Sozialdemokrat 8-ntralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tfchechoflowakischen Republik Erscheint mit Ananahme de» Montag tiiglich früh Redaktion Md Verwaltung: Prag XL, Fochova«2- Telephon 58077- Herausgeber: Siegfried Taub- DerantwortlicherRedakteur: Karl Kern,Prag 17. Jahrgang Sonntag, 25. April 1937 Einzelpreis 70(«inschließl. 8 Heller Porto) Aus dem Inhalt: Sympathiestreik im Aupatal vorläufig beendet Rückgang der Arbeitslosigkeit in Relchenberg-Gablofiz Kohlen- und Eisenproduktion fast auf Rekordhöhe Dr. Zenkl Primator von Prag Nr. 98 Indem die britische und die französische Regierung di« Entschlossenheit Belgiens und die obengenannten Versicherungen in Rechnung stellen, erkläre» die beiden Regierungen, daß sie Belgien nunmehr als befreit von allen Verpflichtungen. ihnen gegenüber auS dem in London am 13. März 1936 getroffenen Vereinbarungen ansrhen und daß sie Belgien gegeniiber d i e BeistandSverpflich» tungen aufrechterhalten, die sie ihm gegenüber gemäß den oben erwähnte» Verträgen eingegangen waren. Die britische mch die französische Regierung kommen überein, daß. dir Entlaffung Belgiens aus den genannten Verpflichtungen in keiner Weise die bestehenden Verpflichtungen zwischen Großbritannien und Frankreich berührt., sozialdemokratisch organisierten Kreise Im Rahmen, der Baler» ländischen Front zur Mitarbeit zu veranlassen. Bon einer Teilnahme an der Regierung war nicht die Rede. . Der-Arllkel Gayda» mag-sicherlich von.dem Bestreben diktiert sein, dem Geist« der römischen Protokolle gerecht ,u werden Md die Auffassung Q4avn o»hloinM Italien» und Oesterreichs in den grundlegende» riClIICllS uluill Cl UlcICIlI Fragen der Außenpolitik zu unterstreichen. So-1 weit er sich jedoch aus daS Gebiet der Bermu-\ Wassermassen geworden, die in wenigen Minuten den ganzen Schacht hoch überschwemmten. An eine Bergung der Verunglückten konnte nicht geschritten werden, da daS Wasser unausgesetzt steigt und In den Abendstunden bereits die Höhe von 40 Meter unter der Erd« erreicht hat. Sämtliche Verunglückte sind verheiratet und Familienväter. Auf dem Schachthof spielten sich herzzerreißende Szene» ab, alS die Angehörigen der Berunglückten sich Zutritt zum Schacht verschaffen wollten. Bor vierzehn Tagen hatte die Betriebsleitung 15 Arbeiter entlassen, die zn der Frühschicht gehörten. Durch die Entlassung wurden wahrscheinlich viele von ihnen vom Tode gerettet. für sich ein bemerkenswertes Symptom. Es.ist. noch nicht lange her, daß die nazistischen und faschistischen Blätter jede Woche einmal die Flucht des Präsidenten Azaüa, der ganzen Negierung und sämtlicher„bolschewistischen Führer" meldeten. Der Wandel ist auch hier unverkennbar. Mit General Franco und seiner Rebellion geht es ablvärts. Es war seit Dezember klar, daß er Madrid vor Beginn des Frühjahrs hätte nehmen müssen, Wender noch eine Chance des Sieges haben wollte. Denn die Belagerung Madrids mutzte ihn doppelt schwsich e n. Sie verursachte in seiner Armee schwere Verluste, nicht nur Abgänge an Mannschaft, sondern auch jene moralische Einbutze, jene Minderung des Elans, die langer und erfolgloser Stellungskrieg mit sich bringt, und sie stärkte zugleich die Position der Regierung. Denn während für Franco jeder vor Madrid verbrachte Tag ein uneinbringlicher Verlust war, bedeutete er für die Negierung einen positiven Gewinn, einen satti- schen Machtzuwachs. Franco war und ist in diesem Bürgerkrieg auf die Offensive viel mehr angewiesen als die Regierung, denn er ist ja amh politisch der Angreifer, während die Regierung, da sie politisch in der Abwehr ist, auch militärisch länger mit der Defensive auskommen konnte. Ihr wuchsen Reserven zu, während Franco seine Verluste durch neue Rekrutierungen nicht auSzuglei- chen vermag. Er bekommt im besten Fall halb- verlätzliche Soldaten, die er nicht erst wie die Marokkaner und Fremdenlegionäre, mit denen er di« ersten Schlachten gewonnen hat, jahrelang drillen kann, sondern unfertig ins Feuer schicken mutz. Die Regierung aber hat Huuderttausenoe Wehrfähiger zur Verfügung, die auch mit ihrer Gesinnung ganz und eindeutig auf feiten der Demokratie stehen. Das Volkshcer braucht nicht jahrelangen Drill, sondern die Ausbildung von einigen Monaten und ist nach der Ueberwindung der Kinderkrankheiten aller demokratischen Volks- a rin e cn auf den« Wege, ein erstklassiges Kamps- mittel zu werden. Die Zeit, da die besser ausgebildeten und disziplinierteren Soldaten Francos das undisziplinierte und ungeschulte Volls- heer schlagen konnten, ist vorüber. Es ist jene Wende eingetreten, die man auch aus früheren Nevolutionskriegen kennt; am deutlichsten ist die Parallelität zur englischen Revolution (1640—1650), die ja auch politisch ähnlich gelagert war(ein Putschistisches Königtum'gegen Verfassung und Parlament). Auch damals haben die„Kavaliersheere" der Stuarts zunächst die Brauer- und Küfergesellen" des zünftig organisierten, ungeschulten Parlamcntsheeres zu Paaren getrieben. Dann kam Cromwell, eiu militärisch wirklich begabter Mann und grotzarli- gcr Organisator, und schuf die„neue Armee", die auS„Männern von Religion", d. h. Ksimpsern aus Ueberzeugung, zusammengesetzt war und dec Herrlichkeit der Stuarts und ihrer Kavaliere bald ein Ende machte. Auch das s p a n i s ch e V o I l s- h e e r von heute, das vor allem in der Schule General Miajas an der Madrider Front gestählt.wurde, ist eine Armee von Glaube n S k ä m p f e r n, die an Disziplin, Mut und LeistungSfähigleit von Tag zu. Tag eine stärkere Ueberlegenheit über die Söldner Francos gewinnt. Wenn Franco seit Guadalajara keinen grö- tzeren Erfolg mehr errungen hat, so liegt es nicht daran, dah er eben jetzt Pech hatte, sondern es ist di« natürliche Folge der fünf Wintermonate vor Madrid, di« dank den Opfern der Bevölkerung von Madrid, dank dem Heldenmut der Internationalen Brigaden und der Madrider Milizen, der Regierung di« nötige Frist zur Rüstung und politischen Konzentration geschaffen und der Rebellen-Armee das Mark zerfressen haben. Ueberall in die Verteidigung gedrängt, wollte Franco sich bei B i l b a o Lust schaffen. Es wäre mehr ein moralischer als ein praktischer Erfolg gewesen, wenn er statt Madrids die baskische Hauptstadt hätte nehmen können. Ihm lag wohl in erster Linie daran, den baskischen Katholizismus für seine demokratische und soziale Haltung zu züchtigen und die katholische Demokratie des Baskenlandes zu vernichten, die'sich agitatorisch so schlecht für die„Kreuzzugs-Idee" eines Putschisten auswirkt, der mit Mohammedanern, ...... Ein wenig voreilig haben kürzlich einige tnngen über innerpolitische Angelegenheiten.Blätter die Flucht General Francos»ach Italien Oesterreichs begibt,«ehterindieJrre und gemeldet. Soweit ist es fürs erste noch nicht, abec verläßt die Linie, die In den Beratungen in Be-jdntz.Gerüchte dieser Art austauchen, ist an und ncdig von den verantwortlichen Faktoren leider''-- Länder ihren klaren Ausdruck fanden." Segen die Wühlarbeit der Nazi Klagenfurt. Auf einer Tagung der vaterländischen Front in St. Veit an der Glan sprach sich der Kärntner Landeshauptmann Dr. Sucher sehr scharf gegen die Wühlar beit derRationalsozialisten und deren letzten DemonstrationSversnche auS. Der Landeshauptmann w» r n t e die National sozialisten vor einer Fortsetzung dieser Politik und kündete den schärfsten Kampf der Vaterlän dischen Front gegen die Friedensstörer an. Paris. Die Stimmen der Pariser Abendblätter über di« Venediger Begegnung sind sehr reserviert. Insbesondere wird auf den schrof fen Gegensatz dec österreichischen Ausle gung einerseits und der deutschen und italieni schen Auslegung andererseits betreffend die Zu ziehung eines Vertreters der Nationalsozialisten in die österreichische Negierung verwiesen. Der „TempS" erklärt direkt, daß eS sich um ein Ma növer handle. Das Blatt lehnt die Auslegungen der Italienischen und der deutschen Presse ab, die gegen die Tschechoslowakei zugespitzt und bestrebt sind, Oesterreich von der wirtschaftlichen Zusam menarbeit mit der Tschechoslowakei abzuwenden. .Österreich werde sich n i ch t zu der Taktik dcS Anschlusses an die Achse Nom—Berlin hergeben. Belgiens Neutralität Won England und Frankreich garantiert Brüssel. Der belgisch« Außenminister S P a a k und der französische Botschafter Laroche sowie der britische Botschafter Sir Edmond v» eY unterfertigten am SamStag zwei Dokumente. DaS erst« nimmt den Umstand zur Kenntnis, daß Belgien nach Proklamierung der Neutralität von den Verpflichtungen als Mitgarant gemäß den Bestimmungen der Abkommen von Locarno b r f r e i t ist. In dem zweiten Dokument nimmt die belgische Regierung die französisch-britische Er- klärung zur Kenntnis, auf Grund welcher birst beiden Staate» Belgien, falls«S angegriffen würde, Hilfe lei st en würden. Die gemeinsame englisch-französische Erklärung hat folgenden Wortlaut: Die beiden Regierungen haben Kenntnis I von der Entschlossenheit Belgiens genommen, daß Belgien seine Grenze» mit aller Macht gegen jeden Angriff-der Ein fallverteidigen und die Benützung belgischen Gebietes für AngriffSzwecke gegen einen anderen Staat, als Durchgang»der alS Operationsbafis zu Lande, zur See-der in der Luft verhindern wird, ferner daß Belgien feine Verteidigung zu diesem Zwecke in auSrrichender Weist organisieren wird. Gleichermaßen nehmen dir Regierungen Englands'und Frankreichs Kenntnis von den e rnenten Treue ver sicheren:«,« Belgien» gegenüber d e m B ö l k« r b u n d nnd den B e r Pflich tungen, die dieser für Mitglieder deS Völker bunde» mit sich bringt.' Mißglückter Schachzug Wien dementiert Mussolinis? entschieden geplante Heranziehung der Nazi zur Regierungsarbeit Schuschnigg: Gaydas Artikel"irreführend“ Muüt.^»^üü»d"?'"'br«ngen von Venedig liegt ein wie e» scheint undurchdringlicher Schleier, ««ffancn. bafi am selben Tage, da Rom die Einbeziehung der Ra,iS in die »nrM T'" 96'^L?/ 9"bigt, in Wie» führende Funktionäre der illegalen Nazi- mu»""d Wiener Blätter eine sehr drohende Sprache gegen den Nazi», dies doch immerhin als einen Regiefehler anfehen, ein Nachhinken -er preis« und Polizei hinter der Diplomatie. erklärt man in Wien ganz entschieden, GaydaS Kommeniar ,» Venedig ^^?Estchkn. Run darf man aber nicht übersehen, daß Gayda sich anSdrück- A in°"f«in« Art Auftrag(doch wohl CianoS-der Mussolini») ».a bafi G-Vba nichts schreibt, was Mussolini nicht gelesen hat, ja man< ">e», was unter GaydaS Namen erscheint, ist von Mussolini selbst verfaßt. vat inzwischen auch Bundeskanzler Dr. Schuschnigg di« Behauptungen GaydaS als irreführend abgelehnt. DaS verstärkt wieder die vielsach ausgesprochene Vermutung, daß «nicht gelungen ist, Schuschnigg in Benedig den Wünschen Mussolinis gesügig zu machen, und »»ersuch machte, ihn durch den Artikel GaydaS einfach dir Wünsche Italien» tzinstchtlich der Heranziehung der österreichischen Nazi» aufzuoktroieren. Offenbar hielt man es in Rom nicht gut für möglich, daS Schuschnigg unmittelbar nach der Konferenz da» außenpolitische Sprachrohr, Mussolinis desavouieren werde. Daß Schuschnigg die» doch getan hat, ist natürlich dir große Sensation des Tage». Wien. Dir Veröffentlichung des Artikels von Gayda im römischen Blatte„Giornale d'Jta- lia", in welchem angedeutet wird, daß die Natio nalsozialisten in Oesterreich binnen kurzem zur Macht berufen werden, hat an politischen Stellen in Wim einen ungünstigen Eindruck hervor- gepufm. Die W iener Presse hat den er- TOTOrSitffrrf des MnmWk-vlnkt« nicht veröffentlicht. - An verantwortlichen österreichischen Stellen witd erklärt, daß die Mutmaßungen des„Gior- nale d'Jtalia" über die weitere wahrscheinliche Entwicklung der inneren Politik Oesterreichs ganz unbegründet seien. An dm betref fenden Stellen wird die« r ö ß t e U e b e r ra sch u« g darüber geäußert, Aaß dieser Artikel veröffentlicht wurde, dessen AMührungen weder dem Gegenstände der Venediger Beratungen noch ihrem Ergebnisse entsprechen..■ Bundeskanzler Dr. Schuschnigg hat sofort nach seiner Rückkehr aus Benedig in einer in der „Politischen Korrespondenz" veröffmtlichten Er klärung zu dem Artikel GaydaS Stellung ge nommen. Schuschnigg stellt fest, daß der Artikel geeignet.sei, mißverständlichen D e«- langen Tür'und Tor z« öffnen; er halte daher eine grundsätzliche Klarstellung für geboten. Er sagt dann wörtlich: „Dir Berufung deS»berwähnten Artikels auf den fachlichm Zusammenhang mit den Be sprechungen in Benedig ist irreführend. DaS befreundete Italien hat— wie in der Ber- gangrnheit so auch jetzt— seinem alten Grund satz treu, in keiner Weise eine Einmmgung in die innerpolitischen Angelegenheiten Oesterreichs«n- temommen. Was dle Möglichkeit einer Mitar beit eine« nationalen Opposition in Oesterreich im Rahmen der Daterlkn- dischen Front betrifft, so stnd jene Er klärungen festzuhatten, die ich alS Frontführer der DaterlSndische« Front wiederholt in der Seffentlichkeit abge geben habe. Die Errichtung eines volkspolitischen Referats in der Frontführung ist nach wie vor beabsichtigt, west alles, was vernünf- tigerweise zu einet weiters« Einglie derung der nationalen Preise Sester- richS in die DaterlSndische Front unter. nommen werden kann, versucht wird. Selbstverständlich kann eS sich aber dabei«i ch t um dle Delegierung eines Vertreters der illegalen Nationalsozia listen handeln, sondern nur um die Del- ziehung einer geeigneten Persönlich- kett, die dem nationalen Lager entstammt.. und daS Vertrauen des FrontführerS genietzt. Ich verweise dq. bei auf analoge Bemühungen durch die Bildung der s o, i al e nArbei tS- gern« in schäften in der Front, deren Aufgabe u. a. ist, die ehemaligen 14 Bergarbeiter ertrunken Wassereinbruch auf der Grube„Ferdinand" bei Rokycan Prag.(Amtlich.) Samstag nm 11 Uhr wurde die Grube„Ferdinand" in Ehomle bei ßladnice durch Wassermengen überschwemmt, die auS der benachbarten verlassenen Grube„David" in Vajvanov eingedrnngen sind. An der Unfall stelle weilt eine Untersuchungskommission deS RevierbergamteS in Pilsm. In der Überschwemm ten Grube sind nach telephonischer Meldung 14 Bergarbeiter verblieben. Minister für öffentliche Arbeiten Jng. D o- stäke! hat den Ministerialrat Dr. Fng. Robert H r d l i L k a an die Unfallstelle entsandt. Sonn tag begibt sich der Minister selbst in Begleitung deS Sektionschefs Jng. D u r y ch an den Ort der Katastrophe. Rach privaten Nachrichten sind die ringr- schlossenen Arbeiter zweifellos«in Opfer der Seite 2 Sonntag, 25. April 1037 Nr. 08 Rettung für ein Opfer der Gestapo? Washington. Das Staatsdepartement gab besannt, daß nach eingehenden, sehr schwierigen Ermittlungen festgestellt wurde, daß der im März in Deutschland tvegen Landesverrates zum Tode verurteilte Helmuth Hirsch amerikanischer Bürger sei. Der Botschafter Dodd sei angewiesen worden, der Reichsregierung davon Mitteilung' zu machen. Neuheidcn und Frcmdeulcgionären gegen ein ur- katholisches Boll kämpft, u>n angeblich das Christentum zu retten. Aber auch der Schlag gegen Bilbao ist mißlungen. Dagegen bedroht das Bolksheer Toledo LuAvig:ÜhlaNd:' DieLleder, die'«,schuf, sind so echte BpUSlieder geworden, daß viele sie singen, ohne zu ahnen, wer ihr Dichter war. 'Auch.das Ated^ vom.gute»' Kameraden.wurde von 'ihm gedichtet,'.' Uhland war. aber auchj ein Vor» kämpferder deutfchen D.e mokriaitsfe,': 1848 ge- tzört««der Frankfurter Nationalversammlung an. Ziehung der Klassenlotterie (Ohne Gewähr.) Prag. Bel der SamStag- Ziehung der 5. Klasse dec 86.. tschechoslowakischen Klassenlotterie Wurden nachstehende Gewinste gezogen: 80.000 KC die Lose Nr. 21.111, 54.461, 10.000 K6 die Lose Nr. 5514, 5952, 10.000 KO die Lose Nr. 47.597, 78.331, 95.675, 118.917, 5000 K8 die Lose Nr. 12.354, 27.337, 27.269, 88.829, 89581, 46.718, 46.911, 49.449, 59.561, 68.104, 70.728, 86.421,101.558,105.000,105.342. 2000 K5 die Lose Nr. 2512, 5862, 19.780, 22.957, 24.160, 24.481, 25.010,* 27.949, 29.848, 81.6^0, 82.198, 32.980, 86.931, 42.063, 46.213, 46.835, 50.152, 52.218, 52.543, 64.135, 64.992, 76.846, 78.685, 80.687, 82.650, 85.862, 89.737, 90.178, 91.030, 91.070, 91.646, 93.731, 94.813, 95.681, 97.289, 99.101, 99.329, 101.010, 108.713, 104.693, 106.091, 107.852, 110.180, 113.386 usw. Mannschaft entdeckte dann das völlige einsame Eiland Pitcair und siedelte sich dort an. Erst Jahrzehnte später wurde die Insel englische Kolonie, und fast alle heute dort lebenden Weißen sind direkte Nachkominen jener berühmten Meuterer. Eifersuchtsmord. Im 17. Gemeiydebezirk von Wien wurde Freitag abends ein Mord aus Eifersucht begangen. Die L9jährlge Bedienerin Agnes ZikeS wlirde in ihrer Wohnung von ihrem geschiedenen Ehegatten überfallen, der ihr einige Messer- sttche versetzte, wodurch der Tod herbeigeführt wurde. ZikeS stellte sich sodann selbst der Polizei. Ueler die Grenze gelockt. Am 24. Feber wurde der Mendarmeriewachtmeister Brausch in der Grenzgemeinde Ober-Platten, Bezirk Neudeck, zu einem Besuch in der benachbarten sächsischen Stadt Johanngeorgenstadt, eingeladen. Er leistete der Einladung ahnungslos Folge, da er in bestem Einvernehmen»yit den reichsdeutschen Grenz- und Sicher» heitsbehörden, mit denen er dienstlich in Berührung kam, lebt« und öfter in Uniform über die Grelize ging, wie dies auch umgekehrt bei den deutschen Grenzorganen zu geschehen pflegte. So fuhr er auch am 24. Feier in Uniform nach Johanngeorgenstadt, ohne zu ahnen, daß er in eine Falle ging. Er wurde nämlich sofort verhaftet, unter der Beschuldigung der„Spionage" vor da» Freiberger Gericht gestellt und zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Angesichts der bekannten traurigen Verfassung des Sicherheit»- und Justizwefens im Dritten. Reiche liegt die Vermutung nahe, daß der Wachtmeister da» Opfer einer Denunziation geworden ist und jemand wohl ein Interesse daran hatte, ihn zu beseittgen. Die Unterstellung, daß gerade ein bewaffnetes Staatsorgan dazu ausersehen sein sollte, Spionage zu treiben, ist zu absurd, um nicht die Vermutung nahezulegen, daß die nazistische Vollstreckungsmaschine, die sich al»«Gericht* bezeichnet, in einem höheren Auftrag gehandelt hat, dessen ursprüngliche Autoren möglicherweise die»- seits der Grenzpfähle zu suchen sind. Infolge andauernder Zufuhr, kalter Luftmassen vom nordwestlichen Atlantischen Ozean sind die Temperaturen in Mitteleuropa nunmehr stark gesunken. In den Niederungen der Republik wurden SamStag nachmittag» lediglich fünf bis zehn Grad verzeichnet, d. s: durchschnittlich fünf bis sieben Grad unter dem Normale. Auf den Bergen friert es und zeitweise fällt Schnee. Eine durchgreifende Besserung wird vorläufig noch nicht eintreten.— Wahrscheinliche» Wetter von heute: Veränderlich, Schauer, kalt, Nordwestwind.— Wetter- auSsichten für Montag: Wechselnd bi»'vorwiegend bewölkt, zeitweise Schauer, mäßig kühl, Nordwestwind.- Vom Rundfunk Eaipr«hlenswirtts au» San Prosrammam - Montag: Prag, Dender I: 10.05:' Deutsche Presse, 12.10: Schallplattenkonzert, 12.85: Musstks Sa- longuartett: Offenbach, Leo Fall, Silving etc. 16,10: Orchesterkonzert FOK, 17.85: Geigenquartett, 18.10: Deutsche Sendung: Oberlehrer Pötsch: Jugend-Austausch, 18.20:„WaS will da» Hilfswerk, Mich für» Kind?" 18.85: Pros. Jungbauer: Amman, Begründer der Höritzer Passionsspiele, 18.45: Deutsche Presse, 19.25: Militärmusik, 21: Rulidfunkorchesterkonzert, 22.20: Geigenkonzert Lervenkobä,.22.40; Deutsche Presse.— Prag Dender 11:14.20:Deuffche Sendung: Uhland: Lieder und Balladen, zum 150. Geburtstage, 14.50: Deutsche Presse, 18.10: Salonorchester, 19.10: Saxophonsolo.— Brünn 15: Rundfunkorchesterkon- zert, 17.40: Deutsche Sendung: Jng. Reuter:. Ist Leben auf anderen Planeten? Kröppl: Entwicklung de» Schachspieler, 20: Saxophonsolo.— Prehburg 19.25: Slowakische Volkslieder, 22.85: Tanzmusik. — Kaschau 17.25: Schallplattenkonzert.—Miihr.- Ostra« 18.10: Deutsche Sendung: Arbeiterfunk»— Lieder von Hugo Wolff. D Dienstag:.>■ Prag, Tender I: 7: Morgenmusik, 10.05: Deutsche Presse, 10.80: Geigensolos, 12.10: Schallplattenkonzert. 17.80:^ Kompositionen von Kolik, 18.10: Deutsche Sendung: Dr. Husty: Wirt- schaftsrelief, 18.20: Zeitgemäße MusÜschöpfungen, 18.45: Deutsche Press«, 20.05; Au» dem Smetana- saal: 9. Konzert de» tschechoflowakischen'Rundfunks: Haydn, Dvoräk, 22.20: Tanzmusik.— Prag Sander II: 14.15: Deutsche Sendung:. Dr. Preidl: Bedeutende Ausgrabungen In Nordböhmeni 14,80: Frei und ohne Sorgen; bunte Schallplattenhörfolge, — 14,50: Deuffch« Presse,'18: Salonquartett."—' Brünn 16.10: Rundfunkorchefterkonzert,: 17.40: Deutsche Sendung: Arbeitersendung:' Sozialinformation«,,— Jnnerhuber: Jugend einst und MK —'Liederkonzert.— Prehburg: 12.85: Militär- konzert, 15: Rundfunkorchester, 17.40;. Geigenkonzert.— Kascha»'11.05:' Populäre» Konzert: Lortzin«. Beethoven etc» 18.80: Operngesänge.— Sir. 98 Sonntag, 25. April 1937 «Stile 8 - WASCHPULVER dustand Tcrrorjnstiz gegen katholische Jugendführer. DaS Hochverratsperfahren vor dem Berliner „Bolksgericht" gegen vier Geistliche und drei Mitglieder der katholischen Jugendverbände fand, wie die„Union für Recht und Freiheit" miiteilt, mit schweren Verurteilungen der Angeschuldigten seinen Abschluß. Der Hauptangeklagte Kaplan R o s s a i n t wurde zu fünfzehn Jahren Zuchthaus, der frühere ReichSsührer der katholischen Stnrmscharen zu sieben Jahren Zuchthaus und der Kaplan Krämer zu zwei, ächt Jahren Gefängnis verurteilt. Drei weitere Angeklagte erhielten leichtere Zuchthaus- und Gefängnisstrafen. Der gleichfalls in die Anklage mit einbezogene Pater Clemens wurde mangels an. Beweisen.freigesprochen. Gegenstand der Anklage war der Vorwurf, dah die Beschuldigten Verbindungen mit antifaschistischen Kreisen ausgenommen hätten, um gegen das Dritte Reich oppositionelle Arbeit zu leisten. Man suchte auch durch die Gegenüberstellung mit der zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilten jungen Antifaschistin Berta Karg die Angeklagten zu überführen. Diese Absicht mißlang, denn die Aussagen von Berta Karg ergaben keinerlei Belastungen. Lm Grund sind die Angeklagten deswegen vor Gericht gekommen, weil sie als entschiedene Friedensfreunde sich in einem GewissenSkonflikt'mtt der Politik des Dritten Reiches befanden und aus diesem Grunde gelegentlich in eine persönliche Fühlungnahme mit Friedensfreunden aus änderen Lagern gekommen waren. Der ganze Prozeß stellt also nichts anderes dar, als einen Schlag gegen namhafte Vertreter der katholischen Jugendbewegung, di« man auf diese Weise erneut unter Terror zu sehen gedenkt. Massenflucht durch Wüsten. Die bestialische Hinschlachtung der Bevölkerung von Addis» Abeba durch die italienischen Truppen nach dem Attentat auf Graziani und die Zerstörung großer Teile dieser unglücklichen Stadt werden ergänzt durch die erschütternden Berichte der Tausende Abessinier, die jetzt als Flüchtlinge nach Britisch» Somali, dem nordöstlichen Nachbarland gekommen sind und denen immer weitere folgen. Sie haben Märsche bis zu 1109 Kilometer hinter sich— durch Wüsten, dabei auch noch unablässig verfolgt, gehetzt und beschossen von den glorreichen „Siegern". Viele Hundert sind diesen Drangsalen erlegen, ehe ste die schützende Grenze erreichen konnten. Sie erzählen aus ihrer Heimat: Das Volk lebt in gräßlicher Angst. DaS Leben ist billig, unter den fadenscheinigsten Vörtvänden und selbst ohne sie werden Menschen hingerichtet. Die Enteignung der Grundbesitzer ohne Entschä« ■ dignng und die Verwüstung so vieler-Landwirt»' schaftsbekritlle' hak besonders in der■ Provinz Gallia, Hungersnot erzeugt.-Die Beraubten sind nun heim.'.tloS. Ganz offenkundig werden die MoSlim gegen ihre christlichen Volksgenossen verhetzt.- Zugleich mit dem Massenmord in AddiS- Abeba wurden im ganzen Lande Unzählige er- schossen und erschlagen. Viele der Flüchtlinge find verwundet und oft genug hört man an der Grenze das Feuer, das ihre UnglückSgenosien weiter dezimiert. (6n) Man erhält für XL 100 Reichsmark...« 736.— Markmünzen... K 772.50 100 österreichische Schillinge 538.50 100 rumänische Lei... 18.88 100 polnische Zloth.. 549.50 100 ungarische Pengö.. 606.— 100 Schweizer Franken. 657.50 100 französische Francs. 129.70 1 englisches Pfund.. 141.75 1 amerikanischer Dollar 28.65 100 italienische Lire.. 145.40 100 holländische Gulden. 1578.— 100 jugoslawische Dinare. 65.55 100 schwedische Kronen.. ♦ 780.— Was Ist Propaganda? Propaganda wird oft mit Repräsentation verwechselt. Nehmen wir das Beispiel der Lichtreklame. Sie ist überhaupt keine Reklame, d. h. Werbung für bestimmte, sichtbar gemachte Leistungen, Waren, Dienste. Sie drückt lediglich einen kommerziellen Thargengrad aus; daß es sich um leinen klet». neck Laden handelt. Daß der Strom der Stadt pünktlich bezahlt werden kann; sonst würde sie ihn sperren lind er fehlte' auf klägliche Weise überhaupt jedes Ladenschild. Damit ist die Firma als seriös erwiesen, aber noch nicht gesagt, ob und worin sie leistungsfähig ist. Nur die Bonitätsstufe wird beglaubigt». Repräsentation wendet sich an Gläubiger und Geldgeber; Propaganda im eigentlichen Sing« an den Kunden. Repräsentation drückt lediglich au»,, daß man ein reeller, aber noch nicht, daß man auch ein fähiger Kaufmann sei. Allzuviel Repräsentation-wird geradezu daran zweifeln lassen. Wer befähigt ist, den Kunden zu rufen, hat es nicht nötig, beständig auf Gläubiger und Geldgeber Rücksicht zu nehmen und dadurch-sich selbst in seiner Werbekraft auf Massen Beschränkung aufzuerlcgen. Ein Betrieb mit allzugewählter Repräsentation ist gewöhnlich überbürokratisiert, leblo», ein Zuschutzunternehmen, da» Lei«' stung durch Bravheit und guten Geschmack zu ersetzen strebt. Die Berwechflung von Propaganda mit Reprä- DaAer Zeitung, 20-Jahr-Feler der Prager»Urania« DaS Jubiläum der„Urania" wurde gestern im Bühnensaale de»'Nolk»bildung»hauser mit einer Feier begangen, bei der Minister Dr..S p t n a al» «Ines der ältesten Kuratoriumsmitglieder der„Urania" die Festansprache hielt, in der er einen Rückblick auf die Entwicklung und die Arbeit der zur Psfege deutscher Kultur auf Prager Boden gegründeten „Urania" und der im Laufe der Zeit neugeschaffenen Masarpk-Bolkshochschule, der Jung-Urania, de» Wanderbunde-, der Radiobunde» und der Kultur- filmabteiluna gab. Er betonte besonder», daß diese Arbeit im Geiste der Humanität und der Völkerverständigung geschehen sei. ES folgten Glückwunschansprachen von Prof. Dr. Großer für die Deutsche Gesellschaft der Wissenschaften und Künste, Ministerialrat M a t u l a im Namen de» Schul» Ministers Dr. Franke, Stadtrat W ieSmatzer für die Deutschen Prags, 2ng. R i e d l für die Wiener und Dir. F i e d l e r für die Brünner„Urania". Im Namen«Ine» Kreise» von Mitarbeitern des jubilierenden Instituts sprach Doz. Dr. Netfl und für die„Urania" selbst deren Leiter Dr. OSkar Frankl. Der Frauenchor und da» Orchester der deutschen Musikakademie trugen eine Serenade H. F. BiberS und Lieder Fidelio Finkes, Fritz Klippel vom Deutschen Theater Junendgedichte Rilkes äl» Proben sudetendeutscher Kunst vor, die durch eine Ansprache HanS Multerer» eingeleitet wurden. Die Feier wurde im Rundfunk übertragen. An den Präsidenten der Republik wurde ein BegrüßungStelegramm abgesandi. Betrug mit Zaubertlnte. Vor einiger Zeit erschien ein Kaufmann au» der Provinz auf dem Prager Hauptpostamt, wo er mittels eine» Schecks der Postscheckamtes 2 Xi an eine Spielwarenfirma, ip der Zeltnergaffe zahlte, mit der er in Geschäftsverbindung stand. Als er die Bestätigung der Zahlung und die Unterschrift des Postbeamten hatte, wusch er die Ziffer zwei— er hatte sie nämlich mit einer Zaubertinte geschrieben— ab und setzte statt ihrer die Ziffer 8009.—«in- Hierauf ging er zur Spiel» warensirma, wies die Bestätigung darüber vor, daß er eben 6000 XL an sie abgeschickt habe und ließ sich Waren im Werte von 8000 XL aussolgen; der Rest von 1000 Xi wurde ihm gutgeschrieben, tzlls das Geld nun lange nicht eintraf, urgierre es die Firma, worauf der Betreffende die Dreistigkeit besaß, mit seinem Empfangsschein zur Post zu gehen und Schadenersatz für die angeblich abgesandte und nicht angelangte Geldsumme zu fordern. Man kam ihm natürlich sofort auf den Betrug; trotz, seiner Ausrede, daß die Ziffer vom Regen abgewaschen worden sei und er sie irrtümlich auSgefüllt habe, wurde er wegen Betrugsversuche» an der Poft und an der'Firma sowie wegen Urkundenfälschung nach Pankratz gebracht. Folgen einer Schwarzfahrt. Gestern vormittags -wqrf.der 21jährige Kellner Wilhelm Nackummp, aus Smichov^unterhalb des Barrändover Felsens dem 81jährigen Käufniann Eduard Havlik zu Boden, der «Ine Gehirnerschütterung und mehrere Rißwunden erlitt. Nachwiann, der im letzten Augenblick versucht hatte, das Auto nach recht» zu reißen, stieß seinerseits gegen den Felsen, wobei der Wage» zer- trümmert und er selbst leicht verletzt wurde. Fahrer und Ueberfahrener wurden von der RettungSgesell« schäft auf die Klinik Schlaffer gebracht, wo Nachtmann angab, daß der Wagen nicht ihm. sondern seiner Schwägerin gehöre, ohne deren Wissen er ihn au»geborgt habe. Das Strafverfahren wurde eingeleitet. Ein« Nachtvorstellung de« Film»„Revolution de» Blute» und de» Geiste»" sRevoluee krve a ducha) findet Samstag, den 8. Mai, 22.45 Uhr, im Bio Apollo, Wenzelsplatz 87, unter Mitwirkung bekannter Künstler statt- Karten an der Abendkasse oder telephonisch unter 802-71 und 818-44 sowie an den bekannten Vorverkauf»stellen. Reinertrag zugunsten bedürftiger Flüchtlinge. Einen TiskussionSabend über die gemeinsam« Kulturarbeit der Tschechen und der Deutschen in der Tschechoslowakei veranstaltet der Verlegerklub(Klub na» kladaielü) Dienstag, den 27. April, um 20 Uhr Im Kleinen Saal der Städtischen Bücherei (Prag-I, Marianske nämkfti). Den Vorsitz dieser Interessanten Veranstaltung führt Prof. Dr. Josef Maeek, die Referate erstatten Prof. Dr. Eduard Winter von der Deutschen Universität und al» sentation gehört zum ideologischen Ueberbau einer vorwiegend deflatorisch gerichteten Wirtschaft. Aus der klassischen Aesthetik(Gottfried Semper) stammt die Unterscheidung, daß im Kunstwerk und jedem Werk der Propaganda da» Material dem Kundenwunsch entspricht, die Zweckgestaltung dem Bestellerwunsch, der auf den Kundenwunsch einzuwirken, ihn maffenmäßig zu erfassen sucht; und endlich die Technik einesteil» den persönlichen Gestaltungswunsch de» Schöpfer» ausdrückt, andernteils die Gegensätze und Mißperständniffe.zwischen Bestellerwunsch und Kundenerwartung zu überbrücken trachtet. Die» kann nur gelingen, wenn'dem Schöpfer de» Werke» oder Werbewerkes Heide andern Hauptkomponenten, Material und Zweck, Kunden- und Bestellerwunsch, zureichend Aar gegeben uqd bekannt sind. Je weniger der Besteller Ucberraschungen ausgesetzt sein will) um so weniger darf er sich vom Propagandisten überraschet lassen wollen,— was meist in der Absicht de» Besteller» geschieht,«inen unklaren Vertrag mit dem Hersteller jederzeit widerruflich zu machen und überhaupt zu dessen Lasten auszulegen. Die» geht natürlich stet», auf Kosten der Initiative und Zielsicherheit des Hersteller», seiner allge- meinen Arbeitslust, und damit auf Kosten der Werbekraft des Produkte». Beim lyrischen Gedicht ist der Bestellerwunsch gleich' Null; bet der- propagandistischen Jnsormation dagegen überwiegt er Notlvendig alle übrigen Kompost en ten der Arbeit; denn nur der Besteller, nicht der, Korieferent der Professor der tschechischen HuSfakul« s M Dr. I. L. Hromädka- Eintrittskarten zu 8 und 3 Xi sind im Vorverkauf u. a. erhältlich in °er Buchhandlung Andri(Prag L. Havitskä), im MnneS„(Riegerkai 280) und in der Buchhandlung Orb,». Wenzelsplatz 52. Klaus Mann, der eben aus Amerika zurückgekehrt ist, hält am 6. Mai im„Radio"-Saal einen Vortrag unter dem Titel„Hoffnung auf Amerika". Die Einleitungsansprache hält deutsch und tschechisch Dr. Paul EiSner. Aus Werken Klaus Mann» tragen vor: Dolores Moncast deutsch und Eva Brchliclä tschechisch. Der Strahower Garten wird heur: wieder der Oesientlichkeit von 14 bi» 18 Uhr zugänglich sein. Eintritt 1 XL, Kinder 80 Heller. Der für den 80. April festgesetzte Besuchstag wird bei dauernd günstigem Wetter um einige Tage vorverlegt. Schlechtes Gedächtnis Prag.(—rb—) Vor vier Jahren leitete ein gewisser Herr Bohumil gegen seine Gattin da» Ehe- scheidungSversahren ein. Er fühlte sich in seinen Gefühlen al»(Latte aufs tiefste verletzt, denn seine Frau hatte ihm gestanden und auch sonst herumerzählt. sie sei im Jahre 1027 vom Sohne ihre» Hausherrn, dem damals 80jährigen Zdcnik K.„vergewaltigt" worden. Nach anderer und glaubwürdiger Version unterhielt die fesche und resche, temperamentvolle Frau mit besagtem Herrn— aber nicht nur mit ihm allein rr sehr freiwillig ein zärtliches Verhältnis. Por dem -TchelduNgStztHicht- wurde auch dieser Herr Zdenil als Zeuge: einvernommen und beschwor unter Zeugen«!!», er könne sich einfach nicht erinnern, ob er mit der geklagten Frau Vlasta intim verkehrt habe, ebenso sei ihm gänzlich entfalle», ob er sie etwa genotziich» tigt habe. Der Scheidungsprozeß lief durch alle Instanzen und die. Ehe der Frau Vlasta wurde aus deren Verschulden als geschieh»» erklärt. War Herrn K. betrifft, so erhob gegen-ihn der Staatsanwalt die -Anklage wegen falscher Zeugenaussage, da er offensichtlich die Wahrheit verschwiegen habe, obwohl ihm durch die Belehrung des Scheidungsrichter» bekannt sein mußte, daß er sich einer für ihn nachteiligen oder entehrenden Äu»sage durch einfache Erklärung überhaupt hätte entziehen können. Statt dessen habe er sich zur Aussage entschlossen, und zwar in einer Weise, die seiner beschworenen Zeugenpflicht, „die reine und volle Wahrheit und nichts als die Wahrheit aurzusagen und nicht» zu verschweigen" offenkundig zuwiderlaufe. Seine Aussage, er könne sich nicht erinnern, ob er mit der Frau Beziehungen unterhalten habe oder nicht, ob er sie vergewaltigt habe oder nicht, sei„eine offenkundige Erfindung, da von einen« normalen, zur kritischen Zeit 80 Jahre gjlten Menschen nicht angenommen werden könne, daß er sich an geschlechtliche Beziehungen nicht zu erinnern wisse, zumal e» sich um eine Mieterin seiner Eltern handle", wir es in der Anklageschrift heißt. Herr ZdenLIf heute ein gesetzter Ehemann von 40 Jahren, fühlte sich bei Erörterung diese» längst vergessenen Abenteuer» sichtlich äußerst unwohl und Hersteller, kann überhaupt zureichend wissen, wa» übermittelt werden soll, und wo die» am zweckmäßigsten geschieht. E» läßt sich schwer entscheiden, waS sich auf die Propaganda verhängnisvoller auswirkt: wenn der Besteller auf den Propagandisten überhaupt nicht hört oder wenn dieser die Wirkung seiner Arbeit niemals sieht; wenn der Propagandist unter Lohndruck, Materialmangel, Planlosigkeit und Snobismus de» Bestellers leidet, oder wenn er sich in einer saturierten, verbeamteten Position befindet,- di« zur Initiative Nieder ein Motiv noch eine Möglichkeit gibt, und als».in Routine oder Privatlyrik erstarrt. Popularität ist nicht Ueblichkeit. Di« Werbewirkung wird um so schwächer, je„genormter" da» Produkt, je„abgestempelter" der Werber ist. Der Aassische Journalismus entstand im ame« rikanischen Sezessionskrieg,' wie unter dem Julikönigtum in Frankreich, gleichartig aus der doppelten Nötigung: sich soweit bemerkbar zu machen, daß man sich in einer bewegten Zeit überhaupt in der Auf» merksanikeit durchsetzte;'dabei aber so vorsichtig zu 'fein, daß einem die Druckmaschine weder von den freien. Landesleuten zerschlagen, noch von der Obrig» keit beschlagnahmt werden konnte. Dieser Doppel» zwang wirkte auf die Zeitungrprosa so erzieherisch wie ein Versmaß auf di« Poesie. Die» nötigte den Propagandisten, nicht nur Nachrichten zu administrieren, sondern sie zu erleben und zu gestalten. saß auf der Anklagebank wie auf Kohlen. Zu seiner Verteidigung murmelte er etwas von einem„Mißverständnis". HöchsNvahrscheinlich hat ihm seinerzeit irgendein Freund den guten Rat erteilt, sich durch Vorschützung seines schlechte» Gedächtnisses aus der Affäre zu ziehen. Der Tatbestand Ivar indessen eindeutig und so verurteilte ihn der Strafsenat des GR Dr. S o l n ä i im Sinne der Anklage zu drei Monaten Kerker, bedingt auf drei Jahre. Daß er mit Frau Vlasta ein Verhältnis unterhalten Hai. gab er unter verlegenem Hüsteln zu. Nun hat sich aber besagte Frau Vlasta dem Strafverfahren angeschloffcn, unter Berufung daraus daß das seinerzeitige falsche Zeugnis des Angeklagten die Ursache gewesen sei, daß die Ehe aus ihrem Ver. kchulden geschieden wurde. Aber auch Frau Vlasta scheint an hochgradigem Gedächtnisschwund zu leiden denn sie bestritt im Gegensatz zu dem Geständnis des Herrn Zdcnkk, jederlei intime Beziehungen zu diesem Der Gerichtshof wie« die Ansprüche der Privatbetei. ligten kurzerhand ab, da aus den Scheidungsaktcn Lervorgeht, daß für die Scheidung nicht allein die Beziehungen zu Herrn ZdenSk maßgebend waren. Ehe mit einem Toten Prag.(—rb—) Ein merkwürdiger Scheidungsprozeß endete dieser Tage vor dem Brünner Zivilkreisgericht. Die russische Emigrantin Marusja C u- k u l o v a suchte vor zivei Jahren durch Inserat eine» Gatten. Sie wollte auf diese Weise die tschcchoslo- Ivakische Staatsbürgerschaft erwerben und erbot sich, dem Gatten, der sonst keinerlei eheliche Pflichten und Rechte habe», sondern im Gegenteil in die baldige einverständliche Ehetrennung einwilligen sollte, eine Entschädigung von 8000 XL zu zahlen. Es meldete sich ein gewisser Franz Matouöck. Die Vereinbarung wurde perfekt und die Ehe am 28. Feber 1038 ge-. schlossen. Als dann nach einem halben Jahre die Eh- getrennt werden sollte, konnte die Klage nicht zugc- stellt werden, da wie sich, herausstollte, Franz Ma- 'möek am-8."Dezember 1928 r-fvoerb t u luam und sein Bruder Bruno Matouöek die Dokumente des Tot«» dazu mißbraucht hatte, daß er unter dessen Name» die Scheinehe einging. Bruno Matouöck erhielt für diesen Betrug ein Jahr schweren Kerkers. Dies hielt aber die Jrregeführte nicht ab. sich init ihm»ach Verbüßung der Strafe zu verheiraten, da e» siir ihre Zwecke schließlich gleichgültig lvar. wer als ihr Ehepartner anftrat. Doch hatte sie abermals Pech, denn e» stellte sich heraus, daß Bruno Matou- sek entmündigt worden war und also keine gültige Ehe cingehcn konnte. Der Feuerwehrhauptmann von Sevljuö. Der Geschworenen-Tenat des Kreisgerichtes in Bcrehovo svrach den 48jährigen Kaminfegermcistcr Franz Amort au» Sevijus frei, dem zur Last gelegt wurde, daß er im Laufe von zwei Jahren in 14 Fällen in Scvljus Brände gelegt habe. Der Prozeß dauerte sechs Tage, wobei insgesamt 08 Zeugen einvcrnom- men wurden. Amort wurde sofort auf freien. Fuß gesetzt. Der Staatsanwalt Dr. Gahler hat die Nichtigkeitsbeschwerde eingebracht. Der Dinr Spiel mit dem Feuer. Dieser Film mit Paul Hörbiger. Premiere des Urania-Kinos, gehört nicht zu den neuesten Erzeugnissen der Filmkunst. ES ist die Geschichte eine» versuchten SeitensprungeS eine» Ehemannes, den seine Frau durch recht drastischen Anschauungsunterricht ins traute Heim zurückführt. Den armen Sünder spielt Paul- Hörbiger und er spielt ihn unterhaltend und mit erheiternder Hilflosigkeit gegenüber den Intrigen seiner Frau, die Trude Marlen, allzu hausbacken, darstellt und der Sängerin, der Elga Brink ihre nette Stimme und zierliche Gestalt leiht. Fast eine Filmposse, die anspruchslose Unterhaltung bietet. jk- Der Kommandant des Torpedobootes, lieber abenteuerliche Liebesfilme, die im Weltkriege spielen — und die in Hollhwood leider beliebt zu sein schei» , nen— ist hier schon alles Nötige gesagt worden- Er genügt also festzustellen, daß e» sich auch hier wieder um den Mißbrauch der Weltkriegsschrecken zur Herrichtung- einer reißerischen Piivatasfäre ban» 1 beit, die eine junge Dame zwischen einem- Flieger- j Helden und einem erst nachträglich heldiich werdenden | Marineoffizier zeigt, die aus Rivalität einander zu tollen Ruhmestaten veranlassen. Technisch sind Seite 6 „Sozialdemokrat Sonntag, LS. April 1037. Nr. S8 VeremsnackleüMn. knie Vereinigung sozialistischer Akademiker Kunst und Mssen MÄTTONIS MATTO£i!J E. I. MM» IW WM! 8 MtteltunALnd«»Urania« I« mitten nnd Pensionaten, Sozialversicherung} Briefkasten So wie die Natur eS unS gibt, so fließt Gieß- hübler in Ihr GlaSI Die technisch großartige Quel- lcnfassung garantiert nicht nur eine hhgienisch einwandfreie Füllung, sondern auch den ursprüngliche!» Naturzustand und das Maximum an natürlicher Kohlensäure. Darin liegt der Weltruf des Gießhüllrr—„Gieß"— als erstrangiges Gesundheitsgetränk. Verlangen Eie aber immer Originalflaschen I Deutsche BolkSflnggemeinde Prag. Dienstag wichtige Probe für Frauen um 10, Männer 20 Mr. Dienstag, den 27. April, im großen Eaal des HandwerkervercinS, Be SmeLkäch 22, Vortrag von Genossen* Abg. 23. Falsch über„Student und Volk". Beginn 20 Uhr. Freiwilliger Regiebeitrag. Qualität Wohlgeschmack. Weltruf! (unter der Regie von Howard HawkS) die Abenteuer in der Luft und zur See höchst effektvoll dar- geitellt, und schauspielerisch erhält die Sacke durch Harp Cooper, der hier wieder ganz Naturbursche sei» kann, und Joan C r a w f o r d, die das Mondäne mit dem Naiven mischt, einiges Niveau. — eis— der Jndustriewerle der Stadt Aussig sElektrizi- tätswerk, Straßenbahn, Fernheizwerk, Gaswerk und Autobusbetrieb) zur Besetzung: dieser Dienst-i posten ist in der Dienstklasse Ib, Besoldungsgruppe 2, vertraglich shstemisiert. Die Anstellung erfolgt vorerst im Probedienst auf 1 Jahr gegen" ein zu vereinbarendes Gehalt. Anstellnngsbedingungenr Esl. Staatsbürgerschaft/ Höchstalter 40 Jahre, erfolgreiche Absolvierung einer inländischen technischen Hochschule, elektrotechnisches Fach, Zurücklegung der vorgeschriebeuen. Staatsprüfungen, mindestens 5jährige Praxis, in einem größeren Elektrizitätswerk, vollkommene Kenntnis der Staatssprache in Wort und Schrift. Schriftlichen Bewerbungen sind beglaubigte Abschriften der Zeugnisse und Belege zum Nachweis der Erfüllung der AnstellungSbedingungsn sowie ein Lebenslauf und ein Lichtbild beizuschließen..■ j Die Bewerbungen sind bis. längstens 20. Mai 1087,12 Uhr mittags, geschloffen unter Merkwört„Jndustriewerle Aussig" beim Stadtamt Aussig einzubringen. Persönliche Vorstellung ist nur über Aufforderung erwünscht. Stadtrat Aussig, am 16. April 1087. 4105 Der Bürgermeister: Leop. Pölzl. Camilla Steinhart gab mn Freitag in der „Umiieckä bcscda" einen Tanzabend, der gut besucht war und der jungen Tänzerin einen starken Erfolg brachte. Sic bewies ein zweifellose» Talent, ein beachtliches technisches Können und das anerkennens- werte Streben, über das nur Gefällige hinaus zu dramatischeren und feierlichen Wirkungen zu gelangen, wozu sie ihr kraftvoll beherrschter und bei alledem temperamentvoller Stil befähigt, der allerdings noch die Reife der Erfindung und der Entschiedenheit durch Geschmack und Vielseitigkeit ersetzt.'—eiS— Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Heute, Sonntag halb 8: Aida; halb 8: Warum lügst Du, Chcrie? Bl.— Montag halb 7 Uhr: Der Evangeliinann, Theatergemeinde der Jugend ll. Serie, rote Karten) Neuinszenierung, Abonne- nient aufgehoben.— Dienstag halb 8: Mord in drei Minuten, Eraufführung, 2.— Mittwoch halb 8 Uhr: Das Testament der Tante Karoline, B 1. — Donnerstag halb 8: Der Mord in drei Minuten. C 2.— Freitag halb 8: Fidelio, Arbeiter- Borstellung, Abonnement aufgehoben.— Samstag: geschlossen.— Sonntag halb 8: Warum lügst Du, Cheric? halb 8: Das Paradies lErsatzvorstellung vom 80. IV.) D. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Sonntag 8: Alarm ini Radio, 8: Das Paradies.— Montag 8: Bauernkrieg, Bankbeamte 1 und freier Verkauf.— Dienstag 8%: Hofloge, volkstümliche Vorstellung. — Mittwoch 8 Uhr; Feine Gesellschaft, Bankbeamte 2 und freier Verkauf.— Donnerstag halb 8: Der Nächste bitte! Erstausführung.— Freitag 8 Uhr: Der Nächste, bitte! Theatergemeinde des Kultur- verbandes und freier Verkauf.— Samstag: geschlossen.— Sonntag 8:• Matura, 8: Der Nächste, bitte!' Tschechische Opernkunst für die deutsche Schuljugend In der Reihe der für das gegenseitige Kulturverständnis der Deutschen und Tschechen so wertvollen AuStauschvorstellungcn des Prager Deutschen Theaters und des Prager Tschechischen Nationaltheaters für die deutsche beziehungsweise tschechische Schuljugend sand gestern nachmittag im Natio- naltheater dieerste tschechische Theateraufführung für die deutsche Schuljugend statt. Zur Aufführung gelangte Anion D v o k ä k s, des neben Smetana größten tschechischen Tondichters. Märchenoper„Die 'Nixe" lR u s a l k a"), ein Werk, das durch das Medium der Musik auch jenen Hörern Genuß bereitet, die der tschechischen Sprache etwa nicht ganz mächtig sind, weil es in der Schlichtheit und Geradlinigkeit seiner Handlung auch ohne genaues Verstehen des Wortes verständlich ist.„Rusalka" ist jene unter den neun Opern DvoräkS. die am meisten Bolkstümlichkeit erlangte; denn ihr Melodienreichtum ist unerschöpflich und ihr Märchencharakter sagt dem Volke besonders zu. Sie ist die Geschichte der unglaublichen Liebe der Wasscrfee Rusalka zu cinein Prinzen, sie ist eine tragische Mär von der Liebe zwischen Mensch und Märchenwejen überhaupt. Ihren besonderen erzieherischen, bildenden und KusturcrkeuntniS bringenden Wort hatte diese "Opcrnaufführung in ihrer wirklich repräsentativen Art der künstlerischen Durchfühung. Wenzel T a l i ch Ivar ihr teinperamentbesessener und dem Werke Dvoküks mit liebevollster und grenzenloser Hingabe dienender, alle Mitivirkendcn zu Höchstleistungen anspornender musikalischer Leittr. In den Hau Pt r o l l e n des Werkes rraten namentlich Wilhelm Zitek als Wassermann, der blühende Tenor Heinrich BlaZiieks(Prinz) und der schlanke Sopran Sophie Mapraoilo- v a s lRusalka) hervor. Stärksten Eindruck machten die echt märchenhaften, stimmungsvollen Szenenbilder Vlatislav Hofmanns. Ganz wundervoll spielte das Orchester. Die deutsche Schuljugend, die das große Haus in allen Rängen füllte, war sichtlich begeistert von Werk und Ausführung und spendete sttinnischen Beifall. Der Vorstellung wohnte, vom jugendlichen Publikum mit spontanem Applaus begrüßt, Präsident Dr. Eduard Bene» bei. Malfestvorstellung am Freitag, den 80. April, um halb 8 Uhr abends mell» Oper von Beethoven. Karten täglich von 8 bis 2 und 4— 6 Uhr zu billigen Preisen bei Optiker Deutsch, Koruna. Prag H., B-rSilskä 2. Arbeiterschwimmen Frankreich gegen Belgien Sieg der Franzosen mit 49:23 In Lille wurde zum dritten Male die Ver» bandsbegegnung von Frankreich und Belgien auSge» tragen. Die Veranstaltung wies einen sehr guten Besuch auf und brachte in sportlicher Hinsicht den Franzosen neben dem überlegenen Sieg Aber die Belgier auch noch einen neuen Verbandst" rekord über 100 Meter Freistil. Der Wettkampf war noch von einem sehr guten Rahmenprogramm umgeben. Die Ergebnisse des Verbandswettkampfes sind: 100 Meter Rücken: 1. Cormier(F) 1:25.3 Min., 2. Hermez(F), 8. Stevens und 4. Minne(beide B).— 200 Meter Brust: 1. Laub»(F) 8:08.7 Min., 2. Ehloquel(F),. 8. Stevens und 4. Van den Branden(beide B).— lOOMeterFresstil: 1. Magnone(F) 1:05.1 Min.(neuer FDGT-Rekord, alte Leistung: 1:06.2), 2. Minne(B). 8. Sassi(F), 4. Smit(B).— 3 X lOOMeterLaaen:!. Frankreich 8:54.1 Min., 2. Belgien 4:18 Hin.'— 5X50 Meter Freistil: 1. Frankreich 2:88.7 Min., 2. Belgien 2:46 Min.— Wasserball: Frankreich gegen Belgien 8:2(4:1). Gin Rosenbeet für jeden Garten! 20 niedrige Edelrosen mit Namen, Verpackung frei KL 25.—, 10 niedrige Rosen nur KL 18.—, großfrüchtige Erdbeerpflanzen in besten Sorten 100 Stück KL 15.—, Edelmonatsrrdbeeren, 100 Stück KL 12.—. Versand mit Postnachnahme. Sortenliste ftanko. «arttnOeuMMc»«. Giftttmra, Posiit,— Böhm. Grillowitz. Obst- und Rosenbaumschulen, Obstplantagen. 4181 Filme in Prager Lichtspielhäusern Urania-Kino: Spiel mit dem Feuer. Auf der Bühne: Orloffs Affendreffur. Adria: Wie es Euch gefällt. Engl.— Elisabeth B e r g n e r.— Alfa: 3m weißen Rössel. D.— Apollo: Die Frauen des Marquis. Fr.— Avion: Tarzans Flucht. A.— Beranek: Das Mädchen-Pensionat. D.— Fenizr Der TorpedobootS-Komandant. Ä.— Flora: Pilo« tcnchre. Ä.— Holtzwood: Harmonika. Tsch.— Hvizdar Der fidele Desperado. A.— Regie: Mar- moulian.— Julis: E» geht um mein Leben. D.— Kinema: Journale, Grotesken, Reportagen.— Koruna: Aktualitäten, Journale, Grotesken.— Kotvar Ben Hur. A.— Ramon Novarro.— Lacerna: Der Torpedoboots-Kommandant. A.— Metro: Ben Hur. A.— Passage: Spiel mit dem Feuer. D.— Praha: ES geht um mein Leben. D.— Radio: Durch Tanz zum Glück. D.— Svitozor: Wie es euch gefällt. Engl.— Elisabeth B e r g n e r.— Alma: Armes, reiches Mädel. A.— Sh. Tempi«.— Baikal: Armes, reiches Mädel. A.— Belvedere: Ave Maria. D.— Benj. Gigli.— Bcscda: DaS Mädchen-Pensionat. D.— Carlton: Ave Maria. D.— Bens. Gigli.— Illusion: Scheidung der Frau Eva. Tsch. — Lido II: ArmeS, reiches Mädel. A.— Louvre: Pilotenehre. A.— Maccöka: Die Hexe von Salem. Ä.— Oltmipic: Donaunacht. D.— Perithn: Das Mädchen-Pensionat. D.— Rozp: Das Mädchen- Pensionat. D.— Skant: Die Zwanzigjährige. A. — Silvia Sidney.— Tatra: Herd ohne Feuer, Tsch.— U Bcjvodn: Nana. A.— Anna Sten.— Baldck: Mordende Augen. A.— Bcletrhy: Die Matrosen kommen. A.— Astaire, Rogers. B e,» g s b e d« n g n n g- n: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post monatlich KL 16.—. viertelsährlich KL 48.—. halbsährt« KL 96.— /ganzjährig KL 192.—.— Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei, öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur. bei Einsendung der Retourmarken.— Die Zeitungsfrankatur wurde von der Post- und Tele- graphendirektion mit Erlaß Nk,18.8üv/VIl/1080 bewilligt.— Druckeret:„Orbis". Druck-, Verlags- und ZeitungS-A.-G. Prag. Anglo-Elementar Versicherungs-Bktiengesellscliaft in Wien Direktion für die(SR In Prag Gonoralagentschatt Reichenberg empfiehlt sieh rum Abschluß von 8907 Feuer-, Unfall-, Haftpflicht:, Einbruch-, Auto-, Transport-, Glas-, Maschinenbruch-, Zeitkarten-, Reisegepäck- und Wetter-Versicherungen zu kulantesten Preisen ■■rgarnntlnmlttnl In dar(SS 83 Millionen Biros: Präg, Niridni ll. 17, fleichenberg, Schiitzengasse 21, Br,lnn, Theitergisse 6 Heute, 4 und 8 Uhr, Gastspiel der Wiener Urania:„Volkslied und Volkstanz in Oesterreich." Karten TageSkaffa. „Unvergeßliche Film":„W olke n stürm er." M o u ta g. halb 6, 140 Uhr. Univ.-Prof. Dr. Zehnrk:„Vitamine und Hormone." Dienstag, 8 Uhr. Karten: Urania, Äetzler, AndrL. „Ungarische Uhr. Karten: K52525252525252525252 WfrunliftoWe Unser Inserent, in guten tschechischen Fa> llolnKanlmann mitten und Pensionaten, ucinnanunaiin vermittelt Jugenddienst, 252525252525252525252! In, dieser regelmäßig am Sonntag er• scheinenden Rubrik werden Anfragen unserer Leser über Sozialversioherungs-, Kranken-, Alters-, Invaliditäts-, Unfall- und Pensionsversicherungsangelegenheiten beantwortet. F. T., Olbramovire: Für die Krankenversicherung der pensionsversicherten Arbeitnehmer(und zu diesen gehörten Sie offenbar als Mitglied einer Prager Beamtenversicherungsanstalt) ist nicht dar Ar» beitersozialversicherungSgesetz vom Jahre 1024 maßgebend, sondern dar frühere Krankenversicherungsgesetz vom Jahre 1888, dessen wichtigsten Bestimmungen für penstonSversicherte Arbeitnehmer bis heute in Geltung geblieben sind. Nach 8 18. P. 2, dieses Gesetzes ist die freiwillige Fortsetzung der Versicherung nach dem Austritt ans der Beschäftigung nur dann zulässig, wenn sich dar Mitglied im Sprengel der Anstalt aufhält, bei der eS früher versichert war. Wenn sich der Sprengel der von Ihnen genannten Beamtenkrankenversicherungsanstalt nicht auf Ihren jetzigen Wohnort Olbramovice bezieht, war daher die Versicherungsanstalt nicht verpflichtet, Sie als fteiwillig fortsehendes Mitglied anzuerkennen.— Wir empfehlen Ihnen, ein Gnadengesuch an den Vorstand der BeamtenversicherungSanstqlt elnzubrin- gen. Ihnen trotz Nichterfüllung der eben erwähnten gesetzlichen Voraussetzung die freiwillige Fortsetzung mit Rücksicht auf Ihre 84jährige MitglicdSdaner ausnahmsweise zu gestatten, um so eher, wenn der Vertrauensarzt der Anstalt in Beneschau für Oie leicht zu erreichen wäre. Schildern Sie in dem Ansuchen Ihre Situation und weisen Sie namentlich darauf hin, daß Sie, durch die Verhältnisse gezwungen, em» Prag übersiedeln mutzten, da Sie von .Ihrer nitvrigen Pension in Prag nicht leben konnten. Radlnmhnd St. Joachlmstal (Tschechoslowakische Republik.) Stärkste Nadiumquellen der Welt Ddpllische Lage inmitten des waldreichen Erzgebirges, am ttuste des KetlbergeS. Bäder-, Trink- und InbalattonSkuren, sowie Desirah- lunn mit Madiumpräparaten. Ausgezeichnete Heilerfolge bei: GelenkSrheumaitSmuS, Neuralgien, Neuritis, Tabes dorsaliS, Nervosität, Neurasthenie, Arteriosklerose, chronischen Entzündungen des Herzmuskels und der Blutgefäße, chronischen Eiterungen, Gelenks« und Hvhlenexsudaten. AuSkunst und Prospekte durch die Kurkommisfion 4008 modern» Musik." Donnerstag, Urania, Wetzler, AndrL. Uranla-KIno Paul Hörbiger in seiner neuen Premier«„Spiel mit dem Feuer". H e u t e, 2, 4. 6,-40 Uhr, Dienstag bis Donnerstag halb 6, M9 Uhr. zur Verfügung stehen soll, und die Vereine hoffen, für diesen Plan die Unterstützung der deutschen 8te« gierungsparteien zu finden. Wozu diese Augenauswlsdierei? Der„Deutsche Hauptausschuß für Leibesübungen" hielt in Prag eine Vorstandssitzung ab, in der die ihm angeschloffenen Sporwer» bände HDW, VddS und DLAV über das Abkommen mit dem DTV Bericht erstatteten. In einer darüber vom DHA ausgegebenen Mitteilung heißt es u. a.,„daß die vom DHA ausgestellten Richtlinien eingehalten" worden seien und„die Frage der Startberechtigung derart gelöst" sei, daß„keinem Mitglied genannter Verbände die Möglichkeit zur wett» kmnpferischen Betätigung genommen" wurde. Außerdem„begrüßt" der DHA die„Einigung" mit dem DTV. Wie weit er jedoch mit der„Möglichkeit zur wetttämpferischen Betätigung", die laut DHA„keinem Mitglied" genommen sei, für«ine Bewandtnis hat, betveist z. B. derAuStrittdeSBrünner DTVausdeniHDW, weil drei feiner Mitglieder wegen deS Arierparagraphen bei den Sudetendeutschen Meisterschaften keine Starterlaubnis erhielten. DSV Brünn will nun darangehen, di« Gründung eines neuen Sportver- bandes auf demokratischer Basis vorzubereiten. Diese kleine Gegenüberstellung beweist aufs Neue mit aller Deutlichkeit die Unaufrichtigkeit aller„Erklärungen" des deutschbürgerlichen Sport» lagerS. Billige Koren an den heißen, hochrad. Thermen BadTcplilz-Sdiönau bei Stau nneum«. Isdilos Auskunft: 4006 städtische Kurdlrchtton oder Clorysdie Ifurdirehtion Mitteilungen aus dem Publikum BolkSkrankheiten der Urbergangszcit. Zu den am meisten verbreiteten Krankheiten, die sich gerade bei WitterungSumschlägen bemerkbar machen, gehören Rheuma, Gicht und JSchiaS. Besonders unter Rheuma haben viele zu leiden und können trotz wiederholter Versuche die peinigenden Schmerzen nicht loswerden. Zur Verzweiflung ist kein Grund vorhanden, denn bei der Bekämpfung genannter Krankheiten haben sich T o g a l« Tabletten in hervorragender Weise bewährt. Machen Sie noch heute einen Versuch. Erhältlich in allen Apotheken. 4 Die Museen errichten«ine neu« Abteilung. Gleich neben den Folterkammern, welche im Mittel- alter zum Erpressen von Geständnissen dienten, beginnen, die Museen eine Abteilung zu gründen, in welcher für die künftige Generation Geräte aufbewahrt werden, mit welchen die Wäsche gemartert wurde. Unter anderem wird dort auch die Bürste und die Rumpel zu finden sein. Erst durch die Arbeit des „Dreimänner"-Waschpulvers, wird die Wäsche von der Folterung befreit und der Hausfrau dadurch viel Arbeit und Sorge erspart. Ole Lage des Prager DFC nach der Aufforderung, seinen Sportplatz am Belvedere zu räumen, wurde von den Funktionären de- Vereins in einer Pressekonferenz besprochen. Nach ihrer Darstellung sind die hohen Mietschulden des Vereins(105.000 KL) dadurch entstanden daß der Verein für seinen Platz die außergewöhnlich hohe Jab- reSmiete von 86.000 KL zu zahlen hatte(die gleiche Miete, die er auch schon vor der Verstaatlichung der „RIchterschen Gründe", zu denen der Platz anfangs gehörte, zahlen mußte) und daß alle seine Versuche, diese Miete herabzusetzen, fehlgeschlagen sind.' Die finanzielle Lage des Vereins habe sich durch die unerwartet geringen Einnahmen in feiner Ligazeit, durch das schlechte Geschäft beim Vermieten der Tennisplätze und schließlich durch das Ausscheiden aus der Liga verschlimmert. Heber die Frage, ob der DFC seinen bisherigen Platz wenigstens noch bis Ende Juni werde benützen können, schweben Verhandlungen mit dem Kuratorium des Landwirtschaftlichen Museums, das jetzt Besitzer des Platzes geworden ist und das die Benützung des Fußballplatzes bi» Ende Mai schon zugestanden hat. ES besteht auch hinsichtlich der Tennisplätze und seiner Berlängernng de» Termin» einige Hoffnung, da mit dem Bau de» Museums vor Anfang Juli kaum begonnen werden dürfte. Lobend wurde hervorgehoben, daß die tschechischen Sportklub» Slavia und Sparta sich spontan erboten haben, den DFC-Sport- lern auf ihren Pfützen Gastrecht zu gewähren. Der DFC hat nnn die Absicht, mit der DEHG gemeinsam einen neuen Platz zu erwerben, der günstiger gelegen ist als der projektierte DEHG-Platz in Branik und sich nicht auf privatem Grundbesitz befindet. Dieser Platz soll der deutsche. Sportplatz Prags werden, der auch anderen deutschen Vereinen' Zl. 10701/87—I. Jndnstricwerke, Stellenanöschrcibung. Ausschreibung. Bei der Stadtgemeinde Aussig gelangt die Stelle eines leitenden Direktors