Aentralorgan der Deutsche« sozialdemokratischenArbeiteLparteiin der Tschechoslowakischen Republik '«rfchekut»tt Au»««h«e de««»uta« tS-lich früh/ Oier-elpeel» 70--Her Nedäkttonund Verwaltung: PragXll.,FochovLS2- Telephon S3077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 17; Jahrgang Mittwoch, 9. Juni 1937 Schweres Bombardement Madrids Madr i d.(Reuter.) Die Rach» richten-Agentur Presse Espagnole teitt «it, daß Lei der Bombardierung Madrid» wsshrend der Rächt auf Die«»» tag und Dienstag morgen» über 100 Personen getütet und etwa 20V verletzt worden find. Madrid. DI» Regierungstruppen bemach» tigten sich am Montag an der Front lei P er- dri r de» Friedhofes von A r a v a c a, der in der Nähe der Straße»ach La Lorutia liegt.' DienStag früh unternahmen die" Anfstündl- fcheu an allen Fronten lei Pozo Blanko einen Angriff, der zu schweren Kümpfe« führte. Die Aufstündische» wurden unter schweren Verlusten ».« r ü ck,e sch la gen. Bei einem Luftangriff, seitens der Aufständischen"bei Lagranja wurde«in Mitglied deS britische« Personals einer Sanitätskvlönne, ein Kanadier, getütet' und«in Mitglied verletzt. Versicherungen unter Staatskontrolle V a l f« c i a.(HavaS.) Der Präsident der spanisch e«. Republik' hat ei«" Dekret«nterschrie- ben, demzufolge alle: BerstcherungSgrsellschafte« unter di« Aufsicht deS Staates, gestellt werden, der die direkt« Leitung dieser Gesellschaften üßee- Nimmt, besonder» di« der Fond«, welch? au» dem , Prämieneiügängen stammen,- der«« Ünterlrin-- gnng bei den üblichen«ula^-Operationen schwierig, geworden ist. Ein anderer Dekret lrvollMüch» tigt den LandwirtschNstSminifter,»egen Barbezahlung die ganz« heurige..Getreitzerfyte zu ühuiriüelr ebenso di« Bestünde au» dem' Bor- fahrii.' r,■...' Zwei neue Todesurteile des Volksgerichtshofes . Berlin. Der ehemalig» kommunistische Reichs» tggsabgeordnete Mad d a l e n a und vier.andere Beschüwigte standen Dienstag vor dem Volks» gcrichtshof wegen-, eines Komplottes- gegen die - Sicherheit. deS. Staates. Zwei.Angeklagte wurden zum Tode, Maddalena zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt/ Auch die beiden restlichen Angeklagten erhielten langjährige. Zuchthausstrafen. Mahdelena wär im Jähre 1933 au» Deutschland geflohen, aber später heimlich zurückgekehrt, um seine Familie' wiedetzüsehen. Bei dieser Gelegenheit wurde er verhaftet und vor Gericht'gestellt. Er erklärte, er sei zwar Kommunist,' habe sich, aber in,lein« Verschwörung eingelassen.' ShlRllMVlt-^llRiltzeliR'UltztonlM" -„Volssvl idier** Belgrad. Prinzregent Paul ist von seiner Auslandsreise nach Belgrad zurückgekrhrt und empfing mittag»' den deutsche«. Außenminister Freiherr« von Sleurath in Audienz, der sodann sein Gast beim Mittageffen«ar. Reichsaußenminister von Neurath überreichte dem Ministerpräsidenten StojadinoviL da», ihm vo«. Reichskanzler Hitler verliehene Großkreu, de» Deutsch«« Adler-vr- - tz'r.-N. Aussenminister von Reurath.. wurde vom. Prinzregenten P a u l mit dem'Vrdrn''-v.tz«e Weißen Adler erst«? Klass« ausgezeichnet. "«"-...- ''' Ueber die Besprechungen Neurath» mit Sto- jadinoviä wird ein abschlixtzendeS Kommunique heräuggegeben, in dem H u. Mheitzt:--'- '■ Pep von. einem. äufrWaek. gegenWgen Vertrauen beherrscht« Gedankenaustausch ztpischen beiden Staatsmännern erwies' die Identität ihrer Standpunkte in bezug'auf die politische Situation ' ÄWdse- PAtz.l.i'ch H'üt.^'.i'm' e . kf.1Ü,e.«K HL'Z.vsAtyM^d.rAs.E«« beiden Länder. Diese U.nterredunge» fWgrett>den! von beiden Ländern' zum' AusWckitzMtthte«- WWch.Md Wisl«n,.dtt Sache/deS. allgemeinen Friedens zü'diMN.'u: zw.'.dür.ch'EHtfaAt.unst die'rM'e t^i-g'e-«'L'e»i>ech.U'N'g!'Dieser Satz, angefangen von„zu dem" steht IM'' Original unter dem Datum„Rom, den 31.'März'1981'.." Er' wurde an Stelle' der sechs durchstrichenen. Zeilen ans Ende der„Aeta" gesetzt. Aus dem Inhalt: Neueinteilung der slowakischen Wahlkreise Für Herabsetzung der Sdiülerzahl in den Schulklassen Massenverhaftungen in Mitteldeutschland Naslpropaganda im Gerichtssaal Nr. 134 Das grolle Jahr L6on Blums - Als nach den Maiwahlen des Vorjahres Leon Blum das Kabinett der Volksfront bildete,. nahm der größte Teil seiner politischen Gegner in Frankreich und im Ausland das Faktum der ersten sozialistischen Ministerpräsidentschaft der Dritten Republik mit Gleichmut hin, denn käst allgemein war die Meinung verbreitet, die Aeia Blum werde«ine flüchtige Episode in der Geschichte Frankreichs sein und vor den Toren stünde bereits ein Kabinett Doriot, de la Roane oder Pstain. Die Flügelparteien der Volksfront selbst, die Radikalen wie auch die Kommunisten, hatten wohl die leise Hoffnung, Blum werde in kurzem abgewirtschaftet haben und neue AuSsick- tcn würden sich eröffnen. Beide Gruppen Hal en- im Laufe des Jahres mehreremale zn einem Sturm gegen das Kabinett angeseht, aber feder, dieser Angriffe ist- zusammengebrochen, ehe er noch recht begonnen hatte. Die Regierung Blum, die Persönlichkeit Blums, das ganze Shstem Blum hat sich als der st ä r k st e politisch e Faktor erwiesen, den Frankreich seit dem Kriege hervorgebracht hat. Aber auch von den früheren Regierungen der Dritten Republik lassen sich wohl nur das Kriegskabinett Clemenceaus und das Kabinett Waldeck-Rousseau, die Regierung der großen Laiengesetze, mit Blum vergleichen.. Lion-Blum fand Frankreich in einer schweren Krise vor. Die Finanzen waren zerrüttet. DaS Kleben am Goldwert des Franc hindert« jede Sanierung der Wirtschaft, des Kredit», der öffentlichen Finanzgebaruug. Niemand wollte de«. Mut zu neuen Steuern und Lasten aufbringen, niemand wägte es, an geheiligte Vorurteile zu rühren. Die französische Wirtschaft stand mit stets sinkenden Exportziffern und wachsender Arbeitslosigkeit vor dem Verfall. Frankreichs weltpolitische Geltung war durch die Politik Lavals untergraben. Man nahm die erste Militärniacht des Kontinents nicht mehr ernst. Rom und Berlin machten sich über Frankreich lustig und glaubten ihm alles bieten zu können, Die Bevölkerung war von panischer Kriegsangst und einem lähmenden Defaitismus erfaßt. Au solcher Situation befand sich Frankreich, als Leon Blum da» Steuer ergriff. Was er seither geschaffen, wie er das Staatsschiff geführt, wie er sich durchgefetzt hat, das ist wohl das bedeutendste Beispiel demokratischer Staats» kunst in der Geschichte der Nachkriegs« z eit. ' In' wenigen Monaten hat Blum Frankreich eine moderne So-zialpol i t i k gegeben. Mitten in der Kris«, die män anderswo durch Sozial-Abbau bekämpfen wollte, hat er die Vierzigstundenwoche, die'Arbeiter-Urlaube, die Kollektivverträge durchgesetzt und eine Hebung des Lohn-Niveaus möglich gemacht, die den Ausgangspunkt für die-Lohnbewegungen in Amerika und nunmehr auch in Mitteleuropa bildete. Frankreich, das Land des krassen Individualismus und der liberalen Wirtschaftsprinzipien. wurde zUm Lande vorbildlicher. Sozialreformen. Zugleich rettet Blum durch das G e t.r e i d e m 0 n 0 p 01 die bedrohte französische Landwirtschaft! wie denn seine-Politik überhaupt nur dann gewürdigt werden kann, wenn man ihre Bedeutung für die politische, und,sozial«' Mobilisierung' des Dorfe» kennt.- Blüm schafft aber auch im Budget Raum für die dringenden Ausgaben, die auf verwaltungstechnischem, auf sozialem, die auf militärischem Gebiet' nötig' tvären.' Frankreichs Rüstung beginnt, die Versäumnisse der. Aera Laval auf^uholen und das europäische Gleichgewicht wiederherzustellen. Nebenher gehen zahlreiche größere und kleinere. Reformen auf den verschiedensten Gebieten, eine ausbauende und planmäßige Politik, die den'Charakter des Landes von Gründ auf wandelt.' Immer wieder müssen im Laufe dieses Jahres, ausländische Beobachter feststellen, daß Frankreich nicht wiederzüerkennen sei, daß'F r a n l r e i ch sich mitte n i n e i n e r Re v.o,l'u t io n,, ist- einem Prozeß der E r neu e.r-u.n g-befinde. Das Regime Blüm, bat den französischen P a r l a men t'.ä ,r'sis m u S, der in gefährlichem Jntriguenspielder,Fraktionen und Mquen zu»versumpfen drohte, erst wieder leb« n.d i g gemacht. Für Blum, dessen' Auftrag vom Volke selbst kam, dec. in ,jedem Augenblick der Exponent des Volkswiilcns gewesen ist, hat daS Parlament Seite 2 Mittwoch, S. Juni 1937 Nr. 134 Auch Alksnls abgesägt? Die„Morning Post", die zwar reaktionär, vier meist gut und zuverlässig informiert ist, will «ius Rußland erfahre», daß auch der Kommandant der Luftflotte und stellvertretende KriegS- kvmmissar Iva» I. A l k ö» i S seines Postens enthoben worden sei. Er soll Verbindung mit lilamarnik gehabt habe». Weiter seien zwei führende Mitglieder deS Verteidigungsrates, Geller und Stein, T u r o w s t i j von der politische» Abteilung der Regierung und Arm- st o m, der Berater deö Marschalls Blücher, in Ungnade gefalle» u»d enthoben worden. seine Funktion geändert. Das Parlament arbeitet wieder, statt zu intriguieren, es spielt nicht Ministerstürzen, sondern wird zum Sprechsaal einer politisch aktivierten Nation. Dazu hat nicht zuletzt auch beigetragen, daß B l u m neue M en sch en a n d i e S p i tz e gebracht hat, daß seine Ministerliste.Ich aus den unbekannten Politiker», den Außenseitern, Fachleuten, Menschen der praktischen Arbeit und Erfahrung, Leuten niil Elan, ohne Vorurteile und doktrinäre Hemmungen, ergänzte. Damit ist der Rückkehr der alten, seit Jahrzehnten im Kreislauf stets wiederkehrenden Garnitur von Fraktionspolitikern, die vor Blum regierten, wohl auf immer der Weg versperrt. Man kann sich nicht mehr vorstellen, daß nach Blum wieder die LavalS regieren. Frankreich war vor Bluni eine Demokratie mit dem Bleigelvicht einer trägen, störrischen, be- Jm AnßenauSschuß des Abgeordnetenhauses wurde am Dienstag die Debatte über das kürzliche Kro fta-Ezpoft abgeführt. NamenS unserer Fraktion sprach Genosse Zischka, der im Hinblick auf die in den letzte» Tagen noch gesteigerte Dhnamik der faschistischen Mächte Bedenken hinsichtlich der weiteren Entwicklung der europäischen Lage äußerte. Er führte u. a. aus: Das Expose des Herrn AußenminsterS war darauf abgestimmt, festzustellen, daß sich die europäische Situation entscheidend gebessert habe/ Seither hat es allerdings die bedauerlichen Zusammenstöße an der spanische» Küste gegeben. Die Schüsse von A l m e r i a sind gewissermaßen der letzte Wochenendbeitrag HitierS zur europäischen Politik. ES scheint, daß Deutschland das Prinzip der politischen Blutrache einführen will. Die Entwicklung in Europaistalsoabsolut nicht so,, daß man beruhigt in die Ankunft blicken könnte. Dazu kommt die Vielgeschäsiijjkeit der europäischen Diplomatie. Es steht außer Zweifel, daß die Besprechungen Blombergs in Rom im Zusammenhang mit der spanischen Lage zu einer Versteifung der militärischen Achse Rom—Berlin führen werden. Ein Herr von der SdP hat es vorhin für notwendig erklärt, daß das Außenministerium auf die Schreibweise der offiziösen Organe und der Blätter der Regierungsparteien Einfluß nehme. Da die tschechischen Parlamentarier vermutlich nicht täglich die Presse der SdP verfolgen, demonstriert ihnen Genosse Zischka an Hand der heutigen„8 e i t", wie notwen- dig es vielmehr im staatrpolitischen Interesse wäre, die Schreibweise dieses Blatter mehr zu überwachen. Der Leitartikel„M ehr als korrek t"— schränkten Bürokratie. Auch diese Bürokratie hat das neue Regime in Schimmg gesetzt. Gerade die unmittelbare Aktion der Gewerkschaften, die^RobilisieÜlitWdeS BolkSwillenS hat den toten Punkt'überwunden, übeß-ten dar bürokratisch^ regierte FMkresth nicht hinlvegkommen konnte. Für ganz Europa Würde es voWvesttta-i gender Bedeutung, dah Blum F rä mi r eich» lv iI t p öl'! t?i sch e®’-; e l t un g wTW c r- hersteIlte. Seine enge Entente mit Grotz- britannien, seine guten Beziehungen zu Amerika haben ein politischer Drei-Eck. geschaffen, das heute der wichtigste Faktor der Weltpolitik ist. So konnte Frankreich auch in Mitteleuropa wieder aktiv werden. Wenst-wir diesen Winter' ohne Krieg überstanden haben, wenn wir heute sicherer sind als vor einem Jahr und Hitler trotz Almeria, ja gerade nach Almeria schwächer geworden ist, so dankest'wist da» vornllem dem Regime Blum und seiner zielbewnhten Politik. Hitzköpfe haben diese Politik vor allem, was Spanien betrifft, oft kritisiert. Wer die" Ereignisse tintr'8'u?' sammenhänge ruhig überdenkt, wird zugeben müssen, daß es höchst unklug von Blum unk».dem, Faschismus sehr willkommen gewesen^wäre, wenn Frankreich sich im Sommer 1986 iw einen Krieg eingelassen hätte. Was seither geschehen ist, hat gewih dem spanischen Volk schwere PrüfungeÜ nuferlegt, aber es hat Mussolini und Hitler in kaum geahnter Weise geschwächt, in. die Enge getrieben und die Positionen der Demokratie gewaltig verstärkt. Das erste und entscheidende Ja hrLöon Blum sw a rauchweltpolitisch ein Jahr der Wende.. „korrekt" unter Anführungszeichen— beginnt mit einem Seitenhieb auf die Außenpolitik. Man sagt: Schaut V»ch doch an, wie der deutsche Außenminister in Belgrad empfangen wird, und mmi weist gleich, in einem dreispaltigen Titel darauf hin, daß in Belgrad H a k e n k r e u z'f a h n e n wehen. Von Hitler heißt e», zweispaltig auf derselben Seite, daß er „friedfertig, aber wehr bereit" sei. So sieht die erste Seite einer Zeitung aus,. die in Prag und nicht in Berlin gedruckt wird. Die ganze Seite dient der Politik des Drittim Reiches I (fstvischenrufe des Abg. Kundt). Bei all den gegenwärtigen Ereignissen ist manchmal nicht einmal die Sache selbst da» Bedeutsame, sondern die Art und Weise, wie die Dinge gemacht werden. Der Herr Außenminister hat mit Recht gesagt, daß es notwendig wäre, die Außenpolitik zum Allgemeingut unserer Oefsentlichkeit zu machen.- Wie. vssle Deutsche gibt es aber, in, diesem Staat, die ein Interesse daran habens die Außenpolitik auch in der offiziellen LeSart kennen zu lernen? Die Zahl der Rundfunkhörer, die sich Krofta» Rede am 21. Mai, die nur auszugsweise wiedergegeben wurde, angehört haben, mit der Zahl jener zu vergleichen, die wenige Tage später die Goebbelr- rede im Rundfunk angehört haben, würde zu niederschmetternden Ergebnissen führen. Auch bei der Rede Goebbels war nicht der Inhalt das Entscheidende, sondern der erschreckende T o st, det wie ein Alarmruf wirken mußte. Die Radiostationeu Deutschland» spreche» eine derart anmaßende Sprache, daß sie»fit die Völker Europa» nichtz ue et rag en ist. Die faschistischen Staaten Europa« werden auch für die Zukunft die Quelle größter Gefahren bleiben!. In diesem sehr unschönen Konzert der Weltpolitik gibt es einen Lichtpunkt, ditnTatsMp nämlich, daß sich in den letzten Tagen Jap a wÄn seiner FaschijtischMPolitiikabgewenjMMät und zu einer wenWchw„,haIbv'ärllaneniahischeisl-,,Stäaiestihrunik!' .zurüMkchtzen schMtMAlMch sah, erklärt ZiWm daß die reichsdcutschest Blatter darüber Gift und CalleMeiims. habe ichWir gesagt, daMkeseS Er- eigni» auch für uns in Europa von größter Bed«- MnKMst'Wth. ' Herr Dr. P e ter S hat hier besonderes Gewsiht darauf gelegt, daß das Primat der Staatsführung aus der Hand der Politik genommen und in die Hand der Wirtschaft gelegt werde.d,,.so stind, diese.gewiß nicht nur aU»'bösml Willen der hiesigen Faktoren zu erklären, dean-leider,liegen ja viele Boräussetzun- gen für den Erfolg dieser Maßnahmen außer- halb unsere» Lagde».^... > Es besteht kem^ Zweifel darüber,-daß unsere Außenpolitik dahin arbeitet, daß her Frieden in Europa erhalteii bleibe. und der Verständigung der'Völker gedient werde. Wenn e» da» Ziel unserer Außenpolitik ist, eine gemeinsame Formel für den großen Gedanken, zu finden, dem Frieden und^ der Verständigung der. Völker, zu dienen, so sind wir selbstverständlich dabeftuud tvöllen unseren bescheidenen Antess zu diesem Ziel beitragen!. Svötllk: Nur Valencia die rechtmäßige Regierung Wie.zu erwarten, standen die span üs ch e n Ereignisse fast im Mittelpunkt der Debatte. Sti« v i n. verlangte nachdrücklich eine wohlwollendere Haltung gegenüber der offiziellen spanischen Regierung. Während S i v a k(Siow.) forderte, daß unsere Haltung franco gegenüber, freundlicher seist solle, wies unter allgemeiner Aufmerksamkeit der Sprecher der tschechischen BolkSpartei, Kanonikus S v i t Ist k darauf hist/daß Franco und der Katholizismus k e i st e S w e g s dasselbe seien. -Zahlreiche Katholiken, und vor allem das katholische Volk der-BaSk en-, kämpfe auf-Seite der Regierung.gegen, die Aufständischen. Nur die Regierung vog Valencia sei vom Vatikan als rechtmäßige Regierung anerkannt worden, nicht aber General Franco. Schlußwort des Außenministers Außenminister Dr. Krofta deckte im Schlußwort u. zr. den Leiter unserer Gesandtschaft in Mgdrid Dr. Form gn e l wegen des Asyls für Franco-Anhänger. Auf' Anfragen KundtS erwiderte Dr. Krofta,, England werde''stkge'stüber Deutschland keine, anderen, Verpflichtungen übernehmen, al»..jepe,, die durch seine Lebe ns- inte r.e s.s e» diktiert werden. Dieser,Standpunkt. sei bekannt und. man habe stets, mit ihm gerechnet,.. Bei einer eventuelle» Reform des Bölker- bnnde», bzw. deS Paktes(Art. 16) werde«äst Mittel und Wege kinden, um unsere mit Sowjetrußlands und Frankreich abgeschlossenen Defestsiv- verträge den geänderten Berhälmiffen anzupasscn. Die DfchechoslMaki, wp^w eS. g i e zulassen, zu einem bloßen Spielzeug irgendwelcher internationaler Kräfte zu werden.■■■■„) Die ungarischen Aktivisten formulieren Ihrjß Forderungen' M Das MWrdnÄDlM beendete am Dlchi»« tätz die Debatte Über die Errichtung' der S t e« fa n i k- T e ch n i k in Kascha«. Dabei kam al» Sprecher der ÄngKischin Minderheit^Wg. Schulcz(Soz--Dcm.)zu Wort!''' Er bcgrüsste'die Errichtung der Technik, die auch eine wirtschaftliche Stärkung der Stadt Kaschau mit .sich bringt, und gab der Erwartung Ausdruck, daß .auch,da» tschechoslowakische Boll ebenso freudig dis kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Anträge der Ungarischen Minderheit entgegennehmen Werde, sobald sie'dem Parlament vorgelegt werden. ., Die ungarische Minderheft fordert vor alle« die Besetzung ter Lehrstühle für Ungarisch an den Uni» versttäten, die Errichtung der noch fehlende« Mittel- unb Volksschulen und die Regelung der Frage der Staatsbürgerschaft. Die ungarischen aktivistischen Abgeordneten werd« diese Forderungen der Negierung vorlegen. Redner seht sich nachdrücklich für ihre Venvirklichung ein, weil so der Demagogie der ungarisch« Opposition»»«teie« ein linde, bereitet wifttzch'? Genosse Schnlcz kam dann auf die angKsindigt» Reise Dr. H o d i a B nach Komori» zur Gtündsteist» legung für da» Jokai-Denkmal zu spreche«. Die ungarisch« Oppositionspartei« wollen daran» lediglich eine oppositionelle Feier machen und möchte»'gerne die aktivistischen Ungar«««»schaltest. Da» wird ihn« aber nicht gelingen. Redner dankt de« Ministerpräsident«,^ daß, er zugesagt hat, an de» Feier teilzunehmen und eine un g a r i s ch e Rede äberäkttr eil«Frage«,» halten. Als letzter Redner würdigte R c v a y(Soz.« Dem.) die große Bedeutung der Vorlage auch für Karpathoruhland. Die Errichtung der Technik wurde sodanir in beiden Lesungen' angenommen^ ebenso ohne Debatte die Regierungsvorlage, durch welche die in der Slowakei nach dem Umsturz nur kirchlich getrauten Ehen für gültig erklärt werden. * lieber die Staatsgarantie von 60 Millionen für die Bevorschussung des Bäder» kontos für ausländische Besucher referierte Dr. Stränflh. Auch diese Vorlage wurde in beiden Lesungen ohne Debatte angenommen. Nächste Sitzung Donnerstag, den 10. d. M., um 18 Uhr. Der Senat erledigte Am Dienstag ist' einer cinstüstdsgest.Sitzung die Vorlage über die F e l d- g e r i ch t e. Selbst der Kommunist Dr. B a e e k mußte konstatiere», daß sich die Vorlage fehr günstig von dem altösterreichischen Gesetz unterscheidet. Dafür la» S ch m i d t(SdP) allerhand Bfffigkeiten über die»schwankenden Pfeiler un« serer Demokratie" etc. von einem Konzept her» unter, ohne daß ihn der Vorsitzende daran störte. — Die' nächste Sitzung findet heute, Mittwoch, um 16 Uhr statt. Aus der Tagesordnung steht die Novelle zum Gesetz über den Obersten Per» waltungSgerichtrhof. 40*Stundenwoche für das Gastgewerbe,, Pit ritz- tzit^Rr diinStägig« Minister-^ ratSfltzun» unterzeichnete der Präsident der Re- publik das Dekret, durch welches für das Personal ist dm Hotels«nd Restaurants die 40» stündige Arbeitswoche obligatorisch eingeführt wird.' Debatte über das Krofta-Expose Genosse Zischka; Die europäische Lage weiterhin beunruhigend Eintreten Svätllks für Valencia 48 JUNGES WEIB d VERONIKA ROMAN VON MARIA GLEIT „Alles wird nun gut", sagte Veronika. „Ist nun gut", anstvortete der Mann, und entfernte sorgfältig einen kleinen, roten Käser aus ihrein Haar. Und der Wind, der über die Wiese strich, kam aus dem Lande der Kindheit mit seinem trockenen- lichtgesättigten Dust; er hatte die Wange de» Mädchens schon berührt, und hatte er nicht auch den Flaum des Samenkornes schon bewegt,. als da» Leben dermaleinst in Gotte» Hand gelegen war? Sünde, Schuld und Sühne, — der Kreislauf hatte sich vollendet, zurückgekehrt war, alles Streben an den Anfang, mündete«in in die ewige Bewegung, fleckenlos, rein.-i. Und über alle Bewegung, allen neuen Anfang bog sich die Stunde dieses späten Sommers... Bis die Dämmerung kam, lagen sie so, der Mann und die Frau, und nahmen die große, die lebendige Stille in sich auf. Dann gingen sie zum Wagen und fuhren bis an, ein mächtig im Abend stehendes, einsames Haus, das einer Burg mehr glich denn einem Gasthof. Es lag am Fuße des Hügels, weit vor einer Stadt, deren Lichter eines nach dein anderen aufflammten,— Sterne der Landschaft, da der Himmel mit Sternen kargte. Sie waren die, einzigen Gäste, und Veronika fröstelte im langen, hohen Saales der zu dieser Gaststätte gehörte. Die. Abende wurden kühl, und in den Nächten wohnte schon de» Herbste» Hauch. Es gab einen Kamin im Raum, und eine Frau fragte, ob sie Feuer anmachen solltet Es war eine alte Frau, imd Veronika fand. man sei verzaubert bei ihr wie in einem Schloß. Bannholzer aber nickte: ja, Feuer und Wärme; und ein Bursche schleppte Holz herbei, während die Alte Wein brachte und Brot al» das einzige, das sie unvorbereitet auf diese plötzlichen Gäste, aufzuwarten vermochte. Sie erbot sich jedoch, in die Stadt zu fchicken und einkaufen zu lassen, die Herrschaften füllten ihre Wünsche äußern. ES ergab sich, daß sie keine Wünsche hatten, der Mann und die Frau; das Brot war köstlich und der Wein voller Sonne wie die Landschaft, hell und herb,•— eine göttliche Speise und ein göttlicher Trank. In hohen, alten Lehnstühlen saßen sie, Bannholzer und Veronika. Wes war alt und hoch in diesem Raum, in ein warmes, Dunkel, ein warmes Hell gehMt» und schien in eine ferne Vergangenheit hineinzureichen, ohne doch die Gegenwart vermissen zu lassen, denn auch ein Fernsprechapparat befand sich auf dem Flur, und also war es möglich, zu Hause anzurufen, die Mutter zu beruhigen und nach dem Kinde zu fragen. „Peterl" rief Veronika und zitterte am ganzen Leib,„mein Peterlc, ich bring den Vater heim!" Und die Stimme de» Kindes drang zu ihr wie«in, Glockenläuten, in da» sich der Gesang der Engel mischt. Die Mutter über'berichtete/ Fieber und böses Gesicht seien von ihm gewichen,1 und er frage fest. Tagen schon mit eindringlichet Ungeduld nach Veronika. ,„Du sollst nicht weinen, Mutter, höchsten»' vor Freudei" fagte Veronika da, und die Mutter antwortete, fie weine ja auch nicht- während die Hellen Tränen über ihr Gesichtliefen.. 'Veronika bedurfte der Ruhe, des Schlafe», der Rächt. Sie beschlossen also- im Gasthof zu bleiben und erst am nächsten Morgen weiterzufahren. Doch schliefen'sie auch? Schon war es Mitternacht,-und noch saßen sie einander gegenüber in den hohen Sesseln,.die ihren müden Körpern Halt. und Stühe gaben. Sie hatten manches aus der Geschichte de», seltsamen Gasthofs gehört: zum Beispiel, daß. er wirklich eine Burg gewesen und daß. er erst in neuerer Zeit seinem' jetzigen Zwecke zugeführt worden sei. Noch sei sein Name nur' wenigen bekannt, und vieles in der inneren.Einrichtung bedürfe des Ausbau» und der Ergänzung. Die- Gäste möchten es daher.nicht unbillig aufnehmen,' wenn sie an diesem Abend noch beim Scheine der Kerzen sitzen müßten,.da die elektrische Leitung noch nicht ganz sertig-,'sei. Mit solchen und ähnlichen Entschuldigungen hatte; bie Alte- einen Leuchter gebracht. Nun stand er seitlich auf dem Tisch, die Kerzen warfen ihren Schatten< auf., die dunkele» Wände und ihren heißen Glanz auf das Gesicht der Mannes, das der Frau. •" Im Glanze dieser Zeitenlosigkeit spürten sie, was sein kann zwischen Mann und Weib. Sie fichlten, wa» gewesen war in ihnen, was sie zu» fammenband von Anfang an. Und ahnten, wa» fein'würde,— ja, auch das. •„Ich muß dir viel erzählen"', sagte sie- »darf ich beginnen,' Liebster?"'...i-> ' /Er legte den Arm über den Tisch und berührte ihre Hand.->,' „Nur wenn'duwillst, Veronika.'.', " Sie schlug die Augen'nieder.uicht vor'der Beichte un- nicht vordem Schicksal, schwer nur. von der Gnade diese» einen Augenblick»,, ee' N'i'„Ave Maria, jetzt ist die Stunde',der.Liebe; Ave Maria, jetzt ist die Siunde des Gebets. Ave Maria, wie ist dein Antlitz voller Süße"«,.' bewegten sich Worte einer asten Dichtung im Herzen de» Mannes.. «Es handelt'sich um die Vergeblichkeit, de» Opfers",-.sagte Veronika- langsam.«Ich habe einen fürchterlichen Irrtum begangen, und sch habe'- furchtbar'gebüßt.",» Sie hob den Kopf, der ihrsast auf dieiBruft gesunken war; der.Widerschein'der. Kerzenflammer wanderte, au»,«, ihrem Haar über iHv Gesicht, Die Stirn schimmerte feucht,-die Lippen zucktest in den, Winkeln^- '„Willst.du.nicht 4chlafeN'geh«n.?,".fragte,Hw Mann,„wie schwach du- bist,, wie, müh', Veronika.">-i>".«»a» '«Ich muß«» gesagt haben, Liebster«„.7, mühte sie sich ab,„es mutz nun klar sein zwischen uns."«Da» ist e» doch, Veronika." Sie schüttelte den Kopf.„Es ist alle» vergeben", sagte sie,«und alles verziehen. Roch aber weißt du nicht». Noch vertraust du mir nur. Da» genügt nicht mehr, Arnold. Warum— fragst du nichts?" .»Weil ich die Antwort— nicht mehr braüche, weil.mich das Wissen— nicht mehr berührt", versuchte er, stockend, seinem Gefühl Ausdruck zu geben.«Quäl' dich doch nicht, vero» stika«k'4!?'r»i ,8'■')'* Ihre Hand hielt da» Glas. Licht fuMlte'Istt' Wein. Es schlief die Welt, es atmete kein Leben. Da.tat Beronsta die Lippen auseinander, und sie sagte:' "„Du hast die Tür vor mir verschlossen, Lieb»' ster. Du hast gesagt-däß du mit.einer Frau.die dich belogen hat-' nicht lebest kannst. Du hattest mich verlassen. Bist deiner Schwester hast' dit an» geordnet, daß sie mich von deiner Schwelle weist. Ich bin>zu dirlgekockmen, Arnold aber du —, aber du^u^?l-r-' Du sollst kein Mitleid mit mir habest,' verstehst du mich?"-v „Es ist vorbei, als sei e» nie gewesen", antwortete er,-,Me»i^ wa»'ich tat/' und alles, wa»'ich'sägte. Nur''eine»' blieb' und/'eine» nur wird sein immer und ewig) heute" ustd morgen: 'ich und du." > Ihre Hand ließ da» Gla».«Nein", sagte sie,-,«du bist ein- Mann und du mutzt auf.-den- Irrtum schien,- Arnold, Da»< was ist, ist. heute nur. Es ,ist da» wunderbare HguS, es sind die Kerzen, upd es ist Vie.Nächt, die diesem groben Einverständnis Heimat' geben. Morgen ist afles. anders. Gegen den Wäsidkl,..,die Bewegung' unsere» Inneren, können wir uns nicht erwehren. Und wgh du jeifte' jfai nicht wissen willst,'da» fMst.dchjpwraen. schon, wie ein. Geheimnis der zwischen dir und mir. Schweigen hietz da» Opfer, da» ichchtachte, Schweigen hieß die Schuld. Wenn ich. ein Wort häiie jetzt, wenn du mir Hel« fe» könntest, Arnold.. lFortsetzung fol^.), Mittwoch, 9. Sunt 1937 Seite ,8 fudetendcu tecftcr Zcitspiegcl Wahlkreise drei Jahre» mit den betreffenden Verschär- fungen, dem Verluste der bürgerlichen Ehrenrechte und zu einer Gold-Nebenstrafe im Betrage von 1900 KL. Gleichzeitig mit ihnen tvurde incon- t u m a e i u m ein weiterer Mitangeklagter, der 28 Jahre alte Friseurgchilfe Wilhelm Dörf- l e r auS Brüx, welcher nach Empfang der Vorladung zur Hauptverhandlung ins Ausland geflohen war, wegen des Verbrechens der unterlassenen Anzeige von strafbaren Unternehmungen nach 8 12, Nr. 1, Abs. 2, des Gesches zum Schutze der Reptchlil zu einer Kerkerstrafe auf di« Dauer von zehn Monaten unbedingt verurteilt. Die Verurteilten Richard Spillmann und Helmuth Wanka haben die Strafe angenommen und sofort angetretcn. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Rudolf Zitek. Bel dieser Gelegenheit sei eindringlich darauf hingewiesen, daß nunmehr die Wahlkreise in den historischen Ländern mit vorwiegend deutscher Bepölkernng.'vor allem La«n,Böhm.»Leipa und Karlsbad, mit Wahlzahlen von• 30.810, bzlp. 29.581 und 29.151 an der Spitze stehe», während im Wahlkreis Prag A bei dm letztm Wähle» schon 22.850, in BudweiS 24.139 und in Präg B 25.766 Wähler genügten, um eine» Ab- geordnetm zu wählm. Da- bedeutet für die deutsche»'Wähler natürlich eine schwere Benachteili- gunß, die durch eine Neuaufteilung der Mandate auf die einzelnen Wahlkreise leicht zu beheben wäre,. Wenn man schon in begrüssenswerter Weise darangeht, die Diskrimination» Her magyarische« Wähler zu beseitigen, dann sollte man um so eher auch dm, Wählern aus dm kulturell und wirtschaftlich» Hochstehmde» deutschen Wahlkreisen volle Gerechtigkeit widerfahren lasse». DäS würde auch dem Abkommen vom 18. Feber entsprechen! Am Dienstag fanden sich im Fürsorgeministerium Vertreter der Genossenschaften der Glasindustrie ein, wo sie im Zentral-Tewerüeinspek- torat ihren Standpunkt zur Streiklage darlegten. Sie wiesen namentlich aus die großen wirtschaftlichen Schäden hin, die durch die Verlängerung de- Konfliktes verursacht werden sowie auf die Schwierigkeiten, di« dadurch entstehen, daß über Drei BrQxer wesen Mllltlirverrats verurteilt Prag.(Amtlich.) Der Senat für Angelegenheiten des Militäcverrates beim Kreisstrafgericht In Prag verurteilte unter dem Vorsitz des Gerichtsrates Dr. Bernääek am 8. Juni 1987 nach zweitägiger Verhandlung den 24 Jahre alten Gärtnergehilfen Richard Spillmann aus Brüx und den 28 Jahre alten Friseurgehilsen HelmuthWanka aus Brüx wegen des Verbrechens des Militärverrates nach 8 6, Nr. 2, Absatz 1, des Gefeäes zum Schuhe der Republik; und zwar jeden zu schwerem Kerker in der Dauer von Morgan neue Verhandlungen Im Glasarbelterstrelk lehr der Parlamentarier mit ihren Wählern wird dadurch vereinfacht und erleichtert. Während bisher die auf ein Mandat entfallende Zahl von Wählet» je nach den Wahlkreisen sehr verschieden Ivar(von 21.704 in Preöov bis zu 88.825 in Novö Zckmk»), sind diese krassen Unterschiede nunmehr Halbwegs ausgeglichen. Auf ein Mandat entfallen nach der neuen Einteilung etwa 25.400(Kaschau) bis höchstens 28.650 Stimmen(Zvolen). Der Wahlkreisgeometrie, die sich bisher in der viel höheren Wahlziffer in den vorwiegend magyarischen Wahlkreisen ziemlich stark bemerkbar machte, sind nunmehr enge Grenzen gesetzt. Die Regierung hat im Parlament«ine Novelle zum Gesetz 128/20 eingebracht, durch welche di« slowakischen Parlamentswahlkreise XV..bis XXII., Vzw. die Senatswahlkreise VIII. bis XII.. abgeändert werden. Die Zahl der Wahlkreise wird um z w e i, bzw. für den Senat um eins vermindert. Die Grenzen der neuen Wahlkreis« werden grundsätzlich mit den Grenzen der politischen Bezirke I» Uebereinstimmung gebracht und die auf jeden Wahlkreis entfallenden Mandate so äbgeändert, daß die krassen Unterschiede zwischen den Wahlzahlen möglichst verschwinden. Die neu«» Wahlkreise sind: XV. Preßburg(15 Abgeordnete), XVI. TurL. Sv. Martin(9 Abgeordnete)) XVII. Rovt Zämky(12 Abgeordnete), XVIII. Zvolen(9 Abgeordnete), XIX. Kascha»(16 Abgeordnete) und XX. Ujhorod(9 Abgeordnete). Der Senatswahlkreis VIII.(Preßburg) besteht, ans den Pärlamentswahlkreisen Prestiurg und Rovt Zämky und wählt 13 Senatoren, Wahlkreis IX.(Zvolen) äug den Wahlkreise» Zvolen und Turk. Sv.-Martin(9 Senatoren),; di« Se- nätSwähskreise X. rind XI. sind mit den Parla- mentSwahlkreisen Kascha»(8 Senatoren) und Ujhorod(5 Senatoren) identisch. Der MotivenberW weist darauf hin, daß sich bisher? die slowakischen Wahlkreise» mit den Ver- waltungseinhciten,. den Bezirken, nicht deckten. Manche Bezirke tvgren auf zwei, ja sogar auf drei Wahlkreis« aufgeteilt., Die neu« Einteilung geht von praktischen Erfcchrüngen ans; durch di« Ber- » Minderung der Wahlkreise lverden auch die AuS- »gaben für die Wählen vermindert. Auch der Ver-, die Regelung der Lohnverhältnisse an vielen Stellen verhandelt wird. Das Reichenberger Geworbeiufpektorat beruft für morgen vormittags ins Hotel„Merkur" in Gablonz Verhandlungen ein, an denen sich alle Jntereffrnteugruppen beteiligen. Mittwoch werden die Verhandlungen der Vertragsparteien fortgesetzt. Sonst ist die Situation im Streikgebiet unverändert. 30 Deutsche In den Landesdienst Zu der Meldung, daß in der letzten Zeit vier deutsche Kanzleibeamte in den Landesdienst Aufnahme fanden, wird dem DRD von der LandeS- iehörde für Böhmen milgeteilt, daß fich unter den aufgenommenen Bewerbern regelmäßig auch ei« entsprechender Prozentsatz Deutscher befindet. Abgesehen chon bereits früher erfolgten Aufnahme» Deutscher in den Landesdienst wurden allein in den Monaten April und M a i insgesamt 3 0 deutsche Bewerber bei der Landeslehörde bzw. den untergeordneten Stellen ausgenommen, und zwar in den KonzeptSdienst fünf Deutsche, in de» Polizeidieaft acht, in den LandeSrechnungS- dienst drei, als Aktuar einer, in den Veterinärdienst einer, als Kanzleikräste elf und alS Diener ein Deutscher. DaS Landesamt Böhmen wird auch weiterhin die von der Regierung festgelegten Richtlinie» strikte, brachten und bei Reuanstellunge» stet- eine» entsprechenden Pr»zentsatz deutscher Bewerber berückfichtigen. Tatsachen klagen an Unter dieser Ueberschrift unterhält Herrn Henleins„Z e i t" eine ständige Rubrik, die unter Angabe von Ort, Institution und Ziffern die Ungerechtigkeit festhalten soN, denen die deutsche Bevölkerung in der TSR, verkürzt bei Anstellun- gen, im Sprachenrecht, in der Schule und so weiter ausgesetzt ist. Brächte»die„Zeit" wirklich immer Tatsachen) so tvär« an dieser Rubrik nicht- das Mindeste auszusetzen. Tatsächl i ch aber handelt«s fich sehr ost nur um Vorspie» ge l u ng„f a l s ch e r T a t s a ch e n" und insofern« um«ine Schädigung aller ehrlichen Bemühungen um nationale Verständigungsarbeit. Immer wieder muh die„Zeit" amtliche oder halbamtliche Richtigstellungen ihrer„Tatsachen" bringen. Beispielsweise besteht die Rubrik«Tatsachen klagen an" in der Nummer der„Zeit" vom 8. Juni nur aus solchem Richtigstenungen; Richtigstellung der von der„Zeit" angeführten nationalen Prozente bet der Heizhaus- und Werkstätten-Lei- tung in Jglau, Richtigstellung der„Zeit"-Ziffern über den Anteil der Deutschen an der Polizeimannschaft in Neutitschein; Richtigstellung ihrer Behauptung nur«insprachiger, tschechischer Poststempel in Neustadt a.T. Die„Zeit" mutz nun die richtigen Ziffern veröffentlichen, außerstande, di« Wahrheit auch nur mit einem Wort abzuschwächen. Auf solch« Wejse richtet fich der Titel „Tatsachen klagen an" in grotesker Weise gegen die»»„Zeit" und die SdP selbst, mit dem Erfolg, datz jedermann neuen Tatsachen oder„Tatsachen", die sie fernerhin veröffentlichen wird, berechtigtes erhöhtes Mißtrauen entgegenbringen wird. Leider schadet die„Zeit", damit nicht nur sich selbst,» sondern auch der S a ch e, weil.sie ihr eben nicht dient, sondern sie in den Dienst ihrer unlauteren Propaganda stellt. Konrad und der Deutsche Kulturverband Konrad Henlein fuhr am Sonntag durch den Böhmertvalp.Die Reden, di« er bei, seinem Aufenthalt in den herschjedensn, Arten gehalten hat, erscheinen offenbar sogar,loer"„Zelt"'als so inhaltlos und oberflächlich, datz sie über sie nicht berichtet. Hingegen bringt» sie in größter Aufmachung«ine Darstellung, des Empfanges,' der Konrad Henlein bei dem. Gaufest,des Kulturverbandes in Prachatitz bereitet, wurde. Selbstverständlich wurde der Stammesführer^stürmisch umjubelt/'»und als Ehrengast gefeiert. Der ObinarPstellvertreter des Deutschen Kulturverbandes, Dr. Künzel, machte vor Henlein einen Kotau und dankte Henlein für die Gnade dieses Besuchs. Es-ist übrigens ausfallend, datz im Deutschen. Kulturverband immer mehr jener Doktor H e tz,hervortritt,» dessen Hauptberdienst es ist,.den Bund der»deutschen Landjugend der Henleinpär- tei zugesührt und durch seinen blinden politischen Hatz gegen die Sozialdemokraten» die überpolt- tische Zusammenarbeit auf fürsorgerischem Gebiet gestört zu haben. Dieser Dr. Hetz hielt im Auftrageder, RulturverbandSzentrale bei der Gautagung in Prachatitz die Hauptrede. SdP-BezIrkslelter verhaftet Am Montag wurde der in der Brauerei Grotzpriesen beschäftigte Bezirksleiter des Bezirkes Aussig der SdP, Dr. Tauche, von»der Gendarmerie verhaftet. Dr. Tauche soll sich gegen das Schuhgesetz vergangen haben. Der Gedanke des 18. Feber und seine Widersacher Montags abends konnte, im Prager Deutschen Runds unk mitgeteilt werden, datz hier iw 21. Juni eine neue Relation eingesührt wird: an Wochentagen, von 14.00—14.20, werden über den grohen(Libli- cer) Sender kleine Hörsolgen, Funkreihen, Kurzberichte und(Samstag) Wochenend-Darbietungen gesendet werden. Noch war dieser kleine Fortschritt erst einem geringen Teil der Oeffentlich- keit bekannt geworden, als schon der„P o l e d n i I i st" auf den Plan irat, um sein Enisetzen über diese neue deutsche Relation auszudrücken. Sogar die Lettern des Stkibrnh-Organs verrieten, daß den Heihspornen ganz rot vor den Augen geworden war, als sie von dieser Verbreiterung der deutschen Sendung Kunde erhielte». Das Blatt greift das Radiojournal schärfstens an, weil dieses— vernünftig und gerecht zu sein sich bemüht und den Deutschen einen gröberen Anteil am Rundfunk gibt, wie er nicht nur den Anteresten der deutschen Bevölkerung selbst, sondern auch dem Staate und seinen demokratischen Prinzipien entspricht. Gerade das aber werden ge« wisse Ehauvinisten anscheinend nie begreifen wollen. Und dabei fehlt es ihnen doch anderseits gar nicht an Einsicht:„Poledni list" kommt nämlich selber zu der Erkenntnis, datz es seinen Protest vergeblich erhebt... Wir freuen uns der kleinen Erweiterung im Prager Deutschen Rundfunk, um der Sache willen und als eines Symptoms. Die um den„Poledni list" aber werden, wie sie ja selbst zugeben, daran und schließlich hoffentlich bald auch an einem deutschen Sender in der ESR sich gewöhnen müssen. Neueinteilung der slowakischen Die höchsten Wahlzahlen haben nunmehr Laun, Böhm.-Lelpa und Karlsbad „Ich bitte gehorsamst um Bestrafung!** Die Erledigung des Falles Schebesta, „Ich bitte gehorsamst um Bestrafung!" Diese Formel war einmal im alten Oesterreich den Soldaten vorgeschrieben, die eine Strafe zu gewärtigen hatten. An diese Formel erinnert die Erledigung des«Falles Schebesta", Schebesta war der Obmann des Festausschusses für das Kulturverbandsfest in Zuckmantel. In dieser Eigenschaft hatte er Konflikt mit Konrad Henlein, der sich bei diesem Fest nicht genug geehrt fühlte. Nunmehr veröffentlicht Herr Schebesta eine Erklärung, in der es u. a. heitzt: „Wenn ich einzelne Handlungen vorgenommen habe/ durch di« die genannten Herren verletzt worden sind, so ist diese meine Handlungsweise nur darauf zurückzuführen, daß ich unter dem Zwang der Behörden handelte, die ansonsten die weitere glatte Abwicklung des Fester in Frage stellten. Da ich aber durch mein Vorgehen dar Ansehen der DKV geschädigt habe, nehme ich die mir zum Ausdruck gebrachte Mihbilligung zur Kenntnis. Im Interest« der ungestörten und gedeihlichen Weiterarbeit der Deutschen Kulturverbandes habe : ich mich»entschloßen, freiwillig aus».seinen Reihen r 1 imsiülchM»,"" Mit anderen Worten:„I ch da n le gehorsam st für d i-e S t c a f ei"— Es zeugt übrigens nicht gerade für deutschen Mannesmut, sich auf die Behörden auszureden, denn es ist schon sichergestellt, datz die Behörden die von Schebesta geiroffenen Anordnungen nicht verlangt hatten. Aber der Deutsche Kulturverband scheint das Opfer Schebestas dringend zu benötigen, um die Gunst der Sudetendeutschen Partei wieder zu erlangen. Je würdeloser es Schebesta darbringt, umso sicherer findet der DKV in den Augen Konrad Henleins Gnade, Und Herr Schebesta steht richtig stramm... Nur 40 Schiller In einer Klasse Antrag der Genossin Klrpal auf Herabsetzung der Schülerzahl Im Abgeordnetenhaus wurde Dienstag ein Antrag der Genossin K i r p a l ans Herabsetzung der Höchstzahl der Schüler in den Volks- und Bürgerschulklassen im Druck verteilt. Demnach soll vom nächsten Schuljahr angefangen die Höchstzahl der Kinder in einer einklassigen Schule mit 35(bisher 50), in den Klassen der übrigen Schulen mit 40(bisher 60) festgesetzt werden. Auch an Bürgerschulen soll die zulässige Höchstzahl von 60 auf 40 Schüler pro Klasse herabgesetzt lverden. Abweichungen(nach unten)! kann aus gewichtigen Gründen und unter Be» dachtnahme auf die Möglichkeit der Beschaffung der erforderlichen Lehrkräfte und Schulräume der Landesschulrat bewilligen. Eine Auslösung oder Bereinigjing von bereits bestehenden Schulklassen soll nur dann zulässig sein, wenn dadurch die Zahl der Kinder in einer Klasie 40(bisher 60), nicht überschreitet. In der Begründung dieser Antrager, der . auch namenr der tschechischen Sozialdeniokraten von Gen. Hladkh mit unterfertigt ist, wird u. a. gosagt: Bei Erlastung des Gesetzes Nr. 226/22 war sich der Gesetzgeber durchaus dessen bewußt, daß die dort festgesetzten Höchstzahlen der Schüler in einer Klasse den pädagogischen Anforderungen keineswegs entsprechen. Nur finanzielle Rücksichten haben zu dieser unbefriedigenden Lösung geführt. Der in den letzte» Jahren immer stärker fühlbar« Geburtenrückgang und damit die Abnahme der Schülerzahl lvürde aber dazu führen, daß bei Aufrechterhaltung der im Gesetze 226/22 vorgesehenen Höchstzahlen ein« wesentliche Verminderung der Klassenzahl eintritt, tvodurch eine Verschlechterung unseres BildungrwesenS, eine Verkümmerung der Echulorganisation eintreten würde, die unbedingt vermieden werden sollte, und wodurch auch die Zahl der stellenlose» Lehrer vermehrt werde» müßte. Er ist also unbedingt eine gesetzliche Vorkehrung notwendig, um einer schweren quantitativen und qualitativen Beeinträchtigung unseres Schulwesens vorzubeugen. Erziehung zum neuen Humanismus ist das uns jetzt schon mitgeteilte Programm der Ostern 1988 von der Reichsvereinigung deutscher sozialdemokratischer Lehrer in Prag veranstalteten Pädagogischen W o ch e. In deren Rahmen lverden hervorragende in- und ausländische Redner u. a. folgende Themen behandeln: Die Beraniwortung des Erziehers am Geschehen seiner Zeit, Krieg oder Kultur. Die geschichtliche Sendung der Tschechoslowakei in Europa. Die Frau als Erzieherin zur Humanität. Der jugendliche Kampsinstinlt. Erziehung zur Tapferkeit. Erziehung zur Sachlichkeit. Mit dieser Veranstaltung wird ein« große pädagogische Ausstellung verbunden lverden, die ein Bild von der Arbeit und Leistung der sudetendeutschen Schule gibt. Wir werden unsere Leser fortgesetzt über den jeloeiligen Stand der Vorbereitungsarbeiten dieser bedeutungsvollen gesamtstaatlichen Tagung unterrichten. Wehrenfennigs Träume. Auf dem schlesischen Bundestag des Bundes der Deutschen in Jauernig sprach der Bundesvorsihende Pfarrer Wehrenfennig. Er sagte u. a.r„Heine handelt es sich nicht mehr darum, einzelnen bedrohten Volksgenossen zu helfen, sondern, das ganze Sudetendeutschtum mit dem neuen Gei st zu durchtränken, der das deutsche Volk durchweh t".— Dreimal darfst du raten, was Wehrenfennig damit meint! Uebrigens will jetzt der Bund der D e u t s ch e n die„wahr« Volksgemeinschaft" bauen, von der nach den Worten Wehrenfennigs zwar viel geredet werde,„v o n d e r w i r a b e r noch sehr weit entfernt sind".— Nun, warum solls nicht auch eimnal der Herr Pfarrer versuchen? Auf zum Sängerfestk Hast du dich schon als Teilnehmer zum 1. Dcutschest Arbeiter- Kreis-Sängerfest Westböhmens vom 31. Juli bis 2. August 1987 Karlsbad- Altrohlau bei deiner Organisation oder deinein Verein gemeldet?— Wenn nicht, hole es nach! Wachsende Macht der Lewls*Gewerkschaften Lansing(Michigan). Etwa 5000 Streikende, die den Lewis-Gewerkschaften angehören, haben hier im Zusammenhang mit den Protest- kundgebmlgel» gegen die Verhaftung von Streikposten stundenlang das öffentliche Lebe« der Hauptstadt deS Staates Michigan beherrscht und in Schach gehalten. Sie legten den Verkehr lahm, indem sie Krastwagenbarrikaden in ben Straßen errichteten. Geschäfte, Fabriken und Banken wurden»um Schließen gezwungen. Die Polizeihauptwache und daS Rathaus wurden belagert und das Parlamentsgebäude besetzt. Zwischen einigen hundert Studenten und Gewerkschaftern kam es zu Schlägereien, bei deinen einige Personen verletzt wurden. Durch Eingreifen des Gouverneurs Murphy wurde erreicht, daß die Gewerkschaftler ihr Vorgehe» einstellten. Die Gewerkschaften drohe» jedoch mit neue» Maßnahmen, falls die verhafteten Streikposten nicht freigelassen werden. Seite-4 Mittwoch, 0. Juni 1037 «r.W * wäre. fahrung. Wenn man erwägt, daß dar Dienstag vorgesallcne neue Unglück bereits das vierte Ist, das sich an diesem Verkehrsknotenpunkt er« Die Straßenbahn gilt allgemein und mit gutem Recht als eines der sichersten Verkehrsmittel. Die Unfälle, die sich bei. ihrem Betrieb ereignen, sind meist auf die Schuld der Betroffenen zurückzuführen und außerdem handelt es sich meist um Unfälle vereinzelter Personen, ivährend Vcr- kehrsunglücksfälle, die auf ein technisches Versagen zurückzusührcn sind, wie Zusammenstöße, Entgleisungen u.,dgl. zu den Seltenheiten gehören/ Um so bedenklicher ist cS, wenn sich an einem der Hauptlnotcnpunltc des städtischen Verkehrs in verhältnismäßig kurzer Zeit z w c i Verkehrskatastrophen schwerster Art ereigne», wie es bei der Unglücksstelle vor dem Prager Museum der Fall war. Am 20. Feber 1836 ereignete sich dort ei» Zusammenstoß zwischen einem übermäßig schnellsahrende» Straßenbahnzug und einem Auto, tvobei der Dozent Dr. Rejsek ums Leben kam, während seine Mitfahrerin schwere Verletzungen erlitt. Erst unlängst wurde die Strafverhändlung gegen die Lenker des Autos und des Motorwagens zu Ende geführt und beide wegen sträslichet Fahrlässigkeit zu schweren Strafen verurteilt, während die Zivilprozesse um die Schadenersatzansprüche der Hinterbliebenen und der Verletzten In diesem Falle ist ein Verschulden des Straßcnbahnlenkers auszuschalten. Nachweisbar hat der Lenker des Motorwagens sein Möglichstes getan, den Wagen zum Stehen zu bringen, der bereits einige hundert Meter oberhalb der Unglücksstelle den Bremsen nicht mehr gehorchte. Es ivird Sache der technischen Sachverständigen sein, im vorliegenden Fall fcstzustellen, ob die mit der Beaufsichtigung des Wagenparkes beauftragten Organe ihre Pflicht getan haben. Doch steht jedenfalls fest,' daß durchgreifende Maßnahmen getroffen werden müssen, um eine Wiederholung solcher Unfälle zu verhüten. In beiden der letzten und schwersten Unglückssällc waren cs Wagen der aus der abschüsiigen Fochstraße auf die stark frequentierte Kreuzung cinmündcnden Elscrlinic, die das Unglück verursachten. Vor allem wird unbedingt Vorsorge getroffen werden müsien, daß die Bremsen der dort fahrenden Wagen in einem Zustande sind, der volle Beherrschung des Straßenbahnzuges unter allen Umständen gewährleistet, auch bei voller Besetzung aller drei Wagen. Da Prag an abschüsiigen Straßen keinen Mangel hat, könnten sich andernfalls solche Katastrophen an verschiedenen Stellen jeden Tag wiederholen. Auf die besonder« Gefährlichkeit der Museumkreuzung wird ferner auch die Dienstinstruktion für die Straßenbahnlenker Rücksicht nehmen müsien, insbesondere durch entsprechende Bemessung der Fahrzeit. Wie"der Prozeß gegen den Lenker, der der Mitschuld an dem Unglück vom 28. Feber 1836 schuldig befunden wurde, zeigte, hat zu dein Unfall seine Angst vor Verspätung beigetragen, welche Strafpunkte kostet. Schließlich ist es die Frage, ob die heutige Regelung des Verkehrsproblems bei der Museumsrampe nicht zweckmäßiger und sicherer zu gestalten wäre, was freilich nur im Rahmen einer großzügigen, den gesamten Durchzugs- und städtischen Verkehr erfassenden Fast zu schön, um wahr zu sein. Das argentinische Tageblatt erzählt vom Vertreter der Frmico-Regierung. in Argentinien, Juan Pablo de Lojendio, er habe Gelder für die Sache der Aufständischen, also, wie das genannte Blatt meint,„für die Finanzierung der Bombardements von Madrid und Guernica sowie für die Zahlung an die deutschen und italienischen Waffenhandlungen" gesammelt. Ein mit der Uebertveisüng des gesammelten Geldbetrages beauftragter Mann, Ramon Garcia, schickte die halbe Million Pesetas an eine Bank in Genf„f ü r die s p a n i s ch e 3! e g i e r u n g".-Da man aber in der Schweiz nur eine spanische Regierung kennt, wanderte die Summe nicht nach Salamanca, sondern nach Valencia. Sollte dies wirklich wahr sein, so darf man ruhig auch die weitere Meldung glauben/ daß es unter den Geldgebern in Rosario beim Bekamst« werde» dieses fatalen Irrtums lange Gesichter und eine stürmische Auseinandersetzung absetzte. Tödlicher Absturz vom Dobkatsch. Am Sonntag nniernahm der 2vjährigc Chemiker Harald F o r st e r aus Klagenfurt eine Bergtour auf den Dobratsch. Da er nicht zurückkehrtc, wurde eine RcitungSerpedition entsandt, die ihn Dienstag früh nach längerem Suche» in einer Schlucht am Abhang des Berges mit zerschmetterten Gliedern tot auffand. Fliegertod. Iw der Nähe von Hajduszeboszlo (Ungarn) stürzte«In Sportflugzeug ab. Beide In» sasien fanden den Tod. Auch bei Szombathely hat sich ein ähnliches Unglück ereignet. Auch hier stürzte ein Sportflugzeug ab. Di« beiden Jnsaffen erlitten schwere Verletzungen. Ein schwere« Unglück mit einer Schußwaffe ereignete sich in der Gemeinde Vordenberg In Kärnten. Der siebenjährige Sohn des Landwirtes Anton M ö r t l fand ein seinem Großvater gehöriges Gewehr und zeigte es seinem Spielgefährten. Hiebei ging ein Schuß los und traf das vierjährige Nachbarkind Ernestine Pock, der er die Gedärme zerriß. Dar Mädchen war auf der Stelle tot. Beim Schuß löste sich der Gewehrlauf und verletzte auch den Schützen schwer. In einem Anfall von Wahnsinn übergoß in Budapest der 78jährige Inhaber einer Tierhandlung, Ludwig P o r, seine Frau und seine Stieftochter mit siedendem Wasser. Dann gab er einige Revowerschüsie ab, durch welche jedoch niemand verletzt wurde/und sprang hierauf aus dem Fenster der 8. Stockwerkes aufs Pflaster. Seine Frau und seine Tochter wurden mit tödlichen Brandwunden ins Krankenhaus gebracht. Por ist schwer verletzt und ringt im Krankenhaus mit dem Tode. Bergsteiger abgestürzt. In Erstfeld im Kanton Uri stürzten an der Nordwand des 8108 Meter hohen Kroenten im Zitlisgcbiet infolge SteinschlagS drei junge Leut« etwa 80 Meter tief ab und fanden den Tod. Ihr« Leichen konnten geborgen werden. Mangel an Deutsch- und Tschechisch-Professoren. Nach den beim Schulniinisterium geführten An- wärterverzeichniffen von Mittelschulprofessoren gibt es in der Gruppe Naturlehre-Crdkunde 168 Anwärter, davon einer seit dem Jahre 1826, Mathema» tik-PHYsik 148(der älteste seit 1826), Geschichte- Geographie 140(der älteste seit 4828), Mathema- tik-Geonietrie 411(der älteste seit 1829), Matehe- ! matik-Physik-Chemie 107, Turneu-Gepgraphie 68, Naturlehre-Chemie 28, Tschechisch-Französisch 88 uswl hingegen sind /für Tschechisch-Deutsch oder Deutsch-Tschechisch überhaupt keine Anwärter borge» merkt. ES herrscht im Gegenteil Mangel an Pro- fessurkandidate», welche beide Sprache» beherrsche»,, so daß als Tschechisch-, bzw. Deutsch-Lehrer, an Mittelschulen vielfach nicht qualifizierte Hilfskräfte verwendet werden müsien.. ,■ Fallschirm-Sport in Prag. Am 8. Juni wurde vor. einer Sonderkomniission ein Fallschirmturm in Prag erprobt. Der Kommission, präsidierte Oberstleutnant Marsälek vom NationalverteidigiingSmini- sterium. Vor der Kommission sollte-eine Figurine mit einem Fallschirm abgeworfen- werden, dessen Konstrukteur Oberleutnant d,-'R. Rczler ist. Um die Verläßlichkeit seiner Vorrichtung zu erweise»,, führte Oberleutnant Rczler vom Fallschirmturm ohne vor» Muscum ein, sondern sprang aus dem Geleise und> antwortlichen Stellen alle notwendigen Vorkeh- rannte gegen ein Lieser-Auto der Waschanstalt Änbrt' rungen getroffen haben, um solchen Katastrophen an, das schwer beschädigt wurde. Ebenso wurde ein vorzubeugen. Mietwagen erfasst und beschädigt. Die Anhänge- f wagen lösten sich von dem Triebwagen,'der auf den Gehsteig ausfuhr und sich umdrehte. Im Augenblick der Entgleisung zerbrachen die meisten Scheiben, wodurch viele Personen verletzt wurden. Ein Pasta gier sprang aus dem Wagen, geriet dabei«Mer die Räder>md wurde schwer verletzt. Insgesamt sind drei Personen schwer und 18 leicht, verletzt worden. Die Verletzten sind meist Frauen, die auf dem Weg zum Markte waren, und Bauarbeiter. Ter Verkehr an der Kreuzung war eine Viertelstunde lnhmgrlegt. Selbstmord eines Sechzehnjährigen in der Schulpause. Dienstag vormittags gab in der 10- Uhr-Pause der Schüler der 4. Klasie des Rcal- gymnasiums in Hustopeä Rudolf Svoboda in selbstmörderischer Absicht«inen Rcvolverschuß gegen sich ab, Die Professorin Dr, Oppenheimer Pies telephonisch die Rettungsstation in Brünn an und ließ den schwerverletzten Schüler ins Brünner Landeskrankenhaus überführen. Auf dem Transport ins Krankenhaus erlag Svoboda seiner Verletzung. Die Gründe, welche den 16jährigen Schüler zum Selbstmord trieben, sind nicht bekannt. Zwei Arbeiter von einem Motvrzug getötet. Auf der Strecke Poprad—Velkä Podolincc stieß Dienstag früh ein Motorzug bei der Station BU- soves gegen eine Motordraisine. Zwei Arbeiter wurden getötet, ein Arbeiter wurde schwer verletzt. Die Ursache des Unfalles wird untersucht.(Amtliche Meldung.) Gewitter über dem Bodensee. Bei einem plötzlichen Gcwittcrsturm kamen mehrere Ruder- und Segelboote auf dem Bodensee in Not. Ein österreichisches Segelboot, dessen Tuch vollständig zerfetzt war, wurde im letzten Augenblick von der deutschen Seepolizei gerettet. Der Dampfer «Stadt Bregenz" rettete zwei Sportler aus Ulm/ deren Boot gekentert war, aus. den Flute». Das Paddelboot der Brüder Lothar und Theodor Blüm aus Höchst schlug bei Wasserburg um. Ein bayri- scher Dampfer nahm. Theodor Blum auf und brachte ihn, vollständig erschöpft, nach Lindau, während Lothar Blum ertrank. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen-werden. Wieder ein Stuck der Pariser Weltausstellung eröffnet Soeben wurde auf der Pariser Weltausstellung die gläserne Säulenreihe auf. der Brücke Alexanders 111. eröffnet, Die prächtige Säulenreihe wird abends festlich erleuchtet. In memorlam Giacomo Hatteottl gemeuchelt am 10. Juni 1824 Morgen werden cö dreizehn- Jahre, daß Giacomo Mattcotti, der strahlende Führer der italienischen Sozialisten, von gedungenen faschi- stischcn Mcnchclinördcrn des„erwachenden Italien" zu Tode getroffen wurde. Jin Gedenken an diesen Märtyrer des Sozialismus seien hier die erhabenen Worte zitiert, die ihm vor zehn Jahren L 6 onBlum gewidmet hat: „Was ihn zum Heros--machte, war die durchsichtige Klarheit seines Wortes, eine Nncrschrok» kcnhcit, die ihn beinahe Ucbermenschlichcs von sich selber fordern ließ, eine Art geheimnisvollen Opfersinns und die Jugendlichkeit Davids, Par- sifats und Siegfrieds. Alle, die ihn kannte», haben ihn geliebt. Ich. sah ihn zum ersten Male auf der Konferenz von Frankfurt; die Internationale war noch nicht wiedcrhergestcllt, aber die Sozialisten aus fünf Nationen hatten sich zusamnrcngesunden, um die Wiederherstellung des Friedens zu versuchen. Da sprach einer, der mich ergriff. Es war. er, unsfloffen von Jugend und Reinheit. Bis dahin hatte ich. nicht einmal seinen Name» gekannt— aber-seine Freunde sagten mir, was sie von ihm erwarteten..,.'' Später habe ich erkannt, das; die Reinheit und der Ernst seines Blicks unzähmbare Energie verbargen; dieser Manu konnte die Härte dos Diamanten haben, wenn er suhlte, daß cö um den Kampf des Geistes gegen die Gewalt ging. Ich habe ihn etliche Male wiedergcsche» und— ich sah ihn wieder, wenige Tage vor seinem Tod... Wir haben ihm ein Denkmal errichtet nicht nur, weil er dies verdiente, sondern weil er dos Symbol des italienischen Volkes ist, das unter der grausamsten, heuchlerischesten und niedrigsten Tyrannis leidet— Symbol oller unterdrückten Völker, Symbol, letzten Endes, des Sieges, der uns erwartet." —,-v— zweÄienljcheN Mitteln zu verwirklichen. Der„Aufbruch" würbe nach WWW der nationalsozialistischen Partei auf Grund des Partei- auflösungSaesetze» eingestellt, weil in seiner Herausgabe eine unzulässige Fortsetzung der Parteitätigkeit zu erblicken war. Sein Herausgeber Knahl wurde wegen schwerer Delikte nach dem Gesetz zum Schutzgesetz zu zwölf Fahren schweren Kerkers verurteilt. Der beklagte verantwortliche Redakteur war zur Feit der Zustellung der gegenständlichen Klage in der Untersuchungshaft der Brünner Kreir- gerlchtes in Boruntersuchung wegen Verbrechens nach dem Schutzgeseh. Zu bemerken sei ferner, daß sich di« Beweiranträge auf die Zeugenschaft der Berliner Pollzeidirektion und der Prager Deutschen Gesandtschaft berufen, wie auch auf die de» reichsdeutschen 100 Ivo 100 1Ö0 100 100 1 ''.1..... 100 italienische Lire. 100 holländische Gnlden 10Y.sn,»slawische Dinare 100 Belga» Ipo.hMschtz, Kranen ,,/ 100 schwedische Äranen Agenten Herbert Adam, der nach 18 Monaten Haft ausgewiesen. wurde. Außerdem berufe sich di« Verteidigung auf Akten eine» geheim verhandelt«» Prozesses. In Wirklichkeit verteidigt der Angeklagte, wieDr. Schwebb zusammepfassend bemerkte, nicht da»„öffentliche Interesse" der tschechoslowakischen Republik, sondem eine» anderen Staate». Sein Borbringen ist geeignet, den Eindruck zu erwecken, daß auf dem Boden der Tschechoslowakei Verbrecherbanden geduldet werde» und ihr, anderen Staaten feindliche» Unwesen treiben können. Gerade diese Unterstellung aber sei geeignet, politische Komplikationen heraufzubeschwören und den internationalen Frieden zu stören. Wie bereit» erwähnt, konnte der Verteidiger den Ausführungen des Klagevertreters nichts Tatsächlicher entgegnen und begnügte sich mit einer Verwahrung. Da» Gericht beriet sodann über die Beweisanträge, die es nur zum Teil zuließ, worauf die Ber- handluug auf unbestimmte Zeit vertagt wurde. HWpsopasanda Im Gerichtssaal Der»Aufbruch« Im Dienste des Dritten Reiches Lohnerhöhungen oder Aushilfen gewährt. Die Arbeiter fordern daher von den Prager Stellen die beschleunigte Erledigung der Exportförderung, aber auch von den Unternehmern die Wiederaktivierung des bestandenen Kollcltivvcrtrages. Die Porzellanindustrie' hat dem Verlangen ihrer Arbeiterschaft' einigermaßen Rechnung tragend, Lohndurchrechnungen und die Wiederaltivierung des Vertrages vom 15. Oktober 1928, mit Lohn« Nachzahlungen dort, wo der Vertragslohn unterschritten ist, zugebiUigt. Die Arbeiterschaft der Feintonwarenindustrie, welche die gleichen Arbeitsleistungen zu erfüllen hat, wie die Porzellan« arbpiter, fordern schon mit Rücksicht auf die zunehmende Verteuerung der Bedarfsartikel, die Gleichstellung hinsichtlich der Entlohnung mit der Porzellanindustrie. Die Beschäftigung-Verhältnisse haben sich in den letzten Wochen auch in. der Feintonwarenindustrie wieder gebessert und. die Arbeiterschaft erachtet es als ihr Anrecht,, lohnlich daran mit zu partizipieren. Die Verschlechterung•• des Lichn- shstems, die der Arbeiterschaft bis zum heutigen 'Tage.erhqlien.gMiebenvist,^mh bescitigt wer- den.-durch, eiye gleichartige' Regelung der Löhne f ü'-r a l l e B e t. r' t e b-e der Feintonwarenindustrie. Die.Arbeiter fordern für gleiche Arbeit den gleichen, Lohn.' Die Unternehmer'der Feinton« Warenindustrie hitbeN eS- in! der- Hand,- ernstlichen Störungen der in' der Letzten Zeit mühsam sich auWuenden Industrie vorzubeugen.. Die Arbeiterschaft Är FeintontvareniNdustrie hat' schon' vor längerer Ufit..die.Werlennisng-des Kollektivvertrages der Porzellanindustrie auch für die Feintonwarenindustrie verlangt,> sie erhebt diese Forderung neuerliche verlangt die beschleunigte Erledigung und ist entschlössen, sie mit allen Man erhMIt für 100 Reichsmark.■, Markmünzen... österreichische Schilling rumänische Lei.. polnische Math.«. ungarisch« Pengö.. Schweizer Franke» französische Frank». englische» Pfund... amerikanischer Dollar Vie LrdeUer in 6er kklnlonFgrenlnanmic rerlaniiai Neuregelung der Löhne Re >. 748.— . 78».— . 534.50 . 17.80 . 548.50 , 588.50 . 055.— 128.45 . 140.7» . 28.00 . 142.40 . 1577.— 05.30 . 488.75 7 082.— j 720.— Prozesse von Halle, Zeih, Weißenfels, Naumburg und anderen Orten steht, und die noch aus früheren Verhaftungen mit weiteren Prozessen rechnen muß, ist durch Hie neuerliche Verhaftungswelle aufs tiefste erregt. Von der Nervosität aller BevölkerungSschichten zeugen die tollen Gerüchte, die überall herumschwirren: danach sollen bereits frühere Funktionäre der Sozialdemokratischen Partei erschossen worden seien; anderwärts spricht man von Sabotageakten in Rüstungsbetrieben. Es steht aber fest, daß die Gerüchte von den Erschießungen nicht den Tatsachen entsprechen, wie übereinstimmend aus den Aussagen entlassener kranker Arbeiter hervorgeht. . Ein Teil der Gerüchte ist wahrscheinlich auf dienächtlicheVerkehrskontrolleder Land st raßen bei Halle und um das Leuna- Werk zurückzuführen, die unterEinsah eines außerordentlich großen Polizeiaufgebotes durchgeführt worden ist. Auch die Tatsache, daß einzelne Eisenbahnstreckendes mitteldeutschen Industriegebietes seit einiger Zeit unter verstärkte Ge st apo-Ueb erwach» ng gestellt worden sind und daß neuerlich öfter Verdächtigte, darunter auch einzelne Ausländer, aus den Eisenbahnzügen heraus verhaftet wurden, hat zu allerhand Mutmaßungen Anlaß gegeben. Die Verhaftungsaktion ist gegenwärtig noch nicht völlig abgeschloffen und scheint auch auf Mitteldeutschland benachbarte Gebiete ausgedehnt zu werden— vereinzelt werden aus Orten Thüringens bereits Verhaftungen gemeldet. Die Maffenverhastungen setzten ein mit Bekanntwerden des Angriffs spanischer Flugzeuge auf den deutschen Panzerkreuzer„Deutschland" im Hafen von Ibiza und steigerten sich noch am .Tage d^s UHxrmU.,KMscher KrieMcbiife aus 'Almöria? In' illegäTen"'Krcisen tmroaNgenom- mcn, daß es sich bei den Maffenverhastungen in Mitteldeutschland, der Rüstkammer des Reichs, um eine Sicherungsmaßregel des HitlerregimeS handelt anläßlich der erhöhten Kriegsgefahr, die durch das provokatorische Vorgehen der deutschen Flott« in Spanien verursacht worden ist. (B. G. K.) Sonntag tagte in Teplitz- Schönau eine Konferenz der Vertrauensmänner der Feintonwarenindustrie. Die. Vertrauensmänner dieser Industrie befaßten sich vor allem mit den tristen Lohnveichältnissen, unter welchen die Arbeiterschaft dieses Berufszweiges seit Einbruch der Krise zu leiden hat. Die Betriebe waren alle vertreten; die Forderüngcn der Arbeiter wurden in nachstehender Resolution zusammengefaßt:„Die Feinton- und Steingutwarenindustrie, die letztere mit Ausnahme einer votttbergehenden Krisenerscheinung in der sanitären Erzeugung, hatte unter den Krisenauswirkungen besonders zu leiden. Die Arbeitslosenziffer in diesem Berufszweig war noch weit größer als in der Porzellanindustrie.' Die Zeit der Steife wurde von den Unternehmern Weidlich ausgenutzt, um. die Löhne der Arbeiterschaft auf ein uneriräaliches Maß herabzudrücken. Frauenlöhne von Kt 1.50 und Männerlöhne von KL 2.50 per Stunde und darunter, bestehen derzeit noch in vielen Betrieben dieser Industrie. Dieser Zustand ist für die Arbeit» unerträglich geworden und in vielen Betrieben äußert sich bereits die Unzufriedenheit der Arbeiterschaft.'Der Verband der Glas- und Keramarbeiter hat schon vor längerer Zeit Schritte eingeleitet, daß endlich die von der Regierung' beschloffene Exportförderung für die Feintonwarenindustrie feiten» der Prager Stellen, vor allem durch da» Finanzministerium, zur Durchführung gelangt. Die'Arbeiterschaft hat während der Krise auf Grund der Lage'in dieser Industrie,, groß« Rücksichten nehmen müssen,-ist aber jetzt nicht mehr Imstande diese Opfer weiter zu ertragen,'In fast allen' Industrien' mit weit Manenverhaftunsen in Mitteldeuttchland Fölsen der erhöhten Kriegsgefahr? Leipzig.(Eig. Bor.) Im mitteldeutschen In» dustriegckbiet ist die Geheime Staatspolizei über raschend zu Maffenverhastungen geschritten, und zwar in einem Umfange, wie es seit den Tagen von Hillers Machtübernahme nicht mehr vorge kommen ist. Die Aktion der Gestapo richtet sich nicht un mittelbar gegen die illegalen Organisationen der Sozialdemokraten und Kommunisten, sondern gegen die ehemaligen Insassen des Konzentrationslagers Lichten burg und gegen entlassene politische Gefangene aus deutschen Gefängnissen und Zuchthäusern.' Allein um Halle sind annähernd 400 Arbei ter verhaftet worden. Weitere umfangreiche Ver haftungen sind in Eislcben, Querfurt, Manns feld, Merseburg, Teuchern, Zeitz, Weißenfels und Naumburg erfolgt. Besonders rücksichtslos ist die Gestapo vorgegangen in den Jndustrteorten um das Leunawerk und den Bergarbeiterdörfern des mitteldeutschen Braunkohlenreviers, das sich von Zeitz über Weißenfels bis nach Halle erstteckt. Dort sind di« Arbeiter scharenweise aus den gro ßen Jndustriewerken und Grubenanlagen heraus verhaftet worden. In den Wohnungen aller Ver hafteten hat die Gestapo Haussuchungen vorge nommen und auch die Ehefrauen, tellweise sogar die Kinder, strengen Verhören unterzogen. Die Polizei hat nur in den wenigsten Fällen illegales Material gefunden und sich zumeist mit der Be schlagnahme marxistischer Literatur aus der lega len Zeit begnügen müssen. Di« Polizeigefängnisse der.Städte sind überfüllt, da schätzungsweise weit über taufend Menschen verhaftet worden sind. Die Ver hafteten mußten zum Teil in asten Gebäuden. unterqebrackt werden, wo nasse Keller notdHWa als-Gesängnisfe'hergerichket-wurden', D'en Wmlen, Müttern und Kindern ist der Besuch ihrer verhaf teten Angehörigen untersagt. Einzelne schwer kranke Arbeiter sind zwar wieder entlassen wor den, doch ist über sie strenger Hausarrest ver hängt. Die BevAkerung Mitteldeutschlands, die noch völlig unter dem Eindruck der großen Maffen- .«.^Wkag.(—rb—).Montag Imtrde vor dem' Pra- g«r Preffcicnat de» GR. Dr. U her die Verhand- lung über einePresseilage eingebracht, die Dr. Otto S-'t/.x^a. s. s-e r gegen den verantwortlichen Redak- teur de» inzwischen eingestellten radtkal-naztsttschen 4 ornch". H e t nvichFr 2 hIi ch, ein- aichrächt hat., Diese Zeitschrift veröffentlichte seiner- z'eit, am l. Feber 1985— kurz nach dem Fememord, an'Jng. Form!»— unter dem Titel„E i n s chw.ä r z e r S e n d e r und sein sch war- » e»,E» d e" eine im wüstesten Naziton gehaltene „Polemik".gegen.den Führer der„Schwarzen F r o röt. ,.Dtt Otto Straffer, ein.Produkt, wie e» au» dem Berliner Propagandaministerium nicht, ärger hätte hervorgche» können. Der ganze Artttel war «ne> wütende-Schimpferei auf die dem Nazis- mu» Mißliebige Emigration, di« al» ein« Horde'von Verbrechern hingeftellt. wurde. Der Autor diese» nazistischen GesühlSerguffe» verglich.die Schwarze Front, die er al»„p o l i t i- s ch'«n R i n g v e'r e'i n"(ein heute halbvergeffe- Ner Ausdruck für gewisse Berliner Berbrechervereini- au ngcn> bezeichnet«, mit der Organisation der kroatischen„Üstascha", aus der die Mörder des jugo- stawifchcn Königs hervorgingen. Weiter hieß e», daß Dr. Otto Strasser,„der Häuptling der politischen Gang st er Lande Schwarze Fro nt", sich, nach tschechischen Blättermeldungen, dazu bekannt habe, daß er von dem Schwarz-Sender wußte und bei seiner Errichtung aktiv mitgewirkt habe. Der Arttkel schloß mit dem Satz:„Schwarze Front, schwarze« Sender, dunkle Männer, dunlle Taten. Schwär» und dunkel wird ihr Ende sein!" ES ist nicht zu vergeffen.'daß dieser Arttkel mit seinen Beschimpfungen und versteckten Drohungen erschien, al» die Machthaber des Naziregime» von ungehemmtesten Größenwahn besessen waren, der natürlich auch auf ihre Auslandsagenten abfärbte. Wie im„Sozialdemokrat" vom Dienstag bereit» dargeftellt, wurde der von Dr. Otto Straffer auf Grund der vorstehenden Anpöbelungen angestrengte Preffeprozeß, der Dienstag fortgesetzt wurde, dadurch besonder» interessant, daßdar„P ragerMon- tagSblatt" vom 7. Juni auf höchst einseitige Jnformattonen hin. einen nazistisch-tendenziös aufgemachten.Arttkel brachte. ES muß komisch anmuten, daß in einem„arisch-völkisch" keineswegs einwandfreien Organ«ine ultta-nazistische Gruppt ihr Sprachrohr findet und dies noch dazu unter Berufung auf die Interessen de» demokratischen tschechoslowakischen Staates! Zur Abrundung de» grotesken Bildes mag die Tatsache dienen. daß der.Vorgänger des deutschvölkischen Dr. Dembitzki.in der Betteidigung de» nazistischen Angeklagten, der. tschechische Faschist Dr. Äranäovskh war. E»bleibe den Anhängern der Hitlerschen Heilslehre überlassen, einen Ausweg aus diesem Kuddelmuddel zu finden. ■■ Bei der am Dienstag fortgesetzten-Verhandlung erklärte also Herr Dr. Dembitzki, den W a h r- h e s t 8 b e. w« i» anzutreten und trüg'anschließend seine--Beweisanttäge vor. Diese Anträge bezwecken den Nachweis, daß die inkriminierten Ausdrücke..'„Gangsterbande",„Ringverein", in diesem Zusammenhang einfach eine Bezeichnung einer„jakobinischen" Geheimorganisation seien, die zur Errei- chung ihrer revoüitionären Ziele alle Mittel anwende. Zur Rechtfertigung der ordinären Beschimpfungen der Schwarzen Front berufen sich die Beweisanttäge bemerkenswerterweise auf die Berliner Polizeidirektion und die Prager Deutsche Gesandtschaft! Im übrigen suchte die Verteidigung im Schweiße ihre» Angesichte» darzutun, daß die Schwarze Front dürch„Agitation gegen die Staatsform eine» Nachbarstaates" internationalen Unfrieden stifte, die Ausländsdeutschen gegen da» Dritte Reich aufwiegle u dgl. Unter anderen wird darin über die Errichtung des südamerikanischen Sender» der. Schwarzen Front Klage geführt und insbesondere Dr. Otto Sttasser wegen Ucberttetung tschechoslowakischer Gesetze denunziert! Die Verteidigung versteigt sich an der Behauptung, daß die Schwarze Front zur Ermordung „auswärtiger Staatsoberhäupter" ausreize, mit einem Wort eine höchst gefährliche-Verschwörung sei, deren Bekämpfung im^.öffentlichen Interesse" liege. Alle diese Behauptungen werden dürch allerlei au» dem- Zusammenhang gerissene, teilweise entstellte Zitate zu stützen gesucht. '!" Die Ausführungen der Verteidigung beant- wortete der Vertteter der Klage. Dr. Egon S ch w e l b mit einer kurzen und sachlichen Entgegnung, die. starken Eindruck machte und auf welcher-der Verteidiger Dr. Dembitzki nur mit einer matten Verwahrung antwottete, ohne sich auf«ine meritorische Entgegnung einlaffen zu können. Du. Schwelb bemerkte einleitend, daß dieser Preffeprozeß erst-durch die bereit» erwähnte.'Veröffentlichung de» „M o n t a g» b l a t t e s" zu einer politischen Affäre-«rfgebauscht wurde. Wenn sich die Verteidigung darauf beruft, daß-der inkriminierte Arttkel im „ö f f,e nt l ich e n Interesse" erfolgt sei, so-seienWieser--Behauptung folgende. Ttttsa'chen gcgenüberzustellen: Die Ausbildung des Industriellen Nachwuchses Die Senatoren Dr. Heller, Grünzner und Genoffen haben an die Regierung eine Interpellation gerichtet, in der es heißt: Unser Land wurde in den vergangenen Jahren von einer schtveren Jndustrickrise hcimge- sucht. Die Zahl der Arbeitslosen erreichte zeitweise nahezu eine Million. Seit ungefähr einem Jahre geht die Krise zurück. Immerhin zählen wir in unserem Lande Ende Mai 1837 noch iminer nahezu 480.000 Arbeitslose. Obwohl also die Zahl der Arbeitslosen eine für unser Land sehr große tvar und noch immer eine erhebliche ist, zeigt sich in verschiedenen Industrien ein Mangel an Facharbeitern. Der Grund hicfür liegt klar zu Tage. Die der Schule entwachsenen jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen konnten während der Krise eine Beschäftigung nicht erlangen, so daß sechs neue Jahrgänge nahezu zur Gäi^e ans dem Produktionsprozesse ausgeschaltet waren. Auf der anderen Seite sind durch Alter, Krankheit und Tod gleichfalls sechs Jahrgänge ausgeschiedcn, darunter zahlreiche fachmäßig ausgebildete Arbeiter und Arbeiterinnen, woraus sich nun der Mangel gn solchen llar ergibt. Dazu kommt auch, daß ausgelernte Arbeiter infolge Arbeitslosigkeit ihrem Beruf entfremdet wurden. Dieser Mangel bedeutet aber für unsere Industrie eine große Gefahr. Nicht nur für im Jn- lande abgesetzte Produktionen sind Qualitätsarbeiter unbedingt notwendig, sondern sie sind inSbesonders für unseren Export unumgänglich, weil wir ja am Weltmarkt nur dadurch konkurrieren können, daß wir billig sind und gute Qualitätswaren erzeugen. Die Erzeugung guter Qualitätsware setzt aber das Vorhandensein von fachlich ausgebildeten Arbeitern voraus. Da nun der Export unserer Jndustricartikek für unser Land eine Lebenönottvendigkeit ist und sich ja auch wieder in einem erfreulichen Ausstieg befindet, erscheint cs dringend notwendig, dem Mangel an ausgebildeten Facharbeitern abzuhelfen. Leider, sorgt dafür unsere Industrie nicht selbst. Während es in Deutschland heute schon in vielen Hunderten von Betrieben Lehrwerkstätten gibt, in welchen auf Kosten der Betriebe Lehrlinge zu Facharbeitern ausgebildet werden, fehlt es in unserem Staate an solchen Werkstätten fast vollständig. Unsere Fachschulen sind naturgemäß nicht imstande, dem Mangel abzuhelfen, weil ja der größte Teil unseres Nachwuchses aus finanziellen Gründen nicht in der Lage ist, diese Fachschulen zu besuchen, sondern trachten muß, unmittelbar nach Verlassen der Schule einen Erwerb zu finden. Mit Rücksicht auf das große Interesse, da? der Staat an der Heranbildung fachlich ausgebildeter'Arbeitskräfte, hat,'scheint cs UNS dringend notwendig, daß sich der Staat dieser Frag« annimmt. Mr glauben, daß die erhöhte Frequenz unserer Fachschulen, sowie auch die Einrichtung von Lehrwerkstätte» in den Betrieben selbst ohne staatliche Hilfe und staatliche Einflußnahme kaum niöglich sein wird. Wir glauben aber auch, daß die Opfer, welche der Staat hiebei auf sich nimmt, sich reichlich lohnen werden. Durch eine Erhöhung der Qualität unserer Produkte und damit durch einen erhöhten Absatz im Inland« und Ausland«. Es handelt sich hier um eine ungemein dringende Angelegenheit, weshalb wir an das Ministerium die Frage stellen, ob dasselbe bereit ist, der Ausbildung des gewerblichen Nachwuchses eine erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden, ferne« ob die Regierung bereit ist, in dieser Frage die Initiative zu ergreifen und allenfalls auch erforderliche Mittel beizustellen. Der Welthandel Im ersten Vierteljahre 1937 Der Welthandel hat nach den Berechnungen des Berliner Statistischen Staatsamtes, gegenüber dem letzten Vierteljahr 1830 im ersten Vierteljahr 1837 wertmäßig um 4 Prozent zugenommen. Im Vergleich zum ersten Vierteljahr 1836 beträgt die Steigerung 20 Prozent. An dieser Belebung des Welthandels haben die Ueberseeländer mit 27 Prozent einen stärkeren Anteil als die europäischen Länder, die eine wertmäßige Steigerung nur um 15 Prozent erreichen konnten. Bis auf Lettland und Spanien haben alle Länder ihre Außenhandelsumsätze erhöht.. Wie söhr die Ausdehnung des Welthandels durch die Aufrüstung der Staaten mit/,bedingt ist, ist daran zu. erkennen, daß England die größte wertmäßige Steigerung der Einstihr verzeichnet. Sie hat gegenüber der gleichen. Vorjahrszeit um mehr al» 3.Milliarden K£ zugenommen und die Hälfte dieser/ Steigerung entfällt auf Rohstoffe (Kupfer,.Blei, Baumwolle). Nach England,verzeichnet Frankreich die stärkste, Zunahme'der Einfuhr, wöbet gleichfalls wieder die Rohstoffe den Hauptanteil,haben. In der starken, Einfuhrsteigerung der'Bereinigten Staaten, die im Vergleich zum ersten Vierteljahr 1830 44 Prozent beträgt, spiegelt sich die umfassende. WirtschüstSbelebüng Nordamerikas wider. . Bei den. höheren wertmäßigen- Ziffern de» Welthandels muß allerdings auch berücksichtigt werden, daß sie infolge, der erheblichen Preisstei- gcrungcn, die gegenüber dem ersten Quartal 1986 stattgefunden haben/ sich nach' obenentwickelt haben. Aber dennoch bleibt auch eine mengenmäßige Ausweitung, die auf die Bedarfserhöhungen infolge des fortschreitenden wirtschaftlichen MfschwungcS zurü'ckgcht. Seite 6 Mittwoch, 0. Juni 1937. Rr. 134 Sozialdemokrat" Clu^a fU I Kunst lmck Mssen IWnsnocluxcAten erübrigen den de» unbequo- Strumpfband* kann nie wissen, neninszeniert.—Freiiaa 8 Uhr: Warum lügst du, Chcrie? SamStag 8 Uhr: Hof« logc, volkstümliche Vorstellung.— Sonntag 8 Uhr: Man kann nie wissen. Mitteilungen aus dem Publikum. Die Farbe der Strümpfe im Sommer. Im Sommer trägt man helle Kleidung und da kommt e» vor allem auf die richtige Schattierung.der Strümpfe gn. Sie müssen fein sein und eine, matte Nuance besitzen. Diese Eigenschaften haben nur aur gutem Material hergestellte und sorgfältig geprüfte Strümpfe. Baka erzeugt Strümpfe in 19 Farbschattierungen. Jede Frau kann sich jene aursuchen, die sie zu ihrem Sommerkleid braucht. . Da» Problem der Linie. Den Lebensstil der Sachlichkeit verkörperte in der Frauenmode die männliche Linie.. Nun sind wir wiederum zur. weiblichen Linie zurllckgekehrt, allerdings einer sportlichen, weib- lchen Linie. Nicht Magerkeit, sondern eine schlanke, volle Linie. Zur Betonung der günstigsten Linie leistet dar Schuhwerk gute Dienste. Aus der Baka-Kollektion von Sommerschuhen wählt man daher für stärkere Füße Schuhe mit einem geschlossenen Schnitt ssie verleihen dem Fuß ein kleinere» Aussehen). Frauen mit schlanken Füßen bevorzugen offene Schuhe. 1. 81« Tragen men., Gürtels, denn sie sind mit einem•ingestrick- ten Strumpfband versehen. 2. Sie reichen nur unter dl« Knie, gewahren daher veile Bewegungsfreiheit. 3.' Sie sind'luftig und bieten deshalb bequemes Tragen. 4. Verstärkte Sohlen, Fersen und Spitzen erhShen deren Dauerhaftigkeit. GRETA Kä 7.— Die Arbeiier-Turn« und Sport-Union wird sich an den Ra dsportkämpfen bei der Olympiade in Antwerpen am 180, Kilometer-Straßenrennen durch vier Rennfahrer und am 89 Kilometer-Mannschaftsfahren(4 Mann) durch eine Mannschaft beteiligen. Außerdem werden Saalradsportler im Einer-, Zweier« und- Gruhpen-Kuitsssahren und Steuerrohrreigen bei Sondervotführungen antreten. die teil» für Einzel-, teil» für Wechsel- und Zwie- gesang geschrieben sind. Schon reifes kompositorisches Gestaltung» und Ausdrucksvermögen osfenbarie eine Fantasie in drei unmittelbar aneinander gereihten Sätzen für Streich-Sextett von Sig- münd Schul, einem deutschen Emigranten, der .seine ersten kompositorischen Lehren von Hindemith in Berlin empfing. Der Hindemithsche Einfluß auf den. jungen Tonsetzer zeigt sich in der von starken rhythmischen Impulsen getragenen und durch energische Musizlerfreudigkeli bestimmten Haltung der Fantasie, die in ihrem Mittelteil aber auch aur- drucksmäßig zu schöner, breiter und empfindungsreicher Tonsprache gelangt. Für die sorgfältige künstlerische Wiedergabe der Neuheiten hatten sich mit echt kollegialer Passioniertheit die reifste» Instrumentalisten und Sängerinnen der Akademie eingesetzt; sie mögen sich ungenannt mit einem Gesamt« E. I. Wochenspielplan de» Neuen Deutschen Theater». WSWM„D«i e ver wahre Charakter seiner Herrscher, heigt sich, daß sie auf einen nervösen Reiz nicht wie gesunde, erwachsene Menschen, sondern wie N c u r o t i k e r o d c r W i ld e reagieren, heftig, unberechenbar, gefährlich und brutal. Mögen die Absichten Nazi-Deutschlands noch so gut sein, seine GesühliauSbrüchc sind erwiesenermaßen unkontrollierbar, seine Reflexe unberechenbar und wiid. Das ist die wahre Lehre des Schreckens von Almeria. Und diese Lehr« wird unser Land nicht bald oder leicht vergessen. Sic muß zur Voraussetzung für alle Beziehungen mit dem Regime in Deutschland werden." Ortsgruppe Prag. Die für Sonntag, den 18. Juni, angesagte Wanderung-e n t f ä l l t wegen Erkran- kiuig des Führers. E» wird empfohlen, die Hülfe auf dem Hkebeny zu besuche» ynd von dort.eventuell Wan derungen oder Badeaussluq nach Mniiek zu macht». . Deutsch«.Botksstnggrmrlnde Prag. . Wir geben allen aktive» Sängerinnen und.Sängern bekannt, daß' infolge der. vorgeschrittenen Jahreszeit die B e r.e.i.n ß.t ä-t.i.g k e s t.,'u n- ' t c r b r o ch e n und. erst End« August wieder ausgenommen wird. Wir danken allen für die Mitarbeit und hoffen, daß sich zu Beginn der näch« istest Saison wieder alle beteiligen;'—Der Ausschuß. nimmt. ASB Maierhöfen geht al» einziger stegreicher Verein der zweiten Tabellenhälfte in die Mitte. Die Ergebnisse vom Sonntag: Rapid Karlsbad gegen Rote Elf Ehodau 4:1, ASB Neudes gegen Atu» Fischern 0:2, FFK Falkenau gegen ASB Schankau 8:9, Atu» Aich gegen ASB Gra»litz 0:8, Atu» Drahowltz gegen ASB Maierhöfen 9:2. „Neurotiker oder Wilde Der„Daily Herald“ Uber das Bombar dement von Almeria Unter diesem Titel schreibt der Londoner „Daily Herald" folgendes Nachwort zum Bombardement von Almeria: „Herr Hitler und da» deutsche Volk im all gemeinen würden sich einer großen Täuschung hin geben, wenn sie die Haltung unseres Landes'in der Almeria-Affäre mißverstehen würden. Tat sächlich konzentriert unsere Regierung ihre Ener gie auf die Aufgabe,‘ die Nichteinmischungs maschinerie wieder In volle Aktion zu bringen.' Und dabei findet sic tatsächlich allgemeine Zustim mung. Aber cs lväre cinJrrtuinzu glau ben, diese praktische Entscheidung bedeute, daß das Massaker v o w A l m e r i a irgend wie vergeben oder vergessen sei. . Lange nun hat sich die Hitler-Regierung in! Ausdrücken des Friedenswillens ergangen, Sie zeigte immer.wieder kununetvolles Erstaunen darüber, daß ihre Bekenntnisse mit einiger Re serve ausgcuommeu wurden. Sie bestand auf dem Recht Deutschlands, als'voll zivilisiertes, voll ver- äntwortliches und gleichwertiges Mitglied der Völkersamllie behandelt zu werden. Sie erwar- tct, daß die Fragen der europäischen Sicherheit Und der Kolonien unter der Voraussetzung behan-1....JB dclt wenden, daß Nazi-Deutschland den anderen. tag, 11. Juni, im' Wald st"e i ngar t c n"fin« Ländern gleichlvertig ist. bet zugunsten eines.Kindcrlagers für 200 der not- Dann aber enthüllt sich plötzlich de, leidendsten Kinder von Arbeitslose» aus dem Erz« ....■-• m gebirge statt. DaS Fest steht unter dem Protektorat von Regierungsrat Bojta Bene S, dem Vor- i übenden der Landesjugendfürsorge. Dem Ehrenaus- schuß gehören unter anderem an: Max Brod, Paul EiSner, Prof. Otakar Fischer, Minister Dr. I. Friedmann, Prof. Dr. PH. Frant. Jarmila Kron- baurova, Prof. Ä. Matesius, Archivrat Dr. A. Aioucha, Prof. Hugo Steiner-Prag, Rektor Prof. Dr. K. Wcigner, SckttonSchef Dr. Zdenik Wirth, j Jaroslav Seifert. Programm: Kinderorchester Hein- richSgrlln, Ehöre, Ballett» und die Prager Künstler. Beginn 18 Uhr. Durch Klatsch in den Tod getrieben. Da» 28- lährige Dienstmädchen Marie Pitr au» Prag I,, Platinergasse 7, wurde gestern in bewußtlosem Zustand von der Rettungsgesellschaft auf die Klinik Nonnenbruch eingeliefert. Sie hatte eine Flasch« Schwefelsäure aurgetrunken; wie sie angab, au» Kummer über üble Nachrede. Der BezirkS-WchrauSschuh in Prag VIH teilt mit, daß sich am Sonntag, den 18. d. M. um 9 Uhr vormittag» alle Rekruten de» Bezirke» Libeü-aal dem Sommerübungsplatz de» Sokol in Libeü zu versammeln haben, um Informationen über den Antritt de» Präscnzdienste» entgegenzunehmen und die UebungSstunden zlr verabreden. Die enssisch« Aufrüstung und Ungarn. Auch in Ungarn dringt di« Erkenntnis durch, daß England-durch sein Ausrüsten seine alte Dkachtposi- tion zürückgewinnt."Gleichzeitig läßt man auch nicht unbeachtet, daß England immer mehr Interesse für Mitteleuropa bekundet. Großes Aussehen erregt« es in politische» Kreisen, daß Tibor Eckhardt in seiner Parlamentsrede unumwunden, ohne Widerspruch der Regierung erklären konnte: Ungarn darf sich auf keine wie immer geartete- militärische Bündnis- Politik einlassen. Die englische A u f- r ü st u n g hat entschieden, ivelche Mächtegruppe im zukünftigen Krieg der Sieger sein 1 wird. Es wäre eine Katastrophe, wenn Ungarn sich gegen England stellen würde. Flüchtlinge kehren zurück?(mb) Der „Corriere della Sera" berichtet unierm 4. Juni aus Neapel:„Das Hospitalschiff Gradisca hat: heute abends ungefähr hundert spanische Flüchtlinge ausgenommen, die seinerzeit vyn der italienischen.Flotte in Sicherheit gebrächt wurden und die jetzt in ihr durch die Truppen des Generals Franco befreites Heimatland zurückkehren können. Weitere 990 Flüchtlinge, darunter 289. Frauen-und Kinder, werden.in Syrakus, wo das Schiff an legen wird, an Bord genommen." Ob diese Heimkchtcr nicht»Freiwillige" vorstellen? Horthy» neue Position.(MTJ) In einer Ber- saynnlung der ungarischen Regierungspartei legte Justizminister Lazar die Grundlinien de» Gesetz- entwnrfe» über die Ausdehnung der Machtbefugnisse des Reichsverwesers dar, die keinertveg» au» dem Grunde erfolge, damit ein Gegengewicht gegen die Wahlreform geschaffen werde. Der Entwurf dehne den Rechtskreis des Reichsverweser» gegenüber der Gesetzgebung aus und sicher« dem RelchSUerweser gegenüber dem Reichstage größere Unabhängigkeit äl» bisher. So z. B. werd« da» Parlament nicht mehr da» Recht haben, de» Reichsverweser zur Verantwortung zu ziehen. Auch erweitere die Vorlage d»S Recht des ReichSverweserS, Gesetze an die ge- sktzgcbcndc Körperschaft zurückzuleiten, Ferner erhalte der Reich-Verweser da» Recht, seinen Nachfol- ger vorznschlagen. Endlich sichere die Vorlage 299 Gesetzgebern das Recht zu, den Nachfolger der Reichsverweser» zu kandidieren. Den„Times" zufolge werden Horthy nur zwei Attribute der königlichen Gewalt fohlen, nämlich di« oberste Schuhherrschaft über die katholische Kirche und da» Recht, Adels« patente zu verleihe». Da» erstere wurde Horthy deshalb nicht zUgestanden, weil er Protestant ist. Da» Wiener Schwurgericht verurteilte den 49- jährigen Heinz Alfred Klopp, einen ehemals nationalsozialistischen Redakteur, wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu zwei Jahren schweren Kerkerst Protest gegen das Bombardement . Almerias Bogota(Columbien). Die Kammer hat eine Resolution angeuontmen, in welcher gegen die Bombardierung Almerias protestiert und die Regierung äüfgefordcrt wird, im Völkerbünde die im. Zusammenhang mit dieser Verletzung des in- teryationalen Rechtes gestellten Fordermtgen Spaniens zu unterstützen. Schafft«» Altrohlau?.'- Der ASB Altrohläü gewann Sonntag auf eigenem Platz gegen den Zweit«» der Tabelle der zweiten Klasse de» 1. Bezirke», Sportbrüder Ebbe», berg, nur knapp. Doch reichte e», zwei,: vielleicht entscheidende, Punkte für Altrohlau sicherzustellen. Den gutplacierten Sodauern gelang«», gegen Trink» fassen sicher zu gewinnen und überholten dadurch Elbenberg.— Resultate: Atu» Soda» gegen Atu» Trinksassen 6:1, ASB Thierbach gegen ASB Taschwitz 7:8, ASB Altrohlau gegen Sportbrüder Eibenberg 8:2. Eger und Neusattl Gruppenmeister Der 5. Spielbezirk Hai seineSe r 1 e der zwei« ten Klasse bereit» abgeschlossen. Im Endkampf um di« BczirkSmeisterschäft werden ASK Eger und Atu» Neusattl antreten. Die zweit« Mannschaft in der zweiten Gruppe, Fleißeti, erreicht« im letzten Spiel gegen Grarlitz Reserve nur ein Unensschieden, dadurch steht Eger mit zwei Punkten Vorsprung in der Tabelle an der Spitze. Mit großem Vorsprung führt Neusattl in der ersten Gruppe. Ein NachiragSspicl Silberbach gegen Graslitz Reserve hat auf die Tabelle keinen Einfluß mehr, — Die Spiele vom Sonntag: Falkenau.Reserve gegen AFK Granesau 2:2,' Atu» Neusattl gegen Atu» Altsattl 4:2, Grarlitz Reserve gegen ASB Fleiß«» 2:2. Di« Arbeiterschaft der Firma Weißberger & Co., Kosolup, gibt hiemit mit Bedauern bekannt, daß ihr Chef, Herr Sroni Kolat am 8. Juni verschieden ist. Die Einäscherung findet in Pilsen am Donnerstag, um ö Uhr nachmittag», im Krematorium statt.' ,•',. Die Ortsgruppe der Fabrikarbeiter. .Keine Aenderungen‘ in der weetböhm. Arheiterfußballmelsterschaft Ganz erwartungsgemäß verliefen am Sonntag dl».,erstklassigen Fußballspiele, j Der Kreismeister und Spitzcnführer G r a»l i tz holt« sich aus A ich seine.zwei Punkte- Die spielfreien Unterrelchenäuek konnten trotz der Siege de» FFK Falkenau und Rapid Karlsbad nicht elngeholt werden, wogegen Fischern die. bisher.punktegleichen Schankäuer durch eliien Sieg in N'eud.ek abschüttelte, und den Kampf'um den vierten'Platz anf- B e z u g« b e d in g u n-g Q-n: Bei Zustellung in» Haus oder bei Bezug durch die.Post mpnatlich. ssi lO.—vierteljährlich.Kö. 48.—, halbjährig Kä 96.— ganzjährig lii 192.—.— Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen'Preisnachlaß.— Rückstellung von', Manitflriptetr erfolgt-nur bei Einsendung der. Rewürmarken.—' Di« ZeiMngsfrankatur wurde von der Post- und Tele. graphendirektton mit Erlaß Nr. 1S.89Ü/VI1/1939 bewilligt— DEtei:..Orbis". Druck-,'Verlags« und Leitungr-A.-G. Prag.'-.( Rad- und Kraftfahrer zur III. Arbeiter-Olympiade Durch die Arbeiier-Turn- und Sport-Union wird eine Wanderfahrt für Radfahrer nach Antwerpen organisiert. Sammelstelle ist Eger und wird die Ä b f a h r t für den 2 2. I u l i festgesetzt. Die Fahrt geht über Bayreuth, Bamberg. Würzburg, Aschaffenburg. Hanau, Frankfurt, Limburg, Koblenz, Monschau, Eupen, Lüttich, Tirle- mond, Löwen, Brüssel, nach" Antwerpen:' Die Länge der Strecke Eger—Antwerpen. beträgt 775.5 Kilometer, und werden für di« Fahrt fünf Tage vorgesehen. Täglich müssen mithin fast 209 Kilometer zurückgelegt werden, weshalb nur geschulte Fahrer diese Fahrt anireie» können. Die Uebernachtung erfolgt sn Jugendherbergen und find die Ausweise im .Union-Sekretariat' erhältlich. Jugendlich« bi» zu 20 Jähre zahlen biefür 8 ssä. Erwachsene 11 Ki. Triptyks für die Grenzüberschreitung in Deutschland und'Belgien sind nicht, notwendig:- Kraftfahrer.(Motorradfahrer und.Automobilisten), welche die Fahrt nach Antwerpen und eventuell Pari»(Weltausstellung) mit ihrem Fahrzeuge unternehmen wollen, biene nachstehendes zur Kenntnis: Für die Grenzüberschreitung ist notwendig: 1. Internationaler Führerschein, 2..internattonaler Zulassungsschein, 8. Karnet(internationales Triptyk). Die Preise hiefür sind: Führerschein: 88 lii; Zuläsfungsschein: für Fahrzeuge bi» zu einem Liier Zylinderinhalt,188 Kä, bis zwei Liter 298 Kd und über zwei Liter 898 KL; Karnet(gültig sechs Wochen): Solomotorrad 48. KC und.100 Kä Kaution,. Motorrad mit Beiwagen 79 AL und 100KL Kaution, Auw bs» 1.8 Liier 100 AL und 800 Kä Kaution, Auto Über 1.8 Liter 210 Xi und 800 KL Kaution. An Nochmal» der„Ringverein". Zü d«r Zu schrift. Willi Schlamms macht uns ein Leser aus- nterksatn, daß die. kommunistische„Deutsche Volkszeitung" nicht da» Urheberrecht an. dieser Schmutzerei besitzt. Vielmehr habe ein sicherer tu. t in dem Prager Boulevardblatt„Der Mon t ag" eine.Polemik.gegen das Buch„Diktatur der Lüge" ebenfalls mit„Schlamm" überschrieben. Wir haben uns überzeugt, daß dies iatsächlich stimmt. ES ändert natürlich nichts an dem Urteil, das wir über, die Methoden des Moskauer Ringvereins gefällt haben. Was von Herrn Tschuppik und seinem Blatt zu halten ist, braucht man der Ocfsentlichkeit nicht erst zu sagen. Seit, Tschuppik den Skandal um die„Stadt der weißen! Affen" aufgeführt hat, war der Men Reklame«„ afsären um ihn kein Ende. Auch er gehört zu den lob begnügen. Leuten,' die mit dem leidigen Anspruch, ein! „besseres Deutschland" repräsentieren zu Ivollen, Heute, Mittwoch, halb 8 Uhr: dem schlechteren die besten Dienste leisten. Ihre kauft« Braut", B 1.—Donnerstag%7: Die Anwesenheit in Prag läßt einen die deutschen Pupbcnsee, Leierkasten, zugunsten de« Feriassond», Ereignisse von 1988 noch mehr bedauern, als. Zj’SÄ innn«s ohnehin, tut. denn ohne diesen Import| Deutsch. Festspiele^V. A 2?— Sonntag Ware die Luft hier remer und die MontagSprcsse! halb 8: Die schweigsame Frau, C 2. schon in, der angestammten Form für.- Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Heute, ompfinduche Nasen lästig genug. Mittwoch 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Bankbeamte 2 DaS Gartenfest der ErzgebirgShilfe am Frei-; und freier Verkauf.— Donnerstag halb 8: Man WMWWWWWWWWW»WWW»WWWMWW»M»M>^M>M>MMM Um dleOlympla-FuBballmanntchaft In westböhmischen FuMallerkreisen herrscht da» größte Interesse, wie die Verbandsmann- schäft derSport»Union zur Antwerpener Olympiade auSscheü soll. Bereits Samstag, den 12. Juni; spielen in Falkenau, Bezirksauswahlmannschaften zum Zwecke der Auswahl der Krels- mannschaft. Die so ausgvwählte Mannschaft wird sodann ein Spiel gegen die Auswahlmannschaft de» 8. Kreise» austragen. Die Bezirke geben sich selbstverständlich die größt« Mühe, ihre besten Spieler in die Olympia-Auswahl de» Kreise» zu bringen. Der 1. Bezirk veranswlwte schon ein Auswahlspiel, bei welchem'er die elf Besten ausgewählt hat. Die Mannschaft des 8. Bezirke» stützt sich vor'allem auf die Spitzenvereine Gra-litz, Unterreichenau und Falkenau, doch werden auch Ehodau und Eger nicht fehlen-' Die Mannschaft de» 1. Bezirke» hat seine Stütze in der Fischerner Verteidigung, welche vor- aussichtlich auch im Krewteam«in Bollwerk abgeben wird'." Komponiften-Rachwuch» an der Deutschen Mustkakademl«. Im letzten öffentlichen Schlllerkon- zert der Prager Deusschen Musifakademi« wurden Kompositionen von Schülern der. Kompo st t t o n» k l a s s e des Rektors Fidelio Finke aufgesllhrt. Drci jungc Komponisten verschafften sich Mtung.in t Werken vorwiegend rammerniusikali-„„„ S°SL"jyS&SSf KÄ;">»»"<«««-• I»<*■*• M. Willi Hübner, auch«in tüchtiger Pianist au» der Schule der Akademie, bescherte un» gleich Werke zweier Gattungen auf einmal: Eine viersilbige Suite für zwei Klaviere, ein-Konzertstück von formaler Größe,-aber nicht auch-entsprechender formaler Geschlossenheit, noch nicht völlig klar im Klangbild, etwa» spröd in der Invention, aber tüch tige» Können in der Durchführung.verratend, und zwei.Lieder mit Klavierbegleitung nach Gedich«. ten Zechs und Rilke», Lieder von überraschend, aus drucksstarker SümmungSlyrik,der auch die sang- haft'e Führung. der- Gesangstimme entspricht? Peter Brömse, auch dieser al» vorzüglicher Instrumen talist(Flötist) der Akademie bereit» erprobt, kam mft sechs deutschen Volksliedern für zwei Sing stimmen und Streichquartettbegleitung zu Gehör. Al»' tonkünstlerischen Nachdichtungen, altdeutscher Volkslieder ist den frei erfundenen Weisen Brömse» Stilechiheit und schöne melodische Linie nachzurüh men. Auch.die schön untermalende, stimmuugsunter- sttitzende, polyphon reich«,:äbir keineswegs über ladene Strelcherbegleitung der Lieder ist zu hoben. S tand d e r Tab« lle ASB GraSIitz.. 19 12 4 3 26 75:81 Atu» U.-Reichenau 19 11 3 S 25 49:84 FFK Falkenau., 19 12 0 7 24 79:87 Rapid Karlsbad» 19 9 6 4 24 44:84 Atu» Fischern., 19 9 4 S 22 61:81 ASB Schankau.. 20 9 S 9 20 82:50 ASB Maierhöfen. 20 9 1 10 19 80:41 ASV Neudck.. 19 8 2 9 18 51:37. Rote Elf Ehodau- 19 8 1 10 17 88:45 Atu» Drahowitz. 19 6 1 12 18 86:52 Atu» Aich... 19 8 4 12 10 28:58