölle ermäßigt. Die heute gültigen Zollsätze sind 00 Heller je Kilo für Speck und 1.20 XL für«in Kilo Schweinefett, wozu noch die Fleischsteuer Bon 20 Heller bei Speck und 30 Heller bei Feit und die pauschalierte Umsatzsteuer Bon 40 Heller bzw. 50 Heller kommt. Fleischsteuer und Umsatzsteuer kommen natürlich auch bei den ersterwähnten autonomen Zollsätzen und in gleicher Höhe in Frage. Die ermäßigten Zollsätze werden Bon der Regierung Bon einem Vierteljahr auf das andere festgesetzt— was an und für sich sehr zu beanstanden ist, denn derartige Einrichtungen sollten doch für eine längere Zeit festgesetzt werden— und gelten jetzt bis 0. April 1037. Das Ministerium für soziale Fürsorge beantragte im letzten Ministerrat eine Verlängerung des ermäßigten Zolles für sechs Monate; gegen diesen Antrag sprach sich— kann es anders sein?— daS Landwirtschaftsministerium aus. Der Ministerrat gelangte zu keiner Entscheidung, und man rechnet mit der Tatsache, daß der nächste Ministerrat erst am 8. April stattfinden wird. Am 0. April aber ist die Frist der Zollermäßigung abgelaufen und öS würden, falls bis dorthin keine Regelung erfolgt, wieder die alten, hohen Zollsätze in Geltung treten. ES ist dringend notwendig, daß die Negierung sofort Maßnahmen trifft, die eine Verteuerung der Fettimporte durch erhöhte Zölle Berhindern. Die Fetipreise sind auf dem Weltmärkte an und für sich sehr hoch, so daß eine weitere Verteuerung durch erhöhte Zollsätze einfach untragbar wäre. Hinzugefiigt werden muß noch, daß die inländische Erzeugung den Fettbedarf nicht zu decken Bert mag, so daß also eingeführt werden muß; eS kommt lediglich darauf an, ob die Einfuhr teuer bzto. zu den erhöhten Zollsätzen erfolgt, oder billiger. bzw. zu den herabgesetzten Zollsätzen. Bei dieser Gelegenheit sei auf die egoistische Einstellung der Großagrarier hingewicsen, die immer und unter allen Umständen dafür sind, daß die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse so Biel als möglich berteucrt wird; daß die Einfuhr Bon 'Fett infolge der'ung'eiiügestden heimifche» Erzen-" güng' erfolgest' müh; scheint" für" dw"Herren kein Grund zu sein, den inländischen Verbrauchern dieses ausländische Fett so billig wie möglich zugute kommen zu lassen. Es ist bedauerlich, daß daS Landwirtschaftsministerium sich zum' kritiklosen Verteidiger der Interessen der großen Grundbesitzer macht. Ermäßigte Aufbewahningögebühren für Geschäftsreisende in den BahnhosSgarderoben. Tas Eisenbahnnilnisterlum hat dem bereits 1983.eilige» brachten Antrag des„Bundes der Vertreter und Reisenden", Reichenbeng(Fachgruppe des Allgemeinen Angcitellten-Verbandes), welcher durch den Senator Ernst Grünzner ans Ermäßigung der Änf- bcwahrungSgcbiihrcn für Geschäftsreisende iii den BahnhofSgardcroben dem Zentraleisenbahnrat überreicht worden war, mit Erlaß Bom 25. Feber 1037, G.-Z. 57.244—III/l—1986, nunmehr ftattgcgeben. Stach diesem Erlaß wird für Bon Geschäftsreisenden in Eisenbahn-GcpäckSaufbewahrungsräumen.hinterlegte Gegenstände ein 50prozentiger Nachlaß der Aufbewahrunasgebühr gewährt, die für die jeweilige Äiifbewahnmgsstelle bestimmt ist. Auf den Nachlaß haben jene Geschäftsreisenden Anspruch, die sich mit einer Bon einer Handels- mid Gewerbekammer oder Bon der Handels-, Gewerbe- und Jn- dustriezentrale in Königgräb auSgegebenen Legitimation ausweiscn können, die zum Gepäcksnachlaß berechtigt. Der Nachlaß wird ab 1. April 1987 in jenen Eisenbahn-Gepäcksaufbewahrungsräumen gewährt, in denen er durch Kundmachung Berlaut- bart wird. Nähere Auskünft« über diese Begünstigung und sonstige Berufsfragen erteilt der„Bund der Vertreter und Reisenden"(Fachgruppe im Allgemeinen Angestellten-Veilband), Reichenberg, Tnr- nerstraße 27. Man erhfilt für kc 100 ReichSmark.»,,, 740.50 Markmünzen..>,, 782.50 100 österreichische Schillinge.. 538.50 100 rumänische Lei..,, 17.85 100 polnische Zloty ,,, 545.— 100 ungarische Pengö.,,, 588.50 100 Schweizer Franken, 600.50 100 französische Francs..» 138.32 100 holländische Gulden.,. 1573.— 1 englisches Pfund.,, 141.37 1 amerikanischer Dollar>. 28,65 100 italienisch« Lire. 153,40 100 Dinare. 08.80 100 BelgaS....... 485.— 100 dänisch« Kronen...■ 627.— 100 schwedische Krone«,». 725.— IWfe&wu’tacfccift äoÄachotM Sette« Sozialdemokrat" Mittwoch, 81. Mär» 1037. Nr. 7» Traqer ZMmg ^U5 6er pollrelckronlic Der österliche Polizeibericht verzeichnet drei Einbrüche, einen Betrugsfall, bei dem ein Stück Prager Salami als TarnungSmittel diente, und nicht weniger als neun Selbstmorde, manche davon unter besonders tragischen Umständen. So erhängte sich Montag in seiner Wohnung in Straschnidder erst 20jährige Metallarbeiter Karl Manda aus Angst vor Erblindung.. Er hatte in der Arbeit vor einiger Zeit dar eine Auge verloren und fürchtete nun, da er sich eine Verletzung am andern .zugezogen hatte, auch noch um dieses zu kommen.— Montag früh trank die 88jährige BeamlcnSgattin Milada SouLek in ihrer Wohnung in Smichov aus Gram über den Tod ihres Sohnes eine Sublimat« lösung aus. Sie Ivurde in hoffnungslosem Zustand auf die Klinik Pelnäb gebracht.— Der 84jährige Bankier Emil Näplava schnitt sich in seiner Wohnung in der Kroncngasse in Prag XII die Pulsadern auf; als Grund seiner Tat gab er im Allgemeinen Krankenhaus eheliche Zerwürfnisse an.— Die Li- jährige Marie Sander versuchte sich in ihrer Wohnung in Ziskov durch Leuchtgas zu töten, wurde aber, bereits in bewusstlosem Zustand, von ihrer Schwiegermutter gefunden, die sie auf die Klinik Schmidt bringen liest.— Karsamstag abend» versuchte sich Im HuSpark in Kosik die 40jährige ArbciterSfrau Josefa Linda zu erhängen, wurde aber von einem vorübergehenden Kameraden ihres Mannes entdeckt und abgeschnitten. Da sie daraufhin zu toben begann. wurde sie nach der pölizciärztlichen Untersuchung in die Irrenanstalt nach Bohnitz gebracht. In der Nacht auf Ostersonntag wollte der 29- jährige Arbeitslose Biktor Zenker aus Prag I von der Manerbrücke in die Moldau springen, nachdem er sich mit einem Taschenmesser die Pulsadern ausgeschnitten hatte. Er wurde vom zufälllg vorbeigehenden Lehrer Bohuslav Tarola aus Lieben und dessen Schüler Josef Wolf aufgehaltent da Zenker erklärte, über seine lange Arbeitslosigkeit verzweifelt zu sein, gab ihm Tarola 80 XL, worauf er auf die Klinik Schlosser ging, um sich seine Schnittwunden verbinden zu lassen.— Ostersonntag abends sprang ein unbekanntes junges Mädchen von der Eisenbahndrücke beim Byiehrader Felsen in die Mol- däu; am Ufer hatte sie eine Legitimation auf den Namen einer 18jährigen Marie Zitnik zurückgelassen, al» die sie am nächsten Tage erkannt werden könnte, al» ihre Leiche geborgen wurde.— Montag vormittag» um 10 Ubr sprang von der Brücke bei Troja die 27jährige Marie Havel au» Kobyli» mit ihrem dreijährigen Söhnchen Ladi»lau» in die Moldau. konnte aber von zlvei dortigen Kahnverleihern gerettet werden, worauf sie in» Krankenhau» auf der Bnlovka gebracht wurde. Der Zustand de» Kindes ist ernst. Al» Grund der Tat gab sie an, sie habe da» Kind ihrem geschiedenen Mann zurückgeben sollen, der am Morgen um es geschickt habe. Abgeordneter Wenzel Jaksch spricht in einem Di»kussion»abend de» Klub»„Novä Svoboda" über da» Thema„DiePerspektivendersozia- listischen Politik in der Tschechoslowakei" am Freitag, den 2. April, um halb 8 Uhr im Svieaelsaal„Närodni kävarna", Prag I., Nä- rodni 18, 1. Stock. Arm In Arm in den Tod Prag.—rb— Die ständig wachsend« Zahl der Opfer irrsinniger Autoraserei würde die Vermutung nahelegen, dass die Rechtsprechung gegen Autolenker, deren Getviffenlosigkeit Menschenleben zum Opfer gefallen sind, mit vermehrter Strenge vorgeht. Tatsächlich schien sich eine Zeitlang eine Tendenz zu strengerer Bestrafung solcher genteingefährlicher Wildlinge geltend zu machen. Wie iirdeffen die Spruchpraxis zeigt, laffen doch die Gerichte allgemein in solchen Fällen beträchtliche Milde walten. Tragisch ist der Fall, der gestern vor dem Strafsenat des OGR Dr. H o m a n zur Verhandlung kam. Auf der Straste von Krusovice nach Krupa ging am 16. August vorigen Jahre» ein Liebespärchen spazieren. Die Fahrbahn ist neun Meter breit und die beiden jungen Leute gingen nebeneinander auf dem Bankett. Es war in der neunte» Abendstunde und bereits dunkel. Josef I. hatte den rechten Arm um sein Mädel Helene H. gelegt und sie ihren linken nm den Burschen. DaS LiebeSidvll fand ein schreckliche» Ende. Ter Grostbauernsohn Josef N r& i 11 aus Lctov kam mit seinem Personenauto herangefegt. Der linke Kotflügel erfasste das Mädchen, rist «S buchstäblich aus dem Arm ihre» Begleiters und schleuderte die Unglückliche mit solcher Wucht in den Strahengraben, dast sie tot liegen blieb. Joses Präsil wurde des Vergehens gegen die Sicherheit deö Lebens angeklagt und veranüvoriete sich damit, er habe einigen entgegenkommenden Wagen ausweichen müffen und sei durch die nicht abgeblendeten grellen Scheinwerfer geblendet worden i übrigens ein sattsam bekanntes beschämendes Kapitel landesüblicher nutomibilistischer Rücksichtslosigkeit!), das änderte aber nichts an der Tatsache, dast der Angeklagte an einer stark frequentierten und-gefährdeten Stelle mit übermässiger Geschwindigkeit fuhr. Er konnte dpn Wagen.erst auf eilte Entfernung von 22 Metern zum Äehen bringen. Das Urteil lautete auf drei Monate strengen Arre st e s— selbstverständlich bedingt. Unheilvolle Gelegenheit 6800 Ki auf dem Ladenpult Prag-rb- Am 14. Dezember v. I. ging eine Frau H., die Gattin eine» höheren Beamten, auf Weihnachtreinkauf- In ihrem Handtäschchen befand sich ein ansehnlicher Betrag, denn ihr Gatte hatte an jenem Tag s«ne. Weihnachtsremuneration beho ben und al» guter Ehemann seiner Frau übergeben. E» waren 6800. XL. Frau H. blieb vor der Auslagescheibe einer Weinberger Grossbäckerei stehen, die auf den guten Reklameeinfall gekommen war, die appetitliche und hygienische Erzeugung, ihrer Waren dem Publikum dadurch zu demonstrieren, dast da» Gebäck.hinter der Aurlage vor den Blicken des Publikum» hergestellt wurde. Da» mst dem Backen beschäftigte Personal bestand au» drei Leuten:- dem 27jährigen Gesellen B l a d i m i r M., dem 19jährigen Gehilfen W en- zel S. und der 26jährigen M a r i e K. Alle drei waren sehr geschickt. Marie K. ist ausserdem sehr hübsch und verfügt über zierliche Bewegungen. Da» Schaufenster erwies sich als wirkungsvoller Anziehungspunkt für die Vorübergehenden und auch Frau H. fand Gefallen daran und trat in den Laden ein und machte Einkäufe. Als sie dann den Laden verliest. liest sie ihr Täschchen mitsamt den 6800 XL auf dem Ladenpult liegen. Eine andere Frau, die da» bemerkt hatte, machte da» dreigliedrige Personal aufmerksam und diese» übernahm auch mit Dank da» Täschchen in Verwahrung. Al» sie aber einen Blick auf den Inhalt geworfen hatten, kam di« Versuchung plötzlich und mit unwiderstehlicher Gewalt Uber sie und sie beschloffen, da» Geld für sich zu behalten und unter sich aufznteilen. Als die Verlustträgerin kurz darauf in höchster Err-aung zurückkehrte, wurde sie mit bedauerndem Achselzucken abgefertigt. Nein— e» sei nicht» gefunden worden— die Dame müsse da» Täschchen anderrwo verloren haben— hoffentlich sei der Verlust nicht grost usw. Da» Manöver mistglückte. denn die Frau, welche die liegengebliebenc Handtasche entdeckt und sie selbst dem Personal übergeben hatte, war zufälligerweise noch vor dem Schanfenstrr stehen geblieben und überführte die drei Uebeltäier. Vladimir. Wenzel und Marie waren gestern vor dem Straisenat de» GR. Dr. H r u ö k a de» Verbrechen» de» Diebstahl» angeklagt, oualifiziert durch da« Belastungsmoment der verbrecherischen Verabredung. Alle drei waren reumütig geständig. E» sind junge Leute allerbesten Rufe» und e» ist gewist eine tragische Schicksalsfügung, dast sie einer sie vlöblich überrumpelnden Versuchung erlagen. Da» Gericht zog alle mildernden Umstände in Betracht und verurteilte die Ange» klagten zu je drei Monaten Kerker bedingt. Kirnst und Wteaw Kommen Sie am Ersten I Unter diesem vertröstenden Appell sorgen die geschickten und liebenswürdigen Lustspiel-Autoren B i I e f f i und Stella,(dieselben, die un» schon eine»Unentschuldigte Stunde" bereiteten), nun für zwei entschuldbare Stunden in der Kleinen Bühne. Da» wenig beneidenswerte soziale Milieu der In» kassanien ist.da nicht gerade mit besonderem Blick i« die Tiefs, aber doch' einigermasten Wirklichkeit», gerecht, ein bistchen larmoyant und mit Amüsier- Absicht zugleich geschildert, wobei der durchaus nicht hundertprozentigen Wahrheit die Ehre gegeben wird, eine hübsche, junge und kluge Jnkaffantin muffe cs leichter haben al» ihre männlichen Kollegen. Die Verfasser schufen in einer nicht sehr kräftigen Handlung ein paar gelungene Situationen, in die wiederum gut gesehene Typen gestellt sind. L i e b l inszeniert da» aus dem Handgelenk und die Darsteller leisten ihm ausgezeichnet Gefolgschaft. Vor allem entzückt Fräulein M a ch e i n e r in der Hauptrolle durch natürlich-sympathische» Wesen und durch eine durchgängige Äradltnigkeit der Gestaltung, die auf vorbildlich künstlerische Weise durch humorig-mädchenhafte wie fraulich-ernsthafte Nuancen unterstrichen wird. Herr S z u r o v y zeichnet überzeugend eine Art Urbild de» zeitgenössischen Don Juan, glaubhaft anrüchig im skrupellosen Eroberer- und Leichtsinn. Dennoch eben nie abstostend, weil da irgendwo doch Herzlichkeit, Gemüt, ja sogar Anständigkeit durchschimmern. Und Herr Dudek entwirft al» verratener Ehemann— der sich im wahrsten Wortsinn die Füsse abläuft, während sein drohnen- hafte» Weibchen da» Leben al» eine Flirt- und | Tennis-Angelegenheit ausfastt— eine seiner trefflich pointierten, dezent gestalteten guten Kerle, die sich vor beschämendem Mitleid retten, indem sie leise erkennen laffen. dast sie selber wissen, wie e» um sie steht. Schliestlich ist aber auch Frau Carpen» t i e r» auf Abwegen wandelnde Ehefrau nicht nur mit schauspielerischem Erfolg vergnügt, also vergnüglich, so dast, im Zusammenspiel mit dem übrigen Dutzend Kleinrollen-Träger, ein unterhaltsamer, vielbelachter und doch. auch räilich moralisierender Abend zustandekommt. l. g. Josef Kliika gestorben. In der Nacht zum Sonntag starb in seiner Heimatstadt Klatiau der 82jäh- rige Komponist Josef Klikka, Professor der Meisterschule des Staat!. Konservatoriums i. R. und Mitglied der Tschechischen Akademie. Klikka begann seine Laufbahn als Theaterkapellmeister, Chormeister und Orgelvirtuose. Bom Jahre 1886 wirkte er als Professor an der Orgelschule, später am Konservatorium, voni Jahre 1920 an der Orgel-Meisterschule in Prag. Fast alle späteren hervorragenden tschechischen Organisten(Tregler, Picka, Hornik, Wiederniann) waren seine Schüler. Er komponierte zahlreiche Männerchöre, und Jnstrumentalwerke, darunter das Melodram«Nur einmal", etliche Oratorien und Messen und auch eine Oper„Die schöne Müllerin".- Auguste Wilbrandt-BaudiuS, einstmals und durch viele Jahrzehnte Wiener Burgschauspielerin mit grobem künstlerischen Ruf, ist gestern, 96jährig, in Wien gestorben. Prager Vereinstheater. Samstag, den 8. April, Uraufführung-„ Vormärz", Komödie in drei Akten von Rudolf S t e r n.— Dieses Stück kämpft für geistige Freiheit und Demokratie..— Kartenvorverkauf Uraniakaffa. Spielplan des Neu« Deutsch« Theater». Mittwoch 7: Lohengrin, B 1.—Donnerstag halb 8: Feine Gesellschaft, Erstaufführung, C 2.— Freitag halb 8: Rossini in Neapel, D.— Samstag halb 8: Der Rosenkavalier, C 2.— Sonntag halb 8 Uhr: Nathan, der Weise. Gastspiel Albert unb Else Bas« scrmann mit'Ensemble, halb 8: Raub der Sam» nerinnen,.Abonnement aufgehoben. Splelplan der Klein« Bühne. Heute, Mitt- woch, 8. Uhr:„Kommen Sie am Ersten!" Bankbeamte 2 und freier Berkaus.— Donnerstag, 8 Uhr: Aalrm im Radio.— Freitag halb 8: Figaro lässt sich.scheiden, Uraufführung(Kulturverband und freier Äerkauf)— Samstag 8: Jean, Gastspiel Kramrr-Glöckner.— Sonntag 8 Uhr: Jean, Gastspiel Krämer-Glöckner, 8: Figaro lästt sich scheiden. 2er Mm „Der Kamin ohne Seme" ist ein Film ohne Wert, ein tschechischer Film, der Schwelgen verdiente, wenn er nickst zu den Feiertagen gleich in drei Premierenkino» ein«» offenbar zahlreichen Publikum gezeigt worden wäre. E» handelt sich um die Verfilmung eine» R.mans der Maryna Rado- mirska, der Autorin de» gleichfalls schon-verfilmten Werke»„Da» Licht seiner Augen", unb auch der .Kamin ohne Feuer", der wieder in einer vickl- gelesenen Frauenzeitung gedruckt wurde, rechffertigt den Beinamen'„die tschechische CoUrihS-Mahler". der damals hier der Radomirffa gegeben wurde. Dast man diese süstlich-rührseligen, spiestig-gefühlSiriefen« den ForffehungSgeschichien verfilmt, in denen immer eine uninteressante Unschuld nach manchem Weh und Ach Uber eitle oder hartherzig« Leute siegt(die»- mal ist'» eine nicht ganz legale Schwiegertochter, die unter einer bösen Gutsbesitzerin lammfromm zu leiden hat), zeugt weder von Geschmack, noch davon, dast man sich der wirklichen Ausgaben de» Film» be» wustt ist, die ja nicht darin bestehen, Kaffee-Kränz- chen-Romane zu illustrieren. Dast dieser Film vöm „Kamin ohne Feuer" ohne einen Funken von Film- Verstand inszeniert wurde, bah ein R«giss«r namens Spölinka die Geschichte fast noch fader gemacht hat al» sie ist, dast ein« noch immer hoffnungsvolle Schausvielerin wie Hana B k t o v a hier beinahe in die Gefahr der Lächerlichkeit gerät,— da» ist unter den gegebenen Voraussetzungen kaum zu verwundern, im Interesse der Entwicklung de» tschechischen Films aber zu bedauern.—cis—- Der gute Appetit des DTV Verband der deutschen Schwimmvereine und Deutscher Leichtathletik-Verband— auch in der„Arbeitsgemeinschaft“ Der Verband der deutschen Schwimmvereine (BdhS) hat zu Ostern in Leitmeritz seinen Verbandstag abgehalten, welcher hauptsächlich und einstimmig den Beschluss der Zusammenarbeit mit dem DTV genehmigt«. Au» einer Resolution hiezu sei nur der eine Satz zitiert: „Der DTV übernimmt hauptsächlich die mit mit der Erziehung zusammenhängenden Aufgaben, wogegen dem VddS die Pflege jener Angelegenheiten obliegt, die Wettkämpfen dienen." Angeblich soll ein Arier-Paragraph nicht eingesührt werden, wa» ja schließlich bei der völlig betont nationalen Gnmdlage des Verbandes der deutschen Schwimmvereine auch nicht offiziell vonnöten wäre. Die Situation der Verschmelzung de» deutschbürgerlichen Leichtathletikverbandes(DLAV) mit dem DTV ist schon soweit gediehen, daß in„streng vertraulichen" Rundschreiben der Inhalt der Abmachungen, die gleichbedeutend mit der Aufgabe jeder Selbständigkeit sind, bekanntgegeben wird, in d«m u. a- in bezug der Startmöglichkeiten folgender angeführt werden kann: „Zur Teilnahme an Wettkämpfen innerhalb de» n e u e n DLAB, mit Ausnahme der Klubwettkämpfe zwischen alten DLAB-Dereinen, ist der BesitzdesTurnerscheine» neben der Startkarte Voraussetzung. Dieser wird durch Teilnahme an den Pflichtturnstunden bei einem Turnverein und Nachweisdesvölki- schen Wissen» erworben." Wa» bei den schon gleichgeschalteten bürgerlichen Sporiyerbänden(auch noch bei dem VddS) in besonderer Weise verschleiert werden konnte, kommt bei ben DLAV-Abmachungen in überaus klarer Form zum Ausdruck: die Schaffung einer Zentralstelle de» sudetendeutschen Sport» durch"den DDL— ähnlich jener im Dritten Reiche. Wenn schon dem DTB ali Schirmherr der SdP kein politischer Nutzen erwächst, so will man anscheinend die Aschenbahn, Schwimmbassin usw. al»;en«n „Platz" benützen, wo dem Sudeiendeuffchtum noch „Lorbeeren" wachsen könnten. Ob da» der.andere Partner— die tschechische Seit«— genügend anerkennen wird wollen, bleibe zur weiteren Erörterung noch offen.'..', Die„Sporteinheit"— wie sie da»„Rudi Pravo" verwirklich« will, kommt au» einer seiner Ankündigungen zu einem proponierien"Prager „-Baumgartenlauf um den Wanderschild", da» e» gestiftet, so recht sinnfällig zum Ausdruck. In den Präpositionen heisst es ui'a.:„Der Wettkampf als Provaaända ist offen" allen Sportlern, organisiert' im LMlU, Sokol, DTJ FPT. Orel, Sportklub der Tramps, wie unorganisierten." Der Wettkampf findet unter den Regeln der CAAU(dar ist der bürgerliche Leichtathletikverband).statt.— Wir müffen gestehen, dast diese„Einheitsfront" imr die kommum- stischen Sportler imponieren wird.,., DFB-DIvistonSmeiftrrschaft: DFC Prag gegen DFK Komoiau 6:0(4:0), Teplitzer FK gegen Blasta Bnrian, in„Drei Eier im GlaS" Sportbrüder Prag 8:0(8:0), Warindorfer JK gegen DSV Saaz 4:1(2:1), DSK Gablonz gegen KFK Karlsbad 4:1(1:1), Sportbrüder Schreckenstein gegen VfB Teplitz 2:1(1:0), Reichenberger FK gegen BSK Gablonz 2:0(1:0), DSK Gablonz gegen BSK Gablonz 1:1(1:0). Liga-NachtragSspirle. Rusj UZHorod gegen Sparta Prag 1:6(0:2), Zidcnice Brünn gegen Mor. Slavia Brünn 6:0(0:0), SK Prostnitz gegen SK Kladno 8:0(1:0). Au» dm tschechischen Divisionen. Mittel« böhmcn: Union ZiZkov gegen Sparta Kladno 7:0, Libeü gegen Rapid 6:0, SK Nufle gegen Ccchie Karlin 2:4, Viktoria Nufle gegen Altbunzlau 6:8, AFK Kolin gegen Nuselsky SK 0:1, Sparta Koöik gegen Meteor"VIII 0:4.— Böhmen-Land: SK Pardubitz gegen Königinhof 4:2, Kopisty gegen Pola- ban Rstnburg 4:1, Hokovice gegen Jungbunzlauer SK 6:1, Slavia Karlsbad gegen Explosia Semtin 2:1, Pettin gegen Rakonitz 6:0, Königgrätz gegen CSK Ä.-Budwei» 2:1. Sonstige Fußballspiele. Prag: Viktoria ZiZ- kov gegen SK Nusle 6:1.— Pilsen: Viktoria gegen Union Zljjkov 7:0 und gegen Sportbrüder Eger 11:1.— Nimburg: Polaban gegen DM Jglau 6:0.— Königinhof: SK gegen Reichenberger FK 7:8.— Kopitz: CSK gegen FK Oberleuten»» dorf 0:8.— Karlsbad: üHC Prag gegen Sparta 6:2.— Saaz: DSV gegen Gut» Mut» Dresden 2:1.— Teplitz: TFK gegen AFK Kolin 8:0.—■ Brüx: SK Sous gegen Schwalbe 4:0, Sportbrü« der gegen SpVg Bodenbach 1:1(1:1).— A sch: Sportbrüder gegen DFC B.-Budwei» 4:2.— Zlin: SK Baka gegen Sportklub Wien 1:0.—- Prerau: SK Kladno gegm SK 6:2.— Prost» nitz: SK gegen Hodolany 6:1.— Kaschau: KAT gegen Rusj Ujhorod 2:1.— Sillein: Sparta Prag gegen mittelslowakische» Gauteam 10:8.— Belgrad: Phobu» Budapest gegen Dcogradski 8:8,' — Agram: Gradjanski geg.'Admiva Wien 4:0.—- Krakau: FC Wien gegen Cracowit 2:1.— Antwerpen: Ujpcst Budapest gegen Wormasia Worms 1:0.— Luxemburg: Bocskai gegen Tmm 4:0 und gegen FC Sochaux 2:2.— Aarhus: Wacker Wien gegen Jütland-Team 8:0. Oster-Fußballtumiere. B.- Budwei»: Libeü gegen SK Pilsen 4:1 und gegen Meteor 4:0, Meteor geg. CSK Reserve 6:1, CSK I geg. SK Pilsen 6:4, — Prestburg: DSK gegen Floridsdorfer AC 4.1 und gegen KiSpest Budapest 5:1, Flor. AC gegen SK Nachod 4:8, KiSpest gegen Nachod 8:2.— Wien: FcrencvaroS gegen Austria 7:2, Rapid gegen HUn- garia 8:2, Austria gegen Hungaria 4:1, Ferenc« varo» gegen Rapid 4:2. Slavia Prag weilte in Dänemark, wo sie in Kopenhagen gegen ein komb. Team 6:0, gegen da» Städteteam 8:2 und gegen di« VerbandöanSwahl- mannichaft 2:2(2:2) spielt«. Bohemian» Prag nahmen an einem Turnier" in Amsterdam teil und"verloren gegen Blaue Witt nach Verlängerung 0:2, dagegen gewannen sie gegen DSW 6:2. Clu& der Partei Bezirksorganisation Prag. Donnerstag, den 1. April, 20 Uhr, im Parteiheim, Smekky 22. Sitzung der Bezirksvertretung. Vuwtenuhdchtui Die große Atu»-Akademi«. Bei der am Sonntag, den 11. April,- im Radiosaal stattfindenden groben Atu»« ■ll^m ikademie mit Fahnenweihe, an der ■■■■A:uch alle befreundeten Organisation Prag ncn- in Erscheinung treten- werden. --wird sich der Aiu». in-einer, anderen Form al» bisher-seiner Aufgabe entledigen. Da»,iüx den Zuschauer'ermüdende Geräteturnen wird auf da» mindeste eingeschränkt, da» Programm ist hauptsächlich auf-Bewegung aufgebaut,- so dast der Zuschauer auch immer durch neue Eindrücke interessiert wird".-Wich« tig ist, kein Genosse und. keine Genossin darf bet dieser Äkademe fehlen. Kaust-jetzt schon bei unseren Pertrauensmännern und Werbe« die Karten, dä-- mit uns in den letzten Tagen vor-der Akademie'.«« mehr die Werbung der Saumseligen übrig bleibt. Die Akademie beginnt unf 6 Uhr mit deii Kinder«. Nach. Schluss de» Programm» Tanz" bis 12 Uhr nacht». Rote Falk«, Prag.. Morgen," 17 Uhr,-im. Bartelheim* Bastelheim. 18.80 Uhr: Helfeäespre-, chung. Bezug»beding n n a>. n: Bei Zustellung in» Hau» oder bei Bezug dnrch di« Post monatlich Xö 16.—. vierteljährlich Xi 48.—, halbjährig Xi 96.- ganzjährig XL 192.—.— Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlass.- Rückstellung von-Manuskripten erfolgt-nur bei Einsendung, der Retousmarken.— Die Zeitungsfrankatur wurde von der Post»" und.Telegraphendirektion mit Erlass Nr. 18.80Ü/VII/1980 bewilligt,— Druckerei:„Orbis", Druck«, Verlag»« und ZeitungS-A.-G. Prag,