Aentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik «rschek,t mit«ttsnobme de» Montag tSgttch frkh Z©injclprei« 70 Heller n u. Verwaltung. PragXll.,FochovaS2- Telephon 83077—Herausgeber: Siegfried Taub— Berantw. Redakteur i.V.: Zdenko Neuwirth, Prag 17. Jahrgang Dienstag, 27. JüÜ 1937 Aus dem Inhalt; 10.000 Teilnehmer beim Volkstag der Arbeit- In Trautenaul Olympiade eröffnet- Der Geist des 18. Feber. Grauenhafter Mordanschlag auf die Gattin Nr. 174 Kwantung-Armee führt Krieg Ein neuer Zwischenfall z Strafaktion gegen Langfang Angriff auf Peiping Der„Frieden" int Fernen Osten ist jülj von einer neuen krcigcrischen Aktion der jnpani- scheu Kwantnng-Armee abgclöst worden. COnesische Truppen sollen auf anrückende Japaner bei Langfang geschoffssen haben. DaS wurde zU einer Strafaktion benützt. Die Japaner bom- bardierten mit Fliegerbomben und Artillerie die Kaserne der Cinesen in Langfang, wobei 800 Chinesen den Tod gefnnden haben sollen. Die Japaner liehen es aber bei dieser„Straße" nicht bewenden. Montag erschienen ste vor Peiping und forderten Einlaß in die'Stadt. Als ihnen da- verweigert wurde, eröffneten ste aus Geschützen und Maschinengewehren daS Feuer. Schließlich ließen die Chinesen ste ein, worauf die Japaner die Schießerei in de» Straßen fortsctztcn. In der Nacht dauern die Kümpfe an. Auch bei Wnnping wird wieder geschaffen. Die Kwantnng-Armee hat selbstverständlich auch wieder eilt Ultimatum an den Komutandanteu der 20. chinesische» Armine gerichtet, in dem bis Mittwoch mittags die Räumung nnd liebergäbe der noch von Chinesen besetzten Gebiete nm Peiping gefordert wird. Die Zentralregierung in Nanking soll befohlen haben, bewaffneten Widerstand zu leisten. Der Mikado hatte Beratungen mit dem GeueralstabSchef Fürsten Kanin und den.militärischen Ressortministern. Im Parlament hielt der Außenminister Hi rata eine Rede, die von Friedensbeteuerungen trieft und die Kanonaden and faktischen Annexionen in China alS kleine, von den Chinese» provo- zierte Zwischenfälle hinzustellen sucht. Besonders betont Hirota die freundschaftlichen Bezie» hnngen Japans zn England und Amerika. ES scheint, daß man in japanischen Militärkreise» annimmt, daß China ja doch zum Gegenschläge rüste und cs daher ratsam sei, rechtzeitig ein möglichst großes Territorium zu besetzen.' Hirota hat als das Ziel der japanischen Politik erklärt ,daß Japan in Ostasten die entscheidende Mittlerrolle spielen müsse. Vie Blutmühle der Materialschlacht Grauenhaftes Gemetzel nordwestlich Madrids Franco besetzt das zerstörte Brunete de la Roque von Tardieu und Laval bezahlt Er lüßt den Ankläger prügeln und wird „nicht erwidern“... Paris. Das unabhängige Wochenblatt„Choe", das vom Obersten i. R. Guillaume geleitet ivird, eröffnete vor einer Woche eine scharfe Kam« wgne gegen den Vorsitzenden der sozialen Partei Oberst de la Rocque. Der gewesene Mitarbeiter ??-,..^ocqucs Pozzo Borg»! der sich mit der Portei^und mit de la Rocque entzweit hat, per» ^il^ntlichtx eine Unterredung'mit dem gewesenen Ministerpräsidenten Tardieu, in welcher es hecht, dah de la Rocque, seinerzeit Vorsitzender der Organisation, der Feuerlreuzler, aus einem Geheimfonds des Ministeriums des Innern eine Subvention vön 20.000 Francs monatlich■ unter der Regierung T a r d i e n.und 10,000 Francs unter der Regierung Laval er. halten hat. Der Vorfall rief bei den Parteianhän» gern ziemlich große Erregung hervor und eine Begebenheit, die sich Samstag in dem Bretagne» Hafen der Stadt St. Malo ereignet hat, hängt offenbar hiemit zusammen, Oberst G u i I« l a u m e, der in einem Schloß auf Sommerurlaub weilt, wurde im Garten von einem auffallend elegant. gekleideten Jüngling überfallen, der ihn mit einem Knüppel auf den Kopf und Körper schlug, worauf er flüchtete. Die Verletzungen des Obersten, sind ziemlich ernst. Es scheint, haß es sich' um einen politischen Racheakt Handels, denn Oberst Guillaume erhielt in den letzten Tagen Briefe, die ihm und seinen Familienmitgliedern mit dem Tode drohtenrfall»- nmicht'Mlgenblicklich in seinem Blatt die Kampagne gegen de la Rocque einstclle. Oberst de la Rocque gab auf einer Partei» sitzung in Lyon eine Erklärmig ab, In der er ankündigte, daß er auf die Presscangviffe nicht antworten und sich in keine Polemik cinlassen-werde. ' Tie sogenannten Geheimfonds der Innenministeriums, die es bei allen Regierungen der Dritten Republik gab nnd die durch die Volksfrontregierung aufgehoben wurden, bestanden darin, daß die Jnnennsinister erhebliche Geldsummen an Zeitungen und Journalisten für deren Dienste an der Regie» rungSpolitik verteilten., Fragebogen- letzte Chance rar die„Achse“? London. Der zweieinhalb Seiten Maschinenschrift umfassende englische Fragebogen, der aus dem Stillstand der Verhandlungen über den briti» scheu Vermittlungsvorschlag, in der Spanienfrage bervorgegangen ist, wurde Samstag nachts an die Mächte versandt und diese gebeten, ihre Stellungnahme bis zum Eiüie dieser Woche bekanntzugeben. Die„Morning Post" ist wegen der Aussichten' des neuen Versuches skeptisch und befürchtet eine Fortsetzung der bisherigen, diplomatischen Verzögerungstaktik in Form' von Rückfragen der Mächte.;. Das Pariser„I o u r n a l" schreibt:-Englandswill Deutschland und" insbesondere, Italien^ e i ne l e tz t e Chane e geben.' An Italien-sind heute fast alle. britischenAn- vegung'en-.adreffjert.'u'-^-'!^'-.---",'>'' Der'UntdrauSschtlß/ dcS NichtintervcntionS- komit'ecs verhandelte sMöntag' Der'" den Fragebogen.-Au8eM Flltexpellatiön.iqt Unterhaus jq, diefev ÄnWeMh^st'ßantldövtel'e.Außennsinsster Eden?- die-kilnftigd'Häklüng^ der''britischen M«. gistung cherd«' von Her Mtelltnigvahnle dep'Ant- wqrÜsMdereit Einlängen> Donnerstag, nachts er« wärtet.wird, äbhängem Das NichtinterventionS« kvillitee wstrde in diöfem Falld'tvahrschdistlich Frei- täg-iviedess zusämmentperen.•; Mussolini macht sich lustig< ' i IN der Sitzung des SubkomiteeS des Nicht» «fntnifchNngSanSschnsseS'sprach u.'la. anch. der italienisch,'»,Waftrt!SrMi. 1.„Er lrqte, tIM neuen Fragibsgrn vor, in welchem die yragsn in derselben Reihenfolge'»nsämmengeMt,.sind, wie im englischen, d. h. die Abbernfnng der Freis, nstlligen'fplgt Dch der.Efnen'etunji'dKKoutzM systein'S' mid der. Merfeiintüt'ks der, SriM,rechts: GtgüdlMrddritL'.-dD.'??-le(erMageh»ge^'pM »oitMgWliff Äerde^' Äranbi MgMsestzer AN'.' AuS der Offensive Miajns am oberen Guadarrama droht die bisher größte und blutigste Schlacht des Bürgerkrieges zu werden. Die Ber» suche beider Parteien, den Gegner zum Einsatz und Berbranch seiner Reserven zu zwingen, haben dazu geführt, daß sowohl die Regierung alS auch Franco alle verfügbaren Truppen an die Front von Madrid zu werfen, wo sich eine Entscheidung nicht mehr durch eine Bewegung, eine kühne Operation, sonder» nur noch durch den Masscncinsatz technischen Materials und rücksichtslosen Verbrauch der Truppe erzwingen läßt. Dabei sragt es sich nach allen bisherigen Erfahrungen, ob nicht jeder Erfolg, der so errungen ist, nur den gegnerischen Erfolg provoziert und die Entscheidung doch wieder verschleppt. Mit magischer Gewalt scheint"die Wahlstatt bei Madrid die Feld-' Herrn anzuziehen, obwohl«in rascher Sieg dort nicht zu holen ist. Jede Armee, die«inen Erfolg erzwungen hat, ist nachher so erschöpft, daß sie dem ersten Gegenangriff nachgeben muß. - Die Offensive Miajas war 18. Km. tief, bei einer BastS deS Durchbruchs in der Breite von etwa 12 Km., vorgedrängen und hatte einige strategisch wichtige Punkte erreicht, ohne freilich biS Navalcarner», bis zu dem Schlüssel der Madrider Front, Vordringen zu können. Nun setzten dl« Gegenangriffe ein, die.sich vor allem auf den Ort Brun ei« konzentrierten. Er wechselte unzähligemftle den Besitzer. Montag, hat. Franco nach-einer furchtbaren Kanonade Brunete, das heißt die Triiniitzsr des OrteS, beseht. DaS Bom- bardcment erfolgte durch schwere und mittelschwere Artillerie<18-Zentiineter-Hanbitzen und' 20,8- Zentimeter-Kanoneu) und durch Fliegerbomben, dir von 90 Bontbrrn abgeworfcu wurdcn. Zuiu Sturm wurden nach Massen von Tanks eingesetzt.' Die Armee FräncoS soll 7000'Mann bei dem Ätudnt verloren haben. Di« Bcrluste der Bolks- armee' seit Beginit" der Offensive werden auf 80.000' Mann geschätzt. Insgesamt soll jetzt esitr Biertelmilliyn Kämpfer nm'Madrid kpnzentriert sei». Brunete ist'auch nach seiner Zerstörung ein wichtiger Ptziikt. und der Berlnst verschlechtert die Position'der, Regicrungstruppen,.'.Andererseits ist die BolkSarmee nach wie vor im Besitz einiger sehr wichtiger Positionen, so daß Franc» bei einer Fortsetzung seiner Gegenangriffe mit schwersten Berlusten zn rechnenhat), Zn dipp Gegenangriff wär er gezwungen, weil ein weitercS Bordringcn Miajas- gegen, ,vH',.' rückwärtigen Bcrbinduugcn der Rebellenarmcc die.StelltnsM nahe, Madrids i» d'sr'.Casn. del Camp», bei Carabanchel und in der',MiWst.tässWt. völlig; unhaltbar gemacht hättsN.Rnierdeis'TvstPpenFrancvSvcfindensich laut neutralen Meldungen 20.000 I t ä l i e n e r. , Die.käinpfendc TruPpc.leidet entsetzlich unser Hjyännd.Dnrst.. Ueber.der. kastilische» Hoch» ebnte'liegt eine tropische Glut, die Brunnen und Bäche sind vertrocknet, die Sonne blendet und die Truppe ist vervielfachten Leiden, ausgesetzt. Die Schlacht, die sich jetzt entwickelt, erinnert an die Kämpfe vor BcrduN, an der Somme und in Flandern oder am Jsoazo. Diese Art Materialschlacht verbrailcht dic, Kräfte der Kämpfende» und es kommt darauf an, wer es länger anshält, insbesondere, wer zuletzt»och einen Ueberschnß an Reserven und bis dahin die besseren Nerven hat. Erfolgreicher Luftkampf Madrid. sHavaS.) Montag gegen Mittag überflogen 40 Bomben- nnd. 40 Jagdflugzeuge der Franco-Armee die Kampfltnien südlich. von Bjlla Nueva de la. Granada.. Die. Fsngzeng- abwehrbätterien schossen eines dieser Flugzeuge ab. Eine Flugzeugeskadre der RegierungStrnppen nahm sofort die Verfolgung auf und schoß zwei dretmötorige Flugzeuge ab. Ein Bombcnflug» zeug der Regierung wurde von einem feindlichen Jagdflugzeug angegriffen, das nach einen: Kampfe verbrannte. bomben auf Barcelona Barcelona. Sonntag früh vor 4 Uhr erschien über Barcelona eine Eskabre von Franco-' Flugzeugen; bald darauf ging über verschiedenen Teihn der Stadt ein Bombeitregen nieder, der zahlreiche Opfer erforderte. Schlwßlich gelang es den Lnstabwehr-Batterie» der'.Regierung, die feindlichen Flugzeuge zu vertreiben., 0|e neuesten Verhaftungen. ^Moskau. Unter den Bcrhafteten^der.-letzten Tage sollen,sich' neben einigenßDiplom'aten wie A r o s e w(früher Gcsmidter in Prag). und C h i n t s ch u l auch der' Ehemalige.Justizkommissär Krylc n I ö befinden.) Die Schauspielerin Natalja Satz, die Leiterin' deS„Kulturparks" Bety K l a ns-«WißeÄtrtschitftsfüh- rcr und die Leiter der ukräinischcn^8.1üäitzen befänden sich ebenfalls unter'-Mit■ Verhafteten,'.. T ’ t. Paris. Boni 29, luli.ab wird der Brotpreis in Frankreich von 2,88 auf, 2.40 Francs. für 1 Kilogramm wicdererhöhi. ,' Paris.!-. Die Polizei^verhäftete.-ii^dH'.Ssädt' Chaumont NMeit-s, bop Wiione,,>'henlFränzjssischen Kaufmann Sellier;.-dep«Ngeiwnd, dem deutschen Spiouagedicnst Berichte, über- die sranzösische-Natw« nalberteidiauna und namentlich über das Flugwesen geliefert zu'haben.' ' Pari».>JmWahlkreis Petpigimn'',,wurde, bei. deg S.rqänznngsivahlen in den Senat, steuerlich bist; ssa.z.i q.l'i.st i,s.che.r ,K a n d i d a t zum. Se- Nsstor gewählt."' »öS sudetendeutsche Problem Eine Rede des Abg. Jaksch Junten« u. In seiner Rede anläßlich de« glänzend gelungene» BolkStageS der Arbeit berührte Genosse Abgeordneter Jaksch auch die schwebende» außen- und innenpolitischen Probleme. Er führte vor der Massenkundgebung auf deut Fcstplaye u. a. auS: Europa steht an einem Wendepunkt seiner Geschichte. Die Völker haben zu wählen ztvischcn friedlichem Alifsticg und der' Hölle des Krieges, in die sie der Faschismus zi:'stoßen droht. Ein eingehendes Studium der Kräfteverhältnisse läßt uns zu einer beruhigenden Schlußfolgerung gelangen. Was I» Menfchenkräften liegt, ist zur Sicherung des Friedens in Mitteleuropa getan wordc». Das Risiko für jeden Angreifer ist in unserem Bereich zehnmal so groß als 1914. Wer einen Krieg im Herzen Europas vom Zaune bräche, hätte mit der hundertprozentigen Gewißheit der Niederlage zu rechnen. Wenn sich aber trotzdem Wahnsinnige finden, welche dieses Risiko-eingehen, so mögen sie wissen, daß In jeder großen Entscheidung wie- der die Fäuste des arbeitenden Volkes den Ausschlag geben würden, wie 1018. Wir können die außenpolitische Entwicklung kalten Blutes. verfolgen. Die demokratischen und sozialistische» Führer haben-keinenGrmid, so. nervös--zn-fein, wie dir faschistischen Diktatoren. Sie brauchen keine Panzerwagen zu ihrem Schuhe und haben es nicht notwendig, ihre Wohnungen in Festungen-zu verwandeln. AuS der außenpolitischen Lage ergibt sick die Lehre fiir die Innenpolitik, daß die beste Sicherung des Staates in der Fortsetzung der wirtschaftlichen Aufbauarbeit und des nationalen BefriedungSwerkeS liegt. Vie Kräfte des 18. Feber dürfen nicht erlahmen Zuerst muß im Zeichen dcS HodZa-JahreS das Versprechen der Proportionalität eingetöst werden, dann'wird der deutsche AltiviSmuS zu neuer Entscheidung antreten. Im Rahmen des kommenden Staatsvoranschlages muß den Deutschen gegeben werden, was ihnen gebührt. Als iveitcren Schritt zur nationalen Befriedung fordern wir die Regelung der S ch u l- und Sprach ensragen im Geiste äbi o- luter Gleichberechtigung. Die nationalen Probleme müssen gelöst werden, damit wir die Hände frei bekommen, für den Kampf um den sozialen Ausstieg der Massen. Wir Seite 2 Dienstag, 27. Juli 1VS7 Nr. 174 danken der SdP für die Aufrichtigkeit, da st sie den Unternehmersekretär Dr. Ianovsky zum Wirtschaftsdiktator der Volksgemeinschaft gemacht und dadurch ihr kapitalistisch-reaktionäres Gesicht offen enthüllt hat. Dr. Janovfky ist gerade der berufene Mann dazu, die Forderung deS Bundestages von Hohenelbe nach Lohnerhöhungen in die Tat umzusehen. An dem völkischen Betrug, die Arbeiter ' am Sonntag zu umschmeichel« und ihnen wochentags die Löhne zu drücken, werden weder Henlein noch der Bund der Deutschen.etwa» ändern. .Die sogenannten Arbeiterhertreter in der SdP sind dadurch zur. Fortsetzung der kläglichen Handlangerrolle verurteilt, die sie schon beim Etrich-Sireik gespielt haben. Während Herr Henlein„Kunstreis-n" ins Ausland unternimmt, gilt unfeit ganzer Krafteinsatz der Befferung der Le« benlbedingungen der ärmsten Schichten des Volkes. Mag Herr Henlein mit den Ausbeutern und Ilnternehmerselretären marschieren, wir lämpfen mit den arbeitenden Massen del sudetendeutschen Bolles um ihr heilige» Dasein-recht l Erzdiktator Göring Der„eiserne Hermann“— Vorsihend er einer Elsenerz-Aktlen-Gesellsdiaft In größter Aufmachung bringen die reichsdeutschen Blätter die Anordnung Görings, durch die der Staat eine neue„Altiengesellschaft für Erzbergbau und Eisenhütten Hermann Göring" in» Leben ruft, um neue Werke für die Erzgewinnung, zunächst in Baden und in Franken, zu errichten. Ganz offen wird zugegeben, datz die Not- tvendigkeit, mehr Erz zu beschaffen, von den Anforderungen der RüstiingSsteigerung diktiert ist. Die deutsche Eisennot ist bekanntlich in der letzten Zeit durch die Restriktion der schwedischen Lieferungen und die llnsicherheit, ob die spanischen Quellen die auf sie gesetzten Hoffnungen erfüllen tverden, bedeutend verschärft worden. Es ist also kein Zufall, wenn man sich gerade jetzt auf diesen Abschnitt der BierjahreSplanS besinnt. Unter dem Druck der selbst heraufbeschworenen Not geht man also jetzt daran, alle vorhandenen Erzvorkommen zu erschließen. Daß Mer die Rentabilität dabei kein Wort verloren wird, ist bei den Triebfedern dieser Aktion nut natürlich. Weit größer ist die Sorge um die Wirkung auf dar Ausland. In einem Atemzug wird dem Inland versichert, daß sich das Dritte Reich jetzt vom ausländischen Diktat befreit hat— wie oft hat es das schon, ohne daß es dem deutschen Boll besser ginge?— und dem Ausland nahegelegt, gerade jetzt mehr Erz zu liefern I Zwiespältig wie diese Sprache sind auch die Kommentare, mit welchen man die volkswirtschaftliche Bedeutung begreiflich machen will, je nachdem ob man sich an die Arbeiter und die auf eine Erfüllung der sozialistischen Versprechungen wartenden Menschen, oder ob man sich an die Unternehmerkreise wendet. Die Berordnung besagt nämlich, daß Bergbauberechtigte zum Zwecke des Ausschlusses und Abbaues von Mineralien zusammengeschloffen werden könnsn,.wobei hinen an Stelle ihrer,jetzige« Berechtigungen Beteiligungen an'der neuen Gesellschaft Görings gewährt werden. Die Rechtsform der Gesellschaft und im Zweifelrsalle den Anteil der Mitglieder bestimmt der Beauftragte für den BierjahreSplan— nämlich Hermann Göring, der sich also wieder eine gute Position damit zu verschaffen wußte. Bon Bedeutung ist dabei, daß die„Göring-Aktiengesellschaft" nur unter Führung des Reiches steht— praktisch also Görings— daß aber das Reich vorläufig nicht an ihr beteiligt ist, sondern sich die Beteiligung nur Vorbehalten hat. Die Gesellschaft trägt nicht umsonst den Namen einer„Göring-A.-G.". Staatlich ist bisher nur die Berordnung; Göring steuert die Aufsicht bei und die Vermögenswerte müssen die verschiedenen privaten und juristischen Personen liefern. Sn diesen letzteren Umstand hält sich der „Völkische Beobachter", der als offizielles Organ der nationalsozialistischen Partei die Aufgabe hat, in jeder Maßnahme eine sozialistische Errungenschaft nachzuweisen. An Wirklichkeit handelt es sich darum, jene Kreise der deutschen Industrie, welche den RüstungSwahnflnn und den BierjahreSplan mit seinen überspannten Autarkiebestrebungen jun widerwillig und unter Protest mitmachen, gefügig zu machen. Der„Völkische Beobachter", der auch in diesem Augenblick versichert, daß der Nationalsozialismus die private Jnittatwe schätze, weil sie dem Bolle nützlich sei, sagt an die Adresse jener Kreise, deren Vernunft sie vor den tollen Experimenten warnt, ganz deutlich:„Die Erze, die jetzt nutzbar gemacht werden sollen... lagen schon immer dort, aber die private Industrie hat sie liegen lasten, obwohl jeder wußte, daß das Eisen notwendig und knapp war... Bon Leuten, die e» vor einem Lahr noch für richtig hielten, daß die deutsche Eisenversorgung vom Ausland abhängig bliebe, kann man nicht jene starke Ueberzeugung erwarten von der Notwendigkeit, die eigenen Erze zu erschließen." Die Widerspenstigen werden gezähmt, weil die Rüstungswerke immer mehr Eisen unb Stahl brauchen und das Ausland immer weniger liefert. Aber Göring denkt nicht im Traum an Sozialisierung oder Verstaatlichung. Sein Ziel ist die Vergrößerung seines Einslustes und die Beschleunigung des ProzeffeS, den der„V. B." mit der Frage andeutet:„Sollte das Boll auf sein wichtiges Eisen solange warten, bis die privat- wirtschaftlichen und sich widerstreitenden Interesten endlich unter einen Hut gelangt wäre«?" Göring hat die Streitfragen entschieden, zu seinen und der Rüstungsindustrie-Gunsten. Wie sein -Weg weiter gehen wird, läßt-dec„B. B." jetzt schon durchblicken, indem er daran erinnert, daß die eisenerzeugende Privatindustrie dem Stahlwerkverband(bekanntlich dem Zentrum der schärfsten Reaktion) und der internationalen Rohstahl- exportgemeinschaft angeschloffen ist und daß e» auf der Hand liege, daß ein Werk unter unmittelbarer Führung des Staate»(d. h. Göring») dort die Interessen de» deutschen Volke» viel besser wahren könne. Wa» diese Pläne nicht allein sagen, spricht dann die„Berliner Börsenzeitung" aus, welche beruhigend feststellt, daß man in dem neuen Unternehmen Göring» keine Sozialiste- rmtgsmaßnahme sehen dürfe- Am Gegenteil, das jetzige Grundkapital werde erhöht werden, um der Privatwirtschaft weitere BeteiligungSmöglichkei- ten zu geben. III. Arbeiter-Olympiade eröffnet Der erste Festtag In Antwerpen Antwerpen. Antwerpen steht bereit» völlig im Zeichen der III. Arbeiter-Olympiade. Die Arbeiterviertel- sind mit Fahnen geschmückt, ebenso die Straßen, die nach dem Stadion' führen. Im Stadtbild fallen einem überall die lustigen Gruppen der Jungen und-Mädchen auf,, die stolz ihr schöne» Fest-Abzeichen tragen. Dabei sind noch längst nicht alle Delegationen hier eingetroffen. Jn-gesamt dürften 25.000 Arbeitersportler und-Sporilertnnm an den Kämpfen und Bor» führungen teilnehme«. Außer den Belgiern sind bereit» hier: 300 Rote Falken au» der Tschechoslowakei, 50 Amerikaner, 550 Holländer, 80 Engländer, 125 Norweger, 150 Dänen, 250 Finnen und 160 Palästinenser, In den nächsten Tagen treffen die Delegationen aus der Sowjetunion, Frankreich, Polen, der Tschechoslowakei, der Schweiz, Ungarn, Schweden, Rumänien und noch einige tausend Holländer ein. Aber auch die Staaten, in denen der Faschismus di» Arbeiter-Sportorganisationen zerschlug, sind nicht ohne Vertretung.' Die offizielle Eröffnung fand Sonntag vormittags um 11 Uhr im Rathaus statt. Genosse Bürgermeister Huysman» begrüßte mit dem versammelten Stadtrat im Namen der Stadt Antwerpen die Präsidien der Sozialistischen Avbeiter-Sportlnternationale und das Präsidium de» belgischen Olympischen Komitee». Huysman» sagte u. a.:„Wir Belgier hassen niemanden, aber wir fürchten auch niemanden und wir wissen, daß noch niemals sich Gewalt behaupten könnte. Ich spreche jetzt nicht al» Sozialdemokrat, sondern al»»Bürgermeister, Sie können aber versichert sein, daß die» die Ansicht aller in diesem Rathause vertretenen Parteien ist. Wir Antwerpener waren immer dem Grundsatz treu: Lieber Recht denn Macht, und wir freuen uns heute, in unserer »Stadt Menschen zu begrüßen, die dem gleichen Grundsatz huldigen." B. Nobel», der Präsident de» Olympischen Komitee», dankte der Gemeindevertretung von Antwerpen für die materielle und moralische Unterstützung, die sie den Organisatoren der Olympiade gewährte. Antwerpen sei'seit je eine gastfreie Stabt gewesen unb auch diesmal» werbe sie ihren Gästen ein freundliche» Gesicht zeigen. Die hier versammelten Sportler wollen selbstverständlich auf sportlichem Gebiete gute Leistungen vollbringen; sie sind aber hichk nur Sportler,'sondern auch B ertrete r d e r Demokratien der ganzen Welt. E» genüge nicht, daß die Menschen starke Körper besäßen, auch ihr Beist müsse geschult und stark sein. Nobel» gedachte dann de» heldenhaften Kampfe» de» spanischen Volke» gegen seine Unterdrückung und der Illegalen in Deutschland und Oesterreich. Hierauf erllärte er die Hl. Arbeiter-Olympiade für eröffnet. Senator MüUer-Tschechosiowakei. der geschäftsführende Präsident der Safi, dankte der Stadt Antwerpen für die Hilfe, die sie den Lrganisawren der Oympiade geleistet habe und bedauerte e», daß diesmal nicht die Sportler mitmarschieren dürfen, die 1981 in Wien mit dabei waren, weil, heute in Oesterreich und Deutschland die Freiheit verloren sei. Müller begrüßte die Stadtvertretung namen» der Arbeitersportler, der ganzen Wett, auch im Namen der Länder, in denen^sie zur Illegalität verdammt sind.■{'. Festzug der Kinder Der erste Tag der Olympiade war den Kindern gewidmet. Unter dem Beifall der Passanten marschierten im Festzug 8000 Kinder mit dem Präsidenten der Safi und der Olympischen Komitee» an der Spitze. Große» Aufsehen erregte vor allem dieNeudeker Kinderkapelle. - Nachmittag fand im Stadion ein imposanter, froh bewegter Aufmarsch der Jugend statt. Senator Müller begrüßte die Kinder in flämischer, deutscher, ftanzösifcher und' tschechischer Sprache. Er wünschte ihnen, daß sie mutige, aber auch freudige Menschen werden sollten. Er begrüßte sie im Namen' der Arbeiterjugend der ganzen Welt, für die auch diese Kundgebung eine Manifestation sei. Anschließend führten, die Belgier technisch inter- reffante rhythmische Gymnastik für Knaben und Mädchen vor, die vor allem durch den Versuch,' neue Wege zu gehen, gefiel'Die RotenF allen führten einige Spiele vor, für die sie viel Applaus erhielten; er steigerte sich, al», sie unter den Klängen der Internationalen mit erhobener, geballter Faust abmarschierten. Verlanget Überall iTollwzünder England weicht zurück? London.(Reuter). Lord Plymouth schlug bei der Debatte der Sitzung de» Nichteinmi- schungSauSschusseS vor, die britische» Vorschläge in ihrer Gänze wieder in Erwägung zu ziehen. Diese Ansicht fand allgemein» Zustimmung und e» wurde schließlich beschlossen, daß ebanstell» deS britische»Fragebogens angezeigter sei, allen im Londoner Ausschuß vertretenen Regierungen die Vorschläge in ihrer Gänze nach der im Weißbuch veröffrutlichten Reihenfolge vorzulegen, und sie zu fragen, ob sie jede» Vorschlag des Weißbuches annehmen. Die Ant- worten sollen möglichst bi» Mittwoch 15 Uhr und nicht erst am Donnerstag Mittag eingehen... Die Stärke der dänischen Sozialdemokratie. (I. I.) Bei der Tagung de» Parteirat» der dänischen Sozialdemokratie, die im Juni zum Abschluß der Parlamentssession stattfand, teilte der Ministerpräsident und Parteiführer Genosse Stauning mjt, daß der Mitgliederstand der Partei Ende 1988 die Zahl von'191.424, davon 65.579 Frauen erreicht hat. Im abgelaufenen Jahr ist die Zahl der Ortsgruppen der Partei um 87, auf 1269 gestiegen. Der englische Vergarbeiterkongreß. ,,Daily Herald" meldet,.daß der Bergaibeiterkontzreß entgegen den ersten Berichten auf seiner greitagl- «agung den Grundsatz der Schaffung einer großen Bergarbeitergewerkschaft unter der Bedingung angenommen habe, daß zuvor die einzelnen Bezirks- orgayisationen selbst ihre diesbezügliche Entscheidung treffen.- 9 Roman von L Prlngshoim Diesen Sauberkeit-- und Rechtlichkeitsfrieden empfanden besonders stark die Untermieterin Frau Hardt und die 28jährige Bajadere von der dritten Etage, welche Mer einen tschechischen Namen Capucek verfügte, aber bei Portier» als Fräulein Mirzel galt, Abkürzung von Mirza. So war also Fräulein Mirza in einiger Beziehung gessiitzt und gesichert, nur da» drohende Altern ließ sich nicht abwenden. Immerhin hoffte sie noch weitere zehn Jahre ihre Tätigkeit aus« üben zu können. Heute ging e» ihr nicht gut; sie war traurig und reizbar, der hasttge Abschied de» Jungen hatte ihr seltsamerweise weh getan. Oefter» ertappte sie sich jetzt dabei, wie sie einer gewisse« Sentimentalität kaum Herr* werden konnte. Ab und zu malte sie sich ein eheliche» Zusammenleben au»; aber wenn sie dann wieder an die Summe der Geständnisse von Männern dachte, oder die Ehepaare beobachtete, dann resignierte sie seufzend und pflegte sich mit doppelter Sorgfalt. Trotzdem war jetzt in ihren schönen, gut getönten Augen ein Ausdruck, der eine Sehnsucht- widerspiegelte und oft mitten ins Herz traf. Dieser Ausdruck bewog auch da» aste friedliche Aerzteehepaar der ersten Etage, Fräulein Mirzerl freundlich zu grüßen. An diesem Ehepaar hätte Fräulein Mirzerl die ersichtlich nur gute Ehe, die vornehme-Haltung und Form bewundern können,' wenn e» nicht schon in die Kategorie von„damals" gehört hätte— damals, als e» noch gute Ehen gab! Mirzerl war doch noch so jung, um alle», wa« sie'sah, in eine be» jtimmte Kategorie zu tun. Sie hörte ja allerlei, besonders bei Morgengrauen von ihren jeweiligen Geliebten, und konnte sich so eine Art ideelle Welt zurechtzimmern. Wenn die Nacht dem ersten zagen Vogelschrei weicht, dann liegt der sensible Mensch wach, und alle Schwere bedrückt ihn doppelt, und alle» Schöne senkt sich süß und quälend auf ihn. Wenn zwei liegen, dann erzählt der eine noch halb im Schlaf und halb dem Morgendämmern hingegeben. Biele Mädchen hören nicht zu und machen sich am anderen Tag mit Gleichgesinnten lusttg;' aber e» gibt Mädchen, denen da Anpassungsvermögen die eigene fehlende Tiefe erseht, und die gern da» Gefäß bilden, in da» hastig und verworren Geständnisse getaucht werden. Andere wieder verstehen den Mann völlig und geben ihm in dieser Stunde mehr, als sein sonstige» Leben e» zu geben vermag.— Ehefrauen'wie Frau Franzi ahnen überhaupt von all dem nicht». Für sie sind diese Frauen, die sich'„verkaufen", der Abschaum der Menschheit,^genäu wie' Diebe und Mörder— sie gehen auch gern in. Gerichtsverhandlungen, um sich blonder-'unfehlbar zu fühlen. ' Mirzel entstiyg träge dem Bad, in welchem sie fast-eist»'Stunde gesessen hatte. Es wartete ja niemanh aui'sie-^kein Kind rief, kein Essen brauchte gerichtet zu'werden. Dann la» Mirzel ebenfalls die Mnanzistung. ein billige» dumme» Frauenhlatt. M welchem es vo» Grafen und Baronen Mr sh wiminelie und das armv-tugendhafte Mädchen, sichszum Schluß als Gräfin eni- puppi und beseligt ihrein- Grafen Egon um deii Hal» fällt.' Unfnn.bei Portters wurde auch'der Rostan gelesen, wie überhaupt all diese ver- schiedenen Frauen diese» eine gemeinsame In-, tereste an der Romanheldiu zeigten. Sogar die nette. Ehefrau-de» Arzte» las diesen Roman/ allerding»->»rsteckte sie ihn gern vor ihrem Mann, die^ einzig?,(kleine Nnterlastung»sünde in ihrer Ehe. So gern sie sich abend» Storm,'Stifter öder Rabe vorlasen— der Roman mußte einmal in der Woche morgen» überflogen werden, s^nst fehlte etwa». UM so, steckte-dies» törichte billige Zeitschrift treu in den meisten Briestästen, eine unbegreifliche Angelegenheit-für die Ehemänner oder sonstigen männlichen Mitglieder einer Familie.— Heute lie» der Roman Mirzerl- kalt, sie war nervö» und unruhig. Sie dachte wieder an den Lungen, natürlich war er Künstler', sicher nicht bedeutend, aber sie würde einmal in da» Kabarett gehen, wo er auftrat. Aber sicher tvar sie für ihn erledigt, ihr Instinkt täuschte sie selten. Und so würde e» immer sein: gut für eine, höchsten» zwei Nächte I Aber wa» sollte sie anfangen? So viel arbeitslose Frauen, die alle besser Handarbeiten oder äufräumen können— so viele Mannequins, so viele Film- Kömparsen— man suchte doch nur ganz junget Wa» sollte sie noch lernen? Die Leere in ihr machte sie ruhelo».— Sie beschloß, sich ondu« liefen zu lasten. Al» der Wecker unten raffelte, lag in der ersten Etage eine große volle Frau im Bett in einem Schlafzimmer nach englischem Muster. Etwas zu neu, etwa» zu unpersönlich. Nebenan fchlief der Mann, ein boller untersetzter Menschi dem man sofort ansah, daß erstchheraufgearbei- t»t hatte und viel Geld verdiente. In den anderen vielen RäuNieN waren zwei Söhne im Mer von 16 Jahren verteilt(Zwillinge). Eine Flucht von Zimmern, alle englisch gehalten, zeigte großen Reichtum. Da» Personal bestand au» drei Dienstboten; der ikhausfeur wohnte im Hof. Letzt ließen sie sich eine Billä bauen von einem eng- lijchen Architekten. Diese Zuneigung zu.englischem Stil stammte von Frau Dorechana. Herr Dorechana war einmal als armer kleiner spanischer Äudenjunge eingewandert, man wüßte.nicht recht, wie und wann. Er wurde bald Lehrjunge isi!, der Textilbranche, arbeitete sich dann us>- hetmlich rasch hinauf, reiste wieder zrjrück nach Spanien und kam mit'einer Frau zurück, die zwar nicht spanisch sprach, aber auch' Deutsch nicht richtig konnte. Sie war rothaarig und dick und sah flug aber geschmacklos aus.. Doch bes» .feste sich das Geschmacklose zusehends, dem man kann Geschmack durch Geld richtig erler« nen. Frau Dorechana war eine gelehrige Schülerin.> Rasender Ehrgeiz erfüllte sie. Ihr Blut trieb sie vorwärts, weiter, nach höheren gesellschaftlichen, geisttgen Schichten. Das erstere war schwierig. Der AntstemftiSmu» blühte und gedieh in erschreckender Weise.'Ein Typ wie Frau Franzi Glaser zum Beispiel rümpfte die Rase beim Wort„Jude"— erklärte von vornherein jeden Betrüger- al» Juden und hatte dabei nicht die geringste Ahnung vom' Judentum. Frau Franzi Glaser war zu dumm, um zu wissen, wer Mendelssohn, wer ein Birchov, ein Ehrlich war— die Welt, die sie umgab, war zu verlogen, um sie aufzuklären. Vielleicht lohnte e» sich auch nicht, denn Frauen ihre» Schlage» beharren bei ihren primitiven Ansichten. Nehmt dieser Art- Frauen ihren Titel, respektive den Titel ihre» Manne» fort, Ihr gesicherte» Auskommen, ihre Möbel, Kleider, Geld—.was bliebe übrig? Schuld an der nicht korrigierbaren Art war die Unterwürfigkeit• der anderen, denn in ihnen, an ihrem Gruß, ihrem Gehorsam gedieh Frau Franzi» beschränkte eitle Natur. Frau Dorechana war ganz, ganz ander»— sonst läge sie auch heute früh nicht wach und ließe ihrem ausgesprochenen Organisationstalent freien Lauf. Es war ihr gelungen, sich, einigen wirklich klugen Frauen zu nähern. Ihr sicherer, durch Geld bedingte» Auftreten verschaffte ihr Eintritt in einige Büro» schaffender sozialer. Geister. Dort informierte sie sich geschickt», verschaffte sich. Literatur und wählte da» Gebiet der Frauenrechte. Rasch waren die Ärund- züge dieser Bewegung. mit' einigen„gangbaren" Sätzen.eingelernt, n>sN muhte man weiter. Da die p-usisKn Parteien aufehört hatten, galt e» eine; ausgesprochene fraüenrechtliche Sache auf- zutun, in der-man. geschickt die diversen sich' durch irgendeine Einbuße ihrer früheren.. Stel- lungen zurückgesetzt fiihlenden Frauen sammelle, ober mit Bedacht, sich, selber stetsdie- führend» Roile sicherte.(Fortsetzung folgtzg; Nr. 174 DienStag, 87. AuN 1987 Sette 3 füddendeii/stfter£ciispie£ct um Quetschungen, Stauchungen und Abschürfun«> Regen am Samstag begünstigt ivurdc. Die Dänen Im Umzug Im Geiste des 18. Feber Obwohl auch nachmittag- einigemal Regen« güsse den Verlauf de» Feste» unterbrachen, waren die Gäste in der besten Stimmung und erfüllt von Stolz auf die so wohlgelungene Beranstal« keit für Schulzwecke al» ungeeignet erklärt und die deutsche Schule Hermitz nach Litschcl in da» leere Schulgebäude verlegt, wo sich die Schule bisher befindet. Ueber Drang der deutsche» Bevölkerung in Hermitz wurden durch Spende» die Mittel zur Erbauung eines neuen deutsche» Schulgebäudes in Hermitz aufgebracht und die Schule im Jahre 1981 baulich vollendet. Wer das Gebäude steht leer, weil die Gemeinde Litschcl sich gegen die Rückverlegung der deutschen Schule stellte. Unterdessen hat sich die Schülerzahl auf über öl) erhöht, so daß die Teilung der bestehenden öffentlichen deutschen Schule in Litschel in zwei Klassen nach dem kleinen Schulgesetz erforderlich ist. Die Teilung würde dann so erfolgen, dah nicht zwei aufsteigend« Klassen errichtet werden, sondern die Hermitzer Kinder das neue Gebäude in Hcrmitz besuchen und in Litschel eine Expositur für die Litscheler Kinder errichtet wurde. Zu Ende dieses Schuljahres befähle sich mit der Angelegenheit wieder der BezirksschulauSschutz in Neu-Tilschein. Da eine Einigung der OrtSfaktorcn erzielt wurde, so ging der Antrag, in jeder Gemeinde e i n e S ch n I e zu errichten, an den Landesschulrat nach Brünn und am 18. d. M. ist die Bewilligung durch den Landesschulrat in Brünn herabgelangt. Wa« früher nicht glisti, gelang jetzt auf Grund der Abmachungen vom 18. Feber 1987. Dr. Banal— Ehrenbürger von Troppau In der freitägigen Sitzung des Troppauer Stadtrates wurde beschlossen, den Präsidenten der Republik Dr. Eduard Benes zum Ehrenbürger der Stadt Troppau zu ernennen. Dieser Beschluß wird der einzige Punkt der Tagesordnung sein, welcher in der' auherordentlichen Sitzung der Stadtvertretung am Freitag, den 89. Juli, verhandelt werden wird. und«inen Leiter gäbe— in Dauerkonflikte kom- dem Herrn Leiter der Wirtschaftsabteilung kommen mühte, falls dieses Amt ein bihchen ernst genommen würde. Es genügt, für die Arbeiter„Standesfüh- rer" zu haben. Deren Aufgabe ist klar und eindeutig: den Arbeitern, die bereit sind, Gefolgschaft zu sein und nichts als Gefolgschaft, von den Wundern de»„Eindeutig-sozial-seins" der SdP zu erzählen. Also moderne Märchen. Die„Wirtschaft" aber ist nüchtern, will nicht» mit Märchen zu tun haben, weih zwar, dah Märchen gut sind zum Einschläfern gläubiger Kinder, also nicht ganz ohne Zweck,— die Wirtschaft aber selber will kalte nüchterne Wirtschaftspolitik— Unternehmerpolitik. Und da in einer „Volksgemeinschaft" die„Belange" aller Volksgruppen berücksichtigt werden müssen, gebührend berücksichtigt, die der wichtigsten zuallererst und die Industrie die wichtigste ist, so liegt nichts näher, al» dah der Führer einer Partei, die schon immer auf Wahrung der Unternehmerbelange bedacht war, einen gewesenen Jndustriellensekretär zum Leiter„seines" WirtschastSamte» macht. Da kann es dann keine Irrtümer mehr geben, die Partei wird immer genau da» tun, was den Jn- dustriellen frommt. , Und die Gefolgsleute Arbeiter? Sie müssen zwar oft genüg gegen die Kameraden Fabrikanten in den Streik treten, aber— wenn der „Führer" einem Unternehmersekretär die Wirtschaftspolitik anvertraut, muh cs- wohl doch in Ordnung fein, denn der„Führer" ist ja unfehlbar. Das gilt für so lange, als Arbeiter es glauben. Für Bewerber um den Gendarmerie»«nd Polizeidienst. Die Zentralstelle der deutschen aktivistischen Parteien macht darauf aufmerksam, dah viele Ansuchen um Ausnahme,in den Gendar» meriedienst deshalb abgewiesen werden müssen, weil die Bewerber nicht den gesetzlich vorgeschrie- .benenMilitärdienst unit der Waffe u absolviert haben. In dem Gesetz Wer-die Gendarmerie ist vorgesehen, dah der Militärdienst mit der Waffe während der ganzen Zeit geleistet werden muh, di« vom Wehrgesetz für den normalen militärischen Präsenzdienst vorgeschrieben ist. Bewerber, welch« einen Teil de» Militärdienstes als Kanzleikräfte, Professionisten oder bet der Militärmusik verbracht haben, erfüllen nicht die gesetzlichen Voraussetzungen für die Aufnahme in die Gendarmerie und ihre Ansuchen mstffen daher abgewiesen werden. Aehnlich liegen die Berhältnijse bei der Staatspolizei und-bei der Finanzwache. Jene deutschen Soldaten, welche daher noch Absolvierung der Militärdimstpflicht die Absicht haben, sich um Aufnahme in die Dienste der Gendarmerie, Staatspolizei oder Finanzwache zu bewerben, handeln daher in ihrem eigenen Interesse, wenn sie Pen gesamten Präsenzdienst mit der Waffe leisten. Arieiter-Radiohirer, Achtung! Sonntag, den 1. August, hören Sie in der Zeit von 17.59 bi» 18.16 in der Mähr. Ostrauer deutschen Radiosendung den Männerchor de» Arbester-Sängerbunde»„Frohsinn" In Reü-Oderberg.(Chöre von G. Uthmann und O. Weichert.) Leitung: Thormeister Rudolf Willman», Musik: Mnsikvereinigung in Reu-Oderberg» tung, di« den Wunschiraurn der ostböhrnischen Fabrikanten von der Totalität zerstört und di« „Splitterpartei" als eine mächtige, nicht zu besiegende Armee gezeigt hatte. Noch ein schöner Erfolg BiL zum Jähre 1996 bestand für die Gemeinden Hermitz und Litschel(im Bezirk Rcutitschein) eine einzige öffentliche deutsch« einklassige Volksschule in Hermih. 1990 wurde mit Unterstützung des deutschen Schulvereine», der«in Unverzinsliches Darlehen, von 19.999 K6 gewährte, in Litschel eine eigene Schule gebaut und damit die beiden Schulsprengel auseinandergelegt. Rach Kriegsende wurde da» deutsch« Schulgebäude iy Hermitz für, Zwecke einer tschechischen Miiiderheitsvolksschule in Hermih beschlagnahmt. Der! Protest der Deutschen von Hermih hatte Erfolg), indem die Beschlagnahme aufgehoben wurde, Gleichzeitig wurde wegen nichtentsprechender Schülerzahl die deutsch« Schule in 'Litschel gesperrt und mit Hermih kn«inen Schulsprengel vereinigt. Das Schulgebäude per deutschen Schule in Hermih würde wegen BaufälligEln prächtiger Demonstrationszug Ehrung der Alten Sonntag fand in Trautenau als Veranstaltung unseres ostböhmischen Parteikreises der „VolkStag der Arbeit" statt. Seit vielen Wochen sübrte die bürgerliche Presse de» Gebiete» und gen!. Rach ärztlicher Auskunft kommt erfreulicherweise nur ein Schwerverletzter in Frage, der allerdings einen Oberschenkel« und Schlüsselbeinbruch erlitt. Lebensgefahr besteht zum Glück auch bei diesem verletzten nicht. Die Ursachen des folgenschweren Unfalles konnten noch nicht fcstgestellt werden. Bei einer Unterredung erklärten einige der vom Unfall Betroffenen sowie Arbeiter, die auch auf dem Gerüst waren, und der Bauleiter, daß sie weder ein Brechen noch Knacke» hörten, daß das Gerüst plötzlich zusammenstllrztc. Das Bctongerippe für den Kühlturm ist seit einiger Zeit fertiggcstcllt und bereits ausgeschalt. Das Gerüst hat also der schwersten Arbeit standgchalten. Jetzt sollten die Belonarbeiten verputzt werden. Da» Unglück hat in Türmitz große Erregung hcrvorgcrufen. Zum Pförtner des Werkes kamen ununterbrochen Männer und Frauen, um sich nach dem Schicksal der Angehörigen zu erkundigen, vormittags nahm die Gendarmerie den Tatbestand auf und untersagte die Fortführung dec Arbeiten. Eine GcrichtSkommission, die nachmittags am Unfallsorte erschien, konnte ebenfalls die Ursache dcS BäuunglückeS nicht ermitteln. Man nimmt an, dah der Unfall durch den starken Folgenschwerer Bauunfall In TUrmltz Montag vormittags, kurz nach Aufnahme der Arbett, stürzte da» Baugerüst eine» KühlturmeS der NEW in Türmitz«in und ritz zehn Bauarbeiter mit in die Tief«. Die verletzten Bauarbeiter, die mit dem Gerüst etwa zehn Meter tief abstürzten, wurden sofort dem Aussiger Bc< zirkSkvankenhau» zugeführt. Zwei von ihnen, die nur leicht« Abschürfungen und Quetschungen erlitten, wurden nach ärztlicher Untersuchung und Behandlung sofort wieder entlassen. Acht der verunglückten, die anscheinend schwerer verleht waren, blieben im Krankenhau» zur weiteren Be- handlung. Wie wir noch kurz vor RedaktionS- schluh erfahren, sind auch bei diesen die Verletzungen nicht so schwer, wie im allgemeinen zuerst angenommen wurde. Zumeist handelt e» sich So macht e» der»große Führer": er ernennt! So macht e» auch der andere„Führer", der sich bloß für den Führer aller Sudetendeutschen hält: er chmennt! Er hat dieser Tage eine sehr wichtige Ernennung vollzogen. Er hat Dr. Janovsky .sTeplitz-Schönau) al«„seinen" Sonderbeauftragten für Wirtschaftspolitik eingesetzt und ihm die Leitung der wirischaftSpolitischen Abteilung der SdP übertragen. „Als seinen Sonderbeauftragten eingesetzt"— das imponiert! Wenn ein Parteiführer ernennen kann, wie Staatsoberhäupter Minister ernennen— na, dann mutz er doch schon fast so viel wie«in Staatsoberhaupt sein. Die Volksgenossen, die al» de»' Leben» subtilsten Reiz da» Kommandiertwerden und Gvhorchendürfen ansehen, erschauern in Ehrfurcht. Der„Führer" ernennt! Wer ernannt wurde, wird den Gefolgleu- ten auch berichtet: Dr. Janovsky war Sekretär des Deutschen Hauptverbandes der Industrie in Teplitz-Schönau. Also der berufenste, geeignetste Mann für die Leitung der wirtschaftlichen Abteilung der SdP. Denn wer sonst soll die W i r t s ch a f t s p o l i» tik der Sd.P, der Partei der BpslSgemejnschflft, bestimmen? Wer sonst al» ein U n. Her n eh- merfekvrtärd Einen Referenten für Sozialpolitik— oder „Leiter der sozialpolitischen Abteilung der SdP" hat die Henlein-Partei noch nicht. Zumindest hat sie es der Oeffentlichkeit noch nicht mitgeteilt. Ist auch nicht so wichtig. Da» wäre doch nur eine Abteilung, deren Leiter— wenn e» diese Abteilung Ernennungen Deutscher bei der Post und Eisenbahn Wie die Zentralstelle der deutschen aktivistischen Parteien mttteilt, wurden bisher von der Post, und Telegraphendirektton in Troppau 13 deutsche Bewerber, ausgenommen. Da» Postministerium hat die Stelle eine» AussjchtSbcamten der fünften Gehaltsstufe bei dem Postamt in Karlsbad I einem deutschen Bewerber verliehen. Die freie Stelle des Eilgutkassier» bei dem Bahnamte in Reichenberg wurde ebenfalls einem deutschen Bewerber verliehen. Sau neuer Postämter Im deutschen Gebiet Das Postministerium hat für den Bau neuer Postämter, bzw. für die Adaption alter Postämter im deutschen Gebiet folgende Beträge bewilligt! für da» Postamt in Ä r a SI i tz 140.000 AL, in Mähr. Schönberg 26,999 AL, in Botz e n b ach 299.999 AL, in S a a z 899.999 AL, in R e ich e nb e rg 136.999 AL und in T e p- litz- Schönau 999.999 AL. Ein„Sonderbeauftragter" Die Antwort auf Hohenelbe t. 10.000 beim Volkstag der Arbeit in Trautenau führten die Henlein-Agiialoren mit allen Mitteln der Verleumdung eine Kampagne gegen diese Veranstaltung,, von der sie genau wußten, daß sie die Antwort der Arbeiter auf Henlein» prunkvolle Heerschau von Hohenelbe sei, daS Bekenntnis der arbeitenden Volksgenossen zu ihrer Idee bedeuten würde. Als nicht» andere» mehr half, erklärte die bürgerliche Presse, die Sozialdemokraten hätten sich gerühmt, sie würden 69.999 bi» 69.999 Menschen nach Trauienau bringen. Mit diesem Goebbelstrick wollten die Herren sich einen guten Start für ihren süßsaueren Hohn schaffen:„Seht, e» waren doch nicht 59.0097',•> Nun, wir rechnen nach Adam Riese und nicht nach Josef Goebbels, wir sprechen nicht von - 69.999, wohl aber waren e» im Festzug an 8999 Menschen, die durch Trautenau zogen. Der Vorbeimarsch dauerte 87 Minuten. Der Festzug zog einen Ring um die ganze innere Stadt und die letzten Reihen verliehen gerade die Aupabrücke, als die Spitze des Zuges dort bereit» wieder passierte. Auf dem Festplatz waren zur Kundgebung mindesten» 19.999 Menschen versammelt, denn es hatte überall noch ein starke» Spalier gegeben. Nach Henleinschen Rechen- methoden wären e» gewiß 69.999 gewesen. Nach Hohenelbe hatte,man von 69.999 gesprochen, obwohl der Zug wohlgezählt 9299 Leute umfaßt«. Der Begrützungsabend wär SamStag durch ein furchtbare» Gewitter unterbrochen worden, kaum daß die Vorführungen begonnen hatten. Die vorgesehene Ehrung der Men mußte auf den Sonntag verlegt wevden. Sonntag vormsttag» sprach Genosse E. O. Rambauske bei dem Appell, der dem Festzug voranging. Bei der Kundgebung sprach, leb- hast aklanuert, Genosse I a k s ch, dessen Rede wir an anderer Stelle in ihrem wesentlichen Teil wiedergeben. Im Namen der dänischen Gäste, die mit einem Tran»parent„Dänemark grüßt die CSR" im Zuge marschiert waren, sprach Genosse Robert L i n d a r. Im Namen der Partei dankt« Genosse K r e s ö i, von den Anwesenden jubelnd begrübt, den Arbeitern für ihre Treue. Ec appellierte an sie.much in ernster Stunde die Disziplin und den Opfermut zu beweisen, den sie, zu festlichem Anlaß dokumentiert.haben. Mit den Staatshhmnen Und der Internationale wurde die Kundgebung geschlossen,,,? Nachmittags fand die Ehrung P«pMen.statt, bei, der Genosse Dr. F r a n z e l einleitend sprach. Ersdrinnedte an die große Vergangenheit der ost« böhmischen Arbeiterbewegung und führte au», daß wir hier auf dem klassischen Boden de» Klassen« kantpfe» als eine» sittlichen Ringen» um wahre Volksgemeinschaft gegen Ausbeutertpm und Lüge stehen, Wir ehren die".Alten und fsyh un» bewußt,-daß,wir.nur,auf. dem weiterbauen,kön« nen, was sie aufgerichtet,haben. Bann überreicht« Genosse RambauSke den alten Genoss«^und -Genossinnen ihr«.Ehrenurkunden. E» war-ein« -erhebendes Szene? viele d«r alten hatten Tränen in den Augen güdbrachtem vor Freude kein Wort hervor. ANdere riefen den. Massen ihre Grüße zu odtrbekamtte Merksprtzh«! Im Namen der alten Genossen dankte Genosse Iosef Marl» für .di«.Ehrung. Er erinnerte die Irgend an dle-ver, gangenen Zeiten und forderte st« aus, da» Errun- gttttzu verteidigens /"W— i- Aus dem„Hans der deutschen Kunst“ Das braun» Zeitalter Seife 4 DienStag, 27. Juli 1937 Skr. 171 Oer serbische ILIrcbsnlrsmpk Belgrad. Der Kampf der orthodoxen Kirche gegen die Regierung Stojanidoviö nimmt nach dem Tod deS Patriarchen Barnava immer heftigere Formen an. Abgeordnete, die für das Konkordat mit Rom gestininit haben, werden auf der St raste überfallen und verprügelt. Den Justizminister und einige Abgeordnete hat man auS der Kathedrale gewiesen. Dem ganzen Kabinett droht die Exkommunikation. Die Regierung droht andererseits, daß sie die Wahl des neuen Patriarchen nicht durchführen lüßt, wenn die Kirche sich nicht müstigt. Für Jugoslawien steht ungeheuer viel aus dem Spiele. Wenn der serbischnationale Fanatismus der orthodoxen Klerisei siegt, so tvird daS für Slowenen und Kroaten der letzte Beweis angesehen werden, daß ein friedliches nationales Zusammenleben mit dem Serbentnm nicht möglich sei und daß nnr der Kampf bis aufS Messer die Machtfrage im Staate entscheiden könne. „Nichtintervention" London.„Daily Expreß" berichtet aus Spa» nien, daß drei deutsche Piloten von der Baleneia- Regierung gefangen genommen wurden, als. sie sich bei Madrid mit ihren Fallschirmen aus den getroffenen Flugzeugen durch Absprung gerettet hatten. Sie erklärten, am 17. Juli den Flugplatz Staaken bei Berlin verlassen zu haben und reguläre Mitglieder des deutschen Luftheeres zu sein. Einer von ihnen namens Kohl teilte ferner mit, daß sie nach Spanien gesandt worden seien, um einen neuen Typ der Dorier-Flugmodelle auszuprobieren. Guttempler-Kongreß in Aussig Samstag und Sonntag fand in Aussig a. C. der Vl. mittel- und südosteuropäische Kongreß des Internationalen Guttemplerordens statt, an dem unter dem Vorsitze des Schweizer Professors Dr. Tanner Delegierte aus Oesterreich,. Ungarn, Deutschland und der Tschechoslowakei, ferner der Vertreter des Gesundheitsministeriums Ministerialrat Dr. Theodor Grunschka und Vertreter der Behörden teilnahmen. Das Ergebnis der Beratungen wird dem Alkoholrat beim GesundheitS- rialrat Dr. Theodor Gruschka und Vertreter der Kongresses fand Sonntag vormittags anläßlich der Eröffnung einer Beratungsstelle für alkoholische Erkrankungen eine öffentliche Versammlung statt,.in welcher der Vorstand des Archivs des Präsidenten Masaryk, Oberrat B. Skvach, einen Vortrag über das Thema„T. G. Masaryk" hielt. Weiters" ergriffen der Vertreter des Gesundheitsministeriums Ministerialrat Dr. Gruschka, der Bürgermeister der.Stadt Agssig. Leopold P ölz l und einige Kongreßdelegierte das,Wort. Die Versammlung' wurde mit einem Vortrag Professor Dr. A. T a n n e r s über das Thema „Ueber die Brüderlichkeit zwischen den Templern und der Menschheit überhaupt" geschlossen. „Jejich boj" zum erstenmal vor Gericht. Das Buch„Jejich boj"(Ihr Kampf), die erste kritische" und objektive Darstellung der Entstehung und- der wahren Ziele der Henlein-Partei ist von der Hen- leinpresse gleich nach seinem Erscheinen bekanntlich in der wüstesten Wesse angefallen worden. Die Verfasser Josef Fischer, Väclav Patzak und Vinzenz Perth wurden als„marxistisch emigrantischeS Dreierkonsortium" bezeichnet, des Plagiats beschuldigt, mit Operettenkomponisten verglichen usw. Der Inhalt des Buches wurde.jedoch beiseite gelassen. Die Verfasser haben daraufhin der„Rundschau" und der„Zeit" Berichtigungen zugesandt, die jedoch von diesen Blättern nicht veröffentlicht wurden. Es kam daraufhin am 17. Juli vor dem Prager Bezirksstrafgericht zu einer Verhandlung, in der die Antragsteller durch Dr. P. Levit, die beiden Henlein-Blätter durch Rechtsanwalt Dr. HanS Neuwirth vertreten waren. Die beiden Redaktionen wurden zur Veröffentlichung und zur Tragung der Gerichlskoste» in der Höhe von je 200 Kä verurteilt. Die beiden verantwortlichen Redakteure haben gegen das Urteil Beschwerde eingereicht., Eino Aktion der„Knlturverbundonen" hat vor einigen Tagen in Aussig Beachtung gefunden. Vor allem deshalb, weil so nachdrücklich auf d.e Besonderheit der Kultur, mit der man sich verbunden suhlt, hingewiesen lvurde. Völkische Ede- linge haben nämlich nazistische Flugblätter und Exemplare der berüchtigten.Zeitschriften des Pornographen Streicher, des„Stürmer", unter die Haustüren geschoben. Sonderzüge nach München und„körprr- fchaftlichpr" Besuch einer für den Herbst geplän- ten, jetzt schon aufdringlich ängekündigten Ausstellung„Dec elvige Jude" lverden aller Wahrscheinlichkeit nach genehmigt werden, weil es sich, wofür allein schon die Leitung durch den Propä- gandaminister Dr.. Goebbels spricht, um keine politische, sondern eine rein kulturelle" Veranstal- tinig handelt. Jeder Anschein einer Behinderung der geistigen kulturellen Beziehungen, zwischen den.Sndetendeutschen und dem Deutschen Reich muß vermieden werden. Wichtige Entscheidung über die Ruhegenüsse von Gemedidomigestellten, Das Oberste Verwaltungsgericht entschied unter Z..17.108/36, daß eine Gemeinde ihrem Angestellten die Pensionsbezüge nicht aus-dem Grunde kürzen kann,'weil dieser auch noch von der Allgemeinen PensionS- gnstalt aus dem Titel seiger., Tätigkeit, bei der Gemeinde die nach dem Gesetz Nr. 296/1024 .(§ 21, Abs.l, Z, 3) üblichen Gebühren erhält. Schweres Eisenbahnunglück' In Indien Eine Aufnahme von dem überaus schweren Eisenbahnunglück, das sich in derNähe von Patna ereignete. Ueber 100 Personen wurden getötet und mehrere hundert, verletzt. NAesneuigKelten. Der gelbe Fleck In der Pariser Weltausstellung hak der französische Gewerkschafts-Bund in einem außer- ordentlich.sehenswerten„Pavillon der Arbeit" die sozialen Probleme, der Gegenwart zur Schau gestellt. Das Internationale Arbeitsamt stellt auf einer Welt-Landkarte das gewaltige Netz von Verbindungen-dar, welches zur Förderung des sozialen Fortschrittes im Rahmen seiner Organisation geknüpft wurde. Fast alle Staaten und Kolonien des Erdballs sind dem Jnternatio- nalen Arbeitsamt angeschlossen. Die nicht an- geschlossenen Länder werden- durch, gelbe Flecke bezeichnet.. Es gibt d r ei solche gelbe Flecke auf der Erdkugel: den kleinen Staat N e p a l zwischen China und Indien, das arabische Wüstengebiet," welches im Staate Hedschas zusam- mengesaßt ist? und—D eu tschla n d.- Sö- weit ist es unter der Herrschaft des RationaliS- muS gekommen. Das Mutterland der modernen Sozialpolitik rangiert" neben Nepal und'dem Hodschas an letzter Stelle in der internationalen Staatenwelt..... Tschechoslowakische Luft-Akkrobaten— konkurrenzlos! In Anwesenheit des Bundespräsidenten Motta und von 76.000 Zuschauern fand Sonntag" in Zürich der Wettbewerb der Akkro- batie der Kategorie C mit Motoren von über 20 Liter Zylinderinhalt-statt.an.dem sich nach Absage der Franzosen"'nur die Tschechoslowaken, durchwegs auf Flugzeugen- Avis B 122 mit einem Waltermotor von 360 HP beteiligten. Als erster placierte sich Leutnant FrantiSek Noväk mit 146.6 Punkten, als zweiter Leutnant Petr Siro k h mit 135.47 und als Dritter' Rottmeister V h b o r n h mit 99.12 Punkten. Der Schnelligkeitswettbewerb.wurde ohne Teilnahme der Tschechoslowaken durchgeführt. Es siegte- der Ein ganz im Stile bliitrünstigster Gangsterromane" durchgeführteS Verbrechen ereignete sich Sonntag in Starkenbach. Im Krankenhaus erschien der ,86jährige Zimmermaler ,S t e p h a n Re h o f e.1, um die vermeintliche Leiche seiner Frau iN" der Totenkammec zu besichtigen";- Er wurde sofort verhaftet, denn die-vermeintliche Tote war schon, vorher inS Spital gebracht worden, zwar noch lebendig? aber"mit" sehr schweren Verletzungen. Sie hatte sich aus dem brennenden Hause retten können, in dessen Trümmern sie ihr Gatte zu begraben. gehofft" hätte, So wurde die" Gendarmerie verständigt, noch ehe Rehokeki erfuhr, daß seine Frau nicht unter dem'rauchenden Schutt des Hauses lag.". Die Aussage der vorläufig mit dem Leben dävongekommenen Frau," deren Zustand indessen sehr.ernst ist, klingt gräßlich genüg?, Ihr Mann, mit-dem.sie noch nicht länge zusämmestleht—" sie ist, erst- 23" Jahre alt— behandelte sie schlecht, besonders in der.letzten Zeit. Ist'der Nacht auf Sonntag," etwa um drei" Uhr, weckte er sie mit der Aufforderung, ihm bei seiner-Reparatur seines Autos, zu Helsen,, da er am nächsten Morgen verreisen wolle.. Als" sie sich' erhob)-versuchte- er ihr".",.""." . eineDrähtmaSke über den. Kops zu ziehen/ die"er' vorher- durch" eine»'Lettustgs« draht au d ie L i ch t.l« i t u n g ange- Deutsche F r a n ck e auf einem Flugzeug Messer« schmidt 109 mit Motor Justo von 640 HP,- der eine Durchschnittsgeschwindigkeit von: 409.64 Kilometer erzielte.*.. Ein Aul» mit vier Menschen im Wildbach verschwunden. Bei einem Samstag nachmittags wütenden Sturm stürzte bei Gosau die über den angeschwollenen.Bach führende Brücke gerade in dem AugeMicke ein, als sie ein Wiener Automobil passierte. Das Auto stürzte in den- angeschwollenen Bach, wobxi die vier Insassen, ein Mann und drei Frauen, ums Leben kamen.‘ AutobuS-Zusümmenstoss. Auf der- Straße von Abbeville nach Boulogne- stieß ein mit englischen Touristen" besetzter Autobus mit»einem anderen Autobus zusammen, in- welchem- einige Familien aus Amiens fuhren. Der Zusammenstoß war äußerst heftig. Es wurden sechs Personen getötet und zahlreiche-verletzt. Millionärin springt auS dem 7. Stock.- Die Gattin des britischen Flugzeugmagnaten Cardigan würde das OpfestoeineS sensationellen Unglücks. Sie stürzte aus dem siebenten Stockwerk des Hotels Savoyin London auf die Straße, wo»sie tödlich, zerschmettert liegen blieb. Gräfin Cardi» gast trug ihr Adendklew" und einen Millionen s ch m ü ck. Die Tat erregt in der englischen Gesellschaft größte? Aufsehen. Die Blätter besprechen in" großer Aufmachung die Ursachen des 'Unglücks. Während sie sich meist- für Selbstmord entscheiden, wird verschiedentlich auch der Meinung Ausdruck gegeben, daß es sich" um ein Verbrechen handelt und"daß- Gräfin Cardigan» durch" Drohungen in den Tod getrieben worden sei. Da?„langsamste" Flugzeug". Auf besonderes .Interesse stieß" in Zürich die Vorführung" von- zwei Autogiro-Flugzeugen Mit" ihren Windmühlen-Pro- pellern mnd de» l a n g s a m st e n Flugzeuge»," des von dem Deutschen. Fiessser konstruierten„Storch", der zeigte, wie. er sich besonder» für den Start"und die. Landung auf den kleinsten Plätzen und im'ungünstigsten Gelände eignet.- Der ,",Storch"-kann auf fahrenden- Schiffen ohne Anfährt starten und landen. Bei der internationalen GeschwindigkeitSkonkutrenz, an der sich zwei deutsche und ein- englischer Apparat beteiligten, mußte Generalmajor- U d et wegen Defekte»" im GäSgestänge aufgeben.- appärat" nicht wunschgemäß Funktionierte,- griff, er zu einem Guinmilnüttel-und betäubte sein Op^fer durch einige Kopfhiebe. Dastn trug er sie auf den Boden, woersie niederlegte und an mehreren Stellen Feuer legte, dqS- offenbar.gut"chorbereitet-, Ivar, denn, e» griff schnell um"sich.: Die betäübts Frau kam wieder, zu sich und raffte sich auf, worauf.sich Rehokek mit eistech Messer-auf sie-warf-und. ihr si e b"e-st.'St'i'ch e'"si>ri.'-p>en R ü ck e n" versetzte. Dann floh er-aus dem"brennenden" Haus und" auch seist"Opfer konnte stchynit letzter, Kraft aus den Flaistmeckretten.-' Beim Verhör versuchte. Rehokek zunächst zu leügsten' und das Geschehene- als-Wahnsinnstat seiner-Frau hinzustellen-(die'sieben/RÜckentvün« dem. als Selbstmordversuch I j,' Später aber, legte eri.xin Gest ä n d.n i S ab.^dessenMstzelheiten noch nicht" bekanntgegeben"wurdest:,"s- Dasi-Motiv scheint,'istdeffen ziemlich klar... Erst,.vor.jkMer Zeit, chatte Rehokek das Leben seiner-Frau auf ehre- hohe Summe verstcherst;lässen,sman«spdicht von'8üü;ü0y Xö),- In- derep- Besitz er,sich.itvie- an« genommen tvird, durch«Mord; setzen, wollte/dessest Spuren dann- das Feuer- hättewertvifthenLsollen. t. Reifeprüfungen mich in Hau»haltung»schple«. Da» Schulministerium hat einen Eclaß-herauSgege- ben, demzufolge eine theoretische uUd praftische Reifeprüfung für Äbsolventtnst^n der zweijährigen höheren Mädchenschulen für Haushaltung" und" soziale- Fürsorge elngefllhrt wird. An den" Fürsorgeschulen"" ist nur eine schriftliche, und mündliche, an den HauShgl«: wngsschulen-'außerdem noch"eine praktische Prüfstüg. abzulegen.(DND.) Da» neue Jagdgesetz. Der Text.de» neuen Jagdgesetze»- würde im Landwirsschafttministessum fertiggestellt. Die Gesetzesvorlage wird den interessierten Verbänden im Herbst zur Stellungnahme vorgelegt und dann dem interministeriellen Verfahren übergeben werden. Durch da» neue Gesetz sollen verschiedene Bestimmungen der Länder vereinheitlicht und modernisiert werden. In Italien.notgelandet. Montag. vormittag» fand im Rahmen de» Internationale» Flügmeeting» der Alpenrundflug auf der Strecke Zürich—^Thun— Bellinzona statt. Die Witterungsverhältniffe'waren für den Flug nicht besonder» günstig, denn in der -zweiten Etappe war e» nötig, durch Nebel zu-fliegen. Der tschechoslowakische Fliegerstabskaftitün Engler geriet im Abschnitt Thun—Bellinzona- in den Nebel, verlor die Orientierung und landete auf italienischem Gebiet bei Tiranor. Bei der Landung wurde seine Maschine ein wenig beschädigt. Der. Flieger wurde aber nicht verletzt. Kühle» Wetter. Bon den britischen Inseln strömt kühle Luft weiterhin dem Festlande zu.. Die Abkühlung hat bereit» ganz Mitteleuropa erfaßt, nur auf der Ballan-Halbinsel stieg die Temperatur noch aüf 88 bi» 86 Grad Celsius an. Das Wettkst ist in unseren Gegenden, veränderlich, hie und-da fällt noch Regen. Die Druckstörung über Skandinavien behinnt sich jedoch nunmehr abzuschwächen,— Wahrscheinlicher Wetter heute: Noch veränderlich," einzelne Schauer, relativ kühl, Westwind.— Wetteraussichten für morgen: Allmähliche" Beruhigung, tagsüber wenig wärmer. Schikanierte Ausflügler und Touristen. Mit vorrückender Saison mehren sich wieder die Klagen darüber, wie von selten der Grundbesitzer gegen die erholungsuchenden Ausflügler, Touristen und Sommergäste vorgegangen wird. Daß-Eintritt-in Wal», düngen nur"gegen Erlag einer Gebühr gestattet wird, ist" eine immer häufiger anzutreffende Erscheinung. Die staatliche Forswerwaltung hat angeblich an die Heger und überhaupt da» Forstpersonal Apf« trag ergehen lassen, von unnötigen Schikasten abzusehen. Wa» diese Anordnung genützt hat, wird, sich erst zeigen. Tatsächlich sind heuer, soweit" bisher bekannt, die Beschwerden gegen die staatliche" Först- Verwaltung seltener al» in früheren Jahren,.aber offenbar hat diese Praxis Schule gHracht. Besonders in Waldungen, die in Kirchen« Her Ovdenrbo- sitz stehen, soll diese»„Brandgeld" zuweilen abnorme" Höhe-«reichen,(6.-und selbst„1st,",Ääl)^Kin^beson«. derer Menschenfreund scheint- der- Bcsitzer"eines Teiches bei ZäSipuk zu sein, der den Strand diese» Wasser» mit Glasscherben und spitzigen Eisenstücken bestreute, um. da» Baden unmöglich zumachen. Bleibt nur noch.abzuwarten, ob nicht eine'Erfindung, gemacht wird, die e» ermöglicht, dar Einatmen, der frischen Waldluft von der Erlegung eiüe» besonderen. Atemgelder abhängig zu machen. Der"Sieg über den Amtsschimmel. Dieser Tage würde" in den holländischen- Zeitungen" über den Sieg' berichtet, den ein Bürger" über den Amtsschimmel errungen hatte! In Holland besteht die Vorschrift, daß.Eltern, deren Kinder'.eindn mindestens 5 Kilometer langen Weg in die Schul»" machest mitssin, Anspruch auf. einep Gemeistdezü« schuß für„VerkehrSauSlagen" haben. Ein Be-" tvohner eines nordholländischen-Ortes"wandte-ftch an.den Gemeinderat mit-dem Ersuchen, ihm"diesen Zuschuß, für seine Kinder zu gewähren.-Da» Gesuch wurde.mit der Begründung abgelehnt, daß nach.genauer Messung die Entfernung her Schule. vom Hause deS Bittstellers pur 4994.6 Meter betrage,"so daß er keinen Anspruch auf Zuschuß habe, da 5.5 Meter bis zur gesetzlichen Entser» nung fehlen. Der Bürger, legte Berufung- ein- nNd gab an, daß nur- die Entfernung bis züm-Schulspielplatz gemessen worden sei, nicht aber bi»-zür Schultür. Die Sache, ging bis zur-Obersten" Instanz, die entschied, daß tatsächlich-die Entfernung bi» zur".Schultür Maßgebend sei,- Eine neue Messung ergab, daß" diese Entfernung genau 6000 Meter und 4 Zentimeter, lang ist.. Diese vierZeN-- timetec entschieden"den kuriosen Prozeß,"über den" ganz Holland lacht, zugunsten des Bürgers.(„Die. Weltwoche".) f. ■VchmM■ ii Tonfilmen. 18.20: Leicht«, Musik.-.-m"Wh,."vkttäut. 20.06: LiedeiMur. furchtbarer Lettenmordversuch- um der Versicherungssumme«Illen Elektrischer Strom, Messerstiche, Summlknvttel und ffeuer. s ch 1-o s s e n-,hatte. Als.dieser kuriose Mord« M.174 DlenStag, 27. Juli 1037 «eite b WKsMktsckMMä ävsiaipoLM Vie Lperisi-kinkukr und-Ausfuhr - Die tschechoslowakische Außenhandel»-Statt« Itik läßt erkennen, daß die Ausweitung des Außenhandel» insbesondere durch rin« vermehrte Einfuhr bzw. Ausfuhr jener Waren hervorgerufen wird, di« entweder von uns zum Ausbau der 1087 Eisenerze.',.. .. 548.159 Kohlen..,. .. 665.889 Roheisen... .. 169.178 Mineralöle., .. 210.170 Holz .. 75.315 Baumwolle... .. 62.199 Unedle Metalle.-, .. 88.984 Die Einfuhrsteigerung ist demnach am höchsten bei Eisenerzen, Roheisen,' den unedlen Metallen-und bei Minevölen. DaS sind Rohstoff«, an denen die Rüstungsindustrie einen noch immer wachsenden Bedarf hat, während die Einfuhrsteigerung bei Mineralölen durch die weitgehende Motorisierung des Verkehr» und der Armee her- VerteldlgungSbereitschaft benötigt oder. vom Ausland als RüstungSmaterialien in irgendeiner Form gekauft werden. Betrachten wir zunächst einmal d ie Ei n f u h r. Siebetrug der Menge nach:--• Jänner bis Juni 1936' 1985 1984 . in, Tonnen 277:070 251.548 . 148.801 505.201 694.649 649.512 88.045. 18.682.. 29.884 . 191.607 178.165 155.408 48.865 48.487 57.688 46.881 82.089 44.082 21.908. 21.121 20.065 vorgerufen wird.- Daß auch die Ausfuhr von Eisenwaren aller Art in den letzten Jahren eine beträchtliche Erhöhung erfahren hat, kann angesichts des Charakter» der gegenwärtigen Weltkonjunktur kaum überraschen. So betrug die Au»fuhr von 1987 Eisenerzen..... 70.085 Eisenwaren 114.699 Stabeisen...... 63.508 Eiserne Blech« und.Platten 37.540 Eifendraht'. t•.. 25.681 Stollen• 4• w• P v 2,259.481 Im Vergleich zum ersten Halbjahr 1934 ist die Ausfuhr bei den einzelnen-Gruppen der Eisenindustrie in gewaltigem Ausmaß gestiegen. So hat sie sich bei Stabeisen der Menge nach um mehr als 400 Prozent erhöht, in Eisenwaren um etwa 180 Prozent. Wenn auch di« Ausfuhr der anderen Jndu- Jänner bis Juni 1986 1985 1984 in Tonnen 38.765 42.744 35.068 60.425 53.782 48.656 38.012 30.884 15.374 21.798 24.212 19.651 11.869 12.815 12.888 1,614.881 1,656.088 1,748.503 striczwcigc zum Teil eine beträchtliche Erhöhung erfahren hat, es gilt da» insbesondere für die Lederindustrie und einige Branchen der Textilindustrie, so wird doch da» günstige Bild der tschechoslowakischen Ausfuhr-Entwicklung wesentlich von der Ausfuhr von Rüstungsmaterialien bestimmt. Die Konzentration In der Strumpflndustrle Heber die Expansion der Strumpffabrik Kunert in Warnsdorf, welche vor einigen Tagen die zweitgrößte Fabrik dieser Branche, Stefan Schindler in Schönlinde, übernahm, berichtet der„Präger Börsen«,Courier". Die Firma Ku« nert, welche mit, ungefähr, 300 modernen und moddtnKw'Makchinen^arbeitet'-und'«ine'Mge»» Produktion von 6000 Dutzend hät,'w!rd"Nächder Angliederung der Firma Schindler, welche 100 bis 12Ö. moderne und eine große Anzahl alter Maschinen besitzt, ein« Tagesproduktion von 1000 Dutzend hat und 1000 Arbeiter beschäftigt, mehr als, zwei Drittel der, Kapazität der ganzen Strumpflndustric in der Tschechoslowakei erlangen. Die Durchführung dieser Transaktion erfolgte durch die Vermittlung der Bankverbindung der Firma Schindler, der Länderbank, welch« die Verhandlungen mit Kunert, wie es heißt, ,aus eigener Initiative und selbständig führte. Erst zu den Schlußverhandlungen vor wenigen Tagen seien di« Inhaber der Firma Schindler zugezogen worden, die vor fertige Tatsachen gestellt waren'und trotz ihres hartnäckigen Widerstandes ihre Zustimmung geben mußten. Die Firma Kunert'wird die Verpflichtungen der Firma Schindler der Länderbank gegenüber übernehmen. Di« drei- Gesellschafter der Firma Schindler erhalten eine Abfertigung von 4,280.000 KCl Der „P.B.C." weist auf den Umstand hin, daß der Betrieb„unbesehen" gekauft worden sein dürste, denn erst am Tage nach dem Abschluß wurde das Unternehmen von den Käufern besichtigt., Die.WärnSdorfeö„BolkSstimme" sägt ig ihrem Kommentar zu dieser Art der KonkurreNz- beseitigungi„NnS interessiert am meisten da» Schicksal der'Arbeiterschaft, da» ja durch diese Transaktion nicht unberührt bleiben wird. AuS den vielen Erfahrungen' der vergangenen Zeit wissest wir, daß die Leidtragenden solcher Konzentrationen bisher immer die Arbeiter gewesen sind. Mögen' derzeit noch Versprechungen gemacht werden und mögen diese Versprechungen auchznm- gewissen Teil- derzeit. aufrichtig gemeint sein, so-wissen wir ebenfalls, daß sich im Laufe der Zeit diese Versprechungen einfach nicht ausrechterhalten lassen, weil sie gegen die„Interessen" einer rationellen BetriebSführung verstoßest.... Wa» kümmert sich aber schließlich uyd IVIah Hrhßlt fü^ KB 100 Reichsmark.zü'einer zentralisierten Gewerkschaft, ian Stelle der bisherigen rechtlosen Föderation Msammenzuschlietzen, die nach einheitlichen Richtlinien für Lohnerhöhungen ugd ArbeitSzeitkür« zung kämpfen soll. Der Generalsekretär Ebbst Edwards griff in. seiner Rede die englische Re- gierung wegen ihrer Haltung zur ArbeitSzeitlür- zung scharf an und erklärte, daß die Bergarbeiter den Kampf mit allen Mitteln führen werden. Der Antrag, die ausgeschlossenen Kommunisten s wieder aufzunehmen und eine„Einheitsfront" zu bilden, wurde von der Konferenz abgelehnt, ; Audi Holz knapp In Deutschland Landforstmeister Dreyer sprach in Frankfurt über den Mangel an Rohswffen und Facharbeitern und erklärte, daß der deutsche Holzbedarf nicht mehr au» deutschen Wäldern gedeckt werden kann. ES wird für den Holzhandel und den Verarbeiter ein HolzbedarsSdeckungSschein eingeführt, wobei bei der Zuteilung der Kontingente eine gewisse Zurückhaltung geübt werden soll. Schließlich soll jedes Verbrennen von Holz, da» zu Nutzholzzwecken noch verwendbar ist, verboten werden und auch Holzspäne und Sägemehl sollen nicht mehr verbrannt, sondern als wertvol- leS Rohmaterial der neuen Werkstofferzeugung zugeführt werden. Italiens Industrie-Ausbau Seit August 1938 wurden in Italien insgesamt 1268 neue Industrieanlagen mit einem Kapital von 1.1 Milliarden Lire gegründet. In den neuen Fabriken fanden 49.900 Arbeiter Beschäftigung. An der Spitze der Neugründungen steht die ch e m i s ch e Industrie mit 409 Fabriken und 480 Millionen Lire Kapital, es folgt die Eisen- und Stahl industrie mit 447 Fabriken und 275 Millionen Lire Investitionen und die Textil industrie mit 183 Fabriken und 172 Millionen Lire Neuanlagen. Blums soziale Reformen werden unangetastet bleiben Ministerpräsident Camillo Chautemps hielt Sonntag eine Rede, in der er sich hauptsächlich mit der Finanzpolitik der Regierung befaßte. Eine andauernde soziale Ordnung, erklärte Chautemps, ist ohne Ordnung in der Führung der Staatsfinanzen und ohne produktive Tätigkeit nicht,möglich. Di«. Finanzlage erlegt mehr als je die Notwendigkeit auf„ daß die Regierung-und das Land in der sogenannten Pause bei der Durchführung von Reformen' beharren, die Hauptreformen, insbesondere auf'sozialem Gebiet, werden aber nicht im mindesten angetastet werden. Reue Farmerhilfe ist USA. Roosevelt hat' eine Vorlage unterzeichn«, durch die das Ackerbauministerium ermächtigt wird, Farinpächtern Darlehen zum Ankauf von Farmen zu gewähren. Die Vorlage sieht für das laufende Rechnungsjahr Gesamt-Darlehen in der Höhe von zehn Millionen Dollar, für das kommend« Rechnungsjahr in der Höhe von 25 und in den darauffolgenden Jähren in der Höhe von 50 Millionen Dollar vor. Sowjetaufträge an England 140 Prozent über Vorjahr. Im Juni hat die Sowjetunion in Großbritannien Aufträge für 1.4(i. B. 0.6) Millionen Pfund vergeben. Im ersten Halbjahr erreichten die vergebenen Sowjetaufträge in Eirg- land bereits 11(i. B. 4.6) Millionen Pfuno, nm 140 Prozent mehr als im Vorjahr. Wachsende amerikanische Staatsschuld. Wie da» Schatzamt bekanntgab, erreichte die Staats» schuld am 21. Juli d, I. die neue Rekordhöhe von 86 Milliarden, 655 Millionen Dollar. DI« Zunahme seit dem 15. Juli betrug 58 Millionen Dollar. Politischer Totschlag Kille.(Havas.) Samstag abends gab in H'eflemmes da» Mitglied- der kommunistischen Partei Thibaut auf da» Mitglied der sozialen Partei Lafrance vier Schüsses weiteres leine Veranstaltungen der sogenannten betont-nationalen Vereine stattfinden. Ein Land, in dem Kritik belohnt wird! Eine Kritik des englischen Fliegerkapitäns Bournes, der die Unzulänglichkeiten der gegenwärtigen Flugabwehrgeschütze gegenüber de» Flugzeugen rügt, wurde mit der goldenen Medaille der königlich britischen Artillerie einsttmmig ausgezeichnet. Diese Unzulänglichkeiten ergeben sich nach BourneS vor allem au» der Tatsache, daß nicht nur der Umfang der Flug- wafie außerordentlich gestiegen ist, sondern daß überdies die Geschwindigkeit»- und Höhenleistungen eine so große Steigerung erfahren haben, daß sich eine Besserung der Ausrüstung der Flugabwehr als unerläßlich erweist. „An meine lieben Jidde« in Afrika..."„Mor- ning Post" berichtet aus Johannesburg, daß eine Hochflut von nationalsozialistischem Propagandamaterial nach Südafrika verschickt worden sei. Zehntausende von Broschüren, die in afrikanischer Sprache geschrieben sind, wurden von Hamburg nach Südafrika verschickt. Sie wurden dadurch entdeckt, daß sie vielfach an afrikanische Juden mit arischen Namen versendet wurden, die sie den Behörden übergaben. Die Krise in Roosevelt» Partei,(ei») Die Ablehnung de» Reformgesetze», mit dem Präsident Roosevelt die rechtliche Handhabe zur Aenderung de» Obersten Gerichtshöfe» der Bereinigten Staaten erlangen wollte, bedeutet weniger eine Niederlage .Roosevelts-al» eine Spaltung''der DüNbkratischen- Partei. Denn im Obersten Gericht, da» früher dem „New Deal" Roosevelts Widerstand leistete, indem c» die planwirtschastlichen und sozialpolitischen Maßnahmen Roosevelts für verfassungswidrig erklärte, beginnen sich jetzt Acnderungen zu vollziehen, die Roosevelt die Möglichkeit geben, ohne gesetzliche Maßnahmen neue Richter zu ernennen. Einer der„neun alten Männer" der Gerichte» hat bereits auf sein Amt verzichtet, und zwei weitere wollen ihm in Kürze folgen, so daß die roosevelt- feindliche Mehrheit verschwinden dürfte. Inzwischen hat sich aber gezeigt, daß in Roosevelt» eigener Partei, bei den Demokraten, sich eine Mehrheit gegen Verfassungsänderungen gebildet hat, die an dem alten Partei-Grundsatz der Föderalismus festhält. Hier zeigt sich eine Entwicklung, die bei der nächsten Präsidentenwahl kritische Formen annehmen kann. Die tatsächliche Aktivität auf sozialpolitischem Gebiete geht immer mehr an die Arbeiterschaft, besonders an die„Industriegewerkschaften" von John Lew!» über. Bezeichnend für die Besorgnisse der amerikanischen Kapitalisten ist die Rede, die jüngst der Großindustrielle H. W. Prenti» in der Amerikanischen Handelrkammer in London hielt. Er erklärte, daß in den Vereinigten Staaten da» Klassenbewußtsein und der Klassenkampf im Wachsen seien und daß die Bereinigten Staaten einer faschistischen Diktatur oder einer Volk-frontregie- rung entgegengehen.. .-„Vittorio Beneto". In Triest tvurde Sonntag vormittag» das. erste italienische Schlachtschiff, das seit dem Kriege, gebaut wurde, vom Stapel gelassen. Das Schiff führt den Namen„Vittorio Beneto", hat ein« Verdrängung von 85.000 Tonnen, besitzt eine Länge von 280 Meter und ist mit 88 Zentimeter- und 15 Zentimeter-Geschützen sowie Flaks ausgerüstet. Es verfügt auch über ein Katapult für den Start von Flugzeugen. Das Schiff wird von vier Tur- binengruppen getrieben. Arabisch-jüdische Verhandlungen? Wie die „Morging Post" meldet,. finden' in London gegenwärtig zwischen Zionisten und Arabern gemäßigter Richtung Verhandlungen über die Möglichkeit einer gemeinsamen Palästina-Politik statt. DaS Blatt hält es für möglich, daß em« gemeinsame Aussprache zwischen den Repräsentanten.beider Lager außerhalb Palästinas statt« findet.' Man glauht, daß eS zu dieser Aussprache im August in der Schweiz kommen wird, da um dies« Zeit in Zürich der Zionisten-Kongreß stattfindet und di« Delegierten der Araber zur Sitzung der Mandatskommission de» Völkerbundes nach Genf reisen. Einer anderen Blättermeldung zufolge sollen di« Zionisten unter gewissen Bedingungen-'den Teilungsplänen Palästinas zu», stimmen'./ Sie verlangen u. a. den Einschluß Jerusalem» in.dkn zionistischen Staat mit Ausnahme der Altstadt von Jerusalem, die als heilig« Stätte internationalisiert werden soll. Stift 6 »Sozialdemokrat' Dienstag, 27. Juli 1987. Nr. 174 Ha-er Zeitung- Beim Nachgirtzm von Spiritu»... ES ist merk- würdig,. wie wenig abschreckend solche sich ständig wiederholende schwere Unfälle auf die allzu' sorglosen-Leute wirken. Sonntag kam es in Karolinenthal zu"einem neuen tödlichen Unglücksfall. Beim" Pächter der Restauration.„Närodnt düm"- weilte seine 48jährige Schwägerin.Elisabeth Roubiiek zu Besuch. Dor dem Weggehen wollte sie die Ondulation mit einer Brennschere auffrischen." Al»"die Flamme de» Brenner» auszugehen begann, goß Frau Roubiäek aus der Spirituiflasche nach, ohne vorher da» Flämmchen erstickt zu haben. Die Masche explodierte und.der-brennende Spiritus spritzt« der Unglücklichen ins Gesicht und auf die Kleider, die sofort in Flammen standen. Trotz sofortiger Hilfeleistung hatte Frau Roubiäek so schwere Verletzungen erlitten.- datz ihr Ausland als hoffnungslos betrachtet wird. Xuast uiui Wissen Kirnst und Diktatur Ein Diktator spricht, und sein Atem bläst Kunstwerke, und Kunsttheorien wie leere Hülsen vom Tisch. Vier Jahrzehnte Schaffens.und Streben» der Künstler, de» Wahrheitsuchens der-Theoretiker und Kritiker stehen gegen den Willen und UrteilSspkuch des einen. Im Osten spricht man leiser und vorsichtiger, aber befiehlt im Grunde dasselbe: Kunst hat eine Ausgabe zu erfüllen; sie soll Optimismus, Staatsbejahung und Dienstwilligkeit suggerieren/ lieber Wissenschaft urteilt der Gelehrte, über Kunst; sollte man meinen, der Künstler? Durchau» nicht. Was-Kunst ist, bestimmt der Politiker. Hat wirklich die. Kunst jene gummiartig« Schmieg- sanikeit,- die es ihr erlaubt, heute so und morgen wieder anders zu erscheinen? Ist sie. also wirllich nichts anderes als die Dienerin der jeweiligen Macht, ihre-Apologetin und, je nach Aufgabe, ihre Heroldin oder bescheidene Kränzewinderin?" Eine unparteiische und nur von Tatsachen au»« gellende Feststellung gestattet es, zu behaupten: Solange Malerei und Plastik Kunst und nicht nür Handwerk waren, haben sie immer da» Neue, datnochniezuvorGesehenege- staltet. Auch wenn Inhalt und Format-dem Wunsch und Zweck der Besteller oder Protektoren dienten, ihr Wesen und ihre Form waren erneuernd, ja uchstürzend. Und"in diesen Eigenschaften benutzte die Kunst eine Sprache, deren Wörterbuch nicht im Archiv der Staatskunst, zu finden war. In dem Grenzland der Rationalen und Irrationalen, in dem die Kunst zu Hause ist, herrscht, wie e». scheint, ewiger Rebel, weil die Theorien, die sich mit den Gesetzmäßigkeiten de» Kunstschaffen» befassen, nur als subjektive Ansichten gelte«. Wöhlge- merki: Int Zeitalter der Wissenschaft gibt e» grobe, für dar Atister- und Kultürliben der Böller überaus wichtige WirkenSgebiete, die so völlig außerhalb de»-" Wissen» liegen, datz die Willensäußerung eine» Machthabers die Leistungen von Künstlergencratio- nen und die Thesen der Theoretiker henwegzufegen vermag. Soviel kann aber als gesichert gelten: In diesem Grenzgebiete vollzieht sich ei» Entdecken, Finden und Schauen von Zusammenhängen, die dem rechnenden Verstände noch unbekannt," aber der künstlerischen Einfühlung schon zugänglich' sind, eiF Schassen von Neuleistunge», di« noch nicht in da» Stadium der rationalistischen Kleinarbeit getreten sind. Da» Weltbild, in dessen Sphäre die wissenschaftlichen Entdeckungen und Erfindungen entstehe«, wird früher oder gleichzeitig künstlerisch gestaltet und geformt. Der Relativismus blühte schon in Dichtungen. Farben und Tönen, al» Einstein seine mathematische Formel fand: Im Wirken der Kunst gewinnt unser Leben Gestalt; auch da» politische Leben, jede» Dogma, dar zum Schutz der Gewalt die geistige Freiheit reglementiert, ist von vornherein dazu verurteilt, von dem Gedanken vernichtet zu werden/ Will der Diktator, in amüsanter Umkehrung der Verhältnisse, sich zum Gesetzgeber der Kunst machen, so gleicht er dem Phantasten, der behauptet, sich am eigenen Schopf in die Luft heben zu-können. E. Kl-tsch-ff. Daviscup-Final« 1937 S a m»tag begann in W i m b l ed o n da» DabiScup-Finale E n gla n d—Amerika. IN« ersten Spiel siegte dev Engländer A u st i n über den Amerikaner Parker leicht 6:8,.-6:8, 7:5. Im darauffolgenden Spiel fand Ä u d g e lAmerika) gegen Ha re(England) im ersten.Satz energischen Widerstand, der-jedoch überwunden wurde und schließlich zog Budg« mit 15:18, 6:1, 6:2 aufund davon.— Am Montag, gelangte da» Doppel zur Austragung, welcher von Amerika» Vertretern Budge—Mako gegen die Engländer Tuckev— Wilde nach hartem Kampf 6:8, 77:9, 12:10 gewonnen wurde. Amerika führt mit 2:1, Mitropacup sensationell. Austria 6:1 in Budapest geschlagen Sonntag fand da» Rückspiel zwischen Fer enc varo» und Aust ria in Budapest statt, welche» mit einem unerwarteten Ergebnis endete. Au st r i a. welche in Wien 4:1 siegte, wurde in Budapest 6:1 in Grund und Boden gespielt und" scheidet au» dem heurigen Mitropaeup. Ferenc» varo» und Lazio-Rom stehen einander im Endspiel gegenüber. E» ist daher nicht zu dem erwarteten Finale- zwischen deck österreichischen-und italienische« Fußballern gekommen, so-datz-vielleicht die heurige Konkurrenz in Ruhe abgewickelt werden dürfte. Um den Aufstieg in-die Liga spielten Samstag in"Prag auf dem DFC-Platz Slezskä Ostrava gegen DFE 1:1(1:0).— Sonntag fertigte ebenfalls in Prag tkechie Karlin den birher ungeschlagenen Spitzenführer SK Pard'u- bice 5:8(8:0) ab. Die Situation ist jetzt so verworren, datz autzer" dem DFE noch sämtliche Vereine gleiche- Ehance« haben und der Endkampf heitzum- strltten sein wird.. Sonstige Fußball-Ergebnisse: Sch recken- stein: Sportbrüdcr gegen SB Bodenbach 5:5 (2:5).—-Brüx: DTK gegen Teplitzer FK 2:2 (1:l).— Komoiau: DFK gegen DTK Dur 5:0(4:0).— Gablonz: DSK gegen BSK 4:8 (2:8).— Warnsdorf: WarnSdorfer gegen SK Mlade Boleslav 4:2(1:1).— Karlsbad: KFK gegen Sparta Karlsbad 4:1(2:0):— Neu- d e k: DSK- gegen DSB Trautenau 4:2(4:0). Traulenau durch- bessere» Skore Berbandsmeifter und steigt in die Division auf,— Pretzburg: ESK"gegen Wiener Sportklub 5:0(8:0). Die tschechostowakifchen Rudermeisterschasten, welche Sonntag in Prag ausgetragen wurden, vergaben alle drei Titel an die Provinz. Den größten Erfolg-holte sich" die Leitmeritzer G e r m a n i-a im B i e r e r, im A ch t e r fiel der Sieg" an Milnik und im Skiff siegte Zavkel sicher.-.. Di« Uesitimation »les faskklstlscken Klubsekretärs Prag.,(»rb-) Bor dem Bezirksgericht(GR. Dr. Mertl) erschien gestern al» Privatkläger der seinerzeitige Sekretär de» AbgeordnetenklubS der tschechischen Faschisten(Partei der Abg. Gajda). Die Vorgeschichte dieser Sache ist nicht uninteressant. Der Klubsekretär, mit'Nämen Miloslav Hurt, war von dem-Bruder einer Mädchen»; mit dem er längere" Zeit eine Bekanntschaft unterhalten hatte, die dann in Brüche ging,-al»„H ei rat» sch Win d- ler" und„politischer Abenteurer" apostrophiert worden. Er brachte die Ehrenbeleidigung»- klage ein, worauf der Geklagte diese Aurdrllcke al» begründete Kritik erklärte und sich" zur"Erbringung de» Wahrheitsbeweise» erbot. U. a. behauptete der Geklagte, datz sich der Kläger fälschlich al» Mittelschulmaturant aurgegeben und überhaupt mehr au» sich gemacht habe, al» der Wirklichkeit entsprach. Bei verschiedenen Gelegenheiten hab« er sich mit einer Ab g e o r.dn e t e n l e g i ti m a ti on auSge- wiesen, namentlich, wenn er mit behördlichen Orga- nen in Berührung kam, so z. B. als er-beim Fischen an verbotener"Stelle betreten"worden sei, oder ein andermal, al» ihn bei einem Autoausflug«in Wachsmann beanstandete. Bel dieser- Gelegenheit habe er da» Sicherheitsorgan'durch Dorweis"der parlamentarischen Legitirnakion einzuschüchtern gesucht und. !dim Wachmann mit der vielsagenden Frage zugesetzt,.„wohinerv ersetzt, werden wolle",. Er habe sich also die'sstolle eine» Abgeordneten angematzt-— und noch dazu in unzukömmlicher Weise- Der: Kläger bestritt' diese Behauvtung" und" erklärte, e» habe sich nur um die regelrechte Legitimation" al» Sekretär.seine» ParlamcntSklub» gehandelt- Allerdings wurde von Zeugen bestätigt, datz er tatsächlich ÄbgeordnetenlegitjiNationen mit sich geführt habe. Et habe sich sogar um die Legitimation de».„Führer»" Abg. Gajda- selbst gehandelt: die ihm dieser überlassen hatte, weil er ihm mehrere tausend AL schuldete". Da indessen immerhin die gebrauchten Aurdrllcke, namentlich der„Heiratsschwindler" durch den Wahrheitsbeweis nicht gerechtfertigt erAienen, verurteilte da». Gericht den Geklagten zu 48 S t u n- d e n A r r e st.b e d i n g j. Zwischenfall beim Flugstart Prag, t-rb») Auf dem Flugplatz LetüanU kam «» beim Start eine» UebungSflugztugcS de» Aeroklub» de» Hochschulsportes zu einem Zwischenfall,'der leicht zu schweren Folgen hätte führen könnest. In dieser Sache standen gestern, der 28jährige Fluglehrer L u d w i g K r a u» und der 28jährige Pilotenschüler Miloslav Kohout v.or dem Bezirks-- geeicht(GR. Dr. Kuchak). In der neunten Morgenstunde der kritischen Tage» sollte da» Schulflugzeug, ha» vom Ministerium für öffentliche Arbeiten dem Aeroklub zur Verfügung gestellt worden war, nach drei gelungenen kurzen Aufstiegen zum viertenmal starten. Bei diesem vierten Start löst« sich jedoch dar Mugzeug nicht in der vorgesehenen Zeit vom Boden und rollte auf eine Stelle los, wo. der. Landwirt Beran mit einer Mähmaschine gerade mit der Heuernte beschäftigt war. Beran selbst lief noch zur rechten Zeit zur. Seite, während die beiden Pferde, bte vor die Mähmaschine gespannt waren, von dem Propeller de» Flugzeuge» erfasst wurden. Da» eine Pferd wurde auf der Stelle getötet, da» zweite schwer verletzt: Gegen die Piloten-und den Fluglehrer wurde da» Strafverfahren eingeleitet, dem sich der Besitzer" der Pferde mit. einem Betrage von Kt 14.800:— angeschlossen hat. Die Schuldfrage ist vorläufig nöch ungeklärt- Die Angeklagte« behaupten," all« Vorsichtsmassregeln beobachtet zu haben- Beran sei- selbst in die Startrichtung gefahren, die mit"Rücksicht auf die herrschenden Windverhältnisse nicht'ander»" habe" gewählt" werden" köstncn- Die Frage, warum da» Flugzeug"sich nicht rechtzeitig vom Boden lorlöste und alle-übrigen zur Beurteilung de» Falle» wesentlichen Punkte wird ein Sachverständiger m>» dem Flugfach" zu beantworten haben, zu dessen Vorladung die Verhandlung vertagt wurde. Lteratue Anter dem. Titel»Matz und Wert" beginnt,im August, eine stelle Zeitschrift zu erscheinen, auf dje schon jetzt aufmerksam gemacht werden soll, fvxit von dltstv'.8 w t i llt ona t s chr i f t f ür-d eu tsch.« Kuhtür", deren Herausgeber Thoma» Mann und Konrg d Fa-lke sind, viel zu erhoffen ist. Seit der Umwandlung. Deutschland»"in dar Dritte Reich gibt, e» keine repräsentative deutsche Kulturzeitschrift." Versuche,- solche Zeitschriften zu schaffen», wurden wohl unternommen, scheiterten aber. Vielleicht, weil ihr Programm nicht umfassend genüg" war. Wenn iy der.Ankündigung von„Matz und Wert" gesagt wird, e» handle sich vor allem um die Erfüllung einer konstruktiven Aufgabe:„Wir wollen in erster Linie wissen und erarbeiten, was zu tun und zu erstreben"— so ist damit Wohl in begrüßenswerter Abt umschrieben, was" die neue Zeitschrift will. Wir werden allf sie noch zu sprechen kommen, sobald da» erste Heft vorliegt. Der Preis de» Einzelhefter wird Fr. 2.50 betragen, da» Jahresabonnement Fr: 12.—. Die Zeitschrift erscheint Im Verlag Oprecht, Zürich. Im Saturn-Verlag, Wien;- erschienen einige Kinderbücher, die Beachtung verdienen. In einer Schriftenreihe„Moderne ErziehüngS- praxis" kam al» erste» Bändchen»Wir basteln uni durch» ganze Jahr" von Han» Mandl heran». Da» Basteln, früher einmal al» dumme Spielerei und. Zeitvergeudung bekämpft, wird längst von klugen Pädagogen begünstigt. Mandl, der über grotze, in.Erziehungsgemeinschaften- gesammelte-Erfahrungen verfügt, Bescheid Weitz über die Freude der Klei- nen am Basteln und über, die Möglichkeiten(«» ist ^lU.Past." JUtfty Ein gesundes Herz: und starke Nerven siegen. Nehmen jSIp die klinisch' und ' arztliih empfohlenen Pastillepf-»’’»'':« Für Diabetiker in gleicher'. Zusamrnehsatzuhp. ohne pucker' Mit /der Dezei chpu/fg’ErihSjödof Äpothoke falsch, zu schwere und allzu komplizierte Aufgaben zu stellen), gibt Anleitimgen zum Basteln. Mit-dem Herbste wird begonnen— mit Arbeiten» die der Schulbeginn mit sich bringt, und dann wird, über die. arbcitrretchc VorweihnachtSzeit hinweg, der Weg durch das Jahr beschritten- Erfreulich, datz keine Unterschiede zwischen Knaben und Mädchen gemacht werden.„Warum" sollte" ei« richtiges" Mädel nicht auch einmal Hammer und Laubsägebogen zur Hand nehmen? Warum-sollte nicht auch"ein Bub lernen, mit Nadel und Zwirn umzugehcn?" Besonders, den Helfern unserer Kinhersreunde-Gruppen ist das mit vielen Bildern geschmückte Büchlein sehr.zmcmp- fehlen., Ernst Feder schrieb einen-lustigen Kinderroman. der»Die grotze Wunderschau" heißt. Er hat sein.Buch selbst mit lustigen Zeichnungen geschmückt. Ein Freundeskreis.. Mittelschüler, ist so-bezaubert von dem,, wa» in-einem Zirkus zu sehe« war, datz die Jungen ihre bisherigen Spiele aufgeben und" sich ganz einstellen auf das Erlernen von Kunststücken, wie sie für«inen ZIrkU» gebraucht werden. Ein chinesischer Artist, dessen Söhnchen sie vor dem-Ertrinken retteten, leistet dabei wertvolle. Hilfe. Aber, cs ist einfach nicht Möglich, ZirkuS zu spietonl,. Eine Bande halbwüchsiger Burschen, mit denen die Schüler seit langem im Kampfe liegen, muß erst besiegt werden. Und- zuletzt kommt-e» noch zu einem ganz großen Erlebnis:, zu einer Kunstrcise.der„großen Äunderschau", wie die JuNgcn ihre Gruppe nennen. — Dar Buch ist lustig,.^cS kann vost Erwachsenen mit grobem Genlltz gelesen werden", Kindern aber Wirh eS Stunden ung'etrllbtester" Freude.schenken- Ernst Lothar-:„Röhe und Ferne".(Länder, Leute, Dinge.) Geb. AL 45.—. Verlag Rudolf M." Rohrer, Brünn.— Ernst Lothar zeichnet in reiner, schöner- Sprache Landschaftsbilder. In dies« Landschaftsbilder gehören Menschen hinein.--Menschen" erleben die Landschaft, erleben"alte Städte und neue, den"Wald und den Park,.und erlebe« sich" in der Landschaft,- erlichen rückschauend- Frühere» noch einmal. Stimmungen der Landschaft, in sie hineingeschaut, hineinerlcbt von den Mensche», werden von "einem scharfsichtigen Auge erschaut,,von einem-klugen Beobachter geschildert. Und da eS sich" um'Bilder der;Heimat und der Ferne handelt," und um Menschen sehr verschiedener Art, muß ein solches. Buch sehr reich werden, sehr bunt."Nachdenkliche Leser werden gern den Dichter auf seiner Wanderung, begleiten.' Manfred Georg:„Männer, Frauen. Waffen." Rowan.(Verbano-Verlag, Locarno.) Die. ser Roman ist unseren Lesern bekannt, er ist in" un« sercm Blatte veröffentlicht worden. Gewiß werden sich manche, die sich diese» spannende» Roman» erinnern. darüber freuen, daß er nun als Buch erschie- nen ist. Wir brauchen hier den Inhalt nicht änzu- geben. Unsere Leser erinnern sich"noch,-mit-welcher Spannung sie den ehemaligen Offizier, der nach dem Kriege in die Heimat zuriickkehrtc, um seine Kinder zu suchen;, auf seinen abenteuerlichen Forschungsfährten begleiteten.. Walter Kolarz: Das Regime Blum Preis K£ 16— Bei allen Kolporteuren oder, beim-"Verlag; Zentralstelle für das Bildungsmescu.Prng XII, Slezskä 18. GEDENKET baf aftaeHnMiien der Arbeiterfürsorge! Bezugs b«bin g u n gen: Bet Zustellung MS Hau» oder bu Beziig durch die Post monatlich Aä 16.—, vierteljährlich Ai 48.—, halbjährig Ai 88.—. ganzjährig Ai 102,—Inserate werden"taut Tarif billigst berechnet." Bei öfteren Einschaltungen Prei»nachlaß.— Rückst-Nnng von Mannftripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.— Di«'ZrifstnDrankatür würde von Ler.Post- ichstd sktlp graphcndirektion mit Erlaß Nr. 18.800/VI1/1080 bewilligt:— DtUck'rei:.OA>i»" Druck», Berlag»«uäd8eitUngS-Ä.-W.Prag.X um, mit der Oeffnung zum Trocadcro zu, steht der Friedenspavillon mit der Aufschrift, eine» Ausspruch«» von Briand:„ES gibt nicht einen Frieden für Europa und einen Frieden für Ami- rjkg,.es.gih.t.nur.eiyen.Weltfrieden",.— Da» Innere diese» Pavillon» zeigt die. Entsetzen de» Krieges und die Wohltaten de» Friedens. Etwa», beruhigend wirkt eine Statistik über die Kriege mit" ter Bemerkung:„Seit dem 16. Jahrhundert nimmt die Zahl der Krieg«"in"Europa immer.- mehr ab".""" v'ss.irsrsfr'-iM i'L.'nt!;-...'. " Der FriedenSpavillon ist der Ausstellung vorgelagert,-außerhalb desi eigentlichen Äusstel» luugsgeländcs. In der-Ausstellung selber sind unsere-Gedanken teilweise im Pavillon Sowjetrußlands vertreten,-in-dem man auch Photos, von Karl Marx und Engels neben Photos von Lenin! und Stalin-steht und" dastn vär allem.isn Pa« v.i l.l o-n,d e,r f r an z ö s,i,s ch> n G e w e r k- schäften,-der die. Aufschrift.srägt:„Freiheit,.! Frieden und.Brot",. In diesem.«Hau» der Arbeit", wie der Pavillvn offiziell"heißt?.wird:di«, internationale Organisierung-der Arbeiter gezeigt, daneben".steht/ ein«-.Büste von-Jean Jaure» und von Albext Thomas,. es liegen Bücher auS der- Aobcitcrbewcgung au», darunter-.zimi Bcispiel. cin. Buch in deutscher Sprache, da? 1848 in Zürich! erschienen, ist:„Die, Komniunisten„tm- der -Schweiz"." Eine Monuinentgifigür.in. dein„Hguji Innern des Pavillons, erfährt-man, daß Schwe- den seit 1814 keinen Krieg mehr gefiihrt hat, und daß in Schweden, politische Fresihe'it herrscht, Gedankenfreiheit.und- die Freiheit dc» Wortes. Bereits 1485 wurde das Parlamenten Schweden geschaffen. Die Nazibesucher-der Ausstellung, die hier in Massen auftauchen,-, niachcn in dem Pavillon,dieses nordischen Volkes ein verdutztes Gesicht. Die Tschechoslowakei hat an den EIngäng. ihreÄ Pavillons eine Büste vöii.Mgsa- ryk gestellt nist dem. Ausspruch:„Durch das Buch" sind" wir mit! allen Zeiten und allen Völkern-verbunden"! Großbritannien tvärtet- in dieser-Aus- stellung der'„Kunst'ünW' Technik" lediglich-"mit seinen Jndustrieprodukten auf,.ohne..seist. Politisches System auch inursirgendivie anzüdemen/die. Schweiz dagegen gibt.«ine ivieressante Erklärung der Landgemeinden mit Photos-und mit,Stimmzetteln aus Zürich-und'Bieli Die Schweiz betont erfreulicherweise.!ihre.„direkte Deinokratie?-.- Der Pdvillvst derVirXiniAeiEMiäa!en',>tst noch im Bau, d'eSglelchMteb/Wvillost-SpMdsts. Au^iesefn'siehk-manbeIritb.'mWuMMf^Wir schlagen uns Mdie".EisiMt.SP