Sozialdemokrat Aerrtralyrgarr der Deutsche« sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint«it««ouahme de»»»«tag tlglich friih Redaktion und Derwaltung: Prag XU., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Kar!Kern,Prag Einzelpreis lelnfch t ießl. 5 Keller Porto) Aus dem Inhalt: Neudorfer Bergarbeiter gewinnen den Streik Nazistische Aktivität Im Südosten Phönix-Lösung bevorstehend Präsident Beneä im amerikanischen Rundfunk 17. Jahrgang Samstag, 17. April 1937 Nr. 91 pie_yolksgemeinschaft der Kapitalisten: SdP ternehmern nicht verderben will, weil die leinen anderen Daseinszweck hat als die Arbeiter zu betrügen, um sie Niederhalten und nieder«' knüppeln zu können— wenn sie dazu die'Macht hätte. Jungbuch Ist eine Mahnung— so schrieben wir vor einigen Tagen, eine Aiahnung für die Unternehmer. Jungbuch ist auch eine Lehre, eine Lehre für.bie Arbeiter. Der SdP-Abgeordnrte als Fabrikant gegen die Arbeiter, der SdP-Abgeordnete als Fabrikant Dreißiger ■ Die Berichte über den Brrlanf der Ber» sammlung in Siiedergrimb beweisen übereinstimmend, daß cS sich um eine» wohlüberlegt«» Plan hrnletnistischer Terror,rappe» handelt, unser« Per- sammluug zu stürm und zu sprenge». Die SdP must ja den von Herrn Ruth« für Dezember - zwiftertm Entfcheldungstäg vorbereiten und'»ersucht deshalb, reichsdeutsche Methoden bei«n» ein- znbiirgern. Niedergrund hot bew.iesen, dast die» so leicht nicht Möglich seist wird. Die deutsche Sozialdemokratie wird sich gegen den Henleinterror überall zu«ehren wissen, «le sie sich in Niedergnmd gewehrt hat. Die Tag« vom Mai 1V8S, da man sich eiablldm konnte, ' unsere Bewegungsfreiheit durch Terrorbanden z» behindern, find vorüber! Aber wir werden auch dafür sorgen, tast die G«führdüng der Staate» durch die lktabürgemng terroristischer Aktionen entsprechend erkannt und von den zu- stündlgm Stellm rechtzeitig und entschieden verhindert«erde. WarnSdorf. Daß ein Henlein-Abgeordneter vom Schlage eines Herrn Rösler nicht in eine sozialdemokratische Versammlung kommt, um sich etwa mit' der Genossin Kirpal über politische Probleme auseinanderzusetzen, weiß. man. Daß aber«in Rösler nicht davor zurückschrcckt, seine Mannen darauf einzustellens einen regelrechten brutalen Angriff auf eine Frau zu unternehmen, da» muß man denn doch erst miterlebt haben, um es zu glauben. WaS man am Donnerstag Abend in der Saalschlacht in WarnSdorf-Niehergrund, die Rösler provoziert' hat, sehen mußte, das konnte nur unaussprechlichen Ekel vor diesen sich Deutschs nennenden Männern erregen. Dey«», als dietSenosssn Kirpal bereits verletzt tvar, haben die. Streiter Röslers immer«och ihre Wurfgeschosse zur Bühn« auf die Ee«»sfi« Kirpal geschleudert. Genossin Kirpal hätte sicher noch empfindlicher verletzt werden'können,, wenn'di« feigen Raufbolde von den' empörten'Arbeitern nicht'so rasch und kräftig hinausgeprügelt worden wären. ' Dir' in der'WarnSdorfcr ,',Abwehr" vom Freitag'bereits eine frei erfundene Notiz erschien, wollen wir inz Kürze Noch einmal.den Hergang der Ereignisse feststellen:-Lm ganzen-.'Grundtal würde den ggnzen Tag üher geflüstert/ daß diese sozitlkdeMokratische Bersamstflpna nicht stattfindcn dürfe., UN»' acht Uhr abends' sollte die Versammlung beginnen/ Um'halb acht. Uhr wär der Äv- geürdnete,Rösler'bereits' im RestaurationSramu dtr Wirtschaft,.in deren'Sahl-die Versammlung abgehalten werden sollte. Er emj>fiyg, dort verschiedene'Zitter',Leiste ünd entließ sie wieder, fünf vir' sechsMann. saßen um' ihn herum. am Tssch. Gegen hrWiertel acht Uhr"ging Rösler in den Saal üsid-jpu'r.hä'dork mit Heilrufen empfangen, die unsere Leute pitxitvjdert ließen. Als die Genossin Kirpal tn-B.eglektstng.des' Genossen Eger den Saal.betrat, und sie mit, FreundschaftSrusen von den Sözialdemokratcn be'grüßt wurde, ging ein wildes Heil-Schreien der. Henlein-Leute los, was von den Arbeitern mit dem Gesang der„Internationale" beantwortet wurde, worauf die HenltinS ebenfalls zu singen versuchten. Der Ge« jllng legte sich bald nieder.- ", Genosse Eger wollte gerade zur Eröffnung, der . Versammlung schreiten, da schrie der Abgeord- . nete Röhler ohne jedweden Anlaß mit aller Stimmengewalt laut in den Saal zu den RW- ■ Leuten hin:„Konsumkosaken, stillgestanden'." •" Eine Sekunde herrschte lautlose Stille, alle fühlten aber, daß da» zu viel an Beleidigungen wär, und ein Arbeiter rief:„Arbeiter, können wir unS das gefällen lassen? Hinaus mit ihm!" Da nahm Abgeordneter Rösler seine« Stuhl, um auf Genosse« Rücker von Riedergrund einzuschlagen. Run erst langten die empörten sozialdemokrati« scheu Arbeiter zu, allerdings kräftig. Die Henleins warfen jetzt zunächst alles Greifbare, wie Bi« r g l ä s e r, gefüllte Bie r f l a» scheu usw. nach der Bühne, vor allen» aber nach der Genossin Kirpal. Sozialdemokratische Frauen, die, von det Galerie des Saales aus diesen völ» tischen Mannestaten zusahen, schrien vor Erregung und Erbitterung. Rösler wurde nun mit seinen Leuten regelrecht aus dem Saal geprügelt, Wir danken der Warnsdorfer„Abwehr", daß sie wenigstens zugibt, daß von den 800 versammelten Teilnehmern,„etwa die Hälfte aus SdP-Anhängern bestand". In den anderen Blättern hat man schamhaft schreiben lassen, daß nur. 50 Henlein-Anhänger im Saal waren. . Das Ergebnis ist rein äußerlich betrachtet Folgendes: Die Sozialdemokraten sind gekommen, um«inen Vortrag der Genossin Kirpal zu Höpen, und-nicht, um zu raufen. Der Henlein- Abgeordnete Rösler kam mit de« Absicht, diese Versammlung durch einen Radau unmöglich »« machen.-. Wer di«. Prügel bekommen hat, das wissen heut« die Henleins selber... Aber wir geben dem Blatt Recht, das schreibt, daß der Vorfall tief beschämend für das Sudetendeutschtum, sei, jawohl/ eine Schande für diejenigen,, die-.diese Methoden von Deutschland nach hier ein geführt haben. Diese Methoden sind-, nur von einer, Partei einlltflihpt worden.-und-werden nur von einer Partei praktiziert,— von der Hen- lein-Parteil,. Wenn sich aber die anderen Sude» tendeutschen diese, politischen-: Gangstermethoden nicht Wallen., lassen,'Hann jammert:diei'käufliche Presse ubep: den Terror der Sozialdemokraten l' ij Wir warten das Ergebnis, dep.polizeilichen Erhebungen- ab. Wir haben, e» nicht nötig,' nach Artz'8ejstH'e'nlesn-Leute8ü hat Henlein in Tep- litz von der grosten. Weltanschnnung gesprochen, „welche wir alle im Herzen tragen". Ja, sie tragen es int Herzen: den Haß gegen di« Freiheit und die Menschenwürde der Aerinsten, während „.... Ihr Mund von den Phrasen der Bolksgemeinfchaft von Jungbuch, jener Dreißiger, der die Arbeiter I überfließt. Die abgeblitzten Tenoristen -nwm,.«.- U-..N.0 von kiliedergrund aukdie Genossin Kirpal• Ole Rolle des SdP-Abgeordneten Rösler Fabrikantenpartei— SdP SdP-Abgeordneter Dr. Kellner als Eigentümer der Firma Etrlch In Sungbuch entlarvt Die„Rote Fahne" bringt eine Nachricht, die wie eiste Bombe in der sudetendeutschen Oef« fentlichkeit einschlagen wird. Ein Vertreter deS Mattes hat sich durch Einblick in das Handels register des. Kreisgerichtes Jiöin davon über zeugt, daß der SdP-Abg. Dr. A. Kellner Kommanditist(Teilhaber) der Firma Etrich- Jungbuch ist. Die betreffende Eintragung in das Handelsregister trägt das Datum. 18. Lanner: 1087, der eingczahlte Anteil beträgt 125.000 stä. Daraus geht eindeutig die Berantwortung der SdP für alles, waS in Jungbuch geschehen ist, hervor, denn es ist nicht ein einfaches Parteimit glied,- dem die Fabrik gehört, sondern der Inha ber einer der höchsten Vertrauensämter der Par tei, ein A b g e o r d.n e t e r, welcher der Mitchef der Firma.ist. M»" ermesse, was das heißt! - In dem Betrieb des Herrn Abg.' Dr. Kell ner herrschen seit Jahren die skandalösesten Ver hältnisse. Ohne Riicksicht auf Leben und Gesund heit der Arbeiter wurde dort rationalisiert,' ein Teil der' Beschäftigten arbeitslos gemacht, ein anderermatzlos auSgebeutet.' Ohne jedes Mitgefühl für dir ärmsten Glieder der Volksgemeinschaft wurde ein Arbeiter,, der früher zwei Webstühle bedient hat, zu vieren gestellt, wurde also da» döppelte-Arbeitsquantum aus ihm herauSgevreßr, Wurde tzen Frauen bei den automatisierten Spinnmaschinen das letzte bißchen Kraft, aus den Pusteln'geschunden. In der Krise wurde von den Besitzern der Fabrik, die in Versammlungen vor gaben^-nichts-liege ihnen mehr am Herzen als das Wohl- des deutschen Volkes, die Löhne auf' ein, unmenschliches Maß herabgedrückt und sie . weigern sich in der Konjunktur, da diese Dema gogen-ihre Taschen füllen, den Arbeitern-«inen bescheidenen Anteil an ihren Gewinnen zu geben. Sie haben,' diese Prediger der. Volksgemeinschaft, nicht einmal dafür gesorgt, daß bie deutschen Männer und Frauen, die-für sie schuften, einen ordentlichen Abtritt haben,- sie haben es, diese Heuchler, zugelassen, daß über di« Frauen die ordinärsten.Witze gerissen wurden, daß die Fami» lienehre braver Menschen in- den Kot getreten wurde,, daß sich deutsche Mädchen di« widerlich sten Anträge, gefallen, lassen mutzten, damit sie nicht erwerbslos-werden. Schließlich blieb den Textilskläven von Jungbuch nichts anderes übrig, als-vor aller Welt gegen diese SdP-Methoden zu protestieren, die Arbeit niederzulegen, in-die Oeffentlichkeit zu flüchten und in die Welt hin- auSznschreien:- Nun ist'S genug! Für all diese Zustände, welche, an die Scheußlichkeiten der Ansänge der kapitalistischen Wirtschaft gemahnen, tragen die der Partei Kon rad Henleins ongehörenden Eigentümer der Etrichbude die Völle Verantwqxtung und wir stel lest an die Sudetendeutsche Partei in aller Oef« fe'sttlichleit'die Frage, was sie dazu-zu sagen hat und was sie zu tun gedenkt? Der: Herr Abg. Wollner hat. voreiniger-Zeit, gesagt,, wer-sich-.an. den Interessen der Arbeiter vergehen werde/ fliege aus der SdP histanS. Wan» wird, also der Abgeordnete der SdP, Herr Dr. Kellner, ans. der SdP hinaUSflirgrn? Herr Konrad Henlein und seine Kumpane müs sen sich.-entscheiden/-denn die sudetendeutschen Arbeiter-werden sich ein«-solche Doppelzüngigkeit nicht.weiter gefallen"lassen, AIS seinerzeit.' in. Prag der Jstsignlenstreit' tobte,-- da sagte' di« „Rundschau", daß Kosirad Hestlein während der Kampftags unter den-Ptofefforen ünd Studenten der Prager Universität, geweilt--habe.:,- Wo war Konrad Henlein, al- die. ausgehun gerten Proleten, dir geschundtiien Frauen«nd die ieleidigtenMädchen von Junßbuch um ihr Lebe» und ihre Menschenwürde kämpften?,' War. er, bei^hen.'Opfepn."der Ausbeutung- Woher!; Er säh''si'ch'in Deütschllmd irgendwo.,die'-Phrfühz, rung. der'Äscher Turnschule an, da» Lächeln von esst paar Nazibonzen. war ihm wi ch t i'g"r-r/. ä s^^dl.e.L e i d e n» s^pd'tz t e.uK d e'u; ts ch e r P'roleta r i e r:/ KonrgdiHen-. lein'.''-'ist'','nicht,- in Füngbuch-gewesgss,: weil er"-sich gefürchtet hat,' weil er ein schlech tes Gewissen-' hat, Weil er sichs mit-den Un« auf eine Frau vorzubereiteu und durch Provokationen auszulösen I Verhaftet sind bis jetzt 28 Henlein- Leute; von ihnen wurde ein Teil bereits nach Böhm. Leipa zum Untersuchungsrichter gebracht. Die Genossin Kirpal hat Freitag Mittag das Warnsdorfer Krankenhaus verlasse» und sich nach ihrem Wohnort Aussig in ärztliche Behandlung begeben. DaS Auge ist leider durch den Glassplitter verletzt worden. kln Nachspiel im Parlament Gen.Kösler:„Sie wollen die Verbreitung der Wahrheit verhindern!" Sit seiner freitägigen ParlameutSrcde brachte Genosse K ö g l e r auch die empörenden Borsülle in Itiedergrnird zur Sprache. Er prangerte au, daß ein Volksvertreter an der Spitze von Ordnern in eine sozialdcmokratischeVcrsammlnng eindringt und sich nicht geniert, Kräfte auSzulöscti, die mit gefüllten Biergläsecn und Bierflaschen gegen eine wehrlose Frau — eine Parlamentarierin— auf der Bühne losgehen I Dr. Reüwirth(SdP): Ich werde eine Gc- gendarstellung geben! K ö g l e r: Wir verstehen, daß Sie das ans- regt, aber ritterlich ist das nicht! ES hat den Anschein,als ob die Nervosität, die die Herren-von der SdP ergriffen hat(Z w i s ch e n r u s e>, darauf zurückzuführen sei, baß sie mit allen Mitteln v e r h ind.c r n wollen, daß die deutsche Oeffentlichkeit, daß' ihre Wähler dieWahrheit über die Mög- lichkeiten und die Wege der Berständigung der Nationen, in diesem Staat hören. Sie wollen verhindern, daß die Wahrheit inö Boll dringt, daß irregeleitete Arbeiter, Bürger und Bauern ihren verhängnisvollen Irrtum«insehen«nd zur Besinnung kom- men, die gleichbedeutend mit der Bern r- teilungderSdP-Bewegnng »nd mit der A b k e h r v o n i h r ist! Der neue Radikalismus, den die SdP cnt- wickelt, ist ja allzu durchsichtig. Er soll die Tatsache der Erfolglosigkeit Ihrer Politik verdecken, meine Herren!(Neue Zwischetirnfe bei der SdP.) Schließlich liefert man dadurch auch wieder Stoff für den Leipziger Sender, dec von„Unruhen" im deutschen.Siedlungsgebiet der LSR sprechen kann. Die. Organe der demokratischen Republik werden gut tun, dafür zu sorge» — und sie werden das tvahrscheinlich auch besorgen—, daß der friedliche und ordentliche Ganz der Entwicklung gesichert bleibe!- Dr. Neuwirth: Schafft die Rote Wehr abl • Krejöi: Ansbane» werden tvir sie! Kögler: Die sozialdemokratische Arbeiterschaft wird ihre ganze Kraft, dafür eiiiietzen, daß dieser Zustand der Rechtsverletzungen, die sich in letzter Zeit geradezu k u st e m a t i s ch wiederholen, einmal aufhörtI(Beifall.) Der SdP-Redner schwelstl Nach Kögler kant sofort Herr Dr. Ne»- Wirth zu Wort. Man war gespannt, waS er nach feiner erregten Ankündigung, er toerde eine „G« g e n d a r st« l l u n g" geben, zu de» Borfällen zu sagen«aben und wie er feinen Klubkollege« R ö s l« r zu verteidigen sich unterfangen werd«, Dr. Reüwirth ging aber, ohne >auch stur im geringsten di« Angelegenheit zu strei- f«n, sofort zu einer rein sachlichen Besprechung deS Bürgerlichen Gesetzbuches über, und brachte auch weder im' späteren Verlauf der: Rede, stock am Schluß auch nur. ein einziges Wort über die Zusammenstöße heraus! Wies» ihm im Verlauf weniger Minuten die Courage» dir Heldentaten seines Klnbkollegen zu verteidigen, so restlos abhanden kommen konnte, bleibt ein PstzchologischeS Rätsel, daS uuS„Dir Zeit" hoffentlich aufklären wird. Wollte Herr Dr. Neutuirth- etwa doch den« Leipziger Sender den.Bortritt in der lügenhaften Darstellung der Zusammenstöße lassen»der hatte er mittlerweile: eingesehen, daß mast derartige Bubenstreiche eben- ü b e r hau p.t nichtverleidiqenkann? Aus ein bloßes.„Bergcssen"möge sich Herr Dr. Reu/ wirth aber nicht auSreden, daS wäre zu lächerlich! Seite S Sgmstag, 17. AprU 1V-7 Nr. sit Ein Werk von geschichtlicher Genosse Kögler RAflAiiiiiNA über das neue Bürgerliche Gesetzbuch DCUCUlUng P ran. Tn» Abgeordnetenhaus beendete Freitag mittags die oorlSufige Debatte Über Has neue Bürgerliche Gesetzbuch. Die Abstimmung über die Anweisung" an den Ausschuss wird in der nächste» Sitzung am Donnerstag, den 84. d. M-, erfolge». Ans der Tagesordnung dieser Sitzung stetzt lueiter» die uorläufige Lesung der neuen Zivilprozestordnttni, die der zuständige Unifizie- rungsminister Dr. S r a m e t mit einem Ezvosö einleiten wird, kirne die Wahl eines Vlzcpräsi- denten an Stelle des»erstorbenen slowakischen BolksparteilerS Onderäo. Die Hlinkapnrtei kandidiert de» Abgeordneten Staat. Fn der Debatte über das A. B. G. B. kant Genosse Kögler zu Wort, der n. a. anSsührte; Vom Standvunkt unserer Partei und de» deutsche» Arbeiter» bearüäen wir selbstverständlich irden Fortschritt in der RechrS- analeichnua. wett er ein Ptslandleil des a l l a e m e i n e n FortichrilleS i!l. der in unserem Inlinrelleu und sozialen Lebens- imerene aelegen ist. Dirke» lnliurelle Le« benSinterelie ist die BasiS.-auf der die Ver- sländiauna der Böller In der Tichecholloivalischrn Republik ersolaen muss, Tie Lösung der grossen jlultursraaen kann doch nur von einem k u l t u r r e i f e n Euroväertmn kommt»I Bon unserem grundsätzlichen Standvunkt aus gebt eS auch darum, das; auf die gross!» Verände- rnngrn Bedacht genommen lvrrde. die die wirtschaftliche und soziale Ordnung im Verkauft der Fabr- zrbnie dnrckaemgcht Kat. Liese müllen ibren Niederschlag in einer modernen Aeitbnebuna finden. Die Enttpicklung mehr al» eines tlabrluinderts kann la auch am bürgerliche» glecht nicht lvurlos vorübergeben. Allerdings ist unsere schwierige Reit kaum dazu angetan, eine»lechlSschövfuna zuttandezubriu- gen, die vielleicht aus ein Kalbe» Aabrbundert im voraus die Betiebunae» der Menschen zueinander zu regeln vermag. Die Tschräwstowakische Nevubltk unternimmt die ltntnzternng de« bürgerlichen Rechtes inmitten einer im llmbrnch befindlichen Welt, inmitten von Spannungen und Sultemeu, die mehesach den Beweis dafür erbracht baben, das Ne nicht willens lind, das tzersinliche Recht zu reivektieren, die Ittel« mein Verträge zerreiben und das RechtSbewubtsetn untergrabe». DeSKakb kommt der heutigen Vorlage der(klmrakter einer geschichtlich bedeutsotyeu De- ckonstrntloU^.'Unb-elnetz. Deleuntniffes zur Recht«» staatlichkeie'H».. Dir Temestatte vermak Nch lm gegenwärtigen Zeitpunkt selbst gar keinen belferen Dienst zu erweisen, als wenn Ile vor aller Welt die Tatsache demonstriert, dat> sie ans dem Recht s n h t nutz dieser Entwicklung treu bleiben will! Die Mangel des Entwurfes: Bedauerlich in es. dass das Familienrtchi in dem EnNvurl leine Ausnahme gesunden Kat. Dadurch entsteht eine Lücke, die aus Gründe» de» Snlirms und lvrgen der engen Berwobenbeil fanti- ll.nrechllicher Bestinimuuaen mit dem Übrigen An- Kalt de» Gesetzes zu vermeiden aewese» wäre. Wir erwarten, das- da« Parlament hier doch noch einen Weg kittden wird, um diese Lüche auszugleichen. Wenn schon lvellankchauliche Gründe die Ausnahme de« EKerechleS nicht ovvortun erscheinen lallen koll» t.'n. so läßt sich damit nicht erklären, warum nicht jener Teil des Familienrechtes Ausnahme finden soll, der die Beziehung zwischen Eltern und Hindern und die Fragt» der unehelichen Kinder und Pflege- befoklenen regelt. E» ist weiter» zu bedauern, das; da» Arbeitsrecht keine selbständige Zusammenfassung erfahren Kat, so das; die arbeitkrechllichen Bestimmungen weiterhin unübersichtlich und zersplittert bleiben. Weiter» stellt die formelle Geltung de» D.irn stboten- recht e s einen AnachconirmuS dar." bissen Beseitt- guug unbedingt notwendig ist. Andern Staaten sind hier mit Sondergesetzen schon vorautzgeaangen. . Unstreitig steht da« vorliegende Gesetzgebungswerk aus anerkannter wissenschaftlicher Höhe. Es bemüht sich um eine klare, oft im besten Sinne volkstümliche Svrache, und es wird, eine hervorragende Ausgabe der Änssizverwalttlna bleiben, für eine mustergültige, sprachlich schöne und klare Ueber- letzung in die Minderheitssvrachen vorzusorgen. Grundsätzlich lvrechen wir aus. das; die Borlage allerdings auch Mängel ousweiit, indem sie sich unbeschränkt und grundsätzlich aus den Standvunkt der gegebenen gesellschastliche» Tatsachen stillt und dementsprechend de» Grundsatz de» unbeschränkten Privateigentums. der unbeschränkten Testteriretbeit und der Aufrechterhaltung de» aesetzlichen Erbrechte» in dem bisherigen llmfana aufrecht erhält. Auch die Fiktion, das; jeder da« Gesetz zu kennen hat, wird ausrecht erhalten. Ta» ist eint antisoziale B e st I m m u n a, solange vor allem der ärmeren Bevölkerung keine hinreichende Möglichkeit geboten wird, von Staats wegen Aufklärungen über Gesetze in weitreichendem Matze zu erlangen. Soweit da» internationale Privatrecht in Frage kommt, erscheint ein Vorbehalt im Sinne der koae- nannten„O r d r e publique" dringend geboten, da sich unser Staat unmöglich, der Gefahr aussetzen kann, dass aus dem Wege über da» internationale Brivatrecht im Anland Normen zur Anwendung konntie», die mit den Grundsätzen unseres demokratischen Rechtsstaates unvereinbar sind. Man denke z. B. an die Nürnberger Rassengesetze. die. nach dem vorliegenden Entwurf vorbehaltlos zu respektieren wären! Die Vorlage hält auch an der bisherigen Aus- schlietzung der unehelichen Kinder vom Erbrecht gegenüber dem Vater fest. Ebenso befriedigen uns di: Bestimmungen de» LaupissÜcke» 3t Über den Arbeitsvertrag nicht. Namentlich bezüglich der Behandlung der- K ollektivv eriräge mutz die. entsprechende Rechtssicherheit geboten werden; mit der bloßen Definition de» Kollektiv- vertraae» ist nicht» gewonnen. Der Paragraph 982 ist geradezu eine Gefahr für kollektiv- vertragliche Regelungen, denn wenn die hier vorgeschriebene schriftliche Form Geltung erlangt, dann wären die Dienstverträge Hun- dertiaukender in ihrer rechtlichen Verbindlichkeit» ae« fährdet.. Der.' Entwurf sieht leider.Auch. die Wuch- dinabarkeit der KollektivverKäge nicht Vori,..-Däs ist«in Rückschritt gegenüber dkr Norm des Paragraph 4 der Verordnung 80/85. deren ausdrückliche Weiteraeltuna im Motivenbericht. nicht aber im Ein- sührunaigesetz statuiert ist. Bet der Beratung im Versassungsmisschutz wird auch hinsichtlich der Bestimmunaen über den Schadenersatz im Interesse der unbemittelten Bolks- schichlen noch mancher Berbesscrunasantraa zu stellen sein, Zweckmässig wäre es auch, die Zuständigkeit der Bezirkkgerichte bei vermöaensrechtlichen Streitigkeiten bis ans 10.990 K£ zu erweitern. riellr Strafrecht ist sa unzeitgemäß und unüber-1 sichtlich geregelt, vielfach unhaltbar uild-.vecoltet. Der vorliegend» Entwurf tit da» Werk einer gründlich« Arbeithervorragend»- Juristen, sowohl tschechischer wie deutscher, tluzweifelbast handelt e» sich hier M eine» tutzizvolitischm Fortichrite, nm Me»rrtiesung de» MechttzaesiUitt. um die Stär, kung der Demokratie. Tie Leiftuua uuseres Parlamentes, die sich in dem neuen Gesetzr»«erk kür Sie Zukunft durchaus»enkwiirdi,«eilalte« kann, wird sich in der gegenwärtigen Zeit wohltuend vom faschistischen Schejnvarlamentarismn». anderer Länder abhebml fBeifall.) Von den sonstigen Debatterednern regt Dr. Dementi» lKomm.s~~ wenn auch nicht sehr-ernsthaft— an. nicht einen einheitlichen bürgerlichen Koder zu schaffen, sondern zur Kodifizierung der einzelnen RechUaebiete zu schreiten, wie dies in Rußland der Fall sei. Da» Recht sei in den einzelnen Gebieten nicht Überall gleich reif zu einer Kodifizierung. Der kritische Standpunkt der KPT zu der Vor- laae lei aber kein Binderns« kür ihre Mitarbeit an der Verbesserung diese» Werke».— Oftrh kein einziger der ihm angeschloffenen Vereine in Au-gleich treten muffte oder gar in Konkurs geraten ist. In den sieben langen schlechten Jahren, da so viele kapitalistische Unternehmungen zusam» mengebrochen sind, hat der Sturm der Krise keinen einzigen unserer Konsumvereine mnwerfen können. Diese Tatsache allein ist ein BetoeiS für die Stärke der genossenschaftlichen Idee und ei» Sumbol der Ueberlegenheit der planmäßigen Wirtschaft der Genossenschaften über die anarchistisch-kapitalistische Wirtschaft. Wohl haben sichdie wirtschaftlichen Verhältnisse in der letzten Zeit etwas gebessert. Für die Genossenschaften freilich besteht die Konjunktur, wie der Bericht des Verbandes richtig sagt, nicht in den besseren kapitalistischen Ertragsverhältnissen der Wirtschaft, sondern in der Lebenshaltung der breitesten Schichten des Volkes. Und obwohl die Erhöhung der Lebenshaltung der Bevölkerung nur geringe Fortschritte gemacht hat und obzwar es im sudetendeutschen Gebiete noch immer zehntausende Arbeitslose gibt, ist der Gesamtumsatz der Konsumgenossenschaften zum ersten Male seit 1939 gestiegen. Ec erreichte— der Bericht umfaßt die Zeit vom 1. Juli 1938 bis 89. Juni 1988— die Summe von fast 468 Millionen Xi, was gegenüber dein Vorjahre eine Steigerung um fast 18.8 Millionen oder mehr al» vier Prozent bedeutet. Wie groß der Umkreis der wirtschaftlichen Tätigkeit unserer Konsumgenossenschaften ist, zeigt die Tatsache, daß die Umsätze der dem Verband angeschlossenen Genossenschaften etwa 88.6 Millionen Xi, die Aktiven» und Passiven-Rechnung aber 281.8 Millionen, Xi beträgt. Die Steigerung des Umsatzes ist nicht nur auf die gebesserte wirtschaftliche Lage zurückzuführen, sondem es ist ein Erfolg der planmäßige» und systematischen Werbearbeit und der Verbesserung der Berkaus»- methoden der Genossenschaft. In jedem ' Konsumverein wird der Bildung»« und Propagandaarbeit in den letzten Jahren. erhöhte -Aufmerksamkeit zugeioendet, die größeren Vereine haben eigene Beamte für diese Arbeit geschaffen. Mit Hilfe der beiden Organe, der„Konsumgenossenschaft", die eine Auflage von 8890 bis 4999 hat und des für die weitesten Kreise bestimmten„FamilienblatteS", das eine Auflage von mehr als 169,999 hat, wird die genossenschaftliche Idee immer mehr verbreitert und vertieft, durch die Frauensektionen werden insElserne Garde für Nikolaus z Bewegung gegen König Carol o« bet» Akt der Lynchjustiz könne» mit Gesänge Für unS bedeutete die Demolratie zuerst und vor allein, daß die Gesetze offen, im vollen Angesichte der öffentlichen Meinung vorbereitet werden, daß alle da» Staatsleben betreffenden Entscheidungen in vollem Einvernehmen und nach einer allseitigen Diskussion mit allen verantwortlichen Faktoren getroffen werden, daß die Regie- rungS- und Exekutivgewalt einer ständigen Kontrolle unterworfen werde und daß die fundamentalen Bedingungen der R e f p e k t i e r u n g der menschlichen Persönlichkeit und ihrer moralischen, religiösen und politischen Freiheit anerkunnt werden. Ein wichtiger-.'-ktor unsere» Staatslebens, in welchem man die Anwendung dieser demokratischen Prinzipien sehen kann, bilden, die nationalen Minderheit«Ni tvelche auf dem Gebiete der Tschechoslowake! leben. Ihnen gegenüber haben wir bei der Friedenskonferenz bestimmte Verpflichtungen auf uns genoimnen und wir sind entschlossen, all diese Verpflichtungen loyal einzuhalten. Bitoria,. Bilbao verlassen konnten. Bei Madrid: Kleine Fortschritte Prag. Der Präsident der Republik Dr. Bene» sprach Freitag um 22 Uhr in englischer Sprache in den Rundfunk der amerikanischen Co- Ininbia-Gesellschaft. Die Gesellschaft sendete die Rede des Präsidenten Dr. Bene» innerhalb ihres ganzen Rundsunknetzes.— Präsident Dr. Benes sprach über die„Deinokratischen Grundsätze der tschechoslowakischen Innen- und Außenpolitik" und führte u. a. aus: In der gegentvärtigen internationalen Situation ist man in Europa und Amerika ost der Bkeinung, daß die Ereignisse einem europäischen Krieg entgegeneilen. Diese Befürchtungen wurden besonders im vergangenen Jahr geäußert, als man den Ausbruch eines schilleren Konflikte» er- wartete, aber auch in diesem Jahre sind die Befürchtungen vor einer Katastrophe nicht geschwunden. Der mögliche Beginn wird hier und dort für die kommenden Jahre angesetzt. Ich bin demgegenüber der Meinung, daß kein Grund besteht, die schlimmste aller Eventualitäten für die n ä ch st e n Jahre zu befürchten und ich glaube, daß der Friede in Europa erhalten werden wird. Die Schwierigkeiten, welche wir in Europa sehen, sind vor allem die Folgen des großen Krieges, der immer noch seine Schatten bi» in unsere Tage wirft. Der Krieg hat die politischen, ökono- mischen, sozialen und moralischen Verhältnisse in Europa radikal geändert. Ich blicke auf diese Entwicklung mit vollkommener Ruhe, ohne Eifer uni Leidenschaft, und erblicke in ihr lediglich einen ürozeß, welcher einem späteren Aufschwung zustre>r. Unter den gegebenen Bedingungen ist er natürlich im Interesse de» Frieden» absolut nottvendig, daß die v e r s ch i«- denen Länder ihr« innerstaatlichen Regime gegenseitig respektieren. Für die T s ch e ch o slo w a k e i selbst ist nur ein einziges Regime möglich: das der De»« m o k r.a t i e. Dieses steht vollkommen im Ein- llang mit dem Geiste unserer Geschichte. Präsident BeneS spricht zu Amerika Kein Krieg In den nächsten Jahren besondere die wirtschaftenden und arbeitenden Frauen erfaßt. Von Jahr zu Jahr nimmt auch die Groffeinkauftgesellschaft und deren Fabriken«inen immer größeren Raum in der Wirtschaft der Konsumvereine ein. Im Geschäftsjahr 1938/36 betrug der Einkauf der Vereine bei der Gec 88,6 Prozent ihre» Gesamteinkaufes und es ist eine der Aufgaben der Gec, diesen Einkauf in der nächsten Zeit auf 79 Prozent zu erhöhen. Die Eigenproduktion der Gee belief sich in der Berichtsperiode auf mehr als 87 Millionen Xö. Die Entwicklung der einzelnen Zweige der genossenschaftlichen Eigenproduktion weist ein durchaus günstige» Bild auf. Sowohl die Nährmittelwerle in Neratowitz mit ihren zahlreichen Fabriken, der Konservierungsbetrieb in Znaim, die Teigwarenfabrik in Herbitz, die Kellereien in Bodenbach, die Wäschefabrik in Bärringen, die Bekleidungswerke in Böhm.-Kamnitz, die Druckerei der Gee enftvickeln sich in erfreulicher Weise und nehmen in ihren Branchen eine immer bedeutsamere Stellung ein. Nicht vergessen soll auch werden die neue genossenschaftliche Versicherungsanstalt„Vorsorge", die gerade im Berichtsjahr ihren Betrieb ausgenommen hat und sich auch in erfreulicher Aufwärtsentwicklung befindet. Die Bedeutung der - Genossenschaften innerhalb der Wirtschaft steigt immer mehr. Nicht nur, daß unsere Genossenschaften eine hervorragende Stellung auf dem Warenmarkt einnehmen und dazu dienen können, einen ungerechtfertigten Preisanstieg zu verhindern und ihren Mitgliedern hochwertige Waren zu möglichst niedrigen Preisen zu vermitteln, vertreten die Genossenschaften da» Interesse der Konsumenten und ost die allgemeinen Interessen der Arbeiter und Angestellten in den Einrichtungen der staatlich dirigierten Wirtschaft (Getreidemonopok, Viehsyndikat, Margarinekontingent usw.). Sie nehmen auch sonst durch ihr« Vertreter zu allen, für die breiten Massen der Bevölkerung lebenswichtigen WirtschaftLproble- men Stellung. Die Genossenschaften haben«ine Reihe von Fachleuten erzogen, die fähig sind, die Interessen der breiten Massen in den wirtschaftlichen Fragen entschieden und erfolgreich zu vertreten. So ist alle Aussicht vorhanden, daß der vor einiger Zeit aufgestellte Plan unserer Genossenschaft erfüllt wirb. Angestrebt wird die Erhöhung des Mitgliederstander um 29.999, die Steigerung de» Gesamtumsatzes der Verbandsgenossenschaften um 89 Millionen Xi,«ine Umsahsteigerung der Gee um 29 Millionen- Xi, der Eigenproduktion um 19 Millionen XL und die Erhöhung der Auslage der Blätter. Die Entwicklung unserer Genossenschaften in so schwerer Zeit, wie e» die vergangenen Jahre waren, macht e» in hohem Maße wahrscheinlich, daß dieser Dreijahresplan erfüllt wird und daß in den kommenden hoffentlich besseren Jahren unsere GenossenschastSbewegung von Erfolg zu Erfolg fortschreitet. Budapest. tMTJ.) Die politische Abtei- lung der Budapester Polizei hat auf Beranlassung de» Minister» des Innern(Szell) in den Parteilokalitäten der rechtsradikalen Partei des Rationalen Willens sowie in der Wohnung de» Parteiführer» Szalassy und in der Druckerei der Partei Hausdurchsuchungen vorgenommeu. In dem Parteilokal« wurden etwa zwei Meterzentner Flugschriften, Protokolle, Eidesformeln, 442 Peng» Bargeld, ein« vollständige Mitgliederliste und andere Schriftstücke beschlagnahmt. Das auf» gefundene Material wird gegenwärtig untersucht. ES wurde festgeftellt, dass di« Partei vollkommen auf der Basis der Diktatur organisiert wurde. Ein« Parteilritnng existier« nicht. Szalassy snngierte in«igenrr Person als Parteiführer. In der administrativen Agenda war ihm der Privat- beamt« Erdrlyi behilflich. Rach den Provinz- »rganisatwnen der Partei wird geforscht. Die Staat»anwaltschaft hat gegen Szalassy und Genossen wegen de» ans den Umsturz der staatlichen gesellschaftlichen Ordnung gerichteten BertrechenS das Strafverfahren eingeleitet. Szalassy wurde von der Polizei in Berioahrmig genommen und wird der Staatsanwaltschaft übergeben werden. Gleichzeitig hat der Innenminister di« Tätigkeit der Partei drS Rationalm Willen» vcr- bo t« n und die Behördm angewiesm, gegm zn- widerhandelnde Parteimitglieder im Sinn« der Gesetze vorzugehen. Dios« Massnahme wird damit begründet, dass di« Tätigkeit der verbotmen Partei der brstehendm Gesellschaftsordnung und di« öffentliche Ruhe gefährdete. Gegen Szalassy und Genossen wird auch auf Grnnd des StaatSschutz- gesetze» ein Strafverfahren eingeleitet «erden. Des„Gleichgewichts** wegen auch gegen links... Budapest.(MTJ.) Kn einer offiziösen Berlautbarung über die Verhaftung von zwölf Kommunisten heisst eS u. a.: Hinter der aufge- decktrn kommunistischen AgitationStätigkrit stand dl« intemationale RoteHilfe, welche die Neuorganisierung der ungarländischen Kommunistenpartei ermöglichte. Auf Grund der Erhebungen hat die Polizei gegen 46 Personen daS Verfahren eingeleitet und davon zwölf Prrsonm zwecks«eite«» Verfahren» der Kriminalabteilung übergeben. Bon diesm zwölf Personen konnte ein- wandfrri festgestellt werden, dast sie an dies« Organisationstätigleit aktiv Anteil gmommen und Massmdemonstrationan und Mionen vorbereitet habm. Die Wirkung der nazistischen Propaganda und JnterventionSpolitik im europäischen Südosten ist unverkennbar. Nicht nur Ungarn ist von den Berliner Filialparteien bedroht, auch Jugoslawien und Rumänien zeigen deutliche Anzeichen faschistisch-nazistischer Infektion. Die Ermordung eine» Studenten in Agram, die Tätigkeit der Eisernen Garde in Rumänien sind unverkennbare Sturmzeichen. In Rumänien zeigt sich jetzt, daß der erzwungene Rücktritt des Prinzen Nikolaus, der seiner Ausstoßung au» der Dynastie gleichkommt, politische Hintergründe hatte. Der Prinz Cantacuzene, Führer der Eisernen Garde, hat in einer Versammlung den Prinzen als den Mann der Eisernen Garde bezeichnet, ihn hochleben lassen und da» Hoch auf den König verweigert. Cantacuzene stellte, sich hierauf freiwillig dem stellvertretenden Instenminister, der ihn aber nicht verhaften ließ. Der Kampf der Eisernen Garde richtet sich nicht nur gegen TatareScu, den Cantacuzene als „dreist" bezeichnete, sondern auch gegen König Carol, dem man insbesondere seine Beziehungen zu FrauLupeöcu vorwirft, die einen aiüinationalen Einfluß auf ihn auSübe (Mme Lupe»cu— Wolf— soll eine Czernowitzer Jüdin sein). Prinz Nikolaus hat vorläufig Hausarrest. Die Eiserne Garde droht, sie werde nicht dulden, daß er zum Verlassen de» Landes gezwungen werde. Die kroatische Präge In Jugoslawien spielen neben der von Deutschland geschürten nazistischen Agitation noch andere innerpolitische Schwierigkeiten eine Nolle. Die demokratische Opposition gegen Stojadinovii wächst dauernd, daneben aber auch die kroatische Nationalbewegung unter Führung Ma Lek». Wie Dr. H. Ripka Donnerstag in den„LIdovb Noviny" berichtete, erhält di« kroatische Bewegung einen immer deutlicher sich ausprägenden habsburglsch-legltimisti- schen Charakter. Ripka berichtete von feinen Reiseeindrücken in Kroatien und glaubt wahrnehmen zu können, daß gerade nach dem Pakt mit Jugoslawien die Hoffnungen der kroatischen Separatisten sich auf Wien und die Habsburger richten. Da» sei für Belgrad eine schwere Gefahr und der Hauptgrund, weshalb sich Oesterreich gegenüber in der Frage der Rückkehr der Habsburger ein Einmischungsrecht Vorbehalten wolle. Schuschnigg will President werden? Schuschnigg hat kürzlich In Eisenstadt eine Rede gehalten, in der.er gegenüber seinen vorangegangenen Erklärungen von der Forderung der Restauration ein wenig abrückte. Er bestritt, daß sie die einzige Rettung Oesterreich» vor Hitler sei. Man nahm an, daß diese Rede nur zur Beruhigung Mussolinis diene, dem Schuschnigg am 21. April einen Besuch ahstatten wird. Mussolini sieht in der Restauration heute einen Schachzug der französischen Politik, den er durchkreuzen möchte. Nun berichtet aber das„Prüvo l i d u" — allerdings aus der meist nicht besonder» verläßlichen Quelle der Jntropreß— daß Schuschnigg die Absicht habe, sich im Herbst zum Bundespräsidenten toählen zu lassen. Das würde seinen Wunsch nach»Entaktualisierung" der Restauration erklären. Kanzler würde dann Schmitz werden, der al» frankophil und scharf antinazistisch, aber auch anti-italienisch gilt, freilich ein unversöhnlicher Klerikaler ist. Wattlauf mit Schuschnigg R o m.(Havas.) General-Göring wird wahrscheinlich am kommenden Mittwoch in Rom «intressen.(Schuschnigg am Donnerötagl)‘ Der Agramer Studentenmord Belgrad. Die mittwöchigen Studenten-Au»- schreitungen an der Agramer Universität, bei denen der RechtShörer Ljubiiiö getötet wurde und die die Sperrung der Universität für die Dauer eine» Monates zur Folge hatten, werden in der jugoslawischen Presse lebhaft kommentiert. Doktor Maeek verweist im„Chorvatski Dnevnik" auf den verderblichen Einfluß fremder Ideen auf Teile der kroatischen Hochschuljugend, der sie bi» zum Verbrechen verführt und fordert die akademisch^ Jugend auf, zum Volke zurückzukehren.»Breme"' meidet, daß der ermordete RechtShörer nicht Kommunist, sondern Anhänger der kroatischen bäuerlich-demokratischen Koalition war. Er war es» Gegner des Faschismus, dessen Anhänger ihn überfallen und erschlagen haben. LjubiLii war der Sohn sehr armer Eltern ans Knin, die wegen Geldmangels nicht einmal nach Agram zum Begräbnis fahren können. Bei Bilbao: Der Boden zu„welch“ Bilboa.(HavaS.) Der Ausschuss für die Berteidigimg Btlbaoö teilte Donnerstag abend» im Rundfunk mit: An der Front bet Guipuzcoa wurde der Feind tm Abschnitt bei Legueitia von unserer Artillerie zerstreut. Di« Aufständische» erlitten grosse Berlnst«. Im Abschnitt von Mbar haben feindliche Flugzeuge ErkundmigSflüge unternommen. Sm Abschnitt»ei Lrueda fand, eine unbedeutende Plänkelei statt. An der Front von Alava wurde der Feind durch unsere Angriffe sehr erschüttert und liess am Mittwoch 69 Tote und Kriegsmaterial am Kampfplatz»»rück. Nachdem er Bersiärkungen erhalten hatte, versuchte _ er einen Gegenangriff, der aber abgeschlagen hau» nahm am Donnerstag mit 27« gege» IIS«u*de. An der Burgos-Front nicht« Neues. Stimme» eine Antilynchdorlage an. Sie setzt.®**■»*■• M ... m-•.....( k t««ßunstigen Weiters tft der Boden an der-aS« für Poltzeibeamte, die»»lasse», daß ihnen es» Asch«, s, stark»nf,«weicht, dass Gefangener entrisse» und derletzt»der getötet selbst Abteilungen mit Maultieren die Berge nicht wird, Geldstrafen Lis zu 5009 Dollar und Ge-■*«"• Al» dadurch«zwungene Eie- ------- ar«... t.n fechtspause«Ütze» die baskische» Abteilungen zur fangnrS»iS zu fünf Jahre» fest. Teilnehmer Organisierung der Verteidigung von Bilde«. Man an de« Akt der Lynchjustiz könne» mit Gefäng- glaubt, dass di« baskischen Truppen dem Bor- nis do» fünf bi, zu»Wölf Jahre» bestraft marsch Franc,» vorerst keine» groffen Wiedrr- taM-ha«.«..Um a.« stand entgegenftellen und die EntscheidunaS" werden. Die Vorlage geht nunmehr weiter stacht in der Mhe von Bilbao, wo grotze Fe- den Bundes-Senat. pmi-swerke errichtet wurde», lieseru werden. Nr. 91 S-m»t-g, 17. April 1997 5orls!6emolrrstlscke Melden lies Dritten Reiches Bekenntnlimut bis In den Tod Der»Nou« Vorwärts" enthält einen Bericht Uber den sogenannten Prozeß gegen Markwitz und Genossen, der am besten beweist, daß es noch tapfere Sozialdemokraten in Deutschland gibt, die bi« zu ihrem qualvollen Martertod die Ideale de» Sozialismus hochhalten. Der Hauptangeklagte Markwih wurde Im März 1998 verhaftet. Er wurde der illegalen Arbeit beschuldigt, schwieg aber und nannte trotz grausamer Torturen weder Namen noch Adressen, Später wurden noch einige ander« Genossen verhaftet, insgesamt 29 an der Zahl; das einzige Bewet»mat«riql, da» man bei ihnen fand, waren einige Dutzend Nummern de»»Neuen Vorwärts" und der„Sozialistischen Aktion". Alle Folterungen im Kolumbiahau» halfen nicht», die Angeklagten waren nicht zu bewegen, ihre Kameraden zu nennen. Am Oktober 1986 nach mehr al» eineinhalb« jähriger qualvoller Untersuchungshaft kam e» zum Prozeß vor dem Volksgerichtshof Berlin— natürlich unter Ausschluß der Oesfentlichleit. Die Angeklagten benahmen sich ebenso tapfer, wie in der Untersuchungshaft. Der Hauptbeschuldigte Markwitz sprach zweimal, insgesamt fünf Stunden, und führt« au», daß da» Hitlersystcm das deutsche Volk wirtschaftlich und politisch ins Verderben führe. Nach denr unvermeidlichen Zusammenbruch werde di« Sozialdemokratie, zu ter er sich stolz bekenne, berufen sein, Deutschland zu retten. Seine Mitangeklagten seien unschuldig. Wahrhaft schuldig sei da» jetzt in Deutschland herrschende System. Auch die andern Angeklagten bekannten sich stolz zu ihrer Gesinnung, Als letzter sprach Hirschbcrg. Er erklärte dadurch, daß man ihn zur illegalen Arbeit herangczogen habe, habe er seine UcberzeugungStreue beweisen können:«Ich war sto^ auf dieses mich überaus ehrende Angebot und habe getan, was ich lonntel" Selbswerständlich hat da» Gericht die Angeklagten verurteilt, darunter Markwitz zu sechs, «Inen gewissen Löffler zu acht und Hirschbcrg zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus. Hirschbcrg kam tn» Zuchthaus Brandenburg, wo ec schwerste körperliche Arbeit leisten mußte, dann ini März nach Braunschtvcig. Kurz vor Ostern erhielt er den ersten Besuch seiner Frau.(Sic fand ihn ungebrochen. Einige Tage später erhielt sic die Nachricht von feinem»plötzlichen Tode". Am Sonntag vor Ostern wurde der Sarg, der nicht ge- öfftiet werden durfte, in Berlin den Flammen übergeben. Viele hunderte Freunde waren zugegen— in tiefer Ergriffenheit über das Schicksal diese» Helden und fest entschlossen, sein Werk fortzusehen bi» zum Tage der Freiheit. Eine Bctvcgung, die solche Kämpfer wie Markwitz und Hirschbcrg hervorbringt, wird auch in der Zukunft eine Rolle spielen. Veile neunundzwanzlgacht Al» die Wahrheit sie erschlagen voller Haß zu Grab getragen, und verscharrt in brauner Rächt, hörten sie voll wildem Grimme plötzlich der Verhaßten Stimme: Welle neuundzwanzigachtk Wir sie stürzten auch und suchten, der verfemten Wahrheit fluchten,— Siegreich drang sie durch di» Nacht: »Roch ist Deutschland nicht verloren!" Hirten tausend offne Ohren nun von Reunund»man,wacht. Bleicher wurden da die Büttel, die mit Peitsche, Dolch und Knüttel manchm Roten«mgebracht. An gebrochene Versprechen, Lügen, blutige Verbrechen mahnte Reunundzwanzigacht. Und sie ahne« dumpf die Zetten, da wir zur Vergeilung schreiten und da» ganze Volk«wacht Feuerstürme brausen, glänzen, breche« siegreich all« Grenzen wie einst Reunundzwanzigacht..- Miuist« Dr. Ludwig Lzech hat an den Sekretär der Sozialistischen Arbeiter-Sportinter« nationale, Rudolf SiIaba, der, wie bekannt, die große kulturelle und soziale Arbeit de» Genossen Dr. Tzech an dem Vereinigungstag Atu» und Aruk in Teplitz-Schönau hervorgehoben hat, ein Schreiben mit folgendem Inhalt gesendet: „Lieber Freund! Nock auf diesem Weg« Will ich Dir für Deine freundlichen anerkennenden Worte danken- die Du am Bundestag des AtuS-Aruk in Teplitz-Schönau meiner Arbeit gewidmet hast. Du weiht, daß.alleS, was ich tue, in Erfüllung sozialistischer. Pflicht geschieht uiid au» Liebe zur Sache entspringt. Die Arbeit unserer Turn- und Sportorganisationen, die auch mit Dein Lebenswerk ist, gehört in den Kreis meiner Herzensangelegenheiten. Ich wünsche Dir, daß Du noch ungezählte Jahre Deiner herrlichen Lebensaufgabe erhalten bleibst, die Du mit solcher Hingabe erfüllst, Ich verbleibe mit Freundschaftgrüßen Tzech." Der Stacheldraht fällt. Die bulgarische Oefsentlichkeit hat mit großer Genugtuung die Anordnung der jugoslawischen Regierung quittiert, wonach in. der letzten Zeit mit der Aufräumung der seit dem Kriegsende längst der ganzen 489 Km. langen bulgarisch-jugoslatvischen Grenze bestehenden Drahthindernisse, Wolfsgruben, Schützengräben und anderer Hindernisse begonnen wird. Die jugoslawische Regierung griff seinerzeit zu diesen AuSnahmS-Maßnahmen, um Einfälle der..revolutionären Mazedonier auf jugoslawische» Gebiet zu verhindern. Mit der Ausräumung der Hindernisse wurde nördlich und südlich der- Eisenbahnstrecke Dragoman-Zaribrod begonnen,, zur großen Freude der Grenzbevölkerung, der dadurch nach fast löjähriger Trennung der gegenseitige Verkehr wieder ermöglicht worden ist. Viele Verwandte, chie sich die ganzen Jahre hindurch nicht gesehen Haben, vermochten einander nichf mehr zu erkennen. Das bulgarische Regierungsblatt„DneS" bezeichnet die Aufräumung dieser Hindernisse als ein Ereignis ersten Ranges für die. Beziehungen der beiden brüderlichen Nationen. von einer Brandkatastrophe größten AuS- maße» wurde die Gemeinde Tomrot bei Tigina in Rumänien heimgesucht. lieber 309 Häuser wurden vollkommen durch da» Feuer zerstört. Bisher sind acht bi» zur Unkenntlichkeit verkohlte Leichen geborgen worden, doch befürchtet mqn, daß der Brand noch mehr Menschenleben gefordert hat. Der Sachschaden wird auf etwa 15 Millionen Lei geschäht. DaS Vieh konnte nur in sehr wenigen Fällen gerettet werden. In dem zerstörten Viertel wohnten gerade die ä r m st e n Gemeindeangehörigen. 80 Strafanzeige« gegen«inen Ostrauer Rechtsanwalt. Beim Kreisgericht in Mährisch-Ostrau wird die Bonmtersuchung gegen«inen Rechtsawvalt geführt, gegen den etwa 80 Strafanzeigen erstattet wurden. Als geschädigt betrachten sich zumeist kleine Klienten, darunter auch mehrere Arbeiter, die in Unfällen die Rechtshilfe de» Anwaltes gesucht hatten. Der Betrag, um welchen der Anwalt seine Klienten geschädigt haben soll, wird mit 60.000 Kä beziffert.nein Bruder Winnetou recht■ hat, dann gehe ich auch in die fetten Jagdgründe der Bleichgesichter mid zu ihnen in die Wigwams, die man Staatsämter nennt," Sitting Bull:„Wenn alle uytren werden, so will ich nicht der letzte sein. Koniradoü wird verzeihen, die Stiefel nchnie ich mit."''•. Matto Schakho:„Ich sehe fallen Blatt nm Blatt. Armer Koniradoü I" Chin gan Chok:„Auch mein Sohu, den mau Adlerauge nennt, geht mit zu den Bleichgesichtern. Er fft der letzte Mohikaner, der von Koniradon flieht." Koniradoü:„Ach, alle meine Krieger fliehen. Ich gehe zn den Osagen. Schade um Mein Wig- Ivam, schade um meinen Mercedes, schade uni die Hofkapellct Warum blieb das Volk nicht dnnun? Ich fliehe zu den Osagen."‘ ®eite 6 SamStag, 17 April 1987 Die Bewirtung. Als die jnpanischen Rekord- flieget, in Croydon landeten, war schon die Art des Empfanges nicht ganz nach ihrem Herze». Selbstverständlich war der Empfang enthusiastisch und stürmisch. Aber während alle anwesenden .Japaner, voran der Botschafter in London, in ehrerbietiger Entfernung sich still verneigten, und zwar> so tief, daß sie mit den Köpfen fast den Boden berührten, benahm sich das übrige Publikum, daS die japanische Etikette nicht leimt, durchaus anders. Man holte die Flieger aus dem Flugzeug heraus, von allen Seite» wurden ihre Hände gedrückt, sie. wurden gestehen und säst überrannt, und als sie auf den Schultern der Menge davon» getragen wurden, lächelten sie zwar mit asiatischer Höflichleit, aber man lonnte ihnen anmerken, dah ihnen das ganze keineslvegS angenehm war. Biel schlimmer wurde rS aber erst nachher. Die Flieger waren, wie man ohne weiteres verstehen wird, müde. Trotzdem wurden sie direkt vom Flugplatz nach endlosen Jntervielvs zu einem Festbankett geschleppt. DaS Menü war erlesen, aber die Japaner haben immerhin ihren eigenen Geschmack, und der Rekordmann Jhinuma sah gar nicht ein, warum er bei dieser für ihn festlichen Gelegenheit auf seine Gewohnheiten verzichten sollte. Er bat also freundlich und höflich um eine Portion Reis. Die Veranstalter des Banketts waren äußerst betreten: denn niemand hatte daran gedacht, Reis vorzubereiten, und die LieblingS- fpeise des Fliegers und feiner Nation war nicht aufzutreiben. Worauf Jhinnma noch freundlicher und»och stiller wenigstens um eine Taste Tee bat. Diese wurde ihm sofort gebracht, er trank davon, sein Gesicht verzog sich schmerzlich, und er sagte, so laut, dah man es in seiner Umgebung hören konnte:„So schlechten Tee habe ich noch niemals in meinem Leben getrunken!" GlantenSkamPf in Jza. In der Gemeinde Jza bei Chust brannten in der Nacht auf Donnerstag der Turm und die Decke der griechisch-katholischen Kirche ab, während die Inneneinrichtung gerettet werden konnte. Man glaubt, dah der Brand von einem Anhänger der Orthodoxen gelegt wurde, die nicht, wollten, daß zu den griechisch-katholischen Ostern, die in einer Woche stattfinden, in der griechisch-katholischen Kirche eine Messe gelesen werde. Die Kirche war kurz nach dem Umsturz von den Orthodoxen in Besitz genommen worden, muhte jedoch auf behördliche Anordiiung den Griechisch- Katholischen zuriickgegeben werden. Dies ging nicht ohne heftige Zusammenstöße zwischen den Angehörigen beider konsestioneller Richtungen ab, in die auch die Gendarnierie eingreifen muhte. LeninS Gröhe materiell ausgedrückt? Den neuen Palast der Sotojets, der zur Zeit in Moskau im Bau ist, wird eine Lenin-Statue krönen. Bon vornherein war man sich darüber klar, dah sie besonders"riesenhaft und wirkungsvoll sein mühte. Immerhin erfährt man erst jetzt aus einer Mitteilung der„Jrwestija", dah alle bisherigen Vorschläge als unbefriedigend angesehen wurden. Die' Gröhe des Monuments wurde auf 75 Meter veranschlagt, aber man hat jetzt beschloffen, sie mindestens 100 Meter hoch zu machen, und zwar, wie die Zeitung schreibt, um„die wahre Gröhe LeninS zu symbolisieren". Alter schützt vor Torheit nicht. Eine 74jährige Greisin in Wien wurde daS Opfer eines Heiratsschwindlers namens Rudolf Seepacher, der ihr ihr ganzes Vermögen, und zwar 28.000 Schilling her- auSlockte und sie im wahrsten Sinne der Wortes an den Bettelstab brachte. Seepacher wurde mit seiner Komplicin verhaftet.. Der Trinkbecher drS Sterling. Aus Anlah der Taufe des norwegischen Thronfolgers Harald hat ter norwegische Reichstag, der Storting, dem jungen Prinzen einen Trinkbecher aus getriebenem Silber von ungeheuren Dimensionen zum Geschenk gemacht. Der Becher ist nach einem alten Wikinger- Modell angefertigt worden. Kaum aber wurde dies bekannt, als die. in Norwegen sehr verbreiteten Antialkoholiker-Verbände eingrisfen und erklärten, dah ein solches Geschenk den jungen Prinzen von vornherein zu einem Gegner ihrer Bestrebungen stemple, DaS wäre unzulässig, und eS wäre außerdem geschmacklos, einem Kind einen Becher zu schenken, den nicht einmal ein Erwachsener auS- trinken könne.. In der Presse werden Verdächtigungen laut, dah die Gelder von interessierten Bierbrauern zur Verfügung gestellt wurden, und er ist zu erwarten, dah es im Parlament zu heftigen Szenen wegen dieses Geschenks kommen wird. Die Zeitschrift der Zeitschriften. Die amerikanische Zeitschrift„Readers Digest" hat soeben einen Großvertrag mit dem riesigen Zeitungskonzern von Hearst abgeschlossen, wonach sie daS Recht bekommt, alle in den unzähligen' Zeitungen und Zeitschriften von Hearst/erscheinenden Artikel abzudrucken. Denn ReäderS Digest veröffentlicht ausschließlich bereits vublizierte Artikel,,und ist„die Zeitschrift der Zeit- schriften". Sie besteht seit dem Jahre 1921/ und dieser Typus' einer znsammenfassenden Ueberschau über alle sonstigen Pressepnblikationen hat in Ame- rika einen solchen Erfolg gehabt, daß die Auflage inzwischen auf über zwei Millionen gestiegen ist. Sie/ ist auch in anderen Ländern nachgeahmt wvr» den, ohne jedoch den' gleichen PublikumSersolg zu haben. Die Redaktion von Readers Digest besteht auS nur 32 Redakteuren. Aber sie arbeiten täglich, zehn Stunden und ihre Arbeit besteht keineswegs im Schreiben, sondern lediglich im Lesen von Artikeln. Auf jeden, von ihnen entfallen rund 500 Zeitungen, so daß ständig über' 16.000 Zeitungen durchgearbeitet werden. Die erste Auslese wird den beiden Chefredakteuren borgelegt, die'aus der ungeheuren Fülle des Materials 50 bis 60 Artikel auswählen, die dann den Inhalt einer Rümmer der Zeitschrift bilden., Auf den Spuren Babe Ruths „Modoc",„Eba“ und„Myrtle", drei Elefanten eines amerikanischen Artisten, bei„aufregend flottem" Baseballspiel. Baseball ist neben dem Rugby Amerikas beliebter Sport und findet hier besonders beifällslustige Zuschauer. Vtrftewirtechaft und äosiahMtik Die Rechenkuriststiicke der Firma Etrich Zahlt die Firma hohe oder niedrige L8hne?— Sonntag Vertrauensmünnerkonferenz der„Union der Textilarbeiter" In den letzten Tagen hat die Firma/Etrich kn Jungbuch in Zeitungen und bei Lohnverhandlungen versucht, den Nachweis zu führen, daß.die Behauptungen, der streikenden Arbeiterschaft und der Gewerkschaftsorganisationen, sie zahle nur niedrige Löhne, nicht richtig seien. Die Firma behauptet, daß im Jahre 1988 ein Arbeiter im Durchschnitt Kt 2.69 per Stunde oder X6. 129.12 in 48 Stunden verdient habe,.während dieser Durchschnittslohn im Jähre 1936 per Stund« XL 2.80 oder in 48 Stunden XL 184.40 betragen hätte. Wenn das richtig wäre, so wären einige andere Tatsachen unverständlich,, die' deutlich beweisen, daß ein Durchschnitksverdienst' von XL 134.4p nicht bestehen kann, weil einen solchen Lohn nur einzelne ganz hochqualifizierte Arbeitskräfte erreichen konnten. Nach dem Tarifvertrag sollen die Weber im Durchschnitt XL 2.24 bei schmäleren und Xi 2.67 bei breiteren Stühlen verdienen. Die Spinnerinnen XL 2.24 bis 2.42. In der Vorbereitung, wo im Stundenlohn gearbeitet wird, beträgt der Tarifstundenlohn XL 1.89. Selbst wenn zugegeben würde, daß die Firma durch verschiedene Zulagen den: Arbeitern die Möglichkeit bietet,, etivas mehr zu verdienen, beweisen aber die außerordentlich niedrigen Verdienste der geringer qualifizierten Arbeiter und Arbeiterinnen, die in großer Zahl im Betriebe beschäftigt find, daß bei. der Durchschnittserrechnung der Firma Grundlagen genommen wurden, die dar richtige EntlohnungSverhältviS verschieben. Entweder die Firma hat eine Menge von Stünden, die über die normale Arbeitszeit gearbeitet wurden, beb der DurchschnittSerrechnuug nicht, berücksichtigt, oder eS wurden.Löhne mit in. die Durchschnittserrechnung genommen, die nicht hinein gehören. Die Firma müßte einmal folgendes aufklären:;' Im Betriebe sind rund 1000 Arbeiter beschäftigt. UnS ist bekannt, daß die Firma an den Auszahlungstagen am Wochenschluh Beträge bei der Bank abhebt, die zwischen XL 98.000.— und Xi 97.000.— schwanken. Diese Summe wird dazu verwendet, um die Löhne für Arbeiter und Wochenlöhner'auszuzahlen. Selbst wenn man annimmt, daß die ganze Lohnsumme, die an Arbeiter ausgezahlt wird, unter. den Tarifvertrag fällt, so bleibt im allergünstigsten Falle der Durchschnitt zwischen Xi 90.— und XL 100.— bestehen. Wie" also die Firma dazu kommt, die Behauptung aufzustellen, sie zahle um 34 XL mehr, bleibt, ihr eigenes Geheimnis;, nach dem von uns Angeführten kann es nicht stimmen. Im übrigen bleibt die Beweisführung über die Höhe der Löhne eine Angelegenheit, die wohl allgemeines Interesse erweckt, jedoch ist für die streikende Arbeiterschaft viel wichtiger, daß sie am Ende ihres schweren Kampfes tatsächlich höhere Löhne a u S- bezahlt bekommt. •* Konferenz der„Union der Textilarbeiter" Diesen Sonntag werden di« Vertrauensmänner der„Union der Textilarbeiter", der größten BertragSorganisation des Gebietes, in einer Konferenz zu den bisherigen Ergebnissen und Verhandlungen"in der Lohn- und Streikbewegung der Trautenauer Textilbetriebe Stellung nehmen. Da die„Union der Textilarbeiter" und ihre Funktionäre an der Spitze dieser Lohnbewegung stehen und sie verantwortlich beeinflussen, ist. zu erwarten, daß den Beschlüssen, die gestißt werden, außerordentliche Bedeutung zukommen wird. Den Bericht wird der verhandlungsführende Sekretär der„Union der Textilarbeiter" Malier erstatten. Bericht der Arbeitsvermittlung Uber den Arbeitsmarkt in NordMMimen Die Reichenberger Landeszentrale für Arbeitsvermittlung teilt mit, daß in den 48 ihr unterstellten Bezirksanstalten im März zusammen 19.217 freie Stellen gemeldet, wurden, wobei 16.087 Vermittlungen erzielt wurden..Die besten Ergebnisse erzielten Bodenbach, Aussig, Reichenberg(städtische Anstalt), Brüx, Teplitz, Saaz,. Warnsdorf, Friedland, Gablonz und Dux. Den Berufsklassen nach handelte es. sich vor allem nm Bauarbeiter(2978), Textilarbeiter'(2487), Tag-(1783)...und.Hilfsarbeiter(1628), landwirtschaftliche(1888) und Arbeiter in.der Me- tallindustrie(1121). Bei Transportarbeitern wurden 841, bei Glas- und'Tonarbeitern 488, bzw. 826, und.bei Bekleidungsarbeitern 422 Vermittlungen erzielt.'...• Ende März, waren bei den 48 Anstalten 101.801 Arbeitslose gemeldet..Dies bedeutet gegenüber dem 6.6%, Feber 1987 um 7.200 oder ' März 1986„. .37412„ 26.9%, 1988„ 89,288 27.8%, 99■ 1984 42.062 29,8%, 1988 ,i t .80.611 44.1%, ff■■ f 1982„ 67.186 86.9^. Den Staatszuichnß zur Arbeitslosenunterstützung erhielten: 24.360 gänzlich uiid 1.1',237 zeitweise' Arbeitslose. Die Entwicklung auf dem Arheitsmarkt zeigt die nachstehende Uebersicht über die Arbeitslosenzahl in den wichtigsten BerufS- gruppen jeweils am Ende des' Monates März:' .1933 1986 1987 ,yeber 1987 Landwirtschaft 6.744 4.542 4.885 4.744 Bergbau 8.197 4.148 . 2.480 2.528 Tonindustrie. 8.772 2.746 2.115 2.471 Glasindustrie 28.844 14.795 10.246 10.796 Metallindustrie 14.225 9.624 6.497 . 7.202 Maschinenind. 4.012 2.885 1.581 1.706 Holzbearbeitung 6.747 5.879 4.798 5.085 Textilindustrie .81.686 21.857 18.774 14.558 Bekleidungrind., 5,159 4.808 8.219 8.888 Bauarbeiter 19.864 16.686 14.281 15.970 Hilfsarbeiter 26.057 22.080 12.504 18.021 Angestellr« 4.219 5.022 4,681 4.722 HauShaltungS- personal 8.984 8.874. 8.779 8.88 b Tagärbeiter 15.480 11.447 8.688 9.289 Lehrlinge und Lehrmädchen 269 961 1.055 1.269 '* Nach den Berichten der ArbeitSverinittlungS- anstalten entwickelt sich günstige die Lage in'der Metallindustrie, in der S^xtilindustrierund huni Teil auch in der Glatzjndustr.ie: Eine Belebung konnte in der Landwirtschaft, und im Baugewerbe sowie den damit zusammenhängenden. BerufS- katego'rien sestgestellt werden. Um eine Investitionsanleihe In Frankreich Paris. Der auf einen kurzen Urlaub außer- .halb Paris weilende Ministerpräsident Lson Blum" ist für 24 Stunden in Paris eingetroffen, !,um mit den Mitgliedern der Regierung aktuell- Frage«, hauptsächlich betreffend die Durchs»!,. rung der vierzigstündigen Arbeitswoche, zu besprechen. Mittags hatte Ministerpräsident Blum u. a. eine Unterredung mit der Delegation des AllgcwcrkschaftSverbandes, welche über die Beschlüsse des Vorstandes, der dieser Tage eine Sitzung abhielt, Bericht erstattete. Eine der Hauptresolutionen fordert, daß die Regierung noch im Frühiahr das Programm der großen Jn- vcstitionSarbciten verwirklichen und zu, diesem Zwecke eine innere Anleihe von 10 Milliarden Franken ausschreiben möge. Finanzminister Bineent A u r i o l erklärte dem Blatte„Agenee Economique et.Financier«", daß er ztvar vollkommen damit übereinstimme, daß die großen JnvcstitionSarbeiten ausgeschrieben werden, allerdings sehe er vorläufig keine praktische Möglichkeit zur Ausschreibung einer An, leihe, Ivie sie vom Allgewerkschastsvcrband gefordert wird. DaS Geld könnte nur durch kurzfristigen Kredit aufgebracht werden. Die Angelegenheit wird in der nächsten Sitzung des Ministerrates, der für Dienstag nachmittags einberufen ist, Gegenstand der Beratung sein. Baika gibt fein' deutsches Unternehmen auf. Jan A. Baka hat den weitaus größten Teil seines Aktienbesitzes an der Batla A. G. in Otmuth (Oberschlesien), an den norwegischen Schuhgroßhändler Wiborg verkauft. Es verbleiben in seinem Besitz nur noch für 100.000 RM von Insgesamt 7 Millionen RM Aktien. Die Tschechoslowakei im türkischen Außenhandel. In der offiziellen türkischen Außenhan- delsstatistik steht die Tschechoslowakei mit einer Gesamteinfuhr von 92,8 Millionen' und einer Ausfuhr von 117,9 Millionm türkischen Pfund an fünfter Stelle. Russische Erze für die Tschechoslowakei. Die Witkowiher Eisenwerke und die Berg und Hüt- ten-A. G. haben, mit den sowjetruffischen Eisenwerken einen Vertrag über die Lieferung von 180.000 Tonnen Uralerzen abgeschlossen. DaS gute Börsenjahr. Lm letzten Hochkon- junlturjahr 1929 Waren an der Prager Börse .Dividendenpapiere im Betrag von 10,4 Milliarden XL umgesetzt worden. Im schlimmsten Krisenjahr. 1982 betrug.der Umsatz nur 1.8 Milliarden XL. Im Jahre 1986 übertraf der Umsatz mit 11,8 Milliarden XL den des Hochkonjunkturiah- reS 1929,- Der Lohnkonflikt im polnischen Bergbau Die in Sofnoviee stattgefundenen Verhandlungen zwischen den Vertretern der Kohlenindustriellen und der Berg'arbeitergewerkschaften betreffend den Wschluh eines neuen Lohnabkommens find gescheitert. Die Industriellen lehnten die Forderung der BergavbeiterorganisaUonen nach einer 18prozcntigen Lohnerhöhung, entschieden ab. Frankreich für freien Warenaustausch. Handelsminister Paul Bastid erklärt«, daß die Handelspolitik der französischen Regierung bestrebt sei, daS Kontingentsystem allmählich aufzuheben und das System des gegenseitigen freien Warenaustausches und gegenseitiger Konzessionen ein- zuführen. Die französische Regierung ist überzeugt, daß dieses System die internationalen Handelsbeziehungen wirklich zu beleben vermag. Heraufsetzung der Arveitslosruüntrrstvtzung in Belgien. Seit langem, kämpfen di« belgischen Gewerkschaften für die Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung. In neuester Zeit'hasten sie ihre Anstrengungen verdoppelt, um. der im Juni letzten' Jahres erzielten Heraufsetzung von 8 Prozent eine zweite folgen zu lassen. Diese Maßnahme soll nunmehr durchgeführt werden, und zwar ab 1. März, also rückwirkend.„Wenn die Regierung neu« Verbesserungen gewähren kann", so sagt„Le Proletaire" vom 3. April,„so ist«S wegen ihrer ausgezeichneten Finanz- und Wirtschaftspolitik."(Finanzminister Henri de. Man konnte kürzlich erklären, daß sich die Steuerher« absetzungen allein im Jahre.1987 auf.eine gute Milliarde belaufen und sich die Budgetüberschiisfe bei weiterer guter Wirtschaftslage im Jahre' 1987 auf 700 Millionen stellen werden.)' Man erhält für m 100 Reichsmark'«",'.'. Markmünzen.’... 100 Ssterreichifche Schilling. * 738.— 772.50 528.50 100 rumänische Lei. 17.60 100 polnische Zloty'.. 549.50 100 ungarische Prngö... 006.— 100 Schweizer Franken.. 656.50 100 französische Frone»... .. 120.70 1 englische- Pfund... 141.25 1 amerikanischer Dollar. 28.65 100 italienisch« Lire... 144.40 100»tiländische Gulden.. 1572.—. 100 jugoslawische Dinare.■. 65.55 100 Belga»..... 485.— 100 dänische Kronen. i» 626.— 100 schwedische Kronen, 725.—. »kr. 01 Saniltag, 17. April 1087 Seile 7 Weißer Rabe oder Zeichen der Umkehr? Ein österreichischer Genosse schreibt un»: „Wir sind überzeugt, daß die Rcx-Dcwcgung eine. Gefahr für dar Vaterland nnd die Kirche dar- siellt", hat der Primas von Belgien, Kardinal-Erzbischof von Mechel», Balroey, zwei. Lage vor den Wahlen in Brüssel erklärt. -" Die Erklärung des Erzbischofs sei.schuld an der! Niederlage, versicherte Herr Degrclle und versprach, daß er„Mißverständnisse" mit der latholischen Kirche.' bereinigen werde. Noch nie hat«in katholischer Bischof so klar und' eindeutig gegen«ine faschistische Bewegung Stellung genommen. Nicht nur In Belgien, auch in andere» Ländern, etwa in Oesterreich, haben viele Katholiken aüsgehorcht, als sie diese Botschaft des belgischen. PrimaS hörten. Dal ehemalige katholische Zentralblatt in Oesterreich, di«„Reichspost", hat die Rex- bewegring freudig begrübt und immer wieder gelobt, was freilich bei einem katholischen Blatt, dar sogar dem- JiatloiialsozialiSmuS huldigt, nicht verwunderlich ist. In Oesterreich haben auch Bischöfe, vor allem der Kardinal-FUrslerzbischof von Wien, Dr. Juniper, inuner offen für den Faschismus Partei ergriffen. Aber es gibt auch in Oesterreich Katholiken, Bauern, christliche Arbeiter, hie den faschistischen Kurs nur. widerwillig mitmachen, Ahnen mag das Wort der belgischen Bischofs zu denken geben. Wie kam der Erzbischof von Mechel» zu dieser scharfen Stellungnahme gegen den Faschismus? Der Vatikan hat mit dem italienischen Faschismus ein Bündnis geschlossen und sich damit In eine sehr gefährliche Nachbarschaft begeben, die insbesondere zur Zeit der abessinischen Krieges sehr kompromittierend war:-in die Nachbarschaft de» Friedensbrechers. Der Vatikan hat Immer wieder Bersuche gemacht. in ein erträgliches Verhältnis zum deutschen Nationalsozialismus zu kommen. Er gelingt ihm nicht, es kann ihm nicht gelingen, tveil der Nationalsozialismus jede Freiheit,, also auch die Glauben»« und Gewissensfreiheit mit den brutalsten Mitteln unterdrückt, und weil die deutsche» Nazi neben Hitler keinen anderen Gott haben wollen. Besonders gefördert hat der Vatikan den Faschismus in Oesterreich, lind da hat denn ein klerikale» Regime sein« Herrschaft aufgerichtet. Und wä» hat, die katholische Kirche davon? Alle Schuld an den liebeln dieser Shstems, die nicht gering sind, wird der katholischen Kirche zugeschoben. Die Enzyklika Ouadragesimo Anno wird al» Wandschirm für verschärfte kapitalistisch« AuöbeutungSmethoden benäht. Eine geschichtliche Stunde der Möglichkeit der Verständigung mit der Arbeiterschaft vor dem Feber 1084 hat die Kirche versäumt.' Man rühmt den führende» Männern der katholischen,Kirche politische Klugheit und Anpassungr- iähigkcit nach. Im Laufe der Jahrhunderte haben sie sreilich auch, manchen verhängnisvollen Fehler gemacht. Und einer der verhänggisbollsten Ivar die Stellungnahme für den Faschirmu»in mehreren Ländern,, Hat der Erzbischof von Mechel» erkannt, daß sich mit deutlichen Zeichen eine Wende in- Europa vorbereitet? Daß Freiheit und, Demokratie wieder guten Kur» haben, weil Europa nicht zugrunde gehen will? Und daß. Freiheit und Demokratie auch Freiheit für den Glauben und di« Kirche bedeutet?' , Wie die ungarische Regierung gegen die Pfeilkreuzler»kämpft". Herr Ministerpräsident Daränyi tmd.seist neuernannter Jnnemninister, Josef-Sztzll Übergaben der Presse energische Er« klärungen, in denen sieben entschiedensten KanM gegen die Extremisten ankündigen. Der erst« Akt des Kampfes führt ober wie, immer in Ungarn nach liükS. Der'Ist, ganz Ungarn berühmte', so- zialdemolratische Bauernschriftsteller, Peter V e r e tz,. dessen Schriften auch in bürgerlichen Zeitschriften erscheinen, wurde in seiner Heimat in Balmnzufväro» verhaftet. Bereß beabsichtigte vor einigen Wochen in, Pretzburg und Komorn Borträge zu halten. Die ungarischen Behörden verweigerten.trotz parlamentarischer Interventionen die Ausfolgung des Passes. Und jetzt wjrd Bpretz'verhaftet. Seine Bücher, Manuskripte und Ktzrrespondenz wurde beschlagnahmt. Die-,,be- rühmte ungarische. KulturUberlcgenheft äußerte sich in Mißhandlungen deö ausgezeichneten Dichters,^ der..natiirlich ganz unschuldig ist,— aber gewiß-mutig gegen die höllische Unterdrückung der Bgutztzn lmnpst. I» dieselbe. Serie, deö Kampfes gegen die Extremisten'gehört die Konfiszierung dös"in' einigen Wochen' dreimal i pergrtffenest Büches des bürgerlichen Soziologen Gtzza F tz ja. Das, Büch behandelt unter dem Titel.„Biharfa» rok(Wetterwinkel) j,n Bild und Schrift die entsetzliche Ausplünderung der Bauern in der unteren Theißgegend,„'und die volksmörderische Wir.« kung.des Großgrundbesitzes. Statt,.Hilfe und Sozialpolitik wird der Perfassetz des Hslferuse» eingekerkert., Eine neue Methode. In den letzten Tagen v'er« Iwndeln die reichsdeutschen Behörden Der hie Ausnahme, einer größeren Zahl österreichischer landwirtschaftlicher.und Metallarbeiter für Deutschland. Die„Stunde" verweist auf- Pies« Nachricht-und schreibt, man könne sich- sticht des. Gedanken»' erwehren, daß es sich dgrum. handelt, die österreichische Arbeiterschaft mit'den Gedankengängen de» Dritten-Reicher vertrant zu machen- und sie dann als.seine.geschulten Propagatoren nach Oesterreich tzuiückzuschlcken. // Arj verdanken die Gesundheit ihrer Zähne JfMwnen KALO D 0 NT 28SJU Ohnmächtig geschlagen- aber nicht„verletzt? Eine aktuelle Auslegungsfrage urh einen Strafparagraphen (—rfh—) Dieser Tage bat- dar Prager Stras- kreiSgericht al» Berufungsgericht da» Urteil bestätigt, durch welcher, der Student Emil Erlbeck freigesvrochen worden war.. E» handelte sich nm dar gerichtliche Nachspiel zu de» widerlichen Kelsenkralvallen und wir haben'seinerzeit den Fall in allen Einzelheiten geschildert, so daß wir cs' mir wohl ersparen könnest', nochmals auf, ihn. eingehend, zürückzulommen. Wie bekannt, wurde.ein Hörer der Prpf.. Kelsen schwer mißhandelt. Einer, der Täter., der dein Ueberfallenen mehrere Zähne einschlug, ist zwar festgestellt worden, aber nach Deutschland geflüchtet, lieber die Schuld dieser Ausreißers besteht kein Zweifel und dieser wurde auch auf die Liste der polizeilich gesuchten Personen gesetzt. Außerdem erhielt der Angefallene aber von rückwärts einen Hieb gegen den Hinterkopf, der ihn bewußtlos auf den Boden streckte. Erlbeck wat, wie bekannt, auf Grund der Aussage von mehreren Augenzeugen angeklagt worden, an diesem Ueberfall von rückwärl», an dem sich mehrere Radaumacher beteiligten, teilgenommen zu haben. Das Gericht gelangt nun bei seiner Auslegung der Paragraphen<11 de» St.«G. zu einer bemerkenswerten Anschauung, indem es in der Urtcils- begründüng aussprach, daß der Tatbestand des Para- gravh 411 nicht als gegeben erachtet werden könne, weil ein wichtiger Tatbestandsmerkmal Nicht erfüllt sei.'Dieser Paragravh lautet:' „Vorsätzliche und die bei Raufhändeln vorkommenden körperlichen Beschädigungen sind dann, wenn sich darin keine schwerer verpönte strafbare Handlung erkennen läßt, w en»sie aber wenigstens sichtbare Merkmale und Folgen nach sich gezogen haben, als Ucbertretungen zu ahnden." Sowohl das Bezirksgericht, als auch die zweite 'Instanz haben dar Tatsachenbestandsmerkmal der ..sichtbaren Merkmale und Folgen" dahin auSgelegt, daß unter diesen Bezeichnungen körperliche Spuren, wie etwa Bluwngen, blaue Flecken, Abschürfungen u. dgl. zu verstehen seien. Es kann nun die Frage sein, ob eine als Folge einer Körperbeschädigung miftretende Ohnmacht nicht im Sinne dieser Paragraphen mindestens mit der gleichen Berechtigung als-„f i ch t b a r e Folge n" zu Werten ist, wie etwa ein blauer Fleck. Hat doch schon vor 60 Fahren eine Entscheidung de? Wiener Dbersten Gericht»- und Kassationshoser ausgesprochen, daß jede n och s o. ae rin g e G e- s u n d b e r t S'sl.ö r-u n g- zur Erfüllung des Tat« bestände» nach Paragraph 411 genüge.- Eine immer« hin längere'Zeit- andauernde VAvußtlosigkcit infolge eine» Schlages-dürfte also tpohl in den-Rahme» dieser Auslegung fallen, die im Wortlaut de» Paragraphen ihre gute Begründung findet. Diese weite Auslegung des Paragraphen scheint aber auch wünschenswert mit Rücksicht auf gcwistc bckannle Zeiterscheinungen, denen mit allen Bütteln zu steuern die Strafgerichte berufen sind. Zunächst ist er eine notorische Tatsache, daß er gewisse weltanschauliche Richtungen gibt, die in der Niederknüvpelung des Gegner» ein durchaus erlaubtes politische» Kampfmittel scheu, ja dergleichen Roheitsakte sogar glorifizieren und als Ausdruck echten ManneStum» hinstellcn. Ferner ist«» ebenso bekannt,-daß e» eine ganze Reihe von Schlaginstrumenten gibt, die bei sehr sckuiwrzhafter und nachdrücklicher Wirkung keinerlei.sichtbare Merkmale und Folgen" hinterlassen. ES ist wohl nicht in Abrede zu stellen, daß die Auffassung, ein ohnmächtig Geschlagener könne nur dukch die private Eh reu- beleidigungSklage eine„Sühnung" des rohen Attentate» erreichen, wenn nicht mindesten» ein blauer Fleck zurückgeblieben ist, in uuscrcr Gegenwart starke Bedenken auSlöscn muß. Es ist sicher nicht die Absicht der Richter, durch allzu liberale Auslegung des Gesetze» ftir Taben solcher Art«ine Art Freibrief auszustellen. ES ist kaum zu beztveisesn, daß eine solche Praxi», ständig eruSgeübt, bedenkliche Folgen haben könnte. Deshalb wäre e» wünschenswert, daß namentlich die oberen Gerichtrinstanzen. die sa in erster Linie berufen sind, die großen Zusammenhänge zwischen praktischem Leben und Rechtssprechung zu sehen und ihnen im Rabmen der gesetzlichen Möglichkeit Rechnung zu tragen, auch an Problemen, Ivie dem eben angedeuteten nicht Vorbeigehen. D«S ü. Jahrestages der Bestandes der spanische» Republik wird in einer öffentlichen' Kundgebung in. Prag am Montag, den 19. b. M.. um 20 Uhraufder Slawischen Insel gedacht werden. Es werden der' Vorsitzende der Ausschusses für die Hilfeleifsting an da» demokratische Spanien, Kapitän Bofka und Mitglieder der Delegation,- die kürzlich den spanischen Kriegsschauplatz besucht haben, und-zwar Abg. Richter, Frau Patzakovä, Dir. lihllk, Sekr, Paul und Redakteur Sinkule sprechen. Reue TrollehbuSstrecke. An den nächsten Tagen bereits soll die behördliche Kollaudierung des Projektes einer neuen Prager Trollehburlinie erfolgen, worauf angeblich noch im Laufe dieses Monats mit den Bauarbeiten begonnen werden soll. Die neue Strecke.die 4.5 Kilometer lang sein und einen vor- anschlaglmäßigen Aufwand von 1,000.000 Kö haben wird, führt von der neuen Jiräsekbrücke über R a d I i c nach I i n o n i c e. Der BerlvaltuugSrat der Elektrischen Unternehmungen bat bereits Aufträge für den Bau von zwölf neuen Trollehbussen ganz neuen Modells vergebe». Demolierung de» Bräuhause»„U Rozvatilü" Einer' der letzten allen einstöckige» Häuser der Pokiii. die dieser Prager Straße bis in die Umsturzzeit ihr' kleinstädtische» und behäbiger Aussehen gaben, befindet sich im Abreißen. Er war unter-ihnen dar bekannteste und— nicht nur im guten Sinn— berühmteste Bräuhaus„U Rozvatilü", das sich rühmte, auf«ine Gründung au», dem Jahre 1047 zurückzugehen. So ganz wörtlich ist diese Angabe wohl nicht zu nehmen, unbestritten aber ist, daß dieses alte ÄräubauS in alte Zeiten zurückreicht und in der Prager Lokalgeschichte seine Rolle spielt, ebenso Ivie dar längst verschwundene, gleich nebenan befindliche Wirtshaus„U Buctü", an dellen Stelle, sich'heute die Legiobauka erhebt, die übrigens auch das Haus ,ül Rozvatilü" gekauft hat, nm au seiner Stelle .einen modernen Palast zu errichten. Gebraut wurde bet.ill Rozbakilü" allerdings schon längst nicht mehr. In den letzten Jahrzehnten verkam das Wirtshaus völlig. Namentlich in seinem Ausschank gaben sich allerlei üble,Elemente ein Stelldichein u>w mancher ehrsam« auswärtige Spießer hat unter den Taaedie- bens Huhältenü und kriminellen Subjekten, die dort zu verkehren pflegten, seine Brieftasche oder Taschen« E kaffen müssen, manchmal wohl- auch noch gewiffe ungute„Andenken", mit nach Hause genommen. Aller in allem besteht also kein Gruiid, da» Vcrschwindcn diese- UeberbleibselS einer verschollenen Zeit zu beklagen.-.rb.,, Rachklänge zu dem Millionenfund. Esnige tschechische Abendblätter berichteten gestern, daß der kürzliche Fund von Sparkaffebücheln und Wertpa« Pieren in» Gesamtwert von fünfeinhalb Millionen, der zu Komplikationen hinsichtlich der Höhe de» Finderlohnes Anlaß gab. nun auch noch Komplikationen st e u e r t e ch n.i sch e r Art nach sich gezogen habe, da sich die zuständige Steuerverwaltung für di« so' unvermutet zutage gekommenen Kapitalien lebhaft interessiere. Hiezu teilt un» der Rechtsvertreter d«r beiden VerlusttrAgerinnen mit, daß sich Beamte der Stcuerstrafabteilung tatsächlich Abschriften der Emlagebücheln.und...der. Wertpapiere beschafften, doch- würde fistgestellt, daß- beide Besitzerinnen sowohl dieKapitalienal» auch den Ertrag r i ch t.i g f a t i e r t hatten. Aufdem be< treffenden,. Sieuerreserat wurden die Steuereinbe« kenntniffe überprüft und keineD ifferen z ügesuuden, so-daß- ,r überhaupt nicht zur- Einleitung- einek Strawirsahren» kam. „Wir tanzen um dm Malmbaum". Unter dieser Devise findet am Sonntag, den 23. Mai d. I. Nachmittag im Waldsteingarten in Prag III., ei» Fest für die deutschen Schulkinder statt. Erstmalig ein gemeinsamer Kinderfest aller deutschen Volks» und Bürgerschulen. Grotz-Pragr, ein Gedanke, dessen Verwirklichung! von den Eltcm und Lehrkörpern aufrichtig begrüßt wird. Die ziclbe- wußt fortschreitenden Vorbereitungen liegen m den Händen von Vertretern sämtlicher OrtSschnl- und Elternausschüsse unter Leitung de» Vorsitzenden der OrtSschulaurschuffeS von Prag l., Chefredakteurs Dr. A l b r e ch t, und des Bezirkrschul- inspektor» Schmidt. Anschlag auf einen Elsenbahnzus Jglau. Vor dem hiesigen KreiSgericht sand die Verhandlung gegen den 30jährigen Friseurgehilfen ErnstDolezal ans Trebii statt', der einerschtve- ren Tat beschuldigt war. die nur durch glücklichen Zufall keine Todesopfer fordert«. Dolejal. der bereit» mit zwölf und achtzehn Monaten schweren Kerkers sür. Einbruchdiebstähle vorbestraft ist, faßte den entsetzlichen Plan, durch Zerstörung des GeleifeS einen Eisenbahnzug auf der Jglaner Strecke zum Entgleisen zu bringen, um dann die Opfer der Katastrophe auSzurauben. Zwischen den Stationen Rivov und Tre- vi!-lockerte- der Verbrecher ein Geleisstück- und stemmte«S mit einem Hebebaum, SV Zentimeter hoch impori' Wen» der Lokomotivführer. des Personenzuges, gegen welchen der Anschlag geplant war, nicht .die Gefahr rechtzeitig bemerkt hätte, wäre ein unabsehbare» Unglück miausweichlich gewesen. So blieb er bei einem bloßen-Versuch, Mr welchen der Angeklagt« zu drei,Jahren schweren Kerkers verurteilt wurde. Seine Tat motivierte der Angeklagte damit, daß er.sich hab« Geld verschaffen wollen, um heiraten zu können.', Pflichtgetreu bis nm Versatzamt Prag.<-rb») Ein gewiffer Prager Advokat hatte«in Interesse daran, denWert einer Perlenschmitz authentisch feststelle» zu kaffen, die angeblich unter Brüdern 2000 tkö kosten' sollte! Der»1jährige Kaufmann FränzR., der davon erfuhr, bot sich sogleich an,-ein solcher Gutachten zu beschaffen. Er erklärte, er werde die Sache beim Mineralogischen Institut in die Hand nehinen und ein solche» Gutachten koste 450 K£. Er erhielt-diesen Betrag gleich, auf die Hand und brachte tatsächlich»mch einigen. Tagen ein merkwürdiger Schriftsmck, da»«inen so unreellen Eindruck machte, daß der Advokat sofort erkannte, er handle sich um,ein schlecht zusammenge- stop'pelter Falsifikat. Da etz auch trotz vieler. Mahnungen da» Halsband uichtzurückerhielt, erstattete cr natürlich.die'^Strafanzeige--mH. so stand- gestern Herr-Franz bi. vor dem-Einzelrichter, GR. Dr. R e b u ö t a unter Auslage de» Betrüger, Kreditanstalt der Deutschen rrr.e«t.«I.».»«Vrig^ Durchführung aller Seldgeschäfte. Verwalwnge-KopUal 1 Milliarde LS..-: Haftungo-Kapital ' öS Millionen LS. 8l NIedcrlaffnngeu. Der tzlugeklagte gab zu, die aiwertraule Perlenschnur in» Versatzamt getragen zu haben,-wo er für sie aber nur 250 Ke erhielt. Interessant war aber die Verantwortung des Angeklagten, aus der hcrvorqing, daß er eigentlich nur ein Opfer seiner großen. Pflichttreue gclvordcn sei. An dem, gefälschte» Gutachten trage er keine Schuld,. sondern ec habe cs von einem weiteren Miticlsmann erhalten, der die Beschaffung de» TokninenteS übcrnom- meir habe. Dieser Mittelsmann heiße Eernh-und „fei ihm leider nicht-näher bekannt".(„Herr Nu-' bekannt" ist im Polizeijargon zur stehenden Ilm-. schreibung einer fmilcn Ausrede gclvordenl. Skun denn— der„Herr Unbekannt", der in Licsein Fall einmal Eernü heißt, habe sunt der erwarteten 150. sic ganze 700 sic verlangt sind da Franz R. al» gclvissenhaftcr Vermittler seinem Auftraggeber unter allen Umständen da» verlangte Gutachten beschaffen wollt«, zögerte er nicht, die Perlen zu versetzen, bloß um den unbekannten Herrn Eernü bi« zahlen zu können. Nun. sitzt Franz N. als Märthrcr. seiner Gewissenhastigleit auf der Anklagebank. Ta sich ein Zeuge nicht eingestellt halte, mußte die kuriose Verhandlung vertagt werden. Bedroh! durch einen Revolver, der keiner war Prag, i-rb-) Daß die menschliche Wahrnch- mungSsähigkeit in Augenblicke» des Schreckens oder der Aufregung sich oft als recht unzuverlässig e'r- lveist, ist eine bekannte Tatsache. Selten aber kommt er vor, daß Verbrecher von dieser Erfahrung bclvußt Gebrauch machen. Tie Kriminalgeschichle kennt immerhin solche Fälle. So konnte sich z. B. ein erkor--, tiertcr Verbrecher dadurch befreien, daß er gegen seinen ahnungslosen Begleiter plötzlich ein Messer, schlvang, Ivie dieser aussagte. Das„Messer" erwies sich im Zuge der Untersuchung al»«in— Salzhering. In der Nacht auf den ersten März d. I.'. verübten die beiden potizeivekannten Diebe Ladislav R ö ß l e r iiud Franz K a d.l e ein,. einem Karolinenthaler Gasthaus einen Einbruch,- lvobci ihnen Beute im Werte von rund 8000 sii in di« Hände siel. Vor dem Strafsenat P I o c e k erhielt' gestern sltößler zehn Monate und fein Komplice vier Monate schweren Kerkcrr, die gleiche Strafe straf' ihre Spießgesellin Sophie P f.a l z.e.r, die die Ge-,. legenheit ausbaldowert und...hei. depi Einbruch-,- Mauer gestanden hätte. Rößler war, aber außerdem de» Nerbre-- chens der Erpressung durch, ge-, -jährliche Drohung angeklagt und dieser Punkt der Anklage ist nicht uninteressant. Während 5ie Kumpane nämlich in der Küche„arbeitetest", wachte" die nebenan schlafende Köchin MarieE.'äufulw' machte Miene, Lärm zu-schlagen. Rößl« hielt' ihr mit der Drohung, sie zu erschießen, einen Gegen-..- stand entgegen, den die verängstigte Frau für einend Revolver ansah, lvcShalb sie tatsächlich die. Einbrecher vorerst entkommen ließ. Als sie dann verhaftet wurden, zeigte sich aber, daß' von einem Revolver' gar keine Rede gewesen wär und daß das gefährlich' auSschende Instrument, das dec Angeklagte-in wer' Hand hielt, nichts anderes war als die G la S- röhre eines g r ö ß° r e n Th e r m.om.e- t e r S. Das änderte nun sreilich nicht» an der.Tas-. fache, daß die Bedrohte unter.den obwaltenden Umständen in„begründete Furcht" verseht wurde und- so wurde Rößler im ganzen Umfang» der Anklage schuldig erkannt. - Milde Richter ftir Mord und Totschlag...Der, SchwurgcrichtSscnat in Berebovo verurteilte.den. LandwirtSsohn Josef Füleg au» der Gemeinde Para, im Berehovoer Bezirk zu vier Monaten Kerker wegen schtverer Körperverletzung. Fülcp schlug'seinem Rivalen in der Liebe. Etepan Bezanskh die Schädeldecke ein. Bezanskh starb infolge Gehirnhautcnlzün-' düng, die sich einstellte. Fülev wurde Nur wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, weil die Erkrankung nur infolge der späten Behandlung seiner, Verletzung einen tödlichen- AuSgang.. nahm.- Die- Strafe hat Fülep durch die Haft- ahgebüßf-- Der Schwurgerichtssenat-verurteilte weiter ,. Michael-' Jvanin aus Sevljuö zu drei Jähre Kerker, weil er seinen Sohn getötet hat."-«- Marianne Hoppe'"' ln deut Film.Eine Frau ohne Bedeutung"'- .(nach Oscar Wilde),--- ^ awflta 9. 17. April 1037. »SMlnnemoItat*. Veremsilaek-Wen- RÄMsd Der Rpciiphpt Cenlra|Jon'|(|no ECER UuuUullul Das Haus des guten Tonfilms Bestellschein Name: Adresse Unterschrift, s ch e n P r i n z i p S.» Kkenek gelangte bei' der Ausführung seiner atonalen Musikgrundsätze schließlich zu den Zusammenhängen der Musik mit der Mathematik und Physik; er klassifizierte die. neue und atonale Musik als eine vorzüglich auf der Denkarbeit des Miisikschiipfcrs beruhenden Kunst, als eine der. Diathtmatik ähnliche exakte Wissenschaft. Kkenek schloß seinen Bortrag mit einem Appell an die nioderne Musikpädagogik, durch entsprechende Aufklärung der neuen, atonalen Musik die Wege in weiteren Kreisen der Musikinteressenten zu bereiten. n tchts übers Neu« Musik , lieber dieser Thema sprach vorgestern als Gast der Prager.Urania'' Ecnst.Kkenek, der bekannte Wiener. zeitgenössische Tonseber, der. sich neuestens ganz zur atonalen Musik bekennt. Sein Borträg war auch in erster Linie ein Werbevortrag für die a t o n a l e M u s i k. Kkenek erläuterte zu-' nächst den Gesamtbegriff»Neue Musik". Neue Musik ist ihm keineswegs alle zeitgenössische Musik, sondern etwa die Musik Schönbergs und seiner Kreiser, Hindemiths und seiner Nachahmer, MilhaudS, Honeggers,. Bartüks etc. Als gemeinsames Merkmal der neuen Musik erkennt Kkenek dar psychologische Dio- ment ihrer UeberraschnngSwirkung auf den Hörer, ihrer geradezu abstoßenden Reizwirkung aus dar Publikum..In der neuen Misiik unterscheidet Kkenek zwei Hauptgruppcn: jene der Diusiker, die versuchen, einen neuen außerniusikalischen Inhalt darzustellen, und jene der Musiker, die Hergebrachtes mit neuem Inhalt erfüllen wollen. Grundsätzlich wird die frühere romantische durch eine betont unromantische Richtung erseht, also das GefiihlSmomcnt beseitigt. Antiexpressive Mus i k nennt Kkenek die den Ausdruck zuriickdränacnde neue Musik, deren Hauptrichiungcn der Ncoklassisizicrung, der Gurrea- lirmuS, die neue Sachlichkeit und der FolkloriSmur sind. Alle diese Richtungen aber der neuen Mitsik bezeichnet Kkenek als reaktionär in der künstlerischen Haltung, da sie die Absicht erkennen lassen, die Tradition zu wahren. Die eigentliche Hauptrichtung der neuen Musik ist. nie Kkenek durch den guantitativ kleineren Kreis Schönbergs und feiner Nachfolger bestimmt, dem und denen neue AuSdruckrmittel unerläßlich sind und die auf üußermustkalischen Inhalt keinen Wert legen. Sie pflegen den unthema- ti sch en Stil, die als'atonale Musik bezeichnete Richtung; für sie ist der Mangel an der D o m i n a n t w I r k u n g kennzeichnend, durch den die Tonartwirkung aufgehoben erscheint; sie fußt ans den rein' motivischen» Beziehungen und auf der Vielfältigkeit der ucugeschaffene» Zwölfton- reihen und Zwölftontechnik. Während in der tonalen Musik die Dominantwirkung als harmonisch bedingter Formprinziv vorherrscht, entwickelt sjch die atonglc Musik aus der Normwirkung eines' auf der Zwölftonreihe stehenden melodi- Jeder denkende Sozialist muß täglich sein Parteiblatt, den„Sozialdemokrat", lesen. Sendet daher diesen. Bestellschein an die Verwaltung' des„Sozialdemokrat", Prag Xll., Fochova 62. Auskünfte und Prospekte in allen Reisebüros und '- durch die Kurverwaltung Karlsbad. Billige ÄutobüSsahrten Prag—Karlsbad und» zurück. ..»i■•'» 8081 Der lustig« Desperado Rauben MamouIin, der armenische Hollywood-Regisseur, der mit»Lieb mich heut nacht" ein« der hübschesten Parodien auf den Operettenfilm und mit dem»Markt der Eitelkeit" den ersten gelungenen Farbenfilm zustandegebracht hat, hat nun eine neue Mischung aus Witz und Romantik, aus Spott und Spielerei versucht, einen Film, in dem ein Tenor unter die Räuber gerät, sich, dort in ein entführter Mädchen verliebt, die Gefangene und sich selber rettet— und schließlich auch die Ehre der edlen mexi- kanischen Banditen, die schon in Gefahr waren, zu amerikanischen Gangstern zu werden. Nur ein so geschickter Regisseur wie Diamoulian hat dieses Ge- i Heilung und Erholung Ich bestelle vom: r.Z..„Li—»■.■■- den„Sozialdemokrat", das Zentral,örgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei, Prag XU., Fochooa 62, zum Abonnementpreis von XL 16*-— monatlich. Die eilte Dampfmolkerei und Käserei in Gratzen, Bihmerwild empfiehlt Ihre erstklass. Erzeugnisse Beaehten Sie die Schutzmarke! Deutsche BolkSsinggemeinde, Prag. Wir ersuchen alle aktiven Sangesgenossinnen, und«genossen, am Sonntag, den 18. April,' tun l> llhr v'orüiit- ' tags beim Eröffnungschor zur Generalversammlung der GEC-VerbandeS mitzuwirken. Treffpunkt pkäzir um öiS Uhr vormittags in Prag I, Ende der PakiMä, bei der tschechischen Universität. Anschließend Ausschußsitzung, zu der alle Aurfchußmitglieder hiemit eingeladen werden. Ortsgruppe Prag! Sonntag, 18. April: Treffpunkt fünf» Minuten vor halb 9 Uhr am Braniker Bahnhof, Fahrt nach Davle, Wanderung nach Hvizdonice— Slapy— Stichovice. Führt»Landsmann.''.. RW. Sonntag, den 18. April 1987, Ausflug auf den DTJ-Sport-Platz bei Movkan.» Treffpunkt 8 Uhr Endstation der 21er Hodkowiiky. Freie Bereinigung sozialistischer Akademiker. Im Heim(Spälenä 46, 2. Stock), Dienstag, den 20. April, 20 Uhr, Referat von IUDr. E. K k e i e k über„Alte und neue Strömungen in der Arbeiterbewegung." G ä st e, die. der FBSA nahestehcn, sind herzlich willkommen. Am Dienstag, den 27. April, 29 Uhr, im großen Saal der Hand« werkervereinS, Be Smeikäch 22, öffentlicher Vor« trag des Abgeordneten W.'I a k s ch,über„Student und Volk". Führungen in Alt-Prag. Jüdischer Friedhof, Museum, Alt-Neu-Synagoge, RathanS, am Sonntag, den 18. April, vormittags. Treffort: halb 10 Uhr HuSdcnkmal, Altstädter Ring. Negicbeitraa 2 Uii. Veranstaltet von der Iugendgruppe dcS Allgemeinen Angcstellten-BerbandeS, OrtSgnippe. Prag. Wpenai notci A.6. Vroe Murray und Claudette Colvert .':-,;in''/,ZstyLerin'v'on' Talent",, filme In Pragor Lichtspielhäusern Urania-Kino: Auf der Bühne: Tibor v. Hal- may;»Durchlaucht amüsiert sich"..—Adria:„D i.e Hexe von Salem". Colbcrt,.Murray. A.— Alfa:„Im Weißen Rössl". D.— Apollo:„Kreutzer- Sonate". Lil Taaover. D.— Avion:„TarzäuS Flucht". A.— Brranek!„Die Matrosen kommen". Astäire, RogerS^ A.— Fenixr.„Harmonika."Tsch. — Flora:„Ein richtiger Mann". A.— Hollywood: „Harmonika." Tsch.— Hvkzda:„Der fidele Despe- rocho." A.— JuliS:„ES geht um mein Leben" D'. —■ Kinema: Journale, Grotesken, Reportagen.— Kiruna:?lktualitäten, Journale, Grotesken Reportagen.— Kotva:„Romeo und Julie". Norma Shea- rcr, L. Howard. A.— Lucerna:„Die Kameliendame". Greta Garbo. A.— Metro:„Schick- salsweg". Conrad Beidt. Engl.— Passage:„So endete eine Liebe". Paula Wessely. D.— Praha: „Es geht um mein Leben." D.— Radio:„Kinderarzt Dr. Engel." D.— Skaut:„Der letzte Heide." A.— Svitozor:„So endete, eine», Liebe". Paula Wessely." D.— Alma:„Die Matrosen kommen." A. — Bajkal:„Kamin ohne Feuer." Tsch.— Belvedere;„Kamin ohne Feuer." Tsch..— Besetz»:^.Die Sechzchniäbrige." D.— Carlton:.Bei' den Ströh- wiNven." A.— Illusion:„Die Matrosen kommen." A.»— Lid» Ur„Kamin» ohne» Feuer." Tsch.— Maccöka:„Die Matrosen kommen." A.—Olympic: „Kamin ohne Feuer." Tsch.— Perttyn:„Ein richtiger Mann." A.— Roxy:„Kamin ohne Feuer." Tsch.— Tatra:„Kamin ohne Feuer." Tsch.— U Bcjvodu:„Der Tod auf Urlmch." A.— Baldek: „Tundra." A.— Beletrhy:„Die Sechzehnjährige." D. Ä»Um das» Brünner deutsche Theater. Vorstand des,Brünner Deutschen Theatcrvereincs icill in eine.m.:Kvmmuniquö mit, daß er die Forderungen der SdP,. des!BdD»und des Kulturver- b^ndes,' welche"ihke"Mitärbeit an der Erhaltung der deutschen Kulturstätte» in Brünn von der Er- fiillüiig, bestimmter Bedingungen abhängig' machte):,,gblchnen Mußte, Aus demKoinmunique geht hervor, daß die SdP und ihr sozusagen„kultureller".Anhang, Z.u g.e st ä n d n i s s e. an die p o l i t i s ch e n u n d. R a s s e t h e o r i e n des Dritten Reiches forderten, die dciy Vorstand des Thcatervereines mit Recht als unvereinbar mit» den demokratischen'Grundsätzen' des Staates und mit dem Wesen deutscher Kultur erschienen. ApteUervorftellung:„Kommen Sie am Erstem", eines der besten Lustspiele der Saison, my» Somnag, den 18..?lvril„ ujp halb 8 Ubr. nachmit- tggs:-Karten luglich von 8 bis 2 und"vom4 bfr 6 UM bei Optiker Ä'e u tsch,»Koruna.», . Wochenspieplan der Reuen Deutschen Theaters. SgntSiag, 7:.Warum lügst du, CHSrick; 1Ü%: LIc,Puppcnfec, Tas Zaubcrkabinett, zugunsten des FcrialfondS, ÄboNn. aufgehoben,— Sonntag, halb 3^'Ujt: Arbeitervorftellimg: Kommen Sie am Ersten!;.halb 8: Tas Testament der Tante Karo- line. C 1.— Montag, halb 8: Ter fliegende Holländer. volkstümliche Vorstellung, Monn.' aufgeh.— Dienstag, halb 8: Traviata, A I.— Mitttvoch, bqlb»8:.Feine Gesellschaft, B2.— Donnerstag, 8: Das Paradies. C.l.— Freitag, halb 8: Warum lügst du. Chtric?, D.— SamSMg, halb 8: Das Testament der Tante Karolinc, Al.— Sonntag, bald 3: Aida; halb 8: Warum lügst du, Chkrie?, B'l»■ . Wochensplelplan bei Kleinen Bühne. SamStim, 8.: lTaS» Paradies.—Sonntag, 8: Feine Gesellschaft. volkStüinl. Vorstellung;' 8: Der Illusionist.— Montag, 8: Kommen Sie am ErstenI, Bankbeamte! und freier Verkauf.— Dienstag, 8: Bauernkrieg. — Mittwoch, 8: Figaro läßt sich scheiden.— Donnerstag, 8: Axel an der HiminelStüb. volkstümliche Vorstellung.— Freitag, 8: Bauernkrieg, Theatergemeinde des KulturyerbandeS. und freier Verkauf. ^-.SamStag, 8: llnentschuldigte-Stunde, volkstüml. Aoriielluna-— Sonntag, 8: Alarm im Radio; 8: Das»Paradies. GESUNDHEIT und KRAFT Beachten Sie, wie gesund und stark die Leute sind, welche regelmäßig und ohne Übertreibung Bier trinken Heute lot Gesundheit und Kreit besonders notwendig. Daher— KRISTALL- s KLAR| frei von ollen entstellen-.: den Houtoutichl&gen* und Unebenheiten wird Ihr Teint» wenn Sie Ihn täglich mit BIRGER’S Boraxseife wuschen. Ole Poren werden gereinigt und die Haut xu normaler Funktion erweckt. ViumenfUtte. Um den»guten Ruf unserer Blumenzwiebeln überall zu verbreiten, senden wir gratis und franko 209 junge keimkräftige Gladiolen in Prachtmischung von vielen Farben; ausschließlich großblumige Sorten.„Senden Sie.uns. für Annoncen-, Administra« tionS» und Versandkostcn usw. eine Banknote von 10 Kä per Brief nnd erwähnen Sie vor allem deutlich Ihre vollständige Adresse und den Namen dieses Blattes. Andere ZahlungSweistn werden nicht akzeptiert. Keine Nachnahme. Th. Klinkenberg, Blumen- zwiebelzüchier; Nieulv-Vcnncp-Haarlcnuncrmecr, Holland.""' 4080 „Bellevue“ Sanatorium 4093 misch aus Räuber-Romantik, Tenor-Geschmetter, LiebeSszenen und Gangsterei zu einem leichten Spiel machen können, das vom ersten Augenblick an(als die romantischen Banditen im.'KIno einen amerifani»» scheu Gangsterfilm bewundern) parodistischen Etil hat, aber durch Anskosten malerischer Situationen, durch.Musikalität und. witzige Einfälle, vor Plump- heit bewahrt bleibt und.selbst Prügeleien und Poli- geiverhöre mit heiterem Schwung darbietet. So ist ein zwar nicht bedeutungSpoller, aber wirklich heiterer und auf seine Art stilvoller Film entstanden, der witzig, malerisch und klangvoll ist. De.r Tegor Mipo Martins(der mit dem Film »„Dar hohe C" bekannt wurde) glänzt wieder mit feiner Stimme und fügt sich gutgelaunt», in seine heitere Rolle»der unbegabten und verliebten Banditen- Leo Carillo stellt einen saftigen und sympathischen Räuber dar,. Ida Lupino eine Lieb« haberin, die durch ihre Uninteressiertheit lustig wirkt, i—eis— »»w Mitteilungen ans dem Publikum Wenn Kinder schreiben lernen, dann ist eS auch höchste Leit, sie an regelmäßige Zahnpflege zu gewöhnen. Morgens und vor allem abends Zähneputzen — das erhält die Zähne fest und gesund.— Kalo- dont-Zahnereme reinigt die Zähne.gründlich und schonend und das in diesem Lande nur in Kalodont enthaltene Sulforizin-Olcat nach Dr. Bräunlich entfernt»und verhütet darüber hinaus den gefährlichen Zahnstein. 'Stets tadellose Schuhe zu.haben ist leicht zu erreichen.» Tragen Sie statt Lcderabsätzcn Berson- Conrav-Gummiabsätzr. Elastisch, sparsam, elegant. 203 Brunncnweihe in Karlsbad. Nach altem Brauche findet am 1. Mai in Karlsbad die Weihe der Heilquellen statt. Durch einen Bläserchoral vom Stadtturm, d«m»historischen Wahrzeichen der Stadt, werden die Feierlichkeiten eingeleiiet. Die Weihezeremonien werden vom höchsten geistlichen Würdenträger der Tschechoslowakei, Kardinal Fürstcrzbischos Dr.Kaöper, persönlich vollzogen. Mit der Drunnenweihe wird die Karlsbader Saison 1987.offiziell eröffnet.