Sozialdemokrat Aentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoflowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme de« Montag täglich frLH>«inzelpreta 70-etler Redaktion u. Verwaltung: PragXII., Fochooa 62— Telephon 58077— Herausgeber: Siegfried Taub— Verantw. Redakteur i.V.: ZdenkoNeuwirth,Prag Aus dem Inhalt: Rekordausfuhr Im Juni: Ausfuhr 83% über Vorjahr Der Arbeitsmarkt in Nordbühmen Reisebericht aus Spanien 17. Jahrgang Samstag, 17. Juli 1937 Nr. 166 JüLysUWlseke StaatskriM wegen des Konkordats . B e lgrad. Nach Beendigung der Spezial- dcbatte, hat der Skupschtina-AuSschutz, in Anwesenheit' aller-Mitglieder den Gesetzentwurf über das K»ük»rvat mit zwölf gegen neu» Stimmen angenommen. Bon dtn oppositionellen Klub» wurde der Antrag eingebracht, dir verhandln»» gen über dasKonkordat.zuvertäg«n,das»nstdie Opposition, gegen daS Konkordat stimmen werde. Dieser Antrag wurde jedoch nicht angenommen. DaS Skupschtina-PlrnNm, wird am Montag' dir Roilkordatsdebatte beginnen.> Eine besondere Schwierigkeit ergibt sich auS der Haltung drr serbisch-orthodoxen Kirche, die dem Prinzregenten und einigen führenden StaatSuiünnerü für den'galt der AnnähmeveS Konkordats m i t d e r(k r komm u n i k a t i o» d r o h t. Andererseits befÜrchtetmans haft e>n Scheitet» d^S' KotikordatS'dle- IsiroatrnHn^ Slo- wenen voNendS überzeugen würde, daß eS für sie indemjügpslawfschep Staat kein« Gleichbe- rechttgung geben kann. Offensive noch In FluB Madri d. Zur selben'Zeit, da bei Billa Rueda del Pardillo heftige, Sümpfe wüten, unternahmen Vit Regierungstruppen einige Aktionen znr Uwfaffüng deS Gegners in der Rühe von Villa Man tilla. Dir Aufftündifchen fallen diesen Ort räumen.. ES wird auch chitgeteist, daft die Re- girrUnghabteillmgrir Villa Bieiosa bedrohen. Lchvere Kämpfe In Asturien , Leon. Der HavaS-BetiHtersfatter, meldet, Baß die ästnrfsche» Abteilungen neuerdings in der Nahe' des- Berges Prim Salgcrda einen Angriff unternommen haben..Dir, Stellungen der Franco-Abteilungen, die da» Gebiet südwestlich der, Stadt Oviedo, beherrschen,, machen des» Koin» mando der Negierungstruppen die Eröffnung von Operationen 1p größerem Maststabe, zwecks vollständiger Einkreisung der Stadt bisher ünchög« lich.. Tfonnerstag früh eröffneten. dtp. Regie- 'rungSabteilungen, die in. diesem Abschnitt, zahlreiche Batteriep konzentriert haben, ein sehr wirksamer Feuer äuf die Gräben der Franco-Truppen gufdeist.Perge Pena Salgada. Gegen 8 Uhr WR'WWWWMHurllckgetketen 0k.«ocirs beute vormittags beim Präsidenten der Republik Die Frage der Getreide- und Brotpreise führt zur Krise des Kabinetts Amtlich wird mitgeteilt: Freitag um 19.30 Uhr trat die Regierung der Republik zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, deren Tagesordnung einen einzigen Punkt hatte: Der Antrag des Ministerpräsidenten Dr. Milan Hodüa, die gesamte Regierung möge zurücktreten. Trotz dem zähen Bemühen nach einem Einvernehmen in Fragen der G e tre idewirtsoha ft, hauptsächlich in der Frage der Uebernahms- preise für Getreide und der ßrot- und Mehlpreise, wurde kein befrie digendes E r g e b n I s erzielt. Daher hat die Regierung, sich dem Vorschlag ihres Vorsitzenden anschließend, den verfassungsmäßig vorge schriebenen VVeg gewählt und. einmütig beschlossen, dem Präsidenten der Republik die Demission zu überreichen» Der Ministerpräsident dankte hier auf allen Mitgliedern' der Regierung für die ausdauernde, erschöpfende Tä tigkeit In Ihren Aemtern und In der Regierung. Sein Stellvertreter Mini ster R. BechynSsprach sodann Im Namen aller Minister dem Vorsitzenden den Danlc für den Geist der freundschaftlichen Kollegialität aus, der in der Regierung stets geherrscht habe. Sogleich nach Beendigung des Ministerrates teilte der, Mlnlsterprä- sident dem Herrn Präsidenten der Republik nach Sezlmovo' Üstl mit, daß die Regierung dje Demission beschlossen habe. Der Herr.Präsi- dentderRepublik wird Samstag früh I n P r a g e I n- t*r rfiW' m'. ümiiffl üli't V»n‘ÄH nistbrpr äsidente n empfangen..•• /;■■■' Eden-Plan- Diskussionsgrundlage Unterausschuß wird Dienstag weiterverhandeln Ein Waffengang kaum mehr zu vermelden Japanisches Ultimatum? Tokio. DaS Kriegsministerium gibt offiziell die Verschickung großer Ttuppenmasstn ans Japan nach Nordchina bekannt, da die Lage dort uumnrhr aufs höchste zugespitzt sei. Die chinesische Gesa»dtschoft in Prag stellt der Presse eine Schilderung der Lage in Nordchiua znr Verfügung, in der es n. a. heistt! Das Ziel der Japaner ist dir Besetzung der letzten»strategischen Stellnsg in der Umgebung von Peiping, Weil die Chinesen ihre ursprünglichen Stellungen nicht verlassen wallen, drohen die Japaner mit Krieg nnd wollen He chinesische Zentralisierung abschrecken, Verstärkungen«ach dem Norden zu senden. Die chinesische Regierung ist, obwohl sie sich um die Erhaltung des Friedens bemüht, verpflichtet, dieUnantastbarkeit des Gebietes der Republik zu verteidigen und darum hat sie sich entschlossen- dem japanischen Angriff mit alllen M i t t r l n, d i e i h r z ü'r V e r? f ü g u n g st e h e n,- W i d e r.st a n d z u le i fi^r-np- Rach de« Freit», vorliegenven MelMMM scheiatels ausgeschlossen,' bäh größere bewaffntke Aktionen ist Nordchina noch zu vermeiden sind. Die japanisch« Prell« ergeht sich in schürfst«» Drohungen gegen China. Sie bezeichnet da«'Unternehmen zwar nicht als Krieg, sondern als«in« kolonial« BefriedignngSmaßnahme, aber sie erklürt»«gleich, Hatz di« Japan«« erst zu kämpfen aufhören würden, wen» dl« chinesisch« Arm«« vernichtet wäre. Zugleich erklärt die offiziell«„D»m«i", daß Jap»» kein« Vermittlung einer dritte» Macht annehme» würde..' A«S der Propaganda und de«, diplomatischen Schritten der Japan«« läßt sich darauf schließen, daß sie«in Ultimatum vorbereiten, da» Von China.mehr minder verklausitliert dir Preisgabe ganz Nordchinas und sein« Unterstellung unter japanisch« Oberhoheit fordern wird. Di« japanisch« Press, verlangt nicht nur konkret« Zugeftändnill«, sondern auch«in«„Demütigung" China». Falls China nicht doch vor de» japanische» Drohungen»urückweicht und alle» Gebiet nördlich de» Jangtsekiang faktisch aufgibt, dürft« e» wohl zum Kampf« komme». Die Japaner beabsichtigen jedoch, wie e» scheint, nicht, de» Krieg zd erklären und die vermutlich langwierigen Kampfhandlungen dürften sich»«nächst Wehl auch all ei» etappenweise» vorfchieben der japanische» Stützpunkte entwickel» Di« Mächte verfolgen di« Entwicklung mit B«» sorgnis. es hat ater kein« Regierung bisher di« Initiative zu einer Vermittlung ergriffen. Roosevelt ließ sich ausführlich über di« Lage informieren. . London. Der. RichtinterventionS-AuSschuß hielt Freitag zwei Sitzungen ab. I» der varmit- tagS-Sitzung erklärten zahlreiche kleinere Staaten ihre Zustimmung zu dem verschlag Edens. Ribbentrop erklärte für Deutschland, daß diese» den Plan al»' Diskussionsgrundlage annehme. G r a n d i schloß sich für Italien dieser Meinung an, fordert« aber, daß man dir lateinamerikanischen Staaten zur Mitarbeit heranziehe. Da Botschafter ll o r b i n ersuchte, die Entscheidung de» französischen Ministerrate» abzuwarten, wurde die Sitzung unterbrochen.- Der französische Miniftrrrat, der unter dein Vorsitz des Präsidenten Lebrun zusammen-, trat, beschloß, dem britischen Plan bedingt beizu- stinlinen. Er formulierw einige Vorbehalte wegen der'zeitlichen Anordnung der durch, zuführenden Maßnahmen.'Er wünscht:■ 1. Vor allem die Erneuerung der Seekontrolle in Form einer Kontrolle der' spanischen Häfen durch internationale Beobachter, dir vom Londoner Ausschuß ernannt werden. 2. A b b r r u f u n g der fremden K o m b a t t aut e n aus hem ganze» spanischen Gebiet, und d a n» erst 3. die Zuerkennung de» Rechte- einer krieg- führenden Partei an General Franko. Die französische Regierung würde vor der Prüfung der Frage der Zuerkennung drr Rechte einer kriegführenden Partei, an General Frank» gerne wissen, ob beide Partei«» in Spanien, daist' hie Regierung von Valencia und General Frone», sich.verpflichten, di« britischen Anregungen anzunehmcn, namentlich' in bezug auf die Bedingung«» der Abberufung fremder Kambat- tantm und die wirksame Kontralle über dir spanischen Häsen. - Nachmittag» wurde die Sitzung fortgesetzt und der Vertreter Frankreichs trug! di« Ansicht seiner Regierung vor. Auch dir Sowjetunion ließ einige Vorbehalte vorbringen. Hierauf einigte man sich darauf, daß der englische Plan als Diskussionsgrundlage gelten und von dem UnteraüS- sthuß'diskutiert werden solle. DienStag dürfte her Unterausschuß.zu feiner, nächsten Sitzung zufam- mentreteu. versuchten^ die RegierüngStrüppen in geschloffener Listle vorzugehen, wurden jedoch durch schwere Bombeneinschläge daran verhindert. Die Mili- zionäre. versuchten, sodann, im Terrain Deckung zst'suchen, wurden jedoch unter starke» Maschinen- gewehrseuer genommen.und,mutzten schliehlich die Bcrghänge verlassen und den Rückzug antreten. '..Madrid.. stzavaS.) Offizielle«! Nachrichten züfolge. wurden^während der letzten Offensive der rMblikänischcht'Truppen 2000 Franeo-Soldaten, darunter, zahlreiche Offiziere, gefangen ge« nommen. entlastunzsdorndardement Madrid.(HavaS.) In den ersten Morgen» stunden de». Freitag/eröffnete»' die westlich von Madrid eingebauten Batterien der. Aufständischen ein heftiges. Feuer'auf die Hauptstadt. In verschiedenen Vierteln her Stadt., würden mehrere Wfoüep getötet.,•.' i In der Nacht versuchten mehrere Nngzeuge der Ausständlschen- ErlundungSflüge Wer.- der Hauptstadt durchzuführen, wurde» jedoch durch die'.Scheinwerfer der Regierungs-Truppen zur Ziükehr gezwungen. Der Rücktritt der Regierung kam überraschend. Wohl wußte man, daß es innerhalb der Regierung-ernste Gegensätze in der Frage der Getreidepreise gab, daß ununterbrochen verhandelt wurde, um eine Lösung zu finden, aber gerade aus der Tatsache der Fortdauer der Verhandlungen glaubte man schließen zu können, daß doch noch eine Uebereinstimmung erzielt werden würde. Gestern war daS Gerücht durchge- sickert, daß der Finanzminister Dr. KalfuS seine Demission angeboten habe, weil er. der Mehrbelastung des Budgets, die. sich aus der Annahme der Forderungen der Getreidegesellschaft ergebe» hätte, nicht zuzustiMmen vermochte. Tatsächlich ist es aber zu einer Demission des. Finanzministers nicht gekommen. Die Regierung vermochte sich Uber die Frage der Getreidepreise nicht zu einigen und so blieb, als die Gegeyiätze unüberbrückbar waren, kein anderer Schritt als der deS Gesamtrücktrittes des Kabintts möglich. Die s o z i al i st i s ch e n Parteien wandte»' sich entschieden.geg.e. n jede Verteuerung deS Mehlcs und des Brotes. Die Krise ist noch.lange nicht völlig überwunden, die Löhne sind bei' weitem nicht allgemein und. keineswegs. in einem solchen AuSmatze gestiegen, daß die, arbeitenden und verbrauchenden Massen eine Brot- und Mehlpreiserhöhung zu ertragen vermöchten. Der Auffassung der Sozialisten schloffen sich'auch die tschechische Volkspartei und die deutschen Christlichsozialen an. Jene Parteien, die Vertreter der Interessen der werktätigen' mnd verbrauchenden Volksschichten sind, vor allem» die Sozialisten: mutzten sich in einer für diese Bevölkerungsschichten noch Immer sehr mißlichen Situation gegen die agrarischen Wünsche stellen. Da innerhalb der G e t r e i d e g e s e l I s ch a f t, die der Regierung Vorschläge erstatten" sollt«, eine Einigung über die Neuregelung der Preise nicht möglich war, mutzte die Entscheidung der Negierung überlassen werden.— Der» Weizenpreis hätte zwar nach den letzten Vorschlägen in der bisherigen Höhe bleiben,.wohl, aber der Roggen« preis erhöht werden sollen. Und da außerdem die Getreidegesellschaft di« Kosten für bie- Einlagerung der„eisernen Reserve" lzwanzigtäu- send Waggons) nicht tragen zu können erilärte und verlangte, der Staat solle sie übernehm'«», wogegen sich der Finanzminister wandte, stand di« Regierung angesichts der Gegensätzlichkeit der Auffassungen vor einer im Augenblick unlösbaren Aufgabe. Sie wurde auch noch erschwert durch die Auseinandersetzungen- zwischen der'Volkspartei und den Agrariern- in der Frage der Kommissionäre. der Getreidegesellschaft,-die bisher tatsächlich den Reihen der tschechischen Agrarier entnommen worden wären..-■ Selbstverständlich- gab es'innerhalb der zurückgetretenen Regierung auch politische Mei» nungsverschiedenheiten.-Sie- war ja eine Koali» tionsregierung. Aber dies« politisch e n Fragen tragen nicht zur Df* miss t o n mi t b e i. Zur Erörterung der schwebenden, politischen Fragen kam eS gerade in den entscheidenden Kabinettsberatungen überhaupt nicht, sie wären ganz in Anspruch genommen von der gewitz auch politisch gefärbfe», aber doch nicht‘ im eigentlichen Sinne des Wortepolitischen- Frage, der Getreideprelse und der mit ihr! zusammenhängenden Nebenfragen. Zur Diskussion dn politischen Fragen, wie der der Ge- meindewghlen und der anderen,»»gekündigten Wahlen, gelangte di« zurückgetrekene Regierung nicht mehr.. ES.ist im Augenblicke wenig> ergiebig, über das Kommende zu orakeln: ob der Präsident dex Republik die Demission annehmen wird,.und wen er, falls er sie annimmt, mit der Regierungsbildung betrau«»'wird. Als selbstverständlich darf man annehmen,, datz die gegenwärtige Regie- rungSkoalition zusammenbleiben-.wird, weil cinc andere MehrheltSbildung nicht den-Interessen der Republjk entsprechen würde. Die s o.z i a- SamStai», 17. Juli 1937 Nr. 166 Sei.'c 2 WWWchipdHMWWWf>M.-MW W 1937 '4- 448.941.000 + 445,485.000 1937 ’+ 1.821,699.009 + 1,992.454.000 die Einfuhr um 1800 hat. Einfuhr,,. ' Ausfuhr■•■ Aktivnm■■■ Die GesanitwarenauSfuhr fm ersten Halbjahr liegt um 57 Prozent über de« vorjährigen, r7:..'“'.■, die Gc'samtferiigwarcnmiSfuhr um 51 Prozent,' im Iiini allein beträgt der Fortfchritt^egeniiber dem Vorjahr nicht weniger al» 83 Prozent bet der Warenausfuhr und 81 Prozent beim Export von Fertigprodulten l „Nichteinmischung“ die große Mode... Warschau. Wie„PAT" bekannt gibt, hat der amerikanische Botschafter Polens, Potocki, den Staatssekretär Hüll, im Zusammenhang mit dem Protest, ainerilanischcr Juden gegen eine angeb- über den Standpunkt der polnischen Regierung untcrrichtet, JmfL.nsammenhastsi.mi^d^m Pro» test'der ämerikanischen'Mwcn' hme d'etHÄWHHj Botschaften der Presse erklärt, dass Schritte dieser Art; als<.un berufe ne- B ersstch'? Ein.m'ischunst' fremder Faktoren in'innere Angelegenheiten Polens Ml betrachten:.feien,: die nur zu einer Verschärfung der Lage in Polen beitragen könnten.'(Das heisst, dass-Polen den Juden droht, sie noch schlechter zst behandeln, wenn sie cS' wagen,"sich zu beschweren—'der Standpunkt des Pferdeschinders, der sein Rosskur Strafe, für das,'Einschreiten des Tietschutzv'ereinS von neuem prügelt Ii 0er,kxpochhWW;K um die Hälfte über dem Vorjahr Ausfuhr Imy Juni um mehr als 80 Prozent Uber(dem 3unl 1936 l?FÜr die erfreuliche Entwicklung des tschechoslowakischen Außenhandels spricht es, dass unsere Ausfuhr im Juni trotz einer saisonmähigen Abschwächung gegenüber dem Mai doch'«inen neuen Rekordaufstieg im Vergleich zum Juni de»-vergangenen Jahres zu- verzeichnen hat. Dabei ist fcstzustellen, dass im' Jahre 1986 dieser Exportrückgang vom Mai zum Juni bei der Warenausfuhr 115 Millionen betragen hat sind vollstänstsg zu Lasten des Fertigwarenexports, also der indu» stricllcn Exports ging, während Heuer die Differenz bei der Warenausfuhr bloss 60 Millionen beträgt, von welchen- nur- 41 Millionen auf- den Rückgang der Fertigwarenausfuhr entfallen, ' Vergleicht man, die Junibilanz 1937 mit der vorjährigen, so ist seine Zunahme der Warenausfuhr von rund 5ll5 Millionen um 446 auf 080 Millionen eingctreicn. Die Ausfuhr von Fertigwaren ist von 883 um 811 auf 694 Mil- Reiner Warenverkehr 1937 Einfuhr,.... 976,186.000 Ausfuhr..... 980,449.000. Aktivum 4,263.000 In ganzen ersten Halbjahr ist unsere Ausfuhr um zwei Milliarden höher als in der- gleichen Zeit des Vorjahres. Die Ausfuhr von Fertigwaren ist in dieser Periode um rund 1300 Millionen gestiegen. Da Millionen zugenomnicn Reiner Wareiwerkehr ErnShrungsschwIerlgkelten In Barcelona Barcelona. Das katalanische Ernährungsministerium ist mit allen Kräften bemüht, eine zufriedenstellende Versorgung. der katalanischen Hauptstadt zu sichern'- und' setzt Maximalp'rcisc rEsWsWNWWkürdnufigMHMWr Mäximälverorauch gewisser Nahrungsmittel pro Person erlassen,. Es-sind dieS L-Äg. Kartoffeln, 200 Gramm ReiS, einen Viertelliter. Oek usw. wöchentlich, Diese Nahrungsmittel werden nur jenen asiSgefolgt, die- ihre Nahrungsmittelkartc für die betreffende Woche. in Ordnung' haben. Mit Rücksicht auf die Mobilisierung hat sich die Zahl-der Bäckergehllsest«. bcdeutcud verringert, weshalb die Erzeugung von Bros Neu.geregelt wurde. Seit Beginn dieser Woche werden, die Brotlaibe in einem Gewicht von.400 Gramm hergestellt und Brot wird nur'dreiwal'wöchentlich verteilt.' Dar Berhältns» von isiyllGramm,pto' PersoN und Woche wird; jedoch' auch weiterhin eingehalten. ist da» Aktivum, i Jänner—Juni ' 1937 , 5.306,326.000 . 5.481,030.000 . 174,718.000 'klonen gestiegen I Ausserordentlich wertvoll ist^der Umstand, dass an diesem Aufschwung die im deutschen Gebiet vorwiegenden Industrien einen bedeutenden Anteil haben. So entfallen von der heurigen Ausfuhr-von GlaS und-GlaSlvaren, die in'den Monaten Jänner, bis Juni zusammen'857 MMosttn betrug, auf den JUNi allein' 69'Millio- ncn, von der Tonwarenausfuhr im Gesamtbeträge von 115 Millionen'auf den Juni 24 Millionen x auch der HohlglaSexport,- der bisher stets am schlechtesten'äbgeschnitten' hatte und-auch'jetzt-'noch unter Vorjahrrhöhe liegt, hat im Juni einen stärken'Äntrl'ev. erhalten. Von der' Gesamtausfuhr im ersten-Halbjahr, 15.000'Tönstcn(Im Vorjahr 16.700) entfallen-auf den Juni'allein 426MTonnen. Rapid, gestiegen ist auch die wegen der^änLerwLclS spielend' durch''Diktate zu- lösenden. Ft'age de'r Brot- und Mchlpreise, son- derwseins.Borzügesk,AlltagSlebensjrag«»ugelvin- nen entscheidende BedcüstnigHind sie'-ckönnen nur einvernehmlich, löüuetl-. nut- aus dcmolratischenr Wege geregelt werden, Welche Regierung- immer auch der-7- auf mänchtrlei.Gebieten sehr erfolgreichen 7—.RegierunglHoM folgen wird— auch .sie.-wird, selbstverständlich;. den-W cg der D c m bita ti e>gehest., Vas Kabinett Dr. Hodla ' Dr. Hodja war bereit» dreimal Landwirtschaft»« -ministcr gewesen, als-er am 5. November 1985' als Nachfolger MafPPetrS vom Präsidenten Masarpk mit der Leitung der.Negierung betraut wurde. Er trat sein Amt in.einer Leit an.-die bereits von den nabenden große» Auseinandersetzungen über die Nachfolge in der Präsidentschaft'beschattet.war; die Konflikte innerhalb der Koalition und' der Negierung eben wegen dieser Frage veranlaßten'den'Ministerpräsidenten, kurz nach der Regierungsbildung dem Präsidenten-sein Rücktrittsgesuch vorzulegen, welches aber nicht angenommen wurde. Die glückliche Lösung der Dinge im- Sinne Masartzks sind dann in hervorragendem Maße des. Work Dr..HodjaS gewesen. Am 18. Dezember'1935, dem Tage der Präsidentenwahl, wurde Dr; Hodja nach einer formalen Demission neuerlich-betraut. Die zwei Kabinette Dr, Hodja waren also'.insgesamt zlvanzig Monate im Amt. Diese Zeit war— unabhängig von dcmilatenten- Gegensatz zwischen dem agrarisch» gewerbepartcilichen Flügel und den anderen Parteien— gekennzeichnet durch die, intensiven Bemühungen der Regierung um' die Bewältigung der großen'politischen, wirtschaftlichen, finanziellen und vornehmlich auch näsionälpolitischen Ausgaben, welchen sie-sich, unter steter Initiative der sozialistischen Parteien, mit unbestreitbaren großen und dauernden Erfolgen unterzog. COPYRIGHT BY SATURN-VERLAG, WIEN Er fand mir mehr wenig Zeit, sich- um seinen alten Freund zu-kümmern, doch nicht etlva aus gröblicher Undankbarkeit, wie. es auch von dem bescheidenen Dieter nicht dafür gehalten wurde, sondern es war eben der einfache, natürliche Lauf der Dinge, Er hatte jetzt für seine Lebensaufgabe zu sorgen, ging beim Unterrichtsniinistcr ans und ein, besprach mit Hofrätcu seine Pläne und wurde nicht nur von dem Präsidenten der ethnographischen Gesell» schgft, sondern von allen wichtigen Leuten im Lande mit- Achtung-und Teilnahme- angehört. Früher,-als-wunderlicher-Narr- und bescheidener Abenteurer mit, gutmütigem, Spotte- angeschaut, svac er nun- ein wichtiges Mitglied der wissenschaftlichen. Kresse, eine Hoffnung,, ein-Stolz des engeren tschechischen, des weiteren österreichischen Vaterlandes,, nichtmehr auf den. Wackeren, Cha» loupka,'den Vater• der- Reisenden,.: angewiesen, sondern jedem hochwillkommen, bei, dem, er zu-erscheinen-fiir gut-.fand. Alle Türen standen, ihni osfe»,.:alle. Geldbeutel knöpften-sich,vor ihm auf, jvas war Dieter jetzt, für.ihn? Der- hatte ihm.redlich und nach bestem.Willen, und Wissen gedient, hatte ihm wörtlich und in jedem weiterenSinne aus dey Sattel.geholfen, und Hesky verstand zu reiten und ritt nun davon,- das war natürlich und auch berechtigt. Dieter schaute ihm-stolz nach und zufrieden» dass sein Schützling dabei eine so gute Figur machte.-.- Zu Hause kramte.Dieter einmal im Schrank seiner- Frau unter ihrer-Wäsche,-ihren Kleidern, ihren kleinen-befcheidenen-Andenken,-Schmucksachen und Päpierefl-und-stwh auf eine grosse Schachtel. Da lagen alle Medikamente, die iht der Doktor. Hesky verschrieben hätte, unbenutzt,-nur gerqde geöffnet. Da tagen Briefe an-seine Frau von ihrer Mutter,' und er las/ wie die Alte ihre Tochter vor den Heilmitteln des Afrikareisenden inständig gewarnt, denn der habe ihren. Mann gewonnen und tvolle sie nur aus dem Wege räumen, um ihn als Reisegefährten nach Afrika mit- zubekommen. Sie solle lieber die und jene Sym- pathiemittel brauchen, ein Husten sei nichts Be» solideres und werde schon von selbst wieder besser werden, wenn sie sich nur vor bösen Menschen hüte. Da lagen diese Fläschchen' und Mixturen, da lag das ganze Schicksal seiner armen törichten Frau, und er hatte nichts davon gewusst. Recht eigentlich ihm zuliebe tvar die Arme wehrlos zugrunde gegangen, er hatte sich schuldig ohne Arg eines fremden Mensche» angenommen und dahei dem nächsten Liebsten wehegetan, ohne davon zu wissen. Kopffchüttelnd packte Dieter die; ganze Schachtel und ivarf sie ins Feuer. Bella, hatte, anscheinend', vom- ewigen Scheuern und Reiben, wunde. Hände bekommen. Sie achtete nicht darauf, aber Dieter behandelte sie mit Fett und suchte die aufgesprungenen Finger damit zu heilen, ohne dass das Uebel nachlieh. ' Um hie Kleine während seiner Geschäftsgänge nicht in der verödeten Wohnung allein zu lassen, wo sie unbewacht irgend etwas anftellen konnte, aber auch damit /sie unter Menschen- komme und Leute sehe,-nahm er. sie und Josef nachmittags auf seine dienstlichen Besuche nut., Er musste nämlich pie'schon gedruckten Jahresberichte der Gesellschaft den Mitgliedern ins Haus, tragen, bei denen er bekannt'und freundlich auf« genommen war, hatte er doch-selbst diese Mitglieder größtenteils angeworben und für die Ethnographie gewonnen;-'alle schätzten den-zuverlässt» gen, bescheidenen und in.seiner Art geschickten' Mann, der. sich' mit'dem' natürlichsten Betragen eines geraden, schlichten Menschen, ohne je den Respekt zu- verletzen, doch als wahrhaft gleichbe«. rechtigt zu benehinest wusste und nach sefsteKHMst ten auch manchem Höhergestellten, stand& bei ihm, den und jenen guten Dienst'-erspies, Sa war er Überall willkommen, wenn-er seinen-- Bericht mit geziemendem Gruss Überreichte und den Jahresbeitrag bei dieser Gelegenheit einkassierte. Man bot ihm einen Stuhl, eine gut« Zigarre, ein Gläschen Wein oder Schnaps, sprach-über-dir Neuigkeiten des Tages und. schied dann in alter, guter Freundschaft..' Nach vielen solchen Besuchen gelangte er mit seinen beiden Kindern, dem schwarzen und dem Weissen, wobei das schwarze gleichsam als Sinnbild der interessanten Bestrebungen, des Vereins und seiner, Dieters besonderer, bewährter Mühe« waltung um Oesterreichs grössten Afrikareisenden nach Gebühr angestaunt,, befragt, beschenkt wurde, zu einem vielbeschäftigten Arzte,, der ihm herzlich -gewogen Wär. Als sich dieser nach Dieters Verhältnissen und gegenwärtigen Umständen, erkundigte, mit Bedauern'vomTöde■ seiner Gattin hörte und neugierig die kleine Negerin betrachtete, fiel es dem sorglichen Familienvater ein,.den sachverständigen Männ, auch wegen. Bellas tzanhiibesi zu fragen, da» sich leider.gav,nicht bessern: wtzllte. Der Arzt besah sich die stgunende Afrikänerin uych ihre Fingeh,, sWteste dest Kopf und sagte,-leise- zu Dieter;..„Mein,liehe« Freunds,die Kleine-ist im höchsten Grade skrophstlös. Das Klimst, alle Lebensgewohnheiten- vowhierw!rkenMtt,.^da muss etwas geschehen, sonst, geht. sie.-Ihnen drauf, vor allem dürfen Sie sie nicht zu Hause bei Ihrem Buben bchaltcn. Das. Ware ein ganz sträflicher Leichtsinn."' „Ja, jai Alles recht schön stfld gut, Aber was soll ich nist ihr anfangen?" „In«in Spital mit ihcl.Augenblichlichl Bei ordentlicher Behandlustg wird, sie,, gesund. Der Hesky reist nach einem häUest Jähre ohnehin wie« der nach Afrika, dastn magerste sttistieWfst. Dort gehört sie hin. ES Iväste doch, schade um ein solches Negxrp.rgchtstjick. Das von',, einem ivildcn Weibchen. Alst, unverzüglich iMShIidliM . Dieter'hörte' ehrerbietig zu, sth mst einem Die> Gewerkschasien haben beschlossen,- Mit Rücksicht-stuf. die ernste Lage' und. guf^die Bedürfnisse dec Jsidustrie alle Urlaube, der Arbeiter einzustellcn. Die nicht kollektwisierten Betriebe tstüsscn ieine Summe).Welche den bezahlten Urlauben ihrer Arbeiter entspricht, der Depositen» käste der katalanischen Regierung.zur Verfügung des Avbeitsministerium»-abführen, welche» diese 'Äeträsse zur;Untstrstützung der Kriegsopfer, zur Durchführung unerlässlicher öffcnilichcr Arbeiten und für die Kriegsindustrie vertuenden wird..- . Krupp vor Gibraltar London. Der Korrespondent des„Däily Herald" In Gibraltar meldet seinem Blatte,^atz dar britisch«-Gebiet-in-Gibraltar-nunmehr von allemSeiten. von befestigten.Positionen umgeben ist, welche von deutschen-Fachleuten erbaut wur« .hM. Der Korrespondent, behauptet,'dass die Mehr» zAhl oer-bei Gibraltar eingebauten Geschütze deutscher Herkunft-sind und-am-22,.Feber d. I. vom deutschen Kriegsschiff„Deutschland" und am 20. Mrzk- d. I. vom. Panzerkreuzer,-«Admiral Scheer" nach Gibraltar--transportiert' wovdcn sind. Zwei Batterien stehen eine halbe Meile von Algeciras enffernt und die dortigen Geschütze haben Kaliber von 14 und. 16 Zoll[(8-5 und 40< Zentimeter). Sine weitere 16zöllige Batterie ist än der Küste bei Benta de PelayS, siebtit Meilen von Algeciras entfernt, untergebracht, iln- weit von dieser Batteriestellung, stehen.-' an-4er Küste, eine: gleichartige Batterie-und einige Flng« zciigabwshr-Geschühe. Weitere Geschütze sindssin Puniä Cärnero untcrgcbracht, welche'Stadt, ebenso wie Tarif«,.stark befestigt ist.,. „Trotzkisten** In Wirtschaft und Heer Moskau.(AP.) Zu den Verhaftete» der letzten Tage gehören Kanne», der Leiter der Gencraldirektion für elfen- und stahlverarbeitende Industrie, G l i n k a, der Leiter de» Eisenwerkes Kertschenskij, R u d n y i, der Leiter der Werkstätten RowomoSkwa, S t r e j e, der Leiter der Werke für synthetischen Kautschuk in Jaroslawl, Rjabolow, der Lester der staatlichen Petrö- leumraffinericn. Anter de» Verhafteten in Chabarowsk«erden genannt Admiral B i k t» r 0 w, der Ober- kommandierende der sowjetrussischen Flotte im Stillen Ozean, P e t r 0 w) der Befehlshaber der sibirischen Artillerie, und B 0 l j a n s k i, der Mtlitische Lestetz'für.Sibirim..,. n 4,.a, g, D«d.!^äÄE'-Smelär beS7fihsietmisstschÄr Zentralvollzugsausschusses, Akulow, der vor zwei Jahren al» Nachfolger des plötzlich entlasteneu Georgier- Jcnukidse seinen Poften angetrc- ten hätte, trat zurück und wurde durch Gorkin, dr» bisherige» Borsitzonde» des Orenburger- Vollzugsausschusses, ersetzt.-— Der jüngste Brüder von Woroschilow, der 39jährige Sergej Wo» rofchilow, nahm den Abschied aus der Armee und will Geistlicher werden. Er verband dies mit einer Absage an den historischen Materiälls-- mus. Der Vorfall wurde dadurch bekannt, daß der Volkskommissar Woroschilow von seinem-Bruder öffentlich äbrückte, wobei er«klärte, dieS-sei ei» Beweis dafür, daß'die Gottlosenbcwegung schlecht arbeit«.- traurigen Seitenblick auf die Kinder, die bei- der Eingängstür vertraulich nebeneinander standen, dann! sagte er schönen Dank, der Arzt nickte.ihm ein freundliche»„Gott befohlen", und er ging.mit seinen beiden Schützlingen betrübt fort." •- Auf der- Gaffe fiel ihm der gute,-schlimme Rat bedenklich aufs Herz,, denn-er. hatte-sich- an die kleine-Schwarze recht gewöhnt,-nüd sie war ihm lieb, ist eS doch der Güte gemäss, an einem anvertrauten menschlichen Wesen nicht nur ordentlich zu Händeln, sondern dabei daS"eigene Gefühl so freigiebig zu- betätigen, dass ein fremdes Geschöpf.einem unversehens teuer wird,-wie Has nächste. So hatte er die arme Negerin' wie ein eigenes Kind gehalten. Nun sollt«!« sie;wie ein gleichgültiges Ding wieder weggeben, und verlassen, hinausstoßen' unter fremde Leute, in -ein Hrital, wo keiner,.sie verstand,. Denn wusste Bclla auch nicht viel zu reden uiid besaß nur die. ^einfachsten Gebärden, und Ausdrücke jhperWünsche und Gefühle,'so'hatte sie doch sicherlich wie jede»- Menschenkind einei ganze weite Welt des Inneren^ um welche er-wie ein Vater Bescheid wüsste,-und die; irr lächelnd, aber liebevoll würdigte,,al» hätte er sie gezeugt. Am Ende hätte-er gar feineuieigenenBuben leichter aus den Händen 'gelassen, dem- ja;ei».stärkeres, reichlicheres Erbe Mitgegeben;war,.indes die fremde Negerin dop» pest a.rm-schien» da,ste von dem Ueberschuß seiner Gaben- lebte und vielleicht bitterlich verhungerte ohne das Gnadenbrot der Liebe. . Aber was-sein, musste,-war einmal nicht zu änh,ern,,;und„so schien, es ihm da» beste, sofort zu, handel» und.den argen Entschluss auch'gleich; zu Ende zu führen. Daher schlug er:den Weg zum Krämenh/iustz. eiy, nahm. Bella, an.- seine rechte Hand, Josef an.die. linke stjid begann der,Kleineni- zu erzählen, der Herr, bei dtzstr. sie ehest gewesen; -sei. lein grosse,r. Me.dizistmann, ein Njaka, ein Zauberer,.oer jedesti-Menschen auf; den.--Grustd-sehe. und das Schistsäl,lese, per habe- ihm gesagt,-sie; lFortsehung folgt);. Nr. 166 Samstag, 17. Juli 1037 Seite 3 Schenk mir'Dein willst Aus Atus»Zeltlager Im Polsental Vorbeimarsch der Jungturner Ur. kam ist. Produktive Nrbeitsloscnstirsorge. Zum Zweck« des WafferleitungÄaueS(Gruppenwasserwerk Nicderland) wurde vom Ministerium für sozial« Fürsorge der Gemeinde OberhennerSdorf ein Staatsbeitrag von 210.066 Ui zuerkanNt. darsteüt, ging vom. Jägerndocfer Stadtrat aus, der sich davon reine Kräftigung de» Wirtschaftslebens, versprach'und In dieser Annahme auch bestimmt nicht enttäuscht werden wird. Di« Ausstellung war schon am Eröffnungstage massenhäft besucht und da» starke Interesse hat bi» zuletzt angchaltcn. Die Besucher äußerten sich durchweg» in der anerkennendsten Weise über die. Organisation der-Veranstaltung, die der L et- stun g» f äh igk e ij de» hetmif ch e n G«w«rbe» ein glänzendes Zeugnis.auSftellt. In nicht weniger als 16 Objekten find die Er« Zeugnisse de» Handwerks, der In d u- stri.e, der Land« und Forstwirtschaft und. alle», was im Zusammenhang■ damit als wichtig erscheint, zu sehen. Di« Ausstellung beherbergt weiter eine Reche von Sonderschauen, die sich eine» besonderen Zuspruches erfreuen.. Inder AuSstellungSwoch« wurden mehrere größer« Tagungen abgehalten, die sehr viel« Teilnehmer, auch au» Böhmen, nach Jägerndorf brachten. Sie lernten.bei der Gelegenheit die Schaffensfreude der Bevölkerung, und auch die reiztolle Umgebung der Stadt kennen, was zur Steigerung de» Fremdenverkehr» in diesem Gebiete sicher wesentlich beitragen wird. Alle» in allem kann gesagt werden, daß die Stadt Jägerndorf,, an deren Spitze«in sozialdemokratischer Bürgermeister, Ernst Richter, steht, alle" Werk, da» hier zustande Erfolg nicht zweifelhaft nur. mein auch die Mitglieder.ter Freien Gewerkschaften und der Genossenschaft in Staab versammeln. Die„Zukunst", das Blatt der Arbeiter dieses- Gebietes, hat Festgewand angelegt- und bietet den Lesern eine sehr schöne, interessante und reich bebilderte Ausgabe, deren Aussätze einerseits in die Anfänge der sozialisttschen Bewegung zurückgreifen, andererseits ein Bild von der Lübenöigkeit und Bielgestaltigkeit der heutigen Arbeiterbewegung bieten.. Spricht man von der sozialistischen Bewegung dieses Kreises, dann muß man"auch von unserem Dominik Leibl sprechen, dem altbewährten Freunde, dessen Name' für immer Verbunden ist mit der Geschichte der Arbeiterund besonders der Kleinbauern-Bewegung unsere» Landes. Denn.Dominik Leibi, der. beide» wat:' JndÜstrieärbeittr' und Kleinbauer,' war der Begründ» der Kleinbäuernorgünisation und' er hat diese Organisation- mit der der Jndustrie» arbeiterschast fest^verbunden. . Etz wird Dominik Leibi gewiß freuen, daß die Arbeiter„seines" Kreise» sich zu einem so schönen Feste versammeln können, e» wird ihm aber auch freuen, daß sie— und wir mit ihnen — an. diesem Tage.in herzlicher Freundschaft grüßen!''> Die Prager Deutsdie Arbeitersendung bringt in dieser Woche: Sonntag, 18. Juli, 14-15—14.25: Di« Artest in der Dichtung. IDr.. Olga ßetmaf). — 14.80—14.85(Strasnice)Für Sait und Frieden. Mittwoch, 21. Juli, 13.40—18.45:Arbeit«, markt.—18.20—18.40; Arbeiter-Ausstieg— Bal«, ausstieg(Abg. Wenzel I a»sch).— 18.40—18.50: Soziale Informationen. Freitag, 28. Juli, 18.85—18.45: Aktuell, zehn Mniuten.' Sonntag, 25. Juli,- 14.20—14.80::■ Lton Blum» sozialpolitische.Bilanz,'.(Dr. J. W. Brügel).— 14.30—14.35: Für Bo« und Frieden. hört auch ein gewisser Gentleman-Geist.-, Der Mangel solchen Geistes fällt Ausländern'bcj Betrachtung unserer nationalpolitischen Verhältnisse am meisten auf. Bringt man auf tschechischer Seite wirklich nicht soviel Einsicht auf,.daß der deutsche Sender auch eine deutsche Leitung haben müsse, dann wird au» der.ganzen Sache wieder nur ein halbes Werk. An Halbheiten aber krankt der Staat schon mehr, al» ihm zuträglich ist." Ein Kreistag der Arbeit wird am»17. und 18. Juli die organisierten Ar- beiter einr» großen Gebiete», und wird mit ihnen die.Freunde der sozialisttschen Bewegung, wird Jägerndorf stellt aus Zur Zeit findet in der alten Tuchmächerstadt Jägerndorf,'' im schlesischen„Manchester", ein« große Ausstellung.für- Gewerbe,. Handel, Industrie, Land, und Forstwirtschaft, statt,' die am 11. Juli eröffnet wurde und bereits jetzt am Sonntag wieder ihr« Pforten schließt. Die Anregung, zu dieser sehenswerten Schau, die-infolge ihre» Ausmaße» eine- Art„schlesischer Messe" Bürokratismus um den deutschen Sender Nach UNS beschäftigt sich jetzt auch die christlichsoziale„Deutsche Presse" lim Leitartikel Vom 16. Juli) mit ter„Welle Meinst" und schreibt treffend unter anderem,: ,,E» ist damit nichts getan, daß man den Deutschen vielleicht statt bisher 10 Prozent nunmehr 50 oder 60 Prozent der Sendezeit gibt. Soll der,deutsche Sender aktuell sein, dann muß er die Möglichkeit haben, uneingeschränkt den ganzen Tag zu arbeiten... Wenn den Deutschen wieder nur ein gewisse» Stundenprogramm zügeteilt wird, bedeutet da» auch eine starke Einschränkung in den Möglichkeiten, ein abgerundete» künstlerische» Programm aufzustellen... Aber will man überhaupt ein« deutsche Leitung? Nach Mitteilungen der Rundfunkgesellschast stellt man sich die Sache so vor, daß zu den einzelnen Sektionen de» tschechischen Rundfunks je ein deutscher Beamter ernannt wird.^Das ist ei» echt bürokratischer Gedanke. Man- glaubt' dar Problem gelöst zu haben, indem man die übliche AbtcilungSwirtschaft einführt. Daß ein deutscher Sender auch einen deutschen Kopf, d. h. eine deutsche Leitung braucht, findet man offenbar überflüssig. Die Rundfunkgesellschaft kann freilich in,, der Frage des deutschen Sender» nicht die letzte Instanz sein. Der deutsche Sender ist ein« politische Angelegenheit, ob man e» wahr haben will oder nicht. Die deutschen Regierungsparteien werden an der Durchführung dieser Sache ersehen können, ob das Abkommen vom 18. Feber bis in alle Konsequenzen durchge- flihrt werden soll oder Nicht. Wenn man den Deutschen nicht soviel Vertrauen schenkt, daß-sie im Interesse de» Staate» und der 8.5 Millionen Deutschen in der Republik einen Sender vcrival« ten können,-dann ist da» kein gute» Zeichen für da» BerständigungSwerk. Zur Verständigung ge« „Schöne Spanierin, Herz!“ „Ich glaube, Du Erz...“ Die Gemeindevertretung der kleinen Erz» gebirgSgemeind« Christofhammer bei Pretzktttz, die eine- sozialistisch-kommunistische Mehrheit besitzt, hat eine Entschließung angenommen, in der di« Regierung aufgefordert wird, von den Londoner NichteinmischungSvereinbarüngen im Falle Spanien zurückzutreten und die Valencia« Regierung aus da» tatkräftigste zu unterstützen.(DND.) #Mdetendeutsdm idfepieiktl Konzentration In der Strumpfindustrie Au» Warnsdorf wird uns berichtet, daß nach längeren Verhandlungen der Verkauf der zweitgrößten tfchechoflowattschen Strumpffabrik Stefan Schindler in Schönlind« bei Rumburg an dieFirmaJ.K u n e r t& Söhne in WarnSdorf-Verfekt geworden- ist., Die Firma Schindler MchäftWea. 800 ÄrbeM und Angestellte. Durch diese Berkauf-aknon erreicht die Firma Kunrrt& Söhne in Warnsdorf fast,«in« Monopolstellung in der-tschechvflowakischeN Strumpsindustrie. Spanische Reise - Bon Karl Kern Oer Mann auf der Straße ... Man kann auf die. Stimmung der. Bevölke rung wohl auch daraus schließen, daß unser« Auto», als amtlich« Wagen kenntlich, sin allen Dörfern spontan begrüßt wurden. Aber wir hätten auch Gelegenheit, mit dem Mann auf der Straße imbttinflußt zu sprechen..Da ist ein Eom- Panys-RepUblikaner in B a r c e 1 o n a. Wir.fragen ihn:„Was denkst Du über den AuSgang des Krieges?" Wir müssen die Frage wiederholen, denn der Sinn wird dem Gefragten nicht sofort klar. Da. er endlich versteht! sieht er. un» erstaunt an^und sagt:„Wir. werden siegen!"„Warum?" «W e i"I e 8 k e t N e ander e L ö s u ftgg i'b t!" Etz fällt offenbar niemandem ssn, an eins andere Lösung zu denken, mast hält sie für ausgeschlossen. — In A le a l a,-einem kleinen Küstenort, fräsen wir einen Arbeiter, der die Welt ein. wenig kcnnengelernthat— er war in. Fränkceichund Deiitschland.„Wer. wird siegen?". Die feste Antwort:„W i r!"„Worauf gründet sich-Deine Ueberzeftgüng?"„Darauf, daß wir'siegen'm Ü s« s.en. Wir w.erden.siegenl ihr Ausländer.dürst nicht so^ ungeduldig sein!"'- .Wir- werden siegen:'bedarf' es stoch eine» überzeugenderen Beweises sijr die Verbundenheit detz Volkes.mit. der republikanischen Regierung? JnBälverda treffen wir einen jpngen'Landarbeiter, einen-.Analphabeten, der. jetzt bei der Vereinigten.sozialistisch?» Jugend lesen rind schrei-, b-n' lernt.„Watz sagt, man.in deiftem Dorf über den BürgeMeg?"!„Nün, wir.werdenihn'. gewinnen, wir' müssen.ihn.gewinne».. Die Dörfer gehören jetzt un», so muß e» bleiben fl'„Was hat sich, geändert in' Deinem Dorf?"«Früher hatten wir armen Leute keine Schilhe,, und- jetzt haben wir.all« Schuhe!'.So'Muß'es bleiben!" Wir sprechen.- im gleichen Orte mit jungen Metaflärbei- tern, CH'aüffeuren"Fabrikakbeite'rn,'Flüchtlingskindern, und-mit abgehärmten jungen Landarbeiterfrauen, lauter Analphabetinnen.„So wie es jetzt ist, ist es. gut", sagen sie,„so wie es war, darf etz nicht mehr,werden. Jetzt wissen wir, daß wir Menschen siftd!"„Der Krieg? Ja, der Krieg ist. schrecklich, aber wir haben ihn nicht ängesan« gen. Und wenst er zu Ende sein wird, werden auch wir lesen und schreibeft lernen!"— Dieses stolze Volk hat einen! Hauch der Freiheit'verspürt'und seine ärmsten Söhn« und Töchter heben kühn das Hauptdcrneuen Sonne entgegen. Sie w e r d e n siegen, w i r werden' siegen, Brüder upd Schwestern, die-ihr zu uns gehört wie wir zu euch! Wollt ihr noch andere Beispiele sür den Heldenhaften Freihekttzwiflen' dieses Volkes?' Die Preis« der wichtigsten Bedarfsartikel siUd in den letzten- Monaten' erheblich- gestiegen,- die Leben»- haltung ist noch ärmlicher-geworden, Aber e» gibt keinen Streik», kein«'Lohnforderung,.„Soziale Kämpfe schwächen Unsere Kraft, erst müssen wir siegen!"- Da», ist die Parole, dje' von' den.-Arbeitern: selbst, ausgegeben wurde. Und in de.» Rü-, stungsbetrieben wird so fieberhaft gearbeitet)! haß es für spanische Verhältnisse.■ erstaunlich. ist.' Männer, Frauen, junge Mädchen ertragen mit Älrichmut.die Gefährdung durch feindliche Bom-- beft!uyd Gränäte'm'dtr'sis'ist'-den Fabriken nutz-- gesetzt sind!:„Alle» ftir, ddn Sieg!"— da» ist'die Losung:/"... blutendes, trotziges Madrid Madrid— da»- ist da» Wunder dieses Krieges. Di« Front geht durch die Stadt, die Uni- versitätsflinik und das Landstück, das diese mit dem Gro» der Franco-Armee verbindet, sind.noch immer in den Händen der Faschisten. Täglich fal- len Granate» auf Häuser und Straßen nieder und die. Zahl der Opfer, die sie fordern, ist hoch. Nachts knattern die Gewehre, rattern die Maschinengewehre, donnern, die Kanonen, rollen die Mörser und Minenwerfer doppelt hörbar an der nahen Front. Bor.den Lebensmittelgeschäften stauen sich Menschenmassen beim Schlangestehen. Es gibt wenig Brot in Madrid und da» wenige ist schlecht. Madrid hat kein Fleisch! keinen Zucker, keinFett, kein« Milch, keine Butter/-keinen Kaffee. Keift Mensch ist sicher, daß er nicht im nächsten Augenblick von deiner Granate zerrissen wird. Mer: in rühiger Gelassenheit gpht da» tägliche Lehen weiter,'gespensterhaft'M-den, der dies zum-ersten Mal-sieht und-empfindet.—-Hinter großen Sandsqckbarrikaden.. gegenüber der' schon zweihundertmal beschossenen Telefonica sitzen' die Menschen zeitunglesend im KaffeeehaU». Auf. den Straßen bälgen sich die Kinder, häufig auf, den Trümmernj getroffener Häuser. Die Untergrundbahn und die Straßenbahn verkehren» hinten auf dem Puffer der) Elektrischen fahren., di« Madrider LällSbftben-„'schwarz". Ist' der Gran Bia, die täglich unter Granatfeuer Ilegt^spielen sämtliche Klnös. Bor den Häusern sitzen Frauen und'strll» kpw Strümpfe Uftd die Männer rauchen ihr Pfeifchen dabei. Diese Idylle sind- freilich? nur ,) auf «'in etz Straßenseite zuifinden.aftf jener,,die im „Granatschatten".liegt. Die andere Straßenseite bleibt frei, sie liegt in der Schußbahn' der Kanonen. Tönt' das bekannte Pfeifen der: Geschosse, kommt Bewegung in die Menge. MÜtttrAipen ihre Kinder- ins Hau»,' Männer flüchtenMnter schützende Mauern, wer keinen HauSeinggnsj'erreicht, wirft sich auf die Erde. Manch eiiter-steht nicht mehr auf. manch ein Kino, manch ein blühendes Mädchen, das kurz'vorher ,'fröhlich scherzte, manch eine Frau, die gegangeni'wiir^fssr ihre Kinder Brot zu holen.— Es gibt ,' keine Straße, in der.nicht, zerschossene Häuser'And. Wenn eS sich lohnt,, bessert man die SchLddst-Mt- dürfttg aus. Die kostbaren Denkmäler-der Städt sind mit schützenden' Sandsätzen zugedeckt.. Seit Monaten bemühen sich, die.'Behörden, di« Bevölkerung-zum Verlassen der. Stadt.zu'-bewegen. Alle Bemühungen blieben-vergeblich! Wer diese Stadt erst richtig erlebt hat,'- mag sie nicht verlassen) und wer hier geboren ist, will'.liehrr hier sterben al» ist- der Fremde sein.,— -fragst du- einen dieser hungernden, unter Fräntos Kanonenschlünden lebenden. und. schaffenden Mahrflenen:„Wer wird den Krieg gewinnen?", so.wird er, erstmint über die Frag«, ohne, Zögern antworten:„Wir I" Die-Stadt' wird zimmer mehr zu.einem Trümmerhaufen, aber d^atz'„'No päsarän!" klingt'immer trotziger.'—.JimitelAn ist die'Versorgung der Hauptstadt eines der em- stcsten Probleme- des- Kriege».. Die Cisenbahnvetz» bindung funktioniert nicht mehr, die einzige Ver« bindungsstrahe zur Küste ist verstossst. Weng man die-Bevölkerung.nicht aussiedeln kayn,)wM-nmn die. Front umsiedeln müssen. Man. ist jetzt/eben däbei, die große Offensive,, derenumfangreiche Vorbereitung wir. sahen,- ist im Gange..;' '--'./■...(Schluß folgt.) Leite 4 SamStag, 17. Juli 1937 Nr. ISS- VNel aus dem Urlaub Nach einem Jahre harter Berufsarbeit hat end« lich der Urlaub begonnen. Morgen» wecken mich nicht Fabrikfiren.n. und treiben. zufinnsoserHast. Ich bin frei, lebe nur mir selbst, mir ganz allein. Ich tue.Mit meiner freien. Zeit, was mir beliebt und nteniandem.bin ich darüber Rechenschaft, schuldig. Frühmorgens scheint die goldene Sommersonne durch die Scheiben meine» Urlaubstübchen» und küßt mich wach. Durch da» Fenster strömt.die balsamische Lüft de» Gebirge», kleine gefiederte Sängen bringen mir ein luftige» Morgenlonzert dar uich al» Begleitmelodie rauscht der nahe Wald geheimntrvoll und eigen sein uralt«»' Lied. ■ Diese wundersamen UrlaUbltag« sind hart genug erworben. Krone um Krone muhte'zusammen« gelegt werden, um Mit der'Freizeit etwa» richtige» anfangen zu können. Weil diese sonnige-Zeit so testet"erstanden ist, koste ich sie Nu» bi» zur Neige. Kein winzige». Teilchen von Freude sollverloren gehen, kein Funken Sonne verstrahlen, der mich nicht wärmt!'■->.■ Weit unten im Lale," nebelhaft verschwommen, liegen die tveitgedehnten. Jndustricwerte. Grauer Dunst liegt darüber, und,.an den gewaltigen SchÜten hängen schwärzgraue RäuchsähNen. Ich freue'mich königlich, daß ich nicht ihr Gefangener bin! Hier ÄAesneWMten. NI» welchen Kräften? Ganz ernsthaft sagt ein Berichterstatter der„Frankfurter Zeitung" in einem Berichte au» dem berühmten spanischen Badeorte San Sebastian, der trotz Krieg und unbeküm- niert um den Krieg da» gewohnte elegante Leben führt, man müsse' sich unwillkürlich fragen, „mit welchen Kräften eigentlich Spanien diesen Krieg führt,wenn inan die Menge von heereSpflichtigen jungen Burschen, mft und ohne Uniform, in den Straßen und Cafös gewahrt".• Sie hätten alle verstau- den, sich-»drücken.'Der Berichterstatter stellt erstaunt„die Unbekümmertheit und Gleich- gültigkeft dem Kriegsgeschehen gegenüber", fest und ganz naiv meint er, doppelt verwerflich sei diese Haltung dieser Kategorie, von jungen Leu- ten deshalb,„weil die Schicht, der sie angeboren, in diesem Krieg am meisten zu ver- litten hat". Das stimmt schon, daß diese Schicht, der die goldene' Jugend angehört, am meisten zu verlieren hat. Mer wann je hat die Bourgeoisie sich dazu gedrängt, ihre Kriege selber zu führen? DaS ist doch Sache der Proleten I Und wenn eS, wie im spanischen Bürgerkrieg, zu wenig Pro- f Pelplnfc nach wie vor belagert Peiping wird von den Japanern, die ständig Verstärkungen erhalten, nach wie vor belagert. ES ist vorläufig eine wirklich friedliche Lösung kaum zu erwarten. Die Aufnahme zeigt da» neueste Luftbild von Peiping leten gibt, die dazu gezwungen werden können, — nun, mit welchen Kräften Spanien— das faschistische Spanien■— diesen Krieg eigentlich führt, diese Frage ist leicht zu beantworten: mit fremden Kräften- mit Marokkanern, Italienern und Deutschen I Die spanische Bourgeoisie tut genug, wenn sie, am Badestrand von San Sebastian lustwandelnd, sich patrio- tisch begeistert und über die„Bolschewiken" ent- rüstet. . Wir sind nicht nur die Republik Masaryk» und Brnos', wir sind auch eine Republik der Realisten, in der vorsorglich auch an die kleinen Alltäglichkeiten des Lebens gedacht Ivird. So sehr, daß man kaum noch von„übepalistischer Demokratie" sprechen kann. Da verbietet zum Beispiel das LandcSamt den Selchern, Speckknödeln zuzubereiten und Suppenknödeln im Vorrat oder zum Verkauf über die Straße herzustellen. Sie dürfen nur noch Suppcnknödcln, die als einzige Zugabe Fleisch enthalten, und dies« Knödeln nur noch vor den Augen des Gaste» anfertigen.— Man merkt Minister NajmanS fürsorgliche Hand und ist still beglückt. Ein Blitz tötet 78 Schafe. Bel einem am. Donnerstagabend über den nördlichen Teil de» Kreises Marburg in Hessen niedergehenden Gewitters schlug der Blitz in der Nähe des Ortes Niederasphe in eine Schafherde. 78 Tiere waren ans der Stelle tot. Der Schäfer, der nur fünf Meter von der Einschlagstelle entfernt war, kam mit dem Schrecken davon. Ein italienische» dreimotorigeS Militärflugzeug ist nach einem nächtlichen ll.ebungSslug bei einem Landungsversuch gegen eine hohes Hindernis gestoßen und in der Nähe, der Rennbahn Campennelle abgekürzt. Die fünf Mann starke Besatzung fand dabei den Tod. „Lexington"-Flieger suchen bis SamStag- Die Flugzeuge des Flugzeugmutterschisfe» „Lexington" haben bisher erfolglos nach der verschwundenen Ozeanfliegerin Amelia Earhart ge sucht. ES ist wahrscheinlich, daß die„Lexington" genötigt sein wird, am SamStag wegen Brennstoffmangel» die weitere^ Nachforschungen«in« zustellen. TranSozeanflüg«. Da» Flugzeug„Tale» donia" ist Um 10.39 Uhr auf der Insel Föhnes gelandet. Der Flug dauerte zwölf Stunden und sieben Minuten.— Das Flugzeug'„Clipper", welches den Ozean in entgegengesetzter Richtung überflogen hat, als die„Taledonia", ist in Böt« wodd auf Neufundland um 11.89 Uhr gelandet. ES durchflog die Strecke in 18 Stunden 24 Mm. Bezeichnendes Manöver. Der Korrespondent des Deutschen Nachrichtenbüros in Mailand berichtet, daß 500 Alpini-Söldaten unter Führung von 18 Offizieren und 89 Offizieren in voller Feldausrüstung mit Gewehren und Maschinengewehren eine Besteigung der Mont- Blanc-Kctte durchgeführt haben. 189 Soldaten pflanzten auf dem Gipfel de» Mont-Blanc die italienische Trikolore auf- während die übrigen italienischen Soldaten andere Punkte des Grenzkam- me» besetzten. Sodann'stiegen die Soldaten ab. Sonckerdnrvr Ehrgeiz eines 99jährigen Ein Engländer, der fetzt seinen 99jährigen Geburtstag feiern konnte, wünscht« sich, vor seinem Tode noch einmal mit einem Flugzeug geflogen und eine Fahrt in einem U-Boot gemacht zu haben. Der erste Wunsch wurde ihm erfüllt. Nach mehrstündigem Flüge, von dem er überaus begeistert war, sehnte er sich nach der baldigen' Erfüllung auch seines zweiten Wunsches. «0.000 Liter Benzin explodiert.. Auf dem Gelände der Pure Oil Company in Atlantic Eich (New Jersch) explodierten Freitag, zwei je 19.999 Gallonen(etwa 80,099 Litersenthäl- tende Benzintanks. Das brennende Benzin überschwemmte die Umgebung eines. nahelegenen Häuserblocks. Die Hausbewohner müßten ihre Wohnungen räumen. Die Feuerwehr bekämpft den Brand von den Dächern, der umliegenden'Gebäude. Eine Reihe weiterer Benzinbehälter ist infolge der Hitze explodiert. Nach den bisherigen Feststellungen erlitten zehn Personen- darunter drei Feuerwehrmänner, schwere Brand« Verletzungen. Die Türkei war von Pest bedroht! Erst jetzt wird die Oeffentlichkeit durch Blättermeldungen darüber aufgeklärt, daß kürzlich die Türkei, von der Pest bedroht gewesen war. InSy,rien hatten sich mehrere Fälle von au» Indien eingeschlepp- ter L u n g e n p e st ereignet, und e» bestand die Gefahr, daß die Seuche die Grenze überschreiten und in Anatollen eindringen würde. In.größter Eile und Heimlichkeit begann daraufhin die Türkei mit ihren SicherungSmaßnahmenr. die syrische Grenze wurde gesperrt, und die Bewohner der diesseitigen Dörfer, insgesamt mehr als 26.000 Menschen, wurden mit einem Schutzserum geimpfte Diese Maßnahmen, unterstützt durch solche ver syrischen Regierung, haben Erfolg gehabt. Die Einschleppung der Pest nach der Türkei ist vermieden worden, und auch in Syrien selbst gilt die Seuche als erloschen. Immerhin werden mit Rücksicht auf die internationalen Seuchenschutzabmachungen die Pestschutzlrnpfungen im Grenzgebiet auch weiterhin fortgesetzt. Unbezahlte Ferienarbeit—e eine schändliche Dienstgeberpraktik. Wir haben gesehen,.wie heftig sich in Frankreich die Dienstgeber gegen,die Einführung de» obligatorischen bezahlten Urlaub» für die Angestellten gesträubt haben. Bei unS ist diese soziale Errungenschaft«ine gesetzlich gewährleistete Selbstverständlichkeit geworden. Indessen zeigt sich bei ihrer Prakfizierung auch hier der kapitalistische Pferdefuß. Verschiedene Dienstgeber r— es handelt sich vor allem um große Kanzle ist, et riebe — haben ein einfacher Mittet gefunden,, den durch die Urlaube ihrer Angestellten entstehenden Arbeitsausfall wettzumachen, ohne Ueberstunden zahlen, oder gar bezahlte Hilfskräfte einstellen zu müssen. Es gibt ja so viele arbeitsuchend«.Kanzleikräfte, die gern bereit sinh, einige Wochen ohne Bezahlung„auf Probe zu arbeiten" auf di« vage Hoffnung hin, auf diese Weise später vielleicht, zu einer festen Anstellung zu gelangen.. Der edle Volksgenosse Dienstgeber nimmt also solche Ar- beitsucher zur„Probe'' auf,! deutet mit-einigen unbestimmten und unverbindlichen Redensarten an, daß„im Falle der Bewährung später vielleicht die Möglichkeit einer Anstellung bestehe" und hat eine unbezahlte, aber umso eifrigere Arbeitskraft gewonnen, die natürlich alle Kräfte anspannt, um sich bei dem Ehef in das beste Licht zu setzen. Sind dann die Urlaubsmonate vorbei, hat auch der Mohr seine Arbeit getan und kann gehen. Der ausgebeu- tete Angestellte„hat sich eben nicht bewährt" und hat e» noch als edle Tat zu würdigen, wenn der Dienstgeber ihm«in lobendes Zeugnis mitgibt. Regelmäßig sind nach der Urlaubssaison die Ar» beiisgcrichic mit Klagen solcher schamlos au»- gebeuteier Arbeitskräfte befaßt und selten gelingt es dem Klägep,-durchzudringen, denn daß.sich der gerissene Chef qistreichend gesichert hat, versteht sich von selbst. ES ist schon viel erreicht, wenn in ganz krassen Fällen unter vielem Zureden des Richter» eine kleine Entschädigung für den Kläger abfällt. Also, Vorsicht, Arbeitsuche«! Sech» Matrosen im Feuergürtel. Alljährlich wiederholen sich im Hochsommer die Waldbrände in der Gegend von>Toulon. Diesmal ist. jedoch«in Arial von«in«m Brand betroffen, da» außerordentlich gefährlich ist, weil sich hier da» Fort Peyra» befindet, wo 18.000 Kilo Pulver aufbewahrtwerd ep-Al» der Waldbrand in die Nähe de» Fort» vorrückte, wurden sechs Matrosen von der MariNeltitung in Toulon dorthin gesandt, um da» Pulver in Sicherheit zu bringen. Schon auf dem Hinwege mußten die Soldaten den Feuergürtel unter Lebensgefahr überwinden. Al» sie aber auf dem Fort waren, hatte der Brand weiter um sich gegriffen und da» Fort vollkommen umringt. E» war völlig äuSgeschlossen, mit einer hochexplosiven Last noch hinanrzukommen. Die Matrosen warm in höchster Lebensgefahr, große Abteilungen von Soldaten wurden ausgesandt, um, den Brand zu bekämpfen, kamen aher' nur langsam vorwärts. Di« Rettung her sechs Matrosen erfolgt« purch einen glücklichen Zufall. Der Wind schlug uck, und der Brandherd entfernte sich langsam vom'Fort.: Modedebatte im Unterhaus. Die konservative Abgeordnete Mr».. Irene Ward ist soeben von dem Besuch der Pariser Weltausstellung zurückgelom- men, in welcher Stimmung, wird man unschwer aus der Anfrage ersehen, die sie ganz formell im Unterhaus an den zuständigen Handeisminister richtete. Sie erklärte nicht» geringere», al» daß da» Prestige England» durch die im englischen Pavil- lon zur Schau gestellten„Scheußlichkeiten" auf» schwerste gefährdet'w,erde. Zum Beweis für diese Behauptung kritisierte sie' zwei Abendtoiletten, die al» Meisterwerke englischer Haute Eouture und Textilindustrie, in Pari» stehen. Schon die Manne- .quin» lau» Wachs, wohlverstanden) haben den Zorn von Mr». Ward erregt. Sie sehen„dumm" und blaß au», wie nie«ine Engländerin. Die eine trägtman denke: als Abendkleid!— ein Gewand au» bedruckter Manchester-Baumwolle. Die Farben sind schreiend, die Zeichnung Igrob, das ganze ist„einfach geschmacklos". Außerdem ist der Stoff in einer Weise, drapiert, wie man Kleider etwa um da» Jahr 1900 getragen hat. Die andere, trägt«in schwarze» Abendkleid und darüber— „welch Grauen I"— eine zitronengelbe Flanelljack«. Obschon die Beschreibung' im Unterhaus natürlich stürmische Heiterkeit auslöste, konnten die ehrenwerten„member» of Parliament" sich des Ernstes der von Mr». Ward geschilderten Situation nicht entziehen. Und im Namen der Regierung gab der Vertreter de» Handelsministerium», HÜdfon, die Versicherung, daß man da» Prestige England» sofort wieder herstellen würde, indem mast.di« beiden Mannequin» au» dem englischen Plwillon entfernen' wolle. Ein Brand, ter«in halle» Jahrhundert dauert. Unter den staatlichen Arbeiten, di« Präsident Roosevelt, vor einigen Tagen durch«in Dekret zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit angeordnet hat, befindet sich auch die Löschung de» Brande» im Bergwerk von Paray Nu Staate Ohio. Dieser Brand verwüstet seit 68 Jahren ein Gebiet im Umkrei» von 28 Kilometer, unter dem sich mächtige Kohlenflöze befinden. Der Brand brach 1884 au» und ist auf einen Sabotageakt«ine» entlassenen Schachtarieiter» zurückzuführen, der einen Hunt mit Petroleum Über- gcffen Und in Brand gesteckt hatte. Seit dieser Zeit sind alle Versuche fehlgeschlagen, den Brand zu löschen, da immer neu«, wenn auch kleinere Schlagwetterexplosionen stattfanden und'sich da» Feuer weit über die ursprünglichen Schächte hindurchfraß. Da» Gebiet sieht in der Nacht wie«in phantastischer Vulkan au», da überall plötzlich mitten äu» der Erde Rauch- und Feuersäulen emporzucken. Die Arbeiten, die mit Beschleunigung in Angriff genommen werden sollen, werden auf zwei Jahre geschätzt. Man wird zunächst sorgfältig all« Oeffnungen mit Beton schließen, um die Luftzufuhr zu unterbinden. Die Bergwerkingenieure sind der, Meinung, daß dann die Brandherde in relativ kurzer Zeit zum Verlöschen kommen werden. Wieder verregnete» Weckend? Vom Ozean her dringt gegen da» Festland erneut kühlere Lust vor. Infolgedessen haben sich»wischen West und Mittel« europa starke Temperaturunterschiede au»g«bildet. E» ist zu erwarten, daß sich die Abkühlung auch auf da» Gebiet de» Staate» ausbreiten wird.— Wahrscheinliche» Wetter Samstag: Wechselnde, zeitweise zunehmende Bewölkung, Neigung zu Gewittern oder Schauern, nur mäßig warm, Westwind. — Wetteraussichten für Sonntag: Unbeständig, Neigung zu Schauern, weitere Abkühlung, Westwind. , Vom Rundfunk bnnfnhlnniwnrtn« ins den Programmen» Sonntag. Prag, Sender I.. 7: Konzert au» Karlsbad: Schubert, Lehär, Job. Strauß; 9.85: Musik» Salonquartett; 11: Äurkonzert au» Teplitz-Schönau: Wagner, Smetana ete.; 14.18: Deutsch« Arbeitersendung: Olga ilermak: Di« Arbeit in der Dichtung; 17.18: Volkskonzert Fok; 17.88: Deutsche Sendung:. Anzengruber: Doppelsewstmord, Bauernposse; 18.50: Deutsche Presse: 22.85: Jazzorchester.— Prag, Senket II. 14.80: Deutsch« Arbeitersenkung: Für Boll unk Frirken; 14.85: Kleine-Sommermusik.— Brünn„ 10,85: Salontrio: 17.85: Deutsche Sendung:. Freising: Vorhistorische Forschungen in Südmähren;„KundStage", Rundfunkrevu«: 21: Rund- suniorchesterkonzert: Fibich. Schubert, Dvoisk etc.— Kascha«. 17.80: Zigeunermusik; 19.50: Rundfunkorchester.— Mihr.-Ostrau. 12.20: Mitiagskonzsrt: Rossini, Chopin, Lortzing etc. oben,im ich Herr,.Herr über mich selbst. Ich koste diese» Hoheitsgefühl aus, solange ich kann. Ich weiß, ich muß wieder in die Tretmühle zurück, die Last de» grauen Alltag» auf meine Schultern nehmen. Da» schreckt mich nicht, weil ich weiß, daß später einmal, vielleicht jn absehbarer Zeit, die Arbeiterschaft durch ihren politischen Einfluß erreichen wird,.daß wip picht nur die kurzen acht Ur« laubstage, sondern immer und jederzeit Freie unter Freien und Gleich« unter Gleichen sind. Für diesen Kampf um da» große Ziel sammle ich während dieses kur-befristeten Urlaub» meine. Kräfte und non gestärkt.stelle ich mich in dl« Reihen der Klassenkämpfer., , Urlaub'! Erst durch da» Winken, der Gewerkschaften Und der Partei'ist diese» Wort-ü einem Begriff geworden. ES wird noch weiteren Kampfe» bedürf«;;, um den Arbeitsmenschen für ihre' härt« Plag« ein« volle Entschädigung zu erringen/"In meiner lvundepsamen Freizeit ahne ich erst, wie schön unsere'Erde ist,-, und empfinde überdeutlich, wie häßlich sie,die Menschen eingerichtet haben, Die Pracht, dq»/ist, das Werk der Natur; da»- Schlimme ist Werk von Menschenhand und nur Menschenhand und' Verstand kann wieder gutmächen, war Unvernunft üird Profitgier ängetichtet Haben.' So empfinde ich meine Urlaubstage al» einest BqrschNß. an jene Zeit, da ring» um UN» her alle» ganz andirr sein wird, weil Menschenverstand" und Menschtnwille Ordnung werden, geschaffen haben. Dtr.,166• Sam-tag, 17. Juli 1037 Seite S äoLiaipHLitiL nach öffentlichen Arbeiten i Die Tragödie des Rosentals ländische< Gärten hint« dal Geheimnis des Ro» Tälern, die^doch,Mt bewässert waren, pflanzte JtMstriepflaslzen^ außer,Bpumwolle noch Eoja< man Rosen an und hielt sich bel der Ednte aänz Mney M RächS» bepflanzt werden. An der Lohnbewegung waren rund 120 Arbeiter beteiligt, die einheitlich beim Fabrikarbeiter»«!:-, band organisiert find. Steigend« Lebensmittelpreise Der Nahrungsmittelindex für den Durchschnitt deS ganzen Staates stieg in der mittleren Woche des Monats Juni gegenüber Mai von 708 auf 780, d. i. tim 8.1 Prozent. Die saison--. mäßigen Preisschwanlungen bewirkten das Steigen des Index bei Kartoffeln(um mehr als 100 Prozent), Gemüse und Aepfeln» Andere wesentliche Aenderungen gab«r nicht. In den einzelnen Ländern beträgt der NahrungSmittelindex im Juni(in der Klammer im Mai d. I.): In Böhmen 788,(718), in Mähren und Schlesien 717(691), in-der Slowakei 784(718) und in Karpathorußland 780(763), WaS die größten Städte"betrifft, in denen die Preise den ganzen Monat hindurch verfolgt werden, verzeichnen: Prag 890(874), Brünn"682 (680), Preßburg 688(870),Pilsen 661(646), Reichenberg 712(694), und Mähr. Ostrau 708(684). scheinen seht soweit gediehen zu sein, daß mit der Neügründung bestimmt für September zu rechnen ist.’ Der Außenhandel mit der Schweiz. Nach bei' Außenhandelsstatistik der Schweiz ist im ersten Halbjahr 1987 die Einfuhr aus der Tschechoslowakei auf 87.5 Millionen Franken gestiegen. Sie hatte in der gleichen Zeit des Borjahres nur 17.5 Millionen ffranken betragen. Die Ausfuhr der Schweiz nach der Tschechoslowakei ist in derselben Zeit von 18.7 auf 27.2 Millionen Franken gestiegen. Nachtrag-kontingent für Reis. Das Einfuhrkontingent für Reis wurde nunmehr um zusätzlich« 500 Waggons auf insgesamt 5500 Waggons erhöht. Die Reiseinfuhr au- Bulgarien steht unmittelbar"vor dem Abschluß. Konjunkturbelebung im Lichte der Eisenbahnbeförderung. Im Juni d. I.—- der überdies nur 25 Arbeitstage hätte— wurden 479.884 Waggons verladen, davon,38.919. nach dem Ausland- Gegenüber dem Juni des Vorjahres bedeutet dies eine Zunahme um insgesamt 98.201 Waggons, die Verladungen, nach dem Ausland erhöhten sich Heuer um 18.687 Waggons. Mit Kohle wurden 105.858 Waggons bcladcn, d." i. um 26.425 Waggons mehr"als im Juni 1986. Die Brlircr Braunkohle im Junk 1937, Die Braunkohlcnförderung in den RevierbergamtS- bezirkcn Brüx, Komotau und Teplitz betrug im Juni 1937 996.000 Tonnen gegen 958.00 Tonnen im Mai 1937 und gegen 1,229.000 Tonnen im Juni 1929."-Der Depotstand stieg weiter um 97.000 Tonnen und betrug Ende Juni 1937 bereits 721.000 Tonnen., Bei einem Arbeiterstand von 20.650 Personen wurden 416.000 Schichten verfahren und 150.000 Schichten versäumt. Rückgängige Schweineeinfuhr. Während im ersten Halbjahr 1936 122.850 Schweine zur Einfuhr kamen, waren e» in diesem Jahre nur 95.777. Da- Juckerkartrll im Werden. Die seit Monaten geführten Verhandlungen zur Wieher« aufrichtüng de»,tschechoslowakischen ZuckerkgrtellS Man erhält für 100 Rrsch-mark."•. Markmünzen... 100 österreichische Schilling ' 100 rumänische' Lei.,. 100 polnische Zloty. 100 ungarische Pen,ö. 100 Schweizer Frimkrit ,. 100 französische Srane». 1 englische- Pfund.. 1 amerikanischer Dollar 10d italienische Lire.", 100 holländisch, Gulden. 100 jugoslawisch« Dinare. "100-Brsgaü 100 dänische Kronen M.. . 100 schwedische" Kronen r. Jugoslawische Verpflichtung zu größeren Bezügen aus Italien Nach dem neuen italienisch-jugoslawischen Handelsabkommen, das dieser Tage in Rom unterzeichnet wurde, bewilligte Italien Jugoslawien eine Reihe großer Kontingente unter der Bedingung, daß durch die Einfuhr aus Italien das Gleichgewicht des Warenaustausches e r- halte n werden wird. Es handelt sich um Kontingente von pflanzlichen und tierischen Produkten, Metallen und Kalkstein in der Gesamthöhe von ungefähr 150 Millionen Lire sowie um Holz für mehr als 100 Millionen Lire. Ole Arbeitsvermittlung In Nord- und Nordostböhmen i Im Bereiche der 45 Bezirksanstalten Mr Arbeitsvermittlung, welche der Reichcuberger Landeszentrale unterstehen, waren im Juni 28.945 Stellen gemeldet. Cs wurden 23.570, Vermittlungen erzielt. Mehr al» 1000 Vermittlungen meldete die städtische ArbeitSvermitt- lungSänstalt in Reichenberg und. die Bezirksan« stallen in-Brüx, Aussig,- Teplitz-Schönau nnd Friedland." Den Berufen nach stehen an der Spitze-Bauarbeiter(5594)., landwirtschaftlich« Arbeiter(8785), Tag und HilfSarbeitc>A(8818, bzw. 2878), Textil-(2109), und, Metallaicheiter(1150). Eine Uebersicht über die Arbeitslosigkeit in. den einzelnen Berufen gibt stehende Tabelle: " Erfolgreiche Lohnbewegung bei der Teerag AG, Sdiladcenwerth ^Am 15. d. M..wurde dievomFabrikarbei- -terverband geführte Lohnbewegung bei der Firma Teerag, mit schönem Erfolg zum Abschluß gebracht. Das VerhandlungSergebnis steht eine voll- ständige-Aufhebung des Lohnabbaues und äußer« dem einige Neüregelungen box, die aus Anlaß der neüaufgenommenen' Papiererzeugung sich al» notwendig erwiesen. Insgesamt beträgt- die•-«»- zielte Lohnerhöhung im Durchschnitt elf Prozent. Deutschlands Außenhandel ' im ersten Halbjahr 1937 Im ersten Halbjahr 1987 betrug die deutsche Einfuhr 2519 Millionen RM, die deutsche Ausfuhr 2711, Millionen RM, Die Handelsbilanz schließt mit einem Ausfuhrüberschuß von 192 Millionen RM, ab." Gegenüber dell ersten sechs Monaten des Vorjahres.ist die Einfuhr dem Werte nach um fast ein Fünftel gestiegen. Am stärksten"war die Erhöhung der Einfuhr im Bereiche der Ernährungs-Wirtschaft. Insgesamt lag sii dem Werte nach um 22 Prozent über dem vorjährigen. Stande. Die Ausfuhr ist gegenüber dem Zeitabschnitte Jänner-Juni" 1988 um rund 470 Millionen RM oder um 21 Prozent gestiegen. Verhältnismäßig am stärksten war die Steigerung"in der"Gruppe Rohstoffe." Die Zunahme um rund ein Drittel beruht hier fast ausschließlich auf der günstigen Entwicklung des Absatzes von Kohlen und zum geringeren Teile auch von Kalisalzen, MWWWWWWWWWWW""beträgt 40.8 Prozent, ist also höher al» ich nordböhmischen Gebiet.. Weltwirtschaftskonferenz aussichtslos Auf die von Journalisten vorgelcgte Frage, was an den Gerüchten wahres fei, daß er den Vorsitz einer Weltwirtschaftskonferenz führen werde, verwies Roosevelt auf die unterschiedlichen Schivierlgkeiten, die sich angesichts der gegenwärtigen Berhältnisie in der europäischen Politik der Einberufung einer solchen Konferenz entgegenstellten. Roosevelt schloß:„Ich bin kein Zauberer. Ich sehe nicht», worauf man die Hoffnung stützen köpnte, daß eine Weltwirtschaftskonserenz.tatsäch- lich mit Erfolg enden würde." genau an die Vorschrift, die Blätter-In den frühesten Morgenstunden einzusammeln und aus« pressen zu lassen. DaS Experiment glückte, und heute sind die Länder, die früher-.die besten Ab- nehmer bulgarischen Rosenöls gewesen sind, nahezu autark in der Herstellung dieser Esienz. Schon im Vorjahre versuchte Bulgarien zu einem Gegenschlage auSzuholen: Es wurden nur noch die edelsten Sorten angebaut, die ein unvergleichlich feines Aroma gaben, aber bei einem Vergleiche-zeigte sich, daß die fremden Gärtner bester- zu arbeiten verstanden, und daß ihre Rosen noch .bester-dufteten. Gleichzeitig hatten aber auch die Chemiker das Geheimnis der. synthetischen Ro« sendustherstellüng gelöst;- aus einem Nebenprodukt des übel riechenden Teers stellten sie eine köstliche Essenz, her,^>ie zwar chemisch mit dem Blumenextrakt wenig zu tun hatte, praktisch aber so. gut gelungen wär, daß nicht einmal Fachleute, die. sogenannten„Dust-Experten" der französischen, Pärfümindustrie, einen Unterschied herauS- finden konnten. Die Damen, die auf ihr Ta- schentuch drei und hinter ihr Ohrläppchen je einen Dufttropfen.sprengten, bemerkten" den Unterschied erft-recht nicht.. xl So fiel, iin Läufe eines Jahre»", vom vorigen bis. zu tziesem Frühling, der-"Preis, des Rosenöls um drei Viertel. Die unverkäuflichen Bestände würden eingelagert;, einige> hundert Liter(stehen ist. staubigen Flaschen-in den Lagerhäusern der Exporteure, die minderen Sorten hat Män überhaupt vernichtet." Die Rosenbauern, leiden," wenn sie nicht zufällig ihre Blätter an die überlebenden Rosenpreffcn" verkaufen können, große Not. Der Staat hat eingegriffen, aber er hat nicht.etwa Iden Ankaufspreis erhöht" oder Er« zeugnisprämicn gezahlt, sondern Abstandssummen dafür gegeben, daß die Rosenstocke auSge- riffen und der Boden ümgegrabtn wird: In die- sem Jahre hät- man schon Hunderte von Hektar, dix' im Vorjahr« Noch leuchtend rot blühten, frisch gesicktrt.und mjt^— Baumwolle bepflanzt g'ese- heit. Baumwolle" ist noch hoch im-Kurse, wer aber In"Bulgarien: Rosen baut, der ist"nicht mehr.-uuf Landwirtschaft-"' Bergbau' Tonintzustrie- GlaSindustrie Metallindustrie Mäschinenindustrie Holzbearbeitung Textilindustrie. Bekleidungsindustrie Bauarbeiter""~ Hilfsarbeiter Handels- und Kanzleiangest. Taglöhner HauShaltungipe'rsonal Lehrlinge und Lehrmädchen Im Juni, haben bei 228 8768 Personen Arbeit gesunden, fast genau so viel wie im Juni 1936, obwohl die Arbcit»losig- leit damals bedeutend höher war: Den Staatszuschuß zur gewerkschaftlichen Unterstützung bezogen 18.519 gänzlich untz 9531 zeitweise Arbeitslose. Mehr als 1000 Unterstützte nach dem Genter-System waren im Bereiche der Bezirksanstalten Eisenbrod, Böhmisch Kamnitz, Aussig, Friedland, bzw. Semil, Rumburg und Tannwald. Den Berufsgruppen nach handelte cs sich um 3588(5275) Textilarbeiter, 8174(2209) Glasarbeiter, 1814(249) Hilfsarbeiter, 1377 (88) Handels- u. Jnduftrieangestellte und.1250 (150) Bauarbeiter. Die erstangeführten Zahlen bedeuten gänzlich, die«ingeklammerten zeitweise Arbeitslose.- In der Zeit vom 1. Oktober 1986 bis 80. Juni 1937 wurden im Bereiche der Reichenberger Landeszentrale"155.840 Stellenbesetzungen- erzielt. In der Zeit vom 1. Oktober 1985 bis 80. Juni 1986 waren er bloß 82.922. Aus dem, Vergleich der beiden Ziffern geht nicht nur. die- Besserung.■ der Beschäftigungsmöglichleitcn, sondern auch die- Wirksamkeit der. ncugeregelten öffentlichen Arbeitsvermittlung hervor;."die bekanntlich am" 1, Oktober 1938 in"Kraft getreten ist. Such.nach neunmonatlicher Gültigkeit werden aber noch viele freie Stellen den Anstalten nicht gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen in den Sprengel« der. 45 Anstalten betrug am 80. Juni 71.524, um 8949 weniger al» im Mai. Dieser Rückgang beträgt 11.1 Prozent; der Gesamtrückgang im Laiwt Böhmen ist, 18.5 Prozent. Gegenüber den vergangenen Jahren Ist folgender Rückgang«ingetreten: Gegenüber . 19(12 19S8 1934 1985 1988 UM 48.579-- 40.4% UM 78.229-- 50.6%‘ um 43.882— 38.9% UM 46.581--- 89.4% um 41.428— 88.7% Det Rückgang in Böhmen seit Juni 1936 (MTP.) Das Tal der Maritza ist daSZcn- trum der bulgarischen RosenbaüS, in dem Zehn tausende, von Landwirten beschäftigt sind. Das „Rosental", jst eine einzigartige touristische Be rühmtheit: Kilometerweit erstrecken sich Felder wunderschöner röter Rosen, die einen betäubenden Duft auSströmen. DeS DufteS, nicht der Blüten wegen hat man die Blumen angepflanzt und ge winnt aus ihnen den Extrakt, das Rosenöl. Die ses wiederum riecht gar nicht gut; ,«S verursacht Kopfschmerzen und.ist nur. in vielfacher Verdün nung erträglich. Darin besteht aber auch sein Wert,, denn ein Tropfen Oel genügt,- um einer großen Flasche voll sonstiger Essenzen daS Aroma der herrlichen bulgarischen Rosen-zu verleihen» * Jahrzehntelang stand die Rosenzucht im Maritzatal buchstäblich in voller Blüte, bis di« Weltwirtschaftskrise hereinbrach. Sie vermochte tzen Rosen" anfangs nicht viel anzuhaben. In den Ländern, die sich aus Parfümherstellung spezia lisiert hatten, gelang es nicht, die bulgarischen Rosen zu akklimatisieren, daß sie eine Essenz gleich- guter Qualität wie in ihrem Heimatlande lieferten. Wohl wurde etwa» weniger Parfüm gekauft, aber Bulgarien behielt sein Rosenmono pol und schlug spwohl die persischen Rosenfelder, wie auch die südfraiüösischen Blumengärten. Die Bauern im Rosentale gingen morgen» aus ihre Felder, pflückten die Blumenblätter, verpackten sie-in Säcke,-beförderten siel schnell zw einer der vielen Hunderten-von Rosenpressen, die im Ro sentale stehen,-und mittags waren aus Tausenden von Kilogramm-Rosen, einige wenige Liter Säst geworden: Alle»"was nach zehn Uhr Morgen» ab- gelieseü"würde, war schon zweite Qualität, Aus schußware, denn-die Sonne chatte das Aroma der ! taufrischen Blüten zum großen Teste: schon auf gesogen. Aber auch-hierfür gab es noch ganz gute Preise,, und die Rosenhaüern. gehörten zu den materiell" am besten, gestellten Bevölkerungsklassen Bulgarien»,- Die Katastrophe trat erst im vorigen Jahre ;-MH«"'-. Rosen- r " effenz bildete bi» dahin einen tzer wichtigsten Ar-.RvsiN" gebettet« Das Rosental seVst wird"bald tiket der bulgarischen Hanhelsbilanz bis aü»- aufhören;-eine, einzigartige Sehenswürdigkeit der ländische-Gärten.hinter da» Geheimnis des Ro« Welt",zÜ sein. Es.wird nur noch einige Mufter- senvgu-'"kaMiü)7"'Sfn"''sonntgen"," 7 windgeschUhten" feltzetz"völl Blüten äüfwelsesi, der Rest wird mit Tälern,"die-.-döch.'güt bewässert"Waren. pflanzie ÄMmstriepflairzen« außer-,Bgumtvolle noch'Svja- «i 810.—- 533.50 16.80 546.50 586.50 659150' 111.20 141.50 2ß.60 136:40 .....AMU ..«.80 ."494:50 --.: ,-63S:- KK7»i^"- Juni Juni Rai 1986 1987 1987 8.158 2.208 2.620 8.886 2.159 2.846 1.587 1.072 1.280 18.047 7.764 8.585 7.828 4.648 5.292 8.202 1.057 1.245 4.798 8.148 8.694 18.587 11.987' 12.895 8.605 2.554 2.680 10.668 6.441 7.959 18.592 8.296 9.687 4.541 4.208 4.447 9.064 5.528 6.915 8.016 8.108 8.276 980 986 852 Die Reu-Ordnung in Oberschlesten. Wie polnischerseits halbamtlich mitgeteilt wird, sind im Zusammenhang mit dem Erlöschen der Genfer Konvention dem Sejm bereit» vier Gesehcniwürfe. für die Tagesordnung der außerordentlichen Par- lamentstagung zugcgangen. Es handelt sich hiebei um Gesetzentwürfe, die eine Erweiterung, der Bestimmungen über die Amtssprache der Richter, ferner die Aufhebung der Fideikommisse de» Fürsten Plcß und die Durchführung der Agrarreform in Oberschlesien vorschcn. Hiezu bemerkt»Expreß Poranny", man erwarte, daß nunmehr auch der Landbesitz des Fürsten Pletz parzelliert werden wird...- Spanien» Erze.(AP.) Längst haben Deutsch-" land und Italien dem spanischen Bürgerkrieg den Charakter eines Kampfes um die spanischen Erze gegeben, über deren riesige Mengen sich nur Wenige die richtige Vorstellung machen. Daher dürste eine Darstellung angebracht sein: Die spanischen Eisenerz-Reserven betragen 711 Millionen Tonnen, die 349 Millionen Tonnen reine» Eisen enthalten. Die Erzreserven in Marokko werden auf 25 Millionen geschäht(bei Melilla). In den Gebieten von Huelva, Rio Tinto, Thar- siS und San Domingo ist im Eisenerz ein gewisser Prozentsatz Mangan, enthalten, während man in Cordova,- Galicia und San Fenix Wolfram-Lagerungen vorsindet. In der Provinz Huelva gibt es zirka 2000 Millionen Tonnen kupferhaltigen Schwefelkies, der zirka 20 Missionen Tonnen Kupfer enthält. Bei Cartagena, Malaga, Linares, Jacn und Penarroya gibt cs Bleierze, die jedoch-auch Silber enthalten und mit. Zinketzen gemischt sind. Die Zone von Al» maden ist das reichste Quecksilbcrgebiet der Welt. Die bisherige Produktion beträgt zirka 180.000 Tonnen, gegen 72.000, die die Gruben bei Jdria in Italien lieferten. Nördlich von Barcelona gjbt es Kalivorkommcn, die sich auf eine Länge von 28 Kilometer und eine Breite von zehn. Kilometer erstrecken. Sie sind an Größe den deutschen Vorlommen(Staßsurt) und den elsässischen ebenbürtig. 1935 betrug die spanische Produktion: Eisenerze 2.7 Millionen Tonnen, kupferhaltigen Schwefelkies 0.4 Mill. Tonnen, nichtkupferhaltigen Schwefelkies 1,5 Millionen, Kupfererze 20.000 Tonnen, Quecksilber 1227 Tonnen, Schwefel 31.000 Tonnen, Manganerze 700 Tonnen, Wolfrain 350 Tonnen, reines Eisen 250 Tonnen. Die militärische Rolle Oesterreichs.(AP.) In Wien erregt eine von dem Obersten Swoboda verfaßte Schrift„Oesterreichs wehrpolitische Lage vor und nach dem 11. Juli 193-7 großes Aufsehen. Denn in dieser Broschüre wird die-These vertreten, daß Oesterreich in-der gegenwärtigen Situation seine. Sicherheit, nur im Bunde mit— Deutschland und Italien finden könne": Dee offensichtliche Zweck der Broschüre beruht darauf, alle Bestrebungen auf eine weitere Annäherung zwischen Oesterreich und der Tsche- choslowäkei und auf eine könstrukiive Lösung, des Donauproblems als dem Vertrag vom 11. Juli widersprechend und die Sicherheit de» Landes, angeblich.gefährdend hinzustellen. Der Zlvcck ist also recht deutlich. Der Verfasser verlangt-ein Militärbündnis mit Deutschland, um auf diese Weise, die österreichische GrenzverteidigüngSlinje um fünf Achtel zu verringern. Im Effekt geht die Broschüre noch weiter. Denn sie zielt ohne Zlvei- sel darauf ab, daß sich Oesterreich an der Einkreisung der Tschechoslowakei beteiligen soll. D(« Regierungsblätter haben. ein Verbot der Broschüre gefordert, doch ist dies bis jetzt nicht erfolgt. Zu der Hinrichtung MdivaniS. Ucber die Persönlichkeit he» in Tiflis Hingerichteten Georgiers Mdivani verlautet, daß es sich um den frühere». SowjethandclSvertretcr in Parig-.und"Teheran handelt, der im. Jänner 1986 zum stellvertretenden Vorsitzenden de» georgischen Rats der Völkhkom- missarc ernannt wurde.— Der' Ministerialdirektor im Außcnkommissariat Dekmän, der sich besonders um die Ausländer zu kümmern hatte, wurde seines Postens enthoben. Die neue bolivianische Regierung setzt sich folgendermaßen zusammen: Aeutzeres Bald! die so, Innere» Oberst T a v e r a, Finanzen Jrederic Guettierez G r a n i e r, Unterricht Oberst Alfred P e n a r a n d a, Verteidigung Oberst"Olm o S, Gruben Oberst Rivera, öff. Arbeiten Oberst Camper», Arbeit Oberst S« u s s a,".Handel Oberst A y o r o a, ohne Portefeuille Gabriel G o n- salv.ez, Oberkommandant der Armee General Enrique P-enaranda, Generalstabschef Oberst Freilan Galt«ja. Der Präsident hat ein Manie fest erlassen, in welchem erklärt wird, daß die neue Regierung die traditionelle Politik der Erhaltung des Frieden», der Achtung..der Verträge, der Auf« rechtechaltuyg der öffentlichen Ordnung, der Respektierung de» Privateigentum»-und der Betonung de» Vorrang», der. kollektiven Interessen vor den Privatinteressen fortsehen werde.,- 50.000 Araber„aller Schichten> und Stände* demonstrierten in Bagdad gegen die dorgeschlqgene Teilung Palästina»: Im Auge wurden"Traürpa- rcnte mit äntijüdischen Aufschriften und Texten, in denen die englisch« Politik verurteilt" wurde; Mitgeführt. Die Geschäfte der etwa 60.000 in Bagdad lebenden Juden waren fest dem frühen Morgen gt- -schlossen.. Um ernste Zwischenfälle zu vermelden, hat die Regierung einen DeuwnstrationSzug im jüdischcn Mertel verboten,-"- Sette 6 „Sozialdemokrat" SamStag, 17. Juli 1937. Nr. tfl6' Ungarisches RindSguIafch. Hierzu wähle Man verschiedene Teile des Rindes, wie Lunge lFtlet), Blatt, Brust, Beinflelsch. Jedenfalls oder, kurzes, abgelagertes, etwas durchwachsenes Fleisch.—, 1 Kilogramm davon zerschneide man in gröbere Würfel, setze eS in' einer Kasserolle mit% Liter kochendem Wasser und.etwa- Salz zu und lasse es dünsten, bis Nur wenig Säst bleibt. Sodann gebe man noch H Liter heitzes Wasser und.«ine Tafel JuhaSz dazu und lasse weichkochen. Nach Belieben kann man ein Stückchen Kornbrot mitdünsten lassen oder zum Schluss die Sauce Mit 1 Löffel in kaltem'Wasser zerquirltem Mehl seimig machen.— Kochdauer etwa zwei Stunden-■ 168 JCtuisi und Wtesw Theater In Deutschland In der Basler„Nationol-Zcitung" veröffentlicht Hermann Level einen Artikel, dem wir - folgender tauch als gewiss sehr beachtliches Pendant zu Walter Seidls Berichten im'„Prager Tagblatt") entnehmen: Man darf es den Beherrschern des Dritten Reicher nachrühmen, dass sie mit den Subventionen fsir die deutschen Theater. in einer Weise freigebig waren und,find, wie noch leine anderen.Machthaber in'Deutschland vor ihnen. So bezieht beispielsweise eine Stadt wie Freiburg im Breisgau mindestens dar'Doppelte der Basler Theateretat-, die grösseren LandeSbübnen aber können mit geradezu unbegrenzten Zuschüssen rechnen: der nationalsogia- liftischeStaat bat begriffen, wie wichtig den Deut-' scheu das Theater ist und welche unüberbietbaren Be- Hotel Jung, Freiwaldau sattste«,»egengter dem Bahntet Laöne Fremdenzimmer, dorzüallche NUche. Telephon 16. , lvlenü K£ 8.— bl» 10.—. erro Der LeNher:«ndols Inno. einstuffuNgrmöalichkeiten er an einem Theater be» sitzt), dar ec vrovagandistisch. beliebig auSbeuten kann. Das) Theater ist im vollen Sinn ein Staätsinstitur geworden.und dar. heisst im totalen Staat ein ZW'aNgSinstjtut. Der Theaterbesuch ist eine Sache geworden, die sich'auch der Arme leisten kann, aber seit er ins Theater ablommandiert wird, und seit der Theaterbesuch ein Beweis swatsfronimer Gesinnung ist, ist die rechte Freude an der Bühne dabin. Die Spielpläne werden ganz von selbst uniform, nicht nur die nicht arischen und die politisch nicht genehmen Autoren verschwinden, sondern auch alle, von bcqen der Intendant fürchten muss, dass sie dem Geschmack irgendeiner Parteigrösse zuwiderlaufen. Die von staatlichen Proftagandastellen verkündete lokale Formel:„Stoffe,, die im Widerspruch zu dem Sitt- lichkeitSgeWhl deS germanischen Menschen' stehen, dürfen, nicht mehr behandelt werden", ist eben zu dehnbar und, zu,,missverständlich; denn dieses.germanische SistlichksiMiefühI.ist so kurios beschaffen, dass' eS die öffÄtliche Ausbreitung aufgebauschter Eitilichkeitsdelikte aus Klöstern munter erträgt, aber sich'durch die Aufführung eines Wedekind oder einer RNrlach chokiert kühlt. So verfolgt die neudeutsche Thcaterpolitik im Grunde ein unmöglicher Ziel, dar seinen eigenen Widerspruch in sich trägt: man sucht dar Gedeihen der Theaters zu fördern und stubt ihm doch.durch. tausend Zwangsmassnahmen die Flügel, sd dass es im Grunde nur unerfreuliche Sprünge, aber keine» freien Ausflug riskieren kann. So wird bereits die Aufführung eines„Don Carlos" zum Nach vollständiger Renovierung, ganzjährig geöffnet. Mitten im Wald« gelegen. Chefarzt Dr. Josef TIndel, wirtschaftliche Leitung Dir. Hans Woudraschek. .. Polle Pension von Xi 85.— aufwärts. 4228 Wagnis und Lessings„Nathan" wirb nie mehr zur deutschen-Jugend sprechen dürfen,-ja so lanae sie eben In Hitler-Jugend-Buben und B. D. M.-Mädel eiugeteilt. ist. Im Grunde zittert jeher Schaffende, jedem käim jeden Moment von. irgendewem Gaugewaltigen die seidene Schnur, zuattvorsen werden und ein begabter"Oberregisseur einer cher grössten. Opern der Reicher, muss gerade jetzt über Nächt feinen Dienst auitticren. well berauSkommtl. dass'.er vor neun Jahren' gegen den Panzerkreuzer Ä gestimmt hat. Welch finsterer, von allen neun Müsen gleich himmelweit«nffernter Geist.heute über dem deirt« Besuchet die FelsenstMte Adersbach u. Wekelsdorf Weltberühmt alr einzig dastehend» Sandsteingebilde.—■ Die Naturdenkmäler zählen zu den beliebtesten Reisezielen tausender Touristen. Herrisch an-. gclcgt^Bäder. Strandbad in Äderibach, Schwimmbad in Wekelsdorf. Hotels: Felsenhotel in Adersbach, Hotel Eisenhammer in Wekelsdorf.— Prospekte durch die Jelsenverwaltungen. 4126 scheu Theater schwebt, davon gibt eben eine offizielle Aeusserun» der„ReichSkulturtvalterS" Hinkel- hinreichend Zeugnis.- Dieser Hinkel, der die jüdischen Kulturbünde zu überwachen hat, hat noch nichts.von der übernationalen Bedeutung uüd Mission der Kunst gehört. Ek vertritt stramm das autarkische Programm: Deutsche, kauft deuffche Van Goghri— und tritt dafür ein, dass sich jeder seinen Kunstbedarf sozusagen im eigenen Hause hcrstellt. Er findet«S befremdlich und für die Juden bezeichnend, dass die jüdischen Theater. auch Stücke von nichtdeutschen Autoren, Ivie Shakespeare, Ibsen Und Verdi zu spielen wagen und darf wörtlich.folgende» von sich geben: „Als Anmassung muss empfunden werden, wenn bei Vorschlägen bezw. Anträgen zu Beranswltungen der Judenschaft unter sich Werke von Beethoven, Goethe und Mozart auftauchen.? Der Herr ReichSkulturwalter hält er also für seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich die Kulturleistung einer Beethoven. Goethe und Mozart Um Gotter» willen nicht bei Menschen andeter Rassen auSbreitel E» ist kein Wunder, wenn bei einer herrschenden Kunstgesinnung solcher Art dar meistgespivlte Stück der vergangenen Saison«ine. harmlose Soldatenalberei aus dem Kriege, genannt„Der Etappenhast.", gewesen ist. Dieser Etappenhasi hat eine.Zeitlang jenes Mastschwein entthront, dar im Mittelpunkt von Hinrichs„Krach um Jolanthe" steht, dem m'eist» Akalck-Sanatorlum Sn Sdiwdn&uty, Jucftm«AteC Schlesien Erstklassige, physikalisch-diätetische Heilanstalt filr Innere, Nerven- u. Stoffwechsel-Krankhelten Mäßige Pauschalkuren«uz gespielten Stück der vorigen Saison. Wenn nicht aller trügt,'so wird der eben am Münchener VolkStheater kreierte„Frontgockel" in der nächsten Saison' das Renne» machen. Der heute so staatsfromme Gerhart Hauptinami. aber-hat Mit allen seinen Werken nur ein Zehntel der Aufführungrzfffer erreicht.'-'die- dec offiziell protegierte Etappenhas' Mit einem Satze nahm.. Ter sprechende Beweis' für. den durch did Politik bewirkten Verfall der deutschen Dramatik aber wird durch die Tatsache erbracht, dass auch nicht ein einziger der in der letzten Saison mit parteiamtlicher Genehmigung erzeugte» Bühnenwerke den'Weg über die reichrdeutsche Grenze gesunden hat. Der Äeichr» propagandaminister hat freilich auf. der Danziger Gautagung, wie immer, mal wieder seinem Entzücken über so viel zusammengedichtete und gebaute Quantität freien Lauf gelassen:„Niemals" rief er aus,„niemals ist. fo viel gebaut, gedichtet, komponiert Md gemalt worden, wie. in den letzten vier Jahren." Da» dürste rein mengenmässig stimmen. Was aber die.Qualität aulängt, fo war in dem in München erscheinenden. „Inneren Reich" vor kurzem folgendes einleuchtendes Refumi zu lesen:„Sn der Tat, dar Ergebnis der dramatischen Ernte ist in diesem Jahre besonder» gering... ich sah oder laS kein,Stück'und e» gingen mir Tausende-von Manüffripteb durch die Hände,: da» ich mit Leidenschaft völlig bejahm 'oder wenigsten» init Eifer hassen koimtel"- f-'.'t Ja.' wenn die-. Kunst- kommandiert wird: lrrnen- die Musen dar Schweigen,. dann kann man lund. wenn man die Theaterkarten verschenken würde) auch-keine Theatetfreudigkest mehr im Volke erziele». Für diesen Zustand ist ein Notschrei' der. Andendan- ten des Coburger LandeStheaters bezeichnend:'„ES darf nicht stjn,.dass eine einmalige Wiederholung her ^Walküre" mit einer'derbesten deutschen Sängerinnen als Gast vor einem leeren Hause stattgefunden hat und eine Aufführung de» i)Thoma» Paine"-lvon Staatsrat Johstl) eine Tageseinnahme- von 5.(fünf! II) Mark bringt." Wohin aber in solchen. Zeiten die Menschenwürde sich zurückzicht, dar geht klar,aur einer Kritik hervor, die vor kurzem in. d« '.Frankfurter Zeitung" über eine Figur der Volksstückes„Kleiner Bezirksgericht" wörtlich also gedruckt worden Ist:„Er schliesst sehr behutsam. Um«inen Befehl auszuführen, die Tür«, aber- irgendwo, im dienstlich empotgereckten-Kopf, oder auch im erhobenen Hinl«r't«il. ist noch«in Rest Menschenwürde.", Ensemblegastspiel von Mitgliedern de».wiener Burgtheaters. Heute:„Die Fee","Lustspiel in drei Akten von Franz Molnar. Sonnwg, 18. Juli:„Dar Mädel Im Schatten", Komödie von Walter Elli». Montag, 16.'Juli:„Dar Mädel im Schatten". Die für Sonntag, den 18.- Juli, um 18 Uhr. angesetzt« Nachmittagsvorstellung findet infolge technischer Schwierigkeiten nicht statt. Da» Enfemblegaftspiel Grünbaum- Farka» bringt in Verlängerung seiner erfolgreichen ersten Auftretenr in Prag Dienriag, den 26. Juli:„Gangster über. Wien". Vorverkauf: Bohemiafilm.(Deutscher Hau», Tel. 24.687), Wetzler, N. D. Theater, Truhläk. W!kl Mt. RUWW «egenUber dem Behdhsf enipttehlt sich dem V.' T. Publikum, Reisenden und Touristen.—. Btlline Fremdenzimmer, warme Speisen zu jeder Tageszeit, Aalt» und Warmwässerlettung. 4232 Lee DitNk 0er Gentleman-Diener Der oft behandelte Gegensatz zwischen den überstieben traditionelle», förmlichen Engländern und den übertrieben respekt- und formlosen Amerikanern ist in diesem Film aus Hollhwood, der im Vorjahr« einen'Welterfolg hatte, auf ein« so' witzige,' Unterhaltsame und. sympathische-Art-neu dargeftellt worden, bass man sich über dar endliche Erscheinen dieser heiteren.Werker in Prag ehrlich freuen kann. Manche» erinnert hier an den satirisch karikierenden Renk Clalr-Ftlm„Dar Gespenst aus Reisen", mancher auch an den',Dodrworth"-Film, aber da» Schöne an diesem Film vom Diener eine» englischen Lord», der beim.Poker an«inen wildwestlich»» ame- rikänischen Millioyärs-bersvtelt wird, ist da» Gleichgewicht, daSer.'zwischen Satire und tieferer Bedeu- lüng, zwischen halbhiftorischcm Ulk und«rüsteten aktuellen Tönen herstellt.. Die Wandlungen dieses musterhaften Diener»,' dem er nicht gelingt, den Amerikaner zu einem Gentleman nach, englischem Schnitt' zu machest und der schliesslich in einer Klein- ttlkHat trdnMn Telephon 122, 128, 208 Pensionspreis von K8 55.— täglich Unter ärxtllcher und wirtschaftlicher Leitung des Prleßnltz-Sanetorlums 4280 stabt de» amerikanischen Westen» au» einem korrekt«» Lakaien zu einem Menschen mit Selbschewussiseln und Unternehmungslust wird, sind nicht tiefgründig, aber >bei aller Benützung' schalkhafter Situationen doch Überzeugend dargestellt: al» Äekennstti» zur Demo- kratic und- persönlichen Freiheit, dar gerade deshalb wirkt,-weil es nicht pathetisch,- sondern- heiter vorgebracht-wird." Charles L a u g h- i o«, der Darsteller Hein- nuinr iicHiiR, reichenbero richs VIII. und-Rembrandt», hat- in der Hauptrolle dieser Film» wieder ein« sehenswerte Gestalt geschaffen: ohne jode Plumpheit undUebertreibung, mit einem, ganz unaufdringlichen, behutamen Witz gestaltet er die direkte Eleganz veS treuen Dieners, bi«.erschrockenen Entgleisungen der plötzlich Gleichgestellten, seine linkischen Versuche zur Hochstapelei und. sein« kindliche Freud«, ein freier Mensch geworden zu sein(der e» sich erlauben darf, einen Beleidiger an die Luft zu setzen). Auch Charlie Ruggles als gutmütig barbarischer Amerikaner von annG 1868, Roland 8 o u n g als vornehm beschränkter Lord mit. Schulbubencharakter und die komffchen Frauengestalten de» Film» sind' sehr gelungen und wenden von der sicheren,' flotten'und einfallsreichen-Regie Leo Mae Carey» gut zur Geltung gebracht.— ei»T— üeceümochdchtui Xlü^. Ortsgruppe Prag. Samstag. 17. Juli. Treffpunkt um%8 Uhr' Smichover FaBaJ Bahnhof, Fahrt nach Revnice, Äan- wgjägjB deruNg zur Hütte. Sonntag: Wände« rung: Karlstein, Zadni Trcban zum Baden, Mrt Stelzig. Filme In Prager UcMsplelhaiisern ■' Adria:„NckchtflUg."(A.)— Alfa:„Der „Musstrdiener."(A.).— Apollo:„Die„Liebes- paradc."(A.—■ I. MacDonald, Chevalier.)— Avion:„Die wahnsinnigen Elemente."(A.)— Fenst:„Zirkus."(Rufs.)— Flora:„Rose-Marie." (A.— I. MacDonald,)— Hollwood:„Prater." (SB.),;.— Hvizda:„Nachtflug."(A.)— Juli»: „Das schöne Frl. Schrggg."(D.)-7— Kincma: Reportagen, Louir. Braddock.— Koruna: Aktualitäten, Groteske, Reportagen.— Kotva:„Schicksalswege."(Engl.— Conrad Beidt.)— Lürerna: „Köstsgin Christin«-"(A.— Greta,Garbo.)- Metro:„Dar Komödiantenschiff.". Das metrische System beruht bekanntlich auf dem Mtter. Der Meter war zunächst theoretisch auf den Zehn-Millionsten-Teil eines Viertelmeri dians festgelegt. Diese Angabe ist zwar wissenschaftlich exakt,' aber technisch Unpraktisch. Darum wurde das Normalmeter geschaffen. Es ist laut Definition die Länge eines Platinstabes, hei Nüst Grad, der im Observatorium von SivreS aufbewahrt wird. Nach diesem Normalmassstab' sind, alle Meter hcrgestcllt, aber wenn sich der' Fall ereignen sollte,, daß das Normakmeter etwa gestohlen werden würde, würde man die gange Arbeit von Delambre erneüt machen müssen. Goliaths Nachkommen Auf der Pariser Weltausstellung gibt' eS mancherlei Sensationen, und eine von ihnen ist auch der Vergnügungspark, der seinerseits seine Sensation hat in' einen? Manne, der mit Recht von sich sagen kann, bah er eine„Überragende Persönlichkeit". ist. Er heisst Waino Myllirine, stammt aus Finnland; ist 26 Jahre alt und mißt, bei einem. Gewicht von 185 Kilogramm, 2.51 Meter. Zwei Meter und einundfiinszig Zentimeter! — Nun,, das ist wahrhaftig eine Länge,.mit her man sich, sehen lassen- kann,— doch hoffentlich wird sich Waino nicht allzu sehr kränken, wepn festgestellt wird, daß er den sich selbst verliehenen Titel„König der Riesen", zu Unrecht führt, da er eben»nicht-der„gegenwärtig größte Mensch" ist, als der er allgemein bezeichnet wird. Mit diesem Superlativ angesprochen-zu werden- gebührt viel« mehr einem. Studenten aus Altqn im. Staate Jl«. linois, über den der amerikanische Arzt Doktor Humberd erst kürzlich: im„Journal of the American Medical-Association" berichtete:- Der jugendliche Riese, der schon im Alter von Neun-Jahren 1.80 Meter maß, ist heute,-mit-ne'unzehn Jähren, '2.52 Meter groß.. Also nicht nur, daß er,' der '„rechtmäßige. Ricsenkönig", den Finnländer Myllirine um einen ganzen Zenttmeter überragt, ist er auch um sieben Jahre-jünger mnd noch, im besten Wachsen begriffen, so daß, wie Dr. Humberd meint, zu'erwarten steht, daß er ,im vicrundzwan- zigsten Lebensjahr, bereitsi eine..Gröhe won^ drei Meier erreicht, haben wird. Freiljch blcibt abzuwarten, ob dec junge Mann nicht ein Opfer seines ungewöhnlichen Wachstum» werden wird;-, denn trotz seiner gewaltigen.-Eßlust, zü äderen Befriedigung er täglich nicht weniger als-sechs- bis achttausend Kalorien benötigt,-macht er fast.-stet»«Inen sehr müden-Eindruck. Sollte er Inder den dritten Meter erreichen, dann- wird er sich-.rühmln können, nicht nur der.größte--Mensch der Gegenwart, sondern auch der„Riese wie.noch, mte"''-zu sei»'--,--'-''--.»',:»:!-.:,--'■■■■■ Ucberlicferungcn aus vorchristlicher Zeit wissen zwar von Personen zu erzählen,^die drei','ja sogar vier Meter groß-gewesen,«sein sosten,'doch diese Berichte.müffen wohl-mittetner gewissen Lor» sicht ausgenommen werden.,.'Derigxöß'te Mensch,' dessen Körpermasse zienstich,',einwandfrei beglaubigt erscheinen, war dec>im<,Jahre'tb.78 geboren« John' Middleton' qü» Lancashirei der 2i81^ Meter hoch war und dessen Hand 44 Zentimeter maß. Außer ihm sind nur noch zwei dy,.die den Altoner- Studenten an Wuchs überragten: der vor esiva fünfzig. Jahren verstorbene.Irländer; Patrick O'Brieti)'''der' eiili-LäUßo Von ,2.68 Meier hatte, und Maximilian Miller,"der 2.80 Mztcr erreichte, und von dM es heißt,-daß er yoch ass-öbjähMer u>n zwei Zentimeter wuchs." i-.- . Ertvähnung- verdienen ferner der! Riese Pig- Sam, der zur Dienerschaft König Georg» kV, pon England zählte" und 2,41 Meter hoch tvar, Ut>d der-Portier,des. BritenkönIgS Jakob- l„-Walter Passug, der cs ällerdingS„nur" auf 2.84 Meter, brachte. Daß aber auch 2 Meter 84 keüie-Klejnig- kcit sind, erhellt aus. der Tatsache, dass Barnum, derbekannteämerikanische.Zjrf.We.sidLt^sehx,.sehr' lange suchen" mußte, ehe es ihm gelang,.eiUtn Goliath von 2.18- Meter Gräß'eiäüW'troibdNiWid bei hcn während des Weltkrieges vorgenogimepen Rekrutieryngen für das a'merikaiüsche Heer würden /uiiter-' vier Millionen Menschen bloß stehen Riesest gefunden,' von denen..cs jed'och leinfr, bis zu her Größe des Studenteii. aus Alton brachte<. . Im übrigen gibt, eszselhscherstststdnchl nicht bloß>männliche, sondern.auch, weibliche Goliathe,, und. die Wienerin.Gisela,.",.die,cheg-yistartsgi pj'e.- grosse Nummer-ein?» Prater-Schgichüdechbesitzerd bildest)';dstrfte.möglicherweise die„höchststehendc" Frass che^Wrlt sejn:.da? rass.m.-l-7jghvige>'„Mähi's.' hatmämlich eine Länge von 2:39 Meter.I. gyx ."''--Ärnst Ml L'Ä.LL-L'L^F^."L'? M-»e^./etÄell«Ä»'<8:-.: halbjährig tte est- 1 gaWhrig-ttö 192:-.- Saserat««erden wG Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen.Preisnachlaß.— Rückstellung von Manuffripten erfolgt'Zur'bei Einsendung-der Retouruiarkew— Die 8eitu«a»frankatur"wurrevoa»«»«kt. imd!Ül«« graphendstektw« mtt Erlaß R&- 18.896/VW1986 bewLigt,^— LruLretr".röra"; K^ück«.«ad 8«ttuiig»-A.-N^Ptag.'••.•