Aentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoflowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag tSglich früh^Einzelpreis 70 Heller Redaktion und Verwaltung: Prag XII., FochovaSL- Telephon 83077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag Aus dem Inhalt: Die Glasindustrie vor neuen Lohnkämpfen „Economist" über unsere letzte Regierungskrise Statistisches über unsere Kurorte Weitere Steigerung der Produktion 17. Jahrgang Mittwoch, 2K August i»37 Nr. 199 Segen tten Seist des 18. Feber I Ein nationaler Uebergriff Im Bereiche des Schulministeriums , Wie der Karlsbader„Volkswille" meldet, wurde in dem Orte Schönfeld bei Pctschau soeben efne tschechische Schule errichtet,, ohne daß cs in diesem Orte tschechische Kinder gibt.‘ Den Grundstock für diese Schule bilden drei Kinder aus einer gemischten Ehe. Der Vater ist tschechischer Abstammung, beherrscht jedoch die tschechische Sprache, fast überhaupt nicht. Die Mutter ist eine Deutsche. Eines der Kinder hat drei Jahre lang die d e u t- sch c Schule besucht,, das zweite Kind kommt aus gesundheitlichen Gründen verspätet zum Schulantritt, das dritte ist" eben erst in das schulpflichtige Alter eingetreten. Die anderen 26 Kinder, die man noch eingeschrieben hat, entstammen ausnahmslos rein deutschen Familien. Der„Volkswille" bemerkt'mit Recht, das Schulministerium hätte nicht damit rechnen sollen, daß er in Schönfeld viel arme Leute gibt, die der Versuchung, ihre Kinder in die tschechische Schule züschickcn.erliegen-würden. Außerdem macht das Blätt darauf aufmerksam, daß es in Schönfeld eine hochorganisierte, nämlich eine fünfklassige deutsche Volksschule gibt und die Schönfelder Kinder auch die Möglichkeit'haben, die deutsche Bürgerschule im nähen Schlaggenwald zu besuchen. Wenn man nun arme deutsche Eltern dazu ver- mckcht, ihre Kinder in die niedriger organisierte tschechische Minderheitsschule zu schicken, so schädigt man auch die Kinder. Der»VolkRville" schließt feint Betrachtungen mit der folgenden Feststellung:• „Da? Ministerium sollte aber schkießlichmnh' nicht vergessen^ was es dem Geiste des 18. Feber schuldig-ist,, der ganz unzweifelhaft mit-dieser Schönfelder Schulgründung-schwer verletzt- wird. ES ist ihm-nicht unbekannt, daßauchheuer wieder viele deutsche Schulen um' die Erhaltung von Klaffen kämpfen, die durch eine Verminderung der Schülerzahl-bedroht- erscheinen,— da immer noch für die Weiteraufrechterchaltung einer Schulklasse 48 eingeschriebene Kinder verlangt werden, soferne es sichum eine definitive. Klaffe-handelt, oder 61 Kinder,-wenn-eine provisorische Klasse-in-Frage kömmt,—r und es müßte sich darüber.klar sein, welche Auswirkungen es auf das Volksdenken haben müßte, wenn-gleichzeitig in einem Orte, in dem es nur deutsche Kinder gibt, in dem nicht-ein einziges tschechisches Kind wohnt, eine tschechische Minderheitenschulc errichtet würde!" Plratenflugzeuse fiesen britischen Dampfer L o«do n.(HavaS.) Die gesamte Presse berichtet- aus den ersten Seite« über eine Bombardierung de» britischen Dampfers„Roemi 2 u l i a" in der Röhe von Korsika. Die angreifenden Flugzeuge-trugen als Zeichen ein weisses Kreuz in einem' schwarzen Kreis. In den erste« RachmittagSstunden war bei per britische« Admiralität«och keine Bestätigung dieses Vorfalls «ingelangt. Der Dampfer-hatte am Sonntag mit einer Ladung von Eisenerz und Phosphat.- den Hafen Souffe in Tunis verlassen und befand'sich auf,-dem Wege nach Barcelona. DaS Schiff ist vermutlich«tch-t beschädigt worden. Die Bombardierung de» britische« Schiffes stellt den 11:Zwischenfall im Mittelmeer.seit 4im 1: August dar. Die' britische Admiralität hat Ach dehhalb veranlasst gesehen'» di, ursprünglich für de« Dienst Im Fernen Oste« bestimmte, dritte Zerstörerflöttille nicht dorthin zn senden, sondern «tit dem U« b, r w a ch u n g sdienst im Mitte lmeer von der FlottentasiS Malta aSS »nbetrauen.-.>.■■■' Aus Sympathie fUr Portugal '. Franco diskriminiert taohechoelovakiscbe Staatsangehörige.! c. Lun d o n. Dfr Rrüterterichterstater mel- det äug Gibraltarr Die aufständischen Behörde« in La Linso haben am Dienstag tschechoslowakischen Staatsangehörigen, die über Gibraltar rti- srn, da» Betreten deS von dev Franeo-Regierun, beherrschten spanischen Gebiete» verboten. Wir verlautet, wurde dieses»erbot auS S Ympa- th'i'e-M da»»'efreündrfe-'Pprtugäls rrlaW, Welches'die diplouiatifchen Brzithungen zur Tsche- chpslistoakri atzstörochrn hat.- Die Schreckensherrschaft IhFväskenlanti Bilbao. spanische Dampfer „C f nde A bas oil o",-nachdem er von italienischen Hydeoplanen überflogen worden war, von ApmIi'h den Völkerbund Paris. Die„Information" führt äuS, dass die'Bälencia-Regierung in der Herbsttagung der Bölkerbundversammlung Italien beschuldigen wird, dass dessen Kriegsschiffe-spanische Handelsschiffe im Mittelmeer überfallen haben: Die-spanische Regierung wird B e w e i s e vprlegrn. dass diesvier kürzlich km-Mttelmeer versenkten Handelsschiffe italienischen Kriegsschiffen»um- Opfer gefallen sind. Diese Beweise sind in einer Denk- schrift enthalten, die bereits dem Generalsekretär des Bölkerbmidcs überreicht worden ist. Die Ba» lenciä-Regierung fordert, dass di« Frage-de» italienischen Angriff«» aus das Programm drS am 10.. September zusammentretenden Völkerbund- rate- gelange, DaS Blatt fügt hinzu: ES ist wenig wahrscheinlich/dass diese Frage'in der erwähnten Sitzung behandelt werden wird. Italien wird Wahrscheinlich in der-Ratssitzung nicht vertreten sein, da di« Abessinienfrage immer noch nicht zugunsten Italiens entschieden ist..Ausserdem wird«S Italien ablehnen, in der Ratssitzung unter dem-Bor- fitz des spanische« Delegierten zu erscheinen, und zwar auch dann, wenn sich der Regn» in Genf nicht vertreten lässt. Die Rote gipfelt in den- Piunktenr.'- 1. Am 11. August ist da» spanische Handelsschiff„Camp eador", das Benzin beförderte, von' zwei italienischen' KriegSschiffim versenkt worden.(Die spanische Rote schildert die Gefahr, di« durch die Entzündung grosser Menge». Benzin entstand,,die auch. den. grauenvollen Tod, eineß i t al ienis ch e n- Kr i e g s s ch i f f c n versenkt worden(Tiefe Note betont die„besondere Hinterlist", die!darin' lag,' dass' sich die italienischen' unter f a l s-ch e n- B l i n kf i g n a l e n alS Handelsschiffe näherten.-.) 3. Am 15. August wurde der spanische Dampfer„C i«da d d e E-a-d, i.z" von einem ll-Boot ohne Bezeichnung versenkt:(Die Rote erklärt, hass daS offensichtlich italienische ll-Boot im Augenblick der Torpedierung di« F rane»- Flagge gehisst hat. Di« Note führt«ine Reihe anderer sogenannter„P i r a t enübe r- f ä'l'l e" an.)'' .. 4. Die spanisch« Regierung betont, daß die .ailgeführtelr Tatsachen alarmierend auf dir ganze Welt wirken müsse»'.,,Tie stellen", heisst es. in der Rote,„eine, ungemein wichtige Erschwerung der ohnedies hochgespannten Situation im Mittelmeer dar. Augenblicklich.kann.im ganzen Mittelmeer von Marseille biS Barcelona und bis zu den, Dardanellen,.in jedem Augenblick der- allgemeine Konflikt ausbrechen.". ■ 5. Die spanische Regierung verlangt-auf Grund'von Artikel.il(drohende Kriegsgefahr) die Einberusung de- RateS. Gleichzeitig betont die- Regierung. ton Madrid ihren. Willen, da» Land mit alle« Mitteln zu verteidigen. z' ef Tj\rlnrftn.fna’' Oer Bauernaufruhr breitet sich aus W I I QUCSOpiCl- h/lassenverhaftungen In’ ganz Polen der polnischen Unruhen -(DRD) Wie der„Beeer"»««-Warschau z«.meldest.weiss,, hat«« die Zusammenstösse zwischen Bauer« und Gendarmerie anliissltch der pol- nischen Bauernkundgebungen bisher ülTodes» o p f« rss gefordert. Jm Bezirke JaroSla« wurden 17 Bauer« getötet, ijn Bezirke Bochntg 2, Brzozov 2 Bauern und S Polizisten, int Bezirke Limanova 3 Bauern und isst Bezirke RaNcut^Bauern. Beim Begräbnisse-, der vpfetz von Bochnia waren tausende Meyschen»«gese« und die Arbeiter traten in. einen Sympathiestreik. In Kleinpolen kam »S. ebenfalls zu blytlgenZukämenstössen,-Set denen 1« zwei Dörfern— Glazop und Rehov— 25 Personen getötet rmd SO verhaftet wnrdr«, '' W arschä«. DieBerhaft«;« gen unter der oppositionellen Bauernschaft wegen der 'jPWiAWt>M'W>Mhft«WMr'.niiHt>«ch- in den letztest Tage» eisten M N's's r st« m s a:»g ast. In,Przeworsk.Wurde die gesamte Leitung der-dortige» Bezirksorganisation der Bereinigte» BolkS» partei sowie 80.Mitglieder dieser Partei verhaftet.. Auch.in Jaroslaw wurden die Parteiobmän- n«r und die Mitglieder d«S ParteipräsidiumS verhaftet. Ferner wurden die Obmänner der Vereinigten Volkspartei> in-Pfzemysl, Tarnobrzeg, Mosciska und zahlreichen andere» Ortschaften auf dem Gebiete, der-Woiwodschaften Stanislau und Lemberg verhaftet. Gegen alle Berhafteten wurde dir-strafgerichtliche Untersuchung wegen Orgynl- sierung des SauernftreikS eingeleitet. Im Bezirk R'z« r.z» w wurde d« Sekretär des letzten KpngrrsseS der Bereinigttn BolkSpartei TePper verhaftet. Zahlreiche. Verhaftungen. unter den Mitgliedern der Bereinigten vplkspartei wurden feiner im westlichen Kleinpolen und"in Oftgäli- zitn sowie auch schliesslich in Warschau selbst vor- tzeitomm«,...' nicht allein mit Zeitungsartikeln und Flugblättern, sondern scheut auch vor täglichen Angriffen nicht zurück. Der kleine Mann, der geluissen Demagogen mit andächtiger Begeisterung gelauscht hatte, der aus ehrlichem Nationalismus und aus Widerwillen gegen gelviffe Geschäftsregierungen vergangener Zeit irgendwelche»„Erneucrungs- bewegungcn" Gefolgschaft leistete, ist um eine Illusion ärnier geworden, er sieht, daß ihn seine Abgötter an die Diktatoren des Auslandes verrieten und daß auch diesseits der Grenzen als Entgelt für GeheimfondSsubvontionen nur ei»' Scheinkampf geführt wurde. Darum ist unser Nachbar kleinlaut geworden und steckt das Abzeichen der PSF, der de la Rocque-Partei, das er vor kurzem noch ntit Stolz trug, in die Tasche. An zehn verschiedenen sogenannten nationalen Pariser Tageszeitungen schlägt sich die Reaktion her«, um und kann sicher sein, daß ihre Anhänger bei diesem Austausch von Liebenswürdigkeiten in jene Apathie zurückfallen, in der sie sich fast stets vc- funden haben. Ole Definierung der„Pause“ Dieses Zerwürfnis in der Opposition läßt gewisse Gegensätze im Lager der Volksfront in einem wesentlich milderen Lichte erscheinen als dann, wenn sich zwei eiserne erstarrte Fronten bekämpften. Gegenwärtig ist es so, daß sich gegenüber der.Volksfrontarmee, um im Bilde des militärischen!»ü bleiben, rivalisierende Komitadschi- banden befinden. Vielleicht übertreiben wir schon, wenn wir von gewissen Gegensätzen in der Volks- sront sprechen, denn sie bestehen eigentlich nicht in der Volksfront selbst, sonder» bloß an ihrem Rande. Die Kreise, welche.heute Schwierigkeiten bereiten und welche diese noch zu vervielfältigen gedenken, sind nie mit vollem Herzen bei Blum gestanden. Ztvischen ihnen, die den rechten Flügel der radikalsoziälistischen Partei ausmach«» auf der einen, den Kräften der Volksfront, Radikale», Sozialisten und Kommunisten auf der anderen Seite ist eine Streitfrage aufgeworfen rund um die Definierung der„Pause". Kein anderer als der erste Ministerpräsident der Volksfrontrcgierung hat di«„Pause" verkündet als eine Uebergangsperiode, in der di« ersten großen Erfolge des Linkskabinetts in allen Einzelheiten ausgestaltet und in das Leben der Nation eingebaut werden sollen. Diese Art von Pause wurde als revolutionär aufgefaßt in dem gleichen Sinne wie man das Neuerungswcck -selbst als revolutionär erachten konnte. Die„gemäßigten". Elemente bei den Radikalsozialisten stürzten sich auf das neue Schlagwort, sie sprachen von der„Pause" mehr als von allem anderen und es zeigte sich dabei ein Mißverständnis. Män vertrat nämlich die Auffassung, daß die große Resormarbeit für immer abgeschlossen sein sollte,-und daß damit jenes.Leben-in Ruhe einziehen möge, in welcher Frankreich bis zum Mai '1986 geschlummert hätte'. Eine derartige Sinncs- ärt ließ sich mit der Regierungserklärung' dos Kabinett Chautemps kaum in Einklang bringen, denn diese erwähnte das Wort Panse zwar, aber sie sprach gleichfalls davon, daß die neue Regierung nicht zögern würdei selbst die kühnsten Reformen in Erwägung zu ziehen. Aber dann häuften sich Reden und Zeitungsartikel,', welche der revolutionären--di« konservative,^ die ewige Pause entgegensetzen wollten und.ein„System der Pause" erfanden. Nicht länger wollen wir in diesem Zusammenhang verhehlen,' daß ein Pansen- Politiker der Finanzminister Georges Bonnet ist. Bonnet hat seine Zugehörigkeit zur Negierung Ehauteinps vorwiegend dem Umstande zu verdanken, daß er an den innerpolitischeif Kämpfen, d-e Blums Demission vorausgingen, nicht teilgenom- men hatte. Bonnet war sechs Monate hindurch als Botschafter in den BereinigtonStaaten, schon rein physisch die Möglichkeit'genommen, Schulter an Schulter mit seinen Freunden vom rechten Flügel' der ra-ikälsozialistischcN Kammecfraktion, zu- smnmen.mit aÜen ehemaligen Finanz- und Bud- getmintstern. liegen die erste Volksfrontregierung Sturnr zu laufen. Daß er es getan hätte, war angesichts seiger.übrigen Einstellung nicht- zn bezweifeln. Dank seiner Abwesenheit von Paris war vieles- vergessen und der Beschluß der sozialistischen Partei, daß niemand in-die neue Regierung «intreten Mte, dV- NM Sturze der.alten mitgss- Sette 2 Mittwoch, 25. August 1937 Nr. 199 vielt hatte, wurde durch Bonnets Berufung auf einigermatzen korrekte Weife umgangen. Bonnets Name wird allmählich zu einem Aushängeschild für die liberalistischen Kräfte, die keinen Zoll breit mehr an das werdende soziale Frankreich abtreten wollen und die namentlich eine Erweiterung des BolkSfrontprogrammeS, wie es von den Sozialisten verlangt wird, nicht einmal diskutieren möchten. Die sozialistische Partei wird sich damit nicht abfindcp können, daß unter.ihrer Regierungöbetciligung eine Politik des Stillstandes betrieben wird. Unter diesen Umständen gehört nicht viel Phantasie dazu für den Herbst das Ausleben eines politischen Kampfes zu prognostizieren, indem es sich darum handeln wird,. alle Versuche, die Volksfront in ihrer Mission zu beschneiden, zu vereiteln, cS wird sich darum handeln, in aller Forni zu erklären, daß die Pause ein Ende gefunden hat und dah eine neue Epoche fruchtbarer gesellschaftlicher Umgestaltung beginnt. Dah die betreffenden Projekte hier schon vorbereitet sind, dah die Sozialisten mit wissenschaftlicher Genauigkeit ausgearbeitete Pläne besitzen, wie die Versicherungen nationalsiert, wie die Eisenbahnen anshören sollen ein anarchistisches Durcheinander und eine Quelle privaten Profits zu sein, dies bedarf keiner Erwähnung. Schon die ersten Verhandlungen über die Neugestaltung der Etsenbahnverwaltung sind Vorboten der kommenden Schwierigkeiten. Das von dem Minister für öffentliche Arbeiten, dem Senator QlleuiUe, dem anderen konscrven Radikalen in der Chau- temps-Regierung, vorbereitete Projekt will In dem neuen Zcntralrat der Eisenbahnen den Diktatoren des SchienenstrangcS das Uebergewicht über die Staatsvertreter geben. Die Offensive auf ökonomischem Gebiet ist nur eine Seite des Problems, es kommt den Sozialisten auch darauf an, den Senat zu demokratisieren, wozu ein« Reform der Verfassung nicht notwendig ist, denn eine Umgestaltung des Wahlmodus würde bereits di« ärgsten Missstände beseitigen. Das Verhältnis zwischen Sozialisten und Kommunisten Bei diesem Vorstoh, welchen die sozialistische Partei gemäh den Beschlüssen des Marseiller Kongresses unternehmen muh und zweifelsohne auch unternehmen wird, rechnet sie mit der Unterstützung des linken Flügels der Radikalsozialisten, der Kommunisten und aUer großen, der Volksfront angeschlossenen Organisationen, wie der Gewerkschaften, der Liga für Menschenrechte ustv. In der Liquidierung der Pause liegt das Hauptproblem. Sozialisten wie Kommunisten müssen alles daran sehen, um jene Hochstimmung der Massenbegeistcrung aufrechtzuerhalten, ohne die kein großes Werk geschehen kann. Der Burgfrieden, der zwischen den beiden Parteien abgeschlossen ivprde, hat bisher ,im. großen ganzen guti funktioniert. Rednerische. Angriff?.. und Pressx- polemiken sind außerordentlich selten, sie werden jedoch entstehen müssen, wenn die Vorschläge zur Fusionierung der beiden Parteien ernsthaft diskutiert werden sollen, dann.müssen Gegensätze ausgezeigt werden, die trotz der taktischen Schwenkung der Komintern in den Methoden der beiden Parteien bestehen. Die mangelnde Klarheit und auch die mangelnde Offenheit der Gegenseite wird dann in heller Beleuchtung erscheinen, die Unterschiede müssen zutage treten, die zwischen einer in der Tradition fußenden, demokratisch aufgebauten Volksbewegung und einer politischen Gruppierung existiert, die mehr oder weniger selbstherrlich geleitet, mehr oder weniger unkontrollierbaren Einflüssen unterworfen ist. Gewisse I andere Fragen tauchen auf, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden kann: Was-soll mit den beiden Internationalen geschehend Und würde, die Einheitspartei des Proletariats nicht von vornherein eine kommunistische Mehrhett besitzest,' da die Kommunisten-trotz ihres weit.geringeren Einflusses auf das Land über eine zahlenmäßig stärkere Organisation verfügen. Sozialisten und Kom- niunisten sollen ihre politische Organisation weitgehend koordinieren, damit werden die Interessen der arbeitenden Klassen Frankreichs gefördert, aber wenn sie dm Zusammenschluß diskutieren, dann offenbaren sie die Divergenzen, die ungeachtet der gemeinsamen Zielsetzung des Augenblicks bestehen und der Sache der Volksfront wird eher geschadet als genützt. Man kann in diesem Zusammenhang nicht die Gewerkschaften übergehen, die daS Experiment'der Fusion bereits vollführt haben, wiewohl sich eine Vereinigung politischer Organisationen hiermit nicht vergleichen läßt. Ein Kampf zwischen zwei Gruppen besteht in der EGT zweifelsohne, aber es ist auch richtig, daß er im Inland wie im Auslande verzerrt und dramatisiert dargestellt wurde. Das Entstehen eines einheitlichen Gewerkschaftsverbandes wird von allen Teilen der Arbeiterbewegung Frankreichs trotz allem als«in großer Fortschritt erachtet. Zwei gesonderte Organisationen hätten auch tm Falle einer Arbeitsgemeinschaft bei weitem nicht den Einfluß auf die Gestaltung der Sozialpolitik,, bei weitem nicht jene abschrek« kegde,Wirkung auf das reaktwnäre.Unternehmertunt, aber auch nicht jene'Anziehungskraft auf die Maffm erlangt, wie sie heute die EGT besitzt. Daß die Kotnmunistest den Plan hegen, die Ge- werlschaften völlig in die Hand zu bekommen, entspricht ganz den- Grundlinien ihrer Politik, aber sie werden diesen Plan nicht.zur Ausführung bringen können, denn die Werktätigen ohne Unterschied des politischen Sonderbekenntnisses sind nicht dazu bereit, einer Schwächung ihrer wichtigsten Kampfwaffe beizuvslichtest. Diese würde eintreten, wenn die alte Garde völlig durch kommunistische Funktionäre ersetzt würde. Immerhin tut die sozialistische Partei gut daran, die Vorgänge in den Gewerkschaften und in den anderen Massenorganisationen, die, wie die Turnverbände de: Anhängern beider Parteien osfenstehen, wachsam im Auge zu behalten. Die'Schlüssel zur Entscheidung liegen in Frankreich wieder bei den Sozialisten. Ein Jahr führende Regierungsteilnahme hqt die Partei ist keiner Weise um ihre beherrschende Stellung in der Politik des Landes gebracht. Sie ist darum entschlossen, ihre Position auSzunützen, derin der Hunger des Volles nach Neuem ist nicht Mstillt und das demokratische Europa verlangt von ihr, daß ein großes Beispiel nicht verblasse. könnte, was wen immer'in gl« viel welchem Sinne bedrohe«! könnte. Ansonsten sehen wir z w i's ch e n Deutsch« land und der Tschechoslowakei w.i rklich keine ernsthafte Frag», die unmittelbar die guten nachbarlichen Beziehungen zwischen dm beiden Ländern«msüich- und dauernd bedrohen könnte. Die Nachbarschaft, dl« engen wirtschaftlichen Zusammenhänge zwischen ihnen, die jahrhundertelangen kulturellen Beziehungen, die vorhanden sind und vorhanden sein werden, auch wenn man sie bewußt verhindern wollte, das Bewußtsein, daß ernstliche Zwiste zwischen den beiden Staaten Europa» ganz bestimmt in eine allgemeine Kawstrophe stürzen würde— das alles führt dazu, daß von beiden Seiten Wege zu einer vernünftigen Verständigung und Zusammenarbeit gesucht werden, daß sie eifrig, aufrichtig und mit gutem Willen gesucht werden. In der Tschechoslowakei sind die entscheidenden Faktoren überzeugt, daß diese Weg« ge« funden werden." Der Präsident bei den Nanövem Am iDenStag früh trat der Präsident in Begleitung de» Ministers Machntk von Olmütz aus die Fahrt ins Manövergelände an. Auf dem Beobachtungsstand oberhalb von Körnitz gab der Leiter der Schlußübungen Divisionsgeneral L u i a dem Präsidenten und dem Verteidigungsminister Erläuterungen zu dem Manöverplan. Mit den übrigen Manövergästen, unter denen sich die Minister Bechynö, Srämek und ZäjiLek befanden, verfolgte der Präsident die Entwicklung und den Verlauf der Kampfaktionen sowie die Tätigkeit einiger Waffen, so z. B. der Fliegerabwehr mit schweren Maschinengewehren, der Tankabwehr und die Tätigkeit der BernebedungS« avteilungen. Hierauf fuhr er in Begleitung de» Generalinspekwrs Syrovh in dar Manövergelände, wo er den Verlauf der Operationen im Gebiet zwischen Gewitsch, Mährisch-Trübau und Langenlutsch verfolgte und auch den Standort des Komandanten der blauen Partei aufsuchte. Referenwnmtwurf de» neue» Wassergesetze» fertiggestellt. Da» Landwirtschaftsministerium hat den interessierten Körperschaften den Refe«. rentenentwurf eines Wasserrechtsgesetzes zur Begutachtung übersendet. Der Entwurf unterscheidet zwischen öffentlichen und nichtöffentlichen Gewässern statt, wie die bisherigen Gesetze, zwsschen öffentlichen und Privatgewäffern. Darüber, ob ei sich um ein öffentliche» oder nichtöffentliche» Gewässer handelt, sollen die Verwaltungsbehörden mit Ausschluß des Rechtswege» entscheiden« dagegen soll die Frage» wem. da» Eigentum an einem Gewässer' zusteht, auf den Rechtsweg ge« hören. Nach dem Gesetzentwurf ist der Eigentümer einer Liegenschaft zur Erschließung und Be«. nützung des Grundwassers berechtigt, wenn da« durch nicht öffenlliche Interessen bedroht werden und wenn e» in der üblichen Weise(durch Brünnen), in der für den Haushalt ustd die eigen« Wirtschaft erforderlichen Menge geschieht. Zu jeder anderen Erschließung und Benützung de» Erundwaffer» muß sich der Grundelgenttimer die wasserrechtliche Bewilligung verschaffen. Wenn eine Gemeinde oder«in Teil von ihr dauernd oder häufig wiederkehrend Mangel an Trink- und Nutzwasser leidet, so hat sie, bzw. die Wasser« genossenschast gegen Entschädigung Anspruch auf Enteignung fremder, nicht öffentlicher Gewässer» Ein System der kollektiven Sicherheit wUrde Verständigung Prag—Berlin ermöglichen Die„P r. Presse" fetzt die Artikelserie von 3® über„Deutschland und die Tschechoslowakei" fort. Der Autor faßt dar Ergebnis der Untersuchung„War Deutschland der Tschechoslowakei vorwirst" resümierend zusammen» Wir heben aus diesem ÄesumL folgender her« au»: Die Tschechoslowakei will und wird nicht Werkzeug der Politik irgendeiner Großmacht sein, weder Deutschlands, noch Rußlands, noch der westeuropäischen Großmächte, Englands, Frankreichs und Italiens. Infolge ihrer geographischen Lage ist sie aber'ein wichtiger Bestandteil des europäischen machwoliiischen Gleichgewichtes. Alle europäischen Großmächte sollten sich dessen bewußt werden und die Tatsache begreifen, daß gerade«ine vernünftige Sicherung der Unabhängigkeit der Tsche- chosiowakei eine Voraussetzung dafür ist, daß sie nicht einfach infolge einer internationalen Konstellation zum Vasallen oder Werkzeug der Politik irgendeiner Macht wird. Wenn die Großmächte— alle, ohne Ausnahme— ihr Interesse und das Inter e s s e der europäischen Friedens richtiger« wägen, so müssen sie zu dem, Schluß^gelangen,, daß t rz e n d el.n Systech der"kol teTi V« v e'n Sicher h e i t d e r Ts ch ech ö sl 0 w a- kei und damit de» machcholitischen Gleichgewicht» in Europa unerläßlich ist. Nach unserer Meinung geht«» hier überhaupt nicht um die Grenzen der Tschechoslowakei— er geht um gemeineuropäische Ding«. UebrigenS würde sich ein solche» System notwendigerweise nicht nur auf die Tschechoslowakei beschränken. Wir wollen für di« Tschechosiowakei nicht» besondere» reklamieren. Unmittelbar oder mittelbar würde diese Polltik der kollektiven Sicherheit auch andere zenwaleuropäische Staaten sichern.• Solange e» ein solche» ausdrücklich vereinbarte» und verwirftichte» System nicht gibt, hat sich die birherige europäische und natürlich auch die tschechoslowakische Politik mit Hilfe de» Völkerbünde» durch ihre Bündnis- und gegenseitigen Hilfr- verwäge, den Pakt der Kleinen Entente, die Entwürfe für den Westpakt, den Ostpakt, usw. gestaltet. Die tschechosiowakische Außenpolitik glaubt. immer noch, daß e» zur Verständigung über eine solche kollektive Sicherheit kommt, ebenso wie e» zum ersten Locarno gekommen ist, und arbeitet darauf hin. Sie kennt in dieser Sache die Einwände Deutschland» lim Hinblick auf die Zulassung auch kleinerer Staaten zu den direkten Verhandlungen der Großmächte) und ist überzeugt, daß sich diese Schwierigkeit ebenso leicht beheben lasten würde, wie sie bei den Verhandlungen über da» erst« Locarno überwunden worden ist.- Dies« tschechoslowakische Politik ist somit auch kein Hindernis für irgendwelche direkte Verständigung zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland oder zwischen der Tschechoslowakei und Polen usw. Die Schaffung eine» solchen System» würde namentlich dar zyntraleuropäifche Br ob l eme r le i ch i.ttn; in,, jehem Fast Würde cs eine Äleiht seiüer Schwirigkeithn und' Gefahren sowohl für Deutschland al» aüchdie übrigen Großmächte beseitigen, namentlich würde e» auch von vornherein jedweder„Ausschlüßen" Deutschlands von seinen berechtigten zenwaleuropäischen Interessen verhüten. Die Verwirklichung dieser Politik würde auch bedeuten, daß in Zenwaleuropa keine antirussischen, antisowjetischen Fronten gebildet werden und daß auch di« Politik der Sowjet-Unwn gegenüber Europa überhaupt und Zenwaleuropa im besonderen keine Bildung irgendwelcher antifaschistischer Fronten im Sinne hätte, so daß in dem freundschaftlichen Verhältnis zwischen der Tschechoslowakei und der Sowjetunion nicht» erblickt werden Copyright by Saturn Verla« W3Ü „Vierzigtausend war viel", bestätigte Laruse. „Jedenfalls genug", sagte der kleine Dicke und. stieß mit dem Stock auf den Boden,„ich gehe jetzt cttvas trinken." „Wenn ich Sie nicht störe, mein Herr", sagte Laruse höflich,„schließe ich mich Ahnen an." „Gerne."» erwiderte der andere. Gestatten Sie?", sagte Laruse, zog seine Brieftasche hervor, entnahm ihr eine Visitenkarte und überreicht« sie seinem Begleiter. Er hafte gewisse Gründe, diese ein wenig umständliche und heute überholte Form der Bekanntmachung zu wählen. Der kleine dicke Mann nahm, wie e» schien, die konservative Geste mit Vergnügen auf. Auch er förderte aus seiner Brusttasche ein Portefeuille zutage, entnahm ihm gleichfalls«ine Visitenkarte und übergab sie Laruse mit nicht geringerem Anstand und Ernst. Ein Autor, der es nicht dabei bewenden läßt, Menschen und Vorgänge einfach zu schildern, sondern seinen Ehrgeiz dareinsetzt, in tiefere seelische Bezirke zu dringen, würde, nun erörtern, daß hier zwei Männer einander gegenüberstanden, die an dem Zeremoniell des Kartentausches ein gewisses Vergnügen fanden, zwei Männer-.die von einem altmodischen Sinn für das Rituale der gegenseitigen Bekanntmachung erfüllt waren, zwei Männer, die, von der Wichtigkeit der«igerien Persönlichkeit durchdrungen, e» sich nicht-genügen ließen, ihr« Namen einander entgegenzumurmeln, sondern es liebten, diese Namen durch die Beifügung von Stand un.d Adresse zu höherer Bedeutung zu heben und durch daS Gedrucktsein vor der Oeffentlichkeit gleichsam zu legitimieren. Wir aber bescheiden uns, den Anhalt beider Karten wiederzugeben. Monsieur Laruse überreichte«ine Karte folgenden Inhalts: Jean Fransoi» Laruse Privatdetektiv Institut für Beobachtungen und Auskünfte Diskretion garantiert Part» Xliime, Boulevard du Temple 354. Auf der anderen Karte stand: Valerian Arona» Membre de L'Anstitut Pari». * „Und war", sagte valerian Arona» eine halbe Stunde später in dem kleinen Kaffeehau» gegenüber dem Hotel Drouot,„und Iva», Mon- sieur Laruse, veranlaßt Sie, gerade.mir diese» Anerbieten zu stellend"; „Ich bin", erwidert« Laruse,„um ganz ohne Rückhalte mit Ihnen zu sprechen, mein Herr, in einer gewissen Zwangslage. In der Zwangslage, mir innerhalb einer sehr kurzbemessenen Frist die Mitarbeit eine» vertrauenswürdigen Und sachver- ständigen Manne» au» dem Kunstgeschäft zu sichern." „Woraus aber", sagte Valerian Aronas mit feinem und gewinnendem Lächeln, da» Laruse» letzte Bedenken zerstreute,„woraus aber-schließen Sie, mein Herr, daß ich vertrauenswürdig bind Denn, daß ich sachverständig-bin, das ist immerhin bekannt, und Sie haben vielleicht auch Gelegenheit gehabt, e» selbst zu konstatieren. Der kleine Jsabey war mit vierzigtausend genau richtig bezahlt, jeder Sou darüber wäre hinauSge- worfen gewesen." ;,Nun", erwiderte Laruse mit mindesten» ebenso feinem und gewinnendem Lächeln,„ein Mann, der für eine kleine Miniature vierzigtausend Francs zu bezahlen vermag, ist schon dadurch in einem gewissen. Sinn vertrauenswürdig. Außerdem glaube ich mich ein wenig auf Physiognomien- und Menschenbeobachtung überhaupt zu verstehen..." Valerian Aronas lachte breit und sorglos. „Tja", sagte er,„ich finde ja auch, daß ich vertrauenswürdig bin. Da ich mich jedoch— verzeihen Sie meine Offenheit— auf Physiognomien und Menschen nicht so verstehe wie Sie, muß ich Sie bitten, mir, ehe ich mich Wester äußere, genauer zu sagen, worum es sich' handelt." „Um ein großes und ernstes Geschäft", erwiderte Laruse,„um ein Geschäft in Ihrer Branche." ,„Ach bin aber gar kein Geschäftsmann", erwidert« Valerian Aronas,„ich, bin) wie Sie aus meiner Karte ersehen haben, werden, tn meinem eigentlichen Beruf Gelehrter, und zwar Kunsthistoriker."/'''i „DaS eben' ist es", rief Laruse,„da» ist mir da» Wichtigste. Die Schwierigkeit für mich besteht ja gerade darin, einen Mann zu finden, der — wie soll ich mich, ausdrücken— kein gewöhnlicher Händler, kein Geschäftemacher ist; der im höchsten Maße sachverständig und-dabei doch— el »"schwer,',da» richtige Wort zu finden— nicht oräuf aus ist... Niemals könnte ich init einer der Figuren, die ich hott oben gesehen habe, vor meine Auftraggeberin treten," „Ah, e» ist eine Frau?" sagte Valerian Arona».' j «ff-„Eine Dame. erwiderte Laruse zurückhaltend,„eine Dame solcher Kreise, daß nur ein Mann von Bildung-ütidi».Dtanieren. t>. mein Herr, der Zufall' spielt eine große' Rolle im Leben, ich glaube,'in Ihnen den-wichtigen-gefunden' zu hgben> Darf ich'Ihnen nun erzählen?"- , Laruse erzählte. Er hatte ein kleines Detektivbureau! im Faubourg St. Antoine, er hatte auch«inen Freund, Pierre Regnier,,d'er ein ebensolche», etwa» größere» Bureau/hcsaß und außerdem /durch gute. Verbindungen Hausdetektiv de» Hotel Ritz, Place Bendüme, geworden war, Regnier war gestern erkrankt; nichts Bedeuten»! des, etne Grippe. Er hatte seinen alten Käme« raden Laruse mit der Vertretung im Hotel betraut. Er, Laruse, hatte— man weiß nie, waZ da» Leben von einem will— diese Vertretung mit einem gewissen Zögern angenommen, denn(er machte kein Hehl daraus) er war. mehr die Arbeit tn der Vorstadt gewohnt; Beobachtungen in ge« wissen Eheangelegenhesten, Personaldiebstähle, Ueberwachung von Geschäften, die gestohlene» Gut ankauften undsoweiter. Dir Hoteldienst und gar in einem solches! Haus, unter dessen Gästen er an dem einzigen Tag seiner Diensttätigleit vielleicht dreißig hohe Persönlichkeiten gezählt hatte, darunter den Prinzen von... aber dawar diskret, und ungezählte Grafen, Marquis undsoweiter,«In-.solcher Dienst ist etwa» ganz andere». Nicht, oah er sich dem nicht gewachsen gefühlt hätte, aber es war immerhin ungemüt- sich. Er werde jedoch, hatte Regnier gesagt, vermutlich einen söhr ruhigen Tag haben: Donner»- tag, wenig Ankünfte, wenig Abreisen/ Aber de» Teufel(doch diesmal war'»«in' guter Teufel)! arrangierte e» ander». Um-elf Uhr läutete es iN der Portterlöge Sturm. Er, Laruse, eilte dorthin, zwei Minuten später-stand er schon mit deut Geschäftsführer und dem Portter in einem Appartement des ersten Stockwerkes. Sine amerikanisch» MiMardärin... man hatte ihr das Perlenhalsband gestohlenhunderttausend Dollars..• der Geschäftsführer wurde totenhlah, die Amerikanerin tobte und er,- Laruse; war vielleicht noch verzweifelter, als. die- beiden.-' Ja, er war- so, e» war ein Provinzler geblieben trotz dreißigjährigem Äufenthatt in Bari», er traute sich nichts zu.(„Meine Frau putzt mich deswegen immeg herunter; schließlich, sagt sie, gelingt dir doch alle-« aber du,trapst,dir zu wenig zu...") E» gelang auch diesmal. Der liebe Gott, stand»hm bei. Iw der Verlegenheit begann er die Amerikanerin zu- nächst auszufragen. (Fortsetzung folgt.)' -ft, 199 Mittwoch, 25. August 1937 Seist S WWWLWWWWD WWUMM ES geht vorwärts. Der Bezirksorganisation Komotau ist eS gelungen, in den letzten vierzehn Tagen neue Lokalorganisationen in Gebieten zu gründen, di« bisher ausschließliche Domänen der SdP Ivaren. So wurden Lokalorganisationen In Bielenz, Skhrl und Trupschitz gegründet, denen insgesamt 69 Parteimitglieder neu boitraten. Da die Werbeaktionen in diesen Gemeinden noch nicht abgeschlossen sind, kann man noch mit weiterer Steigerung rechnen. Ein Fall von Genickstarre in Brüx. Am 13. August erkrankte der 18jährigc Bergmannssohn Karl Zienert unter verdächtigen Symptomen. Der Knabe wurde in das Bezirkskrankenhaus eingeliefert, wo an ihm ein Fall von epidemischer Genickstarre festgestellt wurde. Bom Amtsarzt der Bczirksbehörde und vom Stadtarzt wurden sofort alle sanitären Maßnahmen getroffen, um einer Verbreitung der Krankheit vorzubeugen. Der erkrankte Knabe wurde im Jnfektionspavil« lon des Krankenhauses isoliert. Er hatte sich in der letzten Feit als Teilnehmer einer von der ,-,CaritaS" veranstalteten.Ferienaktion in RodiS- fort bei Karlsbad aufgehalten, wo er mit neun Altersgenossen unter Aufsicht eines Geistlichen in einer Scheuer untergebracht war. Vor etwa acht Tagen war die Rückkehr nach Brüx erfolgt, bald darauf begann der Junge zu klagen, daß er sich nicht wohl fühle, am Donnerstag trat Fieber ein, das rasch auf 40 Grad anstieg, am Freitag kam er ins Spital, das sofort die bakteriologische Untersuchung des Falles einleitete. Sie führte zu dem gemeldeten Ergebnis. Man vermutet, daß sich der Junge, dessen Befinden sehr ernst, jiidoch nicht hoffnungslos ist, die Infektion auf dem Ferienaufenthalt in Rodisfort zugezogen hat, Die übrigen Teilnehmer der Ferienaktion befinden sich derzeit alle unter strenger ärztlicher Beobachtung.— In Brüx wurden die letzten beiden Fälle von Genickstarre vor etwa 15 Jahren verzeichnet. Einer von ihnen nahm damals einen tödlichen Ausgang. Zwei Selbstmordversuche. Der 68 Jichre alte Händler Karl Müller aus Reischdorf schoß sich aus einem Trommelrevolder in die rechte Schläfe. Das Projektil blivb im Kopf« stecken und der Mann wurde in hoffnungslosem Zustande in da? Komotauer Krankenhaus eingeliefert. Als Motiv zur Tat gibt man langwierige Krankheit und fortdauernde Arbeitslosigkeit an.— Die 21 Jähxe alte Plasstr K r e h a aus Käe o ve'cbei, Präg besuchte ihren. Verehrer in Kaaden. Dabei dürfte er zu Auseinandersetzungen und wahrscheinlich zu einer Lösung des Verhältnisses gekommen sein. Das junge Mädel nahm sich den Zwischenfall so zu Herzen, daß eS sich auf der Station^Kaaden-BrunnerSdorf vor einen einfahrenden Motorzug warf, j Sie wurde zur Seite geschleudert und blieb mit schweren Kopfverletzungen und einer Gehirnerschütterung bewußtlos liegen. Auch sie befindet sich im Komotauer Kran« kenhauS. Ihr Zustand ist ernst. Die Glasindustrie vor neuen Lohnkämpfen Vertragsbruch der Tumauer Unternehmer ES ist noch in Erinnerung, daß im heurigen Frühjahr im" Gablonzer Gebiet ein großer Ausstand der Glasarbeiter getoesen Ist, der nach längeren Verhandlungen durch eine Vereinbarung beendet wurde. In dieser Vereinbarung, die am 10. Juni in Gablonz unterschrieben wurde, befindet sich ein Punkt 7, in dem festgestellt wird, daß der Rahmenvertrag am Tage des Arbeitsantrittes In Kraft tritt. Ueber die Durchführung und Dauer der Vertrages werden sich die Vertragsparteien verständigen. Dieser Verständigung dienten Verhandlungen am 7. und 20. Juli, wobei wieder ei» völliger Eiiivernchmen erzielt wurde, welches sich auf dit Finanzierung der Kontrolle bezog, die durch von den Gelverkschaften zu bestimmende Arbeiter durchgcfvhrt werde» sollte. Run hat sich folgendes zugetragen: Das Turnäuer Gremium der Unternehmer hat die Unterschrift der Legitimationen für djes« Kontrollore verweigert, wie auch die Verhandlung darüber, daß einzelne vereinbarte Löhne nicht eingehalten wurden. Die Vertreter der Arbeiterschaft haben nun beim Ministerium für soziale Fürsorge darüber Klage geführt und die Einberufung einer Beratung verlangt, auf der alle Streitfragen behandelt werden sollen. DaS Ministerium für soziale Fürsorge hat das Gewerbe« inspeltorat mit der Einberufung beauftragt, welche am 20. August Im Hotel'„Merkur" in Gablonz stattfand. Während aber da» Gablonzer Unternehmer-Gremium seine Vertreter entsandte, hielten sich die Delegierten des Turnäuer GrcmiuniS von den Beratungen fern. Die Vertreter des Gablonzer Gremiums erklärten, daß sie an dem.abgeschlossenen Kollektivvertrag festhalten, daß sic aber, wenn die Turnäuer Unternehmer dies nicht tun sollten, eventuell gezwungen wären, den Vertrag zu kündigen, wodurch das ganze VertragSwcrk vom Juni aufgehoben würde, ES ist also nicht ausgeschlossen, daß eS im Gablonzer Gebiet zu einem neuen Streit zwischen Unternehmern und Arbeitern kommt. Demonstrationsstrelk In Nordböhmen Die Glasarbeiterverbände führen schon über ein Jahr Verhandlungen über den Abschluß eines ArbcitSvertragcs für 17.000 Arbeiter im Bereich der Hohlglasindustric. Am 1. Juli wurde mit dem Verband der Glasindustrielle» in-Teplitz ein Vertrag abgeschlossen, der bei den Firmen, die Mitglieder dieses Verbandes sind, auch in Wirksamkeit getreten ist. ES muß nun auch mit den Außenseitern verhandelt werden und das geschieht nun mit zehn Firmen, die über 800 Arbeiter beschäftigen. Mit einigen von ihnen wurde eine Vereinbarung getroffen,'bei einigen Schichten von Arbeitern und einigen Firmen ergeben sich jedoch Schwierigkeiten. Es wurde daher am 18. August bei den Firmen, Ivelche dem Vertrag ablehnend gegenüberstehen, ein zweistündiger Demonstrationsstreik abgehalten. Die Arbeiter dieser Firmen sind entschlossen, mit Hilfe der Gewerkschaften zu Kollektivverträgen zu kommen. Die schlesische Sozialdemokratie an den Staatspräsidenten Anläßlich des Besuches des Staatspräsidenten in Schlesien überreichten die Kreisorganisation Troppau der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei und der sozialdemokratische Bürger- nieister von Jägerndorf dem Staatsoberhaupt Denkschriften, in denen sie auf die Bedürf- nisse der arbeitenden Bevölkerung Schlesiens und Jägerndorf» aufmerksam machen. In der Denkschrift der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei wird insbesondere auf das Andauern derArbeitslosigkeitin den Gerichtsbezirken HenrierSborf, Hohenplotz,. Olbersdorf und Würbenthal verwiesen, die durch die Betriebsstillegungen bedingt ist. Auch für die Heimarbeiter gibt eS keine Beschäftigung, weshalb«S unstatthaft ist, Kürzungen bei den Fürsorgeaktionen vorzunehmen. Auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung wird der Bau der projektierten Talsperren und der Bau des Donau'-Oder»Kan als tzorge- schlagen, des weiteren Bahn- und St^a- ßenbauten. Auch die Einrichtung von Ersatzindustrien ist notwendig, ebenso die Förderung des Exports und di« Erteilung vonGtaatSaufträgenan die schlesische Industrie. Auch di« Denkschrift Jägerndo r f S geht bon den Betriebsstillegungen au» und verlangt die Erstellung Von Ersatzindustrien, die Erteilung von Staatsaufträgen und den Ausbau der Staatsfachschul« für Weberei. Die Pflasterung der Stadtstraßen und der Ausbau der Kanalisierung sind dringlich, ebenso die Regulierung der Schwarzen Oppa. Zur Durchführung dieser Arbeiten ist die.Unterstützung der Landes« und Staatsbehörden Notwendig. Die Stadt Jägerndorf. still außerdem Noch folgend« Projekte verwirklichen, wofür sie finanzielle Unterstützung braucht:'den Bau eines staatlichen Finanzgebäude», einer tschechischen Bürgerschule,«Ine» Hallenbades, ein« Markthalle, ist Zubau zu einer deutschen Bürgerschule, die Reparatur der alten Schulgebäude. Ein verhängnisvoller Schuh, Auf ein Kaninchen geechossen—" >•• den Freund, tödlich getroffen In Wolfersdorf bei B.-L°Ipa Yak sich am Samstag, den 21. d. M.,. ein schrecklicher Jagdunfall ereignet, dem«in Menschenleben zum .Opfer siel. j. An dem genannten Tage war der 60jährige Franz H o f f m'a n»mit seinem Freund« Adolf 8 u m p« auf die Kaninchenjagd gegangen. Im Revier hätten sich die bdiden ßetpeftsitlund gegen Abend, Äs«S bereit» zu dunkel» begann,,startete Kumpe am WakdcSrand das Eintreffen Hoffmanns ab, um mit ihm gemeinsam heimzugöhen. Auf ,ein Geräusch im nahen' Dickicht hin gab ßumpc«inen Schuß in derHichtuU ab, au» der «r da» Geräusch vernommen hatte und von dem er anncchm, daß«» von einem Wilde-verursacht wordep sei. Sein Entsetzen war. ungeheuer, al» «r kurztdarauf feststellen mußte, daß er seinem Freund au», einer Entfernung ,von sechs bis acht Schritten die ganze Schrotlädungin, das Ges i ch t.g e j.ä g t hatt«. Da» Gesicht Hoffmann»' bildete«Ine einzige blutige,^Völlig unkenntliche IMe und--VEZM . glückliche«nag'kürz nach seiner Uebersührung in daß Lelpaer Krankenhaus seine» furchtbaren. Verletzungen. Zuinpe, der sich selber der Gendarmerie Hätte, wurde in Haft genommen. Autowildlinse fahren Elbenberger Kinder nieder AlS am Sonntag die GraSlitzer und Eibenberger Arbeiter vom BezirkSarieitertag in Pech- bach heimkehrten, kam es bei der Einmündung der Pechbacher Straße in die Staatsstraße zu einem schweren Unfall, der durch die Ungeduld und Rück- sichtslosigkeit zweier Autofahrer verursacht wurde. Beide wollten, aus entgegengesetzter Richtung kommend» unbedingt gleichzeitig an dem Zug vorbeifahren, wobei daS Aut» deS Gastwirtes Güsel direkt in die Reihen ter an der Spitze de» .Zuges,befindlichen Eibcnberger Kinder hinelnfuhr.. Bon de» Lindem wurde eine, ganze Anzahl niedergestoße«,.einige lamm, unter., den Wagen z« liegen. Bier Kinder mußten InS Krankenhaus ein geliefert werden. Der seine Autofahrer kümmerst sich nicht um die verletzten Kinder, sondem ließ seinen Wagen im Stich und machte sich aus dem Staube. Rur den Bemühungm der RW-Leute war es zu verdanken, daß sich di« Empörung der vielen Menschen nicht gegen die rücksichtslosen Burschm entlud. DI« Gendarmerie und Bezirksbehörde haben gegm die beiden Autofahrer ein Berfahren eingeleitet. Schwere Gefechte südlich Tientsin Tientsin. Das japanische Hauptquartier meldet, daß die japanischen Truppen nach einem langen Marsch bei heftigem Regen am Dienstag nachmittags in einer Entfernung.von 18 Kilometer von Tientsin auf eine chinesische Kolonne stießen, die sich auf dem Marsch nach Norde» befand. E» kam zu einem schwer, enGefecht, bei dem die Japaner bemüht waren, durch Gegenangriffe den Vormarsch der Chinesen zum Stehen zu bringen. "Die Agentur Domei meldet, die japanische» Truppen' hätten nach ungewöhnlich heftigem Kampfe eine Abteilung chinesischen Militär», die längs der Strecke Beiping— Hankau gegen Norden marschierte, zum Stähen gebracht. Verstärkter Druck auf Nankau Die japanischen Behörden teilen mit, daß die Kwantnng-Annee di« chinesische Division aus Schensi verstirb und- ihr große Verluste zufügte.'. Die Kwantung-Arme« bemächtigte sich Aalgans an'drr grüße« chinesische« Mauer. Japanische Abteilungen verstärkten ihren Druck yuf Nankau. Die Positionen der chinesischen Abteilungen bei Nankau sind durch di« Offensive der Kwantung-Armer bedroht. Rach den Informationen des Reuter-Korrespondenten setzte» die japanischen Truppen «ach der Einnahme der Stadt Kalgan den Marsch in südöstlicher Richtung,entlang der Eisenbahnlinie Peking-Sujuan zum Patz von Nankau fort. Dir Japaner beabsichtigen, den bei diesem Patz .in Stärke von rund 60.000 Mann konzentrierst» chinesischen Truppen den Rückzug aizu- schneidrn. • Der japanisch« Oberbefehlshaber Jsamo Jkoda empfing Diesistag die versteter der Aus- landspreffe. Er erklärte ihnen, daß daS japanische Expeditionskorps seit Beginn der Feind- seligkeiten in, Schanghai sehr ernstlich bedroht war, daß aber der kritische Augenblick nunmehr überwunden sei. Den Japanern gelang eS angeblich, in der Nacht auf Montag 50.000 Mann zu landen, so.daß die Kräfte nunmehr ausgeglichen sind., Englands Besorgnisse wachsen Lon do n. Die Landung neuer jgpanifcher Truppen in der internationalen Riederlaflung von Schanghai hat dst britische« Besorgnisse hinsichtlich des Fernen Vstewö beträchtlich verstärkt, wenn mich'während des gestrigen neurrkichzn Bombardements kein lrittschrr kknstrte« das. Leben ver- loren hat und White Hall die Nachricht verbreiten läßt, daß an Äste Evakuierung der britischen Staatsangehörigen a«S der tsttiirnatiünalen Niederlassung st i'chjt. gedacht werde, so darf dem doch nurmehr taktische,' vedentung beigemessen werde». Lebe« und Interessen ter Engländer sind in Schanghai a u f S h S chste bedroht, stütz'der', bisher schon'' angerichtete Schaden in Schanghai kübst wird auf mindesten» 10 Mil lionen Pfund Strling geschätzt. Zuverlässige» Meldungen zufolge bereitet sich Japan auf eine» lange« Krieg vor und rechnet dabei auf dst Unterstützung der Nan- ttnger Regierung durch den Sowjetverband. In dieser Lage kommt der bevorstehenden britischen Ministerkeramng erhöhst Bedeutung zu. Mpst-,'-''•- r' Pi,... Nach den Berichten der britischen Admiralität-befinden sich zßr Zeit ist chinesischen Gewässern sieben britische Zerstörer, vier Kreuzer, vier Begleitschiffe,' ein Minenleger, ein Flugzeugträger nnp,ein. U-Boot-Mutterschiff, insgesamt also 18 britische Kriegsschiffe. Am laufenden Band Moskau.(HavnS.) DaS Blatt„Lenin- gradstaja Prawda" berichtet» daß daS Tribunal des Leningrader Bezirksgerichtes an» 22. August eine weitere Gruppe von nenn Mitgliedern einer „konterrevolutionären trotzkistische» Organisation" zmn Tode verurteilt habe. Die Berurteilten wurde» sofort nach der Urteilsverkündung erschossen. Die Verurteilten ivaren einer Reihe von Berirechen, z. B. der Bergiftuug von Arbeitern und der Durchführung von Angriffen niit Explosivstoffen beschuldigt. Weitere 50 Millionen Pfund für die britische Flotte London. Die Kredite der britische» Regierung für daS neue Flottenbauprogrami» betragen 50 Millionen Pfund Sterling. Die Regierung wird daS Parlament ersuchen, diese» Erfordernis gleich zu Beginn der Herbstsession zu genehmigen. Der Flottcnsachverständige des „P e u p l e" erklärt, daß dieser Kredit zuni Bau nachstehender Flotteneinheite» verwendet werden soll; 4 Kreuzer, von denen ieder 7,500.000 Pfund Sterling kosten wird, 6 Unterseeboote zu je 300.000 Pfund und 18 Torpedobootzerstörer gleichfalls zu je 300.000 Pfund. Außerdem sollen für di« britische Flotte 200 neue Flugzeuge angeschaft werde», sowie einige Torpedoboote mit Motorantriet, welche von den britischen Flot- tensachverständigen besonders empfohlen werden. Geheimnisvolles Flugzeug Uber der Dobrudscha Bukarest. Wie die„Dimineata" aus Eon- stanza aus privater Quelle meldet, wurde an der rumänisch-bulgarischen Grenze ein' ausländisches Flugzeug zum Nicdergehen gezwungen, das in den letzwergangenen Tagen an der rumänisch-bulgarischen Landesgrcnze und auch an der benachbarten rumänischen Schwarzcn- Meer-Küste wiederholt gesichtet wurde, wobei auch beobachtet worden sein soll, daß aus dem Flugzeuge p h o t o g r a p hische Aufnahmen gemacht wurden. Tatsächlich sollen von den rumänischen Flugverkehrs-Behörden nach der Zwangslandung dieses Flugzeuges an dessen Bord photographische Apparate vorgefunden worden sein. DaS Flugzeug, da» eine schweizerische Matrikel führen soll, hatte eine zweiköpfige Besatzung. Der Pilot heißt nach dieser- Meldung Francois Andrö Hovy, der Beobachter Petr o f f. Die Basis für die Flüge dieses Flugzeuge» soll Warna sein. Flugzeug und Besatzung wurden von der rumänischen Grenzbehörde unter Bewachung gestellt. Eine amtliche Mitteilung über diesen Vorfall wurde bisher nicht auSgegeben. Generalstreik In Dünkirchen angekündigt Pari». Für den 28. August ist in Dunkerque der Generalstreik verkündet worden. Der Hafenverkehr wird eingestellt und die Arbeiterschaft veranstalstt eine öffentliche Demonstration zum Protest dagegen, daß die Forderungen der Arbeiterschaft in den nordfranzösischen, besonder» aber im Hafen bon Dunkerque, nicht erfüllt wurden und zur Besserung der materiellen Lage der Arbeiter nicht» unternommen wurde.' Durch diesen Streik soll die breite Oeffentlichkeit auf die schwierige Situation in den nordfranzösischen Häfen aufmerksam gemacht werden, welche durch den Wettbewerb der belgischen Häfen, namentlich aber de» Antwerpener Hafens, hervorgerufen wurden. Schon seit einigen Monaten werden Verhandlungen zwischen Brüssel und Pari» über die neue Verteilung deS Seeverkehrs für Elsaß und Lothringen zwischen den Häfen Dunkerque, Antwerpen und Gent geführt. Die belgischen Häfen sind bon den Lagergebühren befreit, wogen diese Taxe die nordfranzösischen Häfen belastet. Weil die belgischen Häfen günstigere Bedingungen anbieten können, lassen di« nordfranzösischen Industriellen ihre Rohmaterialien über belgische Häfen auf Kosten de» heimischen Transportwesens transportieren. General Faupel demissioniert Berlin. Die Demission des Generals F a u- p e l, des deuffchen Botschafter» bei der Regierung de» Generals Franco in Spanien, hat in Berlin Verwunderung hervorgerufen, obzwar nach glaubwürdigen Berichten bestimmter führender'deutscher Persönlichkeiten vorausgesetzt wird, daß die Sache der Valencia-Regierung bereit» al» verloren angesehen werden muß. Au» diesem Grunde soll Reichskanzler Hitler entschieden, haben, daß General Faupel in nächster Zeit durch einen Berufsdiplomaten ersettz-wird, MeUes Attentat aut Salazer? Lissabon.(Reuter.) Soeben wird gemeldet, daß auf Ministerpräsident Salazar ein neue» Attentat geplant war. Der Mordversuch war bereit» auf dest-1. August festgesetzt- doch entdeckte die'Polizei die Vorbereitungen., Nach dem Miß-, erfolg. deS Attentate» am 1. August, wo Salazar nicht einmal verletzt wurde, plante» die Vera ffchwörer in den.Wagon Salazar» einfach eine ge«. wohnliche Bombe zu werfen,' Seife 4 Mittwoch, 25. August 1037, Nr. 199 Religiöse Konsomolzen Gegenwärtig findet in einigen Gebieten der Sowjetunion eine Enquete unter jenen Konsomolzen statt, die jetzt aus dem Konsomol ausgetreten sind und sich offen zum Christentum bekannt haben. In den Moskauer„I s w e- st.i j a"(17. August) findet man ein,bemerkenswertes Jntervieiv niit der gewesenen Kon- somolin G c n j a. Sie ist jetzt als Kassiererin angcstcllt, Witwe, hat drei minderjährige Kin- der. Sic bewohnt ein kleines Zimmer, in dem ein Tisch, ein Bett und ein Kinderbett kaum Platz finden. Genja ist in die Kirchengemeinde nicht cingctrctcn, gegenüber der Geistlichkeit empfindet sic keine besondere Hochachtung. Aber das Evangelium ist ihr LieblingSbuch, und als gute Menschen sicht sie nur jene an, die„in Christo" leben, lieber ihre Erlebnisse im Konsomol hat Genja dem Mitarbeiter der„Jswcstija" folgendes erzählt:„Ich wollte wissen, wie alles geschaffen ist. Woher ist der Mensch gekommen," wozu soll man leben, was wird nachher sein. Die Konsomolzen haben mir gesagt, daß sic über alles Bescheid wissen. Dann kamen verschiedene Registrierungen, Fragebogen und so weiter. Ich habe noch immer gewartet, daß man mir etwas erklären wird, sie haben mir jedoch ge- sagt, alles sei aus der Materie entstanden, und damit basta. Einer erzählte mir, meine Mutter sei Materie, ich sei auch Materie, cs gebe sonst nichts, bloß Bewegung der Atome. Was für eine Schweinerei I. Und jetzt wissen Sic, wie alles eingerichtet ist, sragten Genja die Interviewers. /„Ja, jetzt weiß ich es. Der liebe Herrgott hat selbst alles in diesem Buche erklärt. Alles ist eitel außer den« Evangelium. Das Evange- liuni labt wie eine kühle Quelle in der Hitze. Es beruhigt und tröstet."«, Wenn jedoch dieses alte Buch von Menschenhand geschrieben ist, sragten die Interviewers. Da lächelte Genja herablassend und sagte: „Aber wovon soll denn der Mensch leben.. 6b Pilger ertrunken Kgiro. Auf der Rückfahrt von einer Wallfahrt kenterten bei Alexandrien zwei mit Pilgern vollbesetzte Segelboote dicht vor der Hafeneinfahrt. Von rund 70 Fahrgästen tonnten nur vier gerettet werden.. Tic übrigen wurden von der starken Strömung fortgertfsen und ertranken. Bier Knaben ertrunken. Bei einer Segelfahrt an der Äanalküste in der Nähe von Boulogne sur Mer kenterte ein mit sieben Jungen besetztes Boot. Vier von ihnen ertranken, während die übrigen drei von einem, Fischer an Bord genommen werden konnten. Flugzeug rennt an einen Berg. Eine Douglas-Maschine, die den regelmäßigen Flugdienst zwischen Buenos Aires und Santiago versah, ist am Montag in der Provinz San Luis gegen ein 800 Meter hohes Felsmassiv gestoßen und explodiert. Die Besatzung war auf der Stelle tot. Passagiere waren nicht an Bord. Bei Nachtmanövern über San Diego(Kalifornien), ist ein Seeslugzeug abgestürzt. Von den" acht Insassen wurden»sechs getötet und.zwei verletzt. Das abgestürzte Bombenflugzeug gehörte zu dem Typ, mit dem als einem der modernsten die Massenflüge nach Hawai und Panama durchgeführt wurden. Reue Streikniethode. In Detroit wurde zum ersten Male eine neue Streikform zur Anwendung gebracht. Die Angestellten eines großen Restaurants verlangten eine Lohnerhöhung, die ihnen aber nicht gewährt wurde. Um aber doch zu ihrem Ziel zu kommen, forderten sie alle ihre Freunde und Bekannten auf, um Mitternacht in da? Restaurant zu kommen, hier jedoch nur eine Tasse schwarzen Kaffee zu trinken. Der Streik führte zum Ziele, am nächsten Tage erhielten die Angestellten die geforderte Lohnerhöhung. Petrolemnlager in Flammen. Aus Campa- na(Argentinien), wird gemeldet, daß dort in dem. Lager der Petroleum-Gesellschaft„Jndia Company", in welchem 200 Millionen Liter Petroleum eingelagert' sind, ein Brand ausbrach. Der Brand wurde bewältigt, doch wurden 1,800.000 Liter Petroleum vernichtet. . Die Rekorde der Pariser Ausstellungen. Der Besuch der Pariser Weltausstellung 1937 ist für diese Krisenzeiten außerordentlich groß und das wird auch mit entsprechend befriedigenden Kommentaren allgemein festgestellt. Aber er bleibt trotzdem noch lange hinter den Rekorden, anderer Pariser Weltausstellungen zurück.. Die berühm- tcstc war bekanntlich diejenige.von 1900, die das Lp. Jahrhundert so glanzvoll eingeleitet hat. Ihr Rekordtag wurde mit 902.000 Besuchern erreicht; bekanntlich hat die heurige Weltausstellung bis jetzt die Zahl von 398.949 Besuchern an einem Sage als Höchstzahl zu buchen. Dieser Rekord ist aber sogar von der Kolonialausstellung 1981. geschlagen worden, wo die Rekordzahl von 897.298 Besuchern an einem Tage erreicht wurde, Auch die" Gesamtzahl der Besucher ist", gegenüber früheren Weltausstellungen zurückgegangen; am 18. August Das„Prävo Lidu" veröffentlicht an leitender Stelle die Uebersehung eines Artikel« int■ . Londoner„Econennst", der sich vorwiegend mit dem rechten Flügel der Agrarier und deren Politik befaßt und außerordentlich interessant ist. Der Artikel beleuchtet auch die Hintergründe der Regierungskrise im Juli. Es wird zmiiichst davon auSgegangen, daß in der letzten Zeit innerhalb der Presse der tschechischen Parteien scharfe Polemiken geführt wurden, obztvär diese Blätter jenen Parteien angehören, die in der Koalition vereinigt sind." Um das zu erklären, tvird dargelegt, daß es in der" Agrarpartei zwei Gruppen, gibt, einen slowakischen Flügel mit Dr. Hodja an der Spitze, der liberaler ist, während ein Teil der tschechischen Agrarier konservativ ist, mit den Nationalbemokräten und der Gewerbepartei eine rechtsgerichtete Politik betreiben will und"auch Verbindungen mit der SdP nicht scheut.„In diesem Zusammenhang", so heißt es wörtlich weiter,„ist es notwendig, zu bemerken, daß die tschechischen Agrarier und ihre neuen Freunde inOppositiongegen die aü s w ä r t i g e P o I i t i k des alten Präsidenten M a s a r y k und seines Nachfolgers, des früheren Außenministers Benes waren." Insbesondere seit der Ernennung des Nichtagrariers Dr. K r o f t a zum Außenminister ist es da« Ziel der Agrarier,„eine Revolution in der. auswärtigen Politik hervorzurufen und ihre Macht zu befestigen". Sie Ivaren es auch, welche die letzte Regierungskrise hervorgerufen haben.„Die Mine war die von den rechten agrarischen Ministern für Landwirtschaft und Inneres dem Regierungschef und dem(nichtagrarischen) Finanzminister überreichte Forderung, es mögen innerhalb des Getreidemonopols höhere Getreidepreise garantiert werden. Die Mine führte nicht zur Ersetzung Dr. HodZas durch einen anderen, obwohl die tschechischen Agrarier mit dieser Besetzung rechneten. Anstatt, wie sie«S wollten, Dr. Hotzja ins Außenministerium eines Beamtenkabinetts abzufchte» i e n und damit die entscheidende Macht zu erringen sowie" die Außenpolitik BeneöS und" KroftaS umzustürzen, sahen sie, daß Hodja vom Präsidenten beauftragt wurde, ein neues Kabinett zu blitzen. hatte die Weltausstellung 1987 10 Millionen« Menschenbesuch, während am gleichen Stichtag aus der Kolonialausstellung 15 Millionen Besuche«, gezählt wurden. i'." Dentschlaud 1937.-Kürzlich^jst ein suvgeü Dane^nacki. Kopenhagen pon ejuer. Deutschlaud- rcise zurückgekehrt. Als er hinfuhr, so erzählte er, hatte er eine Kamera und einige noch nicht eüt-" wickelte Filme bei sich. In Berlin ging er inS. nächste Photogeschäft, um die Ausnahmen,-entwickeln zu lassen. Als er am nächsten Tage hinkam, um sie abzuholen und nach seiner Schuld fragte, erklärte ihm der sich tief verbeugende Chef, von einem persönlichen Freunde des Führers werde er doch kein Geld annehmen I Einer der Filme— er ist im„Daily Herald" wiedergegeben — zeigt den Vater des jungen Mannes mit Hit- lcrischcr Frisur, auch sonst ziemlich ähnlich und obendrein mit einer Art beschwörender Geste auf ein Gegenüber.einredend, dessen Gesicht durch die darangehaltene Hand unerkennbar ist. Der Photohändler hatte daraus den Schluß gezogen, der Besteller müsse mit. dem Führer sehr befreundet sein, wenn er. ihn" habe knipsen dürfen."(ibn.) Unbekannte Riviera-Besucher. Während es bisher üblich war, die prominenten Besucher der französischen Riviera in de» Zeitungen zu erwähnen und dabei besonders hervorzuheben, daß die ganze mondäne Welt, die Geldaristokratie aus allen Ländern, die Cote dÄzur aussucht, zeigt die Riviera dieses Jahr ein vollkommen anderes Gesicht. Nach langen Krisenzeiten, bei denen selbst in der Hochsaison eine große Anzahl von Hotels geschlossen blieben und eine noch" größere Anzahl in. Konkurs gingen, sind in diesem Jahre ausnahmslos alle Orte anoder Riviera völlig überfüllt. Leer stehen nur die ganz, großen Paläste,, wo. unter 300 bis 400 Zimmern kaum ein Zehntel vermietet ist. Aber schon mittlere und gar erst kleine Hotels sind auf Wochen hinaus borbestellt und, was man- seit einem Jahrzehnt nicht-mehr gesehen hat, auch die. Villenbesitzer haben, nicht genügend Privatzimmer,' um sie. an. die Besucher-der Riviera zu"vermieten.' Gleichzeitig hat aber das Publikum vollkommen gewechselt, Es sind lauter unbekannte Leuten mittlere und Herne Angestellte, auch Arbeiter,. auf Urlaub— es handelt sich- eben um c.die" neue soziale Reform des bezahlten" Urlaubs," die sich erstmalig jetzt auswirkt. Die Rivierck" war für die Masse der Arbeitenden auch in" Frankreich ein schöner Traum, der sich erst jetzt^reälisieren ließ. Den Gewinn, davon-hat die Fremdeninjiustrie, und damit ein wichtiges-Gebiet der französischen Wirtschaft. Auf der Eisenbahnlinie Genua—Caftella stieß ein mit Matrosen- voll besetzter'Zug" mit einem Gegenzug zusammen.. Zwei Matrosen sowie zweiEisen- -bahnbeamte" wurden getötet. 18 Personen würden verletzt. Biele Millionen von Gasmaske» sind in E n g- l and berejts in großen" Lagerhäusern aufgestäpelt. Soweit bis jetzt bekanntl ist, bestehen vorerst noch keine Absichten, diese der Bevölkerung; zugänglich-zü Die agrarischen Umiriebe wurden rasch verhindert und nur das Finanzmittiftdristm.-- ist- in."andere- Hände llbergegaugen."". In dfm englischen Artikel Wirtz, dann, weiter- erzählt, wie der.";,Besikov" /anr 9: Augüst-"eintz! neue Bombe gelegt hat," um eine: NegierimlUSü sprengen, deren Führer ein-Agrarler äst. Währentz der Außenminister auf Urlaub weilte, teilte- das Blatt mit„ es würden,direkte" Verhandlungen zwischen Berlin und Prag geführt und daß.die tsche- choslowakische Regierung.gegen- große Konzessionen der SdP gegenüber die-Anerkennung", der^ tschechoslowakischen Grenzen., durch Deutschland verlange.. Dje Zeitungen der andexpn Koalitionsparteien haben darauf hingewiesen,"-daß. etnel solche Nachricht nicht.wlthr.sbln könne..und daß"! man nicht! etwa demokratische Freiheiten für tzie- Anerkennüng der Grenzen opfern könne. Kürze Zeit später ist dec.„Venkov"- auf diese" Sache, nochmals zu sprechen gekommen und. hat.erklärt,"daß' die tschechoslowakische auswärtige" Politik nicht nur Angelegenheit eines-Mannes sein könne.' Auch das war"gegen die auswärtige-Politik des Präsi«- deuten, des Vorsitzenden!'der Regierung und des" Außenministers' gerichtet. Aber, auch dieser Plan ist mißlungen.^Unter"^diesen.-Umständen"; so" schließt der Artikel,-.„schein«»- weitere politische. Auseinandersetzungen-in Prag unabwendbar." Das Problem, der"Bedeckung für"die notwendige Erhöhung der staatlichen Ausgaben— auf min«. bestens 1500 Millio.üen lkö geschäht— muß nach den Ferien gelöst"werden.. Und der.heutige Fi- nänzminister wird sicher dieseVeräntwörtüng- der. Regierung als Ganzes- verlegen. Die folgenden Manöver um diePositionen zwifchen: den Agrariern und anderen Kräften der Koalition, werden' voraussichtlich, zup R e ko n st r u-k t.i.o-n.'.".tze-r Regt er.u n g fühben,. die nur ein«'Koalition^ mehrerer Parteien sein kann. Aber künftighin- könnten die Rechtsagrarier- aus der Macht verdrängt werden und das lange und-des- mächtigen Jnnehaben. der Schlüsselministerien der Natjo- .nalverteidigung,-der Landwirtschaft und- des Innern verlustig gehen.-In-der tschechoslowakischen Innenpolitik ist nun eine-Situation- entstanden,- deren Entwicklung,"mit/ größter.Aufmerksamkeit weit hinter den tschechoslowakischen Grenzen verfolgt werden wird." machen. Kaum"ein. Promille, der Engländer-hat,eine Ahnung von. dem. Gebrauch einer..Gasmaske;. die andern haben, niemals eine.Gasmaske-in' der Hand gehabt. 4 30 Meter lief Hdltbttschlendert. MWer-.R8he von Mcran stieß die Motorradfahrerin"Josesine Epp aus Salzburg.mit. einem. Auto. zusammen, wobei sie in eilte 50 Meter tiefe Böschung hinabgeschleudert-wurde.- Sie? blieb dort mitlzerkrümmertem Schädel tot-liegen.- t•-■•>> •■ Vierzehnjährige skalpiert. Bei Brückl,in! Kärnten fuhr die 14jährige Klara- Morre- mit ihrem Fahrrad in"-.einen Güterzug! Sie geriet unter die Lokomotive und wurde getötet; wobei sie--von- der Lokomotive skalpiert wurde. Giftiger Schafkäse. In- der Umgebung. von Nyirengyhäza(Ungarn), erkrankten acht Personen nach dem,Genuß, von verdorbenem Schafkäse.-- Vjer. Personen, sind bald darauf gestorben,. die übrigen liegen im Sterben.- Schulrundfünk-Konferenz. Die erste gänzstaat- liche Arbeitskonserenz der Referenten.de» tschechoslowakischen," deutschen." Und ungarischen Schulrund, funkS.würde am. Dienstag, den 24. tz.M. vormittags im Brünner.Radiojournal unter Vorsitz- des. Vtzr- standes der" Sektion". fUr SchülruNdsupk.Dr. Seiürich". Heller eröffnet. Nach■ dessen esmeitendem"Borträg über die Funktion des Schulrutidfünke» wurde vor allem"über die OrganisÄjpn-und Tätigkeit, eines Komitee» für den.Schulrundfunk beim Ministerium für-Unterricht und Bolkraüfklärung;- über die psy- Unwetterschäden ...; in Tirol und Iti Ungarn I^-'JünStrüik.. Die letzten Wegmsälle üntz'GeT stvitter in den Alpe>siändern,-namentlich,aber,i» Tirol, verursachten große Verkchrsschwierigkeiten Ui« Schäden.. Der Grenzfluß' Isar l'isi" aus-den -Uferii-getpeten"-üsitz hatlMige Sjätzke nutz Dörffr, überschivemmt..Besonders in-Schäplitz stehen eisiige Straßen unter Wasser! Zahlreiche Häuser :Mllß"te.N'geräuntt werden.-Das Wasser rißiMöbel- ,stücke Mit.sich.. Auch einige Brücken wurden von wen-Hochwassersluten weggerissen..' Hie Mitten« Walder Eisenbähnstrecke würde ap zwölf' Stellen durch, Erd- und.Steinlawinen einige, Meter Höch verbarrikadiert. Vorübergehend war-auch. Her iB'e.r'k'e h r. aufttze r.A r 16 e rgb ah wü.n.t e"r« bro ch e n und die Züge müßten'ayf elnem Um-» jsiW.Wbr.Bayern; geführt- werden." Durch.die iUeberschwemmungeN sind- die bLetzeruygen durch !tzie,Flüsse" Hotting.ünd' Mühlau bei) Innsbruck gx-. ifährdet,- wogegen da»" Lechthal, das Tanuheimer- iüntz'-LermooSthal-bereits von der Welt abgeschuit- ten sind."Das bekannt« Hotel Ammerwald würde überschivemmt und in dep Erdgeschotzräumen steht das Wasser einen, halbpn Meter"hoch. Budapest. Die lang dauernden Mgenfälle in, iverschietzeyen Teilen Ungarns haben Ücberschwem« smuNgen.zur Folge gehübt; namentlich. für Mir- kolez besteht UeberschwemmungSgefahr. Zahlreiche- WirsschäftSgcbäüde sind eingeskürzt.. Die Bauern^ der betroffenen Dörfer haben vielfach nur da» Nackte Leben retten können. Die".Weingärten"in der Umgebung von. GyöngyöS würden, zum größten Teil, verwüstet.- Mehr,-«lS 1 50 Prozent der Wejnfraubenernte, ist- vollkommen vernichtet. In der Umgebung von-MiSkolez haben auch hie Eisenbahndämme großen Schaden gelitten; chologischen und' künstlerischen- Voraussetzungen der Schplseiidungen, über die Wahl der'Themen und über"die Festsetzung! de» Programme»'für den ganzen Staat.verhandelt. Nachmittag, würde über Re !Zusammenarbeit mit den Autoren,-über' da» literarische Programm, über- die- NachmittagSunterhal- tungSsmnden."für die-Jugend üptz über" die Pro« grammzeitschrist„Der" Rundfunk' der-Jungen" beraten.- Mittwoch stechen auf-dem Programm da» Musikprogramm, die Regie de» Schulrundfunks, die pädagogische-Zusammenarbeit»mit der Lehrerschaft,, die Fühlungnahme. mit der.Schülerschaft und den Eltern und die-Propagserung. de» Empfange» d.Ä SchulrundfunG; die in großem Umfang-im- September durchgeführt-werden wird. Wahrscheinliches Wetter heute.." In Böhmen weitere Abnahme der Bewölkung-und Regennei- guug, Erwärmung, im übrigen. Gebiet, noch ziemlich bewölkt/zeitweise regnerisch' und iwr mäßig warm. -Liistbewigüng-"-" vom.Norden.--"--Wetteräüsfichten für morgen:-In den-böhmischen"Ländern- bewölkt, meist trocken, weitere"Erwärmung, Nordostwind: In den Karpathenländern' stellenweise Schauer,"" Erwärmung, Nordostwind. Vom Rundfunk . MMlHmMi au* den Protrenmeni Donnerstag. Prag, Sender l. 7: Morgenmuiik.10.05: Deutsche-Presse;. 10.15:-Deutsche Sendung:- Musik de» Morgenlandes, Hövbiw mit Schallvlatien. 11.05: Jnstrumentalsoli» auf Schallplatten.12.lv: Schallplatten, 14: Deutsche Sendung:' Kleine», von-«roßen Leuten, bunte-Hörfolge, 14.40: Schallplatte», 17.05: Populäre» Konzert der tschechischen Philharmonie. 18:05: Deutsche Sendung: Svortvorschau. 18.10: Landwirtschaft," 18.45: Deutsche Presse. 18:55: Au» dem deutschen Kulturleben.- 21.20:" Josef Suk:' Zyklus von: Klavierkompositionen.""— Prag, Sey» bet II. 15: Tanzmusik. 15.15: Deutsche Sendung: Beethoven nach- den Schilderungen seiner Heitaenof« sen, 15.50:. Deutsche Presse.— Brünst. 17.40: Deutsche Atbesterfendungr- D«. Fecv: Außenpolitische Bedeutung der britischen Reichikonferenz,. 18.15: Lieder, von Friml.—. Preßburg. 12.85: Runtzfünk» ; orcheiterkonzert,.", 14.20: Operuaesänge auf' Schallvlatien. 22.85: Tanzmusik.— Kaschav.12.05: Po« !puläre» Schallplattenkonzert,. 10:10: Zigeunermusik. — Mähr.-Ostrau.. 14.20: Französische Chanson». -18.10: Deutsche"Sendung:-' Fischer: Stimmen dep -'Natur.-"....... Kr. 109 Mttwoch, 26, August 1037 äoWpMik- llusLmck gu, daß auch die versicherten-Avbeitslofen Beiträgt Kmgästen von mehr als 68 Prozent<2728 gegen Vie Vorbereitungsperiode Im chinesisch-japanischen Krieg (Rn) Die Operationen sowohl auf dein HauptkriegSschauplatz in Nordchina alS auch in Schanghai befinden sich im Stadium der Lorbe» reitung. Auf der Linie Peiping—Saigon finden jedenfalls nur Borhutgefechte statt. Der japanische Bormarsch ist hier vorläufig sehr langsam. ES handelt sich um ein schwierige- Gebirgsge» lände, wo die motorisierten japanischen Trupp«» schwere Widerstände zu überwinde« Halen. Auch scheine« hier vorläufig die Chinesen«in nmneri- schrS Lebergewicht zu haben. DaS- chinesische Hauptquartier konzentriert die Hauptmasse der Streitkräfte in Nordchina, nördlich vom Mittellauf deS Gelle« Flusse». Damit wird dir Um» fasiung deS linken Flügels der japanischen Armee zu erreiche» versucht. DaS strategische Ziel der Japaner ist vorläufig dir Erreichung der Linie G u i j ü a n—D o l o n—n o r, aber die Konzentration der chinesischen Truppen in der Provinz Shansi könnte diese Bewegung außerordentlich gefährden. Man mutz als!» in der allernächsten Zeit Nebenoperationen der Japaner läng» der Eisenbahnlinie Peiping—Ping-jang erwarten. Die japanische Operation bei Schon»- h ä i verfolgt, abgesehen von politischen Absichten, daS stra t«gi s ch e-Ziel der- Allen- Tschechoslowakei führt«eiter auf dem englischen Handschnhmarve. Im Juli-ist Englands Einfuhr von Lederhandschuhen saisonmäßig auf 77.280(i. B. 84.860) Dutzend Paar für 114,851(82.812) Pfund gestiegen, gegen 52,102 Dutzend Paar für 77.022 Pfund im Juni. Die Tschechoslowakei hat gegen Italien, hqS^m. zweiwy Quartal,stark,im Vordringen.gewesen war und im April, die, Führung an sich 7084), während die Zahl der Auslandstouristen g«! von 18,000 auf 2087 fisikt. Hier machen sich Di« Grundproduktion deS Berg- und Hüttenwesens sowie der Industrie arbeitet sehr intensiv an Aufträgen aus dem In« und Auslände. Auf einige» wichtigen Gelitten wurde daS höchste Produktionsvolumen erzittt, dar je in unserer Wirtschaft verzeichnet worden ist. Nicht nur die Zweig« der Mengen-, sondern auch der OualitätSproduktion weisen hohe Beschäftigung, insbesondere für das Ausland, auf. Die Arbeitslosigkeit sank unter ein« Viertel- Million, was weniger als die Hälfte des Bor» jahreSftande» bedeutet. Di« Löhne beginnen auf den Konjunkturstand zu reagieren. Der Bauarbeiterstreik, der inzwischen bereits liquidiert wurde, unterbrach zeitweilig die Bautätigkeit in Groh- Prag. Der Handelsverkehr mit dem Auslande ist aktiv und lebhaft und überragt bedeutend das Borjahrsniveau. Gegenüber den letzten Monaten erfuhr er jedoch in Uebereinstimmung mit der Preisentwicklung der Auslandsmärkte eine Abschwächung. Ein ständig größerer Anteil der Ausfuhr richtet sich nach den freien Ländern. Auch der Fremdenverkehr belebte sich auffallend. Die tschechoslowakisch« Währung notierte im Ausland« wie bisher unverändert ruhig und stetig. Die Entwicklung des Fremdenbesuches in sudetendeutschen Kurorten seit 1930 die Folgen der autzenpilitifchen Entwicklung bemerkbar, die Finanz- und Devisenpolitik des DrittenReiche», die einer Grenzsperre gleichkommt, die weitgehende Unterbindung der Auslandsreisen für die Bewohner des Dritten Reiches. v Diese Passivposten der Fremdenverkehrsbilanz werden zum Teil wieder ausgewogen durch densteigenden Jnländerbesuch, der sich freilich weniger auf Kurgäste, al» auf vorübergehende Besucher erstreckt. Die Kur fr e- quenz durch Inländer bleibt im allgemeinen gegenüber dem Jahr« 1080 stabil, dagegen steigt die Zahl der JnlandStouristen ganz bedeutend. So in Karlsbad von 20.808 im Jahr« 1080 auf 28.018 für 1086, in Marienbad gar um mehr als hundert Prozent von 5000 auf 10.509, nur JranzenSbad zeigt auch in dieser Sparte einen Abgang. Eine auffallend starke Einbuße seine» inlädischen Touristenverkehrs verzeichnet Teplitz-Schönau<27.128 gegen 50.299), wUrend Gräfenberg in den letzten sieben Jahren als Touristenort«in ttnzigar« ttges Aufblühen aufzuweisen hat, der sich 1986 gegenüber 1980 mehr al» verzrhn- f a ch t(von 1244 auf 10.948). Dah«S sich da- bei um«in organische» und gesunde» Wachstum handelt, beweist der durch ganze sieben Jahr« anhaltende gleichmähige Anstieg. In Johannisbad und Joachimrthal bleibt die Zahl der Inlands« touristen im wesentlichen unverändert, mit einer leichten Neigung zum Anstieg. In'die Waagschale fAlt für die Beurteilung der teilweise tiefgreifenden Beränderungen im Besamttilde unser«» Touristenverkehr», der durch«in« ganze Reih« von Momenten be« stimmt wird, insbesondere auch durch Schaffung neuer Richtungen und Wege di» Touristenstrome», dje steigende Beliebtheit mancher Gebiete ter Slowakei und Kärpgthorutzlands, denen sich diß inliindischp Touristik in erhöhtem Maße zuzuwenden beginnt..Zu. den bevorzugtesten/Touri« stenorten gehört z. B. Ält-Schmeck» und Tatra- Lomnitz, von denen da» erstere seine Besucherzahl verdreifachen, da» letztere verdchrpeln konnte. Aus der anderen Seite.hat z, B. Strbstt Pleso sehr an Beliebtheit eingebüßt und verzeichnet 1986 nur «ttvg 55 Prozent seiner inländischen Besucher/gegenüber dem Iah« 1980, Ebenfallr^einstimmig schloß sich der Kongreß den im Bericht von Fuß gemachten Vorschlägen betr. Vereinheitlichung der Beiträge und die Vereinfachung der Unterstützungen an. Sobald die Regierung in dieser Sach« einen Entwurf herausgibt, wird die Epekutive de» Gewerkschaftsbunde» zusammentreten und«venwell einen neuen Kongreß einberufen. gerissen hat, im Juni aber wieder den ersten Platz her Tschechoslowakei abtreten mußte, daS Feld behaupten können. Ihr Anteil erreichke 80.974(i. B. 82.064) Dutzend Paar für 58.462 (51.069) Pfund, gegen 20.102 Dutzend Paar für 84.621 Pfund im Juni. Trotz dieser Steigerung ist jedoch bemerkenswert, daß die Lieferungen der Tschechoslowakei erstmals unter dem Bor« jahrSNtveau blieben, was auf den Streik zurück- zuführen sein dürste. Italien liegt jedoch weiter stärker hinter der Tschechoslowakei zurück; die englischen Bezüge an italienischen Handschuhen erhöhten sich im Juli auf 18.078(im Juni: 18.249) Dutzend Paar für 20.887 ,(15.188); Pfund. Arbeiten»«»»«! in den nordfranzösischen Kohlengruben. Trotz der Aufforderung der Gewerkschaftsorganisation der Bergarbeiter an die Bergleute, sich zur Arbeit in den Grubenunternehmungen des nordfranzösischen Kohlenbecken» zu melden, besteht in diesem Gebiet ständig Mangel an Arbeitskräften. Die Zeitschrift de» Betgleutesyndikate» schreibt:„Trotz dem dringenden Erfordernis, die französische Kohlenproduktion, zu erhöhen, wird die Regierung wahrscheinlich gezwungen sein, einen Aufruf an die ausländischen Arbeiter zu richten*. Der Bankrat der Tschechoslowakischen Nationalbank hielt am 24. d. M. seine ordentliche MonatSfitzung unter Vorsitz de» Gouverneur» JllDr. Karl E n g l i S ab. Dem vorgebrach- ten Geschäftsbericht entnehmen wir folgende»: In der internationalen politischen Lage gesellte sich zu den Komplikationen der Spanienkämpfe der scharfe Militärkonflikt in Nordchina, der zur Steigerung der allgemeinen Spannung führt. Im Wirtschaftsleben hält di, hohe Aktivität an, obwohl sonst die Entwicklung der Weltpreise im verflossenen Monat eher zur Abschwächung neigt«. In der Tschechoslowakei erfährt die Produktionstätigkeit der hauptsächlichsten Wirtschaftt- sektoren eine weitere Ausbreitung und Steigerung. Die Preise erfuhren im ganzen im Einklang mit den Schwankungen der internationalen Märkte und auch unter dem Einfluß von Saisongründen eine mäßige Abschwächung. Di« Getreideernte fft zum Großteil beendet. Die Cvgebnisie de» ersten Drusche», der in einigen Gegenden bereit» beträchtlich fortschritt, sind so verschieden, daß die Größe der Durchschnittsernte noch nicht verläßlich abgeschätzt werden kann. Der Stand der Hackfrüchte ist günstig, die Hopfenernte quantitativ' und qualitativ zufriedenstellend, die Obsternte enttäuschte im ganzen. Zur Einführung der obligatorischen< Arbeitslosenversicherung In Belgien Am 22. November 1986 hielt der Belgische Ge-- werkfchaftsblmd einen' außerordentlichen Kongreß zur Besprechung dir Frage der Einführung, der obli- gatoristhen Arbeitslosenversicherung ab. Da fast gleichzeitig H. Fuß, der Fachmann de» Internationalen Arbeitsamtes, eingeladen worden war, al» Königlicher Kommissar im Hinblick auf die von der belgischen Regierung in Aussicht gestellte Einführung- dieses BersicherungSzweiges einen Bericht äuSzuarbei-. ten, war di« besagte Tagung wichtig für die Festlegung und Geltendmachung der Stellungnahme der Gewerkschaften. . Der Bericht von H. Fuß ist inzwischen ber«; öff-ntIich^^M^iN,-lA>e ,httgjkchen.GewevksMt«i./ haben deShM.aig.8,.Mguft. einen.neue» Kongreß.. abgehalten, um diesen Bericht zu besprechen und ihr« endgültige Meinung bekanntzugeben.' Obwohl sich schon di« Tagung vom November vergangenen Jahre» mit 829 gegen 188 Stimmen gegen die staatliche Verwaltung, d. h. insbesondere gegen den.direkte^. Abzug der Beitrages vom Lohn ausgesprochen hatte, hielt Fuß in seinem Bericht und seinen Darlegungen auf dem Kongreß an der Ansicht, de» direkten Abzüge» vom Löhn fest, da sonst die Einführung«ine» reibungSlo» arbeitenden System-unmöglich sei. Diese Meinung— die am 22. November auch vom offiziellen Berichterstatter De« vlaemhnk unterstrichen wurde—fand neuerding» ihre Befürworter. So sprachen sich hauptsächlich Bertre« ! rer der großen Verbände der Bergarbeiter und Me- - tallarbeiter dafür au». Keuwet(Sekejär des Metallarbeiterverbandes) sagte in-diesem Zusammenhang u. a.:„Alle Argumente gegen den Abzug vom Lohn sind von der Furcht vor dem Mtgliedevverlust dik- tiert. Man darf jedoch vor diesen Argumenten nicht Halt machen, wenn man nicht die Karikatur einer Obligatorischen Versicherung verwirklichen Willi" In der Abstimmung wurde da» Prinzip de» Abzüge» vom Lohn wiederum verworfen, und zwar mit 262 gegen 229 Stimmen.(Auch die Bergarbeiter stimmten dagegen, weil sie ihre Befürwortung von der glelchzeittgen Schaffung einer einzigen offiziellen ArbeitSlosenkaffe abhängig gemacht, hatten und di« Schaffung einer.solchen Kaffe mit allen gegen si0 Stimmen-abgelehnt worden war).,,/ Um den- Einfluß der Gewerkschaften sicherzustellen und zu festigen, sowie um eineNfür albe Beteiligten tragbaren- und annnchmtbaren Kompromiß herbeizuführen, hat Fuß in seinem Bericht den Bor« - schlag gemacht, daß.die'Gewertschaste»,;t., h..-ihre Kaffen, auf.' alle, Fälle für die. Auszahlung. der Untevstützungenawdie-BollerwerblloseninBetrachi kommen(während die Unternehmer dje Au»zMüng an die Kürzatbetter übernehmen sollen)..Der Kongreß sprach sich mit allen gegen«in« Stimm« für die Auszahlung aller Unterstützungen, Mich jener d« Kurzarbeiter,' durch- die.-Kaffen dw. Gttöeck- schaften aük i Da der Pettcht von Fuß gewisse BerufSIafe«i gorien von der.Ünterstützung ausschließen MllMM sich der Kongreß noch«tnnfal einstimmig für die. Migaiofische Versicherung- für alle au»,- die vom; Produkt ihrer Ärbeit leben. sst d» im Handel, der- Industrie, der. Lantwirtschpft, den Ssfenfliche^Be^ trieben uüit. Verwaltungenl ttci l schon im November hatten sich."öle- Beamten qu» Solivaritätlgrünben für die Bezahlung der-Beiträge uulgefprochen). Um deN'Arbeitern elNen mögltthst ausgedehnten Verficherung^anspruch.'.»u gttoähre», ftstnotteder Kongreß mit ahm.gegtn.8/ Sttnnnen Wählen"E».sollen"per'^Jahr stvet statutarische B«. sicherungsperioden von je 60 Tagen gewährt werden. Weitere Steigerung der Produktion Berichtn etiiea Siunn-Ng^g«niik^gs d-v u-nlintti-v:- schon berühmten amerikanischen Darsteller». Gleich- zeitig findet die Premiere de» neuen Shirley-Film» „E in blinder Passagier" statt, der un» Das religiöse Leben In Spanien »Jeden Sonntag finden in der protestantischen Kirche Madrids im Bereich der Rebellenbatterien vor den Madrider Getreuen meiner Glau- benskirche regelmäßig Gottesdienste.statt",, erklärte einem Pariser Berichterstatter der evangelische Pastor Juan F lieb»er, der sich auf der Rückkehr vom Oxforder Kongreß der protestantischen und orthodoxen Kirchen der Welt befindet, wo da» Thema„Kirche, Volk und Staat" erörtert wurde.„Dieses Thema beschäftigt alle zivilisierten Nationen. Was Spanien betrifft, so kenne ich sein Volk und seine Negierung und kann sagen, daß die Kirche von keinem der beiden etwas zu be- fürchten hat. ES würde gesagt, daß die Regierung aus lauter„Roten" bestehe. Wenn das nicht eine Lüge wäre, dann müßte man. auch jene treuen Protestanten als„Rote" betrachten, die nicht eine einzige Predigt versäumen. Meine Reise nach Oxford hat mir Gelegenheit gegeben, allen Ehrlichgesinnten die Wahrheit zu vermitteln, denen eine betrügerische Propaganda Keime de» Zweifels über die wahre Lage im republikanischen Spanien «ingeflößt hatte. Und die» vergrößert meine Freude angesichts de» Wiedersehens im Kreise meiner treuen Madrider." Der„Scrvicio Espakiol de Jnformaciün" vom 13. d. M. bringt einen interestanten Bericht über das Klosterleben der Nonnen Im republikanischen Spanien, in dem es heißt:«Als die Berichterstatterin der Agencia Efpana das Kloster betrat, führte sic die Acbtissin in einen Fcnstergang, von dem au» sie in den sonncnbcstrahlten Garten blik- Icn konnte, aus dem ihr rote Blumen entgegenleuchteten, Etwa hundert Frauen waren über ihre Arbeiten gebeugt und nähten still. Bloß daS Geräusch der Nähmaschinen aus einem Nebenzimmer war zu hören. Diese Arbeiterinnen, die Hemden für die Soldaten und Blusen für die Gefangenen nähen, sind Nonnen verschiedener Orden: Franziskanerinnen, Augustinerinnen, Schwestern vom Orden San Vincente de Paul, Santa Sacramento und San Jost de la Montane. Von den 140 Nonnen, die Im Kloster leben, sind 82 Armcnschwestcrn, die vor dem Aufstand ein Altersheim betreuten, das sich im. selben Gebäude befand. Die Nonnen der anderen Orden stammen aus verschiedenen Kriegsgebieten, au» denen sie evakuiert wurden. Die Einrichtung einer Nähwerkstätte im Kloster hat es den Ordensschwestern ermöglicht, sich ihr Brot würdig zu verdienen. Sie nähen acht bi» neun Stunden täglich,„eher neun", meint« die Acbtissin,»weil viele eigentlich erst Lehrmädchen sind und daher langsamer arbeit«»". Da die GlaubcnSübung gestattet ist,, kommen die Schwestern alle Morgen von fünf bis sechs Uhr zusammen, um ihr« Gebete gemeinsam zu verrichten. Sie sprechen ihr Gebet vor und nach dem Esten, beten gemeinsam den Rosenkranz, verrichten ihre Litaneien und Gebete am Nachmittag und erörtern fromme£c£t«. Der Justizminister beabsichtigt, ihnen in nächster Zeit einen Geistlichen zu schicken, der gleichzeitig Seelsorger und Ver> Walter wäre. Erhängt aufgesunden. Vorgestern abends Ivurde der 64jährige pensionierte.Eiscnbabnwächtcr Alois B s o ch an einem Baum eines Gärtchens hinter einer Rotbarackc beim Edenpark erhängt aufgesunden.— Der 62jährige Fleischer Franz L u x i k aus Prag III wurde gestern nachmittags In seinem Laden erhängt anfgcfunden. . Aerztin schafft sich Patienten. In der Nähe der Palacknbrückc überfuhr gestern vormittags di« Aerztin MNDr. Jtcne'Stransky-Vermeö die 84- jährigt PostbeamtenSfrau Anna Rezäi au» ZiZkov mit ihrem dreijährigen Söhnchen Georg. Di« Rezäi wurde leicht, das Kind schwerer verletzt; beide würden ins Allgemeine Krankenhaus gebracht, die Rezäi jedoch wieder entlasten, iFrau Är. Stransky wurde der Führerschein, entzogen. Zwei ArbeitSunsälle.'Gestern nachmittags ließ der 89jährige Arbeiter JaroSlaus P t& t au» Riian an einer Winde einen Balken in den Hof eines Hause» in der Halekgassc hinab; der Balken war aber anscheinend zu schwer und riß Ptäk, der sich daSSeil um den Arm gewickelt hatte, auf der andern'Seite in die Höhe. Hiebei' wurde ihm von der Winde.der Mittelfinger der rechten Hand auSgeristen und-zwei andere Finge/ schwer verletzt.— Als gestern, nachmittag» von einer Baustelle in Zijkov Baumaterial wcggekahrcn werden sollte, geriet da» hiezu bestimmte Auto auf dem feuchten Erdreich In»'Rutschen und. guetschtc den 25jährigen Arbeiter Jakob Matyska auS Brant an eine Mauer. Matyska mußte in bewußtlosem Zustand auf die Klinik Schlosser gebracht werden. Er: hat einen komplizierten Bruch des. rechten Schenkel» erlitten,.. Diebischer Untermieter. Gestern nachmittag» wurde auf Verlangen seine» ehemaligen Quartiergeber», der ihn auf der Straße erkannte, der- 160V in Rumänien geborene.Erwin Rich.ter verhaftet, der bereits früher für immer an» der Republik ausgewiesen. worden war. Er hatte während der- Zeit seines Prager Aufenthaltes, während deren er sich al» Ludwig Szanto' au» Sevljus auSgcgeben hatte, seinem Ouartiergeber Gegenstände im Gesamtwert von 4VVV Xi entwendet und, verkauft bzw. versetzt. Er ist geständig und wurde nach Pankratz eingeliefert. Motorraddieb verhaftet. Gestern gelang e», den 22jährigen, arbeit-, und unterstandSlosen.Emil Pochyle zu verhaften, der dieser Tage dem Karl Kutina in Hostivak ein Motorrad im Werte von 4566 Xi entwendet hatte. DaS Motorrad wurde gefunden. Pochyle wurde nach Pankratz eingeliefert. Neue Filme der Fox. Ein beachtenswertes Programm hat die 20th Century Fox für die Herbstsaison vorbereitet. Schon Ende'August läuft Henry King»„T r a f a l g a r"(Lloyd of London) an, «in dramatisches EpoS. aus der Zeit Admiral Nelson». Schauspielerisch ist dieser Film durch da» De- nach China führt. Ein. Ereignis soll der., zweite Film mit Shirley werden„Wee Willie Winkte"(nach einem bekannt«» Buch'Rudyard Kipling»), der in Indien spielt. Victor M e La g- l e n werden wir weiter in einem Zeitstück„Nancy S t.e e l e.w i.r.d vermißt" sehen,.wo P.eter L o r'r e sein Partner ist? Ein anderer europäischer Star Hollywood»; die Französin S i m o'n e S i- m o.n, spielt die Hauptrolle, in„Jm.sie.ben- t'e n H i m m« I". Jin Herbst' werden wir dann zwei„Millionenfilme"'au sehen bekommen:„Der letzte Sklave n hän d l e r" mit Wallace Berry, Warner Baxter, Elisabeth Allan unp dem vierzehnjährigen Mickey Rooney, und.„Unter v i e r A u g en"' mit.R o d er t Ta tz.lor, Victor M c L ä gl e n und Barhara Stan» w. y ck. An» dem englischen Foxstiidio kommen zwei Filme mit Annabell«:„Flügel de» Morgen r" ünd„Di e rote R o b.e",«indramatischer Abenteuererfilm: aus' der Zeit Kardinal Richelieu» mit ConradVeidt. In zwei Komödien werden wir da.» Paar LorettaAoü ng- Tyro'ne Power sehen:„Der öffent- licheBräutiga m" spielt im Journalistin- inilicn,„C a f t Metr o p-o l e"— schildert reiche Amerikaner in Pari»-—hat Jacques Deval zum Drehbuchautor. JConst und Mssen Leonhard Frank-Uraufführung in Prag. Mitte September kommt Leonhard Frank».Komödie„Der Außenseiter" am Prager Deutschen Theater unter der Regie von Arnold Marl«, mit Fritz V al k in. der. Titelrolle zur Uraufführung. 8port-8pLei-XöMrpftegr Atus-Unlon-Schwerathleten In Antwerpen lieber die Wettkämpfe der Schwerathleten bei der Arbeiter-Olympiade in Antwerpen konnte seinerzeit nur wenig berichtet werden, war wir nun an Hand der Ranglisten nachholen, '. Die Fachgruppe„Schwerathletik" der Arbeiter- Turn- u.nd Sport-Union, entsandte zur Olympiade zwei Wettkämpfer, und zwar den Gewichtheber H. Hampel(Chodaü) und den RingerK„Schmidt (Bodenbach)... Jhf,z, Aussichten aus Erfolg war«» in Unbewacht der großen Konkurrenz nicht. Ri Kisten. Trotzdem konnten sich aber beide zufriedenstellend placieren. H. Hampel hatte fünf Gegner und wäre im Gesamtergebnis auf den dritten Platz gekommen, aber infolge eine» kleinen Fehler» ist ihm da» Gewicht, welcher er tatsächlich gehoben, abgezogen worden. Seine Leistungen waren im einarmig Reißen 75; beidarmig Reißen 86 und beidarmig Stoßen 116 Kilogramm; hätten alo genügt, um vor den Schweizer Im Schlafsaal bemerkte die Berichterstatterin am Fuße einer Statue des HI. Josef einen winzigen Papierkorb, gefüllt mit verschiedenartigen kleinen Gegenstände». Di« Acbtissin. erklärte ihr, die Armcnschwcstern fühlten eine besondere Ehrerbietung für den Hl. Josef, der sie beschütze. Vor einigen Tagen hätten sie ihn gebeten, sie mit jenen Sachen zu versorgen, die sie in winzigen Mengen in dem Papierkörbchen verstaut hatten: .spanische Erbsen, Oel, Brot, Holz, Kohle und Seife. Das„Wunder" vollzog sich gestern: die Schwestern erhielten das Gewünschte. Aber das Lastauto, das die Waren brachte, kam direkt aus dem Ministerium für soziale Fürsorge. Dieses Kloster von Valencia ist nicht daS einzige, das geöffnet ist. Wie die Acbtissin der Berichterstatterin erklärte, sind von den 22 Heimen der Armenschwestern in den Provinzen von Valencia und Alicante 14 dauernd geöffnet geblieben. In allen diesen Klöstern wurden Werkstätten oder Waschküchen eingerichtet, wie z. B.. bei den Armenschwcstern von Castelli», die die Wäsche der Krankenhäuser von Benicäsim besorgen. hFan erhält fUr XL 100 Reichsmark.«,, . 723.— Markmünzen.,. . 730.— 100 österreichische Schilling . 526.50 100 rumänische Lei... . 16.35 100 polnische Zloty..- . 518.50 100 ungarische Pengö.. . 548.50 100 Schweizer Franke»'. '. 656.50 100 franzöfische Franc». . 107.30 1 englische» Pfund., . 142.12 1 amerikanischer Dollar. . 28.55 100 italienische, Lire..«■, . 182.40 100 holländische Gulden. 1570.— 100 jusoslawische Dinare. . 62.05 100**.11» 482.50 100 dänische Kronen.. . 686.— 100 schwedische Kronen. . 734.— Luis« Rainer und Paul Muni al» Chinesen in'dem Film.„Die gute Erde"., Hebern den dritten Platz zu besetzen. Olympia- Sieger wurde Nazarow(Rußland) mit 77.6, 110 und 186 Kg. vor Jespers lBelgien) mit 72.6, 62.5 und 122.6 Kg. und Orlande(Schweiz) mit 70,. 86 und 116 Kg. Den sechsten Platz besetzte Hampel. Im Einzelhoben konnte Hampel im einarmig Stoßen mit dem Russen Nazarow mit je 00 Kg. den. ersten Platz belegen. Die Russen trugen im Gewichtheben alle ersten Plätze'davon. Im Dreikämyf waren die Leistungen ausgezeichnet, und zwar im Bantamgewicht:'Reißen-einarmig 60, beidarmig 87.5 und beidarmig Stoßen 116 Kg.; Federgewicht: 76, 105, 180 Kg.; Leichtgewicht: 77.6, 100.6, 180 Kg.; Mittelgewicht: 87.5, 105,. 140 Kg..; Halbschwergewicht: siehe oben; Schwergewicht: 90. 120 und 152.5 Kg. Der Rüste Popow stellte zwei Rekorde auf, und zwar im beidarmig Reißen mit 106 Kg. und ini beidarmig Stoßen mit 180 Kg.; sein Körpergewicht betrug etwa 60 Kg. Im Ringen konnte K. Schmidt im Leicht« gewicht den vierten Platz besehen. Sein Sieg'über den Dänen Seidel in 82 Sekunden war überraschend; gegen den Franzosen Lcjeunc, der sehr hart kämpfte, war nur. ein Unentschieden möglich. Die. Kämpfe gegen Strand, Norwegens beste; Klaff«, und gegen den zweiten Olympia-Sieger Suitkanen(Finnland) endeten mit phrenv ollen Niederlagen. Wenn.man bedenkt, daß in der LeichtgewichtSklasse 14 Ringer au» Finnland, Norwegen, Frankreich, Holland, Belgien, Dänemark antraten, so kann man schon von einem Erfolg K. Schmidt'» sprechen. Die Rangliste im Leichtgewicht:, 1. Lcmpincn,. 2. Sujkkanen■(beide Flnnländ), 8. Strand(Norwegen), 4; Kj,cSchmidt, 5. Evcracrts(Belgien); In den übrigen Klasstn stellte ebenfalls Finnland die Olympia-Sieger,- und zwar im. Bantam: Markala, Federgewicht: Laho- koski, Weltergewicht:: Aaqvist, Mittelgewicht: Räikkönen, Halbschwergewicht: Helin, Schwergewicht: Ponsen. dec SarW Bezirksleitung. Mittwoch, den 26. August, abend» 8 Uhr im Parteiheim w ich t i g e.Sitzung. Mitteilungen Radio:„Frauen um Lüd* wigi XIV!"'-D.—'Skautt/„Wie'es EuchugMWtz Engl..— Sviwzor:.'„Der iScheildüngSgrund/' Tfch>>' — Alma: ,;Ein:Mä!!chin?mit„schlechtemRuß"'E'im-> Baikal:„Frauen um Ludwig XIV." D.— Belvedere:„Liebe mit 1000 PS." A.— Beseda:„Pater Adalbert.".■ Tsch.)'Carlton:^'.'.Wenn Wwetr schweigen." D. Illusion:„Der Musterdiener." A, — Ltd». H.r;.100:0y,kk,'Di>llay"—’< Lolldror „100.600 Dollar."— Macesk«:„Mitternachtswalzer."- A;—; Perttyn:„Die Weiße. Großmächte A:—Rory:„Prater." D.— U Bijvodn:„Di» sechs Frauen'HeinrichS VIII.".Engl..', V.'... D e z.u g» b e d.i n' g u n.ä e'n i'Bei Zjlstellung in» Hau» oder bei Bezug durch hi« Post'monatlich XL ,16^—) tHerteljährlich Xi'SSi-^. halbjährig XL VS.—, ganzjährig 192.—.— Inserate werden laut'.' Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.- Rückstellung von Manuskripten erfolgt mnr bei Einsendung'der Retourmarken,— Die ZeitungSfrankatur wUrd« vmrder Post-/und T^le»'. D e z.u g» b e d.i n'g u n.ge n -...gräphendireltwn.mit.Erlaß Nr. 18.800/VII/1980 bewilligt.(Kontrollpostamt Praha 25.—.— Druckerei:„Orbis", Druck-, Verlag»-.und"ZeitüngS-A.-G. Prag: