Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik chrschoiut mit«u-uahm- de««outa« t»«ttch fr«h nundVerwalhmg. PragXII.,FochovaS2— Telephon 88077— Herausgeber: Siegfried Taub— Verantwortlicher Redakteur: Karl K e rn, Prag 17. Jahrgang Dienstag, 20. April 1937 Einzelpreis 78 ÜCHtt(eluschließl. 5 Deller Porto) Aus dem Inhalt: Der französische Sozialismus einig Vom liberalen Organ zum Boulevardblatt Neuer Ueberfall auf einen sozialdemokratischen Funktionär Der Streik auf dem Robert-Schacht beendet Nr. 93 Arbeitendes Volk! Genossinnen und Genossen! Wir rufen Euch zur Feier des 1. Mai im Zeichen des Wiedcrcrstar- kens und wachsenden Selbstbewußtseins der demokratischen und sozialistischen Kräfte. Roch halt der Faschismus große Völker unter dem eisernen Joch seiner Diktatur, in der nicht nur die politische Freiheit, sondern auch jede geistige Regung und die Menschenwürde unterdrückt ist. Roch versetzt der Faschismus durch immer neue diplomatische Jntriguen und sein fortwährendes Eingreifen in alle politischen Konflikte ganz Europa in einen Zustand der Unruhe. Gerade weil die Diktaturen durch ihre inne- ren Spannungen und ihre wachsende» wirtschaftlichen und finanzielle» Schwierigkeiten nntrrwühlt sind, suchen sie in anßcnpolitischcn Abenteuern einen AuSweg ans ihren Krisen nnd eine Ablenkung für die tvach- sende Unzufriedenheft ihrer geknechteten Völker. Roch immer ist der Frieden der Welt durch den Faschismus ernstlich bedroht. Aber der Faschismus hat in den letzten Monaten eine Reihe von Niederlagen erlitten. Der»»beugsame Widerstand des spanischen Volkes gegen eine zahlenmäßige und technische Urbermacht hat bewiesen, daß der Freiheftswille, die Opferbereftschast und dft Tapferkeit eines heldenmütigen Volkes stärker sind, als die Kräfte der Unterdrückung, daß die Demokratie siegen kann, wenn sie zu kämpfen versteht. Indem wir das heroische Ringen des spanischen Volkes mit Bewnndernng nnd leidenschaftlicher Anteilnahme verfolgen, werden wir uns bewußt, daß mft der Freiheit des fpauifchcn Volkes auch unsere Freiheit verteidigt wftd. Wir werden uns der Verpflichtung bewußt, auch unsere Kräfte bis zum Lnhersten für die Verteidigung unserer Freiheit, nnserer Demokratie einzusetzen. Aber auch der Abwehrwille der demokratischen Staaten gegen die außenpolitischen Abenteuer durch den Faschismus ist erstarkt. Die Entschlossenheit, vor faschistischen Drohungen nicht zurückzuweichen, ist gewachsen. Roch sind die faschistischen Gefahre» nicht gebannt, aber die Front des Friedens ist stärker geworden. Starken auch wir die Front des Friedens durch machtvolle Maikundgebungen fiir den Frieden der Welt! Die Tschechoslowakische Republik steht mit ihrer äußeren, wie mft ihrer inneren Politik«nerschüfterlich in der Front der Demokratie und des Friedens, llnsere Demonstrationen für den Frieden der Welt find darum zugleich ein Bekenntnis zur Republik, zu ihrer Friedenspolitik und zu ihrer demokratischen Ordnung. Durch die nationalpolftischen Vereinbarungen vom 18. Feber hat die Tschechoslowakische Republik einen Schritt von historischer Bedeutung, eine große politische Tat zu ihrer inneren Festigung gesetzt. Sie hat anerkannt, daß die demokratische Ordnung nicht nur. die formelle Gleichheft vor dem Gesetz, sondern auch die wirtschaftliche/ soziale nnd kulturelle Gleichberechtigung garantieren muß. Aber diese Grundsätze werden umso lebendigeren Inhalt, umso stärkere Wftksamkeft gewinnen, je entschlossener sich auch das fudetendeutsche Volk zu den Grundsätze» der Demokratie und der Völkerverständigung bekennt. Wer demokratische Rechte verlangt, muß auch die demokratischen Pflichte« erfülle». Wer von der Repnblik kulturelle und materielle Förderung erwartet, der muß auch zur Republik stehen. Darum rufen wir Euch auf, am 1. Mai in imposanten Kundgebnngcn für die Republik zn demonstrieren. Die wirtschaftliche Situation hat sich gebessert. Die Produktion ist im Aufstieg, der Export hat zugenommen und damit ist auch die Arbeitslosigkeit znrückgegangcn. Die arbeitenden Menschen scheu wieder, daß Rot nnd Arbeitslosigkeit kein unvermeidliches Schicksal ist. Sic fühlen sich wieder, als die notwendigen, als die eigentliche» Träger der Produktion nnd sie wollen darum nicht mehr ertragen, daß sie für ihre Arbcft, auf welcher der Reichtum der Gesellschaft beruht, karge Löhne und menschenunwürdige Behandlung hinnehmen sollen. Die Welle der Lohnbewc- gungc«, die bereits eingesetzt hat, ist ein lebendiger Beweis für das wie- dcrerwachte Sclbstbewnßtfcin der arbeitenden Menschen, Dieses Bewußtsein zn stärken, dem Kampf der arbeitenden Menschen nm ein größeres Stück Brot vergrößerte Kraft nnd neuen Antrieb zu geben: auch das ist die Aufgabe nuferer Kundgebungen am 1. Mai. Kouinit alle, um für die sozialen Rechte der arbeitende» Menschen z» demonstrieren! Das wicdererstarkte Selbstbclvnßtsein der Demokratie zerstreut auch die Nebel der faschistischen Ideologie. Durch ihren Kampf gegen das nationale BcrständignngSlverk hat die Sudetcndeutsche Partei erneut bewiesen, daß sie kein positiver Faktor der sndctcndeutschen Politik ist. Indem sie den Arbeitslosen rat, weiter zn hnngern nnd auf ein Wunder zu warten, crloeist sich ihre Agitation als Irrlicht und Blcndlucrk. Ihre Haltung in den sozialen Auseinandersetzungen zerstört auch das Trugbild der Volksgemeinschaft. Die Sudctcndcutsche Partei hat den sozialen Kampf und die organisatorische Kraft der Arbeiter durch das bloße Versprechen ersehe» wollen, daß sie unsoziale Unternehmer in ihren Reihen nicht dulden wird, und nicht einmal dieses Versprechen hat sie gehalten. Die arbcftenden Massen erkenne«, daß nicht in der Volksgemeinschaft mit Kartrllherren und Bankmagnateu, sondern nur im Kampf gegen sie ein besseres Schicksal für sie alle, für die Arbeiter und Bauern, für die An- gcstclltcn, Intellektuellen nnd Gewerbetreibende» errungen werden kann. Gerade der Wiederaufstieg der Wirtschaft beweist, daß eine kapitalistische Konjunktnr nur den Profit vermehrt, aber dir sozialen Bedürfnisse des schaffenden Volkes nicht bcftiedigcu kann. Gerade die kapitalistische Konjunktur muß die lleberzengnng verbreite» nnd festige», daß nur eine Neuordnung der Wirtschaft die Not des Volkes zu überwinden vermag. Nicht die trügerischen Verheißungen des Faschismus, sondern nur sozialistische Ordnung, die der organisierten Gesellschaft die Verfügung über den Reichtum der Gesellschaft verleiht, kann die materielle Wohlfahrt nnd die kulturelle Entfaltung des ganzen Volkes verwirklichen. Darum rufen wir Euch alle znr Kundgebung des 1. Mai als einer gewaltigen Manifestation des ganzen Volkes für eine ncne Gesellschaftsordnung. Genossinnen und Genossen I Ihr habt schwere Zeiten der wirtschaftlichen Rot und des politischen Drucke- erlebt. Aber Ihr habt ihrem Ansturm kühn die Stirn geboten. Sie haben Euch gestählt sür die neuen Kämpfe, die«nS noch bevorstehen. Darum aus zur Kundgebung unter den Fahnen der Freiheit, des Sozialismus und der Völkerverständigung! Ans zum Kampf für die Repnblik, für de« Frieden und für eine neue Gesellschaftsordnung! Der Vorstand der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei Zwlttauer Arbeiter an SdP-Abg. Dr. Kellner: Sn Zwiftau fand Samstag, den 17. April, -ine massenhaft besucht- öffentliche Bersamm. statt, in der der Beschluß gefaßt wurde, an den Abgeordneten der SdP Dr. Kellner in Trautcnau folgendes Telegramm zu richten: „Tausende im Elvstumsaal in Zwittau versammelte Arbeiter, Arbeiterinnen und An- Sistcllte fordern Sie auf, nicht nur von der Volksgemeinschaft zn reden, sondern anch im sozialen Geiste zu handeln und die Forderungen der streikende» Etrich-Arbeiter restlos an erfüllen.". Wir sind neugierig, ob Herr Dr. Kellner der Aufforderung der Tausenden in Zwittau Per« sammelten Rechnung tagen, seine Pflicht tun und die Forderungen der Etrich-Arbeiter r e st I o s bewilligen wird. Faschismus Im Abstieg Auch de 1b Rocques Partei bei Nachwahlen überraschend geschlagen Paris. Bei den Ergäiiznngswahlen in Mortain in der Normandie wurde mit einer knappen Mehrheit der Kandidat des Zentrums, M a l- n, gewählt, für welchen auch die Wähler der Volksfront stimmten. Der Kandidat der„sozialen" Pattei de» früheren" FeuerkreuzlerS, de- la Rocque, der im ersten Wahlgang die größte Stimmenanzahl erhalten hatte, unterlag wider Erwarten. Es war daS erstemal, daß de la ,Rocque bei Kam,»erwählen seinen Kandidaten aufgestellt hatte. Da dieser Wahlkreis bisher immer reaktionär gewählt hatte, rechnete er mit einem sicheren Stege» wurde aber ebenso schwer enttäuscht, wie ein» Woche vorher Degrelle in Brüssel. Vormarsch bei Teruel Valencia. Wie«in Bericht deS Lnft- fahrtnitnisterinmS besagt, haben Regierungsflugzeuge an der aragonischen Front die feindlichen Stellungen in der Umgebung von Teruel bombardiert. Es wurden sechs Anflüge unternommen, an denen sich 21 Flugzeuge beteiligten. - Die republikanischen Soldaten habe,» wichtig« Stellungen»rotrrt» die die StraßeMbarrai- ein-Ter«el beherrschen, wobei dem,Feinde erhebliche Verluste zugefügt wurden. Der Vormarsch der republikanischen Truppen bei Teruel schreitet weiter fort. Die Südarme« hat einen Angriff der Aufständischen energisch atgewiesen und dem Feinde, der nicht zurückweichen konnte,.große Verluste zngefügt. * Valencia.(Reuter.) Der Korrespondent der Presseagentur FebuS berichtet, daß dir Regierungötruppen an der Guadalajara-Front etwa nm 8 Kilometer vorgerückt und sich deS wichtigen Eisenbahnknotenpunkte» Robledo de C b a v e l a unweit deS Escorial sowie mehrerer kleinerer Dörfer bemächtigt haben. 500 auf feiten der Aufständische» gefallene Personen wurden bereits bestattet, weiter« Leichen liegen noch auf dem Schlachtfeld«. Bombardement belebter Strafen In Madrid Ungarn verständigungsbereit? Daranyls Bedingungen für Donau-Entente: „Gleichberechtigung** und Minderheitenschutz DaS samstägige Bombardement hat in-Madrid zahlreiche Opfer an Toten und verletzten gefordert, weitaus mehr, al» man zunächst angenommen hatte. Bi» jetzt wurden 15 Tot« und gegen hundert verletzte gezählt. Die Granaten sielen in«inen Bezirk, der k e i n, r l e i m i l i- t S r i sch e n Bedeutung hat.' ES scheint, daß da» Feuer absichtlich auf dichtbevöl- kette Straßen und nicht auf die"Gebäude'gelenkt wurde.. r" Die Kontrolle In Kraft \ Paris. Die im Hinblick auf den spanischen Bürgerkrieg eingesetzte internationale Kontrolle tt um Mitternacht auf Dienstag in'«rast ge- »eien. Di« französischen Behörden haben überall in Grenzgebiete’ den: internationalen Kontroll- büSrden Kanzleien, Häfen Und die Erekuiivor- gcke der Gendarmerie und der Republikanischen Gäben zur Verfügung gestellt. Budapest. Anläßlich einer Kundgebung. dec ungarischen* Regierungspartei in Szeged hielt der Ministerpräsident Daranyi eine Rede, in der zur Außenpolitik Stellung genommen wurde. Daranyi erklärte, Ungarn wolle weiterhin stet» den Interessen deS wirklichen Friedens dienen. Ungarn bleibe seinen Freunden treu und erblicke in der Zusammenarbeit der Staaten des RompalteS die beste Garantie in Mitteleuropa fiir die friedliche Entwicklung. Ungarn sei bereit, die Bahn korrekter Verhältnisse auch zu jenen Staaten zn ebnen, von denen e» heute noch durch mehr oder weniger große Gegensätze getrennt werde. Ungarn wolle dse schwebenden Fragen mit diesen Staaten durch Vereinbarungen regeln, vorausgesetzt, daß auch sie ein ähnliche» Wohlwollen zeigen, und daß di«-natürlichen Forderungen Ungarns auch auf der anderen Seit« eine entsprechende Anerkennung finden. Ungarn habe unstreitig, das gleiche Recht auf nationale Sicherheit wie jeder andere souveräne Staat, Di« heutige Lage, welche di« vitalsten Interessen der Ratio» aufs Spiel setze, sei unhaltbar. Daran» folgere, daß Ungarn einen jeden die Kooperative der Donau st aalen betreffenden Vorschlag nur ans der Grundlage vollkommene« Gleichberechtigung zu überprüfen geneigt sei. Eiens» müßt« Ungarn daran festhatten, daß der Schutz-der ungarischen Minderheiten durch g es« tzlich« Mittel gesichert werde. Ohne befriedigende Regelung der Minderheitenschicksale könne sich zwischen Ungarn' und den St'aaten der Kleinen Entente kein normale» Verhältnis herausbilden. Der politischen Zusammenarbeit der Rompakt-Staaten sowie dem aus Interessengemeinschaft aufgebautr» Freund- schaft»»rrhältniS zu Deutschland seien die haupt sächlich bei den WirtschaftSverhaudlunge» mit dem Ausland erreichten Ergebnisse zu danke». Zu seinem innenpolitischen Programm erklärte Ministerpräsident Daranyi, die Regierung wolle der einzig richtigen christlich-nationalen Richtung durch eine fortschrittliche, konservative und sozial volkstümliche Politik, dienen. Diktaturen allein seien nicht in der Lage: Probleme zu lösen. Diktaturen entstehen nur dort, wo es sonst keinen anderen Ausweg gibt. Ties treffe glücklicherweise für Ungarn nicht zu. Es existieren keine diktatorischen Bestrebungen. MancheVer- rückte- träumen zwar— so sagte Darastyi— von Dingen, die nicht ernst zu nehmen sind., Ihre Agitationen aber werden schonungslos unterbunden. ES gebe unleugbar eine Judenfrage i» Un- garn. Das Wesen dieses hauptsächlich wirtschaftlichen ProblemeS bestehe darin, daß die Verhältniszahl der jüdischen Bewohner in Ungarn größer als in den meisten übrigen Staaten, nnd daß daS Judentum im wirtschaftlichen Lebe» in einem, auch diese Zahl weit überschreitendem Maße zur Geltung kommt. Die ungarische Judenfrage könne aber-nicht durch Straßenkundgebungen und Schlägereien gelöst werden. Die Regierung werde gegen die Ruhestörer mit der vollen Strenge des Gesetzes vorgehen. Seile 2 DienStag, 20. April 1987 Nr. 95 Leuts- eine große deutsche Festung Alarmruf eines englischen Journalisten aus Tanger London. Das Londoner Blatt„N e w S Ehroniele" bringt einen ausführlichen Bericht feines Sonderkorrespondenten in Tanger, Philippe Jordan, über die Befestigungen, welche die Deutschen an der Küste Spanisch-Ma- rokkoS durchführen: Die„Kleine Maginot-Linir", welche die Deutschen in Marokko errichte», wird von den ChafarinaS-Jnseln an der Ost-Grenze bis gegen Ben und Ksar Srgir führe», an der Westküste»an Arstla bis Larache. Ab heute, so sagt der Kor- respo»dcnt, ist die Meerenge von Gibraltar keine s r«i e Durchfahrt in e h r. I» Benz sollen Geschütze von 4Ü.5-Zentimeter-Ka- liber postiert sein, deren Probefeuer in Richtung auf Spanien ganz ausgezeichnete Erfolge auszuweisen hatte. Unweit von Punta Blaue« in der Rühe von Benz installierte» deutsche Ingenieure eine Batterie von WiikerS-Kanone» kleineren Kalibers. Die gleichen Geschütze wurden unweit In dem Pariser Vorort Pateaux tagte Sonntag der sogenannte„Kleine Kongreß" (unserer„Parteikouserenz" entsprechend) der Sozialistischen Partei. Die von M a r c e a u PI v e r t organisierte und angeführte radikale Linke opponierte heftig gegen die Politik Blums. Pivert nannte die'„Pausen" im Volksfrontprogramm„Verrat" und forderte eine andere Politik. Die Debatten waren heftig und gründlich. Eine Reihe von Ministern, darunter F a u r e, D o r m o h und L e b a 8 griffen in die Debatte ein. Der radikalen Linken tvurde für den Fall der Beibehaltung ihrer scharfen, die Einheit und Geschlossenheit der Partei gefährdenden Opposition der Ausschluß angedroht. Es sollte aber nicht so weit kommen. Der Resolutionsantrag über die Pflicht der Parteidisziplin tvurde mit 4578 Mandaten gegen> 25 angenommen. Ettva 509 enthielten sich. MarceauPivertunterwarf und verpflichtete sich, die„revolutionäre Linke" sofort aufznlösen. Sollte die Opposition in ihrer bisherigen Tätigkeit gegen die Regierung fortsahren, würde ein außergewöhnlicher Nationalrat einberufen werden, welcher sodann Sank- Punta Earncra, sowie in der Rühe Von Ksar Srgir postiert. Ceuta ist In Wirklichkeit eine grosse deutsche Festung. In ihrer Röhe steht«ine Anzahl von Geschützen zunr Großteil deutschen Ursprungs und »er allermodernsten Type. Der Korrespondent ftthrt weiter- aus, daß in der verbotenen Zone von Billa AlhucemaS, wo deutsche Unterseeboote eine ideale Deckung finden, «ine Gruppe von 7.5-Zentimeter-Geschütze» postiert worden ist. Strategisch wichtige Befestigungsarbeiten wurden auch in Melilla selbst dnrchgeführt, wo sich heute 2V italienische Hydro- avionr befinde». Di« Befestigungsarbeiten an der Westküste sind noch nicht beeüdet worden. Sie werden von reichsdeutschen Mklitüringenieuren geleitet, die zeitweise auch Autofahrten in die fran-' zösisch« Zone unternehmen, wo sie unter den Eingeborenen agitieren. tiouen beschließen tvürde. Der Kleine Kongreß stimmte weiter einer Resolution zu, in tvelcher die Bedingungen für die Berhandlimge» mit der kommunistischen Partei zur Bildung einer gemeinsamen Partei der Proletarischen Einheit■ festgelegt wurden. Die Resolution hat den kommunistischen Antrag verworfen, in welchem gefordert wird, daß die Kreiszweigstellen. beider Parteien in Frankreich gemeinsam vorgehen. In der Entschließung tvicd ausgeführt, daß dieses Recht bloß die sogenannte UnifizicrungSkommission besitze, in welche das Parteipräsidium seine Delogierten entsendet. Damit sind die H o f f n u n g e n d e 8 Bürgertums, die auch in der hiesigen tschechischen und deutscheuPreffe deutlich zum Ausdruck kamen, zuschand« n geworden. Es kommt zu keiner„Spaltung" der Sozialistischen Partei Frankreichs. Die Unterwerfung PivertS kann, obwohl es sich nur um eine kleine Gruppe von Oppositionellen, mehr um eine Zelle als um eine Fraktion handelt, doch als ein bedeutender moralischer Erfolg Blums und als«ine Stärkung des französischen Sozialismus gebucht und begrüßt werden. ES ist an der Zeit, der ständigen Aufregung ein Ende zu zachen, und die moralischen Schranken, zwischen den Völkern aus der Welt z« schaffen. Man interpretiert diese Rede als eine,dl- rekte A n t w» r t a« f die Schacht- schen Anleiheversuche. Frankreich werde nur'dann zu-einer Anleihe bereit sei», wen« Deutschland in eine weitgehende Abrüstung einwillige. Lansbury bei Hitler Wie gemeldet wird, ist der der englischen Arbeiterpartei angehörende ehemalige Abgeordnete George Lansbury am Montag von Hitler in Audienz empfangen worden— eine Tatsache, die nicht nur in sozialistischen Kreisen Kopfschütteln erregen wird. Lansbury hatte schon seit Jahren den Wunsch, mit Hitler zu sprechen. Als religiöser Mann wies er darauf hin, daß doch alle Menschen Kinder Gottes seien, daß also einer dem andern kein unnötiges Leid zufügen solle und daß ihm der Allmächtige die Kraft geben möge, so zu Spaltung der nationalen Vereinigung Wir haben schon einigemal darüber berichtet, daß die Gegensätze in der Nationalen Vereinigung immer stärker werden. Diese Partei ist, wie bekannt, vor den Wahlen 1935 durch die Vereinigung der National-demokratischen Partei deS Dr. Kramät und der Liga EtkibrnhS entstanden. Schon damals hat es viele Nationaldemo- lraten gegeben, welche dem neuen Gebilde unfreundlich gegenübergestanden haben, der alte Parteiführer Dr. Kramäii überwand aber all« Bedenken und führte die Bereinigung durch. Dir Wahlniederlage, welche die vereinigten Parteien erlitten, sowie die Entwicklung der letzten Monate hat die Erkenntnis gefördert, daß die Gemeinschaft mit Stttbrnh den Nationaldemokraten mehr geschadet als genützt hat. In zahlreichen Versammlungen, die in Prag stattgefunden haben, gerieten die Anhänger beider Richtungen in Streit und nun hat sich der Bruch insoweit vollzogen als beide Flügel der noch bestehenden Partei bei den Prager Gemciickewahlen besonder« Listen aufstellen werden. Die Stkibrnh-Leute haben auch schon ein eigenes Sekretariat der Nationalen Vereinigung(l-lckovtz närodn! sjedno- ceni) gegründet, das gestern seine Tätigkeit aufgenommen hat. Dio nationaldemokratische Mehrheit der bisherigen Vereinigung hat die Absicht, eine Reihe von früheren Ligisten aus der Partei auszuschlietzen. Der französische Sozialismus einig! Die Unke unterwirft sich der Mehrheit Vor einem französischen Abrüstungsantrag Außenminister DcIboS hielt Sonntag in Eareaffone vor der Jugend der Radikalen eine Rede, In der er auf die Stärke der außenpolitischen Situation Frankreichs hinwieö, sich zum Bölkerbund und zur Demokratie bekannte und dm Friedenswillen Frankreichs betonte.'Delbos hob dann den aufrichtigen Wille» Frankreichs zu einer allgemeinen Herabsetzung der Rüstungen hervor. Frankreich werde in der Maitagung deS Präsidiums der Abrüstungskonferenz die Initiative ergreifen«nd die Kontrolle«nd Oeffent- lichkeit der Rüstungen in der Hoffnnng Vorschlägen, daß diese Initiativ««Ine baldige Tagung der allgemeineit Konferenz er leichtern wird. In der Angelegenheit der Autarkie haben di« Demokratien durch daS Währungsabkommen ein Beispiel gegeben und wünschen nicht» andcres, äls der friedlichen ZÜsackmennrbeit der Völker für ihr eigenes gemeinsames Wohl ihre Unterstützung angedeihen zu lassen. Gewisse. Anzeichen scheinen darauf hinzudeutm, sagt« Delbos, daß die Schwierigkeitm sich vermindern. Ban Z e«l a n d ist als Pionier für diese große Aufgabe bestimmt worden. Aber«in wirtschaftliches Abkommen setzt, wie Dr. Schacht kürzlich in Brüssel erklärt hat, ein vorheriges allgemeines politisches Abkommen voraus, zu dem wir, wie bereits bekannt ist, feit jeher bereit sind. Ater dieses Abkommen selbst kann nur in einer gute» Atmosphäre ziistandekommm. Aber weder die nii» litärische noch die wirtschaftliche Abrüstung stnd ohne Abrüstung der Geister«nd Herzen möglich. Um die Spirituswirtschaft Natlonalverteidigungsminister■ verlangt Staatsmonopol Schön seit langem wird über die künftige Form der Bewirtschaftung des Spiritus verhandelt. Die sozialistischen Parteien wenden sich mit aller Entschiedenheit gegen die SpirituSverwer- tungsgescllschaft, tvelcher die Erzeugung und der Verkauf von Spiritus überantwortet ist. Die Wirtschaft dieser Gesellschaft hat zu lebhaften Klagen Anlaß gegeben und war, wie in der „Pkitomnost" nachgewiesen tvurde, ein Herd der Korruption. Deswegen verlangen die sozialisti- schen Parteien, daß an Stelle dieser Gesellschaft ein staatliches Spiritusmonopol trete, wogegen die der Agrarpartei angehörenden Nutznießer Dieser Gesellschaft sich wehren. Nun berichtet des „Närodnt Osvobozeni" eine Tatsache, welche für JUNGES\NE/B e VERONIKA ROMAN VON MARIA GLEIT Dieselben Worte sagte sie an diesem Abend auch Camillo Truckenbrott. Sie hatte erwartet, daß die Begegnung eines Tages stattsinden würde, dennoch war sie ziein- lich überrascht, als der Mann, von dem der Alte eben noch gesprochen hatte, sich aus dem Nebel löste und auf sie zukam. „Ich weiß e8 schon, Sie haben wieder keine Zeit für mich", sagte er. Sie müssen jetzt nach Hause und dann wahrscheinlich ins Theater und morgen wieder in die Bibliothek und dann wieder nach Hause..." „Wenn Sie einen Augenblick warten würden", bat Veronika,„dann riefe ich von hier aus nieine Mutter an. Dann können wir hingehen, wohin Sie wollen." »Gut", sagte er,„gut, Veronika...", und aller Groll war schon verweht. Er sah sie in der Zelle des Straßentelephons verschlvinden, einen müden Schatten sah er durch die Glastür, sie neigte den Kopf etwas, ergeben, seufzend, dann sprach sie, überzeugend, überredend, legte den Hörer auf, schien Iviedcrum zu seufzen und stand nun neben ihm. lind aus dem müden Schatten wurde ein müder Mensch. So ging das nun schon eine ganze Zeit. Bon einem Augenblick zum anderen konnte sie müde werden, bei aller Tapferkeit, mit der sie sonst das Lsben in Angriff nahm, müde, müde, schwer und gleichgültig: Das war das schlimmste. Gleichgültig allem gegenüber, das mit ihr geschah. „Sic sind mir aus dem Weg gegangen, Veronika, absichtlich", begann Truckenbrott vorwurfsvoll, wie sie so durch die Straßen liefen. „Ja", antwortete sie,„das bin ich. Aber ich habe acht Stunden gearbeitet heute und muß jetzt erst einnml ein wenig essen oder auch nur etwas trinken..." „Arme Veronika,..". sagte er. „Gar nicht arm", lächelte sie zurück.„Ich arbeite gern. Nur— wir müssen uns die Sache etwas leicht machen, Camillo. Die Sache zwischen uns." Sie gingen zu Truckenbrott nach Haus. Ein ältliches Geschöpf brachte ihnen etwas Tee, etwas Aufschnitt und Brot. Während des,Essens, überlegte Veronika, was sie dem Manne sagen sollte; sie kam zu keinem Entschluß. Die Haushälterin räumte ab, geräuschvoll, mit sichtlichem Mißbehagen. Truckenbrott rauchte. Veronika hatte sich auf-das Sofa gesetzt, die Beine angezogen, die Arme auf der Lehne. Mildes Licht war im Raum. Sic hatte das Gefühl, als ob ihr,Leben verrinne, nutzlos im Sand, sinnlos, keinem zur Freiide, ohne Ziel, im ewigen Warten auf einen, der ja doch nicht wicderkam. „Wollen Sie mir mal zuhören, Veronika?" fragte Truckenbrott und blieb vor ihr stehen. „Gern", sagte sie,„gern.. Er nahm seine Wanderung durch den Raum wieder auf. „Ich habe ein einziges Mal eine Frau geliebt. Die hieß Jeannette", begann er,„hören Sie mir zu, Veronika?" „Ja", antwortete sie,„ja'!..Und folgte ihm mit aufmerksam aufgerisscnen Augen. Es ist ein Geheimnis um den Mann, hatte Papa Schwertlein gesagt Und nun tvar es nur die Geschichte einer Liebe,.. Ach, wenn sie doch versinken könnt« in diesem milden Licht, das trostreich wie ein Dunfel war... „Und" diese Frau hat man-mir umgebracht." Veronika schreckte hoch.„Wie?" rief sie, „was?" Und sie rieb sich die Auge», als ob sie geschlafen hätte.„Um—gebracht?" „Ja", sagte er.„Ich hätte Ihnen alles das ja längst erzählt, Veronika. Sie wollten e8 ja niemals wissen. Was wissen Sie denn überhaupt von mir?" „Nun, ich weiß immerhin, daß Sie einmal eine berühmte Klinik hatten, die Sie aus unbekanntem Grunde gufgegeben haben", antwortete sie wie entschuldigend,„dar hat mir eigentlichgenügt." „Ans unbekanntem Grundel" lachte er auf und straffte die vornübergeneigte Gestalt.„Aus dem sehr triftigen Grundp, dem'Mörder auf den Fersen zu bleiben, Veronika I Dazu mußte ich Bewegungsfreiheit, haben, verstehen Sie das?", „Jaja", meinte sic,„aber— wieso? Wieso mußten Sie einen Mörder suchen, das hätte doch — die Polizei...".., „Nein, das hätte sie nicht! Und das hat sie auch nicht I" schnitt er ihr heftig das Wort ab. „Denn erstens war Jeannette tickkrank und wäre sowieso gestorben. Und zweitens war sie die Frau eines höhen, auswärtigen Regierungsbeamten, der Nichts davon wissen wollte, daß an dem ihm ja vorausgesagten Tod der Jeannette etwa» Un- natilrlicheS haftete. Sie brauchen nicht zurückzuschrecken, Veronika. Es war eine aussichtslose Sache zwischen Jeannette«nd mir." «Ja... aber..." warf sie«in,>,wenn sie nun doch... todkrank gewesen ist, wer hatte denn dann ein Interesse daran, sie— um—zu—brin» gen, Camillo?" '„Umzubringen? Wer? Retten wollte er sie ja, der Narr, der größenwahnsinnige, und ist wie vom Erdboden verschwunden, als er sie«Mich getötet Hatje mit seiner sinnlosen Experimentiererei l" „Und Sie haben ihn verfolgt?" -„Und ich habe ihn verfolgt. Bis in diese Stadt, von der er eigmal sprach, der Herr Spezialarzt der Jeannette,-Hier will er geboren und auf« getvachsen sein, hier will er seine Jugend verbracht haben.. Veronika war blaß geworden. Kaum gelang sprechen, daß er Hitler bekehre. Die Freunde Land« vurys gaben sich.Mühe, ihn von seinem.Plane ab- zubringen und wiesen darauf hin, daß man dem Vertreter der Gewalt und Bavbarei keine Menschenliebe predigen könne. Auch die Sozialisten außerhalb Englands werden Tür die Naivität des wehr als siebzigjährigen Manne» kein Verständnis haben, und werden den Schritt LanWuryS schon deswegen verurteilen, weil er von den Gegnern der Arbeiterbewegung, der Freiheit mck Menschlichkeit gegen, alle jene Ideale auSgenützt und mißbraucht werden wird, für die Lansbury zwei Menschenalter gekämpft hat. Glalse-Horstenau bei Hitler Berlin. Der Reichskanzler empfing Montag den österreichischen Minister deS Inne- ren Gtaise-Horstenau zu einer«instündigen Unterredung. Am Nachmittag stattete Glaise-Horstenaii auch dem Reichsminister Dr. Goebbels«inen längeren Besuch ab. die künftige Form der Spirituswirtschaft sehr bedeutsam ist. ES soll sich nämlich daS Ministerium für nationale Verteidigung, an dessen Spitze der Agrarier Machntk steht, auS militärischen Grün» den für die Errichtung eines Staatsmonopols aller Treibswffe, also auch deS Spiritus, ausgesprochen haben. Dies erhöht naturgemäß die Möglichkeit, daß die sozialistischen Parteien mit ihrer Forderung durchdringen. Der Präsident der Republik empfing Montag den Minister de» Innern Dr. Cernt). Der Vorsitzende der Regierung Dr. Hodja empfängt diese Woche keine Besuche. MShrisch-schlestschr Bezirksstraßen werden verstaatlicht. Auf dem Kongreß der agrarischen Jugend Mähren-Schlesiens, der Sonntag in Brünn swttfand, teilte LandwirtschaftSminister Dr. Z a d i n a mit, daß die Regierung dem Wunsche des Landes Mähren-Schlesien nach Verstaatlichung von 85 landwirtschaftlichen Landesschulen uick Jnkammerierung der wichtigsten Straßen Rechnung getragen habe. Noch Heuer wurden 599 Kilometer Straßen übernommen werden. Demokratie des Heilfonds im Berhältnisse 268 zu 8. Der Deutsche Lehrerbund(Reichenberg) teilt mit: Der Heilfondr der öffentlichen Bediensteten beschäftigt in seiner Zentrale 266 Angestellte und Beamte, davon sind 268 tschechischer und drei deutscher Nationalität. Es wäre nun anzunehmen, daß die Ergebnisse der deutsch-tschechischen AuSgleichsverhndlungcn auch fiir den Heilfonds als eine der Staatsaufsicht unterstehende sozial« Einrichtung gelten; denn Staat, Land und Gemeinden zahle» ihm jährlich über 50 Millionen KL (50 Prozent) Versicherungsbeiträge und Zehntausende deutscher Versicherter gehören ihm an. Die deutschen Vertreter im ZentralauSschusse des Heilfondr verlangten daher vom Vorstande bei der Besetzung von fünf neuen Stellen am 1. April d. I. die Aufnahme von ztvei deutschen Bewerbern und bei weiteren Aufnahme» den Schlüssel 1:1, bis das nationale Verhältnis tvenigstens teilweise ausgeglichen ist. Der Vorstand des Heilfonds erklärt aber diese Forderungen ftir nicht gerechtfertigt, den tschechischen Bewerbern gegenüber ungerecht und daher unannehmbar und ist nur bereit, freiwillig fiir die fiinf zur Besetzung kommenden Stellen einen Beamten deutscher Nationalität anf- zunehmen. Demokratie im Verhältnisse 268:8, verbessert auf 267:4.— Kommentar überflüssig. cS ihr, ein Zittern in der Stimme zu unterdrücken.^ „Wie heißt er denn?" fragte sie in einem Atem iind krampfte die Hände um ein Kissen. „Fleitht" antwortete truckenbrott, dem ihre angstvolle Spannung entgangen war.„Dr. Stephan Fleith." Er hielt jetzt die Schritte an und wandte sich Veronika wieder zu.„Was ist Ihnen denn?" forschte er besorgt,„wenn cs Sie anfregt, Veronika, erzähl' ich Ihnen die Geschichte ein andermal weiter. Nehmen Sie doch einen Schluck Teet Sie ist übrigens gleich zu Ende. Es gibt natürlich kein« Spur von diesem famosen Herrn hier in der Stadt. Er hat da» glatt gelogen— und ich— ich hab' ihn auch vergessen— hatte ihn vergessen— bis— ja, bis er im Gasthof ,Zum Hirschen'^ ganz plötzlich- wieder auftawchte in jenem Dorf, in dein ich meinen Urlaub verbrachte." -„Oh", stammelte Veronika, die seltsam erleichtert schien, nachdem sie den Namen vernommen hatte,, erleichtert, als habe sie, ganz unbegründet, die Nennung eines anderen Namens gefürchtet, „und was haben Sie unternommen?" .„Ich hab' ihn laufen kaffen!" brachte Truk- kenbrott aus fast geschlossenem Munde herbm. ,„Wie konnten Sie denn das?" rief sie verwundert aus, „Wie ich dal konnte?" Er verengte die Augen und sah sie durchdringend an.„Und das ftagen Sie noch? Ich konnte es, weil ich die Vergangenheit vergessen will, nachdem Eie mir begegnet find, Veronika." Er ballte jetzt die Fäuste j und schüttelte sie gegen einen unsichtbaren I Gegner in der Luft. Alle Muskeln in sei- nein Gesicht waren angespannt.'„Wenn er/ mir-aber noch einmal die Wege kreuzt, bet/ Kerl, dann geht'S ihm schlecht, verlassen Sie sich draufi Veronikal" stieß, er wie einen.Mu« hervor. Dann aber wurde sein« Stimme wieda lejs«, beschwörend, bittend:„Ihretwegen habe m ihn laufen kaffen, Veronika. Weil ich mich mit de- sen Dingen nichf mehr aufhalten woMe, mit dieen Dingen, die nun doch nicht mehr zu ändern snd. '.(Fortsetzung folgt.), Xr. 93 DienStag, 80. April 1987 Seite 3 fudctendcutsdier Zeitspiele/ Vom liberalen Organ zum Boulevardblatt Schon vor Wochen haben wir die sudetendeutsche Oesfcntlichkeit darauf aufmerksam gemacht, datz sich mit dem Wechsel in der Leitung des»Prager Tagblatt" auch eine Aenderung in der Haltung des Blattes vollzogen hat und datz dieses einstige Organ des liberalen Bürgertums offenlundig nach rechts abschwenkt. Der Verlag Merch vollzieht diesen Richtungswechsel offener in der»Neuen Morgenpost", wo er die Leitung dem bisherigen Redakteur der„Zeit" Franz, der auch weiterhin Mitglied der SdP bleibt, anvertraut, etwas getarnt aber auch im„Prager Tagblatt". Als die bequemste Ouvertüre für diese neue Politik erscheinet» dem Mercy-Blatt Angriffe aus di« deutsche Sozialdemokratie. Im Sonntagsblatt unterbreitet man dem Publikum die Sensation, datz es auf der, für den 23. Mai geplanten Reichskonferenz unserer Partei zu «ideologischen Auseinandersetzungen" komnien werde,»datz«In Großteil der Partei mit der gegenwärtigen Führung und der Vertretung in der Regierung nicht einverstanden ist", und datz»eine bestimmte Gruppe... auch einen Vorstotz in der Frage der Parteipresse" plane. Man sei in Parteikreisen mit der Presse deswegen nicht einverstanden, weil diese„das Gebot der Stunde nicht «rfatzt habe, das lautet: Burgfrieden unter den Altivisten und gemeinsamer Kampf gegen die Henieinpartei". So viel Worte, so viel Ünlvahr- heiten und so viel Unsinn. Jeder Leser der Parteipresse weih, datz alle unsere Blätter den Kampf gegen die SdP unerbittlich führen, ja datz sie in diesem Kampfe an der Spitze stehen. Die Haltung unserer Presse entspricht völlig der Politik der verantwortlichen Pakteiinstanzen wie der gesamten Partei und der Gesinnung der deutschen sozialdemokratischen Arbeiter. Auch die übrigen Behauptungen des auf die Stufe eines Boulevardblattes hinabgleitenden bürgerlichen Organes sind den Tatsachen widersprechend und werde»» am besten widerlegt durch die Geschlossenheit unserer Partei, in deren leitenden Instanzen alle Beschlüsse einmütig gefatzt werden und wo in bezug auf die Haltung der Partei allgemeine Uebereinstimmung herrscht. Es ist eine Schande, daß ein Blatt, das man einst für ernst und in seiner Berichterstattung für verläßlich gehalten hat, seinen Lesern derartige Nachrichten austischt. Die deutsche Sozialdemokratie dieses Landes ist gegenwärtig in einem erfreulichen Ausstieg begriffen Und das ift’ für das großbürgerliche Klassenbewusstsein des aus dem Ausland hereingeschneiten neuen Leiters des Blattes, des Herrn Chefredakteurs Katz, der seine politische Talentlosigkeit durch einen Angriff auf den englischen Autzenminister hinreichend nachgewiesen hat, etwas unerträgliches. Wir haben vom Anbegini» seiner Tätigkeit auf die Gesinnung dieses Herrn hingetoiesen, der vo>» einem philisterhaften, engstirnigen Hatz gegen, die Sozialdemokratie erfüllt ist, der aber den Ausstieg der Sozialdemokratie ebenso wenig, aushalten wird, wie der Nachtwächter durch sein Blasen das Herannahen des Morgens.' In einer Versammlung, die Montag abends in Brünn stattfand, sagte Abg. Jaksch unter Anspielung auf das»Prager Tagblatt": Der deutsche AktiviSmus braucht die Unterstützung der breitesten BevöllerungSkreise, aber aucheingröhereS Verantwortungs- bewuhtsein der deutschen Presse. Jaksch kennzeichnete die Meldung des»Prager Tagblatt" über angebliche innere Konflikte in der Sozialdemokratie als einen Bersuch» der führenden deutschen Verständigungspartei in den Rücken zn fallen. Unseren Aufstieg werden aber solche Quertreibereien nicht hemmen. Hauptversammlung der„Arbeiterfürsorge 1* Der verband»Arbeiterfürsorge" in der Tschechoslowakischen Republik mit dein Sitze in Teplih-Schönau hält am Sonntag, den v. Mai 1937, um 9 Uhr vormittags im Saale der ,,Sia" (Jng.- und Arch.-Haus) in Prag I., Jänskä 100, seine ordentliche Hauptversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Berichte: a) Tätigkeitsbericht, b) Kassabericht, e) Bericht der Kontrolle. 2., Fürsorgepraxis an der Krisenwende(Franz Kögler, Bodenbach). 8. Statutenänderung. 4. Neuwahlen, 6. Verschiedenes. Nach 8 k> der, Statuten üben die angeschloffenei» Vereine ihr Mitgliedsrecht aus, indem sie für jp 100 Mitglieder einen Delegierten mit. Stimmrecht sowie mit passivem und aktivem Wahlrecht in die Hauptversammlung entsenden. Bruchteile über 50 gelten als voll. Die Höchstsatz! der einem angeschlossenen Vereine zugebilligten Delegierten betragt fünf. Rach 8 10b der Statuten müssen Anträge, über welche in der Hauptversammlung Beschluß gefaßt werden soll, mindestens fünf Tage vor der Hauptversammlung der VerbandSleitung schriftlich bekanntgegeben werden. Für den Verband„Ar- bciterfürsorge": Theodor Hackcnberg, Vorsitzender. Den politischen Wegelagerern muß das Handwerk gelegt werden! Unser sonntägiger Bericht über daS A t t e n« tat auf unseren Fischerner Vertrauensmann M a r o ne k hat in der gesamten Arbei« ter-Oeffentlichkeit(und darüber hinaus) leidenschaftliche Empörung und Erbitterung hervorgerufen. Die längst feste Ueberzeugung, datz diesen Methoden Einhalt geboten werden müsse, verdichtet sich nun zu dem Schrei: Rasch und radikal Schlutz mit den politischen Lumpen, di« da glauben, sie dürften und müßten mit der Hacke gegen den„Splitter" losgehen, eben weil es der SdP auf keine Weise gelingt, der deutschen Sozialdemokratie den Splitter-Charakter zu geben, von dem sie vor zwei Jahren zu faseln begannen. Je deutlicher der Aufschwung unserer Bewegung zutage tritt und je krasser die Schwierigkeiten sind, mit denen die SdP nach innen und außen zu kämpfen hat, desto mehr versuchen die Wegelagerer, die das Hakenkreuz grotzgezogcn hat, mit G e>v a I t gegen die Wortführer unserer Sache vorzugehen. Die Versnminlung in N i e d ergründ war das große Beispiel der vorigen Woche— der Uebcrsall auf den Genossen Marone! in Fischern war das Gegenstück dazu. Seit Wochen schon sah Marone! sich von den„VolkS- gemeimchaftlern"(ließ: BollSg«meinen) bedroht. Bor kurzem versammelten sich die Banditen vor dem Hause MaronekS und riefen im Schutze der Dunkelheit Todesdrohungen zu ihn» hinauf. Und wiederum unter den Fittichen der Nacht — es gibt doch nichts Mutigeres als dieses Hakenkreuz-Gesindel— lauerten ihm zwei von ihnei» Freitag auf, stürzten sich auf ihn, zerschlugen ihm daS Gebiß und, weil Maronek sich kräftig zur Wehr setzte, forderten sie einen dritten, in der Nähe befindlichen„BereitschaftSmann" auf, dem Ueberfallenen„doch eins draufzubrennen"! Go geschah«S, Maronek wurde durch einen Schuß aus nächster Nähe ain Arm, in dem die Kugel stecken blieb, s» verwundet, daß jetzt seine Hand fast unbeweglich und gefühllos geworden ist. I Die Halunken aber suchten nach vollbrachter „Tat" das Weite. Und schau wird noch ein dritter, nicht minder gemeiner Neberfall ans«inen sozialdemokratischen Funktionär gemeldet: Sonntag gegen 9 Uhr abends wurde der Lokalvertrauensmann unserer Partei in Kogerau bei Königsberg a. E., Genoss« Anton He» tsch, der sich im Gasthaus Fischer in G o l d d» r f aufhielt, al- er sich aufS Pissoir begeben wollte, von rückwärts überfallen«ndnie- dergefchlagen. Den Ueberfall führte der Obmann der dortige» Ortsgruppe der SdP und seine Brüder aus. Genoss« Hentfch wurd« ernstlich verletzt und mußte sofort ärztliche Hilfe in An. spruch rühmen. Auch hier handelt«S sich offenbar um«inm AuSbruch der unaufhörlich und svste- matisch betriebenen SdP.Hehe. Wenn eS noch nottvcndig gewesen wäre, zu beweisen, daß durch den sudetendeutschen„Auf. bruch" auch die schimpflichsten„Kmnps"-Methoden aus dem Dritten Reich in unser Gebiet verpflanzt lvurden— solche Vorfälle wie die in Niedergrund, in Fischer,» und in Golddorf würden es eindeutig dartun. Und diese SA-Manieren kommen eben erst fetzt richtig zum Ausdruck, da es der SdP dreckig zu gehen beginnt. Sollen wir aber etwa im Hinblick auf die fortschreitenden Schtvierigkeiten in der SdP da- »nit rechnen, datz solches Wild-West bei uns sich stabilisieren werde? Nein, hier mutz einmal ganz energisch und rücksichtslos durchgcgriffen werden! Diese Feiglinge werden ja totsichcr sofort kleinlaut, wenn sie nur eininal verspüren, datz ihnen die eisern« Faust droht. Datz unsere Leute, airgegriffen, ihnen nichts schuldig bleiben werden, darauf könne»» die Burschen Gift nehinen. AVer soll es wirklich so weit koinmen, daß alle demokratischen Vertrauensmänner sich auf Selbstschutz gegen Knüppelträger und Revolverschiitzen vorbereiten müssen? Liegt das im Interesse der Demokratie, des Staates? Man frhe zum Rechten, denn nnsere Arbeiterschaft wird sich Wiederholungen solcher blutiger Attentate auf gar keinen Fall gefallen lassen! Her Streik auf den Robert-Schächten beendet Was wir in unserem Sonntagsberichte ange- küudigt haben, ist eingetretrn. Di« streikende Belegschaft hat di« Ergebnisse der biS in di« sinkende Rächt währenden Berhandlungcn zur Kenntnis genouimen und ist früh un« 4 Uhr anSgefahren, weil der wesentlichste Teil ihrer Forderung«»» bewilligt wurde. Danach wird die am 18. April eingelegte Streikschicht entschuldigt und später wieder eingearbeitet, die Gedinge der Oberbauarbeiter werde»» generell um zehn Pro- z e n t r r h ö h t, den Tiefbauarbeitern werden di« Erschwerungs-Zuschläge wieder bewilligt und beim Depotladrn fünf Prozent aufge- bessert. Außerdem werde» in den nächsten vier! Wochen je vier Schichten verfahren! werden und bezüglich der anderen Forderungen Verhandlungen stattfinden. ES wurden außerdem noch einge weitere kleiner« Zugeständnisse gemacht. So ist denn auch dieser Streik durch die Geschlossenheit der Arbeiter erfolgreich beendet w»r> den. ES wäre an der Zelt, daß die Arbeiter der verschiedenen Betriebe daraus die Lehre zögen und sich einheitlich» freigewerkschaftlich organisieren ließe«. Kreitkonferenz In Landtkron Referate von Jaksch, Strauß und Paul Sonntag, den 18. April, fand in LandSkron eine stark besuchte Kreirkonferenz der deutschen sozialdemokratischen Partei der Kreisorganisation Grulich-Landskron statt. Nachdem Hause zum Vorsitzende» gewählt worden war, erstattete Kreis- sekretär Franz T r e m l einen ausführlichen Bericht, in welchem er darauf Hinweisen konnte, daß dieses Gebiet zu jenen gehört, welche dem Henlein- Ansturm am besten widerstanden haben. Treinl .legte die wirtschaftliche und politische-Situation des Gebietes dar und gab ejne Ucbcrsjcht über die Entwicklung aller Zweige der Arbeiterbewegung. Sein Bericht wurde ebenso wie der. der Kontrolle einmütig zur Kenntnis genommen. Danach erstattete LandeSvertreter Dr. Strauß einen Bericht über die Presse, über den sich eine kurze Debatte entspann, in der einige Delegierte verschiedene Wünsche vorbrachten. Dr. Strauß sprach auch an Stelle-des verhinderten Abgeordneten Macoun über di« Entwicklung der Wirtschaftslage 'in den- letzten Monaten.— Am Nachmittag erstattete dann Abgeordneter Wenzel falsch einen Bericht über die außen- und innenpolitische Lage, anschließend daran Sekretär Ernst Na ul über die Reise der tschechoslowakischen Delegation nach Spanien. Beide Referate wurden mit Interesse und Beifall ausgenommen. Bei den darauf folgenden Wahlen wurde mitgcteilt, datz der bisherige Kreisvertrauensmann Adolf Schmidt dies« Stelle nicht mehr zu übernehmen wünscht »ich eS wurde ihm der Dank für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit ausgesprochen. Zum neue»! Kreisvertrauensmann wurde Landesvertreter Franz Jllner gewählt.-.',Unter lebhafter Zu-, ftimrnung wurde beschlossen an den Prä s i• deuten der Republik, den Minister Dr. C z e ch und an den an der Teilnahme verhinderte»» Abgeordneten des Kreises, Franz Macoun/ Begrü« tzungStelegramme zu schicken. Die Konferenz war durch die Fülle der erstatteten Referate für die Delegierten außerordentlich lehrreich, sie zeigte die Kreisorganisation in schönem Ausstieg. Wer weiß etwas? Das April-Heft der in Prag erscheinende»» Zeitschrift„Volk und Führung" Wird durch folgenden„Appell des MonatS" in Fettdruck und Riesenschrift eingeleitet: Dos Größte Das ist an ihm das Größte: daß er nicht Rur unser Führer ist und vieler Held, Sondern er selber: Gerade, fest und fchlicht, Datz in ihm ruhn die Wurzeln u»»srer Welt Und seine Seele an die Sterne strich Und er doch Mensch blieb/ so wie du und ich.,» Wer ist nun der, der da verhiimnelt wird? Da es sich um eine sudete«deutsche Monatsschrift handelt, dürste man eigentlich auf Herrn Konrad schließen, wenn nicht der Ton der A n- b'etung und Vergötterung darauf hindeutete, daß man nicht an ihn, sondern an IHN denken soll. UebrigenS: daß der Betreffende, der da gepriesen wird,„an die Sterne str i ch", verstärkt unseren Verdacht, daß hier ein A n st r e i- ch e r bewußt nur halb getarnt wurde. Keine Betrlebselnstellung bei Eplag Wir haben seinerzeit über die beabsichtigte BetriebSei»»stellung der'Porzellanbetriebe E p i a g in Ält-Rohlau und Alb in Lubau berichtet. Gestern ist eS zwischen der Arbeiterschaft und der Betriebsleitung der. Firma Epiag zu. einer Vereinbarung gekommen, wonach der Alt- Rohlauex Betrieb nicht eingestellt wird. Wie wir hören, ist der Betrieb derzeit gut beschäftigt. Brief an den Zeitsniegel Ein Leser schreibt uns: Lieber Zeitspiegel! Unser Kampf um demokratische Freiheit und gegen faschistischen Imperialismus wird uns im sudetendeutschen Gebiet nicht leicht gemacht. In den Kinos laufen zu jedem Programm auch die sogenannten„W o c he n- s oh au en" von Fox, DPC und UFA. Aber glaube mir, sie sind kein„Zeitspicgel“(was sie doch sein sollten), sondern— sie scheinen vor allem die Aufgabe zu haben, für M ussolini Reklame zu' machen; alle die anderen Aufnahmen sind nur wie zur Tarnung dieser Reklame vorhanden. Es gibt seit vielen Monaten keine Wochenschau dieser drei Firmen, in denen der„Duce" nicht in irgendeiner Pose zu sehen wäre. Sogar wie er mit nacktem Oberleibe auf einem Kinderrodel über einen harmlosen Iiilgel, wie sie bei uns in den Städten von den Kleinkindern als Rodelbahnen benützt werden, hcrunterfuhr, mußte das in der ganzen Welt gezeigt werden, allerdings unter kaum beabsichtigter starker Heiterkeit des Publikums. Es hat den Anschein, als ob diese Filmgesellschaften dafür bezahlt würden, daß sie unbedingt in je'dgr Wochenschau Herrn Mussolini zeigen. Wir dagegen sind der Auffassung, daß man andere Vorgänge in der Welt, die für die Demokratie und für den Fortschritt wesentlich sind, zu zeigen hat. Es muß festgestellt werden, daß man bei uns im deutschen Gebiet noch nie eine Aufnahme einer der Riesenkundgebungen der Volksfront in Frankreich dargeboten hat. Ich kann nicht glauben, daß solche Ereignisse wie etwa die Beerdigung der Opfer von Clichy, nicht gefilmt wurden. Warum werden solche Aufnahmen nicht gezeigt! In letzter Zeit tauchen, wenn auch sehr vorsichtig, Aufnahmen aus Deutschland auf, insbesondere solche, die den Bau der Reichsautobahnen zeigen. Leistet bei uns niemand Aufbauarbeit! Gibt es bei uns keine großen Straßenbauten! Wo bleiben solche Aufnahmen aus der Republik! Lieber Zeitspicgel! Wir fordern in den Wochenschauen der Kinos einen demokratischen Zeitspiegel I Bezirksstelle Dauba der aktivistischen Parteien Für daS Gebiet Dauba»vurde im Sinne der Richtlinien von den aktivistischen Parteien eine Be- zirlsstclle mit dem Sitze in Dauba errichtet, der R z i h a und Heinrich aus Hirschberg und Eder aus Dauba stir die TSÄP; Mühl- FrapSgraben, Lisch! a-Scbitsch und Bauer- Sakschen für den BdL; Milolasch ek, Doms und Kasper äüS Dauba für die DCV angehören. Die erstgenannten der einzelnen Parteien sind die Schristenempfänger. Vorsitzender ist Herr Einil Mühl. Meder ein Lehrling tödlich verunglückt Der in der Metalldruckerei E i t r i ch in Nieder- Ein siedel beschäftigte 13 Jahre alte Lehrling Hille aus Niedcr-Nixdorf kau» am SamStag vormittags um halb 12 Uhr auf gräßliche Weise umS Leben. In der Fabrik ist ein Lastenaufzug eingebaut. Hille sah beim Fenster an der Auszugstüre in dei» Schacht des Aufzuges hinein, als der nach abwärts in Bewegung befindliche Aufzug den Junge»» schon, an» Kopse erfaßte und ihm daS Genick abdcückte. Der Lehrling, eii» braver, allseits beliebter Bursche, war sofort tot. Den schwer geprüften Eltern wendet sich allgemeine Anteilnahme zu. Zu untersuchen wird sein, ob dieser Lastcnaufzug so instand gehalten ist, daß er allen Unfallverhütuugsvor- schristen genügt. siVV-Jahrkeier der Stadt B.-Leipa. Tie erste urkundliche Erwähnung B.-Leipa» als„Stadt" geschah erst ast» 24. April 1337 anläßlich der Gründung von Weitzwasscr. Die 60V. Wiederkehr dieses bedeutsame»» Datums des 24. April begehen Heuer B.-Leipas Bewohner im schlichten, doch ehrenden Gedenken. Die Prager deutsche Sendung»vird am Sonntag, den 26. April, von 17.6V bis 18.60 Uhr eine Reportage dieser Feier bringen. Eine Gedenktafel für Mozart in Olmiitz. Im Jahre 1767 lud der damalige Domdechaut von Olmiitz, Graf Podstatskh-Licchtenstcm den Ihm von Salzburg her bekannten Vater W. A. Mozarts mit diesem und seiner Schwester Marie nach Ol- mütz ein, wo sie sich im Hotel„Zum schlvarzc» Adler"(dem heutigen Hotel„Tatra") einauar- tierten, von wo sie einige Tage später in das DekanatS-.PalaIr übersiedelten. Zum Andenken an diesen Aufenthalt wird jetzt in Olmütz an den» Gebäude der Dom-Dechantei von einer tschechoslowakischen Gesellschaft eine Gedenktafel angebracht werden, die wahrscheinlich während der Olniützer Ausstellung enthüllt werden wird. GeturtS- und Namenstag alS Todestag... In W u d i n g r ü n im Bezirk Falkenau ist der dortige Lokalvertrauensmann unserer Partei, Genosse Lanzendörfer, beim Aufladen von langem Stammholz tödlich verunglückt. Infolge der Nässe geriet ein Stamm ins Nutschen; Lanzendörfer hatte am gleichen Tage, der zu seinem Todestage werden sollte/seinen Geburtstag und auch seinen Namenstag gefeiert. Er hinterläßt eine Frau und fünf K i n d e r im Alter von 4 bis 17- Jahren,. Seite 4 DlcnStag, 20. April 1987 Nr. 03 TlAesnemgkeiten Aberglauben lm Dritten Reich Wo der Mythos des 20. Jahrhunderts die Gemüter beherrscht, dort sinkt die Wissenschaft im Kurse. Mythische Ideologie und Aberglauben wohnen dicht beieinander. Abergläubische Diktatoren verschreiben sich nur allzugern der A st r o l o g i c und ähnlichen Wahngebilden deS spintisierenden Menschengcistes. So hat auch Hitler eine Schwäche fiir die Astrologie. Sein Schützling war vor der Machtergreifung und noch einige Zeit danach der bekannte Hellseher H a» n s s c n. Zwar fiel Hanusscn in Ungnade und wurde crnwrdct, aber die einflußreichen Liebhaber der Astrologie lebten weiter, und der Wunsch nach Lehrstühlen für die Astrologie bestand bei ihnen und bei Hitler fort. Doch wo sollte man die Astrologie als wissenschaftliche Disziplin einordncn? Keiner wollte sich mit diesem Kuckucksei belasten. Jede Fakultät lehnte höflich aber entschieden zunächst einmal ab, das Protcktionskind unter ihre Fittiche zu nehmen. Im Mai 1933 weigerte sich die Universität Gic- stcn die Astrologie in ihrem Bereiche zuzulasscn. Auch an. der Universität in Berlin erging eS damals den Befürwortern der neuen Auchwis- scnschaft nicht besser. Planck und der damals noch am Leben befindliche Maier sprachen sich entschieden dagegen auS. Inzwischen ist der 30. Juni 1934 über Deutschland hinweggebraust. Die Astrologen, die damals allzu sehr das Unglück voranssagten, fielen zeitweilig in Ungnade. Diktatoren lieben cs im allgemeinen nicht, daß ihnen die Vergänglichkeit zu deutlich vor Augen geführt wird. Frick erklärte damals die Astrologie als eine gefährliche Gaukelei. Ihre beruf- lichc Ausübung wurde unter schwere Strafe gestellt. Doch bald hatten sich die Sterne gleichgeschaltet, und aus ihnen war das gewünschte Resultat abzulosen. Hitler sagten sie seitdem nur noch eitel Glück und Freite voraus. Auch die Universitäten haben inzwischen ihren ersten auf. flackcrndcu Widerstand aufgcgcbon. Blu-Bo hat frisch und ftci seinen Einzug gehalten. Die P e- t e r s e n, Schmitt, K r i e ck und ihre ganze Kumpanei predigen auf den L c c r st n h l e n, Pardon Lehrstühlen, ihrer Fakultäten die Messias-Rolle Hitler des Erlösers. Die einst hochstehenden deutschen Universitäten gehen unaufhallsam im dritten Dun- telreich den Weg in die Dämmerung des wissenschaftlichen Abstieges locitcr. Nur noch die exak- tcn Naturwissenschaften und ein Tefl der mathematischen Wissenschaften, die unentbehrlich für die Wirtschaft und Industrie sind, werden im wissenschaftlichen auf die Erfahrung gegründe- tcn Sinne betrieben. Alle anderen Disziplinen verfallen immer nichr der„Zusammcnschau", dem MythoS. An die Mütter Italiens!(P. St.) Der Kommandant des in Spanien kämpfenden italienischen Aiitifaschisteiibataillons„Garibaldi", Rondvlfo Pacciardi, der sich mit seinen Leuten in der siegreichen Schlacht von Guadalajara dem ersten Stoß der vier italienischen Divisionen entgegcnwarf, hielt im Madrider Radio eine italienische Ansprache. Die Rede Ivar an die„Mütter Italiens" gerichtet.„Wir schwören euch ihr Mütter Italiens,— sprach Pacciardi— daß wir, so entschlossen wir waren, leinen Fußbreit Bodens zu weichen, alles getan haben, was in unserer Macht stand, um kein Brnderblut zu vergießen. Selbst als die Faschisten einige unserer gesangenen Kameraden gefoltert und dann ermordet haben, überließen wir uns nicht der Rache, sondern waren bestrebt, die wirklich Verantwortlichen zu erforschen und zu treffen. Wir pflegten die verlasienen Verwundeten, reichten Brot den ausgehungerten Gefangenen und teilten das Waffer aus unseren Feldflaschen mit den Erschöpften und Verdursteten. Welch eine Trauer Ivar cs aber für uns zu sehen, wie Italiener wie wir selbst, Arbeiter wie lvir selbst, die spanischen Sieger mit erhobenen Händen nm Gnade baten, den Mann und die Herrschaft verfluchend, die sic in diese Erniedrigung getrieben haben... Mussolini glaubt— heißt es locitcr in der Ansprache— das Problem der Tausenden von Arbeitslosen lösen zu können, indem er sie als Kanynenfutter nach Gewicht an die internationalen Abenteuer verlaust. In der Tasche eines Gefangenen, der sich dem Faschismus verdungen hatte, fanden wir den Brief seiner Mutter.„Ich hätte es nie geglaubt, hatte sie geschrieben, daß du imstande wärest, dich für fünf Lire zu verkaufen." Die Antifaschisten des Bataillons„Garibaldi" nud die Faschisten der italienischen Divisionen sind einander lm offenen Felde begegnet. Ein tragisches Ereignis, dem wir mit Trauer, aber ohne Furcht cntgegensahen. Die faschistischen Divisionen besaßen Kanonen, Tanls, Handgranaten, hatten aber nicht die Idee. Sie wurden zerschmettert. Gesiegt haben wir, gesiegt hat die Idee, die wir verkörperten." Den Spirituskocher vom Tisch gerissen. Sonntag abends ereignete sich in Karlsbad in der Schulgasie in schwerer Unglücksfall. Das drei- cinhalvjährige Kind eines Gärtners riß einen brennenden Spirituskocher vom Tisch, der zum Gangstermethoden gegen Arbeiter In Hershey(Pennsyvanien) sind streikende Arbeiter von Streikbrechern überfallen und schlver mißhandelt worden. Unglück auch noch auf die darunter stehende Spiritusflasche fiel und sie zerschlug, worauf es zu einer heftigen Explosion kam. DaS Kind erlitt lebensgefährliche Brandwunden. Bon Verleumdern in den Tod getrieben. In der Nacht auf Sonntag vergiftete sich in Drahowitz bei Karlsbad der junge Friseur Karl G e r st, weil hcrufsmäßige Schandmäuler durch Ausstreuung untvahrer Gerüchte sein Geschäft ruiniert und dadurch seine Existenz vernichtet chatten. Gcrst, dem es schon vorher nicht gut ging, nmßte eine Zeitlang wegen Unterernährung das KranienhauS nufsuchen. Gute Freunde streuten daraufhin das Gerücht aus, daß er geschlechtskranl sei. Daraufhin mieden die Kunden völlig sein Geschäft, was ihn schließlich zur Verzweiflung trieb. Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Hasenpest auch in Böhmen. Das Prager Landesamt hat eine Verordnung erlassen, derzufolge alle Jagdbesitzer, Pächter, Jagdsachvcrstäirdigen; sowie daS Forst und- Flurpersonal verpflichtet sind, den Gesundheitszustand und das Verhalten des Wildes, bei dem Tularämie vorkommen kann, genau zu beobachten und bei austretendem Tular» ämieverdacht sofort Anzeige bei der Behörde und beim Amtstierarzt zu erstatten. Zu beobachten sind insbesoirdere Hasen, wilde Kaninchen und. andere wild' lebende Nager, wie Mäuse, Eichhörnchen, Wiesel, Wassermäuse und Wasserratten, Bisamratten, aber auch Wachteln, Rebhühner und Fasanen. Wenn derartige Tiere in größerer Zahl eingehen, so ist eine Tierleiche, vor allem ein Hase in Wachsleinwand oder in einer anderen wasserdichten Umhüllung an den zuständigen AmtStierarzt abzuliefern, und die übrigen Kadaver sind zu verbrennen oder mit Kall zu bestreuen und tief zu vergraben. Beim Berühren verendeter Tiere ist größte Vorsicht walten zu lassen. Falls wirllich in einem Jagdrevier Tularämie festgestcllt wird, kann die Behörde den Jagdberechtigten beauftragen, das erkrankte Wild ev. den gesamten von Tularämie bedrohten Wildbcstand auszurotten und die Tierleichen zu beseitigen. In einem solchen Reviere dürfen die von der Bezirlsbehörde zur Ausrottung bezeichneten Wildarten in keiner Weise dem menschlichen Genüsse zugeführt werden. Ein Zulviderhmideln lvird nach der Bestimmungen deS Jagdgesetzes vom 14. Juli 1927, Z. 128 Slg. mit Geldbußen bis zn 5000 XL oder mit Arrest bis zu 14 Tagen bestraft. Selbstmord mit 40 Kilogramm Dynamit. Der Sprengmeister einer Baugruppe,‘ dem die Regulierung des Gailfluffes in Kärnten übertragen Ivar, beging auf grauenhafte Weise Selbstmord. Er sprengte sich selbst mit 40 Kilo» gramnl Dynamit in die Luft. Die Wirkung der Explosion war außerordentlich groß. Im Umkreise von 6 Kilometern gingen alle Fensterscheiben in Trümmer. Besonders schlver wurde die Pfarrkirche deS Ortes Mitschig in Mitleidenschaft gezogen. Vom Körper des Selbstmörders wurden nicht einmal Spuren gefunden. An der Stelle der Tat entstand ein tiefer Krater. , Unglücksfall auf dem Pariser AuSstellungS- gelände. Auf dem Bauplatz der internationalen Ausstellung in Paris stürzte am Montagvormittag eine Brücke über die Viktor-Emanuel-Sttaße unweit der Jnvalidciiü rücke ein/ Es wurde glücklicherweise jedoch bloß ein Arbeiter verletzt.. Die Ursache deS Einsturzes soll ein Konstruktionsfehler gewesen sein.. Die, Brücke stürzte.in. dem Augenblick ein, als die Arbeiter die Brückenwölbung in der Mitte zusammengefügt hatten und die Hilftragpfeiler,beseitigten. Der Geistesgegenwart eines Wachmannes, der auf'der Straße Dienst versah, die Arbeiter warnte und den Veckehr rechtzeitig einstellte,, ist es in erster-Linie zu danken, daß das Unglück keinen größeren Umfang annahmc Sport als Propaganda.(ITF.) Sport ist'in Deutschland immer mehr zu einer. Angelegenheit nationalsozialistischer Propaganda geworden. Nachdem die Olympiade vorbei ist; wird das nicht einmal mehr vertuscht. Künftig m ü s s e n die etwa Lö.000.„Dietwarte", die für die ,4velt» anschauliche" Leitung des Reichsbundes für Leibesübungen verantwortlich sind, besondere Kurse mitmachen, damit durch ihre Arbeit-erreicht wird, „daß die Turn- und Sporwereine des Reichsbun- des deutscher. Leibesübungen geeignete Zellen für die praktische Untermauerung dex weltanschaulichen Erziehungsarbeit der NSDAP" werden. (Frankfurter-Zeitung Nr.'187/38 vom 10. März 1937). Sportvereine, die noch immer mit Nazi- Sportvereinen Beziehungen unterhalten, wissen also, woran sie sind. Statistisches,(mb) Im Laufe.des vergangenen Jahres wurden auf. den ehemaligen Schlachtfeldern Frankreichs und Belgiens gegen neunhundert- Tote neu ausgefunden, davon über achthundert Engländer. Nach dem Jahresbericht der Imperial War Graves Commission(der englischen/Kriegsgräberlommission). sind von den 1,194.890 britischen Gefallenen bis jetzt 587.117 identifiziert-und in Kriegerfriedhöfen beigesctzt. Weitere 180.801 sind aufgefundcn-worden, - konnten aber nicht identifiziert werden. Identifiziert ist also knapp-die Hälfte aller Gefallenen; unaufgefunden und daher als„vermißt" gebucht ist mehr als ein Drittel, nämlich 380.912 Mann.— Ob.es sich nicht empfehlen würde, den nächsten Krieg..wenigstens solange hinauSzuschie- ben, bis die alte Rechnung ordnungsgemäß abgeschlossen werden kann?(Oder: Der Bürolra- tiSnmS als Weg zmn ewigen Frieden.)*' Deutscher Ballon verbrannt. Die Ballon-AuS- scheidungSwettfahrt für das Gordon-Bennet-Rennen, die an den Osterfeiertagcn wegen schlechten Wetters abgesagt werden mußte, wurde Sonntag in Chemnitz ausgetragen. DaS Wetter war auch diesmal nicht besonders günstig. Trotzdem ging der Start der sechs Teilnehmer glatt von statten. Der"Ballon „Chemnitz"(Bertram-Chemnitz) mußte bereits nach kurzem Flug bei DlpoldiSwalde in Sachsen niedergehen, geriet.auf eine Hochspannungsleittmg und verbrannte. Die beiden Flieger kamen mit dem Schrek- kcn davon." Die anderen Teilnehmer wurden in Richtung Ost—Nordost in Richtung auf Polen abge- Ein wirksames Mittel gegen Malaria? Nach den soeben veröffentlichten Meldungen ergaben die zweijährigen Versuche der Malaria-Heilung in dem mälariäverseuchtesten Gebiet in K u b a n, in der Kosakensiedlung Schkurisnakaja,. mit dem Sowjetpräparat„Akrichin" einen glänzenden Erfolg. Auch in-den Gebieten,-in denen früher 40 Prozent der Bevölkerung an Malaria erkrankt waren, Iverden nurmehr Einzelfälle von neuen Malaria-Erkrankungen festgestellt. Die Einwohnerzahl Polens beträgt inmmehr 84,921.000. Das bedeutet eine Vennehrung um rund zwei Millionen-in" den letzten fünf Jahren. Ziehung der Klassenlotterie (Ohne Gewäh r.).’; Prag. Bei der Montag- Ziehung der 8. Klasse der 80. tschcchostowakischen Klassenlotierie wurden nachstehende Gewinste gezogen: svo.oo» KS Los Nr. 61808. 40.000 IW Los Nr. 28818. 20.000 KO Los Nr. 97S85. 10.000 K6 die Lose Nr. 98644 60918 81262 70879 13590 91888 26965. 5000 Kd die Lose Nr. 99227 11982 23692 55449 93345 3015116806 25226 46436 81112 24045 47897 58621 41212 2522 583 63345 59442 6680 70398. 2000 K5 dte Lose Nr. 65462 46945 91826 10748 113223 109444 80318 65295 23233 97957 82949 10432 83768 3618 110583 38219 93598 25872 102641 23329 73799 24753 88628 103744 71909 49825 77332 21209 94137 1877 28585 4514 57972 89288 37834 9840 57340 83466 34935 11046 74622 55540 21636 106376 113614 17405 93862 45021 48274 33810 102745 29289 46446 49199 114994 35286 99314 45052 25405 7200 25921 36083 51596 53791 69080 6050 28514 42277 24286 2897 51495 12221 11625 69938 69351 75583 61921 61984 112522 27740 85818 15115 85121 62512 4041 80188 73397 67784 51210 112614 100918 28653. Der anonyme Mözen, welcher alljährlich zur Feier der Wahl des Präsidenten Dr. Eduard BeneS zum Präsidenten der Republik der Rattonal- und Universitätsbibliothek in Prag 1000 auSgewählte Werke der Fach-Weltliteratur widmet, machte in den letzten Tagen dieser Bibliothek 200 Bücher auf dem Gebiete des Flugwesens zum Geschenke, und zwar aus Anlaß der vorbereiteten ganzstaatlichen FlugauS- stellung, welche in Prag der AeroAub der Tschechoslowakischen Republik veranstaltet. Wehr-Appell der„Sokol". In allen Sokol- Vereinigungen der Republik fand Sonntag nachmittags ein Wehr-Appell der Sokolschaft statt. Der Appell wurde um 14.80 Uhr mit der Hiffung der Staatsflagge, mit der StaatShymne und einer Ansprache deS Turnwarts und der Turnwartin der Tschechoslowakischen Sokolgemeinde eröffnet. Der Präsident der Republik Dr. BeneS hatte sich als Mitglied des Kleinseitner Sokol entschuldigt, bekundete aber lebhaftes Interesse für den Appell. Die Gesamtbeteiligung betrug 580.916 Personen, oder etwa 65 Prozent. Davon waren 166.950 oder 68.24 Prozent Männer, 81.186 oder 69.89" Prozent Frauen, 42.785 oder 98.48 Prozent männlicher Nachwuchs, 44.597 oder 98.58 Prozent weiblicher Nachwuchs, 94.862 oder 78.72' Prozent Schüler, 101.086 oder 65.79 Prozent Schülerinnen. Es handelt sich hiebei um Angehörige von 8184 Sokol- Vereinigungen. Ausgrabungen im Mittelgebirge. Das National- Museum führt auf der altsschechischen Begräbnisstätte bei Schallan im Bezirk Teplih-Schönau umfangreiche Nachforschungen durch. Bisher Ivurden 52 Grabstätten durchforscht, aus denen Tongefäße, Fingerringe, Halsketten aus Glasperlen, Bronze- und Silber-Ohrgehängeu. a. geborgen wurden. Die Grabstätte stammt aus dem zehnten Jahrhundert und stand auch noch im elften Jahrhundert in Benützung, wie ein Dinar aus der Zelt Pratlflavs II. zeigt, der in der Hand eines Toten gefunden wurde. Die Gräber sind tief und mit Steinen belegt. Auffallend groß Ist die Zahl der begrabenen Kinder, die in den Gräbern der Erwachsenen liegen. Die Schallaner Begräbnisstätte weist auf eine starke slawische Ansiedlung In dieser Gegend zur Zeit des Beginnes der GeschichiSpcriode hin und trägt zur Erkennung der Bestattungszeremonien und der materiellen Kultur der alten Tschechen bei, Der älteste Kreuzer der Welt wird verschrottet. Der älteste Kreuzer, der noch bis vor kurzem im aktiven Dienst stand, obwohl er daS stattliche Mter von über 60 Jahren erreichte, wird jetzt verschrottet werden. Es handelt sich um den 2422-Tonnen- Kreuzer„Vasco da Gama" der portugiesischen Kriegsmarine, der 1876 vom Stapel lief und nach 80jähriger Dienstzeit 1908 modernisiert wurde, worauf er bis heute weiter seinen Dienst versah. Er ist soeben Von einer schottischen Gesellschaft übernommen worden, und seine letzte Fahrt, mit eigenen Maschinen, führt nach Clyde, wo dar Schiff abgcwrackt werden soll. Wahrscheinlicher Wetter Dienstag: Veränderliche Bewölkung, namentlich im Karpathengebiete noch verschiedentlich Schauer. Im Westen der Staates untertags wieder ein wenig wärmer, sonst Temperaturverhältniff« im allgemeinen wenig ber» ändert.— Wetteraussichten für Mittwoch: Bom Westen her dürfte eine neuerliche Bersch le chterung eintreten. Vom Rundfunk eMpfthltnswsrtss aus dun Proirammtm Mittwoch Prag, Sender 1,10.05: Deutsche Presse. 10.15; Rundfunk für deuffche Schulen, niedere Stufen. .18.40: Deutscher Arbeitsmarkt. 18.10: Deutsche Sendung: Dr. Maras: Aus dem tschechoslowakischen Kulturleben. 18.20: Arbettersendung: Wilhelm Bir- nerr Der neue Sim» der Arbeit. 18.40: Sozial» Informationen. 20.15: Jugoslawische Volkslieder; 22.20: Tanzmusik.— Prag, Sender II: 14.15: Deuffche Sendung: Kinderstunde: Irma-Stäßinger liest Märchen. 14.50: Deutsche Presse. 18.15: Flötenkonzert.— Brünn: 15.00: Rundfunkorchesterkonzert, 17.40: Deuffche Sendung:. Frohe Gesangsstunde.— Prchburg: 18.85: Orchesterkonzert: Lortzing. Joh. Strauß.— Kascha«: 16.10: Rund- funlorchesterkonzert.— Möhr. Ostrau: 18.00: Blechmusik. 19.20: Rundfunkorchesterkonzert: Offenbach, Johann Sttauß usw. Nr. 93 Dienstag, so. April 1987 Teile 8 DoiksMrtsMst umt äosiaipoktik Lenersl-Vei'ssmmluns ries Sec-VerdenLies Der GET-Verband hielt am Sonntag lm großen Saal de» SJA-Hause» in Prag in An« Wesenheit von 159 Delegierten und 15 Gästen, die Organisationen im Ausland und im Inland vertraten, seine GeneralversammlmH ab. Der Vorsitzende Schreier eröffnete die Versammlung mit einer Ansprache, in welcher er die Erschienenen begrüßte. und der Toten der Genossenschaftibewegung gedachte. Herzliche Worte widmete er insbesondere dem verstorbenen Vorkämpfer der Bewegung, Wenzel Hackel. Unter allgemeinem Beifall verdolmetschte er die Solidarität aller mit dem für Freiheit und Demokratie kämpfenden spanischen Volke. Nach den Ansprachen der Gäste erstattete den Bericht des Vorstands der Geschäftsführer des GEC-Verbandes, Rudolf Kreisky. Er stellte seine Ausführungen über die letzte Tätigkeitsperiode— deren beträchtliche Erfolge wir in unserer SamStagSnummer bereitverzeichnet haben— in den Rahmen einer Erörterung allgemeiner aktueller Wirtschaft-Problem« und schickt« grundsätzlich voraus: ES ist jetzt in der Welt viel von der Konjunktur die Rede. Wenn dieses Wort ein terminuS technicuS ist, können wir es gelten lassen. Wir aber verstehen unter einer Konjunktur etwa» anderes, als das, was sich heute vor unseren Augen abspielt. ES ist keine Konjunktur, wenn die Effektenbörsen Kurssteigerungen zeigen. Für uns ist erst dann die Konjunktur gegeben, wenn wir berichten können, daß der letzte Arbeiter dauernd beschäftigt ist. Direktor Kreisky besprach dann die wirtschaftlichen Vorgänge des letzten Jahres und polemisierte gegen die Haltung der Jndustriellenkorporationen, welchen er vorhielt, daß sie, die doch die Berufensten sein sollten,«S an einem ernsten und praktischen Programm für die industrielle Belebung fehlen lassen. Sie übersehen, stellte der Redner fest, daß es neben einem Auslandskonsum auch«inen inländischen gibt. Diesem haben gerade unsere führenden Industriellen die geringste Aufmerksamkeit gewidmet, sie haben Ihn im Gegenteil selbst brutal dorthin gebracht, wo er jetzt steht. An dem furchtbaren Rückgang der Lohnsumme, die in den lebten Jahren einen Verlust von mehr als 29 Milliarden Xi darstellt, sind die Jndustriellentagun- gen der letzten Zeit ohne ein Wort vorübergegangen.---.. In eingehender Weise befaßte sich der Berichterstatter mit den brennenden Fragen der Margarinevewirtschaftung, des Viehsyndikats und des Getreidemonopols und geißelte mit schärssten Worten das Treiben der K a r t e I l e. Er verlangte die rasche Novellisierung des Kar- tellgesetzeS in einer Weise, die den heutigen Mißständen einen Riegel vorschieben würde und fordert«, daß überall, wo Konsumenieninteressen berührt werden, die Verbraucher ein« Vertretung erhalten. Ein« in diesem Ginne lautende Resolution wurde von der Generalversammlung einstimmig a«genommen. Den Schlußteil seiner Rede widmete Kreisky der Auseinandersetzung mit den Gegnern der GenossenschastSbewegung. Er bekräftigte unter dem Beifall aller den unerschütterlichen Willen der Bewegung, sich durch niemanden dar Recht nehmen zu lassen, all« Verbraucher zu gemeinsamer Arbeit für die Hebung der Lebenshaltung der Massen zusammenzuschließen. Nach den Berichten der MandatSprüfungS- und Wahlkommission, den Star t-Teplih, und deS AuftichtSrateS, den Schreie r-Mährisch Schönberg, erstatteten, wurde über die Berichte eine Debatte abgefiihrt, an der die Delegierten Zeidler, Prade, Fischer und Schreiber sich beteiligten, und die durch das Schlußwort Kreiskys beendet wurde. Es wurde hierauf di« Jahresrechnung und die RestabtlifterungSbilanz genehmigt, die Entlastung des Vorstandes beschlossen und die Anträge betreffend die Verwendung der Gebarungsüberschusses und die Verzinsung der Geschäftsanteile angenommen. Bei den Ergänzungswahlen wurden in den Vorstand Schtvandtner und Podzimek, in den Aussichtsrat Müller, Schaller und Zinner gewählt. Bor Eingang in die Tagesordnung beschloß di« Generalversmnmlung des GEC-Verbandes •• Man erhhlt für XL 100 Reichsmark.... . 738.— Markmünzen.... . 707.50 . 100 österreichische Schilling. . 531.— .100 rnmänische Sei... . 17.58 100 polnische Zloty... . 549.H0 100 ungarische Pengö... . 000.— (. 100 Schweizer Franken.. . 657.50 100 französische Franc».. . 129.70 1 englische» Pfund... . 141.25 1 amerikanischer Dollar' . 28.65 100 italienisch, Lire... . 145.40 100»okkändifche wnlden.. . 1572.— 100 iusoflawische Dinare.. . 65.55 100 BelgaS . 484— 100 dänische Kronen... . 628.— 100 schulisch, Kronen,. . 727.—> einmütig, an den Präsidenten der RepMik ein Begrüßungs-Telegramm zu richten. Licht- und Schattenseiten aus Warnsdorf Steigende Arbeitsziffern, bei sinkendem Einkommen Die Bezirksanstalt der Arbeits- und Dienstvermittlung in Warnsdorf. stellt fest, daß sie jetzt t» der Arbeitslosenzählung den Stand des Lahres 1929 erreicht hat.?ht3 dem Berichte der Anstalt für den Monat März geht hervor, daß es im ganzen Bezirke nur noch 1918(im Feber 2297) gemeldete gänzlich Arbeitslose und 388 (Feber 461) Kurzarbeiter gibt. Zur gleichen Zeit des Vorjahres gab es 3 2 9 2 gänzlich Arbeitslose und 1958 Kurzarbeiter. Der Rückgang bei den völlig Arbeitslosen beträgt also rund 42 Prozent, bei den Kurzarbeitern über 69 Prozent. Am schlechtesten sind immer noch die Textilarbeiter gestellt, denn sie stellen von der Gesamtsumme dec Arbeitslosen nahezu ein Drittel: In der Stadt Warnsdorf wurden mit 1. April 1987 531 Arbeitslos« verzeichnet, bei einer Einwohnerzahl von rund 24.999. Ein weniger vorteilhaftes Bild ergeben aber die Ziffern der Bezirkskrankenversicherungsanstalt. In den von uns genannten Ziffern sind sowohl die sozial-, als auch die pensionsversicherten Beschäftigten (Männer und Frauen) inbegriffen. Darnach wurde bei insgesamt 11.482 Versicherten, im Jahre 1934 ein durchschnittlicher Wochenlohn von XL 163.— festgestellt, 1986 betrug der Durch» schnittslohn bei 12.961 Versicherten XL 178.—, int ersten Quartal 1987 aber bei 16.180 Versicherten nur XL 143.—. Seit 1934 sind also die Löhne um rund 12 Prozent gefallen. Der Lohnkampf bei Plauert-Warnsdorf Ueber den kurzen Streik bei Plauert in Warnsdorf und die erzielten Lohnerhöhungen haben wir am Sonntag bereits kurz berichtet. Der Internationale Metallarbeiter-Verband Komo- tau, der die Verhandlungen durch den Sekretär Lüwi-Warnsdorf und den Vertreter des Zentralvorstands Ladig gemeinsam mit dem Betriebsausschuß führte, hat damit seinen bisherigen «inen weiteren schönen Erfolg angereiht. Der Streik brach Freitag vormittags aus; die Arbeiter ließen die Arbeit ruhen, blieben aber in den Arbeitssälen und verließen auch während der Mittagspause den Betrieb nicht. Die Verhandlungen hätten dann das Ergebnis, daßdieFirma ein« generelle zehnprozentige'Lohnerhöhung und für Akkordarbeit«,: eine Aufbesserung von 29 Prozent über den derzeitigen Tariflohn als Ga« rantielohn zugestand. Ein Prager Blatt meldet«, daß der Streik deshalb ausgebrochen wäre, well der VertrauenSinanit der Arbeiter Rücker im Zusammenhang mit der Saalschlacht verhaftet wurde. Diese Darstellung ist voNkonnnen unrichtig, denn der Streik war schon beendet, als. die durch falsche Beschuldigungen hervorgerufene Verhaftung erfolgte. Rücker war an den erfolgreichen Lohnverhandlungen selbst beteiligt. Welzenausfuhr 30.000 Waggons Voraussichtlicher Welzenvorrat 40.000 Waggons In der Sitzung des Verwaltungsrats der Getreidegesellschaft teilt« der Vorsitzende Doktor Feierabend mit, daß bis zum 15. April d. I. An der am 2. April, in Washington durch den tschechoslowakischen Fürsorgeminister Jng. NeiaS eröffneten Konferenz beteiligen sich mtt Ausnahme Italien» alle maßgebenden Staaten der Welt. Aufmerksamkeit hat es erregt, daß auch Deutschland einen Beobachter entsandt ha! und gleichzeitig eine starke Expedition reichsdeutscher Textilfabrikanten und Fachmänner in Neto gork weilt. Besonders stark'ist Japan vertreten. Da fast alle amerikanischen Republiken,' deren Sprache di« spanische ist, vertreten sind, wurden besondere Vorkehrungen getroffen, um die Reden aus der Konferenz, deren offizielle Geschäftssprachen die englische und di« französische sind, sofort, und zwar in die deutsche, spanisch« und japanische Sprache zu übersetzen?Die Delegierten können dem Redner, noch während er spricht, durch besondere Apparate folgen. Die Botschaft Roosevelts an die Konferenz enthält'folgende bemerkenswerte Worte Über das. Internationale Avbeitsamt: „Zum ersten Male, in der Geschichte sitzen im J.A.A. Arbeitervertreter mit Unternehmervertretern und den Vertretern der Staaten vor einem Weltforum als Gleichberechtigte beisammen, Nm in möglichst großem Maße die soziale. Gerechtigkeit und Freiheit für alle zu verwirk«, lichen., Wir müssen jetzt wirklich viel arbeiten. Die Welttextilkonserenz hat sich mit einer Industrie zu befassen,'von welcher die Etzlsten» von 14 Millionen Menschen abhängt. Wir wissen, daß die Washingtoner Konferenz, die vorbereitender Natur ist, vorläufig nicht» entscheiden kann, aber wir sind, von ihrer Bedeutung überzeugt^ dis m '3970 Waggons Hafer und 15.620 Waggons Weizen ausgesührt wurden, zu welchen noch 3510 Waggons Weizen, die bereits verkauft sind, hin- zukommcn werden. Das Präsidium wurde ermächtigt, weitere Auslandsverkäufe bis zu 10.000 Waggons vorzunehmen, so daß in dem Falle, daß die Ausfuhr durchgeführt werden würde, insgesamt 89.099 Waggons Weizen im heurigen Wirtschaftsjahr exportiert werden würde. Der Gesamtweizenvorrat wird in dsesem Falle mif 49.990 Waggons am Ende des Wirtschaftsjahres 1986-37 geschätzt. Die Zentral-Elektrlzltätswerke A. G. In Prag '(Üstfednl elektr&rny, akc. spol. v Praze)' hielten am 16. d. M. ihre 18. Generalversammlung in Anwesenheit aller Attionäre ab. Die Generalvec- sauunlung genehmigte den Tätigkeitsbericht für das Jahr 1986, der vor allem an den 10. Jahrestag der Betriebsccüffilung des Elektrizitätswerkes in Seestadt! erinnert und in übersichtlichen Diagrammen den technischen und wirtschaftlichen Aufstieg des Betriebes veranschaulicht. Au» ihnen geht hervor, daß die Erzeugung von 68.9 Millionen Kilowattstunden im Lahre 1926 auf 298.5 Millionen Kilowattstunden im Jahre 1986, der Verkauf von 58.6 Millionen Kilowattstunden auf 269.9 Millionen Kilowattstunden, die stärkst« Belastung von 18.290 Kilowattstunden auf 69.200 Kilowattstunden gestiegen sind. Das Seestadtler Elektrizitätswerk erzeugte in den ersten zehn Jahren seine» Betriebe» mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden, wofür 8,751.580 Tonnen Mbfallkohle und 10,661.898 Kubikmeter Wasser erforderlich waren. Für die Sicherheit der Strombelieferung durch die 100 kB-Leitung au» Seestadt! nach Prag zeugt cs. daß während der elf Jahre de» Betriebe» alle Störungen zusammen nur 7% Stunden, d. i. 0.0078 Prozent der gesamten Betrieblzcit dauerten; da» ist ein Ergebnis, dessen sich nur die besten ähnlichen europäischen Leitungen rühmen können. Die Investitionen der Gesellschaft stiegen von 160.4 Millionen XL im Jahre 1926 auf 298.5 Millionen XL im Jahre 1080. Abgeschrieben wurden in diesen zehn Jahren 144.8 Millionen XL. Das Jahr 1936 war in technischer und wirtschaftlicher Beziehung deshalb wichtig, weil der Betrieb in den neuen Wasser-Elektrizitätswerken:n BranL und Schreckenstein eröffnet wurde, die schon im ersten Bctriebsjahr, welches zum großen Teil der Prüfung bestimmt war, zusammen 58.6 Millionen Kilowattswnden erzeugten. Da» Mtienkapital der Gesellschaft blieb dabei unverändert<80 Millionen Xi), die Anleihen betragen Ende 1986 142.8 Millionen XL. Bom Reingewinn, der mit dem Vortrag au» dem Jähre 1985 Xi 8,465.000 Wertschätzung de» Verstorbenen, wofür wir allen herzlichst danken. Wir danken ttefgeiührt für die ehrenden Nachruf«, wir danken allen Vertretern' der Behörden. Organisationen, Vereinen, Partei und Genossenschaften für die schönen Kranz- und Blumenspenden, und allen, die brieflich und mündlich ihre Anteilnahme bekundeten. Dies« Betoeise der Liebe und Freundschaft bleiben uns unvergeßlich. Die tteftr«»ernde» finhtkllrttSM, Bezugsbedingungen: Bei Zustellung in» Hmi» oder bei Bezug durch die Post monatlich KS 16.—, vierteljährlich Ki 48.—, halbjährig ltä 96.— ganzjährig Kd 192.—.— Inserate werden laut Tarif billiast berechnet Bei öfteren Einschalttmgen Preisnachlaß.- Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.— Di« Zeitung»ftankatur wurde von der Post- und. Teles graphendirektion mit Erlaß Nr. 18.800/VII/1S30 bewilligt.— Druckerei:.Hrbiik". Druck-, Verlag»- und ZeittmgS-A.-G. Prag.