WiHemokrat ^entralorgan der Deutschen soziald'emokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoflowakischen Republik Erscheint mit««»«»hm» de« t«s«ch frUH f einjelpteio 70«eilet 62—^e^ 011 58077- Herausgeber: Siegfried Taub— Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 17. Jahrgang Gamstag, 5. Zuni 1937 Aus dem Inhalt: Der 18. Feber wirkt sich aus Ersatzindustrie für Rothau In Sicht Notschrei der Graslitzer Arbeitslosen Rückzug der SdP im Gablonzer Streik Ein Jahr Kabinett Blum Nr. 131 Militärische Erfolge Per Moni an Helmut Hirsch vollzogen Nachfolger Molas Salamanca. General Franco unterzeichnete ein Dekret, mit welchem General D a v i l a zum Oberkommandanten der Nordarmee ernannt wird. ZuM Kommandanten derZentrums-Armee wurde General Saliquet ernannt. .Viele tausende Glasarbeiter des Gablonzer Gebietes befinden sich im Streik. Es sind arme deutsche Menschen, die zum letzten Mittel gegriffen haben, um ihre unhaltbar gewordene soziale Lage zu verbessern. Das Elend unter den Glasarbeitern ist so groß, daß das Zusammenwirken aller in.der Gablonzer Glasindustrie vertretenen Gewerkschaften jedem als selbstverständlich erscheint. Von der Noten Gewerkschaft bis zur henleinistisch gefärbten DAG sind alle Gewerkschaftsgruppen in einer Front. Auf ihre. Weisungen haben die Arbeiter die Betriebe ver- läffen, in den von i h n e n einberufenen Ver- der Basken Bilba o. Meldungen des HavaSbencht» erstatters zufolge bemächtigten sich die Regie- rnngsabteilungen einiger Positionen der Aufständischen nördlich der von Lemona nach Ama- rebieta führenden Straße. Der Gegenangriff der Franco-Truppen wurde unter schweren Verlusten für diese abgewiesen. Den RegierungStrup- pen ist viel Kriegsmaterial in die Hände gefallen. ten Staaten zum Einschreiten zu bewegen. Es kam zuProtestaktionen und auch die USA interessierte sich, offiziell für den Fall. Insbesondere versuchte man von amerikanischer Seite die Vollstreckung des Todesurteiles zu verhindern. Noch in letzter Stunde ersuchte das amerikanische Staatsdepartement, wie es heißt, um Aufschub der Hinrichtung. Die Stimmung der letzten Tage scheint für die Hinrichtung den Ausschlag gegeben zu haben. Die Regierenden inDeutschland sind durch ihre außenpolitischen Mißerfolge und die wachsende, innere Spannung. n e r v ö B g e w o r d e n und suchen' Blitzarbleiter für ihre Wutänfälle. Um dem Blutdurst der herrschenden Sadisten zu genügen, hat. man.die Abschlachtung des Helmut Hirsch angeordnet.und die Herausforderung Amerikas in Kauf genommen. Es scheint, daß die Machthaber deS Nazismus bereits mit vollem Bewußtsein Va banque spielen und darum jede Provokation der. Weltmeinung riskieren, üieil es im allgemeinen Bankrott„schon nicht i mehr. darauf ankommt". Der Fall Helmut Hirscht hatte, leider insofern auch üble Begleiterscheinungen, als gewisse politische Gruppen der Emigration geglaubt haben, den armen jungen Menschen retten zu können, wenn sie ihn als verführtes Opfer einer bestimmten Fraktion— es handelte sich um die Schwarze"Front Otto Straßers — hinstellen. Wie man sieht, hat dieser"Versuch, dessen Urheber, dabei zweifellos. vor allem eigennützige" politische Nebenzwecke verfolgten, dem un- glücklichen Helmut nicht geholfen, er hat aber, obwohl sich die Beschuldigung der SF als völlig hatt- los herauSgeftellt hat, die Position der deutschen Emigranten in der Tschechoslowakei nicht eben erleichtert. Mr so viele andere Märtyrer, dir unter dem Beil deS braunen Henkers starben, wird auch Helmut Hirsch mit seinem unschuldig vergossenen Blut für die Sache der Freiheit und Menschlichkeit zeugen und fein junges Leben, durch einen tückische» Zufall zum Opfer rasender Mordgesellen geworden, wird vor dem großen Weli- gericht der Geschichte nicht umsonst dargebracht sei»"-» Sechs faschistische Flieger abgeschossen Madri d. Der RegierungS-Seuder meldet: An der Front bei Navaterrada habe« die Republikaner ihre in den letzten Tagen eroberten Positionen befestigt. An der BiSraha-Froot haben sie den Berg Lemona besetzt. Gegen Abend kam es im mittleren Abschnitt z« großen ^Kampfe«. Sechs Flugzeuge der Aufständischen wurden a b g e s ch o s s e n. Die Re- gierungStruppen habe« rin Flugzeug verloren. In Stuttgart ist Freitag früh der 21jährige amerisanischeStaatSbürgerHel- m u t H i r s ch auf amtlichem Wege durch das Henkerbeil ermordet lvorden. Helmuth Hirsch, war im Vorjahr mit seinen Eltern nach Prag übersiedelt, wo er an der deutschen Technik Architektur studiert«. Der Vater Helmut Hirsch' war in Winterberg in Böhmen als Sohn eines amerikanischen Staatsbürgers geboren worden. Er lebte dann in Amerika, in Französisch-Lothringen und in Stutt- gart, Helmut Hirsch,"der sich, in Prag politisch nicht betätigt hat, refft? im, Jänner liS.87, ohne seine tolkern zu verstänbiaen, mit einem sretrnd nach Stuttgart. Bei der.Ankunft wurde er.verhaftet. I» g e h e i m e r Verhandlung vor einem der Mord-Tribunale des braunen Regimes wurde Hirsch vorgeworfen, er habe in sei-, nem Koffer Sprengstoff über die Grenze gebracht und sich an Attentatsplänen gegen eine «hohe Persönlichkeit" beteiligt. Der Freund des Hirsch wurde in dem Verfahren merkwürdigerweise sreigesprochen, so daß der Verdacht äuf- tauchte, er habe dazu geholfen, die Konterbande in den Koffer des Helmut Hirsch zu praktizieren. Denn daß der junge Mann, der«in regelrechtes, von der deutschen Gesandtschaft ausgestelltes Visum hatte und. mit einem.normalen Zug nach Deutschland fuhr, wirklich Sprengstoff in dem Reisekoffer mitgeführt haben soll, ist eine zu unsinnige Annahme, als daß sie ernsthaft diskutiert werden mühte. Die Gestapo brauchte damals Stoff zu einem Attentat auf den„Führer" und Helmut Hirsch war anscheinend, das zufällig aus« geloste Opfer des Unternehmens. Der Vater des unglücklichen.Burschen, der erst durch die Nachricht von der Verurteilung überhaupt erfuhr, daß sein Sohn nach Stuttgart gefahren war, bemühte sich, die Oeffentlichkeit, vor allem auch die Regierung der Vereinig- -" In Groß-Herrndorf bei Deutsch- Gabel ist eine kleine Fabrik zur Erzeugung land- wiptfchästlicher Maschinen. Sie beschäftigt etwa 70, Arbeiter! die zum größten Teil in der henlei« nistischen Gewerkschaft, nämlich der DAÄ, und in der SdP organisiert sind. Der Besitzer des" Unternehmens gehört der SdP an, woraus er selbstverständlich" da? Recht ableitet, de». Arbeitern S ch ü,si d l ö h n ezu zahlen.\ ■ Nuü haben die Arbeiter des Betriebes beschlossen, daß der'„StandeSführer der Arbeit" sich zur Bezirksleitung der"SdP nach Deutsch- Gabel begeben sind sie ersuchen'solle, für eine. Lohnerhöhung zu sorgen.. Herr Schicht, der Besitzer des'Unternehmens,, ist. ein guter Henletn- „KatneraV"X' und die Arbeiter nahmen- etn.sk was der" SdP-Kreihleitdr. M a Y vor kprzem auf bet Amtswalfertagupg-inTetfchen faßte: ’„ifflenn jeder heute Gelegenheit.hat,-..sein« soziale Gesinnung»» beweise».»« wollen wir um so härter.sei« mit jeden»,dex versucht, sich in Je«, Volksgemeinschaft zu betätigen, ohne anch wirklich " sozsäl zu handeln", A.MU Für alle Gutgläubigen, die-an die Gefahren deS. Dritten Reiches nicht glauben wollen, mag der Fall Hirsch, eine Lehre sein. Wer immer die Grenzen des-braunen Reich e Sü be r s ch r eit e t, setzt sein Leben a u£0 Spiel und riskiert, daß von beamteten Gangstern ihm tödlich belastetes„Material" unterschoben wird. « Berlin.(Reuter.) Die Hinrichtung des amerikanischen Staatsbürgers Helmut Hirsch, der am 8. Mär» d. 9. vom BolkSgericht wegen Hochverrat,znm Tode verurteilt wurde, hat unter der amerikanischen K»loni e in Berlin eine mächtige Er reg« n g hervorgerufen. noch ein Opfer .'"Berlin. Am Freitag-wurde außer an Hel« mufh,"'Hirsch noch, eine zweite-Hinrichtung" vollzogen, und zwar an dem., 20jährigen Oskar Die sine g■'aus dem• badischen Städtchen Willingen: der am 20. Dezember" 1986- wegen Landesverrates vom Volksgerichtshöfe zum Tode verurteilt Wörden war. fammlungen stinunten die Arbeiter der Streikparole zu.. Die Sache ist also völlig klar: der Gablonzer Streik ist eine rein gewerkschaftliche Angelegenheit. Es mag sein, daß er Insofern eine politische Färbung hat, als sich der Kampf der Arbeiter gegen eine Unternehmerschaft richtet, die zum größten Teil in der„Volksgemeinschaft" des Herrn Konrad Henlein vereinigt ist. Daß es zum Streik kommen mußte, ist ioieder ein klarer Beweis dafür, wie die„Volksgemeinschaft" versagt, wenn es um Lebensfragen der arbeitenden Mensche» geht: die Herren Unternehmer denken nicht daran, aus ihrer Zugehörigkeit zur SdP die von deren Führung immer wieder salbungsvoll verkündeten sozialen Konsequenzen zu ziehen, und die sozialen Parolen der Kasper, Sandner und Konsorten sind auch gar nicht ern st gemeint. Die SdP ist eine Bewegung zum Schütze der Unternehmer, sie entwickelt sich immer mehr zu einer Partei der gelben Gesinnung, zu einer Partei des planmäßig- schamlosen Arbeiterverrats. Der „Stammesführer" Konrad Henlein, der soviel Zeit hat, in seinem eleganten Horch-Wagen durch die Lande zu fahren, mit ausländischen Nationalsozialisten zu konferieren und allüberall in bewegten Worten über die Not des Sudetendeutschtums zu llagen,— er selber hat sich salviert— hat nie Zeit, sich einmal bei kämpfenden Artz e i t e r n zu zeigen und ihnen zu sagen, wie er zu ihnen steht. Er geht— nein, er fährt ihnen, immer sm Nobel-Horchwagen, in weitem Bogen aus dem Welle! Wit er z» H i t l e r steht, wissen wir nun aus seine» Reden: er ist ein ergebener Vasall dieses Freundes der Mörder von Po- temba. Und wie er die Arbeit e r verachtet, die doch den größten Teil der Nation auSmachen, wissen wir aus seinem Verhalten beim Streik der Etrich-Arbeiter in I u n g b u ch. Und nun hat die arbeiterfeindliche Gesinnung des„Stammesführers", der den von den Hitler-Kapitalisten geschenkten Horchwagen durch seine Schützenhilfe für die Unterstützung der Unternehmer abverdie« neu muß, eine neuerliche Bestätigung erfahren: die Gablonzer SdP gab an die Arbeiter den Befehl, Streikbruch z» üben. Die Begründung für diesen Befehl ist dem Argumenten-Arsenal der alten gelben Streikbrecherorganisationen entnommen. Der Unterschied tzesteht nur darin, daß die SdP den Streikbruch weitaus frecher und anmaßender betreibt— so wie es sich für eine totalitär-nationalsozialistische Partei schickt. In einem Ukas der Gablonzer SdP-Be- zirksleitung an die Streikenden heißt es u. a.t „Die Arbeiterschaft hat Donnerstag früh geschloffen die Arbeit wieder«ifzunehmenl Begründung: Als verantwortungsbewußte politische Leitung mußten wir prüfen, ob ein« Weiterführung deS Streikes nicht der Wirtschaft und damit mich der Arbeiterschaft nicht wieder gutzumachenden Schaden zufiigen würde. Es steht fest: Die HandwerkSmäßigkeit ist grundsätzlich angenommen; sie tritt nach dem Willen der Regierung in Kraft, sobald die von den Gewerkschaften gewünschten Lohnlisten abgeschlossen und unterfertigt sind." Den Arbeitern, die einen rein gewerkschaftlichen Kampf führen, wird also durchs eine politische Partei be fo hlen, den Streik abzubrechen. Und zwar gerade durch jene Partei, die am meisten über die„Politisierung" der freien Gewerkschaften schreit. In dem Ukas fehlt nur noch die Strafandrohung, nm welche die SdP nicht verlegen wäre, wenn wir dieselben Zu- stände hätten wie im Dritten Reich. Der Streikbruch wird befohlen, obwohl keinerlei Garantien für die Erfüllung der Arbeiterforderungen bestehen. Wer die Liebedienerei der SdP gegenüber den Unternehmern kennt, muß. annehmen, daß der Befehl erlassen wurde, weil es solche Garantien nicht gibt. Sind die Arbeiter erst einmal wieder in den Betrieben, ist der Streik abgebrochen, dann haben die Unternehmer freie Bahn und können jedem einzelnen Arbeiter ihre Bedingungen diktieren. Dies eben ist der Wu»sch derSdPI Für den Horch-Wage» muß man sich doch erkenntlich zeigen! I» dem Streikbruch-Dokument der SdP heißt es zum, Schluß: „Wir werden unsere Arbeiterschaft, aber auch den marxistischen Gegnern den Beweis liefern, Vie Partei des gelben Streikbruchs Zum Lohnkampf In der Gablonzer Glasindustrie Protest der Internationale gegen die Verbrechen der Faschisten in Spanien (9. I.) Die Sozialistische Arbeiter-Inter- ■ nationale hat folgender Telegramm an die Sozialistische Partei Spaniens gesendet: , M't der frevelhaften Beschießung von Alme- ist der Krieg deS Faschismus gegen de» repu- „'°!'iich° Spanien in eine neue.Phase getreten. Niemals hat es für unS den geringsten Zweifel gegeben, daß auS Italien und Deutschland ent- ° Widner mit Waffen aller Art, die diese faschistische» Staaten zur Berfügung stellten, uu- »r den Fahnen deS BerräterS Franco kämpfen. Nun sind,nm erste» Mal die Kano- « e» gegen die wehrlose spanische ZivUSevölke- rungoffen und schamlos unter der H a k e»k r e u z f a h»e des Hitlerreiche» a b» gefeuert worden. Die Arbeiter aller Länder '"ch die Opfer diese» feigen Ueber- tEs, aber sie wissen anch, daß gerade diese z»ni- swe Deniaskierung deS Faschismus die gesamte Weltöffentlichkeit aufriitteln muß. Die Soziali- stische Arbeiter-Internationale wird alles tun, nm de» Verteidiger» der spanischen Freiheit und Unabhängigkeit mit allen ihr zu Gebote stehen- Je» Kräften ,» helfen. Eure Mitteilung, daß der sozialistische Abgeordnete jöouis RufilancheS Und fitnfzehn andere Genossen durch da» Tribunal der Aufständischen in Coruna zum Tode verurteilt wurden, haben wir den unS angeschloffenen Par- teien bekanntgegeben, sie zum Protest gegen dies« geplante Maffenexekution aufgefordert und bitten euch, uns möglichst bald nähere Detail» bekannt- —ltt»aebenr~ glle die Sozialistische Arbeiter-Internationale: De Broucker- Adler Präsident Sekretär Die Arbeiter der Firma glaubten, daß dies« Erklärung May» eine genügende Legittmattoa für ihr Begehren sei. Wie staunte» sie aber, als der SdP-BezirkSleiter Dr. Hoff m a n n aus Deutsch-Gabel kam und im Namen'der Bezirksleitung grob erklärter. „ES geht nicht an, daß sich die Partei in Lohnbewegungen einmischt, dazu ist einzig und allein die DAG da. Wenn diefe nicht» macht, kann die Partei nicht» tunk" Jedenfalls ist e» ganz ungehörig, daß Herr Schicht nur deshalb belästigt wird, weil er Mitglied der SdP ist. Da».darf in Hinkunft unter keinen .. Umständen.mehr Vorkommen I" .- Dabei hatten die ,Katneraden" nichts j«n« dereS im Sinn-alS die U e b e r.f l üf s i g- mach iPn g einer Klaffenkampfhandlung. Selbstverständlich hat die DAG nichts^ unternommen, um"den-Arbeitet»' zü- ihrem Recht-zü verhelfen. Es werden weiter die S d P- S ch u n d l ö h N: , gezahlt. Und alle» ist- wieder in Ordnung. Seite 2 TamStag, 5. Suiti 1037 Rr. 13t daß die Volksgemeinschaft keine Utopie ist, sondern daß es möglich' ist, beim nötigen guten, Willen Allerseits und dem, nötigen • völkischen' und' sozialen'Verständnis seitens der Arbeitgeber de n Klassen kampf end« gübt.ig.auis zu sch alte n und gerade dadurch der Arbeiterschaft zu ihrem Rechte zu ver- , helfen." Dieser Befehl zum Streikbruch wurde von der Gablonzer Bezirk Sleitung der SdP ani Mittwoch ausgegeben: Donnerstag abends war das Versprechen der Gablonzer SdP,„den Klassentampf endgültig auszuschalten", schon nicht'mehr tvahr, denn die K r e i sleitung der SdP hat die Bezirksleitung durch einen Gegen- Erlaß desavouiert, der-in der Freitag-Ausgabe der„Feil" erschien. Dieser Gegen-Erlaß ist ergänzt durch die wahrheitswidrige Behauptung, es sei. nach der Erklärung der"Bezirksleitung«eine neue Lage entstanden", da die Vertreter der Arbeitgeber erklärt hätten, die bisher vereiicharten Lohnlisten erst»ach Fertigstellung der übrigen in Kraft setzen zu können. An Wahrheit hatte sich die Erklärung der SdP-Bezirtöleitung diese Argumentation der. Unternehmer zu eigen gemacht. Tast der in der Erklärung derKreis- leitung vorhandene Hinweis auf die Zuspitzung der Lohnverhandlungen bei.den. Quadrantenschleifern in T u r n a u kein Argument für Gablonz Ist, liegt auf der Hand: wer hindert die Gablonzer deutschen- Unternehmer daran. Mehr Eütgegenkommen'zu zeigen'als-die-t sch e» ch i s ch e n Unternehmer des Turnauer Gebietes? Ist nun die Erklärung der Kreisleitung als eine Wicderguimachmtg der Streikbrecherparoli zu werten? Das Gegenteil ist der Fall! Diese Erklärung ist nämlich lediglich durch die Haltung her Arbeiter hervörgekufen worden, welche die Streikbrecherparole nicht befolgten.'Folgendes ist festzuhalten: Donnerstag nahmen die Gablonzer Glasarbeiter in fünfzehn Versammlungen zum Streik Stellung. Sie beschlossen einmütig hie Fortführung des Streiks, also die Nichtbeachtung der SdP-Streik- bruchparole. Auch die völkischen DAG-Arbeiter lehnten dert Befehl der SdP ab. Hätten die Arbeiter dem Kommando der SdP gehorcht, wäre es Nicht zur. Erklärung der SdP-Kreisleitung gekommen. Als nämlich die Kreisleitung sah, daß der StreikbrNchbefehl eine Riesenblamage der Unternehmer-SdP nach sich zieht, machte sie gute Miene zum bösen Spiel und rief die Redaktion der„Zeit" an, um ihr die Desavouierung der Bezirksleitung bekanntzugeben. Es ist einwandfrei nachzuweisen, dgst die Erklärung der Kreis- leituna erst nach den fünfzehn Versammlungen nach Prag gegeben'wurde, dtnn sie erschien'nur in den letzten Ausgaben der„Zeit", die spät nachts gedruckt werden. An der ersten Provinz- aüsgaüev deren Druck schon um'sttun Uhr abends erfolgt, ist,die Erklärung»ich t'enthalten. Die Horchwagenbesitzer sind vor der Entschlossenheit und Geschlossenheit der streikenden Arbeiter zu- rsickgewichen. Es wird ihnen aber nichts nützen, daß sie aus dieser Not eine Tugend machen: sie haben den Versuch gemacht, die Streikfront der Arbeiter.im Interesse der Unternehmer zu sprengen und sich solcherart als St r e i k b r u ch- K o m in a n d e u r c entlarvt! Die Unternehmerknechtschaft, in der sich die SdP befindet, kommt nicht allein durch Streikbruchparolen zum Ausdruck, nicht allein durch die Einmischung der Henleinpartei in gewerkschaftliche Lohnkämpfe..Wen» es den Unternehmern nützt, ist die SdP auch für SdP-Neutrali- tät in Gewerkschaftsfragen. Ein solcher Fall hat sich in G r o st- H e r r n d o r f bei Deutsch- Gabel ergeben. Dort gibt es eine kleine Fabrik für sandtvirtschastliche'Diaschinen, Der,Unternehmer gehört der SdP an. Die Atbeiter sistl» in der Henleingewerkschaft organisiert. SelbstvKstitttdlich bekommen sie Schundlöhne. So>tvagienssiei'-henn- unter Berufung auf die sozialen Päwlest des' SdP-KreiSleiterS May einen Borsiotz' in der Lohnfrage. Flugs kani der Beauftragte denSdP- BezirkSleitung Deutsch-Gabel, ein gewisser Doktor H o f f m a n n, und verkündete den Arbeitern:»ES geht nicht an, daß sich die Partei in Lohnbewegungen einmischt, dazu, ist einzig und allein die DAG da!".Einmal so, einmal so— und immer schliesst die Rechnung zugunsten der U n t e r n e h m e r ab. Warum äußert sich nicht endlich Herr K o n» rad Henlein zu so wichtigen Lebensfragen des arbeitenden Sudetendeutschtums? Nun, vom Horch wagen aus ist das Elend der sudetendeutschen Arbeitsmenschen nicht zu erkennen, und austerdem ist Konrad Henlein ja allzusehr befastt mit der Durchführung glanzvoller Repräsenta- tions- und Werberejsenl,«^Blumen, Lieder und Organisierte Begeisterung—'das sind die Dinge, hie diesen„VolkSfiihrer" beschäftigen. Woher soll er tziy Zeit, nehmest» sich mit den Sorgen gequälter P r o l et e n abzugcben?' .Aber die Arbeiter erkennen immer.mehr, das; die'SdP die Partei des Volks- und Arbeiterbetrugs ist. Die Haltung der Gablonzer Proleten ist ein Betveis dafür. Auch der„Führer" selbst, Horchwagen-Besitzer und Vorsitzender einer Sireikbruchpartei, wird von dem vernichtenden Urteil des Volles nicht verschont bleiben, Reinheit, und Sauberkeit im 3 ff e ntlichen Leben, Das ist ein Ziel, aufs innigste zu wünschen! Wenn"die SdP in Schimpf und Schande untergegangen fein wird, wird es erreicht.sei.nl Vie erste Etappe m Oubernlalrat der karpathorusslschen Autonomie Prag. Die Regierung hat Freitag dem Abgeordnetenhaus dm angekündigten Gesetzentwurf über die erste Etappe der in der Ver- faffung und im FrtckenSverttag vorgesehenen Autonomie KarpathomhlandS vorgelegt. Der Entwurf regelt— da der vorgesehene autonome Sejm noch nicht verwirklicht, sondern lediglich durch einen Gubernialrat repräsentiert werden soll— im wesentlichen provisorisch die Kompetmz des GonvemmrS von Karpathorusi- land, dcffcn Stellvertreter alS Bizegonvemeur die Stellung eines LandeSpräfideu- t en innehat. Die Rechte deS Gouverneurs An der Spitze Karpathorußlands steht nach dem Entwurf ein Gouverneur, den der Präsident der Republik auf Vorschlag der Regierung ernennt und abbemft. Der Gouverneur ist nur der Regierung verantwortlich: nach der Errichwng des kar- pathomsstschen Landtages lSejm) wird er auch diesem Landtage verantwortlich sein. DaS Gehalt des GouverneuerS ist mit jährlich 100.000 Xi festgesetzt. Die 88 5—8 umgrenzen die Kompetenz des GouverneuerS und seine Befugnis im Verhältnis zur Landervertretung und zum LantzeSausschuß. Die provisorische Wirksamkeit des Gouverneurs bezieht sich auf sprachliche, Unterrichts-, ReligionSangele- genheiten und Angelegenheiten der lokalen Verwaltung in dem Umfang, wie sie in diesem Gesetz vorgesehen sind. Durch Regierungsverordnung kann diese Wirksamkeit nur erwestert oder angepaht» nicht aber eingeschränkt werden. Ist änderest Augeiegens Heiken' steht dem Gouvcrnener der Wirkungskreis zU, der auf ihn durch Gesetz übertragen werden wird. Der Gouverneur äußert sich vorher über jede Verleihung einer Dienststelle im Personalstand der Angestellten der politischen Verwaltung in Karpatho» rußland. Er wird auf Vorschlag deS LandeSamieS die Bürgermeister der Städte Ufshorod und Muka- ievo bestimmen und die Wahlen der Bürgermeister der Gemeinden bestätigen. Der Gouverneur billigt isi sprachlicher Hinsicht die russischen Schulbücher und unterbreitet den Zentralbehörden Vorschläge und Gutachten über Sprachenfragen. Er hat das Recht, auf Vorschlag deS Uzhoroder Referates der Schulminijteriums Lehrer an staatlichen Volksschulen anzustellen. Er trifft auch analoge Dispositionen hinsichtlich staatlicher Pro- I fessoren tm den Mittelschulen, sofern das Ernen- nungsrecht nicht der Regierung oder dem Präsidenten der Republik zusteht. Der Bizegouverneur Die 88 8—10 befassen sich mit den Beziehungen zwischen dem Gouverneuer und dem V i z e• nou betneu ec(dem Landespräsidenten). Im Falle einer Meinungsverschiedenheit zwischen ihnen entscheidet über die Angelegenheit das Innen- m i n i st e r i u m, bei Anstellungen der zuständige Ressortminister. Der Vicegouverneur ist der Vertreter deS Gouverneurs und hat die Stellung eines Landespräsidenten, aber ohne Beeinträchtigung der GouverneurSrechte, die sich aus diesem Gesetze ergeben. Gegen Entscheidungen und Maßnahmen des Gouverneurs steht keine Berufung zu. Nur. in dem Fall, daß der Gouverneur seine Befugnis überschreiten würde, hebt die Regienmg nach 8 15 eine derartige mangelhafte Maßnahme auf. Der Gubernialrat wird ein Beratungskollegium des Gouverneurs sein. Den Rat bilden alle sechs Mitglieder des kar- pathorusstschen LandeSausschuffeS, neun von der LandeSvertrewng gewählte und neun von der Regie- nnrg ernannte Mitglieder. Die Verhandlungen der RateS sind nichtöffentlich. Die Regierung kann den Gubernialrat nach Anhörung der Gouverneurs auflösen, mutz aber Maßnahmen treffen, daß der neue Rat innerhalb drei Monaten gebildet werden kann. Neues Verwaltungs strafrecht Die Regierung hat Freitag km Parlament den vom Innenministerium ausgearbeiteten Ge- setzentlvürf über das B e r w a Itu n g S str af- recht undBerwaltungsstrasver» fahren unterbreitet. . Der Entwurf, der aus 148 Paragraphen besteht, enthält nicht nur materiell-rechtliche Strafvorschriften über die Zurechnungsfähigkeit, die Schuld und die Verjährung von Verwaltungsiibertretungen, über Versuch und Teilnahme, über die Strasverant- wortlichkeit juristischer Personen etc., sondern auch erschöpfende Vorschriften über das BerwalstmgSstraf- verfahren. Die materiell-rechtlichen Bestimmungen des Entwurfes berücksichtigen das Ergebnis der Regierungsarbeiten an dem Entwurf des Allgemeinen Strafgesetzes und insbesondere auch das Gesetz Nr. 48/1981 über das Jugend-Strafgerichiswesen, in JUNGES WEIB e VERONIKA ROMAN VON MARIA GLEIT „Ich weiß es wirklich nicht, ich weiß nicht, wo er ist...", beteuerte Hanne, die ihre Osjen- heit bereits bereute. Veronika aber wußte es. Sie Ivußte es ganz genau, lind sah es vor sich: 'tsaarschütf: eS gab für ihn nichts anderes zu erledigen aus— seinem früheren Leben— als die Sache mit Professor Truckenbrott. Zu ihm ivar er gegangen. Ihr Mann.. Sie preßte die Hand auf das Herz. Das Herz schlug. Das Herz hämmerte. Wild und heiß und voller Leidenschaft versehnte es sich nach dem Leben. Sie hatte das Kind getragen unter diesem Herzen, und sie gab es nicht her, das Kind, und sie würde es sich tviederholen aus jedem Granen,, das sie ihni einflößte, genau so, wie sie sich den Mann jetzt holte... den Mann, der dieses Herz getreten und verlassen hatte,— den Mann, um dessentwillen es nun wieder schlug. Sie hatte klingeln wollen und hatte es nicht vermocht. Sie zitterte so, daß sie sich kaum-noch aufrecht halten konnte. Die Gedanken durchstürzten den Kopf. Irgend etwas mußte sie nun tun. Sie konnte doch nicht vor der Türe stehen bleiben. Sie konnte doch nicht warten, bis er da herauskommen würde. Was sollte sie ihm dann tvohl sagen? Da bin ich. HauS und Kind habe ich verlassen. Da bin ich, und es Ist die höchste Zeit, daß du nun heimkehrst zu deinem Kind., Dein Kind ist krank... Es stirbt, wenn du nicht kommst?" Sie fuhr sich.mit der Hand über die Stirn. Es war so schwer, dem Anprall des Lebens wieder standzuhalten, so schwer, sich noch einmal dem starken Schwünge hinzugeben, der aller mit sich riß,— es war so schtver, da sie doch so gestrandet, so zerschlagen Ivar, nun noch einmal in allem sich zurechtzufinden. Die Sprache dieser Menschen war so voll geheimer Fallen, von Lüge und von Wahrheit war sie vollgepreßt, und auch das Leben schwankte zwischen diesen zwei Gewichten...: i. Wie sollte sie dem Manne nun begegnen, dem Manne, der sie nicht sehen, der nicht mit. ihr leben wollte? Um ihres Kindes willen hafte sie sich ausgemacht, doch hieße es die Reinheit dieser Tat beschmutzen, wenn sie ihm sägen würde, daß sie nur des Kindes willen wartete an dieser Tür. Um ihrer selbst und ihrer Liebe willen stand sie da, schaudernd spürte sie es: es war das Leben, das ungelebte, reiche, brechend volle Leben, in dessen Namen sie nun wartete auf ihren Mann. Und dieser Mann wollte sie nicht. Dieser Mann hatte sie wissen' lassen, daß er sie nun nicht mehr wolle. Und wieder würden sich Lüge und Wahrheit verderblich, verbinden und sich zu einem unlösbaren Knoten schürzen, wen» sie den Mann nach Hause lockte mit der Pflicht, daß er sein Kind, zü retten habe. Er hatte auch, sie zu retten. Das Leben. Dse Freude. Das Blut. Das Glück in ihr. Und das— das konnte er nun wohl nicht mehr... Sie lächelte, und das Lächeln schnift wie eine neue. Wunde in ihr Gesicht. Warum denn konnte, sic's? Und warum würde.sie es immer können und immer wieder eS versuchen, und wenn sie tausendfach gescheitert, war: das Leben, ihres -Mannes zu retten, zu schützen und zu bewähren, yuS welcher Schuld, aus welcher Wirrnis und Verstrickung er auch kam? Warum denn konnte sie's? Gerade, als sie nun doch klingeln wollte bei Professor Truckenbrott, sah- sie,, daß. die TÜr, wohl in- der Unachtsamkeit eines überraschten Augenblicks,, nur halb, geschlossen worden war. .Sic drückte mit dem Fuß daneben, die Tür. gab nach, niemand hörte das Geräusch, den»-niemand kam. Rur Stimmen waren da, und Stimmen tönten in den Flur hinaus.-.. Stimmen... und die eine davon... nun war es doch wohl nötig, endlich auszuruhen, denn die eine davon gehörte ihrem Mann... Sie hatte nicht die Kraft, noch«ine Türe zu öffnen und zu den Männern hineingugehen. Sie sank auf einen Stuhl, der schräg vor einem hohen Garderckenspiegel stand, und aus dem-Spiegel -starrte ihr das-Gesicht einer Frau entgegen, deren Lippen sich unaufhörlich bewegten, geradeso, als .ob sie etwas Wunderbares, Grausames und Un» aussagbares mifzuteilen hätten: „Ich bin gekommen, weil ich dich licke... weil- ichckich licke'.. Immer, wieder, zuckend, müde, ausgeliefert und ergeben...„weil ich dich licke, bin ich gekommen.. Die Männerstimmen aus dem Zimmer schlugen hart»yd brutal in dieses Flüstern, das nicht abriß und das sie sticht ahnten.„Ich bin gekommen „Dann sind Sie also gar nicht Dr. Fleith?" Und das Ivar Truckenbrott, der ewige Feind, der gute Freund, und seine Worte drohten sm Unglauben und gerechten Zorn, sie kamen Flintenschüssen gleich, die ihr im Flure draußen die Brust zerrissen. «... weil ich dich liebe..", flüsterten die Lippen aus dem Spiegel sinnlos, sinnlos verwirrt. ,„Und warum haben Sie das nicht schon eher, bewiesen?" „Weil es sich nicht beweise^ läßt", sagte die andere Stimme,«und wett ich ja in gewissem Sinne auch schuldig bin. Ach habe... die Tat. nicht verhütet..."„und Sie... in Ihrem Hätz...' in Ihrer Boreingenommenheit....da alles ja gegen mich sprach,.. Sie hätten leichtes Spiel gehabt. .„Da sind Sie Ucker diesem Spiel davongelaufen?"/ .„Sie haben mich dapongeheht....und Sie hätten mich zu Tode gehetzt in einem Verfahren," dem Bestreben, die Stellung der Jugendlichen im VerwaltungSjirasverfahren nicht schlechter zu gestalten als im Gerichtsstrafverfahren. In den historischen Ländern wird dies überhaupt das erste Gesetz sein, dar erschöpfende Bestimmungen über das Berwal» tungSstrafrecht und«strafverfahren enthalten witd. Der Entwurf betrifft nur Berw.altu'näS- Übertretungen, deren Verfolgung' und Besftafung den politischen(staatlichenPolizei-) Behörden und Gemeinden zusteht. Spaltung der Nationalen Vereinigung vollzogen Wir haben bereits darüber berichtet, daß seit Wochen die Gegensätze innerhalb der Nationalen Vereinigung immer, größer geworden sind.. Auf d.er einen Seite stehen die ehemaligen Ligisten mit Stktbrnh an der Spitze, welche innerhalb der Nationalen Vereinigung eine sogenannte Bolks- beloegung,.also eine Partei in der Partei gegründet haben. Den andern Flügel der Partei bilden die ehemaligen Nationaldemokraten, die mit steigender Besorgnis den wachsenden Einfluß Stkibrnhs in der Partei gesehen haben.. Die Spaltung wäre schon lange erfolgt, hätte die schwere Erkrankung Kramäks die Entwicklung nicht aufgehalten. Der Vorstand der Nationalen Bereinigung hat nun unter Borsitz des von Dr. Kramäk mit der Führung der Partei betrauten Bürgermeisters von Olmütz, Dr. Fischer, eine Sitzung abgehalten, in welcher der Bruch mit Stktbrnh vollzogen wurde. Der Borstand erklärte, daß die Mitgliedschaft in der Bolksbewegung unvereinbar ist mit der Mitgliedschaft in der Nationalen Vereinigung, die zur Bolksbewegung übergetretenen Mitglieder werden aus, den Listen der Parteimitglieder gestrichen. Beide Gruppen der bisherigen Partei stellen auch zu den Gemeindewahlen eigene Listen auf. Die Loslösung der Nationaldemokraten von Stktbrnh kann auch bedeutsame politische.Folgen haben. Die Nationale Bereinigung befindet sich seit Jahren in Opposition, was aber den Jnter- essen jener sozialen Schichten, die in der Nationalen Vereinigung ihre politische Vertretung sehen, nicht entspricht. ES ist also durchaus möglich, daß die Natwnaldemokraten über.kurz oder lang Ber- handlungen wegen ihres Einkittes in die Koalition und ihrer Bertretung in die Regierung anknüpfen werden. Abgeordnetenhaus Das Abgeordnetenhaus setzte Freitag vormittags die Debatte über die Errichtung der slowakische st Technik in Kascha» fort. Gegen, die.Vorlage fprqch sich.S k vak(Siow. -BolkSp.-^«auh',- EMÄrtiNigeü' seiner Partei auch nicht annähernd erfülle. Das sei keine Technik, sondern der schwache Keim einer Hochschule, der der Slowakei nicht genüge.- FÜr 1988 werde die Hochschule einen Aufwand von etwa 4 Millionen Xi benötigen. während die technischen Hochschulen In Böhmen 81.7, in Mähren 18.2 Millionen erfordern. Für die Universitäten seien in.Böhmen 50.9, in Mähren 19.7, in der Slowakei nur 11.4 Millionen vorgesehen. Das Mißverhältnis zwischen diesen Ziffern sei ungeheuerlich.— Gegen die Vorlage sprach sich weiters Eichholz(SdP) aus. Durch diese Stellungnahme will die.SdP gegen die vockereitete Einschränkung der Hochschulautonomie und gegen den Entwurf der neuen Disziplinarordnung für Hochschüler protestieren, der dem Schulministerium größeren Einfluß auf die Durchführung des Disziplinarverfahrens einräumen soll.— Ja- roß(Ungar) brachte den Wunsch der magyarischen das nur zu klar meine—- Schuld erwiesen hätte. Diese Schuld stber, die Schuld, die Sie meinen, besteht nicht. Das Letzte hat Jeannette selbst getan." „Und wenn- ich Ihnen glauben soll, und wenn die Unterlagen, die Sie mir da bringen.. Truckenbrott schlug mit der flachen Hand auf.die Tischplatte. Auch das hörte si«. Daß er es war. Sie kannte ihn ja. Er machte es immer so. Sie wußte immer, was er tun würde, so sehr kannte sie ihn. Und nur einen kannte sie nicht, einen, der jetzt sprach, erregt und drohend: ihren Mann, von dem sie niemals wußte, was er tun.würde, der aber alles hätte tun können, alles, alles, alles— und eS wäre nichts gewesen für sie.. „,... weil ich dich licke.. .„Sie müssen mir glauben,..Und außerdem — läßt, sich ja einiges wenigstens beweisen— wenn Sie guten Willens sind und es sich ansehen und anhören wollen'..." Fast töricht kam ihr Lächeln aus dem Spiegel zurück. Sie müssen Mir glauben... Wenn sie das nun auch sagen wollte..Du müßt mir glauben.... und außerdem.... nein, nein! Du Mußt mir glauben, ohne.daß es sich beweisen läßt! „Das ist. ja alles schön und güt'..." Schön und. gut, sagte Truckenbrott. Er sagte eS immer, wenn ihm eine Sache nicht.gefiel.. Schön und gut... Und während sie sich stritten, die da drinnen, Wer einer tängst vergessenen Geschichte,, starb Vielleicht das Leben, starb vielleicht das Kintz'daheim—-7-7 ihr Kind,— und.sie konnte, nichts dagegen tun—- ihr Kind und einer'sagte: Mn.und gut.— ihr Kind— und sie konnte Ich nicht rühren/.'konnte sich sticht wehren).konnte nur die Lippen immerfort bewegen,. ,,-7- weil ich dich liebe—"„und.vermochte es sinister noch nicht, außiustehen und hineinzugehen zu denen,..die.da sprachen, unksthatte duMpf und zwingestd im Gefühl,-daß das da drinnen ein'istül auSgetragestjjyer- den mußte, heute ausgcträgen.werden muhte auf Lcken odyr Tod.....', lFortseßium folgtH. Nr. 131 SamStag, 5. Juni 1037 Seite 3 fudetendeutsdicr Xcitspiegel Hoffnung für Rothau Oppositionsparteien nach einer magyarischen Hochschule zum Ausdruck. Dagegen erklärte der Sprecher der Kommunisten, Sirokl), datz seine Partei f it r die Vorlage stimmen werde; allerdings wäre er besser, wenn die neue Technik in Pretzburg untergebracht würde. Von Koalitionsseite sprachen Jng. Dr. Tumlttovä und D e v e i k a, beide von der Agrarpartei. Die Abstimmung wurde auf Dienstag, den 8. Juni, vertagt. Auf der Tagesordnung dieser Sitzung steht bereits der 60-Millionen-Kredit für das Bäderkonto uitd die Novelle zur Ge- meindewahlordnung. Bürgerschulfragen In der Landesvertretung Bei der Aussprache über die Errichtung der ersten Bürgerschulsprengel in Bödmen machte Landesvertreter Jllner-LandSkron in der Landesvertretung darauf qusmerksani, dah das Gesetz erst dann vertvirklicht sein Ivird, wenn auch die notwendigen qualifizierten Kräfte vorhanden sein Werden. Der Mangel an qualifizierten Kräften wird nun noch gröber. Die Ursache ist darin zu suchen, datz die Spanne zwischen dem Gehalt eines Volksschullehrers und eines Lehrers an der Bürgerschule zu gering ist und in keinem Verhältnis zu bcn grötzten Anforderungen steht, die an den Bürgerschullehrer gestellt sind. Diesem Umstand mutz man grotzes Augenmerk zuwenden. Mit dem nächsten"Jahr wird es sich zeigen, datz die Schülerzahl immer geringer wird und es werden, wenn die Bestimmungen über die Schülerzahl in einer Klasse nicht geändert werden, sowohl deutsche als auch tschechische Schulllassen gesperrt werden müssen. Der LandcSausschutz sollte also sehr liberal vorgehen und die Klassen nicht sofort sperren, auch wenn die Schülerzahl unter 60 sinkt. Wir könnten statt der höchstorganisierten Schulen sonst leicht niederorganisierte, statt der fünf- und sechsklassigen zwei- bis drei- klassige bekommend In einer Zeit des Wirtschaftsaufstieges droht also ein Niedergang des Schulwesens. ES ist notwendig, das Kleine Schulgesetz zu ändern und die Schülermindestzahl herabzusetzen. Es werden jetzt leine neuen Bürgerschulen errichtet und wir wissen nicht, ob diese Stockung nicht ein oder zwei Jahre dauern wird. Es ist be- schlosten, in der ersten Etappe zu allererst sämtliche Bürgerschulen in Sprengelschulen zu übernehmen. Das ist kein Vorteil. Man hätte gleichzeitig einen Teil der zweiten Etappe in Angriff nehmen sollen. Wir haben genügend Gemeinden, die reif wären, eine Bürgerschule zu bekommen, aber nach dem heutigen System ist es unmöglich. Wir bestehen auf,deutscher Seite Nicht darauf, datz Bürfjerschillen-dor^. errichtet werden,.die nur ein kümmerliches Dasein fristen könnten. Es wären aber noch genügend Schulen zu errichten, wo die finanzielle Grundlage, die notwendige Kinderzahl vorhanden sind. Der Präsident der Republik empfing am Freitag die Vertreter der tschechoslowakischen Armee in der üblichen Audienz. Expos» im ErnährnngsauSschuft angekündigt. Der Vorsitzende der Regierung Dr. H o d Z a empfing am Freitag den Vorsitzenden des Ernäh- ruugSausschusseS Abgeordneten Falsch und verhandelte mit ihm über das nächste Programm dieses Ausschusses. Dr. HodZa erklärte, datz der Minister des Innern im Ernährungsausschutz ein Exposi über das Preisniveau halten wird. AIS Mandatsnachfolger deS verstorbenen Dr. Kramäk leistete in der Freitagsihung des Abgeordnetenhauses Dr. Vlastimil Klima, Advokat und Geschäftsführer des Zentralvereines der Müller, die Angelobung.— Nunmehr hat auch Abg. K u t seinen Austritt aus dem Klub der nationalen Vereinigung bekanntgegeben. Er wird mit seinen Kollegen Smetanka und Schwarz von der„Volksbewegung" sowie mit dem Karpathorussen Dr. Fene.il einen neuen Klub bilden. Der LandeSauSschust für Böhmen hat In seiner Sitzung vom 4. Juni 1937 u. a. dem Darlehen der Gemeinde Bodenbach in der Höhe von 1,300.000 K auf elne-städtische Wärmestube zugestimmt, ebenso dem Darlehen der Gemeinde Türmitz(Bezirk Aussig) in, der Höhe von S00.000 ICL zum Bau von Wohnhäusern und einem Darlehen der Gemeinde Kopitz(Bezirk Brüx) in der Höhe von 400.000 K6 zu demselben Zwecke. Gleichzeitig lvurde zugestimmt der Regulierung der Mandan in Rnmburg, was einen Aufwand von. 1,047.000 Kö erfordert. Kein Defenslvbündnls Rom-Berlin Rom. In der Konferenz der ausländischen, Preffevertreter wurde am Freitag eine Meldung der United Peek dementiert,-wonach anläßlich de Aufenthalte» de» Marschall» von Blomberg in Rom»wischen Italien und Deutschland ein Defensivbündni» abseschloffen worden sei. Schutzgesetz In Oesterreich Wien. Der Ministerrat, der am Fxestag unter dem Vorsitze des Bundeskanzler» tagte, nahm die erste Lesung eine» Gesetzentwürfe» vor, der dazu bestimmt sein wird, zahlreiche in verschiedenen Ge- sttzen und. Verordnungen erschienene Bestimmungen .züm Schutze der öffentlichen, Ruhe, Ordnung und Sicherheit zitsammenzufassen. Ersatzindustrie In Sicht Prag.(E. B.) Nach unseren Informationen besteht nunmehr begründete Aussicht, das) die jahrelangen mühevollen Anstrongnngen um die Schaffung einer E r sa tz- I n d u st r i e in der erzgebirgischen Notgemeinde Rothau endlich von Erfolg gekrönt sein werden. Wie wir erfahren, liegt bereits eine Zusage des Generaldirektors K r u l I ö- R a n d a der Berg L Hütte A.-G. vor» datz in Rothau ein neuer Zweig der Paris.(HavaS.) Ministerpräsident Löon Blum geivährte dem Mitarbeiter des„Daily Herald" Jack Sandford anlätzlich des erste» Jahrestages des Antritts der Vollssrontregie- rung ein Interview. Er erllärte in demselben u. a., gegenüber dem Stande vor einem Jahre lässt sich zweifellos ein Fortschritt in wirtschaftlicher Hinsicht feststellen. Dies bezeuge» alle Jndiees und Statistiken,- Wenn dieser Fortschritt vielleicht auch nichts so grotz ist, wie in anderen Staaten, so ist dies. eine Folge der Tatsache, datz Frankreich sich in weitreichende soziale Reformen eingelassen hat, welche, ausgenommen vielleicht nur die Vereinigten Staaten von Amerikg, ohne Beispiel sind. In Besprechung der' finanziellen Schwierigkeiten erklärte Lkon Blum: „Wir haben es vorgezogen,-.die sozialen Fragen vor den wirtschaftlichen und die wirtschaftlichen vor den finanziellen zu'lösen. Auch die Aufrüstung benötigte grotze Auslagen. Trotzdem sind die finanziellen Aussichten auch weiler- hin optimistisch. Die Ansprüche an die Staatskasse haben sich Heuer verringert., Es besteht die Hoffnung, datz die-wirtschaftliche Stabilität und die allgemeine Prosperität das. abgewanderte Kapital wieder nach Frankreich zurückbringen und auch, die thesaurierten Kapitalien in Umlauf bringen wird. Metallindustrie und zwar die Erzeugung von Eisenmasten für Telegraphenleitungen eingerichtet werde» soll. Ueber ein weiteres Projekt, welches die, Herstellung von optischen Artikeln vorsieht, wird noch verhandelt. Zu gegebener Zeit ivird noch ein Wort über de» Heldenkampf der Rothauer Arbeiter ui» die Sicherung neuer Existenzmöglichkeiten zu sagen sein. In Besprechung der Antzenpolitik erklärte Blum, datz die französische Politik auch tvxiter- hin das einzige Ziel, das Vertrauen des friedliebenden Europa zu wecken, verfolge. Die friedliebenden Staaten wissen heute, datz Frankreich seinen Verpflichtungen treu bleiben und das Vertrauen, welches der Völkerbund auf dasselbe setzt; nicht enttäuschen werde. Reichskonferenz für den Völkerbund London.(Reuter.) Auf der Reichskonferenz wurde Freitag Über den Böllerbund gesprochen. Die Hauptdelegiertm prüften die Folgen des Mißerfolges des Völkerbundes in bezug auf die M a n d s ch« r e i und Abessinien. Rach einem Borbericht deS Ministers Eden legten die Konferenzdelegierten ihre An- sichten dar und die Konferenz ka;n zu einer allgemeine» Ueberetnstimmüng darin, daß nicht bloß vom Standpunkt des britischen Reiches alles unternommen werden soll, nm d e n Völkerbund am Lebe»»« erhalten, fon- dern datz alle Bestrebungen- entfaltet werden sollen, um die Hindernisse z» beseitigen, die gegenwärtig einigen Staaten dm Eintritt in den Völkerbund oder die Rückkehr in die Genfer ÄUstitution verwehren. ver 18. f-eder wirkt sich aus Wie die Zentral st elle der deutschen aktivistischen Parteien mitteilt, wurden Im Zuge einer Resystemisiernng im Statistischen S t a a t s a m t sechs deutsche. Bewerber als Eleve n ausgenommen. Zwei wei- tcee Kanzleibeamte wurden im Zusammenhänge damit zu Eleven ernannt. Beider Landesfinanzdirektion in Prag wurde» In der letzten Zeit vier deutsche Juristen in den Konzeptsdienst aufgenommen. Bor einige» Tagen haben drei d e» t s ch e G e o m e t e r den Dienst angetreten. Die Meldung, datz die Landesbehörde In Prag in der letzten Zeit auch deutsche Juristen für de» politischen Dienst anfgenonnnen hat, kann nun dahin ergänzt werden, datz nach dem Neber» blick der Zeniralstelle der deutsche» aktivistischen Parteien in den letzten Tage» vier deutsche Bewerber zu Kanzleikräften bestellt wurde». Wie wir erfahren, ist es dank dem Einschreiten unseres Abgeordneten Z i s ch k a gelungen, in der Station Kriegsdorf in Nordmähren zwölf deutsche Arbeiter am Oberbau der Eisenbahn nnterzubringen. Herr Henleür hält Reden— die Aktivisten handeln! Teilstreik In der westböhmischen Porzellanindustrie An der Porzellanfavrik I. S. M a i e r in Poschetzau sind wegen Nichteinhaltung des Kollektivvertrages die Druckerinnen in den Ausstand getreten. Die Verhandlungen, welche vom Verband der Glas- und Kcramarbeiter geführt wurden, haben bis jetzt kein befriedigendes Ergebnis gezeitigt. Vor einigen Tagen sind die Packerinnen in der Dalltvitzcr Porzellanfabrik tvegen Lohnforderungen in den Streik getreten. Die Verhandlungen, an denen auch das Geivcrbeinspekiorat teilnahm, bliebe» ergebnislos. Eine Einigung bezüglich der Lohnfrage konnte nicht erzielt werden, weil die Firnia keinerlei Konzessionen machen will. Streik am Staatsschacht In Kopitz Am Donnerstag, den 3. Juni, gegen mittag trat die Belegschaft des J»Iius-III-SchachteS in Kopitz bei Brüx in den Sitzstreik, An dcr-Bc- wegunz sind 114 Mann beteiligt. Die Ursache des Streikes liegt in Lohndifferenzen. Wie uns. aus dem dortigen Revier mitgeteilt wird, besteht die Gefahr, dah der Streik auch auf die anderen staatlichen Schächte übergreist. Lohnverhandlungen in Benisdi (UT) Die VertragSgewerkschasten Union der Textilarbeiter und christliche Gewerkschaft haben den Webereifabrikantcn in Benisch Lohnforderungen gestellt. Bis jetzt fanden mehrere Verhandlungen statt, die, weil ein vollständig neuer Vertrag ausgestellt lverden soll, noch nicht abgeschlossen lverden konnten und äußerst schwie- rig und langsam vor sich gehen. Doch gibt man sich im allgemeinen der Hoffnung hin, datz cs ohne einen Konflikt möglich sein wird, ein Ergebnis zu erzielen. Fludit aus der SdP in Budwels Wie die.„Zukunft" berichtet, weisen. die SdP-Versammlungen in Bndweis seit jüngster Zeit einen- auffallend miserablen Besuch quf. Kürzlich sprach dort ter Abgeordnete I o b st. vor etiva vierzig Personen. Einer der SdP-Olsts- führer aus der Budlveiser Umgebung ist-zur DSAP, ein zweiter zum BdL hinübergewechselt. Allenthalben stöht man auf enttäuschte Funktionäre und Mifglieder, die der Henleinpartei den Rücken kehre». Oie Prager Deutsche Arbeitersendung bringt in dieser Woche: Sonntag, 6. Juni, 14.20—14.80: DoS Leben must bequemer werden(Maria. B i e n st o ckj; 14.80—14.88(Strasnice): Für Volk und Frieden. M i t t w o ch, 9. Juni, 18.40—13,60: Arbcilsmarkt; 18.20—18.40: BerbrauchSersasfun» und Planwirtschaft(Rudolf Fischer); 48.40-18.60: Soziale Informationen. Freitag, 11. Juni, 18.36—18.46: Aktuelle zehn Minuten. Sonn tag, 18. Juni, 14.20—14.80: Kind und Eltern(Fritz Freyberg); 14.89—14.85: Für Volk und Frieden. Grotzfeuer in Saaz. Vorgestern abends gegen 7 Uhr entstand in der K r ü b c l- Mü h l e f» S a a z ein Brand, der sich rasch zu einem Grotzfeuer entlvickeltc. Wahrscheinlich ist durch das I» der Mühle lagernde Getreide und Mehl eine Explosion entstanden. Durch das schnelle und.-entschlossene Eingreifen der Saazer Feuerwehr mnd der Wehren/der umliegenden Ortschaften konnte das Feuer lokalisiert wurden. Der-entstandene Schaden ist gewaltig, doch dürfte dieser duÄH Versicherung gedeckt sein. Viele tausende Menschen-umsäumten die-Brandstelle: ver Streik in der Gablonzer Glasindustrie trst organisierter Strelhbradi, dann Blldizml der SdP Die zweite Streitsache begann mit der gleichen unerschütterlichen Streikfront, die den Kampf in der ersten Woche geführt hatte. In voller Geschlossenheit und Solidarität werden die Beschlüsse der Gewerkschaften und der zentralen Streikleitung durchgeführt. Dies ging aber wider den Strich der SdP, die wohl von Anfang an versuchte, sich offiziell als Partei in den Kampf einzuschalten, um ihn nach ihren Jntensionen beeinflussen zu können. Dieser Absicht wurde von den Gewerkschaften von Anfang entgegengetreten. In der Mittwochausgabe der„Gablonzer Zeitung"(Abendblatt) erklärt die Bezirk s l e i t u n g G a b l o n z der SdP den Streik für beendet und fordert die Glasarbeiterschaft auf, am Donnerstag geschlossen die A r b e i t a u f» z u» e h»i e n. Dieser Bericht der SdP-BezirkS- leitung löste allgemein, im besonderen aber bei den streikenden SdP-Anhängern und Funktionären höchste Empörung aus. Diese bezeichneten fast ausnahmslos die Handlungen der SdP als den schmählichsten Verrat, der seit langem an der deutschen Arbeiterschaft begangen wurde. Viele SdP-Arbeiter-Mitglieder sollen bereits ihren Austritt aus der Partei vollzogen haben. Durch Notschrei der Arbeitslosen aus dem Bezirk Graslitz In der Metallindustrie herrscht Im allge- mcimtk eine-gutc Konjunktur. Deshalb wurde sür sie die Unterstützung nach Art. lll des Gesetzes (Krisenunterstützung) eingestellt. Das ist im allgemeinen verständlich. Aber im Bezirke Graslitz lebt heute noch der Grotzteil der ehemaligen Belegschaft des Eisenwerkes Rothau- Schindlwald(1800 Mann) als Arbeitslose, die Mehrheit davon im Bezirke Graslitz, der andere Teil im Bezirke Neudek; im Bezirke Gras» -SUPPEN rasch zubereitet, wohlschmeckend und billig. In allen Konsumgenossenschaften erhältlich! litz befindet sich die M u s i k i n st r u mente n i n d u st r i e, zur Metallindustrie gehörig, jedoch nicht zur Rüstungsindustrie und noch schwer unter der Krise leidend. 3n Graslitz ist der Sitz der M u s i k- S p i e l w ä r e n i n d u st r i e, ebenfalls ein nieist Metall verarbeitendes Gewerbe, das noch mitten in der Krise ist und dessen grötzter Betrieb, A. R. Breinl, der einmal einschlietzlich der Heimarbeiter mehr als tausend Personen beschäftigte, stillgelegt wurde. Als Beweis für den Umfang der Krise einige amtliche> Ein Jahr Kabinett Blum die noch in der Nacht auf Donnerstag von der Streikleitung und den Gewerkschaften getroffenen Abwehrmatznahmen kam der Streikbruchver- such der SdP nur gering zur Ausivirkung, und zwar nur dort, wo nicht rechtzeitig die erforderliche Aufklärung erfolgen konnte, wurde teiliveise die Arbeit ausgenommen. Nichtsdestoweniger bleibt diese Tat der SdP ein niedriger Verrat an den Interessen des deutschen Volksgenossen Arbeiters. In der Freitag-Ausgabe der„Zeit" tvird allerdings von der Kreisleitung und der sozialpolitischen Stelle der SdP durch eine Mitteilung der Beschlug der Bezirksleitung als aufgehoben bezeichnet, bzlv. lvidcrrufen und dadurch zur Fortsetzung des Streikes ausgerufen. Dieser R ü ck z u g ist nur auf die entschlossene Haltung der streikenden Arbeiter zurückzuführen. Im Laufe der Woche fanden immerzu Verhandlungen zwischen den Gelvcrkschaften und den Erzeugergenossenschaften statt und falls der gute und ernstliche Wille auf Seiten der Erzeuger vorhanden ist, lätzt sich mit einer baldigen Beendi- gung des Streikes rechnen. Ziffern; die Bezirksarbeitsvermittlungsanstalt Graslitz meldet zum 31. Mai 1937: Arbeitslose Metallverarbeitung..... 920 Musikiustrumentcnerzeugung... 1024 .^.Hpixsusareii^-einschl. Harinonikas, und Hoizverarbeitung..- ,.. 988 (von dieser Ziffer entfällt mindestens die Hälfte ebenfalls auf Metallverarbeitung.) - Die Einstellung der Krisenuntcrstühung für die Eisenlverlsarbeiter von Rothau und sür die Musikinstrumenten- und Spielwarenerzeugcr von Graslitz ist dahdr als ein schweres ll n- r e ch t zu bezeichnen. Diese Maßnahme kann nur infolge mangelnder Information und sehr oberflächlicher Behandlung der Frage seitens der in Betracht kommenden Faktoren erfolgt sein. Wer nicht will, datz tausende Familien, die bereits seit sechs Jahren so schwer unter der Krise leiden, zum Verhungern und damit zur Verzweiflung getrieben lverden, wer nicht will, dah die Ruhe und Ordnung, auf das schwerste gefährdet tver- den soll, wer nicht will, dah die destruktiven Parteien neue Agitationsmittel und der reichsdeutsche Rundfunk neues Material für seine Hetze gegen die Tschechoslotvakei und gegen die Demokratie erhält, der muh alles daranschen, dass dieses Unrecht der Einstellung der KrisennnterstUtzung wieder rückgängig geniacht wird. Es ist zu hoffen, datz die verantwortlichen Faktoren in Prag auch zu den einsichtsvollen gehören I Seite 4 Samstag, 5. Juni 1037 Nr. 131 In sausender Fahrt Uber das Wasser TlArsnemALeikk Der tote Henker Das Blatt„Euzkad i"(Bilbao) schreibt über G e n e r a l M o l a:. „General Mola verkörpert uns die Na- men Dnrango, Gnerniea, Arbaeegua, Vurre, Ceanura, Bilbao und all das, waS diese Namen heute an Tragischem für unsere Nation vorstel- len. Er ist die Verkörperung der Vernichtung der Städte, des Feuers, das die heimischen Herde zerstörte, der Landesver. treibung von Frauen und Kindern, des Todes zahlreicher junger Männer und der Hinrichttmg von Geiseln und Priestern. Wir bitten Gott, er möge der Seele unseres Feindes gnädig sein." Militärflieger abgestürzt. Donnerstag, den 3 d., gegen 10.80 Uhr ereignete sich in der Umgebung von Ossel In der Nähe von L e i p n i l ein Unfall eines Militärslugzeuges. Die Besatzung des Flugzeuges, Beobachter Korporal-Aspirant Zdinkk Klimeekh und der Pilot Gefreiter Jan Reiter, kehrt?» von einem UebungSflug zurück, lieber Ossel vollführte der Pilot einige getvag- tere Wendungen, wobei das Flugzeug infolge der allzu angestrengten Arbeit mit dem Steuer am Flügel abglitt und auf dem Boden aufstieb. Beide Mitglieder der Besatzung erlitten schwere Verletzungen. Korporal-Aspirant Klimeekh starb bei der Ueberführung ins Krankenhaus. Er war 10 Jahre alt und stammte aus der Steinberger Gegend. Raubmord an einem Geldbriefträger. Der Briefträger des Postamtes von Veselh n. Lujnici Väelav Jelinek, der Geld austrug, wurde in den Freitag-Vormittagsstunden von einem zunächst unbekannten Täter durch zwei Schüsse schwer verletzt, worauf ihn der Täter beraubte. Der verwundete Briefträger wurde ins Kranken- Der Künstler und der Sozialismus Heute sind es fünfzig Jahre, seit der große deutsche Maler Hans von Marses gestorben ist. ErichKuttner hat ihm in dem Buche „Hans von Marte». Die Tragödie des deutschen Idealismus", das im BerlagOprecht, Zü- r i ch. erschienen ist, ein würdiges Denkmal gesetzt. lWir habe» vor einige» Tagen das Buch ausführlich besprochen.) Wir drucke» heute mit Genehmigung des Berlages eine Stelle ab, die die Stellung des keiner Partei verschriebenen und der Politil abholden Künstlers zmn Sozialismus, zur sozialistischen Bewegung seiner Feit, beleuchtet. Ereignisarm floß die Zeit. Seine Erlebnisse ivaren innerer Art. Nur einmal knallte die Aussenwelt in seinen stillen Träumen. In Berlin batte ein halbirrer Dienert auf den alten Kaiser Schüsse abgegeben, der Greis war schwer verletzt worden. Das Ereignis hatte Markes zunächst nicht tiefer berührt, als einige Monate zuvor das Ableben des italienischen Herrschers— wie fern stand er den Ereignissen, die anderen groß vorkamen I Die Anbetung der Monarchen wie die Attentate auf sie waren die Gegenpole des gleichen Unsinns! der Ueberschätzung' belangloser Menschen. Aber jetzt geschah etlvas Ueherraschendes: An einem isolierten, nach seinen Motiven unaufgeklärten Verbrechen entzündete sich die Raserei einer Nation. Das Attentat wurde, zum großen Trumps in der Hand des Reichskanzlers, der hier plötzlich die Chance sah, radikal mit allen seinen Gegnern aufzuräumen., Plötzlich gab es nicht .einen, sondern Millionen von Verbrechern. Alle grundsätzlichen Gegner der Monarchie hatte» das. Haus von Böhm.-Budweis gebracht, wo er bald darauf starb. Die Gendarmerie hat bereits als Täter den 10jährigen Josef Kubeö verhaftet, der noch den Geldbetrag von 12.000 XL bet sich hatte. In den Nachmittagsstunden wurde an, der Stätte des Raubüberfalles eine Rekonstruktion der Tat vorgenommen. Ein Lautsprecher, der zehn Kilometer weit zu hören ist, wurde von einem schwedischen Ingenieur konstruiert. Der Lieproduktor ist so stark, daß Menschen, die sich ihm bis auf 100 Meter nähern, von Schwindel und Anfällen der Seekrankheit befallen werden. Der Lautessekt der neuen Konstruktion ist zwanzigmal so groß als.der Ton der bisher bekannten Lautsprecher. Das kann ja nett werden, wenn dieses Ungetüm in dünnwandigen Häusern auftaucht I Hochwasser in Reu-Mexiko. Der Staat Neu- Mexiko Ivurde von schweren Hochwassern heimgesucht, die durch anhaltende Regenfälle entstanden. Bisher sind zehn Personen ertrunken. Der Sachschaden wird auf über eine Million Dollars geschäht. Mehrere Eisenbahnbrvcken wurden zerstört und ein Damm in der Nähe von Santa Rosa Iveggeschwemmt. Sportflieger verunglückt. Freitag nachmittags verunglückte in der Nähe von Beelitz(Mark) ein zweisitziges Sportslugzeug. Bei dem Unfall wurde der Flugzeugführer schwer verletzt, sein Begleiter kam ums Leben. Zur Nachahmung empfohlen. Das Budapester Gericht hatte kürzlich über eine Schadenersatzklage zu verhandeln, die wohl in der Justizgeschichte nur wenig analoge Fälle äufziNveisen haben dürfte. Der pensionierte Generaldirektor einer Druckerei strengte gegen ein großes Holzunternehmen einen Schadenersatzprozeß an, weil das Unternehmen zur Parkettierung der Fußböden seines Familienhauses- Holz geliefert hatte, welches Hausschwamm-Bazillen enthielt, so daß die ganze hölzerne Einrichtung des Hauses einschließlich der Balken im Laufe von drei Jahren vollständig verfaulte. DaS Gericht gab nach längerer Verhandlung und Vernehmung verschiedener Sachverständiger der Klage statt und billigte dem Kläger einen Schadenersatz sowie die Erstattung der Prozeßkosten in der Ge- Ätientat auf dem Gewissen. Dec herostratische Täter war an einer selbstbeigebrachten Verletzung gestorben, ohne den Mund aufgetan zu haben: man dichtete ihm ein Geständnis an, er habe aus sozialdemokratischer Gesinnung gehandelt. Also die Roten waren schuld: hinter dem Attentat erhob sich das Gespenst der Anarchie, des Aufruhrs gegen die Besitzenden!— Der Bürger zitterte, sah Deutschland über einem Abgrund schweben, von dem nur ein Mann es zurückreißen konnte: der Reichskanzler. Der war bereit, Deutschland zu retten, aber dazu brauchte er weitgehende Vollmachten, Aufhebung der Rechtsgarantie», die dem Einzelnen die Verfassung bot. Er löste den Reichstag auf, der ihm die Vollmachten verweigerte, und machte Angstwahlen. Die Erregung der Wahl erfaßte Menschen, die sich sonst grundsätzlich um politisches Treiben picht bekümmerten. Der Nichtwähler wurde mobilisiert, der kein Problem kannte, aber Angst hatte. Angst ins Politische umgesetzt aber bedeutet Terror. Er tobte sich gegen die„Reichsfeinde", gegen Bismarcks Feinde aus. Sogar Hildebrand, der In San Francesco keine Zeitung duldete, begann, sich, für die Frage des Sozialismus, die in aller Munde wär, zu interessieren, und studierie in der„Rundschau". Artikel des liberalen Politikers Bamberger, der /die Undurchsührbärkeit"des sozialistischen Prinzips bewies, gab sie mit einer Empfehlung an Fiedler weiter. Die Artikel standen iin Niveau hoch über der durchschnittlichen Agitation, die aus den Sozialisten eine Hötde teuflischer Bösewichter und Mordbrenner machte, doch sie schienen Fiedler am eigentlichen Problem vorbeizugehen. Wenn hie Ziele des Sozialismus undurchführbar wären,— woher dann gleichwohl eine so große Bewegung samthöhe von 20.000 Pengö z u. ES wäre nur zu wünschen, daß sich auch in a n d e re nLändern ähnlich einsichtsvolle Richter sinden. Wie mancher arme Teufel ist durch gewissenlose Lieferanten oder Baufinnen um den ganzen Ertrag seiner Lebensarbeit, seine Ersparnisse und sein sauer verdientes eigene» Häuschen gebracht worden! Einige solche, wahrhaft gerechte Urteile und die Schuldigen würden sich wohl in Acht nehmen! Der Weg nach Salamanca. Bor einigen Wochen Ivurde einer Anzahl spanischer Franco- Anhänger, also Feinde der von unserer Regierung anerkannten legalen Regierung Spaniens, Gelegenheit gegeben, die Gastfreundschaft der Tschechoslowakei zu genießen. Man erfuhr, daß diese Leute, bie durch die freundliche Vermittlung unserer diplomatischen Vertretung in Spanien vor der Bestrafung durch die von ihnen bekämpfte Regierung gerettet und aus dem Gebiet der spanischen Republikaner abtransportiert worden Ivaren, gewissermaßen als Schutzhästlinge bei uns untergebracht wurden. Sie sollten verhindert werden, den Rebellen irgendwelche Unterstützung zu leisten. Prag ist ja so weit weg von Madrid! Nun sind fünfundzwanzig von ihnen bereits auf Auslandsreisen gegangen. Nach Jugoslawien und Italien. Man kann seinen Kops gegen einen Hosenknopf wetten, daß sieinBäldeinSala- manca auftauchen und sich den Rebellen zur Verfügung stellen. Prag war für sie nichts weiter als ein« Etappe auf dem Weg von Madrid nach Salamanca. Die Rolle unserer irregeführten diplomatischen Vertretung in Spanien wäre also gewesen: daß sie spanische Verschwörer den Händen des rechtmäßigen Richters entzogen und diese Verbrecher am spanischen Volk und an der spanischen Republik auf einem Keinen Umweg sicher in das Lager ihrer Komplicen geführt hätte. Ein Balkon bricht ab. Donnerstag gegen Abend stürzte in der Nähe der Pariser Oper ein Balkon vom 8. Stockwerk eines Hauses in die Tiese und fiel auf die Terrasse des Neapolitanischen Kaffeehauses. Zahlreiche Gäste wurden ernst, ei» Mädchen tödlich verletzt. Die Ursache des Unfalles ist darin zu suchen, daß sich in der Nähe des Balkons für sie?— Die allgemeine Gärung bewies eins: in Bambergers angeblich so gut eingerichteter liberaler Wirtschastswel.t— die„besteingerichtete| aller vorstellbaren Welten" hatte man sie gar genannt— war irgend etwas faul. Zu Fiedlers Erstaunen befaßte sich sogar Maries mit diesen Fragen. Nach der Vorstellung seiner Freunde lebte her Sinnierer stets ein wenig auf dem Mond, doch widersprach der Schein der Wirklichkeit. Seine Fähigkeit, sich in ollen Lagen beobachtend zu verhalten, verließ den Maler auch im gewöhnlichen Leben nicht. Was seiner Beobachtung an Fülle des Materials abging, ersetzte sein Scharfblick: oft genügte ein Symptom, um einem verwickelten Zustand ins Herz zu sehen. Maries also— nur einmal im Leben hatte er sich vöm Taumel mitreißen lassen, das geschah kein zweitesmal,— schrieb jetzt an Fiedler: '„Ich glaube, daß es schwer halten wird, die Verbreitung sozialistischer Ideen zu verhindern. Eine Regeneration oder Reform scheint msr in allen Dingen nötig zu sein. Daß durch die Durchführung de? Nationalitätenprinzips wenig für taS Fortkommen des Menschengeschlechtes geschieht, stellt sich eigentlich jetzt schon heraus," .'So sah es also in dem Manne aus, den oberflächliches Urteil für einen/ herkömmlichen Aristokraten hielt! Das politische Bekenntnis des Gereiften beweist eine Einsicht des Künstlers, die wir bei den meisten zeitgenössischen Kollegen vermissen. MarteS erkennt die Unhaltbarkeit der herrschenden gesellschaftlichen Zustände, zwar nicht auS einer proletarischen, wohl aber aus einer, geistesaristokratischen Einstellung. Er begriff sie, nehmen wir an,' weil ihm, die Unhaltbarkeit seines eigenen reinidealistischen' Strebens in einer Welt des Kapitalismus klar'gewörden war.■| Schnellzug•?: führt In eine Arbeitergruppe Sieben Tote Villach. Unweit des Bahnhofes Kummet» in Kärnten arbeitete Freitag eine Gruppe von Arbeitern auS Billach an der Eisenbahnstreckc. Um 14 Uhr fuhr auf dem einen Geleise ein Lastzug neben den Arbeitern vorbei. Gleichzeitig kam jedoch auf dem anderen Geleise in der Gegenrichtung ein Schnellzug Hera», der in die Arbeiter Hineinsuhr. Sieben Arbeiter wurden auf der Stelle getötet, ein achter schwer verletzt. Der verantwortliche Aufsichtsbeamte befindet sich unter den Getötete«. eine Rinne befand, von der das Wasser auf den Ballon tropfte. Reue Inden-Emigration ans Oberschlesien? Das Mitteilungsblatt der jüdischen Kultusgemeinde in Prag macht daryuf aufmerksam, daß in den nächsten Monaten mit einer stärkeren Zuwanderung jüdischer Flüchtlinge aus Deutsch- Oberschlesien in die Tschechoflowakei gerechnet Werden muß. Mit 18. Juli tritt nämlich das deutschpolnische Minderhtitenschuhabkommen für Oberschlesien außer Kraft, durch das auch die Juden geschützt Warrn..Infolge des Ablaufs dieser Vereinbarungen dürften mehrere 100 jüdische Beamte ihre Posten verlieren, ebenso selbständig Beruss- tätige, für die sich in Deutschland kaum eine I Lebensmöglichkeit finden und die zur Auswanderung gezwungen sein dürsten.(DND) Betont national. In der burgenländischen Gemeinde Zuberbach bei Oberwart wurde der dortige Bürgermeister Dr. Fett, der ein führender Funk» ! tionär der Vaterländischen Front ist, von vier Misn- nern überfallen' und mit Stöcken mW Ochsenziemern derart geschlagen, daß er in Ohnmacht fiel und ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Es soll sich ZeitungSmelduntzen zufolge um die Tat nationalsozialistischer Terroristen handeln. Mit Mann und ManS. Mit zwölf'Mann Besatzung und 27 Passagieren ging das Segelschiff „Rosario", wie erst jetzt bekannt wird, in der Nähe der Dalupiri-Jnseln(nördlich, der Luzon-Insel) am 11. Mai unter. Besatzung und Passagiere waren alle Philippinen. Allah per Mikrophon. Nach Gutachten deS Rektors der Al Azhar-Universität sowie des Scheich Ul Jflam sollen in allen größeren Moscheen Lautsprecher angebracht werden, die den Gebetsruf der Muezzins verstärken und die Worte des VorbeterS in allen Teilen der Moscheen vernehmlich machen sollen. Da» jüngst« Ehepaar Europas. In Prizren an der albanische» Grenze hat dieser Tage«in Zigeunerpaar geheiratet, das in Bezug auf sein„Alter" alle amerikanische» Rekorde in den Schatten stellt: der Mann ist zwölf, die Frau zehn Jahre alt. Beide sind Mohammedaner und besuchen noch die Schule. Unterschied« in der Schlangengiftwirkung. Da» Institut Pasteur erhält jede» Jahr zu Versuchszwek- ken große Mengen von Giftschlangen, die in de» Sommerinonaten in Frankreich gefangen werden. Ohne daß man weiß warum, sondern die einen Schlängen ein weißes Gift ab, während andere Tiere der gleichen Art, die zoologisch also-nicht zu unterscheiden sind, ein gelbes Gift geben. Bei Tierversuchen stellte eS sich heraus, daß das Weiße Gift sehr viel wirksamer ist als das gelbe. Diese Beobachtungen entsprechen älteren Beobachtungen am Menschen. Man findet, daß Bisse von Menschen, die im Zorn sind, schwerer Hellen als die Bisse von ruhigen Mensche», daß Frauen-Bisse unangenehmere Folgen haben als Männer-Bisse. Es scheint also, daß die Giftigkeit des Speichel» sowohl nach dem Geschlecht al» auch nach dem Gemütszustand der betreffenden Person wechselt. Leichte Störungen. Vom Westen her rücken entlang der deuffchen Nordwestküste gegen Osten einzelne selchte Randstörungen vor. Unter ihrer Einwirkung regnet e» in Deutschland stellenweise und auch im Riesen- und Erzgebirge traten leichte Regenschauer auf. Eine durchgreifende Wetterverschlechterung und Abkühlung ist für unsere Gebiete vorläufig noch nicht zu erwarten.— Wahrscheinliche» Wetter S a m S t a g: Wechselnd bewölkt, in Böhmen und Mähren nach einer vorübergehenden leichte» Wetterverschlechterung und Neigung zu Regenfällen, erneut Aufheiterung uitb Erwärmung. Im Osten des Staates heiter und warm.— Wetter» aursichten für S o n n t a g: Wechselnde, in den Tagesstusiden zunehmende Bewölkung, meist keine Niederschläge, mäßig warm, Nordwestwind. VomRundfunk AMrftWMiwsrM* atu don Prosranunsnt -• Sonntag Z Prag I: 708 Konzert aus Karlsbad: Suk, Urbach, Gr'ieg ustv. 0.80 Mufiks Salonquartett: Puc» cini, Rachmaninow. Auber..12.20 Orchesterkonzert FOK: Liszt, Dvoräk usw. 14.20 Deutsche Arbeiter-, fendung: Maria Bieystock: Da» Leben muß bequemer werden. 16.28 Militärmusik äu» Karlsbad. 17:88 Deutsche Sendung: Klassische Zeugen.' 17.40 Riindfunkwockienübersicht. 18.00 Europäischer Geist. 18.ÜQ Deutsche Presse. 22.43 Deutsche Sportnachrichten. 22.80 Orchesterkonzert.— Prag Nr 14.80 Deutsche Sendung: Arbeitersendung: Für Volk und Friede». 14.88 Schallplatte». 14.60 Die jüngsten Schöpfungen.— Brünn: 11.10 Rundfunkorchester» konzert: Janäöek, Noväk usw. 16.00 Hausmusik: 17.86 Deutsche Sendung: Pferrer: Mäsaryk und die deutsche Literatur;' Salonorchesterkonzert. 20.80 „Grändhotel Nevada". Komödie vog Frant. Langer, für den Rundfunk bearbeitet(tschech.).~~ Pressbär,: 10.00 Salonorchester.— Kascha«: 8.23 Populäres Konzert. 10.06 Nundsunkorchesftrkonzert. Nr. 131 SamSta», 5. Juni 1037 Seite 5 Man erhält für K6 100 Reichsmark.-..'■;.;728.— Matkmünzen.."780.— 100 österreichische Schilling. 530.50 100 rumänische Lei.,. ,». 17.35 lOOpplnische,Al»i»....■... 549.50 100 ungarische Pengö... 59S.50 100 Schwerer Kranken... 354.50 . lOOfranzösische Krane».. 128.ro 1 englische» Pfuud.... 140.75 1 amerikanischer Dollar v• 28,60 lOOFasintikche 8ire’..i. Mß.40 100 holländische Gulden.1573.— 100 jtisöstawischr Dinare".. i" 35.30 100 Belga»',.'.7,-.. 484.— .100 dänische Krönen..\631.— 100 schwedische Kronen..., 728.— DIE WELT IST ÜBERALL SO SCHÖN.... Das ExpreBtempo der Profitsteigerung • Die Bilanzabschlüffe der grasten Konzerne geben ein noch klarere» Bild von dem gigantischen Ausmaß der Gewinnsteigerung, die die Konjunk» tur den Unternehmern bringt, al» die Abschlüsse der mittleren. und kleinen Aktiengesellschaften. Der größte schiverindustrielle Konzern der tschechoslowakischen Wirtschaft ist Skoda, der bekanntlich unter dem entscheidenden Einfluß de» französischen NiistungSindustriellen Schneider» Creuzot steht. Während ihm in Frankreich Teile seines Konzerns verstaatlicht wurden, bietet ihm sein tschechoslowakischer Besitz für den Prosit ungeahnte Möglichkeiten. Die eben veröffentlichte Bilanz weist eine Steigerung des Rohertrages der Skodawerke von 88.4 Millionen im Jahre 1934 auf 164 Millionen Kronen im Jahre 1986 au». Nachdem die ordentlichen Abschreibungen von 43.8 Millionen auf 64.4 Millionen Kronen erhöht und auch noch auf andere Weise erhebliche Beträge abgebucht worden sind, wird ein Neingeivinn von 43.2 Millionen Kronen ausgewiesen. Im Jähre 1934 wurde er mit 11.2 Millionen Kronen/ angegeben. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 19.2 Prozent oder 61.50 Kronen pro Aktie, 1084 wurden ihnen 29 Kronen pro Aktie bezahlt. Diese Dividende von knapp zwanzig Prozents für das vergangene Jahr erfordert einen Aufwand von insgesamt 88.4 Millionen Kronen. Außerdem werden den wenigen Herren deL Berwaltungsrytes.8.5 Millionen Kroßen an Tantiemen ausgezahlt. Sowohl von der Dividende als auch von der Tantieme geht der größte TÄl an Herrn Schneider-Creuzot. Die gleichfalls zum Skoda-Konzern gehörige Berg» und Hüttenwerks- G e- seilsch'aft berichtet ebenso wie Skoda über eins kräftige Produktions-, und Gewinnsteigerung. Der Rohertrag, bei der Berg- und Hüttenwerks-Gesellschaft" hat sich" von 118.9 Millionen int Jahre 1984 auf 190.6 Millionen Kronen im Jahre 1936 erhöht."Die Abschreibungen sind in der gleichen Zeit von 50 Millionen auf 98.6 Millionen Kronen gesteigert worden. Trotzdem hat der Reingewinn eine Erhöhung von 7.5 Milsio- »en auf 22.6 Millipnen Kronen erfahren. Erhielten die. Aktionäre im vorigen Jahre„nur" fünf Prozent," so werdest ihnen in diesem Jahre acht Prozent Dividende gezahlt. ES ist dafür ein Betrag vmt-20. Millionen Kronen erforderlich. Daneben".erhält der BerwaltstngSrat 858.000'Krönest Tantieme. Die Gewinnentwicklung ift- auch 1987 weiter außerordentlich günstig verlaufen, so daß die Gesellschaft imstande ist, aus eigenen Mitteln etwa 80 Millionen Kronen zum Ausbau ihrer Werke zu investieren. Die Ringhoffe r-T a t r a-W e r k e A.-G. erhöhten ihren Reingewinn von 796.000 auf 8.3 Millionen Kronen. Die Dividende wurde von 5.5 auf sieben Prozent hinaufgeseht. Die Moldau mühIBrüdcrPo- r a k- A.-G. in Kienberg hat die Dividende von drei auf vier Prozent erhöht. Die Königshofer Zementfabrik setzte die Dividende von fünf auf acht Prozent herauf. Der Reingewinn, der für 1935 8987 Kronen betrug, erreichte für 1986 die Höhe von 4.9 Millionen Kronen. Die tschechoslowakische Explosivstoff» A.-G. bringt für 1986 wie im Vorjahre zehn Prozent Dividende zur Ausschüttung. Die K a l i» A.- G. in Prag erhöht die Dividende von vier auf vierdreiviertel Prozent. Dia dänischen Gewerkschaften wachsen (JGB) Aus der jetzt veröffentlichten Mit-, gliederstatistik de» Dänischen GewerkschafiSbun- des für das Jahr 1936 geht hervor, daß die Mitgliederzahl der angeschloffenen Verbände in der. Zeit vom 1. Jänner 1986 bis 1. Jänner 1987 von 881.341 auf 407.465 oder um 23.124(6.9 Prozent) gestiegen ist. Von den Mitgliedern waren 886.029(82.5 Prozent) Männer und 71.486(17.5 Prozent) Frauen. Die Zahl der angeschloffenen Verbände betrug unverändert 64 (2926 Ortsgruppen). Außerhalb des Gewerkschaftsbundes standen am Ende des Jahres 1936 elf Verbände und acht lokale Gewerkschaften mit insgesamt 54.298 Mitgliedern. Im Laufe des Jahres haben sich zwei lokale Gewerkschaften mit 3196 Mitgliedern ihren resp. Verbänden und damit auch dem Gewerk- schastsbund angeschloffen. Außerdem haben int Jahre 1986 drei Verbände mit insgesamt 16.264 Mitgliedern ihren Anschluß an den Gewerkschaftsbund beschloffen. Diese Neuanschlüsse sind am 1. Jänner bzw. 1. April 1937 in Kraft getreten, so daß der Bund ab 1. April 67 Verbände mit 423.729 Mitgliedern umfaßt. Außerhalb des 'Bundes stehen nur noch 13 Organisationen mit 88.034 Mitgliedern. Ende des JahreS 1936 betrug die Gefamtzahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter Dänemarks demnach 461.768. Folgen des Wagner-Gesetzes New Bork. Die Anerkennung des Wagner- Gesetzes über kollektive Arbeitsbeziehungen durch den Obersten Gerichtshof beginnt bereits Früchte zu tragen. Jetzt bereits hat die Liquidierung der „Eompany Union»" eingesetzt; die» sind bekanntlich BetriebSgewerkschasten, die in den meisten Fällen von den Unternehmern selbst organisiert iverden. Sie waren in den MaffenproduktionS- mdustrien, wie der Metall- und Automobilindustrie, besonders, verbreitet und haben dort. auch Roosevelts Förderung der zentralen Gewerkschaften Schioierigkeiten bereitet. Das Wagner- Gesetz beseitigt zivar nicht ausdrücklich die Company Union», bestätigt aber das Recht der zentralen Arbeitnehmerverbände zu kollektiven Verhandlungen und schaltet damit den Widerstand der Unternehmer gegen solche Verbände aus. Die Carnegie Illinois Steel Corporation(eine Zweiggefellfchaft des Stahltrusts) und die größte Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen, die International Hawefter Company, haben bereits angekündigt, daß sie ihre Company Unions auflassen. 1 Die Tschechoslowakei als Vorbild Pari». Im Kammerausschuß für soziale Fürsorge erstattete Deputierter Perrein, der kürzlich in der Tschechoslowakei weilte, einen eingehenden Bericht über die Sozialversicherung und die soziale Gesetzgebung in der Tschechoslowakei. Ter Ausschuß, der diese Ausführungen mit Interesse anhörte, wird, wie verlautet, einige Refor- uieu der Sozialversicherung und der Sozialfür- lorge im Geiste, der tschechoslowakische» Gesetzgebung durchführen., *" Die Abgeordnetenkammer hat einstimmig mit 568 Stimmen die sechsmonatige Verlängerung aller Kollektib-Arbeitsverträge genehmigt, deren Geltung zwischen dem 1. Juni und dein 25. November 1987 enden soll. Polnische Metallarbeiter Im Streik .(DNB) In Bielitz sind am Donnerstag die Bclegfchästen sämtlicher Werke" der Metallindustrie in den Streik getreten. An dein allgemeinen Metällarbeiterstreik beteiligen sich etwa 5000 Arbeiter. Der Grund-zu dem-Streik siegt in der Entlassung von zwei. sozialistischen Vertrauensleuten auf einim Werk, deren Wiedereinstellung erzwungen iverden soll. Bei' dieser Gelegenheit Höchen hie Belegschaften, einiger Werks Lohnsorderungen aufgestellt. Mit der Angelegenheit hat sÜH bereits da» Arbeitsministecium besaßt, das zur Ksiirung der Lage den- Krakauer Arbeits- inspektor nach Bielitz entsandt hat. WrltkrchfervrrSraüch im April- noch höher als Produktion. Die-RafsiNädekupfer-Produktion der Welt besief sich im April auf ,191.800 Ton» ne» gegen 191.010 Tonnen im.März, während derK upfer- Weltverbrauch 216.870 gegen 210.740 Tonnen im März erreichte. Die Weltkupfervorräte ermäßigten sich damit Ende April auf 283.360 Tonnen gegen ,308.480 Ende März.— Die Blister-Kupfer- Produktion der USA stieg im April ans 102.574 Tonnen, während im März über 90.850 Tonnen .erzielt wurden. Auch Zinn-Weltverbrauch größer als Erzeu- .gnng. Nach dem Monatsbulleiin des Jnternatio- nalen Zinnausschuffes erreichte der Welt- zinnvepbrauch im März eüva 19.000 Langtonnen gegen 14.600 im Feber. Für das erste Viertel 1937 ergibt sich ein Verbrauch von 49.432(i. V. 89.432) Langtonnen, ivährend die Erzeugung nur auf 44.110(i. 53. 80.065) Tonnen gestiegen ist. Demnach liegt der Weltzinnverbrauch iin ersten Quartal um 5000 Tonnen über der Produktion. Der erhöhte Verbrauch ist jedoch, wie im Bulletin angeführt wird, auf die erhöhte Vorraisbildnng der Verbraucher zurückzuführen, während der wirkliche Ziiinver- brauch der Industrie. mit 41.600 Langionnen angegeben wird. Der Zinnverbräuch der T s check; o s l o w a k e i ist in dem mit März endenden Jahre im Vergleich zum Vorjahre nm 33.5 Pro- zeiit gestiegen.— Im April find die Zinnvorräte ans 23.813(int März 23.476)-Langionnen leicht gestiegen. Organisierte Tierquälerei als BolkSbelustl- gung. Das Tsch. P.-B.— daS seinen Raum für beffere Nachrichten sparen könnte— meldet: Wettangeln in Königs»»! bei Prag. Sonntag, den 6. Juni 1937, findet auf dem sogenannten :.Kleinen Fluß" in KönigSjaal bei Prag(Zbraslav) ein Wettangeln statt. Das heurige Jahr erbrachte für diesen ruhigen, dabei aber überaus ' gesunden(vor allem wohl für die Fische gesunden?) Sport ein ziemlich bedeutendes Interesse sowohl bei den Sportsleuten. als auch — natürlich l— bei jenen Firmen, welche Fischerei-Bedarfsartikel fiibren. Die Neuigkeiten, welche diesmal bei diesen Aiigler-Wettkämpsen zu sehen sein werden, werden sicherlich jeden Fischer und alle Beteiligten überaus überraschen. Damit dieses Wetiangeln, das dem allergrößten Jnteresseinallen Kreisen begegnet, besonders anziehungskräftig werde, wurden außertourlich acht Groß- karvfen im Gewichte ab 7.9 Kilogramm neben mehreren Meterzentnern anderer Karpfen ausgesetzt, die bereits vor mehreren Tagen in den Fluß gelaßen worden sind. Die Eröffnung und Beendigung deS Fischerei-Wettbewerbes wird durch Böllerschüsse bekanntaegehen, die A. Sura in Königssaal abschießen wird. Wenn man sich schon einreden" läßt, daß eS zum Fangen der Fische unerläßlich sei, die Tierquälerei des Angelus— also des Aufspiehens an Widerhaken bei lebendigem Leib— zu dulden und Kurbetriebe klerlenbed Suchen Sie eine Büderwohnuna? Wir empfehlen Ihnen: Cafö und Restllurallon„3«« weiße« Kreuz", Kurbäusev: Pension„Flora" und Lilta.»Frank".— Verlangen Sie Prospekte. 4168 W. Ulrich. wenn man schon zusehen, muh, wie einige, sich groteskerweise meist noch„Freunde der Statur" schimpfende Leute, die an dem.sadistischen G e h a b e n ihr Vergnügen finden, daraus eine V e r e i n s s a ch e machen, so muß man sich tvirllich fragen, ob dieses Vergnügen soweit gehen darf, daß man schon gefangene Fische wieder a u s s e tz t, um sie nochmal s, diesmal mit der grausamen Angel, zu fangen. Es wird beispielsweise niemandem einfallen, ein in der Falle gefangenes Tier wieder loSzülaffen, um es dann.mit Schrot tptzuschießen. Zur Veredelung der Gemüter in dieser verrohten Zeit tragen solche Vollsfeste jedenfalls nicht bei!. DaS Liegenschaftsvermögen der Stadt Prag. Der Rechnungsabschluß der Stadt Prag enthält auch ein Verzeichnis des unbeweglichen Vermögens der Stadt Prag, das au» insgesamt 1815 Objekten besteht. Darunter befinden sich 88 Amts» geiäude, 82 StistungSgebäude, 661 Zinshäuser, 278 Familienhäuser, 9 Restaurationsgebäude,- 180 Schulgebäude, 8 Kirchen. 28 Türme, Kapellen u. dgl„ 5 Krankenhäuser und Desinfekttoiisstattonen, 1 Museum, 1 Sternwarte, 4 Kasernen, 2 Waisen«. Häuser, 1 Schlachthaus, 2 Sozialinstitute, 1 Krematorium, 2 Theater und 86 Gutshöfe.(DRD) Die Bllanz de» mittelböhmischen Fliegeralarm» ist nach den in der militärischen Fachpresse.erschienenen Mitteilungen im allgemeinen al» günstig zu bezeichnen- Die Berdunkelungrübung in dem in den nächtlichen Anflug einbezvgenen Gebiet hatte in den Landbezirken einen.guten Erfolg. In Prag selbst zeigten die größte Disziplin die Arbei- t e r v i e r.t e l, in denen die vorgeschriebene Abblendung aller Lichter so ziemlich hunderwrozentig erreicht wurde. Weniger Verständnis bewies nach den Feststellungen der Beobachter" die im Stadtzentrum siedelndevermögende" Bourgeoisie, die überhaupt den Anotdmingen"der Organe der Fliegerabwehr am. wenigsten nachzukommen bereit, war. Wie" verlautet, sind" an die zweihundert Verfahren wegen Angehor- «U«r.«ttltaM Nordmähren Seehöhe 550 Meter ; unterhalb des Spieglitzer Schneeberger. Das Erholungsheim ist mit allen Anforderungen moderner Hygiene auSgestaiiei—. Elektro». Hydro-, Licht- und Inhalations-Therapie— Diätkuren— VerpflegSkosten 80 Kä täglich. Bei Kassenmitgliedern gewährt die Zentral- - Sozialbersicherungsanstalt 88% bis 50% Beitrage.", '‘ Anmeldungen und Auskünfte erteilt BezirkSkrankenverstcherungS-Anstalt Mähr.-Schönberg. 8968 sam gegen die Flugschutzorgane anhängig, für welches"Delikt drakonische Geldstrafen vorgesehen sind. In zwei Fällen steigerte sich diese Widersetzlichkeit zu Handlungen, die zu Strafanzeigen wegen AmiS- ehrenbeleidigmig bzw. öffentlicher Gewalttätigkeit führten, Auch Ivährend des mittägigen Fliegeralarms wurde festgestellt, daß in den inneren Stadt- vierteln die Borschristen nicht hinreichend eingehalien wurden. Namentlich auf dem WeuzelSplatz blieben entgegen dem ausdrücklichen Verbot viele Fenster ge< öffnet und waren von neugierigen Zuschauern besetzt. Wald-Sanatorium Dr. Sduumfauty, Judmantet Schlesien Erstklassige, physikalisch-diätetische Heilanstalt CUr innere, Nerven- u. Stoffwechsel-Krankheiten Mäßige Pauschalkuren 4125 Selbstmordversuch eine» unterstandslosen deutschen Emigranten. Ein tragischer Vorfall ereignete sich bei der allnächtlichen Polizeistreife auf linier. standSlose, die auf den Bänken der verschiedenen Prager Anlage» die Nacht verbringen. Im Dienzen- bofferpark in Smichov stöberte Freitag gegen vier Ilhr früh die Polizetpairouille einen auf einer. Bank schlafenden jungen Mann auf, in welchem der auc KottbuS stammende 28jährige deutsche Emigrant Kurt Schomber festgestellt wurde. Ec sollte auf das Polizeikommissariat zur weiteren Amtshandlung abgeführt werden. Plötzlich fuhr er mit der rechten Hand unter das Hemd, wo er einen Ne- votver versteckt hielt und schoß sich in die Brust. Der Schwerverletzte wurde auf die Klinik des Prof. Jirä- sek überführt, wo festgestellt wurde, daß er einen schweren Lungendurchschuß erlitten hat. Sein Zustand ist sehr ernst. Wie die Polizei mitteilt, wurden die Erhebungen eingeleitet. Was ohne alle Erhebungen feststeht, ist die.Tatsache, daß das braune Regime ein weiteres Opfer gefordert hat... Kautionsschwindel ist wohl eine der gemeinsten Betrügereien, so gut wie ausschließlich gegen arine Teufel verübt, die ihr" oder ihrer Verlvandten und Freunde Letztes opfern, um durch KautionSerlag eine bescheidene Arbeitsstelle zu erlangen. Wir erfahren gerade von einem solchen Fall: Ein gelernter Chauffeur mußte einem Lastäutobesitzer 2000 Xi Kaution Wir empfehlen das Hotel„DAX" Bratislava, Stefanikstraße 31 3 Minuten vom Bahnhof Bürgerliches Haus, Menu KS S— Fremdenzimmer von Kß 16'— an 4175 stellen, um wenigstens ab und zu eine Fahrt zu bekommen. Plötzlich" verschwand der Unternehmer, und dem Chauffeur, der vor seiner Verheiratimg stand, blieb nur der Weg zur w oTiüci. die den Flüchtigen sticht. Wird er selbst gefunden, so hat der Chauffeur damit die 2000 iiä noch lange nicht wieder. Unzählige derartige Fälle haben sich schon ereignet, manche auch ihre gerichtliche Sühne gefunden. Wann wird endlich das private KautionSuehmen"gesetzlich verboten»ud vorgeschrieben werden, daß Kautionen ausnahmslos bei Gericht zu hinterlegen sind?!(bn.) Das neugeborene Kind Irt der Senkgrube Der dritte Klhdesmordprozeß dieser Session Prag,(rb.) Als letzter üffentlich verhandelter Prozeß dieser SchwiirgerichtSperiode, die Samstag miteiner geheimen Verhaiidlung abschließt", wurde unter Vorsitz des GR Dr. No sek abermals eine Anklage wegen Rinde smord e» verhandelt— die dritte in dieser Session. Angeklagt war die 27- jqhpige slowakische Landarbeiterin Katharina Tome 5. big bei dem Landlpirt Wenzel Maiek in der Ortschaft Polerady im Dienst stand." Nach ihrer Behauptung wurde sie von" einem Kutscher, der in der Nachbarschaft bedienstet war, vergewaltigt und geschwäßhert."Die Anklage erklärt diese Aus- sage siit üstwahr, indem sie bemerkt! daß die Angeklagte-freiwillig"ein intimes Verhältnis mit dem Tritt 6 .Sozialdemokrat 5. J„nl iv!,» Wr. Iümst und Mssen neue Sommer schuhe Kreppsohle» 35.- Der Mm. 39.- Vereinsnacilrlcirten, Samstag, den Abfahrt vomSmi» Fahrtspesen 6.8V Ideoie griechische Herren-Sondolen. Luftig und deshalb im Sommer unentbehrlich. Leichter Leinenschuh mit kantiger Spitze Spezialsohle. 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Die jugendlichen Täter entkamen, flohen aus Prag und trieben sich' einige Tage, in der weiteren llmgebung der Hauptstadt umher, bis sie schliefilich festgenommen wurden. Zn der Partie gehörte noch ein weiterer 17jähri»er, der aber mit dem Raubüberfall direkt nichts zu tun hat und nur wegen Diebstahls verfolgt wurde. Die ganze Bande wurde in ausgehungertem Zustande aufgegrifsen. Die Verhandlung war, wie erwähnt, geheim. Die am Raubüberfall unmittelbar beteiligten zwei Angeklagten wurden zu je zwei Jahren• Verschliessung verurteilt, ihr nicht direkt beteiligter Kumpan wegen des Verschuldens des Diebstahls(dieses Delikt' hat nichts mit dem Hauptfall zu tun> zu z w e i Monaten Ve r s ch l i e tz u n g, bedingtauf zwei Jahre. angeblichen, Kindesvater, unterhielt und daher diese Angabe gänzlch unglaubwürdig fei. Wie immer dem sem mag— am*6. Feber wurde die Angeklagte von den'Wehen überrascht. Sie behauptet, die Natur dieser Schmerzen nicht erkannt mit? geglaubt zu haben,.daß- es sich um gewöhnliche Leibschmelzen handle, um Verdnuungsbeschwerden nach dem Genus! übersüßen Kaffees. Sie begab sich auf den über dec Senkgrube errichteten Abtritt, wo das Kind zur Welt kant. Ihr Dienstgeber, dem ihre lange Abwesenheit auffiel, hörte den Schrei eines Neugeborenen, als er ihr auf den Hos nachging, um nachznsehen, was da vor sich gehe, fand ec'die Angeklagte allein auf und in gänzlich er- mattetem und verstörtem Zustande.. Ta er ahnte, was vorgefallen sei, nötigte er sie, mit einer Harke den' Inhalt der gefüllten Senkgrube anfzurühren. Zum Vorschein kam die Leiche des Neugeborenen. Die Obduktion ergab als Todesursache Eindringen der Exkremente in dio Luftwege des Kindes. Katharina Tomes wurde verhaftet und wegen Kin- desmordeS unter Anklage gestellt. Ihre-Verteidigung geht dahin, daß das Kind bei der Geburt ohne ihre Absicht in die Senkgrube gefallen sei, da die Wichen hei der Ausstoßung des Kindes mit besonderer. Wucht eingesetzt hätten. Das Kind war nach Aussage der ärztlichen Sachverständigen normal entwickelt und vollkommen lebensfähig. D.ie Geschlvorenen be r n e i n t e n die Schuldfrage auf Kindesmord mit elf Stimmen und bejahten nur die Eventualfrage auf Vernachlässigung der pflichtgemäßen Fürsorge bei der Geburt, so daß die Angeklagte nur wegen dieser lleber- tretung schuldig erkannt und zu drei Monaten Arrest verurteilt wurde. Piccadilly Jim Nach einer Erzählung des in England heute sehr beliebten humoristischen Schriftstellers G. P. Wodehouse erzählt dieser Film aus Hollywood von einem Londoner Karikaturisten, der sich in eine unbekannte Dame verliebt hat und zu spät erfährt, daß sie die Nichte einer reichen Amerikanerin ist, die er zum Gegenstand einer Karikaturen-Serie(unter dem Ramon Mrs. Richwitch, was reiche Hexe bedeutet) gemacht hat. Run ist diese karikierte Dollar- Hexe auch noch die Mutter des Mädchens, das der Vater des Karikaturisten heiraten will; es muß also viel geschehen, um die Sache wieder in Ordnung zu bringen: der Vater des Karikaturisten muß sich als dänischer Graf maskieren, der Sohn muß seinen Kammerdiener für seinen Vater auSgoben, und selbst als die karlkierie Familie durch die Karikaturen berühmt geworden ist und somit bereit, ihrem Beleidiger zu verzeihen, gibt eS noch stürmische Szenen zwischen den Liebenden— und dann erst, ganz knapp vor Torschluß, das happy end. Dar Ganze ist also ein Schwank, dem es an Situationen nichts mangelt, und der Regisseur Z. Leonard hat sie heiter anSgenützt. manchmal fast im Lubitsch-Siil (wobei die besten Witze allerdings die gesprochenen sind). Auch.die Darsteller verstehen er, diesem Film-Schwank Flottheit, Ironie und gute Laune zu geben, vor allem der wirklich witzige Liebhaber Robert Montgomery, der hier wie ein zweiter (nicht einmal singender) Maurire Chevalier wirkt, aber auch die vielen komischen Kammerdiener-, Komödianten- und Familientypen in den Nebenrollen sind heiter und witzig.—eis— snuttt begießt Du die Blumen auch mit BlimMMerLilng von der„Frauenwelt", Prag XII., Fochova tr. 62 l Paket KE 6.60 mit Post, msendung. Morgen Sonntag alle AtuS-Mitglied der nach Reporyje. Für die aktiven AtuS-Mitglieder ist die Teilnahme Pflicht..(ES tritt auch die Frauen- nnd Kinderriege an.) ES werden PRAG zwei Gruppen gebildet. Die erst« Gruppe fährt unter Führung Schraders vom Smichover Bahnhof um 7.15 Uhr. Fahrpreis hin und zurück 4 KE, Kinder 2 KE. Die zweite Gruppe trifft sich Punkt halb 8 Uhr bet der Endstation der Elektrischen Nr.' 5 in HlupoEePY und wandert von dort unter Führung N o s s e k S. Nachzügler fahren um'9.20 Uhr von Smichov.— Di« AtuS-Holzkoffen müssen ah»«führt werdenl Allgemeiner Angeftellten-Berband.Jugenbattel- lnng. SamStag, den 5. JuntfAuSflug zurRa» turfreundehütte im Brdy-Wald. chover Bahnhof um 15.10 Uhr, KE. Uebernachtung 2 KE: '- zäülb. Ortsgruppe Prag. Rokoko-Konzert(im Rahmen der Festspiele) am 11. Juni: Im großen Festsaal de» Wald. st e t n- PalaiS. Mozart-Programm: Symphonie A-Dur; Konzertarie für Sopran; Rlarinettenkon« zett; Dirigent: Szell. Solisten: Rose Book, Prof. W. Jirtschak. Donnerstag„DI« Puppenfr« und Erstaufführung'„Der L e i« r k a st e n". Vorstellung de» Ferialfonds(Abonnement aufgehoben). Mit Rücksicht auf das jugendliche Publikum Beginn halb 7 Uhr, Ende halb 9 Uhrl Preise nur: KE 2.50 bis KE 20.—. „Man kann nie wissen" von Bernard Shaw, Donnerstag neuinszeniert in der Kleinen Bühne. Regie: Liebl.- Wochenspielplan des Renen Deutschen Theaters. Samstag 7 Uhr: Der Rosenkavalier, Gastspiel Erich Kleiber, Festspiele IV, A 1.— Sonina halb 8: Der Leuchtbrnnnen, B 1.— Montag halb 8: Auf der grünen Wiese, volkstümliche Vorstellnng, Abonnement aufgehoben.— Dienstag halb 8: Die schweigsame Frau, A 2.— Mittwoch halb 8: Die verkaufte. Braut, B 1.— Donnerstag halb 7: Die Pnppenfee, Leierkasten, zugunsten des Ferialfonds, Abonnement aufgehoben.— Freitag halb 8: Gesellschaftsspiel, D.— Samstag halb 8: FieSko, Gastspiel Ernst Deutsch, Festspiele V, St 2.— Sonntag halb 8: Die schweigsame Frau, C 2. Äochenspielplan der Kleinen Bühn«. SamSiag 8 Uhr:.Ein Kuß und sonst gar nichts.— Sonntag 8 Uhr: Ein Kuß und sonst gar nichts.— Montag 8 Uhr: Leuchtbrunnen, Bankbeamte 1 und freier Verkauf, Dienstag 8: Ein Kuß und sonst gar nichts. — Mittwoch 8: Ein idealer Gatte. Bankbeamte 2 und freier Verkauf.— Donnerstag halb 8: Man kann nie'wissen, neuinszeniert.— Freitag 8 Uhr: Warum lügst du, Cherie? Samstag 8 Uhr: Hofloge, volkstümliche Vorstellung.— Sonntag 8 Uhr: Man kann nie wissen. Leichte und luftige Opanken mit niedrigem Absatz. Schuhe die im Sommer unentbehrlich sind. 35 versuchen und sie sich darüber einiss waren, daß ein „richtiger Mann" vor nichts zuruckschrecken dürfe, entschlossen sich die Burschen, kurzerhand zu einem Rnnbüberfall, der ihnen die nötigen Geldmittel verschaffen, sollte.. Wie es in den Köpfen dieser jugendlichen Uebel» täter aussah, davon zeugt wohl hinlänglich die Tatsache, daß sie sich einbildeien, sich— im März 19871 — irgendwie„n ach Abessi» ie n" durchschlagen zu könne», wo sie sich dann offenbar irgendeine phantastische Existenz zu gründen gedachten I So also spiegelt sich in den Gehirnen solcher Jugendlicher die reale Welt, eine solche Kenntnis, de» wirklichen Lebens vermitielt die heutige Schulbildung.,. Run denn— der 15jährige leitete die Aktion damit ein, daß er znhanse einige Lose stahl und. für Jugendliche als Räuber ..(Jugendgericht.) Prag-—rh—Das Prager Jugendgericht verhandelte, gestern-in. geheimer Verhandlung den Prozeß gegen die.jugendlichen Täter, die am 20. März d. I.-i» der Weinberger Sasarllstraße die Näherin Marie F.lsn räuberischer Absicht überfallen hatten. Marie F. lebte picht nur von ihrem Rähgetverbe, sondern-hatte öfter Männerbesuch. Es scheint, haß sie halbwüchsige Burschen bevorzugte, die sich»egen ein geringfügiges Entgelt ihrer Gunst erfreuten. So kamen die beiden Jugendlichen, die Freitag vor dem Jugendgericht(Vorsitz OGR. Dr. Svoboda) standen der eine ist siebzehn, der andere f Ü.n f z e h.n. Jahre alt— in ihrer Wohnung wie-zuhause waren. So bemerkten sie auch, daß diese Marie F. einen Radioapparat besaß, den sie für werwoll'hielten. Da in den Köpfen dieser Jugendlichen-offeßbar seit langem der durch Schundliteratur und Kitschfilm genährte Plan bestand, ihr Glück als äb enteuerüde W e l t r e i s e.n d e zu ä. Juni, Treffpunkt halb 4 Uhr nach- mittags: Smichover- Bahnhof, Fahrt " 4s nach Revniee, Wanderung am nächsten Tag zu den Stromschnellen,' teilweise Fahrt auf Flößen gegen Prag. Führt: Zaboch. sh- Filmt In Prager Lichtspielhäusern D—®Saf?.’.:.? 1 Äfe ou8 den, Warenhaus." haus"® ÄH«’ aus dem Waren- Viel'-.-Sein bester Freund." Harry ® 5? fanbaI um die Fledermaus." Weg,um Ruhm." A.— Svkto- 'Lnn^und^s r-Ä; us halt!?'Frau»eltteieie:"(Eine launen- QJcfcbnt„Unter üetüsm ’uek. Hans^^rS. D.— Carlton:.Der Postillon Lonjumeau: D— Illusion:„SiHouetten." -Liebe mit 1000 PS." Crawförd, ™r» m'm' Louvre:„Unter heißem Him- 7^ Maeeöka:„Unter heißem Himmel." D. D7:-Liebe mit 1000 PS." Trawford, Ä 1' ZT Perstyn:„Held der kanadischen S'— WjWlt„So endete eine Liebe." P. Ä'2“7- Tarzans Flucht." A.— H Aejvodui Ekstase." Tsch.— Baldek:„Jagd und Falle. A.— Beletrhy:„Rechtsanwältin Vira." Tsch. M IZnrvIbhÄLsn M ,o» Ihr^ e' n j t?,'utchrerreichen, 1 1 BBRGW’S| 1^andan, dU Houtjo^| H SSÄW.1 Mtteilungen aus dem Publikum. Im Auw auf staubiger Landstraße bieten- die „Dlana-llhampagnerdropS"«Ine wunderbare Erfrischung. WaS der Herr im Sommer braucht: gründlich^ gearbeitete Schuhe für Sport und Touristik, luftige Sandalen ans Wasser und für don Spaziergang, elegante Halbschuhe mit breitebi Absatz in die Gesellschaft. Diese ganze Schuh-Ausstattung bekommen Sie bei Bata zu einem Preise, der jedem erschwinglich ist. Ba. Ist die Sommermode zweckmäßig? Wenn wir die Entwicklung der Schuhform verfolgen, dann können wir beobachten, wie sich der Schuh immer mehr' der Fußform und Bewegung anpaßt. Generationen vor uns hatten nicht so gesunde Füße. Damals entsprachen die Schuhe mehr der Mode als dem Fuße. Run wird auf beides Rücksicht genommen. Das Ergebnis sind dann die Modelle von Sommerfchühen, die wir bei Bata sehen. Ba. Ihr« Kinder bewahren sich gesunde und schöne Füße mit geraden Zehen und nicht abgedrückter Haut, wenn Sie ihnen rechtzeitig guter Schuhwerk kaufen. Gesunde Füße sind ein Geschenk für das Leben. Kinderschuhe für den Sommer sollen die richtige Größe, einen bequemen Schnitt, elastisch« Sohlen, weiche, luftige Oberteile haben. In den Bata-Verkaufsstellen werden Ihre Kinder gut und billig beschuht. Ba. MWWMltnMMN der Arbeiterfürsorge finde» jeden Samstag von 6—7 Uhr im Verein deutscher Arbeiter, Smekkagaffe Nr. 27, statt. Rpniirhpt CB,tra|' Tfln‘|(||lB EGEB UuuUulluI Das Haus des guten Tonfilms überall Volkszünder B e z ü« s b e d i N g nna« n: Bei Zustellung ins Haus oder bet Bezug durch die Post monatlich KE 161—, vierteljährlich KE 48.—, halbjährig KE 96.—, ganzjährig KE 192.—.'— Inserate werden laut, Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.- Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung' der Metourmärken.— Die Leitungsfrankatur'wurde von der Post- und Tele- graphendirektiqn mit Erlaß Rc. 1B.800/V1I/1080 bewilligt.— Druckzrei;„Orbis", Druck«, Berlagl-unh ZeitungS-A.-G. Prag.